29. Oktober 1933 r Kurgäste ist in sen den täglichen orchesters werden Schau= und Lustgs= und 10 MusikVortragsabende, nderausstellungen Lichtspielhäusern en am mit. Sonntag, nzert des Bethelwember, 20¼ Uhr klehrer Paul von Hagen Werke für n Goens zu Gehör rchester von Hänim Eintritt berechvie an der Abenden. errn Pastor Voigt. send. Sonntag 4¼ Uhr. ethel chluß, Gleichstrom, Wibbing, Pella. Donnerstag, den mber, veranstalten eine Handarbeitsie reiche Auswahl iger Handarbeiten n Farbsortimenten r wir herzlich einVerkaufstellen Bethel. indet am DonnersIhr im Ophir=Hose Anstalt Bethel. K Ue GegenIscher als t. die sich öttel S in " Gerade lbern gibt. haben! erken! und Welige in; alle in Bezngeprote: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .98 Bestellgedühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Fürs Ausland unter Streifband.95(iukl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67877. mit den Beilagen„Für Herz und „Budengaldet und„ZJusen Biel. Anzeigenpreis: Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Reklame 30 Pfg. Beilagen unter W a je tausend 15 Mr. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. Nr. 232. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld), Dienstag, den 31. Oktober 1933. 15.Jahrgang. Wo du nicht der Gefahr kannst aus dem Wege gehn, Da bleibt dir nichts, als ihr mit Mut entgegengehn. Rückert. Bnm Gedanken zur deutschen Revolution. Einer unserer Leser in der Schweiz schickt uns die Nummern 246 und 248 der„Neuen Basler Zeitung". Dort sind die Gedanken veröffentlicht, die dem Blatte von einem schweizerischen Dozenten in Deutschland geschrieben wurden. Bei uns in Deutschland entsteht jetzt leicht der Eindruck, als seien alle Blätter des Auslandes nur zugänglich und offen für solche Schilderungen deutscher Verhältnisse, die diese in ein möglichst trübes Licht setzen. Wir freuen uns, durch den Abdruck der Artikel unseren Lesern zeigen zu können, daß das Ausland auch für eine solche vernünftige Darstellung des gewaltigen Geschehens in Deutschland offen ist. II. Auf dem praktischen Miterleben von vier großen Revolutionen fußend, habe ich im ersten Aufsatz den Versuch unternommen, die grundlegenden Unterschiede der drei ersten— der beiden russischen von 1905 und 1917 sowie des Umsturzes des Deutschen Kaiserreiches— im Vergleich mit der gegenwärtigen Umwälzung in Deutschland klarzulegen. Ich gelangte hierbei als der knappsten Formulierung dahin, daß Kräfte und Auswirkungen bei den erstgenanten negativ und destruktiv, bei der jetzt im Gang befindlichen Erkämpfung des„Dritten Reiches“ eminent positiv und konstruktiv seien. Ferner kamen meine Betrachtungen zum Ergebnis, daß der Urgrund dieser Verschiedenheit zu finden sei in dem gedankliche Gehalt der von Hitler bedachtsam vorbereiteten, dann kühn durchgeführten und geleiteten Aktion. Hitler habe somit einer neuen Weltanschauung zum Durchbruch verholfen. Wohl hat er auch manches zum Untergang verurteilt. Aber er wollte nur beseitigen, was fallen nußte, um Raum zu schaffen für den von ihm beabsichtigten, mit Seherkraft geschauten Neubau des Reiches. Darum fehlte völlig das für die anderen Revolutionen so harakteristische, blindwütige, entsetzlich blutige, tolle dreinschlagen, der„gedankenlose“ und zügellose Zerstörungswahn. In dem voraufgegangenen Aufsatz kam endlich zum Ausdruck, wie mich beim Miterleben der früheren Revolutionen mehr als deren Greuel die öde Geistesarmut, ja die völlige Sinnlosigkeit entsetzte. Roh, triebhaft, ungeschlacht verliefen jene Ereignisse, die von ahnungslosen Besteuropäern, sogar von einer gewissen Sorte Intellekmueller, als Kulturtaten und„Volkserhebungen“ gefeiert wurden, obwohl sie— zur Ehre der wahren Volksmassen eis gesagt— auf die Stufe des Viehischen hinabsanken und mit dem ethischen Durchschnittsniveau des Volkes benig zu tun hatten. Kein Wunder übrigens. Denn bewußt und planmäßig baren bei„Mobilmachung der revolutionären Kräfte“. eide Male ganz verschiedene Schichten aufgeboten worSchon rein äußerlich fiel dies grell genug in die lugen: in den russischen Aufständen von 1905 und 1917 sarschierten— nein, marschierten eben nicht, sondern dalzten sich über die Lande in regellosen, alles zertrambeinden Horden die aufgepeitschten Massen, denen die Freiheit“ nichts als ein Freibrief zum Sengen und Brensen, Morden und Plündern und zu anderen grausigen ausschreitungen war. Auch im Zusammenbruch des Deutchen Kaiserreichs schien anfangs nicht nur der Staat zu tentern, sondern auch die soziale Ordnung kieloben treieen zu sollen. An dem wüsten Auftreten der sogenannten awbeiter= und Soldatenräte spielten die anmaßenden Heleenrollen als gröhlende Wortführer nicht Frontsoldaten, endern Deserteure, Drückeberger und„Etappenschweine“ ahnlicher Abschaum, der sich noch des begangenen Veruuis brüstete— sowie Nichtarbeiter aller Art, als da sind: Erdohrte u. verkrachte Kaffeehausliteraten, die nie einen Steich gearbeitet hatten; berufsmäßige Hetzer aus dem deindonzentum der Sozialdemokratie; überwiegend Wo'sche Emissäre aus Sowjetrußland, sowie allerhand Nscheues Gesindel, das beutewitternd aus seinem Win“ hervorkroch. Eine Auslese der asozialen oder sozialen einderwertigen! Eine Zeitlang schien es so, als sollte die Peetlschaftsordnung wirklich„'underobsi“ gehen, wie ** Schweizer sagen; der unterste Bodensatz quoll schäumend empor zur Oberfläche... schmi. Jahren, als sich dieser Höllenbreughel schwichtigt hatte, blieb für den aufmerksamen Beobach* diese soziale Konträrselektion augenfällig. Und wie Her selbst in den Jahren seit 1930 die Umzüge des ochsbanners, der Eisernen Front und von Rotfront ab den die Nazikolonnen und den Stahlhelm! Hier stoßen und der Kommunismus Bekanntlich hat Lord Lytton Bericht erstattet über den chinesisch=japanischen Konflikt. Viel zu wenig beachtet wurde der Teil desselben, der sich mit dem Kampf Chinas gegen den Kommunismus beschäftigt, obwohl er ein sehr bedeutsames Licht auf die Innenverhältnisse Chinas wirft und diese für die ganze Welt bedeutungsvoll sind.„Noch bis vor ganz kurzer Zeit war der Einfluß des Kommunismus in China nicht bedeutend und beschränkte sich auf ein kleines Gebiet nördlich vom Jangtsekiang. Heute hat sich dies sehr geändert: wichtige Provinzen nördlich von diesem Fluß, ein sehr fruchtbares Gebiet von 800 000 qkm mit 90 Millionen Einwohnern, soll jetzt ganz kommunistisch sein. Die militärischen Expeditionen unter dem General Tschiangkaitschek usw. haben wenig Erfolg, und die Regierung in Nanking kann es nicht verhindern, daß die kommunistische Propaganda auch unter Bauern und den jungen Intellektuellen um sich greift. Süd=Kiangsi und Fukien mit bedeutenden Städten(Kian, Tungku, Suitschin u..) sollen bereits einen chinesischen Sowjet=Staat bilden. Die Kommunisten verteilen hier das Land unter die Bauern, machen aber nicht den ungeheuren Fehler der russischen Sowjets hinsichtlich des Bauerntums: die chinesischen Kommunisten fordern von den Bauern keine Zwangsarbeit usw. für den Sowjetstaat, sondern nur ein Fünftel des Ernteertrags. Die Frage liegt natürlich sehr nahe, wie weit dieser chinesische Kommunismus auf Propaganda des russischen zurückzuführen ist. Nun, daß eine solche sicherlich vorhanden ist, geht schon daraus hervor, daß an zwei russischen Sowjet=Universitäten 800 Chinesen studieren, die dann natürlich die kommunistische Irrlehre in ihrem Vaterland verbreiten. Nicht gering zu schätzen ist auch der Einfluß, der von der fast russischen Mongolei ausgeht. Man kann es unter diesen Umständen dem nichts weniger als kommunistischen Japan nicht verdenken, wenn es, ganz abgesehen von seinen notwendigen Expansionsstreben, an einen Kampf gegen den russischen und chinesischen Kommunismus denkt. Lord Lytton erkennt dies auch und sieht in der Gefahr, die Japan von dem russisch=chinesischen Kommunismus droht, eine Art Entschuldigung für Japans Vorgehen. Und wir in Europa? Wir sollten uns nicht damit trösten, daß Ostasien weit entfernt von uns ist. Ein geschlossener kommunistischer Mächteblock von unserem Osten bis zum Stillen Ozean würde gewiß eine ungeheure Gefahr für Europa bilden. Daher sollten wir aber auch dankbar sein, daß die nationale Regierung zunächst die kommunistische Gefahr für uns gebannt hat und die übrigen Staaten Europas sollten uns dieserhalb stärken statt schwächen. E. Dennert. wir bereits auf den elementaren Unterschied der Träger des ersten deutschen Umsturzes und der werdenden Revolution. Es ward bereits der polare Gegensatz in der Rekrutierung beider Lager augenfällig. Lassen wir sie alle nochmals in Gedanken defilieren, dann finden wir, daß ein ganz besonderer Menschenschlag in jenen Prätorianerwehren marschierte(Reichsbanner und Eiserne Front), vermittels derer ein verweichlichtes, immer tiefer in Pfründenjägerei und Fiskalraub versinkendes politisches Bozentum als beati possidentes„die Hand an der Gurgel des Staates“ halten zu können vermeinte(nach eigenem Ausspruch!). Lasche Selbstzufriedenheit, schlappe Aufgedunsenheit, gemischt mit reichlicher Anmaßung spiegeln sich überwiegend in Auftreten und Gesichtern dieser bevorrechteten Schutzmannschaft. Bei ihren Aufmärschen sah man es ihr leicht an, wie jeder frische Angriffsgeist längst von einer satten Behäbigkeit verschluckt worden war; das militärische Gehaben wirkte oft wie eine saftlose Karikatur. Rotfront dagegen erweckte allerdings ganz andere Eindrücke. In den Anfängen viel ungebärdige Wildheit mit provozierend zur Schau getragener Zerlumptheit u. Roheit. Späterhin, nachdem in diese absichtlich als Bürgerschreck ausstaffierten Horden unverkennbar ein scharfer Drill gekommen war und die umsichtige moskowitische Leitung die„harmlosen politischen Kinder“ Severings zu festen Kolonnen formte, da wurde der Anblick von Rotfront weit gefährlcher; auch wegen des Menschenmaterials, das nun ein Gemisch heterogener Elemente bildete. Es läßt sich nur aus der ob des früheren Systems zur völligen Verzweiflung gediehener Stimmung breiter Volksschichten deuten, wenn in Reih u. Glied mit allerhand Großstadtgelichter und unbestreitbaren Galgenvögeln die guten, ehrlichen Gesichter alter Arbeiter und trotziger Jugend erscheinen; Gesichter, aus denen jener zum Aeußersten entschlossene Wille zu lesen war, wie ihn so hartgefurcht allein bohrende Verzweiflung in ein Menschenantlitz zu prägen vermag.(Diese zum Radikalismus getriebenen guten Elemente bildeten später die Scharen, die vom Kommunismus zur NSDAP„übergelaufen“ sind. Sie wieder von Hoffnung beseelt und aus der Verbindung mit dem Abschaum gelöst zu haben, bleibt als ein großes Verdienst Adolf Hitlers zu buchen!) „Wie anders wirkt dies Zeichen auf mich ein“, muß jeder Unvoreingenommene sagen, wenn er die Erinnerung an die Kolonnen des Stahlhelms und der SA von damals Revue passieren läßt. Dem Stahlhelm gebührt das Verdienst, 14 trübe Jahre hindurch, in denen alle Mannhaftigkeit im Kleinmut erstickt schien und jede Ueberlieferung eingesargt werden sollte, die Besten und und Opferbereitesten der durch das ungeheuere Fronterlebnis geläuterten Männer zu enger Kameradschaft verbunden und in Bereitschaft gehalten zu haben. Endlich die Schöpfung der SAund SS=Organisation Hitlers, die ausschlaggebend werden sollte. Hier überwog die Jugend vollständig. Sie wurde durch eine hohe Begeisterung erfaßt und beschäftigt in einer Zeit, wo alles zermürbte, in Mutlosigkeit oder Grübelei versank. Ihr wurden Ziele gezeigt, die sie zusammenrissen zu wiedererwachender Tatenlust. Zugleich wurde sie in eine eherne Manneszucht gefügt und ihr die fast schon verflogenen Begriffe eingeflößt von Pflichterfüllung, Opfersinn, Bekennermut und Gemeingeist. So standen sich diese Kampforganisationen des Bürgerkrieges— nämlich Reichsbanner, Eiserne Front und Rotfront einerseits, SA samt SS sowie Stahlhelm andererseits— gegenüber, als die zweite deutsche Umwälzung im März erfolgte. Die Lage war bis zum Platzen gespannt. Die beiden Gruppen waren sich soweit gleich, daß derjenigen der Sieg zugefallen wäre, auf deren Seite sich die Reichswehr schlug. So sehr hielten sich beide Seiten die Waage, daß der Reichswehr die Entscheidung zugefallen wäre, wenn... nun eben, wenn es bis zum Letzten gekommen wäre! Diese Ausbalanzierung der Wehrverbände aber ist das Werk Hitlers, weil ohne die SA=Macht die Reichswehr wohl eines Tages den Staat hätte retten müssen gegen die rote Flut. Die geschickt vorbauende Taktik Hitlers hat dann ermöglicht, daß die Reichswehr überhaupt nicht in die Umwälzung hineingezogen ward, sondern beiseite bleiben konnte— ein ungeheurer Gewinn für die Erhaltung der res publica. Diese glückliche Scheidung der beiden Lager ward jedoch nur möglich dadurch, daß Hitler der Verkünder und unbeirrbarer Bannerträger neuer Gedankengänge ist. Das allein verlieh der Bewe gung, neben der hinreißenden und durch ihre Aufrichtigkeit so blank und rein wirkenden Persönlichkeit des Führers selbst, ihre gewaltige Durchschlagskraft. Wir wären damit wieder bei unserer Hauptthese angelangt über den tiefsten Unterschied der jetzigen Umwandlung Deutschlands und den vordem von mir erlebten Revolutionen: In diesen war der revolutionäre Ansturm angefacht von einer bis zum zügellosen und sinnlosen Vernichtungswillen gesteigerten Verneinung. Im heute vorliegenden Falle entspringt der gewaltige Antrieb einer flammenden Sehnsucht der Millionen nach neuer Lebensauffassung, die nach Gestaltung ringt, mit neuen Zielsetzungen. Um eine Weltanschauung geht's und um entsprechend neue Einstellung zu Volk, Nation, Vaterland, Klassenschichtung, Regierungsform, Wirtschaftsgebarung und deren höchsten Zwecken. Ueberall Bejahung in stärkster Betonung; was der Negation verfällt, fällt daneben kaum ins Gewicht; Einzelheiten, die„zu leicht befunden“ erscheinen. Noch vermag niemand zu weissagen, wie der neue Bau aussehen wird; insbesondere ob er im ganzen der großzügigen Planung voll entsprechen kann. Doch eines ist gewiß: Dem politischen Fundament wird ein völlig anderer Grundriß zugrunde liegen; der soziale Aufbau wird neue Gestaltung erhalten; die wirtschaftlichen Beziehungen, ja sogar die gesellschaftlichen Verkehrsformen der Volksgenossen untereinander werden grundsätzlichen Veränderungen unterliegen— kurz: alle Lebensbetätigungen werden sowohl nach ihrem inneren Sinn und Gehalt wie nach äußerer Form in der Richtung starke Wandlungen erfahren, daß das Allgemeinwohl durchweg als den Belangen der Einzelindividuen übergeordnet zu gelten habe. Dahin gehende Strömungen machen sich in stärkerem oder schwächerem Maße heute überall in der Welt fühlbar, Nr. 232— Seite 2 auch in den bestregierten und festgefügten Staaten. Ueberall, nicht nur in Deutschland, wird das Suchen nach neuen Gemeinschaftsformen bemerkbar. Selbst bezüglich der Demokratie, die bisher als der politischen Weisheit letzter Schluß galt, zeigen sich Zweifel und Unsicherheit, deren Auswirkung in vielen Staaten bereits sichtbar wurde, von leisen Abweichungen aus rein praktisch=opportunisti schen Rücksichten, bis zur völligen, grundsätzlichen und unverhüllten Abkehr. Eine solche bildet u. a. auch der Durchbruch der Hitlerbewegung, die jedoch, ohne sich erst mit Notmaßnahmen zu behelfen, im gleichen Augenblick mit einem fertigen Leitgedanken auftrat. Dies neue Gedankengut ist in der ungeheuren Not der letzten 14 Jahre für Deutschland geschmiedet worden. Wo andere Nationen, bei denen an der Zweckmäßigkeit ihrer gegenwärtigen Verfassung Zweifel aufsteigen, Schritt um Schritt zu besseren suchen dürfen, glaubte das deutsche Volk zu seiner Rettung vor dem Abgrund den Sprung wagen zu müssen. Und es hat ihn gewagt! Wegwende der Wirtschaft Weltwirtschaft und Wehrpolitik Von Major a. D. Hans Weberstedt, Präsident des„Reichsbundes für deutsche Sicherheit". Der 14. Oktober 1933 brachte eine Tat von historischer Bedeutung: Deutschlands Kanzler Adolf Hitler kündigte den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund und das Verlassen der Abrüstungskonferenz an. Diese Tat bedeutet die Schwächung des Versailler Zauberkreises, der bis vor kurzem den deutschen Lebenswillen lähmte. Mit Versailles begann nicht nur die deutsche, sondern die internationale Wirtschaftskrise. Die Verzerrung der Grundlagen alles Völkerlebens, die durch den Versailler Vertrag heraufbeschworen wurde, mußte die gesamte Weltwirtschaft aus dem Gleichgewicht bringen. Der verhängnisvolle Irrtum wurde erst spät erkannt. Denken wir nur einmal an die Wirtschaftsentwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika nach dem Kriege. In dieser tatkräftigen Republik schien das Zeitalter ewiger Wirtschaftswohlfahrt begonnen zu haben. Alle Vorbedingungen dazu, wie reiche Rohstofflager, ein blendend ausgerüsteter technischer Apparat, ein Ueberfluß an Betriebskapital, ein arbeitsfroher, tatkräftiger Menschenschlag, waren vorhanden. Als Weltbankier lieh Amerika andern Nationen bereitwillig die Mittel, die diesen für ihr eigenes Aufblühen erforderlich erschienen. Auch Deutschland wurde immer mehr zum Schuldner Amerikas. Die Warner und Mahner, die damals das kommende Unheil und die verderblichen Auswirkungen dieses Systems weitblickend voraussahen, an ihrer Spitze unser Führer Adolf Hitler, wurden verhöhnt und verlacht. Sie haben recht behalten, nur zu recht! Nichts ist geblieben von Wohlstand, hochentlohnter leichter Arbeit, nichts von raschem, gutbezahltem Umsatz, nichts von steigendem Absatz und ständigem Fortschritt. Dafür hat sich überall auf der Welt furchtbares Elend breit gemacht; die Geißel der Arbeitslosigkeit, die Ueberproduktion und der Mangel an Kaufkraft, das sind die Früchte eines irrsinnigen Weltkreditsystems, das aufgebaut war auf der Erwartung der Tributerpressung aus Deutschland. Ein Recht ließ der Versailler Vertrag dem deutschen Volke: das Recht auf Forderung nach Abrüstung der andern, nachdem wir alle Abrüstungsverpflichtungen restlos erfüllt hatten. Die Siegermächte haben dieses Recht schmählich ebrochen, sie wandelten es in ein laufendes, schweres Unrecht am deutschen Volk. Deutschland wurde lediglich ein Ausbeutungsplatz für alle die Mächte, denen die Ungleichheit des Rechtes ein Vorwand für die Fischzüge im Trüben bildete. Wenn jetzt in Genf dem deutschen Volk das gleiche Recht auf Selbstverteidigung wie allen anderen Nationen zugebilligt worden wäre, so hätte die Wirtschaft der ganzen Welt den Segen davon gespürt. Denn mit dem Sieg des deutschen Rechts wäre auch die Rechtlichkeit wieder in die Welt eingezogen. Den Kreisen, denen nichts an einem Sieg des Rechtes liegt, die an einer Verewigung des Unrechts an Deutschland interessiert sind, ist jetzt durch den Führer Deutschlands klar und deutlich gezeigt worden, daß die Zeiten deutscher Selbstentwürdigung ein für allemal vorbei sind. Das Volk, das wirkliche Volk will in Frankreich, England und Amerika sicher ebenso ehrlich und aufrichtig den Frieden wie das deutsche. Aber der internationale Rüstungskapitalismus will weiter am Bau der Kanonen verdienen, deshalb ist er mit allen Kräften daran interessiert, daß Deutschland das Objekt des Rüstungswillens der andern Länder bleibt Sein Bundesgenosse dabei ist die internationale Demokratie, die aus der Wehrlosigkeit Deutschlands und der allgemeinen Rechtsunsicherheit ihre Börsenprosite zieht. Im Verein mit dem internationalen Freimaurertum hat sie es verstanden, lange Jahre hindurch aus unserer Schwäche in des Wortes wahrster Bedeutung Kapital zu schlagen. Das Schandwerk von Versailles hat über die ganze Welt namenloses Elend, Armut und Wirtschaftsniedergang gebracht. Wenn jetzt von Deutschland und seinem Führer der erste Schritt getan wird, um in diesen häßlichen Spuk eine Bresche zu schlagen, dann wird damit auch der Anfang zur Wegwende der verfahrenen Weltwirtschaft gemacht sein. Das ist das Verdienst Adolf Hitlers, das die ganze Welt erkennen sollte. Und so wollen wir uns immer und überall der Mission bewußt sein, die uns unser Volkskanzler dem wir uns restlos anvertraut haben, auferlegt: stolz die Verantwortung zu tragen vor den kommenden Generationen nicht nur Deutschlands sondern der ganzen Welt. So wie der Führer recht hatte, als er sich gegen eine sinnlose Kapitalverknechtung in den Nachkriegsjahren wandte, so wird er auch diesmal recht behalten. Er ist der Wegbereiter einer neuen internationalen Wirtschaftsgesundung. Das ganze deutsche Volk wird einmütig ihm auf diesem Wege folgen— das wird der 12. November beweisen! Wir haben nur ein Ziel: Deutschland! NSDAP=Wahlsieg in Steiermark München, 28. Oktober. Die im obersteierischen Bergbau im Gebiet von Seegraben vorgenommenen Betriebsratswahlen haben einen eindrucksvollen Sieg der Nationalsozialisten ergeben. Die Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Nationalsozialisten 589 Stimmen(8 Mandate), Sozialdemokralen 450 Stimmen (6 Mandate), Christlich-Soziale 43 Stimmen(0 Mandale). Die Nationalsozialisten haben nunmehr die absolute Mehrheit im Betriebsrat. Mitteilung an den Haager Gerichtshof Berlin, 28. Oktober. Die Reichsregierung hat dem Ständigen Internationalen Gerichtshof im Haag im Zusammenhang mit dem Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund mitteilen lassen, daß sie nicht beabsichtige, die von ihr bei dem Gerichtshof anhängig gemachten Klagesachen weiter zu verfolgen. Es handelt sich dabei um die beiden bekannten von Deutschland als Ratsmacht gegen Polen eingereichten Klagen wegen der Anwendung der polnischen Agrarreform auf die deutsche Minderheit und wegen der fürstlich Pleßschen Verwaltung. Das geistliche Amt des lutherischen Predigers in der Gegenwart. Ueber das obige Thema hielt Professor Hermann Sasse aus Erlangen vor der stark besuchten lutherischen Konferenz in Herford am 18. Oktober einen Vortrag, der allen, denen das Wohl unserer Kirche am Herzen liegt, zu einer fruchtbaren Besinnung und inneren Mitarbeit an den gegenwärtig umkämpften Problemen unserer Kirche verhelfen kann. Nach Prof. S. bedeutet die gegenwärtige Krisis nichts Geringeres als ein Gericht Gottes über die beiden evangelischen Kirchen(lutherische und reformierte), bei dem es um Leben und Tod geht. Und zwar spitzen sich im Grunde alle Fragen der Lehre, des Bekenntnisses und der Verfassung usw. auf die Frage des Amtes zu. Diese Frage ist keine Augenblicksfrage; sie muß bis in die Reformationszeit selbst zurückgeführt werden. Von da aus wird deutlich, daß das Luthertum die einzige der großen christlichen Konfessionen ist, welche die äußere Ordnung der Kirche nicht als zum Wesen der Kirche gehörig ansieht. Bei allen anderen Konfessionen gehört die Verfassung zu den Merkmalen der Kirche(Notae ecclesiae). So für die römische Kirche und das Papsttum, für die griechisch=orthodoxe mit ihrer Bischofsverfassung und der Institution der Synode, für die Anglikaner das geistliche Amt als in der successio apostolica begründet, für die Reformierten das Presbyteramt. Nach den lutherischen Bekenntnissen dagegen beruhen alle Verfassungsfragen auf menschlicher Ueberlieferung(traditiones humanae) und sind nicht göttlichen Rechts. Zu den Notae ecclesige gehören hier nur Wort und Sakrament. Wo die sind, da ist die wahre Kirche. Infolgedessen konnten die lutherischen Kirchen die verschiedensten Verfassungsformen annehmen: als Staatskirchen, Freikirchen, bischöfliche Kirchen konnten sie konsistoriale oder presbyteriale Verfassungen haben. Man könnte fragen, ob in diesem Mangel an fester Form nicht eine Schwäche des deutschen Wesens liegt. Aber diese Erklärung, welche wohl einen Wahrheitskern enthält, reicht doch bei weitem nicht aus. Im Grunde entsprang eben doch die Auffassung des Luthertums dem Widerstreben, das Gesetz und nicht das Evangelium allein als konstituierend für die Kirche anzusehen. Alle anderen Konfessionen brauchen das Neue Testament zugleich als ein Rechtsbuch. Für Luther stand das Evangelium, die Botschaft von der Rechtfertigung aus dem Glauben, so ganz im Mittelpunkt, daß er diesen Schritt nicht mitmachen konnte. Für die Richtigkeit der lutherischen Anschauung spricht aber auch die Tatsache, daß Kirchen, welche in ihrer Verfassung einen Schutz vor dem Absall gesucht haben, in keiner Weise vor den verschiedensten Irrtümern bewahrt geblieben sind. Wohl weiß also die lutherische Kirche davon, daß im Neuen Testament von Aposteln, Bischöfen und Lehrern geredet ist, daß Kirchenordnungen schon früher bestanden haben als die ältesten Teile des Neuen Testamentes, aber sie sieht in all diesen Ordnungen nicht Gesetz, sondern die tröstliche Verheißung des Herrn der Kirche, daß er sein Evangelium verkündigen lassen will bis an die Enden der Erde. So folgt in der Augustana unmittelbar nach dem Hauptartikel von der Rechtfertigung aus dem Glauben, der über das geistliche Amt, und wird eingeleitet mit den Worten:„Damit wir diesen Glauben erlangen, ist das Amt, das Evangelium zu lehren und die Sakramente darzureichen, eingerichtet. Dieses Amt aber bedeutet einen Dienst von lebendigen Menschen an lebendigen Menschen. So wird die Vergebung der Sünden ausgesprochen und empfangen. Nun ist es freilich eine Tatsache, daß, so klar die Bekenntnisse vom Dasein dieses Amtes reden, so wenig ist doch bezüglich der Ausübung des Amtes die Lehre der lutherischen Kirche abgeschlossen. Luthers Lehre vom Amt enthält zwei Gedankenreihen, die nicht immer in rechte Beziehung zueinander gesetzt sind. Die eine Linie ist die antirömische oder protestantische, wie sie in den Schriften: An den„Christlichen Ade!" und„Ueber die babylonische Gefangenschaft der Kirche" ausgesprochen ist. Hiernach sind alle Getauften zu Bischöfen und Priestern berufen. Das Amt ist eine Funktion der rechten Gemeinde. Nur um der Ordnung willen ist der einzelne beauftragt, diese Funktion auszuüben. Hierbei denkt Luther freilich nicht an die Ortsgemeinde, sondern an die Gemeinde Christi als Ganzes. Und nur ihr übertrug er die Rechte, die Diener des Amtes zu ordinieren usw. Als dieser Begriff der wahren Gemeinde verlorengegangen war, wurde auch die Unmittelbarkeit des göttlichen Auftrages zum Amte vergessen und das Pfarramt im eigentDienstag, 31. Oktober 193 gl Aet“ 31. Okt Handwerk und Hausbesitz Aufbau von Instandsetzungsgenossenschaften. Wie der Deutsche Genossenschaftsverband mitteilt, sollen um die Finanzierung des vom Hausbesitz zu tragenden Kostenanteils sicherzustellen, Instandsetzungsgenossenschaften eingeschaltet werden. Die einzelne Genossenschaft wird sich aus den an der Instandsetzung beteiligten Unternehmerkrei, sen, vor allem aus dem Handwerk, zusammensetzen, für die Gemeinden und regionalen Bezirke jedoch gesondert gegrün, det werden. Die Finanzierung der vom Hausbesitzer aufzubringen, den achtzig oder fünfzig Prozent soll durch die Genossenschaft in unmittelbarer Anlehnung an eine Kreditbank erfolgen Die Instandsetzungsfirmen schließen sich durch Zeichnung von Genossenschaftsanteilen in Höhe von 50 bis 100 Mark iu deutschen Genossenschaften zusammen und treten bei der Wechselbewegung gegenüber der Genossenschaft als Ausstel, ler auf, mit deren Giro dann der Wechsel der Kredithane als Kreditunterlage weitergeleitet wird. Bezogener ist der Hausbesitzer. Da die Zinsvergütungsscheine heute bereits realisierbar sind und einen Realwert von etwa 16 Prozent darstellen so bleiben äußerstenfalls 64 bzw. 34 Prozent zu finanzieren die durch die Senkungsquoten der Hauszinssteuer getilgt werden können. für Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußische Minister für Wirtschaft und Arbeit angeordnet, daß Reichszuschüsse für Instandsetzungs=, Ergänzungsund Umbauarbeiten auch dann gewährt werden können. wenn vor Bekanntgabe der neuen Bestimmungen(vom 11. Oktober 1933) ein Antrag auf Gewährung eines Reichszuschusses gestellt und danach mit der Arbeit begonnen wurde, bevor ein Vorbescheid erteilt war. In diesen Fällen richtet sich die Höhe des Reichszuschusses nach den neuen Bestimmungen Zuschüsse können weiter dann gewährt werden, wenn der Hausbesitzer Einzelanträge von Mietern, die zwar nicht im einzelnen, wohl aber in ihrer Gesamtheit den Mindestkostenbetrag von 100 Mark erreichen, gesammelt als eigenen Antrag einreicht. Zinssenkung für Wohnungsbaudarlehen Der Reichsarbeitsminister hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen die Zinsen der im Jahre 1930 zur Förderung des Wohnungsbaues gegebenen Reichsdarlehen auch weiterhin, zunächst bis zum 31. Dezember 1934, auf 1 v. H. gesenkt. Unterstützungen für Kriegsopfer Der Reichsarbeitsminister hat die Versorgungsämter ermächtigt, begabten fleißigen Kriegerwaisen, die nach Vollendung des 21. Lebensjahres und nach dem Wegfall der Waisenrente im Wintersemester 1933/34 noch eine einmalige Unterstützung bis zur Höhe von 100 Mark zu gewähren. Waisen, die am 1. Oktober 1933 das 24. Lebensjahr bereits vollendet hatten, können nicht berücksichtigt werden. Ferner können die Fürsorgestellen unter Berücksichtigung des Einkommens für Oktober 1932 folgende einmalige Unterstützungsbeträge zahlen: Beschädigten mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 30 und 40 v. infolge ihres Alkers oder sonstiger nicht auf Dienstbeschädtgung beruhender körperlicher oder geistiger Gebrechen dauernd erwerbsunfähig sind und denen im Falle einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 50 v. H. Zusatzrente gewährt werden könnte, je 30 Mark und für jedes Kind 10 Mark. Die erforderlichen Mittel werden den Versorgungsämtern demnächst zur Verfügung gestellt und den Fürsorgestellen dann die verauslagten Unterstützungen ersetzt werden. lichen Sinne bankerott. Weil man nicht mehr wagte, die geistliche Autorität in Anspruch zu nehmen, wurde die Autorität von anderen Instanzen geborgt. Diese fremden Instanzen griffen in das Leben der Kirche ein. Es konnte im 19. Jahrhundert dazu kommen, daß eine weltliche Autorität, nämlich der Magistrat einer Stadt verlangte, es solle nicht mehr Kreuz und Auferstehung werden. Weil man nicht mehr wagte, die jungen Theo logen kirchlich zu erziehen, so ist es nicht verwunderlich, daß man heute auf eine weltliche Zucht verfällt. Soll es hier eine Erneuerung geben, so muß diese neuerung vom Pfarrerstand aus kommen, weil in noch immerhin etwas von wirklicher Substanz im Sinne unserer Bekenntnisse vorhanden ist. Es findet sich nun aber bei Luther außer der eben genannten antirömischen Seite der Lehre vom Amte n00 eine andere, die er den Schwärmern gegenüber herot, gehoben hat. Da wird das Amt als Stiftung Chr! gekennzeichnet und zugleich stark betont, daß es Wort und Sakrament keine Mitteilung des Geistes geoeDie Religion des Gotterlebens und der Enthusiasmu haben nach Luther ihre Wurzel im alten Adam und““ nen Kindern. Papst, Schwärmertum und Mohamm““ nismus sind bei dieser gemeinsamen Wurzel eins.“ aber will nicht anders mit uns Menschen handem durch sein Wort und Sakrament. Diese„katholische“ Linie des Amtsbegriffs ist in Mitte des vorigen Jahrhunderts besonders von Man wie Vilmar, Löhe und Kliefoth verkündet worden;“ sie waren wie Prediger in der Wüste. Heute täte es b“ not, wieder auf sie zu hören, obwohl wir bei unserer b' nauen Kenntnis Luthers manche Sätze dieser Mali nicht mehr unterschreiben werden.„mannten Jedenfalls kommt es darauf an, daß beide ge# gen Linien der Lehre vom Amt vereinigt werden. Sie 90 ihren gemeinsamen Beziehungspunkt in der„„ut hervom Wort Gottes. Das Wort bringt das altt vor, genau wie das Amt die Gemeinde hervor“ Darum wird es immer eine lebendige Gem““ geben, wo es ein lebendiges Amt gibt, Und Frunde wird die Gemeinde verfallen, wenn das Amt zu Oe“ geht. Das Wort aber, das verkündigt werden soll, sich seine Menschen. Dieses Wort ist nichts andert“ der lebendige Christus selbst. Er sagt heute zu Une: der F Treueb In Fortsetzung rer, Reichskanzler Süddeutschland ein anzler in Stutt bergischen Landes wie sehr das Hergegenschlägt Kaun in der Stadthalle karten vergeben u Straßen und Plä stauten, um wenig i Stürmische die festlich geschmi halle betrat, und Ausführungen des Führer einleitend Saal Damals ha wieder zu einer A Die Regierun aber als Volk, der die Friedensliebe Bekenntnis ablege Der Führer! den Versailler Ve ollte, als die wa tischen Schwierig Besiegten sonderr Der Führer schon der deutschen Krie schaftliche Knechtu butionen und Rep Arbeitslosigkeit al Unvernunft. Die Nährboden des 1 sinns die Katastro Deutschland sond schen zwei Mög Deutschland noch Die schlimmf übernommen hab „Aber wir he Staatsstellung w Grund auf zu er kann uns allein 6 Der Führer durchg führten A vor einem Jahre eiles nzwischen beifall erklärte d „Ehe in Deu wird die Erinner Vergangenheit w Wir habene ner wieder angre Der Führer kenntnis:„D Wir wollen arbe tosender Zustimm nich der Vater dieser Sendung Tagen der Apo Wer heutee nuß es wissen, schen wendet, de fester Formeln digen Mitarbeit der Anstoß, der Vielleicht hä nen, daß„Amt „Dienst“ heiß Christus, ganz den sich die beid treffen. Man Evangelium de testantische ster Wahrheit katholisch kannte) Würde und kein Teuf n Ctober 193 in Sunieg. 31. Oktober 1933 Nr. 232— Seite 3 Uereh senschaften. ind mitteilt, sollen, sitz zu tragenden Tihhert, Dird 16, unternehmerkreimmensetzen, für die gesondert gegrünter aufzubringendie Genossenschaft jeditbank erfolgen. rch Zeichnung von bis 100 Mark zu ld treten bei der schaft als Ausstelsel der Kreditbank Bezogener ist der bereits realisierbar ozent darstellen, so nt zu finanzieren, szinssteuer getilgt dsetzungen ienst mitteilt, hat Arbeit angeordgs=, Ergänzungswerden können, timmungen(vom ung eines ReichsArbeit begonnen In diesen Fällen nach den neuen ann gewährt wervon Mietern, die er Gesamtheit den sen, gesammelt als baudarlehen vernehmen mit dem der im Jahre 1930 ebenen Reichsdar1. Dezember 1934, Sopfer rgungsämter erisen, die nach em Wegfall der eine einmalige zu gewähren. bensjahr bereits werden. ster Berücksichtigende einmalige ten mit einer 1d 40 v.., die Dienstbeschädttiger Gebrechen Falle einer MinIusahzrente gr jedes Kind 10 in Versorgungsden Fürsorgeersetzt werden. wagte, die wurde die iese fremden Es konnte ne weltliche verlangte, ig gepredigt ungen Theorwunderlich, ällt. suß diese Erweil in ihm nz im Sinne Dar Aingerrun dle=Eiliheir des Völtes in der Nännern en; aber es uns serer geMänner der Führer in Stuttgart Treuebekenntnis des Volkes Fortsetzung seiner Deutschlandreise stattete der FühReichskanzler Adolf Hitler, während des Wochenendes Eiddeutschland einen Besuch ab Zunächst sprach der Reichssanzser in Stuttgart, wo ihn der Jubel des württemdergischen Landes entgegenbrauste Abermals zeigte sich so, nie sehr das Herz des deutschen Volkes dem Führer entgegenschlägt Kaum war bekanntgeworden, daß Adolf Hitler In der Stadthalle sprechen werde, als auch schon sämtliche garten vergeben waren So kam es daß sich überall auf den Straßen und Plätzen die Massen vor den Lautsprechern stauten, um wenigstens den Kanzlei durch den Rundfunk zu Stürmische Heilrufe brausten auf, als der Führer dann die festlich geschmückte und bis auf den letzten Platz besetzte halle betrat, und sie wiederholten sich mehrfach während der Ausführungen des Kanzlers In seiner Rede erinnerte der Führer einleitend an seine letzte Kundgebung in diesem Saal Damals habe er nicht geglaubt, daß er schon sobald wieder zu einer Wahl werde aufrufen müssen. Die Regierung brauche zwar kein solches Volksvotum, aber als Volk, dem man in der Welt den guten Willen und die Friedensliebe bestreitet, wollten wir vor der Welt ein Bekenntnis ablegen. Der Führer kennzeichnete in ausführlichen Darlegungen den Versailler Vertrag der die Wunden des Krieges heilen sollte, als die wahre Ursache der wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten der Völker Er habe nicht nur die Besiegten sondern auch die Sieger geschlagen Der Führer wies in entschiedener Weise die Lüge von der deutschen Kriegsschuld zurück und brandmarkte die wirtschaftliche Knechtung des deutschen Volkes durch die Kontributionen und Reparationen und kennzeichnete den Fluch der Arbeitslosigkeit als notwendige Folge dieses Vertrages der Unvernunft. Die Geißel der Arbeitslosigkeit aber sei der kährboden des Bolschewismus, der als Lehre des Wahnsinns die Katastrophe nur noch vollenden und damit nicht nur Deutschland sondern die ganze Welt erfassen würde. Zwischen zwei Möglichkeiten. Wahnsinn und Vernunft, habe Deutschland noch im letzten Augenblick das letztere gewählt. Die schlimmste Erbschaft, die semals ein Staatsmann übernommen habe, sei ihm am 30 Januar zuteil geworden „Aber wir haben die 14 Jahre nicht gekämpft um einer Staatsstellung willen, sondern um das deutsche Volk von Grund auf zu erneuern, Kampf und Arbeil für dar Volk kann uns allein befriedigen.“ Der Führer ging dann im einzelnen auf die bisher durchg führten Arbeiten der Regierung ein Was vielleicht vor einem Jahre den meisten noch als phantastisch erschienen lei, sei inzwischen Wirklichkeit geworden. Unter stürmischem Beifall erklärte der Führer: „Ehe in Deutschland 30 Jahre vergangen sein werden. wird die Erinnerung an den einstigen Parteienstaat in der Vergangenheit wie ein blasses Phankom verschwunden sein! Wir haben einen unbändigen Willen: wir werden imner wieder angreisen, bis wir unser Ziel erreicht haben. Der Führer wiederholte dann sein Friedensbekenntnis:„Wir kennen den Krieg, wir wollen ihn nicht Wir wollen arbeiten und unsere Ruhe haben“, rief er unter tosender Zustimmung aus. nich der Vater gesandt hat, so sende ich euch, und mit dieser Sendung baut er seine Kirche, heute wie in den Tagen der Apostel. Wer heute etwas Richtunggebendes zu sagen hat, der nuß es wissen, daß er sich an lebendige, ringende Menschen wendet, denen die bloße gedankenmäßige Aneignung fester Formeln nicht genügt, sondern die sich zur lebendigen Mitarbeit berufen wissen. In diesem Sinne wird der Anstoß, der von Prof. G. ausging, weiter wirken. Vielleicht hätte noch etwas stärker heraustreten können, daß„Amt“ im Neuen Testament Diakonie, d. h. Wienst“ heißt. In dem ganz tief, ganz als Gabe des ehristus, ganz in seiner Nachfolge erfaßtem Dienst, werden sich die beiden genannten Linien des geistlichen Amtes kreffen. Man kann nur dienen, wenn man durch das Evangelium der Freiheit berufen ist— das ist die prolestantische Linie, und da, wo das Dienen in innerer Wahrheit vollzogen wird, findet sich von selbst die Ratholische"(weltumfassende und allgemein kannte) Würde, die dem Träger des Amtes kein Mensch und kein Teufel nehmen kann. W. m. Fröhlicher Dienst. auch für das Jahr 1934 hat die Verlagsanstalt der unstalt Bethel wiederum einen schönen Monatskalender Flausgebracht(zu beziehen durch die Schriftenniederlage Eer Anstalt Bethel, Bethel bei Bielefeld. Postscheckkonto Hannover 49 657. Preis 40 Pfg.), der einen Gruß an alle srrunde unseres Liebeswerkes sein möchte. Der Kalenvoil Zeugnis ablegen vom Segen tapferer Arbeit, vm wahren evangelischen Glauben und der Liebe besus Christus. Die Bilder im Kupfertiefdruck mit dem stcauternden Text auf der Rückseite künden vom fröhden Schaffen im Dienst der Liebe.„Dienet dem Herrn i Freuden“, lautet daher auch sein Titel. In kl ensachheit zeugen Aussprüche von Vater Bodelschwingh *o dem jetzigen Anstaltsleiter von den tiefsten Wahrheiten des göttlichen Wortes.„ 666 dieser Kalender aicht nur ein Gruß aus Bethel ist dieser alender, üdern in seiner außerordentlich kunstvoll gehaltenen siche3 zugleich ein Wandschmuck für jedes christ L. Wld. Wir führen das Volk. aber das Volk steht hinter uns. das wollen wir am 12. November der übrigen Welt zeigen. Wir bekennen uns zum Frieden und zur Gleichberechtigung. Die ganze deutsche Ration lehnt es ab. sich dauernd als zweitklassig behandeln zu lassen. Aber wenn die anderen glauben, das tun zu müssen, dann werden wir sie unter sich lassen. Wir stehen dann zu unserer Ehre. Kanonen haben wir nicht, und deshalb muß ich das Volk hinter mir wissen, wenn ich seine Ehre vertreien soll, und da baue ich auf Sie, meine Schwaben, und Ihre harten Köpfe! Minutenlanger brausender Beifall) Wenn aber dieses Volk von 65 Millionen sich in Einheit bekennt, ebensosehr den Frieden zu lieben als seiner Ehre treu zu bleiben, dann wird die Welt nicht über dieses Bekenntnis hinweggehen können, und dann werden wir mehr zur Befriedung der Welt tun als diejenigen, die dauernd davon reden und sich mil Erz und Wassen umgeben.(Stürmischer, langanhaltender Beifall) Als der Führer nach einstündiger Rede seine Ausführungen beendet hatte, dröhnte die Halle wider von einem Orkan von Beifallsstürmen. Nicht minder groß ist die Begeisterung auf den großen Plätzen auf denen die Menschenmassen der Rundfunkübertragung gelauscht hatten Den Abschluß der erhebenden Kundgebung bildete überall der Gesang der nationalen Weihelieder Reichskanzler Adolf Hitler begab sich von der Stadthalle nach dem Flughafen Böblingen durch ein Spalier begeisterter Menschen Als dann die Motoren der Junkersmaschine„D 2600“ über Stuttgart donnerten reckten sich noch einmal die Arme zum Himmel empor. dem Führer zum Gruß Stuttgart hat den Kanzler geseiert, wie noch nie zuvor einen Mann! ist folgende Episode. Als der Führer nach seiner Ankunft in Stuttgart im Viktoria Hospiz eintraf, hatte sich dort ein alter Baltikumkämpfer mit seinen vier Jungen eingefunden, der seit über vier Jahren arbeitslos ist und sich in diesem Jahre zahlreichen Operationen unterziehen mußte, so daß er seinen Beruf als Sattler und Tapezierer nur noch sitzend ausüben kann. Die Jungen wollten dem Führer ein Handharmonika=Ständchen bringen. Der Führer ließ zunächst den Mann und die Jungens. die sehr elend aussahen, bewirten und behiell sie bis zu seiner Abfahrt im Hotel. Inzwischen sorgte er dafür, daß dem Manne eine Arbeitsstätte geschaffen wird. So wird der Mann am heutigen Montag zum ersten Male seit vier Jahren wieder am Arbeitstisch sitzen. Dabei muß bemerkt werden, daß der Mann nicht Mitglied der RSDAP. ist. Das beweist wieder einmal, daß der Führer in seiner Hilfsbereitschaft keine Parteischranken und keine Grenzen kennt. Bei der Landung in Nürnberg wiederholten sich die Kundgebungen. Denkmalsweihe in Neumarkt Von Nürnberg fuhr der Kanzler zur Denkmalsweihe nach Neumarkt der Geburtsstadt Dietrich Eckarts, seines alten Mitkämpfers aus der Zeit des Beginns der nationalsozialistischen Bewegung, der nach dem durch Verrat mißglückten Ausstand vom 9 November 1923 am ersten Weihnachtsfeiertag 1923 todwund und krank die Augen für immer schloß. in Essen Speisung bedürftiger Volksgenossen Der preußische Ministerpräsident Göring sprach in Essen in den riesigen Ausstellungshallen zu den Ruhrbergarbeitern. Ueber die Bedeutung der Volksentscheidung am 12. November führte der Ministerpräsident aus: Am 12. November gehl es um eine Entscheidung von gewaltigem Ausmaße, und das ist es. weshalb ihr noch einmal aufgefordert werdet. Mann für Mann und Frau Frau anzutreten und der Welt zu zeigen, daß wir ein neues deutsches Volk sind. Dieses Volk wünscht nichts heißer, als wieder frei zu sein. Der Kampf gehl um Ehre, Frieden und Gleichberechtigung. Ministerpräsident Göring behandelte dann das fluchwürdige Verbrechen des 9 November 1918 und die verderbliche Herrschaft der Parteien Zu Fragen der Arbeitsbeschaffung übergehend, erklärte er, in Zukunft würden nicht nur einige wenige große Betriebe, sondern gerade der kleine zuverlässige deutsche Betrieb berücksichtigt werden. In den nächsten Tagen werde ein für ganz Preußen geltender Erlaß veröffentlicht werden, wonach in Zukunft bei Vergebung von Staatsaufträgen in erster Linie die kleinen Firmen zu berücksichtigen sind. Mit einem Appell an das deutsche Volk. immer eingedenk zu sein des Kampfes und der Opfer der, nationgl: sozialistischen Bewegung, die das deutsche Volk er#n ner Dumpfheit herausgerissen und zu neuem Wiederaufbau bereit gemacht habe. schloß Ministerpräsident Göring seine Rede und rief aus: „Beherzigl es am 12. November. Der deutsche Volk, und die Welt wird sehen, daß das Volk kommt.“ Tosender, anhaltender Beifall und Heilrufe zeigten, daß Hermann Göring seinen vielen tausenden Zuhörern tief aus dem Herzen gesprochen hatte Die Entscheidung am 12. November Kanzlerrede in Frankfurt. Nach den Kundgebungen in Stuttgart und Neumarkt und einer kurgen Anwelenheit in Pgranzggrtrgi Beichn hale sührte Reichelangter Wdol Hiüer a&a. Ausz So wie im März das deutsche Volk sich#### mußte über den Aues im Innern, do muß es Ric am 12. November entscheiden über den Kurs nach außen. Es muß sich klar entscheiden, ob es will, daß die Ehre der Nation und ihr gleiches Recht in der Zukunft vor der ganzen Welt offen und frei vertreten werden sollen. Es muß sich entscheiden für einen Weg, der im ersten Augenblick vielleicht schwer sein kann, der aber unserer Ueberzeugung nach auf die Dauer eine große Nation allein in ihrer Größe zu erhalten vermag. Unter stürmischer Zustimmung der Versammlung zeigte der Führer die verheerenden Folgen des Versailler Vertrages auf. Zur Abrüstung übergehend erklärte der Führer: Wir haben abgerüstet, und sie sollen nicht so kun, als ob die Abrüstung bei uns praktisch nicht durchgeführt worden wäre. Sie waren ja mit ihren Kontrollkommissionen lange genug in Deutschland, um das überwachen zu können. (Stürmischer Beifall.) Die Worte des Führers drangen in die Herzen, und von diesen wurden sie mit einer solchen begeisterten Zustimmung aufgenommen, daß es keinen Zweifel mehr geben kann: Der 12. November wird der Welt zeigen, daß Führer und Gefolgschaft eins sind im Kampf um die Ehre und Deutschlands, daß in Deutschland nur noch ein Wille herrschen kann und herrschen wird: der Wille Adolf Hillers. Aufruf zum 12. November Das ganze Deutschland soll es sein! Die Vereine und Verbände des deutschen Volkes veröffentlichen folgenden Aufruf: In der Erkenntnis, daß der Entschluß der Reichsregierung. die Ehre Deutschlands über die Mitarbeit im Völkerbund zu stellen, im ganzen Volke als eine befreiende Tat begrüßt wird, haben sich die unterzeichneten Verbände zusammengesunden, um in den Kreisen ihrer Mitglieder alle Kräfte dafür einzusetzen, daß der freudige Widerhall dieser Regierungsmaßnahme seinen Ausdruck findet in einer einstimmigen Bejahung am 12. November. Die unterzeichneten Spitzenorganisationen fordern die ihnen angeschlossenen Verbände und Vereine auf. sich mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln für die Volksabstimmung einzusetzen und jedes einzelne ihrer Mitglieder an seine Pflicht gegen Volk und Vaterland zu mahnen. Das deutsche Volk forder! Gleichberechtigung. Frieden und Arbeit. Die Einmütigkeit im Wollen und Trachten aller Deutschen, rückhaltloses Vertrauen zum Führer und unerschütterliche Gefolgschaftstreue zu bekunden, das ist der einzige Sinn der Volksabstimmung vom 12. November. Wer an diesem Tage versagt, stellt sich bewußt in die Reihe der Feinde des deutschen Volkes. Unterzeichnet ist der Aufruf von 220 Verbänden, die alle deutschen Berufstätigen in allen Zweigen des öffentlichen Lebens, der Politik, der Wirtschaft, der Kultur sowie die Jagend= und die Frauenorganisationen umfassen. 685 Namen Reichsinnenminister Dr. Frick über den Sinn der Volksentscheidung und die Aufgaben des neuen Reichstags. Reichsinnenminister Dr. Frick äußerte sich in einem Interview mit dem„Völkischen Beobachter“ über die Bedeutung der Volksentscheidung am 12 November: Die Einheitsliste für alle 36 Wahlkreise enthält die 685 Namen der Wahlbewerber. Die Einheitsliste enthält unter den Gesichtspunkten der außenpolitischen Bedeutung dieser Wahl etwa 30 bis 40 Kandidaten, die nicht Parteigenossen sind, und die unter anderem der Gruppe der ehemaligen bürgerlichen Parteien, wie der Deutschnationalen, des Zentrums, der Bayerischen Volkspartei usw. entnommen sind. Unter ihnen sind zu nennen Geheimrat Claß, Graf Quadt, Hackelsberger, Freytagh-Loringhsven. Die Einheitsliste mit 685 Namen ist also in allen Wahlkreisen die gleiche Die Gauleitungen haben jedoch die Möglichkeit, für ihren Wahlkreis noch weitere Namen der Einheitsliste hinzuzufügen Die Reichsliste ist mit der Einheitsliste mit geringfügigen Abweichungen identisch Im übrigen enthält die Einheitsliste noch eine größere Zahl bisheriger nationalsozialistischer Landtagsmitglieder. Da in allen Wahlkreisen die gleichen Bewerber auftreten. so kann die Verteilung der gewählten Abgeordneten auf die einzelnen Wahlkreise nur zentral erledigt werden Es müssen daher alle Kandidaten jetzt schon Blankounterschriften abgeben, die die Reichswahlleitung ermächtigen, nach eigenem Ermessen die Zuteilung auf die Wahlkreise vorzunehmen Auf diese Weise wird es möglich sein, spätestens drei Tage nach der Wahl über die Zusammensetzung des ganzen Reichstags Klarheit zu erhalten. Aus einer Reihe von politisch=taktischen Erwägungen erschien es nicht zweckmäßig, schon für die Wahl am 12 November das Wahlgesetz zu ändern Im übrigen ist es richtig, daß die Weiterentwicklung des bieherigen demokratisch=parlamentarischen Wahlbetriebes in der Richtung eines öffentlichen Volksbekenntnisses durchaus nationalsozialistischen Grundsätzen entspricht Die Frage, in welcher zeitgemäßen und politisch überzeugendsten Form der Volkswille zum Ausdruck kommen sollerfordert dringliche und eingehende Prüfung Eine Entscheidung darüber ist heute selbstverständlich noch in keiner Weise erfolgt Nur soviel kann man jedenfalls sagen, daß bei dieser Reichstagswahl wohl zum letzten Male nach dem bisherigen Wahlsystem gewählt wird. Es war notwendig. dem deutschen Volke noch ausdrücklich Gelegenheit zu geben, vor ailer Weit seine Verbundenheit mit der Politik der Ehre und des Friedens, die Adolf Hitler proklamiert hat, zu bekennen. Der neue Reichstag wird in erster Linie außenpolitisch ein Bekenntnis zur Politik des Reichskanzlers Adolf Hitler abzulegen haben. Innenpolitisch wird er die Reformaufgaben lösen müssen, die notwendig sind, um künftig jede unnötige Kräftezerivlitterung durch die Aufrechterhaltung historischer, Nr. 232 Seite 4 Dienstag, 31. Oktober 1933 aber heute überholler und unzeitgemäßer Gebilde und Einrichtungen zu verhindern. Es wird notwendig sein, das Deutsche Reich auch innenpolitisch so umzubauen, daß es unter Wahrung aller traditionellen Eigenarten im einzelnen nach außen hin stets eine unerschütterliche politische Einheit darstellt. Auch über das Schicksal der Länderparlamente wird im Zuge der innerpolitischen Reformaufgaben der kommende Reichstag zu beschließen haben. Aufruf des Gemeindetages Für Frieden, Arbeit und Kultur! Der Deutsche Gemeindetag erläßt folgenden Aufruf: „Sechzigtausend deutsche Gemeinden und Gemeindeverbände arbeiten mit zäher Entschlossenheit und freudiger Hoffnung für das wirtschaftliche, geistige und körperliche Wohl ihrer Einwohner. Diese Arbeit, getragen von dem Vertrauen und der Mithilfe aller Gutgesinnten, kann nur erfolgreich sein, wenn die deutsche Nation den anderen Kulturvölkern der Welt gleichberechtigt gegenübersteht. Darum stehen die deutschen Städte, Landgemeinden, Landkreise und Provinzen einmütig und geschlossen hinter der Reichsregierung. Wer den harten Kampf führt gegen Arbeitslosennot und für Arbeitsbeschaffung, für die Ernährung und Betreuung der Aermsten der Armen, für die Pflege der deutschen Kultur und Wissenschaft,Bildung und Kunst, für die wirtschaftliche Versorgung der breiten Massen, der weiß, daß nur im friedlichen Wettstreit der Völker, in freier, stolzer Gleichberechtigung der Nationen das Glück der Menschheit erkämpft werden kann. Wir wollen keine Waffen, sondern Frieden, Arbeit, Brot und Kultur. Die Gemeinden und Gemeindeverbände grüßen den Führer des deutschen Volkes, Reichskanzler Adolf Hitler; auf der von ihm geschaffenen Grundlage bauen sie ihre Arbeit auf. Der Deutsche Gemeindetag mit seinen Unterverbänden und allen in ihnen zusammengeschlossenen Gemeinden und Gemeindeverbänden gelobt der deutschen Regierung Gefolgschaft, freudige Mithilfe und verantwortungsbewußte Arbeit.“ Boelcke=Ehrung in Essen Ansprache des Ministerpräsidenten Göring. Anläßlich einer Gedenkfeier in der Essener Lichtburg für den deutschen Kampfflieger Oswald Boelcke wies Ministerpräsident Göring darauf hin, wie sehr das Leben und Sterben dieses Helden unserer Generation ein Vorbild sein muß. Der Ministerpräsident streifte weiter die Notwendigkeit des Luftverkehrs und des Luftsports für Deutschland und nahm schließlich noch wie folgt gegen die Hetzlügen über deutsche Geheimrüstungen Stellung: An dieser Stelle erkläre ich als verantwortlicher Leiter der Luftfahrt laut und klar, es ist nicht wahr, wir haben aus dem Kriege nicht Flugzeuge zurückbehalten, wir haben keine Geschwader heimlich gebaut und aufgestellt. Und wenn man auf unsere Verkehrsflugzeuge zeigt, dann sage ich, Ihr handelt wider besseres Wissen, und Eure Fachleute können nicht behaupten, daß unsere schwerfälligen Verkehrsflugzeuge jemals als Kriegsflugzeuge in Frage kämen. Zum Schluß verwies der Ministerpräsident noch darauf. daß Deutschland sich bereitgefunden hat, auf die Zubilligung von Angriffsflugzeugen zu verzichten. Wenn man uns trotzdem sogar ein Minimum von Verteidigungsflugzeugen verweigern wolle, dann müsse auf der Gegenseite böse Absicht herrschen Auf das Hakenkreuz hinweisend schloß der Ministerpräsident seine Rede mit den Worten: Vergesset es nicht, über dem Hakenkreuz erhebt sich der Adler, er hat die Schwingen gebreitet, dieser Adler ist die Sehnsucht der deutschen Luftfahrt! Erster Spatenstich für die neue Flugsporthalle. Im weiteren Verlauf seines Aufenthalts in Essen machte Ministerpräsident Göring auf dem Essen=Mülheimer Flugplatz, wo die SA., SS., der Stahlhelm und die Hitlerjugend in Stärke von 15000 Mann aufmarschiert waren, den ersten Spatenstich zum Bau der neuen Flugsporthalle. Arbeit für 20.000 Der Dortmund—Ems-Kanal wird erweitert. Die Reichsregierung hat sich entschlossen, die im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms begonnene Erweiterung des Dortmund—Ems-Kanals mit verstärkten Mitteln fortzusehen und in wenigen Jahren zu Ende zu führen, wodurch mindestens 20 000 Erwerbslose auf die Dauer von etwa vier Jahren Beschäftigung finden können. Post=Bestellschein Der Unterzeichnete bestellt hiermit 1 Exemplar des„Aufwärts“. Für Monat 193 Der Bezugspreis wolle von mir erhoben werden. Ich wünsche die Zeitung zugestellt zu erhalten“). Ich werde die Zeitung abholen"). OS Stan O Straße und Hausnummer An das Hostamt Diesen Zettel in den Briefkasten werfen, dem Briefträger übergeben, oder an die Geschäftsstelle Bethel bei Bielefeld einsenden. Der Bezugspreis beträgt monatlich BM.25 und 36 Pfg. Bestellgeld. Nichtzutretlendes streichen. Unruhen in Palästina 22 Tote Im Verlauf der Massenkundgebungen der Araber gegen die zunehmende jüdische Einwanderung kam es in Palästina zu blutigen Zusammenstößen. Am stärksten betroffen wurde Jaffa; später griffen die Unruhen auch auf Jerusalem und Haifa über. 22 Personen wurden getötet, davon 20 allein in Jaffa. Die Jahl der Verwundeten ist groß. Die britische Mandatsverwaltung hat umfangreiche Vorkehrungen getroffen und größere Truppenabteilungen bereitgestellt. Auch wurde aus Aegypten ein englisches Flugzeuggeschwader nach Palästina beordert. Auch die Städte Nazareth und das nördlich vom See Genezareth gelegene Safed, das den Juden als Heilige Stadt gilt, stehen unter verstärktem Schutz. In den Straßen der ganz vorwiegend von Arabern bewohnten Stadt Nablus, das Sichem der Bibel, sind Tankpatrouillen eingesetzt, nachdem auch hier ein Todesopfer zu verzeichnen war. Zu den Unruhen in Jaffa wird noch gemeldet, daß die Araber in den Vormittagsstunden einen Generalstreik durchführten und sämtliche Geschäfte schlossen. Nach einem großen Massengottesdienst in der Moschee versuchten sie trotz des amtlichen Verbots, einen Zug zu bilden. Sie gingen hierbei mit Waffen allerlei Art, wie Stöcken und Wurfgeschossen, vor und versuchten, die Polizeilinie zu durchbrechen und die vor dem Regierungsgebäude errichteten Drahtverhaue zu durchschneiden. Wegen der Ausschreitungen sind mehrere Araber, die in dem arabischen Vollzugsausschuß eine führende Rolle spielen, in Haft genommen worden. Auch unter den bei den Zusammenstößen mit der Polizei Verwundeten befinden sich sehr bekannte arabische Politiker. Die jüdische Bevölkerung auf dem Lande flüchtet in die Städte. In Jerusalem griff eine erregte Menge das Polizeigebäude an. Die Polizei ging mit dem Gummiknüppel vor und eröffnete später das Feuer. Hierbei wurde ein Araber getötet und mehrere verwundet. Ein Polizist erhielt eine Stichwunde. Wilde Szenen spielten sich auch in Haifa ab. Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich vor der Moschee angesammelt, um Rache fur die Todesopfer in Jaffa zu fordern. Um die Demonstranten zu zerstreuen, feuerte die Polizei mehrere Salven in die Luft. Als arabische Demonstranten versuchten, durchfahrende Automobile anzuhalten und zu beschädigen, machte die Polizei erneut von der Schußwaffe Gebrauch und verwundete mehrere Aufständische. Die Araber verkündeten den Generalstreik, der sehr rasch an Umfang zunahm. Die Unruhen sind insofern besonders bemerkenswert, als sie sich nicht nur gegen die Juden, sondern besonders gegen die englische Regierung richten, die für die Steigerung der jüdischen Einwanderungen und des jüdischen Landankaufs verantwortlich gemacht wird. In englischen Kreisen Palästinas wird allgemein zugegeben, daß sich in den letzten Jahren eine starke Feindseligkeit gegen die englische Verwaltung unter den Arabern entwickelt habe, mit der man zu rechnen haben müsse. Weiter liegt die Bedeutung der Vorfälle, wie„Evening Standard“ ausführt, darin, daß, während die früheren Demonstrationen von der alten Generation der Araber ausgingen und sich hauptsächlich gegen die Juden richteten, die Kesormationssent Frier in der Neustädter Marientirche. Vienstag, den 3I. Ottover, abends 8 Uhr Festvortrag von Pastor Niemöller=Bielefeld: „Martin Luther der Knecht Gottes.“ Der Kirchenchor der Neustädter Mariengemeinde wirkt mit. Jedermann ist herzlich eingeladen. Eintritt frei! Evangelischer Bund. Zweigverein Bielefeld Quistorp. neuen Demonstrationen das Werk der arabischen Jugenz, vereinigung sind, die schon seit einiger Zeit ihre Unzufrig, denheit mit gemäßigteren Protesten ausgedrückt hatten Jerusalem. In Jerusalem, Haifa und Damaskus kam es am Sonntag erneut zu blutigen Zusammenstößen zmi. schen protestierenden Arabern und der Polizei, wohei wiederum Tote und Verletzte gab. Der Präsident dar arabischen Nationalliga hat in einem Telegramm an den englischen Kolonialminister gegen die Beeinträchtigung der Rechte der Araber protestiert. Neue Milliardenbeträge für die amerikanische Arbeitsbeschaffung. Washington, 29. Oktober. Wir verlautet, wird Präsi. dent Roosevelt nach Ausgabe der bisher bewilligten 33 Milliarden Dollar für öffentliche Arbeiten vom Kongreß weitere zwei Milliarden anfordern. Man nimmt an, da der Kongreß auch diesen Betrag bewilligen wird. Anläßlich der Zehn=Jahresfeier des neuen türkischen Reiches brachte die SA. zur Erinnerung an die Wafsen, brüderschaft im Weltkrieg dem Berliner türkischen Botschafter. General Kemaleddin Sami Pascha eine besondere Ehrung Bielefeld. Reformationsfeier. Die evangelische Kirche der ganzen Welt wird in diesem Jahr mit besonderem Dank ihr Reformationsgedächtnis feiern und sich an das große Gut erinnern, das der Kirche in Martin Luther und seinem Werk geschenkt war. Es sei deshalb auch hier auf den Vortrag:„Martin Luther, der Knecht Gottes“, hingewiesen, den Pastor Niemöller am Dienstag abend (siehe Anzeige) in der Neustädter Kirche halten wird. — Christlicher Verein junger Männer. Dienstag, 20¼ Uhr hält in Gosen P. Lic. Frick einen Vortrag über Doktor Martin Luther. Voranzeige! Tonfilmvorführung im Assapheum am Sonntag, den 5. November, 20 Uhr. Es gelangt zur Vorführung„Der schwarze Husar“, ein vaterländischer Film, der uns in das schwere Jahr 1812 zurückführt. — Bethelorchester. Das nächste Konzert des Ven orchesters findet am Mittwoch, den 1. November, 20¼ 1 im Assapheum unter Leitung von Musiklehrer Paul von Hagen statt. Als Solist wird Herr v. Hagen Werke für Cello von Schubert, Svendsen und D. van Goens zu Gehör bringen. Außerdem Werke für Streichorchester von Händel, Mozart und Schubert. Programme zu 30 Pfennig, welche zum Eintritt berechtigen, sind an den bekannten Stellen sowie an der Abendkasse zu haben. — Verloren am Sonntagnachmittag gegen 4½—5 Uhr eine goldene Herrenarmbanduhr E. S. graviert; auf dem Wege Waterbör, durch Bethel, den Saronweg entlang, Gütersloher Straße. Der ehrliche Finder wird gebeten, die Uhr in Café Neuhaus, Gütersloher Straße 7. abzugeben. — Mittwoch, den 1. November, Donnerstag, den 2. November, und Freitag, den 3. November, veranstalten wir im großen Saale des Hauses Gosen eine Handarbeils ausstellung. Hier ist Gelegenheit gegeben, unsere reiche Auswahl vorgezeichneter, angefangener und fertiger Handarbeiten nebst vielen Garnmaterialien in großen Farbsortimenten kennenzulernen. Ein Besuch dieser Ausstellung, zu der wir herzlich ein laden, ist sehr zu empfehlen. Ophir, Vereinigte Verkaufstellen der Anstalt Bethel. — Unser diesjähriger Obstverkauf findet am Donners tag, dem 2. November, nachmittags 2 Uhr im Ophir=Hof“ statt. Ophir, Vereinigte Verkaufstellen der Anstalt Bethel. vie bend verlese g. isde un ante Gr uu chg ul. 20. Gusteme Guatem. Pfr..28 Beispiele: Zur Familienforschung, Anlegen einer Familienchronik, ist Photographieren unentbehrlich! Photo-Apparate und Phote-Arbeiten von Photo-Könlg, Bielefeld, Rathausstraße 8 Geb. junges Mädchen sucht zur weiteren Ausbildung Stelle in einer Anstalts= oder Krankenhausküche. Angebote an die Gehäftsstelle des Aufwärts unter 9 Es lohnt sich Verkaufsstelle für uns. bekannten Bremer Kaffee, Tee usw. zu übernehmen. Sicherer Verdienst für Dame oder Herrn ohne Risiko. Bewerbungen an A. Bätjer, Bremen, Franziusstraße 38 Obstbäume, Beerensträucher beste Sorten Rosen u. Stauden in guter Auswohl Blumenzwiebein, Erdbeerpflanzen Dahllen, Knollengewächse Ziersträucher, Heckenpflanzen Radelgehölze, Schlingpflanzen Preisliste gern auf Wunsch und sonstige Gartonartikel bietet an die Gärtnerei der Anstalt Bethel bei Bielefeld * e R el e Auslend unde Einzelnumm Nr. 233. Nensch, ist was So bald du dir's Man! Lokal= und Provinzialnachrichten. politische 9 Schriftleitung: W. Kraa; Wirtschafts= und Weltpollit: Dr. H. Huttel; Anzeigen: K. Diekmann; alle in bels Seit geraumer sut von bedeutsa gen, Staatsbesusüngste Vergange: einiges gebracht h besuchen gemunk werden. Der Ball verschiedenartigste essen stoßen aufe stets unter der Lo berüchtigte Pulo Sieht man hinter keineswegs so sic schicksalgebärende Erhaltung des Fri zwei Gesichter ha ihm 1919 in den die die Balkansie wissen möchten,f Kampf gegen ebDen Auftakt europareise Herri an den Landoner erfahren, daß die gung, Revision, anderen verlange surcht vor den F nan sich mit derr Zaren in Europc Genf, Italien na könig Boris die keise in aktiver Unnahme bestimn tische König dem damit zum Ausdr abmachungen nich Berli Leite sind, der