der wer. 10/14, Einin können enteignete 1919 zu den in den vertraglich an die e Mengen zur AbDemobilmachungs. Kriegszwecke zugecken“ vom 18. Nofür die in Frage gen sich ergebende und dem Grundift in Berlin W. 9, Reichsfiskus abzu1912 f=Abteilung. ügel. Paderborn. ind Hans Waldow. gervereine?. 5 er, abends 7 Uhr Tanzkünstlerin tergarten arden. —. Proktag, den 30. Bezember 1918 32 Zahrgang. „. O 5 Amdriches Kreisbiurt Paderborner Anzeiger erschebnt an alld Werte: — Bgrugepute monarlich dei i## S#us 65 B#n, bei der Post algehon####.: #ger 60 Ph.— An Nadeshst westen alle amtlichen Bekonnsgochaue Lanp#otgnmtes lamse des Poderdornck; Magistrate okrssenicht.——— 90. Redaktion Bahnho —. Fernruf 313 Ougandes Landwirt. Aaesce. Aeieseie ###tiatians=Tngen Bigumen“ : Anzeigenpreise: Aus dem Kreise Paderborn für den : Sistratigen 34 mm hohen Raum 15 Pfg, aus: wartige 20 Pfg. Im Reklamenteil 75 Pfg. B## : Wiederholungen Rabattgewährung nach besondere : Pausf, die bei Zwangsbeitreibung indes erlische. : Beitägengebühr 6 Mark das Tausend aussch. :————— Postgebühren.—-.—— Postschechkonto 14342 Amt Die Londoner Trinksprüche.— Hoffmann auf dem Rückzuge. r. abends 7 Uhr Kammersängers hhoff Hofoper. 5.—, II. Parkett Mk. 3.— Havannahaus, isschlag. Wosternasse. u. Montag. tiv-Schlager! Lustspiel! Serie. Ment. is andere. Trick Vertrauen, das en Detektiv loe auch in diesem elohnt, denn der erlegung des Debrechers habhaft Abteilungen, upant. isa Weise. beliebten Schaugen, daß es sich en Film handelt. ternehmen Beschäft oder Fabrik) u übernehmen gesucht. an die Geschäftsstelle für Padervorn. Evangelium: Jesut Dar—.40) Messen, 7½ Uhr Pfarrsoramt, 9 Uhr Hochamt = und Predigt. Nachm. nd sakr. Segen, en, 8 Uhr hI. Messe mit Hochamt mit Predigt. segen, 4 Uhr Versamm. Segen für den MütterAustritt der Unabhängigen aus der Regierung. * vid. Berlin, 29. Dez.(Amtlich.) Die Krisis in der Regierung hat sich in der Weise gelöst, welche die Allgemeinkeit des deutschen Volkes erwartete. Die„Unabhängigen“ sind aus der Regierung ausgeschieden. Der Zentralrat hat aus eine Anfrage der Unabhängigen erklärt, daß Ebert, Landsberg und Scheidemann den Kriegsminister lediglich beauftragten, das Nötige zur Befreiung des Stadtkommandanten Wels zu veranlassen. Auch dieses sei erst geschehen, nachdem den drei Regierungsmitgliedern von dem Führer der Volksmarinedivision telephonisch mitgeteilt worden sei, daß er für das Leben von Wels nicht mehr garantieren könne. Der Hentralrat erklärte ansdrücklich, daß er dieses Vorgehen billige. Trotz dieser Entlastung durch die höchste Instanz haben die Unabhängigen eine Verschuldung der Regierungsmitglieder Ebert, Landsberg und Scheidemann konstruiert und damit ihren Austritt begründet. Unter dem nichtigen Vorwande, einer Beantwortung überhoben zu sein, haben die Unabhängigen auf folgende Fragen des Zentralrates die Antwort verweigert: Sind die Volksbeauftragten bereit, die öffentliche Ruhe und Sicherheit, insbesondere auch das private und öffentliche Eigentum gegen gewaltsame Eingriff zu schützen? Sind sie mit den ihnen zu Gebote stehenden Mitteln auch bereit, ihre eigene Arbeitsmöglichkeit und die ihrer Organe gegen Gewalttätigkeiten, ganz gleich von welcher Seite sie erbigen sollten, zu gewährleisten? Die Regierung liegt nun allein in den Händen der sozialdemokratischen Mehrheitspartei. Sie wird zu den drei bisherigen Mitgliedern noch weitere delegieren, wobei auch den Süden Deutschlands, eine Vertretugg.„gesichert„werden 1. Verlin ist ruhig. Von dem festen Willen der Arbeiter, burger und Soldaten der deutschen Volksrepublik wird erwartet, daß sie sich mit ganzer Entschlossenheit hinter die neue Regierung stellen. wth. Berlin, 29. Dez. Der Zeutralrat hat in eimeinsamer Sitzung die Herren Noske, Löbe=Breslau isselanstelle der ausgeschiedenen Unabbestimmt.„Noske war sein Ausbruch der RevoGoxvernegr in Kiel, Löbe ist Redakteur der Besslauer shenen J#ine genießt in Schlesien allgemeinstes Vertrauen, Wissel ist ein hervorragender Sozialpolitiker, der zuletzt den Wahlfreis Niederbarnim den Unabhängigen in über#r wältigender Mehrheit entriß. Der Austritt der UnabI Lüngigen vollzog sich am S. Verlesun griss H ängigen vollzog sich am Sonntag morgen 1 Uhr mit der Verlesung ihrer Erklärung durch Dittmann. Nach ihm ergriff Haase nochmals das Wort und führte aus, er möchte dem aufrichtigen Wunsche Ausdruck geben, daß nach dem Ausder Unabhängigen die Regierung in der Lage sein perde, die Regierungsgeschäfte wirksam weiterzuführen und eine kraftvolle, nach außen und innen geachtete und gelicherte Regierung herzustellen. Daraufhin verließen die drei Unabhängigen die Sitzung. * Zum Ausscheiden der„Unabhängigen“ aus der Regierung. otd. Berlin, 29. Dez. Die dem Zentralrat von den Die„Freiheit“ meldet: 1. Billigt der gestern vorgelegten Fragen die„Freiheit“ meldet: 1. Billigt, der Zentralrat, von lauten, wie 6½, 7 und 7½ Uhr heil. aus, 9½ Uhr Hochaptt e, mit Predigt. 154 Uhr Versiamm.! 6 Uhr Andacht zur cht zur en J Uhr Si### 9 r heil. Messen Predigt, ½1 Uhr StuUhr Andacht mit Segen. #l. Messe, 7 Uhr zweite r Hochamt mit Predigt. ille vl. Messen 7 Uhr ingmessen mit Predigt. dacht. die Kaßigettsmitgzlieder Ebert, Scheidemann und Landsni der Nacht, von,„R. zum 24. Dezember dem Kriegsmini#n den in keiner ayerse begründeten Auftrag erteilten, soGewalt gegen die Volksmarinedivision im Schloß und Marstall vorzurücken? 2. Billigt der Zentralrat, daß 24. Dezember von den Truppen des Generalensebtes. tige Durchführung Räte gefaßten Beschlüsse über die Abschaffung der RangabHienstae für die Inte(aren des, iassentragens außerhalb des Denstes für die Offiziere im Heimatheer? 4. Billigt der Bentratrst, dot die Oberse Heresketung in einent vertraulichen Telegramm an die Heeresgruppe Ober=Ost erklärt, sie erkenne die Beschlüsse der A.= und S=Räte nicht an? 5. Billigt der Zentralrat die der. Kariusttsgitgliedern Ebert, Scheibemann und Landsberg Bersin. 5 Kein u nder Reichsregierung von nach Wezmar oder einem anderen Orte MitteldeutschE. Bi##ligt der Zentralrat, daß statt der folee Frs de tebenden Heeres nur eine Redudnc Kucs##edensstärke unter Zurückhaltung S Te# stugg der beigen,„Jahresklassen 97 und 98 stattfindet! 7. Steht der Zentralrat mit uns auf dem Standpunkt, daß die E( Pr den Tcchistischen Republik sich milttärisch Feste des gut. und darf anf die Generalität und boden Heereauf dem Kadavergehorsam aufgebauten alten Freiszern auf eine nach demokratischen Grund. entratrat darts Pakt bildende Volkswehrs 8. Ist Kiten Industrien. 1 die Sozialisierung der daFFHommen mied, esesgeberische Akte sofort in Anberiet der Zentralrat mit den drei nächsten Schritte, vor allem en aleersge emesteh Veranzuziehen sei. Nach 1 Uhr geberzeug f gaß die sg aueinander in der gemeinsamen Frifeechich H####eendigung der Regierungs. zige Mögbglent gebracht hat ett und damit die einrung vor An destschen Past un die Ungeheure Verantworn deutschen Volke und der Partei zu tragen. 25 Die Londoner Trinksprüche. Wilson für Recht und Gerechtigkeit. Ba dem.. London, 28. Dezember. England hielst Prädent d Könie von den Hagt Wilon in Erwiderung der Bewerke 3. p.Putezienig eine Rede, die einige Punkte aufweist. So sagte er u. a.: „Wir haben alle große Worte ausgesprochen. Wir haben bies eraßen Porte„Recht- und„Gerechtigkeit“ ausgesprochen, Ier#rt, müssen wir, zeigen, ob wir diese Worte verstehen oder nicht, und wie sie im Einzelnen auf die Abmachungen Wissen Renzn, die diesen Frieg abschließen müssen. Wi Mut haben, nachu e Pus=shgrden vi müssen auch den das Raof aate uueer Ansicht zu handeln. Nachdem ich „Mut; ausgesprochen habe, drängt sich mir die Überzeugung auf. daß es mehr Mut erfordern würde, der sroßen morgtischen Strämung Widerstand zu leisten, die jetzt Durch die Herzen der Menih nachzugeben und zu geborchen. Die Menschen sind seh zen ing sich nie zuvor dessen bewußt gewesen, wie wenig Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit in den Staats gewalten bestand.“ n seiner Begrüßung wies der König von England darauf hin, daß ein Plan entworfen werden müsse, durch den die Gefahr künftiger Kriege wenn möglich abgewendet werden könne und der die Nationen von der unerträglichen Last befreie, die die Furcht vor dem Kriege ihnen aufgebürdet habe. Der Religionsunterricht in den Schulen. Aufhebung des Hoffmannschen Erlasses. Berlin, 28. Dezember.(Amtlich.) Mit Rücksicht auf die lebhaften Bedenken, die vielfach gegen den Erlaß über den Religionsunterricht vom 29. Nobember geltend gemacht worden sind, ordne ich hiermit an daß seine Durchführung überall dort, wo sie auf ernste Schwierigkeiten stößt, bis zur Entscheidung durch die preußische Nationalversammlung zu unterbleiben hat. gez. Haenisch. „Ferner begbsichtigt, das preußische Kultusministerium vorbehaltlich der Bestimmung der Reichsregierung den lungen Leuten, die 1914, 1315 und bis Ostern 1916 die regelrechte Versetzung nach Unterprinn erlangt und bis zum Schluß des Krieges im Heeresdienst gestenden haben oder als Kriegsbeschädigte entlassen worden sind, des Reifezeugnis ohne Ablegung einer weiteren Prüfung aus. zuhändigen. Lebensmittelverforgut Amerikanische Untersuchungskommissionen. „: Bern, 27. Dezember. Der amerikanische Lebensmittelkontrolleur Hoover hat Wilson einen Bericht über die Lebensmittellage in Deutschland unterbreitet, in dem gesagt wird, die Lage ist schlecht, aber keineswegs so, wie die Deutschen sie darstellen. Er befürwortete die Aufrechterhaltung des bereits angekündigten Programms der Vereinigten Staaten, nach dem zunächst die Alliierten, dann die Neutralen und erst in letzter Linie die feindlichen Staaten mit Lebensmitteln versorgt werden sollen. Was die feindlichen Staaten betrifft, so werde Deutsch=Österreich von Deutschland versorgt werden müssen. Von hier aus kommend, trifft demnächst in München eine amerikanische Kommission aus dem Gefolge Wilsons ein, die zunächst in Bayern und dann im übrigen Deutschen Reiche die politische Lage und die Verhältnisse der Lebensmittelversorgung studieren soll. Liebknechts russische Rezepie! Terror gegen Bürger und Offisiere. Berlin, 27. Dezember. eine Res= Bische, Zeitung„Ssowernaja Kommuna“ bringt ede Bucharins auf dem Kongreß der Arbeiterinnen in Petersburg, in der er einen Überblick über die deutsche Revolution gab. Interessant ist hierin folgende Darstellung, die er von der Tätigkeit Liebknechts gibt: Liebknecht und seine bolschewistische Spartakusgruppe hat unsere bolschewistische Taktik angenommen und ging mit uns Hand in Hand. Ich werde den Augenblick nie vergessen, als Liebknecht zu uns in das Gebäude der russischen Botschaft kam. Die Regierung hatte, um Liebknecht die Flügel zu beschneiden und seine unausgesetzte Tätigkeit in den Fabriken usw. lahmzulegen, zu einer List gegriffen ihm vorgeschlagen, in den Vollzugsrat einzutreten. Liebknecht kam nun ganz furchtbar aufgeregt zu uns und fragte, was er tun solle. Wir beschlossen gemeinsam, daß Liebtnecht in die Regierung nur dann eintreten solle, wenn diese folgende von uns aufgestellten Forderungen vertrete: Auseinandertreibung des Reichstags, Terror gegen die Bourgeoiste und die Offiziere, wenn sie gegen uns auf treten würden. Frauenstimmrecht— eine Pflicht. .. Von Else Lüders=Berlin. **„ Eise Lüders ist wie wenige zu den deutschen Frauen zu denn sie steht in der Frauenbewe seit langen Jahren in vorderster und wird wohl auch der kommenden Der stallensche Geschichige eine alte Welt untergeht und eine andere heraufzieht, dem wird kaum je ein Verständnis für die Tragik alles Lebens aufgehen.“ Wir haben jetzt diese Tragik in vollem Umkange, erfahren müssen. Namentlich manches Frauengemüt, #s phuitischen Erschütterungen noch unerfahrener und ungeschulter gegenübersteht als der Mann, ist wohl ganz aus durch die Ereignisse der letzten Zeit. her hise rar-ieich otengene sett der Trauer hingeben oder mehr als je die haoffendene Deutschland braucht mehr als je die schaffenden, aufhauenden Kräfte aller, mehr als je die liebevolle helfende Frauenhand. . Aber die Frauen müssen es lernen, andere Mittel zu gebrauchen, andere Wege zu gehen als die bisher geSohnten und vertrauten Wege der stillen waltenden Liebe im Hause oder der Wohltätigkeit und der sozialen Arbeit. Anrbtaß aur Sesagrrsich auch bewußt sein, daß ihr Frauenden Stimmzettel Ser, Strattzg ist gm Wahltag, geltend zu machen hat. Den Frauen ist durch die Revolution das allgemeine, Slsichs Zißete und geheime Wahlrecht zuteil geworden, ausübte. Dieses Recht 7gngzu den Reichstagswahlen #ou sie als eine heilige, eraste ausöhen wrlachle“ due ne nach bestem Wisen und Gerwbissen Enoland urnd In en anderen Staaten vor allem und Amerika, die Bewegung für das FrauenHeusiszfars ausst breite Kreise erfast hatte, war in erbistusg orcanisierte Stimnarechtsbewegung noch Srssctitz#ig klein. Die beidinn Verbände, die ausdrücklich den Kampf um das serauenstimmrecht auf ihre Fahne geschrieben hatten(Reichsverband für Frauenstimmrecht, Deutscher Frauenstimmrechtsbund), werden zusammen etwa 12000 Mitglieder umfassen. Hierzu gesellen sich allerdings die breiter, Kreise von Frauen, die innerhalb der beiden sozicl###emotratischen Parteien organisiert treten Schul“er an Schulter mit den männlichen Parteigmassen seit lungem für das Frauenstimmrecht ein, getreu dem P###pregramm. Auch der große„Bund deutscher Frauenvereine“ hatte sich bereits seit 1902 für das Frauenstimmrecht ausgesprochen, doch waren dies mehr platonische Erklärungen geblieben. Die Mehrzahl der dem Bunde angeschlossenen Verbände verhielt sich der Stimmrechtsforderung gegenüber ziemlich teilnahmlos. Andere Frauenorganisationen nahmen einen ablehnenden „Rspolutionen fragen nichts nach dem Wollen oder Wünschen einzelner Gruppen. Die Tatsachen sprechen; es ist vergeblich, dem Rad der Zeit in die Speichen fallen zu wollen. Namentlich die Parteileitungen müssen ihre Konsequenzen ziehen. Bisher war nur die Sozialdemokratie offiziell für das Frauenstimmrecht eingetreten. Bei den Liberalen gab es zwar eine Anzahl Freunde der Sache, aber in den Parteiprogrammen der liberalen Gruppen war das Frauenstimmrecht noch nicht enthalten. Ablehnend standen die Rechtsparteien abwartend verhielt sich das Zentrum. Jetzt aber wird das Schicksal der Parteien vielfach davon abhängen, ob es ihnen gelingt, die Frauenstimmen für sich zu gewinnen. Seitdem durch das Reichsvereinsgesetz von 1908 den Frauen gestattet worden war, sich zu politischen Vereinen zusammenzuschließen, hat sich neben und außerhalb der Frauerbewegung, die sich parteipolitisch neutral hielt, noch eine andere Bewegung innerhalb der Frauenwelt entwickelt: der Anschluß der Frauen an die politischen Parteien. Am stärksten ist diese parteipolitische Organisation bei der Sozialdemokratie gediehen. Ferner gab es besonder# Frauengruppen bei den Konservativen, den Nationalliberalen, der Fortschrittlichen Volkspartei. Aber diese Gruppen sind numerisch doch noch recht schwach. Das Zentrum hatte, von einzelnen örtlichen Ausnahmen abgesehen, die Frauen zwar noch nicht direkt im Parteirahmen organisiert, aber ihm stehen der stattliche Katholische Frauenbund und all seine zahlreichen Organisationen, ferner die weiblichen Mitglieder des Volksvereins für das katholische Deutschland als gegebene Hilfstruppen im Wahlkampf zur Verfügung. Jetzt, da das Frauenwahlrecht zur Tatsache wird, werden die früheren Auseinandersetzungen Für oder Wider hinfällig. Wollen die bürgerlichen Parteien sich behaupten, so müssen sie allerdings danach trachten, den Frauen den Anschluß zu erleichtern. Für seine Überzeugung mit dem Stimmzettel in der Hand eintreten, heißt jetzt Dienst am Vaterlande. Wenn der Volkswille möglichst klar bekundet wird, können alle Kräfte ohne gegenseitige Verbitterung für den Wiederaufvan Deutschlauds nußbar werden. Durch das Frauenstimmrecht ertoelest. Grauen, beio; schert daburch deam Etaatslchen den Einfluß der mütterlichen Natür der Fran Wahlbewegung. Asaß=Lothringen wählt nicht mit! Auf unser Ersuchen, die Wablen, imn. heset'on Gehte: zu ermöglichen, hat Matschall Foch zuiendes genehmig# 1. Tie ordnungsmäßigen Verwaltungsbebörden sind sich auf die Vorbere. nichränkung die Berichte zu versenden, die Itimgen für die Wahlen und auf die Wahlen selbst beziehen,.... 2. Preß- und Bersammiungsfreiden werden von den alltierten Armeen gewährt; in einem Maße, das mit der Aufrechterhaltung der Ordnung und einem einwandfreien Verhalten der Bevölkerung gegenüber den alliierter Armeen im Einklang steht.# t,###4. uus 3. Die Einreise in die besetzten Geviele oder die##us reise nach dem Innern Deutschlands kann den Personen gewährt werden, welche im Besitz eines Passiergesuches der ordnungsmäßigen Verwaltungsbehörden sind. Die obigen Anordnungen finden keine Anwendung auf das Danach zu urteilen, betrachtet Foch Elsaß Lothringen schon als zu Frankreich gehörig, denn seine Anordnungen schließen eine Wahlbeteiligung der Reichslande einfach aus. Über das Schicksal Elsaß=Lothringens ist noch gar nicht entschieden, was die Franzosen keineswegs kümmert. Mit der üblichen großen Geste gehen sie über diese Kleinigkeit hinweg und stellen die Friedenskonferenz vor die vollendete Tatsache. Im übrigen sind auch durch die französischen Militärgouverneure in Elsaß=Lothringen die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung verboten worden. „„* **— Die Einteilung der Wahlkreise in Preußen i## folgende: Ostpreußen(21 Abgeordnete), Westpreußen(17, Stadt Berlin(21), Reichstagswahlkreise Potsdam 1 bis 9. soweit sie zum Regierungsbezirk Potsdam gebören(15), tagswahlkreis Potsdam 10, soweit er zun Riegierungsbezirk Potsdam gehört(18), Regierungsbezirk Frankfurt a. O.(12), Provinz Pommern(17), Provinz Posen(21), Regierungsbezirk Breslau(18), Regierungsbezirk Opveln(22), Regierungsbezirk Liegnitz(12). Regierungsbezirk Magdeburg(12). Regierungsbezirk Merseburg und Erfurt und Kreis Schmalkald u (19), Provinz Schleswig=Holstein(16), Regierungsbezirk Aurich, Stade, Osnabrück(11), Regierungsbezirke Hannover, Hildesbeim, Lüneburg(19). Regierungsbezirke Münster und Minden und Kreis Schaumburg(18), Regierungsbezirk Provinz Hessen=Nassau, ohne Schaumburg und Schmalkalden. aber mit Kreis Wetzlar(22), Regierungsbezirke Köln und Aachen(19), Regierungsbezirke Koblenz und Trier, ohne Wetzlar, und Regierungsbezirk Sigmaringen(18), wahlkreise Düsseldolf 1 bis 5(18). und Reich##agswahlkreise Düsseldorf 6 bis 12(16), insgesamt 401 Abgeordnete. — Die Deutschnationalen sind kein Gegengevolutionäre— erklärte der frühere S its v. Delbrück in einer Versammlung in Jena. je Partei kreibe Realpolitik und stelle sich auf den Boven ver Tatsachen. „Wir brauchen keine Gegenrevolution. Denn wenn die Parteien, die jetzt am Ruder sind, so weiterwirtschaften wie bisher, dann wächst uns in einigen Jahren auf verfassungsmäßigem Wege wieder das zu. was die Revolution, aks wenn es nichts gewesen wäre, völlig beseinint hat: die demokratische Monarchie. — Stuatssekretär Dr. Helfferich forderte den Zusammenschluß gegen die Sozialdemokratie auf einer in der Deutschen Volkspartei in Stettin gebaltenen der er zur Begründung seiner Forderung u. a. sagt: Einhalt zu gebieten. Mit dden Beständen des Heeres und der Bivilverwaltung wird in u.gglaublicher Weise gehaust, und es so weitergeht, muß die Zeit kommen, wo im auseaptal: Die Zeutrumskandidaten für Münster— Minden. Die Wählerlisten liegen von heute bis einschließlich 6. Januar 1919 zu jedermanns Einsicht offen.....— z2 Wahltreis. Die Zentrumskandidaturen fur den k7. Wbühll. In der Versammlung der neugewählten Vertrauensmänner des Gesamtwahlkreises Minden=Münster, beide Lippe, Grafschaft Schaumburg zu Hamm am 28. Dezember wurde folgende Vorschlagsliste des Zentrums für die Nationalversammlungswahlen am 19. Januar nommen: 1. Schiffer, Vorsitzender 2. Herold=Lövisinckloe, Landesökonomierat. 8. Prälat atemeister und Redakteur(Eisendohnerr Tersiki,n dugtriehler. 1 Dr. beinete, Spudihyg,#. abienerbra. Holonatsbesiter. Oberlehrerin Müser Ineeseneledtn, de unterst. 11. Unterber“##. de, Sekretär. 12. Fuest, LandwirtschaftsschuldnzLigr. 18. Finkeldei, Schreinermeister. Verschiedene Meldungen. # Iu Bielefeld, dem Wahlkreis 17 haben die Mehrbeitssozialisten dem Vorschlag der Unabhängigen auf Verbindung beider Listen zugestimmt. — In München wurden als Kandidaten der DeutschDemokratischen Partei die bisherigen Abgeordneten Professor Quidde und Hübsch aufgestellt. :.— Die Deutsch=demokratische Partei stellte in MarParshidatetn gag, Schücking und in Maldeck Raumang# Wilsons Friedensurkunde. Der Gerechtigkeitsfriede. Präsident Wilson erklärte in einer Ansprache an die amerikanischen Soldaten in Chaumont:„Die Aufgabe, die Friedensurkunde vorzulegen, ist Amerika zugefallen, eine Aufgabe, die um so leichter ist, als die beteiligten Völker diese Urkunde angenommen haben. Die ganze Welt weiß jetzt, daß die Völker, die am Kriege teilnahmen, bereit sind, das Werk zu vervollständigen, nicht nur zur Geltendmachung ihres eigenen Interesses sondern auch zur Schaffung eines auf den dauernden Grundlagen von am Krieg der Börter war maße dus e n der Krieg der Vökker, misß auch der Ewiede ein der Völker soi. Französische Maskeraden in Straßburg. Der Empfang Poincarés in Straßburg durch „jubelnde Bevölkerung“, war in Wirklichkeit nur eine Täuschung der Außenstehenden geschickt inszenierte### rade. Bekanntlich wurde die große Beteiligung von Leuten in elsässtscher Tracht als besonderer Beweis für d Zustimmung der Landbevölkerung für den Anschluß an runtreich erwähnt. Nur sechs Bauerndörser waren durch Abordnungen in Straßburg vertreten und haben sich dazu auch nur hergegeben, weil sie beim Einzut der kranzösischen Truppen nicht geflaggt hatten und umd Repressalien seitens der französischen Regierung fürchteten. Geld spielte natürlich auch eine Rolle. Jedes Bauernmädchen erhielt 10 Mark den Tag. Im übrigen entstammten die Mädchen in den oft ganz lächerlich unechter Phantasietrachten, die das elsässische Landvolk vorsteller sollten, entweder aus Bürgerkreisen der Stadt Straßburg oder aus Städten Frankreichs. Wie man offen erzählt, sind zu diesem Zweck 500 französische Mädchen aus Frankreich herbeigeholt und kostümiert worden. Und dazu schreibt dann die französische Presse: Da habt ihr die Volksabstimmung schon! Gegen die eigenmächtigen Handlungen der Acst. Berlin, 28. Dez. Noch immer werden Fälle hefgart, in denen Mitglieder der ASR auf Anrufen eines Beleu##n zur Zuständigkeit der Gerichte gehörenden Streitfragen, und zwar insbesondere in Mietstreitigkeiten, Verfügungen erlassen, die mit den bestehenden Gesetzen nicht vereinbar sind und unzulässige Eingriffe in die Rechtspflege bedeuten. Es muß erwartet werden, daß auch Einzelfälle, der bezeichneten völlig verschwinden werden. Andernsaus empfiehlt sich e schleuniger Bericht des Betroffenen an den Justizmint## Schutz der Ostgrenze. Berlin, 28. Dez. Wie offizibs verlautet, sind die handlungen zwischen Deutschland und Litauen zum Abschluß gelangt, und es ist der Beschluß gefaßt worden, die zu schützen und insbesondere auch das bedrobte Wilna auf jeden Fall zu halten. Die deutschen Truppen werden noch auf mehrere Monate zum Schutze Litauens im Lande bleiben, außerdem werden von deutscher Seite der Taryba, d. b. der Ittanischen Regierung, Waffen zur Versgrgg### werden, die von dieser au die litanischen, wein=kassischen und jüdischen Bevölkerungsgruppen zur Organisierung einer gemeinsamen bewaffueten Macht verteilt werden. Erleichterter Verkauf von Militärpferden. Berlin, 28. Dez. Das Kriegsministerium hat angeordnet, daß die jetzt stattfindenden Versteigerungen der überzählig werdenden Militärpferde nicht nur in den Demobilmachungsorten, sondern möglichst auch außerhalb derselben werden, so daß auch die Bewohner abgelegener Bezirke Gelegenheit zur Erwerbung von Pferden äußerst schwierigen Transportverhältnisse und des Mangels an Wartepersonal wird sich diese Maßnahme jedoch nich überall durchführen lassen. Unsere Lage in englischer Beleuchtung. London, 28. Dez. über die Lage in Deutschland, herschte der Stockholmer Korrespondent der„Times": Engländer, der nach Deutschland kommt, zuerst auffällt, in der Zustand völliger Erschöpfung infolge des Druckes der Blockade. Der Gesamteindruck von dieser allgemeinen schöpfung ist so stark, daß man sich nur wundern kann, Deutschland so dange ausgehalten hat. Die Blockade ba# Deutschland zu Fall gebracht. Deutschland tizgr, nänge Haz Man kann sagen, es ist kein kriegfuhten. mehr. Das Deutschland von heute gleicht einem Mranne, der bei dem Versuche, den Pol zu erreichen, infolge Nahrnngslieb. Keine Macht der Erde könne Deutschland Die Straßenkämpfe in Posen. Protest gegen feindliche Jahnen. Posen, 28. Dezember. Die Unruhen stonden im Zusammenhang mit der Rückkehr des Grenndierregiments Nr. d aus dem Feide, dessen Angehörige die überall herausgehängten englischen und amerikanischen Fahnen herunterrissen. Es folgten Straßenkundgebungen det Deutschen und der Polen. Gleich darauf fielen die ersten Schüsse. Sodann wurden Truppen alarmiert, die schnell heranrückten. Es kam an verschiedenen Teilen der Stadt zu regelrechten Feuerkämpfen, zum Ten mit Maschinengewehren und Handgranaten. Es gab Tote und Verwundete. Abends und in der Nacht setzten sich die Kämpfe fort. Abteilungen polutscher Soldaten haben sich nach dem Bahnhof begeben auf die Meldung hin, daß Truppen aus Berlin im Aumarsch seien. Man befürchtet weitere Kämpfe. Vertreter des polnischen Staatsrates und der englischen Mission, die mit Paderewski hier eingetroffen ist, verhandelten im Generalkommando, um gegen die Ausschreitungen Stellung zu nehmen. Der kommandierende General erklärte, daß er gegenüber den Soldaten machtlos sei. Auf weitere Bemerkungen über das Herunterreißen der Fahnen der Entente erklärte der Chef des Stabes, daß man doch in Preußen sei und seindliche Fahnen nicht dulden könne. Auf diese Antwort des Generalmajors verließen die englischen und polnischen Vertreter unter Abbruch der Verhandlungen das Generalkommando. von Danzig an die polnische Grenze zur Reise nach Warschau zugesichert sei. Die preußische Regierungszehörde in Posen ist infolgedessen angewiesen worden,### Paderewski sofort zur Weiterreise nach Warschau zu ver## wlassen. 2000 mitnoch Leit= und Streitfragen. Stimmen aus allen Parteien. Der kritische Justand. überschreibt der Berliner Vorwärts, der während der Weihnachtsfeiertage selbst für einen Augenblick durch Übersall in die Hände einer Gruppe von Putschisten geriet, seinen letzten Leitartikel. Es heißt darin: Wie lange, glaubt man, würde sich die Masse der arbeitenden Bevölkerung Berlins eine solche zügellose Bandenherrschaft gefallen lassen? Schon jetzt hat der Despotismus. der von einer kleinen Minderheit ausgeübt wird, einen Grad erreicht, der nicht mehr ertragen werden kann und es ist notwendig, den Widerstand gegen ihn zu organisieren. Die Arbeiter werden sich nicht mehr irreführen Kornpromüttere, gewogitätgen Wöinden Demokratie, der persönlichen Freiheit, Unterstützung der sozialdemokratischen Regierung gegen die Unterdrückung, die Einschnürung, die Bedrohung, die tagtäglich gegen sie versucht wird, das ist keine Gegenrevolution, sondern Schutz der revolutionären Errungenschaften gegen ein verbrechertiches Treiben, das sie zu vernichten droht. Wir munen den Lungen klar ins Auge sehen. Daß wir nicht Gewalt, sondern Freiheit. nicht Bürgerkrieg, sondern Einigkett, Pgrser1e uhe ihm Beweises mehr. Aber wir wissen auch, dus dir andern dite Darum dürfen wir keinen Augenblick vergessen, daß wir jedeierung und damit für die Sache der Sozialdemokratte bu zum allerletzten einzustehen. „.„Die einzige Hoffnung.“ In einer Würdigung der letzten Ereignisse in Berlis und der dadurch geschaffenen Situation sagt die Deutsche Tageszeitung: Für die Freunde der Ordnung ergibt sich aus alledem. oder beides. Die einzige Hoffnung bleibt demnach die Nationalversammlung. Niemand, der Ordnung in Deutschland will, darf bei den Wahlen dazu nach den letzten Vorgängen noch str;,„/4, 4 die ne für die gegenwärtigen Regierungsparteien abgeben! weiche Steine die Verschlechterung der inneren Lage zugleich der Nationalversammlung auf den Weg wälzt, liegt auf der Hand. Um so fester muß der Wille aller Freunde von Ordnung und Freiheit sein, das Recht, das der Volkswille der Nationalversammlung gibt, gegen alle Hinderaiche durchzulehen. **: Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Der offensichtliche Niedergang von Handel und Industrie bereitet auch dem Vorwärts schwere Sorche. Geht es so weiter, schreibt er in einem Bericht über dse Börse, so leidet der Kredit Deutschlands in der ungeheuerlichsten Weise und alle Unternehmungsluft wird so sehr gedrosselt, daß die nach allem Unglück doppelt nötche Wiederaufrichtung der deutschen Wirtschaft ein frommer Wunsch bleibt. Die leichten Kriegsgewinne haben bereise die Wirtschaftsmoral schwer getroffen und untergraben; die Revolution droht uns vom Regen in die Traufe zu führen, wenn nicht rasch, aber ganz rasch die primitiviten Voraussetzungen ruhiger und beständiger wirtschaftliche## Arbeit geschaffen werden. er Einen besonderen Dank an die Eisenbahner hat die Regierung erlassen. Die Eisenbahner, so heißt es darin, wissen, daß die junge sozialistische Republik Deutschlangs es nicht bei leeren Worten des Dankes bewenden lätt. Die Rechtsstellung der Eisenbahner soll ausgebaut und, von den Fesseln aller Vorurteile befreit, ihre wirtschaftlictze Lage im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gehoben werden. Die Grundlage für die staatliche Finanzwirtschaft und für den Wert des Geldes bildet der Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft. Bis dahin ist noch ein langer und beschwerlicher Wer. * Eine besonders schmachvolte Verwendung deutschen Keegsgefangenen leistet sich die französische Regierung, indem sie sich ihrer zum Wiederaufbau Frantveichs bedient. Für Häfen und Bauzwecke„Follen,# Kriegsgefangene verwendet werden. Der eirbeiiomn hat den betreffenden Kommissionen und Präfekten geteilt, daß die Verteilung der deutschen Gefangenen zwei Jahre dauern werde und daß man dafür Sorge tragen solle, die Arbeiten so zu verteilen, daß sie nach diesem Zeitraum beendet werden können. Diese Nachricht wird in unzähligen deutschen Familien Sorge und tiefste Entrüstung hervorrufen, denn eine solch unmenschliche BeZimmung befand sich noch nie in einem Friedenspertres. Die Reichsregierung und das gesamte deutsche Vol. ubiergegen einen flammenden Protest erheben. * Die Verluste bei den Kämpfen in Berkin am 24. Dezember werden von den beiden schieden angegeben. Nach Angaben sollen die Truppen der Regierung nicht weniger als 56 Tote gehabt haben. Demgegenüber erklärt die GardeKavallerie=Schützendivision, daß sich ihre 2 Tote und 11 Verwundete belaufen. Auch läßt dies Division bekanntgeben, daß sie es ablehnt, ihre Toten gemeinsam mit denen der Matrosen begraben zu lassen * D i e G r ü n d u n g e i n e r d e u t s c h= s ü d w e s t a f r i k a n i s c h e- Republik wird von den dortigen Deutschen geplant. deutschen Bewohner Südwestafrikas haben nämlich e# Bittschrift an den Präsidenten Wilson gerichtet, in betonen, angesichts des politischen Selbstbestimmungs: der Völker eine Republik in föderalem Verbande Deutschland bleiben zu wollen. In dem noch nicht öffentlichten Tert dieser Bittschrift soll u. a. bemerkt baß die Eingeborenen Deutsch=Sudwestafrikas eine artige Regelung sehr gern sehen würden und vollständie damit einverstanden seien. * über die geplante Republik Schlesien weiß Vorwärts folgendes mitzuteilen: Um den kapitalisti polnischen und tschechischen Tendenzen entgegenzuwtt die immer stärker auf die Gründung einer oberschlefise Republik hinarbeiten, halten die ASR ganz die durchweg auf mehrheitssozialistischem Boden für notwendig, ganz Schlesten zu einer einheitli Republik auszurufen. Die Ausrufung soll sofort erfolg Aber diesen Plon wird zurzeit mit der Reichsleitung### handelt. Die Zentralregierung ist mit diesem Vorge in Schlesien keineswegs einverstanden und hat zum Zw eine Einigung derbeizuführen, den. Volksbeauftragten Landsberg und den preußischen Minister Breitscheid nach Breslau entsandt. * Der Darmstädter ASR fordert die offizielle bankung des Großherzogs von Hessen, und verla ferner, der Großherzog solle das Land verlassen oder werde interniert. In Darmstadt kursiert das Ger## der Großherzog von Hefsen infolge seiner zu. ziebungen zu verschiedenen ausländischen Höfen: +., zur Leitung des geplanten neuen Rheinb### rufen zu werden. * über die Zerstörungen in Belgien, für soweit sie durch uns etwa erfolgten, Schadener sollen, werden von den Feinden ersichtlich falsche verbreitet. Demaegenüber sind nach Ausweis det n Herost 1014 auf velgischem Boden msgesamt 21 425 sebäude zerstört. In Weftflandern ist bei den vierjährigen nabläsßigen Kämpfen ein kanger Streifen von Nieuportz 2-Tpern verwüstet, unsere Artillerie ist leider gezwungen besen, die schöne Stadt Ypern, deren völlige Schonung fänglich beabsichtigt war, unter ihr Vernichtungsfeuen nehmen, nachdem die Engländer sie nicht nur zum stützpunkt der Front, sondern auch zum Ausfalltor für großen Flandernschlachten gemacht hatten. Von den ten östlich der Yserlinie sind aber fast alle ausschließich durch den Gegner, durch die Engländer und Belgier, ertiört. Osterreich. n Für die Vereinigung mit Deutschland ist mit Ent siedenheit der Präsident der österreichischen Kammer, enner, der die Lage in Osteuropa für sehr dunkel hält. kach seinen Auslassungen werden sich die Deutschsterreicher einer etwaigen Donauföderation nicht anbließen, weil sie wissen, daß sie von den Slawen und lagyaren gehaßt werden. Dagegen ziehen sie eine Union mit Deutschland vor, obwohl in dieser Richtung keine Schritte unternommen werden. ###garien. 2 In Sofia I.e: Städten sind bolschewistische Unruhen ausger.###n, die einen großen Umfang angenommen und eine so bedrohliche Lage geschaffen haben daß französische Truppen zur Wiederherstellung der Ordnung hergerufen wurden. Angesichts der katastrophalen inneren Lage steht Bulgarien vor einer Kabinettkrise. Ministeroräsident Malinow hat seinen Rücktritt angedroht, falls die demokratische Partei die revolutionären Elemente Teiter unterstützen würde. tee ie und Ruskand. Angehörigen des deutschen Heeres, der ####eusw., die während des Krieges in Kriegsgefangenift geraten sind oder noch geraten, ist die Zeit der Kriegs54 ingenschaft als Dienstzeit anzurechnen, wenn nicht nach„Fechtesen ist, daß eigenes Verschulben vorgelegen hat.1 Berlin. An Stelle des Kommerzienrats Wallerstein ist zum Vorsitzenden der Reichsstelle für Schuhversorgung der bisherige Stellvertretek Dr. Gümbel ernannt worden. Berlin. Die hiesige Deutsch=demokratische Volkspartei hat beschlossen, sich in Zukunft auch an Straßenkundgebungen zu beteiligen. Berlin. VI Kandidaten für die Nationalversammlung wurden u. a. d. edrich Raumann und Frau Dr. Else Lüders von der Deutsch=demokratischen Volkspartei aufgestellt. Dresden. Der Warenaustausch zwischen Deutschland and Böhmen bat wieder begonnen. Stuttgart. Hier findet eine süddeutsche Ministerkonferenz statt, um die Ernährungsschwierigkeiten in Süddeutschland zu beheben. Die französische Regierung beschlagnahmt in Elsaß=Lotbringen alles deutsche Eigentum unter dem Vorwande, sich ein Pfand für die im Friedensvertrag Deutschland aufzuerlegenden Lasten zu sichern. Prag. Die Regierung der deutschen Republik wird bei nächster Gelegenheit auf die Botschaft des Präsidenten Masaryk über das Verhältnis der tschecho=slowakischen Republik zu Deutschland antworten. Budapest. Mit Rücksicht auf den Mehlmangel wurde die Backmehlquote um 70 und die Brotmehlquote um 30% herabgesetzt. Basel. Den bisher von Griechenland in der Offentlichkeit erhobenen Ansprüchen auf den ehemalig griechischen Teil der kleinasiatischen Küste ist jetzt die Tat gefolgt. Griechische (Matrosen landeten in Smyrna und haben von der Stadt #en. a darisse. Zum Ausschneiden und Aufbeden! In. Die„Times“ hören, daß Graf Karolyi jetzt nach Par######erwegs ist, um einen letzten Versuch zu machen, Ungarn zu retten. Lokaler Teil. Merrblau für den 29. and 30. Dezember. Sonnenaufgang 81(8°) Mondaufgang 428 V.(5° V.) Sonnenuntergang 3°(3°) Monduntergang 12° N.(1° N.) 29. Dezember. 1836 Afrikareisender Georg Schweinfurth geb. — 1838 Finnischer Bildhauer Walter Runeberg geb. 80. Dezember. 1857 Forschungsreisender Joachim Graf Pfeit geb.— 1865 Englischer Schriftsteller Rudyard Kipling geb.— 1912 Divlomat Alfred v. Kiderlen=Wächter gest.— 1916 Ablehnung des deutschen Friedensangebots durch die Verbandsmächte. — Krönung Kaiser Karls zum König von Ungarn. u Hoffnung und Enttänschung. In den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr lebten wir sonst in einer seelig verträumten Stimmung. Der Na klang des trauten Festes bebte noch in unseren Seelen und daneben griff eine seltsame sylvesterliche Stimmung Platz, die das Herz mit frocen Hoffnungen füllt. Ach, wir leben ja eigentlich nur g von der Hoffnung: denn was wir auch tun, was wir auch lerreichen, immer knüpft sich eine neue Hoffnung daran. wir auch immer enttäischt werden,„an der nudesfarlel des Glücks entzündet sich immer die Flamme ( neuer Hoffnung“. Und in diesem Jahre! Hegt wirklich unter uns die starke Hoffnung, daß das allge3%eine Leid dm das Vaterland in absehbarer Zeit schwinden, daß die unsellge Zeit zwischen Krieg und Frieden verkürzt werde? Wir haren seit Anfang Oktober so viel an Enttäuschungen erlebt, wir erleben deren noch täglich so viel, daß unsere Hoffnung sich kaum noch hervorwagt. Und dennoch, wie der einzelne Mensch nur leben kann durch die Hoffnung, wie er ihrer tröstenden Begleitung nicht entraten kann, so kann lauch ein Volk nur leben, wenn es auf die Erfüllung seiner Mission hofft. Wir müssen durch das Dunkel dieser Tage und hinter ihnen leuchtet eine freundliche Some. An dieser Hoffnung müssen wir trotz aller Enttäuschungen festhalten 0 Gegen eine Verstaatlichung der Schulbücher. Der Huchhändlerische Fachausschuß des Handelsbezirks Leipzig sam nach eingehender Erörterung zu dem Ergebnis, daß jedes Monopol von Schulbüchern zu verwerfen sei. Eine Abereilte Verfügung müßte dem deutschen Buchhandel, dem deutschen Buchgewerbe, insbesondere aber der deutschen Kultur großen Schaden zufügen. * Bevorstehende Auflösung der Kriegsmetall=Aktien. wird schon in aller##der Kriegsmetall=A.=G. befindlichen Vorräte werden auf VrGrund einer bestimmten Kontingentierung an die einzelnen gentrten verteilt werden. Die Auflösung der Kriegsdamit zusammen, daß sie lediglich zu dem den war, die Metallbeschaffung für die Trieges in die Wege zu leiten undd erzunehmen. Merktage für die Wahlen. 30. Dezember: Beginn der Auslegung der Wählerlisten. Nur wer in der Wählerliste steht, wird zur Ausübung des Wahlrechts zugelassen. 4. Januar: Letzter Termin für die Einreichung der Wahlvorschläge beim Wahlkommissar. 6. Januar: Ablauf der Frist für die Auslegung der Wählerlisten. Etwaige Einsprüche gegen die Wählerliste müssen bis zum 6. Januar bei der Gemeindeverwaltungsbehörde angebracht werden. 12. Januar: Letzter Tag für die schriftliche Mitteilung an den Wahlkommissar, daß Wahlvorschläge miteinander verbunden werden sollen. Ebenfalls bis zum 12. Januar muß der Wahlkommissar eine Erklärung des Bewerbers der auf verschiedenen Wahlvorschlägen vorgeschlagen ist, darüber herbeiführen, für welchen Vorschlag er sich entscheiden will. Bis zum 12. Januar müssen auch alle Maßnahmen für die technische Durchführung der Wahlen getroffen sein. 14. Januar: Spätestens an diesem Tage haben die Bekanntmachungen über sämtliche zugelassenen Wahlvorschläge und über etwaige Verbindungen von Wahlvorschlägen zu erfolgen. 16. Januar: Letzter Tag für die Ernennung des Wahlvorstandes, der aus dem Wahlvorsteher bzw. seinem Stellvertreter, 3 bis 6 Beisitzern sowie 1 Schriftführer besteht. Die Ernennung erfolgt in der Form der Einladung an die Mitglieder des Wahlvorstandes, bei Beginn der Wahlhandlung zur Bildung des Wahlvorstandes im Wahlraum zu erscheinen. Die Wahlhandlung wird damit eröffnet, daß der Wahlvorsteher den Schriftführer und die Beisitzer durch Handschlag an Eidesstatt verpflichtet und so den Wahlvorstand bildet. 19. Januar: Wahltag. Die Wahlzeit dauert von 9 Uhr vormittags bis 8 Uhr nachmittags. Unmittelbar nach Schluß der Abstimmung werden die Wahlumschläge uneröffnet gezählt, ebenso die Abstimmungsvermerke in der Wählerliste. Falls nicht mehr am Wahltag selbst, muß am 20. Januar die Prüfung des Abstimmungsergebnisses erfolgen. Das Nähere bestimmen§§ 41 ff. W.O. 25. Januar: Berufung des Wahlausschusses zur Ermittlung des Wahlergebnisses. Nach Feststellung unverzügliche Bekanntgabe des Wahlergebnisses. 1. Februar: Spätestens an diesem Tage müssen die Gewählten eine Erklärung abgeben, ob sie die auf sie gefallene Wahl annehmen. Lüdenscheid und Siegen eine Eingabe an die Waffenstillstandskommission gesandt. Ferner beantragen die Handelskammern dringend die Heranziehung von hervorragenden Sachverständigen aus dem deutschen Wirtschaftsleben, wobei besonders auch die Industrie der Rheinprooinz und Westfalens genügend berücksichtigt werden mußte. Rentenempfängern, die als frühere Eisenbahnbedienstete ihre Rente aus der Abteilung A der Pensionskasse für die Arbeiter der preußisch=hessischen Eisenbahngemeinschaft erhalten und auf Grund der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 3. Januar 1918 zur Zeit neben der Invaliden= oder Krankenrente eine Zulage von 8 K, neben der Witwen=(Witwer=) oder Witwenkrankenrente eine Zulage von 4 c monatlich empfangen, wird in Rücksicht auf die durch den Krieg hervorgerufene allgemeine Verteuerung der Lebensmittel bis auf weiteres und zwar rückwirkend vom 1. Oktober 1918 ab eine in monatlichen Teilberrägen im voraus zahlbare weitere Zulage von 8 bezw. 4 M aus Mitteln der Staatseisenbahnverwaltung gezahlt, so daß eine Verdoppelung ihrer bisherigen Rentenzulage eintritt. Die Zahlung wird von der dem Wohnorte des Empfängers nächst gelegenen Stationskasse geleistet. Paderborner Stadtchronik. Pruce prise end zige, Miglf tung vor ung des Güterverkehrs haben die Handelskammern burg, Düsseldorf, Münster Iserlohn, Versammlung der evangelischen Männer und Frauen. Bürgervereinssaal fand gestern nachmittag eine vom Arbeits=Ausschuß der evangelischen Gemeinde einberufene Versammlung statt, die einen sehr guten Besuch aufzuweisen hatte. Die Versammlung wurde von Bahnmeister Lindrum geleitet, der nach kurzer Einleitung alsbald dem Referenten, dem früheren Landtagsabg. Stärkel aus Detmold, das Wort zu seinem Vortrag: Die Wahl der Nationalversammlung gab. Der Referent, der sich zu der aus dem Freisinn hervorgegangenen demokratischen Partei bekannte, wies zunächst darauf hin, wie der Freisinn schon früher gegen das alte System und für den Fortschritt, gegen das persönliche Regiment und für eine Volksregierung gekämpft, aber nicht damit durchzudringen vermocht habe. Das Zentrum, das sich lange und beharrlich dem widersetzte, habe sich im Herbst auf die Seite der Linksparteien gestellt. Wir hatten wohl ein demokratisches Reichstagswahlrecht, aber dem Reichstag fehlten dazu die politischen Rechte. Das Mißtrauensvotum für den Kanzler anläßig„Zabern“ hatte keine praktische Folgerungen. Von einer Verantwortlichkeit des Volkes war keine Rede. Trotzdem war Deutschland unschuldig an dem Weltkriege, den man uns bewußt aufzwang, nicht zum Heile der Demokratie, sondern um uns wirtschaftlich zurückzuwerfen. Dieses Ziel haben die Feinde erreicht. Als einziger Aktivaposten in unserer Kriegsbilanz könne man allenfalls Wilson betrachten, von dessem Programm England und Frankreich aber schon wichtige Stücke(Freiheit der Meere) abbröckelten. Der Redner erklärt, daß er die Revolution vom ersten Tage an den größten aller gemachten Fehler bezeichnet habe, der man dazu die politische Berechtigung absprechen müsse, denn die Volksregierung war bereits da, das persönliche Regiment beseitigt, das Wahlrecht gesichert. Die Reformen waren bereits fest verankert, der Waffenstillstand bereits eingeleitet, triftige Gründe zum Umsturz seien daher nicht vorhanden gewesen. Der einzige Erfolg blieb die Besettigung des Kaisertums, aber im übrigen habe sich die Revolution als ein schweres Verbrechen am deutschen Volke erwiesen. Wir müssen uns heute trotz allem auf den Boden der Tatsachen stellen und unser aller Bestreben müsse sein, bei den Nationalwahlen eine bürgerliche Mehrheit an die er glaube, zu erreichen. Unser Volk braucht Frieden, Arbeit und Brot. Der Redner führt aus, wie durch die Revolution der Frieden den wir schon im Dezember haben konnten, auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben wurde. Wegen der unsinnigen Revolution müßte unser Volk weiter hungern und darben. Die Revolution verschulde ferner die Arbeitslosigkeit. Auf die gegenwärtige Lage und Hilfe wie Energielosigkeit der Regierung hinweisend, betonte Redner, daß die Sozialdemokratie sich in den letzten Wochen als politische Partei unmöglich gemacht und als unsähig dazu erwiesen habe, eine Regierung zu führen. Das Bedauerlichste sei, daß durch die fortwährenden und unmöglichsten Versprechungen an die Arbeiter die Revolution heute schon in eine Lohnbewegung ausgeartet sei. Die wirtschaftlichen Forderungen stehen im Mittelpunkte und sie arten, unterstützt durch die unfeste Politik der Regierung, zu einer wirtschaftlichen Gefahr aus, mit dem sicheren Zusammenbruch unseres Wirtschaftslebens, wenn nicht alsbald Einhalt geboten wird. Lohnfragen sind keine politische Fragen und ihre Regelung sollte man den Gewerkschaften überlassen. Alle Detrete seien zudem nutzlos, wenn man dem Arbeitgeber es unmöglich mache, Arbeitsgelegenheit infolge überspannter Forderungen zu schaffen. Gegenüber diesen hoffnungslosen Zuständen müsse am 19. Januar jede Frau und jeder Mann mit dem Stimmzettel ankämpfen. Der Redner kam dabei zu den einzelnen Parteien. Die Konservativen die sich jetzt deutschnationale Volkspartei nenne, lehnte Redner als Vertreter des schuldigen alten Systems rundweg ab. Die Nationalliberalen haben sich nach links und rechts gespalten, sie seien auch in ihrer Zusammensetzung eine unmögliche Partei gewesen. Der linke Flügel schloß sich der demokratischen Partei an, die zwischen Sozialdemokratie und Zentrum als Volkspartei wirken wolle. Das Zentrum habe sehr viele und volksfreundliche Arbeit geleistet, namentlich in letzter Zeit stand das Zentrum in vielen Fragen im Verein der Mehrheitsparteien. Was man aber einwenden müsse, sei der Charakter des Zentrums als konfessionelle Partei, deshalb habe es der Fortschritt grundsätzlich bekämpft. An der sozialen Entwicklung habe indes das Zentrum eifrig mitgearbeitet und insbesonders hebt der Redner die Erfolge und Arbeit Erzbergers hervor, der sich durch seine Voraussicht und jetzige Arbeit große Verdienste um die Zukunft des Volkes erworben habe. Die Sozialdemokratie lehnte der Redner entschieden ab, weil sie eine Klassenpolitik, für die unter keinen Umständen Platz vorhanden sei, betreibe. Der demokratischen Partei, für die der Redner eintrat, liege es fern, auf dem religiösen Gebiete störend einzugreifen. Die ev. Landeskirche sei mit dem Staat weit enger verbunden wie die kath. Kirche. Wir wünschen, daß alle Bekenntnisse in ihrer Organisation und Rechten erhalten bleiben. wir lehnen namentlich das französische Rezept ab und wir wollen auch den Religionsunterricht in der Schule erhalten wissen, zumal gerade die letzte Zeit gezeigt habe, welcher Nutzen die Religion für das Volk sei. Toleranz müsse aber geübt werden und jeder Gewissenszwang seitens des Staates verschwinden. Für die Nationalwahlen seien nähere Parteiprogramme zwar kaum von Bedeutung, durch die Bewegung, infolge der Dekrete Hoffmanns, sei es aber angebracht, zu diesen Fragen Farbe zu bekennen. Zum Schluß forderte der Redner die bürgerlichen Parteien dazu auf, jede Zersplitterung zu vermeiden und einig in der Abwehr der sozialdemokratischen Klassenherrschaft zum Besten der deutschen Zukunft zu sein.(Reicher Beifall.) In der Diskussion warnte Redakteur Aillinger vor der zu scharfen Hervorhebung der Fehler des alten System angesichts des vielen Guten, das es uns gebracht habee, während man von dem neuen System bisher nichts Erbauliches gesehen und seine Vorzüge erst zu beweisen habe. Ueber das kirchenpolitische Programm des Referenten freue er sich, hoffentlich sorge er aber auch dafür, daß diesen Worten die Tat folge. Herr Lipps bedauert, daß man militärische Errungenschaften der Revolution verschiedentlich wieder zu durchlöchern suche, wie Auffordern zum Grüßen und Ansetzung eines früheren Zapfenstreiches. Redakteur Aillinger erwidert, es sei erfreulich, wenn sich beherzte Männer fänden, die die durch die Revolution zerfahrene Ordnung wieder festigen wollten. Berlin zeige, wohin die Unordnung führe, nehme die Ordnung nicht wieder zu, dann bringe man das Volk völlig zum Abgrund. Rechnungsra# Koch fordert zur Organisation auf. Jeder Mann und jede Frau müsse sich auch davon überzeugen, ob sie in der jetz offenliegenden Wählerliste ständen. Nach dem Schlußwort des Referenten, in dem er nochmals zur Einigkeit des Bürgertums und zum Glauben an das Vaterland ermahnte, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf das Vaterland. Frauenversammlung der Markkirch=Pfarre. Gestern tagte im Rathaussaal eine Frauenversammlung der Markkirch=Pfarre, die außerordentlich zahlreich besucht war Nach den einleitenden Begrüßungsworten des Pastors Menne wurde Frau Kaufmann Heising der Vorsitz übertragen. Professor Ferrari schilderte in seinem Vortrage in klaren Worten das, was der Sozialismus uns auf wirtschaftlichem, kulturellein und religiösem Gebiete bisher gebracht hat und was uns nach der „Denkschrift Diedrich“ in Zukunft noch bevorsteht.— Den 2. Vortrag hielt Fräulein Lehrerin Lüke=Bochum. Scharf und klar erklärte sie das Wesen, die Zusammensetzung und den Zweck der Nationalversammlung, daran die Wünsche knüpfend, Serer: Srfüllung wir vom„neuen Deutschland“ erwarten. Brior neierate sanden reichen Beifall. Einstimmig wurde folgende Resolution genehmigt: Rathaussaal zu Paderborn versammelten kath. Frauen der Markkirch=Pfarrei legen feierliche Verwahrung ein gegen die Maßnahmen der vorläufigen Regierung auf dem Gebiete der Schule. Sie verlangen Achtung ihrer unveräußerlichen Elternrechte, die Beibehaltung der konfessionellen Schule, einen völlig ausreichenden Religionsunterricht und freie, religiöse Betätigung ihrer Kinder. Sie hegen das stärkste Mißtrauen gegen die Vertreter des Kultusministeriums und fordern ihren Rücktritt.“ * — Der zweite Abend der Bielefelder brachte am Samstag ein Tanzgastspiel von Hilde Garden vom Berliner Wintergarten, das ebenfalls ein gut besetztes Haus zusammenführte. Das Publikum nahm an den Darbietungen der Dame, in der man auch eine Tänzerin von Ruf vor sich sah, sehr lebhaftes Interesse. Hilde Garden trat in zehn verschiedenen Tänzen auf. Die Kunst, die Regungen der Musik in die darstellende Tanzform zu kleiden, gelang der Dame außerordentlich. Es sei dabei hervorgehoben, daß die Künstlerin in allen ihren Tänzen große Empfindungs= und Stimmungsmalerei offenbarte und sich auch sonst als äußerst gewandte und chice Vertreterin der Tanzkunst zeigte. Hervorgehoben sei ferner, daß Hilde Garden ihr Programm in sehr dezenter Weise erstattete. Bewunderte man auf der einen Seite das rein künstlerische Können der Dame, so auf der anderen Seite die geschmackvolle Kostüm=Ausstattung. Man spendete nach jeder Nummer lauten Beifall. Die Lisztsche zweite Rhapsodie, wohl auch die künstlerisch bemerkenswerteste Programmnummer, mußte Hilde Garden da capo tanzen. Für Paderborn war ein Tanzgastspiel jedenfalls eine seltene Kost, die man aber mit sichtlichem Behagen entgegennahm. Wie wir vernehmen, haben die Bielefelder regelmäßige Theaterabende für Paderborn in Aussicht genommen. — Ein Regen ohne Ende haben wir seit Samstag zu verzeichnen und zwar goß es gestern und vorgestern zeitweise derart in Strömen, daß die Straßen in verschiedenen Stadtteilen teils förmlich überschwemmt waren. Der anhaltende Regen hat für viele Gegenden große Hochwassergefahr gebracht. Das äußere Bild des letzten Sonntages in diesem Unglücksjahre war unter dem Einfluß des Regenwetters gegeben. Der Verkehr in der Stadt war ein nur geringer und die vor die Tore der Stadt führenden Wege waren vollends verödet. Ob mit dem morgen scheidenden alten Jahr auch endlich das ewige Regenwetter sich verabschiedet? Zu wünschen wäre es jedenfalls ganz gewiß. — Der Sturm hat die Ehreupforte um Weterntor arg mitgenommen. Täglich sieht man neue Fahnenstücke abgerissen an den Masten herabhängen. Weshalb läßt man die Ehrenpforte übrigens immer noch in diesem verwahrlosten Zu für den Wiederausvan Deurichtauht wirh Hau Frcum werden. Durch das Frauenstimme## ein neuer Weg gezeigt, aber nuch eir,garepze se nerntergiche aufgelegt. Erauen, zeigt euch reit zur buse niln übt euer Wahlrecht aus, sichert dadurch dem Staatsleben den Einfluß der mütterlichen Natur der Wahlbewegung. Asaß=Lothringen wählt nicht mit! Auf unser Ersuchen, die Wahlen im beset'on Gebie: zu ermöglichen, hat Marschall Foch folgendes genehmigt 1. Tie ordnungsmäßigen Verwaltungsbebörden sind befugt, ohne Einschränkung die Berichte zu versenden die sich auf die Vorbereitungen für die Wahlen und auf die Wahlen selbst beziehen. 2. Preß- und Versammlungsfrettet werven von den alliierten Armeen gewährt, in einem Maße, das mit der Aufrechterhaltung der Ordnung und einem einwandfreien Verhalten der Bevölkerung gegenüber den alliierter Armen im Einklang stebt..... Gebigt der G. Gr 3. Die Einreise in die besetzten Gediele over die A#us reise nach dem Innern Deutschlands kann den Personen gewährt werden, welche im Besitz eines Passiergesuches der ordnungsmäßigen Verwaltungsbehörden sind. Die obigen Anordnungen finden keine Anwendung auf das Gebiet von Elsaß=Lothringen.— Danach zu urteilen, betrachtet Foch Elsaß Lothringen schon als zu Frankreich gehörig, denn seine Anordnungen schließen eine Wahlbeteiligung der Reichslande einfach aus. Über das Schicksal Elsaß=Lothringens ist noch gar nicht entschieden, was die Franzosen keineswegs kümmert. Mit der üblichen großen Geste gehen sie über diese Kleinigkeit hinweg und stellen die Friedenskonferenz vor die vollendet: Tatsache. Im übrigen sind auch durch die französischen Militärgouverneure in Elsaß=Lothringen die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung verboten worden. „* **— Die Einteilung der Wahlkreise in Preußen#### folgende: Ostpreußen(21 Abgeordnete), Westvreußen(17) Stadt Berlin(21), Reichstagswahlkreise Potsdam 1 bis 9, beim, Lüneburg(19), Regierungsbezirke Münster und Minden und Kreis Schaumburg(18), Regierungsbezirk Arn berg(24) Provinz Hessen=Nassau, ohne Schaumburg und Schmalkalden. mit Kreis Wetzlar(22), Regierungsbezirke Köln und Regierungsbezirke Koblenz und Trier, ohne Wetzlar, und Regierungsbezirk Sigmaringen(18), Reichstagswahlkreise Düsseldolf 1 bis 5(18), und Reich###agswahlkreise Düsseldorf 6 bis 12(16), insgesamt 401 Abgeordnete. — Die Deutschnationalen sind kein revolutionäre— erklärte der frühere E kreibe Realpolitk und begegegz, ggsitg, Boden de Parteien, die jetzt am Ruder sind, so weiterwirtschaften wie als wenn es nichts gewesen wäre, völlig beseitint hat: die demorratische Monarchte. — Stuatssekretär Dr. Helfferich forderte den ZuZammenschluß gegen die Sozialdemokratie auf einer in der Deutschen Volkspartei in Stettin gehaltenen Rede. in der er zur Begründung seiner Forderung u. a. sagt: werden den grauenhaftesten Zusammenbruch erieben, wenn es nicht in letzter Stunde#elingt, den Machten der Zerstörung Einhalt zu gebieten. Mit den Beständen des Heeres und der ivilverwaltung wird in u.nglaublicher Weise gehaust, und wenn es so weitergeht, muß die Zeit kommen, wo im Ausland die Mark keine 10 Pfennig mehr gilt, wo unser Kredit und unsere Kaufkraft im Ausland erledigt sind, wo niemand uns die notwendigsten Nathrungsmittel und Rohstoffe verkaufen wird. Diese Wirtschaft be stiehlt und betrügt genau so den kleinen Mann um sein Sparka Genguthaben, das Hosss nichts mehr wert ist, wie den reichen Mann um seir nup#ra Die Zeutrumskandidaten für Münster— Minden. Die Wählerlisten liegen von heute bis einschließlich 6. Januar 1919 zu jedermanns Einsicht offen. Die Zentrumskandidaturen für den 17. Wahlkreis. In der Versammlung der neugewählten Vertrauensmänner des Gesamtwahlkreises Minden=Münster, beide Lippe, Grafschaft Schaumburg zu Hamm am 28. Dezember wurde folgende Vorschlagsliste des Zentrums für die Nationalversammlungswahlen am 19. Januar 1919 angenommen: 1. Schiffer, Vorsitzender der christl. Gerverkschaften. 2. Herold=Lövesinckloe, Landesökonomierat. 8. Prata. Dr. Mausbach. 4. Frerker, Bäckermeister. 5. lademeister und Redakteur(Eisenbahnerverband Elberfeld). 6. Koch, Oberpostschaffner. 7. Schilgen, Tertilindustrieller. 8. Dr. Reineke, Syndikus des Westf. Bauernvereins. 9. Frl. uxm„vereaugrzu gegrundeten dmiedens. Da der Autag Kkrieg der Vökker war, misß auch der Fwiede ein der Völker soin. * Französische Maskeraden in Straßburg. Der Empfang Poincarés in Straßburg durch „jubelnde Bevölkerung“, war in Wirklichkeit nur eine Täuschung der Außenstehenden geschickt inszenierte Mass rade. Bekanntlich wurde die große Beteiligung von jungen Leuten in elsässtscher Tracht als besonderer Beweis für die Zustimmung der Landbevölkerung für den Anschluß an Frankreich erwähnt. Nur sechs Bauerndörser waren durch Abordnungen in Straßburg vertreten und habeu sich dazu auch nur hergegeben, weil sie beim Einzug der französischen Truppen nicht geflaggt hatten und und Repressalien seitens der französischen Regierung fürchteten. Geld spielte natürlich auch eine Rolle. Jedes Bauernmädchen erhielt 10 Mark den Tag. Im übrigen ent stammten die Mädchen in den oft ganz lächerlich unechter Phantasietrachten, die das elsässische Landvolk vorsteller sollten, entweder aus Bürgerkreisen der Stadt Straßburg oder aus Städten Frankreichs. Wie man offen erzählt, sind zu diesem Zweck 500 französische Mädchen aus Frankreich herbeigeholt und kostümiert worden. Und dazu schreibt dann die französische Presse: Da habt ihr die Volksabstimmung schon! Gegen die eigenmächtigen Handlungen der Berlin, 28. Dez. Noch immer werden Fälle bekannt, in denen Mitglieder der ASR auf Anrufen eines Beteiligten in zur Zuständigkeit der Gerichte gehörenden Streitfragen, und zwar insbesondere in Mietstreitigkeiten, Verfügungen erlassen, die mit den bestehenden Gesetzen nicht vereinbar sind und unzulässige Eingriffe in die Rechtspflege bedeuten. Es muß erwartet werden, daß auch Einzelfälle der bezeichneten völlig verschwinden werden. Andernfalls empfieht. nu# ein schleuniger Bericht des Betroffenen an den Justizmintn Schutz der Ostgrenze. Berlin, 28. Dez. Wie offizibs verlautet,#ind die Verhandlungen zwischen Deutschland und Litauen zum Abschluß gelangt, und es ist der Beschluß gefaßt worden, die Greuze schützen und insbesondere auch das bedrobte Wilna auf jeden Fall zu halten. Die deutschen Truppen werden noch auf mehrere Monate zum Schutze Litauens im Lande bleiben, außerdem werden von deutscher Seite der Taryba, d. b. der litautschen Regierung, Wasfen zur Verfügung gestellt werden, die von dieser au die litanischen, weiß=russischen und jüdischen Bevölkerungsgruppen zur Organisierung einer gemeinsamen bewaffneten Macht verteilt werden. Erleichterter Verkauf von Militärpferden. Berlin, 28. Dez. Das Kriegsministerium hat aggergähet, daß die jetzt stattfindenden Versteigerungen werdenden Militärpferde nicht nur in den Demobilmachungsorten, sondern möglichst auch außerhalb werden, so daß auch die Bewohner abgelegener Bezirke Gelegenheit zur Erwerbung von Pferden äußerst schwierigen Transportverhältnisse und des Mangels an Wartepersonal wird sich diese Maßnahme jedoch nich überall durchführen lassen. Unsere Lage in englischer Beleuchtung. London, 28. Dez. Über die Lage in Deutschland berichtet der Stockholmer Korrespondent der„Times": Was einem Engländer, der nach Deutschland kommt, zuerst auffällt, in der Zustand völliger Erschöpfung infolge des Druckes der Blockade. Der Gesamteindruck von dieser allgemenschöpfung ist so stark, daß man sich nur wundern kann, daß Deutschland so-lange ausgehalten hat. Die Blockade#### Deutschland zu Fall gebracht. Deutschland liegt völlie ar nieder. Man kann sagen. es ist kein kriegführeno.## mehr. Das Deutschland von heute gleicht einem Manne, der bei dem Versuche, den Pol zu erreichen, infolge NahrnngsDie Straßenkämpfe in Posen. Protest gegen feindliche Jahnen. Posen, 28. Dezember. Die Unruhen standen im Zusammenhang mit der Rückkehr des Grenadierregiments Nr. 6 aus dem Felde, dessen Angehörige die überall herausgehängten engliscen und amerikantschen Fahnen herunterrissen. Es folgten Straßenkundgebungen der Deutschen und der Polen. Gleich darauf fielen die ersten Schüsse. Sodann wurden Truppen alarmiert, die schnell heranrückten. Es kam an verschiedenen Teilen der Stadt zu regelrechten Feuerkämpfen, zum mit Maschinengewehren und Handgranaten. Es gab und Verwundete. Abends und in der Nacht setzten sich die Kämpfe fort. Abteilungen polutscher Soldaten haben sich nach dem Bahnhof begeben auf die Meldung hin, daß Truppen aus Berlin im Anmarsch seien. Man befürchtet weitere Kämpfe. Vertreter des polnischen Staatsrates und der englischen Mission, die mit Paderewski hier eingetroffen ist, verhandelten im Generalkommando, um gegen die Ausschreitungen Stellung zu nehmen. Der kommandierende General erklärte, daß er gegenüber den Soldaten machtlos sei. Auf weitere Bemerkungen über das Herunterreißen der Fahnen der Entente erklärte der Chef des Stabes, daß man doch in Preußen sei und seindliche Fahnen nicht dulden könne. Auf diese Antwort des Generalmajors verließen die englischen und polnischen Vertreter unter Abbruch der Verhandlungen das Generalkommando. Wie verlautet, hat die Regierung Einspruch gegen die Posener Demonstrationsreise Paderewskis erhoben mit der Bezründung, daß ihm lediglich ein freies Gelett von Danzig an die polnische Grenze zur Reise nach Warschau zugesichert sei. Die preußische Regierungszehörde in Posen ist infolgedessen angewiesen worden Paderewski sofort zur Weiterreise nach Warschau zu ver mlassen. Oberlehrerin Müller Jacobfeuerborn, Kolonatsbesitzer. 11. Unterbar“##e. de, Sekretär. 12. Fuest, Landwirtschafts18. Finkeldei, Schreinermeister. Verschiedene Meldungen. * In Bielefeld, dem Wablkreis 17 haben die Mehrbeitssozialisten dem Vorschlag der Unabhängigen auf Verbindung beider Listen zugestimmt. — In München wurden als Kandidaten der Deutschdemokratischen Partei die bisherigen Abgeordneten Professor Quidde und Hübsch aufgestellt. — Die Deutsch=demokratische Partei stellte in MarKarshizatei““ Schücking und in Waldeck Raumann ai# auf. Wilsons Friedensurkunde. Der Gerechtigkeitsfriede. Präsident Wilson erklärte in einer Ansprache an die amerikanischen Soldaten in Chaumont:„Die Aufgabe, die Friedensurkunde vorzulegen, ist Amerika zugefallen, eine Aufgabe, die um so leichter ist, als die beteiligten Völker diese Urkunde angenommen haben. Die ganze Welt weiß jetzt, daß die Völker, die am Kriege teilnahmen, bereit sind, das Werk zu vervollständigen, nicht nur zur Geltendmachung ihres eigenen Interesses sondern auch zur Schaffung eines auf den dauernden Grundlagen non Recht und Streitfragen. Stimmen aus allen Parteien. Der kritische Zustand. überschreibt der Berliner Vorwärts, der während der Weihnachtsfeiertage selbst für einen Augenblick durch Übersall in die Hände einer Gruppe von Putschisten geriet, seinen letzten Leitartikel. Es heißt darin: Wie lange, glaubt man, würde sich die Masse der arbeitenden Bevölkerung Berlins eine solche zügellose Bandenherrschaft gefallen lassen? Schon jetzt hat der Despotismus. der von einer kleinen Minderheit ausgeübt wird, einen Grad erreicht, der nicht mehr ertragen werden kann und es ist notwendig, den Widerstand gegen ihn zu organisieren. Die Arbeiter werden sich nicht mehr irreführen lassen durch das Schlagwort„Gegenrevolution" mit dem man alles zu kompromittieren versucht, was geeignet ist, der Willkürherrschaft einer gewalttätigen Minderheit Schranken aufzuerlegen, Schutz der Republik, der Demokratie, der persönlichen Freiheit, Unterstützung der sozialdemokratischen Regierung gegen die Unterdrückung, die Einschnürung, die Bedrohung, die tagtäglich gegen sie versucht wird, das ist keine Gegenrevolution, sondern Schutz der revolutionären Errungenschaften gegen ein verbrecherisches Treiben, das sie zu vernichten droht. Wir müssen den Dingen klar ins Auge sehen. Daß wir nicht Gewalt, sondern Freiheit. nicht Bürgerkrieg, sondern Einigkeit wollen, bedarf keines Beweises mehr. Aber wir wissen auch, daß die andern ihre Sache auf nackte Gewalt und Bürgerkrieg gestellt haben. Banun dürfen wir keinen Augenblick veggengg, daß wir jedZue bereit sein müssen, fhr unsere„####in der Begierung und damit für die Sache der Sonlleenlotratte zum allerletzten einzustehen. „Die einzige Hoffnung.“ In einer Würdigung der letzten Ereignisse in Berlis und der dadurch geschaffenen Situation sagt die Deutsche Tageszeitung: Für die Freunde der Ordnung ergibt sich aus alledem. daß die Hoffnung, die provisorische Regierung werde Rechtssicherheit und geordnete Zustände schaffen, aufgegeben werden muß. Entweder fehlt ihr die Kraft oder schon der Wille dazu oder beides. Die einzige Hoffnung bleibt demnach die Nationalversammlung. Niemand, der Ordnung in Deutschland will, darf bei den Wahlen dazu nach den letzten VorVolkswille der Nationalversammlung gibt, gegen alle Hindernisse durchzusetzen. Deutsches Reich. Der offensichtliche Niedergang von Handel und Industrie bereitet auch dem Vorwärts schwere Sorche. Geht es so weiter, schreibt er in einem Bericht über ise Börse, so leidet der Kredit Deutschlands in der ungeheuerlichsten Weise und alle Unternehmungsluft wird se sehr gedrofselt, daß die nach allem Unglück doppelt nöt#he Wiederaufrichtung der deutschen Wirtschaft ein frommer# Wunsch bleibt. Die leichten Kriegsgewinne haben bereise die Wirtschaftsmoral schwer getroffen und untergraben; die Revolution droht uns vom Regen in die Traufe zu führen, wenn nicht rasch, aber ganz rasch die primitivsten Voraussetzungen ruhiger und beständiger wirtschaftliche## Arbeit geschaffen werden. * Einen besonderen Dank an die Eisenbahner hat die Regierung erlassen. Die Eisenbahner, so heißt es dariz wissen, daß die junge sozialistische Republik Deutschlangs es nicht bei leeren Worten des Dankes bewenden lätt. Die Rechtsstellung der Eisenbahner soll ausgebaut und, von den Fesseln aller Vorurteile befreit, ihre wirtschaftlicte Lage im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gehoben werden. Die Grundlage für die staatliche Finanzwirtschaft und für den Wert des Geldes bildet der Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft. Bis dahin ist noch ein langer und beschwerlicher Weg. * Eine besonders schmachvolle Verwendung deutschen Kelegsgefangenen leistet sich die französische Regierung, indem sie sich ihrer zum Wiederaufbau Franzreichs bedient. Für Häfen und Bauzwecke sollen 120009 Kriegsgefangene verwendet werden. Der Arbeitsminister hat den betreffenden Kommissionen und Prgeteilt, daß die Verteilung der deutschen Gefangenen noch zwei Jahre dauern werde und daß man dafür Sorge tragen solle, die Arbeiten so zu verteilen, daß sie diesem Zeitraum beendet werden können. Diese Nachriwird in unzähligen deutschen Familien Sorge und tiefft Entrüstung hervorrufen, denn eine solch unmenschliche BeZimmung befand sich noch nie in einem Friedenspertras. Die Reichsregierung und das gesamte deutsche Vol. munhiergegen einen flammenden Protest erheben. * Die Verluste bei den Kämpfen in Berlin am 24. Dezember werden von den beiden Parteien ganz verschieden angegeben. Nach Angaben der Kommandantur sollen die Truppen der Regierung nicht 56 Tote gehabt haben. Demgegenüber erklärt die GardeKavallerie=Schützendivision, daß sich ihre 2 Tote und 11 Verwundete belaufen. Auch läßt dies Division bekanntgeben, daß sie es ablehnt, ihre Toten gemeinsam mit denen der Matrosen begraben zu lassen * D i e G r ü n d u n g e i n e r d e u t s c h= s ü d w e s t a f r i k a n i s c h e- Republik wird von den dortigen Deutschen geplant. deutschen Bewohner Südwestafrikas haben nämlich# Bittschrift an den Präsidenten Wilson gerichtet, in der#Deutschland bleiben zu wollen. In dem noch nicht veröffentlichten Text dieser Bittschrift soll u. a. bemerkt sein daß die Eingeborenen Deutsch=Südwestafrikas eine derartige Regelung sehr gern sehen würden und vollständ. damit einverstanden seien.. 62 * Über die geplante Republik Schlesten weiß o### Vorwärts folgendes mitzuteilen: Um den kapitalisti polnischen und tschechischen Tendenzen entgegenzuwir die immer stärker auf die Gründung einer oberschlefist Republik hinarbeiten, halten die ASR ganz Schlefidie durchweg auf mehrheitssozialistischem Boden stehen. für notwendig, ganz Schlesten zu einer einheitlichen sepublik auszurufen. Die Ausrufung soll sofort erfolgen. Über diesen Plan wird zurzeit mit der Reichsleitung ner# handelt. Die Zentralregierung ist mit diesem Vorgeherin Schlesien keineswegs einverstanden und hat zum Zwecke eine Einigung herbeizuführen, den Volksbeauftragten Landsberg und den preußischen Minister Breitscheid nag# Breslau entsandt. * Der Darmstädter ASR fordert die offizielle# bankung des Großherzogs von Hefsen, und verla ferner, der Großherzog solle das Land verlassen oder werde interniert. In Darmstadt kursiert das Gers# der Großherzog von Hessen infolge seiner gu. ziebungen zu verschiedenen ausländischen Höfen we, zur Leitung des geplanten neuen Rheinbu### rufen zu werden. * über die Zerstörungen in Belzien, für soweit sie durch uns etwa erfolgten, Schadener sollen, werden von den Feinden ersichtlich falsche verbreitet. Demaegenüber sind nach Ausweis det Herost 1014 auf velgischem Boden msgesamt 21 48 bebäude zerstört. In Weftflandern ist bei den vierjährigen nablässigen Kämpfen ein kanger Streifen von Nieuportz is Opern verwüstet, unsere Artillerie ist leider gezwungen ewesen, die schöne Stadt Ypern, deren völlige Schonung enfänglich beabsichtigt war, unter ihr Vernichtungsfeuer zu. nehmen, nachdem die Engländer sie nicht nur zum stützpunkt der Front, sondern auch zum Ausfalltor für die großen Flandernschlachten gemacht hatten. Von den Orten östlich der Yserlinie sind aber fast alle ausschließlich durch den Gegner, durch die Engländer und Belgier, beerstört. Osterreich. u Für die Vereinigung mit Deutschland ist mit Ent hiedenheit der Präsident der österreichischen Kammer, enner, der die Lage in Osteuropa für sehr dunkel hält. ach seinen Auslassungen werden sich die Deutschsterreicher einer etwaigen Donauföderation nicht anschließen, weil sie wissen, daß sie von den Slawen und Magyaren gehaßt werden. Dagegen ziehen sie eine Union mit Deutschland vor, obwohl in dieser Richtung keine Schritte unternommen werden. garien. 2 In Sofia u.: Städten sind bolschewistische Unruhen ausge..###., die einen großen Umfang angenommen und eine so bedrohliche Lage geschaffen haben daß französische Truppen zur Wiederherstellung der Ordnung hergerufen wurden. Angesichts der katastrophalen inneren Lage steht Bulgarien vor einer Kabinettkrise. Ministerpräsident Malinow hat seinen Rücktritt angedroht, falls die demokratische Partei die revolutionären Elemente Tseiter unterstützen würde. und Ausland. „##Berlin. Den Angehörigen des deutschen Heeres, der erine usw., die während des Krieges in Kriegsgefangen#t geraten sind oder noch geraten, ist die Zeit der KriegsJngenschaft als Dienstzeit anzurechnen, wenn nicht nach##egtesen ist, daß eigenes Verschulden vorgelegen hat. Berlin. An Stelle des Kommerzienrats Wallerstein ist zum Vorsitzenden der Reichsstelle für Schuhversorgung der bisherige Stellvertretek Dr. Gümbel ernannt worden. Berlin. Die hiesige Deutsch=demokratische Volkspartei hat beschlossen, sich in Zukunft auch an Straßenkundgebungen zu beteiligen. Berlin: Als Kandidaten für die Nationalversammlung wurden u. a. Friedrich Naumann und Frau Dr. Else Lüders von der Deutsch=demokratischen Volkspartei aufgestellt. Dresden. Der Warenaustausch zwischen Deutschland and Böhmen bat wieder begonnen. Stuttgart. Hier findet eine süddeutsche Ministerkonferenz statt, um die Ernährungsschwierigkeiten in Süddeutschland zu beheben. .. Karlsruhe. Die französische Regierung beschlagnahmt in Elsaß=Lothringen alles deutsche Eigentum unter dem Vorwande, sich ein Pfand für die im Friedensvertrag Deutschland aufzuerlegenden Lasten zu sichern. Die Regierung der deutschen Republik wird bei nächster Gelegenheit auf die Botschaft des Präsidenten Masaryk über das Verhältnis der tschecho=slowakischen Republik zu Deutschland antworten. Budapest. Mit Rücksicht auf den Mehlmangel wurde die Backmehlquote um 70 und die Brotmehlquote um 30% herabgesetzt. Basel. Den bisher von Griechenland in der Offentlichkeit derhobenen Ansprüchen auf den ehemalig griechischen Teil der (Kleinasiatischen Küste ist jetzt die Tat gefolgt. Griechische ###Matrosen landeten in Smyrna und haben von der Stadt % Besitz genommen. * London. Die„Times“ hören, daß Graf Karolyi jetzt aach Paris unterwegs ist, um einen letzten Versuch zu machen, Ungarn zu retten. #. Lokaler Teil. B#errvlan für den 29. und 30. Dezember. Sonnenaufgang 8“(8•) Mondaufgang 428 V.(5° V.) Sonnenuntergang 35°(85)# Monduntergang 123 N.(1° N.) 29. Dezember. 1836 Afrikareisender Georg Schweinfurth geb. — 1838 Finnischer Bildhauer Walter Runeberg geb. 80. Dezember. 1857 Forschungsreisender Joachim Graf Pfeit geb.— 1865 Englischer Schriftsteller Rudyard Kipling geb.— 1912 Diplomat Alfred v. Kiderlen=Wächter gest.— 1916 Ablehnung des deutschen Friedensangebots durch die Verbandsmächte. — Krönung Kaiser Karls zum König von Ungarn. h m Hoffnung und Enttänschung. In den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr lebten wir sonst in einer seelig verträumten Stimmung. Der Na klang des trauten Festes bebte noch in unseren Seelen und daneben griff eine seltsame sylvesterliche Stimmung Platz, die das Herz mit ( frocen Hoffnungen füllt. Ach, wir leben ja eigentlich nur " von der Hoffnung; denn was wir auch tun, was wir auch erreichen, immer knüpft sich eine neue Hoffnung daran. wie wir auch immer enttäischt werden,„an der ###desfackel des Glücks entzündet sich immer die Flamme neuer Hoffnung". Und in diesem Jahre! Hegt wirklich noch einer unter uns die starke Hoffnung, daß das allgemeine Leid um das Vaterland in absehbarer Zeit schwinden, daß die unselige Zeit zwischen Krieg und Frieden verkürzt werde? Wir haben seit Anfang Oktober so viel an Enttäuschungen erlebt, wir erleben deren noch täglich so viel, daß unsere Hoffnung sich kaum noch hervorwagt. Und dennoch, wie der einzelne Mensch nur leben kann durch die Hoffnung, wie er ihrer tröstenden Begleitung nicht entraten kann, so kann lauch ein Volk nur leben, wenn es auf die Erfüllung seiner Mission hofft. Wir müssen durch das Dunkel dieser Tage und hinter ihnen leuchtet eine freundliche Soime. An dieser Hoffnung müssen wir trotz aller Enttäuschungen festhalten 0 Gegen eine Verstaatlichung der Schulbücher. Der duchhändlerische Fachausschuß des Handelsbezirks Leipzig heiun nach eingebender Eröcterung zu dem Ergebnis, daß des Monopol von Schulbüchern zu verwerfen sei. Eine Vereilte Verfügung müßte dem deutschen Buchhandel, dem deutschen Buchgewerbe, insbesondere aber der deutschen Kultur großen Schaden zufügen. * Bevorstehende Auflösung der KriegsmetallKriegsmetall=A.=G. wird schon in aller(ächster Zeit in Liquidation treten. Die noch in den Händen ### der Kriegsmetall=A.=G. befindlichen Vorräte werden auf ##s#rund einer beitimmten Kontingentierung an die einzelnen tiggenen verteilt werden. Die Auflösung der damit zusammen, daß sie lediglich zu dem den war, die Metallbeschaffung für die Trieges in die Wege zu leiten und erzunehmen. ung des Güterverkehrs haben die Handelskammern burg, Düsseldorf, Münster Hagen, Iserlohn, Mehrh, Resen die ".eetgeugm Prise end zige Miglt lung vor Zum Ausschgeiden und Aufbeden! Merktage für die Wahlen. 30. Dezember: Beginn der Auslegung der Wählerlisten. Nur wer in der Wählerliste steht, wird zur Ausübung des Wahlrechts zugelassen. 4. Januar: Letzter Termin für die Einreichung der Wahlvorschläge beim Wahlkommissar. 6. Januar: Ablauf der Frist für die Auslegung der Wählerlisten. Etwaige Einsprüche gegen die Wählerliste müssen bis zum 6. Januar bei der Gemeindeverwaltungsbehörde angebracht werden. 12. Januar: Letzter Tag für die schriftliche Mitteilung an den Wahlkommissar, daß Wahlvorschläge miteinander verbunden werden sollen. Ebenfalls bis zum 12. Januar muß der Wahlkommissar eine Erklärung des Bewerbers der auf verschiedenen Wahlvorschlägen vorgeschlagen ist, darüber herbeiführen, für welchen Vorschlag er sich entscheiden will. Bis zum 12. Januar müssen auch alle Maßnahmen für die technische Durchführung der Wahlen getroffen sein. 14. Januar: Spätestens an diesem Tage haben die Bekanntmachungen über sämtliche zugelassenen Wahlvorschläge und über etwaige Verbindungen von Wahlvorschlägen zu erfolgen, 16. Januar: Letztar Tag für die Ernennung des Wahlvorstandes, der aus dem Wahlvorsteher bzw. seinem Stellvertreter, 3 bis 6 Beisitzern sowie 1 Schriftführer besteht. Die Ernennung erfolgt in der Form der Einladung an die Mitglieder des Wahlvorstandes, bei Beginn der Wahlhandlung zur Bildung des Wahlvorstandes im Wahlraum zu erscheinen. Die Wahlhandlung wird damit eröffnet, daß der Wahlvorsteher den Schriftführer und die Beisitzer durch Handschlag an Eidesstatt verpflichtet und so den Wahlvorstand bildet. 19. Januar: Wahltag. Die Wahlzeit dauert von 9 Uhr vormittags bis 8 Uhr nachmittags. Unmittelbar nach Schluß der Abstimmung werden die Wahlumschläge ungezählt, ebenso die Abstimmungsvermerke in der Wählerliste. Falls nicht mehr am Wahltag selbst, muß am 20. Januar die Prüfung des Abstimmungsergebnisses erfolgen. Das Nähere bestimmen§§ 41 ff. W.O. 25. Januar: Berufung des Wahlausschusses zur Erdes Wahlergebnisses. Nach Feststellung unverzügliche Bekanntgabe des Wahlergebnisses. 1. Februar: Spätestens an diesem Tage müssen die Gewählten eine Erklärung abgeben, ob sie die auf sie gefallene Wahl annehmen. Lüdenscheid und Siegen eine Eingabe an die Waffenstillstandskommission gesandt. Ferner beantragen die Handelskammern dringend die Heranziehung von hervorragenden Sachverständigen aus dem deutschen Wirtschaftsleben, wobei besonders auch die Industrie der Rheinprovinz und Westfalens genügend berücksichtigt werden mußte. Rentenempfängern, die als frühere Eisenbahnbedienstete ihre Rente aus der Abteilung A der Pensionskasse für die Arbeiter der preußisch=hessischen Eisenbahngemeinschaft erhalten und auf Grund der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 3. Januar 1918 zur Zeit neben der Invaliden= oder Krankenrente eine Zulage von 8 K. neben der Witwen=(Witwer=) oder Witwenkrankenrente eine Zulage von 4 c monatlich empfangen, wird in Rücksicht auf die durch den Krieg hervorgerufene allgemeine Verteuerung der Lebensmittel bis auf weiteres und zwar rückwirkend vom I. Otober 1918 ab eine in monatlichen Teilbeträgen im voraus zahlbare weitere Zulage von 8 bezw. 4 A aus Mitteln der Staatseisenbahnverwaltung gezahlt, so daß eine Verdoppelung ihrer bisherigen Rentenzulage eintritt. Die Zahlung wird von der dem Wohnorte des Empfängers nächst gelegenen Stationskasse geleistet. Paderborner Stadtchronik. unterstähst durch die unseste Poltik der Regierung, zu einet wirtschaftlichen Gefahr aus, mit dem sicheren Zusammenbruch unseres Wirtschaftslebens, wenn nicht alsbald Einhalt geboten wird. Lohnfragen sind keine politische Fragen und ihre Regelung sollte man den Gewerkschaften überlassen. Alle Detrete seien zudem nutzlos, wenn man dem Arbeitgeber es unmöglich mache, Arbeitsgelegenheit infolge überspannter Forderungen zu schaffen. Gegenüber diesen hoffnungslosen Zuständen müsse am 19. Januar jede Frau und jeder Mann mit dem Stimmzettel ankämpfen. Der Redner kam dabei zu den einzelnen Parteien. Die Konservativen, die sich jetzt deutschnationale Volkspartei nenne, lehnte Redner als Vertreter des schuldigen alten Systems rundweg ab. Die Nationalliberalen haben sich nach links und rechts gespalten, sie seien auch in ihrer Zusammensetzung eine unmögliche Partei gewesen. Der linke Flügel schloß sich der demokratischen Partei an, die zwischen Sozialdemokratie und Zentrum als Volkspartei wirken wolle. Das Zentrum habe sehr viele und volksfreundliche Arbeit geleistet, namentlich in letzter Zeit stand das Zentrum in vielen Fragen im Verein der Mehrheitsparteien. Was man aber einwenden müsse, sei der Charakter des Zentrums als konfessionelle Partei, deshalb habe es der Fortschritt grundsätzlich bekämpft. An der sozialen Entwicklung habe indes das Zentrum eifrig mitgearbeitet und insbesonders hebt der Redner die Erfolge und Arbeit Erzbergers hervor, der sich durch seine Voraussicht und jetzige Arbeit große Verdienste um die Zukunft des Volkes erworben habe. Die Sozialdemokratie lehnte der Redner entschieden ab, weil sie eine Klassenpolitik, für die unter keinen Umständen Platz vorhanden sei, betreibe. Der demokratischen Partei, für die der Redner eintrat, liege es fern, auf dem religiösen Gebiete störend einzugreifen. Die ev. Landeskirche sei mit dem Staat weit enger verbunden wie die kath. Kirche. Wir wünschen, daß alle Bekenntnisse in ihrer Organisation und Rechten erhalten bleiben. wir lehnen namentlich das französische Rezept ab und wir wollen auch den Religionsunterricht in der Schule erhalten wissen, zumal gerade die letzte Zeit gezeigt habe, welcher Nutzen die Religion für das Volk sei. Toleranz müsse aber geübt werden und jeder Gewissenszwang seitens des Staates verschwinden. Für die Nationalwahlen seien nähere Parteiprogramme zwar kaum von Bedeutung, durch die Bewegung, infolge der Dekrete Hoffmanns, sei es aber angebracht, zu diesen Fragen Farbe zu bekennen. Zum Schluß forderte der Redner die bürgerlichen Parteien dazu auf, jede Zersplitterung zu vermeiden und einig in der Abwehr der sozialdemokratischen Klassenherrschaft zum Besten der deutschen Zukunft zu sein.(Reicher Beifall.) In der Diskussion warnte Redakteur Aillinger vor der zu scharfen Hervorhebung der Fehler des alten Systems angesichts des vielen Guten, das es uns gebracht habee, während man von dem neuen System bisher nichts Erbauliches gesehen und seine Vorzüge erst zu beweisen habe. Ueber das kirchenpolitische Programm des Referenten freue er sich, hoffentlich sorge er aber auch dafür, daß diesen Worten die Tat folge. Herr Lipps bedauert, daß man militärische Errungenschaften — der, Revolution verschiedentlich wieder zu durchlöchern suche, wie — ausforvern zum Grüßen und Ansetzung eines früheren Zapfenstreiches. Redakteur Aillinger erwidert, es sei erfreulich, wenn sich beherzte Männer fänden, die die durch die Revolution zerfahrene Ordnung wieder festigen wollten. Berlin zeige, wohin die Unordnung führe, nehme die Ordnung nicht wieder zu, dann bringe man das Volk völlig zum Abgrund. Rechnungsrat Koch fordert zur Organisation auf. Jeder Mann und jede Frau müsse sich auch davon überzeugen, ob sie in der jetzt offenliegenden Wählerliste ständen. Nach dem Schlußwort des Referenten, in dem er nochmals zur Einigkeit des Bürgertums und zum Glauben an das Vaterland ermahnte, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf das Vaterland. * Frauenversammlung der Markkirch=Pfarre. tagte im Rathaussaal eine Frauenversammlung der Markkirch=Pfarre, die außerordentlich zahlreich besucht war. Nach den einleitenden Begrüßungsworten des Pastors Menne wurde Frau Kaufmann Heising der Vorsitz übertragen. Professor in seinem Vortrage in klaren Worten das, Sozialismus uns auf wirtschaftlichem, kulturellem und religiösem Geviete bisher gebracht hat und was uns nach der Diedrich“ in Zukunft noch bevorsteht.— Den 2. Vortrag hieit Fräulein Lehrerin Lüke=Bochum. Scharz klar erklärte sie das Wesen, die Zusammensetzung und den Zweck der Nationalversammlung, daran die Wünsche knüpfend, deren Erfüllung wir vom„neuen Deutschland“ erwarten. Geile neferate sanden reichen Beifall. Einstimmig wurde folgende Resolution geneymigt: .„Viele 100 izr Rathaussaal zu Paderborn versammelten lath. Frauen dei Martlilch=Pfarrei legen feierliche Verwahrung ein gegen die Maßnahmen der vorläufigen Regierung auf dem Gebiete der Schule. Sie verlangen Achtung ihrer unveräußerlichen Elternrechte, die Beibehaltung der konfessiouellen Schule, einen völlig ausreichenden Religionsunterricht und freie, Betätigung ihrer Kinder. Sie hegen das stärkste Mißtrauen gegen die Vertreter des Kultusministeriums und fordern ihren Rücktritt.“ * — Der zweite Abend der Bielefelder brachte am Samstag ein Tanzgastspiel von Hilde Garden vom Berliner Wintergarten, das ebenfalls ein gut besetztes Haus zusammenführte. Das Publikum nahm an den Darbietungen der Dame, in der man auch eine Tänzerin von Ruf vor sich sah, sehr lebhaftes Interesse. Hilde Garden trat in zehn verschiedenen Tänzen auf. Die Kunst, die Regungen der Musit in die darstellende Tanzform zu kleiden, gelang der Dame außerordentlich. Es sei dabei hervorgehoben, daß die Künstlerin in allen ihren Tänzen große Empfindungs= und Stimmungsmalerei offenbarte und sich auch sonst als äußerst gewandte und chice Vertreterin der Tanzkunst zeigte. Hervorgehoben sei ferner, daß Hilde Garden ihr Programm in sehr dezenter Weise erstattete. Bewunderte man auf der einen Seite das rein künstlerische Können der Dame, so auf der anderen Seite die geschmackvolle Bestalt. Die Pizische zgaesitee Rummer lauten Ahan. Eir Einzesch zweite Rhapsodie, wohl auch die künstlerisch bemerkenswerteste Programmnummer, mußte Hilde Garden da capo tanzen. Für Paderborn war ein Tanzgastspiel jedenfalls die man aber mit sichtlichem Behagen entgegennahm. Wie wir vernehmen, haben die Bielefelder regelmäßige Theaterabende für Paderborn in Aussicht genommen. — Ein Regen ohne Ende haben wir seit Samstag zu verzeichnen und zwar goß es gestern und vorgestern zeitweise derart in Strömen, daß die Straßen in verschiedenen Stadtteilen teils förmlich überschwemmt waren. Der anhaltende Regen hat für viele Gegenden große Hochwassergefahr gebracht. Das äußere Bild des letzten Sonntages in diesem Unglücksjahre war unter dem Einfluß des Regenwetters gegeben. Der Verkehr in der Stadt war ein nur geringer und die vor die Tore der Stadt führenden Wege waren vollends verödet. Ob mit dem morgen scheidenden alten Jahr auch endlich das ewige Regenwetter sich verabschiedet? Zu wünschen wäre es jedenfalls ganz gewiß. — Der Sturm hat die Chreupforte am Westerntor arg mitgenommen. Täglich sieht man neue Fahnenstücke abgerissen an den Masten herabhängen. Weshalb läßt man die Ehrenpforte übrigens immer noch in diesem verwahrlosten Zubeben Versammlung der evangelischen Männer und Frauen. 9 Im Büxgervereinssaal fand gestern nachmittag eine vom Arveits=Ausschuß der evangelischen Gemeinde einberufene Versammlung statt, die einen sehr guten Besuch aufzuweisen hatte. Die Versammlung wurde von Bahnmeister Fiindrum geleitet, der nach kurzer Einleitung alsbald dem dem früheren Landtagsabg. Stärkel aus Detmold, das Wort zu seinem Vortrag: Die Wahl der Nationalversammlung gab. Der Referent, der sich zu der aus dem Freisinn hervorgegangenen demokratischen Partei bekannte, wies zunächst darauf hin, wie der Freisinn schon früher gegen das alte System und für den Fortschritt, gegen ## persönliche Regiment und für eine Volksregierung gekämpft, über nicht vamit durchzudringen vermocht habe. Das Zentrum, das sich lange und beharrlich dem widersetzte, habe sich im Herbst auf die Seite der Linksparteien gestellt. Wir Reichstag sediten daan gatischs Reichstagswahlrecht, aber dem ###h#n baz die politischen Rechte. Das Mißtrauensvolum fur den Kanzler anläßig„Zabern“ hatte keine praktische Folgerungen. Von einer Verantwortlichkeit des Volkes war keine ## Frotdem war Deutschland unschuldig an dem WeltDemotratte s aufswang, nicht zum Heile der boben die Fringg(astlich zurückzuwersen. Dieses unserer Griegsbilanz i ereicht. Als einziger Aktwaposen in Anserer Krugreitunz wönne man allenfalls Wilson betrachten, und Frankreich aber schon wichtige Stücke(Freiheit der Meere) abbröckelten. Der Redner erklärt, daß er die Revolution vom ersten Tage an den größten aller gemachten Fehler bezeichnet habe, der man dazu die politische Berechtigung absprechen müsse, denn die Volksregierung war gesischert.#.ds persönliche Regiment beseitigt, das Wahlrecht #####. Die Reformen waren bereits fest verankert, der Waffensllistand bereits eingeleitet, triftige Gründe zum Umsturz seien daher nicht vorhanden gewesen. Der einzige Erfolg blieb die Erseitigung des Kaisertums, aber im übrigen habe sich die mse g#ls ein schweres Verbrechen am deutschen Volke eriensen. Wir müssen uns heute trotz allem auf den Boden der Tatsachen stellen und unser aller Bestreben müsse sein, bei den Nationalwahlen eine bürgerliche Mehrheit an die er glaube, zu erreichen. Unser Volk braucht Frieden, Brot. Der Redner führt aus, wie durch die Revolution der Frieden, den wir schon im Dezember haben konnten, auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben wurde. Wegen der unsinnigen Revolution müßte unser Volk weiter hungern und darben. Die Revolution verschulde ferner gkeit. Auf die gegenwärtige Lage und Pesearersielosgkeit„der. Regierung Hinweisend, betonte Moner, Laß die Sozialvemorratie sich in den letzten Wochen als politische Partei unmöglich gemacht und als dazu erwiesen habe, eine Regierung zu führen. Das Bedauerlichste sei, daß durch die fortwährenden und unmöglichsten Versprechungen an die Arbeiter die Revolution heute schon in eine Lohnbewegung ausgeartet sei. Die wirt stande stehen? Eine Verschönerung des Straßenbildes stelle sie ganz gewiß nicht mehr dar. Die Truppendurchzüge sind zudem beendet und selbst wenn man etwa noch die Husaren abwarten wollte, dürfte man ihnen eine Ehrenpforte in diesem Zustande bieten. Daher: Weg mit ihr und das alsbald! — Eine Weihnachtsfeier veranstalteten gestern die Schwestern der Kleinkinderschule in der Weberstraße, zu der auch die Eltern der Kinder zahlreich erschienen waren. Die Feier verlief sehr schön, denn die Theaterstückchen, welche von den Kindern gut gespielt wurden, boten den Eltern eine wahre Freude. Für die Mühe und Arbeit, welche die Schwestern mit den Kindern haben, können die Eltern nur ihren Dank aussprechen, indem sie den Schwestern ein Vergelt's Gott! zurufen. — Nochmalige Warnung. Trotzdem von der Polizei schon wiederholt auf die Gefahren des unbefugten Abschießens von Leuchtpatronen in der Stadt hingewiesen worden ist, wird der Unfug fortgesetzt. Hierbei bestehen nicht nur die Gefahren, auf die schon hingewiesen wurde. Flugzeuge, die bei Dunkelheit auf dem Flugplatz Paderborn landen wollen, werden irre geführt, landen an falscher Stelle und schwere Unglücksfälle sind unvermeidlich. So irrte am 25. 12. 18 zwischen 8 und 9 Uhr abends ein Riesenflugzeug, welches von Düsseldorf gemeldet war, in völliger Dunkelheit über der Stadt umher. Wüßten die Personen, die diesen Unfug verüben, wie einem Flieger zumute ist, der ohne Landemöglichkeit sich in der Luft befindet, sie würden keine Leuchtpistolen mehr anrühren. Von Nah und Fern. )( Bielefeld 29. Dez. Hier fuhr ein von Brackwede einfahrender Militärzug dem Osnabrücker Personenzug kurz nach der Ausfahrt in einer Weiche in die Flanke. Die drei letzten Wagen des Personenzuges stürzten um. 8 Insassen wurden schwer, etwa 20 leicht verletzt. Die Ursache des Unfalles steht noch nicht fest. Dortmund, 29. Dez. Die Oberbürgermeister der westfälischen Städte haben in einer hier abgehaltenen Sitzung beschlossen, mit der Gehaltskommission des Gemeindebeamtenverbandes der Provinz Westfalen in der Frage der Gestaltung der Gehälter der städtischen Beamten baldigst in Verbindung zu treten und haben dazu einen besonderen Ausschuß ernannt. = Mülheim=Ruhr, 29. Dez. Wie die„Freiheit“ mitteilt, sind die Verhandlungen bei der Gewerkschaft Deutscher Kaiser zwischen den Streikkommissionen, den Arbeiterräten und dem Bergbaulichen Verein noch nicht beendet. Der Hauptpunkt, namlich die Schichtdauer, ist noch nicht entschieden, die Verhandlungen werden morgen fortgesetzt.— Ein von Hamborn ausgezogener Demoustrationszug stieß gestern, nachdem er bereits auf der Schachtanlage 1/2 der Bergbaugesellschaft Concordia die Belegschaft zum Einstellen der Arbeit gezwungen hatte, auf dem Wege zur Zeche Oberhausen der Gute=HoffnungsHütte mit Militär zusammen, das vom Generalsoldatenrat in Münster zum Schutz der Zechenanlagen der Gute=HoffnungsHütte entsandt war. Es kam zu einem regelfechten Gefecht zwischen der bewaffneten Menge und den Soldaten, in dessen Verlauf mehrere Personen getötet und verwundet worden sein sollen. Die kämpfende Gruppe der streikenden Bergleute erhielt Verstärkung durch ein von Hamborn kommendes Automobil mit Maschinengewehren. Inzwischen hatte auch das Militär Verstärkung erhalten, so daß es ihm gelang, den Rest der Ausständischen mit dem Automobil zu umzingeln und gejangen zu nehmen. Gestern abend ist u. a. die Zeche Alstaden von den Ausständischen mit Gewalt stillgelegt worden. X Remscheid 29. Dez. Nach den Verhandlungen der Kommission für die Grenzregulierung des Brückenkopfes Köln wird voraussichtlich nur ein Teil der Stadt Remscheid durch englische Truppen besetzt. !! M.=Gladbach, 29. Dez. Das hiesige Kriegsgericht verurteilte einen 16 jährigen Burschen zu 20 Jahren Zwangsarbeit, weil er ein belgisches Fernsprechkabel unbrauchbar gemacht hatte. + Koblenz, 29. Dez. In der heiligen Nacht leuchtete ein von der fremden Besatzung auf dem Regierungsgebäude errichtetes mächtiges Kreuz weit in die Ferne hinaus. Der Schein der elektrischen Lampen war von magischem Zauber. Vom Ehrenbreitstein strahlte ein mit elektrischen Lichtern versehener Christbaum herunter— auch dies war von der fremden Besatzung veranlaßt. Auf die Bevölkerung machte dies tiefen Eindruck; sie gedachte mit Trauer der Tatsache, daß, während landesfremde Truppen ein strahlendes Kreuz hoch über der Stadt errichten, ein„deutscher“ Minister für Kunst, Kultur und Wissenschaften die Entfernung der Kruzifixe aus den Schulen befiehlt. + Bern, 26. Dez. In einer am 24. 12. gehaltenen Weihnachtsansprache sagte der Papst, es sei das erste Mal nach seiner Thronbesteigung, daß er die ihm dargebrachten Glückwünsche freudig annehmen könne. Er rufe vom vatikanischen Hügel die himmlische Hilfe herab auf die Völker, um den Frieden der Welt zu sichern. Seine Gebete und Wünsche richteten sich nicht allein auf die Wiederherstellung der Ordnung, sondern auch auf die Wiedererweckung jenes Geistes der Menschlichkeit und des Zusammenlebens mit den Brüdern. Seine Richtlinien für die Zukunft wolle er nirgends anders suchen, als im väterlichen Schutze. Väterlich seien seine Handlungen in der Vergangenheit gewesen, sie seien es in der Gegenwart, väterlich würden sie bis zum Ende seines Lebens sein. Der ungeheure Sturm, der über die Erde dahingerast, habe die traurigsten Spuren der Verwüstung hinterlassen; aber mehr sei noch zu befürchten, daß er in den Herzen der Menschen verhängnisvolle Reste alten Grolles zurücklassen werde, ungesunde Keime der Zwietracht, der ungroßmütigen Repressalien. Die Leidenschaften des Krieges und seines Ursprunges, die Verteidigung des Vaterlandes, hätten die Geister bis zu einem Grade der Entrüstung erhitzt, der, wenn auch vielleicht gerecht und natürlich in seinen Anfängen, doch leicht in seinen Folgen ausarten könne und die Saat der gesellschaftlichen Unordnung nicht ersticke, sondern sie im Gegenteil mit neuen Keimen belaste. Der Papst fragt sich, ob es nicht sein väterliches Recht wäre, anzunehmen, daß die moralischen Uebel und auch die materiellen Verwüstungen des Krieges wieder gut gemacht würden, um die Gefahren neuer Störungen der Ordnung fern zu halten, die aus Haß und übertriebener nationaler Leidenschaft entstehen könnten. Unser Zeitalter werde glücklich werden, wenn der Kuß der Gerechtigkeit und des Friedens von dem Geiste der Milde begleitet sei. Furcht, Mangel, materielle Kraft seien, wie die blutige Probe dies zeige, keine genügenden Bindemittel, sie seien auch nicht würdig der menschlichen Gesellschaft, die, um vernunftgemäß zu sein, auf natürlichem Wohlwollen begründet sein müssen. Der Papst hofft, daß sein Wort das Echo sei der Beratungen, die in dem Friedensareopag stattfinden. Die Sorge um die Erziehung der Kinder, der Schutz und die weise Leitung der Arbeiter, geeignete Ratschläge und Aufforderungen an die besser gestellten Klassen, einen guten Gebrauch von ihren Reichtümern und ihrem Einfluß zu machen, das seien die Felder, auf denen er in der Zukunft vor allem seine väterliche Fürsorge zu betätigen gedenke. Vermischtes. 0 Ein Geschenk für Wilson. Die italienische Regierung will Wilson ein wertvolles altes Gemälde, das kürzlich in Rom aufgefunden wurde, als Geschenk anbieten. Das Gemälde wurde auf ein Segel jenes Schiffes gemalt, mit dem Kolumbus nach Amerika fuhr. 9 Die Apenninen überflogen. Von Poggio Renatico bei Rimini aus haben zwei Dreidecker mit zusammen 22 Personen die Apenninen überflogen und sind nach dreistündiger Fahrt, nachdem sie eine Strecke von 375 Kilonetern zurückgelegt hatten, in Rom gelandet. Letzte Draht= u. Korrespondenzmeldu Lebensmittel für Deutsch=Oesterreich. bb. Wien, 30. Dez. Das Staatsamt des Aeußeren von Bevollmächtigten in Bern eine Nachricht, wonach d anwesenden Vertreter der interalliierten Lebensmittelko die vorläufige sofortige Lieferung von 4000 T Weizen für Deutsch=Oesterreich zusagten. Zwehandlungen über weitere Lebensmittelsendungen wird eine Kommission in Wien eintreffen. Wilson in Brussel. Genf, 28. Dez. Präsident Wilson wird nächste W Brüssel eintreffen und dort Gast des Königs sein. Keine bewaffnete Intervention in Rußland. Geuf, 28. Dez. Nach Havas erklärte Pichon, die wünsche keine bewaffnete Intervention in Rußland. nur die Unterstützung der dortigen Gegenrevolution. Die Tschechen marschieren nach Preßburg. Wien, 28. Dez. Das tschechische Oberkommandok den Preßburger Behörden an, am 4. Januar würden tsch Truppen die Stadt besetzen. für Das Gesetz vom 26. Juli 1918 verpflichtet sämtliche wirte, Aufzeichnungen zu machen über ihre Lieferung Leistungen. Alle geschäftlichen Einnahmen, gleichgültig durch Arbeitsleistung oder Warenlieferung erzielt werden liegen einer Steuer von 5 vom Tausend. Ein Buch, da Vorschrift entspricht, ist von Steuerbeamten eigens für die der Landwirtschaft entworfen und auch von der Steuer als mustergültig anerkannt. Dasselbe ist für mehrer verwendbar und eignet sich der einfachen und übersi Gnrichtung wegen für jeden landwirtschaftlichen Betrieb und größerer Art. Jeder Landwirt ist in der Lage,# besondere Anleitung die geforderten Eintragungen übe Einnahmen und Ausgaben darin zu machen. Das Gest 26.7. 18 ist in jedes der Bücher vorgedruckt. Da die lassung der Buchführung strafbar ist, so muß jedem L dringend geraten werden, sich baldmöglichst mit einem Buche zu versehen. Preis des Buches 4,50 Mk. Erhältlich Geschäftsstelle des„Pad. Anz.“, Bahnhof Fernsprecher 913. NB. Versand nach auswärts zuz. Porte. Gemäß§ 12 der Wahlordnung für die Wahlen z fassunggebenden Deutschen Nationalversammlung vom 34 1918 wird hierdurch bekannt gemacht, daß als Beisitzer Wahlausschuß von mir berufen sind: Herr Schneidermeister Martin Schulze, Minden „ Gerichtsvollzieher a. D. Müscher, Minden „ Kaufmann Max Schütte der Aeltere, Minde „ Rechtsanwalt und Notar Engeling, Minden und als Stellvertreter Herr Kassierer Wilh. Dettmer, Minden „ Oberpostdirektions=Sekretär Hasselbach, Mind Minden, den 22. Dezember 1918. Der Wahlkommissar des 17. Wahlkr gez. von Bergen. Druck, Verlag und Rebattton von Martin Paberborn. #n für die veranstaltet von der politischen Arbeitsgemeinschaft der kathol. Frauenvereinigungen in Paderborn 30. 12. 18: 1. Amwälzungen der Gegenwart. Redakteur Ailinger. 2. 1. 19: 2. Die wichtigsten Staatsformen. Dr. Brätling. 3. Die parlament arischen Formen. Reitor Schulze. 3. 1. 19: 4. Das Programm der politischen Parteien in verschie denen Vorträgen. a) Allgemeines über die Parteien. Ihre geschichtlich Entwicklung und ihr heutiger Standpunkt. Domk Prof. Rosenberg. b) Das Programm der Zenirumspartei mit besondere Berücksichtigung der wirtsch. Seite. Direktor Peter4. 1. 19: c) Beantwortung der sozialdemokratischen Schlag wörter. Seminardirektor Dr. Mundt. 5. Die Nationalversammlung. Gewerbelehrerin Peschges Pourter J. 1. 19: 6. Was droht den Frauen von der Sozialdemokratie i religiös=sittlicher Beziehung? Oberlehrer Brögger. 7. Das politische Programm der Frauen. Oberlehreri: 8. 1. 19: 8. Der neue Kulturkampf. Domkapitular Bartels. 9. Ist Erziehung ohne Religion möglich? Oberlehre -soer. g. 1. 19: D. Das Wahlsostem. Rechtsanwalt Auffenberg. 41. Politik und Frau. Oberlehrerin Broekmann. Der Kursus findet in der Aula des St. Michaels Aosters statt, nachmittags von ½4—½6 Uhr. Für die Parteikasse wird von den Teilnehmerinne fü#r alle Vorträge 1 Mr., für einen Einzelvortrag 0.20 M! Eintrittsgeld erhoben. Wegen Veranderung des Belldes beabsichtigen wir, unsere inmitten der Stadt, am Domplatz, gelegene Sbeurss ur, zu verkaufen. Die Besitzung liegt an 3 Straßen in der Nähe zweier Bahnhöfe und eignet sich wegen ihrer vielen zweckmäßigen Gebäulichkeiten, die aus einem großen herrschaftlichen Wohnhaus, Restauration mit verschiedenen Sälen und Gartenanlagen, Fabrikgebäuden, Wagenremisen, Stallungen usw. bestehen, zu jedem anderen Industriebetrieb. Mäßige Anzahlung. Weitere Auskunft wird bereitwilligst erteilt. Paderborn, den 28. Dezember 1918. Vereinsbrauerel Schonrtnce.. Exportbierbrauerei. Telegramme: Vereinsbrauerei. Fernsprecher 24. Morate uner! finden bei der fortgesetzt steigenden Le zahl in Stadt und Land Paderbort „TaderberlerAnzeig Amtlichés Kreisblatt Anzeiger für Neuhaus u. Delbri weite Verbreitung und versprechen sich Bei Wiederholungen wird Rabatt g Steckbrief.[Taschenla Oer Rioder aller Art sowie ganze Einrichtungen kauft zu den heutigenTagespreisen Franz Senger, Möbelgeschäft, Paderborn, Schildern 8. Telephon 726. Gegen den unten Beschriebenen, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls begargen in Neuhaus, Kreis Paderborn, im Oktober 1918 verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichts=Gefängnis abzuliefern sowie zu den hiesigen Akten 1 J. Nr. 2017/18 sofort Mitteilung zu machen. Personbeschreibung. 1. Familienname: Torlost, 2. Vorname: Ignatz, 8. Stand und Gewerbe: Knecht, 4. Anscheinendes Alter: 15 Jahre, 5. Geboren am 20. Mai 1903 zu Langendreer Kreis Bochum, 6. Letzter Aufenthalt(Wohnung): Neuhaus i. W., 7. Jetziger(vermuteter) Aufenthalt: unbekannt, 8. Größe: 1.40, 9. Gestalt: klein, 10. Haar: hellblond, 11. Gesicht: oval, 12. Stirn: hoch, 13. Auge: braum, 14. Augenbrauen: blond, 15. Rase: gew., 16. Ohren: gew., 19. Rund: gew., 18. Zähne: gesund, 19. Kinn: rund, 20. Hände und Füße: gew., 21. Hang und Haltung: gew., 22. Sprache: Deutsch, 23. Bekleidung: Rütze, Joppe, Weste, Hose, Hemd. Vorhemd, 1 Paar Hoser träger. Paderbern, 24. De. Der Erste“ in allen Preis — mit Metallfaden Batteri nur beste ausgQualität. Benzin- und Luntent Ersatzsteine und Soh. Alln. 3 Telelen 558. Paderbern. Neue und gebe Piane Flüge Harmoni sind noch in Auswahl vor Freie Lieferung quemen Beding such gegen anleihe. Roth& Ju Hel-Ple-