eingegangen. England. ittermeldungen aus d Seorge bedenklich. gtrate 13 hiefige deutsche sung Kopenhagener 5 Geleitscheine an e mit Ladung von in unterwegs sind. tschen Kriegsschiffen London. wird der Rücktri“ abschef wurde Err lit Rumänis. ranzösischen Presselmächte den neuen len lassen, sie bedensverhandlungen, kein Mitglied der öre. en Kabinett. al Geneve beklagt sonino, da letzterer if die Adria verNr. 42 Dienstag, den 19. Februar 1918 32. Jahrgang. Antriches Kreisbratt, Anzeiger für Neuhaus und Belbruak t. zeichneten krocken betragen als.20 wie sie ir nbahnwagen ode in stud zu rich Streumittel be# rischen Institute, 3. Februar Te#b General= r. neral: Paderdorner Anzeiger erscheint an allen Wenhgen.— Bezugspreis monatlich fool ius Haus gebracht 65 Pfg., bei der Post abgeholt 58 Pfg., durch den Briefträger 66 Pfg.— Im Paderdorner Anzeiger werden alle amtlichen Bekanntmachungen #s Agl. Landratsamtes sowie der Paderborner ——— Magistrats veröffentüicht.——— Paderbomer Zeitung für das Paberberner Hand Organ des Landwirt I. Kretsvereine Peifthatiens drger :: pialer Behörden.: Angelgenpreihe: Rus dem Kreise Paderdorn für die einspaktige Kolonetgolle 15 Pfg., auswärtige 20 Pfo. Im Reklamenteil 69 Pig, Bei Wiederholungen Rabattgewährung, die bei Nichtzahlung innerhalb 30 Tagen indes erlischt. Beilagengebähr 6 —— das Tansend ausschl. Postzebühren.— — Bahnhofstraße 16 945 Wöchentliche Gratis=Beilage „Sterne und Blumen". 1 Seschäftostele Bohochosstraße 19— Feruruaf uch Wiederbeginn der Feindseligkeiten im Osten.— König Ferdinand abgedankt? hnerfutter selmelasse vorrätig utermittelsteh. born, Bogen 2„ Iskunftsürsorgestelle sehaste dt Paderborn e Sprechstunde woch, vormittags 12 Uhr im Hause (gegenüber dem n Palais). Unen#ntersuchung und Lungenkrankes, fürsorge. Nera4l. g ausgeschlossen. belche in ärztlicher .stehen, werden eisungsschein den den Arztes gebete ännische Sturig. ung für Damen n Im Gruppenzel-Unterricht: Lehrplan frei. Jochn, Callel 40. D K wrtd. Berlin, 18. Febr., abends.(Amtlich.) Südöstlich von Tahure entwickelten sich örtliche Kämpfe. An der Großrussischen Front haben heute 12 Uhr mittags die Feindseligkeiten begonnen. Im Vormarsch auf Dünaburg ist die Dünakampflos erreicht. Von der Ukraine zu ihren schweren Kämpfen gegen die a Proßrussen zur Hilfe gerufen, haben unsere Truppen 4 ien Vormarsch auf Richtung Kowel ängetreten. Der Waffenstillstand ist abgelaufen. Herr Trotzki hat as nicht anders gewollt. Er hat die Verhandlungen in Brest=Litowsk kurzer Hand abgebrochen, angeblich weil ein Friedensvertrag, wie er von den Mittelmächten vorgehlagen wurde, der Würde der russischen Revolution zu ahe trat, in Wirklichkeit aber, um dem Vierbunde gegenüber eie Hand zu bekommen, und den Fremdvölkern, die sich mit zu verständigen bereit waren, auf echt=russische Art und eise beizubringen, was die Bolschewisten unter Selbstbestimungsrecht verstehen. Er kündigte nicht den Waffenstillstand. r erklätte ganz einfach den Friebenszustand— für die kittelmächte. Er selbst aber ging nach Petersburg zurück nd schleuderte die Brandfackel des Bürgerkrieges in das md hinein. Demobilisierung des Heeres? Das war in kurzer Blender, der nach wenigen Stunden wieder busgetreten wurde. Das Heer verwandelt sich in die ote Garde, die ohne alle Hemmungen auf die„Gegenrevolukon“ losgelassen wird, und was unter diesem Schlagwort von en Gewalthabern in Petersburg alles verstanden wird, für liefert jeder Tag grauenhafte Beweise in Hülle Fülle. Der Krieg in seiner widerwärtigsten Gestalt wird ntfesselt gegen alles, was sich nicht bedingungslos der Reholutionsherrschaft unterwirft, und so müssen gerade dieenigen Gebiete in erster Reihe aufs Korn genommen verden, in denen sich Ansätze zu einer neuen Ordnung der Verhältnisse nach den schrecklichen Heimsuchungen dieses krieges gebildet haben. In ihnen ist einmal am ehesten etwas zu bolen— und die wild gewordene Soldateska will natürlich wissen, wofür sie kämpft; und dann darf man sie nicht zur Ruhe und Besinnung mmen lassen, weil damit den Interessen der Revolution bi gedient wäre. So trampeln Trotzki's Scharen Finnland, in den unbesetzten Teilen der Ostbeprovinzen alles nieder, was dort an Wohlstand, bürgerlicher Selbständigkeit noch zu finden ist und bebeiten so den Boden vor für die Saat aus Petersburg, nach dem Willen der dortigen Regierung in raschem kluge über die Welt verbreitet werden soll, um dem kriege durch einen Aufstand des internationalen Proleariats ein Ende zu machen. Der Krieg des Kapitalismus in einen Krieg gegen den Kapitalismus übergehen, dann über den Sturz der Monarchien und Bourgeoisien hinweg zur reinen und unumschränkten Herrschaft der Arbeiter, Bauern und Soldaten“ zu führen. Das ist das Friedensprogramm der Trotzki und Genossen, das sie jetzt mit Feuer und Schwert zu verwirklichen begonnen haben. 1 Auf unserer Seite bleibt man korrekt und hält an dem Buchstaben unserer Abmachungen fest— bis zum 18. Februar 12 Uhr Mittags gilt der Waffenstillstand, erst von diesem Augenblick an bekommen wir unsere Hände Frei und können uns rühren gegen das Raub= und Mord4#defindel, das seinen Beruf als Friedensbringer der MenschI heit an unserer Ostgrenze so herrlich offenbart. Aber ### wenn und wo wir zugreifen, wird es gewiß mit aller nur wünschenswerten Gründlichkeit geschehen. Man braucht sich das nicht so zu denken, daß nun zwischen Ostsee und Schwarzem Meer derregelrechte Krieg wieder beginnt, denman n dieser Front wenigstens für immer beendet glaubte. Nein, was wir zu erwarten haben, sind Rettungsexpeditionen im Dienste des Friedens, wie wir ihn verstehen. Dienste des Friedens, den wir mit der Ukraine bereits abgeschlossen haben, und gleichermaßen im Dienste des Selbstbestimmungsrechtes der Balten, Esten und Livländer, die mit dem Untergang bedroht sind. Man hofft, daß die Gebiete von den Banden gesäubert und dann so lange= besetzt gehalten werden, bis der Wahnsinn dieser Verirrung der Menschheit wieder erloschen ist. Wir bleiben bei auf der Linie unseres Verteidigungskrieges, denn revolutionäre Rußland bedeutet für die Ruhe und den Frieden unseres Volkes keine geringere Gefahr als der Zarismus, und wir haben nicht diesen mit der Gewalt anserer Waffen niedergeworfen, um nun das deutsche Kaisertum jenem zum Opfer zu bringen. Wir müssen einen neuen Schutzwall aufwerfen gegen den Osten, um hinter ihm langsam aber sicher zu den Werken des Friedens durückkehren zu können. Wir dürfen hoffen, dieses Ziel in kurzer Zeit erreichen zu können. Dann können wir Herrn Trotzki wieder ruhig sich selbst überlassen. Pläne der Marimalisten. Die Pläne der Maximalisten bei ihrem Vorgehen gegen die Ukraine sind offenbar folgende: 1. die Ukraine und das Dongebiet zu trennen durch Besetzung der Eisenbahnknotenpunkte Bielgorod, Charkow, Losowaja und Gebiet der Kämpfe. Alexandrowsk; 2. die Ukraine zu isolieren durch Aufstellung einer Deckung auf der Linie Jekaterinoslaw— Poltawa—Woroshba; 3. den Kosaken einen Schlag zu ver setzen und das Dongebietlzü besetzen: 4. gegen die Ukraine einen Schlag von Süden und Norden zu führen und Kiew zu besetzen Zur Verwirklichung dieser Pläne haben die Maximalisten die umfassendsten Vorbereitungen getroffen. Demgegenüber sind alle Kräfte der Ukraine auf den Schutz der Eisenbahnzentren gerichtet. Sie haben die Knotenpunkte Sarny, Korosten und Bachmatsch besetzt. In Südosten bildeten die Knotenpunkte Romadan, Poltawa und Krementschug den Raum der aktiven Orerationen der bolschewistischen Truppen. Mit Besetzung der Knotenpunkte Alexandrowsk, Jekaterinoslaw, Losowaja wende sich die Lage der Ukraine zum schlechten. Sie wird vom Don getrennt und Kiew vom Süden her bedroht. Von den Truppen der Südwest= und der rumänischen Fron droht der Ukraine anscheinend keine Gefahr. Das Dongebiet ist direkt nicht zu treffen. Eine Bedrohung von Wronesh und Zaritzijn her ist nicht ernst zu nehmen. Die dortigen Garnisonen sind in Auflösung. Die Kalmücken sind neutral oder den Bolschewiki feindlich Seitens des Kaukasus droht bisher keine Gefahr. Im allgemeinen gilt, daß die strategische Lage und die Manövriertätigkeit bei den Bolschewiki gegenwärtig befriedigend sind. * Buchanan wieder Petersburger Botschafter. Wie Stockholmer Berichte besagen, trifft die Nachricht von der Vertreibung des Ententebotschafters aus Petersburg nicht zu. Es sind im Gegenteil gemeinsame Beratungen der fremden Gesandtschaften mit Lenin und Trotzki vorbereitet. Von England geht jetzt ein Ruf aus, daß die jreundschaftlichen Beziehungen mit Rußland aufrechterhalten werden müssen. In den russischen Kreisen wird hartnäckig die Kunde verbreitet, daß Buchanan, der angeblich seinen Posten in Petersburg krankheitshalber verlassen hatte, die englische Botschaft in Rußland aufs neue übernehmen wird. Die neue Rote Armee. Der„Prawda“ zufolge stellt die Agitationsabteilung für die Rote Armee besondere Agitationskollegien auf, die sich über ganz Rußland verbreiten sollen, um die Organisation der sozialistischen Armee überall zu betreiben und die Massen über ihre Ziele aufzuklären.— Die Zahlungen von Unterstützungen an Familien im Felde stehender Soldaten wird einen Monat(in Sibirien zwei Monate) nach Erklärung der Demobilisation eingestellt mit Ausnahme der Familien derjenigen Personen, die in die Rote Arinee eintreten. Der finnische Freiheitskampf. Wie„Aftonbladet“ aus Wasa erfährt, beschloß ein dort abgehaltene Versammlung von Gemeindevertretungen alle Gemeinden aufzufordern, ihre männlichen Einwohne im Alter von 18 bis 40 Jahren in den aktiven Wehrdien zu stellen und alle über 40 Jahre alten Männer in der Reservedienst.— Man erwartet weitere Ereignisse erst in etwa 14 Tagen, da General Mannerheim gegenwärtidabei ist seine Truppen zu organisieren und neu auszu rüsten. Inzwischen dauert das Schreckensregiment der maximalistischen Banden und der Roten Garde an. Fai kein Tag vergeht ohne Greueltaten und Blutvergießen. Die Lage in Rumänien. Nach ktalienischen Berichten erwartet man in Verbandskreisen bestimmt für die nächsten Tage entscheidende Ereignisse in Jassy und Bukarest. Man betrachtet den Rücktritt König Ferdinands als eine nicht mehr abzuwendende Tatsache, doch widersprechen sich die Nachrichten noch, ob der König zugunsten seines Sohnes oder seines Bruders abdanken werde. Die„Stampa“ meldet aus siom König Ferdinand gedente zugunsten seines Brüders abzudanken. Die„Morning Post“ meldet über die Vorgänge in Rumänien:„Die Ententevertreter in Jasso wurden von den Regierungen davon in Kenntnis gesetzt, Verhandlungen Rumäniens mit dem Feind als unfreundlichen Akt anzusehen.“ Nach Stockholmer Meldungen haben die Mittelmächte auf eine Anfrage wegen der Friedensbedingungen folgende Vorschläge gemacht:„Als Kompensation für die Abtretung Beßarabiens Annektierung der ganzen Dobrudscha durch Bulgarien mit Ausnahme der Donaumündungen, die in rumänischem Besitze bleiben sollen. Völliges DesInteressement Rumäniens in den Fragen der rumänischen Bevölkerung Siebenbürgens, der Bukowina, des Banats und sonstiger Gebiete Ungarns. Grenzberichtigungen im Norden und Nordwesten Rumäniens an der Front der Karpathen(der Ostkarpathen und der Transsylvanischen Alpen) zugunsten Ungarns, dem die Kammlinien und die Ausgänge aus dem Gebirge zufallen sollen. Abschluß von Handelsverträgen mit dem Vierbunde auf der Grundlage der Meistbegünstigungsklausel und Gewährung von Begünstigungen für die austro=deutsche Schiffahrt auf der Donau. Verpflichtung Rumäniens, in der Zukunft die militärische Konvention von 1884 völlig zu respektieren. Es handelt sich bei dieser Meldung wohl lediglich im Verndangen.4 waiht lesteis Die Verhandlungen mit Rumänien. Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, haben ie Verhandlungen mit Rumänien noch immer nicht bezonnen. Wahrscheinlich, aber noch nicht gewiß ist, daß sie sum 22. d. Mts. ihren Anfang nehmen. Voraussichtlich verden Österreich=Ungarn wie Deutschland zwar keinerle erritoriale, wohl aber wirtschaftliche Vorteile sich bei diesem Friedensschluß zu sichern suchen. Zu Beginn der Verhandlungen gedenkt, wie jetzt bestätigt wird, der Staatssekretär v. Kühlmann sich persönlich nach Focsanz zu begeben, um dort die Beratungen zu leiten. König Ferdinand abgedankt. TU. Amsterdam, 19. Februar. Die französischen Zeitungen vom 17. Februar aus Italien teilen mit, daß der König von Rumänien nunmehr endgültig abgedankt sei. Eine Bestätigung liegt in Paris allerdings noch nicht vor. Rumänien sagt sich los von seinen Verpflichtungen gegenüber dem Verbande. cb. Basel, 19. Februar. Die„Times“ meldet: General Averescu hat als neuer Ministerpräsident den Verbandsregierungen die Unmöglichkeit für Rumänien amtlich anzeigen lassen, die von der früheren Regierung unter anderen Vorbedingungen eingegangenen Verpflichtungen auf recht erhalten zu können. Deutscher Heeresbericht. Mitteilungen des Wolffschen Telegraphen=Bureaus. Großes Hauptquartier, 18. Februar. Westlicher Kriegsschauplatz. An vielen Stellen der Front lebte am Abend der Artilleriekampf auf. Die Infanterietätigkeit blieb auf Erkundungsgefechte beschränkt. Bei klarem Frostwetter waren die Flieger am Tage und in der Nacht sehr tätig.— Militärische Anlagen hinter der feindlichen Front wurden in großem Umfange mit Bomben belegt. Ein Flugzeug griff London an.— In den beiden letzten Tagen wurden im Luftkampf und von der Erde aus 16 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorfs. Der-Boot=Krieg. 23500 Brutto=Register=Tonnen, darunter ein 13000 Tonnen Dampfer versenkt. TU. Berlin, 19. Februar.(Amtlich). Eines unserer Unterseeboote hat im Sperrgebiet an der englischen Westküste 5 Dampfer mit rund 23.500 BRT. vernichtet, darunter ein großer engkischer Passagierdampfer von erwa 13.000 BRT. Die übrigen vier Dampfer waren sämtlich tiefbeladen Der Chef des Admiralstabes der Marine. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Vor einigen Tagen sind wieder mehrere Arbeitervertreter im Großen Hauptquartier empfangen worden. Diesmal war dem Verbandssekretär Dr. Fleischer und dem Reichstagsabgeordneten Koßmann als Vertreter des Verbandes der katbolischen Arbeitervereine(Sitz Berlind Gelegenheit zu einer eingenengen murrame mit der Obersten Heeresleitung geboten. Sie versicherten Erzellenz Ludendorff der unverbrüchlichen Treue und gewissenhaften Pflichterfüllung der katholischen organisierten Arbeiter und brachten deren Wünsche zum Ausdruck. Dabei fanden sie das weitestgehende Verständnis und Entgegenkommen für die begründeten Forderungen des arbeitenden Volkes. Generalfeldmarschall v. Hindenburg ermunterte sie, ihre soziale Arbeit im Geiste des Friedens zum Heile des bedrobten Vaterlandes fortzusetzen. * Z u B e g i n n d e r B e r a t u n g e n d e r p r e u ß z i s c h e n W a h l rechtskommission beschwerlen sich Nationalliberale und Konservative darüber, daß die Nordd. Allg. Zeitung einen Artikel der Frankfurter Zeitung abgedruckt habe, der diesen Parteien Verschleppung vorwerfe. Solche Beleidigungen müsse die Regierung verhindern. Minister Dr. Drews antwortete, die Regierung müsse es ablehnen, sich den ganzen Text der Nordd Allg. Ztg. vorlegen zu lassen. Dann wurde§ 2(Ausschluß vom Wahlrecht) bei Stimmenthaltung der Konservativen angenommen und weiter in die Beratung des § 3„Jeder Wähler hat eine Stimme“, eingetreten. * Der Reichskanzler Graf v. Hertling hat am Montag den Vorsitzenden des Volksbundes für Freiheit und Vaterland, Professor Franke, empsangen, um einen Bericht über Entstehung, Aufgaben und Tätigkeit des Volksbundes entgegenzunehmen. Der Kanzler hat von diesem Bericht mit Interesse Kenntnis genommen. Eine erneute Darlegung der kolonialen Kriegsziel, Deutschlands gab der Staatssekretär des Reichskolonial amts Dr. Solf in einer Rede zu Karlsruhe in der deutschen Kolonialgesellschaft. Das Ziel der Reichsleitung sei die Wiedererlangung des deutschen Kolonialbesitzes un seine Ausgestaltung zu einem widerstandsfähigen und wirt schaftlich leistungssähigen Gebilde. Sie sehe es als ihr besondere Aufgabe an, der den Frieden Europas gefähr denden Militarisierung Afrikas mit allen Kräften ent gegenzuarbeiten. Der Staatssekretär trat für eine gerecht Neuverteilung des kolonialen Besitzstandes aller Nationer in Afrika ein. Ein Hinweis auf die übergroßen Be sitzungen Frankreichs, Portugals und Belgiens genüge um klar erkennen zu lassen, daß die gegenwärtige Besitz verteilung diesen gerechten Maßstäben nicht entspreche Beim Friedensschluß müsse eine diesen Maßstäben besse gerecht werdende Umlegung der Kolonien vorgenommer werden. * In den letzten Tagen verbandelte die Kommission zu Prüfung von Verträgen über Kriegslieferungen i Berlin. Es kamen Fragen des Transportes der An mietung von Schifsen, der Beschaffung von Pulver, difür Kanonen gezahlten Preise, die Nachprüfung der Selbst kosten der Lieferungsfirmen und Beschaffungen im Bereich der Heeresverwaltungen von Bayern, Sachsen un Württemberg zur Sprache. Der Abgeordnete Arnstadt be richtete sodann über die Prüfung der Verträge, betreffen Pferdeankäufe, der Abgeordnete Zimmermann über die Prüfung; der Verträge aus dem Gebiete des Luftschift wesens. An der Hand eines Berichts des Abgeordneter Noske wurde eingehend über Waffenbeschaffung ver handelt Polen. 2 Der polnische Regentschaftsrat, der Staatsrat und die Stadtverordnetenversammlung von Warschau hatten nach Abtretung des Cholmer Gebietes im Ukrainer Friedensvertrag außerordentlich scharfen Protest erhoben und zwar unter Umgebung der Zensurvorschriften und ohne sich irgendwie mit den deutschen Verwaltungsbehörden in Verbindung zu setzen. Sowohl wegen der Fassung der Kundgebung, wie wegen des eigenmächtigen Vorgehens der Regierung, hat die deutsche Regierung an zuständiger Stelle nachdrücklich Verwahrung eingelegt. Das polnische Amtsblatt, der„Monitor=Polski.“ ist beschlagnahmt worden. &a Die politische Spannung nimmt mit jedem Tage zu. Nach den starken Angriffen auf Lloyd George im Unterhause schien eine gewisse Ruhe einzutreten, die aber jetzt unterbrochen wird von der Meldung des Rücktritts Sir Robertsons vom Posten des Generalstabschefs. Der scheidende Generalstabschef darf als ein Opfer des Versailler Kriegsrats betrachtet werden. Offenbar wollte er sich den Beschränkungen nicht unterwerfen, die dem englischen Heerführer durch die neue Ordnung des Oberbefehls vorgeschrieben worden find. Sein Rücktritt zeigt, daß Lloyd Georges Stellung unerschüttert ist. Frankreich. 2 Die Friedensströmung in den sozialistischen Kvoisen macht der gesamten bürgerlichen Presse große Sorgen Der„Figaro“ schreibt darüber: Der Begriff eines Frieden um jeden Preis macht besorgniserregende Fortschritte,### man hemmen müsse, wenn man nicht wolle, daß er sic umer mehr ausbreite.— Der zum Tode verurteilte Bolo Nascha hat gegen das Urteil Berufung angemeldet. 2 In der italienischen Kammer erklärte der Ministe des Außern Sonnino, der von der Petersburger Bolsche wistenregierung veröffentlichte Artikel 15 des Entente abkommens über die Ausschließung des Papstes von der Friedensverhandlungen eristiere in dieser Fassung nicht Der abgeordnete Longinotti nahm die Erklärungen Son ninos zur Kenntnis und betonte, daß eine Klausel über die Beteiligung des Vatikans am Friedenskongreß bestehe wenn ihr auch nicht der bekannt gewordene Text zu Grundliege. Das allein genüge, um in klerikalen Kreisen einen chmerzlichen Eindruck zu ern i. Semtm— Aus In- und Ausland. Berlin, 18. Febr. Eine Sonderkommission der Volksrepublik der Ukraine ist am 16. Februar in Berlin eingetroffen und hat im Holel Continental Wohnung genommen. Sie besteht aus vier Mitgliedern, den Herren Schafarenko, Professor Ostatenko, Levyclyi und Dolmetscher Frid, die auch an den Verhandlungen in Brest=Litowsk teilgenommen haben. Wien, 18. Febr. Kaiser Karl hat den Grafen Czernin zum Generalmajor außer Dienst ernannt. Stockholm, 18. Febr. Die schwedisch=russischen Verbandlungen nehmen einen befriedigenden Verlauf. Die russischen Truppen verlassen auf schwedischen Schiffen die Alandsinseln. Amsterdam, 18. Febr. Northeliffe hat die Stellung eines Leiters der Propaganda in den feindlichen- Ländern übemommen. Paris, 18. Febr. Im Senat ist die Frage erörtert worden, die gesamten Rohstoffe der Welt für den Verband und die befreundeten Mächte nutzbar zu machen. 18. Febr. Der Staatshaushaltsausschuß bewilligte einen Kredit von 110 Millionen, den die Regierung zur Charterung brasilianischer Schiffe gefordert hatte. Petersburg, 18. Febr. Hier wurde eine Offiziersverschwörung gegen Lenin entdeckt. Lenin sollte gefangengesetzt und als Geisel gebraucht werden. Bern, 18. Febr. Die Untersuchung gegen Caillauz ist abgeschlossen. Die Verhandlung wird in der ersten Märzwoche vor dem Militärgericht des Seine=Departements beginnen. Genf, 18. Febr. Wie aus Lyon gemeldet wird, soll der Prozeß Malvy bis zum April vertagt sein. Geuf, 18. Febr. Londoner Blättermeldungen zufolge## gegen Oberst Revington die Anklage wegen Hochverrats eingeleitet worden. Lugano, 18. Febr. Nach einer Meldung italienische Blätter ist der itclienische Botschafter Marchese della Terrette in Petersburg auf offener Straße überfallen und beraubt worden. Vermehrung der 44 Mandate durch Verhältniswahlen. Der Entwurf eines Gesetzes über die Zusammensetzung des Reichstages und die Verhältniswahlen in großen Reichstagswahlkreisen, der jetzt dem Reichstage zugegangen ist, sieht zunächst eine Erhöhung der Mandate auf 441(von 397) vor. Künftig wählt Berlin 10(bisher), Teltow 7, Hamburg 5, Bochum und Leipzig je 4, Köln, Breslau, Duisburg, Dortmund, Essen, Niederbarnim, München und Dresden je 3, Düsseldorf, Elberfeld, Hannover, Stuttgart, Königshütte, Hindenburg, Kiel, Recklinghausen, Nürnberg, Chemnitz, Mannheim und Bremen je 2 Abgeordnete. Für alle diese Wahlkreise gilt das Verhältniswahlsystem. Aus der Begründung zu dem Gesetzentwurf geht hervor, daß man nicht(wie das Wahlgesetz vom 31. Mai 1869 bestimmte) für je 100 000 Einwohner einen Abgeordneten einsetzen, sondern in die Neuregelung nur jene Wahlkreise einbeziehen will, die über 300000 Einwohner haben. Diesen Wahlkreisen soll für je 200000 Einwohner und für einen etwaigen Überschuß von mehr als 100000 Einwohnern je ein Abgeordneter zugeteilt werden. Die Regelung nach diesem Schema ist gewählt, um nicht ein zu starkes Anschwellen der Zahl der Reichstagsmitglieder und damit eine Erschwerung der Arbeiten des Parlaments herbeizuführen. Die Begründung scheint FIhrenit Wichtige Tagesereignisse zum Sammeln. 17. Februar.“ In Flandern und im Artois Feuerkampf. — Deutsche Flieger greisen London, Dover, Dünkirchen und feindliche Seestreitkräfte mit Bomben an. .#8,Jebruar. An vielen Stellen der Front auflebender Artineretampf.— Militärische Anlagen hinter der Fron werden mit Bomben belegt. Ein Flugzeug greift London an — Der Waffenstillstand an der groß=russischen Front ist abgelaufen. anzudeuten, daß eine grundlegende Neuregelung der Reie#tagszusammensetzung in Verbindung mit einer dem Wachstum der Bevölkerung entsprechenden Neueinteilung der Wahlkreise nach dem Kriege vorgenommen werden soll. Wenn jetzt die Riesenwahlkreise neugeordnet und ihre Vertretung im Reichstage durch Zuweisung neuer Mandate eregelt wird, so ist damit eine Forderung der Mehrheitsparteien erfüllt, die Graf Hertling bei Übernahme des Reichskanzleramtes zugesagt hatte. Die Teilreform der Wahlkreiseinteilung geht von dem Gedanken aus, daß einerseits jedem Bundesstaat, in Preußen jeder Provin: der frühere Besitzstand erhalten bleibt, und daß andrerseite die Gebiete, in denen seit 1869 eine unverhältnismäßig Vermehrung der Bevölkerung eingetreten ist, mehr Rbgeordnete als bisher erhalten. Besonderes Interesse erweckt in allen Kreisen natürlich die Einführung der Verhältniswahl, die seit langen Jahrer. vie in anderen Ländern, besonders in England und Frankreich, so auch bei uns heiß umstritten gewesen in. Sie ist vorläufig für alle Wahlkreise eingeführt, die mehr als einen Abgeordneten in den Reichstag entsenden, un so auch den Minderheiten die Möglichkeit einer parlamentarischen Vertretung zu geben. Im deutschen Reichstagswahlrecht werden also künftig zwei Wahlsysteme liebeneinander bestehen, nämlich die Mehrheitswah und die Verhältniswahl.(Das Nebeneinander beider System besteht seit langem in Württemberg und Hamburg und hat sich durchaus bewährt.) Die Verhältniswah# kann natürlich nur durchgeführt werden, indem die bis her rechtlich bestehende Wahlfreiheit des einzelnen Wählers in der Auswahl der Kandidaten insofern eingeschränkt wird, als sie an den Listenzwang gebunden wird Der Wähler kann die Namen seines Stimmzettels nach Belieben aus sämtlichen von den verschiedenen Parteisorganisationen ausgegebenen Vorschlagslisten zusammenstellen. Auch können von vornherein die Vorschlagslisten mehrerer Parteien verbunden werden. Nur ist die Wahl von sogenannten„Wilden“, die auf keiner Vorschlagsliste stehen, als dem Geiste der Verhältniswahl widersprechend von vornherein ausgeschlossen. Damit auch die kleinsten Minderheiten zu ihrem Rechte kommen, können Vorschläge bereits von 25 zur Wahl berechtigten Personen im Wahlkreise eingereicht werden. Die Wahlvorschläge dürfen höchstens zwei Namen mehr enthalten als Abgeordnete auf den Wahlkreis entfallen. Die Abgeordnetensitze werden auf die Vorschlagslisten nach dem Verhältnis der ermittelten Stimmen verteilt. Dazu werden die Stimmenzahlen nacheinander durch 1, 2, 3, 4 usw. geteilt. Aus den Ergebnissen werden so viele Höchstzahlen ausgesondert; als Abgeordnetensitze zu vergeben sind.„Jeder Wahlvorschlag(Liste) erhält so viel Mandate, als Höchstzahlen aus ihn entsallen. Diese etwas verzwickte Bestimmung möge folgendes Beispiel erläutern: In einem Wahlkreise, auf den fünf Mandate entfallen, haben erhalten die Listen (), 90000(), 76000(C) und 60000(). Liste A würde also drei Abgeordnete, Liste B und C je einen bekommen, während die übrigen Listen keinen Abgeordneten erhielten. und Schwächen der Verhältniswahl werden Freigesprochen. 52) Valerländischer Familien=Roman von Ludwig Butzer. *(Rachdruck verboten.) Der rätselhafte Diebstahl konnte bei der GerichtsverhandJung nicht aufgeklärt werden und so blieb das Vorurteil, daß Hartfeld als vorübergehender Verwalter meiner Kasse den abhanden gekommenen hohen Betrag unterschlagen habe, nach wie vor bestehen. Dieses Vorurteil hatte das traurige Geschick des streng ehrenhaften und liebenswürdigen Mannes zur Folge. Nach siebzehn Jahren ist die Unschuld des tief Bedauernswerten an den Tag gekommen. Vor Kurzem erhielt ich von seiner Newyorker Bank die mir seinerzeit entwendete Summe mit hohen Zinsen zurückerstattet. Der Sendung war die eigenhändig geschriebenen und notariell beglaubigten Gestandnisse des Diebes, eines früheren Lehrlings von mir, beigefügt, die die Unschuld Hartfelds sonnenklar beweisen. Kurz nach seinem Geständnisse hat sich der Dieb, der in Amerika eine Rolle spielte und eine angesehene Persönlichkeit war, durch einen Schuß entleibt. erachte es als meine Pflicht, diese Tatsache zur öffentlichen Kenntnis zu bringen und bitte die verehrliche Presse um gütige Weiterverbreitung dieser Zeilen. Ingolstadt, den 20. August 1870. Karl Lorenz, Kaufmann.“ Hartfeld war tief ergriffen und Irma weinte. Ein minutenlanges Schweigen trat ein.„Daß unser Vater unschuldig war, davon bin ich seit gestern abend fest überzeugt. Herr Major Berger hat sein Wort für die Unschuld des Verstorbenen eingelegt.“ „Den Herrn Major Berger habe ich gleichfalls rufen lassen und hoffe, daß es ihm möglich ist, zu kommen. Sein Bataillon wurde heute bei Bazeilles nach La Monzelle stark bezimiert. Nähere Meldungen fehlen noch. In diesem Augenblick trat der Adjutant ein. Nach der gegenseitigen stummen Verneigung stellte der General den Ankommenden vor und fragte dann:„Was haben Sie für Nachrichten, Herr Adjutant?“ „Das Bataillon Berger wurde heute in Bazeilles und im Park von Monvillers fast vollständig ausgerieben, Herr Ceneral," begann der Adjutant.„Es war bereits gegen Mittag auf eine kriegsstarke Kompagnie zusammengeschmolzen. Major Berger hat gegen 1 Uhr auf der Höhe nachst Bazeilles eine Mitraiseusen=Batterie weggenommen, wurde dann von einer großen feindlichen Uebermacht hart bedrängt. Ueber eine Stunde hat er derselben Stand gehalten, bis endlich Verstärkung eintraf. Von da an fehlen alle bestimmten Nachrichten über das Bataillon. Der kleine Rest desselben soll sich, der Fahne verlustig, einem Regimente angeschlossen haben. Hauptmann Schwarzwild ist bei La Monzelle gefallen; Major Berger und Leutnant Schütz werden bis zur Stunde vermißt. „Vermißt?“ fragte der General im Tone höchsten Befremdens.„Ein Bataillonskommandant vermißt? Der deutsche Soldat läßt seine verwundeten und gefallenen Offiziere nicht auf dem Schlachtfelde zurück. Da müßten ganz seltsame Umstände—“ Er brach plötzlich ab und eilte erschrocken auf Irma zu, die bei den letzten Worten des Adjutanten leichenblaß geworden war und wankte. Hartfeld blickte verstört auf den Ueberbringer der Hiobspost. „Wollen gnädiges Fräulein nicht auf diesem Koffer Platz nehmen?“ fragte der General teilnahmsvoll.„Sie sind jedenfalls von der Reise und Ihren Berufsstrapazen angegriffen. Ein Trunk Wein, wenn Sie wünschen, mit Wasser vermischt, dürfte Sie vielleicht etwas erfrischen. Bitte, trinlen Sie, gnädiges Fräulein!“ Irma nippte von dem dargereichten Becher und dankte mit schwacher Stimme. Die Einladung zum Sitzen lehnte sie höflich ab. „Mir erschien die Meldung, daß die beiden Offiziere vermißt sein sollen, anfangs sehr unglaubwürdig, Herr General“ fuhr der Adjutant fort; aber es scheint sich so zu verhalten. Ich habe vorhin mehrere verwundete Offiziere des Jäger=Vataillons persönlich gesprochen. Es wurden umfassende Recherchen über den Verbleib des Bataillons gepflogen; man konnte aber nichts Bestimmtes. erfahren. Keiner der Offiziere hatte die Vermißten falen sehen. Der Bajonettkampf tobte in dem von der Givonne durchschnittenen bewaldeten Tale zwischen dem Park von Monvillers und La Monzelle und auf beiden Seiten wurde min großer Erbitterung gekämpft; jeder hatte mit seiner eigenen Aufgabe zu tun. Nachdem eine Gefangennahme deutsche Truppen bei Bazeilles und den weiter nördlich gelegene## Höhen nicht stattgefunden hat, dürsten die beiden Offiziere verwundet oder tot in dem bezeichneten Gelände liegen. Der Rest des Bataillons muß sich einem Truppenkörper angeschlossen haben, der zu seinem Korpsbereich gehört. Herr General wissen, kamen nach dem Eingreifen der fächt sischen Regimenter die einzelnen Truppenverbände im Veilaufe des Nachmittags stark durcheinander. Eine längere Pause trat ein. Die Blicke der beiden# Geschwister hingen mit ängstlicher Spannung auf de## ernsten Gesichte des Generals. „Ein Aufsuchen der beiden Vermißten ist zur Nachtzeil wohl sehr schwierig", begann der General;„aber der Ven such muß gemacht werden. Herr Adjutant, ordnen Ste hierwegen sogleich das Notwendige an. Das ganze Gelände zwischen Bazeilles und La Monzelle muß abgesuch werden. Requirieren Sie vom Verbandplatz eine Anzahl Krankenträger, die natürlich mit Laternen ausgerüstet sein müssen, da die Nacht ziemlich finster ist." „Ich übernehme die Führung der Krankenträger, General“, sagte Hartfeld, als der Adjutant sich entfern## hatte,„und werde nicht rasten, bis wir die Vermißten gefunden haben.„ „Ja, tun Sie däs, Herr Leutnant“ erwiderte der General.„Unter den Krankenträgern befindet sich vielleicht keiner, der die beiden Vermißten persönlich kennt.“ Nach einigen Augenblicken fuhr er mit angegriffenen Stimme weiter:„Ich habe mit dem Herrn Major seit siebzehn Jahren auf die Nachricht gewartet, die ich Ihnen soeben vorgelesen, und bin wohl der Einzige auf der Welt der sein trauxiges Schicksal kennt. Lieber Hartfeld— Sie ahnen nicht, wen Sie auf dem Schlachtfelde suchen!" (Fortl. folgt.1 — 98 FLonik Sammeln Artois Feuerkampf. ser, Dünkirchen und r Front auflebender hinter der Fron g greift London an ischen Front ist alegelung der Reicst einer dem WachsNeueinteilung der ien werden soll. ugeordnet und ihre ung neuer Mandate ung der Mehrhe ei Übernahme des ie Teilreform der edanken aus, daß ßen jeder Provinz ind daß andrerseite unverhältnismäßig ten ist, mehr AbKreisen natürlich seit langen Jahrer in England und stritten gewesen##. ngeführt, die mehr tag entsenden, un chkeit einer parlan deutschen Reichsbei Wahlsysteme ie Mehrheitswah zeneinander beider berg und Hamburg ie Verhältniswahl n, indem die bis it des einzelnen ten insofern eingeng gebunden wird Stimmzettels nach schiedenen Parteislisten zusammendie Vorschlagsen werden. Nur „Wilden", die m Geiste der Verrein ausgeschlossen. zu ihrem Rechte 25 zur Wahl bereicht werden. ei Namen den Wa etensitze werden Verhältnis der erden die Stimmensw. geteilt. 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Sonnenaufgang 7“] Monduntergang 4° B. Sonnenuntergang 5“ 1 Mondaufgang 11“ B. „.(0 Andreas Hoser in Mantua erschossen.— 1834 Preuzischen eneral Graf Tauentzien v. Wittenberg gest.— 1861 Französischer Tamatiker Eugene Scride gest.— 1888 Germanist und Romanis Kaul Bartsch gest.— 1916 Bildhauer Karl Begas gest. o Um die Ablieferung von Heu und Stroh für das Heer zu beschleunigen, sind von dem Staatssekretär des 1 Kriegsernährungsamts besondere Vergütungen festgesetzt worden: für jede Tonne Heu, die über das auferlegte Lieferungssoll hinaus freiwillig bis einschließlich 31. März 1918 abgeliefert wird, kann neben dem festgesetzten Höchstpreise eine besondere Vergütung von 120 Mark, für die Mehrlieferung an Heu in den Monaten April und Mai 1918 eine besondere Vergütung von 80 Mark gewähr werden; bei Stroh beträgt die besondere Vergütung 40 Mark für jede Tonne Stroh, die über die Hälfte des Gesamtlieferungssolls hinaus bis längstens 30. April 1918 abgeliefert wird. 5 Nur Freilistengegenstände sind bezugsscheinfrei Sowohl in Fabriken wie auch in Verkäufer= und Ver braucherkreisen begegnet man noch heute oft der irrigen Ansicht, daß Web=, Wirk= und Strickwaren, die aus beschlagnahmefreiem Material hergestellt sind, der Bezugs. „ scheinpflicht nicht unterliegen. Die Reichsbekleidungsstellnimmt deshalb nochmals Veranlassung, darauf hinzuweisen daß das zur Herstellung von Web-, Wirk= und Strickwaren verwendete Material auf die Bezugsscheinregelung ohn Einfluß ist, und daß sämtliche Web=, Wirk= und Strick waren, soweit sie nicht durch die mit der Bekanntmachnne der Reichsbekleidungsstelle vom 13. Oktober 1917 ver öffentlichte Freiliste von der Bezugsscheinpflicht befrei sind, nur gegen Bezugsschein an die Verbraucher abgegeber werden dürfen. Die mangelnde Unkenntnis der beteiligter Kreise von vorstehender Regelung kann die Reichs bekleidungsstelle in Zukunft nicht mehr als Entschuldigung gelten lassen. — Die Westfälische Witwen= und Waisenversorgungskasse schließt ab für das Rechnungsjahr 1915/16 in Einnahmen mit 2131 240 Mk., in Ausgaben mit 2068 961 Mk., an Witwen= und Waisengeld sind gezahlt 1915/16 654 652 Mk. Das Vermögen der Kasse einschließlich des Bestandes stellte sich am 31. März 1916 auf 7159 868 Mk.— Die Pensionskasse der Kreise, Städte und anderer Körperschaften in der Provinz Westfalen schließt für das Rechnungsjahr 1915/16 ab in Einnahme mit 1828 680 Mk., in Ausgaben mit 415 541 Mk. An Ruhegehältern sind gezahlt 1915/16 960989 Mk. Der Reservefonds betrug am 31. März 1916 799899 Mk. Padervorner Stadichronik. X Altertumsverein. Donnerstag, den 21. ds. Mts., abends.15 Uhr, wird der Herr Oberlehrer Dr. J. Lappe aus Lünen in dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens einen Vortrag halten über die Wüstungskirchen in der Diözese Paderborn. Den Gegenstand des Vortrages bilden die Kirchen verödeter Ortschaften in ihrer Entwicklung von der Zeit der Verödung bis zur Gegenwart. Im Paderborner Lande und in dem alten Herzogtum Westfalen sind eine ganze Menge früherer Dörfer und volkreicher Siedlungen untergegangen. Man führt den Untergang der Ortschaften gewöhnlich zurück auf die Verwüstungen des 30 jährigen Krieges. Der Vortragende wird die Irrrümlichkeiten dieser Anschauungen kurz berühren und insbeU# sondere das Schicksal der Kirchen in den eingegangenen Pfarrund Filialdörfer schildern. Noch heute sind die Trümmer auf den wüsten Dorfstätten zu sehen. In andern Dörfern, die verödet wurden, blieben die Kirchen als Kapellen erhalten. Auf anderen Wüstungen wieder erinnert heute nur mehr ein Kreuz an die früheren Kirchen. Der Vortrag wird einer kulturgeschichtlichen sehr bedeutsamen Frage nachgehen und in manchen Punkten ein neues Licht über die neue Geschichte verbreiten. Zu dem Vortrage hat jedermann Zutritt. Er wird pünktlich.15 Uhr beginnen im Hörsaal 3 der Bisch. Akademie, direkt dem Eingange gegenüber. — Während eine Frau in Paderborn zu Besuch weilte, erschienen mehrere Männer wiederholt in ihrer Wohnung, um diese völlig auszuplündern unter der Angabe sie seien betragt, die Sachen nach Paderborn zu verschicken. Anwohner veranlaßten jedoch polizeiliches Einschreiten, wobei einer der Diebe festgenommen und der Plan vereitelt wurde. Mankliest seit einiger Zeit recht häufig von Raubzügen dieser Art. Vorsicht ist daher für Familien, die verreisen müssen sehr geboten, zumal derartige Versuche gewiß noch mehr versucht werden. ):( Den Schneeglöckchen und anderen vorwitzigen Frühtingskindern, die man bereits Anfangs Februar in vielen Gärten antreffen konnte, ist es übel ergangen. Nach den gar zu frühlingsmäßigen Wochen ist nun schon seit mehreren Tagen wieder strenger Winter mit Temperaturen bis zu 8 und 10 Grad Kälte eingekehrt. In den Nachmittagsstunden dagegen wird die Witterung namentlich gestern war dies der Fall, unter den Strahlen der Sonne sehr angenehm. Der jetzt immer länger werdende Sonnen schein bürgt auch dafür, daß die Herrschaft des Winters nun doch ihrem Ende zuneigt. — Kreis=Ziegenzucht=Verband Paderborn. Sonntag nachmittag fand im Restaurant Heitheker eine Sitzung des Ausschusses des genannten Verbandes statt. Der Vorsitzende, Herr Lindrum, begrüßte die erschienenen Vertreter der Vereine und bat sie, immer weiter zu wirken, daß die Ziegenzucht nicht allein zunehme, sondern auch autes Material liefere. Schwer sei die Zuführung von Kraftfuttermitteln, jedoch habe der Kommunalverband, soweit es nur eben möglich sei, Hilfe zugesagt. Sodann ging der Vorsitzende, und das war der eigentliche Zwech der Versammlung, auf Gründung einer ZiegenVersicherung über. Nach Durchsicht mancher Satzungen bestehender Versicherungen könne er nur wünschen und dringend empfehlen, den versuchten Anschluß an die hier im Kreise bestehende Viehversicherung zu beschließen. Der betr. Vorstand sei im Großen und Ganzen damit einverstanden, wenn die vorliegenden Satzungen angenommen würden. Es wurde darauf in die Beratung der Satzung eingetreten. Die hauptsächlichsten Punkte sind folgende: Es können nur solche Ziegenbesitzer ausgenommen werden, welche Mitglied des Kreis=Ziegenzuchtverbandes sind: die Versicherung kann in drei Klassen(zu 50, 80 smm •• Tchengen Jenag! Du brauchst ∆ 4 keine Perlen, keine Edelsteine— Bringe sie zur Goldankaufsstelle der volle Goldwert, für Juwelen der Auslandspreit Die Goldant###stelle befindet sich im Rathause und ist jeden nachmittag von—6 Uhr goößtnet A und 100 Mark) erfolgen; die Entschädigung im Todesfalle soll 50, später 75 Prozent des versicherten Wertes betragen. Eintrittsgeld soll von den sich sofort Meldenden nicht, später 1 Mark erhoben werden. An Prämien werden 4 Prozent der Versicherungssumme gezahlt. Die Satzung wurde angenommen und der Vorstand mit der ##lführung der weiteren Verhandlungen beauftragt. Im weiteren wurde der Vorstand gebeten, nochmals dringend vorstellig zu werden, den Ziegenhaltern etwas Kraftfutter vom Kommunalverbande zu besorgen. * Franziskanerkirche. Heute, Dienstag, abend findet die erste Fastenpredigt punkt 8 Uhr statt, vorher ½8 Uhr Kreuzwegandacht. Von Nah und Fern. # B i e l e f e l d, 1 8. F e b r u a r. D i e H a n d e l s k a m m e r z u B i e lefeld hata n maßgebender Stelle entschieden Einspruch erhoben gegen die Bewirtschaftung der Lebensmittel durch landwirtschaftliche Genossenschaften. Nach Ansicht der Kammer können die Schwierigkeiten der Volksbesorgung nicht durch Ausschaltung, sondern nur durch baldige starke Einschaltung des Handels beseitigt werden. * Magdeburg, 18. Februar. Eine wichtige Entscheidung hat das Landgericht Magdeburg getroffen, indem es die Unpfändbarkeit rationierter Kohlen feststellte. Ein Gerichtsvollzieher hatte bei einer Schuldnerin 15 Zentner Briketts gepfändet. Diese Pfändung wurde als unstatthaft bezeichnet, weil infolge der Kohlenkarte die Schuldnerin nicht in der Lage sein würde, sich im Verlauf des Winters weitere Feuerungsmittel zu beschaffen. X Wermelskirchen, 18 Februar. Die Stadtverordneten bewilligten einen Kredit von 30000 Mk. zur Errichtung einer städtischen Schuhausbesserungswerkstätte. Einer Eingabe des Lebensmittelausschusses an die maßgebenden Stellen, die Kartoffelzuteilung vuf 10 Pfund für den Kopf und die Woche zu erhöhen, trat das Kollegium bei. * Köln, 18. Februar. In der Nähe des Domes gerieten mehrere Personen in Streit, wobei ein Koch von einem hiesigen Hotel durch Messerstiche in die Brust schwer verletzt wurde. Er wurde in die Lindenburg gebracht, woselbst er gestorden ist. Der Täter ist unbekannt. TU. Hanau, 18. Febr. Staatssekretär v. Kühlmann ist auf kurze Zeit auf Schloß Ramholz im Kreise Schlüchtern, in der Heimat seiner verstorbenen Gattin eingekehrt, Vermischtes 0 Eine ganze Schleichhändlergeseilschaft verhafter Die Kölner Polizei hatte erfahren, daß eine Anzahl vor Kölner Persönlichkeiten, die große Schleichhandelsgeschäfte betrieben, in einem dortigen Hotel mit einem von Berlir kommenden Händler, der ebenfalls Schleichhandelsgeschäfte Im Großen betreibt, zusammentreffen wollte, um ihm ihr Offerten zu machen. Der Berliner Gast wurde nun vor der Polizei am Bahnhof verhaftet. An seiner Stelle und unter seinem Namen stieg ein Polizeibeamter im Hotel eb. Der Beamte ließ die Schleichhändler einzeln in ein Zimmer treten, notierte ihre genauen Adressen und Offerten worauf sie, als sie durch eine zweite Tür das Zimmer verlassen wollten, von einem anderen Polizeibeamten ver saltet wurden. Bisher wurden sieben Schleichhändler fest senommen. o Zwei Vesksschullehrer geadelt. Für hervorragende Kriegsleistungen sind zwei baverische Lehrer, Rudolf und Scheerer, zu Rittern des Militär=Max Joseph=Ordens er nannt worden. Dieser Orden, der die Devise Virruti pre patria(„Der Tapferkeit fürs Vaterland") trägt, ist der höchste bayerische Militärverdienstorden, mit dem außer einer ansehnlichen Pension der persönliche Adel verbunden ist. Rudolf und Scheerer sind Offiziere und besaßen bereits das Eiserne Kreuz und andere hohe Ordensauszeichnungen. 0 Der Ausstand im Ruhrgebiet beendet. Nachdem die Verwaltung der Zeche„Viktoria" und„Luenen" in der Lohnfrage Entgegenkommen gezeigt hat, hat, wie aus Bochum gemeldet wird, die Belegschaft beschlossen, die Arbeit sofort wieder aufzunehmen; damit ist der Ausstand im Ruhrgebiet vollständig beendet. o Pariser Maßnahmen gegen Luftangriffe. Wie aus wird, werden in den einzelnen Bezirken von Paris und der Bannmeile auf Maueranschlägen die bombensicheren Räume angegeben, die Tag und Nacht Zufluchtsuchenden offen stehen. Die Pariser Straßenbeleuchtung erfuhr eine neuerliche Einschränkung. der Landwirie. 25jähriges Bestehen. Berlin, 18. Februar. Die heutige Generalversammlung des Bundes der Landwirte steht unter einem ganz besonders erfreulicher Zeichen! Die umfassendste wirtschaftspolitische Organi sation der deutschen Landwirte feiert heute das Jubiläun ihres 25jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß war den: auch der Andrang zu dem Versammlungslokal des Bundes der Philbarmonie, besonders stark, und lange vor den Beginn der Eröffnung waren Saal und Tribünen gedräng voll, und bis in den Hofraum und weit auf der Straß staute sich die Menge derer, die vergebens Einlaß zun Saal begehrt hatten. Der Bundesvorsitzende Dr. Moesiche eröffnete die Jubiläumsversammlung mit einem erncer Gedenken derer, die der Tod im letzten Jahre aus Reihen des Bundes gerissen und denen es nicht vergonn war, das 25 jährige Bestehen des Bundes der Landwirtz zu erleben. Darauf hielt der Bundesvorsitzende eine uckblick auf die Geschichte des Bundes: Der Bund i# vor 25 Jahren im Kampfe geboren, und heute steht er wieder im Kampfe gegen eine Welt von Feinden um das mit sichern zu helfen, was in 25 Jahren erreicht ist. Ohne das, was der Bund währenseines Bestehens erreicht hat, wäre dieser Wirt schaftskrieg für uns längst verloren. Wenn wir unseren Feinden siegreich standgehalten haben, so hat der Bund der Landwirte hieran sein gutes Teil dazu mitgewirkt Der Redner belegt dies mit einer Reihe von Zahlen, die bartun, wie das deutsche Wirtschaftsleben durch die Forderungen und Ziele des Bundes gestärkt worden ist Allerdings hat der Bund bei der Regierung nicht durch zusetzen vermocht, daß wir Vorräte schaffen und auch ein wirtichaftliche Vorbereitung neben die militärische setzer können, wenn Deutschland einmal zum Kriege gezwungen sein würde. Um dies Ziel in Zukunft durchzusetzen muß die Landwirtschaft Bundesgenossen suchen. Dieser Mitkämpfer hat sie in der Industrie gefunden die, ebenso wie die Landwirtschaft das größte Intev esse an der Erhaltung eines kräftigen Inland marktes hat. Die Gegner dieses Grundsatzes, die dos deutsche Wirtschaftsleben vom Auslande ab. #ngig machen wollen, suchen nun einen Keil in die Landwirtschaft zu treiben, um Kleingrundbesitz gegen Großgrundbesitz zu verhetzen. Das sind dieselben Kreise die jetzt einen Schmachfrieden dem deutschen Volke auf zwingen wollen, die zu verhindern suchen, daß wir das Siedelungsland vor unsern Toren, Kurland und Livland nicht erhalten. Solange die„Friedens"=Resolution und ihre Mehrheit in Deutschland herrschen, werden unsen Feinde nicht zum Frieden bereit sein. Der Redner schloß mit einem von der Versammlung brausend ausgenommenen Hoch auf den Kaiser. Der sitzende verlas darauf die Telegramme, welche der Bund an den Kaiser und den Generalfeldmarschall v. Hindenburg gesandt hat, von denen die Anwesenden in jubelnder Zustimmung Kenntnis nahmen. Der Kassenrevisionsbericht teilte dann mit, daß aus Anlaß des 25 jährigen Bestehens ein Jubiläumsfonds gestiftet worden sei, der bald die siebenstellige Zahl erreicht habe. Freiherr v. Wangenheim, der als zweiter Bundesvorsitzender nun das Wort nahm, ging im einzelnen auf die Bestrebungen des Bundes in dem letzten Vierteljahrhundert ein. An der Spitze desselben steht das Ziel, den Schutz der deutschen Arbeit zu sichern, damit alle Kreise der Bevölkerung ihr sicheres Brot haben. Die Kuebelung unseres Wirtschaftslebens durch die zahllosen Kriegsgesellschaften brauchte nicht zu kommen, wenn wir eine weitsichtige Vorratspolit## auf wirtschaftlichem Gebiet getrieben hätten und die Regierung überhaupt einen wirtschaftlichen Plan gehabhätte. Beides hat bisher gefehlt, und die Folgen dieses Fehlens sind auf der einen Seite ein immer weiter um sich greifender Zwang und Schleichhandel. Man hat wohl unzählige Organisationen zur Verteilung der Lebensmittel geschaffen, aber nicht eine einzige für die Erfassung der Nahrungsmittel bei den Landwirten. Diese Organisation wollen jetzt die Landwirte durch ihre schon bestehenden Verbände der Regierung zur Verfügung stellen. Die neuen Handelsverträge dürfen keine Gefährdune des Schutzes der nationalen Arbeit bringen. Auch wirtschaftliche Verträge mit unsern jetzigen Freunden dürfen nicht zu unserm Nachteil geschlossen werden. Der uns vom Ausland angedrohte Wirtschaftskrieg muß durch einen siegreichen Friedensschluß verhindert werden. Die Lundwirtschaft braucht Siedelungsland, die Industrie erweiterte Grundlagen ihres Bestehens und der Handel freie Betätigung in allen Weltteilen. Die Parose„keine Annexionen und Entschädigungen“ kann nur von einem Tränmer oder einem Menschen erhoben werden, denen das Wohlergehen der Feinde mehr gilt als des Deutschen Reiches. Nach dieser Rede überbrachte der Vorsitzende des Kriegsausschusses der deutschen Industrie, Herr Landrat a. D. Rötger die Grüße und Gleckwünsche der dustrie zum 25jährigen Bestehen des Bundes, der auch die Notwendigkeit eines engen Zusammenarbeitens von Landwirtschaft und Industrie hervorhob. Nach diesem kurzen Begrüßungswort sprach ein anderer Mann der Industrie zu den Landwirten, der Reichstagsabgeordnete Dr. Wildgrube=Dresden. Sein Thema war„Demokratisierung und Parlamentari= sierung". Redner sah ab von langen theoretischen Ausführungen und nannte sogleich das Ziel der Demokratisierung und Parlamentarisierung, das in der Aberwindung der Monarchie besteht. Man muß fragen: hat sich in diesem Kreise das bewährt, was die Demokratie erstrebte, oder das, was die Monarchie geleistet hat? Das Volk wird zu gegebener Zeit seine deutliche Antwort hierauf geben. Die deutsche Demokratie ist von leher kosmopolitisch gewesen und war immer bestrebt, das deutsche Volk nach dem Vorbilde des Auslandes zu gestalten. Die Demokratie i# eifrig daran, unsere nationalen Eigenheiten abzuschaffen, damit wir dem Auslande gefallen. Noch aber haben wir unsere Monarchie, der wir unsern Bestand in diesem Kriege verdanken. Darum müssen wir für ihre Erhaltung kämpfen, nicht um der Monarchie willen, sondern um unserer selbst willen.„Halte, was du hast, damit niemane dir die Krone nehme. Stürmischer Beifall dankte dem Redner. Die Versammlung nimmt darauf einstimmig eine Resolution an. in welcher gefordert wird: Die Möglichkeit für die Landwirte, ihre Helfer und Arbeiter genügend ernähren zu können. Genügende ZugUere für die Frühjahrsbestellung. Beurlaubung der für die Bestellung notwendigen Landwirte. Sicherung der unerläßAcben Düngemittel. Zuweisung von Kraftfuttermitteln zur Hebung der Erzeugung. Darauf erhielt der Reichstagsabgeordnete Weilnboeck das Wort, der hervorhob, daß der Bund der Landwirté auch jederzeit den besonderen Verhältnissen Süddeutschlands Rechnung getragen habe. Redner führt dann eingehend aus, was die deutsche Landwirtschaft von den Handelsverträgen mit dem Auslande fordern müsse. Ein lückenloser Zolltarif sei notwendiger wie je. Im Anschluß an diesen Vortrag wird eine weitere Resolution angenommen, welche die Forderungen der Landwirte auf handelspolitischem Gebiet enthält. Zum Schluß erhält Kammerherr Major v. Oldenburg=Jannschau das Wort, der bei seinem Erscheinen am Rednerpult lebhaft begrüßt wird. Redner, der drei Jahre im Felde führt aus, daß es ein niederdrückendes Gechl für einen Soldaten sei, der aus den Gerren des Kampfes in das Parteigezänk der eimat zurückkehrt, die vergessen zu haben scheint, daß noch der Krieg tobt. Wenn gerade jetzt von internationaler Verbrüderung gesprochen wird, so muß das geradezu anwidern. Aber diese Uneinigkeit ist auch eine Erbschaft des Herrn v. Bethmann Hollweg. Der Kanzler, der im Innern wieder alles in Ordnung bringt, auf den wird geschossen werden, und wenn nicht auf geschossen wird, dann taugt er nichts; wird nur darauf ankommen, daß er selbst Ehießt. Der Kanzler und der Reichstag haben m. Letzterer tut sich darauf etwas zugute, er die Kriegskredite bewilligt. Aber wenn Russen und Franzosen nach Berlin gekommen wären, hätten se im Totschlagen auch nicht vor den Herren Reichstagsabgeordneten Halt gemacht. Die Unzufriedenheit ist im Innern auch durch die verkehrte Ernährungswirtschaft großgezogen worden. Die zahlreichen Friedensangebotschaden uns nur im Auslande. Diese Handlungen der Regierung werden im Volke nicht begriffen, ebenso das ewige Nachgeben den Polen gegenüber. Es wird heut es auch verdaß die zum Kansler Hätean Kranicsten„Wenn wir einen Bismart eum Rungter hatten, Dräuchten sie das auch nicht; so aber ist das blutnotwendig. Preußen muß es als Demütigung empfinden, wenn ihm Minister aus Bayern geholt werden, die ihm eine Verfassung oktroyieren wollen, die es nicht haben will. Nun zu dem schönen Wort vom Verzicht auf Entschädigung: Das letzte Bild in Rom müßte versteigert und der letzte Frank aus Paris müßte herausgepreßt werden, ehe der Deutsche auch nur eine Mart zu behalten braucht. Eine jährliche 10=Milliardenlast würde zur Auflösung des Deutschen Reiches führen. Die deutschen Herzen schlagen nicht in der Wilhelmstraße oder im Reichstage, sondern im Großen Hauptquartier. F. B. Letzte Nachrichten. Die Hoffnungen der Letten und Esten. 18. Febr. Die bessergestellten Letten, insbesondere die Gesindewirte, warten mit Sehnsucht auf den Einzug der Deutschen, nicht etwa zur vorübergehenden Sicherung ihres Lebens und Besitzes, sondern zwecks vollständigen Auschlusses Estlands und Livlands an Deutschland. Die Mehrzahl der lettischen und estutschen Soldaten will im Falle eines Vormarsches der Deutschen die Waffen abgeben und im Lande bleiben. Die überwiegende Zahl der Esten ist deutschfreundlich gesinnt. Sowohl in Estland wie in Livland werden eifrig Unterschriften für einen Anschluß an Deutschland gesammelt. Kiew in den Händen der Maximalisten? Petersburg, 18. Febr. Die Petersburger Telegraphen= Agentur meldet, daß Kiew nach erbittertem Kampfe endgültig von den revolutionären Streitkräften erobert sei. Liberale Opposition gegen Lloyd George. Lugano, 18. Febr. Wie dem Mailänder„Secolo“ aus London gemeldet wird, sind die Verhandlungen Lloy# Georges mit den Liberalen gescheitert. Es steht eine a schlossene liberale Opposition gegen das Kabinett bevor. 16 Nach Redaktionsschluß eingegangen. Der Kampf um Niew. f. Frankfurt a.., 19. Februar. Aus Stockholm wird der„F. Ztg.“ gemeldet: Nach einem Bericht„Aftonbladets“ zur Einnahme Kiews durch die Bolschewisten, brach am 29. Jan. früh ein Aufruhr auf den Straßen aud darauf Kämpfe aus, die fünf Tage dauerten. Die ukrainischen Truppen siegten schliet =lich. Am 3. Februar kam jedoch neue Verstärkung der Bolschewisten mit schwerer Artillerie und beschossen Kiew. Da in der Stadt große Feuersbrünste ausbrachen, übersiedelte die Rada nach Schitomir. Während dessen begannen die Maximalisten in der Stadt die Geschäfte und Privatwohnungen zu plündern. Die Stadtviertel in der Nähe des Bahnhofes sind angeblich niedergelegt. Raubüberfall auf den italienischen Botschafter in Petersburg. f. Frankfurt a.., 19. Februar. Nach einer Petersburger Meldung der italienischen Blätter wurde auf den dortigen italienischen Botschafter auf offener Straße am 13. ds. Mts. ein schwerer Raubüberfall gemacht. Drei Männer hielten dem Botschafter ihren Revolver vor die Brust und nahmen ihm alles ab, was er bei sich trug, darunter auch die diplomatischen Aktenstücke, die er auf einer am gleichen Abend in der amerikanischen Borschaft stattgefundenen Konferenz gebraucht hatte. Die Verbandsbotschafter werden sich mit diesem neuen Zwischenfall beschäftigen, da sie sich in ihrer persönlichen Sicherheit bedroht fühlen. Wieder Großfeuer im Petersburger Hafen. TU. Basel, 19. Februar. Nach einer Petersburger HavasMeldungi st im Hafen von Petersburg von neuem ein Brand entstanden, der eine große Menge Lebensmittel verbrannte. Das Feueri st auf Brandstiftung zurückzuführen. Kerenski in Christiania? TU. Basel, 19. Februar. Am 12. Februar wurde dem Volkskommissar für den Krieg gegen die Revolution mitgeteilt, daß sich Kerenski in Christiania befinde. Druck, Verlag und Redaktion von Martin Wagner, in Paderborn. nlcd PPOTT seltene alte Stücke, zum Teil gebraucht. Afgan# 2675 0 Algan### 2900%. Exote 267885 ctn 3900% l. Joraghan 300365 cin..... 3900“ Täbris 256/355 ein....... 4500% k. Mesched 315/440 ctn...... 5900“ ml. Verbindungsstücke prachtvolle Stücke von 30 100 Mk. 475 80 Mk. 4• 5 über den Handel mit Schweinen. Auf Grund der Anordnung des Königl. Preußischer Landesfleischamts vom 14. Januar 1918— G. Nr 4 1 305/18 und der Bekanntmachung über die Errich tung von Preisprufungsstellen und die Versorgungs regelung vom 25. September/4. November 1911 (RGBI. S. 607/728) wird für die Provinz Westfalen folgendes angeordnet: Artikel 1. Dis Auordunen„über den Handel mit Schweinen vom 22. Nvoemder 1917(veröffentlicht in den Regierungsamtoblättern) wird wie folgt abgeändert: 1.§ 3 erhält folgende Fassung: § 8. Die Vorschriften§§ 1 und*) gelten bis auf weiteres auch für Ferkel im Lebendgewicht bis zu 15 kg und für Läuferschweine im Lebendgewicht bis zu 25 kg enschiebich. 4 8 8 Die Schlachtungen von Ferkeln und die Verwendung von Ferkelfleisch unterliegen den allgemeinen Bestimmungen der Verordnung über die Regelung des 10. Tkrober 1917(BöBl. S. 940), mit Schweinen 2.§ 5 Ziffer 1 erhält folgende Fassung: § 5. 1. Beim Verkauf von Ferkeln im Lebendgewicht bis zu 15 kg darf ein Preis von 1,10 M für das Pfund Lebendgewicht ab Stall nicht überschritren werden. Artikel II. Diese Anordnung tritt am Tage der Veröffentlichung in den Regierungsamtsblättern in Kraft. Münster, den 8. Februar 1918. — 9 W 1. Veraußerung von Schweinen mit einem Lebendkg darf, auch wenn es sich nicht um Schlachtschweine handelt, vorbehaltlich der in § 2 zugelassenen Ausnahme, nur an den Westf. Viehund die von ihm beauftragten Händler und Vertrauensmanner erfolgen. „Die Händler dürfen die Schweine nur im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Kreiskommunalverbandes, in dessen Bezirk der Ankauf erfolgt, erwerben. Sie nino verpflichtet, die angekauften Schweine dem für jeden Kreis bestimmten Vertrauensmann für Kleinvieh sofort Bekanntmach An die Imker! Voll im Jahre Fiessnzucker für jedes überwinterte Sähre 191s der Imker erhalten; welcher sich verpflichret, einen Teil seiner Honigernte zu gemeinnützige Zwecken abzugeben, namentlich für den Lazarett= und thausbedarf. Jeder Imker, der Bienenzucker unter dieser Bedingung zu kaufen wünscht, trage sich sofort in die Ortsliste ein, welche vom 1. bis 10. März 1918 für die Stadt Paderborn bei der Polizeiverwaltung. für die Landgemeinden des Kreises bei den Gemeindeliegt. Die Eintragungen werden später zum Zwecke der Ausstellung der zollamtlichen Berechtigungsscheine nachgeprüft werden. Durch seine Namentin der Liste übernimmt der Imker die Verpflichtung, eine dem dritten Teile der erhaltenen Zuckergewichtsmenge entsprechende Honigmenge seiner Zeit zur Verfügung der Staatlichen Honigvermittlungsstelle z halten, welche den Abruf dieses Honigs veranlaßt und den, gesetzlichen Preis für ihn zahlt. Unter besonderen umständen rann die Stelle Erleichterungen gewähren und Ausnahmen von der Ablieserung des Honigs zulassen. * Die Verteilung des Bienenzuckers erfolgt durch den Bienenwirtschaftlichen Provinzialverband und durch die zmkexvereine.„Diese Stellen sind berechtigt, für ihre en.„und Mühewaltung Gebühren von insgesamt 10 bieninig für jeden zuzuteilenden Zentner Zucker zu erheben. Paderborn, den 16. Februar 1918. Der Landrat. Auf Grund der Kundenliste und gegen Rückgabe der Eierkarte Nr. 1(13.—24. Febr. 1918) gelangt je Person 1 Ei zur Verteilung. Preis 35 Pfg. Paderborn, 19. Febr. 1918. Magistrat der Stadt Paderborn Abteilung: Lebensmittelversergung. Kartoffel-Abgabe. Wegen des starken Frostes findet eine Abgabe von Kartoffeln nicht statt. Der Tag der Ausgabe wird bekannt gegeben. Paderborn, 18. Februar 1913 Magistrat der Stadt Paderborn. Abteilung: Zebensmittelversorgung. C. Kroburg& Co. Bielefeld. Kreis bestimmten Vertrauensmann, für Kleinvieh sofort!# g- Ab ann Genebnichurng st urschterreae zur aritt dne uanete Holzverkauft Haur Eopio fertigt gut u. preiswert an Fritz Gülle, Friseur, Paderborn, Niemekestr. 14. Chlor= tare 33 0 billigst uhrnrchorcheichen Kreisverein, Paderborn, Bogen Nr. 2. An minderbemittelte Familien der Stadt Paderborn kann DuchenBrehnhelz Die Rheinisch=Westfälische stoff= Aktie Strengs####= Aktien=Gesellschaft zu Troisdorf b. Cöln sucht noch eine große Anzahl #er, Lelhtandige Weiterverkauf an andere ohne unser, Genehmigung ist vervoten. Der Vertrauensmann ist ge4 51e Ssigehars des Viehhandelsverbandes wöchentldeten Schweine nach Benehmen mit dem Kommunalverbandes anzuzeigen. Befugnisse der Kommunalverbände in der selbständigen Aufbringung des auf sie gemäß§ 9 der Beaugtrischung Aber die Fleischversorgung vom 27. März 1910(aGBl. S. 199) von der Provinzialfleischstelle umgelegten Schweine werden durch die vorstehenoen Betimmungen nicht berührt. 4 vorstegenden Se§ 2. an„Der„Verkauf von Zuchtschweinen und Läufern zu Mastzwecken mit einem Lebendgewicht von mehr als 25 kg ster und Selbstversorger ist zulässig, sofern der für „„Staudort der Tiere zuständige Vorsitzende des Komnaue Isbandes die schriftliche Genehmigung unter gedes Proissenchzau sp, der Stückzahl, des Lebendgewichts und ohmortes.#“ sowiee des Namens, Standes und beschränktem Maße, songe Vorrat reicht, abgein lange geben werden. Preis je Ztr. 3 Mark. Lieferscheine werden im Geschäftszimmer des städt. Lebensmittelamtes, Marienplatz 2 ausgestellt. Die Abgabe des Holzes erfolgt beim städt. Fuhrpark in der Leit von 10 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachm. Paderborn, 19. Febr. 1918. Magistrat der Stadt Paderborn Ahteilung: Lebensmitrelversorgung. und des Kreises des Erwerbers erteilt hat. Bei einer Ausfuyr aus dem Bezirk des KommunalverOy lisende.# gar=hugung eine Bescheinigung des VorChOT+OTlbeizuk munalverbandes des Bestimmungsortes AArheisenimenbringen, daß die Verwendung der Tiere in der Arbetres sienen Wirtschaft des Erwerbers zur Zucht oder Selbstversotgung erfolgen soll und überwacht werden wird. Die Genehmigung ist beim Transport mittels Wagens mitzufuhren und dem Polizei=Beamten und Beauftragten Viehyandelsverbandes auf Verlangen vorzuzeigen. #. Tchweine und den Bestimmungsort nach Raßgabe dev. vzachtbriefes zu. versehen hat. 9 un####er„Verkauf von Zuchtschweinen und Läufern zu Nastzwecken mit einem Lebendgewicht von mehr als 25 ka ### den freien Handel ist verboten.. Freitag, den 22. ds. kommen in der Bentelerschen Forst bei Lippspringe im. Forstorte Rittelberg meistbietend an Ort und Steis. zum Verkauf:„% 7 328 rm Buchen=Scheitholz“ 120 rm Buchen=Astholz Versammlung beim Forsthause. Forsthaus„Heimat“, den 18. Februar 1918. Gerlinghoff. =ienten Arbeitsbedingungen, Unterkunft, Reise usw. erteilt und Meldungen nimmt entgegen Haupt-Arbeitsnachweis Paderborn, Jühenplatz 1. Wir suchen noch mehrere LUngerAbcnter u. Arucherinnen. zu kaufen gesucht. Rutz, Paderborn, Schild ern14 Geschoßdreherei Kleine, Abteilung Paderborn. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Tode unseres lieben Vaters und für die schönen Kranzspenden sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Familie Anton Koke. Lippspringe, d. 19. Februar 1918. Trauerbriefe, Totenzettel Patarhansr Ameiger