Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .36 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Fürs Ausland unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. Christliches Tageblatt mit den Beilagen„Für Herz und Haus“, und„Anser Anzeigenpreis: Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig, Reklame 30 Pfg. Beilagen unter 25 g je tausend 15 Mt. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. Nr. 81. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld), Donnerstag, den 9. April 1931. 13. Jahrgang. Am guten Alten Mit Treue halten, Vor dem besseren Neuen Sich nicht scheuen. Die Entwicklung in Thüringen. Bis zum Jahre 1930 hat sich die deutsche Oeffentlichkeit weniger um das kleine Thüringen gekümmert. Man wußte nur, daß es nach der Revolution neben Sachsen mehrere Jahre lang das rote Regiment ertragen mußte. Das Jahr 1923 hat über Thüringen ebenso viel Leiden gebracht wie über die benachbarten mitteldeutschen Gebiete. Lange hat dann der Kampf zwischen Bürgertum und Marxismus um die politische Führung gedauert, mit ganz verschwindender Mehrheit war es möglich, wenigstens einigermaßen das rote Element zurückzudrängen, und zu Beginn des Jahres 1930 erhielt Thüringen dann zum ersten Mal eine sog.„nationale Regierung“. Es begann die Aera Frick=Baum=Kaestner. Als erster Nationalsozialist erhielt Frick das thüringische Innen= und Volksbildungsministerium, also zwei der wichtigsten Posten, die zu vergeben waren. Baum gehörte der Landvolkpartei an und Kaestner der Wirtschaftspartei. Außerdem wurde dem Nationalsozialismus noch ein Staatsratsposten übertragen. Dem thüringischen Kabinett gehören nämlich außer den drei Ministern noch eine Reihe sog. Staatsräte an, weil jedes der sieben Fürstentümer, aus denen das jetzige Land Thüringen gebildet worden ist, einen Vertreter im Kabinett haben muß. Der Nationalsozialist Marschler erhielt den Staatsratsposten für das Gebiet des ehemaligen Großherzogtums Sachsen=Weimar=Eisenach. Da außer den Nationalsozialisten, dem Landbund und der Wirtschaftspartei auch noch die Deutschnationalen und die Deutsche Volkspartei einen Staatsrat stellten, so waren also alle fünf bürgerlichen Parteien an der Regierung beteiligt. Nur die Demokraten beteiligten sich nicht. Mit dieser Neukonstellation zu Beginn des Jahres 1930 rückte Thüringen ganz und gar in den Vordergrund des öffentlichen Interesses. Vor allem war es der Minister Frick, dessen Name seitdem fast täglich genannt worden ist. Thüringen war die erste und beste Machtposition für den deutschen Nationalsozialismus, von hier aus hoffte man, die nationalsozialistische Idee weiter ins Reich vorschicken zu können. Aber man wußte auch in allen eingeweihten Kreisen, daß die Zusammenarbeit der einzelnen Regierungsparteien in Thüringen von vornherein sehr starken Hemmungen unterworfen sein mußte. Die Deutsche Volkspartei hatte sich nur mit Widerstreben der Coalition angeschlossen, weil sie glaubte, daß der Nationalsozialismus noch nicht regierungsfähig sei und weil sie gleichzeitig auch im Reich in der Regierung saß. Die inneren Gegensätze zwischen Volkspartei und Nationalsozialisten sind es dann auch gewesen, die die verschiedensten Krisen schon im vorigen Jahre heraufbeschworen, so daß die fortgesetzten Mißtrauensanträge der Linken gegen Frick mehrmals um Haaresbreite angenommen wurden. Aber man einigte sich in letzter Stunde immer wieder im Hinblick auf die Not des Landes. Ein Teil der bürgerlichen Presse Mitteldeutschlands stellt heute fest, daß die Urheber solcher Streitigkeiten die Nationalsozialisten gewesen seien, die, obwohl sie nur 6 Abgeordnete für den Landtag stellten, den anderen Parteien diktatorisch ihren Willen hätten aufzwingen wollen. Allerdings wurde von den bürgerlichen Parteien ein sehr großes Maß von Selbstverleugnung verlangt, und es war vorauszusehen, daß in dem Moment, wo einmal der Bogen überspannt wurde, der endgültige Bruch kommen mußte. Er ist nunmehr mit dem Sturz der beiden nationalsozialistischen Kabinettsmitglieder gekommen. Die Deutsche Volkspartei, die die Entscheidung bei diesem Sturz gegeben hat, behaupiet, sie habe es nicht mehr ertragen können, durch die täglichen Gegenkämpfe der Nationalsozialisten herausgefordert und beleidigt zu werden. Die Nationalsozialisten haben dann erneut einen großen taktischen und moralischen Fehler begangen, als sie auf Verlangen der Volkspartei die schweren Beleidigungen, die sie vor kurzem begen die Volkspartei öffentlich richteten, nicht zurücknahmen. Sie nahmen die Situation nicht ernst und glaubten, daß auch diesmal die Volkspartei in letzter Stunde schon wieder einlenken werde. Als sie schließlich erkannten, wie weit die Dinge gediehen waren, und Hitler nach Weimar kam, um zu vermitteln, war es zu pat. Die Volkspartei war unter allen Umständen entschlossen, nicht nachzugeben. Der Mißtrauensantrag, den die Sozialdemokratie unter sofortiger Ausnützung der Dinge eingebracht hatte, fand also seine Annahme. Die letzten Tage sind für Thüringen nicht sehr erquicklich gewesen. Schärfste Kampffanfaren sind auf beiden Seiten geblasen worden. Die Volkspartei hat ihre reservierte Stellung ganz aufgegeben und den Nationalsozialismus hart angeklagt, sie hat Worte gebraucht, die man früher nicht hörte. Daß dabei auch die zahlreichen sachlichen Gegensätze zum Ausdruck kamen, ist natürlich. Der Führer der Volkspartei spricht von einer einseitigen parteiischen Betätigung der nationalsozialistischen Kabinettsmitglieder, von einer einseitigen Personalpolitik, von falscher Beeinflussung der Jugend, Mißbräuchen des Theaters und einseitiger Handhabung der Versammlungspolizei. Bei einer so scharfen Einstellung ist es außer allem Zweifel, daß mit dem jetzigen Thüringer Landtag keine Regierung mehr gebildet werden kann, die der jetzt gestürzten ähnlich sieht. Die Volkspartei hat jede Verbindung abgebrochen. Aber: damit ist die gefährliche Krise nicht beendet. Wer soll nun in Thüringen regieren? Es gilt allgemein als ausgeschlossen, daß die Volkspartei nunmehr mit der Sozialdemokratie zusammen gehen werde, trotzdem gerade diese Sozialdemokratie sich sehr viel Hoffnungen für die Zukunft macht. Aber es muß gelingen, jede rote Parteiherrschaft unter allen Umständen zu vermeiden. Nach§ 42 der Thüringischen Verfassung muß für den ausscheidenden Staatsrat Marschler sofort ein neues Kabinettsmitglied gewählt werden, weil in der Vertretung der ehemaligen Fürstentümer keine Unterbrechung eintreten darf. Für den Minister Frick ist keine sofortige Ersatzwahl notwendig, so daß zunächst das Rumpfkabinett die Geschäfte weiterführen kann. Bei der Unüberbrückbarkeit der Gegensätze zwischen rechts und links wird sich vielleicht nun in Thüringen ein ähnlicher Zustand wie in Sachsen herausbilden. Hier waltet ja die rein„geschäftsführende" Regierung ruhig ihres Amtes weiter, weil keine Parteigruppierung in der Lage ist, einer anderen Regierung in den Sattel zu verhelfen. Die Kommunistische Partei hat bekanntlich schon ein Volksbegehren auf Auflösung des Thüringer Landtages gestellt. Die Voraussetzungen dafür sind, wie soeben bekannt wird, erfüllt. Die Abstimmungszeit läuft von Mitte April bis Anfang Mai. Die Kommunisten hoffen aus der ganzen jetzigen Krise ihre besonderen Vorteile zu ziehen, sie rüsten bereits zu einem großen Propagandafeldzug. Es mehren sich in Mitteldeutschland Stimmen, die die Befürchtung hegen, daß sich„die Entfernung der Nationalsozialisten aus der beinahe einzigen Stellung verfassungsmäßiger Verantwortlichkeit vor allem in einem weiteren Auftrieb der radikaleren Ideologie“ äußern werde. Allerdings: die jetzige Krise und Entwicklung sollte niemand leicht nehmen. Dr. A. „Gutgläubig, aber unwissend“ Von Dr. Fritz Meier. Durch die Schriftleitung des Aufwärts wurde ich auf eine Notiz des Herrn v. Gerlach aufmerksam gemacht, die sich auf meinen Aufsatz„Deutsche Schande“ in Nr. 44 des Aufwärts bezieht. Auch der Aufwärts bekommt einen Hieb ab. Denn die Ueberschrift lautet:„Christentum verpflichtet", und weiter heißt es:„In Bielefeld erscheint der„Aufwärts“, der sich anspruchsvoll„Christliches Tageblatt“ nennt.“ Dann bekomme ich persönlich mein Fett. Ich soll„Unwahrheiten“ über die Polen und Pazifisten verbreitet haben. Aber Herr v. Gerlach gesteht mir zu, dies nicht böswillig, sondern gutgläubig getan zu haben. Ich glaubte alles, meint er, was mir in den Kram passe, aber wissen täte ich leider nichts. Da ich meine Aufsätze mit meinem Namen decke, so hätte Herr v. Gerlach besser getan, mich allein anzugreifen. Ich bin für jede Belehrung über meinen Irrtum dankbar. Daß mir die Gutgläubigkeit nicht bestritten wird, ehrt Herrn v. Gerlach. Ich habe sie ihm und jenen Kreisen, die ich für verblendet halte, weil sie den Feinden unseres Volkes Helfersdienste leisten, auch nicht bestritten. Ich bestreite sie auch einem Friedrich Wilhelm Förster nicht, kann aber nicht umhin, seine Weise, für den„Frieden“ zu wirken, vom deutschen Gewissen aus für beschämend zu halten. Ob ich ein Nichtswisser bin oder nicht, darüber spreche ich Herrn v. Gerlach das Urteil ab. Selbst wenn man über diese oder jene Einzelheit falsch unterrichtet ist, braucht man noch kein Nichtswisser zu sein. In der Frage über die Enthüllungen des Franzosen Desgranges bin ich auf Pressenotizen angewiesen. Mir ist aus der nationalen Presse nicht bekannt geworden, daß an der Sache nichts Wahres sei. Nun habe ich in Bekanntenkreisen gefragt, ob das Letzte zuträfe. Niemand wußte mir eine nationale Zeitung zu nennen, die die völlige Unwahrheit jener Enthüllungen zugegeben hätte. Herr v. Gerlach nennt auch eine solche nicht. Ich weiß daher bis heute noch nicht, ob Herrn v. Gerlachs Behauptung zutrifft, daß auch die Deutschnationalen in Desgranges einen notorischen Schwindler sehen. Ich bin aber gern bereit, mich für das Opfer einer Falschmeldung zu halten, wenn ich davon überzeugt sein kann. Mit dieser Frage steht und fällt aber mein Aufsatz nicht. Ob bei der Entstehung der Revolution ein Zusammenarbeiten mit dem Auslande nachweisbar ist oder nicht, sie bleibt trotzdem ein schwarzes Blatt in unserer Geschichte, dessen wir uns schämen müssen. Wie weit guter Glaube oder böser Wille dabei mitgewirkt haben, das ändert an der Tatsache nichts, daß sie in jenem Augenblick größter nationaler Not kein Mittel der Rettung unseres Volkes war, sondern daß sie im Gegenteil uns nur noch tiefer ins Unglück gestürzt hat. Ferner wirft Herr v. Gerlach mir vor, daß ich über die Aeußerung des offiziellen Organs des alldeutschen Verbandes in der ersten Nummer nach den deutschen Kriegserklärungen nichts wüßte, wo es hieß:„Diesen Tag haben wir ersehnt.“ Offenbar meint Herr v. Gerlach, wenn ich gutgläubig wäre, müßte ich die Alldeutschen für Kriegsverbrecher halten, sofern mir jener Ausspruch bekannt wäre. Ich darf ihm verraten, daß mir ein ganz ähnlicher Ausspruch aus dem Munde des Alldeutschen Othmar Spann schon vor dem Kriege bekannt gewesen ist. Ich persönlich würde solchen Ausspruch nie tun können, habe mich auch in meinem Aufsatz nicht mit den Alldeutschen identifiziert. Im Gegenteil, ich habe in meinem 1916 erschienenen Buche„Das Ideal des Völkerfriedens und die Wirklichkeit“ Spanns Ausspruch, der Krieg zwischen der slawischen und germanischen Welt sei„herbeizuwünschen", abgelehnt, da ein Krieg zu schrecklich sei, um ihn herbeizuwünschen. Dort schrieb ich wörtlich:„Ein bedachtsamer Mensch kann wohl einen bestimmten Krieg für unvermeidlich halten, niemals aber„herbeiwünschen". Mein Buch ist durchaus im Geiste der Völkerversöhnung geschrieben, aber mit der Voraussetzung, daß der Gerechtigkeit der Weg freigemacht wird. Frieden um des Friedens willen habe ich auch damals nicht gewünscht, wie ich es heute nicht kann. Ich gestehe zu, daß mir manche Aeußerungen unter den Alldeutschen zu wenig gehemmt gewesen sind. Aber ihre Gesinnung war nicht verbrecherisch. Ein Dietrich Schäfer, Wilhelm Rein oder auch Othmar Spann zählen nicht nur zu den angesehensten Gelehrten, sondern auch zu den Ehrenmännern. Und dann hat auch Othmar Spann den Krieg nicht herbeigewünscht, weil er von sadistischen Gefühlen des Blutrausches erfüllt gewesen wäre. Er wünschte ihn, weil er eine Auseinandersetzung von Slaventum und Germanentum für unvermeidlich hielt, indem er überzeugt war, daß ein Krieg die höhere Kraft der germanischen „Herrenrasse" beweisen werde. Nun kann der Ausdruck „Herrenrasse“ sehr falsch verstanden werden, weshalb ich auch diesen bedauere. Aber Othmar Spann hat sicher der Tyrannei nicht das Wort reden wollen. Daß die germanische Kultur vor der slawischen einen Vorsprung erreicht hat, ist historische Wahrheit, für die ein Dietrich Schäfer Tatsachen genug anzuführen weiß. Das üble Herrenmenschentum gemeint zu haben, kann ich Othmar Spann nicht zutrauen. Aber gesetzt auch den Fall, er und viele andere alldeutscher Richtung hätten das Deutschtum in seiner Kulturleistung überschätzt und das Slawentum unterschätzt, so ist guter Glaube hier nicht auszuschließen so wenig wie bei den meisten Pazifisten. Ich kann das Kriegsproblem hier nicht näher erörtern. Man kann aber nicht alle Leute, die Kriege in dieser Welt der Gegensätze und Konflikte für unvermeidlich halten, für Idioten oder Verbrecher erklären. Verteidiger des Krieges hat es auf der Gegenseite mindestens in ebenso großer Zahl gegeben wie bei uns. Darüber kann jeder in dem Buche des Franzosen De Martial „Die Mobilmachung der Gewissen“, reiche Belege finden. Der Krieg galt als erlaubtes Mittel der Politik, und selbst die moderne Kriegsächtung hat den„Verteidigungskrieg“ nicht verworfen. Jede Nation aber, die sich zum Kriege entschließt, pflegt dies in dem Glauben zu tun, ihre Sache zu verteidigen. Ich habe mich viel mit pazifistischen Gedankengängen beschäftigt und wünsche, wie ich es im Aufwärts wiederholt gesagt habe, daß die Völker ihre Differenzen ohne Krieg ausgleichen möchten. Gegen den grundsätzlichen Pazifismus auf dem Boden der Gerechtigkeit habe ich nicht nur nichts einzuwenden, sondern vertrete ihn entschieden. Aber den Frieden der Ungerechtigkeit, wie er in Versailles uns aufgezwungen wurde, werde ich niemals verteidigen. Pazifisten aber, die das tun, und dabei Deutsche sind, verstehe ich nicht mehr. Hier handelt es sich nicht um ein Wissen oder Nichtwissen von Einzelheiten, sondern um eine Weltanschauung. Wer dem wahren Frieden damit zu dienen glaubt, daß er unserm Volk in der Abwehr gegen fremde Bedrückung moralisch in den Rücken fällt, der beschmutzt sein eigenes Nest. Ich gestehe, daß es mir unmöglich ist zu glauben, der Krieg wäre verhütet worden, wenn es keine Alldeutschen gegeben hätte. Auch Herr v. Gerlach will doch wohl nicht behaupten, daß ein Bethmann=Hollweg zu ihnen gehört habe. Sie haben auf die große Politik gar keinen Einfluß gehabt. Man kann manches an ihnen ablehnen, aber man muß gerecht bleiben. Die Frage, ob ihre Stellung zum Kriege zu rechtfertigen sei oder nicht, haben wir unter uns zu behandeln, nicht aber zur Stütze des Versailler Vertrages. Wie man auch in der Frage nach der„Schuld am Kriege" stehen mag, wer die Vorgeschichte des Krieges kennt, muß zugeben, daß Deutschland gegen seinen Wunsch hineingezwungen wurde, daß es, was die Entfesselung des Krieges anbetrifft, völlig unschuldig war, wie Hans Delbrück gesagt hat. Oder ist auch dieser für Herrn v. Gerlach ein Nichtswisser? Nicht ohne Heiterkeit lese ich Herrn v. Gerlachs Schluß, daß ich ihn mit besonderem„Hasse" beehre. Das sei die instinktive Abneigung, die so oft die Unwissenden gegen die Wissenden empfänden. Nun, Herr v. Gerlach, Ihr Wissen in allen Ehren! Aber von meinen Empfindungen wissen Sie nun doch zu wenig. Was ich gegen Ihr Verhalten empfinde, ist nicht Haß, sondern Scham und Empörung. Um Ihre werte Person geht es mir nicht, sondern um die Sache unseres Volkes! Ich weiß, daß Christentum verpflichtet, aber nicht dazu, das eigene Volk den ungerechten Bedrückungen durch andere wehrlos preiszugeben. * Es ist uns immer sehr peinlich, wenn Auseinandersetzungen, wie die vorstehenden, auch hier im„Aufwärts“ nötig werden. Bei unseren Mitarbeitern setzen wir immer voraus, daß sie sich von der Richtigkeit ihrer Behauptungen genügend überzeugt haben. Und so hoffen wir, daß diese Ausnahme auch noch ihr Gutes hat. Die Schriftleitung. Vier Millionen Freimaurer. Wo die erste Loge entstand. Ein französischer Gelehrter hat den Versuch unternommen, ein Werk über ein immer aktuelles, aber auch immer sehr heikles Thema zu veröffentlichen: die Freimaurerei. Es ist eins der umstrittensten Kapitel der Kulturgeschichte, ebenso reich an Anklage= wie an Verteidigungsschriften. Wenn die neue französische Veröffentlichung aus der Feder des Professors Huard vom Pariser Institut für soziale Wissenschaften einen Hinweis verdient, so deshalb, weil der Verfasser ausdrücklich betont, weder Anhänger, noch Gegner der Freimaurerei zu sein. Huard wollte, nach seinen eigenen Worten, das Freimaurertum in jener Umgebung schildern, wo es entstanden und gewachsen ist, und wie diese Umgebung seine Entwicklung beeinflußt hat. Geburtsstätte des Freimaurertums bezeichnet Huard eine Londoner Schenke, die den Namen „Gans und Eisengitter" trug und sich in der Nähe der St.=Pauls=Kirche befand. An diesem Ort entstand am 24. Juni 1717 die„Großloge Großbritanniens“, die vier weitere Logen umfaßte, die als Versammlungsort ebenfalls kleine Schenken mit seltsam klingenden Namen wählten. Dort stand, nach Huard, die Wiege des „„„„ umerikanischen und europäischen Freimaurertums. Zum 250. Geburtstag G. Ph. Telemanns. Geb. am 14. März 1681. Wenn heute von der Musik des früheren 18. Jahrhunderts gesprochen wird, so ist fast ausschließlich von der Kunst J. S. Bachs die Rede. Man hat Bach hingebungsvoll und eigenwillig zum Alleinherrscher eingesetzt und verzeiht es einem Händel kaum, ebenso genial gewesen zu sein wie der Leipziger Meister und zu seinen Lebzeiten mehr Ruhm geerntet zu haben. Den andern Tonsetzern jener Zeit, unter ihnen auch Telemann, hat man bescheidene Winkel zugewiesen, die ihnen kaum Raum lassen, ein eigenes Leben zu führen, und sie müssen froh sein, wenn sie hie und da der unbestrittene Glanz des großen Kantors streift, den sie davon dankbar zurückwerfen dürfen. Bach steht am Ende einer großen Entwicklung, einer alten Tradition. Die Mittel der„Niederländischen Schule" hat der junge Protestantismus aufgegriffen und umgewertet, und über Joh. Walter, Prätorius, Schein, Schütz auf der einen Seite, und Swenlinck, Scheidt, Buxtehude, Pachelbel auf der anderen Seite bis zu J. S. Bach hin in großer Vielfältigkeit erweitert und entwickelt. Bachs Kunst ist wie ein ungeheurer Schwamm, der alles um sich herum aufsaugt und für sich verwertet. Er steht inmitten der barocken Mannigfaltigkeit und biegt noch einmal zurück auf die Ausgangspunkte. Er ist ein Ende, ein Ziel. Er ist konservativ und rückschauend. Seine Kunst ist ein gewaltiger Block, vorgetrieben in eine moderne Zeit, die ihn nicht begreift und ihn isoliert. Bachs großer Antipode ist G. Ph. Telemann. Er ist der Fortschrittler dieser Generation. Er ist der Zeit ergeben und weiß sie auszufüllen. Er ist von der Gegenwart besessen und für alles Neue offen. Er ist der Apostel des Fortschritts. Die Tradition Bachs wird verlassen. Seine Kunst trägt die Keime einer neuen Zeit. Während die Nachwelt über Bachs Lebensgang nur Allgemeines weiß— er selbst hat nie darüber gesprochen oder geschrieben— ist das Leben Telemanns kein Geheimnis. Telemann hat nicht weniger als dreimal seine Laufbahn selbst beschrieben. Er ist rührig und mitteilsam Das Ziel der Freimaurer ist die sittliche Vervollkommnung der„Brüder". Das Freimaurertum selbst nennt Huard eine nicht ausgereifte Religionslehre mit moralischen und mystischen Hintergründen und kirchlichem Rituell. Die angelsächsischen Freimaurer halten, im Gegensatz zu den in den Lateinländern, fest am Glauben an einen persönlichen Gott,„den großen Architekten des Alls“, fest auch am Glauben an die Unsterblichkeit der Seele. Das Freimaurertum in England, im Lande konservativer Traditionen, ist im Grunde heute noch, was es zur Zeit der Gründung der Großloge war: eine Vereinigung„anständiger Leute“, wo eine wohlgeborene Aristokratie und ein wohlgeborenes Bürgertum sich versammelt, um, allen neugierigen Blicken entzogen, zu plaudern, zu pokulieren und der Wohltätigkeit zu dienen. Von England aus verbreitete sich das Freimaurer= tum über den europäischen Kontinent. Die Logen boten jenen Menschen einen Unterschlupf, die eine Gemeinschaft, suchten, aufgebaut auf der Grundlage völliger Gebantenfreiheit und neuer Glaubenssätze, im Prinzip zwar rationalistisch, aber doch nicht antichristlich. Auch das strenge Rituell der Logen übte auf viele eine anziehende Wirkung aus und veranlaßte ihren Eintritt. In den inneren Räumen der Logenhäuser fallen dem Betrachter zunächst die zahlreichen symbolischen Darstellungen an den Wänden auf. In ihren Versammlungen, bei denen der Vorsitzende statt der Glocke einen Hammer schwingt, tragen die Freimaurer Kittel, die sich durch äußere Zeichen der Rangstufen voneinander unterscheiden. Die Gesamtheit ihrer Verpflichtungen nennen die Brüder die„königliche Kunst". Die Zeit berechnen sie seit der Entstehung der Welt, wobei sie 4000 Jahre zur christlichen Zeitrechnung hinzuzählen. Sich selbst erkennen die Freimaurer an bestimmten Zeichen, Wortstellungen und Berührungen. Die Zeremonien, besonders bei Aufnahme eines Logenbruders oder einer Rangerhöhung, zeichnen sich durch ein symbolisches Rituell aus; im wesentlichen ist dieses ein Genisch orientalischer, römischer, griechischer und mittelalterlicher Zeremonien. Mit der Zeit ist das Zeremoniell weniger kompliziert und feierlich geworden. „ Am. verbreitetsten ist das Freimaurertum in den Vereinigten Staaten, wo es ungefähr drei Millionen Jogenbrüher, gibt. In der ganzen Welt leben, nach einer offig, Freimauxerstatistik, 3696000 Logenbrüder. Die Freimaurerlogen stehen in Amerika in hohem Ansehen; sie verfügen über ungeheure VerStättliche Summen werden zum Bau prachtvolria im Stagte Frwandt. Das Logenhaus in AlexanCoolidas: ginien, das 1923 in Anwesenheit Logen“ eröfiner Delegierten aus 18000„Blauen Dollars. Dag Jogens“(ostete über vier Millionen visch abehaus in Detroit istamphitheatragebaut und faßt 5000 Personen. Die amerikaniinsofern gass un Geiden sich von den europäischen tärischem Anstrich und Vorträge Jahrzehnte immer stärker Die weitverbreitete Ansicht, daß die Freimaurer auf der ganzen Erde eine Gemeinschaft bilden, bezeichnet Professor Huard als einen Irrtum. Bemerkenswert ist die Feststellung, daß im zaristischen Rußland trotz des Regierungsverbots eine Loge„Astrea" bestand. Die bolschewvistische Regierung hat das Weiterbestehen dieser Loge„als bourgeoise Einrichtung“ verboten. In Oesterreich war die Freimaurerei bis zum Umsturz verboten, jetzt ist sie zugelassen. In den letzten Jahren entstanden Großlogen in Belgrad, Warund Prag. Von den im Jahre 1928 gezählten 3 696 000 Freimaurern der ganzen Welt entfallen auf Europa 530000. Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte man weniger als zwei Millionen Freimaurer gezählt. Danach ist die Zahl der Freimaurer in den letzten Jahren gewaltig gestiegen. Politik der Verstimmung. — Berlin, 8. Aprik. Frankreich kommt aus dem Erstaunen nicht heraus. Waren es vor einigen Wochen die Regierun, gen Deutschlands und Deutsch=Oesterreichs, die mit dem Zollprotokoll die Politiker des Kirchhoffriedens in Auf, regung versetzten, dann ist es jetzt England, das in Paris„unliebsames Aufsehen“ erregte: Der britischMinisterpräsident Macdonald hat sich erlaubt, deutschen Reichskanzler Dr. Brüning und den Reiche, minister des Auswärtigen Dr. Curtius für den 1. Mat zu einer Aussprache nach seinem Landgut in Chaquers einzuladen. Bei der politischen Wertung dieser Einladung muß man von dem Zeitpunkt ausgehen, an dem sie ergangen ist und von der Macht, die in Chequerz nicht vertreten sein wird. Um das wichtigste gleich vorwegzunehmen ist zu sagen, daß London dem französischen Außenminister Briand die Teilnahme an den Besprechungen in Chequers zwar nahegelegt, dame aber in Paris keinen Anklang gefunden hat. Offiziell scheint Briand diese Ablehnung damit begründet zu haben, daß er angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich und mit Rücksicht auf die nächste Ratstagung Mitte Mai„unabkömmlich“ ist. In Wirklichkeit sind es aber nicht die französischen Wahlen und die Vorbereitungen für die Ratstagung. die Briand in Paris festhalten, sondern es ist die Verärgerung über diese selbständige Vermittlungsaktion Englands, die zu dem französischen Kein geführt hat. Findet es doch selbst die linksstehende Zeitung„Oeuvre“ unpassend,„an die Führer“ Kabinetts, bei dem man wiederholt diplomatische Vorstellungen habe erheben müssen und an die Minister einer Regierung, deren Politik eine Krise in Europa hervorgerufen habe, eine so herzliche Einladung ergehen zu lassen. Frankreich gleitet mehr und mehr in eine Politik der Verstimmung und der Eifersüchtelei hinab. in Europa etwas geschieht, bei dem man vorher in gefragt oder französische Ratschläge berücksichtigt hat, da sind die Franzosen auch sogleich babei, den aller Welt offenliegenden Zweck zu übersehen und dahinter eine Diplomatie zu wittern, die gegen Frankreich gerichtet und deren erster Zweck es , die französischen Politik zu durchkreuzen und Frankreichs Einvernehmen mit seinen ehemaligen Verbündeten zu zerstören. Wie sich freilich diese Politik der Lifersucht und Verstimmung, die alle Friedensschritte und Vermittlungsbemühungen, sofern sie nicht von„ Frankreich selbst ausgehen, zu einer Gefahr für das europäische Zusammenleben umfälscht, mit den Paneuropaplänen des französischen Außenministers verträgt,„das ist allmählich zu einer offenen Frage geWas nun die englische Einladung an Deutschland betrifft— möglicherweise wird auch Mussolini nach Chequers gehen— reicht die Vorgeschichte dieser Aktion in die Zeit vor der Bekanntgabe des österreichisch= Päntlics“#ltgrotokolls zurück. Die Einladung der sogenannten englischitalienischen Flotteneinigung erganist Deutschland, obwohl es das einzige Land ist, das bisher wirksam und über die Grenze des Möglichen hinaus abgerüstet hat, über diese auch für die Gesamtabrüstung wichtigen Flottenverhandlungen nur unzureichend unterrichtet worden. In Berlin zeigte man sich mit Recht über diese Nichtunterrichtung befremdet. Schließlich geht es nun einmal in der Abrüstungsfrage, deren Lösung für Deutschlands Politik entscheidend und damit für den Völkerohng engs= Frage des Seins und Richtseins ist, nicht 5hne Engste Fühlungnahme mit Deutschland ab. Es verdient daher Anerkennung, daß England in richtiger Einschätzung der politischen Konstellation den Gedanken einer Einladung des deutschen Kanzlers und läßt seinen Leser auch an den kleinsten Freuden und Kümmernissen teilnehmen. Das zeigt die Freude der jüngeren Künstler an den eigenen Erlebnissen. Diese sind ebenso wichtig wie ihre Kunst selbst. Beides ist fortan nicht mehr voneinander zu trennen. Für Bach und Händel waren diese Dinge gleichgültig. Sie beantworteten nicht einmal die biographischen Fragebogen des Schriftstellers Mattheson. Sie waren gewiß nicht weniger stolz als die jungen Kollegen, doch ihr Stolz äußerte sich darin, ihre Kunst zu zeigen und ihre Person zu verbergen. Das Persönliche floß noch nicht unmittelbar in die Kunst über. Telemann stammt aus einem Magdeburger Pastorengeschlecht. Der Vater starb früh. Der Knabe war Diskantist in der Kantorei des dortigen Domes. Da er rüh eine ungewöhnliche musikalische Anlage zeigt, bekommt er Musikunterricht beim Organisten und darf auch den Kantor bald in der Schule vertreten. Telemann wächst also zunächst in der alten kirchlichen Musiktradition auf. Doch regt sich schon bald die Unruhe. Der würdige Lehrer ist ihm zu altmodisch und handwerklich.„In meinem Kopfe," erzählt er,„spuckten schon munterere Töngens, als ich hier hörte. Also schied ich nach einer vierzehntägigen Marter von ihm, und nach der Zeit habe ich, durch Unterweisung, in der Musik nichts mehr gelernet.“ Telemann bildet sich selbst weiter. Er ist Autodidakt wie eim geese Unterichtsflucht scheint bezeichnend zu hält auf gun dsich galich# er sug berufen kann, als deren festes nichte de zu sehen er bemüht sein könnte. Es liegt ihm Rchtr Garan, ein grundständiges Handwerk zu erlernen des aluts ins uchufzansspunkt. Ihn treibt eine Kraft des Viais ind undesimamte. Wenn es der Ehrgeiz eines Bach war, ein Instrument antonom zu beherrschen und auf dieses sichere Können sein künstlerisches und seine bürgerliche Stellung zu gründen, so treibt sich Telemann unruhig umher, greift auf, was ihm erreichbar ist und studiert den Charakter der sten Instrumente,„worin ich aber weiter gegangen wäre, wenn nicht ein zu heftiges Feuer mich angetrieben dem Hoboe der Fraverse Flate mich annoch mit eem Lilil, en Tüberse, dem Schalümo, der Gambe ete biß auf den Contrabaß und die Quintposaune bekannt zu machen.“ Ein höchst moderner Zug! Verwandte Bach den Charakter der Instrumente nur als Symbolwert, in ihrer überklanglichen Bedeutung, so gilt hier die Klanzfarbe als Eigenwert. Telemann fordert von dem Komponisten die Kenntnis aller Möglichkeiten eines Instrumentes. Versuchten sich andere Komponisten zuerst in einer Choralbearbeitung oder einem Orgelstück, so griff Telemann zu einer Oper. Er war eben 12 Jahre alt. Das Stück wurde aufgeführt und der kleine Komponist spielte selbst eine Rolle darin. Telemann war ein Wunderki.30, wie sie später die Mozartsche Zeit hervorbrachte.„Achl aber welch ein Ungewitter zog ich mir durch besagte Oper über den Hals! Die Musik=Feinde kamen mit Scharen zu meiner Mutter, und stellten ihr vor: Ich ein Gaukler, Seiltänzer, Spielmann, Murmelcherführer etc. werden, wenn mir die Musik nicht entzogen würde. Gesagt, gethan! Mir wurden Noten, Instrumente und mit ihnen das halbe Leben genommen. „Am die Kur noch radikaler zu machen, schickte die beeigte heutter den raschen Jungen auf eine entfernte Schule in den Harz. Dann kam er nach Hildesheim aufs Gymnasium. Doch hatte er musikliebende Lehrer und es verging kein Tag„sine linea“. Hannover und Wolfenbüttel waren benachbarte Städte. Hier gab es gute Kapellen nach neuem französischen Muster. Man spielte italienische und französische Musik der jüngsten Zeit mit gefälliger, gefühlsstarker Melodik und lehnte die strenge kontrapunktische Kunst ab. Von den Ilchlienern waren Corelli und Caldora, von den Franzosen vor allem Lullys Opern beliebt. An dieser Musik hal Telemann seine Neigungen bestärkt und ausgebildet. Mit 20 Jahren sollte er zur Universität gehen. Die Mutter wollte jedoch ein Musikstudium nicht gestatten. Diese Zeit scheint den Musiker in seiner geordneten, traditionellen Stellung schon nicht mehr gelten lassen d“ wollen. Man kann offenbar mit der Musik kein„ehreshafter“, Bürger mehr werden. Der Musiker bekomn unbürgerliches, phantastisches, Zweifelhaftes. Er scheint dem Vagabunden und Gaukler nahe zu stehen. und des Außenministers nach Chequers zur Debatte sellte, und umgekehrt kann die abfällige französische gritik an der Einladung wie auch Briands„Unabeömmlichkeit“ schon aus diesen Erwägungen nicht scharf genug zurückgewiesen werden. Deutschland ist schließsich auch heute noch eine Großmacht ersten Ranges, deren Anspruch, über alle wesentlichen Vorgänge unterrichtet zu werden, auch in Paris als eine Selbstverständlichkeit angesehen werden sollte! Wenn die Franzosen London weiter verdächtigen, die Einladung der deutschen Staatsmänner nach Chequers sei nur ein Schachzug, von dem der britische Außenminister seine Wahl zum Vorsitzenden der Abrüstungskonferenz und die Verlegung der Konzerenz nach London erhoffe, dann können wir uns vorerst eine Stellungnahme zu diesen französischen Befürchtungen schenken. Eines freilich muß schon heute mit aller Deutlichkeit gesagt werden, nämlich, daß Frankreich mit seiner ewigen Angst vor jeder wirklichen Neuordnung der europäischen Verhältnisse auf die Dauer keine Außenpolitik machen kann! Im übrigen müssen wir feststellen, daß noch niemals so viel von einer„Beeinflussung der europäischen Politik durch Deutschland“ gesprochen worden ist wie in den letzten Wochen. Erst kam aus Prag die Brandrede des tschechischen Außenministers Benesch, dann wieder appellierte Paris an die Ewiggestrigen zur Bildung einer Einheitsfront gegen Oesterreich und Deutschland, und nun leistet sich Frankreich die Ablehnung der englischen Einladung. Das ist ein reichlich stürmischer Auftakt für die Verhandlungen in Genf, reich an Ueberraschungen und mit neuen„Sensationen“ im Hintergrund. Daß neben den Flottenvereinbarungen in Chequers auch die österreichisch=deutschen Wirtschaftsverhandlungen erörtert werden, kann man als sicher betrachten und— wenn es sich dabei um die Ausschaltung von Mißverständnissen handelt— nur begrüßen. Daß Frankreich hier anderer Meinung ist, zeigt nur erneut, daß das letzte Ziel der französischen Politik nicht die Befriedung Europas ist, sondern nur die Erhaltung Europas in den Ketten der Friedensdiktate von Versailles und St. Germain ist. Mit Friedenspolitik aber hat das nichts mehr gemein! Preußischer Mietertag. Entschließung zur Wohnungspolitik. — Magdeburg, 8. Aprik. Der Landesverband Preußen des Reichsbundes Deutscher Mieter hielt in Magdeburg einen Delegiertentag ab und nahm eine Entschließung an, in der es u. a. heißt: „Die Versammelten fordern einmütig die Zurückführung der überhöhten Mieten für Wohn= und Gewerberäume auf den Vorkriegsstand. Hinsichtlich der Neubauten müssen durch steuerliche Erleichterungen und durch Zinszuschüsse— unter gleichzeitiger Aenderung des Finanzausgleichs— besondere Maßnahmen zur Mietssenkung getroffen werden, wenn nicht die erschreckend große ohnungsnot verewigt werden soll. Die Versammelten 12 tutsch Jagnlsche Gay.....„N... Wohnungsnot, Verewigt„berden rheben schärfsten Protest gegen reidigt werben soll. Die Versammetten erheven schärfsen Protest gegen die trotz der Drosselung des Wohnungsbaues fortgesetzte Lockerung des Mieterschutzes durch Verordnungen des Reiches und Preußens. Die Entschließung protestiert ferner gegen die Aufhebung der Bestimmungen des Wohnungsmangelgesetzes für Gemeinden unter 15000 Einwohnern und gegen das preußische System der Veranlagung der Hauszinssteuer. Die Hauszinssteuer dürfe nur zu Zwecken des Wohnungsbaus verwendet werden. Eine weitere Entschließung richtet sich gegen die Baukostenzuschüsse, Mieterdarlehen und Kautionen. : Das in Polen üblich gewordene Oster=Freudenschießen mit Handgranaten hat auch in diesem Jahre eine Reihe von Opfern gefordert. Allein in Warschau wurden 11 Personen mehr oder weniger schwer verletzt. Telemann muß wie Schütz und Händel zunächst das Studium der Rechte beginnen. Doch wird es ihm schwer gemacht, die Weisung der Mutter zu erfüllen. Sein Stubengenosse in Leipzig war ein glühender Musikverehrer. Er spielte und sang den ganzen Tag und komponierte auch. Telemann konnte trotz tapferer Bemühung sein Geheimnis schließlich nicht mehr verschweigen. Er offenbarte sich dem Kameraden und zeigte- ihm seine Kompositioren. Dieser gab sie weiter und sie wurden aufgeführt. alle Träume erwachten aufs Neue. Telemann bestürmte wieder seine Mutter und er erhielt endlich die Einwilligung, seiner Neigung zu folgen. Seine ganze Jugend war eine Art Kampf zwischen„Pflicht und Neigung", wie ihn erst der moderne Mensch kennt. Das rasche Temperament Telemanns entfaltete sich chnell. In der Thomaskirche wurde ein Stück von ihm gegeben. Man war begeistert über den neuen Stil. Der entzückte Bürgermeister überreichte ihm ein Ehrengeschenk und beauftragte den jungen Studenten, alle 14 Tage für den Gottesdienst eine Komposition zu stellen. Wie sehr seine moderne Musik dem allgemeinen Geschmack entsprach, beweist weiter die Anstellung, die Telemann schon kurz darauf als Organist und Kapellmeister an der neuen Kirche erhielt. Die Bestallungsurkunde sagt, daß er im Notfall„capabel wäre, in der Thomaskirche den Chor zu dirigieren und wann sich einmal eine Veränderung begeben möchte, so hätte man wieder ein tüchtiges subjectum.“ Man rechnete mit dem Lode des kränklichen Thomaskantors Kuhnau. Dieser sah dem Treiben seines erfolgreichen jungen Konkurrenten mit wachsendem Unwillen zu. Telemann hatte es slämlich verstanden, auch die Leitung der Leipziger Oper in seine Hand zu bekommen, obschon das im allgemeinen mit der Stellung eines Organisten unvereinbar war. Die musizierenden Studenten fielen ihm zu, vom Zauber des Theaters, dem besseren Verdienst und der Lebendigseit des jungen Dirigenten angezogen. Sie verließen Kuhnau, der bei seinen Aufführungen in der Thomasnirche auf ihre Mitwirkung angewiesen war und dieser beklagte sich bitter beim Rat der Stadt. Jedoch ohne Erfolg. So stark war die Wirkung der neuen Musik. (Schluß folgt.) Eintäbung nach Thehuert. Auch Mussolini und Grandi aufgefordert.— Briands Nein.— Gereizter Ton der französischen Presse. "— Paris, 8. April. Die Einladung des deutschen Reichskanzlers Brüning und des Reichsaußenministers Dr. Cur ius durch die britische Regierung nach Chequers, dem Landgut Macdonalds, hat eine ganze Reihe gereizter Kommentare der französischen Presse gezeitigt. „Deuvre“ erklärt, Briand halte diese Begegnung einige Tage vor den besonders wichtigen Verhandlungen über den österreichisch=deutschen Zollverein wirklich nicht für opportun. Ohne Deutschland und Oesterreich als Beklagte hinstellen zu wollen, meint das Blatt sodann anmaßend, erwarte man doch von diesen Verhandlungen „juristische und politische Vereinbarungen, die ziemlich peinlich werden könnten". Es sei zu befürchten, daß Brüning und Curtius aus ihrem Londoner Besuch den Eindruck gewinnen, daß sie für das Programm der deutschen Forderungen keinen starken englischen Widerstand zu erwarten hätten und sich deshalb im Völkerbundsrat intransigenter zeigen könnten. „Journal“ wirft England vor, immer und überall die Schiedsrichterrolle spielen zu wollen. Und dabei ließen die Engländer es noch an der„notwendigen Unparteilichkeit“ fehlen: so sei z. B. von ihnen erklärt worden, daß der deutsch=österreichische Plan nur hinsichtlich seiner Form, nicht aber seines Inhalts Anstoß errege. Wenn man Frankreich einlade, diese Melodie in London anzuhören, sei es besser, wegzubleiben. Die öffentliche Meinung Frankreichs sei fest davon überzeugt, daß der deutsch=österreichische Plan sowohl in wirtschaftlicher als auch in politischer Hinsicht unannehmbar sei. Außerdem könne die Angelegenheit nicht ohne die hauptsächlich interessierten Staaten, so die Staaten der Kleinen Entente, behandelt werden. „Quotidien" rät zur Vorsicht vor der Schiedsrichterrolle Englands.„Echo de Paris“ sucht in seinem Schmerz die Einladung der deutschen Staatsmänner mit dem Wunsche des englischen Außenministers Henderson zu erklären, Präsident der Abrüstungskonferenz zu werden. Es frage sich, meint das Blatt, ob es nicht klüger wäre, ein Unterfangen, das unter den gegenwärtigen Umständen vielleicht sang= und klanglos den Tod des Völkerbundes mit sich bringen könne, für immer zu vertagen. Daher der Wunsch, die Deutschen, die bereits von ihrem Austritt aus dem Völkerbund sprächen, falls sie nicht militärisch mit Frankreich gleichgestellt würden, zu beschwichtigen und sich mit ihnen auf einer mittleren Linie zu verständigen, sowie sie durch persönliche Fühlungnahme zu gewinnen. Die Initiative Heudersons sei äußerst bedauerlich. Man könne darauf wetten, daß die Deutschen mit der Gewißheit, in London hinsichtlich des Anschlusses auf keine ernstliche Kritik zu stoßen, ihr Ziel überstürzen und ihre sämtlichen Forderungen vortragen würden einschließlich derer, die Polen„bedrohten". Die schon früher in Presseartikeln zutage getretene„Germanophilie“. Macdonalds und Hendersons könne nur zum Mißtrauen raten „Figaro“ befürchtet, man werde in London die deutsch=österreichische Angelegenheit freundschaftlich beizulegen versuchen, um eine Debatte in Genf zu vermeiden. Das wäre, meint das Blatt, die„schlimmste Lösung". Während somit nach diesen Pressestimmen eine Teilnahme Briands an den Besprechungen in Chequers nicht mehr zu erwarten ist, steht Italiens Antwort noch aus. Ein Besuch Mussolinis in Chequers ist allerdings angesichts der Abneigung des italienischen Ministerpräsidenten gegen Auslandsreisen wenig wahrscheinlich, doch brauchte das ja die Entsendung des Außenministers Grandi nicht zu verhindern. Briand will nicht fehlen. Paris, 7. April. Nachdem am Nachmittag in Pariser unterrichteten Kreisen behauptet worden war, daß Briand bisher überhaupt keine Einladung zur Teilnahme an den deutsch=englischen Besprechungen in Chequers erhalten habe und daher diese Einladung auch gar nicht habe ablehnen können, wurde am späten Abend von amtlicher französischer Seite plötzlich mitgeteilt, daß Briand doch schon vor mehreren Wochen eine Einladung nach Chequers erhalten habe, bei der allerdings der Zeitpunkt nicht festgesetzt gewesen sei. Briand habe sich die Antwort darauf vorbehalten, da er im Mai infolge der französischen Präsidentenwahlen stark beschäftigt sei. Infolgedessen könne von einer offiziellen Annahme oder Ablehnung der englischen Einladung durch Briand vorläufig nicht die Rede sein. Anscheinend handelt es sich hier um einen zarten Wink an die Londoner Adresse, Briand doch noch einmal offiziell einzuladen, da eine Nichtbeteiligung Briands an den Londoner Besprechungen in Frankreich als allzu peinlich und für das französische Ansehen abträglich empfunden werden würde. * London=Reise der deutschen Minister erst Ende Mai? Berlin, 8. April. Berliner Blätter geben eine Reutermeldung wieder, nach der in unterrichteten Londoner Kreisen verlaute, daß der Besuch des Reichskanzlers Dr. Brüning und des Reichsaußenministers Dr. Curtius wahrscheinlich nicht vor Ende Mai erfolgen werde. Deutscher Brief an den Völkerbund.— Offenlegung des Rüstungsstandes gefordert. — Genf, 8. April. Das Sekretariat des Völkerbundes veröffentlicht einen Brief der deutschen Regierung, der sich mit der Offenlegung des Rüstungsstandes für die Abrüstungskonferenz beschäftigt. Die deutsche Regierung hält es demnach für erforderlich, daß die Frage auf die Tagesordnung der nächsten Ratstagung gesetzt wird, damit Vorsorge getroffen wird, daß die Rüstungsangaben der einzelnen Regierungen nach einem einheitlichen Muster erfolgen. Nur so sei es, heißt es in dem deutschen RegierungsBrief weiter, möglich, die Uebersichten der verschiedenen Länder miteinander zu vergleichen und den Verschiedenheiten, die sich aus diesem Vergleich ergeben, auf der Abrüstungskonferenz Rechnung zu tragen. Stennes gescheitert. Goebbels und Hitler sprechen im Zirkus Krone. München, 8. April. In einer überfüllten Kundgebung der Nationalsozialisten im Zirkus Krone sprach Reichstagsabgeordneter Dr. Goebbels über die Vorgänge in Berlin, wobei er versicherte, daß der„Meutererklüngel“ um Stennes nicht die Berliner Partei sei. Stennes und sein Anhang würden bald wieder in die Anonymität ihres zwergenhaften politischen Daseins zurücksinken. An ihnen marschiere die nationalsozialistische Bewegung vorbei. Stürmisch begrüßt polemisierte hierauf Adolf Hitler gegen die neue Notverordnung und erklärte, daß man die nationalsozialistische Bewegung auch durch solche rigorosen Verordnungen nicht in ihrer Entwicklung hemmen werde. Es dränge in Deutschland alles zur Entscheidung. Es könne nicht mehr lange so weitergehen.„Wir dürfen die Nerven nicht verlieren. Die Gegner wollen uns reizen, daß wir Unbesonnenheiten begehen. Man hofft, uns zu Ungesetzlichkeiten zu verführen. Wir aber zeigen, daß unsere Gesetzlichkeit die schärfste Waffe ist, mit der wir kämpfen. In Handgreifweite vor dem Sieg dürfen wir uns keine Unüberlegtheiten zuschulden kommen lassen.“ In diesem Zusammenhang verurteilte Hitler aufs schärfste die Stennes=Aktion, die er als bereits überwunden bezeichnete. Die Partei werde aus der nunmehr eingeleiteten Säuberungsaktion gestärkt hervorgehen. Die Vertrauenskundgebungen, die täglich aus allen Gauen des Reiches einlaufen, hätten ihm bewiesen, daß die deutsche Treue doch kein leerer Wahn sei. Hitler wurden im Anschluß an seine Ausführungen von der Versammlung lebhafte Huldigungen dargebracht. * Stennes räumt. Berlin, 7. April. Wie mitgeteilt wird, wird Stennes mit seinen..=Leuten im Laufe des Mittwoch die Räume in der Matthälkirchstraße verlassen. Noch ein Kriegsgefangener. Interpellation im Reichstag.— Die Reichsregierung soll die Freilassung des Elsässers Schwartz erwirken. — Berlin, 8. April. „Ist der Reichsregierung bekannt, daß sich noch ein letzter deutscher Kriegsgefangener in französischer Gefangenschaft befindet, nämlich Alfons Emil Paul Schwart, verurteilt durch ein französisches Kriegsgericht zu lebenslänglicher Deportation wegen Waffentragens gegen Frankreich? Ist es der Reichsregierung bekannt, daß diese Verurteilung lediglich erfolgte, weil Schwartz, der Elsässer ist und nach deutschem Gesetz als deutscher Staatsangehöriger anzusehen ist, genau so wie alle seine andern Kameraden, den Krieg auf deutscher Seite mitgemacht hat? Ist es der Reichsregierung bekannt, daß die Verurteilung nur darauf zurückzuführen ist, daß das frauzösische Staatsangehörigkeitsgesetz im Gegensatz zum deutschen Staatsangehörigkeitsgesetz die Bestimmung enthält, daß Söhne von Ausländern, wenn die Geburt in zwei Generationen auf französischem Geviet stattgefunden hat, zu Franzosen werden? Ist der Reichsregierung bekannt, daß Schwartz im Februar 1919 an seinem Wohnsitz in Kehl verhaftet und während der Waffenstillstandszeit noch nach Frankreich gebracht und vor das Kriegsgericht gestellt wurde? Was gedenkt die Reichsregierung zu tun, um Schwartz, der jahrelang auf der Teufelsinsel gesessen hat und jetzt nach der Strafkolonie Guyana verbracht worden ist und insgesamt schon zwölf Jahre Freiheitsstrafe verbüßt hat, endlich wieder die Freiheit zu verschaffen?" Stahlhelm=Volksbegehren. Beginn der Eintragungen. Am heutigen Mittwoch begann die Frist für die Eintragungen zum Stahlhelm=Volksbegehren auf Auflösung des Preußischen Landtags. Die Eintragung, die auf den vorschriftsmäßigen gelben Eintragungslisten und in den amtlichen Eintragsräumen zu erfolgen hat, muß enthalten: 1. Vor= und Zuname, bei verheirateten oder verheiratet gewesenen Frauen auch den Geburtsnamen. 2. Beruf oder Gewerbe. 3. Wohnung. Alle Spalten der Eintragungsliste sind vollständig und in leserlicher Schrift auszufüllen. Für jede Eintragung darf nur eine Nummer der Eintragungsliste benutzt werden. Alle Spalten in der Eintragungsliste sind eigenhändig und vollständig auszufüllen. Die Eintragungsfrist endet am 21. April. Lokal= und Gadderbaum. Volksbegehren zur Auflösung des Preußischen Landtago. Die Eintragungslisten liegen vom 8. bis 21. April im Amtshause Gadderbaum aus, und zwar Mittwochs, Sonnabends und Sonntago von vormittags 10½—12½ Uhr, an allen anderen Tagen von vormittags—12 Uhr und nachmittags—6½ Uhr. Alle wahlberechtigten Männer und Frauen, die 20 Jahre alt sind, können sich in die Listen eintragen. April=Tagungen der Gesellschaft für evangelische Pädagogik. Die Grsenschaft für evangelische Pädagogik veranstaltet am 10. April d. Is. in Braunschweig und Harsburg ie eine pädagogische Tagung. In zwei Vortlagen behandelt auf beiden Tagungen UniversitätsD. Koepp=Greifswald„Die Erziehung als Führung und das Evangelium“. Die Braunschweiger Tagung findet um 10 Uhr im Marmorsaal des Wilhelmsgartens, Eingang: An der Katharinenkirche 9, statt; die Harzburger Tagung um 16 Uhr Kurhaus=Kasino(Großer Saal). Beide Male schließt sich an die Vorträge eine Aussprache an. Eintrittskarten zu.— A am Eingang. Bethel. Voranzeige. Am Mittwoch, den 15. April, zeigen wir im großen Saa. des Assapheums den Großfilm„Die weiße Hölle vom Piz=Palü“, 3300 Meter lang. Es ist ein Lehrfilm von atemraubender Spannung, der die Auffindung und Rettung Verstiegener durch Flugzeug und Bergwacht behandelt. Die Vorführungen finden statt: um 2 Uhr für die Insassen der Frauenhäuser, um.30 Uhr für die Insassen der Männerhäuser, abends um.30 Uhr für jedermann. Eintritt im Vorverkauf 60 Pfg., an der Kasse 75 g. Jugendliche zahlen die Hälfte. Die Eintrittskarten v. im Vorverkauf zu haben in der Anstaltspost ort und Telephonamt., im Blaukreuz=Verein Bethel. Donnerstag abd. 81 Blaukreuzstunde in Gosen. Jeder ist herzlich eingeladen. — Handschuh, weißwollen, im Anstaltsgebiet nerlAbzugeben im Pförtnerhaus.ioren Schriftleitung: W. Kraa, Wirtschafts= und WeltpolitizH. Huttel, Anzeigen: K. Diekmann, alle in Bethel. Zuschr für die Schriftleitung: Bielefeld. Schließfach 28. sendungen Postscheckkonto: Hannover 67377,„Aufwärts“ g“ liches Tageblatt, Bethel b. Bielefeld. Fernruf 3911/39; Bieleseld. Druck und Verlag: Anstalt Bethel" um Der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten Ortsgruppe Zielefeld Wo trägt man sich in Groß-Bielefeld zum Volksbegehren ein? Gebietsteile Hoberge anstalt(Falhmittelschule), Falkstraße und Bielefeldgemeindeten Uerentrup 2. für Bielefeld=Sieher Stieghorst 3. für Bielefeld=Heepen und die Wähler aus Bielefeld=Schildesche, die am 30. Nov. 1930 in der Hellingskampschule gewählt haben 4. für die Wähler aus Bielefeld=Schildesche, die am 30. Nov. 30 in der kath. Schule, Stiftsschule, Hamfeldschule und Turnhalle an der Hamfeldschule gewählt haben 5. für die Wähler aus Bielefeld=Schildesche,.=Gellershagen und.=Theesen; die am 30. Nov. 30 in der SudbrackSchule in.=Schildesche, in der Schule Gellershagen und in der alten Schule Unter=Theesen gewählt haben 6. für die Siedlung Wellensiek und die Häuser Wertherstr. mit Hausnummern über 140 Die Eintragungszeiten sind festgesetzt: für die Eintragungsräume unter—5 täglich 9½—14 Uhr, 16—19½ Uhr, für den Eintragungargum uut„ Sonntags von 10-13 Uhr für den Einttagungsraum unter 5 täglich von 17—19 Uhr, nicht in Preutzen wohnen. det haten, lowie die preusischen Veamten, die in der Verwaltungsstelle Sieker, Hauptstr. 96 in der Verwaltungsstelle Bielefeld=Ost, Karl Hoffmannstr. 12a in der Kassenstelle Bielefeld=Schildesche, Amtsstr. 3(früheres Amtshaus) in der Verwaltungsstelle Sudbrack, Apfelstraße(Neubau Freie Schölle) in der Schule Wellensiek Robhaser-Photssruphen decken ihren Bedarf in der Pheis-Randlung Ronig, Bteleleid, Namauseh. S. Ter. 800 ........## Knollengewächse: Dahlien, Gladiolen, Begonien. 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