wasserstoff. geringste estandthein wie das dung jetzt Gebrauch neue Beingswerth. Litre darf ht 0,800.) en Körpern man etwas Flüssigkeit n vollständet es sich gt, erlischt Mineralöl, rfen. Die besonders nd. Seine orsicht.— de darf keinach Außen inte. Das e verbrennt, Petroleums den Stand behälter aus vorzuziehen. aufgesetzt, nd Gummichend schwer Beim Geen fast volltroleum veren, ehe man Füllen einer zu kommen. tauslöschen, en, daß sich zünden und enden PetroBei Verift des Tüchern zu thbesuch des Arme und einen Wunsch Sie mich erunchristlichen in VerwünKönig wen=Reg.Nr. 24 VerwundunKugel wurde lor hierdurch it dem Leben Inblick. Die s Gedächtniß th lag, jeden ichnet werden spaar; n dar en Quart darf nicht 0 und amtliches Kreisblatt — Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsmann. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. „ für die drei Kreise uns Wiedendrnk. Abonnementspreis vierteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgr. Inserate 9 Pfg. für die Borgis=Zeile. Ne 25. Sonntag, den 26. Februar 1865. O O 0 zu Hörter a. d. Weser it ihren Sommer=Cursus am 15. Mai 1865. Anmeldungen der Schüler, unter Beifügung der Schulzeugnisse, sind frankirt einzusenden. Zur Abnahme der Meister=Prüfung für Bauhandwerker befindet sich die Königliche Commission am Orte. Der Director Möllinger. ich heute dem Herrn Theodor Müller übertragen. Indem ich für das dem Geschäfte geschenkte Wohlwollen danke, bitte ich, dasselbe auch dem jetzigen Inhaber gütigst Gütersloh, 15. Jedr. 1885. J. Meyer. Bezugnehmend auf vorstehende Annonce, werde ich das mir von dem Hern 3 Meyer der berlafsene inem Namen fortsetzen und bemüht sein, durch geschmackvolle Arbeit Iodemn iHh ale besgen vie udvhrzgz 8. Be, Waschen, Kärben und Modernisiren der Strohhüte auf das Bestebesorge und um baldMeige Wohnung st von jest ad im Hausedes Herrn Isaae Wolf, Ne. 240. Gütersloh, 15. Sebr. 1865. Ih. Müller. Ende dieses Monats schicke ich die erste Sendung Hüte zum Waschen und Modernisiren Serumen ur lasen Sehrten Danen mir dieselben rcht balbd zu tbnitent zu.. Dorette.„ Oberförsterei Hausberge, Unterforst Ravensberg, Wirthschaftsjahr 1865. Veranntm., Der öffentliche Verraus foigender 50 Stück Buchen Nutzholz mit 373 Kbef., 113 Stück Kiefern Bauhölzer, 100 Klafter Buchen Reiser, 47 Schock Kiefern Bohnenstangen, 150 Klafter Rodeibol, Veise Napeneber— den aus dem Forstdistricte Aabenebeig finde! am Freitag den 3. März d. I. Vormittags 10 Uhr Statt. Kauflustige wollen sich zu dieser Zeit am Versammlungsort im Schlage bei dem Kiefern Bauholz einfinden. Minden, den 23. Februar 1865. Der Königliche Oberförster. v. Bucker. in Gutersloc. Jacob Hilgers, Gummiwaarenfabrikant Lennep(Rheinpreußen), convenitenden Falls binnen 8 Togen fronoo„Verseihzen per Maschinen gegen Offerten franco erbeten. In dem Locale unserer Gesellschaft werden von jetzt ab durch die Kastellanin auch an Nichtmitglieder Weine in Flaschen zu denselben Preisen als an Mitglieder abgegeben. Gütersloh, im Februar 1865. Der Vorstand der Gesellschaft „Eintracht.“ Gute Tischler finden dauernd loh. nende Beschäftigung in Fabrik von Th. Mann in Bielefeld. Um baldiges Einsenden der Strohhüte zum Waschen, Färben und Modernisiren bittet C. Dreibholz. Gegen pupillarische Sicherheit sind Capitalien in größeren und kleineren Beträgen zu haben. Bei wem, sagt die Expedition dieses Blattes. Folgende Pfandstücke aus dem Zeitraume vom 1. April bis ultimo Juni 1864, 1. Leinen. 308. Heidemann, A..16.=Jöllenb., 318. Wulfmeyer, Wilh. 45 319. Stüwe, J. F. 58 321. Heienbrock, F. G. 19.=Jöllenb., 329. Gieselmann, I. F. 17 333. Bergmeyer, A. H. 85 336. Wörmann, I. Ph. 35 Theeßen, 343. Holzkötter, H. H. 26 Lenzingh., 345. Bergmeyer, A. H. 85.; slenh, 318. Heidemann, A. H. 16 363. Wellmann, G. 50.=Schildeschc, 364. Derselbe. g.29 370. Stückemann, F. W. 108 Spenge, 377. Wulfmeyer, W. 46.=Jöllenb., 379. Bergmeyer, A. H. 85.=Jöllenb., 2. Garn. 71. Heidemann, I. W. 83 Elverdissen. Stück 300. sollen am 28. Marz 1865 Morgens 10 Uhr im Locale der Königl. Leihbank hierselbst öffentlich gegen gleich baare Zahlung verkauft werden, insowei dieselben alsdann noch nicht eingelöst 27. März c. Nachmittags 3 daselbst. die Abschätzung der Pfandstücke stattfinden und mögen sich die Eigen thümer und Verpfänder in diesem Termine zur Wahrnehmung ihres Intressee einfinden. Wer sein Pfandstück vor dem Verkaufe einlösen will, har außer Darlehn und Zinsen 1 Sy., Verkaufs. kosten bei der Einlösung zu entrichten. Bielefeld, den 21. Februar 1865. Im Auftrage des Kuratorii der Kö. 9sce,.„ Leibbank=Ipspeto, MUSIK-VEREIN. II. Concert, Dienstag den 28. Febr., Abends ½8 Uhr. Musikallscher Fastnachtsabend. Karten à 20 Sgr. bei Herrn C. Gante(Contoir) Hausverkauf zum Abbruch. Der in Riemsloh gelegene Eikhoff, ein Wohnhaus aus Fachwerk, von 82“ Länge und 47° Breite, zum Betriebe von Wirthschaft und Ackerbau gleich lgut geeignet, mit vielen guten eichenen Dielen gedielt, soll am Donnerstag, den 9. Marz Nachmittags 2 Uhr öffentlich lgegen Meistgebot versteigert werden. Steine und sonstige Mauermaterialien sind vom Verkaufe ausgeschlossen. Der Leihount=Insperlor. H. Nauß. Holz=Verkauf. Am Donnerstag, den 2. März c. Morgens 10 Uhr anfangend, sollen in dem Stockkämper Busche ca. 25 Nummer Kiefern zu Bau= und Nutzholz tauglich, und in den Forsten des Gutes Tatenhausen in der Nähe von Heuermanns Hofe, 60 Haufen Brennholz, wie auch einige Erlen und Birken öffentlich meistbietend verkauft werden. Der Anfang des Verkaufs ist bei Stockkämpen. Tatenhausen, 25. Februar 1865. Der Rentmeister. Heidfeld. Für die uns bei der Beerdigung unsers entschlafenen Sohnes und Bruders Julius Knieriem so vielfach bewiesene liebevolle Theilnahme, sowie den verehrlichen Mitgliedern des Schießlverein Teutoburg und denen, welche die sirdische Hülle zur letzten Ruhestätte getragen haben, statten wir hiermit unsern wärmsten Dank ab. Die Hinterbliebenen. Vorzügliche Rauchtabake aus der Fabrik von George Practorius in Berlin sind bei uns zum Fabrikpreise zu haben. C. Honrich& Kirchlicher Anzeiger. Altstädter Rirche. Hauptgottesdienst: Superint. Müller. Nachmittagsgotesd.: Pastor Ribonitsch. Neustädter Rirche.# Hauptgottesdienst: Candidat Vieregge. Wechselcours. Amsterdam 250 fl. kurz do. 2 Monat Hamburg 300 Mk. kurz do. 2 Monat London 1 Lstrl. 3 Monat Paris 300 Fr. 2 Monat Wien 150 fl. 8 Tage do. do. 2 Mon. Augsburg 100 fl. 2 Mon. Frankfurt 100 fl. 2 Mon. Leipzig 100 Thlr. 8 Taze do. 3 Monat Petersburg 100 R. 3 W. do. do. 3 M. Warschau 90 R. 8 Tage Bremen 100 Thlr. 8 Tage 5[144½ 5 143¾ 6 153 6 152⅜ 80¼ 80¾ 80 56 26 56 28 99¾ 5½ 99½ 6 88¼ 6 87¼ 5 79 ½ 5(110½ 4½ 5 5 5 15 Jahrmärkte in der Provinz West. falen, im Osnabrückischen, LippeDetmold u. Lippe=Schaumburg. ebruar. 27. Lichterau. Minden. Versmold. Bottrop. Hallenberg. Soest. 28. Höxter. Eisenbahn=Abfahrten von Bielefeld nach Berlin 511.. M..8 N. 632 A. ½ * 3/ Nchts. Geldcours. Ausl. Pistolen 5,15. Napoleonsd. 5,11,9 Holl. 10 Guld..16. Liv. Sterl. 6,22, 9 Fünffre. 1,10,3. Frau. Kronth. 1,16,9. Brab. Kronth. 1,16. Goldkronen.7. Dollars.11,6. Getreide=Berichte. Cöln, 24. Februar. Weizen 5,8. Rozgen 4. Gerste 4,15. Hafer 3,29. p. 200 Pfd. Rüböl 13,12. Raff. 13,27. Berlin, 24. Februar. Weizen 44—56. Roggen 35. Gerste 27—33. Hafer 20—23. Rüböl 12. Bielefeld., 24. Februar. Weizen 2,5 Roggen.17,6. Gerste.14. Hafer 1. Bohnen 1,27,6. Kartoffeln 26. Buchweizen 1,22,6. Heust. Stroh 25. Rüböl 13,15. B6.-S Witterungsberichte. Den 23. Februar. Barom. Bremen 114, M. 388 N. 1 1123 312 Nchts. N. Köln 14. M. 4# Deutz 2930 M. 13 Dortmund 14, 220 Nachts. N. 2 Nchts. 99 M. 139 49.3 N. M. Emmerich#980 M.*4. Haum 14, 8938 M. 1 % M. 130 39 5 59 N. 910 450 N. 220 Ris. Nchts. N. 625 A. Harburg=111 M. M. 38 3/2 Nchts. N. 632 A. 1 1½3 M. 139 4 N. Rts. Par. Lin. Therm. Wind und Reaum. Himmelsausicht Minden 989 1¼ 3/ Nachts. Oberhausen 14 220 Nchts. Ruhrort 14, 930 M. 13#430 N. 220 Wesel 980 M. 130 4480 N. 220 Nchts. bedeutet Schnellzug u. Eilzug, 1 Kourierzug. Von Gütersloh in der Richtung nach Minden: Morgens 216 Eilzug; 93 Localzug; Nachmittags 320 Päckereizug; 583 Personenzug. In der Richtun; nach Köln: Morgens 3 Uhr Personenzug; 10., Eilzug; Nachmittags 218 Päckereizug; Abends 7, Localzug. Von Rheda in der Richtung nach Minden Morg. 848 Lokalzug; Nachm. 258 Päckereizug; 538 Personenzug. In der Richtung nach Köln: Morg. 316 Personenzug; 102, Eilzug; Nachm. 233 Päckereizug; Abends 738 Lokalzug. Posten von Bielefeld nach Werther und Borgholzhausen 7/6 Abds. Nach Halle u. Versmold. 518 früh und 7 Uhr Abds. Nach Detmold über Oerlinghausen., Nachm. (Zurück Abfahrt 718 früh.) Borgholzhausen nach Bielefeld 513 früh. Versmold nach Bielefeld 746 früh und 11 Vorm. Neueste Nachrichten. Deutschland. Se. Majestät der König war in der letzten Woche durch eine leichte Erkältung genöthigt, das Zimmer zu hüten, konnte jedoch alle Vorträge entgegen nehmen und Audienzen ertheilen. Se. Majestät empfing auch eine Deputation aus Neuvorpommern und Rügen, welche den König und die Königin, so wie das Kronprinzliche Paar zur Theilnahme an der im Juni d. J. bevorstehenden 50jährigen Jubelfeier der Vereinigung dieser Landestheile mit Preußen aufferderte. Die Eingeladenen haben ihre Betheiligung gnädigst zugesagt. Wie uns aus sicherer Quelle mitgetheilt wird, sollen für die auf der Werft des Herrn Arman(nicht Armand, wie viele Zeitungen den Namen schreiben) in Bordcaux noch zu erbauenden preußischen PanzerFregatten folgende resp. Taufnamen in Vorschlag gebracht sein:„Wilhelm der Erste",„Düppel",„Missunde",„Alsen",„Friedrich Wilhelm", „General=Feldzeugmeister",„Friedrich Karl",„Albrecht",„Adalbert“, „Wrangel",„Bismarck" und„Roon.“ Die Segelfregatten„Thetis" und Gesion“ sollen künftig als Artillerie=Uebungsschiffe verwendet werden und zwar erstere(gleichzeitig als Wachtschiff) für den Kriegshafen an der Jahde, letztere für die Danziger Station. Stettin, 22. Febr. Die Zahl der Aussteller zur Industrie=Ausstellung ist bis jetzt 1123, hiervon kommen auf Preußen 806, und zwar auf Pommern 328. Aus Neuenburg ist dem Abgeordnetenhaus folgende mit 448 Unterschriften versehene Adresse zugegangen: Altpreußische Ueberzeugungstreue, der schönste Schmuck aller preußischen Patrioten, macht es uns zur Pflicht, der tiefen Trauer, welche die Worte des Abgeordneten Grabow nach seiner Wiederwahl zum Präsidenten bei uns hervorgerufen, Ausdruck zu geben. Nachdem Sr. Majestät unser allverehrter König und fieggekrönter Herrscher beiden Häusern des Landtages die glücklichen Errungenschaften einer weisen Politik in der Thronrede darzulegen geruhten, knüpften Allerhöchst dieselben daran den vom ganzen Lande gehegten dringenden Wunsch, daß der Gegensatz zwischen der Königlichen Regierung und dem Hause der Abgeordneten seine Ausgleichung finde. Den huldvollen Worten der Versöhnung und der Mahnung zur Verständigung unseres königlichen Herrn begegnete der Präsident des Hauses durch Verdächtigungen der Königlichen Staatsregierung. „Indem wir Unterzeichnete die unerwiesenen Anschuldiguagen durchaus nicht als aus der öffentlichen Meinung hervorgegangen ansehen, protestiren wir hiermit für uns gegen dieselben mit aller Entschiedenheit freimüthiger Auslassung und geben uns der Hoffnung hin, daß die Minister Sr. Maj., wie bisher, so auch fürder die Standarte der Ehre und der Wohlsahrt des Landes hochhalten werden. Wir folgen!“ Mit dem hohen Ministerium theilen wir die Ansicht, daß die schönen Früchte der Gemeinsinn und Gemeinwohl nicht auf dem wildtreibenden Baume leidiger Parteiagitation wachsen und blicken von dem Felsen ehrfurchtsvollen Gehorsams gegen die Obrigkeit mit freudig bewegter Genugthuung hinauf zu dem Felsen des Rechts, des Sieges und der Ehre, von dem aus das königliche Haus der Hohenzollern die Geschicke Preußens leitet. Zu diesem Protest legen wir die gehorsamste Bitte: „es möge das hohe Haus der Abgeordneten der lohnenden Mühe sich unterziehen, den Weg der Verständigung mit den andern Factoren der Gesetzgebung in Preußen recht bald zu finden.“ Dransfeld, 21. Febr. In mehreren der benachbarten Dorfschaften, besonders in Scheden, grassirt seit einigen Wochen eine Krankheit, die besonders Kinder zum Opfer sucht, tritt plötzlich ein und äußert sich durch Erbrechen und Krämpfe im Kopfe und Genick, und zwar so heftig, daß sie, wenn nicht sofortige Hülfe herbeigeholt wird, den Tod sofort zur Folge hat. Dieser hat denn auch schon leider seine reiche Ernte gehalten. Zwei nobelgekleidete crinolinengeschmückte Damen, welche am 22. Vormittag imit dem Dampfschiffchen in Köln ankament wurden, als sie ihren Weg schon nach dem Thurmmarkte eingeschlagen hatten, von einem Steuerbeamten, welchem dieselben wegen Schmuggelns verdächtig vorgekommen waren, angehalten. Die vorgenommenen Recherchen ließen den Verdacht des Beamten nur zu begründet erscheinen, denn besagte schwerwandelnde Dämchen trugen unter ihren Kleidern nicht weniger als 60 Pfund Griesmehl verborgen. Dergleichen Facta, so wie schon die Möglichkeit, wegen ungebührlichen Umfanges der Crinoline in den Verdacht eines wandelnden Mehlsackes zu gerathen, werden hoffentlich mit dazu beitragen, dieser„in Reifen geschlagenen Lüge“ den Todesstoß zu geben. Conz, 20. Febr. Gestern Morgen nach 8 Uhr riß sich, als eben der Saarbrücker Zug den sogenannten Hammer=Einschnitt passirte, ein Felsstück von ziemlicher Größe, in bedeutender Höhe los, rollte den Berg hinab, zerschmetterte einen Theil der Locomotive, ohne jedoch glücklicherweise Jemanden vom Personal zu verletzen. Auf eine vom Herrn Polizei=Inspector Schlönbach in Bonn gegebene Warnung theilen wir Folgendes mit: Eine Probe, mit welcher Frechheit oft die Schwindelei auftritt, lieferte ein vor Kurzem entlarvtes Individuum, das unter dem Namen eines Baron Anton v. Schuttenbach,„russischer Gouvernements=Secretär“ aus Moskau, seine Betrügereien auf eine ganz raffinirte Weise in Süd= und Westdeutschland verübte und viele Personen ins Unglück stürzte. Derselbe gab unter Vorzeigung vieler gefälschten Urkunden vor, der Besitzer von Bergwerken und etlicher 20 Millionen Rubel zu sein, und suchte, indem er sich bald auf diese, bald auf jene Gesandtschaft berief, und distinguirte Personen vorschützte, junge Leute zum Besorgen gewisser Geschäfte in Rußland zu engagiren und ließ sich dann hobe Cautionen als Sicherheit stellen. Wenn nun die Unglücklichen unter den glänzendsten Vorspiegelungen abgereist waren, und den Ort ihrer Bestimmung, der gewöhnlich 30—60 Meilen hinter Moskau war, erreicht hatten, ließ der Verbrecher die armen Menschen ohne die zugesicherten Geldsendungen hülflos sitzen und bekümmerte sich nicht ferner um deren Loos. Zwei solcher Geprellten sind bereits zurückgekehrt, und dem Zweiten, einem gewandten jungen Manne, gelang es noch bei Zeiten, den Betrug zu entdecken, und die Gattin des Pseudo=Millionärs, welche sich auch dabei betheiligt batte, in Bonn verhaften zu lassen. Dieses half die Spur des bereits verschwundenen Gauners, der nichts weiter als ein russischer Schreiber war, wieder aufzufinden und ihn zu fassen. Durch sein schnelles Vorgehen gelang es diesem Zweiten mit Hülfe des Gerichts 1500 Thaler, welche der Schwindler noch besaß, zu retten; während die Andern in Rußland vergeblich auf Nachricht und Geld von dem Krösus warten. Da nun eben wieder die Kunde eintraf, daß ein weiteres Opfer in Herrn K. aus Frankfurt a. M. in der verzweiflungsvollsten Lage in Nischny Nowgorod sitzt und auch um 1600 Gulden geprellt worden ist, und mit demselben wahrscheinlich noch Viele ein gleiches Schicksal theilen, so werden alle Redactionen der deutschen und ausländischen Zeitungen hiermit ersucht, im Interesse hes Publikums sowohl, als derer, welche von dem A. v. Schuttenbach betrogen wurden, diese Zeilen möglichst bald zu verbreiten, damit die Verwandten solcher Opfer schleunigst Kunde erhalten und Schritte bei dem Gericht in Mannheim thun können, da die Gattin dieses Mannes schon seit Anfang Januar in Mannheim verhaftet ist und dort die Sache verhandelt und abgeurtheilt wird. Stuttgart. Muthmaßlich in Folge einer Gas=Entzündung explodirte am 20. d. Mts. hierselbst ein Haus in der Eßlingerstraße unter furchtbarem Knalle. Die Bewohner wurden unter den Trümmern begraben, und den angestrengten Bemühungen der Feuerwehr gelang nur die Rettung Weniger. Der König selbst erschien an der Unglücksstelle. Die Frankfurter Bank hat am 25. Febr. den Discont auf 3½ Procent herabgesetzt. Dänisch gesinnte Bürger der Insel Alsen an deren Spitze mehrere hochgestellte Persönlichkeiten standen, bereiteten jüngst eine Agitation durch Inscenirung einer großartig angelegten Schlittenfahrt, bei welcher man als Programm aufstellte, daß kein deutsches Wort gesprochen und möglichst viele dänische Farben angebracht würden. Damen und Pferde waren mit rothweißen Bändern überladen. Die Demonstration nahm aber dadurch ein sehr übles Ende, daß die Gäste sich an einer preußischen Fahne, welche an der Thür des Hotels, in dem sie nachher dinirten, aufgesteckt war, vergriffen, in Folge dessen sie von Soldaten und Gesellen mit Schlägen übel zugedeckt wurden und den Saal räumen mußten. Die ministerielle Prov.=Correspondenz schreibt: Die preußische Regierung hat nunmehr diejenigen Forderungen, welche sie im Interesse Preußens und Deutschlands, sowie zum wirksamen Schutz des künftigen Schleswig=Holsteinischen Staats unbedingt an denselben stellen muß, sorgfältig berathen, und dürfte deren Mittheilung an die verbündete österreichische Regierung unverweilt, vermuthlich im Laufe der nächsten Woche, erfolgen. Irrthümlich war jüngst gemeldet worden, daß diese Aufstellung und Mittheilung dadurch eine Verzögerung erfahren habe, weil die preußische Regierung vorher noch eine Anzahl angesehener Männer(Notabeln) aus den Herzogthümern SchleswigHolstein über einzelne jener Bedingungen hören wolle. Eine solche Befragung hat nicht in der Absicht der Regierung gelegen und würde dem gegenwärtigen Stande der Sache nicht entsprechen. So sehr die preußische Regierung beabsichtigt, bei der schließlichen Entscheidung über die künftige Regierung der Herzogthümer auch die Stimme der Bevölkerung derselben in deren berechtigter Vertretung zu hören und gebührend zu berücksichtigen, so ist doch hierzu jetzt noch kein Anlaß, da es sich fürerst lediglich um die vorgängige Feststellung derjenigen Bedingungen handelt, deren Sicherung nach der wohlerwogenen und pflichtmäßigen Ueberzeugung Preußens von den Erfordernissen des eigenen Staatswohls und von der nothwendigen Stellung zu den unserem Schutz befohlenen Herzogthümern, jeder anderweitigen Entscheidung über die künftige Herrschaft in Schleswig=Holstein voausgehen muß, und ohne deren rückhaltlose und unbedingte Anerkennung und Ausführung kein Souverain dort endgültig eingesetzt werden kann. Hieraus folgt zugleich, daß Preußen für jetzt auch keinen Anlaß zu vorgängigen Verhandlungen mit einem derjenigen Fürsten hat, welche Ansprüche auf die Herrschaft in SchleswigHolstein eheben zu können vermeinen. Die spreußische Regierung steht zunächst eben nur im Begriff, dem Verbündeten und Mitbesitzer der Herzogthümer diejenigen Voraussetzungen zu bezeichnen, unter welchen allein Preußen von seinem Standpunkte aus in die Einsetzung irgend einer definitiven Herrschaft in Schleswig=Holstein willigen könnte. Erst nachdem diese Voraussetzungen durch Vereinbarung zwischen Preußen und Oestreich festgestellt sind, wird es sich darum handeln können, denjenigen Fürsten, welchem nach anderweitiger gründlicher Untersuchung, Abwägung und gemeinsamer Feststellung etwaiger Erbansprüche, der dabei mit in Betracht kommenden Wünsche der Bevölkerung und sonstiger politischer Gesichtspunkte ein Anrecht- auf die künftige Regierung der Herzogthümer zuerkannt werden sollte, zuvörderst zur unbedingten Annahme und Sicherstellung jener unerläßlichen Vorbedingungen zu veranlassen. Es geht hieraus hervor, daß die Frage über die künftige Herrschaft in Schleswig=Holstein und die Prüfung der bezüglichen Erbberechtigungen durch die bevorstehende Mittheilung an Oestreich nicht berührt wird. Für die Entscheidung über jene Seite der Frage soll bekanntlich das Urtheil des Kronsyndikats unserer Regierung die wünschenswerthe Grundlage gewähren. Ausland. Neapel, den 14. Febr. Die diesjährigen vulkanischen Erscheinungen im Süden Italiens drohen an Großartigkeit manche der früheren denkwürdigen Catastrophen erreichen zu wollen. Der mächtige Ausbruch des Aetna, die gesteigerte Thätigkeit des Stromboli und die gleichzeitige Eruption des Besuv geben nicht nur Stoff zu den interessantesten wissenschaftlichen Beobachtungen, sondern erregen im Volke gerechte Besorge niß, da auch die erloschenen Vulkane der Capitanata und Basilicata Anzeichen einer erneuerten Thätigkeit bieten, und da in Calabrien fortwährend die Erde bebt und gewaltig erschüttert wird. Die allzu unvorsichtig herbeiströmenden Neugierigen haben am Vesuv schon mehrfach ernstliche Gefahren bestanden; zwei Engländer wurden durch ausgeworfene glühende Massen gefährlich verletzt. Nach dem Modelle des Kaiserlich russischen Akademikers Mikeschine wird in Petersburg der Kaiserin Katharina II. ein Monument errich tet. Das auf 250,000 Silberrubel veranschlagte Denkmal soll in drei Jahren vollendet sein. Das Piedestal wird aus röthlich=grauem Granit gefertigt, die Standbilder aus Bronze, und zwar um das Piedestal zur Linken Derjavine und Frau Dasekkaw, zur Rechten Betzky und Benzborodko und in der Vorderansicht Roumantzow, Potemkin und Suwarow. Nordamerika. Die Südlichen haben wieder eine wichtige Festung verloren, Charleston ist von den Nördlingern eingenommen worden. Die Berichte von Lincoln und Davis über die gescheiterte Conferenz bestätigen, daß der Präsident Lincoln die unbedingte Herstellung der Union gefordert, Davis diese verweigert hat. Grant's linker Flügel versuchte vorzurücken, wurde jedoch mit einem Verluste, angeblich 1500 Mann, zuruckgeworfen. Delaware weigert sich, die Sclaven=Emacipation zu ratificiren.— Der Senat der Südstaaten verwarf mit großer Majorität den Vorschlag, 200,000 Neger in die Armee einzureihen. General Thomas marschirt angeblich gegen Mobile. Aus Cairo in Illinois meldet man unter dem 28. Januar. daß am vorhergehenden Tage der Dampfkessel des Eclipse bei Johnsonville in Tennessee gesprungen sei. Von den 162 Personen, die sich darauf befanden, wurden 36 getödtet und 69 verwundet. Alle Kanonen der 9. Batterie von Indiana gingen dabei verloren. Süd=Amerika. Ueber die Einnahme von Paysandu sind verschiedene Nachrichten verbreitet worden, aus welchen folgender Thatbestand hervorzugehen scheint: Am Januar erneuerten die Rebellen unter dem General Flores, in Gemeinschaft mit den brasilianischen Hilfstruppen, im Ganzen nahezu 10,000 Mann stark, den Angriff auf die Stadt, deren Besatzung sich auf höchstens 600 Mann belief und von dem General Leandro Gomez befehligt war. Der Angriff wurde zurückgeschlagen, aber am folgenden Morgen empfing General Gomez ein Schreiben von dem brasilianischen Admiral, Baron Tamandare, worauf ein Waffenstillstand zwischen den kämpfenden Parteien abgeschlossen ward. Während General Gomez einem seiner Stabsoffiziere das Antwortsschreiben an den brasilianischen Admiral dictirte, stürmten die Rebellen, den Waffenstillstand brechend, eine der Barrikaden, drangen in die Stadt, und hieben den größten Theil der Garnison nieder. Fast alle Offiziere derselben wurden getödtet, und der Leichnam des General Gomez wurde von den Rebellen so viehisch verstümmelt und zerstückelt, daß derselbe später nicht aufzufinden war.— In Montevideo rief die Nachricht von der Einnahme Paysandu's einen panischen Schrecken hervor; man befürchtete allgemein, daß die Rebellen und Brasilianer sich jetzt gegen diese Stadt wenden und daselbst ebenso brutal hausen würden; die Frauen lagen in den Kirchen in Trauerkleidern auf den Knieen und flehten zum Himmel um Rettung und Erbarmen. Man begann die Stadt zu befestigen, aber ein einziges Kanonenboot wird die improvisirten Vertheidigungswerke vernichten können, und nur die Intervention der auswärtigen Mächte vermag vielleicht das Schicksal abzuwenden, welches Montevideo bedroht. — In Rio Janeiro ist die Freude über den Fall von Paysandu durch die Nachricht, daß das paragnay'sche Expeditionscorps in der Provinz Matto Grasso, wo demselben keine regulären Truppen gegenübergestellt werden können, rasche Fortschritte mache, sehr abgeschwächt worden. Die Paraguayer haben auch eine Marine=Expedition auf dem Rio Parana, dem Paraguay und Cuyaba in das Herz von Matto Grasso nachgeschickt. Dieselbe besteht aus 17 Schiffen und soll—8000 Mann mit sich führen. Auch die Ermordung des Generals Gomez(derselbe ist nach seiner Gefangennehmung von sogenannten Offizieren des Flibustiers ermordet worden) hat in Brasilien große Entrüstung und Beschämung hervorgerufen.— Die Regierung von Paraguay hat den europäischen Cabinetten die Mittheilung von dem mit Brasilien ausgebrochenen Kriege und dessen Motiven gemacht. Sie knüpft hieran die Bitte, die von Brasilien beabsichtigten Werbungen in ihren resp. Staaten verhindern zu wollen. 6 5 0 Ein in Yokohama ansassiges preußisches Haus hut vor Kurzem den Versuch gemacht, eine an die japanische Regierung aus Eingangszöllen zu zahlende Post in preußischen Thalern zu zahlen. Die japanische Behörde hat gegen 4% Umwechslungsgebühren die Thaler angenommen, und zwar zum Course von 215 Itzebus für 100 Thlr. In Folge dessen wurden 4 Itzebus der hiesigen Münze zur Prüfung und Werthung übergeben, sie wogen resp. 8,685, 8,730, 8,785 und 8,800 Grammen, also durchschnittlich 8,737 Grammen bei 902 bis 904 Tausendtheilen Silber und 0,3 Tausendtheilen Gold, so daß ein Itzebu auf 14 Sgr. 2/12 Pf. kommen, 100= 47 Thlr. 8 Sgr. 6,5 Pf. und 211,815= 100 Thaler sind. 4 Australien. In Adelaide wurde von den dortigen Deutschen ein Bazar zur Unterstützung solcher Schleswig=Holsteiner abgehalten, welche durch den letzten Krieg besonders hülfsbedürftig geworden. Die deutschen Damen lieferten werthvolle Verkaufs=Gegenstände zu Beiträgen, und leiteten den Verkauf in aufgeschlagenen Buden persönlich. Die Einnahme betrug ca. 2000 Thlr. Locales. Der Musik=Verein macht mit dem musikalischen Fastnachtsabend den Versuch ein allgemeines, gleichsam städtisches carnevalistisches Fest hier einzuführen. Daß ein solcher erster Versuch sehr viel zu wünschen übrig lassen wird, versteht sich; immerhin bleibt die Idee eine ganz richtige. Humor erheitert, Satyre belehrt und Carricatur predigt auf eindringliche Art Moral. Ein Jeder, der darin übereinstimmt, wird dem Unternehmen seinen Beifall zollen. Diejenigen, welche durch ihre Talente oder Verbindungen zu dem Gelingen des Festes beitragen könnten, werden ersucht, es schleunigst zu thun und dem Vorstande oder dem Musik=Director recht schnell Ihre bis dahin zielende Vorschläge zu Händen kommen zu lassen. Aus dem Tagebuche eines englischen Seeoffiziers. (Fortsetzung.) Unterdessen hatten einige meiner Leute das Schiff durchsucht und in der Vorder=Cajüte noch drei weiße Männer eingesperrt gefunden.— Es waren Passagiere— arme Leute,— die auf die Fürbitte des Knaben und der Negerweiber am Leben gelassen wurden, weil sie eigentlich unschuldig an der schlechten Behandlung gewesen. Aber man hatte sie eingesperrt, und da sie nicht wußten, daß das Schiff sich unterdessen der Küste genähert, und daß englische Matrosen an Bord waren, so kamen sie mit dem Auseruck der höchsten Angst auf das Verdeck, weil sie glaubten, nun von den Negern ermordet zu werden. Ihre Freude war zwar grenzenlos, als sie hörten, daß sie nun befreit waren— aber mit scheuen Blicken sahen sie doch noch immer um sich her und athmeten nicht eher leicht auf, als bis sie in unserem Boote waren und vom Schiffe abstießen. Wir führten den Schooner bis in den Hafen, wo er dem Gerichtshofe zur Disposition gestellt und sämmtliche Neger freigelassen wurden, worauf sie sich auch sogleich zerstreuten, und ihre Wohnplätze im Innern, oder weiter hinauf an der Küste wieder aufsuchten. Der Jubel war unbeschreiblich, als sie das feste Land betraten, und ihnen die vollständige Freiheit angekündigt war. Unterdessen war die Zeit für die Sitzung des Gerichtshofes herangekommen, der in Sierra Leone über Seeräuberei und Sklavenhandel errichtet ist, und natürlich mußten die Offiziere und Mannschaften des Raparee dabei gegenwärtig sein, um als Ankläger und Zeugen zu dienen. Hier sah ich nun meinen höflichen Freund Don Diego Lopez de Mendoza mit den übrigen Gefangenen wieder, und diesmal war keine Spur mehr von dem bestandenen Kampfe zu sehen; sie hatt n sich gut angezogen, durch wen und womit habe ich nicht erfahren können. Die Anklage lautete auf„Todschlag, an britischen Unterthanen, an Bord der englischen Kriegsbrigg Raparee verübt.“ Unser Zeugniß gegen ihn gab an, daß wir auf hoher See einem brennenden Schiffe begegnet waren, daß wir einen Neger von der Besatzung desselben aufgefischt welcher uns erzählt, daß ein Schooner das Schiff seeräuberisch angegriffen, viele Matresen und Passagiere erschlagen, die Frauen entführt, das Schiff beraubt und es dann angezündet hätten; daß wir am anderen Tage demselben Schooner begegnet wären, den der gerettete Neger uns als das Seeräuberschiff bezeichnete, daß dieses nicht allein sich geweigert, auf unseren Befehl beizulegen, sondern sogar auf uns gefeuert,— daß es in der Nacht uns überrascht und geentert, worauf es besiegt, verbrannt und versenkt wurde. Leider mußten wir auch den Tod des Negers und der Mutter unserer kleinen Eva angeben. Bis zu diesem Augenblick hatte Capitain Mendoza mit gespannter Aufmerksamkeit zugehört, als er aber den Tod der beiden einzigen wirklichen Zeugen gegen ihn erfuhr, flog ein höhnisches Lächeln über sein Gesicht, und er lehnte sich ganz beruhigt auf seinen Sitz zurück. Sein Gesicht wurde aber wieder bedeutend länger, als wir die kleine Eva als Zeuge vorschlugen, und der Richter, obgleich sie noch ein Kind war und gesetzmäßig kein Zeugniß bei einem Capitalverbrechen ablegen konnte, doch gestattete, daß sie wenigstens erzählte, was sie wußte. Das kleine Ding war anfangs ängstlich, daß sie sich unter so vielen fremden Menschen befand, die alle auf sie die Augen richteten. Der Richter redete ihr freundlich zu, zeigte ihr dann den Angeklagten und fragte sie, ob sie den Mann wohl kenne?— Bis dahin hatte sie ihn nicht gesehen, kaum wendete sich aber ihr Auge auf die Bank der Angeklagten, so schrie sie laut auf, sing an zu weinen, hängte sich unserm Green um den Hals und rief:„Das ist der Mann, der Mama und mich vom Schiffe genommen hat, der Papa todtgeschlagen und befohlen, daß sie das Schiff verbrennen sollen!“ Der Richter fragte nun noch nach vielen Einzelheiten, das Kind war aber so erschrocken, daß sie nur verwirrte Sachen sprach und der Vertheidiger leichtes Spiel hatte, dieses Zeugniß als ein kindisches und unzurechnungsfähiges zu verwerfen. Ich hätte nicht geglaubt, daß man aus einer offenbar schlechten Sache so viel Vortheil ziehen könne, als der Advocat des Angeklagten wirklich daraus zog. Wenn man ihn hörte, so waren Capitain Mendoza und seine ganze Bande die herrlichsten, friedfertigsten und tugendhaftesten Menschen unter Gottes Sonne, — die nicht daran gedacht hätten, ein Schiff zu berauben und in Brand zu stecken, die sich nur vertheidigt, als der Raparee nach ihnen geschossen, weil sie geglaubt, sie wären von einem Seeräuber angegriffen. Natürlich hätten sie sich nur ihrer Haut gewehrt und zu entkommen versucht. Daß sie bei Nacht so nahe herangekommen wären und zu entern versucht, wäre aus Angst geschehen, weil sie gesehen, daß ihr Schiff lechk war und sinken mußte. Nach dem Vertheidiger sprach auch Don Mendoza noch, und zwar mit großem Feuer und wahrer Beredsamkeit, wies das niß eines Kindes zurück, die nach dem erlebten Schreck nicht wußte, was sie sagte, und berief sich auf die vollständige Richtigkeit seiner Papiere, was ich bezeugen müsse, da ich sie untersucht.(Fortsetzung folgt.) Vermischtes. Wien. In der Nacht wurde kürzlich hier, inmitten der Stadt, in der Löwelstraße, von der Polizei=Patroulle ein Geräusch von streitenden Stimmen unter der Erde vernommen. Nach langem Nachforschen entdeckte die Wachmannschaft in einer Mistgrube die Ursache des dumpfen Lärmens; acht halbnackte Menschen, in dem engen schmutzigen Raume zusammengekauert, sich um das beste Plätzchen streitend. Sie wurden arretirt und folgten der Patroulle mit unverhohlener Freude auf das Polizeihaus, wo ihnen mindestens ein bequemeres Nachtlager in Aussicht stand. Eine Mittheilung, die zur Lösung der Frage, ob die Thiere nur ihrem Instinkte folgen oder auch mit Ueberlegung handeln, beitragen mag. Ich bin Landwirih und dabei ein leidenschaftlicher Pferdeliebhaber. Deshalb geschieht die Fütterung und Wartung meiner acht Pferde stets unter meiner unmittelbaren Aufsicht und Mitwirkung. So gut wie ich meine Pferde kenne, so gut kennen diese mich, und wissen es genau, wann ich unter ihnen bin. Vor einigen Jahren hatte ich ein Pferd, das, noch jung, zu meinem nicht geringen Verdruß sich mit dem„Koppen“(bei uns„Krippensetzen“ genannt) abgab, welche Untugend, wenn ich bei ihrer Ausübung zugegen war, sogleich mit der Peitsche exemplarisch bestraft wurde. Das Pferd merkte sich dies und unterdrückte in meiner Gegenwart seine üble Neigung. Aber es war zu vermuthen, daß in meiner Abwesenheit dafür Entschädigung gesucht werde. Es kam also auf eine Probe an. Nachdem ich einmal eine Zeitlang allein noch unter meinen Pferden im Stall gewesen, that ich so, als wenn ich durch die Thüre aus demselben hinausgegangen wäre; in Wirklichkeit schlich ich mich aber in des Sünders Nähe. Aus der eingetretenen Stille entnahm derselbe die Gewißheit meiner Abwesenheit, denn es dauerte nicht lange, so begann er sein Experiment, dem, gewiß zu seiner höchst unangenehmen Ueberraschung, sogleich das meinige mit der Peitsche folgte. In diesem Benehmen des Pferdes lag offenbar mehr Ueberlegung als Instinkt. Ich wollte aber erstere noch weiter prüfen, und benutzte dazu das Vorkommen, daß zuweilen ein Pferd sich von der Kette losmacht und im Stall herum spaziert. Wenn Jemand anwesend ist, wird, zur Verhütung gefährlicher Kollisionen, natürlich das ledig gewordene Pferd alsbald wieder in seinen Stand getrieben, was mit lautem Zuruf 2c. zu geschehen pflegt. Ich fingirte für die zweite Probe abermals ein Verlassen des Stalls durch die Thüre und lauschte in aller Stille auf das unverkennbare Geräusch, welches allemal mit dem„Koppen" verknüpft ist. Allein vergebens. Der„Kopper“ regte sich nicht; das Experiment unterblieb. Nun löste ich unvermerkt ein Pferd von seiner Kette, das sich nicht sobald ledig fühlte, als es auch seine Stallpromenade begann. Nachdem dies eine Zeitlang gedauert hatte, ohne daß weder ein Zuruf, noch irgend was erfolgte, was meine Gegenwart im Stall verrieth, mußte sich dem auf die Probe gestellten Pferd die unzweifelhafte Gewißheit meiner Abwesenheit aufdrängen, und jetzt erst getraute es sich, seiner Neigung zu fröhnen, was denn auch recht mit Behagen geschah. Ein scandalöser Vorfall, dessen Schauplatz am 2. d. das Cafe Voltaire in Paris war, und wobei Mieroslawski eine höchst traurige Rolle spielte, hat die polnische Emigration in eine nicht geringe Aufregung versetzt. Der ehemalige Organisator dachte nämlich daran, durch eine Heirath seine Existenz zu sichern, da die nationalen Fonds immer mehr versiegen, und er bewarb sich, ungeachtet seines vorgerückten Alters, um die Hand einer reichen Wittwe. Die Söhne derselben widersetzten sich jedoch diesem Vorhaben und forderten den Bewerber zum Zweikampf. Der General hatte keine Lust, sich zu schlagen und fand sich zum Rendezvous nicht ein. Als er kurz darauf im bezeichneten Kaffeehause sich sehen ließ, wurde er in Gegenwart des Publikums von den Brüdern Marchwinski geohrfeigt. —