zählen. Fangen aften Kampf und gewann, so gab er in Ruhe am daß er, als der auch noch keine s dahin nur mit lufe, den er 1 erworben, nun bei war Gefahr, clavenhandel verr auch viel dabei so recht eigentlich er ein Sclavendete er mit den nd die besondere die den Namen: en liegen sollten, von dieser Waare Größe, aber sie än Ledoux meinte: er das Meer und bei sorgte er für nente, aber auch trotz des grausastets allerlei menBeikalle dem sind sandeln, weil sie Hafen von Nauem Freitage, was nachher sich sehr f vor seinem AbInternehmern des sie sah weder die die vielen Wasserherhältnisse zu der Zwecke der Reise Küste des Seneer und glücklicher lfrikanischen Küste chiff in der Nähe , so kamen auch sagten ihm, daß dürden, denn ein Krieger und beje ins Innere zulaven mitgebracht. ux, der sofort ein Besuch zu machen. erabhange erbaut r wilden Zuhalter as Boot kommen worfen, um den Uniform mit den vei, vier golden chulter eins vorn keine Rede, dageDa er ein großer nug und die Hose iter Streifen der ssah. Ein großer befestigt an seiner linte von vortressvorzüglich schön en ganz außerorweigend, während was Ledoux in rde er sich schwerndruck er auf den ervor, die er nach *:„Das ist ein iegen könnte, se einbringen!“ etzung foldt.) Augem... und amtliches Kreisblatt Viereserd, Halle Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsmann. Hruck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. 0 0 für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgr. Inserate 9 Pfg. für die Vorgis=Zeile. N 84. Freitag, den 14. Juli 1865. Bestellungen auf den„Allgemeinen Anzeiger“. werden baldigst erbeten, damit die Auflagezahl zeitig genug festgestellt werden kann. Man abonnirt in Bielefeld in der Expedition, Obernstraße 4, auswärts bei der Post und bei nachstehenden Agenten: in Halle: C. Harnisch, in Versmold: Buchbinder Kolbe, in Werther: Buchbinder Godt, in Gütersloh: C. Bertelsmann, in Rheda: Buchbinder Schmidt, in Wiedenbrück: Buchbinder Breimann, in Rietberg: Buchbinder Bartscher. Bie Expedition. Bekanntmachung. Die Jagdnutzung in den Gemeinden Ubbedissen, Brönninghausen, Alten hagen, Heepen und Steghorst soll am Montag d. 24. d. M. Nachmittags 3 Uhr in der Wohnung des Gastwirths Hassebrock hierselbst auf 3 elective 6 Jahre öffentlich verpachtet werden. Heepen, den 10. Juli 1865. Der Amtmann. Barner. Verbindungen zwischen Deutschland und Schweden auf dem kürzesten Seewege über Stralsund und Malmoe. In Folge der zwischen Stralsund und Malmoe eingerichteten Postdampfschifffahrten, welche in jeder Richtung täglich stattfinden, bieten sich im Zusammenhange mit den Eisenbahnzügen die Verbindungen auf jenem Wege in nachstehender Weise dar: Richtung aus Deutschland nach Schweden. Aus Berlin per Eisenbahn 535 Uhr Nachmittags, Aus Stettin per Eisenbahn 713„ Abends, in Stralsund Ankunft 11°7„ Abends. (Die Reisenden können vom Bahnhofe gleich nach Ankunft des Zuges einen Postomnibus unentgeltlich zur Fahrt nach dem Dampfschiffsplatze benutzen und an Bord des Schiffes die Abfahrt abwarten.) Abfahrt des Dampfschiffes aus Stralsund 3½ Uhr früh, Ankunft in Malmoe Mittags, Abgang des Eisenbahnzuges aus Malmoe 2 Uhr Nachmittags, Ankunft in Gothenburg am andern Mittag 1218 Uhr, Ankunft in Stockholm am andern Nachmittag 555 Uhr. (Fahrtdauer von Berlin 48 Stunden.) Richtung aus Schweden nach Deutschland. Aus Stockholm per Eisenbahn 66 Uhr früh, Aus Gothenburg per Eisenbahn 1112 Uhr Vormittags, in Malmoe Ankunft 129 Uhr Nachts. (Die Reisenden können am Bord des Postdampfschiffes die Abfahrt abwarten.) Abfahrt des Dampfschiffes von Malmoe gegen 3 Uhr früh, Ankunft in Stralsund durchschnittlich 11 Uhr Vormittags. (Postomnibus nach dem Bahnhof unentgeltlich.) Weiterfahrt per Eisenbahn aus Stralsund 1245 Uhr Mittags, Ankunft in Stettin 435 Uhr Nachmittags, (Anschluß nach Cöslin, Kreuz), Ankunft in Berlin 630 Uhr Nachmittags. (Fahrtdauer von Stockholm 36 Stunden.) Anschlüsse in Berlin: 713 Uhr Abends Courierzug nach Cöln(Paris, London 2c.). 7*„„ Schnellzug nach Frankfurt a. M.(Carlsruhe 2c.). 812„„ Courierzug nach Lindau(Leipzig, München 2c.). 1015„„„ nach Eydtkuhnen(Warschau 2c.). 11„„„ nach Hamburg. 115„„ Schnellzug nach Breslau(Wien, Triest 2c.) Die zwischen Stralfund und Malmoe coursirenden Postdampfschiffe sind auch in sehr zweckmäßiger Weise zu Reisen nach und von Kopenhagen verwendbar, indem zwischen Malmoe und Kopenhagen 5 mal täglich LocalDampfschiffe fahren, mittelst deren die Ueberfahrt in pptr. 2 Stunden erfolgt Berlin, den 7. Juli 1865. General=Post=Amt. Philipsborn. Auf Lippers Hofe zu Loxten werden werden am Montag, den 17. Juli c. Morgens 9 Uhr anfangend, 30 Scheffelsaat mit Roggen und Hafer, 5 Scheffelsaat mit Winter= und Sommerweizen, 4 Scheffelsaat mit Hanf und Flachs, das Gras in zwei großen Wiesen, 1 Anrichte mit Glasthüren, 1 Koffer, Ofen, 1 Webestuhl, 2 kupferne Kessel, zinnernes Geschirr, 1 Ackerwagen, 21 Schneideladen, 1 neuer Sattel, Pferde: geschirr und andere Gegenstände, mehrstbietend verkauft. Gleich nach dem Verkaufe sollen auch noch ca. 20 Scheffelsaat Ackerland auf längere Jahre verpachtet werden. Halle, den 10. Juli 1865. Schnute, Auct.=Commiss. Schmiede=Handwerkzeug, ferner 3 neue Wagen, 3 Schiebkarren, 2 Betten, Tische, Stühle, Kisten, Kästen, Schuten, Forken und allerlei sonstige Hausgeräthe, 40 Stiege Roggen, 2 Scheffelsaat mit Weizen und 2 Scheffelsaat mit Hafer, Alles gegen Kredit verkaufen lassen, wozu Mieths= und Kaufliebhaber einladet Heyland, Auct.=Commiss. Werther, den 12. Juli 1865. Gichtleidenden diene zur Nachtricht, daß auch ich zu Denen zähle, die durch das Heilverfahren des Herrn Dr. Müller in Coburg ihre Gesundheit wieder er. langt haben, nachdem Alles vorher von mir Angewendete nichts genutzt hatte. Danzig, den 1. October 1864. St. d Porta. Die Frau Witwe Kastrup in Werther will am Donnerstag den 20. Juli c. Morgens 9 Uhr eine Wohnung mit einer Schmiede, worin von ihrem üngst verstorbenen Manne die SchmiedeProfession mit dem besten Erfolge betrieben ist, auf längere Jahre öffentlich vermiethen lassen. Desselben Morgens 11 Uhr will dieselbe das sämmtliche im besten Zustande, ganz vollständige echnungen, Wechsel=Vormulare, Ihnweisungen, Discont=otas der Bielefelder Bank=Commandite, stets vorräthig bei Gebr. Bertelsmann. Für einen Knaben, der das Buchbinderhandwerk zu erlernen wünscht, wird zu Michaeli d. J. ein tüchtiger Meister gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Um schnell damit zu räumen verkaufe ich meine Laden=Vorräthe zu bedeutend herabgesetztem Preise, bestehend aus einer großen Auswahl Rouleaux, Tapeten, Körbe und Korb-Möbeln, auch kann das Ganze an Einen übertragen werden, da ich das Laden-Geschäft aufgebe, um meine ganze Thätigkeit meinem Geschäft, welches ich hiermit bestens empfehle, zuwenden zu können. Bielefeld, den 7. Juli 1865. H. C. Schmidt, am Markt. Geldcours. Ausl. Pistolen 5,16. Napoleonsd. 5,12,3. Holl. 10 Guld. 5,16. Lo. Sterl..23. Fünffre. 1,10,5. Franz. Kronth. 1,16,9. Brab. Kronth. 1,16. Goldkronen.10. Dollars 1,12. Amsterdam 250 fl. kurz do. 2 Monat Hamburg 300 Mk. kurz do. 2 Monat London 1 Lstrl. 3 Monat Paris 300 Fr. 2 Monat Wien 150 fl. 8 Tage do. do. 2 Mon. Augsburg 100 fl. 2 Mon. Frankfurt 100 fl. 2 Mon. Leipzig 100 Thlr. 8 Tage do. 3 Monat Petersburg 100 R. 3 W. do. do. 3 M. Warschau 90 R. 8 Tage Bremen 100 Thlr. 8 Tage 3 143¾ 3 142⅞ 2½ 152 2½ 151 ¼ 3½.23¼ 3 81 s 9235 4 56 24 3½ 56 28 4 92¾ 4 99¼ 5½ 90½ 5½ 89½ 4(110⅞ Jahrmärkte in der Provinz Westfalen, im Osnabrückischen, LippeDetmold u. Lippe=Schaumburg. Juli. 17. Oriburg. Lübbecke. Neuenkirchen. Wessum. Wolbeck. 18. Heepen. Hülscheid. 19. Heepen. Holzhausen(unterm Limberge). Lippstadt. 20. Westerholz. 21. Gescher. Gevelsberg. 22. Gevelsberg. 23. Paderborn. 24. Bockhorst. Gehrden. Paderborn. Petershagen. Steinheim. Wünnenberg. Enniger. Epe. Ledde. Valbert. Voßwinkel. Winterberg. 25. Büren. Mastholte. Paderborn. Borken. Ibbenbüren. Lüdinghausen. Steinfurth. Breden. Breckerfeld. Getreide=Berichte. Cöln, 12. Juli. Weizen 6. Ro gen 4,15. Gerste 4,10. Hafer 4,20. p. 24 Pfd. Rüböl 14,12. Raff. 15,27. Berlin, 12. Juli. Weizen 46— 6 Roggen 44,7,6. Gerste 30—36. Hafer 2529,15. Rüböl 14,5. Bielefeld, 8. Juli. Weizen 2,15. Roggen 1,27,6. Gerste.20. Hafer 1,5 Bohnen 2,5. Kartoffeln 22,6. Buchweizen 2. Heu 25. Stroh 22,6. Rüböl 15,15. Raff. 16. Neueste Nachrichten. Deutschland. Berlin, 11. Juli. Wie heut aus Brüssel und London gemeldet wird, hat der Kaiser Napoleon seine Congreßindee wieder aufgenommen. Bekannt ist, daß Preußen gegen den Congreß nichts zu erinnern hatte, sofern nur eine Tagesordnung vorher festgestellt würde. Se. Majestät der König hat dem evangelischen Krankenhause zu Münster, welchem Er bereits bei der Gründung einen Beweis seiner Theilnahme gab, ein Geschenk von 5000 Thlrn. bewilligt. Der Johanniter=Orden ist mit einer gleichen Summe dem hohen Beispiele gefolgt. Dortmund, 7. Juli. Die Straßenlokomotive von Schwarzkopf in Berlin, welche jüngst auf der landwirthschaftlichen Ausstellung in Köln ihre Künste gezeigt hat, langte heute hier an. Sie ist für die Aplerbecker Eisenhütte angekauft und sollte von hier bis Aplerbeck die gewöhnlichen Wege, wie anderes Fuhrwerk, nehmen. Merkwürdiger Weise gelang es aber dem Führer nicht, die Erlaubniß zur Benutzung der Staatsstraße zu erhalten, wie ein Spaßvogel meint, weil für Lokomotiven eine Lücke im Chausseegeldtarif entdeckt sei. Mittels Telegraphs ist die Erlaubniß nun in Berlin nachgesucht; vorläufig hat aber die Lokomotive, nachdem sie auf dem Bahnhof mehrfache Proben ihrer Beweglichkeit abgelegt, ihren Regenrock anziehen und sich in einen Winkel stelten lassen müssen. Kiel, 11. Juli. Die Düsternbrooker Bade=Anstalt ist heute von dem Besitzer Consul Schloßbauer durch Vermittelung des Königl. Preußischen Marine=Intendantur=Raths Schmidtke für die Summe vou 104,000 Thlr. an die Königl. Preußische Regierung verkauft worden. Das Areal, mit 3 schönen großen Gebäuden, umfaßt reichlich 6 Tonnen Landes. Als künftige Bestimmung des reizend am Strande belegenen Etablissements bezeichnet man die Aufnahme des Marine=Ober= kommandos, das Stationskommandos mit Allem, was dazu gehört, und den Bau einer Marine=Akademie. Die diesjährige Bade=Saison wird durch den Verkauf nicht gestört werden. Die Erwenbung von Grundbesitz in Kiel und am Kieler Hafen seitens der Königl. Preußischen Regierung beweist der Bevölkerung wiederum deutlich, daß die Preußiischumeichen, uicht Wilens ist, von ihrem eingeschlagenen Wege zuAusland. „Paris, 7. Juli.„Das französische Postschiff„Lafaytte“, das einen Schi“ Passasierg auf offener See verbrannten amerikanischen Schisfer„William Reison gerettet hat, ist gestern Abend in Havre angekommen. Die Ankunft dieser Unglücklichen rief eine große BeVon allen Seiten wurde ihnen Hülfe ander Vereinigten Staaten in Havre begab sich sofort gn. Bord des„Lafayette“, um den Capitän für die geleistete Hülfe zu Erzählungen der Geretteten war es ein furchtbares Schauspiel, als das ganze Schiff— das Feuer hatte mit reißender Schnelle um sich gegriffen— plötzlich in vollen Flammen stand über vierhundert Unglückliche, die entweder im Feuer oder im ihren Tod fanden, die Lüfte mit herzzerreißenden Angstrufen erfüllten Die unglücklichen Passagiere waren fast alle Emigranten, die sich nach New=York begeben wollten. Einer derselben, der zuerst seine Kinder ge, rettet hatte, schwamm nach dem brennenden Schiffe zurück, um sei Frau zu holen. Er ergreift sie, stürzt sie ins Wasser und es gelingt ihm, die Mutter mit ihren Kindern zu vereinen. Die ganze Familie war gerettet. Eine Frau hatte sich an einen Matrosen angeklammert. glaubend, es sei ihr Mann. Der Matrose schwamm nach einem der Boote, wo er mit seiner Last aufgenommen wurde. Man denke sich abdas Entsetzen und den Schmerz der jungen Frau— sie war erst sei Kurzem verheirathet—, als sie ihren Irrthum erkannte. Sie war de Verzweiflung nahe und man mußte sie mit Gewalt zurückhalten, damit sie sich nicht ins Meer zurückstürzte. Aehnliche und andere Scenen kamen in Masse vor. Der Bericht des Capitäns des„Lafayette", Bocandé, über dieses großen Unglück lautet:„Dienstag den 27. Juni benachrichtigte mich der wach huende Offizier, daß er in großer. Entfernung zwei Fahrzeuge erblickt habe, die mit Menschen angefüllt zu sein schienen. Sofort übernahm ich den Befehl und steuerte in der Richtung der Fahrzeuge hin. In ihrer Nähe angekommen, ließ ich halten und nahm 24 Männer und 6 Frauen an Bord. Da der Capitän des Schiffes sich unter der Zahl dieser Unglücklichen befand, so führte ich ihn in mein Zimmer und er machte mir die traurige Mittheiluug von dem nachstehenden, herzzerreißenden Unglücksfalle:„Ich bin Amerikaner und heiße John Levi. Ich befehligte ein schönes New=Yorker Schif, den„William Nelson“ von 1039 Tonnen und einer 30 Mann starken Bemannung. Ich verließ Antwerpen am 2. und Vlissingen am 4. Juni mit einer Ladung von 600 Tonnen Schienen und anderer Waaren, so wie mit 450 Emigranten an Bord; ich wollte mich nach New=York begeben. Gestern Nachmittag, um 12½ Uhr, erfuhr ich, daß meine Leute bei Ausräucherung des Schiffes dasselbe in Brand gesteckt hatten. Ic machte alle möglichen Anstrengungen, um das Feuer zu löschen, es verbreitete sich aber mit einer so erschrecklichen Schnelle, daß es mir unmöglich wurde, dasselbe zu bemeistern. Ich ließ die vier Boote ins Meer hinab; in der unbeschreiblichen Verwirrung, welche Alle ergriffen hatte, stürzten sich die, welche zuerst bereit waren, in dieselben hinab. An Bord geblieben, war ich bald von den Flammen umgeben und genöthigt, mich ins Meer zu stürzen, wo ich von einem der Boote aufgeundlichichen m.—Mein Schiff ganz in Flammen, die Hülferuse meiner ungläutichen Passagiere, den Flammentod sterbend oder im Meere ertrinkend, ohne daß ich ihnen helfen konnte, es war schrecklich. Des Morgens um 4 Uhr war Alles verschwunden! Meine vier Boote waren mit Menschen angefüllt; ich befahl ihnen, mir zu folgen, und steuerte nuch.=O. hin, in dem Glauben, auf diesem Wege Schiffen zu beMeine beiden anderen Boote können nicht sehr weit entfernt ein.“ Nachdem ich diese Einzelnheiten vernommen, und mit dem Wunsche, die zwei anderen Boote zu retten, die noch eine große Anzahl von Personen enthalten sollten, steuerte ich, nachdem ich mit dem Post=Agenten a. Siden hin. Fast im nämlichen Augenblicke signalisite 40 mimuten vunen ein Schiff und bei Sonnenuntergang, gegen 7 Uhr „Teingten, ein Boot in weiter Entfernung. Ich steuerte sofort auf Lusselbe tos; va aver das Segelschiff demselben näher war, so gelangte er früher zu demselben und nahm eine Frau, vier Kinder und neun Se# Das Schiff war der„Ilmari“ aus Russisch=Finnland, Cupilan Abolph Niska, das von der Havannah kam und sich nach arseille begab. Ich ließ ein Boot aussetzen und sandte einen meiner Offiziere zu dem Schiffscapitän, um ihm zu sagen, daß ich zwei Boote ob das Boot, das er aufgenommen, vom lson“ herrühre, ihn wissen zu lassen, daß ich bereit sei, die Schiffbrüchtigen aufzunehmen, und von ihm Renseignements über das vierte Boot zu langen. Die vierzehn Schiffbrüchigen des dritten Bootes kammen sofort und sagten aus, daß sie das vierte Boot 4 Uhr Nachmittags verlassen hätten; es enthalte 37 Passagiere und könne nicht Ich setzte meine Nachsuchungen fort, und als die Nacht einbrach, ließz ich alle fünf Minuten abwechselnd einen Kanonenchuß abfeuern und eine Rakete in die Luft steigen. Mit Bedauern muß sen, daß mir der letzte Versuch nicht gelang. Ich hätte noch Stunden Tag nöthig gehabt, und wenn der Bericht der Schiffbrüchigen würde ich wahrscheinlich die Befriedigung gehabt das Boot zu erbligen und alle diese Unglücklichen aufzunehmen. ich mit dem Post=Agenten consultirt hatte, überzeugt, daß ich von diesen Unglücklichen und von dem Orte, wo sich das Unglück ereignet, entfernt war, keine positive Angabe zur Fortsetzung meiner Untersuchungen mit Aussicht auf Erfolg habend, durch den Bericht meines Offiziers wissend, daß der russische Capitän die 37 Ueberlebenden überwachen und ohne Zweifel retten würde, dann der 435 Personen, die ich an Bord hatte, und der dringlichen Pflichten gedenkend, welche ich zu erfüllen, befahl ich Abends um 11 Uhr, die Flammen stand und jeuer oder im Wasser Angstrufen erfüllten. anten, die sich nach ierst seine Kinder geiffe zurück, um seine asser und es gelingt Die ganze Familie itrosen angeklammert, mm nach einem der Man denke sich aber — sie war erst seit annte. Sie war der zurückhalten, damit andere Scenen kamen Lafayette“, Bocandé, n 27. Juni benachgroßer. Entfernung angefüllt zu sein erte in der Richtung ließ ich halten und a der Capitän des fand, so führte ich ige Mittheiluug von „Ich bin Amerikaner New=Yorker Schiff, er 30 Mann starken issingen am 4. Juni inderer Waaren, so nach New=York beich, daß meine Leute jesteckt hatten. Ich zu löschen, es ver, daß es mir undie vier Boote ins welche Alle ergriffen in dieselben hinab. in umgeben und gem der Boote aufgeie Hülferufe meiner oder im Meere erar schrecklich. Des e vier Boote waren folgen, und steuerte ege Schiffen zu besehr weit entfernt d mit dem Wunsche, ze Anzahl von Perdem Post=Agenten genblicke signalisirte rgang, gegen 7 Uhr steuerte sofort auf r war, so gelangte : K i n d e r u n d n e u n Russisch=Finnland, am und sich nach sandte einen meiner daß ich zwei Boote ufgenommen, vom ß ich bereit sei, die gnements über das des dritten Bootes Boot 4 Uhr Nachund könne nicht ort, und als die nd einen KanonenRit Bedauern muß sch hätte noch zwei der Schiffbrüchigen Zefriedigung gehabt lichen aufzunehmen. überzeugt, daß ich em Orte, wo sich Angabe zur Fortlg habend, durch he Capitän die 37 würde, dann der ichen Pflichten geum 11 Uhr, die Reise fortzusetzen. Die 44 Schiffbrüchtigen waren bei Ankunft an Bord des„Lafayette" der Gegenstand aller Fürsorge. Ich ließ alle Männer mit den Kleidern meiner Mannschaft versehen. Der weibliche Theil meiner Passagiere sorgte auf's reichlichste für die Kleidung der Frauen. Alle meine Passagiere bewiesen diesen Unglücklichen ihre Sympathie. Die Frau Baronin von Stöckl, Gemahlin des kaiserlich russischen Gesandten in Washington veranstaltete eine Collecte, welche 2862 Franken eintrug. A. de Bocandé. New=York, 1. Juli. Präsident Johnson ist fortwährend leidend und kann den Cabinetssitzungen deshalb nicht beiwohnen.— In der Sitzung der Militärkommission hat der Generaladvokat behauptet, daß der frühere Präsident der Konföderirten, Davis, als Mitschuldiger des Mörders Booths betrachtet werden müsse. Laut Nachrichten aus Mexiko wird die Niederlage des juaristischen Generals Negreti und die Flucht Juarez bestätigt. Eine Schildwache des am Rio grande stehenden unionistischen Armeecorps hat über den Fluß auf zwei französische Offiziere geschossen. Auf desfallsige Beschwerde ist von dem Unionsgeneral Brown keine Antwort ertheilt worden. Nord=Amerika. In Folge von Meetings=Beschlüssen Virginischer Grundbesitzer, welche einen sehr niedrigen Taglohnsatz für Negerarbeiten aufstellen wollten, hat sich General Hartsapp in Petersburg zu der Erklärung bewogen gefunden, daß er derartige Meetigsbeschlüsse nicht berücksichtigen und an den von den Militärbehörden festgestellten Lohnsitzen festhalten werde.— William v. Helden, der provisorische Gouverneur von Nord=Carolina, erließ von Raleigh Mitte Juni eine Proclamation, in der es am Schlusse heißt:„Dem farbigen Volke des Staates sage ich:„Ihr seid jetzt frei.“ Die Vorsehung hat es gewollt, daß gerade jene Mittel, die da angewendet worden waren, um Eure Knechtschaft zu verewigen, das Werkzeug Eurer Erlösung aus der Sclaverei werden sollten. Es steht jetzt bei Euch, ob sich für Euch, unterstützt von der überlegenen Intelligenz der weißen Race, und aufgemuntert von dem Sympathieen aller guten Menschen— die Euch so plötzlich gegebene Freiheit als ein Segen oder als eine Quelle des Uebels bewähren soll. Der Zustand der Sclaverei, die Gesetzgebung Eurer ehemaligen Herren, hat Eure Race seit zwei Jahrhunderten darnieder gedrückt. Man kann von Euch nicht erwarten, daß Ihr, wie es sich gehört, die weisen Bestimmungen und Einschränkungen der Constitution und der Gesetze würdigt und versteht, oder daß Ihr aus der Sclaverei die Kenntnisse bezüglich der öffentlichen Angelegenheiten mitbringt, die Euch zur Erfüllung aller Bürgerpflichten qualificiren. Noch nie ist ein Volk durch einen einzigen Sprung auf einmal in den Genuß des Rechtes der Selbstregierung gekommen. Ihr aber seid in Gemeinschaft mit dem ganzen Volke frei, Ihr habt die elben, durch die Gesetze geregelten Rechte, deren sich alle übrigen Bürger erfreuen, und die Euch gestatten, Lebensbahnen aufzusuchen, die zu Eurem Wohlstand und zu Eurer Glückseligkeit führen. Von nun an werdet Ihr das eheliche Bündniß heilig halten, Ihr werdet selbst für Eure Nachkommenschaft sorgen. Ihr könnt jetzt nicht nur selbst lesen lernen, sondern Ihr könnt auch Andere darin unterrichten, ohne Euch vor der Strafe fürchten zu müssen, die früher darauf stand. Aber um zum Wohlstand und zur Glückseligkeit zu kommen, müßt Ihr arbeiten; arbeiten nicht bloß, wenn Ihr dazu Lust habt, oder bloß um den nothdürftigsten Lebensunterhalt für Euch und Eure Familien herbeizuschaffen, sondern mit anhaltendem Fleiß, damit Ihr für Euch und Eure Familien etwas zurücklegen möget. Wenn Ihr faul und werthlos seid, und wenn Ihr Euch blos den Lastern hingebt, dann werdet Ihr keine Freunde mehr haben, und Ihr müßt untergehen.„Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brod essen," das ist das Loos der Erdenbewohner. Die Vorsehung, die Euch die Freiheit gab, sagt Euch zugleich, daß sie von allen ihren Creaturen nützliche Thätigkeit verlangt. Eure Race wird aussterben, wenn ihr dieses große Gebot der Vorsehung nicht befolgt. Freiheit bedeutet nicht, daß Jeder thun kann, was er will, sondern, daß Jedermann durch seinen Fleiß, durch seine Enthaltsamkeit, durch seine Mäßigkeit in allen Dingen, seinen Zustand verbessern und sich der Früchte seiner Arbeit erfreuen darf, so lange er dem Gesetze Gehorsam leistet. Ich hege kein Vorurtheil gegen Euch, im Gegentheil; als weißer Mann, verflochten in das Geschick de Menschen meiner eigenen Race, erkenne ich in Euch die schwächere Menschenrace, und mein Herz neigt sich Euch in Theilnahme entgegen. Auch kann ich nicht vergessen, daß während der Rebellion so viele unter Euch für die Erhaltung der Union gekämpft haben, und daß diejenigen von Euch, die in der Sclaverei zurückgeblieben, größtentheils getreu und lenksam gewesen sind, und niemals gesucht haben, sich mit gewaffneter Hand selbst ihre Freiheit zu erringen. Ich werde darauf sehen, daß Euch Eure Freiheit verbleibt, daß Euer Leben und Euer Eigenthum geschützt werde, und daß man Euch den Lohn Eurer Arbeit bezahlt. Denen aber, die faul und liederlich sind, werde ich ein strafender Richter sein. Ich werde Euer Freund sein, so lange Ihr Euch selbst getreu bleibt, den Gesetzen gehorsam seid, arbeitet und Euch ernstlich bestrebt, Euren Zustand zu verbessern. Meine Pflicht gebietet, die Regierung zum Schrecken der Uebelthäter und zum Schutz derer zu machen, die sich bestreben, gut zu sein 2c. Der Gouveneur schließt mit Lincolns Worten: „Und jetzt, mit Wohlwollen für Alle, mit Böswilligkeit gegen Niemanden, übernehme ich mir die vom Präsidenton übertragenen Pflichten, indem ich das Volk des Staates Nord=Carolina feierlichst anrufe, uns in dem großen Werke der Reconstruction der Regierung, in der Wiederherstellung des Staates unter den Schutz, die Wohlthaten und Segnungen der Union zu unterstützen.“— General Butler hielt bei Gelegenheit eines Bankettes in Lowell eine Rede, in welcher er sich entschieden für eine Parcellirung der großen Güter=Complexe im Süden zum Besten der Neger, bez. Neger=Soldaten, aussprach. Er behauptete gleichzeitig, daß Menschen, die würdig befunden wären, mit Flinte und Säbel einen Freiheitskampf auszukämpfen, wie die Neger=Soldaten, auch würdig wären, mitzustimmen. Im Süden habe man sogenanntes „Stimmvieh", das nicht lesen und nicht schreiben könne; die Neger aber könnten lesen und schreiben, denn sie hätten es ziemlich gelernt, und er halte sie deshalb weit fähiger, Urwähler zu sein, als das südliche voting catle. Dieselbe Politik hat unter anderen repuplikanischen Blättern die New=Yorker Abend=Zeitung, welche jedoch in erster Linie verlangt, daß die Neger zu kleinen Bauern, d. h. unabhängig von ihren Arbeitgebern, gemacht und dann mit dem Stimmrechte beschenkt werden. China. Die letzten Berichte ans dem himmlischen Reiche melden, daß in Hankeu und in Kan=Kiary bedenkliche Unruhen ausgebrochen sind. 20,000 Soldaten, welche seit 18 Monaten keinen Sold erhalten hatten, haben sich empört. Aus Neu=Seeland ist die Trauerkunde eingetroffen, daß der Missivnar Dr. Volkner von den Maoris grausam ermordert worden ist. Dies geschah zum Dank für seine mühevolle, gesegnete Amtswirksamkeit von seiner früheren Gemeinde, Angesicht seines eigenen Hauses, das er lange in ihrer Mitte bewohnt hatte. Es war zu Anfang März, da kehrte er mit einem Collegen, einem Herrn Grace, zu seiner fruheren Gemeinde zurück, aller Warnungen zum Trotz, die ihm von befreundeter Seite zugekommen waren. Aber bevor er noch ans Land gestiegen war, wurden er und Herr Grace von den Maoris gepackt. Sie schleppten ihn ans Land, henkten ihn an einen Baum, ritzten ihm den Bauch auf, warfen seine Eingeweide den Hunden vor, tranken sein Blut, vertheilten Herz und Leber und andere Theile seines Körpers untereinander zu kannibalischen Schmausereien, und schnitten ihm schließlich den Kopf ab, den sie als Siegestrophäe in ihren Versammlungsorten aufstellten. Dem anderen Missionar stand ein gleiches Schicksal bevor; der Klugheit und Kühnheit des englischen Capitäns, welcher die beiden ans Land gesetzt, verdankte er jedoch Leben und Freiheit, er entkam aber ungeschädigt auf den englischen Dampfer Eklipse, der auf die Nachricht der geschehenen Mordtbat von Auckland herzugeeilt war. Dieser Angriff steht übrigens nicht vereinzelt da. Sämmtliche Missionare und Ansiedler auf 200 Meilen längs der Ostküste mußten flüchtig werden, und waren oft froh, mit dem nackten Leben davon zu kommen. Am Montag stieg Herr Coxwell in Belfast mit dem größten je erbauten Luftballon in Begleitung mehrerer Herren auf. Bei dem Versuche den Ballon niederzulassen, stieß der Ballon an den Felsen bei Carnlough und da die Gondel stark geschleift wurde, erhielten alle Darinsitzende mehr oder minder erhebliche Verletzungen. Nachdem alle Versuche, den Ballon zu halten, vergeblich, retteten sich auf Befehl von Coxwell Alle, mit Ausnahme von zwei Passagieren, durch Herausspringen oder Hinablassen an Seilen. Die Beiden wurden noch weit mitgeschleppt, bis der Eine hinausfiel und der Andere in eine Hecke sprang, Beide kamen ziemlich gut davon. Der Ballon trieb in die See und wurde andern Tags an der Küste gefunden. Ein schwarzer Regiments-Pauker. Man setzte sich und einer der Matrosen, der etwas von der CongoSprache verstand, diente als Dollmetscher. Nach den Eingangs=Komplimenten brachte ein Schiffsjunge aus dem Boote zwei große Flaschen mit Rum, aus denen man gegenseitig die Gesundheiten trank. Um gleich die Gunst des Sclavenhändlers zu gewinnen, schenkte ihm der Kapitän eine metallene Pulverflasche, auf welches das Bildniß Napoleons ausgeprägt war. Mit freudestrahlenden Augen betrachtete Tomango dieses Geschenk, ging darauf aus der Hütte heraus und bat seinen Gast vor derselben im Schatten Platz zu nehmen weil die zu verkaufende Waare besehen werden sollte, wobei indessen das Mitnehmen der Rumflaschen nicht vergessen wurde.— Nun wurden die Sclaven herbeigebracht und erschienen in einer Reihe hintereinander. Jeder hatte einen hölzernen Klotz um den Hals besestigt, am welchem eine 6 Fuß lange hölzerne Gabel angebracht war, deren schwerer Stiel nach vorn vorstand. Den Stiel der Gabel des Vordersten trug ein Treiber, dann der erste die Gabel des zweiten und so fort. Außerdem waren den Sclaven die Hände gebunden; ein Fortlaufen also gar nicht möglich, denn wenn die Gabel vorn herunter gelassen wurde, so steckte sie bei jedem Schritte in der Erde fest. Statt Halt zu kommandiren, ließ der Treiber vorn auch nur die Gabel fallen, so stand augenblicklich der ganze Zug still.— Der Kapitän schien sehr unzufrieden mit dem Aussehen der Sclaven. Die Männer waren ihm zu klein und zu schwach, die Weiber zu alt und zu häßlich. Ueberhaupt meinte er, würde der Menschenschlag in Afrika alle Tage schlechter. Früher hätte er Weider von 6 Fuß Länge gekauft und Kerls, von denen 4 eine Kanone aufheben konnten. Trotz dieser tadelnden Bemerkungen, suchte er sich doch eine ganz hübsche Anzahl unter den Negern heraus, aber bezahlen wollte er die geforderten Preise nicht, weil alles schlechte Waare sei. Tomango seinerseits, wollte von einem Herablassen der Preise nichts wissen, strich sein lebendiges Menschenfleisch heraus, sprach von der Gefährlichkeit seiner Unternehmungen und von der immer größer werdenden Schlauheit der Neger, die sich nicht mehr fangen lassen wollen. Wenn Kapitän Ledoux nicht Alle nehmen wollte, wie sie da wären, dann müßte er für die Ausgesuchten auch höhere Preise bezahlen. Als der Dollmetscher Tomango's Reden übersetzt hatte, that Kapitän Ledoux, als wenn er vor Erstaunen und Entrustung gar nicht zu sich selbst kommen könnte; stand auf, wandte sich zum Weggehen und wollte die Unterhandlungen sofort abbrechen, Tomango hielt ihn aber zurück und Kapitän Ledoux ließ sich zurück halten. Dann kam eine dritte Flasche Rum und dann begann das Bieten nud Fleischen wieder. Bei der vierten war man schon einiger und bei der fünften hatte Kapitän Ledoux 160 Negerscla= ven, Tomango aber einige Ballen Kattun, Pulver, Feuersteine, 3 Oxhoft Rum und 50 alte Musketen. Statt alles weitern Kaufkontraktes gaben sich Tomango und Ledoux die Hände, wobei Tomango schon vor Trunkenheit taumelte und die Sclaven wurden sofort den Matrosen überliefert. Diese schlugen ihnen die hölzernen Klötze und Gabeln ab, und legten ihnen, die unterdessen vom Schiffe geholten Ketten und Handschellen, von civilisirter Europäischer Arbeit, an.— Uebrig blieben nur etwa 30 Neger, Kinder, alte Männer und kranke Weider. Durch diese 160 was das Schiff zwar voll, aber Tomango, der nicht wußte, was er mit den 30 Uebrigbleibenden anfangen sollte, bot sie dem Käufer für 30 Bouteillen Rum an. Kapitän Ledoux überlegte, ob sich so viele wohl noch im Schiffe verpacken lassen würden und meinte endlich: In Nantes habe ich so oft im Theater mit Verwunderung gesehen, wie viele Menschen in das Paterre gehen, wenn es auch schon ganz voll schien. Diese Ueberlegung genügte für den Ankauf von noch 20 Sclaren, obgleich die meisten darunter wirklich alt und schwach waren. Tomango, schwer betrunken von der Masse des genossenen Rums, wurde wüthend, daß ihm 10 Weiber und Kinder verbleiben sollten, und bot sie dem Capitän, jeden für ein Glas Rum an. Capitän Ledoux überlegte wieder und kam zu der Erkenntniß: weil Kinder überall auf der Post und sonst nur die Hälste zahlen, so brauchen sie auch nur halben Platz und der würde sich auf dem Schiffe wohl allenfalls noch finden. So suchte er noch 3 Knaben aus, wollte sich aber nun auch zu weiter nichts verstehen. Durch diese Abweisung gerieth Tomango ganz außer sich, ergriff sein Gewehr, zielte auf eine Frau, die ihm zunächst stand— es war die Mutter der 3 Knaben, die Ledoux eben gekauft— und rief: „Wenn du sie nicht kaufst, so schieße ich sie nieder!“ „Was soll ich mit einem so schwächlichen Weibe anfangen,“ antwortete achselzuckend Ledoux. Kaum sah der sinnlos Betrunkene das ablehnende Zeichen, so schoß er und die Negerin stürzte zu Boden. Vor den Augen der Kinder wälzte sle sich in ihrem Blute und gab, von der ganzen Ladung in nächster Nähe getroffen, bald ihren Geist auf. Sofort richtete Tomango sein Gewehr auf einen alten Mann. Auch bei diesem antwortete Capitän dem fragenden Blick des Wilden mit einem Kopfschütteln und eben wollte der Wüthende abdrücken, als eins seiner Weiber ihm in den Arm fiel, so daß der Schuß in die Luft ging. Sie hatte in dem alten Mann einen sogenannten Zauberer erkannt, der ihr einst prophezeit, daß sie noch einmal Königin werden würde. Als der Wüthende so sein Vorhaben vereitelt sah, schlug er seinem Weibe mit dem Kolben des Gewehres auf den Kopf, daß sie in die Kniee sank und schrie dem Capitän zu: Dies Weib schenk ich dir! Es ware eine besonders hübsche Negerin. Ledoux lächelte und meinte: für die werde ich schon noch einen Platz finden. Unterdessen hatte der Matrose, welcher als Dollmetscher diente, noch eine Flasche Rum herbeigeholt, gab sie als Kaufpreis für die noch übrigen sechs, löste ihnen die Holzfesseln und gab ihnen die Freiheit. Sie besannen sich auch nicht lange und liefen nach allen Richtungen in das Land hinein. Ob sie je ihre Heimath im Innern erreicht, wer mag das wissen! Während die gekauften Sclaven in das Schiff gebracht wurden, nahm Capitän Ledoux auf das Freundlichste Abschied von dem taumelnden Tomango und gab Befehl, Alles rasch in Stand zu setzen, damit das Schiff morgen mit dem Frühesten die Mündung des Flusses verlassen und in See gehen könne, denn möglicher Weise konnte ein Kreuzer sich nähern und Jagd auf ihn machen. Als man das letzte Boot vom Lande stieß, war Tomango schon sinnlos zu Boden gesunken und schlief seinen schweren Rausch aus. Als er am andern Morgen aufwachte, war das Sclavenschiff schon in Bewegung, hatte die Anker gelichtet und schwamm langsam den Strom hinab der offenen See zu.— Noch ganz benommen von dem furchtbaren Rausche, fragte er nach seinem Weibe Ayscheh. Sein zweites Weib sagte ihm, das Ayscheh das Unglück gehabt habe, sein Mißfallen zu erregen, und daß er sie dem Sclavenhändler geschenkt, der sie an Bord seines Schisses genommen habe. Bei dieser Nachricht schlug sich Tomango vor den Kopf, ergriff sein Gewehr und lief das Ufer entlang, dem Schiffe nach. Da der Strom eine Windung machte, ehe er zu seiner Mündung in die offene See kam, so gelang es dem Neger, indem er in gerader Linie lief, in gleiche Höhe mit dem Schiffe zu kommen. Dort lag ein Boot, er sprang hinein, ruderte mit ungeheurer Kraftanstrengung und kam richtig an Bord. Capitän Ledoux war ganz verwundert, als er seinen Lieferanten plötzlich wieder sah, machte aber ein noch längeres Gesicht, als dieser sein Weib zurückforderte.„Handel ist Handel und Geschenk ist Geschenk!“ antwortete er ganz ruhig und wendete dem Bestürzten den Rücken. Tomango folgte ihm und erbot sich einen bedeutenden Theil der Waaren zurückzugeben, wenn man Ayscheh loslassen wollte. Der Capitän aber lachte ihm höhnisch ins Gesicht und meinte:„Seine Ayscheh wäre ein ganz hübsches Weibchen, die er keineswegs Lust hätte, so bald von sich zu lassen.“ Nun sing Tomango an zu schreien, warf sich auf die Erde, wo er sich wie ein Verzweifelnder herumwälzte, riß sich die Haare aus, knirschte mit den Zähnen, rief mit durchdringender Stimme nach seiner Ayscheh und schlug mit dem Kopfe so heftig gegen die Schiffswände, daß aussah, als wollte er sich das Gehirn zerschmettern. (Fortsetzung folgt.) In den amerikanischen Zeitungen findet man jetzt„Couverts für Herrn und Damen“ angezeigt; das sind aber nicht die Couverts, die man beim Briefschreiben gebraucht, sondern man umschreibt mit diesen Worten nur bescheidentlich dasjenige Kleidungsstück, das man der Haut zunächst zu tragen pflegt, und welches das amerikanische Zartgefühl nicht zu nennen wagt. Vor mehr denn einem Jahre fand ein Arbeiter aus der zur Majoratéherrschaft Reisen gehörigen Dambitscher Ziegelei beim Graben des Lehms einen hellen und klaren Feuerstein in der Größe eines Hühnereies. Er überließ denselben seinen Kindern als Spielzeug, wobei sich, nachdem diese ihn zersprengt, ergab, daß er einen Edelstein, vielleicht einen Diamant in der Größe eines Taubeneies von unschätzbarem Werthe umschloß. Man hat die Sache bisher in geheimnißvolles Dunkel gehüllt. Auf dem ehemals wildreichen Gute Choisy le temple fand jüngst durch Strychnin eine zweimal rückwirkende Vergiftung statt. Um die Füchse auszuretten, die dort alles Wild, es mochte Haare oder Federn haben, vertilgten, legte man in der Nacht Bouletten mit Strychnin vermengt. Am folgenden Morgen fanden sich nicht weniger als 45 todte Füchse vor. Die Bouletten wurden nunmehr sorgfältig gesammelt, um anderweitigen Vergiftungen, wie der der Schäferhunde, vorzubeugen. Im Laufe des Nachmittags fand der Förster noch einen vergifteten Fuchs vor, und um sich mit demselben nicht zu schleppen, balgte er ihn auf freiem Felde ab und warf ihn in einen trockenen Graben. Hier wurde er von den Elstern aufgefunden und verspeist. Den Tag darauf lagen nicht allein die Elstern todt am Platze, es fand sich außerdem noch ein todter Fuchs vor, der von den virgifteten Elstern gefressen und sich dadurch ebenf Us vergiftet hatte. Stuttgart. Wiener Blätter berichten von dort über folgenden ortginellen Fall. Ein reicher Privatmann hatte nämlich an einen Schnetder in der Stadt eine Schuldforderung, und nach fruchtlosen Exekutionsmaßregeln erwirkte der Erstere gegen den Schuldner den Personalarrest. Der Gläubiger kam mit dem Gerichtsdiener in die Wohnung des Schneiders, und alles Bitten des Letzteren, sowie die Thränen seiner Frau waren vergebens, der Schneider mußte in den bereit gehaltenen Fiaker steigen und man fuhr nach dem Schuldarreste. Am Thor des letztern aber, als der Schneider bereits ausgestiegen war, gad ihm der Gläubiger 2 Fl. mit den Worten:„Es ist genug! Ich habe Ihnen gezeigt, daß ich Sie einsperren lassen kann. Ich sehe aber jett ein, daß mein Geld verloren ist, da Sie es niemals zahlen können. Darum nehmen Sie nun ruhig noch die zwei Gulden für die ausgestandene Angst und gehen Sie nach Hause.“ Mit Freudenthränen in den Augen trat der Schneider den Rückweg nach der Stadt an. und al Bie Erschel Dienstag, Donn Redigirt unter 2 Druck und Verla Ne 85. Beste werden baldi gestellt werde dition, Obe stehenden Ag binder KolbC. Bertelsm brück: Buchl Bekan Für die H Senne sind fer 1) von Hert 2) von Her Schildesch lung in d der evar Schildesch wofür den Get Bis jetzt sir 220 Thlr. 7 E fernere Beiträ nommen. Bielefeld, Subhast Rothw Königliche Kr Folgende in Gütersloh bei Klempner Frie 1) Flur#I. Ni und Hofra mit dem 2 2) Flur II. 9 Garten 14: abgeschätzt au zufolge der n der Registratt soll am 28. 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