Weltpolitik: Bethel. Zuschgig ch 28. Für Aufwärtz;, Chriy, uf 3911/3916, um ilt Bethel. ein echter volllettkäse T. kostet ab heute nur RA sand erfolgt nur in PostPorto.Verpackung ich Stotzka a Thader Vetarut. rdsee! eim Paulsen rospekt kostenfrei Gemeindevorstcher 1„ Norddorf Amrum Pren mnungen von Tol. oborzen liest, der keit der ersten Gech ie Reich gibt, das lus Hadenfeldt, Von Val. Bul. der Zeit der rus. doch gleichzeitig )pfermut und die ben und Lieben us Hadenfeldt. eukirchen brachte r Beachtung wert .50). nd. nachdem wir e die Schilderung Schauen heraus 1 Linien, scharfen id Schatten. 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Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .86 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Fürs Ausland unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. Tageblatt mit den Beilagen„Für Herz und „Kindergabe“ und„Anser Ziel.“ Anzeigenpreis: Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Reklame 30 Pfg. Beilagen unter 25 g je tausend 15 Mk. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. Be Nr. 198. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld), Sonntag, den 24. August 1930. 12. Jahrgang. Du süße Lieb', schenk’ uns deine Gunst, Laß uns empfinden der Liebe Brunst, Daß wir uns von Herzen einander lieben, Und in Frieden auf einem Sinn bleiben. Kyrieleis! Luther. Die Gewißheit des Lebens. „Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibt im Tode.“ 1. Joh. 3, 14. Fragen wir Christen, woher wißt ihr, daß ihr aus dem Tode in das Leben gekommen seid, so werden wir verschiedene Antworten erhalten, Der eine wird vielleicht sagen, mir ist die Gewißheit der Vergebung der Sünden geschenkt. Aber was machst du nun mit dieser Gewißheit? Ein anderer wird sagen, ich kann jetzt den Heiland liebhaben. Aber worin zeigt sich bei dir die Liebe zum Heiland? Das obige Wort gibt eine ganz schlichte, einfache Antwort. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind, denn wir lieben die Brüder. Machen wir uns diese Antwort nicht zu leicht, indem wir sagen: das ist ja ganz selbstverständlich, daß ich nun die liebe, die mit mir die gleichen Erlebnisse vom Herrn her gemacht haben. Nur diese brauche ich als Brüder anzuerkennen, alle anderen dagegen nicht. Hinter solcher Antwort könnte die Ausflucht des Frommen zu Jesu Zeiten stecken, der sich selbst rechtfertigen wollte mit der Frage, wer ist denn mein Nächster?(Luk. 10, 29). Nein, hier gibt es kein Ausweichen. An deiner Stellung zum Nächsten(ganz gleich, ob dieser nun„Bruder" im engeren oder weiteren Sinne des Wortes ist) zeigt es sich, ob die Vergebung der Sünden in dir die Bewegung des neuen Lebens schafft. An deiner Stellung zum Nächsten zeigt es sich, ob es mit deiner Liebe zum Heiland wirklich ernst ist(1. Joh. 4, 20). Darum hat das Wort, das den Beweis des neuen Lebens in der Liebe zum Bruder sieht, nicht nur klare Einfachheit, es ist geeignet, uns aufs tiefste zu erschüttern. Gewiß gibt es verschiedene Formen der Liebe dem Nächsten gegenüber. Es gibt eine Art verwandtschaftlicher Liebe, die sich da einstellt, wo man miteinander ganz eins ist in der Erkenntnis und dem Glauben. Es gibt eine tragende Liebe, die immerfort zu vergeben hat. Es gibt auch eine zürnende Liebe, die das Böse im andern nicht leiden kann und es aufdeckt. Aber Liebe sollte es immerdar sein dem Nächsten gegenüber, wer er auch sei und wie er sich auch gegen uns verhält. Nur daran wird wirklich erkannt, daß wir nun nicht mehr uns selber leben und also aus dem Tode in das Leben hinübergekommen sind. Lassen wir uns erschüttern, lassen wir uns aufdecken, was sich in unseren Herzen von harten, richtenden Gedanken dem Nächsten, ja, gerade auch dem Bruder gegenüber bewegt. Bin ich einmal durchgestoßen durch alle Täuscherei, durch alle die Schichten meines Selbstbetrugs, so bin ich in dieser Tiefe dem Geringsten unter meinen Brüdern gleich. Nun wird es erst wieder neu, was das Wunder der Vergebung bedeutet. Nun wird es wieder neu, was die Liebe Christi, die sich für Gottlose, ja, für Feinde geopfert hat, auch für mich sein will. Nun wird das Wort„denn wir lieben die Brüder“ nicht ein strenges Gebot, nun wird es zur wundervollen Gabe. Wie ein leises Freuen steht es in der Seele auf, ich brauche nicht mehr zu hassen, nicht mehr zu richten, ich kann ja lieb haben. Und wie die Buße immer neu werden soll, so soll auch diese Freude immer neu und immer tiefer werden. Der zehnte Sonntag nach Trinitatis weist auf die Zerstorung Jerusalems hin. Und warum kam dieses Gericht über Jerusalem? Weil hier die Frömmigkeit verbunden war mit dem Haß, ja, weil man hassen konnte aus „Erömmigkeit“. Ist diese furchtbare Erscheinung menschlicher Sünde in der Christenheit ausgestorben? Welche Konfession, welche Richtung christlichen Lebens kann, ohne schamrot zu werden, die Feuerprobe des Wortes aushalten:„Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind, denn wir lieben die Brüder"?! —m. Ob jemand will oder nicht, der Wahlkampf mit seinem Drum und Dran zieht auf irgend eine Weise in seinen Bann. In den meisten Fällen sind es Fragen wirtschaftspolitischer Art, die bei den Wählern den Ausschlag geben und die sie veranlassen, sich in mehr oder weniger aktiver Weise für die Dinge zu interessieren. Auch die Gruppen, in deren Wahlagitation völkische, nationale und kulturelle Momente stark herausgestellt werden, wissen, wie weitgehend das Schicksal der Staaten beherrscht wird von den Fragen der wirtschaftlichen Existenzmöglichkeit. Und bei der bestehenden Freizügigkeit des mobilen Kapitals wird es dem Angestellten und Lohnempfänger, der außer seinem Haus= und Handwerksgerät an keinerlei Sachwertbesitz beteiligt ist, sehr schwer, zu beurteilen, ob seine Existenz am besten gesichert ist durch die politischen Gruppen, die denen die Macht entreißen wollen, welche bisher die Sachwerte, Grund und Boden und Bodenschätze in Händen hatten, oder ob die wirtschaftliche und staatliche Sicherheit auch weiter da am besten ruht, wo man aus Freude an der Arbeit, am Vorwärtskommen oder auch am Gewinnstreben die Sachwerte produktiv zu gestalten sucht. Bei der Entwicklung, die unser Wirtschaftsleben in den letzten Jahren genommen hat, wo immer mehr Menschen, die bis dahin entweder direkt handarbeitend oder verwaltend an der Produktion beteiligt waren, aus dem Produktionsprozeß ausgeschaltet werden, ist es verständlich, wenn diese Kreise die Urheber dieser Entwicklung in denen suchen, die bis dahin die Produktionsmittel im Besitz hatten und über ihre Ausbeutung bestimmten. Wer sich dann weiter keine Sorge macht um die Kompliziertheiten einer modernen Staats= und Volkswirtschaft, wird leicht fertig sein mit seinem Entschluß, durch den Wahlzettel einmal einem anderen, sozialistischen oder kommunistischen System auf den Weg zu helfen. In dem bevorstehenden Wahlkampf wird die Haltung des deutschen Beamtentums von großer Bedeutung sein. Würde das gewaltige Heer der Beamten mit dem von ihm zu erreichenden Anhang die Stimme in einer bestimmten Richtung einheitlich abgeben, so hätte das für die künftige Zusammensetzung des Reichstages vielleicht ausschlaggebende Bedeutung. Es wird daher viel darauf ankommen, wie sich die Beamtenschaft einstellt. Ein sehr großer Teil der Beamten ist freigewerkschaftlich organisiert. Der Vorsitzende der Beamtengewerkschaften, Herr Albert Falkenberg, ist Sozialdemokrat. Er tritt denn auch im„Vorwärts“ dafür ein, daß der deutsche Beamte sein Recht und seine Zukunft nur durch einen Wahlsieg der Sozialdemokratie sichern könne. Er meint in bezug auf die Sammlungsbestrebungen in den sich neu bildenden Parteien, je größer die Zahl der Mitläufer sei, desto schwieriger werde sich die Lösung der großen Beamtenfragen in Politik und Wirtschaft gestalten. Mit ihrem Deckungsprogramm habe die jetzige Regierung der Beamtenschaft einen überaus lehrreichen politischen Anschauungsunterricht erteilt. Dafür führt er folgende Beispiele an: „Das Volk ist in Not! Ist diese Tatsache jemals von den Beamten geleugnet worden? Oder haben sich die Beamten geweigert, an der Beseitigung dieser Volksnot mitzuwirken? Ganz gewiß nicht. Aber sie verlangen, daß auch die leistungsfähigen Schichten des deutschen Volkes in ausreichendem Maße mit herangezogen werden, wenn es zu opfern gilt. Die Regierung aber verfolgt ganz andere Ziele. Ihre Zoll= und Steuerpolitik ist Ausbeutung der Massen, also auch der Beamten. Der Besitz soll geschont werden, die Lohn= und Gehaltsempfänger sollen bluten. Sie sollen den liquidieren, nicht diejenigen, die am Kriege verdient haben. Die Sozialdemokratie hat diese steuerliche Vergewaltigung der breiten Massen abgelehnt und der Regierung sowie den hinter ihr stehenden Parteien schärfsten Kampf angesagt. Die Sozialdemokratie war die einzige Partei, die vor der Reichstagsauflösung mit ihren Anträgen eine grundlegende Aenderung des Beamtennotopfers zugunsten der unteren Kategorien der Beamten zu erreichen strebte. Als ihre Anträge im Steuerausschuß durch eine bürgerliche Mehrheit zu Fall gebracht waren, stimmte die sozialdemokratische Fraktion im Plenum des Reichstags geschlossen gegen „Reichshilfe“. Der Vorwurf der Demagogie kann die Sozialdemokratte gufzt, gerien, weil sie den im Falle der Aprehre Heranzlehung der keistüungsfäßigen schichten auszugleichen bereit war. Sie hat das durch ihren Antrag auf Erhöhung des Einkommensteuerzuschlags von fünf auf zehn Prozent für alle Einkommenbez####er über 8000 Mark.“ Das mag in den Ohren des gering besoldeten Beamtentums ganz gut klingen. Wenn aber von Zoll= und Steuerpolitik als Ausbeutung der Massen die Reoe ist und davon, daß der Besitz geschont werden sollte. läuft das auch wieder auf die Meinung hinaus, der Sachwertbesitz sei in der Lage, die sich durch die jetzige Wirtschaftskatastrophe äußernde Not zu beseitigen. Das ist eine Frage, die auch uns andauernd beschäftigt und auf die wir gerne eine Antwort hätten, die der Wahrheit und der Gerechtigkeit entspricht. Abgesehen davon, daß es einzelne Zweige des Wirtschaftsgebietes gibt, die so rentabel sind, daß sie ihren Steuerpflichten mit Leichtigkeit nachkommen, Riesen gehälter bezahlen und auch noch gute Gewinne in Sicherheit bringen können, ist es doch den Steuerbehörden tatsächlich nicht mehr möglich, vom Sachwertbesitz, der entweder durch Miete oder durch Erzeugung von Produkten für die Lebenshaltung rentabel sein sollte, die Steuern in der erforderlichen Höhe einzutreiben, ohne die Betriebe überhaupt bankerott zu machen. Wenn aber die Sozialdemokratie und Herr Falkenberg hoffen sollten, die durch die Neuwahlen zur Regierungsmacht gebrachte Sozialdemokratie werde aus den Sachwerten, aus den Betrieben der Landwirtschaft und der Industrie Gewinne herausholen können, mit denen sich die Finanznot des Staates, die Not der Arbeitslosen und die Not des übrigen Volkes beseitigen ließen, so muß daran erinnert werden, daß es mit in erster Linie die Sozialdemokratie war, die es duldete und zuwege brachte, daß in den letzten Jahren so mancher Betrieb aus der kommunalen und staatlichen Verwaltung, die in den Händen von Sozialisten lag, wieder in den Privatbetrieb überführt wurde, weil man in punkto fruchtbarer, erfolgreicher Arbeit der Privatinitiative mehr zutraute, als dem eigenen verbürokratisierten Sozialismus. Und wenn wir uns der außen= und innenpolitischen Verpflichtungen erinnern, die dem deutschen Reiche und Volke durch das Versailler Diktat auferlegt sind, dann wären wir überhaupt gespannt darauf, wie es werden würde, wenn der Sozialdemokratie einmal die ganze Verantwortung für den Staat zufiele. Mit einer friedlichen Erfüllungspolitik wäre es dann sicher vorbei. Auf der einen Seite lauern die Mächte, die ihr Kriegsziel mit Deutschland gerne auch jetzt noch erreichen würden und auf der anderen Seite lauert der Bolschewismus. So sehen wir Deutschland in einer Klemme, aus der ihm nur solche Mittel und Kräfte wieder heraushelfen werden, vor deren Weckung und Anwendung sich zur Zeit noch das liberal=demokratisch=sozialistische Deutschland schüttelt: Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Treue, Liebe, Zucht, Frömmigkeit. Wo diese Eigenschaften nicht gepflegt und gesördert werden, geht es mit einem Volke und Staate rückwärts, mag die Macht nun in den Händen derer liegen, die privatim über den Besitz verfügen oder mag dieser Besitz in der Hand des Staates von denen verwaltet werden, die die Gleichheit aller erstreben. Die Politik der Nachkriegszeit hat Deutschland in eine Kalamität hineingebracht, deren Beseitigung keine leichte Aufgabe ist, die aber nun bald gelöst werden muß, wenn nicht eine weitere Folge eine neue Revolution und ein noch verwickelteres Chaos sein soll. Oberfinanzrat Dr. Quaatz sagt über die Finanzlage Deutschlands folgendes:„Das Vorjahr 1929/30 schloß mit einem Fehlbetrage von 1654 Millionen. Jetzt sind die Steuerergebnisse des ersten Vierteljahres 1930—31(April bis Juni) bekannt geworden. Das Ergebnis der Steuererhöhungen ist nicht ein Steigen, sondern ein Fallen der Steuererträge. Selbst wenn man annimmt, daß die Steuererträge nicht weiter sinken, so wird das Reich aus den Steuern einen Minderertrag von rund 1500 Millionen haben. Mit dem Fehlbetrag des Vorjahres ergibt das eine Summe von 3150 Millionen Mark. Aber das ist noch nicht alles. Wir müssen noch mit dem Fehlbetrag rechnen, den der Verwaltungsrat der Reichsbahn angemeldet hat und der durch Tariferhöhungen einfach nicht mehr zu decken ist. Denn ebenso wie die Steuererhöhungen haben auch die Tariferhöhungen nicht Mehr=Erträge. sondern Minder=Erträge, und zwar infolge Rückgang des Verkehrs, gebracht. Dieser vom Verwaltungsrat der Reichsbahn angemeldete Fehlbetrag beträgt 500 Millionen. Es ergibt sich ein Gesamtfehlbetrag des Reiches, mit dem wir beim Ende des Etatsjahres, d. h. im nächsten Frühjahr zu rechnen haben, von 3 650 Millionen.“ Dazu rechnet Quaatz noch Fehlbeträge der Gemeinden und Städte und kommt dann zu einer Summe von 4000 Millionen, von der er sagt, daß es keine Steuer gibt, die einen solchen Fehlbetrag zu decken vermag. Daß ist die Lage Deutschlands. Sie ist entstanden aus der Einstellung der maßgebenden deutschen Politiker, die dem Volke immer vorgeredet haben, es werde nicht so schlimm kommen, wie die Warner es prophezeiten. Und nun muß Deutschland doch sehen, wie es mit dieser geschaffenen Lage allein fertig wird. Von einer Wahlreform ist schon seit Jahren die Rede. Wir haben es nun einigemal erlebt, daß die Bearbeitung einer solchen Reform zu einem Zeitpunkt energisch in die Hind genommen wurde, wo die Sache den Par teien nicht gefährlich werden konnte. Ob es nicht jetzt auch so ist? Bei unserem parlamentarischen System hängt die Verabschiedung eines neuen Wahlgesetzes von einer Mehrheit ab, die aus den vorhandenen Parteien gebildet werden muß. Es läßt sich nun denken, daß die Parteien, die über die größte Mitgliederzahl verfügen und die eine Mehrheit bilden wollen für die Durchführung eines Wahlgesetzes, das größte Interesse daran haben, dem Wahlgesetz eine Form zu geben, die der eigenen Partei, der bestehenden Mehrheitsmöglichkeit nicht schadet. Man darf daher von einem Wahlgesetz, dessen Schöpfer Parteiminister des heutigen Systems sind, nicht erwarten, daß es den Wünschen derjenigen gerecht wird, die eben mit einem neuen Wahlgesetz Einflüssen Raum schaffen wollen, die unter der jetzigen Form ausgeschaltet sind. Wenn die Regierung jetzt, mitten im Wahlkampf, für den das alte Gesetz ja noch gelten muß, einen solchen Eifer entwickelt, könnte man überhaupt der Meinung sein, dieser Eifer um das Wahlgesetz sei ein Wahlmanöver, durch das das Interesse des Volkes wieder abgelenkt werden solle von den Dingen, die ihm als Not und Schande und als verderbliche Irrungen und Mißstände täglich vor Augen stehen. In einer Zeit, wo die Wasser der Trübsal und Not immer höher steigen, wird sich das hart betroffene Volk fragen, ob eine Wahlreform nun jetzt das allernotwendigste Werk einer Regierung sein müsse. Aus den Industriegegenden kommen Nachrichten über immer neue Arbeiterentlassungen. Die Maßnahmen der Berliner Großbetriebe, durch die mehrere Tausend Angestellte aus ihren Arbeitsstellen entlassen werden, bringen diesen Kreisen die größte Sorge. Die Verhandlungen, die hier und da geführt werden um das Lohn= und Arbeitsverhältnis, zeigen, daß es in der nächsten Zukunft ganz andere Dinge sind, auf die sich das Interesse des geplagten Volkes konzentrieren muß und wird als ein Wahlgesetz. Die Wahlwochen werden vorübergehen, ohne dem deutschen Volke Klarheit über seinen nächsten Zukunftsweg zu bringen. Nach alledem, was als Ergebnis der bisherigen Politik vorliegt, müßte es sich jetzt nur um eine entschiedene Abkehr von dieser Politik handeln. Aber trotz aller trüben Erfahrungen und trotz der trüben Zukunftsaussichten scheinen die parteipolitischen Verhältnisse noch nicht dahin ausgereift zu sein, daß eine Wendung durch Bildung anderer Parteikoalitionen zu erhoffen wäre. Wenn z. B. Dr. Scholz von der Deutschen Volkspartei in einer Rede sagen kann:„Die Erfolge der sozialistischen Regierung seien vollkommene Zerrüttung unserer Finanzen, finanzielle Mißwirtschaft, ungeheure Arbeitslosigkeit und keinerlei großzügige Reformen gewesen, es habe sich immer gezeigt, daß die Sozialdemokratie unfähig zu positiver Aufbauarbeit sei“ und ein anderes Mitglied dieser Partei, Generaloberst von Seeckt, meint, in der Sozialdemokratie sehe er die Möglichkeit, daß man die deutsche Arbeiterschaft zu einer staatserhaltenden und nationalen Mitarbeit heranziehen könnte“, so wird deutlich, wie wenig Aussicht auf eine einheitliche Politik da noch vorhanden ist. Die Aussicht einer bürgerlichen Einheit wird aber immer zweifelhafter. Wenn man den augenblicklichen Wahlkampf beobachtet und denkt an das wahrscheinliche Ergebnis des Wahltages, dann wird es klar, daß das Maß des Leidens des deutschen Volkes noch nicht voll ist. Kr. Der Turm zu Babel. Von Boersing=Kierspe. Das war einmal ein Sonntag! Morgens unter dem stillen Kreuz und nachmittags unter einer rauschenden Fahne! Morgens bei einem Missionar und nachmittags bei einem Weltpropheten! Sie versprachen ihren Hörern beide dasselbe: Trost für alle Betrübten, Brot für alle Hungrigen, Heilung für alle Kranken. Sie warben beide auch um mich, der eine um meine Seele, der andere um meine Stimme. Morgens bin ich in gutem Frieden heimgegangen, nachmittags war der Friede von mir gewichen. Erst die Geschichte von dem Turmbau zu Babel, die ich abends las, brachte mich wieder zurecht. Ist es denn nicht heute wie einst? Soll nicht wieder einmal von der Menschheit ein Turm gebaut werden, der bis an den Himmel reicht? Stehen sie nicht auf den Gassen, in den Schulen und auf den Märkten und predigen: „Ist Gott die Weisheit und die Kraft— sind wir es auch! Auch wir rufen dem, das nicht ist, daß es sei. Wir bauen Häuser, um deren Dächer der Flug der Wolken geht, und Schiffe, die wie die Vögel durch die Luft fliegen, um die Wette mit den Winden und allem feindlichen Wetter trotzend. Wir sprengen die Felsen und stauen den Fluß, daß er ein See wird, ein Wasserbrunnen für eine Millionenstadt. Und was ist heute noch ein Ochsenkarren? Ein Pflug, mühsam von einem Ackergaul gezogen? Schon jetzt sind sie überflüssige, und in einigen Jahrzehnten— oder in einem— sind sie wie Spinnrad und Zunder verschollene, nur noch in alten Dorfgeschichten vorkommende Dinge. Es knallt heute nicht mehr auf den Landstraßen, es knattert und rattert. Und bald wird es auf allen Feldern knattern bei der Saat und bei der Ernte. Wir graben die Kohlen aus der Erde und holen aus ihnen heraus, was in ihnen steckt, todbringendes Gift und heilsame Arznei, das Licht, das die Kerze und die Kraft, die den Pflug und das Pferd überflüssig macht. Das Unsichtbare, das den Sinnen schwerer Zugängliche, das kaum Geahnte— wir spüren es auf und zwingen es in unsern Dienst. Wir entkleiden die dunklen Rätsel der Natur ihrer Geheimnisse, wir bändigen ihre wilde, blitzeschleudernde Kraft, daß sie, mit Gedankenschnelle einen Tausendmeilenraum überbrückend, ein gesprochenes Wort, ein gesungenes Lied über Länder und Meere trägt, das bunte Leben der großen Welt in die Stille eines Wüstenzeltes, eines einsamen Blockhauses. Wir führen sie in die Erde und siehe, Die Politik des Unmöglichen. In dem sehr sachlich gehaltenen Artikel von W. W. „Zur Klärung der Lage"(„Aufwärts Nr. 187/8), wurde der Politik des Möglichen, die zugleich auch die des Notwendigen sei, das Wort gesprochen. Sei für einen völligen Systemwechsel eine Mehrheit nicht zu haben, wie das bei der Vielseitigkeit unseres Parteilebens in Deutschland leider der Fall sei, dann werde man selber„etwas nachgeben müssen“, um die Bahn für den Bundesgenossen freizumachen. Das sei die Politik des Möglichen, aber auch des Notwendigen, wenn man bedenke, daß die heutige Lage„Hoffnungen auf Fernziele“ nicht gestatte. Es sei darum schwer verständlich, daß ein Mann wie Hugenberg, der nicht nur ein guter Deutscher sei, sondern der auch besonders mit seinen glänzenden Gaben als Organisator vieles für die Belebung des deutschen und vaterländischen Gedankens geleistet habe, es nicht einzusehen vermag, welch katastrophalen Folgen seine Handlungsweise haben werde usw. Zu derselben Zeit, als ich diesen Artikel las, beschäftigte ich mich mit dem Buch von Alfred Wien„Die Stadt in den Wolken“, ein Buch, das den Versuch macht, einen Querschnitt durch die Gegenwart zu vermitteln, deren kulturelle Krise auf allen Gebieten des seelischen und geistigen, des politischen und wirtschaftlichen Lebens darzustellen. In dem Schlußkapitel dieses höchst beachtenswerten Buches zieht der Verfasser unter der Ueberschrift „Die Politik des Unmöglichen“, die Summa Summarum des in 6 Kapiteln Gesagten und kommt zu dem erschütternden Ergebnis, daß die Entwicklung, in der die Menschheitsgeschichte seit zwei Jahrtausenden stehe, am Ende zu sein scheine. Die Krise, die mit dem Ausbruch des Weltkrieges keineswegs ihre Höhe erreichte, sondern erst ihren Anfang genommen, treibe einer außerordentlichen Auseinandersetzung zwischen Geist und Ungeist entgegen — einem Kampf, der aber nicht bloß mit geistigen Waffen zum Austrag gebracht werde, den vielmehr die Gewalt entscheiden werde. Und da dränge sich einem die Frage auf, wo denn die Christen, die den Lebens= und Todesmut zu einer Politik des Unmöglichen haben, heute zu finden seien. Das Christentum unserer Tage sei allzu„zeitgemäß“ geworden.„Dissolut, charakterlos und kokett, belletristisch und epikuräisch: nicht eine dieser Eigenschaften, die auf unser „zeitgemäßes“ Christentum nicht in Anwendung zu bringen wären".„Wir Kolonie von Fertigen“(Johannes Schlaf), wir Menschen des sinkenden Abendlandes sind auch religiös fertig geworden und da dränge sich einem unwillkürlich die Frage auf: Ist das Christentum unserer Tage überhaupt noch eine Entscheidung wirkende Lebensmacht, die das Dasein des Einzelnen und des Volkes, der Nationen durchdringt und kräftigt? Am Evangelium und seiner Lebenskraft liegt es natürlich nicht, wenn wir aus der Krise, in der wir uns befinden, nicht zur Genesung finden. Wohl aber an den Christen. Unser Christentum ist zu bescheiden geworden. Wir haben zu viele„halbe Glaubenscharaktere“, die mit ihrer liebenswürdig praktischen„zeitgemäßen“ Tatsachenphilosophie des„ein wenig“,— ein wenig ernst, ein wenig fromm, ein wenig lüstern, selber„etwas nachgeben", allen gerecht werden und beileibe nirgends Anstoß erregen, es nicht weiter bringen als zu einer Politik des Möglichen. Die Majorität soll alles machen. Wolle man, daß das System vollständig geändert werde, dan gebrauche man eben, wenn man selbst über eine Mehrheit nicht verfüge, Por, teien, mit denen man eine Mehrheit bilden könne Wie ganz anders Deutschlands größter Staatsmann. Bia, marck! Er entnahm sich die Ordnung der Dinge nicht von der Zufallsmehrheit kompakter Majoritäten, die sich heute so, morgen anders entscheiden, sondern er holte sie sich aus dem ständig aufrecht erhaltenen Zusammenhang mit dem Einzelnen über den Sternen. Seine staatsmän, nische Weisheit wurzelte in der Erkenntnis:„In der Weltgeschichte sind Völker, Menschen, Staaten, hier un. ten ist alles nur Uebergang, das Ewige ist droben.“ Die „Politik des Unmöglichen“, mit der das Deutsche Reich als eine Möglichkeit von diesem seinem Gründer heraufgeführt und derart gefestigt ward, daß selbst Zusammenbruch und Revolution es nicht sprengen konnten, findet ihren Ausdruck in dem folgenden Bekenntnis, das Zeug, nis ablegt von der tief sittlichen, tief christlichen Auffassung seiner politischen Sendung:„Wenn ich nicht an eine göttliche Ordnung glaubte, so hätte ich das Diplomatengeschäft überhaupt nicht übernommen.“ „Zeitgemäß“, nein, zeitgemäß war das sicher nicht: aber weiter jedenfalls als unsere Regierungsmänner und Volksbeglücker ist dieser Bismarck denn doch gekommen! Sein„Erfolg“ sollte zu denken geben, gerade in einer Zeit, wo ja einzig der äußere Erfolg über Wert und Anerkennung entscheidet. Was unserer Zeit fehlt, sind Persönlichkeiten, die nach Kierkegaard ihr Selbst auf die Spitze eines Entschlusses stellen, wo freilich kein Platz ist für eine auf all und jeden Fall über den Wassern der Sintflut zuverlässig schwimmende Rettungsarche. „Die Spitze eines Entschlusses": das ist die Tat, die der Einzelne allein auf seine Schultern genommen hat, mit der er vertrauend hinabstürzt in die ihn umbrandende Flut— im Glauben, daß ihm die Rettung dennoch gelingen werde. Politik des Unmöglichen— möglich gemacht durch christliche Charaktere! Wie sie entstanden dem Werk der Reformation— in einem Ulrich von Hutten, dessen Wahlspruch lautete:„Ich hab's gewagt!“ In einem Luther, als er zu Worms vor Kaiser und Reichstag trat: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.“ Hinter diesen Männern haben auch keine kompakten Majoritäten gestanden, sie waren aber auch nicht Kopien, sondern Originale. Menschenfurcht kannten sie nicht:„Ich hasse von Herzen die großen Sorgen“, schrieb Luther an Melanchthon.„Daß sie Dein Herz so verzehren, daran ist nicht die Größe der Gefahr, sondern die Größe Deines Unglaubens schuld. Was kann denn der Teufel mehr tun, als daß er uns erwürge? Was noch?? Dann laß uns untergehen. Der unser Vater geworden ist, der wird auch unser Kinder Vater sein. Das ist die Spitze eines Entschlusses— Politik des Unmöglichen— die das Rad der Weltgeschichte, das schon damals zum Untergang rollte, nicht nur aufhielt, sondern zurückwarf. Was kann der Teufel mehr tun, als daß er uns erwürge? Was noch??!— Das ist die Stimmung, aus der heraus Luther der protestantischen Christenheit ihr Trutzund Siegeslied schuf, das wir heute noch häufig singen, dessen Inhalt aber in seiner ganzen, vollen Tiefe nur selten erfaßt und noch seltener beherzigt wird:„Und wenn die Welt voll Teufel wär'... Das Reich muß uns doch bleiben!" Das ist Geist und Sprache— mehr, das ist wo es zuvor unfruchtbar und öde war, blühen Blumen und köstliche Früchte reifen! Wo sind die Grenzen unseres Erkennens und unseres Wirkens? Denn jede Erkenntnis stellen wir zu fruchtschaffender Tat in den Dienst der Menschheit. Wie lange noch, und wir fliegen nach dem Mond! Aber weiter! Laßt uns einmal von Liebe und Gerechtigkeit reden! Sah Gott nicht zu, jahrhundertelang, jahrtausendelang, wie der Mensch gegen den Menschen wütete, wie ein Volk das andere mit Krieg überzog, um Goldes und eitlen Ruhmes willen? Wie noch immer, seit es eine Weltgeschichte gibt, der Stärkere über den Schwächeren kam, Feuer in friedliche Hütten und Schrecken in bebende Menschenherzen schleudernd? Was aus den Kerkern, aus den Folterkammer drang, das Stöhnen, das Wimmern, das wilde Schreien, hat es je sein Herz gerührt? Wann sprang sein rächender Blitz auf Gewalttat und hohnvollen Haß, wann löschten die brechenden Wolken des Himmels die Scheiterhaufen auf der Erde, die Flammen, die um all die unzähligen Opfer eines bockigen Aberglaubens, eines finsteren Hexenwahnes loderten? Seine Sonne brennt und glüht und fruchtbares Land wird Felsen und toter Stein; sein Regen strömt und fließt, und was der Frühling aus der Erde gerufen und der junge Sommer mit Tau und Licht gepflegt und behütet hat, es erstickt und verdirbt in der Flut; das Korn, die Freude der Menschen, verfault auf dem Halm. Das große Weltgeschehen und das Schicksal des Einzelnen— gestern und heute— Leid und Jammer und nacktes Elend— und dann ein Gott, der die Liebe, die Gerechtigkeit ist? Nein! Aber wir, wir sind es! Wir rufen die Geschlechter der Erde auf zum Kampf gegen den völkermordenden Krieg, wir wehren den Störern des Friedens. Keine Unterdrückung, kein rauchendes Schlachtfeld mehr! Nur einem Krieg noch reden wir das Wort, dem gegen die Ungerechtigkeit. Feindschaft und Fehde allem Schlechten, dem wuchernden Geiz, der raffenden Selbstsucht! Krieg den Palästen! Fort mit dem blöden Gerede von Freiheit, Ehre und Vaterland, hinter dem doch nichts anderes steckt, als Machtgier und Herrendünkel oder der Wunsch, in behaglichem Sattsein und guten Tagen alt und des Lebens froh zu werden! Eine Sonne und eine Erde ist es, so ist es auch nur eine Menschheit. Daß der alte Traum von Völkerverbrüderung und Menschenglück noch einmal Wirklichkeit werde— das ist es, was wir ersehnen! Dem einen großen Ziel gilt all unser Denken und Wirken. Friede den Hütten! Und wir fangen in unserem eigenen Hause an. Wir machen aus dem Märchen eine Wirklichkeit und lehren unsere Kinder, daß die Sünde der Leute Verderben ist. Die vielgestaltige Sünde der macht= und geldhungrigen Großen, die von jeher das Glück friedlicher Völker ihrem Geiz und ihrer Ehrsucht geopfert haben. Wir lehren sie, die Träger unserer Zukunft, daß der eine Mensch dem andern ebenbürtig ist, daß nur gewalttätiger Zwang und schön redender, auf die Ewigkeit vertröstender Pfaffentrug aus dem einen einen Herrn und aus dem andern einen Knecht gemacht haben. Wir sind die Hüter unserer Brüder, wir geben ihrer Arbeit den Lohn, der ihr gebührt, wir schaffen den Völkern eine Freiheit, die sich nicht mit einem: Das darfst du! Das darfst du nicht! ihrem Glück hindernd in den Weg stellt. Ehre? Wahn der Hochmutsnarren! Gut und böse? Törichter Traum eines frommen Aberglaubens! Alles ist euer!“ Das ist die Lehre der neuen Zeit. In ungezählten Büchern steht sie zu lesen und auf allen Gassen wird sie gepredigt. Müde und notgeknechtete Menschen läßt sie hoffnungsvoll aufhorchen:„Morgen! Morgen!“— stürmische und zukunftfreudige Jugend drängt sie zu wagemutiger Tat:„Heute!“ Und draußen in sommergrünen Wäldern, wo über den Zelten eines Kinderlagers rote Fahnen knattern, spukt sie in den Köpfen halbwüchsiger Knaben und Mädchen: Alles ist euer! Der Mensch ist Gott! Wieder einmal wollen sich die Menschenkinder einen Namen machen, wieder einmal soll ein Turm zu Babel gebaut werden. Aber jetzt wie einst: der in den Himmeln wohnt, sportet ihrer.„O ihr Narren und Kinder des Staubes! Eure Kraft? Ja, baut nur eure Häuser, eure Schiffe! Mein Atem weht, und sie fallen, sie stürzen. Alle eure Heltlichkeiten werden die Motten und der Rost fressen. Und ihr selbst? Geht ihr denn nie über einen Friedhof? Hundert oder tausend Grabsteine sind auf jedem, aber kaum noch einer, über den die Stürme eines Jahrhunderts h weggebraust sind! Eure Liebe? Eure Gerechtigkeit? Gewiß es hört ssch schön an, wenn ihr predigt: Friede den Hütten! Nie wie“ der Krieg! Aber warum sagt ihr denn nicht auch dar andere: Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlat ich dir den Schädel ein? Und eure Weisheit schließlich? Ja, wohl fahrt ihr mt einem Gerät auf euren Acker, das ist alles: Pferd und Tat der Reform gekommenes gesa der immer neue Was noch??! reitschaft zum Le Bereiter erreicht Henrik Ibsen, de gangenheit in sei in„Ueber die K so stirb dafür.“ schichtsschreiber E haftes in der We vollbringen, es so vollbringen oder Unmöglichen aus lamenten betrieb rat; mit diplome Wahlsystemen— lichen Ergebnis hat sie gar nichts Ich habe Al lassen, denn er h Mit ihm frage stab gemessen: C serem kulturelle Frauen, die so sit die lebendigen Hause“? Wobei, ausdrücklich die die Stadt Gotteein Staat, laute den Synthese zu des Buches, aus nicht einen Gott hat, wird jemals Eine der her bruch des Welt! furor teute Reichstag sagte, wenn es sich um angegriffene Te der in seiner sagte:„Ein fu gelische Entrüst: erfassen, die bis Sozialdemokrat nicht eine kult reißt, sondern Zorn, der mit der deutschen der Beendung menschlägt.“ I. Wird sein Wun ter Halbheiten Dummheiten si lern. Rechts o7 ist diesmal die Wie von Reichsaußenm Genfer Ratst bundsversamn Caus wird ih Pflug und Hac das Samenkor auch. O ihr Tor gründen und: Die ihr mich: Mich, in dem selig euch und wollt!“ Und der E nieder, wenn die Wetter sei und die Männ in alle Lande, nete die Tiefe mel hinter gr alle Quellen in den Herzen sondern Trau stürme braust schen zerstöre hunderljährig noch nie sprat borstenen Sch nes Gestein i anderen Ende lend auf das der Wildnis und Erdbeber nigen Augen als die schlei Wochen. Un Feuer und§ Unheil und 1 und Warten d Erkenntnis, geschichte, we ein: Halt! is Menschheit 31 zu Besinnung Es geht Trost, ihre A geredet habe Weltgeschicht SRom, er u deon, er und gat der Reformation, die ja doch kein zum Stillstand gekommenes geschichtliches Ende ist, sondern ein Anfang, der immer neue Forderungen an uns stellt. Pas noch??!— Nur Bereitschaft des Todes kann Bereitschaft zum Leben sein.„Nur als ein Heer zum Tod gereiter erreicht ein Volk sein Kanaan!“ heißt es bei Heurik Ibsen, dem größten Dichter der jüngeren Vergangenheit in seinem„Brand“, und ähnlich bei Björnson in„Ueber die Kraft": Willst du, daß etwas leben soll, so stirb dafür.“ Und bei Carlyle, dem berühmten Geschichtsschreiber Englands:„Kein Mensch, der etwas namhaftes in der Welt vollbringen will, darf erwarten, es zu vollbringen, es sei denn unter der Bedingung: ich will es vollbringen oder sterben. So sieht christliche Politik des unmöglichen aus, wie sie allerdings nicht in unseren Parsamenten betrieben wird, auch in keinem Völkerbundsrat: mit diplomatischen Verhandlungen und mit politischen Wahlsystemen— mit Hinüberschielen nach dem vermutlichen Ergebnis der Abstimmung kompakter Majoritäten hat sie gar nichts zu schaffen. Ich habe Alfred Wien reichlich zu Wort kommen lassen, denn er hat uns mit seinem Buch etwas zu sagen. Mit ihm frage ich zum Schluß noch:„An diesem Maßstab gemessen: Christen, wo sind die Christen? Wo in unserem kulturellen und staatlichen Leben die Männer und Frauen, die so sind, wie sie der Petrusbrief verlangt:„Als die lebendigen Bausteine bauet euch auf zum geistlichen Hause“? Wobei, wohlgemerkt, von lebendigen Bausteinen ausdrücklich die Rede ist, denn mit toten Bausteinen kann die Stadt Gottes niemals gegründet werden.“ Auch nicht ein Staat, lautet doch in einer eigenartigen überraschenden Synthese zwischen Plato und Kierkegaard das Thema des Buches, aus dem ich referiert habe:„Kein Staat, der nicht einen Gott, sondern einen Sterblichen zum Herrscher hat, wird jemals Erlösung finden von Unheil und Elend.“ Eine der herrlichsten Erscheinungen, die uns der Ausbruch des Weltkrieges zeigte, war das Aufflammen des furor teutonicus, von dem Bismarck einst im Reichstag sagte, daß er sich unfehlbar einstellen werde, wenn es sich um einen Krieg handele, bei dem wir der angegriffene Teil seien. Wird Hugenberg recht behalten, der in seiner ersten Programmrede in Berlin kürzlich sagte:„Ein furor evangelicus, eine heilige evangelische Entrüstung wird schließlich auch diejenigen Kreise erfassen, die bisher in den evangelischen Gebieten mit der Sozialdemokratie gelaufen sind, ohne das Ende zu ahnen, nicht eine kulturkämpferische Welle, die das Volk zerreißt, sondern ein echter, tiefer, christlicher und deutscher Zorn, der mit dem Christentum und der Vaterlandsliebe der deutschen Katholiken in dem einmütigen Wunsche der Beendung jenes Doppelspieles des Zentrums zusammenschlägt.“ Ich sage: wird Hugenberg recht behalten? Wird sein Wunsch in Erfüllung gehen? Oder werden weiter Halbheiten gemacht werden, die gleichbedeutend mit Dummheiten sind? Die Entscheidung liegt bei den Wählern. Rechts oder Links! Rettung oder Untergang! Das ist diesmal die klare Parole. D. Genähr. Curtius reist nach Genf Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, wird Reichsaußenminister Dr. Curtius Deutschland auf der Genfer Ratstagung sowohl als auch auf der Völkerbundsversammlung vertreten. Ministerialdirektor Dr. Caus wird ihn voraussichtlich begleiten. Arbeit für 100000 Mann. Vergebung der Reichsbahn=Aufträge.— Erneuerungs= bauten und Maschinenauschaffungen. — Berlin, 23. August. Der Einbeziehung der Reichspost in das Arbeitsbeschaffungsprogramm ist nunmehr die Eingliederung der Reichsbahn gefolgt. Ein Teil der zur Finanzierung des Reichsbahnbeschaffungsprogramms— das Aufwendungen in Höhe von 350 Mill. M. vorsieht— erforderlichen Geldmittel ist durch Begebung von sechsprozentigen Reichsbahnschatzanweisungen aufgebracht worden. Die Emission der Reichsbahnschätze ist nicht nur voll geglückt, der zur öffentlichen Zeichnung aufgelegte Betrag wurde fast zu 50 Prozent überzeichnet. Tamit ist die Reichsbahn in die Lage versetzt worden, die bisherige scharfe Drosselung ihrer sächlichen Aufwendungen einzustellen. Neue Aufträge sind bereits vergeben und umsangreiche zusätzliche Arbeiten in Angriff genommen. Die Art des von der Deutschen Reichsbahn in enger Fühlung mit dem Reichsverkehrsministerium aufgestellten Arbeitsbeschaffungsprogramms wird eine fühibare Belebung des Arbeitsmarktes und damit eine wesentliche Linderung der Arbeitslosigkeit zur Folge haben. Die Verteilung der Mehraufträge. Die bisher stark eingeschränkten Leistungen für den Umbau des Oberbaues werden um rund 650 Kilometer dadurch erhöht, daß 100 Millionen für den Oberbau zusätzlich aufgewendet werden. Insgesamt 80 Millionen dienen der Bestellung von Fahrzeugen und maschinellen Anlagen. Mit 50 Millionen werden Neubauten der Vermögensrech= nung finanziert. 30 Millionen sind für Auffüllung der Werkstättenlager und Durchführung von Sonderprogrammen vorgesehen. 12 Millionen werden für Verstärkung der Brückenbauten und Verbesserung der Sicherungsanlagen verwendet. Alles in allem wird noch im Jahre 1930 die Reichsbahn über ihre laufenden Aufwendungen für Unterhaltung und Erneuerung hinaus für 272 Millionen Mark Arbeit schaffen. Damit ist für die kommenden Monate die Beschäftigung von mehr als hunderttausend Menschen sichergestellt worden. Dem Verlangen der Reichsregierung bei Vergebung der neuen Aufträge zugleich auf Preissenkung hinzuwirken, hat die Reichsbahn entsprochen. Verhandlungen um erhebliche Preisnachlässe zu erzielen sind im Gange. Die großen Aufträge, deren die Industrie durch das Arbeitsbeschaffungsprogramm sowohl auf dem Gebiete der Bauwirtschaft wie auch von seiten der Reichsbahn und der Reichspost teilhaftig wird, müssen zweifellos einen hinreichenden Anlaß bilden, Stoffe und Arbeiten zu den gewünschten ermäßigten Preisen zu liefern. Hehes Rücktritt bevorstehend. Eine amtliche Mitteilung über die Rücktrittsabsichten des Chefs der Heeresleitung. Zu dem bevorstehenden Wechsel in der Heeresleitung wird aus dem Reichswehrministerium noch Wie schon vor zwei Tagen erklärt wurde, ist zum 1. Oktober keine Veränderung in der Leitung der Reichswehr vorgesehen. Auch liegt ein Rücktrittsgesuch des Generalobersten Heye nicht vor. Richtig ist allerdings, daß Generaloberst Heye den Wunsch geäußert Pflug und Hacke und Egge. Das sät und erntet auch. Aber das Samenkorn, das gebe ich, und die Ernte schaffe ich auch. O ihr Toren, die ihr alle Geheimnisse der Natur ergründen und nicht einmal einen Grashalm machen könnt! Die ihr mich nicht erkennen könnt, der ich alles erfülle! Mich, in dem auch ihr lebt! Ihr Kinder des Todes, feindselig euch und euren Brüdern, die ihr mich nicht erkennen wollt!“ Und der Ewige ergrimmte und sein Zorn fuhr her nieder, wenn auch noch nicht so schreckbar wie einst, als die Wetter seines Gerichtes um den Babelturm sprühten, und die Männer, die ihn bauen wollten, verstreut wurden in alle Lande, wie Spreu, die der Wind verweht. Er öffnete die Tiefen der Erde und verbarg den blauen mel hinter grauen Wolken und der Regen rauschte und alle Quellen sprangen, bis der Anblick eines Kornfeldes in den Herzen der Menschen nicht mehr Freude und Dank, sondern Trauer und bittere Klagen weckte. Und Wirbelstürme brausten über das Land, die Werke der Menschen zerstörend und wie ein Kind, das Blumen köpft, hunderljährige Bäume knickend. Es bebte die Erde und noch nie sprang ein Wasserbrunnen so hoch aus ihrem gevorstenen Schoß in den hellen Tag wie ihr glutgewordeses Gestein in die schwarze, grauenvolle Nacht; an ihrem anderen Ende wurde das Meer ein Gebirge, das sich brüllend auf das schlafende Menschenland stürzte wie ein Tier der Wildnis auf sein ahnungsloses Opfer. Und Sturm und Erdbeben und donnerndes Meer, sie forderten in wenigen Augenblicken mehr an Menschenglück und Leben als die schleichende Seuche der schwarzen Pest in langen Wochen. Und anderswo sinkende Schiffe und rasende Feuer und Kriege und Kriegsgeschrei— Trümmer und Unheil und bleiche Menschen, verschmachtend vor Furcht und Warten der Dinge, die noch kommen sollen. Aber wo die Erkenntnis, daß das alles wie noch immer in der Welt Leschichte, wenn ein Turm zu Babel gebaut werden sollte, ein: Halt! ist, das dem Wahnwitz einer tollgewordenen Menschheit zugerufen wird, eine vielleicht letzte Mahnung zu Besinnung und Buße. Es geht doch nichts über die alte Bibel, über ihren Trost, ihre Weisheit, ihre Lehre. Wenn die Menschen ausberedet haben, wird ein anderer reden. Und der macht die Veltgeschichte, nicht sie. Er und die zehn Gerechten zu Sobom, er und die dreihundert Helden des streitbaren Gideon, er und ein Luther. Rückgrat der Staatsverwaltung muß ein gesichertes und unbestechliches Beamtentum sein. Bei der gegenwärtigen Lage Deutschlands ist die Außenpolitik mehr wie je die Kunst des Möglichen und nicht des Wünschenswerten. Die Staatspartei wird alle Möglichkeiten ausnutzen, um eine Revision der dem deutschen Volke im Houngplan aufgebürdeten unerträglichen Verpflichtungen herbeiIm übrigen setzt sich die Deutsche Staatspartei in dem Manifest für eine Wahlreform, die Schaffung von Bauernsiedlungen im Osten, den Schutz der Religions= und Kulturgemeinschaften, die Förderung des Mittelstandes und die Kontrolle der öffentlichen Betriebe ein. Eine aufblühende Wirtschaft sei die Vorbedingung für den sozialen und kulturellen Fortschritt der Nation. Sozialistische Experimente werden abgelehnt. Ziel müsse u. a. sein, Besitzlosigkeit zur Ausnahme zu machen. Ostbundtagung in Hamburg. Kundgebung der Liquidationsgeschädigten. Im Rahmen der Hansa=Tagung des Deutschen Ostbundes, die am Freitag in Hamburg begann, veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft der großen Verbände der Liquidationsgeschädigten und verdrängten Auslandsdeutschen, Grenzlanddeutschen, Kolonialdeutschen und Ueberseekaufleute eine Kundgebung in der Börse. Präsident Ginschel vom Deutschen Ostbund betonte, daß die Grundsätze für die Abfindung der in Polen durch Liquidation geschädigten Deutschen entsprechend auch auf die anderen Geschädigten angewandt werden müßten und setzte sich im einzelnen namentlich zugunsten von Sanierungskrediten für den Mittelstand, für einen Sozialfonds für notleidende Kleingeschädigte und für ein Berufungsverfahren bei Verlust von Ansprüchen durch Fristversäumnis ein. Eine von der Versammlung angenommene Entschließung verlangt vom neuen Reichstag die rasche Beseitigung der schlimmsten Härten des unzulänglichen Kriegsschädenschlußgesetzes. Darüber hinaus muß der neue Reichstag mit einer großzügigen Fingnzzefgrm eine durchgreifende Entschädigungsreform„Pnren. In seiner Reparationspolitik muß er die Rechte und Interessen der Geschädigten besser wahren als sein Vorattuger. Drastische Abwehrmaßnahmen? Neuer deutscher Protestschritt in Warschau.— Wegen der Grenzverletzungen. — Berlin, 23. August. Trotz aller deutschen Proteste in Warschau und aller polnischen Versicherungen, es werde Abhilfe geschaffeu werden, nehmen die Verletzungen der deutschen Hoheitsrechte durch das Ueberfliegen der Grenze durch polnische Flieger kein Ende. So ist neuerdings wieder bei Flatow ein Polenflugzeug gesichtet worden. Nachdem nunmehr auch diese neue Grenzverletzung amtlich bestätigt worden ist, wird das Auswärtige Amt mit aller Entschiedenheit Einspruch in Warschau erheben lassen. Gleichzeitig prüfen die zuständigen Ministerien ernstlich, was weiter geschehen kann, um neue unerwünschte Besuche polnischer Flieger endgültig zu verhindern. Zu den von polnischen Zeitungen veröffentlichten Meldungen über Verhaftung eines deutschen Grenzbeamren wegen Ueberschreitens der deutschen Grenze gegenüber dem ostpreußischen Orte Haasenberg, erfahren wir von zuständiger Stelle, daß dieser Zwischenfall erledigt ist. Es handelte sich um ein Versehen des deutschen Beamten, der übrigens erst seit dem 15. Juni Dienst tut. Rundschau. Der ehemalige Reichskanzler Michaelis, General von Kuhl und der frühere Sozialdemokrat und Oberpräsident von Ostpreußen, August Winnig, sind der Konservativen Volkspartei beigetreten. — General Kundt, der frühere Generalstabschef Boliviens, hat von New York aus die Ueberfahrt nach Europa angetreten: in den nächsten Tagen trifft General Kundt in Bremen ein. Selbstmord ins Reichstagskandidaten. Der Vorsitzende einer Kalnener Stadtverordnetenfraktion, Syndikus W. Eckardt, der für die Reichstagswahlen als Kandidat im Wahlkreis Westfalen=Süd aufgestellt war, wurde in seiner Wohnung erschossen aufgefunden. Nach den ärztlichen Feststellungen liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Generaloberst Heye hat, nicht mehr allzu lange Zeit im Amte zu bleiben. Die letzte Entscheidung hierüber ist aber noch nicht getroffen. Die Gründe des Generals Heye sind lediglich persönlicher, keinesfalls aber politischer Natur. Wenn jetzt Versuche gemacht werden, durch kung auf ihre Personalien die Reichswehr in die Parpräsident diesen Versuchen nach wie vor entschieden entgegenstellen. Die Personen des Reichswehrministers und des Reichspräsidenten bieten Gewähr dafür, daß die Führerstellen in der Reichswehr nur nach militärischen, nicht nach politischen Gesichtspunkten beGrund dieser Mitteilung ist also mit einem sich der Führerwechsel am 1. Dez. Manifest der Staatspartei. Für eine starke Innen= und Außenpolitik.— Revision des Young=Plaus. Die neugegründete Deutsche Staatspartei verösfentlicht ein Manifest, in dem=ziotent gorderungen Unter Wahrung der berechtegrrn. v..f Aug geschichtlich bedingter Stammeseigenarten si starke Reichsgewalt geschaffen werden. Die Staats. hoheit der Länder muß bet voperschpgdenn Piz, eiger lebendigen Selbstverwaltung verschwinden, rnp# dern eine Verwaltungsreform, deren höchste Sparsamkeit auf allen Gebieten ist. Das Rundschau im * Zu den Verhandlungen der internationalen Landwirtschaftskonferenz an der Cornell=Universität sind nunmehr auch fünf russische Agrarwissenschaftler in New York eingetrosfen.. Keministen Staate Pant * Der Schätzserretar der Vereinigten Staaten kundigte für das nächste Jahr die Wiederaufhebung der im Jahre 1930 angeordneten Ermäßigung der Einkommensteuer an. * Kriegsschiffbau für Polen. ? Auf einer französischen Werft in Caen ist ein für Polen bestimmter Torpedobootszerstörer, der den Namen „Burza" tragen wird, fertiggestellt worden. Das Boot hat bereits die Reise nach Cherbourg angetreten, wo die Bestückung vorgenommen werden wird. Der Zerstörer vier Geschütze von 130 Millimeter, zwei Geschütze von 37 Millimeter, sechs Torpedobootsrohre von 550 Millimeter und zwei Maschinengewehre erhalten. Kundgebungen gegen In zahlreichen polnischen Städten. Die in Opposition zu der polnischen Regierung stehenden Parteien haben beschlossen, für den 14. September in einer Reihe größerer Orte des Landes gemeinsame Kundgebungen unter folgenden Losungen zu veranstalten: Beseitigung der Diktatur, Einberufung des Seim, Kampf gegen die Wirtschaftskrise, Protest gegen die„Gelüste auf die Grenzen“(!) der polnischen Republik. Diese Kundgebungen sollen gleichzeitig in 21 Orten abgehaltenen werden, darunter in größeren Städten wie Warschau, Lodz, Posen, Thorn, Bialystock und Kattowitz. Ein Großflugzeug abgestürzt. 13 Insassen acht Tote. In der Nähe von Friedrichsdorf bei Iglau stürzte ein Flugzeug ab, das sich auf dem Wege von Prag nach Preßburg befand. Von den 13 Insassen wurden 4 sofort getötet; von den schwerverletzten Personen starben vier weitere nach ihrer Einlieferung in das Iglauer Krankenhaus. Zwei weitere Personen sind schwer, eine leicht verletzt. Unter den Toten befindet sich der Ingenieur Eimann aus Dresden. Das abgestürzte Flugzeug war vom Typ Ford. Es war auf dem tschechoslowakischen staatlichen Aerolinien seit Frühjahr vorigen Jahres in Verkehr und konnte 14 Passagiere und zwei Mann Besatzung fassen. Anscheinend ist das Flugzeug in eine Gewitterbö geraten. Die Auffindung der Leiche Andrées erfolgte am 6. August durch die von dem norwegischen Geologen Dr. Horn geleitete Expedition an der Südwestküste von White Island. Man fand ein Boot und einen Schlitten und in dem Boot die anscheinenden Ueberreste eines menschlichen Skeletts. Wenige Meter entfrut von dem Boot lag die Leiche Andrées ganz im Eis eingefroren, aber nur von einer dünnen Eisschicht bedeckt. Sie war völlig bekleidet und gut erhalten. In den Taschen fand man Andrées Tagebuch und neben anderen Gegenständen auch einen Schrittzähler. Nicht weit von Andrée lag die gleichfalls gut erhaltene Leiche eines zweiten Mitglieds der Andréeschen Expedition, die jedoch noch nicht mit Sicherheit identifiziert werden konnte. Kirchennachrichten für Schildesche. Sonntag, den 24. August 1930. 8 Uhr vorm. Frühgottesdienst: Pastor Hopmann; 10 u, vorm. Gottesdienst: Pastor Dahlmann; 1½ Uhr nachm##### gottesdienst.der Andrées Leiche gefunden. Nach 33 Jahren.— Auf White Island. Von einer norwegischen wissenschaftlichen Expedition wurde auf White Island in dem im Nordpolmeer gelegenen Franz=Joseph=Land die Leiche des schwedischen Ingenieurs Andrée gefunden, der am 11. Juli 1897 mit zwei Begleitern auf Spitzbergen in einem Luftballon aufstieg, um den Nordpol zu erreichen, und seither verschollen war. Nach den vorliegenden Meldungen ist die Leiche Andrées gut erhalten. Bekanntmachung. — Auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten vom 26. Juli 1930 haben alle gesetzlichen Krankenkassen nach§ 187 b der Reichsversicherungsordnung für die Ausfertigung eines Krankenscheines eine Gebühr von 50 Reichspfennig einzuziehen. Dieses gilt bei Anforderung für Mitglieder= sowie Familienkrankenscheine. Für denselben Versicherungsfall ist die Gebühr nur einmal zu entrichten. Die Gebühr wird ab Montag, den 25. August 1930 erhoben, und ist bei der Anforderung von Krankenscheinen sofort zu entrichten. Betriebskrankenkasse„Krankenhilfe“. Bethel. — Christlicher Verein junger Männer, Sonntag, d. 24. August, zum Sennetreffen. Ab Dori. linde morgens 8½ Uhr und nachmittags 1½ Uhr. — Turnverein„Jahn“ DT. Die Turnstunden der Turnerinnen=Abteilung beginnen wieder am Dienstag den 26. August, abends 8 Uhr. 863 Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand. Erscheint wöch 036 Bestellgebi Ausland unter Einzelnumm Fotoapparat 10X15 cm; Lichtstärke 4,5; Compur, verschluß mit allem Zubehör preiswert zu verkaufen. Näheres im Dankort. Schriftleitung: W. Kraa, Wirtschafts= und Weltpoltik: D. H. Huttel, Anzeigen: K. Diekmann, alle in Bethel. Zuschriften für die Schriftleitung: Bielefeld. Schließfach 28. Für Gelz, sendungen Postscheckkonto: Hannover 67377,„Aufwärts“, Christ, liches Tageblatt, Bethel b. Bielefeld. Fernruf 3911/3916. Am Bielefeld. Druck und Verlag: Anstalt Bethel. Anna Llisabeth WDie Gottes Güte schenkte uns heute ein drittes Kind, zu zwei Jungen ein Mädchen. Landesbank der Provinz Westfalen bietet an zu günstiger Kapital-Anlage 2% Goldkommunal-Schuldverschreibungen zum jeweiligen Börsenkurs der Reihe 1(zuletzt 1. 8. 1930 93%) Verkaufsstellen sind die Landesbank in Münster, Bielefeld, Dortmund, Hagen und sämtliche Banken und Sparkassen In dankbarer Freude Ofarrer Friedrich Kiock und Frau Alarianne, geb. Scheller Kreisewitz, 21. August 1930 Dost Brieg Land, Bez. Breslau. Sammler von Briefmarken, Münzen und auf anderen Sammelgebieten tretet dem Cosmopolitischen Correspondenz-Club(.C..) bei, Verein für das gesamte Sammelwesen im In- und Auslande. Große Tausch- und Absatzmöglichkeiten. Eigenes Vereinsblatt, in dem die Mitglieder mit ihren genauen Anschriften und besonderen Wünschen veröffentlicht werden. Schöner Rundsendering in Briefmarken und Münzen. 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