Finsterniß; aber es ik; immer näher kam eiteten meine Niederd f r e u d i g d a h i n g e g e fer und tiefer, vom A umgab mich. Ich hen, ausgenommen, auch das war mir leuchtete so intensiv, daß die gewaltsamen mir das Blut aus und schwankte wie heftig hin= und herselben festzuhalten. ies bei einem Unwetem hatte ich keinen inger— doch was , der Regen strömte keine Augen erhielten fand mich nicht weit ich mit einer Schneltraste.— Es konnte Joden ankommen; ich hen fest und wartete bleiben konnte. In daß ich weit hinaus nach dem Falle die von theilnehmenden mich Mr. Styles ommen habe. ücken. nochmal„Blitz und abend wurden gegen rostete Trauben, zu Keller zu Hochheim man nicht mehr in hohen Keller gehen, obgleich die Gährmit frischem Wasser ur Vorsicht bei dem öhnliche Menge von se Menge von Zucker Ruländermost 105 Grad. dem Namen„Heirr Christian Krämer, il unserer socialen hne alle Mittel zur werden. Durch den en Ehestand treten, enutzung ihrer Inr Sparsamkeit, ein chern. Dieses Ziel amtlicher wirklichen Ehestand tritt, ein des ihm aus dem in baaren Einlagen e Hälfte bleibt ihm Vereinskasse. Die eigern sich mit der re sind solche Mittragen, daß jungen größer ihre Anzahl Umfang kann deer Weinbauern zu Traube der dortiißig(?) Flaschen r Nähe von Köln Schwere geschnitten s wird von den O und amtliches Kreisblatt Liereserd, Halle Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verautwortlichkeit von W. Bertelsmann. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgzi. Inserate 9 Pig. für die Vorgis=Zeile. Ne 121. Sonntag, den 8. October W 1865. 14 Bestellungen auf den„Allgemeinen Anzeiger werden baldigst erbeten, damit die Auflagezahl zeitig genug festgestellt werden kann. Man abonnirt in Bielefeld in der Expedition, Obernstraße 4; auswärts bei der Post und bei den nachstehenden Agenten: in Halle: C. Harnisch; in Versmold: Buchbinder Kolbe; in Werther: Buchbinder Godt; in Gütersloh: C. Bertetsmann; in Rheda: Buchbinder Schmidt; in Wiedenbrück: Buchbinder Breimann; in Rietberg: Buchbinder Bartscher. Die Expedition. Bekanntmachung. In der am heutigen Tage in Gegenwart eines Notars öffenklich bewirkten Verloosung von Schuldverschreibungen der 4½=prozentigen Preuß. Staats= Anleihe der Jahre 1818, 1854, 1855 A. 1857 und 1859 sind die in der Anlage verzeichneten Nummern gezogen worden. Dieselben werden den Besitzern mit dem Bemerken gekündigt, daß die in den ausgeloosten Nummern gezogen worden. Dieselben werden den verschriebenen Kapitalbeträge vom 1. April k. I. ab täglich, mit Ausschluß der Sonn= und Festtage und der zu den monatlichen Kassen=Revisionen nöthigen Zeit in den Vormittagsstunden von 9 bis 1 Uhr bei der Staatsschulden=Tilgungskasse hierselbst, Oranienstraße Nr. 94, gegen Quittung und Rückgabe der Schuldverschreibun: gen mit den dazu gehörigen erst nach dem 1. April k. J. fälligen Zins=Coupons nebst Talons baar in Empfang zu nehmen sind. Die Einlosung der Schuldverschreidungen kann auch bei den Königlichen Regierungs=Haupt=Kassen bewirkt werden. Zu diesem Zwecke sind die Schuldverschreidungen nebst Zubehör denselben einzureichen, welche sie hier zur Prüfung vorlegen und ihre Auszahlung nach dem Rückempfang besorgen werden. Der Gelbetrag der etwa fehlenden, unentgeltlich mit abzuliefernden ZinsCoupons wird von dem zu zahlenden Kapitale zurückbehalten. Formulare zu den Quittungen werden von den gedachten Kassen unent: geltlich verabreicht. Die Staatsschulden=Tilgunskasse kann sich in einen Schriftwechsel mit den Inhabern der Schuldverschreibungen über die Zahlungsleistung nicht einlassen. Zugleich werden die Inhaber der in der Anlage bezeichneten, nicht mehr verzinslichen Schuldverschreibungen der Anleihen aus den Jahren 1848, 1852, 1853, 1854, 1855., 1857 und 1859 welche in den früheren Verloosungen (mit Ausschluß der am 13. März d. J. stattgehabten) gezogen aber bis jetzt noch nicht realisirt sind, an die Erhebung ihrer Kapitalien erinnert. In Betreff der am 13. Mäcz d. J. ausgelosten und zum 1. October d. J. gekündigten Schuldverschreibungen wird auf das an dem ersteren Tage bekannt gemachte Verzeichniß Bezug genommen, welches bei den Regierungs: Haupt=Kassen, den Kreis=, den Steuer= und den Forstkassen, den Kämmereiund anderen größeren Kommunal=Kassen, sowie auf den Bureaux der Landräthe und Magistrate zur Einsicht offen liegt. Berlin, den 14. September 1865. Hauptverwaltung der Staatsschulden.### .„ v. Wedell.— 0 82 k . Wir machen, bei Veroffentlichung vorstehender Bekanntmachung, noch Einlscunsde Leiuch Nachtheile aufmerksam, welche durch die nicht rechtzeitige ooseten Schuldverschreibungen enistehen mit dem Be########## vie Vrrtoosungslisten in den Geschäftslocalien sämmtlicher Landnuche, Magistrate, Amtmänner, der Regierungs=Haupt=Kasse und den Steuerkassen zur Einsicht offen liegen. Minden, den 23. September 1865. Söatgliche Regierung, Beranntmachung. und Schmezichen.. ad beträgt für den Verkehr zwischen Preußischen Brief 4 Sar. 8 Pk. und siag. Porio für dea einsachen frankrien General=Post: Amt. v. Ppilipsborn. Die zum Verkauf an die Preußische Bank bestimmten Wechsel auf Minden sind künftighin nicht mehr, wie bisher an das Königliche BankComtoir in Münster, sondern an die Königliche Bank=Commandite in Minden zu giriren. Bielefeld, den 7. October 1865. Königliche Bank=Comandite. Die Nummerliste über die am 14. September c. stattgehabte Verloosung von Schuldverschreibungen der 4½ procentigen Preußischen Staats=Anleihen der Jahre 1848, 1854, 1855 A. 1857 und 1859 liegt im hiesigen Amtslo= cale zur Einsicht des betheiligten Publicums offen. Halle, den 4. October 1865. Der Amtmann. v. Eggers. Bekanntmachung. Die Wahlen der Gemeinde Verordnung für die mit ulto Decdr. c, ausscheidenden Mitglieder, finden gemäß§. 28 der Landgemeinde= Ordnung im folgenden Terminen statt. 1. Gemeinde Bracke 1. und 3. Abtheilung Mittwoch den 8. Novbr. c. Nachmittags 2 Uhr in der Schule zu Bracke. 2. Bauerschaft Schildesche 2. und 3. Abtheilung Mittwoch den 8. Novbr. c. Nachmittags 4 Uhr bei Colon Höner zu Altenschildesche. 3. Gemeinde Gellershagen 2. Abtheilung Donnerstag den 9. Novdr. c. Nachmittags 2 Uhr bei Colon Flehmann Nr. 6 daselbst. 4. Gemeinde Theesen 1. und 2. Abtheilung Donnersstag den 9. Novbr. c. E Nachmittags 4 Uhr bei Meyer zu Drewer Nr. 1 daselbst. 5. Gemeinde Vilsendorf 1. und 3. Abtheilung Freitag den 10 Novbr. ke. Nachmittags 4 Uhr in der Schule daselbst. 6. Gemeinde Kirchdorf Schildesche, 1. 2. und 3. Abtheilung Sonnabend den 11. Novdr. c. Nachmittags 3 Uhr in der evangelischen Schule. 7. Gemeinde Niederjöllenbeck, 1. 2. und 3. Abtheilung Dienstag den 14. Novbr. c. Nachmitags ½3 Uhr im Confirmandensaale zu Jöllenbeck. 8. Gemeinde Oberjöllenbeck, 1. 2. und 3. Abtheilung Dienstag den 14. Novdr. c. Nachmittags 4 Uhr daselbst. Das Verzeichniß der stimmberechtigten Gemeindeglieder liegt vom 9. October in der hiesigen Amtsstude offen und werden die Wähler zu dem Termine hiermit eingeladen. * Schildesche, den 7. October 1865. Der Amtmann. Meyer. Die diesjährigen Herbst=Appels im Bezicke des 3. Batailons(Bielefeld), 2. Westfälischen Landwehr=Regiments Nr. 15 werden in folgender Weise adehalten werden: A. für die Königliche 12. Compagnie. Am 12. October zu Kaunitz Vormittags 11 Uhr „ 13.„„ Rietberg„ 10„ „ 14.„„ Wiedenbrück 10„ „ 16.„ g Herzebrock Nachmittags 3½„ B. für die Königliche 10. Compagnie. Am 17. October zu Halle Vormittags 11 Uhr „ 18.„„ Hesselteich 11„ „ 19.„„ Künsedeck„ 10„ „ 20.„„ Werther 10„ C. für die Königliche 9. Compagnie. Am 21. October zu Lenzinghausen Vormittags 10½ Uhr „ 23.„„ Besenkamp„ 10„ * 24.„„ Laar 10„ „ 25.„„ Schildesche 10„ D. für die Königliche 11. Compagnie. Am 26. October zu Oldentrup Vormittags 10 Uhr „ 27.„„ Bielefeld(Stadt)„ 10„ „ 28.„„ Bielefeld(Feldmark)„ 10„ „ 30.„ n Kupferhammer 10„ „ 31.„„ Gütersloh„ 10½* Ich bringe diese Termine hiermit zur Kenntniß der Reservisten, Wehrmänner und Trainsoldaten, mit dem Bemerken, daß di ejenigen Appellpflichtigen, welche ohne genügende, bei der Compagnie vorher angebrachte, oder bei plötz: lich eingetretener Verhinderung zur Stelle gesandte, vorschriftsmäßig begründete Entschuldigung nicht erscheinen, den bestehenden Bestimmungen ge. mäß zur Strafe gezogen werden. Bielefeld, den 8. September 1865. Bünte, Major und stellvertretender Bataillons=Commandeur. Kirchlicher Anzeiger. Altstädter Rirche. Hauptgottesd.: Superintendent Müller. Nachmittagsgsd. fällt wegen der Stiftungsfeier des Rettungshauses in Schildesche aus. Reustädter Rirche. Hauptgottesdienst: Pastor Niemeyer. Wechselcours. Amsterdam 250 fl. kurz do. 2 Monat Hamburg 300 Mk. kurz do. 2 Monat London 1 Lstrl. 3 Monat Paris 300 Fr. 2 Monat Wien 150 fl. 8 Tage do. do. 2 Mon. Augsburg 100 fl. 2 Mon. Frankfurt 100 fl. 2 Mon. Leipzig 100 Thlr. 8 Tage do. 3 Monat Petersburg 100 R. 3 W. do. do. 3 M. Warschau 90 R. 8 Tage Bremen 100 Thlr. 8 Tage Geldcours. Ausl. Pistolen.16. Napoleonsd..12. Holl. 10= Guld. 5,16. Lo. Sterl. 6,23. Fünffre. 1, 10,3. Franz. Kronth. 1,16,9. Brab. Kronth. 1,16. Goldkronen.10. Dollars 1,12.3. 142½ 141¾ 152¼ 151 .22½ 80½ 92¾ 92¾ 56 18 56 20 99⅞ 98 86½ Bielefeld, 30. Septbr. Weizen 2, 14. Roggen.22.6. Gerste 1. 18. Hafer.5. Bohnen 2, 5. Kartoffeln 20. Buchweizen 2. Heu 1. Stroh 22,6. Rüböl 15. Raff. 15,15. Witterungsberichte. Den 6. October. Barom. Therm. Wind und Par. Lin. Reaum. Himmelsansicht Paris 339 11 O. heiter. Brüssel 338 8 N. heiter. Petersburg 339 4 N. bedeckt. Gröningen 339 7 NO. heiter. Memel 341 1 RW. bedeckt. Königsberg 341 1 NO. heiter. Stettin 340 7 O. heiter. Berlin 338 7 O. heiter. Breslau 334 4 O. helter. Münster 337 7 SO. heiter. Cöln 337 7 O. heiter. Trier 335 8 SO. heittr. 5½ 85½ 6 78 4(111 Getreide=Bericht. Cöln, 6. October. Weizen 5,25. Roggen 4,15. Gerste 4,10. Hafer 4,9. v. 200. Pfd. Rüböl 16. Raff. 16,15. Berlin, 6. October. Weizen 48— 68. Roggen 43. Gerste 28—41. Hafer22—27. Rüböl 14. Jahrmärkte in der Provinz Westfalen, im Osnabrückischen, LippeDetmold u. Lippe=Schaumburg. October. .Freudenberg. Witten. 6. Essen(Hannover). 7. Essen(Hannover.) 9. Bielefeld. Hövelboff. Bork. Dülmen. Freckenhorst. Gronau. Havixbeck. Heessen. Rheine. Elsoff. Lippstadt. Möllenkotten. 10. Bielfeld. Enger. Levern. Horst. Ramsdorf. Recklinghausen. Herne. Unna. 11. Bünde. Petershagen. Oelde. Wetter. (Dorf.) Wilesdorf. 12. Witten. 13. Werl. Neueste Nachrichten. Deutschland. In Schleswig haben die Erdarbeiten zu den neu zu errichtenden Befestigungen sowohl auf Alsen wie auf der Düppler Seite begonnen. Für diesen Herbst sollen die Arbeiten, an welchen 1000 Menschen beschäftigt sind, in fünfzig Tagen beendet sein. Sonderburg, 30. Sept. Nachdem die abgesteckten Schanzen am Mittwoch von dem General v. Manteuffel an Ort und Stelle in Augenschein genommen sind und am Donnerstag Morgen das hier garnisonirende Bataillon bis auf etwa 100 Mann abgezogen ist, haben heute schon, nach Eintreffen der verschiedenen Arbeiter=Colonnen, die Erdarbeiten begonnen. Die Provinzial=Landtage, welche zu ihrer regelmäßigen Sitzung im vorigen Jahre in allen Provinzen versammelt waren, dürften zur Erledigung einiger eiligen Vorlagen gegen Ende November zu einer kurzen außerordentlichen Sitzung einberufen werden.“ Die höheren Lehranstalten der Herzogthümer Schleswig und Holstein sind nicht nur in Bezug auf den freiwilligen Eintritt in das preußische Heer den preußischen höheren Lehranstalten gleichgestellt worden, sondern, wie sich aus einer Bekanntmachung des Gouverneurs v. Manteuffel ergiebt, bezieht sich diese Gleichstellung der bezeichneten Lehr=Anstalten auch auf den Eintritt in den preußischen Verwaltungs= dienst und die Zulassung zu den höheren preußischen Bildungs=Instituten. Für den Prinzen Friedrich Karl soll das Schloß Gottorp glänzend hergestellt und eingerichtet werden. Diese Renovation dürfte jedoch längere Zeit in Anspruch nehmen, so daß zur Stunde noch nicht bestimmt werden kann, wenn der Prinz dort seine Residenz nimmt. Der tägliche Dienst der Postdampfschiffe zwischen Stralsund und Malmoe wird vom 8. Okt. d. J. ab für die felgenden Monate eingeschränkt. Es finden demnächst nur am Mittwoch und am Sonnabend die Fahrten sowohl von Stralsund nach Malmoe, als auch gleichzeitig von Malnge nach Sralsand stant. 0 seichzeitg Lindau, 27. Septbr. Das„Wimmeln" hat gestern in biesizer Gegend begonnen; das herrlichste Herbstwetter begünstigte dasselbe. Seie 1811, wie viele behaupten, erreichte das hiesige Gewächs keine solche Güte, wie in diesem Jahre. Die Rebleute, welche in den letzten Jahren mit dem Erträgniß ihrer Gärten nicht ganz zufrieden sein konnten, sind deshalb frohen Sinns und begehen die Lese mit doppelter Heiterkeit.— Der gewonnene Most wird zu guten Preisen abgesetzt. Der Gradmesser zeigt 80 bis 84 Grad. Ausland. Kopenhagen, 4. Okt. Die dritte Telegraphenverbindung zwischen Seeland und Jütland ist jetzt hergestellt. Das unterseeische Kabel zwischen Refnäs und Samsö, so wie zwischen dieser Insel und Helgenäs in Jütland ist in diesen Tagen untersucht und in vollkommen gutem Stande befunden. Hoffentlich wird diese Telegraphenanlage recht bald der öffentlichen Benutzung übergeben werden.— Die neue Pontonbrücke zwischen Aalborg und Norresundby wird sicherem Vernehmen nach am 9. October dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Brüssel, 29. Septbr. Der vorgestern Abend von Antwerpen im Nordbahnhofe eintreffenden Zug stieß dort auf eine Locomotive und stürzten in Folge dessen die ersten 4 Wagen um. Gleichzeitig wurde vom Bahnhofe der Abendzug nach Antwerpen auf denselben Schienen abgelassen, sda man die Bahn frei glaubte. Der Geistesgegenwart der Beamten des von Antwerpen gekommenen Zuges war es zu verdanken, daß kein größeres Unglück erfolgte; dieselben rissen nämlich im Nu alle Thüren der Wagen auf und ermahnten die Passagiere, herauszuspringen. Kaum war dies geschehen, als der Brüsseler Zug gegen den festliegenden Antwerpener fuhr und sämmtliche Wagen zertrümmerte. Die im Brüsseler Zuge sitzenden Passagiere kamen mit den Schrecken davon, mußten aber einige Stunden warten, bis die Bahn frei gemacht war. Bei dem Durchbohren des Mont=Cenis ist man auf so harte Quarz= felsen gestoßen, daß die besten Werkzeuge daran zerspringen und die Fertigstellung des Unternehmens mindestens mehrere Jahre verzögert werden wird.60 Eisenbahn=Unglück. Nach dem„N. Tagbl.“ stand am 17. Septbr. der erste St. Galler Eisenbahnzug nach Rohrschach einem fürchterlichen Unglück nahe. Derselbe fuhr mit unverantwortlicher Schnelligkeit den sogenannten Galgentobel hinunter; bei der untersten größten Krümmung, von der aus man das Stationsgebäude Mörschwyl erblickt, in schwindelnder Höhe ob dem Steinbach, entgleiste ein Wagen und wurde eine große Strecke auf den Querhölzern nachgeschleppt, ehe es gelang, den Zug zum Halten zu bringen. Mit Ausnahme eines St. Galler Herrn, der im ersten Schrecken aus dem Wagen sprang und sich ziemlich übel zurichtete, ist kein Unfall zu beklagen. Westfalen und Rheinland. Zunahme der Bevölkerung unserer Stadt ist im laufenden Jahre bedeutender als je zuvor. Haben sich doch vom 1. Januar nahe zu 10000 einzelstehende Personen polizeilich angemeldet und 700 Familien sich hier häuslich niedergelassen. Mit Berücksichtigung der Abgänge, deren Zahl sich nicht genau feststellen läßt, kann die zeitige Bevölkerung Essens immermehr auf 40,000 Seelen angenommen werden würde dies gegen die Volkszählung von 1864 eine Zunahme circa 9000 Seelen repräsentiren. Allerdings verlassen uns nun bald die bekannten Zugvögel; der Ausfall wird indessen durch starken Zuzug von Familien im November, zu welcher Zeit die Neubauten bezogen werden, reichlich gedeckt. Bochum, 30. Septbr. Schon wieder ist von einer schauderhaften Todesart eines unglücklichen Bergmannes zu berichten. Der Hauer Johann Schüler beging gestern Nachmittag auf der 88 Lachter tiefen Sohle der Zeche Vollmond die unbegreifliche Tollkühnheit, in den Förderkorb zu springen, welcher leer im Schachte auf und ab ging, indem die Förderung von der oberen Sohle in dem anderen Fördertrumme allein besorgt wurde. Er beadsichtigte oben im Schachte, wo der Korb anhielt, heraus zu klettern und durch irgend ein Loch in den Fahrschacht zu krichen. Zufällig hielt der Korb schon etwas tiefer einen Augenblick an; der Unglückliche glaubte ohne Zweifel, der höchste Punkt sei erreicht er klettert ins Schachtholz, doch gleich darauf geht der Korb höher, bricht dim Wagehals beide Beine ab und läßt ihn dann 360 Fuß tief zur Sohle stürzen, wo der Körper Zzöllige eichene Bohlen durchschlägt und im Wassersumpfe versinkt. Düsseldorf, 1. Oct. Gestern Mittag wurde auf der Bergisch=Märischen Eisenbahn, auf dem Bahnhofe in Vohwinkel, ein Arbeiter, der aus dem Gütterschuppen einige Sachen über die Bahn tragen wollke, von dem von Elberfeld kommenden Zuge überfahren und demselben beide Beine gebrochen. Er starb kurz nachher an den erhaltenen Verletzungen. zu. Gunsten der Diaconissen=Anstalt zu Kaiserswerth höheren iv bewilligte Jahres=Collecte wird in den Monaten October und No gestern in hiesizer gie dasselbe. Seit dächs keine solche den letzten Jah. eden sein konnten, doppelter Heiteru abgesetzt. Der rbindung zwischen nterseeische Kabel sel und Helgenäs ollkommen gutem anlage recht bald neue Pontonbrücke rnehmen nach am in Antwerpen im Locomotive und sleichzeitig wurde enselben Schienen stesgegenwart der es zu verdanken, mlich im Nu alle herauszuspringen. den festliegenden . Die im Brüssedavon, mußten st war. f so harte Quarz= pringen und die Jahre verzögert am 17. Septbr. sem fürchterlichen Schnelligkeit den ößten Krümmung, slickt, in schwinund wurde eine es gelang, den t. Galler Herrn, sich ziemlich übel stadt ist im lauvom 1. Januar angemeldet und Berücksichtigung t, kann die zeien angenommen I eine Zunahme lassen uns nun n durch starken Neubauten ber schauderhaften n. Der Hauer 8 Lachter tiefen eit, in den Förab ging, indem n Fördertrumme e, wo der Korb den Fahrschacht einen Augenblick inkt sei erreicht; der Korb höher, in 360 Fuß tief en durchschlägt r Bergisch=Mär1 Arbeiter, der tragen wollte, demselben beide en Verletzungen. swerth höheren #ctober und Nopember d. J. durch Agenten der gedachten Anstalt abgehalten werden. Rit Rücksicht auf den wohlthätigen Zweck des Instituts und da sich die segensreiche Wirksamkeit desselben von Jahr zu Jahr in erfreulicher Weise gesteigert hat, nehmen wir gern Veranlassung, diese Collecte den Einwohnern unseres Bezirks an's Herz zu legen. Elberfeld, 5. Okt. Nachdem die Färber von Elberfeld und Barmen in einer Versammlung vergangenen Sonntag über ihre Stellung abermals berathen hatten, aber, so viel man hört, bleß zu dem Beschluß gekommen waren, es den Arbeitern der einzelnen Fabriken zu überlassen, was sie zu thun für gut hielten, haben dieselben in den meisten Färbereien unsers Thales gestern Abend die Arbeit eingestellt. Sie fordern 1 Thlr. Lohn wöchentlich mehr und Verkürzung der Arbeitszeit um 1 Stunde(von 6 bis 7 statt von 6 bis 8 Uhr). In einigen Fabriken soll es zwischen denen, welche aufhörten und denen, welche nicht aufhören wollten, sogar zu Schlägereien gekommen sein, hie und da flogen Steine auf die Lokale 2c. Ob die Arbeiter auf diese Weise etwas erreichen? Gewiß nicht. Da die Geschäfte augenblicklich sehr glänzend gehen, so dürfte diese Arbeitseinstellung für die Fabrikb sitzer einerseits sehr empfindlich, nicht minder empfindlich aber andererseits auch für die Arbeiter sein, welche grade jetzt verdienen. Soviel man hört, sind einige Fabrikbesitzer gewillt, theilweis oder ganz auf die Forderungen ihrer Arbeiter einzugehen, aber keiner scheint den Ansang machen zu wollen. Es ist somit nur geringe Hoffnung vorhanden, daß dieser abermalige „Strike,“ wenn die Arbeiter auf ihren Forderungen beharren, bald beendigt sei. Ausstellungsbericht des Bielefelder polytechnischen Vereins. (Fortsetzung.) Die Abtheilung der Manufacturwaaren der Gegenstände zum persönlichen Bedarf und der Satt.erarbeiten umfaßte eine große Zahl der verschiedenartigsten Artikel. Zunächst verdienen die auf der Maschine gearbeiteten Holzschuhe (ohne Preis=Angabe) von Hartwig und Comp. in Vlotho Erwähnung, da dieselben sich durch sehr glatte Arbeit, bequeme Tracht und anscheinend auch durch Dauerhaftigkeit auszeichnen; sie können hiesigen Händlern und Consumenten empfohlen werden. Der Bürstenfabrikant B. Scheffer hatten außer einem Fußputzer von guter aber etwas zu leichter Arbeit noch verschiedene gut gearbeitete Bürsten ausgestellt, die jedoch ziemlich hoch im Preise standen. R. Bölke, Handschuhmacher, empfahl sich durch recht saubere Arbeiten und mäßige Preise. Sehr gute Filzhüte hatte C. Allstadt aus Minden geliefert), seine Cylinderhüte erreichten fast die Eleganz, welche die Fabrikate der bekannten größeren Fabriken kennzeichnet. Die Schuh= und Stiefel=Ausstellung war zwar klein, wies aber ganz solide Arbeiten von L. Blome, W. Gudemann und W. Koch auf. : Mit Regenschirmen u. s. w. hatten Jordan und I. Meyerfeld die Ausstellung beschickt. Bei gleicher Qualität der Waare waren die Preise des Ersteren etwas billiger gestellt. A. Gronau hatte verschiedene Pelzsachen von mäßigen Preisen ausgestellt. Elegant und von ausgezeichneter Arbeit waren die Pelze von F. Büchner in Minden. Fertige Herrenkleider waren ausgestellt von P. H. Grundmann, Gebr. Frankenstein und M. Mosberg. Grundmann hatte Sachen von eleganter und tüchtiger Arbeit geliefert; die Gegenstände von Gebr. Frankenstein waren aus guten Stoffen gearbeitet; diejenigen von Mosberg wohl mehr auf billige Preise berechnet. Sehr empfehlenswerthe Seilerwaaren hatte J. H. Strüwer in Halle ausgestellt. Gewebe von Flachs und Hanf sind nur in geringer Zahl zur Ausstellung eingegangen. C. H. Brune aus Halle war einziger Aussteller von Segeltuchen. Er lieferte eine für Handgewebe ganz anzuerkennende Waare von großer Gleichmäßigkeit und Dichtigkeit. H. Brune in Levern stellte die geringen Leinen dortiger Gegend aus und zwar in einer starken egalen und preiswerthen Auswahl. F. Piderit repräsentirte allein die hiesige Leinen=Industrie; jedoch nur mit Stücken seiner mechanischen Weberei. Die ausgestellten Proben waren von gleichmäßiger Dichtigkeit und Bearbeitung. Das dazu verwendete Material ist besonders anzuerkennen. Julius Krekler ist wegen seiner reichhaltigen, schönen und geschmackvollen Ausstellung von Brusteinsätzen und Herrenkragen besonders hervorzuheben. Die äußere Ausstattung seiner Fabrikate war eine ganz vortreffliche. Schöne hiesige Leinen=Handgespinnste hatte H. Voß in Deppendorf zur Ausstellung gebracht. Die Zwirne von F. L. Kotzenberg in Salzufflen sind ein durchaus rühmenswerthes Fabrikat; indeß ist dem Aussteller noch nicht gelungen, die Höhe der englischen Fabrikation zu Nachfolger, stellte wollene Strickgarne von recht guter gut waren die Farben, was vorzugsweise von nicht einer Wäsche herrühren dürste. autem Geschngc Modeltosse der Fitrma 8. Buddeberg zeugten at mnener ana; Ebenso waren die von diesem Aussteller und eür ur## gelleferten Teppiche schön und geschmackvoll und dienten sehr zur Frrung der ganzen Ausstellung. Fräulein I. Wörmann war die einzige Ausstellerin von Putzwaaren, pelche ungeachtet der im letzten Augendlick erfolgten Anfertigung sehr (aurr. gearbeitet waren und von sehr gutem Geschmacke zeugten. # Rit Sattlerarbeiten hatten J. Hüwel, C. Hermann, A. Duwe Ausstellung versehen. Die Artikel von Schweppe zeichneten sich vor allen anderen durch Solidität des Materials und der Albelt aus. Besondere Erwähnung verdient die Reisetasche dieses Auswerden Ppperem Leinen; dieselbe muß als sehr pratisch werren. auch die übrigen Sattlerwaaren, namentlich die von A. Duwe waren von guter und preiswürdiger Beschaffenheit. Eisenwaaren und Maschinen waren auf der Ausstellung in reichlicher Zahl vertreten und bezeugten das rasche Emporblühen dieser Industrie sm. hieigen Orte. Sämmtliche großen Etadlissements hatten Beiträge Unter den ausgestellten Eisengußwaaren nahmen die Gegenstände der Fabrik der Herren Schmidt und Holz die erste Stelle ein. Das Gußstück zu einer Häckselmaschine war, obgleich dasselbe der Formerei viele Schwierigkeiten darbot, vorzüglich gelungen. Auch der Dampfcylinder hatte einen gleichmäßig dichten Guß. Die Dachfenster und feineren Gußwaaren zeichneten sich durch Leichtigkeit und Schärfe aus. berhaupt trat an sämmtlichen Artikeln die Dichtigkeit und Reinheit des Gusses um so mehr hervor, als man die Mehrzahl der Gußstücke in rohem Gusse ausgestellt hatte, was bei andern Ausstellern nicht der Fall war und die Beurtheilung sehr erschwerte. Die Maschinenfabrik von K. und Th. Möller hatte verschiedene Maschinentheile als: Schwungradaxe mit Lagern, Theile einer Kolbenstange mit Kolben, Pleuelstange zur 15pferdigen Dampfmaschine, Kesselarmaturen u. s. w. eingesandt. Bei den abgedrehten Gußstücken trat die Dichtigkeit und Gleichmäßigkeit des Gusses, der im Allgemeinen als recht gut bezeichnet werden muß, hervor. Die Bearbeitung der Gußund Schmiedetheile ließ kaum Etwas zu wünschen übrig. Unter den von der Holter=Eisenhütte ausgestellten Gußwaaren ist besonders hervorzuheben ein Tisch und Stuhl von geschmackvollen Formen und gutem Gusse, sowie verschiedene emaillirte Kochtöpfe, deren Emaille sich erfahrungsmäßig durch Haltbarkeit und Dichtigkeit auszeichnet. Der Guß in diesen Töpfen ist fast zu solide. Letzteres gilt auch von dem ausgestellten Dachfenster und der Pferderaufe. Auch die Arminius=Eisenhütte hatte eine Auswahl ihrer Artikel geliefert, unter welchen ein gegen den Schluß der Ausstellung eingesandter Tisch mit Marmorplatte erwähnt werden kann. Die Herren Th. Calow und Comp. hatten eine anscheinend auf der neuen Schraubenschneide=Maschine neu angeschnittene Schraube und eine auf derselben Maschine gedrehte dünne Stahlspindel ausgestellt. Nach den Angaben der Aussteller muß diese Maschine sehr rasch arbeiten und ohne dieselbe dürfte die dünne Stahlspindel kaum zu drehen sein. Mantelöfen zeigte die Ausstellung mehrere von tüchtiger Arbeit. Der von A. Dröge und Comp. ausgestellte war bemerkenswerth wegen der geschmackvollen Zeichnung und Zusammenstellung der einzelnen Gußstücke, sowie wegen seines guten Verschlusses. sind hier noch die von H. Redecker und Nauß ausgestellten Dampfkochtöpfe. Derartige Töpfe eignen sich ganz vorzüglich fur Bereitung kräftiger Fleisch= und Knochen=Suppen und können unseren Hausfrauen nicht genug empfohlen werden. Allerdings läßt die Construction dieser Töpfe noch Einiges zu wünschen übrig. So dürfte bei den ausgestellten Exemplaren der angewandte Bajonett=Verschluß keine leichte und sichere Handhabung zulassen und dem ebenfalls oft benutzten Bügelverschluß weit nachstehen. Feuerfeste Schränke waren in 5 Exemplaren von H. Redecker und Nauß und H. Fricke ausgestellt, und zwar sämmtlich in guter und solider Arbeit. Insbesondere war der große Schrank von H. Redecker und Nauß, welcher schon auf der Cölner Ausstellung prämiirt wurde, ein Prachtstück der Ausstellung, die beste Empfehlung für die Leistungen der genannten Firma in dieser Fabrikation ist die ausgedehnteste Verbreitung, welche das Fabrikat schon gefunden hat. Das rühmende Urtheil anderer Ausstellungen haben wir nur bestätigt gefunden. Dieselbe Fabrik hatte auch die gangbarsten Sorten ihrer Decimal= Wagen ausgestellt, von welchen namentlich eine Decimal=Tafelwage als praktisch für den Hausgebrauch erwähnt werden mag. Die von A. Dröge und Comp. gelieferte Decimal=Wage war von sehr solider Bauart und mäßigem Preise. An dieser Stelle ist noch die von dem Gewerbeschüler Nauß angefertigte kleine Centesimalwage anzuführen, welche ein tüchtiges praktisches Streben und eine große Ausdauer bekundet. Endlich ist hier noch zu bemerken der von W. Deppe gebaute und ausgestellte Kesselwagen der Herrn K. und Th. Möller von 500 Ctr. Tragkraft. Derselbe hat eine zweckmäßige und überaus feste Construction. Unter den ausgestellten vollständigen Maschinen, die zum Theil in Thätigkeit gesetzt werden konnten, sind zunächst als das am besten in der Ausstellung vertretene Fabrikat, die Nähmaschinen, hervorzuheben, welche für unsere Gegend eine so große Bedeutung erlangt haben. Dieser Bedeutung entsprechend stehen die Leistungen der hiesigen Fabriken von Baer und Koch, und von A. Münze, sowie der Dortmunder Fabrik von Frankenstein auf einer hohen Stufe der Ausbildung und können mit den bekannten amerikanischen Maschinen von Wheeler und Wilson, die ebenfalls durch Redecker und Nauß auf der Ausstellung in mehreren Exemplaren vertreten waren, sehr wohl concurriren. Aus der Werkstätte von Gildemeister, welche, obgleich noch nicht lange eingerichtet, doch schon Arbeits= und Werkzeugmaschinen von guter Ausführung, zweckmäßiger Construction und billigen Preisen liefert, war eine lithographische Presse ausgestellt(Preis 75 Thlr.). Dieselbe wurde zum ersten Male im Ausstellungslokale in Betrieb gesetzt und gab bei schneller Arbeit sofort gleichmäßig gute Abdrücke. Zur Weberei gehörige Maschinen fehlten fast vollständig. Eine Jacquard Maschine von Thiele war gut gearbeitet und billig im Preise; dieselbe führte ihre Bewegungen genau und sicher aus, selbst dann noch, als sie etwa 4mal schneller als nothwendig bewegt wurde. Die Kartenausschlagmaschine von demselben Aussteller arbeitete ebenfalls rasch und sicher. Ferner waren seine Scherruthe und Schnellschütze(Preis 2 Thlr.) von sauberer und guter Arbeit. Diesen Maschinen schließen sich an die von Erdelen in ungemein genauer und schöner Ausführung gelieferten Kämme. Waschmaschinen waren in vielen Exemplaren und nach verschiedenen Systemen construirt in der Ausstellung vorhanden. Die angestellten Waschproben bestätigen zwar die Erfahrung, daß noch keine Construction im Stande ist, die Handarbeit vollkommen zu ersetzen, zeigen aber doch, daß die amerikanischen Maschinen(Aussteller H. Effertz) sich sehr wohl für gewöhnliche glatte Wäsche eignen und den anderen Constructionen, welche am ausgebildetsten in der von Baumeister Scharrath ausgestellten Maschine repräsentirt wurden, vorzuziehen sind, da Letztere mehr Handarbeit voraussetzen. Zeugmangeln waren verschiedene ausgestellt,(Aussteller H. Effertz, Bunk, Scharrath) denen allen dasselbe Constructionsprinzip zu Grunde lag. Auf den ersten Anblik scheinen diese Maschinen sich besonders für den Hausgebrauch zu eignen; eine nähere Prüfung zeigt aber, daß dieselben, in kleinem Maßstabe ausgeführt, in der Regel keine befriedigenden Resultate geben und den Drehrollen und eigentlichen Mangeln weit nachstehen. Ehe wir die Maschinenausstellung verlassen, müssen wir noch den Dampfapparat aus der Fabrik von H. Bitter einer näheren Betrachtung unterwerfen. Dieser Apparat ist ein wahres Meisterwerk an geschmackvoller eleganter und schöner Arbeit; er wurde allgemein bewundert. Neben bequemer Handhabung und Reinigung ist die zweckmäßige Einrichtung des Kochapparates und des Kühlers, ganz besonders aber die Dichtung hervorzuheben, welche nach der sorgfältigen Prüfung der Commission eine ausgezeichnete genannt werden muß. Es sei hier noch bemerkt, daß die Fabrik des Herrn Bitter fortwährend an Umfang gegewinnt und ihre Lieferungen schon weit über die Gränzen Europa's hinaus gehen. Unter den Ausstellern von Werkzeugen stehen Gebr. Dickertmann mit ihren ausgestellten Feilen oben an. Dieselben lieferten ein Fabrikat, was dem Remscheider und Sheffielder in keiner Beziehung nachsteht. Die Ausstellung der Gebr. Dickertmann gehört, was Vollständigkeit, übersichtliche Anordnung und Qualität der Waare betrifft, zu dem Besten, was geleistet wurde. Sie versinnlicht höchst zweckmäßig den ganzen Gang der Feilenfabrikation und umfaßt verschiedene Sortiments von Gußstahlblöcken, ausgeschmiedeten Gußstahlstangen, geschliffenen, zum Theil fertigen und ganz fertigen Feilen aller Art. Ein von H. Effertz ausgestellter Werkzeugschrank zeichnet sich durch vollständige und zweckmäßige Zusammenstellung sowie durch Billigkeit aus. Erwähnenswerth ist ferner ein Sortiment Sheffielder Kreissägen desselben Ausstellers von bekannter Vortrefflichkeit. Von musikalischen Instrumenten waren nur 2 Pianinos aus der Fabrik von Mann ausgestellt. Dieselben zeigten die sogenannte kreuzseitige amerikanische Bauart, welche sich durch möglichste Benutzung des Raumes und durch Klangfülle auszeichnet. Letztere konnte allerdings in dem Ausstellungslokale nicht zu ihrer vollen Geltung kommen. Fortsetzung folgt. Eine Katzengeschichte. (Fortsetzung.) Die dritte Stelle bekleidete Eduard. Die Beamten an der Spitze bildeten die vornehmern Einwohner des Marktfleckens einen geselligen Verein, an dem der General als auswärtiges Mitglied Theil nahm. Durch Ergebenheit und Dienstfertigkeit hätte sich ihm hier der Apotheker werth gemacht und zwar zum genaueren Verkehr herangezogen. Seiner festen Ueberzeugung nach war der kleine wohlgenährte drollige Mann nur durch sein böses Schicksal zwischen Kräuterbüchsen und Salbentöpfe gestellt, während ihn sein Wesen zum Sänger berufen, zum dichterischen Fluge befiedert habe. Freilich hatte ihm bisher nur seine eigene Hand den Lorbeer in das wohlgeölte Haar geflochten. Allein das störte ihn wenig, denn er wußte, daß das Verdienst erst nach dem Tode anerkannt wird. Tags über lag er seinem Berufe als Giftmischer untadelhaft ob; Abends aber entpuppte er sich in einen dicken bunten Falter, schwebte wohlangethan und lächelnd als hoffnungsgrüner Mann über die Gassen, suchte Stoff und Anregung zu seinen poerischen Ergüssen. und dann auf seinem Zimmer im Schlafrocktalare kam er sich wie ein Priester vor und ehrfurchtsvoll betrachtete er sich im Spiegel, richtete schwärmerisch träumende Blicke zur Decke empor, deren Verzierungen ihm als leuchtende Ruhmeskränze erschienen, in Wahrheit aber wie geringelte Affenschwänze aussahen. Zur Zeit besuchte ihn ein Universitätsbeamter, der sich ihm zum schriftstellerischen Herold und Gassenkehrer angeboten hatte. Seit der Doctortitel fast lediglich eine Waare geworden ist, die man an gewissen Orten verkauft, fangen gediegenere Männer bereits an sich desselben zu schämen. Doch ist der Doctor der Philosophie, weil am billigsten, noch immer ziemlich begehrt, obgleich der Werth desselben ganz genau nach der vor wenigen Jahren wirklich vorgekommenen Thatsache zu schätzen ist, daß ein wohlhabender Landwirth, um dem Verlangen seiner albernen Braut zu genügen, eine Abhandlung über den Dünger=schreibt, unter Beifügung von 50 Thalern Gold an eine kleine deutsche Hochschule sendet und dafür den„Meister der Weisheit“ in bester Form ausgefertigt erhält, zur großen Befriedigung seiner Dame, welche nun erst ihre Jungfräulichkeit preiswürdig an den Mann gebracht zu haben glaubte, und nur der Mißgunst die Schuld beimaß, daß man sie hinter ihrem Rücken Frau Mistdoctorin nenne. Des Apothekers Gast hatte sich eine ähnliche Mühwaltung und gleiche Ausgabe nicht ersparen mögen, einmal um seiner Person für Rede und Schrift einen bessern Handgriff als seinen übeldeutsamen Namen Gifthorn zu geben; dann weil er das Bedürfniß eines Aushängeschildes für den Trödelkram in seinem Kopfe empfand; endlich, weil er eine Stempelung seines Wesens erforderlich hielt, um jeder böswilligen Verkennung besonders von Seiten der übermüthigen Jugend von vorn herein unzweideutig vorzubeugen. Er hatte sich namlich dem Schulfache gewidmet und war als Lehrer der Mathematik und Geschichte an einer Erziehungsanstalt beschäftigt. Und zwischen dem Kaiserreiche Geschichte und der Republik Mathematik schwankte nun des Mannes Dasein in allen seinen Regungen und Offenbarungen hin und wieder. er stand auf der Warte der Zeit zugleich vorwärts und rückwärts hauend, wie eins jener hölzernen, in jeder Hand einen Säbel haltenden Soldatenbilder, welche man hier und da als Windfahne auf dem First der Häuser aufzustellen pflegt. Eben deshalb aber hielt er sich für ein auserwähltes Geschöpf und starrte in seinen Musestunden von Tabakswolken eingehüllt, mit der zähesten Ausdauer die vier Wände seines Zimmers an, des ungeheuren Geheimnisses gewärtig, das aus der Berührung der Gegensätze in ihm zum Durchbruche kommen sollte. Ob er seine Frau aus Liebe oder Wißbegierde geheirathet, ist in Folge seiner eigenen Aeußerungen unbestimmt geblieben. Ihre beiderseitig äußere Erscheinung brachte allerdings das Verhältniß zwischen Kugel und Stange zur klaren Anschauung. Doch lebten beide ziemlich glücklich miteinander, ein rührendes Bild ehelicher Treue, die nicht wankt, weil Niemand kühn genug ist sie zum Wanken verlocken zu wollen. Auch störte es ihn nicht einmal, daß die rundungsselige Schönheit fortwährend an der Ausbildung ihrer rednerischen Fähigkeiten arbeitete und ihm häusige Ansprachen über den Satz hielt:„David, David, Du bist ein Esel.“ Er war viel zu sehr von der Achtung durchdrungen, die er dem Wesen schuldig sei, welches ihm das Mittagsessen bereitete, als daß er demselben hätte wie dersprechen mögen und lieber hätte er sich, wozu er alle Anlage besaß, wie ein gepflückter Hahn zusammenbinden und in den Küchenschrank legen lassen, als er an der Wahrhaftigkeit und Unfehlbarkeit seiner fetten Gattin gezweifelt.— Der Tag an welchem der General seine Gäste erwartete, war gekommen. Einer der Beamten, diesmal der zweite, durfte den Amtssitz nicht verlassen, um für eilige unvorhergesehene Fälle bei der Hand zu sein. Der Amtmann war gut gelaunt und bot dem Apotheker und dessen Besuch den Mitgebrauch seines Wogeus an. Eduard ritt wie immer. (Fortsetzung folgt.) und Dienstag, D Redigirt unt Druck und B Ne 1. Bes werden bo gestellt we dition, X nachstehen Buchbinde C. Bertet brück: Bi Be den au Die tä Dampfschif Malmoe n für die fol Es finden und am E wohl von als auch g Stralsund Berlin, B Vom 1. für die nach Norn hende Poi 1. für gen 2. für wege 3. für sowi Ban für Berlin, Die die hiesi 1866 n 1800 C 20,000 7000 5000 3700 5000 2000