lkern gewesen ist, ti ein Segen sein. und soll geschehen, ise Israel seid ein ll ich euch erlösen, auch nur nicht und suche bedeutet der hn hierfür in Bedreifaches: 1. Ein en Gottes. 2. Ein von den Völkern e Wendung„Ein gen Schriftstellen: von seiten Gottes. Gesegnet von den wie viele in dem centscheidet jedeseiftzusammenhang. tens für die Aussen sein“ jedesmal ch. 8, 13a: Völkern“... d. h. id des Fluches von if Grund des altabegriffen und die r die Völker sein“. von den Völkern hr sollt ein Segen d zum ersten:„Ein ottes sein". Zum “. Zum dritten: Man muß sich nur sch in dieser Frage er Ausdruck„Ein für andere sein“. scheigentümlichkeit, esehen haben... ich den VerheißunZukunft hat. neiner Schrift„Das Merkmalen dargeTeichwolframsdorf. Soest. in Luther in Westh nicht nachweisen, ern eingekehrt sei, rder mit Hilfe und erärmstem Sünder uptet wurde. Daß in Westfalen genau e, die Luther nach adtarchiv befinden. n den Versuch geuthers eigene Ausstand nimmt einer ihre 1535 an den der Stadt richtete. r sollt billig euch höret, daß des (trügt und lügt). und immerdar zuniemals rot dafür nd wie können sie Teufel gern unter en, weil er merkt, einbrechen. Aber ber 20 Jahre mich ider soviel Geister, n und dem Papst rder mit Hilfe und 1. Denn das darf ehmen, daß ich mit ie das Evangelium ium heiße und mit ibe, so ist da keine lerärmsten Sünder wie groß er kann, wissen und ich hab Evangelium Menn, daß mein EvanSchrift ist. Und dieein Wort wider sie as nicht fehlen, daß unsere Furcht ein ch zum Treffen, so ein und ihnen ann. Wenn sie aber daß sie aufhörten, in; denn sie ja doch ent sei. Wollen sie will; sie werdens er diese seine Sache n angefangen und r bracht hat, dei sen und zum Ende id Wünschen. Hiervie wir für euch und Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .86 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Küre Ausland unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. Cbristliches Subengcber und Anzeigenpreis: Die einspgitigs, Millizngterzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Peklame%, 2sg,„Veilagen unter 25 g je tausend 15 Mt Schluß der unzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 6737.— Postisiche Nr. 270. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld), Sonntag, den 16. November 1930. 12. Jahrgang. Die Gnade gibt zum Beten Kraft, Sie ist's, die Gutes in mir schafft, Sie hilft mein Kreuz mir tragen. Ich sterbe auch auf Gnade hin. „Von Gnade bin ich, was ich bin“. Will ich im Himmel sagen. Unsere Leistung. Von Gottes Gnaden bin ich, das ich bin, und seine Gnade in mir ist nicht vergeblich gewesen. Ich habe mehr gearbeitet, denn sie alle. Nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die in mir ist. 1. Kor. 15, 10. Es nützt uns nichts, um dieses göttlichen Wortes willen Paulus zu bewundern. Wer beim Bibelwort bei der Menschenbewunderung— und wäre es ein Paulus— hängen bleibt, wie leider so oft unsere Verkündigung, dem sagt das Wort der Schrift nicht, was es sagen will. Immer sollten wir vor die aufgeschlagene Bibel treten mit der Frage: Was sagt mir mein Gott und Vater mit seinem Wort? Sonst mißbrauchen wir das heilige Wort der Schrift, treiben Menschenverherrlichung und Prophetenverehrung und hören nicht die Anrede des lebendigen Gottes an uns. „Nicht aber ich“, damit spricht nicht der Apostel, wohl aber Gott das Urteil über unser gesamtes Tun und Lassen. Die Worte sagen mehr als das abgegriffene Sprichwort„An Gottes Segen ist alles gelegen“— das ist ja selbstverständlich. Aber wenn wir überhaupt Kraft und Geschick und Gelegenheit zur Arbeit haben, womöglich mehr arbeiten dürfen als andere, das schon ist eine überaus köstliche Gabe Gottes und nicht eigenes Verdienst. Oder ist das übertrieben oder ist das gar jener versteckte Hochmut, eine fromme Redensart, hinter der sich ein starkes Selbstbewußtsein heuchlerisch versteckt? Nein, es ist jene Grundumstellung unserer Einstellung zum Leben, die Gott in uns herbeiführen möchte, die restlose Absage an die Verherrlichung der eigenen Person, an das Lebensprogramm, das alle Welt uns anpreist: Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Diese großsprecherische Unart verleitet viele Menschen unserer Zeit dazu, mit theatralischem Selbstbewußtsein ihre Persönlichkeit vor sich her zu tragen. Auch Christen sündigen da oft, bewundern und vergöttern die„christliche Persönlichkeit“. Durch alle solche betrüblichen Einbildungen macht Gott einen scharfen Schnitt. Zu bewundern ist nichts an uns, nur Gottes Gnade ist zu preisen. Leistet jemand etwas für sein Volk, einerlei, er eine Stellung mit apostolischem Ansehen bekleidet, oder einen noch so geringen Dienst verrichtet, immer ist es Gnade, wenn Gott unserer Hände Arbeit nicht verichtet, obwohl wir das verdient hätten, Gnade, die vergrot, und uns Anteil gewährt an seinem Werk und uns damit stärkt und hält. In Christus steht diese onade lebendig vor uns. Wir brauchen nur nach ihr zu kreifen, darn haben wir sie. Gott lehrt uns die eigene sraft gering zu schätzen, damit wir die Fülle seiner Kraft ebfahren. Lähmt das unsere Freudigkeit, daß wir so ohnnachtig sind? Möchten wir deshalb die Flinte ins Korn versen? Werden wir müde, besonders wenn sich die HinEernisse vor uns auftürmen: unglückliche Veranlagungen, vvermächtige Triebe, schlechte Gewohnheiten, alles mit sch fortreißende Leidenschaften? Spricht dann unsere sledergedrückte Seele: Es nützt ja doch nichts? über was Paulus erlebte, können wir alle erleben. nahe gewährt göttliche Kraft zum Aushalten, göttliche eould auch mit sich selbst, die unverdrossen immer wie* von vorne anfängt. Wer unter der Gnade steht, mer ihr sein Leben führt, der merkt: es gibt keinen Etischen, zu welchem die Gnade mit leeren Händen— vergeblich“ übersetzt Luther— käme Simon. Was bundes für internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen“ in Washington hat der Generalsekretär des Bundes, Dr. Atkinson, davon gesprochen, daß heute die Kriegsgefahr größer sei als 1913 und 1914. Der Neuyorner Korrespondent der„Times“ berichtet ähnlich:„In den Vereinigten Staaten wird die Ueberzeugung immer allgemeiner, daß zum mindesten Europa, vielleicht aber die ganze Welt sich einem neuen Kriege nähere.“ Man braucht nicht gleich anzunehmen, daß diese Meinung in Amerika jetzt nur hervorgerufen sei durch den Ausfall der deutschen Wahlen am 14. September. Es ist sicher, daß diese Reichstagswahl in der Welt umher eine etwas andere Stimmung hervorgerufen hat, als sie in den letzten Jahren vorhanden gewesen ist. Je weiter die Gebiete von Deutschland abliegen und je weniger man im allgemeinen dort von Deutschland weiß, desto gruseliger macht man sich vor dem Volk, aus dem heraus plötzlich 8 bis 9 Millionen Wählerstimmen die Forderung nach einer anderen Behandlung weltpolitischer Fragen rufen, als man sie aus den Nachkriegsjahren gewohnt war. In Wirklichkeit denkt aber in Deutschland kaum ein Mensch daran, daß eine Regelung der Weltpolitik und eine Erfüllung berechtigter Wünsche Deutschlands nur mit der Kriegswaffe herbeigeführt werden könnte. Wenn aber jetzt in Deutschland ein anderer Geist lebendig wurde, so ist eben dieser Geist geweckt worden durch die Enttäuschungen, die man von den Seiten her erlebte, von wo viele eine neue, freie, demokratische, menschlich=friedliche Weltordnung erwartet hatten. Es mag aber auch sein, daß jene Amerikaner die ganze übrige Weltlage tatsächlich für verworren und gefährlich ansehen und nicht mehr daran glauben, daß sich alle die verwickelten Verhältnisse zwischen den einzelnen Staaten auf friedlichem Wege regeln lassen. Denkt man an den Verlauf der Abrüstungsverhandlungen, so hat man den Eindruck, daß sogar solche Leute, die bisher als die ehrlichsten und aufrichtigsten Verfechter der Völkerbundsidee galten, schwankend geworden seien und zu der Auffassung kommen, daß der Zeitpunkt für eine solche Weltentwicklung doch wohl noch nicht da sei. Wir wollen diese Dinge heute hier nicht weiter erörtern. Ob es aber die Reichskonferenz ist, die jetzt in London tagt, die verworrene Lage in China, die Balkanfrage oder ob es Italien und Frankreich sind, die sich nicht einig werden über das, was jedes Land für sich beanspruchen möchte, es ist jedenfalls Anlaß genug zu den Sorgen da, die in den amerikanischen Aeußerungen laut werden. So wenig es uns Deutschen gleichgiltig sein kann, was bei unseren Nachbarn und was in der übrigen Welt vorgeht, so muß sich doch jetzt das Interesse mehr konzentrieren auf alles, was in unserem Vaterlande geschieht, um den nationalen Geist im Volke zu wecken und zu beleben, der den Staat beherrschen muß, welcher den Stürmen trotzen soll, die in seinem Inneren und die von außen toben. Es wird immer noch die Frage sein, ob unser deutsches Volk schon jetzt die sittliche Kraft hat, die Opfer auf sich zu nehmen, die die Maßnahmen der Regierung jetzt von ihm fordern. So anerkennenswert auch die Energie ist, die von der Regierung Brüning aufgewandt wird, um unsere staats= und wirtschaftspolitischen Verhältnisse einen Schritt vorwärts zu bringen, so gewinnt man bei gründlicher Ueberlegung doch den Eindruck, daß auch jetzt noch zu wenig Voraussetzungen geschaffen sind, auf die sich die Hoffnung auf einen wirklichen Aufstieg gründen ließe. Es ist nötig, daß man sich auch jetzt wieder vergegenwärtigt, welche Wege Deutschland bisher gegangen ist, um sich eine Zukunft zu schaffen trotz der Fesseln, die ihm vor 12 Jahren gelegt sind. Wir erinnern an die Zeit, wo aus der größten Not heraus das beste Vieh, das schönste Holz, die erstklassigsten Lokomotiven und Eisenbahnwagen, Flugzeuge, Zeppeline und was sonst nicht alles geliefert werden mußte, bis zu dem Augenblick, wo der damalige Reichskanzler, Dr. Wirth sagen mußte:„Erst Brot, dann Reparationen.“ Das war die erste Etappe. Halt wurde erst gemacht, als man keinen Ausweg mehr sah. Dann kam die Ruhrbesetzung. Jene Zeit furchtbarster Drangsal. Das Ende war die Inflation und ein verzweifelndes Volk. Es folgte der Londoner Dawesvertrag. Ein neuer Versuch mit anderen Mitteln. Große Anstrengungen wurden gemacht. Gegenüber der Inflationszeit wurden die Lebensverhältnisse besser. Es gab mehr Ordnung. Aber es stellte sich heraus, daß das Ende doch ein großer Zusammenbruch sein werde. Eine neue Form der Erfüllung wurde gefunden. Der Youngplan tauchte auf, nachdem zwischendurch und nebenher allerlei Abmachungen zur„Sicherheit“ Frankreichs und seiner Trabanten getroffen worden waren. Der Youngplan trat in Kraft. Er war von Anfang an sehr umstritten. Manche hofften. Die Verhältnisse verschlechterten sich, die Wirtschaft konnte die Steuerlasten nicht tragen. Und so sind wir jetzt bei den Versuchen angelangt, die die Regierung Brüning macht, um der Lage Herr zu werden. Wir sind in den vergangenen 12 Jahren nicht müde geworden, immer wieder hervor heben, daß alles Bemühen, wieder zu gesunden wirtschaftlichen Verhältnissen zu kommen, unter der Herrschaft des Versailler Diktates ein vergebliche sein werde. Und so sind wir auch jetzt noch der Meinung, daß auch die Maßnahmen der gegenwärtigen Regierung nicht zum Ziele führen werden, wenn sie sich nicht entschließt, die Freiheit zu fordern, die die erste Voraussetzung ist dafür, daß das deutsche Volk, daß Unternehmer und Arbeiter, Kopf und Hand einsetzen für das Werk des Aufbaues. Dr. Hermann Ullmann beschäftigt sich in einem Artikel im„Volk“ mit Brünings Sparprogramm und der Außenpolitik. Er ist einer von den Politikern, die auch die ganzen Jahre hindurch den Gedanken vertraten, daß man mit der deutschen Politik auf dem falschen Wege sei. Er sagt am Anfang seines Artikels: „Nun ist es soweit: nun müssen die bitteren Konsequenzen aus einer zwölfjährigen verfehlten Politik gezogen werden. Aus einer Politik, die vom ganzen Volke ohne Unterschied verschuldet worden ist. Jedenfalls kommen wir am besten weiter, wenn wir nicht unfruchtbare Schuldfragen aufrollen, sondern nur jenen Quellen des Uebels nachgehen, aus deren genauer Kenntnis für unsere dunkle Zukunft gelernt werden kann. Dabei wird man sich freilich vor allem an die zu halten haben, welche die sichtbare Verantwortung in diesen zwölf Jahren trugen; also an die Sozialdemokratie. Als sie zur Macht kam, da hat ihr einer ihrer Führer, der ihr unterdessen schon längst den Rücken gekehrt hat, und als ein unantastbarer„gefürchteter Kritiker“ seine Unabhängigkeit wahrt, die Wahrheit gezeigt.„Ihr habt zwei Möglichkeiten, die euch zugefallene Macht und Verantwortung zu tragen,“ sagte er ihr.„Ihr könnt euren außenpolitischen, internationalistischen und pazifistischen Grundanschauungen gemäß durch Ersüllungspolitik euch in die Tatsache fügen, daß Deutschland den Krieg verloren hat. Dann aber müßt ihr mit sparta nischer Sparsamkeit und Strenge im Inneren wirtschaften. Das ist freilich schwer für eine Partei, die ihren Anhängern eine Generation hindurch das Paradies auf Erden versprochen hat und die naturgemäß in dem Augenblick beim Wort gegommen wird, da sie aus der Opposition zur Macht kommt. Oder ihr könnt so wirtschaften, daß ihr enrer Klasse die versprochenen Vorteile sichert. Dann über müßt ihr Ernst machen mit der Abwehr nach außen und die ganze Nation hinter euch bekommen durch den Kampfruf, mit dem die französische Revolution die Nation gewann: An die Grenzen! Durch eine starke nach außen gekehrte Abwehr!“ Das ist ja der furchtbare Gedanke, daß auch spartanische Sparsamkeit und Strenge in der Innenwirtschaft unter der Herrschaft des Versailler Diktats nicht dahin geführt hätte, der Klasse, die Dr. Ullmann meint, die Vorteile zu sichern, die ihr immer von ihren Führern versprochen worden waren. Auch er sieht die endgültige Lösung nur in der Abwehr nach außen, das heißt, in der Beseitigung des Versailler Vertrages. Und so wird, wir fürchten es, auch die Politik Dr. Brünings da enden, wo die Politik Dr. Wirths und aller seiner Nachfolger derselben Koalition geendet hat, in der vollendeten Erfolglosigkeit und Ratlosigkeit. Es ist kaum denkbar, daß das Volk durch Gehaltskürzungen Lohnabbau und Beschränkung seiner Existenzbedingungen für eine Politik gewonnen werden kann, als deren bestimmtes Ziel es nicht die endgültige nationale und wirtschaftliche Freiheit sieht. Man weiß doch, daß durch das Fortbestehen der Versailler Bestimmungen auch allen unseren innerpolitischen und wirtschaftspolitischen Absichten Grenzen gezogen sind, die nicht überschritten werden können, ohne in Konflikt zu kommen mit den Mächten, deren Ziel es doch nun einmal ist, Deutschland auf jedem Gebiet der Staatspolitik und der Wirtschaftspolitik als Konkurrenten zu beseitigen. Deshalb hat man dafür gesorgt, daß der Versoiller Vertrag nicht nur Einfluß hat auf unsere Bewegungsfreiheit auf den Gebieten der Weltpolitik, sondern daß er auch darüber mitzureden hat, welche Steuern in Deutschland erhoben, welche Verkehrstarife festgesetzt werden und wie die Währungsfrage bei uns behandelt wird. Es ist daher zu begreifen, wenn Frankreich mit so großer Zähigkeit darauf achtet, daß an dem Wortlaut des Versailler Diktates nichts geändert wird, wenn es auch eine Tatsache ist, daß durch den Zwang der Verhältnisse auch bis jetzt schon manche Bestimmung des Vertrages durchbrochen wurde. Und wenn nun jetzt von einem immer größer werdenden Teil des deutschen Volkes die Beseitigung oder wenigstens die Abänderung jenes„Vertrages“ als das Alpha und das Omega der zukünftigen deutschen Politik angesehen wird und diese neuere deutsche Einstellung auch in der übrigen Welt dem Verständnis vieler einsichtiger Politiker begegnet, dann ist das ein Umstand, der als ein Plus in der neuen Entwicklung bezeichnet werden kann. Eine deutsche Regierung, die diesen Tatsachen nicht Rechnung trägt, versäumt ihre Pflicht und wird mit einer anders gerichteten Politik nicht zu dem Ziele kommen, das erreicht werden muß. Welchen Erfolg oder welche Folgen die Preissenkungs=, Lohnregulierungs= und Steueraktionen der Regierung haben werden, läßt sich jetzt noch nicht übersehen. Bei den ersten Versuchen in Berlin war unter den Bäkkern und Fleischern keine Einheitlichkeit zu erzielen. Teilweise behaupten die Gewerbe, sie hätten den Verhältnissen schon längst Rechnung getragen und die Preise soweit gesenkt, als es für sie tragbar wäre. Auch die Konsumvereine wenden sich schon an die Oeffentlichkeit und wehren sich dagegen, daß die Regierung in einer Erklärung, worin sie fordert, daß alle an der Fleischversorgung beteiligten Gruppen sich dem Vorgehen des Deutschen Fleischerverbandes anschließen, auch die Konsumvereine genannt hat, die doch immer ihre Preise den gesunkenen Marktpreisen angepaßt hätten. Es ist nicht anzunehmen, daß die Preissenkung sich mit einem Schlage in einer Weise vollzieht, daß es dem einzelnen Haushalt ganz schnell angenehm fühlbar wird und man muß hoffen, daß die günstige Wirkung allmählich eintritt. Schlimmer scheinen sich die Versuche der Lohnherabsetzung auszuwirken. Die Metallarbeiter wehren sich gegen die gefällten Schiedssprüche und es kommt schon zu ausgedehnten Aussperrungen und Arbeitsniederlegungen. Auch die in Aussicht genommenen Steuern bringen die Gewerbe schon in Unruhe, die mit neuen Steuern bedacht werden sollen. So wird uns berichtet, daß die Ravensberger Zigarrenindustrie schon damit rechnet, die Betriebe zu Weihnachten schließen zu müssen. Was soll aber mit der ganzen Steuerpolitik werden, wenn auch die Arbeit noch zum Stillstand kommt, die bis jetzt den Arbeitern noch Verdienst und dem Staat die Steuern brachte. Fast sieht es so aus, als sei das ganze System unseres Staates und unserer Wirtschaft am Zusammenbrechen. Dazu kommen die politischen Kämpfe. Die Mächte, die ein Interesse hatten an einer staatspolitischen Umformung Deutschlands, wie sie sich vollzogen hat und wie sie in dem Artikel„Enthüllungen“ der gestrigen Nummer gekennzeichnet ist, kämpfen jetzt mit äußerster Energie um die Erhaltung ihrer Macht. Die Berliner Vorgänge an der Universität zeugen, wie weit Minister Severing zu gehen gewillt ist.„Das System hat die Erschütterung(durch die Wahlen am 14. September) verspürt, das System des 9. November und das System von Versailles, die beide ihrem Ursprung und ihrem Wesen nach zusammen gehören. Noch stehen sie. Sie rüsten zur Verteidigung. Aber wir dürfen hoffen. Jeder weitere Tag ihres Daseins nagt an ihren Gründen.“ So urteilt August Winnig über die augenblickliche Lage, die er ansieht als eine Folge der Politik, die am 9. November eingeleitet wurde.„Mit diesem Tage begann die Beschmutzung alles dessen, was der „Er hats gesagt!“ Eine Kritik an Vater Bodelschwingh. Von W. Trittelvitz. Nun ist es bald hundert Jahre her, daß Vater Bodelschwingh auf die Welt kam. Die, die ihn noch gekannt haben, werden alt. Die Jugend weiß von ihm nur noch durch das, was sie über ihn hört und liest. Vater Bodelschwingh fängt an, ein Mann der Geschichte zu werden. Darum müssen wir anfangen, ihn zu kritisieren. Unter Kritik verstehe ich natürlich nicht ein hochmütiges Aburteilen. So, wie wir Dr. Martin Luther kritisieren und durch solche Kritik immer mehr merken, was für ein gewaltiger Gottesmann er gewesen ist, gerade weil wir das Menschliche und auch das allzu Menschliche an ihm begreifen, gerade so dürfen und müssen wir einen Mann, den wir auch zu den Großen im Reiche Gottes rechnen, zu beurteilen suchen, damit wir ihn recht verstehen, ihn nicht überschätzen, aber auch nicht unterschätzen. In Deutschland, dem Lande der Denker und Dichter, hat man drei Maßstäbe, die man gern an hervorragende Leute anlegt. Wissenschaft, Beredsamkeit und Kunst, das sind die Dinge. die wir besonders hoch zu werten pflegen. Wenn ein Mann ein Gelehrter, ein Redner oder ein Schriftsteller ist, dann schauen wir zu ihm empor. Von Vater Bodelschwingh aber möchte ich behaupten, daß er weder ein Gelehrter, noch ein Redner, noch ein Schriftsteller war. Daß Vater Bodelschwingh kein Gelehrter war, kann man zwar nicht damit beweisen, daß er niemals mit Gesehrsamkeit prunkte. Wenn wir Kandidaten der Theologie mit ihm zusammensaßen, nachdem einer von uns in der alten Sareptakapelle eine Predigt gehalten hatte, und wenn wir dann diese Predigt besprachen, dann holten wir jungen Leute aus dem eben erworbenen Schatz unseres Wissens alles mögliche hervor, um uns als wissenschäftliche Persönlichkeit darzustellen. Vater Bodelschwingh verbarg eher das, was er gelernt hatte, als daß er es vorwies. Aber manchmal trat es doch ans Licht, wie tüchtig er studiert hatte. Wir merkten zuweilen mit Stannen, daß er in der Theologie vortrefflich Bescheid wußte. So hat auch die Gesehrsamkeit eine Bedeutung in seinem Leben gehabt. Aber deswegen darf man ihn Nation teuer und heilig ist. Mit diesem Tage kroch die Gemeinheit aus ihren Schlupfwinkeln und trat ihren verheerenden Zug an. Von diesem Tage an wurde als Staatsfeind verdächtigt, wer für die Staatshoheit eintrat. Von diesem Tage an heftete sich Argwohn und Aechtung jedem an die Fersen, der von Kampf für deutsche Freiheit und deutsche Ehre sprach. Es ist nicht denkbar, daß ein ehrliebendes Volk dauernd mit einem solchen Makel leben kann. Es ist vielmehr selbstverständlich, daß sein natürliches Ehrgefühl trachten muß, der Erinnerung an den 9. November durch eine im geschichtlichen Sinne ehrenhafte Tat ihren Stachel zu nehmen". Das ist Winnigs und vieler Hoffnung, daß diese ehrenhafte Tat bald geschieht. Die Zeit scheint reif dafür zu werden. Kr. Unsere Schulnot. Wenn ich mir erlaube, einige Bemerkungen zu machen, so geschieht das nicht in der Absicht, Herrn Dr. R. Rüthnick entgegenzutreten, der vermutlich auch die Nöte kennt, welche Schüler einem gewissenhaften Lehrer bereiten. Die Zahl der höheren Schüler steigt allerdings beängstigend, und im gleichen Maße sinkt die begründete Hoffnung, daß die jungen Leute später sich ihr tägliches Brot verdienen, und sei es auch noch so bescheiden. Denn das Allerschlimmste ist, daß es zur Vorbereitung auf einen praktischen Beruf zu spät ist, wenn sie und ihre Eltern einsehen, daß sie als Akademiker vor dem Nichts stehen. Dieser Möglichkeit will offenbar Herr Dr. Otto Friedländer auf seine Weise vorbeugen. Er traut wohl den Eltern nicht die nötige Weisheit zu, und ich muß gestehen, daß dieser Zweifel durchaus berechtigt ist. Ein Akademiker kann es sich gar nicht anders vorstellen als daß seine Söhne studieren, und die Nichtakademiker sagen:„Was euren Söhnen recht ist, ist unseren Söhnen billig. Denn wie nach Darwin der Mensch beim Affen anging, so geht er für unsere Begriffe beim Mulus— Maulesel an. So erklärt sich der Zugang zum Studium, und selbst wenn, wie die Feldgrauen einst sagten, Rußland badisch geworden wäre, so wäre für unsere überschüssigen Akademiker kein Raum vorhanden. Zu meiner Freude weiß ich, daß Sie in Bethel die praktische Lösung dieser Not angefangen haben, indem Sie arbeitswillige junge Leute auf Ihren Siedelungen zu brauchbaren Landwirten erziehen. Ich werde, so Gott will, alljährlich am Erntedankfest dafür eine Kollekte erheben. Die ersten 27 Mark wird Herr Pastor v. Bodelschwingh in den nächsten Tagen empfangen. Noch vor 100 Jahren ist hier zu Lande mancher Pfarrerssohn Bauer, manche Pfarrtochter Bäuerin geworden. Ich bin geborener Hesse und habe Beispiele zur Hand. Das ist heute undenkbar, nicht nur, weil die Pfarrer keine Landwirte mehr sind, sondern weil sie ein soziales Vorurteil dagegen haben. Der gesellschaftliche Riß ist tiefer geworden, trotz aller Rede von christlicher und deutscher Bruderliebe, und solange sich dieser unchristliche Riß nicht schließt, ist auf keine Besserung zu hoffen. Ob die vorgeschlagene berufsständische Gliederung unseres Volkes, die auch mir selbst sehr zusagt, gerade diesen Krebsschaden heilen kann, fragt sich sehr. Noch einen weiteren schweren Mißstand muß ich erwähnen. Fragt man die Eltern höherer Schüler, so merkt man, daß sie ganz unglaublich wenig von der höheren Schule und deren Betrieb wissen. Bestenfalls ist ihnen die letzte Durchschnittsnote ihres Sohnes oder ihrer Tochter bekannt, und wenn dann der Schiffbruch da u. sind sie wütend und wissen die Sache gar nicht zu er. klären. Man kann es auch gewissenhaften Vätern und Müttern gar nicht ernstlich genug einschärfen, daß s nicht etwa die Jugend examinatorisch und inquisitorisch ausfragen, das ist zwecklos, sondern daß sie sich erzäh, len lassen und dadurch ihr Vertrauen gewinnen. Natür, lich darf man sie andererseits nicht über die Lehrer gus, horchen. Aber man muß doch wissen, wie weit sich die Kinder für den Besuch von Schule und Universität eig, nen und wann es Zeit ist, damit Schluß zu machen. Tardien will keine Frankreichs Ministerpräsident bestreitet die Abrüstungs, verpflichtungen und verweigert jede Revision! — Paris, 15. November. In vielstündiger Sitzung, die erst um vier Uhr morgens geschlossen wurde, beschäftigte sich die frauzösische Kammer mit Fragen der Außenpolitik. Im Verlaufe der Aussprahe nahmen u. a. Ministerpräsident Tardien und Außenminister Briand das Wort. Nach der Debatte sprach die Ka ner mit 323 gegen 270 Stimmen der Regierung das Vertrauen aus, daß sie weiterhin„die Achtung vor den Verträgen, die nationale Sicherheit und die Organisation des Friedens sichern werde.“ Wie es aber in Frankreich selbst mit der tung vor den Verträgen" bestellt ist, das zeigte mit krasser Deutlichkeit die Rede des Ministerpräsidenten. Tardieu wandte sich zunächst gegen die Taktik einiger Fraktionen, die ihn gegen Briand ausspielen wollen. behandelte kurz und in schiefer Darstellung die deutschen Wahlen und gab schließlich auch seinem„Erstaunen“ über die Reden„einiger Männer“ Ausdruck. deren Unterschrift unter dem Locarnovertrag stehe. Dann begann die hehe Politik. Die Außenpolitik Frankreichs, so fuhr Tardien fort, habe zwei Grundlagen: die Locarnoverträge und die Haager Vereinbarungen. Was die Revisionsbewegung angehe, sehe allerdings Artikel 19 des Völkerbundpaktes eine Nachprüfung der unanwendbar oder unerträglich gewordenen Verträge vor. Da hierzu aber Einstimmigkeit erforderlich sei, geniere das Frankreich nicht weiter. Es wäre„kindisch“, anzunchmen, die wirtschaftliche Not könne durch eine Abänderung der territorialen Bestimmungen der Friedensverträge gebannt werden. Wenn sich eine Mehrheit für die Revision zusammenfinde, dann würde durch die Gewalt der Dinge einige Monate später zunächst einmal wieder Krieg ausbrechen und dann würde eine Revolution folgen. Poincaré habe einmal gesagt, der Friede sei eine „dauernde Neuschöpfung", Deutschland dagegen glaube anscheinend, der Friede sei eine„andauernde Revision“. In ähnlichem Geiste behandelte Tardien dann nech die Frage der Abrüstung. Hier gebe es, so betonte er, zwischen Deutschland und Frankreich eine Meinungsverschiedenheit. Deutschland sei im Irrtum, wenn es auf Grund seiner Abrüstung die Entwaffnung der anderen verlange. Ein solcher zweiseitiger eristiere nicht.(!) Frankreich halte sich an den Versailler Vertrag, der es Deutschland zur Pflicht mache, abzurüsten, während die Abrüstung für die Westmächte nur eine Möglichkeit sei! Nachdem Tardieu so sich zu einer offenen Sabotage der Abrüstung bekannt hatte, glaubte er noch, Frankreichs„Opfer“ für die Abrüstung aufzählen zu müssen. Selbstverständlich fehlte es hierbei nicht an einem Hinweis auf die Verringerung der Dienstzeit. Wie niedrig der Ministerpräsident dabei das Urteilsvermögen des Parlaments einschätzte, zeigt der Umnicht einen Gelehrten nennen. Er hat weder wissenschaftliche Bücher geschrieben, noch Lehrsätze geprägt. Professorale Art trug er nicht an sich. Vater Bodelschwingh war auch kein Redner. Zwar ist eine Rede von ihm berühmt geworden, die er im preußischen Landtag gehalten hat. Aber man hat sich vielfach darüber mehr belustigt, als daß man mit Ernst darauf gehört hätte. Für eine Art Kapuzinerpredigt hat man sie angesehen, ohne sich sonderlich von dem packen zu lassen. was an tiefem Ernst in ihr verborgen war. Eine rednerische Leistung im üblichen Sinne des Wortes war sie nicht. Wie gern haben wir in der Zionskirche zugehört, wenn Vater Bodelschwingh predigte, aber ein Professor der praktischen Theologie, der solche Predigten im Examen zu beurteilen gehabt hätte, hätte wahrscheinlich sehr viel daran auszusetzen gehabt. Vater Bodelschwingh war auch kein Schriftsteller. Natürlich wußte er seine Gedanken klar und deutlich auszudrücken, und er hhatte Gedanken, etwas, was noch nicht jeder Schriftsteller von sich behaupten darf, aber unter die Meister der deutschen Sprache wird man Vater Bodelschwingh nicht zählen. Manche feine kleine packende Geschichte aus seinem Leben hat er erzählt. Wer liest nicht noch heute mit tiefer innerer Bewegung den Bericht über das „Leben und Sterben vier seliger Kinder“. Aber es ist das Erlebnis selbst, das solchen Eindruck macht, nicht die künstlerische Art der Darstellung. Von einem berühmten Manne des Altertums wird erzählt, daß seine Schüler, wenn sie über irgendeine wissenschaftliche Frage in Streit miteinander gerieten, diesen Streit dann für entschieden hielten, wenn jemand ein Wort des Meisters anführen konnte.„Er hat's gesagt!", damit war das letzte Wort gesprochen. Solche Worte kann es von Vater Bodelschwingh nicht geben. Er hat nicht Formeln geprägt, sondern Taten getan. Seine Taten reden heute noch deutlich genug und die Welt hat den Reichtum an Gedanken, der darin verborgen liegt, noch lange nicht ausgeschöpft. Vielleicht haben wir die nächsten hundert Jahre noch damit zu tun, das zu verwerten, was uns Vater Bodelschwingh in seinen Taten als Vermächtnis hinterlassen hat. Und dennoch gibt es„Worte von Vater Bodelschwingh". Die Schriftenniederlage der Anstalt Bethel hat jetzt ein kleines Büchlein erscheinen lassen, das diesen Namen trägt“). Hie und da zerstreut in den Briefen und Schriftstücken, die aus Vater Bodelschwinghs Hand geflossen sind, finden sich Aussprüche, die es wert sind, daß man sie aufbewahrt. Es sind nicht gerade sehr viele, die man in dem Büchlein zusammengestellt hat, aber jeder von ihnen fordert auch zum Nachdenken auf. Darum kann das Büchlein mancher stillen Stunde Inhalt geben. Die Aussprüche sind unter verschiedenen Gesichtspunkten geordnet. Schon daraus lernt man den alten Vater Bodelschwingh kennen. Eine feine Beigabe sind die ganzsein gen Kunstbilder, die der Maler Wilhelm Thiele aus dam für das Büchlein gezeichnet hat. Da schaut man gleich auf dem ersten durch ein offenes Fenster auf eine Früh lingswiese. Vöglein sitzen auf dem Fenstersims und Kinder spielen auf der Wiese. Das letzte Bild aber zeigt zwei müde Wanderer, die unter einem gewaltigen Baum zur Ruhe niedergesunken sind. Ihnen zur Seite plätschert ei erquickender Quell. Etaws dicker ist das Büchlein, das den Namen tragt „Schlichte Worte"**). Es enthält kurze Schriflouslegungen, Andachten, die Vater Bodelschwingh über diest oder jene Bibelstelle gehalten hat.„Sie waren ursprunk“ lich für einen ganz besonderen Zweck bestimmt. Mitarbeitern wollte er die rechten Quellen des Leben und der Liebe zeigen und sie dadurch zum Dienst Elend ausrüsten. Daher kommt es, daß die Grundwahrheiten immer wieder unterstrichen wenden Wer Vater Bodelschwingh gekannt hat, der wird geln darin seine Eigenart wiederfinden und vertraute Klang hören. Sie zeigen die Schlichtheit und Kraft eines 9# stenstandes, der aus der Barmherzigkeit Gottes lebi darum mit froher und weiter Seele Barmherzigkeitu möchte.“ So heißt es in der Einleitung.: Hat Wiewohl er gestorben ist, redet er doch noch. Bodelschwinghs Worte verdienen es, daß wir barauir schen.„Er hat's gesagt“, das gilt in gewisser Weise auch von ihnen, denn was er gesagt hat, hat er! aus sich selbst gesagt; er hat uns nur das weitergegent“ was er von oben empfing und darum tönt durch Worte etwas von dem Rauschen des Gottes=Brünnle“ 2) Worte von Vater Bodelschwingh, Schriftenniederlage““ Anstalt Bethel, Bethel b. Bielefeld. 0,00 RM. **) Schlichte Worte von Friedrich von Bodelschwing9. tenniederlage der Anstalt Bethel, Bethel v. Bielefeld..10“ Schiffbruch da ist, gar nicht zu eraften Vätern und ischärfen, daß sie und inquisitorisch aß sie sich erzähgewinnen. Natürr die Lehrer auswie weit sich die d Universität eigzu machen. ..“ Jung oie Abrüstungs= de Revision! 15. November. rst um vier Uhr te sich die franußenpolitik. Im a. Ministerpräsiriand das Wort. mit 323 rtrauen aus, daß Verträgen, die sation des Friest mit der„Ach, d a s z e i g t e m i t nisterpräsidenten. ie Taktik einiger usspielen wollen, tellung die deutuch seinem„Eränner“. Ausdruck, rnovertrag stehe. so fuhr Tardien arnoverträge und e Revisionsbewe19 des Völkernanwendbar oder vor. Da hierzu eniere das Frankch“ an zunehmen, eine Abänderung Friedensverträge Nehrheit für die durch die Gewalt ächst einmal wieürde eine Revor Friede sei eine d dagegen glaube uernde Revision“. ardien dann nech de es, so betonte kreich eine Meiim Irrtum, wenn Entwaffnung der iseitiger Vertrag sich an den Verfur Pflicht mache, ür die Westmächte iner offenen Saglaubte er noch, ung aufzählen zu hierbei, nicht an ig der Dienstzeit. abei das Urteilse, zeigt der Umn den Briefen und zwinghs Hand es wert sind, daß rade sehr viele, die llt hat, aber jeder auf. Darum kann Inhalt geben. Die Besichtspunkten gealten Vater Bodelsind die ganzseitin Thiele aus Potsa schaut man gleich ter auf eine Frühnstersims und bild aber zeigt zwei daltigen Baum zur Seite plätschert ein den Namen trägt: t kurze Schriflousschwingh über diese ie waren ursprüngbestimmt. Seinen luellen des Lebens cherstenniederlage be Jo#delschwingh. Bielefeld..75 nand, daß er eine Rechnung aufmachte, nach der Frankreich 195 Soldaten weniger als England und 183.000 guann weniger als Italien unter den Waffen hat. Jußenminister Briand, der vor Tardieu das gort ergriffen hatte, sprach pro domo. Stürmisch begrüßt, erläuterte er die Ziele seiner Politik, lobte die vorteile der Locarnoverträge für Frankreich, wie überhaupt alle Verträge von 1919. Von einer Isolierung Krankreichs könne man nicht sprechen, meinte Briand. noch enger könne Frankreich seine Zusammenarbeit mit den befreundeten Mächten nicht gestalten, denn diese Zusammenarbeit sei„eng schlechthin". Zum Houngplan äußerte sich Briand dahin, dieser Vertrag sehe zwar die Möglichkeit eines Zahlungsaufschubs vor, aber er hoffe, daß man darauf nicht zurückgreifen perde. Eine unverschämte Rede! Mit dieser nach Ton und Inhalt gleich ungebührlichen Rede hat der französische Ministerpräsident jede Möglichkeit einer deutsch=französischen Verständigung, zumindest, soweit das amtierende Kabinett in Frage kommt, zerschlagen. Die Verpflichtung zur allgemeinen Abrüstung, die Tardieu leichtfertig bestreitet, existiert und darf von einer Regierung, die sich so gerne in der Rolle des Verteidigers der Verträge gefällt, wie das Kabinett Tardieu, nicht übersehen werden, es sei denn, daß diese Regierung bepußt die Verträge brechen will. Daß die Anwendung des Artikels 19 nur bei Einstimmigkeit zum Erfolg jähren kann, mag seine Richtigkeit haben, aber auch dann werden wir es uns merken müssen, daß Frankreich nach den Worten Tardieus jede Revision sabotieren will! Bezeichnend für die Aufnahme dieser Hetzrede Tardieus ist eine Karikatur die das„Echo de Paris" bringt, und die Briand darstellt, wie er auf einem Schubkarren abtransportiert wird. in Tokio. :### Ministerpräsident schwer verletzt.— Der Täter verhaftet. — Tokio, 15. November. Auf den japanischen Ministerpräsidenten Hamaguchi wurde, als er von Tokio mit einem Eisenbahn= zug nach Oka ama fahren wollte, wo gegenwärtig große Herbstmanöver stattfinden, ein Auschlag verübt. Am Bahnhof feuerte ein junger Mann einen Schuß ab. Die Kugel traf den Ministerpräsidenten in den Unterleib. Der Täter, der sich auschickte, einen zweiten Schuß abzufenern, wurde sofort verhaftet. Der Ministerpräsident wurde in das Büro des Bahnhofsvorstehers gebracht, wo sich Aerzte um ihn bemühten. Da der Zustand des Ministerpräsidenten besorgniserregend war, sahen sich die Aerzte zur Vornahme einer Operation und einer dreimaligen Blutübertragung veranlaßt. Wie von den Aerzten mitgeteilt wird, ist bei der Operation ein 30 Zentimeter langer Darmteil entfernt worden, der an acht Stellen durchlöchert war. k# die Blutentnahme hatte sich der zweite Sohn des Ministerpräsidenten zur Verfügung gestellt. Der Rat des Indien soll das Charakteristikum eines Tominions erhalten.“ Der Vizekönig von Indien veröffentlicht ein Gut#ten zur Indienkonferenz, das teilweise über die Zugeständnisse im Simon=Bericht hinausgeht. Während der Simon=Bericht nur von Fall zu Fall Mitglieder des Zentralparlaments in die Regierung aufnehmen ill, macht das Memorandum des Vizekönigs diese ufrahme obligatorisch. Ferner verlangt der Vizelonig, daß jetzt die indische Verfassung„ihr erstes, entscheidendes Charakteristikum eines Dominions“ erhalte. Opposition im ##e Erwerbslosen und Kleinrentner sollen Anspruch auf verbilligtes Frischfleisch haben. — Berlin, 15. November. Im Haushaltsausschuß des Reichstags wurde gegen den Widerstand der Regierungsvertreter ein kominnistischer Antrag angenommen, der die Reichsegierung aufforvert, die Verbilligung von Frischfleisch fur die minderbemittelte Bevölkerung in der Weise vorzunehmen, daß der Preis des verbilligten Frischfleisches auf keinen Fall höher sein darf, als der bisherige Preis zollfreien Gefrierfleisches; der Kreis der Sezieher des verbilligten Frischfleisches solle alle Erwerbelosen, Sozial= und Kleiurentner sowie alle Fürgeberechtigten umfassen. Für den Antrag stimmten außer den Antragsteltern die Nationalsozialisten, die Sozialdemokraten, die Landvolkpartei und die Christlich=Sozialen, dagegen das Zentrum, die Deutsche Volkspartei und die Wirtschaftspartei. Die Deutschnationalen enthielten sich der imme. Vor der Abstimmung ersuchte Reichsfinanzinister Dr. Dietrich nochmals um die Ablehnung des Antrags mit der Begründung, der Antrag bedeute, unter Aufwendung von 640 Millionen Mark ein Drittel des deutschen Volkes verbilligtes Frischsleisch erhalten solle. Mittel in dieser Hih: stünden aber nicht zur Verfügung. Die Vorlage ver Reichsregierung, vie die Ausbabe von braunen Fleischmarken zu je 10 Pfennige dür Verbilligung des Frischfleisches für Minderbemittelte vorsah, verfiel per Ablehnung. Die Endentscheidung liegt nunmehr bei der Vollversammlung des Reichstags. „!: Ministerpräsidentenwahl in Oldenburg. Der eibenburgische Landtag hat den Kandidaten der Deutschationalen und Volkspartei, Regierungspräsident a sebohm(Eutin), mit 22 von 35 Stimmen z Visterpräsidenten gewählt. Nach der Wahl vertagte sich der Landtag auf unbestimmte Zeit. Mehrheit gegen Der deutsche Antrag aus direkte Begrenzung des Kriegsmaterials mit Stimmenmehrheit abgelehnt. — Genf, 15. November. Nach viertägiger Aussprache fiel im Abrüstungsausschuß des Völkerbundes endlich auch die Entscheidung über die Behandlung des Kriegsmaterials. Der deutsche Antrag auf Festsetzung von Höchststückzahlen wurde mit neun gegen neun Stimmen bei sieben Stimmenthaltungen abgelehnt. Für den deutschen Antrag haben gestimmt: Deutschland, Kanada, die Vereinigten Staaten, Italien, Holland, Schweden, Rußland, die Türkei und Venezuela; dagegen stimmten: Belgien, Finnland, Frankreich, Japan, Persien, Polen, Rumänien, die Tschechoslowakei und Jugoslawien. Bulgarien, China, Spanien, Großbritannien, Irland, Griechenland und Norwegen enthielten sich der Stimme. Weiter wurde je ein Antrag der russischen und der italienischen Delegation, die sich gleichsalls für das Prinzip der direkten Herabsetzung in Verbindung mit einer Herabsetzung der Heeresausgaben ausgesprochen haben, abgelehnt. .. Alsdann sprach sich der Ausschuß gegen Deutschlund, Italien, Rußland für die— völlig unwirksame — Begrenzung der Heeresausgaben im Haushaltsgesetz aus. Der Ausschuß hat also wieder einmal gezeigt, daß von ihm im Interesse einer wirksamen Abrüstung nichts zu erhoffen ist. Im übrigen fiel auf, daß der deutsche Antrag doch verhältnismäßig eine beträchtliche Stimmenzahl auf sich vereinigte. Es ist das erstemal, daß im Vorbereitenden Abrüstungsausschuß ein deutscher Antrag Stimmengleichheit erreichte. Stahlhelmer bei Mussolini. Der italienische Ministerpräsident Mussolini empfing eine von Dr. Heinke geführte, auf einer Studienreise durch Italien begriffene Stah helmabordnung. Im Verlaufe der Unterredung, die von beiden Seiten in deutscher Sprache geführt wurde, überreichte Dr. Heinke Mussolini das Abzeichen des Stahlhelms. In seiner Ansprache führte er aus:„Der Stahlhelm ist dankbar, daß Euer Exzellenz die Bedeutung des faschistischen Gedankens als Weltanschauung hervorgehoben haben. Der Stahlhelm weiß, daß er in seinem Kampf gegen Liberalismus und Marxismus die faschistische Idee, durchzusetzen hat. Auf der Grundlage dieser Idee und der gemeinsamen Ideale ruht die Freundschaft zwischen dem faschistischen Italien und dem nationalen Deutschland. Die gleichen Ideale und das gleiche Schicksal werden in Zukunft die Entwicklung beider Völker gleichlaufend führen müssen. Mussolini dankte für die Uebermittlung des Abzeichens und gab seiner Sympathie Ausdruck. Frankreich denkt an keine Abrüstung. Nur Deutschland muß abrüsten. — Paris, 15. November. Der„Temps“ hebt bei der Besprechung des Ergebnisses der außenpolitischen Aussprache der Kammer hervor, daß die Abrüstungsklausel des Versailler Vertrages Deutschland die Verpflichtung auferlege, seine Heeresrüstungen über eine bestimmte Grenze nicht auszudehnen. Eine doppelseitige Verpflichtung, wie man dies deutscherseits glauben machen wolle, gebe es nicht. Rückkehr zur Kundgebung des Kabinettsausschusses für Preisabbau. Appell an die Hausfrau. Der Kabinettsausschuß für Arbeits= und Preisfragen veröffentlicht eine längere Kundgebung, in der es u. a. heißt: Durch Verbilligung von Erzeugung und Verbrauch muß die Wirtschaft neu belebt werden. Verbilligung des Verbrauchs, Senkung der Lebenshaltungskosten, sind insbesondere auch geboten, um die Wirkungen abzuschwächen, die sich aus der Kürzung der Beamtenbezüge und aus Lohnsenkungen ergeben. Niemand darf und wird sich auf die Dauer dieser zwangsläufigen Entwicklung entziehen können. Sache der Regierung ist es, sie mit allen Kräften zu fördern, damit die Uebergangszeit abgekürzt und das Millionenheer der Arbeitslosen so rasch wie möglich der schaffenden Tätigkeit wieder zugeführt wird. Die vielgestaltigen wirtschaftlichen Vorgänge des täglichen Lebens können nun aber nicht durch staatlichen Zwang in diesem Sinne einheitlich und plötzlich gestaltet werden. Zwang ist geboten, wenn der wirtschaftlichen Entwicklung wider bessere Erkenntnis Hindernisse bereitet werden, die anders nicht zu beseitigen sind. Fast noch wichtiger aber als Zwang ist neben den Verhandlungen des Staates zu gütlicher Lösung der Druck der Verbraucher und der öffentlichen Meinung auf Widerstrebende. Wenn durch vie Hand der Hausfrau jährlich etwa 25 Milliarden deutsches Volkseinkommen gehen, so ist es vornehmlich auch sie, die auf die Preisgestaltung stärtsten Einfluß nehmen kann. Sie kann die Verkäufer und die Waren bevorzugen, durch die sie billiger und besser bevient wird, als durch andere. Die öffentliche Meinung braucht es nicht zu dulden, daß durch Zurückhaltung im Preisabbau einzelne unberechtigte Vorteile haben, wenn andere in richtiger Erkenntnis der Lage Opfer bringen. Sie kann und muß auch hier der Gerechtigkeit zum Siege verhelfen. Gerechtigkeit kann insbesondere der Landwirt fordern, dessen Preise weit unter den Stand der anderen Waren hinabgeglitten sind. Der Ausschuß gibt dann eine umfassende Darstellung der bisher erfolgten Preissenkungen und erwähnt dabei die Herabsetzung der Kohlenpreise um 6, der Kupferpreise um 40, der Holzpreise um 20 Prozent und der Baustoffpreise um 15 Prozent. Die Verbilligung der Preise für Brot, Schweinefleisch und Milch, die sich zunächst auf Berlin beschränke, solle unter Mitwirkung des preußischen Handelsministers auf das Land ausgedehnt werden. Bedeutsam sei ferner die Mitwirkung des Städtetages. Die Kundbung schließt dann: In manchen Fällen werden sich die Abschläge Einzelhandel nur in Pfennigbeträgen auswirken. er sich der Inflationszeit noch nicht entwöhnen nn, auf fünf oder zehn Pfennigbeträge abzurunm, der wird genug Gelegenheit haben, den Erfolg r Preissenkungen zu verkleinern. Tatsächlich aber die Zeit dazu zu ernst. Auch der Bruchteil eines sennig gewinnt in der Loltswirtschaft mehr Beveuug denn je. Darum muß der Pfennig als RechAgrardebatte im Landtag. llärungen des preußischen Landwirtschaftsministers. — Berlin, den 14. November 1930. Die Freitag=Sitzung des Preußischen Landtags erute sich einer außerordentlich langen Dauer. Auf Tagesordnung standen unfragen und Anträge, Tager###lung standen Anfragen und Anträge, alle die Not der Lanowirtschaft zum Gegenstand en. Zuvor hatte der Landtaa noch der Erweiterung des Stadtkreises Marburg a. 5. Lahn und der Behandlung der Dentisten sowie der vereinigten Landund Feldmesser und der Markscheider als Angehörige der freien Berufe im Sinne der Gewerbesteuer zugestimmt. Gleich zu Beginn der Sitzung nahm dann Landwirtschaftsminister Dr. Steiger das Wort. Der Minister führte aus: An der Notlage der Landwirtschaft sei nicht die Politik der Regierung schuld, sondern die Veränderungen, die durch den Krieg in Deutschland und in allen anderen Staaten eingetreten seien. Auch die erhesliche Zunahme der Verschuldung der Landwirtschaft in Deutschland, die im ersten Halbjahr 1930 400 Millionen Mark betrage, sei darauf zurückzuführen. Der Schwerpunkt dieser Verschuldung liege bei den kurzfristigen Krediten und hier spiele wiederum der Düngetwechsel eine besondere Rolle. Rückzahlungsschwierigkeiten beständen im Osten, insbesondere in Brandenburg und Pommern. Da die Düngerwechsel grundsätzlich aus der Ernte des Jahres, für das sie in Anspruch genommen seien, zurückgezahlt werden müßten, könne die Preußenkasse eine allgemeine Verlängerung nicht eintreten lassen. Man dürfe aber annehmen, daß von Fall zu Fall auf schwierige Verhältnisse Rücksicht genommen werde. Ganz alkgemein sei der Zinsfuß für Personalkredite in der Landwirtschaft besonders drückend. Durch Vereinbarungen zwischen Girozentralen und Genossenschaften werde es, wie es in Ostpreußen z. G. schon der Fall sei, möglich sein, den Zinssatz nicht unerheblich herabzusetzen. Auf den für die Landwirtschaft notwendigen Stand werde man aber erst kommen, wenn die Kapitalflucht aufhöre und die Kapitalbildung im Innern durch Beseitigung der Wirtschaftskrise wieder zunehme. Zur Kreditkrise komme die Absatzkrise, insbesondere auf dem Gebiet der Getreidewirtschaft. Der Minister wies auf die bekannten Bestrebungen hinsichtlich des Roggen= und Weizenproblems hin, und befaßte sich mit der Kartoffelverwertung. Von besonderer Bedeutung sei hier die Kartoffeltrocknung. Das Reich habe bereits 380 000 Doppelzentner Kartoffelflocken auf Lager genommen und bis zum 10. November weitere 540 000 Doppelzentner in Anrechnung auf die 2,2 Millionen Doppelzentner angekauft, die bis zum Dezember ausgenommen werden sollen. Was die Kartoffelstärke angehe, so hätten die Maizena=Werke in Barby 200 000 Doppelzentner abgenommen zu einem Preise, der.50 Reichsmark je Zentner Kartoffeln entspreche. Eine Erhöhung des auf 70 Prozent festgesetzten Spirituskontingents sei beantragt, aber wegen der lagernden großen Vorräte schwierig. Im übrigen sei die industrielle Verwertung der Kartoffel begrenzt, der Schwerpunkt liege bei der menschlichen und tierischen Ernährung. Als Folge der Einsäuerung von Kartoffeln müsse man mit einer Vermehrung des Schweinebestandes rechnen. Den hierin liegenden Gefahren sei durch Züchtung und Mästung eines Fleischschweines entgegenzuwirken. „Do X“ in La Rochelle. An Bord der„Do“., 15. November. Infolge Nebels im Kanal konnte das Flugschiff„Do X“ erst sehr spät aufsteigen. Da ständiger Gegenwind das Erreichen von Bordeaux vor Einbruch der Nacht sehr unwahrscheinlich werden ließ, wasserte das Flugschiff bei Einbruch der der Dunkelheit nach einem herrlichen Fluge von 5 Stunden 16 Minuten um 17,03 Uhr bei La Rochelle glatt. Die „DoX“ wird in der Bucht von La Rochelle vor Anker gehen und übernachten. An Bord ist alles wohl. 5. Westf. ev. Akademikertagung Das Antichristentum unserer Zeit und die evangelische Akademikerschaft. Die evangelischen Akademiker Westfalens, deren Zusammenschluß unter Leitung des Universitätsprofessors Kabitz in Münster steht, halten am Samstag und Sonntag ihre Tagung in Bielefeld ab. Der Samstag ist ausgefüllt durch Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlung. Der Sonntag sieht einen Gottesdienst in der Altstädterkirche vor mit einer Predigt von Pfarrer Dahlkötter aus Lippstadt. Die Festversammlung findet im Anschluß an den Gottesdienst um 11,45 Uhr im großen Saal des Gemeindehauses an der Grünstraße statt. Das Thema dieser Veranstaltung, zu der die gesamte evangelische Akademikerschaft Bielefelds und darüber hinaus auch andere evangelisch interessierte Kreise unserer Stadt einge laden sind, ist auf Grund der neuesten Ereignisse im geistigen Leben unseres Volkes gewählt worden. Lic. Dr. Schreiner, als tiefgründiger und fesselnder Redner und als hervorragender Sachkenner gerade der antichristlichen Bestrebungen unserer Tage bekannt, wird über das Thema sprechen:„Aufgaben des evangelischen Akademikers gegenüber den antichristlichen Strömungen der Gegenwart". Dieses Thema, besonders aber der Referent verdient weiteste Aufmerksamkeit. Am Nachmittag findet eine Führung durch Bethel statt. Am Schluß dieser Führung um 5 Uhr wird Pastor Fritz von Bodelschwingh im Assapheum zu den evangelischen Akademikern sprechen. Auch dazu ladet die hiesige Ortsgruppe der evangelischen Akademikerschaft herzlich ein. Lokal= und Provinzialnachrichten. — Jöllenbeck. Herzliche Einladung. Zu der am Mittwoch, den 19. November(Buß= und Bettag) nachmittags 3 Uhr im Vereinshause zu Jöllenbeck stattfindenden Monatlichen Stunde, Text 1. Joh. 1, 10, wird auch hier herz, licht eingeladen.27 Beihel. Achtung! Die Angestelltenschaft von Bethel wird hierdurch zu einer sehr wichtigen Besprechung zu Montag den 17. dieses Monats, ½6 Uhr nach Gosen eingeladen Der Angestelltenrat, Kobusch Schriftleitung: W. Kraa; Wirtschafts= und Weltpolitik:— Dr. 6. Hutte!; Anzeigen: K. Diekmann; alle in Bethel Anmeldungen zu den öffentlichen höheren Schulen der von Bodelschwingh'schen Anstalten. 1. Friedricb von Bodel Deutsche Oberschule in Aufbauform. Zur Aufnahmeprüfung für Untertertia werden Schüler der Volksschule zugelassen, die das siebte Schuljahr mit Erfolg durchlaufen haben. Anmeldungen nimmt der Unterzeichnete täglich in seinem Dienstzimmer(Aufbauschule, Bethel, Pellaweg 37) vormittags von 11 bis 1 Uhr entgegen. Vorzulegen ist außer dem Geburtsschein das letzte Schulzeugnis. Studiendirektor Dr. Georg Müller, Bethel bei Bielefeld. Oeffentl. höhere Mädchenschule. Lehrplan des Lyzeums. Ausbau zum Lyzeum für Ostern 1931 beschlossen. Beaussichtigung der Schularbeiten. Anmeldungen nimmt die Schulleiterin täglich im Schulgebäude am Bauweg von 10½ bis 12½ Uhr entgegen. Esotpsanschzntechesiatt Neuerscheinung für den Weihnachtstisch In dieser Woche erscheint in unserem Verlage: Karl Behrens Reine gesiederten Freunde (Ueue Folge) 12 prachtvolle und lehrreiche Geschichten aus unserer Dogelwelt mit s farbigen Tafeln und zahlreichen Illustrationen im Text von Jagdmaler R. Feußner, Stolp(Dom.). Leinen Mk..50 zu beziehen durch jede Buchhandlung oder direkt von der Buchhandlung der Anstalt Bethel Bethel bei Bielefeld Geches Schlafzimmer mit 2 Betten, sowie Wohn= oder Arbeitszimmer sof. zu vermieten. Gütersloherstr. 33U rechts. 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