als unsehlbar gland zur Verßer Menge verr angewendeten 1. Sept. 1864, Königlichen Priwobei indeß zu ausging. Das im Entwürfe des Hallenkirche mit Der Stil ist die Material wurde m und GlasmaVollendung in ehört dem alten, und dem Leben ieferte Welter in uchs und einigen in Ludwigsburg. n Arrondissement so wie auch noch hr alt sein muß, soll noch ziemlich Vaters mit den sich nach Berlin i eigenen Unterutter dabei noch der selbst bald in an das Herz des u und hat nichts führte, ist jedoch dem Palais und binet unweit des f wiederholt mit : K ö n i g a u f s t a n d er seinen Jäger en, daß sie ihre die Wahrheit der namhaftes Gnab. sgeschäften nachUnglück herbeien drei Kindern anns die Streichgegangen waren. chtigt haben, er nd da dies nicht man, nachdem kinder von 2, 4 n, aber die ärzthne Erfolg. m die Goldausdie Bevölkerung San Francisco iportirt, sondern surden erst etwa schon 146,300 gland, der Rest 574,000 Schffl. Scheffelgewicht Schffl. Weizen, Ebenso bedeutend ; die Wollschur ., 1861 wurden siffsproviant und sich Mehl, Gerste Wolle, zu einem 90,0000 Gallons e nicht gutz er, Markt gebracht. n Teichen, und 20 Thaler für Eieindustrietlen und amtliches Kreisblatt Viereserd, Halle Erscheint wöchentlich dreimal und wird Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Abends ausgegeben. Redigirt unter Verantwortlichkeit von W. Bertels man n. Druck und Verlag von Gebr. Bertelsmann in Bielefeld. „ G 0 für die drei Kreise und Wiedenbrück. Abonnementspreis viersteljährlich mit Bringerlohn oder bei der Post 12 Sgeiz in der Expedition 100 Sgi. Inserate 9 Pfg. für die Borgis=Zeile. N 7. Sonntag, den 15. Januar 1865. Bestellungen auf das 1. Quartal 1865 des„Allgemeinen Anzeigers“ werden noch fortwährend angenommen. Für Bielefeld und Umgegend in der Expedition, für auswärts bei den Agenten und der Post. Fraphesche Kiptscht. Berlin, den 14. Januar 1865. Die Preußische Bank hat den Wechsel=Discont auf 5% und den Darlehnszinsfuß auf 5½% ermäßigt. Das dem Maurermeister Wißmann in Bielefeld gehörende, durch den vorge nommenen Bau auf's Beste eingerichtete Wohnhaus an der Berlinerstraß vierselbst, steht mit dem Hintergebäude und schönem Garten im Einzelnen und Ganzen sofort zu vermiethen, kann auch unter günstigen Zahlungshedingungen angekauft werden. Auskunft ertheilt Commissionair Brinkmann in Gütereloh. Am Dienstag den 24. d. Mts. Nachmittags 1 Uhr soll die Anfuhr v. c. 24 Schachtruthen Bruchsteinen von Güters loh bis zur Schule in Spexard öffentlich mindestfordernd in der Wohnung von Hrn. C. Bertels in Kattenstroth verdungen werden. Wiedenbrück, den 13. Jan. 1865. Der Amtmann. Lümkemann. Bekanntmachung. Am Montag, den 23. d.., Vormittags, 10 Uhr, sollen im hiesigen Posthause ein noch gut erhaltener Latten. verschlag, 9 Fuß lang, 6 Fuß hoch und 3 Fuß tief, und ein Kohlrnbehälter von Holz öffentlich meistdietend verkauft werden, wozu Kaufliebhaber einladet Rheda i.., 13. Jan. 1865. Königliche Post=Expedition. Bröker. Verkaufs=Anzeige. Auf den Staatsstraßen des hiesigen Baukreises sollen eine große Parthie starke sich vorzüglich zu Nutzholz eignenden Pappeln auf dem Stamme g gen gleich baare Zahlung verkauft werden und zwar I. am Freitag den 13. Januar pr. Morgens 9 Uhr beginnend auf der Straße von hier nach Detmold bis * Sieter ca. 180 Stück, 2. am Sonnadend den 14. Januar Morgens 9 Uhr von hier dis zur Schildescher Haide ca. 130 Stück, s. am Montag den 16. Jan. Morgens 9 Uhr von hier nach Gütersloh ch. 80 Stück . tiin Montag den 16. Januar Nachmittags halb 2 Uhr von Güterslob aus dis Wiedenbrück ca. 110 Stück, n Dienstag den 17. Januar pr. Morgens 9 Uhr von Außel die Siromberg ca. 120„Stück. Bietefeld, den 19. Dezember 1864. Der Königliche Bau=Inspector. Keufe. Die Buchdruckerei Nutzholz=Verkauf. Sonnabend, den 21. Jan.., Mor, sicherungs=Anstalten. gens präcise 9 Uhr, werden auf Colon Kemner, genannt Schulten Hofe zu Casum, Amt Borgholzhausen, gegen Credit auf dem Stamme verkauft: 60 Stück sehr starke lange Buchen, 10„ dicke lange Bandeschen, sich ausschießlich zu Nutzholz eignend. Borgholzhausen, 13. Jan. 1865. Matzmann. Auctions= Commissar. von Gebrüder empfiehlt sich einem geehrten hiesigen und auswärtigem Publikum in Anfertigung aller in ihr Fach einschlagenden Arbeiten, als: Rechnungen, Wechsel, Frachtbriefe, Tabellen, Karten etc. etc., in jeder Art von Druck, sowie in allen Farben, unter Versicherung einer schnellen, und billigen Bedienung. Heartörtsichrrungsrunnsm Trurschland zu Gotha. Nach vorkäusiger Berechnung ergiebt sich pro 1864 ubermats ein recht erfreuliches Geschäftsresultat, indem die Bank ihren Versicheerten wiederum 72 Prozent der eingezahlten Prämien zurückverguten wird. Die Bank empfiehlt sich damit wiederholt als eine der billigsten VerDie Bankagenturen für Gütersloh: Carl Stahl. „ Bielefeld: L. Langensiepen. LEippstadtz“: Aug. Jesse. Am Mittwoch, den 18. Januge a. werden zuf Baßelmeyets Hofe zu 85 redeck, 80 Nummern starke, besonders lange und glatte Fichten zu Dielen u. Brennholz, so wie auch 55 Haufen Brennholz, öffentlich mehrstdietend verkauft. Anfang Morgens 10 Uhr. Halle, den 11. Januar 1865, Schnute Auctions. Commiffar. Sombau=Trrse. Hauptgew, 100,000, 10,000, 5000, 5 mal 1000 Thaler, sowie für 30,0000 Thlr. kl. Gewinne zu 900, 800, 700, 600, 500, 400, 300, 200, 100, 50 Thr, u, s. w. Wir haben nur noch wenige Loose, welche wir noch à 1. Thlr. ablassen. Die Agentur der Vombau-Lotterie C. Honrich& C. „Hanfsagung Seit meiner frühesten Jugend mit dem Uebel des Stammelns behaftet, wodurch ich nicht im Stande, bei der üngst ergriffenen. Corriere zu reusüiren, weil ich mit dem Publiko nicht geläufig genug virkehren konnte, wurde mir das Institue für Stammelnde des Herrn Denhardt in Burgsteinfurt emfohlen und bin ich in nur 15 Tagen von Heren Denharde“ gänzlich und in uneigennützigster Weise vom Stammeln befrett worden, wofür ich hiermit Herrn Denhardt nicht allein meinen tiefgefühl. ten herzlichsten Dank ausspreche, sondern auch dessen Institut und vorzügliche Heilmethode allen am Stammeln Leidenden hiermit warm empfehlen will. Rudolph Steinmeister, beschäftigt bei der Oder=Post=Direction in Münster. S L Velobng.- Gusige H. Wächter, N. W. Schröders, Verlobte. Versmeld, den 9. Jon. 1805. Totiertel Loos-Antheile 1/ 1/16 12 ½ sind bei uns zu haben und werden auch nach außerhald versamde.! 5/#3. 121 C. Meurich& Co;“ Westfälischer Eisen G Vom 15. v. Mis, ad findet eine bi: recte Personene und Gepäck=Beförderung zwischen den digs: seitigen Siationen Dieutz Düsselderß Dortmund, Bielefeld und Minden und den Stationen Oridung, Brakel und Hörter der Westfälischem Eisenhahn stot: Köln, 12. Jan. 11865. Die Direction der Köln, Wrichener Oisenbahr unchn ## Hannover. Hôtel de Hannover (früher Pfeisfers Hotel.) Das bisher von den Erben des Herrn Carl Pferffer geführte Hotel de Hannover habe ich vom heutigen Tage an käuflich übernommen und werde solches unter verselben Firma für meine Rechnung fortsetzen. Ich bitte, das dem Hause bisher geschenkte Vertrauen auf mich geneigtest zu übertragen, und werde ich mich eifrigst bemühen, mir dieses bei aufmerk samer Bedienung und den solidesten Preisen zu erhalten. Der Wagen des Hotels hält regelmäßig bei Ankunft der Eisenbahnzüge am Bahnhofe. Hannover den 4. Januar 1865. I. C. Bürger. Wechselcours. Amsterdam 250 fl. kurz do. 2 Monat Hamburg 300 Mk. kurz do. 2 Monat London 1 Lstil. 3 Monat Paris 300 Fr. 2 Monat Wien 150 fl. 8 Tage do. do. 2 Mon. Augsburg 100 fl. 2 Mon. Frankfurt 100 fl. 2 Mon. Leipzig 100 Thir. 8 Tage do. 8 Monat Peteroburg 100 R. 3 W. do. do. 3 M. Warschau 90 R. 8 Tage Bremen 100 Tdir. 8 Tage Gelbeoure. Ausl. Pikolen.11. Rapoleousd. 5,11. Holl. 10 Guld. 5,16. Liv. Stert. 4,21,2. Funffre. 1,10,9, Frau; Krouth..16. Brab. Kronth. 1,16. Gold kronen.6,6. Dollars.11 5. Getreide=Berichte. Cöln, 13. Januar. Weizen 5. Roggen 4,2. Gerste 4,10. Hafer 4. v. 200 Pfd. Räbsl 13,9. Raff. 13,24. Berlin, 13. Januar. Weizen 46—57. Roggen 35. Gerste 27—32. Haser 20—23. Rüböl 12.5. Bielefeld, 13. Januar Weizen.5 Roggen 1,17.6. Gerste.14. Haser 28 Bohnen 2. Kartoffeln 26. Buchweizen .22. Heu 1. Stroh 25. Rüböl 13.15. Raff. 14. Witterungsberichte. Den 12. Januar. Neueste Nachrichten. Deutschland. Das Comité der Lotterie zum Besten der Verwundeten hat dem Kriegsministerium 60,000 Thlr. aus dem Ertrage der Lotterie zur Verfügung gestellt. Das Resuttat ist ein überaus glänzendes, da nach dem Plane nur auf einen Ueberschuß von 30,000 Thlr. gerechnet war. Die Anfeindungen, welche Mancher seiner Zeit gegen das Unternehmen richteten, sind mithin auf das Glänzendste widerlegt worden. Als der Kronprinz jüngst sein Regiment in Münster inspicirte, begann er mit einem jungen Offizier, der sich im Feldzuge ausgezeichnet hatte und der nach Berlin commandirt war, eine Unterhaltung, im Laufe deren er ihn fragte: Wann er nach Berlin gehen werde?—„In einigen Tagen, Königl. Hoheit,“ war die Autwort des Offiziers.— „Also noch vor dem Feste?“—„Zu Befehl!—„Haben Sie dort Verwandte, bei denen Sie den Weihnachtsabend zubringen werden?" „Leider nein, Königl. Hoheit.—„Nein, wenn Sie keine andere Famitie für den Weihnachtsabend haben, so kommen Sie zu mir."— Natürlich verfehlte der Offizier nicht, dieser Einladung nachzukommen. Das neue Post=Anweisungs=Verfahren, welches vom 1. Jan. 1865 an für den Umfang des preußischen Postgediets in Ausführung gekommen ist, darf voraussichtlich in vielen Fällen mit besonderem Nutzen an Stelle der Versendung von Geldbriefen treten. Beim Gebrauch einer Post-Anweisung erspart der Absender das zeitraubende und müh same Verpacken des Geldes, er braucht kein Convert, keine fünf Siegel anzuwenden, es können ihm mit dem Empfänger keine Differenzen über den Befund an Geld erwachsen. Das frühere Verfahren der daaren Ein= und Auszahlungen wurde im inneren preußischen Postverk hr in der Regel nur für kleine Beträge von 5 bis 6 Thalern benutzt; für größere Beträge erschien die Gebühr dem Publikum zu hoch, zumal das Briefporto stets hinzutrat. Bei den Post=Anweisungen ist es dem Absender überlassen, sich mit den zulässigen Vermerken, durch welche er z. B. auf einen empfangenen Brief, auf eine erhaltene Rechnung Bezug nehmen kann, zu begnügen oder abgesondert seinen Brief abzusenden. Für die Vermittelung der Zahlung selbst mittelst Post=Anweisung entrichtet er bis 25 Thlr. nur 1 Sgr. und über 25 bis 50 Thlr. die Gebühr von 2 Sgr. Das erleichterte Verfahren und der wohlfeile Tarif werden auch dazu beitragen, daß immer mehr davon Abstand genommen wird, undeklarirtes Geld in Briefen zu versenden, wovon leider noch oftmale Gebrauch gemacht wird, um die fünfmalige Versiegelung eines Geldbriefes oder die höhere Postgebühr zu ersparen. Für die Einziehung von Beträgen, welche bieyer durch Postvorschuß stattfand, eignet sich jetzt vorzugsweise die Rückvergütung durch Post=Anweisung, indem bei Uebersendung der Waaren der Adessat ersucht wird, den Betrag der Rechnung durch eine Post=Anweisung zu berichtigen, was in vielen Fällen wohlfeiler sich gestaltet und dem Publikum erwünschter esein wird, als die Auseinandersetzung mit dem Briefträger über die Postvorschuß Beträge. In jedem Falle wird vom ökonomischen Standpunkte aus gut geheißen werden, daß das neue Verfahren darauf berechnet ist, den Transport des Geldes von Ort zu Ort bei den inneren Verkehrs=Beziehungen zu verringern, statt dessen die Baarmittel einer nutzbringenden Verwendung im Orte zu erbalten und die Ausgleichung zwischen den entfernten Punkten lediglich der Post=Anstalt— nämlich so weit möglich durch Zu= und Abschreibung in deren Büchern— zu überlassen. Von den im Polenprozesse verurtheilten beiden Ausländern, welche die Nichtigkeitsbeschwerde nicht eingelegt haben, ist einer, der Italiener Dr. Martwell, bereits, am 8. d. Mts. zur Verbüßung seiner Haft auf der Festung Weichselmünde eingetroffen. Da sich herausstellt, daß die in den Straf= und Gefangenanstalten für die Gefangenen vorgeschriebenen kurzen Hosen und langen Strümpfe sich für die Gesundheit der meist an lange Hosen gewöhnten Gefangenen nachtbeilig erwiesen haben, so hat der Minister des Innern für die Anstalten seines Ressorts bestimmt, daß in diesen lange Hosen und kurze Strümpfe eingeführt werden. Nürnberg, 7. Jan. Leider hat sich die Hoffnung, daß der durch den Blitz verursachte Brand des linken Thurmes der Lorenzkiiche keine größeren Dimensionen annehmen würde, nicht erfüllt. Gegen 8 Uhr Abends ertönten von Neuem die Feuersignale, die Flammen loderten wieder mächtig empor von, dem gegen 300 Fuß hohen Thurm und erleuchteten die ganze Stadt. Ein schönes, aber grausiges Schauspiel! Zu helfen und zu retten war, zumal bei dem heftigen Westwinde, unmöglich, und so sank denn ein Stück nach dem anderen von dem stolzen Baudenkmal aus dem 13. Jahrhundert in sich zusammen, bis das Feuer an dem untereu, ganz aus Stein bestehenden Theilen an dem Kranze keine Nahrung mehr fand; gegen 12 Uhr Nachts war die Katastrophe als beendet anzusehen. Von den Glocken wirden zwei durch das Feuer geschmolzen. Das Dach war mit Kupfer gedeckt und prachtvoll vergoldet. Am 6. Januar, als der Blitz den Lorenztburm in Nürnberg entzündete, hat er auch in den Thurm der Prager Domkirche, in den der Stadtkirche in Rokitzen, in den Thurm von Caslau und in den der Pfarrtirche zu St. Anna bei Neugedin eingeschlagen. Auch bei sadt hat der Blitz die 3 Kirchthürme getroffen, ebenso den zu Wolfshehl bei Darmstadt. Die ministerielle Prov. Corresp. schreibt: Die neue Landtags=Sitzung wird von Sr. Majestät dem Könige persönlich am 14. Januar, Mittags um 1 Uhr, im Weißen Saale des Königlichen Schlosses zu Berlin eröffnet werden. Es waren in letzter Zeit noch vielfach Zweifel geäußert worden, ov nach den betrübenden Vorgängen der letzten Session jetzt eine Eröffnung durch den König selbst stattfinden würde. Die Regierung aber scheint davon aus zugehen, daß die großen und ruhmvollen Ereignisse der Zwischenzeit eine neue Lage der Dinge geschaffen haben, in welcher es dem König vergönnt ist, von den früheren Irrungen und Gegensätzen abzusehen und mit der erneuerten Hoffnung vor den Landtag zu treten, daß derselbe die Hand dazu bieten werde, aus den Erfolgen des Krieges nunmehr auch die Segnungen des inneren Friedens erwachsen zu lassen. Wenn dies gelingen soll, so muß vor Allem die endliche Verständigung- über die Militairfrage, die gesetzliche Feststellung derselben unter Mitwirkung des Landtages erfolgen. Wer möchte nicht boffen, daß die glänzende Bewährung unseres Heeres und seiner Einrichtungen dazu beitragen müsse, diese Verständigung erreichen zu lassen, odwohl die Wortführer der Parteien schon im voraus edarauf hinarbeiten, jede solche Aussicht zu verschließen. Im Falle der Verständigung über die Militairfrage würde die gesetzliche Feststellung des Staatshaushalts für 1865, so wie die nachträgliche Erledigung der Staatshaushattsfragen überhaupt, erheblichen Schwierigkeiten nicht unterliegen. Außerdem werden den Landtag folgende Gegenstände vorzugsweise beschäftigen: Eine Vorlage in Betreff der für den Krieg verausgabten Gelder(wozu eine Anleihe dekmnntlich nicht erforderlich war und auch weiter nicht beantragt wird), sobald die Rechnungen darüber vollständig vorliegen werden,— ein Gesetz, betreffend die Fürsorge für die Militair=Invali sost=Anweisung entbis 50 Thlr. die und der wohlfeile davon Abstand geenden, wovon leider malige Versiegelung ersparen. Für die stvorschuß stattfand, h Post=Anweisung, ucht wird, den Beberichtigen, was in üblikum erwünschter riefträger über die konomischen Standerfahren darauf beOrt bei den inneren e Baarmittel einer id die Ausgleichung Anstalt— nämlich ren Büchern— Ausländern, welche einer, der Italiener ng seiner Haft auf d Gefangenanstalten id langen Strümpfe wöhnten Gefangenen des Innern für die lange Hosen und ng., daß der durch er Lorenzkiiche keine üllt. Gegen 8 Uhr mmen loderten wieThurm und erleuches Schauspiel! Zu estwinde, unmöglich, 1 dem stolzen Baubis das Feuer an u dem Kranze keine die Katastrophe als durch das Feuer geprachtvoll vergoldet. i in Nürnberg entmkirche, in den der in und in den der 1. Auch bei Ingolenso den zu Wolfskajestät dem Könige Weißen Saale des Es waren in letzter ch den betrübenden z durch den König oavon aus zugehen, schenzeit eine neue König vergönnt ist, sehen und mit der derselbe die Hand nunmehr auch die n. Wenn dies gezung- über die Milier Mitwirkung des die glänzende Beizu beitragen müsse, Fortführer der Parde Aussicht zu verMilitairfrage würde 1865, so wie die überhaupt, erhebwerden den Landabten Gelder(wozu uch weiter nicht beständig vorliegen ie Militair=Invali= den und die Wittwen der im Kriege Gebliebenen,— eine Vorlage in Bezug auf die weitere Entwickelung der preußischen Seemacht,— und zwar der vollständige Gründung splan und die Anträge in Betreff der zur allmäligen Ausführung erforderlichen Mittel,— eine Vorlage in Betreff der Herstellung einer Kanalverbindung zwischen der Osts= und Nordsee durch Schleswig und Hotstein und der Betheiligung Preußens daran,— die Verträge über die Erneuerung des deutschen Zollvereins, sowie die Abänderungeu des Handelsvertrages mit Frankreich,— eine allgemeine Wege=Ordnung, ein allgemeines Berg=Gesetz,— ein Gesetz über die Gerichtsbarkeit der preußischen Konsuln im Auslande,— Vorlagen in meheren Eisenbahn=Angelegenheiten(zunächst in Betreff der Bahnen von Danzig nach Neufahrwasser, von Heppens nach Oldenburg, von Trier durch die Eifel nach Call, ferner wegen der Berlin=Küstriner, der Tilsit=Insterburger, der ostpreußischen Südbahn u. s..); endlich eine Anzahl Gesetzentwürfe von geringerer Bedeutung, namentlich aus dem Bereiche des Justiz= und Handets=Ministeriums. Hiernach wird es dem Landtage an Gelegenheit zu fruchtbringender Thätigkeit für die wirklichen Landeeinteressen nicht fehlen. Möchten die Mitglieder beider Häuser, beseelt von dem Geiste wirklicher Vaterlandsliebe und von dem Willen, das Wohl des Lundes in Gemeinschaft mit der Regierung des Königs zu fördern, an ihre ernsten nud wichtigen Arbeiten herangeben und die trüben Vorzeichen Lügen zu strafen, welche hier und da in Bezug auf die Absichten des Parteiwesens bereits auftauchen. Prinz Friedrich Karl, welchem während des Feldzuges, in dem er zuletzt den Oberbefehl über die östreichischen, wie über die preußischen Truppen geführt hat, Seitens des Kaisers von Oestreich die böchsten militairischen Ehren durch Verleibung des Maria-Tberesia=Ordens und eines östreichischen Regiments zu Theil geworden sind, beabsichtigt, dem Kaiser seinen Dank dafür in einem Besuche am Wiener Hofe abzustatten. Die Reise hat durch eine Hoftrauer in Wien eine kurze Verzögerung erfahren. Die Zeitungen knüpfen an diesen heabsichtigten Besuch allerlei Gerüchte über vermeintliche politische Aufträge des Prinzen. Diese Angaben sind jedoch kurchweg irrthümlich, die Reise hat durchaus keinen andern Zweck, als den oben angedeuteten. Schleswig und Kiel. Zum Sitz der obersten Verwaltungsbeböde in den Elbherzogthümern ist nunmehr bestimmt Schleswig ausersehen besonders auch, um der früber blübenden Stadt für die von ihr während der letzten Zeit der dänischen Herrschaft gebrachten bedeutenden Opfer eine Entschädigung zu gewähren. Die Uebersiedelung von Kiel nach Schleewig soll am Ende dieses Monates stattfinden. Die beiden Civilcommissare Preußens und Oestreichs, die Freiverren v. Zedlitz und v. Halbhuber, werden ihren Sitz auf Stloß Gottorf nehmen. Das militairische Ober=Commando der verbündeten Armee unter dem General= Lieutenank v. Herwarth ist am 6. d. M. von Altona nach Kiel verlegt worden Die Stände des Herzogthums Lauenburg entsandten bekanntlich zu, Anfang Novembers v. J. eine Deputation nach Berlin, um den König von Preußen zu ersuchen, ihr Land unter seine Regierung zu nehmen. Nachdem die Deputation über den ihr bei Sr. Majestät dem Könige und bei dem Minister=Präsidenten von Bismark zu Theil gewordenen Empfang Bericht erstattet, haben die Stände eine Dankadresse an den König beschlossen, an deren Schlusse es beißt:„Ew. Königl. Majestät haben die hobe Gnade gehabt, unsere Abgeordneten persönlich zu empfangen und denselben in buldreichster Weise zu erklären, daß, wenn Se. Majestät der Kaiser von Oestreich seine Rechte an Ew. Majestät abtreten werde, Ew. Königl. Majestät, den von uns kundgegebenen Wünschen gemäß, Allergnädigst die Landesherrschaft übernehmen, die Einrichtungen unseres Landes bestehen und desfällige Festsetzungen demnächst treffen lassen wollen.— Diese Allerhöchste Zusicherung hat uns zu dem tebhaftesten Danke bewegt, und haben wir denselden Ew. Königlichen Majestät allerunterthänigst auszusprechen nicht unterlassen dürfen.— Das Vertrauen zu Ew. Königl. Majestät weisen und festen Regierung wird uns auch ferner begleiten, und geben wir uns der frohen Hoffnung hin, daß in nicht ferner Zeit Ew. Königlichen Majestät wir als unserem alleinigen Landesherrn unsere Unterthanen=Huldigung werden darbringen können.“ Ausland. London, 10. Jan. Nach einem Gerüchte, dessen mehrere Blätter erwähnen, beabsichtigt die Regierung vom Parlament 30.000 Pid. St. Zulage für den Prinzen von Wales zu verlungen, weil er, in Folge des zurückgezogenen Lebens, das die Königin führt, die Pflicht habe, eigenen Hof zu halten und die Honneurs des Landes zu machen, also auch größeren Aufwand als bisher zu ma en gezwungen sei. London, 12. Januar. Die Bank von England hat den Diskont auf 5½ pEt. heradgesetzt. In Petersburg ist die Nachricht eingetroffen, daß man in der Nähe von Nertschinek in Ostsidirien mehr als fünfzig Goldlager aufgefunden hat und daß sich dort in der Gegend viel Gold findet. Provinzielles. Auf dem Bahnhofe zu Paderdorn kam am 5. Jan. ein Fubrwerk mit 2 Pferden in dem Augenblicke quer auf die Schienen gefahren, als ein Zug ankam, welcher nun den Wagen überfuor; die Locomotive trug während dem an einem Puffer ein Rad jenes Wagens. Auf der Steinkohlengrube„Karolinenglück“ zu Bochum wurde im April v. J. ein neues fünffüßiges Steinkohlenflötz aufgeschlossen und mit dem Namen„Düppelflötz" belegt. Einige Monate später durchfuhr man in dessen Nachbarschaft ein anderes neues Flötz von 44 Zoll reiner Kohle und dieses erhielt den entsprechenden Namen„Alsenflötz". Coblenz, 9. Jan. Der Oberprisident hat am 5. d. dem Capitel zu Köln erklärt, daß das Capitel sein Wahlrecht verloren und seine Mission ale Wahlcommissär aufgebört habe. Urdenbach, 6. Jan. Heute Morgen gegen 8 Uhr hatten wir hier ein starkes Gewitter mit Hagelschlag. Die Blitze zuckten und der Hagel schoß in Sirömen hernieder, dabei hauste ein so furchtvarer Sturm, daß man glaubie, die Erde erbede. Glücklicherweise waren die Hagelkörner klein, so daß wir vor Beschädigungen bewahrt geblieben sind. Eine Geschichte, wie sie nicht alle Tage passirt. Dupuytren, der berühmte Arzt, der einen europäischen Ruf hinterlassen hat, war ein Mann von beinabe riesigem Wuchs, starkem Knochenbau und harten Gesichtezügen, ebenso bekannt wegen seines tiefen Wissens, seiner ausgebreiteten Kenntnisse, als wegen der rauben Derbheit, man könnte beinahe sagen, der gefühllosen Grausamkeit, mit welcher er die Patienten bebandelte, die das Schicksal in seine Hände lieferte. Und die Zahl derselben war außerordentlich groß, weil er Vorstand verschiedener Spitäler von Puris war. Eines Tages, als seine gewöhnliche Konsultationsstunde sich wegen des großen Zudranges Ratb= und Hülfesuchenker weit über die gewöhnliche Zeit hinausgedehnt hatte, wollte er sich eben ganz erschöpft der Ruhe uberlassen, als noch ein verspäteter Patient an der Thüre seines Kabinets erschien. Es war ein sehr kleiner Greis, dessen Alter man kaum hätte bestimmen können. Sein volles rosiges Gesicht, das offenbar mit dem Rasirmesser wenig zu thun hatte, war klein und bausdäckig, den Gesichtern der Posaunenengel vergleichbar. Zwischen einem dichten Netze von Runzeln, die nur leise eingedrückt waren, sah man einen kleinen, zierlichen Mund und eine feingeschnittene Adlernase; seine Hände und Füße waren, wie der ganze Köiper, miniaturmäßig. In seinen blauen Augen, seiner Physiognomie, seinen Bewegungen, seinem ganzen Wesen verrietb sich seine außerordentliche Schüchternbeit, Sauftmuth und Gutmütbigkeit. Betrachtete man das ruhige, zufriedene Gesicht dieset kleinen Greises, so fühlte man sich unwillkürlich zu ihm hingezogen, so empfand man das Bedürfniß, ihn zu lieben. In der rechten Hand bielt er einen Stock mit einer Krücke, und sein kleiner Körper war ganz in Schwarz gekleidet. Indem er grüßte, zeigte er eine große Tonsur: er war ein Geistlicher.— Finster und eiskalt hefiete sich der Blick Dupuytren's auf ihn.—„Was wollen Sie?“ fragte er ihn hart. „Herr Doktor“, entgegnete sanft der kleine Greis,„ich bitte Sie um die Erlaubniß, mich setzen zu dürfen. Meine armen Beine sind schon etwas alt.— Vor zwei Jahren bekam ich eine Geschwulst am Halse. Der Chirurg meines Dorfes— ich din nämlich Pfarrer in *** bei Nemours— meinte aufangs, das hätte nicht viel zu sagen, aber das Uebel nahm zu, und nach fünf Monaten brach die Geschwulst ganz von selbst auf. Ich mußte längere Zeit das Bett hüten, ohnedaß co besser mit mir wurde. Endlich war ich gezwungen aufzustehen, denn ich habe allein die geistlichen Funktionen in 4 Dörfern zu versehen und—“ „Zeigen Sie mir Ihren Hals!“ „Die dbraven Leute, fuhr der Pfarrer fort, indem er zugleich dem Verlangen des Arztes genügte,„ die braven Leute erboten sich zwar, jeden Sonntag zu mir nach**“ zu kommen, um die Messe zu hören; aber sie haben die ganze Woche hindurch viel Plage und nur diesen einen Tag, um sich auszuruhen. Ich sprach also zu mir: Es wäre nicht gerecht, daß allewelt sich deinetwegen eine Last auflegt. Und dann, sehen Sie, gibt es auch erste Kommunionen, Katechismuslehre und Auderes.— Unser dochw. Bischof wollte noch einige Zeit warten, mir einen Amtsdruder zu Hilfe zu schicken:— da haben meine Beichtkinder mich gebeten, däß ich nach Paris gehen und Sie zu Rathe zieben möchte. Ich konnte mich dazu nicht gleich entschließen, denn die Reisen kosten Geld, und ich habe viele arme Leute in meiner Gemeinde; abes ich mußte endlich wobl thun, was sie verlangten, und so nahm ich denn einen Wagen. Das ist mein Leiden, Herr Doktor!“ fügie er hinzu, indem er seinen Hass, der Binden entledigt, vorbeugte. Dapaptren besoh die Wunde längere Zeit sehr aufmerksam. In dem Halse des Greises war ein Loch von etwa einem Zoll Durchmesser * und bedeutender Tiefe. Es= war eine sehr schlimme Drüsengeschwulst, die sich an mehreren Stellen krebsartig zeigte, und so gefährlich, das Dupuytren sich wunderte, wie der kleine Greis sich aufrecht zu erhalten vermochte.— Er bog die Ränder auseinander und drückte die Umgebungen so stark, daß er glaubte, es würde eine Ohnmacht folgen. Doch der Kranke zuckte nicht einmal. Als die Untersuchung beendigt war, bog Dupuytren rasch mit beiden Händen den Kopf des Geistlichen gegen sich, sah ihn fest an und sagte mit seiner rauhen Stimme:„Nun, Herr Abbe, daran muß man sterben.“ Der Greis nahm die Binden, umhüllte damit seinen Hals, ohne ein Wort zu sagen, Dupuytren hielt während dessen die Augen fortwäh rend fest auf ihn gerichtet. Als er den Verband beendigt hatte, nahm er aus der Tasche ein in Papier gewickeltes Fünffrankenstück, legte es auf den Kaminrand und sagte mit einem bewundernswürdigem Lächeln: „Ich bin nicht reich, Hr. Doctor, und meine Armen sind sehr arm; verzeiben Sie daher, daß ich nicht theurer eine Konsultation des Doktors Dupuytren bezahlen kann.— Ich schätze mich glücklich, daß ich Sie aufgesucht habe; ich werde jetzt doch wenigstens auf das vorbereitet sein, was meiner wartet.—„Vielleicht", fügte er mit der größten Sanstmuth binzu.,„hätten Sie mir diesen wichtigen Ausspruch mit etwas mehr Vorsicht mittheilen können. Ich bin 65 Jahre alt, und in diesem Alter hängt man zuweilen außerordentlich am Leden. Aber ich zürne Ihnen nicht; Sie haben mich nicht überrascht, denn ich war darauf schon seit längerer Zeit gefaßt.— Leben Sie wohl, Herr Doktor; ich gehe, um auf meiner Pfarre zu sterben.“— Damit verließ er das Zimmer. Dupuytren sah dem Pfarrer gedankenvoll nach. Dieser eiserne Character, dieser unbeugsame Menich zerschellte wie ein dünnes Glas vor einigen einfachen Worten eines armen Greises, den er krank und schwächlich zwischen seinen großen und kräftigen Händen gehalten und mit dem er spielen zu können geglaudt hatte. In diesem gebrechlichen, von einem schweren Leiden geschwächten Körper hatte er ein Herz gefunden, das fester war als das seinige, einen Willen, kräftiger als sein eigener; er mußte sich sagen, daß der kleine Greis stärter, eiserner sei als er.— Plötzlich sprang er auf und eilte an die Treppe; vielleicht wollte der Eisenmann sich noch nicht für befiegt erklären! Der kleine Greis stieg langsam die Treppe hinab und stützte sich dabei mit der Schulter gegen das Geländer. „Herr Abbe“, rief er ihm zu,„wollen Sie wohl noch einmal heraufkommen?“ Der Greis that es. Vielleicht ist es noch möglich, Sie zu retten, wenn Sie einwilligen, daß ich Sie operire.“ „Ei, mein Gott, Hr. Doktor, sagte der Abbe, in dem er mit großer Lebhaftigkeit seinen Stock und seinen Hut weglegte,„ich bin ja nur deshalb nach Paris gekommen. Operiren Sie, operiren Sie Alles, was Sie nur wollen.“ „Ader vielleicht machen wir einen vergeblichen Versuch, und jedenfalls währt die Operation lange und ist sehr schmerzhaft.“ „Operiren Sie, operiren Sie, Herr Doktor!— Ich werde Alles aushalten, was sein muß.— Meine armen Beichtkinder werden so zufrieden sein!“ „Nun gut! So gehen Sie nach dem Hotel Dieu, nach dem Saale der h. Agnes. Dort werden Sie sehr gut versorgt sein, und die Schwestern lassen es Ihnen an nichts mangeln. Sie ruhen sich heut Abend und morgen aus, und übermorgen Früh—“ „Abgemacht, Hr. Doktor, ich danke Ihnen.“ Dupuytren schrieb einige Zeilen, die er dem Priester übergab. Dieser begab sich in das Hospital und wurde dort sehr gut aufgenommen. 14 Am folgenden Tage waren die Schüler, die jeden Tag den Lehren des großen Meisters lauschent, kaum versammelt, als Dupuytren eintrat. Er ging sogleich zu dem Bett des Abbe, und die Operation begann. — Dupuytren schnitt und trennte mit Messer und Scheere. Seine Stahlzangen senkten sich auf den Grund der Wunde und zogen die Muskeln derauf, die er unterband und dann befestigte. Dann beseitigte die Säge kreischend einige angefressene Knochentheile. Die Schwämme mußten alle Augenblicke frisch ausgedrückt werden, um in Strömen das eingesogene Blut von sich zu geden. Die Operation währte 25 Minuten. Der Abde zuckte nicht mit einer Wimper, nur ale Dupuytren ihm sagte:„Es ist geschehen!“ ward er etwas blaß.— Dupuytten verband ihn selbst und sagte alsdann mit freundlichem Tone:„Ich glaube, er wird alles gut geben.— Haben Sie sehr gelitten!“ „Ich war bemübt, an etwas anderes, d. h. an meinen allgegenwärtigen Vater zu denken!“ entgegnete der Abde. Damit schlummerte er ein. Dupuytren betrachtete ihn einige Augenblicke in tiefem Saweigen; dann zog er behursam den Bettvorbang zu und setzte seine Runde fort.— Der Priester war gerettet.— Jeden Morgen besuchte ihn Dupuytren, ganz gegen seine gewöhnliche strenge Ordnung, zuerst, und als er dann aufstehen und einige Schritte machen konnte, nahm Dupuytren seinen Arm, mäßigte seine Stimme so viel als möglich, und machte plandernd mit ihm einen Gang durch den Saal; etwas ganz Unerklätliches und Unbegreifliches für„le, welche die gewöhnliche Härte und Gefühllosigkeit des Arztes kannten. Als der Abbe so weit hergestellt war, um die Reise aushalten zu können, nahm er Abschied von dem Doctor und den guten Schwestern und kehrte zu seinen Beichtkindern zurück. Einige Zeit darauf sab Dupuytren bei seinem gewöhnlichen Besuche in dem Hotel Dien den Abde auf sich zukommen. Seine Schuhe waren weiß von Staub, als hätte er einen weiten Weg zu Fuß gemacht, und am Arme hatte er einen Weidenkord.— Dupuytren begrüßte ihn sehr freundlich, und nachdem er sich überzeugt hatte, daß die Oyeration ohne nachtheitige Folgen geblieben war, fragte er, was ihn nach Paris führte. „Herr Doktor,“ entgegnete der kleine Greis,„es ist heute der Jabrestag meiner Operation, und ich wollte den 6. Juli nicht vorübergeben lassen ohne Sie zu begrüßen, und Ihnen ein kleines Geschenk zu bringen. Hier in dem Korbe habe ich zwei schöne Hühner von meinem Hühnerhofe und Birnen aus meinem Garten, wie Sie in Paris gewiß keine bekommen.— Sie müssen mir aber versprechen, ganz gewiß von Beiden zu kosten.“ Dupuytren drückte ihm herzlich die Hand und bat ihn, mit ihm zu essen; aber der Abbe lehnte es ab, denn er hatte Eile, wieder nach Hause zu kommen. Noch zweimal sah Dupuytren darauf am 6. Juli den guten Abbe mit seinen beiden Hühnern und seinen Birnen kommen; da zeigten sich die ersten Anfälle jener Krankbeit, für die er, der so viele geheilt hatte, bei sich selbst kein Heilmittel finden sollte. Er machte eine ihm von der ganzen Fakuität dringend angeratbene Reise nach Itatien, aber bald überzeugte er sich, daß sein Ende unaufhaltsam herannahe. Er kehrte im März 1834 nach Frankreich zurück und fühlte, daß seine Augenblicke gezährt seien.— Sein Character wurde jetzt noch verschlossener, noch finsterer, je näher der verhängnißvolle Augenblick heranrückte. Plötzlich rief er Herrn*, seinen Adoptivsohn, und dictirte ihm den Abbe die folgenden Zeilen: „Mein lieber Adbe! Der Doktor bedarf jetzt Ihrer. Kommen Sie schnell! vielleicht kommen Sie doch schon zu spät. Ihr Freund Dupuytren.“ Der kleine Greis eilte sogleich herbei. Längere Zeit blieb er mit Dupuytren in dessen Zimmer eingeschlossen. Was beide mit einander sprachen, hat man nie erfahren, als aber der Abbe das Gemach des Sterbenden verließ, waren seine Augen feucht und sein Gesicht strahlte in milder Erhebang.— Am nächsten Tage— es war der 8. Fedruar 1835— ließ Dupuytren den Erzbischof von Paris zu sich rusen; dann stard er.— Am Tage der Beerdigung war der Himmel schon vom frühen Morgen an mit dichten grauen Wolken bedeckt. Ein feiner, ununterdrochener Regen, mit Schnee gemischt, machte die zahllose schweigende Menge vor Kälte erstarren, die den Platz Saint=Germain'Auxerrois und den geräumigen Hof des Sterbehauses erfüllte. Die Kirche Saint= Eustache konnte die Menge des Leichengefolges nicht fassen.— Nach dem Todtenamt trugen die Schüler des berühmten Arztes dessen Sarg bis zu dem Todesacker. Weinend folgte dem Sarge der kleine Abbe, dessen großes Herz durch selbstverleuguende Liebe nicht bloß den eignen Leib, sondern auch jenen fast im Materialismus und Unglauben verlorenen Großen der Erdensöhne bewältigt hatte.— Vermischtes. Es ist die interessante Entdeckung gemacht worden, daß Gemüse und Fruchtbäume, mit einer Lösung von schwefelsaurem Eisen begossen, staunens werthe Resultate erzeugen; Bohnen nehmen an Größe bei 60% zu und werden viel schmackhafter. Unter den Früchten gewinnen die Birnen am meisten durch dieses Verfabren. Eine neue Art Briefmarken ist jüngstens in New=York patentirt worden. Sie ist aus Goldschlägerhaut gemacht, die sehr zäh und dabei so dünn ist, daß der Druck auf beiden Seiten fast gleich gesehen werden kann. Die Marke wird deshalb auch auf der gedruckten Seite gummirt, und Zeichnung, Schrift und Zahlen scheinen deutlich durch und sind, da der Druck ein verkehrter ist, vollkommen lesbar. Zum Drucke selbst wird eine eigens zubereitete Farbe angewandt, die, sovald man die Marke abzulösen versucht, sich ebenfalle von dieser löst und auf dem Briefe haften bleibt, wädrend sich der Stoff der Marke ganz farblos abbebt. Eine derartige Marke kann natürlich nicht zum zweiten Male benutzt werden, was man von den jetzt gebräuchlichen nicht sagen##kann. Den besten Beweis hiervon lieferte vor Jahren schon der Herr Joharo, Inspector des Industriemuseums in Brüssel, denn er sandte dum Generatpostmeister in Londyn eine englische Postmarke, die er' gegen 20 Mal versuchsweise benützte, ohne daß die Post nur eine Ahnung davon hatte.