* — eingegangen. eri Neue=Booterfolge 00 BRT. Ein tieser englischen Westküste schossen. Ein anderer ung sank augenblicklich * stabes der Marine. von Tilfit. st Tilsit verlieh dem hrenbürgerrecht. d. Neldung, daß Deutschndeinestellt habe, sourant“ bestritten. land. “ schreibt: Die Ernicht zu mißbilligen. zwischen Hammer und st. Diana. n„Secolo“ wird der ana amtlich bestätigt. ladiwostocks. in Meldungen schreiten günstig fort. Die InII unmittelbar bevorartin Bagner, ***: üte Nr. 68 8666SS sensessnnens wird gezahlt für nein wein inen Flaichen I. P Iiäl. Kaufhä. Paderborn. Donnerstag, den 21. März 1918 32. Jahrgang KriegerVerein Paderborn. Beerdigung des vernen Kameraden .=Weichensteller a. D. ). Bernh. Lüke, an des Feldzuges 1870/71 i die Mitglieder nerstag, 21. d. Mts. ichmittags 4 Uhr ereinslokale des Hotel“) rhof an. Der Vorstand. AuskunftsRanrere Aungeirante Stadt Paderborn ztliche Sprechstund: Mittwoch, vormitte, 1 bis 12 Uhr im Ha: 49(gegenüber der: fflichen Palais). Unentche Untersuchung und tung Lungenkranker, lie=Fürsorge. Aerzti. ndlung ausgeschlossen. inke, welche in ärztlicher ndlung stehen, werden eberweisungsschein des idelnden Arztes gebeten. „ U 5 Antliches Kreisbtatt, Anzeiger ffür Neuhaus und Betbruck Der Paderborner Anzeiger erscheint an allen Werb. tagen.— Bezugspreis monatlich frei ins Haus: gebracht 65 Pfa, bei der Post abgeholt 52 Pig., cc den Briefträger 66 Pfg.— Im Paderborner Anzeiger werden alle amtlichen Bekanntmachungen: des Hgl. Landratsamtes sowie des Paderborner: ——— Magistrats veröffentlicht.——— HadberbarnerZeitung Bahnhofstraße 13— Fernruf 913 Organ des LandwirtRelc Aesieeste :: Volks=Zeitung.:. ##r dos 8 8/##s Publikations=Organ Paderborner Land: vieler Behörden.: Wöchentliche Gratis=Beilage„Sterne und Blumen" Anzeigenpreise: Aus dem Kreise Paderborn für die einspaktige Kolonelzeile 15 Pfg., auswärtige 20 Pfg. Im Reklamenteil 60 Pfg. Bei Wiederholungen Rabattgewährung, die bei Nichtzahlung innerhalb 30 Tagen indes erlischt. Beilagengebühr 6 Mann —— das Tausend ausschl. Postgebähren.—— weerbesennn: Geschäftostelle Bahnhosstraße 19— Ferneuf .=.=T. im Februar.— 15 soobod seit Kriegsbeginn vernichtet. Gttlelt ist die erste Voraussetzung alles gemeinsamen Schaffens und Handelns. Das gilt von den einzelnen Volksgenossen, wie von der Gesamtheit des Volkes, besonders in schweren Schicksalstagen. Volk und Regierung auf einander bauend und vertrauend sind gefeit gegen äußeren und inneren Feind. In selsenfestem Vertrauen auf den Geist des deutschen Volkes, haben unsere Heerführer glorreiche Siege errungen. Heer und Volk ihrerseits sind erfüllt von unerschütterlichem Vertrauen zur Heeresleitung, der wir so ungeahnt Großes verdanken. Das muß uns wappnen gegen Anwandlungen von Verzagtheit und unser Selbstvertrauen stärken. Wohlan, zeigen wir in der Heimat, indem wir die neue Kriegsanleihe abermals zu einem glänzenden Ergebnis gestalten; daß wir unser Vertrauen nicht erschüttern lassen, daß wir feisenfest bauen auf unsere bewährte Stärke— albe Floschen######## unter Sorten 31 Jude nahme nachnt„Erde von—5 Uhriceg Nue cht. Mäichen t gute Stellung in em herrschaftlichen halt für alle Hausarbeit Küche. Frau Fabrikbesitzer Plattberg. Essen=Stadtwald, nkenstraße 299 u. 299a. altestelle Sch=llstraße Elektr. Linie 16. bank Sulzbach.Oberpt. jed, neu aufgenommene lied Darleben b. 2000 N. =dl. Berlin, 20. März. Im Hauptausschusse des Reichstages ist vor einigen Tagen über die seltsame Denkschrift des Fürsten Lichnowsky verhandelt worden, die seit nahezu zwei Jahren im Auslande und auch im Inlande reichlich Gesprächstoff geliefert hat. Das Dokument ist wohl das merkwürdigste, das in deutschen Landen seit Ausbruch des Krieges veröffentlicht worden ist und— in seiner Wirkung auf das Ausland— ### wohl das schlimmste; denn Fürst Lichnowsky, der von 1912 bis zum Beginn des Krieges Botschafter in London war, behauptet in seinen Aufzeichnungen rund heraus, daß die deutsche Politik den Weltkrieg verschuldet habe. Man greift sich an den Kopf: die Buntbücher aller Welt, die Ergebnisse des Suchomlinowvrozesses in Petersburg, die Veröffentiichung der Geheimverträge durch die Bolschewiki, all das, was unanfechtbar die Schuld der Feinde beweist, findet vor den Augen des Diplomaten Lichnowsky keine Beachtung. Er sieht nur, daß seine angeblich von Erfolg begleitete Verständigungspolitik in England durchkreuzt worden ist. Gewiß, vor zwei Jahren, als das Dokument niedergeschrieben wurde, war mancher dieser Beweise nicht bekannt. Mußte aber die Lückenhaftigkeit des Materials den Botschafter nicht erst recht zur äußersten Vorsicht mahnen? In einem Schreiben an den Kanzler erklärt Fürst Lichnowsky, daß er die Veröffentlichung bedaure und daß sie nur möglich war durch einen groben Vertrauensbruch. Das ändert an der Tatsies nichts, doß ein verärgerter und kaltgesteller Votschefter die Möglichkeit schuf, unserer Sache, der Sache seines Vaterlandes ungeheuren Schaden zuzufügen. i„ Erst in jüngster Zeit ist die Denkschrift angeblich durch eine Görlitzer Firma gedruckt und verschickt worden. Die auf den Druckexemplaren zeichnende Firma existiert aber gar nicht. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß nicht eine Görlitzer und überhaupt keine deutsche Firma in Betracht kommt, sondern daß die weltbe—rüchtigte Kirmo Northeliffe in London den Druck und die Verbreitung besorgt hat. In der Tatsache, daß man allgemein glaubt, der neue englische Chef für die Propaganda im feindlichen Ausland habe seine Tätigkeit mit der Verbreitung dieser Denkschrift begonnen, liegt eine bezeichnende Charakteristik dieses Machwerks. Auf was es dem Verfasser letzten Endes ankam, zeigt ein einziger Satz, in dem Schuld am Weltkriege der Eifersucht des Auswärtigen Amtes zuschiebt(„weil ich, Lichnowsky, nicht den Erfolg haben sollte, mit Sir Edward Grey den Frieden zu retten“). Ganz eichtig kennzeichnete im Hauptausschuß ein Redner als Triebstder des Verfassers krankhafte Eiteleiner kritiklosen Bewunderung fremder, englischer biplomatischer Leistung und einer überShnsopnges ler beimischen(außer der eigenen) „und disse urteilslose Selbsteinschätzung und elbstaändige Gesandte worden jei. Sieviie zu erbeben, die ihm versagt die Gesandten sinzorden, denn wärtigen Amt.„nachgeordnete Stellen des Aus. des Bündnisses mit Verständigung m. Anbäingen hiebungen mit Rußland Groland, sowie der guten Beungesehene englische 3.(Dosigch uebenbei bemerkt, dat haben, wie Dichnowsto hinsichtlsich Gegner Deutschlands als seine Freunde bezeichnet werden, daß Graf Moltke, der damalige Generalstabschef, zum Kriege gedrängt, daß Deutschland in Wien nicht energisch genug zum Nachgeben gegenüber Serbien gemahnt habe widerlegt. Darüber hinaus aber waren sich alle Parteien ausnahmslos einig, daß die Denkschrift des Fürsten ein geschichtlich wertloses Machwerk persönlicher Eitelkeit sei, das ein Verärgerter zur Rechtfertigung für sich und zur Widerlegung seiner Gegner unter völlig einseitigen Gesichtspunkten geschrieben habe und Abgeordneter Scheidemann(soz.) erklärte: Für einen Diplomaten sei diese Broschüre geradezu eine Blamage. Dieselbe einmütig Ablehnung erfährt das seltsame Schriftstück des Fürsten Lichnowsky auch in der gesamten deutschen Presse. Mit herber aber durchaus verständlicher Kritik nennt es di# Deutsche Tageszeitung einen Landesverrat Mit der Aussprache im Hauptausschuß ist die Angelegenheit für##### Reichstag erledigt. Die Vollsitzung wird sich mit iß. Grund einer Vereinbarung zwischen der Regierun,r den Parteien nicht mehr befassen Selten wohl hat eine volitische Streitschritz## Staub aufgewirhelt, als diese Denkschrift zur Rechtfeeti##### Im Ausland wird Fürst Lichnowsky als Deutschlands Verderbtheit und Englands Unschull heru### werden, und wie wir uns für unser gutes Recht auf die aufgefundenen belgischen Dokumente. auf die veröffentlichten Geheimakten und auf den Depeschenwechsel 1914 beziehen, so wicd die Grupve unserer Feinde fortan den deutschen Botschafter Lichnowsko als Kronzeugen gegen ein Land anführen. Die Frage, ob Fürst Lichnowsky strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden solle,#t vom Reichsjustizamt geprüft, nach dieser Prüfung aber verneint worden. Eine disziplinarische Bestrafung erübrigt, sich, da der Botschafter inzwischen seinen Abschied genommen hat. Fürst Lichnowsky, der in 57. Jehren 1915 und 1916 vielfach als Nachfolger des neichsranzlers v. Bethmann Hollweg bezeichnet worden hat mit seiner Denkschrift seiner politischen und iplomatischen Tätigkeit einen Grabstein gesetzt, vor dem ein Deutscher in Ehrfurcht stehen bleiben wird. * Der Fall Mühlon, der ebenfalls im Hauptausschusse ur Sprache kam, liegt bedeutend einfacher. Es handelt ich da um einen nervenkranken Mann, der angebliche ars semo 38, iegeier bochgestellter Männer, mit denen er häufiger zusammenkam, dahin ausgelegt br B3hosan lest 9. 1914 an Friedenswillen gesehlt hat. #der Schweiz, und man ist sich die Niederschrift seiner Gedanken über Ursachen des Krieges einem kranken Gemüt entsprang. 680000 Tonnen im Februar versenkt. 15100000 Tonnen im ganzen. „„Der Abef des Admiralstabes der Marine gibk amtlich Im Monat Februar sind durch kriegerische Masnahmen der Mittelmächte unter Hinzurechnung des in den bisherigen Monatsveröffentlichungen noch nicht verrechneten Teils der Erfolge insgesamt 380000 Br.=Reg.=To. des für unsere Feinde untbaren Handelsschiffsraums vernichtet worden. Damit beläuft sich das Gesamtergebnis der Vernichtung seit Beginn des uneingeschränkten.Boots=Krieges auf insgesamt 10270000 Dr.=Reg.=To. Durch die kriegerischen Maßnahmen der Mittelmächte ist der unseren Feinden zur Verfügung Lehende Welt=Handelsschiffsraum seit Kriegsbeginn bis zum 31. Jannar 1918 um rund 15100000 Br. Mes. Te. ven. ringert worden. Hiervon entfallen rund 9400000 Br. Reg.=To. auf die englische Handelsslotte. * Von zuständiger Seite erfahren wir zu diesem das Januarresultat um 48000 Tonnen übertreffenden Ergebnis des Monats Februar: Bekanntlich hat die englische Regierung bisher immer versucht, die Angaben des deutschen Admiralstabes über die Versenkung feindlicher Tonnage als weitübertrieben hinzustellen. Daß sie sich freilich bisher hartnäckig weigerte, Angaben über den versenkten Schiffsraum zu machen, und nur die Zahlen der versenkten Schiffseinheiten veröffentlichte, hat in England selbst zu lebhafter Kritik Anlaß gegehen. Außerdem sahen sich die Verbandsregierungen padurch in eine ziemlich unangenehme Lage versetzt, daß die täglich zunehmende Nahrungsmittel= und Versorgungsnot mit ihren beruhigenden Versicherungen immer weniger in Einklang zu bringen war. Vielleicht ist dies der Grund, der England Anlaß gibt, nach und nach den Schleier ein wenig zu lüften und die düstere Wahrheit erkennen zu lassen. Das„Daily FreightRegister“, eine täglich erscheinende Fachzeitung für den Schiffsfrachtmarkt, hat jüngst eine Jahresübersicht über das Jahr 1917 veröffentlicht, die auch eine Zusammenstellung über Kriegsverluste der Schiffahrt enthält. Der Schlußtermin der Zusammenstellung ist nicht genannt, da aber das als Quelle bezeichnete Lloyds Register Anfang Juli jeden Jahres erscheint, so muß man annehmen, daß die Rechnung bis zu diesem Datum geführt ist. Der versenkte Schiffsraum ist, wie ausdrücklich bemerkt wird, in Netto=Registertonnen gegeben. Es wirkt nun höchst überraschend, daß, soviel wir sehen, zum erstenmal— die englischen Angaben wenn man sie in Brutto umtechnet, fast genau mit denen des deutschen Admiralstabes übereinstimmen. Nach dem genannten Blatte beliefen sich die Verluste insgesamt auf Dampfer.. 5558580 Netto=Register=Tonnen Segler.... 285 802. zusammen 5844 382 Retto=Register=Tonnen Rechnet man Netto in Brutto um, und zwar indem man für die Dampfer das übliche Verhältnis von Netto: Brutto= 62: 100, für Segler 95:100 zu Grunde legt, so ergibt sich folgender Brutto=Raumgehalt: Dampfer.. 8964000 Brutto=Register=Tonnen Segler... 300000„ zusammen 9 284.000 Brutto=Register=Tonnen Nach Angabe des deutschen Admiralstabes sind nun seit Kriegsbeginn bis 30. Juni 1917: 9 700 000 Br.=Reg.=To. Schiffsraum versenkt worden. Wie man sieht, stimmen beide Zahlen ziemlich überein. Neue Drohnote Englands an Holland. Sofortige Beschlagnahme der Schiffe. Nach einer Reutermeldung vom 19. d. Ms. hat die Londoner Regierung bis dahin noch keine Antwort der Regierung der Niederlande auf die Note der Alliierten erhalten. Es lag auch weder eine Bestätigung des britischen Gesandten im Haag noch eine des niederländischen Gesandten in London vor, daß die niederländische Regierung den ihr vorgeschlagenen Bedingungen zugestimmt habe. Infolgedessen ist eine neue Notifikation nach dem Haag gesandt worden, wonach die Alltierten mangels einer unzweidentigen Annahme der Note der Alliierten zu einer sofortigen Beschlagnahme der Schiffe schreiten müßten. Da Telegramme aus Holland den Anschein erwecken, als habe die Regierung der Niederlande die Note der Alliierten angenommen, so sollte von neuem betont werden, daß der bloße Versuch einer zögernden Annahme den englischen Forderungen nicht gerecht wird, da sich die Lage seitdem von Grund aus geändert hat.— Natürlich hat man am 19. in London schon Kenntnis von den Erktärungen des holländischen Ministers des Außeren gehabt. Aber die bedingte Unterwerfung genügte in London nicht. Holland sollte völlig gedemütigt werden, darum die neue Orobnote. Erregte Kammerdebatte im Haag. In Ergänzung seiner ersten Erklärung über die Annahme der englischen Bedingungen steilte Minister Loudon in der holländischen Kammer mit, daß nur ein Teil der solländischen Schiffe verlangt werde.(Offenbar meint Loudon, daß Holland nur die in amerikanischen Häfen liegenden Schiffe der Entente überlassen habe.) An diese Erklärung des Ministers schloß sich eine ernste Debatte. Fast alle Redner standen im Widerspruch mit der Rezierung. Verschiedentlich wurde auf die entgegenkommende Haltung Deutschlands hingewiesen. Amerika will noch abwarten. Die amerikanischen Behörden haben nach Londoner Berichten die Beschlagnahme der 700000 Tonnen niederländischen Schiffsraumes in amerikanischen Häfen mer schoben. Der Aufschub wurde aus Höflichkeit gegen die niederländische Regierung beschlossen, um ihr noch etwas Zeit zu lassen, die Vereinbarung über die Verwendung niederländischer Schiffe durch die Alliierten zu unterkeichnen. Eine neue Erklärung der holländischen Regierung. Amsterdam, 20. März. Der Minister des Außern Loudon berichtete heute in der Zweiten Kammer über den Gang der Verhandlungen mit den Alliierten und sagte, daß Holland nur der Rot gehorchend auf die ihm gestellten Bedingungen eingegangen sei. Die Haltung Hollands stehe nicht im Widerspruch: zur Neutralttät. Er hoffe, duß Deutschland das für Holland bestimmte Getreide durch lassen werde. Erkundungsgefechte im Westen. Der Waffenstillstand mit Rumänien verlängert. Mittellungen des Wolffschen Telegrapben=Bureaus. Großes Hauptquartier. 20. März. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Krouprinz Rupprecht und Deutscher Kronprinz. Zwischen der Küste und dem Lu Bussce=Kanol dauerte die rege Erkundungstätigkeit fort „Das in diesen Abschnitten am Morgen abflauende Alnueriefeuer nahm am Nachmittag wieder an Stärke zu An der übrigen Front lebte die Gefechtstätigkeit nur in den Abendstunden südwestlich von Cambrai, zwischen Oise und Ailette, nördlich von Berry=au=Bac und an einzelnen Stellen in der Champagne auf. Heeresgruppen v. Gallwitz und Herzog Albrecht. Der Feuerkampf bei Verdun ging heftig weiter. Die beiderseitigen Artillerien bekämpften sich vielfach mit größerem Munitionseinsatz. Nordöstlich von Burnes brachte ein eigenes Unternehmen Gefangene und Maschinengewehre ein. Starke Tätigkeit entwickelte der Feind am ParroyWalde. Das vom frühen Morgen an gesteigerte Feuer hielt fast ohne Unterbrechung bis zur Dunkelheit an. Auch in den Abschnitten von Blamont und Badonviller war die französische Artillerie rege. Osten. .. In der Ukraine haben württembergische, zur Säuberung per von Lilbiopol nach Nordosten führenden Bahn vorgehende vertriehen bei Rowo Ukrainka stärkere Banden im Kampfe Der vertragsgemäß am 19. 3. abgelaufene WaffenstillKand mit Rumänien wurde bis zum 22. 3. Mitternacht verlängert. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * utd. Berlin, 20. März, abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Auch vor Verdun ließ der Artilleriekampf bei Regen und Nebel an Heftigkeit nach. * Amerikanische Offensiv=Betrachtungen. Die Nervosität wegen der deutschen Offensivpläne beherrscht nach Schweizer Blättern auch die amerikanische Militärkritik. Das Blatt„Reviews“ veröffentlicht einen Artikel, in dem es fragt, ob Deutschland die französische oder englische Front angreifen werde. An beiden Fronten lei ein Angriff denkbar, aber alle stimmen überein, daß der Hauptstoß gegen Frankreich fällt. England hatte schwere Verluste, aber keine solche wie Frankreich, dessen Menschenmaterial abnehme. Es sei zweifelhaft, ob Frankreich die großen Verluste ersetzen könne. Die amerikanische Militärkritik glaubt nicht, daß die amerikanische Armee in größerer Bahl vor dem Herbst, vielleicht sogar nicht vor dem Früh#r 1919 bereit sein werde. Die„Seeadler“=Mannschaft nicht interutert. weiteren Behandlung zusammenhängenden Rechtsfragen unter bebördliche Aufsicht gestellt. Kleine Kriegspost. is an der ganzen Front Velbungen aus Binnland wniolg Die Weiße Garde bringt überal slegreich vor. Sanoe Stockholm, 20. März. Nach einer Meldung aus Petersburg nahmen österreich=ungarische und deutsche Streitkräfte mehrere wichtige Punkte in der Richtung gegen Charkow und Kursk ein, wodurch der Weg zu diesen Städten offen ist. Charkow wurde in aller Eile geräumt. un n Se s= 20 März. Dem Generalfeldmarschall v. Mackensen Sankt Alexanderorden I. Klasse, sondern das Großkreuz in Brillanten zu diesem Orden verliehen worden. Lugano, 20. März. Nach einer Pariser Meldung des „Secolo" wird der Verlust des französischen=Bootes „Diane“ amtlich bekanntgegeben. 20. März. Die Präfekten des mittelfranzösischen Departements fordern die Einwohner zur Aufnahme der aus dem Front= und Etappengebiet entfernten Zivilbevölkerung frankreich eintrefen solle. Tagen in großer Zahl in MittelPolitische Rundschau. Deutsches Reich. #. Die Bewilligung des neuen 15=Milliarden=Kredits den Reichstag wird seinen Eindruck auf das Ausland demoratischen. tmmenn der sosialtin##en Mehrheitspresse, die sich zu der Frage der #legskrevue kritisch äußerten, sind auf die Reichstagsfraktion ohne Eindruck geblieben. So bot die Erledigung der neuen Milliardenforderung den erfreulichen Eindruck Entschlossenheit, das Notwendige zu tun bis zum guten Ende. Die einleitende Rede des Reichsschatzsekretärs Grasen Rödern konnte auf die Tatsache hinwpeisen, daß der gewaltigen Steigerung der Ausgaben der Erseig entspricht, daß wir als Ergebnis unerhörter Kraftanstrengung des ganzen Volkes eine Überlegenheit an technischen Kriegsmitteln gegenüber der ganzen Welt Frlangt baben. So wurde aus dem Aufbau riesenhafter die nahende Entscheidung, unerer festen Zuverscht für darm Finsa 8rklärung gegen die Zwangswirtschaft nach deutsch%sehgneigmmlung des Zentralverbandes # S cen Erbbhandeis(Gruppe Südbayern) ab. Es Ni barin u..: Die versammelten Vertreter des Großhandels erblicken in den Bestrebungen einflußreicher Kreise, die Zwangswirtschaft der Kriegszeit auf die Friedenszeit die schwerste Gefahr Für ondern sosar noch zu erweitern, a L, Wohlfahrt Hie2gptichlinds Macht und wirtschäftliche Wohrfahrt. Die Ausschallung des Wagemuts Kaufmanns muß zur Lähmung der gesamten Her arheiterschastere u Massenauswanderung Marteile unserer# und Angestellten führen, zum größten Vorkelle unserer hartnäckigen Feinde. * Auf eine Anfrage der nationalliberalen Partei wurde vom preußischen Kriegsministerium erwidert: Der Kriegsbeschädigten wird ganz besonders gedacht. Alle militärischen Heimatstellen einschl. Bezirkskommandos sind angewiesen, Verwundete, die das Eiserne Kreuz 2. Klasse namhaft zu machen; diese werden dann den Feldstellen benannt, damit nachgeprüft werden kann, ob sie auf Grund ihres Verhaltens vor dem Feinde das Eiserne Kreuz noch nachträglich erhalten können. Bei dieser Beurteilung soll das größte Wohlwollen obwalten. Seine Majestät der Kaiser und König haben in neuester Gell durch die Verleihung eines Verwundetenabzeichens derer besonders gedacht, die für das Vaterland geblutet haben, oder die im Kriegsgebiet durch feindliche Einwirkung ihre Gesundheit verloren haben und infolgedessen dienstunfähig geworden sind. Rumänien. 2 Die Aufgabe Marghilomans wird von der rumänischen Presse als schwierig aber nicht aussichtslos bezeichnet. Einige führende Liberale haben dem neuen Ministerpräsidenten bereits ihre Unterstützung zugesagt. Hinsichtlich der äußeren Politik ist Marghiloman durchaus zuversichtlich. In einer Unterredung meinte er u..: Österreich= Ungarn ist in Gebietsfragen geneigt, Zugeständnisse zu machen; Rumänien wird wenigstens von dieser Seite nicht viel zu leiden haben. Die wirtschaftlichen Bedingungen sind auch erträglich. Die ersten demobilisierten rumänischen Truppen sind im besetzten Gebiete angelangt.— An Stelle Argentojanus hat Arion den Vorsitz im Kreise der Kriegs= Chronik Wichtige Tagesereignisse zum Sammeln. V. use- Wr##Auf, dem westlichen Kriegsschauplatz reg Arkiuerte= und Ertunvungstätigkeit.— In der Ukraine w nacht verlängert. rumänischen Friedensunterhändler übernommen und ist in dieser Eigenschaft schon am Donnerstag in Tätigkeit geIn= und Ausland. Berlin, 20. März. Im Hauptausschuß des Reichstages wurde vertraulich über eine Anfrage des Abg. Erzberger(Ztr.) verhandelt, was die Regierung gegenüber dem zunehmenden Druck der Entente auf Holland zu tun gedenke. Berlin, 20. März. Die Reutermeldung, daß der Gesandte vorliegenden Nachrichten nicht den Tatsachen. März. Die Zweite Kammer bewilligte aberbetrage von 90 Millonen Mark, Stanarbeiter imn Gelamt; binsichtlich tagung des Parlaments am Ende des Monats zu warten. 20. März. Die Vorräte in Petersburg sind Brieto, daß das Kabinett russische Regierung beabsichtigt. ishninowgorod oder Perm zur Hauptstadt des Landes# zu machen und von Moskau dorthin überzusiedeln. Geuf, 20. März. Nach einem neuen Wahlgesetz soll leistet hat. wahlberechilgt sein.n Lrleosdient g4 Deutscher Reichstag. (144. Sitzung.) CB. Berlin, 20. März. . Die Sitzung beginnt erst nachmittags um 3½ Uhr, da der anestenausschuß vorher längere Zeit tagte. Es wurde bemorgen mit Rücksicht auf die Arbeit des Hauptausschusses keine Vollversammlung abzuhalten, dagegen noch die nand in Zgenden Tage Sitzungen abubalten. Erster GegenPostscheckordnung. Abg. Nacken(Zentr.) berichtet über die Hauptausschußberatungen und beantragt unveränderte Annahme des Gesetzentwurfes im Interesse des bargeldlosen Verkehrs. „Abo. Südekum(Soz.): Die jetzt aufgehobene Gebührensrecchen der Postschecks hatte diese erst volkstümlich gemacht Trotzdem wollen wir dem Gesetzentwurf zustimmen da man schließlich immer wieder von dem Versuch zurückt ten kann. Anzustreben bleibt die Verzinsung der Stammat iben wie der Einzahlungen. Der neue Herr des Reichs: imts hat besonders reformbedürftige Verwaltung u. mnommen. Hoffentlich hat er offene Ohren für die Wünsche des Volkes, wird darauf einstimmig angenommen. Es folgt der Antrag des Hauptausschusses auf Erlaß einer Vundesratsverordnung zur Überwachung der Betriebe für Heereszwecke, d. h. die Erörterung des Falles Daimler. Abg. Liesching(Vp.) berichtet über die Verhandlungen des Hauptausschusses in der Angelegenheit. Die Anträge des Ausschusses wollen den Reichskanzler ermächtigen. sämtliche Uür, den Heeresbedarf arbeitenden Betriebe, die Geschäfts##cher und andere für die Preisberechnung maßgebende Untergagen überwachen„au lassen. Ferner sollen bei sämtlichen bentralbeschaffungsstellen Reichsprufungsstellen eingerichtet herwpacht werden sollen. Zentralvrühungstelle General v. Wrisberg: Die Daimlerwerke haben eine Protesterklärung erlassen, die aber nicht zutrifft. Daimler has war nicht mit der Einstellung, wohl aber mit der Einschränkung des Betriebes gedroht. Daß die Daimlerwerke dobe Qualitätsarbeit liefern, ist stets anerkannt worden. Gerade deshalb lag es im Interesse der militärischen Sicherbeit, einer Beschränkung der Erzeugung vorzubeugen. So wurde das bekannte Schreiben des Generaldirektors der äußere Anlaßz zu einem Einschreiten auf Grund des 5Ob des Gesetzen Hinter Wolken leuchtende Sterne. Original=Roman von Carl Schilling. (Nachdruck verboten). Dann siel ihm auf einmal das letzte Wort der Sterbenden ein„Arme Elfe!“ Siedend heiß überkam es ihn. Welches Schicksal sollte ihr nun werden? War sie nicht einer Sonnenblüte gleich, die gehegt und gepflegt werden mußte? Sollte sie im Elend untergehen? Arme Elfe! Hatte er nicht die Verpflichtung, sich ihrer anzunehmen, war sie ihm nicht als heiligstes Vermächtnis von der Toten anvertraut worden? Wie konnte er helfen, was sollte er tun? Da siel sein Blick auf die Weinende. War sie denn gar nicht begehrenswert, ihre schlanke feine Gestalt, ihr griechisches Gesicht, ihre beseelten Hände, ihr reicher VerKand, ihre unendliche Güte? War er denn bis jetzt blind gewesen, mußte ihm erst diese schreckliche Stunde zeigen, daß Elfe trotz ihrer Blindheit ein Kleinod war? Ja, ihre Blindheit! Der nüchterne Verstand regte sich in Helmer und wollte mahnen und warnen, aber nur für Augenblicke vermochte er die Herrschaft zu gewinnen, dann Autete wieder sein Gefühl hoch empor und verschlang alles, was sich klügelnd und erwägend in ihm regte. Elfriede hatte sich indessen zum Stuhle der Toten hingetastet. Sie ergriff die herabhängende Hand, bedeckte sie mit unzähligen Küssen und wimmerte:„Ach, nimm mich mit Mutting, laß mich nicht so allein!“ Da konnte sich Helmer nicht mehr halten. Dieses Wort drohte sein gutes, weiches Kinderherz zu zerreißen. In diesem Augenblike fühlte er, daß ihm Elfride wert und lieb war wie nichts anderes auf der Welt. Leise trat er hinzu, hob die Jammernde sacht auf, faßte sie an beiden Händen und flüsterte:„Elfe, meine süße Elfe, weine nicht so trostlos, ich bleibe bei Dir, ich habe Dich so lieb, werde mein Weib, mein Glück!" Da schloß die Blinde ihre Augen; kein Laut, kein Wort entrang sich ihrem Munde, aber Helmer fühlte, ein leises Zittern überlief ihren schlanken Körper. In tiefer Rührung schloß er die Bebende in seine Arme und küßte sie sanst und zart, wie man wohl jemand Liebes in seinem Schlummer küßt, auf ihre weiße, reine Stirn. Da richtete sie ihre blinden Augensterne zu ihm auf, ein tiefer Glanz sing an in ihnen zu spielen, dann hauchte sie mit unbeschreiblicher Innigkeit:„Manfred— o Mutter!"— Das war Herrn Dr. Helmers Verlobung. In stillen Stunden hatte seine Sehnsucht ihm wohl manchesmal holde Bilder jenes Glückes vorgezaubert, und nun sprach die Wirklichkeit so ganz, ganz anders! Kein festlicher Salon, bestrahlt von hellem Lichterglanze— nein, ein Sterbezimmer, trübselig vom Nachtlämpchen beschienen— keine jubelnden Gäste und kein Gläserklang— nein, alles öde und stumm, die starre Leiche dort der einzige Gast— keine jauchzenee Braut, die sich für ihn reizend geschmückt — nein, dort im schlichten Nachtgewande ein armes, ekternloses, blindes Mädchen! Und dennoch war Dr. Helmer glücklich. Nun konnte er ja einem Menschen alles, alles sein. Run füllte sich sein Leben mit reichem Inhalte und mit unendlicher Liebe. Es war ein ergr isender Augenblick, als die Verlobten jetzt vor der Toten knieten, ihre kalte Hand erfaßten, den Segen der Geschiedenen erflehten und sich im Heiligsten des Herzens gelobten, dem anderen das zu sein, was nur ein Mensch dem anderen zu sein vermag. Sie hätten noch lange so in stummer Andacht gekniet, wäre nicht die Haustüre aufgerissen worden. Nach wenigen Minuten trat Frau Kreisch ein, mit ihr der Arzt, ein noch junger Mann mit gewandten Formen. Dr. Helmer unterrichtete ihn kurz von dem Geschehenen, während der Arzt nochmals Herz und Puls prüfte, um sich aber nach kurzer Zeit achselzuckend umzuwenden mit dem Bescheide: „Bedaure sehr, hier ist Menschenkunst umsonst. Die Dame ist am Herzschlage verschieden.“ Elfriede brach von neuem in herzzerbrechendes Weinen aus. Auch Frau Kreisctz schluchzte und jammerte; denn auch sie hatte die verstorbene Frau Kändler wegen ihrer Herzensgüte und Schlichtheit liebgehabt. Die Sterne singen an zu verbleichen, als Dr. Helmer sich für die noch wenigen Nachtstunden auf seinen Divan streckte; der kommende Morgen rief ihn ja wie immer in sein Amt, und auch der Alltag fordert sein Recht. „Tief im zitternden Herzen Wohnet die ewige Kraft, Die aus Gräbern die Rose, Freud' aus Schmerzen uns schafft.“ Als Dr. Helmer am anderen Morgen aus unruhigem Halbschlummer emporfuhr, griff er sich nach seinen Kopf. Ein dumpfer Schmerz wühlte in seinem Hinterhaupte, alsei er gefallen oder habe einen heftigen Schlag erhalten. Mit Staunen gewahrte er, daß er nicht wie sonst im Bette lag, sondern halb angekleidet auf dem Divan. Hatte er so schwer geträumt, oder was war mit ihm? Allmählich kam ihm die Erinnerung zurück an das was sich diese Nacht abgespielt hatte, und bald standen ihn die beiden großen Ereignisse in voller Klarheit vor de Seele: Frau Kändler war gestorben, und er hatte sich mit ihrer verwaisten blinden Tochter verlobt. Das erste Gefühl, welches diese Erkenntnis in ihm aus löste, war ein heftiger Schrecken, und dann wuchs mit den nüchternen Morgen die Macht des Verstandes und ließ eihm als kaum möglich erscheinen, daß er die blinde Er friede zum Weibe begehrt hatte. (Forts. folgt). c * Aus * Über den Belagerungszustand. Die Zurücknahme der Drobung eitens der Firma ist nut unter dem Druck dieser Gesetzesstimmung erfolgt, um die Militarisierung des Betriebes abzuwenden. Die Militarisierung wurde aber nicht lediglich auf die Anzeige des entlassenen Beamten angeordnet, sondern auf Grund der ganzen Vorgänge in Verbindung mit jener Anzeige, da nunmehr die verweigerte Vorlegung der Kalkulationen um so schwerwiegender erschien. Auch der Hauptausschuß und der Unterausschuß des Reichstages brauchen sich nicht lediglich auf jene Anzeige zu stützen. Die Firma will nicht 50% Preiserhöhung, sondern nur 10% gefordert haben. Die 50% kommen aber heraus, wenn man die letzten Forderungen der Firma bei Ausbruch des Krieges gegenüberstellt. Ob Übervorteilung vorliegt, sollte trotz alledem erst beurteilt werden, wenn die eingeleitete Untersuchung abgeschossen ist. Abg. Erzberger(Zentr.): Die deutsche Industrie hat Glänzendes vollbracht. Unnötige Schwierigkeiten sollte man ihr daher ersparen. Die Heeresverwaltung hat manche Ungeschicklichkeit begangen. Warum z. B. werden die gv.=Handwerker nicht grundsätzlich an ihrem Wohnort beschäftigt? Die Munitionsbetriebe aber hätten von vornherein, namentlich aber in bezug auf die Preise mehr auf die Finger gesehen werden müssen. Wir hätten bunderte und aberhunderte von Millionen ersparen können.(Lebh. Zustimmung.) ∆Außerdem, müßte schon beute die Übergangswirtschaft = cenigstens mit einer allmählichen Rückbildung der #eise begonnen werden. Hier müssen Kriegsministerium and Reichswirtschaftsamt bald mit ihrer Arbeit beginnen. Im Falle Daimler ist durch das Kriegsministerium nunmehr rinwandfrei festgestellt, daß die öffentlichen Erklärungen### wesellschaft irreführend sind. Ihre Kalkulationen scheinen in der Tat das Licht der Offentlichkeit zu scheuen.(Heiterkeit.) Mustergültig ist die Preisprüfungsstelle der Wumba, die dem Reiche, allein bei Waffen= und Munitionslieferungen # Millionen Mark monatlich erspart. Dieses Bespiel muß nachgeahmt werden. General v. Coupette: Bei Kriegsausbruch galt es vor allem, raßglichst viel und mit möglichster Beschleunigung Wüssen, Munition und sonstiges Kriegsgerät zu schaffen. Die ganzen Beschaffungsstellen mußten neu organisiert werden. ## wurden Interessenkreise gegründet: in Spandau, Siegburg. München und Dresden, und dort auch die Preisregulierungen zentralisiert. Einheitliche Preise festzusetzen war nicht leicht. Natürlich ist es auch jetzt noch unmöglich, bei jeder einzelnen Fabrn die Kalkulationen nachzuprüfen. Alles Durchführbare aber wird geschehen. Abg. Noske(Soz.): Die neue Verordnung wird, wenn sie kommt.„Ler Daimler“ heißen. Es handelt sich bei dieser Gesellschaft um ein schamloses Bewucherungs= und Erpressungssystem.(Zust. bei den Soz.) Das Handwerk muß allen gelegt werden, die aus der Not des Volkes sich Riesengewinne verschaffen und buchstäblich im Gold schwimmen(Leb. Beifall gzei den Soz.). Dabei sind diese Kriegsgewinnler bereit, neue eit Erntausende von Menschenleben zu opfern, die freilch nicht Verständigungsfriehen. sund sie auch gegen einen Abg. Gothein(Vv.): Wenn jetzt einzelne Industrien bereits Beamte der Kriegsministerien und der Kriegsämter zu hohen Gehältern für die Zeit nach dem Frieden in ihre Dienste nehmen, so grenzt das hart an Bestechung. Nach weiterer Aussprache werden die Ausschußanträge angenommen, und das Haus vertagt sich auf Freitag. Preugischer Landtag. Abgeordnetenhaus. 631. Sitzung.) Re. Berlin, 20. März. Der Gesetzentwurf über die Verlängerung der Legislaturriode des Abgeordnetenhauses wird in dritter Lesung ohne Horache angenommen. Anträge zur Sprachreinigung. Es folgt die Beratung des Antrages der Abgg. Graef, Just und Genossen, das Haus der Abgeordneten wolle bechließen. seine Geschäftsordnungskommission zu beauftragen. die in der Geschäftsordnung enthaltenen und die in den Verhandlungen und im Dienstbetriebe des Hauses häufiger vorkommenden Fremdwörter zu verdeutschen an der Hand eines beiliegenden Verzeichnisses und die gefundenen Verdeutschungen dem Hause zur Beschlußfassung vorzulegen. Der Antrag tragt 250 Unterschriften. Abg. Graef(kons.) begründet den Antrag: Es hat jemand gesagt, der Antrag auf Verdeutschung der Fremdwörter sei nicht nötig, weil jeder Gebildete die Sprache der Verhandtungen des Abgeordnetenhauses verstehen könne. Das ist richtig und nicht richtig. Es gibt doch viele Leser, die die im Bericht vorkommenden Fremdwörter nicht verstehen. Es ist bekannt, welchen Bildungshunger unsere Arbeiter haben. Wir beantragen, diesen Antrag dem um 7 Mitglieder verstärkten Geschäftsordnungsausschuß zu überweisen. Auf Einzelheiten soni wir uns nicht fest, z. B. Kammergruppe für Kommission escheint nicht sehr einleuchtend. Aber gegenüber der all###keinen Verdeutschungsbewegung soll das Abgeordnetenhaus nicht rückständig bleiben. Für die Gesetzgebung ist klare. allgemein verständliche Sprache ganz besonders angebracht. Abg. Dr. Bell(Zentr.) begrüßt den Antrag als Mitglied des Sprachvereins. Der Fremdwörterunfug besonders in der " rsetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung bedarf dringend per Abhilfe. allerdings muß man auch bei der Ausmerzung von Fendwpörtern vorsichtig sein. Gottschalk(natl.) tritt gleichfalls für den Anein. Man möge sich auf das Zweckmäßige und Erreichdare beschränken. Pachnicke(Vo.): Dem allgemeinen Zweck des Antrages stimmen wir zu. Die Einzelvorschläge bedürfen der genauen Prüfung, manche von ihnen schlagen Zeutsche Worte vor, die einen anderen Begriff enthalten, als #us zu elsetzende Fremdwort. Der Antrag gebt an den Geschäftsordnungsausschuß. Aunmehr wird weiterberaten über den Haushaltsplan der Bauverwaltung. aht Fran ddic Pöchlino(natl): Daß sich die Konservativen uuns gemiß iser zu den Wasserstraßenprojekten verhalten, freut verlags. h: Sie bätten aber dann gleich uns eine KanalFeundlich, aber?““. Jollen. Der Minister hat sich zwar immerdin etwas zurückhaltend über die KanalVerrchaltag... Es ist aber doch an der Zeit, die eat ein. aufzugeben. Redner tritt für den Moselaes di. Hozialdemokrat Leinert erbod Einspruch dagegen, ##. abung von Keller= und Dachwobnungen gestattet san Buterütgatssekretär Coels van der Brügaben erwiderte, Bohnungsno. Rücksicht auf die.— zunds“ gescheben und dabei alle Baueta enommen werden solle. gemeinen Finanz, wurd genehmigt, ebenso die Etats der alSchige Venebmigung der Gtats der d Lauptausschus und nach der Seehandung, sowie nach Erledigung einiger Beiltionen vertagte sich das Haus auf Donnerstag. 59. Westfälischer Provinziallandtag. 4. Vollsitzung vom 20. März. der heutigen Sitzung steht an #der Stelle die Aenderung der Satzungen der Ruhegehaltskasse der Amtsverbände, Landgemeinden usw., die hauptsächlich darin besteht, daß die Kasse ermächtigt wird, Teurungszulagen und Kriegsbeihilfen zu gewähren. Die Vorlage wird genehmigt. Es folgt der Bericht der Schulkommission für landwirtschaftliche Winterschulen. Von ihnen sind fünf im Laufe des Berichtsjahres überhaupt nicht eröffnet worden, besucht wurden die übrigen von 1376 Schülern. Der Antrag auf Eingemeindung von Wambel und Brackel, Kreis Dortmund, wird genehmigt. Der 47. Provinziallandtag hatte den Beschluß gefaßt, zur Herstellung und für den Ausbau von Wasserstraßen Verpflichtungen zu übernehmen und zu deren Erfüllung besonders interessierte Kreise heranzuziehen. Der Provinzialverband als solcher sollte 30 Prozent Zuschuß leisten, während die erwähnten Kreise 70 Prozent aufbringen sollten. Für die Unterverteilung dieser 70 Prozent fehlt es noch an den hauptsächlichsten Unterlagen; deshalb wird vorgeschlagen, die zu ihrer Leistung erforderlichen Mittel vorläufig bei der Landesbank anzuleihen. Der Vorschlag wird angenommen. Die Vorlage auf Erweiterung des Gebäudes der Hebammenlehranstalt in Paderborn für die Zwecke der Säuglingspflege mit einem Kostenaufwand von 75000 Mark wird genehmigt. Als Beihülfe für die evangelischen Arbeiterkolonien werden für die Jahre 1918 und 1919 je 10 000 Mark bewilligt. Nächste Sitzung Donnerstag 10 Uhr. Lokaler Teil Merkblatt für den 22. März. Sonnenaufgang 6°] Monduntergang 3“ V. Sonnenuntergang 6•] Mondaufgang 1° N. 1797 Kaiser Wilhelm I. geb.— 1882 Goethe gest.— 1871 Bismarck wird in den Fürstenstand erhoben.— Schriftsteller Franz Adam Beyerlein geb— 1915 Die Festung Przemysl fällt nach 4½monatiger Belagerung den Russen in die Hände.— 1917 Rückkehr des deutschen Hilfskreuzers„Möwe“ von einer mehrmonatigen Kreuzfahrt im Atlantischen Ozean (!) Mißtrauen ist eine der häßlichsten menschlichen Eigenschaften. Ein Wort über das Mißtrauen sagt„Wenn wir Menschen zueinander aufrichtiges Vertrauen hätten, und unsere Seelen nicht mit dem gegenseitigen Mißtrauen vergiftet wären, wahrlich, die Welt wäre ein Garten Gottes“. Ja, so könnte es sein, aber Mißgunst und Mißtrauen regieren und verführen die Völker und halten sie gebannt in dem nimmer endenwollenden Weltkrieg. Da heißt es denn wenigstens im eigenen Volke den Geist des Mißtrauens bannen und die Saat des Mißtrauens, die vom Feind gar fein auch bei uns ausgestreut ist, ausrotten mit Stumpf und Stiel. Wie aber soll der Einzelne beweisen, daß er zu seinen Volksgenossen, zu unseren Vaterlandsverteidigern, zu unserer Führung, ja zu der Zukunft des ganzen deutschen Volkes Vertrauen, unbedingtes Vertrauen hat?— Einfach dadurch, daß er dem Valand zur Vervollständigung der erfolgreichen Abwehr das nötige Geld zur Verfügung stellt, indem er so schnell wie möglichst Kriegsanleihe zeichnet. O Pferdeankauf gegen Kriegsanleihe. Der Erlaß des Ministers des Innern vom 22. Februar 1918 ist für Landwirte von besonderer Bedeutung. Nach dem Kriege werden Landwirte, Pferdebesitzer usw. bestrebt sein, ihren Bestand an Zugtieren durch Ankauf von Pferden, welche bei der Demobilmachung überflüssig werden, zu decken. Die Reichsregierung hat sich schon jetzt entschlossen, Pferde, Geschirre, Wagen usw. bei Kriegsende gegen Kriegsanleihe und zwar zum Nennwert zu verkaufen. Wie wir erfahren haben, sollen bei gleichem Gebote diejenigen den Zuschlag erhalten, welche in Kriegsanleihe zahlen wollen. Durch diesen dankenswerten Erlaß ist den Landwirten Gelegenheit gegeben, etwaige Summen für angesteigerte Tiere usw. in Kriegsanleihe zum Ausgabewerte zu bezahlen. Durch die höheren Zinsen der Kriegsanleihe und die spätere Bezahlung zum Nennwert erhalten die Landwirte, welche Kriegsanleihe zeichnen, einen doppelten Vorteil, wobei wohl zu beachten ist, daß bei den Verkäufen bei gleichem Angebot diejenigen den Vorzug erhalten, welche in Kriegsanleihe bezahlen. Bei dem Bedarf an Wagen, Geschirren, Pferden, landwirtschaftlichen Maschinen usw. und bei den großen Beständen, welche zum Verkauf kommen werden, ist es wichtig, daß jeder Landwirt genügend Kriegsanleihe aufweisen kann, um erfolgreich als Bieter auftreten zu können. Wir verweisen auch auf die diesbezügliche Bekanntmachung des hiesigen Königl. Landrats im Anzeigenteil. 0 Zeichnungen auf die 8. Kriegsanleihe. 20 Millionen: Bankhaus Mendelssohn u. Co.: Knappschaftsverein Bochum. 14 Millionen: Schöneberger Sparkasse. 11 Millionen: Bochumer städtische Sparkasse. 6 Millionen: Provinzialgenossenschaftskasse Posen; Berliner Maschinenbau.=G. L. Schwartzkopff. 5 Millionen: Deutsche Niederlassung der New=Yorker Lebensversicherungsgesellschaft: Remscheider Sparkasse. 3½ Millionen: Sparkaise Wermelskirchen. 2½ Millionen: Oberschlesische Eisenindustrie.=., Gleiwitz. 0 Kriegsminister von Stein und der Deutsche Sprachverein. Kriegsminister Dr. v. Stein ist vom Allgemeinen Deutschen Sprachverein zum Ehrenmitglied ernannt worden Die Urkunde rühmt ihn als den„ersten Quartiermeister des deutschen Heeres, der die deutschen Siege verkündet hat in echt deutschem Wort, klipp und klar, schlicht und kräftig, schon jetzt vielen ein Vorbild, ein Mahner fü ille, die deutsch empfinden und wahrhaft deutsch reder vollen“ gegen die Schleichhandelsverordnung. Der Verband der Hotelbesitzervereine Deutschlands veranstaltete in Berlin eine große Protestversammlung gegen die Schleichhandelsverordnung des Bundesrates. Als Vertreter des Kriegsernährungsantes wohnte Medizinalrat Dr. Althof den Berhanblungen bei. Nach längerei Debatte nahm die Protestversammlung einstimmie eine Entschließung an, in der zum Ausdruck gebracht wird, daß. falls das Kriegsernährungsamt nicht für eine auskömmliche Versorgung der Hotelbetriebe mit Lebensmitteln Sorge trage, die Schließung der Küchenbetriebe erfolgen müsse In der Entschließung wurde auch Protest gegen die beabsichtigte Einschränkung des Fremdenverkehrs erbohen * Die Osterferien der höheren Schulen sind laut Verfügung des Königl. Provinzial=Schulkollegiums verlegt auf den 27. März bis zum 9. April, an dem die Aufnahmeprüfungen stattfinden, soweit sie nicht bereits am 25. März geschehen find. Die Pfingstferien liegen vom 15. bis 30 Mai, die Herbstferien vom 2. August bis 11. September, die Weihnachtsferien vom 20. Dezember bis 2. Januar. Paderborner Stadtchronik. Der Werbungsausschuß für Kriegsanleihen. des Kreises Paderborn trat gestern mittag im Bürgerverein zu einer Besprechung für die Agitation zur vorliegenden achten Kriegsanleihe zusammen, zu der sich insbesonders auch die Vertreter der Landorte sehr zahlreich eingefunden hatten. Der Vorsitzende, Herr Geistl. Rat Schäfers, berichtete über den Verlauf der bisherigen Anleihen und die vielartigen Erfahrungen und Erfolge bei der früher geleisteten Werbungsarbeit. Geistl. Rat Schäfers widerlegte dann im Einzeln die Einwände, die immer wieder von uninformierter Seite über die Sicherheit und gegen die großen praktischen Vorteile der Anlagen gemacht würden und konnte an Hand der erdrückensten Beweise feststellen, daß die Kriegsanleihe in jeder Form praktisch die solideste und beste Kapitalanlage darstellt. Erhöht wird diese Festigkeit durch die glänzende militärische Lage Deutschlands und die durch den erzwungenen Frieden an der Ostfront in die Nähe gerückte kraftvolle und siegreiche Endabrechnung mit den Westgegnern. Wie schlecht es diesen nicht nur militärisch sondern auch wirtschaftlich geht davon gab der Redner aus den nackten Tatsachen bis zu dem letzten Verzweiflungsschritt gegen Holland die nachdrücklichsten Beweise. Deutschland hat vermöge seiner starken Wirtschaftskraft dagegen bisher glänzend stand gehalten und steht heute besser wie seine Gegner. Der Kurs der deutschen Mark steigt, während der des feindlichen Geldes sinkt. Auch dieser Aufstieg ist ein Moment, das die Anleihe günstig beeinflussen muß. Was Not tut ist Belehrung und Aufklärung in jedes Haus zu tragen, Vorurteile zu entkräften und auch den letzten kleinen Zeichner für die große vaterländische Sache zu gewinnen. Die Presse wie die Ortskomitees, denen der Redner für ihre bisher geleistete Werbeund Aufklärungsarbeit herzlichen Dank zollt, würden gewiß wiederum alles tun, um auch den letzten Zweifler davon zu überzeugen, daß er nur verdient, wenn er recht kräftig zeichnet. In der Aussprache trat dann auch zutage, daß alle Vertrauensmänner mitarbeiten wollen, um einen glänzenden achten Heimsieg zu erfechten. In den Werbungswochen wird auch wieder ein schmuckes und sinnvolles Plakat den deutschen Mann und die deutsche Frau an ihre vaterländische Pflicht ermahnen. Im übrigen sollen Versammlungen, Flugblätter, Pressenotizen und mündliche Belehrung von Mund zu Mund für Aufklärung sorgen. Betont wurde, daß namentlich das Land sich diesmal noch stärker beteiligen müsse wie bisher und das auch durch Einzelzeichnungen. Es gibt auch kein Bedenken und keine Befürchtungen, die nicht als irrig und unbegründet entkräftet werden können. Wer Kriegsanleihe zeichnet hilft unserem tapferen Heer und Volk bis zum nahen Endsiege durchhalten, ja noch mehr ermacht ein gutes Geschäft an seinem Vaterlande. Darum auf zur Werbearbeit! Jeder Mann und jede Frau muß ein Werber dafür sein, daß die achte Kriegsanleihe, die diesmal die Siegesanleihe zu werden verspricht, glänzend ausfällt. Bei uns muß am 18. April große Freude, bei den Gegnern großer Neid herrschen. * * Wagner=Abend Die Namen Lattermann und Metzger deren Bekanntschaft der Veranstalter Herr Geh. Intendanzrat Berthold=Detmold der Paderborner Musikgemeinde gestern teils vermittlen, teils auch nur erneuern wollte, führten ein überaus großes Publikum in den Bürgervereinssaal. Ja der Andrang war so stark, daß jedes Eckchen numeriert werden mußte. Selbst für die Presse hatte man zuletzt nur unauffindbare Plätze übrig, sie war also wieder einmal das Stiefkind, obschon ihre Vertreter doch nicht nur zum Genuß sondern zumeist zur Arbeit im Konzertsaal erscheinen. Da aber wahre und große Kunst selbst das Stehen leicht macht, waren wir ob dieses Versehens schnell versöhnt. Weniger schnell ließen sich aber die versöhnen, die in erster Linie wegen Lattermann kamen und nun, da der Künstler inzwischen erkrankte, nicht auftreten konnte. Die Hamburger Bühne schickte als Ersatz die Kammersängerin Helene Offenberg, die nun vereint mit der Kammersängerin Ottilie Metzger, ebenfalls aus Hamburg, das abgeänderte Programm bestritt. Obgleich die Zuhörerschaft schon der Abwechslung halber das Nichterscheinen Lattermanns bedauerte, fand es sich doch bald mit der Korrektur ab, denn in der Kammersängerin Helene Offenberg stellte sich uns eine ganz hervorragende Sangeskünstlexin vor, die ihrer großen Partnerin Ottilie Metzger fast ebenbürtig ist. Schon in„Dich, teure Halle“ stellte die Dame ihre große und prächtig fundierte Sopranstimme in Verbindung mit blendendem Vortrag sehr in den Vordergrund. Noch tiefer war der Eindruck, den Frau Offenberg mit der bewunderungswürdig wiedergegebenen Ballade der Senta„Jahohoe“ aus dem„Fliegenden Holländer“ hinterließ. Auf guter Höhe stand auch der anforderungsreiche„Isoldes Liebestod“. Und nun zu Ottilie Metzger, deren ausgezeichnete Kunst uns wie schon vor Jahren auch diesmal wieder vollends gefangen nahm. Frau Metzger, als eine der ersten Wagnersängerinnen bekannt, interpretierte zuerst die Erzählung der Waltraute„Höre mit Sinr.“ aus der Götterdämmerung in bewunderungswürdiger Weise. Ihre ganz seltene Begabung, ihre große und satte, in allen Lagen überaus wohllaute Stimme und ihre vollendete Gesangstechnik machte ihren Vortrag zum hohen Genuß. Ein großes seelisches Empfinden sprach ganz besonders aus den drei Liedern: „Stehe still“,„Schmerzen" und„Träume“, die wir also recht bald wieder einmal hier zu hören bekamen. Hier versetzte die Dame als Liedersängerin par exellence ihr Auditorium in helles Entzücken. Daß auch die Arie der Adriano aus„Rienzi“ eine lichtvolle Wiedergabe fand, war sehstverständlich. Der ereignisvolle Abend klang in das Duett zwischen Elsa und Ortrud aus dem zweiten Lohengrin=Akt aus. Am Flügel bewährte sich Herr Fritz Rögely=Detmold als ausgezeichneter Wagner=Interpret vortrefflich. So konnte es nicht fehlen, daß die Zuhörerschaft zu begersterten Beifallszeichen hingerissen wurde, und trotz der Programmänderung hochbefriedigt den Saal verließ. W. — Beschlagnahme von Schuhwaren und Leder. Wie uns mitgeteilt, wurde dieser Tage bei der Polizei eine Anzeige erstattet, nach der ein hiesiges Schuhwarengeschäft den Verkauf von Friedensschuhwaren und die Lieferung von Reparaturen mit gutem Leder, vlon dem Austausch gegen die beliebten Lebensmittel: Speck, Butter, Eier usw. abhängig mache. Eine daraufhin erfolgte Haussuchung soll ein noch ganz ansehnliches Lager Friedensschuhwaren und ferner einen großen Posten gutes Kernsohlenleder zu Tage gefördert haben. Diese Waren wurden beschlagnahmt. Gegen die Firma selbst wurde ein Verfahren eingeleitet. Auch Speck und andere Leckerbissen sollen der Beschlagnahme dabei verfallen sein. — Massenandrang zum Lehrerinnenberufe. In den drei ersten Tagen dieser Woche fand zum Nachweis der Befähigung zum Eintritt in die hiesige Präparandinnenanstalt, die Prüfung der 100 angemeldeten Schülerinnen statt, wovon leider wegen Mangel an Raum nur 35 aufgenommen werden können.— Die Prüfung der Oberklesse der hiesigen Präparan= dinnenanstalt, welche in den beiden letzten Tagen der vorigen Woche stattfand, hatte das erfreuliche Resultat, daß alle Präparandinnen bestanden und damit die Berechtigung zum Eintritt in das Lehrerinnenseminar erhielten. * Das Sakrament der Prie sterweihe spendet morgen vormittag um.30 Uhr der hochw. Herr Bischof im Dom. ): Der Mieterverein hat am Sonntag General= versammlung. Siehe Anzeige. — Ihre Beförderung zum Lrutnant erhielten die Vizefeldwebel Hartmann und Mönnikes aus Paderborn. Lippspringe. * Eine Beschränkung des Sommerfrischenverkehrs ist für das ganze Reich in Aussicht genommen. Es finden zurzeit Verhandlungen über den Erlaß einer Verordnung statt, die die Bundesregierungen zu Verfügungen über die Beschränkungen berechtigt. Nur wirklich erholungsbedürftigen Personen soll das Recht auf Aufenthalt in Bädern und Kurorten zugebilligt werden. Wahrscheinlich wird für alle Badeorte und insbesondere für solche unter 6000 Einwohnern die Fremdenzahl und die Aufenthaltszeit beschränkt werden. Von Nah und Fern. * Drtburg, 21. März. In der vorletzten Nacht wurden dem Landwirt Buthe auf der Emde große Fleisch= und Wurstvorräte gestohlen. Auch haben die Diebe noch Korn mitgenommen. Bis jetzt hat man von den Spitzbuben noch keine Spur entdeckt. # Driburg, 20. März. In der Stadtverordnetensitzung am 18. d.., in welcher der Magistrat durch Bürgermeister Stock * 4 vertreten war und zu der zehn Stadtverordnete erschienen waren, wurde die Tagesordnung unter dem Vorsitze des Kaufmanns Gildemeister wie folgt erledigt: 1. Kollegium war mit der Riederschlagung eines Gemeindesteuer=Restbetrages in Höhe von 22,88 M4 einverstanden, da die Gesamtverhältnisse des Schuldners äußerst ungünßig sind, 2. Es wurde beschlossen, ners äußerst ungünstig sind. 2. Es wurde beschlossen, dem Verein Kinderheim Cecilienntift in Bad Lippspringe mit einem jahrlichen Beitrage von 5# beizutreten. 3. Von den den diesjährigen Holzeinschlag betr. Verhandlungen wurde Kenntnis genommen. 4. Kollegium beschloß die Versicherung des Nadelholzbestandes des Stadtwaldes Driburg bei der Westfälischen Provinzial=Sozietät gegen eine mit dieser Gesellschaft vereinbarte Versicherungsgebühr.— Zum Schluß gab der Bürgekmeister davon Kenntnis, daß ein nicht genannt sein wollender Mitburger der Stadt 10000 Aüberwiesen habe mit der Bedingung, daß die Zinsen alljährlich zur Unterstutzung solcher Familien Verwendung finden müssen, gie ohne ihre Schuld zur Zahlung der Zinsen für Grundschulden nicht in der Lage sind. Der Burgermeister wurde beauftragt, dem hochherzigen Geber den Dank des Kollegiums zu übermitteln. * Geseke, 20. März. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden auf dem hiesigen Bahnhof 150 Ztr. Wicken, die schon in einem Eisenbahnwagen verläden waren, durch Gendarmerie=Wachtmeister Igenleuf beschlagnahmt. Die Wicken sind im Wege des Schleichhandels erworben, auf drei Wagen über die Bürener Chaussee nach hier transportiert und sollten ins Bergische versandt werden. * D i e s t e l b r u c h b e i D e t m o l d, 1 8. M ä r z. E i n z w e i jähriges Kind der Witwe Fund fiel in einen unbedeckten Brunnen und ertrank. Dieser Unglücksfall trifft die Frau um so schwerer, als ihr Mann im Felde gefallen ist. Duisburg, 20. März. Auf dem hiesigen Postamt ist ein Wertpaket mit 35000 Mark Inhalt gestohlen worden. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Vermischtes 5 Ein raffinierter Ziegenschwindel. Aus Eisenach vird berichtet: Der Erfolg eines Schwindlers, der unte: dem Namen August Müller hier auftrat und in der Ber liner Tierbörse Ziegen, ohne welche zu besitzen, zum Kauf mbot, war, wie die Eisenacher Kriminalpolizei jetzt fest jestellt hat, geradezu überraschend. In noch nicht zwe Tagen sind über 80 Offerten und 2245 Mark Voraus bezahlungen, größtenteils aus Groß=Berlin, eingegangen Leider ist der geriebene Gauner mit einem Teil der unvor sichtigerweise eingesandten Gelder entkommen. ∆ Brand auf einer englischen Werft. Nach eine Reutermeldung aus Newburgh in England brach auf der neuen Werft ein Brand aus. Die Werft beschäftig 1200 Mann und stellt vorschriftsmäßige stählerne Kauf fahrteischiffe her. 0 Mackensen Ehrenbürger von Graudenz. General feldmarschall v. Mackensen ist von der Graudenze Stadtverordnetenversammlung zum Ehrenbürger vor Graudenz ernannt worden. e Fürst Jussupoff ermordet. Während der Schreckens herrschaft in Kiew sind, wie sich jetzt herausgestellt hat unter anderen Opfern auch Fürst Jussupoff, der bei der Ermordung des Mönches Rasputin eine so hervorragende Rolle spielte, und ein Sohn des ehemaligen Dumapräsidenten Rodzianko ermordet worden. Sie protestieren. Wir leben augenblicklich in der besten Legezeit de Hühner. Kein Wunder deshalb, daß auch das einiger maßen verschüchterte Entente=Geflügel, so es wieder einma in London zu herrlichen Taten zusammengekommen war dort ein ansehnliches Ei zur Welt gebracht hat, das di Premier= und anderen Minister nun von ihren Völker: als einen handgreiflichen Beweis tatenfroher Lebenskraf bestaunen lassen. Unter lebhaftem Gegacker seiner Erzeuge wird es über den ganzen Erdkreis herumgereicht. Mar höre und überzeuge sich: die„freien“ Notionen, wie sie natürlich vollzählig im Lager der Entente ver ammelt sind, erklären mit aller ihnen zu Gebote stehenden Feterlichkett, daß der deutsch=russische Friedensvertrag für se nicht existiert. Für sie ist er eine Ausgeburt scheuß Unterdrückungs= und Eroderungssucht, mit derer Anerkennung sie sich unter keinen Umständen beflecken nöchten. Ja, sie nennen ihn schlechtweg ein politisches Verbrechen gegen das russische Volk, das unverteidig gewesen sei und vergessen habe, wessen es sich von Deutschland zu versehen habe. In einer„Aufwallung unbegreiflicher Leichtsläubigkeit“ habe es geglaubt, von Deutschland vurm Verhandeln und Überredung den demokratischen Frieden erreichen zu können, und der Erfolg? Der Waffenstillstand war noch nicht abgelaufen, als die deutsche Heeresleitung schon, entgegen der übernommenen Verpflichtung, ihre Truppenmassen nach dem Westen warf und zur Vergewaltigung russischen Gebietes, zur Verwüstung und Inbesitznahme der russischen Verteidigungsmittel schritt— vorher hieß es: das unverteidigte Rußland!— um zun sofort auch den russischen Ackerbau zu Deutschlands Vorteil in Gang zu bringen. Was ist das alles anders als nackte Annexion, wenn dieses Wort auch sorgfältig vermieden wird! Allerdings. die Russen haben den Friedensvertrag unterzeichnet und anerkannt, aber die bekannten„freien“ Völker werden ihn nie und nimmer als eine Rechtsurkunde gelten lassen. Wozu sich erst dabei aufhalten, da Deutschland sich noch in keiner einzigen Periode seiner— Eroberungsgeschichte so zynisch gezeigt hat wie jetzt? Noch niemals so sehr als unversöhnlicher Feind der Rechte der Menschheit und der Würde der Kultur, als Vernichter nationaler Unabhängigkeit hervorgetreten ist? Man denke nur an Polen, das jetzt unter betrügerischen Freiheitsversprechungen um die letzte Spur seiner Unabhängigkeit gebracht werden soll; nur an Rumänien, das durch die mitleidlose Gier nach Oberherrschaft überwältigt wurde. Was Deutschland Frieden nenne, sei in Wahrheit grausamste Gewalttat. Derartige Verträge kann die Entente nicht anerkennen. Sie wird den Kampf fortsetzen, um solchen Methoden von Plünderungen für immer ein Ende zu machen. Sie wird treu zusammenhalten, um für diesen Kampf stark zu bleiben, und was die Schlachten betrifft, die noch kommen müssen, so können die Nationen, deren Schicksal auf dem Spiele steht, ihren Armeen vertrauen— da sei alles zum Besten bestellt. Also ein Protest und eine neue Kampfansage zugleich. Wir können mit beiden durchaus zufrieden sein. Der Protest ist nichts als ein Ausfluß der Ohnmacht. Einen Friedensvertrag nach dem andern sehen die Westmächte im Osten zustandekommen, ohne daß sie gefragt werden. Das eben ist der politische Haupterfolg unserer glorreichen Waffensiege gegen Rußland, gegen Serbien und Rumänien, daß wir die Neuordnung der Dinge dort jetzt bestimmen können, so wie es uns gut und richtio erscheint, und das will sagen: unter Ausschluß derjenigen, die dort nichts zu suchen haben. Daß England und Frankreich dagegen aufbegehren, können wir sehr wahl begreifen, und je lauter se schreien, desto besser für uns, denn desto sichtbarer wird es, daß unsere Friedensschläge sie ebenso gründlich treffen, wie sie es bei unseren Schwertstreichen erlebt haben. Und sie haben noch ganz besonderes Pech bei ihren wütenden Deklamationen: den Polen halten sie vor, daß sie der letzten Spur ihrer Unabhängigkeit beraubt werden sollten, — dieser Unabhängigkeit, die wir den Polen erkämpft und geschenkt haben!— in demselben Augenblick, da von Warschau aus die lebhaftesten Bemühungen unternommen werden, mit den Mittelmächten zu einem Bündnisabschluß zu kommen, wo endlich auch dieses Volk zur Vernunft zu kommen scheint. Und Rumänien, das von mitleidloser Gier nach Oberherrschaft überwältigt wurde. Du lieber Gött. König Ferdinand säße heute noch in Bukarest, wenn er uns nicht treulos in den Rücken gefallen wäre. Daß er jetzt die Folgen seines Verrates tragen muß, das ist nicht mehr und weniger als große Vergeltung. Haben wir Griechenland ins Unglück gestürzt, oder sind wir jetzt dabei, über holländische Rechte hohnlachend zur Tagesordnung überzugehen? Ein Windei ist es, was die Ententeherren zu Tage gefördert haben. Die Ereignisse werden ihren Gang nehmen. als wäre nichts geschehen. e! Zum Jahrésgedächtnis des verstorbenen Königl. Lokometivführer a. D. Heinr. Ame wird am Samstag, d. 23., 8¼ Uhr i. d. Markirche ein Seelenamt gelesen, wozu freundlichst eingeladen wird. — # Verlegte von heute ab meine Wohnung von Rosenstraße 16 2e nach Westernstraße. 30, gegenüber dem Postamt. # Dr. med. Karl Wallbraun,## s c h u l l g. Es kann vorkommen, daß sich Fessel=Ballo ne losreißen und in benachbarten Gebieten zu Boden kommen. Die Ballone können trotzdem wieder verwendet werden, wenn jede mutwillige Beschädigung verhindert wird. Ueber das Bergen sowie die Ortsangabe der betreffenden Luftsperre=Abteilung erthält die an den Ballonen in einer deutlich sichtbar angebrachten kleinen Tasche befindliche Anweisung das Nähere, die unbedingt vorher gelesen werden muß. Mutwilliges Beschädigen oder Berauben des Ballonstoffes wird streng bestraft; für den Finder der Ballone sind Geldbelohnungen ausgesetzt. Baderborn, den 19. April 1917. Der Landrat. MotelVerom-Taderberk. Generalversammlung Sonntag, den 24. März 1918, pünktlich abends 5 Uhr im Güntermannschen Saale am Marktplatz. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht und Rechnungslage. 2. Stellungnahme gegen die beschlossene prozentuale Mietserhöhung(Vortrag eines Juristen). 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Vollzähliges Erscheinen dringend erforderlich. Der Vorsitzende. K) Eberling, Rechnungsrat. Verannenachung. Auf Grund des Gesetzes, betreffend Höchstpreise vom 4. August 1914 in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1914(RGBl. S. 516) in Verbindung mit den Bekanntmachungen vom 21. Januar und 23. Sevtember 1915(RGBl. S. 25, 603), 23. März 1916(RGBl. 183), sowie der Bundesratsverordnung über den Verkehr mit Zucker vom 17. Oktober 1917(RGBl. S. 909 wird für den Kreis Paderborn bestimmt: Beim Verkauf von Gebrauchszucker an die Verbraucher dürfen folgende Preise für je ein Pfund bester Ware nicht überschritten werden: für gemahlenen Zucker........... 43 Pfg. für Brot= und Wurfelzucker......... 45„ für Kandis, farbig 55„ für Kandis weiß und schwarz mit Fäden. 57„ für Kandis weiß und schwarz ohne Fäden 59„ Zuwiderhandlungen gegen die Preisfestsetzung werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu zehntausend## oder mit einer dieser Strafen bestraft. Die Preisfestsetzung tritt mit dem Tage der VerkünK 11 Lo17 Viermit Autgehoben. e Felsetung tom Vaderborn, den 19. März 1918. Der Bocitzende des Kommunalverbandes Paderborn. Trauerbriefe, Totenzettel Paderhamer Amalger * Enbst eine Dartoffel„Ab'## Am Sonnabend, den 23 vormittags 10 Uhr, soll die stadl. Bleiche auf dem Kiemene im Rechnungsbüro(Zimmer Nr. 3) meistbietend verpachtet werden. Der bisherige Pächter hat pro Jahr 150 Mark an Pacht gezahlt. Magistrat Paderborn. Bekanntmachung. Csterrr Hete1e Lokomotiven und Wagen werden für Heereszwecke und zur Heranschaffung der Lebensmitel dringend gebraucht. Sonderzüge für den Österverkehr werden nicht gefahren. Mit Zurückbleiben beim Reiseantritt oder unterwegs muß daher gerechnet werden. Alle nicht unbedingt nötigen Reisen müssen unterbleiben, Cassel, im März 1918. Königliche Eisenbahndirektion. sinder eine Kartossel=nbf. vom städt Lager bei Herrn Stern, Borchenerstr. statt. Die Bezahlung hat vor Abbolung im Geschäftszimmer Marienplatz 8 zu erfolgen. Paderborn, 21. März 1918. Magistrat der Stadt Paderborn Abteilung: Lebensmittelversorgung. Kaufmännische Ausbildung. Weiterbildung für Damen und Herren im Gruppen:: und Einzel-Unterricht: Ausführl. Lehrplan frei. Blunck 8 v. Bochn, Callel 40. Tücht. Mädchen findet gute Stellung in kleinem herrschaftlichen Haushalt für alle Hausarbeit und Küche. Frau Fabrikbesitzer Plattberg, Essen=Stadtwald, Frankenstraße 299 u. 290a. Haltestelle Sch=llstraße Glektr. Linie 16. Gebrauchte Möbel aller Art, sowie ganze Zimmer Einrichtungen, Kochherde und Oefen kauft zu den heutigen Tagespreisen Franz Senger, Spezial=Geschäft für gebrauchte, antike und neue Möbel, Paderborn, Schäfergasse 22. Ziegenzucht-Verein Paderborn Sonntag, d. 24. März“ 2 nachm. 4 Uhr in der Zentralhalle: Außerordentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag und Besprechung über die am 1. April d. J. in Kraft tretende ZiegenVersicherung des Kreifen Paderborn. 2. Anmeldung zur ZiegenVersicherung. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Letzte Nachrichten. Disziplinarverfahren gegen den Fürsten Lichnow###y. Berlin, 20. März. Wie wir hören, dürfte die von vielen Seiten gestellte Forderung auf Einleitung eines Disziplinar= verfahrens gegen den Fürsten Lichnowsky erfüllt werden. würde dann gegen den Fürsten in seiner Eigenschaft als Majer à la suite der Armee vorgegangen werden. Wirtschaftsverhandlungen in Kiew. Berlin, 20. März. Der Unterstaatssekretär im Krieusernährungsamt, Wirklicher Geheimer Rat von Braun, hat sich zu weiteren Verhandlungen über das Wirtschaftsubkommen mit der Ukraine nach Kiew begeben. Rumänten strebt zu don Mittelmächten. Wien, 20. März. Die hiesigen Blätter melden, daß der Ministerpräsident Marghiloman ein Bündnis mit den Mittelmächten anstrebe. Sie äußern sich sympathisch zu diesem Plau und erkennen in ihm sowen# den Beweis, daß Rumänien eingesehen habe, wo sein wahren Vorteil liege, wie auch dafür, daß es den abzuschließenden Frieden ebenfalls als einen Verständigungsfrieden betrachts. Die rumänische Regierung würde ein Bünduis kaum erstreben, wenn sie den kommenden Friedensschluß Demütigung oder Bedrohung der Lebensinteressen 81.— mäniens ansähe. Ein Vertrauensvotum für Clemencean. März.„In der französischen Kammer bearivortstsettütster, Lompeur eine Intervellation über die ErKostonslatastrophe von La Courneuve und über die letzt### Kliegerangriffe. Die Kammer sprach darauf mit 889 10 Stimmen vem Miinisterum ihr Vertrauen aus. Vernichtung amtlicher russischer Archive. Stockholm; 20. März. Die Archive der verschiedeme russischen Ministerien sind, damit sie nicht erst fortgeschafft Föidier. üssen, gerbrannt worden. Nur die Archive des schrachs uns des Innern und des Aubern wurden nach Moskat Nach Redaktionsschluß eingegangen. Versuchter großer Bankraub. TU. Wien, 21. März. Bei der Staatsbank wurden gestern eine halbe Million Kronen geraubt. Die Bank ließ sofort alle Eingänge und Tore sperren und konnte dadurch den Dieb, den Aushelfsdiener Lesniak mit dem geraubten Gelde festnehmen. Abkommen zwischen Amerika und Rußland. TU. Genf, 21. März. Wie aus Moskau nach hier geme wird, soll ein Vertragsabschluß zwischen Rußland und Amer.## bevorstehen. Amerika würde danach Rußland finanzielle Unterstützung gegen Bahnkonzessionen zur Erschließung von russischen Bodenschätzen erhalten. Die holländischen Zugeständnisse genüngen der Entente nicht. TU. Genf, 21. März. Der„Temps“ meldet aus London: Auf keinen Fall kann die Entente die ihr von Holland gestellten zwei Bedingungen 1. daß die holländischen Schiffe nicht zum Transport von Truppen und Kriegsmaterial und 2. nicht bewaffnet werden dürften, annehmen. Der Raub beginnt. TU. Haag, 20. März.„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet aus Batavia: Die englischen Behörden haben sämtliche holländischen Schiffe in allen britisch=indischen Häfen und in Siam festgehalten.— Die in Singapore liegenden holländischen Schiffe wurden festgehalten. Friedensversammlungen in London. TU. Basel, 21. März. Nach einem Reutertelegramm haben am letzten Sonntag in der Grafschaft London 27 Volksversammlungen für eine Verständigungsaktion unter den kriegsführenden? Mächten stattgefunden. Ein Kabinett Maura. TU. Basel, 21. März. Maura tritt als Kandidat für die Ministerpräsidentschaft immer mehr in den Vordergrund. Druck, Verlag und Redaktion von Martin Wagner, in Paderborn. K