wegen mangelnder den können. ne Häute von den ialität verfertigten tung waren gleich e anscheinend von war recht sauber; en. Proben von einer n Q u a l i t ä t a u s g e der feineren hellen chen Fabrikat noch erlinghausen hatte traus dargestelltem t. Das Oel war er Wagenschmiere weren Mineralöle en in kurzer Zeit inden. Von demseinem Grunde gedurchwachsen und hörig, wollen wir in geschwungenen Keisl hier, soford und Gütersllung des Herrn iner Reihenfolge ocons und den ynthia zusammenlich im Freien en, und es vereichlichen Seiden= par,“ mischte sich er Waschkammer se ihn ganz gut er sich so, daß ötzlich überzeugt it vor; jetzt ist :„Er hat ihn anne erzählen,“ den Gedanken, vergriffen, sonecht übermüthig eingeschlagen. Wassergraben, Einfahrtsthore gelmäßige Zubildete seinen i ihr der Verle ein Rückenlegt und sich nen auf seinen mer. Er hatte n gegeben und auseinander. sog eine milde beichsten Tone das gewußt, g folgt.) und amtliches Kreisblatt Viereserd, Halle Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsmann. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. Ne 119. O für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljähtlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgr. Inserate 9 Pig. für die Borgis=Zeile. Mittwoch, den 4. October 1865. Bestellungen auf den„Allgemeinen Anzeiger“. werden baldigst erbeten, damit die Auflagezahl zeitig genug festgestellt werden kann. Man abonnirt in Bielefeld in der Expedition, Obernstraße 4; auswärts bei der Post und bei den nachstehenden Agenten: in Halle: C. Harnisch; in Versmold: Buchbinder Kolbe; in Werther: Buchbinder Godt; in Gütersloh: C. Bertetsmann; in Rheda: Buchbinder Schmidt; in Wiedenbrück: Buchbinder Breimann; in Rietberg: Buchbinder Bartscher. Expedition. Telegraphische Oepesche. Berlin, 3. October. Die preußische Bank hat den Wechsel=Discont auf 6% und den Darlehns=ZinsFuß auf 61 2 erhöht. Bekanntmachung. Nach der Allerhöchsten Verordnung vom 29. September 1846 ist jeder Dienstbote verpflichtet, sich mit einem Gesindedienstbuche zu versehen und dasselbe sowohl vor Antritt des Dienstes der Polizeibehörde zur Ausfertigung, als auch bei dem Dienstantritte der Dienstherrschaft zur Einsicht vorzulegen. Dienstboten, welche das Dienstbuch vor Anteitt des Dienstes der Polizeibehörde nicht einreichen, sollen nach der Regierung=Verordnung vom 24. Mai 1854 mit einer Geldbuße von 10 Sgr. bis zu 2 Thlr. belegt werden. Ich mache bei dem bevorstehenden Gesindewechsel auf diese im Interesse der Dienstherrschaften erlassenen Bestimmungen wiederholt mit dem Bemeeken aufmerksam, daß die Dienstbücher von dem Königlichen Steuer=Amte in Bielefeld zum Preise von 10 Sgr. pro Stück bezogen werden können. Heepen, 30. September 1865. Der Amtmann Barner. Pianoforte- Fabrik M avon Th. Mann in Bielefeld. Preis- Courant. Große Stutzflügel mit 4 Ober= und Unterspreizen, französischer Construction:. Thlr. 300. Pianos-obliques, ohne Beeinträchtigung der Klangfarbe ganz in Eisen construirt, ihrer besonders guten Stimmhaltung wegen für die ungünstigsten Klimas und entlegenen Plätze besonders zu empfehlen.... Pianos-demi-obliques mit ganzer Eisenplatte, dreichörig. Tafelinstrumente, beste Bauart mit Eisenplatte, Oberspreize, Klangmaschine, groß Format... A106. gewöhnliches Format..0n Garantie 5 Jahre. Alte Instrumente werden zu soliden Preisen in Jahlung angenommen Die Fabrik erbietet sich, zur bessern Beurtheilung ihrer neuesten Leistungen jederzeit, wo sich Gelegenheit bietet, ihre Instrumente neben ähnlichen aus andern Fabriken aufzustellen. Aman arr, Writtg“ Nachdem ich meine Sieue als Casteuan des hiesigen Vereinshauses nieTage im Hause des Herrn Wirthschaft, verbunden mit Colonialwaren= Geschäft. ". Ich erlaube mir, dies neue Geschäft dem geehrten hiesigen wie auswärugen„Publikum, bestens zu empfehlen und werde stets bemüht sein, meine geschucten Gaste durch aufmerksame Bedinung zu befriedigen. Bielefeld, den 3. October 1865. W. Miller. Am nächsten Sonntage, den 17. nach Trinitatis,(8 October) Nachmittags 2 Uhr beginnend, soll in der hiesigen Kirche, so Gott will, „das Jahresfest des Rettungshauses“. gefeiert werden, wodurch hierdurch freundlichst eingeladen wird. Die Festpredigten haben die Herren Pastoren v. Bodelschwingh in Dell. bei Uung(früher in Parie) und Volkening in Jöllenbeck übernommenSchurrsche, anfangs Oktoder. zur kalten Wäsche für farbige Stoffe jeden Gewebes. Diese Seife hat außerdem die Eigenschaft das Ausgehen der Farben zu verhindern, mätt gewordene wieder herzustellen, und alle Theer= und Fettflecken mit fort zu nehmen. Preis in Stücken à 2½ Sgr. bei C. Honrich& Co. in Bielefeld. Wota's der BieleVorstand. Itsronifelder Bank=Commandite, Gebr. Bertelsmann. 230—270. 170—200. 160—185. 140—150. „ Wechselceurs. amsteroam 200 fl. kurz do. 2 Monat Hamburg 300 Mk. kurz do. 2 Monat London 1 Lstrl. 3 Monat Paris 300 Fr. 2 Monat Wien 150 fl. 8 Tage do. do. 2 Mon. Augsburg 100 fl. 2 Mon. Frankfurt 100 fl. 2 Mon. Leipzig 100 Thlr. 8 Tage do. 8 Monat Petersburg 100 R. 8 W. do. do. 3 M. Warschau 90 R. 8 Tage Bremen 100 Thlr. 8 Tage 148¼ 142½ 152½ 151¼ .22½ 0 93½ 62½ 56 22 56 22 99% 99 87½ 85½ 78¾ 111½ Getreide: Bericht. Cöln, 30. Septbr. Weizen 5,25. Roggen.15. Gerste 4,10. Hafer 4,9. v. 200. Pfd. Räböl 16. Raff. 16,15. Berlin, 30. Septhr. Weizen 48—67. Roggen 43. Gerste 32—41. Hafer22—27. Rüböl 14. Bielefeld, 26. Septbr. Weizen 2, 14. Roggen 1, 22,6. Gerste 1, 18. Haser 1,5. Bohnen 2, 5. Kartoffeln 20. Buchweizen 2. Heu 1. Stroh 22, 6. Rühöl 15. Raff. 15,15. Witterungsberichte. Den 30. September. Barom. Par. Lin. Therm. Reaum. Paris Brüssel Petersburg Gröningen „[Nemel Königsberg Stettin Berlin Breslau Münster Cöln Trier Wind und NW. bedeckt. NO. heiter. N. helter. NO. heiter. O. heiter. NO. heiter SO. heiter. W. heiter. SO. heittr. O. heiter. O. heiter. SW. bedeckt. Geldcours. Ausl. Pistolen 5,16. Napoleonsd. 5,12. Holl. 10=Guld..16. Lo. Sterl. 6,23. Fünffre. 1, 10,8. Franz. Kronth. 1,16,9. Brad. Krouth. 1,18. Gold.(10. Bielfeld. kronen 9,10. Dollars 1,12.3. Jahrmärkte in der Provinz Westalen, im Osnabrü ckischen, LippeDetmold u. Lippe=Schaumburg. October. .Freudenberg. Witten. 6. Essen(Hannover). 7. Essen(Hannover.) 9. Bielefeld. Hovelhoff. Vork. Dälmen. horst. Gronau. Havixbeck. Heessen. Rheine. Elsoff. Lippstadt. Möllenkotten. Enger. Levern. Horst. Ramsdorf. Recklinghausen. Herne. Unna Neueste Nachrichten. Hamburg, 1. Oktober. Nach den neuesten aus Nordschleswig hier eingetroffenen Zeitungen sind in Hadersleben mehr als 30 der arbeitenden Klasse angehörige Einwohner beiderlei Geschlechts wegen des Tragens von Danebrogschleifen, sowie wegen des Absingens dänischer Kriegslieder in Strafe genommen worden. Es wird ferner gemeldet, daß an der südlichen Grenze Jütlands die Errichtung dänischer Unterrichtsanstalten, einer landwirthschaftlichen Hochschule, sowie einer Vorbereitungsanstalt für Gymnasiasten, bevorsteht, um Propaganda für das Eiderdänenthum in Nordschleswig zu machen. Kaum ist das preußische Regiment in Schleswig in Thätigkeit gekommen, so zeigen sich schon die wohlthätigen Folgen. In den ersten 10 Tagen sind schon folgende Verbesserungen in Angriff genommen: Zur Förderung des geistigen Wohls. Schon lange lag das Bedürfniß nach Errichtung neuer Gebäude für das Gymnasium in Schleswig und für die Realschule in Husum vor. Die hierzu erforderlichen Mittel sind bereits zugesichert und angewiesen. In Betreff der öffentlichen Verkehrs=Anstalten. In Gravenstein und Norburg sind Telegraphenstationen eingerichtet; die Vorbereitung zur unterseeischen Telegraphen= verbindung der Insel Föhr und Sylt, zweier in diesem Jahre schon außergewöhnlich stark besuchter Seebäder, in Angriff genommen. Alle Erleichterungen im Briefverkehr, wie sie schon seit Jahren in Preußen bestanden, werden nun endlich auch hier, durch vermehrte Briefkasten, durch Landbriefbestellungen, durch Möglichk. it von Geldsendungen mittels Postanweisung, durch Errichtung kleinerer Postexpeditionen u. s. w. eingeführt und endlich eine vollständige Aenderung und Regelung des Postfuhrwesens vorgenommen. Bisher war es allgemein sehr üblich, daß man auf dem Lande an vielen Orten nur alle 8 Tage, in den Städten höchst unregelmäßig, sehr oft um mehrere Tage verspätet, seine Postsachen erhielt. Bei Bestellung von Extrapostpferden mußte man eine, auch mehrere Stunden warten; bei Beförderung der Personenpost war man allein der Gnade des Postillons bei Improvisirung der Zahl der Stations=Krüge anheimgegeben u. s. w. All dies ist jetzt ein überwundener Standpunkt, und 10 Tage haben genügt, uns über diese antidiluvianischen Klippen hinwegzuhelfen. In Hinsicht von Anlagen zur Hebung und Sicherung des Nationalwohlstandes. Ein großer Theil des im Allgemeinen so fruchtbaren Herzogthums liegt unbebaut darnieder, theils in den Marschgegenden wegen zu hohen Wasserstandes, theils auf dem Höhenrücken in der Mitte des Landes in Haide= und Moorflächen, zu deren Nutzbarmachung nicht das Capital, wohl aber das Vertrauen zur Hergabe desselben fehlte. Erst nach mehreren Jahren kann die Verzinsung des so angelegten Capitals gewärtigt werden, und dennoch flößt der neue Zustand der Dinge, das neue Gouvernement den auswärtigen und einheimischen Capitalisten so viel Vertrauen ein, daß das Geld zu diesen Unternehmungen schon angeboten ist und nach näherer Pracisirung der Bedingungen mit Trockenlegung der unter dem Namen Gotteskoog eingedeichten großen Marschenfläche im Amte Tondern, durch Hebung des Wassers mit Dampfkraft begonnen und auch mit Urbarmachung und Anbauung der in der Mitte des Landes liegenden Haide= und Moorstrecken der Anfang gemacht werden soll. Sodann sind die zum Schutze des Festlandes wichtigen Arbeiten zur Befestigung der Dünen auf den Inseln Sylt und Amrum, so wie die Anlagen von Schutzdeichen auf der Insel Pellworm und Maßregeln zur Landgewinnung in den Watten zwischen dem Schleswigschen Festlande und den zu Schleswig gehörenden Nordsee=Inseln angeordnet worden. Endlich ist in Verbindung mit diesen umfassenden Meliorationsarbeiten die Ausführung der bereits nach Anhörung der Stände von der dänischen Regierung als Gesetz erlassenen Wasserlösungsordnung(Vorfluthsedict), die bis jetzt noch nicht zur Ausführung gekommen, beschlossen worden. Während alle diese das Wohl des Landes bezweckende Maßregeln von Neuem, vom preußischen Gouvernement angeordnet sind, ist auch gleichzeitig das in Angriff genommen, was zur Sicherstellung unseres Wohls und unseres Landes, selbst nach außen hin, zu seinem Schutz erforderlich ist. Preußische Truppen haben im vergangenen Jahre durch ihre glänzenden Waffenthaten bei Düppel und auf Alsen die Befreiung unserer Herzogthümer von Dänemark erkämpft, und wiederum sind es jetzt preußische Truppen, die ähnlich, wie die römischen Legionen des Alterthums, durch ihre Hände Arbeit berufen sind, das gegen künftige feindliche Angriffe durch Befestigungen zu sichern, was sie dem Feinde mit Blut abgerungen. Die Befestigung von Sonderburg und Düppel ist durch hier hergesandte preußische Pioniere bereits begonnen worden, und soll in schnellster Zeit durch weit über 1000 Mann der hier stehenden Regimenter so gefördert werden, daß bis zum Eintritt des Winters die ganze Arbeit vollendet ist. Ebenso ist gleichzeitig die Befestigung des Kieler Hafens in Angriff genommen, und wird nach Eintreffen der hierzu erforderlichen Arbeitskräfte so beschleunigt werden, daß auch hier wis dort bis zum Eintritt des Winters eine vollendete Thatsache den Herzogthümern verkündet, wie Preußen nicht nur mit dem Wort, sondern mit der That bereit ist, eben so sehr das Wohl des von ihm in Gemeinschaft mit seinem hohen Alliirten befreiten Landes zu fürdern, als auch für seine künftige Sicherheit zu sorgen und einzustehen. Der unter dem 22. August abgeschlossene Postvertrag zwischen Preußen und Rußland tritt mit dem 13. Januar in Kraft(1. Januar alten Styls). Der Vertrag gilt bis zur Aufkündigung, die ein Jahr im voraus und immer nur am 1. Januar neuen Styls stattfinden muß. Wichtig ist die Bestimmung des Art. 13, wonach fortan zur Versendung unter Kreuz= und Streifband zugelassen werden sollen: Zeitungen und Zeitschriften(bis jetzt unzulässig), sonstige gedruckte, lithographirte, metallographirte oder anderweitig auf mechanischem Wege hergestellte Schriftstücke. Für 2½ Loth wird ½ Sgr. Porto entrichtet. Die Kreuzund Streifband=Sendungen müssen wenn sie ermäßigtes Porto zahlen, frankirt sein. Unfrankirte oder unzureichend frankirte Sendungen unter Band werden im gegenseitigen Verkehr gar nicht abgesandt. Im Uebrigen beträgt das Porto 1) für Briefe zwischen dem russischen Postgebiet (wozu auch Polen und Finnland gehören) und den preußischen Provinzen Preußen, Posen, Schlesien: a. sofern die Correspondenz aus einer russischen Grenzpostanstalt herrührt oder nach einer solchen bestimmt ist, für den einfachen Brief(1 Loth. preuß. Gewicht) frankirt 2, unfrankirt 3 Sgr.; b. für Correspondenzen nach oder von anderen russischen Postanstalten frankirt 3, unfrankirt 4 Sgr.; 2) für Briefe zwischen dem russischen Postgebiete und den übrigen, als den unter 1 genannten Theilen des preußischen Postgebiets, so wie allen denjenigen Ländern des deutschen Postvereins, deren Correspondenz mit Rußland durch Vermittelung der preußischen Posten befördert wird, für den einfachen frankirten Brief 4, für den einfachen unfrankirten Brief 6 Sgr. In Rußland werden die Gesammtportosätze von 2, 3, 4 und 6 Sgr. von den dortigen Correspondenten mit 7, 10, 14 und 20 Kopeken Silber erhoben. Die Postanstalten sind angewiesen worden, von jetzt ab bereits mit Marken beklebte Postanweisungs=Formulare fertig zu halten und bei etwa unbrauchbar gewordenen Formularen dem Publicum allen möglichen Vorschub zu leisten. Es versteht sich von selbst, daß nur der Betrag der Marken berechnet und durch das neue Verfahren kein Zwang hinsichtlich der Benutzung der nach wie vor unentgeltlich gelieferten Postanweisungs=Formulare ohne Marken geübt wird.— Die oberste Postbehörde hat die Bedingungen, unter welchen Fahrpostsendungen nach Ländern, die nicht zum preußischen Postbezirk gehören, durch die Post versandt werden können, sehr übersichtlich zusammenstellen lassen. Schwerin, 28. September. Die Auswanderung hat in diesem Jahre Lanz ungewöhnliche Dimensionen angenommen, und sind beispielsweise von zwei Gütern in der Gegend von Röbel allein circa 100 Köpfe Ausgewandert. Die Gesuche um Auswanderungs=Consense laufen hier in solcher Masse ein, daß sie nicht zu bewältigen sind. In Düsseldorf soll ein evangelisches Gymnasium errichtet werden; 2100 Thlr. sind als Stiftunsfonds zugesagt und circa 1000 Thlr. sind auf 10 Jahre als jährliche Beiträge subscrivirt. Für andere Anstalten daselbst sind vor Kurzem 25,000 als Vermächtnisse und Geschenke von einer Erblasserin fundirt worden. Das auch von uns gebrachte Reseript des Herrn Justizministers über das Verhalten der Justizbeamten wird von den Zeitungen als eine Ente bezeichnet. Ausland. London, 1. Oktober. Gestern hat der Prozeß gegen die Fenier begonnen. Die Anklage lautet auf Hochverrath. Die Verschworenen sollen die Absicht gehabt haben, die Aristokraten zu ermorden und eine Republik zu proklamiren, und sollen zu diesem Zwecke Waffen und Gelder gesammelt haben. Die Anklage erwähnt, daß 35,000 Pfd. St. aus Amerika noch während letzter Tage zu Revolutionszwecken angekommen waren.— In Swansea(Süd=Wales) soll sich das gelbe Fieber in bedenklicher Weise gezeigt und die Regierung einen Sanitäts=Beamten dahin abschickt haben. Rinderpest, Schafseuche, Fleischnoth, Milchmangel, Cholerafurcht und nun auch gelbes Fieber! Wie heißt es, tritt der von der französischen Regierung angeregte Münz=Congreß, auf welchem ein für alle Staaten, in denen das Decimarsystem eingeführt ist, geltende Gesetzgebung über den Gehalt der Scheidemünze berathen werden soll, Ende nächsten Monats in Paris zusammen. Betheiligt sind dabei außer Frankreich, Italien, Belgien und die Schweizosl 61104 Eine (Fortsetzung.) Bäterchen, jetzt bin ich Deinetwegen in großer Noth. Ich habe gar nicht so früh auf Dich gerechnet, und nichts zum Mittagsessen für Dich bereit. Bei meiner eigenen Mahlzeit hat mich Eduard überraschtund seitner Tiebe, ven Alsprag des gepaltigsten Hungets gegeben., Wort, sondern von ihm in Gezu fürdern, als hen. ertrag zwischen zaft(1. Januar ;, die ein Jahr stattfinden muß. zur Versendung Zeitungen und lithographirte, sege hergestellte stet. Die KreuzPorto zahlen, endungen unter dt. Im Uebrischen Postgebiet ßischen Provindenz aus einer en bestimmt ist, 1t 2, unfrankirt russischen Postzwischen dem 1 genannten enigen Ländern and durch Vereinfachen frangr. In Ruß= Sgr. von den Silber erhoben. ab bereits mit salten und bei allen möglichen tur der Betrag in Zwang hinelieferten Poste oberste Postendungen nach durch die Post lassen. n diesem Jahre beispielsweise aa 100 Köpfe ise laufen hier richtet werden; 000 Thlr. sind dere Anstalten Geschente von Justizministers ungen als eine en die Fenier Verschworenen rden und eine affen und Gel000 Pfd. St. ecken angekom6 gelbe Fieber anitäts-Beamchnoth, Milchrung, angeregte nen das Deciden Gehalt der nats in Paris k, Belgien und Ith babe ger essen für Dich überraschtund er.5 Mache Dir keine Sorge. Gib mir Kaffee, etwas kaltes Fleisch, Butter und Brod.“ „Es soll augenblicklich in Ordnung sein.“ Das Mädchen ergriff begierig die Gelegenheit, sich der süßen Verwirrung zu entziehen, in der sie sich dem Vater gegenüber befand und schlüpfte mit jugendlich behender Anmuth aus der Thür. Der alte Herr ließ sich ganz gemüthlich auf das Sopha nieder. Die Aufmerksamkeit seines zukünftigen Schwiegersohnes war schon seit längerer Zeit auf eine Stickerei gerichtet, welche auf Emiliens Arbeitstischchen lag. Nun, Eduard betrachten Sie nicht die Stiche wie ihrer so viele sind und denken dabei, so viel Stiche als da stehen, so viel Lämmlein als da. gehen und so weiter. Hierher. Angetreten. Kopf hoch, Brust heraus. Wie ist es? Ich muß Ihnen den Brautstand wohl um einige Monate abkürzen?“ „Lieber Vater—“ stammelte Eduard. „Wie Sie befehlen,“ ergänzte der alte Herr mit herzlichem Lachen. „Ich soll noch wohl befehlen!“ Ihr lauft ungeheißen nach der Kirche hin, sobald der Weg nur frei ist. Ihr Beiden seid Kinder. Aber ich will Kinder um mich haben die ich auf den Schooß nehmen kann. Doch sagen Sie mir zuerst einmal, Eduard, haben Sie sich nun endlich entschlossen Ihr Dienstverhältniß aufzugeben?“ „Lieder Vater mein Vermögen ist unbedeutend und meine Aussichten im Staatsdienst sind gut. „Immer noch das alte Lied? Ich liebe den Stolz, er gehört zum Manne. Aber ich hasse den erbärmlichen Hochmuth, namentlich des Geldsackes, der sich jetzt in der Welt so breit macht. Jeder Lump kann das große Loos gewinnen und jeder Jude versteht zu schachern. Hören Sie. Als Sie zu mir kamen und sagten: Herr, geben Sie mir Ihr Mädchen; habe ich da erwiedert: Herr, haben Sie Geld? und wie viel? und zeigen Sie auf? Ich habe ein Paar Schritte hin und her gemacht und dann habe ich nichts gefragt, als: seid Ihr einig? Und als Sie bejaheten habe ich Sie in den Garten geschickt bis auf weitere Nachricht. Und dann habe ich Sie rufen lassen und habe mein Mädchen bei der Hand genommen, mein einziges, mein unschätzbares Kleinod, und habe sie Ihnen zugeführt und gesagt: Da habt Ihr Euch und Gott segne Euch. Und dann bin ich hinausgegangen und habe geweint und gebetet. Still da, junger Mann; unterbrechen Sie mich nicht. Ihren Dank muß mir die That bringen. Als ich Ihnen mein einziges blühendes, leuchtendes Kind überantwortete, als meine Tochter mit ihrem ganzen unsäglichen Reichthum von Liebe und Treue sich Ihnen in den Arm legte: haben wir Ihnen da etwas gegeben, was nach Geld geschätzt, bei dem an Geld gedacht werden durfte? Geld ist viel werth. Die Nothdurft des Lebens hat das erste Recht, weil sie alle Entwicklung des Lebens bedingt. Aber meine Tochter hat genug für Euch Beide. Und meiner weiteren Ansicht nach darf ein tüchtiger Mann in gegenwärtiger Zeit; wenn seine Verhältnisse es ihm irgend gestatten, nur Bauer sein oder Soldat oder Schulmeister. Ja, Schulmeister, das heißt kein Kerl der sich mit Redensarten einen warmen Rock zeugt, die Füße leckt oder Gift speit und in jedem Falle unsern Herrgott zu seinem Gevatter machen will; sondern ein Leuchthurm seines Volkes, ein Stern der zu allem hinführt was gut und tüchtig ist, ein Osterfeuer das ein Strahl vom Himmel auf der Höhe entzündete um das Thal zu erhellen. Ich weiß mich nicht recht auszudrücken, habe aber solche Schulmeister gekannt, der Arndt zum Beispiel. Die machen einem Manne das Herz heiß, die hauchen einen Donnersturm in die Leute hinein, die sind mächtiger als alle Gewalt. In Euch, Ihr Herren vom grünen Tische, bin ich gerade nicht verliebt. Ihr haltet nur nothdürftig zusammen was einmal zusammengefügt ist; Ihr pflügt und düngt nicht, Ihr laßt nicht wachsen und gedeihen, aber Ihr versucht die Körner zu zählen und dann sagt Ihr, die Ernte sei Euer Werk; Anderen borgt Ihr den Gedanken ab, aber den Geist und die Kraft preßt Ihr vorsichtig heraus und dann ärgert Ihr Euch, daß die Trebern nichts taugen; üverall richtet Ihr Schranken auf und legt Schlingen und beruft Euch für die Bedeutung Eures Daseins auf die Menge Derer die anrennen oder straucheln. Glaubt auch ein Theil Adel in den Schreibstuben neue Burgen zu finden. Sehen Sie um sich hier in Westfalen, beachten Sie den blühenden Wohlstand fast aller unserer alten Geschlechter. Nur selten schlüpft, Jemand aus ihnen in einen bunten Rock mit stählernem Flederwisch, bettelt sich nicht bei Vettern und Basen in den Ritterorden von der Feder mit ziemlicher Atzung hinein. Stolz und mäßig sitzen sie auf ihrem Eigenthum, die ersten Freien unter den Freien, halten sich für edel, weil ihre Vorfahren und ste selbst anausgesetzt den schöffenbarfreien Männern in Sitte und Zucht; in Ehrfurcht vor Gott und dem Rechte, in unwandelbarem Streben nach erhöhter Tüchtigkeit vorangingen. Ooich ein thatsächliches Beamtenthum des Beispiels, das greift durch. Der ltte Marschall hatte ganz Recht, wenn er über die Federn jammerte. Die Federn haben das Elfaß verloren; die Federn werden es zu verantworten haben, wenn das große Deutschland von dem winzigsten aufgeblasensten Staate in Europa die schmählichsten Backenstreiche ohne andere Erwiederung als Worte empfängt; die Federn sind die Hand, an der uns Rußland schüttelt und zu keiner Gestaltung kommen läßt. Gott segne Seine Majestät. Wenn der König meiner bedarf, werde ich ihm nicht fehlen, so alt ich bin. Aber ich hin ein Mann so gut wie er. Zum Scherwenzel oder Schreiber gebe ich mich nicht her. Eduard werfen Sie den bunten Rock ab. Machen Sie sich frei und leben Sie hier bei mir, der mannhafteste Bauer unter Bauermännern. — Sie verlangen wohl,“ fügte er weich und wieder lächelnd hinzu: „daß der alte Mann sein kostbarstes Kleinod, sein eigenstes Herz, weit hinwegführen lasse, damit er tagelang reiten und reisen muß, um das herzige Gesicht zu sehen, um sein süßes Kind und seine Enkel zu küssen?“ „Hier, Wort und Handschlag, lieber Vater,“ rief Eduard tief bewegt seine Hand hinhaltend die der General aufspringend ergriff,„ich nehme meine Entlassung.— Nach kurzer Frist, während er neben dem vor Freude strahlenden alten Herrn auf und nieder ging, fuhr er fort. „Es ist so. Schon der Zwang des Gesellschaftslebens, wie er täglich vom Morgen bis zum Abend andauert, bedingt eine wahrhaft unmannliche Unabhängigkeit. Nein, ich bleibe bei Ihnen. Hier will ich mit meinem lichten Engel in einander verwachsen zu einem einzigen Baume des Lebens für viele Geschlechter.“ „Bin ich der lichte Engel?“ sprach Emiliens fröhliche Stimme zur geöffneten Thüre herein.„Herr Assessor, Dero Fräulein Braut ersucht Dieselben über den vorgekommenen Thatbestand und namentlich über das zu ihren Gunsten abgelegte Zeugniß, zur mehreren Gewährleistung der Wahrheit und zum demnächstigen Gebrauche gegenüber einem grämlichen mißvergnügten Ehemanne, eine gehörige rechtsbeständige Urkunde aufzunehmen.“ „Süßer Bösewicht, ich will Dich in Untersuchung ziehen, weil Du dem Könige einen Diener entfremdest.“ Seine Augen junkelten. „Ja, Dein kleiner Bösewicht, aber Deiner,“ erwiederte sie flüsternd, eben so innig als schelmisch. Dann zu dem General gewendet:„Nun komm, armes Väterchen; im Eßzimmer ist für dich gedeckt und für ihn auch. Eduard wird gleich noch einmal den Beweis liefern, daß Niemand von der Liebe allein lebt.“ „Mich mußzt Du entschuldigen, Liebling, und auch Sie, lieber Vater. Dringende Geschäfte rufen mich nach Hause; ich kam nur in aller Eile auf eine Stunde herübergeritten.“ Das Mädchen sah unmuthig drein. „Gieb Dich zufrieden,“ sagte der General.„Ich liefere ihn Dir bald für immer gebunden in Dein Zimmer und er soll seine Fesseln stolzer tragen als die stolzeste Ordenskette und nicht gelöset sein wollen, wenn man ihn auch lösen möchte. Nehmt nur Abschied von einander. Ich gehe um mit meinem Kaffee zu kosen. Noch eines, Eduard. Sie und Ihre beiden Collegen werden übermorgen zum Mittagessen hier erwartet. Und dann laden Sie mir auch den schnurrigen Apotheker ein. Er hat es gar gern, wenn man ihn ein wenig anerkennt.“ „Der Apotheker hat seit einigen Tagen Besuch, vor einem Universitätsbekannten, heißt es.“ „Was ist das für ein Meusch? „Ich weiß nicht. Wenn er verheirathet(st, wendet seine Frau mehr auf ihre Kleider als auf seinen Unterhalt. Er siebt schrecklich hungrig aus.“ g nn Gu0 34f(Fortsetzung folgt.) Vermischtes. Die Auswanderung nach Amerika hat in der letzten Zeit so zugekommen, daß von Liverpool wöchentlich 4, von Bremen alle 14 Tage 2 und von Hamburg monatlich 3 Schiffe nach der neuen Welt fahren, und sie sind sämmtlich mit Passagieren, meistens Auswanderern, besetzt. Das Contingent vom Niederrhein ist dabei sehr unerheblich, dagegen sind die Schweiz und Süddeutschland stark vertreten. London, 26. Sept. Das Schiffbruchsregister verzeichnet für das Jahr 1864 1741 größere Unfälle, welche der Schifffahrt in britischen Gewässern zugestoßen sind. Unter diesen 1741 Schiffen waren nur 136 Dampfer und nur 91 Schiffe von mehr als 600, nur 328 von mehr als 300 Tonnen Last. 1434 Schiffe waren britische, 246 aus ländische, während 61 unbekannter Nationalit ät blieben; 1095 waren im Küstenhandel thättg. 467 Schiffe gingen vollständig unter; 46 in Folge von Kollisionen, 163 durch stürmisches Wetter, 89 in Folge von Nachlässigkeiten, 39 in Folge des Mangels an Seetüchtigkeit, 95 durch andere zufällige Ursachen. Während—6000 Menschen in unmittelbarer Todesgefahr schwebten kamen nur 516 um; die Rettungsboote, deren jetzt 180 existiren, und die Raketen= Apparate(243 Stationen) bewiesen ihre hei.same Thätigkeit in diesem Jahre in noch höherem Grade als je zuvor. Im Jahre 1863 gingen 620 Menschenleben verloren. Der„Internationalf berichtet folgende Anekdote:„Einige Engländer, welche Schweden kürzlich mit ihren Frauen bereisten, wollten auch das Sommerpalais=des Kinigs besehen, welches etwa anderthalb Meilen von Stockholm belegen ist. Die ganze Gesellschaft desilirte vor dem Wachtposten vorbei, der sie ungehindert durchließ. Als sie in die Schloßgärten kamen, sahen sie einen Mann, der unbeweglich auf einer Bank saß und irgend Wen oder Was zu erwarten schien. Unsere Engländer, die nicht recht wußten, wie sie sich verhalten sollten, um ein königliches Palais zu besuchen, schickten einen Bevollmächtigten aus ihrer Mitte an den Dasitzenden ab, um bei ihm Erkundigungen einzuziehen. Glücklicherweise sprach dieser fertig englisch. Der Tourist fragte ihn zuvörderst, ob der König im Schlosse anwesend und ob es wohl gestattet wäre, das Schloß in Augenschein zu nehmen, wenn der König und die königliche Familie darin verweilten. Der Mann erwiderte, daß allerdings ein Verbot dagegen vorhanden sei, da er aber in das Haus des Königs gehöre, so erbot er sich, sie, in dem Palais herumzuführen, da sie sich offenbar nicht mit einem Führer versehen hätten. Während sie umhergingen, fragten die Engländer, ob sie nicht den König könnten zu sehen bekommen. Der Fremde antwortete ihnen, es sei hier zu Lande nicht gebräuchlich, Fremde in die Privatzimmer des Königs zu führen, wenn dieser darin wäre. Da aber, wie er erfahren, der König sich eben in einer aufgeregten, ja unruhigen Stimmung befinde, so würde er wohl herumspazieren und sie ihm wahrscheinlich bei ihrer Inspection begegnen. Die Gesellschaft setzte ihre Streifzüge durch den Garten fort, ein Engländer trug einige lustige Anekdoten vor, die er auf Rechnung Seiner Majestät gehört hatte, und fragte den Führer, ob sie auch authentisch wären. Dieser erwiederte, man erzähle gleichzeitig so viel Gutes und so viel Schlimmes von dem Könige, daß es schwierig sei, das Wahre von dem Falschen zu unterscheiden. Da er jedoch an den Hofstaat attachirt und deshalb zur Verschwiegenheit verpflichtet wäre, so müßten sie sich nicht an ihn wenden, um Auskunft zu erhalten. Die Engländer gaben ihm Alle Recht und baten ihn wegen ihrer Indiscre= tion um Verzeihung. Der Führer nahm ihre Entschuldigungen freundlich entgegen. Nachdem man also die Gärten krenz und quer durchschnitten hatte, trat man in das Palais, wo man Alles in Augenschein nahm, die großen Salons, die Bibliothekenzimmer, die Cabinette; der Führer zeigte den Engländern jede Kkeinigkeit mit der feinen Zuvorkommenheit, welche den Schweden eigenthümlich ist. Dann brachte er sie nach dem Garten zurück und führte sie wieder an die Pforte, durch noch weit schönere Gänge, als sie vorher durchschritten hatten. Beim Abschiede sprachen ihm die Engländer nächst ihrem Danke die Bewunderung aus, welche das Palais bei ihnen erregt hätte; sie bedauerten nur, den König nicht gesehen zu haben. Da nahm der Führer seinen Hut ab und sagte:„Ich bin der König!“ Nach diesen Worten grüßte Carl XV. seine übecraschten Gäste, die stumm und staar stehen blieben, freundlichst und nahm den Rückweg in seinen Palast. Von Lady Duff Gordon, einer Tochter der als Schriftstellerin und Uebersetzerin deutscher Werke bekannten Mrs. Austen, ist ein neues Reisewerk:„Letters from Egypt“, rrschienen. Als ein Pröbchen von dem resoluten Wesen der Lady Gordon sei folgende Stelle angeführt: „Zu Kom=Ombu begegneten wir einem Rifai Derwisch mit seinem Korb gezähmter Schlangen. Er schlug mir vor, mich in seine Kunst(der Schlangen=Beschwörung) einzuweihen, und so saßen wir nieder, und hielten uns an den Händen, wie Leute, die heirathen. Sofort wand der Rifai eine Hornschlange um unsere vereinigten Hände, und hieß mich darauf spucken; er that dasselbe, und ich wurde für gefeit erklärt und nun in Schlangen eingewickelt. Meine Matrosen von der Nilbarke stöhnten und mein Diener Omar schauderte, als die Schlangen züngelten; der Derwisch und ich aber lächelten einander zu wie römische Auguren. Ich brauche kaum zu sagen, daß den Schlangen die Giftzähne ausgebrochen waren.“ Dennoch dürften sich nur wenige Damen zu dem Experiment entschließen. Die„Volks= und Schützenzeitung" erzählt aus Vintschgau: Das Unwesen, welches im heurigen Herbste hier die Bären trieben, ist arg. Sie tummelten sich in den Gebirgen zwischen dem Trafoi= und dem Schlinigthale herum, wobei sie die Thalsohle des Taufererthales ganz gemüthlich, oft am hellen Tage passirten. Auf den Alpen wurde von ihnen viel Vieh zerrissen, und die Hirten mußten Tag und Nacht auf der Hut sein. Ihre Lärmschüsse hörte man Nachts häusig ins Thal herabhallen. Jetzt ist das Vieh von den Alpen abgetrieben. Kurz zuvor hat jedoch ein Bär noch eine Kalbe, die auf 100 fl. geschätzt war, zerrissen. Ein anderes Stück hatte der Bär bereits angefallen, ließ sich jedoch durch das Geschrei des hinzugekommenen Hirten vertreiben. Die Menschen, wenigstens uns Bintschger respectiren die Bären sehr. Ein alter Hirte, welchem auf einem engen Bergsteige plötzlich ein Bär entgegengekommen war, erschrack ob dem Anblick des Unthieres und rief voll Entsetzen aus:„Jesus, Maria und Joseph! wearst do nit mi fressen?“(wirst doch nicht mich fressen?) Der Bär gab zwar keine Antwort, ging aber dem Erschreckten ruhig aus dem Wege. Die Schützen machten zwar auf die Bären fleißig Jagd, jedoch ohne Erfolg; es war, als ob die Bestien das Pulver schmeckten. Guter Rath für junge Leute. Auf einer Reise von Straßburg nach Landau mußte der Zug in Schait lange warten. Ein Capitän der Zäricher Dampfschifffahrts=Gesellsch., ein munterer Kamerad, eben erst eingetreten, saß einer korpulenten, deutschredenden, russischen Dame gegenüber, die sich in der brennenden Mittagshitze nicht zu lassen wußte. „Madame,“ sing der Kapitän an,„nehmen Sie mirs nicht übel; lösen Sie ihren Gürtel, so gehts besser!“ Unter herzlichen Lachen bewies die Dame, daß der Gürtel nur sehr lose umgelegt sei.„Madame," begann der Kapitan wieder,„die Gürtel und die Corsetts verderben viele Frauenzimmer. Hören Sie ein Beispiel. Ich bin erst ein Jahr verheirathet: aber meine Frau hat schon sehr viel gekostet, weil sie immer an Magenbeschwerden und anderem Leid litt. Zu Neujahr übergibt mir der Arzt. eine schreckliche Rechnung. Ich fahre davor zurück und sage: die kann ich nicht bezahlen; da müssen Sie zu meinem Schwiegervater gehen! Aber ich werde mir alsbald einen anderen Arzt nehmen.— Ich ging zu einem berühmten Arzt in Zürich und theilte ihm mein Leid und das Unwohlsein meiner Frau mit.„Hält sie eine Magd?“ fragt er. Freilich! sage ich.„Jagd die Magd weg; Ihre Frau soll selbst schaffen!“ antwortet der Arzt und fragt weiter:„Trägt Ihre Frau Corsetts?" Ja, und wie! antwortete ich.—„Dann müssen Sie alle Corsetts verbrennen, Sie bekommen dann eine gesunde Frau!“— Der Rath war einleuchtend und wohlfeil. Mit großem Nachdruck theilte ich ihn meiner Frau mit, entließ sogleich die Magd, verbrannte auf dem Hofe durch einen Dienstmann eilf Corsetts, und nun ist meine liebe Frau ganz gesund.“ Das setzte mal ein Lachen ab! (Zur Geschichte der Kartoffel.) In einer Familie in Unna wird ein Brief aufbewahrt, welchen der Vater des Besitzers vor etwa 80 Jahren geschrieben hat. Der Schreiber war damals Zögling des Pfarrers Goos in Ründeroth, und schreibt von da aus u. A. Folgendes: „Gestern wurde hier erzählt, einen benachbarten Bauer habe einen ganzen Karren voll Kartoffeln geerntet. Das konnten wir nicht glauben. Deshalb gingen mehrere Zöglinge zu dem Bauern, um die Sache zu untersuchen. Auf dem Hofe stand richtig einen Karren, bis oben an mit Kartoffeln gefüllt. Halt! dachten wir, der Bauer sucht den Leuten etwas weiß zu machen, unten im Karren liegt Stroh. Wir untersuchten, aber der Karren war richtig von oben bis unten voll Kartoffeln. Was der Mann nur mit all' dem Zeuge machen will?" Bekanntlich wurde die Kartoffel anfangs sehr verachtet. Das muß sich aber bald geändert haben, nachdem man ihren lieblichen Geschmack kennen gelernt hatte. So erzählt man hier, daß eine Bauernfrau mit ihrem Gesinde die Uebereinkunft getroffen habe, daß dieses zweimal in der folgenden Woche auf Fleisch verzichtete, wenn jeder Knecht und jede Magd Sonntags zwei Kartoffeln erhielt. Das soll vor etwa 70 Jahren geschehen sein. Ein Geizhals begegnete einem andern auf der Straße, nachdem sie sich einige Zeit nicht gesehen hatten. Der Eine ging auf zwei Krücken. Verwundert rief ihm der Andere zu: Seit wann bist Du zum Krüppel geworden?— Ich denke nicht dran!— war die Antwort.— Wozu dann aber die Krücken?— Um meine Stiefel zu schouen. Um das Springen der Lampencylinder zu vermeiden, empfahl Photograph Eitzner in der Leipziger Polytechnischen Gesellschaft, in den Cylinder einen Messingdraht von ca. 1 Elle Länge einzuhängen, der in der Mitte so gebogen ist, daß er auf dem obern Cylinderrade bequem aufliegen kann und an beiden in den Cylinder herabhängenden Armen in Schlangenwindungen gebogen ist. Der Draht soll als guter Wärmeleiter die Wärme fortführen und ein zu rasches Erhitzen einzelner Stellen des Cylinders verhüten. Die Stadt Paris, arm an gutem Wasser, wie so mancher andere Ort, bezog seither das Trinkwasser aus der trüben, und namentlich wegen der Ausflüsse der Kanäle, in der Nähe der Stadt sehr schmutzigen Seine. Seit mehr als 2 Jahren bauten nun die Pariser an einer neuen, großartigen aber vortrefflichen Wasserleitung. Sie erhalten jetzt seit einigen Tagen das schönste Wasser in reichster Quantität aus der Champagne, aus dem Flüßchen Dhuis, 25 Stunden von Paris. Keine Schwierigkeit konnte die Stadt abhalten, ihren Bewohnern endlich gutes, gesundes und ausreichendes Trinkwasser zu liefern, weder die ungeheuere Entfernung, noch die Ungunst des Terrains, die Leitung ist stundenlang unterirdisch, noch endlich das Anlagekapital, welches auf mehr als 16 Millionen Francs sich beläuft. Fur die zeitgemäße Anlage ist die ganze Stadt den Behörden und dem Kaiser, der das Project angegeben haben soll, dankbar. Gic###Leuten erkrankte kürzlich eine Kuh unter bedenklichen Zeichen der Seuche. Das Thier wurde abgeschlachtet. Als der Vorer sich zu den Leuten und machte sie u. A. auf die Gefährlichkeit des Genusses vom Fleische solcher kranken Thiere aufmerksam. Der Mann lächelte und gab dem Vorsteher zur Antwort: „Das haben wir auch gehört; aber ob es wirtlich schädlich sei, haben wir an unsern Kindern erst probirt, hehe, es that ihnen nichts, darna## haben auch meine Frau und ich davon gegessen, hehe!“ TOIT