her Witterung mein Betelnen Menschen ge, so scheint Is ich, denn itzbaren Karut ohne Zweifel nn ihre Güte wir nahmen lcher inmitten Velch ein Eonund den Anhums erzogen Loos klagen, uns eine Zeitsten, brachten r einen mächBrief, den ein könig gerichtet Preußen, eine ien Artollerieden und Leide auf die Brust l wenn ich die ind wenn bald guth sein und h mich vollend ich geschrieben von Preußen de geben, Do sind sie doch so r Liebe rechnen sich zuschanden ang hinauf am äußere Adresse ußen in Berlin gen geschrieben als unbestellbar der zurück. vielen andern in Würzburger an bestes SelNachgeschmack, nit Aloe angebesteht darin, isselbe zu bereibier auf Krüge Kellers liegen. Passanten der ten: Als er in angelangt war, &ckp; springe int gohgesches Dr iten mit Mennicht zu denWellen entrissen Er war ob diee nach derselben en:„Un ick erSchiffern nun ber mit einen klichen Ausgang zischen Eindruck. f den 24. Nov. delcher ein Herr des Vogels Moa as Ei ist kürzen Neuseelandsncraig“ in Lonvon der DiBerichte über o und amtliches Kreisblatt Lieresert, Halle Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verautwortlichkeit von W. Bertelsmann. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. Ne 145. „ 2 für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgr. Inserate 9 Pfg. für die Borgis=Zeite. Sonntag den 3. Dezember 1865 Rit., Bezus auf die Anweisung zur Ausführung der unter den Staaten vev Houbekeis getroffenen Verabredungen wegen Ausfertigung von Gewerbelegitimationskarten vom 25. Dezember 1863(Centralblatt für 1864, Seite 20) wird die Königliche Regierung davon in Kenntniß gesetzt, daß die Regierungen der Zollvereinsstaaten im Anschluß an den Art. 18,(dritter Absatz) des Vertrages über die Fortdauer des Zoll= und Handelsvereines vom 16. d. J.(Gesetzsammlung Seite 641) sich über ein anderes Muster, nach welchem die Gewerbelegitimationskarten für 1866 und die folgenden Jahre auszufertigen sind, verständigt. Im Uebrigen aber es bei den bestehenden Verabredungen belassen haben. Die gedachte„Anweisung vom 25. Dezember 1863 bleibt deshalb fernerhin in Kraft. Auch findet in Folge eines, mit der freien Stadt Bremen getroffenen Abkommens die Circular=Verfügung vom 5. März 1864(Centralblatt Seite 138), betreffend die Legitimationskarten jur Preußische und Bremische Gewerbetkeibende, fernerhin Anwendung. Solen, nach den zwischen den Regierungen der Zollvereinsstaaten eines Theils und der Kaiserlich Oesterreichischen Regierung anderen Theils zum altikel 18 des Handels= und Zollvertrages vom 11. April d..,(Gesetzsammlung Seite 565) verabredeten Bestimmungen vom 1. Januar 1866 ab Gewerbetreibende, welche in dem Gebiete des anderen Theiles Waarenankäufe machen oder Waarenbestellungen suchen wollen, hierzu abgabenfrei auf Grund von Gewerbelegitimationskarten zugelassen werden, welche an die ## bisher auf Grund der Circular=Verfügung vom 31. Dezember 1855(Centralblatt für 1854, Seite 146), zu ertheilenden Legitimationen treten. Die Gewerbelegitimationskarten sind für die diesseitigen Angehörigen nach demselben Muster auszufertigen, welches für das Gebiet der übrigen Zollvereinsstaaten zur Anwendung kommt. Nach den Vorbemerkten bedürfen die betreffenden Gewerbetreibenden aus Preußen zu ihrer Legitimation in den übrigen Zollvereinsstaaten(außer Preußen) sowie in Bremen und in Oesterreich nur einer einzigen, gehörig ausgefüllten Gewerbelegitimationskarte. Dieselbe ist für die Zeit vom 1. Januar 1866 ab nach Maßgabe des anliegenden mit Probeeintragungen(in lateinischer Schrift) versehenen Musters auszufertigen. Soll die Karte für die übrigen Zollvereinsstaaten(außer Preußen) und zugleich für Bremen und Oesterreich Gültigkeit haben, so ist hinter den Worten:„im Gebiete des Zollvereins= einzuschalten:„in Bremen und in Oesterreich und hinter den Worten:„bei den Behörden der übrigen Zollvereinsstaaten= hinzuzufügen: Bremens und Oesterreichs.“ 9e ? I n d i e s e r W e i s e w e r d e n d i e K a r t e n r e g e l m ä ß i g a u s g e f e r t i g t, s o f e r n n i c h t der Antrag ausdrücklich auf Ertheilung der Gewerbelegitimation für ein beschränkteres Gebiet, z. B. ausschließlich für den Zollverein oder ausschließlich für Bremen oder ausschließlich für Oesterreich gestellt werden sollte. Ersterenfalls sind die Worte„in Bremen und Oesterreichn und die Worte: Bremens und Oesterreichs an den bezeichneten Stellen fortzulassen und es ist der alsdann verbleibende Zwischenraum zu durchstreichen. In den andern beiden vorgedachten Fällen werden die Worte zim Gebiete des Zollvereins= und vder übrigen Zollvereinsstaaten= durchstichen und die offengelassenen Stellen beziehungsweise mit den Worten: vin Bremen= und„Bremens= oder mit den Worten: vin Oesterreichs und„Oesterreichs ausgefüllt. " Hilimatirnskartk, ) 1800 sechs und sechszig. (.„Stempel mit gültig für das Jahr 7 dem Dreußischen Wappen ( und Namen. Dem., welcher in N. N. wohnhaft ist, und für Rechnung 1) seiner eigenen Drogueriewaarenhandlung daselbst, 2) der Drogueriewaarenhandlung N. N. daselbst, bei welcher er als Handlungscommis im Dienste stcht, im Gebiete des Zollvereins, in Bremen und in Oesterreich Waarenbestellungen aufzusuchen und Waareneinkäufe zu machen beabsichtigt, wird hierdurch, behufs seiner Gewerbelegitimation bei den betreffenden Behörden der übrigen Zollvereinsstaaten, Bremens und Oesterrecihs bescheinigt, daß für den Gewerbebetrieb des vorgedachten Geschäftshauses im hiesigen Lande die gesetzlich bestehenden Steuern zu entrichten sind. Derselbe darf von den Waaren, auf welche er Bestellungen suchen will, nur Proben, aufgekaufte Waaren saber nur behufs deren Beförderung nach dem Bestimmungsorte mit sich führen. .„Auch ist ihm verboten, für Rechnung Anderer als des genannten Geschäftohauses Waarenbestellungen aufzusuchen oder Waarenankäufe zu machen. Bei dem Aufsuchen von Bestellungen oder bei Waarenankäufen hat er die in jedem Staate gültigen Vorschriften zu beachten. "„Ort, Datum, Unterschrift und Stempel der ausstellenden Behörde. Personalbeschreibung und Unterschrift des Reisenden. . Wwis vierdurgiin Jolge Reseripts des Herrn Finanz=Ministers vom 4. v. Mib. Hleuta, zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Minden, den 16. November 1865. Königliche Regierung. Bekanntmachung. . Die Verordnung Königlicher Regierung zu Minden vom 24. September 1857(amtsbiatt Stück 44) sowie die Circular=Verfügung vom gleichen Datum über den Verkauf von Getränken zum Genuß auf der Stelle auf Jahrmärkten ist mehrfach unbeachtet geblieben. Dieselben werden hierdurch mit dem Hinzufügen in Erinnerung gebracht, daß nach Vorschrift jener Verordnungen überhaupt nur concessionirten Wirthen die in§. 83 der Gewerbe=Ordnung vom 17. Januar 1845 gedachte Polizei=Erlaubniß, und auch diesen nur bei dringendem Bedürfniß, ertheilt werden darf. Bielefeld, den 29. November 1865. Der Landrath v. Ditfurth. Auch die Ausführung der betreffenden Verabredungen zwischen den Zolsvereinsstaaten und Oesterreich findet im Uebrigen die Anweisung vom 25. Dezember 1863 gleichmäßig Anwendung. Insbesondere sind auch zur Ausfertigung der Gewerbelegitimationskarten für Oesterreichische Gewerbetreibende nur diejenigen Behörden des Heimathlandes befugt, welchen die Ertheilung von Paßkarten nach den bestehenden Uebereinkünften übertragen ist, und es werden gegenseitig nur solche Handelsreisende abgabenfrei zugelassen, welche entweder für ihre eigene Rechnung oder für Rechnung Eines Hauses, in dessen Diensten sie als Handelungskommis stehen, Geschäfte machen wollen. Die Königliche Regierung wird veranlaßt, die vorstehenden Bestimmungen den betreffenden Ihr untergebenen Behörden zur Nachachtung bekannt zu machen und für deren Ausführung Sorge zu tragen, auch das betheiligte Publikum in geeigneter Weise auf die bevorstehende Erleichterung des Verkehrs in den Oesterreichischen Staaten aufmerksam zu machen. Berlin, den 4. November 1865. Der Finanz=Minister v. Bodelschwingh. Die zur Kaufmann A. Rosenfeldschen Concurs=Masse gehörigen an dem Hauptwege zum Kurhause in Oeynhausen stehenden Verkaufsbuden werden am 7. Dezember c. Morgens 11 Uhr an Ort und Stelle zum Verkaufe in öffentlicher Auction ausgestellt. Diel Verkaufs=Bedingungen liegen im Geschäfts=Zimmer des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Bei derselben Gelegenheit soll ein Das zur Kaufmann A. Rosenfeldschen Concurs=Masse zu Oeynhausen gehörige Waarenlager, enthaltend Erfurter Damen= und Kinder=Schuhe, Porzellan, Glas= Galanterie: Kurzund Korbflechter=Waaren aller Art soll in öffentlicher Auction in Oeynhausen im Rosenfeldschen Hause am 7. Dezember c. Nachmittags 2 Uhr zum Verkauf in Rubriken und im Ganzen(en bloc) ausgestellt werden. Papagai— Lori— nebst Käfig mit Die Besichtigung der Waaren kann am verkauft werden.(Morgen des Verkaufstages stattfinden. Minden, 30. November 1865. Der Masse=Verwalter Justiz=Rath. Die zweite Soiréel muß wegen Erkrankung des Herrn Hofkapellmeisters Bargheer aufgeschoben werden. Albert Minden, 30. November 1865. Der Masse=Verwalter Piehl, Justiz=Rath. Ausverkauf verschiedener Manufactur=Waaren zu bedeutend heruntergesetzten Preisen bei Is. Langbein in Gütersloh. Bielefeld, den 2. Dezember 1865. Von Heute ab werden von der Preußischen Bank auch Wechsel auf Schwedt a/O. discontirt und zur Einziehung übernommen; dieselben sind an das Königliche Bank=Comtoir in Stettin zu giriren. Königliche Bank=Commandite. Literarisches. Kalender für das Jahr 1866. Unter den Boten, welche sich beeilen, das neue Jahr schon vor seinem Erscheinen anzukündigen, hat sich wohl zuerst der Preußische National: Kalender(Verlag von Friedr. Bartholomäus in Erfurt) als zwei und vierzigster Jahrgang eingestellt. Er bringt uns, außer dem eigentlichen Ka. lender, fünf vortrefstiche Original=Stahlstiche, sowie Erzählungen und Aufsätze zur Belehrung und Unterhaltung für Jedermann. Die humoristische Erzählung odes Apothekergehölfen Alexander Kräutermayer Vergnügungsreise nach Kösen= von Carl Hübner enthält sehr ansprechende komische Situationen, welche auch wohl im wirklichen Leben vorkommen.— Die Künstler=Novelle „Estebano Murilloz von Henriette von Halle schildert einige interessante Scenen aus dem Leben des größten spanischen Malers.— Die Erinnerung an das Schicksal Schill's und seiner Gefährten in der historischen Skizze: „Ein preußisches Monument auf welfischer Erdes von R. Müldener wird den Lesern recht willkommen sein.— Die„Gefangenschaft eines britischen Seemanns in Cochinchinan giebt ein ansprechendes Bild von dem Leben in Hinterindien.— Unter den belehrenden Mittheilungen ist besonders der Aufsatz über die Erziehung der Töchter in Schule und Haus von Julie Burow (Frau Pfannenschmidt) hervorzuheben. Außerdem bringt der Kalender noch historische Miscellen, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte, Recepte für Haus und Küche, die Genealogie der regierenden Häuser, ein ausführliches Verzeichniß der Jahrmärkte u. s.., also einen reichen Stoff für Belehrung und Unterhaltung. Besonders ist das große Format und der vorzügliche Druck des Kalenders bei dem billigen Preise von 12½ Sgr. noch rühmend zu erwähnen. T. Kr. Seit den 3. Oktober eröffnete ich an hiesigem Platze ein Geschäft in Steingut, Porzellan, Glas und Crystal,: sowohl en-gros wie en-detail und führe sämmtliche in dieses Fach einschlagende Artikel, verschiedenartigsten Fabrikats, was ich hierdurch ergebenst anzeige.— Mein Lager ist in ordinärem, billigstem Meißner= Steingut und Porzellan, sowie Glas, Crystall, feinsten, geschmackvollsten Blech= und Porzellan=Luxus=Waaren reichhaltig assortirt und empfehle ich dasselbe für das herannahende Weihnachtsfest bestens. Auswärtige Aufträge werden aufs Prompteste ausgeführt. Bielefeld, 1. Dezember 1865. F. Consbruch, Obernstraße Nr. 3 im Colbrunn'schen Hause. Kirchlicher Anzeiger. Altstädter Kirche. Hauptgottesdienst: Superintendent Müller. Nachmittagsgd.: in der Neustädter Kirche. Neustädter Kirche. Hauptgottesd.: Pastor Niemeyer. Geldcours. Ausl. Pistolen 5,15,6. Napoleonsd. 5,11,9. Holl. 10=Guld. 5,16. Lv. Sterl. 6,22,6. Fünffre. 1, 10,3. Franz. Kronth. 1,16,9. Brab. Kronth. 1,16. Gold. kronen 9,10. Dollars.12.3. Getreide=Bericht. Cöln, 1. Dezember. Weizen 6,15. Rogzen 4,10. Gerste 4,10. Hafer 4,9. p. 200. Pfd. Rüböl 16. Raff. 16,15. Berlin, 1. Dezember. Weizen 54—75. Roggen 52. Gerste 34—44. Hafer24—29. Rüböl 17. Bielefeld, 25. November. Weizen 2,19. Roggen 1, 25. Gerste 1, 22,6. Hafer 1, 3. Bohnen 2,10. Kartoffeln 17,6. Buchweizen 1, 27, 6. Heu 1. Stroh 1. Rüböl 18. Raff. 18, 15. Witterungsberichte. Den 29. November. Neueste Nachrichten. Der Kriegsminister v. Roon ist am Mittwoch nach der Priegnitz und Lauenburg abgereist. Zwischen Spanien und Chili sind Streitigkeiten ausgebrochen, welche zu kriegerischen Verwickelungen geführt haben. Mit Rücksicht auf die Gefahren, welche hieraus für die vielfachen Handelsbeziehungen Deutschlands an jenen Küsten entstehen können, hat— wie die„Prov.= Corr.“ meldet— die Regierung das Kriegsschiff„Vineta“ zum Schutz der Deutschen Flagge nach der Amerikanischen Westküste abgehen lassen. Außerdem hat der Minister=Präsident Graf Bismarck bei der Spanischen Regierung auf diplomatischem Wege für die Wahrung deutscher Interessen an dem bedrohten Punkte Fürsorge getroffen. An Ort und Stelle hat schon aus eigenem Antriebe der Preußische General=Consul in Chili, Levenhagen, sich an die Spitze der Vertreter fremder Staaten gestellt und gegen die kriegerischen Maßregeln des Spanischen Admirals Protest erhoben. Das Projekt einer Eisenbahn von Küstrin über Neudamm, Soldin und Pyritz nach Altdamm mit einer Zweigbahn von Pyritz nach Stargard in Pommern, eine Concurrenz=Projekt gegen die Berlin=Stettiner Eisenbahn, wird als ziemlich gesichert betrachtet. Von dem AnlageCapital von 7,200,000 Thlr. sind bereits 6,800,000 Thaler gezeichnet; nach Zeichnung des Restes wird die Concession ertheilt werden. Hedersleben, 27. Nov. Nach neueren und genaueren Mittheilungen der„Halbst..“ über die Trichinenkrankhett ist der Stand der Dinge leider noch trauriger, als bisher angegeben wurde. Nach diesen Berichten liegen nämlich allein in Hedersleben 254 Trichinenkranke. In der Umgegend von Hedersleben und auf dem Wege von Hedersleben nach dem Eichsfelde(wohin die Arbeiter der Hederslebener Zuckerfabrik und eine nach dem Ausbruch der Krankheit zurückwanderten) liegen 55 Menschen I bestimmt wo krank, so daß im Ganzen 309 Trichinenkranke da sind. In Hedersleben A des irischen sind am Sonntag drei und in Rodersdorf einer gestorben, so daß also 8 Londor bis heute 50 Menschen der Krankheit erlegen sind, unter ihnen vier den beiden Menschen, die auf dem Wege nach ihrer Heimath gestorben sind. Aerzte Heftigkeit u sind jetzt in Hedersleben aus allen Gegenden eingetroffen. Die Kran= u vorigen Wo kenpflege scheint möglichst geordnet zu sein. Es hat sich dort ein Frau= 6, kommen sin enverein gebildet, in welcher jeder Frau mehrere Familien zugetheilt sind, Die Brasili für die sie die nöthigen Speisen und die Verwirthung zu besorgen hat; A Havre, ging denn in den einzelnen Familien liegen oft alle Mitglieder darnieder.(18) wurden Außerdem hat sich ein Comité gebildet, welches die eingegangenen Un# bei Fowlep terstützungen and die Leidenden vertheilt.(Man adressirt nach Heders., welche mite leben im Kreise Aschersleben.) 5 Hamburg w Das Lauenburgische Postwesen wird(wie schon erwähnt) mit dem# übrigen wur 1. Januar 1866 an die Preußische Verwaltung übergehen. Der Eisenb. Lizard ging Ztg. schreibt man darüber noch Folgendes aus Ratzeburg vom 28. Nov.# wahrscheinlich Preußen zahlt als Entschädigung an Lauenburg jährlich einen Betrag A Hafen von der pro rata nach dem Ertrage der Posten, wie er sich aus den ersten# eingelaufen, 6 Monaten d. J. berechnet, bestimmt werden soll. Seit etwa 8 Tagen A Paris, verweilt hier schon ein Preußischer Post-Inspektor(Herr Lamprecht), 9 jetzt zwei St der augenblicklich sich mit den Verhältnissen der verschiedenen Post=Com= 0, reich mit S toire im Lande bekannt macht. Wir dürfen mit dem 1. Januar 1866“ russischen Ka die Einführung eines täglichen Postbotendienstes in jedes Dorf als ge# sind zu einen sichert begrüßen. Christia Hadersleben, 28. Nov. Auf dem hiesigen Posthause wurden zwei 9 Stadt=Reprä Packete gestohlen, von welchem das eine Seidenzeug, das andere dage der Stadt zu gen Acten, welche aus den Kopenhagener Archiven in ihre alte Heimath# Magistrat zu Schleswig gesandt wurden, enthalten haben soll. Von diesem letzteren# Petersburg n wichtigsten Packet soll man bis jetzt keine Spur gefunden haben, woge K zu halten, zu gen man das erstere in einen Rinnstein hingeworfen fand. Der Thäter# im Freien ihr scheint also eine Person zu sein, welche ein besonderes Interesse für gewiesen, daß solche Papiere hat.— Gestern Abend, kurz nach 10 Uhr wurde ein# Bier= und Bi Deutscher Sattlergesell durch mehrere Messerstiche bei hellem Mondschein gen denn aug auf der Straße von dem dänischen Club„Harmonie“" ermordet. Der zwei Locale z eine Messerstich hatte die Pulsader am Halse geöffnet und hatte den Aus An augenblicklichen Tod zu Folge. Bis jetzt weiß man noch nichts bestimm# gelaufen. D tes; aber ein allgemein verbreitetes Gerücht sagt, daß der oder die# stromaufwärts Schuldigen aus dem Clubgebäude auf einige Gesellen herausgestürzt kehr gezwunge seien, welche Deutsche Lieder sangen, und unter denen sich der Ermordete du Chaillu, befand. Einige verdächtige Personen sollen arretirt sein. Ein solches## wiederholt vo Verbrechen ist hier unerhört; denn in den letzten 20 Jahren hat man gleichfalls zur von keinem Morde hier in der Stadt gehört.„ Blattern, welCappeln, 27. Nov. Seitens der Regierung sind 5000 Mark Cour. bewilligt und bereits angewiesen, als theilweiser Ersatz für die vom Flecken Cappeln geleisteten Requisitionen vom ersten Uebergange der Truppen über die Schlei an bis zum Wiener Frieden(30. October.) Bielefeld Husum, 29. Novbr. Der Bürgerverein ist auf höheren Befehl g licher erkrant verboten. Der Kampfgenossenverein stieß den Bürgermeister Stuhr aus Soiree abgesa und löste Strafe d Der verlässigen Oldenbur zurückgezo Kriegskost Die jeweiligen d. M. n ten aufgel zes Batail sammenges Fürsten rei wählt. D verschnürte theilung d während in eigener dieselbe no theils Pen Londo Fortgang. Luby Eige Druckereige Beziehung sich verschw. Priegnitz ausgebrochen, Mit Rücksicht Isbeziehungen e die„Prov.= zum Schutz bgehen lassen. er Spanischen her Interessen nd Stelle hat isul in Chili, aaten gestellt mnirals Protest amm, Soldin t nach Starrlin=Stettiner dem Anlageler gezeichnet; erden. n Mittheilunnd der Dinge h diesen Beenkranke. In Hedersleben r Zuckerfabrik 55 Menschen n Hedersleben so daß also r ihnen vier sind. Aerzte Die Krandort ein Frauügetheilt sind, besorgen hat; der darnieder. gangenen Unnach Hederssnt) mit dem Der Eisenb. vom 28. Nov. einen Betrag us den ersten twa 8 Tagen Lamprecht), ten Post=ComJanuar 1866 Dorf als gewurden zwei andere dagealte Heimath iesem letzteren haben, wogeDer Thäter Interesse für r wurde ein m Mondschein mordet. Der nd hatte den ichts bestimmder oder die herausgestürzt der Ermordete Ein solches ren hat man vom der und löste sich dann auf, da ihm die Besprechungen über Politik 2 bei Strafe der Auflösung verboten wurden. s: ee „##x. Frankf..= Zig.“ wird aus Verlin telegraphiert: Nach zuSe Nachrichten aus hiesigen Hoftreisen hat der Großherzog von Libenruig seine Candidatur auf den Thron der Herzogthümer definitiv Eicsbosten uraken. 3 Zluszsohzung seiner d. M. nach Anordnung des Fürsten Paul aus Sparsamkeitsrücksich= ten aufgelöst worden. Diese Garde, welche in früheren Zeiten ein zes Bataillon bildete, war in letzteren Jahren auf eine Compagnie zusammengeschmolzen. Die Grenadiere wurden aus den Unterthanen des Fürsten rekrutirt und stets die größten und schönsten Männer ausgeBühlt. Die Uniformirung war eine prachtvolle(blaue, reich mit Gold verschnurte Attilas, rothe Hosen und hohe Genadiermützen). Eine Abtheilung dieser Garde begleitete den Fürsten stets während die übrige Mannschaft im Fürstlichen Schlosse zu Eisenstadt in eigener Kaserne bequartirt war. Bei Auflösung dieser Garde bestand heilg Rensonen.4 Mann und erhielten dieselben theils Absertigungen Der Kirchhof.“) Ausland. Der Fenierproceß in Dublin nimmt seinen Fortgang. Aus dem gestern genommenen Zeugenverhör ergab sich, daß Luby Eigenthümer des Blattes„Irish People" war, und die im Druckereigebäude confiscirten Papiere bekundeten, daß Luby in engster Beziehung zu Mahoney, dem Fenierhaupte in Amerika, gestanden und sich verschworen habe, die gegenwärtige Regierung in Irland zu stürzen und eine Republik einzufuhren. Andere Beweisstücke besagten, daß Luby London, 28. Nov. An der Küste von Cornwall glaubt man in Henisteit unde, Oeennien keine Stürme von so außerordentlicher .. nne und Dauer erlebt zu haben, wie sie in der letzten Hälfte der rotigen Woche wütheten und auch jetzt noch nicht zu völliger Ruhe gekommen sind. Mehr als 20 Menschenleben zählt man als verloren auf. Die Brasilische Barke„Santistos“, auf der Fahrt von Santos nach Havre, ging bei Mounts Bay gänzlich zu Grunde; von der Mannschaft (18) wurden nur zwei Leute gerettet. Zwei französische Schiffe wurden bei Fowley zu Wracks; die Brigg„Tabaes"(Capitän T. A. Heins), welche mit einem Cargo im Werthe von 150 Lstr. auf dem Wege nach Hamburg war, strandete bei Penzanee; zwei der Leute ertranken, die übrigen wurden durch das Rettungsboot in Sicherheit gebracht. Beim ie fremde Brigg unter, deren Namen unbekannt; wahrscheinlich ist die Mannschaft mit ihr zu Grund gegangen. In den Hafen von Plymouth sind gestern noch sehr viele schutzsuchende Schiffe eingelaufen, zum Theil beschädigt. Paris, 27. Nov. In dem Central=Depot der Artillerie werden jetzt zwei Stahl kanonen vollendet, deren Lafetten von Rosenholz und reich mit Silber ausgelegt sind. Dieselben werden auf Kosten eines russischen Kaufmanns, der aus Griechenland stammt, angefertigt, und sind zu einem Geschenk für den König der Hellenen bestimmt. tiania(Norwegen), Ende Nov. In der Versammlung der Stadt=Repräsentanten wurde der Antrag gestellt, Erwärmungslocale in dt zu errichten. Schon im vorigen Jahre hatte die Polizei den Magistrat zu veranlassen gesucht, so wie in Stockholm, Kopenhagen und Petersburg während des Herbstes und Winters größere Locale erwärmt zu halten, zur Benutzung für solche Personen, die den ganzen Tag über im Freien ihre Beschäftiguug haben. Es wurde besonders darauf hingewiesen, daß diese Menschen, um sich zu erwärmen, genöthigt wären, Bier= und Branntwein=Kneipen aufzusuchen. Die Räpräsentanten gingen denn auch auf den Vorschlag ein, und es wurde beschlossen, sogleich zwei Locale zu diesem Zweck in Miethe zu nehmen. Aus Amerika sind Nachrichten von zwei Entdeckungsreisenden eingelaufen. Der Eine, Baron von der Decar, welcher mit zwei Booten stromaufwärts in das Innere Afrikas dringen wollte, sah sich zur Umkehr gezwungen, nachdem seine Boote untergegangen waren. Der Andere, du Chaillu, welcher von der Westküste zu Lande vordringen wollte, wiederholt von den Negern seiner Habe beraubt und war schließlich gleichfalls zur Umkehr gezwungen, als man ihn der Einschleppung der Blattern, welche unter den Negern grassirten, beschuldigt und anfeindete. Lokales. Bielefeld. Der Hofkapellmeister Bargheer ist, wie wir hören, ernstlicher erkrant und hat deshalb die auf Sonntag angekündigte zweite Soiree abgesagt werden müssen.— auf die Stäte, da ihre Leider nchen. aer Augen alch die Gräber aurs Neue, Frankreich nicht, wo man am Allerselentage Generalsuperintendent Büchsel in Berlin läßt sich in seinen„Er sund alsg vernebnen: eiues Landgestlichen: über desen Gegenwuchert, ist keine Ehre für den Pastor und giebt dem Küster kein gutes Gäuse und Ziegen u. e darf kein Vieh, auch niczt des Kisters er Sciche vn.shou zein in der Zwischenstunde. Mein alter fromalse im mitte schon immer an der Kirchhofepforte seine Mütze ab, , im winter und beim Regenwetter, wenn er hinging, um die Betgloue zu ziehen, und ermahnte die Jugend ernstlich und auch halten. Der Kircdof mug eirchbose anständig und ruhig zu verSe wrus der Boder sa Jes 16, Sse rciit, nden Pastor endlich in dieser Sache zur Ruhe zu bringen, ven Menn aa gie Todten liegen, einfriedigen und mit Bäumen bepflan„i. Wenn eo auch nicht des Kusters Pflicht wäre, Alles zu pflegen und zu erhalten, so thut es doch ein ordentlicher Mann aus freier Liebe. Die Gemeinde ehrt ihn dafür und ist stolz darauf, daß sie einen Küster und die Plichte ioen treibz. nicht gerade das Kirchenbuche auf einander folgen. Früher hatte jeder Hof seine worden worden, und wie sie im Leben hatten zusammen gearbeitet, so so, daß die Regierung Alls regiert und füir alle Dinge Vorschiften und Verfügungen giebt, das Gesetz aber ist ohne Herz und ohne Liebe, darum dürfen auch die Todten, die im Leben durch gemeinsames Kreuz und gegenseitige Liebe verbunden waren, nicht mehr zusammen oder Reibe Leat. dr. is doch. 1“ dübsch in der Reche nege, bann ist doch Ordnung da, aber das Herz liebt nun einnal zicht, die kalte eisige, Ordnung. Reiche Leute kaufen sich eine Stelle arme Mand dan 3 Famille ihre Stätte sindet, aber der S. ii it auch ein Gemüth und auch ein Herz in seinem Leibe. Sb viel man auch für das Begraben der Reihe nach sprechen mag, so ördert wied. Iu vrosen Staidte e zu rudo nicht dadurch ge#errr. Er. In glegen Sladten mag eine solche Ordnung nothwen# auf dem Lande, besonders in kleinen Gemeinden, könnte es an„Wenn eine Gemeinde erst einmal daran gewöhnt ist, daß der Kirchhof wild und verwachsen daliegt, dann hält es schwer, sie zu bewegen, etwas dafür zu thun,(daß es besser werde, wenn aber nun jede selegenheit, die sich darbietet, recht benutzt wird, so läßt sich doch immer noch etwas erreichen. Bei Gelegenheit des Todtenfestes hatte und gseden hu dier zu Beiterer Aurgug iu wauchen Gerntsode **) Nämlich alle, die kein eigenes Erbbegräbniß haben kaufen können. ich einmal auf der Kanzel die Gemeinde genöthigt, mit mir im Geiste die einzelnen Gräber zu besuchen. Zuerst traten wir an die Hügel, unter denen die lagen, die im letzten Jahre gestorben waren und es wurde deren Liebe gerühmt, die ihre Gräber mit Rasen bedeckt und mit Blumen bepflanzt hatten, auch die Inschriften auf den Kreuzen und Schildern wurden vorgelesen und besprochen. Dann standen wir auch still bei den Grabhügeln, die verfallen und meist wüst dalagen und es wurde erzählt, wer darunter liege, endlich ging es über Steine und wildes Gebüsch, durch Disteln und Dornen zu den Gräbern derer, die schon längere Zeit verstorben waren, deren Nachkommen und Kinder jedoch noch lebten, die aber ihrer Väter schienen vergessen zu haben. Schon am Sonntag Nachmittag waren einige beschäftigt, die Grabhügel aufzurichten und zu ordnen und bald darauf nahm der Schulze die Sache in die Hand; durch Gemeindebeschluß wurde die Mauer ausgebessert, Steige von den beiden Eingangspforten bis zur Kirchthür angelegt und mit Sand befahren. Wenn ein einflußreiches Glied der Gemeinde gestorben ist und die Gemüther weich sind, muß man sie darauf anreden. Auch läßt sich die Frau Patronin nach dem Gottesdienste, wenn sie eben über den Kirchhof geht, wohl bewegen, den Gärtner anzuweisen, etwas zu thun. Besser aber ist es, wenn es von der Gemeinde selbst geschieht. Ist erst einmal der Sinn dahin gewendet, dann haben die Leute selbst ihre Freude daran, fangen an, den Kirchhof fleißig zu besuchen und Mancher nimmt einen Segen mit in sein Haus. Die Pietät gegen die Verstorbenen fördert die Liebe zu den Lebendigen. Ein eben als Küster angestellter junger Mann sing damit an, daß er täglich mehrere Stunden auf dem Kirchhofe fleißig arbeitete, Dornen und Disteln wurden weggeschafft, Steine beseitigt, die verfallenen Gräber aufgerichtet und saubere Steige gemacht. Die Gemeinde lobte und rühmte den Mann und er selbst hatte seine Freude daran. Als an einem andern Orte das Kirchendach umgedeckt und mehrere andere Reparaturen an der Kirche und dem Thurme ausgeführt waren, lag der ganze Kirchhof voll Schutt und Steine. Die Bauern behaupteten, es sei anderer Leute Pflicht, die Steine aufzulesen und zu beseitigen, diese aber meinten nicht dazu verpflichtet zu sein. Der Streit nahm kein Ende und es blieb Alles wie es war. Als ich einmal im Frühlinge über den Kirchhof nach der Schule ging, da nahm ich die Kinder aus beiden Klassen zusammen, die Lehrer folgten und in ganz kurzer Zeit waren die Steine zusammengelesen und mein Knecht fuhr sie hin, wo die Dorfstraße gerade sehr tief war, so daß zugleich der Weg ausgebessert wurde.“ „Schon in den ältesten Zeiten finden wir Spuren davon, daß die Lebenden für die Stätte Sorge getragen haben, wo ihr Leib einst ruhen sollte. Abraham kaufte sich eine Grabstelle von Ephron dem Hethiter (1 Mos. 23, 18). Joseph von Arimathia hatte sich ein Grab im Felsen bereitet, darin dann sein Heiland gelegen hat. Viele haben noch jetzt die Sitte, schon in gesunden Tagen den Sarg zu kaufen und die Stelle auf dem Kirchhofe zu ersehen und zu bezeichnen, wo sie einmal wollen begraben werden. Sie gehen dann öfters hin und besuchen das Plätzchen, wo sie einst ihr letztes Schlafkämmerlein finden sollen und wo zur Erde werden soll, was von der Erde genommen ist. Der Kirchhof ist ein Stückchen Erde, das durch die Thränen der Menschen geheiligt ist, und ein Pastor soll die heiligen Orte in der Gemeinde nicht blos besuchen, wenn ihn sein Amt dazu nöthigt, sondern auch aus freier Liebe. Wer nur ein offenes Ohr mitbringt, der hört, daß die Grabhügel eine sehr laute und erbauliche Sprache führen. Besonders muß der Pastor das Grab seines Vorgängers sorgfältig pflegen und dabei oft stille stehen und horchen, ob derselbe ihm nicht etwas zu sagen habe. So weit Büchsel.— Möchte sein Wort dazu beitragen, daß es auch bei uns in diesem Stücke besser werde. Ich will noch auf eine Sitte hinweisen, die in Paris mir wohl gesiel. Alle, auch die ärmsten Leute, kauften sich am Eingange des Kirchhofs ein weiß oder schwarz angestrichenes Kreuz von Eichenholz für jedes neue Grab, auch für das kleinste Kind. Das kostete 1 Franken(8 Sgr.) Darauf ließen sie auf der Vorderseite den Namen, ebenso Geburts= und Sterbetag der Verstorbenen und, wenn sie evangelisch waren, auf der Rückseite einen kurzen Bibelspruch(den sie sich wohl beim Pastor ausbaten) mit Oelfarbe schreiben. Das war doch eine liebliche Erinnerung auf viele Jahre. Bei uns könnte jeder arme Manne auch leicht ein wenig Epheu aus dem Walde, an den Fuß des Kreuzes pflanzen und wenn das Immergrün erst auf einem Kirchhof heimisch ist, läßt es sich leicht über alle Gräber ziehen. Wenn dann hie und da ein Grab noch schöner geschmückt ist, mit rothen und weißen Rosen und Passionsblumen, dann ist solch ein Kirchhof mit allen seinen auf den Kreuzen und Grabsteinen eingeschriebenen Worten des ewigen Lebens, ein gar tröstlicher, lieblicher Ort, der manchen müden Seelen eine Erquickung bringen, und manchem gleichgültigen Menschen; ein Wegweiser zum Himmel werden kann. Auch ist es sehr zu empfehlen, über das Portal des Kirchhofes, wie man es hie und da findet, eine Inschrift zu setzen, die für den Eintretenden, oder für den vorüberziehenden Wanderer einen Warnungsruß enthält. Sehr schön ist die Inschrift, die man über dem Eingang eines Kirchhofes zu Köln lies't: Es ist ein Gruß der Todten an den Wanderer:„Vade non sine votis mox noster“(Ziehe nicht vorüber, ohne zu beten, der du bald der Unsrige bist). Der Wandersmann antwortet: „Have in beatius aevum reponda segeo“.(Sei mir gesegnet, du für seligeres Leben ausgestreute Saat). Das Wort Gottes aber bietet für evangl. Kirchhöfe noch viel schönere Inschriften. Vermischtes. Friedrich II. durchritt vor der Schlacht bei Liegnitz jeden Abend das Lager, um seine Truppen aufzumuntern, wenn der sie einschließende Feind sich zu furchtbar zeigte. Einst erblickte er einen Garde du corps neben einem Feuer, auf welchem er in einem Feldkessel in Stücke zerschlagenen Zwieback in rothem Wein kochte.„Ei, mein Freund, das scheint ja eine kostbare rothe Suppe zu sein,“ sprach er freundlich. sie kostet aber auch einen blanken Dukaten.„Hoho! was ist denn darin?“ Pontak und Zwieback. Wer weiß, wie lange man es noch macht; ich wollte mich noch eiumal stärken, und da hat der letzte Dukaten dran gemußt.„Laß Er mich doch einmal kosten; ich möchte wohl wissen, wie seine Siebenthalersuppe schmeckt.“—(Damals galt einen holländischen Dukaten sieben Thaler.)— Sehr gern, Ew. Majestät, aber ich habe nur einen blechernen Löffel.„Das thut nichts!" Der König genoß einige Löffel und sprach dann:„die Suppe schmeckt wirklich gut; ich finde sie aber doch etwas theuer. Ich bedanke mich für's Erste: Er soll mal wieder mit mir essen.“ Der König ließ diesen Unteroffizier demnächst in's Hauptquartier kommen, er wurde von dessen Tafel gespeist, und erhielt überdies noch ein Geschenk an Geld. In dem hübschen Buche von Petry„Ueber das Seelenleben der Thiere“ findet sich ein seltenes Beispiel von scharfsinniger Combinationsgabe bei einem Hunde: Ein Hund auf einem schottischen Dorfe hatte vorzüglich die Hühner des Pachthofes zu bewachen, welche er muthig gegen Füchse, Wiesel 2c. vertheidigte. Jeden Abend steckte er seinen Kopf in das Loch des Hühnerstalles und zählte die Häupter seiner Lieben, ob keines fehle. Eines Tages aber verkaufte der Pächter drei Hühner an einen fremden Händler, während der Hund gerade nicht da war. Am Abend steckte nun dieser, wie gewöhnlich, seinen Kopf durch das Loch und fand seine Schützlinge zu seinem großen Verdruß nicht vollzählig. Wie ein Blitz rennt er darum fort aus dem Dorf, trifft eine englische Meile davon den Händler, wirft ihn über den Haufen, ergreift aus seinem Karren den Korb mit den drei Hühnern und jagt damit triumphirend zurück. Der Pächter, der ihn erstaunt mit den Hühnern zurückkomnen sah, nahm sich vor, künftig keine Hühner zu verkaufen, ohne seinen Hund davon in Kenntniß zu setzen. Der nachstehende, vor einigen Tagen in Wien vorgefallene Unglücksfall tritt als eine dringende Warnung auch an unsere Frauen und Mädchen heran. Die Tochter des Beamten S. arbeitete an ihre Kleidung zur nahe bevorstehenden Hochzeit, nahm dabei, wie dies oft unvorsichtig zu geschehen pflegt, eine Nähnadel zwischen die Zähne und verschluckte sie. Sie fiel in Ohnmacht. Die zu Tode erschrockenen Eltern sendeten rasch um mehrere Doktoren, allein dessen Hülfsmittel vermochten wenig zur Rettung des unglücklichen Mädchens, das nach wenigen Stunden in den Armen ihres Bräutigams starb. Ein Ochse als ungebetener Gast. Zu Ramsgate ereignete sich vor vierzehn Jahren der eigenthümliche Fall, daß ein Ochse, welcher mit einer Heerde holländischen Mastviehes ausgeschifft ward, den Treibern am Quai entlief und auf seiner Flucht die zu dem Royal Albion Hotel führende Vortreppe in die Höhe sprang. Er drang weiter durch die offen stehende Thüre in den Hausflur ein, und setzte seinen Weg nach dem Gastzimmer fort, verfolgt von einer Rotte von Fleischern und Neugierigen. Nicht geneigt, den Rückzug wieder auf gewöhnlichem Wege anzutreten, ging er gerade auf das Fenster los und sprang durch dieses glatt hindurch, als ob es ein mit Papier bezogener Reifen im Cirkus gewesen wäre. Glas= und Holzsplitter flogen um das ungeberdige Thier herum, aus der Mauer riß es den Fensterrahmen heraus und stürzte mit demselben 12 Fuß tief auf die gepflasterte Straße herab; trotzdem that es sich nichts und ließ sich unbeschädigt, erst nach einer längeren Jagd, einfangen. (Eine Räubertaufe.) Die Frau eines Briganten=Chefs, Namens Cetrone, war von einem Knaben entbunden worden. Die Räuberbande, in einer Anzahl von 100 Köpfen, kam nun nach Collepardo, um den Neugeborenen taufen zu lassen. Dieser heilige Act fand mit außerordentlichem Pomp in der Kirche jenes Ortes statt. Cetrone vertheilte zahlreiche Almosen und Spenden unter das Volk, und seine Bande tractirte alle Welt mit Wein. Es war eines der glänzendsten Feste, die man jemals in Collepardo erlebt hat. Alles Volk schrie: Es lebe Cetrone! So unglaublich derartige Vorkommnisse auch erscheinen, so ist das eben Erzählte doch buchstäblich wahr, und giebt ein grauenhaftes Bild von den Zuständen in den Romagna. und 0 Ersch Dienstag, Don Redigirt unter Druck und VerlNe 146 Auslos öffentlichen Au zeichnisse aufge auf den Grunk kündigen wir d Aufforderung, 1 briefe mit dem Nr. 16 vom Münster in En Auch ist er frankirt und u Blatte über der die Uebersendnn Kosten des Em Vom 1. A. briefe auf. D Anstalt. Zugleich be schließlich ausge gekündigt sind. der am 14. Nor kommenden Ren Nr. 310, 5 1270,1279, 1371 3517, 3653, 403 Nr. 129, 4 Nr. 92, 12 2805, 2967, 296 5218, 5293, 535 8383, 8385, 846 Nr. 18, 49 3512, 3826, 38 10387. Nr. 13467 Münster, de Königliche Vom 1. De schen Postgebietet phen=Stationen i 50 Thalern incl. Die Einzahlu An Gebühre a, für geme d, für im Berlin, den