betreffende Lehrsaubern Meister zische Armee verBubenstück Kenntdem SeelenverIt, der Verräther ar. feld bei Leipzig, öffentlicht in den eicht ist es nicht eben so gut ihre Fluth, und daß n einzelnen Quell rdtheil verbreitet, ien ist, man dies da gleichmäßige Aber noch eine en: der enge Zud niedriger Kornnde. Steht das m, steht es tief, sers verschlechtert Fallen vermehrt mit Aufmerksamgetäuscht; den und 1772 aufge351 und 1852. en Jahren noch zu Tage traten, igte ich sofort zu hren auf 7 Thlr. wir erlebt. Seit jährend gefallen; Is dasjenige, mit ir sind noch jetzt de noch drei gute iber fällt der Uemeinen Familien= stand wie heute. teergebnisses vom Kai das Korn erNordostwind mit usammenpeitschte, diese unvorherzujahr erstreckt und der französischen hen in Algier zu kaufen. An Ort ier kann dasselbe erkaufen aber die sie in Algier und en kommen dann enpreise berechnet ene Strauße. Im nur auf ½ des 80,000 Fs. kaujährlich erlegten er gemacht wird, lut. 5 und amtliches Kreisblatt Cietesert, Halle gag, Eschelut wöchentlich dreimal und wird Rediair Sonnabend Abends ausgegeben. Vtrigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsmann. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. 0 N 58. G 0 für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgr. Inserate 9 Pfg. für die Vorgis=Zeile. Sonntag, den 14. Mai 1865. Kraphron2 Tliagrnrunt, genann„Melschenfreund einzig und allein fabrizirt von Jodocus Nobertz in Cöln am Rheine. Beweis der Vorzüglichkeit des Stoughton's Magenbitter: Laval(Frankreich), 9. October 1864. Hebur der! Stenabionse Magen grobe Flaschen Ihres berübmien tugenoitter zu senden, indem wir diesem so ausgezeichneten Enzir erstaunenswerthe Resultate gegen eine hartWöättei nicht die agrin. guse ut## vir geringste Besserung brachten. Unglücklicher Weise bernichten wir, die Kur so lange unterbrochen zu sehen, bis wir Ihre erhalten haben, und indem Sie daher nochmals um die schnellste egung ersucht werden, zeichnet mit der Versicherung der vorzüglichsten Hochachlung G. af E. de Moulins. Autorisirte, alleinige Niederlage bei Alexander Vogt in Gütersloh, Theodor Pauck in Bielefeld, F. Meyer zur Capellen in Borgholzhausen, H. Stockamp in Bödinghausen, H. Schlueter Ww. in Clarholz, L. Schlueter in Rheda, A. Copeyin Ubbedissen, F. W. Wehmann in Versmold, g. Holle in Werther, H. Thumann in Wiedenbrück. In Orten, wo noch keine Niederlagen errichtet sind, werden solche an solide Spezereihändler, Wirthe, Restaurateure und Conditoren bei franco Anfrage abgegeben. Kangewernschalt zu Hoxter a. d. Weser beginnt ihren Sommer=Cursus am 15. Mai und den Winter=Cursus am 6. November 1865. Anmeldungen der Schüler, unter Beifügung der Schulzeugnisse, sind frankirt einzusenden. Der Vorbereitungs=Unterricht beginnt am 24. April resp. 16. October 1865 unendgeltlich. Zur Adnahme der Meister=Prüfung für Bauhandwerker befindet sich die Königliche Commission am Orte. Der Diretor Möllinger. Mühlenbrock, Meyer&., concessionirte Schiffsexpedienten, Ausgarüthorsstraße Nr. 14 in Bremen, befördern Passagiere mit vorzüglichen Segel= und Dampfschiffen nach Nordamerika zu billigst gestellten Passagepreisen. und HämorrhoidalLeidende, die den Specialarzt Dr. Müller aue; Coburg persönlich zu consultiren wün schen, wollen ihre Adressen binnen 6 Tagen unter Chiffre Dr. M. verschlossen in der Expedition dieses Blattes gefl. niederlegen. werden an der Eisenbahnstrecke Haan=Ohligs tüchtige Erdar bei er, die in Accord 1 Thlr. bis 1 Thlr. 16 Sgr. täglich verdienen können, gesucht und finden das ganze Jahr Beschäftigung. Haan bei Elberfeld. Lothar v. Köppen. DRAnnmachungen aller Art in sämmtliche deutsche, französische, englische, russische, dänische, holländische, schwedische 2c. Zeitungen, werden prompt zu dem Orginal=Insertionspreis ohne Anrechnung von Porto oder sonstigen Spesen besorgt und bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt gewährt. Annoncenbureau von Ilgen ap; Fort in Unser neuester Zeitungs=Catalog nebst Insertionstarif steht auf franco Verlangen gratis und franco zu Diensten. der Lungenschwindsucht (Tuberculose) naturgemäß, ohne innerliche Medizin. Adresse: K8 49 poste restante Coburg.(Franco gegen franco.) zur kalten Wäsche für farbige Stoffe jeden Gewebes. Diese Seife hat außerdem die Eigenschaft das Ausgehen der Farben zu verhindern, matt gewordene wieder herzustellen, und alle Theer= und Fettflecken: mit fort zu nehmen. Preis in Stücken à 2½ Sgr. bei C. Honrich& Co. Kronth. 1,16,9. Brab. Kronth. 1,16. Goldkronen.9,6. Dollars.12. Getreide=Berichte. Cöln, 12. Mai. Weizen.22,6. Rogzen 4,15. Gerste 4,22. Hafer 4,15. v. 200 Pfd. Rüböl 14,18. Raff. 15,3. Berlin, 12. Mai. Weizen 45—61. Böbst 1225.i.. 36. Haser 25—23. Bielefeld, 12. Mai. Weizen 2,7,6. Roggen 1,18. Gerste.15. Haser 1,2. Bohnen 1,29. Kartoffeln 1. Buchweizen 1,22,6. Heu 1,2,6. Stroh 25. Rüböl 13,15. Raff. 14. Kirchlicher Anzeiger. Altstädter Rirche. Frühgottesdienst: Superint. Müller. Hauptgottesdienst: Pastor Ribonitsch. Nachmittagsgottesd.: Superint. Müller. Neustädter Rirche. Hauptgottesdienst: Pastor Niemey her. Wechselcours. Amsterdam 250 fl. kurz do. 2 Monat Hamburg 300 Mk, kurz do. 2 Monat London 1 Lstrl. 3 Monat Paris 300 Fr. 2 Monat Wien 150 fl. 8 Tage do. do. 2 Mon. Augsburg 100 fl. 2 Mon. Frankfurt 100 fl. 2 Mon. Leipzig 100 Thlr. 8 Tage do. 3 Monat Petersburg 100 R. 3 W. do. do. 3 M. Warschau 90 R. 8 Tage Bremen 100 Thir. 8 Tage 3½ 143⅞ 3½ 143½ 2(151⅞ 151 .22½ 80% 92¾ 92½ 56 24 56 28 99% 99½ 88¼ 88⅞ Jahrmärkte in der Provinz Westfalen, im Osnabrückischen, LippeDetmold u. Lippe=Schaumburg. 15. Oriburg. Wiedenbrück. Hopsten. Milte. Ottenstein. Steinfurth. Möllenkotten. 16. Steinheim. Lüdinghansen. Wertb. Wenden. Werth. 17. Lügde. Dortmund. Buer(Hannover). 18. Höxter. Burbach. Dortmund. 19. Ledde. Lette. Badbergen. 20. Badbergen. Witterungsberichte. Den 8. Mai. 80 ½ Geldcours. Aust. Pistolen 5,16. Napoleonsd. 5,12. Holl. 10 Guld..16. Liv. Sterl. 6,22,6. Fünffre. 1,10,3. Franz Paris Brüssel Petersburg Gröningen Memel Königsberg Stettin Berlin Breslau Münster Cöln Trier Eisenbahn=Abfahrten von Bielefeld nach Verlin2 z, N. 3, B. Dentz 59g, N..,.2, 2chts. Dortmund 14. 220 Nachts. %% M. ##% 6 R. Nachrichten. Deutschland. * Im Herrenhause ist ein Antrag eingebracht, der die Unterstützungssumme füe die Veteranen von 1813, 1814 und 1815 um 250,000 Thlr. jährlich erhöht. In der 48. Sitzung des Abg.=Hauses legte der Finanzminister eine umfangreiche Denkschrift über den dänischen Krieg und eine Uebersicht der Kriegskosten vor. Die Denkschrift ergeht sich über die politische Situation, welche zum Kriege geführt, stellt die militärischen Anordnungen zusammen und weist die Kostenhöhe und die Quellen nach, aus dem die Mittel genommen worden. Die Denkschrift über die Kriegskosten des dänischen Krieges weist die Totalsumme der Ausgaben auf 22½ Million nach. Davon betragen die von der Militär=Verwaltung aufgewandten Kosten im Ganzen 18½ Million, und zwar 14¼ Million für Mobilmachungskosten und Truppen=Unterhalt, 4¼ Mill. für Verstärkung der Artillerie und Befestigungs=Ausrüstungen. Außerdem betragen die Kosten für die Marine, die Post= und Telegraphen=Verwaltung 3¾ Mill., 13½ Mill. sind rechnungsmäßig für das Jahr 1864 als verausgabt nachgewiesen, wogegen 8 9/10 Mill. noch zu verrechnen bleiben. Die Deckung der 13½ Mill. ist größtentheils aus disponibeln Ueberschüssen der Jahre 1863, 1864, 1½ Mill. dagegen aus dem Staatsschatze entnommen; die übrigen 8 9/10 Mill. sollen event. ebenfalls aus dem Staatsschatze entnommen werden. Die Denkschrift liefert den Nachweis, daß der Staatsschatz im Stande ist, diese Summe zu decken. Düsseldorf, 9. Mai. Se. Maj. der König werden, wie wir hören, am nächsten Sonntage, den 14. d. Mis., auf der Reise nach Aachen hier eintreffen und bis Nachmittag 3 Uhr hier verweilen. I. Maj. die Königin wird gleichfalls von Baden=Baden hier erwartet. Nach beendigtem Gottesdienste findet vor Sr. Maj. dem Könige große Parade der gesammten Garnison auf dem Exercirplatze statt. Um 3 Uhr Nachmittags wird sodann ein Extrazug die Königlichen Herrschaften nach Aachen führen. Zur Vorfeier des Jubelfestes soll am Sonntag Nachmittag im Garten der städtischen Tonhalle ein Volksfest mit Concert, so wie Illumination und Feuerwerk am Abende veranstaltet werden. Auch für den Hauptfesttag selbst stehen besondere Festlichkeiten bevor. Bielefeld, 13. Mai. Se. Majestät der König werden morgen früh um 4 Uhr mit dem Courirzuge auf der Reise nach Aachen unsere Stadt passiren. Auf höhere Veranlassung hat das Gumbinner Haupt=Steueramt mehreren Brennereibesitzern in seinem Bezirke, welche die Gebäudesteuer verweigert haben, den ihnen bieher gewährten Steuer=Credit entzogen. In Folge einer Aufforderung des Ausschusses für das Berliner Jahndenkmal hat der Flensburger Turnverein einige mehrere Centner schwere Steine von Düppel und Alsen acquirirt und in diesen Tagen nach Berlin abgesandt. Es sind dies ein Granitblock von Düppel, von Schanze Nr. 6 ein eben solcher Block von Alsen, von der Kirchhofsschanze, ein Beton=Block aus einem Pulvermagazin Nr. 2. Die Namen Düppel und Alsen sind auf den Steinen eingemeißelt. Dieselben sind so recht geeignet, auf dem Malhügel in der Hasenhaide eine immerwährende Erinnerung an die Tage darzustellen, in denen unsere Heimat durch preußische Tapferkeit dem Vaterlande neu gewonnen ward. Aus Schleswig meldet man dem„H..“: Der Schiffer Matthiessen aus Arnis, der es wagte, unter der Schleswig=Holsteinischen Landesflagge in Kopenhagen einzulaufen, ist nicht allein vom Zollpersonal und Pöbel dort verhöhnt, sondern auch derart mit Steinen beworfen, daß er arge Verletzungen davongetragen. Köln,210. Mai. Sicherem Vernehmen nach hat die Imperial=Continental=Gas=Association ihren Gaspreis für Köln vom 1. Mai ab von 1 Thlr. 20 Sgr. per 1000 Cbf. preuß. auf 1 Thlr. 15 Sgr. reducirt. Aachen, 10. Mai. Das gestern Mittag über unsere Stadt gezogene Unwetter war von so heftigem Hagelschlag begleitet, wie man hier seit langen Jahren nicht mehr erlebt. Einzelne Schloßen hatten die Dicke von kleinen Taubeneiern und richteten vielfache Zerstörung an. Die ministerielle Provinzial=Correspondenz schreibt: Die Stellung der Landwehr ist bekanntlich ein Punkt, wegen dessen die Gegner der jetzigen Heereseinrichtung dieselbe besonders lebhaft angreifen. Der Kriegsminister behandelte daher in seiner Rede diesen Punkt auch seinerseits besonders eingehend. Er sagte darüber Folgendes: „Nach den Absichten der Regierung ist und bleidt die Landwehr ein unabtrennbarer Theil unserer bewaffneten Macht, der— Gott verhüte es, daß die Nothwendigkeit an uns herantrete— auch im Kriegsfalle gewiß nützliche Dienste leisten wird, aber immer erst, wenn die Nothwendigkeit dazu an uns herangetreten sein wird.“„Aber die erfolglosen Quälereien mit der Landwehr und mit den Kriegs=Reserve=Rekruten, die widerwilligen Leistungen bei Friedens=Uebungen und der kaum zu verhindernde Verfall der militairischen Disziplin, der hier und da zum Ausbruch kam, das in längerer gesegneter Friedenszeit immer mehr vorwiegende Interesse für Haus und Hof, für Weib und Kind, für Familie und Erwerb: alles dies mußte natürlicherweise die Landwehr in ihrer bisherigen Stellung nach und nach abschwächen. Die Zahl der Verheiratheten ist ja, wie bekannt, in der Landwehr ungleich größer. Das ist auch einer von den Umständen, welche eben darauf hinweisen, daß die Landwehr von 1813, auf die man immer als auf ein Muster zeigt, mit der Landwehr von heute in keiner Weise in Vergleich gestellt werden kann. Die Landwehr von 1813 bestand keineswegs ausschließlich aus älteren Altersklassen, sondern zum großen Theil aus jungen Leuten, die weder Haus und Hof, noch Weib und Kind hatten, die keine Familien= und Erwerbsinteressen zu vertreten hatten. Daß es dem Landwehrmanne, der nach der Ableistung seiner dreijährigen Dienstzeit sich allenfalls zu Friedensübungen während seiner Verpflichtungen versteht, sehr unbequem und sehr störend ist, wenn ihm vielleicht im 28., 29. oder 30. Jahre nochmals angesonnen wird, Soldat zu sein und in den Krieg zu ziehen, ja, meine Herren, ich glaube, darüber kann wohl keine Meinungsverschiedenheit stattfinden. Wenn man nun also, wie es die Eiferer für die Landwehr wollen, beständig von einer Verletzung des Rechts der Landwehrleute spricht, so ist nach meiner Auffassung davon gar nicht die Rede, sondern nur von einer Erleichterung der Pflichten der Landwehr, und diese Erleichterung der Pflichten hat sich die Regierung bei der Organisation zur Aufgabe gestellt. Sie glaubt damit dem Lande einen wesentlichen Dienst zu leisten. Es ist interessant, wenn man die Akten eines beliebigen Landwehrbataillons sich vorlegen läßt, diese unendlichen Schreibereien, selbst vor jeder Friedensübung, zu überblicken, entstanden aus den zahlreichen Reclamationen. Mir liegt ein Bericht vor, der wunderbarerweise wie gerufen zu dieser Verhandlung eingegangen ist, der die Verhältnisse des Jahres 1849 bespricht. Ein ehemaliger Feldwebel beim Düsseldorfer Garde=Landwehrbataillon, wo er gerade in Bezug auf die Reclamationsverhandlungen thätig gewesen ist, berichtet mir, es seien fast noch halbmal so viel Reclamationen eingegangen, als Landwehrleute eingezogen seien— natürlich zwei, drei für einen und denselben. Diese Wahrnehmungen berechtigen doch wirklich zu dem Schlusse, daß der Feuereifer nach dem militairischen Leben und militairischen Thaten— wie es ja schon von selbst aus der menschlichen Natur hervorgeht— in gewissen Jahren und Verhältnissen nicht mehr so heftig sein mag, als behauptet wird, um der Regierung den Vorwurf zu machen:„Ihr habt dieses altehrwürdige heilsame Institut vernichtet", woran die Regierung natürlich nicht gedacht hat.“——— ——————————————————„Et wurde der Regierung oft entgegengehalten:„die Landwehr ist gar nicht mehr vorhanden, die Landwehr ist ehrenvoll bestattet; mit Allem, was man zu ihrem Lobe gesagt hat, hat man nichts gethan, als ihr ein ehrenvolles Begräbniß bereitet.“ Meine Herren, alle diese Anführungen mögen schön klingen, aber in der Wahrheit begründet sind sie nicht. Die Landwehr soll eine Stellung erhalten, die ihrer würdig ist, die ihren Altersverhältnissen, ihren staatsbürgertichen Interessen entspricht. Das ist der Wunsch der Regierung. Es sollen die jüngeren Brüder zuerst, wenn ich mich so ausdrücken darf, ihre Haut zu Markte tragen, bevor die Familienväter, die Steuerzahlenden an die Reihe kommen, bevor sie das Letzte einsetzen für die Rettung und die Unabhängigkeit des Vaterlandes.— Es ist ferner gesagt:„Der wahre Gedanke der Landwehr: im Frieden ein kleineres Heer, als unsere Nachbarn, im Kriege ein stärkeres Heer, als unsere Nachbarn zu haben, dieser Gedanke sei verloren.“ Meine Herren! Was soll ich davon halten, wenn damit als einem Mangel gegen mich Beweis geführt wird, wie hier geschehen? Wir haben thatsächlich ein kleineres Heer, als unsere Nachbarn, auch nach der Reorganisation; es kommt also hier nur auf das Mehr und Weniger an, und uur darum streiten wir. Wenn hier aber gesagt wird:„im Frieden ein kleineres Heer“, so sage ich: Wohlan, ich bin einverstanden, unser Heer ist kleiner; es braucht auch nicht so groß zu sein und soll gar nicht so groß sein; der Kriegsminister, der so wenig Staatsminister wäre, um nicht die finanziellen Interessen des Landes so weit als möglich zu schonen, der ist nicht an seinem Platze. Davon ist aber nicht die Rede, meine Herren.„Im Kriege ein stärkeres Heer, als unsere Nachbarn“, ja, meine Herren, das können wir jeden Augenblick haben, wenn es nöthig ist. Mit unserer verstärkten Armee und mit der Landwehr ersten Aufgebots sind wir jedem Nachbar gewachsen; aber erst, seitdem die Reorganisation ins Leben getreten ist, erst seitdem kann man mit einiger Sicherheit den Nacken hoch tragen. Während ich selbst in diesem Hause vor Jahren immer einer gewissen Unterordnung unter unsere stärkeren Nachbarn zu meiner Beschämung habe Ausdruck geben hören, bin ich gegenwärtig in der Lage, auszusprechen: wir fürchten uns vor Niemand und haben Ursache, stolz zu sein auf unser Heer und unsere Wehrhaftigkeit.“ Der preußische Verein zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger, welcher in Berlin unter dem Vorsitze des Prinzen Reuß und unter Mitwirkung hervorragender Männer aller Stände besteh“, mmer mehr vorkind, für Familie indwehr in ihrer Zahl der Versch größer. Das hinweisen, daß in Muster zeigt, eich gestellt wergs ausschließlich s jungen Leuten, atten, die keine iß es dem Landn Dienstzeit sich btungen versteht, cht im 28., 29. sein und in den kann wohl keine lso, wie es die Verletzung des Auffassung davon ng der Pflichten t sich die Regielaubt damit dem ssant, wenn man egen läßt, diese bung, zu überMir liegt ein ser Verhandlung bespricht. Ein ebataillon, wo er ätig gewesen ist, amationen eingech zwei, drei für doch wirklich zu schen Leben und der menschlichen nissen nicht mehr ierung den Vorime Institut verJaf:——— ———„Es oehr ist gar nicht mit Allem, was an, als ihr ein iese Anführungen t sind sie nicht. würdig ist, die ressen entspricht. jüngeren Brüder Markte tragen, Reihe kommen, e Ugabhängigkeit hre Gedanke der e Nachbarn, im ben, dieser Gezu halten, wenn wird, wie hier als unsere Nachhier nur auf das Wenn hier aber ich: Wohlan, ich ich nicht so groß minister, der so 1 Interessen in seinem Platze. iege ein stärkeres önnen wir jeden verstärkten Armee dem Nachbar geeben getreten ist, ken hoch tragen. r einer gewissen iner Beschämung der Lage, auszuUrsache, stolz zu bundeter und erdes Prinzen Reuß Stände besteht, hat einen erheblichen Antheil an der Entfaltung der regen Thätigkeit, welche in unserem preußischen Vaterlande zur Beschaffung der Mittel, Behufs Linderung der Leiden der Verwundeten und der mit einem Winterfeldzuge nothwendig verknüpften Drangsale und Mühseligkeiten auf allen Seiten stattgefunden hat. Ueber diesem Wirken, von welchem jetzt ein Bericht erstattet ist, hat offenbar des Himmels Segen gewaltet. Eine große Zahl namhafter Männer trat mit theilweise sehr bedeutenden Jahresbeiträgen zu dem Verein, einzelne Vaterlandsfreunde zeichneten sofort Spenden im Betrage von 500 Thlrn. Die Thätigkeit des Vereins wurde auf dem Kriegsschauplatze selbst durch einen bewährten Sachverständigen, sowie durch zwei Mitglieder des Comitee's vermittelt, welche dort, abgesehen von den überaus zahlreichen in natura eingegangenen[Gegenständen, an baarem Gelde über 8000 Thlr. für die Zwecke des Vereins verausgabten. Eine weitere Thätigkeit des Vereins war darauf gerichtet, die Heilung und Kräftigung der nach inländischen Lazarethen übergesiedelten Verwundeten und Kranken durch Verabreichung von Erquickungsmitteln möglichst zu fördern. Die zur vollständigen Wiederherstellung der Verwundeten und Kranken als besonders wirksam befundene Unterbringung derselben bei ländlichen Grundbesitzern fand soviel Entgegenkommen, daß die Meldungen von Grundbesitzern zur Aufnahme solcher in der Genesung begriffenen Krieger weit über das Bedürfniß hinaus erfolgten. Dem Gesammtverein haben sich bis jetzt 93 Vereine angeschlossen. Es ist dringend zu wünschen, daß, wie in den Provinzen Sachsen und Schlesien, auch in den anderen Provinzen des preußischen Vaterlandes sich Provinzial=Vereine baldigst bilden mögen, damit durch eine vollständige und feste Organisation über den ganzen preußischen Staat die Wirksamkeit des Gesammtvereins für zukünftige Fälle gekräftigt und gefördert werde. Der Verein will und darf während des Friedens in seiner Thätigkeit nicht nachlassen; nach den Erfahrungen, welche er während des Krieges gemacht hat, erkennt er es vielmehr als seine Aufgabe: mit doppeltem Eifer alle Kräfte und Mittel vorzubereiten, um, wenn nach Gottes Rathschluß über kurz oder lang Preußen neue Kämpfe zu bestehen hat, in viel wirksamerer und vollkommenerer Weise seine Zwecke zu erfüllen, als es in dem beendeten Kriege möglich war. Die beiden edelen und großen Gedanken, denen in Genf im Oktober 1863 Vertreter fast aller europäischen Staaten Wort und Leben gaben: einmal, daß, wie ein Land stets zum Kriege gerüstet sein muß, um Frieden zu haben, so auch das Land schon im Frieden für die Pflege und Heilung der im Kriege Verwundeten Fürsorge treffen müsse, und zweitens: daß der im ehrlichen Kampfe verwundete Feind kein Feind mehr, sondern dem Schutze aller Nationen befohlen sei,— diese Gedanken werden mit Gottes Hülfe eine große Zukunft haben. Ihnen von dem kleinen Anfange aus, den wir erlebt haben, ferner die Wege zu bahnen, soll die Aufgabe des Vereins sein, wozu derselbe in seinem Rechenschafts=Bericht die Mitwirkung und Unterstützung Aller erbittet. Ausland. Die französische Regierung hat dem Abg.=Hause einen Gesetzentwurf über außerordentliche Bauten vorgelegt. Sie verlangt dafür nicht weniger als 360 Millionen! Die Ausgaben sollen auf einen mit dem Jahre 1866 beginnenden sechsjährigen Zeitraum vertheilt werden. In jedem Jahre werden 60 Millionen zu verwenden sein. Der Ueberschuß der Einnahme aus den ordentlichen Jahresbudgets und die Veräußerung der Staatswaldungen, letztere auf 100 Millionen beschränkt, sollen die Ausgaben decken. Iv England ist vor einem Jahr eine Uebersicht der in der Armee vorgekommenen Fälle von Peitschenhieben veröffentlicht woiden. Die Zahl der Bestraften ward zu 126, die der Peitschenhiebe zu 5599 angegeben. Eine neue Aufstellung zeigt aber, daß dies nur die im Inland befindlichen Truppen betrifft. Nimmt man die Truppen in den Colonieen dazu, so erhöbt sich die Summe der Bestrafungen auf 379, und die der Hiebe 18,180. In demselben Jahr sind 1499 mit der Strafe der Brandmarkung belegt worden. Belgien. Die Nachrichten über das Befinden des Königs lauten zwar nicht ungünstig, doch versichern Andere, daß man in Brüssel voller Besorgnisse set. Der König von Schweden hat seine Einwilligung zur Abänderung des Wahlgesetzes gegeben. Nach dem Entwurf hören die bisherigen 4 Kammern auf. Es treten 2 Kammern an deren Stelle, und zwar eine erste Kammer, die durch die Landothinge auf neun Jahre gewählt wird: die Gewählten müssen 35 Jahre alt sein, und entweder ein Vermögen von 80,000 Rthlrn. besitzen, oder eine jährliche Einnahme von 4000 Rthlrn. haben; sodann eine zweite Kammer, deren Mitglieder auf die Zeit von 3 Jahren aus directen Urwahlen hervorgehen. Um wählbar zu sein, muß man 25 Jahre alt sein. Die Sitzungen, die bisher nur alle drei Jahr eröffnet wurden, sollen fernerhin in jedem Jahr am 15. Januar beginnen. bar Geld zu beschest.Ierung zu verzwpeiselten Mitteln, un sich wodurch die g. amtliche Zeitung veröffentlicht ein Deret, die zegierung ermächtigt wird, in öffentlicher Versteigerung soviel 3procenuige Staatsschuldscheiue zu verkaufen, als erforderlich sind, Summe von 600,000,000 Realen in Baar zu schaffen. VerEegelte ungebote werden bis zum 3. Juni entgegengenommen.— Der schen 3#ip czrt unter dem Titel:„Ist es möglich, so noch weiter zu ur d Sremmte#ieuation folgendermaßen:„Die Aufregung, die Unruhe und Entmuihigung, welche in den Geistern herrschen, sind seit den unglücklichen Ereignissen vom 10. April zu einem Grade gesteigert, daß es unmögiich ist, vorauszusehen, welche Ereignisse eintreten werden und welchem Aeußersten wir ausgesetzt werden, wenn wir noch länger unter der Gewalt des Generals Narvacz bleiben.“ April. Grant verweigerte die geforderte Amnestie und das Auswanderungsgesuch für den Präsidenten Jefferson Davis und die übrigen Häupter der Conföderirten. Dem New=York Herald zufolge umfaßt die Capitulation die gesammten Heere von Tennessee, Nord=Carolina, Georgia und Florida mit sechsundsechszig Generälen. Kirby Smith's und Taylor's Heeres=Abtheilungen repräsentiren gegenwärtig die ganze Streitmacht des Südens. Taylor ist zur Capitula= tion bereit. Jefferson Davis mit einigen seiner Gefährten hat SüdCarolina erreicht; seine Gefangennahme vor Ueberschreitung des Mississippi wird erwartet. Die hiesige Handelskammer protestirt gegen die Confiscation des Pripateigenthums in den Südstaaten, wenn die Betreffenden der Union den Eid der Treue leisten. Die Gefangenen werden Bedingungsweise freigelassen.— Die Ausgaben der Regierung haben sich in dem New=York Herald zufolge seit Lee's Capitulation tägy um eine Million Dollars verringert. Ein Dampfer, der 2000 parolirte Gefangene aus dem Süden an Bord hatte, ist auf dem Mississippi verbrannt; 1400 Personen kamen dabei ums Leben.(etwa als Sühne für Lincoln?) Wilkes Booth ist still begraben worden. New=York, 28. April. Der Mörder des Präsidenten Lincoln ist sterbend in die Hände der Polizei gefallen. Mit seinem Spießgesellen Harrold hatte Wilkes Booth in St. Marys County, Maryland, ein Versteck aufgesucht, in der Nähe eines Sumpfes. Hierhin wurden sie von Oberst Baker und seiner berittenen Polizei verfolgt, suchten Zuflucht in einer Scheune bei Garrets Farm am Rappahannock bei Port Royal und verbarrikadirten sich daselbst. Die Polizei forderte sie auf, sich zu ergeben; sie weigerten sich und die Scheune wurde in Brand gesteckt. Booth schoß auf einen Sergeanten, welcher, den Schuß erwidernd, den Mörder niederstreckte. Harrold kam aus der Scheune hervor und ließ sich verhaften; er ist wahrscheinlich der Helfershelfer des Meuchelmörders, welcher das Attentat an Herrn Seward beging. Booth stieß während der 3 Stunden, welche er nach erhaltenem Schusse noch lebte, noch Verwünschungen gegen den Norden und seine Regierung aus. Sein Bruder Junius Brutus Booth ist in Haft genommen, weil er von der Verschwörung gewußt haben soll.— Die Leiche Lincolns ist am 25. in New=York ausgestellt gewesen. Dem Trauerzuge, welcher sie an die Eisenbahnstation geleitete, schlossen sich über 150,000 Menschen an. Von New=York ward die Leiche nach Albany, von letzterem Orte nach Syracuse gebracht.— Der Kriegsminister Stanton hat angeblich Nachricht erhalten, daß die Ermordung des Präsidenten und sämmtlicher Cabinetsmitglieder„in Canada beschlossen, in Richmond gutgeheißen worden“ und daß der als der Angreifer Hrn. Sewards verhaftete Mensch einer der St.=Albans=Streifzügler gewesen sei.(„Ein merkwürdig vager Ausdruck", bemerkt die Londoner Times zu der Angabe:„in Richmond gutgeheißen.“ Soll damit die südstaatliche Regierung oder einzelne Conföderirte gemeint sein?„In Canada beschlossen", dieser Ausdruck kann nur auf die dortigen conföderirten Flüchtlinge gehen, die unter Anderm von dort aus einen Einfall in die Nordstaaten versuchten.) Die Kaiserin Charlotte von Mexico hatte Mexico mit einer kleinen Escorte verlassen, um sich nach Notre=Dame de la Guadalupe zu begeben, welches ungefähr fünf Lieues von der Hauptstadt entfernt ist, als sie mitten am Wege einen jungen Bettler bemerkte, der ihr durch Zeichen verständlich machte, daß er ihr etwas zu sagen habe. Die Kaiserin ließ ihren Wagen halten und den jungen Bettler herankommen, der ihr rieth, nicht weiter zu reisen, weil die Plateros— Landleute der Umgebung— beschlossen hätten, sie aufzuheben. Ihre Majestät wollte Anfangs von, diesem Rathe kein Notiz nehmen und die Reise fortsetzen, als man wirklich in der Entfernung Gruppen von Plateros bemerkte, die sich sehr verdächtig gebärdeten. Hierauf gab sie den Befehl zur Umkehr, und wohl that sie daran; denn bald darauf hörte man Flintenschüsse. Die Kugeln drangen bis zum kaiserlichen Wagen, und Ihre Majestät hatte kaum Zeit, Mexico wohlbehalten und in Sicherheit zu erreichen. Das zeigt leider deutlich, daß Mexico noch lange nicht zufrieden ist. Amerika. Laut Berichten aus Panama vom 15. März war daselbst eine der landesüblichen Militär=Revolutionen ausgebrochen,„die einen Regierungswechsel zur Folge hatte. Dr. Calunie wurde interimistisch zum Präsidenten ernannt. Von der Westindischen Insel Cuba(Spanischer Besitz) wird über New=York gemeldet, daß unter den Sclaven große Unzufriedenheit herrsche und man einen Aufstand derselben befürchte. 1848. (Fortsetzung.) Papa wandte sich gegen Eduard, der jetzt neben dem Kutscher saß, und sagte mit zitternder Stimme:„Du wirst uns wohl durchbringen?“ Eduard entgegnete sorglos:„Ohne den geringsten Anstand!“ Jetzt fiel mir die Ruhe und Gleichgültigkeit Eduard's gegenüber dem Kummer und der Bedrängniß der Familie auf. Seine Geliebte weinte und er fand es für überflüssig, Niedergeschlagenheit auch nur zu heucheln. Sorglos pfiff er die Marthaquadrille Nummer für Nummer herab. Ich weiß nicht, ob Cenzi diese ihrer eigenen Seelentrauer gegenüber wahrhaft empörende Rohheit bemerkte— sie saß in sich versunken, in ihren Shawl zusammengekauert da; freilich, wenn sie zuweilen aufschaute, ruhte ihr Auge auf ihm. Der kommandirende Hauptmann an der Linie war ein Bekannter Eduards, und des Letzteren Wort also eine genügende Legitimation, um freie Passage zu erwirken. „Diese zwei Damen und mein Onkel gehen auf's Land,“ sagte er dem[Offizier,„und ich werde mit dieser Dame“ er wies auf mich, „etwa in einer Stunde wieder zurückkommen. Wir geben nur das Geleite— ich hoffe, wir werden die Linie ohne Anstand passiren können?“ „Ich werde dafür sorgen, und in einer Stunde selbst wieder hier hmn!“ entgegnete der Postenkommandant verbindlich, salutirte die Daseien und Herrn von Zollhausen, der aus erleichterter Brust aufathmete— und wir waren jenseits des Dammes— auf der Hernalser Straße— außerhalb Wiens. Der Wagen flog wie ein Pfeil— Papa Zollhausen athmete immer freier und freier. Auch Madame wurde aus ihrer Lethargie aufgerüttelt, und schöpfte aus dem noch ziemlich frisch aussehenden Herbstgrün und dem immer heiterer sich klärenden Gesichte ihres Wannes etwas Ruhe und Zuversicht. Nur Cenzi blieb still und traurig, und starrte sprachlos vor sich hin. Hernals, Ottakring lag im Rücken— Papa Zollhausen nahm allen Muth und Hereismus seiner Seele zu einem pathetischen Anlauf zusammen, und sagte:„Ich glaube, ich habe euch in's Trockene gebracht, Kinder— wir haben von den rabiaten Leuten nichts mehr zu befürchten— und Eduard wird wohl mit Fräulein Adelaide an die Rückkehr denken müssen!" Wir befanden uns auf offener Straße, es war Nacht, die Wagenlaternen hatte Papa Zollhausen aus Berechnung nicht anzünden lassen. „Wir kommen auch ohne die Johanneswürmchen fort— sie könnten uns am Ende ein Paar rabiate Bursche an den Hals hetzen,“ hatte er gesagt. Man sieht, Papa war schon kecker geworden, seit er freie Luft athmete, die rabiaten Leute waren schon zu rabiaten Burschen degradirt worden. Der Wagen rollte einen holperigen Fahrweg, der vom Galliziberge gen Breitensee seitab führt. Es ist eine Art Hohlweg. Die Pferde gingen im langsamen Tritt— in einer Viertelstunde konnten wir Breitensee erreicht haben— Papa Zollhausen sah schon die Grenadiermützen im Geiste, seelenbefriedigt antwortete er dem heranreitenden Uhlanen:„Bankier Zollhausen sammt Familie sucht eine Zuflucht im österreichischen Lager“— den wonnigen Traum in die greifbare Wirklichkeit der Töne hinüberspielend, murmelte er lächelnd sich die Hände reibend:„Bankier Zollhausen sammt Familie“— da riefen zehn Stimmen auf einmal Halt— der Wagen stand mit einem Ruck still, der Kutscher war in der nächsten Sekunde herabgeworfen, und zwei bärtige Proletatier traten an den Wagenschlag, während uns vor allen Seiten Bajonetläufe gegen die Brust blitzten. Papa Zollhausen war mit seinem Heldenmuth am Ende, der Traumparoxismus hatte ihn rein weggefegt. Siegesgewißheit macht zaghaft und unschlüssig— große Geister haben oft ähnliches erfahren, warum hätte der heroische Handelsherr eine Ausnahme von der Regel machen sollen? Blaß, zitternd, stumm lehnte er im Wagen, Madame ihm gegenüber ohnmächtig, nachdem sie ihre ganze Energie in einem Kreischen der Verzweiflung erschöpft. Die einzige Person, die ihre volle Entschlossenheit aus dem allgemeinenen Schriffbruche der Energie gerettet, war Eduard. Wie ein Blitz fuhr sein Säbel aus der Scheide, und während er ihn über den Köpfen der Angreifer schwang, daß diese einen Schritt zurückwichen, rief er drohend:„fort— wer uns aufhält, hat es mir zu thun! Was ist euer Begehr? ich haue zu, wenn du nicht los läßt, Bursche!". Diese Worte waren an einen Menschen gerichtet, der die Stränge entzwei schneiden wollte. Er hielt in seiner Operation inne, da er das Eiseu über seinem Kopfe sah. Crescentia hatte sich von ihrem Sitze erhoben— ihr Kopf war vorgestreckt, der ganze Oberleib bog sich dem muthigen Manne entgegen. Sie hatte keinen Laut der Bewunderung und lohnenden Aufmunterung, ihre ganze Seele brannte in dem Blicke, mit dem sic den Geliebten zu verzehren schien. „Wir werden mit dem Herrn da nicht viel Streiche machen!“ sagte einer der Proletarier kaltblütig, und ohne sich um den drohend geschwungenen Säbel des Offiziers im Geringsten zu kümmern, packte er Eduard mit der rechten Hand an der Gurgel; die lähmte eisernen Griffes den erhobenen Arm des Entwaffneten. Nachdem er den ohnmächtigen Gegner einige Secunden wie zu seinem Privatvergrügen in dieser Stellung festgehalten, warf er ihn zu Boden, und zwang ihn mit einem gleichzeitig applizirten Drucke der Faust, den Säbel losgelossen. Ich musterte den Helden der Sekunde und fand in ihm einen jener würdigen Repräsentanten des Proletariats, die wir lange Jahre als halb in das Bereich der Phantasie gehörige Pflanzen mit geheimem Grauen augestaunt, wohl auch belacht haben, bis uns die Sturmereignisse des letzten Jahres zu der persönlichen Bekanntschaft dieser Helden verhalfen, und zugleich zu der trostreichen Ueberzeugung, daß die Karikaturenzeichner mit ihrer Einbildungskraft hinter der Wirklichkeit noch zurückgeblieben sind. Die Junikämpfe Prags lieferten wohl ein im Verhältniß unbedeutendes Kontingent, aber hättet ihr an einem Octobertage die Bivouaks auf den Wiener Stadttboren oder die Ehrenwachen des in der Reitschule tagenden Reichstags gemustert, ihr würdet schwerlich mehr lachenden Mundes jene Portraite glossiren, welche auch jetzt so komisch erscheinen, und doch unter Umständen den hoffnungsvollen Unterbau der Zukunft bilden können. Der würdige Ikarier, der uns auf eine ihm durchaus nicht ungesetzlich erscheinende Weise auf offener Straße belästigte, ließ den Beschauer in Zweifel, ob er etwas von dem habe, was man bei anderen Menschenkindern Gesichtszüge zu nennen pflegt. Ein wild zersauster schwarzer Bart breitete sich urwaldähnlich über die ganze Fläche aus, und bildete eine anmuthige Hochgebirgsgegend, aus welcher nur ein winziger Nasenstumpf in die Höhe ragte, entweder von Natur oder durch künstliches Zuthun hochaufgestülpt. Für das letztere sprach der Umstand, daß sich die Nase bei näherer Besichtigung eben so schwarz auswies wie ihre struppige Umgebung. Uebrigens hatte der ziemlich anständig gekleidete Mann einen hochaufgeschossenen, schwachen Körperhau, eine löbliche Assentirungskommission würde ihn als schwindsüchtig fortgeschickt haben.(Fortsetzung folgt.) Vermischtes. Mozart und Haydn waren einst zusammen zum Essen eingeladen. Der erstere, der ein lustiger Gesellschafter(war und den Champagner sehr liebte, sagte zu Haydn:„Ich wette 6 Flaschen Champagner, daß ich ein Stück componiren will, welches Sie nicht vom Blatte spielen sollen.“„Ich nehme die Wette an,“ antwortete der Meister lachelnd. Mozart ging an den Schreibtisch, warf einige Noten auf's Papier und reichte sie Haydn hin. Dieser war erstaunt über die Leichtigkeit der Composition, setzte sich an's Piano und rief:„Mozart leidet an Geldüberfluß! Er will durchaus Champagner bezahlen!“ Plötzlich hielt Hayon nach dem Vorspiel an und rief:„Wie soll ich das spielen? Meine beiden Hände sind an die äußersten Enden des Pianos geschickt und zu gleicher Zeit soll ich eine Taste in der Mitte anschlagen!“„Das stört Sie? Gut, sehen Sie her“ antwortete Mozart und setzt sich an's Piano. Er präludirt. An der betreffenden Stelle angekommen, schlägt Mozart ohne anzuhalten, die Taste in der Mitte an, indem er sie mit der Nasenspitze berührt. Alle Zuschauer brechen in ein Gelächter aus. Haydn nämlich hatte eine Stumpfnase, Mozart eine sehr lange. Haydn bezahlte auf diese Weise die Geringfügigkeit seines Riechorgans mit 6 Flaschen Champagner. Vor vier Jahren entdenkte man in Rumänien auf dem rechten Donau=Ufer in der Nähe von Galacz die Spuren von zwei römischen Festungen, die von der 5. macedonischen Legion besetzt gewesen zu sein schienen. Ueber die dabei gefundenen Münzen mit wohlerhaltenem Gepräge hat Regnier in Paris an die Akadamie der Inschriften Bericht erstattet. Neuerdings ist, wie der französische„Moniteur“ meldet, von Mannschaften der in der Donaumündung stationirten Dampffregatte „Magicien“ weitergegraben und dabei eine Anzahl von Denkmälern aufgedeckt worden, welche sich, laut Inschriften, fast alle auf Legionaire beziehen und nicht über das zweite Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung hinausreichen. Das merkwürdigste ist von weißem Marmor und etwa 4 Fuß hoch. Die Bucharester Zeitung„Rumäniens Stimme“ schreibt, der Kaiser Napoleon habe seine Consuln an der-Danau beauftragt gehabt, auf römische Antiquitäten, namentlich auf„in Bronze gravirte Dienstentlassungszeugnisse römischer Legionaire" zu fahnden; als Fürst Kusa das vernommen, habe er Nachforschungen anstellen lassen, wobei denn auch eine sehr wohl erhaltene Kupferplatte aufgefunden worden sei, deren Aufschrift die Verdienste eines zur Zeit der Eroberung Daciens unter Trajan dahin gekommenen Centurio aufzählt. und Dienstag, 1 Redigirt ur Druck und: N 5 Es wird hierdurch b# 1. daß zur 2 willigen gen. 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