* * Nr. 202 Samstag, den 1. September 1917 31. Jahrgang. Amrriches Kreisbtatt, Anzeiger für Neuhaus und Betbruck Der Paderborner Anzeiger erscheint an allen Werksagen.— Bezugspreis monatlich frei ins Haus gebracht 50 Pfg., bei der Post abgeholt 40 Pfg., durch den Briefträger 54 Pfg.— Im Paderborner Anzeiger werden alle amtlichen Bekanntmachungen des Kgl. Landratsamtes sowie des Paderborner —.—— Magistrats veröffentlicht.——— Paderborner Zeitung Volks=Zeitung.: für das Paderborner Land Redaktion Königstraße 11— Fernruf 913 Organ des Landwirtel. Keierie Publikations=Organ vieler Behörden Anzeigenpreise: Aus dem Kreise Paderborn für die einspaltige Kolonelzeile 12 Pfg., auswärtige 15 Pfg. Im Reklamenteil 50 Pfg. Bei Wiederholungen Rabattgewährung, die bei Nichtzahlung innerhalb 30 Tagen indes erlischt. Beilagengebühr 5 Mark —— das Tausend ausschl. Postgebühren.—— Wöchentliche Gratis=Beilage„Sterne und Blumen“ Geschäftsstelle Königstraße 11— Fernruf 913 Wilson will das Wellärieg=Volkar=Geschaft noch Richt liguivieren. Gerechtfertigt und unerschüttert. [Am Wochenschluß.] ein- Nicht ganz mit Unrecht hat man gesagt, daß es im jetzigen Augenblick mehr darauf ankommt, wie der Weltkrieg ausgeht als wie er angefangen hat. Das hindert doch nicht, daß in dieser Woche das Hauptinteresse nicht dem gegolten hat, was an den Fronten geschah, sondern es erinnert fast an Friedenszeiten— den ZeugenausSensationsproßes, der sich weit, weit hinter der Front in Rußland abspielt. Nur freilich, der Inhalt jener Zeugenaussagen ist ein gar anderer, als er sonst je das Interesse 55. Zeitzngslesers gefesselt hat. Es war eine schwarze San#engur Rußland. Sie sah die große Nationalpach FFhas; der Konstituante=Ersatz, den sich Kerenskt beschieden hatte; sah diese Veranstaltung mit Erfolgen enden, so überaus bescheiden, daß Kerenski sich bemüßigt fühlte, in seiner Schlußansprache selbst hervorzuheben, die Regierung habe praktische Erfolge nicht erwartet; sah, wohl das Wichtigste, Kerenski selbst so wenig Anklang auf der Konferenz finden, daß ihm sogar die getreulichst verbündeten englischen und italienischen bescheinigen— was sie sogleich mit einer Geflissentlichkeit getan haben, die die Vermutung erweckt, sie hielten Kerenski bereits für gänzlich abgewirtschaftet und sähen sich nach einem Kerenski=Ersatz um, den sie wohl in„General Kornilow gefunden zu habep hoffen Und endlich brachte diese Woche die Zeugenvernehmungen im Suchomlinow=Prozeß, die wohl das schwärzeste Blatt in Rußlands Kriegsgeschichte darstellen. Deutschland aber steht auch vor dem böswilligsten Auge gerechtfertigt da. Wer trägt Schuld am Ausbruche des Weltkrieges?. Die Dinge liegen so eindeutig klar, von König Eduards Einkreisungspolitik an bis zu der RevanchePräsidentschaft Poincares und den strategischen Milliardenkrediten, die sich Rußland von Frankreich einräumen ließ, daß wir schwerfälligen Deutschen immer noch nicht recht begriffen haben, wie es der Fälscherkunst der Ententeleute gelingen konnte, sich der Welt als blütenweiße Unschuldslämmer zu präsentieren. Kein Zweifel aber, daß es ihnen gelungen ist. Mit verzweifelt wenig Ausnahmen schwört alles Feindliche und Neutrale rings um den Erdball darauf, daß es Deutschland war, das in wilder Eroberungslust den Weltkrieg heraufbeschwor. Ein Märlein für Kinder? Gewiß; aber es hat auch bei den Erwachsenen Glauben gefunden; und alles, was an schlüssigem Beweismaterial dagegen vorgebracht worden ist— wir erinnern nur an die Veröffentlichungen aus belgischen Archiven—. ist ziemlich eindruckslos geblieben. Jetzt kommt indessen aus sehr unerwarteter Richtung die um den Erdball hallende Bestätigung: die russische Mobilmachung, die den Stein ins Rollen gebracht hat, ist in den Aussagen von Januschkewitsch und Suchomlinow selbst wieder aufgelebt. Am 29. Juli schon hatte Januschkewitsch dem Zaren den Befehl zur Gesamtmobilisierung entlockt. Den gab er nicht wieder her; selbst als der Zar— auf Grund eines Telegramms Kaiser Wilhelms, der sich ehrenwörtlich dafür verbürgte, Deutschland träfe keine militärischen Maßnahmen gegen Rußland— den Befehl widerrufen hatte, fand er keinen Gehorsam; während der Zar vorübergehend nur eine Teilmobilmachung im Gange wähnte, ging die Gesamtmobilmachung ihres Weges. Und damit war für Deutschland schon am 29. Juli von diesen russischen Söldlingen des eigenen Größenwahns und Englands, die ohne jedwede falsche Scham jetzt erzählen, wie sie den Zaren anlogen und dem deutschen Militärattaché die Lüge mit dem Ehrenwort bestätigten, die Bwangslage geschaffen worden, zur Gegenmobilmachung zu greifen. Hiermit aber war automatisch der Weltkrieg da. Der Weltkrieg, für den der russischen Dampfwalze die entscheidende Rolle zugedacht war. Auch an sie wurde die Erinnerung in dieser Woche, unmittelbar erneut: durch den vorjährigen Gedenktag der Schlacht bei Tannenberg, Hindenburgs erste Großtat, der er seitdem so unzählige andere hat folgen lassen und dessen jetzt just einjähriges Wirken als Chef des Generalstabes des Feldheeres eine einzige einheitliche Großtat ist. Was zieht, wenn wir dieses Jahr zurückblicken, alles an unserem erinnernden Blicke vorüber! Die Niederwerfung des treulosen, wort= und vertragsbrüchigen Rumänien durch den Siegesmarsch in der Dobrudscha und den konzentrischen Einmarsch durch die Walachei in die Moldau— genialste — Geisteskinder beide Pläne des genialsten Schlachtendenkers des Weltkrieges. Die Frontverkürzung im Westen, die Umstellung der deutschen Volkswirtschaft auf größtmögliche Munitionserzeugung, was beides, im Verein mit dem Heldenmut unserer Männer draußen, allein eine Offensive Im Westen nach der andern hat im Blut der Angreifer ersticken, uns eine der Übermaterialschlachten nach der andern hat siegreich beenden lassen. Weiter: Hindenburg war es, der den Ausschlag für den uneingeschränkten=Bootskrieg ## gegeben hat, diesen Wechsel auf den Endfieg, der mit auto# matischer Sicherheit näher und näher kommt; Hindenburg war es, der das Wort:„Nicht durchhalten. sondern siegen!“ Papiermangel heißt„Sorge: Papiernot—„Elend“ Drumspare Papier!„ geprägt und uns die darin steckende Wahrheit und die in ihm selbst steckende Siegeszuversicht unermüdlich eingehämmert hat. Die Kämpfe am Westrande der Moldau mit ihren Sturmerfolgen unserer Waffen am Nord= wie am Südflügel sind, neben den Großkampftagen am Isonzo, in denen die zähe Abwehrkraft unseres Verbündeten über Italiens Übermacht in einer wochenlangen, von England und Frankreich hilfsbereit gespeisten Übermaterialschlacht Sieger geblieben ist, das lebhafteste Kampfbild, das diese Woche geboten hat. Im Westen ist eingetreten, was man bei uns militärtscherseits als Erschöpfungspause Im Generalangrist hat bezeichnen dürfen. Schon ist sie also da, jene Pause der Erschöpfung an Blu## und an Munition, die wir von Anfang an kommen sahen, und unerschüttert wie je stehen unsere Fronten Und wenn wir uns bei unserem neuen treuen Verbündeten der Zeit, erkundigen, wie es denn um den=Bootkrieg stehe, so antwortet sie uns, daß England jetzt zugibt, runk 800 Schiffe, darunter 525 große, seit dem 15. Februai verloren zu haben. Alles in allem: die Aussicht, daß wir nicht gar so viele Kriegswochen mehr zu überblicken haben werden, sie scheint ja nun wirklich immer sicherer zu mede— (ilsons Antwort an den Dapft. *„„ Die amerikanische Gesandtschafti teilt den Text der Antwort der Vereinigten Staaten an den Papst mit. Nachdem die Gründe gewürdigt sind, die dem Papst den Wunsch eingegeben hätten, daß Amerika den Weg zum Frieden einschlage, fährt die Antwort fort: Es wäre sinnlos, nachzugeben, wenn dieser Weg nicht zu dem Ziele führen würde, das er in Aussicht stellt. Nicht ein bloßer Waffenstillstand ist zu wünschen, sondern ein bleibender und dauernder Frieden. Wir dürfen nicht aufs neue vor die Verpflichtung gestellt werden, diesen Kampf auf Tod und Leben wieder durchzumachen, und nur ein nüchternes Urteil kann uns dagegen sichern. Der Kern des Vorschlags Seiner Heiligkeit ist, daß wir zum völligen Status quo ante(zur Lage vor dem Kriege) zurückkehren, daß eine allgemeine Verzeihung, Entwaffnung und Einigung der Nationen kommen soll, gegründet auf die Einsetzung eines Weltschiedsgerichts, daß ferner durch eine ebensolche Übereinstimmung die Freiheit der Meere eingesetzt und daß die Gebietsforderungen Frankreichs und Italiens, die unruhestiftenden Probleme der Balkanstaaten und die Wiederherstellung Polens entsprechenden versöhnlichen Vereinbarungen überlassen werden sollen, wie sie in der neuen Aera eines derartigen Fried us möglich werden können. Dabei soll durchaus den ünschen des Volkes Rechnung getragen werden, desse politisches Schicksal und Stammeszugehörigkeit jeweiig in Frage kommt. Es ist unverkennbar, daß niht ein einziger Punkt dieses Programmes erfolgreich###rwirklicht werden kann, wenn nicht die Wiederherstellung des Status quo ante dafür eine feste und befriedigende Grundlage abgibt. Das Ziel dieses Krieges ist, die freien Völker der Welt von der Bedrohung und gegenwärtigen Macht zu befreien, die ein umfangreicher militärischer Organismus unter der Herrschaft einer Regierung ohne Verantwortlichkeit darstellt. Diese Regierung hat im Geheimen ein Komplott geschmiedet, um die Welt kzu beherrschen, ist dann zur Ausführung dieses Plaues übergegangen, ohne Ehrfurcht vor geheiligten Vertragsverpflichtungen, noch vor den seit langem widerlegten und höchstgeschätzten Grundsätzen interuationalen Zusammenlebens und internationaler Ehre. Die Note führt dann weiter aus, daß mit einer solchen Macht in Friedensbeziehungen zu treten, ihre Macht erneuern und sie zur Fortsetzung ihrer gefährlichen Politik in den Stand setzen hieße. Zum Schlusse heißt es: Amerika strebt nach keinen materiellen Vorteilen. Die unerträglichen Rechtsbrüche, die in diesem Kriege durch die rohe Macht der deutschen Reichsregierung begangen werden, müssen wieder gutgemacht werden. Das Wort der jetzigen Beherrscher Deutschlands kann nicht als eine Bürgschaft betrachtet werden, es sei denn, daß dieses Wort ausdrücklich als der Wille und die Absicht des deutschen Volkes bekräftigt wird. Wir müssen aus diesem Grunde neue Außerungen über die Absicht der großen Völker der Mittelreiche abwarten. ** Die Note, die ziemlich umfangreich ist, äußert sich nicht klar über Amerikas Kriegsziele. Sie lehnt nur mit reichem Wortschwall den Vorschlag des Papstes ab. Es ist kein Zweifel, daß auch die Note der übrigen Ententemächte In ablehnendem Sinne gehalten sein wird. Amerika will also das Blutvergießen nicht beenden lassen und hat offenbar auch kein Interesse daran, die Vernichtung der Mensch heit zu verbindern. Mit einer Klut von Beschimpfungen lur gegen die deutsche Regierung leynt Wilson die Verhandlungen über den Frieden ab, ohne seine Bedingungen unzweideutig zu nennen. Damit dürfte die Aktion des Papstes, vorläufig wenigstens, ihr Ende erreichen. Die Antwort der Mittelmächte an den Papst ist wie in Wiener gutunterrichteten Kreisen verlautet, nicht so hald zu erwarten. Man meint an maßgebender Stelle, die Antwort erfordere Zeit und gründliche Bearbeitung der inzelnen Punkte, die je nach dem Standpunkt für die Verbündeten von größerer oder geringerer Bedeutung sei, Heftige Kämpfe in Macedonien. Mitteilungen des Wolffschen Telegraphen=Bureaus. Großes Hauptquartier, 31. August. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern steigerte sich die Kampftätigkeit der Artillerien an der Küste und zwischen Yser und Lys erst gegen Abend. Nachts kam es mehrfach zu Zusammenstößen im Vorfeld unserer Stellungen; eine Anzahl Engländer wurde gefangen.— Im Artois entwickelten sich nördlich von Lens örtliche Kämpfe, die bis zur Dunkelheit andauerten.— Südwestlich von Le Catelet entrissen Jägerkompagnien den Engländern einen Teil ihres neulichen Gewinns; zahlreiche Gefangene sind eingebracht worden.— St. Quentin lag wieder unter französischem Feuer. Herresgruppe=Deutscher Kronprinz—In der östlichen Hälfte des Chemin=des=Dames=Rückens war die Feuertätigkeit lebhaft.— Vor Verdun ging das Störungsfeuer auf beiden Maas=Ufern abends wieder in starken Artilleriekampf über, ohne daß es bisher zu neuen Angriffen kam. Östlicher Kriegsschauplatz. 1 Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nordwestlich von Dünaburg stießen russische Streifabteilungen unter Feuerschutz bei Illuxt vor; unsere Grabenbesatzung schlug den Feind zurück. Ebenso vergeblich blieben russische Unternehmungen am Narocz=See.— Bei Skala setzten einige unserer Kompagnien über den Zbrucz, brachen in die russischen Linien ein und kehrten nach Zerstörung der Grabenaulagen mit Gefangenen und Beute über den Fluß zurück. Zwischen Dujestr und Donau ist die Lage unverändert. Macedonische Front. Bei großer Hitze hielt die gesteigerte Gefechtstätigkeit an. Am Dobropolje wurden serbische Abteilungen, südwestlich des Dojran=Sees englische Vataillone unter schweren Verlusten abgewiesen. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * wtb. Berlin, 31. Aug., abends.(Amtlich.) Die Lage ist unverändert. g: Der 14. Schlachttag am JTonze. (Aus dem österreichisch= ungarischen Heeresbericht K E—.„ 5 Wien, 31. Augnt. Triest wurde gestern mittag zum vierten Male von feindlichen Fliegern angegriffen, ohne daß nennenswerten Schaden entstanden wäre.— Auf der Karsthochfläche war es verhältnismätig ruhig. Im Raume von Goerz zwang den Italienern der opferreiche Niederbruch ihrer letzten Angriffe eine Kampfpause auf, die von uns dazu beutzt wurde, einige noch verbliebene Feindnester auszuheben. Ebenso kam es nördlich von Kal, nach dem am Morgen noch einige Einzelstöße des Feindes gescheitert waren, tagüber zu keiner größeren Kampfhandlung mehr. Umso ungestümer warfen sich die italienischen Divisionen neuerlich auf die zwischen den eben genannten AbI: schnitten sich ausdehnende Front, auf unsere Stellungen bei Podlesce, Madoni, Britof und auf den seit sieben Tagen im Mittelpunkt des Isonzoringens stehenden Monte San Gabriele. Mit außerordentlicher Zähigkeit ließ der Feind Angriff auf Angriff folgen. Wieder war es der Tapferkeit und Ausdauer von Truppenverbänden aus allen Teilen Österreichs und Ungarns zu danken, daß in hin und her wogender Schlacht sämtliche Stellungen siegreich behauptet wurden. In stundenlang währenden Nahkämpfen fanden Manneszucht, Gefechtsmoral und auf gründlicher Ausbildung fußende Kampftüchtigkeit wieder einen untrüglichen Wertmesser. Voll frisch fortlebenden Angriffegeistes holten abends bei Britof, als der Italiener von seinem Anstürmen etwas abließ, unsere Abteilungen drei italienische Offiziere, 110 Mann und zwei Maschinengewehre aus den feindlichen Gräben. So war auch der 14. Schlachttag für unsere Truppen ein Tag des Erfolges. An der südtiroler Grenze, nordwestlich von Bezzecca, entrissen wir dem Feinde einen Stützpunkt. Was von den Italienern nicht im Kampfe umkam, wurde gefangen abgeführt. Die Kämpfe im Rakitna-Abschnitt. Auf dem Nordufer des Pruth sind von rheinischen, bayerischen und österreichisch=ungarischen Regimentern die stark verschanzten Stellungen auf der Dolzok=Höhe und das Dorf Bojan im Sturm genommen worden. Der hartnäckige Widerstand der Russen wurde auch auf den Hügeln nordöstlich von Dolzok nach hartem Kampfe gebrochen. Die Russen, die 1000 Gefangene, 6 Geschütze und zahlreiche Maschinengewehre einbüßten, wurden gezwungen, sich hinter den Rakitna=Abschnitt, die Grenze zwischen der Bukowina und Rußland, zurückzuziehen. * Friedensbedingungen der englischen Sozialisten. Die englische Sozialistenpartei hat für die Stockholmer Konferenz einen Bericht vorbereitet, der die Friedensbedingungen festlegt und fordert, daß die Wiedergutmachungen aus einem von allen Kriegführenden zusammengelegten gemeinsamen Fonds bestritten werden. Für die Bevölkerungen Elsaß=Lothringens, Polens, der Balkanländer, Armeniens, Indiens, Algeriens, Irlands usw. soll eine Volksabstimmung vorgenommen werden, damit diese Bevölkerungen ihre Regierungen selbst wählen können. Ferner verlange die englische Sozialistenpartei, daß Mesopotamien an die Türkei, die deutschen Kolonien an Deutschland zurückgegeben werden. * Russengreuel in Galizien. Die russischen Soldaten haben auf ihrem fluchtartigen Rückzuge aus Galizien in einer Weise gehaust, die an die schlimmsten Untaten der zaristischen Armee erinnert. In Tarnopol und Stanislau wurden sämtliche Häuser der wohlhabenden Bevölkerung geplündert, in Brand gesteckt und zerstört. Am schlimmsten hausten die Russen in dem Städtchen Kalusz, das heute ein Trümmerhaufen ist. Das Zentrum des Ortes, das Geschäftsviertel ist vollkommen zerstört. Die Brandkomp gnien raubten, mordeten und schändeten Frauen. Die Männer, die Einspruch erhoben, wurden niedergeschossen. Einzelnen Einwohnern gelang es, sich durch hohe Lösegelder loszukaufen. Nach Aussagen der Juden sind an dem Tage der Räumung 13 Juben und 10 Christen ermordet worden. Der ruthenische Pfarrer von Kalusz erklärte, daß in jedem zweiten Haus die Frauen und Mädchen geschändet wurden. Goldene Uhren, Uhrketten und Geldtafchen wurden sowohl dem Pfarrer als auch seinem Bruder gestohlen. 2 Kleine Kriegepolt. 1— Berlin, 31. Aug. Der Kaiser hat im Großen Hauptquartier den Besuch des Großherzogs von MecklenburgSchwerin, der sich zu seinen Truppen an die Front begab, empfangen. Auch der Botschafter Graf Bernstorff weilte im Großen Hauptquartier. Helsingfors, 31. Aug. Die russischen Truppen, welche das Landtagsgebäude besetzt hatten, hinderten die Abgeordneten am Betreten des Gebäudes. 79 sozialistische Abgeordnete begaben sich in das Gebäude des alten Landtags und nahmen mit 44 gegen 35 Stimmen eine Resolution an, welche anerkennt, daß eine Sitzung in gesetzmäßiger Weise abgehalten spürde. „ Vom Tage. #..: Die Ententewühlereien in Spanien. Das Beispiel des niedergeworfenen und vergewaltigten Briechenlands hat den machthabenden Herren der Entente Nut gemacht. Sie möchten Spanien jetzt auf die gleiche Zeise behandeln. In Madrid ist die Außerung Ribots Kanntgeworden. nach der die Sverre der spanischen Häfen für deutsche=Boote unmittelbar durch französische Drohungen von Spanien erpreßt wurde. Die im Lande entstandenen Unruhen sind nach spanischen Zeitungen ebenfalls von Frankreich angezettelt, um Spanien gefügig zu machen. Wie die französische Presse ungeniert verrät, wird von der Entente nichts Geringeres angestrebt, als die Beseitigung König Alfons und damit der Monarchie. Mit der Leitung der spanischen Republik will man dann den Ententefreund Graf Romanones betrauen. Das ist der Plan, und um ihn zu verwirklichen, werden keine Mittel gescheut, mögen sie noch so unsauber sein. Cadorna fürchtet schlechtes Wetter. In einer langen Rede, die er dem„Minister der unerlösten Gebiete" Barzalai hielt, erklärte der italienische Generalissimus Cadorna, noch vor dem Endsieg könne Italien auf seine unvergleichlichen Leistungen stolz sein, denn die geopferten Menschenleben und Milliarden hätten schon heute Italiens Würde, Machtbewußtsein und Prestige in der Welt ungeheuer gesteigert. Nun sei es notwendig, daß das Wetter nicht so schlecht werde, wie es eben leider zu werden drohe.— Ein seltsamer Zufall will es, daß die italienischen Blätter unter diese Mitteilung die Meldung setzen, daß die von den„Feinden herangeschafften Verstärkungen einen Einfluß auf die Schlacht auszuüben beginnen“. Dolitische Kundschau. Deutsches Reich. * Unter den mannigfachen Vorschlägen zur Reichsfinanzreform finden die Dr. Kuczynskis, des Direktors des Statistischen Amtes der Stadt Berlin=Schöneberg allgemeine Beachtung. Dr. Kuczynski schlägt neben andern eine Ausgestaltung der Einkommensteuer in der Art vor, daß Einkommen bis zu 900 Mark freibleiben. Die weiteren Einkünfte sollen von drei zu dreihundert Mark mit einer wachsenden Steuer von—40% belegt werden, wobei für jeeinen unterhaltsberechtigten Familienangehörigen 300 Mark steuerfrei bleiben sollen. Danach würde beispielsweise zu zahlen haben bei einem Einkommen von 5000 Mark eine alleinstehende Person 525 Mark, ein kinderloses Ehepaar 468 Mark, ein Ehepaar mit 1 Kind 414 Mark, mit 2 Kindern 363 Mark, mit 3 Kindern 315 Mark, mit 4 Kindern 270 Mark, mit 5 Kindern 228 Mark usw. Dr. Kuczynski meint, wenn so die Einkommensteuer ausgestaltet und eine starke Vermögensabgabe verlangt würde, so würde das Reich aus eigener Kraft in der Lage sein, seine etwa 13 Milliarden jährlich betragende Schuldverpflichtung aufzubringen. Dr. Kuczynski warnt endlich vor einer Überschätzung der Erträge aus Monopolen. * Die Beteiligung der christlichen Gewerkschaften an der Nenordnung im Innern fordert nachdrücklich das Zentralblatt der christlichen Gewerkschaften Deutschlands. Das Blatt führt u. a. aus:„Was die Gewerkschaften für das Fruchtbarmachen der in der Arbeiterschaft liegenden Kräfte in staatspositivem Sinne bedeuten können, das hat die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie bis zu den Ereignissen dieses Krieges grell beleuchtet. Die deutsche Sozialdemokratie in ihrer Mehrheit hätte nicht so vaterländisch gedacht und gehandelt, wenn nicht der Einfluß der Gewerkschaften in so starkem Maße in der Sozialdemokratie zur Geltung gelangt wäre. Die bewährten Vertretungen der einzelnen Volkskreise bei Gestaltung des Uffseltlichen Lebens müßten dauernd wirksam zur Geltung kommen und die Gewerkschaften vollberechtigt mitten drin stehen, um ihren Einfluß uneingeschränkt zur Geltung bringen zu können. * In der letzten Sitzung des Bundesrats wurden angenommen die Vorlage über die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten, die Vorlage betreffend die Veröffentlichung der Handelsregistereintragungen und ein Antrag auf Verlegung des Inkrafttretens der Bekanntmachung vom 3. August 1917 über die Veranstaltung von Lichtspielen. Rubland. *c Der Kampf der Parteien tolt in Rußland weiter. Jedermann steht unter dem peinlichen Eindruck, daß die Moskauer Konferenz keine Klärung der Lage gebracht, sandern nur das Elend des Landes gezeigt und die Gegensatze vertieft habe. In Petersburg, wo die Brotrationen herabgesetzt werden mußten, kam es erneut zu blutigen Straßenkrawallen. Es wurden einige neue Regimenter nach der Hauptstadt entsandt, weil sich dort unter den Truppen wieder Fälle von Disziplinlosigkeiten ereigneten. Selbst italienische Berichte geben zu, daß die Disziplinlosigkeit in und hinter der Front trotz aller strengen Maßnahmen der Heeresleitung zunimmt. — O X. Weisen Wichtige Tagesereignisse zum Sammeln. 31. August. In Flandern starkes Artilleriefeuer. Ortliche Zusammenstöße endeten zu unseren Gunsten.— Russische Angriffe bei Illurt abgeschlagen.— An der macedonischen Fron trotz großer Hitze gesteigerte Gefechtstätigkeit. Griechenland. &am Die Verfolgung der Anhänger König Konstantins wird von Venizelos und seinen Getreuen eifrig fortgesetzt So haben jetzt die Mitglieder der venizelistischen Mehrhei beschlossen, von der Kammer zu fordern, daß der ehemalig Ministerpräsident Gunaris, der augenblicklich in Korfik interniert ist, wegen des Abschlusses der 800=Millionen Anleihe mit Deutschland und Auslieferung des Fortt Rupel in Ostmacedonien an die deutsch=bulgarischen Trupper in Anklagezustand versetzt werde. Freilich, das anscheinend Wachstum der venizelistischen Macht stößt in ander Kreisen des Volkes auf starken Widerspruch, der nur durch eiserne Gewalt niedergehalten werden kann. Es fragt sich„ ob Venizelos in diesem Kampfe endgültig Sieger bleiber pird.— Aun In- und Ausland. Berlin, 31. Aug. Dem Vernehmen nach soll der Regierungspräsident von Potsdam. Herr v. Starck, zum Regierungspräsidenten von Köln ernannt werden. Berlin, 31. Aug. Wie es heißt, reist der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Dr. v. Kühlmann heute nach Wien. um sich Kaiser Karl vorzustellen. " Wien, 31. Aug. Im neuen endgültigen Kabinett Seidler behält der bisherige Minister des Innern Graf Toggenburg sein Portefeuille. Wien, 31. Aug. Die bisherigen Leiter der einzelnen Ministerien sind zu Ministern ernannt worden. Neu eingerichtet werden Ministerien für soziale Fürsorge und für Volks= 8 gesundheit. Krakau, 31. Aug. Das erste ukrainische Ministerium ist infolge der ablehnenden Stellungnahme der Petersburger Regierung zurückgetreten. Im Lande herrscht große Erregung. Kopenhagen, 31. Aug. Die Organisation der englischen Grubenarbeiter verlangt unter Androbung des allgemeinen Ausstandes eine Lohnerhöhung von 25%. . Bern, 31. Aug. In allen größeren Städten der Schweiz sanden Teuerun= undgebungen der Arbeiterschaft statt. Die Ruhe mun#e nirgends gestört. Lokaler Teil. Merkblatt für den 2. und 3. September. Sonnenaufgang 61(61) Monduntergang 7* V.(88)V. Sonnenuntergang 7“(°) l Mondaufgang 7“ N.(°)N. 2. September. 1851 Dichter Richard Voß geb.— 1852 Französischer Schriftsteller Paul Bourget geb.— 1853 Chemiker Wilhelm Ostwald geb.— 1870 Kapitulation von Sedan: Napoleon III. und seine Armee kriegsgefangen.— 1893 Sudanfeldzug: Sieg des englisch=französischen Heeres unter Lord Kitchener über die Derwische; Einnahme Omdurmans; Zusammenbruch des Mahdireiches.— 1915 Eroberung der Festung Grodno durch die Armee Eichhorn.— Rückzug der Russen in Ostgalizien hinter den Sereth. 3. September. 1609 Gründung der Stadt Newyork.— 1658 Oliver Cromwell, Lord=Protektor von England, gest.— 1816 Schauspieler und Dramatiker Friedrich Ludwig Schröder gest.— 1849 Philosoph und Dichter Ernst Freiherr v. Feuchtersleben gest.—9 1850 Assyriolog Friedrich Delitzsch geb.— 1877 Französischer Staatsmann Adolphe Thiers gest.— 1914 Deutsche Reiterei streift bis vor Paris.— Die französische Regierung wird nach Bordeaux verlegt.— Kardinal della Chiesa(Benedikt XV.) zum Papst gewählt.— Die Österreicher räumen Lemberg.— 1915 Die Deutschen erstürmen den Brückenkopf von Friedrichstadt. * Volksernährung. Zur Verringerung der Ferkelbestände werden bereits von einzelnen Landesernährungsämtern Maßnahmen getroffen. So hat das anhaltische Landesernährungsamt bestimmt, daß auch Ferkel mit Genehmigung der für Hausschlachtungen zuständigen Behörden zum Zwecke der Selbstversorgung geschlachtet werden können. Gleichzeitig ist der Viehhandelsverband beauftragt worden, durch seine Kommissionäre Ferkel zu Schlachtzwecken anzukaufen. Mit Rücksicht auf den verhältnismäßig hohen Knochengehalt der Ferkel soll das Fleisch von Ferkeln im Lebendgewicht bis zu 30 Pfund nur mit dem vierten Teil des Schlachtgewichts in Anrechnung gebracht werden. = Ausroden der Spätkartoffeln. Es sei nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die Spätkartoffeln nach einer Anordnung des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen nicht vor dem 15. September gerodet werden dürfen. Alle Uebertretungen werden unweigerlich mit Strafe geahndet. * 9 Samzirleict. Roman von Reinhold Ortmann. (Nachdruck verboten.) Niemals, soweit seine Erinnerungen zurückreichten, hatte seine schüchterne kleine Schwester gewagt, eine derartige Sprache ihm gegenüber zu führen. Er sah sie an, und es war ihm, als wäre sie auch körperlich gewachsen, als wären Züge in ihr Gesicht gekommen, die er früher nie darin gesehen. Die da vor ihm stand, war nicht mehr das zu Fügsamkeit und blindem Gehorsam erzogene, in mndlicher Unerfahrenheit erhaltene junge Mädchen, sondern es war ein zum Bewüßtsein seines Selbstbestimmungsrechtes gelangtes Weib, das eine schwere Anklage erhob, statt um gnädige Strafe zu betteln. Und Cäsar Frederiksen fühlte bei ihrem Anblick, wieviel Berechtigtes in dieser Anklage war. Sanft legte er seinen Arm um sie und zog sie näher zu sich heran. „Warum bist du nicht zu mir gekommen, Margarete, als du glaubtest, daß dir ein Unrecht geschähe? Warum hast du dich mir nicht offenbart?“ „Kannst du mich das im Ernst fragen— mich, die man nie etwas anderes gelehrt hatte als willenlose Unterwerfung unter die Gebote derer, die zu meinen Lenkern und Erziehern bestellt seien? Bei jedem Fremden hätte ich eher Verständnis und Mitgefühl für meine Kämpfe und Leiden zu finden gehofft, als bei der Großmutter oder bei dir.“ # zu höreng ust sehr traurtg für mich. Aber wos soll ig, aun tun, Margarete, um dich zu uberzeugen, daß ## dich täuschtest? Womit soll ich mir deinen Glauben an meine Liebe zurückgewinnen?“ „Frage mich das nicht; denn ich wüßte nicht, was ich dir darauf antworten soll. Wir wollen versuchen, gut und freundlich miteinander zu leben. Vielleicht wird dann nach und nach alles so werden, wie du es wünschest. Es gab ein Schweigen; dann sagte der Konsul: „Henry ist hier in München. Hast du vielleicht den Bunsch, mit ihm zu reden?“ Schnell und bestimmt erfolgte ihre Erwiderung. „Nein.“ Ich weiß ja, daß er selber nicht den Wunsch hat, mich zu sehen. „Du weißt es?— Von wem kannst du das erfahren haben?“ „Ich bin unmittelbar nach Helga heruntergekommen, weil ich es oben in meinem Zimmer nicht mehr aushielt. Und ich habe in dem Nebengemach dort beinahe alles gehört, was hier zwischen euch gesprochen wurde. Es war wohl das erstemal in meinem Leben, daß ich bewußt und absichtlich gehorcht habe. Aber ich bereue nicht, daß ich es getan. Und damit es nicht wieder zu häßlichen Mißverständnissen zwischen uns kommen kann, Cäsar, möchte ich dir gleich in diesem Augenblick erklären, daß ich niemals einen von den Männern heiraten werde, die du vielleicht für mich auszusuchen gedenkst— Harald Sieveking ebensowenig als irgendeinen anderen.“ „Das heißt: Einen würdest du doch wohl nehmen, wenn ich daran dächte, ihn für dich auszusuchen— den einen, der soeben von hier fortging— nicht wahr?“ Mit einer Kopfbewegung, die ihn lebhaft an das Gebärdenspiel seiner Großmutter erinnerte, wenn es sich für die alte Dame darum gehandelt hatte, eine unumstößliche Willensmeinung kundzugeben, blickte Margarete zu ihm auf. „Ich werde Henrys Frau werden, sobald er kommt, mich zu verlangen. Und ich werde auf sein Kommen warten, wenn auch noch zehn oder zwanzig Jahre darüber vergehen müßten. Dann aber wird nichts mich hindern, ihm anzugehören— nichts— nichts!“ „Und wenn er niemals käme, Margarete? Da du gehorcht hast, mußt du ja aus seinem eigenen Munde gehört haben, welches Gelöbnis er sich abgelegt hat. Und ich traue ihm zu, daß es ihm Ernst damit ist. Er will durch eigene Kraft das Schicksal bezwungen haben, ehe er zum zweiten Male um dich wirbt.— Wie nun, wenn es ihm niemals gelingt, es zu bezwingen?“ „Dann werde ich eben unverheiratet bleiben. Aber ich weiß, daß es ihm gelingen wird. Wenn Helga bei ihm ist, gelingt es ihm ganz gewiß.“ Wie ein helles Leuchten ging es in Cäsar Frederiksens Augen auf. Er beugte sich über seine Schwester herab und küßte sie auf die Stirn. „Ja, Margarete,“ sagte er leise,„das glaube auch ich. Wenn Helga bei ihm ist, wird es ihm gelingen. Und darum werde ich dich nicht hindern, aus sein Kommen zu warten. In diesem Augenblick trat die junge Frau wieder ins Zimmer. Und sie lächelte beglückt, als sie die Geschwister in zärtlicher Umarmung sah. 21. Kapitel. Es war um die neunte Morgenstunde eines schwülen, gewitterschwangeren Julitages, als Henry Frederiksen mit einem Aufatmen der Befriedigung den letzten der vielen Briefe beiseite legte, die die Frühpost ihm auf den Schreibtisch geworfen hatte. Ein Gefühl des Behagens weitete seine Brust bei dem Gedanken, um wieviel erfreulicher die geschäftliche Korrespondenz der FirmaDeiters& Co. während dieser drei Monate seiner Tätigkeit bereits geworden war und wieviel Gutes allerlei von ihm geschaffene Anknüpfungen für eine nahe Zukunft noch verhießen. Täglich auf's neue segnete er es in der Stille des Herzens als einen der glücklichsten Zufälle seines Lebens, daß sich ihm unmittelbar nach der Auflösung seines Berliner Geschäftes dieser Platz eines jüngeren Teilhabers in dem Leipziger Handelshause Deiters& Co. aufgetan hatte. Er hatte als Bankier in lebhaften geschäftlichen Beziehungen zu der Firma gestanden, und der alte Emanuel Deiter seit dem Tode seinen Kompagnons der alleinige Inhaber des Hauses, war bei seinen häufigen Reisen in die Reichshauptstadt niemals an dem Frederiksenschen Kontor vorübergegangen, ohne ein Viertelstündchen mit dem ihm besonders sympathischen jungen Hamburger zu verplaudern. Er war ein Kaufmann von der altmodischen Art, Hagestolz und ein wenig Sonderling. Seitdem er den Teilhaber verloren hatte und an der Bürde des Alters wie an allerlei körperlichen Gebresten immer schwerer tragen mußte, wollte es mit seinem bisher hochgeachteten und recht einträglichen Geschäft nicht mehr recht vorwärts gehen.:(Fortsetzung kolgt.) * * — Beteranenbeihilsen. Alle Empfänger von Veteranenbeihilsen erhalten auf Anordnung des Reichskanzlers am 1. September d. J. eine einmalige Beihilfe von 25 Mark mit ihrer Veteranenbeihilfe gezahlt. Die Zahlungsstellen haben bereits Anweisung zur Auszahlung erhelten. 0 Der Winterfahrplan 1917/18 wird im ganzer rleich einen Monat später, also erst am 1. November, er scheinen. Die deutschen Eisenbahnen haben sich auf dieser Zeitpunkt geeinigt, und zwar aus dem Grunde, wei mancherlei Fahrplanverschiebungen noch von der Beschaffung ser Köhlen abhangen. * Kriegsausschuß für Sammel= und H lferdienst. Abfallund nützliche, sonst nicht ben uie Rohseeffe wirden jetzt überall gesammelt. Im Wesen des Sammelns lieg. es aber, daß das, was im kleinen oder einzelnen geschieyt, im großen seine Zusammenfassung findet. Diese Zusammenfassung zu bewirken, wurde der„Kriegsausschuß für Sammel= und Helferdienst" ins Leben gerufen. Er soll die vorhandenen Sammelorganisationen ausbauen und wo erforderlich, ergänzen. Die Adresse des Kriegsausschusses für Sammel= und Helferdienst ist: Berlin W 8, Charlottenstraße 71. 5 Einsammeln von Wildfrüchten und Wildgemüse. Welch' gar nicht voll gewürdigter Reichtum ist in unsern Wäldern, auf den Feldern und Fluren zu finden! Da gibt es Weißdornfrüchte als Kaffee=Ersatz, Eicheln und Kastanien zur Vermehrung der Bestände an Nahrungsund Futtermitteln, Pilze zur willkommenen Bereicherung unseres Küchenzettels, Brennesseln zur Verwertung für Gespinststoffe, aber auch begehrt als wohlschmeckender Salat, da bieten die Blätter des Brombeer= und Himbeerstrauches und der Erdbeerpflanzen willkommenen Ersatz für Tee, und welch' reiche Auswahl noch nicht gekannter, aber der Tafel nicht zur Unehre gereichender Wildgemüse und Salate setzt uns des weiteren die gütige Mutter Natur vor. Wir nennen nur Sauerampfer, Melde, Wegerich, Schafgarbe, Hederich, Knopfkraut, wilder Hopfen, Gundermann, Ochsenzunge, Löwenzahn, Pimpinelle, Rapunzel, Erdnuß, Nachtkerze, das sehr wohlschmeckende Wurzelstück von Rohrkolben, Pfeilkraut u. a. Aber freilich, nur eine große, vielseitige und zielbewußte Sammeltätigkeit kann das erwünschte Ziel erreichen. Es ist die vaterländische Pflicht jedes einzelnen von uns daheim Gebliebenen, daran mitzuwirken. Niemand darf sich davon ausschließen. Nicht eindringlich genug kann dies betont werden. Vor allem gehört auch eine wohldurchdachte Organisation dazu, wie eine solche schon in vielen Städten und Dörfern besteht und dort die schönsten Ergebnisse erzielt. An die Verwaltungen der Städte und Dorfgemeinden ergeht daher immer wieder der Mahnruf, solche Organisationen, wo sie noch nicht bestehen, ins Leben zu rufen. Lehrern und Vereinsleitern bietet sich hier eine dankbare Gelegenheit, durch Veranstaltung von Ausflügen, die das Angenehme und Lehrreiche mit dem Nützlichen verbinden, den Sammeleifer anzuregen. Nähere Anweisungen, wie solche Organisationen geschaffen sein sollen und am zweckmäßigsten ins Leben zu rufen sind, erteilt der Kriegsausschuß für Sammel= und Helferdienst, Abteilung B. des Kriegsamts in Berlin. Lippspringe. nä Paderborner Stadtchronik. Die Neuregelung des Gasverbrauchs in der bekanntgegebenen Festsetzung wird die Familien in schwere Unzuträglichkeiten bringen. Namentlich werden die Familien und * Geschäfte unter der Einschränkung zu leiden haben, die in den Vorjahren schon aus patriotischem Gefühl dem Rufe nach.reiwilliger Einschränkung des Gasverbrauchs nach Kräften gefolgt sind, denn diesen wird es in vielen Fällen glatt unmöglich sein, sich um ein weiteres Fünftel einzuschränken. Sie werden also auch in erster Linie von dem Strafaufschlag und den sonst noch angedrohten Unannehmlichkeiten betroffen werden, während die„Verschwender“ gleichzeitig belohnt erscheinen und eine Prämie gleichsam dafür erhalten, daß sie im Vorjahre nicht gespart haben. Das ist es auch was den Unwillen weiter Kreise in allen Städten gegen die Anordnung hervorruft und, wie das die ersten Zuschriften bestätigen, auch hier hervorrufen wird. Wir wollen einstweilen davon absehen, diese Eingänge zu veröffentlichen, in der Annahme, daß man auch der Paderborner Bürgerschaft und Geschäftswelt, das gewähren wird und kann, was anderwärts auf die Beschwerden zugestanden worden ist. So hat die bürgerliche Gegenwehr in Berlin und anderen Städten erreicht, daß der erlaubte Verbrauchssatz von 80 auf 90% erhöht wurde und ferner wird der Vergleich mit dem Vorjahre nicht monatlich sondern vierteljährlich genommen werden. Wir unterstützen diese Konzessionen auch für Paderborn nachdrücklichst und erwarten, daß sich auch das Er4yrungsamt und die Stadtverordneten für diese notwendige Abanderung einsetzen werden. Es muß gespart werden, auch an Gas und Elektrizität, es muß aber auch die Möglichkeit gewahrt bleiben, die zum Leben notwendigsten Gelegenheit zum Verbrauch zu haben. Großmöglichste Sparsamkeit übt schon heute jede Hausfrau und jedes Geschäft und dann haben wie erwähnt, die Verbraucher Anspruch darauf, ihre vorjährige Sparsamkeit nicht büßen zu müssen.— Auch in der gestrigen Sitzung , d e r K o n s u m e n t e n= V e r e i n i g u n g w u r d e s c h a r f g e g e n d i e Anordnung Stellung genommen und dieselbe als eine ungerechtfertigte Maßnahme, und als eine Bestrafung der sparsamen Verbraucher bezeichnet. * .— Zum Leutnant d. R. befördert wurde Vizefeldwebel Kampschulte von hier. X Apothekendienst. Am Sonntag, den 2. d. M. ist die * Löwen=Apotheke geöffnet. Von Montag, den 3. bis Samstag, den 8. d. M. steht die Löwen=Apotheke dem arzneibedürftigen Publikum nachts auf Nachtglocke zur Verfügung. — Strafkammersitzung zu Paderborn am 31. Aug. Die Zöglinge Hermann Schreiber und Paul Kremer, beide aus Klausheide hatten zu Westerloh am 16. Mai dem Landwirt Heinrich Bröckelmann 40 Pfund Speck, 2 Mettwürste, 2 Paar Schuhe, 10 Eier, 2 Paar Strümpfe, Zucker= Brot= und Seifenkarten, 2 Schachtel Streichhölzer und.50 Mk. bares Geld und D zu Hagen am 21. Mai dem Bernhard Berkemeier 4 Denkmünzen entwendet und in der Umgegend von Paderborn gebettelt. Die Angeklagten wurden wegen des Diebstahls zu einer Gesamtgefängnisstrafe von je 4 Monaten Gefängnis, wegen Bettelns zu 5 Tagen Haft verurteilt.— Das Dienstmädchen„Bernhardine Waldhoff und die Ehefrau Josefine Waldhoff, beide wohnhaft zu Dortmund, waren beschuldigt: Bernhardine Waldhoff zu Paderborn im Mai 1917 der Witwe Düsterhaus hierselbst einen größeren Posten Lebensmittel und Kleidungsstücke entwendet zu haben, um ihr die Vorteile des Verbrechens zu lichern. Vor Eintritt in die Verhandlung nahm jedoch die Witwe üsterhaus den Strafantrag gegen die Ehefrau Waldhoff zurück. die B. W. gab die Beschuldigungen zu und wurde daher wegen schweren Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von 6 Wochen und in die sie treffenden Kosten des Verfahrens verurteilt. Das Verfahren gegen die Ehefrau Waldhoff wurde eingestellt und die sie treffenden Kosten der Witwe Düsterhaus auferlegt.— Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde verhandelt gegen den Maurerlehrling Heinrich Leifering und den Ackergehilfen Stefan Knievel, beide aus Dahl. Die Angeklagten wurden wegen des Verbrechens nach§ 176 Nr. 1, Leifering zu einer Gefängnisstrafe # 3 Monaten, Knievel zu einer Gefängnisstrafe von 6 Wochen #nd in die Kosten verurteilt.. L. Benefiz=Konzert im Arminiusbad. Morgen Sonntag abend findet wie im Anzeigenteile bekannt gegeben ist ein populärer Musik=Abend zum Benefiz für Herrn Kapellmeister Fritz Grosse statt. Die Besucher und Freunde des Arminiusbades werden es als selbstverständliche Ehrenpflicht betrachten, den Ehrenabend des verdienstvollen Leiters der Kurkapelle durch ein besonders volles Haus und vollzähliges Erscheinen auszuzeichnen. Musikdirektor Grosse hat gewiß Anspruch auf diesen Ausdruck der Dankbarkeit der Musikfreunde, denn er verschaffte ihnen auch in dieser dritten Kriegs=Bade=Saison unter erschwerten Verhältnissen wieder zahlreiche genußreiche Stunden. Er verstand es seine Kapelle auf guter Höhe zu halten und verstand es auch heuer wieder dem Geschmack der Zuhörerschaft volle Rechnung zu tragen. Auf eine große Anteilnahme des Publikums an seinem Ehrenabend darf Musikdirektor Grosse daher gewiß rechnen. „„* * Neuhaus, 1. September. Die Kartoffeln sind im allgemeinen 14 Tage weiter voran, als in nomalen Jahren. Seit der Boden hinreichende Feuchtigkeit erhalten hat, sind die Spätkartoffeln rasch voran gegangen. Bei reichem Ansatz übertreffen sie bezüglich der Gewichtsmenge heute schon vielfach die Frühkartofseln. Knollen im Gewicht von 300—400 Gramm sind gar keine Seltenheit. * Neuhaus, 1. September. Das Eiserne Kreuz erhielt Musketier Anton Schnieder in Nesthausen 197 bei Neuhaus. Von Nah und Fern. * Driburg, 1. September. Die Stadtverordneten beschlossen die Erhöhung des Stundenlohnes für Tagelöhner.— Der Waldbrand am 5. Mai durch den 2157 Mark Schaden verursacht wurden, entstand durch Leichtsinn und Unvorsichtigkeit des Schülers Frevert beim ohnehin verbotenen Zigarettenrauchen. im Walde. Die Stadtverordneten beschlossen, den Vater des Schülers verantwortlich zu machen und von ihm Schadenersatz zu verlangen.— Im Herbst findet eine Ersatzwahl der Stadtverordneten statt. oo Lippstadt, 31. Aug. Das neue Kreishaus fertig. Am heutigen Tage wurden die Diensträume des Landratsamts, Versicherungsamts und der Einkommensteuerveranlagungskommission in das neue Kreishaus verlegt. O Hamm(Westf.), 1. September. Die StadtverordnetenSitzung beschloß die Einrichtung einer städt. Schuhbesohlanstalt für die minderbemittelte Bevölkerung. Es sollen zunächst je 10000 Lederschuhe mit Holzsohlen(sogenannte Kriegsstiefel) und Holzschuhe hergestellt werden. Ferner stimmte die Versammlung der Gründung einer gemeinnützigen Baugesellschaft zur Förderung des Kleinwohnungswesens zu. Die Stadt wird sich mit einem Kapital von 100000 bis 150000 Mark beteiligen. Die Baugesellschaft will hauptsächlich Wohnungen für die heimkehren den Krieger, sowie für minderbemittelte und kinderreiche Familien beschaffen. ** Vom Rhein, 1. September. Aus Rheinhessen wird berichtet: Während in guten Lagen schon zu Anfang August überall reife Trauben angetroffen wurden, schreiten jetzt auch in mittleren Lagen bereits. allenthalben die Trauben ihrer Reife rasch entgegen. So wurden schon vor acht Tagen in Wallertheim völligr eife weiße Trauben geschnitten, ebenso jetzt auch in Wörrstadt und anderen Gemarkungen. Seit dem Jahre 1865 ist der diesjährige Termin der ersten Traubenreife der früheste der bis jetzti n Wallertheim konstatiert wurde. * Heidelberg, 1. September. Bei Cupelbachhütte wurde der Kaufmann Sigmund Wolff ermordet und beraubt aufgefunden. Der Täter, ein Schneidergeselle namens Hellinger aus Leimen, wurde verhaftet; er hat bereits ein Geständnis abgelegt. Vermischtes 5 Morotat eines russischen Kriegsgefangenen. In Macksit bei Plathe wurde die Tochter des Bauernhofs besitzers Böttcher, während die Eltern zur Teilnahme an einer Beerdigung außerhalb weilten, von einem russischen Gefangenen durch 7 Schüsse getötet. Der Täter schoß sich hierauf eine Kugel in den Kopf, verletzte sich aber nur schwer und wurde nach dem Krankenhaus in Plathe gebracht. Der Grund zu der Mordtat konnte noch nicht geklärt werden. 0 Beulenpest in England. Das englische Gesundheitsamt gab auf Anfrage zu, daß am 13. August der Dampfer „Martiana“ aus Bombay in Gravesend(Themse) angekommen war und die Beulenpest mitgebracht hatte. Neun Opfer waren schon während der Überfahrt auf See versenkt worden, sechs weitere Personen wurden gleich bei der Ankunft des Schiffses nach dem Denton=Hospital gebracht, wo sie inzwischen gestorben sind. Die übrige Bemannung wurde in eine Überwachungsstation gebracht. Das Schiff hatte vor dem Eintreffen in der Themse in Falmouth Waren und Personen gelandet, so daß die Möglichkeit der Übertragung der Pest auf die dortige Hafenbevölkerung nicht ausgeschlossen ist. Das Schiff liegt setzt in Quarantäne. 6 Wildablieferung bei Treibjagden. Die Großherzoglich Sächsische Regierung hat eine Verordnung erlassen, die die Wildabgabe bei Treibjagden an die Kommunalverbände regelt. Danach beträgt die abzuliefernde Menge bei Hasen die Hälite der Strecke; jedoch sollen 15 Stück den Veranstalter der Jagd verbleiben. Bei Rotwild, Damwild und Rehwild muß, wenn mehr als zwei Stück erlegt, die gesamte übrige Menge, wenn nur zwei Stück erlegt sind, die Hälfte abgeliefert werden. Wenn nur ein Stück erlegt ist, findet keine Abgabe statt. Für Zuwiderhandlung werden hohe Freiheits= und Geldstrafen angedroht. 0 Feindliche„Sabotage“? Auf dem dem Grafen Neidhardt von Gneisenau gehörenden Gute Sommerschenburg sind in letzter Zeit 25 Zugochsen und Kühe an Fremdkörpern(Drahtenden und Nägeln), die den Tieren von ruchloser Hand beigebracht worden sind, eingegangen. Auf die Ermittlung des Täters ist eine hohe Belohnung aus. gesetzt worden. 0 Schliefung von Hotels in Brunshaupten. Nach einer Mitteilung der Doberaner Kreisbehörde für Volks. ernährung sind in dem bekannten mecklenburgischen Kurort Brunshaupten drei Hotels und Pensionen wegen Unzuver lässigkeit geschlossen worden. 0 Todesstürze französischer Flieger. Die Pariser Presse meldet wiederum vier Todesstürze französischer Flieger.— Der Sohn des Generals Boutticaux, ein Flieger leutnant wurde im Luftkampf getötet. Der Sohn des Senators Menier wird seit Freitag nach einem Luftkampf mit einem deutschen Flugzeug vermißt. Bei Amberien bei Lyon stürzten zwei Militärflieger tödlich ab. 0 Frühe Kälte in Amerika. Pariser Blättern zufolg zeht gegenwärtig über Nordamerika eine ungewöhnlich Kältewelle. Das Thermometer fiel vor einigen Tagen i Thicago auf 8 Grad unter Null und in Wisconsin auf 3 Gral inter Null. und sei bekeit für nicht seh.desesferter Rechnunge, händige Preii eeuliche“ Eremplare an wie die Gastf zu zahlen, um den Nachkommen zu zeigen aller Zeiten Ziss besiter mitten in dem furchtbarsten KriegBei uns scheint dereg Landsleute übervorteilt haben wickelt zu sein. Sammeleifer leider nicht so weit ent, Letzte Nachrichten. Die Lage in Flandern. Berlin, 31. Aug. Von zuständiger Seite wird uns berichtet: In Flandern stockt der englische Angriff auch weiterhin, hingegen entfalteten die Deutschen eine rege Gefechtstätigkeit. An verschiedenen Frontabschnitten verbesserten die Deutschen ihre Stellungen und schoben die eigenen Gräben vor. Deutsch=österreichische Gemeinsamkeit in der Polenfrage. Wien, 31. Aug. Die Einstellung der polnischen Legionen in die Front ist das Ergebnis der kürzlich in Berlin stattgefundenen Verhandlungen, bei denen die von der k. u. k. Monarchie unterbreiteten Vorschläge von deutscher Seite bereitwilligst angenommen wurden. Klofae wieder Führer der Tschechen. Wien, 31. Aug. Der Reichsratsabgeordnete Klofac, der kürzlich von der Anklage des Hochverrates durch die kaiserliche Amnestie begnadigt wurde, ist in Prag eingetroffen, un wiederum die Führung der tschechisch= nationalen Partei zu übernehmen. Neue Legenden über die Räumung Triests. Wien, 31. Aug. Die Blätter melden: Jedesmal, wenn die Italiener einen neuen Versuch zum Durchbruch der österreichisch=ungarischen Isonzofront unternehmen, verbreiten sie sofort das Märchen von der Räumung Triests. So war es bei den zehn vorhergehenden und so ist es auch bei der elften Isonzoschlacht. Es sei daher zum elften Male festgestellt, daß an diesen Lügenmärchen kein wahres Wort ist. Triest wird jetzt ebenso wenig geräumt, wie vorher. Italienische Hoffnungen. Lugano, 31. Aug. Die italienische Heeresleitung scheint entschlossen zu sein, alle Kräfte einzusetzen, um weitere militärische Erfolge zu erzielen. Die französische und englische Unterstützung ist ausgiebig, zumal der Verband glaubt, daß purch Italien womöglich auch die militärische Lage in Mazedonien getroffen werden kann. Ein Royalistenbund russischer Generale. Russische Grenze, 31. Aug. Die alten zarischen Generale, fanden sich zu einem Bund der Royalisten zusammen Gegenwärtig gehören diesem Bunde an die Generale Brussilow, Kaledin, Rußkij, Sacharow, die aus der Haft wieder entlassenen Generale Ewerth und Gurko, serner Januschkewitsch, Klembowsky, Lesch, Dimitriew, Alexejew, Bielajew und Frolow. Der Bund hat erklärt, daß nur die Monarchie mit dem Großfürsten Michael an der Spitze Rußland wieder aus den Niedergang retten könne. Noch eine neue Partei in England. Rotterdam, 31. Aug. In England ist noch eine neue Partei im Werden, deren Kern aus den treuesten Anhängern Lloyd Georges besteht. Das Programm der neuen Partei soll sein: energische Fortsetzung des Krieges und weitreichende soziale Reformen in demokratischem Sinne. Bryan gegen Wilson. Kopenhagen, 31. Aug.„Evening Post“ meldet, daß die von den Senatoren Lewis und Stone geleitete Friedensbewegung unverkennbar auf weite Bevölkerungsschichten Eindruck mache. Bryan hält zwar seine Zeit noch nicht für gekommen, wartet aber auf den Augenblick, um mit Hilfe eines Friedensprogramms Wilson zu stürzen. Die erste amerikanische Armee. Kopenhagen, 31. Aug. Die amerikanische Presse meldet daß sämtliche für die erste amerikanische Armee ausgehobenen Mannschaften und Offiziere den Gestellungsbefehl für den 8. September erhalten haben. Insgesamt müssen 825000, Mann einrücken. Die Zahl der einberufenen Offiziere beträgt etwa 50000. Die erste amerikanische Armee wird rund 750000 Mann und Offiziere umfassen. Revaktionsschluß eingegangen. Große=Boot=Beute. TU. Berlin, 1. September.(Amtlich). Eines unserer U. Boote mit Kopitänleutnant Rose versenkte an der englischen Westküste sieben große Dampfer mit 48800 Brutto=Register=Tonnen, darunter die bewaffneten englischen Dampfer Athenya(12334 Tonnen), Boniface(3799), Conmere(3919), Durangee (3008), Derby 7120, ferner aus einem starken Geleitzuge zwei große Viermaster. Friedensbewegung und Aufstand in Amerika. bb. Berlin, 1. September.„Evening Post“ meldet laut „L..“, daß die von den Senatoren Lewis und Stone geleitete Friedensbewegung unverkennbar auf weite Bevölkerungsschichten Amerikas Eindruck macht. Bryan erachtet seine Zeit noch nicht für gekommen. Es wird jedoch bereits heute aus seinen Reden klar, daß er den psychologischen Augenblick abwartet, um mit Hilfe eines Friedensprogramms Wilson zu stürzen. Dasselbe Blatt meldet aus Chikagold aß dort Militär gegen die Friedensagitatoren aufgeboten wurde. In Colorado sind neue Streiks und Aufstände ausgebrochen. Die Aufständischen verhinderten den Abtransport von Metallen für die östlichen Rüstungsindustrien. Japan und der Friedensvorschlag des Papstes. f. Frankfurt a.., 1. September. Die„F. Z“ meldet aus Bern: Reuter meldet aus Tokio vom 24. August: Trotz der Sommerferien trat heute hier eine hohe diplomatische Kommission zusammen, augenscheinlich um Japans Haltung gegenüber dem Friedensvorschlag des Papstes zu erwägen. Ueber die Entscheidung der Kommission ist noch nichts bekannt gegeben worden, aber Anzeichen deuten darauf hin, daß die Vorschläge zurüggewiesen werden. ck Ganz sicher gelogen. f. Frankfurt a.., 1. September. Die„F..“ meldet aus Basel: Nach einer Depesche des„Matin“ aus New York bestätigt Staatssekretär Lansing die Erklärung von Lord Cecili n London, die amerikanische Regierung besitze den Beweis, daß Deutschland geplant hatte, die Vereinigten Staaten anzugreifen, wenn es Frankreich und England besiegt haben würde. Statt besonderer Anzeige. Nach Gottes hl. Willen starb den Heldentod am 14. August, am 4. Tage nach seinem Heimatsurlaub, mein innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, unser guter Bruder und Neffe, der Jäger Holmien Sentrarzendunt 7. Res.-Jäger-Batl., 4. Komp., im jugendlichen Alter von 20¾ Jahren. Paderborn, den 30. August 1917. In tiefem Schmerze: Familie F. Schwarzendahl. Das Seelenamt findet statt am Montag, den 3. September, um 9 Uhr in der Gaukirche. Wir bitten, von Beileidsbesuchen Abstand zu nehmen. Prköner-Promnker Pfund.10 Mark. Städlischer Gemuseberkauf. Ordc-Verkauff Der diesjährige K. Srasschn... auf den städischen Wiesen soll meistbietend gegen Kredit wie folgt verkauft werden: 1. Am Montag, den 3. September, vormittags 9 Uhr auf den Wiesen im Paderbruch und diesseits der Rothe beim Schützenplatze. Sammelplatz: Paderbrücke am Fürstenwege. 2. Am Dienstag, den 4. September, vormittags 9 Uhr auf den Wiesen hinter Behrenteich. Sammelplatz: Behrenteich. 3. Am Mittwoch, den 5. September, vor“ mittags 9 Uhr auf den städtischen Fürstenwiesen. Sammelplatz: Inselbad. 4. Am Donnerstag, den 6. September, vormittags 9 Uhr auf den städtischen Lothewiesen. Paderborn, den 31. August 1917. Magistrat Paderborn. Der * auf den Bachmann'schen Wiesen soll am Mittwoch, den 5. Septor., 2 Uhr stattfinden. Hah.... Thr. Errichtung provisionsfreier Konten. Druckschrift über das Bankkonto im Dienste des Einzelnen und des Vaterlandes an unserer Kasse zu haben. Päderberher Bunnverem Zweigniedertallung des Helliichen Bankvereins Aktiengeleilichalt. Bekannt machung Für den Kreis Paderborn gelangen für die laufende Woche auf die Abschnitte Nr. 1 bis 6 150 gr Fleisch zur Verteilung. bis 3 zu. Paderborn, 31. August 1917. Der Kreisausschuß. Christlicher Schneideru. Schneiderinnen-Verband und verwandte Berufe. Sonntag, den 2. September, morgens 11 Uhr im Piushause: Venummung wozu sämtliche Schneider, Schneiderinnen und verwandte Berufe eingeladen werden. Der Vorstand. Auskunftsund Fürsorgestelle für Zungenkränke der Stadt Paderborn Aerztliche Sprechstunde jeden Mittwoch, vormittags von 11 bis 12 Uhr im Hause Kamp 49(gegenüber dem bischöflichen Palais). Unentgeltliche Untersuchung und Beratung Lungenkranker, Bamilie=Fürsorge. Aerztl. Fehandlung ausgeschlossen. Kranke, welche in ärztlicher Behandlung stehen, werden um Ueberweisungsschein des behandelnden Arztes gebeten Gartleg, Au. 1 aller Systeme und Preislagen Jeh. Wilk. Schnitz, Paderborn Schilders 3 Evangelischer Gottesdienst. Paderborn, 2. September, 13. u. Trin. Morgens 9½ Uhr Hauptgottesdienst. Heil. Abendmahl. 11 Uhr Militärgottesdienst. Abends 6 Uhr Abend-Gettesdienst. Montag morgen 7¼ Uhr Betstunde. Mittwoch abend 7 Uhr Kriegsbetstunde. Neuhaus. Morgens 8 Uhr Gottesdienst. Sennelager. Morgens 8 Uhr Gottesdienst in Staumühle. 9 Uhr im Soldatenheim. Donnerstag abend 8 Uhr Kriegsbetstunde in der Kapelle des Soldatenheims. Gelchw. Püttmann Spezial-Geschäftfür seinen Damen-Putz Täglich Eingang aparter Neuheiten. 20 Mk. sahle ich für das Kilo reinen Lömer-Pirho, ebenso kaufe hellen Lack, auch kleine Mengen. Hermann Kleinhaus, Cassel, Albrechtstraße 41. Bunge Kark liefern 6. Strunk& Partels. S. m. b.., Bielefeld. Vonmarkt — zu Paderborn auf dem Liboriberg am Dienstag, den 4. Sept. 1917. Beginn des Marktes: 8 Uhr. 9 striebszeit: 7 bis 2½ Uhr nuch dieser Zeit darf kein Vieh mehr — werden. aufgetrieben Die Polizeiverwaltung. #.. 5 Des Gasbelbraucht. Der Verordnung des Herrn Reichskommissars für Elektrizität und Gas vom 26. Juli 1917 gemäß treten vom 1. September d. J. ab folgende Bestimmungen in Kraft: Um den ungestörten Betrieb in Gasanstalten sicher zu stellen, ordne ich hierdurch an: 1. Für jede Gasanstalt werden je nach deren Größe durch die zuständige Kriegsamtsstelle nach Maßgabe der Bekanntmachung des Bundesrats vom 3. Marz 1917 ein oder mehrere Vertrauensmänner verpflichtet. Als Vertrauensmänner kommen vorwiegend die Leiter der Gaswerke in Betracht. Bei im Staats= oder Gemeindebesitze befindlichen Werken erfolgt die Auswahl auf Vorschlag der für das Gaswerk zuständigen Behörde. Durch die Verpflichtung wird die Verantwortlichkeit des Verpflichteten als Staats= oder Gemeindebeamter nicht beruhrt. Neue Hausanschlüsse, Neuberohrungen, die Aufstellung von Gasbadeöfen und die von Gaszimmeröfen sind verboten. In außergewöhnlich dringenden Fällen und bei Anlagen bis zu einer Gasmessergröße von 100 Flammen ist der für die Gasanstalt zuständige Vertrauensmann befugt, unter Vorbehalt des Widerrufs, Ausnahmen zuzulassen, solange dadurch die Leistungsfähigkeit der Gasanstalt nicht unzulässig beansprucht wird. Bei Anschlüssen, die über den Rahmen dieser Ermächtigung hinausgehen, ist meine besondere Zustimmung erforderlich und bei der zustandigen Kriegsamtstelle zu beantragen. Der Gasverbrauch wird eingeschränkt. a) Zu diesem Zwecke erläßt der Vertrauensmann unter Berucksichtigung der besonderen Verhältnisse Ortsvorschriften. Er hat, sofern er nicht selbst Beamter der Gemeinde oder des Kommunalverbandes ist, auf dessen Bezirk die Ortsvorschriften sich beziehen sollen, einen von der zuständigen Behorde hierfur Bezeichneten hinzuzuziehen; zuständig ist in Gemeinden mit mehr als 10000 Einwohnern der Gemeindevorstand, im übrigen der Vorstand des Kommunalverbandes. Den Wünschen des Bezeichneten ist zu entsprechen, soweit dazu die technische Möglichkeit besteht und, bei einer Mehrzahl beteiligter Gemeinden oder Kommunalverbände, soweit nicht durch Erfüllung der Wünsche die Gesamtheit der Verbraucher des einen beteiligten Bezirks vor anderen Bezirken, auf die sich die Ortsvorschriften beziehen bevorzugt werden. Eine Verzögerung darf hierdurch nicht eintreten. Die Höhe der Einschränkung der Gesamtgasabgabe werde ich jeweils festsetzen. Die Berechnung für die einzelnen Werke erfolgt auf gleichmaßiger technischer Grundlage. b) Die öffentliche Beleuchtung ist weitgehendst einzuschranken. c) Die Vertrauensmänner sind berechtigt, den Gebrauch von Gaszimmeröfen zu verbieten. d) Das Brennen von Leuchtflammen und Kocheinrichtungen zu Raumheizungszwecken ist verboten. e) Bei Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen von§ 2 und§ 3, Abs. a, c und d ist die Absperrung der Zuleitung zu gewärtigen. Außerdem hat der Zuwiderhandelnde mit der Verhängung von Strafe nach§ 7 zu rechnen. 4. In gasverbrauchenden industriellen Anlagen sind für die Einhaltung der von den Vertrauensmännern aufgestellten und von mir genehmigten Ortsbestimmungen die Betriebsleiter, Werkmeister, Fach= und Hilfsarbeiter jeder in seinem Arbeitsbereich mit verantwortlich. 5. Den industriellen und gewerblichen Abnehmern ist verboten, Aufträge ohne weiteres anzunehmen, durch deren Uebernahme sie zu einer Vergrößerung des ihnen zugebilligten Gasverbrauchs veranlaßt oder genotigt werden. 6. Wie weit diese Verordnung auch auf den Verbrauch von Gas Anwendung findet, das der Verbraucher für eigenen Bedarf herstellt, bleibt spaterer Entscheidung vorbehalten. 7. Für jedes über das nach§ 3a zugelassene Ausmaß hinaus verbrauchte ebm Gas wird durch die Gasanstalt ein Aufpreis erhoben, den ich durch die Ausführungsbestimmungen festsetzen werde. Wiederholungsfalle werden bei Zuwiderhandlungen gegen§§ 2 bis 5 die Verbraucher, gegen§ 2 auch die Einrichter mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft.„„ 60 Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Bekanntmachung in Kraft. Berlin, den 26. Juli 1917. Der Reichskommissar für Elektrizität und Gas gez. W. Kübler. Vorstehende Bestimmungen werden hiermit bekannt gemacht. ** Die Gasverbraucher werden aufgefordert, den Verbrauch an Gas einzuschranken und monatlich höchstens 80% vom Verbrauch des entsprechenden Monats des Vorjahres zu verwenden. Sollte ein Minderverbrauch nicht eintreten, so muß ich den Ausführungsbestimmungen des Herrn Reichskommissars vom 26. Juli 1917 gemäß einen Sparaufschlag von.50 Pfg. je ehm eintreten lassen. Paderborn, den 30. August 1917. Im Auftrage des Reichskommissars . für Elektrizität und Gas'. Der Vertrauensmann.. Platzmann. Kathol. Kirchenkalender für Paderborn. Sonntag. 2. September 1917. Vierzehnter Sonntag nach Pfingsten.- Aeußere Feier des Schutzengelfestes.— Evangelium: Niemand kann zwei Herren dienen(Matth. 6, 24—33). Dom: 5½ und 6½ Uhr hl. Messen, 7½ Uhr Pfarrmesse und Predigt, 8½ Uhr Choramt, 9 Uhr Hochamt, 10 Uhr Militargottesdienst, 11 Uhr hl. Messe und PredigtNachm. 2 Uhr Vesper, 6 Uhr Predigt und Segen. St. Josephskirche: Nachm. 2 Uhr Christenlehre und Segen. Gaukirche: 6 und 7 Uhr hl. Messen, 7 Uhr gemeinschaftl. hl. Kommunion der Jungfrauen=Kongregation, 8 Uhr hl. Messe mit Predigt und Gesang, ½10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachm. 2 Uhr Christenlehre mit Segen. Universitäts= und Markkirche: 6, 6¾ und 7½ Uhr heil. * Messen(Gymnasialmesse fällt aus), 9½ Uhr Hochamt mit Predigt, 11 Uhr Singmesse mit Predigt. Nachm. 5½3 Uhr Andacht zu den hl. Engeln, 4 Uhr Versammlung der Jungfrauen= Kongregation mit Predigt und Herz=Jesu=Kirche: 6 und 8 Uhr hl. Messen, 9 Uhr Hochamt mit Predigt, 10½ Uhr Singmesse mit Predigt. *Nachm. 2½ Uhr Andacht mit Aufnahme in die Jünglings=Sodalität, 4 Uhr Versammlung der JungfrauenKongregation mit Predigt und Segen. Busdorfkirche: 6,10 Uhr erste hl. Messe, 7 Uhr zweite = hl. Messe, gemeinschaftl. hl. Kommunion der Kinder der drei letzten Jahrgänge, 8½ Uhr Hochamt mit Predigt. Nachm. 2½ Uhr Undacht mit Seaen. e K 9 Dad Eipper.kg (Armmasguche. Sonntag, den 2. September 1917.8 nachmittags 4 Uhr Konzert der Kurkupener Abends 8¼ Uhr im Kurlaal Dehenz Konzert für Mulikdirektor Fritz Grosse. Populärer Musik-Abend. Eintritt: nachmittags 40 Pfg., abends 50 Pfg. Letzte Elektrische von Lippspringe nach Paderborn 10.30 Uhr abends. 0 Venanntmachung über Höchstpreise für Walnüsse, Kürbisse, Sellerie, Meerrettich, Rote Rüben(Rote Bete) und Schwarzwurzeln. Auf Grund des§ 4 der Verordnung über Gemüse, Obst und Südfrüchte vom 3. April 1917(..Bl. S. 307) wird bestimmt: S 1. Der Preis für Walnüsse und die folgenden Gemüse darf beim Verkauf durch den Erzeuger die nachstehenden Sätze je Pfund nicht übersteigen: 1. für Walnüsse mit grüner Schale für Walnüsse ohne grüne Schale bis zum 30. November 1917.... vom 1. Dezember 1917 ab. 2. für Kürbisse. 3. für Sellerie bis zum 14. Oktober 1917 mit Krant vom 15. Okt. bis 30. Nov. 1917 ohne Kraut vom 1. Dez. bis 31. Dez. 1917 ohne Kraut vom 1. Jan. bis 14. Febr. 1918 ohne Kraut: später.45„ 4. für Meerrettich a) wenn 100 Stangen mindestens 60 Pfuno wiegen— bis 31. Dezember 1917......40 Mk. vom 1. Januar bis 28. Februar 1918.45„ vom 1. März bis 30 April 1918..50„ später 055„ wenn 100 Stangen mindestens 40 Pfund wiegen .20 Mk. .50 .70 .10 Mk. .20 Mk 030„ .35„ .40„ b) Mk. bis 31. Dezember 1917.3 vom 1. Januar bis 28. Februar 1918.35 vom 1. März bis 30. April 1918.40„ später.45„ c) fur leichtere Ware bis 31. Dezember 1911.20„ später.25“ 5. für Rote Rüben(Rote Bete) 160 a bis 31. Oktober 1917.10 wek. vom 1. November bis 31. Dezember 1917..12„ später.14„ 6. für Schwarzwurzeln. 940 bis 31. Dezember 191...20 Mk. später.50 ∆ Diese Bekanntmachung Verkündigung in Kraft. S 2. tritt drei Tage nach der Berlin, den 21. August 1917. Reichsstelle für Gemüse und Obst. Der Vorsitzende: v. Tilly. Vereins=Kalender. Junggesellen= Sodalität der Markkirche. Sonntag mit. tag 1 Uhr Antreten im Vereinshause zum Ausflug mit Musik. Jünglings=Sodal. der HerzJesupfarre. Sonntag Uhr gemeinsch. hl. Kommunion, 11½ Uhr Versammlung der Aufzunehmenden. Nachm. 2¼ Uhr Antreten aller Sodalen im Junggesellenhause zur kirchl. Aufnahme. Abends 8 Uhr Elternabend im Pius=Hause. Eintritt Jungfrauen= Rongregation der Gaukirche. Sonntag 7 Uhr gemeinschaftl. heit. Kommunion. Jungfrauen= Kongregation der Markkirche. Sonntag (2. Titularfest) gemeinsch. hl. Kommunion. Nachm. Uhr Versammlung mit Predigt. Verein kath. kaufm. Gebilinnen. Sonntag nachm. Uhr Versämmlung. arbeiter=Verein. Sonnag vorm. 11 Uhr Sitzung s Vorstandes und der zertrauensmänner im Aushause. rtiarter. Sonntag nachm. 3¼ Uhr Beerdigung uns. Mitbruders=Vorsteher Hrn. erd. Rintelen vom Webererg 4 aus. Seelenamt Wentag morgen 8¼ Uhr der Markkirche.— Sonn1g nachm. 3 Uhr Beergung uns. Mitschwestek we. Christine Schreckenerg von Karlstr. 66. Seeenamt Montag morgen ½ in der Markkirche. zbündnis. Morgen nachtag 3¼ Uhr Beerdigung res Mitgliedes Kaufm. dinand Rintelen. Seeit Montag morgen hr in der JesuitenMarine=Verein. Sonntag, den 2. Sept., abends 8 Uhr: Versammlung im Kaiserhof(Jos. Burghardt). Zum 1. Oktober evt. später wird ein Wadionrfür Buchhaltung und Verkauf gesucht. Kenntnisse der Stenographie notwendig. Solches, das in der Papierwarenbranche einige Erfahrung hat, wird bevorzugt. Angebote unter Z. 100 an die Geschäftsstelle des Paderborner Anzeigers. Sienolypilin, lichen Konterarbeiten vertraut und ehr guten Zeugnissen, sucht per 15. Sept.(evt. auch früher) Stellung. Angeb. unt. M. 597 an die Geschäftsstelle des Paderborner Anzeigers. Braves, fleißiges Madchen für alle Hausarbeit zum 1. oder 15. September gesucht. Wäsche außer dem Hause. Lohn 30 Mark. Wöchentlich zweimal Putzfrau. Frau Dr. Eige## Alte Apotheke, Godesderg. Möbel- u. Inltrepsente repar., aufpoliert, mattiert in und außer dem Hause. Abgenutzte Ledersitze werden neu. F. Junkermann, Paderborn, Fürstenbergstr. 98 Druck, Verlag u.##dannon von Martin Paderborn. ner,