al. halb bekräftigend. emächtigte sich der hatte, wartete bis te vor. ung? scherzte der nd mit dieser Verit für die übrigen ait Ausnahme von nerul gefüllt hatte. setzung folgt.) n. i begannen am 2. en Kolon Friedr. selbe wurde zu 2 en Hector Theodor etrug im Rückfalle, kr. Geldbuße oder lizeiaufsicht auf 3 ybaumhüter in der odes ihres neugedieselbe wurde für erurtheilt. ilh. Bitter zu Vilund Versuch eines as Schuldig aus erurtheilt. Tappe zu HerringMenschen, welche Holland auch die seit ergriffen sind, men werde. Nicht getödteten sei unwürden angesteckt. ondon eine Fabrik ussischer Eisenbahnind in großen Mesorgfältig hergestellt Zergleichung derselPflicht, auf dieseligen bei mehreren ien sind, welche, auf schung an sich trawar auf weißem hwarzem Druck auf auch die Nummer haler lautend, am r Sprache mit laund Druck. lcher Coupons aus. ind. Auch in Berdepartement Youun, rande lustwandelte, Nein! entgegnete lag die Frau, durch den wäre, im Wasnach. Leute, die fe zu leisten. Doch Schwimmerin, hatte ihm und sich von el: Er liebt mich! gen, ohne schwim0 und amtliches Kreisblatt Lieresert, Halle Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsmann. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. N 123. Freitag, den 13. October 6 für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgi. Inserate 9 Pig. für die Borgis=Zeite. 48 Bestellungen auf den„Allgemeinen Anzeiger“ werden baldigst erbeten, damit die Auflagezahl zeitig genug festgestellt werden kann. Man abonnirt in Bielefeld in der Expedition, Obernstraße 4; auswärts bei der Post und bei den nachstehenden Agenten: in Halle: C. Harnisch; in Versmold: Buchbinder Kolbe; in Werther: Buchbinder Godt; in Gütersloh C. Bertetsmann; in Rheda: Buchbinder Schmidt; in Wiedenbrück: Buchbinder Breimann; in Rietberg: Buchbinder Bartscher. Die Expedition. Das 41. und 42. Stück der Gesetzsammlung enthält: Nr. 6167. Allerhöchster Erlaß vom 7. August 1865, betreffend die Verleihung der fiskalischen Vorrechte für den Bau und die Unterhaltung einer Chaussee im Kreise Gardelegen des Regierungsbezirks Magdeburg von Gardelegen über Weteritz, Jerchel und durch die Feldmark Jeseritz bis zur Herzoglich Braunschweigischen Grenze in der Richtung nach Calvörde. Nr. 6168. Allerhöchster Erlaß vom 14. August 1865, betreffend die Verlei: hung der fiskalischen Vorrechte für den Bau und die Unterhaltung einer Kreis=Chausse von Lasdehnen im Kreise Pillkallen bis zur Ragniter Kreisgrenze zum Anschluß an die Chaussee von Tussainen an der Tilsit=Gumbinnener Staatsstraße über Lobellen bis zur Pillkallener Kreisgrenze. Nr. 6169. Privilegium wegen Ausfertigung einer zweiten Serie auf den Inhaber lautender Kreis: Obligationen des Pillkallener Kreises im Betrage von 30,300 Thlr. vom 14. August 1865. Nr. 6170. Bestätigungs= und Konzessions=Urkunde für den zwischen der Aktiengesellschaft den Preußisch=Niederländischen Verbindungsbahn einerseits und der Bergisch=Märkischen und Rheinischen Eisenbahngesellschaft andererseits unter dem 16. März 1865 abgeschlossenen Vertrag bezüglich der Eisenbahnen von Viersen und Kempen nach der Preußisch=Niederländischen Landesgrenze bei Venlo, beziehungsweise für den Bau und Betrieb der letztgenannten Bahn an die Rheinische Eisenbahngesellschaft. Vom 15. August 1865. Nr. 6171. Bekanntmachung, betreffend die Allerhöchste Genehmigung der unter der Firma:„Elberfelder gemeinnützige Aktien=Baugesellschafte mit dem Sitze zu Elberfeld errichteten Aktiengesellschaft. Vom 23. August 1865. Bekanntmachung, betreffend die Allerhöchste Genehmigung der Abänderung des Artikel 40. des Statuts der Kölmschen FeuerVersicherungsgesellschaft. Vom 26. August 1865.“ Bestätigungs=Urkunde, betreffend den dritten Nachtrag zum Statute der Neisse=Brieger Eisenbahngesellschaft. Vom 30. August 1865. Bekanntmachung, betreffend die Allerhöchste Genehmigung der von der„Wittener Gas=Aktiengesellschafte wegen Abänderung des Gesellschafts=Statuts gefaßten Beschlüsse. Vom 2. Septbr. 1865. Vertrag zwischen Preußen und Würtemberg über Herstellung von Eisenbahnverbindungen zwischen Hohenzollern und Würtemberg. Vom 3. März 1865. Vertrag zwischen Preußen und Baden über Herstellung von Eisenbahnverbindungen zwischen Hohenzollern und Baden. Vom 3. März 1865. Bekanntmachung, betreffend die Anwendung des Gesetzes vom !1. Mai 1865, betreffend die Anlage von Eisenbahnen in den Hohenzollernschen Landen(Gesetz=Samml. vom Jahre 1865 S. 317. ff.), auf die von der Königlich Würtembergischen und von der Großherzoglich Badischen Regierung in den Hohenzollernschen Landen zu erbauenden Eisenbahnen. Vom 23. September 1865. Nr. 6178. Allerhöchster Erlaß vom 7. August 1865, betreffend die Auflösung der bisherigen Generalcomission zu Stendal und die Ueberweisung der=Auseinandersetzungsgeschafte im Regierungsbezirk Magdeburg an die Generalcommission zu Merseburg. Telannimachung. Die den Eingesessenen des hiesigen Amts zustehenden Einquartirungsgelder werden von dem Herrn Steuer=Empfänger Dießelhorst zu Bielefeld bei der Steuerhebung im Monat November c. ausgezahlt werden. Heepen, den 10. October 1865. Der Amtmann Barner. Anzeige. Indem ich den Eingesessenen meines Geschäftsbezirks davon ergebene Anzeige mache, daß ich meine Wohnung nach der Münsterstraße in das den Geschwistern Westheide gehörige Haus hierselbst verlegt habe, erlaube ich mir darauf aufmerksam zu machen, daß ich nunmehr eingerichtet bin, zum Behufe des öffentlichen Verkaufs hierfür qualificirte Sachen in meiner Wohnung aufzunehmen. Ich werde nun fortan jeden Monat an einem mindestens 3 Tage vor: her bekannt zu machenden Tage einen Verkaufstermin anberaumen, und können für denselben bestimmte Sachen in den ersten S Tagen des Monats bei mir deponirt werden. Der erste Verkauf findet Montag den 16. d. Morgens präc. 9 Uhr statt. Gütersloh, den 10. October 1865. Der Auctions=Commissar. C. Brinkmann. Hiermit beehre ich mich eine große Auswahl neu erhaltener Pelzwaaren, Erfurter Damen= und Kinderstiefelchen, Filz= und Seiden=Hüte nach den neuesten Fagon's, Corset's und Crinoline= Roll= und Sajett=Garn, gestrickte Schweiß= und UnterHerren= und Damen= Slips, Hosenträger, Regenschirme in Seide Alpacka und Baumwolle, Filzschuhe in allen Sorten, Glage= und Bucksking=Handschuh, Kappen in neuesten Fagon's, so wie meine übrigen Artikel, zur gefälligen Abnahme, unter Zusicherung billiger Preise, bestens zu empfehlen. Gütersloh, October 1865. W. Kirchhoff. Gesucht 2 Küpergesellen, Wochenlohn 2 Thlr. bei dauernder Beschäftigung. Böttchermeister Koch Borgholzhausen. Wechselcorns. Amsterdam 250 fl. kurz do. 2 Monat Hamburz 300 Mk. kurz do. 2 Monat 3(142⅛ 3 141 2½ 152¾ Getreide=Bericht. Cöln, 11. October. Weizen 5,25. Rogzen.15. Gerste 4,10. Hafer 4,9. v. 200. Pfd. Rüböl 16. Raff. 16,15. Berlin, 11. October. Weizen 48— 68. Roggen 43. Gerste 28—41. Haser22—27. Rüböl 14. Bielefeld, 5. October. Weizen 2, 14. Roggen 1, 22,6. Gerste 1. 18. Hafer 1,5. Bohnen 2, 5. Kartoffeln 20. Buchweizen 2. Heu 1. Stroh 22, 6. Rüböl 15. Raff. 15,15 Neueste Nachrichten. Deutschland. Se. königl. Hoheit der Kronprinz wird sich dem Vernehmen nach vor seiner Abreise nach Münster und England noch auf kurze Zeit nach Stettin begeben. Wie es heißt, soll bei den Ulanen=Regimentern eine neue niedrigere Form der Czapka's, und bei den Garde=Husaren eine neue Uniformirung nach ungarischer Art eingeführt werden. Neuere Eisenbahn=Unfälle werden zu Ministeral=Anordnungen führen. So sollen Bestimmungen hinsichtlich der geregelten Ablösung des Wärterpersonals und der Verwendung der geeigneten Locomotiven bei Schnellzügen ergehen. In Oesterreich sind kürzlich auch hierauf bezügliche Verfügungen erlassen worden. Kiel, 10. Okt. Nach einer Mittheilung ist das für die Marinebauten auf der Neergardswiese in Düsternbrook aufgestellte Rammgerüst durch den heutigen starken Nordoststurm eingerissen und sind dabei vier Arbeiter verletzt worden. Von der Jahde, 7. Okt. Nachdem jetzt in dem preußischen Hafenorte Heppens der Beweis geliefert ist, daß man auch in unseren Marsch= bezirken durch artesische Brunnen zu einem guten Quellwasser gelangen kann, soll man dort bereits mit den Vorbereitungen zu einem zweiten Bohrloche von noch größeren Dimensionen als das erstere beschäftigt sein, und zwar würde das erste Rohr einen Durchmesser von 22 Zoll erhalten. Unter Benutzung der bisher gemachten Erfahrungen gedenkt man in eine Tiefe von 650 Fuß zu dringen und mit der Arbeit in zwei Jahren fertig zu werden. Hannover 6. Okt. Der Berliner Personenzug, welcher gestern Abend um 10 Uhr hier hätte ankommen müssen, ist fast 5 Stunden später hier eingetroffen und hat nach Erzählung von Reisenden diese Verspätung darin ihren Grund, daß der Zug auf der brannschweigischen Station Neu=Wegersleben auf einen Güterzug gefahren ist, wodurch mehre Personen, wenn auch nicht erheblich, verletzt sein sollen. Die Abtheilung für Auswanderungs=Angelegenheiten im Verein für Erdkunde zu Dresden veröffentlicht eine Warnung vor Speculanten, die deutsche Arbeiter zur Auswanderung nach fernen Ländern verlocken. In Altenburg kamen vom 28. August bis 4. Okt. an Cholera im Ganzen 72 Erkrankungen und 38 Todesfälle, nämlich 58 Erkrankungen und 28 Todeofälle in der Stadt Altenburg und 14 der ersteren und 10 der letzteren in drei umliegenden Dörfern vor. München, 9. Okt., 1 Uhr Morgens.(Excesse beim Oktoberfest). Unter obigem Datum schreibt man, wie folgt: Seit dem vergangenen Abend dis jetzt ist die Umgebung der Westendhalle der Schauplatz arger Rubestörungen gewesen. Ein junger Mensch hatte auf der Festwiese durch cxcessives Benehmen seine Verhaftung veranlaßt. Da er Widerstand leistete, mußte ein Gendarm Gewalt brauchen. Ein Theil des Publikums nahm sofort Partei gegen den Gendarmen, und als derselbe, um größeres Aufsehen zu vermeiden, sich mit seinem Arrestanten in eine Droschke setzte, regnete es Steinwürfe auf dieselbe, so daß der Kutscher, für sich und sein Eigenthum fürchtend, sich weigerte, seine Fahrgäste weiter zu fahren. Kaum hatte der Gendarm den Wagen verlassen, als mit Stöcken auf ihn geschlagen und mit Steinen geworfen wurde. Der Gendarm machte, um sich gegen die Schläge zu vertheidigen, von seiner Waffe Gebrauch. Ein vierzehnjähriger Junge wurde verwundet, und nun stieg die Wuth der Leute aufs Höchste, und der Gendarm, dem der Arrestant längst entkommen, mußte vor den Hunderten, die ihn verfolgten, eiligst fliehen. Er flüchtete in die Westendhalle; seine Verfolger wollten ihm nach, aber schnell genug wurden die Thore vor der Menge geschlossen, die jedoch fortgesetzt versuchte, in das Haus einzudringen. Eine schnell herbeigerufene Patrouille von der Sendlingerthorwache wurde mit Schreien und Pfeifen empfangen. Immer mehr schwoll die Menge an, welche drohend die Herausgabe des Gendarmen forderte, der in Civilkleidern bereits aus dem Hause entkommen war. Eine Abtheilung Infanterie von der Hauptwache wurde nicht besser empfangen, als die Patrouille; auch neu von da herbeigezogene Verstärkungen vermochten nicht, die Menge zu zerstreuen, noch boten sie genügenden Schutz gegen die angedrobten Angriffe auf das Haus; von allen Seiten ruckte Milllat veran— Kürassiere, Artillerie und Infanterie— der Stadtcommandant selbst, der Polizeidirector und der Regierungspräsident von Oberbaiern erschienen persönlich. Lärm, Schreien, Pfeifen, Drohungen, selbst thätliche Angriffe auf einzelne Soldaten dauerten mehrere tunden. Die Aufforderung, den Platz zu räumen, wurde verlesen— umsonst; Reiter sprengten unter die Menge— vergeblich! Die Leute wichen pfeifend und schimpfend zurück, um im nächsten Augenblicke wieder zu kommen und das alte Spiel zu beginnen. Da(gegen 10 Uhr) schwunden, als die Menge neuerdings gegen die verschlossenen Thüren stürzte und um Herausgabe des Gendarmen schrie und ein Paar Gendarmen durchprügelte. Wieder kam das Militär, zahlreicher als zuvor. Einer Ansprache des Regierungs=Präsidenten und erneuten Aufforderung zur Ruhe und den Platz zu verlassen wurde nicht Folge geleistet; das Schreien und Pfeifen dauerte fort. Endlich schien dem Commandanten die lang bewiesene Geduld zu reißen und es wurden mehrere Angriffe befohlen(Nachts 12 Uhr) und mit scharfen Waffen eingehauen. Sehr viele Verhaftungen wurden vorgenommen und zahlreiche Verwundungen sollen vorgekommen sein. Sommerfeld, 5. Okt. Vorgestern früh fand in der Tuchfabrik von Paulig u. Weise eine Dampfkessel=Explosion statt, bei der vier Arbeiter (zum Theil Familienväter) sofort den Tod fanden, während zwei andere alsbald ihren Verletzungen erlegen sind, und noch andere, mehr oder minder schwer verletzt, darniederliegen. In Folge des Unglücks wurde außerdem das Kesselhaus völlig eingeäschert, wie auch zwei Stallgebäude niederbrannten. Ausland. Bei dem Stadthause in Brüssel, welches 1863 vom Blitz getroffen wurde, hat Melsens eine neue Art Blitzableiter eingerichtet. Das ganze Gebäude ist, wie Professor Schwarz berichtet, mit einem System von acht Drähten von verzinktem Eisen übersponnen, welche 1 Centim. dick sind. Sie sind mit den hervorragenden Punkten des Gebäudes, so wie mit den größeren Metallmassen desselben verbunden und kommuniciren mit einander in jeder Etage. Sämmtliche Leitungsdrähte sind am Boden in ein kleines Reservoir aus Gußeisen geleitet, an dessen Boden sich 3 Reiben von 8 galvanisirten, eben so diaen Eisendrähten befinden Die erste Reihe ist in einen tiefen Brunnen geleitet, die zweite mit den Wasserleitungs=, die dritte mit den Gasleitungsröhren verbunden, so daß die Communication stets gesichert ist. Durch Experimente hat Melsens nachgewiesen, daß ein elektrischer Funke stets sämmtlichen ihm dargebotenen Leitern folgt, falls diese an einem Punkte in Verbindung Westfalen und Rheinland. ließ der Stadtcommandant mit gefälltem Bajonette den Platz säubern, zu sein, so daß das Militär gegen halb elf Uhr abziehen konnte. Kaum aber waren die Soldaten verMünster, 6. Okt.(Die Festbauten) d. h. die Halle hinter dem Ständehause und die Estrade vor dem Schlosse, sind ihrer Vollendung nahe. Die Festhalle wurde für die Jubiläums Feier nothwendig, indem sich der vor wenigen Jahren erbaute neue Rathhaussaal für die Abhaltung größerer Festlichkeiten als nicht ausreichend erwiesen hat. In der Halle wi d das Haupt=Diner und auf dem Rathhause der Ball stattfinden. Iserlohn, 8. Okt. Vor dem Schwurgerichte in Hagen wurden gestern 4 Subjecte, die in diesem Frühjahr in dem nahen Lethmathe einen Husarenunteroffizier auf eine schauderhafte Art erschlagen hatten, jeder zu 20 Jahren Zuchthausstrafe verurtheilt. Köln, 10. Okt. Gestern Morgen fuhren bei Brühl dadurch, daß die Weiche nicht schnell genug gestellt war, der von Bingen kommende mit einem von hier abgefahrenen Personenzug ineinander, und stürzten mehrere Waggons um. Die Passagiere kamen zum Glück ohne Verletzungen mit dem Schrecken davon. Durch die Kölner Dombaulotterie ist dem Dombaufonds, nach Abzug der Geldgewinne und des Kaufpreises der Kunstwerke und der sonstigen Unkosten einschließlich der ihm zugefallenen Prämien, bestehend in zwei Geldprämien von je 1000 Thlrn. und in Kunstwerken zum Ankaufswerthe von 10,579 Thlr., ein Ueberschuß von ca. 177,000 Thaler verbleiden. Die Erbhuldigung in Lauenburg. Das Pieußische Königshaus hat seinen Ländern eine neue Erwerbung hinzugefügt: das Herzogthum Lauenburg steht seit dem 15. September unter dem Scepter des Königs von Preußen. Lauenburg gehörte in alten Zeiten zu den Ländern des großen sächsischen Fürstenhauses. Die Familie seiner eigenen Herzöge erlosch jedoch im Jahre 1689 und das Land wurde damals von dem Herzog von Braunschweig in Besitz genommen. Schon einmal batte das Herzog Lauenburg an Preußen fallen sollen. Als nämlich nach dem Sturz des Kaisers Napoleön der Länderbesitz in Europa durch die Friedensverhandlungen in Wien neu geordnet wurde, da erhielt Preußen auch Lauenburg. Der Besitz wurde aber damals nicht angetreten; Preußen tauschte vielmehr statt Lauenburgs das seit langer Zeit begehrte Neu Vorpommern ein, welches kurz vorher von Seitens Schwedens für Norwegen an Dänemark abgetreten war. So war denn Lauenburg seit 1815 im Besitze des Königs von Dänemark. Das Herzogthum wurde jedoch nicht mit den übrigen da rschlossenen Thüren id ein Paar Genslreicher als zuvor. zuten Aufforderung olge geleistet; das em Commandanten u mehrere Angriffe eingehauen. che Verwundungen der Tuchfabrik von i der vier Arbeiter ihrend zwei andere indere, mehr oder es Unglücks wurde zwei Stallgebäude om Blitz getroffen sichtet. Das ganze einem System von che 1 Centim. dick Gebäudes, so wie und kommuniciren gsdrähte sind am an dessen Boden ndrähten befinden sie zweite mit den ten verbunden, so erimente hat Melmtlichen ihm dare in Verbindung Halle hinter dem ihrer Vollendung sothwendig, indem al für die Abhalsen hat. In der r Ball stattfinden. i Hagen wurden nahen Lethmathe erschlagen hatten, ühl dadurch, daß Bingen kommende der, und stürzten Glück ohne Verufonds, nach Abistwerke und der rämien, bestehend Kunstwerken zum on ca. 177,000 eine neue Erwert dem 15. Sepern des großen Herzöge erlosch von dem Herzog teußen fallen soleön der Länderien neu geordnet wurde aber daLauenburgs das kurz vorher von eten war. des Königs von den übrigen däzischen Landen vereinigt, sondern behielt seine alte ständische Verfassung. Noch im Jahre 1853 wurden durch einen besondern Königlichen Erlaß die Rechte und die Verfassung Lauenburgs auf's Neue festgestellt: vornehmlich das Recht auf eine eigene stä dische Vertretung, auf die Zusimmung der Stände bei Ausschreibung neuer Steuern und jeder sonstigen Veränderung im Steuerwesen, auf die Zuziehung der Stände bei dem Erlaß neuer oder der Abänderung bestehender Gesetze, endlich das Petionsrecht der Stände. Die ständische Vertretung, die Lauenburgische Ritter= und Landschaft besteht aus dem Erb=Landmarschall, zwei von der Ritter= und Landschaft selbst auf Lebenszeit gewählten Landräthen und aus 15 gewählten Abgeordneten, und zwar 5 Vertretern der Ritterschaft, 5 Abgeordneten der drei Städte(Ratzeburg, Lauenburg und Mölln) und 5 Vertreter des bäuerlichen Grundbesitzes. Die Verfassung und die Rechte des Herzogthums Lauenburg sind von der dänischen Regierung während des ganzen Verlaufs der dänischen Herrschaft jederzeit geachtet und gewahrt worden, so daß weder die Lauenburgische Bevölkerung noch der deutsche Bund in Betreff Lauenburgs Beschwerden ähnlicher Art zu erheben hatte, wie in Betreff SchleswigHolsteins. Auch wegen des Besitzrechts der dänischen Krone an Lauenburg konnte bei dem Tode des letzten Königs von Dänemark keinerlei Zweifel entstehen: denn Lauenburg war nicht durch bestrittenes Erbrecht, sondern eben durch den unzweifelhaft zu Recht bestehenden Vertrag von 1815 an die dänische Krone gekommen. Als nun die Streitigkeiten des deutschen Bundes mit Dänemark und in zwei erer Folge der Krieg der deutschen Großmächte gegen die dänische Monarchie ausbrach, da handelte es sich zunächst nicht um Lauenburg, sondern lediglich um Schleswig=Holstein. Nach dem Verlauf des Krieges aber, nachdem für die Befreiung Schleswig=Holsteins von der Fremdherrschaft immer größere Opfer gebracht worden, sah sich die Regierung unseres Königs veranlaßt, den schließlichen vollständigen Sieg der deutschen Waffen dazu zu benutzen, alle deutschen Besitzungen Dä nemarks mit einem Male für Deutschland wieder zu gewinnen und mit Schleswig=Holstein zugleich auch Lauen urg von Dänemark zurückzuverlangen. Im vorjährigen Frieden von Wien trat der König von Dänemark in der That nicht blos Schleswig=Holstein, um welches der Krieg geführt worden, sondern auch das Herzogthum Lauenburg an den Kaiser von Oesterreich und an den König von Preußen ab. Kaum war diese Abtretung erfolgt, so wandte sich die Landesvertretung von Lauenburg an unseren König mit der Bitte, dahin wirken zu wollen, daß das Land als ein eigenes deutsches Herzogihum und unter Beibehaltung seiner bisherigen Landesverfassung mit der Krone Preußen vereinigt werde. Der König nahm diesen Wunsch der Lauenburgischen Bevölkerung als ein Zeichen entgegenkommenden Vertrauens huldvoll auf und versprach, bei den weiteren Verhandlungen mit dem Kaiser von Oesterreich für die Erfüllung desselben zu wirken. Dank dem bereitwilligen Entgegenkommen Oesterreichs ist diese Erfüllung schon nach kurzer Zeit eingetreten: bei den jüngsten Verhandlungen in Gastein ist das Schicksal Lauenburgs nach dem Wunsche der dortigen Bevölkerung und nach dem Wunsche Preußens entschieden worden. Während über Schleswig=Holstein eine endgültige Bestimmung noch nicht getroffen werden konnte, ist das Herzogthum Lauenburg von dem Kaiser von Oesterreich für eine Geldentschädigung alsbald dem König von Preußen zum alleinigen Besitz überlassen worden. Auf Grund dieser Abtretung fand zunächst am 15. Septbr. d. J. die feierliche Besitzergreifung von Lauenburg durch den dazu von Sr. Majestät den König bestellten Kommissarius, den. Staats=Minister Grafen Arnim=Boitzenburg statt. Das Königliche Patent, welches bei der Besitzergreifung verkündet wurde, lautet wie folgt: „Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Prrußen 2c. thun hiermit Jedermann kund und zu wissen: Nachdem Se. Majestät der König Christian IX. von Dänemark in dem zu Wien am 30. October 1854 abgeschlossenen Friedenstractat Seine Rechte an das Herzogthum Lauenburg an Uns und Se. Majestät den Kaiser von Oesterreich gemeinschaftlich abgetreten; und nachdem Se. Majestät der Kaiser Franz Joseph l. von Oesterreich Seinen Antheil an diesen Rettten durch die am 14. August dieses Jihres zu Gastein verabredete und am 20. desselben Monats zu Salzburg zwischen Uns abgeschlossene Vereinbarung Uns überlassen hat, so nehmen Wir, in Erfüllung des von der Lauenburgischen Landesvertretung ausgesprochenen Wunsches, dieses Herzogthum in Kraft des gegenwärtigen Patents mit allen Rechten der Landeshoheit und Oberherrlichkeit in Besitz, fügen unseren Titeln den eines Herzogs von Lauenburg bei, und wollen, daß das Herzogthum Lauenburg in Unserm Königlichen Hause nach den für ie Erbfolge in der Krone Preußen bestehenden Grundsätzen vererben soll. Wir entbieten allen Einwohnern des Herzogthums Unseren landesväterlichen Gruß, und gebieten ihnen, Uns fortan als ihren rechtmäßigen Landesherrn anzuerkennen, Uns und Unseren Nachfolgern den Eid der Treue zu leisten und Unseren Gesetzen und Anordnungen nachzuleben, wogegen Wir sie Unseres landesherrlichen Schutzes versichern und versprechen, daß Wir sie gerecht regieren, das Land und seine Bewohner bei ihren wohlerworbenen Rechten schützen und Unsere landesväterliche Fürsorge auf die Wohlfahrt derselben richten wollen. Zu Unserm Minister für Lauenburg haben Wir Unsern MinisterPräsidenten und Minister der auswärtigen Angelegenheiten, von Bismarck=Schönhausen, ernannt, und demselben befohlen, die Regierung nach Maßgabe der im Herzogthum bestehenden Gesetze und Landesordnungen zu fuhren, wollen auch alle Beamte des Herzogthums, nachdem Uns dieselben den Eid der Treue geleistet haben werden, in ihren Anstellungen bestätigen und belassen. Wir beauftragen Unseren Staats=Min ster Grafen von ArnimBoitzenburg, von dem Herzogthum Lauenburg hiernach in Unseren Namen und Auftrag Besitz zu ergreifen, die obersten Behörden des Landes in Eid und Pflicht für Uns zu nehmen und ihnen den Auftrag zu Vereidigen der übrigen Beamten zu ertheilen, indem wir die Erbhuldigung des Landes bis zu dem Zeitpunkt vorbehalten, wo es Uns möglich sein wird, dieselbe in eigener Person entgegen zu nehmen. So geschehen Berlin, den 13. September 1865. Wilhelm v. Bismarck. Während dieses Königliche Patent im Regierungsgebäude zu Ratzeburg verlesen und die Lauenburgischen Beamten für den König von Preußen als Herzog von Lauenburg in Eid und Pflicht genommen wurden, waren draußen die Preußischen Fahnen aufgezogen und die Preußischen Wappen angeschlagen worden, unter lauten Freudenbezeugungen der Bevölkerung. Gleich nach erfolgter Besitzergreifung aber wandte sich die Ritterund Landschaft mit der Bitte an den König, daß derselbe bald auch persönlich die Huldigung des Landes entgegen nehmen möge. Se. Majestät hat diesem Gesuche huldreich gewillfahrt. Am 25. September begab sich Se. Majestät zur Erbhuldigung nach dem Herzogthum Lauenburg. An der Grenze des Landes, in Büchen, wurde der König von einer Deputation der Stände empfangen, deren Führer folgende herzliche Worte an Se. Majestät richtete: „Majestät! Willkommen im Lande Lauenburg! Lauenburg sehnt sich nach einem Herrscher; es wünschte längst in den ruhigen Hafen einzulaufen. Die Lauenburger sind biedere, treue Unterthanen, die in guten und bösen Tagen zu ihrem Herrscher halten. Wir danken Gott und freuen uns, daß ein Deutscher Fürst unser Herrscher ist. Wir danken Gott und freuen uns, daß der König von Preußen unser Herzog ist; denn Preußen ist der Hort Deutschland; seine geregelte Macht schützt unser deutsches Recht und deutsches Wesen bis weit über die Grenzen hinaus. Wir danken Gott und freuen uns, daß König Wilhelm unser allergnädigster Herzog und Herr sein will. Wir haben Ew. Majestät Königswort, uns gerecht nach Landessitte und Landesrecht regieren zu wollen; das genügt uns; wir halten kes heilig; wir vertrauen fest darauf. Majestät, so danken wir Gott und so freuen wir uns. Wir bitten aber auch den lebendigen Gott, er wolle gnädigst Ew. Königl. Majestät schirmen und segnen, das ganze Königliche Haus; er wolle Preußen von einem edlen Volke bewohnt, segnen und das nunmehr fest mit ihm durch den Landesvater verbundene Lauenburg. Preußens Glück ist Lauenburgs Glück, Preußens Wehe Lauenburgs Wehe. So segne Gott Ew. Majestät beim Eintritt in Lauenburg. Se. Majestät König Wilhelm I. von Preußen lebe hoch! 2c.“ Se. Majestät der König erwiederte darauf Folgendes: „Ich freue mich, nachdem ungewöhnliche Verhältnisse uns zusammengeführt, mich zum ersten Male in Ihrer Mitte befinden und zwar früher, als ich es erwarten konnte, seitdem Ihre Vertreter mir den Wunsch danach ausgesprochen hatten. Ich komme mit vollem Vertrauen Ihnen entgegen und freue mich der Worte, aus denen ich vernommen, daß auch Sie Vertrauen in mich und meine Regierung setzen! Das verspricht Glück für die Zukunft, und es ist mir eine gute Vorbedeutung, daß die Vereinigung Ihres schönen Landes mit Preußen in dasselbe Jahr fällt, wo vier Provinzen mir gedankt, daß die Verheißungen welche meine glorreichen Vorfahren ihnen zur Zeit ihrer Vereinigung mit unserem, jetzt gemeinschaftlichen Vaterlande gegeben, so vollständig erfüllt worden sind. Die Blüthe, Wohlhabenheit und Zufriedenheit dieser Provinzen läßt mich mit um so größerer Zuversicht zu Ihnen kommen, als ich Ihnen den besten Willen für Ihr Wohl entgegentrage. Möge dies auch eine gute Vorbedeutung für Sie sein!" Die feierliche Erbhuldigung fand am 26. September in der St Petrikirche zu Ratzeburg statt. Se. Majestät der König und Se. Königliche Hoheit der Kronprinz, begleitet von dem Minister für Lauenburg Grafen Bismarck und zahl „reichem glänzenden Gefolge wurde am Eingange der Kirche unter dem Geläute aller Glocken von dem ersten Geistlichen des Landes, dem Superintendenten Brömel empfangen und zu dem gegenüber dem Altar errichteten Throne geführt. Neben dem Throne rechts nahm der Kronprinz, links der Graf Bismarck Platz, weiterhin auf beiden Seiten die Ritter= und Landschaft, die Generale, hohen Beamten und Würdenträger. Der Gesang des Liedes:„Allein Gott in der Höh' sei Ehr,“ leitete die Feierlichkeit ein, worauf der Superintendent die Festrede über den Text: 1. Petri 2, 13—16 hielt:„Seit unterthan aller menschlichen Ordnung, um des Herrn Willen, es sei dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten als den Gesandten von ihm zur Vergeltung über die Uebelthäter und zum Lobe der Frommen.“ Er theilte seine Rede in drei Theile, in das Bekenntniß, daß es den Lauenburgern schwer geworden sei, sich an den Gedanken einer neuen Herrschaft zu gewöhnen, weil die bisherige Herrschaft gütig und mild gegen sie gewesen sei, in der Versicherung, daß eben deswegen, weil die Lauenburger nicht rasch zu andern Gefühlen überzugehen verständen, sie es auch ernst mit dem zu leistenden Erbhuldigungseide meinen würden, dankte, daß der König versprochen, die wohlerworbenen Rechte jedes Einzelnen im Lande zu wahren und ermahnte, daß Rechte und ihre Ausübung nicht denkbar wären ohne Pflichten und deren gewissenhafte Erfüllung; endlich aber schilderte er die Wichtigkeit des nun zu leistenden Eides in dem durchgeführten Vergleich desselben mit einem Anker, der auch nicht für gutes Wetter und gute Zeit, sondern für Ungewitter und böse Tage vorhanden sei, damit es dann etwas gäbe, woran man sich halten könne. Nach dem Gesang zweier Verse des Liedes:„Komm heil'ger Geist“ nahm der Minister für Lauenburg Graf Bismarck Namens Sr. Majestät des Königs die Erbhuldigung der Ritter= und Landschaft entgegen. Die Eidesformel, welche der Minister vorlas, lautet wie folgt: „Ihr sollt schwören zu Gott dem Allmächtigen und Allwissenden einen leiblichen Eid und thun eine rechte Erbhuldigung dem Allerdurchlauchtigsten Großmächtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Wilhelm, Könige von Preußen und Herzoge von Lauenburg, Eurem Allergnädigsten Herzoge als Eurem rechtmaßigen Landesherrn und Erbherzoge und dem gesammten Königlichen Hause in der bestimmten Successions=Ordnung zu allen Zeiten treu, gehorsam, gewärtig und unterthänig zu sein, Höchstdero Bestes nach Vermögen zu fördern, Schaden und Nachtheil aber abzuwenden, und Euch überhaupt so zu verhalten, wie es treuen Unterthanen gegen ihren rechtmäßigen Landesherrn, überall eignet und gebühret.“ Nachdem der Minister die anwesenden Mitglieder der Ritter= und Landschaft gefragt, ob sie gesonnen wären, diese„rechte Erbbuldigung“ zu thun, trat zuerst der Erblandmarschall v. Bülow vor den Thron und leistete mit erhobener Stimme und zum Schwur ausgestreckten Fingern, nach Verlesung des vollständigen Titels der Könige von Preußen, in seinem Namen und Namens des Lauenburgischen Landes den Eid, worauf alle einzelnen zur Eidesleistung Berufenen nach einander ebenfalls vor den Thron traten und die verpflichtende Endformel des Eides so lange wiederholten, bis Alle persönlich geschworen hatten. Se. Majestät der König nahm diese Huldigung auf dem Throne stehend an. Mit dem Schlußverse des Liedes:„Komm heil'ger Geist,“ mit Gebet und Segen endete die Feier. Am Nachmittage gaben die Stände dem neuen Landesherrn ein Festmahl, bei welchem der Erblandmarschall v. Bülow einen Trinkspruch auf das Wohl des Königs ausbrachte, in welchem er sagte: die Lauenburger hätten dem Könige erst heute gehuldigt, ihre Herzen aber gehörten ihm schon lange. Der König trank darauf mit folgenden Worten auf das Wohl seines neuen Landes: „Ich erhebe mein Glas, um es auf das dauernde Wohl meines Herzogthums Lauenburg zu leeren. Sie haben heute mir an heiliger Stätte das Gelübde der Treue geleistet, aber dort auch die Worte gehört, die mir aus der Seele gesprochen waren. Es wurde gesagt, daß Sie sich nicht leicht an den Gedanken gewöhnt, einem anderen Herrn anzugehören, denn Sie sind von Ihrer früheren Regierung mit Liebe und Freundlichkeit behandelt worden; aber die Verkettung der Dinge hat es gefügt, daß Sie, nachdem der Uebergang geknüpft ist,— mich jetzt freudig als Ihren Landesherrn begrüßen. Als ein schönes Pfand für das zukünftige Verhältniß zwischen uns sehe ich die Freudigkeit an, die mir hier überall entgegentritt. Ich trinke also auf das Wohl meines Herzogthums Lauenburg, seiner Bewohner und der hier anwesenden Vertreter derselben. Am 27. September besuchte Se. Majestät auf der Rückkehr nach Berlin noch die beiden andern Städte des Landes, Lauenburg und Mölln. Die allgemeinen und herzlichen Freudenbezeigungen, welche den Monarchen auf seiner Reise durch das neu erworbene Land begleiteten, geben in Wahrheit ein schönes Pfand dafür, daß die Lauenburgische Bevölkerung dem König von Preußen mit dem vollen Vertrauen entgegenkommt, welches die Regierung der Hohenzollernschen Fürsten seit Jahrhunderten bei allen Völkern ihres fort und fort wachsenden Reiche gefunden und in so hohem Maaße gerechtfertigt hat. Gott segne auch ferner Preußen und sein Könighaus, Gott segne Lauenburg im innigen Verbande mit Preußen. (Amtsblatt.) Eine Katzengeschichte. (Fortsetzung.) „Oh,“ säuselte der Amtmann einen riesigen Trüffel betrachtend, den er auf die Gabel gespießt hatte. Dann vertraute er ihn vorsichtig den Lippen an, ließ ihn auf der Zunge schweben. „Trinken Sie,“ erinnerte der General. „Köstlich, köstlich,“ hauchte der Amtmann mit verzückten Augen und setzte das Glas nieder.0 „Köstlich, köstlich,“ echoeten Flohtrog und Gifthorn, die andächtig mit ihren Tellern beschäftigt gewesen waren und nun auch getrunken hatten. Der Amtmann nahm wieder ein Bissen auf die Gabel und führte ihn zum Munde. Jetzt bewegte er aber die Kinnbacken, strengte sich sofort einigermaßen an und ein Schatten flog über sein bisher sonniges Gesicht. 9 „Der Hase scheint nicht jung gewesen zu sein,“ bemerkte er gedehnt. „Unmöglich,“ behauptete der General und fiel ohne Zögern mit einem Eifer über seinen Teller her, als ob er eine vierundzwanzigstündige Enthaltsamkeit von aller Nahrung wieder einzubringen habe. „Ich wollte ich hätte ein Glas Wasser,“ sagte Emilie zu Eduard gewendet. Sie war offenbar erhitzt; eine tiefe Röthe breitete sich ihr über Stirn und Wangen.„Ein Glas Wasser!" wiederholte sie lauter gegen die Bedienten am Schenktische. Aber die Bedienten und die Jäger am Schenktische sahen nicht unb hörten nicht. Sie hatten unter einander zu wispern und zu lachen, und stießen sich an und blickten und nickten verstohlen nach der Gesellschaft hin. „Scheller! Scheller!“ rief Eduaed auffahrend den Jäger. „Schaller, lieber Eduard," begütigte und verbesserte die Braut. „Einerlei, Schaller oder Scheller,“ zürnte der Verlobte, und gegen den Herbeteilenden gewendet,„wenn Sie Ihre Schuldigkeit versäumen, werde ich Ihnen eine Schelle anhängen, die Ihnen Ihr ganzes Leben lang vor den Ohren läuten soll.„Ein Glas Wasser!“ Der General hatte längst seinen Teller geleert. Der Amtmann speisete mit noch merklicherer Bedächtigkeit als vorher und trank fast nach jedem Bissen. Er dachte bei sich: ich bin ein Opfer des Anstandes; schrecklicher Weise kann ich das Fleisch nicht liegen lassen, wenn ich die Trüffeln verzehre; ich begreife nicht, wie man in der Küche des Generals einen solchen nichtsnutzigen alten Hasen nur einmal der Mühe des Abhäutens werth gehalten hat. Das Fleisch ist allerdings hart und zähe, dachte Flohtrog kauend und kauend, und wird allein durch die Zuthaten genießbar, aber gerade insofern ist es ein Bild der Wirklichkeit, wie sie verschönert und erträglich gemacht wird durch Dichtung und Kunst. Und schweigend verzehrte er das Dasein und dessen Verklärung und fügte noch eine weitere Würze hinzu durch einen kühlen Trunk. Das Fleisch ist freilich zähe, dachte Gifthorn und schluckte, aber in solcher Weise zubereitet mag mir meine Frau Sohlleder oder ihre Sprachwerkzeuge vorsetzen; ich werde ihrer mächtig. So räumte er tapfer und unverdrossen auf was vor ihm stand und stärkte und erweiterte Magen und Seele durch kampfdurstige siegesfrohe Züge aus dem blinkenden Glase.. 142 „Noch ein Glas Wein, meine Herren,“ sagte der General als die Arbeit allseitig gethan war;„ich bringe es Ihnen allein.“ Sie tranken sämmtlich aus bis zur Nagelprobe. Der General sah mit sichtlichem Wohlgefallen um sich; Emilie fand sich erleichtert und griff hastig nach der vor ihr stehenden silbernen Schelle, um der Dienerschaft das Zeichen zum Abnehmen zu geben. Dann wendete sie sich lächelnd an Gifthorn. „Wir wollen gleich auf das Wohlsein unserer Liebsten anstoßen.“ (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. merkwürdige Mähr wird an der Grenze des Bezirks Lichtenwald(Kärnten) unter der Bevölkerung erzählt und geglaubt: Es soll nämlich einem Fuhrmanne die Cholera in Gestalt eines alten Weibes auf der Straße erschienen sein und ihm gesagt haben, sie fahre jetzt nach Krain, gehe dann nach Kärnten und komme endlich nach Steiermark zurück, wo sie sich ihre Opfer holen wolle. Diese Fabel macht unter der Landbevölkerung eine wahre Sensation. Dienstag, 2 Redigirt un Druck und 2 Be werden be gestellt we dition, L nachstehen! Buchbinde C. Bertel brück: Bi ist in dem For Verfahren Häuser=Ann C.(Formul erfolgt, diest wegen aufg Die u hat zur Fol nämlich die bekannt wir schriftsmäßig 17 des Gese erlassen wir Ew. H die Verwalt genommene neten Fortse Minder De Weiteres w zwar aus be abgefertigt. Bertin. Dem C trag gestatte durch seinen desche, auf Bielefe D6 Der Win landwirthsch beginnt am Heepen,d 2