der deutschsprachigen Presse e.V. Sieugspreis zimteljährüc: Qusgabe A cohne Wochenschau“) in Münster zweimal täglich fun ins Haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswärts von der Post abgeholt 2 Mr. 10 Pfg, durch den Briefträger gebracht überall, wo nur einmal i Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 52 Pse. in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 Dk. 62 Pfg.— Ausgade 8(mit„Wochenschau“) vierteljährlich 60 Pfg. mehr. Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2448, 2449 u. 2450. Geschäftsstelle(Michoskisplatz 9) Nr. 72. Zuei Ausgaben ugig. und Münsterische Volkszeitung. 45294 Wbomenten. Anzeigen: Der Raum für die Anzugenspakte, 20 mm breit, Imm hoch, 25 Pf: bei Anzeigen aus dem R.=Oz. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(ür Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, N7mm breit, Zmm hoch,1 Mk.— Für Erfüllung von Blatz= vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druskfehler keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht binnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewicht Erste Ausgabe. Donnerstag, 1. Februar 1917. 66. Jahrgang. Nr. 75. Der trücsichtsrst Aortn„. erutatt! Eine bedeutsame Rede des Reichskanzlers. Berlin, 31. Jan.(WTB.] In der heutigen Sitzung des Hauptausschusses des Reichstages nahm der Reichskanzler Dr. v. Bethmann=Hollweg das Wort zu folgenden Ausführungen: Am 12. Dezember habe ich im Reichstage die Erwägungen dargelegt, die zu unserem Friedensangebot geführt hatten. Die Antwort unserer Gegner hat klipp und klar dahin gelautet, daß sie Verhandlungen mit uns über den Frieden ablehnen, daß sie nur von einem Frieden etwas wissen wollen, den sie diktieren. Damit ist vor aller Welt die Schuldfrage wegen der Fortsetzung des Krieges entschieden. Die Schuld lastet allein auf unseren Gegnern. Ebenso fest steht unsere Aufgabe. über die Bedingungen des Feindes können wir nicht diskutieren: nur von einem aufs Haupt geschlagenen Volke könnten sie angenommen werden. Kampf also heißt es! a Die Botschaft des Präsidenten Wilson an den Kongreß teilt diesen ernsten Wunsch, den Weltfrieden wieder herbeizuführen. Viele der von ihm aufgestellten Maximen begeanen sich mit unseren Zielen: Freiheit der Meere, Beseitigung des Systems der balance of vower, das immer zu neuen Verwickelungen führen muß, Gleichberechtigung der Nationen, offene Tür. Was aber sind die Friedensbedingungen der Entente? Deutschlands Wehrkraft soll vernichtet werden. Elsaß=Lothringen und unsere Ostmark sollen wir verlieren, die Donau=Monarchie soll aufgelöst, Bulgarien abermals um seine nationale Einheit betrogen, die Türkei aus Europa verdrängt und in Asien zerschlagen werden! Die Vernichtungsabsichten unserer Gegner können nicht stärker ausgedrückt werden! Zum Kampf aufs Letzte sind wir herausgefordert. Wir nehmen die Herausforderung an! Wir setzen alles ein, und wir werden siegen! Durch diese Entwickelung der Dinge ist die Entscheidung über die Führung des U-Bootskrieges in ihr letztes und akutes Stadium gedrängt worden. Die Frage des U-Bootskrieges hat uns, wie die Herren sich erinnern werden, gemeinsam in diesem Ausschuß dreimal beschäftigt: im März. im Mai und im September v. Is. Ich habe jedesmal den Herren in eingehenden Darlegungen das Für und Wider der Frage vorgetragen. Ich habe mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß ich jedesmal pro tempore sprach, nicht als arundsätzlicher Anhänger oder arundsätzlicher Gegner der uneingeschränkten Anwendung des U=Bootes, sondern in Abwägung der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Gesamtsituation, immer von der Prüfung der Frage ausgehend: bringt uns der uneingeschränkte U-Bootskrieg dem siegreichen Frieden näher oder nicht?„Jedes Mittel.“ sagte ich im März,„das den Krieg abzukürzen geeignet ist, ist das allerhumauste.“„Auch das rücksichtsloseste Mittel, das uns zum Siege und zum schnellen Siege führt,“ sagte ich damals. „muß angewendet werden!" Der Reichskanzler führte dann weiter aus, weshalb er im März und im Mai des vergangenen Jahres gegen den uneingeschränkten U-Bootskrieg gewesen sei und weshalb die Frage auch im September nach dem übereinstimmenden Urteil der politischen und der militärischen Leitung nicht spruchreif war. Er kam in diesem Zusammenhange auf seine frühere Außerung zurück:„Sobald ich in Übereinstimmung mit der Obersten Heeresleitung zu der Überzeugung komme, daß uns der rücksichtslose U.Bootskrieg dem siegreichen Frieden nähert, dann wird der U-Bootskrieg gemacht werden!" Dieser Zeitpunkt, fuhr er fort, ist jetzt gekommen. — Im vorigen Herbst war die Zeit noch nicht reif. aber heute ist der Augenblick gekommen, wo wir mit der größten Aussicht auf Erfolg das Unternehmen wagen können. Einen späteren Zeitpunkt dürfen wir also auch nicht abwarten. Was hat sich geändert? Zunächst das wichtigste: Die Zahl unserer U-Boote hat sich gegen das vorige Frühjahr sehr wesentlicherhöbt. Damit ist eine feste Grundlage für den Erfola geschaffen. Dann der zweite, mitausschlaggebende Punkt: die schlechte Weltgetreideernte! Sie stellt schon jetzt England, Frankreich und Italien vor ernste Sch wierigkeiten. Wir haben die feste Hoffnung, diese Schwierigkeiten durch den unbeschränkten U=Bootskrieg zur Unerträglichkeit zu steigern. Auch die Kohlenfrage ist im Kriege eine Lebensfrage. Sie ist jetzt schon, wie Sie wissen, in Frankreich und Italien kritisch: unsere U- Boote werden sie noch kritischer machen. Hinzu kommt noch. namentlich für England. die Zufuhr von Erzen für die Munitionsfabrikation im weitesten Sinne und für Holz für den Kohlenbergbau. Noch gesteigert werden die Schwierigkeiten unserer Feinde auf diesem Gebiete durch die Zunahme der feindlichen Frachtraumnot. Hier hat die Zeit und hat der Kreuzerkrieg der U=Boote dem entscheidenden SSchlag vorgearbeitet. Unter der Frachtraumnot leidet die Entente an allen ihren Gliedern, sie macht sich in Italien und Frankreich nicht weniger als für England geltend. Dürfen wir jetzt die positiven Vorteile des uneingeschränkten U=Bootkrieges sehr viel höher einschätzen, als im vorigen Frühjahr, so sind gleichzeitig die Gefahren, die uns aus dem U-Bootkriege erwachsen, seit jener Zeit gesunken. Der Reichskanzler erörterte darauf eingehend die allgemeine politische Lage. Er fuhr fort: Der Feldmarschall Hindenburg hat mir vor wenigen Tagen die Lage wie folgt bezeichnet:„Unsere Front steht auf allen Seiten fest. Wir haben überall die nötigen Reserven. Die Stimmung der Truppen ist gut und zuversichtlich. Die militärische Gesamtlage läßt es zu, alle Folgen auf uus zu nehmen, die der nneingeschränkte U.Bootkrieg nach sich ziehen könnte. Und da dieser U.Bootkrieg unter allen Umständen ein Mittel ist, um unsere Zeinde auf das schwerste zu schäbigen, muß er begonnan werden.“ Admirelstab und Hochseeflotte sind der festen überzeugung, einer Überzeugung, die in den Erfolgen des U.Bootkreuzerkrieges ihre praktische Stütze findet, deß Englend allaht Banten nis aun Unsere Verbündeten stimmen unserer Ansicht zu. Österreich=Ungarn schließt sich unserm Vorgehen auch praktisch an. Ebenso wie wir um England und die Westküste von Frankreich ein Sperrgebiet legen, indem wir jede Schiffahrt nach den feindlichen Ländern zu verhindern trachten werden, ebenso erklärt Österreich=Ungarn ein Sperrgebiet um Italien. Allen neutralen Ländern ist für den Verkehr untereinander au ßerhalb des Sperrgebietes freie Bahn gelassen. Amerika bieten wir, ebenso wie wir es schon 1915 getan haben, unter bestimmten Modalitäten gesicherten Personenverkehr auch mit dem bestimmten englischen Hafen an. Darauf verlas der Reichskanzler die Note an die Vereinigten Staaten und teilte mit, daß entsprechende Noten an die übrigen Neutralen gerichtet worden sind. Der Reichskanzler schloß mit folgenden Worten: Niemand unter uns wird vor dem Ernst des Schrittes, den wir tun, die Augen verschließen. Daß es um unser Leben geht, weiß seit dem 4. August 1914 jeder und nach Ablehnung unseres Friedensangebotes ist dies Wissen blutig unterstrichen. Als wir 1914 gegenüber der russischen Generalmobilmachung zum Schwerte greisen mußten, da taten wir es in dem Gefühl tiefster Verautwortung gegen unser Volk und in dem Bewußtsein entschlossener Kraft, die da spricht: Wir müssen, darum können wir auch! Unendliche Ströme Blutes sind seitdem geflossen, aber das Müssen und Können haben sie nicht weggewaschen. Wenn wir uns jetzt zur Anwendung unserer besten und schärfsten Waffen entschlossen haben, so leitet uns nichts als nüchterne Erwägung aller in Frage kommenden Umstände, nichts als der feste Wille, unserem Volke herauszuhelfen aus der Not und Schmach, die ihm unsere Feinde zudenken. Der Erfolg steht in höherer Hand. Was Menschenkraft vermag, um ihn für unser Vaterland zu erzwingen, seien Sie sicher, meine Herren, nichts dazu ist versäumt, alles dazu wird geschehen. * Eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Ankündigun g der letzten Kriegsmonate! Groß als Tat, groß in der äußeren Form! Wirkungsvoller hat der Kanzler des deutschen Reiches seit langem nicht gesprochen. Glänzender hätte er sich gegenüber seinen Gegnern nicht verteidigen können. Durchschlagender hätte er den Beweis seiner bei aller Vorsicht unbeirrt und folgerichtig ihren Weg laufenden U=Boot=Politik nicht erbringen können. Jedes Wort ist aus Millionen Herzen auter Deutscher gesprochen! Wer immer der U.Boot=Politik des Kanzlers in geheimer oder offener Fronde gegenüberstand: heute muß sich jeder für versöhnt erklären, der da guten Willens ist. Konnte der Kanzler sich einen wertvolleren Zeugen sichern, als die oberste Heeresleitung? Hinter den starken Worten Bethmann=Hollwegs steht das erzene Feldherrngesicht des Chefs des Generalstabes des Feldheeres, steht siegverkündend unser Hindenburg! Und mit ihm die Chefs der Hochseeflotte und des Admiral= stabes. Wer will da bänglich nach den„Folgen" dieses Schrittes fragen? Selbst die, die da immer„Folgen“ sehen, müssen sich vor dieser Fülle gewichtigster Schwurzeugen beugen. Würde der Gegner, hätte er es noch einmal zu tun, wieder eine so unverschämte Antwort auf das deutsche Friedensangebot geben? Wer bezweifeln es. Zu den Gespenstern, die gleich Nachtvögeln um die Köpfe der Ententehäuptlinge flattern, gesellt sich heute das drohendste: der rücksichtslose U-Bootkrieg, die notwendige, unabweisbare, folgerichtige Konsequenz der Friedensverweigerung! Und dabei sind die Schwierigkeiten der Entente schon so groß! Der Kanzler hat sie mit markanten Strichen gezeichnet. Das englische Trutzlied, von dem Britannien, das die Meere beherrscht, wird um einige Noten tiefer gesetzt, um einige Töne leiser gesungen werden müssen— noch diskreter, als bislang! Ja, du stolzes England, mit der brutalen Kälte, von der jede Seite deiner Geschichte zeugt, wolltest du das deutsche Volk dem Hungertode ausliefern. Es geht auch hier: wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein! Und die Neutralen? Allen voran— Amerika. Amerika wird sich unserer Anschauung anschließen müssen. Alle Mittel seines reichen Wirtschaftslebens, alle Kräfte seiner bochentwickelten Industrie hat es unseren Feinden zur Verfügung gestellt. Und würde es auch in Zukunft getan haben. Einmal ist es uns in die Arme gefallen. Ein zweites Mal wird es keinen Erfolg haben! Wie sagt doch, um gleich die äußerste Konsequenz anzunehmen, unser Hindenburg:„Wir sind militärisch auf alles gerüstet.“ Und Hindenburg ist nicht der Mann der leeren Worte. Hat Amerika noch in den letzten Tagen eine stärkere Bewaffnung der feindlichen Handelsschiffe gestattet, und damit einen angeblich besseren Schutz vor deutschen U-Booten ermöglichen wollen, so mag es jetzt eine neue Note erlassen. Sie darf nicht anders lauten, als: jeder Amerikaner, der auf englisch-französisch=italienischen Schiffen fährt, tut es auf eigene Gefahr. Das ist eine Selbstverständlichkeit von Anbeginn des U=Bootkrieges an gewesen. Aber Selbstverständlichkeiten existierten für Amerika nicht immer— mit Ausnahme der einzigen Selbstverständlichkeit: alles, was wir liefern können, wird für gutes Geld der Entente geliefert. Wir warten die Entschließungen des Weißen Hauses in Ruhe ab. Wir können es um so eher, als der Kanzler gerade dieser Frage seine besondere Aufmerksamkeit geschenkt haben wird. Der rücksichtslose U.=Bootkrieg! Durch das deutsche Volk geht ein Frohgefühl, daß dem verhaßtesten seiner Gegner— endlich!— das Messer an die Kehle gesetzt wird! Denn wenn auch Frankreich und Italien einbezogen wurden— die volle Wucht dieses rücksichtslosesten Krieges wird sich gegen England richten. Wertvolle Helfer sind uns erstanden. In zähem, wagemutigem Kampfe, geleitet nach den von Amerika gebilligten Regeln des Kreuzerkrieges, haben unsere U.Boote in den letzten Monaten ihre Beuteziffern zu erstaunlicher Höhe anwachsen lassen. Und doch! Wer hatte angesichts der eindrucksvollen Ziffern, die er allmonatlich las, nicht das Gefühl: dem Himmel und den U.=Booten Dank für diese Leistungen— aber wie groß könnten sie sein, wenn wir den U.Boot=Krieg mit der Rücksichtslosigkeit führen würden, die als bittere Notwendigkeit empfunden wurde. Nun ist er da!!! Und unsere U.=Bootsleute werden dafür sorgen, daß der Ankündigung die entsprechenden Taten folgen. Wie oft mußten unsere U.=Bootführer in den letzten Monaten mit geheimer Wut im Herzen diesen oder jenen Dampfer entschlüpfen lassen, von hemmenden Bestimmungen gehindert. Jeyzt aber heißt gs auf allen Booten: Sehte tzel Stust . Im übrigen und für heute: Glückauf ihr kleinen Boote! Glückauf ihr tapferen Blaujacken! Der Wea ist geöffnet. Volldampf voraus, und recht, recht oft: Rohre frei, Schuß! * Über den Verlauf der Sitzung meldet uns ein eigener Drahtbericht: Die Sitzung trug schon äußerlich ein besonderes Kennzeichen, indem auch Abgeordnete zum Erscheinen aufgefordert worden waren, die nicht Mitglieder des Hauptausschusses sind. Es waren auch zahlreiche Abgeordnete anwesend, die mit Spannung den Erklärungen des Reichskanzlers und der übrigen leitenden Persönlichkeiten entgegensahen. Die Sitzung war eine der eindrucksvollsten, die die Kommission gehabt hat. Der Reichskanzler, die Staatssekretäre von Capelle, Dr. Helfferich und Zimmermann nahmen nacheinander das Wort zu Erklärungen, die mit Recht das größte Interesse beanspruchten. Es handelte sich, wie wir hören, um die Frage unserer Seekriegführung. Jeder der Vertreter der Regierung gab Erklärungen von seiner amtlichen Stellung aus zu der Frage des U.=Bootkampfes ab, wobei die gesamte Kriegslage eine eingehende Darlegung fand. Die Beschlüsse, von denen der Reichskanzler der Kommission Kenntnis gab, werden in kurzer Zeit den neutralen Staaten bekanntgegeben werden und auch bald ihre Ergebnisse zeitigen. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts machte Mitteilungen vom militärischen und marinetechnischen Standpunkt aus, der Staatssekretär des Innern behandelte an der Hand ausführlicher statistischer Angaben die wirtschaftliche Weltlage. Dann machte der Staatssekretär des Außern Mitteilung über eine Reihe besonderer Fragen. Die Sitzung dauerte etwa zwei Stunden. Es schloß sich eine streng vertrauliche Konferenz in einem anderen Saale an, an der lediglich die Regierungsvertreter und die Mitglieder der Budgetkommission teilnahmen. In ihr wurden noch ganz besonders wichtige und eingehende Mitteilungen des Reichskanzlers entgegengenommen. Es sprachen auch Vertreter des Zentrums, der Nationalliberalen und der fortschrittlichen Volkspartei.— Morgen vormittag wird die Beratung des Hauptausschusses fortgesetzt. Eine neue deutsche Note an Amerika. Berlin, 31. Jan.(WTB.) Der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist heute die folgende Note übermittelt worden: Berlin, 31. Januar 1917. Eure Exzellenz haben die Güte gehabt, mir unter dem 22. ds. Mts. von der Botschaft Mitteilung zu machen, die der Herr Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika am gleichen Tage an den amerikanischen Senat gerichtet hat. Die Kaiserliche Regierung bat von dem Inhalt der Botschaft mit der ernsten Aufmerksamkeit Kenntnis genommen, die den von hohem Verantwortlichkeitsgefühl getragenen Darlegungen des Herrn Präsidenten zukommt. Es gereicht mir zu großer Genuatuung, festzustellen, daß die Richtlinien dieser bedeutsamen Kundgebung in weiterem Umsange mit den Grundsätzen und Wünschen übereinstimmen, zu denen sich Deutschland bekennt. Hierzu gehört an erster Stelle das Rechtder Selbstbestimmung und die Gleichberechtigung aller Nationen. In Anerkennung dieses Prinzips würde es Deutschland aufrichtig begrüßen, wenn Völker wie Irland und Indien, die sich der Seanungen staatlicher Unabbängigkeit nicht erfreuen, nunmehr ihre Freiheit erlangen. Bündnisse, die die Völker in den Wettbewerb um die Macht hineintreiben und in ein Netz eigennütziger Intrigen verstricken, lehnt auch das deutsche Volk ab. Dagegen ist seine freudige Mitarbeit allen Bemühungen gesicher:, die auf die Verhütung künftiger Kriege abzielen. Die Freiheit der Meere als Vorbedingung für den freien Bestand und den friedlichen Verkehr der Völker hat, ebenso wie die offene Tür für den Handel aller Nationen, stets zu den leitenden Grundsätzen der deutschen Politik gehört. Um so tiefer beklagt es die Kaiserliche Regierung, daß das friedensfeindliche Verhalten ihrer Gegner es der Welt unmöglich macht, schon jetzt die Verwirklichung ihrer erhabenen Ziele in Angriff zu nehmen. Deutschland und seine Verbündeten waren bereit, alsbald in Friedensverhandlungen einzutreten und hatten als Grundlage die Sicherung des Daseins, der Ehre und der Entwickelungsfreiheit ihrer Völker bezeichnet. Ihre Pläne waren, wie sie in der Note vom 12. Dezember 1916 ausdrücklich betonten, nicht auf die Zerschmetterung oder Vernichtung des Gegners gerichtet und nach ihrer Überzeugung mit den Rechten der anderen Nationen wohl vereinbar. Was insbesondere Belgien anlangt, das den Gegenstand warmherziger Sympathie in den Vereinigten Staaten bildet, so hatte der Reichskanzler wenig Wochen zuvor erklärt, daß eine Einverleibung Belgiens niemals in Deutschlands Absichten gelegen habe. Deutschland wollte in dem mit Belgien zu schließenden Frieden lediglich Vorsorge dafür treffen, daß dieses Land, mit dem die Kaiserliche Regierung im guten nachbarlichen Verhältnisse zu leben wünscht, von dem Gegner nicht zur Förderung feindlicher Anschläge ausgenutzt werden kann. Solche Vorsorge ist um so dringender geboten, als die feindlichen Machthaber in wiederholten Reden und namentlich in den Beschlüssen der Pariser Wirtschaftskonferenz unverhüllt die Absicht ausgesprochen haben, Deutschland auch nach Wiederherstellung des Friedens nicht als gleichberechtigt anzuerkennen, vielmehr sostematisch weiter zu bekämpfen. An der Eroberungssucht der Gegner, die den Frieden diktieren wollen, ist der Friedensversuch der vier Verbündeten gescheitert. Unter dem Aushängeschild des Nationalitätenprinzips haben sie als Kriegsziel enthüllt, Deutschland, Österreich-Ungarn, die Türkei und Bulgarien zu zerstückeln und zu entehren. Dem Versöhnungswunsch stellen sie ihren Vernichtungswillen entgegen. Sie wollen den Kampf bis aufs äußeste. So ist eine neue Sachlage entstanden, die auch Deutschland zu neuen Entschlüssen zwinat. Seit 2½ Jahren mißbraucht England seine Flottenmacht zu einem frevelhaften Versuch, Deutschland durch Hunger zur Unterwerfung zu erzwingen. In brutaler Nichtachtung des Völkerrechts unterbindet die von England geführte Mächtegruppe nicht nur den legitimen Handel ihrer Gegner, durch rücksichtslosen Druck nötigt sie auch die neutralen Staaten, jeden ihr nicht genehmen Handelsverkehr aufzugeben oder den Handel nach ihren willkürlichen Vorschriften einzuschränken. Das amerikanische Volk kennt die Bemühungen, die unternommen worden sind, um England und seine Bundesgenossen zur Rückkehr zum Völkerrecht und zur Achtung dur dem Besen der Kreibeit der Meens zu be. wegen. Die englische Regierung beharrt bei ihrem Ausbungerungskrieg, der zwar die Wehrkraft des Gegners nicht trifft, aber Frauen und Kinder, Kranke und Greise zwingt um ihres Vaterlandes willen schmerzliche, die Volkskraft gefährdende Entbehrungen zu erdulden. So häuft britische Herrschsucht kalten Herzens die Leiden der Welt unbekümmert um jedes Gebot der Menschlichkeit, unbekümmert um die Proteste der schwergeschädigten Neutralen, unbekümmert selbst um die stumme Friedenssehnsucht bei den Völkern der eigenen Bundesgenossen. Jeder Tag, den das furchtbare Ringen andauert, bringt neue Verwüstungen, neue Not und neuen Tod: jeder Tag, um den der Krieg abgekürzt wird, erhält auf beiden Seiten Tausenden tapferer Krieger das Leben und ist eine Wohltat für die gepeinigte Menschheit. Die Kaiserliche Regierung würde es vor ihrem eigenen Gewissen, vor dem deutschen Volke und vor der Geschichte nicht verantworten können, wenn sie irgendein Mittel unversucht ließe, das Ende des Krieges zu beschleunigen. Mit dem Herrn Präsidenten der Vereinigten Staaten hatte sie gehofft, das Ziel durch Verhandlungen zu erreichen. Nachdem der Versuch zur Verständigung von den anderen mit verschärfter Kampfansage beantwortet worden ist, muß die Kaiserliche Regierung, wenn sie dem höheren Sinn der Menschheit dienen und sich an den eigenen Volksgenossen nicht versündigen will, den ihr von neuem aufgezwungenen Kampf ums Dasein nunmehr unter vollem Einsatz aller Waffen fortführen. Sie muß daher auch die Beschränkung fallen lassen, die sie sich bisher in der Verwendung ihrer Kampfmittel zur See auferlegt hat. Im Vertrauen darauf, daß das amerikanische Volk und seine Regierung sich den Gründen dieses Entschlusses und seiner Notwendigkeit nicht verschließen werden, hofft die Kaiserliche Regierung, daß die Vereinigten Staaten die neue Sachlage von der hohen Warte der Unparteilichkeit würdigen und auch an ihrem Teil mithelfen werden, weiteres Elend und vermeidbare Verluste an Menschenleben zu verhindern. Indem ich wegen der Einzelheiten der geplanten Kriegsmaßnahmen zur See auf die anliegende Denkschrift Bezug nehme, darf ich gleichzeitig der Erwartung Ausdruck geben, daß die amerikanische Regierung amerikanische Schiffe vor dem Einlaufen des in der Anlage beschriebenen Sperrgebietes und ihre Staatsangehörigen davor warnen wird, den mit den Häfen der Sperrgebiete verkehrenden Schiffen Passagiere oder Waren anzuvertrauen. Ich benutze diesen Anlaß, um Eurer Exzellenz den Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung zu erneuern. gez. Zimmermann. * Die in der Noto erwähnte Denkschrift lautet wie folgt: Vom 1. Februar 1917 an wird in den nachstehend bezeichneten Sperrgebieten um Großbritaunien. Frankreich und Italien herum und im östlichen Mittelmeer jedem Seeverkehr ohne weiteres mit allen Waffen entnegengetreten werden. Solche Sverrgebiete sind: A] Im Norden ein Gebiet um England und Frankreich, das begrenzt wird durch eine Linie in 20 Seemeilen Abstand längs der holländischen Küste bis Terschelling Feuerschiff, dem Längengrad von Terschelling Feuerschiff bis Udsire, eine Linie von dort über den Punkt 62 Grad Nord 0 Grad Länge nach 62 Grad Nord 5 Grad West. weiter zu einem Punkte 3 Seemeilen südlich der Südspitze der Farroer, von dort über Punkt 62 Grad Nord. 10 Grad West nach 62 Grad Nord 15 Grad West, dann 57 Grad Nord 20 Grad West bis 47 Grad Nord 20 Grad West, weiter nach 43 Grad Nord 15 Grad West, dann auf dem Breitengrad 43 Grad Nord entlang bis 20 Scemeilen von Kav Finisterre in 20 Seemeilen Abstand entlang der spanischen Nordküste bis zur französischen Grenze. B) Im Süden des Mittelmeeres: Der internationalen Schiffahrt bleibt offen das Seegebiet westlich der Linie Pt. de N' Espiquette bis zu 38 Grad 20 Minuten Nord und 6 Grad Ost, sowie nördlich und westlich einen 60 Seemeilen breiten Streifen längs der nordafrikanischen Küste beginnend auf 2 Grad Westlänge. Zur Verbindung dieses Seegebietes mit Griechenland führt ein 20 Seemeilen breiter Streisen nördlich bzw. östlich folgender Linie: 38 Grad Nord und 6 Grad Ost nach 38 Grad Nord und 10 Grad Ost, nach 37 Grad Nord und 11 Grad 30 Minuten Ost. nach 34 Grad Nord und 11 Grad 30 Minuten Ost. nach 34 Grad Nord und 22 Grad 30 Minuten Ost. Von hier führt ein 20 Seemeilen breiter Strei sen westlich 22 Grad 30 Minuten Ost Länge in die griechischen Hoheitsgewässer. Die neutralen Schiffe, die die Sverrgebiete befahren. tun dies auf eigene Gefahr. Wenn auch Vorsorge getroffen ist, daß neutrale Schiffe, die am 1. Februar auf der Fahrt nach Häfen der Sverrgebiete sind, während einer angemessenen Frist geschont werden, so ist dringend anzuraten, daß sie mit allen verfügbaren Mitteln gewarnt und umgeleitet werden. Neutrale Schiffe, die in Häsen der Sperrgebiete liegen, können mit gleicher Sicherheit die Sverrgebiete noch verlassen, wenn sie vor dem 5. Februar auslaufen und den kürzesten Weg ins freie Gebiet nehmen. Der Verkehr der regelmäßigen amerika. nischen Passagierdampfer kann unbehelligt weitergehen, wenn a) Falmoutb als Zielhafen genommen wird, b) auf dem Hin= und Zurückwege die Scillys, sowie ein Punkt 50 Grad Nord 20 Grad West angesteuert wird. Auf diesem Wege werden keine deutschen Minen gelegt werden; c) die Dampfer folgende besondere in amerikanischen Häfen ihnen allein gestattete Abzeichen führen: Anstrich des Schiffsrumpfes und der Aufbauten, 3 Meter breite Vertikalstreifen abwechselnd weiß und rot, an jedem Maste eine große weiß und rot karrierte Flagge, am Heck die amerikanische Nationalflagge. Bei Dunkelheit müssen Nationalflagae und Anstrich der Schiffe nach Möglichkeit von weitem gut erkennbar und die Schiffe durchweg hell erleuchtet sein: 4) Ein Dampfer wöchentlich in jeder Richtung gebt, dessen Ankunft in Falmouth Sonntags Abfahrt aus Falmouth Mittwochs erfolgt. e) Garantie der amerikanischen Reaierung gegeben wird, daß die Schiffe keine Bannware (nach deutscher Bannwaxenliste) mit sich führen. Karten, in welchen die Sperrgebiete aufgeseichnet sind. sind in je 2 Eremplaren beigefügt. Den Regierungen der anderen neutralen Staaten sind autirrechenbe Roten übermittelt marhen.## der deutschsprachigen Presse e.V. Der deutsche Abendbericht. Verin, 81. Jon. 1929.) Amtlich. Abends. Bei Kälte und Echnersall an allen Nrouten nur ertess Getchbihteicht. * * Das Vorasblat von Galatz erreicht. Wien, 31. Jan. R0.) Das„Neue Wiener Taablatt" berichtet aus Lugano: Laut einer„Secolo“=Meldung aus Vetersburg ist der Feind in das Vorgediet von Galat eingedrungen. Der Seo= und Handelskrieg. Amsterdam, 31. Jan.(W229.) Das„Allgemeen Handelsblad" berichtet, daß der vermißte niederländische Tankdampfer„Juno“ mit völlig ausgerissenem Deck in Hoek van Holland angekommen ist. Das Schiff ist zuerst auf eine Mine gelaufen und dann in den Downs mit einem anderen Schiff zusammengestoßen. Newyork, 31. Jan.(Frankft. Zig.) Die Morgenblätter berichten: Die amerikanische Realerung erbebt keinen Einspruch gegen die Bewaffnung von Handelsschifen mit zwei Kanonen, weil die Bewaffnung nicht der einzige Gesichtspunkt für die Entscheidung der Frage sei, ob man ein Schiff als Kriegsschiffe zu betrachten habe. Versenkt. Bern, 81. Jan.(WTB.] Dem„Temps“ zufolge ist der russische Dampfer„Earau“(3180 To.] versenkt.— Llonds melden aus London, daß der dänische Dampfer„Dailv“ und der spanische Dampfer„Vunta Teno“ versenkt wurden. Der Untergang des Hilfskreuzers„Laurentie“. Amsterdam, 8t. Jan.(WTB.] Das Reutersche Bureau meldet aus Belfast: Der Hilfskreuzer„Laurentie“ ist am Freitag früh. kurz nachdem er ausgefahren war, an der Nordküste von Irland auf eine Mine geleusen. Er hatte eine Besatzung von 475 Mann, von der ungefähr 260 Personen ums Leben askommen sind. Es wurde ein großes Loch in den Schiffsboden aerissen, und eine Anzahl Heizer wurde auf der Stelle getötet. Das Schif sank fast sofort, aber es gelang, zahlreiche Verwundete in die Boote zu bringen. Bisher wurden 100 gefrorene Leichen angeschwemmt. Englands Interesse, an dem Bau von Handelsschiffen. London, 81. Jan.(WTB.]„Dailo Mail“ erfährt, daß das Kabinett sich in den letzten Tagen ernstlich mit der Schiffbaufrage beschäftigt und damit, ob dem Bau von Handelsschiffen gegenüber dem Bau von Krieasschiffen nicht der Vorrang gegeben werden solle. Man ziehe in Erwägung, ob Großbritannien sich nicht mit seiner jetzigen Flottenstärke begnügen und alle Kräfte der Er bauung von Handelsschiffen widmen solle, um den täglichen Verlust an Schiffsraum infolge der feindlichen U-Bootstätigkeit gutzumachen und dem drohenden Lebens mittelmanget zuvorzukommen. Der Luftkrieg. Rege Rliegertätigkeit. Berlin, 31. Jan. Am 30. Januar war die Fliegertätigkeit an der Westsront überall durch Schneetreiben behindert. Trotzdem führten unsere Rlieger zahlreiche Feindflüge durch. Sie bewarfen in der Nacht vom 29. zum 80. Januar den Bahnhof# Albert und die wichtienn Läger von Wiencourt. Cappy und Bran, alle an der Somme. mit 3000 Kilogramm Bomben. In der Nacht vom 30. zum 81. Januar wurde der Bahnhof von Guillauevurt und Herleville mit 900 Kilogramm Bomben beleat. Reindliche Bombenwürfe in der Gegend von Athies. bei Hau und Nesle blieben ohne Ersola. An der Ostsront unterstützten unsere Flieger mit Erfolg die Angriffsbewegung der deutschen Truppen an der Ag. Bei klarem Frostwetter führten unsere Flieger am 30. Januar auf der schmalen Front über 50 Feindflüge durch, schossen mit beobachtetem Erfolg zahlreiche eigene Batterien ein und erkundeten viele des Gegners als feuernd. Obwohl in den höheren Luftschichten eine Kälte bis zu 40 Grad unter Null herrschte, bewarfen wir in zahlreichen Flügen die Gasanstalt von Riga. feindliche Bahnhöfe und Truppenläger mit 900 Kilogramm Bomben. Eine feindliche Flugabwehrbatterie wurde durch den kühnen Angriff eines Fluazeuges zum Schweigen gebracht. Von den Russen zeigten sich den ganzen Tag auf der gesamten Front nur zwei Flugzeuge hinter ihren Linien. Griechenland. Basol, 31. Jan.(Frankst. Ztg.) Die Reuteragentur meldet nach einem amtlichen Telegramm aus Atben, daß Prinz Andreas von Griechenland denVormarsch der Truppen führte bei der Begrüßungszeremonie der AlliiertenFahnen. Die Bevölkerung wurde nicht zur Zeremonie zugelassen, die sich in befriedigender Weise abspielte. Die in den Nachbarstraßen harrende Menge verhielt sich ruhig. Alle anderen Forderungen der Alliierten wurden befriedigt. Die Beziehungen zwischen der griechischen Regierung und den Verbündeten scheinen normale Formen annehmen zu wollen. Frankreich. Kohlennot in Frankreich. Paris, 81. Jan. Im weiteren Verlauf der Kammerverbandlungen über die Kohlennot erklärte Vallet, daß der Kohlenvorrat von Paris bald erschöpft sein werde. Die Gasanstalten kämen noch 14 Tage aus. Trotz dieser Zustände feierten die Kohlenarbeiter in St. Nazaire, weil man ihnen eine Lohnerhöbung verweigere. Vallet verlangt, daß die Bergleute der Jahrgänge 1895—1903 in die Bergwerke zurückgeschafft würden. Haraut gab zu, daß die Krise sehr ernst sei. Vor dem Kriege habe Frankreich 60 Millionen Tonnen Kohlen verbraucht, von denen es 40 Millionen Tonnen selbst gefördert habe. Durch die Invasion sei die Eigenförderung auf 20 Millionen Tonnen gesunken. Die Einfuhr aus Gugland, die früher 2 Millionen Tonnen pro Monat betrug, sei auf 1.5 Millionen Tonnen gesunken. Er könne sich nicht verbeblen, daß auch Koblenschiffe versenkt würden.(Eine tressende Illustration zu der heutigen Kanzlerrede!) Gngland. Amsterdam, 30. Jan.(W2B.) Die Blätter melden aus London, daß ein dringender Aufruf um 20 000 Frauen zur Arbeit in den Munitionsfabriken 27—30 Schilling die Woche ergangen ist. Der Lebensmittelkontrolleur veröffentlicht die Mitteilung Hendersons, daß die Lebensmittelausgabe an die Bevölkerung rationiert werden solle. Andererseits melden die englischen Blätter, daß in der nächsten Zeit Karten für die einzelnen Lebensmittel eingeführt werden sollen und daß bereits ein Plan dafür ausgearbeitet worden ist. Von heute ab wird in England das Kriegsbrot eingeführt, das 5 Prozent Mais, Gerste oder Reis entbält. Berlin, 81. Jan.[WTe.] Dem„Tagebl.“ zufolge zeigen die letzten Tage der am Freitag geschlossenen Versammkung des britischen Arbeitskonaresses in Manchester die Verschiedenheit der Strömungen innerhalb der Partei. London, 31. Jon.(W2B.] Die Liste der Beschäftiaungserten, in denen die dienstfähigen Männer belassen werden, wenn sie ein gewisses Alter überschritten haben, ist neuaufgestellt worden, wobei die Altersarenzen allgemein erhöht worden sind, um mehr Männer für das Heer verfügbar zu machen. Die neue Liste mit abermaliger Erhöhung der Altersarenzen wird in wenigen Wochen veröffentlicht werden. Das Freiwilligenkorps in Enalend. London, 31. Jan.(W2B.) Reuter. Der König richtete an alle Lordleutnants der Grafschaften eine Botschaft. in der er um ihre Mitwirkung bei der Aufstellung von Freiwilligen=Abteilungen ersucht. Diese sollen aus Männern, die über das wehrpflichtige Alter hinaus sind und eine bürgerliche Beschäftigung haben, bestehen und sind dazu bestimmt, die Reaulären in den verschiedenen militärischen Diensten abzulösen. Der König hebt die Verdienste der Territorialtruppen hervor und sagt: Ursprünglich zur Verteidigung der Heimat bestimmt. haben die Territorial=Divisionen in Frankreich. auf Gallipoli. in Agypten und Mesopotamien Schulter an Schulter mit der reaulären Armee gekämpft und sich ihr als gleichwertig an Mut und Tapferkeit und als am besten den feindlichen Truppen überlegen erwiesen. Während sie so die Schlachten des Reiches im Auslande schlagen. müssen wir Kräfte organisieren und ausrüsten, die ihren Platz als Verteidiger unserer Küsten im Falle eines Einfalles einnehmen sollen. Der König fügt hinzu: Ich kann mit Freuden mitteilen, daß ich den Herzoa von Connauabt zum Oberbefehlshaber der Freiwilligen ernannt habe. Ich vertraue, daß sich alle Männer, die jetzt nicht im Lande sind und Auslandsdienst tun, den Freiwilligen anschließen und unseren Zeinden zeigen werden, daß meine Untertanen jeden Alters bereit sind, für die Verteidigung des geliebten Landes Dienst zu tun. Attentat auf den englischen Bremierminister? Amsterdam, 81. Jan.(WTB.) Dem„Allgemeen Handelsblad“ wird aus London telegraphiert:„Daily Mail“ berichtet, daß gestern vier Personen(3 Suffragetten und 1 Mann mit religiösen Struveln) unter dem Verdachte. ein Attentat geplant zu haben, verhaftet wurden.„Dailv Sketsch“ meldet, daß drei Frauen und ein Mann unter der Beschuldigung verhaftet wurden, daß sie den Premierminister mit Gist aus dem Wege räumen wollten. Die vier verhafteten Personen werden heute vor dem Polizeigericht erscheinen. Die Voruntersuchung hat viele Taae in Anspruch genommen, und man erwartet wichtige Zeugenaussagen. Deutsches Reich. Kaiserlicher Dankerlaß an das Deutsche Volk. Berlin, 31. Jan.(WTB.] Der„Reichsanzeiger" veröffentlicht nachstehenden Kaiserlichen Erlaß: Dem Ernst der Zeit entsprechnd, sind auf meinen Wunsch auch an meinem diesjährigen Geburtstage die landesüblichen festlichen Veranstaltungen auf kirchliche und Schulfeiern beschräntt worden. Das deutsche Volk ließ es sich aber nicht nehmen, an diesem Tage im Gotteshause und daheim meiner mit treuer Fürbitte zu gedenken und mir freundliche Glück= und Segenswünsche telegraphisch und schriftlich aus allen Gauen des Vaterlandes darzubringen. Aus diesen überaus zahlreichen Kundgebungen städtischer, ländlicher und kirchlicher Gemeinden, Korporationen und Vereinigungen aller Art sind mir mit überwältigender Kraft und Einmütigkeit entgegengeklungen: die Entrüstung über die schnöde Zurückweisung unseres Friedensangebotes und die enthüllten schändlichen Bläne unserer Feinde sowie das Gelöbnis. jedes Opfer an Gut und Blut freudig zu tragen, um das Vaterland vor der ihm zugedachten Erniedrigung zu bewahren und den verweigerten Frieden mit allem Nachdruck unserer Waffen zu erzwingen. Tiefbewegt durch solche Außerungen echter Vaterlandsliebe, möchte ich allen, Jung und Alt, in Stadt und Land, die an meinem Geburtstage zu erneutem Treuegelöbnis sich gedrungen gefühlt haben, hierdurch meinen wärmsten Dank sagen. Schwere Zeiten liegen noch vor uns, äußerste Kräfte=Anspannung fordert die Not des Vaterlandes von jedem einzelnen; aber fest und unerschütterlich steht das deutsche Volk bereit, von Kraftbewußtsein und Siegeswillen erfüllt, im Felde und in der Heimat zur Verteidigung seiner gerechten Sache bis zum letzten Mann, und mit Zuversicht sehe ich dem Ausgange des blutigen Ringens um Sein oder Nichtsein von Kaiser und Reich entgegen. Gott wird auch weiter mit uns sein und unseren Waffen den Sieg verleihen! Ich ersuche Sie, diesen Erlaß zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Großes Hauptquartier. 30. Jan. 1917. Wilhelm I. R. An den Reichskanzler. Krieasteverungsaulegen an die kotholischen Geistlichen. Berlin, 81. Jan.(W7B.) Um in ähnlicher Weise wie den evangelischen Geistlichen auch den katbolischen Geistlichen mit einem Ginkommen bis 4500 Mark nach Maßgabe der Bedürftigkeit einmalige Krieasteuerungszulagen gewähren zu können. sind zur Ergänzung der kirchlichen Mittel auch staatliche Mittel flüssig gemacht. Sie werden nach Grundsätzen, die für die Verteilung der Ersparnisse bei den Zuschußfonds gelten. unter den Diözesen verteilt und den Herren Bischöfen zur Verfügung gestellt werden. Das bisherige Ergebnis der Hindenburgspenden. Wie in den im„Rentralblatt der preußischen Landwir. schaffskammern“ veröffentlichten Telegrammen der Verwaltungsabteilung der Hindenbura=Svende an Se. Majestät den Kaiser und den Generalfeldmarschall v. Hindenburg zum Ausdruck kommt, bat der Aufruf des Generalfeldmarschalls in der deutschen Landwirtschaft weiten Widerhall aefunden. Aus dem bis jetzt vorliegenden Material seien nur einige Ziffern herausgegriffen. Es haben aeliesert: Die Provinzen Posen 190 500 Klar., Hannover 159 600 Klar., Ostpreußen 147 500 Klar., die Rheinprovinz 129 500 Klar., die Provinzen Hessen=Nassau 118 800 Klar., Westfalen 108.000 Klar., Preußen zusammen 1 180 400 Klar., Bayern 172000 Klar., Baden 92.500 Klar., Württemberg 51 890 Klar., Oldenbura und Sachsen je rv. 92.000 Klar. Das Gesamtergebnis im Deutschen Reiche betrug 1 636 500 Klar.: gewiß ein alänzendes Reichen für das Bestreben der Landwirtschaft, zu einer besseren Ernährung der Munitionsarbeiter das ihrige beizutragen. Es wird uns hierzu geschrieben: Das bisherige Ergebnis der Hindenburg=Spende muß als ein hocherfreuliches bezeichnet werden, zumal dabei zu berücksichtigen ist, daß in der jetzigen Jahreszeit noch nicht alle Hausschlachtungen stattgefunden haben. In besonders hervorragendem Maße haben neben süddeutschen Staaten die preußischen Provinzen Oftpreußen, Posen, Hannover, die Rheinprovinz. Westfalen und Hessen=Nassau zu dem bisherigen glänzenden Ergebnis der Sammlungen beigetragen. Naturgemäß hat von den gesammelten Spenden bisher erst ein Teil den Arbeitern der Heeresindustrie zugeführt werden können, da die Fleischwaren zum großen Teil noch eingesalzen und geräuchert werden müssen und bei den zurzeit herrschenden schwierigen Transvortverhältnissen der Versand von den ländlichen Sammelstellen nach den Industriebezirken längere Zeit in Anspruch nimmt. Die Rüstungsarbeiter, welche bisher noch nichts von den gespendeten Nahrungsmitteln erhalten haben, werden daher noch einige Geduld üben müssen. Sie brauchen nicht zu befürchten, daß sie nicht berücksichtigt werden, es ist vielmehr für eine gleichmäßige Verteilung und eine möglichst beschleunigte Lieferung der gespendeten Nahrungsmittel an die Rüstungsarbeiter Vorsorge getroffen worden. Auf die telegraphische Meldung von dem bisherigen Ergebnis der Hindenburaspende, welche Dr. Graf von SchwerinLöwitz als Vorsitzender der Verwaltungsstelle der Svende auch dem Generalfeldmarschall von Hindenburg erstattet hatte, ist folgendes Antwortlelegramm eingegangen: Euerer Exzellenz danke ich herzlich für die mich bocherfreuende Mitteilung von dem bisherigen reichen Ergebnis der freiwilligen Svende deutscher Landwirte zu Gunsten der Schwerarbeiter der Rüstungsindustrie, Jeldmarschall von Hindenburg. Irrige Gerüchte über die HindenburaSpende waren durch einen Artikel der„Westdeutschen Arbeiterzeitung“, den einige Zeitungen nachgedruckt hatten. in Umlauf gekommen. Diesen Gerüchten tritt das Landratsamt Recklinghausen durch folgende Erklärung entgegen: Das unsinnige Gerücht, im Industriebezirk werde Speck und Schmalz aus der Hindenburgspende zu 6. 7 und 8 Mark für 1 Pfund an die Rüstungsarbeiter abgegeben, dürfte darauf zurückzuführen sein, daß trotz schärfster Kontrolle immer noch Auslandsware(Schmalz und Speck) auf Schleichwegen in das Industriegebiet gelangt. Diese Ware wird dann von den Schmuaalern zu obigen Preisen abgesetzt, auch an Rüstungsarbeiter. Über die Abgabe der Hindenburgspende— also auch über die Verkaufspreise von Speck und sonstigen Fleischwaren, Schmalz. Talz usw. hat die Provinzialfleischstelle in Münster sich Entscheidung vorbehalten. Der Kommunalverband heansprucht für sich keinen Verdienst. ebenso erwachsen durch die Verteilung, die von den Zechen und Werken vorgenommen wird, keine Unkosten. Die Svenden werden mithin zum Selbstkostenvreise an die Rültungsarbeiter abgegeben werden können. Die Ansicht des größten Teiles der Bevölkerung, daß man sie übervorteilen wolle, ist demnach hinfällig, um so mehr, da die Hindenburaspende noch gar nicht zur Ausgabe gelangt ist, sondern voraussichtlich erst im Februar verteilt wird. Hoffentlich nehmen alle Landwirte von dieser Erklärung Kenntnis und lassen sich dadurch in ihrer dankbar anerkannten Gebefreudigkeit nicht beirren. Aus des Stadt. Münster, 1. Februar. Die Geschichte der Theaterbaukunst stellte Dienstag abend der Professor an der Technischen Hochschule in Karlsruhe Dr. Brinckmann in einem fesselnden Lichtbildervortrage anschaulich dar. Ausgehend von der Bühne der Antike schilderte er, wie mit dem Beginn des humanistischen Zeitalters diese Art der Bühne neu belebt wurde. Aus dem Gelehrtentheater mit amphitheatralischem Zuschauerraum und lediglich als Schmuck und Rahmung dienender Arkaden enwickelte sich die Fürstenbühne mit ihrer verschwenderischen Fülle und Pracht der Ränge. Damals war das Theater noch ein reines Schau= und Gesellschaftshaus, in dem die Aufführungen Nebensache, die Zuschauer Mittelpunkt waren. Eine bedeutsame Wandlung trat schon in der Barockzeit ein, die uns das Theater beschert hat, wie es heute noch in aller Erinnerung als die überlieferte Form des berUömmlichen Thaterhaues lebt. Die Over und Ausstattungspantomimen insbesondere beanspruchten ungeheure Bühnentiesen, die für den Zuschauerraum mit seinen zurückliegenden Logen das Bühnenbild selbst gar nicht zur Geltung kommen ließen. Hier setzten um 1800, mit der erwachenden Anteilnahme des Volkes am Theater, die Bestrebungen zur Schafsung des Theaters ein, das heute eigentlich erst in einigen hervorragenden Meisterbauten verwirklicht ist, das Theater, das auf allen Plätzen, selbst auf den entlegensten, ungebemmten, freien Ausblick auf die Bühne gestattet, das vor allem aber auch die Bühnenvorgänge selbst zu vollster, greifbarster Sinnenwirkung kommen läßt und namentlich dem gesprochenen, rezitierten Wort vollste Klarheit und Tragkraft gewährleistet. Welche Probleme hierbei gelöst werden müssen, das alles führte der Redner mit lehendiger, überzeugender Frische aus.— Die Zuhörer dankten ihm lebhaft für die genußreichte Stunde, nicht minder aber dem Vorstande des Westfälischen Kunstvereins, der mit seinen drei Theatervorträgen das Interesse der Bürgerschaft auf die bedeutsamste Kulturaufgabe Münsters nach hoffentlich baldigem Frieden hingelenkt und ihr Verständnis für die hier zu lösenden Fragen geweckt hat. Magistrat, Stadtverordnete und Theaterkommission, die in all diesen Vorträgen rege vertreten waren, werden mit der Bürgerschaft wetteifern, in Münster wirklich das moderne deutsche Theater zu schaffen. Alle Vorbedingungen dazu sind gegeben, denn all die widerstreitenden, technischen Probleme der letzten Jahrzehnte sind heute — das sehen wir am deutlichsten an Kaufmanns prächtigem Theater am Bülowplatz in Berlin— zu einer harmonischen Lösung zu führen und werden bei der lebendigen Anteilnahme der Theaterkreise Münsters sicherlich zu einer Lösung gebracht werden, die in der ganzen deutschen Theaterwelt Beachtung und Anerkennung findet. Vortrag. Heute, Donnerstag, abends 8½ Uhr, findet im Auditorium marimum der Universität der fünfte Vortrag des Pros. Dr. Krückmann statt. Er wird einzelne Fälle behandeln in Fortsetzung des letzten Vortrages. Einzelkarten sind bei Sepin Wwe, zu haben. = Kursus für Kinderhortarbeit. Die Anmeldungen für den„Kursus Kinderhortarbeit“ sind mit dem heutigen Tage geschlossen. Ob bei der großen Zahl der Anmeldungen alle berücksichtigt werden können. hängt von der Bestimmung der Leiterin des Kursus ab. Denjenigen, die nicht mehr zugelassen werden sollen, wird Mitteilung zugehen. Es ist aber in Aussicht genommen, auch diesen baldigst Gelegenheit zu geben, solch einen Kursus mitzumachen. Anmeldung weiblicher beschäftigungsloser Hülfskräfte. Zur Feststellung der im Bereiche des stellvertretenden Generalkommandos des 7. Armeekorps als beschäftigungslos gemeldeten freien weiblichen Arbeitskräften ist die Anmeldung beim Arbeitsnachweis sofort erforderlich. Alle weiblichen freien arbeitslosen Arbeitskräfte des hiesigen Stadtbezirks werden daher aufgefordert, sich in der Zeit vom 1. bis 9. Februar ds. Is., vormittags von 9—12 Uhr, im städtischen Arbeitsnachweis Versvoel Nr. 6, 1. Etage, zur Eintragung in eine Liste anzumelden.„ Die Listen werden am 2. Februar, mittags 12 Uhr, geschlossen. Bedarfsdeckung an Arbeitskräften ist am dringlichsten in folgenden Berufsarten: Landwirtschaft, Metallindustrie, Berg= und Hüttenwesen. Chemische Industrie, Speditionsgewerbe, Verkehrsgewerbe, Nahrungsmittel= und Genußmittel-Industrie, Lederindustrie und Näherei. Aus den Provinzen. c Vorken, 30. Jan.(StadtverordnetenSitzung.) Die wieder= bezw. neugewählten Mitglieder der Stadtverordneten=Versammlung wurden durch den Bürgermeister Müller verpflichtet und in ihr Amt eingeführt. Zum Vorsitzenden wurde Fabrikbesitzer Joseph Bierbaum, zum Stellvertreter Kaufmann Karl Botschen, zum Schriftführer Sparkassen=Rendant Walters und zu dessen Stellvertreter Bauunternehmer Joh. Wolters wiedergewählt. Mit dem Beitritt der Stadt Borken zum Westfälischen Heimatbund mit einem Jahresheitrage von 80 Mark ist die Versammlung einverstanden. Die städtische Bleiche soll dem bisherigen Pächter für das Jahr 1917 zum ermäßigten Pachtpreise von 100 Mark weiterverpachtet werden. Bürgermeister Müller erstattete dann eingehenden Bericht über den Stand der Lebensmittelversorgung der Stadt Borken. Hierauf erfolgte gebeime Sitzung. O Bocholt, 31, Jan.[Reifeprüfung.) Gestern fand am hiesigen Gymnasium unter dem Vorsitze des Provinzialschulrats Dr. Cramer die mündliche Reiseprüfung statt, der sich drei Oberprimaner unterzogen; zweien von ihnen war sie auf Grund der bisberigen Leistungen und des Ausfalls der schriftlichen Prüfung erlassen worden. Die Namen der Prüflinge sind: Heinrich Bramesfeld aus Gemen, Emil Niemann und Ludwig Schwartz aus Bocholt. *- Bielefeld, 30. Jan.[Größere Zuwendungen) aus der Bürgerschaft sind neuerdings wieder zu verzeichnen. So überwies der Fabrikant Lepper der Stadt Bielefeld 30000 Mk. für die städtische Kriegshilfe, 10000 Mk. dem Provinzialausschuß der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen und 10000 Mk. dem Westfälischen Verein zur Förderung des Kleinwohnungswesens in Münster. Frau A. W. Kisker spendete 20000 Mk. für die städtische Kriegshilfe und 10000 Mk. dem Provinzialausschuß der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen. Der von hier gebürtige, auf dem Felde der Ehre gefallene Leutnant Reinhard Pott hat der Stadt Bielefeld für bedürftige Familien letztwillig 4000 Mk. vermacht. Lingen. 81. Jan.(Auszeichnung.] Wie der Reichsanzeiger mitteilt, wurde dem Vikar Altemeyer in dem benachbarten Venhaus der Rote Adlerorden vierter Klasse verliehen. Osnabrück, 31. Jan.[Auszeichnung.) Laut Mitteilung des Reichsanzeigers wurden Domdechant Müller durch die Verleihung des Kronenordens dritter Klasse, und Domkapitular Franksmann durch die des Roten Adler= ordens vierter Klasse ausgezeichnet. Hauptredakteur Rudolf Strietholt.— Es verantworten: den redaktionellen Teil Paul Koene, die Reklamen und Inserate Antor. Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung in Münster. OW Salzstraße 25. Nur noch 2 Tage! „P Arten die getelerte unübertreffliche deutscbe Fllm-Diva in dem ergreifenden dramet. Lebensbild Der Kat der Litte. Großer 4-Ahter ven Fris Delles. Mlt dissem wundervollen Werhe entrückt Henuy Porten, der Lieblieg des Pablikums, durch ihr unvergleichlich vollendete. Spiel. Das 2. Leben.„Meis Hame ist Spiesche.“ Die Tragödie einer Binsamen Vllmechauspiel in 8 Akt., dargestellt -Akter ven Geerg Jecoby. von H. Flink, E. Matray u. a. Noue Kriegsberichte und das übrige Prachtpregramm. Tonbild-Theater Ludgeristraße 28a. 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Januar in den Kämpfen bei..... mein einziger, lieber Sohn, mein guter Bruder, Schwager, Reffe und Better, der Orenadter Kart Beiner im blühenden Alter von 34 Jahren. Die Seele des lieben Verstorbenen empfehlen wir der christlichen Fürbitte, besonders dem Priester am Altare. Münster i. W., westl. Kriegsschauplatz, den 30. Januar 1917. Romens der trauernden Angehörigen: Frau Wwe. Delker. Das Seelenamt findet statt Freitag, den 2. Februar, morgens 8½ Uhr in der Herze Zotzi=htarrkache. * *