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So aus dem Studentensekreeit!“ Oder von rfe Urteil:„Molebens, mit dem et als Jesus und ihr tatsächliches isse des Mundes die evangelische zum Islam übersigen Religionshristentum übermischen Christen erika besitzt der n Gleichberechtischlinge gebildet, : Polizei und im ellen bekleiden). s Beobachtungen er den Mut hat, es nicht, so wird lichen Leben der ergötterung des Itar hat wie der gegen die staatsistig angehenden lick nimmt, sieht amerikanischen agen der VolksFeststellung des ka an das Volk machen.“ Was Fürsorge für die is sittliche Kultur e. Auch wer nicht d dem Verfasser t, das InternatiIs 100 Friedensssent ist, wird sich n, daß angesichts von ¾ Milliarden d buddhistischem schaft oder FreiLie. Kr. mit den Beilagen„Für Herz und „Kindergabe“ und„Anser Ziel.“ Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .86 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Fürs Ausland unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. Anzeigenpreis: Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Reklame 30 Pfg. Beilagen unter 25 g je tausend 15 Mk. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. Nr. 228. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld), Sonntag, den 28. September 1930. 12. Wollt ihr wissen, was mein Preis? Wollt ihr lernen, was ich weiß? Wollt ihr sehen mein Eigentum? Wollt ihr hören, was mein Ruhm? Jesus der Gekreuzigte! I. Chr. Schwedler. Min gizihiiiiii Das einzige Wissen, das Ich hielt mich nicht dafür, daß ich etwas wüßte unter euch, ohne allein Jesum Christum, den Gekreuzigten. 1. Kor. 2, 2. Die Lage des Apostels Paulus in Korinth, welche durch das obige Wort gekennzeichnet wird, war schwer, denn die Menschen, zu denen er redete, waren voll von eigenem Wissen. Die Griechen waren stolz auf die Weisheitslehren, die sie von ihren Philosophen empfingen. Die Juden rühmten sich ihrer Zugehörigkeit zum Gottesvolk und ihrer Gesetzestreue. Diese Menschen mußten von ihrem falschen Wissensweg zur Ratlosigkeit gebracht werden. Paulus verwendet keine Mühe darauf, sie durch Gründe von der Hohlheit ihres Wissens zu überzeugen. Er bringt nur den Bericht von einem Ereignis, das hier auf der Erde geschehen doch ganz göttlicher Art ist. Es ist der Bericht über Jesus, dem er gerade als dem Gekreuzigten den einzigartigen Titel Christus gibt. Christus, das ist der Herr, in dem Gott nun ganz nahegekommen ist, Christus, der, in dem die Menschen ein so neues Leben empfangen sollen, daß das alte Leben daneben wie tot erscheint. Die Kunde von diesem Ereignis macht die Menschen, welche sie hören, zunächst ratlos, denn sie läßt sich nicht vereinen mit dem Wissen, das sie vorher gehabt haben. Zugleich aber schenkt diese Botschaft ein Wissen ganz neuer Art. Sie fährt wie ein Blitz in die innere Herzenswelt hinein, welche durch ein bloß verstandesmäßiges Wissen bis dahin nicht wirklich aufgedeck werden konnte. Das Wunder der Barmherzigkeit Gottes am Kreuze Jesu offenbart die ganze Tiefe der menschlichen Schuld, aber so, daß sie in die Tiefe, die sie aufreißt, gleichzeitig die unsaßbare und doch herrliche Wirklichkeit der Liebe Gottes hineinsenkt, die diese Schuld vergibt. Die Lage, in welcher wir heute stehen, ist, unter dem Lichte des Evangeliums angesehen, im Grunde leichter als damals, denn es ist die Lage der Ratlosig keit, die unserm Volk, ja in mehr oder minderem Maße allen Völkern der Erde, ihren Stempel aufdrückt. Wohl sind viele da, welche vorgeben, etwas zu wissen, aber die Erregung, mit welcher dieses Wissen behauptet wird, der Widerspruch, in welchem sich dieses Wissen zu anderem ganz ebenso anspruchsvoll ausgesprochenem Wissen befindet, vermehrt nur die Ratlosigkeit. Ja, heute ist es klarer als je, daß nur ein Wissen uns helfen kann, das von Jesus Christus, dem Gekreuzigten. Es kommt nur darauf an, daß wir dies göttliche Ereignis, daß wir diesen Herrn ganz so gelten lassen, wie uns dies im Wort offenbart wird. Jesus Christus, nicht etwa eine Meinung neben all den anderen. Jesus Christus, der Einzige, der uns ein Wissen von innen heraus über Gott und unser Herz gibt. Ein Wissen ohne Gott, ohne Kenntnis des Herzens fährt umher wie losgerissene Blätter. Nur da, wo Gott durch seine Gnade und Wahrheit unser Herz in Ordnung gebracht hat, kann auch unser Urteilen und Erkennen den rechten Weg finden. Wie war es damals in Korinth? Sehr merkwürdig. Biejenigen, welche die Kunde von Jesus annahmen, empsingen durch den Geist Gottes eine Bestätigung dieses Wissens in ihren Herzen, so daß sie selber Zeugen wurden. Die andern ballten die Faust, um ihr vermeintliches Wissen zu retten. Auch heute verrät sich die Unsicherheit alles Wissens ohne Gott durch die Neigung zur Gewaltlat. Wer aber das Wissen von Christo, dem Gekreuzigten, in sein Herz hat einziehen lassen, der empfängt von da aus eine mächtige Hilfe, still zu werden in dem Herrn und doch auch bereit zu sein, für ihn das Leben zu lassen, denn er weiß es ganz gewiß: mag es durch Fluten von Trübsalen, von Sünden und viel höllischem Wesen hindurchdehen, in Jesus bleibt Gott bei uns und behält den Sieg. —m. Was vorgeht. Die letzte Woche hat keine besonders bemerkenswerten politischen Vorgänge gebracht. Einige Prozesse sind im Gange, deren Ursachen die Vorläufer der politischen Entwickelung waren, die nun durch die Reichstagswahlen einen gewissen Abschluß gefunden hat. In Leipzig wird verhandelt gegen drei Offiziere der Reichswehr, die beschuldigt sind, in gesetzwidrigem Verkehr mit der Nationalsozialistischen Partei gestanden und staatsgefährliche Absichten gehabt zu haben. Wir berichten deshalb nicht ausführlich über diese Prozesse, weil wir der Meinung sind, daß diese politischen Prozesse, von denen sich einer an den anderen reihte in der Nachkriegszeit, der Neubelebung volksnationaler Gesinnung ein schweres Hindernis gewesen sind. Aber auch außenpolitisch hat die Art, wie diese Prozesse geführt wurden, und der Ausgang, den sie nahmen, sehr geschadet. Wenn auch Deutschlands Hauptgegner aus dem Kriege kein Interesse an dem Wiedererwachen deutschen Nationalbewußtseins haben, so gibt es doch auch andere Staaten und in allen Staaten solche Kreise, die sich dessen bewußt sind, daß die gegenwärtige Degenerierung der deutschen Staatsgesinnung kein natürlicher Zustand, sondern die Folge einer Betäubung ist, die durch schwere Schicksalsschläge und durch falsche Hoffnungen herbeigeführt worden ist. Dort ist die Kriegspsyche inzwischen so weit überwunden, daß man Deutschland nicht mehr als den Urheber des Krieges und als die Macht ansieht, die sich mit Welteroberungsplänen trug, und man weiß, daß diese starke, wohl ausgerüstete Macht ein sichererer Hort des Friedens gewesen ist, als man das zugeben möchte. Und wo diese Erkenntnis aufgewacht ist, da scheint sich auch die Ueberzeugung durchzuringen, daß der Zustand der Ohnmacht, in den Deutschland durch das Versailler Diktat und durch die Anerkennung desselben durch die deutsche Nachkriegsregierung versetzt wurde, mit ein Hauptgrund dafür ist, daß es so recht in keinem Staate wieder zu gesund pulsierendem Leben kommen will. Es muß heute festgestellt werden, daß sich in der Art der Beurteilung des Wahlresultates vom 14. September sowohl im Inlande wie im Auslande eine bemerkenswerte Wandlung vollzogen hat. Zeitungen und Persönlichkeiten, die noch in der vorigen Woche den Ausgang der Wahlen als eine verhängnisvolle Katastrophe bezeichneten, fangen an, da vorsichtiger und zurückhaltender zu werden. Das mag zum Teil an dem Verhalten Hitlers und seines Generalstabes liegen, die in bezug auf ihre Zukunftspläne sehr schweigsam sind, deren Tonart aber auch bei öffentlichem Auftreten überhaupt eine gemäßigtere geworden ist. Es ist zuzugeben, daß die Durchführung der Politik, wie sie in der Wahlagitation von den Nationalsozialisten in Aussicht gestellt wurde, für manche Kreise eine katastrophale Wirkung haben würde. Wir denken da nur an den Geldmarkt, auf dem die Wirtschaftspolitiker der Nationalsozialisten revolutionäre Reformen vornehmen wollen. Aber schließlich herrscht doch allenthalben die Meinung, daß die Weltgeschichte ihren Sinn verloren hätte, wenn nicht aus der allgemeinen Weltverlegenheit und Weltunsicherheit und Weltnot heraus eine Idee geboren würde, die tatsächlich gegenüber dem bestehenden Zustand ein Fortschritt wäre. Jedenfalls wird es in Deutschland kaum noch Menschen geben, die nicht unter dem Eindruck stehen, daß wir uns seit langem in einer Katastrophe befinden. Demgegenüber hat die Aussicht auf eine Katastrophe, wie sie durch die Besitzergreifung der Macht durch die Nationalsozialisten befürchtet wird, für viele im deutschen Volke keinen Schrecken mehr. Wenn wir oben die Ansicht äußerten, das Ausland habe teilweise kein Interesse mehr daran, Deutschland und das deutsche Volk in der lähmenden Ohnmacht zu erhalten, in die es durch die Verhältnisse versetzt war, so hat zu dieser Wandlung der Auffassung auch die Erkenntnis beigetragen, daß sich die Hoffnung nicht erfüllt hat, die hier und da gehegt wurde: eine Niederwerfung Deutschlands werde dem eigenen Lande um so größeren Reichtum und wirtschaftlichen Aufschwung bringen. Jetzt sieht man ein, daß es für jedes Land verhängnisvoll wird, wenn dem Volke und der Jugend der nationale Schwung fehlt und wenn die Durchsetzung des Volks= und Vaterlandsgeistes mit unklaren, weltbürgerlichen Ideen zur Folge hat, daß das Interesse an einer eigenen Nationalwirtschaft erlahmt und von phantastischen Hoffnungen auf eine auf das vollkommendste technisierte, mühelose Versorgung aller Menschen mit den herrlichsten und bequemsten Glücksgütern verdrängt wird. Daher kommt es auch vielleicht, daß der englische Pressekönig Lord Rothermere, der noch vor kurzen Tagen den alten englischen Standpunkt von der Durchführung der Versailler Knebelungsversuche vertrat, nun durch das Studium der Verhältnisse in Deutschland zu der Erkenntnis gekommen ist, daß eine Bewegung wie die nationalsozialistische Bewegung zum mindesten für das eigene Vaterland, wenn es unter äußerem Druck steht und innerlich am Morsch= und Faulwerden ist, eine Aussicht auf Hilfe und Rettung bietet. Zu beachten ist freilich, daß Lord Rothermere schon länger den Plan hat, in England eine Partei zu schaffen, die jugendkräftig genug ist, die englische Politik wieder aus dem Zustand herauszuführen, der das Reich aus Rücksichten, die auf die Stärkeverhältnisse der Parteien und der dadurch bedingten Kompromißpolitik zurückzuführen sind, nicht mehr zu einer erfolgreichen Politik kommen läßt, wie es sie um seiner sicheren Zukunft willen brauchte. In dem Artikel, den Lord Rothermere in der„Daily Mail“, dem von mehreren Millionen gelesenen Blatt, veröffentlicht, behauptet er, nun überzeugt zu sein, daß der Erfolg der Hitlerpartei bei den Wahlen die Wiedergeburt Deutschlands als Nation bedeute. Der Ausgang der Wahlen zeige, daß die Jugend Deutschlands, die von dem alten Kaiserreich so gut wie nichts mehr wisse, den Zustand satt habe, in dem Deutschland sich heute befinde. Ebenso wie das junge Deutschland seinen Körper entwickelt habe, so sei es jetzt entschlossen, selbst die Hand mit ans Staatsruder anzulegen. Diese Bewegung unterschätzen würde Verrücktheit bedeuten. Sie überschätzen sei einfach nicht möglich. Wenn dann Rothermere weiter von England fordert, daß es seine ganze bisherige Haltung Deutschland gegenüber ändere und wenn er den Nationalsozialismus in hohen Tönen preist als den einzigen sicheren Damm gegen den Bolschewismus, so braucht diese ganze Rothermeresche Aktion noch keine großen Hoffnungen zu wecken auf Hilfe, die Deutschland von daher kommen werde. Vielmehr muß man fragen, ob nicht hier andere weltpolitische Wünsche Englands auf Erfüllung hoffen. Der Vorgang zeigt aber, wie so mancher andere im neuen Weltgeschehen, daß man tatsächlich gefaßt sein muß auf Dinge, mit denen in dieser Hochzeit demokratischen„Fortschritts“ nicht mehr so sehr gerechnet wurde. Was nun bei uns in Deutschland in nächster Zeit wirklich werden wird, darüber läßt sich noch nichts sagen. Das erste größere politische Ereignis wird der Zusammentritt des Reichstages am 13. Oktober sein. Es ist kaum anzunehmen, daß es dabei zu schwierigen Komplikationen kommt. Sicher werden bald Anträge gestellt werden, der Regierung das Vertrauen oder Mißtrauen auszusprechen. Erst der Rücktritt der Regierung bringt ernstlichen Kampf um die Frage, ob schon jetzt neuer Kurs genommen werden soll. Die Mitteilungen, die über die schlimme Finanzlage des Reiches gemacht werden, die andauernden Einschränkungen und Stillegungen in der Wirtschaft, die wachsende Zahl der Arbeitslosen, die Zunahme der Konkurse und manche andere Zeichen deuten darauf hin, daß es zuletzt ziemlich gleichgültig sein kann, ob es zur Bildung der großen Koalition, also zu einer Regierung mit der Sozialdemokratie kommen wird, oder ob die Regierung in der alten Form bestehen bleibt. Will die letztere an ihrem Kurs festhalten, so dürfte die Entwicklung der letzten Wochen schon gezeigt haben, daß es auf dem bisherigen Wege nicht mehr geht. In der Wirtschaft finden Besitzverschiebungen statt, die jedem, der auf die Neubelebung der Wirtschaft durch Arbeitsbeschaffung hofft, schwere Sorge machen. Man hat den Eindruck, als blieben alle die Maßnahmen, die durch die Notverordnungen ins Werk gesetzt werden sollten, unwirksam. Sollte die Regierung wirklich gar keine Möglichkeit gehabt haben, den Preissturz auf dem Produktenmarkt, der unzählige landwirtschaftliche Betriebe dem Ruin zuführt, zu verhindern? Wo soll noch Interesse für den Staat herkommen, wenn er sich auf allen diesen Gebieten so hilf= und machtlos zeigt? Auf der parteipolitischen Linken redet man freilich schon immer von einseitiger Hilfe, die die Regierung den Agrariern zuteil werden lasse, während man die von der Industrie abgelegten Arbeitskräfte immer mehr ihrem traurigen Schicksal überließe. Wenn aber bei allen früheren Katastrophen, wie z. B. bei der Inflation, immer ein Teil des Volkes oder der Wirtschaft sich den schlimmsten Folgen zu entziehen wußte, so scheint jetzt eine Etappe auf dem Schicksalswege Deutschlands zu kommen, wo es kaum noch für jemand eine Möglichkeit gibt, den Gefahren zu entrinnen. Vor einigen Monaten, als die Notverordnungen herauskamen, hörte man viel von Aufträgen, die die Reichsbahn und die Reichspost der Wirtschaft geben würden und durch die wenigstens 150— 200000 Menschen in Beschäftigung gebracht werden könnten. Auch davon ist es still geworden. Es mag ja nun sein, daß bei der in der übrigen Wirtschaft zunehmenden Verschlechterung der Lage die Wirkung jener Regierungsmaßnahmen ganz unauffällig bleibt. Die Tatsache besteht aber, daß es auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens traurig aussieht und daß dazu alle die Versuche der Wirtschaft, durch Lohnherabsetzungen und Betriebseinschränkungen die Dinge so zu regulieren, daß ein Durchkommen möglich ist, im Volke eine Stimmung schaffen, die zur gegebenen Zeit sehr gefährlich werden könnte. Und wenn es gar nicht stille davon werden will, daß doch noch ein allgemeiner Abbau der Beamtengehälter kommen werde, dann muß man fragen, ob es noch gelingen kann, mit den bestehenden Systemen das Staatsgebäude zu stützen, das doch die Hilfe und Zuflucht für diejenigen sein müßte, die den die Existenz bestimmenden Gewalten gegenüber von sich aus machtlos sind. Sollte nicht doch der Ausfall der Wahlen am 14. September ein Fingerzeig sein auf den Weg, den die deutsche Politik in der Zukunft zu gehen hat? Es mag doch etwas daran sein, was das italienische Blatt„Popolo Romano“ nach der Wahl geschrieben hat: „In Deutschland ist nicht eine Partei hochgekommen, sondern eine Idee zum Durchbruch gekommen...“ „Der mächtige Aufschwung des deutschen Volkes braucht eine andere Atmungsfreiheit, als sie Parlament und Parlamentsgebäude geben kann. Wir stehen vor einem Ausbruch der Lebenskraft und Entschlossenheit, auch wenn die Vitalität noch keine gerade Straße vor sich sieht. Die Geister sind ausgewacht, es pulsiert ein neuer Wille, der keine Hindernisse gelten läßt, die unfruchtbaren Träumereien über Bord wirft und nach neuen Männern und neuen Ideen verlangt. Mit verzweifelter Energie hat die wahre Seele eines Sechzigmillionen=Volkes dem schwankenden Gerippe des Parlamentarismus einen Stoß versetzt; das Volk zieht die Unsicherheiten und das Unbekannte einer entscheidenden Wendung der Fortsetzung eines Systems vor, das den nationalen Forderungen nicht mehr genügen kann.“ Daß sich die Verfechter des gegenwartigen Staatssystems mit aller Schärfe gegen die mit so ungestümer Wucht herandrängenden neuen Kräfte wenden, ist verständlich. Es ist aber doch fraglich, ob Otto Hörsing, der Führer des Reichsbanners„Schwarz=Rot=Gold“, das Rechte trifft, wenn er in einem Aufruf zum Kampf für die Republik davon spricht, daß hier„Möchte=gern=Diktatoren“ ihre Zeit für gekommen hielten, weil die politisch Unmündigen und Unvernünftigen wähnen, es sei möglich, durch Schwenken der Fahne des Aufstandes wider die demokratische Republik die graue Not der Arbeitslosigkeit und Weltwirtschaftskrise aus Deutschlands Grenzen zu verscheuchen. Bisher ist es Hörsing und seinen sozialistischen und demokratischen Gesinnungsgenossen gelungen, eine Masse mit dem Hinweis auf die Weltwirtschaftskrise in der sich immer mehr steigernden Not zu beruhigen. Aber gerade die Masse mit ihren Bedürfnissen, die dauernd unbefriedigt bleiben, wird sich darauf besinnen, ob denn der Staat, so wie er ist, gar keine Möglichkeit hat, seinen Bürgern eine sichere Existenz zu geben. Es hat gar keinen Wert, diejenigen, die nun glauben, bessere Möglichkeiten schaffen zu können, schlechthin als Staatsfeinde zu bezeichnen, wie es Hörsing in seinem Aufruf tut. Niemand wird sagen können, daß für die Wünsche und Absichten, die von denen bekundet werden, die das gegenwärtige System bedrohen, keine Gründe und Ursachen vorhanden sind. Was wir jetzt erleben an beängstigenden Vorgängen im Wirtschaftsleben ist die Bestätigung der Ansicht, die Geheimrat Hugenberg schon immer vertrat, wenn er meinte, daß jedes weitere Festhalten an der Politik, die Deutschland als Folge des Friedensschlusses aufgezwungen war, ein tieferes Versinken in Verstrickungen bedeute, die dem Staat zu völligem Verderben werden. Möge sich bald ein Ausweg zeigen und dem Volke Führer und Mut geschenkt werden, diesen Weg zu gehen. Kr. * Der amerikanische Zeitungsverleger Randolph Hearst, der bei seiner Rückkehr aus Europa in Neuyork wegen seiner Ausweisung aus Frankreich besonders herzlich gefeiert wurde, ist von der Stadt Chicago zu einer Feier eingeladen worden. Durch Dienst zur Freude. Ein neuer Bethelfilm. Uraufführung des neuen Bethelfilms„In den Spuren Vater Bodelschwinghs“! Uraufführung— was ist das? Nichts liegt uns ferner, als durch diese Frage irgendeine„hochgelehrte“ Kontroverse über den Begriff„Uraufführung“ heraufzubeschwören. Aber nicht wahr, ihr lieden Schöpfer und Darsteller des neuen Bethelfilmes, über eins sind wir uns einig: daß nämlich so eine Uraufführung eine recht aufregende Sache ist. Und das ist menschlich verständlich. Da habt ihr nun lange, lange Monate hindurch Probleme gewälzt, habt aufgebaut und niedergebrochen, habt hier ein Fältchen geglättet, da ein bißchen zurechtgerückt, seid erfreut, seid beklommen oder gar verschämt gewesen, „auch mit drauf zu kommen“, habt Sorge gehabt, ob's denn nun auch was Rechtes werden würde— und nun auf einmal ist die große Stunde gekommen, nun auf einmal sitzt ihr im feierlich geschmückten Saal des Assapheums, und ganz im Stillen fragt ihr euch zaghaft, was denn nun all die vielen Menschen, die den großen Saal bis auf den letzten Platz füllen und durch die vielen Gäste der„Theologischen Woche“ einen ganz besonders respektablen Eindruck machen, zu eurem Werklein sagen werden, das nun da vorne auf der Bühne über die weiße Leinwand gleitet. Nicht wahr, ihr seid mir nicht böse, wenn ich„Werklein“ sage, denn ob es ein Werk wird, das steht in eines anderen Hand. Das kam ja denn auch ganz deutlich in dem Gruß zum Ausdruck, den Pastor v. Bodelschwingh dem neuen Film widmete.„Gloria sei Dir gesungen!“ sagte er, das schreiben wir auch über dieses Zusammensein mit fester klarer Schrift! Christussoll verkündigt werden durch das Wort und die Tat seiner Gemeinde. Das allein gibt uns das innere Recht, das zu zeigen, was heute abend in den Bildern an uns vorüberzieht. Wir hier in Bethel tun das mit zitternChristlicher Volksdienst— rechts ran! Ein offenes Wort an den Christl. Volksdienst aus Liebe zur Sache. Zu den— vermutlich vielen Wählern—, welche nicht ohne ernste Bedenken bei der letzten Wahl dem Christl. Volksdienst ihre Stimme gegeben haben, gehört auch der Schreiber dieser Zeilen. So erfreulich einerseits das klare Bekenntnis des Volksdienstes zum Worte Gottes und zu einem entschiedenen wahrhaftigen Christentum ist, so bedenklich will seine, anscheinend noch ziemlich unklare Stellung in politifcher Beziehung, nämlich den marxistischen, christus= und christentumsfeindlichen, staatszersetzenden Parteien gegenüber erscheinen. Und das bereitet manchen, die ihn von Herzen gerne unterstützen und fördern helfen möchten, nicht geringe Sorgen. Man hofft allerdings, daß der junge Knabe— als solcher dürfte ja vielleicht der Christl. Volksdienst noch anzusehen sein— festere Knochen bekommen werde, damit er nicht infolge Knochenerweichung ein Krüppel wird, und man wünscht ihm, daß er eine männliche Stirn bekomme, die dem — dem Bolschewismus nur blutsverwandten— Marxismus in grober und feiner Gestalt, ob er nun deutlich erkennbar oder verblümt und verschleiert auftritt, energisch Trotz bietet. Er muß aufrecht und gerade, ohne irgendwie nach links zu schielen, das vertreten, was der Sache des Reiches Gottes dient und unserm geknechteten Volk und Vaterlande frommt. Der Christl. Volksdienst darf niemals ein„evangelisches Zentrum“ werden, d. h. er darf nicht die Schaukelpolitik des katholischen Zentrums sich aneignen, das bekanntlich wie eine Wetterfahne sich hin und her wendet und mit viel List und Heuchelei unter scheinfrommem Mantel mit jedem Bruderschaft macht, der ihm zu einem Vorteil verhilft, getreu dem Grundsatz: „Der Zweck heiligt die Mittel.“ Bei aller Achtung und gebührenden Anerkennung, die man billigerweise jedem aufrichtigen und ehrlichen katholischen Christen und Staatsbürger zuteil werden läßt, kann man gegen das „Zentrum“, wenn man dasselbe in seinem Handeln und seinen Motiven, in seinem ganzen Wesen durchschaut hat, ein tiefes Mißtrauen empfinden. Das ist nicht zuviel gesagt. Jedenfalls ist dieser Partei gegenüber allemal die größte Vorsicht geboten und eine Partei, die christliche und ehrliche Grundsätze vertreten will, muß sich auch ernstlich hüten, von der Art dieser Politik, mag sie auch scheinbar nach außen hin Erfolge aufweisen können, auch nur etwas in sich aufzunehmen. Grundsatz muß da sein und bleiben — und das mag sich der Christl. Volksdienst merken: „Vor allem eins, mein Kind, sei treu und wahr, laß nie die Lüge deinen Mund entweihn; von alters her im deutschen Volke war der höchste Ruhm: getreu und wahr zu sein.“ Der Christl. Volksdienst muß— das sei noch einmal ausdrücklich betont— gegen links, d. h. gegen alles, was sich auf dieser Seite zusammenfindet, gegen alle marxistischen und marxistisch verseuchten Parteien, deren christus= und christentumsfeindlichen Ziele doch hinreichend bekannt und erkannt sein dürften, klar und unzweideutig Front machen. Sollte er das wider Erwarten nicht tun, dann werden künftig viele ihm schweren Herzens ihr Vertrauen entziehen müssen. Für den Christl. Volksdienst wird auch viel darauf ankommen, ob er die rechten Führer zu finden weiß. Es kann nämlich einer ein guter Christ, ein geschätzter Pastor oder ein fähiger Lehrer sein, aber ob er daneben die Fähigkeiten und die Eignung besitzt, als Abgeordneter im Reichstag oder Landtag zu fungieren, ist doch eine große Frage. Nicht jeder, der sich vielleicht selbst für geeignet dafür hält oder den einige naive Wähler, vielleicht in guter Absicht, in Vorschlag bringen, besitzt diese besondere Fähigkeit. Pastoren, denen die Gabe der wirksamen Wortverkündigung gegeben ist, sollten diesem den Herzen! Jedes Erzählen von dem Leid und der Liebe in unserer Gemeinde kann man nur tun mit der Bitte zu Gott:„Herr, hilf, daß wir Dich nicht verhüllen mit unserem Tun und nicht unsere Person schieben vor Dein heiliges Angesicht!“ Wenn wir trotz aller Bedenken denen, die Bethel nicht besuchen können, auch durch bewegliche Bilder etwas von unserem Leben, Leiden und Lieben erzählen, dann muß das unter der Ueberschrift stehen:„Es soll Verkündigung des Evangeliums sein!“ Nach dieser klaren Formulierung des eigentlichen Sinnes der Betheler Filmarbeit rollte dann— von musikalischen Darbietungen und Gesängen des Schwestern= und Brüderchores unterbrochen— der Film in seinen sechs Teilen an uns vorüber. Um das Schicksal kämpfender, verzweifelnder und siegender Menschenkinder rankt sich das Leben der Bethel=Anstalten mit ihren gewaltigen, weit verzweigten Arbeitsgebieten, die der neue Bethelfilm in recht glücklicher Weise in den Gang der Handlung einschaltet. Die Bilder sind äußerst wahr und veranschaulichen das Leben und Treiben Bethels und seiner Zweiganstalten in lebendigster Weise. Daß dabei die unermeßliche Fülle und Vielgestaltigkeit der Bethelarbeit nicht erschöpfend berücksichtigt werden konnte, ist für jeden, der die ungeheuren Ausmaße der Bodelschwinghschen Anstalten kennt, eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem ist der neue Bethelfilm weit davon entfernt, etwa nur Ausschnittsarbeit zu sein. Er führt uns vielmehr mitten hinein in den ebenso buntfarbigen wie toternsten Rhythmus des Betheldienstes und zeigt zugleich, wie dieser Dienst— gerade wegen seines verantwortungsschweren Inhaltes— zu einer Freude sondergleichen wird. Und so kündet auch dieser neue Film nicht nur von Elend, Tod und Verzweiflung, sondern vielmehr noch von Hoffnung, von Tatkraft, Sieg und Ueberwindung. Ob wir hineinschauen in die mannigfachen Werkstätten des Bethel=Alltages, ob wir hinausziehen auf die landwirtschaftlichen Stationen der Anstalt, ob wir den Kranken einen uns immer wieder Dienst ihre Kraft opfern und sich von politischer Partei, arbeit fernhalten. Freilich kann es dabei Ausnahmen geben und hats gegeben. Es sei nur erinnert an Pastor Stöcker, Pastor von Bodelschwingh und Lic. Mumm Männer, denen Gott offensichtlich besonderen Auftrag und besondere Gaben für den politischen Dienst gab. Im übrigen aber muß für die wahrhaft gläubigen Diener am Wort der Dienst am Evangelium, die klare Verkün, digung dieser wirklich frei und froh machenden Gottes. botschaft als das Allerwichtigste in unserer verworrenen und von allerlei Finsternismächten erfüllten Zeit ange, sehen werden. Unser irregeleitetes Volk braucht nichts ig notwendig als Wächter, die auf die Mauern treten und die verblendeten und verführten Menschen zur Buße und Umkehr zu dem lebendigen Gott und Heiland rufen. Die dazu sich von Gott selber berufen wissen und mit seinem heiligen Geist ausgerüstet sind, die mögen sich in dieser ernsten Zeit aller anderen zerstreuenden und lähmenden Dinge enthalten und in rechtem Dienemut diesen Volka, dienst im Aufblick zum Herrn treulich tun. Dem Christlichen Volksdienst aber zeige Gott die Auf. gaben, die er ihm in unserm Volk und Vaterland zugedacht und zugewiesen und lasse ihn wachsen und fruchtbar werden. Ob Gott ihm dann größere Aufgaben anvertrauen und ihn vielleicht einmal zu dem berufenen Führer in unserm deutschen Volke machen kann, wird von der Treue und der Zielfestigkeit abhängen, mit der er seinen. wenn auch jetzt noch unscheinbaren und bescheidenen Dienst tut. .=Odenspiel(Krs. Waldbröl). Beez, Beigeordneter. Vor der Eine Aussprache Brüning=Brann. — Berlin, 26. September. Das Reichskabinett hat heute seine Beratungen fortgesetzt. Man rechnet jetzt damit, daß in allerkürzester Zeit ein möglichst abgeschlossenes Gesetzgebungswerk vorliegt, dessen Bekanntgabe an die Oeffentlichkeit dann möglichst schnell und eindrucksvoll geschehen soll. Im Laufe der nächsten Woche sollen dann die Besprechungen der Regierung mit den Parteiführern folgen. Unter anderem ist eine Aussprache des Reichskanzlers Dr. Brüning mit dem preußischen Ministerpräsidenten Braun geplant, die, wie wir erfahren, am Dienstag, spätestens am Mittwoch nächster Woche stattfinden soll. Dieser Besprechung kommt für die Entwicklung der politisch=parlamentarischen Lage besondere Bedeutung zu, um so mehr als am Freitag die neue sozialdemokratische Reichstagsfraktion ihre erste Sitzung abhält. Ministerpräsident Dr. Braun dürfte sie dabei sofort von dem Sanierungsprogramm der Reichsregierung unterrichten, und die Fraktion könnte unmittelbar dazu Stellung nehmen. Aufmarsch der Ludins Reise nach Hannover.— Der Zweck der Besprechungen. — Leipzig, 26. September. Zu Beginn des vierten Verhandlungstages im Prozeß gegen die drei Reichswehroffiziere wurde Leutnant Wintzer vom Artillerie=Regiment 6, Hannover, vernommen. Der Zeuge schilderte eine Unterhaltung, die er am 24. November 1929, mit Ludin in Hannover in der Wohnung des Leutnants Lorenz hatte. Ludin habe darüber gesprochen, daß bei den vaterländischen Kreisen teilweise die Ansicht bestände, daß das Heer ailmählich zu einer roten Parteitruppe werde und daß es notwendig sei, gegen diese Auffassung Stellung zu nehmen. Das Ziel sei eine Fühlungnehme zwischen den vaterläudischen Verbänden und don vaterländisch eingestellten Parteien zwecks gegenseitiger Orientiere# aufs neue erschütternden Besuch abstatten oder gar einen Blick auf die Vorpostenstellung Bethels draußen im Heidenlande werfen— überall sehen wir das gleiche Leid und dieselbe Freude, überall sehen wir die gleiche Verzweiflung und dieselbe Hoffnung, überall den gleichen Tod und dasselbe Leben.„Maimorgen in Bethel“ heißt ein Bild— vielleicht das schönste— des neuen Bethelfilms. Da sprießt es, da quillt und blüht es! Da will Frucht werden, was sich in überschwenglicher Fülle hinaus an die Sonne drängt! Möchte nicht nur diesem prächtigen Maimorgen, sondern möchte dem ganzen Bethelfilm die Fruch: geschenkt sein, die seine Freunde ihm erbitten. Auf weitere Einzelheiten einzugehen, müssen wir uns — schon aus raumtechnischen Gründen— versagen. Schließlich ist der Film ja auch nicht gedreht worden, um erzählt, sondern um gesehen zu werden. Und dofur wird ja bald genug in allen Teilen unseres deutschen Vaterlandes Gelegenheit gegeben sein. Offen bleibt lediglich die Frage, ob die bildliche Wiedergabe der furchtbarsten epileptischen Krankheitserscheinungen, wie sie uns hier! Bethel vielleicht etwas alltägliches sind, draußen im Lande eine ungeteilte Aufnahme finden wird. Andererseits abet ist gerade auch das deutsche Volk von einem derart gon“ losen und leichtfertigen Taumel ergriffen, daß hier fiut noch mit dem sinnfälligsten Anschauungsmaterial vor den entsetzlichen Folgen unserer Volkslaster gewarnt werden kann. Alles in allem scheint uns der neue Bethelfilm durchaus geeignet, die Verbindung zwischen Bethel und seinen i gezählten Freunden draußen im Lande auch weiterhin d“ festigen und neue Freunde für die„Stadt des Elendes“ werben, die nicht das Ihre, sondern den Ruhm des Hoch sten sucht. In diesem Sinne wünschen wir dem Film„5# den Spuren Vater Bodelschwinghs“ einen vollen ErsoltGebe Gott, daß auch dieser Dienst nicht nur für Bethe“. sondern auch für recht, recht viele unserer lieben Mitmen, schen Freude werde! litischer Parteibei Ausnahmen inert an Pastor Lie. Mumm, zen Auftrag und sienst gab. Im äubigen Diener klare Verkünchenden Gotteser verworrenen lten Zeit angedraucht nichts so tern treten und n zur Buße und land rufen. Die und mit seinem in sich in dieser und lähmenden it diesen Volksn. je Gott die AufVaterland zugehsen und fruchtAufgaben anvererufenen Führer , wird von der it der er seinen, nd bescheidenen Beigeordneter. ung. rann. September. te seine Beradamit, daß in schlossenes Geintgabe an die und eindrucksen Woche sollen mit den Parche des Reichsischen Ministerwir erfahren, nächster Woche kommt für die schen Lage beils am Freitag sfraktion ihre nt Dr. Braun rungsprogramm ) die Fraktion hmen. ugen. er Zweck der September. dlungstages im ere wurde Leutient 6, Hannoeine Unterhal, m i t L u d i n i n utnants Lorenz 1, daß bei den Insicht bestände, in Parteitruppe gen diese Aufie zwischen den zterläudisch einer Orientiern gar einen en im Heileiche Leid leiche Verleichen Tod heißt ein #ethelfilms. vill Frucht aus an die tigen Maidie Frucht In wir uns versagen. dorden, um Und dafür utschen Vabt lediglichrchtbarsten uns hier in n im Lande rseits aber erart gottß hier nur ial vor den rnt werden gewesen. Es sollte eine enge Fühlungnahme mit den vaterländischen Verbänden und Parteien, vor allem mit den Nationalsozialisten angestrebt werden. Für diesen Gedanken sollten die Offiziere wirken, insbesondere auch in den Unterrichtsstunden. Auf eine Frage des Vorsitzenden erklärte der zeuge, daß für die nächste Zeit keine bestimmte verfassungsfeindliche Maßnahme geplant gewesen wäre. Ludin habe ausdrücklich gesagt, die* ichswehr dürfe nicht wieder, wie im Hitler=Putsch, in Gegensatz zu den vaterländischen Verbänden geraten. Wir sollten nach Möglichkeit, so sagte der Zeuge weiter, die Stimmung im Offizierskorps erkunden. Her Vorsitzende wies den Zeugen auf seine Aussage hin, wonach Ludin seinerzeit erklärt haben soll, daß unter allen Umständen ein bewaffnetes Vorgehen der Truppe gegen die Nationalsozialisten vermieden werden müßte. Der Zeuge erklärte, wenn er das damals ausgesagt habe, dann stimme es. Nach der Abreise Ludins habe er von der ganzen Angelegenheit nichts mehr gehört. Leutnant Wintzer betont im weiteren Verlauf seiner Vernehmung, daß von der Möglichkeit eines gewaltsamen Sturzes der Regierung nicht die Rede gewesen sei. In der Hauptsache sei es darum gegangen, den Einflüssen der wehrfeindlichen Einstellung des Pazifismus und Internationalismus entgegenzutreten, durch die der Geist der Truppe gelitten habe. Das Ziel sei gewesen, in Verbindung mit den vaterländischen Parteien zu treten, um zu verhindern, daß sie einen Putsch machten, der sie in Gegensatz zur Wehrmacht gestellt hätte. Sodann greift Oberst Beck, der Regimentskommandeur Ludins, in die Debatte ein und erklärt, Ludin sei durch eine Beschwerdegeschichte wahrscheinlich davon abgehalten worden, sich mit ihm näher auszusprechen. Doch sei er der Ueberzeugung, daß Ludin nichts Staatsverbrecherisches vorgehabt habe. Es meldet sich sodann der militärische Verteidiger, Hauptmann Meindel, zum Wort und weist darauf hin, daß die bisherigen Vernehmungen sich zum größten Teil auf Kasinogespräche, teils sogar in vorgerückter Stimmung bezogen hätten. Im übrigen habe es sich um so schwierige Probleme gehandelt, daß ein junger Leutnant ihrer gar nicht Herr werden konnte und die klärende Unterstützung älterer Kameraden dringend benötigte. In der Voruntersuchung sei nicht ausreichend untersucht worden, wie denn überhaupt die Stimmung im Heere war. Leutnant Wintzer erklärt hierzu, daß die wehrfeindliche Einstellung der Regierung, der Internationalismus und der Pazifismus, überall Unzufriedenheit ausgelöst hätten und daß man es freudig begrüßt habe, daß sich endlich Leute fanden, die hiergegen angehen wollten. Er erklärte gleichfalls, daß das Wort „Zellenbildung“ ihm vorher vollkommen unbekannt und ungeläufig gewesen sei und erst in der Voruntersuchung gefallen wäre. Die Besprechung in Hannover. Im Hochverratsprozeß gegen die Ulmer Reichswehroffiziere wurde weiter der zweite Teilnehmer an der Besprechung mit Ludin in Hannover, Leutnant Lorenz, als Zeuge vernommen. Er erklärte, als Zweck der Besprechung sei ihm eine Rücksprache in einer wichtigen kameradschaftlichen Angelegenheit angegeben worden. Im übrigen bestätigte er die Aussagen des Zeugen Wintzer. Er habe nicht den Eindruck gehabt, als sollte er für etwas Gesetzwidriges gewonnen werben. Von Putschabsichten sei nicht die Rede gewesen, ebensowenig wie von einer Zellenbildung. Ueber die Möglichkeit solcher weiten Reisen befragt, erklärte der Angeklagte Ludin, daß er diese Reisen aus eigener Tasche bezahlt habe und dazu nur seinen Sonntagsurlaub benutzt habe. Das Ziel seiner Reisen habe er dagegen aus Zweckmäßigkeitsgründen seinem Abteilungskommandeur nicht bekannt gegeben. Arteil im Wesselprozeß. Zuchthausstrafen für die angeklagten Kommunisten. Im Prozeß um die Ermordung des nationalsozialistischen Führers Wessel fällte das Berliner Schwurgericht folgendes Urteil: Der Hauptangeklagte, der ehemalige Rotfrontführer Ali Höhler, erhielt wegen gemeinschaftlichen Totschlags, wegen Nötigung und unbefugten Waffenbesitzes 6 Jahre 1 Monat Zuchthaus. Gegen Erwin Rückert erkannte das Gericht ebenfalls auf 6 Jahre 1 Monat Zuchthaus. Die übrigen drei Angeklagten erhielten Gefängnisstrafen. verhaftet. Der oberschlesische Seim aufgelöst. Nach der Unterdrückung der Opposition in Kongreßpolen hat die polnische Regierung jetzt auch in Ost=Oberschlesien den Kampf gegen die Parlamentsopposition ausgenommen. Durch Dekret des polnischen Staatspräsidenten ist die Auflösung des schlesischen Seim verfügt worden. Eine Begründung ist nicht beigefügt; man ist aber der Ansicht, daß die Auflösung erfolgt ist, weil in der letzten Seimsitzung der Abgeordnete Korfanty und der polnische Sozialist Glücksmann eine sehr scharfe Haltung gegen die politische Einstellung des Wojewoden angenommen haben. Auf Veraulassung der Vojewodschaft wurden der Führer der Oppositioneparteien Korfanty und sein Fraktionskollege Trempka durch Kriminalbcamte verhaftet und im Auto abtransportiert. Die Polizei verweigert jegliche Auskunft. Die Staatsanwaltschaft hat von der Sicherheitsabteilung der Wojewodschaft den Auftrag erhalten, weitere Verhaftungen vorzunehmen. Ferner wurde die Druckerei und das Verlagsgebäude der Polonia von einem starken Aufgebot von Polizei besetzt und einer Haussuchung unterzogen. Das Regierungsorgan, die„Polska Zachodnia“ hat aus Anlaß der Auflösung des schlesischen Seim und der Verhaftung Korfantys ein Extrablatt ausgegeben, in dem mit Genugtuung festgestellt wird, daß „der größte Schädling und Lump im befreiten Polen“. endlich hinter Schloß und Riegel sitzt. Am Schobers Nachfolge. Vangein Bundeskanzler?— Seipel nach Wien zurückberufen. * Der österreichische Bundespräsident Miklas hat die Gesamtdemission des Kabinetts Schober angenommen und den Bundeskanzler mit der Fortführung der Geschäfte bis zur Neubildung einer Regierung betraut. Aller Voraussicht nach wird der bisherige Vizekanzler und Heeresminister Vaugoin vom Bundespräsidenten ersucht werden, ein neues Ministerium zu bilden. Wie verlautet, hat Baugoin den früheren Bundeskanzler Dr. Seipel, der eine Vortragsreise nach Skandinavien angetreten hatte, aufgeserdert, sofort zurückzufehren, um an den Verhandlungen über die Neubildung des Kadinetts teilzunehmen. Seipel hat sofort alle Vorträge abgesagt und von Oslo aus die Rückreise nach Wien angetreten. Baugoin will ihn bitten, ihm seine Unterstützung als Außenminister zu leihen. Zum ersten Mal wird entsprechend der neuen Verfassung, so wie sie Schober selbst durchgesetzt hat, nicht mehr der Nationalrat die neue Regierung wählen, sondern sie wird vom Bundespräsidenten ernannt. Dann allerdings hat der Nationalrat, der innerhalb einer Woche einberufen werden muß, die Möglichkeit, dem neuen Mann das Vertrauen auszusprechen oder zu verweigern. Abrüstungskonferenz 1931. — Genf, 27. September. Der Abrüstungsausschuß des Völkerbundes nahm eine von dem Vertreter Guatemalas eingebrachte Entschließung an, wonach die Abrüstungskonferenz möglichst bald einberufen werden soll. Dem Antrage der deutschen Delegation nach Festsetzung eines festen Datums wurde dadurch entsprochen, daß in dem Bericht der Wunsch ausgesprochen wird, daß die Konferenz im Laufe des Jahres 1931 zusammentreten .„ Gr: Heurstarff und di Der deutsche Belegierte Graf Bernstoeff und die Delegierten Italiens, Oesterreichs und Ungarns erklärten, sich in diesem Falle der Abstimmung enthalten zu müssen, weil die Resolution keinerlei bestimmten Termin für die Abrüstungskonferenz, sondern wiederum den unbestimmten Ausdruck„binnen kürzester Frist“. enthält, der schon fünf Jahre lang vergeblich gebraucht worden ist. Reichsaußenminister Dr. Curtius hatte eine Aussprache mit dem englischen Außenminister Henderson. Vorher hatte Henderson eine Zusammenkunft mit Briand. Rundschau. — Berlin, den 27. September 1930. — Die erste Sitzung der neuen sozialdemokratischen Reichstagsfraktion ist auf den 3. Oktober einberufen worden. * :: Entlassungen bei der Reichsbahn. Die Reichsbahn=Gesellschaft bestätigt ausdrücklich eine Meldung, wonach sie zum 1. Oktober entweder 3000 Werkstättenarbeiter entlassen oder neue Feierschichten einlegen will. Der rückgängige Verkehr mache eine solche Alternative notwendig. Von gewerkschaftlicher Seite wird es als höchst befremdend bezeichnet, daß die Reichsbahn=Gesellschaft Aufträge vergibt, um die Arbeitslosigkeit zu mildern und gleichzeitig im eigenen Betriebe die Arbeitslosigkeit vergrößern will. :: Vermahlungsquote 80 Prozent. Für Oktober und November ist mit einer Quote von 80 Prozent für den Vermahlungszwang von Inlandsweizen zu rechnen. Die bisherige Quote belief sich bekanntlich in diesem Erntejahr auf 60 Prozent. Ueber eine angeblich beabsichtigte Erhöhung des Weizenzolls ist bisher nichts Positives zu sagen. :: Rotfrontversammlung ausgehoben. Im Norden Berlins wurde in einem Lokal eine Versammlung des verbotenen Rotfrontkämpferbundes ausgehoben und sämtliche 20 Teilnehmer festgenommen. Allem Anschein nach hat es sich um Besprechungen über einen für den kommenden Sonntag im Berliner Lustgarten geplanten kommunistischen Aufmarsch gehandelt Die Teilnehmer waren sämtlich Mitglieder des früheren Rotfrontkämpferbundes bzw. der„Roten Jungfront". Sie haben ein Strafverfahren wegen Fortsetzung des verbotenen Bundes zu erwarten. Rundschau im * Der stellvertretende russische Wirtschaftsminister Chintchuk soll als Nachfolger Krestinskis zum Sowie botschafter in Berlin ernannt werden. Rücktritt des türkischen Kebinetts. * Ministerpräsident Ismet Pascha überreichte dem Präsidenten der Republik das Rücktrittsgesuch des Kabinetts, das vom Präsidenten angenommen wurde. Der Gasi hat bereits mit den Besprechungen über die Neubildung des Kabinetts begonnen und zu diesem Zweck den Präsidenten der Kammer und die Parleiführer empfangen. China forvert Aenderung der Verträge. * Das Außenministerium hat die chinesische Abordnung beim Völkerbund in Genf telegraphisch angewiesen, der Völkerbundsversammlung einen Entschließungsentwurf vorzulegen, der die Prüfung und die Aenderung verschiedener einseitiger Verträge zwischen Mitgliedern des Völkerbundes auf Grund des Artikels 19 der Satzungen des Bundes empfiehlt. Letzte Meldungen. Schiedsspruch für die oberschlesische Montanindustrie. — Gleiwitz, 27. September. Unter Vorsitz des Schlichters für Schlesien fanden Verhandlungen mit der oberschlesischen Montanindustrie und den Gewerkschaften über ein neues Lohn= und Arbeitszeitabkommen statt. Nach ergebnislosen Vorverhandlungen wurde eine Schlichterkammer gebildet, die entschied, daß das bisherige Abkommen im wesentlichen bis zum 30. September 1931 verlängert wird. Die Oelfunde in Hannover. — Hannover, 27. September. Der Erdölausbruch auf der Gewerkschaft Elwerath bei Nienhagen stellt sich als die Erschließung einer neuen bedeutenden Erdölsonde heraus. Der Oel= und Gasauftrieb ist derart stark, daß sich das Oel zwischen den Rohren durchquetscht. Es laufen stündlich bis zu 16 Tonnen selbständig aus. Am ersten Tage wurden auf diese Weise rund 400 Tonnen ausgeworfen. Der Oelausfluß dauert fort. Vangein mit der Bildung des Kabinetts betraut. — Wien, 27. September. Der Bundespräsident hat den Bizekanzler Karl Vaugoin nach einer längeren Aussprache mit der Neubildung des Kabinetts betraut und ihn aufgefordert, umgehend die hierzu nötigen Verhandlungen aufzunehmen. Schriftleitung: W. Kraa, Wirtschafts= und Weltpolitik: Dr. H. Huttel, Anzeigen: K. Diekmann, alle in Bethel. Zuschriften für die Schriftleitung: Bielefeld. Schließfach 28. Für Geldsendungen Postscheckkonto: Hannover 67377, liches Tageblatt, Bethel b. Bielefeld. Fernruf 3911/3916, Amt Bielefeld. Druck und Verlag: Anstalt Bethel. 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