vohl im Interesse ur Erhaltung dez ne gerechte Spar, und zwar in der o durch den preuß. olksrechtpartei) no anerkannt ng.“ rfügung des preuß. Preußen nur mit ille AufwertungsSparkassen sollten in abgeführt weru. Eingriff in die kein über ihre abhaben.— Durch einland und West. feld den örtlichen verloren gehen. ißische SparkassenSeveringsche Verar, und in hohem s beigetragen hat. rer=Schutzverbände Aufwertungsbilanpreuß. Regierung i will, dafür aber inen Einheits=Aufieser würde nach für Westfalen bedte z. B. Castrop. e Aufwertung der kasse hat ihre Aufen Spargläubiger ) i n d e n a n d e r e n t wird. Außerdem erungen doch auch wertungsfond nur er gestellten Sparchwenderisch wirtde der Sparkassen Regierungsvertrevorgesehen. ertung liegt aber bezug auf günstige lche ihre Depositen ewiesen, daß durch ültigen preußischen geschädigten SpaVermögensverlust keinem Verhältnis tehen. werden alles daran Entrechtung endlich n, daß die nächsten abend, den 29. NoDezember abends Bosen e. inner. in Gosen, 1. Joh. Bruderhilfe abzuchmaschinein helslonnentel sferber. Zu den Vorzügen der Ischmaschinen: hwirkung bei vollkomlung der Wösche-Lange der Waschmeschinen romverbreuch, ige hinzugekommen. geräuschloser Benge er Aluminium-Wringer icken Walzen-Leichte ögichteett. bereitwilligst chine gegeben. Richllset Deutschlands ige und Weltpolitik: in; alle in Betdel Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und („86 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Kürs einssand unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. mit den Beilagen„Für Herz und „Kindergabe“ und„Anser Ziel.“ Anzeigenpreis: Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Reklame 30 Pfg. Beilagen unter 25 g je tausend 15 Mi Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. Nr. 280. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld), Sonnabend, den 29. November 1930. 12. Jahrgang. Du kannst nicht sein, du kannst dich nur verschwenden, kannst bleiben nicht, die Erde wandert aller Enden; du kannst nicht wissen, denn es ward schon Trug. Du kannst nur lieben. Lieben ist genug. Ernst Bertram. Mng iiin Londoner Brief. London, im November 1930. Die politische Saison hat nun wieder eingesetzt, und zwar gleich so gründlich, daß man gar nicht weiß, wo man anfangen soll zu berichten. Eine Konferenz geht nach Hause, die andere fängt an; das Parlament ist nervös, die große Krise steht vor der Tür, oder besser: man ist schon mitten drin. Alle Parteien sind im Aufbruch— und keine ist einig. Den Konservativen macht der faschistische Flügel der Presselords immer mehr zu schaffen; die Liberalen stimmen neuerdings in drei Gruppen ab— für die Regierung, gegen die Regierung und überhaupt nicht, also Stimmenthaltung. Und last, not least, in der regierenden Labour Party pocht der linke Flügel immer lauter auf entschieden sozialistische Politik und droht mit offener Insurrektion. Während sich so die Herren Volksvertreter auf ihre Weise„nützlich machen“ wächst die Not draußen im Lande. Komisch wirkt es, wenn man liest, daß nach dem Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung weitere 1000 Arbeitslose für Wegbauten eingestellt werden konnten und dann auf der nächsten Seite erfährt, daß die Zahl der Beschäftigungslosen sich in der letzten Woche um 10000 oder 12000 erhöht hat. So etwa ist das Verhältnis. Wenn die Regierung zehnmal mehr täte, als sie tatsäichlich tut, würde sie gerade mit den neuhinzutretenden Arbeitslosen fertig werden. Was heißt da: das Uebel an der Wurzel anpacken? Hat irgendeine Einzelregierung der Welt überhaupt die Macht, mit dem Polypen Arbeitslosigkeit fertig zu werden? Für jeden abgeschlagenen Arm wachsen zehn neue. Inzwischen laufen die armen Opfer dieser unvollkommenen Organisation durch das naßkalte London und betteln die Passanten an. Die Bettelei ist überhaupt furchtbar hier. Ich habe während meines ganzen Lebens in Deutschland nicht soviel Bettler gesehen, wie hier im letzten Halbjahr. Sie liegen auf dem Bürgersteig und malen Bilder aufs Pflaster, um die Aufmerksamkeit zu erregen; Gruppen Arbeitsloser ziehen als Chöre oder Musikkapellen bettelnd durch die Straßen; Artisten produzieren sich an einer Ecke, an der andern dreht ein Kriegsinvalide seine mit der Nationalfahne geschmückte Drehorgel. Verstohlen wird mir von einem recht verwilderten Alten ein Blättchen in die Hand gedrückt:„Poem by an unemployed Ex=Serviceman“(Gedicht eines arbeitslosen Kriegsteilnehmers). Ich habe immer für Poesie eine schwache Seite gehabt, aber dieses Gedicht wollen wir lieber nicht auf seine dichterischen Qualitäten hin untersuchen. In weinerlichem Ton wird da erzählt, wie sie, die jetzt arbeitslos seien, im Jahre 1914 alles im Stich ließen, um als Helden Old England zu verteidigen, das ganz plötzlich von dem„cruel Germany“(grausamen Deutschland) bedroht wurde. Ich habe zwar bisher immer geglaubt, daß England Deutschland den Krieg erklart hat, nicht umgekehrt— aber der Ex=Serviceman, der sich 1914 von unserer„Grausamkeit“ bedroht gefühlt hat, nimmt das anscheinend nicht so genau. Ich führe das nur an, um zu zeigen, daß auch hier in manchen Kreisen, besonders unter den ehemaligen Kriegsteilnehmern, diese dummen Mätzchen gegen Leutschland noch nicht ausgestorben sind. Trotzdem sind das Ausnahmen. Die gastliche Aufnahme, die LettowVorbeck und erst vor ein paar Tagen Freiherr Kreß von Kressenstein hier im Kreise ehemaliger Feinde fanden, sprechen ja eine deutliche Sprache. Trotzdem hat es gerade in diesem letzten Falle an Mißklängen nicht gefehlt. deneral Kreß, der Leiter der Palästinastreitkräfte, war von der 53. Waliser Division, die ihm im Kriege gegenVerstand, zum Jahresessen eingeladen worden. Feldarschall Allenby, der Führer der englischen Palästinastreitkräfte, war„leider verhindert“. Das kann natürich ein Zufall sein. Wahrscheinlicher ist, daß auch in dieeem Falle antideutsche Ressentiments mitgesprochen haden. Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus möchte 9 die englische Einstellung zum Krieg und zu Deutschuund etwa so formulieren: man bemüht sich, alles Käffan##e hintanzustellen, ohne daß das bisher in allen duten befriedigend gelungen ist. Aber schon dieses Bebichen ist wertvoll. Es gibt ehemalige Feindstaaten, die sich gar nicht, aber auch gar nicht bemühen— im Gegenteil——. Auf der Linie des Hintanstellens liegt auch der Vorschlag der englischen Regierung, zukünftig von rein formalen Kranzniederlegungen am Grabmal des unbekannten Soldaten abzusehen. Man soll dieses Gedenkzeichen als ein Denkmal ansehen lernen, als ein Erinnerungsmal, nicht als eine offene, brennende Wunde. Die öffentliche Meinung des Landes hat diese Anregung durchaus freundlich aufgenommen— man solle diesen Vorschlag einmal in Frankreich machen! Ein Schrei nationaler Empörung würde durch die Pariser Presse gehen. Schon daran sieht man die geistige Wandlung, die in England— im Gegensatz zu Frankreich— im Laufe der letzten zwölf Jahre vor sich gegangen ist. Am kürzlich stattgehabten Waffenstillstandstag hat man allerdings von den Anregungen der Regierung noch nicht viel gemerkt. An diesen heiligen Waffenstillstandstag zu tasten wagt man noch nicht, wenngleich sich die Stimmen mehren, die gegen das kriegerische Schauspiel protestieren, das sich da alljährlich abrollt.„Zum Gottesdienst gehen unsere Soldaten ohne Waffen, aber wenn sie zu unserem Toten kommen, müssen sie sich in volle Kriegsrüstung werfen“, protestierte neulich ein Pfarrer in einer Zuschrift an eine angesehene Londoner Tageszeitung. Wenn sich die englische Mentalität weiter in der beschriebenen Richtung entwickelt, so ist wohl damit zu rechnen, daß der Armistice Day einmal zu einem Peace Day, einem Friedenstag, wird. Augenblicklich ähnelt er mehr einer Siegesfeier. Eng gedrängt stehen Zehntausende um das Denkmal des Heldentodes, den Cenotaph, der in Whitehall, der Straße der Ministerien, wie ein Fels aus der Mitte des Fahrdammes emporragt, geschlossen, edel in seiner straffen Form. Musikkapellen spielen militärische Weisen. Der König und die Premierminister Englands, Kanadas, Irlands, Südafrikas, Australiens, Neu=Seelands sind zugegen. Das ganze britische Weltreich ist vertreten. Nicht immer, aber gerade diesesmal, weil gegenwärtig die große Reichskonferenz tagt. Alte legen Kränze am Fuß des Denkmals nieder. Punkt elf Uhr, wenn Big Ben, das große Glockenspiel des Parlaments, den ersten Schlag tut, beginnen die„Zwei Minuten Schweigen“ zum Andenken an die Toten. Man könnte ein Blatt vom Baum fallen hören, wenn welche in Whitehall ständen. Die Massen sind von wunderbarer Diszipliniertheit. Es ist ergreifend. Bis dahin ist die Feier ein ruhiges, würdiges Gefallenengedenken—; aber kaum sind die zwei Minuten um, kommt alles in beste Stimmung.„It's a long way to Tipperary“ und all die anderen wohlbekannten Weisen ertönen. Die Menge singt mit. Dudelsackpfeifer blasen ihre eigentümlichen Quetschtöne. Truppen mit aufgepflanztem Bajonett ziehen vorüber, Ex=Servicemen werden mit lauten Hurras begrüßt. Man kommt in richtig aufgeräumte Stimmung. So, nun könnte es gleich losgehen in den nächsten Krieg——. Genau so militärisch war das Gepräge einer anderen Veranstaltung, die einen Tag vorher stattfand: der sogenannten Lord Mayor's Show. Der Lord Mayor ist der Londoner Bürgermeister. Jedes Jahr wird ein neuer gewählt, der sich kurze Zeit nach seiner Wahl den Bürgern in einer prunkvollen Umfahrt zeigt. Was gab es da nicht alles zu sehen: Fliegerabwehrabteilungen, Marinetruppen, Seekadetten auf einem beräderten Schiff, Pfadfinder, Werbewagen der Dominien und Kolonien, indische Elefanten, ein wirres Durcheinander— und immer wieder Soldaten, Soldaten! Soldaten in Khaki, Soldaten in phantastischen roten, goldbetreßten Uniformen, Soldaten mit Tropenhelmen, Soldaten mit unwahrscheinlich hohen Pelzmützen— jubelnd begrüßt von den Kindern, die sich an alle Zäune und Häuser geklemmt haben. Dann zum Schluß Lord Mayor in seiner Staatskutsche. Aber als wesentlich ist mir an der ganzen Veranstaltung nur der militärische Pomp im Gedächtnis geblieben— den Kindern, die sich das ansahen, sicher auch. Und darauf kommt es an. Ich glaube, man gibt sich in Deutschland durchaus falschen Ansichten hin, wenn man die Engländer für verhältnismäßig unmilitärisch hält. Das Gegenteil ist der Fall. Auch daß der Soldat hier nicht besonders geschätzt würde, ist unrichtig. Vielleicht traf das für die Zeit vor dem Kriege zu. Heutzutage läßt jedenfalls die militärische Propaganda an Intensität nichts zu wünschen übrig. Auch die vielen Manöver gehören hierher. Das muß seinen Einfluß auf die Jugend nicht verfehlen. England ist heute militärfreudiger als je, ohne deshalb kriegsfreudig zu sein. Ich komme hierbei auf das vorhin vom„Hintanstellen des Trennenden“ Gesagte zurück. Der englische Militarismus ist nicht aggressiv. Die ganze Art und Weise, in der die Militärs sich hier geben, ist ruhiger, nicht so hysterisch wie die ihrer Berufskollegen jenseits des Kanals.„Kontemplativer Militarismus“ ist gewiß eine sonderbare Zusammenstellung, trotzdem möchte ich den englischen so kennzeichnen. Er verleugnet seinen Defensivcharakter nie. Bei der Lord Mayor's Show ereignete sich übrigens ein kurioser Zwischenfall, der die englische Presse eigentlich zu ironischen Randbemerkungen hätte reizen sollen — sie hat aber lieber davon abgesehen. Die vier indischen Elefanten nämlich, die sich in dem Zuge befanden, spielten einem großen Papplöwen, den Studenten des Kings College beim Passieren des Lord Mayors froh hin und her schwenkten, übel mit. Elefanten verstehen mit Löwen keinen Spaß, sie sind Todfeinde, muß man wissen. Es war also verständlich, daß sie das böse Papptier auf die Rüssel nahmen und wütend zu Boden warfen, wenngleich dadurch unter den Zuschauern eine begreifliche Panik ausbrach. Nun, es wurde keinem ein Haar gekrümmt. Die Elefanten stiegen ganz vorsichtig über die Köpfe der Menge hinweg. Hoffentlich tut das der große indische Elefant auch, dem man jetzt in London einen neuen Käfig zimmern will.— Die Tatsache, daß es das englische Wappentier ist, das da so übel zugerichtet wurde von den Dickhäutern, ist doch eigentlich ein pikanter Auftakt zu der Konferenz, die dieses Käfigzimmern besorgen soll, zu der berühmten Round Table Conferenz, die man dieser Tage mit großem Tamtam eröffnet hat. Wird etwas herauskommen dabei, und was? Nun, es ist mit einigen wichtigen Reformen zu rechnen. Einige Minister werden zukünftig der indischen Nationalversammlung verantwortlich sein, aber nur einige, natürlich die unwichtigsten. Auch sonst wird es an derartigen halben Maßnahmen, die nach viel aussehen und wenig bedeuten, nicht fehlen. Volles Dominialstatut wird das Land jedenfalls nicht bekommen. Man wird sicher mehvere Monate zusammensitzen und sich furchtbar wichtig vorkommen, und doch ist alle diese Zeit vertan und alle Mühe umsonst, wenn man sich nicht mit dem nationalindischen Kongreß verständigt(wozu es mittlerweile zu spät sein mag). Geben wir uns doch keinen Täuschungen hin: Diese Konferenz hat einfach keine Autorität in Indien. Will man Verständigung, muß man Gandhi und die Nehrus nicht im Gefängnis, sondern im St. James's Palast am Konferenztisch sitzen haben. Will man Gewalt, kann man sich das Verhandeln ganz schenken. Trotzdem ist diese Konferenz natürlich außerordentlich interessant, weil sie aufzeigen wird, wozu England in Indien bereit ist, wozu die Arbeiterregierung in Indien bereit ist, nur glaube man ja nicht, daß die Revolution, die augenblicklich in Indien tobt, dadurch abgeschlossen wird. Während sich im St. James's Palast die Herren mit und ohne Turban zusammensetzen, geht die große Reichskonferenz sang= und klanglos auseinander. Was hat man nicht alles von dieser Konferenz erhofft! Die Güter der Dominien sollten von England im Großen abgenommen werden(bulk purchase); besondere Einfuhrausschüsse sollten alles, was aus dem Empire kommt, auf dem englischen Markt forcieren; Quoten, in denen kanadischer Weizen in England verwandt werden muß, sollten dem großen Weizenüberschuß dieses Dominions ein sicheres Absatzgebiet schaffen— kurz, die wirtschaftlichen Bande zwischen den einzelnen Gliedern des Weltreiches sollten auf alle nur denkbare Art verstärkt und befestigt werden. Und nun hat man sich auf ein Jahr vertagt. Es ist ein„Begräbnis erster Klasse". Wenn England weiterhin auf seinem Freihandelssystem beharrt, die Dominien aber verlangen, daß es hohe Schutzzölle auf jede fremde Einfuhr legt und nur die Empire=Güter frei oder möglichst wenig belastet, hereinläßt, ist nicht einzusehen, wie es im nächsten Jahr in Ottawa zu einer Einigung kommen soll. Das Problem ist das: Die Mominien verlangen vom Mutterlande Aufgabe seines ganzen— freihändlerischen— Wirtschaftssystems. England oder wenigstens ein von der Arbeiterpartei regiertes England wird diesen Schritt wegen der Verteuerung, die er für den Konsumenten mit sich bringt, nie unternehmen. Fragt sich nur, wie lange es die Herren MacDonald, Snowden und Thomas noch machen. Eine konservative Regierung käme den Kanadiern und Australiern sicher mehr entgegen. Wahrscheinlich kommt es Anfang nächsten Jahres über die Trade=Union=Bill, durch die die Regierung den Gewerkschaften wieder größere Rechte geben will, zur innerpolitischen Krise in England. Denn es ist kaum anzunehmen, daß diese Maßnahmen, die von den Gewerkschaften mit aller Macht gefordert werden, im Parlament genügend liberale Stimmen finden. Die ganze Taktik der Regierung MacDonald besteht jetzt darin, diesen Schritt— die kritische Gesetzesvorlage einzubrin gen— möglichst lange hinauszuzögeen, aber schließlich wird sie doch dem Drängen der Anhänger nachgeben müssen— und dann wehe ihr! Eine Niederlage in den nächsten Wahlen ist ganz sicher. Die Ergebnisse der letzten Kommunal= und Nachwahlen lassen darüber keinen Zweifel übrig. Heinz Fiebiger. Kampfbund Evangelischer Arbeiter in Wesisaten. Nur noch denjenigen, die den Pulsschlag des kirchlichen Gegenwartslebens nicht verspüren, dürfte sie unbekannt sein, die Lebensarbeit des Provinzialapologeten der Westfälischen Kirche, Pfarrers Müller=Schwefe: der Arbeiter=Kampfbund. Den Freidenkern aller Schattierungen ist sie längst in ihren Agitationsversammlungen eine Erfahrungstatsache geworden und wird es, hoffentlich immer mehr werden. Wenn sich die Sendlinge der russischen Gottlosenverbände kürzlich hier in Westfalen gelegentlich einer freien Aussprache in solch einer Hetzversammlung darüber beklagten, daß sie schon einmal die Bekanntschaft dieser„Ausgekochten“ gemacht hätten— gemeint waren die gut beschlagenen ArbeiterKampfbundbrüder— dann zeigt das besser als alles die Früchte dieser nunmehr 12=jährigen Arbeit. Nun ist sie schon über Westfalen hinausgedrungen: nach Braunschweig— wo sie sehr gut aufgezogen ist, nach Sachsen, Anhalt, Hessen, Hannover, Bayern. Am vergangenen Sonntag war der diesjährige Kampfbundtag in BochumHamme. Man wollte diese Gemeinde, die wie keine andere in Deutschland unter Kirchenaustritten zu leiden gehabt hat und selber Kampfgebiet allererster Ordnung ist und noch lange bleiben wird, stärken. Etwa 600 Kampfbündler füllten Morgens die Kirche und hörten Nachmittags den Vortrag:„Das deutsche Land und der deutsche Christ“, den Baron v. d. Ropp hielt, der, ganz unabhängig von Müller=Schwefe, in Berlin eine gesegnete Kampfbundarbeit unter Jugendlichen leitet. Das Beste bietet sich auf solchen Tagungen aber immer dar in den Aussprachen der Kampfbündler selber. Weitab vom sattsam bekannten Etappenchristentum spürt man hier den Geist der Front aus den Kampfberichten der Obmänner der Ortsgruppen, wie die Brüder ihren Mann standen in der Not der Kirche gegen Freidenker aller Art, gegen Sektierer, Ultramontanisten und Uebervölkische, getragen von dem sieghaften credo ecclesiam. Wie es bei Männern, die hineingedrungen sind in die Tiefe der Wahrheiten reformatorischer Heilslehre, nicht anders sein kann, kam auch der besinnliche Ton zu seinem Rechte in dem Vortrag des Bruders Adolphen aus Herne:„Was heißt Bruder sein?". Was will der Kampfbund der Arbeiter? Hier sei ganz einfach der Wortlaut des Gelübdes mitgeteilt, das die bewährten Kampfbündler, die in die enge Brudergemeinschaft des Kampfbundes, in dem ohne Unterschied zwischen Hoch und Niedrig, zwischen Laien und Theologen die traute Du=Gemeinschaft herrscht, feierlich am Altare abzulegen haben: 1. Gelobst Du, dem gekreuzigten und auferstandenen Gottes= und Menschensohn Jesus Christus als Deinem Meister, Herrn und König Treue in Wort und Wandel? So antworte:„Ja, ich gelobe es mit Gottes Hilfe.“ 2. Versprichst Du, dafür zu beten und zu kämpfen, barüber zu sinnen und zu forschen, daß auch andere hinfinden möchten zur Gnade Gottes in dem Gekreuzigen So antworte:„Ja, ich verspreche es mit meinen schwachen Kräften.“ Maria Theresia. Zum 29. November 1930. Wenn uns auch unter den Fürstinnen der Vergangenheit die licht= und leidumflossene Gestalt der Königin Luise am nächsten steht, und ihr Schicksal, das mit dem unseres Volkes ganz eng verbunden ist, uns am unmittelbarsten ergreift, so bietet doch Leben und Charakter der großen österreichischen Herrscherin und deutichen Kaiserin, deren 150. Todestag der 29. November bringt, eine Fülle des Interessanten, des Bewundernswerten, des Ergreifenden und hält unsere eilenden Schritte bei dieser Erscheinung fest, die in ihrer einfachen und geradlinigen Entwicklung, in ihrem von Arbeit und Pflicht erfüllten schlichten Leben als Frau und Mutter, Herrscherin und Christin, klar und deutlich vor uns steht. Am 13. Mai 1717 in der Wiener Hofburg geboren, in Wien und den umliegenden Schlössern ausgewachsen, war sie ein echtes Wiener Kind und ihre Liebe galt ihrer Geburtsstadt in solchem Maße, daß sie auch später nur ungern und dem Zwange der Verhältnisse folgend sich von der alten Kaiserstadt trennte. Flossen doch die Jahre ihrer Kindheit in ungetrübtem Glück im Schoße der kaiserlichen Familie dahin, fast wie die Tage eines Bürgerkindes, kaum berührt vom Hofleben, und sie nahm vom Garten ihrer Kindheit nur Abschied, um 1736 ihrem „herzliebsten, vielgeliebten Bräutigam“, dem Großherzog Franz Stephan von Toskana die Hand zu reichen. Und so glücklich war sie an der Seite des„besten, anbetungswürdigen Gatten“, den sie bis zu seiner letzten Stunde mit der ganzen Kraft ihrer Seele liebte, daß sie auf diese ersten Jahre ihrer Ehe wie auf ein verlorenes Paradies zurückschaute, als ihr Leben längst in andere Bahnen gelenkt worden war. Denn es war ihr nicht beschieden, nur Gattin und Mutter ihrer 16 Kinder zu sein. Der Dreiundzwanzigjährigen fiel 1740 durch den unerwarteten frühen Tod ihres Vaters die Erbfolge in den weiten österreichischen Landen zu, eine Stellung, die ihr Karl VI. zwar durch die pragmatische Sanktion gesichert, auf die 3. Versprichst Du, damit Du dazu immer von gerüstet wirst, soviel an Dir liegt, regelmäßig an den wissenschaftlichen Uebungen teilzunehmen und persönlich Andacht und Gebet zu pflegen? So antworte:„Ja, ich verspreche es.“ Die Aufnahme setzt übrigens die Erfüllung bestimmter Bedingungen voraus. Die Bruderschaft wählt sich selbst ihren Führer, der Pastor sein muß und 3 Jahre im Amt ist. Er bildet mit 4 gewählten Brüdern den Bruderrat. Die Bruderschaft zerfällt in Ortsgcuppen, die einen Obmann und einen wissenschaftlichen Pfleger haben. Letzterer wird vom Führer bestätigt. Besonders bewährte Brüder werden zu Kämpfern ernannt, die den Geisteskampf in der Oeffentlichkeit zu führen haben. Die Bruderkreise kommen mindestens alle 4 Wochen zu Arbeitsgemeinschaften zusammen und werden dort regelrecht geschult. Ein Beobachtungsmann hat alle Ereignisse im gegnerischen Lager im Auge zu behalten und gegebenenfalls die Kämpfer zu mobilisieren. In jedem Jahre finden Freizeiten statt, Sammelfreizeiten für Anfänger, Gefördertenfreizeiten und Hochschulkurse. Die Teilnehmer an letzteren sollen soweit geschult sein, daß sie selbständig in den Geisteskampf der Gegenwart eingreifen können. In diesem Jahre sind insgesamt etwa 40 Freizeiten gewesen mit durchschnittlich 40 Teilnehmern. Inzwischen hat der Kampfbund Verbindung genommen mit den Wichernvereinigung, und eine Anzahl Kämpfer hat die sehr schwere Arbeit mit dem Evange liumswagen in den toten Gegenden der evangelischen Kirche getan. Neben dem Gründer, Pfarrer MüllerSchwese, stehen noch 3 Theologen hauptamtlich in der Arbeit. Möge ihr auch im kommenden Jahre reicher Segen zuteil werden! * * Ostafrika=Kundgebungen. Deutsche Einheitsfrout für die Verteidigung der kolonialen Rechte. Der von führenden Persönlichkeiten der deutschen Wirtschafts= und Berufsverbände erlassene Ausruf zu Kundgebungen gegen die von England geplante Durchbrechung des kolonialen Mandatssystems durch Verschmelzung Deutschostafrikas mit den englischen Nachbarkolonien hat im ganzen Reiche eine Protestbewegung hervorgerufen, die von der Reichsregierung den entschlossenen Kampf gegen die Verletzung der Völkerbundsatzung und den Schutz der wenigen uns verbliebenen kolonialen Rechte fordert. In allen größeren Städten des Reiches haben Volksversammlungen stattgesunden und sind Entschließungen an die Reichsregierung gerichtet worden. Diesem Beispiel haben sich auch zahlreiche mittlere und kleinere Städte angeschlossen. Es verdient besondere Beachtung, daß bei allen diesen Kundgebungen deutlich in Erscheinung trat, daß nicht nur, wie gerade vom Ausland immer wieder behauptet wird, die kolonialen Verbände Verfechter der deutschen kolonialen Rechtsansprüche sind, sondern daß bei dieser Protestbewegung gerade die großen Verbände der Wirtschaft und die Organisationen der freien Berufe sich in die vordere Abwehrfront gestellt haben. Noch niemals vordem ist eine so breite, fast das gesamte Volk umfassende Front für Deutschlands koloniale Rechte und Ansprüche geschaffen worden! Von besonderer Bedeutung war die Berliner Hauptlundgebung im Herrenhaus, und zwar insofern, als hier ein erfahrener Rechtskenner, Professor Dr. Grimm=Essen den überzeugenden Nachweis gebracht hat, daß der von der englischen Regierung dem Mandatsausschuß des Völkerbundes und dem englischen Parlament vorgelegte Plan der Verschmelzung von Deutschostafrika mit Kenya und Uganda in unzweifelhaftem Widerspruch steht mit dem Artikel 22 der Völkerbundsatzung und daß seine Verwirklichung daher er sie aber nicht im mindesten vorbereitet hatte, sodaß der Tod des Kaisers Befürchtungen aller Art, sowohl in den habsburgischen Landen wie im Auslande auslösen mußte. Aber mit der selbstverständlichen Hingabe einer großen Seele an ihre Pflicht greift sie die Aufgabe an, die ihr zugefallen ist, und lebt für sie bis zum letzten Atemzuge. Und wenn nun während ihrer ganzen Regierungszeit Schwierigkeiten und Enttäuschungen immer von neuem auf sie einstürmen, so verliert sie nicht den Mut; ja, wenn er ihr im Innersten zu entsinken droht, so zeigt sich das nicht im Nachlassen ihrer Spannkraft, nicht im Zaudern und Schwanken, unbeirrbar geht sie stets auf ihr Ziel los und ist unermüdlich im Auffinden neuer Mittel und Wege auch unter den schwierigsten Verhältnissen. Mit einer erstaunlichen Arbeitskraft und Geistesschärfe geht sie an die Staatsgeschäfte heran, denen der größte Teil ihres Lebens hinfort gewidmet ist. Während sie sich bei Lebzeiten ihres Vaters bemüht hat, alles zu.vermeiden,„was einer mindesten Regierungssucht hätte gleichsehen können“, sollte jetzt nicht ein Gebiet in ihrem großen, verwickelten Staatswesen ihr fremd bleiben; sie nahm jeden Anlaß wahr, sich mit allem zu beschäftigen, womit der Herrscher um des allgemeinen Wohles willen vertraut sein sollte, und die überall notwendigen Reformen anzubahnen. Nur für die Finanzen, an deren Reform sie sich gleichwohl heranmachte, konnte sie das rechte Verständnis nicht gewinnen und war froh, sie ihrem hierfür besonders interessierten Gemahl überlassen zu können, den sie gleich zum Mitregenten in den Erblanden ernannt hatte und dem sie auch nach unablässigem Bemühen 1745 die Kaiserkrone verschaffte. Zäh beharrt sie auf der Ausführung der einmal als richtig erkannten Verfügungen gegen alle Widersprüche der Minister oder der Stände, die sich in ihren überkommenen Rechten geschädigt fühlen. Allerdings— sie stand diesen Widerständen nicht waffenlos gegenüber. Durch ihre bezaubernde Liebenswürdigkeit und den Liebreiz ihrer Persönlichkeit, durch ihre„bekannte liebreiche Stimme und Dankbar muß anerkannt werden, daß auch der be, drohte deutsche Osten sich mit dem übrigen Deutschland in der Abwehr der englischen Uebergriffe in Afrig vereinigt hat. In einer Entschließung richten die 6z. nigsberger Wirtschaftsverbände„als berufene Vertre, ter der ostpreußischen Interessen die dringende Forde, rung an die Reichsregierung, daß sie alles daransetze um das deutsche Recht gegenüber England und dem Völkerbund zu währen. Die in einer großen Zahl von Städten des rheinisch=westfälischen In, dustriegebietes veranstaltelen Prot st.undgebungen sanden ihren Höhepunkt in einer Entschließung der Wirtschaftsverbände Duisburgs, in der es heißt, daß„die gesamte Wirtschaft Duisburgs mit brennender Sorge die Verhandlungen des Genser Mandatsausschusses verfolgt und aufs schärfste gegen jede Verletzung des Mandatscharakters Deutschostafrikas protestiert, durch die endgültig jede Hoffnung auf Rückgabe der Kolonien und die für Volk und Wirtschaft lebensnotwendige koloniale Betätigung Deutschlands vernichtet werde. Schließlich haben auch, wie nicht anders zu erwarten, Handel und Schiffahrt der Hansestädte ihre Stimme gegen die englischen Herrschaftspläne in Ostafrika erhoben. Vorläufig allerdings hat der Völkerbund es vorgezogen, sich einer klaren Stellungnahme zu entziehen. indem der Mandatsausschuß, wie bereits beanntgegeben, die Prüsung der englischen Ostafrikapläne bis zu dem Zeitpunkt vertagt hat, an dem die englische Regierung auf Grund des Votum eines Unterausschusses des Parlaments eine„endgültige Entscheidung" getroffen hat. Die machtvollen Aeußerungen der deutschen Protestbewegung, die alle Kreise des deutschen Volkes ergriffen hat und täglich zu neuen Entschließungen führt, sollte in London und in Genf sowie bei den übrigen Völkerbundsstaaten ihren Eindruck nicht verehlen. Die englische Regierung wird sich darüber klar sein müssen, daß Deutschland im Völkerbund einer Verletzung der Völkerbundsatzung mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln begegnen wird. Der Völkerbundsrat wird sich entscheiden müssen, ob er auf die Seite des Rechts oder des Vertragsbruchs treten will. Sein Votum wird mit entscheidend sein für die zukünftige Stellung Deutschlands gegenüber dem Völkerbund! 1093 Anträge auf Vollstreckungsschutz. Abschluß der Aussprache über die Osthilse=Notverordnung. Der Haushaltsausschuß des Reichstags führte die Aussprache über die in der Juli=Notverordnung enthaltene Osthilfe zum Abschluß. Reichsminister Treviranus gab eine Ausstellung über die Anträge auf Vollstreckungeschutz. Danach sind Anträge auf Vollstreckungsschutz eingegangen bei der Landstelle Königsberg 302(genehmigt wurden 138), bei der Landstelle Köslin 103(43), bei Landstelle Schneidemühl 159(35), bei der Landstelle Breslau 350(216) und bei der Landstelle Oppeln 179 (48). Insgesamt sind also 1093 Anträge auf Vollstreckungsschutz gestellt worden, wovon 480 genehmigt und 503 abgelehnt wurden. — Die Zahl der Todesopfer des Erdbebens in Japan wird neuerdings mit 300 angegeben. hertzige Contenance“ wurden die Stände oft zum Nach geben veranlaßt. Und niemand hatte das zu bereuen, denn„ihre bewundernswürdige Klugheit“, fand fast im mer das richtige heraus. Dazu zeigte sie schon bald einen erstaunlichen Scharfblick in der Beurteilung der Charaktere, sodaß sie die richtigen Menschen an die richtige Stelle zu setzen wußte; ebenso wußte sie, wo es um der Sache willen nötig war, den Ungeeigneten mit einet wohltuenden Zartheit und Schonung von seiner Steut abzuberufen. Wenn sie selbst auch in alle Einzelheiten eindrang, wollte sie doch nicht, daß die oberen rungsstellen ihre Zeit damit zubrächten; sie machte wie derholt darauf aufmerksam, daß viele Dinge zu klein um zu belanglos seien, um an die obersten Behörden kommen. Ueber dem Kleinen sollte eben das Große nich vergessen werden. Man wünschte wohl, daß diese Fürstin, die die Sothe für das Kleine und das Große so trefflich zu vereinen wußte, ihre vierzigjährige Regierungszeit in ungesto“ tem Frieden den vorgesetzten Aufgaben der Erneueruns ihres Staatswesens hätte widmen können. An sie dessen mußte trotz aller Mühe und Arbeit vieles alten bleiben. Denn fast ihre ganze Regierung war“ Krieg und Kriegsgefahr erfüllt; mehr oder weniger* rechtigte Ansprüche wurden gegen sie erhoben. Fast 9“ Europa war zeitweise in Waffen, und neben den sen in offener Feldschlacht liefen im Verborgenen verschlungenen Fäden der Diplomatie hin und heidie Verbündeten von gestern zu Feinden von moih machten. Und dazu hatte sie als Hauptgegner einen““ größten Feldherrn und Staatsmänner aller Zettczsggen mit derselben Zähigkeit seine Ansprüche auf Schggr, verfocht wie sie, und der ihr gegenüber unendlich m teil war in allen wichtigen Umständen. War die ßische Staatskasse bei Friedrichs Thronbesteigung won gefüllt und die Jahreseinkünfte aufs beste geregen gesichert, so waren die österreichischen Finanzen““ den gen Jahren in trostlosem Zustande und es fehlle“, und nötigen Geldern für den allernächsten Heeresbedat beders Pflicht des „ging eine von zanden Bayerns mmlung, in der a. Liechts=Ante. Rechtr standpunkt von Nord= und chsechtung deutand besonderen München gleichegierung gerichsaß auch der begen Deutschland friffe in Afrika richten die Köerufene Vertreringende Fordealles daransetze, gland und dem er großen Zahl älischen Indgebungen saneßung der Wirtheißt, daß„die ennender Sorge sausschusses verVerletzung des rotestiert, durch be der Kolonien sensnotweneutschlands vervie nicht anders Hansestädte rschaftspläne in kerbund es vorne zu entziehen, wie bereits bein Ostafrikapläne dem die englische 8 Unterausschuse Entscheidung" ungen der deutse des deutschen en Entschließunnf sowie bei den idruck nicht versich darüber klar ebund einer Vern ihm zu Gebote Völkerbundsrat uf die Seite des vill. Sein Votum Inftige Steldem Völkerkungsschutz. Schitse=Loverorhe istags führte die verordnung entsminister TreviInträge auf Volleckungsschutz ein302(genehmigt in 103(43), bei ei der Landstelle telle Oppeln 179 träge auf Volli 480 genehmigt dbebens in Japan de oft zum Nachdas zu bereuen; eit“ fand fast ime schon bald einen lung der Charakn an die richtige sie, wo es um der gneten mit einer von seiner Stelle alle Einzelheiten die oberen Regie1; sie machte wiedinge zu klein und sten Behörden zu in das Große nicht Sorge reinen gestörherung Stelle beim ir von zer best ganz Kämpen die er; die der der ..„A ennc a, umagbal! Scharfe Erklärung Graf Vernstorffs in Genf.— Gipfelleistungen der Abrüstungssabotage. — Genf, 28. November Der Abrüstungsausschuß des Völkerbundes besaßte zich nunmehr mit dem politisch beveutsamsten Artikel Ea des Entwurfs für einen Abrüstungevertrag, nämlich ven ganz unmöglichen Bestimmungen, nach denen die früheren Verträge durch den neuen Abrüstung=vertrag nicht berührt werden. Mit anderen Worten: die einseitige Entwaffnung Deutschlands soll auch dann aufrechterhalten werden, wenn die übrigen Mächte ihre Abrüstung pflicht nicht erfüllen. Nicht genug damit, hatte die französische Abordnung auch noch einen Zusatzantrag eingebracht, in dem davon die Rede war, pas die Aufrechterhaltung der früheren Verträge die Vorbedingung für das Inkraftbleiben des neuen Uebereinkommens bilde. Die Feinde der allgemeinen Abrüstung und des Rüstungsausgleichs, die sehr wohl wußten, daß dieser Artikel und dieser Zusatzantrag eine Abrüstungssabotage größten Ausmaßes darstellen, beeilten sich zu Beginn der Sitzung, die Debatte in einen Unterausschuß, der hinter verschlossenen Türen tagt, zu verlegen. Erst als Graf Bernstoff dagegen protestierte, bequemte sich der Ausschuß zu einer öffentlichen Diskussion. Nach diesem beschämenden Vorspiel bemühte sich der Franzose Massigli, Argumente für den Artikel und den französischen Zusatzantrag anzuführen. Alsdann legte Graf Bernstorff den deutschen Standpunkt dar; er betonte, soweit der Artikel besage, daß die Flottenverträge von London und Washington durch den neuen Abrüstungsvertrag nicht berührt werden sollen, interessiere das Deutschland nicht und fuhr danach fort: Artikel Ea berührte aber auch die Friedensverträge, durch die die Mächte Deutschland geg über gewisse wohlbekannte Verpflichtungen eingegangen sind. Der Kommission ist bekannt, daß ich schon 1927 bei diesem Artifel eine allgemeine Reserve eingelegt habe. Inzwischen bin ich im Frühjahr 1929 wegen der Unterdrückung unentbehrlicher Elemente in dem Abrüstungskonventionsentwurf genötigt gewesen, mich in aller Form von dem Programm der Kommissionsmehrheit loszusagen. Der Verlauf unserer diesmaligen Tagung bestärkt mich nur darin, wie berechtigt dies gewesen ist. Der jetzige Entwurf hat mit Abrüstung, soweit es sich um die Landstreitkräfte handelt, nichts mehr gemeinsam als die Uebe schrift. Gäbe die Kommission sich von diesem kläglichen Ende ihrer fünfjährigen Arbeit Rechenschaft, dann würde sie nicht auch noch durch den Artike! Ea dieses jetzt entstehende Scheinwerk den früheren Verträgen gegenüberstellen. Nimmt die Meh heit den Artike! Ea an, so werden dadurch freilich nur die Staaten betroffen, die einen solchen Entwurf unterzeichnen wollen. Ich jedenfalls gehöre nicht zu ihr. Im Gegenteil, ich werde die Gelegenheit des Artikels Ea benutzen, um gegen den ganzen Entwurf dieses Abrüstungsvertrags zu stimmen. Viellricht gibt es Delegierte, die in dem Glauben leben, man könne meiner Regierung einen Vertrag zur Mitzeichnung anbieten, der, statt eine wirkliche Abrüstung zu bringen, den wirklichen Rüstungsstand zu Lande verschleiert oder gar seine Erhöhung gestattet und für mich gleichzeitig eine Erneuerung der deutschen Unterscheift unter die Abrüstung bestimmungen des Versailler Vertrages bedeuten würde. Ich muß Sie bitten, einer solchen Illusion endgültig zu entsagen. Graf Bernstorff wandte sich dann noch gegen den französischen Zusatzantrag und beendete seine Rede mit der Erklärung, Deutschland könne einen ersten Abrüstungsvertrag nur dann als solchen anerkennen, wenn er eine gerechte, der Sicherheit aller Staaten Rechnung tragende Lösung bringe. Deutschland werde die Abrüstungskonvention danach beurteilen, ob sie als Gegenleistung für die deutsche Abrüstung endlich den Grundsatz paritätischer Sicherheit verwirklicht; der Entwurf, den der Ausschuß in den letzten fünf Jahren ausgearbeitet habe, tue das nicht! Der Sabotageartikel bleibt! An die Erklärungen des Grafen Bernstorff schloß sich eine längere Debatte, in deren Verlauf auch der Engländer Lord Cecil die französische Abrüstungssabotage mitmachte! Der italienische Delegierte erkannte erfreulicherweise die deutschen Darlegungen als berechtigt an. In der Abstimmung wurde dann der deutsche Antrag auf Streichung des Artikels Ea mit 14 Stimmen gegen die Stimmen Deutschlands, Italiens, Rußlands, Bulgariens und der Türkei abgelehnt. Ein Revaktions= komitee machte sich daran, den französischen Zusatzautrag in den Artikel hineinzuarbeiten. Damit hat der Autschuß einen Vertragsentwurf geschaffen, der nicht einmal das Papier wert ist, das dabei vergeudet worden ist! Aufrüstung für die andern. Am Vortage hatte der Ausschuß noch insofern eine Gipfelleistung seiner Sabotagearbeit vollbracht, als er die Einsetzung einer„Ueberwachungskommission“ beschlossen hat, die offiziell die Ausführung des Vertrags kontrollieren, die in Wirklichkeit aber nur die wenigen Abrüstungsbestimmungen noch weginterpretieren soll. Ferner stimmte der Autschuß einer Bestimmung zu, nach der die bis an die Zähne bewaffneten Mächte vorübergehend die Bestimmungen des„Abrüstungs"vertrags kündigen, also noch über ihre Rekordrüstungen hinaus Festungen bauen und Kriegsmaterial ansammeln können. Litwinoff über Genf. Sein Urteil über die Abrüstungsverhandlungen. Auf der Durchreise nach Moskau traf der russische Volkskommissar für Aeußeres in Berlin ein und äußerte sich einem Pressevertreter gegenüber über die Abrüstungsverhandlungen in Genf. „Der allgemeine Eindruck,“ so meinte er,„den die Sowjetdelegation aus den Beratungen des vorbereitenden Abrüstungsausschusses gewonnen hat, ist der, daß gewisse Staaten, die dank der zahlenmäßigen und qualitativen Ueberlegenheit ihrer Waffen eine herrschende Stellung in der Welt einnehmen und die bestrebt sind, ihre Herrschaft aufrecht zu erhalten und auszudehnen, fest entschlossen sind, für keinen Fall ihre militärische Macht zu vermindern. Anstatt die Bestrebungen zu unterstützen, welche diese Tendenzen vor der öffentlichen Meinung zu enthüllen und hervorzuheben versuchen, hat das vorbereitende Abrüstungskomitee sie gedeckt. Der Richtung des kleinsten Widerstandes folgend und einheitliche Beschlüsse anstrebend, hat sich das Abrüstungskomitee gerade auf die Delegationen eingestellt, welche die oben erwähnte Tendenz vertraten und die Abrüstung verhinderten.“ für die Besoldung der Beamten, während Adel und Geistlichkeit nach alten„Rechten" noch immer steuerfrei waren. Hatte Friedrich ein in Mannschaft und Offizierkorps gleich ausgezeichnetes, einzig dastehendes Heer vorgefunden, das, weiches Wachs in seinen Händen, den Feinden wie aus Erz gemacht gegenüberstand, so war das österreichische Geer auf dem Standpunkt größter Reformbedürstigkeit. Konnte Friedrich inmitten seiner Truppen weilen und mit seinem Genius ihnen immer neuen Mut einflößen, unterstützt von vorzüglichen Fühkern, so war Maria Theresia auf zum Teil mittelmäßige Generale angewiesen, mit denen sie nur in umständlichem Briefverkehr stehen konnte. Ihrem zu schnellen, klaren Entschlüssen und zielbewußtem Handeln geneigten Charakter war das Zaudern ihrer Generäle eine schwere Last und sie sucht die zaghaften Feldherrn immer wieder zu größerer Eile und Energie anzuspornen. Es schien fast, als ob sie den Mut für alle haben müßte. Als im ersten schlesischen Kriege die Nachricht von geheimen Bundnissen der feindlichen Mächte an den Hof drang,„da sielen“, so berichtete der englische Gesandte nach London, die Minister leichenblaß in ihre Stühle zurück. Nur ein Herz blieb standhaft: das der Königin.“ Maria Theresia hat Schlesien und andere Landesteile sicht halten und nicht wiedergewinnen können, obwohl sie um die ungeteilte Bewahrung ihres Erbes unablässig bemüht war, und obwohl die Oesterreicher, wie Friedrich selbst anerkennt, viel gelernt hatten im Krieg. Aber der Ruhmesschein eines unerschütterlichen Heldentums, bufs engste verknüpft mit dem Gefühl der Verantwortung vor Gott für das, was ihr als heilige Pflicht erschien, umgibt sie für alle Zeit. Eins aber war sie nicht imstande ohne die größte inete Erschütterung zu ertragen: den Tod ihres Gemahls, Eer ihr 1765 jäh entrissen wurde. Von diesem Schlage zui sie sich nie wieder völlig erholt, die Trauer um den Entschlafenen blieb von nun an die Grundstimmung ihe2 Lebens und die Nichtigkeit alles Irdischen stand ihr 2Mne Aufhören vor der Seele. Aber das Heldische in iheem Wesen kam nach der ersten Zeit des Schmerzes wieder zum Durchbruch, und sie gestaltete ihr Leben nach dem Grundsatz, daß der gottergebene Mensch die Welt nichts davon merken lassen dürfe, wenn er sich noch so unglücklich fühle, und all seinen Verpflichtungen aufs genaueste nachzukommen habe. So ist sie äußerlich gefaßt, liebenswürdig, ja heiter, ein Bild der Selbstzucht und des Lebens für andere. Sie zieht sich nicht von der Regierung zurück, sondern widmet wie immer den größten Teil ihres Tages der Arbeit im Dienste des Staates, in dem es überall Kriegswunden zu heilen und die früher begonnenen Reformen zu fördern galt. Und ihre Fürsorge blieb ein Segen für ihre Länder, trotz des Schwankens und der Halbheit, die jetzt oft an die Stelle ihrer nie fehlenden Sicherheit trat, ja, gerade ihr Zaudern hinderte und erschwerte oft die unausgereiften Reformen Josephs II. Der reiche Schatz ihrer Güte, ihre Liebeskraft, ihr bedingtes Gerechtigkeitsgefühl, die Feinheit ihrer Beichtung, ihr klares, reifes Urteil kommen bis zu ihrem de ihren Kindern zugute. Wie sie sich um die Kleinen gehend gekümmert und genaue Vorschriften für ihre iehung gegeben hatte, so begleitet sie die Erwachsenin alle Lande Zerstreuten auf allen ihren Wegen ihrem Rat und, wo es nötig ist, mit ihrer strengen lik und nimmt an ihrem Ergehen den tiefsten, mitgetenden Anteil. Und sie danken ihr mit der zärtlichsten be und Verehrung, auch Joseph, mit dem es bei der schiedenheit der Temperamente, dem Unterschied der ierationen, der hier ganz besonders schroff hervorder religiösen Gleichgültigkeit des Kaisers manchzu Zerwürfnissen auch in Regierungsangelegenheikommen mußte. Dennoch weiß er, was er von ihr er nennt sie seine einzige Freundin, die Vertraute ter Gedanken, ja, seiner ganzen Seele. Und in ihren ten Tagen schreibt er voll Bewunderung von ihr: Es nur eine einzige Maria Theresia, und ich bin von begeisterter und entzückter als je.“ Wohl konnte er das sagen angesichts der stillen iße und Lauterkeit ihres Wesens, obwohl er gerade Keine Sondertagung des Reichsminister Wirth in Oberschlesien.— Vor einem neuen Blutbad? — Berlin, 28. November. Die Erörterungen der Reichsregierung über die Zweckmäßigkeit einer Sondertagung des Völkerbundrates haben bedauerlichetweise ein negatives Ergebnis gehabt. Wie bekannt wird, hat die Reichsregierung in der nach Genf abgesandten Beschwerdenote lediglich die Behandlung der ostoverschlesischen Terrorakte im Nahmen der Januartagung beantragt. Begründet wird diese Entscheidung— die in der Presse allgemein bedauert wird— damit, daß in der am 19. Jannar beginnenden regulären Tagung die Minister der großen Mächte anwesend sind, es aber zweiselhaft gewesen sei, ob man mit ih er Anwesenheit auf einer Sondertagung im Dezember habe rechnen können. Es ist übrigens das erstemal, daß sich die Reichsregierung selbständig schützend vor die Minderheiten stellt. Bisher hat die deutsche Regierung sich in der Hauptsache nur den Anträgen und Beschwerden der Minderheiten angeschlossen. Nach den letzten Meldungen aus Oberschlesien hat sich dort der Bevölkerung eine außerordentliche Unruhe bemächtigt. In Ostoberschlesien besürchtet man anläßlich der Beisetzung des nach den Polenausschreitungen in Golassowitz tot aufgefundenen Polizeiwachtmeisters neue Terrorakte der Aufständischen! Angesichts der ernsten Beunruhigung der gesamten deutschen Grenzbevölkerung hat sich auch Reichsminister Dr. Wirth in Begleitung des preußischen Staatssekretärs Dr. Abbegg nach Oppeln begeben, um die Bevölkerung zu beruhigen, Erhebungen an Ort und Stelle anzustellen und die Bevölkerung über die Absichten und Maßnahmen der Reichsregierung zu unterrichten. * Polnischer Roheitsakt in Wie aus Thorn gemeldet wird, drangen dort in den Abendstunden drei Polen in das Deutsche Heim ein und überfielen drei dort sitzende Deutsche. Einer der Gäste wurde niedergeschlagen und verletzt, während die beiden anderen sich zur Wehr setzten. Unterdessen drangen von der Straße weitere Polen in das Lokal und demolierten die Inneneinrichtung: Stühle, Tische und die Kronleuchter. Die Polizei verhastete, als sie endlich erschien, eine Person.— Bemerkenswert ist, daß sich schon vor acht Tagen etliche Personen vor dem Deutschen Heim einfanden und die Außenbeleuchtung zertrümmerten, damals jedoch von einem Ueberfall absahen, da— wie sie erklärten— es sich nicht verlohnt habe, weil nur ein Deutscher im Lokal anwesend gewesen sei. Staatskommissare für Berlin. Dr. von Stein und Dr. Koppen mit der Ordnung des Haushalts der Reichshauptstadt beauftragt. — Berlin, 28. November. Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg und von Berlin hat die Oberregierung= räte Dr. von Stein und Dr. Koppen, ersteren zur Ausübung der Rechte des Magistrats, letzteren zur Ausübung der Rechte der Stadtverordnetenversammlung, als Staatskommissare mit dem Auftrage zur Verbesserung der Hau halts= und Kassenlage Berlins im Haushaltsjahr 1930 bestellt. Zu diesem Zwecke wurde den Staatskommissaren der Auftrag erteilt, 1. die Erhebung der Bürgersteuer in der Höhe des Landessatzes, 2. die Einführung der Gemeindegetränkesteuer nach der Gebührenordnung mit einem Satz zu 10 Prozent mit Wirkung vom 1. Dezember 1930 zu betreiben. „Da der Haushalt für 1930 und 1931 nicht zu trennen ist— so betont der Oberpräsident in einem an die Stadt Berlin gerichteten Schreiben weiter— und eine Sicherung der Einnahmen aus der Grundvermögenssteuer das, was ihr bis in ihre letzten Stunden Kraft gegeben hat, die Ergebung in den Willen Gottes, nicht besonders zu schätzen verstand. Hingabe an Gott und Verantwortung vor Gott, das sind die beiden Pole ihres religiösen Innenlebens, die ihrem ganzen Leben den Stempel aufgedrückt haben. Das Aeußere vollzog sich allezeit in den ehrfurchtsvoll heachteten Formen der katholischen Kirche, die überhaupt— für uns ein schmerzlich haftender Schatten auf ihrem Bilde— die einzige war, der ihre Sorge und ihr Verständnis galten, und an deren Grenzen auch ihr Gerechtigkeitsgefühl sie manchmal im Stich ließ. Aber ob es nicht unbillig wäre, mehr zu erwarten, wo Tradition, Erziehung, Umgebung, festgewurzelter. Einfluß des Klerus, ihre eigene aufrichtige katholische Frömmigkeit ihre Stimmen so laut für die katholische Kirche erhoben, die zu schützen sie bei ihrer Krönung feierlich gelobt hatte? Religiöse Toleranz sah sie auch in anderen Staaten kaum, weder in den romanischen Ländern gegen Glieder evangelischer Gemeinschaften, noch z. B. in dem protestantischen England gegen die Katholiken. In Preußen zwar durfte jeder ungestraft seiner religiösen Ueberzeugung leben; aber dieses Zeichen der Freigeistigkeit ihres großen Feindes, der mit seiner Spottsucht, seiner Gottlosigkeit, mit allem, was sie sonst noch an ihm zu tadeln fand, das böse Prinzip verkörperte, und der für sie gewissermassen mit dem Protestantismus identisch wurde, konnte sie höchstens in ihrem Glauben an die alleinseligmachende Kirche bestärken und den gelobten Schutz notwendig erscheinen lassen. Am 29. November 1780 entschlief Maria Theresia, bis zu ihrem letzten Atemzuge von der Liebe und Sorgfalt ihrer Kinder umhegt— sechs Jahre vor dem großen König, der einsam starb, wie er gelebt hatte. So verschieden Leben und Charakter beider sich gestaltet hatte, so verschieden ihr Herrschergeist sich auswirkte— in einem waren sich beide gleich: in dem eisernen Pflichtgefühl, das darin gipfelte, sich selbst hinzugeben für das Wohl derer, die ihnen anvertraut waren, erste Diener ihrer Staaten sein zu wollen. M. Schröder. 50 in Höhe eines Zuschlages von 312,5 Prozent zu den staatlichen Grundbeträgen für 1931 nötig ist, werden die Kommissare gleichzeitig bestellt zur sofortigen Beschlußfassung über den Steuerverteilungsbeschluß für das Rechnungsjahr 1931 und zur Beschlußfassung über die Erhebung der Bürgersteuer auch für das Haushaltsjahr 1931 nach dem Landessatz.“ Mit der Einsetzung der Staatskommissare ist der Stadtverordnetenversammlung das Recht der Etatsaufstellung— das ist eines der wesentlichsten Rechte der Selbstverwaltung— genommen. Da die Staatskommissare mit gebundenen Austrägen eingesetzt worden sind, kann die Stadtverordnetenversammlung weiter tagen und die Fragen behandeln, die den Etat nicht berühren. Der Oberpräsident hat sich aber weitere Versügungen über die Streichung oder Verringerung der Ausgaben für gewisse Einrichtungen vorbehalten. Kommunisten überfallen Nationalsozialisten. — Köln, 28. November. Am Donnerstag abend fand in der Messehalle eine nationalsozialistische Kundgebung statt, auf der der Reichstagsabgeordnete Schemm=Bayreuth sprach. Als die Nationalsozialisten in einzelnen Trupps über die Hohenzollernbrücke nach Deutz marschierten, wurden sie von etwa 300 Kommunisten überfallen. Dabei wurden 5 Nationalsozialisten durch Schüsse verletzt. Ein Nationalsozialist erhielt einen lebensgefährlichen Lungenschuß, ein anderer ein Schuß ins Gesicht, der ihn schwer verletzte. Der kommunistische Parteisekretär Sommer wurde verhaftet, da er der Teilnahme an dem Zusammenstoß verdächtig ist. Die Untersuchung dauert an. :: Stelln gnahme der evangelischen Kirchen zum preußischen Kirchenvertrag. Zu dem staatlichen Angebot eines Kirchenvertrages haben nunmehr die sämtlichen evangelischen Kirchen in Preußen Stellung genommen. Das Ergebnis dieser Stellungnahme ist, wie der Evangelische Pressedienst erfährt, soeben in einer gemeinsamen Erklärung der acht Kirchen der Staatsregierung übermittelt worden. Do X in Lissabon. Start in La Coruna bei strömendem Regen. Das deutsche Riesenflugzeug„Do X“ startete am Donnerstagmittag 12 Uhr M. E. Z. in La Cornna strömendem Regen nach Lissabon. Nach etwas mehr als vierstündigem Fluge landete es dort glatt um 16,20 Uhr M. E. Z. * Bordbericht. An Bord der„DoX“ 27. November. Nach dem wir um 10,45 Uhr in La Coruna gestartet waren, erreichten wir nach Umfliegung des Kap Finisterre um 12,20 Uhr Vigo, wo wir den deutschen Kreuzern„Köln“, und„Karlsruhe" begegneten, mit denen wir Grüße tauschten. Die„DoX“ fliegt sicher und ruhig. Die Landschaft ist herrlich. An Bord ist alles wohl und begeistert. Hinter Kap Roca wird leider die Sicht sehr schlecht. Kurz nach 15 Uhr taucht Lissabon aus dem Dunst auf und bald darauf erfolgt glatt die Wasserung. Verschiedenes. Gegen die preußischen Akademiepläne. Der Hauptvorstand des seit 1876 bestehenden„Deutschen Bundes für Christlich=Evangelische Erziehung in Haus und Schule hat folgende Entschließung an das Preußische Staatsministerium gesandt: „Der in Berlin am 3. November 1930 tagende Hauptvorstand des„Deutschen Bundes für Christlich=Evangel. Erziehung in Haus und Schule“ erhebt namens des Reichsbundes„Haus und Schule“ an das Preußische Staatsministerium die Forderung, die Einrichtung einer weltlichen Pädagogischen Akademie in Köpenick zu unterlassen. Schon die bisherige Einrichtung von Sammelklassen in Preußen ist gegen das geltende Recht und gegen die Verfassung; vollends würde die Einrichtung einer weltlichen Pädagogischen Akademie seitens des Preußischen Staatsministeriums ein unerträglicher Verstoß gegen die bestehende Verfassung sein. Dagegen protestieren wir namens des christlich=evangelischen Volkes. Sollte das Preußische Staatsministerium eine katholische Pädagogische Akademie für Groß=Berlin in Spandau einzurichten gezwungen sein, so verlangt es da, Standpunkt ehrlicher Parität, daß zugleich mindesteneine evanzelische Pädagogische Akademie in Berlin ei. gerichtet wird. Es muß auch aus Billigkeitsgründen der evangelischen Abiturienten von Groß=Berlin in Bersi selbst Gelegenheit für die Ausbildung zum Lehrerkern gegeben werden. Aus einem Brief aus dem Elsaß:„Wir sind sehr isa, liert hier; selbst kurzer Besuch von Brüdern aus Deutich. land wird, sobald es über private Zwecke hinausgebt von unseren Behörden ungern gesehen und abgebunden So hat man kürzlich Missionsinspektor D. Keysser von Neuendettelsau mitten in seiner Vortragsreise gusge, wiesen. Und es war doch wahrlich keinerlei Politik in seine Tätigkeit gemischt. Er erzählte bloß von Gottes wunderbaren Taten in Neuguinea. Kirchennachrichten für Zion. Sonntag, den 30. November 1930. 1. Advent. Samstag, 19.10 in Zion, Beichte und Abendmahl: Pastor Wörmann. Sonntag, 8½ Uhr: Pastor Platenius; 9 Uhr: Pastor Tegtmeyer; 10 Uhr: Pastor Wilmanns; 11½ Uhr: Kindergottesdienst Montag, 20¼ Uhr: Gosen. Gemeindebibelstunde. Donnerstag, 19½ Uhr: Pastor Stratenwerth. Kirchennachrichten für Schildesche. Sonntag, den 30. November 1930: Vorm. 10 Uhr: Haunt, gottesdienst, Pastor Dahlmann; nachm. 1½ Uhr: Kindergottesdienst; nachm. 5 Uhr: Liturg. Abendgottesdienst, Pastor Honmann, Abendmahlsfeier. Dienstag den 2. Dezember 1930: Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Hellingskamp. Freitag, den 5. Dezember 1930: Abends 8 Uhr: Adventsgottesdienst mit Abendmahlsfeier, Pastor Dahlmann, Bethel. — Christlicher Verein junger Männer. Heute, Freitag 8½ Uhr Bibelstunde, 1. Joh. 4, 7 fl. (Herr Steege). Sonntag 8 Uhr Adventsfeier im Familienkreis in Gosen. Chorgesänge des Kl. und Männerchores, Streich= Musik, Deklamationen, Ansprachen. Schriftleitung: W. Kraa; Wirtschafts= und Weltpolitik: Dr. H. Huttel; Anzeigen: K. Diekmann; alle in Betbel Trinkt Cekoke##reien WOein! welhnamts-Sonderolterte-Freisermäßigung Empfehle dieses edle Sonnenprodukt naturrein ohne jeden Zusatz unvergoren wie es von der Kelier rinnt! Durch die neuzeitliche Abfüllung ist es möglich geworden, diesen reinen Traubensaft nicht nur kurze Herbstwochen, sondern das ganze jahr hindurch in Form einer Traubenkur zu geniesten. Dieser Edelmost ist nicht nur ein erfrischendes Genuß-, sondern ein ärztl. empfohlenes, vitaminenreiches, vorzügliches Nahrungsmittel, besonders auch für Kinder u. Kranke! Der Rheinische Edelmost zeichnet sich durch seinen kräftigen aromatischen Wohlgeschmack, seine feine Qualilät u. Güle von allen anderen Säften in besonderem Maße aus. Jetzt ist es höchste Zeit sich mit Ih em Winterbedarf einzudecken; da bei strenger Kälte der Edelmost nicht verschickt werden kann. Bestellen Sie noch heute: Rheinischer Edelmost! „ EI 150 nN] Bei Abnahme von 24 und 30 Flaschen 1929er Weild per. I..00 KPI.1.15 pfg. 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Und zwischen all dem Gewirr der Sterne und Sternlein überspannte eine schimmernde Brücke in kühnem Bogen das Himmelsgewölbe, die Milchstraße. In voller Größe und Klarheit stand das Bild der Unendlichkeit, der Ewigkeit, vor mir.— Wir wissen, daß die Sterne in Wirklichkeit Sonnen von unendlichen Dimensionen sind, die in unermeßlichen Fernen schweben und nur daher als punktartige Lichter von unserm Auge wahrgenommen werden. Viele von ihnen, wenn nicht gar die meisten, werden von Planeten, Monden und Kometen umkreist, bilden also mit diesen auch sogenannte Sonnensysteme. Vielleicht sproßt auch auf diesen Planeten Leben. Und die Milchstraße, jenes mattschimmernde Lichtband, bildet mit all den übrigen, dem freien Auge sichtbaren Sternen. zu denen auch unsere Sonne gehört, das sogenannte Milchstraßensystem, eine Sternenansammlung von linsenförmiger, spiraliger Anordnung, eine Sterneninsel im Weltenraum. Und jenseits der Milchstraße, dem Auge unsichtbar, aber dem Fernrohr erschlossen, schweben in unendlichen Fernen fremde Sternsysteme, selbst in den stärksten Instrumenten der Gegenwart nur als neblige Gebilde erkennbar. Auch hier kreisen Millionen von Sonnen wie unsere Sonne, vielleicht jede von einem Gefolge von Planeten, Monden und Kometen umgeben, denen sie Licht und Wärme spenden. Vielleicht herrscht auch hier Leben. Vielleicht gibt es auch hier vernunftbegabte Wesen, die, mit Instrumenten ausgerüstet, sehnsüchtig ins All schauen und unser Milchstraßensystem als mattes Lichtwölkchen am Firmament erblicken. Unsere große, weltenumspannende Milchstraßenherrlichkeit ein leuchtendes Wölkchen in dunkler Nacht.— Leben auf anderen Sternen?— Das ist eine vielumstrittene Frage. Es gibt Menschen, die diesen bloßen Gedanken als unchristlich verwerfen. Kann man aber glauben, daß Gott das Millionenheer der Sterne, man schätzt die Zahl der in den größten Instrumenten der Gegenwart wahrnehmbaren Himmelskörper auf etwa 400 Millionen, nur erschaffen habe, um die Nächte unserer armseligen Erde ein wenig zu erhellen? Wozu dienen die Sterne, von denen nur das schärfste Fernrohr Kunde gibt? Wäre ihr Dasein, falls es keinerlei Bestimmung hätte, nicht zwecklos?— Denken wir doch einmal an die Welt des Kleinen, die uns das Mikroskop erschlossen hat, oder an das Wunderwerk unseres menschlichen Körpers. Finden wir hier etwas Ueberflüssiges, hat nicht jedes Atom, jede Zelle und jedes Organ Zweck und Aufgabe?— Arbeiten nicht alle nach bestimmten Gesetzen als Teile eines großen Ganzen?— Warum nun andererseits diese überflüssige Vielheit und Unermeßlichkeit? Können wir daher noch annehmen, daß Gott, der im Kleinsten so groß, im Großen etwa kleiner ist und in so gewaltigen Ausmaßen etwas Bedeutungsloses geschaffen habe?— Dürfen wir glauben, daß er alle diese riesigen Welten ewig unbewohnt, zwecklos, tot durch den Raum wandeln läßt? —— Gott ist ein großer, über Denken und Verstehen erhabener Gott, und seine Schöpfung ist ein heiliges Werk, in dem es nichts sinn= oder zweckloses geben kann.— Wir sehen also, daß der Gedanke an eine Bewohnbarkeit anderer Himmelskörper gar nicht unchristlich ist. Muß nicht vielmehr im Gegenteil die Größe des Schöpfers mit der Vielheit der bewohnten Welten steigen? Das Wort des alttestamentlichen Sängers:„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündet seiner Hande Werk“, gewinnt ganz andere Bedeutung, wenn wir uns die fernen Himmelskörper, oder doch wenigstens einen Teil von ihnen, als Heimstätten vernunftbegabter Wesen denken. Wie dieses Leben beschaffen ist, ob menschenähnlich, ob es weniger oder höher organisiert ist, das alles sind Fragen, deren Lösung außerhalb unserer Fahigkeiten liegt. Auch ist es völlig belanglos, ob ein Veltkörper jetzt in diesem Augenblick bewohnt ist, oder oo er schon vor Jahrmillionen bewohnt war, oder erst nach langen, langen Zeiträumen organisches Leben erheugen und beherbergen kann. Wie auf unserer irdischen 852e, so hat auch im Weltall alles seine Entwicklung. Die beantwortung all dieser Fragen tut nichts zur Sache. über das Eine ist gewiß, daß diese Wesen durch ihr Daein zur Verherrlichung des Schöpfers beitragen werEen.— Können andererseits die Gestirne nicht Aufentdaltsorte für die Seelen der Verstorbenen sein?— VielEicht auch Stätten des Wartens und Ausreifens für alle die, die nicht reif für den Himmel wurden?— Es gibt roch eine Zeit zwischen Todesstunde und Gericht. Und wie eN es mit den edlen Heiden, denen niemand eine Kunde “tichte von dem, das eines Christen letzte Hoffnung ist? Soutten sie verloren gehen?— Wo haben wir uns ferner *** Engel zu denken? Ja, wo thront, falls wir staubfos.“ Erdenmenschen uns unterwinden dürfen, eine cche Frage aufzuwerfen, die heilige Gottheit selber?— §“ doch auch einer der größten Dichter aller Zeiten, dte, in seiner göttlichen Komödie, dieser kühnen SOopfung menschlichen Geistes, solche und ähnliche Gedanken niedergelegt.— Sterneninseln im Weltenraum.— Stehen wir nun hier, bei den scheinbar fernsten Objekten, wirklich vor dem Ende?— Gibt es nicht jenseits dieser Grenzen, in phantastischen Fernen, neue, kosmische Gebilde, die kein von sterblichen Erdenmenschen erbautes Instrument jemals zeigen wird?— Wo ist dann das Ende? Wo war oer unfang?— Gibt es überhaupt Anfang und Ende in der Unendlichkeit?—— Wer vermag hier eine Antwort zu geben? Erschauernd müssen wir gestehen, daß hier dem Raum und Zeit durchdringenden menschlichen Geiste unüberwindliche Schranken gesetzt sind.— Und wer bringt uns Kunde aus fernen Welträumen? Ein einziger Bote nur, der Lichtstrahl. Er eilt hinüber und herüber. Aber selbst er, der doch in einer Sekunde 300000 Kilometer zurücklegt, gebraucht, um die größte Ausdehnung unseres Milchstraßensystems zu durcheilen, viele Tausende von Lichtjahren. Und von den fernsten Sterneninseln jenseits der Milchstraße gelangt er erst in mehreren Millionen Jahren zu uns. Hier versagt menschliches Verstehen, hier gebührt uns demütige Anbetung.— Wir sehen somit am Sternenhimmel nicht die Gegenwart, sondern die Vergangenheit. Würde Sirius, der hellfunkelnde Diamant unserer Winternächte, in diesem Augenblick erlöschen, so würde er für uns noch etwa neuneinhalb Jahre in gewohntem Glanze leuchten, erst dann würde sein letzter Lichtstrahl auf Erden anlangen. Die fernsten Sternnebel sehen wir, wie sie vor Jahrtausenden und Jahrmillionen beschaffen waren. Wie mögen sie jetzt aussehen? Aber auch umgekehrt würde man von den Sternen, falls solches überhaupt möglich R Herbsteinsamkeit. Wundersame Waldesstille, Jirgends hörst du Menschenlaut. Unter Zerbsteslaubesfülle Ruht die Erde sanft und traut. Gottes Nähe spürst du wieder, Mensch, in deiner Erdennot; Rnie in Andacht vor ihm nieder, Frommer Sinn ist sein Gebot. Leichter wird ums Zerz dir werden, Freier atmet deine Brust, Und dein Los hier auf der Erden Wird zur frühen Zimmelslust. Adolf Deinet. wäre, die Vergangenheit unserer Erde beobachten können. Den Bewohnern eines Sternes der Milchstraße erschiene die Erde heute in dem Lichte, das vor etwa 4000 Jahren, wo Moses sein Volk noch nicht durch die Wüste geführt hatte, von ihr ausging. Von den fernsten Nebelgebilden dagegen sähe man die Erde, wie sie vor vielen Millionen Jahren, zu einer Zeit also, wo Adam noch nicht lebte, gestaltet war.——— Und welche Botschaft bringt uns das Licht von den fernen Himmelskörpern? Sein, mit Hilfe der Spektroskopes hervorgezaubertes Farbenband redet eine reiche Sprache. Es erzählt von der physikalischen Beschaffenheit, von der Zusammensetzung, dem Alter und der Bewegung jener fernen Welten. An den Linienverschiebungen im Sternspektrum vermögen die Astronomen zu erkennen, ob und mit welcher Geschwindigkeit sich ein Gestirn direkt auf uns zu bewegt oder sich umgekehrt von uns entfernt. Die Sterne stehen nämlich nicht, wie der Name Fixsterne, das heißt feststehende Sterne, anzudeuten scheint, fest, sondern sie bewegen sich mit ungeheuren Geschwindigkeiten durch den Raum. Die Bezeichnung Fixsterne entstammt einer Zeit, wo man mangels genauer Instrumente eine Eigenbewegung der Sterne noch nicht feststellen konnte, und hat somit nur noch historische Bedeutung. Heute wissen wir, daß es einen ruhenden Pol im All nicht gibt. Nur infolge der unermeßlichen Entfernungen erscheint uns nämlich der Sternenhimmel so unveränderlich. Könnten wir Jahrmillionen und Jahrtausende zu Stunden und Sekunden machen, wir sähen die Sterne durcheinander wirbeln wie die Schneeflocken im Winter. Ja, wir sähen aus mächtigen Gaswolken nur Sterne aufglimmen, sähen sie heller und heller werden und endlich wieder verglühen wie eine Kohle am abendlichen Herdfeuer. Auch die Sterne sind dem ewigen Gesetz des Werdens und Vergehens unterworfen. Unsere Lichtspenderin, die Sonne, hat das Stadium der größten Glut längst überschritten. Flecke und Runzeln, die Anzeichen des Alters, trägt ihr Antlitz. Und einst, nach vielen Millionen Jahren, wird sie erloschen sein und all die vielen Planeten, denen sie jetzt Licht, Wärme und Leben spendet, werden starr und tot sein. Auf unserer Erde wird alles Leben erstarren; die letzten Lebewesen werden am Aequator in Eis und Schnee zugrunde gehen, und dann wird an den Stätten, wo jetzt noch Glück und Wonne, aber auch Leid, Sünde, Tod und bitteres Entsagen weilen, ewige Nacht und Finsternis herrschen. Gespensterhaften Wracken gleich werden Sonne, Erde und alle übrigen Planeten durch die Tiefen des Raumes treiben. Sternentod— Weltenende.— Es ist dies wohl die von der astronomischen Wissenschaft am meisten vertretene Ansicht, mit der man glaubt, das Rätsel vom Ende unserer Erde gelöst zu haben. Eine andere Erklärung besagt, daß, infolge Verengerung der Planetenbahnen, verursacht durch einen im Raum fein verteilten und den Gestirnbewegungen Widerstand leistenden Stoff, sich dereinst die Monde mit ihren Planeten und diese wiederum mit ihrem Zentralgestirn, der Sonne, vereinen, also auf sie stürzen und in ihrer feurigen Glut untergehen werden. Wiederum von anderer Seite wird hervorgehoben, daß die Möglichkeit bestehe, daß Sonne und Planeten auf ihrer Wanderung durch den Weltenraum in eine riesige Wolke glühenden Nebels, solche kosmischen Weltbaustoffe finden sich in großer Zahl im All, eindringen könne, in welcher das ganze Sonnensystem, wie ein Mückenschwarm im Reisigfeuer, aufflammen würde.— Die Sagen der meisten Völker künden einen kommenden Weltbrand, der allem Leben ein Ziel setzen wird. Auch in der Götterdämmerung unserer germanischen Vorfahren finden wir diesen Gedanken. Vielleicht gibt ein großer Komet, ein riesiges Meteor oder irgend ein anderer, in unserer engeren Weltenheimat eingedrungener, fremder Himmelskörper den Anstoß dazu. Lesen wir dazu den Schluß des zweiten Petrusbriefes, wo der Apostel davon spricht, daß der Tag kommen wird, an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente vor Hitze schmelzen und die Erde und die Werke, die darauf sind, verbrennen werden, dann gewinnen die Hypothesen, die ein Vergehen der Erde durch Feuer in sich schließen, vieles für sich. Denn eine Hypothese ist und bleibt hier jede Erklärung. Eines wissen wir, Wissenschaft und Bibel lehren, daß unsere Erde nicht ewig sein, sondern daß für sie das Ende kommen wird. Wie und wann aber diese gewaltigen Ereignisse eintreten werden, ob schon bald, oder erst nach Jahrmillionen, das wissen wir nicht. Wir kennen nicht die Gesetze des Himmels, noch bestimmen wir seine Herrschaft über die Erde. — Aber etwas anderes lehrt uns noch die Bibel; sie zeugt von einem kosmischen Auferstehen. Petrus redet anschließend von einem neuen Himmel und einer neuen Erde, und der große Seher auf Patmos durfte diese neue Erde, auf der es weder Leid noch Tränen gibt, im Geiste schauen. — Heilige Erde, du wirst sterben und untergehen, aber auch für dich wird es ein Auferstehen geben. Ist es nicht überwältigend, wissen und glauben zu dürfen, daß aus deinen Trümmern eine neue Erde werden wird, auf welcher Gerechtigkeit wohnet?—— Wir sehen, auch die ewigen Sterne sind nicht ewig. Sie kommen und gehen wie wir. Hier wenige Jahrzehnte, dort Jahrmillionen, aber im Strom der Ewigkeit sind sie eins. Ein kurzes Menschenleben genügt freilich nicht, um eine merkliche Veränderung am Sternenhimmel, oder gar das Werden und Vergehen eines Sternes, beobachten zu können. Für uns Menschen sind gleichsam die Sterne ewig. Wie einst vor vielen Jahrtausenden die ersten Bewohner unseres Planeten den Sternenhimmel erblickten, so bietet er sich uns im großen und ganzen auch heute noch dar. Sie sind vergangen, aber die alten Sterne leuchten noch. Noch immer steht das Kreuz des Schwans, noch immer zieht der große Bär seine Kreise, noch immer leuchtet die bläuliche Wega und der funkelnde Sirius. Sie standen so, als einst die Höhlenmenschen der Steinzeit unsern Planeten bevölkerten. Sie leuchteten über Palästinas Fluren, als Jesus Christus sein Evangelium der Liebe verkündete. Kolumbus sah diese Sterne und Sternbilder, als er in dunklen, bangen Nächten angstersüllten Herzens nach dem Lande im Westen ausschaute. Und wenn wir einst längst im Grabe ruhen und unsern Enkeln und Urenkeln der Schnee des Alters das Haupt deckt, dann werden auch ihnen noch dieselben Sterne leuchten. Auch ihnen wird das schimmernde Band der Milchstraße leuchten, auch sie werden ihre Freude haben am Kreuz des Schwans, am großen Bären, an der Kassiopeia und all den andern bekannten Sternbildern, zu denen jeder Sternfreund allabendlich wie zu lieben alten Vertrauten aufschaut. Dereinst aber, nach vielen Millionen Jahren, wird ihre Stellung eine ganz veränderte sein. Neue Sterngruppen und Sternbilder werden sich gebildet haben, und der vertraute Sternhimmel würde uns, wenn wir ihn dann noch einmal sehen könnten, fremd und unbekannt vorkommen.—— Heilige Sterne, vergänglich und doch ewig. Sie werden sein, wenn wir nicht mehr sind.—— Lange stand ich so in dunkler Nacht. Ich konnte mich nicht losreißen von dem gewaltigen, erhabenen Bilde voll Glanz und Majestät. In dieser Stunde war es mir, als stünde ich vor dem Auge des lebendigen Gottes, als seien diese Sterne meine Schwestern und Brüder, als sei ich emporgehoben aus dem Leid und den Wirrnissen dieses Erdenlebens zu sel'gen Himmelshöhen. Ewigkeitsluft umwehte mich.— Heiliges All, du hehres Bild der Unendlichkeit, du Symbol göttlicher Allmacht und menschlicher Kleinheit, du lenkst den Blick hinweg von dem Alltäglichen dieses Erdenlebens. Leuchtender Sternenhimmel, sunkelndes Diadem göttlicher Liebe und Güte, du machst die Seele still und weit und schenkst ein tiefes, heiliges Sehnen. Sternennacht, in deiner Stille steigt etwas wie Ewigkeitsfrieden auf die arme Erde nieder und senkt sich in das Herz dessen, der mit heiliger Ehrfurcht deine Wunder schaut.— Ewigkeitsfrieden,— heilige Sternennacht!—— Gegen den Mißbrauch des baums als Reklame. Der Niedersächsische Ausschuß für Heimatschutz richtete an die Geschäftsinhaber und Geschäftsverbände, Warenhäuser und=Konzerne Niedersachsens folgenden Appell: Der Mißbrauch des Christbaums zu Reklamezwecken hat in den letzten Jahren derart an Umfang zugenommen, daß eine ernste Schädigung des allgemeinen sittlichen Gefühls nicht mehr von der Hand zu weisen ist. In einer wie der unsrigen, die sich bei ihrem unerhörten Tempo, bei ihrer fortwährenden Geschäftsanspannung kaum noch mit den früher üblichen Werten des Gefühls befassen mag, kann es nicht gleichgültig sein, eine so ehrwürdige alte Sitte wie den Schmuck des Weihnachtsbaumes, der bei hoch und niedrig, in allen Kreisen der Bevölkerung, soweit die deutsche Zunge reicht, in Ehren geblieben ist— kann es nicht gleichgültig sein, meinen wir, diese vielleicht schönste und allgemeinste Aeußerung deutschen Gemüts ebenfalls zu banalen und alltäglichen Zwecken des Geschäfts als Reklame in die Straße gezerrt zu sehen. Es gibt heute bei der Schärfe des Wirtschaftskampfes und der Kluft der Parteien nicht mehr viele Empfindungen, auf die man die Gesamtheit des Volkes in Liebe und Ehrfurcht versammeln kann. Man sollte es darum um so dankbarer begrüßen, daß der Weihnachtsbaum auch heute noch der liebenswürdige Ausdruck einer Gesinnung ist, die über den Parteien, über den Konfessionen und über dem geistig=seelischen Wirrwarr der Zeit das ganze deutsche Volk, und das will sagen, die gemeinsame deutsche Heimat umfaßt, und es als eine vornehme Pflicht betrachten, dieses Symbol nun von allen banalen Verflechtungen auch für die Zukunft frei zu halten. Der Niedersächsische Ausschuß für Heimatschutz richtet daher an alle Geschäftsinhaber und Geschäftsverbände, Warenhäuser und Konzerne Niedersachsens die ergebene Bitte, sich bei der bevorstehenden Weihnachtsreklame in den Schaufenstern und Geschäftslokalen des Christbaums zu enthalten. Der Christbaum gehört in die Familie und sollte vor allem auf den Christabend und das eigentliche Weihnachtsfest zu Hause beschränkt bleiben. Auch vom sozialen Standpunkt aus ließe es sich keineswegs verteidigen, den Christbaum schon wochenlang vor dem eigentlichen Christfest als Reklamehilfe zu verwenden: Der hohe symbolische Sinn des Lichterbaums und der Zauber der Erwartung, an dem vor allem unsere sonst mit Gefühlswerten eben nicht überfütterte Jugend teil hat, wird durch die öffentliche Ausstellung im Rahmen des Geschäfts entwürdigt und zerstört, und bei dem hohen Stande der modernen Reklamekunst dürfte es im übrigen ein Leichtes sein, in der Vorbereitung des Weihnachtsgeschäfts auf den Christbaum gänzlich zu verzichten. Weihnachtsbaum. Wieder nahen die Weihnachtstage mit ihrem Segen und mit ihrem Zauber. Mehr und mehr kreisen die Gedanken um ihre geheimnisvolle Herrlichkeit, und vergangene, unvergessene, einzigartige Freuden erfüllen die Herzen mit froher Hoffnung auf die kommende selige, gnadenbringende Zeit. Melodien beginnen wieder zu tönen mit unaussprechlicher Innigkeit, aus tiefem Dunkel strahlt ein helles Licht in unsere Herzen, und bald stehen wir wieder unter dem Einfluß der schweigenden, feierlichen Pracht des Weihnachtsbaums. Ich wünschte den Kindern unserer unruhigen Tage, ich wünschte den Menschen unserer lauten Zeit den Glanz und Schimmer, die Kraft und Stille, die Süßigkeit und Feiertagsseligkeit des Weihnachtsleuchtens vergangener Zeiten, das allen Lärm des Tages ausschloß, und für das es nur zwei Orte gab: das wunsch= und sehnsuchtumrankte Wundergemach des Elternhauses, das, lange verschlossen, sich am heiligen Abend zum ersten Male den verlangenden Kinderaugen öffnete, und die dämmerigen Hallen der Kirche, aus deren Tiefen es fast noch geheimnisvoller schimmerte, während von oben her jubelnde Stimmen— waren es Engelsstimmen?— in festlichen Liedern herabschwebten und vom Altar die Worte des Weihnachtsevangeliums, der herrlichsten aller Geschichten, ertönten. So gab das Fest die Fülle, die überwältigend niedersank, jedes Jahr von neuem mit unvermindertem Reichtum, nie abgeschwächt durch ähnliche Feiern, das Fest, an dem der Himmel auf die Erde kam, und wiederum das Fest, an dem wir emporgehoben werden sollten von der Erde, das mit dem Erlöschen des Kerzenschimmers nicht vorüber sein, sondern mit unvergänglichen Strahlen weiter leuchten sollte durch unser ganzes Leben. Und heute? Die Weihnachts= und die Adventszeit steht unter der Herrschaft zweier Mächte, die darum ringen, wer ihr am meisten von ihrem eigentlichen Charakter nehmen, sie dem Treiben der anderen Tage angleichen, sie verflachen, veräußerlichen kann: Reklame und Vergnügen. Anstatt in Erfüllung eines monatelangen Traumes den Christbaum am heiligen Abend zu erblicken und sich ganz mit seinem Glanze zu erfüllen, sehen Kinder und Erwachsene ihn hundertmal in allen Schaufenstern brennen, zum trivialsten Alltagsgegenstand gestempelt durch seine Umgebung. Gleichgültig wandert der Blick von seinen — elektrischen— Lichtern zu den anziehenden Schöpfungen der Mode, die um ihn ausgebreitet liegen, zu den Würsten und Schweinsköpfen, in deren Mitte er steht, zu den Likörflaschen, den Büchern, den Feigen und Nüssen, den Schuhen und Stiefeln, die er bestrahlt, ein entheiligtes Heiligtum, das ja auch gar nicht mehr Symbol sein soll für das ewige Licht mit seinem neuen Schein, der erst die heilige Nacht durchstrahlt, sondern einen falschen Glanz über die Zeit vor dem Fest verbreiten will, den Glanz des aufgeputzten Alltags, der nichts von dem geben kann, was der Feiertag gibt, und der skrupellos vorwegnimmt, was allein dem Festtag, was allein dem stillen Kreis des Hauses, den heiligen Hallen der Kirche gehört. In dem unruhigen, unharmonischen, aufreizenden, tosenden Straßenbild unserer Tage wirkt der Weihnachtsbaum unwahr, kränkend und schmerzlich für den, der ihn liebt mit seinem wahren Wert. Denn wo er wirklich an seinem Platze steht, nimmt er uns ganz unter den Zauber seines Einflusses. Er redet, und wir sollen schweigen; wir sollen lauschen allem, was er uns zu sagen hat aus Vergangenheit, Gegenwart und Ewigkeit. Geht von ihm nicht ein Friede aus, der sich leise niedersenkt auf alles Wesen rings um ihn und unsere Herzen fesselt mit sanfter Allgewalt; strahlt es von ihm nicht aus wie Wohlgefallen tausendfältig, hin und her webend zwischen Himmel und Erde, zwischen Herz und Herzen; singen nicht seine Kerzen jubelnd von der Liebe Gottes, die da währet von Ewigkeit zu Ewigkeit? Und aller seiner schönsten Gaben und Kräfte entkleidet, für laute und aufdringliche Reklame mißbraucht, steht jetzt der Weihnachtsbaum in den Schaufenstern und schaut stumm auf die Jagd des Lebens, in der er sich nicht vernehmlich machen kann, denn er spricht eine andere Sprache. Er will uns aus der Fremde in die Heimat rufen, vom ruhelosen Umgetriebensein zum ruhevollen Stillhalten, vom Kraftausgeben, ja vom Kraftvergeuden zum Kräftesammeln, zu bleibendem Gewinn. Wie viele wissen überhaupt nicht, was ihnen durch die verkehrte Art des Feierns, durch die Veräußerlichung, das gleichgültige, abstumpfende Anschauen eines tiefen Symbols verloren geht an unschätzbaren Gütern für gute und böse Tage! Wie viele wissen nicht, was unsern Kindern genommen wird an zarten Blütenknospen, an kraftvollen Keimen und Trieben, wenn sie, anstatt aus der Feiertagsstille des Elternhauses für ihr Leben den Traum unvergleichlicher Herrlichkeit des Weihnachtsbaums mitzunehmen und von seinem Geheimnis tief und selig berührt zu werden, anstatt sich von der reinen Himmelsluft eines einzigartigen köstlichen Festes umwehen zu lassen, das Schönste, Liebste, Heimlichste als ein Lockmittel in allen Läden sehen und gar nichts mehr an ihm finden, was anders ist wie alles in den Straßen! Was dem einzelnen verloren geht, geht unserm ganzen Volke verloren; was der einzelne gewinnt, gewinnen alle. Was an Tiefe und Innerlichkeit, an Leuchtkraft für das verarmte Leben, an Gemütswerten noch geblieben ist, sollten wir das nicht zu erhalten suchen mit ganzem Ernst, anstatt es von dreister Reklame rauben zu lassen? M. Schröder. Die kleine Heimat. Wohl jede Frau, die noch in leidlichen Verhältnissen lebt, und nicht ein ganz totes, dummes Ding von Herz in ihrer Brust trägt, wird jetzt Stunden haben, wo sie sich ihres Wohlstandes schämt und sich den Kopf zerbricht: was kann man nur tun, um diesem Meer von Elend, Leid und Hoffnungslosigkeit zu steuern? Ja, was kann man tun? Da sitzt man nun als Mutter einer großen Familie, hat weder viel Zeit noch viel Geld noch besondere Fähigkeiten, fühlt, daß Ungeheures geschehen müßle, und weiß doch nicht wo und wie anfangen. Und doch genügt es heute nicht mehr, nur in seinen vier Wänden und nur für seine Allernächsten zu leben. Das Gewissen ist wach. Auf ganz seltsame Weise kam mir in meinen Nöten mein Unterbewußtsein, oder wie man es sonst nennen will, zu Hilfe. Als ich eines Abends in mein gutes, warmes, von mir sehr hochgeschätztes Bett stieg, dachte ich (denn ich leide nun schon fast an sozialen Zwangsvorstellungen): Wie gut ist es doch, ein Bett zu haben, das abends den müden Leib so freundlich aufnimmt! Und wie viele gibt es, die noch zehnmal müder sind als ich und haben kein eigenes Bett; es gibt doch ganze Familien, die in ein bis zwei Betten zusammen hausen, es gibt Menschen, die müssen mit einem Kranken das Bett teilen! Wie muß das sein, totmüde sich hinzulegen, ohne Aussicht auf wirkliche Ruhe und Entspannung, ungenügend zugedeckt, immer durch andere gestört.—— Ich schämte mich meines schönen Bettes und genoß doch gleichzeitig dankbar seine Wohltaten. Darüber schlief ich ein. Was ich nun träumte, kann ich so ganz genau nicht mehr angeben. Jedenfalls enthielt mein Traum die bestimmte Forderung, ich hätte dafür zu sorgen, daß jeder Mensch in Deutschland ein eignes Bett hätte!! Als ich aufwachte, war ich ganz durchdrungen von der Notwendigkeit dieser Forderung, aber gleichzeitig ganz ratlos, wie ich den Befehl ausführen sollte.(Diesen Traum einfach zu den Akten zu legen wie andre dumme Träume, war mir leider nicht möglich, hier hatte zu deutlich mein Gewissen mitgearbeitet.) Aber wie sollte ich es machen? Sollte ich mich auf die Plätze der großen Städte stellen und flammende Reden halten? Aber ich kann ja gar nicht reden, ich habe eine schwere Zunge wie Mose. Oder sollte ich ebenso flammende Artikel schreiben mit der Ueberschrift:„Jedem Deutschen sein eignes Bett“? Das ginge schon eher, aber keine Zeitung würde diese Artikel abdrucken, und in kürzester Zeit wäre ich bestenfalls eine komische Figur. (Warum eigentlich? Friedrich der Große oder Ludwig der 14. oder sonst ein König stellte die Forderung, jeder Untertan müßte am Sonntag sein Huhn im Topf haben. Nun, als Anhängerin der modernen Ernährungslehre kommt mir dies Huhn nicht einmal so unbedingt nötig vor, aber wer will leugnen, daß es unbedingt nötig ist, ein Bett zu haben?) Aber ich bin kein großer König, sondern eine kleine Hausfrau, und klein und bescheiden ist der Ausweg, den mein geplagtes Gewissen fand. Und ich will davon richten und will dabei hoffen, daß er noch andern., wissen zu einem Ausweg werden kann und auf dies. Weise doch Manchen geholfen wird. Wir wollen zu Weihnachten jemand, der kein eigneBett hat, ein solches schenken! Und wenn es uns möglich ist, wollen wir das jedes Jahr wiederholen, und wenn wir im Laufe des Jahres jemand begegnen, der dringend ein Bett braucht, so soll das auch an unser Gewissen rühren, und wir wollen versuchen, ihm eines zu ver, schaffen, nötigenfalls unter Mithilfe von anderen. Mein Mann und ich haben uns immer so gewünscht einmal mithelfen zu können, daß Heimatlose eine Heimat inden. Vielleicht können wir auf diese Art wenigstene manchen zu einer„kleinen Heimat“ verhelfen, denn das ist doch ein Bett. Wir haben es uns so gedacht: Der älteste Sohn son das Bett schreinern, der zweite soll es in einer schönen Farbe anstreichen, die Kleineren geben aus ihrer Spar, kasse etwas dazu, die Mutter näht das Bettzeug, und der Vater dichtet einen schönen Spruch dazu, der auf dem Kopfende aufgemalt wird. Ich glaube, wir werden selbst viel Freude dran haben, sonst wäre es ja auch nicht ganz richtig. Ein Bett ist so ein schönes Geschenk! Man wundert sich fast, daß man sich unter Freunden fast nie ein Bett schenkt,— wahr, scheinlich, weil Leute wie wir immer schon eins haben.— Ein Bett ist nicht vergänglich wie Essen und Trinkenes ist, und ist doch ebenso lebensnotwendig; es wird nicht nur in seltenen Stunden genossen wie etwa Bücher oder Kunstwerke, es ist nichts, was Geschmacksache ist,— der eine liebt es, der andre macht sich nichts daraus.— Ein Bett dient Leib und Seele, besonders auch der Seele. vergeßt das nicht! Es kann ein guter Freund durchs ganze Leben sein. Man genießt es, wenn auch unbewußt. mindestens ein Drittel seines Lebens. Jeder, ob groß oder klein, alt oder jung, arm oder reich, dumm oder klug. kann es lieben und schätzen. Und fast möchte ich glauben. daß wir Kinder eines heimatlosen Zeitalters außer in liebenden Menschenherzen noch am ehesten in dem stillen Hafen unsres Bettes das Gefühl von Heimat, Frieden und Geborgenheit finden können. O Bett, du kleine Heimat, du schlichtes Fahrzeug in ferne, seltsame Traumlande,— nun habe ich fast einen Hymnus auf dich gesungen! Man verzeihe das einem Menschen, der sein Bett ganz besonders liebt, der ein ganz besonderes Schlafbedürfnis hat. Und nun, ihr mütterlichen Frauen, die ihr abends eure Kinder in ihre guten Bettchen legt, denkt ein wenig an die Mütter, die ihren Kindern diese einfachste Wohltat einer gesegneten Nachtruhe beim besten Willen nicht erweisen können! Denkt grade jetzt vor Weihnachten daran. Wir gehen vielleicht, sogar sicher, einem sehr schlimmen Winter entgegen. Die Not wird größer sein als je, die Möglichkeit, von oben her zu helfen, wird geringer sein als je. Es ist klar, daß wir alle, alle Opfer bringen müssen. Wenn ihr Geld habt, so schenkt dies Jahr nichts an diejenigen, die sich auch ohne Euer Zutun Wünsche befriedigen können, schenkt denen, die sich auch die elementarsten Wünsche nicht befriedigen können. Wenn ihr kein Geld habt, so kramt auf Böden und in Schubladen, es findet sich immer noch manches, was andern von großem Nutzen sein kann; Schuhe und Strümpfe für bloße Füße, Kleider für schlecht gekleidete und verwahrloste Körper, und— Betten für solche, die keins haben. Jedem müden Deutschen sein eignes Bett! Hat das nicht mehr Hand und Fuß als manche volltönende Wahlparole? Die Parole der tätigen Nächstenliebe, die Christus une gelehrt hat, wann wird sie mit solcher Macht erschallen, daß sie alle warmen und liebenden Herzen um ihre Fahne ruft? Laßt Weihnachten 1930 einen kleinen Auftakt dazu sein! M. S. Verschiedenes. Kundgebung des Verbandes Deutscher Evangelischet Beamtenvereine. Der Verband Deutscher Evangelischer Beamtenvereine weist die in letzter Zeit hervorgetretene Hetze gegen den Beamtenstand zurück. Totengräber deStaates sind alle, welche die Autorität und Ehre seiner Beamten untergraben. Der Beamtenstand weiß sich wie kein anderer Stand dem Volk und dem Staat verbunden und verpflichtet. Immer wieder haben die berufenen Vertreter der Beamtenschaft ihre ernste Bereitschaft“ kundet, Opfer zu bringen, um der katastrophalen La## des Reiches, der Länder und der Kommunen zu beger' nen. Die Not ist zum großen Teil die Folge der Ueber nahme unerfüllbarer Verpflichtungen. Wir fordern eine Politik, die nach außen und innen von Wahrhaftigsen und Gerechtigkeit getragen ist. Die Not ist weiter ein Folge der großen Arbeitslosigkeit. Die Not der losen mitzutragen ist die Beamtenschaft willig und be reit. Aber sie kann es nicht allein. Ihr Opfer Sinn und Erfolg, wenn die anderen Volkskreise mit““ chem Einkommen ebenso mithelfen. Nicht die erzwung“ nen Opfer eines Standes retten das Reich, sondern! der geschlossene Wille des ganzen Volkes. Muß schonl e“ opfert werden, dann darf nicht die Rechtsgrundlage Beamtentums angetastet werden. Es geht nicht um Stand, sondern um den Staat. * Gegen die sogenannten Sammelschulen in hat der„Deutsche Bund für Christlich=Evangelische Erd“ hung in Haus und Schule“ eine Klage beim###t, gerichtshof eingereicht. Die Einrichtung der Samu“ klassen und weltlichen Schulen ist gegen geltendes denr und gegen die Reichsverfassung. Diese Klage dee schen Bundes„Haus und Schule“ ist von grobt deutung. Man sieht dem Ausgang der Klage mit geep Spannung entgegen. Im Verlag Deutschlan geb. 20.— Leider iste Jahrbuch, welch kommt. Er ha Artikel, die vo Statistik und Kapiteln befin! Quousque tan scharfer Ausein gewollt einseit Arbeit, die Se hat, nicht tref Arbeitsgebiete Barth nicht al sola fide, weld geblieben ist, gehört wird. jedenfalls gut, Kirche von inn gekommen ist. geben, werden erstattung gebr Schule und de Kapitel: Verei: Abschnitt ist b wicklung der Im Verlag Lahr i. Baden, „Der Meister“. Die Geschick in der Welt. daß die Liebe hat. Dabei lä und bringt die rungen usw. s das Interesse c nicht überall fassers einverst genug heraus, Geschichte nich Wunsch des V weg, sondern eben auch dan Suchen in der Buch sei jeden Ein eigenal Professor D. I. in Leinen gebi dem bekannte nur daß durch Weltart nach nach Freiheit, ordentlich gege sich selbst und hier wiedererk des Weltsinns bruch treibt. in Johannes gestellt. Der! kündigen. Et wohl wünscher dieses Buches die ch Gotte Got tiken wen das dan tet, der den Im Verlag vereine e. V. will davon benoch andern Gen und auf diese der kein eignes n es uns möglich holen, und wenn ten, der dringend unser Gewissen m eines zu veranderen. ner so gewünscht, tlose eine Heimat Art wenigstens chelfen, denn das älteste Sohn soll in einer schönen aus ihrer SparBettzeug, und der zu, der auf dem zeude dran haben, . Ein Bett ist so ch fast, daß man schenkt,— wahron eins haben.— und Trinken es ig; es wird nicht etwa Bücher oder cksache ist,— der 's daraus.— Ein auch der Seele, r Freund durchs n auch unbewußt, der, ob groß oder dumm oder klug, töchte ich glauben, italters außer in ten in dem stillen Heimat, Frieden chtes Fahrzeug in abe ich fast einen rzeihe das einem irs liebt, der ein , die ihr abends , denkt ein wenig e einfachste Wohlesten Willen nicht vor Weihnachten einem sehr schlim„rößer sein als je, en, wird geringer ille Opfer bringen t dies Jahr nichts r Zutun Wünsche sich auch die elesönnen. Wenn ihr nd in Schubladen, was andern von nd Strümpfe für dete und verwahrdie keins haben. Bett! als manche voll2, die Christus une : M a c h t e r s c h a l l e n, Herzen um ihre nen Auftakt dazu M. S. Evangelischer Evangelischer orgetretene engräber des Ehre seiner veiß sich wie at verbunden e berufenen reitschaft bephalen en zu se der Ueberfordern eine ahrhaftigkeit weiter eine der Erwerbsillig und bepfer hat nur zeise mit gleiie erzwungesondern nur Nuß schon gefrundlage des nicht um den am Verlag von Bertelsmann, Gütersloh, erschien: girchliches Jahrbuch für die evangelischen Landeskirchen Deutschlands 1930“ von O. J. Schneider, Berlin. Preis geb. 20.— M. Leider ist es das letzte Mal, daß D. Schneider in seinem gahrbuch, welches er 36 Jahre lang herausgegeben hat, zu Worte hommt. Er hat aber noch kurz vor seinem Tode die besonderen urtikel, die von ihm geschrieben zu werden pflegten(Kirchliche Statistik und kirchliche Zeitlage) zu Ende gebracht. In beiden sapiteln befindet er sich, wie man nach dem Angriff Barths in Quousque tandem wohl verstehen kann, in teilweise ziemlich scharfer Auseinandersetzung mit diesem Angriff. Freilich hat die gewollt einseitige Sprache Professor Barths wohl die besondere #rbeit, die Schneider so unermüdlich und dankenswert getan hat, nicht treffen wollen, denn daß es eine Darstellung der Arbeitsgebiete der empirischen Kirche geben muß, wird auch Barth nicht abstreiten. Ihm handelt es sich darum, daß das salg fide, welches dogmatisch freilich die Grundlage der Kirche geblieben ist, nun auch als Evangelium wieder wirklich neu gehört wird. Hier trifft Schneiders Polemik vorbei. Es ist jedenfalls gut, daß die Auseinandersetzung über das, was die Kirche von innen und das, was sie von außen baut, nun in Fluß gekommen ist. Um dem Buch nicht einen zu großen Umfang zu geben, werden manche Abschnitte nur in zweijähriger Berichterstattung gebracht. So fehlen diesmal die Kapitel: Kirche und Schule und der Personalstatus. Dafür sind eingeschaltet die Kapitel: Verein und innerkirchliche Evangelisation. Der letztere Abschnitt ist besonders interessant dadurch, daß die Weiterent wicklung der deutschen Gemeinschaftsbewegung gezeigt wird. Sie tritt stark in den Sätzen von D. Michaelis, die er einem Portrag in Gnadau zugrundegelegt hat, über die Stellung zur Polkskirche hervor. Hoffentlich wird das Schneidersche Jahrbuch, das für die Pfarrbibliothek fast unentbehrlich geworden ist, in dem Sinne D. Schneiders weitergeführt. Wilm. Im Verlag für Kunst= und Volksbildung Richard Keutel, Lahr i. Baden, sind erschienen: „Der Meister“ von Prof. D. Dr. Dennert. Preis geb..50 M. Die Geschichte Jesu ist die einzige wirklich herrliche Geschichte in der Welt. Man spürt es dem lieben Professor Dennert ab, daß die Liebe zum Herrn ihm in diesem Buche die Feder geführt hat. Dabei läßt er fast nur die Schrift selbst zu Worte kommen und bringt die Ueberleitungen, Einstreuungen von Naturschilderungen usw. so, daß sie den Leser nicht ablenken, sondern nur das Interesse an dem gewaltigen Stoff neu nähren. Man braucht nicht überall mit der zugrundeliegenden Auffassung des Verfassers einverstanden zu sein. Es tritt mir z. B. nicht deutlich genug heraus, daß Gott in Jesus handelt und damit seine Geschichte nicht nur ihn, sondern Gott offenbart. Aber der Wunsch des Verfassers ist ja auch, nicht von den Evangelien weg, sondern zu ihnen hinzuführen. Und dieser Wunsch wird eben auch dann erreicht werden, wenn der Leser durch eigenes Suchen in der Schrift zu einer anderen Auffassung kommt. Das Buch sei jedenfalls hiermit herzlich empfohlen. Ein eigenartiges Buch ist auch die von demselben Verfasser Professor D. Dr. Dennert geschriebene Dichtung„Der Tyrann“, in Leinen gebunden.50 M. Das Thema ist das gleiche wie in dem bekannten Buch von Wien„Die Stadt in den Wolken“ nur daß durch die dramatische Form dem Leser das Streben der Weltart nach Gold, nach Lust, nach Herrschaft über die Natur, nach Freiheit, nach Führerschaft, nach Wissen und Kunst außerordentlich gegenwartsnahe vor Augen geführt wird. Jeder kann sich selbst und den in ihm verborgenen eigentümlichen Weltsinn hier wiedererkennen und dadurch mit erleben, wie die Erfüllung des Weltsinns und seiner Wünsche notwendig zum Zusammenbruch treibt. Dem Vertreter der dämonischen Macht Ahasver ist in Johannes der Vertreter der himmlischen Macht gegenübergestellt. Der letztere soll Gottes Liebe in ihrer Wirklichkeit verkündigen. Etwas kraftvollere Züge würde man dieser Gestalt wohl wünschen, aber damit soll der warmen Empfehlung auch dieses Buches nichts abgebrochen sein. Wilm. Friedrich Reimer, Pastor an St. Katharinen zu Danzig. Die frohe Botschaft. Glaubenslehre. 1930. 448 S. Groß oktav. Verlag Friedrich Bahn in Schwerin i. Mecklb. Geheftet 16,50 M, in dunkelrotes Leinen mit Goldpressung gebunden 19.50 M. Einer unserer berühmtesten Theologen hat vor kurzem gesagt die christliche Glaubenslehre müsse ausschließlich von dem neuen Gottesgedanken beherrscht werden, den Jesus gebr cht hat: Gott ist die Liebe! Dieser Forderung entf##t die Glaubenslehre von Friedrich Reimer. Mit den üblichen Dogma tiken, die viel gelehrten Stoff enthielten, aber in der Regel wenig Anregungskraft und praktische Brauchbarkeit boten, hat das Buch wenig Aehnlichkeit. Man findet hier in straffer Einheitlichkeit die Welt= und Lebensanschauung dargestellt, die dann entsteht, wenn die Frohe Botschaft Jesu aufleuchlei,— daher der positive, volle, frohe Klang, der jedem Wahrheitssucher(nicht bloß dem Theologen) die eindeutige— undialektische— Antwort gibt auf die tiefsten Fragen des Herzens. Das Buch ist fesselnd und auch für den Nichttheologen verständlich geschrieben und leistet insosern ein gutes Stück apologetischer Arbeit, als man das Christenkum kaum wirksamer verteidigen kann, als durch klare Darlegung seiner frohen Botschaft. Aus dem Leben und dem Amt erwachsen, ist es bestimmt für das Leben und das Amt. Viele Darlegungen kann der Geistliche ohne weiteres In Predigt und Konfirmandenunterricht verLenden wie auch in Vorträgen über die großen gragen der Welt= und Lebensanschauung. Anverseits sucht das Buch die Wissenschaft zu fördern durch eine Fulle methodischer und sachlicher Neuerungen. Im Verlage des Nordbundes Ev. Männer= und Jungmännervereine e. V. erschien soeben in 4. Auflage, 10.—13. Tausend: Oito Armknecht, Zionsstrahlen. Tägliche Andachten. Mit einem Vorwort von Landesbischof O. Ihmels. 400 S. Ganzl. .— A, mit Goldschnitt.— M. Aus dem Vorwort von Landesbischof D. Ihmels:„In herzicher Freude erfahre ich, daß das vorliegende Andachtsbuch sich an seinem 4. Ausgang rüstet...“ Unterdes habe ich ja selbst belegenheit gehabt, in der täglichen Hausandacht mich davon 0 überzeugen, wie schlicht und zugleich tief innerlich das Buch dn reden versteht.“ Wir empfehlen das volkstümliche und eitige Andachtsbuch wärmstens, insbesondere zu Geschenkdbechen gelegentlich der Konfirmation und Hochzeiten. Gichslum und Unterricht. Beiträge zu einer Pädagogik von inen. Herausgegeben von Richard Hanewald und Franz Dediche, Verlag des Hauslehrers, Berlin=Lichterselde. 1930. Preis.20 M. Preis.20 M. Ein höchst lebendiges, aktuelles pädagogisches Buch, an der Ptsahrung gewonnen, aus der Praxis der Magdeburger AufbauWite(Berthold=Otto=Schule) hervorgegangen, ist diese Schrift, is Seiträgen der beteiligten Lehrer und des Leiters zusammenPerachsen, ein schönes Beispiel gemeinsamer Arbeit der Lehr* und segensreicher Auswirkung ihres Verhältnisses zu den ein obignen wahrhaft„geistigen Verkehr“ darstellt. Da ineald gültiges Bildungsideal nicht existiert, wird von in das werdende Bildungsideal, wie es in den Seelen deutung das Schlsnean umwandgaften Sczahbesens bahnt sich auch in den öffentlichen AnStellung“ in der ar gewinnt wieder die führende einer Revolution aus anunuwislenschaft, indem an die Stelle "### vorgesaßter Meinung oder kühlem Rationalismus die evolution aus den Tatsachen tritt. Die acht hier vereinigten Aussätze sind alle von dem Mute beseelt, das Kind Lehrern selbständig in Zi. gper Kinder unter sich und mit den Echrern seldstanig i die Mitte zu stellen. Dr. med. h. c. Otto Kleinschmidt, Naturwissenschaft und Glaubenserkenntnis, die Zentralfrage moderner Weltanschauungskunde. Mit 36 Zeichnungen d. Verfassers. Brosch. 4,80 M, Lein..80 M. Verlag Martin Warneck, Berlin W. 9. Der Verfasser hat von Kindheit auf die Natur in der hohen Schule der Natur selbst studiert und ist von seinen Jugendjahren wissenschaftlicher naturwissenschaftlicher Schriftsteller gewesen.(Nicht alle Schriftstellerei, die sich„naturwissenschaftlich“ nennt, ist wissenschaftlich!) Er hat gleichzeitig von Kindesjahren an nach Gotteserkenntnis getrachtet und redet in diesem Buche von ihr in dem Sinne, in dem die beste Quelle der Gotteserkenntnis davon spricht. Er wurde nach 27jähriger pfarramtlicher Tätigkeit zu ausschließlich wissenschaftlicher Arbeit an dem neugegründeten Forschungsheim für Weltanschauungskunde in Wittenberg berufen. Bei allen Büchern, die zugleich das Streben nach Naturerkenntnis und das Streben nach Glaubenserkenntnis behandelt haben, scheint bewußt oder unbewußt eine der beiden Seiten mehr oder minder Stiefkind gewesen zu sein. Der Verfasser kann sagen, daß er sich beiden stets mit gleicher Liebe und Begeisterung gewidmet hat. Ihm ist Natur nicht das Stückwerk menschlichen Wissens, sondern die vom Schöpfer gewirkte, vom Geist überstrahlte Wirklichkeit, Glaubenserkenntnis nicht ein Streit um Menschengedanken früherer Jahrhunderte, sondern das Gegenwartslicht ewiger Wahrheit. Das„und" bedeutet daher in dem Titel dieses Buches nicht den Zusammenstoß von zwei alten Gegnern, auch nicht eine gekünstelte Aussöhnung. eine sogenannte Harmonisierung, sondern die wirkliche Vereinigung von zwei Gebieten geistlichen Lebens, die unter wirklich normalen Zuständen Freunde sein müßten. Führende Männer der verschiedensten wissenschaftlichen Gebiete geben dem Buch ein gutes Zeugnis mit auf den Weg. Aber auch jeder Laie, der sich mit diesen Fragen beschäftigt, findet hier eine Darstellung, die ihm durchaus verständlich ist. „Um den Abend“ aus dem Verlage Johs. Kiefel, WuppertalBarmen, bearbeitet von W. Vogelsang, ist ein seines Werkchen, das„Licht und Trost fürs Alter“ bietet. Ungemein reichhaltig ist der Inhalt: gereiftes Alter spricht zu denen, die alt werden oder schon geworden sind; die Bibel spricht und das Gesangbuch, Dichter, Gelehrte. Staatsmänner— alle in der dem Alter eigenen schlichten, abgeklärten Art. Wer dem alten Vater, der alternden Großmutter, einsamen Alten überhaupt eine besondere Freude bereiten möchte, denke an dieses billige Büchlein. es kostet nur 70 Pfg.— er schenkt damit „Licht und Trost". W. Steinhausen: Aufbruch vom Abendmahl(Bildgröße 50X55.5 em.), Christus segnet die Felder(Bildgröße 65,5X81 cm.), Auf dein Wort(Das kananäische Weib) (Bildgröße 72,5X625 em.). Sechsfarbenlichtdrucke je 12.— RM., erschienen beim Evangelischen Preßverband für Deutschland, Abt. Verlag, Berlin=Steglitz, Beymestr. 8. Jedes große Kunstwerk stellt uns vor ein Geheimnis, vor das Geheimnis der Seele des Menschen, aus der es stammt, und vor das Geheimnis dessen, was es sagen will. Wer keine Fragen mehr hat und keine Rätsel mehr kennt und kein Geheimnis mehr achtet, vor dem bleibt das größte Kunstwerk stumm. So können auch Vilder Bekenntnisse werden Bekenntnisse zu den tiefsten Fragen und Tatsachen unseres Daseins und Lebens. Wo an den Wänden des Hauses seichte Kunst sich breit macht, da schließen wir auf den Geist solchen Hauses und spüren, daß er oberflächlich ist. Wer einen„Steinhausen“ in seinem Wohnzimmer oder in seinem Arbeitsraum anbringt, oder bevor er sich zur kuhe begibt, den letzten Blick auf ein Bildnis dieses Meisters wersen will, der kann es nicht tun, ohne ein Ahnen in sich aufzunehmen, daß bei allem Kampf und Hader des Tages beim Kampf um das Dasein— das Dasein selbst tiefer verankert ist und höher hinaufstrebt als die Oberfläche des Lebens das meinen läßt. Die Kirche des wirkenden Wortes. Vom Dienst der Kirche in der Krisis der Gegenwart. Von Landesbischof D. Heinrich Rendtorff. Furche=Verlag, Berlin. Kart. 5,50 RM., Leinen.60 RM. Nach Auseinandersetzung mit den verschiedenen Auffassungen vom Wesen der Kirche findet der Verfasser den Schlüssel zum Verständnis der Kirche in dem Glauben an das Wort, das wesenhaft Gottes Wort ist, von Gott herkommend, seine Kraft in die Geschichte tragend, in der Geschichte Fleisch werdend. Gestalt gewinnend.— Kirche ist nicht, sondern geschieht durch das Wort. Von diesem Standpunkt aus werden dann klar und praktisch die Verkündigung der Kirche, ihre Verantwortung gegen Schule. Volk und Oeffentlichkeit, die Aufgaben und Gestalt der Kirche behandelt. Das Heft ist ein wertvoller Beitrag zur Kirchenfrage. Fr. Die Ueberwindung des Säkularismus. Von Prof. D. Martin Schlunk. Furche=Verlag, Berlin. 40 S. In Steifumschlag.— RM. Ruhig und sachlich wird hier mit dem Säkularismus, d. h. der Bewegung. die Kultur gegenüber der Religion zu verselbständigen, abgerechnet, indem auf die Entstehung. Wesen und Gefahr der Säkularisation hingewiesen wird. Gegenüber dem andringenden Säkularismus gilt nur der Gegenangriff des Christentums, alle Kultur mit seinen Lebenskräften zu durchdringen. Fr. Die christlichen Einheitsbewegungen. Von Dr. Hermann Stöhr. Zehnter Band der Bücherfoige Christliche Wehrkraft. Preis 1,50 RM. Verlag von Paul Müller, München. Die verschiedenen Weltbünde der christlichen Verbände, die z. T. Ende vorigen Jahrhunderts entstanden sind, sind die Grundlage, aus der die heutigen Bestrebungen zur Einigung der christlichen Kirchen bis zu den ökumenischen Konferenzen in Stockholm, Prag und Eisenach hervorgegangen sind. Diese Entwicklung ist klar und übersichtlich dargestellt. Fr. Sie starben um des Glaubens willen. 1,50 RM. Von Bulgakov. Märtyrer der neuen Ordnung. Aus der Leidensgeschichte der Duchoborzen von Leo Tolstoj und Paul Birjukoff. 1,80 RM. Beide im Verlag Neu=Sonnefelder Jugend, Heppenheim(Bergstr.) Erschütternde Bilder vom neuen Märtyrertum in Rußland. Um neuen Lebensgrund. Echo und Besinnung von Wilhelm Schreiner. Verlag Hellmuth Wollermann(W. Maus), Braunschweig. Kart..— RM., Leinen 6,50 RM. Betrachtungen für moderne Menschen über die alten religiösen Fragen. Aus dem Inhalt seien genannt: Der Ruf. Christus und wir Menschen von heute, Wir und das Leben. Was fange ich mit der Bibel an?, Unser Recht auf Freude. Keine langweilige Abhandlung, denn der bekannte Verfasser versteht es, mit dem modernen Menschen in seiner Sprache über das alte Evangelium zu reden. Fr. Johann Christoph Blumhardt: Kurze Besprechungen des Vaterunsers oder des Reichsgebetes. PhiladelphiaVerlag, Stuttgart. In Ganzleinen.25 RM. Das Büchlein spricht für sich selbst. Wertvoll ist, wie Blumhardt den Reichogottesbegriff in den Mittelpunkt des Gebets des Herrn stellt. Blumhardts Kampf. Die Krankheitsgeschichte der G. Dittus aus Möttlingen. Vollständiger und wortgetreuer Bericht Blumhardts. Verlag Dienst am Volk, Stuttgart. Preis .— RM. Krastquellen. Für den Jugendunterricht dargestellt von Lic. C. Stuckert. Verlag Friedr. Reinhardt, Basel. Geheftet .80 RM., Leinen.40 RM. Ganz einfach, aber sehr lebendig und anschaulich, nur einige Tatsachen heraushebend, werden hier in 40 Abschnitten Katechismuswahrheiten besprochen, wie z. B. Die Schöpfung, Das Auge Gottes. Vergebung, Jugendfreude, Arm und reich, Vater und Mutter. Das Wort Gottes, Die Tause usw. Ich fand beim Vorlesen einiger Abschnitte in einem Jugendverein gespannte Aufmerksamkeit. Fr. Dienst am Volk. Ein Bibelstudium von Lic. Theodor Brandt. Furche=Verlag, Berlin. Kart..— RM., Leinen.50 RM. Wir Christen müssen aus der Vereinzelung heraus und unsere gottgewollte Verbundenheit mit dem Volkstum begreifen kernen. Aus der Geschichte Israels sehen wir, wie die Botschaft Gottes nicht nur dem Einzelnen, sondern auch dem Volke als Ganzem gilt. Die Entstehung der Gottesgemeinschaft für das Volk in den Lebensgesetzen, in Kultus und Gottesordnungen des Rechts, in dem Kampf der Propheten um diese Gottesgemeinschaft und in ihrer Vollendung in Mission und Welterlösung erweist sich, welchen Segen Gott uns in dem Volk gibt und zu welchem Dienst am Volke er uns beruft. Damit sehen wir das Gotteswort in einem bisher wohl wenig beachteten Lichte.— Aeußerlich wird einem die Durcharbeitung dieses feinen Bibelstudiums dadurch erleichtert, daß der Stoff in kurze, tägliche Abschnitte mit ausgeschriebenen Bibelstellen und einigen erläuternden Bemerkungen eingeteilt ist. Freytag. Seele. Von Lusse Kalweit. Verlag Unter dem Kreuze, Königsberg i. Pr., Rhesastraße 18. Brosch..— RM. Schlichte, gemütvolle Betrachtungen einer Ostpreußin. Fr. Schriften des Strafanstaltsoberlehrers Mohr in Herford, erschienen im Selbstverlag des Verfassers in Herford. Der Alkohol unser schlimmster Feind! Preis.50 RM. Indem der Verfasser auf die furchtbaren Verwüstungen durch den Alkohol bei dem einzelnen, im Volke und in der Wirtschaft hinweist, ruft er dringlich auf zum Kampfe gegen den Volksseind. Die Bekämpfung des Rauschtrankes durch die Strafanstaltsschule. .30 RM. Großstadtbilder! Preis.50 RM. Erschütternde Blicke in das sittliche Elend unserer Großstädte. Die Strafanstalt als Erziehungsanstalt. Verlag der christl. Gefangenenhilfe. Celle, Schloßplatz. Preis.— RM. Nach der modernen Auffassung im Strafvollzug ist die Strafe nicht mehr Abschreckmittel oder nur Sühne, sondern Mittel zur Erziehung, wieder ein brauchbarer Mensch zu werden. Wie man sich um solche Erziehung müht und welche großen Wege sich da für eine christliche Erziehung für die christl. Gefangenenhilfe ergeben, zeigt der Verfasser, dem man es anmerkt, daß er ein Herz für seine Gefangenen hat. Fr. Losungen und Lehrtexte der Brüdergemeine für 1931(Unitätsbuchhandlung Gnadau) sind in fast allen Orten Deutschlands in den Buchhandlungen zu haben und kosten: geh. 80 Pfg., geb. 1 M, in Leinen 1,60 A; auch noch in besseren Ausgaben. Herrnhuter Losungskalender. Betrachtungen zu den Losungen. Preis 1,20 M,—13 Stück.10 Kusw. Der Kreis, der auf diese Gabe fürs neue Jahr wartet, sei darauf aufmerksam gemacht und denjenigen, die die Losungen noch nicht kennen, soll gesagt werden, daß ein reicher Segen gelegt ist aus das Wort, das durch diese beiden Gaben der Brüdergemeine in Herz und Haus dringt. „Für Auge und Herz“,. Abreißkalender für das deutsch=evangelische Haus. Preis 1,25 K. Westdeutscher Lutherverlag Witten. Dieselben Mitarbeiter wie früher bringen gute, kernige Kost für den geistigen Kampf des Tage. Für Auge und Herz sind die Bilder deutscher Künstler, die jede Woche hindurch über den Tagesbetrachtungen stehen. „Das Möttlingen Blumhardts“ von Walter Baudert. „Das heutige Möttlingen“ von Bernhard Jansa. Je 50 Pfg. Verlag Friedrich Jansa. Neudietendorf(Thüringen). Diese beiden Hefte werden viele, die sich für die Arbeit in Möttlingen interessieren, sehr willkommen sein. Das Quempas=Heft. Auslese deutscher Weihnachtslieder. Im Auftrag des Finkensteiner Bundes herausgegeben von Wilhelm Thomas und Konrad Ameln, mit vielen Bildern geschmückt von Willi Harwerth. Bärenreiter=Verlag, Kassel. .—15. Tausend, 32 Seiten, BA 444. Einzelpreis—.90 M. Staffelpreise für Sammelbestellungen: 10 Hefte.— M. 20 Hefte 13.— M. 50 Hefte 30.— M. 100 Hefte 55.— M. Größere Auflagen nach Vereinbarung. Das„Quempas Heft“ bringt die Auslese der schönsten und volkstümlichsten aus der Fülle jubelnder Hirten=, Krippen= und Christnachtslieder unserer Väter. Die Bilder Willi Harwerths sind in ihrem fröhlichen Ernst schon fast ein Weihnachtserlebnis für sich und laden zum farbigen Ausmalen ein. So kann das Heft im Familienkreis, in Jugendgruppe und Schule gemeinsam bemalt und durchsungen werden, und aus dem billigen kann nebenbei ein wertvolles Geschenk entstehen. Zilla Cremer, die Enkelin von zwei hervorragenden Männern der evangelischen Kirche, des Pastors Hermann Cremer in Greifowald und des Malers G. Pfannschmidt hat für Advent und Weihnachten eine Reihe sehr lieblicher Transparente hergestellt, die für Geschenke aufs wärmste empfohlen werden können. as daran anzieht, sagt Pfarrer Liz. Rocke mit Recht, ist auf der einen Seite der große Ernst und auf der anderen die große Demut dieser Kunst, die sich bewußt ist, daß sie nur einen Vorhang bildet, hinter dem der Ewige steht, nur an der Brücke baut, die über den Abgrund der Zeit zum Land des Wesens und der Wahrheit führt. Zwei größere einander entsprechende Transparente stellen den anklopfenden Christus und eine Lichtträgerin(Kluge Jungfrau) dar,(Gröte 50: 68 Zentimeter). Mit Holzrahmen und Holzgestell ist für das einzelne Transparent .— M, für beide zusammen 15.— A berechnet. Maria mit dem Christuskind in zweierlei Größen zu.— M und 1,20 M. „Das Freudenlicht“(eine Kerze von dunklen Tannen umrahmt) 0,90 M.„Es ist ein' Ros' entsprungen“(eine Rose in Dornen) zu.25 M und.45 M. Erscheint im Selbstverlag von Frl. Z. Cremer, Rehme b. Bad Oeynhausen. Jungfrauenvereine suchen ja oft nach passenden Weihnachtsgeschenken. Hier wird etwas geboten, das dem christlichen Kitsch, der vielfach auf den Markt geworfen wird, weit überlegen ist.—m. Dr. Theodor Matthias,„Das neue deutsche Wörterbuch“ Unter besonderer Berücksichtigung der Rechtschreibung sowie der Herkunft, Bedeutung und Fügung der Wörter, auch der Lehn= und Fremdwörter. Bearbeitet von Joseph Lammertz und Karl Quentzel. Preis geb. 2,85 J. Verlag Hesse 8; Becker, Leipzig. Beide Bearbeiter geben in längeren Ausführungen über den „Zweck des Buches“ die Begründung dafür, daß dieses Buch auch weiter neben dem großen Duden bestehen muß. Sie mögen recht haben. Das Buch ist nicht so umfangreich als der Duden und hat größeren Druck. Letzteres ist recht angenehm. Zu manchem wird auch etwas mehr gesagt als im Duden, z. B. begnügt sich Duden damit, zu sagen, daß Jesaias ein Prophet war, während Matthias auch noch mitteilt, daß das Buch Jesaia von drei zu verschiedenen Zeiten lebenden Verfassern stammt. Auf jeden Fall ist so ein kleines Sprachlexikon für den wichtig, der Wert darauf legt, seinem Schrifttum eine einwandfreie Form zu geben. D. A. „Der Weg gen Bethlehem“. Ein Laien=Christfestspiel von Ernst Frank. Streiterverlag Stettin. 9 Rollenhefte und 1 Regiebuch zum Preise von 7 A geben das Aufführungsrecht. „Im Jugendmai“, Jahrbuch des Jugendbundes. Kart. 1,80 M. Jugendbundbuchhandlung Woltersdorf b. Erkner(Mark). Auch diesmal ist in dem Jahrbuch wieder viel Belehrendes und Unterhaltendes zusammengestellt. Georg Franzelius:„Der Retter der Menschheit.“ Preis 035 RM. Sonnenweg=Verlag, Berlin NW. 6. Während die meisten kleinen Weihnachtshefte besonders auf das Gemüt und die Stimmung wirken möchten, ist diese Schrift bewußt volksmissionarisch=evangelistisch eingestellt. Im ersten Teil möchte sie zeigen, welches Licht von der Weihnachtsbotschaft aus auf die großen volks= und völkerbewegenden Fragen der Gegenwart fällt, die durch die Worte„Pazifismus, Nationalismus, Kommunismus“ usw. bezeichnet sind, natürlich ohne politisch zu werden und nur so weit, als es im Rahmen einer kleinen volkstümlichen Schrift möglich ist. Im zweiten Teil möchte sie dann den Leser zu dem führen, der der einzige Retter der Menschheit ist: Das Kind in der Krippe zu Bethlehem, der Mann von Golgatha. „Advent und Weihnacht im Hause des Wandsbecker Boten“, so heißt ein kleines Büchlein von Hermann Vortisch, zum Preise von 40 Pfg. erschienen im Verlag von Johs. Kiefel, Wuppertal=Barmen. Eine feine Kunstbeilage in Kupfertiefdruck sagt, was die Erzählung selbst will: Iym die Krippe schmücken. Das hat keiner so gekonnt wie der Wandsbecker Bote Matth. Claudius. Wie er es seiner Kinderschar lehrt, zeigt uns das Büchlein; man erlebt die Freude mit, die da herrscht, wo man anderen Freude bereitet. Ilse Prüfer,„Das große Buch für kleine Leute“. Verlag Anton& Co., Leipzig. Preis 4,— M. Eine sehr begrüßenswerte Gabe legt uns Ilse Prüfer, Tochter des bekannten Kleinkinderpädagogen und Fröbelforschers und Schriftleiters der Zeitschrift„Eltern und Kind“, auf den Weihnachtstisch in Gestalt des„großen Buches für kleine Leute". Dasselbe darf die besondere Beachtung der Hortnerinnen und derjenigen Jungmütter beanspruchen, die Kinder der ersten Schuljahre betreuen. Für dieses Alter, welches über die allbekannten Bilderbücher hinausgewachsen ist und die sogenannten Jugendschriften noch nicht bewältigen kann, für das noch immer ein empfindlicher Mangel an Lesemöglichkeit und Bildbetrachtung besteht, hat Ilse Prüfer mit pädagogischem Verständnis und künstlerischem Sinn etwas wirklich Feines geschaffen. Die besondere Bestimmung des Buches fällt sofort ins Auge durch das dauerhafte Papier und den den ersten Schuljahren ent sprechenden Antiqua Schriftsatz. Der Inhalt bereitet unsern Kindern viel Spaß, sie vertiefen sich mit gleicher Freude in wertvolles altes Gut, z. B. die Fabel vom Hasen und Igel, wie in die dem modernen Bedürfnis abgelauschten Stücke, in denen Flugzeug und Auto nicht fehlen, sie zeigen vor diesem Buch mit Stolz ihre junge Lesekunst und üben daran ihre erst schwach entwickelte Lesefertigkeit. Dem wohlfeilen hübschen Buch, welches der bekannte Verlag Anton& Co., dazu mit feinem Buchschmuck, mit gut getroffenen bunten und schwarzen Bildern, zum Preise von nur 4,— A herausgebracht hat, wünschen wir eine weite Verbreitung. Bi. Faust über Danzig, Roman von Leontine von Winterfeld=Platen. Verlag Friedrich Bahn, Schwerin. Preis.— M. Dieser, im Jahre 1576 spielende Roman gibt uns Kunde von dem heldenhaften Ringen der Danziger Bevölkerung gegen den Erbfeind, den Polen, der es immer und immer wieder versucht seine begehrliche Hand gegen dies Stück deutschen Landes aus zustrecken. Dank der Einigkeit der Danziger Stände wird nach hartem Kampf der Sieg zugunsten Danzigs entschieden. Danzig ist frei, besiegt müssen die Polen abziehen. In dies Jahr fällt nun auch der Termin, an dem laut Ver trag zwischen den beiden Vätern Antje Borke in das Stammhaus der Veldekes einziehen soll, um nach einem Jahr das Eheweib des Klaus Veldeke zu werden. Nach mancherlei Irrungen und Enttäuschungen neigt sich dies Jahr seinem Ende zu und diese beiden, in ihrer Liebe geläuterten Menschenkinder dürfen sich im freien Danzig die Hände zum Ehebund reichen. Dieser Roman führt uns mit aller Schärfe die Gegenwart vor die Augen, ermahnt uns daran, daß Danzig trotz Korridor und polnischer Gewaltmaßnahmen deutsches Gebiet ist und auch bleiben muß. Hg. Werner Beumelburg. Die Gruppe Bosemüller. Roman. 332 Seiten. 30.—40. Tausend. Geb. 5,80 A. Gerhard Stalling, Verlag, Oldenburg i. O. Der Verfasser von„Gruppe Bosemüller“ hat nach eigenen Aufzeichnungen und unter Benutzung amtlicher Quellen im ersten Band der vom Reichsarchiv veröffentlichten Buchfolge „Schlachten des Weltkrieges“ eine hervorragende Darstellung der Kämpfe um das Fort Douaumont bei Verdun gegeben. In dem vorliegenden Frontroman spiegeln sich diese Kämpfe in den Erlebnissen einiger Frontsoldaten, der„Gruppe Bosemüller" noch einmal wieder. Der eigentliche„Held" des Romans ist das Fort Douaumont. Dieser Berg, um den die blutigsten Schlach ten des Weltkriegs sich abspielten, dessen Erstürmung, zähe Be hauptung, aber schließliche Ausgabe deutscherseits, für den Kriegsausgang fast Symbol wird, ist auch den Lebenden Schick sal geworden. Unwiverstehlich zieht er sie an. Sie kommen nicht von ihm los. Sie leben wie in der Hölle und sind doch wie mit eisernen Ketten an ihr Erleben und an den„brüllenden Berg" da oben gefesselt. Bild auf Bild zieht vorüber. Die Angriffs= und Abwehrkämpfe, das Titanische der Abwehrschlach ten, das Aufpeitschende der Infanteriegefechte, dies alles wird in dem Buch sehr lebhaft dargestellt und ist von großer Wirklichkeitstreue. Die deutschen Frontsoldaten sind,— oft nur mit wenigen Strichen— treffend gezeichnet. In ihrer Seele spiegelt sich das Fronterlebnis, wie es beim deutschen Frontsoldaten war. Ganz anders als Remarque es schildert, aber darum eben wahrhaftig. Das Buch ist eine dichterische Leistung und auch in ästhetischer Beziehung dem Remarqueschen voraus.„Gruppe Bosemüller" ist im wahren Sinn des Wortes der große Roman des Frontsoldaten. Bruno Goldschmit:„Von Leuthart Ehrfrieds Wallen und Weilen.“ 434 Seiten Großformat mit 18 farbigen Bildern von Kunstmaler August Köhler. Preis schön gebunden 14.— RM. Verlag H. A. Berg, Gauting bei München. Dichtung und Wahrheit hinter manchem Namen.— Wahrheit bringt Dichtung, Dichtung Wahrheit mit.— Die auf den Blättern hier zusammen kamen, Sie hielten teils im Leben mit mir Schritt.— So sagt der Verfasser in einem als Vorwort der Mutter gewidmeten Gedicht. Auf den 434 Seiten des Buches zieht dann das Leben des Helden des Buches in wohlgefälliger Breite am Leser vorüber. Unter den handelnden Personen sind einige Prachtgestalten und man kann wohl sagen, daß die Tendenz des Buches, edlem, frommem Menschentum einen Weg zu bahnen, recht hell durch das ganze Werk hindurchleuchtet. D. A. „Ihm zu dienen, welch ein Stand!" Lebenserinnerungen einer Achtzigjährigen. Kart. 2,60, geb. 3,50 RM. Verlag P. Ott, Gotha. Schwester Clara Jurtz erzählt hier ihren reich gesegneten Lebensgang. Wem daran liegt sein Innenleben zu befruchten durch die Erfahrungen eines Menschenkindes, das in schlichtem Glaubensgehorsam als Lehrerin an höheren Schulen, als Schwester im Diakonissendienst in Kaiserswerth, im Orient und die letzten 24 Jahre bis zum 80. Lebensjahre im Friedenshort in Miechowitz fröhlichen Liebesdienst tut, der lese dieses Buch. Emil Uellenberg:„Ich hab's gewagt.“ Ein Lutherroman. Verlag P. Ott, Gotha. Preis Leinen 6,80 RM. In diesem Jahr der Erinnerungen an die große Zeit der Reformation greift man gerne auch mal wieder zu einem solchen Buch, das mit dichterischer Phantasie in das Geschehen jener Tage einzudringen sucht. Dem Verfasser gelingt es, dem Leser nicht nur den mutigen Gottesmann Luther sehr lebendig vor die Seele zu stellen, sondern er führt auch in die geschichtlichen Er eignisse, wie in dem Bauernkrieg. in einer Weise ein, die das Buch auch nach dieser Seite hin wertvoll macht. „Nichts unmöglich.“ Erinnerungen und Erfahrungen von Schwester Eva. 362 S. 62 Kunstdruckbilder. Ganzleinen 6,80 RM. Verlag Oskar Günther, Dresden=A. 26. Wer hat nicht gehört von Schwester Eva v. Tiele=Winckler, deren Leben und Werk an August Hermann Francke oder an Georg Müller in Bristol erinnern. In dem vorliegenden Buche erzählt Schwester Eva ihren Lebensgang. Wenn sie an die Aufgaben heranging, die sich ihr vor die Füße legten, tat sie es in dem Vertrauen, daß Gott ihr die Mittel und Kräfte darreichen werde. Sie wurde nicht zuschanden. Ein großes Liebeswerk durfte sie tun an einem Heer von armen und verlassenen Menschen. Außerdem erschien im gleichen Verlage: Denksteine des lebendigen Gottes. Aufzeichnungen selbsterlebter Führungen und Begebenheiten. 13.—15. Tausend. Ganzleinen.— RM. In diesem Buch erzählt Schwester Eva aus ihrem persönlichen Leben, aus schönen Kindheitstagen, von Eltern und Geschwistern, von großen Entscheidungen und von Tagen glücklicher Ein samkeit. Beide Bücher haben schon viel Segen gestiftet und man möchte wünschen, sie fänden ihren Weg noch in viele Familien, Schul uind Vereinsbibliotheken, um allenthalben zu tätiger Liebe anzuregen. Moderne Jugendführung. Männer von Ruf nehmen Stellung dazu: Prof. Dr. Joseph Wittig, Kirchenpräsident D. Dr. Veit, Univ.=Prof. D. K. Müller, Reichswart D. E. Stange, Pastor D. P. Le Seur, Univ.=Prof. Dr. med. O. Müller, GeneralOberarzt Dr. G. Bonne, Bundeswart Pastor S. Wegeleben, Inspektor Dr. phil. O. Bornhak, Reichssekretär Pastor Herzog und stud. Mitarbeiter des EVjM.=Jugendwerkes. Es ist der Gedankenertrag einer Schulungswoche in Neu Saarow. Gerhard Goldmann schrieb das Vorwort. Erschienen im C. V. j. M. Tübingen. Preis 1,— Mark. in der Geschichte. Von Landgerichtsrat Kramer, Allenstein. Das interessante Buch: Frank,„Hofprediger Adolf Stoecker und die christlichsoziale Bewegung", Berlin, Reimar Hobbing, ist schon vor einiger Zeit erschienen und auch hier schon verschiedentlich besprochen worden. Es schadet aber nichts, wenn noch einmal darauf hingewiesen wird. Obwohl es sich um eine streng wissenschaftliche Darstellung einer vergangenen Zeit handelt, liest man das Werk mit der innigsten Teilnahme und— was das wertvollste ist— man sieht klarer in den heutigen Kämpfen. Der Verfasser erklärt allerdings ausdrücklich, daß das Erscheinen des Buches nichts mit der heutigen evangelischen Bewegung des Christlichsozialen Volksdiensts zu tun habe. Das ist gewiß richtig. Frank hat sich an den Stoff ohne jede Tendenz herangemacht und hat ihn wissenschaftlich bearbeitet. Trotzdem glaube ich, daß geheime Zusammenhänge zwischen der evangelischen Bewegung unserer Tage und der Entstehung des Buches vorhanden sind. Diese Zusammenhänge brauchen dem Verfasser nicht bewußt zu sein. Sie sind aber da. Die evangelische Bewegung liegt in der Luft. Sie war auch schon da, als es einen christlichsozialen Volksdienst(dem Namen nach) noch nicht gab. Dinge, die heute die Herzen vieler evangelischen Christen bewegen, haben den Wissenschaftler gefesselt und ihn zu seinem Stoeckerbuch veranlaßt. Das Buch mußte jetzt erscheinen. Im Folgenden sollen einige Betrachtungen milgeteilt werden, die die Lektüre veranlaßt hat. Das Buch enthält unendlich viel mehr als der Titel vermuten läßt. Geschildert wird ein Abschnitt aus der deutschen Geschichte(etwa die Zeit von 1880—1900), soweit er Stoeckers Wirken enthält. Aber durch das Heranholen aller Quellen und die eindringliche, vortreffliche Darstellung wird die ganze Zeit lebendig und— was das Beste ist— es werden uns Aufschlüsse zuteil, die ganz neu sind, und die uns noch kein Buch in diesem Maße vermittelt hat. Zum erstenmal bekommen wir eine deutliche Vorstellung von den Grenzen Bismarcks. Das soll nicht heißen, daß hier eine abfällige Kritik über Bismaick getrieben vird. Im Gegenteil: der Eindruck von dem politischen Genie, von der Dämonie dieses Mannes wird noch verstärkt, wenn wir sehen, wie er die Menschen benutzt, einschaltet und fallen läßt, wie es für die Zwecke seiner Politik erförderlich ist. Wenn ich von den Grenzen Bismarcks spreche, so ist damit etwas anderes gemeint. Wir sehen, wie Bismarck das Schicksal aller politischen Parteien gewesen ist, wie alle Parteiführer(von den Sozia demokraten abgesehen) bis auf Windthorst unter seing. Willen gebeugt oder zerbrochen wurden. In Deutschlanz entschied damals ein Wille. Und wenn sich in der kunft soviel Charakterlosigkeit zeigte, dann war dag mu sein eigenes Werk;„seine cäsarische Herrschaft hatte., Parteien seiner Gefolgschaft das Rückgrat gebrochen unz sie daran gewöhnt, sich der Macht zu beugen. SchaSpengler hat in einer seiner politischen Schriften daraue aufmerksam gemacht, daß das Werk Bismarcks nicht zi, Dauerhaftigkeit habe wie das Werk Moltkes, weil gi marck alle Aufgaben in genialer Weise selbst löste, aber keinen Nachwuchs erzog, während Moltkes größte g die Erziehung militärischer Führerpersönlichkeiten war Kaiser Wilhelm II. kommt in dem Buche schlecht weg. m. E. zu Unrecht.(Bemerkt sei, daß Frank nicht kritisiert sondern nur Tatsachen und Dokumente sprechen läßt Wir haben noch nicht den nötigen Abstand, um dem Kaiser gerecht zu werden. In letzter Zeit sind allerdinge schon Anzeichen vorhanden, die auf einen Umschwung der Meinungen hinweisen. Aber es werden wohl noch Jahre vergehen, bis wir richtig sehen gelernt haben werden. In mancher Beziehung hilft hier das Franksche Buch aug schon mit. Erinnern wir uns z. B. an den Brief Fried, richs III. an Bismarck, der zu Beginn der Gedanken und Erinnerungen abgedruckt ist. Wenn dort der damalige Kronprinz von der„mangelnden Reife und der Uner fahrenheit“ seines„ältesten Sohnes“ spricht,„verbunden mit seinem Hang zur Ueberhebung wie zur Ueber, schätzung“, so wird sich der unbefangene Leser dieses Briefes wahrscheinlich ohne weiteres die Auffassung des Vaters über den Sohn zu eigen machen. Die Lektüre des Frankschen Buches rückt hier manches zurecht und läßt uns vieles anders sehen, ohne daß etwa direkt irgendwie Stellung genommen wird. Friedrich III. war ein liberaler Mann. Aus seiner liberalen Gesinnung heraus erschien ihm sein konservativer und frommer Sohn unreif. In ähnlicher Weise erscheint ja auch dem aufgeklärten Geiste der Fromme unreif und beschränkt; und dem fortgeschrittenen Demokraten der Konservative reaktionär Prinz Wilhelm stand seinem Großvater, dem alten Kaiser Wilhelm, viel näher als dem Vater. Vater und Sohn waren sich in mancher Beziehung fremd, und das offenbart sich in diesem Brief. Heute können wir wohl sagen: jener Brief spricht nicht gegen Wilhelm II., sondern vielmehr gegen seinen Verfasser Friedrich III. Das sind Betrachtungen, zu denen das Buch anregt. Das ist das Interessante an dem Buch, daß es einen nicht zur Ruhe kommen läßt, sondern den Leser zwingt, Personen und Begebenheiten mit neuen Augen anzusehen. Das Wesentlichste des Werkes ist natürlich die Dar stellung der christlichsozialen Bewegung. Hier geht es un wie so oft, wenn wir deutsche Geschichte lesen: es ist en Jammer, wenn man sieht, wie Gelegenheiten verpaßt wurden und wie Männer scheiterten, die zu Rettern bestimmt schienen. Mit welchen Gefuhlen lesen wir heute den Brief Bodelschwinghs an den Kronprinzen Friedrich vom 22. August 1885: „Auch glauben wir alle, daß auf dem Kampfplatz, den Stoecker betreten, auf dem christlichsozialen Boden, der Entscheidungskampf der Zukunft liegt und daß, wenn das Banner sich im Kampfe neigen sollte, das er erhob, auch die Tage des christlich=deutschen Kaiserreichs und die Tage unseres geliebten Hohenzollernhauses gezählt sind, was Gott in Gnaden verhüten wolle.“— Und wie seltsam berührt es uns, wenn wir sehen, wie sich auch die Stellung der Kirche zur evangelischen Bewegung unserer Tage wiederholt. Zu Stoeckers Zeiten ein ängstliches Schwanken. Viermal wechselt der Oberkirchenrat seine Stellungnahme zur Stoeckerschen Bewegung. Einmal ist es erwünscht, wenn sich die Geistlichen mit sozialen Fragen beschäftigen. Dann wieder sollen sie jedes Einmischen in diese Dinge meiden. Zum Schluß die glatte Ablehnung: der Geistliche hat sich nur mit Seelsorge zu befassen. Damals waren diese Dinge zu verstehen. Wir hatten die Staatskirche, die im Grunde unfrei war und überal Rücksicht nehmen mußte. Und das Haupt des Kirchen regiments hatte sich gegen Christlichsozial erklärt. Ist die Situation heute nicht ganz anders, und mutl die Kirche heute nicht froh sein, daß das evangelisch Volk erwacht? Die Kirche kann doch nur durch diese bewegung gewinnen. Es sieht aber so aus, als ob n Aengstlichkeit im Kirchenregiment die Oberhand hat. Am „will aber scheinen, als ob die christlichsoziale Bewegung unserer Tage so stark ist und soviel Kraft entfalten witc, daß sie auch die Aengstlichkeit im Kirchenregiment übe“ winden wird, zumal ja heute das Kirchenvolk eine ga# andere Bedeutung im Leben der Kirche hat als“ Stoeckers Zeiten.— Das Buch von Frank ist niederdrückend, wenn mit auf das allgemeine Ergebnis, auf die Folgen des 5“ sammenbruchs der christlichsozialen Bewegung sieht. Wen man aber Stoecker selbst ansieht, dann kann man wiert froh werden. Von ihm kann man lernen— wie Prosei“ Wagner, der berühmte Nationalökonom sagte— liebe Bequemlichkeit, die Scheu vor der Oeffentlichte“ die Furcht vor Angriffen zu überwinden. größte Eigenschaft ist der Mut.“ Und den Mut brauch“ wir zu den Kämpfen, die uns Christen heute bev stehen.— Das Stoeckerbuch von Frank orientiert ganz vortte lich. Und es hat den großen Vorzug, daß es nicht vortrefflich orientiert, sondern auch zum Nachdenken regt und allen Menschen, die die christliche deutschen Volke heraufkommen sehen, lebenwirkende d' pulse gibt.— Erscheint 0,36 Beste Ausland Einzeln Nr. 281. Do Mach heißt He Es muß die geheime schenherzen achtet werde zweiflung, di als nur Not es muß einn glimmender Freilich eben kann. Man schaut auf# Aenderung a sache übersel die Menschen versprechen. ventserwart sonst verlisch Was ist d Propheten u kommt ander macht neu. mer neu auf ja, in der c schläge, sie n ker und jede: sich die stark gende Gewit Augen durch dunklen Wit Freilich, gere so erscheinte eben dies, konnte eine vom Weizen Dann aber unbeschreiblic den Herrlich Christen heu und Herzergt ten. Dabein Lebens bis diese Gnade Sünden nicht gen, sondern stellen. So ist Gn er uns noch ehe er eine kehrt geht,d bleibt die unsere eigene wenn er sich er heißt Her darf es auch eine Freud wie es will, hält stand ar A Unser Ak einst wei des hinausgi von ur willigsten Ge e niche angebracht, n klar werden