Bestellungen auf das„Amtliche Kreisblatt“ für das I. Quartal 1868 wolle man baldgefälligst machen, damit die Auflagczahl zeitig genug festgesetzt werden kann. Die Expedition. Allen unsern Lesern ein glückseliges neues Jahr! So sind wir denn mit heute in ein neues Jahr eingetreten. Der gnädige und barmherzige Gott, welcher bis hierher geholfen, wird auch in dem neuen Jahre unser Gott bleiben, wenn wir nur unser Vertrauen auf ihn setzen. Das vorige Jahr war für unser Vaterland eine Zeit wichtiger Umgestaltungen. Aus dem zertrümmerten deutschen Bunde sollte ein neues Besseres werden, ein an Macht, Ansehen und innerer Wohlfahrt in die Reihe der ersten Weltmächte erhobenes Deutschland. Es sollten die Früchte der blutigen Aussaat von 1866 eingeerntet werden. Und das ist in erfreulichster Weise gelungen, Dank der Festigkeit, Weisheit und Emsigkeit unserer Regicrunz, so wie der aufrichtigen Hingabe un serer Reichstage und Landtage an die schweren und wichtigen Arbeiten, die ihnen oblagen. Beiderlei Versammlungen arbeiteten Hand in Hand mit der Regierung, deren große und heilsame Absichten sie in aller Weise unterstützten und zur Verwirklichung brachten. Der norddeutsche Bund ist geschlossen und steht ehrfurchtgebictend da. Die süddeutschen Staaten sind durch Schutz= und Trutzbündnisse und durch das Zollparlament fest an Norddeutschland geknüpft, und wenn sie sich zur Zeit noch bedenken, ob und wie sie sich an den norddeutschen Bund anschließen sollen, so ist doch schon jetzt Deutschlands Einheit in einer solchen Weise hergestellt, daß wir sagen dürfen: Deutschland ist fertig. Neben der Neugestaltung Deutschland ist die schwierige Aufgabe der inneren Verschmelzung der neuen Provinzen Preußens mit der alten preußischen Monarchie in einer Weise gelöst worden, daß es schon heute keine erhebliche Schwierigkeit mehr für die Verwaltung der neuen Lande giebt, und die Haltung der neupreußischen Bevölkerung beweist, daß sie sich unerwartet leicht und schnell in die neuen Verhältnisse gefunden hat. Seit dem 1. October sind die neuen Provinzen: Schleswig=Holstein, Hannover und Hessen=Nassau mit den 8 alten Provinzen gleichberechtigte und gleichverpflichtete Glieder der preußischen Monarchie geworden, und das neue vergrößerte Preuzen, welches dem glorreichen Jahre 1866 seine Entstehung verdankt, steht am Schlusse des Jahres 1867 in jeder Beziehung fest gefügt und in voller Entwickelung da. Dem patriokischen Zusammenwirken unserer Regierung mit unserm Landtage einerseits und andererseits des Bundesraths mit dem Reichstage und dem Zollparlamente wird es hoffentlich schon in diesem Jahre gelingen, manche nothwendige Verbesserungen auf den verschiedenen Gedieten des staatlichen und volkswirthschaftlichen Lebens zu vollziehen. Von einer Staatsregierung, an deren Spitze ein König Wilhelm und ein Graf Bismarck stehen, und von Volksvertretungen, deren Majorität nur das Heil und Glück, die Ehre und Stärke des Vaterlandes im Auge hat, dürsen wir uns des Besten versichert halten. Das verflossene Jahr ist für ganz Europa, bis auf einige Zwischenfälle von lokaler Bedeutung, ein Jahr des Friedens gewesen. drohte es gleich aufangs mit einem Kriege wegen Luxemburg zwischen Frankreich und Preußen; aber Deutschland hatte unter Preußens Leitung schon eine solche Stellung eingenommen, daß durch die Vermittelung der übrigen europäischen Mächte in wenigen Tagen ein uns ganz zufriedenstellender Ausgleich zu Stande kam. Frankreich empfindet es schmerzlich, daß Deutschland durch Preußen, oder vielmehr Preußen an Deutschlands Spitze ihm ganz ebenbürtig geworden ist, und beschäftigt sich eifrigst mit der Reorganisation seines Heerwesens, von dem man noch vor wenig Jahren wähnte, es sei das vortrefflichste in der Welt. Napoleons Freude an der ihm auf Veranlassung der pariser Ausstellung von allen Potentaten widerfahrenen Huldigungen ist durch den schmachvollen Untergang seines mexicanischen Kaiserthums auf's empfindlichste gestört worden, und sein Volk muß die Brüchten bezahlen. Rußland ruinirt durch die Grenzsperre unsere östlichen Provinzen und steht fortwährend nach der Türkei hin auf der Lauer. Herr von Beust arbeitet mit ungeheurem Fleiß an der Neugestaltung Oesterreichs, und gegen den Ausbruch eines Staatsbanquerotts. Italien ist noch erst im Werden und steht seit der römischen Affaire mit Frankreich auf keinem guten Fuß. England ist durch die Fenier in Angst und Schrecken, und wegen seiner abessinischen Expedition in großer Spannung. In Kreta (Kandia) haben die Türken die Insurgenten noch nicht überwältigen können. Und die Conferenzen, welche besonders die römische Frage schlichten soltten, rücken immer mehr in nebelhafte Ferne. Kein Krieg, aber Unruhe, Spannung, Mißtrauen überall, und daher Stocken der Geschäfte, Arbeitslosigkeit. Dazu Mißmachs in vielen Gegenden, Hungersnoth in Schweden, Finnland, Galizien, und wo nicht sonst noch? und leider auch in Ostpreußen,- und allgemeine Theurung aller Dinge. Nicht mit freundlichem Angesicht ist das Jahr 1867 geschieden. Möge das Jahr 1868 ein Jahr der Erquickung, des Friedens und des Segens werden! Der alte Gott lebt noch. Lasset uns auf seine Barmherzigkeit und Gnade bauen, und im festen Glauben, daß Er im Regimente sitzt und Alles wohl führt, und daß denen, die ihn lieben, Alles zum Besten dienen muß, getrosten Muthes in das neue Jahr 9weinschreitcn! Neueste Nachrichten. — Der Staatsanzeiger veröffentlicht eine Verfügung des General= Postamtes, wonach vom 1. Januar im Norddeutschen Bunde bei Sendungen unter Kreuzband gestattet ist, Anstriche am Rande der betreffenden Druckschriften zu machen, um die Aufmerksamkeit des Lesers auf eine bestimmte Stelle hinzulenken, und bei Preis=Couranten, Courszetteln und Handels=Circularen auch die handschriftliche Eintragung der Preise, sowie des Namens des Reisenden, ferner die handschriftliche oder auf mechanischem Wege bewirkte Aenderung der Preisansätze, sowie des Namens des Reisenden, zu machen. — Dem Vernehmen nach hat die Regierung d. Absicht, dem Landtage noch einen Gesetz=Entwurf wegen Errichtung von Schlachthäusern vorzulegen und zuar in der Weise, daß die Benutzung dieser Schlachthäuser für die betheiligten Gewerbtreibenden eine obligatorische wird. Prinz August, der Commandant der prcußischen Garde, hat bereits seine Neujahrsrede gehalten, und eine recht schöne. Seinen Offizieren hat er so nachdrücklich eingeschärft, hübsch säuberlich mit den Soldaten umzugehen und sie nicht wegen jeder Lumperei in Arrest zu schicken, daß man's durch die ganze Armee gehört hat. — Die große Gußstahlkanone, welche Herr Krupp dem Könige geschenkt hat, ist aus Paris angelangt und nach Tegel zum Artillerieschießplatz befördert worden, wo sie der Pulverprobe unterworfen werden wird. Sie wiegt 28,476 Pfund und dienten 12 Pferde zu ihrer Fortschaffung. — Der Dampfer„Vienna" war von Hamburg nach Leith(in England) unterwegs, als vor einigen Wochen die Stürme herrschten. Er ist in Leith nicht angekommen, dagegen hat man auf der Düggerbank ein bis auf die Wasserlinie zertrümmertes Wrack gefunden, auch wurden eine Anzahl Fässer mit Butter an die Küste gespült und um das Wrack herum schwamm eine Unmasse von Nürnberger Spielwaaren im Wasser. Da nun der Cargo der„Vienna“ hauptsächlich aus diesen beiden Artikeln bestand, so glaubt man wohl nicht mit Unrecht hier die Ueberreste des verunglückten Dampfers vor sich zu haben. Passagiere und Mannschaft sind jedenfalls alle um's Leben gekommen. — Die Stralsunder Zeitung bringt einen Artikel, woraus hervorgeht, daß die benachbarte Insel Zingst in Gefahr ist, von den Wellen des Meeres verschlungen zu werden, wenn nicht bald Schritte geschehen, um dem bedrohten Lande Schutz zu gewähren. Sie schreibt unter anderm: Bereits sei 3 Jahren wird die Insel Zingst von häufig wiederkehrenden und stets größer werdenden Ueberfluthungen der Ostsee, so auch gegenwärtig wieder, heimgesucht, welche dadurch entstehen, daß die Ostsee die vorhanden gewesenen Dünen stellenweise ganz fortgespält hat und nun bei eintretendem Nordwind oder Nordsturm die hochgehenden Wellen der Ostsee durch die offen liegenden Dünen ins Land eindringen und Alles überfluthen. Alle Anstrengung der Bewohner, durch Nothdünen und Wälle sich zu schützen, ist fast umsonst gewesen, denn diese wurden immer wieder weggespült. Die Bewohner leben in steter Angst und sind ihres Lebens nicht sicher, auch sind sie in die drückendste Noth gerathen, weil die Fluthen nicht allein ihre Ernten weggeschwemmt, sondern auch den Ackerboden verdorben und viele Häuser ruinirt hat 2c. — In Toulon und Marseille stehen 4 Regimenter bereit, auf den ersten Befehl wieder nach Italien eingeschifft zu werden. — Die Fenierbewegung ist im Wachsen und reichen die Polizeikräfte reichen immer noch ni t aus.— Es darf als sicher angenommen werd.n, daß ein wohlorganisirtes Comite die Sache leitet. Diesem Comite sind von Amerika aus bedeutende Summen Geldes, auch Waffen, zugekommen. — Die Nachrichten von der spanischen Insel Portorico(in Westindien bei Amerika) lauten höchst traurig. Die Erdbeben dauern fort, in ganz Spanien wird für die unglücklichen Bewohner der Insel gesammelt. An der Spitze steht die Königin mit einer Gabe von 50,000 spanischen Thalern, jeder Minister hat 4000 Realen(circa 300 preuß. Thaler) gezeichnet 2c. Die Regierung hat zur Abhülfe der dringendsten Noth sechs Millionen Realen(circa 440,000 preuß. Thaler nach Portorico gesendet und alle Eingangszölle auf L bensmittel aufgehoben. Provinzielles. Hagen, 29. Dec. Den Bemühungen unserer Polizei ist es gelungen, eine Person zu verhaften, die an verschiedenen Stellen in der Stadt und Umgegend falsche Napoleonsd'or verausgabt resp. zu verausgaben versucht hat. In einem Hause auf der Haide wurde auf dem Speicher unter den Pfannen die Niederlage der falschen Münzen entdeckt und 55 Stück derselben in Beschlag genommen. Die Falsificate sind der Art schlecht, daß es nicht schwer ist, dieselben zu erkennen. Aachen, 31. Dec. Die Aachen=Münchener Feuer=VersicheruugsGesellschaft hat dem Oberpräsidenten der Provinz Preußen 6000 Thirr zur Unterstützung der nothleidenden Landbewohner in Ostpreußen zu. Verfügung gestellt. Betrug, reich gemacht hatte. Seit einem Jahre hatte er die Bäckerei völlig drau gegeben und legte sich nur noch auf größere Speculationen. In einer augenblicklichen, bei ihm sehr seltenen Geldverlegenheit ging er zu einem andern Bäcker, Namens Hermann, der früher sein Lehrling gewesen, aber schen wehrere Jahre sein eigenes Geschäft und dabei gutes Glück hatte, und ersuchte diesen, ihm 50 Ducaten auf 2 Tage zu leihen. H. war gern dazu bereit, und lehnte in gutem Zutrauen sogar den Handschein ab, den B. ihm anbot. Kaum ist der gewisser lose B. vor der Thür, als bei ihm der Gedanke erwacht, das Ge nie wieder zurückzugeben. Hermann erwartet am bestimmten Tage d Geld zurück, aber umsonst. Er wartet auch den dritten und vierte Tag noch ab, und geht dann zu., aber der ist verreist. Am 8ten Tage will er nochmals zu B. gehen, doch trifft er ihn schon auf der Straße, jedoch nicht in der Absicht, ihm das Geld zu bringen. Hermann spricht den B. um die ihm geliehene Summe an, doch wie erstaunt wird er, als dieser ihm entgegnet, daß er ja das Geld längst zurückerhalten habe. Anfangs hält Hermann dies für einen losen Scherz; als aber B. sich grober Ausfälle bedient, da vergißt sich auch Hermann, sie werden laut und lauter, es versammeln sich immer mehr Neugierige um sie her,— bis endlich H. mit der Drohnn weggeht, den Betrüger morgen vor Gericht laden zu lassen, wenn er nicht heute die 50 Ducaten zurückerhalte.— B. bleibt aber aus.— Er brütet indeß einen Plan aus, wobei er meint, mit gutem Gewissen einen Eid schwören zu können, daß er das Geld zurückgegeben habe. Am Abend schließt er sich in sein Zimmer ein, dreht den Knopf von seinem hohlen Stock, den er immer zu tragen pflegte, und füllt darin die 50 Ducaten, die er alle krumm biegt, weil sie sonst nicht hinein zu bringen waren. Am andern Morgen erscheint Hermann vor dem Polizei=Gericht mit seiner Klage, und das Gericht läßt in alter, herkömmlicher Weise den B. sofort durch deu Gerichtsboten holen. Dieser erscheint mit ganz ruhiger Miene und giebt die Erklärung ab, daß er dem Hermann das Geld zurückgegeben habe. Hermann legt ihm den Eid auf, bittet aber, dem B. zuvor die Wichtigkeit desselben auseinander zu setzen. Nachdem dieses geschehen, und B. doch noch schwöeen will, so wird er aufgefordert, seine rechte Hand zum Eide aufzuheben. Da gab er denn Stock und Hut dem neben ihm stehenden Hermann mit der Bitte, ihm noch diese Gefälligkeit zu erweisen Hermann thut das und B. schr ört,— schwört den gräßlichen Meineid— er schwört, bei Verlust seiner Seligkeit, dem Hermann das Geld in die Hand gegeben zu haben!— Entrüstet und todtenbleich starrt Hermann vor sich und geht dann mit B. zugleich hinaus. Eine große Menge beiderseitiger Nachbarn harrt draußen auf den Ausgang der Sache.„Sie sind dennoch ein schändlicher Meineidiger, ein verachtun swürdiger Mensch, ein Betrüger, ehrlos durch und durch!“ also fährt Hermann äußerst aufgebracht den B. an. Doch dieser kann den Schimpf nicht tragen, er holt mit seinem Stocke so gewaltig aus, daß dieser auf Hermann's Rücken entzwei sprang und die blanken halb runden Ducaten aus das Pflaster fielen. Da steht nun der Betrüger entlarvt; es ist ihm, als führe ein Blitz durch sein Gebein, sein Gesicht ist entfärbt, und stotternd bittet er dem Hermann um Verzeihung, er will ihm die Summe dann vierfach ersetzen, nur soll er das ihm angethaue Unrecht wieder vergessen.— Allein der Tumult hat das Gerichtspersonal schon herausgelockt; B. muß neuerdings vor Gericht, gesteht nun seinen schändlichen Betrug ein, und was er sich dabei gedacht, indem er Hermann den Stock, worin die 50 Ducaten versteckt hatte, in die Hand gab. B. wurde verurtheilt, statt des Stranges lebenslang eine seidene Schnur um den Hals zu tragen, nach welcher der Scharfrichter von Berlin einmal im Jahr von Amtswegen sehen mußte, und für diesen amttichen Dienst hatte B. jedesmal 25 Thir zu zahlen. Die abgeleugnete Schuld. Vor langer Zeit lebte in Berlin der Bäcker......., ein Mann, den sein Geschäft, mehr aber noch sein geheimer Wucher und Vermischtes. — Geschlagen hat es. Auf einem einsamen Waldwege trat einem Manne ein etwas verdächtig aussehender Bursche mit der Frage entgegen, wie viel Uhr es sei. Der Mann, welcher eine üble Absicht hinter der Frage vermuthete, besann sich nicht lange, holte vielmehr, statt die Uhr aus der Tasche, mit dem Arme weit aus, gab dem Burschen eine derbe Ohrfeige und sagte:„Eben hat's geschlagen, lieber Freund, und wenn ihr's nicht recht verstanden habt, so wird es gleich repetiren.“ B Vom 1. Austausch z. deutschen Bu mungen ein: Das schweren Bi Ent ernung währung rech für eine Gewicht 2( Bei unf Porto von 1 wichts des Bei uns neben dem Zuschlag=Po Portopfli schlagporto a genschaft der Vermerk„P Couvert vor worden ist. gen fallen; links in der pflichtigen T dergeschrieben Das Pe Bestimmung Waarenprob Unterschied ½ Sgr., be nenden Post Für ge welche mitte wird pro S Kr. erhoben. Die Ge Anweisung Bei ein Thlr.(433 7 Kr. Bei ein Fl.) bis zu 4 Sgr. od Entfernung für jene auf dem Co Wegfall der werden. Im St sungen, wel (87½ Fl. Satz von 2 Für Pe Porto für bühr erhober für jede ½ Sgr., i 81 für jede dens: 1 K Vorstehl itte er die Bäckerei zere Speculationen.) eldverlegenheit ging früher sein LehrGeschäft und dabei scaten auf 2 Tage 1 gutem Zutrauen n ist der gewisser erwacht, das Ge stimmten Tage d ritten und vierte serreist. Am 8ten ihn schon auf der u bringen. 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Vom 1. Januar 1868 ab treten für den Austausch zwischen den Postanstalten des norddeutschen Bundesgebiets folgende Porto=Bestimmungen ein: Das Porto für den frankirten bis 1 Loth schweren Brief beträgt ohne Unterschied der Ent ernung 1 Sgr., bei den in der Guldenwährung rechnenden Postanstalten 3 Kreuzer; für einen Brief von mehr als 1 Loth im Gewicht 2 Sgr. oder 7 Kreuzer. Bei unfrankirten Briefen tritt ein ZuschlagPorto von 1 Sgr. ohne Unterschied des Gewichts des Briefes, hinzu. Bei unzureichend frankirten Briefen wird, neben dem Ergänzungs=Porto, ebenfalls das Zuschlag=Porto von 1 Sgr. in Ansatz gebracht. Portopflichtige Dienstbriefe werden mit Zuschlagporto alsdann nicht belegt, wenn die Eigenschaft derselben als Dienstsache durch den Vermerk„Portopflichtige Dienstsache“ auf dem Couvert vor der Postaufgabe erkennbar gemacht worden ist. Dieser Vermerk muß in die Augen fallen; es empfiehlt sich, daß derselbe oben links in der Ecke auf der Adreßseite des portopflichtigen Dienstbriefes von dem Absender niedergeschrieben wird. Das Porto für die den reglementsmäßigen Bestimmungen entsprechenden Drucksachen und Waarenproben(Waarenmuster) beträgt ohne Unterschied der Entfernung für je 2½ Loth ½ Sgr., bei den in der Guldenwährung rechnenden Postanstalten 1 Kr. Für gedruckte Mittheilungen aller Art, welche mittelst offener Karten expedirt werden, wird pro Stück 1/8 Sgr., beziehungsweise 1 Kr. erhoben. Die Gebühr für Zahlungen mittelst PostAnweisung beträgt: Bei einer Zahlung unter und bis zu 25 Thlr.(43¾ Fl.) einschließlich: 2 Sgr. oder 7 Kr. Bei einer Zahlung über 25 Thlr.(43¾ Fl.) bis zu 50 Thlr.(87½ Fl.) einschließlich: 4 Sgr. oder 14 Kr., ohne Unterschied der Entfernung; für jene Gebühr können die Postanweisungen auf dem Coupon mit brieflichen Notizen, unter Wegfall der bisherigen Beschränkungen, versehen werden. Im Stadtpostverkehr wird für Postanweisungen, welche auf Beträge bis zu 50 Thlr. (87½ Fl.) lauten können, der gleichmäßige Satz von 2 Sgr. oder 7 Kr. Anwendung finden. Für Postvorschuß=Beträge wird außer dem Porto für die Sendung an Postvorschuß=Gebühr erhoben: für jeden Thaler oder Theil eines Thalers: ½ Sgr., im Minimum aber 1 Sgr.; für jeden Gulden oder Theil eines Guldens: 1 Kr., im Minimum aber 3 Kr. Vorstehende Sätze gelten auch bei den Postanstalten in demjenigen Theil des Großherzogthums Hessen, welcher dem Norddeutschen Bunde nicht angehört. Diese Sätze finden ferner, in Folge der vom 1. Januar 1868 ab in Kraft tretenden Postverträge vom 23. November c. auch für den Postverkehr zwischen dem Gebiete des Norddeutschen Bundes a) mit den Süddeutschen Staaten: Baiern, Würtemberg und Baden, sowie b) abgesehen von Postanweisungen und Postvorschüssen mit dem Kaiserthum Oesterreich und c) außer den Postvorschüssen mit dem Großherzogthum Luxemburg Anwendung. Die Einführung des Postanweisungs= und Postvorschuß=Verkehrs im Austausch mit dem Kaiserthum Oesterreich ist einem späteren Termine vorbehalten; Postvorschußsendungen werden durch die Staatsposten des Großherzogthums Luxemburg nicht vermittelt. In Vetreff der Porto= 2c. Sätze für Packete ohne Wertysdeclaration und für Sendungen mit declarirtem Werthe— im Verkehr der Postanstalten des Norddeutschen Bundesgebiets unter sich— wird auf das in Nro. 8 des Bundesgesetzblattes abgedruckte Gesetz über das Posttaxwesen vom 4. November d. J. Bezug genommen; die betreffenden Sätze finden auch bei den Postanstalten im südlichen Theil des Großher= zogthums Hessen, sowie auf den gesammten Austausch mit den vorstehend sub a u. b bezeichneten Staaten Anwendung; die Staatsposten im Großherzogthum Luxemburg unterhalten keinen Austausch von Päckereien und von declarirten Werthbriefen. Der Verkauf Norddeutscher Postfreimarken für die verschiedenen Nennwerthe des Stempels, sowie Norddeutscher Francocouverts mit dem Werthstempel von 1 Sgr. und zwar— incl. der Herstellungskosten der Couverts— für den Absatzpreis von 1 Sgr. 1 Pf. beginnt mit dem 31. Dezember d. I. Die selben können erst vom 1. Januar 1868 an zum Frankiren in Gebrauch genommen werden. Die bisher im Gebiete des Norddeutschen Bundes gangbaren Freimarken und Francocouverts, welche vom Beginn des Jahres 1868 außer Anwendung kommen, können vom 31. Dezember d. J. ab und ferner innerhalb des ersten Quartals des künftigen Jahres bei den Postanstalten gegen Norddeutsche Postfreimarken beziehungsweise Francouverts(den Verkaufswerth der neuen Francocouverts zu 13 Silberpfennig n gerechnet) umgetauscht oder gegen baare Bezahlung zurückgegeben werden. Der Umtausch beziehungsweise die Einlösung kann jedoch, je nach der Währung, auf welche die Werthzeichen der zurückzuliefernden Marken und Couverts lauten, nur bei den Postanstalten desjenigen Gebiets stattfinden, in welchem die Ausgabe der Marken 2c. erfolgt ist. General=Post=Amt. von Philipsborn. ud uuum memtmn un uesicn mnum mieten Zur Herermann neihlreneig ist es, auf die angenehme und zugleich nützliche Ausfüllung seiner Mußestunden bedacht zu sein. Nichts ist dazu geeigneter, als eine Zeitschrift, die in anregender und fesselnder Weise das Unterhaltende und Belehrende zu verb nden weiß, und eine solche ist das illustrirte Familienbiatt„Omnibus.“ Gleich beliebt im Salon wie in der Hütte des Arbeiters, hat sich der„Omnibus,“ in der kurzen Zeit seines Bestehens einer so lebhaften Theilnahme zu erfreuen gehabt, daß er seinen siebenten Jahrgang mit einer Auflage von 65,000 Exemplaren beginnt. Diesen seltenen Erfolg verdankt der„Omnibus“ dem rastlosen Bestreben, seinen Leseen im reichsten Wechsel das Beste und Interessanteste darzubieten. Spannende Erzählunzen, populäre Naturbilder, fesselnde historische Skizzen, malerische Schilderungen aus der weiten Welt, humoristische Scenen, Belehrungen für die Familie und das Haus, kurz Alles, was den Geist beleben und das Herz erfrischen kann, wird durch Wort und Bild sich zu dauernder Erinnerung gestalten. In jeder Wochennummer bringt der„Omnibus“ 36 Spalten Text nebst—4 schönen Illustrationen und das Alles für einen Silbergroschen!! Er kostet demnach vierteljährlich nur 13 Sgr. und kann in Wochennummern und Monatsheften bezogen werden. Der neue Jahrgang beginnt mit drei außerordentlich spannenden Eczählungen: „Der Major,“ von Ernst Fritze,„Verschwunden, von Fr. Friedrich und „Nro. 608;“ diesen folgen nach: Vor dem Schwurgericht.— Der Klostermüller. — Des Wilderers Ende.— Freiherr von Betschar.— Ein Abenteuer aus dem Kriege von 1866 u. s.., u. s. w. Wer den„Omnibus“ zu halten wünscht, wird ersucht, seine Bestellung baldigst bei einer Buchhandlung seines Ortes oder bei dem nächstgelegenen Postamte zu machen, damit rechtzeitige Zusendung erfolgen kann. Jeder Colporteur übernimmt ebenfalls die .sorgung. Omnibus=Expedition in Leipzig. Bekanntmachung. Miuden, den 30. Dezember 1867. Vom 1. k. Mts. ab wird die zweite Personenpost von Bielefeld Bahnhof nach Halle i. W. folgenden Gang annehmen: aus Bielefeld Bahnhof.16 Nachmittags per Bielefeld Stadt und Werther in Halle i. W. 5,40 Nachmittags. Der Ober=Post=Director. Lenz. Bekanntmachung. Zur Leitung der Geschäfte, welche die Ausstellung, Verzinsung und Tilgung der von der Stadt Bielefeld auszugebenden Obligationen im Betrage von 200,000 Thaler betreffen, ist in Gemaßheit des Allerhöchst bestätigten Privilegii vom 12. August 1867§. 2(GesetzSammlung pag. 1693) eine Schulden=Tilgungs= Commission, bestehend aus dem Beigeordneten Tiemann, Stadtverordneten H. Consbruch, Kaufmann A. Waldecker erwählt und durch die Königliche Regierung zu Minden in Eid und Pflicht genommen, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Bielefeld, den 26. Dezember 1867. Ter Magistrat. Huber. Bekanntmachung. Die von Königlicher Regierung festgesetzte Gewerbesteuerrolle der Stadtgemeinde Werther pro 1868 liegt vom 6. Januar 1868 an 8 Tage lang zur Einsicht der Steuerpflichtigen auf hiesiger Amtsstube offen. Werther, den 31. Dezember 1867. Der Amtmann. Niensch. Bekanntmachung. Vom 6. Januar 1868 an liegen die von Königlicher Regierung festgesetzten Klassensteuerrollen des hiesigen Amts pro 1868 8 Tage lang zur Einsicht der Steuerpflichtigen bei den betreffenden Vorstehern offen. Werther, den 31. Dezember 1867. Der Amtmann. Nieusch. Landwehr=Verein zu Gütersloh. General=Versammlung, Sonntag, den 5. Januar um[5 Uhr Nachmittags, behufs Umwahl des Vorstandes. Der Vorstand. Ein Bäckerlehrling wird gesucht. Wo? sagt die Expedition d. Bl. Frische Schellsische bei Th. Wolpers. m memm umun eme. unm un Epilepsie— Fallsucht— Krämpfe. Von dem Unterzeichneten ist die Brochüre: „Amtliche Beweise für die sichere und schnelle Heilung der Epilepsie (Fallsucht— Krämpfe) durch ein vegetabilisches Arkanum“ unentgeltlich zu beziehen und auch das Nähere zu erfahren. Buchhändler W. Wepler in Berlin, Oranienstr. 32. unoauam Nützlichste und billigste Modenzeitung. Die Medenwelt Illustrirte Zeitung für Toilette und Handarbeiten. Preis für das ganze Vierteljahr 10 Sgr. Monatlich zwei Nummern in grösstem Format à 8 Seiten. Mit mindestens gleich vielen Abbildungen, wie die theuersten ähnlichen Journale. Aisserdem jährlich 12 Beilagen mit ca. 160—180 Schnittmustern für alle Gegenstände der Toilette und ca. 400 Musterzeichnungen für Weissstickerei, Soutache etc. Die Modenwelt enthält die besten Modelle für die gesammte Toilette der Damen und Kinder, für dic Leibwäsche, sowie für alle Handarbeiten, unter stetem besonderen Hinweis auf eine möglichst billige und leichte Selbst- Anfertigung. Die Ausgabe für theure angefangene Arbeiten und die mehr oder minder kostspielige Herstellung der Garderobe von fremder Hand wird hierdurch vermieden. Geschmackvolle Einfachheit und gediegene Eleganz der dargestellten Toiletten und Handarbeiten sind neben der grössten Klarheit der Abbildungen, Beschreibungen und Schnittmuster die Hauptvorzüge dieser Zeitung, welche sich die Aufgabe gestellt hat, nur Practisches, wirklich Verwendbares zu veröffentlichen und für die Familien wirkliche Ersparnisse zu erzielen, Unsere ausgedehnten Verbindungen setzen uns in den Stand, jede beachtenswerthe neue Mode sofort nach ihrem Erscheinen in der Modenwelt zu veröffentlichen. Seit October 1865 erscheinend, geht die Modenwelt von 12 Hauptstädten Europa's resp. Amerika’s in alle Länder der gebildeten Welt. Die Modenwelt wird gedruckt in deutscher, französischer, italienischer, spanischer, englischer, holländischer, dänischer, russischer, polnischer und ungarischer Sprache, ferner in einer besonderen deutschen Ausgabe für Oesterreich und einer besonderen englischen Ausgabe für NordAmerika. Bei diesem Erfolge bedarf es der empfehlenden Worte von unserer Seite nicht weiter. Keinenfalls besitzt irgend eine andere Zeitung, so lange es überhaupt Zeitungen gibt, eine gleich grossartige Verbreitung. Abonnements auf„Die Modenwelt“, pro Quartal 10 Sgr., werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen und Postämtern. Am 1. Januar 1868 beginnt ein neues Quartal von Hans Wachrühnsen'S Hausstrune! Auch der eilfte Jahrgang dieses weitverbreiteten illustrirten Familienblattes bringt in gewohnter Fülle und Gediegenheit die besten Geistesproducte der berühmtesten deutschen Novellisten und Feuilletonisten. Die außerordentlichen Begebenheiten des europäischen und amerikanischen Continents werden vom Hausfreund seinen Lesern sofort durch ausführliche Original=Correspondenzen mitgetheilt. Seine Plaudercien aus Wien, Berlin, Paris, München, London, NewYork 2c. haben dem Journal seinen Aufschwung gegeben, so daß es jetzt das verbreiteste preußische in der Reihe der ersten deutschen Unterhaltungsblätter ist. Für den laufenden Jahrgang liegen vor: Der Fallensteller, Erzählung aus dem nordamerikanischen Grenzleben, von Balduin Möllhausen.— Die hochzeitsfeier, von I. D. H. Temme.— Im Mondenschein, von Fr. Gerstäcker.— Die Annectirten, von Otto Girndt. Der Pfannentoni, von Noé.— Der Schwede und sein Kind, von Lubojatzky— Der Heiraths-Antrag, von St. Graf Grabowski.— Wiener Briefe.— Berliner Plandereien.— Pariser Photographien, von Hans Wachenhusen.— Münchener Bilderbogen, von C. A. Dempwolff. Londoner Briefe Fr Broemel.— Amerikanische Briefe.— Skizzen von Carl Ruß, Schmidt=Weißenvon sels, Dr. Niemeyer, Gustav Rasch.— Illustrationen von Bartsch, Becknann, Dammann, Lerche, Leutemann, Lüders, Löffler, Schaal, Scheerenberg, Toller, Winkler, Weiß 2c. 2c. Man abonnirt bei jeder Buchhandlung des In= und Auslandes für 15 Sgr. pro Quartal, oder 5 pro Heft, bei jeder Post=Anstalt für 17½ Sgr. pro Quartal(incl. Porto=Aufschlag). Hausfreund=Expedition in Berlin, Kronenstr. 21. Gerreide=Bericht. Bielefeld, den 31. Dezbr. Nafs. Dei 1000 Kartoffeln, pr. Scheffel Erbsen, 90 Pid. 13—— 1 2 6 3 20— Geldegurfe. Ausländische Pistolen 5 Napoleonsd'or 5 Holländische 10 Gulden 5 Livre=Sterling 6 Fünffrankenstücke 1 Französische Kronenthaler 1 Brabanter Kronenthaler.. 1 16— für. die d Erschein 2 inn N 2. auf das Quartal damit die kann. — Der die Besitzung feld(Rabz. F — Ueber der Grafschaft gemeldet:„Au ohne daß dafü Explosion war Canterbury er Riesige Ulme gerissen, ein pflanzungen li# 11 verunglück erkennbare U. ungefähr 300 von einander denn eine halb war, folgte Minute auch je ermittelt we sind. 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