Dienslag, 6. Juni 1933 Preis 15 Pfg. 5. Jahrgang Nr. 130 Bieleselder Beobachter U herforder Beobachter E Mindener Beobachter Natwaahs gacst. Sagepzraaug jue Westsalewatr Passau unter Hakenkreuz und blauem Wimpel Enn=Wenz inn Anlnh, enn=Dert Die gewallige.. J J Zehntausende in der Dreiflüssestadt— Reichsstatthalter von Epp spricht Von uns. Sonderberichterstatter E. Beinhauer. Passau, Pfingsten 1933. Passau, die Dreiflüssestadt an Donau, Inn und Ilz, in der Adolf Hitler seine früheste Jugend verlebte, steht ganz im Zeichen der großen deutschen Volkstagung, des Bekenntnisses zur deutschen Nation über alle Grenzen hinweg, steht ganz im Zeichen des blauen Wimpels des BDA und der Hakenkreuzfahne, steht— und das ist der gewaltigste Eindruck — im Zeichen deutschen Lebenswillens, ausgeprägt durch deutsche Jugend, die aus allen Gauen des Reiches und aus vielen auslanddeutschen Gebieten hier zu Zehntausend zusammenströmt. Regenschauer sind der siegreichen Sonne gewichen. Strahlendes Wetter, dazu das Leuchten der jungen Augen,— es sind festliche, frohe Tage, die Passau, das über und über mit Flaggen geschmückt ist, jetzt zu Pfingsten 1933 erlebt. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend erfüllten Singsang, Marschmusik, frohes Jauchzen und Lachen, immer wieder Heilrufe und Begrüßungen die Straßen. Bald ist die Bevölkerung mitgerissen. Es gibt keine Zurückhaltung mehr. Ein Volk, ein Deutschland, dieses gewaltige Erlebnis wird in diesen Tagen allen, die hier in Passau sind, geschenkt. „Klagenfurter Tagung in Passau“ heißt der offizielle Name. Die politische Lage machte die Verlegung in letzter Stunde notwendig. Trotzdem ist hier keine Trutzkundgebung, braucht es auch nicht zu sein, denn das Positive, dieses einzigartige Bekenntnis zum deutschen Volkstum ist geschichtlich so bedingt, daß sich ihm kein Mensch, auch keine österreichische Regierung, in den Weg stellen kann. Kleinliche Schikanen, Rache der österreichischen Regierung, verhinderten zwar die Teilnahme der Brüder und Schwestern des Brudervolkes, aber ihr Geist ist unser Geist, das zeigen nur die Briefe und Telegramme, die hier in Passau eingelaufen sind, das ist schließlich der Sinn dieser Tagung. Ein Sonderzug aus Kärnten mit 300 Mann, der geplant war, mußte ausfallen. Oesterreichische Minister, die gern teilgenommen hätten, haben abgelehnt mit der Begründung, daß sie fürchten müßten, mit anderen Ministerkollegen verwechselt zu werden, und dann etwas auslöffeln müßten, was andere eingebrockt haben... 5 Schilling Sichtvermerk Nicht 1000 Mark nimmt die österreichische Regierung für den Sichtvermerk für die Reise von Oesterreich nach Deutschland, sondern nur Schilling. Aber sie erteilt den Sichtvermerk grundsätzlich, nicht, oder nur in wenigen Ausnahmefällen und dann unter allergrößten Schwierigkeiten. So ist die Grenze jetzt also regelrecht gesperrt. Aber noch ist der kleine Grenzverkehr möglich, und es zeugt von dem Geist, der jenseits der Grenzen herrscht, wenn wir erfahren, daß hunderte von braunen Uniformen hier auf deutscher Seite an der Grenze aufbewahrt werden, die SA und Ss=Leute, denen drüben das Tragen verboten ist, anziehen, wenn sie hier hinüberkommen, um zu zeigen, wie stark der Gedanke„Ein Volk, ein Reich“ diesseits und jenseits der Grenze wurzelt. Ein Volk, ein Reich— das Schönste, das 1ch sah, ist ein Abzeichen, das aus Oesterreich stammt und das Grazer Mädels, junge dentinnen, tragen. Es zeigt das deutsche und das österreichische Wappen und in der Mitte einen zerbrochenen Grenzpfahl, durch den die Worte laufen:„Ein Volk, ein Reich“. Sie freuen sich riesig, die jungen Grazer Studentinnen, daß sie es noch geschafft haben, rechtzeitig hierher zur Tagung zu kommen, und sie erzählen lachend, wie Humor der Studenten gegen die Regierung Dollfuß Front macht. So berichten sie, daß in Graz vor einigen Tagen ein Schwein auf den Straßen herumlief, dem auf den Rücken das Wort „Dollfuß“ aufgemalt war und das dann von der Polizei unter dem riesigen Jubel der Bevölkerung gefangen werden mußte. Oder aber: Eines Tages liegt auf der Straße ein Hut und obenauf ein Hühnerei mit der Aufschrift:„Otto". Studenten haben einen großen Kreis gebildet und als die Polizei fragt„Was soll denn das?“, da ertönten Stimmen:„Das soll doch ausgebrütet werden!“ Gewiß ein hübscher Ulk, um die Legitimisten Oesterreichs zu brandmarken, die das einheitliche großdeutsche Reich durch eine Habsburger Monarchie, deren Richtung nach Südosten liegt, verhindern wollen. Wiener Polzei verhafter Banziger Schuler Mit lachenden Gesichtern, trotz des ernsten Hintergrundes erzählen auch Danziger Schüler von den Erlebnissen, die sie auf der Reise von Danzig nach Passau in Wien gehabt haben. Als 11 ihrer Kameraden durch die Straßen liefen, als sie scherzhaft Kikerikt(eine Anspielung auf die Hahnenfeder, die Starhemberg am Hute trägt) riefen, wurden sie von der Polizei festgenommen, inhaftiert und einem strengen Verhör unterzogen. Es kostete dem Studienrat, der die Gruppe führte, schwere Verhandlungen, bis er sie wieder freibekam. Eigentlich, so wurde erklärt, hätten sie wegen Bedrohung der Staatssicherheit bestraft werden müssen, sie sollten aber noch einmal mit einer Verwarnung davonkommen. Dieses wurde dann groß und wichtig protokolliert und die Uebeltäter mußten ihre Verwarnungsstrafe durch Unterschrift bestätigen. Ein Volk, ein Reich, das ist das Bekenntnis, das wird das schönste Erlebnis. Wie können davon berichten die jungen Kärntner Lehrer, die durch den VDA eine Sangesreise durch Deutschland unternahmen und kürzlich abends, nachdem der Führer in der Oper war, vom Kanzler empfangen wurden. Um 11 Uhr des Nachts saßen sie zusammen, die Stunden vergingen wie im Fluge, bis 3 Uhr morgens waren sie bei Adolf Hitler— ein unvergeßliches Erlebnis für sie, die von der südlichsten Grenze Deutschlands heraufkamen und noch eines mehr erlebten: Ein Führer, ein Volk — und es wird kommen: Ein Reich! Der Regierung Dollfuß haben wir es zu verdanken, daß die Grenzpfähle immer mehr eine theoretische Angelegenheit werden. So herzlich, wie jetzt hier in Passau, sind wohl noch nie Oesterreicher in Deutschland begrüßt worden. Als beim riesigen Fackelzug, der die Jugend am Vorabend des Pfingstfestes vereinte, eine Wiener Gruppe mitmarschierte, mit Hakenkreuzbinde am Arm und im Chor rufend:„Wien grüßt: Heil Hitler!“, da wollten die Jubelrufe schier kein Ende nehmen, da war es eine Verbrüderungsszene von einzigartiger Eindruckskraft. Neben den Wienern, die hier zu ganz wenigen noch rechtzeitig her kommen konnten, ist auch ein Vertreter des Kärntner Stammes anwesend: Maier=Kaibitsch, der Geschäftsführer des Kärntner Heimatbundes ist mit seiner Frau herübergekommen. Sie bringen die Grüße, die Sehnsucht ihrer Volksgenossen mit und sie tragen die Grüße zurück, die wir auf dieser„Klagenfurter Tagung in Passau“ herzlich für die Kärntner hegen. Alles war, so hören wir von ihnen, für die Tagung v### bereitet, Holzstoß neben Holzstoß war oben auf der Bergeskette errichtet, um die südlichste Grenze Deutschlands des Nachts lodernd zu erleuchten. Die Kärntner Frauen wollten Alpenblumen pflücken, um jeden der Besucher durch einen Strauß zu ehren, alles war fieberhaft tätig, für die reichsdeutschen Gäste zu rüsten— da kam die Absage, die Traurigkeit, die Sehnsucht, die Wut, die sich gegen die richtet, die sich mit ihrem kleinen Ich dem breiten Strom der deutschen Volkswerdung entgegenstellen. Wir aber sehen hier: Viel Wasser läuft den breiten Strom der Donau hinunter, vieles kann ein Jahr ändern. Unsere Liebe zu Volk und Vaterland, zum einheitlichen Reich aber kann nur wachsen. Der Empfang Passaus Sonderzüge auf Sonderzüge sind eingelaufen, alle riesige Mengen von Teilnehmern ausspeiend, die unter dem Vorantritt der Schülerkapellen und unter Gesang in ihre Quartiere ziehen. 8000 Jugendliche aus allen Gauen sind versammelt, über 2000 Erwachsene nehmen teil. Der Flaggenschmuck in den Straßen wird noch ergänzt durch herzliche Begrüßungsartikel in der Passauer Presse. Ein Blatt druckt unter der Ueberschrift „Wir halten durch! Der„Auslandsdeutschen" Oesterreichs Gruß zur Pfingsttagung“ einen Brief eines Deutschen aus Oesterreich ab, in dem es heißt: „Im Zuge des Fahnen= und Wimpelwaldes, der die neudeutsche Freiheit kündet, wird zum ersten Male eine Lücke klaffen: Deutsch=Oesterreich. Schwestern und Brüder aus dem Reiche, mögen sich auch in den nächsten Wochen die Gefängnisse mit Bekennern zum großdeutschen Gedanken und zum Reiche Adolf Hitlers füllen, wir halten durch, weil Ihr an unserer Seite steht. Einmal auch werden wir frei sein, wie heute Ihr. Und einmal werden wir wieder gemeinsam ohne blutende Grenze Pfingsten feiern, als ein Volk und ein Reich.“ Pa. Schemms Bekenntnis Am Sonnabend begannen die Tagungen mit einer Sitzung der Frauen, es folgten die studentischen Verbände: dann kamen der erste große Höhepunkt, die Wethedeute Feierlich war am Adolf=Hitler=Platz der bayerische Kultusminister, Pg. Schemm, empfangen worden, die Jugend bildete Spalier und dann begann— durch den Rundfunk Übertragen— eine einzigartige Kundgebung, die durch die Rede von Pg. Schimm zu einem besonderen Erlebnis murde. Nach Chorgesängen ergriff der Minister lebhaft begrüßt das Wort, um ein persönliches Bekenntnis zu Volk und Gott abzulegen, das in schlichte Worte gefaßt, einen ungeheuer tiefen Eindruck machte. Pg. Schemm führte u. a. aus, daß ernste Menschen sich in einer großen Zeit heute an einer historischen Stätte versammelt hätten, um die kulturelle Lage des In= und Auslandsdeutschtums zu beraten. Durch die Vergangenheit der letzten 14 Jahre, in der alle Teile des deutschen Volkes einander in innerer Zerrissenheit bekämpften und sich gegenseitig zerfleischten, wäre der Gedanke an das Auslandsdeutschtum zu wenig gepflegt worden. Es sei daher eine Auszeichnung für alle diejenigen, die in der Zeit der heutigen Volkswerdung leben dürften, nunmehr auch aus der Gestaltung des heutigen Deutschland heraus dem Schicksal der Auslandsdeutschen neue Wege aufzuzeigen. Heute sei sich Deutschland seiner Mutterschaft wieder bewußt geworden, denn das innere Leben, das Adolf Hitler wieder dem deutschen Volke einzuprägen gewillt sei, wurzle in der Grundidee, daß das deutsche Volk wieder ein ganzes Volk werden müsse. Heute erhebe die Mutter Deutschland wieder den Schrei nach den Kindern, deutlicher als bisher. Minister Schemm erinnerte dann nochmals daran, daß gerade von Passau aus als historischer Stätte wieder der deutsche Ruf über alle Grenzen und Meere erschallen solle, der überall dort einen Widerhall finden müsse, wo sich etwäs von deutschem Blute regt. Oft hätten wohl die Auslandsdeutschen bisher über das Deutschland der letzten 14 Jahre die Köpfe geschüttelt, jetzt sei aber wieder das Band geknüpft, das in der jüngsten Vergangenheit oft zerrissen schien. Von Bayern aus, gerade von Passau aus wollen wir das jubelnde Bekenntnis zum Auslandsdeutschtum hinaustragen, das in seinem und der Regierung Gelöbnis gipfeln solle: die Namen Hindenburg und Hitler sind die besten Garantien für das Auslanddeutschtum, daß niemals ihre Rechte geschmälert werden dürfen. Anschließend sprach der Reichsführer des BDA, Dr. Hans Steinacher, der als Führer des Kärntner Freiheitskampfes über die Geschichte seiner Heimat und den Kampf seines Landes berichtete. Reichsstatthalter von Epp spricht Am Nachmittag war dann wieder der Adolf=Hitler=Platz, auf den morgens schon Pg. Schemm empfangen worden war, Zeuge einer herzlichen Begrüßung. Als Vertreter der Reichsregierung war Reichsstatthalter Pg. von Epp aus München erschienen, der mit einem riesigen Beifallssturm und jubelnden Rufen empfangen wurde. Zu klein war der größte Raum, um alles zu fassen, was an dieser Kundgebung teilnehmen wollte. Durch die offenen Fenster klangen die Worte noch in den Garten hinaus, in dem viele Hunderte harrten. General Ritter von Epp nahm nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Steinacher das Wort:„Wenn die Passauer Tagung“, so führte er aus,„auch eine Improvisation ist, so beweisen solche Improvisationen häufig eine besonders starke Kraft und nehmen einen schöneren Verlauf als etwa von langer Hand vorbereitete Veranstaltungen. Andere Völker ompfinden von Natur aus ihr Volkstun so stark, daß sie solcher Verbände, wie es der BDA ist, gar nicht oder nicht in dem Ausmaß bedürfen. Wir Deutsche brauchen Klammern, um unsere Zerrissenheit des Volkstums zusammenzuhalten, die besonders durch die geschichtliche Entwicklung, vor allem auch durch den Kriegsausgang hervorgerufen ist.“ General von Epp ging dann in längeren temperamentvollen Ausführungen auf die gegenwärtigen Beziehungen zwischen dem Reich und Oesterreich ein und schloß dann seine Ausführungen mit den Sätzen:„Wir können froh sein, daß der Grundsatz der Einheit der Nation sich jetzt durchgesetzt hat. Ich wünsche dem BDA eine machtvolle Entwicklung, so daß er nach Jahren voller Stolz auf diese Zeit der deutschen Erneuerung zurückblickt. Möge der BDA diese Gedanken im Willen des Zusammenstehens drinnen und draußen stärken. So wird dem deutschen Volke am Schluß ein Sieg=Heil winken.“ Beifall, starker, herzlicher und dann das Deutschlandlied, das sich in den Garten, auf die Straße fortpflanzt, dankten seiner Rede. ihrem hohen Chrenvorfitzenden ehrfurchtsvolle Grüße. In Treue und Dankbarkeit Volksbund für das Deutschtum im Ausland.“ An den Reichskanzler Adolf Hitler: „Dem deutschen Volkskanzler Adolf Hitler, dem großen Sohn des deutschen Oesterreich entdietet aus seiner engeren Heimat am Inn und Donau der BDA ehrerbietige Grüße und das begeisterte Gelöbnis treuster Gefolgschaft im Kampfe für unser deutsches Gesamtvolk. Volksbund für das Deutschtum im Ausland.“ Am Sonntag Die Bauerntagung in Passau Volksbund, nicht Verein Die Hauptversammlung bestätigte darauf den neuen Reichsführer Dr. Steinacher in seinem Amt, das er bereits am 12. April nach einem Beschluß des Hauptvorstandes angetreten hatte. In seiner darauf folgenden Rede erklärte Dr. Steinacher unter langandauerndem Beifall, daß der Name des VDA von nun an„Volksbund für das Deutschtum im Ausland“ heißen werde. Er entwickelte dann das Programm der zukünftigen Arbeit dieses Bundes, das an die Grundgedanken von Stein, Arndt, Görres und Fichte anknüpfen soll. Ein Gelöbnis zur Treue zum neuen Volksbund überbrachte als Vertreter des Auslandsdeutschtums der Abgeordnete im rumänischen Reichstag Dr. Hans Otto Roth(Siebenbürgen). Dr. Ernst vom Deutschen Schutzbund versprach dem BDA=Führer unter Handschlag enge Zusammenarbeit und treue Kameradschaft. Dr. Steinacher gab sodann einen Aufruf zu einem„Nationalen Ehrenopfer 1933“ für das Deutschtum jenseits der Grenzen bekannt. Durch dieses Ehrenopfer soll im Sinne der Roseggerspende ein volksdeutscher Abwehrschatz geschaffen werden, der es ermöglicht, wenigstens die schlimmsten Schäden wieder auszugleichen, die durch den Ansturm der gegnerischen Mächte im Zusammenhang mit der nationalen Neuformung im Reich vom Außendeutschtum erlitten sind. Unter stürmischem Jubel der Versammlung gab der Reichsführer bekannt, daß der Ehrenvorsitzende des VDA, Reichspräsident von Hindenburg, die ersten 2000 M. für diese Spende gezeichnet hat. Aus tausend solcher Spenden soll der Zwei=Millionen=Schatz erwachsen. Die Zahl der Zeichnungen beträgt inzwischen 18. Unter den Zeichnern befinden sich neben dem Herrn Reichspräsidenten, Reichskanzler Hitler, Reichsminister Frick. Fackeln lodern in den Straßen Das erste wuchtige Erlebnis des Massenaufmarsches empfing dann die Passauer Bevölkerung am Vorabend des Pfingstfestes beim Fackelzug der BDA=Jugend. Gruppe auf Gruppe, Landesverband auf Landesverband rückte unter klingendem Spiel heran, ein Aufmarsch, wie ihn Passau noch nie gesehen hat. In diesen Stunden der hereinbrechenden Nacht war ein Brausen über der Stadt, ein Heilrufen, ein Jubeln, der jeden ergriff. Brandenburg rückte heran, BDA=Holland, und dann: Hessen=Nassau: Kassel, Marburg, Wiesbaden, Hersfeld, das mit seinem Lullusruf besonders auffiel, die Hersfelder Kapelle, dann Schlesien, Wien besonders herzlich begrüßt, Elbing. Und wieder ein besonders lautes Heilrufen: Danzig gilt es, das hier marshiert. Dann Mitteldeutschland, Chemnitz, Landesverband Sachsen, Magdeburg, Halle, anschließend Westfalen, die Vertreter der Waterkant: Lübeck, Kiel, Hamburg und Bremen. Und es war rührend, zu hören, wie aus der Passauer Bevölkerung die erstaunten Aeußerungen kamen:„Sieh mal, alles blond! Einer wie der andere!“ Und es gab wieder großen Jubel, als die Vertreter des Saarlandes aufmarschierten. „Deutsch die Saar!“— Tränen sah man in vielen Augen, Tränen der Freude, Zeichen innerer Rührung, wie stolz, froh und glücklich einen das Gefühl macht, diesem Volke, das hier das brüderliche Bekenntnis zueinander ablegt, anzugehören. Und zum Abschluß des Zuges noch einmal ein besonderer Jubel, als das Schild vorübergetragen wurde: Adolf=Hitler=Schule Frankfurt a. M. Der Jubel zeigt es, daß Deutschland heute wieder einen Führer hat, daß es nichts Schöneres gibt, als diesen Namen auf der Schule zu tragen, mit diesem Namen die Plätze zu benennen. Dieses Zusammenklingen von Volk und Nation, von Volk und Staat, von Führung und Gefolgschaft hier auf einer BDA=Tagung zum erstenmal erlebt, das hebt diese gewaltige Kundgebung noch ganz besonders heraus. Telegramme an Hindenburg und Hitler Von der Tagung wurden folgende Telegramme abgeschickt: An den Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg, dem Ehrenvorsitzenden des BDA: „Aus der deutschen Donaustadt Passau Hauptversammlung des BDA TU Passan. Der sachliche Höhepunkt der Tagung war dann die Bauerntagung, auf der zunächst Regierungspräsident a. D. Graf von Baudissin die Grundsätze volksdeutscher Bauernarbeit entwickelte. Nach dem Willen unseres Volkskanzlers Adolf Hitler— so führte er unter anderem aus— ist der Bauer wieder in den Mittelpunkt des deutschen Volkes getreten und unsere Arbeit wird aus dieser Tatsache ungeahnte neue Möglichkeiten gewinnen können. Die nationale Erhebung stellt die volkspolitische Arbeit in einen neuen und großen politischen Zusammenhang hinein. Unser Reichskanzler Adolf Hitler hat in seinen Staatsreden bereits die Grundzüge der neuen Politik des deutschen Volkes in Mitbeleuropa aufgezeigk. Die Verwirklichung dieser Politik ist die Aufgabe der heutigen Generation. Professor Dr. Csaki=Hermannstadt sprach dann von der Bedeutung der deutschen Bauern für das deutsche Volkstum in Südosteuropa. Es war eine einzige flammende Hymne auf die Kulturletstung des national vom Mutterlande nicht zu trennenden Bauernstandes. Mit sinnfälligen Beispielen für den Wert alter deutscher Sitten und Bräuche erläuterte er die Wirkung bäuerlichen Selbstbewußtseins am Beispiel der Siebenbürger Sachsen, die seit 800 auf ihrer Scholle als Kulturträger sitzen. Nach dieser Begründung des Primats deutscher Bauernpolitik in weitschauender Volkstumsarbeit sprach Reichsinnenminister a. D. Freiherr von Gayl. Vor dem Prozeßsbeginn brandstiftern Berlin. Wie der Presseleiter der tagsfraktion erfährt, hat der Untersuchungs, richter des Reichsgerichts, Reichsgerichtsrat Vogt, die Voruntersuchung gegen die Angeschuldigten van der Lubbe, Torgler, Dimitrofs, Popoff und Taneff wegen der Inbrandsetzung des Reichstages und wegen Hochverrats am 1. Juni abgeschlossen. Die Akten sind dem Oberreichsanwalt in Lein zig nunmehr vollständig zugeleitet worden. Das Ergebnis der Ermittlungen wird aus der demnächst stattfindenden Hauptverhandlung zu ersehen sein. Den Abschluß der Bauerntagung bildeten Vorträge über das ständische Prinzip im Aufbau der deutschen Landwirtschaft, die von einem sudetendeutschen Vertreter und von Diplomlandwirt Heller=Königsberg gehalten wurden. Der Stellvertreter des Führers: 1r3 an den Der Stellvertreter des Führers, Pg. Rudolf Heß, hat an den Reichsführer des BDA folgendes Schreiben gerichtet: Sehr verehrter Herr Doktor! Leider bin ich nicht in der Lage, Ihrer freundlichen Einladung, als Gast an der Tagung des BDA teilzunehmen, Folge zu leisten.. Ich wünsche Ihrer Tagung um so mehr einen recht großen Erfolg, als ich— selbst Auslandsdeutscher— die Bedeutung der Arbeit des VDA für unser Volkstum jenseits der Grenze besonders hoch einschätze. Ich weiß auch darüber hinaus sehr wohl, daß die Wirkungsmöglichkeit des Verbandes umso größer ist, je mehr er sich nach wie vor freizuhalten versteht von Einflüssen des offiziellen Ein Schreiben der preuß. Staatsregierung Gegen undesügle Eingrisse in dus Wirtschaftsteden Berlin. Der Amtliche Preußische Pressedienst veröffentlicht folgendes Schreiben des preußischen Ministerpräsidenten Göring und des Ministers für Wirtschaft und Arbeit an den Vorsitzenden des Kampfbundes des Gewerblichen Mittelstandes, von Renteln:„Die Klagen über Eingriffe des Kampfbundes des Gewerblichen Mittelstandes in das Wirtschaftsleben haben auch in letzter Zeit nicht aufgehört, ohne daß für diese Eingriffe noch Gründe der Gleichschaltung maßgebend sein könnten. Insbesondere haben unter den Einwirkungen des Kampfbundes öffentlich=rechtliche Körperschaften und Anstalten der Wirtschaft zu leiden. So ist z. B. bei der Durchführung der Neuwahlen zu den Industrie= und Handelskammern es wiederholt vorgekommen, daß infolge des Eingreifens des Kampfbundes, der naturgemäß mehr die Interessen des Kleingewerbes vertritt, mittlere und größere Betriebe, besonders auch von der Beteiligung an der Leitung der Kammer zurückgedrängt wurden. Infolgedessen ist die wirtschaftliche Verbundenheit mancher Kammern mit ihrem Bezirk zerrissen und die Kammern geben nicht mehr das vom Gesetz geforderte Spiegelbild der Wirtschaft ihres Bezirks ab. Damit werden die Kammern aber nicht nur in ihrer für den Neuaufbau der Wirtschaft unentbehrlichen Tätigkeit gehemmt, sondern es wird auch in die zurückgedrängten Wirtschaftskreise eine Unruhe hineingetragen, die sich schädlich für die Entwicklung der Wirtschaft auswirken muß. Ruhe ist aber für die Wirtschaft unbedingt nötig, wenn sie sich erholen soll. Wir ersuchen deshalb alle Eingriffe in öffentlichrechtliche Körperschaften und Anstalten der Wirtschaft, sowie in ihre Verbände in Zukunft zu unterlassen. Soweit ihnen noch Eingriffe erforderlich erscheinen sollten, sind den zuständigen Ressorts entsprechende Anträge vorzulegen.“ Zugleich mit der Veröffentlichung dieses Schreibens weist die preußische Staatsregierung darauf hin, daß insbesondere bei Bankinstituten Maßnahmen unberufener Stellen unbedingt vermieden werden müssen. Jede Vertrauensstörung im Bankwesen und die daraus sich ergebenden unvorhersehbaren Folgen würden die wirtschaftliche Entwicklung, deren Förderung sich die nationale Regierung besonders zum Ziele gesetzt hat, auf das Schwerste beeinträchtigen. Bei den Sparkassen, öffentlich=rechtlichen Kreditinstituten, Sparkassen- und Giroverbänden stehen lediglich den satzungsgemäß bestellten Organen und den an einigen Stellen aus besonderem Anlaß durch die zuständigen Aufsichtsinstanzen(Ministerien, Oberpräsidenten und Regierungspräsidenten) eingesetzten Beauftragten oder Kommissaren amtliche und geschäftliche Befugnisse. Dem unverantwortlichen Treiben von Denunzianten muß gerade im Bankwesen im Hinblick auf die auch durch ungerechtfertigte Beschuldigungen nicht nur bei den Instituten selber, sondern auch in der übrigen Wirtschaft entstehenden Folgen ein Ende bereitet werden. In den Fällen, wo noch ungesühnte Mißstände vorliegen sollten, müssen die Anzeigenden den Mut haben, sich unter Namensnennung an die zuständigen Organe zu wenden. Anzeigen aus den Betrieben an andere Stellen als an die Organe der Institute und ihrer Aufsichtsbehörden, die über ihre weitere Verfolgung zu befinden haben, können gegen das Betriebsgeheimnis verstoßen und werden dementsprechend geahndet werden. Die Aufsichtsinstanzen werden, wie gerade die Ereignisse der letzten Zeit zeigen, nach wie vor begründeten Beschwerden mit voller Strenge nachgehen, aber andererseits auch alle die, welche wissentlich unrichtige oder leichtsinnige Beschuldigungen erheben, unnachsichtlich und ausnahmlos zur Verantwortung ziehen. Die Richtlinien Göringe Gesetz zur Wiederberstellung des Berufsbeamtentums Berlin. Ministerpräsident Göring hat als preußischer Innenminister zugleich im Namen der übrigen Minister mit Ausnahme des Justizministers— der für seine Verwaltung schon entsprechendes angeordnet hat — Richtlinien herausgegeben, nach denen das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in der preußischen Verwaltung einheitlich durchgeführt werden soll. Diese Durchführungsbestimmungen gelten für alle Beamten, die den Ober= und Regierungspräsidenten unmittelbar oder mittelbar unterstellt sind. Die Richtlinien übertragen die Vorprüfung der Frage, ob dem Minister die Entlassung eines Beamten oder seine Versetzung in den Ruhestand vorgeschlagen werden soll, grundsätzlich den Regierungs= und Oberpräsidenten. Diese haben sich dabei der Mitarbeit der Gauleiter der NSDAP zu bedienen. Grundsätzlich hat jeder Beamte einen Fragebogen auszufüllen, der über seine Personalten, sowie die seiner Eltern und Großeltern und über seine bisherige politische Betätigung Auskunft gibt. Die höheren Beamten werden hierin einer schärferen Prüfung unterworfen. Ueber jeden Beamten, der nach Auffassung des Behördenleiters aus dem Amt zu entfernen ist, ist dem zuständigen Minister ein ausführlicher Bericht vorzulegen. Die Haushalts=, Besoldungs= und Versorgungsrechtlichen Fragen, die sich aus der Durchführung des Geset ergeben, werden in einer besonderen preußischen Ausführungs. v###critt bebandelt werden. Dr. Goebbels spricht in Rom „Nationalsozialismus und Staat in Deutschland Nebenher lief eine Tagung der Jugendgruppen. In einer„Stunde der Jugend" tauschte die Jungmannschaft aus allen Gauen des deutschen Siedlungsgebietes verpflichtende Wethesprüche. Deutschland, gleichgültig, ob dieses sich in Regierungen oder in Parteigebilden verkörpert, und sei es selbst in einer Bewegung, die im Grunde so wenig Partei im normalen Sinne ist wie die nationalsozialistische. Ich darf ausdrücklich betonen, daß diese meine Auffassung sich durchaus deckt mit der Auffassung des Führers selbst, die er auch verschiedentlich Vertretern des BDA gegenüber zum Ausdruck brachte und an der sich, wie ich weiß, heute weniger denn je etwas geändert hat. Mit nochmaligen guten Wünschen für das weitere Wirken des BDA verbleibe ich Ihr Ihnen sehr ergebener gez.: Rudolf Heß.“ Rom. Anläßlich seiner Romreise sprach Dr. Goebbels vor der gesamten deutschen Kolonie Roms, die einer Einladung der nationalsozialistischen Ortsgruppe gefolgt war, Eingangs dankte er dem befreundeten faschistischen Italien, das dem deutschen Nationalsozialismus in dessen schweren Ringen ein Vorbild gewesen sei. Mussolini sei ein Mensch von solcher Größe, daß wir alluns freuen müßten, einen solchen Mann als Zeitgenossen zu besitzen. Auf viel Leistungen des Faschismus müsse man mit Bewunderung, ja mit Neid, blicken, Der Faschismus habe die Macht, die er an sich gerissen habe, wahrhaft auszunutzen verstanden. Darauf komme es an, denn nichts verstehe das Volk weniger, als wenn die Regierenden die Macht in ihren Händen nicht voll zu gebrauchen wüßten. Diesen Gedanken legte dann Minister Goebbels seinen Ausführungen über„Nationalsozialismus und Staat in Deutschland“ zu Grunde. Der Nationalsozialismus werde nun die Macht rest los ausnützen, denn dazu habe er das Recht in zehnjährigem Kampfe erworben, Wenn er im Umbau und Ausbau des Staates in dessen endgültiger Eroberung für sich einmal ruhiger vorgehe, so sei das nur eine Frage der Taktik des zweckmäßig vorbedachten Handelns.„Rache", so habe Bismarck einmal gesagt,„ist eine Speise, die kalt genossen werden muß.“ Die Taktik könne wechseln, und der Nationalsozialismus habe sich immer geweigert, programmatische Auskünfte zu geben, aber das Ziel bleibe daselbe. Es lasse sich in wenigen Worten ausdrücken: Das der französischen Revolution habe gelautet:„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, das des Nationalsozialismus heiße: „Das Gemeinwohl steht über dem Wohl des Einzelnen“. Manche Leute in Deutschland sagten, es müsse drei oder vier Parteien geben. Nein, eine genüge. Wenn diese eine Partei wirklich im Volke wurzele, wenn sie sich als der ehrliche Makler der verschiedenen Strömungen innerhalb des Volkes fühle, dann erfülle sie ihre Aufgabe und wachse selbst in den Staat hinein. Dies sei auch die richtig verstandene Demokratie. Wenn Deutschland einmal vergeht— so schloß der Minister— dann ist auch das Licht in der Welt erloschen. Brandkatastrophe in einem Heidedort Elf Gehöfte niedergebrannt Rothenburg. Das Heivedorf Ahausen bei Rothenburg wurde am 2. Pfingstfeiertag während des Gottesdienstes von einer Feuersbrunst heimgesucht, durch die fast ein Drittel des gesamten Dorses, nämlich 11 Gehöfte, in Asche gelegt wurde. Das Feuer war durch spielende Kinder, denen in wesenheit der Eltern Streichhölzer in die Hände gekommen waren, in einem Gehöft entstanden, während im Gottesdienst der Einleitungschoral gesungen wurde. Wie der parteioffizielle Landbundpresse dienst mitteilt, ist der österreichische Landbund aus dem Reichslandbund ausgetreten. Bei der am Sonntag nachmittag auf den Flugplatz in Fürth abgehaltenen NS=Flugveranstaltung ereignete sich ein schweres Unglück. Kurz nachdem Reichsminister Göring eingetroffen war, prallten um 15.30 Uhr zwei Flugzeuge— ein Flugzeug der Reklamestaffel und eine Maschine des SASturmes— beim Ballonrennen zusammen und stürzten ab. Der Pilot Fröde, der den Eindecker D. 2288 führte, wurde sofort getötet. Sein Begleiter sprang dicht über dem Erdboden ab und blieb unverletzt. Der Pilot des Reklameflugzeuges, Gaßner, wurde mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus in Fürth eingeliefert, wo er kurz darauf verstarb. Das Wiener Raimund=Theater wird im Herbst als nationalsozialistisches Theater eröffnet. Das Theater wird von Direktor Rolf Jahn abgegeben. „Horst Wessel“ als Bühnendrama. Das von dem jungen Wiesbadener Dichter kurt Sommerer verfaßte und bei der Urauffa# in Düsseldorf im vorigen Jahr und bei k iner auszugsweisen Aufführung in Wiesbaden von stärkstem Erfolg begleitete„Horst=Wessel“. Drama liegt jetzt bühnenfertig vor und sob in allernächster Zeit an einer Reihe größerer deutscher Bühnen zur Aufführung gelangen SSaat Unter dem Prot Stellen von Paris gungen in Frankrei gewaltigung Deutsch lichkeiten des Verse zum Ziel gesetzt ha süngerer Zeit stamm Art berichtet die Freund“ in ihre ersten Juninummer. die„Vereinigu Rheinufer“ eine dung. Diese Verein gleichen Zeit wie d Verein(„Associatiol Sarre") im Mai ih ab. Reden wurden tionen gefaßt und d allen annexionistische treu ergebenen Pres setzt.— Das deut „Saar=Freund“ dan sich zur Aufgabe gen fährliche Treiben hineinzuleuchten.— gabe vom 1. Juni k tere, außerordentlich zu seinem eigentlic „Reichsversorgung fu berichtet ein Artikel, von der jetzigen Völkerbund eingebra tigt. Danach sollen Reich, Preußen oder regierung seinerzeit ten Beamten, 6059 auch noch weitere 6: heutigen Saarregime den sind, die als Parteigänger Frankr Reich pensioniert und offener Hohn auf die lands, das man zwi und antideutsch gest auf Reichskosten du weiterer Aufsatz in beschäftigt sich mit de Saarregierung zur A bietes ans Reich; ar wie die Sorge um je amtenschaft im Vorde steht. Des weiteren „Saar=Freund“, aus Beibringung hochst heiten mit den Me regierung zur Unterd deutschen Geistes in ders mit den zahlr ungerechtfertigten Be Tragens der Hitler bindung des Kampf Kultur, Verhinderun Saarbrücken geplante eins für das Deut u. a. Die allen diest gen zu Grunde lt# „Saarherrscher“ von gedeckt: es ist die# Jahr vor der Volksal lichen Betätigung fi Reich möglichst viele zuerlegen. Eine Ab landesverräterischen „Volksstimme“, M Saarbrücker Stadtpa daß auch die soziald schaft des Saargeb Wunsche erfüllt ist zukommen, und daß pielt, welcher Kan regiert. 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Es handelt sich um die„Vereinigung vom linken Rheinufer“ eine halboffizielle Gründung. Diese Vereinigung hielt fast zur gleichen Zeit wie der französische SaarVerein(„Association Francaise de la Sarre") im Mai ihre Tagung in Paris ab. Reden wurden geschwungen, Resolutionen gefaßt und der ganze Apparat der allen annexionistischen Plänen Frankreichs treu ergebenen Presse in Bewegung gesetzt.— Das deutsche Volk kann dem „Saar=Freund“ dankbar sein, daß er es sich zur Aufgabe gemacht hat, in dies gefährliche Treiben jenseits der Vogesen hineinzuleuchten.— In der gleichen Ausgabe vom 1. Juni bringt das Blatt weitere, außerordentlich lesenswerte Beiträge zu seinem eigentlichen Thema. Ueber „Reichsversorgung für Frankreichs Helfer“ berichtet ein Artikel, der sich mit einem von der jetzigen Saarregierung beim Völkerbund eingebrachten Antrag beschäftigt. Danach sollen nicht nur die vom Reich, Preußen oder Bayern der Saarregierung seinerzeit zur Verfügung gestellten Beamten, 6059 an der Zahl, sondern auch noch weitere 6240 Beamte, die vom heutigen Saarregime selbst eingestellt worden sind, die also ganz offensichtlich Parteigänger Frankreichs sind, später vom Reich pensioniert und versorgt werden. Eir offener Hohn aus die Hoheitsrechte Deutsch lands, das man zwingen will, frankophil und antideutsch gesinnte Elemente später auf Reichskosten durchzufüttern.— Ein weiterer Aufsatz in der gleichen Nummer beschäftigt sich mit den Vorbereitungen der Saarregierung zur Rückgliederung des Gebietes ans Reich; auch hier wird gezeigt, wie die Sorge um jene vaterlandslose Beamtenschaft im Vordergrund des Interesses steht. Des weiteren beschäftigt sich der „Saar=Freund“, ausführlich und unter Beibringung höchst interessanter Einzelheiten mit den Maßnahmen der Saarregierung zur Unterdrückung des nationaldeutschen Geistes im Saargebiet, besonders mit den zahlreichen, sachlich völlig ungerechtfertigten Verboten, wie dem des Tragens der Hitleruniform, der Unterbindung des Kampfbundes für Deutsche Kultur, Verhinderung der für 1934 in Saarbrücken geplanten Tagung des Vereins für das Deutschtum im Ausland u. a. Die allen diesen neuen Bestimmungen zu Grunde liegende Tendenz der „Saarherrscher“ von heute wird klar aufgedeckt: es ist die Absicht, im vorletzten Jahr vor der Volksabstimmung der öffentlichen Betätigung für die Rückkehr ins Reich möglichst viele Beschränkungen aufzuerlegen. Eine Abrechnung mit dem landesverräterischen Chefredakteur der „Volksstimme“, Max Braun, im Saarbrücker Stadtparlament hat gezeigt, daß auch die sozialdemokratische Arbeiterschaft des Saargebiets nur von dem Wunsche erfüllt ist, ins Reich zurückzukommen, und daß es dabei keine Rolle spielt, welcher Kanzler in Deutschland regiert. Die Hoffnung von Deutschlands Gegnern, die Saar vielleicht doch noch, kurz vor Toresschluß, dem Reiche abwendig zu machen, wird und muß gründlichst zuschanden werden.— Der„Saar=Freund“ bildet in der Kette der hierfür so dringend notwendigen Aufklärungs= und Kampfesätigkeit ein unentbehrliches Glied. Wie immer: Frankreich sabonert Viererpakt noch immer nicht unterzeichnet. Nach den letzten Meldungen aus Paris und London ist an einen Abschluß des Viererpaktes in Rom trotz aller ernsten Bemühungen zunächst noch nicht zu denken. Die Franzosen erklären jetzt, die hauptsächlichste Schwierigkeit bereite der Artikel 3, der sich mit der Abrüstung befasse. Frankreich fordere, daß Deutschland und den anderen abgerüsteten Staaten die Gleichberechtigung mit voller Wirkung erst nach zehn Jahren zegeben werden solle, während Deutschland fünf Jahre verlange und fordere, daß die einleitenden Schritte für den küstungsausgleich sofort erfolgen sollen. Weiter seien Meinungsverschiedenkeiten über die Erwähnung des Sanksonsartikels entstanden. Frankreich belehe darauf, daß dieser in den Vertrag nbezogen werde. „Gern gesehene Gäste“. Die Tschechen in Oesterreich! Der österreichische Gesandte Dr. Marek n Prag veranstaltete einen Empfang für ie Vertreter der tschechischen Dr eles ore tschechoslowarische keit an, zur Reisesaison nach Oesterreich zu sommen. Sie würden„gern gesehene Gäste" sein. Den deutschen Ministern war bei ihrer Ankunft in Wien seinerzeit offiziell mitgeteilt worden, ihr Besuch sei „nicht erwünscht“! Der österreichische Gesandte fügte noch hinzu: Wenn tschechosloatische Staatsbürger gerade heute viel##in größerer Anzahl als sonst nach Oesterreich kämen, so erfüllten sie auch damit„höhere politische Ziele", sie betrieben damit„allgemeine österreichische Politik“. Nach einer Bekanntmachung der Tiroler Landesregierung werden Formationen der Starhembergschen Tiroler Heimatwehr offiziell als Hilfspolizei in den Dienst gestellt werden. Die Hilfspolizei soll zunächst in Innsbruck, aber auch als verstärkter Grenzschutz(1), namentlich in Kufstein, verwendet werden. Der Gemeinderat der Grenzstadt Kufstein, die durch die deutsche Ausreisegebühr für Oesterreich stark betroffen ist, ist bei der tirolischen Landesregierung in dringender Form dahin vorstellig geworden, daß die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sofort wiederhergestellt werden. Politische Umschau Der katholische Gesellentag, der vom 8. bis 11. Juni in München stattfinden sollte, wurde von der bayrischen politischen Polizei verboten. * Der Landrat Bückenhoff in Warburg ist mit der Vertretung des Landratsamtes Münster beauftragt worden. Der Landrat des Kreises Warendorf, Dr. Groener, ist beurlaubt worden. Wie aus Salzburg berichtet wird, wurde bei der Auflösung der kommunistischen Partei in Salzburg bei einem Kommunisten eine Geheimdruckerei gefunden. Es wurde ein vollständiger Typendruckapparat beschlagnahmt, mit dem rund 100000 Flugschriften gedruckt worden waren, die als Propagandamaterial nach dem Deutschen Reich gehen sollten. * In Uruguay ist eine ernste revoln tionäre Verschwörung aufgedeckt worden. Die Regierung hat eine größere Zahl von Personen verhaften lassen. Die Polizei hat auf einem Schiff in Port Colonia größere Mengen Dynamit beschlagnahmt. Der Raub des Korridors Eine englische Feststellung. London, 5. Juni. Der englische Historiker Raymond Beazley wendet sich in einer Zuschrift an den„Daily Telegraph“ an die besonnenen Elemente in Polen mit der dringenden Aufforderung, den deutschen Ansprüchen auf den Korridor Rechnung zu tragen. Schon seit 1919 habe Lloyd George in einer Denkschrift auf die Roheit der Politik hingewiesen, die die Lage im Korridorgebiet geschaffen habe. Der Historiker bedauert bei aller Sympathie für die Wiederherstellung Polens, daß sich die politische Herrschaft auf Gebiete und Bevölkerungsteile ausgedehnt habe, die nicht polnisch wären, und daß Ostpreußen vom Reiche abgeteilt worden sei. Ganz gleich, was für eine Regierung in Deutschland am Ruder sei, diese Fragen könnten nicht wieder zu den Akten gelegt werden. 30 Oeltanks explodiert Furchtbare Katastrophe in Kalifornien. In Long Beach(Kalifornien) ereignete sich ein furchtbares Explosionsunglück. 30 Oeltanks der Richfield=Oelgesellschaft flogen in die Luft. Zunächst wurden 20 Tote und zahlreiche Verletzte gezählt. Die Explosion war bis Pasadena zu hören. 20 000 Menschen aus der kürzlich von einem Erdbeben heimgesuchten Stadt flüchteten in panischem Schrecken ins Freie. Der größte Teil des der Texas Oil Co. gehörenden Oelfeldes wurde vollkommen zerstört. Das ganze Fabrikgebiet, auf dem sich etwa 30 Oeltanks befanden, war sofort nach der Explosion in Flammen gehüllt. Die Fabrikwehren und die aus der Umgebung herbeigeeilten Berufsfeuerwehren waren, so gut es ging, bemüht, die in der Nähe liegenden Oelquellen vor einem Uebergreifen des Brandes zu schützen. Die Schreie der durch Brandwunden verletzten Personen übertönten das Krachen und Bersten der zusammenstürzenden Fabrikanlagen, als die inzwischen herbeigeeilten Aerzte und Krankenschwestern die Verletzten nach Anlage von Rowverhinggg, n Krankenwagen verluden. Das Ungemist um so tragischer, als im vergangenen März jenes Gebiet durch ein großes Erdbeben heimgesucht worden ist, dem mehr als 60 Menschenleben zum Opfer sielen. Die prinzenhochzen in Vonn Herzliche Teilnahme der Bevöllerung. Bonn, 6. Juni. Die Trauung des Prinzen Wilhelm von Preußen in der Kirche vollzog sich in strenger Schlichtheit. Weiße Chrysanthemen schmückten den Altar. Die Kirche, die nur gegen Einlaßkarten betreten werden konnte, sah den Freundes= und Bekanntenkreis des Hauses Salviati, bekannte Bonner Bürger und Mitglieder der Universität. Auch Prinz Albrecht von Hohenzollern von der katholischen Linie wohnte der Trauung bei. Unter Orgelklängen—. Bachs Präludium in C=dur— betrat das Brautpaar die Kirche, zuerst der älteste Bruder der Braut, Rittmeister Hans Viktor von Salviati mit seiner Mutter, dann Ullo von Salviati in SAUniform mit seiner Gattin, dann Prinz Hubertus von Preußen, der jüngere Bruder des Bräutigams, und zum Schluß der jüngste Bruder der Braut, Adolf von Salviati. Pfarrer Haun knüpfte seine Ansprache an den Konfirmationsspruch des Prinzen Wilhelm an: Wer bis an das Ende ausharrt, der wird selig. Der einfache Sinn dieses Spruches sei: Festbleiben als Richtschnur für das ganze Leben. Nach der Trauung wurden die Neuvermählten von der Menschenmenge jubelnd empfangen. Der Wagen fuhr zum Hause Salviati rück, wo das Hochzeitsessen stattfand. Im Anschluß begab sich das Paar auf die Hochzeitsreise. Die Landesflugstaffel des Stahlhelm Düsseldorf hatte unter Führung des Landesflugstaffelführers zur Vermählung des Prinzen Wilhelm von Preußen einige Flugzeuge nach Bonn beordert, die während der Feierlichkeiten in der Kirche über Bonn kreisten. Prinz Wilhelm, der als Stahlhelmer sein Flugeramen gemacht hat, wurde anläßlich seiner Vermählungsfeier von der Landesflugleitung des Stahlhelms im Landesverband Westmark zum Ehrenmitgl'“d ernannt. * Eine Erklärung des Königshauses Berlin, 5. Juni. Von der Generalverwaltung des preußischen Königshauses wird mitgeteilt: „Prinz Wilhelm von Preußen hat bei Eintritt seiner Volljährigkeit für den Fall des Eingehens einer Ehe, die der Hausverfassung des königlichen Hauses widerspricht, auf alle aus seiner Erstgeburt abzuleitenden Rechte verzichtet. Dieser Fall ist durch seine Vermählung mit Fräulein Dorothea von Salviati eingetreten.“ Bezüge der Statthalter Gehalt, Amtswohnung, Dienstaufwandsentschädigung. Auf Grund des zweiten Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 7. April d. J. hat die Reichsregierung eine Verordnung über die Amtsbezüge der Reichsstatthalter erlassen. Danach erhalten die Reichsstatthalter für Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Thüringen, Hessen, Oldenburg, Hamburg, Braunschweig, Mecklenburg=Strelitz die Amtsbezüge eines Reichsministers, der Reichsstatthalter für Lippe und Schaumburg=Lippe die Amtsbezüge eines Staatssekretärs im Reich. Den Reichsstatthaltern wird außerdem eine Amtswohnung zugewiesen. Soweit das nicht möglich ist, erhalten sie eine Wohnungsentschädigung von jährlich 3600 Mark bezw. 2400 Mark. Den Reichsstatthaltern wird ferner eine Dienstaufwandsentschädigung zugebilligt, deren Höhe der Reichshaushaltsplan bestimmt. Die Verordnung tritt mit Wirkung ab 1. April d. J. in Kraft. Karlsruhe, 5. Jumi. In Karlsruhe wurde der frühere Reichsfinanzminister Heinrich Köhler, der der Zentrumspartei angehört, in Schutzhaft genommen. Vor seinem Hause hatte sich eine große Menschenmenge angesammelt, die von einem belastenden Briefwechsel zwischen dem früheren badischen Minister Adam Remmele und Köhler Kenntnis erhalten hatte. Dieser Briefwechsel war veröffentlicht worden. Nah und Fern Der frühere Rundfunkdirektor Knöpfke, haftentlassen. Berlin, 6. Juni. Der frühere Direktor der Berliner Funkstunde, Friedrich Knöpfke, der unter dem Verdacht der Annahme von Schmiergeldern in Haft genommen worden war, ist vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der Haftbefehl gegen Knöpfke bleibt aufrechterhalten. Holländischer Dampfer in Flammen. Paris, 6. Juni. Der holländische 199Tonnen=Dampfer„Apollinaris III“ hat nachts auf der Höhe von Bizerta Feuer gefangen. Obwohl die französische Hafenehörde sofort Marinefeuerwehr und Militar zül Bilfelenstung anrsandte, gerang er nicht, die gesamte Besatzung unversehrt ans User zu bringen. Der Kapitän kam ums Leben. Zwei Matrosen erlitten lebens gefährliche Brandwunden. Straßenbahnunglück in London. London, 6. Juni. Im Südosten Lon dons stürzte ein Doppeldeck=Straßenbahnwagen um. 80 Fahrgäste wurden verletzt 6 davon so schwer, daß sie in ein Kranken haus gebracht werden mußten. Der Stra ßenbahnwagen sprang in einer scharfer Kurve aus den Schienen und stürzte geger das Eingangstor einer Schule. Hirtenschreiben der spanischen Bischöft Madrid, 5. Juni. Die spanischen Bi schöfe haben ein außerordentlich umfang. reiches Hirtenschreiben gegen das Geset über die religiösen Konfessionen und geistlichen Orden erlassen, das nunmehr ir Kraft getreten ist. Der energische, wohlbegründete Protest der Bischöfe richtet sich insbesondere gegen die für Ende des Jah. res angeordnete Schließung sämtlicher von Priestern und Ordensleuten geleiteten Schulen. Schließlich wird an die kanonischen Strafen der Erkommunikation erinnert, die gegen die Verfolger der Kirche ausdrücklich oder stillschweigend verhängt zu werden pflegen. Gläubigerversammlung bei der Görreshaus=A.=G. Köln, 6. Juni. In der Gläubigerversammlung teilte der Konkursverwalter mit, daß es bisher nicht möglich gewesen sei, auch nur die bevorrechtigten Forderungen vollständig zu prüfen, sodaß ein zweiter Prüfungstermin angesetzt werden müsse. Die Abwicklung gestalte sich naturgemas sehr schwierig, da man gezwungen sei, sich erst eine Masse zu schaffen. In diesem Zu sammenhang habe man nunmehr die Re greßklage gegen die Deutsche Bank(Köln eingereicht. Der nächste Termin wird i etwa vier Wochen stattfinden. Feuergefecht zwischen Schmugglern und Zöllnern. Aachen, 6. Juni. In der Nähe der Ni velsteiner Sandwerke zwischen Herzogenrath und Schloß Rimburg hatten Zoll camten einen schwerbeladenen, von der renze kommenden Kraftwagen gestellt luf die Halterufe der Zollbeamten reagier. en die Insassen des Wagens nicht, sondert aben mehrere Pistolenschüsse ab, die na irlich von den Zöllner sofort erwider urden. Beim Versuch eines Grenzbeamzu, sich auf das Trittbrett des Wagens zu hwingen, wurde er von dem Auto an efahren und verletzt. Der Schmuggelraftwagen konnte unerkannt entkommen, einer der Schmuggler, der ebenfalls bei er Schießerei verletzt worden war, wurdvon den Leuten mitgenommen. Gladbach=Rheydt, 6. Juni. Nachts tra1 Beamte der Zollfahndungsstelle Niederrüchten in der Nähe Meinweges eine grözere Schmugglergruppe. Auf die Halterufe der Beamten ergriffen sämtliche Schmuggler die Flucht, die sie trotz mehrerer Warnungsschüsse fortsetzten, sodaß die Beamten schließlich scharfe Schüsse abgeben mußten. Dabei wurde ein Schmuggler aus Gladbach getroffen. Die Kugel drang ihm durch den Schmuggelsack in die Schulter ein. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Beamten konnten außerdem zwei Schmuggler stellen und erhebliche MengeSchmugglergut beschlagnahmen. Neuer Bürgermeister. Türnich=Balkhausen, 6. Juni. Zum kommissarischen Bürgermeister für das Amt Türnich wurde der bisherige Gemeindevorsteher von Koblenz=Pfaffendorf, Herr von Lasso, bestellt. Er gehört der NSDAP. an. Schwerer Schiffsunfall auf dem Rhein. Koblenz, 6. Juni. Bei Oberwesel ereignete sich ein schwerer Schiffsunfall. Auf der Bergfahrt des Radschleppers Kannengießer Nr. V riß plötzlich das Schleppseil, wodurch der im Anhang fahrende Lastkahn „Harpen 43“ abtrieb und in der Nähe des Dauber Werths auf einen Felsen lief. Der Lastkahn wurde hierbei so erheblich beschädigt, daß er binnen wenigen Minuten sank. Nur mit Mühe konnte sich die Besatzung retten. Die Ladung bestand aus 20 000 Zenter Kohlen. Die Rheinstrombauverwaltung hat Maßnahmen ergriffen, um eine Behinderung oder Gefährdung der Schiffahrt auszuschalten. Grundsteinlegung des Schlageterdenkmal auf der Porta am 25. Juli. Minden, 6. Juni. Der Ausschuß für das Schlageterdenkmal auf der Porta Westfalika hat nach Rücksprache mit dem Gauleiter und Statthalter für Schaumburg Lippe, Dr. Meyer, den Termin für die Grundsteinlegung des Schlageterdenkmals für den für den 25. Juli endgültig festgesetzt. Mit dem Gustav Adolf=Verein ist eine Vereinbarung getroffen, daß die Feiern, die auf den gegenüberliegenden Bergen stattfinden. sich nicht stören. An heißen Tagen— Waschkleider tragen Liebe Damen! er Sommer zieht wieder ins Land, alle Blumen werden duften und blühen, und Sie selbst werden ihnen nachetfern, wieder * neu und schön zu sein. Es gilt also, sich innerlich und äußerlich zu verjüngen. Die Mode wird Ihnen dazu verhelfen. Sie beschert uns in diesem Jahr viele neue schöne Stoffe, gemusterte und einfarbige, Halbseide, waschbare Seide und vor allem auch praktische Baumw####effe in verschiedensten Webarten. Baumwollstoffe sind nicht umsonst so beliebt, vereinen sie doch die desten 71258. Kleid aus gepunktetem Waschstoff mit durchgehender Faltenpartie und Volants auf den Aermeln. VobachSchnitt(90 Pf.) Größe 1 und II. 70863 ist ein besonders schönes Sommerkomplet, bestehend aus ärmellosem Kleid und kleinem Jäckchen mit Hohlsäumen. Material: Waschbare Seide oder Georgette. Vobach=Schnitt(90 Pf.) Größe 0 oder II. 70867. Ein sehr elegantes Nachmittagskleid aus unt Georgette mit zierlicher Garnitur, Falten im Rock und den kleidsamen, jugendlich wirkenden Puffärmeln. VobachSchnitt(90 Pf.) Größe 0 und II. 71259 wird aus farbigem Leinen rosa, hellblau oder gelb mit weißer Garnitur und Gürtel hergestellt. Vobach=Schnitt (90 Pf.) Größe II und III. 71260. Gemustertes Waschstoffkleid mit schmalen weißen Paspeln am Saum und an dem dreifachen Schulterkragen. Vobach=Schnitt(90 Pf.) Gr. II und IV. Vorzüge: Waschbarkeit, Waschechtheit, Strapazierfähigkeit und— was nicht unwichtig ist— Unsere heute gezeigten, reizenden Sommerkleider können alle aus einem dieser hübschen, billigen Sommerstoffe gearbeitet werden. Wir bringen die Kleider schon heute, damtt Sie bald anfangen können zu schneidern und für die oft ganz plötzlich kommenden heißen Tage gerüftet sind. Wirken diese Kleider nicht alle entzückend jugendlich und mädchenhaft und wirklich hochsommerlich? Sie werden sich darin bestimmt recht wohlfühlen, denn alle diese Kleider sind in ihrer Form für die verschiedensten Tageszeiten und Gelegenheiten passend. Ihre Sämtliche Schnittmuster bekommen Sie bei Grösste Auswahl in Kleiderstoffen Seidenstoffen Mantelstoffen EVENEE E Blelefeld Otrate der geten Statt Karten. Ihre Vermählung zeigen an: Erich Bock IIse Bock geb. Joly Herford, den 6. Juni 1933 4us. „Jorr Wer„Ovator“ hat erprobt. s Hühnerfutter lobt. Ein Huhn, das stets„Ovator“ pickt, Ist von„Dvator“ hoch beglückt Und legt zum Danke Eier mehr. Den Huhnerhalter sreut dies sehr. Drum prägen Sie sich bitte ein: „Ooator“ mutz im Stalle sein! Fordern Sie beim Futterhändler ausdrücklich „Ovator"=Geflügel= Kraftsutter(Mischsutter) Ooator=Kraftsutter=Werl. Düsselders= Hasen Verkaufsniederlage: Erwin Böckmann. Herford i. W. holtel Die Erneuerungsfrist zur 3. Klasse läuft Mittwoch, den 7. Juni ab. Die Staatl. Lotterie=Einnehmer in Herford Modersohn Wessel Pantföderstraße 10 Adolf Hitler=Wall 27 Frau M. in D. schreibt: Werde so lange ich lebe ihrs Kondlo bleiben und zr nicht mit anderen charfen Waschmittel. Wäsche u. Hände kapesttmachen. 252—1 LUNNS SPAR-RABATT gibt die Möglichken, den Eistac Eller LUHNS-SEIFEN noch um 2½ Pfg. zu verbiftigen. Deshalb sammie men unter allen Umständen die auf den LuhnsPackungen aufgedruckten Rabatimarkens L.UHNS-LOHMTS Zu Pfingsten haben viele an VuffiäeR gesscht Und zwar alle Damen, die klug genug waren, sich rechtzeitig Dauerwellen machen z.lassen Bekanntmachung. Satzung der Kreissparkasse Herford. Die vom Kreisausschuß beschlossene Satzung der Kreissparkasse Herford vom 20. September 1932 die am 31. März 1933 vom Herrn Oberpräsidenten der Provinz Westf. bestätiat ist, hängt im Kassenraum der Kreissparkasse Herford. Sie ist damit in Kraft getreten. Herford, den 3. Juni 1933. Der Kreisausschuß. Versäumtes Môt sich nachholen, deshalb kommen Sie Jetzt.— WITTLER- Dauerweilen halten und sind Dienet an der Schönhelt. WITTLER Sielefeld AM MARKT USTSSEG #Picherrnence KräuenSitz-Kissen erfolgreich! Prospekt fhei. ### Hastretten DKN Hotorräder 410.—RM an, auch mit Anlasser lieferber. DKW Antomoblie von 1990.—RMabWerk die deitzige CabrioietLimousine. Gene Woäne Bciehet Ssbent Ar be-25s Neue Sendung Bettfedern u. Daunen Haarpflege- D uerwellen F. Mertens Blelefeld, Jahnplatz Widerrufung Die von mir in Umlauf gesetsten falschen Gerüchte wider den GauInspekteur Pg. Altvater und der NSBO. nehme ich hiermit als unwahr zurück und warne jeden, diese Gerüchte weiter zu verbreiten, da dieselben bewußt falschsind und nicht den Tatsachen entsprechen Fritz Wortmann Südlengern Nr. 199. Widerrutung Die von mir in Umlauf gesetsten falschen Gerüchte wider den GauInspekteur Pg. Altvater und der NSBO, nehme ich hiermit als unwahr zurück und warne jeden, diese Gerüchte weiter zu verbreiten; da dieselben bewußt falsch sind und nicht den Tatsachen entsprechen. August Rabe Bünde, Südlengerstr.161 0 Drath band lästig u. unzuverlänsig sitzt, dann fordernSie illustr. Prospekt meiner federlosen Spes Bruchbänder kostenlos u. unverbindlich en. Bandagen v.Rm. 8— an G.Thlerbach. Spez. Band Hannover, Wiesenst. 54. Von der Reise zurück Zahnarzt Ur. Adolf Hitlerwall 25 Fernsprecher 4087 Statt Karten Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns beim Heimgange meines lieben Mannes und unseres teuren Vaters erwiesen wurden, danken wir herzlich. Jamilie Steinmeier Elverdissen, den 3. Juni 1933. In jede Schulklasse in jedes Amtszimmer in jedes Büro gehört ein Hrtier-Bila Buchhdlg. Vacten Herford Fernr. 3668 Kauft nur bei Parteigenossen! Bekanntmachung. Auf Antrag eines Jagdpächters beabsichtige ich in Anbetracht der seit der Neuverpachtung im Jahre 1929 eingetretenen veränderten Verhältnisse die Pachtbeträge für die Jagdbezirke I. III. IV und V um 25% herabzu setzen. Für den Jagdbezirk V soll jedoch die bereits im November 1931 eingetretene ErIsiauug ber 1961 eingetretene mäßigung auf die jetzige 25%ige verabsetzung angerechnet werden. Ich gebe hiervon mit der Maßgabe Kennd nis, daß Einsprüche hiergegen innerhalb einer Frist von 2 Wochen bei dem hiefigen Kreisausschuß angebracht werden können. Minden, den 3. Juni 1933. Der Jagdvorfleher. Nr. 130 SStete Neue 2 Im Göricke=Prozeß ist zögerung in der Auszahl eingetreten. Bei der Niel zeichnisses betrug die Ge der Abschlagsverteilung 3 Forderungen rund 3340 die Abschlagsdividende b beträgt 550000 Mark, von rund 16,5 Prozent den können. Inzwischen mußte jedoc tung von 320000 Mar erkannt werden, nun hal vor Ablauf der gesetzlic Gläubiger Forderungen größtenteils aus Aktien rungsverträgen. Pension Wechsel= und Zinsforder Singent Frühzeitig wurde am Zantoren und Fabriken Mit frohem Gesicht eilte um die letzten 2 eie Pfingstfahrt zu treff zogen zahlreiche Paddler wagen zum Bahnhof. 2 Rucksäcke und gingen frü Sonnenaufgang hinauszi das ein Frühsingstag Klarheit mit Singen un Die wandernden Gru Melodie auf und zogen hinaus in die prangende Pfingsten ist der Tag Aus der Fülle der Da wir nachstehend eine Bet ren Veranstaltungen. Der DHV. singt auf de SA.=Kapelle spielt. Diese Tatsache allein um die Freunde edler: zu führen. Dazu kam d lingswetter.— Es war man ihn sich gewünsch Himmel, lachender Sor ringsum die Blütenprack Bielefelder nicht in sei var also nicht verwun! schon zu Beginn des! 7 Uhr spähend nach Ausschau halten mußte.“ dicht gefüllt und auch Platz war besetzt. Zu J Sparrenburg erklangen ten Märsche. Frohe Me stimmung, Sänger im Ki Uniformen der SA.=Kap anstaltung den gewohnte Neu war, daß die Kell Magtstratsmitglied Ro# In der heutigen Mon drtsgruppe Kesselbrink Kyffhäuser spricht Pg. R gramm der Jungdo=Tagung verbete Der Polizei=Präsiden die beabsichtigte Pfing Jungdeutschen Orden ar fentlichen Sicherheit un Au sder Haft entlassen wurden vier Schutzhäftl gen Gerichtsgefängnis. Arbeitsdienststammlager Die Vorarbeiten zur beitsdienststammlagers digt. Vor einer Woche präsident Freiherr v. brikanlagen der Fahrre besichtigt und als gee Mietvertrag wurde bergeschlossen. 100 Arbe sind mit der Her kunftsräume beauftragt ung des Stammlager inter Führung des steht, wird das Jungde Ein Zusammenst ereignete sich vor deckerstr. Her sti einem Auto zuf wurden beschädig derletzt. 8inder Alarm rief die Feuerwehr straße. Unbekannte Tä Melder verübt, der n urteilt werden kann. tigkeitsbericht der Feu Nr. 130 „Westfälischer Beobachter“ 6. Juni 1933 „ VesdenterNeue Lage im Goricelwerre. Im Göricke=Prozeß ist eine erneute Verzögerung in der Auszahlung der Gläubiger eingetreten. Bei der Niederlegung des Verzeichnisses betrug die Gesamtsumme der bei der Abschlagsverteilung zu berücksichtigenden Forderungen rund 3340000 Mk. Die für die Abschlagsdividende bereitgestellte Masse beträgt 550000 Mark, sodaß eine Ouote von rund 16,5 Prozent hätte verteilt werden können. Inzwischen mußte jedoch noch eine Fordetung von 320000 Mark nachträglich anerkannt werden, nun haben noch rechtzeitig vor Ablauf der gesetzlichen Frist mehrere Gläubiger Forderungen und Ansprüche. die größtenteils aus Aktienzeichnungen, Das Hoheitsabzeichen(Adler mit anhängendem Hakenkreuz) dürfen nur Angehörige Gesamtbetrage von 1 168.900 Mark geltend der SA. und SS. und Amtswalter tragen. von 1 108000 Mun gelem] Das ASBO.=Abzeichen dürfen nur die Mitglieder der Betriebszellen=Organisation Liefe= Konkursverwaltung muß nun die Ar rungsverträgen, Pensionsansprüchen, und lungen einstwetten zurückstellen, bis Wechsel= und Zinsforderungen bestehen im Rechtslage endgültig geklärt ist. gemacht. Diese Forderungen verteilen sich wie folgt: Schmolz u. Bickenbach, Düsseldorf 150000 Rheinische Volksbank, Köln 100000 Heinrich Wolf, Frechen 100000 Andreas Stemmler, Bielefeld 257000 Dr. Zöllner, Leipzig 716000 Frau Göricke, Bielefeld 105300 A. Dewald, Zürich 40000 Außerdem reichte der Verleger noch eine Massenforderung in Höhe von Mk. 100000 ein. Durch diese Neuanmeldungen dürfte sich der Betrag der demnächst erfolgenden Abschlagszahlungen erheblich verringern. Die Fentatereraunung muag nun die Auszahdie Singende, klingende Pfingsten. Frühzeitig wurde am Sonnabend in den Zantoren und Fabriken die Arbeit beendet. Mit frohem Gesicht eilte man nach Hause, um die letzten Vorbereitungen für die Pfingstfahrt zu treffen. Gegen Abend zahlreiche Paddler mit ihren Bootswagen zum Bahnhof. Andere packten die Rucksäcke und gingen früh zu Bett, um bei Sonnenaufgang hinauszuwandern.— War das ein Früh'ingstag voll strahlender Klarheit mit Singen und Frohlocken. Die wandernden Gruppen nahmen die Melodie auf und zogen leuchtenden Auges hinaus in die prangende Pfingstflur.— Pfingsten ist der Tag der Frühkonzerte. Aus der Fülle der Darbietungen bringen wir nachstehend eine Betrachtung der größeren Veranstaltungen. Der DHV. singt auf der Berglust und die SA.=Kapelle spielt. Diese Tatsache allein hätte schon genügt. um die Freunde edler Musik zur Berglust zu führen. Dazu kam das herrliche Frühlingswetter.— Es war ein Pfingsttag wie man ihn sich gewünscht hatte. Klarblauer Himmel, lachender Sonnenschein, dazu ringsum die Blütenpracht. Da hielt es den Bielefelder nicht in seinen Wänden. Es war also nicht verwunderlich, wenn man schon zu Beginn des Konzerts, kurz vor 7 Uhr spähend nach einem leeren Platz Ausschau halten mußte. Die Terrassen waren dicht gefüllt und auch der tiefer gelegene war besetzt. Zu Füßen der trutzigen Sparrenburg erklangen die so beliebten alten Märsche. Frohe Menschen in Festtagsstimmung, Sänger im Konzertanzug und die Uniformen der SA.=Kapelle gaben der Veranstaltung den gewohnten würdigen Rahmen Neu war, daß die Kellner mit einer alten sitte muß unbedingt eingeschritten werden. Die Bürgerschaft wird gebeten, auch ihrerseits zum Schutze unserer Anlagen mitzuwirken und vor allem die Jugend zu ermahnen, das Befahren der Wege in den öffentlichen Anlagen, Parks usw. zu unterlassen. Filme der Woche. Gloria=Palast: tragen.Mitglieder der ASBO. sind nicht durch ihre Zugehörigkeit zur BetriebszellenOrganisation ohne weiteres Parteimitglieder, dürfen also auch nicht das Parteiabzeichen tragen. Verkäufer dürfen obengenannte Abzeichen nur gegen entsprechenden Ausweis aushändigen, andernfalls sie sich ebenfalls strafbar machen.— Vor einigen Tagen ist eine Person wegen unberechtigten Tragens des Parteiabzeichens zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das möge zur Warnung dienen. Tradition gebrochen hatten. Der feierliche Frack und die steife weiße Hemdbrust waren der neuen Zeit gewichen. Es wurde im Braunhemd bedient. Einleitend erklang Bachs gewaltiger Choral:„Lobe den Herren“ vom Männer= und Frauenchor mit Orchesterbegleitung vorgetragen.— Im ersten Teil der Veranstoltung hörte man neuere Chöre aus dem zweiten LobedaBand des HHV. Großen Anklang fand die Pfingstjubisate mit Trompetenbekleitung gesungen vom Männerchor. Dann spielte die SA.=Kavelle das„Largo“ von Händel. In bunter Reihenfolge wechselten gemischte Chöre und Einzelchöre. Nach der Lustspiel=Ouvertüre leitete die SA.=Kavelle den zweiten eTil mit einem flotten Marsch=Potpourri ein. Unter der bewährten Leitung des Chormeisters Brosien ernteten beide Chöre verdienten Beifall. Aber auch die SA.=Kapelle unter der sicheren Stabführung des Pg. Lange fand dankbare Zuhörer. Ebenso war es auf dem Johannisberg. Hier sang der Männergesangverein„Harmonie“ begleitet von„Orchestergemeinschaft“ Dicht besetzt waren alle Tische und mancher fand keinen Platz mehr. Farbenfrohes, buntes Treiben, dazu Strauß'sche Walzerklänge— ein Pfingstmorgen nach Wunsch!— Die Vortragsfolge bot Werke von Beethoven, Mozart. Wagner. Verdi und Strauß. Die be'iebten„Geschichten aus dem Wienerwald“ mußten von Chor und Orchestek wiederholt werden. Der MGV.„Harmonie“. und die„Orchestergemeinschaft" haben ihren Gästen einen genußreichen Morgen gebracht, der dankbar ausgenommen wurde. Großer Appell aller ehemaligen 159er und 219er. Bochum, 6. Juni. Der Offizier=Verein des Res.=Inf.=Regt. 219 hält am Samstag, dem 24. Juni, im Parkhaus zu Bochum seine diesjährige Jaresversammlung ab, an Palast=Theater der zahlreiche ehemalige Offiziere des Re 2 giments aus Rheinland und Wesineen„Der König der Siebe“. Blume von Hawai! Hawai, Meer, Felsen, Palmen, und Blumen, frohe braune Menschen und ewiger Sonnenschein, das malt uns unsere Fantasie beim rechen des Namens. Mancher denkt an Murnaus großes Südsee=Erlebnis.„Tabu“ mit seinen unvergleichlich schönen Naturaufnahmen. Dieser Film ist, trotz der Regie Richard Oswalds ein unglückliches werk und lehrt, daß man Verfilmung von Operetten unterlassen sollte, selbst wenn es sich um eine noch so zugkräftige handelt. Die Namen der Darsteller sind doch Anziehungspunkte. Wenn man zudem noch ein wenig Fantasie mit aus dem materiellen Alltag hinüber gerettet hat, kann vman sehr wohl eine Illusion vom fernen Paradies am Meeresstrand haben. Im Beiprogramm: Die Berliner Synfoniker unter Leo Bwech die ir musterhafter Vollendung das Meistersingerspiel zu Gehör bringen. teilnehmen werden. Zu dieser Feier ladet der Vorstand alle Bundesvereine und alle ehemaligen 159er und 219er im Reiche kameradschaftlichst ein. Warnung für Hundebesitzer und Radfahrer. In den öffentlichen Anlagen sind in der letzten Zeit häufig frei umherlaufende Hunde angetroffen und haben dort mehrfach Schaden angerichtet. Es wird erneut auf die Polizeiverordnung vom 1. 2. 1928 aufmerksam gemacht, wonach in allen öffentlichen Anlagen sowie auf allen Friedhöfen Hunde an einer höchstens 75 cm langen Leine geführt werden müssen. Die Polizeibeamten sind angewiesen, jede Uebertretung zur Anzeige zu bringen. Weiterhin werden die Wege in den öffentlichen Anlagen, Parks usw., vor allem im Adolf=Hitler=Park, namentlich in den Abendstunden mil Fahrrädern befahren. Gegen diese UnDer Film zeigt in spannende: Siinen das Leben und Treiben eines Abenteuerers, dek es meisterhaft versteht, die Polizei in Atem zu halten. Das größte Aufsehen erregt der Raub der„Mossa Lisa“. Mit diesem Erfolg endet die sensationsreiche Laufbahn des Königs der Diebe, denn so muß es im Film sein. Der Meisterdieb verstößt zwak gegen Gesetz und Gesellschaft, hat sich aber trotzdem ein edles Herz bewahrt. Um seine Freunde und seine Geliebte zu retten, geht er absichtlich in die Falle der Polizei. Trotz des üblichen Abschlusses hat der Film Erfolg. Im Beiprogramm läuft eine heitere Einbrecherposse:„Im Bann des Eulenspiegels“— voll sprühender Laune und komischer Einfälle. Dazu werden glänzende Bilder von der großen Schlageter=Feier auf der Golzheimer Heide gezeigt. Magtstratsmitglied Noeser spricht. In der heutigen Monatsversammlung der Ortsgruppe Kesselbrink der NSDAP. im Kyffhäuser spricht Pg. Noeser über das Programm der RSDAP. Jungdo=Tagung verboten. Der Polizei=Präsident in Bielefeld hat die beabsichtigte Pfingst=Reichstagung des Jungdeutschen Orden aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung verboten. Au sder Haft entlassen wurden vier Schutzhäftlinge aus dem hiesigen Gerichtsgefängnis. Arbeitsdienststammlager in BratDie Vorarbeiten zur Errichtung des Arbeitsdienststammlagers in Brake sind erledigt. Vor einer Woche hat der Regierungspräsident Freiherr v. Oeynhausen die Fabrikanlagen der Fahrradfabrik Rire u. Cobesichtigt und als geeignet befunden. Der Mietvertrag wurde bereits zum 1. Juni abEeschlossen. 100 Arbeitswillige des Jungo mit der Herrichtung der Unteruunftsräume beauftragt worden. Bei Errichung des Stammlager. das wahrscheinlich Führung des Bezirksleiter Pg. Sch. steht, wird das Jungdosager aufgelöst. Ein Zusammenstoß kreignete sich vor Pfingsten in der Jöllendeckerstr. H'er stieß eine Straßenbahn mit einem Auto zusammen. Beide Fahrzeuge butden beschädigt, doch wurde niemand derletzt. 8#inder Alarm kief die Feuerwehr Freitag Nacht zur Kreuzstraße. Unbekannte Täter hatten Unfug am Melder verübt, der nicht scharf genug verurteilt werden kann. Wenn man den Tä#gkeitsbericht der Feuerwehr in vorliegender Ausgabe liest, ersteht man, wie aufopfernd sich die Feuerwehr in den Dienst der Nächstenliebe stellt. Umsomehr ist solch Verhalten zu rügen. Warnung vor unbefugte Tragen. Die Kreisstelle der ASDAP. schreibt uns: Schon oft ist darauf hingewiesen worden. daß Richtmitglieder der ASDAP. das Partei= oder Hoheitsabzeichen nicht tragen dürfen. Wir haben begründete Veranlassung, nachdrücklich darauf hinzuweisen, daß diese Abzeichen für die RSDAP. geschützt sind. Die Vorschriften hierüber sagen folgendes: Pflichtmitgliederversammlung der Geishruppe Romgsbragge. Am 29. Mai hatte die hiesige Ortsgruppe der RS9 AP. ihre Pfichtn i gliederversammlung. Kurz vor 9 Uhr eröffnete der Ortsgrupvenleiter Pg. Alexander Herrmann die Versammlung. Er sprach ein ei end einige Worte zu Ehren des am 26. Mai 1923 von Franzosen erschossenen ersten Soldaten des dritten Reiches: Albert Leo Schlageter. Die Pg. erhoben sich und sangen stehend eine Strophe vom guten Kameraden. Dann begrüßte der Ortsgruppenleiter besonders die neuen Pg. und machte ihnen in eindringlichen Worten klar, daß es nun notwendig sei. sich voll und ganz in den Nationalsozialismus hineinzustellen, an allen Veranstaltungen und Arbeiten teilzunehmen, denn nur auf diesem Wege sei das Wesen der Bewegung zu erfassen. Er verwies auf den schweren Kampf, den die älteren Pg. und besonders die SA. und SS. in den vergangenen Jahren gekämpft haben und forderte nachdrücklich volles Eintreten aller Pg. für unsek hohen Aufgaben. Die Volksgemeinschaft muß zuerst in unseren Reihen verwirk icht werden, durch Eintreten eines für den anderen in treuer, fester und selbbstloser Kameradschaft. Für die Das offizielle Parteighzeichen(rundes Har##rt zur Seiovmoerr I; Sp kenkreuzabzeichen mit Umschrift ASDAP.) jetzt besonders notwendige Schulung der Pg. wird von allen Pg. getragen. Ein Sohn unserer Stadt zum Bürgermeister von Klein Steinheim ernannt. Am 26. Mai wurde der neuernannte Bürgermeister von Klein=Steinheim bei Frankfurt a. M. unter großer Beteiligung aller Bevöl'erungsschichten feierlich in sein Amt eingeführt, un wuche am 9. Sw. Werner Stohmann wurve am 27. zuar 1904 als Sohn des bekannten Arztes Dr. med. Friedrich Stohmann, Viktoriastraße geboren. Er besuchte in Bieleseld das Realgymnasium. Nach seiner Schulentlassung eignete er sich in fünfjähriger praktischer Tätigkeit in verschiedenen Betrieben, speziell in der Fahrradbranche gründliche Kenntnisse dieses Fabrikationszweiges an. Seine theoretischen Kenntnisse erwarb er sich an dem Technikum in Lage und in Mittweida i. Sachsen, wo er Ostern 1925 als Ingenieur abging. Bis August 1927 war er als Konstruktionsingeneur bei den Görickewerken täVon Bielefeld kam er zu den Fahrrad= und Metallwerken L. Bauer u. Co., Klein=Auheim. Bei letzterer Firma war W. Stohmann bis zu seiner Berufung als Bürgermeister tätig. Werner Stohmann ist einer der ersten, der der NSD AP. in Bielefeld angehörte. Auch hat er vor 10 Jahren im Ruhrkampf Seite an Seite mit Schlageter gekämpft. Das Schicksal wollte es, daß der Tag seiner Verpflichtung mit dem Todestag seines Mitkämpfers zusammentraf. Möge dieser Tag eine gute Vorbedeutung des Amtsantrittes des neuen Bürgermeisters sein. Es sei noch erwähnt, daß Werner Stohmann schon seit langer Zeit Sturmführer des SA.=Sturms 7/168 ist.—„ I9ng Wir wünschen diesem tapferen nattonalen Kämpfer, dem jetzigen Bürgermeister von Zleinsteinheim, für die KZukunft von Herzen das Beste. und Amtswalter wies Pg. Herrmann noch auf die Kreisschulungsabende hin. Es erfolgte dann die Verpflichtung einer ganzen Anzahl Amtswalter und verschiedener neuer Pg., die der Ortsgruppenführer in feierlicher Weise und durch Handschlag vollzog. Die Versammlung erhob sich von den Plätzen und sang das Horst Wessel=Lied. Nachdem noch einige Bekanntmachungen verlesen worden waren, nahm der stellvertretende Kreisleiter für den Arbeitsdienst Pg. Behlke, das Wort zu einem Vortrag über das Thema:„Freiwilliger Arbeitsdienst und Arbeitsdienstpflicht". Als Sinn und Zweck des Arbeitsdienstes bezeichnete er die Schaffung eines Arbeitsheeres für Staat und Volk, das einerseits die Jugendlichen von der Straße bringt, und an Ordnung und Arbeit gewöhnt und andererseits den Arbeitsmarkt entlastet, indem durch Aushebung auch der im Erwerb stehenden Arbeitsdienstpfichtigen Arbeitsplätze freigemacht werden für Aektere und Familienväter. Auch für die Vo'kserziehung ist der Arbeitsdienst von größter Wichtigkeit, er bietet der Jugend Schutz vor körperlicher und geistiger Verwahrlosung dadurch, daß er sie in straffe Disziplin nimmt. Ein Sichfreikaufen Begüterter von der Arbeitsdienstpflicht gibt es nicht und verschuldete Versäumnisse müssen nachgedient werden. Die Arbeitsdienstpflicht ist deshalb die hervorragendste G’eichschaltung aller Söhne der deutschen Nation. Die Kinder Israel sind allerdings vom Arbeitsdienst ausgeschlossen, was ihnen, wie der Redner launig bemerkte, gewiß nicht unangenehm sein wird. Der nationalsozialistische freiwillice Arbeitsdienst hat in erster Linie die Aufgabe. Kräfte heranzubilden, die bei der bald einsetzenden allgemeinen Arbeitsdienstpflicht als Stammversonal und als Führer eingesetzt werden können. Der Redner schloß seinen heifällig ausgenommenen###rtrag mit dem Hinwets darauf, daß es deshalb die Pficht aller Pa sei, sich zur Verfügung zu stellen. Damit war der offizielle Teil des Pflichtabends ersedigt Es wurden noch einige Lieder gemeinsam gesungen und dann schluß der Ortsgruppenseiter die Versammlung mit einem dreifachen„Sieg=Heil“ auf den Führer.— Der Rückmarsch, der ebenfalls geschlossen erfolgte, litt etwas unter Feuchtigkeit von oben, was jedoch die Sangeslust und den guten Mut der Pg. nicht beeinträchtigte. „ Peswenter Hilf den Rermsten! Groß ist die Zahl der Opfer der früheren Systemwirtschaft auch hier in Herford. Wer Einblick genommen hat, in die hiesigen Elendsquartiere wer das„Wohlfahrtselend“ in kinderreichen Familien, die Wohnungsnot verarmter Volksgenossen kennen lernte, muß es als seine heiligste Pflicht empfinden, für die Aermsten der Armen einzutreten.— Die amtliche Fürsorge kann mit den derzeit noch zur Verfügung stehenden Mitteln unmögsich dieser Not steuern. Alle Pg. und alle, die in der selbstlosen Liebe Adolf Hitlers zu seinem Volke ihr Vorbild sehen, sind deshalb verpflichtet sich nach Kräften für diese notleidenden Volksgenossen einzusetzen.— „Jeder Volksgenosse, auch der ärmste ist ein Stück Deutschland“— Dieser alte nationalsozialistische Grundsatz sollte mehr Beachtung und Verständnis finden.— Also auch Du mußt mithelfen am Bau des„Dritten Reiches.“ Unser Appell richtet sich vor allen Dingen auch an die, die nach dem Siege der nationalen Revolution den Weg zur Bewegung Adolf Hitlers fanden. Die Sorge für die Notleidenden, der Dienst an den Aermsten unseres Volkes ist eine gute Schulung für alle jungen Nationalsozialisten und ist gleich zeitig ein Prüfstein für alle die, die es heute noch werden wollen.— Also heran ans Werk.— Wer sich zu Adolf Hitler bekennt, soll zeizen, daß er würdig ist, in die Reihen der braunen Freiheitsarmee eingereiht zu werden—— Zahllose Arme, die unverschuldet in Not und Elend gerieten, wohnen auch in unserer Stadt. Und auf der anderen Seite gibt es viele, die auch heute noch aus dem Vollen schöpfen können. An diese ergeht die Aufforderung, zu praktischer Arbeit, im Sinn ind Geist des Führers. Ein Nationalsozialist ist und bleibt ein Kämpfer, ist und bleibt opferwilliger Soldat unserer großen Idee, mit der wir das neue Deutschland gestalten wollen.— Die Festtage. Das Fest des Frühlings, der Freude an der erwachten Natur liegt hinter uns. Bei prachtvollem Wetter, blauem Himmel und lachendem Sonnenschein zogen Tausende hin us in Wald und Flur.— Guten Besuchs erfreute sich das Konzert der ASBO.=Kapelle in der Loose am 1. Pfingstfeiertage, wohin schon in früher Morgenstunde viele Herforder pilgerten. Auch das Militärkonzert auf dem Schützenberge am Nachmittag des 2. Pfingsttages hatte viele Besucher. Die Gaststätten im Innern der Stadt haben einmal wirkliche Feiertage gehabt. Erst am Abend belebte sich das Stadtinnere, als die sonnverbrannten Ausflügler aus der näheren und weiteren Umgebung zurückkehrten. Lebhafter Auto= und Fahrradverkehr herrschte draußen auf den Landstraßen. Ob die, die zu Fuß, abseits vom großen Verkehr durch die Einsamkeit der Wälder streiften, nicht das schönste Pfingstfest gefeiert haben.— Retterstürme der Standarte 171 In Löhne wurde am Freitag abend bei Wagner eine Reitertruppe von 10 Mann gegründet. In der Vorwoche entstanden schon wei Scharen in Obernbeck und Mennighüffen. Am Dientag sollen in Hiddenhausen, am Donnerstag in Herford, am Freitag in Obernbeck bei Schmelter Gründungsversammlungen erfolgen. Es ist schon jetzt als sicher anzusehen, daß die Standarte 174 bald über einen ansehn'ichen Reitersturm verfügen wird. Tagung der Kolonialfrauen. Vom 8.—11. Juni finden sich in Frankfurt a. M. aus allen Gauen Deutschlands die Frauen zusammen, die in nimmermüder Arbeit die Beziehungen zu unseren Kolonialdeutschen immer enger gestalten, die den kolonialen Gedanken wach halten und wieder verbreiten, die besonders dafür sorgen, daß er auch in der Jugend Eingang findet. Und nun wird in Frankfurt von den Arbeiten des vergangenen Jahres berichtet. Von den zahllosen Zeitschriften und Büchern, die hinausgesandt wurden und Freude in manches einsame Farmerherz, auf manche einsame Pflanzung brachten, durch die der geistige Zusammenhalt mit der Heimat enger befestigt wurde,— es wird weiter mitgeteilt, wieviel junge Mädchen durch die Vermittlung und Hilfe des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft im 3 verflossenen Jahr wieder befriedigende Stellungen in Afrika fanden(leider nicht soviele wie früher, da die wirtschaftliche Not drüben und Erschwerungen durch die Mandatsverwaltun gen hemmend wirken), wieviele deutschakrikanische Kinder und junge Menschen, die von ihren Eltern zur Ausbildung nach Deutschland gesandt wurden, oder denen der Bund dazu verhalf, nun von den Frauen in mütterlicher Weise betreut werden, damit sie sich auch nach ihrer Rückkehr in die Steppen Südwests oder die Hochländer Ostakrikas der alten deutschen Heimat verbunden fühlen. Schon in Afrika hatten sie den Segen der Frauenarbeit verspürt, denn zu den Bildungsmöglichkeiten, die ihnen dort gegeben wurden, hatte der Bund in hohem Maße beigetragen. Seit mehr als 25 Jahren wird diese Arbeit geseistet und zieht drüben und in der Heimat immer weitere Kreise. Ihr letztes und höchstes Ziel ist die Wiedererlangung der Länder, die gegen jedes Recht geraubt wurden, damit der heranwachsenden Jugend der Lebensraum zuteil wird, der der jetzigen Generation fehlt.— Zum SS.=Sturmführer eknannt. Der SS.=Truppführer Eberhard wurde zum SS.=Sturmführer befördert. Vor einigen Tagen hat die Reichsführung die Beförderung bestätigt. Deutscher Erziehertag. Am 8. Juni findet in Magdeburg der „Deutsche Erziehertag“, der für die gesamte deutsche Erzieherschaft von größter Bedeutung sein wird, statt. Eine umfangreiche Festfolge erwartet die Teilnehmer. Um 10 Uhr ist die Reichskundgebung in der Stadthalle. Kultusminister Hans Schemm, der Reichsleiter des VSSB. spricht über das Thema: „Ein Volk— eine Schule— ein Erzieherstand.— Reichstagung der reisenden Kaufleute. In den letzten Tagen hielt der Verband reisender Kaufleute Deutschlands in Frankfurt a. O. im Rahmen einer Reichstagung seine 46. Generalversammlung ab. Unter starker Beteiligung von Verbandsmitgliedern aus allen Gauen des Reiches, der Spitzen der Behörden und sonstiger Ehrengäste wurde die Tagung mit einem Begrüßungsabend in der Rathaushalle eröffnet. Verbandsdirektor Günther=Berlin hielt den Festvortrag. Am nächsten Tage fanden Sondertagungen der 5 Gaue, deren Vorsitzende zum Teil neu, zum Teil wiedergewählt wurden, des Präsidiums und der Verkehrskommission statt. In dem geschäftlichen Teil wurde einstimmig das neue Präsidium gewählt. Aus dem vorgelegten Rechenschaftsbericht sei erwähnt, daß von den einzelnen Unterstützungskassen des Verbandes im Jahre 1932 insgesamt Mark 819906,19 ausgezahlt wurden und zwar in runden Zahlen, an Witwen und Waisen 214000 an Invaliden= u. Altersrentner 178000, als Begräbnisunterstützung 302000 und als allgemeine Notstandsunterstützungen 126000 Mark. An hitzschlag gestorben. Wie wir soeben erfahren, ist der SA.= Mann Werner Stahlsmeyer=Olotho, der längere Zeit im Betriebe des„Westfälischen Beobachters" beschäftigt war, gestern infolge eines hitzschlags gestorben. Deutsche Turnerschaft Kirchlengern. Nachdem der hiesige Arbeiter=Turn= und Sportverein sich aufgelöst hat, bestand der Wunsch der meisten Mitglieder, sowie auch der früheren Vorstandsmitglieder, dem Turnverein beizutreten. Zu diesem Zweck führten einige frühere Vorstandsmitglieder mit dem Vorstande des TBK. am Montag eine Besprechung im Vereinslokel Rabe herbei. Nach eingehender Aussprache wurden sofort mehrere Mitglieder in die Deutsche Turnerschaft ausgenommen. und im Die Spielerversammlung der HandFußballmannschaften findet monatlich Vereinslokal Rabe statt. Ausgebildete Reserven Kriegsminister Maginot am 10. 12. 29 in der französischen Kammer: „Wie wir sehen, sind die Reserven dazu berufen, in unserer neuen Militärorganisation eine sehr große, ja eine überragende Rolle zu spielen.“ 10gende ∆ Der französische Generalstabschef General Debeney in der„Revue des Vivants“ vom November 1929:„An erster Stelle stehen die ausgebildeten Reserven. Sie stellen für uns eine unleugbare Ueberlegenheit gegenüber Deutschland dar.“ Der französische Ministerpräsident Daladier am 24. 3. 1931 in der Kammer:„Sie vergessen die 700000 ausgebildeten Disponiblen, die besser ausgebildet sind, als die erwähnten, nicht permanenten fremden Milizen. Diese 700000 Mann kann der Kriegsminister durch einfachen Aufruf einberufen. Eine Maßnahme, die sich rechtfertigen läßtt, aber von der man frei sagen muß, daß sie bisher nicht zulässig war und übrigens auch in keiner Armee Europas zugelassen ist.“ * Mac Donald in der„Saturday Evening Post“ vom August 1929:„Ein wirksamer Abrüstungsvertrag muß die Zahl aller für den Kampf in Frage kommenden Leute— die ausgebildeten Reserven eingeschlossen— und außerdem die Zahl der Rekruten sowie ihre Dienstzeit herabsetzen.“ Alus dem Lipperland Das Volkshaus in Bad Salzuslen wird unter nationalsozialistischer Führung in der bisherigen Weise weitergeführt Träger des Unternehmens sind nach wie vor die Gewerkschaften. Alle Volksgenossen werden dringend gebeten, das Unternehmen nach besten Kräften zu unterstützen. Es wird alles getan werden, um den Aufenthalt im Volkshause für alle Gäste so angenehm wie nur möglich zu machen.— Die Heilwerte heimischer Pflanzen. Die Heilpflanzen und ihr Gebrauch. Für Freunde des Pflanzenheilverfahrens und der Pflanzenwelt dargestellt von Dr. med. Wolfgang Bohn. Verlag: Hans Hedeligs Nachf., Curt Ronninger, Leipzig C1, Perthesstr. 10. Preis Mk. 2.50, gebunden Mk. 3.50. —Zurück zur Natur! Dieser Mahnruf hallt durch das Land und der aufmerksame Mensch begreift sehr wohl diese Wahrheit. Alle Krankheiten können durch Naturkräfte geheilt werden! In dieser Hinsicht spielen die heimischen Heilpflanzen eine besonders große Rolle. Das ist um so wichtiger, als in unseren heimischen Gauen überall wichtige Heilpflanzen wachsen und blühen. Ueber 100 Heilpflanzen sind ausführlich und leichtverständlich für Jedermann beschrieben, sowie ihre Anwendung für Gesunde u. Kranke Das geschieht alles so klar und deutlich, daß jeder selbst die Heilkräuter für seinen Bedarf und seine Krankheit auswählen und roh, als Saft, Tee oder Tinktur verwenden kann. Nationalsozialismus gegen Judentum? für Alle“. Richt Kleinliche Anwendung die ser Regel kennt der Nationalsozialist auch im Kampfe gegen die Juden nicht. Der Nationalsozialist kennt wirkliche, nur innigste Verbundenheit mit dem deutschen Volke, dem deutschen Arbeiter. Jeder Volksgenosse, der sich den LebensinteresDer Kampf der Nationalsozialisten gegen die Juden richtet sich nicht gegen die Juden als Menschen, auch nicht gegen die Religion, sondern gegen die Herrschaft der Juden, gegen die Urdeutschen. Der Nationalsozialist erkennt nach dem Gleichheitsprinzip„Gleiches Recht für Alle“ die Herrschaft des Juden über den Deutschen Christen nicht an, sondern verlangt für die Christen dasselbe Recht wie für den Juden. Es wird wohl niemand abstreiten,, daß der Jude in Deutschland eingewandert, also Ausländer ist. Eigentlich gehörte der Jude deshalb unter das Fremdengesetz.—— Der Jude hat sich nun, in erster Linie in der Nachkriegszeit durch seine internationalen Beziehungen und unter Begünstigung der Sozialdemokratie die Herrschaft und damit die Macht des Kapitals in Deutschland Beseitigung von Tierkadavern. Nach einem Abkommen zwischen dem H rrn Landeshauptmann der Provinz Westsalen und den Abdeckereibesitzern erhalten diese ausreichende Vorschüsse auf die aus staatlichen und provinziellen Viehseuchenfonds zu leistenden Anteile zur Zahlung der Entschädigung für abgelieferte Tierkadaver, sodaß in allen Fällen eine sofortige Austah ung an die Tierbesitzer, erfolgen ann. Zu den festgesetzten Entschädigungen wurden zur weiteren Förderung des Abdeckereiwesens durch vermehrte Ablieferung gefallener Tiere versuchsweise bis zum 31. Mai aus dem provinziellen Viehseuchenentschädigungsfonds noch Sonderprämten gezahlt. eine Entschädigung z1 Die Prämien werden einstweilen noch bis für verzicherte Tiere. zum 31. März 1934 in der bisherigen Höhe weitergezahlt. Sie sind festgesetzt: Für Pferde über 1 Jahr auf 3 Mark, für Foh'en von 3 Wochen bis zu einem Jahr auf 1.50 Mark, für Esel ebenfalls auf 1,50 Mark,, für Rinder über ein halbes Jahr 2 Mark, für Kälber von drei Wochen bis zu 6 Monaten auf 1 Mark, für mehr als 6 Wochen alte Schafe(mit oder ohne Wolle) für mehr als 6 Wochen alte Ziegen und für Schweine(im Gewicht von mehr als 1 Zentner) auf 1 Mark Die Prämie wird g'eichzeitig mit der Entschädigung ausgezahlt und zwar selbstverständlich nur für solche Kadaver, für welche eine Enischäbigung zu zahlen ist, also nicht für versichert.# in einem derartigen Maße angeeignet, daß der Urdeutsche ein Untergebener und Handlanger des Juden wurde. Der Jude als Kapitalist und Unterdrücker hat mit Unterstützung der Sozialdemokratie den einfachen Arbeiter, den Mittelständler, kurz das deutsche Volk direkt ausgezogen. In den 14 Jahren der sozialdem. Führung, welche mit einem Fiasko der ganzen sozialdemokratischen Lehre endigte, befand sich das Großkapital fast ausschließlich in Händen der Juden. In einer Zeit, in der das deutsche Volk hungerte, haben die Juden und die sozialdem. Führer geschlemmt und sich am deutschen Volke in kaum glaublichem Maße bereichert. Ungeheuere Zinsenlasten wurden uns aufgebürdet, und damit nicht genug, wurden wir von unseren Arbeitsstellen verdrängt, um dem Juden, dem eingewanderten Ausländer, Platz zu machen. Der Profitgier des Juden mußten wir unser Recht auf Arbeit, unser Brot opfern. Alle höheren Stellen hatte die Sozialdemokratie fast ausschließlich mit Juden besetzt. Gegen diese Verdrängung des Urdeutschen richtet sich der Kampf des Nationalsozialisten. Nicht gegen den kleinen Juden, dem Arbeiter usw., nicht gegen die Religion. sondern gegen den Juden des Kapitals. Um dem deutschen Volke bessere Lebensbedingungen schaffen zu können, ist der Nationalsozialist gezwungen, die Herrschaft er. üdischen Rasse zu zersprengen. Es ist nicht die Schuld der Nationalsozialisten, daß der, jüdischen Rasse überhaupt möglich war, sich die Herrschaft über das deutsche anzueignen. Diese Herrschaft des internationalen Kapitals, eine Errungenschaft der marxistischen Führung, gilt es, und das ist der Sinn des Kampfes gegen die Juven.„Gleiches der Volksgenosse, der sich den sen des deutschen Volkes, des deutschen beiters entgegenstellt, ist ein Landesverrätek und gehörte von Rechts wegen vor Gericht ganz gleichgültig, welcher Religion er gehört. Trotz allem verlangt der Nationalsozialist nur die Gleichberechtigung des Urdeutschen mit dem Juden. Dieser darf prozuental nach dem Gleichheitsprinzip nicht bessergestellt sein als der Urdeutsche. Erklärlicherweise sträubt sich hiergegen der Jude mit Händen und Füßen. Da der Jude international ist, kein Vaterland kennt und nur dem Materalismus ergeben ist,nützt er natürlich seine internationalen Beziehungen aus und entstellt vollkommen die Tatsachen, um auf diese Weise einen Druck auszuüben. Bedauerlicherweise ist es aber so, daß auch viele deutsche Volksgenossen auf diese Schwindelmanöver hereinfallen und die Absicht der Nationalsozialisten völlig verkennen. Darum, deutsche Volksgenossen, schließt die Einheitsfront, laßt die Schwindelmanöver internationalen Judentums an einem einigen deutschen Volke zerschellen. „Der Kampf gilt dem internationalen Großkapitalismus und Unterdrückertum! Hauptschriftleitung Dr. Tück. Verantwortlich für Politik: Dr. Lück, für Lokales: H. Haase, für Sport:: E. Werner, für Unterhaltung und Anzeigen Carl Titgemeyer sen., sämt'ich in Herford. Für den Bielefelder F##: Fritz Veikäcker Sbesstehter Der kaufmännische Stellenmarkt im Mai leicht entlastet. Nach den Beobachtungen der kaufmänni(chen Stellenvermittlung im Deutschen Handlungsgehilfenverband B69) zeigte der Stellenmarkt im Mai mehr als in den Vormonaten Spuren einer leichten Besserung. Im allgemeinen fehlte aber noch der richtige Schwung. Noch immer sielen die Entscheidungen der Firmen zögernd. Zudem waren sie verhältnismäßig stark mit Vorbehalten belastet. Solche Vorbehalte kamen vor allen Dingen darin zum Ausdruck, daß man anstelle unbefristeter Arbeitsverträge, weit mehr a's früher üblich, sogenannte Zeitverträge abschloß. Man begründete diese befristeten Anstellungsbedingungen den Bewerbern gegenüber mit dem Hinweis auf den ungewissen Ausgang wichtiger internationaler Konferenzen, die sich irgendwie— positiv oder negativ— auf die Gestaltung des Geschäftes auswirken müßten. Bei alledem kann aber die Lage im ganzen gesehen doch hoffnungsvoller beurteilt werden, als noch vor wenigen Monaten, weil der Zugang neu gekündigter Bewerber im Vergleich zu den Vormonaten in immerhin beachtenswertem Umfange zurückgegangen ist. Besondere Bedeutung kommt dieser Erscheinung eben jetzt im Mai zu, weil zum Quartalkündigungstermin, der in den Mai fällt, der Bewerberandrang im allgemeinen stärker zu sein pflegt als in den übrigen Monaten. — Verhältnismäßig gering war, wie zu erwarten, die Auswirkung des Arbeitsbeschaffungsprogramms auf den kaufmännischen Stellenmarkt. Die aus Anlaß des Arbeitsbeschaffungsprogrammes teilw iesehl weitgehende Mehrbeschäftigung von Arbeitern, z. B. in der Motoren= und FahrzeugIndustrie, auch im Baugewerbe, brachte für die Angestellten keine beachtenswerte Nachfrage. Regional verschieden war die Aufnahmefähigkeit in der Textilindustrie. Lebhaftere Vermittlungstätigkeit gab es hier und da im Einzelhandel. Dabei zeigte es sich schon wieder, daß— obwohl die angebotenen offenen Stellen keineswegs etwa schon eine Konsunktur ankünden— trotz sonst immer noch hoher Bewerberziffern es im Einzelhandel an wirklich tüchtigen Fachkräften fehlt. Die Erscheinung läuft parallel mit der Feststellung, daß Schulentlassene, die sich für die Erlernung des Kaufmannsberufes entschließen, immer weniger Neigung zeigen, sich für eine Lehrstelle im Einzelhandel zu entscheiden. Diese Beobachtung war besonders charakteristisch für das jetzt in der Hauptsache abgeschlossene, die Österentlassungen 1933 erfassende kaufmännische Lehrstellen=Vermittlungsgeschäft. Mayer das Wort, der Jahresrechnung und Bilanz vortrug und anschließend den ausführlichen Geschäftsbericht erstattete. Die Bilanzzahlen entsprechen ihrer Entwicklung gegenüber dem Vorjahre dem allgemeinen Schrumpfungsprozeß der Wirtschaft. Die Bilanzsumme betrug 413000.— RM., der Ssiagmitznsatz 38 Mill. Rmm. Die Zahlder „######er war mit 223 um zwei geringer als Ende 1931. Die im Berichtsjahre stattgefundenen Revisionen gaben zu Beanstandungen niemals Anlaß. Bilanz und Gewinn= und Verlustrechnung wurden einstimmig genehmigt und der Verwaltung Entlastung erteilt. Im Mittelpunkt stand der Vortrag des Herrn Direktor Schoenbeck von der ländlichen Centralkasse Minden über genossenschaftliche Zeitfragen. Der Genannte widmete einen großen Teil seiner Ausführungen Zielen der Reichsregierung und wies auf die große Bedeutung der nationalsozialistischen Revolution für das ländliche Genossenschaftswesen hin. Der ausgezeichnete Vortrag, in dessen Verlauf der Redner die besonders solide und korrekte Geschäftsführung der Kasse hervorhob, fand den ungeteilten Beifall der Versammlung. Anschließend fanden zum Zwecke der Gleichschaltung Neuwahlen zum Vorstand und Aufsichtsrat statt. Die vorgeschlagenen Herren wurden sämtlich einstimmig gewählt. Zum Schluß erfolgte eine Aussprache unter Punkt Verschiedenes. eriegsopfer! Der nationalsozialistische Reichsverband seutscher Kriegsopfer hält seine erste Mitglie derversammlung am Donnerstag, dem 8. Juni 1933 abend 8.15 Uhr im Lokal Pielsticker in Minden, Trockenhof ab. Bezirksleiter Bäsche wird über den Aufhau des A. S. Reichsverbandes sprechen. Erscheinen aller Kriegsopfer Mindens ist Pflicht. Nat.=soz. Reichsverband deutscher Kriegsopfer Ortsgr. Minden. Valdorf= Riesenkundgebung. Am 18. Juni dem 2. Sonntag nach Pfingsten, veranstaltet die Gemeinde Valdorf ein Volksfest. Es handelt sich um eine vaterländische Kundgebung unter freiem Himmel, die mit einer Sportplatzweihe zu Ehren des deutschen Kanzlers verbunden ist. Zu dieser Feier sind sämtliche Einwohner der Gemeinde Valdorf und der Umgegend herzlich willkommen. Die verschiedenen Verbände, Vereine und die Schuljugend nehmen geschlossen an dieser Veranstaltung tell. Das reichhaltige Programm hierfür kostet im Vorverkauf 25 Pfg., dagegen an der Kasse das Doppelte. Nur die Schuljugend hat freien Zutritt. Der Reingewinn aus dieser Kundgebung wird zu gemeinnützigen Zwecken verwandt. Möge dieser„Deutsche Tag“, einzig in seiner Art, allen Teilnehmern ein inneres Erlebnis werden und einen Beitrag liefern zur Vollendung der deutschen Volks= und Schicksalsgemeinschaft. Sas Seynkausen und Amgegene Volmerdingsen. Am Mittwoch, den 31. Mai sand im Gemeindehause zu Volmerdingsen nie diesjährige ordentliche Generalversammlung statt, weiche einen zahlreichen Besuch aufwies. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Herrn P. Dustmann, erteilte dieser dem Rendanten Weidwerk und Fischweid im Juni Das„Waydgeschrey" dieses Monats lautet:„Auf den roten Bock“. Es ist durchaus nicht verwunderlich, daß alle Jäger der Eröffnung der Bockjagd mit Sehnsucht entgegensehen, die ihnen nach langer Pause zum erstenmat wieder Gelegenheit gibt, die Büchse sprechen zu lassen. Der sichere Kugelschuß ist doch erst der richtige Prüfstein für die Weidgerechtigkeit eines Weidmanns. Früher, als man eine runde oder spitze Bleikugel mit Schwarzpulver schoß, galt es als feste Regel, daß der Jäger, wenn der Bock nicht im Feuer zusammenbrach, was bei gutem Blattschuß die Regel sein soll, sich erst eine Pfeise Tabak ansteckte und ausrauchte, ehe er mit der Nachsuche begann. Denn selbst ein schwerkranker Bock, der im Wundbett saß, stand noch auf, wenn die Nachsuche zu früh begonnen wurde, und zog fort, manchmal bis auf fremdes Gebiet, wo er verloren war. wenn man mit dem Jagdnachbat nicht äuf freundschaftlichem Fuße stand und gegenseitige Nachfolge vereinbart hatte. Und in sehr vielen Fällen mußte der Bock noch abgeknickt werden, was durch Einstich des Weidmessers in eine bestimmte Stelle des Kopfes geschah. Das ist jetzt alles unnötig geworden, seitdem der Jäger ein Teilmantelgeschoß mit rauchlosem Pulver schießt. Jetzt kann er durch den Schuß deutlich sehen, wie der Bock„zeichnet“, was jedoch nicht von großer Wichtigkeit ist, denn die Wirkung der modernen Geschosse im Tierkörper ist außerordentlich groß. Es geht auch bei einem Schlumpschuß, der weit hinter dem Blatt sitzt, kaum noch ein Bock verloren, denn rings um den Wundkanal zerspringen alle Blutgesäße, und der starke Bluterguß führt ein schnelles Ende herbei. Der einzige Nachteil der modernen Waffen ist, daß ihre Reichweite den Jäger leicht verführt, auf eine große Entfernung, auf 150, ja 200 Meter zu schießen, was manchen verlockt, mehr abzuschießen, als seiner Wildbahn zuträglich ist. Dem muß durch die Selbstdisziplin des Jagdinhabers ein Riegel vorgeschoben werden. Denn selbst ein gutes Fernrohr auf der Büchse leistet nicht immer die Gewähr für einen richtigen Treffer. Und einen Bock laufkrank zu schießen ist ein schwerwiegender Fehler, dessen sich kein weidgerechter Jäger schuldig machen dark In der Fischweid ist jetzt für jeden, der sich mit Recht einen Sportangler nennen darf, Hochbetrieb eingetreten. Und das kann jeder, der nicht mit fester Angel und grobem Gezeug„stippt“, sondern von der Rolle auswirft und mit der Rolle drillt. Auf ihre Kunst eingeschworene Stipper, die das kleine Gerät für überflüssig erklären, sind mit Recht erstaunt, ja verblüfft, wenn sie die ungeheuren Vorteile kennenlernen, die es ihnen verschafft. Die kleinen Weißfische sind ja nicht sehr scheu. Wenn der Stipper im Kahn sitzt, und laute Geräusche vermeidet, so stellen sie sich bald wieder ein, und stehen in Reichweite seiner festen Angel. Die größeren jedoch halten sich stets in respektvoller Entfernung und in größerer Tiefe auf. An sie kommt der Angler nur durch die Anwendung der Rolle heran, mit deren Hilfe er zehn bis zwölf Meter weit auswerfen kann. Er muß dabei ein Gleitfloß benutzen, das den Wurf erleichtert und sich von selbst auf die vorher ausgemessene Tiefe einstellt, wenn man an der rechten Stelle einen Knoten in der Schnur anbringt, bei dem das aufsteigende Floß haltmachen muß. Besonders wirksam erweist sich das sportmäßige Angeln auf große Barsche, die in der Tiefe unter den Weißfischen stehen, und noch mehr bei völliger Windstille, wo schon die Bewegung der Rute von den Fischen wahrgenommen wird. Auch das„Petriheil“ der Hechtangler erhöht sich bei Anwendung der Rolle, denn der scharfäugige Räuber ergreift ohne Bedenken den Köderfisch, wenn er den Kahn oder den am Ufer stehenden Angler nicht zu Gesicht bekommt. Der Haushaltsplan der Provinz Westfalen. Klare Schilderung der ernsten Lage.— Durch Einnahmerückgang zunächst Fehlbetrag.— Sparsamste Verwaltung wird Ausgleich schaffen.— Der Westfälische Provinzialausschuß beschäftigte sich in seiner Sitzung unter dem Vorsitz von Abg. Stürtz in eingehenden Beratungen mit der Finanzlage und den Haushaltsplänen des Provinzialverbandes für 1933. Der Staatskommissar der Provinzia. verwaltung Kolbow leitete die Haushaltsberatungen mit der grundsätzlichen Erklärung ein, daß an dem von ihm vorgerggten Ft; nanzbericht und schönigt, sondern daß ein ungeschminktes Bild von der finanziellen Lage des zialverbandes gegeben worden sei. Bis 1930 habe die Provinz Westfalen stets einen ausgeglichenen Haushalt ohne Fehlbeträge gehabt. 1931 sei zum ersten Male ein Fehlbetrag von einer halben Million aufgetreten, der in dem Fehlbedarf des Haushaltsplans 1933 mit enthalten sei. Bei der Vorlage des Haushaltsplanes eröffne sich alsbesonderes Problem die zukünftige lung zur Wohlfahrtspflege. Es sei eine ernste Frage, wie weit die Betreuung der bedauernswerten Opfer körperlicher und geistiger Gebrechen auf Kosten des gesunden Teiles der Provinzbevölkerung in der bisherigen Form in der Zukunft noch möglich sei. Besonders das Problem der Landesbank liege ihm am Herzen. Die Frage der Regelung der Kommunalfinanzen wird von der Regierung tatkräftig in Angriff genommen. werden. Man wertet in Berlin die Preußischen Provinzen a's lebenswichtige Preußischen Staates, denen mit allen Kräften geholfen werden müsse. Mit dem Siege der deutschen Revolution wollen wir unter die Vergangenheit in wirtschaftlicher und steuerlicher Beziehung einen dicken Strich machen und im Dritten Reich in der öffentlichen Verwaltung ganz von vorne wieder anfangen Er gehe mit der Ueberzeugung an die schwere Arbeit der Zukunft, daß die dicken, harten Westfalenschädel allen Nöten und Schwierigkeiten mit echtem Westfasentrotz widerstehen und sie zum Wohle unserer Heimatprovinz glücklich meistern würden. Anschließend legte der Finanzdezernent Landesrat Dr. Westermann in einem eingehenden, fast zweistündigen Vortrag die gesamte Finanz= und Kassenlage sowie die grundsätzlichen Fragen des Finagzausgleichs dar, soweit sie die zukünftige Finanzpolitik des Provinzialverbandes berühren. Die Zahlen des Haushaltsplanes des Provinzialverbandes von Westfalen stehen auch im Jahre 1933 im Zeichen einer weiteren starken Schrumpfung. Die Gesamtausgaben und=einnahmen, die 1930 noch mit 74,7 Mill. Mark angesetzt waren und die auch 1931 noch auf 72,62 Mill.(gleich 2.78 Proz.), 1932 auf 56,55 Mill. RM.)gleich 22,13 Proz.) herabgedrosselt wurden, vermindern sich nach dem vorliegenden Haushaltsplanentwurf für 1933 gegenüber 1932 weiter um 5,99 Mill. RM.(gleich 10,59 Proz.) auf 50,56 Mill. RM. Maßgebend für diese weiteren starken Streichungen, die sich an die bereits im Vorjahre vorgenommenen scharfen Drosselungen anschließen, war der überaus heftige Rückgang der Einnahmen. Die Rückstände an Pflegege'dern und Provinzialumlage seitens der Stadt= und Landkreise erreichten im vergangenen Jahre die beangstigende Höhe von 9,7 Mill. Mk. Nach den vorliegenden ministeriellen Schätzungen ist bei den diesjährigen Ueberweisungen von Reich und Staat mit einem Gesamtbeitrage von 5,68 Mill. RM. zu rechnen(dies sind 1,295 Mill. Mark weniger als der Ansatz 1932). Die zweckbestimmten Einnahmen der Provinz aus den Ueberweisungen aus der Kraftfahrzeugsteuer, die ganz an die Straßenverwaltung abgeführt wurden, gingen zurück wie folgt: 1928:: 7,60; 1931: 6,75; 1932 6.12 Mill. RM. Da über die Neuerungen in der Besteuerung der Kraftfahrzeugsteuer noch Ungewißheit besteht, können für 1933 an Kraftfahrzeugsteuer nur 4,8 Mill. RM. angesetzt werden. Das hier gekennzeichnete sprunghafte Sinken der Einnahmen in den letzten Jahren hat zur Folge, daß es dem Provinzialverband, der bis jetzt immer ausgeglichene Haushaltspläne hat vorweisen können, 1933 zum ersten Male nicht möglich ist, einen ausgeglichenen Haushaltsplan vorzulegen. Ferner hat sich aus dem endgültigen Rechnungsabschluß 1931 zum ersten Male ein rechnungsmäßiger Fehlbetrag von 529000 RM. ergeben, der in den Haushalt 1933 als ordentliche Ausgabe übemommen ist. Für die Deckung der ordentlichen Ausgaben der Provinz in Höhe von 50,56 Mill. RA. stehen nach den Ansätzen dem Provinzialverbande 1933 an besonderen und eigenen Einnahmen 30,185 Mill. RM., ferner die oben erwähnten stark gesunkenen Einnahmen aus den Kraftfahrzeugsteuern mit 4,8 Mill. RM. zur Verfügung. Das ergibt einen Zuschußbedarf von 9.89 Mill. RM. Unter Heranziehung einer Finanzre= serve in Höhe von 1.2 Mill. RM. aus den letzten Jahren ermäßigt sich der Zuschußbedarf auf rund 8,69 Mill. RM., der durch die Provinzialumlage zu decken ist. das Sollaufkommen aus der Provinzialumlage, das bei einem Prozentsatz von 11,46 Proz. im Vorjahre 7,85 Mill. RM. betrug, für 1933 bei dem gleichen Prozentsatz nur auf 6.6 Mill. RM. angesetzt werden kann, bleibt ein ungedeckter Fehlbedarf von 2,09 Mill. RA., in dem der oben erwähnte rechnungsmäßige Fehlbetrag aus 1931(529000 gon.) mit enthalten ist. Unverändere Provinzialumlage. Die Verwaltung sieht sich z. Zt. nicht in der Lage, einen Vorschlag zur Deckung der fehlenden 2,09 RM. zu machen. Eine Erhöhung der Provinzialumlage um etwa drei einhalb Prozent, an die zu denken naheliegt, erscheint zwecklos. Es bleibt daher nur übrig, diesen Fehlbetrag offen zu lassen und im Lasetes Rechnungsjahres eine Verringerung durch sparsamste Ausgabenwirtschaft zu erreichen. Zum außerordentlichen Haushalt der Provinz ist zu sagen, daß 1933 ebenso wenig wie 1932 die Anforderung außerordentlicher Mittel für die Straßenverwaltung, den Hochbau und die Landeskultur in Frage kommt. Als Ersatz für die fehlenden außerordentlichen Mittel für das Straßenwesen und die Landeskultur sind die Betrage anzusprechen, die dem Provinzialverband aus den Mitteln der Arbeitsbeschaffungsprogramme 1932 und 1933 bewilligt worden sind. Bei der Landeskultur sollen 255000 für den Ausbau der Ems, für verschiedene Kleinbahn=Verkehrsunternehmen 505000 RA. ausgenommen werden. Der Schuldendienst für diese Darlehnsbeträge tritt zwar zur Zeit im Haushalt der Provinz nicht in die Erscheinung; er wird aber ab 1935 bezw. 1939 die einzelnen Verwaltungszweige erheblich belasten. Nach dem Vortrage des Finanzberichts nahm Oberpräsident Frhr. von Lüninck das Wort zu einigen grundlegenden Ausführungen über die zukünftige Provinzialpolitik: Die Finanzkrise, in der wir stehen, sei so umwälzend, daß wir ihr auch nur durch umwälzende, dur:greifende Mittel beikommen könnten. Es würde kaum möglich sein, die Millionen an Rückständen so ohne weiteres eines Tages wieder herein zu bekommen; hier müsse ebenso. wie auf dem ganzen Gebiete der öffentlichen Schulden eine gesetzliche Bereinigung erfolgen.— Nach eingehender Durchberatung der vorgelegten Haushaltsplän stellte der Provinzialausschuß au fGrund des kürzsich vom Preußischen Staatsministerium erlassenen Gesetzes, das die Uebertragung von Zuständigkeiten der Provinziallandtage auf die Provinzialausschüsse zum Gesenstand hat,den Haushaltsplan des Provinzialverbandes für 1933 mit unveränderter Provinzialumlage fest. Der Vorsitzende des Provinzialausschusses Abg. Stürtz drückte seine Befriedigung über die flotte und gründliche Erledigung der Haushaltsberatungen aus, die dem Geiste der neuen Zeit entspreche, und wies auf die Aufgaben hin, die wir zu lösen haben, um unser Volk zu neuer Kraft und Stärke zu führen. Mit einem Heil auf den Reichspräsidenten und den Reichskanzler die Sitzung.— Mittwoch Fußball. Generalprobe der Kna####n Schalke 04— 1. FC. Nürnberg 4:1(3:0). Das mußten die Schalker natürlich selbst am besten wissen, wie ihnen nach den Anstrengungen der letzten Zeit, eine Woche vor dem Endspiel, eine letzte Generalprobe gegen den 1. FC. Nürnberg bekommen würde. Nun, der Probegalopp am Pfingstsonntag vor 8000 Zuschauern auf der Kampfbahn Glückauf brachte den Schalkern endlich einen Sieg über den Altmeister von der Noris. Er fiel glatt aus und war schon in der Halbzeit gesichert. Die Nürnberger stellen immer noch eine technisch erstklassige Mannschaft. Doch der Sturm besitzt keine Wucht mehr. Die Knappen haben zurzeit jenen Grad der reibungslosen Zusammenarbeit erreicht, der in Deutschland schlechtwea unerreicht st. * Alemannia Aachen— 1. FC. Nürnberg 4:5(0:1). Der Kampf, der alles andere war als Sommerfußball, nahm einen dramatischen Verlauf. Die Nürnberger spielten bis zur Pause deutlich überlegen, holten aber nur ein Tor heraus. Nach dem Wechsel kam die verstärkte Alemannia in höchste Fahrt. Seppl Schmitt rettete aber noch den knappen Nürnberger Sieg. Kölner SC. 99— Herkules Utrecht 6:1(1:1). Nette Leute waren diese Holländer, die aber spielerisch eine riesige Enttäuschung bereiteten. Das Treffen ließ an Einseitigkeit nichts zu wünschen übrig. Hertha=BSC.— München 1860 3:3(2:2). Am Pfingstsamstag rettete vor 6000 am Gesundbrunnen Torwart Ertl München 1860 wieder mal ein Unentschieden gegen Hertha=BSC. Die Berliner hatten den üblichen schlechten Start, nach 4 Minuten schon 0:2, darunter ein Selbsttor. Sobek und Schulz zogen gleich. Zwei gegenseitige Elfmeter stellten das 3:3 her, da ein weiterer Berliner Treffer nicht anerkannt wurde. Arminia Hannover— München 1860 5•4(3:3). Auch in Hannover wurden die Münchner Löwen von 6000 begrüßt. Nach diesem wie nach dem Berliner Auftreten der Münchner— man sah in beiden Spielen also drei der ausgeschiedenen DFB.= Rundenteilnehmer— erhielt man die Bestätigung, daß die beiden westdeutschen „Asse“ zurzeit in der deutschen Spitzenflasse eine führende Stellung einnehmen. Rapid schlägt Rangers 4:3 Wiener Sieg über die Schotten. Das vom österreichischen Altmeister Kapid Wien auf seiner Gastspielreise nach der Insel in sensationeller Weise erzielte 3:3 in Glasgow gegen den Schottenmeister Rangers war also kein Zufall. Die in ihren deutschen„Lehrspielen" viermal siegreichen und nur zuletzt mit 1:2 geschlagenen Schotten traten in Wien zum Rückspiel an. Sie waren also wohl genügend akklimatisiert“ und kaum überspielt. Das Spiel wurde außern schnell durchgefuyrt. Der knappe 4:3=Sieg der Wiener ist verdient. Länderspiel Polen— Belgien 0:1. In Warschau verlor Polen am Pfingstsonntag den Fußball=Länderkampf gegen Belgien mit 0:1, obwohl es in der er##en Halbzeit Vorteile hatte. Leichtathletik Wesideutschlands Turner beim T..u.. bergfest ATV. Düsseldorf holt die Arndtplakette. Das althergebrachte Venusbergfest in der Nähe von Bonn, das auch in diesem Jahre wieder die besten Kräfte der westdeutschen Turner zum sportlichen Wettkampf am ersten Pfingstfeiertag vereinigte, war durch das herrliche Sommerwetter außerordentlich begünstigt. Nicht nur die Teilnehmerzahl war sehr stark, auch das Interesse des zahlreichen Publikums, das zum Teil seinen Besuch mit dem obligatorischen Pfingstausflug verknüpfte, ließ nichts zu wünschen übrig. Zu Beginn der Spiele hieß Gauführer Schreiber die Turner und Turnerinnen herzlich willkommen und wies dann in einer kurzen Ansprache auf die Ziele der Deutschen Turnerschaft hin. Mustergültig organisiert, wickelte sich der Wettkampfbetrieb, der in seiner Gliederung den Besuchern manchen interessanten Kampf bot, schnell und ohne Störungen ab. Die Leistungen an sich waren durchschnittlich recht ansprechend. Der Mannschaftskampf um die ArndtPlakette, um die sich einige gleichwertige Mannschaften bewarben, wurde von dem Düsseldorfer ATV. mit knappem Punktevorsprung vor Essen=Borbeck gewonnen. Neben den Mehrkämpfen der Turner in den einzelnen Klassen interessiert auch der heftig umstrittene Dreikampf der Jugendklasse, der von dem Siegburger Petzer in vorzüglichem Stil gewonnen wurde. Die wichtigsten Ergebnisse: Fünfkampf Turner Leistungsklasse 1: 1. Melles(Essen=Borbeck) und SeyboldKönigswinter, je 94 Punkte. 2. GennyDüsseldorf 88 P. Vierkampf Turner Leistungsklasse II: 1. Fröhmer=Godesberg und Neuhaus=Godesberg je 65 Punkte. Dreikampf Turner Jugendklasse: 1. PetzerSiegburg 62 Punkte; 2. Wieken=Essen 59 Punkte. Vierkampf Turnerinnen: 1. Nelles Bonn 74 Punkte; 2. Albig=Bonn 71 Punkte. Dreikampf Turner Leistungsklasse 3: Sieger Dott=TV. Mülheim=Rhein. Die Einzelkämpfe: Stabhochsprung: 1. Obladen=Aseinbach 2,80 Merer; Kugelstoßen: I. Berndt=Dellbrück 11,99 Meter; Speerwurf: 1. SeyboldKönigswinter 50,50 Meter; Diskus: 1. Goike=Essen=Borbeck 35,62; 800 Meter=Lauf: 1. Orkle=Barmen 2:03,8 Min. 1500 MeterLauf: 1. Schüller=TV. Ehrenfeld 4:16:3; 2. Sturm=VfL. Siegburg; Hochsprung: 1. Deum=Kessenich und Groß=Düsseldorf je 1,75 Meter; 100 Meter Lauf: 1. MellesEssen=Borbeck 10,9. Turnerinnen: Weitsprung: 1. Nelles B. T. Bonn 4,51 Meter; Kugelstoßen und 100 Meter=Lauf 1. Frl. Nelles=Bonn. Mannschaftskampf um die Arndtplakette: Sieger ATV. Düsseldorf mit vier i Vorsprung vor Essen=Bor Radsport. Ehrung für Verelaer Cozmella=Schorn in Verviers erfolgreich. Auf der gleichen Bahn, wo Th. Perelaer tödlich verunglückte, beteiligten sich seine Kölner Landsleute P. Oszmella, J. Schorn und Dumm=Ippen an einer umfangreichen Kampffolge. Oszmella gewann das Rekordfahren über eine Bahnrunde(200 Meter) in 12,1 Sekunden vor Vluggen 12,4 Das Paar Dumm=Ippen holte sich das Ausscheidungsfahren(mußte aber wegen Verlassens der Fahrlinie distanziert werden) und schließlich Oszmella=Schorn das 100=Kilometer=Mannschaftsrennen. Die Sieger wurden auf den Ehrenrunden stürmisch bejubelt. Sie haben die erhaltenen Siegeskränze auf dem Grab ihres toten Kollegen Perelaer niedergelegt. Rausch nach Sawall der Beste. Bei den Pfingstradrennen in Forst wurde Sawall Gewinner des„Goldenes Rad von Forst". Im ersten Lauf mußte er zwar dem Kölner Rausch(der von der Spitze gewann) den ersten Platz überlassen, drehte aber im zweiten Rennen derart auf, daß er wohl hinter Pawlack einkam, aber Rausch um 350 Meter hinter sich ließ. Gesamtergebnis: 1. Sawall 64,870 Kilometer, 2. Rausch 64,650 Kilometer, 3. Pawlack 64.570 Kilometer, 4. Wießbr 920 Kilometer. Rudern Trierer Regatta Mainz siegt im Rheinachter. Bei herrlichem Wetter wurde das Programm des ersten Tages der 24. Internationalen Ruderregatta auf der Mosel bei Trier am Pfingstsonntag abgewickelt. Das Hauptereignis bildete der Rheinachter, der von der Mainz=Kasteler RG 1880 in glänzendem Endspurt vor dem Kölner Klub für Wassersport gewonnen wurde. Da die Mainzer auch im ersten Vierer vor dem Wassersportverein Godesberg erfolgreich sein konnten, sicherke sich Kasteler RG 1880 die Hauptrennen ersten Tages. Der Kölner RV 1877 wa im 2. Acher vor RC Saarbrücken erfolg reich, während der 2. Vierer von der Ru derriege des Essener Etuf gewonnen wurde Der Zweier o. St. wurde eine Beute de RV Leverkusen. Rolf Schneider vom Köl ner CfW beendete das Rennen im 2. Einer vor dem Düsseldorfer RV(Fritz Hahn) siegreich. Heidelberger Ruder=Regatta. Am Pfingst=Sonntag wurde die 11. Heidelberger Ruder=Regatta auf dem gestauten Neckar auf einer Strecke von 2000 Meter ausgetragen. Es gab spannende Rennen, aus denen als Erfolgreichste mit je drei Siegen der Mannheimer RV Amicitia und die 0 Worms hervorgingen. Tennis. Ueberraschungen in Berl... Am Pfingstsonntag waren 2000 Besucher zu den Berliner Rot=Weiß=Anlagen gekommen, um die ersten Entscheidungen des Pfingstturniers mitzuerleben. Die erste Ueberraschung war der Sieg Nourney=Kuhlmanns 3:6, 6:2, 6:1, 8:10, 6:2 über von Cramm=Lund. Für die zweite Ueberraschung sorgte Fräulein Horn, indem sie Cilly Außem schlug(6:2, 6:3). Sieger im Damendoppel blieben Peitz=Krahwinkel 6:4, 6:3 über Außem=Horn. Im Herreneinzel schtug von Cramm Menzel nach schwerem Kampf 226, 6:1, 15:13. Otto von Porath schneller Sieger. Zu einem schnellen Sieg kam der norwegische Schwergewichtsboxer Otto von Porath in Minneapolis, wo er auf den Amerikaner Dick Daniels traf. von Porath landete in der 2. Runde einen genauen Kinntreffer, auf den hin Daniels ausgezählt wurde. Grauenvolle Tat einer 19jährigen Krankenwärterin. Brüssel, 6. Juni. In einer Klinik in der Nähe von Namur waren mehrere Kranke unter verdächtigen Umständen gestorben. Eine junge Krankenwärterin im Alter von 19 Jahren wurde in Haft genommen. Sie hat eingestanden, den Kranken eine zu starke Morphiumdosis in schwarzen Kaffee geschüttet zu haben, weil die Rufe der Kranken während der Nacht sie am Schlaf gehindert hätten. Schweres Grubenunglück in Japan. London, 6. Juni. Bei einer Explosion in einem Kohlenbergwerk bei Sasebo in Japan wurden 46 Bergleute getötet und 30 verletzt. Man Rauf ger!. der EEEED Obernsiraße Straße der guten Spezialgeschäfte Bielefeld Ptaiggen Rattk e 9g und Aotationss Der Rul Der Text Berlin. Die französisch kanntlich ihren Botschaft dem Text des Viermächt vorliegt, zuzustimmen. das Gerücht verbreitet, Regierung angeblich hungen aufgeben würd diesen Text, wie er jetzt men würde. Das heißt zuständiger Berliner St die Dinge vollständig a Die Lage ist vielmehr vergangenen Woche all einen Text geeinigt ha am Freitag die französi lich erklärte, daß sie d nehme. Die französische raufhin einen neuen Te jetzt in Berlin vorliegt. deutsche Gleichberechtigt zum Ausdruck. Infolged für die deutsche Regiern der Unterzeichnung dies Textes ein genügendes oder nicht. Diese Frage Behauptungen, daß die Italiener dem von Fr neuen Textentwurf zug unrichtig. Beide Länder erklärt, sie würden zusti land zustimmen würde. 1 Wtsingt Tür stand der Kassaschrank, dem sein Interesse galt. Im Nu hatte der Staatsanwalt die Situation festgestellt. Wenn sich Einbrecher an den Kassaschrank gemacht hatten, so gab es drei Möglichkeiten. Die Einbrecher „Es geht mir heute so, wie es seinerzeit dem Konrad Thorsten ging: ich weiß nicht, ob ich plastisch geuug geschildert habe. In meinen Akten befindet sich aber eine Zeichnung, die wird Ihnen klarmachen, wie die Räume gelagert waren“, unterbrach Wangenheim seinen Bericht. Er händigte mir die Zeichnung aus, und weil ich gkaube, daß sie zum Verständnis beiträgt, gebe ich sie hier wieder.(Siehe Tafel 1.) „Der Raum, dem naturgemäß in erster Linie mein Interesse gatt", erklärte Wangenheim,„war dieses in der Zeichnung dick umrandete Büro. Sie sehen an der Nordsette die Tür in den Korridor zur Privatwohnung und, rückwärts gegenüber gelegen, die Tür zum hinteren Treppenhaus, durch das man sowohl in die unten gelegenen Bankräume, als auch in die im ersten Stock des Hinterhauses gelegene Hausmeisterwohnung gelangen kann. Dieses Zimmer“, erklärte Wangenheim weiter,„ich sehe es noch heute deutlich vor mir, blendete durch seine Helle. Zwei Seiten bestanden sozusagen nur aus Fenstern. Auf der einen Seite Fenster nach der Seitenstraße, auf der anderen Fenster zum Hofe.“ Wangenheim händigte mir zu allem Ueberfluß auch noch eine Skizze des fraglichen Zimmers aus.(Siehe Tafel 2.) Sie verdeutlicht, was Wangenheim mir unter Rückkehr zur unpersönlichen Erzählerform auseinandersetzte. Zweites Kapitel. Wangenheim betrat also mit Konrad Thorsten das Privathüre vom Wohnunaskarrider ans Links neban der konnten erstens entweder durch das hintere Treppenhaus, oder zweitens von der Privatwohnung her in das Zimmer eingedrungen sein. Sie konnten aber auch drittens durch eines der vielen Fenster eingestiegen sein. Kurz nach Wangenheims Ankunft traf auch der Kriminalkommissar Arndi mit einigen Unterbeamten ein. Der Staatsanwalt hatte ihn verständigt. Klar, daß das erste Interesse dem Kassaschrank galt, der erbrochen war. Die Tür stand offen. Rein äußerlich war von einem Einbruch wenig festzustellen. Ein paar Scharten und Schrammen hatte er abbekommen. Das war alles. Daß er erbrochen worden war, bewies eigentlich nur die offene Tür. Ja, doch, eine Spur wies immerhin auf einen ano malen Tatbefund hin. Das Schloß klappte nicht mehr, und deutlich ließen sich am Schlüsselloch Spuren eines ausgerutschten Meisels erkennen. Im Innenteil des Schlosses schien etwas nicht zu stimmen. Arndt erbat sich von Thorsten den Kassenschrankschlüssel; aber der ging nicht mehr ins Schlüsselloch hinein. Der Kriminalinspektor Arndt schüttelte den Kopf und Wangenheim mit ihm. Sie hatten Sauerstoffgebläse und Sprengspuren erwartet; statt dessen fanden sie bagatellhafte Einbruchsspuren am Schloß. Der unbekannte Täter schien also einfach mit einem Nachschlüssel geöffnet und dabei das Schloß demoliert haben, daß es nicht mehr sperrte. Arndt suchte nach Fingerspuren; aber er fand keine. „Handschuhe!" erklärte er dem Staatsanwalt. Der war mittlerweile an ein Fenster, das zur Nebenstraße führte, getreten und prüfte die Höhe der Fenster über der Straße. Er schätzte auf etwa sechs bis sieben Meter. Die Fenster zur Straßenseite waren allerdings vergittert. Die Gitterstäbe waren noch sämtlich unversehrt. Somit schied die Möglichkeit, daß die Verbrecher von der Straßenseite aus durch die Fenster eingestiegen sein konnten, von vornberein aus. (Fortsetzung folgt.) Frankreich gegen Gle Paris. Hier ist man aus den Verhandlungen Pakt das größtmögliche und nachdem man de Mussolinis enthaltene entkernt und den frar komplex mit Artikel 1 als drittes nun auch Gleichberechtigun im französischen Judenhetze Der en Gens. Der Fall 2 tag im Völkerbunds lung. Dem Rat lag d Bourquin(Belgien), Huber(Schweiz) vor, in dem die von eingebrachten Rech die Berechtigu rers Bernheim bei für die jüdische Mit schlesien zu führen, den seit den letzten führten vertrauliche eine Aenderung der mehr die Reichsre in dem ursprünglich richt vorgenommene reit erklärt hat, b Berichts sich der S diese Weise ist nunm Regelung dieses worden. Jedoch wi