wachsenden Reichs haus, Gott segne (Amtsblatt.) rüffel betrachtend, e er ihn vorsichtig verzückten Augen sorn, die andächtig in auch getrunken Gabel und führte acken, strengte sich in bisher sonniges merkte er gedehnt. ohne Zögern mit indzwanzigstündige habe. Emilie zu Eduard e breitete sich ihr derholte sie lauter tische sahen nicht ern und zu lachen, 1 nach der GesellJäger. erte die Braut. rlobte, und gegen digkeit versäumen, Ihr ganzes Leben !“ ichtigkeit als vorsich: ich bin ein Fleisch nicht lienicht, wie man alten Hasen nur Flohtrog kauend zbar, aber gerade önert und erträgweigend verzehrte ioch eine weitere schluckte, aber in oder ihre Sprachite er tapfer und erweiterte Magen dem blinkenden General als die .“ Der General sah h erleichtert und lle, um der Diewendete sie sich ebsten anstoßen.“ tzung folgt.) Bezirks Lichtenglaubt: Es soll es alten Weibes , s i e f a h r e j e t z t lich nach Steieriese Fabel macht Anecner und amtliches Kreisblatt Sielestiag. Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsmann. und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. 124. Sonntag den 15. October 0 60 für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgi. Inserate 9 Pig. für die Vorgis=Zeile. 1865. Bestellungen auf den„Allgemeinen Anzeiger“. werden baldigst erbeten, damit die Auflagezahl zeitig genug festgestellt werden kann. Man abonnirt in Bielefeld in der Expedition, Obernstraße 4; auswärts bei der Post und bei den nachstehenden Agenten: in Halle: C. Harnisch; in Versmold: Buchbinder Kolbe; in Werther: Buchbinder Godt; in Gütersloh: C. Bertelsmann; in Rheda: Buchbinder Schmidt; in Wiedenbrück: Buchbinder Breimann; in Rietberg: Buchbinder Bartscher. Die Expedition. Es ist uns zu unserer Kenntaiß gekommen, daß in einem Kreise keine in dem Formular III. der Anweisung III. vom 17. Januar d. J. für das Verfahren bei der Fortschreibung der Gebäudesteuer=Rollen nachzuweisende Häuser=Anmeldungen erfolgt sind, ungeachtet nach Ausweis der Nachweisung C.(Formular.) in demselben Kreise eine Menge. Gebäude=Abgänge wirklich erfolgt, diese aber nur vom Kataster= und Verwaltungs=Beamten von Amtswegen aufgenommen sind. Die Unterlassung der Abmeldungen Seitens der Gebäude=Eigenthümer hat zur Folge, daß die betreffende Gebäudesteuer, im günstigsten Falle, wenn nämlich die Zerstörung eines Gebäudes dem Kataster= Controleur anderweitig bekannt wird, erst mit dem Jahresschlusse in Abgang kommt, wogegen vor: schriftsmäßige Anmeldungen zur Folge haben, daß die Gebäudesteuer nach§. 17 des Gesetzes vom 21„Mai 1861 mit dem Schlusse des Abmeldungs=Monats Ew. Hochwohlgeboren veranlassen wir, die Gebäude=Eigenthämer durch die Verwaltungs=Beamten oder in sonst geeigneter Weise auf die in Bezug genommene gesetzliche Bestimmung und auf die§.§. 1, 2, 3 der oben bezeichneten Fortschreibungs=Anweisung aufmerksam zu machen. Minden, den 6. Oktober 1865. Königliche Regierung. Abtheilung für directe Steuern, Domänen& Forsten. gez. Osterrath. Bekanntmachung. Post=Dampfschiff=Fahrten zwischen Stralsund und Malmoe. Die Post=Dampfschiffe zwischen Stralsund und Malmoe werden bis auf Weiteres wöchentlich zweimal sowohl aus Stralsund, wie aus Malmoe und zwar aus beiden Häfen:* am Mittwoch und Morgens Sonnabend abgefertigt. Bertin, den 9. Oktober 1865. General=Post=Amt. v. Philipsborn. Bekanntmachung. Dem Communal=Rendanten Tönsing zu Schildesche ist auf seinen Antrag gestattet worden, sich in Krankheits= und sonstigen Veehinderungs=Fällen durch seinen Sohn, den Maurermeister und Taxator Fr. Tönsing in Schildesche, auf eigene Kosten und Gefahr, vertreten zu lassen. Bielefeld, den 12. Oktober 1865. Der Landrath v. Ditfurth. Bekanntmachung. Der Winter=Cursus in der hiesigen landwirthschaftlichen Fortbildungsschule beginnt am 16. d. M. Heepen, d. 11. Okrober 1865. Das Curatorium. Barner. Den Empfang der neuesten Modellhute für vorstehende Winter=Saison, zeigt ergebenst an Gütersloh, Theodor Müller. Hiermit beehren wir uns die ergebene Anzeige zu machen, dass wir neben unseren bisherigen Geschäften in Hamburg, Frankfurt alll und Wien, eine neue Filiale in Berlin errichteten, unter der Firma: Haasenstein& Vogler, Expedition für Zeitungs-Annoncen. Berlin, Gertraudtenstrasse 7. am Petriplatz. Indem wir für das uns bisher allseitige in reichem Maase erzeigte Wohlwollen unsern besten Dank abstatten, bitten wir höflichst auch auf unser neues Etablissement dasselbe auszudehnen: solches zu verdienen, wird auch ferner unser stetes Streben sein. Hamburg. Frankfurt a. Wien. ., August 1865. Mit aller Hochachtung Haasenstein& Vogler. Kotten=Verkauf. Der Schmedfranz's Kotten an der Chaussee zwischen Wiedenbrück und Rheda gelegen, groß circa 10 Morgen, soll am Montag den 16.., Nach3 Uhr beim Gastwirth Feldmann bei Wiedenbrück öffentlich unter günstigen Zahlungs=Bedingungen zum Verkauf ausgesetzt werden. Kauflustige werden mit dem Bemerken eingeladen, daß der Kotten sogleich bezo: gen werden kann. Die Verkaufs=Bedingungen sind vor dem Termine bei Gastwirth Feldmann zu erfahren. Gesucht 2 Küpergesellen, Wochenlohn 2 Thlr. bei dauernder Beschäftigung. Böttchermeister Koch Borgholzhausen. Kirchlicher Anzeiger. Altstädter Rircht. Hauptgottesd.: Pastor Ribonitsch. Abendmahl. Vorbereitung: Superintendent Müller. Nachmittagsgsd. Superintendent Müller. Neustädter Rirche. Hauptgottesdienst: Pastor Niemeyer. Getreide= Bericht. Cöln, 13. October. Weizen 5,25. Roggen.15. Gerste 4,10. Hafer 4,9. v. 200. Pfd. Rüböl 16. Raff. 16,15. Berlin, 13. October. Weizen 48— 68 Roggen 43. Gerste 28—41. Hafet22—27. Rüböl 14. Bielefeld, 5. October. Weizen 2, 14. Roggen 1, 22,6. Gerste 1, 18. Hafer 1,5. Bohnen 2, 5. Kartoffeln 20. Buchweizen 2. Heu 1. Stroh 22, 6. Rüböl 15. Raff. 15,15. Wechselcorns. Amsterdam 250 fl. kurz[3(142 7/8 do. 2 Monat(3(141 ⅞/ Hamburg 300 Mk. kurz 2½152 do. 2 Monat 2½151¼ London 1 Lstrl. 3 Monat 3½.22½ Paris 300 Fr. 2 Monat 3 80 7/12 Wien 150 fl. 8 Tage 5 92 do. do. 2 Mon. 5 92½ Augsburg 100 fl. 2 Mon. 4(56 20 Frankfurt 100 fl. 2 Mon.[3½56 22 Leipzig 100 Thlr. 8 Tage 4 99¾ do. 3 Monat 4 98⅜ Petersburg 100 R. 3 W. 5½ 86⅞ do. do, 3 M. 5½ 85⅜ Warschau 90 R. 8 Tage 6 78½ Bremen 100 Thlr. 8 Tage 4 /111¼ Geldcours. Ausl. Pistolen.16. Napoleonsd. 5,12. Holl. 10 Guld. 5,16. Lv. Sterl. 6,28. Fünffre. 1, 10,3. Franz. Kronth. 1,16,9. Brab. Krontb. 1,16. Goldkronen.10. Dollars.12.3. Paris Brüssel Petersburg Gröningen Memel Königsberg Stettin Berlin Breslau Münster Cöln Trier Jahrmärkte in der Provinz Westfalen, im Osnabrückischen, LippeDetmold u. Lippe=Schaumburg. October. 16. Minden. Neheim. Vermold. Dorsten. Glamsbrücke. Hopsten. Rheda. Sendenhorst. Möllenkotten. Rühten. Siegen. Neueste Nachrichten. Deutschland. Se. Majestät der König ist von dem leichten Unwohlsein, welches ihn in der Mitte der vorigen Woche in Folge einer Erkältung befallen hatte, wieder hergestellt. Berlin, 12. Okt. Ihre Majestät die Königin verläßt am 14. Okt. Baden und geht nach Coblenz, wohin Se. Maj. der König am 15. Okt. folgt. Am 16. reist Se. Maj. der König nach Berge=Borbeck zum Besuche des Gußstahlwerkes von Krupp, übernachtet daselbst und fährt am 17. Okt. weiter, mit der Königin in Oberhausen zusammentreffend. Am 18. und 19. Okt. bleiben die Majestäten in Münster. Se. Majestät der König geht am 20. Okt. nach Corvey zum Herzoge von Ratibor und kehrt mit dem Nachtzuge nach Berlin zurück. Am 28. September d. J. hat in St. Petersburg die Auswechselung der Allerhöchsten Ratifications=Urkunden des unterm 22. August d. J. zwischen Preußen und Rußland abgeschlossenen neuen Postvertrages stattgefunden. Der Vertrag kommt Anfangs Januar k. J. zur Ausführung. Bei Gelegenheit einer Anklage gegen einen Weichensteller in Marienwerder wegen Fahrlässigkeit, durch welche ein Eisenbahnzug durch falsche Weichenstellung gegen die Thorflügel eines Lokomotivschuppens gefahren, stellte es sich heraus, daß der angeklagte Beamte 36 Stunden hintereinander im Dienst war, der noch dazu sehr anstrengend gewesen. Mainz, 10. Okt. Der svon preußischem Zugpersonal geführte Rheinische Courierzug, welcher um 1 Uhr Mittags hier einzutreffen pflegt, hat gestern auf der diesseitigen Eisenbahnstrecke zwischen Kempten und Glausheim unverschuldet ein großes Unglück angerichtet. Ueber die Art und Weise, wie die Katastrophe eigentlich herbeigeführt, gehen die Versionen einigermaßen auseinander; soviel steht nur fest, daß ein Mann mit einem Pferde, welches seinem Führer nicht pariren wollte, beim Heran nahen des Zuges nicht von den Schienen kommen konnte. Das Pferd wurde auf der Seite gefchleudert und soll weitere Verletzungen nicht davon getragen haben; der Beg'eiter jedoch— Eigenthümer oder Knecht, ist nicht genau bekannt,— wurde von dem Zuge gerädert und war sofort eine Leiche. Magdeburg, 11. Okt. Ueber einen Eisenbahnunfall, welcher schon am 5. d. M. auf dem Bahnhofe der Station Neuwegersleben durch Zusammenstoßen Zzweier Bahnzüge stattgehabt, bringt die Magd. Ztg. jetzt nähere Details, wonach dasselbe nur zu sehr an die schreckliche Begebenheit auf dem Buckauer Bahnhofe erinnert, nur daß glücklicherweise kein Menschenlebeu zu beklagen ist. Der gegen 6 Uhr Abends von Braunschweig in Neuwegersleben eintreffende Güterzug, welcher kurz nach dem von Köln bez. Kreiensen kommenden Schnellzuge abgeht, war, letzterer sich verspätet hatte, vor diesem abgelassen worden, mit der Weisung, auf der Station Neuwegersleben denselben zu erwarten, und war, um den Schnellzug vorbei zu lassen, auf das Gleis dicht am Perron übergegangen, dasselbe, auf welchem auch, da jeder Zug auf dem rechts liegenden Strange fährt, der kum 6 Uhr fällige gemischte Zug von Magdeburg ankommen mußte. Als nun der erwartete Schnellzug auch hier nicht eintreffen wollte und die Zeit des von Oschersleben erwarteten Zuges heranrückte, so blieb nichts übrig, als diesem letzteren das Signal zum Halten entgegen zu schicken. Ungläcklicherweise aber wurde dieses Signal von dem zweiten Bahnwärter, dessen ganze Aufmerksamkeit wahrscheinlich auf den von Oschersleben erwarteten Zug gerichtet war, nicht bemerkt und folglich nicht weiter befördert, so daß der Locomotivführer des alsbald heranrollenden Zuges erst unmittelbar vor dem Bahnbofe das Signal erblickte und nun nicht mehr im Stande war, den Zug anzuhalten oder auch nur die Schnelligkeit desselben zu mößigen. Zwar hatte der Locomotivführer des auf dem Bahnhofe haltenden Güterzuges, als er den Madeburger Zug sich entgegenkommen sah, mit allen Kräften seinen Zug in eine rückgängige Bewegung gesetzt; allein der Zusammenstoß war doch noch so gewaltig, daß beide Locomotiven und etwa sechs Wagen des Magdeburger gemischten Zuges vollständig zerstört wurden und die Bahn bis spät in die Nacht(fünf Stunden lang) unfahrbar war. Die Locomotivführer und ein hoch oben sitzender Schaffner retteten sich durch Herabspringen; von den Passagieren kamen die meisten mit einem sehr heftigen Stoße und dem Schrecken davon, während leider etwa ein halbes Dutzend Reisende mehr oder weniger verletzt wurden. Namentlich verlor eine junge Frau fast beide Reihen ihrer schönen Vorderzähne, eine andere biß sich die Zunge ab, einem Herrn wurde das Auge gefährlich beschädigt, andere trugen blutige Köpfe und Rippenstöße davon. Die Verwundeten wurden theils in Neuwegersleben(Station der Braunschweiger Staatsbahn) sofort verbunden, theils nach Oschersleben geschafft. Die ministerielle Prov. Corr. schreibt: Se. Majestät der König hat bekanntlich gegen Ende vorigen Jahres von seinen Kronsyndicis ein umfassendes rechtliches Gutachten über alle die Rechtsfragen erfordert, welche in Betreff des Besitzes der Herzogthümer Holstein, Schleswig und Lauenburg in Betracht kommen, Die Ergebnisse der Berathungen liegen nunmehr in einem sorgfältig ausgearbeiteten Gutachten vor. Nach der Ueberzeugung des Kronsyndikats ist die rechtliche Stelllung von Preußen und Oesterreich in Gemäßheit des Friedensschlusses vom 30. Oktober 1864 von durchgreifender und entscheidender Bedeutung gegenüber allen anderen Fragen. Das Gutachten kommt zu dem Schlusse: daß das Thronfolgegesetz für die dänische Monarchie vom 31. Juli 1853, nach welchem die Thronfolge in der Gesammtheit der unter dem Scepter des Königs vereinigten Länder dem damaligen Prinzen Christian von Schleswig=Holstein=Sonderburg=Glücksburg, dem jetzigen König Christian IX. von Dänemark übertragen wurde,— die Erbfolge den drei Landen gegenüber in rechtsgültiger Weise geregelt hat,— daß ferner durch den Frieden vom 30. Oktober 1864 König Christian IX. die ihm gebührenden Rechte an den drei Herzogthümern auf die Krone Preußens und Oesterreichs übertragen hat,— und daß die beiden verbündeten Mächte bei der Verfügung über die Herzogthümer nicht verpflichtet sind, anderweitige Erbansprüche anzuerkennen. Aus diesen Beschlüssen des Kronsyndikats folgt, daß es auf eine Erörterung der früher bestandenen Erbrechte an und für sich gar nicht mehr ankommt. Dem Befehle Sr. Majestät des Königs entsprechend ist jedoch von dem Kronsyndikat auch hierauf eingegangen worden. Vorbehaltlich ausführlicherer Mittheilungen über diese Untersuchungen ist einstweilen hervorzuheben, daß das Kronsyndikat in Bezug auf die Augustenburgischen Ansprüche zu folgenden rechtlichen Ueberzeugungen gelangt ist: daß der Herzog Christian August von Augustenburg (der Vater) durch den zwischen der dänischen Krone und ihm(„für sich und seine Erben“) geschlossenen Verzichtleistungs=Vertrag vom 30. Dezember 1852 hinsichtlich der Nachfolge in die beiden Herzogthümer hinter König Christian IX. und dessen männliche Nachkommen zuräckgetreten ist,— daß der Erbprinz Friedrich von Augustenburg selbstverständlich das ruhende Erbrecht seines Vaters nicht an dessen Statt ausüben kann,— daß derselbe endlich auch nach dem Ableben seines Vaters bevorzugtes Successionsrecht in die Herzogthümer nicht in Anspruch zu nehmen hat. Aus den arktischen Regionen ist ein Brief von Capitän Hall, datirt vom December 1864, eingetroffen, welchem zufolge der Capitän von den Eingeborenen Erkundigungen eingezogen hat, aus denen er schließt, daß von der Franklinschen Expedition noch drei Mitglieder, darunter der Nachfolger Franklins, Crozier, am Leben sind. Mexiko. Der Kaiser hat ein Derekt erlassen, welches Einwanderern besondere Vortheile gewährt. Unter Anderem ernennt der Staat Agenten, welche die Interessen der Eingewanderten zu vertreten haben. Die Einwanderer können jederzeit das Naturalisationsrecht erlangen, sie sind in den ersten fünf Jahren militärfrei und ihr Eigenthum ist für das erste Jahr frei von Steuern. Westfalen und Rheinland. Dortmund, im Oktober. Als ein Kuriosum aus dem Bereiche des Postwesens können wir aus bester Quelle die Mittheilung machen, daß hier kürzlich ein Packet nach dem Rheine durchpassirte, welches im Jahre 1857 der Post in Deutz zur Beförderung nach dem russischen Kaukasus übergeben worden war. Da der Adressat daselbst nicht aufgefunden werden konnte, so mußte die Sendung den Rückweg nach ihrem Aufgabeort antreten, wozu sie nicht weniger als volle acht Jahre gebraucht hat. Daß das Porto in diesem Zeitraum zu einem kleinen Kapital angewachsen ist, läßt sich wohl begreifen, begreiflicher aber noch erscheint der Schieu der inzwischen ermittelten Absenderin, einer armen Wittwe, als ihr die, sowohl von der russischen wie preußischen Postbehörde aufgestellte Kostenrechnung präsentirt wurde. Das Packet enthielt alte, für ihren im fernen Lande der Tscherkessen verschollenen Sohn bestimmte Kleider, deren Gesammwerth nicht den zehnten Theil der postalischen Forderung erreichte. Hoffentlich wird die Oberpost=Behörde der armen Frau die Zahlung erlassen. „. Cohlenz, 10. Gestern Abend gegen 8 Uhr kam ein, in der Dunlethent nicht zu erkennendes Individuum auf einen auf der Bubenheimer Fläche stehenden Wachtposten zu und griff demselben, als dieser, nach dreimaligem Anrufen keine Antwort erhalten, das Gewehr fällte, nach dem Bayonette. Der Posten machte darauf von seiner Waffe Gebrauch, indeme des übr ermittelt gewesen sage gest Bei in Dubl gezeichne bitter, g Ein der Nege derte lan Ihr nahme de gelangen unterdrück zu sorgen von ihnen für sich u sein; ohn dung, zur und Alten sind, daru fernhin veo zurückgege wo die wi gewähren; angewiesel Um ermögliche dem Name Verein un det, der v# über 3 M Diese rungsmitte heimathlich achtend, di unterricht Aber sich über z New=Yorke auch diesst nehmen,! In Englan ersten Tag Natural=Lie ganze Schn Es ste wenn auch geschieht d daß hoffent Standes un streckt sich i den könnte, Häufig zwungen arl her ihre Hi einigten Ste daß er sich ben nach S ihm geword Schnel besonders g außer Geldt zweckdienlich Klimas, St. Leinen 2c., denen für d Die Un und werden Joh. F. W. Jam H. J. H. C. ide vorigen JahGutachten über besitzes der Heracht kommen. n einem sorgfälrechtliche StellFriedensschlusses itscheidender Bevom 31. Juli t der unter dem Prinzen Chrin jetzigen König e Erbfolge den hat,— daß g Christian IX. auf die Krone die beiden verimer nicht veraß es auf eine ; s i c h g a r n i c h t gs entsprechend n worden. ese Untersuchunin Bezug auf in UeberzeugunAugustenburg ihm(„für sich vom 30. Derzogthümer hinkachkommen zuistenburg selbstn dessen Statt Ableben seines r nicht in Anän Hall, datirt ipitän von den er schließt, daß , d a r u n t e r d e r Einwanderern Staat Agenzn haben. Die angen, sie sind n ist für das n Bereiche des g machen, daß lches im Jahre chen Kaukasus t aufgefunden ihrem Aufgaihre gebraucht in Kapital annoch erscheint irmen Wittwe, stbehörde aufenthielt alte, sohn bestimmte er postalischen rde der armen , i n d e r D u n Bubenheimer dieser, nach ir fällte, nach affe Gebrauch, indem er den Angreifer sofort niederstach. Ueber Herkunft und Namen dürstig gekleideten Frevlers konnte bis jetzt nichts ermittelt werden. Die wache scheint hier umsomehr in ihrem Rechte Sea= segee al der Weg, den der Unbekannte machte, leine PosBei der Preisvertheilung der internationalen Industrie=Ausstellung in Dublin wurde dem Herrn Jodocus Robertz in Köln wegen der ausgezeichneten Eigen chaften seines Fabrikates, des Stoughton's Magenbitter, genannt„Menschenfreund,“ die Preis=Medaille zuerkannt. Aufruf. Ein Hülferuf dringt herüber von jenseit des Oceans zur Unterstützung der Neger in den vereinigten Staaten, welchen endlich nach Jahrhunderte langer Sclaverei die Freiheit zu Theil geworden ist. Ihre Zahl beläuft sich auf über vier Millionen, die fast ohne Ausnahme der Hülfe bedürfen, um erst zum Segen der selbständigen Arbeit gelangen zu können. Die Sclaverei hatte ihre geistigen unterdrückt; ihre Herren, hatten es übernommen, für sie zu denken und zu sorgen, um dagegen alle ihre Kräfte für sich auszunutzen. Niemand von ihnen konnte für das Alter zurück legen und jetzt sollen sie plötzlich für sich und ihre Familien sorgen, ohne im geringsten dazu erzogen zu sein; ohne Land, Geräthe und Aussaaten, ohne Wohnungen, ohne Kleidung, zumeist ohne Arbeit und Nahrung, ohne Zuflucht für die Kranken und Alten, ohne Schulen für die Kinder, deren an 800,000 vorhandsind, darunter 100,000 Waisen, deren Eltern von ihnen gerissen und stlngin verkauft waren. Von allem entblößt, finden sie sich der Freiheit zurückgegeben in einem Lande, welches durch den Krieg verwüstet ist und wo die wenigen Besitzenden ihnen nur mit Widerstreben Beschäftigung gewähren; so sind sie auf ihre Mitmenschen im Norden und in Europa angewiesen und müssen auf deren Menschenfreundlichkeit hoffen. Um diesen armen Elenden den Uebergang zur neuen Thätigkeit zu ermöglichen, hat sich in New=York bereits zu Anfang des Krieges unter dem Namen National Freedmen’s Relief Association ein wohlthätiger serein unter den Auspicien des damaligen Schatzsecretairs Chase gebildet, der von Hülfsvereinen unterstützt, in den nördlichen Staaten bereits über 3 Miuionen Dollars gesammelt hat. ungemittet I ongeseat.e sitben, Satgut, Kleidungsstücken, Na. ngemttel K. ungeleg.; Damen aus den besten Familien haben den achtend, diese Hebesgaben:— Vesahren und Anstrengungen nicht ach über zu piele an. dieeiebesgabenz, geflosen find, so verthellen sie Nem=Marker vie z1 sein, und deshalb hat der auch diestegeeindn Herrn C. C. Leigh nach Europa gesandt, um vehmen die ihm Oeeans die Menschenfreundlichkeit in Anspruch zu nrumen, dir ihm venn(auch überall freundlich entgegengekommen ist. esien Tage des Sammelne Fres. 22.000.. i Poris haten die Natural=Lieferungen; ziu Genf hat sich ein Verein gebildet, der durch die gaaze Schweiz Hülfsvereine zu errichten beschlossen hat. Es steht zu wünschen, daß Deutschland nicht zurückstehen wird, und, wenn auch viele Ansprüche an die Mildthätigkeit serhoben werden, so dos hofentich alle bereit sein wercd, einen se wenschlichen edien Zvec, Standes und mu geren, ihr Scherslein beizutragen, weß Vermogens sie auch seien. Die Noth ist zu groß und erstreckt, sich, über eine zu ausgedehnte Fläche, als daß ihr abgeholfen wer#n Lonnte, wenn nicht viele sich zur Hülfe vereinigen. zwungden grheite.. worden, daß der Reger träge sei und nur geder ibre Hülfe ausudebnen die ou Frednanns Association bie. „„„ behnen vermochte, hat sie bei dem Neger der Versinioten Staaten viese Erfahrung keineswegs gemacht, vielmehr gefunden, hen nach Selbständigkeit entwickelt wie der Weiße, indem er dadurch die „m grwordene Hülfe auf's dankbarste anerkennt. ##„Schnelle Hülfe ist doppelte Hülfe, das kann in diesem Fall ganz r Ge sesze jede Gabe auch die Kleinste ist willkommen senlich sein, befonderg aledungstücken, namentich Kimas, Stofse im Sties„ dei der Verschiedenarigelt des dorigen Linen ue#..* Stuu, wie baumwollene, leichte wollene Zeuge und denen fir diesen 4 dier beschaffen sind, und „. Die Unterzeichneten sind von Entgegennahme von Beiträgen bereit uh. werden ein Verzeichniß derselben später veröffentlichen. Joc Perenbexs,Hofsler& Co., Alter Wandrahm 21. W. Burcharv, Neuer Wandrahm 10. ##### P. De Donald& Co., Rödingsmarkt 68. 9.#erck& Co., Alter Wandrahm 19. H. C. 2ueyer jr. Neueburg 13. .a##, Pölting, General=Consul für Hapti, Ferdinand#e5 Amien.P aulh, Großherzogl. Oldend. General=Con& Co., Alter Wandrahm 7. h s. Schuback Söhne, Cremon 38. G. r. ulex, Stubbenhuk 5. Natural=Tieterungen mann, Große Reichenstraße 35. R. Me Donald am; geden erbeten an die Adrese von: Jamies iseae#e Fizma Carl Delius& Co. in Bielefeld, sowie die Redaction vieser Tialtes nehmen etwaige Beiträge zur Weiterbeförderung dankend an. Eine Katzengeschichte. (Fortsetzung.) Gifthorn, Gifthorn! dem Keller, der Küche und der Tochter Wunsch und Gedanken mger und Errunten werden kann, ein vollendeter Hochverräther geworden an der Ehrfurcht, welche er seiner Gattin nach seinem eigenen Bie deren Zichen, est wiederholten Geständnisse schuldete, an aller ehelichen seines Heriens.“ Iu dielem Augenblicke galt ihm das Weid, einst icht i#t, jetzt nur mehr seine angetraute Hausgenossin, lange nach: soviel alb ihr gebratenes Ebenbild, welches in Gestalt eines geDer Anrede der Daue von Hause u d deueie bingesetze wurde er sch seldber Kteis vortam erleuchter ud gene sein und ltig vie er sich frirer stele Voklam, erleuchtet wie er gegenwärtig wirklich war, einen weiteren Sinn unter. Kaum hatte der General die Vorlegegabel in den Braten gesteckt, so bat Gifthorn sich erhebend die Gläser zu füllen und als dies geschehen war hub er an: „Ja, bis zum Rande, weil nicht mehr hineingeht und mein Herz auch bis zum Rande voll ist von dem Trinkspruche für den ich mir di lufmerksamkeit erbitte. Der General que nous aimons! nicht wie es wes rher geic aussesprochen wird, Kausemong, sondern rein wirktlich une Wahthuftig que nous aimons! Es besteht dieser Trinkspruch aber s zwei Theilen und wende ich ihn erstlich, indeß in umgekehrter Folge, jädige Fräulein an, welches eben so sehr das ganze schöne vartreslicheter bei uns vertritt, als es dessen gesammte Tugend und Wenlefftichleit in sich vereinigt, und deshalb füglich mit genugsamer Begründung eine mater beatitudinis, venustatis, omnium deliciarum genannt werden dürfte, wie ich dasselbe denn hiemit als regina coenae et coeli terrestris anerkannt und ihm als solcher gehuldigt haben will. aber begreift des Herrn Generals Excellenz, unsern hochverehrten Festgeber, et validissime, strenuissime, fortissime, hujus domus magister, dessen vielseitige und außerordentliche Verdienste den genuug und nicht kundbar gemacht zu werden brauchen, da sie kundbar weri mgn“. schallte es salbungsvoll und bedächtig aus des Antmanns Gerienen sich langweilte, den Inhalt und Vortrag von Gisthorns ##egenrergießungen zur unwillkürlichen Verwechselung derselben mit einer Predigt veranlaßten. Zugleich stieß der alte Herr ganz gemüthlich mit dem General an und gab damit das Zeichen zur allgemeinen klingekonnen sel, ein Bedihzt in Zadien zu du der unseheaure Gedante Weihe voll, seligstolz in dem Bewußtsein seiner selbst und? Weihe voll,#####g eii Erwugisem seiner feiest und konnte sich nur einen Pulsschlag lang ärgern. Da— Ihrer Frau Gemahlin, Herr Doctor,“ nickte ihm Emilie, lächelnd, mit dem Glase winkend, zu. durch Die Sebie u Vall aus Schne und Eis sank es ihm e Jehie, durch vie Speiseröhre in den Magen hernieder, dehnte schauerlich erkaltend aus, wie ein Abendnebel in einer Bergschlucht nach dem sonnigsten Tage. Er fühlte eine Anwandlung von nach der Stupzde pei Nothhelfern griff er mit der einen Hand # der Stühllehne, mit der andern nach dem gefüllten Becher. Allein So zerrte er ein Lächeln auf sein Angesicht, verbeugte sich und trank. Der Braten tröstete ihn wieder. Das Fleisch war unvergleichlich saftig, zart und milde, von einem Osnabrucker Ochsen, wie man im mittlern Westfalen alles besonders schwere auf der Weide gemästete Bindpieh nennt, weil es vorzugsweise auf dem vor den Thoren von des und Verehee sn aus abgehaltenen Markte in HanBel sber:Ehr komm. und dazu ein Burgunder Beaune, der wie eiecbe, sichtrag und e Kraft seiiam an Settere lah# geregt. Der Ersktere blühte wie eine Paetonie, der Lepteie suy aus wie eine Vitsbohnenranke im Mondschein. Und wie geschehen pflegt, wenn die Seligkeit des Menschenherzens wächst wie die Fluth, Beide vermochten die Fülle ihrer Gedanken nicht mehr auszusprechen, nicht mehr selber zu fassen, sondern fühlten sich regellos fortgerissen von dem, was die übrigen Tischgenossen äußerten und meinten, und hakten sich mit den Zacken ihres Geistes bald an diesem, bald an jenem Worte zu Bemerkungen fest, die nach ihrer Ansicht überaus launig und geistreich waren und das schallende Gelächter verdienten, mit dem sie dieselben begleiteten. Doch inmitten all des Blüthenreichthums, den ihre schwellende Lust aus dem Nichts erschuf, schwebte bei Jedem von ihnen ein wonniges Bild fest und unerschütterlich, nur freilich in weiter Ferne, auf dem abwechselnd= nebelgrauen und silberhellen Hintergrunde ihrer Seelen. Flohtrog sah seine Apotheke in eine Bühne und alle Flaschen und Büchsen und Krüge in Schauspielerinen verwandelt, deren Jede die Glanzrolle eines seiner noch zu schreibenden Lustspiele vertrat. Gifthorn dagegen erblickte sich auf einem, aus einem Ballen seiner eigenen Schriften errichteten Fußgestelle als sein eigenes Standbild und zugleich als gemeiner Stadt=Röhrbrunnen aufgestellt und schwelgte in dem Bewußtsein, wie volksthümlich groß und klar sein ganzes Dasein gewesen, daß man es so vollständig begriffen und ihn der Nachwelt nicht als starre Puppe sondern als segenspendenden Zierrath zur öffentlichen Verehrung überliefert habe. Der Nachtisch war aufgetragen. Und zu den süßen Tändeleien, zu den duftigen Früchten gesellte sich ein gaukelnd sinnverwirrender Reigen. Da sprengte ein Ungar auf feurigem Rosse daher; da lachte der Wein von Chios wie der Dichter der Liebe und der Rosen; da sprühete der Champagner empor, gestaltete sich wechselweise zu Blumen, thau= und blüthenfrischem Gischt. Und in den Kreis der üppig lockenden Fremde hinein trat ruhig ernst der Heimath urkräftiger Zauber. Vom Liebfrauenberge zu Worms kam der Sänger daher, goldigprangendsonnenhell, eine Sprache redend aus Flammen und Veilchen und Rosen. Und sein erglühendes Lied nahm die Zecher gefangen, badete ihre Seelen in Morgenroth, beflügelte ihre Geister mit Schwanenschwingen, bettete sie wieder am perlenden Lebensquell unter die Wölbungen ephenumrankter heimischer Eichen, und der Heimath, der starken, frommen Heimath galt ihr jubelnder Ruf, galt das Glockengeläute der Römer. Emilie erhob sich und überließ mit freundlichem Grüßen die Herren sich selbst. Und Gifthorn, der in seiner Unschuld des kühnsten Gedankens fähig war, dachte nicht daran sie zu halten. Er war ein Geisterbauner geworden von schrankenloser Macht und die Welt war sein mit allen ihren Geheimnissen, und alle Zahlen und Gleichungen hatten sich in Eulen und Raben gewandelt und raunten ihm die Lösung aller denkbaren und undenkbaren Fragen ins Ohr, und eine unentdeckte Rechnung des Unendlichen tauchte vor ihm auf im funkelnden Glase und er haschte danach mit den Lippen und ein seliger Fischer haschte er immer aufs neue. Geraume Zeit war verflossen seit Emilie sich entfernt hatte; da wurde auf einen Wink des Hausherrn der Tisch völlig abgeräumt, das Tischtuch weggenommen. Gifthorn sah aufgeschreckt wehmüthig drein wie ein durch den Hund von seiner Mahlzeit vertriebener Kater; Flohtrog lächelte; er kannte die Bedeutung dieses Nichts in diesem Hause und wußte, daß es nur der Schöpfung eines Paradieses vorhergehe. Einen Augenblick und auch Gifthorns Gesicht klärte sich auf wie Leder unter der Bürste. Denn schon wurde auf die glänzende Tischplatte ein mächtiges Porzellangefäß gesetzt, daneben eine Silberschale mit gestoßenem Zucker und ein Körbchen mit frischen Orangen; schon wurde eine Platte mit Bechern vom reinsten Kristall hinzugefügt und auf dem Fußboden dem General zur Seite stellte ein anderer Bedienter einen wohlgefüllten Flaschenkorb, sich selber den Korkzieher in der Hand dahinter. Die Weihe des Augenblickes legte dem jüngeren Geschlechte Schweigen auf. Der Ernst des Geschäftes thronte sichtlich auf den Stirnen der beiden alten Herren. Sie prüften mit Umsicht jede einzelne Frucht, mischten verschiedene Weine, wechselten geheimnißvoll bedeutsame Blicke und tauschten flüsternd Erwägungen aus; dann kosteten sie schlürfend mit emporgehobenen Augen, wiegten unbefriedigt, unschlüssig den Kopf, gossen aus dieser und jener Flasche hinzu, kosteten wieder; endlich der Amtmann,„das will es thun,“ und der General,„so ist es recht.“ Das Werk war gelungen. Aus der Schale glänzte es hervor wie der Mond in klarer Sommernacht, duftete süß wie Geisblatt und Jasmin zur heimlichen Laube gewölbt, wo Liebe und Wonne sich findet. Flohtrog bestrebte sich recht unschuldig zu lächeln und Gifthorn sah aus, als ob er fest entschlossen sei, den Himmel durch dick und durch dünne zu suchen und sich nöthigenfalls selbst als Springstock zu gebrauchen, wenn ihn sein Weg an einen Graben führe. Ein Kistchen Cigarren noch auf den Tisch und die Dienerschaft verließ das Zimmer. Die Schöpfkelle klang und erschlossene Herzen empfanden in süßbebendem Schauer Gegenwart und Kraft der Quelle, die man in Westfalen eine Ente nennt, während man sie als würziges Feuerbad des Phönix bezeichnen sollte. Blaue Wölkchen wirbelten die Cigarren empor und fessellosfreier noch wie vorher strömten die Worte und wallten die Geister. (Fortsetzung folgt.) Vermischtes Zur Heilung der Rinderpest gibt ein Herr Thaer folgendes Mittel an:„Ein Branntwein= oder großer Mauerkessel wird in die Erde gesenkt, mit Wasser gefüllt, tüchtig Feuer darunter erhalten und derselbe mit festliegenden Brettern verdeckt, in welche einige Löcher zum Durchlassen des Dampfes gebohrt oder gestemmt werden. Ueber den stark dampfenden Kessel stellt man dann auf die Bretter das kranke Thier, behängt es mit doppelten Decken— am besten unten wollene, darüber leinene—, die auf den Boden herabhangen,(Nase und Maul des Thieres, welches in Dämpfen gebadet werden soll, läßt man frei), dämpft das Thier tüchtig, ohne es zu verbrühen, je nach der Stärke der Dämpfe 30, 40 bis 60 Minuten(Besserung ist sehr kennbar), nimmt die Decken in die Höhe, führt das Thier an einen zugfreien Ort, läßt es daselbst rasch durch etwa sechs Mann mit Strohbürsten. trocken reiben, sorgt, daß es warm bleibe und sich nicht erkälte, und gibt ihm eine sehr reichliche Streu, als Futter gutes Heu, sowie schwach laues, etwas schleimiges Getränk.“ Wenn man Faullenzer sucht, braucht man im Allgemeinen nicht weit zu suchen. Auf der Erdoberfläche schwärmen sie in Legionen. In London hat man auch deren unter dem Wasser entdeckt. Lange wunderten sich die Schachtmeister an dem großen, neuen Themsebrückenbau zu Blackfriars, daß die Arbeiten unter dem Wasser so langsam vorschritten, obwohl Arbeiter in zahlreichen Taucherglocken je sechs bis acht Stunden in dem schwarzen Grundwasser„thätig“ waren. Thätig wohl, aber in anderer Weise. Entschiedene Abneigung, naß zu werden, veranlaßte dieselben, innerlich der Glocke es sei bei Würfel= und Kartenspiel gut sein zu lassen. Bier und Pfeifen wurden unter dem Taucherkamisol mit heruntergenommen, und nur aus atmosphärischen Gründen der Rauchtabak später durch Prisen ersetzt. So flossen die Arbeitsstunden angenehm dahin. Hin und wieder mußte der Eine oder der Andere einmal an dem Tau zupfen, um oben anzuzeigen, daß„unten noch Alles im Gange“. Endlich siel es einem Manne in der Oberwelt bei, eine solche Glocke sehr schnell aufzuwinden, und dies gemüthliche Vergnügtsein wurde auf frischer That ertappt. Seitdem mussen die Taucher ohne Glocke hinabplumpen. Wurst wider Wurst.„Da hast du wieder was Schönes gekauft! Du wählst auch immer das schlechteste“, sagte eine zänkische Frau zu ihrem Manne, der ihr eine Freude zu machen geglaubt hatte. „Ganz recht, mein Schatz“, antwortete aber dieser,„und mit dir habe ich angefangen.“ Ein Jude trat mit seinem Sohne in einen Laden, um sich Tuch zu einem Rocke zu kaufen. Er prüfte mit Fingern und Augen aufmerksam die rechte Seite des Tuches, während er darum handelte. Sein Sohn dagegen that dasselbe, jedoch auf der linken Seite.„Nun, Abraham," sagte sein Vater,„wie kannst du proben das Tuch auf der linken Seite, auf der rechten mußt du es proben!“—„Was geht mich die rechte Seite an?“ sagte der verschmitzte Junge, auf der rechten Seite trägst du den Rock, und wenn er abgetragen ist, bekomm' ich ihn, er wird gewandt und ich trag' ihn auf der linken Seite. Was thu' ich mit der rechten?" Ein eitler Dichter sagte eines Tages zu einem seiner Verehrer: „Als ich jung war, sagen die Leute, soll ich sehr häßlich gewesen sein!“ „O bitte, ich finde, Sie haben sich sehr gut conservirt!“ war die Antwort. Das beste Recept gegen die Cholera. In Paris circulirt ein Recept gegen die Cholera, welches äußerst probat ist. Wir geben es hier in einer Uebersetzung wieder: Man nehme: Ein Viertel Unze von Gleichgültigkeit, Dazu gleich viel Entschlossenheit, Draus mach' ein Tränkchen man bereit Mit Saft geduldiger Ergebenheit. Man nehm' in Acht sich dann vor Streit, Vor Hochmuth und vor Heftigkeit; Zu einem Kilogramm von Fröhlichkeit Zwei Unzen nehmt Geselligkeit, Bewegung komm' herzu, zwei Gran, Von Geiz sei nichts hinzugethan, Ein Gran noch ven Resignation, Doch nimmermehr Indigestion. Das Alles gut gemischt, genommen, Wird einem Jeden gut bekommen; Nehmt es nur alle Morgen ein Und recitirt dabei latein: Fiat volantas tua!!! Et procul esto cholera!!! 9