ing und anerkenGesundheit eine nicht überflüssig ld seines Geistes ittwe dar. Diese ihre Züge. die Rede so unzug lang krampffmerksam horchte. noch Besuch," ber nichts gelegen,“ Is den schmeichele er.„Ihr seid zurückweisen, wer setzung folgt.) n und die dafür tal, der„Round ttoir der Straße larchand de nouüber das urtheie Straßentoilette, ée antique, malUknöpfen garnirt zer als 12 Paar Ferner 28 Ellen 00 Dollar, ohne Doll. betragen. isse Schmelz und im jetzigen Tarif, aus Paris, und trechnen, kostet er findet. Werfen um die Details chen Points: sie bedeckte Sonnengestickte Taschennd nicht unter 7 Doll., früher kondestens 2 Dutz. hre Kreuze, ihre Sollen wir das hen es nicht, es fällt, harmonirt, n fassen: Kleid, Hut 50 Doll., ., Schleier(von Schmuck(zum idschuh 2 Doll., 2 Sgr. 3 Pf.!) hnet, und dabei , der aber sicher 67 0 und amtliches Kreisblatt Viereserd, Halle Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsmann. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. P R Ne 50. Mittwoch, den 26. April für die drei Kreist und Wiedenbruck Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgr. Inserate 9 Pfg. für die Borgis=Zeile. 1865. it. ig.“ Bekanntmachung. Unterm 24/31. Juli v. J. ist mit der Königlich Schwedischen Regierung ein Postvertrag abgeschlossen worden, welcher mit dem 1. Mai d. J. in Kraft tritt. In Folge dessen wird von dem genannten Termine ab zwischen Stralsund und Malmoe in beiden Richtungen eine bis auf Weiteres tägliche Post=Dampfschiff. Fahrt eingerichtet. Bei den Vortheilen, welche die Seepost=Route Stralsund=Malmoe dar: bietet, empfiehlt es sich, daß Seitens des Absenders auf den Adressen der Postsendungen nach Schweden und Norwegen der Speditionsweg„via Stralsund“ ausdrücklich angegeben werde. Die Beförderung der Postsendungen zwischen Preußen einerseits und Schweden und Norwegen andererseits via Stralsund findet unter folgenden Bedingungen und gegen nachstehende ermäßigte Taxen statt: für frankirte Briefe nach Schweden, 6 Sgr., „„„„ Norwegen 8½“ für unfrankirte Briefe aus Schweden 7„ „„„„ N o r w e g e n 9 ½ S g r. Das Gewicht des einfachen Briefes beträgt 1 Loth exel. Für jedes Loth Mehr=Gewicht tritt ein einfacher Portosatz hinzu. Recommandirte Briefe nach Schweden und Norwegen unterliegen dem Frankirungszwange und müssen in ein mit mindestens zwei Lacksiegeln verschlossenes Kreuzcouvert verpackt sein. Außer dem Porto für gewöhnliche frankirte Briefe wird eine Recommandations=Gebühr von 2 Sgr. erhoben. Der Absender eines recommandirten Briefes nach Schweden kann verlangen, daß ihm das vom Empfänger voll: zogene Recepisse zugestellt werde. Für solche Beschaffung des Recepisse ist vom Absender ein weiterer Betrag von 2 Sgr. zu entrichten. Sendungen mit Waarenproben und Mustern unterliegen dem Frankirungszwange. Dieselben müssen den gleichen Bedingungen entsprechen, welche für solche Sendungen im internen Preußischen Verkehr vorgeschrieben sind. Namentlich darf den Waarenproben und Mustern kein Brief beigefügt sein. Die Taxe beträgt: für Waarenproben und Muster nach Schweden für je 2½ Loth inel. 1 Sgr. für Waarenproben und Muster nach Norwegen: Preußisch=Schwedisches Porto für je 2½ Loth inel. 1 Sgr., Norwegisches Porto für je 2 Loth exel........ 2½ Sgr. in Summa 3½ Sgr. Zeitungen, Preis Courante, Circulare, Kataloge, Anzeigen und sonstige gedruckte, lithographirte oder metallographirte Gegenstände unter Band müssen vom Absender bis zum Bestimmungsorte frankirt werden. Das Gesammt=Porto beträgt: für Kreuzbandsendungen nach Schweden für je 2½ Loth inel. 1 Sgr. für Kreuzbandsendungen nach Norwegen: Preußisch=Schwedisches Porto für je 2½ Loth inel. 1 Sgr., Norwegisches Porto pro Loth excl.......... ½ Sgr. in Summa 1½ Sgr. Expreßbriefe sind zulässig nach solchen Orten in Schweden, an denen sich eine Post=Anstalt befindet. Derartige Briefe müssen vom Absender mit dem Vermerk„durch Expressen zu bestellenn versehen sein. Sowohl das Porto, als auch die Expreßgebühr, welche 3 Sgr. beträgt, sind vom Absender im Voraus zu entrichten. Zur Beförderung mit der Fahrpost werden Briefe mit declarirtem Werthe, sowie Packet= und Geldsendungen nach Schweden und Norwegen angenommen. Postvorschüsse sind nicht zulässig. Die Sendungen können ganz unfrankirt, oder franko Stralsund, oder franko bis zum Bestimmungsorte abgesandt werden. Für die Seudungen nach und aus Schweden wird berechnet: 1. das Preußische Porto bis, resp. von Stralsund nach dem internen Preußischen Fahrposttarif, 2. das Schwedische Porto von, resp. bis Malmoe nach dem internen Schwedischen Fahrposttarif, 3. das Seeporto. Dasselbe beträgt: a. für Sendungen ohne declarirten Werth ½ Sgr. pro Pfund, als Minimum jedoch 5 Sgr. d. für Sendungen mit declarirtem Werthe, außer dem Porto ad 3 a, für jede hundert Thaler des deslarirten Werthes ½ Sgr. Für Fahrpostsendungen nach und aus Norwegen wird außer den vorstehenden Sätzen 1 bis 3 das Norwegische Porto nach dem internen Norwegischen Fahrposttarif in Ansatz gebracht. In Betreff des Schwedischen und Norwegischen Fahrposttarifs, sowie in Betreff der sonstigen Bestimmungen, welche wegen der äußeren Beschaffenheit der Sendungen, wegen der Beifügung von Declarationen 2c. zu beachten sind, ertheilen die Post=Anstalten auf Verlangen nähere Auskunft. Berlin, den 20. April 1865. General=Post=Amt. Philipsborn. Chaussee=Bau. Da ein am 15. v. M. angesetzter Termin zum Verding der zur Ausführung der Scherfede=Bonenburger Chaussee erforderlichen Erd= und Mauerardeiten wegen mangelnder Concurrenz ein annehmbares Resultat nicht ergeben hat, so habe ich einen anderweitigen Termin auf Donnerstag den 4. Mai dieses Morgens elf Uhr, im Locale des Gastwirths Herrn Salmen zu Scherfede angesetzt, wozu Unternehmer mit dem Bemerken eingeladen werden, daß ich am selben Tage Morgens 8 Uhr von Bonenburg aus die Baulinic begehen und an Ort und Stelle die etwa gewünschten Erläuterungen geben werde. Die Erdarbeiten umfassen auf rot einer halden Meile Länge 5869 Schachtruthen Abtrag und sind in drei Loose getheilt, die Mauerarbeiten betreffen drei Plattendurchlässe und eine gewölbte Brücke von 7 Fuß Oeffnung. Zeichnungen und Berechnungen, sowie die Submissions=Bedingungen können bei mir eingesehen, auch Submissions=Formulare gegen Erstattung der Copialien bis zum 2. nächsten Monats abgegeben werden. Die schriftlich und versiegelt und mit der Bezeichnung: „Scherfede=Bonenburger Chaussee=Bau“, versehen einzureichenden Offerten werden bis zum 2. nächsten Monats in meinem Büreau, sowie demnächst im Termine selbst entgegengenommen und im Beisein der etwa erschienenen Submnittenten eröffnet. Warburg, 10. Apcil 1865. Der Kreisbaumeister Cramer. Künstliches Mineralwasser nach Dr. Struve, und Sodawasser, Limonade gazeuse, in ganzen und halben Flaschen, sowie sämmtliche aus destilirtem Wasser hergestellten medizinische Mineral= wasser in frischester Füllung und bekannter Güte, erlauben wir uns hiermit in empfehlende Erinnerung zu bringen und sind solche in unserer Niederlage bei P. Herzfeld in Bielefeld vorräthig. Köln, im April 1865. Die künstliche Mineral-Wasser- und Ba.. nach Dr. Struve. uigrieietteieshsteiesheigtetettrüeften Geade-Zustol! gieigigthestene B. Breimann in Wiedenbrück. Lager aller Arten von Galanterie=, Kurz= 2c. Waaren, als Cigarren=Etuis!“ Porte=Monnaies, Brieftaschen, Notizbücher, Photographie=Albums, feine Seifen, Haaröl, Pomade, Kämmen, Bürsten, Pfeifen, Cigarrenspitzp0 Spazierstöcken, Goldleisten und Photographie=Rahmen, Schreibmaterialten, Spielwaaren, Tabak, Cigarren, Brust=Caramellen 2c. Die Jagden auf den gemeinschaftlichen Bezirken in den Gemeinden: Ascheloh, Halle und Gartnisch sollen am 11. Mai c. Hesseln(II. Bezirk) und Steinhagen sollen am 12. Mai c. Nachmittags 4 Uhr anfangend, auf dem hiesigen Amtsbüreau, wo die Verpachtungs: Bedingungen 8 Tage vor dem Termine zur Einsicht offen liegen, öffentlich im Wege des Meistgebots auf 6 resp. 3 Jahre anderweit verpachtet werden. Halle, den 21. April 1865. Der Amtmann. v. Eggers. Bekanntmachung. Der diesjährige erste Hammelmarkt hierselbst wird am 2. Mai cr. auf dem städtischen Anger abgehalten werden. Brakel, Kr. Hörter, den 21. April 1865. Der Bürgermeister. Heute entschlief sanft und ruhig unser guter Gatte, Bruder Ein schöner Kochheerd mit 4 Löchern, fast neu, steht ganz billig zu verkaufen im Hause des Herrn Friedrich Zurmühlen in Gütersloh. Für Gichtkranke. Nachdem ich mehrere Jahre an Gicht gelitten, ohne durch irgend ein Mittel davon befreit worden zu sein, gebrauche sich einige Zeit die Medicamente des Herrn Dr. Müller in Coburg und muß mit Dank anerkennen, daß ich mich jetzt vollkommen wohl befinde. St. Albrecht bei Danzig, den 1. November 1864. Penner, Bierbrauereibesitzer. Wechselcours. und Vater, der Pastor Heinr. Adolph Petri im noch nicht vollendeten 66. Lebensjahre. Minna Petri, geb. Degen, Amalie Petri, Marie Peiri, Eduard Essen. Versmold, 20. April 1865. Im Auftrage des Herrn Commerzien. Rathes I. D. Epping zu Lippstadt werde ich die demselben gehörige vor mals Evertsche Besitzung zu Herzebrock, an der Chaussee von Rheda nach Wa rendorf belegen, öffentlich meistbietene zum Verkaufe aussetzen. Ich habe dazu Termin auf den 8. Mai c. Vor. mittags 10 Uhr an Ort und Stelle angesetzt und lade Kauflustige dazu ein. Die Besitzung besteht aus einem Wohnhause, worin früher Gastwirthschaft betrieben ist, drei zu Wohn= und Wirthschaftszwecken eingerichteten Neben=Gebäuden, mehr als 4 Morgen Garten und Hofraum und einer Wiese, Alles in einem Complexe. Die Bedingungen werden sehr günstig gestellt. Rheda, 20. April 1865. Der Justiz=Rath. Quensel. 142 7/8 151⅝ 80¾ 56 24 99⅝ 88⅛ 87⅜ 79⅜ kapoleonsd. 5,12. Holl. 10 Guld..16. iv. Sterl..23. Fünffre. 1,10,4. Franz Kronth. 1,16,9. Brab. Kronth. 1,16. Goldkronen.9,6. Dollars.12. Getreide=Berichte. Cöln, 21. April. Weizen 4,16. Rogzen 4,6. Gerste 4,20. Hafer 4,5..; 200 Pfd. Rüböl 13.15. Raff. 15. Berlin, 21. April. Weizen 45—61. Roggen 37. Gerste 29—35. Hafer 21—26. Rüböl 12. Bielefeld, 21. April. Weizen 2,7,6. Roggen 1,18. Gerste.15. Hafer.2. Bohnen 1,29. Kartoffeln 1. Buchweizen 1,22,6. Heu 1,2,6. Stroh 25. Rüböl 13,15. Raff. 14. Witterungsberichte. Den 24. April. Bei mir können noch einige Herren am Mittagstisch theilnehmen. Preis monatlich 6 Thlr. Zugleich mache ich darauf aufmerksam, daß ich jeden Mittag von 12 Uhr an vollständiges Mittagessen saus dem Hause zu billigen Preisen verab reiche, und bitte um geneigten Zuspruch. Hermann Jürgens, ige. Gasthof Erholung in Gütersloh. Jahrmärkte in der Provinz Westfalen, im Osnabrückischen, LippeDetmold u. Lippe=Schaumburg. April. 27. Halle. Hövelhoff. Petershagen. Herzfeld. Wadersloh. Camen. Wetter(Dorf) 28. Borgholzbausen. Lette. Nieheim. Bottrop. Münster. 29. Böhle. Eisenbahn=Abfahrten von Bielefeld nach Berlin 11.. M. 388 N. 632 A. 11½ En gros& détail. Lager von Spiegel, Goldleisten, Gardinen=Verzierungen, Matten u. Teppiche empfiehlt Jos. Speyer. * 312 Nchts. Bremen 11., M..8 N. t 1123 3,2 Nchte. Köln 11, M. 4/### N. Deutz 2930 M. 180.220 Nchts. Dortmund 14 90 M. 130 4/#8 625 N. Luisburg 914, M. 138 54/#0 N..0 Nis. Düsseldorf 14, 930 M. 130 51/5 N. 2. Emmerich*930 M.*4 90 pamm 14,—93 39 2se N. 240 916. 2 K. 210 Nchts. 2,0Nchts. 62###. Harburg 11.. M. 1 112 3/2 Nchts. Neueste Nachrichten. Deutschland. Unter dem 29. v. Mts. ist nachstehende Königl. Cabinets=Ordre an das Staatsministerium ergangen:„Da es, wenn diesseitige Unterthanen durch Verleihung fremder Orden ausgezeichnet werden, von Interesse ist, zu wissen, wofür die Verleihung erfolgt ist, so ist in Zukunft hierüber in dem Berichte, in welchem Meine Genehmigung zur Anlegung nachgesucht wird, jederzeit das Nähere zu bemerken.(gez.) Wilhelm.“ Der„Staats=Anzeiger“ veröffentlicht eine Verwaltungs=Uebersicht der Kronprinz=Stiftung über den Zeitraum vom 18. April 1864 bis 18. April 1865. Danach betrugen die Einnahmen 337,225 Thlr. 23 Sgr.; außerdem sind noch für die nächsten Jahre laufende Beiträge zugesichert, und zwar für das Jahr 1865: 2404 Thlr. 20 Sgr. Die Ausgaben betrugen 23,154 Thlr. 5 Sgr. 3 Pf. Der Bischof Pelldram in Trier ist vom Papst zum Cardinal creirt worden. Laut Nachrichten aus Wien steht es außer Zweifel, daß die Preußische Regierung der Oestreichischen den Vorschlag gemacht hat, die Volksvertretung der Herzogthümer einzuberufen, um dieselbe über das zukünftige Schicksal des Landes berathen zu lassen. Aus Gravenstein wird berichtet, daß im Mai Se. D. der Herzog Christian von Augustenburg in das ihm jetzt wieder gebörende dortige Schloß zurückkehren, indeß wohl noch nicht dauernd dort seinen Aufenthalt nehmen werde. Die V. Z. schreibt:„Dem Vernehmen nach werden die zu dem bei der Insel Sylt genommenen Geschwader des Kapitäns Hammer gehörigen beiden Dampfer Limfjord und Augusta nunmehr definitiv in den preußischen Besitz übergehen und nebst einem Kanonenboot in diesem Sommer zu Vermessungen in der Nordsee und namentlich in den Canälen der westfriesischen Inseln benutzt werden. Wie aus Flensburg berichtet wird, werden die Schleswig=Holsteinischen Zollkreuzer allernächstens die(interimistische) Landesflagge führen. Sonderburg, Freitag, 21. April, Nachmittags. So eben, gegen 3 Uhr Nachmittags, wurde die Grundsteinlegung zum Düppel=Denkmal in Schanze Nr. 6 bei schönstem Wetter vollzogen. Zuerst wurde die Königliche Urkunde und das Verzeichniß der zu versenkenden Documente verlesen. Nach der Einlegung des Steines vollzog zunächst Prinz Friedrich Carl mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Maj. den König unter dem Donner der Geschütze von Landbatterien und Schiffen den Hammerschlag, ihm folgten der General=Feldmarschall Graf Wrangel, Prinz Carl, Prinz Albrecht, die Generalität, die Ritter des Ordens pour le mérite, die Deputationen und der Civilcommissar Frhr. v. Zedlitz. Alsdann hielt der Feld=Divisionsprediger Schulenburg die Predigt über Psalm 11, V. 4. Die Feier schloß mit dem Vorbeimarsch der anwesenden Truppen. Ein zahlreiches Publikum, namentlich aus der Umgegend, hatte sich zu der Feier eingefunden. Wien, 22. April. Heute Mittag hat die Eröffnung der Englisch= Oestreichischen Zoll=Conferenz stattgefunden. Der Vorstand des Handelsministeriums Freiherr v. Kalchberg begrüßte die Vertreter Englands. Hierauf wurde ein Memoire des Vicepräsidenten des Englischen Handelsamts, Hutt, verlesen, in welchem der Wunsch nach Abschließung eines Handelsvertrages zwischen Oestreich und England ausgesprochen wird. Köln, 22. April. Die Anmeldungen für unsere internationale Ausstellung treffen so massenhaft ein, daß bereits eine weitere Vergrößerung des Ausstellungsterrains um ungefähr 8 Morgen hat geschehen müssen. Die französische Regierung hat dem Comitee angezeigt, daß die verschiedenen landwirthschaftlichen Anstalten den Befehl erhalten hätten, Collectiv=Ausstellungen zu veranstalten, und daß Frankreich auch in der montanistischen Abtheilung durch seine geologischen Sammlungen und Karten würdig vertreten sein würde. Köln, 22. April. Im hiesigen Dome ist jetzt in der Gallerie auf der nördlichen Seite des Langschiffes in diesen Tagen ein neues großes gemaltes Fenster fertig eingesetzt worden, und werden in nächster Zeit noch zwei bis drei fernere folgen, die hier in dem Atelier des Herrn Glasmalers Düssel angefertigt werden. Der Mosaik der Glasmalerei in dem neuen Fenster ist sehr schön und gefällt allgemein.— Wie wir zuverlässig erfahren, hat ein reicher Amerikaner aus Philadelphia, der gestern den Dom besuchte und ein schönes Geldgeschenk hinterließ, sich anheischig gemacht, ein großes gemaltes Fenster in den Dom zu schenken, und hat zu dem Ende seinen Namen bereits auf dem Dombau=Büreau eingeschrieben. Derselbe wird zur weitern Erledigung dieser Angelegenheit in acht Tagen wieder hier eintreffen. Einem Gerüchte zufolge soll in der Nacht vom 23. zum 24. d. M. das Dorf Gehlenbeck im Mindenschen ganz abgebrannt sein, nur die Kirche und ein Haus sollen verschont geblieben sein. Kaiserswerth, 19. April. Am Charfreitage erschoß ein Mensch ein Mädchen, das seine Liebesanträge zurückwies, auf dem Felde mit den Ohrringen worden. der Mörd Kinnlade, nahen Ba Leute von Gerechtigk Mörders u Tag legen Emm Clever=Eist hausen für waren die in Cleve a als dieses gerückt ist. Boot herü Traject ver in der bei mung von vor größere Dortn „Friedrich beschäftigt Verunglückt ren ist eine erlegen, der genesung. jungen Arb Engl der in Th. sich in üb eingefunde getheilt. nachzugeber Werk zu g andererseit Heuernte d Doch erwa nachgeben Köln, der Köln=A Reußen m bahnhofee hierher gese von hier g dort schwei fürsten, Th auch sein wich. Rüh dern, die i ten und kü heraus seg Aus 9 finden des ließ keinen stag Morge Prinz Leuch Der C Nachts sein drei Aerzt hat sich welche ei Besserung sind 14 neral Sh dent der in südwes ton zurück gresses. Südens reichten 4 Belgiern General lets=Ordre an Unterthanen Interesse ist, kunft hierüber gung nachgeselm.“ g8= Uebersicht pril 1864 bis 25 Thlr. 23 Beiträge zu0 Sgr. Die ardinal creirt aß die Preucht hat, die über, das zu). der Herzog rende dortige einen Aufentn die zu dem ner gehörigen in den preuesem Sommer Canälen der wig=Holsteiniflagge führen. ben, gegen 3 =Denkmal in surde die Kön Documente st Prinz FrieKönig unter en den Hamjangel, Prinz edens pour le Zedlitz. AlsPredigt über der anwesener Umgegend, der Englisch= des Handelsr Englands. chen Handelsließung eines ochen wird. ationale AusVergrößerung hehen müssen. die verschieätten, Collec= in der monn und Karten Gallerie auf neues großes nächster Zeit r des Herrn Glasmalerei — Wie wir ladelphia, der interließ, sich zu schenken, nbau=Büreau er Angelegenm 24. d. M. ein, nur die n Mensch ein felde mit den Ohrringen, die er ihr einst geschenkt, die ihm aber später zurückgegeben worden. Der Schuß hatte sofortigen Tod zur Folge. Daan richtete der Mörder das Pistol auf sich selbst, schoß und zerschmetterte sich die Kinnlade, verwundete die Zunge und Mundhöhle, dann lief er auf den nahen Bach zu und stürzte sich hinein. Doch inzwischen waren einige Leute vom Felde herbeigeeilt, die ihn herauszogen und dem Arm der Gerechtigkeit überlieferten. Wie man meint, wird die Herstellung des , der übrigens große Reue über seine That an den 19. April. Heute sollte die Durchführung der KölnClever=Eisenbahn bis nach Zeevenar anfangen und der Traject bei Griethausen für den Güterverkehr in Betrieb gesetzt werden. Gestern schon waren die betreffenden Personen, die der Festlichkeit beiwohnen sollten, angelangt, alle Vorbereitungen zum Feste waren bereits getroffen, als dieses auf einmal zu Wasser wurde und vielleicht noch in weite Ferne gerückt ist. Gestern Nachmittag sollte nämlich ein mit Bauholz beladenes Boot herüber gebracht werden. Da riß plötzlich die Kette, die den Traject vermitteln soll, und mit genauer Noth wurde das Boot, das in der bei dem gegenwärtigen hohen Wasserstand ungemein starken Strömung von der hemmenden Kette befreit, pfeilschnell stromabwärts schoß, vor PPhortgam. B“ 9 18. Zorit.“ Pais kein Menschenleben verloren ging. Srichrich Milhelme— m gestern verunglückten auf der Zeche „FRieblich Withelm vier Bergleute, welche in dem Schachte Theodor beschäftigt waren, durch Entzundung schlagender Wetter. Zwei dieser Verunglückten sind auf der Stelle todt geblieben, von den beiden anderen ist einer unter entsetzlichen Schmerzen heute seinen Brandwunden erlegen, der Zustand des Andern läßt auch wenig Hoffnung auf Wiedergenesung. Wie es den Anschein hat, ist die Unvorsichtigkeit eines der jungen Arbeiters Schuld an diesem Unglück. Ausland. England. Die Eisenhütten in Süd=Staffordshire sind endlich wieder in Thätigkeit. Die Arbeiter haben nach dem Ablaufe der Feiertage sich in überwiegender Mehrzahl zur Wiederaufnahme ihrrr Beschäftigung Nord= Staffordshire betrifft, so sind die Meinungen getheilt. Einerseits glaubt man, daß die Arbeiter im Begriffe ständen, nachzugeben, und einige der Puddler haben sich gewillt erklärt, an ihr Werk zu gehen“, wenn sie nur ihre Gehülfen zusammenbringen könnten, andererseits spricht sich die Ansicht aus, daß bei der noch bevorstehenden Heuernte die Leute vorerst noch nicht wieder an die Arbeit gehen werden. nachgeben werden. de Arbeiter allmählich der Köln=Mindener Erisenhabhn(osen Nacht trasen mitelst Exrazuges der Kom=Minrener Eisenrahn gegen 12 Uhr S. Maj. der Kaiser aller Reußen mit einem Gefolge von 60 Personen in dem hiesigen Central= bahnhofe ein, nahmen ein Souper ein und fuhren mittelst des eigens I### gesandten„Eisenbahn=Waggons S. Maj. des Kaisers Napoleon von hier gegen 1¼ Uhr wieder ab, über Paris nach Nizza, zu seinem .8. schwererkranzten, Jast hoffnungslos daliegenden Sohne des Großauc zzähronfolgers waiserliche Hoheit. Unter seinen Begleitern war .. enn berraunter schwarzer Vierfüßler, der ihm nicht von der Seite nich. Rührend war der Abschied des Kaisers von einigen Familiengliehierher begleitet hatten, welche ihn wiederholt umarmVeraus cranet..e stehend, von diesen .. Aus Nizza, 20. April, Nachmittags, wird telegraphirt, daß das Beninven des Großfürsten sich sehr verschlimmert hatte. Die Kaiserin verließ keinen Augenblick das Bett des Kranken. Der Kaiser wird Samstag Morgen erwartet. Großfürst Alexander, Großfürstin Marie und der Prinz Leuchtenberg waren dort eingetroffen. ## Der Großfürst, Thronfolger von Rußland, ist am 24. d. 12½ Uhr Ruchls seinen Leiden erlegen. : Früssel, 22. April. König Leopold ist ernstlich erkrankt. Ein von ter seriten gzzeichnetes Bülletin ist soeben erschienen. Laut demselben wesche##e nonig in England eine heftige Bronchitis zugezogen, auf Besserung große Erschöpfung gefolgt ist. Er ist aber wieder auf der Nordamerika. Die Guerilla=Schaaren des Süd=Generals Mosby „Meilen von Washington geschlagen worden. Der Unions=Gedent der Confsderten. a... besetzt. Der Präistin suldweslicher Richtun=Peutgzlon Darie, ist gerüchtweise über Dowvile richasteintzuu euslohen. Präsident Lincoln ist nach Woshinggresses, Dampdel dilt eine außerordentliche Einbernfung des ConSüdens in Westt un punter werden als Friedensunterhändler des reichten 1900 Mang...... Port Herald zufalge erBelgaiern desebend a; cseca merzkanischen Heres, zur Hälste aus General.g####### Sol, Behufs der Eroberung von Yucatan.— ##r hat am 9. d. M. nach zweitägigen Unterhandlungen mit General Grant capitulirt. Die Bedingungen sind: Die Waffen werden Reste des Gaeschen Heeres genießen gegen Parole fereien Abzug. Die eese der Lie schen Geeler werden auf 25,000 Mann geschätzt. Ein Unionscorps hat Lynchburg besetzt. Die Generale Forrest und Roddy men worden. Die Bes Sen(in Alabama) gefangen genomDie Legislatur Virginteng uu vo Modile schreitet befrledigend fort. in Richmond sher di, Mitel ui Erlaubuis der Unien dennächst . e, abet vie Biint zur Wiederherstellung des Friedens. Lintoln berener eine versöhnliche Proclamation an die Südstaaten vor; die Feurnels, bezgachten die Rebellion als bendigt. Staatsseretair Seward zumt, Seina ssen. Es geht das Gerücht, Raleigd sei geveral Moslen wis umerh eingenommen. Der Consöderizen=GeMerbungen; wil nicht capituliren. Die Unions=Regierung hat alle ###ingestellt, um die Militärkosten zu vermindern. Eine Proeiamation Lincoln's schließt alle Südhäfen; fremde Schiffe werden in krenden Hsten. a eilen unterworsen, wie Unionsschiffe in Ueber die Wirkungen der Gewitterluft auf Milch, Gährung, Menschen und Pflanzen. (Aus dem Journal für Landwirthschaft.) tende Truische, Saternerben=onders imn Sommer bäusg eintre. bekannt; es erfolgt bekanntlich ganz esonders bei Gewitterluft, zuweilen jedoch auch ohne daß diese sich Mich sderhanti Stuer werden der die in deuet gebt ohne Zweifel von ihren käsigen Bestandtheilen aus; venseiven beginnende Zersetzung theilt sich dem Milchzucker mit und verwandelt ihn in Milchsäure. Milchzuckerlösung für sich kann lange besbtr eöne das Susmizien 1a0 steben geeiner seür uie#uumepapter darin gerothet worden wäre. Der Zusatz, dinreichend zeun Nenge von Käsemasse aus saurer Milch war jedoch Knteichent, die Säuerung der Lösung binnen wenigen Tagen zu bewiratmesobärichen us der Kösethelle erfolgt durch die Wirkung des ehr asme Kefs und zwar bein gewöhnlichen Zustande der Gemittersut päilis: Die überraschend schnelle Säuerung der Milch bei halt vertrfacht werden.&am; Slaube, nur durch den reichlicheren Oiongebes ennt urd shensa die n das große Oxidationsvermögen des Ozons ist belannt und ebenst rn Beladung der Gewitterluft mit demselben. Wenn sine ggspsen sde Säuerung der Milch zuweilen auch ohne eigentLast sehr verinderlschuut zu bedenken, daß der Oiongebalt der am Orie der Peobach mohraenamm gewitterhafter Zustand der Atmosphäre ##rgenemmen wirv.— Das normale Säuern der Milch wird durch ig besanburgein cüttelnde Bewegung sehr beschleunigt. Die Letztere durch das beihen Zuttern wirksam und zwar nicht dloß deßhalb, weil 2n eur heftige Durcheinanderschütteln die Häutchen der Butterkügel555, Perissen gerdeg, und, deren Vereinigung mechanisch bewirkt wird, sendern auch erehalb, weil dadurch die Säuerung der übrigen Masse diese Säuerung beim Buttern sehr förderlich ist, ergiebt sich daraus, daß die Ausscheidung der Butter bedeutend beschleuwenn man für einen reichlichen Luftzutritt während des Butterns sorgt. Wenn zuweilen bei größerer Sommerwärme das Buttern schwierig von statten gebt, so wird dieses mehr von der Beschaffenheit vielleicht von einem zu flüssigen Zustande derselben herrühren. Ein Stückchen Eis im Butterfasse thut dann bekanntlich oft Dienste. Ob die Butter selbst beim Buttern sich chemisch verändert(vurch Sauerstoffaufnahme), scheint noch nicht ermittelt sein; das Fett in den Butterkügelchen der Milch befindet sich, so viel ich weiß, in einem flüssigen Zustande. „Auch auf den Verlauf der Weingährung(in Brennereien) hat die Gewitterluft bekanntlich einen merklichen Einfluß, indem sie häufig eine stürmische Gährung veranlaßt. Sollle dies nicht ebenfalls von dem größeren Ozongehalt der Gewitterluft herrühren? Sollte nicht auch das unbehagliche Gefühl, welches bei Gewitterluft reizbare Personen zu belästigen pflegt, großentheils durch das Ozon derselben verursacht werden? Daß die atmesphärische Electricität es bewirke, ist durchaus nicht wahrscheinlich. Die Empfindung der Schwüle rührt freilich zum Theil von einer großen Ruhe und Feuchtigkeit der Luft her, wodurch die Abdunstung der Haut, deren Thätigkeit durch Wärme sehr gesteigert wird, bedeutend verzögert wird; diese Abdunstung der durch die zahllosen Schweißdrüsen ausgeschiedenen Stoffe ist zu unserem Wohlsein sehr nöthig und deshalb eine mäßige Luftbewegung bei etwas höheren Wärmegraden entschiedenes Bedürfniß. Schwul finden wir denn auch jede unewegte und feuchte Luft, nicht blos die den Gewittern gewöhnlich vorhergehende.“ „Auch die zuweilen beobachteten und schon viel besprochenen Einwirkungen der Gewitterluft auf Pflanzen, soweit sie wirklich begründet sind, dürfen ohne Zweifel dem Ozon zugeschrieben werden, dessen Einfluß auf den Gesundheitszustand der Menschen, nach den zahlreichen darüber gemachten Beobachtungen, nicht zu bezweifeln ist. Merkwürdig dabei ist der in allen Fällen höchst geringe Ozongehalt der Luft, welcher selbst bei der Erzeugung des Ozons durch künstliche Mittel bisher kaum auf 1 bis 2 Procent gebracht werden konnte.“ Eine hofgeschichte aus dem nördlichen Westfalen. (Fortsetzung.) „Also Euer Bruder ist nicht zu Hause, Lumke?“ hörte man in diesem Augenblicke Aleids Stimme draußen in der Küche.„Das ist mir nicht recht. Allein ganz umsonst will ich den Weg nicht gemacht haben. Ohne eine Erfrischung kehre ich nicht um.“ „Das geht nicht, Wenneken, das geht nicht,“ eiferte Hilke Brüning. Er winkte ihr zu schweigen. Aleid ließ sich wieder vernehmen: „Du hast da ein hübsches Feuer und das Wasser kocht auch schon, und wie ich sehe, steckt der Schlüssel in der Anrichte. Du mußt uns Kaffee machen. Wir wollen ihn hier in der Stube trinken.“ Die Klinke wurde gehoben, die Thüre ging auf. In der Oeffnung Aleid und der Bruder, ihnen gegenüber im Zimmer der Herr vom Hause und sein zur Seite hinter ihm stehender Gast. „O Vetter!“ brach es von Aleids Lippen. Der von ihr beabsichtigte Ausdruck unschuldigen Staunens verkehrte sich unwillkürlich in den Ausdruck von Spott. Aus Lambert Hinnerks Augen leuchtete ein Strahl des Entzückens, aber gleich hinterher runzelte sich darüber die Stirn. Wenneken befand sich in gründlicher, sprachloser Verwirrung. Hilke Brüning trat in selbstbewußter Haltung einen Schritt vor, wollte sprechen. Da schoß ihm das Blut dunkelroth ins Gesicht. „Das ist aber eine furchtbare Dummheit von Lumke,“ rief er heftig aus.„Wenn man Besuch hat will man nicht jeden Zulauf. Mein Auftrag an die Magd galt Euch nicht. Seid willkommen. Ich habe ihr zudem nicht gesagt, daß sie mich verleugnen solle.“ „Ich kann versichern,“ fügte die Brüning hinzu,„daß Wenneken Euch von selbst hereingeholt hätte.“ „Nun laßt's gut sein,“ sagte Aleid lachend.„Mir fiel übrigens gleich der Wagen auf, der auf der Diele steht.“ „Das dumme, dumme Volk!“ schalt Wenneken mit vollkommener Aufrichtigkeit. „Sieh da, recht guten Tag, Lambert Hinnerk,“ wendete sich die junge Wittwe mit dargebotener Hand und dem freundlichsten Gesichte zu diesem. Wennekens Züge verfinsterten sich. „Auch guten Tag, erwiederte der Angeredete und nahm die Hand ziemlich linkisch hin. Wennekens Antlitz hellte sich wieder auf. „Und das ist gewiß Eure Schwester, von der Ihr mir so viel Gutes erzählt habt,“ fuhr die Wittwe fort. „Also lobt er mich doch außer dem Hause; im Hause weiß er mich nur zu schelten," bemerkte Aleid lächelnd und wohlwollend. „ Die beiden Frauen begrüßten sich herzlich. Nach verschiedenen Erkundigungen, Bemerkungen und Reden setzte sich die Gesellschaft endlich und ein ruhiges Gespräch begann. Der Kaffee wurde gebracht und Aleid übernahm ohne eine Aufforderung abzuwarten mit bequemer Anmuth die Pflichten der Hausfrau. Die beiden Frauen rückten dann bald näher zusammen, und verwickelten sich in eine immer vertrautere Unterhaltung, die demnächst zeitweilig sogar in Flüstern überging. Wenneken verheimlichte bestmöglichst seinen Unwillen über die„verdammte Zudringlichkeit,“ wie er den Besuch der Geschwister im stillen bei sich bezeichnete und suchte sich als den Weltmann zu geben, für den er sich hielt. Seine Bestrebungen wurden indeß wenig gewürdigt, vielleicht weil er sich nicht mehr zur freien ungehinderten Entfaltung seines Wesens im Stande fühlte, denn all sein Dünkel vermochte die tiefe Scheu nicht zu überwinden, welche er vor dem Mädchen empfand, das stets und schnell mit einer treffenden Entgegnung, mit einem beißenden Scherzworte bei der Hand war. Dafür tröstete er sich mit dem vergleichenden Hinblicke auf seinen Vetter. Unter den besondern Umständen war Lambert Hinnerks augenblickliche, durch die plötzliche Begegnung und die Eifersucht zugleich veranlaßte Aufregung um so rascher nach einer mehr als gewöhnlichen Befangenheit gewichen, die sich durch einsilbige Unbeholfenheit kund gab und wieder in Folge davon zum starren Mißmuthe steigerte. Die Frauen suchten ihn durch herzliche Zuvorkommenheit zum Gespräch heranzuziehen, aber vergeblich. Der Kaffee war getrunken. Der übliche Gang in Garten, Feld und Wald wurde angetreten, der bei Besuchen auf dem Lande in Westfalen Nachmittags nie versäumt wird, und zu dem der Herr vom Hause um so eifriger drängte, als er die junge Wittwe ja gerade deshalb eingeladen hatte, um ihr von dem Werthe und dem Umfange seines Besitzthums einen Begriff zu geben. Die beiden Frauen hatten sich indeß bereits so weit befreundet, hatten sich in Beziehung auf die zwischen ihnen gewechselten heimlichen Botschaften so viel zu sagen, daß sie mit weiblicher und ländlicher Rücksichtslosigkeit allein vorauseilten, was um so eher anging und von Wenneken um so weniger gehindert werden konnte, als Aleid mit den Oertlichkeiten vollständig bekannt war. So mochten die beiden Männer hinterdrein ziehen, schweigsam, in unfreundlicher Stimmung. Jene wurden freilich mehrfach angerufen oder blieben aus eigenem Antriebe in einer Anwandlung von Mitgefühl stehen, um ihre Anerkennung, ihr Erstaunen auszusprechen, wie das die Sitte verlangte. Sonst aber schütteten sie sich um so eifriger je ungestörter gegen einander aus und namentlich Aleid machte kein Geheimniß aus ibrer ganzen häuslichen Lage. „Ich weiß nicht, wie es kommt,“ schloß sie endlich ihre offene Darstellung,„und doch ist es so und alles Grübeln bestätigt mir nur die Thatsache, klärt mich aber über den Grund nicht auf, wir gehen zurück, bedeutend zurück. Nichtsdestoweniger ist unser Hof weit besser als mancher andere, der seinen Besitzer reichlich nährt und überdies einen Sparpfennig abwirft. Lambert Hinnerk und ich thun unser Möglichstes. Aber was wir auch schaffen und erarbeiten, der Haushalt verzehrt es Alles wieder.“ „Das weiß ich ganz gut,“ erwiederte ihre neue Vertraute lächelnd, „Ihr versteht nicht zu geben und zu nehmen. Mir ist es als Mädchen nicht besser gegangen. Man hat nicht gehörige Sicherheit. Erst als Frau lernt man haushalten.“ „Ja, eine tüchtige Frau thäte dem Bruder recht noth,“ meinte Aleid ganz ehrlich,„und ich könnte viel von ihr lernen.“ „Er ist doch aber auch gar zu blöde.“ „Ach, sein heutiges Benehmen dürft ihr nicht in Anschlag bringen. Er wußte nicht, daß Ihr hier waret; er kann sich nicht erklären, warum Ihr hier seid. Laßt ihn, die Männer müssen etwas gequält werden, sonst werden sie zu übermüthig. Uebrigens weiß er sich wirklich bei Frauen nicht zu helfen. So scheu wie er Euch gegenüber ist, habe ich ihn aber auch noch nicht gesehen. Ihr habt ihm die Brust zu enge gemacht.“ (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. Eine Actien=Gesellschaft zur Ausrottung der Tiger. In London ist ernstlich davon die Rede, eine derartige Gesellschaft zu gründen, deren Thätigkeit in Englisch=Indien ein Feld finden soll. Man hat in Europa kaum eine Idee von den Verheerungen, die diese Thiere in ihrer Heimath jährlich anrichten. In Singapur durchschwammen vor zwei Jahren diese wilden Gäste die Meerense, und zwar in so großer Anzahl, daß die Bewohner keinen Rath mehr wußten. Frauen, Kinder und Arbeiter verschwanden bei Tage in den Feldern und von den Meiereien. In einem einzigen Jahre wurden mehrere hundert Menschen den schrecklichen Bestien zur Beute, ohne daß man Mittel zu einer wirksamen Abhülfe ergriffen hätte. Aus anderen Gegenden Indiens verlautet dieselbe Klage, und man will behaupten, daß seit dem letzten Aufstand, wo den Eingeborenen die Waffen abgenommen wurden, die Anzahl der Tiger sich außerordentlich vermehrt habe. Als man einigen Dörfern, wo jene Raubthiere besonders hausten, die Waffen zurrückgab, wurden in einem einzigen District während dreier Tage 10 Tiger, 25 Leoparden, 20 Bären, 9 Hyänen und 3 Wölfe getödtet.— Indien hat deshalb kein Mangel an interessanten Jagden; außerdem sind ganz hühsche Prämien ausgesetzt. Für jeden getödteten Tiger werden 5 Pfd. St. bezahlt. Eine Actiengesellschaft zur Ausrottung dieser Raubthiere vermöchte somit leicht gute Dividenden zu geben, und in der letzten Zeit sind ja Gesellschaften erstanden, die einen viel abenteuerlicheren Zweck haben. Ein Herr in Brüssel beschwerte sich beim Postamte, daß ein Brief an ein Handelshaus in Charleroi nicht angekommen sei, den er, mit 10,000 Francs in Banknoten beschwert, in den Sammelkasten geworfen habe. Das Postamt bedeutete ihm, daß man für derlei Briefe eigentlich ein Recepisse nehmen sollte, richtete jedoch nichtsdestoweniger eine Anfrage nach Charleroi. Dort fand sich der vermißte Brief unter den unbestellbaren Sendungen vor; unbestellbar, weil der Absender seinen eigenen Namen darauf geschrieben, statt jenen des Handelshauses, für welches der Brief bestimmt war. Im Jahre 1831 trat ein armer Bauernsohn, Bazaine, in das 37. franz. Linienregiment als gemeiner Soldat ein; er hatte nichts als einen guten Kopf und Ehrgeiz. In 28 Feldzügen stieg Bazaine von Stufe zu Stufe und hat jetzt die höchste erreicht; denn Napoleon hat ihn zum Marschall ernannt. Es ist also immer noch wahr, daß der französische Soldat den Marschallstab in seinem Tornister trägt,— und dieser unsichtbare Stab ist ein wahrer Zauberstab. Die Zahl der auf den Eisenbahnfahrten Verunglückten betrug im Jahre 1860 in England 1 von 5,677,000 Reisenden, in Frankreich 1 von 7,000,000., in Belgien 1 von 8,860,000 R. und in Preußen 1 17,500,000 R. Das Verhältniß zeigt, wie viel Aufmerksamkeit in Preußen mehr auf den Dienst verwendet wird.