i reichte er uns terkungen aufgeben die Locken dt. 12. Novbr. schwor mir, sie in gutes, treues Afghane, indem dessen sämmtliche Sie Alles sammt ihm hinterlassen befindet sich im hen darf, außer d peinliche, aber nißmäßig ruhig, e w a h r h a f t ü b e r atlich vernehmen nden und in der gethan, um dies zu dem Knaben. im er krampfhaft n glühten, seine enschaft, und etonnte kein Zweiin dieser Wuth ieth, aber, wenn vurde; ein vollder Afghane voll eine Sinne, und ine Wuth gegen 1. ) d e r K n a b e a u f je es schien, undes Hauses bot m es aus ihrer ach heimlich mit eue, höchst peinseinen früheren iun stieß er das r Major brachte mer eingeräumt orge trugen. Es schicksal“, wie er ourden Vorbereie zu senden, die Sie nahmen ihn kers wird er der Pf. St. jährlich. selt regelmäßige h Geschenke aus. leich ein Mann, chäftigt, Namens reibenden) MaLittelst derselben mit einem Diaden können mit zu wundervollen daß das Gebet ischen Quadrat= ur um ½ Linie in der außerorin man sich aus eues Testament, n sich nicht finniedergeschrieben , alles dies zu n der Mikroskogesprochen und müssen wir uns „ und amtliches Kreisblatt Lielesert, Erschetut wöchentlich dreiaal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsmann. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. Ns 40. . B O für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgr. Inserate 9 Pfg. für die Vorgis=Zeile. Sonntag, den 2. April 1865. Bestellungen auf den„Allgemeinen Anzeiger“ für das 2. Quartal 1865 wolle man in Bielefeld bei der Expedition(Obernstr. Nr.), auswärts bei den Agenten und bei den Postanstalten baldigst machen. Die Expedition. Bekanntmachung. Nachdem durch die betreffenden Königl. Ministerien mittelst Erlaß vom 17. November 1864; eine allgemeine Pferdemusterung angeordnet worden, mache ich nachstehend den Plan zur Musierung für hiesigen Kreis bekannt. Sämmtliche Pferde mit alleiniger Ausnahme der Fohlen(unter 3 Jahr), der Königlichen Dienstpferde und der contractlich zu haltenden Postpferde müssen vorgeführt werden. Die Pengste sind mit vorzuführen, aber getrennt aufzustellen. Die Aufforderung zur pünktlichen Vorführung wird durch die betreffen: den Localbehörden an die Pferde=Eigenthümer noch besonders ergehen. Plan zur Musterung und Klassificirung der Pferde im Kreise Bielefeld. Am 4. Mai Morgens von—12 Uhr bei Möhlmann in Schildesche Musterung der Pferde aus den Aemtern Schildesche und Jöllenbeck. Am 4. Mai Nachmittags 326 Uhr Kreuzkrug in Dornberg Musterung der Pferde des Amts Dornberg. Am 5. Mai Morgens von 8— 12 Uhr bei Gastwirth Hassebrock in Heepen Musterung der Pferde des Amts Heepen. Am 5. Mai Nachmittags von 3—6 Uhr bei Sievert in Brackwede Musterung der Pferde des Amts Brackwede und Isselhorst. Am 6. Mai Morgens von—12 Uhr Kesselbrink bei Bielefeld Musterung der Pferde der Bürgermeisterei Bielefeld und Nachmusterung der etwa ausgebliebenen Pferde aus den Landgemeinden. Bielefeld, den 31. März 1865. Der Landrath. Ditfurth. Bekanntmachung. Die Ausführung des Erweiterungs= baues an dem Schulhause zu Ams. hausen soll am 20. April c. Nachmittags 4 Uhr auf dem hiesigen Amtsbürau, wo auch die Licitations Bedingungen und KostenAnschläge zur Einsicht offen liegen, öffentlich mindestfordernd verdungen werden. Unternehmungslustige werden zu diesem Termine hierdurch eingeladen. Halle, den 28. März 1865. Der Amtmann. v. Eggers. Bekanntmachung. Die Nummerliste über die am 13. d. Mts. stattgehabte Verloosung von Schuldverschreibungen der 4½ prozentigen Preußischen Staatsanleihen der Jahre 1848, 1854, 1855 A, 1857 und 1859 liegt im hiesigen Amtsbüreau zur Einsicht der Betheiligten offen. Halle, den 27. März 1865. Der Amtmann. v. Eggers. Ger. Rheinlachs bei Th. Wolpers. Verding. Die Anfuhr der zur Unterhaltung der Minden=Coblenzer Staatsstraße von Herford(Station 403) bis Gütersloh (Station 826) jährlich erforderlichen ca. 250 Schachtruthen Keupersteine aus dem Depot am Lübberthore bei Herford soll für die Jahre 1866 bis vorläufig incl. 1869 im Submissionswege vergeden werden. Der Endtermin zur Einreichung der schriftlichen Offerten wird hiermit auf den 4. April d. J. festgesetzt. Die Offerten müssen bei Vermeidung der Ungültigkeitserklärung genau die Forderung enthalten was eine Schacht: ruthe anzufahren kostet: 1. in der Strecke von 403+13—450, 2.„„„„ 450—500 3.„„„„ 500—550 4.„„„„ 550—593, 5.„„„„ 593—650, 6.„„„„ 650—700 7.„„„„ 700—750, 8.„„„„ 750—826 Die speziellen Bedingungen sind auf meinem Büreau täglich einzusehen, werden auch gegen Erstattung der Kopialien ausgefertigt. Bielefeld, den 16. März 1855. Der Königliche Bau=Inspector. Kruse. In den Monaten Januar und Februar 1865 sind für das Rettungshaus zu Schildesche wieder folgende Gaben und Geschenke eingegangen: 4. Baares Geld. Geschenke: Von A. K. in Werther durch C. Bermpohl 1 Thlr. Nachlaß an 2 Rechnungen 8 Sgr. 6 Pf. Durch Pastor Siebold von Col. W. in Dornberg 1 Thlr. Aus Enger durch Pastor Horlohe 3 Thlr. 15 Sgr. Von Frau W. durch Frau Superintendent Müller 1 Thlr. Von Frau Pastor Höhendorf zu Gütersloh durch Frl. Merkel 2 Thlr.— Colleete: Aus Milse pro 1864 durch Düning 1 Thlr. In der Gemeinde Schildesche pro 1861 durch Hausvater Kornfeld(außer den Naturalien) 34 Thlr. 16 Sgr. 6 Pf. Zur Collccte der Gemeinde Schildesche von Kaufmann Vogelsang(Erlaß an einer Rechnung) 2 Thlr. 8 Pf. Durch Püse aus Oldinghausen pro 1864 aus dem Amte Enger 11 Thlr. 16 Sgr. 6 Pf., Bünde 21 Thlr. 6 Sgr. 6 Pf., Lotte 10 Thlr. 18 Sgr. 6 Pf., Kappeln 19 Thlr. 6 Pf., der Stadt Ibbenbühren 5 Thlr. 4 Sgr. 4 Pf., dem Amte Ibbenbühren 2 Thlr. 2 Sgr., der Stadt Tecklenburg 5 Thlr. 12 Sgr., der Gemeinde Leeden 3 Thlr. 12 Sar: 6 Pf., der Gemeinde Ledde 3 Thlr. 15 Sgr., dem Amte Lengerich 22 Thlr. 6 Sgr., Ladbergen 6 Thlr. 11 Sgr. 6 Pf., Lienen 14 Thlr. 5 Pf., der Stadt Osnabrück 21 Thlr. 15 Sgr. Zur Collecte aus Schröttinghausen pro 1864 7 Sgr. 6 Pf. B. Naturalien 2c. Von Herrn Pastor Volkening zu Jöllenbeck 60 Exemplare Missions= harfen. Collecte aus Altenhagen durch Commerzianten Biermann 2 Tonnen Kartoffeln und 1½ Schffl. Roggen. Von Ungenannten aus der Gemeinde Gohfeld einige Bündchen gereinigten Flachs. Vom Jungfrauen=Verein zu Spenge 3 Stück Leinen. Durch Collectanten Püse gesammelt und von dem Gastwirth Günther aus Ennigloh gebracht: Aus Westkilver 6 3/4 Schffl. Roggen. Aus Ostkilver 5 Schffl. Roggen und 1 Tonne Kartoffeln. Aus Schwennigdorf 3 Schffl. Roggen. Aus Bieren 3¼ Schffl. Roggen und 1 Bund Flachs. Aus Südlengern 5 Schffl. Roggen. Aus Sprado 3 Schffl. Roggen und 1 Bund Flachs. Aus Dünne 4 ¼ Schffl. Roggen. Aus Muccum 2½ Schffl. Roggen. Aus Ennigloh 3½ Schffl. Roggen. Aus Holsen 3 Schffl. Roggen. Aus Ahlen 3 Schffl. Roggen. Aus Werfen 4 Schffl. Roggen. Aus Hüffen 1 Schffl. Roggen. Aus Hunnebrock 1 Schffl. Roggen. Indem wir den Wohlthätern des Hauses, bekannten und unbekannten, herlzich Dank sagen, wünschen wir ihnen Gottes reichen Segen. Schildesche im März 1865. Für den Vorstand. H. Lohmeyer. Geschäfts-Eröffnung! * Meine Colonial= und Delicatessen=Waaren= eröffne am 2. April a. c. Ich halte mich dem i hiesigen und auswärtigen geehrten Publikum bei der Versicherung einer stets reellen Bedienung bestens empfohlen. „ Pph. Herzfeld. „ Gehrenberg Nr. 131. in Verding. Die zum Neubau der kath. Kirchel in Friedrichsdorf nöthigen ZimmrerArbeiten veranschlagt bei freien Spanndiensten(auf drei Meilen Entfernung) zu 2271 Thlr. 25 Sgr. 8 Pf, sollen anderweit verdungen werden und ist der Schluß=Termin zur Annahme der schriftlichen Offerten, welche die Gebote Procenten enthalten müssen, auf in Freitag, den 7. April e. festgesetzt. Die Bedingungen nebst Kosten=Anschlag sind auf meinem Bürcau zur Einsicht ausgelegt und werden auch gegen Erstattung der Copialien abschriftlich ertheilt. Bielefeld, den 25. März 1865. Der Königliche Bau=Inspector. Kruse. V. Preimann in Wiedenbrück. Photographische Anstalt, Lager von Goldleisten und Tafelglas. Das Einrahmen von Bildern wied ebenfalls bestens beforgt,, Einladung zum„Abonnement auf die in Berlin erscheinende 9 Illustrirte Muster- und Modezeitung. Preis vierteljährlich 20 Sgr. Urtheil der Presse: Die neuesten Nummern der von A. Haack in Berlin redigirten Musterund Mode=Zeitung Victoria liegen uns vor und können wir nicht umhin, wieder auf die so ungemein reiche Ausstattung, wie die geschmackvollen Muster und Moden, als auch den übrigen so reichen Inhalt der Zeitschrift unsere Leser aufmerksam zu machen. Wir mögen den künstlichen Farbendruck der Stickmuster, die schönen kolorirten Modekupfer oder die feinen Holzschnitte betrachten, Alles ist so überaus geschmackvoll und schön ausgeführt, daß diese in Deutschland erscheinende Mode=Zeitung allen im Auslande erscheinenden derartigen Blättern dreist an die Seite gestellt werden kann, ja daß sie wohl die meisten übertrifft. Der so ungemein billge Preis(20. Sgr. pro Quartal) macht allen Damen, die so manches Muster zu Kleidungsstücken wie Stickmuster durch dasselbe erhalten, möglich, auf das Blatt zu abonniren. (Hameln, Deister= und Weser=Zeitung.) Zum geneigten Besuch meiner Waffelbude am bevorstehenden Markte in Güters. loh ladet die geehrten Herrschaften freundlich ein J. Marohn aus Bielefeld. Der Stand befindet sich in der Kökerstraße, versehen mit der Firma: Frische Waffeln. Gegen spröde Haut. Medicinische Glycerin=Seife b C. Honrich& Co. Die früher dem Zimmermeister Herrn Grothe in Bielefeld gehörende Besitzung beabsichtigen wir zu vermiethen auch zu verkaufen und bitten wir auf Reflectirende sich direct an uns zu wenden. Oeynhausen. C. Schmidt& Meyer. En gros& détail. Reisetaschen, Toiletten, Necessaire Eisenbahntaschen, Schultaschen und Tornister empfiehlt Jos. Speyer. Wechnungs=Vormulare stets vorräthig bei Gebrüder Bertelsmann. Kirchlicher Anzeiger. Altstädter Rirche. Hauptgottesdienst: Pastor Ribonitsch. Nachmittagsgottesd.: Superint. Müller. Neustädter Rirche. Hauptgottesdienst: Pastor Niemeyer. Getreide: Berichte. Cöln, 31. März. Weizen 5,15. Roggen 4,7. Gerste 4,22. Hafer 4,10. v. 200 Pfd. Rüböl 13,21. Raff. 14,3. Berlin, 31. März. Weizen 45—61 Roggen 36. Gerste 27—34. Hafer 22—25. Rübsl 12. Geldeours. Ausl. Pistolen.15/6. Napoleonsd.“ 5,12. Holl. 10 Guld..16. Liv. Sterl. 6,23. Fünffre. 1,10,3. Franz Kronth. 1,16,9. Brab. Kronth. 1,16. Goldkronen 9,9,3. Dollars.12,2. Jahrmärkte in der Provinz West. falen, im Osnabrückischen, LippeDetmold u. Lippe=Schaumburg. April. 2. Münster. 3. Borgholz. Gütersloh. Paderborn. Mettingen. Münster. Stadtlohn. Warendorf. Neheim. 4. Münster. Saarbrücken. Hörde. 5. Rahden. Münster. Arnsberg. Dortmund. 6. Coesfeld. Teklenburg. Arnsberg. Dortmund. Lippstadt. Medebach. Westhofen. 7. Harsewinkel. 8. Minden. 9. Minden. Lüdenscheid. 10. Beverungen. Büren. Delbrück. Gehrden. Minden. Bochold. Recklinghausen. Rheine. Verden. Erwitte. Witterungsberichte. Den 31. März. Barom. Therm. Wind und Neueste Nachrichten. Deutschland. In der Sitzung des Herrenhauses vom 30. März wurde das BergGesetz angenommen. In der Sitzung vom 31. wurde angenommen: Der Entwurf einer Fischerei=Ordnung Für den Regierungsbezirk Stralsund, der Gesetz=Entwurf betreffend den Ansatz der Gerichtskosten für Nachlaß=Regulirungen, der Gesetz=Entwurf über die Anlagen von Eisenbahnen in den Hohenzollernschen Landen. Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 30. März. Der Entwurf eines Berggesetzes wurde nach längerer Debatte angenommen. In der Sitzung vom 31. März wurde die Bankordnung berathen. Das Ostsee=Geschwader der preußischen Flotte, welches während des letzten Krieges gebildet war, wird in Folge Befehls Sr. Majestät des Königs jetzt aufgelöst. Der bisherige Chef desselben, Contre=Admiral Jachmann, ist zum Chef der Marinestation der Ostsee ernannt. Im Hafen von Kiel soll ein Wachtschiff mit dem Commandozeichen des Stationschefs stationiren; zunächst ist dazu Sr= Majestät Corvette„Artona“ bestimmt. Die Corvetten„Gazelle",„Augusta",„Victoria“ und der Aviso„Preuß. Abler“ gehen nach Danzig,— die Fregatte„Gesion“ wird als Artillerieschiff ihre Uebungen bei Kiel abhalten, der Aviso„Loreley“ geht zu Vermessungsarbeiten nach der Nordsee. Für die Kronprinzstiftung sind bis zum 26. März eingegangen 315,357 Thlr. Hiervon sind verausgabt 21,680 Thlr. Am 29. d. M. brachten zwei Hamburger Polizeibeamten den aus Amerika wegen Betruges zurückgeholten Kassen=Assistenten der BerlinHamburger Eisenbahn Voigtmann hier ein, und wurde derselbe auf dem Bahnhofe von hiesigen Polizeibeamten in Empfang genommen. Bei der Einlieferung des 2c. Voigtmann in das hiesige Stadtvoigtei=Gefängniß stellte sich heraus, daß derselbe eine üble Krankheit aus Amerika mitgebracht hat. Duisburg, 25. März. Die definitive Genehmigung zum Bau einer stehenden Brücke über den Rhein ist von Seiten der Regierung gestern hier eingetroffen. Die Brücke soll oberhalb der„Niederrheinischen Hütte“ errichtet werden. Krinkhoff bei Bertrich, 20. März. Heute Morgen um acht Uhr fand man unter der hier an dem Wege nach Bausendorf, etwa 2000 Schritte von hiesigem Orte, stehenden großen Eiche einen nobel gekleideten jungen Mann liegen, anscheinend erfroren. Derselbe war gestern Abend bei einbrechender Dämmerung, mit einem Begleiter von Bertrich kommend, durch hiesigen Ort gegangen. Die Notiz, daß der Schiffsbauingenieur Hildebrandt von Bordeaux zurückberufen worden sei, weil der Schiffsbauherr Arman rücksichtlich des Widderschiffs„Cheops“ nicht die ihm contractlich gestellten Bedingungen erfüllt habe, entbehrt der Begründung. Vielmehr soll in einigen Tagen die Reise mit dem„Cheops“ von Bordeaux nach Danzig angetreten werden. Sachkenner glauben den„Cheops“ als eines der tüchtigsten Kriegsschiffe seiner Art betrachten zu müssen. Magdeburg, 29. März. Gestern feierte der Gouverneur von Magdeburg, Herr General=Lieutenant Herwarth von Bittenfeld, den Tag, an welchem er vor 50 Jahren in die Armee eingetreten war. Die Eisenbahnzüge, welche Donnerstag Morgen und während des Vormittags von Cöln und Frankfurt a. M. in Berlin eintreffen sollten, hatten sich in Folge des vorgestrigen starken Schneetreibens so verspätet, daß ihre Ankunft theilweis erst Nachmittags stattfand, die Kölner Post aber mit den süddeutschen und französischen Nachrichten gägzlich ausgeblieben ist. Auf der Halberstädter Bahn hat der Wind bei der Station Langenweddingen beide Geleise zugeweht; einige Züge sind dort im Schnee stecken geblieben. Da die dadurch gesperte Bahn erst im Laufe des Tages wieder fahrbar wurde, so mußten die Mittwoch Abend und Donnerstag früh von Berlin abgegangenen Züge so lange in Magdeburg Halt machen. Aehnliche Störungen führte das in dieser Jahreszeit doppelt überraschende Schneewetter auf andere Eisenbahnen herbei. Die Väter der Stadt Elberfeld haben als stetes Andenken an die im künftigen Monat stattfindende Jubelfeier der fünfzigjährigen Vereinigung der Rheinlande mit Preußen eine Stipendienstiftung von 3000 Thlr. aus Gemeindemitteln beschlossen, deren Zinsen dem Sohne eines Elberfelder Bürgers beim Besuche der von König Friedrich Wilhelm III. errichteten Universität Bonn zu Gute kommen sollen. Bielefeld. Wir haben von mehreren Bränden zu berichten. Am 23. Abends spät brannte es in den Trockenräumen der zur Ravensberger Spinnerei gehörigen Bleiche. Der Schaden soll von ziemlichem Belang sein.— Am 29. Abends wurde die zu Niedernmühle gehörige Walkmühle ein Raub der Flammen.— Folgenden Abend, den 30. 7 Uhr, brannte die Mazoth=Bäckerei des Herrn Frankenstein an der Straße nach dem Bahnhofe gänzlich ab. Die ministerielle Provinzial=Corresp. schreibt über die SchleswigHolsteinische Sache: irde das Bergangenommen: sbezirk Stralichtskosten für en von EisenEntwurf eines In der Sitzung es während des Majestät des ontre=Admiral kannt. Im Haichen des Stawette„Artona“ toria“ und der gatte„Gesion“ der Aviso„Loz eingegangen amten den aus en der Berlinerselbe auf dem imen. Bei der stei= Gefängniß Amerika mitgezum Bau einer gierung gestern einischen Hütte" n um acht Uhr orf, etwa 2000 en nobel gekleilbe war gestern er von Bertrich von Bordeaux rücksichtlich des en Bedingungen einigen Tagen angetreten werhtigsten Kriegsneur von Magd, den Tag, an r. nd während des intreffen sollten, ins so verspätet, die Kölner Post gägzlich ausgebei der Station sind dort im n erst im Laufe och Abend und Magdeburg Halt sreszeit doppelt ei. Indenken an die ährigen Vereinitung von 3000 em Sohne eines ich Wilhelm III. berichten. Am zur Ravensberger emlichem Belang örige Walkmühle 7 Uhr, brannte straße nach dem die SchleswigDas Verhalten der Mittelstaaten und derjenigen Deutschen Regierungen, welche sich denselben augeschlossen haben, muß zunächst das größte Befremden erregen, da nicht abzusehen ist, was dieselben mit diesem seltsamen Vorgehen in Wirklichkeit erreichen zu können vermeinen: dasselbe scheint auf einer gänzlichen Verkennung der thatsächlichen Lage der Dinge und auf einer eigenthümlichen Ueberschätzung des möglichen Einflusses der in Aussicht genommenen Beschlüsse zu beruhen. Der Antrag hat freilich der Form und den Worten nach eine anscheinend nur bescheidene Bedeutung: Die Bundesversammlung soll nur die Erwartung aussprechen,„es werde Oestreich und Preußen gefallen" u. s..; doch ist wohl für Jedermann zu erkennen, daß hinter dieser bescheidenen Form die Absicht einer wirklichen und entschiedenen Einwirkung auf die Lösung der Schleswig=Holsteinischen Angelegenheit zu Tage liegt. Zu einer solchen Einwirkung in der beanspruchten Ausdehnung fehlt jedoch der Bundesversammlung die Berechtigung. Abgesehen davon, daß dieselbe in Betreff des Herzogthums Schleswig überhaupt nicht zu befinden hat, steht derselben auch in Bezug auf die Erbberechtigung in Holstein keineswegs eine entscheidende Beschlußnahme zu, vielmehr wird die Prüfung der bezüglichen Rechtsverhältnisse Seitens des Bundes nur neben anderen Gründen und Rücksichten der Entscheidung ins Gewicht fallen. Bei solcher Lage der Sache ist es um so auffallender, daß die Bundesversammlung, statt zunächst dasjenige wirklich zu erfüllen, was allein ihr zusteht, nämlich die wirkliche Prüfung aller in Bezug auf Holstein erhobenen Erbansprüche, sich mit Umgehung dieser ihrer Aufgabe zu einer eben so voreiligen, wie unberufenen Beschlußnahme über die Gesammtfrage herbeiläßt. Es liegt auf der Hand, daß eine solche vermeintliche Beschlußnahme thatsächlich völlig wirkungslos sein würde, indem es dem Bunde an jeder Berechtigung, wie auch an jedem Mittel fehlen würde, derselben Nachdruck zu verschaffen. Die Bundesversammlung könnte auf eine Wirkung solcher Beschlüsse nur dann rechnen, wenn sie bei Oestreich und Preußen die Bereitwilligkeit voraussetzen dürfte, sich den so ausgesprochenen Erwartungen des Bundes zu fügen. Hierzu liegt jedoch seither so wenig auf Seiten Oestreichs, wie auf Seiten Preußens ein begründeter Anhalt vor. Oestreich hat bei verschiedenen Gelegenheiten mit gleicher Entschiedenheit wie Preußen dem Bunde jedes Recht zu einer bestimmenden und entscheidenden Einwirkung auf die Lösung der Schleswig=Holsteinischen Angelegenheit abgesprochen, und wird hiervon, wie man bestimmt erwarten darf, auch jetzt nicht abgehen, Was Preußen betrifft, so hat es sich durch seinen Bundestags=Gesandten bereits im Voraus gegen ein solches Auftreten des Bundes und gegen die dabei zu Grunde liegenden Voraussetzungen bestimmt ausgesprochen und dürfte vor der wirklichen Abstimmung am 6. April seine bezüglichen Erklärungen in noch nachdrücklicherer Weise wiederholen. Preußen ist weit entfernt, die Ansprüche des Erbprinzen von Augustenburg auch nur auf Holstein, geschweige denn auf Schleswig irgend für so unzweifelhaft zu halten, wie sie in der politischen Erregung des vorigen Jahres, wo die Befreiung der Herzogthümer selbst mit jener Frage vermischt wurde, in vielen Schriften privaten Ursprungs dargestellt worden sind. Unsere Regierung hält die geordnete, amtliche Prüfung aller Rechtsansprüche, sowohl am Bunde, wie preußischer Seits zunächst für erforderlich, und wenn, wie fast mit Sicherheit anzunehmen ist, diese Prüfung keineswegs die Ansprüche eines Einzelnen als allein gültig erkennen dürfte, so werden schließlich politische Rücksichten auf das Gesammt=Interesse der Herzogthümer, Preußens und Deutschlands bei der Entscheidung vor Allem ins Gewicht fallen. Diesen eben so unumgänglichen, wie klaren Gesichtspunkten wird sich keiner der zur Mitwirkung bei der endlichen Entscheidung Berufenen entziehen können. Preußen wird für dieselben jedenfalls mit der vollen Entschiedenheit des Wollens und Handelns einstehen, welche unsere Regierung seither in der Führung der Schleswig=Holsteinischen Sache unter der immer wachsenden Zustimmung des gesammten Volkes bewähret hat Wenn daher die Bundesversammlung ihr Ansehen nicht durch völlig nichtige Beschlüsse untergraben will, so wird sie im eigenen Interesse, wie auch im Interesse der Sache, der sie dienen will, gut daran thun, den ihr angemutheten Beschluß bei der wirklichen Abstimmung zurückzuweisen. Ausland. Die dänische Regierung hat sich bereit erklärt, die unter der Interims=Flagge fahrenden Schiffe in dänischen Häfen auf dem Fuße der meistbegünstigten Nationen zu behandeln, macht aber den merkwürdigen, weil zunächst überflüssigen Vorbehalt, daß schleswig=holsteinische Schiffe, die nicht die Danebrogflagge führen, keinen Anspruch auf die Vertretung durch dänische Consuln haben sollten. Paris, 26. März. In der Normandie ist ein Giftmischer, ebenfalls wieder ein Arzt, entdeckt worden. Derselbe soll den Mann einer jungen Frau, in die er verliebt war, und seine eigene Frau vergiftet haben, um die erstere heirathen zu können. Er habe sich, so heißt es ferner, vorher von seiner Frau zu ihrem Erben einsetzen lassen, um sich so ihr Vermögen zu sichern. Ein Dienstmädchen des Mannes, das zufällig von dem für ihren Herrn bestimmten Getränke gekostet hatte, ist das dritte Opfer. Die Sache kam dadurch heraus, daß der Arzt sofort nach dem Begräbniß seiner drei Opfer seine Heirath mit der Wittwe verkündigen ließ. Dem„Pungolo“ zufolge soll in Parma ein unbekanntes Individuum auf den König Victor Emanuel geschossen, ihn aber glücklicher Weise nicht getroffen hasen. Der Verbrecher sei gleich nach dem Schuß spurlos verschwunden. In parlamentarischen Kreisen will man wissen, daß vergangenen Sonnabend die Kronsyndici ihren Bericht über die schleswig=holstein'sche Erbfolgefrage abgestattet haben, der sehr günstig für Preußen ausgefallen sein soll. Petersburg, 25. März. Ueber die sibirische Pest wird der„Wiener medicinischen Presse“ unter vorstehendem Datum telegraphirt:„Sibirische Menschenpest keine. Flecktyphus sehr zahlreich; Ansteckung bedeutend; Sterblichkeit groß. In letzter Zeit ungemein gestiegen. Warschau, 25. März. Unter den vielen Verhafteten der jüngsten Tage sind drei Individuen, von denen offiziell versichert wird, daß sie sehr wichtige Rollen in einer neuerdings sich bildenden Verschwörung spielten. Es sollen Mieroslawskische Commissäre sein. Gleich bei der Verhaftung hat Einer der Drei die Hälfte einer Flasche Gift geleert und gab den Rest seinem nächsten Collegen. Der Erstere starb einige Stunden darauf an dem Gift, während es der Polizei gelang, dem Zweiten Gegengift einzugeben und ihn so beim Leben zu erhalten. Einer der drei jungen Leute soll Danielowski sein, der ein Mitglier des zur Zeit des Ausbruchs des Aufstandes bestandenen Centralkomitees war. Nothstand in Süd=Rußland. Aus Zarew wird geschrieben, daß ein Heuschober, der im Herbst 15—25 Rubel kostete, jetzt mit 60—80 R. bezahlt wird. Man beginnt bereits die Häuser abzudecken, um mit dem Stroh das Vieh zu ernähren. Die Lage der Bauern daselbst wird mit jedem Tage schlechter und trauriger. Es ist schon zu Anfang dieses Winters vorgekommen, daß die Bauern ihre Pferde tödteten um ihnen die Qualen des Hungertodes zu ersparen. Die Eisenhüttenbesitzer des Nordens haben eine Versammlung in Darlington abgehalten, zu welcher die Delegirten der Arberter sich einfanden, um ihre Geneigtheit kund zu geben, jede Verbindung zwischen ihrer Union und den Vereinen der Arbeiter von Staffordshire abzubrechen. Die Hüttenbesitzer nahmen dieses als eine Lösung der localen Frage auf. Den Bemühungen des Earl von Lichfield ist es inzwischen gelungen, auch in Nord=Staffordshire eine Zusammenkunft zwischen den Eisenhüttenbesitzern und ihrern Arbeitern anzubahnen; doch dürfte es hier, an dem Heerde der ganzen Bewegung, größere Schwierigkeiten kosten, um zu einem allseits befriedigenden Resultat zu gelangen. Newyork, 18. März. In seiner Botschaft an den südstaatlichen Kongreß sagt Jefferson Davis, die Hauptstadt Richmond befinde sich in größerer Gefahr denn je; er empfiehlt die Suspendirung der HabeasCorpus=Acte als unerläßlich für einen glücklichen Ausgang des Kampfes und erklärt, der Conflict müsse bis zur Erreichung eines definitiven Resultates fortgesetzt werden.— Sherman hat den Osten Süd=Carolinas verwüstet und Sheridan 15 Meilen von der virginischen Centraleisen= bahn zerstört.— Sherman hat in Columbia ungeheure Arsenale und 43 Geschütze zerstört, in Cheraw 25 Kanonen, 3600 Faß Pulver und vieles sonstiges Kriegsmaterial, in Fayetteville 20 Kanonen und werthvolle Vorräthe erbeutet. Der Reiter=General Kilpatrick wäre am 10. nahe daran gewesen, in südstaatliche Gefangenschaft zu gerathen. Wade Hampton überfiel sein Hauptquartier und nahm fast den ganzen Generalstab gefangen; Kilpatick entwischte mit genauer Noth, formirte seine Truppen und schlug den Feind in die Flucht.— Südstaatliche Depeschen aus Mobile vom 28. v. M. melden, daß 28 Unionsdampfer in die Bucht eingelaufen seien und große Truppenmassen auf Dauphins Island gelandet hätten. Ein baldiger Angriff auf die Stadt wurde erwartet.— Der Präsident Lincoln hat am 14. d. den Befehl erlassen, daß alle Bürger der vereinigten Staaten oder domicilirte Ausländer, welche mit den Sonderbündlern zur See Handelsverkehr gehabt haben, verhaftet und für die Dauer des Krieges gefangen gehalten werden sollen. Ausländer, welche nicht domicilirt sind und mit den Blokadeverletzungen zu thun gehabt haben, sollen die vereinigten Staaten binnen den nächsten 12 Tagen verlassen und während des Krieges nicht zurückkehren.— In Newyork hat die Aushebung begonnen, Rubestörungen sind nicht vorgekommen. Offizielle Berichte aus den Südstaaten konstatiren, daß vom 26. Oktbr. 1864 bis Jan. 1865 Blokadebrecher 1,500,000 Pfd. Blei, nahe an 2,000,000 Pfd. Salpeter, 69,000 Gewehre, 43 Kanonen, 646,000 Paar Schuhe, 316,000 wollene Decken, 8,600,000 Pfd. Fleisch, dies noch Kaffee, Arzneien 2c. 2c. aus Land gebracht haben. Eine hofgeschichte aus dem nördlichen Westfalen. Ueber dem Hofe den die beiden Geschwister bewirthschafteten, hatte seit langer Zeit ein eigenthümliches Geschick gewaltet. * Zur Zeit der Urgroßmutter hatten sich auf Feuersgefahr für das Haupthaus deutende Vorgeschichten begeben. Die alte Frau hatte in den Kirchen der Umgegend Gebete abhalten lassen, hatte selbst eifrig gefleht, daß die Erfüllung der Gesichte während ihrer Lebenszeit anstehe. Sie war gestorben in der Gewißheit eines seligen Einganges in die ewige Klarheit. Und sofort mit dem Tode der frommen Herrin sollte auch der Heerd zerfallen, an dem sie ihr Tagewerk treu verrichtet. Noch innerhalb der kurzen Frist bis zur Beerdigung war die Flamme ausgebrochen, so daß man die Leiche aus der rasch und gewaltsam überhandnehmenden Gluth in einen zunächst bei dem brennenden Gebäude über dem Winde belegenen, mit hoher Wallhecke eingefriedigten, Grasgrund hatte bringen müssen. Von dort aus war sie abgeholt zur geweihten Ruhestelle. Das einzige zurückgebliebene Kind, ein Mädchen von etwa zwanzig Jahren, schlank, schmuck, mit klaren blauen Augen und reichem blonden Haar, hatte das Haus wieder aufgebaut, aber dadurch trotz Thatkraft und Umsicht sich in schwere Last und Schuld gearbeitet, denn Feuerversicherungsanstalten gab es damals, wenigstens in der fraglichen Gegend, nicht, und wie sehr auch westfälische Wehrfester zur werkthätigsten Theilnahme für einander bereit sind, so liegen die Höfe in der Haide und im Moore so zerstreut umher, daß Entfernung und Art der Wege den gewöhnlichen Beistand durch Lieferung und Zufuhr von Baustoffen, durch Hülfsleistung mit Mann und Pferden, fast völlig unstatthaft machen. Und mit Brandbriefen im Lande umherziehen zu lassen, wie es damals zu geschehen pflegte, war die Waise zu stolz. Wohl stand das Haus wieder, doch mochte sie sich kaum des Besitzes nach schwerer Arbeit, nach mühseligem Ringen erfreuen. Auf ihre Weise trug sie sich sauber und nett, doch wurden ihre Kleider mehr durch die blühende Gestalt hervorgehoben, als sie derselben zur Zierde dienten. Wenn sie dann strahlend ohne Absicht, demüthigen Herzens, öffentlich erschien, wollte wohl der eine oder der andere ihrer Verwandten zu ihr sagen:„ja Du bist unsere schöne Nichte; könntest Du nur Deine Schulden bezahlen.“ Solche Worte trafen spitz, schnitten scharf. Das Mädchen flüchtete in ihre einsame Kammer. Unter Schluchzen und Thränen quollen heiße inbrünstige Gebete ihr aus dem Herzen über die Lippen. Und wieder ging sie an ihre Arbeit, rüstig und rege, unermüdlich vom Morgen bis zum Abend. Ein Mitglied einer benachbarten Bauernfamilie hatte vor Jahren seine Abfindung aus dem elterlichen Wesen im Handel angelegt, Landeserzeugnisse aufgekauft, nach Holland verführt, dort einen Hausstand gegründet und allmälig ein bedeutendes Vermögen erworben. Sein Sohn und Erbe setzte das Geschäft fort und hatte sich zur Betreibung desselben für die Wochen und Monate, welche er in der Heimath verweilte, auf dem Hofe, dem der Vater entstammt war, in Kost und Wohnung gegeben. Zu ihm war Thekla gekommen, um ein Pfund Wolle für den häuslichen Bedarf auf Borg zu kaufen. Dem wegen der demnächstigen Zahlung besorgten und deshalb unschlüssigen jungen Kaufmanne hatte seine Hausgenossen ermunternd zugeredet, den unverheiratheten auf die Schönheit, auf die sittsam liebliche Erscheinung des Mädchens verwiesen und scherzend bemerkt:„die Bittende könne noch wohl seine Frau werden.“ Er hatte den Kopf spöttisch in den Nacken geworfen und im Tone der Frage und Verwunderung ausgerufen:„oh die?“ hatte indeß mit Verabreichung der Wolle nicht länger gezögert. Von dem Augenblicke aber, daß Thekla aus der Thüre getreten, daß ihn ein wehmuthig= stolzer innig= trotziger Abschiedsblick aus ihren klaren Augen getroffen, war es ihm so seltsam geworden, hatte es ihn so eigenthümlich durchbebt, ihn so heimlich erfaßt. Auf einmal stumm und still war er in seine Kammer gegangen, hatte um sich geblickt und nichts gesehen, hatte gesonnen und nichts gedacht. Aber immer heller, immer unvermeidlicher war das Bild der Jungfrau aus den Nebeln seiner Seele aufgetaucht, sorgenvoll doch selbstbewußt, leuchtend doch süß. Jetzt hatte er keine Ruhe mehr gefunden; er hatte sie aufgesucht, sich ihr mehr und mehr genähert, sie hatte ihn nicht zurückgescheucht; er war eine ansehnliche Erscheinung, seine Tüchtigkeit bekannt, sein Verhalten ohne Tadel. So hatte er sich endlich gegen sie ausgesprochen, sie gebeten ihre ganzen verworrenen Zustände aufzugeben und, wenn auch nackt und bloß, als Gattin ihm nach Holland zu folgen. Sie hatte bitterlich geklagt:„ich habe so unsäglich gesorgt und gequält um den nun lasen 3: Da hate uese enpor zu bringen und soll ibn # hatte er nach kurzem Bedenken entschlossen erwiedert: „Nun venn, so laß all Dein Volk zusammen kommen.“ Mit dem Ausen aber die Gläubiger gemeint, und als diese an dem Tage willig eingestellt, waren ihnen alle ihre sämmtlichen Guthaben in grover holländischer Münze ohne Gerede baar auf demsel2. guns galeich nachder Feese;, derm sos sich aber setzt vom Handel zu. der der Janastau hate euete iin Thells zum Altare. Umde Glte. zen Tuche geschmien: alich ein Kleid vom feinsten Kandrischen schwarE# beschmege, Spitzengewebe aus Brüssel hatten ihre Schultern #####at; Lyon und Arras hatten den reichen Goldstoff, die Goldtressen zur Mütze geliefert; an schwerer Goldkette hatte ein rubinbesetztes Kreuz vom Halse auf die Brust herniedergehangen. Aher an des jungen Weibes Gesinnung hatte der Reichthum nichts geändert. In dauerhaft glücklicher Ehe hatte das Paar eine Tochter, dann einen Sohn. Um die erstere bewarb sich demnächst ein Hofbesitzer aus der Umgegend, von annehmlicher Persönlichkeit und Sitte, aber mit schwer verschuldetem Hauswesen. Die Eltern wollten die freie Wahl des Mädchens nicht beeinträchtigen; diese selbst gestattete sich die launenhafte Unentschlossenheit der Jugend und des Reichthums. Da schritt der Pfarrer ein. Die Eltern wurden zu ihm zu kommen ersucht und gingen hin. Dann kam seine Haushälterin oder sein Koch, wie man in Westfalen sagt, zu deren Hause gesprungen, wo sich die Tochter auf der Diele beschäftigte.„Fenne Marie, Du sollst sogleich zum Pastor kommen!"— „Um Gotteswillen, was soll ich da?“— Das weiß ich nicht, nur geschwind, geschwind.“— Ich muß doch erst eine andere Schüeze vorbinden.“—„Ach was!“— Sofort jedoch in die Küche tretend und dort eine Schürze auf einem Stuhle erblickend hatte die eifrige Botin diese ergriffen, mit den Worten:„Da! Du kannst sie im Gehen umbinden,“ dem Mädchen zugeworfen und das arme bestürzte Geschöpf fortgedrängt auf den Weg. Auf der Pfarre war die Geladene in das Zimmer gesordert, wo sich der Pfarrer in Gesellschaft ihrer Eltern befagd.„Fenne Marie," hatte der gestrenge Herr sie angeredet,„bist Du Deinen Eltern gegenüber ein so ungehorsames Kind?“—„Das weiß ich doch nicht, Herr Pastor," hatte sie zagend erwiedert.„Deine Eltern haben sich daben sich davon überzeugt,“ war der Geistliche fortgefahren,„daß Wenneken der angemessenste Freier für Dich ist.“ Einen scheuen fragenden Blick hatte das Mädchen auf die Eltern gerichtet; diese hatten kopfnickend bejaht.„Du allein,“ redete ihr der Pastor nach kurzem Schweigen weiter zu,„zauderst aus kindischer Albernheit mit der Entscheidung und bringst den jungen Mann auf den Irrweg; hast Du ein Gewissen?“ —„Nun, so muß es in Gottes Namen drauf an,“ hatte sie in ihres Herzens Angst und Beklemmung geantwortet. Wenige Tage später war feierliche Verlobung gewesen: nach einigen Wochen die Hochzeit. (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. Hannover, 17. März. Es ist hier versuchsweise ein Pferd mit Fleisch von einem trichinösen Schweine gefüttert, darauf aber das Pferd geschlachtet und das Fleisch desselben mikroskropisch untersucht worden. Die Sachverständigen, welche die Besichtigung vorgenommen haben, berichten, daß sie Massen von eingekapselten und andern Trichinen in dem Fleische gefunden haben. Einer dieser Herren entdeckte schon in dem ersten Präparate 10 Trichinen. Auf einem andern Stücke von ungefähr 3 Quadratl nien Größe fand man etwa 500 Trichinen. Der von Herschel am 13. März 1781 entdeckte Planet Uranus hat am 19. März seinen ersten Umlauf um die Sonne seit seiner Entdeckung vollendet. Er bedarf dazu 84 Jahre 7 Tage. In Folge dessen steht er jetzt am Himmel genau an derselben Stelle wie zur Zeit, wo er entdeckt wurde, und man kann ihn Abends als Stern sechster Größe mit bloßen Augen im Sternbilde des Stiers sehen. Malz=Extract als Gift. Das Organ des Russischen Ministeriums des Innern, die„Nordische Post“, veröffentlicht die Protocolle der Sitzung der Gesellschaft Russischer Aerzte in St. Petersburg, die das Publikum mit einigen Fällen bekannt machen, in denen sich die Schädlichkeit des sauer gewordenen Malz=Extractes bis zur Tödtlichkeit herausgestellt habe. So ist der Arzt Alexandrow nach dem Genuß sauern Malz=Extractes, von den Folgen der tödtlichen Vergiftung, welcher er nach heftigen Schmerzen erlag, nicht zu retten gewesen. In einem andern Falle der Vergiftung mit Malz=Extract wurde ein Kaufmann gerettet. Diese Fälle haben zu Forschungen Anlaß gegeben über den Zustand des Malz=Extractes, in welchem er tödtliche Vergiftungen nach sich zieht. Bis jetzt hat man nur gefunden, daß alter Malz=Extract sauer werden kann, doch ist noch unermittelt, welch' ein schädliches Princip in Folge der Säuerung sich entwickele, weil es an chemischen Analysen verdorbenen Malz=Extractes fehle. Dieselben sollen demnächst vorgenommen werden. Räthsel. Meine letzten Zwei, ihr Herren, Möchten auch die Erste werden; Drum begleiten sie sie gern Mit gar zierlichen Geberden. Sind sie so das Ganze worden:— Schlimm siehts um die Erste aus! Denn aus jener Beiden Orden Treibt man scherzend sie heraus. Doch wenngleich bewegt von manchem Leide, Ahndet ihr doch höh'res Glück und Freude. Auflösung des Räthsels in Nr. 34:„Schritt.“ 4