dern auch merksamkeit sgabe und der festgestellt werk enügend, nicht ge. ob besonderz et, nicht geeignel i der noch intenspeit von Grud. ieren bezw. höhe. mussen möglicht gentlichen Besuch r an der höheren Schulen— eben e in die hö Besuche alle zentlichen Be nen Städten In Landgem doch wünscht it der Lehrer kommt, daß ihme melden, Zrüfung nicht od also nicht g einheitlich für wie überha ewerber mögi n vollziehen. . Auch ist der geeignetheit Besondere F gung durch ist kann wie wertung der rlich die bish etracht komm ljahr) aus. B slese samt Li erden. erfahren und die ich fernerhin gesen die Texte zu irg, die Lübecker hnische Institute ja wohl auch in bewährt haben das neue Prühren die Bedinid nachfolgender t die Zeit eines sind nach einem diese Maßnahme fsehen und wohl ehmen. Es sind keuordnung vorigt werden, daß n und pädagogiuf guten Willen ngelegenheit des weiterführende freilich bei allen rziehungsberech Eltern werden Beratungen und e CharakterisieFalle gegen ein haben, daß die e künftige nach mmenheit verd Schülerinnen, e mittleren und rf angenommen ile von Jugend Rückert=Leipzig. 's Katholizismus die Unterschiede en, daß im krititholizismus steht, volle Besinnung, üben weckt, zieht ten Vortrag sagnt mir, als solle bes und Blutes 1. Ich kann ir eine unrichtige efahren in ihr. des lutherischen rage der AbendReformierten in Weltpolitik: Dr. thel. Zuschriften de unlh würt gig, um 3911/9519, um Bethel. Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .36 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Fürs Ausland unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. Tageblatt mit den Beilagen„Für Herz und Haus“ Anzeigenpreis: dengabde Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig, Reklame 30 Pfg. Beilagen unter 25 g je tausend 15 Mk. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. Wer sein selbst Meister ist Und sich beherrschen kann, Dem ist die weite Welt Und alles untertan. Flemming. Die anderen und wir. Von Atlanticus. In letzter Zeit findet man häufig in vielen deutschen Blättern Aeußerungen von Ausländern über Deutschland und die deutschen Verhältnisse angeführt, die nach der jeweiligen partei=politischen Einstellung der betreffenden Zeitungen verschieden ausgemünzt werden. Bei der unausrottbaren Eigenart der meisten Deutschen, allem Fremdländischen besondere Beachtung zu schenken und Aussprüche von Ausländern besonderen Wert beizumessen, besteht die Gefahr, daß sich in weitesten Kreisen unseres Volkes Meinungen festsetzen, die für unsere deutschen Belange unerträglich sind. Nicht umsonst hat das Ausland, durch die Erfolge seiner meisterhaft aufgezogenen Kriegspropaganda ermutigt, auch jetzt, wo die Waffen ruhen, oder besser gesagt, der Vernichtungskrieg mit anderen Mitteln fortgesetzt wird, fortgefahren, mit seinen Methoden den Deutschen beizukommen, leider mit nicht weniger Erfolg, als im Kriege. Nur ein einziges Mal hat es beunruhigt auf Deutschland geblickt, weil es glaubte, es könne doch ein Fehler in seiner Rechnung sein, Deutschland sei doch wohl besser, als man glaubte. Das war gleich nach den Wahlen vom 14. September vergangenen Jahres, als der Ueberraschungssieg der Nationalsozialisten zeigte, daß es denn doch noch ein anderes Deutschland gäbe, als das bisher gekannte, ein Deutschland, das, ohne Waffen und mit einer bis ins innerste Mark erschütterten und ausgesogenen Wirtschaft, bereit sei, alle Pläne, so fein sie auch ausgeklügelt, über den Haufen zu werfen. Es ist leider damals viel zu wenig beachtet, daß der Eindruck des nationalsozialistischen Sieges in England einen der Führer der antideutschen Politik veranlaßt, einige verbindliche Artikel ausgerechnet dem„Völkischen Beobachter“ zu widmen. Lord Rothermere, der Besitzer der„Daily Mail“, wollte offensichtlich damit vorsorglich eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen, falls der Nationalsozialismus an die Regierung kommen sollte. Heute, nach knapp einem halben Jahr, ist davon keine Rede mehr. Man ist im Ausland des Glaubens, daß auch jetzt wieder, wie zu allen Zeiten deutscher Einbußen, der deutsche Loki auf dem Posten ist, sich treu und brav jedem Versuch einer Befreiungsaktion widersetzen wird. Wer das Ausland kennt, wirklich kennt, weiß, daß in keinem anderen Lande der Welt sich die Machthaber das Ausspielen einer solchen Trumpfkarte, wie es die nationalsozialistische ist, hätten entgehen lassen. Es ist„deutsche“ Politik in Reinkultur, nicht nur auf das Ausspielen der Karte zu verzichten, sondern sie hübsch säuberlich beiseite zu legen, wie es ein Anfänger im Spiel mit dem„Joker“ zu machen pflegt. Und der deutsche Joker selbst? Er schaltet sich selbst aus, ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, der die denkbar günstigen Chancen bot, um zu beweisen, daß man gelernt habe, wirklich politisch zu handeln, wie etwa— das Zentrum. Wer kann sich da wundern, daß das Ausland seine Kreise ruhig weiter zieht? Wenn schon einmal, wie jetzt mit dem deutsch=österreichischen Zollabkommen, sich eine „erstaunliche Aktivität“ Deutschlands zeigt, so versucht man durch lächerliche Entrüstungsmanöver den braven Michel auszubluffen. Es wird leider nur wenige geben, die an das Mißlingen dieses Bluffs zu glauben vermögen. Warum aber kann sich das Ausland solch ein billiges Spiel mit uns leisten? Einfach darum, weil die„öffentliche Meinung" Deutschlands selbst bei den lebenswichtigsten Fragen sich den Teufel darum kümmert, was in Deutschlands, der deutschen Volksgemeinschaft Interesse liegt, sondern nur darum, ob dies oder jenes zum angebetenen Partei=Programm, zu den gänzlich unwesentlichen Partei=Prinzipien paßt oder nicht paßt. Beruhigt unterstützt der eine selbst die handgreiflich unklügsten Maßnahmen der„Leute oben“, denn ihm hat sa ein britischer Freund aus dem einflußlosen Kreise derer um die„Union of democratie Control“ geschrieben, der Gedanke der Völkersöhnung marschiere, und balde, gar balde... Was macht es da aus, wenn man weiter gebuldig an den immer schwerer werdenden Ketten schleppt— balde, gar balde soll ja die Sonne allen strahlen, alle gleichmäßig anlachen! Arme Betrogene! Ein anderer schwört auf die Aussprüche, die irgendein harmloser französischer Kreuzritter von sich gegeben hat, und bedenkt nicht, daß die Machthaber Frankreichs, unterstützt und getragen von der wahren öffentlichen Meinung ihres Landes, nie und nimmer die Prinzipien des ehrenwerten Konventes der Kreuzritter zur Richtschnur ihres Handelns machen werden, nicht wollen und auch nicht können. Gewiß, es wäre herrlich und rastloser Bemühung wert, die Dinge so zu drehen, daß nur noch„Leute guten Willens“ die Beziehungen der Völker untereinander zu regeln haben. Wir dürfen uns aber durch keine noch so schönen und edlen Regungen der Gott zugewandten Seele den Blick für die Wirklichkeiten trüben lassen. Gott war stets mit den stärksten Bataillonen, und wird es immer sein, solange nicht von den Menschen die rein menschlichen Triebe des Kampfes= und Behauptungswillens genommen sind. Wer aber könnte das wünschen? Wer könnte wünschen, daß die Welt von menschlichen Lebewesen bewohnt würde, die weltabgewandt, immer nur der Spielball sein würden einzelner Exemplare, in denen das Rassegefühl nicht zu ertöten ist, und auch nicht der Kampfinstinkt:„Friß oder werde gefressen!“ Alles und jedes hat seine Zeit, seinen Zweck, und alles nur in den von der Vorsehung bestimmten Grenzen. Man stelle sich einmal vor, Bismarck sei einer der französischen Kreuzritter gewesen, oder ein prominentes Mitglied der Union of democratic Control oder gar der sogenannten Deutschen Friedensgesellschaft, und hätte mit den„Prinzipien“ dieser, gewiß ehrenwerten, Gesellschaften Deutschlands Einigung herbeiführen wollen. Niemals hätten wir die Wiedergeburt des Deutschen Reiches erlebt. Wir wären schlimmer dran selbst als heute. Es gäbe keine deutsche Nation, deren Vorhandensein man doch, trotz aller widerlichen Zänkerei untereinander, nicht gut ableugnen kann. Das Bestehen dieses Reiches ist Grund genug für die Feindbundstaaten— es muß der Ehrlichkeit widerstreben, das Wörtchen„ehemalig“ hinzuzusetzen, denn sie sind es heute genau so, wie vor siebenzehn Jahren— alle möglichen Niederhaltungsmanöver gegen uns anzuwenden, denn schließlich könnte doch noch einmal der furor teutonicus erwachen und sich durchsetzen. Es ist eine alte, gute Spielregel der bxitischen Politik:„First knock him down, then ask him, what he wants.“(„Erst schlage ihn nieder, dann frage ihn nach seinen Wünschen.") Dieser Maxime entspricht es durchaus, wenn, da wir nicht ganz zu erledigen waren, mit anderen Mitteln die Abwürgungspolitik fortgesetzt wird. Darüber müssen wir uns klar sein, daß man, vornehmlich in England, nicht ganz ohne Besorgnis auf dieses Volk der Deutschen blickt, das sich mit geradezu übermenschlicher Kraft gegen den Untergang wehrt, das mit einer beispiellosen Geduld nicht nur die Leiden des Krieges ertrug, sondern die noch viel schwereren der letzten zwölf Jahre, Leiden, die eine fürchterliche Strafe sind für die eigene Schuld am Verlust des aufgezwungenen Krieges und an der verlorenen Achtung aller, die in sich die Bewahrung aller männlichen Tugenden, auch als ein Gottesgebot, hochhalten. Wir dürfen ferner nicht verkennen, daß es nicht so ist, wie man öfter hört, England“ habe genug mit sich selbst zu tun, es sei in hilflose Hörigkeit von Frankreich geraten, und könne daher, selbst, wenn es wolle, unser Los nicht erleichtern. Das liegt ja gar nicht in Englands Interesse. Die ewigen Quälereien, denen wir ausgesetzt sind, werden kein Ende nehmen, bis entweder wir als Nation selbst ein Ende genommen haben, oder die deutsche Politik sich zu einer festen und energischen Abkehr von der bislang inne gehaltenen Linie aufrafft. Die Welt sieht in der Tat anders aus, als sie sich in den Köpfen unserer Pazifisten und sonstiger unverbesserlicher Idealisten ausmalt, und die Welt schätzt uns ganz anders ein, als gewisse Ideologen des Auslandes uns glauben machen wollen. Es war immer schon so, daß die Machthaber in England, in Frankreich, in Amerika, wohl wissen, daß Deutschland nicht so ist, wie es in der bekannten, in deutscher Sprache geschriebenen„Weltpresse“ gezeichnet wurde, aber man nutzte gern die unfreiwillige Hilfsstellung aus, um seine Einkreisungspolitik gegen Deutschland voran treiben zu können. Ist Englands Gegnerschaft vorwiegend, wenn nicht ausschließlich, auf wirtschaftliche Ursachen, auf ganz gewöhnlichen Handelsneid, zurückzuführen, so handelt Frankreich aus reinen machtpolitischen Interessen. Frankreich weiß nur zu gut, daß alles Gold der Welt nicht imstande ist, ein absterbendes Volk von einigen dreißig bis vierzig Millionen vor der Vernichtung durch ein, in seiner Kraft noch ungebrochenes Nachbarvolk von sechzig Millionen zu bewahren, noch dazu, wenn diesem Volk der Lebensraum so beschnitten ist wie uns.„Eines Tages muß doch die Not das Eisen brechen“, so denkt man in Frankreich. Was schließlich Amerika betrifft, so war seine Politik immer bestimmt von den Interessen des dort übermächtigen, international verfilzten, Kapitals. Die reine Geldsackpolitik, wie sie dort so kraß zutage tritt, kennt weder Liebe noch Haß aus ideellen Gründen. Gewiß, es gibt auch in Amerika Menschen, die nicht bar jeder ethischen Regung sind, aber sie sind einflußlos in puncto Politik. Die amerikanische Liebestätigkeit bestimmter amerikanischer Kreise nach dem Kriege soll keineswegs verkleinert werden, aber wir sollten auch nicht vergessen, daß die Summen dafür erst am Kriege verdient wurden, und daß sie niemals die Wunden heilen, die Toten erwecken können, die dank Amerikas Eintritt in den Krieg, um des Kriegsverdienstes willen, geschlagen worden sind. Kein anderes Volk in der ganzen weiten Welt hat es so nötig, wie das deutsche, allen Schalmeienklängen gegenüber harthörig zu sein. Wir mögen getrost hinnehmen, was uns von den anderen an lieblich Klingendem geboten wird, aber wir sollten es richtig einschätzen, uns immer dabei vor Augen halten, was Bogislaw v. Selchow ausrief: „Erst kommt mein Volk, und dann die andern vielen!“ Völkerversöhnung und Völkerverständigung ist gewiß ein Ziel, schön und erstrebenswert, aber wichtiger ist, zunächst für das eigene Volk erträgliche Lebensbedingungen zu schaffen und sie zu sichern, sonst wird es, dem schönen Ziel nachjagend und blind für die lauernden Gefahren am Wege, auf der Strecke bleiben. Die Gefahr ist für unser deutsches Volk riesengroß, die Mahnung„Deutschland erwache!“ deshalb nur zu berechtigt. * Der Verfasser teilt uns im Hinblick auf den obenerwähnten britischen Zeitungsbesitzer Lord Rothermere mit, daß die oft gehörte Behauptung, Lord Rothermere, sein verstorbener Bruder Lord Northeliffe, die mit Familiennamen Harmsworth hießen, stammten von einer Frankfurter jüdischen Familie Stern ab, nicht stimmt. Die Harmworths entstammen einer seit mehreren Jahrhunderten in Irland lebenden Bauernfamilie. Lord Northelisse, der älteste der Gebrüder Harmsworth, ist im besten Sinne des Wortes ein Selfmademan gewesen und hat seinen Brüdern den Weg geebnet. Keiner der Harmsworth hat irgend etwas Jüdisches an sich, weder im Aussehen, noch im Wesen. Das Gesicht, wie der ganze Kopf aller Brüder, zeigt den typischen Ausdruck und Form rassereiner Irländer. Die wirkliche Die deutsche Nachkriegsnot hat dazu geführt, daß die Wirtschaftsfragen immer mehr in den Brennpunkt des allgemeinen Interesses gerückt sind. Es ist eine Flut von wirtschafts= und sozialpolitischen Schriften aller Art auf dem Büchermarkt erschienen. Aber nur ein Bruchteil von ihnen ist es wert, daß man sich eingehender mit ihnen beschäftigt. Und nur wenige legt man mit der erfreulichen Feststellung aus der Hand, seine Zeit mit ihrer Lektüre nicht unnütz verschwendet zu haben, sondern ihnen einen Gewinn, eine Bereicherung und Vertiefung unseres wirtschaftswissenschaftlichen Rüstzeugs zu verdanken. Zu diesen wenigen Büchern gehört„Die wirkliche Wirtschaft" von Dr. Ludwig Reiners, auch wenn man vielleicht— je nach der inneren Einstellung — hinter die eine oder andere seiner Deutungen ein Fragezeichen zu machen versucht ist. In einem leicht verständlichen Frage= und Antwortspiel und an Hand sehr instruktiver graphischer Darstellungen versteht es der Verfasser vortrefflich, einen kurz zusammengefaßten, aber sehr klaren Anschauungsunterricht über die brennendsten wirtschafts= und sozialpolitischen Gegenwartsprobleme zu erteilen und mit manchen falschen Vorstellungen aufzuxäumen, wie man ihnen bei den üblichen, leider allzu üblichen Diskussionen über das komplizierte Gebiet der Volkswirtschaft auf Schritt und Tritt begegnet. Reiners beginnt mit der Bevölkerungsfrage, die er bis ins einzelne zu beleuchten versucht. Er weist mit Nachdruck auf die entscheidende Bedeutung unseres gegenwärtigen bevölkerungspolitischen Altersaufbaues hin, der gegenüber dem früheren Stand durch die zwei Millionen Kriegsverluste und den starken Ausfäll der Kriegsgeburten und den seelischen und materiellen Druck der Nachkriegsnot auf die Geburtenhäufigkeit ein wesentlich anderes Gesicht bekommen hat. Der anormal hohe Anteil der Mitteljahrgänge(von 15 bis 50 Jahren), denen also verhältnismäßig wenig Kinder und Greise gegenüberstehen, erklärt auch die vorerst noch relativ günstige Sterbeziffer des deutschen Volkes. Mit Recht aber hat Burgdörfer, der bekannte deutsche amtliche Bevölkerungsstatistiker, diesen Tatbestand als„eine pothek des Todes“ bezeichnet, die auf unserem Bevölkerungsaufbau ruhe. Auch unsere gegenwärtige Geburtenziffer ist eine„optische Täuschung" oder doch wenigstens eine vorübergehende Erscheinung, da wir zur Zeit viel mehr Frauen im gebärfähigen Alter haben, als dies bei einem normalen Altersaufbau der Fall wäre. Die weithin bestehende Auffassung, daß unser derzeitiger Rückgang der Geburtenziffer lediglich durch unsere mißliche Wirtschaftslage der Nachkriegsjahre verursacht sei, widerlegt Reiners an Hand überzeugenden Beweismaterials. Denn der Rückgang unserer Geburtenziffer datiert ja gar nicht erst seit dem Kriege, sondern bereits seit dem letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts. Mit dem Jahre 1880 beginnt die Geburtenziffer in fast allen Kulturstaaten ständig zu sinken. Zwischen 1875 und 1914 fiel die Geburtenziffer in England, Deutschland, Skandinavien, Italien, Oesterreich=Ungarn und den Vereinigten Staaten um etwa ein Drittel. Reiners geht dann näher auf die physischen und psychologischen Ursachen des Geburtenrückganges ein, um dann besonders auch die verhängnisvolle Wirkung der deutschen„Verstädterung“ herauszustellen, gegen die die„Völkerwanderung wie ein Schulausflug“ anmute. Auch an der konfessionellen Seite des Bevölkerungsproblems geht Reiners nicht vorüber. So kommen z. B. auf 100 jüdische Ehen 169 Kinder, auf 100 protestantische Ehen 195 und auf 100 katholische Ehen 273 Kinder. Wo Katholiken in der Diaspora, d. h. verstreut unter Protestanten leben, ist ihre Geburtenziffer geringer als bei den Katholiken der geschlossenen katholischen Gemeinden. Es färbt hier gleichsam die Weltanschauung der Protestanten ab.. Die streng katholischen, kapitalistisch noch nicht voll entwickelten,h agrarischen Länder wie Italien, Spanien, Polen und Rumänjen weisen die weitaus stärksten Geburtenziffern auf. Die geburtsvernichtende Wirkung des Großstadtlebens zeigt der Wasserkopf Berlin besonders deutlich. Hier, wo die„Rationalisierung des Seelenlebens“, die „Emanzipation der Frau“ usw. eine besonders führende Rolle spielen, finden w. nicht nur die niedrigste Geburtenziffer Deutschlands, sondern der ganzen Welt. Sie ist noch um ein Drittel niedriger als die von Paris und London. Interessant ist auch der Hinweis, auf den Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und Kapitalmarkt. So erklärt Reiners die verhälnismäßig hohe Kapitalbildung Frankreichs(auch schon vor dem Kriege) weitgehend aus dem geringen Bevölkerungswachstum Frankreichs. Auch die relativ hohe Sparziffer des Nachkriegs=Deutschland erklärt Reiners(z. T wenigstens) daraus, daß Deutschland gegenwärtig 5 Millionen Kinder weniger hat als 1913. Die dadurch verursachte jährliche Minderausgabe von—2 Milliarden Goldmark kommt nunmehr— wenn auch nicht im vollen Betrage— dem Sparkapital zugute. Im übrigen verspricht sich Reiners bezüglich der Bevölkerungsentwicklung von einer Sonderbesteuerung etwa der Junggesellen nicht das geringste. „Mit ihr erreicht man im besten Falle hohe Heirats= und Scheidungsziffern, aber keine hohen Geburtenzahlen. Eine einschneidende Wandlung ist nur von einer seelischen Umstellung zu erwarten. Wirtschaftliche Maßnahmen auf diesem Gebiete können nur ergänzend wirken.“ Reiners wirft dann die Frage auf, wofür das deutsche Volk sein Geld ausgibt, macht uns vertraut mit dem schwierigen Geld=, Kapital= und Zinsproblem(„Zwei Dinge pflegen die Menschen um den Verstand zu bringen:„Die Liebe und das Nachdenken über das Wesen des Geldes!“ hat der englische Staatsmann Gladstone einmal gesagt!), sucht Klarheit darüber zu vermitteln, warum die Geschäfte bisweilen so schlecht gehen, behandelt besonders ausgiebig die Arbeitslosenfrage, die soziale Schichtung, das Konjunkturproblem und das besonders aktuelle Gebiet der öffentlichen Finanzen. Zwar tritt Reiners in dem Kapitel über die Probleme der öffentlichen Finanzen mit aller Entschiedenheit der Beamtenhetze entgegen, unterzieht aber im übrigen das öffentliche Finanzgebaren einer sehr scharfen Kritik. Reiners erkennt an, daß die zehn Milliarden öffentlicher Mehrausgaben, die wir trotz der 1,5 Milliarden=Ersparnis am Wehr= und Polizeietat gegen früher jährlich tätigen, zum Teil zwangsläufig sind. Aber den reinen Verwaltungsaufwand, also die Ausgaben für unseren öffentlichen Verwaltungsapparat, nennt er„unbegreiflich hoch“. So kosten uns die Behörden, welche die 1,5 Milliarden Kriegspensionen auszahlen, über 50 Millionen Mark. Die Wohlfahrtsbehörden verschlingen einen reinen Verwaltungsaufwand von 150 Millionen, die Behörden für Schuldendienst 20 Millionen. Für Neubauten von Verwaltungsgebäuden, Krankenhäusern usw. werden jährlich mehrere hundert Millionen ausgewandt, wozu noch erhebliche Beträge für ähnliche Bauten der Reichsbahn, der Reichspost und Sozialversicherung kommen. Infolgedessen sind die öffentlichen Lasten heute derart hoch, daß der einzelne Deutsche—4 Monate im Jahr für den Staat, 1 Monat für die Sozialversicherung und 7 Monate für seine Nahrung, Kleidung und sonstigen Bedürfnisse arbeiten muß. Scharf geißelt Reiners auch das bestehende Steuersystem, das heute zu einer„Geheimwissenschaft hochbezahlter Fachleute“ geworden sei. „Vor dem Kriege lachte man über die Nachtigallensteuer in Hessen, die Taubensteuer in Schaumburg=Lippe, die Wasserklosettsteuer in Lübeck. Dafür haben wir heute Katzen=, Klavier=, Automaten=, Zuchtstiersteuern usw., im ganzen sind es 350 verschiedene Steuern. Der gewerbliche Betrieb muß heute an fast hundert Terminen im Jahre Steuererklärungen abgeben oder Steuern bezahlen. Die scharfsinnigsten Köpfe der Nation haben allmählich eine Steuerliteratur geschaffen, die an Umfang das ganze hinterlassene Schrifttum der Hellenen übertrifft!“—„Der Staat ist heute Sozius aller Unternehmer geworden, und zwar ein überaus bevorzugter Sozius. Er nimmt nur am Gewinn teil, nicht am Verlust, ja er erhält sogar bei einem Verlustabschluß einen erheblichen Betrag ausgezahlt. Sein Anteil steigt unter Umständen auf 50 Prozent des Reingewinns. Wenn also ein Geschäftsmann eine riskante Transaktion vorhat, z. B. eine Erweiterung seines Geschäftes, dann muß er sich sagen: gelingt sie, dann erhalte ich vom Gewinn nur 40 oder 50 Prozent, geht sie schief, dann trage ich den Verlüst ganz. Und er läßt die Finger davon.„Es ist ja ein Kinderglaube, anzunehmen; daß ein Steuersystem wie das heutige deutsche nicht abbremsend auf die Unternehmertätigkeit wirken muß... Man wird zugeben müssen, daß viele Staatsleistungen die Produktivität auch fördern, aber diese Hilfen können nicht den Schaden ausgleichen, den das Uebermaß der öffentlichen Last anrichtet.“ Dies einige wenige, willkürlich aus dem Buch herausgegriffene Gedankengänge. Es ist— wie bereits eingangs erwähnt— durchaus nicht nötig, daß man die Ansichten des Verfassers in jedem einzelnen Falle teilt. Nichtsdestoweniger wird man ihm für seine volkstümliche Darstellung eines der wichtigsten und schwierigsten Fragenkomplexe dankbar sein müssen, die sichtlich bemüht ist, von den brennendsten Problemen des Alltags auszugehen, um sie dann in den grellen Schein der Wirtschaftswissenschaft zu rücken und von dem Dunst über, kommener Theorien und haltloser Schlagworte zu freien und den Weg frei zu machen für ein hieb= und stichfestes Erkennen, ohne das unsere niedergebrochene Volkswirtschaft dem tödlichen Zerstörungswerke unzu, länglicher und dilettantischer Experimentierungskünste unweigerlich erliegen muß.„Die tausendfältige Ma. schinerie der modernen Wirtschaft“, schließt Reiners sein Buch,„ist überaus kompliziert und verwickelt. Wer sie nicht versteht, der wird sie auch nicht verbessern können.: „Die wirkliche Wirtschaft“ von Dr. Ludwig Reinerist in der ersten Auflage sehr rasch vergriffen gewesen Die zweite Auflage ist soeben herausgekommen. Das Buch kostet geb. 5,80 RM. und ist verlegt bei der Beck'schen Verlagsbuchhandlung in München. Die Wirtschaft ist unser Schicksal. Laut Bericht der„Rheinischen Lehrerzeitung“ faßte die Ortsgruppe Wuppertal des Deutschen Lehrervereins. eine der stärksten Ortsgruppen der Rheinprovinz, im Anschluß an einen Vortrag„Die Wirtschaft ist unser Schicksal“ folgende Entschließung: Wuppertal=Elberfeld, den 13. März 1931 An den Provinzialverband Rheinland des Deutschen Lehrervereins. Die Ortsgruppe Wuppertal des Deutschen Lehrervereins sieht in der vor zwei Jahren durch die Geldverknappung der Reichsbank eingeleiteten und später von der Reichsregierung und zahlreichen öffentlichen Körperschaften geforderten Preisabbaupolitik die wahre Ursache der großen Notlage der deutschen Gesamtwirtschaft, deren zwangsläufige Folgen die große wirtschaftliche Not weitester Volkskreise und der Kulturabbau auf allen Gebieten, insbesondere auf dem Gebiet der Volksschule, sind. Sie bedauert aufs tiefste, daß der Deutsche Beamtenbund und der Preußische Lehrerverein sich verleiten ließen, sich der Forderung nach allgemeinem Preisabbau anzuschließen und dadurch— unwissend zwar, aber doch fahrlässigerweise— mitschuldig wurden an dem großen wirtschaftlichen und kulturellen Elend und an der Notlage unserer eigenen Standesgenossen, der Junglehrer. Die Ortsgruppe Wuppertal des Deutschen Lehrervereins erwartet von den Spitzenverbänden der Beamten= und Lehrerschaft, daß sie von der verderblichen Forderung nach Preisabbau ablassen und sich für die Stabilisierung des allgemeinen Preisstandes einsetzen. Sie richtet an den Provinzialverband Rheinland die dringende Bitte, das Problem der Währungsstabilisierung und dessen Auswirkung auf die Kulturfragen so bald als möglich zum Gegenstand der Besprechung in allen angeschlossenen Vereinen zu machen und selbst die Forderung auf Stabilisierung des allgemeinen Preisstandes zu erheben. Guérard beim Dr B— Rom, 7. April. Der neichsverkehrsminister v. Guérard ist vom "„halbstündiger Audienz empfangen worden. Del minister stellte auch seine beiden Begleiter Ministerialdirektor Brandenburg und Wronsky dem Papst stagtssekretär Pacelli und andere Würdenträge Gespräche mit Kaufmannslehrlingen. Es sind erst wenige Tage her, seit der Lehrer in der Schule die zur Entlassung kommenden Schüler befragte, was sie denn werden wollten. Da meldeten sich zukünftige Schlosser, Mechaniker, Bauhandwerker— und einige für den Kaufmannsberuf. Nun sind die Schulmappen von 717000 jungen Menschen in die Ecke geflogen. Vielfach mußten sie nagelneuen Aktentaschen weichen. Der ereignisreiche, lange erwartete Tag ist da. Der erste Tag im Beruf. Die Arbeitsplätze sind gerichtet, und der Jahrgang 1917/18 tritt ein——— Auch ich mache mich auf den Weg. Ich will einmal erfahren, welche Vorstellungen die heutige Jugend, soweit sie den Kaufmannsberuf ergreift, hat, was sie davon vorfindet und welche Zukunftsaussichten sich bieten. Wir leben nicht mehr in Hanseatentagen und der Geist eines Fugger herrscht nicht mehr überall. Eine neue Zeit ist angebrochen. Trotzdem glaube ich aber, noch einen heranwachsenden Berufsstand zu finden, der die Seele der Arbeit noch erfaßt. Die Maschine gibt das Tempo der Arbeit an. Entscheidend ist, ob der Kaufmann es versteht, sie zu beherrschen.— Ich stehe vor einem Kolonialwarengeschäft. Durch das geschmackvoll dekorierte Schaufenster kann ich die Verkäufer hinter dem Ladentisch beobachten. Schnell finde ich den neuen Lehrling und eine günstige Gelegenheit, mit ihm einige Worte zu reden. „Ich bin jetzt 15 Jahre alt“, beginnt er,„und hatte schon immer Lust, Verkäufer zu werden. Gerade das Umgehen mit Kunden macht mir Freude. Mein Chef sagt allerdings, daß ich vorläufig noch nicht verkaufen darf. Ich muß erst die Ware und die Preise kennenlernen. Später darf ich dann auch das Fenster dekorieren, wenn ich einen Kursus mitgemacht habe.“ Ich frage:„Ja, was machen Sie denn jetzt den ganzen Tag?“—„Als jüngster Stift muß man erst überall zupacken. Kisten öffnen und auspacken, ja, auch den Besen und Staublappen in Betrieb setzen.„Na, und was ist denn Ihr Berufsziel?“ nachgedacht. Aber sicher kann ich später einmal Fil leiter oder so etwas werden, wenigstens erster Verkäu in einer großen Firma.“ Das Gespräch ist beendet. Der Junge gefällt mir. weiß, daß es Vorbedingung ist, zu wissen, wie man z. Brasilkaffee von den westindischen Sorten unterscheid was Rio und was Santos ist. Er muß italienischen R und Javareis auseinanderkennen und wissen, d Souchong= kein Kongo=Tee ist.—— Ich befinde mich in der Buchhaltung eines Gr konzerns. Rechenmaschinen rasseln, der Fernspreck läutet, Schreibmaschinen klappern im Nebenzimmer. T neue Lehrling sitzt am Tisch und trägt Rechnungen e „Ich will einmal Prokurist werden“, sagt er fra und frei,„es ist heute für den Kaufmann doch unm lich, sich noch selbständig zu machen. Darum möchte eine leitende Stellung in einem großen Betriebe habe „Bis dahin ist aber der Weg noch weit", bemerke „Das ist mir klar“, antwortet er,„der Betrieb ist hier groß, daß man nicht sofort alles versteht. Ich weiß ab auch noch nicht, wie man es anstellen muß, um einm etwas zu werden. Aber es wird sich schon finden.“ Ich freue mich darüber, daß auch dieser junge Men ein Ziel wenigstens sucht. Es ist ein Unterschied zwisch dem Lehrling vor 50 Jahren und dem der heutigen Ze Früher war die Tätigkeit des Kaufmannsgehilfen n Diese Mäglicht,i er sich danmn selbtänd Heute mushi—eit ist ihm sast ganz genomme 3 schon der junge Kaufmannsgehilfe ein u jungreiches Wissen und darüber hinaus noch auf eine bestimmten Gebiete etwas Besonderes leisten. Die A forderungen sind größer geworden, trotzdem der Lehrli vielen Büros nur eine einseitige Ausbildung erhäl weil die Arbeitsteilung so weit vorgeschritten ist, daß in drei Jahren wohl kaum durch alle Abteilungen ein großen Unternehmens kommt. Schließlich führe ich eine kurze Unterhaltung mit de „Neuen“ eines Handelshauses. Er hat vielleicht no den unmittelbarsten Zusammenhang mit der eigentliche Tätigkeit eines Kaufmanns. Er sieht noch die Ware, die auf Wagen verladen und zum Hafen gerollt wird. Er schreibt noch selbst die Frachtbriefe und die Zollpapiere und sieht schließlich noch den großen Dampfer, der die Waren in ferne Länder bringt. Auf meine Fragen antwortet er naturgemäß ziemlich unsicher, weil auch er noch nicht mit allem vertraut ist. Aber durch die Art der Tätigkeit im Exportgeschäft kann sich eben dieser Jungkaufmann am meisten unter seinem Beruf vorstellen. Er sagt zu mir: „Natürlich kann man in der Lehre nicht alles lernen, sondern muß sich auch noch außerhalb des Büros mit seinem Beruf beschäftigen.“ Ich fand diese Bemerkung sehr vernünftig und erwiderte:„Ach so, Sie meinen damit, daß Sie auch noch die Fortbildungsschule besuchen müssen? Oder nehmen Sie noch an privaten Lehrgängen teit, um sich zum Beispiel in einer fremden Sprache auszubilden?“ —„Ja, und noch mehr“, ist die Antwort. Dann erzählt er. „Mit dem ersten Tag meiner Lehre bin ich Mitglied des Bundes der Kaufmannsjugend im Deutschnationalen Handlungsgehilfen=Verband geworden. Dieser Verband bemüht sich sehr um die berufliche Weiterbildung von uns Kaufmannslehrlingen. Ich nehme jetzt erst einen Kursus in der englischen Sprache und einen in Kurzschrift mit. Was aber das Wichtigste ist, ich bin Mitglied einer Scheinfirma.„Scheinfirma?“ frage ich,„was ist das?“„Das kann Ihnen vielleicht Herr Wenzel besser sagen“, gibt der Lehrling zurück,„weil er nämlich unsere Scheinfirma leitet.“ Herr Wenzel berichtet:„Den Kaufmannslehrlingen ist heute in allen Geschäftszweigen eine ausreichende Berufsausbildung nicht mehr gewährleistet. Aus diesem Grunde hat hier der DHV. zur Selbsthilfe gegriffen. Fur seine Lehrlinge und Junggehilfen richtete er sogenannte Scheinfirmen ein. Zur Zeit bestehen im In= und Ausland schon etwa 600 solcher Firmen. Es geht dort genan so zu, wie in einem richtigen Geschäft. Die Uebungsfirmen aller Fachgruppen stehen untereinander im les haften Geschäftsverkehr. Nur Geld und Ware sind an“ genommene Werte. Die Jungkaufleute sollen hier vor Drohung mit abkommens. ite Die bisheri kussion über die nichtungünst den italienischen Pariser Presse tinax ist darüb men, daß er i französischen Ge ratifizierung de tung Italiens i Debatte?— sei italienischen Po Augenblick zwei damit nur, daß In das glei Flottenabko Zeitung, wäre n einer Neuorientigefallen wäre. 2 römische Regieru ihrer Haltung ge also zu nichts ge ter Weise zu so Handlungselemen men habe die befriedigend geste noch erschwert, beider Länder ir meinsame, so do gelassen habe. Uebereinsti ten Presse jed der Frage der den ersten Gan die Blätter vo darauf, daß die Reichskanzler Nach eine tische Regierun den Reichsauß vaten freundsa don eingeladet rigkeiten mach gestattet werder anwesend sein Die Meld britische Regier Chequers ergeh scher Seite beg private freund beide Länder Der König w Das Kab eingereicht, der gab zum Aus rung alle polit allen Dingen d der Wirtschaft So habe ich in den Beruf k und verwirrt, st mutige Auskun gerade für jun den rationalisie zu verstehen, d Kopf hängen lä ten schlecht sind beitslosen in Kaufmannsgehi Trotzdem h Streifzug übern lehrlinge getros der gesunden E es zum großen Maschinen, und mannsberuf we trizität gelöst. noch der Mittel zwar werden d Sinn der Arbe Wie sich ar nehmungen zu auf der ander Kaufmannsgeh Bund der Kau der körperliche lung seiner zur bemüht. Da fi Kreie gleichge mannen haben nationalen Ha um den berufl um als geschlos Nun ist der sehen, wie er keit, weil er n beit geht. Kuris nehi gegen Hlanen. grohung mit der Nichtratifizierung des Flottenabkommens.— Unterredung Briands mit dem italienischen Botschafter. — Paris, R. Aprts. Die bisherige Zurückhaltung Italiens in der Diszussion über den österreichisch=deutschen Zollvertrag und die nichtungünstige Beurteilung dieses Protokolls durch den italienischen Ministerpräsidenten Mussolini ist der pariser Presse schwer auf die Nerven gefallen. Pertinar ist darüber so aus dem Gleichgewicht gekommen, daß er im„Echo de Paris“, dem Blatt des französischen Generalstabs, Italien offen mit der Nichtratifizierung des Flottenabkommens droht. Die Haltung Italiens in der Anschlußfrage— steht dies zur Lebatte?— sei ein Prüfstein für die Ehrlichkeit der italienischen Politik. Bleibe Italien bei seiner im Augenblick zweifelhaften Haltung, dann beweise es damit nur, daß es keine ehrliche Verständigung wolle. In das gleiche Horn stößt das„Journal des Débats". Das Flottenabkommen mit Italien, so äußert sich die Zeitung, wäre nur dann berechtigt gewesen, wenn es mit einer Neuorientierung der italienischen Politik zusammengefallen wäre. Alles lasse aber die Annahme zu, daß die römische Regierung in keiner Weise die großen Richtlinien ihrer Haltung geändert habe. Das Flottenabkommen habe also zu nichts geführt, außer Frankreichs Flotte in törichter Weise zu schmälern und Frankreich eines wertvollen Handlungselementes zu berauben.(?) Das Flottenabkommen habe die französisch=italienischen Beziehungen nicht befriedigend gestaltet, sondern im Gegenteil die Besserung noch erschwert, weil man ein Mittel zur Annäherung beider Länder im Hinblick auf eine, wenn auch nicht gemeinsame, so doch wenigstens parallele Politik unbenutzt gelassen habe. Uebereinstimmung herrscht in der rechts orientierten Presse jedenfalls darüber, daß„Frankreich in der Frage der österreichisch=deutschen Zollgemeinschaft den ersten Gang verloren hat.“ Ihre Hoffnung setzen die Blätter vom Schlage des„Petit Parisien" nun darauf, daß die Kleine Entente sich zu einer„enerEnglische Einladung an Brüning Reichskanzler und Dr. Curtius begeben sich im Mai nach London. Nach einer Meldung der„Times“ hat die britische Regierung den Reichskanzler Dr. Brüning und den Reichsaußenminister Dr. Curtius zu einem privaten freundschaftlichen Besuch für April nach London eingeladen. Da jedoch der Zeitpunkt Schwierigkeiten machte, soll der Besuch erst im Mai abgestattet werden. Die„Times“ hofft, daß auch Briand anwesend sein wird. Die Meldung der„Times“ ist zutreffend. Die britische Regierung wird eine offizielle Einladung nach Chequers ergehen lassen, die Anregung ist von deutscher Seite begrüßt worden. Es handelt sich um eine private freundschaftliche Aussprache über Fragen, die beide Länder interessieren. gischen Haltung aufrafft“, nämlich zur Anrufung des Völkerbundes wegen drohender Kriegsgefahr! Zu der Unterredung des französischen Außenministers Briand mit dem italienischen Botschafter verlautet, daß beide die neuen Schwierigkeiten in der Frage des Flottenabkommens und die Frage der österreichisch=deutschen Zollunion erörtert haben. Die Franzosen verdächtigen Italien, es nehme in der Frage der Zollunion zugunsten Deutschlands Stellung, um in der bereits gelösten Flottenfrage neue Zugeständnisse von Frankreich zu erlangen. Es soll hier nicht untersucht werden, inwieweit taktische Erwägungen für die italienische Haltung bestimmend sind, daß aber trotz der grundsätzlichen Einigung über die Flottenfrage hinsichtlich des technischen Teiles dieses Abkommens ernste Schwierigkeiten bei der Schlußredaktion aufgetaucht sind und so die alte Streitfrage der französisch=italienischen Flottengleichheit wieder aufgerollt worden ist, wird man wohl auch in Paris nicht bestreiten wollen. In erster Linie handelt es sich bei diesen Auseinandersetzungen um das Tempo, das für die Ersetzung der Schiffseinheiten von 1933 bis 1936 zu wählen ist. Auf französischer Seite meint man, daß die alten Schiffe während dieses Zeitraumes weiterhin ersetzt werden müßten, damit die französische Marine ihre Ueberlegenheit über die italienische behalten könne. Auf italientscher Seite vertritt man den Standpunkt, daß über 1933 hinaus ein Ersatz nicht vorgenommen werden dürfe, um der Flottenabrüstungskonferenz, die nach Ablauf des Abkommens vorgesehen ist, volle Handlungsfreiheit zu lassen. Flottenausschuß vertagt. — London, I7. Aprik. Der Ausschuß zur Abfassung des Wortlautes des englisch=französisch=italienischen Flottenabkommens hat sich vertagt und wird erst am 14. April wieder zusammentreten. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph“ bemerkt hierzu, in englischen Kreisen herrsche die Ansicht, daß, wenn Frankreich nicht bereit sein sollte, Italien in der Frage der leichten Kriegsschifse entgegenzukommen, ein Abbruch der Arbeiten des Ausschusses zu befürchten stehe. Den unmittelbaren Anlaß zur Demission des Kabinetts Mironescu bildete der Rücktritt des Handelsministers Manoilescu, der vor drei Tagen bei einer Abstimmung über eine Gesetzesvorlage mit der Regierungspartei in Konflikt geriet und sofort seine Absicht kundgab, sein Amt niederzulegen. Alle Bemühungen, ihn umzustimmen, scheiterten. Titulesen beauftragt. Der rumänische Gesandte in London Titulescu ist mit der Kabinettsbildung beauftragt worden und hat den Auftrag angenommen. Titulescu wird am Mittwoch in Bukarest erwartet. Die Bildung einer Konzentrationsregierung dürfte jedoch Schwierigkeiten machen, und ob die Auflösung des Parlaments sich vermeiden läßt; ist noch sehr fraglich. Ostern der Gottlosen. Kabinettsrücktritt in Rumänien Der König wünscht eine nationale KonzentrationsRegierung. — Bukarest, 7. April. Das Kabinett Mironesen hat seinen Rücktritt eingereicht, der vom König angenommen wurde. Er gab zum Ausdruck, daß er bei der neuen Regierung alle politischen Kräfte beteiligt zu sehen wünsche. allen Dingen die oft sehr schwierigen Zusammenhänge der Wirtschaft verstehen lernen.“ So habe ich noch manchen Kaufmannslehrling, der neu in den Beruf kam, befragt. War der eine verschüchtert und verwirrt, so gab der andere dafür eine treffende und mutige Auskunft. Es muß zugegeben werden, daß es gerade für junge Menschen nicht leicht ist, sich heute in den rationalisierten Betrieben durchzufinden. Es ist auch zu verstehen, daß mancher von vornherein mutlos den Kopf hängen läßt, wenn er hört, daß die Berufsaussichten schlecht sind und daß unter den fast 5 Millionen Arbeitslosen in Deutschland ein nicht geringer Teil von Kaufmannsgehilfen vorhanden ist. Trotzdem habe ich aber doch auf meinem kleinen Streifzug überwiegend zielbewußte, fröhliche Kaufmannslehrlinge getroffen, die auch einen gesunden Geist neben der gesunden Seele haben. Und auf die Seele kommt es zum großen Teil an. Die Menschen sind ja noch keine Maschinen, und die entscheidenden Aufgaben im Kaufmannsberuf werden auch heute noch nicht von der Elektrizität gelöst. Der Mensch mit Herz und Hand ist immer noch der Mittelpunkt und wird es immer bleiben. Und dwar werden die den Sieg davontragen, die etwas vom Sinn der Arbeit wissen. Wie sich auf der einen Seite die Wirtschaftsunternehmungen zusammengeschlossen haben, so finden wir auf der anderen Seite auch den Zusammenschluß der Raufmannsgehilfen und Lehrlinge. Es ist gerade der Bund der Kaufmannsjugend im DHV., der sich neben der körperlichen Ertüchtigung um die berufliche Entwicktung seiner jungen Mitglieder in hervorragender Weise bemuht. Da finden die neuen Kaufmannslehrlinge einen sreis gleichgesinnter Berufskameraden. 72000 Jungnannen haben sich in der Jugendabteilung des Deutschsationalen Handlungsgehilfen=Verbandes schon vereint, im den beruflichen Aufstieg gemeinsam vorzubereiten, um als geschlossene Gruppe zusammenzustehen. Nun ist der neue Jahrgang einmarschiert. Wir wollen schen, wie er sich bewährt. Ich glaube an seine Tüchtigseit, weil er mutig und mit ganzem Herzen an die Arbeit geht.. Weiler. 187 Verhaftungen in Berlin. Trotz des polizeilichen Verbots der Österpropaganda der Kommunisten und der Freidenkerorganisation sind am 1. Feiertag und in der Nacht zum Montag in zahlreichen Fällen Versuche unternommen worden, dieses Verbot zu sabotieren. In allen Gegenden der Stadt wurden Demonstrationszüge gebildet. Größere und kleinere Trupps zogen von Haus zu Haus, um Hetzreden gegen die Religion zu halten, und ebenso versuchten nachts Klebekolonnen durch Anschläge Stimmung für die Kommunistische Partei und das Freidenkertum zu machen. Dabei ist es vielfach zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Fast in allen Fällen mußte vom Gummiknüppel Gebrauch gemacht werden, wobei insgesamt 187 Personen wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Aufreizung und tätlicher Beleidigung festgenommen wurden. Zu wiederholten Ansammlungen kam es in der Kösliner Straße, die von den Maiunruhen im Jahre 1929 in Erinnerung ist. „Rote Ostern“ in Braunschweig. — Braunschweig, 7. April. Trotz des Verbots der geplanten Österkundgebung er kommunistischen Jugend und der Gottlosenverände waren viele auswärtige Kommunisten erschieen. Die Polizei mußte mehrmals einschreiten. Am stersonntag versuchten zwei jüngere Kommunisten den sottesdienst in der Brüderkirche zu stören. Sie ließen inige Glasflaschen mit einer stinkenden Flüssigkeit allen und entfernten sich. Der Gottesdienst nahm einen Fortgang. Demonstrationszüge versüchten gechlossen in die Stadt zu gelangen, wurden aber von er Polizei daran gehindert. Dabei wurden 339 Peronen festgenommen. Bei zwei Verhafteten wurden Paffen gefunden. Ein Polizeiwachtmeister erhielt inen Stich durch den Tschako in den Kopf. Der Täter vurde verhaftet. Kommunistische Ostertrawalte. — Hamburg, 7. April. In Flensburg kam es an erschiedenen Stellen der Stadt zu größeren kommunitischen Krawallen und zu Zusammenstößen mit der solizei. Eine Reihe von Personen wurde verhaftet, arunter der kommunistische Reichstagsabgeordnete seuck aus Wesselburen. Die ersten Wahlresultate in Spamion. — Madrid, 7. April. Nach dem Wahlgesetz für die Gemeindewahlen gelten die Kandidaten, in deren Bezirk keine Gegenkandidaten aufgestellt sind, als gewählt. Auf Grund dieser Bestimmung sind bisher 952 Monarchisten und 179 Kandidaten der antidynastischen Parteien gewählt. Die Vorschläge zur Arbeitsnot. Die Einzelheiten des Gutachtens. Die von der Reichsregierung Ende Januar 1931 eingesetzte Gutachterkommission zur Arbeitslosenfrage hatte ihren Auftrag in zwei Aufgaben gegliedert. Die erste umfaßt die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit; die zweite die Milderung ihrer Folgen. Der erste behandelt die Verkürzung der Arbeitszeit zugunsten von Neueinstellungen; der zweite die Einschränkung ungerechtfertigten Doppelverdienstes. In der Arbeitszeitfrage werden vorgeschlagen einmal Verwaltungsmaßnahmen, und zwar Arbeitszeitverkürzung in den öffentlichen Betrieben, reichliche Bemessung der Lieferfristen bei öffentlichen Aufträgen und Einwirkung der Schlichtungsbehörden auf Verkürzung der tarifvertraglichen Arbeitszeiten. Sodann aber schlägt die Kommission den Erlaß eines Gesetzes vor, das die Reichsregierung ermächtigen soll, mit Zustimmung des Reichsrats für einzelne Gewerbezweige oder Berufe die Höchstdauer der regelmäßigen werktäglichen Arbeitszeit bis auf 40 Stunden wöchentlich herabzusetzen. Landwirtschaft und Hauswirtschaft scheiden aus. Von einer allgemeinen Herabsetzung der Arbeitszeit durch das Gesetz wird abgesehen. Die Herabsetzung braucht nicht auf 40, sie kann auch z. B. auf 42 Stunden erfolgen. Der Lohnausgleich wird als ein schwieriges Problem angesehen. In der gegenwärtigen Krise erscheine ein Lohnausgleich, der zu einer Erhöhung der Gestehungskosten führen würde, im allgemeinen nicht tragbar. Die Frage der Doppelverdiener ist in dem Gutachten ausführlich behandelt. Gesetzliche Maßnahmen werden nicht vorgeschlagen. Die Kommission verlangt, daß die privaten Arbeitgeber ihre Belegschaften daraufhin durchprüfen, ob Arbeitnehmer mit einem anderweitig gesicherten Einkommen ersetzt werden können. Die öffentlichen Verwaltungen sollen bei ihren Beamten und Dauerangestellten die Genehmigung zu bezahlten Nebenbeschäftigungen unverzüglich widerrufen und neue Anträge nur dann genehmigen, wenn die Nebenbeschäftigung mit Rücksicht auf die Lage des Arbeitsmarktes verantwortet werden kann. Die verheirateten Beamtinnen will die Mehrheit der Kommission durch Abfindung zum Ausscheiden anreizen. Die Minderheit verlangt, daß den verheirateten weiblichen Beamten unter Gewährung einer Abfindung zu kündigen ist, sofern ihre wirtschaftliche Versorgung gesichert erscheint. Die Kommission hat sich auch mit der Pensionskürzung bei Arbeitseinkommen befaßt, glaubt aber, in dieser Frage von einem Gutachten absehen zu können, weil ein Entwurf der Reichsregierung dem Reichstag bereits vorliegt. Stegerwalds Besprechung mit Shinwell. Ihr Charakter informatorisch.— Erörterung der Frage der Arbeitszeit im Bergbau. — Berlin, 7. April. Ueber die Besprechungen zwischen dem englischen Bergbauminister Shinwell und dem deutschen Reichsarbeitsminister Stegerwald werden jetzt Einzelheiten bekannt. Die Besprechung hatte im wesentlichen nur einen informatorischen Charakter. Irgendwelche Abmachungen sind nicht getroffen worden. Dies war auch deswegen nicht möglich, weil der englische Bergbauminister die Einbeziehung des deutschen Braunkohlenbergbaues in eine internationale Regelung der Arbeitszeit im Kohlenbergbau forderte. Dieser Forderung mußte von Deutschland entgegengetreten werden. Die Betriebsverhältnisse im Braunkohlenbergbau sind von denen des Steinkohlenbergbaues außerordentlich stark verschieden. Hinzu kommt auch noch, daß ein nennenswerter Braunkohlenbergbau nur in Deutschland besteht, während eine Arbeitszeitregelung für den Steinkohlenbergbau alle Länder erfaßt. Holland zur Zollermächtigung. Die deutsche Regierung soll um Auskunft über die Handhabung der Gesetzes gebeten werden. — Amsterdam, 7. April. In einer unter dem Vorsitz des früheren holländischen Landwirtschaftsministers Dr. Posthuma abgehaltenen Sitzung der Vertreter der maßgebenden holländischen landwirtschaftlichen Organisationen, an der auch Abgesandte landwirtschaftlicher Organisationen Dänemarks, Lettlands und Litauens teilnahmen, wurden eingehend die Schwierigkeiten erörtert, die der Ausfuhr der landwirtschaftlichen Erzeugnisse der genannten Länder entgegenstehen. Namentlich beschäftigte man sich mit dem kürzl vom Deutschen Reichstag angenommenen Zollermäc tigungsgesetz. Es wurde beschlossen, bei den Regi rungen darauf hinzuwirken, daß diese sich an die deutsche Reichsregierung mit der Anfrage wenden sollen, auf welche Weise sie das Zollermächtigungsgesetz zu handhaben beabsichtigt. Die landwirtschaftlichen Organisationen sollen ferner eingehende Erhebungen über die Beeinträchtigung der Ausfuhr ihrer landwirtschaftlichen Produkte durch andere Länder,„sowie eine Untersuchung der Frage vornehmen, welche Gegenmaßnahmen gegebenenfalls ergriffen werden können". Die Ergebnisse dieser Erhebungen sollen von dem von den holländischen landwirtschaftlichen Organisationen errichteten„Wirtschaftlichen Abwehrkomitee", das seinen Sitz im Haag hat, gesammekt werden. Offiziöse Stellungnahme Italiens Zurückweisung der Pariser Hetze durch „Morneie Die dem italienischen Außenministerium nahestehende Zeitung„Giornale'Italia“ wendet sich in einer redaktionellen Betrachtung mit Entschiedenheit gegen die von Vertinar im„Echo de Paris“ ausge sprochene Drohung, Frankreich werde sich zweimal die Ratifizierung des Flottenabkommens überlegen müssen, wenn Italien in der Frage der deutsch=österreichischen Zollunion einen Kuhhandel treibe und sich auf die Seite der Mittelmächte stelle. Das römische Blatt erklärt, Italien werde sich bei einem solch delikaten Problem mit seiner Entscheidung noch weniger beeilen, wenn man solche erpresserische Versuche mache. Eine Vermengung der Frage des Flottenabkommens mit der des deutschösterreichischen Wirtschaftsabkommens sei unzulässig. Wie könnte übrigens Pertinar von der italienischen Absicht eines„Kuhhandels“ sprechen, wenn er selber die Pression aurate, das Flottenabkommen zunächst nicht zu ratifizieren. Ueber die offiziöse Stellungnahme Italiens soll nach„Giornale'Italia“ in den nächsten Tagen eine amtliche Note Genaueres aussagen. Parlamentsabordnung bei Laval Frankreich soll sich in der Unionsfrage nicht mit einer negativen Haltung begnügen. Der französische Ministerpräsident Laval empfing mit Briand eine Abordnung von vier Senatoren und drei Abgeordneten, die ihm, wie Havas berichtet, im Zusammenhang mit den österreichisch=deutschen Zollangleichungsverhandlungen„auf die Notwendigkeit aufmerisam machten, sich nicht mit einer negativen Haltung zu begnügen, sondern einem Zusammengehen eine positive Politik der wirtschaftlichen Reorganisierung Europas entgegenzustellen. Die Abordnung habe Ausdruck gebracht, die franzö gesetzlich zulässigen und notwendigen Getreidekäufe selbst leiten und die Unterbringung französischer Spargelder im Auslande beeinflussen,„um so der Politik der internationalen Solidarität zu dienen“. In dieser Hinsicht sei eine engere Zusammenarbeit der betreffenden Parlamentsausschüsse, d. h. des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und der Ausschüsse für Landwirtschaft, für Handel und für Zollfragen ins Auge gefaßt worden. erner den Wunsch zum sische Regierung möge die Mißregelungen in Südtirol. Nach einer Meldung aus Bozen wurde der frügere Landtagsabgeordnete und ehemalige Setretär der Tiroler Volkspartei, Michael Malfertheiner, von der dortigen Koufinierungskommission zu drei Jahren Zwangsaufenthalt verurteilt. Malfertheiner soll unerlaubte Verbindungen über die Grenze unterhalten beben. Gutachten der Kommission. Für Arbeitezeitverkürzung und Verbot der Nevenbeschäftigung von Beamten. Die von dem Reichsminister a. D. Dr. Brauns efährt„Kommission zur Ausarbeitung von Vorzur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hat der Reichsregierung zwei erste Gutachten unterbreitet. In diesen Gutachten beschränkt sich die Kommission zunächst auf die Frage der Arbeitszeit und der Doppelverdienen. Hinsichtlich der Arbeitszeit ist die Kommission zu dem Ergebnis gekommen, daß die Arbeitskrise nicht gelöst werden kann ohne eine gesetzliche Arbeitszeitverkürzung. Auf gesetzlichem Wege sollen verschiedene Industrien die Ermächtigung erhalten, die Arbeitszeit, die gegenwärtig gesetzlich acht Stunden beträgt, neu festzusetzen und dabei zu verkürzen. Den Hauptwert legt der Reichsarbeitsminister dabei auf freiwillige Maßnahmen der Industrie. In der Frage der Doppelverdiener verspricht sich die Kommission von gesetzlichen Maßnahmen keinen Erfolg, wohl aber glaubt sie durch Verwaltungsmaßnahmen zum Ziele kommen zu können. D. h. die Behörden sollen ihren Beamten und Angestellten jegliche Nebenbeschäftigung verbieten. Die Heeresausgaben der Mächte Eine Statistik des britischen Kriegsministers.— Beträchtliche Steigerung seit 1924. — London, 7. April. Der englische Kriegsminister ergänzt in einer schriftlichen Antwort eine früher gemachte mündliche Erwiderung auf eine Anfrage bezüglich der prozentualen Verminderung der Heeresausgaben verschiedener Großmächte. Danach haben Großbritannien und Japan als einzige diese Ausgaben gegenüber 1924 vermindert, und zwar Großbritannien um zehn und Japan um 1,6 Prozent, während Frankreichs Ausgaben sich um 64 Prozent erhöht haben, oder— wenn man die Ausgaben für die Luftdienste 1930 einschließt — um nicht weniger als 110 Prozent! Italien hat seine Ausgaben um 36 Prozent erhöht, die Vereinigten Staaten um 28 Prozent, Rußland um 184 Prozent. Bei diesen Besprechungen sind besonders Beträge, wie z. B. für Befestigungen usw., die außerhalb des militärischen Budgets bewilligt worden sind, noch nicht einmal eingerechnet. Andererseits erfolgt die Berechnung in jedem Falle zwar in der Währung des in Betracht kommenden Landes, es wurde jedoch keiner Aenderung Rechnung getragen, die in der Kaufkraft der Währung zwischen den Jahren 1924 und 1930 eingetreten sein mag. Die Kaufkraft des Pfundes Sterling, des Dollars und des Yens hat während dieses Zeitraumes zugenommen, während sich die des Francs und der Lira verminderte. Militärrevolte auf Madeira. Die portugiesischen Behörden gefangengesetzt. Funchal ist es zu einer regierungsseindlichen Militärkundgebung gekommen. Der Sonderv#elegierte der portugiesischen Regierung, der Zivilgouverneur und der Militärgonverneur sind festgenommen worden. Die Militär= und Zivilgewalt ist dem General Souza Dias als dienstältestem Offizier übertragen worden. Der portugiesische Ministerrat hat beschlossen, ein Truppenkontingent nach Madeira zu entsenden, um die Aufstandsbewegung in Zunchal zu unterdrücken. Die Kultur im Osten. Im Anschluß an den in der Nr. 66 des„Aufwärts“ erschienenen Artikel:„Das Unrecht an Oberschlesien", der in einer klaren, ruhigen, nicht mißzuverstehenden Sprache gehalten war, sollen die folgenden Zeilen etwas eingehen auf die kulturellen Schäden, die jene unsinnige, vom Völkerbund selbst gezogene Grenzlinie verursacht hat. War der Osten schon früher an sich kulturell vernachlässigt, so hat er unter der Entwicklung der Dinge noch stärker gelitten. Unsere Westgrenze ist mit einer doppelten Reihe von Universitäten und Hochschulen besetzt. während der Osten nur vier aufweist: Königsberg, Breslau, Greifswald und Berlin, wenn man die beiden letzteren überhaupt mitzählen kann. Zwischen Königsberg und Breslau fehlt es überhaupt an einem starken kulturellen Stützpunkt des Ostens. Das Schulwesen, das Rückgrat unserer gesamten Kultur, wie sieht es damit aus? Ueberall sehen wir, daß frühere Schulen abgetrennt sind und dafür Neubauten erforderlich wurden, oder daß die bestehenden Gebäude den heutigen Bedürfnissen nicht mehr entsprechen. Im Volksschulwesen sind die laufenden Ausgaben so hoch, daß die leistungsschwachen Kommunen des Ostens sie nicht mehr tragen oder nur in solchem Umfang erschwingen können, daß für die Ausstattung nichts mehr übrig bleibt. Im Regierungsbezirk Köslin und im Grenzkreis Großwartenberg sind die Schulen sogar teilweise wegen Einsturzgefahr polizeilich geschlossen worden. Schülerheime, die besonders in kleineren Städten dringend geboten sind, damit das flache Land an der günstigen Entwicklung des höheren Schulwesens teilhaben kann, sind nur vereinzelt vorhanden. Die Kommunen haben ferner erhebliche# träge für die Berufsschulen zu leisten; sie sind ind durch soziale Abgaben, die auf gesetzlicher Vorschrift#. ruhen, so belastet, daß sie den Pflichten auf kulturesl, Gebiet nur in beschränktem Umfange nachkommen kön. nen. Das ist ja gerade das Niederziehende, daß die lichen Kommunen gar nicht imstande sind, irgendwelcaus ihrer Grenzlage erwachsenden Sonderausgeöen selbst zu erfüllen. 68 Hierfür ein bezeichnendes Beispiel: Auf den Gebirge. kämmen des Riesengebirges errichtet die Tschechoslowa, kei Bauden und Wanderherbergen, lockt damit den Ver, kehr und tschechisiert das Land. Die in mittelbarer Nähgelegenen Kreise können aus Eigenem Gleichwertigeebensowenig entgegenstellen, wie Neubentschen von Kreise Meseritz neu aufgebaut werden konnte. Welch außerordentlich weittragende Bedeutung kulturelle Seite des Ostproblems hat, soll noch an einem Beispiel dargetan werden. Die Polen errichteten in Kattowitz ein großes polnisches Museum als polnische Kulturschöpfung größten Stils. Zielsetzung und Aufbau sind eindeutig von dem polnisch=staatspolitischen Willen diktiert, bei dem Oberschlesier das Bewußtsein der Zu. gehörigkeit Oberschlesiens zu Polen zu stärken, den hohen Stand der polnischen Kunst zu zeigen und dazulegen, daß die Kultur des Auslandes auf diesem Gebiet geringer sei. Nun ist ja im Grunde gegen kulturellen Wettstreit beider Völker nichts einzuwenden. Wie aber steht es, wenn dabei Kunst und Wissenschaft in den Dienst einseitiger Interessenpolitik gestellt werden? Ist es so unbekannt, daß Polen alle Wissenschaften ganz in die volitische Richtung seines Handelns einschaltet? Und sollte es nun mit der Kunst anders sein? Der polnische Museumsdirektor prägte den Satz:„Der Einfluß des Museums soll nicht bloß von didaktisch= und bildend=ästhetischer Bedeutung sein, sondern auch zur Vertiefung des„Nationalbewußtseins“ beitragen!“ Hier muß die deutsche Seite unbedingt dieser Größe eine gleichwertige entgegensetzen. Für den deutschen Osten muß die deutsche Volksgesamtheit, wenn auch nur auf Zeit, Opfer bringen; denn Ostnot ist deutsche Not! Emil Scheele Ein öffentliches Geheimnis ist die neue Art des Spülens geworden, die praktische Hausfrauen entdeckt haben. Man soll das so machen: Einige Handvoll Sil Henkels Bleichmittel— werden in kaltem Wasser aufgelöst und dem ersten heißen Spülwasser beigegeben. Die Rückstände aus der Waschlauge gehen dann viel schneller und leichter aus dem Gewebe heraus. Sie werden staunen, wie fix Sie das Spülen hinter sich haben und wie klar und taufrisch Sie die Wäsche anlacht. — Christl. Verein junger Männer. Mittwoch 8 Uhr abends Jungmännerkreis. Donnerstag 8 Uhr Jungvolk. Freitag 8 Uhr abends Generalversammlung in Gosen. — Infolge eines Trauerfalls in unserer Familie ist es uns leider nicht möglich gewesen, uns überall so zu verabschieden, wie wir es gern gewollt hätten. Wir danken aber auf diesem Wege für alle Liebe und treue Hilfe, die wir in den vergangenen 5½ Jahren in Bethel erfahren haben. P. Th. Kueßner und Frau. Lötzen.=Pr. Diakonissen=Mutterhaus Bethanien. Schriftleitung: W. Kraa, Wirtschafts= und Weltpolitik: D. H. Huttel, Anzeigen: K. Diekmann, alle in Bethel. Zuschriften für die Schriftleitung: Bielefeld. Schließfach 28. Für Geldsendungen Postscheckkonto: Hannover 67377,„Aufwärts“, Christliches Tageblatt, Bethel b. Bielefeld. Fernruf 3911/3919, Am Bielefeld. Druck und Verlag: Anstalt Bethel. Knollengewächse: Dahlien, Gladiolen, Begonien. Baumschulartikel: Obstbäume, Ziersträucher, Rosen, Nadelhölzer.— Blütenstauden usw. 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