* Nr. 224 Dienstag, den 24. September 1918 istöcken, nabfak., u##c dr Für je 50 „ 175,00 125.00 „ 250,00 „ 200.00 M „ 150,00 „ 275.00 4 „ 220,00 800.00 M pett * 300,00 „ 200,00 „ 40,00 „ 20.00 Nahnes abergemessen. Klasse III Geringere gwerund mehesächetWeiden, die sich zum Korbslechten eignen, anoscht. der Stöckhe. 4 Für 50 4u 3.00 9.00 e ie TKorkr 32. Jahrgang Amtliches Kreisblatt:: Anzeiger für Neuhaus und Delbrück : Der Paderborner Anzeiger erscheint an allen Werk: tagen.— Bezugspreis monatlich frei ins Haus ; g e b r a c h t 6 5 P f g., b e i d e r P o s t a b g e h o l t 5 2 P f g., : durch den Briefträger 66 Pfg.— Im Paderborner : Anzeiger werden alle amtlichen Bekanntmachungen : des Kgl. Landratsamtes sowie des Paderborner ——— Magistrats veröffentlicht.——— eeeeeo enennnn P##oktion Bahnhofstraße 13— Fernruf 913 Paderborner Zeitung : V o l k s= Z e i t u n g fAr das Paderborner Land Organ des Landwirtschaftl. Kreisvereins Publikations=Organ ##. vieler Behörden.“. Anzeigenpreise: Aus dem Kreise Paderborn für einspaltigen 2.4 mm hohen Raum 15 Pfg.,— wärtige 20 Pfg. Im Reklamenteil 75 Pfg. 90 indes## e#. P#.## Hotectüchren. Wöchentliche Gratis=Beilage„Sterne und Blumen“ Hostscheckkonto 14 842 Kritische Tage. Die Vorgänge in Berlin. Die Haltung der Parteien. 5.00 5.00 1e 500 *) Weiden e Weiden aben. ür je 50 59 4.50 5 icene Wen: ssen bleiben, kener Warbetotcher Wet vom Reichstag oder seiner Mehrheit das Heil unseres Volkes erwartet, der kann= jetzt die Ohren stei *halten; der Hauptausschuß tritt am 23. d. M. zusammen, und neben den geschriebenen werden wir jetzt auch gespreis ine Leitartikel genießen können über die drängenden Frassich der Zeit. Durch ein Meer von Unruhe sind wir in diesen Tagen gejagt worden; bald war es der Stand der preußischen Wahlrechtsfrage. durch dessen Duldung die Regierung des Grafen Hertling ihre Unfähigkeit erwiesen haben sollte, bald mußte die Note des Grafen Burian dazu herhalten, um gegen unsere Staatsleitung den Vorwurf der Schwäche zu begründen, — im allgemeinen aber gewann man den Eindruck, daß Elemente an der Arbeit waren, die um jeden Preis wieder innere Krisen heraufbeschwören wollten. wobei durchaus nicht persönliche Beweggründe unterstellt zu werden brauchen. Es mag schon Politiker geben, die sich das Zeug zutrauen, daß sie es besser machen würden als die Hertling und Hintze, als Payer und Friedberg und die auf den Umstand, daß andere Leute anderer Meinung sind, kein entscheidendes Gewicht zu legen vermögen, denen es also um die Sache, und nicht um ihre Person zu tun ist. Auch das muß zugegeben werden, daß es den regierenden Männern bis jetzt nicht gelungen ist, uns dem Frieden näher zu bringen, und daß auch sonst ihre Leistungen manches zu wünschen übrig lassen. Aber ob wir besser fahren würden, wenn der Einfluß des Reichstags auf die Führung der Geschäfte noch über das bisherige Maß hinaus verstärkt würde? Diese Behauptung wird nur nach gelungener Beweisführung allgemeinen Anklang finden, und daran fehlt es bis jetzt, muß es fehlen in jeder Beziehung. Ist doch sogar ganz im Gegensatz dazu in diesen Tagen erst ernstlich die Anschauung vertreten worden, daß gerade L seitdem die Regierung sich in so fühlbare Abhängigkeit vom Reichstag oder vielmehr von seiner Mehrheit begeben hat, ihr nichts rechtes mehr gelingen wollte Auch für diese Auffassung ist man den Beweis allerdings schuldig geblieben, aber jedenfalls läßt sich nicht bestreiten daß jeder weitere Schritt auf dem Wege zur Parlamentarisierung des Deutschen Reiches in unserem Volke heftige Gegenströmungen entfesseln muß. Wir kämen durch sie nicht dem inneren Frieden näher, auf den doch jetzt alles ankommt, sondern würden uns von ihm nur noch weiter entfernen; ob dafür der Eintritt eines oder mehrerer Mitglieder der Sozialdemokratie in die Regierung einen genügenden Ausgleich bieten könnte, bedarf eigentlich kaum der Erörterung. Aber gleichviel— wir stehen vor einer neuen Aus sprache zwischen Regierung und Volksvertretung, und nach allem, was die letzten Tage und Wochen uns gebracht haben, wird man von ihr in jedem Falle eine wohltuende Luftreinigung erwarten dürfen. Wie es heißt, will der Reichskanzler selbst sie mit einer Schilderung der Lage im Innern und nach außen einleiten.„Der alte Graf“, wie man jetzt zuweilen geflissentlich sich auszudrücken liebt, hat den Meinungsstreit um sich her mit der Gelassen heit des vielerfahrenen Mannes ruhig toben lassen hätte er vorzeitig eingegriffen, so hätte das gar nichts gefruchtet, die Leidenschaften wären vielmehr nur noch hitziger aneinandergeraten. Nun der Augenblick auch für ihn gekommen ist, wird &a* Hertling wohl Wert darauf legen, die Dinge beim rechten Namen zu neunen und unsere Verfassung, die in den Erörterungen der Parteipresse zuweilen völlig auf den Kopf gestülpt schien, wieder auf die Beine zu stellen. Man konnte ja manchmal schon glauben, daß wir in Deutschland keinen Kaiser und keinen Bundesrat mehr hätten, so sehr war zuletzt immer und nur vom Reichstag und nur von ihm die Rede. Auch daß das Lebensinteresse des Staates in einer Weltkrisis wie der jetzigen unbedingt dem Friedensbedürfnis der Massen oder dem Willen des Volkes— wenigstens desjenigen„Volkes“, für das gewisse Blätter und Parteien immer das große Wort führen— voranzugehen hat, das hat uns dieser Tage erst der demokratische Premierminister von GroßBritannien wieder ins Gedächnis zurückgerufen; oder vielmehr nicht uns, sondern seinen Landsleuten— ein Beispiel, das hoffentlich Graf Hertling so rasch wie möglich nachahmen wird. Er hat bisher immer noch verKanden, im rechten Augenblick das rechte Wort zu finden, und wer ihn in den letzten Tagen gesehen und gesprochen hat, der glaubt auch den kommenden Auseinandersetzungen im Hauptausschuß mit voller Zuversicht entgegensehen zu bürfen. ** Wie verlautet, wird der am Dienstag zusammengrerende Hauptausschuß eine Woche versammelt bleiben. Ob der Reichskanzler während der Besprechung das Wort ergreifen wird, steht, entgegen anderer Nachricht, durchaus noch nicht fest. Dagegen gilt als ziemlich sicher, daß der Staatssekretär des Außeren v. Hintze in die Erörterungen eingreifen wird. Die Beratungen sollen öffentlich sein soweit nicht die Reichsregierung etwaige besondere Mitllungen vertraulich macht. Lest und befolgt die Kundgebungen der deutschen Dresse zur 9. Kriegs-Anleihe. ## Zur innerpolitischen Lage. X Berlin, 23. Sept. Die„Zentrums=Parlaments=Korrespondenz“ schreibt: Am heutigen Montag werden interfraktionelle Sitzungen stattfinden, in denen die verschiedenen Parteien, die sich zusammengeschlossen haben, ihren Standpunkt vertreten werden. Was bisher bekannt geworden ist. läßt nicht darauf schließen, daß heute schon von einer akuten Krise gesprochen werden kann. Die sozialdemokratische Fraktion stellt sich nicht auf den Boden eines sofortigen unbedingten Regierungswechsels. Sie wird in der Frage des Vah#rechts ein Uktimatum stellen und die Aufhebung des§ 9, das heißt also, die Weiterführung der Parlamentarisierung als unbedingte Forderung aufrecht erhalten. Im übrigen aber behält sie sich ihre Stellung bis zu dem Hauptausschuß vor, der morgen, Dienstag, seine Arbeiten beginnt. In politischen eingeweihten Kreisen sieht man die gesamte Lage wesentlich ruhiger an als gestern, sodaß anzunehmen ist, daß Entscheidungen heute noch nicht fallen, sondern den morgigen Verhandlungen des Hauptausschusses vorbehalten bleiben. sie Fraktionen der Mehrheitsparteien — Zentrum, Fortschritt und Sozialdemokraten— traten beute nachmittag erneut zusammen; auch die Fraktion der Nationalliberalen begann heute nachmittag ihre Sitzung. beschäftigte sich auch mit der Frage der eventl. Teilnahme an den interfraktionellen Besprechungen, wofür bei einer Anzahl von Mitgliedern Neigung besteht. In den Sitzungen der Mehrheitsparteien wurde die Frage einer Neubildung der Regierung, eines Regierungssystems und eines neuen Programms weiter erörtert, ohne daß es bis zur späten Nachmittagsstunde zu einer Entscheidung gekommen wäre. Wie die „Nat.=Ztg.“ meldet, steht die nationalliberale Reichstagsfraktion nach wie vor auf dem Programm der Regierung Hertling, Friedberg, Payer und sieht keinen Grund, in ihrer Haltung eine Aenderung vorzunehmen. Namentlich ist man der Ueberzeugung, daß die gegenwärtigen Treibereien gegen den Reichskanzler an der Haltung der übergroßen Mehrheit des Zentrums scheitern werden. * Das Zentrum für Reichskanzler und Regierung. Berlin, 23. Sept. Die Zentrumsfraktion des Reichstages besprach sich heute in mehrstündigen Verhandlungen über die schwebenden Fragen der inneren und äußeren Politik. kam die einmütige Anschauung zum Ausdruck, daß für die Zentrumsfraktion keinerlei Anlaß zu irgendeiner Aktion gegen den Reichskanzler und die Regierung vorliegt. Die Zentrumsfraktion wird ihre Hand zum Sturze des Grafen Hertling nicht bieten. Das wird der Vorsitzende der Fraktion in der interparlamentarischen Besprechung heute abend bestimmt zum Ausdruck bringen. (K. V.) * Die Nationalliberalen für Hertling—Friedberg—Payer= Berlin, 23. Sept. Die nationalliberale Reichstagsfraktion hat heute eine Sitzung abgehalten. Es wurde darin sprogrammatisch betont, daß die Fraktion der Regierung Hertling—Friedberg—Payer weiter ihr Vertrauen erhalte. Die üblichen Parteien. TU. Berlin, 24. Sept. Die sozialdemokratische Fraktion hat u. a. auch die Zusatzverträge zum Brester Vertrag und die österreichische Friedensnote besprochen. Zur inneren Politik wurde zum Ausdruck gebracht, daß die Sozialdemokratie ihre Forderung nach weiterer Parlamentarisierung ohne jede Einschränkung aufrecht erhält. Auch die preußische Wahlrechtsfrage wurde besprochen. Ihren Eintritt in die Regierung will die Sozialdemokratie von bestimmten Garantien abhängig machen, die die Regierung und die Mehrheitsparteien geben müßten. „„Die Fortschrittliche Volkspartei steht nach dem Verlaufe ihrer Fraktionssitzung dem Eintritt der Sozialdemokratie in die Regierung durchaus sympathisch gegenüber. Auch das Verlangen nach weiterer Parlamentarisierung wurde energisch betont, wie die Forderung nach endlicher Einlösung des WahlSschisbesprechens.sung des Bachz. Der interfraktionelle Ausschuß. TU. Berlin, 24. Sept. Nach den Fraktionssitzungen trat Ausschuß zu einer kurzen Sitzung zusammen. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Es handelte sich in der Hauptsache um die Handhabung der Tagesordnung für die heutige Sitzung des Hauptausschusses. Der Hauptausschuß. Se er#. U. Sept. In der heutigen Sitzung des Hauptausschusses werden, dem Vernehmen nach, der Staatssekretär des Auswärtigen v. Hintze, der Vizekanzler v. Payer das Wort ergreifen. Ueber die Reden wird, wie verlautet, ein offizieller Bericht ( a u s g e g e b e n w e r d e n. E s i s t g e p l a n t, d e n A u s f ü h r u n g e n d e r i Regierungsvertreter eine vertrauliche Aussprache folgen zu lassen. ! Sie wird vermutlich auf morgen vertagt werden. Graf Burians Gründe. Die Veranlassung zur österreichischen Friedensnote. Berlin, 23. September. Der österreichisch=ungarische Minister des Außern hat einem Vertreter des Berliner Tageblatt in einer Unterredung Aufschlüsse über die Gründe gegeben, die ihn bei Abfassung der letzten Note geleitet haben. Graf Burian legte seinen Standpunkt sehr eingehend dar. Er erklärte u. a.: In einer Situation wie der gegenwärtigen, ist es von Zeit zu Zeit notwendig, mit Hilfe eines Reagenzmittels die Dinge klar hervortreten zu lassen. Die Note war ein solches Reagenzmittel, und ich glaube, sie hat bereits sehr beachtenswerte Erscheinungen zutage gefördert. Wilson hat offenbar so schnell geantwortet, weil er nicht wünschte, daß England und Frankreich ihm mit ihrer Antwort und ihren besonderen Wünschen dazwischenkämen. Er hat einer Verabredung zwischen ihnen vorbeugen wollen. Natürlich ist die Wirkung des Mittels damit noch keineswegs erschöpft. Es wird ja jede Außerung darüber, wie die Note auf die pazifistischen Kreise gewirkt hat, vorsichtig unterdrückt, aber es ist kaum daran zu zweifeln, daß in den kommenden Parlamentsdebatten, bei den englischen Wahlen usw. diese Wirkung sich bemerkbar machen wird. Über den Zeitpunkt bestand zwischen uns und Deutschland volles Einvernehmen. Die deutschen Truppen im Westen haben die Hindenburg=Linie erreicht. Sie werden sie balten, und damit war eine Pause eingetreten. Das sind die Augenblicke, die man, wenn man handeln will, benutzen muß., Hei allem Vertrauen zu uns selbst und zu unserer militärischen Situation dürfen wir nichts unterlassen, was den Frieden näher bringen könnte. Wir zwollen uns nicht später vorwerfen müssen, daß wir etwas versäumt haben. Die Absendung der Note war ein Schritt in diesem Sinne, aber es wird nötig sein. noch anderes zu tun. Bei Ihnen und ganz ebenso bei uns kann manches geschehen, mas menigstens zu einer Entwannung der Situation fuhren ronnte. Wenn meinem Schritte auch der Erfolg versagt war, den Weg zum Frieden schon jetzt zu eröffnen, so wird mich dies nicht hindern, den beschrittenen Pfad weiter zu verfolgen. Natürlich müsse, sagte Graf Burian, erst eine gewisse Pause vor diesen neuen Schritten eintreten. Man werde stets im vollsten Einvernehmen mit den Verbündeten handeln, aber man dürfe die Hände nicht in den Schoß legen und die Zeit ungenutzt versir#en lassen. Räumung östlich der Beresina. Die deutsch=russischen Vereinbarungen. Die in Wilna tagende deutsch=russische Grenzkommission hat am 15. September ihre Arbeiten beendet. Über die Räumung des Gebietes östlich der Beresina sind, wie die „Baltisch=Litauischen Mitteilungen" erfahren, Vereinbarungen zustande gekommen, nach denen das Land östlich der Beresina, südlich von Polozk bis nördlichvon Homel in fünf Abschnitten, entsprechend den nach Artikel 3§ 1 des deutsch=russichen Finanzabkommens vom 27. August 1918 in fünf Teilbeträgen zu überweisenden Barzahlunzen, geräumt wird. Die Räumung beginnt im Norden mit dem Kreise Liepjel und gibt in den ersten oier Abschnitten nach Süden fortschreitend die Bahn Orscha—Mohilew Die Zahlen bedeuten die Reihenfolge der Räumung der einzelnen Gebiete. —Regatschew und das Gebiet bis zum Flusse Drut frei. Mit dem fünften Abschnitt wird das Land westlich des Drut bis zur Beresina geräumt. Die Räumungen beginnen am 20. September 1918 und sollen am 28. Februar 1919 beendet sein. Die Schwierigkeiten, das in dem Räumungsgebiet befindliche deutsche Eigentum zurückzuführen, haben zur Gewährung von Räumungsfristen geführt, die nach der Tiefe des Abschnittes und der Menge des zurückzuführenden Gutes verschieden bemessen sind. Die Beresina bleibt auch nach der Räumung ganz im deutschen Besitz. An ihr östliches Ufer schließt sich die neutrale Zone an. Den Truppen wird die Benutzung des Flusses für Schiffahrt, Flößerei usw. gestattet. Russischerseits ist die Verpflichtung übernommen worden, dafür zu sorgen, daß den Bewohnern des geräumten Gebiets, die im deutschen Dienste gestanden haben, aus dieser Tatsache kein Nachteil erwächst. Erfolge westlich der Mosel. Ritteilungen des Wolffschen Telegraphen=Bureaus. Großes Hauptquartier, 23. September. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei örtlicher Unternehmung südlich von Neuve Chapelle machten wir Gefangene. Die Artillerietätigkeit lebte zwischen Yvern und La Bassée, beiderseits der Scarpe und im Kanalabschnitt südlich von Marquion auf. Heeresgruppe Boehn. In den Abschnitten östlich and südöstlich von Epehy sowie zwischen Omignon=Bach and der Somme nahm der Artilleriekampf am Nachmittage wieder größere Stärke an. Infantericangriffe, die der Engländer gegen unsere Sinien südöstlich von Epehy richtete, wurden abgewiesen. Wie in den letzten Tagen, zeichnete sich auch gestern die 2. Garde=Infanterie=Division besonders aus. Während der Nacht hielt starke Feuertätigkeit an; in nächtlichen Angriffen östlich von Epehy faßte der Feind in einzelnen Grabenstücken Fuß. Vorfeldkämpfe an der Oise. Heeresgruppe, Deutscher Kronprinz. Zwischen Ailette und Aisne flaute die Gefechtstätigkeit gestern ab. Erkundungsgefechte in der Champagne. Heeresgruppe Gallwitz. Zwischen der Cotes Lorraine and der Mosel war der Artilleriekampf am frühen Morgen heitweilig gesteigert. Der Feind, der mit stärkeren Abteilungen gegen Haumont, südlich von Damptvitoux und Rembercourt vorstieß and mit Erkundungsabteilungen mehrfach gegen unsere Stellung heraufühlte, wurde abgewiesen. Westlich der Mosel schoben wir unsere Linie etwas vor. Oberleutnant Loerzer errang seinen 42., Leutnant Baeumer seinen 30. Luftsieg. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. urtd. Berlin, 23. Sept., abends.(Amtlich.) Von den Kampffronten nichts Neues. An der Front gilt die Tat. Die Tat der Heimat heißt Kriegsanleihe zeichnen! Vorläusig kein Kriegsrat der Alliierten. Zürich, 23. Sept. Wegen der Erkrankung Lloyd Georges ist der geplante große Kriegsrat der Alliierten auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Auflehnung gegen Clemenceau. Genf, 23. Sept. Ein Artikel im„Journal des Débats" über die Antwort Clemenceaus auf die österreichisch=ungarische Note nennt die Geste Clemenceaus geradezu unverschämt und herausfordernd. Seine Methode sei allerdings geistvoller und bequemer, als eine ernsthafte Antwort zu erteilen, aber sie bezeuge zugleich die ganze Manövrierunfähigkeit der alliierten Diplomatie.„Wir verschleudern", so sagt das Blatt,„ungeheure Summen für zusammenhanglose Propaganda und tun alle unverhofften Gelegenheiten zur Aufklärung mit einem Fußtritt ab.“ Ebenso scharf äußert sich die gesamte sozialistische Presse. Verschärfung der französischen Zensur. Genf, 23. Sept. Die französische Regierung wird die militaristische Zensur in vollem Umfang wieder einführen. Zurückziehung der Negertruppen. Basel, 23. Sept. Die„Times“ meldet: In Marseille wurden die Winterquartiere für die afrikanischen Hilfstruppen in Bereitschaft gesetzt. Die beginnende Regenperiode läßt bei ihrer Fortdauer die baldige Überführung der Negerregimenter in die Winterquartiere erwarten. Der Traum in Feindesland Roman von Justus Schoenthal. (Nachdruck verboten.) 14. Fortsetzung. „Es ist schade, daß wir das Gespräch abbrechen müssen. Ich bitte, es nicht als gesellschaftliche Höflichkeitsform aufzufassen, wenn ich versichere, daß es mir eine Freude war, Ihre Bekanntschaft zu machen. Ich würde Sie gerne auffordern, mir demnächst in meinem Heim das Vergnügen zu machen, wenn nicht ein Mißgeschick meine Familie betroffen hätte. Der Hauptmann verneigte sich und ergriff die dargebotene Rechte mit warmem Händedruck. „Ich habe schon durch Lady Southriffe von dem entsetzlichen Unfall Ihrer Frau Gemahlin vernommen und bitte Sie, die Versicherung genehmigen zu wollen, daß ich nicht weniger empört darüber bin wie Sie, Herr Oberst. Ich hoffe aber, daß die Kunst der Arzte noch das Schlimmste von Ihrem Hause abzuwenden vermag.“ Der Viscount senkte traurig das Haupt. Seine Stimme klang bewegt. „Die Hoffnung ist leider, leider trügerisch.“ Er raffte sich auf.„Aber wenn es Sie nicht stört, in ein Haus der Trauer zu kommen, so gehen Sie bitte an meiner Tür nicht vorüber! Ich werde mich auf jeden Fall freuen, wenn Sie mir die Ehre erweisen. Dann ging er in straffer, soldatischer Haltung zur Tür hinaus...„ 5. Kapitel. Der Minister. Der junge Offizier blickte mitleidig hinter Viscount Branch drein. Aber er hatte keine Zeit, barmherzigen Gefühlen nachzuhängen; Gedanken an andere mußte-er abschütteln. Seine eigene Lage beschäftigte ihn wieder. Er schritt nachdenklich im Zimmer auf und nieder. Bis zu dieser Stunde konnte er mit seiner Sendung wohl zufrieden sein. Ein fast höhnisches Lächeln zuckte um seine Mundwinkel. Es ist doch gut, wenn man für sich selbst ein wenig Vorsehung spielt. Mit der Gastfreundschaft des Lords Southriffe und der persönlichen Bekanntschaft des Viscount Branch mußte auch dann etwas gewonnen sein, falls wider Erwarten sein Vorhaben hier im Kriegsamt#cheitern sollte. Keine Ergebnisse der Entente=Offensive. Rotterdam, 28. Sept. Die englischen Kriegsberichterstatter geben zu, daß die gegen das deutsche Verteidigungssystem angesetzte Offensive bisher noch keine positiven Ergebnisse gezeitigt habe, weil die ungewöhnlich stark ausgebaute Verteidigungszone die feindliche Gegenwirkung begünstige. Die kanadischen Truppen hätten bei ihren Sturmangriffen gegen das System der Siegfriedstellung starke Verluste erlitten. Die Kämpfe in Mazedonien. Wien, 23. Sept. Der militärische Mitarbeiter der„Neuen Freien Presse“ schreibt über die Verbandsoffensive in Mazedonien: Beurteilt man das bisherige Ergebnis der feindlichen Offensive, so ergibt sich, daß auf dem westlichen Schlachtfelde die bulgarischen Stellungen einigermaßen zurückgedrängt wurden, während die Aktionen auf dem östlichen Teil des Kampfgeländes vollkommen verunglückt sind. Bei der Kampfkraft des bulgarischen Heeres und bei den Schwierigkeiten der Terrainverhältnisse in Mazedonien haben die Verbandspläne so gut wie keine Aussichten auf Gelingen. Wilson wunscht einen vollständigen Sieg. Bei einem Empfang von Politikern und Diplomaten erklärte Präsident Wilson u. a., daß er es für notwendig gehalten habe, der neuen Friedenspropaganda sofort die Spitze abzubrechen. Wörtlich sagte er: „Wir haben einen vollständigen Sieg nötig, und Besprechungen können nicht zugelassen werden. Selbst wenn Ssterreich morgen käme, um zu erklären, daß es alle 14 Punkte meines Friedensprogramms annimmt, müßte ich auf meinem Standpunkt stehen bleiben. Wir können dem Wort unserer Feinde nicht glauben, wir brauchen etwas mehr als das Versprechen, daß sie Wort halten wollen. muß ihnen unmöglich gemacht werden, ihr Wort zu brechen.“ In der französischen Hetzpresse herrscht natürlich ob dieser Erklärung heller Jubel und der„Matin“ meint, alle Bundesgenossen sollten dieser Erklärung zustimmen. Tatsächlich sei kein Vertrag mit den Feinden von Wert, wenn diese stark genug bleiben, ihn brechen zu können. Feindliche Luftangriffe im August. Berlin, 23. September. Im Monat August fanden insgesamt 46 Luftangriffe auf das Heimatgebiet statt. Von den Angriffen wurden fast nur offene Städte im Westen und Südwesten Deutschlands sowie die Industriegebiete im Saargebiet Lothringen und Luxemburg betroffen. Im einzelnen wurden mit Bomben angegriffen: das lothringisch=luxem burgische Industriegebiet zwölfmal, das Saargebiet zehn mal, Trier und Umgebung fünfmal, Frankfurt a. M. Mannheim und Umgebung je dreimal, Koblenz und Umgebung, Karlsruhe, Offenburg und weitere Umgebung je zweimal, Düren, Hagenau, Worms, Darmstadt, Pirmasens, Zweibrücken und Köln je einmal. Dank der Wirksamkeit unserer Schutzmaßnahmen gelang es dem Gegner in keinem Falle, an militärisch wichtigen Anlagen oder Betrieben nennenswerten Schaden zu verursachen. In Karlsruhe, Ludwigshafen Trier, Dillingen und Diedenhofen entstanden an Gleisen leichte Beschädigungen, die keine Betriebsstörungen zur Folge hatten. Bei Esch rief ein Bombentreffer in einem Holzlager einen Brand hervor; der Betrieb wurde auch hier nicht unterbrochen. Dagegen war der Sachschaden an privatem Eigentum bei mehreren Angriffen, vor allem in Trier, Köln und Düren nicht unerheblich. Den An griffen fielen im ganzen 79 Tote, 47 Schwer= und 66 Leichtverletzte zum Opfer. Der Gegner bezahlte seine Angriffe mit schweren Verlusten. Am 13. August wurden aus einem Ge; s c h w a d e r v o n 1 0 F l u g z e u g e n 5 a m 1 6. A u g u s t e b e n f a l l s 5. am 22. August aus einem G.„wader von 10 Flugzeugen 7 Flugzeuge abgeschossen. Im ganzen verlor der Gegner durch die Wirksamkeit unserer Abwehrniittel insbesonder durch den Angriffsgeist unseren####des. 2 Kogzen## Kleine Kriegspost. Bern, 23. Sept. Bei dem letzten Fliegerangriff auf Paris in der Nacht von Sonntag auf Montag sind acht Personen getötet und 28 verwundet worden. Zürich, 23. Sept. In einer Rede, die er in Paris hielt, führte Lord Perhn aus. daß der Verband keineswegs das Ms . Auch der Journalist und halbvetrückte Dichter Atterley konnte ihm unter Umständen nützen. Er setzte sich aufs Sofa, sein schmerzendes Bein vorsichtig ausstreckend. Es war wirklich alles nach Wunsch gegangen, ja besser noch, als er sich's hatte wünschen können. Er wollte diesen Auftakt für eine günstige Vorbedeutung nehmen. Unwillkürlich fiel ihm da die geheimnisvolle Warnung Atterleys wieder ein:„Setzen Sie sich nie mit Lord Southriffe an den Spieltisch und lassen Sie sich nie, nie, nie von Lady Edith die Wohnung zeigen!“ Zu lächerlich! Und diese urdrollige Zusammenstellung! Er mußte doch einmal in den„Literature Klub“ gehen und den Journalisten zum Reden bringen, was er mit der sonderbaren Rätselwarnung gemeint... Wollte ihn Lord Southriffe wirklich für seine politischen Zwecke ausnützen und dachte er in der Tat, ihn durch den Spieltisch beeinflussen zu können?... Unverständlich!... Immerhin glaubte er, sich entsinnen zu können, daß der Zeitungskönig gestern abend im Klub seine Enttäuschung schwer verbarg, als er erklärte, er spiele grundsätzlich nicht.... Und Lady Edith?... Offenbar war doch von ihr die ganze Einladung ausgegangen. Er war der Held des Tages... warum sollte sie, die verwöhnte Tochter des Lord South= riffe, es sich nicht leisten können, den Helden für ein paar Stunden allein mit Beschlag zu belegen? Die Damen der Londoner vornehmen Kreise hatten oft noch wunderlichere Einfälle... ... Hatten sie nicht einmal einen Närrinnenklub gegründet, wo nur diejenige Aufnahme fand, die mindestens durch eine Narrheit Aufsehen erregt hatte?... Ediths stark sinnliche Natur mochte es vielleicht umschmeicheln, mit ihm, den die Zeitungen zu einem abenteuerreichen modernen Odysseus gestempelt hatten, an einem Tische zu sitzen und zu plaudern. Warum sollte sie sich eine so harmlose Tändelei versagen? Und er? Warum nicht gar?! Wenn man ein Jahr lang wie ein Mönch gelebt und als einziges weibliches Wesen eine obendrein schon etwas angejahrte Krankenschwester zu Gesicht bekommen hat, dann wird man doch nicht an einer seltenen Frucht achtlos vorbeigehen?!... Er sollte sich nicht die Wohnung zeigen lassen? Verrückt! Dieser junge Dichter war eben wirklich ein bißchen übergespannt wie alle Dichter. Vielleicht hatte Edith recht mit ihrem Hohn: Er kopierte Oskar Wilde... Nun, er wollte ihm schon auf den Zahn fühlen, was es mit dem Hause Southriffe für eine Bemandnis habe. „ S P Tnu wichtige Tagesereignisse zum Sammeln. ember. Bei Havrincourt englische Teilangriffe, nördlich der Somme starke feindliche Vorstöße abgewiesen. Großer englischer Durchbruchsversuch füdlich von Cambraf Hetzerfgggoltändig. Der Engländer erleidet eine schwere a0 P.#September. Artilleriekämpfe zwischen Overn und e, zwischen dem Omignonbach und der Somme. Volfeldrampfe an der Oise. An der lothringischen Fronz Feind vergebliche Vorstoßversuche. Westlich der Mosel schiebt sich die deutsche Linie weiter vor. beutsche Volk vernichten, sonvern leviglich ven beurschen Militarismus besiegen wolle. Sosia, 23. Sept. Die bulgarische Regierung h u die Wiener Note zustimmend geantwortet, und hebt hervor, daß die Kriegsziele Bulgariens auf die Sicherung der Einheit des Volkes hinauslaufen. Amsterdam, 23. Sept. Der belgische Ministerpräsident Cooremann erklärte, daß die belgische Regierung die Friedensbedingungen nur in vollständigem Einvernehmen mit den Verbündeten festsetzen werde. . P o l i t i s c h e Oeutsches * Auf seinen Wunsch ist Staatsminister Dr. Helfferich von seinem Amt zurückgetreten. Dr. Helfferich war mit der Wahrnehmuna der deutschen Interessen bei der Regierung der russischen Foderativ=Repuvlir betraut und verließ Moskau infolge der ausbrechenden Gegenrevolution der Sozialrevolutionäre. Auf Wunsch des Reichskanzlers wird Dr. Helfferich seine frühere Tätigkeit wieder aufnehmen und die Zusammenfassung der wirtschaftlichen Vorarbeiten für die Friedensverhandlungen weiterführen. Türkei. * üÜber die türkisch=deutschen Verhandlungen in Berlin äußerte sich der auf der Heimfahrt begriffene Groß fir sehr befriedigt. Auch die bulgarisch=türkischen Ver######olungen nähmen einen guten Verlauf und auf beiden Seiten sei das Bestreben vorhanden, die beiderseitigen Interessen in Einklang zu bringen. Auf die Frage, ob zwischen der deutschen und türkischen Regierung gewisse Gegensätze oder Meinungsverschiedenheiten aufgetaucht seien, antwortete der Großwesir, das sei vielleicht eine zu starke Bezeichnung. Bei vielen Fragen, die der Krieg aufgeworfen, sei es selbstverständlich, daß hier und da Meinungsverschiedenheiten aufträten, aber gerade deshalb würden Verhandlungen geführt, um diese zu beseitigen. In= und Ausland. mit Ungarn wird infolg besonderer Verhältnisse in diesem Lande das Meistgewicht deBriefe vorübergehend auf 250 Gramm beschränkt. Frankfurt a. M., 23. Sept. Nach der Frankf. Ztg. ba sich der deutsche Generalkonsul in Petersburg de: Protestnote des neutralen diplomatischen Korps gegen der roten Schrecken angeschlossen. Basel, 23. Sept. In Kalkutta ist unter den Moham riedanern ein Aufruhr ausgebrochen. Die Polizei mußte mi lasse einschretten, wobei mehrere Aufrührer getötet bim verletzt wurden. Bremen, 23. Sept. Der Staatssekretär des Reichswirt ftsamtes, v. Stein, ist heute vormittag zu einem Besuch der Kaufmannschaft hier eingetroffen. auf Pesschraiß, 28 Sept. Im Alter von 78 Jahren verstarl seit 1904 Mitglied des Finanzminister verfügt. tersgrgehin, Zollbesichtigung aller Güter an der Grenze daß sie sich der manrun0 läßt erklären über ablehenden monarchischen Bewegung treten werde un0 ihr mit Energie entgegenMoskau, 23. Sept. Gegen die Mitglieder der Sowjetsind wieder Attentate erfolgt, die neue Repressivmaßregeln zur Folge haben Das Glockenspiel unterbrach seine Gedanken. ¾12 Uhr. Nun wartete er bereits über eine Stunde. Es war fraglich. ob ihn der Minister überhaupt heute noch empfangen welde. Seine Züge strafften sich wieder. Wie töricht, hier im Wartezimmer des Kriegsamts sich mit so kindlichen Unwichtigkeiten zu beschäftigen! Was kümmerten ihn die Geheimnisse des Hauses Southriffe und seine Beziehungen zu James Atterley? Er mußte sich doch jetzt ernstlich überlegen, wie er überhaupt dem Minister vor Augen treten solle. Was wollte er denn alles zu seinen Gunsten vorbringen? Ob man den Kanadier Longford so gern in den Stab des Londoner Kriegsamts aufnahm?... Er mußte möglichst knapp und möglichst scharf=treffend sein Gesuch begründen. Das klügste wäre wohl— dummes Zeug! Er war doch kein Schuljunge, der fünf Mir## vor Unterrichtsbeginn seine Hausaufgabe auswendig le. Das Auswendiglernen hatte seine Schattenseiten. Es konnte irgendein unvorhergesehener Zufall eintreten und dann war das großartigste Konzept verdorben. Nein, man mußte sich auf den Augenblick und seine Eingebung verlassen. Er würde schon das rechte Wort finden. Und seine Gedanken bekamen Flügel und wanderten zu Lady Ediths schönen Händen. Immerfort hatte er diese wunderfeinen Gebilde verfolgt. Gestern abend beim Diner hätte er sich beinahe ein zweitesmal verraten und diesmal obendrein vor den Gästen. Ein zwingender Zauber ging von diesen Frauenhänden aus. Er saß zur Rechten der Lady und schon hatte er sich abermals über die weißen Finger mit lechzendem Munde gebeugt; da riß er sich selbst ungestüm zurück und sagte, als ob nichts geschchen würes „Welch seltsamen Schlangenring Sie hier um vinger tragen, Mylady!“ Und niemand unter den Gästen, selbst Lord Soutbriffe nicht, ahnte, welche Torheit diese harmlosen Worte bemäntelten. Nur aus Ladys Nixenaugen traf ihn ein forschender Strahl und es erweckte in ihm ein prickelndes Gefühl, daß sie und ihn nun sozusagen vor all den Gästen ein Geheimnis verband. (Fortsetzung folgt.) * Kathol. Arbeitervereine und Episkopat. Die Vorgänge innerhalb des Kölner Verbandes der katholischen Arbeitervereine haben bei Freund und Feind ein lebhaftes Echo hervorgerufen. Worum es sich eigentlich handelt, ist mit aller Offenheit in einem Artikel der K. V.(Nr. 752) dargelegt. Da die ganze Angelegenheit nicht nur für die Verhältnisse in der Kölner Erzdiözese von Bedeutung ist, sondern für die kath. Arbeitervereinsbewegung im ganzen Reiche von großer Bedeutung ist und weil die Darlegungen des Kölner Blattes zudem auch in parteipolitischer Beziehung wichtig erscheinen, geben wir nachstehenden aufklärenden Artikel in seinen Hauptzügen wieder: Gegenüber der Not und Gefährdung der Arbeiterschaft gründete man von katholischer Seite zuerst die katholischen Arbeitervereine. Sie waren in erster Linie kirchliche und religiöse Vereine, die ein von der erzbischöflichen Behörde ernannter Priester leitete. Zugleich aber sollten sie soziale Standesvereine sein, die dem Arbeiter in seiner Eigenart gerecht würden. Später traten neben die Arbeitervereine neue Vereinigungen, die christlichen Gewerkschaften. Man schied aus dem großen Programm der Arbeitervereine die eigentlich wirtschaftlichen Fragen, soweit sie eine praktische Machtentfaltung notwendig machten, aus und gab sie den Gewerkschaften als Inhalt und Ziel. Es wurde zwischen den Arbeitervereinen und Gewerkschaften ein innig=freundschaftliches Verhältnis geschlossen, das für beide Teile fruchtbar, belebend und segensreich wirken sollte. Allmählich entstand aber in der christlichnationalen Arbeiterschaft die Erkenntnis, daß der wirtschaftliche Arm der Gewerkschaften in der heutigen Zeit nicht genüge. Die wichtigsten Entscheidungen zugunsten der Stände fallen nicht auf rein wirtschaftlichem, sondern auf politischem Gebiete. So entstand die Frage: Welch Organisation kann dieses politische Machtorgan der christlichen Arbeiterschaft sein? Der Gedanke einer eigenen Arbeiterpartei erschien nicht als zweckmäßig und wurde verworfen. Die Gewerkschaften lehnten die politische Betätigung ab. Sie fürchteten mit Recht, daß bei doppelten Zielen die wirtschaftlichen Interessen Schaden litten und daß die Politik eine Spaltung in ihre Reihen tragen könnte. So verfiel man auf den Ausweg, die konfessionellen Arbeitervereine zu politischen Machtgruppen auszubauen. Auf katholischer Seite sollten die katholischen Arbeitervereine für diesen politischen Kampf umgestaltet werden. Naturgemäß mußte dann der Geistliche wenigstens als Leiter verschwinden und ein Arbeiter, etwa ein Arbeitersekretär an die Spitze treten. Diese, wie man sieht, wesentliche mügestaltung der katholischen Arbeitervereine hatte schon seit einer Reihe von Jahren in aller Stille eingesetzt. Im Weltkriege und namentlich im Jahre 1918 war sie immer schneller vorwärt gediehen und schließlich unverhüllt hervorgetreten. Namentlich seit dem Mainzer Präsidestag zu Pfingsten 1918 und der aufsehenerregenden Rede Stegerwalds in Köln am 27. Juli 1918 sprach man ganz offen von dieser Neuentwicklung. So kam es, daß der Kölner Erzbischof auf diese Umgestaltung der katholischen Arbeitervereine aufmerksam wurde und eingriff Man mag bedauern, daß Herr Dr. Müller, der um die Arbeitervereine hoch verdient ist, als Opfer dieses Konfliktes gefallen ist. Aber man muß auch gerecht sein und zugestehen, daß der Erzbischof nicht anders handeln konnte. Im mußte es zuerst am Herzen liegen, den großen Segen, den die Arbeitervereine auf religiösem Gebiete der katholischen Arbeiterschaft ge bracht haben, zu erhalten. Man hat dem Kardinal von Hartmann allerlei Vorwürfe gemacht, die darauf hinauslaufen, ihn als Gegner berechtigter Arbeiterforderungen hinzustellen. Man versuchte, ihm als Grund für sein Vorgehen Feindschaft gegen das gleiche Wahlrecht unterzuschieben. In der Tat hat das Ausscheiden Dr. Müllers aus seinem Amte mit dieser Frage nichts zu tun. Man hat ferner dem Kardinal unterschoben, er wünsche überhaupt nicht, daß die katholische Arbeiterschaft sich politisch betätige. Auch das ist grundfalsch. Selbstverständlich ist es katholischen Arbeitern unbenommen, sich zur Durchführung ihrer politischen Forderungen diejenigen Einrichtungen zu schaffen, die ihnen notwendig erscheinen. Nur lehnt der Kardinal ab, daß die katholischen Arbeitervereine mit ihren wichtigen religiösen Aufgaben diesem Ziele geopfert werden. Als Bischof und Hort der religiösen Interessen konnte er keine andere Entscheidung treffen. Uebrigens hat ja auch Herr Stegerwald in seiner Kölner Rede allein vier Möglichkeiten aufgezählt, die politischen Wünsche der katholischen Arbeiterschaft zu befriedigen. Möge man also in Ruhe und Sachlichkeit einen neuen Weg suchen. Die kirchliche Behörde wird einem solchen Versuch keine Schwierigkeiten bereiten. Es steht auch nichts im Wege, daß die katholischen Arbeitervereine einer solchen neuen politischen Organisation der Arbeiterschaft in ähnlicher Weise wohlwollend gegenüberstehen, wie den Gewerkschaften. Merkblatt für den 25. Septemver. Sonnenaufgang 551] Monduntergang 1224 N. Sonnenuntergang 5“] Mondaufgang 8* N. 1555 Augsburger Religionsfriede.— 1849 Komponist Johann Strauß gest.— 1912 Georg Meisenbach, Erfinder der Autotypie, gest.— 1914 Die Deutschen erobern das Sperrfort Camp des Romains bei St. Mihiel.— 1915 Niederlage der Russen bei Nowo=Alexenize. a Das Nachnahmepnket. Die Wertsteigerung, die fast alle Waren in der letzten Zeit erfuhren, hat bei den Versendern von Paketen das Verlangen hervorgerufen, sich beim Verschicken von Sendungen durch die Post möglichst gegen Schaden zu sichern. Da die Post im Falle des Verlustes eines gewöhnlichen Pakets niemals mehr als 8 Mark für je 500 Gramm der ganzen Sendung vergütet, so sind die Versender mehr und mehr dazu übergegangen, ihre Pakete als Einschreib= oder Wertpakete zu verschicken. Für Einschreibpakete vergütet die Post im Falle des Verlustes dieselben Beträge wie für gewöhnliche Pakete, jedoch nicht weniger als 42 Mark; für verlorene Wertpakete wird die Wertangabe bei der Feststellung des Schadenersatzbetrages zugrunde gelegt. Beweist jedoch die Post, daß der angegebene Wert den gemeinen Wert der Sache übersteigt, so ersetzt sie nur diesen. Hiernach ist die Ersatzpflicht der Post auch für Einschreib= oder Wertpakete nur begrenzt. Die Versender sind deshalh auf, der Suche nach einer Beförderungsmöglichkeit, bei der an die Verpackung keine besonderen Anforderungen gestellt und wobei im Falle des Verlustes die Schäden in voller Höhe vergütet werden. Eine solche Beförderungsart glauben viele in dem Nachnahmepaket gefunden zu haben. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, daß die Post im Falle des Verlustes einer solchen Sendung Schadenersatz in Höhe des angegehenen Nachnahmebetrages leistet, Zu dieser irrigen Auffassung werden viele auch dadurch verleitet, daß ihnen bei Aufgabe einer solchen Sendung von der Post ein Einlieferungsschein erteilt, und daß eine Nachnahmesendung dem Empfänger nur gegen Entrichtung des vollen Nachnahmebetrages ausgeliefert wird. Nachnahmesendungen werden vielmehr von der Post nur dann als Sendungen mit Wertangabe behandelt, wenn außer dem Nachnahmebetrag noch ein Wert angegeben ist. Die Post leistet also beim Verlust von Nachnahmepaketen, die nicht eingeschrieben oder mit Wertangabe versehen sind, keinen höheren Ersatz wie für gewöhniche Pakete. das heißt nicht mehr als drei M500 Gramm der ganzen Sendung. Vielfach wird bi# Versendung als Nachnahmepaket auch deshalb gewählt, weil angenommen wird, daß solche Sendungen von der Post mit Vorzug oder besonderer Sicherung befördert werden. Auch dies ist ein Irrtum. Die Nachnahmepakete werden von der Aufgabe bis zum Bestimmungsort nicht anders wie gewöhnliche Pakete behandelt und befördert und genießen keinerlei Vorrang. Die besondere Verpflichtung der Post bei Nachnahmen besteht nur darin, daß sie die Sendungen dem Empfänger nur gegen Einziehung des com Absender in der Ausschrift angegebenen Betrages aushändigt und den eingezogenen Betrag an den Absender übermittelt. Für den eingezogenen Betrag haftet die Post wie für die auf Postanweisungen eingezahlten Beträge. Wer sich also bei Versendung von Paketen mit wertvollem Inhalt vor Schaden bewahren will, darf sie nicht als gewöhnliche Nachnahmepakete zur Post liefern, sondern muß auch noch den Wert angeben. 4 Eine Woche Aufenthalt für Fremde in Bayern. Vom z. Htoher geb wurde für ortsfremde Personen der ohne amtsZeugnis zugelassene Aufenthalt in Heilbädern, KurVrten und Erholungsplätzen Bayerns sowie in allen Gemeinden mit weniger als 6000 Einwohnern zur Kur, Erholung oder Vergnügungszwecken auf eine Woche herabgesetzt. Die Höchstzahl der ortsfremden Personen, die in den einzelnen Verkehrsorten beherbergt werden dürfen, wurde auf 10% festgesetzt. Das Einmieten von Fremden bei Selbstversorgern wurde verboten. * Einschränkung des Fremdenverkehrs in Württemberg. Das württembergische Ministerium des Innern hat mit Rücksicht auf die Lebensmittelversorgung der einheimischen Bevölkerung sehr starke Einschränkungsmaßnahmen des Fremdenangeordnet. In den Hauptfremdenverkehrs=Bezirken geitlichen Kufenthalt hei s sich nicht um umentbei nahen Verwandten handelt, nur mit einer schriftlichen Geneumigung des Oberamtmanns gestattet. In einigen mivigen Bezirken wurde die unbeschränkte Aufenthaltsdauer auf eun Woche berabgesetzt. * Freier Verkauf von Überschußetern. Der Staatskommissar für Volksernährung hat bestimmt, daß Geflügelhalter, die ihre Ablieferungsschuldigkeit an Eiern für das Wirtschaftsjahr 1918 erfüllt haben, weitere aus eigener Geflügelwirtschaft gewonnenen Eier(Überschußeier) unmittelbar an Verbraucher zum Kleinhandelshöchstpreis frei absetzen dürken. Paverborner Stadtchrorik. Das dunkle Paderborn. Der Pürting an der Busdorfkirche ist seit geraumer Zeit wieder abends ohne Licht. Dieser Durchgang stellt mit seinen Treppen einen in der Dunkelheit sehr gefährlichen Verkehrsweg dar. Bei dem ohnehin lebhaften Verkehr sollte man annehmen, eine Reklamation nach mehr Licht würde sich hier erübrigen. Aber leider ist es dem nicht so. Im Gegenteil schon oft mußte in der Oeffentlichkeit unsere Stadtverwaltung um Beleuchtung des Pürtings ersucht werden. Der Erfolg dieser berechtigten Rufe war ein neidischer. Zeitweise brannten die Laternen an beiden Ausgängen, zeitweise brannte auch nur eine, die dafür dann allerdings Tag und Nacht ihr Licht spendete. Nun wurde die Beleuchtung wieder ganz eingestellt und allabendlich hört man das Schimpfen von Passanten, die aneinander oder auch an den Mauern anstoßen, die an den Treppen beinahe zu Fall kommen und sich endlich auch noch mit dem Unrat beschmutzen, den schmutzige Kinder auf den Treppen usw. hinterlassen. Man fragt sich auch hier vergeblich, wie es möglich ist, daß eine so gefährliche Verkehrsstelle unbeleuchtet bleibt. Mit Recht kann hier der Bürger einmal fragen, für was er eigentlich in Paderborn so hohe Steuern zahlt. Was hier vom Pürting gesagt ist, gilt auch von so manchem anderen gefährlichen Straßenwinkel. Ist unser Gaswerk wirklich so wenig leistungsfähig, daß noch nicht einmal einige Laternen gespeist werden können, dann sollte man daran gehen, für die gefährlichsten Punkte der Stadt elektrische Lichtleitung anzulegen. Jedenfalls muß aber etwas gegen die Dunkelheit und für die persönliche und sittliche Sicher heit der Passanten und Bürger inbezug auf Straßenbeleuchtung unbedingt geschehen. haben. Neben ihm legten die Abg. Bartscher und Brust dar, wie das Zentrum zu dem Vorgetragenen stehe, bezw. gestanden habe. Aus der Mitte der Versammlung fand die Tätigkeit der Zentrumsabgeordneten für die Beamtenschaft lebhafte Anerkennung. + Münster, 24. Sept. Der päpstliche Nuntius zu München, der seit einigen Tagen die Gefangenenlager Nordwestdeutschlands im Auftrage des Vatikans besucht, um sich von dem Zustande der italienischen Kriegsgefangenen zu überzeugen, traf am Sonntag abend mit Gefolge hier ein und nahm im bischöflichen Palais Wohnung. Gestern vormittag besuchte er das Gefangenelager Haus Spital. X. Emden, 23. Sept. Im Außenhafen stürzte der Arbeiter Müller kopfüber in den Laderaum des Dampfers„Waldenburg“ und war sofort tot. Er hinterläßt Frau mit 6 unversorgten Kindern. Der holländische Logger„Jean Paul“ ist auf eine Mine gelaufen und in die Luft geflogen. 12 Personen, darunter der Schiffer und seine beiden Söhne, kamen dabei ums Leben. — Die Höchstpreise für Spätkartoffeln sind in heutiger Nummer vom Landratsamt bekannt gemacht, sodaß die Unklarheiten, welche bez. des Preises im Handel herrschten, nunmehr behoben sind. Die Preisfestsetzung deckt sich im allgemeinen mit den bereits bekannt gewordenen Sätzen. Ab geholt beim Erzeuger dürfen nicht mehr wie 6 Mk. vom Erzeuger frei Keller geliefert nicht mehr wie 6,25 Mt. und beim Kauf beim Händler nicht mehr wie 7 Mk. der Zentner berechnet werden. Wer höhere Preise nimmt oder zahlt, macht sich strafbar. — Mit der Schließung von Gaststätten, die Frage ist auch für Paderborn infolge verschiedener Fälle akkut, beschäftigte sich auch die in Berlin stattgefundene Versammlung der deutschen Saalbesitzer, die folgenden Antrag annahm:„Die Berechtigung der Polizeibehörden, bei angeblichen Uebertretungen ohne weiteres auf unbestimmte Zeit schließen zu lassen, ist eine Willkür, wie sie gar nicht krasser je vorgekommen ist und gedacht werden kann. In den allermeisten Fällen ist die angebliche Uebertretung noch gar nicht einwandfrei bewiesen, sondern steht nur auf dem Papier. Gewöhnlich ist die Schließung des betreffenden Lokals sofort erfolgt, ohne daß es dem Inhaber überhaupt möglich war, die vorhandenen Vorräte anderweitig zu verwerten oder wenigstens vor dem Verderben zu schützen. Es sind auf diese Weise bereits Unmengen von wertvollen Nahrungsmitteln verloren gegangen. Eine weitere ganz unbegründete Willkür ist es, die Schließung auf unbestimmte Zeit zu verordnen. Welchen Schaden — der meistens in die Tausende geht— dem Lokalinhaber dadurch entsteht, befindet sich gewöhnlich in gar keinem richtigen Verhältnis zu der Höhe der gesetzlich festgesetzten Strafe. Es ist dies aber den Polizeibehörden ganz gleichgültig, dieselben fügen sich ja sogar ungern dem Urteil eines ordentlichen Gerichts! Von Rah und Fern. X Lippstadt, 22. Sept. Der erste Pfarrer der zur Pfarrkirche erhobenen St. Joseph=Filialkirche, der bisherige Rektor Johannes Wallmeyer, wurde heute durch den Landdechanten Meintrup=Störmede feierlich in sein Amt eingeführt. = Hamm(Westf.), 24. Sept. Hier tagte bei zahlreicher Beteiligung der Beamtenbeirat der westf. Zentrumspartei. Die Vormittagssitzung galt geschäftlichen Erledigungen. Als Vorsitzender wurde Amtsrentmeister Schrütters=Recklinghausen, als Stellvertreter Schriftleiter Beker=Bochum bestellt. Um 2.30 Uhr versammelte sich der Beirat in Anwesenheit der Reichs= bezw. Landtagsabgeordneten Bartscher, Brust, Leppelmann, Schmedding und Schwartze. Eine Anzahl Abgeordnete hatte sich entschuldigt, u. a. der 1. und 2. Vorsitzende der westf. Zentrumspartei. Wichtige Berliner Beratungen hielten die Herren zu ihrem großen Bedauern fern. In einem warmgehaltenen Schreiben versicherte insbesondere Abg. Herold sein lebhaftes Interesse an den Verhandlungen. In ruhiger Sachlichkeit entledigten sich die beiden Referenten, Schriftleiter Becker=Bochum und Oberpostschaffner Koch=Essen ihrer Aufgabe. Herr Becker sprach über die Rechtsforderungen. Herr Koch über die wirtschaftliche Lage der Beamten und deren Wünsche auf mehr parlamentarische Vertretung. Eine mehrstündige Aussprache ergänzte die Vorträge nach mancher Seite. Geheimrat Schmedding ging auf die Einzelforderungen des Längeren ein. Er versicherte auch namens seiner Kollegen, manche wertvolle Anregung durch die Vortragenden erhalten zu Berlin—Wien verunglückt. 32 Tote, 28 Schwerverletzte. Gestern... Dresden, 28. September. Dresden=Neustadt sich kurs vor dem Eisenbahnunglück ereignet, das in seinen traurigen Folgen beranreicht oder ste übertrift., sid diusenden Unglicksfäle 13 fuhr vor der Einfahrt in den Bahnhof Dresden=Neustadt auf den dort haltenden Berliner D=Zug auf. Drei Wagen des Berliner D=Zuges wurden völlig zertrümmert und gerieten in Brand. Von den Fahrgästen wurden nach den letzten Angaben 32 getötet und 28 schwer verletzt. Eine weitere Anzahl von Passagieren wurde leichter verletzt. Der U=Zug Berlin—Wien hielt vor dem Bahnhof, da er noch kein Einfahrtsignal erhalten hatte, weil ihm ein Personenzug mit Maschinendefekt im Wege stand. Der nun heranfahrende Leipziger D=Zug hatte anscheinend Anweisung auf„Freie Fahrt“ oder er hat das Haltesignal überfahren. Die Lokomotive bohrte sich in den hintersten Wagen des Wiener Zuges, schob diesen auf den vorletzten, wodurch dann der drittletzte Wagen des vollbesetzten Berliner Zuges stark zusammengepreßt wurde. Auch die vorstehenden Wagen wurden zum Teil beschädigt. Die Feuerwache eilte sofort herbei und löschte zunächst die durch die Lokomotive in Brand gesetzten Trümmerteile der letzten Wagen. Beim Schein der Fackeln wurden die Decken= und Seitenwände der zerstörten Wagen aufgehackt oder aufgeschlagen und die Personen daraus geborgen und in Krankenhäuser geschafft. Der Verkehr war heute noch unterbrochen. In dem Berlin—Wiener Zuge befand sich unter anderem auch der frühere österreichische Handelsminister Dr. v. Bärnreither. Er ist zwar nicht äußerlich verletzt, empfindet aber innere Schmerzen und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Auch der Delegierte der österreichischen Zentraleinkaufsgesellschaft, Konsul Rudolf Spielmann, befand sich in dem Zuge. Konsul Spielmann blieb unverletzt und konnte die Reise nach Wien fortsetzen. Berichte von Augenzeugen. Die Unglücksstelle machte den Eindruck völliger Verwüstung. Die Abteile des beschädigten Berlin—Wiener Zuges D 196 wurden vollständig ineinander gedrückt. Die Bänke hatten sich zusammengeschoben. Dadurch sind außerordentlich viele Beinverletzungen entstanden. Hin und wieder ist es geglückt, Verletzte noch lebend aus den Trümmern zu ziehen. Nach den ersten Feststellungen wurden im ganzen 56 Schwerverletzte gezählt, von denen ein großer Teil verstorben ist. Der vordere Teil des Zuges D 196, vom Schlafwagen bis zur Lokomotive, ist ziemlich unbeschädigt geblieben. Vermischtes. 0 Für die 9. Kriegsanleihe. Der Berliner Magistrar hat beschlossen, zur 9. Kriegsanleihe für die städtische Sparkasse 80 Millionen Mark zu zeichnen. Auf die 8. Kriegsanleihe hatte die Stadt Berlin 75 Millionen für die städtische Sparkasse gezeichnet. 0 Englischer Spion verhaftet. Vor der Kontrollstation in Ducherow wurde ein nobel auftretender Mann, der sich in verdächtiger Weise in der Umgebung mit Gefangenen und Soldaten in Verbindung gesetzt hatte, zwecks Feststellung seiner Persönlichkeit angehalten. In seinem Besitze befand sich ein Ausweispapier, das auf einen aus Oppeln entlassenen, unter Polizeiaufsicht stehenden Zuchthäusler lautete. Der Angehaltene wurde schließlich als englischer Spion entlarvt, dem für seine Tätigkeit in Deutschland 24000 Mark bewilligt waren. 900 Mark konnten ihm noch abgenommen werden. 0 Mehr als 7400 neue Postscheckkunden sind im August dem Postscheckverkehr des Reichs=Postgebiets beigetreten. Die Zahl der Postscheckkunden hat Ende August 230 000 überschritten. Auf den Konten sind im August 11 871 Milliarden Mark umgesetzt worden, davon 8 745 Milliarden oder 73,6% barlos. Das durchschnittliche Guthaben der Postscheckkunden im August stellte sich auf 788 Millionen Mark. Vordrucke zu Anträgen auf Eröffnung eines Postscheckkontos sind bei jeder Postanstalt erhältlich. * Wolfsplage in Süditalien. Immer häufiger werden in Süditalien die Bauerngehöfte und kleineren Ortschaften von Wölfen überfallen. In der Ortschaft Crattole rief das Erscheinen eines Wolfes eine Panik hervor. Das Raubtier verletzte neun Personen, wovon einige in das Spital übergeführt werden mußten. Der Wolf konnt wieder entkommen. 0 Wegen nicht bestandener Prüfung in den Tod. In Biere hat sich ein erschütternder Vorfall zugetragen. Der Lehrer R. sollte vor der Prüfungskommission seine zweite Lehrerprüfung ablegen. Er bestand sie nicht. Dies hat auf sein Gemüt so eingewirkt, daß er sich durch Erhängen das Leben nahm, nachdem er sich die Pulsader geöffnet hatte. Lehrer R. war im Kriege durch Bauchschuß verwundet und als dienstunfähig aus dem Heere entlassen worden. Aus dem Gerichtssaal. eubringen, wo die Beute oder das Geld daftr, Foßisgerggget Das Gericht versagte ihm trot brshrsoer j.0 Jahren Buchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Seine Frau wegen Heblerei ein Jahr Gefänanis. A Das Theater der Zukunft. Betrachtungen zur Spielzeit 1918/19. Es wird wieder Leben auf dem geistigen Gebiet: Theater, Literatur. Musik und Tanz— der Markt geistige: Genüsse will sich schier mit jedem Kriegsjahre vergrößern es ist fast, als sei die Menschheit(nicht nur in deutschen Landen) genußfreudiger geworden in dem Maße als das Geschehen auf der Weltenbühne sie hätte ernster und entsagungsvoller stimmen sollen. In der Tat; die Frage ist ernsthaft zu erwägen, ob wir ein Recht haben, uns der Freude und dem Genuß hinzugeben in derselben Minute, da Tausende Schmerz und Seelennot leiden? Und wir dürfen nach reiflicher Prüfung antworten: wir dürfen es; denn auch die Freude und der Genuß waren zu allen Zeiten gleich dem Schmerz und der Entbehrung die Träger von Zukunftswerten, die Förderer wahrer Kultur Es fragt sich nur wie die Freude und wie der Genuß beschaffen ist. in auerorhentlich voch. Und wenn die Direktoren angesichts solcher Einnahmemöglichkeiten nicht daran wahren Kunst zu dienen, so geschieht es aus Bequemlichkeit. Daß sie es nicht tun, zeigt ein Blick auf den Spielplan, der eine schreckliche Verarmung zeigt. Die Operette herrscht, daneben die Komödie, das Schauspiel kommt noch in Betracht, wenn es aus der Feder eines Modeschriftstellers stammt und das klassische Drama ist so gut wie ausgeschaltet. Wer sich ob dieser Entwicklung entrüstet, dem wird der Bescheid, daß das Theater— dem Kino Konkurrenz bieten und danach seinen Spielplan behandeln muß. Das steht auf demselben Blatt, auf dem die Klage zu lesen ist, daß das Kino dem Theater die besten Schauspieler abwendig macht, weil es höhere Gagen bezahlt. Masnahmen gegen die russischen Bauern. bepösterung, die die Anordnungen der Sonsetegteruchg völlg ignoriert und sich der Requisition der Getreidevorräte mit zu äußersten Gewaltmaßnahmen zu grasten Pa Absicht, eine arganisierte greien. Es besteht die Absicht, eine organisierte Strafexpedition gegen die widerLrplenko befehligen sol. di der frühere Generalisimus 1600 Millionen Dollar Einkommensteuer. mit 8o0 Sger a, Schzunen die Einkonmnensenewor— lage gebt set an dern Serng.elen eubeingen sol. Di. VorDas alte Lied! Theater und Kinol Wahr ist, daß die Kinogesellschaften mit ungeheuren Kapitalien arbeiten und daß sie für ihre Theaterkilometer anderen Absatz Ein kurzes Vorwort: Vom Krieg und allem, was damit in unmittelbarem und mittelbarem Zusammenhang steht, wird die neue Kunst des kommenden Winters wenig Auch die Dramatiker wie die Romanschriftsteller schließlich dem Geschmack des Publikums unterworfen Es ghlte nicht so sein. Der Dichter sollte alleweil au der Menschheit Höhen wandeln, ihr neue Ziele zeigen, sie zu neuen Ufern lenken. Wenn aber je eine Zeit solchem Streben zuwider war, wenn je der Geschmad einer Epoche sich dagegen auflehnte, so ist es dieses Jahr, das schärfer noch als bisher eine Scheidung der Geister vorgenommen und die Kriegsgewinnler von den andern gesondert hat. Das mag seltsam klingen, aber es ist leider wahr. Die große Umwertung aller Werte, die der Krieg mit sich gebracht hat, hat auch hier verheerend gewirkt. Die neue Aristokratie hat den Stempel ihres Geistes der aufgeprägt und Dramatiker wie Romanschriftsteller(wohl auch die Komponisten!), vor allem aber moderne Theaterbetrieb müssen sich dem neuen Geiste fügen, da letzten Endes auch das Theater mit allem was drum und dran hängt ein Geschäft ist. finden, als der Theaterleiter mit seiner dramatischen Kunst. Eine einzige Gesellschaft z. B. arbeitet mit 25 Millionen Rücktritt des japanischen Kabinetts Terautschi. darauf vor. über die Gründe des Wechsels und über die richten vote der Reoierung liegen noch keine sicheren Nach— Auf 100000 Deutsche kommt durchschnittlich ein Theater, das 1500 Personen faßt. Aber erst der Krieg Einschränkung auf allen Gebieten menschlicher iesen Theatern eine Konjunktir ge wiestice säant.“ Bone P und zwar gegen Bezuhlung, Einschränkung kann man heut sagen, ein gutes Geschäft ist. Das zeigt ein auf Berliner Verhältnisse. Dort schwankt die Tagesausgabe zwischen 1000 bis 5000 Mark und die Einnahmefähigkeit zwischen 5000 und 15.000 Mark. Man sieht, die Spannung zwischen Ausgabe und Einnahme Marr möhrend in smft... arbeitet mit 25 Millionen Matt, wahreno in samtlichen Berliner Theatern nicht ganz 15 Millionen untergebracht sind. Will aber das Theater mit dem Kino gänzlich verschmelzen, hat es nicht anderen Ehrgeiz, nicht andere Ziele? Manche Provinzbühne lehrt daß ein strebsamer Theaterleiter neben dem Geschäft(das er mit Posse und Operette macht) auch die hohe Kunst zu oflegen vermag, wenn er nur das Publikum daran zu gewöhnen wagt, daß das Theater(im Gegensatz zum Kino) noch immer das Denken seiner Besucher in Anspruch aimmt. Darauf aber kommt es an. Will der Direktor Erzieher sein, darf er nicht bequem sein. Er darf nicht(wie viele Berliner Theaterdirektoren) sein Haus mit einem wertlosen Zugstück füllen und es irgendeinem Spekulanten für geringfügigen Gewinn auf hundert Abende verpachten, er muß mit Leib und Seele an dem Musenbster cued immer wieder arbeiten. Und so gebt, wie auf gug Gebieten, der Ruf der neuen Zeit dahin daß alle Fartoren arbeiten, in unablässiger Arbeit zusammenstehen müssen, dann wird das Theater der Zukunf ine Pläte der Fhrsfeter der klasischen Veriode einst wari Wort, eine me vie vag der Unterhaltung, mit einem Wort, eine moralische Anstalt. Mar Arendt-Denart. 9„Triechische Polizel nach englischem Muster. graghdse eintechische Voisel nach englichen Mäster un ier Der künftige König von Finnland. Stockholm, 23. Sept. Nach Mitteilungen aus den Kreisen der finnischen Königsdeputation werde Prinz Friedrich Karl von Hessen gleich nach seiner Wahl nach Finnland kommen. Der Prinz habe bei den Verhandlungen betont, daß er nach seiner politischen Überzeugung liberal sei. Der Paderbort tagen.— Begebracht 65 P durch den Bri Anzeiger werd des Kgl. Land *** LetzteDraht= u. Korrespondenzmeldungen Poincaré und Clemeneeau an der Front. Deutsch=ungarischer Warenverkehr. Budapest, 23. Sept. An den am 27 September in Dresden beginnenden Beratungen über Erleichterung des Handelsverkehrs mit Deutschland werden sellens=Ungarns der ehemalige Staatssekretär Edmund von Nickles und die Direktoren Julius Rubrich, Mehelyi und Bessanyi teilnehmen. „Verbrechen“ der Vereinigten Staaten. „ Kelsingfors, 23. Sept. Das Blatt„Sosiali Demokraatti“ schreibt: Die Mitteilung, daß die Antwort der Vereinigten Staaten auf die österreichische Friedensnote innerhalb einer halben Stunde abgegeben wurde, enthalte ein Verbrechen, für das man keine Worte finden könne. Amerika beschloß innerhalb dieses Zeitraums, Millionen von Menschen in Blut zu ertränken und die ganze Welt mit Toten, Verwundeten, Idioten zu erfüllen, um Platz für das amerikanische Geschäft zu schaffen. Eine grenzenlose Verantwortung hat das Land des Goldes und der Reichtümer auf sich geladen. M Bahnk TU. Zürich, 24. Sept. Poincare traf im Operationsgebiet bei St. Mihiel ein und wohnte den Kämpfen bei. Gestern wurden wieder verschiedene Frontabschnitte besucht.— Die heutige Havasnote erklärt, der Widerstand der Deutschen nehme fortEnglische Unzufriedenheit mit Wilson. Zürich, 23. Sept. In London ist man von der Antwort Wilsons auf die österreichische Friedensnote nicht entzückt. Mit Schrecken hat man gesehen, daß Wilson die Friedensinitiative an sich reißen und Friedensverhandlungen nur Die neuesten Herbst- und Winierhüte empfieblt in großer Auswahl Tohanneorec Spezial- Damenputz Vaderborn. Jalentinstraße 13. Lichtspiele—Weltkino Paderborn, Westernstraße 14. Gesucht wird von älterer Dame(nicht lungenkrank) als Alleinmieterin möbl. Zimmer Heute Dienstag, Mittwoch, Donnerstag mit Pension für längere Zeit bei mäßigen Preis Angebote erbeten u. L 55 an die Geschäftsst. d. Lippspringer Anzeigers W. Ehl, Lippspringe. anär, Fsis7 der Verordnung des Reichskanzlers vom Frichte uind über die Preise für Hülsen=, Hack= und Oeltür die Far. Bestimmungen der Reichskartoffelstelle Penegrte ezigrgung g#918 /19 vom 3. September Kartoffeln folgende 818 mercen, vur Pzggf. Lezugscheine zu beziehenden Kartoffeln folgende Höchstpreise für einen Zentner gute gesunde Speisekartoffeln festgesetzt: 442. Semmser, auts 1. . 1. Beim, Verkauf durch den Erzeuger a) ab Hof des Erzeugers.... 6,00 Mark b) frei Keller des Verbrauchers. 6.25„ 2. Beim Verkauf durch den Händler 7.00“ ## Diese Preise gelten nur für die im Kreise Paderborn erzeugten Kartoffeln, von außerhalb eingeführten Kartoffeln werden Höchstpreise noch bekanntgegeben. Einne des Fesezeg. Höchstpreise sind Höchstpreise in viderhandlungen 36 Bestimmungen bestraft. Paderborn, den 23. September 1918. Der Landrat. % Sensationelles Abenteuer des berühmten Detektivs Kelly Brown Ich warne jeden, Der Stümme Zeuge Eine spannende Handlung in 5 langen Akten. von meiner geschäftsunkundigen Frau Sachen zu kaufen. Sie ist zu dem Verkaufe nicht berechtigt und ich müßte die Sachen zurückfordern. Der Käufer meines Reitzeuges der Horch Automobil=Werke Akt. Ges. sucht für den dortigen Bezirk einen Vertreter. Reflektanten mit guten Verbindungen eotl. Reparatur=Werkstatt bevorzugt. „„„9 Düsseldorf, Kaiser Wilhelmstr. 47. Beginn 6 und 8¼ Uhr abends. S (für 100 Mark!) wolle dasselbe bis zum 1. Oktober geg. Rückzahlung an mich senden, da ich sonst gegen ihn gerichtlich vorgehe. Drei=Kaiser=Saal Sennelager. Viermaliges Gastspiel des I. Charakterkomiker Julius Benne vom Neuen Theater Hamburg mit eigener Gesellschaft. Abonniert den Anzeiger! Dr. Bordihn, Lipploringe, z. Z. Bischofswerder, Westpr. Mittwoch, den 25. September, 7.30 Uhr Herzlich willkommen! Lustspiel in 3 Akten von Real und Werner. 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Hammerschmidt, Attendorn. 0 0 0 Fürmittleren Schreinereibetrieb einen zuverlässigen Weister oder Vorarbeiter welcher mit sämtlichen Maschinen vertraut und im Accordwesen bewandert ist, sowie einige Schreiner, Der erste T lich der Regiel seine Mitarbeit kürzt der Öffen sich so ein Bild tärische und vol maßgebenden u. urteilen ist. In keinen sonderlich aber wohl zume heutigen Sitzung mit den Frakti Parteimitglieder gierungsredner wesentlich neues wird sich vielleic die Fragen, vo meisten bewegt Ministeriums H rein porlamentar demokratie in d völlig unberührt Wenn man wärtigen, den 2 ministerium und man glauben, de lichen seelischen 9 der letzten Zeit sorgen haben, wi unabhängig diei H##grunde aller Schon im Laufe den Reihen der bis in die Partei Luft, daß die Mi gingen. Aber 4 gzemeinen der Eir gelungen sei, mit liches zur Kläru# auch der Kanzler, munter wie imm seines Urteils au außerordentlich zi auf die nationalt Volkes irgendwifür sofort oder später gesucht W. Friederich, Menden,(Kreis Iserlohn) den anderen Red durch Abweichun T aban „Führer im Tabakbau.“ Anleitung z. Anbau von Tabak. Beizen u. Herstell. von Rauch= u. Kautabak, Zigarren u.Zigaretten. Beim vareinsenden des Betrages 1,50 Mk., Nachn ahme 30 Pfg. mehr. I. Fresa, Engers(Rhein) Postfach 1. * Drus, Verlag und Redaktion von Martin Wagner in Paderborn. Stadt and EandPadersori 5/ Deutsche Reichsallierne, 4½% Deutsche Reichsschatzanweisungen, auslosbar mit 110% bis 120% neunte Kriegsanleihe, zeichnet man beim Paderborner Bankverein Zweigniederlassung des Hessischen Bankvereins, Aktiengesellschaft. 9 5 ihre Zuhörer von ganzen also ein T läßt, welchen Ver Regierung und Daß die Partei gierung folgen Sorgfalt auf das ist nicht zu erwai ehr zu wünsche e keine dringen und Volk, zwische Verhältnisse zu geschickter Taktiker die leidenschaftliin den Bereich traut er sich eherfolgreicher zu erst den Angriff aber wäre dann Auge mit dem K aufnehmen, den in der Dunkelka geführt haben. Lange genug wird höchste Zeit De Vorsitzender Al aus: Entgegen de Ende Oktober wied Österreich=Ungarns Hauptausschusses erscheinen lassen. er Regierung so erhalten, sodann de berichten, an dritter endlich der Vizeka Alegungen der Regi über die politische ergreift das Wort Reich Der Ausschuß Bage, in der mir