„„„ Vieleselder Beobachter# Hersorder Beobachter### Mindener Beobachter Rattonihsozlattzt. Gageszellung jur Westsalewuoro Gechäftstelle Herford. Hämelingerstraße 9. Ferneuf Herford 3993, Bielesald: Fernen 1499— Verlag und Rotationsdruck Bactew, Herford. Erscheint werktags. Bezugspreis monatlich 2.00 RM. und Bestellgeld. Jede Postanstalt nimmt Bestellungen an. Zusendung durch Kreuzband 1.50 RM mehr.— Bei höheren Gewalten, Streiks, Betriebssthrung, besteht für den Verlag keine Verpflichtung zur Rückzahlung des Bezugspreises. Postversand Herford Parteiamtlich anerkannt. Anzeigenpreis; die S gespaltene Millimeterzelle 32 mm breit 15 Vg. Lokalzelenpreis 10 Uig Reklamen Millimeterhöhe 65 mm breit 50 Psg. Bei Wiederholungen und Abschlüssen Ermäßigungen nach Tauf. Bei Konkursen, Klagen und Zielüberschreitungen fällt vereinbarter Rabatt fort. Erfäslungsort: Herford.— Für unverlangte Manuseriptsendungen wird keine Garantie geleistet. Post„ scheckonto:(Westsälischer Beobachter, Herford) Hannover Nr. 19 573. Nr. 185 Preis 15 Pfg. Mittwoch, den 9. August 1933 5. Jahrgang F runzesen und Englander **** Die Aufnahme der deutschen Antwort auf den französisch=englischen Schrit. Die Aufnahme der deutschen Antwort auf den französisch= englischen Schritt in Paris spricht von einer„wenig freundschaftlichen Antwort auf eine freundschaftliche Demarche". Die meisten Blätter nehmen sich nicht die Mühe, auf die deutschen Argumente einzugehen und vor allem eine Antwort auf die aufgeworfene Frage zu geben, wie es denn mit der unzulässigen Einmischung in innerdeutsche Angelegenheiten stehe, wie sich beipielsweise der Straßburger Sender Abend für Abend erlaubt. Daß die Berufung auf den Viererpakt in jeder Beziehung ein Mißgriff war, geben verschiedene Blätter unumwunden zu.„Das Viermächteabkommen hat nichts mit der österreichisch=deutschen Angelegenheit zu tun“ schreibt„L'Ordre“, Hitler hat recht, das zu betonen. Wir durften kein anderes Ergebnis von einer Demarche erwarten, die so ungeschickt war, aber auch so wenig energisch durchgeführt wurde.“ Das Blatt beklagt vor allem die Verzettelung der Aktion wegen der„stillschweigenden Unterstützung Deutschlands durch Mussolini“. Auch„Figaro" sieht vor allem der Stellungnahme Mussolinis resigniert entgegen.„Populaire“ will keine andere Antwort erwartet haben. Die französisch=englische Demarche sei zu ungeschickt gewesen. Hier handele es sich weder um den Versailler Vertrag noch um den Viermächtepakt, sondern um den Frieden in Mitteleuropa. Deshalb müsse, so meint das Blatt, der Völkerbund mit dem Problem befaßt werden. Auch die englischen Zeitungen meckern Die englische Beurteilung der deutschen Antwort auf den französischen Schritt in Berlin. London. Ueber die Antwort der deutschen Regierung auf den Schritt der diplomatischen Vertreter Frankreichs und Großbritaniens gehen die Ansichten über die Haltung der Reichsregierung auseinander. Einige Blätter glauben von einer„Herausforderung, sprechen zu sollen, die im Gegensatz zu Verständigung zwischen Danzig und Holen Möglichkeit der Revision der Beziehungen der großen Völker Mittel= und Ost=Europas Danzig. In der gestrigen Sitzung der Danziger Volkstages legte Senatspräsident Dr. Rauschning seine Erklärung über die Danziger Außenpolitik und die zwischen Danzig und Polen abgeschlossenen Pakte ab. Die Pakte, so sagt er, seien geeignet, eine Wendung von geschichtlicher Bedeutung in der Politik Danzigs einzuleiten. Es sei hier zum ersten Male gelungen, schwebende Streitfragen in einem unmittelbaren Verständigungsakt der Beteiligten zu lösen. Dr. Rauschning erinnerte an die Atmosphäre des Mißtrauens und ständiger Erregung, die zwischen Danzig und Polen bestanden habe und die unvermeidlich nicht nur eine Katastrophe für Danzig, sondern auch unabsehbare Schäden für die Ruhe und Sicherheit aller Nationen zur Folge gehabt hätte. Die nationalsozialistische Bewegung habe daher noch vor der Regierungsübernahme ihren Friedenswillen und die Bereitschaft zu einer weitgehenden Bereinigung aller angesammelten Fragen bekundet und der neue Senat habe den Weg zu einer Entspannung der Lage und zu der politisch wie wirtschaftlich notwendigen Zusammenarbeit für den Warschauer Besuch eingeleitet. Trotz der Fülle der strittigen Fragen sei es nach wenigen Wochen gelungen, wenigstens einige Fragen, darunter eine solche Kardinalsfrage, wie die der Ausnützung des Danziger Hafens, einem Ausgleich entgegenzubringen. Der Senatspräsident trat dann der Befürchtung entgegen, daß lebenswichtige Rechte der Freien Stadt Danzig preisgegeben werden könnten, ohne daß die Aussicht auf gleichwichtige Erleichterungen bestünde. Es handele sich vielmehr darum, auf einer bisher noch nicht versuchten Grundlage eine Gesamt=Bereinigung zu erzielen. In der Tatsache einer aufrichtigen und gerechten Bereinigung der Danzig= polnischen Lebensbeziehungen sehe er die Möglichkeit einer Nevision der Beziehungen der großen Nachbarvölker Mittel= und Osteuropas auf den Boden eines neuen Rechtsgrundsatzes. Es müsse auch, so betonte der Senatspräsident mit starkem Nachdruck im weiteren Verlauf seiner Rede, zum Ausdruck gebracht werden, daß Danzig im Rahmen der Verträge nicht nur ein selbständiger Staat mit dem Mittel eigener Staatlichkeit sei, sondern daß auch trotz des gemeinsamen Zollgebietes eine völlige Uniformierung der Danziger Wirtschaft mit der polnischen nicht möglich sei, da sie die Grundlage des eigenen Lebensstandes, der eigenen Kultur und die Unantastbarkeit der selbständigen Danziger Staatsführung zerstören würde. Es müsse volle Klarheit darüber herrschen, daß Versuche, an die selbständige Form der Danziger Wirtschaftsführung und die Geschlossenheit des Danziger Wirtschaftsgebietes innerhalb der Zollunion zu rühren, zu keiner Verständigung führen könnten. Es gibt, so erklärte der Senatspräsident, nur zwei diskutable Wege für Danzig: einen Ausgleich mit Polen zu suchen. der Danzias der vor drei Monaten gehaltenen Rede der Reichskanzlers stehe. Andere sind der Meinung, daß der Ton der deutschen Antwort nicht tragisch genommen zu werden brauche und glauben, daß die deutsche Regierung bereit sei, den Propagandaflügen Einhalt zu tun und auch zu veranlassen, daß kränkende Aeußerungen in den Rundfunkreden nicht weiter gebraucht werden. Der diplomatische Korrespondent des Daily Telegraph ist der Meinung, daß die beanstandeten Propagandamaßnahmen aufhören werden und drückt die Ansicht aus, daß mit einer baldigen Besserung der österreichisch= deutschen Beziehungen zu rechnen sei. Der diplomatische Korrespondent der Morningpost“ sagt, die amtliche Antwort zeige kein Entgegenkommen. Aber es heiße, daß Berlin bereits angedeutet habe, es werde in Zukunft sein Bestes tun, um solche Zwischenfälle zu vermeiden. Amtliche Kreise in London seien der Ansicht, daß der Reichskanzler beabsichtige, sein Versprechen vom Mai zu erfüllen, wonach Deutschland nach wie vor innerhalb des Rahmens der bestehenden Verträge handeln werde. Unser Führer wird bestimmt seine Versprechen halten. Darauf können sich die Engländer verlassen. Worauf wir uns aber nicht verlassen können: auf den Willen Englands und Frankreichs, den wirtschaftlichen und politischen Frieden Europas herzustellen Es wird beiden Großmächten einmal leid tun, einen Dollfuß unterstützt zu haben in seinem Bestreben, Deutschland und neu zusammengeformtes Deutschtum zu bekämpfen. Im übrigen: England und Frankreich mögen sich nicht um ungelegte Eier kümmern! Die Totalität der nationalsozialistischen Zettungen in Bayern Bayrisches Gesetz über die Veröffentlichung amtlicher Bekanntmachungen. München. Die bayerische Regierung hat ein Gesetz beschlossen, das die Veröffentlichungen von Bekanntmachungen der Staatsund Gemeindebehörden regelt. Staats= u. Gemeindebehörden dürfen danach ihre Bekanntmachungen nur in einer in ihrem Bezirk erscheinenden nationalsozialistschen Tageszeitung, die ausdrücklich vom Reichsleiter der Presse der NSDAP. als solche anerkant ist, vornehmen. Ist eine nationalsozialistische Zeitung nicht vorhanden, so haben die Veröffentlichungen in einer Zeitung zu erfolgen, die schon vor der nationalen Erhebung die nationalsozialistische Bewegung nicht bekämpft hat. Die Bestimmungen des Gesetzes gelten auch für die Bezirke, Kreise und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechtes. Lebensraum und Selbständigkeit sichert. Gelingt dies nicht, so sehe ich nur den zweiten Weg, der unzweifelhaft deutschen Charakter Rechnung trägt, nämlich: das Danziger Statut erfährt eine Aenderung. Aenderung des Danziger Statuts bedeutet: Die Freie Stadt Danzig gibt freiwillig ihre Selbständigkeit auf und kehrt zum Reich zurück. Die richtige Antwort 1 Zum französisch=englischen Schritt in Berlin. Der französische Botschafter und der englische Geschäftsträger haben auf ihre Intervention bei der Reichsregierung zugunsten Oesterreichs einen ablehnenden Bescheid erhalten. Damit dürfte nunmehr diese gesamte Aktion zum Abschluß gebracht sein. Die ganze Aktion ist eigentlich erst in Gang gebracht worden durch Stimmen der ausländischen Presse, die— im, diplomatischen Gebrauch vollkommen ungewöhnlich.— formell die Protestakten vorher groß ankündigte. Eine französische Zeitung hat es sogar fertigbekommen, den von ihr angekündigten Schritt zu vergleichen mit dem Veto, das die englische Regierung im Jahre 1835 gegen die Besteigung des belgischen Thrones durch ein Mitglied des Bourbonischen Hauses einlegte. Der angekündigte Schritt wurde jedoch immer weiter hinausgeschoben, weil die Mächte unter sich nicht einig waren. Es ist bezeichnend, daß der italienisch Botschafter Montag im Auswärtigen Amt nicht erschienen ist. Die fremden Regierungen sind zu ihrem Schritt, der nicht einmal gemeinsam erfolgte, erst durch die Pressestimmen geradezu gedrängt worden. Man wird sich fragen, wozu die ganze Aktion überhaupt noch dienen sollte. Der wahre Grund dürfte nicht der sein, daß etwa die Unabhängigkeit eines dritten Staates bedroht oder angetastet sei, sondern er ist wohl darin zu suchen, daß mit diesem Schritt die österreichische Regierung in den Augen der Außenwelt, besonders aber der österreichischen Bevölkerung gestärkt werden soll. Ob dieser Zweck mit dem Schritt tatsächlich erreicht ist, muß mit Fug und Recht stark bezweifelt werden. Die ausländische Presse, die mit aller Macht noch nachträglich zu diesem Schritt getrieben hat, hätte sich von vornherein sagen müssen, daß mit dem Schritt nichts zu erreichen ist. Die französische und englische Presse mußte sich gegen die eigene Regierung stark machen, de der französischen und englischen Finanzwel aus finanziellen Gründen eine Aenderung der Regierungsverhältnisse in Oesterreich unerwünscht ist. Man darf sich ferner fragen, ob der Schrit überhaupt zustande gekommen wäre, wenn die zuständigen Minister in Paris und London anwesend gewesen wären. So hat jedenfalls die ganze Angelegenheit sich nur zwischen den Staatssekretären der drei Länder abgespielt. Angeregt worden sein dürfte der Schritt von Paris aus. Bei dieser Gelegenheit wäre noch einmal zu betonen, daß der Viermächtepakt keine geeignete Plattform für einen derartigen Schritt bildet. Er soll nicht dazu dienen, die Angelegenheiten eines Partners mit einer fünften Macht in Ordnung zu bringen, sondern zur Befriedung der Welt dienen, und zwar in freundschaftlichster Form. Zu Anklagen jedenfalls eines der vier Partner gibt der Viermächtepakt keine Handhabe. Was ist denn eigentlich geschehen? Flugzeuge nicht erkennbarer Herkunft haben Flugblätter über österreichischen Orten abgeworfen, die sich gegen die jetzige österreichische Regierung wandten. Ferner sind Rundfunkvorträge an das österreichische Volk gehalten worden. Wert seit Wochen den Straßburger Sender verfolgt und feststellt, was er in diesen letzten Monaten alles nach Deutschland gegeben hat, für den ist es wohl klar, wo in dieser Hinsicht mehr geschehen ist. Eine derartige Einmischung, wie sie sich seit langem der Straßburger Sender in innerdeutsche Verhältnisse leistet, ist jedenfalls durch deutsche Sender noch niemals, auch nicht in das deutsche Oesterreich hin, begangen worden. Der jüdische Krleg Von.. Zwischen den Zeilen einer gewissen Presse tobt er weiter, der Krieg, der an und für sich verloren ist, dem man aber mit etwas Trompetengeschmetter und Trommelgerassel die Niederlage etwas zu betäuben sucht. So werden von der jüdischen Journaille in ihren Blättern noch rein jüdische Tendenzen verfochten, meistens allerdings so, daß sie sofort erkennbar sind. Gefährlich aber werden mit größtem Geschick und jüdischem Talent geschriebene Veröffentlichungen, die, unter dem Mantel geschichtlicher Forschungen dem wissenden jüdischen Leser sein Triumphgefühl über den„dummen Deutschen" stärken müssen. Die unverschämten Geschichtsfälschungen eines 8=Uhr=Abendblattes sind bekannt, und es kommt einem wie eine ausgleichende Gerechtigkeit vor, daß es vor allen Dingen das genannte Schandblatt war, dessen Uebernahme in den Verlag Mosse diesem den Todesstoß versetzte. Alles was deutsch war. alles, was für deutsche Freiheit und Einigkeit gekämpft hatte, wurde vom 8=Uhr=Abendblatt verhönht, mit frecher Stirn verhöhnt, daß ähnliche„geschichtliche" Betrachtungen in der Hamannschen Kunstgeschichte des Verlages Knaur von Deutschen ernst genommen werden konnten. Nun könnte jemand sagen:„das war einmal.“ Gut, diese 2 Seuchen„waren", obwohl anzunehmen ist, daß sich die Knaur'sche Kunstgeschichte ihres billigen Preises und schönen Einbandes wegen in so manchem Bücherschrank finden läßt. Mag die Taktik gewechselt sein, die Zersetzung geht weiter. Unter dem Titel„Hexenverfolgung, Hexenprozeß“ brachte die„Frankfurter Zeitung“ einen Artikel mit einer chronologischen Uebersicht vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Stutzen an dem Artikel macht für den Ueberlegenden von vornherein, daß sich ausgerechnet die„Frankfurter Zeitung“ für die„armen Opfer" erwärmt, denn unleugbar waren es jüdische Triebkräfte die sich während der Hexenverfolgungen gegen das arische Blond der deutschen Frauen austobten. Noch mehr stutzt man, wenn man belehrt werden soll, daß es den Jesuiten zu danken sei, daß die Greuel eingestellt wurden.— Nachdem man sich darüber mit Hilfe seines geschichtlichen Wissens ein Urteil gebildet hat, liest man den Artikel nochmals und— nun klingt es ganz anders. Sicherlich haben die„ala Moral“ gebrauchten Sätze Beziehungen zu den Hexenverfolgungen vergangener Jahrhunderte, sie bekommen aber auch Beziehungen auf„Verfolgungen“ und„politische Zustände“ der Zeit, in der wir leben. Es seien hier einige Absätze jüdisch=journalistischer Raffiniertheit angeführt: „Noch aber gellt der Schrei der Gemarterten weit durch die Lande. Noch drängt überall erschreckt=lüsterner Pöbel zu den Holzstößen und zu den qualverzerrten Opfern. Es ist, als wäre es nichts geringeres als Erdgebot, und die Jahrhunderte bezeugen es wieder und wieder, daß auf den Krieg die Seuchen folgen. Kennzeichen aller geistigen Epidemien ist das Wiederaufleben lang überwundener, scheinbar abgetaner Anschauungen und Vorstellungen. Als hätten sich in alten Gräbern Bakterien virulent erhalten..“ Wir haben scharfe Ohren bekommen, ihr Herren! Die ursprünglich gewählte grammatikalische Formel der Vergangenheit scheint uns nicht ganz gewahrt! Der folgende Satz bestärkt unseren Verdacht: „Glaubt man an Sinn und Folgerichtigkeit in der Entwicklung der Menschheitsgeschichte— wie will man derartige Rückfälle(Folter) erklären? Was bedeutet die Wiederkehr des geistig bereits Ueberwundenen und Abgetanen?“ Danach folgen Ausführungen über Folter, Aberglaube und Hexenspuk, deren letzter Abschnitt wiederum zu einem Satz(von uns unterstrichen) überleitet, der nur nicht ganz „koscher“ scheint! Man lese: „Vielmehr nichts wäre irriger als anzunehmen, jedermann in Deutschland und in den anderen vom Hexenwahn befallenen Ländern sei solchem Aberglauben unterlegen. Es ist mit sehr viel größerer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß selbst die Masse des ungebildeten Volkes dem Treiben durchaus fernstand. Noch immer war es das Kennzeichen geistiger Epidemien, daß die Erkrankten die Gesunden vergewaltigten.“ Ganz auffallend und kennzeichnend sind die letzten Sätze jener„geschichtlichen Abhandlung“ der„Frankfurter Zeitung", die durch ihre hier offen erwählte Benutzung des Präsens einen ganz bestimmter Klang bekomDie harte Faust ees Aechl? Die Rundfunkbonzen wurden eingesperrt Berlin. Wie das Geheime Staatspolizeiamt mitteilt, sind der ehemalige Intendant der Berliner Funkstunde Flesch, der ehemalige Rundfunkreporter Alfred Braun, der ehemalige Direktor der Reichsrundfunkgesellschaft Magnus und der Ministerialrat a. D. Giesecke der ebenfalls bei der Reichsrundfunkgesellschaft tätig war, in Schutzhaft genommen und in das Konzentrationslager Oranienburg eingeliefert worden. Der ehemalige Direktor der Berliner Funkstunde Knöpfke, der zum gleichen Zweck in Oberhof festgenommen wurde, erlitt bei seiner Ankunft in Berlin einen Nervenzusammenbruch und wurde ins Staatskrankenhaus gebracht. Die Festnahmen stehen in Zusammenhang mit der Aufdeckung der ungeheuren Verschleuderung öffentlicher Gelder und der ungerechtfertigten Bereicherung auf Kosten der Oeffentlichkeit durch die Festgenommenen. Auch der Vater des deutschen Rundfunks, der ehemalige Staatsminister Bredow, der die Sauwirtschaft am Rundfunk verschuldet hat, wird in nächster Zeit im Konzentrationslager landen. Er hat Herrn Goebbels persönlich darum gebeten. Und unser Propagandaminister soll ein sehr zuvorkommender Herr sein... Keiner wird vergessen! Wie das Geheime Staatspolizeiamt weiterhin mitteilt, sind Dienstag der ehemalige sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete u. Stadtverordnetenvorsteher von Brandenburg Hawel, Chefredakteur der sozialdemokratischen„Brandenburger Zeitung", Friedrich Ebert,(Sohn des ehemaligen Reichsprästdenten), ferner der ehemalige SPD.=Abgeordnete Franz Künstler und der ehemalige Reichstags= und Landtagsabgeordnete, langjähriger Fraktionsführer der SPD. im Preußischen Landtag, Heilmann. in das Konzentrationslager Oranienburg eingeliefert worden. Heilmann ist besonders unrühmlich hervorgetreten als Freund von Barmat und Sklarek, mit denen er engste Fühlung hatte. Zum Empfang der drei Volksverführer war die gesamte Belegschaft des Oranienburger Konzentrationslagers geschlossen angetreten. Als Ausgleich für die Inschutzhaftnahme der drei Volksverführer sind sechs verführte Arbeiter aus dem Konzentrationslager Oranienburg entlassen worden. Die Hinrichtung in Hamburg Die Staatliche Pressestelle teilt mit, daß das Todesurteil gegen Wilhelm Volk, den Mörder des Polizeihauptwachtmeisters Stephan Kopka Dienstag auf dem Hof des Untersuchungsgefängnisses in Hamburg vollstreckt worden ist. Wegen Spionage verurteilt Kassel. Unter der Anklage des versuchten Verrates militärischer Geheimnisse hatten sich vor dem Strafsenat des Oberlandesgerichts Kassel zwei kaufmännische Angestellte zu verantworten. Das Gericht erkannte gegen den einen der Angeklagten auf drei Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust, gegen den anderen auf 1 Jahr Gefängnis. Auflösung der Hilfspolizei Berlin. Der preußische Ministerpräsiden. und Minister des Inneren Göring, hat die Hilfspolizei, nachdem sie ihrer Zweckbestimmung in vollem Umfange gerecht geworden ist, mit dem 15. August 1933 aufgelöst. Eine weitere Ausbildung findet daher nicht mehr statt. Die bisherigen Runderlasse treten mit dem Ablauf des 15. August 1933 außer Gültigkeit. Nationalsozialistische Uniformen für Vollziehungsbeamte verboten. Berlin. Es sind Zweifel laut geworden. ob das Tragen von Braunhemden im Dienst durch Beamte, die nicht zum Tragen einer bestimmten Dienstkleidung verpflichtet sind. statthaft sei. In einem Runderlaß weist der Preuß. Minister des Innern darauf hin, daß hiergegen grundsätzlich keine Bedenken zu erheben sind, auch nicht für den Außendienst. Da jedoch neuerdings mit Uniformen oder Uniformteilen vielfach Mißbrauch getrieben wird, ist es den Vollziehungsbeamten, die keine Dienstkleidung tragen, verboten, ihren Dienst anders als in Zivilkleidung auszuüben. Die Fügeherignen zum Keichrvoln Das neue Staatsbürgerrecht in Vorbereitung In einem interessanten Kommentar zu dem Reichsgesetz vom 14. Juli betont Ministerialdirigent Hering, daß der Neubau des Reiches im Sinne der Regierung der nationalen Erhebung auch einen neuen Aufbau des Reichsvolkes erfordere. Zu diesem Zwecke werde das geltende Reichs= und Staatsangehörigkeitsgesetz einer grundlegenden Umgestaltung bedürfen. Die Arbeiten hierfür seien von der Reichsregierung aufgenommen worden. Das Gesetz vom 14. Juli über den Widerruf von Einbürgerungen und über die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit habe zunächst nur das Ziel, eine Bereinigung des Reichsvolkes von zwei Personengruppen herbeizuführen, deren eine bei ordnungsmäßigem Verlauf der Dinge nie der Zugehörigkeit zum Reichsvolk hätte teilhaftig werden können, deren andere diese Zugehörigkeit durch schweren Verstoß gegen die Pflicht der Treue zu Volk und Reich moralisch verwirkt habe. Die Frist, innerhalb deren Einbürgerungen widerrufen werden können, läuft bis zum 15. Juli 1935. Allein in Preußen wurden in den Jahren von 1922 bis 1933 rund 10 500 Ostjuden eingebürgert, und die Zahl aller Fremdstämmigen, die von 1919 bis 1931 in Preußen eingebürgert wurden, wird auf 15 500 ohne Angehörige geschätzt. In Ausführung des Reichsgesetzes vom 14. Juli werden die Behörden die Akten der Einbürgerungen der letzten 14 Jahre nachzuprüfen haben. Im Gegensatz zum Widerruf der Einbürgerungen ist für die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit eine Befristung nicht vorgesehen. Diese Bestimmungen sollen dauernde Geltung erhalten. Es handelt sich um die erste Vorschrift des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts, in dem die vornehmste Pflicht des Reichsangehörigen, die Pflicht für Treue gegen Reich und Volk, in allgemeiner Form ihren Niederschlag gefunden hat. Das Gesetz legt damit die Pflicht zur Treue gegen Reich und Volk als eine allgemeine staatsbürgerliche Pflicht ausdrücklich fest. Es bringt in einem entscheidenden Punkte den sittlichen Gehalt des Begriffes„Reichsangehörigkeit“ klar zum Ausdruck, und es ist zu erwarten, daß das neue Reichsangehörigkeitsgesetz diese Linie weiter verfolgen wird. Schluß mit der kalten Sozialisierung Keine neue wirtschaftliche Betätigung der Gemeinden. Berlin. Der preußische Minister des Innern hat an die nachgeordneten Behörden folgenden Runderlaß gerichtet: Die wirtschaftliche Betätigung der Gemeinden und Gemeindeverbände hat in der Nachkriegszeit in zahlreichen Fällen einen Umfang angenommen, der in den Kreisen der Privatwirtschaft zu oft begründeten Klagen Anlaß gegeben hat. Namentlich in der Inflationszeit haben Gemeinden und Gemeindeverbände Wirtschaftsunternehmungen auf dem Gebiet der Industrie, des Handels, des Handwerks oder des Verkehrs gegründet oder sich an derartigen Unternehmungen beteiligt, ohne daß ein öffentlicher Zweck für eine derartige Wirtschaftsbetätigung der Gemeinden vorlag. Gegen eine Fortsetzung dieser Entwicklung bestehen aus wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten erhebliche Bedenken. Ich erwarte daher, daß die Gemeinden u. Gemeindeverbände, insbesondere im Interesse des gewerblichen Mittelstandes, von jeder Einrichtung neuer wirtschaftlicher Betriebe oder der Uebernahme neuer Betriebszweige durch bestehende Betriebe Abstand nehmen. Landung des Balbo=Geschwaders Dienstag nachmittag sind die Flieger des Balbogeschwaders, das jetzt nach Europa zurückfliegt, glatt auf den Azoren gelandet. Die Tüst hal neine Balnen“. Flugzeugunfälle in der Tschechoslowakei— Drei Tote „Es scheint, es gibt Zeiten, in denen mehr wahre Frömmigkeit in den Kerkern als in den Kirchen ist. Auch ist es nicht abzuweisen, daß die Geistesgeschichte der Menschheit immer wieder der Märtyrer zu bedürfen scheint.“ Dem noch ein Kommentar beizufügen, scheint sinnlo: Wir rissen, daß der Verfasser sicherlich in seinem Artikel die„reine“ Beziehung auf sein Thema nachweisen kann, dazu haben wir, wenn wir die Presse auch zeitmäßig nicht solange wie einst der Jude beherrschen, doch genug gelernt. Und aus diesem Lernen und Wissen heraus sagen wir auch: Wir haben es anders gelesen. Und wir sind verpflichtet, daran mitzuhelfen, daß der Deutsche hellhörig und sichtig wird, damit er nie wieder in die Fehler alter Gefühlsduselei zurückfällt. Daran haben wir mitzukämpsen, bis unsere Jugend herangewachsen ist, bis Männer und Frauer, die eine unverfälschte, unvorbelastete, lautere Jugend verleben durften, uns, die wir noch kämpfen müssen, in Deutschlands neuer Blütezeit abölen wird. Prag. Während eines Uebungsfluges stürzte Dienstag in der Nähe von Prag ein Jagdflugzeug ab. Offenbar war es nach einem Sturzfluge nicht rechtzeitig zum Gleichgewicht gebracht worden. Der Pilot sprang etwa 80 Meter über den Erdboden ab. Da sein Fallschirm sich nicht öffnete, fand er den Tod. Ein zweites schweres Flugzeugunglück ereignete sich ebenfalls im Laufe des gestrigen Tages auf dem Flugplatz von Milowiz. Ein Flugzeug, das mit einem Foto=Maschinen= gewehr Schießübungen vorzunehmen hatte, stürzte aus einer Höhe von 400—500 Meter bei dem Nehmen einer Kurve ab. Das Flugzeug wurde zertrümmert. Der Pilot u. der Mechaniker fanden den Tod. Ein dritter Fliegerunfall auf dem Flugplatz in Mlacky nahm einen glücklicheren Ausgang. Bei der Durchführung eines Uebungsbombardements fiel offenbar eines starken Windstoßes zufolge ein Korporal aus seinem Flugzeug. Der Korporal benutzte den Fallschirm, der sich rechtzeitig öffnete und eine glatte Landung ermöglichte. Es wird fleißig Wenergeraster! Wettrüsten zur See— 500000 Tonnen werden gebaut Am 1. April dieses Jahres waren in der Welt Kriegsschiffe mit einer Gesamtwasserverdrängung von über ½ Millionen Tonnen im Bau: 1 Schlachtkreuzer, 2 Panzerschiffe, 1 Küstenpanzerschiff, 34 Kreuzer, 8 Flugzeugträger, 62 Flottillenführer, Zerstörer und Torpedoboote, 66 Unterseeboote, 31 Kanonenboote. Während Deutschland nur mit 2 Panzerschiffen an diesen Zahlen beteiligt ist, entfallen auf Frankreich 1 Schlachtkreuzer, 8 Kreuzer, 8 Flottillenführer und Zerstörer, 14 U, Boote, 16 Kanonenboote mit einem Gesamtdeplacement von 132000 Tonnen; auf England 9 Kreuzer, 18 Flottillenführer und Zerstörer. 9 U=Boote. 10 Kanonenboote mit einer Wasserverdrängung von 103 500 Tonnen; auf die Vereinigten Staaten 6 Kreuzer 1 Flugzeugträger, 8 Zerstörer, 2 U=Boote, von zusammen 88000 Tonnen, auf Italien 6 Kreuzer, 4 Zerstörer, 22 U=Boote mit einem Gesamtdeplacement von 62000 Tonnen, auf Japan 2 Kreuzer, 1 Flugzeugträger, 10 Zerstörer und Torpedoboote, 5 U=Boote, zusammen 42 500 Tonnen, und auf Rußland 1 U=Boot von 950 Tonnen. Auch noch andere kleine Staaten haben ihre Flotte vergroßert. Wie man sieht, rüsten unsere ehem. Gegner nur auf Papiersetzen ab! Deutschland aber ist immer noch beschränkt durch das Schanddiktat von Versailles!— Nr. 183 „Westfälischer Geobachter“ 9. August 1933 „ SesuchterSehützenfest=Salat. Aus dem Kochbuch. Man nehme einen Haufen Menschen und telle ihn auf einen möglichst engen Platz nitten zwischen sausende Karussels. Achterbahn. wildgewordene Orgeln und Buden allr Art. Für gewaltigen Krach ist unbedingt zu sorgen! Man begieße die Sache mit sehr viel Bier und Steinhäger und bekommt dann den berühmten SchützenfestSalat, der nüchtern allerdings nicht zu gezießen ist. Etwas über Rummel. Unzählige Menschen wogen durch-, mitund gegeneinander. Die ganze Luft ist erfüllt vom irrsinnigen Wirbel der Musik und vom Triumpf der Menge. Die Dämonmusik des Durcheinanders löst Taumel und ungeahnte Seligkeit aus, und selbst der berüchtigten westfälischen Steifheit ist der Laufvaß gegeben! Ein neues Antlitz bekommt das Leben, vergessen sind die Sorgen dieser schweren Zeit. Und das ist gut so!— Mit Teligem Entsetzen sausen die Menschen über die Achterbahn und durch den Geistertunnel. Hell kreischen die Mädchen in den Autobahnen und in der Raupe eine recht windige Sache übrigens). Spanung und Entspannung in den Buden, vor enen Leute mit würdigem Ernst ihren anigerischen Blödsinn mehr oder weniger laut erzapfen. Da gibt es keine Veilchen im Verborgenen. Herrliche Gelöstheit und süßes Vergessen gibt dieser Trubel.— Wer seine Braut lieb hat, der kauft ihr ein großes huntes Herz und setzt ihr ein Hütchen auf as Köpfchen. Allerliebst neckisch sehen die Schützenfestbräute damit aus.(Für Paare nit ernsteren Absichten wird hier auf das Thestandsdarlehen hingewiesen). Das Traumtier. Wissen Sie, was das ist: ein Traumtier? Ich weiß es eigentlich selbst nicht recht, aber nir kam dieser Gedanke so im Morgengrauu. als die Vögel zu singen begannen. Da tand an einer Ecke ein biederer Schütze, den Hut in den Nacken geschoben. In den Zähien hielt er einen langen Grashalm, der i sanftem Rythmus zwischen den weitgeffneten Lippen baumelte. Die Augen hatte r geschlossen und in seinen Mienen spielte Aige Traumentrücktheit. Da kam mir so er Gedanke an das Traumtier.— Eigentsich tat mir das zusammengesunkene Häufhen Mann leid. Er trug an seinem rechten Nittelfinger einen Ring, und man kann och schließlich nicht wissen..... Eine letzte Meldung. Von leider etwas unzuverlässiger Seite rfahren wir, daß einige Bielefelder Firmen auf einen originellen Gedanken gekommen sind. Sie beabsichtigen, an den kommenden Schützenfesttagen allen ihren hinausgehenden Briefen und Rechnungen einen Stempel aufzudrücken:„Ohne Verbindlichkeit für uns. In Bielefeld ist Schützenfest!“— Eine Bestätigung dieser Meldung haben wir allerdings bis zum Redaktionsschluß nicht erhalten können. Mey. Das Deutsche Bachsest in Köln. Zum erstenmal wird in den Tagen vom 7.—9. Oktober 1933 das Deutsche Bachfest in Köln abgehalten. Es wird zugleich seit langen Jahren wieder das erste Musikfest in Köln sein, dem eine überlokale Bedeutung zukommt und zu dem nicht nur die Bach=Verehrer aus Deutschland, sondern auch aus dem benachbarten Ausland erwartet werden. Veranstalter des Festes ist die rund 2000 Mitglieder umfassende Neue Bach=Gesellschaft in Leipzig, die auch in diesem Jahre keine Mühen gescheut hat, so hervorragende Solisten wie Amalie MerzTunner(Sovran), H. Moser(Bariton), Johannes Willy(Baß). Philipp Jarnach und Eduard Erdmann(Klavier), Hans Bachem (Orgel) u. a. zu verpflichten. Mit Unterstützung der Stadt Köln und des Kölner Bach=Vereins ist unter Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Abendroth und Prof. Heinrich Boell ein großes dreitägiges Musikfest geplant, das unter Mitwirkung des bekannten Chors des Kölner Bachvereins. des berühmten Gürzenichchors(Kon zertgesellschaft) und des Städt. Orchesters eine Abendmusik in der Karthäuserkirche, eine Kammermusik mit selten gehörten Werken, ein Kantatenkonzert in der Christuskirche und ein Chor- und Orchesterkonzert mit der Kantate 119, dem Konzert für drei Klaviere, dem dritten Brandenburgischen Konzert und dem Zufriedengestellten Aeolus vorsieht. Nähere Auskunft erteilen: das städt. Verkehrsamt Köln und der Kölner Bach=Verein. Versicherungsangestellten in der beutschen Aebenssron. sämtliche männlichen Kaufleute, die im Versicherungsgewerbe beschäftigt sind, ist die einzige Organisation die Reichsfachgruppe Versicherungen im Deutschen Handlungsgehilfen=Verbnad. Diese Fachgruppe ist eine von den dreißig Fachgruppen, die in der fachlichen Gliederung dieses Verbandes vorgesehen sind. Die Reichsfachgruppe Versicherungen im Deutschen Handlungsgehilfen=Verband ist fachlich wiederum untergegliedert in Privatversicherung und öffentlich=rechtliche Versicherung. Räumlich ist sie gegliedert in Bezirksfachgruppen und örtliche Fachgruppen. Die wichtige Arbeitseinheit ist die örtliche Fachgruppe, an deren Spitze der Fachgruppenvorsteher steht. Der Fachgruppenvorsteher wird für die Reichsfachgruppe vom Verbandsvorsteher, für die örtliche Fachgruppe vom Vertrauensmann der Ortsgruppe berufen. Die Reichsfachgruppe Versicherung im 9HB. hat die Aufgabe, über die Betreuung, die der DHV. als Berufsverband jedem Berufsgenossen zuteil werden lassen kann, hinaus ihre Mitglieder hinsichtlich aller der Bedürfnisse zu betreuen. die aus der Eigenart des Versicherungsgewerbes entspringen. Sie soll dafür sorgen, daß neben den Vorzügen, die die Zusammenfassung aller Berufsangehörigen im als Berufsverband sicherstellt, auch im weitesten Umfange die Vorzüge erhalten bleiben, die eine fachliche Zusammenfassung zu bieten vermag. Eine ähnliche Regelung ist für die weiblichen Versicherungsangestellten getroffen, die im Verband der weiblichen Angestellten organisiert sind. Auch hier sind die Angestellten dieses Zweiges in einer besonderen Reichsfachgruppe zusammengefaßt, die eine örtliche und bezirkliche Gliederung aufweist. In der aleichen Form werden die Kaufmannsgehilfen der übrigen Gewerbezweige fachlich gegliedert, z. B.: Reichsfachgruppe Banken, Drogen, Einzelhandel und Großhandel chemische Industrie usw. Die Vorbereitungen für die Arbeit in der Ortsgruppe Bielefeld sind getroffen. Im kommenden Winterhalbjahr wird unter Ausnutzung der Erfahrung des vergan een Jahres die Fachgruppen-Bildungsarbeit verstärkte Beachtung finden. Das Werbeplakat für den SS.=Appell in Berlin von Professor Holbein=München. Vom 11. bis 13. August findet in der Reichshauptstadt der erste große Appell der Schutzstaffel der Gruppe Ost statt, der von Ministerialdirektor Daluege, dem Gruppenführer der SS.-Gruppe Ost abgenommen wird. Auch Brackwede kämpft gegen die Arbendiozge 50l. Das Arbeitsamt Bielefeld nimmt das Arbeitsbeschaffungsprogramm ernsthaft in Angriff. Nachdem in der vorigen Woche hier im Arbeitsamt eine Besprechung mit den Vertretern der Behörden, Partei und Industrie stattgefunden hatte, fand gestern auf Einladung des Arbeitsamts eine gleiche Versammlung in Brackwede statt. Bürgermeister Stender eröffnet die Versammlung um 10 Uhr. Er bezeichnet die Arbeitsbeschaffung als vordringliche Aufgabe der Innenpolitik: Zweck der Versammlung sei. Mittel und Wege der Arbeitsbeschaffung aufzuzeigen. Er erteilt darauf das Wort dem Vertreter des Arbeitsamtes, Herrn Dr. Hermelbracht(da Arbeitsamtsdirektor Kuhlo verhindert war). Dr. Hermelbracht führt aus, daß die Arbeitslosigkeit wesentlich nur im Zuge einer konjunkturellen Entwicklung bekämpft werden könne. Als von der Regierung ergriffene zusätzliche Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit seien anzusehen: Der Arbeitsdienst(und die Landhilfe), die Notstandsmaßnahmen und das Gesetz vom 1. Juni 1933 zur Verminderung der Arbeitslosigkeit. Ueber diese zusätzlichen Mittel hinaus sei eine organische Arbeitsmarktbeeinflussung möglich 1. durch Schaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten in den Betrieben und 2. durch Beseitigung des Doppelverdienertums. Das Letztere gelte besonders für Ehefrauen, die neben ihrem Manne beruflich tätig seien. Allerdings sei diese Art Doppelverdienertum gerade in Bielefeld und seiner näheren Umgegend durch die Wäscheindustrie zum Teil bedingt: es ließen sich jedoch in manchen Fällen zweifellos Frauen durch Männer ersetzen. Nach Erhebungen des Arbeitsamtes sei in den letzten Jahren in Bielefeld die Arbeitslosenziffer für Frauen von 30% auf 13% zurückgegangen, was im umgekehrten Sinne die betrübliche Tatsache ergebe, daß es den Frauen weitaus leichter geworden sei, Arbeit zu finden als den Männern. Eine Form des Doppelverdienertums sei auch die Schwarzarbeit, die insbesondere das Handwerk schädige(Hausreparaturen usw.); sie müsse deshalb von Unternehmern und Konsumenten energisch bekämpft werden. Die Hauptschuld daran schiebt der Referent dem Handwerk selbst zu: Es habe zu viel Lehrlinge und zu wenig Gesellen beschätigt; es sei nötig das Uebel hier an der Wurzel zu fassen. Nach Erhebung des Bielefelder Arbeitsamtes seien 75% aller Arbeitslosen über 25 Jahre alt, was in volkswirtschaftlicher Ein Monumentaldenkmal auf der großen Verliner zunraussteuung. Die Einigung Deutschlands durch den Nationalsozialismus, eine symbolische Figurengruppe, die gegenwärtig in der Ehrenhalle der großen Funkausstellung in Berlin aufgebaut wird. Der Entwur' des Denkmals stammt von den Berliner Bildhauern Fuchs und Schelhorn. Hinsicht außerordentlich schädlich sei, da damit gerade die für den Fortbestand unseres Volkes wichtigen Altersklassen von 25 bie 32 Jahren brachgelegt würden. Die schädigenden Einwirkungen der Arbeitslosigkeit auf gerade diese Altersklassen seien noch garnicht abzusehen. Die Tatsache, daß ¾ aller Arbeitslosen über 25 Jahre alt seien, bewiese, daß vorzugsweise bisher nach tarifpolitischen Gesichtspunkten entlassen wurde. Es sei unbedingt nötig, daß mehr im besten Mannesalter stehende Männer(über 23 Jahre) eingestellt würden. Dabei müsse man allerdings eine Ueberalterung verhüten. Als obere Grenze sei etwa 65 Jahre anzusehen. Hierzu berichtet Herr G. v. Möller, daß nach statistischen Erhebungen in seinem Betriebe 5% über 60 Jahre und 3%0 über 65 diese Zahlen als Durchschnittszahlen gelten Jahre alt seien. Wenn für das ganze Reich würden, so würden durch die Heraussetzung der über 60 Jahre alten Arbeitskräfte etwa 1 Million im besten Mannesalter stehende Männer wieder in den Arbeitsprozeß eingeschaltet werden können. Der Referent geht dann noch auf eine weitere Möglichkeit der Arbeitsbeschaffung ein: Verkürzung der Arbeitszeit und Krümpersystem. In der Diskussion, an der sich alle anwesenden Vertreter der Industrie, des Handwerks usw. rege beteiligten, kam zum Ausdruck, daß bindende gesetzliche Anordnungen für alle Maßnahmen unbedingt erforderlich sind. Es sei ferner notwendig, daß sich bei allen Maßnahmen das Arbeitsamt einschalte. Zur weiteren Verfolgung dieser Fragen wurde ein Aktions=Ausschuß gewählt, der aus folgenden Herren besteht: Herr Quackernack für das Handwerk, Herr G. v. Möller für die Industrie. Herr Osthus für die Landwirtschaft, Herr Brandt für die ASB9. Birgerester Sten e; seont zum Schluß daß mit der Einsetzung dieses Ausschusses die Arbeit nicht vollendet sei. Es sei die Pflicht eines jeden Arbeitgebers, für seinen Betrieb die Schaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten durchzuprüfen. Der Erfolg der von Adolf Hitler befohlenen Schlacht gegen die Arbeitslosigkeit hänge von der Initative des Einzelnen ab. Vielefelder Konzerthaus. Heute 20.30 Uhr erster billiger Theaterabend der Rotgemeinschaft des Stadttheaters mit der letzten Aufführung des Schwankes „Familie Hannemann oder Tante Jutta aus Kalkutta". Es wirken mit die Damen Schott, Stollberg, van Gaarden, Dona und die Herren Kemper. Schramm, Reuter, Grünhage und Mathias. Es sei noch besonder auf das Inserat in dieser Zeitung hingewiesen. Kostenlöse Rechtsberatung Der Bielefelder Anwaltsverein hat der Stadt das Angebot gemacht, eine kostenlose Rechtsberatung für Minderbemittelte zu organisieren und zu übernehmen. Der Magtstrat hat natürlich das Angebot mit Freuden angenommen. Dieser Schritt des Bielefelder Axwaltzvereins ist ein schönes Zeichen für vas aumayliche Erwachen echter, sozialer Gesinnung. Denn so kann ein ehrlicher, armer Teufel zu seinem Rechte kommen, der Mißbrauch des Armenrechts eingeschränkt, dem Gerichte eine Unmenge Kleinarbeit erspart und was nicht zuletzt das Wichtigste sein dürfte, der verflirten deutschen Prozeßsucht ein Damm entgegengesetzt werden. Fettverbilligungsscheine für August. Die Ausgabe der Fettverbilligungsscheine an den hierfür in Frage kommenden Personenkreis erfolgt in den nächsten Tagen. Die Fettverbilligungsscheine erhalten: Die Arbeitslosen-, Krisen= und Kurzarbeiterunterstützungsempfänger durch das Arbeitsamt. Die Natstands= u. Fürsorgearbeiter durch das Wohlfahrtsamt. Die Scheine werden den Berechtigten auf der Arbeitsstelle übergeben. Die vom Wohlfahrtsamt laufend unterstützten Jamlien einschl Woh'fahrtverwerbslosen, sowie Kleinrentner, Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebenen. letztere soweit sie zusätzliche Wohlfahrtsunterstützung erhalten, durch die zuständigen Wohlfahrtspfleger. Die Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen, die zusätzliche Unterstützung nicht erhalten. durch das Wohlfahrtsamt, Abteilung Fürsorgeamt B im Rathaus. Die Sozialrentner,(Unfall=, Invalidenund Angestelltenrenten=Berechtigte) die Personen, deren Lohn und sonstiges Einkommen Oden Richtsatz der öffentlichen Fürsorge nicht Lwesentlich übersteigt und die kinderreichen Familien mit 4. bei Witwen mit 3 minderjährigen Kindern am Donnerstag und Freitag dieser Woche im Stadttheater Schillerplatz. Es werden abgefertigt am Donnerstag von 14—17 Uhr Buchstaben A—L. am Friag von 14—17 Uhr Buchstaben M—3. Die Abholungszeiten sind pünktlich innezuhalten. Bei der Abholung der Scheine sind der Rentenbescheid, die Postausweiskarte, das tandesamtliche Familienbuch, Verdienstbecheinigungen usw. mitzubringen. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß im Stadttheater nur an solche Familien Scheine ausgegeben werden, die diese nicht durch die Fürsorge=Bezirke und vom Arheitsamt erhalten.— Der einsache Fluhoreks bekrägt wie bisher RA. 26.—, bei gleichzeitiger Lösung des Rückflugscheines wird auf den Rückflug ein Rabatt von 30 Prozent gewährt, sodaß die Luftreise Dortmund=Borkum und zurück insgesamt nur RM. 44.20 beträgt. Aus dem Lanéktreis Iöllendeck. Das hiesige Grafschaftsdenkmal war in einer der letzten Nächte wieder mal mit allerlei Unrat„dekoriert". Da dieser Unfug offenbar kein Ende findet, wäre eine Ermittelung und gehörige BeHeeresmeisterschaften in Kassel. Huber(Stuttgart] Zehnkampfsieger.— 11. Komp. des J. R. Lötzen gewinnt den Fünskampf. (Von unserm nach Kassel entsandten— alho— Mitarbeiter). Mit dem Flugzeug nach Bortum. Die Bäderstrecke Dortmund=Borkum 1s bereits seit 15. 7. eröffnet und erfreut sich, wie in den vergangenen Jahren besonderer Beliebtheit. Die Flugzeit beträgt durchschnittlich nur 1 Stunde und 20 Minuten, sodaß durch diese ausgezeichnete Verbindung in kürzester Zeit die bei den Westfalen besonders beliebte Nordsee-Insel erreicht werden kann. Kassel stand in den letzten Tagen völlig im Zeichen der Deutschen Heeresmeisterschaft ten, die ihren Höhepunkt und Abschluß am Samstag und Sonntag fanden. Die sprichwörtliche Kasseler Gastfreundschaft hat sich auch an den Soldaten der deutschen Reichswehr wieder bewiesen. Die Stadt nahm geschlossen an den spannenden Endkämpfen teil; überall war nur das eine Wort:„Hee“ resmeisterschaften“ Trumpf! Ganz besonders aber wurde die Anwesenheit des deutschen Reichssportführers von Tschammer=Osten in Kassel gefeiert, der in einer klaren und bezwingenden Rede die Ziele des deutschen Sportes klar herausstellte.— Um die Endkämpfe in den deutschen Heeresmeisterschaften mitzuerleben, waren auch viele Bielefelder am Sonntag früh mit Sonderzug nach Kassel gefahren— trotz Schützenfest und fast tropischer Hitze.— Und es hat sich gelohnt! Jeder Besucher nahm unvergeßliche Eindrücke mit nach Hause. Am Sonntag Vormittag wurde zunächst der Gruppen=Fünfkampf durchgeführt. der an die Soldaten besonders hohe Anforderun“ gen stellte. Allgemein gesehen, brachten diese geländesportlichen Wettbewerbe erstaunlich gute Leistungen. Da gab es u. a. ein außerordentlich schwieriges Handgranaten=Werfen aus der Deckung, dann schloß sich ein 300 Meter=Hinderntslaufen an; ganz besonders schwer war die Ueberquerung der Fulda in einer Breite von 50 Metern: jede Mannschaft hatte dabei acht Zentner Geväck mit sich zu führen. Den Abschluß der GruppenFünfkämpfe bildete ein Geväckmarsch über 7 Kilometer, sowie Scharfschießen mit Gewehr. MG. und Nevolver. Mit 4609 Punkten blieb die 11. Kompagnie des InfanterieRegimentes 2 Lötzen Sieger vor der 1. Kompagnie des Infanterie=Regimentes 28 Paderborn(1485 Punkte).— Eine hochinteressante Geländesportübung war dann der Orientierungslauf über 7 Kilometer. Nur mit Kompaßz und einer Karte im Maßstab 1:100000 ausgerüsttet, mußten die Mannschaften in einem ihnen unbekannten Gesände mehrere Kontrollvosten auffinden. Hier blieb die 1. Batterie des Ausbildungsregimentes 7 Erlangen mit 51:30 vor der 12. Kompagnie des Ausbildungsregimentes 6 Verden mit 51:20 Sieger. Auf der Hessenkampfbahn in Kassel, die sich in sehr gutem Zustand befand, wurden dann die letzten leichtattletischen Bestleistungen ermittelt. Die zielbewußte sport'iche Ertücht'gung unserer Reich werr erbrachte neue überraschende Rekorde; im 1500 MeterLauf stellte der Gefreite Würker(Magdeburg) eine Glanzleistung auf, indem er die Strecke in 4:01,2 Minuten durchlief. In der 4 mal 100 Meter=Staffel blieb die Mannschaft des Ausbildungs=Regimentes 6 Hannover mit 44.3 Sekunden erfolgreich. Den Sieg im Hochsprung riß der Oberkraft: führer Leichum(Stettin) mit 1,81 Meter vor Endres(Würzburg) und Seeger(Magdeburg), die jeder 1,76 Meter sorangen, an sich. Der Rendsburger Unteroffizier Reymann warf den Diskus 44,44 Meter weit und blieb so vor Reiter Tauwel(Münster) mit 40.45 Meter siegreich. Besonders interessante sportliche Momente brachte der Dreikampf. Unteroffizier Bäumle(Ludwigsburg) errang den Sieg mit 2384. 20 Punkten vor Füsilier Hans(Tübingen) mit 2167,95 Punkten. rechtigten Ansprüchen wirklich genügen kann. Im 100 Meter=Endlauf fiegte überraschend Unteroffizier Gentsch(Halberstadt) vor Oberleutnant Schepers(Hannover). Unteroffizier Gentzsch legte die 100 Meter in 10.9 Sek. zurück. Im 400 Meter=Lauf setzte sich der Oberreiter Rohleder(Münster) mit 48,9 Sek. durch vor dem Magdeburger Leutnant von Michaelis. Die Olymvische Staffel gewann die 6. Komp. des Inf.=Regiments 10 Bautzen in 3:38,9 vor der 7. Kompagnie des I. R. Hannover. Den wuchtigsten Abschluß der Meisterschaftskämpfe bildete eine Massenstaffel über 55 mal 125 Meter, die nur von Ka seler Tomationen bestritten wurde. Vom Start weg führte die Kasseler Reichswehr bis zum Ziel vor Kasseler Schutzpolizei und SA.=Standarte 38 sowie SS Standarte 35. strafung der traurigen Gesellen, die scheinend Freude an der Verschandelung dieser historischen Stätte haben, dringend erwönscht. Ein schwerer Motorradunfall ereignete sich gestern früh gegen 6.30 Uhr auf der Kreisstraße Bielesed-Jöllenbeck in der Gemeinde Theesen. Der Gerichts=Referendar Gerhard A. aus Oberföllenbeck befand sich auf der Fahrt von Bielefeld nach hier. Auf dem sog. Kökerbrink überholte er 2 SA.=Männer. Etwa 50—60 Meter weiter fuhr er aus noch unbekannter Ursache gegen einen Straßenbaum. Durch den Anprall erlitt er nicht unerhebliche Verletzungen, die seine sofortige Ueberführung in das Krankenhaus Gilead erforderlich machten. Im Anschluß an ein Schwimm= und Zeltfest kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag auf dem Hofe des Landwirts Meyer zu Bargholz in Oberföllenbeck zwischea me rerer jungen Leuei zu einer schweren Keilerei, bei der Ofentüren, Hakenstiele und dergl. als Schlagwerkzeuge dienten. Hierbei wurde dem Melker des Landwirts Döpke derart stark zugesetzt, daß er auf ärztl. Anordnung sofort in das Bielefelder Krankenhaus überführt werden mußte. Der Haupttäter, Asphaltierer Klötz aus Lenzinghausen wurde festgenommen und in das Gerichtsgefängnis Bielefld eingeliefert. Mit größter Spannung hatte man den Ausgang der Handball=Hee esme sterschaft erwartet. Kassel und Spandau standen sich hier gegenüber. Sieger wurde die 9. Komvagnie des Infanterie=Regimentes 9 Spandau. Die Kasseler feierten den Sieg ihrer Kameraden durch nicht endenwollende Beifallsstürme. Machtvoller und packender Abschluß der Heeresmeisterschaften war die Rede des General von Hammerstein, der die Preisverteilung vornahm. Das Deutschlandlied u. das Horst Wessel=Lied beendeten die Feier. An diese Heeresmeisterschaften in Kassel wird die Bevölkerung sicher noch lange mit großer Freud= zurückte kn, abe auch unsere Bielefe.der. Herforder und anderen Sportfreunde werden sicher unvergeßliche, nachhaltige und freudige Eindrücke mit nach Hiu e cenonmmn hb ef.— alb9— Ihr gebt Arbeit und Brot! Annahmestellen für die Spende zur Förderung der nationalen Arbeit: Finanzamt, Hauptzollamt, Zollamt. Ueberweisung an diese Annahmestellen durch: Post, Bank. Sparkasse usw. Wer gut bedient seln will, kauft in der Obernstraße Straße der guten Spezial-Geschäfte bus alden Tund den Wog Roman von Gert Rothberg 45 Loygarten blickte ihr nach und fühlte es schon jetzt, daß aus all dem Furchtbaren und Grauenvollen dieses Abends nun doch noch ein reines, wahres Glück für ihn erblühen würde. Dann ging er schnell hinauf. Er rief Herrn Wiedener an, aber der war nicht daheim, und der Diener sagte, daß der gnädige Herr sich mit dem gnädigen Fräulein habe im Hotel Prinz Christian zum Abendessen treffen wollen. „Es ist gut— danke“ Lohgarten überlegte. Ilse war also allein in der Stadt gewesen. War sie mit der Absicht, sich mit Altendorf zu treffen, in die Stadt gefahren? Oder war alles nur ein fürchterlicher Zufall für sie? Denn aus den wirren Reden Hilmas wußte er doch, daß sie Traute Bolscher niederschießen wollte und auch glaubte, es getan zu haben? Er besann sich plötzlich. Wo war denn nur Paul Vetters, sein Geschäftsfreund, hin? War der einfach fortgefahren? Da erklang hinter ihm eine Stimme: „Lohgarten, ich bin noch hier. Vielleicht brauchen Sie mich in all dem Schweren, das so plötzlich gekommen ist? Mein Wagen steht noch unten. Vielleicht kann mein Chauffeur uns noch da= und dorthin fahren? Sie werden sicherlich noch Verschiedenes erledigen müssen, und ich stehe Ihnen gern zur Verfügung.“ Lohgarten drückte ihm dankbar die Hand. „Was für ein lieber Kerl Sie sind, Vettei Ich bin groh, Sie zu haben. Es ist allerdings schwer, wenn man ganz allein ist. Und— ich muß den alten Wiedener finden; er ist nicht daheim auf seinem Gut, er ist in die Stadt aefahren, wo er sich mit seiner einzigen Tochter treffen wollte. Wenn er wüßte, daß sie inzwischen—— es ist furchtbar. Und meine Schwester! Meine arme, unglückliche Stiefschwester! Ich kann es noch immer nicht fassen, daß Sie diese Tat begangen hat. Sie war immer so still und fügsam diesem Manne gegenüber, der ihr das Grausamste angetan hat, was ein Mann seiner Frau antun kann. Und immer war sie wieder machtlos, wenn er wieder zu ihr kam mit seinem liebenswürdigen Lächeln, mit dem er alle Welt sich zu Füßen zwang. Ich werde zuerst zu meiner Stiefmutter fahren, die mit in der Villa am Pfeilsring gewohnt hat und die ich jetzt dort wohl auch bestimmt antreffen werde. Also zunächst dorthin und dann zum Hotel Prinz Christian, wo Herr Wiedener seine Tochter erwartet.“ Die beiden Herren gingen hinunter, wo der Chauffeur die Tür des Wagens aufriß. Und Lohgarten war in der Tat froh, jetzt diesen warmherzigen, guten Menschen, diesen Paul Vetters, neben sich zu haben. „„ „Du siehst so furchtbar ernst aus, Fritz. Ist etwas Schlimmes passiert? Und schon, daß du hierherkommst, deinen Fuß überhaupt jetzt über diese Schwelle setzt, ist ein Zeichen, daß dich etwas Besonderes herführt.“ „Wo ist Hilma, Mama!“ fragte er. „Hilma! Sie wird schlafen. Wenigstens ist in ihren Zimmern alles ruhig. Aber Liesbeth sagte mir, daß der gnädige Herr abgereist sei. Sie hat mit einer Droschke und den Koffern zum Bahnhof fahren müssen, während mein Schwiegersohn zu Fuß nach dem Industrieviertel zu gegangen ist.“ „Mama, Hilma ist nicht daheim!“ „Nicht! Mein Gott, wie siehst du denn aus? Was ist geschehen?“ Da legte er den Arm um sie, führte sie zum Sofa und setzte sich dicht neben sie. Und nun erzählte er ihr alles, was sich am heutigen Abend vor dem Tor seiner Fabrik zugetragen. Still und starr saß die Frau dann nehen ihm Und er schwieg auch. Nach einer Weile fragte die Mutter: „Und wo ist Hilma?“ „Im Gefängnis. Die Gerechtigkeit geht ihren Lauf. Doch man wird sie wahrscheinlich schon morgen wieder in Freiheit setzen müssen. Zumindest wird man sie in eine Krankenabteilung überführen müssen; Haft kommt bei ihrem Zustand nicht mehr in Frage.“ „Und Heinz?“ „Schwerverletzt! Ich ließ ihn zu Professor von Röhn bringen. Wenn er noch gerettet werden kann, wird er dor gerettet werden. Doch es ist keine Hoffnung. Ilst Wiedener aber ist tot. Ich will jetzt zu ihrem Vater.“ Frau Lohgarten legte den Kopf an die Brust des Sohnes. Sie weinte nicht! Aber unendliches Leid stank in ihrem Gesicht. Und er strich ganz sacht und zärtlich über den grauen Scheitel. Nach einer Weile fragte die Mutter: „Wirst du dann zu Heinz Altendorf gehen? Ich möchte dich begleiten. Ich— wollte noch ein paar Worte mit Heinz sprechen, wenn es möglich wäre.“ „Gut, Mama, mache dich fertig und erwarte mich dann hier. Ich werde dich hier abholen und ich denke, daß es nicht allzu spät werden wird.“ Sie begleitete ihn bis zum Tor, wo das Auto hielt Noch ein paar liebe Worte, und er schritt zum Wagen. E sah noch, wie die Mutter tiefgebeugt zum Hause zur schritt. Als er den Speisesaal des Hotels Prinz Chri betrat, wurde er fröhlich angerufen. „Holla— ein netter Zufall, lieber Lohgarten. Ich war schon ganz wütend; erwarte meine Tochter und sie kommt nicht. Sie war mit einer Freundin zur Modenschau gegangen am Nachmittag, und nun wollten wir hier zusammen essen. Na, Sie leisten mir doch ein bißchen Gesellschaft?“ Fidel schob Herr Wiedener seinen Arm in denjenigen Lohgartens. 44n Gegen „„„ PTracter wird oft nicht schön empfunden...“ Jeder lauscht an schönen Sommerabenden gerne guter Musik. Der geht zum Konzertgarten, den fesselt„Hausmusik“ in seine vier Wände und ein Dritter freut sich, am Lautsprecher einer musikalischen Abendunterhaltung von irgendwo— Jeder aber, der des Tages Last und Hitze getragen hat. sehnt sich ab u. zu auch einmal nach einer stillen Stunde, in der er bei beschau licher Lektüre sich selbst und seinem Gedanken gehört. ——— Aber oh weh!— Was im Winter am behaglich knisternden Feuer sehr wohl möglich ist, wird zur glatten Unmöglichkeit im schönen Sommer. Aus dem benachbarten Konzertgarten quietscht Sarophon=Musik, vom Berge her tönen die Märsche einer Militärkapelle, irgendwo zwischen den Gärten übt ein jugendliches Trommlerchor, vier oder fünf Nachbarn schlürfen ihren Dämmerschoppen bei extra lauter Radiomusik. vom Flusse her wimmert Mandolinenkonzert und dazu trainiert irgend eine alkoholgequälte Stimme das hohe C.— Man rennt aus einem Zimmer ins andere, in heller Verzweiflung, haut sich ins Bett. zieht bei 22 Grad abendlicher Temperatur die Decke über die Ohren und gerät nun erst recht in Nage.— Helle Wut treibt einen wieder in die Hose und schließlich landet der Musikgequälte— im nächsten Lokal, um seinen Aerger in eisgekühltem Bier zu ertränken.— Wer will schimpfen, wenn der Gefolterte dann selbst in den frühen Morgenstunden pfeifend und singend nach Hause zieht?? „Musik wird oft nicht schön empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden“, sagte Wilhelm Busch, der mit goldigem, ab und zu auch bissigem Hummor über ähnliche Stunden hinwegzukommen suchte.— Allen Musikbeflissenen aber sei die Rücksichtnahme auf weniger„musikalische“ Mitmenschen warm ans Herz gelegt. Und zudem — die Freude an schöner Musik kann ob solch gemischter Massenaufbietungen von vokaler und instrumentaler Kunst zum Teufel gehn.— Und Frau Musika selbst ist beleidigt, wenn die ihr dargebrachten Ovationen das Maß des Anständigen überschreiten.— Beim Baden bestohlen. Einem Besucher einer Badeanstalt an der Werre wurde ein Geldbeutel mit Inhalt (1.40 Mk.) entwendet. Von dem Täter fehlt jede Spur.— Wirtschaftliche Entwicklung im Arbeitsaltsbezier=Hersord. Im Monat Juli hat sich die Besserung des gesamten Arbeitsmarktes des Herforder Bezirkes fortgesetzt. Sie hat sich zwar, den vorhergehenden Berichtszeiten entsprechend. nicht gesteigert, läßt jedoch klar erkennen, daß sie auf natürliche Besserungserscheinungen zurückzuführen ist. Der Erfolg der künstlichen Arbeitsbeschaffung bleibt bei der Betrachtung unberücksichtigt. Die Besserung erstreckt sich, wie in den letzten Monaten, auf alle Berufsgruppen ziemlich gleichmäßig. Wohl ist in den Bezirken der einzelnen Nebenstellen des Amtsbezirkes der Fortgang der Aufwärtsentwicklung nicht derselbe. Im Bezirk Blotho ist er in den letzten Julitagen ins Stocken geraten. Es ist jedoch die Annahme berechtigt, daß der jetzt einsetzende Kampf gegen die Arbeitslosigkeit von wesentlichem Erfolg sein wird. Im Bezirk der Nebenstelle Löhne brachte, vor allem die zweite Julihälfte, einen gewissen Rückschlag. Dieser ist zurückzuführen auf verminderten Geschäftsgang in der Möbel= und Bekleidungsindustrie des dortigen Bezirkes, sowie auf Entlassungen im Baugewerbe. Allem Anschein nach handelt es sich hier jedoch nur um vorübergehende Erscheinungen. Die übrigen Nebenstellen, Enger und Bünde, sowie der Bezirk des Hauptamtes, sind lebhaft an der Aufwärtsentwicklung beteiligt. Die Zahl der Arbeitslosen ging von 8204 um 468 auf 7756 zurück. Die Zahl der Haupt unterstützungsempfänger beläuft sich auf 3514 gegenüber 3869 am 30. Juni 1933. Davon entfallen auf Alu 679(91 Abgänge) und auf Kru 2835(264 Abgänge) Achtung! Amtswalter! Ortsgruppe Neustadt. Am Donnerstag, den 10. August, abends 8.30 Uhr, Amtswaltertagung bei Tiemeier, Stiftberg,„Deutsches Haus“. Die Zellenleiter sind mir für vollzähliges Erscheinen der Blockwarte verantwortlich. Behnke, Ortsgruppenl. Böschungsbrand. In der Nähe des Bergertors geriet die Werreböschung in Brand. Ein, größerer Schaden entstand dadurch nicht. Vermutlich ist das Feuer durch Funkenflug entstanden. Hitlergruß für Lehrer und Schule. Das Lehrerkollegium der städt. Handelsschule und kaufmännischen Berufsschule (Adolf Hitler=Wall 41) hat folgenden Aufruf erlassen: An unsere Schüler und Schülerinnen! 1. Schulle tung und se rersoslegium haben in der Konferenz am 7. Aug. 1933 einstimmig folgende Aenderung der Schulordnung beschlossen: Nachdem unser Führer Adolf Hitler alle Parteien zerschlagen hat, ist das Deutsche Volk wieder geeint. Der Gruß der nat.=soz. Bewegung ist damit zum alleinigen Gruß aller Deutschen geworden. Insbesondere die Deutsche Jugend darf keinen anderen Gruß mehr kennen. Sowohl in der Schule als auch außerhalb der Schulstunden in der Stadt grüßen sich daher Lehrer und Schüler sowie die Schüler untereinander nur noch mit dem Gruße„Heil Hitler!“ 2. Für die zukünftigen Aufmärsche der Herforder Schulen benötigen unsere kaufmännischen Schulen eine Hakenkrenzschulfahne mit Schulinschrift. Alle Schüler und Schülerinnen werden zur Beschaffung dieser Fahne um eine einmalige Spende von mindestens RM. 0.20 gebeten. Der kleine Betrag wird von den Klassenobleuten in der nächsten Woche eingesammelt Heil Hitler. Herforder Sänger in Wilhelmshaben. Der Männergesangverein„Liederhort" e. V. hat eine Einladung der Kurverwaltung Wilhelmshaven für ein Konzert erhalten. Wir freuen uns über diese Berufung des geschätzten Chores und sind überzeugt daß er unter der Leitung seines Dirigenten Artur Hund sich der Aufgabe gewachsen zeigt und den Ruf Herfords als Musikstadt festigen wird. Versammlung der Kriegsopfer Heute Abend 8 Uhr findet bei Tiemeyer (Zum deutschen Heim) Jahnstraße eine Versammlung der Kriegsopfer statt. Es spricht ein auswärtiger Redner über Fragen, die heute jedem alten Soldaten am Herzen liegen. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Die Kameraden vom Kyffhäuserbund und alle noch fernstehenden Kameraden sind eingeladen. Die Mitglieder des ehem. Reichs2. Herforder Kampfspiele. Morgen beginnt die Vorrunde um die Handballmeisterschaft. Erleben die 2. Herforder Kampfspiele heute abend ihren Auftakt mit der Eröffnung der Spiele um die Stadtmeisterschaft im Fußball, so finden die Kampfspiele ihren Fortgang zunächst in den Spielen um die Stadtmeisterschaft im Handball. Werden die Fußballspiele nach dem Punktesystem gewertet, so die Handballspiele nach dem k. 9.= System, d. h. der Verlierer scheidet aus. Mit dieser verschiedenartigen Bewertung der Spiele soll zunächst einmal ganz allgemein eine Abwechslung und eine gewisse Lebendigkeit in das ganze Sportgeschehen gebracht werden, dann aber auch gewinnen die Handballsviele angesichts der Jatsache, daß nur eine kleinere Anzahl von Mannschaften zur Verfügung steht, dadurch an besonderem Reiz, außerdem soll dadurch erreicht werden, daß ein Entscheidungsspiel herauskommt, das bei den Leichtathletikmeisterschaften zum Austrag gebracht werden soll. Morgen abend, um 7 Uhr, stehen sich im ersten Spiel die Handballmannschaften des „Herforder Schwimmvereins“(HSV.) und C9fM.(Christlicher Verein junger Männer: Eichenkreuzverband) gegenüber. Die Herforder Schwimmer spielen erst seit kurzem Handball, bewiesen aber in dieser Zeit, daß sie etwas können und gute Kräfte in ihren Reihen haben. Die Mannschaft des aBM. sahen wir schon früher gegen die Mannschaften der hiesigen T,rn- und Sportvereine spielen und wissen, daß es eine kampfbegeisterte Elf ist. Der Verlierer scheidet aus, der Sieger aber wird am 15. August in die Zwischenrunde gelangen. Der Freitag dieser Woche ist spielfrei. Am Sonntag steigt dann das Fußballtref= fen zwischen dem DSC. und der 1S. 08, während am Sonntag ein Fußballspiel zwischen dem BfB. und Schwarz=weiß Sundern, außerdem ein Handballspiel der Vorrunde zwischen Sviel und Svort und DSC. stattfindet.— 5r6.— bundes müssen erscheinen, um die Erklärung des Uebertritts zur AS.=Kriegsopferversorgung zu unterzeichnen, weil sonst in diesem Monat die alten Anrechte erlöschen. Auskunft erteilt die Geschäftsstelle der S.=Kriegsopferversorgung Herford. Kurfürstenstraße 20. 5000 Mark Spende der Deutschen Drog'stenschaft. Der Führer der Deutschen Drogistenschaft hatte zur Sammlung für die Adolf HitlerSvende„Opfer der Arbeit“ aufgerufen. Unter Vorantritt des Deutschen Drogistenverbandes und namhafter Beteiligung der drogistischen Genossenschaften wurden 5000.— RM. gesammelt. Der Betrag muß für einen unter der Not der Zeit besonders stark leidenden Berufsstand als recht stattlich bezeichnet werden. Der Stellvertreter des Führers, Pg. Rudolf Heß. hat in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Deutschen Drogisten=Verbandes den herzlichsten Dank ausgesprochen und die Weiterleitung der Summe an die zuständige Stelle des Propagandaministeriums angezeigt. Deutscher Gyortklub 29 Herford. Am Sonntag, dem 6. August unterwarf sich die Damenabteilung einer Leistungsprüfung über 25 km. Marsch für das Sportabzeichen. 6,15 Uhr starteten die zahlreich erschiene nen Damen auf dem Lübberbruch. Die Spitzengruppe, bestehend aus den Damen G. Olheide, Fr. Harodt. Henni Genuit, Hanni Genutt, Else Wörmann mit einem Vorsprung von 600 Meter, erreichten die 25 km in der guten Zeit von 3 Stunden 17 Minuten 10 Sekunden. Frl. M. Müller hat sich schon gut anstrengen müssen, um die gute Zeit von 3 Stunden 29 Minuten zu erreichen. Jedenfalls fürs Sportabzeichen langt's Die Damen haben jedenfalls damit bewiesen, daß sie auch marschieren können. Wir gratulieren.— Abteilung Leichtathletik. Heute findet der 100 Metrlauf der Sportler statt, die Leistung wird für das Sportabzeichen gewertet. Herren anderer Vereine, die sich dieser Prüfung unterwerfen wollen, können daran teilnehmen und sind willkommen.— Treffpunkt 7,30 Uhr abends auf dem Lübberbruch.— Wefföl'sche Herdbuchgesellschaft bleibt in Herford.— In einer Sitzung der wests. Herdbuchgesellschaften in Hamm am 4. August hat der Staatskommissar der Landwirtschaftskammer Herr Freiherr von Kanne, Breitenhaupt, sämtliche westfälischen Herdbuchgesellschaften aufgelöst mit Ausnahme der Westfälischen Herdbuchgesellschaft für die Zucht des schwarz weißen Tieflandrindes“. Sämtliche Schwarz= buntzüchter der aufgelösten Vereine, das sind die Sauerländische Herdbuchgesellschaft, die Paderborner Herdbuchgesellschaft, der Rindviehzuchtverein des Kreises Hamm und der Rindviehzuchtverein Dortmund. werden Mitglieder der„Westfälischen Herdbuchgesellschaft“, die ihren Sitz in Herford behält. Damit hat sich der Bestand dieser Herdbuchgesellschaft an Mitgliedern und Herdbuchtieren um etwa 50 Prozent vergrößert und die Provinz Westfalen hat endlich die so dringend nötige Vereinheitlichung in der Schwarzbuntzucht erhalten. Zusammenstoß. Zwei Radfahrer fuhren gestern in der Radewigerstraße zusammen. Personen wurden nicht verletzt. Beide Räder aber beschädigt. Eine kirchenmusikalische Feierstunde. außergewöhnlicher Art wird, wie wir hören. demnächst, am 9. September, hier geboten werden durch die rühmlich bekannte„Kantorei“ des Kirchenmus.=Instituts am Landeskonservatorium Leipzig unter Leitung des in der Mufikwelt neuerdings viel genannten jungen Leipziger Komponisten Kurt Thomas. Der aus Musikstudierenden(etwa 30 Damen und Herren) bestehende Chor hat. trotzdem er erst 1928 gegründet worden ist.— er singt seitdem in Leipzig wechselnd mit dem Thomaner=Chor in den Gottesdiensten der Nikolaikirche und in Veranstaltungen des Konservatoriums— bereits außerordentlich viel Anerkennung sich erworben, nicht nur in Deutschland, sondern weit über dessen Grenzen hinaus. Die Presse des In= und Auslandes ist voll des Lobes der hohen Chorkultur, die sich in der Singekunst dieser Schar. ausgesucht tüchtiger Sänger und Sängerinnen offenbart. Die Braunschweiger Landeszeitung urteilt:„Der Chor ist ein ganz ausgezeichnetes Instrument, das nicht nur mit vorbildlicher Präzision, mit vertiefter Musikalität und ernster Sammlung musiziert, sondern zu alledem einen wunderbar schönen Klang hat; dessen hervorstechendes Merkmal ist eine in warme Farben getauchte Weichheit: hier hat der Chormeister gewirkt, und Kurt Thomas ist ein Meister“. Und die„Tübinger Chronik“ (Weinreich) rühmt das hohe Können, die herrlich leichte Beweglichkeit und dynamische Feinheit", vor allem aber die in allen Darbietungen spürbare innere Einheitlichkeit des Kunstwollens der jugendfrischen Sängerschar.“„Ein selten harmonisches. einheitliches und ausgeglichenes Bild des chorischen Zusammenklanges“, sagt die „Nürnberger Zeitung". Wir machen schon setzt auf den Abend aufmerksam und empfehlen unseren Lesern, denselben sich vorzumerken.— der Kreisverbindung Hersord im Cb. 3.1n. Bund. Auf einem Stückchen Erde wunderbarer und eigenartiger Naturschönheiten, dem Doberg bei Bünde, fanden sich am Samstag, den 5. ds. Alts. 150 Jungmannen aus den Gruppen des Ev. Jungmännerwerkes der Kreisverbindung Herford zusammen, um im zweitägigen Zeltlagerleben Gemeinschaft zu pflegen. Schon in den Nachmittagsstunden sah man größere und kleine Trupps zu Rade heranrollen. Um 20.30 Uhr erfolgte die feierliche Lagereröffnung mit dem Aufziehen der Lagerflagge und dem Sprechen der Lagerlosung, Psalm 27,1. Die späte wundervolle Sommerabendstunde vereinigte die Teilnehmer am lodernden Lagerfeuer, bei dem Rektor Fischer zündende Worte an die Jugend und die zahlreich herbeigeströmten Einwohner richtete. Schon am frühen Morgen des Sonntages erfolgte das Antreten der etwa 250 Teilnehmer am Flaggenmast zur Morgenwache mit der Stärkung aus dem Worte Gottes Nach geländesportlichen Uebungen wurde dann im geschlossenen Zuge zum Gottesdienst in Hiddenhausen marschiert. An den Gottesdienst schloß sich eine eindrucksvolle Kriegerehrung am Threnmal., wo ein Jungmann der tiefen Dankbarkeit gegenüber der Helden des Krieges und der nationalen Erhebung in bewegten Worten Ausdruck verlieh. Die Einwohner von Hdenhausen nahmen dann die Teilnehmer gastfreundlich zum Mittagessen auf. Um 14 Uhr gings wieder zum Lagerplatz nach Doberg. Der beliebte Lagerthing mit den Darbietungen der einzelneu Gruppen fand frohen Anklang bei Teilnehmern und Gästen. Die Hitlerjugend. die auch am Sonntag nachmittag zum Durchzug durch Hiddenhausen und Eilshausen angetreten war, wurde freudig begrüßt. Nach einem schneidigen Lied des Standortes Herford richtete der Sprecher der Hitlerjugend eine von Begeisterung getragene Rede an das Lager. Seine Ausführungen gipfelten in einem Bekenntnis zum Führer Adolf Hitler, dem die deutsche Jugend Grosses verdankt. Zum Schluß des Lagerthing sprach der Kreisvorsitzende P. Wittenber über die Aufgaben des Evangelischen Jun männerwerkes im neuen Deutschland. Reinheit, Recht und Sitte, deutsche gend heraus! rief er der Jugend zu. kurzem Appell am Flaggenmast sank u Die Gedenkfeier der JeppelinKatastrophe in Echterdingen. Am Rednerpult Kommerzienrat Colsmann, der verdiente Mitarbeiter des Grafen Zeppelin. Unter den Zuhörern, die zweite von rechts: Gräfin Brandenstein=Zeppelin, die Tochter des genialen Pioniers der Luftschiffahrt. Weiter nach links, der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Ströhlin und der württembergische Wirtschaftsminister Dr. Lehnich. In Echterdingen bei Stuttgart, wo vor 25 Jahren am 5. August 1908, der 234 seinen tragischen Untergang fand, wurde jetzt diese eindrucksvolle Gedenkfeier abgehalten, Uhr die Lagerflagge: das Lager war beendet. Mit frohem Mut und dankbaren Herzen gings wieder der Heimat zu. Die Führer des 26V. im Kreise LippeRavensberg. Am letzten Sonnabend fand in Bielefeld eine Tagung der bisherigen Kreisvorstandsmitglieder und Vertrauensleute des Kreises Lippe=Navensberg im DHB. statt. An der Tagung nahmen u. a. teil: der Bezirksvorsteher Pg. Kluth und der Bezirksgeschäftsführer Pg. Stolt, Hannzver, sowie der neuberufene Kreisvorsteher Pg. W. Höcker, Bielefeld. Bezirksvorsteher Pg. Kluth verpflichtete persönlich die inzwischen berufenen Ortsgruppenführer. Der Ortsgruppenführer und Vertrauensmann in Herford ist Pg. Ewald Eickmeyer, Wellbrokkerweg 14. Berufen und verpflichtet wurde auch die neue Kreisführung. Folgende Herforder gehören der Kre'sfährung an: Ewald Eickmeyer, 2. Kreisvorstand Ernst Sch'e t5. Kreisbildungsobmann und Werner Becker, Kreiejugendführer. Ortsgruppenführer Pg. Eickmeyer wird demnächst die Ortsgruppenführung des DHV. berufen. Ebenso die Betriebsvertrauensleute. Eichenkreuzverband. Am vergangenen Sonnabend und Sonntag fand auf dem Truppenübungsplatz in der Senne ein Gelände=Sportlehr= gang unter Leitung des Reichsturnwartes Sieper statt. Vom Turnkreis Herford nahmen die beiden Turn= und Spielwarte sowie der Schwimmwart und ein Jungvolkführer teil. Ganz besonders sei die Nachtübung im Teucoburger Wald erwähnt. In Hiddenhausen in der großen Sandkuhle war am Sonnabend und Sonntag das erste Kreis=Jungvolktreffen. Die überaus große Beteiligung hat bewiesen, daß die evangelische Jugend sich geschlossen hinter ihre Führer stellt und ebenfalls fest und unerschüttert als Jugendbewegung dasteht. Am Donnerstag, den 10. August wird die Handballmannschaft vom CBjM. Herford ihr erstes Spiel um die Stadtmeisterschaft austragen. Gegner ist HSV. Anfang des Spieles um 7 Uhr abends in der Kiewiese. Die erste Zusammenkunft der gesamten evangelischen Jugend Herfords soll an diesem Sonnabend, dem 12. August, abends 8 Uhr im„Evgl. Jugendheim“, Mönchstraße 3, stattfinden. Der Zusammenschluß im Evgl.=Jungmännerwerk soll auch hier somit Wirklichkeit werden. Am kommenden Sonntag, den 13. August, werden beide Bundesmeister des Westbundes im Schlag- und Faustball. die am 29./30. Juli erst in Hamm i. W. ermittelt sind, in Herford bei den Bezirksspielen auf dem Lübberbruch zugegen sein. Der BjM. Herford hat 3 Schlag- und 3 Faustballfelder aufzubauen. Insgesamt kommen ab 2 Uhr 33 Spiele zum Austrag, davon stehen den Herfordern im Schlagball die Vereine von Gütersloh und Steinhagen entgegen. Letztere ist zur Zeit die unberechenbarste Mannschaft im ganzen Bezirk und hat Ueberraschungen schon gezeitigt. Das Kreisturnfest des Eichenkreuzes wird am 19./20.“ August in Elverdissen stattfinden. Die Vorbereitungen sind rüstig im Gange. Aus dem Landkreis Quernheim. Unser Ort stand am Sonnabend und Sonntag im Zeichen der Feuerwehr, die ihren 25. Geburtstag feierte. Guirlanden und Fahnen, Fackelzug und Durchmarsch an beiden Tagen, herrliches Wetter und eine fröhliche Menschenmenge gaben dem Fest ein schönes Gepräge. Nach den bei solchen Gelegenheiten üblichen und angebrachten Ansprachen, hier hielten sie der Führer der Wehr, H. Stille, der Ehrenbürgermeister Wiegand und Branddirektor Schürmeyer. Bünde,— dieser konnte 9 Wehrmännern aus Quernheim für 25jährige treue Mitgliedschaft das Ehrenzeichen einhändigen. kam dann auch Musik und Tanz zur Geltung. Die Quernheimer Wehr hätte schon vor drei Jahren ihr 100jähriges Jubelfest begehen können, wenn sie nach 50 Jahren nicht eingeschlafen wäre. Im Jahre 1830 übernahm Quernheim vom Domänen Fiskus Minden, der die Güter des Stiftes verwaltete, deren alte Feuerspritze, die mit dem zunehmenden Alter aber nicht besser wurde. 1891 wurde der Gemeinde die Anschaffung einer neuen Spritze auferlegt, aber dann kamen die Finanzen in Unordnung und alles entschlummerte. Erst einige größere Brände um die Jahrhundertwende gaben den Anstoß zur Wiederbelebung und so entstand 1908 die jetzige Wehr, die allen berechtigten Ansprüchen wirklich genügen kann. SV. Schwarz=Weiß. Sundern.— Heute Mittwoch trägt die erste Mannschaft des SV. Schwarz=Weiß, Sundern, ihr erstes Spiel um die Stadtmeisterschaft gegen die gleiche Mannschaft von Spiel und Sport, Herford aus. Schwarz=Weiß tritt mit einer neuaufgestellten spie starken Mannschaft an, so daß den Spiel und Sportlern der zu erwartende Sieg nicht ganz leicht werden wird. Es bleibt ein interessantes Spiel zu erwarten. Anstoß: 7 Uhr auf dem Sportplatz Sundern. Almt Enger Gewaltige nationalsoz'alistische Kundgebung in der Gliemke.— Es war ein gewaltiger Augenblick als am Sonnabend die Ortsgruppe Enger mit ihren Unterorganisationen unter Vorantritt der Sturmbann=Kapelle Schwensfeger zu einer großen Kundgebung in der Gliemke abmarschierte. Die Straßen, durch die der Zug geleitet wurde, hatten reichen Flaggenschmuck angelegt, ein Zeichen für die innere Verbundenbeit mit dem Nationalsozialismus Die so herrlich gelegene Gliemke konnte die vielen Volksgenossen kaum fassen. Standartenführer Vollkammer hielt eine kurze Ansprache und forderte alle Anwesenden auf mit der gleichen Begeisterung und Treue wie bisher an dem großen Ziele unseres Führers mitzuarbeiten. Seine Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen und begeistert sang die Menge das Deutschland= u das Horst Wessel=Lied. Stadtverordnetensitzung in anger Ueber der Stadtverordnetensitzung am Sonnabend lag Ferienstimmung. Aber dennoch verdient die rasche Erledigung der Tagesordnung volle Anerkennung im Gegensatz zu den marristischen Parlamenten, die mit langen und fruchtlosen Debatten ausgefüllt waren. Enger ist nicht nur die Stadt Wittekinds. sie ist auch die Stadt der schlechten Straßen. Die Anwohner der Bruchstraße, der Kirchstraße und der Pottwiesenstraße hatten denn auch Anträge auf Ausbesserung gestellt.— Sie müssen sich jedoch noch ein wenig gedulden, bis die beantragten Staatsgelder für den Straßenbau bewilligt werden. Der Antrag des Turnvereins Concordia auf Ueberlassung der Badeanstalt am 12. August wurde einstimmig angenommen. Die zu entrichtende Gebühr beträgt 50 Mark.— Der Antrag der Witwe Lücking wegen Wasserabführung aus dem Nordhofgelände wurde der Wege= und Beleuchtungskommissior überwiesen.— Zum Schiedsmann=Stellvertreter wurde einstimmig der Kaufmann Conrad Hülsewede gewählt, nachdem Herr Robert Kenter, der bislang mit diesem Posten betrau gewesen war, freiwillig verzichtet hatte. In Bellachinis Wunderreich. Der Schweizer Zauberkünstler Bellachini aab am Sonnabend und am Sonntag in Hollmanns Saal in Halle Gastspiele. Vor zweimal vollbesetzten Saale erntete er den freudigsten Beifall eines über alles Erwarten zufriedengestellten Publikums. Bellachini zaubert—— und bezaubert seine Gäste. Er setzt die Tradition der unter den Zauberkünstlern stets an erster Stelle gestandenen Bellachinis fort, wahrt ihren Ruf und mehrt ihren Ruhm. Das muß ihm nach seinen Leistungen, die er in prachtvoller Ausstattung und reicher Vielseingkeit zeigte, zum höchsten Lob anerkannt werden.— Mit einer Zauberschau kommt Bellachini aufs vlatte Land, wie sie in Großstädten nicht besser geboten wird. Manchen Zweifler hieran hat er eines besseren belehrt. In der „Saure-Gurkenzeit“ gehen eben auch große Künstler aufs Land. Daß Bellachini zu uns kommt und wir nicht nach der Großstadt fahren müssen, wird hier dankbar durch einen Massenbesuch anerkannt werden. Verantwortlich für Politik: Dr. Lück, für Lokales. H. Haase. für Sport: E. Werner, für Unterhaltung und Anzeigen Carl Titgemeyer sen., sämtlich in Herford. Für den Bielefelder Teil: Fritz Becker, für den Mindener Teil: Gust. Himstedt, Melbergen. Malergeh Die gut besuchte abends im kleinen gende Versammlun wurde vom Fachsch net. Nach Absinge sprach der Kreisleit Pg. M. Heideman Pflichten der Arbeit Arbeitnehmer: die L den heute mehr als Tagesfragen. Daß komme, bedinge hei ganisation. So se die Fachgruppe vei staatlichen Betriebe väter Arbeit gefur Fälle würden anschl mann machte es je Pflicht, sich der ßen. Kreis=Tierschau am Die Tierschau de: vor zwei Jahren zu halten worden ist, am 16. September stellungsgebäude un den. Es wird mit teiligung gerechnet. Richtigstellung. Zu unserem in de 4. August 1933 verö den Tod der Frieda uns der Vater der seiner Tochter stets i gelebt hat. Das„Universum“ bittet uns um die F wie unser Kritiker ir um eine alte, sonder Wochenschau handelt „Universum“ läuft. Das Vermögen der fällt dem Preußischer Auf Grund des Ge hung des kommunisti * d a s V e r m ö g e n d e r f r i schen Tageszeitung zugunsten des preuß * zoger Für die Spende der Die Belegschaft de „Wittekind“ verzichte J 1% des Arbeitsverd Spende der nationale I die anderen? Doppelwache vor dem Vor dem Hotel„Kö am Montah eine Dol der Chef der Heeresl Hammerstein, Wohnu Dus uiden-Tand don wog Roman von Gert Rothberg 47 Lohgarten sagte schwer: „Herr Wiedener, wir werden nicht gemütlich beisammen sein können— ich bringe eine traurige Nachricht.“ „Traurige Nachricht? Wie das? Ist— etwas mit keiner Tochter passiert? Reden Sie doch, lieber Lohgarten!“ Da sagte ihm Lohgarten, was geschehen war. Schweratmend saß der alte Herr im Stuhl. „Ich habe es ja gewußt, daß etwas kommt. Die ganzen Tage vorher hab' ich das Gräßliche in allen Gliedern gefühlt. Mein Gott, mir wird aber schlecht.“ Der Kellner brachte ein Glas frisches Wasser. Lohgarten mühte sich um den alten Mann; dabei dachte er: Hilma, wenn du doch gestern gestorben wärst, du, die du nach Gottes unerforschlichem Ratschluß längst dem Tode geweiht bist. Statt dessen mußtest du noch zuvor dieses Unglück anrichten!— Freunde von Herrn Wiedener waren mit hier anwesend. Sie kamen jetzt und hörten voll Schrecken, was sich ereignet hatte. Fritz Lohgarten bat die Herrschaften, sich Herrn Wiedeners anzunehmen, da er selbst noch etwas sehr Wichtiges vor habe. Sie versprachen es und brachten Wiedener nach Hause. Fritz Lohgarten aber fuhr mit seinem Freund Vetters, der geduldig im Wagen gewartet hatte, zu der Villa am Pseilsring zurück, um die Mutter abzuholen. Dreizehntes Kapitel. Heinz Altendorf öffnete die Augen. Er erkannte zuerst Fritz Lohgarten, dann seine Schwiegermutter. „Wo— ist— Hilma?“ „Sie ist zu krank. um kammen zu können.“ „Was ist mit mir los?“ Der Arzt, der am Kopfende des Bettes stand, trat vor und sagte lächelnd: „Herr Altendorf, bitte ganz ruhig liegenbleiben. Sie wurden niedergeschossen und mit ihnen Fräulein Ilse Wiedener." „Ilse Wiedener? Was geht— mich— diese Dame— an? Ich habe nur Traute Bolscher geliebt, niemand sonst. Aber— sie— wollte von mir nichts wissen— sie— liebt wahrscheinlich Fritz— Lohgarten. Ihn hasse ich nun noch mehr als je. Er und immer wieder er! Er sollte sterben. Ich wollte zu ihm, wollte ihn niederschießen wie einen tollen Hund. Statt dessen hat es mich selbst getroffen. Wer— hat— das getan?“ „Das weiß man noch nicht.“ Der Arzt sagte es ganz ruhig. „Ich könnte ja sagen: Fritz Lohgarten war es! Aber er hat es nicht getan. Einer solchen Tat war nur ich fähig. Doktor, machen Sie mir nichts vor: ich muß sterben. Drinnen rinnt es heiß, heiß durch meinen Körper. Heiß und ungehemmt, das rote, entfesselte Blut. Das Herz rebelliert! Gut so, aus also! Und der Mörder hat gut getroffen. Soll er gesegnet sein; wenn Traute mich nicht lieben kann, hat das Leben keinen Wert mehr— für mich. Fritz Lohgarten, komm zu mir— so— ganz— dicht. Sieh, wir sind Brüder. Dein— mein Vater liebte die Artistin Rose de Juan, und dann sagte er— ihr, daß eine Heirat mit einer fahrenden Artistin für ihn niemals in Frage käme. Da— nahm meine Mutter— den häßlichen, buckligen Großindustriellen Max Lerhoff zum Manne, um sich zu rächen. Ich war ihr Werkzeug, ich, der als Sohn Lerhoffs galt. Ich habe dich gehaßt um meiner Mutter willen. Und ich habe dich ruinieren helfen. Die Zeit war meine treue Helferin, diese schwere wirtschaftliche Krise! Ich nahm Hilma zur Frau, um diesen Ruin der Lohgartens noch intensiver betreiben zu können, und diese Frau war mir gleichgültig, manchmal sogar widerwärtig. Ich habe meine göttliche Kunst vernachlässigt um meiner Rache willen; ich wollte dich völlia vernichtenDa habe ich Traute Bolscher kennengelernt. Nur um ihretwillen fand ich mich zu meiner Kunst zurück. Aber es war alles umsonst. Dieses schöne, reine Geschöpf wies jede Annäherung weit von sich. Sie sagte mir, sie liebe einen andern Mann. Genaue Erkundigungen taten mir kund— daß Traute niemand kannte, daß sie gar keiner Verkehr hatte und daß es sich höchstens um dich handelr konnte, wenn sie behauptete, einen andern zu lieben. Und da schwoll mein Haß ins Unermeßliche. Ich wollte dich nunmehr gänzlich vernichten. Es war ja nun alles gleich. Wenn sie mich faßten, dann war es gut, und wenn ich entkam— dann war es auch gut. Es— ist anders gekommen. Nun geht— es zu Ende. Um Verzeihung bitten werde ich— dich nicht. Du könntest es ja auch nicht Ich— meine, mir verzeihen. Du lebst! Einer von une mußte zugrunde gehen. Ich habe das schwarze Los gezogen. Gut so.“ Fritz Lohgarten hielt erschüttert die heißen Hände des Todwunden. ein häßliches Licht auf die Vergangenheit, doch wir si alle nicht ohne Fehl. Vergib auch du und vergiß nic daß ich an dieser Vergangenheit schuldlos war.“ Heinz Altendorf richtete sich auf. „Ich— danke— dir. Ich— hätte so gern— n einmal— die kleine Traute gesehen. Sie war die er Frau, die mir nicht verfiel, und— sie— war doch no — so— jung! So— köstlich jung!" Ein Blutstrom quoll aus dem Munde des Verletzte „Ich das Leben war— sehr schön. Loch— n. halte es keinen— Wert— mehr für— mich.“ Frau Lohgarten konnte sich kaum noch auf den Füß halten. Der Arzt schob ihr leise einen Stuhl hin. Doch verschmähte es, sich zu setzen. Ganz tief beugte sie sich über den Mann, den sie plöt lich wie einen Sohn liebte, trotz seiner vielen Schwäche und Fehler, und der doch ein Genie, der ein groß Künstler gewesen war. Und ein schöner, liebenswürdig Mensch!#u 9 Fliedung sotac Polize Vorläufig festgenor beiter aus Reesen, de hier eine Zeche geme wußte, daß er diese In der Nacht zum nem Landwirt am 2 Gartenland 6—7 E zen gestohlen. * Aus einem Hause durch Einsteigen ein chen mit 118.— bis entwendet. Einem Telegraphen nem Grundstück an d Dienstmütze gestohlen. Aus einer Wohnun bruchs ein Geldbetra stohlen. In einer der letzt Schlachter aus der Trunkenheit und Bei bis zu seiner Ausnüch gefängnis eingeliefert * Vor einigen Tage Ka ser=Uferstraße ein einem Kraftradfahrer Personen wurden dab nur ein geringer Sa Am Sonntag gege an der Portastraße Esammenstoß zwischen und einer Radfahrer Steindcher Sbessuenter Malergehilfen tagten! Die gut besuchte, am 4. August 1933 abends im kleinen Saale der Tonhalle tagende Versammlung des Malergewerbes. wurde vom Fachschaftswart Stark eröffnet. Nach Absingen des Deutschlandliedes Kreisleiter für das Baugewerbe Pg. M. Heidemann, über Rechten und Pflichten der Arbeitgeber wie auch der ArArbeitnehmer: die Organisationsfragen ständen heute mehr als je im Mittelpunkt der Tagesfragen. Daß jeder zu seinem Recht komme, bedinge heute die allerstraffste Organisation. So sei letzthin wieder durch die Fachgruppe veranlaßt, daß in einem staatlichen Betriebe 2 kinderreiche Familien= väter Arbeit gefunden hätten. Weitere Fälle würden anschließend erledigt. Pg. Heies jedem Malergehilfen zur Pflicht, sich der Fachorganisation anzuschließen. Kreis=Tierschau am 16. September. Die Tierschau des Kreises Minden, die vor zwei Jahren zum letzten Male abgehalten worden ist, soll in diesem Jahre am 16. Sevtember wieder auf dem Aufstellungsgebäude und der„Grille“ stattfinden. Es wird mit einer sehr starken Beteiligung gerechnet. Richtigstellung. Zu unserem in der Freitagsnummer vom 4. August 1933 veröffentlichten Bericht über den Tod der Frieda Jetten von hier teilt uns der Vater der Toten mit, daß er mit seiner Tochter stets im besten Einvernehmen gelebt hat. Das„Universum“ bittet uns um die Feststellung, daß es sich, wie unser Kritiker irrtümlich annahm, nicht um eine alte, sondern um eine ganz neue Wochenschau handelt, die augenblicklich im „Universum“ läuft. Vermögen der„Weser=Warte“ verfällt dem Preußischen Staate. Auf Grund des Gesetzes über die Einziehung des kommunistischen Vermögens wird das Vermögen der früheren sozialdemokratischen Tageszeitung Weser=Warte“ GmbH. zugunsten des preußischen Staates eingezoger Für die Spende der nationalen Arbeit. Die Belegschaft der hiesigen Glasfabrik „Wittekind“ verzichtet bis auf weiteres auf 1% des Arbeitsverdienstes zugunsten der Spende der nationalen Arbeit. Wo bleiben die anderen? Doppelwache vor dem„König von Preußen“. Vor dem Hotel„König von Preußen“ zog am Montag eine Doppelwache auf, da dort der Chef der Heeresleitung, Excellenz von Hammerstein, Wohnung genommen hat. Polizeibericht. Vorläufig festgenommen wurde ein Arbeiter aus Neesen, der in einer Wirtschaft hier eine Zeche gemacht hatte, trotzdem er wußte, daß er diese nicht bezahlen konnte. In der Nacht zum 5. August wurden einem Landwirt am Mittelweg von seinem Gartenland 6—7 Schock Steckrübenpflanzen gestohlen. * Aus einem Hause an der Heidest. wurde durch Einsteigen ein graues Stoffgeldtäschchen mit 118.— bis 123.— RM. Inhalt entwendet. Einem Telegraphenarbeiter wurde auf einem Grundstück an der Marienstraße seine Dienstmütze gestohlen. Aus einer Wohnung wurde mittels Einbruchs ein Geldbetrag von 4.80 RM. gestohlen. In einer der letzten Nächte wurde ein Schlachter aus der Lübbeckerstraße wegen Trunkenheit und Bedrohung seiner Eltern bis zu seiner Ausnüchterung in das Polizeigefängnis eingeliefert. * Vor einigen Tagen erfolgte an der Ecke Ka ser=Uferstraße ein Zusammenstoß zwischen einem Kraftradfahrer und einem Radfahrer. Personen wurden dabei nicht verletzt, es ist nur ein geringer Sachschaden entstanden. * Am Sonntag gegen 16.45 Uhr erfolgte an der Portastraße Ecke Bömerring ein Zusammenstoß zwischen einem Lastkraftwagen und einer Radfahrerin aus Herford. Die Radfahrerin erlitt eine linksseitige Rippenquetschung und eine leichte Verletzung am linken Bein. * Der geschädigte Tischlermeister Scheidemann hat für die Ermittlung der Täter, die am 2. August 1933 seinen Schober mit unausgedroschenen Roggen in Brand gesetzt hat, eine Belohnung Oon 100.— RM. ausgesetzt. Aus dem Lanékreis Ein dörfliches Heimatmuseum. Stemmer. Schon seit Jahren werden in unserer Gemeinde und deren Umgebung viele altertümliche Bodenfunde gemacht. Um diese Schätze nicht wie bisher mehr der Vernichtung anheimfallen zu lassen, hat Lehrer Weißmann jetzt mit der Zusammenstellung einer Sammlung. begonnen, die den Grundstock für ein Heimatmuseum unserer Gemeinde legen soll. Die Sammlung enthält bereits mehrere alte Hausratgegenstände und Münzen aus der Zeit Friedrich des Großen Da ein eigener Raum für die Sammlung noch nicht vorhanden ist, wurde sie vorläufig in einem Klassenzimmer der hiesigen Volksschule untergebracht. Holzhausen a.d. Porta. der 13 jährige Sohn des Postbeamten a. D. Bär, Hausberge versank plötzlich beim Baden in der Weser. Trotzdem sofort Tauchversuche untemommen wurden, konnte die Leiche nicht geborgen werden. Loh bei Lahde. Hier fand am Sonntag das traditionelle Schützenfest des Kriegervereins statt. Nach hartem Kampfe konnte der Gemeindevorsteher Meier mit 34 Ring die Königswürde erringen. Ein gemütlicher Ball im Saale des Gastwirts Lange schloß sich an. Rosenhagen. Hier wurde eine Jugendbetriebszellenorganisation gegründet, der bereits 25 jugendliche Arbeiter aus Rosenhagen und Raderhorst beitraten, Zum Standortführer wurde Hermann Bulmahn, Rosenhagen Nr. 22, bestimmt. Ufseln. Der 19 jährige Walker Kohlmeler strank am Sonntag in der Nähe des Kiesverkes in einem sogenannten Kolk. Aerztliche Hilfe konnte nichts mehr ausrichten. Veltheim. Die hier gegründete AS.= Frauenschaft umfaßt 21 Mitglieder. Führerin wurde Pgin. Frau Steffen, Kassiererin Fräulein Klostermeier. Peterthagen. Gegen die Wiederwahl der alten Mitglieder des Presbyteriums hat die hiesige Ortsgruppe der deutschen Christen bei der maßgebenden Stelle Einspruch erhoben. S3ad Oeynhausen und Umgegend. Eisbergen. Von einem Auto überfahren und getötet, wurde am Sonnabendnachmittag das Kind des Arbeiters Wilh. Höver, Das 5 jährige Mädchen wollte beim Spielen hinter beladenen Kornwagen, die auf der Chaussee, bei dem Dreschmaschinenbesitzer Loges standen, noch eben die Straße überqueren, als ein Personenauto von Veltheim kommend die Straße passierte. Die Kleine wurde vom Wagen erfaßt und erlitt derart schwere Kopfverletzungen, daß der Tod sofort eintrat. Die Schuldfrage muß noch geklärt werden, jedoch konnte der Chauffeur der langsam fuhr, nicht ahnen, daß ihm zwischen den hochbeladenen Getreidewagen ein Kind entgegen trat. * In Lohfeld ließ sich nachts um 1 Uhr ein von Hausberge kommender Motorradfahrer durch das trügerische Mondlicht täuschen und gewahrte nicht die Nähe der Obstbäume. In einer Kurve streifte er mit solcher Wucht einen Baum, daß der Sozius im weiten Bogen im Graben landete, und erhebliche Verletzungen erlitt. Schützenfest. Am Sonnabend, Sonntag und Montag feierten die nunmehr vereinigten Schützenvereine das Oeynhausener Schützenfest. Am Sonnabend war ein Fackelzug durch die Stadt, Sonntag nachmittag ebenfalls ein Durchzug und jedesmal anschließend frohes Beisammensein in den Festzelten auf dem Sportplatz am Kinderheim. Beim Königsschießen am Montag schoß Major Herm. Sieberasse, der bereits zweimal Schützenkönig war. 52 Ring, es folgte mit 51 Ring Hrch. Brandt. Major Sieberasse verzichtete auf die Königswürde, so wurde Malermeister Heinrich Brandt mit 51 Ring Schützenkönig 1933 als Heinrich I. Montag nachmittag gings nach Abholung des neuen Königs wieder durch die Stadt zum Festplatz. wo Frohsinn und Tanz den Abschluß des wahren Volksfestes bildeten. Die Tagung des N. S.=Kriegsopferbundes. Der„AS. Kriegsopferbund“ Ortsgruppe Bad Oeynhausen tagte am Freitag. Es berichtete Kamerad Bartling über den Verlauf der Kriegsopfertagung in Dortmund. Ueber die Faldernfahrt sollen in nächster Zeit Lichtbilder gezeigt werden.— Die arbeitslosen Kameraden sollen sich sofort beim Kamerad Schreck betr. Arbeitsanweisung anmelden.— Eine Kriegerwaise, die mit dem Fahrrad das Grab ihres Vaters in Frankreich besuchte, hielt hierüber einen Vortrag. * Dr. med. Ferdinand Langguth, der fast 20 Jahre in Bad Oeynhausen als Arzt tätig war, hat die Augen am Montag für immer geschlossen, nachdem er vor einigen Monaten bereits seines Leidens wegen seinen Beruf für einige„eit hatte aufgeben müssen. * Der beliebte Vortragskünstler des Westdeutschen Rundfunks Gustav Jakoby kommt nach Bad Oeynhausen und wirkt im Rheinischen Stimmungsfest heute Mittwoch im Kurhaus mit. Da Jakoby eine Kanone seines Fachs ist, können wir den Besuch dieser Veranstaltung nur sehr empfehlen. Das Programm der Kulturlichtspiele ist verlängert worden bis Donnerstag. Rehme. Der Wagen eines Hamelner Arztes fuhr in den Vorgarten eines Anwohners und mußte abgeschleppt werden. Für 25 jährige treue Dienste bei der serhütte wurde Herrn Fr. Schwarze, Rehme von der Handelskammer in Bielefeld eine Ehrenurkunde überreicht. * Ihr 40 jähriges Bestehen feierte am Sonntag die Freiw. Feuerwehr Rehme und konnte 3 Mitbegründern Dankes= und Ehrenzeichen, 14 Kameraden eine Ehrenurkunde über 25 jährige Mitgliedschaft und 2 dieser Kameraden noch das silberne Ehrenbeil überreichen. Das Verdienstkreuz für Feuerlöschwesen erhielt ein Kamerad für 21 Jahre langes treues Führen der Wehr. * Von einem Kraftwagen eines Babbenhausener Hauderers wurde das 5jährige Töchterchen eines Rehmer Einwohners überfahren und getötet. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Löhne und Amgegene Löhne. Die Maurer=Zwangsinnung für die Aemter Gohfeld=Mennighüffen und Kirchlengern hielt im Restaurant König eine gutbesuchte Versammlung ab, die vom Obermeister Steinsiek eröffnet und geleitet wurde. Nach Erledigung der Tagesordnung hielt der Geschäftsführer vom Bünder Handwerksamt, Kroker, einen Vortrag über die gegenwärtige Lage des Maurerhandwerks. Er wies darauf hin, daß die Regierung zur Förderung der Arbeiten wieder einen Fonds für Wohnungsbauten zur Verfügung gestellt hat. Zum Schluß rief er für die Spende zur nationalen Arbeit auf. Die Innungsmitglieder zeichneten 5. und 3.— RM. Löhne. Bei der Polizeiverwaltung ist ein gefundenes Fahrrad abgegeben worden. Eigentumsrechte sind bei der Polizeiverwaltung geltend zu machen. zwischen Pfeis und Preis, aber auch zwischen Waxe)und Weate. Was Innen von entfernt wohnenden, Versandgeschäften als außergewöhnlichz billig angeboten wicd, braucht nicht unHediggt, sut. zu sein Jedenfalls wird der denkende Käufer nicht die Kotzeilm, Sack kaufen. Er, wird in das Geschäft am Rlatze gehen, wo, er. die Ware sehen und die Preise vergleichen kann und wo Ihm auch nachlerfolgtem Kauf die Möglichkeit bleibt, eine Reklamation erfolgreich anzubringen oder die Ware umzutauschen. Kauft am Platze- kauft bei Das Amt Gohfeld=Mennighüffen nimm! den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit auf. Am Montagabend fand im Amtshause zu Löhne eine Besprechung zwischen der Verwaltung. den Ortsgruppenleitern der NSOAP., dem Direktor des Herforder Arbeitsamtes, dem Kreiswiesenbaumeister Berg, dem Landwirtschaftsrat Dr. Landwehr, Vertretern der Berufsverbände und dem Kreisleiter der ASBO. Friesen statt. Es galt zu der Frage Stellung zunehmen:„Wie wird die Arbeitslosigkeit im Amte beseitigt?“ Dr. Gutenberg wies auf die sogenannten „Kleindräinagen“ hin. Im Vorjahre sind im Kreise Herford 40000 Tagewerke an „Kleindräinagen“ zusammengebracht. Gerade diese Arbeiten sollen gefördert werden. So stellt das Reich pro Tagwerk 3.— RM. zur Verfügung, eine Summe. die so ausreichend ist, daß für den Besitzer des zu dräinierenden Grundstücks nur bis zu 0.50 RM. pro Tagwerk zu zahlen bleibt. Kreisleiter Friesen betonte, daß jeder Betrieb die Pflicht habe, wenn eben nur möglich Leute einzustellen. In Blotho konnten auf diese Art und Weise 30 Volksgenossen wieder in den Arbeitsprozeß eingereiht werden. Es könne auch nicht angehen, daß 70 jährige noch im Betrieb tätig sind, während junge Kräfte brach lägen. Für die große Arbeitsbeschaffung kommt vor allem die Werreregulierung in Frage. Dadurch werden bessere Verkehrsverbindungen zwischen Löhne und Gohfeld geschaffen und zum anderen wird wichtiges Baugelände aufgeschlossen. Dann soll in Mahnen die Uferstraße von der Kronprinzenbrücke flußabwärts bis zum Svortplatz gebaut werden. Weiter ist für Mennighüffen die Verkoppelung vorgesehen. Die hierfür notwendigen Termine sind bereits für September festgesetzt worden. Außer diesen Arbeiten beteiligt sich das Amt noch an Wegearbeiten und sonstige Rotstandsarbeiten. Gohfeld. Zur„Spende zur Förderung der nationalen Arbeit“ hat die Belegschaft der Fa. Ravensberger Möbelfabrik bereits über 100.— RM. aufgebracht. Aerztliche Ratschläge. Hygiene auf Reisen Zu jeder Reise im Sommer oder Winter muß bei der ZuGagrmsgilte uns eisegepäcks unbedingt darauf geachtet werden. is. Die Zeiten für die tägliche Hygiene notwendig sete, und länch Aörperpflege als Luxus betrachBuchsach Seie 9 er: jeder Wandervogel hat heute in seinem M. Sene und Zahnburste. Natürlich genügt diese primitive Ausruftung allein nicht, denn kein Reisender sollte vergessen, daß erzeit einen Arzt zur Verfügung hat, wenn ihn unterwegs eine unpußlachleit überfällt. Es ist aber ausgeschlossen, viele Flaschen und Fläschchen mit allerlei Mixturen mit sich herumzuWäische durch Verbrechen und Paasangse= und der Garderobe und grobe i.: Sttvteihen und unstuagen der Flaschen eine sehr Die Wissenschaft auf hygienischem Gebiet bietet neuerdings Leni=zon— Mundwasser in Pulverform— ein Präparat, das in seiner vielfachen Verwendungsmöglichkeit unerreicht dasteht. Metclg Beee. des Pulvers in einer mechane i einfachen, leicht verstellbaren Dreh#.##nus hat., der Gefahr des Zerbrechens nicht ausgesetzt. *#r, nunumt gliexgeringsten Raum in Anspruch, und kann nötigenfalls in der moa= vder Handtasche untergebracht werden. Diese„Hausapotheke in der Westentasche", wie das Pulver oon denen, die es erprobt haben, genannt wird. vereinigt alles in sicz naszunterwegs für eine praktische Gesundheitspflege unerläßMundsoslmntesbt in Wasser aufgelöst eim erfrischendes wiret Wen Gusiteud gärungshemmend läche zu zerreiben genüct es, eine Prise auf der Zungenober: um das Uebel zu beheben; bei Brechreiz infolge langer Eisenbahnfahrten oder bei der Seekrankheit. ebenso bei Soßi'swsssen#eistet eine kleine, Prise aufgeschnupft, überraschend wärschen##### Ermattung infolge großer Hitze oder bei langen B###en vevarf es nur einer Mundspülung oder einer Prise des gewachlen zu sein, wieder frich und den größten Anstrengungen Zweisilbige Scharade. Das eine ist es, wenn der Tag erwacht; Jedoch wie lange man geweilt, Man findet's oft so nah in tiefer Nacht Und glaubt dann, daß es noch nicht eilt. Das andere hat zweierlei Natur, Man denk' es groß, man denk' es klein, Es kann ein Teil von einem Ganzen nur Und kann auch selbst ein Ganzes sein. Mein Ganzes ist bald kalt, bald warm; Verschieden ist's bei reich und arm; Dem Kranken leid, lieb dem Gesunden, Und kommt schon in den Morgenstunden. „Wie heißt denn das Stück, das eden vorgetragen wurde?“„Meinen Sie das Lied, das Fräulein Evg ge, sungen, oder das, das der Begleiter gespielt hat?“ „Gestatten, Frau Gräfin, daß ich Ihnen Herrn Mülle. vorstelle!"„Müller?— Den Namen habe ich doch aug schon mal irgendwo gehört?“ Eilig. Silben-Rätsel. ak bau chi de ei hem im ke kord kra len li me ne nin pos se stoi tol vree. Aus vorstehenden 20 Silben sollen 10 zweisilbige Wörter mit folgender Bedeutung gebildet werden: 1. Dienerkleidung, 2. Stücklohn. 3. Arzneimittel, 4. Kleidungsstück, 5. Stadt im Freistaat Sachsen, 6. Römischer Schriftsteller, 7. Insekt, 8. Metalloid. 9. Russischer Dichter. 10. Seeungeheuer. Wurden die Wörter richtig gebildet, ergeben diese in ihren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Sprichwort. #. H#t man nun neben dem Puloer noch eine Tube Lenicet=Coldbieser Eream bils i# buit bei Insektenstichen, beseitigt Hautsucken und ist auch unembehrlig, der Sonnenbrand wie dei Wundlaufen. Ist so auf die einfachste Weise hygienische und sanitäre Vorkehrung getroffen, so bedarf es zur Reise nur noch frischen Humors und guten Wetters. Auflösungen aus voriger Nummer: Illustriertes Kreuzwort=Rätsel: Waagerecht: Wirt, Bube, Salz. Page. Senkrecht: Riese, Stolp, Puppe, Geige. In dieser Reihenfolge sind die Wörter einzustellen. Buchstaben=Rätsel: Laube, Norne, Gilde, Stadt. Baude. Urban, Husar, Barke, Quell, Deich, Josua, Treue— Urlaubsreise. Bilder=Rätsel: Wenn das Wort heraus ist. gehört es einem andern. Zusammensetz=Aufgabe: Gut=tun(guttun). Hand=haben(handhaben). Miß=raten(mißraten). Ob=walten(obwalten). Wohl=wollen(wohlwollen). Fenster=Rätsel: 1. Hadrian, 2. Andante, 3. Kamelie, 4. Habakuk. 5. Romanze, 6. Novelle. Illustriertes Kreuz-Wort-Rätsel. Die in die waagerechten und senkrechten Felder=Reihen einzutragenden Wörter sind aus den bildlichen Darstellungen zu erraten. Die Wörter der waagerechten Reihen sind in dem oberen, die der senkrechten in dem unteren Teil des Bildes zu suchen. Namen-Umbildungs-Aufgabe. Aus den nachstehenden 10 Namen sollen durch Zusammenstellen neue Namen gebildet werden. Die Zusammenstellung hat in der Weise zu geschehen, daß stets eine Endund eine Anfangssilbe der gegebenen Namen einen neuen Namen ergeben. Alexandra. Gabriele, Herbert, Klara, Lydia, Manuel, Marthe, Moritz. Rahel, Winfrid. Füll-Rätsel. 1. Der Zwist wurde von seiner Seite heraufbeschworen, es dürfte ihm daher wohl———. zuerst———. 2. Er verfolgte mit—— diesen unerlaubten—— in der Zeitung. 3.——— sich mit dem Gedanken überhaupt vertraut machen konnte, war er bereits———. 4. Geben Sie mir ferner immer die——, bemerkte er—— zu der Kellnerin. Die Striche stehen an Stelle von Silben, in beiden Fällen müssen sie gleichlauten, haben aber nicht die gleiche Bedeutung. Ob die Silben zu Wörtern zusammenzuziehen sind, ergibt der Sinn. Bilder-Rätsel. „Haben Sie nicht eine alte Hose für mich?“„Augey blicklich nicht, aber ich werde bald eine ablegen.„Kann ich vielleicht darauf warten?“ Unter Schauspielern. „Fiel Ihnen auf, wie das Publikum weinte, als ich im gestrigen Stück auf der Bühne ermordet wurde?"„Ja weil man wußte, daß Sie noch lebten!“ Er:„Wie alt mag Fräulein Lia sein?" Sie:„Das weiß ich nicht, aber sie muß schon ziemlich in Jahren sein denn man sagt bereits zu ihr: Wie fabelhaft jung sie aus sehen!“ „Emmy! Gefällt es dir in der Kochschule?“—„Ausgei zeichnet,— wenn ich nicht im nächsten Monat heiraten würde, bliebe ich so lange dort, bis ich perfekt kochen könnte“ Fritz und Grete fahren in die Ferien. In einem Abteil allein.„Glaubst du. Schatz“, fragt Grete. schmeichelnd daß wir allein bleiben werden?" „Sicher“, brummt Fritz,„im Nebenabteil sitzt ein wunderschönes Mädel am Fenster.“ 3%, 6 gar nicht, was„ gem Jungen an Er ist so unzuverlässig!" Kasse weiß gar nicht, was ich mit meinem Jun fängen son. Er ist s0 unzuderlassig.—„Tassen Sie ihr doch Wetterprophet werden.“ „Was soll ich bloß machen? Jetzt ist mir zum zweiter Male, während ich mich rasieren ließ, mein Fahrrad ge stohlen worden.“—„Laß dir einen Vollbart stehen. Ein Börsianer ist sehr krank. Seine Frau läßt den Arzt kommen. Dieser mißt die Temperatur des Kranken. „Gnädige Frau“, sagt er.„Ihr Mann hat Fieber, seine Temperatur schwankt zwischen 38 und 39 Grad. Da hebt der Kranke den Kopf und schreit:„Bei 40 verkaufen!" Else:„Warum hast du denn deinen Trompeter laufen lassen?“— Erna:„Ach ich mochte ihn nicht länger— er schmeckte zu sehr nach Messing. „Heinrich, höre doch mit dem Streit auf. der Klügere gibt nach!"„Das weiß ich schon, aber der Kerl will einfach nicht glauben, daß ich der Klügere bin!“ Der Verschwender. Neulich ging Vater mit Onkel Berthold in ein Restau rant. Onkel Berthold ist seit sieben Wochen zu Besuch. Er ist fast so geizig wie ein Schotte. Und so hielt es Vater für selbstverständlich, die getrunkenen zwei Glas Bier zu bezahlen. Er nahm das Geld aus der Tasche. „Nein, alles was recht ist!“ rief Onkel Berthold in ehrlichem Zorn.„das darfst du nicht zahlen! Seit sieben Wochen bin ich bei euch zu Besuch, und du hast alles bezahlt: Straßenbahn, Theater. Schuhreparaturen. Da kann ich nicht dulden, daß du auch dieses Bier bezahlst. Vater will das Geld einstecken:„Na, dann bezahle du.“ Worauf der Onkel sagt:„Nein, so war das nicht gemeint! Wir wollen die Zeche ausknobeln.“ Peinlich „Ach. Sie haben aber einen guten Kuchen gebacken Frau Rat!“ meinte der Teebesuch. „Oh. Mama hat noch einen viel besseren draußen iv der Küche", warf eifrig die kleine Else ein.„Den essen wir wenn wir allein sind. kleinere Abschnitte, weiß u. bunt, bis ½ MUtr. groß, für Flickzwecke u. kleinere Kleidungs= u. Wäschestücke. 1 Pfund bis zu 5 Mtr. und wehr. Versand gegen Nachnahme. Umtansch oder Geld zurück. Textil=Wündisch, Augsburg S 270 Fabrikation— Ausrüstung— Versand Eigene Postabfertigung. „ 4 „Kann mir iemand ein Beispiel dafür angeben, daß Ehrlichkeit am längsten währt?"„Ja, Herr Lehrer. Wenn ich mir von Papa bei meinen Rechenaufgaben helfen lasse, bin ich in fünf Minuten fertig, wenn ich sie aber selber ausrechne, dauert es ein paar Stunden!" Dir. ab Fabrik zn Großhändl-Preisen. Verwendung vor nur erstklass. Rohmaterial wird ausdrückl. gerantiert. G 4g 10 Postpaket enthält 40 Talein 4 109 g. je 9 Tafeln Sahge, inne, Ertra edle Feinbitter, Vollmiich. Vollmiich-Haselnuß à 19 Pf. geseo nachnahme von 7.60 M. Probepaket 23 Tafelo 3.— A. # Pf., der allerleinsig 4 1T Pl.= 830 M. Kakao, der leinste, per Plune wanrin Einag ggr. Plund 99 Pl. Haushaltskakso per Plund 65 Pl. NFIRSEN, Scnokoladen-Fabr., LEIPZIG C 1, Windmühlenstr. Das Ende des Bünd-Motographierens Jhager Uber 650 000 im Gebrauch Haarfhrbekamm gen gesch Moche„Fottors! lüchs graseod. rotes Haar echt blond. oraun oder schwarz. Völl. unschädlich. Jahrei, brauch □ Jur DiatrenZusendung im Briel. Preis M. A.-.b.- u. ö.(Henna Hotler. Kosmetisch. Laboratorlum, Bertin-Karishorat 1 Eine deutsche Frau Preisend mit viel schönen Reden saßen Hilde. Helga ul.d Inge beim Fünf=Uhr=Tee. aber heimlich hatte wohl jede Sehnsucht nach einer richtiggehenden Tasse Kaffee. Wovon sprachen diese drei Frauen? Nun, ganz allgemein von Schönheitsmitteln. Da rühmte jede ein anderes ausländisches Erzeugnis, und man war mitten im besten Streit, als die blonde Frau Maria hereinkam. Sie hieß wirklich Maria, nicht Ria oder Rita oder Mara, und der Name paßte zu der schönen, großen Frau mit dem blendenden Teint. Sie hörte lächelnd dem Streit der Freundinnen zu. Plötzlich kloxits. Hilde energisch auf den Tisch:„Ruhe mal jetzt. Maria hat „#m Wort gesagt, und sie kann, was schöne Haut betrifft, doch wirtuch mitreden. Also, Maria, bitte, dein Urteil über Schonheitsmittel, wenn du überhaupt etwas gebrauchst.“—„Natürlich aebrauche ich etwas; keine Frau, die jung bleiben will. kommt ohne Hautpflege aus. Ich benutze Marylan=Creme. .„Aber das klingt ja ausländisch, meinte Helga.„Mag sein. ###s, aber nicht, denn ich will als deutsche Frau kein fremdes das Geste it war uun so weniger, als Marglan=Ereme wirtlich Jur Castr 1/4, was ich mir für meine Haut wünschen kann. Es mögen bald zehn Jahre her sein, da sah ich die ersten Falten und Runzeln und fürchtete schon, daß ich vor der Zeit alt aussehen würde. Eine kluge Frau empfahl mir Marylan=Creme, ein deut9 gnd Pecsche mich deute“ war wunderbar, und bald sat ich .% wie#„ heute zenm. „Ich getore zu den 27000 Personen(die Zahl ist notariell beh#lavigt). die dem Marylan=Vertrieb völlig freiwillig ihre Anerkennung schriftlich ausgesprochen haben als Dank für eine deutsche dom derämpitg=e Ereme die Alterserscheinungen der das beiste Wieresd Oavon überzeugen, daß Marylan=Creme Grzielen, Bichke ist um eine wirtlich einwandfreie schöne Haut Mätten sich un Pelten und Runzel Kalten fh, und die Haut empfängt köstliche Frische. Anschrist aufzugeben, untensiehenden Abschntt. um Ihre genau: schlag, den Sie mi legen Sie ihn in einen offenen Vriefumgratis und vortol.“ 1 Api. frankieren, und Sie erhalten völle und ein tluges Höcgsenn ausreichende Prode der köstichen Eren un„ g#### Büchlein über zeitgemäße Hautpflege. 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Vielmehr Austragung eines chischen Kampfes, Gruppe des deu Minderheit auf de Machtmittel des ihrer Macht einse Hilfe des Ausland eigener innerer## könne. Wenn die wieder behaupte, sich habe, so möge aufbringen zu ein Die nationalsozia pflichtet sich von zur Anerkennung Eine„freundscha Wien wäre dem Zie pas dienlicher als ei mit dieser inner=öst heit gar nichts zu tu die mit der Proklan mungsrechts der Vö es dem deutschen 2 verbieten, sich im I geben, die ihm gefe bleibt deutsch! Man Volke seine Freiheit mungsrecht! Und in Rube und Frieden: