edigten werden! er deutschfeindlichen Es gibt in den echfilme mehr. Nun , u m d e n D e u t s c h e n sen. Der tschechische it dieses Mittel geger Kirchen werden en. Das empfindet und richtet deshalb fruf, in dem er die fordert. er Tschechoslowakei, die nationale Hetze vill. en. asilien. ie Lage in Brasilien sich völlig widerhauptet, die endgüli sei nur eine Frage der Aufständischen if allen Fronten erverfügen angeblich ben ehemaliger igung ehem. Kriegseiner Entscheidung igen Jahren in den s befindlichen Gutaus französischer uiszahlung gelangen, — übersteigen. Eines ig bedarf es im Einvielmehr von Amts die Restverwaltung n sich die Listen der luszahlung wird ernaten dauern. Eine iden Dienststelle mit zerung und Erschweden. Um Irrtümern gewiesen, daß es sich die meist geringfügidie beim Abtransdurch die Inflation wurden. chnachmittagen mit äßigung. i versuchsweise vorn Mittwochnachmitlegenen Erholungs=prozentiger Fahrarten gelten für die ihrt muß spätestens brechung ist auf der tet, nach 24 Uhr ist iterbrechung— bei ießenden PersonenVerbindungen aus. ihausen 30, Detmold #len) 18, Horn, Bed rlinghausen 12 Kiloten: Porta, zurück schloß Holte, zurück all erhielt ich durch nnachtsgabe in Höhe inserer Pflegebefohv. Bodelschwingh. ½4 Uhr Frauenv. Bodeschwingh. und Weltpolitik: in: alle in Bethel. enien-Fabrik AVID dner Medaille in den lören o) sowie in bester nte, empfohlen durch en“.- Seite 20-26 c Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .88 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Fürs Ausland unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. mit den Beilagen„Für Herz und Haus“, „Kindergabe“ und„Anser Ziel.“ Anzeigenpreis: Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Reklame 30 Pfg. Beilagen unter Wa je tausend 15 Mi. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. Nr. 242. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld), Mittwoch, den 15. Oktober 1930. 12. Jahrgang. Ausdauer ist es, was entscheidet! Ausdauer! Glaube! Zuversicht! Ein großes Ziel ergeht sich nur, Erstürzen kannst du's nicht. Caesar Flaischlen. Minhgiiiihihiihihiiiig Das Finanzprogramm des Kabinetts Brüning und der Stahlhelm in Koblenz. Die französische Zeitung„Le Temps“ verfolgt in der letzten Zeit mit besonderer Aufmerksamkeit die politischen Vorgänge in Deutschland. Das Sanierungsprogramm findet die Zustimmung des führenden französischen Blattes, dagegen erblickt es in dem 11. Reichsfrontsoldatentag eine Erschwerung der politischen Lage. Nachstehend bringen wir die Hauptgedanken, um die Haltung des„Temps“, die zweifellos vom Auswärtigen Amt inspiriert ist, bekanntzumachen. „Seit dem Kriege“, schreibt diese führende Zeitung, „lebt Deutschland von auswärtigen Anleihen. Und in der Tat hat das Deutsche Reich bis zu einem gewissen Maße mit dem Ertrag dieser Anleihen seine Verpflichtungen erfüllt und seine Industrie rationalisiert. Nicht zuletzt hat es sich zu übermäßigen Ausgaben hinreißen lassen. Man hatte beabsichtigt, Deutschland in die absolute Unmöglichkeit zur Zahlung seiner Verpflichtungen zu bringen und es aufs neue(?) systematisch in den Konkurs zu treiben. Nun befindet es sich vor dem Abgrund. Die Zeit zur Reue ist gekommen. Man muß zu den energischsten Mitteln greisen, um eine wirksame Wiederaufrichtung zuwege zu bringen, bevor es zu spät ist. Das Kabinett Brüning gibt an, daß Deutschland von der Weltwirtschaftskrise besonders betroffen ist und daß der Zufluß ausländischer Kapitalien aufgehört hat. Daraus ergibt sich eine vollständige Umkehr der Situation. Deutschland muß deshalb sich mit den eigenen Hilfsquellen begnügen und in den Grenzen seiner Mittel leben. Die erste Bedingung für ein Land, das in einer solchen Lage ist, besteht darin, einen aufrichtigen und gutausgeglichenen Haushalt zu haben, der dazu angetan sein kann, Vertrauen einzuflößen. Die zweite Bedingung ist, der Arbeitslosigkeit Herr zu werden, indem man, soweit es geht, ihre Ursachen beseitigt. Die dritte Bedingung ist, ein Steuersystem zu schaffen, das den Bedürfnissen gerecht werden kann, ohne daß die allgemeine Lage ungünstig beeinflußt und die deutsche Wirtschaft zu sehr belastet wird. Das Sanierungsprogramm des Kabinetts Brüning will diese Möglichkeiten schaffen.“ „Le Temps“ erklärt dann anschließend den französischen Lesern, worin die geplanten Maßnahmen bestehen. Sodann fährt er fort:„Man kann nicht in Abrede stellen, daß dieses Reformwerk von der Auffassung gesunder Politik ausgeht.“ Das französische Blatt ist der Meinung, daß es noch nicht feststeht, ob dieses Programm überhaupt durchgeführt wird. Die Lage sei noch immer unklar. Die richtige Losung sei: Zusammengehen der Regierungsparteien mit den Sozialdemokraten. Das würde einen klaren Horizont bringen. Anders ist der Ton, der uns aus den Ausführungen über das Zusammentreffen des Stahlhelms in Koblenz entgegenklingt. Scharf und unsachlich sind manche Ausdrucke. Nachdem der„Temps“ kurz die große Anzahl der Anwesenden hervorgehoben hat, fährt er in etwa fort: „Fursten der früher herrschenden Familien, auch die Sohne des Ex=Kaisers, des Fahnenflüchtigen von Doorn, Generale, Offiziere, die Politik treiben, alle, die das nanonale und Hitler=Spiel mitmachen, waren da. Nach dem Sieg der Nationalsozialisten erheischt die Kundgebung des Stahlhelms besondere Aufmerksamkeit. Sie hat den Charakter einer Provokation(!) und einer Verausforderung auf dem durch den Versailler Vertrag entmilitarisierten Rheinland. Sie scheint eine Auswirnung der Bewegung gegen den Frieden(!), gegen die ausführung der Verträge, für die Revision der Grenzen an sein, die Deutschland infolge des Sieges der Alliier= ten zugestanden worden sind. Man hat nicht das Recht, Kegenüber solchen Symptomen gleichgültig zu sein. Man hut die Pflicht, mit Ruhe über den Geisteszustand nachgübenken, der sich bei einem Volk bemerkbar macht, das seine Niederlage nicht aufrichtig anerkennt, eines erieges, den es herausgesordert hat und wofür es vor der Geschichte die Verantwortung trägt. Venn man auch die praktische Tragweite nicht überkreiben und nicht daran glauben will, daß die Kundgebung eine sofortige Gefahr heraufbeschwört, so müssen wir doch feststellen, daß sie das Unbehagen(malaise), das auf der internationalen Situation lastet, vergrößert. Der Stahlhelm ist nicht ein gewöhnlicher Verein früherer Frontkämpfer. Er ist eine Kampforganisation, die ihre Mitglieder für eine etwaige Mobilisation trainiert(!), er ist ein Verband mit militärischem Charakter — also illegal(!)—, der in der Erwartung einer neuen europäischen Krise in die politischen Kämpfe eingreift. Erwähnenswert ist, daß dieser Stahlhelm sich der offenen Zustimmung des Reichspräsidenten erfreut, obwohl seine Tendenzen keinem unbekannt sind und er außerdem von der preußischen Regierung im Rheinland verboten worden ist, weil er entgegen den Verpflichtungen des Reiches handelte. Wer die Haltung des Stahlhelms gegenüber der Politik Dr. Stresemanns, gegen die Ausführung der Friedensverträge und in der letzten Wahl kennt, der wird überrascht sein über das Wohlwollen und die Sympathie, die einem Verband gezollt wird, der gegen den Frieden ist, das Spiel der Anhänger der Hohenzollern gegen das bestehende Regime mitmacht(!). Welches Deutschland ist aufrichtig: das Deutschland, das den Willen zum Frieden verkündet oder das Deutschland, das den„Stahlhelm“ unterstützt? Der„Stahlhelm“, die Nationalisten von Hugenberg, die Nationalsozialisten, alle diese Gruppen unterscheiden sich nur an der Etikette. In Wirklichkeit bewegen sie sich im gleichen Rahmen und streben nach gleichen Zielen (Dieses trifft nur außenpolitisch zu. Dagegen gehen die Wege innenpolitisch weit auseinander. Anmerkung des Uebersetzers). Duesterberg hat am deutschen Eck erklärt, daß der Stahlhelm die Wiedervereinigung mit den deutschen Menschen im Elsaß, in Eupen=Malmedy usw. fordere. Deutschland habe nichts zu verlieren als seine Ketten. Spricht Hitler anders? Was wird nun aus der freiwilligen Verpflichtung über die Westgrenze? Hitler und die Führer des Stahlhelms sind noch nicht die Herren Deutschlands, aber sie beeinflussen die Lage. Erwähnenswert ist es, schreibt das Blatt weiter, daß ein Vertreter des faschistischen Großen Rates an der Kundgebung teilgenommen hat. Wäre noch ein Vertreter Rußlands anwesend, dann hätten sich alle Anhänger des Umsturzes des gegenwärtigen demokratischen Systems zusammengefunden. Es ist an der Zeit, daß das republikanische Deutschland handelt. Die Schwäche in der Abwehr gegen die Hitlerbewegung, die die europäische Atmosphäre zu vergiften droht, macht auch diejenigen stutzig, die trotz allem auf den gesunden Sinn des demokratischen Deutschlands gebaut haben“ Lehrreich sind diese Ausführungen immerhin. Sie zeigen, wie Frankreich über die inneren Verhältnisse Deutschlands unterrichtet wird. Der„Temps“ scheint über die Revisionsbewegung im Unklaren zu sein. Nicht nur der„Stahlhelm“, die Nationalsozialisten, die Deutschnationalen kämpfen für eine baldige Revision der ungerechten Verträge, sondern auch die anderen Parteien, Sozialdemokraten eingeschlossen. Besonders die Jugend scheint mehr und mehr Trägerin dieser Idee zu werden. E. F. K. Entscheidungen? Als einer, der sich auch schon etwas mit dem Nationalzialismus beschäftigt hat, möchte ich doch einige Geinken zu dem Artikel„Entscheidungen?"(Nr. 238) ißern. 6 Millionen Wähler hat der Nationalsozialisus hinter sich, darunter viele Akademiker, sehr viele tudenten. Diese alle beschäftigen sich irgendwie mit eser Bewegung, der sie die Stimme gaben. Sollten sie ohl alle einer Bewegung nachlaufen, die so große Denkfehler" begeht, die so„wenig Sachkenntnis in zirtschaftsfragen“ besitzt, bei der ein gewaltiger„Riß wischen Ideologie und Tatsächlichkeit" besteht? Das lauben, hieße doch am vernünftigen Denken all dieser eute zweifeln. Gerade die ältere Generation kann sich doch nur teuen darüber, daß von dieser Bewegung des Natioalsozialismus versucht wird, junge Menschen wieder an rdnung, Zucht zu gewöhnen, sie zu begeistern für eine dee, sie aufzurufen zur Opferbereitschaft(„Deutschland ill leben und wenn wir sterben müssen“!). Und diese ingen Leute werden in Sprechabenden, Leseabenden sw. mit den Gedanken und Ideen bekannt gemacht, die inter der Bewegung stehen. Mitläufer wird es natürlich mmer geben. Es fragt sich nur, was besser ist, eine erde Mitläufer oder Mitläufer, die eingereiht sind in ine Bewegung, in der Zucht und Ordnung herrscht. Herr V. Tw. schreibt:„Jeder vernünftige Mensch ist sich nach einigem Nachdenken darüber klar, daß der Krieg das denkbar ungeeignetste Mittel zur Lösung internationaler Konflikte ist". Das stimmt. Tatsächlich habe ich auch noch keinen Nationalsozialisten getroffen, der für den Krieg schwärmt oder gar einen herbeiwünscht. Mit „Kampf gegen pazifistisches Denken“ scheint mir, als einem außerhalb der Bewegung stehenden Menschen, gemeint: Kampf gegen diese chronische Knochenerweichung in unserer Außenpolitik, die nicht auch einmal ein ehrliches„Nein“ zu sagen wagt, die es nicht fertig bringt, auch eine Ratstagung in Genf z. B. einmal zu verlassen aus Protest gegen diese Lügen von der allgemeinen Abrüstung usw., die sie uns ständig vorsetzen. Dies erfordert allerdings Mut. Mit Recht ist es das Ziel des Nationalsozialismus, solange die andern immer noch mehr rüsten, ein starkes deutsches Heer zu schaffen, Deutschlands Jugend wehrfähig zu machen, damit die andern mit uns rechnen müssen und nicht einfach mit uns machen können, was sie wollen, Das hat mit„liebäugeln“ mit dem Krieg nichts zu tun. Ich glaube, jeder Deutsche, der sein Vaterland liebt, ist für diesen„Antipazifismus“ Dies ist auch wohl der Sinn der nationalsozialistischen Geschichtsvergleiche: eben aufzuzeigen, wie Völker, die sich selbst aufgaben, verloren waren und daß nur ein Volk, das sich selbst vertraut und das so vorsorgt für alle Fälle, als ob es allein stände, bestehen kann. Das ist doch nationale Politik.— Den Eindruck habe ich nicht, daß der Nationalsozialismus das Kapitel internationaler Wirtschaftspolitik mit Stillschweigen übergeht. Aber mit den heute so billigen Schlagwörtern„Weltwirtschaftskrise" und„Rationalisierung“ erklärt man die Ursachen unserer Not doch nicht. Diese Faktoren haben natürlich Einfluß, aber das kann doch niemand leugnen, der sich mit diesen Problemen beschäftigt, daß der Youngplan und alles was damit zusammenhängt, die Hauptschuld an unserem heutigen wirtschaftlichen Niedergang trägt. Auf der einen Seite nehmen wir dauernd Auslandsanleihen zu hohem Zinsfuß auf und auf der andern Seite zahlen wir Milliarden für nichts. Laut„Aufwärts“ (Nr. 237) beträgt unsere Kapitaleinfuhr in den ersten 9 Monaten dieses Jahres ungefähr soviel, wie unsere Jahrestributverpflichtung. Wenn man dazu noch die vielen Zinsen für die andern Anleihen rechnet, so gibt das doch zu denken! Ob das soviel mit Weltwirtschaftskrise und Rationalisierung zu tun hat? Hitler sagt ganz recht: Ebenso, wie es eine unehrliche Handlung ist, wenn ein Kaufmann seinen Namen unter einen Wechsel setzt, von dem er weiß, daß er ihn nicht einlösen kann, so ist es unehrlich von seiten eines Staatsmannes, im Namen seiner Nation ein internationales Abkommen zu unterschreiben, von dem er weiß, daß diese Nation unfähig ist, es zu erfüllen!" Dies ist„Katastrophenpolitik“! Stehen wir nicht fast schon mitten drin im Staatsbankerott? Der Vergleich mit Italien soll doch wohl nur zeigen, was ein Mann, der Mut und Energie besitzt und der sein Vaterland liebt, was solch ein Mann fertigbringen kann. Es wird wohl niemand in deutscher Politik einfach Mussolini nachahmen. Wer recht hinhört, vernimmt immer wieder aus dem Munde nationalsozialistischer Führer: „Wir fordern die Diktatur, so lange die Not in Deutschland umgeht"! Für spätere Zeit enthält das nationalsozialistische Programm Forderungen, die, wenn sie verwirklicht würden. unserem Volke mehr zum Segen wären als unser Parlamentarismus. Meiner Ansicht nach ist es ein gesunder Sozialismus, den der Nationalsozialismus vertritt. Man darf ihn natürlich nicht mit dem Marxismus verwechseln, an den man doch gar zu leicht denkt, wenn man„Sozialismus“ hört. Abgesehen von den Forderungen nach„Verstaatlichung des Bank= und Börsenwesens" u. a. m. fordert der Nationalsozialismus, daß jeder Deutsche, der sein Brot ehrlich verdienen will, sei er Kopf= oder Handarbeiter, die Möglichkeit eines guten Auskommens in Deutschland finde, fordert, daß das Interesse des Volksganzen vorgeht vor dem Einzelinteresse.(„Gemeinnutz geht vor Eigennutz",„Liebe deinen Volksgenossen wie dich selbst": siehe Abe des Nationalsozialisten"). Wer schon Dipl.=Ing. Feder gehört hat über„Brechung der Zins=Knechtschaft", der bekam auch etwas Ahnung von den Forderungen des Nationalsozialismus auf dem Gebiete der Währung.— Und Arbeiterpartei? Es gibt heute schon viele Arbeiter in der NSDAP, die erkannt haben, daß Macht und Wohlstand des Volkes eng verknüpft sind mit dem Wohlstand des Einzelnen, daß alle Phrasen von der internationalen Solidarität der Arbeiter eben nur Phrasen waren(siehe auch die letzte Wahlpropaganda der Kommunisten mit dem„nationalen Deutschland"!). Daß die Nationalsozialisten Wehr= und Innenministerium fordern, ist selbstverständlich nach den Vor gängen der letzten zwei Jahre. Zuerst Ordnung, Sauberkeit und Zucht im Innern!(Uebrigens würden ja die Nationalsozialisten die Verantwortung für Finanz=, Arbeits= und Außenministerium in demselben Augenblick mitübernehmen, wo sie in der Regierung sitzen und ich laube, sie würden sich nicht scheuen, ihre Forderungen zumelden(haben es auch zum Teil schon getan).(Siehe auch die Finanzpolitik in Thüringen!)— Es wäre noch manches zu sagen über die Judenfrage, über„Christ und Nationalsozialismus“, damit verknüpft über„Evangelium und Politik“. Doch es würde zuviel.—— Ja, es geht heute um schwerwiegende Entscheidungen, um Entschedungen, von denen ich glaube, daß sie so klar, wie sie heute sind, von Gott uns gestellt sind: Entweder ganz anderer Kurs in Innen= und Außenpolitik(dazu innere Umkehr unseres Volkes, was wir nicht machen können) oder...? Was dann kommen könnte, wäre vielleicht unseres Volkes endgültiger Abstieg. Doch auch da wäre Gott größer als alles, was die Menschen planen und tun. Stud. theol. Walter Brenner. Aus Kurhessen und Waldeck. Vierzigjahrfeier des Hauptvereins des Evangelischen Bundes von Kurhessen und Waldeck in Kassel am 5. und 6. Oktober. Festgeläute am Sonnabend abend und Posaunenblasen am Sonntag vormittag von den Türmen verschiedener Kirchen leiteten eindrucksvoll das Fest ein, das der Hauptverein des Evangelischen Bundes anläßlich seines 40=jährigen Bestehens am 5. und 6. Oktober in Kassel feierte. In den Festgottesdiensten, die in der Lutherkirche, der Auferstehungs= und der Adventskirche stattfanden, sprachen Oberkonsistorialrat D. Richter=Berlin Waldeck) und Kirchenrat D. Kübel=Frankfurt a. M. „Schließet die Reih'!“ So klang es durch die Predigten hindurch. Was uns in unserer Zeit rettet, ist ein opferbereites, lebendiges Tatchristentum. Die für die Mittagsstunde am Denkmal Philipps des Großmütigen geplante Feier mußte wegen des unbeständigen Wetters in die St. Martinskirche verlegt werden, deren gewaltige Hallen bis auf den letzten Platz gefüllt waren. Nach Einleitung der Feier durch ein Vortragsstück der Vereinigten Posaunenchöre und zweier Gesangvereine wies Pfarrer Zeidler=Kassel auf den Helden der hessischen Reformation, Landgraf Philipp den Großmütigen, hin; die Erinnerung an ihn ruft uns, die Nachfahren der Reformation, zu mutigem Bekenntnis in der Gegenwart auf. Namens des Hauptvereins legte dann dessen Vorsitzender, Professor Hofmann, einen Kranz am Grabmal Philipps des Großmütigen nieder. Das gemeinsam gesungene Lutherlied bildete den Höhepunkt der Weihestunde, die zugleich eine ernste, machtvolle Kundgebung war. Der Abend vereinigte die Festteilnehmer in der großen, wunderbaren Stadthalle, die über 2000 Personen faßt und überfüllt war. Die vereinigten Kirchenchöre Kassels trugen eine Motette von Bremer=Dorpat und das Lied:„Es ist das Heil uns kommen her“, in der Bachschen Vertonung vor. Nach der Eröffnungsansprache von Professor Hofmann, der einen Ueberblick über die Arbeit des Evangelischen Bundes gab, folgte die lange Reihe der Begrüßungsansprachen. U. a. sprachen Ministerialdirektor Dr. Konze im Namen des Präsidiums und Zentralvorstandes des Evangelischen Bundes, Professor D. Hermelink im Auftrag der theologischen Fakultät der Bücher und Zeitschriften. Die hier angezeigten Bücher sind zu beziehen durch die Buchhandlung der Anstalt Bethel. Schütz, Zwischen Nil und Kaukasus" Verlag Chr. Kaiser, München. Brosch. 5,80. Das Buch erzählt von einer Missionsstudienreise durch den vorderen Orient. Der Verfasser hat Aegypten, Palästina, Syrien, Mesopotamien, den Jrak, Kurdistan und Nordpersien gesehen, z. T. in Begleitung von Diakon J. Künzler. Seine Versuche, in die Türkei und nach Rußland über die Grenze zu kommen, scheiterten an politischen Schwierigkeiten. Ein Reisebericht über eine derartig weit ausgedehnte Fahrt bringt selbstverständlich eine Fülle von fesselnden Bildern. Abgesehen von den heute wieder vielbereisten und oft beschriebenen Ländern Aegypten und Palästina ist man gespannt auf Nachrichten eines unparteiischen Mannes über die Lage der von Schütz durchreisten Länder und Völker. Man findet in dem Buch auch allerlei Antworten auf seine Fragen. Wo sich der Verfasser wirklich an das Erzählen und Beschreiben begibt, kann er gelegentlich sogar prächtige und anschauliche Bilder entwerfen. Leider legte er aber offenbar auf das schlichte objektive Berichterstatten des Geschauten und auf das sorgfältige Herausarbeiten eines Gesamtbildes weniger Wert. Die subjektive Stimmung überwiegt und— ich denke z. B. an Jerusalem— verzerrt geradezu die Dinge. Aber es handelt sich bei dem Schütz'schen Buch nicht nur um einen Reisebericht, sondern um einen Missionsreisebericht und zwar um einen solchen in erster Linie. Der Verfasser führt sich selbst als Missionsmann ein. Das Buch ist voll, übervoll von Reflexionen über die christliche Kirche und Mission. Leider aber auch über Politik. Und diese hat dem Verfasser gründlich das Konzept verdorben. Anderes kommt dazu, vor allem ein gründlicher Mangel an Missionserfahrung. Er sieht vollständig an den Dingen, auf die es ankommt, vorbei. Daher dann Urteile, *) In der Beilage zu Nr. 233 von 4. Oktober besprach G. von Rohden dieses Buch. Daraufhin sandte uns ein Leser diese ganz anders lautende Besprechung von Pastor O. Oestreicher aus„Der Pionier“, dem Organ der Evangelischen Mohammedaner=Mission, die wir trotz des Raummangels nun auch noch abdrucken. Pastor O. Oe. kennt auch den Orient und seine Mission und hat daher wohl ein Urteil. Universität Marburg. Kirchenrat D. Merzyn=Kassel überreichte dem Vorsitzenden in Anerkennung der wertvollen Arbeit des Evangelischen Bundes die Ehrenurkunde der kurhessischen Landeskirche. Den Mittelpunkt des Abends bildete der Festvortrag von Pfarrer D. Mahnert=Innsbruck über:„Die evangelische Kirche Oesterreichs— eine Kirche unter dem Kreuz". Er ließ die Zuhörer einen tiefen Blick tun in die Leiden und Kämpfe, die der evangelischen Kirche in Oesterreich beschieden waren und noch beschieden sind. Die leuchtende Klarheit und hinreißende Gewalt seiner Rede veranlaßte die Zuhörer wiederholt zu Beifallskundgebungen. Die Tagung fand am Montag eine Fortsetzung in der Abgeordneten= und Mitgliederversammlung, an deren Schluß Theologieprofessor D. Hupfeld=Rostock einen Vortrag hielt über:„Die Reformation— ein Unglück oder ein Segen für das deutsche Volk?“ In geschickter Weise verstand er es, die Einwände, die man von gegnerischer Seite gegen die konfessionelle Zerspaltung Deutschlands erhebt, zu widerlegen. Drüner. Eröffnung des neuen Mittwoch Wahl des Präsidiums.— Donnerstag Regierungserklärung. — Berlin, 13. Oktober. Die Eröffnung des am 14. September gewählten Reichstags hatte in Anbetracht der politischen Gegensätze außerordentlich viel Zuschauer angelockt. Wer das Spreeufer entlang kam, erblickte ein Bild, das an die Schlangen vor den Bäckerläden während des Krieges erinnerte. Bereits mehrere Stunden vor Beginn der Pleuarsitzung hatte sich am Portal 5 eine lange Reihe Wartender gebildet, deren Ziel es war, von den bünen der Eröffnung des neuen Reichstags beizuwohnen. Leider konnte die Ausdauer der Wartenden nicht belohnt werden. Die Einlaßkarten für die Tribünen waren bereits seit Tagen vergeben! Wesentlich größer als am Spreeufer war das Gedränge an der Tiergartenseite, wo die Auffahrt der Abgeordneten vor sich ging. Die Zahl der Schaulustigen ging hier hoch in die Tausende, dazu kam eine Unmenge von Kameraleuten, die die Reichsta eröffnung im Bilde festhalten wollten. Aber nicht nur die Zuschauer, auch die Polizei war recht zahlreich vertreten; ferner bemerkte man viele Spaziergänger, denen man deutlich den Beruf des Kriminalbeamten ansah. Polizei räumt den Vorplatz. Etwa eine Stunde vor Eröffnung des Reichstags verstärkte sich die Ansammlung vor dem Reichstagsgebünde, auch hörte man Rufe wie:„Heil Hitler!" und „Deutschland erwache!" Die Polizei, die inzwischen gleichsalls weiter verstärkt worden war, ging gegen die Demoustrauten vor und machte dabei auch von dem Gummiknüppel Gebrauch. Zahlreiche Personen wurden verhaftet. Ihren Abschluß fand die polizeiliche Aktion mit der Absperrung des Reichstagsgebäudes. Der Plenarsaal bot ein völlig verändertes Bild. Die Sitzreihen sind breiter geworden, die freien Nischen und Ecken seltener. Schreibpulte mit den zuweilen als Wurfgeschossen beliebten Tintenfässern gibt es nur noch in den ersten fünf Reihen. Die Unterbringung der Abgeordneten ist jedenfalls geglückt's auf die des neuhinzugekommenen 577. Abgeordneten, dessen Klappsitz von der Möbelfabrik noch nachgeliefert werden muß. Erst recht verändert ist das politische Bild ds Plenarsaals. Neu war ferner die nationalsozialistische Uniform, das Braunhemd, das erstmals im Plenarsaal, und nun in Massen, zu sehen war. Die Komwie das, die Mission sei der Windhund, den der Cäsar bald vorschickt, bald zurückpfeift. Mit dem besten Gewissen von der Welt sagen wir Missionsleute dazu nein, das ist sie nicht. Sie ist schlichter Gehorsam gegen den Befehl Christi und ihrer Verheißung gewiß. D. Oestreicher=Heidelberg. Tagung der Evangelischen Schulvereinigung und der ihr angeschlossenen Verbände am 2. und 3. Oktober 1930 in Bethel Bielefeld. Es war ein glücklicher Gedanke, daß die Evangelische Schulvereinigung zur ersten Tagung nach Bethel rief. Es war eine beachtliche Anzahl von Lehrern und Lehrerinnen dem Ruf gefolgt, mehr als irgend jemand erwartet hätte, so daß oft der große Hörsaal der Theologischen Schule nicht ausreichte. Der Kaiserswerther Verband mit seinen Schulen stellte ein beachtliches Kontingent. Es war aber nicht nur die große Schar der Hörenden, die mit Freude erfüllte, noch stärker war der Eindruck, der aus allen Reden und Gegenreden uns entgegen klang: Die Stunde für eine evangelische, aus dem reformatorischen Geist geborene Pädagogik ist da. Die Forderung ist uns gegeben, nicht nur organisatorisch mitzuarbeiten, sondern auch in gedanklicher Arbeit an dem Bau dieser neu heraufziehenden Pädagogik mitzuwirken. Es wurde ein beachtliches Stück Gedankenarbeit in der Tagung geleistet. Ich möchte vor allem zwei Vorträge hervorheben: Lie. Dr. Schreiner sprach über„Das Evangelium als Kritik und Grundlage aller Pädagogik“, ausgehend von den großen Gedankenströmungen, die heute Pädagogik und Geistesleben weithin beherrschen, nämlich dem Idealismus und Realismus, zeigte er ihre Bedeutung und ihre Grenzen, aber nicht als einer, der skeptisch beiseite steht und ratlos ist, sondern als einer, der vom Boden des Glaubens, der zugleich uns erschüttert und erhebt, die Pädagogik neu gestaltet. Es sei für den Leser, der sich für diese Frage interessiert, auf Schreiners Buch„Pädagogik aus Glauben“ hingewiesen. Der zweite Vortrag, den wir herausheben möchten, war der von Studiendirektor Dr. Ites=Ilfeld über „Humanismus und Evangelium im Gymnasium“. Er wird in einer der nächsten Nummern von„Schule und Evanmunisten, die in der Uniform des Rotfrontkämpfer, bundes in den Reichstag einziehen wollten, hatten darauf im letzten Augenblick verzichtet. Wer wird Präsident? Ueber den Arbeitsplan hatten sich die Fraktiona, führer in einer Besprechung bei dem Präsidenten des aufgelösten Reichstags, Löbe, dahin verständigt, in der ersten Sitzung es lediglich bei dem Namensaufruf zu belassen. Am Dienstag soll keine Sitzung stattfinden damit den Fraktionen Zeit zu Verhandlungen über die Wahl des Präsidiums bleibt. Die Wahl selbst soll am Mittwoch durchgeführt werden. Ihr wahrschein, liches Ergebnis ist nicht vorauszusehen. Die Nationalsozialisten und die Deutschnationalen, das gleiche gilt übrigens von einigen anderen bürgerlichen Parteien sind gegen die Wiederwahl des sozialdemokratischen Präsidenten Löbe. Inwieweit durch die Erklärung Löbes, er lehne eine Mitarbeit mit einem nationalsozialistischen Vizepräsidenten nicht ab, eine neue Lage entstanden ist, bleibt abzuwarten. Die politische Arbeit des neuen Reichstags beging am Donnerstag mit der Entgegennahme der Regierungserklärung. Verbunden mit der Beratung dieser Erklärung wird die Behandlung der Mißtrauensanträge— die von den Nationalsozialisten, den Deutschnationalen und den Kommunisten vorliegen— sowie die Beratung der Anträge auf Aufhebung der Notverordnung und Zahlungsaufschub für die Reparationen. Die erste Langwieriger Namensaufruf. In der ersten Sitzung des neuen Reichstags, der von der Trhüne auch Prinz August Wilhelm von Preußen beiwohnte, führte der 82jährige Alterspräsident Herold den Vorsitz. Als erste hatten die Abgeordneten der Mittelparteien und der Sozialdemokraten ihre Plätze eingenommen, dann erschienen die Deutschnationalen unter Führung Dr. Hugenbergs und als letzte die Nationalsozialisten mit dem thüringischen Staatsminister Frick an der Spitze. Das Erscheinen der Nationalsozialisten mit dem Braunhemd und dem Hakenkreuz auf der roten Armbinde löste in den sozialdemokratischen und kommunistischen Bänken HalloRufe aus. Als Schriftführer wirkten in der ersten Sitzung die Abgeordneten Taubadel(Soz.), Göring(Nat.=Soz.), RauchMünchen(Bayer. Vp.) und Frau Teusch(Ztr.). Außerordentlich laut wurde es, als der nationalsozialistische Abgeordnete Goebbels, gegen den bis zum Eintritt der Immunität ein gerichtlicher Vorführungsbefehl bestand, den Saal betrat. Dr. Goebbels antwortete auf die Zwischenrufe:„Ja, ich sabotiere Eure bürgerliche Justiz. Die Zwischenrufe begleiteten fast die gesamten Namensaufrufe. Nicht minder unruhig war das Haus bei der Verlesung der eingegangenen Anträge und Vorlagen. Zum Schluß entwickelte sich eine lebhafte Debatte über die nächste Plenarsitzung und ihre Tagesordnung. Das Ergebnis der Auseinandersetzungen, bei denen die Nationalsozialisten und die Kommunisten hart aneinandergeraten waren, war die Ablehnung des kommunistischen Antrages, Dienstag zu tagen. Die nächste Sitzung findet also am Mittwoch statt. Auf der Tagesordnung steht die Wahl des Reichstagspräsidiums und die Beratung sozialdemokratischer Anträge auf Herabsetzung der Abgeordnetendiäten um 20 Prozent und Festsetzung einer Pensionshöchstgrenze von 12000 Mark. — Das Ibero=amerikanische Institut, das soeben in Berlin eröffnet wurde, verfügt über eine Bücherei von 120000 Bänden. Damit besitzt Berlin die größte südamerikanische Bibliothek Europas. gelium“ gedruckt erscheinen. Wir weisen darauf hin. Wissenschaftlich glänzend unterbaut brachte er eine gediegene und durchaus neuartige Darlegung der Geschichte des Gumanismus seit der Reformation, darüber hinaus eine scharfsinnige Darstellung des Neuhumanismus der Gegenwart, der sich aufmacht, die gegenwärtige Pädagogik wie das geistige Leben der Zeit neu zu erobern. Scharf wurde der Gegensatz zum reformatorischen Denken herausgearbeitet, wenn auch die Kürze der Zeit den Vortrag gerade hier abbrechen ließ. Praktisch gerichtet war das Referat von Direktot Wedemann=Neuwied a. Rh.„Die Schule als evangelische Gemeinde". Hinter seinen Worten stand die Arbeit der Zinzendorf=Schule in Neuwied. Wir haben in der Ev. Schulvereinigung allen Grund, uns mit den pädagog schen Gedankengängen und der Arbeit der Zinzendors Schule auseinanderzusetzen. Wie man auch stehen may das eine ist sicher, daß hier auf das ernsteste der Versuch unternommen wird, eine Pädagogik auf evangel.=resor' matorischer Grundlage in die Wirklichkeit zu setzen. Aul das einzelne einzugehen, vor allem auf das Wesen der geistigen Arbeit im Unterricht, worüber Frau von Groi eingehend sprach, würde zu weit führen. Die brennende Frage der Schulandacht behandenle Direktor Dr. Goerlitz=Nisky und Frau Direktor Dies' Hamburg. Es haben auch diese Vorträge gezeigt, wie bei aller Verschiedenheit sich heute immer stärker e“ uns aufdringt, daß Inhalt der Schulandacht nur die Botschaft des unverkürzten Wortes Gottes an die Jugend sein kann. Nicht zu vergessen wären die Referate von Direktot Mützelfeld=Kaiserswerth über„Die Lage der Evange“ Mädchenschule" und von Schulrat Dr. Schmidt über# Gestaltungsformen der Haushaltungsschulen. So zeigte die Tagung die Mannigfaltigkeit der For' men der ev. Schule, aber auch, wie nötig der Zusammen schluß dieser Schulen in der Evangelischen Schulverem“ gung ist. Sie muß der Generalstab sein, der von 900 Warte die Führung übernimmt und im Kampf der Ge“ ster die Stimme des Evangeliums zur Geltung brind“ Darum sei auch hier nicht vergessen des Generalsupe“ intendenten D. Zöllner, der geschickt und klug die 4 gung leitete, und des Geschäftsführers Direktor Hase Berlin. RotfrontkämpferAllten, hatten darnt? ich die FraktionsPräsidenten des erständigt, in der Namensaufruf zu itzung stattfinden, idlungen über die Wahl selbst soll Ihr wahrscheinn. Die National, das gleiche gilt erlichen Parteien, zialdemokratischen h die Erklärung einem national5, eine neue Lage keichstags begin. ahme der RegieBeratung dieser r Mißtrauensansten, den Deutschorliegen— sowie hebung der Notfür die Repara9. fruf. n Reichstags, der st Wilhelm ron hrige Alterspräsihatten die AbgeSozialdemokraten enen die Deutschzenbergs und als dem thüringischen Das Erscheinen sunhemd und dem löste in den soen Bänken Halloersten Sitzung die (Nat.=Soz.), Rauch(Ztr.). als der nationals, gegen den bis eichtlicher VorfühDr. Goebbels antich sabotiere Eure gesamten NamensHaus bei der Verld Vorlagen. Zum itte über die nächste Das Ergebnis der ionalsozialisten und en waren, war die ages, Dienstag zu im Mittwoch statt. hl des Reichstassdemokratischer Anordnetendiäg einer Pensionstut, das soeben in eine Bücherei von in die größte süden darauf hin. Wishte er eine gedieung der Geschichte mn, darüber hinaus euhumanismus der egenwärtige Pädait neu zu erobern. ormatorischen DenKürze der Zeit den erat von Direktor ile als evangelische and die Arbeit der haben in der Ev. mit den pädagogieit der Zinzendorfi a u c h s t e h e n m a g, rnsteste der Versuch auf evangel.=reforhkeit zu setzen. Auf uuf das Wesen der der Frau von Grot en. andacht behandelte an Direktor Dietzträge gezeigt, wie immer stärker es sulandacht nur die s Gottes an die erate von Direktor Lage der Evangel. Schmidt über„Die schulen. zfaltigkeit der Foritig der Zusammenischen Schulvereint, ein, der von hotse. im Kampf der Geiür Geltung bringt. des Generalsuperund klug die Tas Direktor Hasa in in Berlin. zahlreiche Feusterscheiben in der Leipziger Straße zer*" trümmert. — Berlin, 14. Oktober. Der Tag der Reichstagseröffnung verlief in Berrin unruhig. Nach der Räumung des Reichstagsvorhlatzes durch die Polizei wandte sich ein großer Demonstrationszug vor das Café Dobrin an der Lennestraße, wo die Demonstranten gegen jüdisch aussehende Personen vorgingen. Als die Gäste des Cafés sich nach innen begaben, flogen Steine gegen das Gebäude, wobei drei Personen verletzt und viele Fensterscheiben zertrümmert wurden. Zu neuen Krawallen kam es in der Leipziger Straße. Die Demonstranten, in der Hauptsache Nationalsozialisten und Kommunisten, marschierten dem Könhoffplatz zu und zerschlugen sämtliche Scheiben Barenhauses Wertheim, des Textilgeschäftes Grünseld wie überhaupt zahlreiche Fensterscheiben der Geschäfte, als deren Inhaber man Inden vermutete. Während der Zertrümmerung der Fensterscheiben hörte man Ruse wie„Deutschland erwache!" und„Hoch die Sowjets!“ Bei der Ankunft des Demonstrationszuges vor dem Warenhaus Tietz stellten sich starke Polizeiabteilungen den Massen entgegen und zerstreuten den Etwa 80 Personen wurden zwangsgestellt. Während des Vorgehens in der Leipziger Straße fielen verschiedentlich Schüsse. Gleich bei Beginn der Unruhen ließen die Geschäfte in dem Verkehrsviertel die eisernen Schutzgitter nieder. Starke Polizeipatrouillen durchzogen die Straßen und verhinderten neue Ansammlungen. Das Brandenburger Tor ist während der Demonstrationen wiederholt für den Verkehr gesperrt worden. Der Polizeibericht über den Tumult im Zentrum Berlins. — Berlin, 13. Oktober. Der Polizeipräsident teilt mit:„Nachdem vor dem Reichstagsgebäude stärkere Menschenansammlungen durch das Eingreifen der Schutzpolizei zerstreut worden waren, strömte ein beträchtlicher Teil der dort abgedrängten Personen durch die Friedrich= Ebert=Straße in Richtung Potsdamer Platz und Leipziger Straße. Etwa 16,10 Uhr wurden zunächst beim Kaffee Dobrin mehrere Fensterscheiben durch Steinwürfe zerstört und fast unmittelbar anschließend in der Leipziger Straße die dortige Schaufensterfront des Kaufhauses eingeworfen, bezw. eingeschlagen. Ferner wurden bei den Firmen Grünfeld, Bette, Cords und Adam mehrere Schaufenster zerstört. Außerdem wurden in der Charlottenstraße bei der Firma Behrendz und in der Kronenstraße bei der Darmstädter Bank mehrere Fenster eingeworfen. Die sofort eingesetzten Polizeikräfte zer streuten die Ansammlungen und nahmen insgesamt 53 Personen, die der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei angehören, fest. Die Festgenommenen wurden zur Strafverfolgung der Abteilung I A eingeliefert. Weitere Zwischenfälle sind nicht mehr eingetreten. Der Gegenbericht. Die Gauleitung der NSDAP Berlin zu den Ausschreitungen am Montag. — Berlin, 14. Oktober. Gegenüber dem Bericht des Berliner Polizeipräsidiums über die Vorkommnisse am Montag nachmittag erklärt die Gauleitung der NSDAP Berlin: „Es ist die Schuld der Polizei, daß überhaupt Zwischenfälle bei der Eröffnung des Reichstages zu verzeichnen gewesen sind. In einem demokratischen Staate, in dem das Volk angeblich souverän ist, ist es das gute Recht der Wähler, das Schauspiel einer Reichstagseröffnung wenigstens von der Ferne zu beobachten. Schon daß die Polizei die versammelte Menschenmenge überhaupt wegtrieb, ist ein Beweis von Schwäche und Nervosität. Wie die Nachforschungen der Gauleitung ergeben haben, sind bei den Ausschreitungen im Zentrum der Stadt keine Nationalsozialisten verhaftet worden; vielmehr wurden die 53 Verhaftungen von Nationalsozialisten, von denen im Polizeibericht die Rede ist, im Umkreis des Reichstagsgebäudes gemacht, weil diese Leute lediglich den von der preußischen Justiz seit Monaten auf das schandlichste verfolgten Gauleiter Dr. Goebbels sehen und begrüßen wollten. Die Ausschreitungen in der Innenstadt sind, wie durch zahlreiche Augenzeugen bestätigt wird, das Werk kommunistischer Provokateure. Durch diese Delikte soll den seit Wochen in der Börsenpresse kunstlich genährten Putschgerüchten um die NSDAP neue Nahrung zugeführt werden. Seit Tagen schon lieden der Gauleitung positive Beweise dafür vor, daß AnLehorige der KPD durch solche Putschversuche bei der Reichstagseröffnung das mächtige Anwachsen der NSDP dor der Oeffentlichkeit diskreditieren sollten. Austritt der Wirtschaftspartei. Fosung der Fraktions=Bindung an das Kabinett Grüning.— Für Ambildung der : Im Auftrage seiner Fraktion richtete der Vorsbende der Wirtschaftspartei, Abgeordneter Drewitz, ein Schreiben an den Reichskanzler, in dem es heißt: „Meine Fraktion ist der Auffassung, daß dem Er seonis der Wahl durch Umbildung oder Neubildung es Kabinetts politisch Rechnung getragen werden muß, mndererseits scheint es uns dringend notwend.g, die Zahl der Ministerien zu verringern und die Voll nachten der im besonderen die Wirtschaft beeinflusen den Ministerien in der Hand von Fachleuten zu vergrößern. Um Ihnen die Durchführung dieser Maßnahmen zu erleichtern, hat die Fraktion beschlossen, den Reichsjustizminister Professor Dr. Bredt zu ersuchen, sein Portefeuille zur Verfügung zu stellen. Der Beschluß hat den Sinu, den Weg freizumachen, für die notwendige Neubildung eines Kabinetts, daß, auf Fachleute gestützt, dem Mehrheitswillen des deutschen Volkes in höherem Maße entspricht, als das bei der heutigen Zusammensetzung der Reichsregierung der Fall ist. Sollte bei der Neubildung des Kabinetts die Mitwirkung von Professor Dr. Bredt unabhängig vom reinen Parteigesichtspunkt erwünscht oder notwendig erscheinen, so glaube ich versichern zu dürfen, daß meine Fraktion etwaige Bedenken gegen eine solche Beteiligung zurückstellen würde, wenn die Gewähr dafür geboten ist, daß den grundlegenden Gesichtspunkten für Gesundung von Staat, Volk und Wirtschaft, die in unseren Erklärungen vom 26. September und vom 2. Oktober 1930 niedergelegt sind, bei allen Maßnahmen einer künftigen Regierung Rechnung getragen wird.“ Eine neue Rechtsfraktion. Die Reichstagsgruppe des Christlich=sozialen Volksdienstes hat der Bildung einer technischen Fraktion mit der Reichstagsgruppe der Konservativen Volkspartei und den ihr angeschlossenen Deutsch=Hannoveranern einstimmig zugestimmt. Diese Fraktion führt den Namen: Fraktion des Christlich=sozialen Volis dienstes und der Konservativen Volkspartei. Zweck dieser Fraktionsbildung ist die Erlangung von Ausschußsitzen und der sonstigen geschäftsordnungsmäßigen Fraktionsrechte. Gemeinsame Fraktionssitzungen fin den nicht statt. Die neue Fraktion zählt 21 Abgeordnete. Bredt tritt nicht zurück. Auf Veranlassung des Reichspräsidenten. Reichskanzler Dr. Brüning ist im Laufe des gestrigen Nachmittags von dem Beschluß der Wirtschaftspartei auf Zurückziehung des Reichsjustizministers Dr. Bredt durch den Fraktionsvorsitzenden Abg. Drewitz in Kenntnis gesetzt worden, worauf er dem Herrn Reichspräsidenten sofort Bericht erstattete. Der Herr Reichspräsident hat darauf in voller Uebereinstimmung mit dem Vorschlage des Reichskanzlers den Reichsjustizminister Dr. Bredt ersucht, trotz dieses Beschlusses seiner Partei im Kabinett zu bleiben. Der Herr Reichspräsident wies hierbei darauf hin, daß die gegenwärtige Regierung nicht auf Grund von Fraktionsbeschlüssen von Reichstagsparteien zustandegekommen sei und daß er— der Reichspräsident — daher nicht in der Lage sei, in der Zusammensetzung dieses Kabinetts auf Grund solcher Beschlüsse Aenderungen eintreten zu lassen. Reichsjustizminister Dr. Bredt erklärte sich daraufhin bereit, dem Appell des Reichspräsidenten Folge zu leisten und von der Einreichung eines Abschiedsgesuches abzusehen. 500=Millionen=Kredit Gegen 6 Prozent Zinsen.— Das Parlament um Zustimmung ersucht.— Drei=Jahresplan für Schuldentilgung. Die Verhandlungen der Reichsregierung mit den Banken über die Gewährung eines Ueberbrückungskredites in Höhe von 125 Millionen Dollar sind mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung beendet worden. Danach gewährt das Baukenkonsortium der Reichsregierung gegen sechsmonatige Schatzanweisungen den nachgesuchten Kredit. Zu verzinsen ist der Ueberbrükkungskredit mit 4¾ Prozent zuzüglich einer Jahresprovision von 1¼ Prozent, insgesamt also mit 6 Prozent. Die Auszahlung erfolgt zum Nominalbetrag. Deutschland hat das Recht, eine dreimalige Verlängerung der Schatzanweisungen fordern zu können. Einer amtlichen Mitteilung über den Abschluß des Ueberbrückungskredits entnehmen wir folgende Ausführungen: Die Reichsregierung hat in ihrem Finanz= und Wirtschaftsprogramm angekündigt, daß sie die nanziellen Schwierigkeiten des Haushaltsjahrs 1931/32 durch Senkung der Ausgaben um eine Milliarde Mark überwinden werde. Der Etat für 1931/32, der nach der Verabschiedung durch das Kabinett schon in den nächsten Tagen dem Reichsrat zugehen wird, ist dadurch ausgeglichen. Im laufenden Etatsjahr 1930 sind von den bisherigen schwebenden Schulden erhebliche Teile zurückgezahll worden. Die infolge der Wirtschaftsentwicklung im Winter zu erwartenden Mehraufwendungen und Steuerausfälle machen einen Ueberbrückungskredit entsprechend der Ankündigung der Reichsregierung in ihrem Programm, notwendig. Die Reichsregierung hat bereits ein Gesetz, welches sie zu dieser Kreditaufnahme ermächtigt, dem Reichsrat zugeleitet. Diesen Ueberbrückungskredit hat die Regierung unter der Voraussetzung aufgenommen, daß in dem Kreditermächtigungsgesetz gleichzeitig Bestimmungen über eine Schuldentilgung von den gesetzgeberischen Körperschaften verabschichet werden, die den Zweck haben, den neu aufgenommenen Kredit und sonstige schwebende Schulden in drei Jahresraten zu je 420 Millionen Mark zu tilgen. Die Annahme dieser Tilgungsbestimmungen ist die Voraussetzung für das Wirksamwerden des Kreditabkommens. Krcoitgeber sind 22 Banken der Vereinigten Staaten unter Führung von Lee, Higginson and Co., 24 deutsche Banken unter Führung der Reichsbank, ferner gehören dem Konsortium Banken aus Schweden, Holland und Kanada an. Nicht vertreten in der Baukengruppe sind England und Frankreich. Arabstimmung der Metallarbeiter. Dreiviertelmehrheit gegen den Schiedsspruch. In den Betrieben der Berliner Metallindustrie fand am Montag die Urabstimmung über die Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruches, der bekanntlich eine Lohnherabsetzung bis zu 8 Prozent vorsieht, statt. Etwas mehr als ein Drittel der Gesamtbelegschaft beteiligte sich an der Abstimmung. Von 60 000 Arbeitern waren 48500 für Ablehnung und 11 500 für Annahme des Schiedsspruchs. Es stehen noch einige Abstimmungsergebnisse aus, doch dürften sie an dem Gesamtergebnis kaum noch etwas ändern. Man rechnet damit, daß die Obleute nunmehr den Ausstand proklamieren werden. Hiervon werden rund 140000 Arbeiter betroffen. Reichstags=Entscheidung für die nächsten Tage zu erwarten. Wie wir erfahren, wird sich der neue Reichstag schon in den nächsten Tagen mit der Amnestiefrage befassen. Bekanntlich ist im alten Reichstag der von den Regierungsparteien vereinbarte Amnestieantrag, wonach auch die bei der Amnestie von 1928 ausgeschlossenen politischen Tötungsdelikte amnestiert werden sollten, kurz vor der Auflösung an der Ablehnung der Sozialdemokratie und einiger Abgeordneten aus anderen Parteien gescheitert, da die notwendige Zweidrittelmehrheit nicht erreicht wurde. Auch die Kommunisten hatten der Amnestie zugestimmt. Der damals gescheiterte Antrag wird jetzt erneut im Reichstag eingebracht werden. Infolge der Aenderung der Mehrheitsverhältnisse ist seine Annahme diesmal gesichert. Die Ausschreitungen in Posen. Der Gesamtschaden der Verwüstungen auf 100 000 Iloty veranschlagt. Die deutschfeindlichen Ausschreitungen in Posen haben, wie ergänzend berichtet wird, auch zu der Demolierung der deutschen Buchhandlung Rehfeld geführt. Sämtliche Fensterscheiben wurden eingeschlagen und die großen wertvollen Buchauslagen zerstört. Besonders umfangreich ist der Schaden in der deutschen Mädchenschule, dem Below=Knotheschen Lyzeum. Hier zertrümmerte die Menge, nachdem sie das Straßenpflaster aufgerissen hatte, 155 Fensterscheiben. Das Direkterzimmer ist besonders schwer beschädigt und gleicht einem Trümmerhausen. Sogar die Bilder an den Wänden sind zerschlagen. Das deutsche Lyzeum muß mehrere Tage den Schulbetrieb einstellen. Die Polizei nahm einige Verhaftungen vor. Der Gesamtschaden wird erst in den nächsten Tagen festzustellen sein, dürfte aber mit 100000 Zloty nicht zu hoch eingeschätzt werden. Vorpostengefechte in Brasilien. Besetzung der von Deutschen bewohnten Stadt Blumenau durch Aufständische. Die Entscheidung in dem brasilianischen Bürgerkrieg zieht sich nun doch in die Länge. Die Truppen der Bundesregierung und der Revolutionäre liegen sich kampfbereit gegenüber, scheuen aber noch vor dem Beginn der Entscheidungsschlacht zurück. In den letzten Stunden haben nur kleinere Gefechte stattgefunden. Den Oberbefehl über die gesamten Streitkräfte der Rebellen hat der bisherige Gouverneur von Rio Grande do Sul, Dr. Vargas, der Kandidat der Liberalen bei den letzten Präsidentschaftswahlen, übernommen. Havas berichtet aus Montevideo: einer Meldung der Zeitung„Imparcial“ zufolge hätten zehn Flugzeuge der Aufständischen die Stadt Sao Paulo bombardiert. Ein amtlicher Bericht besagt, daß die etwa 2000 Mann starken aufständischen Streitkräfte, die auf Ribeira und Itamare an der Grenze von Sao Paulo und Parana vorrücken, von den Regierungstruppen geschlagen worden seien. Aus Porto Alegre verlautet, daß die Aufständischen die besonders von Deutschen besiedelte Stadt Blumenau besetzt hätten. Im Hauptquartier der Aufständischen erkläre man, daß ganz Nordbrasilien, mit Ausnahme des Staates Amazonas, in der Hand der Revolutionäre sei. Die Aufständischen hätten Belem, die Hauptstadt des Staates Para, und Maceio im Staate Alagoas besetzt und dort eine Regierung gebildet. Politische Rundschau. — Berlin, den 14. Oktober 1930. — Das Landgericht l in Berlin verhandelt am Donnerstag über die Regelung der Aufwertung und des Zinsendienstes der Deutschen Schutzgebietsanleihe. * :: Eröffnung der 14. Postwoche. In Berlin wurde, wie immer, veranstaltet von der VerwaltungsAkademie, die 14. post= und telegraphenwissenschaftliche Woche eröffnet. In Vertretung des an der Teilnahme verhinderten Reichspostministers begrüßte Staatssekretär Dr. Sautter die aus allen Gauen Deutschlands, aus Danzig und dem näheren Ausland erschienenen Teilnehmer. :: Nur vier Volkskonservative. Da der auf der gemeinsamen Reichsliste des Landvolks und der Volkskonservativen gewählte Abgeordnete Mönke nicht auf sein Mandat verzichtet, verlieren die Volkskonservativen einen Sitz und haben nur noch vier Mandate. :: Die Zeutrumsfraktion des Reichstags beschloß, den alten Vorstand solange im Amte zu belassen, bis die Wahl des neuen Vorstandes erfolgt. Reichskanzler Dr. Brüning erstattete sodann Bericht über die politische Lage. :: D a u k s c h r e i b e n H i n d e n b u r g s a n d a s R h e i n l a n d. Reichspräsident von Hindenburg hat in persönlichen Schreiben an den Oberpräsidenten der Rheinprovinz sowie an die Oberbürgermeister von Aachen, Trier und Düren und den Bürgermeister von Euskirchen seinen herzlichen Dank für die ihm überall während seiner zweiten Rheinlandreise zuteil gewordene Begrüßung und freundliche Aufnahme zum Ausdruck geRundschau im Auslande. ? Die Anklageschrift gegen den Führer der polnischen Opposition in Ostoberschlesien, Korfanty, ist in Warschau eingegangen. Korfanty, der aber auch viel Not über das deutsche Volkstum gebracht hat, wird darin der Vorbereitung eines Staatsstreichs angeklagt. * D a s f r a n z ö s i s c h e P a r l a m e n t i s t n u n m e h r o f f i z i e l l zum 4. November einberufen worden. * Generalstaatsanwalt Sir Melville, Englands Justizminister, ist aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten. * Der ägyptische Prinz Abbas Halim wurde wegen seiner Zugehörigkeit zu der nationalen Wasd=Partei, die die Politik des Königs bekämpft, aller Rechte, die ihm als Prinz zustehen, verlustig erklärt. * Gieben deutsche Mandate in Rybnik. ? Bei den Kommunalwahlen in der ostoberschlesischen Stadt Rybnik erhielt die deutsche Wahlgemeinschaft 2009 Stimmen und sieben Mandate. Da die deutsche Wahlgemeinschaft bisher die gleiche Mandatszahl aufwies, hat sie sich behauptet. Gewinne erzielte die polnische Oppositionspartei, die 14 Mandate erhält. Die polnische Regierungspartei konnte nur sieben Mandate erringen, so daß damit die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung gegen die Regierung Stellung genommen hat. Danktelegramm Maedonalds an Eckener. Der Leiter der Zeppelinwerft, Dr. Eckener, erhielt folgendes Telegramm des englischen Ministerpräsidenten Macdonald. „Bevor Sie unser Land verlassen, möchte ich Ihnen und durch Sie dem deutschen Volk wärmstens für die herzliche Teilnahme danken, die Sie uns in unserm Schmerz über das Unglück des Luftschiffs N 101 bezeigt haben. Ihre Anwesenheit bei den Trauerfeiern in London und Bedford war ein leuchtender Beweis für die Verbundenheit der Luftfahrt aller Länder.“ Letzte Meldungen. Wieder Ruhe in Berlin. — Berlin, 13. Oktober. Nach Schluß der Reichstagssitzung und der Abfahrt der nationalsozialistischen Fraktionsführer zogen die Demonstranten zum Potsdamer Platz, wo es wieder zu großen Ansammlungen kam, die erst nach Einsatz von zwei Polizeibereitschaften und berittenen Polizeiabteilungen zerstreut werden konnten. Gegen 7 Uhr abends war die nuhe in der Innenstadt wieder hergestellt. Der Reichsrat genehmigt den Ueberbrückungskredit. — Berlin, 14. Oktober. Der Reichsrat hat durch Annahme des erforderlichen Kreditgesetzes die Aufnahme des 525 Millionen Reichsmark betragenden Kredites genehmigt. Thüringen enthielt sich der Stimme. Die Freien Gewerkschaften für Reparationsherabsetzung. — Berlin, 14. Oktober. Der Bundesausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes wendet sich in einer Entschließung dagegen, daß etwa durch Verbindlichkeitserklärung des Berliner Metallschiedsspruchs versucht werde, der Arbeiterschaft den Lohnabbau aufzuzwingen. In einer zweiten Entschließung wird festgestellt, daß die Reparationslasten schon längst die Wiedergutmachung der durch den Krieg verursachten Schäden überschritten haben und daß das Ziel der deutschen Politik jetzt darauf gerichtet sein müsse, die Revision der Reparationsabkommen ins Auge zu fassen. Das Wasser steigt. Neue Hochwassergefahr in Baden. In Oberbaden haben erneut einsetzende überaus starke Niederschläge die Hochwassergefahr wieder akut werden lassen, zumal sich der Abfluß der großen Wassermassen infolge der schon vorhandenen Stauungen weiterhin schwierig gestaltet. Auf dem Hochschwarzwald sind mehrfach die Landstraßen unter Wasser gesetzt und haben dadurch den Verkehr erschwert. Der Oberrhein hat bis Basel nach vorübergehendem Rückgang seinen Wasserstand erneut um annähernd 80 Zentimeter erhöht. Im Rheintal nördlich Basel, besonders in dem Abschnitt von Offenburg bis Karlsruhe, stehen weite Wiesenflächen unter Wasser, da der Abfluß stockt. Die Kinzig ist in ihrem Unterlauf schon an die Hochwassergrenze gekommen. Da auch im Quellgebiet des Rheins und in der Nordostschweiz Niederschläge in außergewöhnlichem Ausmaß niedergegangen sind, ist der Wasserstand des Bodensees in ganz kurzer Zeit um sieben Zentimeter gestiegen. Ebenso hat die die Donau durch die Hochwässer von Brigach und Breg in der Gegend von Immendingen, sowie beim Uebertritt auf württembergisches Gebiet die Wiesen überflutet. Der Wasserstand reicht stellenweise bis an den Eisenbahndamm der Linie Donaueschingen—Sigmaringen. Zur Zeit halten die Niederschläge noch an. Hochwasser in Glowenien. Infolge der heftigen Regengüsse der letzten Tage sind die Flüsse in ganz Slowenien stark im Steigen begriffen. Der Wasserspiegel der Save üb rschreitet mit zwei Metern der Normalwasserstand, und#.„ Fluß hat bereits große Gebiete überschwemmt. Meß. rere Brücken der Bistriza sind durch die Hochflut fort, gerissen worden. Die Stadt Zilli an der Sawing u infolge des Hochwassers in unmittelbare Gefahr ag raten. Der Fluß hat auch mehrere Eisenbahnbrücken überschwemmt. Unwetter bei Grenoble. Die Gegend von Grenoble in Frankreich ist von einem heftigen Sturm heimgesucht worden. Das un wetter hat unter den Nußbaumen, die hier besonderg zahlreich sind, große Verheerungen angerichtet. Di Telegraphenmasten sind vielfach geknickt worden; diVerbindung zwischen Grenoble und Lyon ist unter, brochen. Bekanntmachung. Die Anstalt Bethel beabsichtigt, auf dem Grundstich der Ziegelei I einen 60 Meter hohen neuen Schornstein zu errichten. Die Planzeichnungen liegen auf dem Amte — Zimmer 3— aus. Dieses Vorhaben wird mit der Aufforderung zur öf. fentlichen Kenntnisnahme gebracht, etwaige Einwendungen gegen die Neuanlage bei der unterzeichneten Behörde binnen 14 Tagen anzubringen. Die Frist beginn mit Ablauf des Tages, an dem das diese Bekanntmachung enthaltende Blatt ausgegeben ist, und ist für alle Einwendungen, welche nicht auf privatrechtlichen Titeln beruhen, präklusivisch. Gadderbaum, den 10. Oktober 1930. Die Polizeiverwaltung: gez. Dr. Huttel, Ehrenbürgermeister. — Christlicher Verein junger Männer. Mittwoch 8¼ Uhr in Gosen Vorstandssitzung. Die Vorträge des Sozialen Kongresses sollten von möglichst viel Mitgliedern besucht werden. — Posaunenchor. Die Uebungsstunde fällt heute abend der Schulferien wegen aus. Morgen, Mittwoch abend 8 Uhr Kreisprobe in der Volkshalle Bielefeld, Papenmarkt 2, für die Ev.=Soziale Kundgebung am Freitag, den 17. Okt., abds. 8 Uhr in der Ausstellungshalle. Die Bläser werden gebeten, zur Probe, sowie zur Kundgebung vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Mit freundlichem Gruß Walter Duwe, Diakon. — Am Mittwoch, den15. Oktober, ½4 Uhr Frauenhilfe im Assapheum. L. v. Bodeschwingh. Schriftleitung: W. Kraa; Wirtschafts= und Weltpolitik: Dr. H. Huttel; Anzeigen: K. Diekmann; alle in Bethel. Hospize und Heime. Haus Vergblick, Luftkurort Ilsenburg, freundl., ruh., sonniges Heim im Harz unterhalb des Brockens. Behagl. einger. Zimmer mit und ohne Pension. Mäßzige Preise. Ausf. Auskunft erteilt Tabea Sprick(vorm Frau Pastor M. Sprick). Heidelberg, Christliches Hospiz Wartburg(früh. Blau=Kreuz=Hotel) Schiffgasse 2, am Neckar gelegen mit schoner Aussicht auf das Gebirge. Zimmer mit fließend. Wasser, Zentralhe zung, Bad, elektr. Licht, Fernruf 755. 40 Betten von 2,50 bis 5,— Ml. Vorsaison Ermäßigung. Besitzer: August Kühn. Köln a. Rh. Christl. Hospiz, Hotel Fernes. Inh.: Fritz Kraus, Diakon Johannisstr. Nr. 74, Tel. Rheinl. 3562 (nicht zu verwechseln mit Johannisstraße Nr. 39). Freundl. Zimmer mit guten Betten! Vorzügl bürgerliche Küche! Mäßige Preise! Bicken, Dillkreis, Bez. Wiesbaden. Land= Jugendheim„Dennoch“. Freizeit= und Erholungsheim für Kinder und Jugendliche. 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