tändische Verekommen sind, onnten, weil sarien stattgeitwirkung einso ergiebt sich, e der 7 Sgr.—Pf., 4„ 5 2 Sgr. 7 Pf., stützungen vern patriotischen tional=Danks nkgefühlen für n Jahre 1863 iger Resultate , welche durch erzlichsten und ig in gleicher 864. Veteranen. Büttner. eoffiziers. h das beste in zerissener und huhen hervorfeierlich das f traten, auf inen, Ziegen, 1, und durchreit aus dem inge des Haunde, denn ein i s o w ü t h e n d, der er befestigt itliche anderen olches Brüllen, Grunzen und senden BedienStaatszimmer der wie sonst hlen, die das ), redete mich lisch, ich aber nicht besonders en eigentlichen 1. Denn Se. ort von irgend se, eins konnte ich nicht lange er französischer 8 Leuten aller luffallend wäre , noch wie ein gie sich so genn, und noch Boa vista, war allgemein bst dabei inte, d e r s c h o n a n und von zwei , Gemüse und waren Neger, ere zwar keinen Uniformen, die an den Ellentzung folgt.) O und amtliches Kreisblatt Ciereserr, Galle Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertelsman n. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. o 0 für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis vierteljäbrlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgr., in der Expedition 10 Sgi. Inserate 9 Pig. für die Vorgis= Zeile. Ne 10. Sonntag, den 22. Januar 1865. Von den von Königl. Regierung festgesetzten Gewerbesteuer=Rollen pro 1865 liegt diejenige für den Steuerkassenbezirk Halle auf meinem Burcau, diejenige für den Kassenbezirk Versmold auf dem Amtsburcau daselbst zur Einsicht der Betheiligten 14 Tage offen. Halle, 18. Januar 1865. Der Landrath. Graf Schmising. Der als Vorsteher der Gemeinde Milse gewählte und vom Königlichen Landrathsamt bestätigte Colon Johann Philipp Lütkehölter Nr. 14. daselbst, hat sein Amt nach erfolgter Vereidigung und Einführung übernommen, was hiermit zur öffentlichen Kenniniß gebracht wird. Schildesche, 17. Jan. 1865. Der Amtmann Meyer. Da der Gemeindeverordnete Colon Sewing Nr. 11 zu Oberjsllendeck mit Tode abgegangen ist, so ist zur Neuwahl eines Gemeinde=Verordneten aus 5# II. Abtveilung Termin auf den 21. Februar c. Nachmittags 3 Uhr im Confirmandensaale zu Jollendeck anberaumt, wozu die stimmberechtigten Gemeinde glieder eingeladen werden. Die Wahlliste liegt in der hiesigen Amtsstube zur Einsicht offen. Schildesche, den 21. Januar 1865. Der Amtmann Meper. Am Dienstag den 24. d. Mts. Nachmittags 1 Uhr soll die Anfuhr v. c. 24 Schachtruthen Bruchsteinen von Güters loh bis zur Schule in Spexard öffentlich mindestfordernd in der Wohnung von Hen. C. Bertels in Kattenstroth verdungen werden. Wiedenbrück, den 13. Jan. 1863. Der Amtmann. Lümkemann. Am Sonnabend, den 4. Februar d. J. früh 10 Uhr, sollen auf dem Hofel des früheren Lanowehr=Zeughauses hierselbst folgende als kriegsunbrauchbar ausrangirte Feld=Equipagestücke 1 Patronenwagen älterer Art 4 Train=Reitsättel und sonstige Pferde=Ausrüstungs=Gegenstände öffentlich gegen baare Zahlung versteigert werden. Bielefeld, 20. Januar 1865 Königl. Füsilier: Batailion 2. westf. Infanterie=Regients Nr. 15.(Prinz Friedrich der Niederlande.) Ich hade einen Posten Maculatur bedrucktes Druckpapier) in verschiedenen Formaten abzugeden, und offerire solches pro Pfund zu 2 Sgr. E. Berteismann in Gütersloh. Holz=Auction. Der Oekonom Baumann Nro. 5 in Brockbagen wird am Freitage den 27. o. Mis. Morgens 10 Uhr anfangend auf seinem Hofe 100 Stück schwere Eichen, zu Dielen, Balken von[40 Fuß Länge und an derem Nutzholz brauchbar, sowie 60 Hausen buchen Schlaghol# öffentlich meistbietend gegen Credit durch den Unterzeichneten verkaufen lassen, wozu Käufer einladet Brockhagen, den 8. Jan. 1865. Deppe, Auctions=Commissair. Holz=Verkauf. Samstag, den 28. d. M. sollen in den Büschen des Gutes Holtfelo eine Partie gefällter Weymouths: Kiefern, wovon viele über 60 Fuß lang, und im Stammende 5 Fuß im Umfung stark sind, burchs Meistgeboi versteigert werden. Der Verkauf beginnt Morgens gegen 9 Uhr.— Holtfeld, am 18 Januar 1865. F. Suren. Rentmeister. Häufig in dem Falle, für Wunden, Geschwüre 2c. altes Leinen zu gebrauchen, vird es uns oft nicht leicht, solches immer zu erlangen, und würden wir sehr dankbar sein, wenn man beim Aus rangiren alter Leinensachen uns davon uberlassen wollte. Gütersloh, 20. Januar 1865. Die vorstehende Diaconissin des Krankenhauses. Für Verwaltungsbeamte. Formulare zu Ueberweisungsschreiben über 2 Stück pr. Bogen; pro Buch 6 Sgr., vorräthig bei C. Bertelsmann in Gütersloh. Sisen=Ee Unser Lager in medicinischen Seifen als: Zeise, gegen Bieichsucht, Blutarmuth 2c. Preis 4 Sgr. Siesernadel=Seise, gegen rheumatische Leiden, Lähmungen. 2c. 4 Szr. gegen spröde und gelbe Haut, Preis 4 Sgr. Sampher=Seise,, wirken nervenstärkend auf die Hant, Preis 4 Sgr. “, gegen chronische Hautausschläge, Flechten, 2c., Preis Wchwesel=Seise, 1 Sor. Eheerseise, gegen chronische Hautausschläge, Flechten 2c., in Stücken zu 3 und 4 Sgr. Syräulerseise,(Dr. Vorchard), Preis 6 Sgr. zur kalten Wäsche für farbige Stoffe jeden Gewebes, Preis 2½ Sgr. Sahnseise, zur Reinigung der Zähne und des Zahnfleisches, 4 Sgr., ist vollständig sortirt und empfehlen wir zur geneigten Abnahme. C. Honrich& Cie. S S finnte Kaufsumme muß zu 4% verzinset werden. Nähere Auskunft bei der Exp. d. Bl. empfiehlt sich einem geehrten hiesigen und auswärtigem blikum in Anfertigung aller in ihr Fach einschlagenden Arbeiten, als: Rechnungen, Wechsel, Frachtbriefe, Cabellen, Karten etc. etc., in jeder Art von Druck, sowie in allen Farben, unter Versicherung einer schnellen, und billigen Bedienung. Kirchlicher Anzeiger. Mühlen-Verkauf. Eine overschlächtige Mühle im Lippischen, besteheno in dem Mühlengebäude, einem neuen zweistöckigen Wohnhause, einer Scheune, und dazu gehörenden circa 11 Mocgen Land, will der Eigenthümer Verhältnisse halder unter der Hand verkaufen. Die Mühle hat Was er zu jeder Jahreszeit, hat 2 Roggen gänge, 1 Graupen= und 1 Grützemuhle.“ Geldcours. Auel, Pistolen.15, Anzahlung 3 bis 4000 Thlr., die übrig Napoleonsd. 5,10,9. Holl. 10 Guld..16. Liv. Sterl..21. Fünffre..10,1. Franz Kronth. 1,169. Brad. Kronth. 1,16. Gold. kronen.6,9. Dollars 1,11,5. Am Sonntag den 22. Januar predigt auf der Altstadt: Hauptpr.: Hr. Past. Ridonitsch. Nachm.: Gottesdienst in der Neustädter Kirche. Getreide=Berichte. Cöln, 20. Jannar. Weizen 4,15. Rogzen 4. Gerste 4,7. Hafer 3,26. p. 200 Pfd. Rüböl 13,9. Raff. 13.24. Berlin, 20. Januar. Weizen 45—57 Roggen 35. Gerste 27—32. Haser 20—23. Rüböl 12. Bielefeld, 20. Januar Weizen.5. Roggen 1,17.6. Gerste.14. Hafer 28 Bohnen 2. Kartofseln 26. Buchweizen 1,22. Heu 1. Stroh 25. Rüböl 13.15. Kaff 14. Wechselcours. Amsterdam 250 fl. kurz do. 2 Monat Hamburz 300 Mk. kurz vo. 2 Monat London 1 Lstil. 3 Monat Parie 300 Fr. 2 Monat Wien 150 fl. 8 Tage do.“ do. 2 Mon. Augsburz 100 fl. 2 Mon. Frankfurt 100 fl. 2 Mon. Leipzig 100 Thlr. 8 Tage do. 3 Monat Peteroburz 100 R. 3 W. do. do. 3 M. Warschau 90 R. 8 Tage Bremen 100 Tvir. 8 Tage Witterungsberichte. Deu 19. Januer. Barom. Therm. Wind und 144¼ 143¼ 153 151¾ .20% 4½ 80 87½ 86½ 56.20 50.22 5½ 99¾ 5½ 90 6 /86% 6 /85¼ 5 77% Par. Lin. Paris 332 Brüssel 331 Petersburg 337 Rookan 333 Memel 331 Reaum. Himmelsansicht. 1. SW. Schner. 2 SSW. trübe. 0 SO. bedeckt. 0 SO. bedeckt. 1 SO. bevichkt. Neueste Nachrichten. Deutschland. Das diesjährige Neujahrsgeschenk, welches Sr. Majestät dem Könige von Seiten der Königlichen Eisengießerei durch den Director, Bergrath Schmidt, überreicht worden ist, besteht aus einer in Eisenguß ausgeführten, höchst geschmackvollen Vase nach einem Entwurse Stüler's. Die sehr sauber durchgeführten Reliefs stellen die beiden Hauptmomente des deutsch=dänischen Krieges dar: die Erstürmung der Düppeler Schanzen und die Ueberfahrt und Landung auf Alsen. Auf ersterem treten hervor die Portraits des Prinzen Friedrich Karl, des Kronprinzen, des Grafen v. Wrangel, des Generals Hindersin, u.., auf letzterem dagegen ist General Herwarth v. Bittenfeld erkennbar. Die durch sehr lebendige Darstellung und Sauberkeit ausgezeichneten Reliefs sind von Alexander Tondeur komponirt. Wie die„N. Pr..“ erfährt, hat Se. Majestät der König auch dem Kriegsminister v. Roon einen künstlich gearbeiteten Stock zum Weihnachtsgeschenk gemacht. Am Griff desselben befindet sich die kunstvolle und wohl getroffene Büste des Königs in Elfenbein, welche durch eine Kapsel von Elfenbein bedeckt wird. Se. Majestät der König hat auf den Antrag der Kreisstände genehmigt, daß die dem Prinzen Friedrich Karl gebörigen Besitzungen Neu=Zehlendorf und Drei=Linden zur Erinnerung an die unter der Fübrung des Prinzen ausgeführte glorreiche Waffenthat fortan als Rittergut den Namen Duppel erhalten. Prinz Friedrich Karl hat am 14., Abends, die Reise nach Wien angetreien.„„„„„„ Die Ankunft in Wien erfoigte am 15., abenos. Se. Königliche Hoheit wurde im Nordbahnhofe von dem Erzberzoge Leopold empfangen und ist in der Kaiserlichen Hofburg abgestiegen. Eine Ehren=Compagnie vom Infanterie=Regiment Herzog von Parma war an der Bahnbofshalle mit Fahne und Musik Corps in Parade, mit Feldzeichen geschmückt, aufgestellt. Der Kaiserliche Wartesalon des Bahnbofes war festlich zum Empfange hergerichtet und prangte im reichsten Blumenschmucke. Bei der Ankunft des Bahnzuges spielte die Militairmusik die preußische Volkshymne. Der Prinz, in östreichischer Uniform umarmte den Erzherzog Leopold auf das Herzlichste und fuhr dann in dessen Begleitung, vom Pudlikum lebhaft begrüßt, nach der Kaiserlichen Hofburg. Kurz nach seiner Ankunft wurde er vom Kaiser und der Kaiserin empfangen. Am anderen Morgen machte die Kaiserliche Generalität dem Prinzen die Aufwartung. Derselbe wird neben den ihm zu Ehren veranstalteten Hoffestlichkeiten viele der militairischen Anstalten und Einrichtungen in Augenschein nehmen. Dagegen sind alle Behauptungen über politische Aufträge, die er bei seiner Reise erhalten habe, vollständig grundlos. Der Prinz verbleidt bis Ende dieser Woche in Wien. Wien, 20. Jan. Se. Königliche Hoheit Prinz Friedrich Carl von Preußen hat heute Morgen seine Rückreise nach Berlin angetreten.— Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 19. Jan. Der Handels=Minister überreichte einen Gesetzentwurf wegen Besteuerung der Eisenbahnen in Händen ausländischer Actien=Gesenschaften, während die Steuer bisher nur von inländischen Gesellschaften bezogen worden. Ferner die Verträge wegen Fortsetzung des Zoll=Verbandes und das Protokoll über den Abschluß des französischen Handelsvertrages vom 14. Drc. nebst einer Denkschrift. Die Vorlage des Handelsvertrages bezieht sich auf den Anschluß der Zollvereinsstaaten zum franco=preußischen Handelsvertrage, wie aus dem Datum des Protokolls vom 14. Dezemder hervorgebt. Das Haus beschäftigte sich mit der Discussion über eine Antworts= Adresse an den König. Die„Weserzig.“, die in dem Conflikt entschieden auf Seiten des Abgeordnetenhauses steht, meint heute:„Obne das Bewilligungsrecht des Abgeordnetenhauses ist das Haus selbst ziemlich wertblos.“ So urtheilen selbst die Freunde des Abneordnetenhauses! Die Amteblätter sind nach ibrer ursprünglichen gesetzlichen Einrichtung auch zu„Belebrungen des Publikums über öffentliche Angelegenheiten“ bestimmt. Es ist jedoch hiervon seither wenig Gebrauch gemacht worden, vielmehr enthielten die Amtsblätter in der Regel nur die Bekanntmachungen der Behörden und andere öffentliche Anzeigen. Die Staatsregierung hat nunmehr beschlossen, jene ursprüngliche Bestimmung überall zur Ausführung zu bringen und demgemäß in den Amtoblättern aller Regierungsbezirke fortan regelmäßig belebrende Aufsätze über öffentliche Angelegenbeiten und zwar theils über die allgemeinen Staatsungelegenheiten, theils über Gegenstände von provinziellem Interesse abdrucken zu lassen. Es wird auch auf diesem Wege dafür gesorgt werden, daß das Publikum überall Gelegenheit erhalte, sich über die wirklichen Auffassungen und Absichten der Regierung zu unterrichten. Die vorläufigen Besprechungen zwischen den Kabineten von Berlin und Petereburg über die Möglichkeit des Abschlusses eines Handelsvertrages zwischen dem Zollverein und Rußland haben nach der„C..“ einen wenig befriedigenden Verlauf genommen. Die russische Regierung stößt eines Theils bei der sehr schutzzöllnerischen Moskauer Kaufmannschaft auf große Schwierigkeiten, dann aber scheint sie auch Willens zu sein, zunächst sich ein klares Bild von der Entwickelung des Handelsverkehrs in Folge des Vertrages zwischen dem Zollverein und Frankreich verschaffen zu wollen. Der dänische Geh. Conferenzrath Braestrup wird sich, nach mehrwöchentlicher Anwesenheit in Berlin, in den nächsten Tagen in Begleitung seines Sohnes nach Kopenhagen zurückbegeben. Der preußische Kunstverein wird auch in diesem Jahre 1000 Gold auf den Ankauf von 10 Hauptgemälden verwenden und für dieselden eine Konkurrenz ausschreiben. Das erste Bild soll 80, das zweite 30, das dritte und vierte à 15 und das fünfte bis zehnte Bild à 10 Stück Friedrichsd'or kosten. Am 1. Juni müssen alle zehn Bilder eingeliefert sein. Die überzähligen Konkurrenzgemälde wird der Verein, wie dieher geschehen, durch eine Extra=Verloosung zugänglich machen. Professor Kiß ist damit beschäftigt, seine Amozonengruppe noch einmal und zwar in weißem Marmor, auszuführen. Die Arbeit, welche der Vollendung nabe, ist von Belgien bestellt und soll im Innern der Akademie zu Brüssel ihren Platz finden. Auch nach Berlin ist ein Exemplar der vom Kaiser von China gestifteten Kriegsdenkmünzen für den Krieg gegen die Taipings gelangt. Diese Denkmünze, welche die Brust eines tapferen Berliner Chinesen schmücken soll, zeichnet sich vor den europäischen Kriegsdenkmünzen dadurch aus, daß sie von Gold und von der Größe eines Zweithalerstückes ist. Eine wahrhaft goldene Praxis hat der hiesige Augenarzt Professor v. Gräfe. Man schätzt das jährliche Einkommen desselben auf 160,000 Thlr. Einer seiner Diener allein soll aus Trinkgeldern, welche ihm die häuslichen Consultationen seines Herrn von Seiten der Patienten verschaffen, eine jährliche Einnahme von 2500—3000 Thlr. haben. Thorn, 17. Jan. Unsere Stadt wird jetzt an jedem Abend mit eintretender Dunkelheit von Patronillen durchzogen. Veranlassung zu dieser Maßregel hat ein Todtschlag gegeben, der vor etwa 8 Tagen von einem Arbeitsmanne an einem Soldaten begangen ist. Altenburg, 16. Jan. Der Prinz Albert, welcher bisher als Secondelieutenant à la suite des westfälischen Ulanenregiments Nr 5 in der preußischen Armee stand und als solcher auch dem Feldzuge in Schleswig beiwohnte, hat jetzt die königl. preußischen Kriegodienste verlassen. Der Prinz gedenkt demnächst nach St. Petersburg zu gehen, um dort in die kaiserl. russische Garde zu Pferde als Offizier einzutreten. Hamburg, 18. Jan. Die„Vereinsbank“ wird vom 1. Febr. d. J. ab auch Conten in Courant eröffnen.— Der auf heute zusammenberufene Kaufmanns=Convent hat dem Autrage der Commerz=Deputation gemäß einen Ausschuß zur Prüfung der hiesigen Valutenverhältnisse niedergesetzt. Kassel, 17. Jan. In der heutigen Sitzung der Ständeversammlung wurde die Anschaffung von 16 gezogenen Vierpfünder=Kanonen nach preußischem System beschlossen, die Beschaffung von 12 690 Srück Zündnadelgewehren aber für die nächste Zeit vorbebalten. Alsdann bewegte sich eine längere Debatte um Beibehaltung oder gänzliche Aufgabe der 5 Gesandschaften in Wien, Berlin, München, Paris und am Bundestage, deren jährliche Kosten sich auf 42,000 Thaler belaufen. Mit großer Majorität wurde die Beschränkung der Gesandschaften auf München und Paris beschlossen. Die ministerielle Prov. Corresp. schreibt: Die Verhandlungen zwischen Preußen und Oesterreich über die Schleswig=Holsteinische Angelegenheit dauern in freundschaftlicher und durchaus vertraulicher Weise fort: obwobl eine Uebereinstimmung der Ansichten über mehrere der wichtigsten Punkte noch nicht erzielt ist, so ist doch kein Grund, zu bezweifeln, daß dieselbe seiner Zeit erzielt werde. Inzwischen hat ein Wiener Blatt angeblich genaue Mittheilungen über den zwischen beiden Höfen stattgefundenen Meinungsaustausch gebracht. Die östreichische Regierung hat sich jedoch beeilt, die Ungenauigkeit und Unzulässigkeit jener Angaben erklären zu lassen. Der Urheber derselben scheint allerdings, wenn auch auf unerlaubtem Wege, eine oberflächliche Kenntniß von einem Theil der Verhandlungen erhalten zu haben; was er davon mittheilt, ist aber durchwen in der Absicht zurecht gemacht, die preußische Regierung in ein recht ungünstiges Licht zu stellen. So lange die Verbandlungen nicht zu irgend einem Abschluß geführt haben, ist natürlich die Veröffentlichung einzelner Stücke aus denselben der Sache nicht förderlich, und die preußische, wie die östreichische Regierung müssen es sich daher vorläufig versagen, jenen vielfach gefälschten Angaben den wirklichen Inhalt der Verhandlungen entgegen zu stelen.— 68 c In Bezug auf Preußen ist vorläufig das Eine entschieden festzuhalten, daß unsere Rezierung in keine Entscheidung über das Schicksal der Herzogthümer und über die künftige Regierung in denselben willigen wird, so lange nicht für die Erfüllung aller im Interesse Preußens und Deutschlands zu stellenden Forderungen in Betreff der künitigen militärischen, maritimen und kommerziellen Beziehungen der Herzogthümer zu Preußen volle und sichere Gewähr erreicht ist. Ausland. London. Die heftigen Stürme der letzten Zeit haben an der Küste großes Unheil angerichtet, und leider wohl noch in meist größerem Umfange, als sich bis jetzt übersehen läßt. Von Portsmouth wird der Untergang eines Schooners gemeldet, dessen Bemannung jedoch, mit Ausnahme von zweien Leuten, durch die schnelle Hülfeleistung des Majors Festin gerettet wurde. Der Major hatte von Fort Cmberland aus die Strandung des Schooners beobachtet und drang mit einem Häuflein kühner Fischer in einem großen Ruderboot durch die gefährliche Brandung zu dem Wrack vor. In der Mündung des Mersey ist der neue„Blokadebrecher“„Lelia“, welcher erst vor wenigen Tagen seine Probefahrt gemacht hatte, ein schöner Dampfer von 1100 Tonnen, nahe an dem nordwestlichen Leuchtschiffe zu Grunde gegangen. Nur 12 Menschen sind von den 30, die sich an Bord befanden, gerettet worden, und auch dieses nur in Verbindung mit einem großen Unglück. Das Rettungsboot, welches von Liverpool auslief, um den Schiffbrüchigen Hülfe zu bringen, wurde von einer gewaltigen Woge umgeworfen, so daß sieben von der Bemannung ertranken; vier gelang es einem verbeieilenden Schleppdampfer zu retten. Die Mannschaften hatten verabsäumt, die vorgeschriebenen Schwimmgürtel anzulegen. Ungefähr zur gleichen Zeit mit der„Lelia“ hatte ider Postdampfer„Cuba“, nach Newyork bestimmt, den Mersey verlassen; doch ist derselbe gestern Abend wohlbehalten in Queenstown eingelaufen, von wo er nach Einschiffung dortiger Passagiere seine Fahrt forigesetzr bot.„„„, 66 London. Am 13. d.., Nachmittags um 4 tor, brach im Königlichen Theater zu Edinburgh Feuer aus und zwei Stunden später war das ganze Gebäude zerstört. Mehrere Gebäude der Nachbarschaft wurden gleichfalls von den Flammen ergriffen; doch gelang es den Anstrengungen der Löschmannschaften, sie zu retten. Ungefähr um 5 Uhr fiel ein Schornstein in einen an eine katholische Kirche stoßenden Kreuzgang durch die Kuppel nieder und warf zwei Menschen zu Boden. Der eine war auf der Stelle todt, der andere blieb noch einige Zeit am Leben. Während eine Anzahl Leute trotz wiederholter Warnungen versuchte, ihn fortzuschaffen, stürzte ein großer Theil der Nordwand des Theaters ein und begrub sieden bis acht Personen, darunter den Dechanten von Huild, Hrn. George Lorimer, unter den Trümmern. Genau ist die Zahl der um's Leben Gekommenen noch nicht bekannt. Die zahlreichen nach Rom geflüchteten polnischen Geistlichen haben dort nicht die freundliche Aufnahme und Unterstützung gefunden, die sie nach der vom Papst Pius IX. vielfach für die polnische Sache kundgegebenen Sympathien erwarten durften. Min kommt ihnen dort im Gegentheil seitens der Geistlichkeit mit auffallender Kälte, ja Geringschätzung entgegen und überäßt sie meist ihrem traurigen Schicksal, so daß viele sich genöthigt sehen, die Hauptstadt der katholischen Christenheit wieder zu verlassen und in Frankreich oder der Türkei ein Asyl In Griechenland ist das Räuberwesen auf einen so hoben Grad gekommen, daß man auf die Köpfe mehrerer Häuptlinge Preise von 2000 und 3000 Drachmen gesetzt hat. Ausgrabungen bei Ekaterinoslaw. In einem Grabhügel auf dem Gute der Mad. Seyfarth hat man einen Schatz gefunden, welcher einem Hunnenschef zugehörte. Er besteht aus einem schweren Diadem, in welches ein Ametbyst=Cameo mit einem männlichen Brustbilde, spätrömischer Arbeit, eingelassen ist und auf dessen oberem Rande kleine Hirsche dargestellt sind. Dazu gehören ein breites Halsband, spiralenförmige Armbänder, zwei Trinkgeschirre mit Henkeln, welche Thierfiguren bilden, ferner verschiedene Kapseln für Fett, womit noch heute die Bewohner der Steppen und einiger Theile des Kankasus ihre Klingen einreiden, um sie vor Rost zu bewahren u. s. w. Alle diese Gegenstände sind aus reinem Golde und von merkwürdiger Arbeit. Sie sollen in das an antiken Goldsachen so reiche Museum der Eremitage kommen. Köln, 20. Jan. Dem General=Comite für die große Internationale landwirthschaftliche Ausstellung, dessen Programm die Allerhöchste Genehmigung Ihrer Majestät der Königin=Protectorin nunmehr erhalten hat, sind außer dem Herrn Regierungs=Präsidenten v. Möller und den Delegirten der Stadtverordneten=Versammlung noch die ersten Honoratioren unserer Stadt beigetreten. Herr Commercienrath Simon Oppenheim hat dem Comite sein großes, neden der Flora gelegenes Terrain unentgeltlich zur Disposition gestellt. Die allenthalben getroffenen Einleitungen für die Ausstellung, deren Eröffnung am 15. Mai d. J. Statt finden wird, lassen zuversichtlich hoffen, daß dieselbe den beabsichtigten großartigen internationalen Charakter haben wird. Coblenz, 19. Jan. Wie uns mitgetheilt wird, hat in der Nacht vom 16. auf den 17. d. M. zu Senheim an der Mosel ein Ereigniß Statt gefunden, das, wenn es zu anderer Zeit eingetreten, ieicht Hunderte von Menschenleben hätte kosten können. Es stürzte nämlich das ganze Gewölbe der dortigen Pfarrkirche, welche schon sehr alt und baufällig war, zusammen. Bis jetzt war noch ununterbrochen Gottesdienst in derselben gehalten worden und die Kirche auch noch am Morgen vor dem Ereignisse mit Andächtigen beim Meßopfer gefüllt gewesen. Provinzielles. Essen, 15. Jan. Zwischen dem Frohnhauser Wege und der Limbecker Chaussee beabsichtigt Hr. Geh. Commercienrath Krupp ein Puddelund Walzwerk, enthaltend 112 Dampfkessel, 16 Dampfhämmer, 80 Puddelöfen und 32 Schweißöfen, auzulegen. Außerdem sollen sich auf dem zwischen der Limbecker Chaussee und der Heiligenstraße belegenen Terrain zwei Hammerwerke nebst verschiedenen Wärmeöfen erheben, und zwar wird das eine 2 Hämmer à 110 Centner, 2 Hämmer à 70 Centner, 2 Hämmer à 15 Centner; das andere Hammerwerk 1 Hammer à 200 Centner, 1 à 150 Centner, 1 à 60 Centner und 3 Hämmer à 30 Centner erhalten. Aus dem Tagebuche eines englischen Seeoffiziers. (Fortsetzung.) Die Beinkleider sollten wahrscheinlich weiß vorstellen, gegenwärtig war von dieser Farbe nicht das Geringste mehr zu bemerken. Auf den Füßen trugen sie gar nichts und die schwarzen Baarfüße sahen sonderbar genug unter den weißseinsollenden oder füher einmal weiß gewesenen hervor. Der Herr Regierungs=Agent suchte bei aller Höflichkeit, mit der er uns überhäufte, doch auszuforschen, wo wir hinwollten, was für Befehle wir hätten u. s.., wobei er sich die größte Mühe gab, uns durch falsche Angaben irre zu leiten, was wir indessen bald merkten, und daher in der Stadt Boa vista, eigentlich ein Flecken von böchstens 60 Häusern, genaue Nachrichten über jenes verdächtige Schiff einzogen. Nach Allem, was wir über dasselbe hörten, konnten wir nicht mehr daran zweifeln, daß es ein Seeräuber sei, denn mehrere Schiffe, die kürzlich angekommen waren, hatten sich nur mit Mühe vor seiner Verfolgung reiten können, und ein anderes, das schon seit mehreren Wochen erwartet wurde, war gar nicht angekommen. Nachdem wir wieder unter Segel gegangen waren, halten wir einige Tage Windstille, gewiß das Unertraglichste, was was einem in diesem heitzen Klima auf offner See geschehen kann; Leid und Seele wird dabei krank und matt, so daß man nur gedankenlos daliegt und vor sich hinbrütet, weil ringsum alles Leben und alle Bewegung aufhört. Endlich blähten sich die Segel wieder und wir steuerten rüstig vorwärts. Ich hatte mit einem jungen Seekadetten, Henry Seaton, gerade die Nachtwache, und spazierte mit diesem das Verdeck auf und nieder. Es fiel mit auf, daß er, der sonst so lustig war, diesmal trübe und melancholisch schien, und als ich in ihn drang, mir die Ursache zu sagen, erwiderte er, daß er eine Ahnung habe, als würde er nicht lange mehr leben, als würde bald einmal ein ungewöhnliches Ereigniß seinem Leben ein Ende machen. Vergebens suchte ich diesen trüden Gedanken wegzuscherzen— immer kam er wieder darauf zurück, und behauptete, eine Erscheinung gehabt zu haben, die ihm sein baldiges Ende bedeute. Während wir noch so darüber sprachen, bemerkte ich plötzlich am östlichen Horizonte einen eigenthümlichen rothen Schein, die Sonne konnte das noch nicht sein, denn es war noch eden kaum Mitternacht vorüber. Wir zerbrachen uns beide den Kopf, was das wohl sein könnte, bis ich Henry Seaton bat, in den Mastkorb zu steigen, und zu versuchen, ob er von dort aus erkennen könne, was es mit diesem sonderbaren Schein für eine Vewanduiß babe?., nachdem„ 6 Bald war er wieder auf dem Verdeck und rier, Nacherm er feioben mehrere Minuten aufgehalten:„Entweder ein feuerspeiender Berg oder ein brennendes Schiff; ich fürchte fast das Letztere, denn manchmal kam es mir vor, als ließen sich die Masten erkennen. Auch ich stieg hinauf und sah dasselbe: Da wir gerade auf diese Richtung zusteuerten, so brauchten wir dem Capitain den Vorgang noch nicht zu melden. Ich blieb aber doch, als meine Ablösungsstunde kam, auf dem Verdeck, um für alle Fälle bei der Hand zu Hochbootsmann trat zu uns und wir besprachen das schreckliche Ereigniß eines Schiffsbrandes auf offener See. gewiß das Furch######-.#as einem Menschen nur begegnen kann. Dieser Hochbootemann war ein merkwürdiger Mensch, der eigentlich nie recht an Unglück glaubte, weil selbst sein Lebelang ein merkwürdiges Glück hatte. Ueble Laune war etwas, was gar nicht in seinem Kalender stand. Er war in allen fün Welttheilen gewesen, und hatte überall nur Freunde hinterlassen, war seines guten Glückes so sicher, daß er zu sagen pflegte, wenn er auch von einem Kirchthurm herunterfiele, so würde er doch auf seine Füße zu stehen kommen. Er war einmal in einem heftigen Sturm, von dem ganzen Schiffsvolk nicht bemerkt, durch den heftigen Wind in die schäumende und bergehoch gehende See gerissen worden und hatte das unglaubliche Glück gehabt, einen Strick zu erwischen, der von dem Vordertheile des Schiffes in das Wasser hinabhing. An diesem Strick gelang es ihm, wieder auf das Schiff zu kommen und zwar eben so unbemerkt, wie er herunter geweht worden war.— Einmal war er aus Versehen für eine andere Person aufgehängt und erst erkannt worden, als er schon leblos schien. Er wurde abgeschnitten und ging, als ob gar nichts vorgefallen wäre, vom Platze. Ein anderes Mal schwamm er nach einem Schiffbruche mehrere Tage in einer offenenen Kiste auf dem Atlantischen Ocean umber, nur eine Flasche Rum und ein Bund Cigarren neben sich. Darum hatte er auch die feste Zuversicht, daß er weder durch Hunger noch durch Ertrinken sterben würde. Mit diesem sonderbaren Kauz blieb ich so lange auf dem Verdeck, bis wir uns alle überzeugt hatten, daß es wirklich ein brennendes Schiff sei, auf welches wir zusegelten. Nun wurde dem Capitain die Meldung gemacht und nachdem er sich mit eigenen Augen überzeugt hatte, wurden nun alle Segel beigesetzt, um rascher vorwärts und heran zu kommen. Natürlich war jede lebende Seele am Bord auf dem Verdecke, denn begierig greift Jeder in dem tödtlichen Einerlei des Seelebens nach irgend einer Abwechselung, namentlich wenn sie von so spannender Natur wie diesmal ist. Als wir dem brennenden Schiffe näher kamen, war der Anblick eben so schrecklich als schön. Die ganze See schien in Feuer zu stehen, weil der Wiederschein des Feuers auf dem endlosen Spiegel des Oceans sich bis in das Unabsehbare vergrößerte. An Rettung war nicht mehr zu denken, denn die hellen Flammen hüllten bereits das ganze Schiff ein und schlugen höher als die Masten hinauf. Besonders auffallend war der eigenthümliche dunkelrothe Wiederschein der Feuerbrunst auf ie großen Flächen unserer eigenen aufgespannten Segel, so daß man fast erschrak, wenn man einen Blick rückwärts oder nach oben warf, als stände das eigene Schiff in Flammen. Die Masten stürzten einer nach dem anderen über Bord, und sobald dies geschehen war, wirbelte die furchtbare Lobe noch mächtiger aus dem Körper des Schiffes hervor. Unzweifelhaft war es wenigstens, daß kein lebendes menschliches Wesen mehr auf dem Schiffe sein konnte, denn man sah deutlich, daß schon die Planken dicht über dem Wasser brannten. Doch blieben wir so nahe als möglich, weil wir glaubten, daß die Schiffsmannschaft sich vielleicht in die Boote gerettet habe und nun hülflos auf den Wellen umhertreibe. Alle unsere Fernglaser waren beschäftigt, die nach und nach heraufkommende Morgendämmerung zu durchdringen, ob sich nicht irgend etwas erspähen ließe. Blickseuer wurden augezündet, so lange es noch dunkel war, und Kanonen gelöst, als es heller wurde. Plötzlich kam eine ginz sonderbare Beweguug in den Feuerball, es schien, als schwankte die ganze unförmliche Gluthmasse hin und her— dann war sie plötzlich bie auf den letzten Funken verschwunden, denn das Meer hatte das bis auf die Rippen heruntergebrannte Wrack verschlungen. Obgleich wir nirgend, so weit das Auge reichte, etwas sahen, so blieben wir doch in der Nähe der Stelle, wo das Wrack untergegangen war, setzten die Böte aus und fuhren fort hin und wieder Signalschüsse zu geben, damit die etwa umhertreibenden Menschen von unserer Näbe unterrichtet würden. Auch ich war in das Gig=Boot gestiegen und ließ nach allen Seiten umher rudern, ohne lange Zeit auch nur das Mindeste zu sehen. Endlich bemerkten wir etwas hin und wieder zwischen den tanzenden Wellen hervorkommen. Obgleich wir mit aller Mühe nicht erkennen konnten, was es sei, ließen wir uns die Arbeit nicht verdrießen, darauf zuzurndern, und fanden, daß es ein Stück Bogspriet des Mastes war, an das eine Planke befestigt war, auf welcher ein menschlicher Köiper so ausgestreckt lag, daß der Kopf noch auf dem Mastdaum ruhte. Wahrscheinlich hatte er sich durch das Anbinden jener Planke vor den Haifischen sichern wollen, die das schwimmende Holz von allen Seiten umschwärmten. Als wir dicht berankamen, schien der Mensch todt; als wir den Körper aber in das Boot hineingezogen hatten, und ihm einige Tropfen Rum eingeflößt worden waren, gab er Lebenszeichen von sich. Unsere weiteren Nachforschungen blieben erfolglos, und wir kehrten mit dem einzigen Geretteten in unserem Boote an das Schiff zurück. Es war ein Neger— aber in Matrosenkleidung. Der SchiffsChirurgus mußte sich lange Mühe geben, ehe er die Augen aufschlug. verwildert um sich blickte, und seine Sinne zu sammeln versuchte. Offenbar glaubte er, daß man irgend eine Gewaltthat mit ihm vorhabe, denn er schrie in abgebrochenen Worten: „Ach nein, nein! Nicht Kehle abschneiden.— Laßt doch das arme kleine Kind leden— Ach das arme kleine Kind!— Ach das viele Blut — da läuft es wie ein Strom.— Nicht umbringen!“ Erst nach und nach gelang es, aus diesen abgebrochenen Ausrufungen die Geschichte dessen zusammenzusetzen, was eigentlich geschehen war, und wahrlich, es war furchtbar genug, um den halb wahnsinnigen Zustand des armen Negers begreiflich zu machen. (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. Vor einigen Tagen war in Berlin ein Herr auf einen Omnibus gesprungen, bemerkte aber sofort, daß er sich auf dem unrichtigen Wagen befand, stieg ab, und begab sich auf einen anderen Omnibus, der die Linie fuhr, die dem Wege des Fahrgastes entsprach. Der Conducteur des ersten Omnibus folgte diesem Herrn auf den zweiten und verlangte Bezahlung, und jener, um den Reclamanten loszuwerden, gab seinen Groschen. Der Conducteur, voller Vergnügen über seinen Triumph, wollte vom Omnibus springen, um nach dem seinigen zu eilen, als der andere Conducteur ihm den Weg verrsperrte und seinerseits Fahrgeld von seinem Collegen forderte. Letzterer mußte sich auch zum großen Gelächter der Omnibusgäste dazu verstehen, den erbeuteten Groschen in dieser unerwarteten Weise wieder abzuliefern. Kornreinigungsmühlen. Auf der Ausstellung zu Dortmund am 8. September befand sich u. A. eine Hornsbysche Kornreinigungsmühle, ausgestellt vom Herrn M. Meyer, die viel Beifall fand; doch fand man ihren Preis(70 Thaler) vielfach zu hoch. Wir erfahren nun, daß Hr. W. Meyer im Theresienthal bei Hameln a. d. Weser diese Maschinen jetzt selbst bauen läßt und im Stande ist, solche von derselben Güte wie die englischen Original=Maschinen zu 50 Thaler zu liefern. (Landw. Ztg.) Zum Kartoffelbau. Aus dem Kreise Paderborn empfängt die Landw. Ztg. folgende Mittheilung über das dort übliche Verfahren, namentlich in Betreff der Erndte: Sobald die Witterung es erlaubt und der Acker vordereitet ist, werden die Kartoffeln in Reihen von 21 Zoll gepflanzt, dann mit dem Hand= resp. mit dem Hackpfluge gehackt und wenn sie groß genug sind, behäufelt. Ende September lasse ich dann das Kartoffelnfeld bei trockenem Wetter mit den Schafen ausbüten und wenn sie so rein gejätet sind, mit dem mit zwei Pferden bespannten so genannten Hackenpflug (von Stellmacher Riese in Fürstenberg bezogen) die Reiben ein um die andere, 1, 3, 5 2c., spalten. Der Pflug muß so gestellt werden, daß das Schaar unter den Reihen bergeht, damit keine Kartoffel verletzt wird. Sind so viel Reihen gepflügt, als Aufleser da sind, so bekommt jeder eine Reihe und wird jeder Korb auf die noch nicht aufgepflügte Reihe gestellt, die Kartoffeln aufgenommen und die Erde in die offene Furche gezogen, wo alsdann die mit Erde bedeckten Kerrosseln alle zum Vorschein kommen. Sind die Reihen aufgelesen, so wird wieder von neuem gepflügt und zwar die 2. 4. 6. 2c. bis keine Reihe mehr vorbanden ist. Mittelst dieses Pfluges kann man stündlich einen Morgen auspflügen, zum Auflesen eines Morgens habe ich in diesem Jahre bei einer Ernte von 30 Sack größtentbeils kleiner Kartoffeln 10 bis 11 Arbeiter einen Tag nöthig gehabt. Daß der Acker nicht zu naß und nicht zu trocken sein darf, ist nothwendig und ist es gerathen, nicht mehr auszupflügen, als man an demselben Tage aufzunehmen im Stande ist. Bei diesem Verfahren hat man nur Aufleser nöthig und finden sich keine verletzten Kartoffeln vor. Die Biverbutte, welche am Neubache auf der Domaine Wittingau (in Mähren) noch im Jahre 1855 bestand und dann wahrscheinlich von Flößern angezündet wurde, war die einzige sichtbäre Biverwohnung in der ganzen Gegend. Vor etwa vier Wochen hat nun, wie wir im„Budweiser Anzeiger“ lesen, eine Biberfamilie am linken Ufer des Neudaches, unweit der Wohnung, den Grund zu einer neuen Biberwobnung gelegt und durch viele Nächte das nöthige Baumaterial herbeigeschafft. Vor allem haben die praktischen Bauführer das Fundament zu ihrer künftigen Wohnung ausgehoben und mit dem Flusse in Verbindung gebracht; von beiden Seiten haben sie Gräben um den Bau gemacht und das nächste Terrain inundirt; die Gräben sind wie von geubten Deichgrävern nach der Schnur verfertigt. Nach den ersten acht Tagen, als das Fundament gehoben und eine größere Partie von Holz und Erde herbeigeschafft war, begann der Bau des Erdgeschosses; und des ersten Stockwerks. Bewunderungswürdig ist die Wahl des Bauplatzes. Damit das Hochwasser den unpilotirten Bau nicht wegschwemmen könne, haben die neuen Ansiedler einen schwachen Erlenstamm in der Stärke eines Baumpfahles, welcher zufällig inmitten eines 4 Fuß breiten und 7 Fuß hohen Weidenbusches steht und den genzen Blauplutz durch die weit gehenden Wurzeln festhält, als Anker gegen das anbrausende Hochwasser benutzt. So, dann haben sie die nätste Umgebung, welche aus Weiden, Espen und Erlen bestand, abgestockt, das Gestrüpp in Faschinenform in das Fundament und das Erdgeschoß gebracht und das Ganze mit Rasen, Erde und Schlamm bedeckt. Auf diesen Unterbau kamen wieder Aeste und schwache Stämmchen von Espen und Erlen; und es entstand das erste Stockwerk für einen höheren Wasserstand; dasselbe ist wieder mit dem Unterbaue und dieser wieder mit dem Flusse in Verbindung. Der ganze Bau ist bisher 10 bis 12 Fuß breit und 7 Fuß doch. Die Biver bringen durch mehrere Nächte fort neues Holzm nerial zum Bau und es ist wahrscheintich, daß ste noch ein zweites Stockwerk für einen besonders hohen Wasserstand errichten werden. und Si Ers Dienstag, De Redigirt unte Druck und Bei Ne 11. Beka In dem W det durch die die Heoung d cietäts=Beiträ, von die Assoc hierdurch in Halle, den T I K Kr Von der festgesetzten C 1865 liegt die senbezirk Hal diejenige für auf dem Amt sicht der Beth Halle, 18 D Gra Bekai Die für den halb des Preu dem 1. Jan. Anweisungen nach den V Nord: Amerike Auszahlung a jedoch nicht in sorten, sondern in den Veren bestehenden ge den von der 3 gegebenen Bai bei allen Zahlu ren Geldes fin den müssen. Regierung der gegebenen Ba erhedlich gerin Metallgeldes. Unterschiedes u eingezahlten B höhere Summ zahlt. Beispie Zeit 1 Thaler dem Metallwer als 69½ Cent mit 1 Dollar vergütct worde verhältniß zwis und den Bank in ganz kurzen kehrenden und nenden Schwa indert sich dem das Verhältniß der in Preuße und der in 2 Summe. Nach des Sachverhält Correspondenter nach den Verei senden haben,