h, 25. Oktober 1935# Darlehnskassennrichtung. ber, stattgefundenen er Spar= und Darzu Jöllenbeck, hielt Verband ländlicher len e.., Münster, nung einen Vortrag Spar= u. Darlehnssob zunächst hervor, n weiterhin in Besamtumsatz betrug Wenn es eine edeutung der Spariterhin zu vertiefen, ungen. Belaufen sich i der Jöllenbecker auf 1¼ Millionen## m tiefen Vertrauen ckreise der muster Spar= u. Darlehnsrgebnis, so hob der sergangenen Jahle llendes, so daß die ihrer Reserven auf idament steht. Als verzeichnen, daß eceditansprüchen der d zwar habe der ocht, ohne die Hilfe Inspruch nehmen zu edite in Höhe von t niedrigen Zinsfuß 1 Grundpfeilern der Selbstverantwortung ithin seinem inneren zielsetzung nach der lsozialistischen Wirtes Handelns kennt, zen zu dienen. Aus n Grundhaltung und der Regierung der hen Genossenschaftswendigkeit für das ufgabe, in tatkräftides bevorstehenden Dabei sei von entelne in der genossener Zeit erkenne und le genossenschaftliche spar= und Darlehnsein außerhalb ihrer it, sondern als ihr ger und Inhaber sie der Spar= und Darständlichkeit, daß sie irgroschen erübrigen brächten, sondern es und Darlehnskassen und Darlehnskasse en Wirtschaftsbetried erspart seien, auch ieder zugeführt. Auf dner dann noch mit isse zu sprechen. So h sei, so empfehle er, irlehnskassen zu tun. empfehlen, sondern n Mittelstand dürfe ite entzogen werden. in die örtliche Spardeimat wird geleistet durch Zersplitterung Spar= und DarlehnsDarlehnskassen der Heimatprovinz ein es, im festen Zusamer bewährten Leitung Mittwoch, den des Assapheums zu den Wahlen is es gehl! hl unseres saltenbers 20¼ Uhr s.„Gott in gesunden von Herrn Pastok Bezngageete: Erscheint wöchentlich sochsmal.— Preis monatlich.25 und .38 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Fürs Ausland unter Stretfband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67677. liches Tageblatt mit den Beilagen„Für Herz und „dengaldek uund„JJusen nlei“ Anzeigenpreis: te einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennia, Reklame 30 Pfg. Beilagen unter W5 gje tausend 15 Mi. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 8 Uhr. Postscheckkonto Haunover 67377. Nr. 228. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bieleseld), Donnerstag, den 26. Oktober 1933. 15.Jahrgang. Bete, als hülfe kein Arbeiten, Arbeite, als hülfe kein Beten! Luther. Zeltpolitik: in Bethel. Mam Amschau. Die Austrittsnote überreicht.— Wachsende Erkenntnis im Ausland— MacDonalds Verdehungskünste.— Regierungskrise in Frankreich.— Anerkennung Moskaus durch Amerika.— Hitlers Mahnung an sein Volk. Nun hat sich Deutschland auch formell von Genf getrennt. Mit der Ueberreichung der Austrittsnote durch den deutschen Konsul in Genf hat unsere Absage an den Völkerbund auch ihre rein völkerrechtliche Bekräftigung erfahren. Die Bestürzung gewisser Auslandskreise über diesen Schritt beweist, daß man sich in diesen Kreisen noch immer verkehrte Vorstellungen über das neue Deutschland macht. Das Deutschland Hitlers ist nicht mehr das Deutschland Breitscheids oder Stresemanns. Die faule Kompromißpolitik der vergangenen fünfzehn Jahre ist endgültig vorbei. Das Manneswort des Führers und das Ehrgefühl seines Volkes stehen dafür ein, daß jene unselige Politik nie und nimmer wiederkehrt. Hitler hat am letzten Sonntag anläßlich der Befreiungsfeier in Kehlheim gesagt:„Wir sind jederzeit bereit, Verträge zu unterzeichnen, wenn sie für unser Rechtsgefühl erträglich sind. Verträge, die weder erfüllbar noch ehrenhaft sind, unterschreiben wir nicht! Bei Diktaten wirken wir nicht mit! Wir wollen den Frieden, aber die Welt muß wissen, daß auf die Dauer diese ewige Diskriminierung und Entehrung unseres Volkes von uns nicht ertragen wird!“ Ganz in demselben Sinne erklärte Hitler dem Berichterstatter der englischen„Daily Mail“: „Daß wir als Volk von 65 Millionen Menschen dauernd und immer wieder aufs neue entehrt und gedemütigt werden sollen, ist für uns unerträglich. Solange ich lebe, werde ich niemals meine Unterschrift als Staatsmann unter einen Vertrag setzen, den ich als Ehrenmann auch im privaten Leben niemals unterschreiben würde, und selbst wenn ich darüber zugrunde ginge!“ Unser Kanzler kann für sich in Anspruch nehmen, daß er mit diesen mannhaften Worten dem ganzen deutschen Volke aus dem Herzen gesprochen hat. Wir haben lange genug auf den Mann gewartet, der von verantwortungsvollster Stelle aus so offen und zugleich so zur Verständigung und zum Frieden bereit zum Ausland sprach. Selbst einem Lande wie Frankreich, dessen Staatsmänner wie niemand anderes das deutsche Volk all die Jahre hindurch gedemütigt und in den Staub getreten haben, streckt Hitler die Hand entgegen, wenn dieses Land zu einer aufrichtigen Verständigung bereit ist, die— wie Hitler sagt—„ein Volk von Ehrgefühl akzepneren kann“. Wir sind hinsichtlich Frankreichs außerordentlich skeptisch und haben aus dieser unserer Skepsis nemals ein Hehl gemacht. Solange dort drüben die Rustungsindustriellen und die jüdischen Freimaurerlogen nicht nur die Regierungsmänner, sondern auch die Presse und die öffentliche Meinung beherrschen, wird an einen durchbruch der Vernunft jenseits der deutschfranzösischen brenzpfähle kaum zu denken sein. Immerhin mehren sich de Anzeichen, daß es auch in Frankreich Männer gibt, die das deutsch=französische Verhältnis mit anderen als den haßfunkelnden Augen der Versailler Giftmischer zu betrachten beginnen. Wir erinnern an den in einer fran'chen„Wochenzeitschrift erschienenen Artikel„Hitler z Rechrt(siehe„Aufwärts“ Nr. 226) und wir weisen iin auf einen„Offenen Brief“, den der Herausgeber der Goikalen„Volonté“, Albert Dubarry, dieser Tage an den anzösischen Ministerpräsidenten gerichtet hat. In diesem ossenen Briefe“ tritt Dubarry für die„unbedingte Notdendigkeit einer vollständigen deutsch=französischen AusPrache“ ein und gibt Kenntnis von einer Unzahl von deschriften aus ganz Frankreich, die täglich bei ihm eineusen und allesamt eine direkte Aussprache zwischen Eeutschland und Frankreich befürworten. Dubarry schreibt dann wörtlich: „Das Deutschland Hitlers ist ein Deutschland dessen 4des Empfinden ebenso in Freundschaft wie in Haß umdtägen kann. Von Ihnen, Herr Ministerpräsident, hängt es W o0 Deutschland sich für das eine oder das andere entPeldet. Wir haben nichts zu befürchten außer einem, han.. das deutsche Volk sagen könnte: Wir haben verFindein wollen, Frankreich aber hat nicht gewollt! Und daß e internationale Oeffentlichkeit erklären könnte: Frankvon“““ sich zu schwach, um mit Deutschland ohne sein Heer selt„omelliten zu verhandeln, und daß morgen Frankreich El. Krausam bereuen könnte, die Gelegenheit nicht genutzt Jäden. Denken Sie daran, Herr Ministerpräsident, wenn 3 Anglück einmal das Unvermeidliche wollte und wieder Treuekundgebung der Saar Programmatische Erklärung der Deutschen Front Im Landesrat des Saargebiets, der erstmals nach der Bildung der Deutschen Front wieder tagte, hielt Abgeordneter Levacher eine bedeutsame Ansprache, in der er u. a. ausführte: Namens der Mitglieder der NSDAP., der ehemaligen Zentrumsfraktion, der Deutsch=Saarländischen Volkspartei und der Bürgerlichen Mitte habe ich die Erklärung abzugeben, daß wir uns zur Fraktion der Deutschen Front zusammengeschlossen haben. Die Deutsche Front hat den einzigen Zweck, unter Hinkanstellung aller parteimäßigen Gesichtspunkte das große Ziel zu erreichen, alle Deutschgesinnten im Saargebiet zusammenzufassen, um dadurch die Heimkehr unserer Heimat zum heißgeliebten deutschen Vaterland sicherzustellen. Wir fordern alle ehrlich Gesinnten des Saargebietes auf, sich in dieser Iront zusammenzuschließen. Unsere Einstellung zum deutschen Vaterlande, auch in seiner neuen Gestalt, stehl eindentig fest. Die deutsche Bevölkerung im Saargebiet steht mit dem Führer aller Deutschen, dem Volkskanzler Adolf Hitler, auf dem Standpunkt der Ehre und Gleichberechtigung. Es muß endlich aufhören, daß die Saarfrage immer wieder als eine Wirtschaftsfrage angesehen wird. Sie ist für das deutsche Saarvolk eine Ehrenfrage, aus deren Lösung sich allerdings wirtschaftliche Folgen ergeben, die wiederum gelöst werden müssen. Ganz abgesehen davon, daß diese Wirtschaftsfragen ebenso wie die Ehrenfrage nur durch die Rückgliederung des neues Blut fließen sollte. Wie viele Franzosen würden dann angesichts des Todes in einer finsteren Verzweiflung fragen: Im Jahre 1933 hat der deutsche Regierungschef eine direkte Unterhaltung dem Führer der französischen Regierung angeboten und der französische Regierungschef hat nicht gewollt. Es ist hart, das zu schreiben, aber es ist die Wahrheit.“ Wir wären in der Lage, dieser Stimme der Vernunft noch eine Reihe ähnlicher Stimmen— insbesondere auch aus England und Amerika— folgen zu lassen. Wenn wir diesen Aeußerungen vorerst noch keinen besonders großen praktischen Wert beimessen, so lassen sie doch deutlich erkennen, daß der Auszug Deutschlands aus Genf und der leidenschaftliche Friedensappell Hitlers an die Welt ihren gewaltigen Eindruck auf das politische Denken und Fühlen der Menschen auch jenseits unserer Grenzen nicht verfehlt haben. Die internationale Politik sieht sich mit einem Schlage vor eine völlig neue Situation gestellt. Daran ändern auch die krampfhaften Verdrehungsversuche Daladiers, Simons und MacDonalds nichts. Die Situation ist zu kristallklar, als daß sie auf die Dauer von den Herren in Paris und London verdunkelt und in ihr Gegenteil umgebogen werden könnte. Deutschland hat abgerüestt. Deutschland hat Beweise seines ehrlichen Friedenswillens in Hülle und Fülle gebracht. Jetzt ist es an der Zeit, daß auch die anderen zu ihrem Worte stehen und ihre Tanks, ihre schweren Kanonen, ihre Bombenflugzeuge und andere Mordwerkzeuge zerschlagen, wie Deutschland seine Waffen zerschlagen hat. Aber die Regierungskrise in Frankreich, die ja letzten Endes auf nichts anderes als die phantastischen Rüstungsausgaben der französischen Regierung zurückzuführen ist, zeigt allzu deutlich, daß bei den Hochgerüsteten der Weg vom Wort bis zur Tat noch endlos weit ist. Deutschlands Ehranspruch aber ist kein Börsenpapier, sondern ein Tatbestand, mit dem sich die Außenwelt abzufinden hat. Verhandlungen über diesen Punkt kann es nicht geben. Was England in so hohem Maße für sich in Anspruch nimmt, kann man unmöglich dem deutschen Volke wehren. Aber auch von anderer Seite her hat das Spiel der weltpolitischen Kräfte eine außerordentlich bedeutsame Wendung erfahren. Roosevelt hat an Kalinin, den Vorsitzenden des Vollzugskomitees der Sowjetunion, ein Schreiben gerichtet und zu offiziellen Verhandlungen über die amerikanisch=russischen Beziehungen eingeladen. Diese Einladung bedeutet bereits praktisch die Anerkennung der Sowjetunion durch die Vereinigten Staaten von amerika. Daß diese Anerkennung ausgerechnet jetzt— 16 Jahre nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches erfolgt, hat natürlich seine besonderen Gründe. Und zwar ist der amerikanische Schritt diktiert einmal von der immer bedrohlicher werdenden Machtentfaltung Japans im Pazifik und zum anderen von der verheerenden amerikanischen Wirtschaftskrise, mit welcher Roosevelt si seinem Amtsantritt so bitter zu kämpfen hat. Wenn also das russisch=amerikanische Zusammengehen auf einen Seite als eine deutliche Warnung an Japans Saargebietes in das Deutsche Reich gelöst werden können, muß es das Saarvolk in seinem nationalen Ehrgefühl fortgesetzt beleidigen, daß trotz seiner bisherigen treudeutschen Haltung 14 Jahre nach dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages die Regierungskommission des Saargebietes ebenso wie Westeuropa den Wert der Saarscholle höher stellt als die Ehre des Saarvolkes. Zum Schluß der Sitzung nahm ein Kommunist und anschließend der berüchtigte Sozialdemokrat Max Vraun das Wort zu den üblichen Hetzreden. Die Mitglieder der Deutschen Front verließen zu Beginn dieser Hetze sofort und geschlossen den Saal. Aufruf zur Winterhilfe! Die Reichsführung des Winterhilfswerkes ruft alle Sammel=, Transport= und Verteilungsstellen im Deutschen Reich auf, dafür zu sorgen, daß in diesem Winter kein Zentner Kartoffeln vom Frost überrascht werden darf Jeder hat an seinem Platze dafür zu sorgen, daß diese Forderung erfüllt wird. Alle Hilfsbedürftigen werden aufgefordert, ihre Unterstützungsgesuche, soweit noch nicht geschehen, sofort bei den zuständigen Stellen einzureichen. Das Winterhilfswerk ist überparteilich, niemand darf das Gefühl des Almosens empfinden, denn das deutsche Volk hat zurückgefunden zur Schicksalsgemeinschaft, in die arm und reich gehören. Expansionspolitik zu betrachten ist, so bedeutet es in seinem wirtschaftlichen Teil, daß nunmehr ein großer Teil der russischen Aufträge von Europa nach Amerika abwandert— eine Folgewirkung, die auf die englischrussischen Handelsvertrags=Verhandlungen nicht ohne katastrophalen Einfluß bleiben dürfte. Ob der im Januar zusammentretende Bundeskongreß den weltpolitisch so ungemein bedeutsamen Schritt Roosevelts billigen wird, das freilich bleibt— insbesondere im Hinblick auf die kommunistischen Wühlereien in Mexiko und Kuba—noch abzuwarten. Aber man wird damit rechnen können, daß Rußland sich ohne weiteres zu einer Einstellung seiner bolschewistischen Propaganda in den amerikanischen Interessengebieten verstehen wird und dem Abschluß des amerikanisch=russischen Vertrages dann weiter keine besonderen Schwierigkeiten mehr entgegenstehen— sehr zum Leidwesen Englands, das ja der erbittertste Konkurrent Amerikas auf dem Weltmarkt ist. Diese Dinge pflegen ohne politische Reibungen nicht vonstatten zu gehen. Bisher war es üblich, daß man in Genf oder an sonstigen internationalen Schauplätzen sich auf dem Rücken des deutschen Volkes„einigte“. Das geht jetzt nicht mehr. Jetzt sind die anderen unter sich— mit ihren„Ententen“, aber auch mit ihren Gegensätzen und Spannungen. Wir wissen, daß mit dem kühnen Schritt Hitlers vom 14. Oktober das deutsche Volk in die ernsteste und entscheidungsvollste Phase seines Kampfes um Freiheit und Recht eingetreten ist. Aber wir wissen auch, daß unsere Lage seit dem Weltkriege noch nie so hoffnungsvoll war, wie gerade jetzt— wenn nur das deutsche Volk sich der historischen Größe dieser Tage bewußt ist und wie ein einziger Felsblock hinter seinem Führer steht. Keinen hat der heilige Ernst der Stunde so bis ins Innerste erfaßt wie unseren Führer Adolf Hitler. Sein Appell an die innere Geschlossenheit des deutschen Volkes, seine inständige Mahnung zur inneren Versöhnung über alle kleinen und kleinlichen Pedanterien hinweg sind von jenem Geiste getragen, dem es in der Tat nicht um sich, nicht um seine Partei, sondern um das Schicksal und die Zukunft von 65 Millionen Deutschen geht. Hitler weiß wie kein anderer, daß wir in einem Ringen stehen, dem gegenüber alle Aeußerlichkeiten kläglich versagen und daß jetzt nur eins den Ausschlag gibt: die innere Haltung eines Volkes, das seinen Kampf um Freiheit, Friede und Ehre nur gewinnen kann— wenn— wie Goebbels am vergangenen Freitag im Berliner Sportpalast sagte „alle eines Sinnes, eines Geistes, eines Willens und eines Herzens sind!“. Wir wissen, daß sich das deutsche Volk am 12. November einmütig zu seinem Führer bekennt und damit die Hoffnungen unserer Gegner auf einen inneren Zusammenbruch des Deutschen Reiches zuschanden macht. Der 12. November wird der Schicksalstag des Dritten Reiches sein. Freudig bekennen wir uns zu dem gewaltigen Ernste dieses Tages. Er trägt die Freiheit in seinem Schoße. H. bes f Nr. 228— Seite 2 Donnerstag, 26. Oktober 1933 Reichstagsprozeß Brandexperiment im Plenarsaal Nachdem am Vortage im Prozeß wegen der Reichstagsbrandstiftung die Sachverständigen zu Worte gekommen sind, setzte der IV. Strafsenat am Dienstag die Beweisaufnahme mit der Vernehmung der Zeugen fort. Die Zeugenvernehmung wurde später durch eine Pause unterbrochen, in der im ausgebrannten Plenarsaal in Anwesenheit der Prozeßbeteiligten ein Experiment mit der selbstentzündlichen Flüssigkeit vorgenommen wurde. Sachverständiger Dr. Schatz, der vereidigt wird, bekundet nach dem Experiment, er habe sich die Hände mit der selbstentzündlichen Flüssigkeit und mit Petroleum eingerieben und gleich darauf zwei Polizeibeamte gefragt, ob sie einen bestimmten Geruch wahrnehmen. Die beiden Beamten haben dies verneint, ebenso bekunden zwei Reichstagsbeamte, daß sie keinen Geruch an Dr. Schatz wahrgenommen haben. Notwendig war dieses Experiment, um festzustellen, ob Torgler, wenn er am 27 Februar mit diesem Mittel im Reichstag etwa zu tun gehabt hatte, beim Verlassen des Gebäudes unbedingt einen Geruch an sich haben mußte, der die Aufmerksamkeit des Nachtpförtners auf sich gelenkt hätte. Das ist also nach dem Ergebnis der Geruchsprobe nicht notwendigerweise der Fall. Im übrigen betonte Dr. Schatz noch, daß er nach dem Brande im Plenarsaal auf dem Aufer im Bismarck=Umgang, im Erdreich unter dem Präsidentensitz usw. Rückstände gefunden habe, die nur von der Zündflüssigkeit herrühren konnten. Beachtung verdienen die Aeußerungen des Sachverständigen über die Vrandspuren an dem weggeworfenen Mantel van der Lubbes. Die Spuren seien so eigenartig, daß sich die Vermutung aufdränge, van der Lubbe habe ein mit der Zündflüssigkeit getränktes Stück Kohlenanzünder in der Tasche gehabt. Dieser Kohlenanzünder habe sich dann selbst entzündet und habe im Mantel gebrannt. Van der Lubbe habe dann den Mantel weggeworfen. Es sei auch möglich, daß der Brand auf die anderen Kleidungsstücke übergesprungen sei.„Van der Lubbe“, fuhr Dr. Schatz fort,„soll auch Brandwunden gehabt haben. Leider habe ich sie nicht sehen können, sonst hätte man daraus wichtige Schlüsse ziehen können. Die durch solche Zündstoffe erzeugten Brandwunden haben nämlich typische Eigentumlichkeiten. Von den Zeugen bekundete die Ehefrau Pretzsch aus Karlshorst, deren Wohnung der des Angeklagten Torgler gegenüberliegt, sie habe am 27. Februar in der 11. Stunde zusammen mit ihrem Sohn Torgler angetroffen. Torgler habe zwei schwere Taschen getragen und sich etwas scheu umgesehen. Als sie am nächsten Morgen vom Reichstagsbrand erfuhren, habe ihr Sohn gesagt, nun wisse er auch, warum Torgler die schweren Taschen getragen habe. Auf verschiedene Vorhalte bekundet die Zeugin weiter, daß die Mappen größer als gewöhnliche Aktentaschen gewesen sind. Nach Ansicht der Zeugin konnten selbst große Zeitungsstöße, wie Torgler behauptet, nicht so schwer sein, wie Torgler bei der Begegnung daran getragen habe. Der Zeugin wird dann die mit Zeitungen gefüllte Aktentasche Torglers vorgelegt. Sie erklärt jedoch, daß die vorgezeigte Mappe damals nicht dabei gewesen sei. Der Verkäufer Möller der Sohn der Zeugin Pretzsch, bestätigt die Angaben seiner Mutter. Als dem Zeugen dann die Tasche Torglers gezeigt wird, äußert er, eine könne Torg= ler damals bei sich aehabt haben: die andere sei aber arößer gewesen. Darauf wird Torgler gestattet, die Tasche mit Zeitungen zu füllen. Zeuge Möller äußert, Torgler habe damals dieselbe Haltung gezeigt wie jetzt, auch bezeichnet Zeuge die Tasche als„ziemlich schwer“. Es folgt dann die Vernehmung der Frau Rehme Sekretärin der früheren kommunistischen Reichstagsfraktion. Eine versunkene Zeit taucht auf: Zeugin leistet nämlich den Eid in weltlicher Form! Im einzelnen bekundet Frau Rehme, die aber zur Sache selbst Neues nicht zu sagen vermag, am 27. Februar seien die Kommunisten Florin, Ulbrich, Vogt, Hein, Frau Reese und Dr. Neubauer im Reichstag gewesen; später sei auch Koenen hinzugekommen. Nach ihrer Ansicht hat Torgler mit ihr und Koenen den Reichstag„kurz vor 8 Uhr, spätestens aber 8 Uhr 35“ verlassen. Auf verschiedene Fragen erklärt Frau Rehme noch, sie kenne die angeklagten Bulgaren nicht und habe sie auch noch nicht gesehen. Ebenso verneint sie eine Frage, ob sie irgendwie an der Brandstiftung im Reichstag beteiligt gewesen sei und davon Kenntnis gehabt habe. Gefragt, ob einmal irgendwelche Sachen auf dem kommunistischen Fraktionszimmer abgegeben worden sind, Pakete oder sonstige Gegenstände, erklart Zeugin,„daran könne sie sich nicht erinnern“, es sei allerdings manchmal etwas bestellt und dann auch ab geliefert worden. Ueber die Nichtbeantwortung der Anrufe aus der Garderobe vermag Zeugin keine Aufklarung zu geben. Ueber die Person des„Bruno“. der in Wirklichkeit Bruno Petersen heißt, und der auch am Tage des Reichstagsbrandes im Reichstag gewesen ist, erklärt sie, dieser Bruno Petersen habe die technische Seite wegen der Versammlungstermine und der Bestellung von Referenten zu erledigen gehabt. Parrisius: Es ist doch merkwürdig, daß der Mann Ihnen nur unter dem Vornamen bekannt war. Zeugin: Bei uns war es üblich, daß wir uns nur mit dem Vornamen angesprochen haben. Parrisius: Wissen Sie, wo Birkenhauer steckt? Zeugin: Rein. Vorsitzender: Hatte„Bruno“ auch mit dem Emigrantenwesen etwas zu tun? Zeugin: Darüber bin ich nicht informiert. Vorsitzender: Popoff hal nämlich erhebliche Zahlungen an einen Bruno geleistet. Es wäre immerhin möglich, daß dieser Bruno damit zusammenhängt. Kennen Sie solche Zusammenhänge? Zeugin: Nein, ich glaube es auch nicht. Kanzleiassistent Hornemann, der am Portal V den Dienst des Tagespförtners versieht, bekundete, aufgefallen sei ihm am 27. Februar das Verhalten des Abgeordneten Koenen, der zwischen 6¼ und 6¼ Uhr den Reichstag durch das Portal V betrat. Koenen habe nicht zur Pförtnerloge, sondern nach links geschaut und sei mit heraufgeschlagenem Kragen ohne Gruß schnell an der Loge vorbeigegangen. Auf die Frage des Vorsitzenden, wie sich der Abgeordnete Koenen sonst benommen habe, erwiderte der Zeuge, daß Koenen gewöhnlich den Reichstag durch Portal II betrat. Zeuge Hornemann bekundet weiter, daß einige Herren durch sein Portal gingen und ihn darauf aufmerksam machten, daß sie Benzin im Reichstag gerochen hätten. Er habe den Herren gesagt, daß das von dem kleinen Auto komme, das da stand. Einer der Herren machte dann aber so eine Aeußerung, daß der Reichstag in die Luft fliegen könne. Auf die Frage, ob einer der bulgarischen Angeklagten das Portal V passiert habe, weist Zeuge auf den Angeklaaten " nur gute Qualitäten, zu niedrigem Preis, besser bedient bei Der Weg zur Düppelstraße lohnt sichl Dimitroff hin und äußert: Nur der eine der Herren källt mir auf, mir ist, als wenn der es war, der sagte, daß in 20 Minuten der Reichstag in die Luft fliegen könne(Heiterkeit Dimitroff: Moan hat mich der Zeuge im Reichstag gesehene Zeuge: Am Brandtage nach 3 Uhr. Dimitroff: Haben Sie nach dem Brande mein Bild in der Zeitung gesehen? Zeuge: Jawob ich hatte gleich das innere Gefühl, das könnte der gewesen sein Dimitroff: Haben Sie das dem Untersuchungsrichter mitgeteil Zeuge: Nein. Dimitroff: Warum nicht? Zeuge: Weil ich nicht ganz sicher war. Jetzt sehe ich aber den Herrn besser und natür, 2ch. Das Bild täuscht manchmal. Vorsitzender: Können Sie sic auch irren? Zeuge: Ganz genau kann ich es nicht sagen. Dimitroff: Welcher Partei gehört der Zeuge an? Zeuge: Rechts. Ober, reichsanwalt: Kommt dem Zeugen auch die Sprache Dimitraffe bekannt vor? Zeuge: Jawohl!63 Rllt? Zum Schluß dieser Vernehmung benahm sich Dimitroff wieder ungebührlich, so daß ihm der Vorsitzende schließlich das Wort entziehen mußte. Alsdann wurde van der Lubbe vor den Richtertisch gerufen. Ein Dolmetscher trug das gestrige Gutachten des Sachverständigen Dr. Schatz vor Nach Beendigung des Vortrages fragte der Vorsitzende den Angeklagten: Van der Lubbe, haben Sie zu diesem Gutachten irgendetwas zu erklären. Van der Lubbe: Nein! Verschleierte Vertagung Aussprache Norman Davis' mit Henderson. Der Führer der amerikanischen Abrüstungsdelegation. Norman Davis, hatte in Genf eine Besprechung mit dem Präsidenten der Abrüstungskonferenz, Henderson. Wie verlautet, hat Norman Davis entschieden jede längere Vertagung der Abrüstungskonferenz abgelehnt. Einverstanden ist die amerikanische Delegation dagegen mit einer kürzeren Aussetzung der Arbeiten des Hauptausschusses etwa bis November. In politischen Kreisen gilt übrigens eine neue, wenn auch verschleierte Vertagung der Abrüstungsbesprechungen nach dem Wiederzusammentritt des Hauptausschusses als sicher. England wird in den neuen Besprechungen in Genf durch Unterstaatssekretär Eden vertreten werden. Aus der Tatsache, daß der britische Außenminister Sir John Simon nicht nach Genf fährt, schließt auch die Londoner Presse auf eine baldige Vertagung.„Daily Expreß“ spricht von einer Leichenrede, die Eden in Genf halten werde. Mit der Vertagung werde die Abrüstungskonferenz ihr Ende erreichen, denn Sir John Simon habe im Kabinettsrat seinen Kollegen nur mitteilen können, daß nach den in den letzten Tagen von ihm geführten Besprechungen jede Hoffnung auf eine Verständigung über ein wirkliches Abrüstungsabkommen aufgegeben werden müsse. Der sozialistische„Daily Herald“ erklärt in einem Leitartikel, daß eine Abrüstungsvereinbarung ohne Deutschland kein Zweck habe. Die Feier des 9. November in München Zur Feier des 9. November, die der Erinnerung an den Marsch der Nationalsozialisten vom Bürgerbräukeller zum Odeonsplatz gelten soll, treffen sich am Abend des 8. November die alten Parteigenossen und die Teilnehmer an dem Marsch. Die Landespolizei veranstaltet auf dem Königsplatz einen großen Zapfenstreich, bei dem Staatsminister Adolf Wagner spricht. Am frühen Morgen des 9. November marschieren die alten Kämpfer vom Jahre 1923 mit klingendem Spiel in die Stadt ein wo sie in der Ludwigsstraße von der dort aufgestellten SA. empfangen werden. Gegen mittag nehmen dann die„Alten“ Aufstellung am Bürgerbräukeller und marschieren von dort durch die nämlichen Straßen zur Feldherrnhalle wie im Jahre 1923. Den Höhepunkt der ganzen Feier wird die Weihe des Mahnmals bilden. die vom Führer vorgenommen wird. Die Hauskapelle auf dem Hasliberg. Eine musikalische Plauderei, die mit einer Verlobung endet. Von W. Trittelvitz. 3. Das Hasliberghaus. Was sucht man, wenn man aus der norddeutschen Tiefebene oder gar aus der Großstadt in die Alpen reist? Bergluft und Bergesstille! Das Hasliberghaus bietet beides. Es liegt bei dem Dörfchen Goldern oberhalb von Meiringen. Man erreicht es, wenn man vom Brünigpaß aus mit dem Postauto fährt. Hoch über dem Aaretal führt die gewundene Straße hin. Es ist während der Sommermonate das einzige Auto, das sie befahren darf; nur der Arzt und der Tierarzt haben noch die Erlaubnis, ihre Hupe ertönen zu lassen. Sonst ist es still auf dem Hasliberge. Von Benzingeruch ist nichts zu merken. Schon der Brünigpaß liegt etwa 1000 Meter hoch. Das Hasliberghaus liegt noch ein weng höher. Da atmet man leichter als drunten in der Tiefe. Das Schweizerhaus, in dem Freund Burckhardt vor sechs Jahren schon wohnte, ist von der Höhensonne schon bräunlich geworden. In der hellen Naturfarbe des Tannenholzes leuchtet noch das jüngere Turmhaus, das daneben steht. Seinen Namen hat es von dem Turm, in dem die Glocke hängt. Am Sonntagmorgen läutet sie zum Gottesdienst, ebenso zu den Andachten, die in der Woche gehalten werden. In beiden Häusern zusammen ist Platz für ungefähr 80 Gäste. Jedes Zimmer hat seinen Namen. vielfach erinnern diese Namen an den Bilderschmuck, der an den Wänden hängt. Pfarrer Burckhardt hat mit verschiedenen Malern in persönlichem Verkehr gestanden. Eduard von Gebhardt, Eugen Burnand und Fritz von Uhde sind mit ihm befreundet gewesen. Darum liebt er es, die Werke dieser Künstler seinen Gästen im Lichtbild vorzuführen und durch einen Vortrag ihr Schaffen zu erläutern. Aber auch die alten Meister sind in guten Drucken vertreten. Sogar die Wände der Flure sind damit geschmückt. Ungefähr siebenhundert Bilder sind mit seinem Geschmack in den drei Häusern verteilt.(Hinter dem Stammhaus steht noch das„Stöckli“ mit einer Anzahl von Gastzimmern). Die Gesellschaftszimmer befinden sich in dem alten Hause, die Mahlzeiten aber werden im Turmhause eingenommen, dessen unteres Stockwerk fast ganz von dem großen Speisesaal ausgefüllt wird. Er ist von Licht durchflutet, denn eine Längsseite besteht aus lauter Glastüren. Tritt man aus einer dieser Türen hinaus auf die Terrasse, dann schweift der Blick hinüber über das tief eingeschnittene Aaretal mit dem schäumenden Reichenbachfall zu dem bläulichen Rosenlauniggletscher, der als der reinste Gletscher der Schweiz gilt, und hinauf zu den Zacken und Firnen der Wetterhorngruppe. Das ist allemal ein überwältigender Anblick, ob man nun in der Morgenfrühe die Schneefelder gegen den blauen Himmel sieht oder ob die Abendsonne golden darauf leuchtet. Manchmal hat der Hausvater vor dem Nachtisch beim Nachtessen seine Gäste gebeten, für eine Weile auf die Terrasse zu treten, um den Anblick zu genießen. Am Abhang des Hasliberges einen Garten anzulegen, war ein hartes Stück Arbeit. Die Steine, die herausgesprengt werden mußten, um eine ebene Fläche zu schaffen, schützen nun, zu Mauern geschichtet, die Grenzen des Geländes. In tausend Metern Höhe gedeihen noch Gemüse, Beeren, Obst und eine wunderbare Blumenfülle. Hühner und Schweine und anderes kleines Getier wissen wahl, was sie für Rücksicht auf ruhebedürftige Menschen zu nehmen haben. Darum verhalten sie sich stille. Schwerer ist es schon, junge Menschen, insonderheit das Kindervolk von dem Lärm abzuhalten. Aber der Hausvater hält auf Ordnung. Des Morgens in der Frühe und abends nach einhalb zehn Uhr und auch des Mittags von eins bis drei ist nur Flüsterrede gestattet. Das erfordert eine ungewöhnliche Selbstbeherrschung, besonders wenn sich junge Mädchen gerade in der Mittagszeit im Badeteich ergötzen. Ja, den gibts auch beim Hasliberghaus. Aus einer Quelle wird er gespeist, und sein Wasser ist darum erfrischend kühl. Freilich war er nur klein, mehr ein Planschbecken. Aber schon fing man an, ihn zu vergrößern. Die Rasenfläche an seinem einen Ende wurde abgehoben. Man bedeckte damit ein steiniges Stück auf einer andern Seite des Hauses und wandelte es dadurch zum Rasenplatz um. Die Kinder halfen eifrig, die Rasenstücke zu versetzen. Ihr Anführer war der Student, der, nur mit einer Hose bekleidet, die Hacke schwang und das kleine Arbeiterheer befehligte. Nächstes Jahr wird dort ein„alpines Schwimmbad, elektrisch erwärmbar“ entstanden sein. Der Hausvater hält die Zügel der Regierung fest in seiner Hand. Er erwartet z.., daß, wenn ein Gewitter losbricht, die Gäste von selber die Fenster schließen, dami der Regen nicht hereinschlägt. Aber wenn er regiert,so will er doch nicht herrschen, sondern dienen. Der wichtigste Dienst, den er leistet, ist der mit dem Wort. Jeden Tag holt er aus dem Reichtum des Wortes Gottes ein Kleinod hervor und gibt es seinen Gästen weiter. dei Regenwetter findet die tägliche Andacht am Vormitlag statt, scheint aber die Sonne, dann bleibt der Vormittag frei fürs Wandern und die Andacht schließt sich an das Abendessen an. Arheit Eine muntere Schar von Haustöchtern tut vie alb in Haus und Küche. Beim Abwaschen singen sie deutsch Volkslieder. Sie pflegen schon im Herbst oder Frühling zu kommen, um zu lernen und dann im Sommer Gelernte als Gehilfinnen zu verwerten. Mannigfach die Anregungen, die sie empfangen. Nicht nur der Hauvater hält mit ihnen Besprechungen über wichtige fragen, auch von der Hausmutter empfangen sie mehr“ nur Anweisung für Hauswirtschaft und Werkunterricht Ja, die Hausmutter, die erst vor wenigen Jahren auf de Hasliberg eingezogen ist! Man sah sie nicht viel, man spürte ihr Wirken, und alle waren darin einig,#o sie der gute Geist des Hasliberghauses sei. Pfui, wer wird vom Essen reden. Aber von der Nu allein lebt man doch nicht. Die musikalische Familie wut heucheln, wenn sie so täte, als ob es ihr nicht geschmeckt hätte. Einige ihrer Glieder wurden schon““ ihre„schlanke Linie" besorgt. Aber in der gesunden Beis luft bleibt man schlank, auch wenn man sieben P# zunimmt. Fortsetzung folgt. Hinweis. Rutters Rat befolgt, kann manchen Grosche)„hompMutter weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung, daß Pt.#“ son's Schwan=Pulver für alle Wasch= und Abseifarbeiten“ und billigste ist. Warum also neues Lehrgeld zahlen' Parum Pulver wäscht und reinigt schonend, gründlich und leicht: sollte jede junge Hausfrau sich die Erfahrung der älteren Ahwanmachen und für Wäsche und Haus Dr. Thompson“ sedem Pulver verwenden, zumal in der heutigen Zeit, in der! Pfennig gerechnet werden muß. sonnerstag, 26. O Ueberwältig Der Führer, 2 siner Sportpalast a befragung am 12. gebung war außer sturm der Berline ihn in dieser Stärk lungen nur selten Oeffnung des Spo verhalb der Radr esten, zweiten und An der Kundg Uniform des alten der politischen und der ständischen Ver beitsfront. Mitglied in großer Zahl ar eingeholt wurde de Durch Lautspre auch noch in 60 zugleich waren in polast und Lützon worden, die weitere ers übermittelten. Das Innere de parenten geschmückt „hitlers Kam Mit Hitler für ein gung.— Das den Frieden der Ehre nerpult war mit e Ernst und voller Vorte des Führers hurra=Stimmung. Kanzlers gelesen u was es in diesen T Insgesamt wa Menschen zusamme ganz Deutschland Führers und Volks Berlin, 24. der Führer einleit des Versailles Ver für das deutsche daß Deutschland d aus die feierlichen in eindrucksvoller zur Befriedung d Hasses führen mü bei den Besiegten die Zeugen für die gemacht hätten. Leise diesen Zuste zeichnete, entwicke keit des deutschen handeln und nicht das Recht nur der eien, ihr Lebenst der Führer übte ren, das völlig ab für das in Mißtr risten der andere ailler Vertrag ve liche Unglück der Europa auf den d damit in das Ch den Kampf aufge ungssystem gewä einer furchtbaren iß in kurzen Nationalsozialistis tische und wirtsch Regierung kabinekt Daladi 26. Oktober 1933 gonnerstag, 26. Oktober 1933 der Herren fällt r sagte, daß in 20 könne(Heiterkeit). Reichstag gesehen? f: Haben Sie nach *. Zeuge: Jawohl. der gewesen sein. ssrichter mitgeteilt? ige: Weil ich nicht 1 besser und natürr: Können Sie sich nicht sagen. Dimieuge: Rechts. OberSprache Dimitroffs hm sich Dimitroff sitzende schließlich de van der Lubbe ietscher trug das Dr. Schatz vor. r Vorsitzende den zu diesem GutLubbe: Nein! agung henderson. üstungsdelegation. rrechung mit dem derson. Wie verängere Vertagung verstanden ist die ter kürzeren Auses etwa bis Noeine neue, wenn ungsbesprechungen uptausschusses als echungen in Genf werden. Aus der Sir John Simon ndoner Presse auf spricht von einer de. Mit der Verhr Ende erreichen, rat seinen Kollegen letzten Tagen von ung auf eine Versabkommen aufgeärt in einem Leitohne Deutschland in München Erinnerung an den gerbräukeller zum end des 8. Novemeilnehmer an dem auf dem Königsem Staatsminister sen des 9. NovemJahre 1923 mit e in der Ludwigsmpfangen werden. " Aufstellung am ort durch die nämJahre 1923. Den ihe des Mahnmals erwärmbar“ entRegierung fest in senn ein Gewitter er schließen, damit enn er regiert, so ten. Der wichtigste Wort. Jeden Tag irtes Gottes ein ästen weiter. Bei ht am Vormittag ibt der Vormittag hließt sich an das Gitter spricht zur Wert ueherwältigende Friedenskundgebung im Berliner Sportpalast— Der Führer stellt die Verdrehungen der Abrüstungsgegner richtig per Führer, Reichskanzler Adolf Hitler, sprach im Beriner Sportpalast aus Anlaß der Reichstagswahl und Volks. Lestagung am 12. November. Der Andrang zu dieser Kundaechung war außerordentlich stark. Es war ein wahrer Anzurm der Berliner Bevölkerung zu verzeichnen, wie man in in dieser Stärke selbst in nationalsozialistischen Versammlungen nur selten erlebt hat. Eine halbe Stunde nach der geiinung des Sportpalastes war nicht nur das Forum ingerhalb der Radrennbahn besetzt, sondern auch auf dem asten, zweiten und dritten Kang war kein Platz mehr. an der Kundgebung nahm auch der Kronprinz in der unisorm des alten Heeres teil. Ferner sah man die Führer der politischen und der wirtschaftlichen Organisationen sowie der ständischen Vertretungen, vor allem der Deutschen Arbeitsfront. Mitglieder der diplomatischen Vertretungen waren in großer Zahl anwesend. Jubelnd begrüßt und feierlich zingeholt wurde der alte, weißhaarige General Litzmann. Durch Lautsprecheranlagen wurde die Rede des Führers auch noch in 60 weitere große Säle Berlins übertragen. zugleich waren in der Potsdamer Straße zwischen Sportpalast und Lützowstraße Lautsprecheranlagen angebracht worden, die weiteren Volksmassen die Rede des Reichskanzlers übermittelten. Das Innere des Sportpalastes war mit großen Transparenten geschmückt: „Hitlers Kampf ist der Kampf um den wirklichen Frieden der Welt. git Hitler für einen Frieden der Ehre und Gleichberechtigung.— Das deutsche Volk will den Frieden, aber einen Frieden der Ehre und der Gleichberechtigung.“ Das Rednerpult war mit einem großen Blumengebinde geschmückt. Ernst und voller Spannung wartete die Menge auf die Porte des Führers. Nirgends bemerkte man Uebermut und hurra=Stimmung. Jeder Deutsche hat die letzte Rede des kanzlers gelesen und in sich aufgenommen und weiß, um was es in diesen Tagen und Wochen geht. Insgesamt waren in den Sälen etwa eine Vierteimillion Menschen zusammengekommen. Darüber hinaus aber hat ganz Deutschland an den Rundfunkgeräten die Rede des Führers und Volkskanzlers gehört. Berlin, 24. Oktober. In seiner großen Rede warf der Führer einleitend einen Rückblick auf die Entstehung des Versailles Vertrages und seine grauenhaften Folgen für das deutsche Volk und ganz Europa. Er legte dar, daß Deutschland die Waffen gestreckt habe im Vertrauen aus die feierlichen Zusicherungen der Gegner, und führte in eindrucksvoller Weise aus, warum dieser Vertrag nicht zur Befriedung der Welt, sondern zur Verewigung des Hasses führen müßte. Millionen Arbeitslose, nicht nur bei den Besiegten, sondern auch bei den Siegern seien die Zeugen für die Unvernunft derer, die diese Verträge gemacht hätten. Indem der Führer in eindringlicher Leise diesen Zustand als Produkt der Unvernunft kennzeichnete, entwickelte er darauf die absolute Notwendigkeit des deutschen Entschlusses und den Zwang so zu handeln und nicht anders. Denn auf die Dauer könne das Recht nur den Völkern gegeben werden, die gewillt eien, ihr Lebensrecht auch vor der Welt zu vertreten. der Führer übte scharfe Kritik an dem Versuch der anderen, das völlig abgerüstete deutsche Volk zum Schuldigen für das in Mißtrauen gegeneinander begründete Wettristen der anderen zu stempeln. Die falsche, im Versailler Vertrag verankerte Meinung, daß das wirtschaftliche Unglück der einen das Glück der anderen sei, habe kuropa auf den direkten Weg in den Bolschewismus und kamit in das Chaos geführt. Das deutsche Volk habe den Kampf ausgenommen und sich ein anderes Regietungssystem gewählt, um diesem Ruin zu begegnen und einer furchtbaren Rot Herr zu werden. Der Führer umit in kurzen Zügen die bisherigen Leistungen des kationalsozialistischen Staates und die gewaltige politische und wirtschaftliche Arbeit, die er innerhalb der ersten acht Monate seiner Herrschaft bereits geleistet habe. Er wandte sich mit aller Schärfe gegen die Greuellügen, mit denen man in der Welt dieses Deutschland des Aufbiues zu diffamieren versuch:. Demgegenüber mies er auf die wirklichen Greuel in der Geschichte der Revolutionen anderer Völker hin. Wenn man von Greueln sprechen wolle, dann seien die Selbstmordziffern in Deutschland im Zeichen des Versailler Vertrages die größten Greuel. Der Führer wies die im Ausland geduldeten Beschimpfungen der deutschen Regierung entschieden zurück und verteidigte unter dem Jubel der Massen in der eindrucksvollsten Weise die Ehre des deutschen Volkes. Er streifte dabei auch die Emigranten=, die Juden= und Boykottfrage. Der Führer wies jede Verdächtigung der Aufrichtigkeit des deutschen Friedenswillens zurück. Er wiederholte sein Friedensbekenntnis, insbesondere auch gegenüber Frankreich und Polen, forderte aber mit dem gleichen Nachdruck die Konsequenzen in bezug auf Deutschlands volle Gleichberechtigung mit den anderen. Der Führer brachte in überwältigender Weise seine persönliche und harte Entschlossenheit zum Ausdruck, keiner Drohung die deutsche Ehre zu opfern. Er werde jederzeit lieber sterben, als etwas unterschreiben, was seiner heiligsten Ueberzeugung nach für das deutsche Volk unerträglich sei. Der unbeschreibliche Jubel, der diese Worte begleitete, legte ein eindrucksvolles Zeugnis davon ab, wie sehr das deutsche Volk hinter seinem Führer steht. Nicht seinetwegen, nicht der Partei wegen, sondern des deutschen Volkes wegen rufe er jeden Volk#genossen zur Stimmabgabe am 12. November für Gleichberechtigung, Ehre und wirklichen Frieden auf. Der neue Reichstag solle der Garant dieser Politik sein.— Der Führer schloß seine mit unerhörter Begeisterung aufgenommene große Rede mit dem Bekenntnis, daß die deutsche Politik nicht vom Haß gegen andere Völker, sondern nur von der Liebe zu unserem eigenen Volke getragen sei. Tosender Beifall dankte dem Führers — Berlin, 24. Oktober. Die Rede des Führers wurde von der Riesenversammlung im Sportpalast zunächst lautlos mit höchstem Ernst und größter Spannung angehört. Dann aber, als der Kanzler unter Betonung des deutschen Friedenswillens das Verlangen der deutschen Gleichberechtigung erhob, setzten stürmisches Händeklatschen und anhaltende Heilrufe ein. Der Beifall steigerte sich ständig, und schließlich wurde fast jeder einzelne Satz von anhaltender Zustimmung, von Heilrufen und Händeklatschen begleitet. Das gilt sowohl für den außenpolitischen, wie für den innenpolitischen Teil der Rede. 250000 Paar Hände klatschten immer wieder minutenlangen Beifall. Wiederholt erhob sich die Menge spontan von den Plätzen, um so ihrer Zustimmung freier und begeisterter Ausdruck geben zu können. Der Beifall am Schluß der Rede, als der Reichskanzler nochmals ein Friedensbekenntnis des deutschen Volkes ablegte, nahm Formen an, wie man sie sonst nach den Reden des Führers bisher kaum erlebt hät. Machtvoll klang der Gesang des Deutschlandliedes und des Horst=Wessel=Liedes. Mit einem dreifachen, vom stellvertretenden Gauleiter Görlitzer ausgebrachten Siegheil auf den Führer wurde diese gewaltigste Kundgebung des deutschen Volkes für Frieden und Gleichberechtigung geschlossen. Die hunderttausend Menschen, die sich in der Potsdamer Straße angesammelt hatten und von Schöneberg herab bis zum Potsdamer Platz ein dichtes Spalier bildeten, nahmen den Gesang der Nationalhymne und des Liedes der deutschen Revolution begeistert auf und bereiteten dem Führer bei seiner Abfahrt neue gewaltige Kundgebungen. Regierungsneubildung in Paris kabinett Daladier von der Kammer mit 329 gegen 241 Stimmen gestürzt. Paris, 25. Oktober. Das Kabinekt Daladier ist in der französischen Kammer 2 einer dramatischen Nachtsitzung mit 329 gegen 241 Zummen gestürzt worden. Für die Regierung stimmte ein euglied der Partei der Arbeitereinheit, 29 Sozialisten der eppe Renaudel, 19 Sozialrepublikaner, 12 Mitglieder der ophängigen Linken, 156 Radikale sowie 25 Abgeordnete emnerer Gruppen. Gegen die Regierung stimmten alle eerieten der Rechten und der Mitte, die Kommunisten sowie de Sozialisten Léon Blums. on französischen parlamentarischen Kreisen wird das AbKmumungsergebnis dahin gewertet, daß eine Rückkehr zum anskartell in keiner Weise mehr möglich ist, weil der Fühsah:“ französischen Sozialisten nie etwas anderes vorgebrei. als das Kabinett Daladier zu stürzen. In Vorna,“egierung sollen dem Vernehmen nach b9c am heutigen Mittwoch beendet werden. bn#.“ stärksten Aussichten, die neue Regierung zu bilden, — eer bisherige Marineminister Sarraut haben, wähbgar der#r noch Ehautemps, Caillaux und ten hoben ühere Staatspräsident Doumergue win3 en sollen. Im letzteren Fall soll Daladier das Außenumisterium erhalten. #####kcelsior“ meldet, möglicherweise werde Daladier selbst deuis Ministerium bilden.„Homme Libre“ erklärt, das Vertrauen in das Regime sei schon gefährlich erschüttert. Die radikale„Bolonté“ schreibt, Daladier selbst gehe aus der Krise vergrößert hervor. Nur eine weitausgreifende Konzentration könne die Lage retten. Um sie herauszuschälen, müßten Flandin und Tardieu mithelfen. Gerechtigkeit für Deutschland Mahnung des Bischofs von Gloucester. „Times“ veröffentlicht einen Brief des Bischofs von Gloucester, in dem es heißt: Ich war nie ein Bewunderer Deutschlands Aber ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, daß wir Deutschland nicht fair behandeln Es ist Methode geworden, uns nur über Dinge zu unterrichten, die Deutschland zur Unehre gereichen, die deutschen Beweggründe falsch darstellen und die Deutschen in jeder Beziehung angreifen. Ich habe gelesen, daß die jetzige Lage in Deutschland beklagenswert sei. Aber ich habe viel vertrauenswürdige Freunde, die Deutschland in den letzten Monaten besucht haben. Sie alle berichten mir gerade das Gegenteil. Jum ersten Male seit dem Kriege beginnt Volk hoffnungsvoll und froh zu sein. Die große Masse der jungen Nationalsozialisten ist das Beste, was das Land hat. Sie sehnt sich nach Selbstdifziplin und nach Selbstaufopferung. Meiner Reinung nach sollen„mür danach streben, die Lage gerecht einzuschätzen. Wir solllen Leutschland keine Absichten zuschreiben, die es bestreitek, und wir sollten„ell. nahme für ein Volk beweisen, das sich bemühl, seine Herostachtung, Selbstzucht und gute Ordnung wiederzugewinnen. Russische Protestnote an Polen. Der Sowjetgesandte in Polen übergab dem polnischen Außenminister eine Protestnote, die den Ueberfall auf das Generalkonsulat der Sowjetunion in Lemberg betriftzter verseagt angestester des Konsulats getötet und ein zwemer Gerlegt worden ist. Nr. 228— Seite 3 Daladiers Sturz Als nach dem Sturz der kurzlebigen Linksregierung Paul=Boncour Ende Januar d. I. Edward Daladier ein neues Kabinett des Linkskartells bildete, gab es niemand, der diese Kombination nicht als eine Verlegenheits= und Uebergangslösung aufgefaßt hätte. Die Sozialisten, die im Dezember Herriot wegen der Schuldenfrage und im Januar Paul-Boncour wegen der angekündigten Kürzung der Beamtengehälter gesturzt hatten und ohne die eine Linksregierung im Parlament keine Mehrheit erhalten konnte, standen auch Daladier mißtrauisch gegenüber. Diese Partei hatte andererseits ein Interesse daran, die linksgerichteten Kabinette nicht allzu rasch hintereinander zu Fall zu bringen, weil bereits der Gedanke einer republikanischen Konzentration unter Führung Tardieus als Alternative für die Herrschaft der Linksparteien im Hintergrunde stand und außerdem eine Häufung der Ministerkrisen nur zur Diskreditierung des parlamentarischen Systems überhaupt beitragen konnte. Trotzdem hat Daladier es ganz besonderen Umständen zu verdanken, wenn er bis Ende Oktober, also genau % Jahr, im Amte bleiben konnte. Als neues Moment trat im Frühjahr zunächst die Zersetzung innerhalb der sozialistischen Partei auf, die deren Aktionsfähigkeit monatelang lähmte. Dazu kam die außenpolitische Situation, die in Frankreich als sehr gespannt empfunden wurde und der Regierung Unterstützungen sicherte, auf die sie sonst nicht hätte rechnen können Insbesondere verstand es Daladier auch, sich das Vertrauen der maßgebenden militärischen und industriellen Kreise zu sichern, mit denen er aus seiner früheren Tätigkeit als Minister für öffentliche Arbeiten Fühlung hatte und die trotz des antimilitaristischen Programms seiner Partei in ihm den loyalen Vollstrecker ihrer Wünsche fanden. Diese Einstellung hat Daladier daran gehindert, vorurteilslos und konsequent die Politik zu verfolgen und die Anregungen aufzunehmen, die sich aus der veränderten Lage in Europa im Interesse einer gedeihlichen Zusammenarbeit der verschiedenen Länder ergab. Mit der Vertagung der Abrüstungskonferenz wandte sich das Interesse der französischen Oeffentlichkeit wieder ganz der Innenpolitik zu. Im Mittelpunkt der politischen Meinungskämpfe stand das große Finanzprogramm Daladiers, das wegen seiner unpopulären Maßnahmen von vornherein in der Kammer stärkstem Mißtrauen begegnete. Daladiers Bemühen ging dahin, den Fehlbetrag im Staatshaushalt für 1934 in Höhe von 7,7 Milliarden Franken auf ein erträgliches Maß herabzudrücken. Diesem Zwecke diente der Gesetzentwurf zur Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt, der die Erschließung von 4 Milliarden Franken neuer Steuereinnahmen und eine Ausgabensenkung um 2 Milliarden Franken vorsah. Die Widerstände machten sich bemerkbar bei der Einführung des Staatsmononols für die Rüstungsindustrie, bei der Besteuerung der Privateinkommen durch stärkere Belastung der Wertpapiere und bei der Verminderung der Beamtengehälter. Stark umstritten war auch die Einführung einer neuen Staatslotterie und die Erhöhung der Automobilsteuer. Besonders heftig gestaltete sich der Kampf um die Beamtengehälter, so daß die Regierung sich zu weitgehenden Zugeständnissen entschloß aber die Linke wollte offenbar keine Verständigung mit Daladier mehr. Der tiefere Grund des Auseinanderfallens der Regierungsmehrheit lag diesmal weniger in budgetären und finanziellen Fragen als vielmehr in dem Bruderzwist der seit langem bei den Sozialisten besteht. Es handelt sich um einen jetzt zum Austrag gekommenen Kampf der Anhänger und Gegner Léon Blums. Daß die sogenannten „Neusozialisten" um Renaudel und Marquet ihre Drohung, für eine autoritäre Regierung einzutreten, die sie in Daladier erblicken wollen, diesmal wahr gemacht haben und sich nicht der von Léon Blum geforderten Parteidisziplin weiter zu unterwerfen bereit waren, kann letzten Endes als der Grund angesehen werden, warum Léon Blum der Regierung eine scharfe Absage erteilt hat. Daher auch die kurz vor der Abstimmung an den Ministerpräsidenten gerichtete Frage, ob er jetzt etwa eine Konzentrationsregierung zu bilden beabsichtige In der Tat scheint etwas Derartiges in der Luft zu liegen Ob Daladier sie bilden wird oder ein anderer, ist eine andere Frage. Die parteipolitische Lage hat durch den Bruch, der zwischen den beiden sozialistischen Richtungen vollzogen wurde. insofern eine Klärung gebrächt, als nunmehr der Weg freigeworden ist für die seit Jahren von den verschiedenen politischen Persönlichkeiten gewünschte. bisher aber nie durchführbar gewesene Konzentration der Mitte. Diese Konzentration der Mitte hat nach links jetzt eine Verstärkung von seiten der abgesplitterten Neusozialisten erfahren. Geht die Abgrenzung nach rechts ebensoweit, dann könnte eine Konzentrationsregierung unter den jetzigen Umständen eine feste Mehrheit im Parlament bekommen und arbeiten. Die Konzentrationsregierung ist übrigens auch der Wunsch des Senates und ein unausgesprochener Wunsch des jetzigen Präsidenten der Republik, Lebrun. Der Sturz des Kabinetts Daladier wird in Berliner politischen Kreisen durchaus ruhig und abwartend beurteilt, Man rechnet damit, daß die Neubildung der französischen Regierung nicht ohne Schwierigkeiten vor sich gehen wird. da es wegen der oppositionellen Haltung der sozialistischen Opposition kaum möglich sein wird auf der Basis der bisherigen Kabinettsbeschlüsse die Finanzreform zu schaffen. Auch hinsichtlich der Besetzung des Außenministeriums ist es durchaus unklar, ob Daladier, wenn ihm überhaupt dieses Ministerium angeboten wird, es annehmen würde. Das Kabinett Daladier ist vom deutschen Standpunkt aus gesehen unter außenpolitischen Gesichtspunkten und hierbei wiederum in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der Abrüstungsfrage in Erscheinung getreten. Im allgemeinen hat Daladier bei aller Betonung des französischen Standpunktes sich immer als Gentleman gezeigt und noch in seiner außenpolitischen Rede gerade unter Betonung seines Standpunktes als Frontkämpfer seine Achtung vor dem deutschen Frontkameraden unterstrichen. Daladiers Selbstsicherheit dürfte nicht zuletzt auf dem Eindruck beruhen. den er bei seiner Besichtigungsreise durch die französischen Ostbefestigungen erworben hatte. Sympathisch berührt gerade unter diesen Eindrücken die Tatsache, daß sich Daladier von den gewollten Minderwertigkeitskomplexen anderer französischer Staatsmänner freihielt. Nr. 228— Seite 4 Aufruf! der Nationalsozialistischen Rundsunkkammer an alle deutschen Volksgenossen! Unser Volkskanzler Adolf Hitler hat das deutsche Volk für den 12. November zu einem einmütigen Bekenntnis zum Frieden aufgerufen. Der erste Appell an das deutsche Volk und an die Völker der Welt geschah am 14. Oktober mit einer Ansprache des Reichskanzlers durch den Rundfunk. Der Rundfunk hat sich im Dienst der großen politischen Aufgaben der deutschen Zeitgeschichte wiederum als das aktuellste und lebendigste Instrument bewährt, das die Brücke schlägt zwischen dem Willen des Führers und des mit ihm durch den Rundfunk verbundenen deutschen Volkes zu den Völkern der Welt. In den kommenden Wochen wird in den Wahlkundgebungen des Führers und der Reichsregierung der Rundfunk täglich das Sprachrohr der politischen Führung zum deutschen Volk sein. Jetzt beginnen die Parolen des Volkskanzlers, des Reichspropagandaministers Dr. Goebbels und seiner verantwortlichen Rundfunkleiter, vom Rundfunk in jedes deutsche Haus getragen, erhöhte, ja für das Schicksal des deutschen Volkes erhöhte Bedeutung zu bekommen. Es darf in diesen Tagen, da sich Würde, Ehre und Einheit des deutschen Volkes vor aller Welt in machtvollen Bekenntnissen kundtun sollen, kein deutsches Haus geben, in dem nicht ein Rundfunkgerät vorhanden ist, das jederzeit die unmittelbare Verbindung jedes Volksgenossen mit dem Führer und seinen Mitkämpfern in der Regierung und der Partei herstellt. Die Nationalsozialistische Rundfunkkammer als die Willensträgerin der deutschen Rundfunkeinheit, die ihre positive Mitarbeit an den politischen Aufgaben des Nationalsozialismus durch die Schaffung des Volksempfängers bekundet hat, stellt sich auch heute wieder in den Dienst der großen Sache des Führers, die in den nächsten Monaten unser ganzes Volk mit leidenschaftlicher Anteilnahme erfüllen wird. Die Nationalsozialistische Rundfunkkammer wendet sich an alle deutschen Volksgenossen, die noch nicht Rundfunkhörer sind, und fordert sie auf, sich nicht länger abzuschließen von den großen Gegenwartsereignissen, die das Schicksal der Nation bestimmen. Der Volksempfänger und die anderen hochwertigen Empfangapparate bieten heute jedem Deutschen die wirtschaftliche Möglichkeit, Rundfunkhörer zu werden. Die jüngsten politischen Ereignisse haben bewiesen, daß Rundfunkhören keine Angelegenheit der persönlichen Unterhaltung, sondern eine staatspolitische Pflicht und Notwendigkeit ist. Wer Rundfunk hört, wer am Rundfunk die gewaltigen Willenskundgebungen unseres Volkskanzlers Adolf Hitler erlebt, reiht sich ein in die große Schicksalseinheit des nationalsozialistischen Staates. In diesem Sinne fordert die nationalsozialistische Rundfunkkammer alle Volksgenossen auf, mit allen Kräften dazu beizutragen, daß die Worte des Führers unmittelbar in jedes Haus getragen werden und daß auf dem Wege zur Nation der Frl. 29jährig, in Hauswirtschaft und Krankenpflege erfahren, sucht baldigst Steuung in Haushalt od. Anstalt. Gehalt nach Uebereink. Näh. unt. A 3585 an die Geschäftsstelle d Bl. Suche als junges Mädchen per sofort oder später Steulung in städt. Haushalt Frieda Kohrs, Sievern, post Langen, Kre s Lehe. Obstbäume, Beerensträucher beste Sorten Rosen u. Stauden in guter Auswahl Blumenzwiebein, Erdbeerpflanzen Dahllen, Knollengewüchse Zierstraucher, Heckenpflanzen Hadelgehölze, Schlingpflanzen und sonstige Gartenartikel bietet an die Gärtnerei der Anstalt Bethel bei Bielefeld Preisliste gern auf Wunsch Donnerstag, 26. Oktober 193 Rundfunk mit das wichtigste Instrument zum Zusammenschluß der deutschen Volksgemeinschaft wird. Nationalsozialistische Rundfunkkammer e. V. Der Geschäftsführende Vorstand. P. L. Weber, K. Hintze. =Zug entgleist 21 Tote geborgen. Paris, 25. Oktober. Der-Zug 354 Cherbourg-Paris ist in der Nähe von St. Elier, wie man vermutet infolge Gleisverlagerung, entgleist. Die Lokomotive, der Tender, der Packwagen und drei Personenwagen stürzten von einer Brücke etwa 10 Meter tief hinab in den Fluß Le Rouloir. Die Unglücksstätte bietet ein Bild des Grauens. Bis jetzt wurden 21 Leichen geborgen. Auch die Zahl der Verwundeten ist erheblich. Der Zug hatte im Augenblick des Unglücks eine Stundengeschwindigkeit von 110 Kilometern. Die neuen Bischöfe von Westfalen und Rheinland. Durch Kirchengesetz vom 6. September 1933 hat die Generalsynode der altpreuß. Landeskirche das Amt des Generalsuperintendenten aufgehoben und statt dessen Bistümer errichtet. Zum Bischof von Westfalen wurde ernannt der Pfarrer Bruno Adler aus Weslarn bei Soest, bekannt als Provinzleiter der Glaubensbewegung„Deutsche Christen". Pfarrer Adler ist 37 Jahre alt und dürfte einer der jüngsten Bischöfe überhaupt sein. Der Vater war letzter Oberzahlmeister beim Stabe des Pionierbattls. Nr. 10 in Minden und entstammt einem alten Bauerngeschlecht, daß sich in Mittelschlesien und der Niederlausitz weit zurückverfolgt werden kann. In Minden besuchte Pfarrer Adler von 1909 bis 1914 das Gymnasium und trat bei der Mobilmachung in den ersten Tagen des August 1914 beim dortigen..R. 58 als Kriegsfreiwilliger ein. Ueber 5 Jahre lang ist er aktiver Soldat gewesen, davon 3½ Jahre an der Front bei einer Feldkanonenbatterie. In den schweren Kämpfen des Jahres 18 führte Pfarrer Adler als Leutnant der Reserve eine Sturm=Infanteriebegleit= und Tankabwehr= batterie und erwarb sich das.K. l. Nach Entlassung aus dem Heeresdienst Ende 1919 begann Pfarrer Adler sein Theologiestudium an der Universität in Münster. Seit 1922 ist er Nationalsozialist und bekleidet seit 1931 das Amt eines Gaureferenten für evangelische Kirchenfragen beim Gau Westfalen=Süd. Pfarrer Adler ist einer der Begründer der Glaubensbewegung„Deutsche Christen". Zum Bischof der rheinischen Kirche ist schon vorher Pfarrer Dr. Oberheid ernannt worden. Bischof Dr. Oberheid wurde am 7. Februar 1895 zu Mülheim an der Ruhr geboren. 1914 begann er in Marburg das Studium der Gegen Hunger und Kälte Spenden für die Winterhilfe auf das Konto Nr. 12599 der Anstaltssparkasse(Winterhilfe). Theologie, das durch seinen Eintritt in das Heer im Jahrag 1915 unterbrochen wurde. Als Infanterieoffizier Bischof Dr. Oberheid am Kriege teil, wurde mehrmalzuletzt schwer verwundet und mit dem Eisernen KreuI. und II. Klasse ausgezeichnet. Nach dem Kriege studiertag Bischof Dr. Oberheid in Heidelberg Nationalökonowigg und Jurisprudenz. Nach einem halben Jahr praktischer Arbeit als Bergmann übernahm er ein Dezernat ing Bergbaulichen Verein in Essen und wurde anschließend von Hugo Stinnes in seinen Vorstand berufen. Im Jahreg 1925 arbeitete Dr. Oberheid als praktischer Landwir### dann entschloß er sich zur Beendigung des theologischen Studiums. Seit dem Frühjahr dieses Jahres stand Bischoig Dr. Oberheid als Pfarrer im Westerwald. In der S# un er Sturmführer. In der Glaubensbewegung„Deutsche Christen“ führte er den Oberrheingau. Lokal= und Provinzial nachrichten. —Brackwede. Neugründung einer Ortsgruppe Brachwede im Reichsbund der Kinderreichen. Die Gründungsversammlung findet am 27. Oktober, 20 Uhr im Konfir, mandensaal in Brackwede statt. Sämtliche Mitglieder haben wegen der Wahl des Vorstandes unbedingt zu erscheinen. Neuanmeldungen werden gleich am Schluß der Versammlung entgegen genommen. Bethel. — Warum Reichstagswahl? Heute, Mittwoch, den 25. Oktober 1933, 20 Uhr im Großen Saal des Assapheums spricht Dr. Löhr zur politischen Lage und zu den Wahlen am 12. November. Es handelt sich bei dieser Versammlung nicht um die Interessen einer Partei, sondern alle Volksgenos. sen, auch die bisher noch abseits stehenden, sollen und müssen erscheinen, einerlei, ob Pfarrer, Aerzte, Beamte. Arbeiter, Schwestern oder Diakone. Du wirst an diesem Abend erfahren, um was es geht! Es handelt sich um das Leben und das Wohl unseres geliebten Vaterlandes! Der Wahlausschuß: Waltenberg. — Christlicher Verein junger Mädchen. Mittwoch: Der für heute angesetzte Pflichtabend wird wegen des Vortrages von Herrn Dr. Löhr auf Sonntag, den 29. 10., abends 8 Uhr verschoben. Pastor Voigt: Donnerstag: Gebetskreis. — Brauner, pelzgefütterter Lederhandschuh auf dem Wege vom Pförtnerhäuschen bis zur Brockensammlung verloren. Bitte abzugeben im Telefonamt. Anzeigen aus Bethel — Damen=Mantelstoffe nebst dazu passenden Futterstoffen können innerhalb weniger Tage zu günstigen, Preisen durch uns besorgt werden. Ophir, vereinigte Verkaufstellen der Anstalt Bethel. Schriftleitung: W. Kraa; Wirtschafts= und Weltpolitik: Dr. H. Huttel; Anzeigen: K. Diekmann; alle in Bethel. Hospize und =Schwarzwald= christliche Kurheim Haus Gottestreue, Badenweiler in schönster Gegend des südl. Schwarzwaldes bietet Müden und Erholungsbedürftigen bei bester Verpflegung zu zeitgemäßen Preisen idealen, stärkenden Aufenthalt. Anfragen an Schwester Elli. Christliches Kurhaus Murgtalperle, 600 900 m, Schwarzenberg b. denstadt, Post Schönmünzach, Tel. 31. Hochschwarzwald, sonnige Südlage, bietet Ruhe, heilt Herz und Nerven. Fließ. Wasser, Zentralheiz..50 und .— Mark. Dauergäste Ermäßigung. Ill. Prospekt. Baden=Baden. Erholungsuchende finden in dem von Diakonissen geleiteten Haus Salem Leopoldstr. 19, direkt am Walde und ruhige Lage freundliche Aufnahme. Das ganze Jahr geöffnet. Pensionspreis von 5,50 Mr. Bad Dürrheim(Schwarzwald), höchstgelegenes Solbad Europas. Christliches Erholungsheim Haus Hecht". Neuzeitlich eingerichtetes Neuhaus für (pezielle Winterkuren, Solbad im Hause. Zentralheizung in allen Räumen. Fließendes warmes und kaltes Wasser in allen Zimmern. Die ganze Südfront mit großen Liegeterrassen versehen. Gute und reichliche Verpflegung bei 5 Mahlzeiten. Diätküche. Staubfreie ruhige Lage. Mäßige Preise. Teleson Nr. 236. Freiburg i. Breisgau. Hotel zum Piauen(Christl. Hospiz), 3 Minuten i vom Bahnhof, Friedrichstr. 16. Westdeutschland Theistliches Erholungsheim„Putel“, Bad Oeynhausen, Weststr. 15, Part., 1. und 2. Etg. 18 gut eingerichtete Zimmer. Abendandachten. Nächste Nähe des Kurparks und der Bäder. Mittlere Preise. Das ganze Jahr geöffnet. Zentralheizung. Hohegrethe bei Aue an der Steg. Christl. Erholungsheim. Schöner Landaufenthalt bei gut. Verpflegung. Täglich Hausandacht. 60 Zimmer mit 60 Betten. Münster i.., Christl. Hospiz, Sternstraße 8, Fernruf 1242. 8 Min. vom Bahnhaf. Ruhige Lage. 10 Zimmer 12 Betten von—3 Mr. Bielefeld. Christl. Hospiz, Telef. 2391. Bahnhofstraße 30. Einzelzimmer —3 Mk., Doppelzimmer—6 Mr. Gute Speisen und Getranke. AutoUnterstand. Zur Aufnahme Alkoholkranker empfiehlt sich das Haus Bethesda, Lintorf, Bez. Düsseldorf. Mäßige Preise. Berlin Berlin N. W. 7, Albrechtstr. 17. Christliches Hospiz Albrechtshof. Nahe dem Bahnhof Friedrichstraße. Fspr. D 2 Weidendamm 9950. Zimmer von 2,— bis 4,50 Mk., einschl. Bedienung. Sachsen Leipzig. Christl. Hospiz, Roßstraße 14. Bes.: Verein für Inn. Mission. Straßenbahn 2 und 16. Fernruf 16260 und 20791. Preis pro Bett 2,75 bis 4,50 Mk. einschl. Steuern. Bad Homburg v. d. Höhe. Christliches Hospiz Quellenhof, Kaiser=Friedrich= Promenade 91. Schönste Lage am Kurpark. Kurgemäße Verpflegung. Maß. Preise. Das ganze Jahr geöffn. Haus Patmos Geisweid bei Siegen. Strecke Hagen=Siegen. Perle d. Siegerlandes. Angenehmer Erholungsaufenthalt. Sonnen-, Luft= u. Felkelehmkuren. Leibes= u. Atemübungen. Fleisch=, vegetarische u. Rohkost. Tüglich Andacht. Preio.—:.50;.— u..50 Mk. Man verlange Prospekt. Bochum. Christl. Hospiz, Humboldstr. 61, am Hauptbahnhof. 56 Zimmer von—3 Mk. 1 Bett, 2 Betten das Loppelte. Zentralheizung. Bad Lippspringe. Christl. Erholungsheim Immanuel. Trautes Heim am Tannenwald. Vorzügl. Verpflegung. Bill. Preise. Liegehallen. Zentralbzg. Bäder. Andachten. Leipzig. Christl. Hospiz WittenbergerHof, Czermaksgorten 10(5 Min. v. suptbahnhof, linker Ausgang). Ruhigste Lage. 30 Zimmer. Elektr. richt. Zentralh., Bäder. 48 Betten von.25 bie 3,25 Mk. enischl. Bed. Brandenburg Hospiz Bodelschwingh=Haus, Brandenburg=Havel, Kirchhofstr. 14. 5 Min. vom„Reichsbahnhof. Zimmer von 2 um. an mit fließendem kalten und warmen Wasser. Mittag= und Abendtisch. Zentralheizung. Bad. Der„Aufwärts“ liegt hier auf. Radium=Solbad Kreuznach. Erholungsbedürftige finden freundl. Aufnahme zu ermäßigten Preisen k. Evang, Erholungshaus„Daheim“, Gustav=Pfarrtusstr. 4. Nähere Auskunft erteilt die leitende Diakonisse. Luzern(Schweiz), Johanniterhof(Bierwaldstättersee, Christliches Hospiz, Gempacherstr. 46, 5 Min. von Bahn und Schiff. Mäßige Preise. Kein Trinkzwang. Teinkgeldberechnung. Restaurant. Süddeutschland Christl. Hospiz Holländerhof, Heidelberg, Reckarstaden 22. Haltestelle der Straßenbahn Linie 1 Kettengasse. Ruhige Lage an der alten Reckarbrücke mit freier Aussicht auf Reckar und Gebirge. Zentralheizung, Bäder, fließendes Wasser, 30., 47., von 2,50 bis 5,—. Heidelberg, Christl. Hospiz Wartburg, Schiffgasse 2, am Reckar gelegen mit schöner Aussicht auf das Gebirge. Straßenbahnl. 1, Haltest. Theaterstr. Zimmer mit fließend. Wasser, Zentralheizung, Bad, elektr. Licht, 30 Zimmer, 45 Betten von RM.50 bis 3,50. Vor= und Nachsaison Ermäßigung. Fernruf 755. Besitzer: Aug. Kühn Stuttgart. Hespiz„Herzog Christoph“. Ruhige Lage inmitten der Stadt. 60 Zimmer, 75 Betten v. Mk..50 an. Fließendes Kalt= und Warmwasser. Bäder. Personenaufzug. Schöne Gesellschafts= und Aufenthaltsräume. Bekannt gute Gaststätte. Direktor W. Leuze. Darmstadt. Evang. Hospiz„Marthahaus“, Stiftsstr. 14. Einzelzimmer mit Frühstück einschl. Bedienung 2,50 Mark. Elektr. Linio 5 oder 6 bis Stiftsstraße. Alkoholkranke! Wo finden dieselben Aufnahme und gewissenhafte, individuelle Behandlung und Pflege? Im Haus Burgwald,„Heilstätte“ Eberstadt d. Darmstadt. = Mitteldeutschland= Bad Rauheim, Villa Wilhelma, Bes. Förster-Östermeyer, Hermann Göringstraße 33. Schöne geräumige Zimmer mit voller Verpflegung in nächster Nähe der Bäder, Kurpark und Bahnhof. Zimmer mit voller guter Verpflegung u. ohne jeden Zuschlag RM..— je Tag à Person; Bebienung. Erholung— Verjüngung— Heilung im Kurort Elim, Bad Wildungen. Christl. Erholungsheim in der Waldecker Schweiz. Naturkuren, auch unter der persönl. Leitung des Direkt. Gotmann aus Kassel Wilhelmohöhe. Wildunger Kuren. Badehaus. Lehmbäder(auch warme), Sonnenbäder. Massagen. Packungen uff. gegen alle Krankheiten außer ansteckende. 126 Morgen Landwirtschaft u. Gärtnerei. 5 Pensionshäuser. Begetarische und Fleischküche. Nachmittagokaffee. Gesundbäckerei. Autounterstellung frei. Pension 3,— bis 4,50 Mk. u.%. Keine Kurtaxe. Bilderpcospekte frei. Evgl. Gemeinschaft. = Harz= Enangel. Geholungsheim„Haus douen tal“, Gernrode(Harz), mitten## schönster Harzlage. Große, freun## liche und gut eingerichtete Billige Preise. Volle Pension vo## .50 Mk. an. Prospekte durch Leitung. Wernigerode Harz.„Harzfriede“ liches Erholungshaus u. 60 Zimmer 80 Betten.— Pe bis Mk.— Keine Nebenkoste#### — 4 Mahlzeiten— Valkons— Au Werbeschrift— Fernruf 2522. Brannlage(Oberharz)„Haus kl. behagl. Fremdenheim Garten, ruhige Lage, Walde und Kurpark. Gute Verpflegung. Pensionspreis täglich .50 bio.— Ner. 64 Besitzerin Agnes Gieseler. = Schleswig=Holstein Sie finden angenehmen Sehu#e Aufenthalt in der Chribtb0,guguu Laubg., direkt Wald und Ersch 9 M.30.“ Leosp.— Evangel J. Gotmann. Christliches Erholungsbeig, grest### deneek, Holsteinische„5Ppri christlichen Familzen und r### gen Damen besonders berzuz gegzan genbet uu Lur schüisten Terzase, Park und auf geschleit Schwimm= und Badeplgzu, zuger ut, un bie bisch b. Sauemunrt, Küche. Prospekt durch e n Waldeck= * in Weiset Lustkurort Kohlgeun augenehmnt Arolsen=Land, bietet.=(con Aufenthalt in waldreicher,#### Gegend. Gute Verxflegung gusch zeiten). Freundl. Schlaf.. gaunen### haltocchume. 5½ Morg. 670h;„## seitiger, in Terrassen augel.„.# : Sptel, v.„Hhaster- Gessionsrug tühle. Landwixt,/ag tugl..— 9 ohne seglichen Ziensten. Mahnstantt Prospekt zu„Diensten,—, Bassl# Marsberg, Strecke 100 Mnge Christl. Erholungoheim M. Christliches Grheinzgahgeg Sachsenberg in tine Lage, Virer„ahizglten, Ligt und Bad Iw, Deglengongpie## Bei den Men durch die räuf geblieben. Auch beschränkte Vern instinkt das Her Unterjochten zur Indien ausgewai das religiös un schmelzung der d das anders gew. hat sich erst lan unheimlich rasch Schranken überb über weite Entfe weg zunehmen. und ihre Mutter Rasseinstinkt ist Gefahr einer Ver schwindens werti In Frankreich mi schritte, durch da früher so heute die gelbe Gefahr. Die Vererbun dieselben; die schaften gehen Nenschen wie be anders entstander nicht von selbste den Hand des 9 haben ihre besti Veiterzucht richt ihrer Herren. D standen, sie sind Gewiß werden erfüllen haben in noch so herzlich n Pflicht, die uns die zweifellos gr. Wann und n ist uns noch sehr nung unter den bedingungen unse des Züchters er dunkelhäutige u Rassen hervor.: farbigem Blut ist ost nicht beachtet hat an Stelle de ihre Schranken anderen Länder Frankreich wird Die weiße Ra körperliche und Nordafrika und Semiten besonde die Juden, sich in die man heute bezeichnen pflegt wünschten Verm Auch die Slawe fremde Rasse, die stoßen versucht. Volk eingegange drängen der Sl Slawen durch Einschlag von d Bis hierher scharf und die Anders, wenn Völker rassisch schon eine starke zumal das deut Europas nicht a rassig. Das He eine große Aufg genommen wur schen, ostischen, Rassebestandteile Rassen und etwe spruchreif und 1 werden. Gewif Rassen, wie die gar zum Verschn aber deswegen deutscher Sprack werden. ag, 26. Oktober 193 das Heer im Jahre interieoffizier nahm l, wurde mehrmals, em Eisernen Kreuz) dem Kriege studierte Nationalökonomien en Jahr praktischer## r ein Dezernat im wurde anschließend berufen. Im aktischer Landwirt, chrse, theglogichen Jahres stano Bischof bald. In der SA ist sewegung„Deutsche iu. nachrichten. Ortsgruppe Brackn. Die Gründungs20 Uhr im Konfirämtliche Mitglieder ndes unbedingt zu leich am Schluß der ite, Mittwoch, den aal des Assapheums und zu den Wahlen nlung nicht um die le Volksgenoshenden, sollen und er, Aerzte, Beamte, n, um was es geht! das Wohl unseres sschuß: Waltenberg. chen. e P f l i c h t a b e n d w i r d Löhr auf Sonntag, Pastor Voigt handschuh auf dem Brockensammlung namt. #ethel passenden FutterTage zu günstigen. r Anstalt Bethel. und Weltpolitik: n: alle in Bethel. ssheim„Haus Hagen mitten### Genbhe, Paund eingerichtete Zimmer Volle Pension von Prospekte durch di## ne Larz.„Harzsriehr, Giei eholungshaus u. Hospiz., er 80 Betten.— Versin Mk.— Keine, Rebencostel## hlzeiten.— Balkons— Auss rift— Fernruf 2522. „Haus heim m. schön## Sor eb k. Gute reichti# sionspreis täglich Agnes Gieseler. rholungsesrchn 20 e usent# OUUN Nr. 228. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bieleseld),. Donnerstag, den 26. Oktober 1933. 15. Jahrgang. elesian aum onattg Was ist Rasse? Bei den Menschen sind die Rassen jahrtausendelang zurch die räumliche Trennung fast rein erhalten geblieben. Auch bei Völkerwanderungen trat nur eine beschränkte Vermischung ein, da ein natürlicher Rasseinstinkt das Herrenvolk von der Vermengung mit den unteriochten zurückhielt. Die von Norden her nach Indien ausgewanderten Arier verhinderten z. B. durch das religiös unterbaute Kastenwesen die völlige Einschmelzung der dunkelhäutigen Eingeborenen. Heute ist das anders geworden. Seit der Entdeckung Amerikas hat sich erst langsam, dann immer schneller, zuletzt fast unheimlich rasch ein Weltverkehr entwickelt, der die alten Schranken überbrückt. Jedem fällt es auf, wie die Ehen über weite Entfernungen und über Völkergrenzen hinweg zunehmen. Viele Menschen wechseln ihren Wohnort und ihre Muttersprache fast wie ein Kleid. Der alte Rasseinstinkt ist dabei weithin verloren gegangen. Die Gefahr einer Vermanschung der Menschheit und des Verschwindens wertvoller Rassen ist tatsächlich vorhanden. In Frankreich macht die Verniggerung ungehemmte Fortschritte, durch das slawische Osteuropa brandet wie schon früher so heute mit neuer Kraft die mongolische Welle, die gelbe Gefahr. Die Vererbungsgesetze sind für alle Lebewesen genau dieselben; die bezeichnenden wertvollen Sondereigenschaften gehen durch die Vermengung verloren, bei Nenschen wie bei Tieren. Aber die Menschenrassen sind anders entstanden als die Tierrassen. Die Tierrassen sind nicht von selbst entstanden, sondern unter der auswählenden Hand des Menschen herausgezüchtet worden. Sie haben ihre bestimmte Aufgabe zu erfüllen und ihre Veiterzucht richtet sich nach dem Bedarf oder Wunsch ihrer Herren. Die Menschenrassen sind„von selbst“ entstanden, sie sind ein Stück Natur, ein Teil der Schöpfung. Gewiß werden auch sie ihre„bestimmte Aufgabe“ zu erfüllen haben im großen„Schöpfungsplan“, von dem wir noch so herzlich wenig wissen. Um so mehr haben wir die Pflicht, die uns anvertraute Rasse rein zu erhalten für die zweifellos großen Aufgaben, die ihr noch bevorstehen. Wann und wie die Menschenrassen entstanden sind, ist uns noch sehr wenig bekannt. Lange räumliche Trennung unter den verschiedenen Klimaten und Lebensbedingungen unseres Erdballs scheint die auslesende Hand des Züchters ersetzt zu haben. Die Tropen brachten dunkelhäutige und die nordischen Länder hellhäutige Rassen hervor. Die Reinhaltung der weißen Rassen von arbigem Blut ist eine Mindestforderung, die leider allzuost nicht beachtet wurde und wird. Nur in Nordamerika hat an Stelle des alten Rasseinstinkts eine strenge Sitte ihre Schranken aufgerichtet vor den„Farbigen". In anderen Ländern, besonders in Südamerika und in Frankreich wird hierin noch viel gesündigt. Die weiße Rasse zerfällt wieder in Unterrassen. Durch körperliche und Charaktereigenschaften heben sich die in kordafrika und Westasien heimischen Hamiten und kemiten besonders deutlich ab. Da ein Teil der Semiten, die Juden, sich in alle Gebiete der übrigen weißen Rassen, die man heute kurz mit dem Sammelnamen Arier zu bezeichnen pflegt, zerstreut hat, ist die Gefahr einer unerwunschten Vermengung ihres Blutes besonders groß. kuch die Slawen Osteuropas bilden eine uns wesensftemde Rasse, die immer wieder nach Mitteleuropa vorzustoßen versucht. Schon viel slawisches Blut ist ins deutsche bolk eingegangen; wir haben allen Grund, vor dem Vorbrangen der Slawen auf der Hut zu sein, zumal die elawen durch die vielen mongolischen Einfälle einen Einschlag von dieser Rasse erhalten haben. Bis hierher ist die Gliederung der Rassen ziemlich scharf und die Folgerungen sind klar und eindeutig. anders, wenn wir die mittel= und westeuropäischen solker rassisch weiter untergliedern wollen. Da hat schon eine starke Vermengung die Grenzen verwischt und zumal das deutsche Volk ist, wie es im Brennpunkt enropas nicht anders zu erwarten ist, keineswegs rein#ssig. Das Herausschälen seiner Rassebestandteile ist große Aufgabe, die erst in jüngster Zeit in Angriff benommen wurde. Man spricht von nordischen, westichen, ostischen, ostbaltischen, fälischen und dinarischen sassebestandteilen. Eine verschiedene Bewertung dieser sassen und etwaige Konsequenzen daraus sind noch nicht Prüchreif und müssen vorerst dem einzelnen überlassen berden. Gewiß wäre es ein Schade, wenn wertvolle bassen, wie die nordische weiterhin zurückgedrängt oder dic zum Verschwinden gebracht würden. Keinesfalls darf der deswegen eine Scheidewand zwischen Menschen eenischer Sprache und deutschen Volkstums aufgerichtet werden. zu engrahmige Scheidung in Unterrassen wäre c) vom Standpunkt der Vererbungslehre nicht Wesehlenswert. Sie würde die Gefahr der Inzucht g' eringen. Unter Inzucht versteht man die Heirat von usberwandten. Wenn in abgelegenen Gegenden oder FSklusiven Kreisen immer wieder nähere oder entferndie Verwandte ineinanderheiraten, dann können an sich tritt.. Mängel sich so häufen, daß Entartung einIn diesem Falle kann eine Heirat in fernerstehende “ese sich als wertvolle Blutsauffrischung auswirken. *— vrenze zwischen erwünschter Blutsauffrischung und erwünschter Rassenvermengung ist nicht immer leicht zu ziehen. Keinesfalls führt jedoch das Ueberschreiten der deutlichen Rasseschranken zu erwünschter Blutsauffrischung, vielmehr pflegen daraus unausgeglichene, innerlich zwiespältige Menschen zu entstehen. Seither haben wir das Wort„Rasse" sozusagen von oben her, aus der Vogelperspektive betrachtet, indem wir, von der ganzen Menschheit ausgehend, immer engere Kreise zogen. Wir können dasselbe Wort aber auch von unten her, vom Einzelmenschen ausgehend betrachten. Wie können wir die Rasse des Einzelmenschen feststellen? Die anthropologische Körpervermessung ist gewiß wertvoll, aber sie kann nur ein unvollständiges Bild geben. Ganz abgesehen davon, daß der Rückschluß vom Körper auf den Geist noch recht unsicher ist, verwirklicht das Einzelwesen nur eine der vielen Möglichkeitien, die erblich in ihm stecken. Ein Ehepaar kann ja nicht bloß eine Sorte Kinder haben, sondern Millionen verschiedene sind möglich. Jedes einzelne Kind ist aber der Träger der Summe der Erbwerte seiner Vorfahren und eben diese Summe ist seine„Rasse“. Jeder Züchter von Rassehunden oder Rennpferden weiß, daß sein Zuchttier um so wertvoller ist, je besser sein„Stammbaum“ ist; richtiger heißt es statt StammWenn im Herbst die Blätter kallen. Wenn im Herbst die Blätter fallen, ist die Welt ein großes Grab, aber dennoch bleibt die Hoffnung. nur das Irdische fällt ab. Kam die Seele dir zum Glauben in des Geistes Frühlingsweh'n, laß, was irdisch ist, zerfallen, einmal kommt ein Aufersteh'n. Wenn im Herbst die Blätter fallen... dann, o Herze, nicht geklaget, schreite deine Straße fröhlich, dennoch stark und unverzaget! Georg Wehnert. baum Ahnentafel. Für berühmte Rennpferde liegen sorgfältig geführte Ahnentafeln über viele Jahrhunderte vor. Und die meisten Kulturmenschen können kaum über ihre Großeltern, geschweige über ihre Urgroßeltern Auskunft geben! Zwar hat die Familienkunde in den letzten Jahren erfreuliche Fortschritte gemacht, aber noch ist die Hauptarbeit zu leisten. Der Einzelmensch muß sich als ein Glied in der Kette seiner Vorfahren fühlen, verpflichtet, das Erbgut zu treuen Händen zu bewahren und es unbeschädigt weiterzugeben, indem er der Kette neue Glieder hinzufügt. Wie wir unser Vaterland erst recht lieben und verstehen lernen, wenn wir seine Gaue durchwandern, so lernen wir die Geschichte unseres Volkes besser verstehen, wenn wir unser eigen Fleisch und Blut, unsere Vorfahren, handelnd und leidend in den großen Rahmen der Geschichte unseres Volkes gestellt sehen. Einmal im Leben hat jeder einzelne die große Gelegenheit, seine Rasse, das Jahrtausende alte Erbgut seiner Ahnen, entscheidend zu beeinflussen, nämlich dann, wenn er durch die Wahl seines Ehegatten seinen Kindern die wichtigste Mitgift aussucht. Was ist demgegenüber das vergängliche Geld und Gut! Wer seine Ahnentafel zurückverfolgt, wird finden, daß sein Blut früher oder später vom Lande stammt, aus dem Quell des Bauernvolkes strömt. Und auch heute noch ist der Bauer auf seiner ererbten Scholle die Kraftquelle völkischer Erneuerung. Unsere Regierung baut auf den richtigen Grund, wenn sie der Erhaltung und Pflege des Bauernstandes und seiner ererbten Scholle ihre erste Sorge angedeihen läßt. Weitere Maßnahmen zur Erhaltung der höheren Begabungen werden folgen. Steuergesetzgebung, Erbrecht, Besoldungsordnung, Lehrpläne und vieles andere hat seine Auswirkung auf die Rassegesundheit. Große Aufgaben stehen der Regierung bevor in der rassehygienischen Durchdringung aller Lebensgebiete. Mögen sie glücklich, taktvoll, aber doch energisch gelöst Wie kann man aber, sei es bei der Gattenwahl, sei es bei Maßnahmen des Staates, den Rassewert des Einzelmenschen erkennen? Die Ahnentafel steht nur in Ausnahmefällen zur Verfügung und die körperliche Untersuchung kann, so nötig sie ist, nur beschränkte Auskunft geben. Da kann der Blick auf die Familie einen gewissen Ersatz leisten. Der Einzelmensch steht ja nicht allein da, sondern ist Glied einer Sippe. Eltern, Geschwister und andere nahe Blutsverwandte geben Einblicke in die Möglichkeiten der Vererbung. Bei einem scheinbar höherwertigen Glied einer sonst minderwertigen Sippe sind in der Nachkommenschaft Rückschlägeo mit Sicherheit zu erwarten, wie umgekehrt eine bescheidene Hausfrau aus einer hochwertigen Familie Vermittlerin wertvollster Erbwerte sein kann. Schließlich bleibt als letztes, zwai unvollständiges, aber am leichtesten zu beobachtendes Kennzeichen des Wertes eines Einzelmenschen seine Leistung. Nach dieser soll, wie Adolf Hitler in Nürnberg sagte, im neuen Reich sein Wert beurteilt werden. Auch bei der Gattenwahl soll selbstverständlich das gesunde natürliche Gefühl für den Wert des zur Ehe Erwählten nicht ganz ausgeschaltet werden. Aber der Rahmen muß weiter gespannt werden. Der einzelne darf sich nicht als unverantwortlicher Privatmensch fühlen, sondern als Glied in der Kette seiner Ahnen, im Geflecht seines Volkes, seiner Rasse. Die Eheschließung darf keine reine Privatangelegenheit sein, sondern eine neue Grundlegung der Schöpfung, für die man dem Schöpfer verantwortlich ist und dem Volke, in das uns der Schöpfer hineingestellt hat. Dr. Fr. Bretschneider. Brief aus Hessen. Dieser Brief möge auch in der weiteren Oeffentlichkeit Beachtung finden! Handelt er doch von der politischen Umgestaltung des Mittelrheingebietes. Diese kann einmal Vorbild werden für die Umbildung der Länder und Provinzen innerhalb des Reiches. Dann würde unser kleines Hessenland abermals Wegbereiter für die Einigung des Deutschen Reiches, was es 1828 für die Entwicklung des Zollvereins war. Um die Lage klarzulegen, muß man etwas weiter aus. holen. Man kann nicht behaupten, daß die Kenntnis der Nichthessen von den hessischen und mittelrheinischen Verhältnissen groß ist; das ist nicht einmal unter den„Gebildeten“ immer der Fall. Zwar liegen die Dinge bei uns nicht so schlimm, wie es in Thüringen war vor 1920. Immerhin ist doch soviel sicher, daß es hier am Mittelrhein nicht so bleiben kann wie bisher. Darum ist der Reichsstatthalter Sprenger, der zugleich Gauleiter der Nationalsozialistischen Partei für ein weit über unsere Landesgrenzen herausgreifendes Gebiet(Hessen=Nassau) ist, eifrig bemüht, das Notwendige zu tun und das Mögliche zu erreichen. Die Lage kann nur der verstehen, der etwas von der Geschichte dieses gesegneten und schönen Landes am Mittelrhein weiß. Nach dem Wiener Kongreß(1815) bis 1866 bestanden hier drei hessische Staatsgebiete, von welchen nur noch eins vorhanden ist. 1. Hessen=Kassel, das sich mit Hanau bis vor die Tore Frankfurts erstreckte. 2. Hessen=Darmstadt mit seinen noch heute bestehenden drei„Provinzen“: Starkenburg zwischen Main und Rhein, mit den Städten Offenbach und Darmstadt, dem Odenwald und der herrlichen„Bergstraße“ und dem „Ried“; der dicht bevölkerten und reichen Provinz Rheinhessen zwischen Rhein und Nahe und mit den Städten Worms und Mainz und der nördlich des Maines über Wetterau und Vogelsberg sich ausdehnenden, weniger dicht besiedelten Provinz Oberhessen mit der Universitätsstadt Gießen. Ein Land, das noch nicht die Größe eines preußischen Regierungsbezirkes erreicht, aber doch.4 Millionen Einwohner zählt. Von ihm kam 1866 an Preußen das„Hinterland“(Kreis Biedenkopf) an der oberen Lahn, heute ein Teil des Regierungsbezirks Wiesbaden. 3. Gab es bis 1866 noch das nur etwa 200 Geviertkilometer umfassende Ländchen des Landgrafen von Hessen=Homburg, der bis zum Aussterben dieser Linie in Bad Homburg am Taunus seinen Sitz hatte. 1866 wurde dieses Gebiet an Preußen abgetreten und ebenfalls dem Regierungsbezirk Wiesbaden einverleibt. 4. Heute ist es mit diesem ein Stück der preußischen Provinz Hessen Nassau, die 1866 durch Zusammenlegung von Kurhessen(Kassel) mit dem Herzogtum Nassau (Wiesbaden) gebildet worden ist. Denn auch der Herzog von Nassau stand 1866 auf Seiten der Feinde Preußens, und auch sein Land wurde nach Königgrätz von Preußen geschluckt. Die Erinnerung an dieses Fürstenhaus ist fast erloschen. Und doch entstammten die Herzöge von Nassau — so genannt nach der Stammburg Nassau an der Lahn, nicht weit von Ems— einem Haus, das in der Geschichte eine bedeutende Rolle gespielt und in Adolf von Nassau um 1300 dem Deutschen Reiche einen Kaiser gestellt hat. Man denke auch an die Nassau=Oranier in den Niederlinden! Das in der Zeit Napoleons entstandene Herzogtum Nassau war ein buntes Gemisch von geistlichen und weltlichen Zwergstaaten, deren Bewohner die Entstehung des Herzogtums als ungeheuren Fortschritt empfanden, obschon es sich vom weingesegneten Rheingan über den Taunus und das Lahntal und den Westerwald nur über 4700 Geviertkilometer ausbreitete. Seine rheinfränkischen Bewohner waren und sind stolz auf ihr Ländchen, mit dem uns der Kulturgeschichtler H. W. Riehl bekannt gemacht hat, in dem der Reichsfreiherr vom Stein geboren ist, und in dem einst Goethe von Wetzlar aus durch das Lahntal und von dem benachbarten Frankfurt aus durch den Rheingau gewandert ist und beider Landstriche Schönheiten beschrieben hat. 5. Mit diesem Herzogtum Nassau wurde 1866 auch die bis dahin„Freie Reichsstadt“ Frankfurt vereinigt, die heute ebenfalls ein Bestandteil des Regierungsbezirks Wiesbaden ist; die Hauptstadt des Bezirkes blieb in der Hauptstadt der Herzöge. Der wirtschaftliche Mittelpunkt dieser Rhein=Maingebiete ist aber Frankfurt. Vergessen wir auch nicht 6. den Kreis Wetzlar, dessen Gebiet 1815 auf dem Wiener Kongreß an Preußen kam und damals der Rheinprovinz zugeteilt wurde und, mitten in Hessen=Nassau gelegen, noch heute zum Regierungsbezirk Koblenz gehört. Die geschichtlich bedingten Eigentümlichkeiten und Sonderheiten dieser Landesteile wirken auch heute noch nach; und dies in viel stärkerem Maße, als man landläufig Nr. 228— Seite 2 Beilage des„Aufwärts Donnerstag, 26. Oktober 1933 ahnt. So hat jeder der beiden Regierungsbezirke noch heute sogar seinen Bezirkstag statt eines gemeinsamen Provinzialtages. Besonders zeigt sich die Sonderheit dieser Teile der Provinz Hessen=Nassau auf kirchlichem Gebiet. Preußen ließ nach 1866 die Landeskirchen von Kurhessen, Nassau und Frankfurt weiter bestehen. Drum gibt es noch heute in der Provinz Hessen=Nassau drei Landeskirchen mit eignen Behörden und eignen Synoden, so in Kassel, Wiesbaden und Frankfurt, und mit drei besonderen Gesangbüchern. Rechnet man noch das zum Konsistorium Koblenz gehörige Wetzlar hinzu, so werden es gar vier Sprengel. Dem Laien wird diese Zersplitterung namentlich in Groß=Frankfurt verspürbar, wo sich die Grenzen der drei Kirchengebiete kreuz und quer schneiden, so daß in der gleichen Stadt drei Gesangbücher im Gebrauch sind! Noch deutlicher wird die Verwirrung an den Grenzen zwischen Hessen=Nassau und Hessen=Darmstadt. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Bisher hatte Hessen=Darmstadt ebenso seine eigene Handelskammer wie der Wirtschaftsbezirk Frankfurt. Erst vor ein paar Tagen haben die Bemühungen des nationalsozialistischen Gauleiters und Reichsstatthalters für Hessen eine Vereinigung der beiden Handelskammern herbeigeführt. Auch sein Parteibezirk, den er als Gauleiter verwaltet, greift weit über die Grenzen von Hessen=Darmstadt hinaus. Die Partei hat anscheinend in diesem Gebiet schon das künftige größere „Hessen“ angebahnt. Steht man auf der„Sachsenhäuser Warte", im Süden von Großfrankfurt, so hat man im Rücken die hessischpreußische Grenze, die man auch nach Westen und Osten in noch nicht einer Stunde erreichen kann. Und doch bildet das ganze Land, soweit man schaut, von Hanau(preußisch. Bezirk Kassel) über Offenbach(hessisch=darmstädtisch) mainabwärts von Frankfurt bis Mainz(hessisch=darmstädtisch), ja bis Wiesbaden(preußisch; Bezirk Wiesbaden), eine einheitliche, fast ununterbrochene Siedlung. Sie verteilt sich aber auf zwei Staaten und drei Verwaltungsbezirke! Man muß Frankfurt als die natürliche Hauptstadt von Hessen=Darmstadt bezeichnen, das ohne diese Stadt in zwei Gebiete zerrissen ist und erst mit ihr in der Lage ist, seine Gebiete nördlich und südlich des Maines zu vereinigen. Die Grenzziehung ist so widernatürlich, wie sie in ähnlichem Ausmaß nur in Hamburg=Altona vorkommt. Geradezu lächerlich, oder besser, traurig, tritt dieser Verstoß gegen die Natur am Buß= u. Bettag in Erscheinung. Hessen=Darmadt hat seinen Landes=Buß= und=Bettag am Palmsonntag, also nicht den norddeutschen Buß= und Bettag am Mittwoch vor Totensonntag. Jährlich erlebt man hier in diesem Grenzbezirk das beschämende Schauspiel, daß Zehntausende aus Wiesbaden nach Mainz, aus Hanau nach Offenbach und aus Frankfurt nach Süden in die angrenzenden darmstädtischen Gemeinden strömen und dort bei Sang und Klang„Buße tun“. Kein Wunder, wenn aus politischen, wirtschaftlichen und namentlich aus kirchlichen Gründen der Wunsch nach Vereinigung dieser Gebiete immer lebhafter geworden ist. Hier gilt in geändertem Sinn das Wort:„Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“ Anscheinend sind die Behörden und besonders die nationalsozialistischen Führer seit geraumer Zeit eifrigst bemüht, die Einigung herbeizuführen. Die kirchlichen Leiter stehen hinter jenen nicht zurück. Namentlich die „Glaubensbewegung Deutsche Christen“ hat sich an dieses nicht mehr länger verschiebbare Werk gemacht. Seit Jahren haben die Kirchenbehörden von Hessen=Darmstadt und den drei preußischen Kirchengebieten(Wiesbaden, Frankfurt, Kassel) über die Begründung einer„Großhessischen Kirche" beraten, sind aber nie über die Beratungen hinausgekommen. Erst der Umschwung im Frühjahr brachte die ganz ins Stocken geratene Großhessische Bewegung wieder in Fluß. Dann forderte der jetzige Reichsbischof Müller dringend die Zusammenfassung zu einer einheitlichen Landeskirche. Tatkräftig wurde er dabei besonders von dem preußischen Ministerialdirektor Jäger unterstützt, der aus Wiesbaden stammt und mit den einschlägigen Fragen genauestens vertraut ist. Auch der HessischDarmstädtische Prälat D. Dr. Dr. Diehl wirkte eifrig mit. Doch haben bisher nur die Synoden von Nassau(Wiesbaden), Frankfurt und Darmstadt ihre Zustimmung erklärt, während sich Kassel noch zurückhält. Vielleicht ist der Gedanke an einen Zusammenschluß mit Kassel auch gar nicht einmal empfehlenswert. Der Regierungsbezirk Kassel greift nur mit dem Landstrich Fulda=HünfeldSchlüchtern=Gelnhausen=Hanau in unser Mittelrheingebiet herein(Kinzigtal) und umklammert die darmstädtische Provinz Oberhessen, neigt aber mit dem Flußlauf der Fulda nordwärts nach Kassel und der Weser zu. Die maßgebenden Stellen, welche die Kraft haben, den Wirrwarr zu ordnen, sprechen sich über ihre Absichten nicht aus. Doch möchte es fast scheinen, als ob sie eine Einbeziehung des eigentlichen Kasseler, Niederhessischen Landes in den neu zu begründenden„Gau“ nicht beabsichtigen, sondern sich mit einer Angliederung von Nassau, Frankfurt und SüdKurhessen(Fulda=Hanau) an Hessen=Darmstadt begnügen wollen. Für diese Vermutung spricht auch die Tatsache, daß sich die„Glaubensbewegung Deutsche Christen“ in Süd=Kurhessen mit einem freiwilligen Selbstabschluß Niederhessens anscheinend zufrieden gibt, dagegen den Anschluß ihres Fulda=Kinzig=Maingebietes tatkräftig betreibt. Soweit man bis jetzt sehen kann, würde danach nicht das von einigen Romantikern gewünschte„Groß=Hessen“ entstehen, das man sich als Vollendung des Staates Philipps des Großmütigen denkt, sondern ein viel kleineres, aber in sich geschlossenes, einheitliches Gebiet. So scheint es von den staatlichen und kirchlichen Stellen angestrebt zu werden. Seine Südgrenze wäre durch die Stadt Worms bestimmt. Seine Nordgrenze läge südlich von Marburg und nördlich von Fulda. Doch sicher ist diese Umgrenzung heute noch nicht. Würde sich der neue Staat mit diesem Gebiete begnügen, so ist es zweifellos, daß auch die kirchliche Neubildung sich solcher Entscheidung anschlösse. In allen entscheidenden Zeitwenden hat sich ja, man mag dies beurteilen, wie man will, die kirchliche Rechtsentwicklung der staatlichen anbequemt. Das so umrissene staatliche und kirchliche Gebiet sollte man aber nicht, wie es bisher immer geschay,„Großhessen“ nennen. In diesem fast wie ein Hochziel gewerteten Namen drückt sich der Wunsch aus, vor allem die beiden nach dem Tode Philipps des Großmütigen(1576) entstandenen Länder Hessen=Kassel und Hessen=Darmstadt samt ihren Kirchen wieder zu vereinigen. Da sich aber Kassel zurückhält, so liest man in letzter Zeit die Bezeichnung„Großhessen" seltener. Man ist wegen des Namens anscheinend sogar in eine gewisse Verlegenheit geraten. Man fühlt, daß Namen und Wesen, bezw. Gebiet sich doch entsprechen müssen. Vielleicht nimmt man den Namen an, der einzig und allein die Sache bezeichnet: Rheinfranken. Denn ein„Großhessen“ ohne das eigentliche Hessen(Kassel) wäre ein Widersinn. Die so entstehende evangelische Kirche in Rheinfranken würde ein Gebiet von rund 15000 Geviertkilometern (— Land Baden) umfassen und etwa 3 Millionen Einwohner zählen, von welchen drei Fünftel evangelisch sind. Der Staat Hessen=Darmstadt müßte in diesem Land Rheinfranken ganz aufgehen und seine Hauptstadt Darmstadt drangeben zugunsten Frankfurts! Ob dies geschieht? — Preußen müßte auf die 1866 erworbenen Gebiete im Rhein=Mainland verzichten! Ob es dazu willig ist? Aber wahrscheinlich wird es nach der Bildung eines neuen Rhein=Main=Staates sehr bald auch kein Preußen und auch kein Bayern und kein Sachsen als„Gliedstaat", wie es in der Weimarer Verfassung heißt, mehr geben, sondern nur noch ein einheitliches Reich, das sich aus ziemlich selbständigen, staatsartigen„Gauen" unter eignen Reichsstatthaltern aufbaut. Zu ihnen würde auch der RheinMain=Gau Rheinfranken gehören. Für die Kirche aber entstünde hier ein besonderes Bistum mit rund 800 Pfarrstellen unter einem Bischof. Wer dies wohl sein wird? Eine Frage, an deren Lösung schon vielerlei Geister sich zu einer Zeit abmühen, in der noch nicht einmal die Grenzen des Bistums festliegen! Man nennt hier drei Namen. In erster Linie wird als aussichtsreichste Person bezeichnet der Prälat der hessischdarmstädtischen Landeskirche D. Dr. Dr. Diehl=Darmstadt, der als Gelehrter, besonders als Kirchengeschichtler, aber auch als tüchtiger Verwaltungsbeamter und als Volksmann weithin bekannt ist. Viele„Deutsche Christen“ haben ihm den ob seiner volksmissionarischen Arbeit viel genannten Pfarrer Probst aus Frankfurt=Oberrad entgegengestellt. Erwähnt wird auch der Wiesbadener Pfarrer Dietrich, der aus dem Darmstädtischen stammt und einige Jahre Pfarrer in Hamburg war. Man möchte wünschen, diese Bischofsfrage, vor allem aber die Bistumsfrage fände bald ihre Lösung. Die Geister sind bereits in Unruhe geraten, und Schaden ist zu befürchten. Ein Werk, das notwendig ist und Volk und Kirche Segen bringen soll, könnte zum Unsegen ausschlagen, wenn sich nicht die Berufenen bald zu entscheidender Tat aufraffen. W. G. Die deutschen Familiennamen. Wir Deutschen erleben eine Zeit, in der die Ehre, Pflichttreue und Opferliebe, die Ehe, Familie und Volksgemeinschaft wieder hoch im Werte stehen. Was wir ererbt von unseren Vätern, ist uns im Kampf um seine Erhaltung lieb und teuer geworden. Die Dankbarkeit verpflichtet uns, Namen und Eigenart derer zu ergründen, die Hof, Heimat und Vaterland unter Einsatz von Blut und Leben bis auf die heutige Generation erhalten haben.— Das Wappenschild der deutschen Ehre ist der deutsche Familienname. Wie entstand er und was fordert er von uns und späteren Geschlechtern? Der Chronist berichtet, daß die Sippennamen die ältesten Namensbezeichnungen unter den germanischen Volksstämmen sind. Bekannt ist die Sippe der Welfen und Weiblinger, welche um Ehre und Besitz sich heftig befehdeten. Eine Tatsache, die zugleich vor dem Erbübel deutscher Wesensart in ihrer Sucht zum Streit und Hader warnt. Erbtugenden unserer Vorfahren bergen die Vornamen Siegfried und Sieglinde: Siegfried, der lichte Held, kämpft gegen den finsteren Drachen der Bosheit und besiegt ihn, auf daß Friede und fruchtbringende Arbeit wieder einkehren in den gefährdeten Gauen der Heimat. Der Name Sieglinde aber besagt, daß deutsche Frauenart durch ihre Lindigkeit und weise Umsicht Sorgen und Mißmut des Hausherrn noch immer besiegt hat zum Segen der ganzen Familie. Mut und Kraft, erprobt bei täglichem Weidwerk, erzählen die Beinamen der Bezeichnungen „Albrecht der Bär“ und„Heinrich der Löwe“. Von diesen Beinamen, die schon frühzeitig im Brauche standen, leiten sich die späteren Familiennamen ab, welche bereits um das Jahr 1000 im Hochadel, um das 12. Jahrhundert unter dem niederen Adel, und späterhin im Bürger= und Bauerntum allgemein üblich werden. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts finden wir nur noch geringe Abweichungen in der Namensbezeichnung. Erwähnenswert wäre um diese Zeit die Unart, seinen guten, deutschen Namen durch einen lateinischen Ausdruck zu ersetzen. Wie es aber mit vielem Ersatz bestellt ist, wirkt dieser unnatürlich und fremdartig. Nur ein Beispiel sei hervorgehaben:. Der hochgelehrte Herr Professor Schwarzerd, Lutherg Freund, schämte sich seines deutschen Namens und ging mit der Zeitmode, sich einen fremdsprachigen Namen bei. zulegen. Melanchthon(das griechische Wort für den deutschen Namen) nannte er sich. Das klang vornehm und gebildet.— Wie anders dachte und empfand dach Luther. Er war als Deutscher stolz auf die Ahnenreibe eines Geschlechtes, kümmerte sich nicht um absonderliche Zeitschrullen und ließ sich von dem einmal erkannten Ewigkeitswert einer Sache nicht abbringen. Als einst ein Gast Martin Luther bei Tisch schmeicheln wollte mit der Behauptung, daß die Kinder berühmter Männer auch etwas Großes würden, antwortete der Reformator:„Das Gegenteil ist wahr“— und bewies dies in größter Unbe, fangenheit aus seinem eigenen Leben:„Ich bin eines Bauern Sohn“, sagte er. Sehen wir von dem sittlichen Empfinden des Rassenstolzes einmal ganz ab, so läßt chon rein sprachgemäß der Name„Luther“ die Umbiegung in eine lateinische Bezeichnung nicht zu, da er sich von dem altdeutschen Namen„Lothar“ ableitet.— ge umfangreicher sich nun in kommender Zeit das Wirtschafts= und Gesellschaftsleben Deutschlands gestaltete (Lehnswesen), desto genauer wurden die Personenangaben. Damals hatte das Handwerk noch einen goldenen Boden und seine Träger, die Meister der Zünfte: Bäcker, Schneider, Schuster und wie sie alle heißen mögen, sie standen hoch in Ehren. Dazu gesellte sich die hochlöbliche Kunst der Sänger. Wer kennt sie nicht, die Herren Meistersinger, Walter von der Vogelweide, Nachtigall und Lautenschläger. Die bekannte deutsche Singchule zu Nürnberg und damit das deutsche Lied und die deutsche Musik, sie wurden führend im Reich der Kulturvölker; kein geringerer als Richard Wagner, der Gralshüter deutscher Kunst, kämpfte siegreich für Deutschlands kulturelle Ehre unter den Völkern. Hier, darf man wohl sagen, hat der deutsche Name einen guten Klang bewahrt. — Achtet man auf die Häufigkeit gleicher Benennungen in späterer Zeit, so wäre eine Verwechselung der Namen nicht ausgeschlossen. Dem ist entgegenzuhalten, daß nur je ein Vertreter der verschiedenen Zünste auf Dörfern und kleineren Flecken sein Handwerk trieb. Ebenso mehrten Bach und Strom, Fluren und Wälder samt ihren Bewohnern den Namenschatz der Familien= und Kirchenchronik: die Bauern Bachmann, Feldmann, der Winzer Stromtal, der Pfarrer zu Linden, der Förster Fuchs und Holzarbeiter Specht, sie alle sind dem Chronisten wohlbekannt. Und gar Herr Hassenpflug!— Er ist nicht sehr beliebt unter den Landleuten. Denn er haßte den Pflug, die Heimaterde und Spenderin des täglichen Brotes. Ihrer Pflege überdrüssig, ließ er den Acker im Stich, denselben Acker, der seine Vorväter treulich ernährt hatte. Daß einem Herrn Hassenpflug der Landmann grollt, kann man verstehen. Namen von derartigem Gepräge tragen einen Entschluß, eine verhäng nisvolle Aufforderung. Damit ist die bunte Reihe der Bezeichnungen noch nicht beendet.— Wie mannigfaltig blüht doch das menschliche Leben in seinem Wollen und Denken, im Wort und Handeln. Du blätterst in alten Pandekten herum und stößt zufällig im Personenverzeichnis auf einen Herrn„Heinrich Jasomirgott“. Das ist auffallend. Hinter dem Namen steckt irgendetwas Absonderliches. Und richtig— bei weiterem Nachforschen stellt sich heraus, daß der Träger dieses Namens bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit seine Rede mit einem„Ja so mir Gott helfe" bekräftigte. Auch der niederdeutsche Name Kortmann(kurzum!) besagt das gleiche. Solche Benennungen sprichwörtlicher Art sind schon seltener. Eine bekannte Gruppe ist wieder die der Personennamen nach Ländern und Stämmen wie Schwab, Preuß usw.— In ein besonderes Kapitel ge hören die sogenannten Spitz= und Locknamen. Es! traurig und stellt dem Kulturmenschen der Gegenwal ein beschämendes Zeugnis aus, daß Volksgenossen ihre Brüder und Schwestern im gleichen Vaterlande und aus derselben Heimat, wie auch im gleichen Glauben erzogen, wegen ihrer körperlichen oder seelischen Gebrechen i Namen bezeichnen, die eines Christenmenschen unwurot sind. Nur die harmlosesten Benennungen seien erwahnt, wie Kaulfuß, Dickkopf, Zorn usw.— Die Schuld an einem solchen Verhalten trägt der Charakter des Menschen und der Geist des Zeitalters. Von dem Materialismus Vergangenheit, wo der Nächste nichts, das Ich alles vatt, konnte man Opfermut im Dienst am Volksgenoss schlecht erwarten. Doch jetzt sind die Zeiten auf“ geworden. Ehrenvoll ist der Name dessen, welcher!“ und unermüdlich aus Liebe und Achtung vor dem übe kommenen Erbe der Vorfahren seiner harten Arbeit nacf geht. Ich denke hier an den Nordseefischer, welcheren großen Teil des Jahres bei Sturm und Meereswogen das tägliche Brot schwer zu ringen hat und darum um dankbarer ist für den Segen der Arbeit und den schma Verdienst. So herb und karg, wie die Bewohner Nordseeküste, klingt auch ihr Name. Dort hat sich schlichte Vor= und Vatername, wie Klaas, Jürg, 9 jeden Nachnamen noch bis ins 14. Jahrhundert er! Dieser Brauch lebt heute noch in Island fort. gerdegang Blicken wir zurück auf den eigenartigen.# deutscher Familiennamen unnd damit deutscher Fam geschichte, so ist die Frage berechtigt, wieviel Fleiß““ Geschlechter im Ringen um den kulturellen und schaftlichen Fortschritt unter der vielseitigen En lung deutscher Familiennamen verborgen sein magdeutsche Mensch der Gegenwart bleibt der Geschichte““ werktätigen Arbeit zum Danke verpflichtet, die 19 Lut kommenden Generationen gebietet, das gesunde erdt deutscher Treue, Kameradschaft und unter Einsatz des ganzen Menschen wieder zu zu wahren und zu fördern. E. Aic Bechelloet Ausland unt Einzelaun: Nr. 229. In seiner g Reichskanzler u. und Genossinnen Wenn man hat, dann ist es zurückgleiten zu 1 zu treffende Entsdem ergibt, was zwangsläufig als wuß. Als uns die zwang und wir? ständlichen Vertr eines Staatsman Kampf sein Ende müssen das imn wollt war Wenn das diesen Kampf g deren Zeit und (Wiederholtes B Wir wollen eigentlich die Sd sein, für das sich aber wissen wir er kam über d andere Völker Was hat das deres, als wa Daß wir d ein großes Un wußten genau, lich das Recht, billigt. Allein daß er damit e das das Unglüc damit selbstver zu erklären, bi Waffen nur nie gen gab. Gegen Ein Fried Wirklichkeit, ja nunft; ein Fristand: Wie ka kann man der kann man ihn Ein Frieden, ewigung (Wiederholte Der letzte stabe der Ver Was hat es n einen Seite? nicht aus der Seite die Lebe vertrag fußt0 liche Unglück anderen mit soweit du de sich als ebenso en wie als u der Welt. Wann ist worden. der n dem Gegner ses Volk verp Schong uig niema gen schwankt die naturgem genügten, um wirtschaftliche Wir ha ganzen Wel gebnis sehe Leiden heil Leben gebe Welt in ein Millionen Zeugen Schriftleitung: W. Kraa; Wirtschafts= und Weltggthej Dr. H. Huttel; Anzeigen: K. Diekmann: alle in