Lichte emins Zimmer. rie ihn gebtigsten Bezur Einsicht ach einigen einen Irreidigung bekein Zweifel Thatbestand reten. Aber ctionswegen atangelegensre Stellung er jetzt die n Ihrer Beuß auf dieer Abfassung Stimme gefolgt). eit Sonntag daselbst von im Ufersande reichen Mendstädter Uferis hinauf zu t wie besäet, sande und in die Kniee in urchwühlend. aunenswerth age gefördert und Haldspernbrückenhalb durchuweliere und n, welche die „per Stein“ r Nachfrage. sandvoll“ um das Sechsnoch immer , an welcher inden.(Der misches Ende Opalgruben, in dem Dowerthvoll geei her; aber Opalstufen, igsten Werth von Zeit zu n zu müssen; Metall sind. keine sichtbar icher besseren die er5 und amtliches Kreisblatt Bieresert, Halle Erschelnt wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsmann. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. ∆ Ne 134. Mittwoch den 8. November O 5 für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgr. Inserate 9 Pig. für die Vorgis=Zeile. 1865. Bekanntmachung. Am Freitäg den 10. Nov.., Morgens 9 Uhr anfangend, soll der Mobiliar=Nachlaß auf Dickmanns Colonat Nr. 12 zu Schröttinghausen, unter anderem: 3 gute Ackerwagen mit Flechten und Ringsten, für vier Pferde für jedes zwei vollständige Geschirre, 2 Sattel, 1 Kuh, 4 vollständige Betten, 2 Koffer, 1 Kleiderschrank, mehrere große Kisten, Tische, Stühle, 1 Hausuhr, 2 große, 2 kleine kupferne Kessel, Töpfe, zinnerne, irdene und eiserne Geräthe, 2 Backetröge, eine Quantität Nutzholz, Sagen, Schuten, Flegeln, 2 Schiebkarren, eine Quantität trockenes Brennholz, 2 Schneideladen, 1 Wehemühle, achtzig Centner Heu und 60 Centner Stroh, sowie sonstige Gegenstände gegen Credit verkauft werden. Werther, 2. Nov. 1865. 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Einem hochgeehrten Publikum bringe ich hiermit mein Tüger, welches reichhaltig assortirt, von mir und unter meiner Leitung selbst gearbeitet, so daß ich im Stande bin Garantie dafür zu leisten, zur empfehlenden Erinnerung. Zugleich mache ich aufmerksam, daß mein Fabrikat nicht zu verwechseln ist mie Andern, welche von auswärts bezogen sind. Aug. Gronau, Gehrenberg 137. Den Wünschen vieler meiner altstädter Kunden entgegen zu kommen, habe ich im Hause des Herrn Goldarbeiter Schlüter, Obernstraße Nr. 49, noch einen Laden für Bäckerei und Conditorei errichtet, welchen ich am Donnerstag, den 2. November eröffnen werde und halte ich mich hiermit bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Die pikannten geräucherten Frankfurter Bratwürste# 1. Qualität, welche sich Monate ##lang aufbewahren lassen, werden von jetzt an versendet und kostet # das Pfd. 10 Sgr. gegen Ein= sendung des Betrags oder Posteinzahlung. Chr. Tuchs junior „ i n F r a n k f u r t a[ M. 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Kartoffeln 17,6. Buchweizen uaf 16. 25. 8r 27 6. Muts 1610. Witterungsberichte. Parie Brüssel Petersburg Gröningen Memel Königsberg Stettin Berlin Breslau Münster Cöln Trier Bielefeld nach 3. N. 6/2 A. 1 1½ Bremen“11 M. 3, N. 1 1133“3 Nchts. Köhn 14, M. 74##. R. Deutz 1980 M. 228 N. 210 Nchts. Dortmund 14, 9 Duisburg 14, 9,, M.., ½4, N. 2, Rts. Düsseldorf 14, 90 M. 228 1/4/#1 N. 22 Rts. Emmerich#0 M. 148# N. 220 Nchts. 210 Jchtz. 3 Nr. 2u 4, R. 6o#. Hamburg"114. M. 1 113 312 Nchts. Harburg 114. M. 1 1123 312 Nchts. Lübeck 11123 312 Nchts. Minden 934 1111 M. 3. N. 632 A. 11128 3/ Nachts. Pgrbgzg, 14. 10 M. 3u 4u1.#. *20 2 4#. 14. 939 M..6 1431 N. 226 Nte 99 M. 228 54## N. 220 Nchts. Geldeours. Ausl. Pistolen.15,6, Napoleonsd. 5,11,9. Holl. 10=Guld..16. Lv. Sterl. 6,22,6. Fünffre. 1, 10,3. Frauz. Kronth. 1,16,9. Brab. Kronth. 1,16. Gold. kronen.10. Dollars.12.3. im Osnabrückischen, LippeDetmold u. Lippe=Schaumburg. November. 8. Heepen. Soest. 9. Neuhans. Soest. Witten. furth. Soest. Wüllen. Breden. Schwelm. 13. Bielefeld. Gütersloh. Minden. Ahaus. Alstedde. Lienen. Nottuln. Ostenfelde. Riesenbeck. Südkohn. Drolshagen. Möllenkotten. Neueste Nachrichten. Die Verbesserung des Einkommens der bisher nicht auskömmlich dotirten Volksschullehrer war seit Jahren ein Gegenstand besonderer, anhaltender Fürsorge des Kultus=Ministeriums und der Regierungsbehörden, insoweit die Verbesserung auf Grund der bisherigen Gesetzgebung durchgeführt werden konnte. Nicht überall fand die Schulverwaltung in den bestehenden gesetzlichen Vorschriften eine genügende Grundlage, um dem erkannten Bedürfniß durchgreifend abzuhelfen. Eine vollständige Durchführung der wünschenswerthen Verbesserung schien bis zu dem Erlaß des in Aussicht genommenen allgemeinen Unterrichtsgesetzes hinausgeschoben werden zu müssen. Jazwischen hat sich jedoch immer klarer herausgestellt, daß dem Erlaß eines solchen allgemeinen, das gesammte Unterrichtswesen regelnden Gesetzes vermöge der tief gehenden Meinungsverschiedenheiten über wichtige Grundsätze außerordentlich große Schwierigkeiten entgegenstehen. Um so erfreulicher ist es, daß die Verhandlungen der jüngsten Landtagssession eine Möglichkeit eröffnet haben, zunächst wenigstens ein Gesetz zu Stande zu bringen, welches die Ordnung der äußeren Verhältnisse des Volksschulwesens, namentlich des Lehrer=Einkommens, zum Gegenstande hat. Während das Haus der Abgeordneten seit einer Reihe von Jahren immer dringender die Vorlegung eines Gesetzes über das gesammte Unterrichtswesen beantragt hatte, ist von demselben in der letzten Session beschlossen worden, die Staatsregierung aufzufordern, einen Gesetzentwurf, betreffend die Feststellung der äußeren Verhältnisse der Volksschule, insbesondere der Lehrerbesoldungen vorzulegen. Der Herr Kultusminister hatte schon im Voraus in der Kommission seine Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben, auf einen solchen Weg einzugehen, welcher die Hoffnung gewährt, gerade das jenige Gebiet des Unterrichtswesens zu ordnen, auf welchem das Bedürfniß einer anderweitigen gesetzlichen Regelung am Dringendsten empfunden wird. Bei der Berathung im Hause sprach der Minister aus, daß von Seiten der Staatsregierung auf das Ernsteste und Bereitwilligste erwogen werden solle, auf welche Weise jenem Beschlusse entgegen zu kommen sei. Demgemäß ist denn auch im Unterrichtsministerium ein Gesetz=Entwurf in Betreff der Einrichtung und Unterhaltung der Volksschulen und ein anderer in Betreff der Pensionirung der Volksschullehrer ausgearbeitet worden. Dieselben unterliegen zur Zeit der gemeinsamen Berathung der verschiedenen betheiligten Ministerien. Die Arbeiter=Verhältnisse und namentlich die Aufhebung der Bestimmungen über Arbeitseinstellungen sind bekanntlich vor Kurzem Gegenstand eingehender Berathung einer dazu besonders berufenen Konferenz gewesen. Die Ergebnisse dieser Berathung sind seitdem im Schooße des Handels=Ministeriums, so wie zwischen diesem und den übrigen Ministerien weiter erwogen worden, um eine Vorlage behufs Abänderung der bezüglichen Gesetzgebung für die nächste Landtagssession vorzubereiten Im Zusammenhange mit diesen Vorarbeiten mußten auch andere Theile der Gesetzgebung und das Bedürfniß einer etwaigen Abänderung derselben mit in Betracht gezogen werden. Besonders werden die beabsichtigten Veränderungen der Gewerbe=Gesetzgebung voraussichtlich auch neue gesetzliche Bestimmungen zur Sicherung der Freizügigkeit nach sich ziehen. Vorzugsweise kommt hierbei der Fortfall des Einzugsgeldes in den Gemeinden, in welchen ein solches bisher erhoben worden ist, in Betracht. Die Erwägungen des Staats=Ministeriums sind hierauf schon seit längerer Zeit gerichtet. Das mitgetheilte Rescript der Schleswigschen Regierung wegen der dem Erbprinzen von Augustenburg in den Zeitungen ertheilten Prädicate lautet vollständig: Dem Prinzen Friedrich von SchleswigHolstein=Sonderburg=Augustenburg werden in öffentlichen Blättern Pradicate beigelegt, die ihm offenbar nicht zukommen. Es kann nicht zweifelhaft sein, daß Bezeichnungen, welche nur für Attribute der Souveränität gelten können, als mit dem dermaligen öffentlichen Rechtszustande des Landes im Widerspruch stehend, durchaus zulässig sind. Dahin gehört nicht nur die Bezeichnung des genannten Prinzen als Herzog von Schleswig=Holstein und die Hinzufügung einer Zahl zu seinem Namen, welche die Reihenfolge gleichnamiger Landesherren angiebt, sondern auch die bloße Bezeichnung„der Herzog“ oder„Se. Hoheit, der Herzog“ ohne Hinzufügung des Namens, die keine andere Bedeutung haben soll und haben kann, als die, den Prinzen als unzweifelhaft anerkannten Souverän des Landes darzustellen. Auch die bloße Verbindung des Namens des Prinzen mit dem Titel eines Herzogs erscheint unstatthaft. Denn da dieser Titel in den Holsteinischen Fürstenhäusern, und zwar in Schleswig=Holstein=Sonderburg=Augustenburger Linie ebenso, wie in der Glücksburger nur dem Haupte der Familie zusteht, und der Vater des Prinzen, Herzog Christian, weder in dem bekannten, mit einer Geldentschädigung seitens der Krone Dänemarks verbundenen Verzichte auf die Thronerbfolge, noch sonst der den Titel begründenden Stellung zu Gunsten seines Sohnes entsagt hat, so kann, wenn der Titel„Herzog gleichwohl dem Prinzen Friedrich von Schleswig=Holstein=Sonderburg= Augustenburg beigelegt wird, dies unter den obwaltenden Verhältnissen nur so gedentet werden, daß er damit als Herzog des Landes bezeichnet werden soll. Ich bin daher veranlaßt, das Polizeiamt zu ersuchen, mit allem Nachdruck darauf zu halten, daß diese unzuständigen und nur zu Begriffsverwirrungen führenden Bezeichnungen in öffentlichen Blättern nicht mehr gebraucht werden. Den Redactionen der Zeitungen wird bei der Verständigung über diesen Punkt zu bedeuten sein, daß, wenn sie demnach, sei es in eigenen, sei es in Correspondenzen oder aus andern Blättern übernommenen Artikeln sich der angegebenen oder ähnlicher Bezeichnungen für den Prinzen Friedrich von Schleswig=Holstein=Sonderburg=Augustenburg bedienen sollten, sie sich die Folgen selbst zuzuschreiben haben werden, unter denen, wie ich ausdrücklich bemerke, die Zurücknahme der zur Herausgabe des Blattes ertheilten Concessionen nicht würde ausbleiben können. Schleswig, den 31. October 1865. Der Königlich Preußische Civil=Commissarius für das Herzogthum Schleswig. Frhr. v. Zedlitz. Aus Kiel schreibt man: Seit einigen Tagen sind reichlich 400 Civil=Arbeiter unter Leitung von Pionieren mit dem Bau dreier großer Schanzen oder Forts bei Friedrichsort beschäftigt. Die Arbeiten sollen, wenn die Witterung es nur irgend gestattet, bis zum 1. Januar fortgesetzt werden. Rendsburg, 1. Novbr. Die Reste des aus erbeuteten dänischen Kanonen 2c. bestehenden Geschützparks, welcher Jahr und Tag auf dem Glacis des ehemaligen hiesigen Kronwerks lagerte(bestehend aus einer nicht unbedeutenden Anzahl von Kanonenrohren, einige mit Lafetten, Granatkanonen, Mörsern und anderem Material), werden, nachdem ein großer Theil der werthvolleren Stücke vor längerer Zeit nach Berlin abgeführt und Oesterreichischerseits bereits früher ein anderer Theil verkauft worden, am 14. d. M. unter den Auctionshammer kommen und wahrscheinlich, so weit sie aus Eisen bestehen, in die Schmelzöfen der Eisengießereien gelangen. Gießen, 1. Novbr. Dem„Fr..“ wird von einem fast unglaublichen Betrugsfall berichtet, durch den das Gießener Pfandhaus schwer betroffen worden. Dem Bericht zufolge wurde in jenem Pfandhause wegen eines anderwärts begangenen Uhrendiebstahls eine Nachsuchung gehalten, wobei es sich ergab, daß von einer sehr großen Anzahl verpfändeter Uhren sich nur einige wenige vorfanden. Der am andern Morgen verhaftete Diener räumte nach langem Läugnen endlich ein, daß ihm selbst die fehlenden Uhren gehörten und er dieselbe Uhr wiederholt versetzt und immer wieder zurückgenommen habe. Eine Untersuchung des Lagers begann nun durch die Direction, und da stellte sich denn heraus, daß von den angeblich vorhandenen 9000 Pfändern nicht weniger als 4500 mit einer Summe von 20,000 Fl. fehlten. In der Wohnung des Dieners fand sich ein ganzer Korb voll Pfandscheine. Dieser ungeheure Betrug ist von dem Verbrecher nur mit einigen wenigen Gegenständen verübt worden, die an einem und demselben Tage oft dutzendmal müssen versetzt worden sein. Die preußische Regierung ist durch das unbesonnene Verhalten des Prinzen Friedrich von Augustenburg zu ernster Warnung an ihn und an seine Anhänger in Schleswig veranlaßt worden. Der Prinz hatte seinen Aufenthalt in Kiel seither beibehalten. Seitens des österreichischen Statthalters war ihm darin ein Hinderniß nicht entgegengesetzt worden, unter der selbstverständlichen Voraussetzung, daß der Prinz jede Handlung unterlassen werde, welche mit dem auf dem Friedensschluß mit Dänemark begründeten Besitzrechte Preußens und Oesterreichs an Schleswig=Holstein im Widerspruch stände. Vor Kurzem hat jedoch der Prinz einen Ausflug von Kiel nach Schleswig gemacht und bei dieser Gelegenheit sind ihm von einer Anzahl seiner Anhänger öffentlich Huldigungen als vermeintlich„rechtmäßigem Herzog von Schleswig=Holstein“ dargebracht und von ihm in gleichem Sinne entgegen genommen worden. Diese Vorgänge haben dem preußischen Gouverneur von Schleswig, General von Manteuffel, Veranlassung zu einer ernsten Untersuchung gegeben. Durch die Entgegennahme der dem Prinzen als Landesherrn dargebrachten Huldigungen hat der Prinz selbst sich einen landesherrlichen Charakter angemaßt, welcher im Widerspruch mit der in den Herzogthümern allein berechtigten Auotorität steht. Der Gouverneur von Schleswig hat daher ein Schreiben an den Prinzen gerichtet, durch welches er denselben auf die Folgen aufmerksam macht, welche eine Wiederholung solcher Vorfälle für ihn persönlich haben müsse. Es ist zu hoffen, sagt der„Preußische Staats=Anzeiger" bei Mittheilung dieser Vorfälle, daß das ernste Einschreiten des Gouverneurs, welches in jeder Beziehung die Billigung Sr. Majestät des Königs gefunden hat, die Wiederkehr ähnlicher Versuche der Anmaßung einer unberechtigten Stellung verhindern werde. Sollte jedoch der Prinz Friedrich von Neuem ohne Erlaubniß Sr. Majestät des Königs den schleswigschen Boden betreten und wird seine 2 selbst und d. mit' offener hindern. Al bens des Go daß Herr vo tigung ersuch damit die nö persönlichen halt und Zu Staats=Anzei nungen der Regierung vi schlusses und Ansprüche üb in den Herz in Frage gest tet werde. 1 darüber komn nicht auf seit die einzige r zogthümer die Aus den verbreitete N fast nur mit Aus Ne indischen Ins gebrochen. 1 und der Vic Kriegsschiff nach den letz nur ein gerin den schon seit Wesel Kreistages hi der Militärco dischen Grenz sperrung in: und dem Ver Grenzen der zialstaaten vo eingeführt we Köln, 1. Theodor Kell 22. Juli für wesenen, aber des Gürzenimann im Bei Landgerichte Kappelmann, in der Persor lassen. Die lich mitgethei Stolberg her neuerbaut lendungsstrau Falle der ste Zusammenstur doch im Allge Behörden übe all eine im Etage angewe einem Andere beiten, ohne Geringsten da wirklich von Mal revidirt oft die größt Meister gestat sehr mit Arbandern Meist betreten und dadurch den Anlaß zu neuen Kundgebungen darbieten, so wird seine Verhaftung zu gewärtigen sein, da die Regierung es sich selbst und der ruhigen Bevölkerung des Herzogthums schuldig ist, eine mit' offener Auflehnung gegen ihr Ansehen verbundene Agitation zu verhindern. Augustenburgische Blätter haben die Bedeutung des Schreibens des Gouverneurs abzuschwächen gesucht, indem sie darauf hinwiesen, daß Herr von Manteuffel den Prinzen nur um rechtzeitige Benachrichtigung ersucht habe, falls er das Herzogthum Schleswig besuchen wolle, damit die nöthigen Anordnungen getroffen werden könnten, um ihn vor persönlichen Unannehmlichkeiten zu bewahren. Aus dem sonstigen Inhalt und Zusammenhang des Briefes und aus den klaren Worten des Staats=Anzeigers ergiebt sich jedoch völlig unzweideutig, welche Anordnungen der Gouverneur gemeint hat. Je entschiedener die preußische Regierung von ihrem eigenen guten Recht auf Grund des Friedensschlusses und von der gänzlichen Hinfälligkeit der Augustenburgischen Ansprüche überzeugt ist, destoweniger kann sie dulden, daß ihre Stellung in den Herzogthümern durch Augustenburgische Einflüsse fort und fort in Frage gestellt und der Geist der Bevölkerung verwirrt und irre geleitet werde. Der Prinz und seine Anhänger müssen endlich zur Klarheit darüber kommen, daß seine bisherige Stellung in den Herzogthümern nicht auf seinem Recht, sondern auf bloßer Duldung beruhet, und daß die einzige rechtliche Grundlage für die weitere Entwickelung der Herzogthümer die Besitzrechte Preußens und Oesterreich sind. Prov. Correspondenz. Ausland. Aus dem nördlichen Finnland lauten die Klagen über die allgemein verbreitete Noth vernehmlicher den je. Schon jetzt wird dort das Brot fast nur mit Baumrinde vermischt gegessen. Aus New=York vom 26. Okt. wird gemeldet: Im Osten der Westindischen Insel Jamaica(Englischer Besitz) ist ein Negeraufstand ausgebrochen. Der Gouverneur der Insel hat militärische Hülfe verlangt und der Viceadmiral Hope bringt Truppen aus Halifax. Auch das Kriegsschiff„Galatea" befördert Truppen nach Jamaica.(Jamaica hat nach den letzten Zählungen etwa 450,000 Einwohner, unter denen sich nur ein geringerer Theil Weißer befindet. Die Hauptmasse besteht aus den schon seit mehr als zwanzig Jahren freien Negern.) Westfalen und Rheinland. Wesel, 3. Nov. Heute hatte der Landrath die Mitglieder des Kreistages hier versammelt. Es wurde beschlossen, zu beantragen, daß der Militärcordon, welcher zur Abwehrung der Rinderpest an der Holländischen Grenze gezogen ist, als nutzlos aufgehoben werde, da die Absperrung in den angrenzenden Kreisen Borken und Cleve nicht stattfindet und dem Vernehmen nach in Holland selbst ein Militär=Cordon an den Grenzen der inficirten Provinzen gezogen ist und ohnedies die Provinzialstaaten von Gelderland bestimmt haben, daß auch dorthin kein Vieh eingeführt werden darf. Köln, 1. Novbr. Der Inhaber der Gürzenich=Restauration, Herr Theodor Keller, hat nunmehr die Forderung, welche er wegen des am 22. Juli für das rheinisch=westfälische Abgeordnetenfest angerichtet gewesenen, aber durch militärische Besetzung, beziehungsweise Absperrung des Gürzenichsaales vereitelten Dines gegen Herrn Klassen=Kappel= mann im Betrage von 1060 Thlr. geltend gemacht, bei dem königl. Landgerichte hierselbst eingeklagt. Der Vertreter des Herrn KlassenKappelmann, Herrn Advokat=Anwalt Elven, hat die königl. Regierung in der Person des Herrn Regierungs=Präsidenten von Möller adcitiren lassen. Die königliche Regierung wird wahrscheinlich, wie in dem kürzlich mitgetheilten Falle, den Kompetenz=Konflikt erheben. Stolberg, 30. October. Gestern Abend stürzte hier ein 120 Fuß hoher neuerbauter Kamin zusammen, nachdem am Abende zuvor der Vollendungsstrauß darauf gesetzt worden war. Wenn nun auch in diesem Falle der starke Sturm und der anhaltende Regen die Ursachen des Zusammensturzes des ganz frischen Mauerwerks gewesen sind, so dürfte doch im Allgemeinen eine sehr strenge Controlle durch die betreffenden Behörden über das Bauwesen wünschenswerth erscheinen, da nicht über all eine im gehörigen Verhältnisse stehende Mauerstärke von Etage zu Etage angewandt wird, andererseits es auch Meister giebt, die irgend einem Anderen Erlaubnißscheine auszustellen, auf ihren Namen zu arbeiten, ohne daß das Ministerial=Rescript vom 31. Januar 1827 im Geringsten dabei in Anwendung käme, daß der betreffende Bau auch wirklich von dem Meister übernommen und wöchentlich mindestens ein Mal revidirt wird. Eine solche Handlungsweise hat leider nur zu oft die größten Pfuschereien zur Folge. Es sollte in keinem Falle einem Meister gestattet sein, solche Erlaubnißscheine auszustellen. Ist er zu sehr mit Arbeiten überhäuft, so möge er einen Theil derselben einem andern Meister zukommen lassen. Eine Katzengeschichte. (Fortsetzung.) „Das heißt soviel als, ich will meinen Willen haben. Mich merzen Sie aus. Die Stimme des andern Collegen gilt nicht, weil sie eins gegen eins steht und das Amtsdirectorium ins Spiel kommt. Dann haben Sie freie[Hand, dem alten Manne den verzehrten Kater zu vergelten. Glauben Sie, daß ich unter solchen Umständen noch eine Stunde neben Ihnen arbeiten werde?" „Auch diese Ausdrücke, diesen schmählichen Verdacht verzeihe ich Ihrer Lage. Indeß bitte ich Sie recht dringend Ihrer selbst willen um Mäßigung. Ich wiederhole nochmals, daß ich Ihre Anschauung der Sache morgen zu Protokoll nehmen werde. Die Oberbehörde wird endgültig beschließen. Im Uebrigen gehen Sie Ihren Weg als Mann, erlauben mir aber nach meiner Ueberzeugung dasselbe zu thun.“ Eduard stürmte fort. Kaum eine halbe Stunde hatte er unruhig, beweglich, verstört in seiner Wohnung verweilt, so empfing er den Besuch des zweiten Beamten. „Ich habe Sie schon heute Mittag gleich nach Beendigung meiner Geschäfte aufgesucht,“ sagte derselbe. „Ach, ich war zu meiner Braut geritten.“ „Ich wünschte Sie vorher zu sprechen und wußte nicht, daß Sie sich früher wie gewöhnlich hinbegeben würden.“ Eduard schwieg; der Freund fuhr fort: „Es ist etwas in der Luft, was Sie nahe angeht und was nicht taugt.“ „O, ich habe längst mein Hauswesen in Brand gesteckt und frage nichts mehr nach dem Uebrigen. „Was hat der Amtmann mit dem General?“ „Fragen Sie lieber, was ich mit ihm habe.“ „Kennen Sie die Zuschrift des Amtmanns an Ihren Schwiegervater?“ „Ich habe sie selbst unterzeichnet.“ „Sind Sie toll?“ „Sagen Sie blödsinnig.“ Der Andere starrte den Sprecher an. In Eduards Gesichte welchselte der Ausdruck von Schmerz, Hohn und Bitterkeit in rascher Folge. Er sprach weiter: „Sie scheinen wenig von der saubern Geschichte zu kennen?" „Bis jetzt nur zwei Ergebnisse derselben, des Amtmanns Schreibübung und Ihren Zustand.“ „Pah! Der General schießt einen angeblich wilden Kater und steift sich darauf ihn zu essen. Der Amtmann hilft den Leckerbissen verspeisen und sagt dafür dem General allen ferneren Verkehr auf. Der Letztere spricht nun wiederum dem ganzen Amte alle Nutzbarkeit ab, schließt ihm die Thür und verweiset zur etwa nöthig werdenden Ausführung dieses Beschlusses auf seine Dienstboten. Den Erguß des Amtmanns, er sah einer gewöhnlichen Verfügung so ähnlich wie ein Ei dem andern, habe ich in der Eile ungelesen mit unterzeichnet und bin deshalb von meinem Schwiegervater abgedankt. Aber der Amtmann will nun den General auf Grund der von diesem in seinem letzten Erlasse ausgedrückten Ansichten und Absichten wegen Amtsehrenbeleidigung anzapfen. Und ich kann nichts in der Sache thun; der Eine will nichts von mir wissen; der Andere will nicht auf mich hören.“ „Das ist ein nichtsnutziges Stück Arbeit.“ „Meinen Sie?“ „Wäre ich doch hente Morgen gleich zu Ihnen gegangen.“ „Hätte ich heute Morgen nur geruht die Kenntnisse anzuwenden, die ich dem Schulmeister verdanke, der mir das Lesen einbläute.“ „Die Sache muß kurzweg abgeschnitten werden; je weiter sie gedeiht, desto unheilbarer vergiftet sie Menschenglück und freundliche Zustände. Die Geschichte ist darnach angethan in ihrer Entwicklung zur unversönlichsten Feindschaft unter allen betreffenden Personen zu fuhren. Daß Sie den alten Soldaten ins Gesicht geschlagen haben, ist das wenigste. Sie haben es arglos gethan; es läßt sich ausgleichen.“ „Ich habe ihm zudem erst kurzlich den Gefallen gethan, meine Entlassung zu fordern.“ „Das ist von der allergrößten Bedeutung. Aber der Amtmann— der stiftet erst jetzt den rechten Spuk mit seiner ununterbrochenen Reihe vonAufregungen, Kränkungen, Verletzungen und dem eingefleischten Hasse als duftigen Schluß. Was sagt ihre Braut?“ „Die hält zu mir.“ „Darach frage ich eigentlich gar nicht. Das versteht sich zur Zeit von selbst. Aber ich fürchte, ich fürchte— wenn der Zank immer weiter greift und das Unwetter gar kein Ende nimmt und es ohne Aufhören schneit und hagelt und schlackert und stürmt und blitzt— ach, Frauen sind zarte Blumen und verlangen mit Recht nach ruhigem Sonnenschein um ihr Herz und ihre Gesichtsfarbe zu schonen.“ „Herr!“ Eduard richtete sich hoch auf. „Ach, lassen wir das. Wir haben andere Dinge zu thun als den Werth eines Mädchens zu erörtern, das ich zudem selbst für eine der Besten, Süßesten ihres Geschlechtes halte, von dem ich gern zugestehen will, daß auf sie das Urtheil nicht paßt, welches ich mir von den Frauen im Allgemeinen gebildet habe. Ja, College, es ist so. Das Herz eines wahren Mannes ist eine Burg mit einem einzigen Thore. Das Herz einer Frau ist ein Theater, auf dem Krieg und Sieg, Liebe und Entsagung gespielt wird, zu dessen Vorderthüre stets neue Handelnde hereinwandeln, während hinten ein abgedankter Schauspieler nach dem andern hinausgewiesen wird oder sich leise fort macht.“ „Sie mögen in vielfacher Beziehung Recht haben, nur nicht in Hinsicht auf die Dame, die mir die Ehre erzeigt, meinen Namen annehmen zu wollen.“ „Wohl, sie ist standhaft unverbrüchlich treu. Aber, steht sie allein in der Welt? Ist der General nur allein ihr zugänglich, überall gar keinem sonstigen Einflusse unterworfen? Ist nicht die Familie seiner Frau, sind nicht andere Menschen da? Und wissen Sie gar nicht, mit welchem Schmutze und Aussatze das kostbar eitle Thier, der Mensch, sofort alle kranken Verhältnisse seines Nebenmenschen anhaucht? Kennen Sie die zungentrommelnden Bestalinnen der Verleumdung? Ich kenne sie. Und sein Sie rein wie frischgefallenen Schnee; von der einen Seite wird man Sie mit Geifer bespritzen, von der andern die Flecke Ihnen als Schuld anrechnen. Und sein sie stark wie ein Fels, man wird Sie mit Koth und Unflath beschmeißen und von weitem mit Nasenrümpfen sich zeigen. Zum Engel gesellt sich der Teufel im Weibe. Es ist eine entsetzlich grauenhafte Schwesterschaft, die liebeheißen und liebeleeren in äußerer Zucht und innerer Gluth vertrocknenden Frauen, mit ihrer Knappschaft in Bart und Beinkleid; Gespenster, deren Erscheinung stets Unheil verkündet; Schmeißfliegen, die die Fäußlein beleben; Fistelgeschwüre, die alle gährenden Stoffe der Gesellschaft sammeln und in Eiter verwandeln.“ „Aber dafür muß doch Rath zu schaffen sein.“ „Nur, indem man den Koth sofort mit Erde zudeckt, damit er nicht umhergetreten werden kann.“ „Wenn Sie den Amtmann nicht umzustimmen vermögen, gebe ich alle Hoffnung auf.“ „Ich weiß, was ich zu thun habe, und ich werde es thun.“ Es entstand eine Pause. Eduard nahm das Gespräch wieder auf. „Ich begreife übrigens, daß Sie nicht heirathen.“ „Es mag eine Zeit gegeben haben“ warf der Andere nachlässig hin,„wo das Weib die Genossin des Mannes war, ihm Ergänzung und eigenstes Selbst, die Vertraue seiner Sorgen, die Weihe und der Lohn seinerThaten. Heutzutage hat es sich zur blanken anspruchsvollen Puppe entwickelt, die ihren Beruf in den Eigenschaften einer Bühnenprinzessin findet. Ich eigne mich zum Verkehr mit Künstlern und Schauspielern nicht.“ Eduard antwortete nicht. Der Freund schied bald nachher.— In der Amtssitzung am folgenden Tage brach der Sturm bald genug aus. Durch eine schlaflose Nacht mit ihren Betrachtungen völlig überreizt, duldete sich Eduard nur mit Mühe und Noth bis der Amtmann seinen Vortrag über das betreffende Schreiben des Generals beendet hatte. Kaum aber hatte der Berichterstatter zum Schluß sein Gutächten abgegeben, so fuhr er auf: „Und das soll wirklich ihr Ernst sein?“ „Im Dienste scherzte ich nie" erwiederte der Amtmann bestimmt. „Ihre Zwistigkeiten mit meinem Schwiegervater gehören nicht zum (Fortsetzung folgt). stische Anekdote. In England hat man bei den Wettkämpfen der Bexer einen Präsidenten, der, in einem Fauteuil sitzend, eine Flasche mit Wisky in der Hand hält, die er in den Pausen des Kampfes den Boxern zur Stärkung reicht. Man nennt ihn daher den Bottle-holder (Flaschenhalter). Als im Jahre 1848 Italien sich erhoben hatte. begab sich eine Deputation britischer Bürger zu Lord Palmerston, um den Premier zu ersuchen, die italienischen Insurgenten zu unterstützen. Der Minister nahm die Deputation mit Leutseligkeit auf, entschuldigte sich, daß er sich über die diplomarischen Schritte in dieser Augelegenbeit nicht zu äußern vermöchte, und fügte hinzu:„Aber Sie können ganz ruhig sein, Sie wissen ja, daß ich der Bottle-holder der Revolution bin!“—„Allerdings,“ rief jetzt ein Mitglied der Deputation,„aber bis jetzt war die Flasche immer leer.“ Auf den Londoner Fischmarkt, nicht weit von der London=Brücke, kommen jährlich nach einer aufgestellten Berechnung: Lachse Stockfische Schellfische Schollen Makrelen Häringe Bücklinge und Flunder Aale Weißfische Pflattfische Seinbutten Barben Austern Hummer Krabben 203,000 2,750,000 21,970,000 107,520,000 23,620,000 83,750,000 147,000,000 9,797,760 17,920,000 36,600,000 800,000 1,220,000 493,816,000 1,200.000 3,226,600 Seit Fälle zugetragen, Vermischtes. In Berlin stand ein abgefeimter Gauner, der That geständig, jüngst vor Gericht. Der Hof wollte keine mildernden Umstände anerkennen. Der Vertheidiger aber wollte mit großer Beredsamkeit die verwahrloste Erziehung als Milderung zur Geltung bringen. Als nun der Vorsitzende den Verbrecher fragte: Haben Sie den warmen Worten ihres Vertheidigers noch etwas beizufügen? antwortete der Gauner: Hoher Gerichtshof, haben Sie Mitleid mit meinem Vertheidiger. Prenzlau. Eine Briefadresse. Auf dem hiesige Postamte lief dieser Tage ein Brief mit folgender Aufschrift ein: An den Tischlergesellen August Schmidt, meinem verlobten Bräutigam, Hochedel zu Prenzlau. Die linke Ecke füllte die Bemerkung aus: Den Herrn Briefträger bitte ich freundlichst, den Brief nicht an den Rothhaarigen abzugeben, das ist sein Bruder, denn ich bin seine Braut. Lord Palmerston, der Bottle-holder. Es ist bekannt, daß der vor einigen Tagen verstorbene englische Premier revolutionäre Bewegungen auf dem Continente mit feinem staatsmännischen Einfluß zu unterstützen pflegte, so lange er Vortheil darin sah. Materielle Hülfe gewährte er e. Ueber diese Haltung des edlen Lords circulirt folgende charakteriGarnellen(g. kl. Krebse) ca. 500,000,000 kurzem haben sich wieder an einigen Punktem Italiens zugetragen, welche das Blut in den Adern erstarren machen. Zwischen Piacenza und Bologna waren zwei Schienentheile aufgerissen und der ganze Zug wäre in den Reno gestürzt, wenn nicht zu allem Glücke der Maschinist mittelst eines scharfen Glases, das jetzt an fast allen Locomotiven angebracht ist, die unglückliche Stelle entdeckt und den Zug rechtzeitig angehalten hätte. An demselben Tage fanden zwei Bahnwächter auf der Toskanischen Strecke im Tunnel am Baccatojo bei Pietrasanta ungefähr vier Meter Schienen zerstört, welche glücklicherweise Weise sofort wieder hergestellt werden konnten, bevor der Schnellzug, von Florenz kommend, durch den Tunuel brauste. Niemand zweifelte, daß alles dies elender Schandthat zuzuschreiben ist, da trotz neuer Maßregeln, welche die Regierung und die Compagnien getroffen, die Ueberwachung der Bahnen noch eine sehr mangelhafte bleibt. Paris. Das„Journ. de Roanne"(Dep. Loire) erzählt unter dem Titel.„Erratum“ folgende Anektode:„Durch das Versehen eines unserer Mitarbeiter wurde verflossenen Sonntag in unserem Blatte eine Frau als verstorben in die Liste eingereiht, welche als Madame C..... sich noch wohlauf und am Leben befindet. Natürlich erhielten wir Montag Morgens den Besuch des Herrn Gemahls der Todtgesagten.„Mein Herr," begann er zu dem Secretair,„Sie haben meine Frau getödtet.“—„Mein Gott, was sagen Sie uns hier," rief das Bureau wie aus einem Munde.— „Ganz gewiß, Sie setzten ins Journal, daß meine Frau gestorben sei, während sie sich ganz vortrefflich befindet.“—„Nun, da gratulire ich Ihnen bestens.“—„O, darum handelt es sich nicht. Sie haben mir Unrecht gethan, ich verlange eine Entschädigungssumme.“—„Entschädigung, weil ihre Frau nicht gestorben ist?“—„Sicherlich, denn es kann zu Unannehmlichkeiten für mich führen.“—„So, das ist etwas Anderes, und wie viel verlangen Sie denn?"—„Nun, das ist wenigstens zehn Sous werth!“— Zehn Sous für eine nicht gestorbene Frau, fährt das Provinzblatt fort, scheint allerdings keine exorbitante Forderung, allein wir mußten sie dennoch zurückweisen— um keinen unbequemen Präcedenzfall zu schaffen. Neueste Art, Abonnenten zu sammeln. Eine der komischsten Geschichten, die man nur ersinnen konnte, wird jetzt vor dem Pariser Zuchtpolizeigerichte zur Verhandlung kommen: In den Zeitungen suchte eine junge Dame mit zwei Millionen Frank's Mitgift einen Lebensgefährten. Offerten nebst Photographieen sollten an eine gewisse Adresse eingesandt werden und kamen auch in der Zahl von 1500. Nach einiger Zeit ging den schmachtenden Liebhabern ein kleines Journal zu, in welchem ihnen Erfreuliches über ihre Candidatur mitgetheilt wurde, jedoch unter dem Beifügen, daß der Auserwählte Abonnent dieses Blattes sein müsse. Die 1500 bezahlten ihre Pränumerations=Gebühren und hörten seitdem weder von ihrer Liebe, noch von dem Journal ein Wort. Das letzte war nur in einer einzigen Nummer ad hoc erschienen. Unter den Bewerbern befindet sich u. A. ein Tambour=Major, welcher erklärt, er sei zu den größten Opfern bereit, selbst zum Aufgeben seiner Stelle.