bend, 22. Juli 1933 eit. dem Schutz Juli 1933 in Berlin eutschen Landeskirig zu den bevorste1 Landeskirchen ernwahlen unter dem ichskanzlers stehen, die Wahl nach kircharf. Danach dürfen her, gleichviel für sie sich als KandiSchutz des Staates n seiner freien Ente aller verantwors, den auf Befrieeten Absichten des rrn Reichskanzlers Auftrage(gez.) D. Marahrens. * Flieger in Kowno. Ueberresten der versus und Girenas ist pfang hatten sich die je Korps sowie verfahnen eingefunden. Flieger. Die Toten szeichnungen geehrt. erung, der Chef des r Vereinigten Staain den Dom übergeZeerdigung stattfand. dem Auslande sind sind mit Trauerrand durg=Strelitzf eustrelitz, 21. Juni. h von MecklenburgAnhalt, ist infolge Großherzogin Eligeboren wurde, hat g des Königin=Luised die Darbietungen Norgen erwachte die ald danach befiel sie tigen Tod zur Folge ihnfahrt ausflug im Depariestlichen ertranken eif infahrt unternommen gton ten Mitglieder seines dergehen der amerie, die sie von New 1, durch einen Salut dem Balbo und seine die abgeschritten halWeiße Haus. tergebracht monate. 30 000 jugendliche Aruntergebracht werden Zahl erreicht. Diese zeigt, wie sehr diese und der jugendlichen rhöhung der Zahl sobald die finanzielle man, die Landhelfer Treue= und Anlern= nde halten zu können. eantragt er Spangenberg und SA.-Männer Winlerr Staatsanwalt gegen r. O. Wäser, Willms, irf neben hohen Juch: in Engels weggr, semeigschaftliche 40 DE Bezagspeets: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .36 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Fürs Ausland unter Stretfband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. mit den Beilagen„Für Herz und „Rüdengalbek und„JJucen niel. Anzeigenpreis: Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig, Reklame 30 Pfg. Beilagen unter 25 g je tausend 15 Mi. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Haunover 67377. Nr. 170. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bieleseld), Sonntag, den 23. Juli 1933. 15.Jahrgang. Maumunguusuummmmmnt Herr Jesu hilf, Dein' Kirch' erhalt, Wir sind arg, sicher, faul und Gib Glück und Heil zu Deinem Wort Damit es schall an allen Ort. und t Pastor D Michae Muonnnunmunte Stille, die beunruhigt. Weil wir empfangen ein unbeweglich Reich, haben wir Gnade, durch welche wir sollen Gott dienen, ihm zu gefallen mit Zucht und Furcht. Hebr. 12, 28. Das unruhige Herz flieht in die Stille. Wenn es draußen unruhig und laut zugeht, dann wird die eigene Unruhe übertönt. Dann kann sich durch das Lauschen auf die lauten, schreienden Stimmen draußen so etwas wie eine innere Beruhigung einstellen, aber das ist eine Täuschung. Die Unruhe draußen reißt uns ja mit sich fort, und wenn es ernst wird im Kampf, wenn es um Leben und Tod geht, dann spüren wir, daß wir keinen Halt haben. All das, was sich draußen so wichtig macht und sich uns als Halt anbietet, ist ja selber mitten im reißenden Strom der Vergänglichkeit. Wir gleichen in solchem Zustande dem Ertrinkenden, der nach jedem Stück treibendem Holz greift, um dann zu merken, daß es mit ihm versinkt. Der Grund unserer Herzensunruhe ist die Gottesferne. Nur in Gott ist die ewige Stille. Da, wo Gott wirklich nah ist, wird immer das herrliche Wunder dieser ewigen Stille zu bemerken sein. So war es bei Jesus während seines Erdenwandels. Schon der Zwölfjährige hatte diese Stille in sich, als er— wie selbstverständlich— da sein mußte, wo der Vater war, und all seine Worte und Taten atmen etwas von dieser ewigen Stille. Verläßt sie ihn am Kreuz einen Augenblick, so zeigt das nur die unausforschliche Größe seines Erbarmens, mit der er sich unter die unruhvolle Angst der Gottesferne stellt, um ganz unser Bruder zu sein. Danach aber kehrt er wieder in die ewige Stille zurück, als er ruft:„Es ist vollbracht.“ Und vun kann in ihm, in ihm allein, der den Willen des Vater, vor Anbeginn der Welt in der ewigen Stille beschlossen, ausführt, von uns der Halt gefunden werden, der auch unser Herz still und stark macht. Die Vergebung der Sünden, Friede mit Gott, Erkenntnis seiner Liebe, das sind die Gaben und Kräfte aus der ewigen Stille. Es kann und darf nur das eine Streben für uns geven, daß wir zu dieser Stille kommen und in ihr bleiben vollen. Und wenn jetzt am Tage der Kirchenwahlen getagt wird, wofür sollen wir uns entscheiden, welche Leute sind die rechten? Dann kann die Antwort sein: Wir wollen dahin gehen, wo das Evangelium von dem unbeweglich sillen Reich bekannt wird. Wir wollen am liebsten solche reute wählen, die durch dies Evangelium still geworden sind. Freilich, darüber dürfen wir uns nicht wundern, daß diese Stille beunruhigt. Sie hat die Leute beunruhigt, denn sie mit Jesus zusammenkamen. Sie hat seinen Nachbigern nach Pfingsten den Vorwurf eingebracht, daß sie *s seien, welche die Welt erregten. Solange die Welt Welt bleiben will, kann sie die Stille nicht vertragen, denn sie wird ihr zur Anklage; es sind ja die Augen der Ewigkeit, deiche aus der Stille die Welt anschauen. Für die Menhen aber, welche erfahren haben, daß die Weltunruhe öügleich Weltangst ist, wirkt die Stille des Evangeliums und derer, die aus ihm leben, als die große Anziehungslastz sie werden voll frohen Dankes, wenn sie an dieser Stilte teilnehmen dürfen, ihnen wird es zum Gegenstand erchter Hoffnung, daß diese Stille einmal das ganze All ennehmen wird, wenn das unbewegliche Reich in seiner Vollendung erscheint. Was vorgeht. In diesen Tagen kam uns ein Stoß Zeitungen des Auslandes in die Hände aus den Tagen, wo die nationalsozialistische Regierung Deutschlands ihre ersten Maßnahmen traf, um im deutschen Staatsleben, in der Verwaltung und in der Wirtschaft den übermäßigen Einfluß des Judentums etwas einzudämmen. Die Zeitungen sind Blätter, die in Süd= und Nordamerika in deutscher Sprache erscheinen und somit die Organe der Auslandsdeutschen sind. Um so auffallender ist es, daß sie ihre Spalten so weitgehend den Greuelnachrichten über die Vergewaltigung der Juden und die Knebelung aller persönlichen Freiheit öffnen. Man braucht sich, wenn man liest, was ganz offenbar jüdische Federn damals in diesen Blättern schrieben, nicht zu wundern, daß die deutsche Regierung mit solcher Schärfe dagegen vorging. Wer im Auslande, und besonders in jenen Ländern, die weitab liegen, nur diese einseitigen Berichte las und keine Möglichkeit hatte, sich genauer unterrichten zu können, mußte zu der Meinung kommen, in Deutschland sei niemand mehr seines Lebens sicher, der nicht zu den Fahnen der braunen Armee schwört. Aber auch in den nächsten Nachbarländern fanden Nachrichten Verbreitung, von denen man in Deutschland selbst nichts wußte, oder die den Stempel maßlosester Uebertreibung an der Stirn trugen. Wir wollen jetzt davon absehen, noch einmal Einzelheiten aus den Berichten vorzutragen, wollen es aber gern den Hunderten von Lesern des Aufwärts, die das Blatt in 39 außerdeutschen Staaten halten, sagen, daß es in ihrem alten und unserem neuen Deutschland durchaus nicht so schlimm aussieht, wie es aus den Berichten jener Zeitungen geschlossen werden muß. Es ist sicher, daß diese Berichte mehr dazu beigetragen haben, die deutsche Wirtschaft durch Lahmlegung des Exports zu schädigen, als es die allgemeinen Verhältnisse taten, die fast alle Staaten zu eigenen Ueberlegungen über eine Neuordnung ihrer Handelspolitik zwingen.— Wenn in Einzelfällen Härten vorgekommen sind und, was die Judenfrage betrifft, auch solche Menschen mit leiden müssen, die, wie man so sagt, nie ein Wässerlein getrübt haben, so ist das ein Vorgang, der sich im Lebenskampf immer wiederholt. Unter den Schäden, die von großen Sündern verursacht waren, muß immer der größere Teil der Unschuldigen mit leiden. Daß das Volk der Juden nicht nur bei dem jetzigen deutsch=staatlichen Umwälzungsprozeß, sondern auch bei ungezählten anderen Staatsund Wirtschaftsaktionen eine besondere Rolle spielt, ist eine Tatsache, die nicht zu bestreiten ist, an der aber weder Hitler noch Mussolini, weder MacDonald noch Roosevelt schuld sind. Der deutschen Regierung ist nun einmal die Rolle zugefallen, dem Volke der Juden wieder einmal mit strengen Maßnahmen zu begegnen, wie sie nicht zum erstenmal im Laufe der Geschichte von Staaten und Fürsten haben angewandt werden müssen, denen die Art und die Geschäfte dieses Volksstammes zur Last und zum Unglück wurden. Man mag mit noch so viel weltbürgerlichem Menschlichkeitsgefühl diese Dinge betrachten, so wird man aber doch bei gründlicher Ueberlegung zu der Erkenntnis kommen müssen, daß eben kein menschlicher Arm den Gang der Ereignisse hat aufhalten können. Und wer alles das, was wir an Erfahrungen durch das verfehlte Kriegsende und die ihm in den vergangenen Jahren folgenden politischen und wirtschaftlichen Leiden und völkischen Nöte hinter uns haben, wirklich als vaterländische Not empfunden hat, kann und muß doch die gegenwärtige Entwicklung in Deutschland als ein Geschehen ansehen und verteidigen, das uns aus dieser Not herausführte. Die Zeitungen berichteten am Mittwoch über einen Besuch, den der Oberbürgermeister von Boston, Curley, Deutschland machte. Bei seinem Münchener Aufenthalt wurde er vom Ministerpräsidenten Siebert empfangen. Curley interessierte sich besonders für die Beschäftigung der Arbeitslosen in Deutschland, und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Methode der Arbeitsbeschaffung Deutschlands auch in den Vereinigten Staaten baldigst eingeführt werde. Er ist der Ueberzeugung, daß Präsident Roosevelt das deutsche Beispiel nachahmen wird. Er gab seiner Bewunderung darüber Ausdruck, in welcher Ruhe sich unser Land befindet, im Gegensatz zu den Lügenmeldungen des Auslandes. Ministerpräsident Siebert bat Curley, seinen Freunden in den Vereinigten Staaten diesen Eindruck zu schildern und dafür zu sorgen, daß zwischen München und Boston ein reger Nachrichten. und Fremdenaustausch stattfindet. Ein Auslandsdeutscher oder ein vollgültiger Ausländer wie der Bostoner Bürgermeister Curley, der bis dahin über die deutschen Verhältnisse nur durch jene Presse unterichtet war, wird immer überrascht gewesen sein, wenn er persönlich nach Deutschland kam und Gelegenheit hatte, die Dinge an Ort und Stelle zu sehen und zu prüfen. Es ist freilich auch früher schon so gewesen, daß ein Amerikaner, der im Lande der demokratischen Freiheit geboren und aufgewachsen war und Preußen und Deutschland nur aus seiner demokratischen Presse kannte, immer ein anderes Bild gewann, sobald er in persönliche Beziehungen zu diesem Lande trat. Wenn die jüdische Rasse auch jetzt in Deutschland eine andere Behandlung erfährt als Angehörige anderer Volksstämme, so hängt das doch damit zusammen, daß das jüdische Volk von Hause aus eine ganz andere Einstellung hat zu weltpolitischen, nationalpolitischen und wirtschaftspolitischen Dingen. Daß dabei das Gold, mit der biblischen Geschichte vom goldenen Kalb angefangen, eine Hauptrolle spielt, darüber ist so viel geredet und geschrieben worden, daß eine besondere Begründung nicht mehr nötig ist. Wie weitgehend alles Geschehen in der Politik und Wirtschaft durch den Besitz des Goldes beeinflußt wurde und wird, das zeigen die Finanzaktionen der Börsenkönige, durch die Handelskriege und Weltkriege bestimmt werden. Und weil sich nach der französischen Revolution, durch die die demokratische Freiheit zum Siege gebracht sein sollte, ein Preußenstaat und ein Deutsches Reich entwickelten, in denen jener „Freiheit“ durch feste staatliche Ordnungen Grenzen gesetzt waren, konzentrierte sich die demokratische Gegnerschaft unter Führung des Judentums sehr stark auf diesen deutschen Staat. Da nun die nationalsozialistische Bewegung in so energischer Weise auf diese alte preußische und deutsche Ordnung zurückkommt, ist es nicht verwunderlich, wenn sich auch diesem neuen Staat unter nationalsozialistischer Führung gegenüber die alte demokratische Gegnerschaft in stärkstem Maße regt und ihn durch die erwähnte Greuelpropaganda im Auslande zu schädigen und in Mißkredit zu bringen sucht. Wie der Verlauf der Londoner Weltwirtschaftskonferenz zeigt, scheint sich im allgemeinen aber eine Entwickelung anzubahnen, die auch mit alten Methoden börsenkapitalistischer Finanzpolitik bricht. Ob damit das Judentum aber abgedrängt wird von dem Felde, auf dem es die Weltmacht in Händen hatte, wird niemand prophezeien können. Hoffentlich läßt sich Deutschland durch nichts davon abbringen, seine innere Wirtschaftspolitik in dem Sinne zu gestalten, daß alle die, die an dem Produktionsprozeß beteiligt sind, ihren vollen Anteil an dem Ertrag erhalten und jede Gelegenheit verhindert wird, auf spekulative Weise Gewinne dabei zu machen, die solchen zufallen, welche am wenigsten Mühe gehabt haben. Die Bemühungen der Regierung, der Arbeitslosigkeit ein Ende zu machen, scheinen doch schon manche gute Erfolge zu haben. Heute brachten die Zeitungen ein Bild aus Ostpreußen, wo der Oberpräsident Koch die einzigen Arbeitslosen des Kreises Pillkallen begrüßt, nämlich die Beamten des Arbeitsamtes! Wenn es nur einmal so weit wäre, daß alle Beamten der Arbeitsämter arbeitslos würden, oder zu ihrer früheren Aufgabe der Arbeitsvermittlung zurückkehren könnten. Der Reichskanzler und seine Beauftragten lassen es nicht daran fehlen, die Privatwirtschaft anzufeuern und sie auf ihre Aufgaben hinzuweisen. Sowohl die Industrie wie die Landwirtschaft werden unter eine Führung gestellt, der es zugetraut werden müßte, das Rad der Wirtschaft in vollen Schwung zu bringen, sofern nicht übernatürliche oder sonstige unkontrollierbare Mächte noch stärker sind als der Arm der deutschen Volksregierung. Der„Völkische Beobachter“, berichtete über eine Unterredung, die der Reichsernährungsminister Darré mit dem Schriftletter des „Zeitungsdienstes“, Graf Raischach, über aktuelle Fragen deutscher Agrarpolitik hatte. Von Darré wurde angenommen, daß er in die Siedlungspolitik neuen Schwung bringen werde. Diese Absicht hat er, auch wenn er, wie aus der Unterredung hervorgeht, andere Wege einschlagen wird als die, die bis dahin gegangen wurden. „Wir werden einen Weg gehen, wie ihn die preußischen Könige in der Siedlungsfrage vorangegangen sind, den Weg nämlich, nicht Siedler um jeden Preis zu schaffen, die nachher nicht leben und nicht sterben können, sondern nur solche Siedlungen zu schaffen, bei denen der Siedler als Bauer durch die Jahrhunderte in der Geschichte erhalten bleiben wird. Aus diesem Grunde habe ich bewußt im Namen des Gesetzes den Begriff der Neubildung deutschen Bauerntums verwandt.“ In diesem Sinne ist ja auch das Reichsgesetz für das Erbhofrecht gehalten, und es muß sich nun zeigen, ob sich dieses Gesetz auch dahin auswirken kann, daß auch mit ihm das größte Ziel der Beseitigung der allgemeinen Arbeitslosigkeit, das sich der Reichskanzler gestellt hat, er80 A Nr. 170— Seite 2 Kortocets reicht wird. Jemand, der in einer weitgehenden Aufteilung des Großgrundbesitzes die beste Möglichkeit der Produktionssteigerung und auch der Unterbringung von Arbeitskräften sieht, könnte Zweifel haben, ob Herr Darré auf dem rechten Wege ist, wenn er meint: „Ich werde, und ich weiß, daß ich hier in voller Uebereinstimmung mit dem Reichskanzler spreche, keinen Besitz antasten, mag er so groß sein, wie er will, wenn er wirtschaftlich gesund ist und sich allein und aus eigener Kraft zu halten vermag. Ich werde auch keinen verschuldeten Großgrundbesitz antasten, wenn er sich nicht mit dem Erbhofgesetz befreunden will, sondern unter voller Wahrung der Privatinitiative es ihm selbst überlassen, wie er sich durch dieses Wirtschaftsleben durchfindet.“ Das alles kann man gelten lassen, wenn die nationalsozialistische Gesinnung so zum Allgemeingut wird, wie es sich jeder schlichte und ehrliche Kämpfer für die Idee denkt. Wenn in einer Bielefelder Kirchenwahlversammlung der Deutschen Christen ein Redner davon sprach, daß die Kirche der Zukunft keine Pfarrer und Theologen mehr brauchen könne, die wohl den Kopf voll theologischen Wissens, aber dem Nächsten gegenüber kein Gewissen hätten, dann kann man aber auch in bezug auf die Wirtschaft und auf den Besitz sagen, daß der Staat den großen Besitz des einzelnen nur dann gutheißen und stützen kann, wenn in der Verwaltung dieses Besitzes auch jenes Gewissen nicht fehlt. Daß für den Reichsernährungsminister Darré das die Voraussetzung ist, unter der er auch den großen Besitz, den schuldenfreien und den verschuldeten gutheißen und schützen will, daran zweifeln wir nicht. Es ist nötig, daß neue Wege gesucht werden, wenn die Lage gemeistert und weiterer Zusammenbruch verhütet werden soll. Kr. Londoner Brief. London, den 18. Juli 33. Die Konferenz stirbt alle Tage, aber sie ist immer noch am Leben, sagte der Vorsitzende einer der Kommissionen dieser Tage, denn die Kommissionen und Unterkommissionen kommen immer noch zusammen und beraten, was man jetzt noch machen könnte. Man kommt aber nicht weiter, und wirkliche Arbeit ist seit drei Wochen überhaupt nicht mehr geleistet worden. Wie wäre das auch möglich, wenn man weiß, daß die Konferenz in aller Kürze vertagt werden wird, daß sie im besten Fall erst in drei Monaten wieder zusammentreten soll, und jedenfalls nicht in London, sondern wahrscheinlich in Genf oder Washington, unter ganz anderen Verhältnissen und unter ganz anderen Umstände. Jetzt haben die Unterkommissionen von dem sogenannten Büro der Konferenz den Auftrag bekommen, diejenigen Punkte noch zu besprechen, die nichts mit der Währungsstabilisierung zu tun haben, und dann Berichte über ihre Arbeit anzufertigen, die in der zweiten Hälfte dieser Woche fertig sein sollen. Das ist natürlich nur, damit es am Ende etwas gibt, was man vorzeigen kann, schön geschrieben auf möglichst großen Papierbogen. Diese Berichte handeln von solchen Dingen wie die Zuckerproduktion, Abkommen zwischen den Weizen und andere Dinge produzierenden Ländern. Also im besten Fall lächerliche Errungenschaften, wenn man bedenkt, daß zu diesem Zweck die größte Konferenz der Welt einberufen wurde, daß 65 Staaten ihre Premierminister und alle ihre Sachverständigen hierher schicken mußten und daß für alle möglichen Dinge Unsummen ausgegeben werden mußten. Es ist daher nach langem Reden und Besinnen endlich und endgültig beschlossen worden, daß am 27. Juli die Endsitzung der Konferenz öffentlich stattfinden soll, damit die Führer und die, für welche ein Zusammenbruch am unangenehmsten ist, noch einmal Schlußreden halten können, Der Herd als Denkmal. Ein Erinnerungsblatt an Henriette Davidis. Als im Jahre 1912 die Bahn von Witten nach Schwelm in Westfalen gebaut wurde, die man neuerdings nach längerer Stillegung mit Hilfe des Arbeitsdienstes wieder in Betrieb zu setzen hofft, fuhr der Bahnbau störend hinein in einen romantischen Erdenwinkel, der bisher von dem Hauch und Lärm des Industriegebietes nichts gewußt hatte. Auf der Höhe des Kirchdorfes Wengern führte die Bahnlinie gerade über die Stelle, auf der zwischen dem malerisch gelegenen Friedhof und der ehemaligen Pfarre das Psarrwitwenhaus stand, dessen Abbruch dadurch notwendig wurde. Es muß ein idyllisches Wohnen in demselben gewesen sein. Abseits von der Unruhe der großen Landstraße und in fast weltverlorener Stille sahen seine Bewohner über das Ruhrtal hinweg auf die schroff ansteigenden und dichtbewaldeten Ardey=Berge, und dieser Erdenfleck ist eigentlich heute noch wie geschaffen zum schöpferischen Wirken einer besinnlichen und doch lebensnahen Natur. In dem Pfarrwitwenhaus hat jahrlang eine Frau gewohnt, die heute noch jeder deutschen Hausfrau, die der Moderne zum Trotz Küche und Keller als ihr ureigenstes Herrschaftsgebiet ansieht, rühmlichst bekannt ist: Henriette Davidis, die Verfasserin des im Jahre 1844 erstmalig erschienenen„Praktischen Kochbuches". Sie war im Jahre 1800 als Tochter des Pfarrers Ernst Heinrich Davidis, der von 1789 bis 1823 in Wengern amtierte, geboren, und nach dem Tode ihres Vaters zog sie mit ihrer Mutter in das besagte Pfarrwitwenhaus, an dessen altmodischem Kaminherd sie dann all die guten und schmackhaften Gerichte ausprobiert hat, deren Zubereitung ihr Kochbuch lehrt. Als nun im Jahre 1913 der Abbruch des Pfarrwitwenhaus infolge des Bahnbaues endgültig notwendig wurde, um zu versuchen, der Welt vorzumachen, daß wirklich etwas Bedeutendes ekrungen wurde, und daß es noch schlechter gehen würde, wenn die Konferenz nicht zusammengetreten wäre. MacDonald wird nicht allein sprechen, sondern der amerikanische Gauverneur Cox und der holländische Premierminister Collijn sind auch dazu angespannt worden. Unter Umständen werden auch die Vorsitzenden einiger anderer Kommissionen reden können, Bonnet z.., der französische Finanzminister. Die amerikanische Delegation, die hier eine so traurge Rolle spielte, wird sich so schnell wie möglich drücken. Sie wird noch an demselben Abend London verlassen. Mr. Hull wird sofortnach seiner Ankunft in Amerika nach Washington gehen und dem Präsidente Bericht erstatten. Der Staatssekretär hat sich bereits über die Errungenschaften der Konferenz ausgesprochen und hat dazu das folgende gesagt: Erstens sei sich alle Welt darüber klar geworden, daß es notwendig sei, alle handelsstörenden Dinge abzuschaffen, worauf man ihm antworten kann, daß alle Welt sich ebenso klar darüber geworden sei, daß die meisten Nationen gar nicht daran denken, irgendwelche Opfer zu bringen, um ein so schönes Ziel zu erreichen. Zweitens habe man eingesehen, welches die schlimmsten Hindernisse seien, und drittens habe man erkannt, daß es notwendig sei, die Produktion gewisser Dinge einzuschränken, nämlich Weizen usw. Die meisten Delegationen sind ja eigentlich schon abgereist, das heißt, die wichtigeren Persönlichkeiten, die wo anders Wichtigeres zu tun hatten. In den Sälen ist es jetzt leer. Nur hier und da sieht man einen Journalisten halb eingeschlafen. Die 200 Telefonapparate stehen leer, die Schreibmaschinen fangen an einzurosten, und die Telegraphenjungen lesen ihre Räubergeschichten ungestört stundenlang. Nächste Woche werden sie nach Hause geschickt werden, und dann werden sie wieder arbeiten müssen. Die Konferenzferien sind dann zu Ende. Dieser Tage ist in Dieppe, an er französischen Küste eine sehr interessante Persönlichkeit gestorben, nämlich Sir John Ellermann, einer der größten Schiffahrtsleute in England. Er ist in England sehr wenig bekannt, alle Welt hat wohl von ihm gehört, aber die wenigsten Menschen hier hatten ihn je gesehen, und trotzdem war er anerkanntermaßen einer der reichsten Männer im britischen Reich, und alles Geld hat er selbst verdient; er begann nur mit einem ganz kleinen Kapital, welches er von einer Tante ererbte, als er gerade 20 Jahre alt war. Ellerman, nach dem die bekannte Schiffslinie benannt ist, stammte natürlich, wie der Name schon sagt, aus Deutschland. Sein Vater kam in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Hamburg nach Hull. Es war eine hannoversche Familie. Der Vater wurde hannoverscher Konsul in Hull. Der Junge sollte Kaufmann werden, hatte eine besondere Vorliebe für Bücherrevisoren. Leute, die zu jener Zeit leicht und viel Geld machen konnten, wenn sie ein kleines Kapital zur Verfügung hatten. Nun, Ellermann hat in vierzig oder fünfundvierzig Jahren ein Vermögen zusammengebracht, welches auf vierzig Millionen Pfund Sterling geschätzt wird, also achthundert Millionen Mark, ein ganz hübsches Stück. Sein Sohn und Erbe wird daraus ungefähr 20 Millionen Pfund Erbschaftssteuer zahlen müssen, also ein ganz nettes Geschäft, welches der Schatzkanzler auf einmal macht. In der letzten Zeit war Sir John schon kränklich, und er war eigentlich nach Dieppe in ein Hotel gegangen, um sich zu erholen. Er war 71 Jahre alt. Er hatte einen Schlaganfall und starb noch, ehe ein sofort herbeigerufener Arzt kommen konnte. Seit einiger Zeit hat, wie festgestellt worden ist, das jährliche Einkommen Sir Johns über eine Million Pfund ausgemacht, das ist 400000 Mark die Woche und etwa 60000 per Tag. Er hat aber immer sehr einfach und sparsam gelebt und schrieb einen Teil seines finanziellen Erfolges dem Umstand zu, daß er sehr genau bis in die Pennies hinein rechnete und da hatte die damalige Pfarrfrau von Wengern einen guten Gedanken. Sie regte beim Eisenbahnfiskus an, die unversehrten Sandsteinplatten des Herdes der Henriette Davidis, die den Inschriften nach aus dem 18. Jahrhundert stammen, in die mächtigen Steinquadern der nahe belegenen Eisenbahnunterführung einzubauen, was denn auch geschehen ist. Auf diese Weise hat die Verfasserin des „Praktischen Kochbuches" dem verständnisvollen Entgegenkommen der Eisenbahnbehörde ein sehr eigenartiges Denkmal zu danken, wie man es sich eigentlich schöner und würdiger nicht denken kann. Henriette Davidis hat solch dankbares Gedenken der Nachwelt nicht nur um ihres Kochbuches willen, das nach seiner Uebersetzung in fast allen fremden Ländern, besonders in Holland, England und Amerika, verbreitet worden ist, verdient. Auch das eine oder andere der von ihr sonst verfaßten Bücher, von denen hier nur„Der Beruf der Jungfrau",„Puppenköchin Anna“,„Küchen= und Blumengarten für Hausfrauen“ genannt seien, wäre wert, der Vergessenheit entrissen zu werden. Darüber hinaus aber hat sie sich in den Herzen ihrer Mitmenschen ein unvergängliches Denkmal gesetzt, wie aus den Worten der Dortmunder„Tremonia“(vom 5. April 1876) hervorgeht, die damals von Henriette Davidis schrieb:„Sie war eine große Wohltäterin der Armen, und ihr Andenken wird sowohl unter diesen als bei allen, die sie kannten, ein gesegnetes sein.“ Wie berechtigt dieses Lob war, geht aus einer den Familienpapieren der Familie Davidis entnommenen Mitteilung, die uns von befreundeter Seite zur Verfügung gestellt wurden, hervor. Danach war ihr einmal mitgeteilt worden, daß eine ihr bekannte Familie in bittere Armut geraten sei und dringend der Hilfe bedürfe. Da suchte sie für ihre lyrischen Dichtungen einen Verieger und fand ihn auch. Die kleine Gedichtsammlung wurde veröffentlicht und ergab den schönen Reingewinn von 200 Talern, die sie restlos der verarmten Familie zukommen ließ. Sutg, 2. Juli 193 niemals unnütze Ausgaben machte. Er hatte eine Zeitla über 200 Dampfer. Er war naturalisiert und kämpfte während des Krieges mit seiner Handelsflotte gegen. sere Unterseeboote.— 625en un Unser Recht auf Lebensraum Die feierliche Eröffnung der Kolonial=Ausstellung in Bersin Bei der feierlichen Eröffnung der vom Reichskolonigl. bund unter Mitwirkung staatlicher Institute und Museen zusammengestellten Deutschen Kolonialausstellung in der Potsdamer Straße, der Vertreter der Reichs=, Staats= und Kommunalbehörden beiwohnten, hielt Oberbürgermeister Dr. Sahm eine Ansprache, in der er u. a. ausführte:" Im Geiste der nationalen Regierung liegt es, dem Volksempfinden und dem Bolkswillen die Möglichkeit zu lebenswarmem Ausdruck zu verschaffen. Im Geiste der nationalen Regierung liegt es, ruhmreiche Tradition mit zukunftsfroher und zukunftsheischender Gegenwart zu verbinden. Im Sinne dieser beiden Thesen wird die Ausstel, lung einen starken Widerhall im deutschen Volke finden, denn die Liebe zu den ehemaligen deutschen Kolonien ist im deut. schen Volke nicht erstorben, im Gegenteil, sie ist lebendiger denn je. Unsere Gedanken werden in der Ausstellung zurückgelenkt auf den Großen Kurfürsten, der frühzeitig die Bedeutung von Kolonien als lebensnotwendige Ergänzung für europäische Staaten erkannte, unsere Gedanken schweifen zurück zu Karl Peters, zu Hermann von Wißmann und in stiller Wehmut und stolzer Freude gedenken wir auch der Helden des Weltkrieges, vor deren ruhmreichen Taten auch die Gegner die Anerkennung nicht versagen konnten. Wir gedenken des unbekannten Soldaten, dessen Gebeine in den Sandwüsten Afrikas ruhen, wir gedenken auch des unbekannten Farmers, der ein neues Deutschland in zäher Arbeit und unermüdlichem Fleiß dort draußen erstehen ließ. Für uns gelten auch heute noch unsere ehemaligen Kolonien als Heimat, die wir nie vergessen werden. So teuer uns alle Erinnerungen sind, so sind noch stärker die Forderungen zukunftsfroher und zukunftsheischender Gegenwart. Ueber allem schwebt als Pionier das Wort unseres Volkskanzlers Adolf Hitler, ein historisches Wort:„Vergeßt nie, daß das allerheiligste Recht auf dieser Welt das Recht auf Erde ist, die man selbst bebauen will und das heiligste Opfer das Blut, das man für diese Erde vergießt.“ Wir bitten nicht, wir fordern dieses Recht auf Erde. Hier an dieser Stelle steht mit flammenden Buchstaben geschrieben: Das Recht des deutschen Volkes, des Volkes ohne Raum, auf Lebensraum! Zu den ideellen Gründen treten Gründe wirtschaftlicher Art. Hätten wir unsere Kolonien noch, so könnte der größte Teil der Kolonialerzeugnisse aus unseren Kolonien bezogen werden und somit das Volksvermögen in deutschen Händen bewahrt bleiben. Wenn wir wieder Kolonien haben werden, dann wird auch für die Kolonialwaren das Wort möglich sein, das heute mehr denn je gebieterisch an uns erklingt: Deutsche, kauft deutsche Waren! Der Reichstagsbrand vor Gericht Prozeßbeginn voraussichtlich Anfang September. Nachdem die gerichtliche Voruntersuchung gegen einen Teil der Angeschuldigten schon vor einigen Tagen abgeschlossen worden war, ist sie nunmehr auch gegen die übrigen Angeschuldigten durch den Untersuchungsrichter des Reichsgerichtes geschlossen worden. Die Voruntersuchung hat sich infolge des großen Umfanges der anzustellenden Ermittelungen länger hingezogen. Die Akten werden von dem Oberreichsanwalt mit der Anklageschrift gegen die Hauptbeschuldigten in den nächsten Tagen dem Vierten Strafsenat des Reichsgerichts vorgelegt werden. Mit der Hauptverhandlung in der Sache kann hiernach wohl für die erste Hälfte des Septembers gerechnet werden. Ein schweres Erdbeben hat sich Freitag vormittag in der Gegend von Denizli bei Smyrna ereignet. Die Erdstöße dauern an. Bisher wurden 20 Leichen geborgen. Um den deutschen Frauen u. Jungfrauen bei den prattischen Anforderungen der Küche und des Haushaltes zur Seite zu stehen, schrieb Henriette Davidis ihre zahlreichen Bücher, aber sie war sich bewußt, daß. nicht praktische Kenntnisse, nicht Gelehrsamkeit allein genügten, um die Aufgaben einer Frau und Mutter zu erfüllen, und so versucht sie in zahlreichen Gedichten und Aussprüchen den sinlich=ethischen Charakter der Frau zu beeinflussen und sse auf ihre letzte religiöse Verantwortung hinzuweisen. So hat sie besonders durch das Beispiel ihres Lebengezeigt, welch reiche Quelle des Segens eine Frau in Zn gend und Frömmigkeit, in praktischer Pflichterfüllung umn selbstloser Nächstenliebe werden kann:„Das Haus au angenehmsten Aufenthalt der Familie zu machen, oilth Anmut und weibliche Würde eine magnetische Kraft aus zuüben, das ist eine Kunst, welche die Männer an Frauen viel höher schätzen als alle Gelehrsamkeit“, herb es in einem ihrer Bücher. Und wie sehr ihr die sozlate Frage am Herzen lag, sehen wir aus folgenden Aussuy rungen über die Behandlung der Dienstboten:„Klab“ keinen anderen, am wenigsten die Dienenden an, wisse, es wird ihnen das Leben oft schwer gemacht. Sich vielmehr ein Wort des Unmutes und arger Beurteituntdas über sie ergeht, zum besten zu kehren, aber stelle ihne“ selbst ihre Fehltritte mit wohlwollendem Herzen erg und überzeugend vor, und du wirst in vielen Fallen guten Zweck nicht verfehlen. Nach dem Tode ihrer Mutter ist Henriette Davidls Dortmund verzogen, wo sie am 3. April 1876 staro.. wurde als eine der ersten auf dem Ostenfriedhof beereie“ wo ein einfacher Stein der Nachwelt Kunde von ihr““ auch eine Straße und einen Platz hat man im Osten munds nach ihr benannt, wollte ihr auch auf dem* ein zeitgemäßes Denkmal setzen. Doch die Gaben“““ nur spärlich ein, und so ist der Plan nicht ausgefühlt. muß deshalb bei dem Herd=Denkmal, das die Sand“ dde a. Juli 193 i# Smtog, 2. Juli 1933 AAntt Nr. 170— Scile 8 atte eine Zeitlang ert und kämpfte sflotte gegen un ensraum stellung in Berlin. m Reichskolonialtute und Museen isstellung in der ichs=, Staats= und bürgermeister Dr. ausführte: ag liegt es, dem ie Möglichkeit zu Im Geiste der pe Tradition mit egenwärt zu verwird die AusstelVolke finden, denn onien ist im deutsie ist lebendiger stellung zurückgerühzeitig die Bendige Ergänzung Gedanken schweion Wißmann und edenken wir auch uhmreichen Taten versagen konnten. dessen Gebeine in iken auch des unland in zäher Arßen erstehen ließ. ehemaligen Koessen werden. sind noch stärker ftsheischender Ger das Wort unsesches Wort:„Verdieser Welt das ten will und das se Erde vergießt.“ kecht auf Erde. den Buchstaben lkes, des Volkes gn! e wirtschaftn noch, so könnte us unseren Kolovermögen in deutwieder Kolonien olonialwaren das je gebieterisch an ren! September. jung gegen einen gen Tagen abgeh gegen die übrichungsrichter des Voruntersuchung der anzustellenden lkten werden von schrift gegen die zen dem Vierten verden. Mit der nach wohl für die rden. tag vormittag in net. Die Erdstöße geborgen. den prakaltes zur ahlreichen praktische i, um die id so verden sittn und sie 's Lebens zu in Tullung und haus zum en, durch kraft ausan den eit“, heißt ie soziale Ausfüh!:„Klage an, denn cht. Suche urteilung, elle ihnen ernstlich sällen den ndle nach starb. Sie beerdigt, ihr. gibt. sten Dortben7 den liesen eführt. E sandsteinSiegreiche Arbenls=Sssenstre Ostpreußen geht voran!— Bereits ein ganzer Arbeitsamtsbezirk frei von Erwerbslosen Königsberg, 22. Juli. nach einer gemeinsamen Mitteilung des Vorsitzenden #rhattgamtes Lyck und der Landräte von Lötzen und nach einer gemeinsamen Mitteilung des Vorsitzenden Die erenteruee,.4 und der Landräite von Lößen und zahannisburg sind nunmehr nach den Kreisen Pillkallen, neenßisch Eylau und Niederung auch die Kreise Lötzen und Jahannisburg frei von Arbeitslosen. Der Arbeitsamtsbezirk euc wird damit ab Montag als erster deutscher Arbeitsamtsbezirk Erwerbslose nicht mehr aufweisen! Darüber tinaus haben in diesem Bezirk rund 3500 jugendliche Arheitskräfte aus dem Reich Arbeit gefunden. Wie in der Meldung weiter ausgeführt wird, ist die gesamte Provinz Ostpreußen von einer Opferwilligeeit und Begeisterung erfaßt, die sich nur mit der Erhebung des Jahres 1813 vergleichen lassen. die Meldungen über den günstigen Fortgang der Offenspe gegen die Erwerbslosigkeit überstürzen sich. In den nächsten Tagen werden Kreise mit besonders schwieriger Arbeitsmarktlage an Ort und Stelle in Angriff genommen. hier will man auch die letzten Wohlfahrtserwerbslosen bis uum Eintritt des Frostes in Arbeitsstellen unterbringen. daneben laufen die systematischen Vorbereitungen für die Vinterarbeiten. Um Die, ezufäichern Pfinz Verhands.““ einen Aufruf an alle deutschen Beamten über die Spende zur porte von Arbeitskraften—.„zitgt“ Die Stellung Förderung der nationalen Arbeit erlassen. Ich weiß, so mit der Reichsbahnpirertign, eingeleiter.„Die Steunp von heißt g# ix dem Aufruf daß Adolf Hitlors Wart allein gaSonderzügen für die Beförderung von Arbeitsfreiwilligen politischen Erziehungsarbeit der wirtschaftliche Aufbau des neuen Reiches. „Freiheit und Brot!“ war die nationalsozialistische Kampsparole. Die Freiheit im Innern haben wir inzwischen erkämpft, jetzt gilt es alle Kraft auf den wirtschaftlichen Aufbau zu konzentrieren, um allen Volksgenossen Arbeit und Brot zu schaffen. Das nationalsozialistische Deutschland hat der Arbeitslosigkeit den Krieg erklärt. Unser Führer hat die strategischen Pläne zum Großangriff entworfen, die wirtschaftliche Mobilmachung ist befohlen. Die Schlacht gegen die Arbeitslosigkeit hat begonnen. Schon sind die ersten Erfolge errungen. Niemand darf sich jetzt mehr dem Ruf des Führers entziehen. Nationalsozialisten an die Front! Im Vertrauen auf den Führer und in seinem Geiste wird euer Wille auch dieses gigantische Werk meistern und auch auf dem Kampffeld der Arbeit Sieger sein. Aufruf an die Beamtenschaft Freudige Mitarbeit an der Arbeitsbeschaffung. Der Führer des Deutschen Beamtenbundes, Neef, hat mit der Reichsbayndirektion eingeleitet. Die Stellun Sonbergagen für die Besorberung von Arbeitsfreiwilligen ist vorgesehen. Bis Montag werden wahrscheinlich noch 10 weitere kreise das Ende der Arbeitslosigkeit melden können, falls durch örtliche Verhandlungen nicht gar noch eine weitere Beschleunigung eintritt. Der Oberpräsident der Provinz Ostpreußen hat folgende Anordnungen getroffen: Ostpreußen steht zur Zeit im Zeichen eines erfolgreichen kampfes gegen die Arbeitslosigkeit. Diese muß planmäßig in dem vorgeschriebenen Zeitpunkt beseitigt werden. Dazu ist der persönliche Einsatz aller Behördenchefs unentbehrlich. Ich ordne deshalb hiermit an, daß bis auf weiteres die Regierungspräsidenten und Landräte keinen Erholungsurlaub nehmen oder, soweit sie sich bereits in Urlaub befinden, vom Urlaub sofort zurückkehren. Nationalsozialisten an die Front! Das nationalsozialistische Deutschland hat den Vernichtungskampf gegen die Arbeitslosigkeit ausgenommen. Die Nationalsozialistische Partei=Korrespondenz veröffentlicht einen Leitaufsatz von Dr. Otto Dietrich, in dem u. a. ausgeführt wird: Das nationalsozialistische Deutschland hat den Vernichtungskampf gegen die Arbeitslosigkeit aufgenommen. Die nationalsozialistische Revolution ist in ihrem bisherigen Verlauf geradezu ein Schulbeispiel der Weltgeschichte. Ihne ein Joka ihres kühnen revolutionären Programms reoigieren zu müssen, hat es die ASDAP. bis auf den heutigen Tag dem Geiste und Buchstaben nach verwirklicht und ihre Versprechungen getreulich erfüllt. Die Gründe für diese folgerichtige Entwicklung sind allgemeiner und besonderer Art. Zunächst: An der Wiege des Dritten Reiches stand die Macht der Persönlichkeit, die sich in Adolf Hitler verkörpert. Die weltanschauliche Basis, auf der die RSDAP. steht, ist aus einem Guß, klar, innerlich unangreifbar und fest. Die nationalsozialistische Revolution hat durchgreifende Arbeit geleistet. Sie hat in elementarem Durchbruch die Einheit des Volkes auf allen Gebieten— genau wie sie es tausendfach verkündete— erzwungen und damit die schicksalsentscheidende Voraussetzung für die weitere evolutionäre Entwicklung hergestellt. Das unter kraftvoller Führung stehende geeinte Volk nunmehr in Form zu bringen, es wirtschaftlich wieder gesund und politisch bundnisfähig zu machen, das ist das zweite große programmatische Ziel, dem wir nun zustreben. Allen voran steht jetzt neben der platten in der Unterführung auf der Höhe von Wengern bilden, sein Bewenden haben.1 Nur um unserer Chronistenpflicht zu genugen und der Vollständigkeit halber fügen wir hinzu, was W. Oschmann=Bochum im Jahre 1914 in einer unterhaltsamen Burdigung des Lebenswerkes der Henriette Davidis schreibt:„Keine ihrer bücherschreibenden Schwestern hat 's so wie sie verstanden, selbst dem verwöhntesten Ge schmack Rechnung zu tragen.. Ihr Hauptwerk gehört zu den gelesensten Werken der deutschen Sprache... Frauen und Jungfrauen greifen immer wieder danach, wie nach ewas Unentbehrlichem; Männer und Jünglinge kosten seinen Inhalt mit Behagen, und selbst die grimmigsten Dagestolze beugen in Demut ihre Knie, um diesem Buch Förderung der nationalen Arbeit erlassen. Ich weiß, heißt es in deni Auftuf, daß Abolf Hillers Woll allein genügt, daß die deutsche Beamtenschaft ihren Opfersinn vollauf betätigt. Ich fordere von Euch nicht bestimmte Beträge oder feste Prozentsätze Eures Gehalts, noch ein und dieselbe Dauer der Spendenleistung, denn ich kenne Eure wirtschaftliche Lage und weiß, daß sie verschieden ist. Ich vertraue aber, daß Ihr vor Eurem Gewissen und unter Eurer Verantwortung gegen Volk und Vaterland und auch freudig spendet. Gebt reichlich oder wenig, aber gebt nach Eurem Können! Die kleinste Gabe ist wie die große ein Stein an dem gewaltigen Werk, an dem mitzuschaffen Ihr vom Führer des deutschen Volkes berufen werdet. Gelingt die Niederkämpfung der Arbeitslosigkeit, dann ist auch für Euch die Bahn zu gebesserten Lebensbedingungen frei. Wenn das ganze deutsche Volk zusammensteht, ist es gegen alle Widerwärtigkeiten unüberwindlich. Es wird auch gegen wirtschaftliche Not und Bedrängnis, wird auch gegen die Pezt der Arbeitslosigkeit siegreich sein. Arbeitsmarktlage weiter gebessert Bericht der Reichsanstalt für die erste Julihälfte. Nach der Entwicklung in den letzten Jahren stockte Ende Juni die absteigende Bewegung Arbeitslosigkeit vorübergehend. Die Aufnahmefähigkeit der Außenberufe erreichte zu dieser Zeit eine vorläufige Höchstgrenze. Zum Teil pflegen bereits im Juli wieder Arbeitskräfte freigestellt zu werden. So stieg in der ersten Julihälfte 1932 die Zahl der Arbeitslosen bereits wieder um rund 16 500. Im Gegensatz hierzu hat sich in der ersten Julihälfte dieses Jahres der Rückgang der Arbeitslosigkeit fortgesetzt. Insgesamt ist von Ende Juni bis Mitte Juli die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen um weitere 29 000 auf 4 828 000 gesunken. Dabei ist zu beachten, daß durch die Sonderaktion für die Angehörigen der nationalen Wehrverbände rund 11 000 Arbeitnehmer in dieser Zeit erstmals sich bei den Arbeitsämtern neu meldeten. Unter Berücksichtigung dieses Neuzuganges aus dem Kreise der sogenannten„unsichtbaren Arbeitslosigkeit" in den Kreis der statistisch erfaßten Arbeitslosigkeit ergibt sich, daß in der ersten Julihälfte rund 40000 Arbeitslose wieder in die Wirtschaft eingegliedert worden sind. Ganz allgemein ist zu beobachten, daß in zunehmendem Maße Arbeitslose sich jetzt bei den Arbeitsämtern melden, die bisher den Vermittlungseinrichtungen der Reichsanstalt fernstanden. Dafür spricht auch die Tatsache, daß die statistisch era bsah aid ir Leichesiche Cliacs Galden tatsächlich stattgefunden haben. In den einzelnen Landesarbeitsämtern wurde Mitte Juli d. J. noch folgender Bestand der bei den Arbeitsämtern eesähten Arbellelolen bentgehelt:. gäcssand 133000. Ostpreußen 72.000(winkerlicher###eg 133 000), Schlesien 362 000(488 000), Brandenburg 751 000(899 000), Pommern 85 000(143 000), Nordmark 340 Riedersachsen 269000(359000), Welfgig, 6 6, 685 000), Hitler zur Kirchenwahl Kanzlerrede im Rundfunk. Reichskanzler Adolf Hitler spricht zur Kirchenwahl über alle deutschen Sender am Sonnabend, den 22. Juli, von 23.30 bis 23.45 Uhr. Zu den Kirchenwahlen sind auch diejenigen Gemeindemitglieder wahlberechtigt, die erst vor kurzem in die Kirche eingetreten sind. Voraussetzung ist, daß sie 3 Monate in der Gemeinde wohnen, das 24. Lebensjahr erreicht haben und in der kirchlichen Wählerliste eingetragen sind. * Anparteiische Durchführung der Kirchenwahl. Wir haben gestern die Erklärung der in Berlin versammelten Bevollmächtigten der deutschen Landeskirchen gebracht, woraus hervorgeht, daß die Kirchenwahlen keinerlei äußerem Zwang unterliegen, sondern auch im Sinne des Reichskanzlers ganz unparteiisch durchgeführt werden sollen. ! In ähnlichem Sinne erläßt auch der Bevollmächtigte des Reichsinnenministers für die Ueberwachung der unparteiischen Durchführung der Kirchenwahlen folgende dritte Bekanntmachung: „Im Hinblick auf die zahlreichen an mich gelangten Anfragen stelle ich folgendes fest: 1. die freie und unparteiische Durchführung der Wahl des evangelischen Kirchenvolkes ist durch die Reichsregierung gewährleistet, 2. kein Wahlberechtigter hat zu befürchten, daß ihm aus seiner Stimmabgabe Nachteile erwachsen, 3. Versuche, die freie Wahl durch Zwangsmittel zu beeinflussen, stehen nicht im Einklang mit dem Willen der Reichsregierung. Berlin, den 20. Juli 1933. gez. Pfundtner, Staatssekretär.“ * Wahlvorschlag: und Kirche“. Der ursprünglich„Evangelische Kirche“ lautende Wahlvorschlag ist in„Evangelium und Kirche" abgeändert worden..4.(—613 Die Wahl ist geheim. Nach der ausdrucklichen Erklärung der Reichsregierung darf keine Benachteiligung einer Liste oder der Wähler eintreten. Die Vertreter, die auf den Listen„Evangelium und Kirche" gewählt werden, stehen vorbehaltlos hinter dem Aufruf, der bereits veröffentlicht wurde. Die alten kirchenpolitischen Gruppen treten in diesem Wahlampf überhaupt nicht hervor, Hauptträger der Listen„Evangelium und Kirche“ sind führende Persönlichkeiten fast aller Gemeinden, die in der Treue zum evangelischen Glauben und der Arbeit in der Kirche bewährt sind und denen es um die freie Verkündigung des Wortes Gottes in unserem deutschen Volke geht. NSDAP und Glaubensbewegung„Deutsche Christen“ sind nicht identisch. Zahlreiche Kandidaten und Mitarbeiter der Wahlvorschläge„Evangelium und Kirche“ sind alte Parteimitglieder der NSDAP. bespe be Peoevung u wophen, SPstanerie sagt Dr rnigrs eu ano(tAao, Hesen autezgt, eo), mi. de in deem Buche nichzt gesburz, eine isg..r m sedeuschand 3es obo(zis 6o0), Sachen Bxow(2100, Pe andere, und wer ein rechter echlecher., vem wog Pagersv)i33.00g(332000), Sädwestdenschland 281.000 e.„ sich hieraus nicht nur für die vorwiegend land. Es ergibe sich hezung nichl nu: fu., Fie Volsosegzling lundwirtschaftlichen Bezirte, sondern auch für Bezirie mit mehr induftriellen Charakters wie Westfalen, Rheinlano und Sachsen eine sehr beachtliche Besserung der Arbeitsmarktlage, die guf einen konjukturellen Aufstieg hindentel. Der neue Reichssportführer Von dem Reichsminister des Innern ist an den Reichssportkommissar folgendes Schreiben ergangen: brch die Schay hagernde Grundage erhalen. Sie haben ür ch un u..u. u gusen. Aber so prickelnd und lüsternmachend das Buch ist, # wird doch niemand behaupten können, daß die Verfasseiin auch nur eine einzige Zeile geschrieben hätte, die eiten Geschmack zuwiderliefe. Selbst da, wo sie den Rülei des Schweines und das Maul des Ochsen mit dekränzt, geht sie niemals über das Maß des Er Wbauts und wenn wirklich bie und da das Girt,P Jaz. 5075 mdere einen unangenehmen Nachgeschmach hineerlcßt, st busend gegen eins zu wetten, daß dafür nicht, Hen; clette Davidis verantwortlich zu machen ist, so das fahrige Küchengretchen, das die Vorschriften Praktischen Kochbuches“ nicht genügend befolgt hat“... oder— der Genießer selbst, der nicht Maß zu halten wußte. un. Hinweis. Jarte Sachen waschen ist keine Kunst, wenn, Ferig 8aen Sdonnen wich. Ein gethhuter Ehlohte guicheläichen, und schon dis Bolser, durn die Sachen berce, Aueperegeg achmnen und sie wie neu. Deshalb für garte Sachen immer Persi Jodon 1o Dho Verste wenunen Gennisgen, Dauk aus Ihnen das gesamle deutsche Turn- und Sportwesen. gegen die nationalsozialistische Presse. — Wien, 21. Juli, Ein Ministerrat, der bis in die späten Abendstunden dauerte, beschloß am Freitag eine einschneidende Presseverordnung, die sich gegen Mißbräuche richtet. Insbesondere wird darin bestimmt, daß in Zeitungen und Flugblättern Ueberschriften und Zwischen=Ueberschriften mit dem Inhalt der Mitteilung in Einklang stehen müssen. Außerdem wird bestimmt, daß in Zukunft auch von den Korrespondenzen vor Verbreitung an die zuständigen Behörden Ausgaben abzuliefern sind. Schließlich wird festgestellt, daß die seinerzeit erlassene„Verordnung gegen den Mißbrauch der Pressefreiheit“ auch für jede Ersatzzeitung gilt. Diese Bestimmung richtet sich in erster Linie gegen die nationalsozialistische Presse, deren nach den massenwesen Verboten ausgegebenen Ersatzblätter ebenso von Verboten bedroht sind..748tm Wrasseh Im Zusammenhang mit diesen verscharften Pressebestimmungen hat der Ministerrat bereits eine weitere Gewerbeentziehung beschlossen, die die österreichische Druckund Verlagsgesellschaft m. b. H. betrifft. Ihr wird„wegen verbotener Propaganda für ein getarntes nationalsozialistisches Blatt“ das Gewerbe entzogen. Offensichtlich handelt es sich um die in dieser Druckerei hergestellte„Neue Wiener Abendzeitung.“ In der österreichischen Druck= und Verlagsgesellschaft m. b. H. werden die großdeutschen „Wiener Neueste Nachrichten“ und auch der den Nationalsozialisten nahestehende„Kampfruf am Montag“ gedruckt. Die Rekordfahrt mißglückt? Post in Alaska abgestürzt.— Der Flieger unverleht. Neuyork, 22. Juli. Der Rekordflug des amerikanischen Weltfliegers Wiley Post hat in Alaska eine unwillkommene Unterbrechung erfahren. Der Flieger ist über dem Ort Flat mit seinem Flugzeug abgestürzt, blieb aber unverlehzt. Post in Fairbanks(Alaska) gelandet. — Fairbanks(Alaska), 21. Juli. Nach rasch durchgeführter Reparatur des beschädigten Apparates ist Weltflieger Post sogleich wieder gestartet. Er landete in Fairbanks auf Alaska um 21,43 Uhr MEZ. Sonntag, 23. Juli 1933 Nr. 170— Seite 4 Nachprufung der Zählungsfrist Erleichterung für Aufwertungshypothekenschuldner. Berlin, 21. Juli. Das Gesetz über die Zahlungsfrist in Aufwertungssachen vom 12. Juni 1933 gibt dem Aufwertungshypothekenschuldner eine Erleichterung. Der Schuldner kann bei der Aufwertungsstelle unter bestimmten Voraussetzungen die Zahlungsfrist nach dem Gesetz vom Juli 1930 beantragen, wenn er sein Antragsrecht nach diesem Gesetz bisher nicht ausgenutzt oder bereits verbraucht hatte. Auf diesem Wege kann erreicht werden, daß Fälle, in denen die Aufwertungsstelle die Zahlungsfrist versagt hat, noch einmal geprüft werden. Es kann auch eine bereits abgelaufene oder demnächst ablaufende Zahlungsfrist verlängert und ein früher abgelehnter oder zurückgenommener Zahlungsfristantrag nachgeholt werden. Anträge auf Grund des neuen Gesetzes müssen jedoch, worauf hiermit nochmals hingewiesen wird, spatestens bis zum 31. Juli 1933 bei der zuständigen Aufwertungsstelle gestellt werden. Wer diese Frist versäumt, verliert den Vorteil des Gesetzes. Geheimsitzung auf Sylt Unter Vorsitz des preußischen Ministerpräsidenten. Amtlich wird mitgeteilt: Heute vormittag fand beim Ministerpräsidenten Göring auf Sylt eine Geheimsitzung statt, an der der preußische Justizminister Kerrl, der Staatssekretär im preußischen Staatsministerium, Körner, der Staatssekretär im preußischen Justizministerium Freisler, der Ministerialdirektor im preußischen Ministerium des Inneren Daluege, der Ministerialdirigent im Ministerium des Inneren Fischer und Ministerialrat Diels, der Leiter des Geheimen Staatspolizeiamtes, teilgenommen haben. Sonderkonferenz der SA. und SS. Einberufung der Gruppenführer nach Berlin.— Göring unterbricht seinen Urlaub. Der preußische Ministerpräsident Göring hat den Stabschef der SA., Staatsrat Röhm, gebeten, zum heutigen Sonnabend. 14.30 Uhr, sämtliche SA.- und SS.=Obergruppenführer und Gruppenführer, soweit sie nicht in ihrer Eigenschaft als Staatsbeamte bereits befohlen sind, zu einer außerordentlichen Sitzung nach Berlin einzuberufen. Ministerpräsident Göring wird zwecks Teilnahme an dieser Konferenz seinen Urlaub unterbrechen. Hitler in Bayreuth Teilnahme an der Meistersinger-Vorstellung. Bayreuth 22. Juli. Reichskanzler Hitler traf am Donnerstag in aller Stille in Bayreuth ein, um am Freitag an der Eröffnung der Festspiele. der Meistersinger-Vorstellung teilzunehmen. Am Vormittag machte er in der Billa Wahnfried seinen Besuch. In der Villa befanden sich außer Frau Winifred Wagner Generalintendant Tietjen. der Direktor der Festspielverwaltung Dr. Knittel=Karlsruhe, Reichsminister Dr. Goebbels, Prinz August Wilhelm. Als der Kanzler sich am Nachmittag zum Festspielhaus begab, säumten viele Tausende die Straßen und bereiteten dem Führer begeisterte Ovationen. Vor dem Festspielhause stand eine Ehrenabteilung der bayerischen Landespolizei mit präsentiertem Gewehr. Im Festspielhause wurde auf Wunsch des Kanzlers jede besondere Begrüßung unterlassen. Zu Beginn der Vorstellung nahm auf Einladung des Reichskanzlers der künftige Erbe von Wahnfried, der alteste Sohn Siegfried Wagners, der Enkel Richard Wagners, neben dem Reichskanzler Platz, eine symbolische Ehrung Richard Wagners. Die Armee hinter Stacheldraht Kriegsgefangenenausstellung in Hamburg. Mit der Eröffnung des Archivs und des Museums der Kriegsgefangenschaft begann in Hamburg die Reihe der Veranstaltungen der Bundestagung des Kameradschaftstreffens der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener e. V. Die Ausstellung ist eine eindrucksvolle Sammlung von Dokumenten und in der Gesangenschaft Vegedritr g. Sges. ständen. Sie gibt dem Beschauer schen Erlebens, das die Kriegsgefangenschaft für Hunderttansende deutscher Männer bedeutete. Die Tagung selbst will unter dem Geleitwort„Durch Erneuerung zur Freiheit“ für die Mission des Kriegsgefangenen im neuen Deutschland geügen. Bei Eröffnung der Ausstellung sprach Bundesführer Freiherr von Lersner=Potsdam über den Sinn des Zusammenschlusses der ehemaligen deutschen Kriegsgefangenen, die neben dem Fronterlebnis das Erlebnis der Gefangenschaft in der Ferne in die Heimat zurückbrachten. Unsere 700000 Kameraden in deutschen Landen, führte v. Lersner aus, betrachten dieses Erlebnis als eine Aufgabe. Langsam erst haben sie sich zurückgefunden. Jetzt gilt es, ihren Geist der Gemeinschaft zu nutzen und (ruchtbar zu machen. Das Gedankengut unserer Reichsvereinigung, in der von Anbeginn an Männer aller Klassen und Bildungsgrade Schulter an Schulter als Kameraden gleichen Schicksals standen, ist immer bester Nationalsozialismus gewesen. Die Größe und Schwere unseres Erlebens hat uns stets davor bewahrt, vom Wege abzuirren. Wir kennen den Kampf ohne Waffen, den Deutschland jetzt zu führen hat, die„Armee hinter Stacheldraht“ hat ihn gefuhrt und hatte dabei nicht einmal den Boden der Heimat unter den Füßen. Unsere Bewegung, eine riesige Gemeinschaft, in der jeder sechste Mann fern von Deutschland die Augen schließen mußte, hat dem Volke ein hohes Vermächtnis zu geben: den Geist des Zusammenhalts und des nimmermüden Willens zum Siege. Zwei Todesurteile in Kiel Kiel, 22. Juli. Im Prozeß wegen der Ermordung des Siedlers Moeller in Wahrendorf verurteilte das Schwurgericht den 22jährigen Gärinergehilfen Ernst Rommel aus Augsburg und die 21jährige Wirtschaftsgehilfin Johanna Degen aus Mainz Hendersons Verhandlungen Werständigungsaussichten nach wie vor gering. Hernderson, der Präsident der Abrüstungskonferenz. Müncheen nach einer Rundfahrt durch die Stadt verlassen und sichh nach Paris begeben, wo er seine Besprechungen mit einter Konferenz mit dem französischen Außenminister Paul=Bsoncour fortführt. Von Paris aus begibt sich Henderson zzunächst nach London und von dort einige Zeit später nach Warschau, Budapest und Wien. Präsident Henderson hofft, diurch diese Besprechungen soweit zu kommen, daß der Text deer Abrüstungskonvention in der dann vorliegenden Form voon dem Hauptausschuß der Abrüstungskonferenz am 16. Okttober in der zweiten Lesung angenommen werden könnte. Ini diesen Besprechungen über das Schicksal der Ab, rüstungsskonferenz setzt sich Deutschland unverändert für das Zustanddekommen des Abrüstungsvertrags ein. Was eine Zusammenkunft des Reichskanzlers Hitler mit dem französischem Ministerpräsidenten Daladier betrifft, wie sie Henderson in München anscheinend offiziell vorgeschlagen hat erforderrt eine solche Zusammenkunft eine eingehende divlo, matischee Vorbereitung. Diee Unterzeichnung des Viermächtepaktes genügt an sich nichht, um die Voraussetzungen für den Erfolg einer direktem deutsch=französischen Aussprache zu schaffen. Mit(gutgemeinten Improvisationen, wie sie Henderson offenlbar im Sinne hat, sind die kiefgehenden Gegensätze zwischhen Deutschland und Frankreich nicht aus der Welt zu schaffen. Außerddem ist das Abrüstungsproblem keine deutsch=französische Kontroverse sondern eine Angelegenheit, in der der französiische Standpunkt zu denjenigen der meisten anderen Konfereenzteilnehmer, ja zur Idee der Abrüstungskonferenz im Wiiderspruch steht. Soolange man in Paris diese Verantwortung Frankreichs lleugnet und dafür Tag für Tag die Schuld für die Schwieerigkeiten der Abrüstungskonferenz auf Deutschland schiebt und den zu diesem Zweck erfundenen Begriff der deutscheen„Aufrüstung" als Vorwand für die Verweigerung der kleiinsten Abrüstungsmaßnahme nimmt, müssen die Verständigrungsaussichten sowohl zwischen Frankreich und der Abrüstuungskonferenz wie auch zwischen Frankreich und dem abgerüssteten Deutschland als sehr gering erscheinen. Lokal= und Provinzialnachrichten. Bieelefeld. Heute, Samstag, um 18 Uhr erklingen, dargebooten von der Bethel=Posaunen=Mission, vom Rathausballkon folgende Weisen: 1. Soncatina in Es=Dur, Gottfried Reiche 1696. 2. Du meine Seele singe, Ebeling 1660. 3. Zeugg ein zu Deinen Toren. Krüger 1653 4. Meirn ganzes Herz erhebet Dich. Gyon 1549. 5. Brichh herein, süßer Schein. Paul Teichfischer, Bielefeld 19150. 6. Hörtt, ihr Herrn, und laßt euch sagen. 1. Teil: Choral 1603); 2. Teil: Volksweise, Satz F. Fliedner. Kirchliche Nachrichten für Schildesche. Sonrntg. den 23. Juli 1933: 8 Uhr vorm. Frühgottesdienst, Pastor Neuhaus; 10 Uhr vorm. Hauptgottesdienst, Pastor DahlMöbel aller Art gut und preiswert vom Möbelhaus Heinz Klare Bielefeld" Nur Oberntorwall Sb(gegenüber dem Kriegerdenkmal) Erleichterte Zahlungsbedingungen se Erholung— Vorjüngung— Heilung im Karertziim Bad widungen Christliches Erholungsheim. Nuch Wildunger Kuren ohne Kurtaxe. Gelegenheit zu Naturkuren auf Wunsch durch Direktor Gobmann (40jähr. 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Kraa; Ddr. H. Huttel; Anzeigen: und