Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und 0,86 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Kürs Ausland unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67877. den Beilagen„Für Herz und Anzeigenpreis: Kindergabe“ und„Anser Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Reklame 30 Pfg. Beilagen unter 25 gje tausend 13 Mi Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. Nr. 305. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld), Mittwoch, den 31. Dezember 1930. 12. Jahrgang. Sei eingedenk, o Menschenkind, Wie schnell des Daseins Frist verrinnt, Und daß, wie in dem schönsten Morgen Des Abends Anfang ruht verborgen, Der Markstein steht der Todesnähe. Drum folg der Mahnung, die dir rät: „Benütz die Zeit, eh es zu spät.“ Theodor Motteler. Giniggmiigiiin Hervés neueste Partei. Hervés Vorstoß, eine Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland herbeizuführen, ist wie das Hornberger Schießen ausgelaufen. Telegramme wurden hin und her gewechselt. Ein Erfolg ist ausgeblieben. Nun hat Hervé eine politische Partei gegründet, die(man staune!) Sozialistische Nationale Partei heißt. Die Leitsätze dieser Partei sind in der Zeitung„La Victoire“(der Sieg) veröffentlicht worden. Es heißt darin: „Die Sozialistische Nationale Partei ist eine sozialistische Partei gegen den Kommunismus(damit ist aber der Marxismus gemeint), der die schreckliche Katastrophe in Rußland hervorgerufen hat und der auch Frankreich zu den gleichen Greueltaten führen will. Der politische Kommunismus von Blum(Führer der franz. Sozialdemokraten) und der revolutionäre Kommunismus von Cachin(Führer der franz. Kommunisten) erstreben die Verstaatlichung der Industrie, der Gruben, Banken, Verkehrsmittel, Gebäude, des Handels und Grund und Bodens. Der Staat ist aber der dummste Unternehmer. Um das gosteckte Ziel-zu erreichen, predigt der Kommunis= mus(lies Marxismus) den Klassenkampf und die soziale Revolution. Er sagt: Die Proletarier kennen kein Vaterland; er singt: Unsere Kugeln sind für unsere Generale(!); er fügt hinzu: Die Religion ist das Opium der Völker. Indem er die persönliche Verantwortung, die individuelle Initiative, das private Eigentum, das Sparen tötet, Quellen des materiellen Fortschritts der Welt, indem er die Religion und das Vaterland, die moralischen Grundlagen unserer Kultur, zerstört, führt der Marxismus das in Frankreich herbei, was er schon in Rußland erzeugt hat: Elend, allgemeine Knechtschaft, moralischen Rückgang. Die Sozialistische Nationale Partei ist eine Partei des Friedens. Sie tritt für eine französisch=deutsche Verständigung auf der Grundlage des Versailler Vertrages(!) ein; sie ist Anhängerin der Schiedsgerichtsbarkeit zur Schlichtung von Streitfällen von Staat zu Staat; sie ist Anhängerin des Völkerbundes. Durch die grausame Lehre des Weltkrieges gewitzigt, lehnen die Sozialisten=Nationalisten(..) es ab, am Vaterland, dessen ergebenste und disziplinierteste Söhne sie sind, zu nörgeln. Die..=Partei stellt über alles und über alle das materielle und moralische Wohl des Vaterlandes. Sie glaubt, daß die Einigung unter den Franzosen, die Aufrechterhaltung der militärischen Kräfte und die Pflege der Soldatentugenden für noch lange Zeit Schutz und Wehr Frankreichs sein werden gegen eine Invasion und eine Zerstückelung. Den französischen Arbeitern(warum nur ihnen allein!) ruft die Partei unverdrossen zu, daß Frankreich verloren ist, der Versklavung anheimfällt und als große Nation verschwinden wird, wenn die Geburtenkrisis nicht überwunden wird. Die Geburtenkrisis hat es vermocht, daß die französische Bevölkerung von 38 Millionen vom Jahre 1870 bis 1914 unverändert geblieben ist, während die deutsche Bevölkerung in der gleichen Zeitspanne und in fast gleichem Raum von 40 auf 67 Millionen gestiegen ist. Die..=Partei fordert die weitgrößte soziale Gerechtigkeit. Sie verkündet, daß soziale Gerechtigkeit nur dann besteht, wenn jeder nach seiner Leistung und seinem Können entlohnt wird. Sie verkündet, daß keine menschliche Gesellschaft ohne Leitung und Hierarchie bestehen kann. Die Partei will durchaus nicht das wunderbare kapitalistische System, das seit etwas weniger als hundert Jahren für die Freiheit der Arbeit, der Konkurrenz eintritt, das die Zusammenlegung don Kapitalien zu Aktiengesellschaften ermöglicht, das die Lage der Wertschafsenden um 500 Prozent verbessert hat, zerschlagen. Im Gegenteil. Die Partei will dieses System beibehalten und den Schaffenden ein Dasein verschaffen wie beispielsweise das Leben der Arbeiter in..A.(!). Die..=Partei fordert Schutz des französischen Handarbeiters gegen das Uebermaß der Einfuhr fremder Arbeitskräfte, Verallgemeinerung der sozialen Versicherung, obligatorische Zahlungen für Zuwendungen für Kinder, Beteiligung der Arbeitnehmer an der Erzeugung und an den Geschäften(eine nebelhafte Forderung!), Zulassung fähiger Kinder zu höheren Bildungsanstalten, Einführung des Schiedsgerichtes zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Partei erstrebt dieses Werk der sozialen Gerechtigkeit und des französischen(!) Friedens durch die herzliche Mitarbeit der Arbeitgeber= und ArbeitnehmerGewerkschaften.“ Die kulturellen Forderungen, die Hervé dann stellt, sind spezifisch französisch und interessieren uns zumeist nicht. Er fährt alsdann fort:„Um es zu verhindern, daß Frankreich in Anarchismus untergeht, verlangt die..= Partei die Revision der Verfassung. Die gegenwärtige Republik soll in eine autoritative Republik umgewandelt werden, bei der das Oberhaupt über Klassen und Parteien steht. Dieses Oberhaupt soll mit fast souveräner Macht ausgerüstet werden. Der Präsident der Republik soll das Recht haben, allein Gesetzentwürfe vorzulegen, mit Ministern zu regieren, die ausschließlich ihm verantwortlich sind und nicht dem Parlament angehören.“ Wenn man das Programm der neuen französischen Partei untersuchen würde, so würde man zunächst feststellen, daß das nationalsozialistische Element vorwiegt. Nicht nur den Namen, sondern auch den Willen, den Marxismus zu bekämpfen, hat die neue Partei mit dem Nationalsozialismus gemeinsam. Auch die Stellung des Prinzips der Verantwortung in den Brennpunkt des politischen Geschehens trägt nationalsozialistische Züge. Ein liberalistisches Gepräge weisen dagegen die wirtschaftlichen Forderungen auf. Hervé gerät jedenfalls auf Abwege, wenn er das gegenwärtige System wunderbar nennt. Gerade dieses System hat abgewirtschaftet und muß durch ein neues ersetzt werden. Manche soziale Forderung ist übrigens in Deutschland seit Jahrzehnten verwirklicht worden. Maßgebend für das Leben und Sterben einer Partei ist zunächst der Führer. Hervé ist leider kein Mann, zu dem man großes Vertrauen haben kann. Seine Wandlungen erfolgen zu schnell, der Glaube an seine Idee scheint nicht unerschütterlich zu sein. E. F. K. 4 Antworten auf 4 Fragen zu dem Artikel „Sieg der Vernunft“? Damit dem Leser der Zusammenhang klar ersichtlich ist, sei einer jeden Antwort die betreffende Frage vorausgeschickt: Frage 1:— Handelt es sich bei der Notverordnung eigentlich um die Erfüllung des Youngplanes oder nicht vielmehr um die schleunige Ordnung der Finanzen im eigenen Hause zur Abwendung eines Zusammenbruchs? Antwort 1:— Sicherlich ist die Regierung Brüning seit dem ersten Tage ihres Bestehens ständig bemüht gewesen, wieder Ordnung in die zerrüttete Finanzwirtschaft zu bringen. Alle bisherigen Maßnahmen haben sich aber immer wieder als unzureichend erwiesen. Bereits dreimal innerhalb der letzten neun Monate hat das Kabinett Brüning mitgeteilt, daß nunmehr die Finanzlage als geordnet zu betrachten sei. Schon nach wenigen Wochen und Monaten hat es sich immer wieder gezeigt, daß von einer geordneten Finanzwirtschaft nicht die Rede sein konnte. Immer wieder reißen neue Löcher auf, die jetzt auf dem einfachen Wege der Notverordnung gestopft werden sollen. Die Bemühungen der Regierung müssen vergeblich sein, solange die Regierung nicht die Ursachen, die immer wieder Verwirrung und Unordnung in=die Finanzwirtschaft hineintragen, grundlegend beseitigt. Die erheblichste Ursache hierzu ist aber das unselige Produkt einer rückhaltlosen Erfüllungspolitik:„Der Youngplan.“— Die Erfüllungspolitik der letzten Jahre trägt die Schuld daran, daß die deutsche Wirtschaft mit der ungeheuren Summe von 21 Milliarden an das Ausland verschuldet ist. Es ist dem deutschen Volk und der deutschen Wirtschaft einfach unmöglich, neben der Verzinsung und Amortisierung dieser ungeheuren Summe auch noch die Reparationen aufzubringen. Jeder Finanz= und Wirtschaftssachverständige, ja die hervorragendsten Erfüllungspolitiker selbst sind heute davon überzeugt, daß der Youngplan unerfüllbar und untragbar ist. Solange nun die Regierung bemüht bleibt, diesen unerfüllbaren Youngplan zu erfüllen, solange ist es einfach unmöglich, die Finanzen im eigenen Hause in Ordnung zu bringen. Deshalb gehören Erfüllungspolitik, Youngplan und Notverordnungen eng zusammen. Deshalb handelt es sich bei der Notverordnung nicht nur um die Ordnung der Finanzen, sondern in ganz besonderem Maße um die Erfüllung des Youngplans, um die praktische Durchführung der Erfüllungspolitik. Frage 2:— Ist es vor Gott erlaubt, eine Katastrophe, von der man meint, sie werde bestimmt kommen, schon jetzt herbeizuführen, oder ist es nicht Pflicht, jedes erlaubte Mittel anzuwenden, um sie zu verhüten und sie möglichst weit hinauszuschieben? Vielleicht kommt er dann doch noch ganz anders, als wie manche Politiker, die sich in der Rolle des Propheten gefallen, behaupten Antwort 2:— Aus der Fragestellung geht hervor, daß die Ausführungen des Verfassers nicht verstanden worden sind.— Im gewissen Sinne stehen wir schon mitten in einer schweren Wirtschaftskatastrophe. Es handelt sich nun darum, zu verhüten, daß diese Katastrophe sich zu einem allgemeinen Zusammenbruch auswächst. Die Regierung glaubt diesen Zusammenbruch durch Hinausschieben vermeiden zu können. Die Opposition aber ist davon überzeugt, daß das Hinausschieben zur Folge chaben wird, daß der Zusammenbruch desto fürchterlicher sich auswirken wird und daß es dann sehr fraglich sein muß, ob das deutsche Volk jemals noch die Folgen eines solchen Zusammenbruchs überwinden wird. Vor diesem fürchterlichen Zusammenbruch möchte die Opposition das deutsche Volk nach Möglichkeit bewahren. Der Zusammenbruch wird aber nicht dadurch herbeigegeführt, daß die Parteien die Regierung stürzen und der Erfüllungspolitik endlich mal ein entschlossenes Ende bereiten. Wohl konnte die Nichtbestätigung der Notverordnungen für die Regierung eine Katastrophe bedeuten und mancherlei Unruhe im innerpolitischen Leben auslösen, aber das hat mit dem wirtschaftlichen Zusammentreiben, nichts zu tun. Es gehört auch keine selbstgefällige Prophetengabe dazu, um das Unheil vorauszusehen. Dazu liegen die Dinge zu handgreiflich vor den Augen aller derer, die mit aller Nüchternheit die furchtbare Lage, in der sich das deutsche Volk befindet, betrachten. Hervorragende Wirtschaftler und Finanzleute des Inund Auslandes sind sich durchaus darüber einig, daß der Zusammenbruch kommen muß, wenn nicht schleunigst eine gründliche Reform des Versailler Vertrages und des Youngplans eingeleitet wird. Der bekannte englische Wirtschaftler Keynes hat in diesen Tagen seiner Meinung dahin Ausdruck gegeben, daß der Wirtschaftszusammenbruch— und zwar in einem ungeheuren Ausmaß— schon durch nichts mehr aufzuhalte ist. Es sei schon zu spät. Man kann nur hoffen, daß dieser Mann mit seinen Ankündigungen nicht recht behält.— Es ist deshalb erstaunlich, daß es noch immer eine Anzahl Deutsche gibt, die von der Not der Zeit so wenig berührt sind, daß sie gutgläubig immer noch von der römisch=marxistischen Regierungskunst etwas Gutes erhoffen. Frage 3:— Ist es wohlgetan, eine Regierung zu stürzen, solange man noch nicht weiß, was an ihre Stelle treten wird? Antwort 3:— Die nationale Opposition ist voll und ganz bereit, die verantwortliche Führung der Rezierungsgeschäfte zu übernehmen. Eine Regierungskrise kann nur zu einer Orientierung nach rechts führen und deshalb braucht man nicht ängstlich zu sein, daß sich für die jetzige Regierung kein Nachfolger findet. Die Auswirkungen der Regierungskunst des schwarz=roten Blokkes spürt allmählich jeder Deutsche am eigenen Leibe. Schlimmeres kann eine nationale Regierung dem deutschen Volk schon nicht mehr bringen. Frage 4:— Ist es vor Gott recht, ist es fein und brüderlich, von Männern, die im Aufblick zum Herrn ihre schwere politische Arbeit tun, zu sagen, sie könnten nicht verlangen, ernst genommen zu werden, und sie stellten gewisse Anträge zu Beruhigungs= und Vertuschungszwecken? Antwort 4:— Die Vertreter des Christlichen Volksdienstes können nicht allein den Anspruch darauf machen, daß nur sie allein sich in ihren politischen Handlungen Gott verantwortlich wissen. Der Fragesteller wird auch zugeben müssen, daß man bei gewissenhafter Prüfung in politischen und wirtschaftlichen Fragen sehr abweichender Meinung sein kann und keineswegs kann der Christliche Volksdienst verlangen, daß man die Politik seiner Abgeordneten als unfehlbar anerkennt, weil eben diese Politik im Aufsehen zum Herrn gemacht wird. Die Kritik, die an der Haltung des Christlichen Volksdienstes ausgeübt wird, ist durchaus wohlmeinend und es sei ausdrücklich betont, daß man von dem guten und ehrlichen Wollen gerade der Abgeordneten des Christlichen Volksdienstes ganz besonders überzeugt ist. Ob aber dieses ehrliche Wollen immer ausreicht, gerade einer jesuitischen Diplomatie der gerissenen Zentrumspolitiker die Waage zu halten, muß nach all den Vorgängen bezweifelt werden. Werden nicht die ehrlichen Bemühungen und Bestrebungen der Abgeordneten des Christlichen Volksdienstes zu leicht von Leuten mißbraucht werden können, die das Motto auf ihrer Fahne tragen: „Der Zweck heiligt die Mittel“?— Der Verfasser hat gerade bei den betreffenden Ausführungen von allen den Parteien gesprochen, die nicht voll und ganz hinter der Regierung stehen und auch nicht voll und ganz zu den Gegnern der Regierung gerechnet werden können. Man muß tatsächlich den Eindruck haben, daß auch der Christliche Volksdienst sich dessen bewußt gewesen ist, daß man in den Kreisen der Wähler durch die Zustimmung zur Notverordnung leicht den Eindruck haben könnte, daß man nicht mehr Gegner der Erfüllungspolitik sei. Aus diesem Grunde scheint man den Antrag auf Revision des Youngplanes gestellt zu haben, der damit bekunden soll, daß der Christliche Volksdienst nach wie vor Gegner der Erfüllungspolitik ist. Der Verfasser hat deshalb zeigen wollen, daß die Zustimmung zu den Notverordnungen unbedingt eine Stützung der Erfüllungspolitik bedeutet und daß man deshalb die Parteien nicht in ihrer Gegnerschaft zur Erfüllungspolitik ernst nehmen könne, die der Notverordnung Geltung verschafft haben. Daß die Regierung den Antrag selbst nicht ernst nehmen wird, ist doch einfach selbstverständlich. Man wird den Antragstellern einige nette verbindliche Worte sagen und sonst bleibt alles beim alten und die Regierung tut nach wie vor, was sie will. Gerade auch der rechte Flügel des Volksdienstes fordert deshalb von dem Christlichen Volksdienst eine klare nationale Haltung. Oder soll man die Fehlgriffe darauf zurückführen, daß in der Fraktion des Christlichen Volksdienstes durchweg Vertreter der geistigen Berufe zu finden sind und daß es an Wirtschaftskennern und gewiegten Finanzsachverständigen fehlt, die täglich den fieberhaften Pulsschlag des deutschen Wirtschaftslebens fühlen? Man kann beim besten Willen nicht verlangen, daß Seelsorger, Lehrer usw. auf wirtschaftlichem Gebiet die Zusammenhänge der Volks= und Weltwirtschaft immer richtig beurteilen. Dazu reicht oft selbst die beste Theorie eines Professors der Volkswirtschaft(Beispiel Dr. Moldenhauer) nicht aus. Männer der Praxis braucht unser Volk nötiger denn je in der verantwortlichen Leitung. Th. Zur Inlandmark. Den eminent wichtigen Inhalt des Artikels„Die Währung als Hauptursache unserer Not“ habe ich sehnsüchtig in den letzten Monaten erwartet. Nun ist er in Nr. 295 des„Aufwärts“ erschienen. Vielen Dank.— Das Inlandgeld, das schon früher einmal im„Aufwärts“ beleuchtet wurde, ist bei unseren beschämend traurigen Wirtschäftsverhälmissen zunachst das einzige Mittel, um möglichst schnell aus der Katastrophenlage herauszukommen. Rohstoffe sind da, Ware ist da, Ware kann produziert werden, Menschen mit grohen notwendigen Bedürfnissen sind da, Arbeitslose, Arbeitshungrige in ungeheurer Anzahl. Nur kein Geld, um den Kreislauf der Wirtschaft in Schwung zu bringen und die furchtbaren Folgen einer ruinierten Wirtschaft wirksam zu beheben. Nun frag ich mich und andere über Jahr und Tag schon: Muß denn immer Gold als Deckung von Zahlungsmitteln vorhanden sein? Wie wäre es denn, wenn es überhaupt kein Gold, gäbe? Ist denn nicht ein Volk mit seiner gesamten Leistungskraft und seinem Besitz überhaupt die einzige wertvolle Deckung für notwendig auszugebendes Papiergeld? Der Verfasser von oben angeführtem Artikel beweist uns klipp und klar, wie wir uns von der Goldwährung für den Inlandmarkt freimachen können und wie der Geldverkehr vor sich gehen muß. Ich erlaube mir noch, einige Gedanken beizufügen, vielleicht läßt sich dann, wenn alles praktisch und wertvoll durchdacht wird, ein Flugblatt zusammenstellen, das wir zur Aufrüttelung der Menschen notwendig brauchen. Durch Staatsgesetz wird die Inlandmark zur Festmark. Sie ist im Werte der Goldmark gleich und gleich 1/# Dollar. Es werden wenigstens 14 bis 15 Milliarden Inlandmark in praktischen Scheinen und Münzen herausgegeben und in Umlauf gesetzt. Und zwar in der Weise: Die Reichsbank oder die Inlandbank gibt langfristige Gelder zu 2 Prozent an Unternehmer und Schaffer lebenswichtiger Betriebe und Angelegenheiten, natürlich auch an den Staat, an Kommunen und Gemeinden. Kriegsanleihe, Guthaben, die durch Inflation geschädigt wurden, werden nunmehr bis 75 Prozent aufgewertet, wenn der Betrag 5000 Mk.— die voll aufgewertet werden— übersteigt. Das frühere silberne Reichsgeld ist zum vollen Wert anzunehmen und für die Reichsbanknoten vor 1917, deren Kapitalbesitz reell nachgewiesen werden kann, wird der volle Wert ersetzt bei einem Betrage von 5000 Mk., die nächsten 10 bis 20 000 Mk. mit 75 Prozent, was darüber reeller Eigentumsbesitz ist, mit 50 Prozent. Der Betrug am Besitz des Volkes muß unbedingt wieder gut gemacht werden. Nun frage ich mich weiter, warum der genial einfache Gedanke der Inlandwährung nicht von den Regierungsmännern bei dieser Not des Volkes sofort in die Tat umgesetzt wird. Sind daran die großen Banken schuld oder der Feind? Nein. Es liegt nur daran, daß wir uns nicht allesamt rühren und einsetzen. Freilich, hätten wir einen heldenhaften Finanzmann, der den Mut hat, den neuen Weg, der ja schon angefangen ist, zu gehen, dann kämen wir schneller vorwärts. Georg Kliem. Geschäftsbrief aus Südamerika! An Bord des D.„Giulio Cesare", d. 26. 11. 1930 In Ergänzung meiner bisherigen Informationen möchte ich Ihnen noch direkt über meine Beobachtungen während meiner diesjährigen Reise berichten: Allgemeine Lage: Die Geschäftslage war infolge Revolutionen und mißglückter Revolutionsversuche in den meisten südamerikanischen Ländern geradezu katastrophal und in den andern sehr schlecht. Die Importeure hatten überhaupt keinen Mut, etwas zu kaufen, so daß meine Verhandlungen erst später und auch nur teilweise mit vorläufig kleinen Probeaufträgen abgeschlossen werden konnten. Fast in allen südamerikanischen Ländern, z. B. Peru, Chile, Argentinien, Uruguay und Brasilien, ist bereits eine einheimische Industrie entstanden, die zum Teil allerdings sehr primitive, zum Teil allerdings auch schon recht hübsche Ware liefert. Diese einheimische Industrienwird durch gerubezu unvernänftige Zölle geschützt. Trotzdem arbeiten seit langer Zeit schon eingeführte Fabriken in einzelnen schwierigen Artikeln immer ntoch in Uruguay, denn die einheimische Industrie bringt noch nicht alle Modelle zustande. Das Feld ist aber doch für die Auslandsindustrie schon bedeutend eingthröchh. Leider wurde meine Verkaufstalignent nicht nur durch die schlechten politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Südamerika, sondern auch durch die in der Presse mit viel mehr Geräusch als mit Ueberlegung und Erfolg angezeigte Preissenkungsaktion behindert. Ich war z. B. in Santiago de Chile, als jenes verhängnisvolle Telegramm in den Zeitungen veröffentlicht wurde, und während 8 Tagen konnte ich nicht einen einzigen Auftrag erzielen, weil alle Importeure um 20 Prozent billigere Preise verlangten. Wenn eine solche Aktion schon beabsichtigt Eine gefährliche Seereise. Pulu Tello, 1909. Nicht immer können wir in Not und Gefahren die göttliche Bewahrung so klar und deutlich erkennen, wie n der gefährlichen Seereise, wovon die nachfolgenden Zeilen berichten sollen. Drei Inländer waren es, ein Christ, ein Mohammedaner und ein Heide, welche diese gemacht haben. Der Mohammedaner, Kadjogo ist sein Name, übernahm als alter Polizist und erfahrener Seemann die Führung. Der Christ Wuata ist unser Hausjunge und Gumbai, der Heide, wohnt in unserm Nachbardorfe Hiliotalua. Laßt mich nun der Reihe nach erzählen, warum und wohin die Reise gemacht wurde und wie sie abgelaufen ist. Im Anfang des Jahres 1904 brachte der Oberhäuptling von Simuk seinen Sohn nach hier, der bei uns wohnen und unsere Missionsschule besuchen sollte. Wir haben den Jungen gern ausgenommen und hofften, daß wir dadurch auch mit den andern Bewohnern von der Insel Simuk in nähere Berührung kommen würden. Eine Zeitlang ging alles gut. Omböila, so hieß der Junge, fühlte sich bald heimisch bei uns und machte durch sein stilles freundliches Wesen einen angenehmen Eindruck. Nach vier Monaten wurde er krank. Wir gaben ihm Medizin und pflegten ihn, so gut wir konnten; aber es half alles nicht. Je länger wir medizinierten, um so schlimmer wurde es. Schließlich begannen seine Füße anzuschwellen, ein Zeichen, daß Ombölla Beriberi hatte. Beriberi ist die in Holländisch=Indien so gefürchtete Krankheit, welcher im Atjah=Kriege so viele europäische Soldaten zum Opfer gefallen sind. Wir hätten nun gern Omböilas Eltern zu uns kommen lassen. Aber wie sollten wir Nachricht hintriegen? Die Post wird nicht nach Simuk besorgt. Der Verkehr wird durch Chinesen unterhalten, die von Zeit zu Zeit mit ihren Handelsschifsen dorthinfahren, Reis hinuind Kopra zurückbringen. Aber selbst dann, wenn solch ein Fahrzeug zur Abfahrt bereit liegt, weiß man noch nicht, wann es abfahren kann, weil es ja ganz und gar von Wind und Wetter abhängig ist. Das holländische Gouvernementsschiff fährt nur einmal im Jahr nach Simuk, um Streitigkeiten zu schlichten und Steuern einzutreiben. Da kam eines Abends Kadjogo zu uns, der schon wiederholt auf Simuk gewesen war und auch Omböilas Eltern kannte. Als der hörte, daß wir gern Nachricht hinhaben wollten, war er gleich bereit, die zu überbringen. Unser kleiner Kahn, den wir unser Torpedoboot nannten und womit ich schon manche Fahrten nach Inseln gemacht hatte, schien für diese Reise gerade passend zu sein. Da Wuata und Gumbai Lust hatten mitzugehen, so war die nötige Mannschaft zusammen und wurde beschlossen, in der folgenden Nacht um 12 Uhr aufzustehen, Reis zu kochen und in der Nacht abzufahren. Nach unserer Berechnung konnten sie am andern Tage gegen 5 Uhr nachmittags auf Simuk sein. Und sie würden da auch um die Zeit angekommen sein, wenn sie ihren Plan ausgeführt hätten. Doch der Geist ist wohl willig, aber das Fleisch ist schwach; das zeigte sich auch hier. Statt um Mitternacht aufzustehen und Reis zu kochen, hatten unsere Leute erst ordentlich geschlafen. Ich traf sie am andern Morgen noch am Strande, als sie gerade abfahren wollten. Da sie nun aber nicht den ganzen Tag rudern konnten ohne etwas gegessen zu haben, so wurde auf einer kleinen Insel Station gemacht. Durch diesen Aufenthalt hatten die Leute sich in die größte Gefahr gebracht. Statt gegen 5 Uhr nachmittags kamen sie nun erst abends vor Simuk an. Wohl waren sie mit Sonnenuntergang schon in der Nähe der Insel gewesen, aber schneller noch als sie rudern konnten, war die Sonne untergegangen. O, was würden unsere drei Leute in jener Abendstunde darum gegeben haben, wenn sie da von der Zeit, die sie verschlafen hatten, eine Stunde hätten zurückholen können. Aber wir wissen es ja, daß man verlorene Zeit nicht wieder einholen kann. Die Nacht wurde immer dunkler und die Wellen der Brandung rauschten je länger desto unheimlicher. Trotzdem hofften sie noch ans Land zu kommen, weil sie glaubten, vor der richtigen Einfahrtsstraße zu sein, und so ruderten und vor allem auch durchführbar ist, was ich in der ie legraphisch nach Südamerika gemeldeten Form mit an tem Grund bezweifle, dann soll diese Aktion wenigstenganz geräuschlos und unauffällig geschehen, um die Im porteure und Konsumenten nicht unnötig zur Hinaue, schiebung ihrer Einkäufe zu veranlassen. Lage auf Cuba: Die Lage auf Cuba ist sehr schlecht doch werden noch Geschäfte gemacht, wenn auch dabe allergrößte Vorsicht nötig ist. Allerdings sind die Im porteure sehr zurückhaltend und sie müssen schon beson, deres Interesse an einem Artikel oder an einem billigen Preise haben, wenn sie anbeißen sollen. Hier hängt ja fast alles von der Möglichkeit des Zucker verkaufes ab. Cuba hat leider seine Produktion in den letzten 25 Jahren von etwas über 1 Million Tonnen auf über 5½ Millionen Tonnen im Jahre 1929 gesteigert, und es kostet große Mühe, diesen übergroßen Vorrat zu verkaufen, genau wie in Pernambuco, Peru usw. Der Preis ist jetzt glücklich auf 1,65 Dollarcents per englische Pfund, frei Neuyork, einschließlich Säcken, gesunken. Das sind etwa 15 Pfennig per Kilo. Mit dem Tabak steht es leider nicht viel besser. Ich glaube aber, daß die Produzenten selbst auch eine gewisse Mitschuld haben, denn sie haben keine Initiative, neue Märkte zu erschließen. So wie wir auch Absatz für europäische Produkte schaffen müssen, sollten sich auch die Zuckerproduzenten und die großen Tabakpflanzer zusammen tun, um neue Kanäle für Ihre Produkte zu suchen, die sicher auch zu finden wären. In Cuba und in den südamerikanischen Ländern wird leider alles Heil von der Regierung erwartet, die solche Fragen lösen sollte, aber die Schmerzen der Industrie noch weniger heilen kann als in Europa. Es werden viele Projekte diskutiert, aber wenige verwirklicht. Qualitativ werden im allgemeinen, so viel ich bis jetzt feststellen konnte, ganz gute Waren gekauft, denn die Bevölkerung, soweit sie noch kaufkräftig geblieben ist, hat einen sehr hohen Lebensstandard. Die Arbeiterbevölkerung ist dagegen kaum nennenswerter Abnehmer unserer Artikel, was ja bei Tagelöhnen von etwa 48 Dollarcents auch kaum möglich ist. Ob diese Tagelöhne allgemein gültig sind, kann ich nicht bestimmt sagen. Sie wurden mir von einer mit den Verhältnissen durchaus vertrauten Persönlichkeit als Durchschnitt in der Zuckerindustrie angegeben, und ich las selbst, daß in der Textilindustrie Tageslöhne von 40—48 Dollarcents üblich sein sollen. Die Zahlungen der Landkundschaft sollen außer ordentlich langsam hereinkommen, und dazu kommt noch, daß die größten Zuckerfabriken in nordamerikanischen Händen liegen und alle Bedarfsartikel und Maschinen usw. selbst importieren und auch Bedürfnisse ihrer Arbeiter nicht mehr durch den alteingesessenen Im porthandel und dir von diesen haufenden Detaillisten decken lassen, sondern auch die Arbeiterausrüstungen usw. im wettesten Sinne selbst importieren, um auch darnn etwas zu verdienen. Die Importeure bleiben auf Ihren Cagerbeständen sitzen. Dazu kommt eine unglaubliche Ueberkommerzialisierung und wenn die Anzahl der Importeure, Detaillisten, Vertreter usw. auf den dritten Teil reduziert würde, wären immer noch mehr als genug hier. In den Hauptstraßen der Stadt Habana sind sehr viele große und kleine Ladengeschäfte zu vermieten, und wenn es früher an Samstagnachmittagen in diesen Geschäften von Käufern wimmelte, sieht man heute die meisten Verkäufer gähnend vor Langeweile in die Luft starren. Durch die Entwicklung haben sich auch die Zahlungssitten stark verschlechtert, und wir müssen bei der Ausführung von Aufträgen äußerst vorsichtig sein und vor sie denn mit aller Macht voran; aber ihre Anstrengung war vergeblich. Anstatt ans Land zu kommen, wurde der Kahn auf die Korallenriffe geworfen und umgeschlagen, wobei alles, was sie mitgenommen hatten, verloren ging, auch das Steuer und die Ruderspäne. Da die Inländer alle gut schwimmen können, so konnten sich auch unsere Schiffbrüchigen über Wasser halten und den Kahn wieder in die richtige Stellung bringen. Aber mit welchen Gefühlen mögen sie darin Platz genommen haben, da sie nun weder steuern noch rudern konnten? Sie hatten buchstäblich nur das nackte Leben gerettet; vorläufig gerettei, denn wie es weiter gehen würde, das wußte keiner von ihnen. Sie waren ein Spielball der Wellen und konnten zu ihrer Rettung auch nicht das Geringste beitragen. Aber einer wachte über ihnen, er, dem Wind und Meer gehorsam sind und der nach seiner Gnade die Torheit der Menschen oft schonend übersieht. Und darum sehe ich in diese Rettung so deutlich Gottes bewahrende Vaterhand, diee uns und besonders den drei Schiffbrüchigen lebendig b die Seele stellt, daß sie nur durch seine Gnade gerette sind. Selber tun konnten sie nichts; sie konnten nur stn in ihrem Kahn sitzen und zusehen, wie sie immer welle von den Batuinseln abgetrieben wurden. Es ware Glück für sie, daß sie nicht in den offenen Ozean hingus, getrieben wurden, denn dann wären sie rettungslos loren gewesen. Davor hat Gotte sie bewahrt. Durch Win und Meeresströmung begünstigt sind sie nach siebentägig Schaukelfahrt auf den Mentawel=Inseln zurechtge men. Aber welch eine Fahrt mag das gewesen sein. Ma stelle sich das einmal vor. Sieben Tage und Nächte# den Wellen auf und nieder geschaukelt zu werden, o# Speise und Trank, ohne trockene Kleidung und ohne wissen, wohin sie kommen würden, jeden Augenblichk Tod vor Augen. Da mögen doch wohl recht wehmiltlg Gedanken in ihren Herzen aufgestiegen seln, wenn sie an die Stunden zurückdachten, die sie verschlafen und auf de kleinen Insel zugebracht hatten.„ 941 Aber wie alles auf der Welt, so nahm auch diest er“ reise ein Ende, und da war es ein Glück, daß un das ich in der teen Form mit gulktion wenigsten; hen, um die Im ötig zur Hinaus n. a ist sehr schlecht, wenn auch dabei igs sind die Imüssen schon besonan einem billigen ichkeit des Zucker roduktion in den illion Tonnen auf 1929 gesteigert, großen Vorrat zu Peru usw. 5 Dollarcents per ißlich Säcken, geer Kilo. Mit dem en selbst auch eine keine Initiative, wir auch Absatz n, sollten sich auch in Tabakpflanzer Ihre Produkte zu In Cuba und in leider alles Heil che Fragen lösen trie noch weniger en viele Projekte , so viel ich bis ten gekauft, denn fkräftig geblieben rd. Die Arbeiterenswerter Abnehelöhnen von etwa . Ob diese Tagech nicht bestimmt den Verhältnissen 's Durchschnitt in las selbst, daß in —48 Dollarcents aft sollen außer ind dazu kommt in nordamerikaedarfsartikel und auch Bedürfnisse. leingrtessenen Jolenden Detaillisten beiterausrüstungen ortieren, um auch eteure bleiben aufd nmt eine unglaubwenn die Anzahl ter usw. auf den immer noch mehr der Stadt Habana engeschäfte zu veragnachmittagen in melte, sieht man d vor Langeweile auch die Zahlungsissen bei der Aushtig sein und vor ihre Anstrengung ommen, wurde der und umgeschlagen, ten, verloren ging; Da die Inländer en sich auch unsere d den Kahn wieder r m i t w e l c h e n G e haben, da sie nun Sie hatten buchvorläufig gerettet, wußte keiner von Zellen und konnten ste beitragen. Aber und Meer gehorTorheit der m sehe ich in dieser Vaterhand, die es higen lebendig vor ine Gnade gerettet le konnten nur still e sie immer weiter den. Es war ein nen Ozean hinaussie rettungslos verwahrt. Durch Wind e nach siebentägiger seln zurechtgehon gewesen sein. Nal. ige und Nächte auf It zu werden, ohne idung und ohne zu den Augenblick den hl recht wehmütige n seln, wenn sie schlafen und auf der ihm auch diese GesGlück, daß unsere dem Versand der Waren die Auskünfte nochmals telegraphisch nachprüfen lassen. Ich bin aber überzeugt, daß Cuba sich über kurz oder lang von diesem geschäftlichen Marasmus erholen wird, sei es, daß der Zuckerverbrauch wesentlich gesteigert werden kann, sei es, daß die Produktion dem tatsächlichen Konsum angepaßt und daß dann auch ein lohnender Preis erzielt wird, was m. E. durchaus möglich wäre. Es gärt im Orient. Blutige Unruhen in Vombay.— Mehr als 200 Verletzte.— Kampf um die indische Nationalflagge. Während sich die Indienkonferenz am Runden Tisch“ in London vergeblich am die Schaffung einer indischen Verfassung bemüht, ist es in Indien zu blutigen Unruhen gekommen, deren Urheber offenbar die Gandhi=Anhänger sind. Mittelpunkt der Aufstandsbewegung scheint die Hafenstadt am Bombay zu sein. Der Präsident und vier Mitglieder der verbotenen nationalistischen Organisation„Kriegsrat“ wurden verhaftet, als sie trotz des polizeilichen Verbots versuchten, eine feierliche Begrüßung der indischen Nationalflagge in Szene zu setzen. Es hatte sich zu dieser Veranstaltung eine große Menge versammelt, die der Aufforderung der Polizei, auseinanderzugehen, keine Folge leistete. Die Polizei ging schließlich unter Anwendung ihrer Bambusstöcke gegen die Menge vor und trieb sie auseinander. Nachdem sich die Polizei aus dem Bezirk, in dem sich dieser Vorgang abspielte, zurückgezogen hatte, fand sich die Menge wieder zusammen und führte die Zeremonie des Flaggensaluts zu Ende. Später kam es vor dem Polizeigericht zu größeren Ansammlungen. Die Demonstranten bewarfen das Polizeigericht mit Steinen, so daß eine Polizeiabteilung genötigt war, wiederum mit Bambusstöcken gegen die Menge vorzugehen. Es kam zu heftigen Zusammenstößen, ehe es den Polizeibeamten gelang, den Platz zu räumen. Bei dem Zusammenstoß am Vormittag wurden 75 Personen verletzt. Wie die Verwaltung der beiden Krankenhäuser des Indischen Kongresses mitteilt, wurden außerdem noch 50 Personen, die leichtere Verletzungen erlitten hatten, an Ort und Stelle verbunden. Während der beiden Krawalle sind in den beiden Krankenhäusern insgesamt 200 Personen verbunden worden, von denen 150 festgenommen wurden. Acht Polizeibeamte, darunter zwei Wachtmeister, erlitten leichtere Verletzungen, * Die Verschwörung in Smyrna. Ueber 1000 Verhaftungen.— Ein ganzes Vataillon interniert. Die Unruhen in der türkischen Provinz Smyrna, die anfänglich den Charakter einer aus religiösen Motiven hervorgerufenen Auflehnung der Mohammedaner gegen die Neuerungen der türkischen Regierung zu tragen schtenen, haben sich nach den lezten Melbangen zu einer ernsten revolutionhren Bewegung audgemachsen. Wie Neuter aus Konstantinopel erfährt, sind die Behörden überzeugt, daß die Bewegung, deren Hauptquartier sich auscheinend in Menemen befindet, keinen vereinzelten Zwischenfall darstellt, sondern das erste Stadium in der Entwicklung einer Verschwörung ist, die sich bis nach Stambul verzweigt, und zu deren Zielen und Sturz des kemalistischen Regimes gehört. Bisher sind in Menemen, Magnesia, Balikesser,, Konia, Smyrna, und Stambul 1000 Personen, darunter mehrere Frauen, verhaftet worden. Außerdem sind zahlreiche Scheichs, Derwische, Hodschas und Imams und sogar ein ganzes Vataillon Infanterie, deren Loyalität zweiselhaft erschien, interniert worden. Im Dolma=Bagdsche=Palast wurde eine Beratung abgehalten, an der Präsident Mustapha Kemal, Leute nicht bei Nacht, sondern am Tage vor Mentawei ankamen. Wohl war es nicht leicht, ans Land zu kommen und da sie weder steuern noch rudern konnten, so wurde der Kahn in der Brandung dann auch vollständig zertrümmert. Sie selber aber waren gerettet. So recht wohl und sicher fühlten sie sich aber doch noch nicht, weil sie sich vor den Bewohnern der Insel fürchteten. Trotz der Furcht merkten sie nun aber, daß sie hungrig waren, und da durften sie aufs neue die Freundlichkeit Gottes erfahren; denn als sie soeben den Strand betreten hatten, fanden sie, wie weiland Robinson, eine Schildkröte mit einigen Dutzend Eiern im Sande liegen; womit sie ihren Hunger erst mal stillen konnten. Dann fanden sie auch noch Baumfrüchte. Hungern und Dürsten brauchten sie jetzt nicht mehr, aber sie fürchteten sich immer noch vor einer Begegnung mit den Mentaweileuten. Nachdem sie sich so zwischen Furcht und Hoffen vier Tage am Strande ausgehalten hatten, kam ein chinesisches Handelsschiff in Sicht, das grade nach Padang zurückfahren wollte und unsere drei Batunesen bereitwillig mitnahm. In Padang haben sie sich auf dem Polizei=Büro gemeldet und da man an der Wahrheit ihrer Berichte nicht zweifelte, hat der rr Assistent=Resident ihnen freie Passage mit dem Schiff nach Pulu Tello besorgt, wo sie am 4. Juli 1904 gesund nd wohl ankamen. Sie waren im ganzen 20 Tage fort gewesen. Daß unsere Herzen bei ihrer Rückkehr voll Lob und Dank waren, und daß wir unserm Gott und Heiland für seine gnädige Bewahrung von Herzen gedankt haben, drauche ich wohl nicht zu sagen. Ombölla, der kranke Häuptlingesohn, war unterdessen gestorden und seine Leiche auch schon nach Simuk geholt worden, als unsere drei Leute zurückkamen. Die Fahrt war also, menschlich gesprochen, rein vergeblich gewesen. Wenn wir aber glauben, daß ohne Gottes Willen nichts geschehen kann, weder Kleines noch Großes, dann dürfen wir auch versichert sein, daß diese scheinbar vergebliche Reise doch nicht vergeblich gewesen ist. Vielleicht hat sie mit dazu beigetragen, daß Gumbai, der Heide, später Christ geworden ist.## Miss. W. Frichenschmidt. der Premierminister, der Generalstabschef, der In nahmen. mehrers hervorragende Abgeordnete 1167teilGegen die Oberschlesien forvert deutsche Gegenmaßnahmen. Die oberschlesischen Zeitungen befassen sich ausführlich mit dem Interview, das der polnische Außenminister Zaleski einem Mitarbeiter des Pariser„Matin“ gewährt hat und in dem er sich in einer gegen Deutschland gerichteten aggressiven Form über die Zwischenfälle bei den ostoberschlesischen Wahlen äußerte. Die„Ostdeutsche Morgenpost“ bemerkt zu der von polnischer Seite in Szene gesetzten Pressepropaganda in Paris, es wäre ein aussichtsloses Beginnen, der Wahrheit in Paris zum Siege zu verhelfen. Vou deutscher Seite müßte aber trotzdem den Lügen energisch entgegengetreten werden. Die deutsche Regierung habe Möglichkeiten geuug, Frankreich gegenüber offen seine politischen Interessen zu vertreten. Sie sollte kein Ministerinterview der Gegenseite ohne Antwort lassen und jeder Lüge mit Entschiedenheit die Wahrheit entgegensetzen. Sie sollte sich auch die nationale Bewegung, die jetzt durch Deutschland gehe, zunntze machen. Die oberschlesische Zentrumspresse erklärt u.., es sei eine Herausforderung, wenn der polnische Außenminister sage, Deutschland rolle die Minderheitenfrage auf. Gerade das Gegenteil sei der Fall. Auf die brutale Knechtung und Mißhandlung der deutschen Minderheit und die systematischen Verletzungen eingegangener Verträge durch Polen sei es zurückzuführen, wenn die Völkerbundsratssitzung im Januar sich mit der Frage des Minderheitenschutzes für die Deutschen im abgetrennten Gebiet befassen müsse. Dr. Curtius müsse vor dem Forum der Weltöffentlichkeit in Genf all die sachlichen Unterlagen gegen Polen in das grellste Licht rücken. Wenn jetzt in ausländischen Zeitungen manches über die Revision der Ostgrenze stehe, wenn gesagt werde, Deutschland betreibe den Minderheitenschutz nur als Mittel zum Zweck der Grenzrevision, so wisse jeder, daß hier nur die polnische Propaganda dahinter stecke. Sie wolle damit die öffentliche Meinung beunruhigen, als ob eine Behandlung des versagten Minderheitenschutzes die allergrößten Konsequenzen für den Frieden haben müßte. Man müsse demgegenüber klipp und klar erklären, daß es sich nur um die Frage handele, wie Polen das Recht verletzt habe und wie diesen Rechtsbrüchen gegen die deutsche Minderheit wirksam ein Ende bereitet werden könne. Ein weißer Danverbetde für Abrüstung nndAevifton. Der belgische Sozialistenführer und frühere Außenminister Vandervelde wendet sich in einer scharfen Erklärung gegen die neuen belgischen Heereskredite. Die belgischen Sozialisten seien entschlossen, auf nationalem wie auf internationalem Gebiet ihre Aktion zugunsten einer allgemeinen, gleichzeitigen und unter Kontrolle sich vollziehenden Abrüstung fortzusetzen. Man würde aus dem Versailler Vertrag einen Fetzen Papier machen, wenn man die moralischen und rechtlichen Verpflichtungen des Vertrages nicht erfülle, der dem besiegten Deutschland die Entwaftnung aufzwang zu dem Zweck, die Abrüstung der anderen vorzubereiten. Die gegenwärtige belgische Regierung— so erklärte Vandervelde weiter— rüste nicht ab, sondern tue das egenteil. Belgien sei vielleicht das einzige Land, dessen Heeresbudget jetzt höher sei als im Jahre 1914. Die belgischen Sozialisten wollten nicht, daß unter dem Vorwand der Landesverteidigung für die Aufrechterhaltung gewisser militärischer Hegemonien und für die unbedingte Verteidigung des durch den Versailler Vertrag und die übrigen Verträge geschaffenen territorialen Status gerüstet werde. Der Versailler Vertrag sehe ja selbst die Möglichkeit seiner eigenen Revision. vor. * Eine englische Stimme. Der Berliner Korrespondent des bekannten englischen Wochenblattes„Observer“ schreibt, man werde in Deutschland aufmerksam verfolgen, ob auf der am 19. Januar beginnenden Ratstagung in der Frage der Abrüstung und der Minderheiten in Polen gegenüber Deutschland billig verfahren werde. Es sei nicht übertrieben, wenn man sage, daß die ganze Zukunft des Völkerbundes als einer Körperschaft, die in deutschen Augen Achtung verdiene, von der Art abhänge, in der diese beiden Fragen behandelt würden. Ostmarkenreise Dr. Brünings. In Begleitung der Ostkommissare.— Durch Pommern und Grenzmark nach Ostpreußen und Schlesien. — Berlin, 29. Dezember. Die mehrwöchige Parlamentspause gibt dem Reichskanzler Dr. Brüning Zeit und Gelegenheit, die bereits angekündigte innerpolitische Informationsreise in die Osthilfsgebiete zu unternehmen. In seiner Begleitung reisen die beiden für das Osthilfswerk zuständigen Ostkommissare, Reichsminister Treviranus und der preußische Minister Hirtsiefer, sowie Reichsbankpräsident Dr. Luther und der Generaldirektor der Reichsbahn Dr. Dorpmüller. Der erste offizielle Empfang wird vermutlich in der ostpommerschen Stadt Lauenburg slattfinden, soll die Fahrt durch die pommerschen Grenztreise Lauenburg, Bütow, und Rummelsburg nach märtischen Provinzialhauptstadt Schneidemig und von hier aus durch den Norridor nach Könige gehen. Der Besuch von Tilfit, Lyck, Reidenburg und Martenwerder ist vorgeschen. Von Ostvrensen aus will der Kanzler mit den beiden Oftkommissaren, dem Reichsbankpräsiventen und dem Reichsbahndirektor nach Schlesien weiterreisen. Hier sind Oppeln, Gleiwitz, Nativor und Breslau als große Siationen vorgesehen. Ueberall werden die Oberpräsidenten, Regierungspräsidenten und Landräte ihre Situationsberichte erstatten. Außerdem will der Reichskanzler mit allen Kreisen Pommerns, Ostpreußens und Schlesiens, sowohl der Landwirtschaft als auch der Industrie, ebenso auch mit den führenden Vertretern der Bevölkerung Fühlung nehmen. Am 11. Januar wird von Breslau aus die Rückreise nach Berlin angetreten. Das Aussprachs=Ergebnis dieser Reise soll die wirtschaftspolitische Grundlage der Kabinettsberatung über die große Osthilfe werden, die bereits eingeleitet ist und erweitert werden soll. Der Konflikt Drewitz—Colosser. Das Parteischiedsgericht der Wirtschaftspartei soll entscheiden. Der Parteivorstand der Wirtschaftspartei, der am Montag in Berlin tagte, teilt als Ergebnis seiner Verhandlungen folgendes mit: „Der Vorstand der Reichspartei des Deutschen Mittelstandes(Wirtschaftspartei) beschäftigte sich nochmals eingehend mit den Angriffen gegen den Parteivorsitzenden Drewitz. Es wurde beschlossen, das Parteischiedsgericht anzurufen und bei diesem zu beantragen, die Parteimitglieder Colosser und Dannenberg aus der Partei auszuschließen. Weiter soll der Reichsausschuß am 4. Januar nach Berlin einberufen werden. Der Parteivorsitzende Drewitz sah sich veranlaßt, auf Grund der erneut gegen ihn gerichteten Angriffe in der Presse, die der Vorstand nach Prüfung der Verhältnisse als völlig unberechtigt ansieht, von der Ausübung seines Vorstandsamtes bis zum Spruch des Schiedsgerichts Abstand zu nehmen.“ Wie wir erfahren, wird das Parteischiedsgericht am gleichen Tage wie der Reichsausschuß, also am 4. Januar, zusammentreten. Anbau von Wintergetreide. Umstellung auf Weizenanbau. Seit einigen Jahren wird in Verbindung mit der Saatenstandsberichterstattung zu Anfang Dezember im ganzen Deutschen Reich auch eine Schätzung der Veränderungen im Wintergetreideanbau gegenüber dem Vorjahre durchgeführt. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts läßt die diesjährige Schätzung bereits deutlich eine umstellung des Roggenaubaus auf Weizenanbau erkennen. Während sich beim Winterroggen für das Reich im ganzen eine Verringerung der Aubaufläche um 9,6 v. H. ergibt, weist der Anbau von Winterweizen eine Pizahug, on.9 v. 6. gegenüber der anf. An unbedeutendem Maße hat sich auch der Aubau bei Wintergerste(um 1,6 v..) erhöht. Inwieweit die Einschränkung des Roggenanbaus anderen Kulturarten zugute gekommen. ist, läßt sich erst bei der Frühjahrserhebung feststellen. Unter Zugrundelegung der prozentualen Schätzungen über die Zu= und Abnahme der Wintergetreideeinsaat würde sich eine Abnahme des Winterroggenanbaus von rund 450000 Hektar, dagegen eine Zunahme bei Winterweizen um rund 110000 Hektar und bei Wintergerste um rund 3000 Hektar ergeben. Dementsprechend wäre— nach dem Stand zu Anfang Dezember— ein Gesamtanbau an Winterroggen von etwa 4,2 Miltionen Hektar, an Win erweizen von 1,75 Miltionen Hektar und an Wintergerste von 200 000 Hektar anzunehmen. — Berlin, den 30. Dezember 1930. — Nachfolger Eduard Davids im Reichstag ist der Landesvorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Hessens, der Landtagsabgeordnete und Gewerkschaftssekretär Wilh. Weber. — Der staatspartetliche Berliner Stadtverordnete Könke ist plötzlich verstorben. Malermeister Könke gehörte dem Reichstag im Jahre 1924 kurze Zeit an. — Dem Vorsitzenden des Deutschen Schutzbundes, von Loesch, wurde anläßlich seines 50. Geburtstages vom österreichischen Bundespräsidenten das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Oesterreich verliehen. * :: Die erste Sitzung des Reichskabinetts im nenen Jahre wird voraussichtlich erst nach der Rückkehr des Reichskanzlers von der Ostreise, am 13. Januar, statt finden. Eine Sitzung des Preissenkungsausschusses's Reichskabinetts ist vorläufig nicht wieder anberaumt worden. :: Die Neujahrsempfänge beim Reichspräsidenten. Zum Antritt des neuen Jahres ist außer den üblichen Begrüßungen innerhalb der Aemter und außer den Grüßen des Reichspräsidenten, des Reichswehrministers und des Chefs der Heeres= und Marineleitung an die Wehrmacht nur die Begrüßung des Reichsoberhauptes durch die Mitglieder der Reichsregierung und des diplomatischen Korps vorgesehen. Die Fegrüßungsansprache namens der Reichsregierung wird in Abwesenheit des Reichskanzlers und des Vizekanzlers das dienstälteste Kabinettsmitglied, Reichswehrmininer Dr. Groener halten. Rundschau im * Der Führer der tschechischen nationaldemokratischen Partei, Dr. Karl Kramarsch, feierte seinen 70. Geburtstag.„„ * Der spanische Revolutionar und Fliegermajor Franco will sich nach seiner Ankunft in Antwerpen nach Friedrichshafen begeben, wo er bei den DornierWerken arbeiten will. Stab Major Pabst verläßt die Heimwehr. : Wie aus Innsbruck gemeldet, hat sich der frühere ochef der Heimwehren, Major Pabst, entschlossen, von 90 eister weiteren Mitarbeit in der Tiroler und der ganzen österreichischen Heimwehrbewegung Abstand zu nehmen. Amerika gegen Schulvenstreichung. * Die Blätter der Hearstpresse bringen einen Artikel des Senators Smoot, der der Regierung Hoover sehr nahe steht und als Vorsitzender des Finanzausschusses im Senat eine große Rolle spielt. Smoot lehnt energisch eine Streichung der alliierten Kriegsschulden an Amerika ab und weist an Hand von Zahlen nach, daß der Weltkrieg dem amerikanischen Steuerzahler über 37 Milliarden Dollar gekostet habe. Die Abtragung dieser Last mache genau ein Drittel des gesamten Budgets des letzten Jahres aus und es sei„unfair", dem amerikanischen Volke weitere Bürden zuzumuten. Marschall Joffre im Sterben. Jede Hoffnung aufgegeben. — Paris, 29. Dezember. Der Krankheitszustand des 78jährigen Marschalls Joffre, dem im Verfolg einer Venenentzündung das rechte Bein abgenommen werden mußte, hat sich weiter verschlimmert. Nach den letzten ärztlichen Berichten hat man jede Hoffnung aufgegeben. Der Marschall liegt seit Sonntag im Todeskampf, seine Kräfte nehmen von Stunde zu Stunde ab. Die Nahrungszufuhr ist unmöglich geworden. Zahlreiche hochstehende Persönlichkeiten trugen sich im Krankenhause in das Besuchsbuch ein. Nur dem Chef der Obersten Heeresleitung, General Weygand, sowie Millerand und Barthou war es gestattet, einige Minuten am Krankenlager zu verweilen. Letzte Meldungen. Schiedsspruch in der sächsischen Metallindustrie. Dresden, 30. Dezember. Im Lohnstreit in der sächsischen Metallindustrie wurde am Montag abend ein Schiedsspruch gefällt, nach dem die Löhne der Lohnarbeiter um ungefähr vier v.., die der Akkordarbeiter um ungefähr 5 v. H. gesenkt werden. Der Schiedsspruch gilt vom 2. Januar bis 31. Mai 1931. Die Erklärungsfrist läuft am 5. Januar ab. Warenhaus= und Filialsteuer in Brannschweig. — Braunschweig, 30. Dez. Im Braunschweigischen Landtag ist mit den Stimmen der Nationalsozialisten und der Vertreter der bürgerlichen Einheitslisten ein 300prozentiger Zuschlag zur Gewerbesteuer für Warenhäuser und eine Erhöhung der Filialsteuer um 150 v. H. beschlossen worden. Der polnische Innenminister in Ostoberschlesien. — Kattowitz, 30. Dez. Der polnische Innenminister Skladkowski begab sich in Begleitung eines hohen Beamten der Wojewodschaft nach denjenigen L.####### in denen sich nach der deutschen Note an den Vollerbundrat Terrorakte gegen die deutsche Minderheit abgespielt haben.— Angeblich wird der Minister sich bei dieser Informationsreise nicht nur mit den Aussagen der örtlichen Behörden beschäftigen, sondern auch die Geschädigten selbst befragen. Deutsche Note an die Europakommission. — Genf, 30. Dez. Die deutsche Regierung hat für die bevorstehende Tagung der Europakommission eine Denkschrift eingereicht, die auf den Vorrang der Wirtschaftsfragen bei der europäischen Einigung hinweist. Französisches Postflugzeug überfällig. — Paris, 30. Dezember. Wie Havas aus Agadir meldet, wird ein Verkehrsflugzeug mit Post aus Amerika, einem Funker, einem arabischen Dolmetscher und dem italienischen Konsul in Fes an Bord, das von Dakar nach Toulouse gestartet war, vermißt. Ueber den Verbleib des Apparates fehlt seit der Nacht zum 27. d.., wo er die Gegend zwischen Agadir und Kap Jubi überflog, jede Spur. Aufsehen erregende Entlassung in Moskau. — Kowno, 30. Dezember. Wie amtlich aus Moskau gemeldet wird, ist der Geschäftsführer des Rates der Volkskommissare der Sowjetunion und gleichzeitig der Geschäftsführer des Arbeiter= und Verteidigungsrates, Gorbunow, seiner Aemter enthoben worden. Gorbunow gehörte zu den engsten Freunden Lenins und verwaltete seine Aemter 13 Jahre lang. Seine Entlassung hat in Moskau großes Aufsehen erregt. Gorbunow soll später zum Mitglied des Volkswirtschaftsrates der Sowjetunion ernannt werden. Das Amt des Geschäftsführers des Rates der Volkskommissare der Sowjetunion entspricht dem Amt des Staatssekretärs in der Reichskanzlei im Deutschen Reich. Gasunglück in einer Großplätterei. 29 Frauen erkrankt, davon 10 schwer. In einem großen Bügelraum der Berliner Wäschefabrik.=G. Gebr. Ritter ereignete sich am Montagnachmittag ein schweres Gasunglück, bei dem 29 Frauen unter schweren Vergiftungserscheinungen erkrankten. Die Feuerwehr mußte gerufen werden. Bei zehn Frauen waren die Folgen der Gasvergiftung so schwer, daß sie ins Krankenhaus transportiert werden mußten. Die Feuerwehr und die Polizei haben sofort eine Untersuchung über die Entstehungsursache des Unglücke eingeleitet, doch war bisher noch keine volleKlar, heit zu schaffen. Um Leuchtgas kann es sich nicht handeln, da nach Aussage der in dem Raum beschäftigten Frauen keinerlei Leuchtgasgeruch verspürt worden war. Aller Wahrscheinlichkeit dürften auf eine bisher noch nicht geklärte Art Kohlenoxydgase in den Raum eingedrungen sein und die Massenvergiftung verschuldet haben. Schule, Mission. Im Dienste der Kirche. Die Freunde von Generalsuperintendent O. Zöllner=Münster haben zu seinem 25jährigen Amtsjubiläum und zu seinem Abschied aus dem Amt ein großes Werk mit 800 Seiten unter dem Titel: „Im Dienste der Kirche“, herausgegeben, in dem Reden und Aufsätze aus seiner 40=jährigen Amtstätigkeit gesammelt sind. Erschienen ist dieses Werk im Westdeutschen Lutherverlag=Witten(Ruhr). Es wird besonders bedeutsam, weil es in der Einleitung wertvolle autobiographische Auslassungen von Generalsuperintendent D, Zöllner selbst enthält. In diesem Werk sind nicht nur Predigten, Ansprachen und Betrachtungen enthalten, sondern überwiegend programmatische Vorträge und Aufsätze, die für die verschiedensten kirchlichen Arbeitsgebiete, für Erziehung, Innere Mission, Weltanschauungskämpfe, Diasporaarbeit und schließlich auch für die ökumenische Bewegung von größter Bedeutung sind. Diese Veröffentlichungen stellen vielfach ein Stück Kirchengeschichte dar. Gleichzeitig sind sie wegweisend für die kirchliche Arbeit; denn diese Ausführungen von gestern und vorgestern sind von prophetischer Art, wertvoll für kirchliche Arbeit in Gegenwart und Zukunft. Kirchennachrichten für Zion. Mittwoch, den 31. Dezember: Silvestergottesdienste: 17 Uhr: Sarepta: Pastor Wilmanns, anschließend Beichte und Abendmahl; 19 Uhr: Zion: Pastor Tegtmeyer. Donnerstag, den 1. Januar 1931: 8½ Uhr: Pastor Vischer; 9 Uhr: Pastor Jasper; 10 Uhr: Pastor Bischoff. Schriftleitung: W. Kraa, Wirtschafts= und Weltpolitik: Dr. H. Huttel, Anzeigen: K. Diekmanns alle in Bethel. Zuschriften für die Schriftleitung: Bielefeld. Schließfach 28. Für Geldsendungen Postscheckkonto: Hannover 67377,„Aufwärts“, Christliches Tageblatt, Bethel b. Bielefeld. Fernruf 3911/3919, Amt Bielefeld. Druck und Verlag: Anstalt Bethel. K eesb Rollkragen, in allen Pelzarten, schon von Mk. 20,— an. Füchse in allen Farben. Krawatten billigst. Für ältere Damen habe ich eine Anzahl dickgefütterte Pelze angefertigt, von Mk. 20.— an. Kleiner Laden, größte Auswahl, kleine Unkosten, daher billigste Preise bei bester Ware. Auf Wunsch Teilzahlung. Fr. Oeperkorn, Dammstraße 12, Nähe Obernstraße. Stellengesuche u. Angebote haben im„Aufwärts“ großen Erfolg Eien Metell-Potton Schlatzim Lien u. Holz-Betten Sahlmatr. Kinderb., Polster, Chalsel., en jeden. Tellz Katalos frei. Eisenmöbelfabrik SuhlITher ERHÖHEN DIE UDIRN: SRMKEIT JHRER AN: ZEIGEN. ALLE DRUCRSTöCHE In TUSTERGULTIGER AUS: FUHRUNG HTTE LlaE Mammmam areiswaren in Guf Rer 99 Ausführung fertigen an und empfehlen die Tiberias-Werke“ der Anstalt Bethel Verlangen Sie bitte Preisliste. Bethel. Blaues Kreuz. Am Neujahrstage nachm. 3½ Uhr Zusammenkunft in Gosen. Mitglieder und Freunde sind herzlich eingeladen. Abends fällt die Stunde aus. Blaukreuz=Verein Bethel. — Die Babe=Anstalt und das Bardtergeschäft sind geöffnet am Mittwoch, den 31. Dezember(Silvester) von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 4 Uhr durchgehend — Die Sarepta=Apotheke schließt Silvester um 2 Uhr nachmittags. Die Hausvorstände werden gebeten, die Verordnungsbücher für den Jahresabschluß rechtzeitig zur Apotheke zu schicken. — Unsere Verkaufsräume sind Sylvester von 8 bis 14 Uhr durchgehend geöffnet. Mit herzlichen Neujahrsgrüßen Ophir, vereinigte Verkaufstellen der Anstalt Bethel. „, J unld Helllll Christliches Erholungsheim„Pniel“, Bad Oeynhausen, Weststr. 15, Part., 1. und 2. Etg. 18 gut eingerichtete Zimmer. Abendandachten. Nächste Näle des Kurparks und der Bäder. Mittlere Preise. Das ganze Jahr geöffnet. Zentralheizung. Bad Sachsa. Glanzpunkt des Südharzes Christliches Erholungsheim „Fürst Bismarck“, Februar bis November geöffnet. Z ntralheizung, elektr. Licht, gute Verpfl gung. Pension= preis.00 Mk. bis.— Mk. Bielefeld. Christl. Hospiz: Telef. 2391. Bahnhofstraße 30. Einzelzimmer 2. 3 Mk., Doppelzimmer—6 Mk. Gute Speisen und Getränke. AutoUnterstand. Benneckenstein im Harz. Kurhaus Tanne wald. Coristi##osoiz, 5 Min. vom Bahnhof. Pensionspreis v .— an. Horeskahaus. Berlin N 24. Hotel Christl. H 75 Zimiaer, 120 Betten. Nähe der Banhnhöfe Friedrichstraße, Stettiner und Leh ter. Untergrundbahn Oranienburger Tor. Auguststraße 82. Teleson Norden 997. Erholungshäuser d. Evg. Diakonievereins(Mitglied des Verbandes Christlicher Hospize) 1. Tabarz in Thür.,„Haus Veronika“ in schönster Lage am Datenberg im Lauchagrund. Tagespreis.— bis.50 Mk. 2. Kassel=Wilhelmshöhe„Margaretenhaus“, Lindenstraße 13, wundervolle, windgeschützte, staubfreie und sonnige Lage a. Habichtswald. Liegealle, gr. Garten. Tagespreis 7,50 bis 8,50., Doppelzimmer Ermäßigg. — In beiden Häusern Preise einschl. Nebenkosten, gute reichl. Verflegung, elektr. Licht und Warmwasserheizung Ansteckende Krankh ausgeschlossen. Sommer und Winter geöffnet. Ansr. an die betreffenden Leitungen. Freiburg i. Breisgau. Hotel zum Pfauen(Christl. Hospiz), 8 Minuten links vom Bahnhof. Friedrichstr. 16. Herrenalb(wttbg. Schwarzw.) Erholungsheim„Grüner Wald“(Christl. Haus. Naturgemäße Einstell. Gute Apflegung. Einrichtung für Badeu. Kneipkuren. Man verlange Prospekte. Fernruf Nr. 24. Hausbruch. Walderholungsh. Heide“ buro Bahnstat. Hausbruch b. Harburg *§ R. Eigentum des Nordd..= u. Bundes. Hausvat.: Diak. Rowoldt Obstmarkt= 0 olfreie Gaststätte zur Rauferel## Krone. und GeNürnberg altohor— Kalte und warme Speisen tränke zu jeder Tageszeit. Nordseebad Norderney. Im christl. Erholungsheim„Haus Meereskeuchten“ sind Gäste jederzeit herzlich willkommen. Ruhige Lage. Beste Verpflegung. Pensionspreis: täglich von Mk..50 an. Prospekt auf Anforderung durch die Hausleitung. Haus„Patmos“ Erholungsheim der Deutschen Zeltmission bei Geisweid i. W.(Strecke Siegen-Hagen.) Einzig schöne Lage in einem stillen, umwaldeten Tale des Siegerlandes. abseits vom Lärm der Stadt und Staub der Straßen. Angenehmer Aufenthalt, gute bürgerliche Küche, 4Mahlzeiten, täglich Aindacht. Prospekte stehen gern zu Deusten. Christl. Erholungsheim Bächeltal Post Hain im Riesengebirge. Allerbeste Lage, mit eigenem Garten und Berganlagen. 5 Minuten von der Endstation der Gebirgsbahn entfernt. Freundliche Zimmer, gute Verpflegung, Preis—5 Mk. Prospekte und nähere Auskunft durch d. Heimleitung. Bad Nauheim. Villa Wilhelma, Bes. Förster=Östermeyer, Frankfurter Str. 19. Zimmer mit Frühstück von 3,50 Mk. an. Zimmer mit voller Verpflegung von.50 Mk. an. Heidelberg. Christl. Hospiz am Reckar Schiffg. 2, Blaukreuz=Hotel. Tel. 755 Schöne Fremdenzimmer. 40 Betten von 2,50 bis 3,50 Mk. Dortmund. Christl. Hospiz„Vereinshaus“, Wilhelmstr. 49, 9 Min. vom Harntbahnhof Eleker Kicht Zentralimer 3584 haus“, Wilhelmstr. 49, 9 Min. vom Hauptbahnhof, Elektr. Licht, Zentral= heizung„ Freundliche saub. Zimmer Preis 2,00 bis.— Wer. Fernruf.= Bad Godesberg a. Rh. Haus v. Below Christl. Familienpension. AugusteViktoriastraße 75—77. Zimmer mit Pension von.— Mk. an. Das ganze Jahr geöffnet. Hohegrethe bei Aue an der Sieg. Christl. Erholungsheim. Schöner Landaufenthalt bei gut. Verpflegung. Täglich Hausandacht. 60 Zimmer mit 60 Betten. Nordsee. Kaiser Wilhelm Koog bei Marne i. Holstein. Stilles christl. Erholungsheim dir. am Deich. Beste Verpflegung, täglich frische Milch, da eigene Landwirtschaft Tagespreis je nach Zimmer 45 Mk. Frau Agnes Bargmann, geb. Goedeking. Braunlage(Oberharz Haus Klavehn 620 m hoch, kl. behagl. Fremdenheim, sonnigste ruh. Lage, unmittelbar am Hochwald mit gr. Liegewiese. Mod. Zimmer, fließ. Wasser, Bad.— Bett .76—.50 Mk., tägl. Pension v..— Mk. an. Vorsaison Ermäßigung. Haus Elisabeth d. Christl. Erholungsheims Immanuel, Bad Lippspringe, empfiehlt b. vorzügl. Verpflg., große luftige Zwei=Betten=Zimmer, Pension je Person tägl. 4 Mk. Andachten. " Die Lettung Bad Homburg v. d. Höhe. Christl. Haspiz Quellenhof, Kaiser=Friedrich= Promenade 91. Schönste Lage am Kurpark. Kurgemäge Verpflegung. Mäß. Preise. Das ganze Jahr geoff et. Darlingerode b. Wernigerode Harz, „Lückestiftung". Evgl. Erholungs= heim f. Kinder j. Alters. Sonnige ruh. Lage,. Wald m. gr. Spielwiesen, großer Garten, Liegehallen. Städt. Waldbadeanstalt i. d. Nähe. Preis .— Mk. Dauerkinder Ermäßigung. Kein Massenbetrieb. Curhaven, das Nordseebad am Großschiffahrtswege. Kurhospiz. Modernes Familienhotel, in nächst Nähe des Strundes. Behagliches Wohnen, fließendes Wasser kalt und warm. Anerkannt gute Küche. Das ganze Jahr geöffnet. Pension von M..50 an. Zimmer von M..— per Bett an. Köln a. Rh. Christl. Hospiz Viktoriahof Viktor astr. 11, Tel. Rheinland 6076 Dornhau 650 m(Schwarzwald). Jetzt finden in m. Sonnenhäusl Erholungsbedürftige wieder freundl. Aufnahme. Ruhe, Wald, Wiese und beste Verpflegung pro Tag.— Mk. Marie Müller. Neulandhaus, Eisenach, nächst der Wartburg. Hamburg. Christl. Hospiz, Uhlenhorst r Hof Mod. Zimmer. la. Hamburger Kiche, solide Preise. Ab Hauptbahnhof mit Liuie 18 bis Haltest. Schillerar. Elektr. Licht. Teleson Alster 3036. Teutoburger Wald. In dem Erholungsheim des Provinzialverbandes für die weibliche Jugend Westfalens finden auch im Winter junge Mädchen, Frauen und größere Kinder Aufnahme. Mäßige Preise. Gelegenheit zur Liegekur. Hausmutter Schwester Marie Ziemann, Sieker bei Bielefeld. Telefon 1403. Kurort Elim, Bad Wildungen, Naturkuren, Wildunger Kuren, Sommerfrischler. 4 Pensionshäuser, 75 Betten, 126 Morgen, stille Lage vor der Vabestadt am waldigen Südabhang. Zwei Sonnenbädern, 1 Badehaus mit Wannen=und Lehmbäder(kalt und warm), Fellebäder. Begetarische und Fleischratung und Kuren ermäßigt. Keine Kurtaxe. Dauerpensionat. Andachten. Alles Nähere durch Prospekt. wus Ste vom Kurort Elim wissen möchten. Tambach=Dietharz, Thür. Wald. Haus Fürstenblick(christl. Hospiz), 500 M U. d. M. Großer Garten— Liegewiese. Das ganze Jahr geöffnet. Fernr. 42. Fr. L. Jacobskötter. Coblenz. Christl. Hospiz. Freie schöne Lage, 7 Min. v. Hauptbhf. Tetrasse, Bäder. Elektr. Licht. Zentralheizung. 40 Zimmer, 50 Betten. Gute Küche, ff. Getranke. ge Luftkurort Kohlgrund in Waldeck, Arols=Land, bietet angenehmen Aufenthalt in waldreicher. schöner Gegend. Gute Verpflegung(4 Mahlzeiten), Freundl, Schlaf= und Aufenthaltsraume. 5½ Morg. groß., sonnenseitiger, in Terrassen angel. Garten mit Spiel= und Rubeplätzen. Liegestühle Landwirtschaft. Pensionspreis ohne jegl. Zuschlag tägl. 4 Mk. Prospekt zu Diensten. Bahnstation Marsberg, Strecke Hagen=Cassel. Christliches Erholungsheim Tonges Herchen a. d. Sieg. Chr. Erholungsheim„Lindenhaus". Ruhige, schöne Lage. Waldreiche Gegend. Vorzüliche Verpflegung. freundliche Zimmer Große Veranda. Pensionspr. Mr..— Ges.: Krau Rektor Zindemann. Sochum. 61, u von Doppelte. um. Christl. Hospiz, Humboldstr. am Hauptbahnhof. 56 Zimmer —3 Mk. 1 Bett, 2 Betten das Zentralheizung. Aelteste evang. Häuser fl kranke in Lintorf, Kre.= Düsseldorf. Kurhaus Stloab für gehobene Stände, einfaches Haus Bethesda. für Alkoholreis Dül Wernigerode=Hasserode, Roonstr. 8. Gösteheim am 1. Okt. neu eröffnet, bietet behagliche Zimmer mit voller Verpflegung für 5 Mt täglich, herrlicher Blick in farbenprächtigen Herbstwald. Anfragen an Frl. Wolf, Roonstr. 8, empfohlen durch P. Hölzel. Die Heilstätte„Elim“ bei Herford nimmt Alkoholkranke aller Stände in gewissenhafte Pflege. Görlitz. Christliches Hospiz(C. V. J. M. Haus), Jakobstraße 24, 2 Minuter vom Bahnhof. Fließ. Wasser, Zen tralheizung. Mäßige Preise. Villa Ruheck, Pflegeheim für Damen und Herren, Westen bei Verden a. d. Aller. Idylliche Lage, individuelle Verpflegung. Volle Pension von.50 bis.—; auch für Daueraufenthalt. Christliches Erholungsheim, Ueberlingen am Bodensee, St. Ulr chstr. 38, in ruhiger, sonniger Lage mit herrlichem See= und Alpenblick, möchte nicht nur Sommergänen einen angenehmen Aufenthalt bieten, sondern auch in den ruhigen Wintermonaten besonders Erholungsbedürftige aufnehmen. Preise.50—.50 Mark is 1. Juli und ab 15. Sept. wesentliche Ermäßigung. Prospekte.— Düsseldorf. Christl. Hospiz„Reanderhaus“, Scheurenstr—10, 4 Min. vom sauptbahnhof. Fernruf 1864. Beranntes, ruhiges Haus. Mäßige Preise. Christl. Erholungsheim Waldfrieden in Rosdorf bei Kellinghusen (Mittelholstein). Liebl. stlle Lage in schönem Garten, umgeben von Laubund Nadelwäldern. Gute Verpfl. Höhensonne im Hause. Raum für 10 Gäste. Hausandacht. Preis 5 Mk. Frau Heinrich Dallmeyer, Witwe. Christl 8 Minuten vom Hauptbahnhof. Zentralheizung, Bäder, Schreib=und mer zum Preise von Mi..— und Autounterstand. Kassel, Kl. Rosenstraße 4, Chri Friedenshof, 4 Binut. vom Hauptbahnhof. Anruf 1885 und 1835. flegung. Kleiner Autoverbindung. dene Prächtig=Fernscht. Heimelige Zimmer, Gute Verp Fami###krets. Tägliche Andacht. mit seiner 100 Personen per Aussicht. Heim der D. C. S. B. e. Z. Fernruf Nr..“ S. 8. Zörl. Luftkurort Embenau, Bad Wildungend Ehr Itl. Erholungsheim. Tägl= Land, Phris, Schblungshein, Andachten. Inmitten herrl. Hochgeen birgswälder. Eigen Landwirtschaft und Gärtnerei. Luft= und Liegekurene Wildunger Trinkturen, keine Kurtare. Warme Bäder im Hause, das ganze, Jahr geöffnet. Illustr. Prospekte zu Diensten. Die Verwaltung. Berlin 8 30, Christlichgz### Cottbusser Damm 12 Nahe 8 f. Freundl. Zimmer, Vexzindung einscht. Bedier, isen. Teleson nach allen Staollenen. Nostsbn 855. Heieg Rettenggs. alten Reckar#Rekar Bäder, von