Die Quäker. nstruktion Abert s Vaterunser als ht. m— Der franzötienheim, ein west. istanzer Konzils. religionspsycholo. dapitel der OffenIs Gedankenarbeit, der neuesten Forsoziales Gebet im n der Apostelkirche srofessor D. Julius hält Prof. Stählin. : K a n d i d a t e n u n d ehmer billig untersurch Prof. O. Otto nachrichten. Heute(Donnerstag use, Grünstraße 36, „Wunderwirkungen 50 Pfg., reserviermnabend schließt sich Versammlung. iner. Heute 8 Uhr: : Letzte Bibelstunde. — Bitte: Die mir lätzchen und andere bend nach Ephrata. Br. Sprinz. usgabe der Pakett am Sonntag, den bis.30 Uhr. Am hr. am Heiligabend um Bethel. 24. Dezember Uhr früh geschlossen. chaft, hiervon Kenntder Anstalt Bethel. und Weltpolitik: in Bethel. Zuschriften eßfach 28. Für Gel77,„Auswärts“, Christfernruf 3911/3919. Amt Unstalt Bethel. chistisch! Größte Auswahl * in Fabrikaten nur * erster Frmen. rideale Heimkinoparat. rführung jederzeit. GERIE i9 Teleph. 110 Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und ( 33 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Kürs eiussand unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. Christliches Tageblatt mit den Beilagen„Für Herz und Haus“ Kindergabe“ und„Auser Ziel.“ Anzeigenpreis: Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Reklame 30 Pfg. Beilagen unter 25 gje tausend 15 Mt Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. Nr. 298. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Vielefeld), Sonnabend, den 20. Dezember 1930. 12. Jahrgang. Aus den Fehlern eines Anderen bessert ein Weiser die eigenen. Publilius. Miiiiiiihiiiit Politische Wandlungen. Die Regierung Brüning hat, begünstigt durch die politische Zerklüftung des Reichstages, es verstanden, über alle Anträge der Opposition und die verschiedenen Mißtrauensvoten einen leichten Sieg davonzutragen. Sie hat es ferner durchgesetzt, daß keine außenpolitische Debatte in Gang kam, die leicht zu einem Sturz des Außenministers führen konnte. Die drohende Weihnachtskrise ist damit glücklich umschifft worden. Der Reichstag ist bis zum 3. Februar in die Ferien geschickt. Bis dahin hat die Regierung Zeit und Atempause bekommen, um an dem Ziel der Sanierung weiter zu arbeiten, das sie sich gesteckt hat— es sei denn, daß die in ihrem Schoße schlummernden Gegensätze von selbst aufbrechen und unvorhergesehene Ueberraschungen bringen. Diese Atempause mag wohl geeignet erscheinen, einen Blick zurückzuwerfen auf die Vergangenheit und zugleich den Versuch zu machen, die zukünftigen Aufgaben und Chancen der Regierung Brüning zu umreißen. Wenn auch die Zeit infolge der wirtschaftlichen Not unseres Volkes und wegen seiner parteipolitischen Zerrissenheit, die schon nahe an Bürgerkrieg streift, wenig zu einer ruhigen politischen Betrachtung geeignet ist, so kann doch jenseits aller Enttäuschungen, die die Regierung Brüning gebracht hat, festgestellt werden, daß erst einer späteren rückschauenden Betrachtung voll zum Bewußtsein kommen dürfte, was die Spanne Zeit seit dem Sommer dieses Jahres für die Gesundung unseres politischen Lebens bedeutet. Als Brüning im Sommer zum erstenmal seine Zuflucht zum Artikel 48 nahm, ging ein Sturm der Entrüstung durch alle die Blätter und Parteien, die vorgeben, die Demokratie für sich gepachtet zu haben. In schwärzesten Farben wurden die Folgen solch diktatorischen Vorgehens an die Wand gemalt. Inzwischen hat das Wort Diktatur viel von seinem Schrecken verloren, wo wir unversehens in einen Zustand hineingewachsen sind, der sich von den bekannten Vorbildern der Diktatur nur mehr gradweise unterscheidet. Im Namen und zur Rettung der Demokratie hat der Reichskanzler, der wohl weiß, daß die Ausübung der Demokratie in der bisherigen Form den Staat ins Verderben stürzen muß, den Parlamentarismus Schritt für Schritt zurückgedrängt und die ersten Grundsteine für eine neue autoritäre Staatsform gelegt. Während die erste Notverordnung noch als Sensation wirkte, haben sich die Parteien der zweiten Notverordnung bereits ohne merklichen Widerstand gebeugt, und die eifrigsten Tempelhüter der parlamentarischen Demokratie sind heute bereit, ihrer Gesinnung noch weitere Opfer zu bringen, in der vagen Hoffnung, auf diese Weise die letzten Trümmer eines auseinanderbrechenden Systems zusammenhalten zu können. Diese Hoffnung wird und muß eine vergebliche sein, wenn die nationale Opposition die Zeichen der Zeit recht versteht und im geeigneten Augenblick in das rollende Rad der Geschichte einzugreifen weiß. Die Stunde der parlamentarischen Demokratie hat bereits geschlagen, um einer neuen Phase in der Geschichte unseres jungen Staatswesens Platz zu machen, die wieder stärker an die alte Ueberlieferung anknüpft als dies in den letzten zehn Jahren nach Weimar der Fall war. Die Weimarer Reichsverfassung birgt verschiedene Möglichkeiten der Staatsführung in sich. Sie hat nach westlichem Vorbild das Parlament zu einem zentralen Machtorgan ausgestaltet, und diese Tatsache hat der Verfassung nicht mit Unrecht den Vorwurf eingetragen, undeutsch zu sein. Man hat in Weimar aber auch an traditionelle Formen angeknüpft. Nan hat den alten Bundesrat im neuen Reichsrat weiterteben lassen(aber wie! die Red.) und man hat weiter als Ersatz für den Monarchen den Reichspräsidenten mit einer Nachtfülle ausgestattet, die ihm erlaubt, im geeigneten äugenblicke zum bestimmenden Faktor des politischen beschehens zu werden. Während bisher, von vorüberbehenden Ausnahmezeiten abgesehen, die westlerisch geLichte Linie— Volkssouveränität und Parlament— vorherrschte, hat sich nunmehr die an die deutsche Tradition mänupfende Linie, die man kurz als die staatsautoritäre eeseichnen kann, in den Notzeiten des letzten Jahres so suck durchzusetzen verstanden, daß man unbedingt mit „oter Dauerhaftigkeit dieser Entwicklung rechnen kann. dies um so mehr, als in breiten Schichten unseres Volkes dis geistige Fundament hierfür durch eine unermüdliche Peiltische Ausklärungs= und Erziehungsarbeit gelegt woren Ist. Mit besonderem Nachdruck muß weiter festgehalten werden, daß diese politischen Wandlungen ohne eine Aenderung der Verfassung vor sich gegangen sind. Die Regierungsmethoden des Kabinetts Brüning haben einfach dem Volke gezeigt, welche Machtfülle in der Person unseres Reichspräsidenten vereinigt ist und welch sachliche Arbeit im Reichsrat geleistet werden kann, wohinder Reichstag in jeder Sitzung seine völlige Unfähigkeit aufs neue dokumentiert und seinen Ruf als „politische Schwatzbude“ täglich neu bestätigt. Das politische Geschehen ist in der Tat aus dem Kuhhandel der Fraktionszimmer in die Sphäre sachlichen und nüchternen Handelns verlegt worden, in der die Verantwortung vor dem Schicksal unserer Nation dominiert und nicht mehr die Rücksicht auf die Interessen einer Partei. Aber Sachlichkeit allein genügt noch nicht, um unser Volk für das große Werk der politischen Reform zu gewinnen. Sachlichkeit ist nur die Voraussetzung, aber nicht Inhalt eines solchen Werkes. Was bisher von der Regierung Brüning getan worden ist, bleibt noch zu sehr im Bannkreis demokratisch=sozialistischer Vorstellungsformen. Man hat zwar in den Ministerien Mut bekommen, auch unpopulär zu sein. Aber es ist nicht der Mut des Staatsmannes, der sein Volk in fester Gefolgschaft hinter sich weiß. Vielmehr spricht aus allen Maßnahmen und Gesetzen die kalte Berechnung einer selbstsicheren Bürokratie, die nach eigenen Reglements lebt, und die das Volk vom Staate wegführt. Hier liegt einer der wesentlichsten Gründe, weshalb die Wellen der Opposition um so stürmischer gegen das jetzige Reichskabinett anbranden, je sicherer sich dieses in seinem Fahrwasser fühlt. Zweifellos hat das Sanierungswerk Brünings bereits gewisse Erfolge aufzuweisen. Die Preise sind allenthalben ins Wanken gekommen, und die Löhne nicht minder. In der Verwaltung fegt ein harter Sparbesen die liebgewordenen Gewohnheiten einer verschwenderischen Futterkrippenwirtschaft hinweg, wobei manches Nest der Korruption auffliegt, das sich unter dem mächtigen Schutze unserer demokratischen Parteien genährt hatte. Die brüchigen Grundmauern des parlamentarischen Systems, das aus dem Staat eine Versorgungsanstalt und aus dem Staatsbürger einen Anspruchsberechtigten gemacht hatte, sind schon bloßgelegt, aber sie halten mit Mühe und Not noch immer zusammen. Das Volk jedoch wartet auf die Stunde, wo sie umgelegt werden, um dem Staate Platz zu machen, der in der Sehnsucht der Massen lebt, die in der immer mächtiger werdenden nationalsozialistischen Bewegung eine verworrene, aber nicht zu überhörende Stimme gefunden hat. Dr. Venter. Die Verhöhnung Der Zeichner Groß stellte eine Zeichnung aus, die Christus am Kreuz darstellt, ein Kreuz vorstreckend, bekleidet mit Gasmaske und Militärstiefeln. Darunter standen die Worte:„Maulhalten und weiterdienen“. Groß bekannte, daß ihm bewußt gewesen sei, das er die religiösen Gefühle der Christen verletze. Eine Anklage wegen Beschimpfung von Einrichtungen der christlichen Kirche nach Paragraph 166 des Strafgesetzbuches brachte seine Freisprechung. Um sie bemühte sich u. a. auch der Reichskunstwart Dr. Redslob. Hinter Groß stand die„Vossische Zeitung“, der„Vorwärts“ und das„Berliner Tageblatt“. Hinter Groß stand die Arbeitsgemeinschaft für Monismus. Die Bemühungen hatten Erfolg, obwohl die Vertreter der beiden christlichen Konfessionen ihr sachverständiges Urteil abgaben. Zweimal wurde Groß freigesprochen. Beide Male von dem Richter Siegert. Obwohl Gesetz und Beweiserhebung eine Verurteilung verlangten. Obwohl das Reichsgericht die Freisprechung aufhob und die Sache zurückverwies. Der Richter Siegert hat s. Zt. die wegen Fehmemord Angeklagten zum Tode verurteilt. Heute steht fest, daß zum mindesten in einem Falle die Todesstrafe zu einem Justizmord geführt haben würde.(Siehe Deutschenspiegel Nr. 50.) Wie lange will das evangelische Deutschland die Verhöhnung seiner Gefühle ohne Gegenwehr erdulden? Der Zentralverband der streitbaren Gottlosen Rußlands will sich in Berlin niederlassen. Ihm werden Helfer wie Groß nur willkommen sein. Groß habe, so sagt er von sich selbst, eine erzieherische Wirkung ausüben wollen. Das beste Mittel dazu schien ihm die Verhöhnung der Gefühle der gläubigen Christen zu sein. Solche Methoden der„Erziehung“ auf das politische Gebiet übertragen, werden nach dem bekannten und verschärften Maulkorbgesetz mit schweren Strafen geahndet. Da es sich in der angedeuteten Zeichnung aber nur um die Verletzung religiöser Gefühle handelt, braucht man nicht so empfindlich zu sein. Mich dünkt, wir brauchen nötiger als ein Republikschutzgesetz ein Gesetz zum Schutze vor den Zersetzungsgefahren jener Kräfte, die unter Mißbrauch der Freiheiten, die die Staatsform gewährt, dem Kulturbolschewismus die Wege ebnen. Die Christen beider Konfessionen sollten mit aller Deutlichkeit und aller gebotenen Schärfe gegen die Verhöhnung ihrer religiösen Gefühle und Anschauungen vorgehen. Wenn auf Ansuchen eines katholischen Vertreters ein Film verboten wurde, der in seiner Tendenz ganz harmlos ist, nur weil Petrus auf der Leinwand erscheint und der schenkenden Hausfrau den Rat gibt, sich hauswirtschaftliche Artikel schenken zu lassen, dann muß die evangelische Christenheit es erzwingen können, daß die Ausstellung von Hetzbildern und Hetzzeichnungen, die die Gefühle der Christen verletzen, unterbleiben. Oder die evangelischen Christen sind dumpfes, verdorbenes Salz geworden. F. V. A. Die italienischen Ergebnisse der„Battaglia del Grano". (Kampf um das Korn.) Brot, billiges Brot für die Massen. Diese Worte bilden in unserer Zeit eines nie gekannten wirtschaftlichen Elends mehr als je zuvor das Fundament, auf dem die Politik eines jeden Landes ruhen muß, wenn die Regierung bestehen will. Meistens stehen und fallen heute auch die Regierungen mit der richtigen oder falschen Lösung dieses wichtigen Problems. Mussolini hatte gleich nach seinem Regierungsantritt diese Wahrheit erkannt und in seinem damals zusammengestellten Regierungsprogramm dieses Problem, das gerade in Italien noch mehr als in anderen Ländern an Bedeutung gewinnt, weil bekanntlich der Italiener ein großer Brotesser ist, weitgehend berücksichtigt. Dann verbraucht Italien jährlich ungeheure Mengen Mehl für die Nationalspeise des Volkes, die Teigwaren aller Formen und Gattungen, Mengen, welche die Einfuhr von Auslandsweizen erforderlich machen, wodurch die italienische Handelsbilanz aufs ärgste belastet und das Jahres defizit derselben nicht unbedeutend erhöht wird. Unter dem Schlagwort„Battaglia del grano' („Kampf um das Korn") arbeitete der Duce seinerzeil schon ein klug ausgedachtes Programm aus, das zunächst eine bessere Ausbeutung des Bodens und eine Erhöhung der Inlandsproduktion ins Auge faßte. In der Folge wurde dann wertvolle Aufklärungsarbeit getan, um den Brotverbrauch zu vermindern und den Nudelkonsum herabzusetzen. Als ein Gebilde dieser Notwendigkeit ist auch die seinerzeit von Mussolini geschriebene Hymne aufs Brot, die das Brot als Gabe Gottes verherrlicht und zum sparsamen Verbrauch aussordert, zu werten. Außerdem wurde die bessere Ausmahlung des Getreides verfügt, und durch Kredite an die Landwirtschaft wurde ein rationelleres Arbeitssystem im Anbau, bei der Ernte und bei der Zubereitung des Brotes ermöglicht. Lichtbildervorträge taten das Ihrige zum Gelingen des Ganzen, und überall, wo Rat und Tat nötig war, wurde nach Möglichkeit geholfen. Den Angelpunkt der ganzen Getreideschlacht bildet aber seit 6 Jahren die alljährliche Prämiierung jener Landwirte, die es verstanden haben, die größten Aehren zu bauen oder aus ihrem Ackerboden die höchste Ernte herauszuwirtschaften. Die Feier findet stets in Rom unter dem persönlichen Vorsitz des Duce statt, der es sich nicht nehmen läßt, persönlich die Preise und Ehrenurkunden zu überreichen. Er nimmt auch die Rapporte der Provinzvertreter der Landwirtschaft entgegen und hält seine programmatische Rede, die voll von hohem Lob für die Landwirtschaft ist, einen Ueberblick über die Weltgetreidewirtschaft des vergangenen Jahres gibt und in dem Wunsche ausklingt, der Landwirt möge nichts unversucht lassen, damit die nächstjährige Jahresproduktion noch besser werde. In seiner dieser Tage anläßlich der diesjährigen Preisverteilung gehaltenen Rede bedauert Mussolini, daß trotz des guten Willens der Landwirte und ihrer gesteigerten Anstrengung, die diesjährige Ernte unter den normalen Mittelernten zurückgeblieben ist, weil der launische Wettergott die Bemühungen der Bauern größtenteils durch die äußerst ungünstige Witterung wieder aufhob. Solange man kein Mittel gefunden hat, den Wind zu rationalisieren und den Wasserdampf auf die Felder zur rechten Zeit rieseln zu lassen, können leider solche halbe Mißernten nicht unmöglich gemacht werden, rief der Duce seinen aufmerksamen Zuhörern zu. Dann verglich Mussolini die diesjährigen Ziffern mit den vorjährigen und stellte fest, daß die Weizenproduktion von 1925 mit 71 Millionen Doppelzentnern im Jahre 1930 auf 57½ tionen gesunken ist. Wir sind nicht allein, auch Frankreich hat dieses Jahr einen Ausfall von fast 24 Millionen Doppelzentnern, und wie man sieht, hat dieses Land noch schlechter wie wir abgeschnitten, tröstete Mussolini. Er gedachte dann lobend der Anstrengungen vieler Landleute und betonte, daß die Landwirtschaft noch in den Kinderschuhen stecke und daß noch große Fortschritte zurückgelegt werden müssen, bis man am eigentlichen Ziele sei. Einen Teil der Rede widmete Mussolini auch dem heutigen Preistiefstand der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Er hält es für verlorene Mühe, Versuche zwecks einer künstlichen Preishochsetzung zu machen, die nur von Erfolg sein könnte, wenn man in das Räderwerk der Weltwirtschaft eingreifen könnte. Daß dies aber nicht möglich ist, beweist der negative Ausgang der bisherigen verschiedenen Konferenzen. Es gibt nur ein ein ziges Mittel, Abhilfe zu schaffen, und dies ist die Produktionskosten zu verbilligen. Die Herstellungskosten herabsetzen, ist gleichbedeutend mit dem Abbau der Löhne, Gehälter, Gemeindeumlagen und Steuern. Eine Verbilligung der landwirtschaftlichen Maschinen und des Kunstdüngers, ohne die eine rationelle Landwirtschaft nicht bestehen kann, muß dann Hand in Hand mit dem Preisabbau gehen. Nur so können die landwirtschaftlichen Betriebe zu einem Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben kommen, ohne welchen das normale Funktionieren eines landwirtschaftlichen Betriebes nicht gewährleistet werden kann. Die begeisterte Rede endigte mit dem Satz: Mit der Preiskrönung jener Landwirte, die am meisten produziert haben, will ich das fruchtbare, friedliche italienische Landvolk ehren. Die zur Verteilung gelangten Preise bestanden aus je 5 Geldpreisen von je 100, 50, 25 und 15 tausend Lire flir die größeren Güter, je 5 Geldpreisen in fast gleicher Höhe für die mittleren Betriebe und je 5 Geldpreisen von je 60, 25, 15, 10 und 5 tausend Lire für die kleineren landwirtschaftlichen Betriebe neben einer Menge goldener und silberner Medaillen. Mussolini verabschiedete sich von den Bauern mit den Worten: Bauern Italiens, jetzt wollen wir an die nächste Ernte mit noch größerer Leidenschaft und noch unbeugsamerem Glauben denken. Auf Wiedersehen im kommenden Jahre. Mark erreicht hätten. Nebenbei wird dann immer erwähnt, daß z. B. der Eschersweiler Bergwerksverein auch 300000 Mark zugestenert habe: Ligf- gaziensapital der Alsdorfer Gruben besitzt nämlich ein ammmmut von 22.8 Millionen Mark. An offenen Reserven hat er noch 4,8 Millionen. Dabei kann man vermuten, daß stillen Reserven den offenen sicherlich nicht nachstehe werden. Dabei sind anläßlich der letzten Generalversammlung im November d. J. 14 Proz. Divi ausgeschüttet worden. Bekannt ist ferner, daß der EschBergwerksverein im Besitz eines belgischdie Leser schreiben. weiler zösischen Montantrustes ist: Die„Arbed“, dieser zweitgrößte europäische Montankonzern, besitzt 92 Prog. der Aktien. Nun wirkt es naturtich recht ärmlich, diesem reichen Unternehmen nicht glücken könnte, alles zu tun, um den unglücklichen Arbeiterfamiien, deren Ernährer in treuer Pflichterfüllung ihr Li Mammon? Erbarmen Und wenn wir uns fragen, welch' grenzenlose bei uns herrscht, könnten dann nicht die bereits gesammelten Gelder noch früh genug zur Linderung angewandt den? Ja, es tut hier eine öffentliche Aufklärung not: gebt Ihr Reichen, auch gerade Belgier und Franzosen, was dem Aermsten unter den Armen gehört. Denn was unsern Landsleuten heute passiert ist, ka Eurigen morgen passieren. Es ist Pflicht! auch ihr nur eüre Seeien. retten. Wir im Lande aber sollten auch alles tun, jenes Aermlich=Erbärmliche abzuweisen. Wir sollten, wenn wir auch sind, den noch Aermeren helfen, indem wir alles Unwürdige und Lebensverächtliche in dieser Notzeit abzutun suchen, wo wir nur können. Wir haben heute Pflichten, die größer und allmächtiger sind als alle Rechte der Reichen... Wir Christenmenschen dürften nie zu Mitschuldigen werden. Arm und ärmlich Wer dünkt sich noch reicher, denn der Aermsten einer, die jeweils ihr Leben lassen mußten für ihre Brüder... A. kann den So könnt In der Nr. 276 vom 25. 11. des„Aufwärts“ wird wieder einmal die Frage der Wirtschaftsreform aufgeworfen unter besonderem Hinweis auf Berthold Ottas volksorganische Wirtschaft, auf die der„Aufwärts“ in früheren Jahren wiederholt eingehend hinwies. Es wird daran die Bemerkung geknüpft, daß es ausgeschlossen sei die Berthold Ottoschen, die Gesellschen oder Damaschkes Wirtschaftslehren eingehend zu behandeln. Sicherlich aber werden die Leser des„Aufwärts“ einen Hinweis darauf wo sie sich näher unterrichten können über diese so ungeheuer wichtigen Fragen, freudig begrüßen. Der Bund für inneren Frieden(Geschäftsstelle Otto Remmert, Gevelsberg) bemüht sich seit Jahren um die Verbreitung der Berthold Ottoschen Reformgedanken. Er weist Redner in allen Teilen Deutschlands nach, veranstaltet in einer Reihe von Städten, auch in Westfalen. regelmäßig Sprechabende, verleiht die Werke Berthold Ottos und sendet auf Wunsch Flugblätter und kleinere Druckschriften. Im kommenden Frühjahr wird wahrscheinlich in der Volkshochschule Wislade bei Lüdenscheid eine kleine Wochenend=Freizeit stattfinden, die sich mit Berthold Ottos Seelenkunde, dem volksorganischen Denken und daran anschließend mit volksorganischer Pädagogik, Wirtschaft, Rechtspflege usw. beschäftigt. Gerade unter den Lesern des„Aufwärts“ hofft der Bund für seine Bestrebungen besonderes Interesse zu finden. Wer es ermöglichen kann, einen größeren oder kleineren Kreis von Interessenten zusammenzubringen, sollte sich mit der Bitte um einen Redner an uns wenden. Es geht um das Schicksal unsers Volkes! Otto Remmert, Der Prozeß Hitler gegen Abel. Um Arm und ärmlich. Wir wissen heute nicht alle, was arm ist und was Erhöhte Fürsorgelasten. es bedeuten hat. So frage ich: weshalb sammelt man zu bedeuten hat. So frage ich: weshalb sammelt u. nioch und veranstaltet Wohltätigkeitsveranstaltungen für die Alsdorfer Familien? Gewiß, eine ketzerische Frage... Sind es nicht die Armen allein, vielmehr die ärmeren und ärmsten, deren man sich hier erbarmen muß? Ganz gewiß sind es jetzt die allerersten, die Unterstützung in jeder Form verdienen. Denn die ganze Welt schaut mitleidigen Herzens auf ihr Schicksal. Und ganz besonders doch wir Deutsche: Es bleibt aber die große Frage offen, wer denn die Bergleute zuerst zu unterstützen hat. Vor wenigen Tagen erst ist im Reichstag darüber verhandelt worden. Auch die Zeitungen wissen zu berichten, daß staatliche und private Spenden für die notleidenden Hinterbliebenen eine stattliche Höhe von über 1500000 Der Reichsstädtebund stellte Erhebungen über die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf die Finanz= wirtschaft der mittleren und kleinen Städte an. Danach bedingte die starke Arbeitslosigkeit, daß die Leistungen der von der Statistik erfaßten Städte für die Krisenfürsorge im Durchschnitt um 67,6 Prozent höher als nach dem Voranschlag vorgesehen waren. Die Vor anschläge wurden durchschnittlich um 17 Prozent über. schritten. Der Zuschußbedarf des Fürsorgewesens betrug je Einwohner 8,12 Mark, während nach den Voranschlägen nur 6,98 Mark erwartet wurden. Zu der hieraus sich ergebenden Mehrbelastung der Städte traten noch die erhöhten Kreisumlagen für die kreisangehörigen Städte, da die Landkreise erheblich an den Wohlsahrtslasten beteiligt sind und ihre Steuereinnahmen zur Deckung ihrer Lasten nicht ausreichten, so daß die Umlagen erhöht werden mußten. Die Steigerung der Wohlfahrtserwerbslosen hat auch im Rechnungsjahr 1930 weiter angehalten, ja die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen auf 1000 Einwohner hat sich von Ende September 1930 im Durch schnitt vervierfacht! die angebliche Geldunterstützung durch Mussolini. Neuyork, 18. Dezember. Hinter verschlossenen Tüfand am Dienstag die kommissarische Vernehmung früheren italienischen Hauptmanns Migliorati statt. Werner Abel in dem von Hitler gegen ihn angestrengten Meineidsprozeß als Kronzeugen für die Behauptung anführte, daß der deutsche Führer der Nationalsozialisten von Mussolini mit Geld unterstützt worden sei Angeblich sollte Migliorati der Vermittler zwischen Hitlei und Mussolini gewesen sein. Der Italiener gab zu, Abel zu kennen, bestritt jedoch entschieden, Hitler zu kennen und jemals die angedeutete Vermittlerrolle gespielt zu haben. Abel forderte ihn danach auf, seine Aussage unter Eid vor dem Münchener Gericht zu wiederholen. Migliorati erklärte sich hierzu gegen Vergütung der Unkosten bereit. Abel hinterlegte daraushin 1500 Dollar bei einer hiesigen Bank für den Fall, daß das Münchener Gericht Migliorati als Zeugen vorlädt. Das Protokoll über die vorstehende Vernehmung wird durch die deutsche Botschaft der Münchener Behörde zugelcktet. Ulrich Rauscher*. Berlin, 19. Dezember. Der deutsche Gesandte in Warschau, Ulrich Rauscher, ist im Alter von 46 Jahren plötzlich gestorben. Er steht bekanntlich mit dem so bitter bekämpften deutsch=polnischen Liquidationsabkommen in ursächlichem Zusammenhang. Ulrich Rauscher gehörte der Sozialdemokratischen Partei an. Die Führerschaft des„Eichenkreuz“ in Kassel=Wilhelmshöhe. Die fast schon zur Tradition gewordene Tagung der im Reichsturnrat zusammengefaßten Führerschaft des „Eichenkreuz“ unmittelbar vor dem 2. Adventssonntag wurde diesmal am 6. Dezember durch Reichswart D. Stange am Sitz der Eichenkreuz=Turnanstalt in KasselWilhelmshöhe mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr der Arbeit eröffnet. Er würdigte vor allem die Ergebnisse des Internationalen Kongresses für Leibesübungen, den das„Eichenkreuz“ im Auftrage des Christlichen Jungmännerweltbundes im August d. J. in der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin=Charlottenburg durchgeführt hat, und der mit seiner aufbauenden Kritik am Verfall des modernen Sportlebens eine überraschend starke Oeffentlichkeitswirkung gezeitigt hat. Anschließend berichtete D. Stange ausführlich über Eindrücke seiner unlängst abgeschlossenen Studienreise nach Nordamerika, soweit sie das Gebiet der Leibesübungen insbesondere im Rahmen des großen Christlichen Jungmännerwerkes in den Vereinigten Staaten betrafen. Die Reise, die sich bis nach Chicago und Toronto ausdehnte, gab Gelegenheit, nicht nur eine stattliche Anzahl der klubähnlichen Häuser des amerikanischen KP5M. mit ihren modernen sportlichen Einrichtungen zu besichtigen, sondern auch vor allem die grundsätzlichen Fragen mit führenden Männern des amerikanischen Volkssportes durchzusprechen.— Wie bereits seinerzeit Dr. Diem in seinen Reiseberichten über Amerika hervorgehoben hat, hat der CVJM. beim Aufbau des modernen amerikanischen Volkssportes eine führende Rolle gespielt und steht noch jetzt in der Erfassung der breiten Massen Jugendlicher den Leichtathletik=Organisationen des Landes weit voran. Andererseits steht er auch in Nordamerika im Blick auf den heutigen Sensationssport und den Professionalismus denselben Aufgaben gegenüber, mit denen sich das„Eichenkreuz“ in den letzten Jahren beschäftigt hat. Gewisse Mängel in der Ausbildung der hauptamtlichen Jugendführer des amerikanischen E B3M. gefährden neuerdings auch in seinen eigenen Reihen die Geschlossenheit der Heranbildung christlicher Mannespersönlichkeiten in bedrohlicher Weise. Nach dieser Richtung hin besteht gerade in Amerika für die neuartigen Wege, die das„Eichenkreuz“ nicht nur in der Gestaltung neuzeitlicher Leibesübungen auf dem Grunde christlicher Weltanschauung, sondern auch in der Schulung einer hauptamtlichen und ehrenamtlichen Führerschaft eingeschlagen hat, ein lebhaftes Interesse, und wird mancherlei von dem Erfahrungsaustausch, den die 1931 in Nordamerika zusammentretende Weltkonferenz der Christlichen Jungmännervereine auch auf diesem Gebiete vorsieht, erwartet. Das Gesamtergebnis der von D. Stange wiedergegebenen Beobachtungen auf amerikanischem Boden ließ in besonderer Schärfe die Bedeutung einer zielbewußten Führerschaft auf dem heute so stark bedrohten Boden moderner Leibesübungen erkennen. Die laufende Arbeit des Eichenkreuz=Turnrates beschäftigte sich mit dem Kursusplan der EichenkreuzTurnanstalt bezw. der Zweiganstalt auf Borkum für das kommende Jahr 1931 und mit ersten Vorbesprechungen über Ort und Zeit des Reichsturntages 1932. Auch die Neubesetzung des Amtes eines hauptamtlichen Reichsturnsekretärs war Gegenstand eingehender Verhandlungen und dürfte demnächst zum Abschluß kommen. In zwangloser Aussprache wurde eine Reihe von brennenden Fragen aus der Arbeit der einzelnen Bundesturnerschaften geklärt, so u. a. die Veredlung des Handballspiels, neue Wertungssysteme bei den Bundesfesten u. a. m. Weitaus den breitesten Raum nahm schließlich die eingehende Beratung eines„Eichenkreuz=Gesetzes“ ein, das unter Mitarbeit aller Teile des Werkes die grundsätzliche Haltung des„Eichenkreuz“ und seine technischen Regeln zusammenfassen soll. Die Vorarbeiten, die bereits in früheren Sitzungen des Reichsturnrates geschaffen worden waren, wurden jetzt in Ausschußberatungen und in einer zusammenfassenden Gesamtberatung zum Abschluß gebracht und damit ein Werk geschaffen, das berufen sein dürfte, neben dem bekannten„Katechismus des Eichenkreuz“ Weg und Ziel dieser jugendkräftigen turnerischen Arbeit im Rahmen evangelischer Jugendführung wirksam zur Darstellung zu bringen. Antikriegsbewegung im holländischen An alle Kirchenräte der(ge)reformierten Kirche Niederlands erging dieser Tage von einem bekannten Mitglied der Kirche eine gedruckte Denkschrift, in der protestiert wird gegen die üblichen Auffassungen über das Kriegsprobleme und in dem die Kirchen aufgefordert werden, einen anderen Weg zu gehen.„Mögen unsere Kirchen erkennen, daß nicht von persönlicher Dienstverweigerung, sondern von der Kirche Christi die Tat ausgehen muß, die die gesamte Christenheit mobilisiert gegen den unheiligen Krieg und das nicht mit Waffengewalt, sondern mit dem erhobenen Wort des Herrn, das den Sturm beschwören kann— auch den Sturm unserer gottlosen Zeit! Die Pfarrer und Amtsträger werden aufgefordert, dafül einzutreten, daß die(ge)reformierte Kirche in Niederland zunächst national und darnach auch international Kont# suche mit den andern Kirchen, damit das ganze Christentum, durch eine allgemeine Weltsynode der Kirchen vertreten, eine große Parole über die Lande hören lassen möge:„Um Gottes willen, um Christi willen, nie mehl stieg“.. giticher-.1: Demgegenuber werden auf mennonitischer Seiten der Stimmen laut, die sich gegen die Propaganda Kriegsdienstverweigerung und einseitige Entwaffn richten. Ein besonderes Komitee unter dem Vorsitz Professor Dr. Kielstra hat über die Frage„Entwaffnung und Kriegsdienstverweigerung“ eine Broschüre verz#e tet, in der ausgeführt wird: Die Welt wird nicht dadurch, daß eine kleine Gruppe wohlwollender,„i# meinender Menschen in einem Punkt eine in### Augen ideale Haltung mitten in und gegenüber der## annehmen. Sie bleibt dieselbe, wenn auch diejenigen, die das Königreich Gottes mit Gewalt bringen oder sey men wollen, die Gewalttätigen und Gewaltlosen, einen wie die anderen oft nicht minder feurigf Ueberzeugung eintreten.— Eine Ueberzeugung ben wir als Christen gemeinsam: Was ich auchi die Gedanken an Rache und Wiedervergeltungg mir fremd sein.“— Auch von anderer Seite sich jetzt unter den Doopsgezinden gegen die Verbinz von Kirche und Politik. 3. B. schreibt ein Doopsges“. Sonntagsblatt:„Es ist eine Tatsache, daß die P# stets einen sehr untergeordneten Platz in. wer stete meindeleben eingenommen hat. Unser Blich####ag, gerichtet auf das, was uns vereinen und nicht 9n un, was uns scheiden konnte. Und da kommt nun“ gali, serer Professoren auf den unseligen Gedanken,' enn tik in unseren Gemeinden nach vorne zu etwas dazu imstande sein wird, unsere doopsg=3 Brüderschaft auseinanderfallen zu lassen, dann das In=den=Vordergrund=bringen der Politik sein.„„hen behüte unser Mennonitenvolk vor vol Pfarrern. Dei: Gegen die Sämtlich tung für Böh terpellation es heißt, da Uebergriffen Unlaß gegebe Die Urst gebotenen str ursachte Fäls gunsten Ernennung missaren un wiegend deut sonen ernan nicht beherrse voll bewußt Beim L melden, auch ein, um gege chen zum dr zu protestier und des erst Landes mit britten Vize. sel von den erste 9 Die Fi als letzte It einer Film Films„Der bot hatte der mer, die de eingelegt. 2 sich die Meh achten der v des Auswär gesetzt hatte. Die Fi handlung,# Verbot auf. führung frei Vom Wie v nern dem## den Waffen Bestimmung „Wer schäftsräum Waffe führ durch Hieb, gen(Hiebzu einem mit Geldstr Wer g an öffentlich wird mit G Den: : Aus schen Kircher ein Festgott gemeinden 1 hatten zu di staltete sich tum. — Bei Donnerstag ohne Einsp setz über d Zustimmun schußvorschl spruch, so! ben. swärts“ wird eform aufgeerthold Ottos Aufwärts“ in ies. Es wird geschlossen sei, r Damaschkes Sicherlich aber nweis darauf, diese so ungeDer Bund Otto Remum die Veredanken. Er nach, veranin Westfalen, erke Berthold und kleinere ; w i r d w a h r se bei Lüdeninden, die sich lksorganischen lksorganischer eschäftigt. Geofft der Bund sse zu finden. oder kleineren gen, sollte sich nden. Es geht Remmert. n Abel. irch Mussolini. schlossenen Tüe Vernehmung Rigliorati statt, egen ihn angen für die Ber der Nationalützt worden sei zwischen Hitlei er gab zu, Abel tler zu kennen e gespielt zu haAussage unter len. Migliorati er Unkosten besollar bei einer inchener Gericht ernehmung wird ier Behörde zuGesandte in von 46 Jahh mit dem so dationsabkomRauscher gesar Zutschungri. irchen ereigerung, muß, die unheiliidern mit beschwöen Zeit!“ ert, dafür liederland Kontakt Christenrchen vercren lassen nie mehr Seite wieganda für twaffnung Jorsitz von twaffnung e verbreinicht idea! nder, gutin ihren der Welt die jenigen, oder nehtlosen, die ig für ihre g aber PP“ auch tue, ing müssen richtet man Mlitik Gestets das, unPoliDeutscher Protest in Böhmen. degen die Fälschung der Volkszählungsergebnisse. Sämtliche deutschen Parteien der Landesvertrezung für Böhmen haben durch ihre Obmänner eine In##pellation an den Landespräsidenten gerichtet, in der „s heißt, daß die Volkszählung zu beklagenswerten jebergriffen einzelner Organe tschechischer Nationalität Unlaß gegeben habe. Die Ursache für die Verletzung der durch das Gesetz eebotenen strengen Objektivität und für die dadurch verursachte Fälschung des Volkszählungsergebnisses zunngunsten der deutschen Bevölkerungsziffer liege in der Ernennung von nicht geeigneten Personen zu Zählkommissaren und Revisoren. Selbst in Orten mit überwiegend deutscher Bevölkerung seien größtenteils Personen ernannt worden, die oft die deutsche Sprache icht beherrschten und sich ihrer Verantwortlichkeit nicht voll bewußt waren. Beim Landespräsidenten fand sich, wie die Blätter melden, auch eine Deputation der deutschen Parteien ein, um gegen die beabsichtigte Ernennung eines Tschechen zum dritten Vizepräsidenten des Landes Böhmen zu protestieren, da bereits die Posten des Präsidenten und des ersten und des zweiten Vizepräsidenten des Landes mit Tschechen besetzt seien und der Posten des britten Vizepräsidenten nach dem Bevölkerungsschlüssel von den Deutschen beansprucht werde. freigegeben. erste Verbot von der Film=Oberprüfstelle aufgehoben. — Berlin, 19. Dezember. Die Film=Oberprüfstelle in Berlin befaßte sich als letzte Instanz mit der Beschwerde gegen das von einer Filmprüfkammer ausgesprochene Verbot des Films„Der Stahlhelm am Rhein". Gegen das Verbot hatte der Stahlhelm und der Vorsitzende der Kammer, die das Verbot ausgesprochen hatte, Revision eingelegt. Der Vorsitzende der Kammer deswegen, weil sich die Mehrheit des Richterkollegiums über die Gutachten der von den Reichsministerien des Innern und des Auswärtigen gestellten Sachverständigen hinweggesetzt hatte. Die Film=Oberprüfstelle beschloß nach kurzer Verhandlung, der Beschwerde stattzugeben und hob das Verbot auf. Der Stahlhelmfilm ist damit zur Vorführung freigegeben. Bott dem Landtag. Im weiteren Verlauf der Etatsdebatte im Preußischen Landtag, mit der die Beratung des deutschnationalen Mißtrauensantrags gegen Severing verbunden ist, nahm nun auch Innenminister Severing das Wort. Severing setzte sich mit den Angriffen der Opposition auseinander und teilte dabei mit, daß den Beamten der Exekutive ein Teil des Gehaltsabzugs ersetzt werden soll.4guge ersegl Abg. Dr. Hamburger(Soz.) erklärte, der Terror in Polen sei in höchstem Maße verabscheuungswürdig, er richte sich aber nicht allein gegen die Deutschen, sondern ebenso gegen die polnischen Sozialisten. Es muß doch festgestellt werden, daß die nationale Entrüstung der Herren von rechts sich nicht bemerkbar macht, wenn deutschnationale Großgrundbesitzer polnische Interessen fördern. Der Großgrundbesitzer Joachim Hans v. Bethmann Hollweg habe sein Gut von 5700 Hektar an eine polnische Bank verkauft und ein deutschnationaler Graf seinen oberschlesischen Großgrundbesitz an die Schuhfabrik Bata. Der Redner polemisierte dann weiter gegen die Deutschnationalen und Nationalsozialisten. Abg. Ebersbach(Dutl.) erklärte zu den Ausführungen des Vorredners, der Gutsbesitzer v. Bethmann Hollweg sei nicht Deutschnationaler, und der oberschlesische Graf sei aus der Deutschnationalen Volkspartei ausgetreten, weil nach seinem Gutsverkauf an Bata die Parteileitung das Ausschlußverfahren gegen ihn eröffnet habe. Darauf wurde die Sitzung auf Freitag 10 Uhr vertagt. gegen Hiebwaffen. Vom Reichsminister des Innern dem Reichsrat zugeleitet. Wie verlautet, hat der Reichsminister des Innern dem Reichsrat den Entwurf eines Gesetzes gegen den Waffenmißbrauch zugeleitet. Die einschneidenden Bestimmungen lauten: „Wer außerhalb seiner Wohnung, seiner Geschäftsräume oder seines befriedeten Besitztums eine Waffe führt, die ihrer Natur nach dazu bestimmt ist, durch Hieb, Stoß oder Stich Verletzungen beizubringen(Hieb= oder Stoßwafsen), wird mit Gesäugnis bis zu einem Jahr, wenn mildernde Umstände vorliegen, mit Geldstrafe bestraft. Wer gemeinsam mit anderen zu politischen Zwecken an öffentlichen Orten erscheint und dabei bewaffnet ist, wird mit Gesängnis nicht unter drei Monaten bestraft.“ Deutsches Kirchenjubiläum im Korridor. : Aus Anlaß des 375 jährigen Bestehens der evangelischen Kirchengemeinde Konitz fand unter großer Beteiligung ein Festgottesdienst statt. Zahlreiche evangelische Kirchengemeinden und deutsche Vereinigungen im Weichselkorridor hatten zu der Feier Abordnungen entsandt. Die Feier gestaltete sich zu einem machtvollen Bekenntnis zum Deutschtum. Der Ladenschluß am 24. Dezember. — Berlin, 19. Dezember. Der Reichsrat nahm am Vonnerstag von einer Reihe von Vorlagen Kenntnis ohne Einspruch zu erheben. Dagegen fand das Gesetz über den Ladenschluß am 24. Dezember nicht die Zustimmung des Reichsrats. Entsprechend den Ausschußvorschlägen erhob vielmehr der Reichsrat Einspruch, so daß es bei der vorjährigen Regelung bleibt. Knappe Mehrheit für Steeg. Sieben Stimmen. — Paris, 18. Dezember. Die französische Regierung. die sich am Donnerstag erstmals der Kammer vorstellte, erhielt nach stundenlangem Kampf bei der Abstimmung über den Vertrauensantrag des Abgeordneten Pacard von der radikalen Linken mit 291 gegen 284 Simmen eine Mehrheit von 7 Stimmen. Die Verluste der spanischen Aufständischen. Madrid, 18. Dezember. Wie die Generaldirektion des Sicherheitsdienstes mitteilt, haben die Aufständischen in Südspanien bei den Kämpfen der letzten Tage insgesamt 23 Tote und 103 Verwundete verloren. In der Provinz Alicante stellte Fremdenlegion die Ordnung wieder her. Eine Fliegerstaffel aus Tetuan ist nach Sevilla beordert worden. Der Pleitegeier. Auch Trier unter Kuratel. Nachdem kürzlich die Trierer Stadtverordneten die Einführung der Bürgersteuer und der erhöhten Biersteuer abgelehnt hatten, hat nunmehr der Regierungspräsident von Trier, Dr. Saassen, den Oberregierungsrat Dr. Trappe=Trier zum staatlichen Kommissar für die Stadt Trier ernannt mit dem Auftrage, zur Sicherung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der Stadt die Bürgersteuer und eine entsprechende Biersteuer einzuführen. Der Regierungspräsivent erklärt, daß voraussichtlich auch nach Einführung der beiden Steuern noch ein Defizit von 85000 Mark verbleiben werde. Es sei Aufgabe der Stadtverwaltung, Mittel und Wege zu finden, diesen Betrag durch äußerste Zurückhaltung bei den Ausgaben einzusparen. Eine andere Möglichkeit zur Deckung des Defizits habe sich nicht finden lassen. So sei er trotz seiner Bedenken gegen weitere Steuern im Interesse des Preisabbaues gezwungen gewesen, die Einführung der Steuern anzuordnen. :: Beamtenbund für Staffelung der Gehaltskürzung. Der Vorstand des Deutschen Beamtenbundes protestiert gegen die durch die Notverordnung vom 1. Dezember verfügte Gehaltskürzung. Er bestreitet die Rechtsgültigkeit dieser Maßnahme und fordert eine Staffelung der Gehaltskürzung innerhalb des Satzes Kirche, Schule, Mission. Weltmissionskursus. Von Freitag, den 2. Jan. 1931, abends bis Dienstag, den 6. Jan., abends im Bundeshaus der Mädchenbibelkreise, Leipzig, Plagwitzer Straße 12. Missionarisches Thema: Afrika und seine Probleme(Die Seele Afrikas), Missionsinspektor D. Ludwig Weichert(Berliner Mission). Biblisches Thema: Das Christuszeugnis bei Matthäus. Lic. Theodor Brandt(Leipzig). Tagespreis(bei voller Verpflegung):.— RM; Einschreibegebühr.—, RM. Mitzubringen: Bettbezüge, Handtücher, Mundtücher. Weihnachtsbitte. Viele national gesinnte deutsche Arbeiter haben durch den marxistischen Terror Lohn und Brot verloren und sind mit ihren Familien in großer Not. Ihnen eine Weihnachtsfreude zu machen und ein wenig ihre Not zu lindern, ist eine schöne und dankbare Aufgabe, für welche gewiß auch manche Auf wärtsleser— trotz der vielen Weihnachtsbitten, welche jetzt von allen Seiten kommen— eine Gabe übrig haben. Der weithin bekannte Landtagsabg. Paul Rüffer bittet, Spenden für diesen Zweck auf sein Konto Berlin NW. 7 Nr. 117864 mit der Bezeichnung„Weihnachtsspende“ einzuzahlen. In Bethel ist Pastor Delius gern bereit, ihm dafür anvertraute Beträge aus Bethel weiterzuleiten. Kirchennachrichten für Zion. Sonntag, den 21. Dezember 1930. 4. Advent. Vorm. 8½ Uhr: Pastor Vischer; 9 Uhr: Pastor v. Bodelschwingh: 10 Uhr: Pastor Stratenwerth; 11½ Uhr: Kindergottesdienst. Mittwoch, den 24. Dezember. Heiliger Abend. 16 Uhr: Christvesper in Zion: Pastor v. Bodelschwingh; 16 Uhr: Christvesper in Sarepta: Pastor Meyer. 1. Weihnachtstag. Vorm. 8½ Uhr: Pastor Brandt; 9 Uhr: Pastor Wilmanns: 10 Uhr: Pastor Ronicke; 16 Uhr: Kindergottesdienst=Weihnachtsseier. 2. Weihnachtstag. 8½ Uhr: Pastor Tegtmeyer; 9 Uhr: Sup. Simon; 10 Uhr: Pastor Schlatter. Anschlicßend Beichte und Abendmahl. Kirchennachrichten für Schildesche. Sonntag. den 21. Dezember 1930: 10 Uhr vorm.: Pastor Dahlmann; 1½ Uhr nachm.: Kindergottesdienst; 5 Uhr nachm. lit. Abendgottesdienst, Abendmahlsfeier, Pastor Hopmann. Mittwoch, den 24. Dezember 1930(Heiligabend): 6 Uhr nachm.: Lit. Festgottesdienst, Pastor Dahlmann. Donnerstag, den 25. Dezember 1930(1. Weihnachtstag): 10 Uhr vorm.: Festgottesdienst, Pastor Neuhaus; 5 Uhr nachm.: Festkindergottesdienst. Freitag, den 26. Dezember 1930(2. Weihnachtstag): 10 Uhr vorm.: Pastor Hopmann; 1½ Uhr nachm. Weihnachtsfeier. Bethel. — Christlicher Verein junger Männer. Heute, 8½ Uhr Bibelstunde: Herr Pastor Jungblut über den Schluß des 1. Johannesbriefes. Nach der Stunde kurze Vorstandssitzung. Sonntag abend 8 Uhr Dienst für Spinnereiblock in Gosen. — Die Bade=Anstalt ist geöffnet: Dienstag, 23. Dezember, vorm. 8 Uhr bis nachm. 6 Uhr durchgehend; Mittwoch(Heiligabend), 24. Dezember, vorm. 8 Uhr bis nachm. 2 Uhr durchgehend. Nach den bisherigen Erfahrungen laufen die Bestellungen vor den Festtagen so spät ein, daß eine sorgfältige Ausführung beim besten Willen nicht immer möglich ist. Wir bitten darum herzlich, die Aufträge für die Feiertage, und wenn eben möglich, auch schon für den nachfolgenden Sonntag, bis spätestens Montag, den 22. Dezember, vormittags aufzugeben. Wir schließen unseren Betrieb am Mittwoch, den 24. Dezember, um 12 Uhr mittags. Am Mittwoch, den 24. Dezember, vormittags kommt unser Lieferwagen nach Eckardtsheim. Mit freundlichem Weihnachtsgruß Schlachthof. 1— Anzeigen aus Bethel. Futtermittel für Hühner, Schweine, Ziegen usw. sind in der Gemüsestelle zu haben und werden auf Wunsch durch unser Auto frei Haus geliefert. Ophir. Schriftleitung: W. Kraa; Wirtschafts= und Weltpolitin: Dr. H. Huttel; Anzeigen: K. Diekmann; alle in Betbel. Erist Schon umtentogs... Gern möchte er jedem etwas bringen, was Freude Feiten-Uéster bereitet. Freilich, die Zeiten sind schlecht— auch moderne Formen........ von.### un für den Welhnachtsmann. Aber er weiß sich 2u.„totugu. Dadatots 9800 helfen: unsere niedrigen Preise machen es ihm leicht, auch für wenig Geld das Richtige zu solide Macharten........ von Jo an finden: einen guten Mantel, einen eleganten Anzug, Herson-Unsüge eine bequeme Hausloppe, Wäsche, Pollover— in neuen Mustemn........ von.5# n kurz, alles was das Herz begehrt, ist Jetzt in 9.4 größter Auswahl besonders billig bei uns zu haben. Ferten- Wertermanter 1000 geänee Winter-Joppen 075 Sonntag, den 21. Dezember, von 11½-6 Uhr durchgehend gecnne: warm gefüttert......... von# an ktaus-Smokings 1400 warme, mollige Stoffe...... von## an kteiten-QuéCover 750 in den neuesten Strickarten... von 8 an PVITTESG Knickabocker 700 PUANTRTNA- SSoRR mdNung.....ven Gestreißte ktosen 150 nur von KOTeIP8 Gegr. 1880 Bielefeld Obernstr. 26 Durchgehend geöffnet von 8 Uhr morgens 7 Uhr abends. Warum? bis e * g e g a n c n ga ge P gP Seidenstoffe Kleiderstoffe Mantelstoffe Modewaren Taschen Schals (Kanderbeiten:. Strümpfe Handschuhe Kunsts. Wäsche Strickkleider ecken Sonntag von 11½—6 Uhr Wochentags von 8— 7 U. Gurchgehend geötinst Bielefald Iur tauns Ar gritsche Sohasstiunsshast.) Photo-Vergößerungen 13X18 RM..50 18X24 RM..50 Beste Ausführung. Hergeröder, Obernstraße Pastor Felkes Mulkran stärkt Blutarme, Schwache und Nervöse bekanntlich überraschend schnell und nachhaltig. Erhältlich In den Apotheken, wo nicht, direkte Zusendung ohne Preisaufschlag franco gegen Nechnahme (Mk..50 d. Fl.) durch die allein berechtigte Herstellerin: Firma Hermine Schmitz, Duisburg Fabr. pharmaz. Präparate, gegr. 1903 Hessigheimer unvergorener, naturreiner Traubensaft (enthält die meisten Vitamine und Duftstoffe der frischen Prucht, ist frei von jeglichem chemischen Zusatz) ¼ Liter FI. rot und weiß zu nur RM..10 von 20 Fl. ab Fl. RM.-. Versand von 10 Pl. ab (direkt aus erster Hand). Bei Bestellung bitte Bahnstation angeben. 6. Nägele, Weingärtner, Hessigheim a. N. (Mttbg.) Besigheimerstraße 65. Gebildete ältere evang., perfekt im Kochen, auch Großbetrieb, sucht selbst. Posten. Angebote an E. Felser, bei Gräfin E. Görtz, „Haus Verleburg", Schlitz (Oberhessen) Das Weihnachtssent nuhr! Wie bisher, so hoffe ich auch jetzt, daß Sie Ihren Bedarf für das Fest bei mir kaufen. Preise und Qualitäten finden bestimmt Ihren Beifall. Karl Oelemann Bielefeld Weiß=, Woll= und Kurzwaren Gütersloherstr., am Nebelstor. Mein echter rilsiter vollicttkäse mit 48/32% Fett I. T. kostet ab heute nur RM .00 pro Pid. Versand erfolgt nur in Postkollis unt. Nachn., Porto.Verpeckung frei. Friedrich Stotzka Dampfmolkerei Jedwillelten. Post Motzwethen. Tlleiter Niederung. Weil: Erstklassiges Spezialgeschäft Riesen-Auswahl Beste Qualitäten Billigste Preise Phots Apparate Ledertaschen Stative Alben Herg Obernstraße 19 Eisenbahn=Handwerker sucht zur Führung seines kinderlosen Haushalts älteres, gläubiges Fraute. Angebote mit Zeugnisabschriften und Lebenslauf unter A 7406 an die Geschäftsstelle d. Bl. Ernst Münch, Brackwede Telefon 2426 Gegr. 1886 Hauptstraße 81 Uhrmachermeister, Optiker Zentka- und Zentka-Tavannes Uhren Plature Bestecke, einziges Fabrikat mit eingelöteten Silberplatten an den Aufliegestellen Moderne Augenoptik, Brillen, Klemmer, Ferngläser, Theatergläser Schmuck, Alfenidewaren, Kristall Trauringe! Ein Belsplel: Oberschuhe, schwarz, Gummisohle, Samtkragen, Datentverschluß, hohe oder niedere Absätze, für Schuhgröße une 3 und u? Viele hunderte ebenso billige Schuhe finden Sie in unserem Drachtkatalog. Verlangen Sie kostenlose Zusendung! Deutsch-Amerik. Schuhgesellschaft n—•□ Rosenstr. 11 München K 98 — 5— Bielcielder Musikinstrumenten-Fabrik ERNSYDATIB zeiründet 1888 prämilert mit Ehrendiplom und goldner Medaille liefert als Spezialität die von den = Posaunen-Chören= bevorzugten Hlögelhörner(System Kuhlo) sowie in bester Qualität auch alle anderen Biechinstrumente, empfohlen durch Pastor Kuhlo in seinen„Posaunenragen“.— Seite 20—26 —Hatalos und Preisliste gratis. Hebhaber-Photsgruchen decken ihren Bedarf in der Photo-Handlung König, Bieleield, Rathausstr. 3. Tel. 955 Erst prüfen, dann kaufen! Briefmarken Auswahlen, sehr preiswert, unverbindlich. Neumann, Haupfm. a. D. Bad Salzuflen. Harmonium (Mannborg) 14 Regist. zu günstigen esens suen bruichen R. Thuner Söhne, Bad Oeynhausen Hertorderstraße 47 Durch Kontrolle des vereidigten miters Dr. Bodinus, Bielefeld, ist die Echtheit meines DienenBlüten garant. 10 Pfd. Dose 10.65 RM, vorwiegend Klee=Lindenblüte 12.60 RM, halbe Dose.10 Nu und.10 RM, 1½ Pfd. Dose.00 RM und.20 RM frei Haus. Nachn. 30 Pfg. mehr. Gar. Rücknahme. W. Krieger, Vorgeln 2, Kr. Soest. Dieser Honig ist auch in Ophir. vereinigte Verkaufstellen der Anstalt Bethel, zu haben. Tänds Harmoniums erstklassige und sollde Sieel Begueme TelMübige Preizeh useguee# Bielefelder Plans- u. Narmonian-Adt Otto Stierstadt Bielei-1d, Arndistrage 997=125. Praktische Festgeschenke mit denen Sie Freude bereiten Damentaschen Koffer für alle Zwecke Nagelpflegen I Reisenecessaires Nähetuis und Körbe W Reiserollen Schreibmappen M. Reisedecken bekannt für Preiswürdigkeit und Qualität Brieftaschen Zigarrentaschen Portemonndies Hosenträger Schultornister Büchertaschen Schreibetuis Butterbrotstaschen finden Sie in großer Auswahl bei Carl Barlag, Bielefeld, Niedernstr. 37 KLTESTES SPEZIALHAUS AMPLATZE Nr. 298. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld), Sonnabend, den 20. Dezember 1930. 12. Jahrgang. Weihnachten in schwerer Beil So hört man es jetzt seit sechzehn Jahren. Auch das kann zum geflügelten Schlagwort werden. Wenn nur nicht die harte Wirklichkeit uns deutlich machte, daß es mehr ist als das, daß in ihm bittere Wahrheit sich ausspricht. Menschen, die unsere Zeitlage kennen, sagen uns, daß der Winter, den wir durchleben, wohl der schwerste ist seit der Entstehung des großen Weltbrandes. Vier Millionen Arbeitslose,— liegt nicht in dieser einen Zahl das ganze Elend unseres Volkes beschlossen? Fast der zwölfte Teil unserer deutschen Volksgenossen steht müßig am Arbeitsmarkt, hungernd und frierend. Unter ihnen viele Familienväter, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Familien durchbringen sollen. Verbitterung und Verzweiflung erfüllt das Herz, Haß steigt auf gegen die, die noch in gesicherter Lebenslage sich befinden und wohl gar kaltblütig an der Not der anderen vorübergehen. Ja, es ist schwere Zeit! Und das Schwerste ist, daß wir fast gar keinen Weg sehen, der aus unserer Not herausführen könnte. Wohl beraten und taten unsere Staatsmänner, wohl geben sie sich alle Mühe, um einen Ausweg zu finden. Aber was sie zustande bringen, ist so wenig Durchgreifendes und Befreiendes. Man hatmanchmal den Eindruck, als ob die Nöte, an denen die ganze Menschheit heute krankt, ihr über den Kopf gewachsen seien, als ob sie ihrer nicht mehr Herr werden könnte. Man muß ja heute in jeder Hinsicht von Weltnöten und Menschheitsnöten sprechen. Die Arbeitslosigkeit macht heute fast allen kultivierten Völkern zu schaffen, wenn wir Deutsche auch infolge alles dessen, was wir erlebt haben, besonders hart von ihr betroffen werden. Infolge der fortgeschrittenen Technik hat die Wirtschaft eine Entwicklung genommen, die den Menschen immer mehr durch die Maschine ersetzt. Die Kaufkraft sinkt, die Menge der produzierten Güter steigt. Der Wirtschaftsgang stockt. Der Bedarf ist bald gedeckt. Wer will den abgelaufenen Motor wieder ankurbeln? Das gleiche Bild zeigt sich auf dem Gebiet der Weltpolitik. Die Völker bemühen sich um den Weltfrieden. Vielleicht meinen es manche bitter ernst damit. Und doch erlebt man im hohen Rat der Nationen, Völkerbund genannt, ein Fiasko ums andere. Man spricht von Abrüstung und rüstet auf. Völkerversöhnung und Völkerfriede bedeuten nichts mehr als hohle Phrasen. Es sind die schönen Decknamen, unter denen man rücksichtslos die Bedrückung und Versklavung der Besiegten betreibt. Das ist das wahre Bild der großen Völkerpolitik. Vielleicht kann es nicht anders sein. Rücksichtslos wirken der Kampf ums Dasein und das Gesetz der Selbstbehauptung sich aus. Wenn die Menschen sich das nur eingestehen wollten! Wir können dem Pessimisten das Recht nicht bestreiten, hoffnungslos in die Zukunft zu schauen. Unsere Lage ist in der Tat trostlos. Wir sehen kein Ende der Not, und wenn nicht eine ganz neue Wendung unserer Lage eintritt, dann mag die Menschheit schweren Zeiten entgegengehen. Inmitten dieser Nöte steht die Christenheit, die Kirche Weiß sie keine Hilfe? Kann sie keinen Weg weisen, der aus der Not herausführt? Erwartungsvoll fragend richten sich heute viele Blicke auf sie. Glaubte man noch vor kurzem, ohne sie besser auskommen zu können, so möchte man sich heute gern ihre Hilfe gefallen lassen. Was will die Kirche sagen? Sie wird heute gefragt. Hat sie den Mut, zu antworten? Wir wollen nicht allzu laut und allzu gewiß ja sagen. Die Kirche steht selbst unter der Not, die uns alle drückt. Auch sie ist arm und schwach und bedarf der Hilfe. Aber nicht nur das. An der Kirche tritt es am deutlichsten in die Erscheinung, wie groß nicht nur unsere Not, sondern auch unsere Schuld ist. Vielleicht könnte uns geholfen werden, vielleicht wären wir gar nicht so tief in den Abgrund hineingeraten, wenn wir nicht alle so ausschließlich an uns selber dächten. Der tiefste Grund all unserer Not ist doch unsere Selbstsucht. Das ist der schwerste Schade, der bei der Kirche am ersten zutage tritt, weil man von ihr etwas ganz anderes erwartet. Darum hat die Kirche heute das Vertrauen weiter Kreise verloren, weil man auch hier nicht die opferbereite Gesinnung findet, die man zu finden glaubte. Die äuketlich gesicherte Stellung ihrer Diener steht oft in hartem Viderstreit zu der bitteren Not so vieler Volksgenossen, denen das Nötigste mangelt, und bietet manchen schweren anstoß dar. Wir wollen gern glauben, daß heute jeder stand unter der schweren Not zu leiden hat. Aber wenn je, dann gilt heute das Apostelwort:„Wenn ein blied leidet, so leiden alle Glieder mit.“ Oder das andere: Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ Wem gilt das aber, wenn nicht vor allem uns Christen? Darum besinne dich, du Kirche Christil Wenn nicht eine wirklich neue Gesinnung uns beschenkt wird, dann wird auch der Strom der Liebe, der Ner und da noch zu fließen scheint, bald versiegen. Dann wird auch der Dienst, den die Kirche durch die organisierten Werke der Inneren Mission noch tun darf, bald unfruchtbar werden. Gott schenke seiner Gemeinde seinen Geist und mache sie brauchbar für die Aufgaben, die er durch die Not unserer Zeit ihr stellt! Woher kommt uns Hilfe? Die bange Frage des alten Psalmsängers verstehen wir heute nur zu gut. Ob wir auch den Mut haben, mit ihm zu antworten: Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat? Nur der wird den Mut haben, dem alle anderen Stützen im Leben zerbrochen sind, der nur diesen einen Ausweg sieht. Wenn die Sturmflut alle Dämme durchbrochen hat und hemmungslos ins Land dringt, dann gilt nur noch eins: versinken oder sich klammern an den einzigen Felsen, der der Flut noch standhält. Das sollte in unserer ernsten Zeit der tiefe Sinn unserer Weihnachtsfeiern sein, daß wir die frohe Botschaft wieder ganz anders fassen und ins Herz schließen lernen, die das schlichte Weihnachtslied uns zujubelt:„Christ, der Retter, ist da!". Ja, der Helfer ist da. Gott ist im Kind von Bethlehem zu uns gekommen, um mit uns und für uns die Not, die uns drückt, zu tragen und zu überwinden. Advent. Nun jubelt es wieder von Turm zu Turm! Es jauchzt durch die Welten wie Frühlingssturm: „Der Heiland, der Heiland kommt wieder!“ Zur trübesten Zeit, in des Winters Nacht Die Sehnsucht nach Licht in uns stark erwacht, Ihm gelten die hoffenden Lieder. Doch alle, die trauernd am Grabe stehn, Voll Kummer und Sorg' in die Zukunft seh'n? Wie könnten sie jubeln und singen? Ihr Trauernden, stimmt nur getrost mit ein: Ihr dürfet mit allen wohl fröhlich sein, Wenn hell die Adventsglocken klingen. Sie künden das Nahen des Heilandes an, Der weit schon den Himmel hat aufgetan Für uns und all unsere Lieben; Der tröstend das Wort sprach für alle Zeit: Kommt her zu mir alle, die voller Leid. Den Mitleid vom Himmel getrieben. Ein schwächliches Kindlein in dunkler Nacht, Das hat wohl Hilfe und Trost gebracht Für Menschen auf leidvollen Wegen. Wir können die Lieben, die von uns geh'n, In seinem Reich einstmals ja wiedersehn! Drum jauchzet Ihm alle entgegen! Helene Franz, Beerberg. Siehe, dein König kommt zu dir, ein Helfer! Das ist die Botschaft, die wir zur Advents= und Weihnachtszeit hören. Der König hilft uns dadurch, daß er uns unseren tiefsten Schaden zeigt, um uns davon zu heilen. Er kam zu uns, nicht um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen. Wenn etwas von dieser neuen Gesinnung unter uns lebendig würde, wenn nicht jeder von uns sich selber suchte, sondern den Vorteil des anderen im Auge hätte, dann wäre uns weithin geholfen. Ja, wenn der König wirklich zu uns käme, wenn er mit seinem Geiste unser Leben gestaltete und beherrschte, dann würde manches anders werden. Wollen wir es nicht zur Weihnachtszeit wieder glauben, daß er zu uns, zu seiner Gemeinde und zu allen, die seiner begehren, kommen will? Wollen wir nicht gerade in unserer Not uns am meisten darüber freuen, daß er da ist, um allen zu helfen, die seine Hilfe suchen? Wenn in unserer Zeit manches Licht äußerer Freude erlischt, dann sollte diese Freude um so heller leuchten. Wenn wir Menschen immer mehr unsere ganze Rat= und Hilflosigkeit erleben, dann wollen wir uns um so mehr des Königs freuen, der wunderbarer Rat und starker Helfer heißt, Siehe, dein König kommt zu dir, ein Helfer! Du Gemeinde des Herrn, schicke dich, diese Botschaft voll froher Verheißung und seliger Hoffnung der Welt aufzurichten. Das ist die Botschaft, die allein retten kann. Er kommt. Das ist die große Hoffnung unseres Christenglaubens. Wenn die Menschen mit ihrem Können am Ende sind, wenn die Welt zerbricht und alle Ordnungen sich auflösen, dann wird der König sich offenbaren und Gottes Reich wird kommen. Darum getrost! Wir warten auf den König, der kommen wird und der gesagt hat:„Siehe, ich mache alles neu.“ Darum,—trotz aller — freue dich, o Christenheit! H. St. ältesten deutschen Weihnachtslied. Nichts hat so sehr das Herz bezwungen den Ahnen einstens als die Kunde von Gottes neuem Menschheitsbunde, die hell vor Bethlehem erklungen. Ein Herzensfrühling taute nieder; wach küßt er leise deutsche Lieder, da erster Liebe Worte fand der Sachsensänger des„Heliand“. Wie er selbst geheißen hat, jener Sänger um das Jahr 850, das wissen wir nicht mehr. Sein Werk aber sind wir gewohnt seit über hundert Jahren, da wir es aus der Vergessenheit ausgruben,„Heliand“ zu nennen. Denn so formten die Lippen unserer germanischen Vorfahren das Wort, das wir heut„Heiland“ aussprechen. Und in jenem alten Sang aus Niedersachsen erscheint dies Wort als deutscheste Bezeichnung Jesu. Darum trägt nun der ganze Evangeliensang seinen Namen. Es handelt sich dabei nicht etwa um ein einzelnes Lied. Der Heliand stellt ein großes Evangelienepos dar. Er umfaßt an 6000 Verse und ist uns in zwei vollständigen Handschriften aufbewahrt. Seine Sprache ist die unserer Vorfahren vor 1100 Jahren. Für sie ist er von einem der Ihrigen geschrieben. In Deutschland kannte man damals die Geschichte um Jesus nur im schweren Schritt lateinischer Klosterüberlieferung. Um sie dem eigenen Volk zu schenken, übersetzte sie jener Unbekannte, der vermutlich auch mit dem Rüstzeug der klösterlichen Bildung ausgerüstet war, in die Sprache seines Volkstums. Darum rechnete man ihn auch Mitte des sechzehnten Jahrhunderts unter die Vorläufer der Reformation, weil er die Verdeutschung der Evangelien begann. Von daher haben wir auch die erste Kunde über ihn. Sein Heliandsang ist nach der Weise alter germanischer Heldenlieder in Versen geschrieben. Aber im Unterschied von den meisten uns heute gewohnten, enden sie nicht in Reimen. Vielmehr liegt bei ihnen der Nachdruck auf dem Klangschritt(Rhythmus) und ihr Kennzeichen sind die gleichen Buchstaben, mit denen jeweils mehrere Worte in einem Vers anlauten(dabei gelten alle Selbstlaute als gleichwertig). Diese Form des Klangschritts in gleich anlautenden Worten nennt man den deutschen Stabreim. Aber nicht nur in der äußeren Form sind hier die Geschichten des Lebens Jesu eingedeutscht, sonderns auch bezüglich des ganzen Sinngehalts unserer damaligen deutschen Sprache und Vorstellungswelt. Dies macht gerade den innigen Zauber des„Heliand“ aus. Zumal in den Geschichten der Weihnacht. Der Mann, der den „Heliand“ formte, gestaltete durchaus männlich und kraftvoll. Seine Worte versetzen unmittelbar in die alte deutsche Landschaft mit Wäldern, Burgen, Zinnen, Wehr und Wassen, wo Fürsten und Edle als Landwalter sitzen, die Gefolgsmannen sind die„Degen". Ungezählte Worte haben auch da einen anderen Klang, als wenn wir sie heute in den Mund nehmen und erzählen uns so auch vom Sinnwandel und von der lebendigen Entwicklung unserer Sprache, manche gibt es darunter, die wir uns ganz abgewöhnt haben, zu gebrauchen,— aber sie sind alle so ausgesprochenes deutsches Vätergut, daß man unmittelbar schnell sie erfaßt. Auch wenn da statt Welt Mittelkreis gesagt wird oder von Hochsitz und Mundwalt die Rede ist. Im Heliand aber haben die Lieder der Weihenacht so vertrauten und eigenen Klang, daß ihnen zu lauschen eine besondere Feierstunde bedeutet. Für heute setze ich einmal ein paar Verse aus dem Evangelium des vierten Advent hierher, aus der Geschichte vom Zeugnis des Johannes. Da heißt's im Heliand: „Johannes erwiderte ihnen wahrhaft dies Wort: Der Vorbote bin ich meines fürstlichen Gebieters, meines lieben Herren. Dies Land soll ich reinigen, und seine Bewohner, so will er. Sein Wort verlieh mir die starke Stimme, ob auch so viele sie nicht verstehen wollen in dieser Wüste. Doch keiner Weise gleich ich ihm selbst dem Teuren: seine Taten sind so hehr, kundbar und mächtig,] das wird manchem klar bald werden in dieser Welt, daß ich nicht würdig bin, so reichem Herrn nur die Riemen zu lösen: so viel besser ist er! Kein Bote mag ihm gleichen irgend auf Erden, noch wird einer ihm gleich je werden in dieser Welt.]— Wendet den Willen zu ihm, und den Glauben, ihr Leute! Lang mögt ihr Freude dann im Herzen hegen, wenn ihr. Hehls Unheil lassend, der leidigen Drang,] das Licht Gottes sucht, das Heimerbe droben. Das Himmelreich,“ sprach er, ’wird jedem gegeben, der Gottes gedenkt und zu dem Heiland will mit lauterm Herzen halten.“ W. Schreiner, Bad Ems. „Und die Herrschaft kommt auf seine Schulter. Von Julius Hadenfeldt. In den Wochen vor dem Weihnachtsfest steht das Kind mehr denn zu irgendeiner anderen Zeit des Jahres im Mittelpunkt des Interesses. Es ist die selige Zeit, wo sich„die Herzen der Väter bekehren zu den Kindern“ und wo die Erwachsenen zurückblicken auf die vergangenen Weihnachten, da sie noch Kinder waren und voll spannender Erwartung in der dunklen Stube saßen, den Blick nach dem Schlüsselloch gewandt, und auf den Augenblick warteten, da endlich die Tür aufgetan wurde und sie dann in seligem Erstaunen vor dem strahlenden Tannenbaum stehen durften, dessen Duft vorher schon seine Herrlichkeit hatte ahnen lassen. Ja,„glücklich und selig, ein Kind noch zu sein!"— Weihnachten gehört dem Kinde, und es bleibt nun einmal so: es kann nicht ohne das Kind gefeiert werden, und zwar nicht ohne das Kind von Bethlehem, nicht ohne das Kind von heute und auch nicht ohne das Kind, das in uns ist und in uns leben will; denn ohne wahren Kindersinn keine geseguete Weihnachtszeit!— Welche wunderbare Macht geht doch vom Kinde aus! Werden wir uns dessen immer bewußt?— Gott sei Dank, zwingt uns alle Jahre wieder der Kalender durch seine Erinnerung an das nahende Weihnachtsfest, einmal dieser Frage etwas näher zu treten, und selbst, wenn wir uns nicht die Mühe machen, sie zu beantworten: wir empfinden und spüren etwas von der Macht und Herrschaft des Kindes, die unser Leben beeinflußt, ja Richtung, Ziel und Sinn in unser Erdendasein bringt. Es ist etwas Geheimnisvolles im Kinde, in seinem Werden und Wachsen, das keine wissenschaftlichen Experimente ergründen konnten und auch nie ergründen werden. Gott sei Dank, hier steht die Wissenschaft einmal vor einem tiefen Geheimnis und muß mit Faust bekennen: „Ihr Instrumente freilich spottet mein, Mit Rad und Kämmen, Walz' und Bügel; Ich stand am Tor, ihr solltet Schlüssel sein; Zwar euer Bart ist kraus, doch habt ihr nicht die Riegel.“—---— an unsere Arbeit mit neuer Kraft und festem Griff; wir wissen, daß wir nicht uns selber leben, sondern dem Kinde;„denn die Herrschaft kommt auf seine Schulter“ Von diesem Standpunkt schauen wir auf das Leben, und wir merken, in dem Maße, als wir unsere Herzen zum Kinde neigen, erneuert sich etwas in uns und erfüllt uns mit Mut und Kraft, das Leben mit seinen Nöten und Mühen fröhlich zu leben und mit seinen Lasten als köstlich zu empfinden. Wir kommen auf diese Weise von uns selber ab; wir lösen uns von den Gedanken und Sorgen um unsere eigene Person: das ganze Leben erhält so einen neuen Sinn. Unsere täglichen Arbeiten sind ganz dieselben geblieben, und doch haben sie eine völlig andere Färbung bekommen; sie gehen rüstiger und frischer vonstatten. Unbekannte Kräfte ringen sich aus dem Dunkel hervor und bringen ein Gefühl der Freude mit sich: nach neuen Ufern lockt ein neuer Tag und„die Herrschaft kommt auf seine Schulter“. Weihnachtserinnerungen. Von Margarete Zander. Und dieses Geheimnis strahlt unbewußt von dem Kinde aus als eine wunderbare Macht, die gleich einem Sauerteig die Welt der Alten durchdringt, umgestaltet und erneuert. Stellt der große Meister von Nazareth nicht immer wieder ein Kind vor uns hin und spricht: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen!“— Und hören wir diese Mahnung nicht ganz besonders in der Weihnachtszeit?— Klingt nicht gerade aus diesem Wort die entscheidende Bedeutung des Kindes für unser Heil und Leben entgegen?— Muß es uns nicht eigenartig berühren, ja auffallen, daß hier von unserm Herrn und Meister einmal die stolze Wissenschaft der Pädagogik gewissermaßen auf den Kopf gestellt wird?— Sind wir es doch sonst gewohnt, daß die Kinder von uns Erwachsenen, Eltern und Erziehern lernen und belehrt werden; hier sind es einmal die Kinder, die uns als Regel und Richtschnur und somit als Vorbild dienen können, ja dienen sollen, damit wir ihre Art und ihr Wesen annehmen lernen. Wenn es nach unserm Wunsch und Willen ginge und danach geht es ja oft— dann müssen die Kinder unsern Sinn annehmen, unsere Weise und unsere Sorgen, unser Wesen mit allen Bedenklichkeiten. Es scheint, als ob wir erst zur Ruhe kommen können, wenn sich die Herzen der Kinder zu uns bekehren. Und wer Augen hat zu sehen, der schaut, daß das Kind in der Tat die Last des Lebens trägt, unsere Fehler, Schwächen und Unarten. Ist das nicht rührend?— Kommt einem da nicht der Gedanke: Wie können wir dafür das Kind entlasten? — Wie können wir ihm tragen helfen?——— Das können wir nur durch strenge Selbstbeobachtung, indem wir die Ursache von allem, das uns am Kinde nicht gefällt, bei uns selber suchen. Bessere an dir selbst, so besserst du an deinem Kinde. Niemand kann sein Kind erziehen, der nicht sich selbst erzieht! Alle erfolgreiche Erziehung beginnt mit der Selbsterziehung; denn die Pädagogik soll nicht zu einer falschen Erziehungskunst werden, die in dickbändigen Werken unter dem Schein größter Wissenschaftlichkeit Belehrungen erteilt, wie Menschenkinder nach Regeln und Grundsätzen zu bessern sind, ohne daß man sich selbst darnach zu richten braucht. Wahrlich, eine solche Kunst wird ein unfruchtbares Spiel, ja verderblich sein; denn es gibt keine wahre Erziehung ohne Selbstreform!——— Also nicht nur der Wirt, auch der Erzieher muß voraus; muß immer werden und wachsen und nicht fertig sein wollen! Er kann und muß vieles vom Kinde lernen; er darf sich auch das Vertrauen zum guten Kern im Kinde nicht rauben lassen. Wenn man nur recht sieht, wie selbstverständlich es die Mühen des Lebens auf sich nimmt; dann wird man das Kind in Wahrheit lieben können und lieben lernen; aber nicht mit der sogenannten Affenliebe, die dem Kinde zum Schaden gereicht und zum Fluch werden kann. Nein, man wird dem Kinde gegenüber ein tiefes Verantwortlichkeitsgefühl haben, und man darf dann erfahren, daß die Kinder uns in ihrer unschuldigen Weise unbewußt leiten und führen, und so unsere wahren und besten— weil ungewollten— Erzieher sind. Dann erst fühlen und empfinden wir etwas von dem unendlichen Segen, der sich alle Jahre wieder durch das Kind auf die Welt ergießt, ja in solchen Augenblicken dürfen wir etwas von dem großen Wunder und Geheimnis des Kindes ahnen, und daß ein kleines Kind die unendlichen und ewigen Werte in der Welt am reinsten in sich trägt. Wir schauen dann auf das Kind mit andern Augen; neue Gefühle der Pflicht werden in uns wach; wir gehen Niemals redet die Heimat lauter in uns, niemals leuchten die Bilder der Kindheit stärker aus dem tiefen, klaren Brunnen der Erinnerung herauf als in den Tagen, da Advents= und Weihnachtsglocken läuten. Meint man, das dunkle Heute mit seinen Forderungen an uns wäre zu ernst, um romantisch=sentimental Erinnerungen nach zuträumen, die uns vom Strom der Zeit loslösen? Fürchtet man die Weihnachtsbotschaft, die Licht und Erfüllung in das Leben der Völker bringen soll, heute wie vor zweitausend Jahren, dadurch zu verkleinern oder zu entwerten, daß man ihrem hellen, längst verklungenen Klang in Kinderherzen nachlauscht? Hat nicht Kindheit durch sie letzten Sinn und höchste Weihe bekommen:„Denn Gott ward ein Kind“? Und wer könnte entscheiden, wen die frohe Botschaft von Bethlehem tiefer ergriff, die träumenden, selig erschrockenen Hirten in ihren Kinderherzen oder die suchenden, grübelnden Weisen aus dem Morgenlande? Gewiß, Kindheit kennt noch keine Weihnachtsverpflichtung, die uns Aelteren oft die Botschaft schwer macht in ihrer Verantwortung; sie kennt noch kein Ringen und Suchen nach Erkenntnis, nach dem tiefsten Sinn der Weihnacht. Sie liegt noch so fest eingebettet in den göttlichen Urgrund der Liebe, daß alle Strahlen der Weihnachtssonne ungebrochen ihr Licht über sie gießen. Dies ist ihre besondere Gnade. Und darum, weil wir in der Kindheit, in jener glücklichen Zeit des stillen Wachsens und unbewußten Reifens, all den ursprünglichen Weihnachtsglauben prophetischen, christlichen und germanischen Gepräges wiederfinden, weil hier eine Kraftquelle für uns fließt, die wir nicht entbehren können, darum brauchen wir die stillen Stunden, wo wir rasten, während Gedächtnis und Sehnsucht aufstehen und Erinnerungen uns in langen, stillen Reigen grüßen. Wieder klingen Weihnachtsglocken im Städtchen meiner Kindheit. Auf dem Marktplatz, der in winterlicher Abendstunde schläfrig und still liegt wie einst, wo der alte Brunnen unermüdet weiterredet und vertraute Hausgesichter mir zunicken, als wäre ich eine Heimgekehrte, werden Tannenbäume am wärmenden Kohlenbecken feilgeboten— wie einst! Und die trüben Lampen werfen seltsame Lichtreflexe in das Brunnenwasser— nur ich bin nicht mehr eins jener Kinder, die verträumt auf dem Brunnenrand sitzen. Auch ist jene alte, vertraute Musik verstummt, das Quietschen der Pumpenschwengel und das Klirren der Eimer, die die Mädchen füllten. Etwas Patriarchalisches ist damit verweht, denn wurde nicht das Bild Jakobs und Rahels lebendig, wenn die jungen Burschen den Mädchen die Eimer füllten? Dort an der Marktecke ist noch die Buchhandlung, deren Auslagen man zu Weihnachten sehnsüchtig verschlang. Die Wahl wurde oft zur Qual bei der Entscheidung, welches der begehrten Bücher man auf den Wunschzettel setzen sollte. War es nicht vor den bunt zusammengewürfelten Büchern mit ihren zum Teil phantastischen Titeln, wo das Kind zum erstenmal eine Ahnung durchschauerte von der unbegreiflichen Weite und unfaßbaren Vielgestaltigkeit des Menschenlebens und seinen verworrenen Wegen? Weiter gehe ich durch Straßen, durch die ich seit vielen Jahren nur im Traum schritt, und sie sind mir voller Geheimnisse geworden, weil ich hier mich suche, wie ich damals war, und all jene Stunden und Augenblicke, die mir unverlierbare Lebensgüter brachten, da sie in Freude oder Schmerz das alltägliche Maß überschritten. Ernst und griesgrämig steht dort das alte, graue Schulhaus. Blickt nicht mein gütiger, allzeit geduldiger Rektor aus dem Fenster, die langen, weißen Haare zerzaust, die Blicke ein wenig zerstreut, als wäre er soeben von den Büchern aufgesprungen? Sein krauser Lebensweg, dessen Erzählung wir so begierig lauschten wie einer fremden, seltsamen Mär, wird längst hinter jener Friedhofsmauer sein stilles Ende gefunden haben. Die rote Backsteinkirche grüßt mich aus hohen, verschneiten Bäumen heraus. Als ihre ersten Glocken hinaufgezogen wurden, stand ich staunend an Vaters Hand. Als man das Fest ihrer Einweihung rüstete, durfte ich mithelfen, die Kränze zu winden, und an jenem unvergeßlichen ersten Weihnachtsfest, als der Tannenbaum zum erstenmal als vertrautes Symbol neben dem Altar leuchtete, durfte ich im Kinderchor die Engelsbotschaft mitsingen. Verwirrt und ratlos starrte ich in das dunkle Grab, aus den verschlossenen, kleinen Sarg. Fragen, so finster und verworren, daß ich sie nicht auszusprechen vermochte, bestürmten mich. Mit dem dunklen Rätsel Tod war der erste kalte Schatten in mein Kinderparadies gefallen. Und doch, als ich zwischen blühenden Sträuchern dem Elternhause wieder zueilte fühlte ich meinen Engel so sicher neben mir gehen, wie man in späteren Jahren manchmal sein Schicksal als Be, gleiter neben sich fühlt. An manchem der Steine und Kreuze verweile ich O du, dich kannte ich! Du warst die freundliche Bächers, frau, deren Blick stets wie Sonne auf das Kindergesicht fiel. Und du warst der Nachbar Schreiner, in dessen Hof man springen, turnen und sich eine Wippe bauen durfte „Ach, sie haben einen guten Mann begraben!“ Auch du schläfst schon den letzten Schlaf, du liebe Kameradin unserer fröhlichen Spiele, unserer munteren Schulzeit? Wie sangen unsere klirrenden Schlittschube das Lied der Jugendlust, wenn wir an den Weihnachtstagen hinunterliefen zu unserer alten Deutschritterburg an der Weichsel, wo auf den überschwemmten Wiesen die spiegelglatte Bahn war! Wie lockte uns die Burg, deren starke, halbverfallene Mauern und Türme von ehrenvollen Tagen des deutschen Ritterordens erzählten! Wie oft schlüpften wir in die halbverschütteten unterirdischen Gänge, die einst bis zur Marienburg geführt haben sollen. Der Geist Heinrichs von Plauen war um uns lebendig, jenes Komturs, der vor Hunderten von Jahren Retter der herrlichen Marienburg wurde, als die Polen zum erstenmal ihre gierige Hand nach dem deutschen Land an der Weichsel ausstreckten. Du schläfst, Freundin, du siehst nicht mehr, wie hohnvoll heute die polnische Fahne auf unserer alten Burgruine weht, du hörst die Laute der fremden Sprache nicht, die jetzt in der Stadt unserer Kindheit klingen. Das morsche Friedhofspförtchen knarrt, aus verschneiten Bäumen fliegen schreiend Krähen auf. Aus dem dunklen Winterhimmel fällt lastende Schwermut, Trauer und Klage um die verlorene Heimat auf mein Herz. Und doch, es gilt noch die Erinnerungen, die mich vor meinem Elternhaus in goldenen und leuchtenden Farben überschütten, die mein bettelarm gewordenes Herz wieder reich machen, in die Zukunft zu retten. Hell strahlen aus all den Jahren, die treueste Elternliebe hütete, die Tage, da die urewige Weihnacht ihr süßes, heiliges Licht für uns anzündete. Stark und tiefgründig konnte ihre Leuchtkraft in dem stillen Städtchen abseits vom wilden Strom der Welt auf uns wirken. Kein Weihnachtsbetrieb in Kaufhäusern und Vereinen stellte durch prunkvolle Aufmachung den heimatlichen Lichterbaum in den Schatten; keine Grammophon= und Radiomusik nahm vorher den Schmelz von den auf weihevolle Andacht abgestimmten Liedern der heiligen Nacht. Darum ist der Glanz jener Tage für mich so stark und hell geblieben. Aus der Fülle der Erinnerungen taucht noch eine besonders lebhaft und farbenreich auf, es ist das Erscheineu der„heiligen drei Könige mit ihrem Stern“. Es gehörte zu den frohen Erlebnissen der Abende zwischen Weihnachten und Neujahr. Horch, sie sind da! Ich hörte schon ihr Trampeln in der Küche. Man stürzt die Treppe herunter, zögert an der offenen Küchentür und sieht im trüben Lampenschein die hellglänzenden Bubenaugen in den geschwärzten Gesichtern. Ihr goldener Stern glitzert, und die rauhen Knabenstimmen singen eins der einfachen, ein wenig schwermütigen Weihnachtslieder, wie sie in Ostdeutschland seit Generationen von Mund zu Mund weiterwandern. Vielleicht waren es polnische Burschen, die uns die deutschen Lieder sangen; wir wußten es nicht und fragten nicht danach; waren sie doch erfüllt von der Weihnachtsbotschaft wie wir, war doch der Heiland für sie geboren wie für uns. Erst viele Jahre später spürte man, daß die Luft der Heimat allmählich durch Haß, Mißtrauen und Feindseligkeit vergiftet wurde. Die fremde Sprache, die heute in meinem Elternhause gesprochen wird, die Lieder, die dor gesungen werden, sie tun schneidend weh. Sie bringen mir zum Bewußtsein, daß die Stadt meiner Kindheit mit verloren ist und unzugänglich geworden im fremden Land. Wie ein müder Nebelpilger gehe ich heraus, beladen, als spürte ich all die Lasten und Leiden des armen, einst so glücklichen Landes an der Weichsel. Welch ein Schicksal wird die Zukunft unsern geknechteten Brüdern dort bringen? Ich denke an das Wort des französischen Marschal Foch:„Hier ist der Punkt, wo der nächste europäisch Krieg beginnen wird.“ Und in Reisebriefen eines Franzosen, Tourly, steht über den polnischen Korridor de Satz:„Eine große Ungerechtigkeit ist hier begangen wol den im Namen des Rechts! Man muß sie wieder gul machen. Das zarte und milde Licht, das mir die Tage der Kindheit vergoldete, erlischt, und in harter und k Helle steht das Heute vor mir. Ein Wort klingt auf, Hans Jonen der Jugend zuruft: „Jugend, keim auf aus Schollen, Die das Blut der Väter sogen, Aus Gründen, Die der Staub der Ahnen düngt. Und wenn die Alten, müde, Von verglühten Sonnen träumen, Bist du die Kraft, Die neue Zeiten baut.“ Durch die offene Pforte trete ich auf den Friedhof. Hier schritt ich vor langer, langer Zeit neben meiner Mutter hinter dem Sarg eines kleinen Spielkameraden. Schriftleitung: W. Kraa, Wirtschafts= und Weltpoll!!“ 6 Huttel. Anzeigen: K. Diekmann, alle in Bethel. Pzr%ges, für die Schriftleitung: Bielefeld. Schließfach 28. sendungen Postscheckkonto: Hannover 67377,„Aufwärk?“ liches Tageblatt, Bethel b. Bielefeld. Fernruf 3911/3919, Bieleseld. Druch und Verlag: Anstalt