der deutschsprachigen Presse e.V. Gezugspreis vimrtaljährlich: Ausgabe A(ohne „Wochenschau“) in Münster zweimal täglich frei ins Haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswärts von der Post abgeholt 2 Mr. 10 Pfg., durch den Briefträger gebracht überall, wo nur einmal im Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 52 Pfg., in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 Mk. 38 Pfg.— Ausgabe 8(mit„Wochenschau") vierteljährlich 60 Pfg. mehr. Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2448, 2449 u. 2450. Geschäftsstelle(Michaelisvlatz 9) Nr. 72. Munsterischer Auzrigrt Zwei Ausgaben ugig. und Münsterische Volkszeitung. 45294 Wbomenten. Anzeigen: Der Raum für die Anzeigenspalte, 30 mm breit, 2,2mm hoch, 25 Pf.; bei Anzeigen aus dem R.=O. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, R7mm breit, 2, 2mm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Platz= vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druskfehler keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht binnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewicht Dritte Ausgabe. Dienstag, 30. Jannar 1917. 66. Jahrgang. Nr. 71. U=Boot=Erfolge. Berlin, 30. Jan.(W2B.) Amtlich. Am 18. Jaunar hat eines unserer Unterseeboote im englischen Kanal einen englischen Zerstörer der M=Klasse durch Torvedoschuk vernichtet. Berlin, 30. Jan.(WTB.) Amtlich. Eines unserer Unte; eeboote versenkte vom 18. bis 25. Januar außes dem bereits amtlich gemeldeten englischen Zerstörer noch 17 Schifie mit 10 056 Brutto=RegisterTonnen. Unter der Ladung der versenkten Schiffe befanden sich 5000 Tonnen Getreide, etwa 7500 Tonnen Kohlen und weiter besonders Grubenholz, Phosphat und sonstige Bannware. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Kovenhagen, 30. Jan.(WTB.] Mit dem dänischen Dampfer„Expreß“ ist gestern hier die aus 15 Mann bestehende Besatzung des norwegischen Dampfers„Decox“ eingetroffen. der. wie der Kapitän berichtet, am Freitag morgen im Skagerrak, mit einer Holzladung auf der Reise von Norwegen nach England. von einem deutschen U-Boot versenkt wurde. Da stürmisches Wetter herrschte, blieb das Unterseeboot bei den Booten, in denen sich die Besatzung befand. Der Dampfer, der sich näherte, war von einem Unterseeboot zum Anhalten aufgefordert, änderte aber plötzlich seine Richtung und war vor dem Unterseeboot geflüchtet. Gegen Mittag war die Besatzung von dem dänischen Schoner„Fualen" aufgenommen, der sie einige Stunden später an den Damofer „Expreß" abaab. Bei Skagen war der Dampfer ins Eis geraten und saß dort 20 Stunden fest. Ferner sind gestern hier mit dem dänischen Dampfer„La Cour“ die Besatzungen der dänischen Dampfer„Omsk" und„Norma“ eingetrof. fen, die am 19. Januar von einem Unterseeboot versenkt waren. sowie von dem dänischen Dampfer„Daamar“. der am 18. Januar an der enalischen Küste auf eine Mine gestoßen und untergegangen ist. * Kovenhagen, 30. Jan.(WTB.] Der dänische Dampfer „O. B. Suhr“(1900 To.) sollte nach einer Lloydsmeldung von einem deutschen U=Boot versenkt worden sein. Demgegenüber erklärt die„National Tidende": Es besteht kein Grund zu der Annahme, daß der Dampfer versenkt worden, vielmehr ist es wahrscheinlich. daß der Dampfer infolge Aufstoßens auf eine Mine gesunken ist. Das Schiff befand sich mit Stückgütern auf der Reise von England nach Dänemark. Es bestand daher für das Unterseeboot kein Grund, das Schiff zu versenken. Außerdem erfolgte der Untergang des Dampfers in der Nordsee unweit von Newcastle: auch das macht es wahrscheinlich, daß der Dampfer auf eine Mine geßosten ist. Die Besatzung wurde vom dänischen Dampfer„Jacobsen", gerettet, der sich auf dem Wege nach Kovenhagen befindet. Die deutsch=norwegischen Verhandlungen. Stockholm 30. Jan.(TU.) Der Präsident des norwegischen Storthings erklärte einem Ausfrager des hiesigen„Aftonbladet": Die norwegisch=deutschen Verhandlungen werden in überaus freundschaftlicher Weise weitergeführt und würden bald zu einem Resultat führen. Was einen etwaigen verschäften deutschen U-Bootkrieg anlangt, so müsse von norwegischer Seite zugegeben werden, daß die deutschen U-Bootführer alles tun, was sie können, um Menschenleben zu schonen. Der bulgarische Tagesbericht. Sofia, 29. Jan.(WTB.) Amtlicher bulgarischer Generalstabsbericht: Mazedonische Front: Nordwestlich von Bitolia schwacher Kampf der Artillerie, Infanterie, Maschinengewehre und Minen. Im Cernabogen schwaches Artilleriefeuer, das an einzelnen Punkten ziemlich lebhaft war. In der Moglenagegend zeitweilig aussetzende Kanonenschüsse und der gewöhnliche Kampf mit Gewehren, Maschinengewehren und Minen. Im Wardar=Tal spärliches Artilleriefeuer und Fliegertätigkeit. An der Struma an einzelnen Stellen lebhaftes Artilleriefeuer. Südlich von Serres Patrouillengefechte. An der Aegäischen Front feuerte ein feindliches Schiff ergebnislos mehrere Schüsse auf die Küste östlich von Porte Lagos. Zwischen der Struma und der Meste Lufttätigkeit. Rumänische Front: Bei Isaccea seitens des Feindes Artillerie= und Infanteriefeuer. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 30. Jan.(WTB.] Amtlicher Bericht. vom 29. Januar: An der Tigris=Front wurde ein feindlicher Angriff am 27. Januar von Anfang an in Schach gehalten. In der Nacht zum 28. Januar war ein feindlicher Überfall wirkungslos.— An den Dardanellen zwana Fliegerleutnant Meineke am 27. Januar in einem Gefecht gegen 6 feindliche Flugzeuge einen Zweidecker des Gegners zur Landung. Das Flugzeug wurde erbeutet. An den anderen Fronten kein Ereignis von Bedeutung. Der Krieg mit Rumänien. *. Die übersiedelung sämtlicher rumänischer Behörden und Banken wird trotz des niederschmetternden Eindrucks auf Besehl der russischen Militärbehörden, die die Verwaltung des übrig gebliebenen Rumäniens ausschließlich in die Hand genommen haben, mit der größten Beschleunigung fortgesetzt. Der in Odessa eingetroffene Senator Dimitrescu erklärte: Solange noch ein Fuß breit Landes in rumänischem Besitz ist, räumen wir den Boden nicht freiwillig. In Erwartung der Kriegsereignisse werden in Odessa alle hauptsächlich von Flüchtlingen belegten Gasthäuser geräumt. Theater, Konzertsäle und Börse werden zu Lazarettzwecken eingerichtet. Als Wohnung der rumänischen Königsfamilie wird ein alter Fürstenpalast in Jekaterinoslaw instand gesetzt(Frift. Ztg.) Die amtlichen Berichte der Feinde. Französischer Heeresbericht vom 29. Januar nachmittags: In der Nacht wurden zahlreiche Patrouillengefechte gemeldet, namentlich in der Champagne, bei Les Eparges und auf verschiedenen Fronten des Elsaß. Am Hartmannsweilerkopf wurde ein deutscher Angriffsversuch gegen die französischen Schützengräben leicht abgewiesen.— Luftkrieg: Gestern schoß Leutn. Gastin ein deutsches Flugzeug des Albatros=Typs in den französischen Linien ab. Es ist sein fünfter Sieg. In der Nacht zum 29. Jannar gaben französische Bombardierungsflugzeuge Geschosse auf die Bahnhöfe von Atties, Savy und Etreillers ab.— Abends: Gegenseitige Artillerietätigkeit und Handaranatenkämpfe im Abschnitt der Höhe 304 auf dem linken Maasufer. In Lothringen Kämpfe der weitragenden Artillerie. Auf der übrigen Front das gewöhnliche Geschützfeuer.— Flugwesen: Ein feindlicher Flieger wurde durch unser Artilleriefeuer in der Gegend von Darenci Marie abgeschossen. Auf die offene Stadt Luneville wurden Bomben abgeworfen, die keine Opfer verursachten. Belgischer Bericht. Der Artilleriekampf war im Laufe des Tages besonders lebhaft in den Abschnitten von Dixmuiden, Steenstraete und Het Sas. In der Gegend von Ramscapelle und Koordschoote fand wechselseitige Beschießung von geringerer Heftigkeit statt. Henweinig starker Artinerienumpf zwischen Anere und Vomme. Der deutsche Tagesbericht. Großes Hauptauartier, 30. Jan.[WTB. Westlicher Kriegsschauplatz, Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinzen Rupprecht von Bayern. An der Artois=Frout mehrfach Erkundungsgesechte. Zwischen Auere und Somme zeitweilig starker Artilleriekampf. Front des deutschen Kronprinzen. Abendliche Angriffe der Franzosen gegen die Höhe 304 blieben ergebnislos. Ostlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Ostsee und dem Schwarzen Meere kein wesentliches Ereignis. Mazedonischen Front Im Cernabogen und an der Struma=Niederung Zusammenstöße von Aufklärungsabteilungen. Der erste Generalquartiermeister Ludendorff. Der österreichische Tagesbericht. Wien, 30. Jan.(WTB.] Amtlich wird verlantbart: Ostlicher Kriegsschauplatz, An der ganzen Front keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz, Die Unternehmungen unserer Truppen im Görzischen hatten wieder Erfolg. Bei Kostanevica drangen Abteilungen des Infanterie=Regiments 71 in die feindlichen Stellungen ein, überwältigten mehrere italienische Kompagnien, zerstörten die Gräben und kehrten mit 6 Offizieren und 149 Mann als Gefangene und mit zwei erbeuteten Maschinengewehren zurück. Östlich von Vertoiba brachten Abteilungen des K. K. Landsturm-Infanterie=Regiments 2 von einer ähnlichen Unternehmung 27 Gefangene und zwei Maschinengewehre ein. Unsere Ortschaften zwischen dem Garda=See und dem Etsch-Tal standen auch gestern unter Feuer. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschall=Leutnant. Englischer Heeresbericht vom 29. Januar. Wir unternahmen einen Vorstoß gegen die feindliche Linie nordöstlich von Vermelles, wobei wir in die Unterstände Bomben warfen und dem Feinde viele Verluste zufügten. Wir drangen in die feindlichen Stellungen nordöstlich von Armentières ein, stießen in die dritte Linie vor und zerstörten die Unterstände mit den darin Befindlichen. Auch in den Schützengräben wurde eine beträchtliche Anzahl Deutscher getötet. Einige Gefangene t#urden eingebracht. Ziemlich starke Artillerietätigkeit berrschte nördlich der Somme im Abschnitte von Ypern, wo wir in den feindlichen Linien eine Feuersbrunst hervorriefen. Unsere schwere Artillerie war nördlich der Ancre und gegen das feindliche Stabsquartier in Lens tätig. Unsere Flugzeuge verrichteten viele erfolgreiche Arbeit. Es fanden einige Luftkämpfe statt, wobei ein feindliches Flugzeug zerstört wurde. Eines unserer Flugzeuge wird vermißt. Englischer Heereshericht aus Mesopotamien vom 29. Jan. Infolge der weiteren Fortschritte in der Nacht zum 28. Jan. und am 28. Jan. sind wir jetzt in vollem Besitz der türkischen ersten und zweiten Linie, südwestlich von Kut el Amara, auf auf einer Front von 4300 Yards. Auch die dritte und vierte feindliche Linie halten wir auf einer Front von 600 Yards. 950 gefallene Türken wurden aufgelesen, weitere liegen auf dem Schlachtfeld, deren Zahw erst festgestellt werden muß. Die Zahl der Gefangenen ist auf 127 gestiegen. Griechenland. Piräus, 29. Jan.(WTB.) Agentur Havas. Der Kommandant der auf Korfu garnisonierenden griechischen Division hat von der königlichen Regierung den Befehl erhalten, die Truppen nach Patras zu führen. Auf der Insel verbleibt nur eine Abteilung von 200 Mann. Der Befehl über diese wird einem Offizier übertragen, dessen Loyalität gegenüber der Sache der Entente sicher ist. Unsere Feinde. Frankreichs Sorge um Rußlands Ministerium. Berlin, 30. Jan. Nach einer Meldung der„Voss. Zta.“ soll die französische Regierung eine aus General Castelnau, dem früheren Ministerpräsidenten Doumer und anderen, bestehende Abordnung nach Petersburg gesandt haben, um den Zaren von der Notwendigkeit zu überzeugen, daß das Ministerium umgebildet und, wie es in der Meldung heißt, in untadelhafte Hände gelegt werden müsse. Von der Alliierten=Konferenz in Petersbura. Bern, Der„Corriere della Sera“ schreibt zur Petersburger Konferenz, daß dort die Beratungen der Konferenz in Rom zum Abschlusse gebracht werden sollen. Durch eine direkte Verbindung mit Rußland werde man eine organische Einheit der auf politischem Gebiete so schwer herzustellenden und für die Erreichung des Endsieges doch so wesentlichen Allianz vverwirklichen. Wie die Petersburger Telegraphen=Agentur mitteilt, sind zur Teilnahme an der Konferenz bereits eingetroffen: seitens Frankreichs Doumerque, Minister für die Kolonien, und General Castelneau. seitens Englands Lord Milner, Minister ohne Portefeuille, Lord Revelstoke, bevollmächtigter Minister, und General Sir Wilson, seitens Italiens Minister Soialoja und General Graf Reggerie Ledechi. Die sozialistische Friedens=Agitation in Enaland. Dem „Vorwärts“ wird aus Amsterdam gemeldet. Snowden habe vor kurzem in einer Versammlung gesagt, wenn die Leute über die Vernichtung des deutschen Militarismus sprächen, so sprächen sie über etwas, was es nicht gebe. Der Militarismus habe keine geographischen Grenzen. Zur Besprechung der Antwortnote an Wilson äußerte Snowden, was für ein Interesse habe England am Besitze Konstantinopels durch Rußland. Schließlich wandte er sich aufs schärfste gegen die Projekte der Pariser Wirtschaftskonferenz. Es sei kein Friede in Europa möglich, wenn die eine Hälfte der Nationen die andere wirtschaftlich umzubringen wagte. Wenn England einer solchen schutzzöllnerischen Gemeinschaft beitrete, würde seine Flotte das größte Werkzeug der Tyrannei der Welt sein. Holland. (S Englische Preßfehde gegen Holland. Haag, 29. Jan. Der Publizist Hales veröffentlicht im„John Bull“ einen beftigen Angriff auf Holland, das England ebenso zum Narren habe wie König Tino[Konstantin). Holland sei während des Krieges durch seinen Handel mit Deutschland reicher geworden als je in seiner Geschichte, während England wie ein Lakai dabeistehe und ihm die Türe offenhalte. Bei der täglich enger werdenden Geldinteressengemeinschaft zwischen beiden Ländern bestehe Gefahr, daß sich Holland einem deutschen Anschlage auf Vlissingen nicht ernstlich widersetzen würde. Hales setzt, wie die„Morninapost". alle Hoffnungen auf den neuen Gesandten Townley, den die Holländer nicht zum Narren halten würden und schließt: Die holländischen Kaufleute müssen aufhören, die deutsche Armee zu füttern. Die holländische Regierung kann dies verhindern und muß es. Spanten. Madrid, 29. Jan.(WTB.] Die Kammer hat Villanueva mit 256 Stimmen zum Präsidenten wiedergewählt. Die Aufrichtigkeit der Neutralität Spaniens. * Amsterdam, 20. Jan. Den„Times“ wird aus Madrid gemeldet: Die Mitglieder der spanischen konservatiben Partei haben ihrem Führer Dato ein Mahl angeboten, auf dem dieser sich in einer Ansprache wie folgt äußerte: „Unsere auswärtige Politik ist auf die Erhaltung der Neutralität gerichtet. Unserm geliebten König gebührt unser Dank für seine Steuerung des Landes. Sein Aesehen gegenüber dem Auslande hat sich gemehrt. Unser teures Vaterland, das neuen Völkern das Dasein geschenkt, erhebt Anspruch darauf, von allen Völkern der Welt gehört zu werden. Und wenn es Gott gefallen sollte, so möge es seine Hand sein, die die weiße Flagge zwischen den streitenden 1 Parteien erhebt.“ Der lang anhaltende Beifall, der diese Worte begleitete, beweist, daß die Konservativen noch immer so denken, wie im August 1914. wo Dato erklärte, daß Spanien streng neutral bleiben würde. Maura und Lacierva nahmen an dem Mahl nicht teil.(Köln. Ztg.] Madrid, 30. Jan. Der Verkehrsminister Cafset hat eine Verfügung erlassen, wonach bei Strafe Schiffsverkäufe nicht ohne Genehmignna der Regierung vollzogen werden können. und Fahrten spanischer Fahrzeuge in heimischen Häfen beginnen und endigen müssen. Franbreich. Der Aufstand in Französisch=Weitafrika. Paris, 29. Jan.(WTB.] Laut„Temps“ erklärt der Generalaouverneur von Französisch=Westafrika, daß die Finanzlage der Kolonie dank den hohen Einnahmen und den Einfuhrzöllen zwar günstia sei, daß die politische Lage jedoch zu Bedenken Anlaß gebe. Seit Ende 1915 habe sich infolge der Ausbebung von 50 000 Eingeborenen eine aufständische Bewegung geltend gemacht, die nach den Mißerfolgen der zu ihrer Bekämpfung nach dem Nigerbogen entsandten Truppen einen bedenklichen Umfang angenommen habe und erst nach sechsmonatigen sehr energischen Bemühungen in den Küstengebieten niedergekämpft werden konnte, während bei Timbaktu. im Tschadgebiet, in der ganzen französischen Sahara und im französischen Aequatorial=Afrika augenscheinlich mit dem Aufstand in Trivolitanien zusammenhängende Unruhen weiterbestehen. Die Aufständischen rekrutierten sich zumeist aus Fetichisten. Ferner erklärt der Generalgouverneur, daß zwischen Französisch=Westafrika und Marokko Verbindung hergestellt sei, so daß die Verwaltungsbehörden beider Gebiete gemeinsam eine beruhigende Aktion auf die Anhänger des nach Südmarokko geflüchteten Präsidenten El Hiba, dessen Autorität sich bis nach Aequatorial= Afrika erstrecke, unternehmen könnten. Deutsches Reich. Juternierung der Rumänen im 9. Armeekorps. Hamburg, 29. Jan.(WTB.) Das Stellvertretende Generalkommando hat die Internierung der in seinem Befehlsbereich wohnenden Rumänen angeordnet. Die Leute werden in Hamburg gesammelt und am 1. Februar nach Holzminden überführt. Das Zentralkomitee für die Generalversammlungen der Katholiken Deutschlands hatte Sr. Majestät dem Kaiser zum 27. Januar das folgende Telegramm gesandt: Seiner Majestät dem Kaiser und König! „Eure Kaiserliche und Königliche Majestät wollen Allergnädigst geruhen, aus Anlaß des Allerhöchsten Geburtsfestes unsere alleruntertänigsten Glückwünsche entgegenzunehmen und den Ausdruck des tiefempfundenen ehrfurchtsvollsten Dankes für das bochherzige Friedensangebot, welches Eure Majestät zur Weihnachtszeit in echt christlichem Geiste an die uns feindlichen Mächte haben richten lassen. Wenngleich zurückgewiesen, wird Euerer Majestät zum Frieden angebotene Hand gesegnet sein. Dem Aufruf an das deutsche Volk entsprechend erneuern wir treugehorsamst das Gelöbnis, in dieser schweren Zeit auszuharren und Gott den Herrn anzuflehen um den Sieg unserer Waffen und einen ehrenvollen Frieden. Zentrakkomitee für die General=Versammlungen der Katholiken Deutschlands: Graf Droste zu Vischerina, Erbdroste, Vorsitzender. Hierauf ist aus dem Geheimkabinett Sr. Majestät folgende Antwort an den Vorsitzenden des Zentralkomitees eingegangen: Seine Majestät der Kaiser lassen für die treue Kundgebung zu Allerhöchst Ihrem Geburtstage vielmals danken. v. Valentini. Der Dank des Kaisers an die Provinzen. Berlin. 30. Jan.(WTB.) Der Kaiser hat dem Landesdircktor der Provinz Brandenburg, v. Winterfeld. auf das an ihn gerichtete Telegramm folgende Antwort zugehen lassen: Großes Hauptquartier, 29. Jan. Den Vertretungen der preußischen Provinzen danke ich von Herzen für das Gelöbnis der Treue, das Sie mir an meinem Geburtstage mit erhebenden Worten in einer geschmackvoll ausgestalteten Glückwunsch=Adresse abgelegt haben. In dieser ernsten Zeit hat die Kundgebung rückhaltlosen Vertrauens und altbewährter preußischer Königstreue meinem landesväterlichen Herzen wohlgetan. Nach 30 Monaten opferreicher Kriegführung steht das gesamte deutsche Volk in heiligem Zorn über die Ablehnung meines Friedens-Anerbietens, von neuem Mut und verdoppelter Kraft bescelt wie ein Mann zu Kaiser und Reich, um den nun unvermeidlich gewordenem blutigen Endkampf für Haus und Hof. Ehre und Freiheit siegreich zu bestehen und die feindlichen Friedeusstörer endaültig in ihre Schranken zurückzuweisen. Dabei helfe uns Gott und unser autes Schwert. Wilbelm R. Aus aller Welt. Konstantinopel, 30. Jan.(WTB.) Agentur Milli. Auf den Vorschlag der osmanischen Regierung hat die Kammer der Einführung des gregorianischen Kalenders zugestimmt. Christiania, 30. Jan.(WTB.] Zur Sicherung der Feuerungsvorräte im Winter für den Verbrauch der Haushaltungen und Industrie hat der Verproviantierungsrat beim Stadtrat vorgeschlagen, die Bade=Anstalten nur zweimal wöchentlich offenzuhalten. Die Kirchen sollen nur an Sonnund Feiertagen geheizt werden. Die Theater und Vergnügungsstätten werden nur an zwei Tagen in der Woche mit Feuerung versorgt. Zu dem Anschlag auf König Alions. Bern, 29. Jan. (WTB.] Lyoner Blätter melden zu dem Anschlag auf den Zug des Königs von Spanien, daß einer der Verhafteten, wahrscheinlich ein Spanier, namens Rafael Duran, und der andere ein Portugiese namens Tinto ist. London, 30. Jan.(WTB.]„Daily Mail“ schreibt zu der Entnaturalisierung von Ausländern, daß man sich dabei nicht auf naturalisierte Deutsche und Esterreicher beschränken wolle, sondern daß man auch Nieder länder, Belaier und Kanadier der britischen Nationalität entkleiden wolle. Schwieriger würde es mit Personen sein, die durch Geburt in Enaland oder auf einem englischen Schiffe britische Untertanen seien. Mitteilungen des städtischen Kriegsausschusses. Mittwoch Mager= und Buttermilchverkauf für das 1. Drittel. Margarine= und Butterverkauf. Verkaufszeit: 8—12 und 2—6½ Uhr. Verkaufsordnung: In der Turnhalle des Städtischen Gymnasiums: Nr. 1—1500 am Mittwoch. Nr. 1501—3300 am Donnexstag. Nr. 3301—5000 am Freitag Nr. 5001—6800 am Samstag. Am Mittwoch und Donnerstag wird Margarine, am Freittag und Samstag Molkereibutter verkauft. In der Stadthalle. Neubrückenstraße: Nr. 1—1200 am Mittwoch. Nr. 1201—2500 am Donnerstag. Nr. 2501—3800 am Freitag. Nr. 3801—5100 am Samstag. Am Mittwoch und Donnerstag wird Margarine, om Freitag und Samstag Molkereibutter verkauft. In der Verkaufsstelle Göbenstraße: Nr. 1—900 am Mittwoch. 901—1900 am Donnerstag, 1901—2900 am Freitag. 2901—3800 am Samstag. An allen vier Tagen wird Molkereibutter verkauft. In der Verkaufsstelle Kreuzstraße: Nr. 1—700 am Mittwoch. Nr. 701—1500 am Donnerstaa. Nr. 1501—2300 am Freitag. Nr. 2301—3000 am Samstag. An allen vier Tagen wird Molkereibutter verkauft. In der Verkaufsstelle Warendorfer Straße: Nr. 1—500 am Mittwoch. Nr. 501—1100 am Donnerstaa. Nr. 1101—1600 am Freitag. Nr. 1601—2100 am Samstag. An allen vier Tagen wird Molkereibutter verkauft. In der Verkaufsstelle Reckfort, Kinderhaus: Für die Haushaltungen, die sich dort in die Butterkundenliste haben eintragen lassen, und zwar von Donnerstag ab. Preis. Margarine 2 Mk.(16 Pfennig für 40 Gr.): Molkereibutter 2.50 Mk.(20 Pfa. für 40 Gr.). Brotkarte. Warenkarte und Fettkarte mitbringen. In den Verkaufsstellen Kreuzstraße und Stadthalle gelangen in der für den Fettverkauf angesetzten Reihenfolge Eier zur Ausgabe. Kopfmenge 1 Ei. Preis 32 Pfennig. Brotkarte und Eierkarte vorlegen. In der Reihenfolge des Fettverkaufs werden in den Verkaufsstellen Stadthalle, Göbenstraße, Kreuzstraße und Warendorfer Straße Steckrüben zur Streckung der Kartoffelvorräte an sämtliche Haushaltungen abgegeben. Die für Servatiiplatz eingetragenen Haushaltungen erhalten die Steckrüben nicht in der Turnhalle, sondern in der Stadthalle. Wochenkopfmenge 4 Pfund. Preis 5 Pfg. für 1 Pid. und 4.50 Mk. für 1 Zentner. Der Zentnervreis kommt bei Abnahme von 50 Pfund und mehr in Anrechnung. wird dringend gebeten, die für die einzelne Haushaltung zuständige Steckrübenmenge tunlichst auf einmal abzunehmen. Verfütterung der Steckrüben ist strenigstens ver boten. Brotkarte und Waenkarte mitbringen. Zur glatteren Abwickelung des Verkaufs ist es unbe. dingt erforderlich, daß abgezähltes oder wenigstens Klein geld mitgebracht wird. Die aufgerechneten Gemüsekundenlisten müssen bis spätestens morgen(Mittwoch) 1 Uhr bei der Gartenbauverwaltung(Zimmer 84—87 des Stadthauses) abgegeben werden. Die Kolonialwarenhandlungen haben die für die Neuauflegung der Kolonialwarenkundenlisten benötigter Formulare morgen(Mittwoch) in der Zeit von 9 bis 3 Uhr auf dem Zimmer 62 des Stadthauses an der Clemensstraße gegen Zahlung von 5 Pfg. für jeden Bogen in Empfang zu nehmen. Die neue Kundenliste ist nicht mehr in doppelter. sondern nur in einfacher Ausfertigung anzulegen. Sie gilt bis auf weiteres. Die Neueintragung hat in der Zeit von Mittwoch nachmittag 3 Uhr bis spätestens Freitag abend unter Vorlegung der Brotkarte und der Zuckerkarten zu erfolgen. Die Stammabschnitte(nicht die Monatsabschnitte) der einzelnen Zuckerkarten sind mit der laufenden Nummer der Kundenliste und mit der Firmenbezeichnung des Geschäftsinhaber: zu versehen. Die Kundenlisten müssen bis spätestens Samstag. den 3. Februar, mittags 1 Uhr, aufgerechnet auf dem Zimmer 62 des Stadthauses zurückgegeben werden. Bei Feststellung von falschen Eintragungen oder Beeinflussungen der Kunden wird Schließung des Geschätes erfolgen. Die Bezugseinheit der Petroleumkarten wird gemäß§ 2 der Verordnung über die Abgabe von Petroleum vom 5. November 1915 für den Monat Februard I. auf ein Viertel Liter festgesetzt, so daß in diesem Monat auf eine weiße Karte ½ Liter und auf eine grüne Karte 2½ Liter Petroleum abgegeben werden kann. Regelung des Kohlenverbrauchs. Die durch die Transportschwierigkeiten auf der Eisenbahn eingetretene vorübergehende Kohlenknavpheit macht als Notstandsmaßnahme die Rationierung des Kohlenverbrauche durch Bezugscheine notwendig. Es dürfen deshalb von Mittwoch, den 31. d. M. ab bis auf weiteres von sämtlichen hiesigen Kohlenhandlungen Kohlen nur gegen Bezugscheine verabfolgt werden. Die Bezugscheine werden von Mittwoch, den 31. d. M., ab im Stadtverordnetensitzungssaal(Eingang Rathaus, Prinzipalmarkt] von 8 bis bis 1 Uhr vormittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags ausgegeben. Im allgemeinen wird nur ein Bezugschein für einen Scheffel Kohlen an jede Haushaltung ausgegeben. Einen Bezuaschein kann nur diejenige Haushaltung erhalten, welche weniger als&am Scheffel Vorrat an Kohlen hat. Bei der Ausgabe des Bezugscheins muß demnach vom Antragsteller die Versicherung abgegeben werden, daß sein Kohlenvorrat nicht mehr als ½ Scheffel beträgt. Die Richtigkeit der abgegebenen Versicherung wird durch polizeiliche Feststellung in den Haushaltungen kontrolliert werden. An alle Haushaltungen und Kohlenverbraucher wird wiederholt, wie es bereits bei der Bekanntmachung der Beleuchtungseinschränkungen in Geschäften und Wirtschaften geschehen ist, die eindringliche Mahnung gerichtet, sich im Interesse der Gesamtheit der Bürgerschaft im Kohlenverbrauch auf das Außerste einzuschränken, bis die vorübergehende Kohlenknappheit behoben ist. glen der deutschsprachigen Presse e.V. #. Das Eiserne Kreuz#. belde verichen: Weiner, Aug., Zahlmeister=Stellvertreter(Weseler Straße 27): Laudick, Fritz, Unteroffz. d. Res., aus Horstmar Bez. Münster), Postassistent; Alscher, Robert, Musketier im Inf.=Regt. 130, Sohn des Goldschmiedes August Alscher; Schmidt. Paul, Landsturmmann(Hansaring 14): Peters, Albert. in einem Armierungs=Bataillon, Gewerkschaftsbeamter. aus Münster. Hohmann, Jos., Landsturmmann, aus Everswinkel. Behring, Anton, Musketier im Inf.=Regt. Nr. 99; Rüscheuschmidt, Reservist im Inf.=Regt. 434, aus Saerbeck. Beumer, Joseph, Pionier: Eckert, Aloys, Ers.=Res., beide aus Rhede. Hillermaun, Lehrer, Gefr. im Inf.=Regt. Nr. 13, aus Biemenhorst. Wolfing, Joh., Musk. im Inf.=Regt. Nr. 56, aus Anholt. Ehling. Obergefr. im Fußart.=Regt. Nr. 3, aus Vardinahol t. : B r ü m m e r, K a r l. M u s k.: B l e k e r, J o s e p h, G e f r.: H u v e r s, Heinr., Gefr.: Wüljing, Klemens, Fahnenjunker, Unteroffz.; Evers, Aloys. Gefr., sämtlich aus Borken. Olding, Heinr., Gefr.; Garvert=Sindern, Joseph, beide aus Horfeld. Holtschlag, Wilhelm, Schütze bei einer M.=G.=K. aus Marbeck. Ostendorf, Gerh., Rektor. Führer der Gefechts=Bagage eines Landw.=Inf.=Regts., aus Raesfeld. Bölker, Hubert, Gren., aus Westenborken. Overbeck, Bernh., Res. im Res.=Inf.=Reat. Nr. 219; Rumswinkel, Landst. im Landst.=Regt. Nr. 24; Terhart, Fritz, Schütze bei einer M.=G.=K. Inf.=Reats. Nr. 16; Schmeing, Theod., Musk.: Seggewiß, Wilh., Gefr., Meldereiter im Res.=Fußart.=Reat. Nr. 7: Flemmer, Heinr., Gefr. im Inf.= Regt. 219. sämtlich aus Bocholt. Isling, Bernh.: Gefr. im Res.=Inf.=Regt. Nr. 219, aus Lowick. Niemark, Unteroffz. bei einer M.=G.=K.: Füßner, Joseph, Wehrm. im Res.=Inf.=Regt. Nr. 13, beide aus Crommert. Lueb, Oswald, Landst. im Res.=Inf.=Regt. Nr. 55, aus Spork. Brömling, Heinr., Gefr., aus Wertherbruch. Sander, Max, Unterofsz. im Inf.=Regt. Nr. 57, aus Werth. Sack, Heinr., Reservist im Res.=Inf.=Regt. Nr. 13, aus Dingden. Das Bulgarische Tapferkeitskrenz: Gottmann, Bernhard, Vizefeldwebel, Oberprimaner des Stüdtischen Gymnasiums und Zögling des Coll. Ludgerianums, zn Münster. Aus der Stadt. Münster, 30., Mnar. 5 Fahrplanänderung. Der Eilzug ab Hamm 9,35 abends (zum Anschluß an den 1D=Zug ab Münster 8.56) hält seit dem 26. d. M. auch in Ahlen und Neubeckum.(Ahlen an 9.48, ab 9.49: Neubeckum an 10.00, ab 10,01.)— Bei dieser Gelegenheit machen wir erneut darauf aufmerksam, daß unser am 19. Jannar herausgegebener Plakatfahrplan durch die am 23. Januar in Kraft getrenenen Anderungen nicht ungültig geworden ist. Die Züge, die an dem Tage ausgefallen sind, sind nur vorübergehend ausgefallen. Es genügt, wie wir nochmals betonen, wenn unsere Leser die in Nr. 53 aufgeführten Zuge durch Striche als vorübergehend ausgefallen kenntlich machen. Die Bureaudienstitunden in der städtischen Verwaltung sind nunmehr für längere Dauer festgesetzt worden auf 8 bis 1 Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr nachmittags. Auf diese Anordnung, welche durch eine amtliche Bekanntmachung des Magistrats veröffentlicht wird, machen wir unsere Leser besonders aufmerksam. Insbesondere weisen wir darauf hin, daß die Bureaus auch fernerhin an den Nachmittagen für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen bleiben müssen. Kaisers„Geburtstagsseier im Res.=Lazarett Gertrudenhof. Zur Feier des Geburtstages des Kaisers versammelten sich am Samstag nachmittag um 5½5 Uhr die Verwundeten des Gertrudenhofes nebst den Arzten. den Schwestern und dem Lazarettpersonal in dem mit Fahnen, Girlanden und Blumen prächtig geschmückten großen Saale des Lazaretts. Die Damen der Gesangsabteilung der JungfrauenKongregation St. Martini hoben die festliche Veranstaltung wesentlich durch Gesangsvorträge und zeitgemäße Deklamationen. Ganz besonders stimmungsvoll wirkte ein Reigen, der von acht weißgekleideten Damen des Gesangchors mit Schärpen in den Nationalfarben der Staaten des Vierbundes unter Klavierbegleitung aufgeführt wurde. Die Festrede hielt Pfarrer Schütz. Seine herrlichen Ausführungen klangen aus in ein mit Begeisterung ausgenommenes Hoch auf unseren Kaiser. Mit sehr großem Fleiße waren von den Feldgrauen mehrere Theaterstücke eingeübt worden, deren Aufführung den Spielern reichen Beifall einbrachte. Mit dem Liede„O Deutschland boch in Ehren“ soloß die Feier. A Die Jugendwehr beging die Feier des Geburtstages des Kaisers am Sonntag abend in der Aula der Oberreal= schule. Der treffliche Schülerchor der Oberrealschule unter Leitung des Mittelschullehrers Pleßmann verschönte die Feier durch den Vortrag mehrstimmiger Lieder. Das feurige bulgarische Kriegslied:„Schäume Maritza— der Sieg wird unser sein!“ löste bei den jugendlichen Zuhörern eine besonders tiefe Wirkung aus, die in stürmischem Beifall zum Ausdruck kam. Der durch seine Freiballonfahrten weit über die engere Heimat hinaus bekannte und geschätzte Kaufmann Ferdinand Eimermacher hielt an der Hand von ausgezeichneten Lichtbildern eigener Aufnahmen einen mit löstlichem Humor gewürzten fesselnden Vortrag über mannigfache Erlebnisse bei seinen zahlreichen Luftfahrten. Herzlicher Beifall lohnte die interessanten Ausführungen. Der Vertrauensmann für die militärische Vorbereitung der Jugend im Regierungsbezirk Münster, Major Schulte, Stabsoffizier beim hiesigen Bezirkskommando, verlas sodann den Erlaß vom 13. ds. Mts., in dem der Kaiser allen Führern und Ausbildern der Jugendkompagnien Dank ausspricht für ihre dem Vaterlande erwiesenen freiwiligen Dienste und den Jungmannen Anerkennung zollt für den gezeigten Eifer und die erzielten guten Leistungen. Anknüpfend an die Worte des obersten Kriegsherrn, brachte der Redner in kerniger Ansprache das Hoch auf den Kaiser aus, das bei Gästen und Jungmannen freudigen Widerhall fand. Mit dem gemeinsam gesungenen Liede: „Deutschland, Deutschland, über alles“, fand die Feier ihr Ende. A Hilfs= und Beratungsstelle, Abteilung Landbebauung für Kriegerfrauen. Alle Frauen, welche im vergangenen Jahre Land gehabt haben, müssen sich spätestens bis Samstag, 3. Februar, bei Fräulein Schmedding, Fürstenbergstraße 8, melden, weil sie sonst nicht berücksichtigt werden. ∆ Vortrag im Frauenbundhause. Es sei nochmals auf den morgen(Mittwoch) abend 8¼ Uhr im Frauenbundhause stattfindenden Vortrag des Arbeitersekretärs Holle„Das dritte Kriegsjahr und die Pflicht der Daheimgebliebenen“ hingewiesen. Der Eintritt ist frei. Kl. Nachrichten. Bei Errichtung einer Lichtanlage in einem Hause an der Salzstraße drana einem Monteur ein Splitter von der Zimmerdecke so unglücklich ins Auge, daß dieses auslief. Vom Standesamt. Sterbefälle: 27. Jan. Witwe Johanna Moser geb. Groß, 98 J.— Frau Paula Sommer geb. Götz, 37 J.— Berufslose Agnes Barczewska, 15 J.— 28. Jan. Witwe Anna Püttmann geb. Backer, 77 I.— Näherin Klara Mertens. 29 J.— Invalide Hermann Ahlbrandt. 74 J.— Tagner Peter Fugal, 23 J.— S. d. Schlossers Bernhard Steingröwer, 1 J.— Witwe Lina Friedrich geb. Herbrecht, 81 J.— Arbeiter Heinrich Wuppermann, 74 J.— Private Elisabeth Schreiner, 54 J.— Witwe Elisabeth Geismann geb. Becker, 62·J.— 29. Jan. Schülerin Agnes Möllering, 11 J.— S. d. Lokomotivheizers August Müller, 1 J. — v. d. Klempners Johann Zollner, 1 J. Aus den Provinzen. à Salzbergen, 30. Jan.(Die Beisetzung des Kölner Dompropstes Dr. Berlage) findet, dem Wunsche des Verstorbenen entsprechend, hier am Freitag morgen in seiner Heimat statt. Der Kaiser hat den Kölner Regierungspräsidenten. Wirkl. Geh. Ober=Rat Dr. Steinmeister mit seiner Vertretung und der Niederlegung eines Kranzes beauftragt. Vermischtes. * Leipzig, 30. Jan.(WTB.) Der berühmte Philosoph Wilhelm Wundt, der obgleich 85 Jahre alt, bisher sein Lehramt in voller Frische und Rüstigkeit ausübte, wird am 1. Oktober in den Ruhestand treten. * Karlsruhe, 30. Jan.(WTB.) Der bekannte Geschichtsund Bildnismaler Wilbelm Trübner hat einen Ruf zur Übernahme eines Meisterateliers und Lehramtes an der Alademie der bildenden Künste in Berlin erhalten. * Von seiner Wirtin erschlagen. Berlin, 29. Jan. In der heutigen Nacht wurde, wie die„B. Z.“ meldet, hierselbst der 83 Jahre alte Postsekretär a. D. Karliontka von seiner Wirtin, der 64jährigen Marie Bethe, erschlagen, weil er sich zur Erwärmung seines Zimmers aus der Küche einige Preßkohlen geholt hatte. Die Bethe versuchte darauf, sich selbst zu erstechen, und brachte sich mehrere erhebliche Verletzungen bei. * Eine Millionärin verhungert. In Mostar(Herzegowina) verhungerte im wahren Sinne des Wortes die als sehr geizig bekannte Millionärin Anna Dugonie. Sie wurde erst mehrere Tage nach ihrem Tode in ihrem versperrten Zimmer aufgefunden. Der„Amol=Versand" als Verbreiter von Schmutzliteratur. Ein Lazarettpfarrer schreibt der in Oelde erscheinenden „Glocke“ aus dem Westen:„Viel literarischer Schund und Schmutz findet den Weg an die Front und in die Lazarette. Wie das möglich ist? Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß mancher unerfahrene jugendliche Feldgraue durch schlechte Reklame zu Bestellungen nicht einwandfreier Lektüre verleitet wird. Wie die Anpreisung schlechter Lektüre den Soldaten in die Hände gespielt wird, dafür nur ein Beispiel: Ich bestelle mir eine Flasche Amol. Schön verpackt mit der Aufschrift:„Amol ist der Freund des Soldaten im Felde“ kommt sie an. Ich traute aber meinen Augen nicht, als ich mit der Flasche Reklameblätter bedenklichster Art aus der Verpackung ziehe. In einem der angezeigten Bücher ist sogar, wie die ausführliche Inhaltsangabe sagt, das„Intimste vom timen“ geschildert. Zur Brandmarkung dieses häßlichen und gefährlichsten Reklameverfahrens fehlen uns die Worte. Wir halten uns aber aus Liebe zu unseren jungen Vaterlandsverteidigern für verpflichtet, die verantwortlichen Stellen darauf aufmerksam zu machen. Herr Vollrath Waßmuth, der geschäftstüchtige Fabrikant der von uns oft gebrandmarkten Mittel„Amol“ und„Radjo", versteht es immer aufs neue, wieder von sich reden zu machen. Nachdem der Firma die öffentliche Ankündigung ihrer Heilmittel durch das stellv. Generalkommando in Altona durch Verordnung vom 5. Juli 1916 untersagt ist, scheint sie unter der Hand eine desto intensivere und wie obige Mitteilung zeigt, schädlichere Tätigkeit zu entfalten. Nicht genug damit, daß sie unseren Soldaten ihre wertlosen Mittel anhängt, sucht sie mit ihren Schundreklamen das niederzureißen, was Behörden. Kirche und Vereine in mühsamer Arbeit aufrichten. Das stellv. Generalkommando hatte am Schluß seines Erlasses vom 5. Juli empfohlen, auf sämtliche vier Betriebe des„Amolversand" bei der Überwachung besonderes Augenmerk zu halten. Gibt es denn kein Mittel, diesem schädlichen und schändlichen Treiben der Firma Einhalt zu tun? Wir haben dem stellv. Generalkommando des 10. Armeekorps von diesem neuen Fall Mitteilung gemacht. Handel und Industrie. Amtlich festgestellte Marktpreise der Stadt Münster vom 21. bis 26. Januar 1917. * Von der Berliner Börse. Berlin, 30. Jan.(W2B.] Der Börsenverkehr bot das gleiche Bild, wie gestern. Der Manael an Unternehmungslust ließ es auf keinem Gebiete zu nennenswerter Ausdehnung der Geschäftstätigkeit kommen. Für Industriewerte, besonders einzelne Rüstungswerte, machte sich wieder Neigung zur Abschwächung geltend. während der Rentenmarkt eine gute Haltung bewahren konnte. Phönix und Bochumer besserten sich im Verlaufe etwas. Schantungbahn=Aktien zeichneten sich durch Festigkeit aus. Von den Anlagen neben deutschen 3 prozentigen Staatsanleihen besonders russische begehrt. Ferner waren sämtliche BuenosAires und Provinzial=Anleihen als fest hervorzuheben. Für russische Bankaktien bestand gleichfalls Kauflust. Kälte und Schnee dauern an, und man hofft, daß letzterer den Wintersaaten den nötigen Schutz gewähren wird. Andererseits nehmen aber auch die Transportschwierigkeiten zu. so daß nur wenig Ware an den hiesigen Platz kommt. Man gel an Rüben und Rauhfutter macht sich sehr unangenehm bemerkbar, insbesondere da auch größere Zufuhren sobald nicht zu erwarten sein dürften. In Industriehafer war der Verkehr noch nicht lebhafter geworden, da die Käufer zurückhaltend waren. Vom Saatenmarkte ist nichts Neues zu berichten. Devisen=Kurse der Berliner Börse. Telegr. Auszahlungen für: Geld Brief Hauptredakteur Rudolf Strietholt.— Us verantworten: den redaktionellen Teil Paul Koene, die Reklamen und Inserate Anton Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung in Münster. * Gut erhaltener Anzug, 1.71, Kostüm 44, große schlanke Figur, Pelzgarnitur, Bluse zu kaufen gesucht. Offerten unter J K 386 an die Gesch. 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Haushalt als Stutze für sofort oder später. Näheres S. Wellen, Elisabethstraße 5. Gewandte Verkäuferin, welche lange in einem Kolonialwaren=, Delikatessen=, Wein= und Likörgeschäft tätig ist, wünscht sich zum 1. April oder später zu verändern. Off. unt. A A 203 an die Geschäftsstelle erbeten. Landwirtschaftseleve. kath., 18 J. alt, der 2½ Jahre alle Arbeiten praktisch mitgem. und 1 Gemest. die Landw. Winterschule besucht hat, sucht pafs. Stellg. Pesch, Norbertstr. 16. Belanntnachung. Am 1. Februar ist die Steuerkasse wegen Auszahlung der Familien=Unterstützungen für Steuerzahler geschlossen. Münster, 29. Januar 1917. Der Magistrat. In- und Verkäufe Süche für meinen Sohn, 15 J. alt, kräftig und gesund, Stellung bei ein. Bauern. Herm. Althoss. Wyckstr. 14. In unser Genossenschaftsregister ist unter 86 heute die Einkaufs= und Werkgenossenschaft für Schneidermeister des Kreises Lüdinghausen, eingetragent Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Münster i. W., eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der gemeinschaftliche Einkauf der zum Betrieb des Schneidergewerbes erforderlichen Rohstoffe, Halbfabrikate und Werkzeuge und die Abgabe an die Mitglieder und Nichtmitglieder, ferner die gemeinsame Übernahme von Arbeiten des Schneidergewerbes und ihre Ausführung durch die Mitglieder und Nichtmitglieder. Die Haftsumme beträgt 500 Mk. für jeden Geschäftsanteil. Die; Höchstzahl der Geschäftsanteile betragt 10. Vorstandsmitglieder sind Georg Overes, Schneidermeister zu Werne, Theodor Inkmann, Schneidermeister zu Lüdinghausen, Theodor Hehmann, Schneidermeister zu Selm. Das Statut datiert vom 11. Okt. 1916. Die Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genossenschaft in dem vom Hauptverbande deutscher gewerblicher Genossenschaften in Berlin herausgegebenen„Deutschen Genossenschaftsblatt“. Die Willenserklärungen des Vorstandes erfolgen durch mindestens zwei Mitglieder: die Zeichnung geschieht indem zwei Mitglieder ihre Namensunterschrift der Firma der Genossenschaft beifügen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienstäunden des Gerichts jedem gestantet. Münster, 22. Januar 1917. Königliches Amtsgericht. 50 Martschein Früß so aß. dicht vor der Bahnpost verloren. Gegen Belohnung abzugeben Hermannstr. 32, Müller. 200 Ml. vinghof, Am Samstag Prinzipalmarkt, Salzstr., Servatiiplatz verloren. Gegen gute Belohnung abzugeben. Näheres in der Geschäftsstelle. Verein der Frauen und Mütter St. Ludgeri. Unser Mitglied. Frau Witwe Anna Luttmann (Hasenstr. 25) ist gestorben. Das Seelenamt findet statt Mittwoch, den 31. Januar, 9 Uhr in der St. LudgeriPfarrkirche. Alle Mitglieder sind frdl. eingelaben. Beelert, Pfarrer. Wer ert. 2 Schw. grdl. Unterricht im Französ. und Klavier? Off. u. T W 395 an die Gesch. Lehrerin erteilt Privatunterricht in allen Fächern, Offert. u. L M 388 an die Geschäftsst. Gelegenheitskauf getr. Ulster, Überzieher, Loden Joppen, einzelne Hosen und Anzüge hat billig abzugeben.a“ Sperling, Jubeselberstr.42 Haarflechten und Haaron ausHaaren unterlagen gekämmt. He billigst augefertigt. Franz Koch, gr'sstraße Knaben= Anzugt, gute solide Stoffe, beste Verarbeitung für jedes Alter in großer Auswahl noch vorrätig. a2 Berliner n. Elberfelder Konfektions=Lager Inh. Lesser, Hagedornstr. 2. Garten oder Stück Land, Nähe Südviertel, bald zu mieten gesucht. Offerten mit Preis u. 3 A 397 an die Gesch. Erfahrener Bäckermeister sucht gut gehende#3 Backerei zu kaufen eotl. zu mieten. Briefe u. M M 3499 an die Gesch. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern abend 11½ Uhr unsere innigstgeliebte Schwester, Schwägerin und Nichte Fraulein Eitsadech ochreiner nach längerem, schwerem mit Geduld ertragenen Leiden, sanft und gottergeben, oftmals gestärkt mit den hl. Sterbesakramenten, im 55. Lebensjahre abzurufen. Münster i. W., Dortmund, Emsdetten, 29. 1. 1917. Die trauernden Hinterbliebenen: Anna Schreiner Thekla Schreiner Bernard Schreiner Auguste Schreiner geb. Baumkötter Franz Leisten Vernard Leisten. Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 1. Februar, nachmittags 3½ Uhr vom Sterbehause Kirchherrngasse 4 aus; das Seelenamt Freitag, den 2. Febr., morgens 9 Uhr in der St. Lamberti=Pfarrkirche. Wir suchen mit hoher Festigkeit und bitten bei Vorrat um schriftliche Angebote unter Angabe des Preises, Durchmessers und Länge, möglichst auch Fabrikates. Bergisches Metallwerk Gottfr. Barme, E. Kupfer= und Messingwerk, Elberfeld. Statt besonderer Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse starb gestern abend 9¼ Uhr infolge Herzschwäche im Alter von 77 Jahren unsere liebe gute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter geb. Backer. In tiefer Trauer mit der Bitte um stille Teilnahme und ein Gebet für die liebe Verstorbene Namens der trauernden Hinterbliebenen: Anna Huesmann geb. Pültmann. Münster, Düsseldorf, Emmerich, östlicher und westlicher Kriegsschauplatz, den 29. Januar 1917. Die Beerdigung findet statt Mittwoch, den 31. Von Beileidsbesuchen bitte Abstand zu nehmen. Das Jahres=Seelenamt für Frau Amtmann Köper Berndine geb. Wiethoff findet statt Donnerstag, den 1. Februar, morgens 8½ Uhr in der Kirche zum Hl. Kreuz. Es wird freundlichst dazu eingeladen. Gründl. Klavierunterricht in und außer dem Hause wird erteilt. Südstr. 67 II. — Mittwoch, den 31. Januar. abends 7½ Uhr: Probe für den Damenchor. Musik- Verein Münster i. W., Rathaussaal. Sonntag, abends 5½ Uhr b. Vereins-Konzert Leitung: Herr Konzertmstr. Rudolf Melzer in Vertretung des erkrankten Herrn Dr. Wilh. Niessen. Solistin: Frau Kgl. Würtseche Zeevam= amamersängerin Neug erscema- Brugelmann (Sopran) aus Stuttgart. Orchester: Ehemalige Mitglieder der Kapelle des 13. Inf.= Regts., Mitglieder der ErsatzKapelle des 13. Juf.=Regts. und des Orchester=Vereins, sowie andere bewährte Kräfte. Vortragsfolge: 1. W. A. Mozart: Serenade D-dur für kleines Orchester. 2. Carl Maria von Weber: Rezitativ und Arie aus der Oper:„Der Freischütz“. Frau Hedy Brügelmann. 3. F. Mendelssohn- Bartholdy: Ouverture zum Märchen: Die schöne Melusine. 4, Richard Strause: 3 Lieder mit Klavierbegleitung. Frau Hedy Brügelmann. 5. Jos. Haydn: Symphonie in Es-dur. Konzertflügel: Gebr. Knake. Am Klavier: Frau Hedwig Melzer-Hindenberg. Anf. 5½ Uhr.— Ende 7½ Uhr. Tageskarten für Nichtmitglieder zu 3.50 Mk., sowie Familien=Beikarten zu 2.— M. sind in der Bisping'schen und Kneer'schen Musikalienhandlung sowie an der Abendkasse zu haben, Karten für Studierende zu 1.50 Mk. werden nur beim Kastellan Demand, Neubrückenstraße 65 in der Zeit von 10 bis 1 Uhr vormittags und 3—5 Uhr nachmittags verabfolgt; Zuschlagskarten für num Platze zu 1.— Mark nur bei Bisping. öffentliche Hauptprobe Samstag, den 3. Februar, abends 7 Uhr im Rathaussnale. Eintrittskarten zu 1.50 Mh., sind an den oben genannten Stellen zu haben; Schülerkarten zu 1.— M. in der angegebenen Zeit nur beim Kastellan. Guterhalt. Jünglings= überzieher billig zu verkaufen. Augustastraße Nr. 18, unten. Feines langes Tuch=Jacket, Größe 44—46, billig zu verkaufen. Graelstraße 42 II. Kneetauspreßzdottich u. elentrischer Motor, 4½ PS, 220 Volt Gleichstrom u. Brotschn.= Masch. mit Schwungrad für 16X 15 Ztm. große Brote, zu vr. Näheres Ewers, Dahlweg 51. Wiener Riesenkaninchen zu verkaufen. Becker, Hamburgerstraße 21 1II. Drei schwere, dochtragende Rühe hat abzugeben. Rolon Ehmann. Hohne bei Lengerich i. hat abzugeben. 62 Hei Heiozorn, Hlltrnp. — 1 tn