Nr. 111 Samstag, den 11. Mai 1918 32. Fahrgang st. Einreichung ist die ch die Zinsscheine eutschem Eigentunn eser Erklärung is ie Beifügung ein slangt werden. 9# id Stücke sind der ligkeiten geordnet eichnissen muß r Höhe und Fällig mtbetrag ersichtlic m Stücke sind aninsscheine ist nich Sinne dieser Belange sie bei d nicht verpflichtet ihnen eingereichte ren; sie dürfen olche in beliebige Einreicher zurück; ind Stücke, die sie zt befinden, werder hrer Depotstelle d S t ü c k e a u c h n a en, wenn glaubh, triftigen Grünk. doch haben sie sich u versichern. Die ahlstellen gesandten# eitig bewirkt angehweislich innerhat## sind. Sah er Ainrriches Kreisbrart.. gesessensemeeen: Der Paderborner Anzeiger erscheint an allen Werbtagen.— Bezugspreis monatlich frei ins Haus gebracht 65 Pfg., bei der Post abgeholt 52 pfg., durch den Briefträger 66 Pfg.— Im Paderborner Anzeiger werden alle amtlichen Bekanntmachungen des Kgl. Landratsamtes sowie des Paderborner Magistrats veröffentlicht.——— Paderborner Zeitung — Redaktion Bahnhosstraße 13— Fernruf 913 :: Volks=Zeitung.: für das Paderborner Land Wöchentliche Gratis=Beilage für Neuhaus und Belbrna 20 Pfg. Organ des Landwirtchesch Keriesuente Publikations=Organ :: vieler Behörden „Sterne und Blumen“ Anzeigenpreise: Aus dem Kreise Paderberr* einspaltige Kolonelzelle 15 Pfg., auswärtige 29 Pfa. Im Reklamenteil 60 Pfg. Bei Wiederholungen Rabattgewährung, die bei Nichtzahlung innerhalb 30 Tagen indes erlischt. Beilagengebühr 6 Mark 3 —— das Tausend ausschl. Postgebühren.—— 5 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 13— Feruruf vun. Abgeschlägener neuer„Seesturm der Engländer auf die beigische Kufte. Jungen. wg wieder ausges nach Prüfung den ltnisse eine Besche inreichung und st bestimmt, ihm chen gemäß Art. ag zu erleichten# Art. 7 daselbst se ersetzenden Schäden Friedensvertrages entreten, die zu 16 den Teile und ne##die Bezeichnung orsitzenden, wird deg ats gebeten werden# Entscheidung maß ßt sie die zur e Geschäftsordnung einzuschlagende Verin in Unterkommise er beiden Teile und rden. Die von den ige sind innerha## bezahlen.“ ler. rte) i n. ppen-Theatel sennelager. ktor v. Bastineller. iabend. den 11. Ma 7.45 Uhr räfin Charlotte piel in 8 Akten ve# Oskar Blumenthal SchlußStraßenbahn# shaus und Paderbom uc Zop. st aut u. preiswert# ritz Gülle, Friseur, scht. erborn, Riemel½z Ordentliche Frau noch einige Waschen und Puten, erfragen in der Gel töst. d. Pad. Anzeiger) 4, Verlag u., Redaktr, Martin Barn## Paderborn. Osten und Westen. (Am Wochenschluß.) Der Friede von Bukarest, der in dieser Woche zum Abschluß kam, ist äußerlich der Schlußstein des Verteidigungskrieges im Osten. Die verbündeten Mittelmächte konnten damit auf eine Reihe großer Siege, aber auch auf eine Fülle größter Arbeit und Leistungen zurückblicken. Der Ruhm unserer Truppen und ihrer Führung, der sich in diesem Friedensschluß offenbart, hat im Lande dennoch keinen lauten Jubel ausgelöst. Wir sind durch die harte Not des Krieges im Westen und durch die großen Aufgaben, die uns dadurch noch bevorstehen, wie auch durch die inneren Sorgen nicht zu lauter Freude veranlagt. Es wäre aber in höchstem Grade undankbar und ungerecht, wenn wir über die Mühen der Zukunft die großen Taten der Vergangenheit übersehen oder gar in iorem Wert mindern wollten. Der Kampf in Ost und West steht in einem ursächlichen Zusammenhang, und wenn wir nicht im Osten sa unvergleichlich siegreich geblieben wären, wäre im Westen das Aushalten und der künftige Sieg schwerer gewesen, als mancher von uns geahnt hat. Man muß sich erinnern, daß noch der Begründer der modernen Kriegstheorien, der alte Clausewitz, einen Zwei=Frontenkrieg von vornherein für verloren und im besonderen für Deutschland als unmöglich erklärte. Wir haben dennoch den größten Zwei=Frontenkrieg der Welt nicht nur bis heute bestanden, sondern eben im Osten siegreich beendet und sind voll Gewißheit und Vertrauen, ihn auch im Westen zum Siege zu führen. Diese welthistorische Tatsache erklärt sich nicht nur aus der Genialität unserer Kriegführer und der Höhe der Leistungen unserer Truppen zu Lande und zu Wasser, sondern vor allem auch aus technischen Möglichkeiten, die weder ClauseH witz noch sonst ein Denker früherer Zeit voraussehen konnte. #0 In erster Linie hat die Leistung unserer Verkehrsmittel, Uhre technische und personelle Vollkommenheit, eine ganz Dheue Macht in diesem Zwei=Frontenkrieg geschaffen, auf die wir für alle Zeiten voll Stolz und Bewunderung werden zurückblicken müssen. Der Friede von Bukarest ist aber nicht nur im militärischen Sinne im Osten ein Abschluß, sondern auch zugleich der Anfang einer neuen Wirtschaftsepoche für die verbündeten Mittelmächte. Wir haben durch wirtschaftliche Sicherungen in dem Friedensvertrage mit Rumänien neue Grundlagen für unsere eigene Volkswirtschaft bekommen. Die Getreidevorräte und die Erdölschätze Rumäniens werden in den Dienst der Mittelmächte gestellt und für ihre Zwecke verwendet werden. Es ist bei den wirtschaftlichen Verträgen verständlich, daß ihre Bedeutung und ihr Wert noch nicht von jedem im Volke sofort erkannt werden. Man darf mit Recht erwarten, daß in der Zukunft, wenn sich die Wirkungen gerade dieser neuen wirtschaftlichen Beziehungen offenbaren, die Freude und der Dank desto lebhafteren Ausdruck bekommen werden. Schon heute aber muß festgestellt werden, daß wir z. B. ohne die Erdölschätze Rumäniens große Schwierigkeiten hätten, unseren U=Boot=Krieg in seiner verschärften Form fortzuführen. Das gleiche trifft auf unsere Kriegswirtschaft mit ihrer ungeheuren vermehrten Maschinenarbeit im Innern und an der Front zu. Der Sieg und der Friede im Osten sind so auch in wirtschaftlich=technischer Beziehung Mitbedingung für unser Durchhalten und für unseren endlichen Sieg geworden. Schließlich ist der Friede von Bukarest ein neues Mittel geworden, die verbündeten Mächte in ihren Interessen zu verbinden und in Kampf und Frieden enger aneinander anzuschließen. Auch das bedeutet eine weitere Sicherung für unsere Kämpfe im Westen und ihren zuversichtlichen Erfolg. Es macht nichts, daß bei einem so großen Umfang der Verbindungen, wie sie die Politik der Mittelmächte auf dem Balkan naturnotwendig in sich tragen muß, auch manche Unstimmigkeiten und Gegensätze bestehen geblieben sind. Die Macht der Tatsachen wird sie ausgleichen, und was in Kampf und Sieg ausgehalten hat, wird im Frieden nicht auseinandergehen. Deutschland aber ist durch diese Neuorientierung der Balkan=Politik der Mittelmächte mehr denn jemals der Mittelpunkt der europäischen Politik geworden, und wir werden unseren Stolz dareinsetzen, uns dieser neuen Lage der Dinge gegenüber würdig und fähig zu zeigen. Die deutsche Weltpolitik hat ihre ersten Leistungen geboren, und wenn diese Leistungen sich zunächst auch nur auf dem europäischen Kontinent und in einem Teil Asiens zeigen konnten, so sind sie doch zugleich eine beste Vorbedeutung für die zukünftige deutsche Weltpolitik, die über die geographischen Grenzen Europas mit Recht und mit geschichtlicher Notwendigkeit weit hinaus strebt. Diese Zukunft der deutschen Weltpolitik steht im Westen zur Entscheidung, aber sie hat im Osten bereits ihre ersten Spuren in die Weltgeschichte eingegraben. So sind Ost und West, wo immer wir ihre Fragen nach dem Frieden von Bukarest anpacken mögen, in neue und festere Beziehungen gebracht worden. Wir sind gewiß, daß, wie im Osten, so auch im Westen, die Zukunft Deutschland und seinen Verbündeten gehören muß, denn nicht Worte und Reden. sondern Taten und Leistungen entscheiden diesen Weltkrieg. Wir sind darin im Osten unendlich den Feinden überlegen geblieben, wir haben dadurch neue Kräfte und Möglichkeiten für die Entscheidung im Westen bekommen, und wenn das Fehlen lauten Jubels sich auch erklären mag, so sollten wir doch serade im Innern unseres Herzens desto inniger und reudiger empfinden, was wir an Dank und Anerkennung den Siegern des Oftens schuldig sind. Der Vorstoß Erzbergers gegen den Kanzler. Der Vorstoß Erzbergers gegen den Reichskanzler wird von den führenden Blättern der Zentrumspartei als höchst unangebracht mißbilligt. Die K. B., die sich bereits gestern mit den Schattenseiten des Falles Erzbergers beschäftigte, tut dies heutea bermals und das wie folgt: Bei dem Vorstoß Erzbergers im Hauptausschuß des Reichstages gegen den Reichskanzler und die Oberste Heeresleitung muß mann nterscheiden zwischen den Richtlinien, die Erzberger im Namen seiner Parteifreunde vortragen konnte, und zwischen dem auf Erzbergers Rede folgenden Antrag Erzbergers. Die Richtlinien waren von den Kommissionsmitgliedern des Zentrums gebilligt worden, nicht aber herrscht Einverständnis mit der Rede Erzbergers. Niemand billigt den Antrag Erzbergers im Zusammenhang mit seiner Rede, zumal nach der Erklärung von Payers, daß er nach dem Antrag die Konsequenzen ziehen werde. Es bleibt bestehen, daß der Antrag Erzbergers nicht im Ausschuß namens der Fraktion eingebracht worden ist. Der Vorstoß Erzbergers ist auch in dieser Form bedauerlich. Es ist zu beklagen, daß die Fraktion Erzberger zum Wortführer in dieser Sache gewählt hat. Nach den Ereignissen des letzten Jahres und nach der Stellung Erzbergers zum Reichskanzler war ein Vorstoß dieses Abgeordneten gegen den Reichskanzler und die Regierung zu erwarten. Es ist nicht richtig, daß hinter den Richtlinien bloß die Abgg. Nacken und Frhr. von Rechenberg standen, sondern hinter den Richtlinien standen alle Kommissions =mitglieder. Das ist zu beachten, auch von den Parteifreunden draußen im Lande. Im übrigen herrscht auch heute noch viel Erregung über den Vorstoß Erzbergers. Die Berliner Presse beschäftigt sich allenthalben damit und erblickt darin einen„Vorstoß des Zentrums gegen Hertling". Davon kann natürlich keine Rede sein. Erzberger hat seine Rede aus eigene Kappe gehalten und seine Aktion gegen die Regierung auf eigene Faust gemacht. Der Fraktion liegt eine Aktion gegen den Grafen Hertling fern. George bleibt Premierminister. London, 10. Mai. Das Unterhaus hat den Antrag Asquiths mit 293 gegen 106 Stimmen abgelehnt. Die mit großer Spannung erwartete Unterhaussitzung, die darüber entscheiden sollte, ob eine Sonderkommission die Anklagen des Generals Maurice gegen die Regierung prüfen sollte, hat mit einem Siege Lloyd Georges geendet. General Maurice hatte behauptet, Lloyd George und Bonar Law haben sowohl über die Stärke der englischen Truppen in Frankreich am 1. Januar 1918, als auch über die Truppenstärke in Mesopotamien und Palästina falsche Angaben gemacht. Nachdem der ehemalige Premierminister Asquith seinen Antrag auf Einsetzung einer Untersuchungskommission begründet hatte, ergriff Lloyd George das Wort. Er verteidigte die Regierung, die auf Grund der Informationen vom Kriegsamt ihre Mitkeilungen gemacht habe. Das Haus stimmte seinen Ausführungen zu und mißbilligte den Disziplinbruch des Generals Maurice, der sich anstatt an die vorgesetzten Dienststellen mit seiner Anklage an die Offentlichkeit gewandt habe. So ist Lloyd George noch einmal Siegen geblieben. Ob er aber den Sieg als Zeichen sicheren Besitzes des Ministersessels betrachten wird, ist zweifelhaft. * Vergleichsfriede oder Gewaltfriede? Bei der Besprechung der feindlichen Propaganda im Oberhause führte Lord Curzon u. a. aus, es seien Friedensnorschläge gemacht worden und sie hätten mu seohalb zu nichts geführt, weil die, von denen die Aktioner ersgingen, davon wieder Abstand nahmen, oder weil di mluge mit Rücksicht auf die Ehre und die Sicherhei undiskutierbar waren. Was die jetzige Lage betreffe, se ein Vergleichsfriede, wie jeder wisse, augenblick lich unmöglich, da das Land der größten Krise gegen überstehe, die in seiner Geschichte jemals vorgekommen sei Die Idee, daß jetzt ein Vergleichsfriede erreicht werder könnte, sei eine Chimäre. Der Friede von Brest=Litows und der mit Rumänien sei nicht ermutigend. Solange de militärische Geist in Deutschland nicht nachlasse, könn England nicht hoffen, einen ehrenvollen dauernden Friede durch Verhandlungen zu erreichen...— Grgterache Sen Demgegenüber erklärte im Laufe der Aussprache Vor Lansdowne, daß ein Verständigungsfrieden der einzig Weg sei, um den Krieg ehrenvoll und sicher## beendigen.— Ebenso erklärte Lord Lorburn, es## jedermanns Pflicht, dazu beizutragen, daß ein schnelle und ehrenvoller Friede erzielt werde. ## P Die Abstimmung im Unterhause. Rotterdam, 10. Mai. Bei der gestrigen Debatte im Unterhause stimmten die meisten liberalen früheren Minister für den Antrag Asquith. Viele Liberale stimmten für die Regierung. und einige enthielten sich der Abstimmung. Die Mehrheit der Arbeiterpartei stimmte für die Regierung. An der Abstimmung nahmen keine Nationalisten teil. General Maurice soll sich verantworten. Amsterdam, 8. Mai.„Algemeen Handelsblad“ meldet auß London, daß der Armeerat ein Schreiben an den General Maurice gerichtet hat, in dem er ihn auffordert, sein Verhalten zu rechtfertigen, da er die königlichen Vorschriften. die verbieten, daß ein Offizier oder Soldat in irgendeiner Form irgendwelche militärischen Informationen oder seine Ansichten über irgendeinen militärischen Gegenstand ohne besondere Erlaubnis veröffentlicht oder der Presse mitteilt, übertreten habe.: Lugano, 10. Mai. Der Mailänder„Secolo“ sieht in dem Schritt des Generals Maurice außer einer inneren Gefahr für den Zusammenhalt der politischen Parteien eine solche für die Beziehungen Englands zu seinen Verbündeten. Der Brief 85, Venerals sei ein Dolchlich in den Rücken des englischen Kabinetts, und man sei in England erschrocken wegen der folgen für die Disziplin sm Heere. Zeimkehr d. Staatssekretats b. Kuhimann Berlin, 10. Mai. Staatssekretär v. Rühlmann ist aus Bukarest heute vormittag wieder hier eingetroffen. Auf der Rückreise weilte Herr v. Kühlmann in Wien. Der Staatssekretär wurde aus Anlaß des glücklichen Abschlusses des Friedens mit Rumänien, der das letzte Glied des Ostfriedens ist, besonders seierlich begrüßt. Der Reichskanzler Graf Hertling war mit seinem Sohne, Rittmeister Grafen Hertling, und dem Chef der Reichskanzlei, Unterstaatssekretär v. Radowitz= anwesend. In Vertretung des Reichstages war Vizepräsident Dr. Paasche erschienen. Anwesend waren ferner viele Vertreter der Reichsbehörden. Als der Zug hielt, trat der Reichskanzler an die Tür des ersten Wagens, in welchem der Staatssekretär gefahren war, begrüßte Herrn v. Kühlmann in herzlichster Weise und gab seiner Freude über die Rückkehr des Staatssekretärs nach glücklichem Friedensschlusse Ausdruck. Herr v. Kühlmann dankte mit herzlichen Worten und begrüßte hierauf alle zu seinem Empfange erschienenen Herren. Sodann fuhr der Reichskanzler mit Herrn v. Kühlmann gemeinsam in das Auswärtige Amt. Neuer Angriff auf Ostende. Der Sperrversuch abermals vereitelt. Berlin, 10. Mai. Amtlich wird gemeldet: Englische Seestreitkräfte unten sahmen am 10. Mai 3 Uhr morgens nach heftiger Beschießung erneut einen Sperrangriff gegen Oftende. Mehrerfeindliche Schiffe, die unter dem Schutze künstlichen Nebels in den Hafen eindringen wollten, wurden durch das vortrefflich geleitete Feuer unserer Küstenbatterien abgewiesen. Ein alter Kreuzer liegt gänzlich zusammengeschossen außerhall des Fahrwassers vor dem Hafen auf dem Grund. Die Einfahrt ist völlig unbehindert. An Bord des gestrandeten Schiffes wurden nur noch Tote vorgefunden. Zwei Überlebende waren über Bord gesprungen und sind gefangen. Nach bisherigen Mitteilungen wurden mindestens zwei feindliche Motorboote abgeschossen, ein Monitor schwer beschädigt. Der Sperrversuch ist somit völlig vereitelt. Abermals hat der Gegner Menschenleben und Fahrzeuge umsonst geopfert. * wtb. Berlin, 10. Mai.(Amtlich). Der zweite Versuch der Engländer, an die ihnen mit jedem Tage unbequemer werdenden flandrischen U=Bootstützpunkte heranzukommen traf unser Marinekorps ebenso vorbereitet, wie der erste Es war vorauszusehen, daß die englische Admiralität es bei einen Versuch nicht bewenden lassen würde. Die Gründe, warum diesmal nur ein Angriff gegen Ostende erfolgte, sind im Augenblick noch nicht zu übersehen. Zwar wurde vor Zeebrügge gleichzeitig mit dem Angriff gegen Ostende starker künstlicher Nebel von den Engländern entwickelt, jedoch geschah dies offenbar nur zur Ablenkung. Der Feind eröffnete am Morgen des 10. Mai um 2.45 Uhr von See und Land aus das Feuer auf unsere Batterien bei Ostende. Einige Minuten später wurde ein starker künstlicher Nebel erzeugt. Als zwei Minuten nach 3 Uhr östlich Ostende zwei Kreuzer in dem Nebel gesichtet wurden, setzte sofort von unseren schweren Batterien ein gutliegendes Zielfeuer ein, nachdem schon vorher Sperrfeuer vor der Einfahrt gelegt worden war. Der eine Kreuzer drehte nach Westen ab, der andere nach Norden. Letzterer wurde dann wiederholt im Nebel erkennbar und jedesmal von neuem beschossen. Um 3.34 Uhr tauchte er nochmals vor der Einfahrt auf und sank, von allen Seiten unter schwerstes Feuer genommen, außerhalb des Fahrwassers. Inzwischen waren von unseren Batterien vereinzelt erkennbare Ziele auf See beschossen worden. Ein stilliegender und nicht feuernder der offenbar außer Gefecht gesetzt war, wurde um 4.13 Uhr ausgemacht. Er wurde aber gleich darauf vom Feinde wieder völlig eingenebelt. Der gestrandete Kreuzer ist nach aufgefundenen Papieren der„Vindictive“. Unsere eigenen Verluste sind, wie bei dem ersten Unternehmen, wieder erfreulich gering. Angriffspläne der Verbandsflotten. In neutralen diplomatischen Kreisen wird viel über die bevorstehende Offensive der Verbandsflotten gesprochen. Obgleich es den Deutschen gelungen ist, so schreibt ein angesehenes nordisches Blatt, sich an der Westfront in das englisch=französische Heer einzukeilen, so können ihre Erfolge als Teilerfolge bezeichnet werden, die einen schnellen und entscheidenden Sieg ausschließen. Die Versandsulachte haben ihrerseits beschlossen, den Angriff zu deginnen. In den englischen Häfen sind die eifrigsten Vorarbeiten zur Flottenoffensive in vollem Gange. GePaigen Kainr Geiche ur neuen Tasd Bilonr uut id Minensuchschiffe des neuen—= Lulton, für die inen keine Gefahl bilden, sind in gewissen Häfen zuBie-Gsrosarticteit zer u nader Zukunft über ## Eleburtigretr der Operationen gegen die deutsche Flotte Während ein Teil der vereinigten zmerika Frausteihcgen Kolonien, der Staaten von Nord„merika, Frankleichs und Italiens den Wachdienst auf den Dzeanen übernehmen, werden andere Teile an der Offensive iktiv beteiligt sein.— Wir werden's getrost erwarten. Fliegerangriff auf Zeebrügge. Am 8. Mai mittags und abends griffen starke feindliche Fliegergeschwader die Mole und das Dorf Zeebrügge mit Bomben an, ohne militärischen Schaden anzurichten. Durch Fliegerbomben auf die Kirche von Zeebrügge wurden drei Belgier und zwei Kinder getötet, zwei schwei und mehrece leicht verletzt. An der Landfront des Marinekorps wurden von unseren Jagdfliegern zwei feindliche Flugzeuge, über See ein drittes abgeschossen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Entgegen den unwahren Reutermeldungen, die die deutschen Verluste bei dem Blockierungsversuch von Zeebrügge unsinnig übertreiben, wird erneut auf die Meldung vom 4. Mai verwiesen, wonach unsere Gesamtverlust 8 Tote und 16 Verwundete betrugen, also in gas keinem Verhältnis zu den Verlusten der Engländer(588 Tote, Verwundete und Vermißte) stehen. U. Boots=Angriff auf einen italienischen Hafen. April beschoß nach einer amtlichen italie nischen Meldung ein feindliches U=Boot Carloforte au der Insel San Pietro, westlich von Sardinien, wo ein Anzahl Schiffe auf der Reede lagen. Das U=Boot tor pedierte und beschoß zugleich ein englisches Dampfschift Während des Gefechtes zwischen den Küstenbatterien und dem U=Boot fielen zwei Granaten in die Stadt, wo zwe Personen getötet wurden. Deutscher Heeresbericht. Mitteilungen des Wolffschen Telegrapben=Bureaus. Großes Hauptquartier, 10. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz. An den Kampffronten war die Artillerietätigkeit tagsüber nur im Gebiete des Kemmel, beiderseits des Luce=Baches und auf dem Westufer der Avre lebhaft. Starker Feuersteigerung in diesen Abschnitten folgten feindliche Vorstöße. Bei ihrer Abwehr und bei reger Erkundungstätigkeit machten wir Gefangene. Am Abend und während des Nachts lebte der Artilleriekampf zwischen Vser und Oise vielfach auf. An der übrigen Front blieb die Gefechtstätigkeit auf Erkundungskämpfe beschränkt. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. rtb. Berlin, 10. Mai, abends.(Amtlich.) Ein englischer Teilangriff nördlich von Albert wurde abgewiesen. Ebenso scheiterte ein französischer VorKoß im Walde von Apremont. Auch Guatemala! Berlin, 10. Mai. Die spanische Regierung hat dem Auswärtigen Amt mitgeteilt, daß die Regierung von Guatemala nach einem Erlaß vom 30. April d. Is. sich dem Kriegszustande, wie er zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der deutschen Regierung bestehe, anschließe. Nun hat Herr Wilson doch nach langem Suchen und unter Anwendung nicht ganz sanfter Gewalt auf dem amerikanischen Festland noch einen Bundesgenossen gekunden. Ob aber Guatemala die Dinge zugunsten des Bielverbandes wenden wird, ist doch sehr fraglich. Fürsorge=Kommissionen nach Rußland. gemeldet: Die im Friedensvertrag mit Rußland vorgesehenen Fürsorgé=Kommissionen sind von ### nach Rußland abgereist. Sie werden sich zunäch üer Enholung genauer Unterweisungen nach Moskau"“ geben und von dort aus über die einzelnen Gebiete lands einschließlich Sibiriens verteilt werden. Irde dieser 17 Kommissionen besteht aus einem Offizier als einem Arzt, einer Schwester vom Roten Kreuz Livilperson, die mit Land und Leuten und den örtlichen Verhältnissen in ihrem Wirkungskreis vertraut ist. Hierzu kommen noch eine Anzahl Seelsorger. Die Kommissiwerden an Ort und Stelle sich mit dev bereits dort bestndlichen neutralen(schwedischen und. Dese zierten in Verbindung setzen, um mit ihnen gemeinse dre Aufgabe durchzuführen. zleine Krledoo. Berlin, 10. Mai. Die Friedensverhandlungen zu E##h#n land und der Ukraine werden in ganz nak 10. Mai. Die Admiralität teilt mit: P#Pinensucher lief am 1. Mai auf eine Min komen um nd 28 Mann einschließlich der Kauffahr — zeibesatzur Im Mittelmeer versenkt. Berlin, 10. Mar. Amtlich wird gemeldet: Neue U=Boots=Erfolge im Mittelmeer: 6 Dampfer und 2 Segler von zusammen über 85000 Br.=Reg.=To. " Unter den versenkten Schiffen befanden sich der vortugesische bewaffnete Dampfer„Aveiro"(2209 Br.=Reg.=To.) mit Ladung Material und Pferden. sowie der englische Transvortdampfer„Welbeck Hall“(5643 Br.=Reg.=To.), der anscheinend Munition geladen hatte und unmittelbar nach dem Torpedotreffer unter gewaltigen Detonationen sank. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Der Hauptausschuß des Deutschen Reichstages hat die Beratung über die Umsatzsteuer fortgesetzt. Der Ausschuß hat durch Streichung der Besteuerung der Leistungen und Beschränkung der Umsatzsteuer auf Lieferungen an der Regierungsvorlage eine grundlegende Anderung vorgenommen. Nach einer allgemeinen Aussprache wurde beschlossen, eine Abstimmung noch nicht vorzunehmen. am Wie auf Grund der Berner Konferenz zwischen und französischen Delegierten am 26. April d. J. seschlossenen Vereinbarungen über Kriegsgefangene und Zivilpersonen sind von beiden Regierungen genehmig vorden. Die Vereinbarungen werden am 15. Mai d. I. u Kraft treten; ihr Wortlaut wird demnächst veröffentlicht verden. Schweden. * In Stockholmer Blättern wird berichtet, es sei der kusammentritt einer nordischen Minister=Konferenz zu rwarten. Von schwedischer Seite wird hervorgehoben, s sei wünschenswert, daß nicht allzu lange Zeit zwischen en skandinavischen Ministerzusammenkünften liege. Diese Inschauung wird auch in Dänemark und Norwegen verreten„Der Zeitpunkt und der Ort der neuen Zusammenne in unbekannt. Amerika. a Das amerikanisch=norwegische Handelsabkommen ist jetzt in Washington unterzeichnet worden. Es sichert Norwegen die Deckung seiner abgeschätzten Bedürfnisse, soweit sie ohne Schaden für die Kriegsbedürfnisse der Vereinigten Staaten und seiner Kriegsgenossen geliefert werden können. Norwegen seinerseits sagt zu, alle beweglichen Erzeugnisse, die nicht im Inlande gebraucht werden namentlich Erze und Mineralien, chemische und metallurgisch Produkte, Holz und Waldprodukte, Fische und Fischprodukte angehindert nach den Vereinigten Staaten und den Kriegsgenossen ausführen zu lassen. Da Amerikas eigene Einfuhrbedürfnisse aus Norwegen verhältnismäßig gering sind, wird bestimmt, daß keines der Ausfuhrgüter aus Amerika oder den Ländern seiner Kriegsgenossen, die mit Hilfe von amer der Bunkerkohle geliefert werden, direkt oder indiret eine der Mittelmächte geben. Aus In= und Ausland.— Berlin, 10. Mai. Der Ausschuß des Reichstags zur Vorberatung der Getränkesteuer hat die Weinsteuer von 20 auf 10% herabgesetzt. Berlin, 10. Mai. Wie verlautet, stehen die neuen Abmachungen mit Holland unmittelbar vor der Unterzeichnung. Es waren noch einige unerhebliche Formalitäten zu erledigen. die nunmehr geordnet sind. Berlin, 10. Mai. Die Unterzeichnung der neuen Wirtschafts= und Rechtsverträge mit Rumänien dürfte in den nächsten Tagen erfolgen. Haag, 10. Mai. Im englischen Unterhause kündigte Stanley, der Vorsitzende der Handelskammer, an, daß infolge Mangels an Eisenbahnmaterial der Verkehr um 40% eingeschränkt werden müsse. Diese Maßregel betrifft vorerst nur die Gemeinde London. in ge 10. Mat. Maclean, ein bolschewistischer konsul„ Glasgow wurde wegen aufwieglerischer Reden, #### gehalten hat, zu fünf Jahren Juchthaus verurteltt. Sosia, 10. Mai. König Ferdinand verlieh dem Staatssekretär v. Kühlmann das Großkreuz des St. Alexanher= Ordens mit Schwertern. Bern, 10. Mai. Verschiedenen Blättermeldungen zufolge hat die französische Regierung dem Schweizer Bundesrate mitgeteilt, sie sei bereit, der Schweiz jährlich ungefähr 85 000 Tonnen Kohlen zu 150 Frank die Tonne zu liefern. Madrid, 10. Mai. Französische Blätter melden, daß die Regierung demnächst die gesamte Handelsflotte mit Beschlag belegen werde. Madrid, 10. Mai. Der Ministerrat beschloß die staatlichung der Industri= die zur Landesvenotwendig sel. ekelbtzung der nach seiner Speration daß am 2. Mai vier Engländer ermordet wurden. Deutscher ng.) CB. Ber. nischen et in enge und sank. 4 (162. Sitzung.) CB. Ber!' 10. Mat „„Die Sitzung beginnt mit der Beantwo#. kleiner Anfragen. Auf eine Frage„aung einer Reibe Hunsser(Vo.) betreffend die Beli= des Abgeordneten usw. mit Lebensmitteln gerung der Gastwirttsnrechen#:: Das Kriegsernäbr MMärt Unterstaatssekretär en.sprechend vie Bundesregieru:„gegsamt hat seiner Zusage angewiesen. Diese Belieferr en zu vermehrter Belieferung sondern nur der Einzelste. 10 kann nicht Sache des Reiches. angemessene Bel:. Laten und Kommunen sein. Immer Vv.) fragt„ um eine der allgemeinen Knappheit Unterstaatssekretc 9 handeln können. Dr. Neumann=Hofer mittel bereits n.#d#r Genehmigungspflicht für Ersatzmittel. der r 2#r. Müller: Der Umstand, daß ErsatzMeining gun em Kriege dergestellt wurden, kann sie von durch K“:(Vr, O° gflicht nicht befreien. Abszsezgung de, Arz##en.9) fragt nach Maßnahmen zur Bestlligung der lym'-kie“, geschaffenen wirtschaftlichen Notlage vieler schaftiz“ dr c' degen Abhilfe des Arztemangels. Ministerialccchnz“ rz Dammann: Für das Vorhandensein einer wirtKrie Kotlage, von der viele Tausende von Arzten durc, ange betroffen seien, sehlen uns die Unterlagen. Dem Stellen A Arzten soll im Einvernehmen mit den militärischen aach Möglichkeit abgeholfen werden.— Im Anschluß Bericht der Ausschußverhandlungen über den Etat des eie wirtschaftsamts folgt eine Sonderaussprache über die Wohnungsfrage. Abg. Jäger(Zentr.) berichtet über die Ausschußverhandagen. Aus den Außerungen des Vizekanzlers v. Payer ntnehmen wir zu unserer Genugtuung, daß auch das Reich hinter den teils bereits beschlossenen, teils zu erwartenden Maßnahmen der Einzelstaaten auf dem Gebiet der Wohnungskrage nicht zurüchteben wird., aud gefährlich und 5 Abg. Göhre(Soz.): Die Zustände sino gefa###### ano bedenklich. Die Erzeugung neuer Wohnungen hat ganz aufgehört. Bisher aus gesundheits= und sittenvollzeilichen Gründen nicht zugelassene Räume sind wieder zur menschlichen Wohnung freigegeben worden. Vor allen Dingen aber handelt es sich um die Zukunft, und zwar nicht nur darum, daß die aus dem Felde heimkehrenden Massen überhaupt untergebracht, sondern daß sie gut und menschenwürdig untergebracht werden. Abg. Laser(natl.): Die Befürchtungen des Vorredners sind übertrieben. Natürlich muß die Wohnungsfrage einheitlich von einer Reichsstelle aus in die Hand genommen und ene Schee,(Vv.): Notwendig ist die Dezentralisation des Wohnungswesens. Die Gemeinden müssen bauen können. Dazu gehören aber vor allen Dingen die Baustoffe. lu PP• Wichtige Tagesereignisse zum Sammeln. 9. Mai. In Flandern werden bei neuen Sturmerfolgen 675 Franzosen und Engländer gefangen.— Im Luftkampt perlieren die Feinde 37 Flugzeuge.— Bei einem Fliegerangri## auf Zeebrügge werden 3 feindliche Flugzeuge abgeschossen.— Rostow am Don wird besetzt. 10. Mai. In einigen Abschnitten der westlichen Kampffronten starke Feuersteigerung. Abg. v. Brockhausen(kons.): Unter normalen Verhältnissen vird jedenfalls die Wohnungsfürsorge Sache der Einzelstaaten ind der Gemeinden sein und bleiben müssen. Bei der durch den Krieg geschaffenen Lage sind wir aber mit den Ausfübtungen des Stellvertretenden Reichskanzlers zu den im Auschuß angenommenen Einschränkungen und mit der Zusammenirheit aller in Frage kommenden Instanzen einverstanden. Staatssekretär Freiherr vom Stein: Wohnungs= und Erjährungsfragen halten sich an Bedeutung die Wage. Es muß aber alles vermieden werden, um übertriebene Hoffnungen zu erwecken. Wir werden große Schwierigkeiten zu überwinden haben, aber alles Notwendige und Mögliche wird geschehen. Die erforderlichen Summen werden aufgebracht werden. Die Ausführungen des Herrn Stellvertreters des Reichskanzlers werden als programmatisch auch von uns vorbehaltlos anerkannt. Die aufbauende Organisation wird ihre Spitze im Reichswirtschaftsamt haben. Abg. Mumm(Dtsch. Frakt.): Es gibt keine wichtigere Frage, als die Wohnungsfrage. Erforderlich ist in allererster Linie, nach dem braunschweigischen Muster, der Erlaß eines Kriegerheimstättengesetzes durch das Reich. Abg. Wurm(U. Soz.): Die Wohnungsnot ist eine legitime Tochter der kapitalistischen Gesellschaftsordnung, die die von allen Seiten so lebhaft angegriffene Boden= und Grundstücksspekulation als durchaus berechtigt erscheinen läßt. Man muß dem Übel an die Wurzel gehen. Die vom Ausschuß vorgeschlagene Einschränkung wird einstimmig angenommen. Darauf vertagt sich das Haus auf morgen. Dreußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. (146. Sitzung.) 44 Berlin, 10. Mai. Am Regierungstisch sitzen die Minister Dr. Friedberg und Breitenbach. Auf der Tagesordnung steht die Beratung über den Haushaltplan des Abgeordnetenhauses. Den Ausschuß beantragt Verbesserung der Stellung der Hilfsdiener. Mit zur Beratung steht die Denkschrift über die Gewährung einer Teuerungsentschädigung an die Abgeordneten. Sie soll 10 Mark für die Tage der Anwesenheit in Berlin betragen, bei den Berliner Abgeordneten beschränkt sich die Zahlung auf die Tage, an denen sie an Voll= oder Ausschußsitzungen teilgenommen haben. Während der Tagung des Reichstages wird die Teuerungszulage an die Doppelmandatäre nicht gezahlt. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wird die Ent"#* in Verwallungswege hewbahln Der Gaushals— des R“ssesschädigung im Verwaltungswege gewährt. Der Haushal pian wiro genehmigt, die Entschließzungen des ausschu, angenommen. 120 Die königliche Verordnung über die Verlängerung den Amtsdauer der für Bergwerke gewählten Sicherheitsmännen und Arbeiterausschußmitglieder wird genehmigt. Es folgte die zweite Beratung des Eisenbahnanleihen. gesetzes. Nach einer betriebstechnischen Auseinandersetzung war auch dieser Gegenstand erledigt. Eine Entschließung, die Maßnahmen zur Forderung der Lebrlingsausbildung fordert. wurde nach kurzer Erörterung angenommen. Das Haus vertagte sich auf morgen. Lokaler Teik. Merkblatt für den 12. und 18. Mai. Sonnenaufgang 52(51) Monbaufgang 6“ V.(7“ V.) Sonneguntergang 8“(8°) Monduntergang 11° N.(12°° V.) 12. Mai. 1845 Dichter August Wilhelm v. Schlegel gest.— 1864 Dichter Cäsar Flaischlen geb.— 1881 Die Franzosen besetzen Tunis.— 1884 Franz Smetana, Komponist der Oper„Die verkaufte Braut“, gest.— 1915 Windhuk wird von den südafrikanischen Truppen besetzt.— 1917 Zusammenbruch englischer Massenstürme gegen die deutsche Arrasfront.— Beginn der zehnten Isonzoschlacht. 13. Mai. 1864 Physiolog Rudolf Wagner gest.— 1871 Auber, Komponist der Oper„Die Stumme von Portici“, gest.— 1915 Die Vortruppen der deutsch=österreichischen Heere erreichen Prasunt. Zein birektion richtet rung an das Pi keinerlei Erweit auf eigne Gefa die Bahn keine (:) Ein 1 der uns hoffen! wird. Seit D. zwischen Nordos umgeschlagen. Umgegend s. z. Regen, der sich auch bei uns ei 0 Die Hei waltung hat da die früher Eigbaren Rau n Jahre n verden lönner virtschaftlich sichen, wie die ein etwas hö werden auch chriebenen He dracht. Um i vorgeschrieben, vorgenommen jum 31. Augu um 1. Juni ür das näch ersten Lieferu# Reichsfuttermi ernährungsam ahren bei Auf Verkehrsbeschr. die bisher nur chaftsjahres z ringung des seben, sobald eiten, die sie mtscheidet ein ges. Wia (So 9 Die Eisheiligen haben ihre Herrschaft angetreten, und ehe sie wieder von dannen gezogen sind, verschwindet die Furcht nicht vor einem ernsten Schaden, den sie der so prächtig emporgeschossenen Pflanzenwelt anzutun vermöchten. Mit dem 11. Mai beginnt das in vielen Jahren so winig sympathische Walten der Herren Mamertus, Pankratius und Servatius. Sie sind dafür verschrien, daß sie mit Nachtfrösten Blumen, Zweigen und jungen Gemüsepflänzlein zu Leibe zu rücken pflegen. Auch den Weinreben fügten sie manchmal Böses zu, wenn der Weinbauer sie nicht sorglich geschützt hatte. Unsere Altvordern glaubten, daß in diesen Tagen die Eis= und Frostriesen noch einmal ihre Kräfte im Kampfe erprobten und mit grimmiger Kälte gegen das Blühen und Grünen ringsum vorgingen. Woher kommt nun dieser plötzliche Kälterückschlag? Meteorologisch hat man diese Absonderlichkeit. im Maienmond sich zu erklären versucht. Ob diese Erklärung nun wirklich richtig ist, bleibt eine andere Frage. Man nimmt an, daß der Wind, der in der Winterzeit. meist aus dem Südwesten kommt, vor Eintritt der beständigen Wärme, ehe er ganz nach Westen sich wendet, toch einmal nach Norden umspringt. Und dieser Wendesunkt soll gerade auf die Mitte des Maimonds treffen. Oft sinkt in diesen Nächten das Thermometer unter. Null. Hoffentlich wird es in diesem Jahre nicht allzuschlimm, st doch die Vegetation schon durch ihre weitgehende Entvicklung ziemlich widerstandsfähig geworden und außerdem wurden wir durch allzuhohe Temperaturen ja überhaupt bisher nicht verwöhnt. Mögen die Eisheiligen in Gnaden Eine neue Marmelade läßt die Reichsstelle für Obst und Gemüse jetzt herstellen, eine Südfruchtmarmelade, für die die gesamten in den Marmeladefabriken noch vorhandenen Südfrüchte verwendet werden. Entgegen der sonst jetzt üblichen Mischung werden hierbei gelbe Rüben beigegeben: Apfelsinen und Zitronen aber bestimmen den Geschmack, der gut ist und von den Sachverständigen gelobt wird. Merkwürdigerweise ist Südfruchtmarmelade in Deutschland bisher am wenigsten bevorzugt worden: in England, dem Heimatlande der Marmeladenherstellung, wird sie am meisten gegessen. * Die Packung darf nicht berechnet werden. DaFordern einer besonderen Vergütung für die handelsübliche Verpackung höchstpreispflichtiger Waren, das jetzt vielfach,— vor allem beim Kleinhändler— beobachtet werden kann, ist durchaus unzulässig und stellt sich als strafbare Höchstpreisüberschreitung dar. Die Preisprüfungsstelle Groß=Berlin bittet, Zuwiderhandlungen alsbald zu ihrer Kenntnis zu bringen, um gegebenenfalls mit den gebotenen Mitteln einschreiten zu Dar * Der K anistin), Aenr 5opran), sämtli den Bürgerverei: nahmed er Freur denn der Abend Bielleicht war d günstig plaziert, Woche manchen die, welche nicht der letzten Zeit wertigen Kunstge Maria Schn anforderungsvoll Gebiete der Klavi und ihre gereifte einleitenden Fan Liszt in heller Robert Schuman und das bei voll ganz und Sicher (Polonaise Nr. 2 In nicht minder Leschetitzkys Bacc ihre große Techn chneider erf luf dem Kirchh Sichard Strauß aus klangvolle 1 satt und rein ble lung zeugt. Ne fielen die drei ihnen sprach reich Straußlieder ließ Freiin Melani im Bunde den den Reigen der von sieben Liede lingsglaube und manns Aufträge heimnis und A Melanie vr schaft. Ihre vol trat bei allen L schmackvoller und Auffassung übert Daß alle Damen Zugabe belohnte Bartsch machte eine einwandfrei dient. Die einha die Besucher, die hier den Zuspätk zu weit. — Die Pr eehalten wird, n he Urchlicher = Das P Ersatz=Bataillon wolder Tor sta 2. König Hein grin" v. Wagne v. Suppé: 4. d. Potpourri 4 6. Armeemarsc — Der ne burger Straße gehertden zur 8 In den setzten 2 schäftigt, das Gi — Ausd e waren nur etwa auf 150 bis ordert ist. — Haupt blatz 1. Tel. walter,„2 Eleven 2 Schlosser. 6 Dreher, 3 Stell 13 Zimmerleute, gierer, 160 Wac nnen, 20 ErdPlatzarbeiter, wärter, 2 Hirten ): Das A neues Programm * Apotheke Lowen=Apo Sumstag, den 1 ronik ammeln. n Sturmerfolgen - Im Luftkamp# em Fliegerangrit abgeschossen.— vestlichen Kampflen Verhältnissen der Einzelstaaten Bei der durch mit den Ausfübzu den im Aust der Zusammeninverstanden. znungs- und ErWage. Es muß e Hoffnungen zu zu überwinden wird geschehen. cht werden. Die s Reichskanzlers vorbehaltlos anihre Spitze im keine wichtigere ist in allererster der Erlaß eines ist eine legitime ig, die die von ind Grundstücksnen läßt. Man schränkung wird. n. 9. rlin, 10. Mat. Dr. Friedberg steht die Beraetenhauses. Den der Hilfsdiener. der die Gewähordneten. senheit in Berlin schränkt sich die oder Ausschußgung des Reichsdoppelmandatäre wird die EntDer Haushaltsdes Ausschusses erlängerung den icherheitsmännen gt. ibahnanleihen Leinandersetzung ntschließung, die sbildung fordert. Keine Pfingstreisen machen! Die Eisenbahnbtrektion richtet im Anzeigenteile auch zu Pfingsten die Aufforderung an das Publikum keine Reisen zu unternehmen. Es können keinerlei Erweiterungen des Verkehrs stattfinden. Wer reist, reist auf eigne Gefahr. Für Beförderung sowie für Anschlüsse kann die Bahn keine Gewähr übernehmen. (:) Ein Witterungsumschlag scheint bevorzustehen der uns hoffentlich die ersehnten warmen Niederschläge bringen wird. Seit Donnerstag abend ist der Wind, der wochenlang zwischen Nordostu nd Südost dauerte, in der westlichen Richtung umgeschlagen. Gestern hatten wir bewölkten Himmel und in der Umgegend s. z. B. in Lichtenau und Scherfede Gewitter mit Regen, der sich wie es heute morgen den Anschein gewinnt, nun auch bei uns einstellen will. 5 Die Heuernte 1918. Der Bedarf der Heeresver waltung hat sich gegenüber den Vorjahren erheblich erhöht da die früher in den besetzten Gebieten des Ostens ver Eigbaren Rauhfuttermengen für das Feldheer im kommen in Jahre nur in geringem Umfang nutzbar gemach verden lönnen. Um eine bessere Ernährung der in kriegs virtschaftlich wichtigen Betrieben tätigen Pferde zu ermög lichen, wie dies bisher der Fall war, mußte auch hierfü ein etwas höherer Bedarf angesetzt werden. Wie bishei werden auch im kommenden Wirtschaftsjahr die ausge chriebenen Heumengen im Wege der Landlieferung aufge dracht. Um ihren rechtzeitigen Eingang sicherzustellen, is vorgeschrieben, daß die Unterverteilung auf die Erzeuger vorgenommen werden und die Unterverteilung der bis um 31. August 1918 aufzubringenden 700 000 Tonnen bis um 1. Juni 1918 durchgeführt sein muß. Die Heupreise ür das nächste Wirtschaftsjahr werden vor Beginn des ersten Lieferungsabschnitts bekanntgegeben werden. Die Reichsfuttermittelstelle kann mit Zustimmung des Kriegsrrnährungsamts allgemeine Anordnungen über das VerAufbringung und Ablieferung des Heus treffen. Verkehrsbeschruntungen mit Heu(Ausfuhrverbote u. dgl.), nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt des Wirtchaftsjahres zulässig waren, sind in Zukunft bis zur Aufringung des Lieferungssolls statthaft. Sie sind aufzuseben, sobald das Lieferungssoll erfüllt ist. Über Streitigleiten, die sich aus der Lieferung von Heu ergeben, mtscheidet ein Schiedsgericht unter Ausschluß des Rechtsges. Mai. 6••V.(71 V.) 9112 N.(120° V.) Schlegel gest.— Franzosen besetzen r Oper„Die veren südafrikanischen cher Massenstürme zehnten Isonzoer gest.— 1871 Portici“, gest.— n Heere erreichen haft angetreten, id, verschwindet i, den sie der so anzutun vern vielen Jahren ren Mamertus, afür verschrien. gen und jungen egen. Auch den wenn der Weinnsere Altvordern und Frostriesen robten und mit Grünen ringsum plötzliche KälteAbsonderlichkeit Ob diese Erie andere Frage. der Winterzeit. Eintritt der besten sich wendet, id dieser Wendekaimonds treffen. neter unter. Null. cht allzuschlimm, weitgehende Enten und außerdem en ja überhaupt iligen in Gnaden eichsstelle für Obs narmelade, für die noch vorhandenen sonst jetzt üblichen egeben: Apfelsinen ck. der gut ist und Merkwürdigerweise her am wenigsten tlande der Marmeen. den. Da Fordern sübliche Verpackung ach,— vor allem kann, ist durchaus wreisüberschreitung n bittet, Zuwiderzu bringen, um eln einschreiten en ihre #4 Paderborner Stadtchronik. * Der Konzertabend der Damen Maria Schneider (Pianistin), Aenne Schneider(Alt) und Melanie von Schorlemer (Sopran), sämtlich aus Köln, zu welchem auf gestern abend in den Bürgervereinssaal geladen war, hätte eine noch regere Teilnahmed er Freunde der Klavier= und Sangeskunst wohl verdient, denn der Abend hielt das was er versprach in vollem Maße. Bielleicht war das Konzert am Tage nach dem Feiertage nicht günstig plaziert, vielleicht hat auch der Konzertabend anfangs der Woche manchen am Wiedererscheinen gehindert, jedenfalls haben die, welche nicht kamen, einen der interessantesten Konzertabende der letzten Zeit versäumt und sich dadurch um manchen vollwertigen Kunstgenuß gebracht. Besonders trifft das von Fräulein Maria Schneider zu, die mit einem sehr gewählten und anforderungsvollen Vortragssteff ein hohes Können auf dem Gebiete der Klavierkunst unter Beweis stellte. Ihr großes Talent und ihre gereifte Vortragskunst trat schon in der das Konzert einleitenden Fantasie und Fuge über das Thema B-a=c=h von Liszt in heller Weise hervor. Nicht minder gut gelangen ihr Robert Schumanns symphonische Etüden, denen sie alle Reize und das bei vollendeter Technik abgewann. Die Feinheit, Eleganz und Sicherheit ihres Spieles trat in den beiden Chopins (Polonaise Nr. 2 und Etüde Nr. 9) besonders nachdrücklich hervor. In nicht minder vollendeter Weise spielte die Künstlerin endlich Leschetitzkys Bacarole und Toccata, in denen sie uns besonders ihre große Technik in hellstem Lichte zeigte. Fräulein Aenne Schneider erfreute mit Lieder von Brahms(Sapphische Ode, luf dem Kirchhof, Ständchen), Hugo Wolf(Ueber Nacht) und Ichard Strauß(Heimkehr, Cäcilie). Die Dame zeigte eine überaus klangvolle und wohllaute Altstimme, die in allen Lagen satt und rein bleibt und dann auch von einer recht guten Schulung zeugt. Neben dem stimmungsreichen„Ueber Nacht“, gefielen die drei Brahmslieder mit Recht am besten, denn aus ihnen sprach reiche Stimmung und volle Poesie. Doch auch die Straußlieder ließ die Dame in kunstsinniger Wiedergabe erstehen. Freiin Melanie von Schorlemer schloß sich als Dritte im Bunde den beiden Schneiders an und vervollständigte den Reigen der dargereichten Kunstgenüsse mit einem Kranz von sieben Liederperlen. Sie sang von Franz Schubert Frühlingsglaube und Lied eines Schiffers an die Dioskuren, Schumanns Aufträge und Mädchenlied, Am Sonntag Morgen, Geheimnis und Wehe so willst du mich wieder von Brahms. Auch Melanie von Schorlemer fand eine aufmerksame Zuhörerschaft. Ihre volle, angenehme und gut gebildete Sopranstimme trat bei allen Liedern hervor und nicht minder auch ihr. geschmackvoller und kunstsinniger Vortrag, aus dem neben tiefer Auffassung überhaupt ein sorgfältiges Studium hervorleuchtete. Daß alle Damen reichen Beifall fanden und diesen mit je einer Zugabe belohnten, war selbstverständlich. Herr Musikdirektor Bartsch machte sich um den guten Verlauf des Abends durch eine einwandfreie Begleitung der Gesänge ebenfalls sehr verdient. Die einhalbstündige Verzögerung des Konzertbeginns stellte die Besucher, die pünktlich kamen, auf eine harte Probe. Die hier den Zuspätkommern erwiesene Kulanz ging denn doch etwas zu weit, W. „„ — Die Prozession um die Stadt, die morgen abeehalten wird, nimmt um 9 Uhr vom Dom aus ihren Anfang. he kirchlicher Anzeiger und Vereinskalender. = Das Promenadenkonzert der Kapelle des hiesigen Ersatz=Bataillons findet Sonntag um 11½ Uhr am Detwolder Tor statt. Vortragsfolge: 1. Hymne v. Beethoven; 2. König Heinrichs Aufrus und Gebet a. d. Op.„Lohengrin" v. Wagner; 3. Ouverture z. Op.„Dichter und Bauer“ Suppé: 4. Ein Sommerabend, Walzer v. Waldteufel; d. Potpourri a. d. Op.„Der Zigeunerbaron“ v. Strauß; 6. Armeemarsch Nr. 27(Coburger Josias=Marsch). — Der neue Gymnasial=Turnplatz an der Warburger Straße soll auch in diesem Jahre wie in den vorhergeherrden, zur Bestellung von Feldfrüchten Verwendung finden. In den setzten Tagen waren eine Anzahl Sekundaner damit beschäftigt, das Grunostück ackermäßig herzurichten. — Aufd em gestrigen Schafmarkt am Heierswall waren nur etwa 60 Schafe aufgetrieben und war der Markt schon nach einer Stunde vollständig geräumt. Der Preis stellte sich auf 150 bis 160 Mark pro Stück, ein Preis der bisher nicht gefordert ist. — Hauptarbeitsnachweis Paderdorn, Jühenblatz 1. Tel. 341. Offene Stellen am 10. Mai. 1 Verwalter,„2 Eleven, 1 Schäfer, 1 Ackerknecht, 2 Jungen, 5 Mägde, 2 Schlosser 6 Schmiede, 4 Hilfsarbeiter, 4 Klempner, 10 Dreher, 3 Stellmacher, 20 Tischler, 1 Bildhauer, 20 Maurer, 13 Zimmerleute, 10 Bauhilfsarbeiter, 20 Betonarbeiter, 2 Rangierer, 160 Wachtleute, 130 Fabrikarbeiter, 80 Fabrikarbeitennen, 20 Erdarbeiter, 30 Zementarbeiter, 16 Dienstmädchen, 40 Platzarbeiter, 1 selbst. Kaufmann. Es suchen Stelle: 3 Viehwärter, 2 Hirten, 1 Krankenwärter, 1 Masseur, 1 Obermüller. ): Das Weltkino veröffentlicht im Anzeigenteile sein neues Programm. * A p o t h e k e n d i e n s t. A m S o n n t a g, d e n 1 2. d. M., i s t d i e Löwen=Apotheke geöffnet. Von Montag, den 13. bis Samstag, den 18. d. M., steht die Löwen=Apotheke dem arzneibedürftigen Publikum nachts auf Nachtglocke zur Verfügung. — Strafkammersitzung zu Paderborn vom 10. Mai. Wegen Diebstahls von 12 Hühnern, 3 Gänsen und 1 Handwagen, begangen in Erwitte, wurde der Steinmetz Karl Schumacher aus Bochum zu 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis und in die Kosten des Verfahrens verurteilt.— Wegen Fälschung einer Adresse auf einem Paket wurde der belgische Zivilgefangene Maurice Hubens aus Sennelager zu einer Gefängnisstrafe von 10 Tagen und in die Kosten des Verfahrens verurteilt.— Der Dreher Friedrich Wegner aus Essen und der Dreher Franz Nietschmann daselbst hatten in der Nacht vom 9. auf den 10. März 1918 in Bökendorf 30 Pfund Schweinefleisch, 1 Frauenschürze, einen leinenen Bettüberzug sowie Frauen= und Männerhemden, 3 Paar lange Strümpfe und ein Paar Kinderschuhe, eine wollene Decke sowie 130 Pfund Bohnen und 25 Pfund Roggen gestohlen. Jeder erhielt eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten. * = Delbrück i. W., 9. Mai. Der Vizefeldwebel Gustav Hauk von hier erhielt wegen hervorragender Tapferkeit vor dem Feinde auf dem westlichen Kriegsschauplatz das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Von Rah und Fern. + Bielefeld, 8. Mai.(Sicherung von Baustoffen.) Der Magistrat hat eine in der Nähe der Stadt liegende Ziegelei in Größe von 82000 Quadratmeter mit den aufstehenden Gebäulichkeiten und allem Zieglerzubehör zum Preise von 115 000 Mark angekauft. Der zurzeit ruhende Betrieb soll sofort, nachdem die Stadtverordneten den Kauf genehmigt haben, aufgenommen werden. Weiter hat der Magistrat die Erwerbung von zwei Millionen Ziegelsteinen beschlossen. o Minden, 8. Mai. Die Frühjahrsbestellung im Kreise Minden ist jetzt zum allergrößten Teile beendet. Trotz der mannigfachen Kriegshemmnisse ist das gesamte Kulturland in Arbeit genommen. Der Mangel an Arbeitskräften ist behoben durch nachbarliche Hilfe, die Mitarbeit der Kriegsgefangenen und Militärgespanne, sowie der Schuljugend. Die Bodenentwicklung ist bis jetzt hauptsächlich durch die fördernde Witterung ungewöhnlich günstig und der des Vorjahres ganz bedeutend voraus. Brilon, 9. Mai. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sich am Samstagabend auf der oberen Strackenstraße, indem das sechsjährige Söhnchen der Frau Witwe Nacke unter die hinter den Ackerwagen gekoppelte Ackerwalze eines Landwirts geriet. Das Unglück war dadurch entstanden, daß das Kind auf die Walze geklettert war und hierbei nach vorn abstürzte, so daß die schwere Walze über das Kind hinwegrollte und buchstäblich zu Tode quetschte. 0 Die Errichtung eines Deutschen Kriegswirtschaftsmuseums in Leipzig ist von den drei großen Gesamtvereinigungen der zur Vertretung unserer Erwerbsstände gesetzlich berufenen Körperschaften, dem Deutschen Handelstage, dem Deutschen Landwirtschaftstage und dem Deutschen Handwerker= und Gewerbekammertage beschlossen worden. Das Museum will die gesamte Entwicklung der Kriegswirtschaft zur Darstellung bringen, also alles, was auf dem Gebiete der Landwirtschaft, in der Versorgung mit Rohstoffen, in der Herstellung von Ersatzmitteln, im Handels= und Verkehrswesen während des Krieges eine Umgestaltung erfahren hat, späteren Geschlechtern zum Gedächtnis aufbewahren. 0 Das Eisenbahnunglück in der Rhön— ein Verbrechen! Am 9. April entgleiste der gemischte Mittagszug Geisa—Hünfeld in der Nähe der Station Großentaft. Die Lokomotive und zwei Personenwagen wurden schwer beschädigt, der Packwagen vollständig zertrümmert. Vier Personen wurden getötet, acht schwer und vier leicht verletzt. Die sofort eingeleitete Untersuchung vermochte weder einen Fehler am Material, noch ein Verschulden des Personals festzustellen. Jetzt hat sich, wie eine amtliche Bekanntmachung erkennen läßt, der begründete Verdacht erhoben, daß der schwere Eisenbahnunfall durch eine verbrecherische Handhabung verursacht worden ist. Die Eisenbuhndirektion Frankfurt a. M. hat für die Ermittlung der ruchlosen Täter eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. O Der Kronprinz Ehren= Doktoringenieur. Technische Hochschule zu Berlin=Charlottenburg hat dem Deutschen Kronprinzen die Würde eines Doktoringenieurs ehrenhalber verliehen. Die Auszeichnung erfolgte, wie der Senatsbeschluß lautet, in Anerkennung der hervorragenden Verdienste des Kronprinzen um die technischen Hilfsmittel der Kriegführung. 0 Unschuldig im Zuchthaus. Aus Saarbrücken wird zemeldet: Vor einigen Jahren war der Fleischer Maurer wegen Ermordung eines zwölfjährigen Mädchens zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt worden, obwohl er seine Unschuld beteuerte. Auf dem Sterbebette hat jetzt die Stiefmutter der Ermordeten eingestanden, daß sie im Verein mit der Großmutter des Mädchens die Zwölfjährige mit einer Kohlenschaufel erschlagen und dann verscharrt habe. Maurer ist inzwischen im Zuchthaus aus Gram gestorben, seine Eltern hat gleichfalls der Gram dahingerafft. 9 Eine Dobrudscha=Ausstellung in Sosia. Der Stellvertretende Präsident des bulgarischen Ministerrates Pecheff, Minister des öffentlichen Unterrichtswesens, eröffnete in Sofia die große ethnographische Ausstellung, die Kostüme, Teppiche und alle Art Handarbeiten der bulgarischen Bauern in der nördlichen Dobrudscha umfaßt. 0 Aufdeckung von Getreideschiebungen. Im oberbessischen Kreise Friedberg sind durch eine Revision der Reichsgetreidestelle Getreideschiebungen festgestellt worden. Sicherem Vernehmen nach handelt es sich um etwa 6000 Zentner. Die Großmühle von Koch in Assenheim hat etwa 4000 Zentner Getreide für eine rheinische großindustrielle Firma gemahlen und dieser noch 2000 Zentner Mehl aus eigenen Mehlersparnissen verkauft, was gleichfalls nicht gestattet ist. Die Mühle ist geschlossen worden. Millionenschwindeleien bei den oberitalienischen Staatsbahnen. Die oberitalienischen Staatsbahnen sind von einer Schwindlerbande um zwei Millionen betrogen worden. Zahlreiche Verhaftungen in dieser Angelegenheit sanden in Mailand und Turin statt. Die Rädelsführer in. ein alter Verbrecher namens Felice Cantu und ein Eisenbahnadjunkt Riccardo Bottalini. Die Schwindeleien ercegen großes Aufsehen. Letzte Nachrichten. Die Tagegelder der Reichstagsmitglieder. Berlin, 10. Mai. In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde der Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Gesetzes betreffend die Gewährung einer Entschädigung an die Mitglieder des Reichstages angenommen. Kühlmann an Ungarn. Budapest, 10. Mai. Auf der Rückreise von Sosia nach Berlin empfing Staatssekretär v. Kühlmann einen Mitarbeiter aPester„Lloyd“ und äußerte sich diesem gegenüber über ven Dularester Frieden wie folgt:„Die verbündeten Mächte haben allen Grund, mit dem Ergebnis des Bukarester Friedens zufrieden zu sein. Das innige Verhältnis der Monarchie zum Deutschen Reiche ist durch den Krieg noch freundschaftlicher geworden. Zur ganz besonderen Genugtuung gereichte uns. daß wir die Wünsche der ungarischen Nation durch Sicherunng der Grenzen weitgehend berücksichtigen konnten.“ Die türkisch=bulgarische Grenzberichtigung. Wien, 10. Mai. Zwischen der Türkei und Bulgarien finden demnächst wieder Verhandlungen über die noch schwebende Frage der türkisch=bulgarischen Grenzberichtigung statt. Die rumänischen Petroleumquellen. ur 32 sz, 10. Mai. Nach der„Neuen Freien Presse“ find für bir aussutzung der rumänischen Petroleumindustrie drei Gesellschaften gebildet worden. Die erste Gesellschaft pachtel die Staatsländereien auf 90 Jahre, dars Bahnen anlegen und besitzt gewisse Steuervorrechte. Eine weitere Gesellschaft erwirbt ein Handelsmonovol für Erdöl. Die rumänische Regierung erhält zur Deckung des eigenen Bedarfs die notwendigen Mengen zugeteilt. Clemenceau gegen die Friedensfreunde. Mai. Die französische Regierung hat von der Kammer die Ermächtigung zu strafrechtlichem Vorgehen gegen versamct.“ der Zimmerwalder, den Abgeordneten Brizon. Finnische Revolutionäre in Norwegen. Zürich, 10. Mai. Wie man der„Neuen Zürcher Zeiosgardisen dat eine große Anzahl finnischer .... iten die russisch=norwegische Grenze überschritten, was die norwegische Regierung veranlaßte, große Truppenmassen zur Grenze zu senden. Die Roten Gardisten setzten sich mit norwegischen Arbeitern in Verbindung, um „ zu einer allgemeinen Revolution in Norwegen zu vermtassen. Sie versuchten, auch in Schweden in gleicher Weise uu wirken, wurden aber nicht ins Land gelassen. Die Kosakenbewegung in Sibirien. u Ankerdam, 10. Mai.„Times“ meldet aus Peking, daß pir Kosalellbewegung an Stärke zunimmt. Die Streitsind 150 Meilen längs der Transsibirischen veseht, Semengni“ und baben fieben Eisenbahnstationen un d sich feihgt eine Transbaikalische Regierung ausgerufen und fud(elbst an die Spitze derselben gestellt.— Nach Redaktionsschluß eingegangen Besetzung der Halbinsel Kertsch. bb. Berlin, 11. Mai. Im weiteren Vormarsch in der Ukraine wurde die Halbinsel Kertsch besetzt. Von Sewastopol bis Kertsch ist die Krim nach Kriegsberichterstattermeldungen in deutscher Hano, die Beute noch unübersehbar. Finnland befreit. eb. Stockholm, 11. Mai. Wie die Blätter aus Helsingfors melden, sind neunzehntel des finnischen Staatsgebietes von den Bolschewickis befreit. Der finnische Landtag soll zum 5. Juli einberufen werden. Die Auffüllung der englischen Lücken. TU. Genf, 11. Mai.„Petit Journal“ meldet aus London zensuriert: Seit Beginn der deutschen Offensive seien aus englischen Garnisonen zwölf neue Divisionen nach Frankreich und Flandern abtransportiert worden. Das amerikanische Rekrutierungsgesetz. TU. Lugano, 11. Mai. Der Oberste amerikanische Gerichtshof hat heute nach Blättermeldungen das Rekrutierungsgesetz in allen seinen Einzelheiten gutgeheißen und bestimmt, daßd ie ausgehobenen Truppen auf allen Kontinenten verwendet werden können. * Spielplan der Königl. Schauspiele zu Cassel. So. 2 Uhr: 22. Vorstellung für die Kriegsarbeiterschaft. Die beiden Leonoren. Ein Kartenverkauf findet nicht statt. 7 Uhr: Polenblut. Mo. 7½ Uhr: Könige. Di. 7½ Uhr: Die beiden Leonoren. Mi. 7½ Uhr: Hans Heiling. Do. 7½ Uhr: Die verlorene Tochter. Fr. 7½ Uhr: Der schwarze Domino. Sa. 7 Uhr: Maria Stuart. So. 6 Uhr: Die Walküre. Mo. 5½ Uhr: Faust. 7½ Uhr: Der Zigeunerbaron. Maggi’s Würze züglicher Qualität, wegen Mangels an Rohstoffen gegenwärtig aber nur in beschränkten Mengen, in den Handel gebracht. Deshalb Achtung vor Unterschiebungen! Es ist strafbar, andere Suppenwürze in Maggiflaschen feilzuhalten oder als Maggi’s Würze zu verkaufen. Maggi-Gesellschaft Berlin W. 35. Bekanntmachung „Für den Kreis Paderborn Jungen für die laufende Woch auf die Abschnitte Nr. 1 bis 6 130 gr Frrisch zur Verteilung. Kindern unter 6 Jahren steht die Hälfte dieser Menge auf die Abschnitte Nr. 1 bis 8 zu. Paderborn, 10. Mai 1918. Der Kreisausschuß. kannt machung Die diesmonatliche Ausgabe der Zulagekarten für Schwerarbeiter erfolgt im Landratsamt Zimmer 13 in der Zeit vom 18—18 Mai nachmittags von 3—5 Uhr. Paderborn, 10. Mai 1918. Der Kommunalverband. Oeichw.. altmanl. Spezial-Geschäft für leinen Damen-Putz Täglich Eingang aparte. Neuheiten. Lauten Guitairen Mandolinen Taschen Tragbänder Schmuck=Wimpel Schulen zum Belostunkerlicht Zapfgeigenhanser WandervögelLieberbucher. Große Auswahl. Musikhaus Otlo Schinviel, Paderborn, Grube 13—15. Druck, Verlag u. Redaktion von Martin Wagner Paderborn. Frankfurter Allgemeine Versicherungs-Aktien-Gesellschaft Aktien-Kapital M. 30,750,000 Gesamtgarantiemittel rd. M. 96,000,000 Kostenlose Auskunft erteilen die Direktion in Frankfart a. M. sowie: Georg Schramm, Bielefeld, Schillerplatz 10, 2535 Der Pesstehrskatale# Ullstein Schnittmuster IR erselenen Beeinbern & Grünebaun A.„RVerkehr. Eisenbahnen dienen in erster Linie der Kriegsführung. Zu Pfingsten werden für den Personenverkehr nur die fahrplanmaßigen Züge gefahren. Reisende, die in diesen Zugen keinen Platz finden, müssen zurückbleiben. Vor Ausfuhrung aller nicht wirklich dringenden Reisen an den Pfingsttagen wird nachdrücklicht gewarnt. Cassel, im Mri 1918. Königliche Eisenbahndirektion. Nungurir-Kundonhete! Die Kundenlisten in den Geschäften Samer und Imbach sind aufgehoben. Alle anderen Kundenlisten in den Geschäften der Stadt Paderborn bleiben bestehen und gelten für die weileren Verteilungen. Die Firma B. Burghaus ist neu zugelassen. Vor doppelten Eintragungen wird gewarnt. Die Verteilungsstelle. Nacher!. zu der Ordnung betreffend die Erhebung einer Hundesteuer in der Stadt Lppsptinge vom 26. 3. 1915. Auf Grund des Beschlusses der Gemeindevertretung vom heutigen Tage wird hierdurch gemäß der§§ 16, 18 und 82 des Kommunal=Abgaben= Gesetzes vom 14. Juli 1893 folgendes bestimmt: Der§ 1, Absatz 1 der Hundesteuerordnung vom 26. 3. 1915 erhält folgende Fassung: Wer einen, nicht mehr an der Mutter saugenden Hund hält, hat für denselben jährlich eine Steuer von 7,50 Mark zu zahlen. Jeder zweite und weitere Hund derselben Haushaltung wird mit 20 Mark versteuert. Steuerpflichtig ist der Haushaltungsvorstand. Lippspringe, den 18. März 1918. Der Amtmann: Der Gemeindevorsteher: LS. gez.Hachmann. L. S. I. B. gez. Mertens. Genehmigt. Paderborn, den 16. April 1918. Der Kreis=Ausschuß L. S. gez. v. Laer. Minden, den 26. April 1918. Zustimmung erteilt. Der Regierungspräsident. J. A.: L. S. gez. Scheuermann. Lichtlpiele Weltkino Welternitraße 14. Sohntag, u. Ix. u. Montag, u. 13. Mai 1910 Zur Vorführung gelangen: Aus uuserer Jubil-Smolowa-Serie: „Eine Verte auf Gankiein Gründe“ Detektiv-Schaufpiel in 4 Akten. Wetten, daß....!? Ein heiteres Filmfpiel in 3 Akten. Ueber den Arlberg (1802 Meter über dem Meeresspiegel) Naturaufnahme. Ein Sogen für die Lundetrdschaft.) lof bstors Fiatrich-ders: . S e Radikale Vernichtung des Hederichs. Ein Versuch wird sie überraschen. 70 Pfund genügen pro Morgen. Bestellungen nehmen schon jetzt entgegen P. Hecker& Sonn, Paderborn. Fernruf 2. Faur Bilz Installationsgeschäft für Elektrotechnik empfiehlt Installations-Material für Stark- und Schwachstrom. Osram-Lampen Möbel- u. Inltrumente repar., aufpoliert, mattiert in und außer dem Hause. Abgenutzte Ledersitze werden neu. F. Junkermann, Paderborn, Fürstenbergstr. 38 in allen Kerzenstärken für 130 und 220 Volt. Taschehlampen, Mignonlampen und Batterien. Accumulatoren für Kleinbeleuchtung. Rosenstraße Paderborn Rosegstraße Bomkelerei Pranr-Ccchtz Inhaber Frau Ww. Franz Goertz Weinhandlung Weinstube. Haushallungs =Schrubber, vorzügl. Qualität, per Stck. 2.85 Mk., kleinste Abgabe 8 Stück, ein Postpaket, zu 22.80 Mk. versenden unter Nachnahme Fr. C. Trockel& Co., Soest in Westf. Reilerbeien in groß. Polten. Privat MittlagAbendlisch empfiehlt Frau Merten, Paderborn, Westernstraße 5. Ropurataran an Jagdgewehren sowie Schäften Brünnere Umänderungen aller Art werden gut und billig ausgeführt. W. Schnitz, Paderbon, Königstr. 3. 4% betreffend Sammtung geilagener Vverneidung. Zur teilweisen Deckung des Bedarfs an Oberkleidung der in den kriegswichtigen Betrieven, insbesondere auch bei der Eisenbahn und in der Landwirtschaft beschäfttoten Arbeiter hat die Reichsbekleidungsstelle im Einvernehmen mit den Landeszentralbehörden angeordnet, daß alsbald eine allgemeine Sammlung von getragener Oberkleidung für Männer im ganzen Reiche veranstaltet werde. Der Kommunalverband Paderborn soll hierzu eine von der Landeszentralbehörde festgesetzte Anzahl von Anzügen beisteuern. Hochgeschlossene Joppe und Hose sind als Anzug anzusehen; Fracks, Smokings und UUniformen sind jedoch von dieser Abgabe ausgeschlossen. Es wird erwartet, daß die erforderlichen Anzüge im Wege der freiwilligen Abgabe aufgebracht werden, um so strengere Maßnahmen der Reichsbetleidungsstelle zu erübrigen. Die Kommunalverbände sind jedoch auf Grund von §§ 1 und 2 der Bundesratsverordnung über Befugnisse der Reichsbekleidungsstelle vom 22. März 1917(RGBl. S. 257) ermachtigt worden, Personen, von denen anzuehmen ist, oaß sie eine größere Anzahl Oberkleider bessitzen, die Vorlegung eines Verzeichnigses über ihren Bestand an Oberkleidern und zur Anfertigung solcher geeigneten Stoffe aufzuerlegen, falls sie nicht wenigstens einen Anzug abliefern sollten; auch sind sie ermächtigt, solchen Falles die Richtigkeit des Verkzeichnisses nachzuprüfen und die hierzu erforsderlichen Maßnahmen zu treffen. Bei der Abgabe der Kleidungsstücke wird dem Absliefernden eine Bescheinigung erteilt, welche eine amtliche Zusicherung enthält, daß die jetzt abgegebenen Oberkleider bei einer im weiteren Verlauf des Krieges etwa notwendig werdenden anderweiten Einforderung getragener Oberkleider in Anrechnung gebracht werden. Eine Bescheinigung dieser Art wird jedoch demjenigen nicht erseilt, der eine Abgabebescheinigung zwecks Erlangung eines Bezugsscheines ohne Prüfung der Notwendigkeit der AAnschaffung auf seinen Wunsch erhalten hat(vergl.§ 2 der Bekanntmachung der Reichsbekleidungsstelle über die Erteilung von Bezugsscheinen bei Abgabe gebrauchter Kleidung und Wäsche vom 13. Oktober 1. Dezember 1917 (Reichsanzeiger Nr. 244, 285). Die abgelieferten Anzüge werden nach einem geordneten Schatzungsverfahren angemessen bezahlt. Die Schätzungs= und Annahmestellen sind angewiesen, für Oberkleidungen, die innerhalb drei Wochen nach Erlaß dieser Bekanntmachung abgeliefert werden, einen besonderen Zuschlag von 10% zu den regelmäßigen Schätzungsbeträgen zu bewilligen. An die wirtschaftlich besser gestellten Einwohner des Kommunalverbandes wird das dringende Ersuchen gerichtet, diese Sammlung, deren Ergebnis für das wirtschaftliche Durchhalten unseres Volkes im Kriege von hoher Bedeutung ist, opferfreudig zu unterstützen und möglichst viele Anzuge abzuliefern. Es wird von diesen Kreisen erwartet, daß sie ihre entbehrlichen OberkleiDer Landrat. Für Wirte," Kasinos usw. empfehle lt. Beichlagnahme vom 26. III. 18, Reihe I Ersatz für Messing= Garderobehaken in reichhaltiger Auswahl. Heinr. Kaufmann, Eisenhandlung, Paderborn, Westernstraße 20. HeiratsGesuch. Geschäftsmann, Konditorei u. Restaurant, Aufang 30er, kath., sucht die Bekanntschaft einer häuslich erzogenen, gebildet. Dame v. angenehm. Außeren, im Alter v. 20—30 Jahren, zwecks Heirat. Gefl. Offerten nebst Bild u. nähere Auskünfte sind zu richten unter A. Z. 442 an die Geschäftsstelle des Pad. Anz. Verschwiegenheit Ehrensache. ln Kathol. Kirchenkalender für Paderborn. Sonntag. 12. Mai 1918. Sechster Sonntag nach Ostern Evangelium: Wenn der Troster kommen wird(Joh 15, 26—27 und 16, 1—4). Hoher Dom: 5½ und 6½ Uhr hl. Messen, 7 Uhr Pfarrmesse, 7½ Uhr Hochamt, 9 Uhr Ausgang der Prozession mit den Religuien des hl. Liborius um die Stadt, 11 Uhr hl. Messe und Predigt. Nachm. 2 Uhr Vesper, 3 Uhr Andacht und Segen.— Am Montag der nächsten Woche beginnt in der Dompfarre außerhalb der Stadt und in der Stadtheide der übliche Pfingst=Weihegang. Gaukirche: 6, 7 und 8 Uhr hl. Messen, 7 Uhr gemeinsch. hl. Kommunion der Jünglings=Sodalitat, ½10 Uhr Kochamt mit Predigt. Nachm. 2 Uhr Christenlehre mit #gen.— Montag vorm. beginnt der übliche Weihegang auf dem Sudwall, anfangend in der Leostraße.— Mittwoch 7¼ Uhr Johannesmesse mit Segen. Universitäts= und Markkirche. 6, 6½, 7, 7½ Uhr hl. Messen, 8¼ Uhr Gymnasialmesse(Bänke des Mittelschiffes freilassen), 9½ Uhr Pfarrmesse, 11 Uhr Singmesse. Nachm. 2½ Uhr Aloysius=Andacht mit Segen, 8 Uhr Maiandacht mit Predigt und Novene zum hl. Geiste. Busdorfkirche: 6.10 Uhr erste hl. Messe, gemeinschaftl. hl. Kommunion der Jungfrauen=Kongregation, 7 Uhr zweite hl. Messe, 7½ Uhr Hochamt. Nachm. 2½ Uhr Andacht zum hl. Geiste mit Segen, 6 Uhr Maiandach mit Predigt und Segen. Franziskanerkirche: 5—7 Uhr stille hl. Messen, 7 Uhr Hochamt, 8¼ und 10 Uhr Singmessen mit Predigt, Nachm. ½4 Uhr Fünfwunden= Bruderschaft, Andacht Umgang und Segen. Hospitalkirche: ½7 Uhr heil. Messe, 8 Uhr Hochamt mi Predigt. Nachm. 3 Uhr Maiandacht. Evangelischer Gattesdienst. Paderborn. Sonntag, 12. Mai, Exaudi. Morgens 9.30 Uhr Hauptgottesdienst. Nachm. 2 Uhr Christenlehre. Abends 8 Uhr Abendgottesdienst. Montag, morgens 7.15 Uhr Betstunde. Mittwoch Abend 7 Uhr Kriegsbetstunde. Senne. Sontag, morgens 8 Uhr Gottesdienst im Soldatenheim. Morgens 9 Uhr Gottesdienst im Soldatenbeim. Donnerstag Abend 8 Uhr Kriegsbetstunde in der Kapelle des Soldatenheims. Im Bahnhofsviertel wird um 1. Oktober abgeschlossene 4—5 Eimhmerwonnung f. dauernd zu mieten gesucht Angebote unter Nr. 105 an die Geschäftsst. d. Anzeigers. Landwirte und Fuhrunternehmer! Wagenleil—Lederleil—Matchinenel in gut. Qualität eingetroffen empfiehlt Wilh. Rux, Driburg. Jeden Pesten gesunde Kunkeiraben kaufen P. Hecker& Sohn, Paderborn, Telefon 2 Hillsbank Sulzbach i. Oberpi. gibt jed. neu aufgenommene Mitglied Darleben b. 2000 M. Trungen-Theater Sennelager. Direktor v. Bastineler Sonntag, den 12. Mai 4 Uhr Hasemanns Göchter Volksstück in 4 Akten ven L Arronge 7.30 Uhr Die schwebende Jungtras Schwank von Arnold u. Bach Montag, den 13. Mai 7.45 Uhr Wie feßle ich meinen Mans Ein fröhliches eheliches Kampfspiel in 3 Akten) H. Sturm. Nach Schluß Straßenbahndr# Neuhaus und Paderbem Zieltung 29. u. 30. Ma: WohliäligkeitsSSé Gewinne der 2 Lolterten im Gesamtwerte von Mk. 9 3 5 38 JOsoe Lose zu 2 M. 15#rg. anc## enzöchlle vereststent wier beetschnAmtenbrink General-Debit- Köln a. Bir. Postschechkonte No. 30276. Loes zu haben in allen dan erbeantl, Verhast Vereins=Kalender. Katholischer=Gesellenverein. Sonntag morgen beteiligen sich die Mitglieder an der Prozession um die Stadt. Abends 8½ Uhr Versammt mit Vortrag. Jungges.=Sodalität Dom. Sonntag morgen 6½ Uhr gemeinschaftl. hl. Kommunion, 8¾ Uhr Prozession Nachm. 4 Uhr Versammlung im Gesellenhause. Gaukircher Jünglings=Soda= lität. Sonntag 7 Uhr#l. Kommunion, 9 Uhr Prozession vom Dom aus. 5 Uhr Versammlung. Junggesellen= Sodalität der Markkirche. Gemeinschaft hl. Kommunion um 7 Uhr, 9 Uhr Prozession vom Dome aus. Nachm. ¼ vor 2 Uhr treten sämtliche Jungge sellen beim Vereinshauss an; unter Begleitung d Musikkapelle wird ein flug gemacht. Jüngl.=Sodalität Herz Jesn. Sonntag 7 Uhr gem.#n Kommunion. Abds. 8 Uhr Versammlung. Männer=Bruderschaft d. Gaukirche. Sonntag morgen ¼ vor 9 Uhr versammeln sich die Mitglieder zur Tetlnahme an der Prozession um die Stadt. Nachm. 4 Uhr Beerdigung unseret Mitschwester Ehefrau Kgl. Lokomotivf. a. D. Rober Weighardt von Winfriedstraße 13 aus. Jungfrauen=Rongregation d. Dompfarre. 6½ Uhr hesl. Messe und gemeinschaft heil. Kommunion in der Krypta des Domes. Nm. 4 Uhr Andacht und Segen Aufnahme neuer Mitglieder in der Josephskirche. Jungfrauen=Kongregation d. Gaukirche. Sonntag 9 Uhr Prozession vom Dom aus. Aufstellen vor Konditore Kästner. Kreuzbündnis. Morgen nachmittag 4¼ Uhr Versamme lung mit Vortrag in der Schule am Kasselertore. Kneippverein. Morgen Ausflug Kohlstädt=Feldrom= Altenbeken. 2,10 Uhr Ahf. Elektr. Haupthf. Feld#n Kaffee. Mundvorrat mitbringen. Rückfahr: Jenbeken 8.27 Uhr abdr zenbahnfahrgeld für Vereinsmitgl. trägt Vereinskasse. Jugendabteilung d. K. K. B. Sonntag morgen 7 Uhr gemeinsch. hl. Kommunion in der St. Michaelskirche. Abends 8 Uhr Versamme, lung und Aufnahme neuer Mitglieder. Auch die dem Verein noch nicht zugehörigen Kaufmannslehr=, linge sind freundlichst eingeladen. Verein tathol. taufm. Gey. u. Beamtinnen. Sonntag nachm. 5 Uhr Versammlg. Jungfr.=Kongreg. der den, Jeju=Pfarre. Dienstag abend 8 Uhr Gesangstunde in der Theodorschule.„ Kaufm. Verein f. weibl. angestellte, Ortsgruppe Paverborn. Sonntag nachm. Spaziergang. Treffpunn, 3¼ Uhr Marienplatz. Mütterberatungsstelle für oi Stadt Paderoorn. Jeden Mittwoch von 1—2 Uhr unentgeltliche Auskueeft in der Ernährung und der Kinder bis zun von 2 Jahren unter beitung eines sachkund. Arztes. Ausk.= u. Fürsorgestelle süe Lungenkranke, Kamp 4, Aerztliche Sprechstunde Mittwochs von 11—12 Uhr.