nge versammelte sicht die Polizei mit er Straßen überging. gegeset führte mehr genügten, ichern und andere Treibereien ein Gude etzes lautet: Wer aus itteilungen macht, die der die einer fremden Gefängnisstrafe und st. enenaustausch. sekretär der Militär19. Mai gewechselter von der französische. imbeförderung zenenaustausches genission billigte seine Der. Moskauer Räteialrevolutionäre und seiner Körperschaft Nr. 159 Mittwoch, den 10. Juli 1918 32 Faurzung. t ir ichung. verordnung betreffen 01 wird hiermit zu an den im hiesigen zende Stiere angelbet prian Paderborn, 5 rior=Paderborn, des hof Pade vorn, des a-Baderborn, der doltgrewe=Sande, des , des Rickert=Sande. ens=Dorfstraße, Neune, des C. Wüselepspringe, des Io#. Lippspringe, des#. Eggeringhausen, der des K. Schäferssen, des H. BeckerKnievel=Dahl, des ann=Zstenland, des u##Ostenland, der ek gt. Tromberensenland, des B. Dielund, des Humansdes Neuwöhnerdes St. Biermeier9 des Kipshagerpf 125, des Regengann=Westerlob, des sterloh, des Meiwes„Viermeier=Westendorfbauerschaft, des H. Köllner=Hages, Bewer=Hagen, des Börnemeier=WestenSchweihof=WestenFrewet=Kirchhorchen des H. BeckerB. Beineke=Neuenesterhorstmann=Dekdes M. Förstermmungen des§ 10 fmerksam gemacht, fähigen Bullen# der Rinder decken Mark oder mit um Decken fremden mit einer Geldrechender Haft besen Bullenbesitzen sschusses über des einem nicht aunit Geldstrafe von st. bestraft. Kk. Auf, die vorwird besonde# Landrat. —— Waigen Giben staren boligen 2 aschen sböänder k=Wimpel len zum Intericht igenhanser ervdgelrbücher. Auswahl. P# sikhaus chindler, erborn,*# 18—15. 90 „ Antliches Kreisbialt Anzeiger für Keuhaus und Velbeug eu Podobauser Zeitug abeieme ean — Juuuf 9n Möchantliche Gralis=Veilage„Stemne und Vertliche erfolgreiche Kampfe westlich Thateau Thierry.— Kühlmanns Kucktritt. Die Schuld von Halunken. Man merkt es den Kundgebungen der Moskaue Regierung zur Ermordung des deutschen Gesandten Grafer Mirbach an, daß die Entrüstung, die sie über diese Schand kat an den Tag legen, echt ist. Sie sprechen von der Halunken, die sich zur Ausführung des Verbrechens her gegeben haben, von Verrat an der Sache der Sowjet zugunsten von Leuten, die Rußland in einen Krieg zu verwickeln trachten, und von der beabsichtigten Wiederherstellung einer Regierung der Gutsbesitzer und Kapitalisten Rußland befinde sich augenblicklich auf Haaresbreite vor einen Kriege— durch die Schuld von Halunken aus den Reiher der Sozialrevolutionäre, die nunmehr in einen offenen Aufstand gegen die Regierung eingetreten sind. Ein Wahn inn sei es, Rußland jetzt in einen Krieg zu verwickeln und es bestehe allch nicht der leiseste Zweifel, daß der AufZand schnellstens unterdrückt werden würde. Alle Anhänger Lenins werden zu den Waffen gerufen in Verbindung nit der abermaligen Mobilmachung zweier Jahr gänge, soweit deren Angehörige in Moskau wohnhaft sind und— einer erheblichen Steigerung der Löhnung für die Soldaten der Roten Armee: die„ernste Arbeit“, die ihner in der letzten Zeit durch den Kampf auf der inneren und der äußeren Front verursacht worden sei, rechtfertige diese Maßnahme. Der Bürgerkrieg ist also jedenfalls wieder erneut im Gange in Rußland; was dann noch folgt, kann heute niemand wissen. Die Bolschewisten haben wohl alle Veranlassung, über den Wahnsinn zu jammern, der sich jetzt gegen sie erhebt iber wenn sie gerecht sein könnten— im Augenblick dar man ihnen eine solche Zumutung natürlich nicht stellen— würden sie zugeben, daß in diesem Wahnsinn wirklich Methode liegt: er ist nur die Fortsetzung des Kampfes der Lenin und seine Genossen zur Macht gebracht hat, un wird mit denselben Mitteln geführt, deren sie sich bedienten als es galt, Kerenski und die durch ihn vertretenen Schichten der Bevölkerung von der Regierung zu ver drängen. Seitdem ist die nackte Gewalt in Rußlanz Thron gestiegen. Man hat die vorhe koch rechtmäßig gewählte konstituierende Versammlung zuseinandergejagt, weil vorauszusehen war, daß sie nich unbedingt zu allem Ja und Amen sagen würde, was vor ihr verlangt werden würde, und man ist mehr und mehr dazu übergegangen, die Macht ausschließlich in die eigen Hand zu nehmen, alle anders gesinnten, ja auch nur allzweifelhaften Elemente aus Amtern und Stellungen jeder Art zu entfernen und so eine Klassenherrschaft im wahrsten Sinne des Wortes zu begründen, wie sie bis dahin nur ir den kühnsten Spekulationen völlig hoffnungslos revolutio närer Köpfe ihr blutrünstiges Wesen trieb. Indessen— ei zing, zu allgemeiner Überraschung besser sogar, als die Bolschewisten selber es zu hoffen gewagt hatten. Was ihnen zugute kam, war die furchtbare Erschöpfung des Landes durch den Krieg und die Selbstzerfleischung der Gesellschaft, an der auch Herr Kerenski schon fleißig und erfolgreich gearbeitet hatte. Wer in diesem entsetzlichen Chaos den Mut fand, das Steuerruder zu ergreifen, der hatte wirklich keinen Nebenbuhler zu fürchten. Langsam war, aber doch merklich begann die Staatsmaschine wieder in Gang zu kommen, ab und zu durch heftig Stöße unterbrochen, aber ohne deswegen abermals völlig luis Stocken zu geraten. Die neue Ernte steht vor der Tür, und damit konnte wohl die schwerste Sorge der Moskauer Regierung bis auf weiteres als beseitigt gelten Indessen, die Rechnung war ohne die Entente ge Das Selbstbestimmungsrecht der Völker darf nich bazu führen, daß sie sich vom Kriege abwenden— so is durchaus nicht gemeint. Also wurden, wie man in Griechenland die famosen Benizelisten gegen die nahezu das gesamte Volk umfassende Partei des Königs Konstantin mobilgemacht hatte, hier in Rußland die Sozialrevolutionäre dufgeputscht, um sich der Regierungsgewalt zu bemächtigen, den Frieden von Brest=Litowsk den Mittelmächten aufzukündigen und danach von neuem die Waffen gegen uns zu erheben. Lenin kann wohl in berechtigter Empörung von Wahnsinn und Verrat sprechen aber England ist noch niemals vor den schimpflichsten Mitteln zurück. geschreckt, wenn es damit seinen Interessen den Weg bereiten konnte, und nur darauf kann es jetzt ankommen wer die Macht hat, die brutale Macht, in diesem ruchlosen Spiel mit dem Feuer seinen Willen durchzusetzen. Das war immer so in der vieltausendjährigen Geschichte der Mensch heit und wirdimmer so sein, auch wenn Herr Wilson noch ein mal seinen idealen Völkerbund erleben sollte. Bis jetzt sind die Straßenkämpfe in Moskau zugunsten der Oolschewiki aus. ##laufen, aber wir befinden uns erst im Anfangsstadtun vieses neuen— der wievielten schon?— russischen Revolution. Es wäre verfehlt, den Tag vor dem Abend loben zu wollen. Lenin spricht in seinem Aufruf auch von den Agenter des russisch=englisch=französischen Imperialismus. Er wein alio ganz gut, wo letzten Endes die eigentlichen Hakunken ven, denen die Ermordung des deutschen Gesandten aufs Konto zu setzen ist. Hoffentlich wird es ihm vergönnt sein. die selbstverständlichen Schlußfolgerungen aus dieser E#der Botschewisten. Haag, 8. Juli. Eine russische drahtlose Meldung besagt, daß die gegen eevolutionäre Erhebung der Sozialrevolutionäre der Linker in Moskau unterdrückt ist. Nach Meldungen aus Helsingfors hatten die Ententeöldlinge, die Sozialrevolutionäre und Bolschewisten, bereits ür den 2. Juli den Umsturz angesetzt. Nach einem vorbereiteten Plan sollten in den verschiedenen Stadtvierteln die Anhänger der alten bürgerlichen Ordnung die Macht an sich reißen. Der Tag verlief jedoch ruhig. Die Moskauer Ereignisse. Die Kämpfe mit den Truppen der Bolschewisten waren besonders heftig in der Nacht vom 6. zum 7., englische Agitatoren nahmen am Kampfe teil. Die Sowjettruppen haben, dank ihrem sofortigen scharfen Zufassen, die Ordnung rasch wieder hergestellt. Am 7. abends hörte das Artilleriefeuer auf. Nur kleine Trupps der Aufrührer lagen in Gewehrfeuer mit den Bolschewisten. Der Putsch war mißlungen. Verhaftung der Aufrührer. Nach der Ermordung des deutschen Gesandten waren die Mörder in das Gebände, in welchem der in Moskau tagende Kongreß der linken Sozialrevolutionäre untergebracht ist, geflüchtet. Von hier aus leiteten die Sozialcevolutionäre den Aufruhr. Nachdem die Bolschewisten wieder Herren Moskaus geworden waren, wurde das Kongreßhaus von Bolschewisten umzingelt und belagert Die Führer der Sozialrevolutionäre wurden aus dem Kongreß heraus verhaftet. Ob die Mörder auch schon gefaßt sind, ist nicht bekannt. In Petersburg scheint alles ruhig geblieben zu sein. Dort sind lediglich durch die Bolschewisten unzuverlässige Mannschaften der auf der Newa liegenden Torpedoboote verhaftet worden. Kühlmanns Rücktritt genehmigt. Admiral v. Hintze Nachfolger. Berlin, 9. Juli. Eine Sonderdepesche des W. T.=G. meldet: Wie zu verlässig verlautet, hat der Kaiser das Abschiedsgesuch der Staatssekretärs v. Kühlmann augenommen. Als sein Nach folger wird der bisherige Gesandte in Christiania, Admira von Hintze, genannt, eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht getroffen. Die Kühlmann=Krise, die ihren Höhepunkt durch die Angriffe gegen den Staatssekretär infolge seiner Reichs tagsrede über die Ostfragen erreichte, war kaum ander zu lösen, als durch den Rücktritt Kühlmanns, den man allgemein nur als eine Frage der Zeit ansah. Einer späteren Geschichtschreibung wird es vorbehalten sein. die tieferen Gründe aufzuzeigen, die letzten Endes den Sturz von Kühlmann herbeigeführt haben. Als in dem Kühl mann=Prozeß die Vertagung ausgesprochen wurde, warer Eingeweihte sicher, daß der Staatssekretär das Ende der Prozesses nicht mehr im Amte abwarten werde. * Kühlmanns Rücktritt und die Parteien. #: Berlin, 9. Juli abendd. die Nachricht vom Rücktritt des Staatssekretär 2. Köhlmenn wurde die heutige Vollsitzung des Reichstagl a1 Stundern unter5rochen. Die Unterbrechung dauert Fatungen der Raho Pause fandenk interfraktionelle e * Fehrheitsparteien statt, an denen die Nationalliberalen nicht teilnahmen. In parlamen Fischen Kreisen hat Herrn v. Kühlmanns Rüch überraschend gewirkt, da noch gestern ebend der Bizekanzler v. Payer versichern zu können daß das Rücktrittsgesuch des Staatssekretbes #„Die Sozialdemokrnten Rücktritt eine neue Lage geKnd e mp ester ea ge ee ie deshalb die Kriegskredite nicht bieschluß hierüber1 sen einen endgaültigen Was die Haltung der Parteien lich die Nationalliher=lar-hmartend. verhalten sesintellen, wie....... sie wollen zunächs Herr v. Hintze, der zum Nachfolger des elen wird. Puem, auderseben ist, sich zur Friedensfrage sich an der Feston Seseien saz## pmuns nicht beteiligen. Unter den Fortschrittlern sind die Ansichten geteilt: während die einen den Staatshaushalt verabschieden wollen, möchten die mdern abwarten, welches Programm Herr von Hinte Hauptausschus ern'n rechnet damit, daß letterer in wriemtiart geud rtar P wird, daß er keineswegs einseitg m Nussicht“. Ob nach all den gedachten Umständen die genommene Vertagung des Reichstages schon Oannerstag wird stattfinden können, ist einstweilen noch Staatssekretär v. Hiutze, Der neue Staatssekretär des Außern. Paul v. Hintze ist am 13. Februar 1864 als Sohr eines bürgerlichen Kaufmanns in Schwedt a. O. geboren Er ist nicht aus der diplomatischen Karriere, sondern and " der Marine bervorge gangen. Der Gesandt# v. Hintze gilt von seinst Tätigkeit in Petersburg her als ein besonderguter Kenner der russ schen Verhältnisse. E# geht ihm der Ruf eines umsichtigen, vor allen Dingen außergewöhnlich energischen Diplomates voraus. Wie verlautet hat im Hauptquartie eine längere vertraulich Besprechung zwischer dem Reichskanzler und dem känftigen Staats sekretär stattgefunden, be der sich die völlige Üben einstimmung über d## Fortführung der bis herigen Politik zwischer den beiden Staats männern ergab. Vor Ke reg##. virs W amtlichen Kreisen nabe stehender Seite wird endlich noch Wert auf die Fest stellung gelegt, daß Herr v. Hintze parteipolitisch in keine Weise festgelegt sei und daß alle in dieser Beziehung ver breiteten Gerüchte falsch seien. Wenn also hier und de behauptet wird, der Wechsel im Auswärtigen Amt werdauch ein Kurswechsel hinsichtlich der Ostfragen nach sich ziehen, so ist diese Meldung unzutreffend. Im Zusammenhang mit der politischen Lage ist er bemerkenswert, daß erst vor einigen Tagen eine ne# Einigung zwischen Regierung und Mehrheitsparteien zu kandegekommen sein soll. Die Rede Scheidemanns an Mittwoch letzter Woche hatte, wie verlautet, weitere Kreit gszoten, als zuerst angenommen wurde, und Herr vor vayer hatte bei einem Übergang der Sozialdemokratie### die Opposition seinen Rücktritt angekündigt. Durch Ver nittlung des Zentrums wurden die Gegensätze wiede iberbrückt und Herr v. Payer gab daraufhin die Rück rittsabsichten wieder auf. Starke feindliche Angriffe gescheitert. Mitteilungen des Wolsischen Telegraphen=Bureaus Großes Hauptquartier, 9. Juli. Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Südlich des La=Bassee=Kanals wurden mehrfach wieder. holte Teilangrisfe, auf dem Nordufer der Somme starbe Vorstöße des Feindes abgewiesen. Der Artilleriekampf blieb in diesen Abschnitten lebhaft und nahm am Abend beiderseits der Somme zei#weilig wieder große Stärke an. Deutscher Kronprinz. Westlich vo Autheuil(südwestlich von Noyon) haben sich heute früt nach heftigem Feuer örtliche Angriffe des Feindes enwickelt. Am Walde von Villers=Cotterets scheiterten Teilangrishe der Franzosen in unserem Kampfgelände. —* Oestern wurden 18 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Leutnant Billik errang seinen 23. und 24., Leutnan Friedrichs seinen 21. Luftsieg. Der Erste Generalquartiermeister Pudendor## Oertliche erfolgreiche Kämpfe westlich Chateau=Thierro. vid. Derlin, 9. Juli, abends.(Amtlich.) Südwestlim von Noyon wurden französische Teilangriffe abgewiesen. Oerdliche erfolgreiche Kämpfe westlich Chatean Thierry. * Der erfolgreiche U=Boot=Krieg. eb. Haag, 10. Juli. Die„Times“ veröffentlicht abermal einen Artikel über die ungenügenden Leistungen des englischen Schiffsbaus. Das Blatt erwähnt dann, daß im Jahre 1917 vier Millionen Tonnen verlorengegangen seien, während nur 1 163000 Tonnen neugebaut worden seien. Von der Besserung der Lage sei noch nichts zu bemerken. Unsere U.Voote im Mittelmeer. Berlin, 9. Juli. Amtlich widd gemeldet: Von unsereR= Booten wurden im Mittelmeer versenkt: 5 Dampfer und 1 Segler von rund 15 000 Vr.=Reg.=To. — Du 1 1 A A 4 Italien furchtet eine neue Offensive. Wie Schweizer Blätter berichten, erzählen Überläufer aus Italien, daß dort wieder mit einer neuen österreichischen Offensive gerechnet wird. Die Piave geht mehr und mehr in ihr Bett zurück, doch nimmt man nicht an, daß der neue österreichische Vorstoß hier, sondern an einer anderen Stelle erfolgen werde. Die Nervosität in Italien wird durch derartige Gerüchte, die überall Glauben finden, wieder gesteigert. Sie läßt sich auch durch die phantastischen Gefangenenziffern nicht meistern, die der italienische Heeresbericht aufführt. Der 23911te Gefangene ist ein Hirngespinst. Nach einer amtlichen Wiener Erklärung und seit Beginn der Schlacht in Venetien 15000 Mann gefangen genommen worden. Demgegenüber beläuft sich u. Zahl der in die Hände der österreichisch=ungarischen Truppen gefallenen Italiener bekanntlich auf weit über Kleine Kriegspost. Berlin, 9. Juli. Wie von zuständiger Stelle versicher wird, entbehrt das Gerücht, das wehrpflichtige Alter solle auf 50 Jahre erhöht werden, jeder Begründung. Berlin, 9. Juli. Der k. und k. österreichisch= ungarische Marinechef, Admiral v. Keil, ist hier eingetroffen. Wien, 9. Juli. In Beßarabien meuterten eingezogen Soldaten gegen ihre rumänischen Offiziere. Ein ganzes beßdrabisches Regiment flüchtete nach der Ukraine. Geuf, 9. Juli. Nach einer zensurierten„Matin"=Meldung ##at der Versailler Kriegsrat der Veröffentlichung der Kriegsziele und Friedensbedingungen des Verbandes in den Barlamenten der verbündeten Staaten zugestimmt. Rotterdam, 9. Juli. Der holländische„Antikriegsrat“ Kant für den 81. Juli die Abhaltung einer großen öffentlichen Versammlung in Amsterdam, Haag und Rotterdam, um die Anregung mehrerer Abgeordneten hinsichtlich einer Friedenshermittlung der holländischen Regierung zu unterstützen. Poliusche Rundschau. Deutüches Reich. Zwangsweise Abführung des bischöflichen Administrators von Wilna. s In der Reichstagssitzung vom 5. Juli hat der Abg. Korfanty über die Tatsache berichtet, daß der bischöfliche Administrator Michalkowitsch in Wilna auf dem Zwangswege nach Maria Laach abgeführt worden ist. Der Abg. Erzberger kam auf dieselbe Angelegenheit zu sprechen und führte aus, daß man es in weitesten Kreisen, namentlich bei den Katholiken Deutschlands und der ganzen Welt ungemein tief bedauere, daß die Militärverwaltung zu einer solchen Zwangsmaßregel geschritten sei. Nachdem die Dinge in der Oeffentlichkeit bekannt geworden seien, liege es im Interesse der Regierung, daß sie möglichst bald für eine völlige und restlose Aufklärung Sorge trage. Abg. Erzberger erinnerte weiter daran, daß seit 100 Jahren kein Bischof in seiner Diözesanstadt Wilna, sondern alle in der Verbannung gestorben seien. Jetzt sei der Bischofsstuhl wieder verwaist und es sei der dringende Wunsch aller Diözesanen in Wilna, seien sie polnischer oder litauischer Nationalität, daß nachdem der Stuhl durch Ernennung des bisherigen Bischofs zum Bischof von Petersburg krei geworden ist, die deutsche Regierung alles tun möge, um mit den zuständigen kirchlichen Behörden dafür Sorge zu tragen, daß nach den Bestimmungen des Konkordats der Bischofsstuhl von Wilna möglichst bald wieder besetzt werde. Unter Beifall des Zentrums warnte er, die kirchliche Freiheit nicht zu verletzen. (Man wird die näheren Erklärungen der Regierung abwarten müssen, ehe man zu der Angelegenheit für oder gegen Stellung nehmen kann. Wenn man sich daran erinnert, mit welcher Langmut seinerzeit die Militärverwaltung in der Sache des Kardinals Mercier vorgegangen ist, darf man ohne weiteres annehmen, daß ihr Einschreiten in Wilna nicht ahne triftige Gründe erfolgte.) * D u r c h d e n W e c h s e l i m S t a a t s s e k r e t a r i a t d e s A u ß e r r ist die Anwesenheit des Kanzlers im Hauptquartiet verlängert worden. Der Kanzler wollte bereits an 6. d. Mts. wieder in Berlin sein und es war vorgesehen daß er Mitte dieser Woche nach Wien reisen sollte. Diest Pläne sind nunmehr verschoben worden. Es heißt, das der Kanzler noch bis Ende der Woche im Hauptquartie, weilen wird. * Über eine angebliche Friedensvermittlung der Papstes schreibt der wohlunterrichtete Bayer. Kurier diese Nachricht sei unbegründet. Es sei hinreichend bekannt, daß infolge gemeinsamen Beschlusses die Verbandsmächte die Friedensnote des Parstes unheantwortet ließen 20) Das kleine Paradies. Roman von Jrene von Hellmuth. —0(Nachdruck verboten.) Der Vater begleitete seinen Liebling bis zur Haltestelle der Straßenbahn. Auch ihm wurde der Abschied sehr schwer. Er konnte kaum sprechen, als er Marias Hand ergriff und sie heftig drückte. Vor den Augen des jungen Mädchens lag es wie ein Schleier. Die Tränen rollten unaufhaltsam über die bleichen Wangen. Dann saß sie im Wagen und fuhr ihrem neuen Wirkungsbreis entgegen. Das Herz wurde ihr immer schwerer, je säher sie der Stadt kam. Mit jähem Ruck hielt der Wagen. n stieg aus. Das Wetter war recht unfreundlich geworden. Ein kalter Regen strömte hernieder vom bleigrauen Himmel. Maria Hand unschlüssig. Sie wäre am liebsten wieder umgekehrt. Doch dann ging sie, ihre Beklemmung bekämpfend, die Straße hinab und stand bald vor dem Hause, in dem ihre nächste Zukunft sich abspielen sollte. Drei Treppen mußte #e ersteigen. Vor der Flurtüre stand sie zaghaft still. Mechanisch las sie den Namen auf dem Messingschild:„Kanl Gehring, Kaufmann.“ Von drinnen tönte Kindergeschrei und die zankende Stimme einer Frau, die nichts Angenehmes an sich hatte. „Wollt ihr gleich ruhig sein, ihr nichtsnutzigen Rangen, ihr bringt mich noch unter die Erde! Was man sich doch mit den Kindern ärgern muß!“1614 Da zog Maria die Glocke. Eine Frau in sehr nachlässigem Anzug, in unsauberer Schürze und ebensolcher Bluse öffnete.„Sie sind wohl das neue Mädchen?“ fragte sie unwirsch. Als Maria bejahte, fuhr die Hausfrau rasch fort:„Ich erwartete Sie schon am Vormittag. Warum kommen Sie so pät? Unser voriges Mädchen ist schon seit gestern weg, da Nlieb natürlich die Arbeit liegen. Die Küche ist noch nicht aufgeräumt. Sie müssen nun rasch vorwärts machen, damit bis zum Abend alles erledigt werden kann. Ziehen Sie sich Wer sich in die Lage des Papstes hineindenke, der werde ohne weiteres einsehen müssen, daß, solange die Note des Papstes vom 1. August 1917 seitens der einen der krieg führenden Mächtegruppen keine Beantwortung erfährt jeder weitere Schritt des Papstes nach jener Seite hin vollkommen ausgeschlossen ist. Rußland. 2 Dem 5. allrussischen Kongreß der Arbeiter=, Bauernind Soldatenabgeordneten ist der Entwurf einer assung der russischen Republik zur Genehmigung vorselegt worden. In einer„Erklärung der Rechte und Pflichten der arbeitenden Menschheit“ wird die„Diktatur des Proletariats“, die Abschaffung alles Eigentums und iller Lohnarbeit erklärt und„der Weltaufstand der irbeitenden Klasse“ ausgemalt. Das Proletariat soll bevaffnet sein, alle anderen dagegen entwaffnet werden. Jeder Arbeiter und jeder Bauer, der keine Knechte hält, hat vom 18. Lebensjahre an das Recht, zu den Sowjets zu wählen, alle anderen sind rechtlos, wie Kauf= und Handelsleute und Geistliche usw. Rußland ist nach der Verfassung eine„freie“ sozialistische Republik, die auf der Machtherrschaft des Proletariats“ und der Unterdrückung des Bürgertums aufgebaut sei. Klassen oder„eine staatliche Gewalt“ seien in dieser Republik nicht möglich. Großbritannien. &a Daß gerade die Amerikaner Irland verrieten, steh jetzt fest. Die Sinnfeiner und die ihnen verwandter Irganisationen hatten alle Vorkehrungen getroffen, un Mille Juli einen großen allgemeinen Aufstand zu beginnen Im gegebenen Augenblick sollten in Irland alle Betriebe und Häfen schließen, so daß die Umwälzung innerhalb eines Tages eine vollendete Tatsache sein mußte. Sowohl die Nationalistenpartei, wie deren Führer arbeiteten der Bewegung nicht entgegen. Die Engländer haben außer englischen auch amerikanische Truppen nach England gesandt. Mit diesen Amerikanern, unter denen sich sogar angeblich Iren aus Amerika befinden sollten, schlossen die irischen Geheimkomitees ein Bündnis. Die Amerikaner verrieten, wie die V. Ztg. meldet, den Engländern die ganze Geschichte. Die Iren waren den Engländern und Amerikanern in die Falle gegangen. In= und Ausland.###4 1## #Serlin, 9. Juli. Der Reichstagsausschus für das rbeitskammergesetz vertagte sich und wird im Herbst vor vem Wiederzusammentritt des Reichstags seine Arbeiten wieder aufnehmen. Berlin, 9. Juli. Auf dem Provinzialstädtetag der Provinz Sachsen und Anhalts teilte Bürgermeister Lueddeckens(Erfurt mit, er habe die zuverlässige Information erhalten, daß die Regierung gegenwärtig zur Milderung der Wohnungsnot eine vorübergehende Einschränkung der Freizügigkeit ernstlich Ardge. Berlin, 9. Juli. In der Finanzkommission des preußischen Herrenhauses machte Finanzminister Dr. Herat nähere Mitieilung über die für den Herbst geplante preußische Steuereform. Halle, 9. Juli. Wie die Provinzial=Obststelle amtlich mitteilt, wird demnächst für Apfel und Birnen bestimmt die eingeführt werden, für Pflaumen wahrcheinlich. Salzburg, 9. Juli. Heute begannen hier die Verhandungen zur Vertiefung des wirtschaftlichen Bündnisses der Mittelmächte. Wien, 9. Juli. Der gestrige Deutsche Volkstag für Oberteiermark nahm einstimmig die Entschließung an, in der die Sicherung einer gebührenden Stellung der Deutschen im Reiche, die Festlegung des engsten wirtschaftlichen Anschlusses in das Deutsche Reich und unbedingte Freiheit des Weges jur Adria verlangt wird. Bukarest, 9. Juli. Die Regengüsse der letzten Tagdesserten den Stand des Getreides in der Moldau und Walachei. Christiania, 9. Juli. Die gesamte nordische Presse gib hrer Entrüstung über die Beschlagnahme der norwegischer Schiffsneubauten in Amerika Ausdruck. Bern, 9. Juli. Es verlautet, daß die Wiederaufnahm der Beziehungen zwischen dem päpstlichen Stuble und Frankreich bevorsteht. Portugal hat die Beziehungen zum Vatikan bereits wieder bergestellt. Deutscher Reichstag.# (187. Sitzung.) CB. Berlin, 9. Juli. Wie an allen großen Tagen ist das Haus gut besetzt, Ind wenn man auch wußte, daß der Ausschuß den meisten Kriegs= Chronik Wichtige Tagesereignisse zum Sammeln. Feindliche Angriffe am La Bassée=Kanal, an der Somme und südwestlich von Noyon scheitern.— Im werden 18 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Steuergesetzen mit großer Mehrheit zugestiminik hal, so var man doch gespannt, wie die einzelnen Parteien vor der Offentlichkeit ihre Stellungnahme begründen würden. Im Hause und auf den Tribünen, wo kurz nach Beginn der Sitzung der Rücktritt des Staatssekretärs v. Kühlmann bekannt wurde, entspannen sich lebhafte Auseinandersetzunjen, die erst ein Ende nahmen, als mit der Biersteuer das Hauptthema der Tagesordnung, die neuen Steuergesetze zur Erörterung gelangte. „ Sitzungsbericht.. Am Bundesratstische: v. Payer, Graf Roedern, Wallraf Frhr. v. Stein. Zunächst kommen eine Anzahl kleiner Anfragen zu Verhandlung, darunter die Verbote der Mietssteigerunger durch die Generalkommandanten, sowie die Erhöhung der täg ichen Verpflegungsgelder für Urlauber, die jetzt 2 Mark er halten. Eine Entscheidung darüber ist in nächster Zeit zu er varten. Abg. Stubmann(natl.) bespricht die Thronfrage ir Mecklenburg=Strelitz, deren Regelung er dem Rechtsempfinder mtsprechend fordert. Unterstaatssekretär Lewald weist darau# in, daß Herzog Karl Michael in Rußland als General geger I Deutschland gekämpft habe. Auf eine weitere Anfrage wirt nitgeteilt, daß Buchenlaubtabaksendungen ins Feld überal ingehalten worden seien.„„„ Die neuen Kriegskredite. Auf der Tagesordnung steht dann die erste Lesung der jeuen Kriegskredite, die sich auf 15 Milliarden belaufen. Abg. Ebert(Soz.): Ich beantrage, die Vorlage an der Hauptausschuß zu verweisen. Abg. Graf Westarp(kons.): Wir können dem Antrage richt zustimmen, wir halten die Sache für geklärt. Abg. Dr. Stresemann(natl.): An und für sich liegt kein Anlaß vor, über die Kriegskredite erst noch im Ausschuß zu prechen. Aber wenn eine große Partei Ausschußberatung wünscht, so war es immer Brauch, dieser Anregung nachzu. seben. Abg. Dr. Müller=Meiningen(Vv.): Ich schließe mich den vollständig an. Die Kriegskreditvorlage wird darauf dem Haupt ausschuß überwiesen. Steuervorlagen. Die zweite Lesung der Steuervorlagen beginnt mi der Biersteuer. Der Ausschuß, über dessen Verhandlunget Abg. Siehr(Vp.) berichtet, hat an der Vorlage eine Reihi von Anderungen vorgenommen. So ist die Staffelung der Besteuerung in einigen Punkten geändert und die Festlegung in das Gesetz ausgenommen worden, was als Einfachbier, alt Vollbier und als Starkbier anzusehen ist. Die Vermischung von Einfachbier, Vollbier und Starkbier miteinander sowie von Zucker zum Bier durch Brauer, Bierhändler oder Wirte wird untersagt. Das Gesetz über den Bierzoll ist unverändert angenommen worden. Abg. Käppler(Soz.): Das Bier ist das einzige Genußmittel für die breiten Massen. Wird es verteuert, so wird an der Wohnung und an der Nahrung gespart werden. Ein wirtschaftlicher Niedergang des Volkes ist die Folge. Abg. Zubeil(U. Soz.) spricht gleichfalls gegen die Steuer und verlangt weitergehende Berücksichtigung der Gastwirtschaftsinteressenten. Siehr(Vv.): Im Frieden hätten wir gegen die 10jährige Kontingentierung die größten Bedenken. Aber jetzt bleibt kein anderer Weg übrig, um den kleinen Brauereien hhren Abscks zu erhalten und den Übergang in den Frieden wu ermöglichen. Reichsschatzsekretär Graf Roedern wiederholt seine im Ausschuß abgegebene Erklärung, daß die verbündeten Regiezungen in den Steuervorlagen ein einheitliches Ganzes erblicken und auf Verabschiedung der Getränkesteuern im Rahmen der Regierungsvorlagen bestehen müssen. Abg. Herzog(Dtsch. Frakt.) bekämpft die Ausnahmebestim. nung für die Genossenschaftsbrauereien der Gastwirte. In der Abstimmung wird diese vom Ausschuß in das Gesetz neu eingefügte Ausnahmevorschrift gestrichen. Abg. Fuchs(Soz.) beantragt, daß mit Inkrafttreten der reuen Biersteuer die Bierbesteuerung in den Gemeinden in Fortfall kommen solle. Abg. Kiel(Vp.) und Zubeil(U. Soz.) schließen sich an. — Der Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und des Abg. Kiel abgelehnt. Das Gesetz über den Biersoll bleibt unverändert. Nach der Pause wird die Steuervorlage in der Ausschußassung unverändert angenommen. Es folgt die Beratung der Weinsteuer, gegen die u. a. der Abg. Haegy(Elsässer) grundsätzliche Bedenken vorbringt. nur gleich um, kommen Sie, ich will Ihnen Ihr Zimmer zeigen.“ Frau Gehring schritt voran und führte Maria einen langen, dunklen Korridor entlang.„Aber hören Sie,“ sagte sie im Weiterschreiten,„Sie haben da ein Ungetüm von einem Koffer geschickt, den kann man ja nirgends unterbringen! Was in aller Welt ist denn da alles darinnen? Ich weiß gar nicht, wohin damit! Ich ließ ihn vorläufig hier hereinstellen.“ Sie öffnete eine völlig dunkle Kammer, in der allerlei altes Gerümpel umherstand.„Sie müssen nämlich wissen, wir sind sehr beschränkt mit dem Platz. So, und hier ist Ihr Zimmer!“ Die Hausfrau schlug die Türe hinter sich zu. Maria war allein. Ihr erster Gedanke war, sofort zu der Frau zu gehen und ihr zu sagen, daß sie hier nicht bliebe. Aber sollte sie wieder nach Hause? Dort war ebenfalls kein Raum mehr für sie. Also wohin? Maria riß das kleine Fenster auf, denn die Luft in dem engen Kämmerchen, das man ihr angewiesen, war schrecklich dumpf und moderig. Sie schlang verzweifelt die Hände ineinander. Hier also, hier sollte sie leben, in diesem winzigen Raum, der nichts enthielt als ein eisernes Bettgestell mit rotgewürfelten Kissen, daneben auf einem Stuhl eine Blechschüssel mit ebensolchem Wasserkrug, an der Türe ein paar Haken zur Aufnahme ihrer Garderode. Schließlich blieb gerade noch so viel Raum, daß man durchgehen konnte. Die schräge Wand, an der das Bett stand, war ganz feucht. Maria meinte ersticken zu müssen in der elenden Kammer, die die Frau„Zimmer“ genannt. Nicht einmal ein Vorhang befand sich am Fenster. Das Heimweh packte Maria mit aller Gewalt und der Schmerz um ihr verlorenes Poradies preßte ihr die Kehle zusammen. Sie dachte an ihr heimliches, trautes Zimmer, das abends voll Blumenduft war. Und wenn in hellen Mondnächten die Nachtigall schlug und der Garten dalag in dem zauberischen Silberlicht, ja, das war wirklich ein Paradies mit seinem Duft und Schimmer. Maria trat zum Fenster. Eine dicke, nach Rauch und Ruß riechende Luft schlug ihr entgegen. Tief unten lag ein kleiner, schmutziger Hof, angefüllt mit lauter altem Gerümpel, Scherben, Brettern, Fässern und Stangen. Vor ihr tauchten nichts als Schlöte auf, schwarze, rauchende Schlöte, sodaß man nur mit Mühe ein Stückchen des grauen, regenschweren Himmels erblicken konnte. Maria stand noch immer unschlüssig. Sie begriff nicht, wie ihre Vorgängerinnen hier hatten leben können. Hier sich einzugewöhnen erschien ihr aks ein Ding der Unmöglichkeit, Doch bis sich etwas anderes fand, mußte sie hier bleiben, dan sah sie wohl ein. Sie nahm sich vor, gleich morgen zu ei##en Verdingerin zu gehen, um eine andere Stelle zu suchen. Draußen wurden schkürfende Schritte hörbar. Mari#### schrak, als die Türe heftig aufgerissen wurde und Frau Gehring, die Hände über dem Kopf zusammenschlagend, mit ihrer kreischenden Stimme schrie:„Nein, so etwas war noch nicht da! Ich möchte mir die Arme ausrecken vor Arbeit, und das Fräulein hat noch nicht mal den Hut abgelegt! Ja, was denken Sie denn eigentlich? Glauben Sie, ich habe Sie zum Faulenzen angestellt? Was tun Sie denn die ganze Zeit? Eine nette Pflanze habe ich da erwischt, das muß ich sagen! O, diese Dienstmädchen!" Sie schlug unsanft die Türe wieder zu und schkürfte auf ihren Fitzpantoffeln den Korridor entlang. Maria nestelte mit zitternden Fingern den Hut aus dem dlonden, vollen Haar und hing ihn an einem der Haken auf, dabei über. legend, ob sie ihrer neuen Herrin nicht sofort wieder kündigen sollte. Doch dann dachte sie, daß es besser wäre, sich erst eine Stelle zu suchen. Rasch entledigte sie sich ihres Jäckchens und holte aus der Rumpelkammer, wo ihr Koffer stand, ein einfaches, sauderes Kleid hervor. Dann eille sie, um sich umzuziehen. Als sie die Küche betrat, prallte sie förmlich zurück, so unordentlich und schmutzig sah es hier aus. Alles stand voll von ungewaschenem Geschirr, in einer Ecke befand sich der Kinderwagen mit einem strampelnden, schreienden Kinde, und am Boden balgten sich zwei drei= und vierjährige Buben. Der größere hatte an eine umgelegte Fußbank eine Schnur gebunden und schleifte sie nun hinter sich her. Der Kleine wollte dem Bruder das Spielzeug nicht allein überlassen und schrie aus Leideskräften. Beide stolperten über. die Schnur und schlugen nun kräftig auseinander. .(Forts. folat.) * “ Die Debatte endet mit der Annahme der Vorlage in der Fassung, die ihr in der zweiten Lesung der Ausschußveratung gegeben worden ist.(Steuersatz von 20% mit der gesetzlichen Verpflichtung für die Regierung, nach dem Kriege ne Steuer auf etwaigen Beschluß des Reichstages bis au herabzusetzen. Der Haustrunk bleibt steuerfrei. Der Beinzoll wird wesentlich erhöht)..... e 4 Auch die Schaumweinsteuer wicd vulle jede Devalte enverändert angenommen. u u.z Minersl Es folgt die Beratung über die Sreuer uuf Mineratwässer, Anstliche Getränke(Limonaden usw.). Nach längerer Debatte vertagt sich das Haus auf morgen. Dreußischer Landtag. * Herrenhaus. 64. Sitzung.) K. Berlin, Das Haus ist gut besucht und folgt den Ausführung des Berichterstatters zum Staatshaushalt, sowie der Enkzegnung des Vizepräsidenten des Staatsministeriums Dr. Friedberg mit gespannter Aufmerksamkeit. Obwohl nur der Staatshaushalt auf der Tagesordnung stand, kam es doch zu einer kleinen Auseinandersetzung über die Wahlgehtssrage. Sitzungsbericht. Am Ministertisch: Dr. Friedberg, Hergt, v. Eisenhardt, v. Waldow. Das Haus ist ziemlich gut besucht. Präsident Graf v. Arnim-Boitzenburg gedenkt bei Erb#nung der Sitzung des verstorbenen Sultans Mehemed V., des treuen Freundes Deutschlands. Möge es dem neuen Seltan Mehemed VI. glücken, sein Volk bald dem ruhmreichen Frieden und einer glücklichen Zukunft entgegenzuführen. Wir gedenken auch unseres Mitgliedes Graf Mirbach=Harff. der einem ruchlosen Mordanschlag zum Opfer gefallen ist. Das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Grafen Kwiliecki wird m üblicher Weise geehrt. Der Staatshaushalt. ! Die allgemeine Besprechung wird in folgende Gruppen geteilt: Große Politik und Ernährungsfragen, innere Politik und soziale Fragen, Handel und Verkehr. Graf v. Behr=Behrenhof: Wir danken unseren Heeren, rem obersten Kriegsherrn und ihren ruhmreichen Führern „er Dank soll aber nicht nur in Worten bestehen, sondern auch in Taten, indem wir eintreten für einen Frieden, der der gebrachten Opfer wert ist. So groß auch die Versuchung ist. zu untersuchen, ob in dieser Zeit, wo um das Leben unseres iks gekämpft wird, nichts besseres zu tun ist, als sich mit Wahlrechtsfrage zu beschäftigen, die nur Zwietracht in iser Volk hineingebracht hat, so werden wir das doch erst anderer Gelegenheit tun. Die ernstesten Bedenken erweckt Gestaltung der Beziebungen zwischen Preußen und dem Reich. i der Berufung des jetzigen Reichskanzlers hat die Linksmehrheit des Reichstags weitgehenden Einfluß auf die Besetzung der obersten Stellen genommen, die allein ein Recht des Kaisers ist. Sehr fraglich erscheint mir, ob wir mit unserem Zwangswirtschaftssystem auf dem rechten Wege sind. Man hätte weniger auf die Versorgung der Konsumenten als auf die Förderung der Produktion sehen sollen.(Sehr richtig!) Der Schleichhandel ist ein dunkler Fleck auf unserem reinen Schilde.— Trotz alledem bin ich überzeugt, daß uns ein glorreicher Friede beschert sein wird, der Deutschland eine große Zukunft unter Führung des Kaisers sichert. Großes ist unserem Volke noch bestimmt.(Lebhafter Beifall und Händekatschen.) Oberbürgermeister Wilms=Posen erörtert die Ernährungsverhältnisse. Die Eingriffe in die Produktion gehen zu weit. Sehr richtig rechts.) Vizepräsident des Staatsministeriums Dr. Friedberg: Graf Behr hat im Laufe seiner Ausführungen darauf hingewiesen, daß von verantwortlicher Stelle aus Worte gesprochen worden sind, die wohl geeignet seien, die Siegesgewißheit in Deutschland herabzumindern. Ich glaubte, daß die Mißverkändnisse infolge einer Rede des Staatssekretärs des Auswärtigen Amts beseitigt seien durch die Erklärungen, die seinerzeit der Herr Ministerpräsident und der Staatssekretär selbst abgegeben hatten. Sollte das aber nicht der Fall sein, so wil ich doch meinerseits wiederholen, daß innerhalb der Reichsund Staatsregierung gar keine Rede davon sein kann, daß die Siegeszuversicht irgendwie erschüttert ist.(Bravo!) Wir sind i Gegenteil mit diesem hohen Hause und mit der Mehrhei des deutschen Volkes überzeugt, daß der Sieg uns gar nicht nehr zu entreitzen ist.(Bravo!) Wir sind die Sieger im Often, wir werden auch die Sieger im Westen sein. Ebense sind wir auch davon überzeugt, daß nur unser deutsches Schwert in der Lage ist, uns diesen Sieg zu erringen, und wir teilen die Zuversicht, daß dieser Sieg nicht mehr in weiter Ferne zu suchen ist.(Lebhafter Beifall.) Der erste Vorredner ist dann auf; die innere Lage Preußens eingegangen und hat bemängelt, daß die staatsrechtlich Stellung Preußens etwas ins Wanken gekommen sei. Ich glaube nicht, daß er damit vollkommen recht hat. Es kommt ganz darauf an, von welchem Gesichtswinkel aus man die Dinge betrachtet.(Sehr richtig! und Heiterkeit.) Im Gegensatz zu früher hat jetzt das Reich viel höhere Ausgaben als die Bundesstaaten, 12 Milliarden gegenüber von noch nich 2.2 Milliarden. Daher muß auch die Steuerhoheit des Reiche sich weiter ausdehnen. Wenn das auf Kosten der Bundesstaaten geschieht, müssen wir uns natürlich mit aller Gewalt dagegen sträuben, aber wir werden es nicht hindern können daß diese oder jene Steuerquelle, die die Bundesstaaten bisher gehabt haben, auch vom Reiche in gewissem Maße in Anspruch genommen werde. Der erste Vorredner hat dann die Befürchtung ausgesprochen, daß wir im Reich wie in Preußen den Weg der Parlamentarisierung geher könnten. Ich halte diese Befürchtung nicht für zutreffend Graf Behr hat dann auch auf meine Person exempliftziert und hat da auch einen kleinen Irrtum begangen. Ich persönlich habe mich in Wort und Schrift stets gegen den englischen und romanischen Parlamentarismus ausgesprochen, habe aber vervorgehoben, daß allerdings in Deutschland das Bedürfnit vorliege, Parlament und Regierung in etwas engere Fühlung miteinander zu bringen dadurch, daß man Fachministerien bi zu einem gewissen Grade mit Parlamentariern besetze. Alich dies Programm aufstellte, hatte ich noch nicht die mindest Ahnung, daß ich jemals berufen sein würde, an der Durch führung dieses Programms in eigener Person mitzuwirken.— Zum Schluß ermaonte der Redner zur Geschlossenheit und einigkeit. Fürst Salm=Horstmar wandte sich gegen das inter nationale Judentum und die Freimaurerei, ihm traten der Gerzog v. Trachenberg und Staatssekretär entgegen. Nach längerer Aussprache, in deren Verlauf Für Salm=Horstmar erklärte, er habe den Juden keine beleidigender Vorwürfe machen wollen, begann die Beratung des Land wirtschaftsetats. A Lokaler Teil Eine große Anzahl Redner nahm beim Landwirtschaftseta Anlaß, über die Zwangsbewirtschaftung zu sprechen. Als ib hauptgegner erwies sich Herr v. Hertzberg=Lottin während der Staatssekretär von Waldow und mnehrere Oberbürgermeister das Festhalten an ihr für nnbengt notwendig erklärten. Nachdem noch Graf Stolberund Oberbürgermeister Koch=Kassel eine Darstellung der sterreichisch=ungarischen Armierungsnöte gegeben hatten, wurd Weiterberatung auf morgen vertagt.##### die Stadt= und die Posthausbriefkästen, nicht aber durch die Bahnhofs=Briefkästen aufzuliefern. Merkblatt für den 155 Juli.— Sonnenaufgang 4°# Mondaufgang 3“ V. Sonnenuntergang 9“ Monduntergang 10“ N. 1844 König Peter von Serbien geb.— 1896 Altertumsforscher Ernst Curtius gest.— 1914 Dichter und Schriftsteller Julius Rodenberg gest.— 1916 Erfolgreicher Vorstoß der Deutschen gegen Souville(Verdun). 5 Postkreditbriefe. Es wird wiederholt auf die Einrichtung der Postkreditbriefe aufmerksam gemacht, die auf Reisen den Zahlungsverkehr wesentlich erleichtern und dem Besitzer ermöglichen, seine Geldmittel bei jeder Postanstalt des Deutschen Reiches in einfachster Weise zu ergänzen. Die Bestellung eines Postkreditbriefes kann unter Einzahlung der Summe, auf die er lauten soll— Höchstbetrag 3000 Mark— bei jeder Postanstalt des Deutschen Reiches erfolgen. Postscheckkunden können den Betrag auf ein für sie anzulegendes Postkreditbrief=Konto überweisen lassen. Abhebungen— bis zu 1000 Mark an einem Tage — sind bei allen Postanstalten des Deutschen Reiches zulässig. Als Ausweis ist dabei außer dem Postkreditbrie eine Postausweiskarte oder eins der für die Abholung postlagernder Sendungen während des Krieges vorgeschriebenen Ausweispapiere vorzulegen. Die Gebühren sind sehr mäßig, außer der Zahlkartengebühr sind 50 Pf. für die Ausfertigung und 10 Pf. für jede Rückzahlung bis 100 Mark, 5 Pf. mehr für je 100 Mark bei höheren Beträgen zu entrichten. * Entschädigung für Feierschichten. Durch Bundesrats. beschluß ist die Gültigkeit der Bestimmungen des Bundesrat# vom 31. Januar 1918 über die Bereitstellung von Reichsmitteln für die Entschädigung der infolge Kohlenmangels feiernder Arbeiter und Arbeiterinnen kriegswichtiger Betriebe der Rüstungs= und Ernährungsindustrie bis zum 30. Septembei 1918 verlängert worden. Zu der Frage, ob eine Rechtspflicht der Unternehmer zur Zahlung von Entschädigungen in den fraglichen Fällen besteht, hat der Bundesrat auch neuerdings nicht Stellung genommen. Die mehrfach in der Offentlichkeit vertretene Auffassung, daß der Bundesrat eine grundsätzlich bindende Entscheidung über die Verpflichtung der Arbeitgeber habe treffen wollen, ist nicht zutreffend. Von einer zwingenden gesetzlichen Vorschrift konnte abgesehen werden, da bei den Verhandlungen, die dem Erlaß der Bestimmungen vorausgegangen sind, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zugesagt haben ihren ganzen Einfluß für die Durchführung der Bestimmunger einsetzen zu wollen. Es darf somit erwartet werden, daß auch ohne besonderen gesetzlichen Zwang die Arbeitgeber die in der Bundesratsverordnung vorgesehene Entschädigung für Feier. schichten infolge Kohlenmangels zahlen, und der Zweck der Verordnung, die volle Arbeitsbereitschaft der kriegswichtigen Betriebe zu wahren, erreicht wird. 5 Bessere Ausuntzung der Gaskohlen. Eine zeit gemäße Erfindung soll dem Direktor des Zerbster städtischen Gaswerkes geglückt sein. Es handelt sich um ein Verfahren, das gestattet, auch aus dem entgasten Koks noch beträchtliche Mengen Gas zu ziehen, die man mit den bisherigen Mitteln nicht freibekommen konnte. o Keine Frauen als Standesbeamte. Der preußische Minister des Innern hat durch einen kürzlich den Regierungen mitgeteilten Erlaß entschieden, daß die Ernennung weiblicher Personen zu Standesbeamten unzulässig sei. Die Verwaltungsbehörden der Stadt= und Landkreise sind ersucht worden, diese Entscheidung bei künftigen Vorschlägen für solche Amter zu beachten. ∆ Sterne und Blumen. Unsere Stadtabonnenten erhalten heute die noch ausstehende Nr. 24 nachgeliefert. Preußische Klassenlotterie. Vormittagsziehung: 5000 Mk. auf Nr. 80 900; 3000 Mk. auf 73275.— Nachmittags: Keine größeren Gewinne. —„Zurückstellungsanträge: Die Kriegswirtschaftsstelle Paderborn macht nochmals darauf aufmerksan, daß alle wehrpflichtigen Landwirte ohne Ausnahme spätestens bis zum 15. Juli durch das Amt, Kriegswirtschaftsstelle oder Bezirkskommando ihre weitere Zurückstellung zu beantragen haben. Die Unterlassung der Anträge kann eine alsbaldige Einstellung zur Folge haben.“ ? H a t d e r k a l t e W i n t e r d e n I n s e k t e n g e schadet? Während der hitterkalten Wintertage im Anfange des Jahres 1917 glaubten viele, die Kälte müsse die Insektenwelt schwer beeinträchtigen und die Landwirtschaft werde den Vorteil davon haben. Otto Meißner hat nun hierüber Untersuchungen angestellt, und diese zeigen, wie aus einem Berichte der„Naturwissenschaften“ hervorgeht, daß diese Meinung irrig ist. !! Das allgemeine Tischwäscheverbot trat mit dem 11. Juli in Kraft. Nach den Ausführungen der Reichsbekleidungsstelle werden nicht nur die gewerblichen Gast- und Schankbetriebe betroffen, sondern alle Betriebe, die ständig— wenn auch nur im Nebenbetriebe— auf entgeltliche Verabfolgung von Lebens= oder Genußmitteln gerichtet sind. Also nicht nur Gastwirtschaften, sondern auch Vereine, Kasinos, Kantinen Heime aller Art dürfen ihren Gästen keine Mund= und Tischtücher mehr überlassen. Es bleibt sich gleich, ob die Betriebe aus der Verabfolgung von Speisen und Getränken einen Gewinn ziehen oder nicht. Es genügt, daß dafür in irgend einer Weise ein Entgelt berechnet wird, das auch in dem Beitrage als Angehöriger eines Klubs, Vereins oder eines Pensionats, eines Heimes liegen kann. Auch wenn der Hauptzweck des Unternehmens nicht auf die Speiseverabfolgung gerichtet ist, sondern diese nur nebenher erfolgt, dürfen Tischtücher nicht mehr gedeckt werden. Tischtücher aus reinen Papiergarngeweben dürfen nach wie vor verwendet werden. Mit Herstellung und Waschbarkeit solcher Tischtücher sind inzwischen weitgehende Fortschritte erzielt worden. — Betrifft Wollablieferung. Im heutigen Anzeigenteil erscheint eine Anzeige der Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft, zu der nachstehende Erläuterung gegeben wird: Bekanntlich ist das gesamte Gefälle der deutschen Schafschur beschlagnahmt und muß restlos abgeliefert werden. Die gemäß heutiger Veröffentlichung den Sammelstellen zuzuführenden Wollmengen gehen in den direkten Besitz der Kriegswollbedarf über. Die ein gelieferte Wolle wird zu etwa 50 Prozent des Wertes sofort bei Einlieferung bevorschußt. Der endgültige Höchstwert wird baldmöglichst an einem bekanntzugebenden Bewertungstermin durch eine Kommission festgesetzt, welcher der Bezirksaufkäufer sowie je ein Vertreter der Landwirtschaftskammer, der Kriegsamtstelle und der Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft angehört. Für die Besitzer von Schafherden mit mehr als 30 Schafen kommt die Einrichtung der Sammelstelle ebenfalls in Betracht, da der Bezirksaufkäufer zugleich zugelassener Großaufkäufer für größere Wollposten ist. Die Festsetzung des Preises für solche größeren Posten, die der Sammelstelle zugeführt werden, unterliegt indessen der besonderen Vereinbarung zwischen dem Besitzer und dem Großaufkäufer. — Auflieferung von Feldpostbriefen. Die hiesigen Bahnhofsbriefkästen werden vom Publikum vorzugsweise zur Auflieserung von Feldpostbriefen benutzt, wahrscheinlich in der Erwartung, daß diese Briefe dann früher befördert würden. Das ist aber nicht zutreffend. Da alle Feldpostbriefe getrennt von der übrigen Briefpost zu behandeln und vom Postamte in besonderen Kartenschlüssen abzusenden sind, so müssen die in den Bahnhofsbriefkästen vorgefundenen Feldpostbriefe zunächst nach dem Postamte geschafft werden, wodurch nicht selten Verzögerungen entstehen. Es empfiehlt sich daher, die Feldpostbriefe durch Paderborner Stadtchronik. — Die Ludendorff=Feier auf dem Schützenplatze am 30. d. Mts. ist nicht nur äußerlich wohlgelungen verlaufen, so daß der Besucher an die schönsten Tage unseres Schützenfestes erinnert wurde, sondern sie hat auch finanziell ein unerwartet günstiges Ergebnis gehabt, worüber wir bereits berichten konnten. Der in jeder Hinsicht günstige Verlauf des Festes ist in erster Linie der hingebenden Tätigkeit des Liebesgaben=Ausschusses des Roten Kreuzes zu verdanken, dem die Herren Direktor Peters, Kaufmann M. Caß, Kaufmann Brand, Direktor Wulf, Kaufmann I. Wegener und Kirchenmaler H. Volkhausen angehören. Die Vorbereitung und Durchführung einer solch großen Veranstaltung ist kein leichtes Unternehmen und erfordert eine Unsumme von Mühe und Arbeit. Wenn es dennoch dem Ausschusse gelungen ist, seine Aufgabe ohne erhebliche Schwierigkeiten zu bewältigen, so ist dies nicht zuletzt dem Entgegenkommen und der Unterstützung zu verdanken, das er bei der Durchführung seines Planes sowohl bei den Behörden als auch in der Bürgerschaft gefunden hat. Zunächst sei auf die freundliche Mitwirkung der beiden RegimentsKapellen der 158er und der 145er hingewiesen, die unter der Leitung ihrer Dirigenten, der Herren Richter und Vellmer den musikalisch=instrumentalen Teil des Festes bestritten. Die Cinübung und Leitung der Massenchöre lag in den Händen des Herrn Musikdirektors Bartsch=der damit gewiß keine geringe Aufgabe übernommen hatte. Die eigentliche vaterländische Note aber erhielt die Veranstaltung in der packenden Festrede des Herrn Divisionspfarrers Beinert, nur schade, daß manche der trefflichen Worte des Redners in der zeitweisen Unruhe für die Fernstehenden verloren gingen. Eine angenehme Abwechslung boten die allerliebsten Tänze und Reigen, die von Schülerinnen des St. Michaels=Klosters unter der Leitung von Frl. Lehrerin Nückel vorgeführt wurden. Wenn viele Festbesucher von diesen reizenden Darbietungen nichts sehen konnten, so verdanken sie das der Rücksichtslosigkeit eines Teiles der Zuschauer, die auf Bänke und Stühle stiegen und dadurch den Zurückstehenden die Aussicht versperrten. Eine erstaunliche Geschicklichkeit, die sich teilweise zu Gipfelübungen erhob, zeigten die jugendlichen Turner im Künturnen an Reck und Barren und bei den Freiübungen. Sie alle boten einmütig ihr Bestes und haben dazu beigetragen, dem Feste einen harmonischen Verlauf zu geben und ihm bei der ehntausendköpfigen Teilnehmerschar ein freundliches Gedenken zu sichern. Zum Schluß sei auch noch der jugendlichen Verkäuferinnen von Festabzeichen, Blumen usw. gedacht, deren Eisev es mit zu perdanken ist, daß das Fest einen so wollklingenden metallischen Abschluß gefunden hat. Aus Anlaß des 400jährigen Jubiläums seit Gründung der sächsischen Ordensprovinz vom hl Kreuze wird am kommenden Donnerstage, 11. Juli, in der Klosterkirche um 8 Uhr ein feierliches Levitenamt mit Tedeum abgehalten. — In der Abdin ghofkirche sollen demnächst die Malereien fortgesetzt und zu Ende geführt werden. Es sind noch zwei Freskogemälde herzustellen, und zwar je eins an der Nord= und der Südwand des Mittelschiffes. Gegenwärtig wird das Gerüst aufgebaut. — Das Verdienstkreuz für Kriegshilfe ist dem Ober=Postsekretär Rechnungsrat Witte und dem Postsekretär Tausch verkiehen worden. O Ein zweites schweres Gewitter zog gestern nachmittag über Paderborn und Umgebung, das abermals starke Regengüsse brachte. Der Blitz hat dabei an verschiedenen Stellen eingeschlagen, ohne indes Schaden anzurichten. — Der heutige Wochenmarkt hatte ein lebhaftes Gepräge. Die Anfuhr an Gemüsen und Salat reichte indes lange nicht zur Befriedigung der Nachfrage aus. Dies wirkte auf die Preislage für den Verbraucher unerfreulich, denn man forderte wieder Preise, die jeder Berechtigung entbehren und die hier im Vergleiche zu denen in Großstädten selbst oft mehr wie 100 Prozent höher sind. Eine selbst Gemüse züchtende Hausfrau, die also die Produktionskosten kennt, bezeichnete die Paderborner Marktpreise direkt als himmelschreiende. Die Höchstpreise stehen eben nur auf dem Papier, um ihre Einhaltung kümmern sich weder die schmunzelnden Verkäufer noch die Marktpolizei. Man ist sich nämlich hier nicht einig darüber, ob ein schärferes Auge auf Einhaltung der Anordnungen dem Bürger zum Nutzen oder zum Schaden gereicht und fürchtet sich direkt z..B., anzuordnen, daß die Gemüseläden Preistafeln aushängen, was jetzt vom Kreis Paderborn angeordnet, aber von der Stadt abgelehnt wurde. Auch den Verkauf nach Gewicht hat man wieder einschlafen lassen. Kurz die übertriebene Kulanz, die man hier mit Zustimmung des Ernährungsamtes übt, hat Verhältnisse gezeitigt, die man als skandalös zu bezeichnen Anlaß hat. Die Lage ist heute so, daß Minderbemittelten Obst neben auch Gemüse unerreichbare Leckerbissen wurden und warum? Die Antwort hierauf wird sich der leidtragende Konsument zum Teil aus dem eben Gesagten selbst geben können. Von Nah und Fern. X Neuhaus, 9. Juli. Landsturmann Meyer=Basbeck, in einem Reserve=Infanterie=Regiment stehend, erhielt das Eiserne Kreuz.4 * Schwerte, 9. Juli. Eine blutige Eisersuchtstragödie spielte sich gestern nachmittag in der Schulstraße in den Rosen ab. Dort wurde der aus dem Felde zur Arbeit beurkaubte Fabrikarbeiter W. von dem 24jährigen Fabrikarbeiter F. aus der Hagenerstraße, mit dem die pflichtvergessene Ehefrau W., Mutter von 6 Kindern, schon längere Zeit ein sträfliches Verhältnis unterhielt, tätlich angegriffen. Im Laufe der Auseinandersetzung brachte der betrogene Ehemann seinem Gegner nicht weniger als neun tiefe, lebensgefährliche Messerstiche bei. An dem Aufkommen des F., der ins Krankenhaus gebracht wurde, wird gezweifelt. * Münster, 9. Juli. Die Westfälische. WilhelmsUniversität zählt im laufenden Sommerhalbjahr 3142 Studierende. Davon gelten 2359 als beurlaubt. Auf die einzelnen Fakultäten verteilen sich die 3142 Studierenden wie folgt: die evangelisch=theologische Fakultät 71, die katholisch=theologische Fakultät 351, die rechts= und staatswisseenschaftliche Fakultät 724 (darunter 22 Frauen), die medizinisch=propädentische Abteilung 665(35 Frauen), davon 44 Studierende der Zahnheilkunde, ferner die philosophische und naturwissenschaftliche Fakultät 1331, unter denen 285 Frauen sind. Dazu kommen 144 Hörer. Die Gesamtzahl der Berechtigten ist mithin 3286. Mit der Zahl der 3142 immatrikulierten Studierenden hat sie jetzt die sechste Stelle in der Reihe der deutschen Universitäten erreicht. □ Halver(Kreis Altena), 9. Juli. Seltene Feier. Die diamantene Hochzeit begehen am 10. d. Mts. die Eheleute Pulvermacher zu Kuhlen in bester Gesundheit. Der Jubilar ist 87, die Jubelbraut 78 Jahre alt. + Hannover, 9. Juli. Am Stationsgebäude der Steinhuder Meerbahn auf dem Bahnhof in Wunstorf hängt seit dem 5. Mai d. J. folgende Verordnung der Direktion:„Reisegepäck und Expreßgnt darf keine dem Ausfuhrverbot unterliegenden Gegenstände, insbesondere Eier, Butter, Fleisch und Fettwaren enthalten.„Handgepäck mit solchen Gegenständen darf in die Abteile nicht mitgenommen werden. Die Stationsbeamten und Schaffner sind befugt, sich von dem Inhalte der Gepäckstücke und des Handgepäcks zu überzeugen usw.“ Am meisten verblüfft in der Verordnung die Uebertragung der Polizeigewalt an die Stationsbeamten und Schaffner.(Es handelt sich hier um ein vollständig unberechtigtes Vorgehen.) 7 10 1 Mt a A A A — Krzuznach, 9. Juli. Die schwere Schnellzugslokomotive, die im Winter bei Hochstetten in die Nahe gestürzt war, und Kränen bereits ein Stück aus dem Flußbett hochgehoben, wobei man auch noch 4 Leichen von Militärpersonen fand, die seit dem Unglück vermißt waren. Kleine Rachrichten aus Westdeutschland. alte, Amixstraße 15 wohnhafte Fahrhauer Erter, Welat geriet im Schacht der Zeche„Amalie“ bei VorFörderkorb und Schachtzimmerung, wobei er so schwer verletzt wurde, daß der Tod auf der Stelle eintrat.— Ein Handlungsgehilfe, aus der Gärtnerstraße wurde in Essen un der Eisenvahnunterführung der Hohenburgstraße von zwei handest“ Herseht....uve fallen, mittels Stockes schwer mißseiner Geldtasche beraubt. Den Räubern tieler, über, 180 Mk. in die Hände.— In Disteln bemächtigte unbemachten Landwirtes Beier in einem Schreiend brach) has(a; einer Medizinflasche und trank daraus. Schreiens brach das Kind darauf zusammen. Es fand Aufnahme im hiesigen Krankenhause, wo es infolge Vergiftung rach, wenigen Stunden starb.— Bei=Siegen vergnügten sich einzigen Söhne einer Familie im Alter von 10 und I. Jahren mit Kahnfahren. Bei dieser Gelegenheit schlug das nur ales Seschend d Jungens fielen ins Wasser. Sie konnten in alteugen geborgen werden— Durch Großfenuer wurde ##### ein großer Teil der Ladelfabrik von D. W. Hesse und die Kontorräume in Schutt und Asche gelegt. Der angerichtete Schaden ist ganz bedeutend.— Bei Lüdinghausen wurde dem die Kontrolle ausübenden Gendarmeriewachtmeister auf Lastauto angehalten, auf dem sich 63 kleine und größere. Schweine befanden, die von mehreren Gutsbesitzern aus wurhen sernten Ziesmmenseholt waren. Sämtliche Schweine Preisen verkauft.— In Oberb. Bca e 8. zu angemessenen Preisen verlauft.— In Overhausen beovachtete der Schutzmann Pawick in der Nähe des Kasergartens zwei Italiener, anscheinend auf Felddiebstähle ausgingen. Er stellte sie, doch entzog sich der eine seiner Festnahme durch die Flucht. Der und schoß dem Peamten ag kang in eine Kugel in den Kopf, die alsbaldigen ige hatte. Der Mörder wurde im Laufe des Nachmittags festgenommen.— Im Güterbahnhof bei Bingerbrück geriet Schaffner Kleinz aus Bischofsheim bei Ankoppeln von Wagen zwischen die Puffer. Er wurde totgedrückt. Der Verunglückte war Vater von 5 Kindern. ct. Der VerDer Papst erialus dem Patikan. der witengunte den Kardinal Antonio Bieo zum Birass Martineti, Rom, 8. Juli. Papst Benedikt XV. gedenkt die von Papst Pius X. gegründete päpstliche Musikschule zu einem Zentralinstitut für die katholische Welt au zubauen, wohin nach dem Kriege die Bischöfe tüchtige Kirchenmusiker zur weiteren Ausbildung senden können. Vermischtes mstschd en Tane alschat, Gracher Pilraiosden. raschte, samt Pferd und Wa konnten sich retten.3 und dessen Schwager 9 Ein Millionen=Schmuckstück gestohlen. Dem Grafen Branicki ist nach Warschauer Blättern ein SchmuckEs stellt eine Brosche dar zie Wert wird auf Millionen beaiffert. .„Wie bekommt man Autogramme? Ein biederer Lanowir aus einer Ortschaft in der Nähe von Meseritz, Sammeln eigenhändiger Unterschriften beiter Zeitgenossen verlegen wollte, fragte bei einer Fachzeitschrif an, wie er diese Sammlung anlegen solle. Darauf erhielt er folgende Antwort:„Landwirt in Brögen ränn sich e Sloben konnen Sie sich reicht zusammenstellen. Bieten sro Sintech den von Ihnen Bewunderten Butter für 2,b0 mark das Pfund an. Sie bekommen sicher Antwort.“ Klingelbentel und Bürgereid. In dem bei Lübeck belegenen mecklenburgischen Städtchen Schönberg sieht man einem Prozeß entgegen, der des humorvollen Interesses nicht entbehrt. Wer in Schönberg Bürger werden will, muß den Bürgereid nach einem 1823 aufgestellten Stadtreglement leisten. Dies altehrwürdige Reglement legt dem Bürger die Pflicht auf, wenn die Reihe an ihn kommt, zwei Jahre lang jeden Sonntag den Klingelbeute in der Kirche umzutragen und die Spenden der Kirchenbesucher einzusammeln. Als Belohnung dafür erhält er em. Schlusse, des„ Jahres einen Schuh, so daß er nach Abtauf der beiden Jahre ein Paar Schuhe hat. Schon vor längerer Zeit hat man gegen diese alte Sitte Front gemacht und hat erreicht, daß sich der neue Bürger durch ven Küster gegen Erlegung von 8 Mark jährlich loskaufer dieser das Umtragen des Klinges beutels. Jetzt hat sich ein Bürger geweigert, diese 8 Mart zu bezahlen, und es soll ihm dieserhalb der Prozes Sstponnte sein desselbe Das Schreibt keine Jammerbriefe aus der Heimat mäßig sind, es nischt atnis bei uns nicht friedens deutschen Volke Keuost vige Komnen, ist jedermann in überseischen Busucgeu ug geworden. Denn wir sind, vor die Erzeuanisse aogeschnitten, im wesentlichen auf ingewiesen. Daß Mißzslände bei Landwirtscha wentger als angenehmn. Paglc, wemn aucd niht sierüber ändert jedoch: Zetern und Jammern — noch stebt die r“ nichts an dern bestehenden Zustand aber und direkt unseren Her de Wort“! Ganz verkehr. in Briefen an Angeber Zuteressen zuwiderlaufend ist es langenschaft siund, Verps, die im Felde oder gar in Ge Frörterung zu machensnöte zum Gegenstand dei Srotterung zu machen. Denn in überaus raffinierter sie in ihrer Gewei, heßnende jedc solche Schriftstück, das m eigenen Lande denen deutschen abnehmen, um So natüirlich es ist, Jas en zum Durchhalten zu stärken Front oder im Gefe man seinen Angebötigen an der er im Gesungenenzager alles das schreibt, was nan ins an. meissen, hewegt, so verständig wäre es, wen nan ins Klugen kommt, das größte Maß von Über sauzis zugate zu ziehen, ebe die Feder unbemußte Wort. ie dem Feinde nützen, der deutschen Sach schaden uno den Mann da draußen in Feindesland letzten Endes mit zwecklosen Sorgen und Bangen be Letzte Draht= u. Korrespondenzmeldungen Der deutsch=englische Gefangenenaustausch. deutschenglischen Versandlungen über den d dei den srgeben, haben, darin zu suchen, daß die deutsche Regierung ####ussung von drei ihrer besten U=Bootkommandanten Thronkandidaten. den polnischen Thron anbieten möchte. Fünf Namen stehen## in erster Linie. Es sind das: Prinz August Wilhelm Preußen, Erzherzog Karl Stefan, Herzog Albrecht Eugen, der aieSohen. dser inzen Albrecht von Würtemberg, Prinz Friedrich 2.,„ Sohn des Königs von Sachsen, und Prinz Lhrill, der 2. wvohgn des Königs von Bulgarien. 20000 Mann Chinesen nach ## Petersburg, 8. Juli. Nach Meldungen, die aus Peuug hier eingetroffen sind, gilt das Eingreisen Chinas d: Füicen als beschlossene Tatsache. Zunächst beabsichtigk endau sir Pezierung= 20000 Mann nach Sibirien zu enteingetroffen, dell dieser Teuppen ist bereits in Wladiwostos er„28 Schicksal des Kühlmannprozesses. eies Pbeiden Horadzszuch inden. Die anselagten Rebdak urd ses wogg den Privatmann Kühlrugnn, treffen wolltel zurücknähmen." Veleidigung getten zonne, nunmedt Die Leiche des Herrn v. Mirbach. Berlin, 9. Juli. Die Leiche des ermordeten deutschen Grie aestrachren i bach wird von Moskan nach der wup und im Stammschlosse der Grafen v. Mirback rr. uegemnprovinz beigesetzt werden. 260 Das Moskauer Attentat— verfrüht? .. Genf, 9. Juli. In Paris verlautet, daß das Attenta das Peipe####rafen Mirbach verfrüht ausgeführt worden sez sortgeschrittenon Puh arbeit der Antibolschewisten genügen! war, um dem Moskauer Hauptausschusse#b# waffnete Hilfe von auswärts zu sichern. Verlängerter Zeichnungsschluß. Kundgebung, durch die der auf den Juli anberausnhl einschlieslich verlängert wied.eide bis aum 24. Ju Asquith im Kabinett Lloyd George. L 67 mischen eg Blättermeldungen sof geckumnden bat“ und Lloyd George eine Annäherung statt ####en. Es heißt, daß Asguith in das Kabinet Stohd Erorge eintreten werde. Schweizerische Munitionslieferungen. kurzem Beauftragte der amerikanischen Regierung in dn Umfang bie Schweiz Munition und Kriegsgerät zu liefer lmstande wäre. Die Ablieferung soll nach Frankreich erfolgen Behensmistes das Wagenmaterial für die Beförderung vor eeinomten nach der Schweiz benutzt werden soll. Erinnerung an den„Benedetto Brin“. inen Panoh Juli. In Rom begann die Verhandlung gegn i mu-gueristen und drei Mattosen, die des Einverständ nnes mir dem Feinde un des Verrats beschuldigt sind. S# brin= in die Kaß.n. 1.15 das Panzerschiff„Venedett naschine auftellten Die Amerikaner wollen über den Rhein. durch das Gesetz instand gesetzt werde amerkanische Armet est an Sun aee a enr besetzt sind, eine Zivilverwaltung eingerichtet.—u22 Zur Ueberrahne der M bestell. Bezirksaufsäufer it Zie Schafhaltemn mit weniger als 30 Schafen sind BezicktsFirma: F. C. Aprath Söhne, Stadthagen. den Greie Baderb aec ssuausern sind Sammelstellen erichtet worden. Sammelstele für in Paderborn Sammelstellen für den Kreis Hörter sind: in Steinheim „ Ottbergen „ Beverungen „ Lügde Sammelstellen für den Kreis Lippstadt sind: in Erwitte „rsene die Firma N. Stern; die Firma H. Kleinstraß, „„ L. Retheim jr., „„ S. Mannsbach, „„ Gebr. Knake; die Firma Jos. Fischel, E. aronstein. Im Truppentheater (neben Hotel Temme) Direktion: Juliusv Bastineller. 7.45 Uhr Wie jedle ieh meinen Maun Ein fröhliches, ehellches Kampfspiel in 3 Akten ven Sturm. Direktien: Heinz Mrewka. 7.30 Uhr Die Försterchrist Operette in 3 Akten von Jarne Nach Schluß Elektrische nach Faderborn. Billetververkauf für beide Theater bei Breker, Havannahaus, Kaffee Westfalia Waserbricle, Totenzeiter Paderberer Anzeiger ist erlaubt auf Voll=GummiErsatzbereifung Bequemes geräuschloses Fahren zu haben nur bei Peter Born, Paderborn, Grube 3. Telefon 578. Reparaturen prompt. Sämtliche Zubehörteile. E„„ a. Aronstein. eusktaser Refern. Der Vezseksaustäater kaust diese Wollen. gus dburch den Beziche Versekert=Aitengeselschaeft, as micht für seihe Rechrno erspe Suen ine Pronton fir die Ateor produat den höchsten Preis zu zahlen unter auz ez, angewieten, fi das tohe, ungeneschene sestgesetzten Höchstpreisen. Oogrmndeiegung desz für fabrikgewaschenet Mole merkt, welches Quantum Strickgarn zum Preise von Mik 6.— ner afens denseiden Nt zenat ver Wole von der Kriegswolbedarf=Aktiengesellschaft erhält.= gegen die abgelieferte Schafhalter wollen etwaige Anfragen an den Bezirksaufkäufer richten. Gre em i en=Gescaschaft Berlin Sw. 49, Verl. Hedemannstr. 1. Privat Verordnung. Sshis Se Dh oich ult eistng se au. Aachseche „. 8.1,„Rhabarber darf nicht mit einem längeren Blattunsup als bis zu 3 Zentimeter in den Handel gebracht Möhren und Karotten dürfen mit Kraut nicht in den Handel gebracht werden. Soweit Mairüben, Möhren und Karotten von der Erzeugerstelle mit Fuhrwerk oder auf andere jedoch nicht mit der Bahn, an die Absatzstelle, insbesondere auf öffentliche Märkte befördert werden, ist der Absatz mit Kraut bis auf weiteres zugelassen. „§ 2. Zuwiderhandlungen werden gemäß§ 16 der Vervronung vom 3. April 1917 mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 10000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft. Ge., 8. 3z u, Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Ssttundug in Kraft. 430e ihrer Berlin, den 20. Juni 1918. Reichsstelle für Gemüse und Obst. Der Vorsitzende: von Tilly. Holzschuhe echte westf. Klumpen bestes Schuhzeug für den Winter liefert an Werke u. Wiede verkäufer 9 Sel. J. Blaser, Borken i. West * mittleres, mit Weiden und Obsthof zu kaufen gesucht. Arthur Dietrich, Dortmans, Bismarcstr. 54. Verschossene Damenkostüme, Mäntel, Nacketts werden wie neu in allen Farben aufgefärbt Färberei Galluschke Waschaustalt. Vesterasiaaße 88. 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