—— * Nr. 71 Montag, den 25. März 1918 32 Fahrgang er die Kriegegesahr! versicherung, ab.** IIschaft blatz). durch die rborn isprecher steigenden LeserPaderborn in Anzeiger“' isblatt s u. Delbrück prechen sicheren sss acheren Rabatt gewährt. für Paderborn. er Sonntag in der Faster### Vom Einzuge Jesu in ir hl. Messen, 7½ Uhr sl. Kommunion der zur ider, 8 Uhr Choramt, enprozession durch den Predigt. Nachm. 2 Uhr Hottesdienst mit Preditt ssen. 8 Uhr, heil. Messe gemeinsch. hl. Kommn. ommenden Schulkinder ession, danach Hochamt ir Andacht zum sterben8 Uhr hl. Messen, 8½ almenweihe, Prozestion Nachm. 3 Uhr kircht. it, zu welcher auch die Uhr Fasten=Andacht mit Kessen, 7¼ Uhr gemeinder, die aus der Schule messe. 9 Uhr Hochamt 10½ Uhr Singmesse. Schulentlassung, wog den werden. Messe, 7 Uhr zweite Hochamt mit Predigt, 2½ Uhr Andacht mit ek Kinder. Die Eltern teilzunehmen. le hl. Messen, 7 Uhr gresen ahne Nredigt. esdienst. irz 1918, Palmsonntag. dienst. Konfirmation. Uhr Abendgottesdienst. ste u. beil. Abendmahl. tesdienst und Kriegsbetittag 4 Uhr Beichte und ir Beichte. Karfreitag st. Heil. Abendmahl. inst. Abends 6 Uhr ds.80 Uhr Passionsbendmahl., Karfreitag 8 Uhr Gottesdienst. Gottesdienst im Sol20. Beichte und heil. s.15 Uhr Beichte und se des Soldatenbeims. „Bassionsgottesdienst der Kapelle des Sol# is 9 Uhr Gottesdienst heil. Abendmahl. *„ 0 Amtliches Kreisblatt:: Anzeiger ffür Neuhaus und Delbrück 1 Der Paderdonner Anzeiger erscheint an allen Werktagon.— Bezugspreis monatlich frei ins Haus gebg#1 65 Pio, dai der Pof ahgrhat ie big, 66 Pég.— Im Poderborner able amtlichan Bohanntmachuungen sowie des Paderbouner Arssene veiherihht.— PaderdornerZeitung :: Volks=Zeitung für des Paderborner Land 10 Feouruf 913 Organ des Landwirtschaftl. Kreisvereins Prbdiaahors=ngen : vieler Behörden Anzeigenpreise: Aus dem Kreise Paderdorn für die einspaltige Kolonelzeile 15 Pfg., auswärtige 20 Pfg. Im Reklamenteil 60 Pfg. Bei Wiederholungen Nabattgewährung, die bei Nichtzahtung innerhald 30 Tagen indes erlischt. Beilagengebähr 6 Mark —— das Tausend ausschl. Postgebähren.—— Wöchentliche Gratis=Beilage„Sterne und Blumen" Geschssostelle Bahnhosstraße 13— Foruf aud eiger! E Der erste Hieb. Wunderbar wie diese ersten herrlichen Frühlingstagwaren die Nachrichten über die ersten schönen Erfolge, die unsere Waffen im Westen gegen die Engländer errungen haben. Im Geiste sahen und erlebten wir es mit, wie die langgezogenen Reihen unserer tapferen Krieger sich aus den Gräben erhoben, wie sie innerlich jauchzend den heißersehnten Augenblick grüßten, da sie aus der Abwehr zum Angriff übergehen durften, und wie sie gegen die britischen Stellungen anstürmten, um endlich zur Abrechnung mit diesem schlimmsten Hasser alles dessen, was deutsch ist, zu schreiten. Der gute Tommy scheint trotz des übermütigen Geredes seiner Heimkrieger von der deutschen Offensive einigermaßen überrascht worden zu sein: auf Anhieb ist eine reichliche Division, 16000 Mann, von unseren Stürmern zu Gefangenen gemacht worden, 200 Geschütze wurden dazu erbeutet. Am zweiten Schlachttage erhöhte sich die Zahl der gefangenen Engländer bereits auf 25000 Mann, die Zahl der genommenen Geschütze verdoppelte sich. Reuter muß zugeben, daß die Berichte von der Front so unzusammenhängend und verworren lauten, daß man sich kein klares Bild von der Kampflage machen könne. Ja, er geht— in einer als Privatmeldung bezeichneten zweiten Depesche— sogar noch einen Schritt weiter und stellt fest, daß die britischen Gegenmaßnahmen sich noch nicht entwickelt hätten; wenn das nicht geschehe, dann scheine die gesamte Lage für den Augenblick erschüttert. Mehr kann man fürs erste wirklich nicht verlangen. Und es kennzeichnet die ganze dreiste Verlogenheit der Londoner Regierungskreise, daß Bonar Law die Stirn hatte, im Unterhause zu verkünden, der deutsche Angriff habe genau an der Stelle eingesetzt, wo er nach allen Informationen, die der Heeresleitung zugegangen waren, erwartet wurde. Um so schlimmer für die Engländer, daß er sofort einen ziemlich katastrophalen Einbruch in ihre Stellungen auf einer Frontbreite von 80 Kilometern zur Folge hatte. Und wenn in einem ihrer von uns aufgefangenen Funksprüche zugestanden wird, daß unsere gewaltige Artilleriewirkung eine Panik auf der britischen Seite hervorgerufen hat, so spricht auch diese Erscheinung nicht gerade für einen guten Nervenzustand im feindlichen Lager. Kurzum, wir können mit den ersten Erfolgen unseres Angriffs überaus zufrieden sein, zumal unsere eigenen Verluste als überraschend gering bezeichnet werden. So sind denn die eisernen Würfel wieder einmal ins Rollen gekommen, und wir sind es abermals, die unseren Gegnern die Gesetze des Handelns vorgeschrieben haben. „Für den Augenblick“, sagt Reuter, ist die gesamte Lage an der englischen Front erschüttert. Uns kommt es aber jetzt nicht auf Augenblickswirkungen an. Wir haben im Westen nicht deshalb Monatelang gefeiert sozusagen, um nun nach einem schönen Anlauf sofort wieder in Untätigkeit zu verfallen. Unsere Heeresleitung ist darauf vorbereitet, aufs Ganze zu gehen, und sie wird mit der ruhigen Gelassenheit des guten Gewissens, das alles getan weiß, was den Erfolg zu verbürgen vermag, in ihren Operationen fortfahren, auch wenn man in London aus der ersten Bestürzung über die Ereignisse des 21. März nicht so bald herausfinden sollte. Es sieht fast so aus, als wären die Feldherren der Entente gerade noch mit gewissen Umgruppierungen deschäftigt gewesen, als unser Angriff einsetzte; vielleicht waren sie dazu durch die Anordnungen des gemeinsamen Kriegsrats genötigt worden, den sie sich zugelegt haben, um unsere völlige und endgültige Zerschmetterung nun aber auch gans sicher in diesem Jahre bewerkstelligen zu können. Sein Befähigungsnachweis wäre damit schon jetzt ausreichend erbracht. Bei uns ist es seit 1914 ohne solchen Kriegsrat ganz leidlich gegangen, und wir dürfen hoffen, daß unser Generalstab es auch diesmal schaffen wird. Er steht freilich vor der gewaltigsten Aufgabe, die jemals einer Heeresleitung gestellt worden ist, und auch Engländer und Franzosen wissen sehr gut, um was die Entscheidung geht, die von den Mittelmächten jetzt auf den blutgetränkten Schlachtfeldern der Republik gesucht wird. Ein heißes Ringen um den Enderfolg des Krieges ist entdrannt, und wir sind entschlossen, nicht nachzulassen, ehe Ziel erreicht haben. Wir kämpfen gegen zwei gemges=haßen, aucd ibrerseits einen ungebeuren Einsatz echickiaf den:(ür, Jahrzehnte binaus soll jevt über das werden. Ihmn 4: uOlker Eurovas entschieden besten Händen anvertraut wird füre(Pckrrzigt und unsere Mannschaft im hat, wird sie auch.. ap. Was so gut begonmnen und die Hei gute Ende weiterführen. viesen schicfalschur“ Bleidt ihr nichts zu eun übrig in Alli sgeschäften nach. und erfussen mit hern““ ollten für dos tsche Vaterland gese run der Stunde, die für das deursche Bulertang, geschlagen hat. Während draußen unsere Sohne und Brüder um die letzte Entscheihuns eer senz wiecheu den deutschen Frieden bringen soll nemt es uns maar länger. inneren Streit zu schüren und große Sieg über die Engländer. #n unser Hers gn.1 unser Herz an die niedrigen Sorgen des Leides und einmal dem deutschen Volk aufisfeshen Bereaauu wird auch die Auferstebung nicht wissen bedärsen werden, nud dieien Erschütemden Erlab Der große Sieg über die Engländer. Anter Führung des Kaisers. Mitteilungen des Wolffichen Telegraphen=Bureaus. Großes Hauptquartier, 23. März. Westlicher Kriegsschauplatz. Unter Führung Seiner Majestät des Kaisers und Königs ist die Angriffsschlacht gegen die englische Fron bei Arras, Cambrai und St. Quentin seit zwei Tagen im Gange. Auch gestern wurden gute Fortschritte gemacht. Divisionen der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht erstürmten die Höhen nördlich und nordwestlich von Croisilles. Zwischen Fontaine les Croisilles und Moeupres drangen sie in die zweite feindliche Stellung ein und nahmen die in ihr gelegenen Dörfer Vaulx=Vraucourt und Morchtes. Starke englische Gegenangriffe scheuerten. Zwischen Gonuelien und dem Omignon=Bach wurden die ersten beiden Stellungen des Feindes durchstaßen. Die Höhen westlich von Gouzeaucourt. Heubirourt und Villers. Faucon wurden genommen, im Talr des Cologne=Baches Roisel und Marquaixe erstürmt. Erbutert war der Kampf um die Höhen Epehy. Von Norden und Süden umfaßt mußte der Feind sie unseren Truppen überlassen. Zwischen Epehy und Noisel versuchte der Engläuder vergeblich in starken Gegenangriffen unsere flegreich vordringenden Truppen zum Halten zu bringen. Sie warfen ihn überall unter den schwersten Verlusten zurück. Die Höhen nördlich von Vermand wurden erstürmt. Wir stehen vor der dritten feindlichen Stellung. Unter der Einwirkung dieser Erfolge räumte der Feind seine Stellungen im Bogen südwestlich von Cambrai. Wir sind ihm über Demtevurt, Flesquieres und Ribecourt gefolgt. Zwischen Omignon=Bach und der Eomme haben sich Korps der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz nach Eroberung der ersten seindlichen Stellungen den Weg durch den Holnon=Wald und über die Höhen von Savy und Roupy erkämpft und dringen in die dritte feindliche Stellung einSüdlich der Somme durchbrachen Divisionen die feind. lichen Linien und warfen den Feind in unaufhaltsamem Vordringen über den Crozat=Kanal nuch Westen zurück. Jäger=Bataillone erzwangen den übergang über die Oise westlich von La Fère. Im Verein mit den ihnen nach folgenden Divisionen stürmten sie die mit den ständigen Werken von La Fère gekrönten Höhen nordwestlich der Stadt. An Beute haben bisher gemeldet: Heeresgruppe Kronerinz Rupprecht: 15000 Gefangene, 250 Geschütze, Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: 10 000 Gefangene, 150 Geschütze, 300 Maschinengewehre. An der übrigen Westfront dauerten die Artilleriekämpfe zwischen Lys und La Bassée=Kanal, beiderseits von Reims, von Verdun und in Lothringen fort. Osten. Infolge der durch Neubildung des rumänischen Rinisteriums hervorgerufenen Verzögerung der Verhandlungen wurde die Waffenruhe mit Rumänien um drei Tage verlängert. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorft. utb. Großes Hauptquartier, 24. März, mittags. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die englische dritte und fünfte Armce und Teile der herangeführten französisch=amerikanischen Reserven wurden geschlagen und aus BapaumeBouchavesnes hinter die Somme zwischen Peronne und Ham sowie auf Channy unter den schwersten Verlusten zurückgeworfen. Die Armee des Generals von Below(Otto) hat die Höher von Monchy erstärmt und südlich davon den Angrift üder Wancourt und Henin nach Westen vorgetragen. Nordöstlich von Bapaume steht sie im Kampfe um die dritte feindliche Stellung. Starke englische Gegenangriffe wurden zurückgeschlagen. Die Armee des Generals von der Marwitz blieb dem geschlagenen Feinde auf den Fersen und stieß in scharfer Verfolgung in der Nacht vom 22. zum 23. März bis zur deitten feindlichen Stellung in Linie Equancourt= horlu=Templeux=La Fosse=Bernes vor. Gestern früh griff sie den Feind erneut an und schlug ihn trotz verzweifelter Gegenwehr und dauernder feindlicher Gegenargriffe. Die Vereinigung mit dem linken Angriffsflüget der Armee des Generals von Below wurde erzielt. Zwischen Malancourt und Peronne haben die Truppen der Goneräle v. Kathen und v. Gontard den Uebergang über den Tortille=Abschnitt erzwungen und stehen auf dem Kampffelde der Sommeschlacht im Gefecht um Bouchavesnes. Peronne fiel. Andere Divisionen drangen südlich davon bis an die Somme vor. Schon am Abend des 22. März erstürmte die scharf nachdrängende Armee des Generals von Hutier die dritte feindliche Stellung, durchbrach sie und zwang den Gegner zum Rückzug. In rastlosem Folgen haben die Korps der Generale von Littwitz und Oettinger die Somme erreicht. Ham fiel nach erbittertem Kampfe in die Hände unserer siegreichen Truppen. Englische Reserven, die sich in verzweifelten Angriffen ihnen entgegenwarfen, verbluteten. Die Korps der Generäle von Webern und von Conta und die Truppen des Generals von Gayl haben nach heißem Korps der Generale von Lüttwitz und Oettinger die eiligst von Südwesten zum Angriff herangeführte franzssische, englische und amerikanische Regimenter auf Chauny in südwestlicher Richtung zurück. Truppen aller deutschen Stämme haben zur Erringung dieses gewaltigen Erfolges ihr Bestes hergegeben. Der Angriffsgeist der Infanterie war durch nichts zu übertreffen. Sie hat gezeigt, was deutsche Tapferkeit vermag. Leichte, schwere und schwerste Artillerie und Minenwerfer, rastlos aufwärts strebend über das Trichterfeld, trugen wesentlich dazu bei, den Angriff unserer nach vorn drängenden Infanterie im Fluß erhalten. Flammenwerfer taten das Ihre. Die Pioniere zeigten sich im Kampfe bei ihrer Arbeit auf alter Höhe, Flieger und Ballone brachten der Führung wertvolle Meldungen. Unsere sieggewohnten Jagd= und Schlachtstaffeln behaupteten in harten Kämpfen die Herrschaft in der Luft und griffen zurückflutende feindliche Kolonnen an. Kraftwagentruppen, Kolonnen und Transporte arbeiteten rastlos. Die Verkehrspunkte im Rücken des Gegners waren das Ziel unserer Nacht für Nacht tätigen Bombengeschwader. .. Die Beute ist auf über 30.000 Gefangene und 600 Geschütze gestiegen. An vielen Stellen der übrigen Westfront dauern die Artilleriekämpfe und Erkundungsgefechte an. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste: Generalquartiermeister: Ludendorff. wtb. Berlin, 24. März., abends.(Amtlich.) Gewaltiges Ringen um Bapaume. Kämpfe auf der Linie # Transloy=Combles=Maurepas. Zwischen Peronne und Ham ist die Somme an vielen Angriffüberschritten. Zwischen Somme und Oise sind Korps kämpfend im Vordringen. Chauny ist genommen. Die Beute an Kriegsmaterial ist gewaltig. Die Engländer verbrennen auf ihrem Rückzuge französische Orte und Städte. Rit weittragenden Geschützen beschossen wir die Festung * —. Worin liegt nun die Bedeutung dieses hervorragenden Erfolges? In erster Linie dürfen wir nicht vergessen, daß wir unsern Feinden im Bewußtsein der rigenen Stärke wiederholt die Hand zum Frieden geboten haben, die indessen immer wieder in der schroffsten Weise zurückwurde; man wollte in diesem Entgegenkommen nicht Kraft, sondern nur Schwäche sehen, und namentlich war es England, das das eigene Volk und seine Verbündeten immer wieder glauben zu machen suchte, Deutschland sei am Ende seiner Kraft und das Friedensangrbot nichts anderes, als ein elender Versuch, sich aus der Schlinge zu ziehen. Da ist es von gar nicht hoch genug zu schätzendem Werte, daß ihnen jetzt die einzig gebührende Antwort gegeben ist, und daß gerade die Engländer sie in so einschneidender Weise fühlen mußten. Freilich, ob sie num die trotz unserer fortgesetzten Siege noch immer fehlende Einsicht gewinnen werden, bleibt dahingestellt, und nun die Zukunft kann es lehren. Weiterhin erweitert die Tatsache den Erfolg, daß unsere Gegner die deutsche Offensiva erwarteten und ihre ganze Kraft zusammenfaßten, um ihn fiegreich zu begegnen, daß sie aber dennoch den gewaltigen Schlag nicht zu parieren vermochten. Endlich hat, wie bisher immer, so auch jetzt wieden unsere Oberste Heeresleitung das Hest in der Hand, die Initiative liegt bei ihr und sie ist es, die dem Feinde das Gesetz vorzuschreiben in der Lage ist. Dazu kommt die gewaltige Schwächung der Engländer. Während auf unserer Seite die Verluste überraschend gering sind, hat der Feind an Toten. Verwundeten. Gefangenen und Geschutzen eine bedeutende Einbuße erlitten und wichtige, sorgsam vorbereitete, ja stark ausgebaute Abschnitte sind ihm entrissen, und das alles trotz eines dichten Nebels. der die Kampfhandlungen behinderte. Mit Recht sagt der Heeresbericht:„Dieser erste Großkampftag endete verheißungsvoll für die deutschen Waffen". Aber dennoch müssen wir uns davor hüten, unsere Hoffnungen über Gebühr anschwellen zu lassen und Schlüsse zu ziehen, die auf mehr als schwachen Füßen stehen. Eins wissen wir gewiß: es handelt sich hier nicht um einen Abschluß, sondern nur um eine Fortsetzung, der weitere folgen werden. Dies geht deutlich aus den Heeresberichten hervor. Weitere Einzelheiten. utb. Berlin, 24. März. Auf dem Schlachtfelde zwischen Ecarpe und Oise erlitt im Laufe der Tage vom 21. bis 23. März das englische Heer die größte Niederlage der britischen Geschichte. Die ungeheure Wucht des deutschen Angriffs warf den mächtigen, sich tapfer wehrenden Zeind aus allen seinen mit aller Technik sorgsam ausgebauten starken Stellungen. Dadurch ist die erste Phase des großen Angriffs abgeschlossen. Wo sich der Feind hartnäckig zu halten versuchte, wurde er doch auf allen seinen Flanken, zum Teile vom Rücken her zum eiligen Rückzug gezwungen. Ueberall sah man deutlich, mit welcher Eile die Engländer in letzter Zeit an ihren rückwärtigen Stellungen gearbeitet hatten. Kurz vor der Offensive standen allein in der vordersten Linie zwischen Arras und La Fère rund 28 englische Divisionen, ohne Berücksichtigung der Reserven. In dem durch die vorjährige Fronrverkürzung historisch gewordenen Gelände wurden die geschlagenen Teile zweier englischen Armeen unaufhaltsam nach Westen gedrängt. Ihre Rückzugsstraßen liegen unter dem schwersten Feuer unserer Fernbatterien, denen es durch übermenschliche Anstrengung gelungen ist, nach Ueberwindung unsäglicher Geländeschwierigkeiten der vorwärtsstürmenden Infanterie auf dem Fuße zufolgen. Ungezählte Tausende an Toten, Verwundeten und Vermißten, über 30000 Mann an Gefangenen hat hier innerhalb dreimal 24 Stunden das englische Heer eingebüßt, unabsehbar ist das von den geschlagenen Armeen verlorene Kriegsmaterial. Die englischen Verbände sind! zerrissen und durcheinander geworfen. Bei den massierten, mit großem Schneid ausgeführten Gegenstößen, bei denen sich bereits eiligst von anderen Schlachtfeldern herbeigerufene Franzosen und Amerikaner beteiligen mußten, hatten sie besonders schwere Verluste. Die amerikanische und französische Hilfe kam zu spät, ihre Truppen wurden mit in die englische Niederlage hineingerissen. Die eigenen Verluste sind nach wie vor gering geblieben. Ungczählt sind die französischen Orte und Städte, die von den siegreichen Truppen genommen wurden. Schon am Mittag des 23. März war unsere unaufhaltsam vorstürmende Infanterie an den meisten Stellen über 20 Kilometer, gegen Abend desselben Tages über 30 Kilometer vorgedrungen. Was die Feinde in monatelangen Kämpfen an der Somme, an der Aisne, in Flandern trotz vielfacher Ueberlegenheit an Material und Streitkräften nie erzwingen konnten, vollbrachten hier Teile des deutschen Heeres in knapp drei Tagen. Der ungebrochene Angriffsgeist deutscher Truppen, der während 3½ Jahren an allen Fronten gegen eine Welt von Feinden siegreich war, hat hier aufs neue den hartnäckigsten Feind Deutschlands geschlagen. wrtb. Berlin, 24. März. Die Entscheidung in der Schlacht Monchy=Cambrai=St. Quentin=La Fère wurde durch das rasche Ueberrennen der dritten Stellung herbeigeführt. Südlich Bernes hatten die Engländer am 22. März frische, eben erst aus Armenien eingetroffene Truppen in diese Stellung vorgeworfen. Die Truppen waren kaum in Stellung, ihre Maschinengewehre noch nicht vorgébracht, als sie der deutsche Angriff überrannte. Am 23. März verzog sich der Nebel früher als an den Vortagen. Die Engländer wichen an der ganzen Front; zwar verteidigten ihre Nachhuten jede Hügelstellung, allein aus jeder neuen Stellung wurden sie in kurzer Zeit geworfen. Die Ueberlegenheit der deutschen Führer und Truppen machte sich in vollstem Maße geltend. Die englische Feldartillerieopferte sich, um den Rückzug zu decken. Ihre Batterien fahren auf wenige hundert Meter vor den deutschen Sturmwellen auf. Im rasenden Schnellfeuer verschossen sie ihre Munition und versuchten dann auf nächste Entfernung aufzuprotzen und abzufahren. Im Schrapnell= und Maschinengewehrfeuer blieben zahlreiche Batterien liegen, an dere wurden mitsamt der Bespannung erbeutet. Ebenso wenig halfen Gegenangriffe der englischen Tankgeschwader. Geschütze und Minenwerfer setzten die meisten außer Gefecht, ehe sie in Wirksamkeit traten. Ein Tank, der in die deutschen Infanterielinien eingebrochen war, wurde durch die kühne Tat eines Unteroffiziers untätig gemacht. Dieser sprang auf den Tank und erledigte die Bedienung mittels Revolvers durch das Luftloch in der Decke des Tanks. Südlich Peronne wurde am Nachser e litzahleiter schirmt mich und mein Haus!“ mittag die Aonne erreicht. Gleichzeitig drangen andere Abteilungen gegen Peronne und nördlich davon vor. Hier unternahmen die Engländer einen Gegenangriff aus der Stadt heraus, ihre Kompagnien wandten sich jedoch zur Flucht, als die Deutschen ihnen entgegenstürmten. Peronnebrennt! Was hier die Franzosen in mühsamer Arbeit nach Räumung der Stadt durch die Deutschen wieder aufgebaut haben, zerstörte der Engländer vor seinem Abzuge. Aber der Abzug ging überhastet vor sich, reiche Beute blieb allenthalben zurück. Automobile mit englischen Stäben jagten kurze Zeit vor Eintreffen der Deutschen aus der Stadt. Zwischen den zurückweichenden Kolonnen fuhren Tanks, die keinen neuen Angriff mehr wagten. Deutsche Schlachtstaffeln begleiteten den Rückzug, ihre Bomben und Maschinengewehre säten Tod und Verwirrung. Die englischen Flieger nahmen keinen Kampf an und zogen ab, sobald sie die deutschen Jagdflieger sichteten. Beschießung von Paris. uth. Paris, 24. März. Die Agence Havas meldet amtlich: Um 8 Uhr gestern morgen beschoß der Feind Paris einviertelstündlich aus einem weittragenden Geschütz. 224=Millimeter=Granaten trafen die Hauptstadt und ihr Weichbild. Zehn Personen wurden getötet und etwa fünfzehn Personen verwundet. Nach den letzten Meldungen hat das weittragende Geschütz, welches Paris beschossen hat, aus einer Entfernung von 120 Kilometer gefeuert. Es war etwa zwölf Kilometer vor der französischen Front aufgestellt. , w t h. V e r n, 2 4. M ä r z. D i e g e s t r i g e n P a r i s e r A b e n d zeitungen enthalten bereits die amtliche Meldung über 4#sschießung von Paris mit weittragenden Geschutzen. Einzelheiten über den angerichteten Sachschaden dürfen nicht bekannt gegeben werden. Die Blätter weisen sehr viele Zensurlücken auf. Lyoner Blätter berichten, während der Beschießung seien alle Geschäfte, Gastwirtschaften usw. geschlossen gewesen. Der Pariser Stadtrat habe eine Sitzung im Kellergeschoß des Rathauses abgehalten. Das Bild der Hauptstadt sei das der Sreckenstage im August 1914 gewesen. Der Kongreß, der heute in der Sorbonne zur Erörterung der Eisenbahntransvorte und Schiffahrtsfragen zusammentreten sollte, sei verschoben worden. Die Pariser Zeitungen berichten, ihr Erscheinen sei durch das Ereignis verzögert worden. Die Nachrichtenagenturen haben teilweise ihren Dienst eingestellt. Die Ausführungen der Presse gipfeln in der Ermahnung an die Bevölkerung, Vertrauen und Kaltblütigkeit zu bewahren. Die deutsche Artillerie beherrscht die ganze TU. Amsterdam, 25. März. Die Pariser Blätter melden, daß das seindliche Artilleriefeuer jetzt die ganze französische Front aufhält. Der„Matin“ schreibt, es gibt jetzt keinen Teil der Front mehr, über die nicht die Artilleriegeschosse des Feindes streichen. 100 Kilometer vor Paris. S ,Vonr Wichtige Tagesereignisse zum Sammeln. angenen beträgt bisher 25.000, di Hirdenburg ist zufrieden. .„ Genexalfeldmarschall v. Hindenburg äußerte zu den Verlschritten am zweiten Schlachttage: richen„ geht alles so wie es gehen soll— ich bin zu1, Als. am ersten Schlachttage im Großen Hauptquartier Lindenburgs.gen in Gegenwart des Kaisers und Finbenentgr veriesen wurden, bemerkte Hindenburg in einer schlichten Art:„Nun, Majestät, ich denke, rieden sein;nit diesem ersten Erfolg recht zukürzeste Entfernung der Front 100 Kilometer. TU. Haag, 25. März. Die bis Paris beträgt nicht mehr als 500 Divisionen in Kampfstellung. Haas, 23. März. Fachkritiker holländischer Blätter rechnen aus, daß an der ganzen Front von der Nordsee bis zur Adria gunmehr 500 Divistonen einander gegenüberstehen. ersten Telegramme der englischen Kriegsberichterstatter gchute veutlich die allgemeine Überraschung über den deutschen ." und bewiesen die Überrumpelung der Front zwischen der Stürpe und Vendeuille. Furcht vor Umklammerung Haigs. Genf, 28. März. Die Pariser Blätter geben der Hoffnung Ausdruck, daß Haig die Umklammerung seines rechten Flügels werde abzuhalten imstande sein. Die Trennung vom französischen linken Flügel werde er zu verhindern wissen. Alles zu Hilfe. Schweizer Grenze, 23. März.„Corriere della Sera" betichtet aus Paris: Der Kriegsminister befahl, daß der Jahrgang 1900 aus den Devots zur Dienstleistung an die Eront gebracht werde. Clemenceau und die militärischen Vertreter der Alliierten begaben sich ins Hauptquartier. Deutsche Bomben auf Comptegne. Genf. 23. März. Eine amtliche Meldung aus Paris besagt: Gestern abend flog eine Abteilung feindlicher Flugzeuge über unsere Linien und warf eine Anzahl Bomben auf Compiégne und einige Orte dieser Gegend. Einige Flugzeuge drangen nach Süden vor, mußten aber infolge Artillerie„ umkehren. In Paris wurde sofort Alarm gegeben, in einer halben Stunde war aber alles vorbei. Französische Beruhigungsversuche. Genf, 23. März. Die Pariser Blätter bezeichnen einstimmig den deutschen Angriff auf die Engländer als den der allgemeinen großen Offensive im Westen. Alle Blätter sind bemüht, den äußerst nervös gewordenen Parisern Mut zugesprochen. Der„Matin“ hebt die große Kampfsti#ke der Deutschen hervor und meint, daß man sich unter diesen Umständen über einen Geländeverlust der Engländer weder wundern noch beunruhigen dürfen werde. Der=Boot=Krieg. Wieder 24000 und 18000 wtb. Berlin, 23. März.(Amtlich.) Im westlichen Mittelmeer versenkten deutsche und österreichisch=ungarische =Boote fünf wertvolle gesicherte Dampfer von zusammen etwa 24000 BRT. Von den versenkten Schiffen war ein Dampfer mit Schmierölladung nach Malta bestimmt. Ein Tankdampfer mit Heis#lladung, der nach dem Torpedotreffer schwer beschäbigt Malta mit Schlepperhilfe zu erreichen suchte, sank, bevor er den Hafen erreichte. * TU. Berlin, 25. März.(Amtlich). Neue=Booterfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatze 18000 BRT. Unter den„ versenkten Schiffen waren zwei Dampfer von je 5000 BRT. Lamentlich festgesteglt wurde der englische Dampfer„Baygitano“ (5075 Baz.) der im Aermelkanal versenkt wurde. Der Chef des Admiralstabes dev Marine. * Schiffsversenkungen im Jahre 1917. Presse veröffentlicht einen offenbar aus England stammenden Artikel, in dem der Versuch gemacht wird, zu beweisen, daß die Zunahme der Torpedoversenkungen gegenüber denen durch Artillerie auf die sich steigernde Güte der Abwehrmaßnahmen zurückzuführen ist. Interessant ist die in dem Artikel aufgestellte Stattstik, die sich ungefähr mit der unserigen deckt. Sie sieb folgendermaßen aus: nach englischer Angabe im Jahre 1917 nur zurch=Boote versenkt..... 2938 Schiffbei uns burch=Boote im Jahre 1917 versenkt geführt 3262„ Unterschied 324 SchiffEs wird angenommen, daß sich diese Abweichung teil weise dadurch erklärt, daß unter diesen 324 Schiffen solch sind, die im Dienste der englischen Regierung(Admiralität standen und daher nicht veröffentlicht werden. Im übriger ist anzunehmen, daß eine Reihe von Schiffsverlusten englischerseits, da ein Augreifer nicht gesichtet worden# ist, als Minenverluste betrachtet werden und daher in der in Frage stehenden Zusammenstellung nicht berücksichtigt sind. Im Ganzen d. h. durch-Boote, Hilfskreuzer, Minen usw. werden bei uns als im Jahre 1917 versenkt geführt. 4142 Schiffvierzu kommen noch als Verluste durch Seeunfälle(nur unvollständig bekannt) etwa 475 Somit Gesamtverluste für den Gegner allein im Jahre 1917 etwa...... 4617 Schild Der Friede im Often. Zu der Annahme der Friedensverträge mit den Staaten ehemaligen Zarenreiches schreibt die halbamtliche Nordd. Ullg. Z1g.: Der Frieden mit Rußland bedeutet für die Gegenwart eine ganz erhebliche Verbesserung unserer militärischen Lage. Seine Wirkungen werden sich in den Kämpfen, die wir auf den übrigen Fronten noch führen müssen, aufs stärkste zu unserem Vorteil fühlbar machen und unsere beldenmütigen Truppen mit erhöhter Siegeszuversicht erfüllen. Für die Zukunft bedeutet der Friede mit Rußland die Aussicht auf gute wirtschaftliche Beziehungen mit den östlichen Nachbarvölkern, insbesondere auf ein sreundschaftliches Zusammenwirken mit den Randstaaten, die ehemals zum russischen Reiche gehörten. Was die blutige Arbeit unseres zur Verteidigung gezogenen Schwertes begründet hat, soll friedliches Schaffen befestigen und entwickeln zur dauernden Wohlfahrt und Größe unseres geliebten deutschen Vaterlandes. Das Blatt schließt mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß der Entscheidungskampf an der Westfront, der jetzt unter Führung der ruhmreichen Führer aus dem Osten sobt, uns einen Frieden bringen wird, der Deutschlands würdig ist. Kleine Kriegspost. . Berlin, 23. März. Der englische Orientbericht meldet, das vie Türken die wichtige Stadt Hit wiedergenommen haben. ##roberten dabei eine Menge Munition und zablreiche Köln, 23. März. Der Köln. Ztg. zufolge ist Flieger=Oberleutnant Franz Bethge, Führer einer Jagdstaffel, an17. März im Verlaufe eines Luftkampfes, nachdem er zwanzigmal siegreich aus zahlreichen Luftkämpfen hervorgegangen war, gefallen. Japans politische Ziele. Keine Waffenhilfe in Eurova. redumo mit Perner Tagblatt“ veröffentlicht eine Unlen een dem japanischen Gesandten in Bern, die eine Eindliu in die Anschauungen der japanischen führender Kreise gewährt. Der japanische Gesandte in Bern wa längere Zeit Gouverneur in Korea und kennt daher ins besondere die auf das Festland gerichtete Asienpolitik seine Heimat sehr genau. Weshalb Japan eingriff. geag Der Gesandte erklärte: Javan hat in den Krieg ein wägen Buch Fusie, indispflicht gegen England zu ge nügen. Nuch Ansichl der japanischen Regierung war eiz dauerndes Friedensbindernis, daß Deutschland eine Basit 4. ft. 1 machtvoller Tätigkeit gegenuber Japau besaß. Aus dieser Gründen heraus wurde auf Ansuchen Englands au Deutschland der Krieg erklärt und der deutsche Kriegs hafen Kiautschau am 7. November 1914 genommen Japan ist seinem Vertrage gewissenhaft nachgekommen Die deutschen Gefangenen sind bei uns nach eigener Aussage der deutschen Regierung sehr gut behandelt worden Auch kennt man in Japan keinen Haß gegen irgendwelch Nationen. Wir hoffen, nach dem Kriege mit allen Nationer in guten Beziehungen zu leben. Japan beabsichtigt daher nicht, sich irgendwie in europäische Verhältnisse einzumischen. Japans Heer bleibt in der Heimat. Der Gesandte sagte ferner: Die Armee, die bei Kriegsausbruch unter die Waffen gerufen wurde, ist längst wieder demobilisiert. Wir haben unsere Armee in Ostasien nötig, um damit unser neues Besitztum, besonders Korea und Formosa zu sichern. Das japanische Volk will keine Eroberungskriege. Wir haben im Lande genug zu un. Wir haben die soziale Gesetzgebung auszubauen und kinere Reformen durchzuführen. Wir haben unsere Schuldenlast abzutragen. Der russisch=japanische Krieg hat ans 100000 Tote gekostet und eine halbe Million Invaliden hinterlassen, deren Familien unterhalten werden müssen. Japan findet in seinen Kolonien ein so gewaltiges Bechäftigungsfeld, daß es gar nicht daran denken kann, sich noch weiter auszudehnen. Japan hat seine Verträge gewissenhaft gehalten. Es hat alle Maßregeln getroffen, die für den Schutz und den allgemeinen Interessen des Bündnisvertrages mit England notwendig waren. Zum Schluß meinte der Gesandte, er halte es für unwahrscheinlich, daß Japan in Sibirien eindringen werde, aus den Gründen, die für sein Nichteingreifen in Europa maßgeblich seien. Dolitische Rundschau. Deutsches Reich. 4 Es ist die allerhöchste Zeit daß unsere verehrl. Postbezieher die Bestellung des Anzeigers für das zweite Vierteljahr 1918 sofort erneuern. Andernfalls tritt am 1. April eine unliebsame Unterbrechung in der Zustellung ein, die wir von hier aus nicht verhindern können. Jeder Briefträger nimmt die Neubestellung und den Bezugspreis entgegen und erteilt darüber gültige Quittung. Wir bitten auch in Bekanntenkreisen den Anzeiger zum :? Bezug zu empfehlen.:: K K Stockhalm, 23. März. Der hiesige engkisch=russische Freundschaftsverein ist aufgelöst worden. Konstantinovel, 23. März. Kammer und Senat haben die Anleibegesetze, soweit sie Deutschland betreffen, genehmigt Kiew, 23. März. Der Kommissar des Gouvernement# deantragte beim ukrainischen Ministerium des Innern die schleunige Entwaffnung der Bauern, da sonst der Kamp gegen die Anarchie aussichtslos sei. Newyork, 23. März. Die amerikanische Regierung wirk die beschlagnahmten bolländischen Schifse bewaffnen und sum Transport von Lebensmitteln, aber auch zu Truppentransporten benutzen. Washington, 23. März. Senator Owen schlug dem Sena einen Gesetzentwurf vor, nach dem die Deutschen von der Liga der Nationen ausgeschlossen werden sollen, wenn sie ich nicht den Gesetzen der Liga unterwerfen. In diesem Falloll der Wirtschaftskrieg gegen sie geführt werden. sumenteninteressen an uns. Es wird darin bitter geklagt, daß für Holzpantoffeln, die vor dem Kriege 60—80 Pfennig gekostet haben, Lokaler Teil die Preisprüfungsstelle mal der Klage an. * Die Beilage:„Sterne und Blumen“ trifft infolge der Verkehrsbeschränkungen nach wie vor sehr verspätet hier ein. Am Samstag konnte daher erst die für den Passionssonntag bestimmte Nummer beigegeben werden. Auch die der Karwoche und dem Osterfeste gewidmete Nummern werden voraussichtlich nur verspätet beigelegt werden können. Feldpostsperre. An die Truppen der Westarmee können zur Vermeidung zu großer Belastung der Feldpost, bis auf Weiteres Sendungen und Päckchen von über 50 Gramm nicht angenommen werden. * Keine Erhöhung der Kohlenpreise. Die zwischen den Ruhrkohlenzechen und dem breußischen Handelsminister geführten Verhandlungen wegen Neuregelung der Kohlenvreise mit Wirkung vom 1. April 1918 haben das Ergebnis gebabt, daß die Preise für Kohlen, Koks und Briketts in der bisherigen Höhe fortbestehen bleiben und zwar für die ganze kommende Lieferungsperiode bis 30. Januar nächsten Jahres. Der Beschluß des Syndikats steht zwar noch aus, wird aber an dem tatsächlichen Fortbestehen der jetzigen Preise nichts ändern 0 Was Rustungsarbeiter verdienen. Ein Obermonteur von F. Krupp in Essen hat mit seinem 18 jährigen Sohn und seinen beiden Töchtern im Alter von 19 bis 24 Jahren nach dem amtlichen steuerlichen Ausweis an Lohn rund 80000 Mark im Jahre 1917 erhalten. In Spandau hat eine Familie in einer Fabrik 24000 Mark Lohn erhalten. Ein Jüngling aus Berlin im Alter von 16 Jahren hat als Dreher im vorigen Jahre über 6000 Mark verdient. * Wie angekündigt, ist die Abordnung des litauischen Landesrates vom Reichskanzler empfangen worden. Die Abordnung besteht aus den Herren Präsident des Stauischen Landesrats A. Smetana aus Wilna, den beiden Bizepräsidenten Dr. Georg Schaulis(Wilna) und Standaitis gis Panjemon bei Kowno und Rechtsanwalt Vileisis(Wilna). die Wahl der Abordnung und die Erteilung der Vollmacht erfolgte in einer Sitzung des Landesrats am 20. März d. J. auf Grund eines Beschlusses des Landesrats vom ., Fehruar. d.., durch den die Unabhängigkeit des ##en Staates verkündet wurde. Im Sinne dieses Leschlusses und eines Beschlusses des Landesrats vom 11. Dezember v. J. ist die Abordnung ermächtigt, nahe Beziehungen zwischen Litauen und dem Deutschen Reiche nach Pheir: Denz„Tasia zufolge soll der Reichskanzler "„Avleichung der biesointion erwidert haben, daß die veutsche Regierung mit der Errichtung eines freien, unabhängigen Litauens einverstanden sei. Angeblich hat auch Zustimmung zu den getroffenen Maßnahmen erteilt. Das zukünftige Litauen wird ein monarchischer Staat sein. Die Frage des zukünftigen ktauischen Landesherrn ist noch nicht völlig geklärt, doch gilt die Kandidatur des Herzogs von Urach nach wie vor als die aussichtsreichste. „ Spanien. 2 Das neue Koalitionsministerium umfaßt nicht weniger als vier ehemalige Ministerpräsidenten: Maura, Dato, Pomanones und Prieto. Maura ist Ministerpräsident. *Sein Kabinett, das sich als„großes“ Ministerium darstellt, enthält alle Schattierungen der konservativen und liberalen Parteien. Auch unter dem neuen Kabinett wird an der Neutralität des Landes festgehalten werden.— Maura verlangte bekanntlich vor einiger Zeit die Rückgabe Gibraltars von England. In= und Ausland. uch mit einer Eingab= an den Bundesrat gewandt, in der um Psrtschaften ersicht wirh GastBerlin, 23. März. Ein Rohstofftag des deutschen Handwerks soll demnächst geschaffen werden. Er setzt sich aus Verssammen Landwerkskammern und der Bezugsvereinigungen „Hago.„23. März. Die englische Regierung hat jetzt kensaus un der Beschlagnahme holländischer Schiffe benen. ri M 4 B. 5% N. verloben? Merkblatt für den 26. März. Sonnenaufgang 5“ Monduntergang Sonnenuntergang 62° 1 Mondaufgang 1827 Ludwig van Beethoven gest.— 1869 Russischer Dichter eer ged.— 1871 Errichtung der Kommune: Regierung ver gen in Paris.— 1881 Rumänien wird Königreich. — 1913 Die Bulgaren nehmen Adrianopel im Sturm nach viernonatiger Belagerung. 5 Die Fischversorgung. Nächst der Obst= und Gemüseversorgung gibt es wohl wenig Gebiete in der öffentlichen Bewirtschaftung Deutschlands, über die so viele Klagen laut werden, wie über die Fisch=„Versorgung". Es wird nicht mit Unrecht gesagt, daß die zur Verteilung gelangten Mengen in demselben Maße abnahmen, als die Organisation der Fischversorgung ausgebaut wurde. Gegenwärtig haben wir ein großzügig angelegtes System der Fischversorgung, haben einen Reichskommissar für Fischversorgung und haben die Zentral=Einkaufs=Gesellschaft, die der Gestaltung der Einfuhr aus dem Auslande vollständig selbständig ist. Aber wir haben wenig, an manchen Stellen gar keine Fische. Man dachte zwar daran, daß bei leicht verderblichen Waren auch der Fachhandel zur Verteilung herangezogen werden muß. Man gründete also längs der Küste eine Reihe von Gesellschaften, von henen jede einen genau umgrenzten Bezirk im Binnenlande zur Versorgung überwiesen bekam. Jedes dieser erhielt eine Bezirks=Zentrale und einen Verteilungsschlüssel für die einzelnen Bedarfsorte dieses Gebietes. An diese Zentrale liefern die Küsten=Gesellschaften, die ihnen von der Z. E. G. zugewiesenen„Mengen, und von der Bezirks=Zentrale geht die Ware dann durch die Vertrauenshandler der Kommunen an die einzelnen Orte und Geschäste. Nachdem dieser Plan durchgeführt war, ergab sich für den Reichs=Fischkommissar auch das Bedürfnis nach einer Erhöhung der Inland=Produktion. Diesem Bebürfnis wurde dadurch Rechnung getragen, daß von der Marine die Freigabe zahlreicher Fischdampfer erwirkt wurde, ferner erfolgte die Versorgung der Fischerei mit Betriebsstoffen, wie Netzen, Segel, Motoren, Kohlen usw. Dadurch ist es im Jahre 1917 in der Ostsee gelungen, den Ertrag des Fischfanges so zu steigern, daß er den besten Friedensjahren gleichkam. Auch konnte die Ostsee, die in grieven nur die Küstengebiete versorgte, zur Belieferung des Binnenlandes mit herangezogen werden, das sonst nur Ausland= oder Nordseefische kaufte. Die Fischerei in der Nordsee ist infolge des Sperrgebietes und der Minengefahr sagegen stark behindert. ): G e g e n d i e ü b e r t r i e b e n e n h o h e n H o l z s c h u h preise wendet sich eine Zuschrift des Reichsausschusses für KonPaderborner Stadtchronik Der große Sieg über die Engländer hat die größte Befriedigung und Freude hervorgerufen. Die Burgerschaft gab den Gefühlen der Freude und Dankbarkeit an unseren Truppen nicht nur durch den reichen Flaggenschmuck sondern auch in Wort und Blick überall Ausdruck. Man freut sich weil der Feind geschlagen wurde, der die allergrößte Schuld an dem furchtbaren Krieg hat, der Feind, der allein daran schuld ist, daß der Frieden immer noch nicht eingekehrt ist, der Feind, der die ganze Welt gegen uns aufgehetzt hat und noch immer dieses schmutzige Handwerk betreibt, der Feind endlich, gegen den sich ob seiner Niedertracht der Groll von Alldeutschland erhob,an dem endlich Rache zu nehmen unser Heer mit besonderer Genugtuung erfüllt. Auch daß die deutschen Granaten nun vor der Pforte der Firma Poincare, Clemenceau und Co. in Paris einschlagen, erweckt Genugtuung, denn auch dort sitzen die mit England verschworenen Feinde des Friedens, die nach wie vor Deutschlands Vernichtung predigten. Freuen wir uns also, denn wir haben allen Grund dazu, aber vergessen wir auch nicht unsere Braven draußen, die den Erfolg mit Not und Tod für uns besiegelten. Gedenken wir ihrer allezeit mit dem starken Gottvertrauen, wie es unser Kaiser in seinen Siegesmeldungen vor aller Welt bekundet. * * Schulfrei, Viktoria=Schießen und Flaggen. Der Kaiser hat befohlen, daß am 25. März anläßlich des Sieges in der Schlacht bei Monchy—Cambrai—St. Quentin—La Fere zu flaggen und Victoria zu schießen ist; ferner, daß am 25. März der Unterricht in den Schulen der Monarchie ausfallen soll; falls Anordnung für den 25. März nicht angängig, dann für den 26. März. * Mit dem gestrigen Palmsonntag sind wir in die Leidenswoche, die sog. Karwoche eingetreten. Gestern fand die Palmweihe statt. Im Dom wurden die Palmen vom hochw. Herrn Bischof gesegnet. Anschließend daran fand die Prozession durch den Pürting und darauf das Hochamt statt. Wie alljährlich trug auch diesmal der Domchor durch weihevolle Gesänge zu der erhebenden Kirchenfeier bei. Er brachte zum Vortrag: Prozessionsgesänge von Haller. Beim Hochamt: Missa: Puisque'ai perdn von Orlando di Lasso(1594). Passion von Suriano(1620). Offertorium von Witt. Der Domchor wird auch an den übrigen Ta — ven Anr. Der Vonchor wird auch, un ven ürrigen Lugen der Karwoche und dem hohen Osterfeste in gewohnter Weise die Gottesdienste verherrlichen wie folgt: Gründonnerstag, gegen 7 Uhr Pontifikalamt. Gleria aus Missa: Mater admirabilis Karfreitag, gegen 7 Uhr: Passion von Suriano. Zur Verehrung des hl. Kreuzes: Improperien:„Mein Volk, was tat ich dir? von Vittoria. Zur Prozession: Des Königs Banner wallt hervor, 5 st. von Haller. In der Krypta: O Kreuz, einzige Hoffnung, sei gegrüßt, 6st. von Nekes. Karsamstag, gegen.15: Hinter Wolken leuchtende Sterne. Original=Roman von Carl Schilling. (Nachdruck verboten). * Der Direktor blätterte in einem dicken Aktenstoße. Da alopfte es. Verwundert blickte er auf, als er Dr. Helmer pur eben beginnenden Lehrzeit in sein Sprechzimmer eineten sah. Er hatte es nicht gern, wenn ihn seine Herren Kollegen anders als in den Unterrichtspausen oder der amtlichen Sprechstunde aufsuchten. Dennoch zwang er sich zur Liebenswürdigkeit und bot Helmer, dessen Tüchtigkeit er wohl zu schätzen wußte, einen Stuhl an. „Nun, was führt Sie denn, lieber Herr Doktor, zu so ungewöhnlicher Zeit zu mir?“ Dr. Helmer senkte die Augen. Ein bitteres Gefühl wollte in ihm aufsteigen bei dem Gedanken, daß er jetzt iesem Manne das keusche Geheimnis seines Herzens offenbaren mußte. Professor Becher hatte als sorgfältiger Wissenschaftler Ruhm, galt auch als tüchtiger Verwaltungsbeamter, aber für das persönliche Wohl und Wehe seiner Untergebenen ging ihm leider die mitfühlende Teilnahme ab. Doch Helmer dachte an die harrende Elfriede, verdrängte die aufquellende Bitternis und bat in herzlichen Worten drei Tage Urlaub, mitteilend, daß seine Wirtin, Frau diese Nacht plötzlich verschieden sei, er aber die Velpstichlung übernommen habe, die Regelung der dadurch bedingten Verhältnisse in seine Hand zu nehmen, zumalFräulein Kändler seine Braut sei. Professor Becher, der selbst Vater von zwei älteren unverheirateten Töchtern war, sah seinen Kollegen an, starr, ungläubig. Aus dessen Rede hatte er nur eins erfaßt— Fräulein Kändler sei Dr. Helmers Braut. Einige Sekunden herrschte peinliches Schweigen. Dann kand Professor Becher auf:„Sie wollen sich mit Fräulein Kändler verloben?" stieß er hervor, noch immer das un gläubige Mienenbild auf dem hageren Gesichte tragend. „Fräulein Kändler ist seit gestern meine Braut.„Zum Scherz ist die Sache zu ernst, und zum Ernste, ich gestehe es offen, werter Herr Kollege, mir zu unfaßlich. Fräulein Kändler ist doch, wie ich genau unterrichtet bin, auf beiden Augen erblindet, oder sollte sich, dem Himmel sei Dank, ihr schreckliches Gebrechen behoben haben?" Wie ein Dolchstich wühlte das rohe Wort„schreckliches Gebrechen" in Helmers Seele, und er wunderte sich selbst, mit welcher Ruhe er entgegnete:„Rein, Herr Professor, meine Braut ist noch blind wie immer. Da trat Becher auf ihn zu, faßte seine Hand, schüttelte sie vertraulich und sprach in gedämpfter, eindringlicher Weise:„Guter Herr Kollege, Sie bringen mich in eine Welt zwiespältiger Gefühle; ehe ich Ihnen meinen Glückwunsch auszusprechen wage, halte ich es doch für meine Pflicht als Vorgesetzter, nein, als väterlicher Freund: muß denn dieser Schritt sein? Bedenken Sie nur, ein blindes Mädchen, eine blinde Frau...... Dr. Helmer fühlte nun würde in langer taktloser Rede Professor Becher alle die Nachteile und Gefahren wohlgeordnet-darlegen, die eine Heirat mit der Blinden mit sich bringen müßte. Ihn grauste. So schnitt er die kommenden Darlegungen von vornherein ab, indem er schlicht, aber fest erklärte:„Ich danke, Herr Direktor, für Ihre wohlmeinende Absicht, aber Fräulein Kändler ist meine Braut, und ich habe sie lieb. Sofort erkaltete die väterliche Regung in Bechers Angesicht, nun war er wieder voll und ganz Vorgesetzter. Steif und förmlich erwiderte er:„Dann von Herzen meinen Glückwunsch! Möge dieser wichtige Schritt Ihnen und Ihrem werten Fräulein Braut alles erhoffte Glück bringen!— Ach so— wollten Sie nicht Urlaub haben — verzeihen Sie, ich hatte es ganz vergessen, ach ja, jetzt besinne ich mich, ja richtig, Ihre Frau Schwiegermutter ist diese Nacht gestorben. Mein Beileid! Hat die Arme lang gelitten?"„Rein, ein Herzschlag setzte ihrem Leben ganz unerwarte: ein Ziel.„So, so— drei Tage wünschen Sie? Ratürlich, natürlich, und wenn ich Ihnen sonst in diesen schweren Tagen dienen kann, es wird mir eine Freude sein. Helmer lehnte dankend ab und wollte sich entfernen, als Professor Becher ihn nochmals zurückrief:„Ei der Tausend, lieber Herr Doktor, da hätte ich ja bald das Wichtigste über all dem Wichtigsten vergessen. Gestern, mit der letzten Post erhalte ich von unserem Dezernenten diesen Brief. Bitte lesen Sie selbst, die Angelegenheit betrifft vor allem Ihre Person; ich fürchte nur, die Sache wird sich infolge Ihrer plötzlichen Verlobung zerschlagen. Dr. Helmer nahm den ihm gereichten Brief. Eine Stelle darin war von Becher mit Blaustift angestrichen. Helmer las und sein Interesse wuchs: Am Gymnasium zu Herrnstadt war die dritte Oberlehrerstelle zu besetzen. Die Behörde wünschte einen tüchtigen, gesunden Mann damit zu betrauen und war auf Vortrag des Geheimrates Heber geneigt, Herrn Dr. Helmer nach dort zu berufen. Herr Professor Becher wurde veranlaßt, mit dem in Aussicht genommenen Herrn darüber zu sprechen und dessen Entschließung möglichst umgehend zu berichten. Der Antrag war für einen so jungen Mann wie Dr. Helmer äußerst ehrenvoll, die Besoldung um die Hälfte höher als in seiner gegenwärtigen Stellung, allerdings mußte er bereits den 1. Oktober, in etwa acht Wochen, die neue Stelle übernehmen. Helmer hatte gelesen. Nun legte er den Brief nieder und schwieg. Noch gestern hätte er freudig seine sofortige Zusage gegeben; heute durfte er nicht entscheiden, ohne deren Rat gehört zu haben, mit der er Leben und Liebe künftig teilen wollte. Was würde Elfriede dazu sagen? (Forts. folgt). Hochamt. Gloria aus Goller: Lorettomesse. Das übrige aus Gabrieli: Missa brevis. Psalm: Lobet den Herrn alle Völker, Magnifikat von Mitterer. Ostersonntag: Missa in hon, S. Sigmundi, 5 st. von Griesbacher, Offertorium mit Orgelbegleitung von Filke. Ostermontag: Missa in hon. S. Michaelis, 5st. von Haller, Offertorium von Mitterer. — Die kirchliche Entlassungsfeier der Schul kinder fand gestern nachmittag in allen Pfarrkirchen der Stadt statt. Zu derselben hatten sich auch die Eltern der Kinder zahlreich eingefunden. Die Geistlichen legten den Kindern in eindringlichen und ermahnenden Worten den wichtigen Schritt aus der Schule in das Leben dar. Anschließend daran fand die Erneuerung des Taufgelübdes statt. Der jungen Welt, die in bedeutungsvoller Zeit aus der Schule ins Leben tritt, wünschen auch wir alles Glück. — Einen Aufruf an die ländliche Bevölkerung zur Aufnahme der bedürftigen Stadt= und Industriekinder erläßt der hochw. Herr Bischof im„Kirchlichen Anzeiger“. * Oberstleutnant von Kayser— früher Paderborn ist mit der Führung des Regiments der Zieten=Husaren beauf tragt worden. Aus diesem Regiment ist Herr von Kayser hervorgegangen, als 3. Husar war er ein erfolgreicher Rennreiter geworden, und noch in seiner letzten Friedensstellung als Kom mandeur der hiesigen Offizier=Reitschule hatte er seine frühere Uniform zu tragen. )K Erweiterter Verkehr war gestern als dem letzten Sonntag vor Ostern. Der Verkehr war aber kaum stärker wie auch an den geschlossenen Sonntagen. Der Grund dazu ist den Mangel an und die Rationierung der meisten Waren. Viele Geschäfte machten von der Erlaubnis nachmittags offen zu halten können Gebrauch. Wenn die Geschäftswelt, solange die derzeitigen Verhältnisse andauern, allgemein auf das Offenhalten ver zichteten, würde man das nur begrüßen können. — Der abgeänderte Fahrplan der D=Züge 37 und 38 ist im Anzeigenteil bekannt gegeben. Die am Ende des Jahres 1915 abgehaltene Sammlung für die Kriegsspende„Leutscher Frauendank“ hat in Paderborn und Neuhaus ein Ergebnis von 3348,80 Mk. gehabt, dies ist der großen Kriegspende dieses„Namens zugeteilt worden. Aus 90 Prozent der Zinsen dieses aufgebrachten Geldes können statutenmäßig Unterstützungen bewilligt werden an Familienmitglieder aller Waffengattungen und zwar nach den festgelegten Grundsätzen für folgende besondere Zwecke: 1. als Beihiljen, durch welche den Angehörigen Gefallener eine ihrer Begabung entsprechende Schul= oder Berufsbildung ermöglicht wird; 2. als Unterstützung für diejenigen Angehörigen, insbesondere Müttern gefallener Krieger, für welche durch Renten nicht ausreichend gesorgt ist und für welche die Mittel der Nationalstiftung erst in zweiter Linie in Betracht kom men. Anträge aus Paderborn und Neuhaus sind zu stellen an die Unterstützungskommission des Roten Kreuzes in Paderborn. * Am 20., 21. und 22. März legten elf Hilfsschwestern des Vaterländischen Frauenvereins die Prüfung als staatlich anerkannte Krankenpflegerinnen ab. Sämtliche Teilnehmerinnen bestanden mit Auszeichnung. Es war nicht leicht für den Verein, die Vorbedingungen für dieses Examen zu schaffen, da neben einer gründlichen Ausbildung auf allen Gebieten der praktischen Krankenpflege 200 Unterrichtsstunden verlangt wurden. Sanitätsrat Dr. Mann und Generaloberarzt Dr. Héraucourt unternahmen es in aufopfernder Weise, neben ihren Dienstgeschäften diesen Unterricht zu erteilen. Der wärmste Dank des Vereins und der Hilfsschwestern wurde ihnen hierfür zuteil. Lippspringe. L. Bunter Abend, veranstaltet von der Res.=Laz.=Abt. Lippspringe. Den Abend eröffnete der unter Leitung des Laz Insp. Wiedenfeld stehende Soldatenchor mit„Des Jägers Lust“. von Astholz und Schumann's„Zigennerleben“. Gefr. Resemeyer errang mit ernsten und heiteren Liedern zur Laute starken Beifall. Ein interessanter Lichtbilder=Vortrag des Gefr. Martens, der Selbsterlebtes aus Deutsch=Südwest=Afrika brachte, schloß mit der Aufforderung, dem Vaterland durch Zeichnung der 8. Kriegs anleihe die Mittel zum Endsiege und damit zur Wiedererlangung unserer Kolonien zu gewähren. Der warmemvfundene, von glühender Vaterlandsliebe, temperamentvoll gesprochene Vortrag fand den stärksten Beifall. Abgesang. Nachwort eines verstimmten Parlamentari###s. Berlin, 23. März. Seine Schlußsitzung vor Ostern hat nun der deutsche Reichstag gestern gehalten. Das Haus steht nicht am Ende eines Tagungsabschnittes; wichtige Arbeiten bleiben in Schwebe. Es handelt sich bei der Vertagung nur um kurze Ferienpause über die Feiertage, bis zum 16 April. Gleichwohl eine gewisse Einkerbung in der Geschäftsabwicklung, die man mit Rückblick und Ausblick begleiten kann. Das soll hier nicht geschehen, die Offentlichkeit steht eben noch unter dem frischen Eindruck der mit der parlamentarischen Arbeit verbundenen Auseinandersetzungen, insbesondere auch der nicht immer erfreulichen Anlässe dazu. Da fügte es sich geradezu wie ein Glücksfall, daß der parlamentarische Schlußstein zu den Ostfriedensverträgen zugleich die winterliche Arbeit des Hauses abzuarenzen bestimmt war. Mit der Beratung und Verabschiedung der russischen Vertrage wollte man auseinandergehen. Und als sollte die Volksvertretung geradezu darauf hingewiesen werden, daß es galt sich auf höherer Warte zu zeigen, stellte das Kriegsgeschehen diese Stunden auch noch unter den Eindruck der großen Botschaft aus dem Westen. Die Pulse gehen rascher, Millionen von Herzen schlagen höher, ein Volk, an dem Hinterlist, Verrat und Tücke, an dem die Gewalttaten einer Welt von Feinden zu schanden werden, schmiedet sieghaft an seiner Zukunft und holt zum Entscheidungskampf aus: was hast du, deutscher Reichstag, in dieser Lage denen draußen zu bieten, die dich bergesandt haben? Es gibt auch in der Politik einen Herzton. So selten er in der gesetzgeberischen Arbeit mitschwingen kann, dieses Mal durfte er nicht fehlen: was vom Reichstage ausströmte in dem Augenblicke, da er das Friedensinstrument, von seiner Seite begutachtet, dem Kanzler zurückgab, das mußte Würde sein und Getragenheit und vor allem im Hinblick auf die Post aus dem Westen ein Kraftgefühl, wie es das Vertrauen auf die gute Sache gebiert. Man kann nicht gerade sagen, daß das Haus sich auf diese Höhe geschwungen habe. Ja, es ist zeitweise auch unter recht mittelmäßige Erwartungen herabgesunken. Die Halle der Wiederholungen wurde— nicht zum ersten Male— die Stätte der verpaßten Gelegenheit. Man verlangt ganz gewiß keine theatralischen Posen, keinen gallischen Überschwang, keine britische Perückenmummerei, kein amerikanisches Marktgepränge. Aber es ist doch recht zu verstehen, daß sich manchem Zuhörer bei den Reden, womit die Parteien das erste große Friedenswerk in diesem Weltkriege begleiten zu sollen vermeinten, der Seufzer aufdrängt: was hätten die romanischen, was die angelsächsischen Parlamente aus solchem Tage gemacht! Nein, meine Herren, das war kein Meisterstück. Die Empfindung, daß das Haus hier zu zeigen habe, daß es auch ohne vorherigen interfraktionellen Segen das Herz auf dem rechten Fleck hat und den Blick richtig auf die großpolitischen Wirkungen einzustellen imstande sei, war ja bei einigen Parteien in der Tat vorhanden. Die Konservativen, die Nationalliberalen und die Sozialdemokraten fanden den richtigen Stil; aus verschiedensten Gründen gingen die andern Fraktionsredner andere Wege. So klapperte die Mühle wie am Werkeltage und festliche Mienen brauchte man nicht aufzusetzen. Es ist das Verdienst des Vizepräsidenten Dr. Pckasche, daß er es verstand, mit der packenden Eindringlichkeit seiner freien Redegabe wenigstens in der verabschiedenden Schlußansprache zurechtzurücken, was in Unordnung gebracht war. Bezeichnend für die Vorgänge, aber auch ein Zeugnis für die packende Macht der Überlegungen, die jeder Parteiführer hätte machen sollen, dem Rechthaberei nicht das oberste Gebot ist, ist ein bemerkenswerter Zwischenfall. Die nationalen Sozialdemokraten waren wieder von den unabhängigen Sozialisten mit Angriffen überschüttet worden. Da war es kein anderer als der Führer Scheidemann selbst, der unter stürmischem Beifall des Hauses das Verfahren brandmarkte, in solcher Stunde mit Katzbalgereien dem Lande aufzuwarten, das unter dem wuchtigen Eindruck der Ereignisse steht, in solcher Stunde, da Hunderttausende draußen bluten. Es ist eine gewisse Beschämung, daß die andern großen Parteien erst auf die Stimme von der äußern Linken warten ließen, wenn sich diese messerscharfe Kritik in der Form auch zunächst nur an die Adresse der feindlichen Brüder richtete. Hoch bäumte die Empörung und die Wut gegen Scheidemann natürlich aus der Mitte der äußersten Randvölker des Hauses auf. Aus den Bänken der Haase und Konsorten wurde ihm entgegengeschlendert, daß er ein Demagoge sei, wurde eine Kampfansage bis aufs Messen für die zukünftigen Wahlen gemacht. Dieses neue Anzeichen für die stetige Erweiterung der Kluft zwischen den beiden Sozialdemokratien ist nicht zu übersehen. Für die weitere Kritik der Wahlreformbewegung in Preußen muß es ins Gewicht fallen in dem Sinne, daß die bisherigen Berechnungen der mutmaßlichen Kräfteverteilung in einer unterm gleichen Wahlrecht gewählten Kammer denn doch eine Verschiebung erleiden, wenn man die Tatsache des sozialdemokratischen Bruderzwistes in Ansatz bringt. Der Meinung, über kurz oder lang würden beide Richtungen doch wieder zusammenfließen, steht den doch die Wahrnehmung gegenüber, daß der Haß und die Gegensätzlichkei! zwischen den Anhängern Scheidemanns und Haases einen Grad erreicht haben, der für Verständigungsversuche keinen Raum mehr läßt. Hat der Abgesang des Reichstags durch Längen ermüdet, durch Mißklänge abgestoßen, so ist doch schließlich das bedeutsame Werk zur Verabschiedung gebracht worden. Der Gruß der Heimat an die Front im Westen, in dem die Sitzung ausklang, führte schließlich denn doch die vatersändische Begeisterung zusammen. Man reiche uns den Heeresbericht———--— Letzte Nachrichten. Peur le mérite. Berlin, 23. März. Nach einer Mitteilung des Reichsanzeigers hat der Kaiser dem Kapitänleutnant Otto Schuttze den Orden pour le mérite verlieben. Deutsch=belgisches Abkommen über Gefangenenfragen. Berlin, 23. März. Gestern ist in Bern zwischen deutschen und belgischen Vertretern ein Abkommen über Gefangenenfragen unterzeichnet worden. Die Beschießung von Ostende. Berlin, 23. März. Bei der Beschießung von Ostende am 21. März nachmittags durch feindliche Monitore wurde kein militärischer Schaden angerichtet. Dagegen fielen dem Beschut mit schwerstem Kaliber zahlreiche Einwohner zum Opfer. Annahme eines Heimstättengesetzes. Brannschweig, 23. März. Die Landesversammlung des Herzogtums genehmigte einstimmig das von der Regierung vorgelegte Heimstättengesetz und bewilligte eine Million; Mark zur Förderung und Errichtung ländlicher und städtischer Heimstätten. insbesondere für Kriegsbeschädigte, sonstige Kriegsteilnehmer und Hinterbliebene von Kriegern. Heimkehr rumänischer Offiziere. Bukarest, 23. März. Zahlreiche Offiziere und Mannschaften der rumänischen Divisionen, die nach den Bestimmungen des Vorfriedens sofort zu demobilisieren waren, sind in Bukarest eingetroffen. Die befriedigende Lage, die sie im besetzten Gebiet antrafen, hat auf sie tiefen Eindruck gemacht. Alle tendenziösen Nachrichten, die die Kriegshetzer in der Moldau über die Lage im besetzten Gebiet verbreiteten, werden jet## von den Zurückgekehrten als Lügen erkannt. Allgemeiner Balkaufriede? Zürich, 23. März. Die„Agence Hellénique“ meldet: Das neue serbische Kabinett ist nicht abgeneigt, auf der Grundlagdes„status qjuo ante“ zu verhandeln. Daneben ist man grundsätzlich zu territorialen Konzessionen an Bulgarien bereit. Genf, 23. März. Von den höchsten Mitgliedern der hiesigen Fremdenkolonie wird bestimmt erklärt, daß diserbische Regierung sich an die englische und französische Regierung mit dem Ersuchen gewendet habe, mit den Mittelmächten in Friedensverhandlungen treten zu dürfen. Die Regierung Paschitschs soll zu diesem Schritte von der Mehrheit der serbischen Delegierten gezwungen worden serwelche darauf hinweisen, daß nach dem Zusammenbruch Rußlands jede Aussicht auf Waffenerfolg für Cerbien goschwunden sei. 77 holländische Schiffe beschlagnahmt. Rotterdam, 23. März. Nach einer„Times“=Meldung wehin Newyork die bolländische Flagge von 77 Schiffen mit zusammen 640000 Tonnen. Angeblich sollen viele holländischBesatzungen sich bereit erklärt haben, unter amerikanischen Schiffsoffizieren zu fahren. Wie Holland bezahlt wird. Rotterdam, 23. März. Aus Reederkreisen erfährt der „Nieuwe Rotterdamsche Courant“, daß die alliierten Regierungen für die Benutzung der beschlagnahmten niedermvischen Schiffe 40 Schilling pro Tonne und Monat bezahlen. Für den Verlust eines Schiffes werden 250 Dollar. für die Tonne vergütet werden. Eine Ausprache Lloyd Georges. Haag, 23. März. Lloyd George sprach in London un einer Abordnung von Grubenarbeitern. Es handelte sich um die Einziehung von 50000 Bergarbeitern. Der Ministerpräsident sagte, die Regierung müsse ihre Entschlüsse ausführen. und forderte die Arbeiter auf. ihr keine Schwierigkeiten ue bereiten. Das wäre die beste Antwort aus die deutsche Offensioe. Auch Asguith hielt eine Rede, in der er die Fortsetzung des Krieges bis zur Erzielung eines starken Friedens für eine Notwendigkeit erklärte. Die russische Gegenrevolntion. Basel, 23. März. Hiesigen Blättern meldet man aus Petersburg: Die Gegenrevolution macht rasche Fortschritte. Sie stützt sich bereits auf mehrere Regimenter. Russische Volkskommissare gemordet. Petersburg, 23. März(indirekt). Drei Volkskommissare, die mit der Reorganisation der Marine betraut waren, wurden auf geheimnisvolle Weise getötet. Nach Redaltionsschluß eingegangen. Die Bedingungen des Friedens mit Rumänien. bb. Berlin, 25. März. Es bestätigt sich, daß die Verhandlungen mit Rumänien bereits auf dem Punkte angelang sind,d er die Unterzeichnung des Vertrages als nahe bevorsteyend erscheinen läßt. Die„Voss. Ztg.“ glaubt mitteilen zu können, daß der Vierbund insofern ein Zugeständnis zu machen bereit sei, als dem König Ferdinand sein Thron verbleiben werde. Druck, Verlag und Redaktion von Martin Wagner, in Paderborn. Wonital gkeits-Veranstaltung des Taterländischen Prauchvereins zum Besten kurbedürftiger Kinder im Bürgervereinssaal am Donnerstag, den 4. April 1918, abends 7½ Uhr. MITWIRKENDE: Frau Clara Dechesne-Linden, Gesang, Neuhaus Herr Leutnant d. R. Kuch, Violine, Sennelager Gefreiter Hans Herwig, Klavier, Sennelager Karten sind im Vorverkauf Num. Platz.00 Mk. und Saalplatz.50 Mk. in der Buchhandlung L. Sprückmann Westernstr. zu haben, an der Abendkasse .50 Mk. Aufschlag. Lyzeum, Oberlyzeum und Pädagogischer Kursus, St. Mienaelskloiter, Paderborn. Das neue Schuljahr beginnt am 10. April 1918. Die Aufnahmeprüfung findet am 9. April, 8 Uhr morgens statt. A. eTer Sertauf. Dienstag, d. 26. März, nachm. 2 Uhr, läßt die Frau Witwe Kaufmann Jos. Lütkemeier, Bielefelderstr. 20, gut erhaltene Möbel: 6 Bettstellen mit Matratzen, 6 Oberbetten mit Kissen, 3 Konsölchen, Treppenläufer, Chaiselonque, Anrichtetisch, 3 Spiegel, ein Waschmaschine, 1 Teppich, 2 Steppdecken, 1 Kinderwagen, öffentlich meistbietend gegen Barzahlung zum Verkauf aussetzen. Die Gegenstände können eine Stunde vor dem Verkauf besichtigt werden. Sammelplatz: Bielefelderstraße 20. Bad Lippspringe, den 23. März 1918. Joh. Tofall. Maurer und Urbeiter stellt in Neheim=Ruhr ein. B. Köttenbürger, Paderborn, Hoch=, Tief=, Eisenbetonbau. Kleines Wohnhaus in Lippspringe zu kaufen gesucht. Offerten unter O. W. 320 an die Geschäftsst. d. Pader vorner Anzeig. in Padervorn. Hillsbank Sulzbach i. Obersl. gibt jed. neu aufgenommene Ritglied Darlehen b. 3000 M. Zahrplananderung Vom 1/2. April ds. Is. ab verkehren die neuen Schnellzüge D 37 und D 38 Nachen—Berlin und um. gekehrt nach folgendem Fahrplan: Cassel, den 22. März 1919. Königliche Eisenbahndirektion. Bekanntmachung. Es kann vorkommen, daß sich Fessel=Ballo ne los. reißen und in benachbarten Gebieten zu Boden kommen. Die Ballone können trotzdem wieder verwendet werden, wenn jede mutwillige Beschädigung verhindert wird. Ueber das Bergen sowie die Ortsangabe der betreffenden Luftsperre=Abteilung erthält die an den Ballonen in einer deutlich sichtbar angebrachten kleinen Tasche befindliche Anweisung das Nähere, die unbedingt vorher gelesen werden muß. Mutwilliges Beschädigen oder Berauben des Ballonstoffes wird streng bestraft; für den Finder der Ballone sind Geldbelohnungen ausgesetzt. Paderborn, den 19. April 1917. Der Landrat. Starke Eichen=, Eschen=,“ Ahorn=, Linden=, Kastanien=, Birken= und Ulmen=Pflanzen werden aus unseren Park. anlagen abgegeben. Arminiusbad Lippspringe.* Regntiterkalten. 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