des Kaufmannz alschule gehen das Abitur ier Kaufmannz. Spieder werden chrosser, um spä. en eines Regl, kte u. a. folgen— Zwei davon. n— drei, Söhne um die höhere ind zwei and stenlos ist, Vollz. Oberprima d einer Klei drei Jura i die väterlie terlicher Beamt altung zu gehe werden. Zw äterliche Prax nhaumeister, ind dessen Firn gung Journali einer Landwi übernehmen, eil er gleichzeit u haben glaub zer werden, ein dann eine 3 Studienräten von zweien he. i auf die Runddlichen ergreifen für die übrigen nd. Der Beruf war dabei aus 40 Jugendliche! also bewiesen, tschaftlichen Verr fordern. Sie aße akademischen jegeben wird, da niger als 42 beergreifen wollen. Ufred Käding. ellung. Samstag von 10 bis 13 und macht es sich imie„Geschichte des n und Heilandes esangbüchern nicht n ein Abdruck aus und dieser verhl. Die Hefte sind ch die Hauseltern igsweg 3, bezogen ind Weltpoltih: ; alle in Bethel eitsbrot Roggenkornes. ollkornmehl her, offe in einer für eeigneten, leicht t. Gesundheitsulich als Schrottreide hergestellt. ernickel, Komund Zwieback e Versandkosten inn, Bielefeld r. Kurfürstenstr. Voggebote Erfolg. O lielen oraihe che Margarine. Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .86 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Füre eiusland unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. mit den Beilagen„Für Herz und „Kindergabe“ und„Anser Ziel.“ Anzeigenpreis:— Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Reklame 30 Pfg. Beilagen unter D5gje tausend 15 Mi Schluß der Vezeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 6737 Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld) Sonnabend, den 29. März 1930. Nr. 75. 12. Jahrgang. Das Höchste bleibt ein freier Wille, Der, unverwirrt von Fleisch und Blut, Fest und getreu in Sturm und Stille Das Gute, weil es gut ist, tut. Geibel. Der Wille zum Osten. Von Dr. M. Hahn, Düsseldorf. Wir entnehmen diesen Aufsatz dem ersten Ostheft der politischen Monatsschrift„Volk und Reich“(Berlin W. 30), die sich um eine vorbildliche systematische Behandlung der großen Grenzprobleme bemüht. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß das deutsche Schicksal erneut vor einer entscheidenden Wende steht. Unser heutiger Lebensraum hat sich, historisch betrachtet, in steter Wechselwirkung von westlicher und östlicher Exzansion gestaltet. Die verflossene Epoche des letzten halben Jahrhunderts empfing ihren Stempel, zum mindesten was die wirtschaftliche Entwicklung anbetrifft, allein vom Westen. Durch wenige Striche ist dieses Bild gezeichnet: Die Industrialisierung, die Bevölkerungsvermehrung, die Städtebildung, die überwiegende Richtung des auswärtigen Handels und des überseeischen Verkehrs, die Ausbildung des Eisenbahnnetzes— alle Erscheinungen gravitteren entscheidend seit Jahrzehnten nach dem Westen. Ihnen parallel aber läuft eine andere nicht minder eindrucksvolle Entwicklung: Die Landflucht des deutschen Ostens. Die preußische Politik, ihre geschichtliche Linie und Bedeutung vollbrachte durch zähe Verfolgung eines einmal als richtig anerkannten Grundsatzes das Meisterwerk: Die Verbindung zwischen Osten und Westen herzustellen und wirtschaftlich einen gesunden Ausgleich zu versuchen. Auf diesem Ausgleich, der die Landwirtschaft des deutschen Ostens bestehen ließ, und noch weiter fortentwickelte, beruhte auch die Blüte der im Westen immer stärker emporwachsenden Industrie. Der Kriegsausgang stellt uns vor die Frage, ob die alte Wahrheit heute noch zu Recht besteht, oder ob an Stelle des bisherigen Gleichgewichts einseitige industrielle Orientierung und damit Aufgabe der landwirtschaftlichen Positionen für unsere Zukunft einen Weg bedeuten. Die letzten Dezennien haben Struktur und Leistungsfähigkeit des Ostens grundlegend verändert und seine Rolle in dem Gesamtkorper der europäischen und deutschen Wirtschaft stark verschoben. Automatisch stieg hierdurch die Bedeutung des industriellen Westens und ebenso automatisch wurde als Rückwirkung das Tempo des Verfalls im Osten noch beschleunigt. Ferner ließ der Umstand, daß die Westgrenze während des letzten Jahrzehnts die Hauptkräfte der auswärtigen Politik in Bann hielt, naturgemäß die östlichen Ereignisse stärker in den Schatten treten. Erst ganz allmählich beginnen wir uns von der zwangsläufig eingestellten Blickrichtung zu lösen. Erschreckt stellen wir fest: Noch ein Jahrzehnt in dieser Richtung weiter und der deutsche Osten ist nur noch ein Trümmerhaufen. Es wird heute noch nicht entfernt begriffen, was mit diesem Raum für uns alles verloren gegangen ist. Nicht der Verlust der Provinz Posen, der industriellen Gebiete Oberschlesiens, oder die Sonderstellung der Stadt Danzig, oder das in der Luft hängende Lstpreußen sind die entscheidenden Verlustpunkte. Grenden werden in der Geschichte immer nur auf Zeit gezogen, und auch diese Grenzen dürften nicht für die Ewigkeit bleiben. Das Niederdrückende bei der Betrachtung der ostlichen Fragen ist vielmehr folgendes: In dem Bewußtsein der an Deutschland im Osten grenzenden Völker ist die feste Vorstellung von der Ueberlegenheit deutscher Kulfür, deutscher Wirtschaft und des deutschen Menschen geschwunden, und damit gleichzeitig der Zusammenhang alter Einzelfragen des deutschen Schicksals im östlichen Raum, und löste sich gleichsam in seine Atome auf. Nur beshalb stehen wir heute den kommenden Problemen der Danziger Frage, der Memeler Frage, dem Baltenproblem, der schlesischen, österreichischen und so und so belen anderen Einzelfragen gegenüber. In Wirklichkeit sind alle diese Dinge nur noch Teile eines großen Ganzen, duis wieder aufzurichten, für uns in immer größerer Eile dn einer brennenden Lebensfrage wird. Reichte vordem der wirtschaftliche und kulturelle Einfluß des Deutschen bis weit in das Russische Reich, so sehen wir heute den eesteren völlig gebrochen, den zweiten in einem hartnäkeiten Stellungskampf, dessen Ausgang noch nicht gewiß *: Und drohend steht im Hintergrund das Gespenst *s Zusammenbruches der dort einzig möglichen Säule eentschen Lebens, der Landwirtschaft. Die einheitliche Struktur ergiebiger Bodenbewirtschaftung, die von der Elbe bis zur Moskwa, wenn auch mit starken Unterschieden herrschte, ist dahin. Die Brandung der östlichen Agrarreformen und Revolutionen spült auch an der deutschen Grenze und droht den letzten Damm einzureißen. In meisterhafter Darstellung hat kürzlich Sokolowki den Prozeß der Versandung des östlichen Europas geschildert und überzeugend nachgewiesen, daß das aufbauende Element der gesamten osteuropäischen Wirtschaft bisher lediglich das Deutschtum gewesen ist. Mögen die neugebildeten Randstaaten es vielleicht zu einer bescheidenen Entwicklung ihrer Produktivkräfte bringen— sie werden ohne die befruchtende Tat des deutschen Elements mit Sicherheit aus dem Strom der großen weltwirtschaftlichen Entwicklung ausgeschaltet bleiben. In ihrer heutigen Verfassung wird die Landwirtschaft zu schwach sein, neu gezüchtete Industrien zu tragen. In ihrer gegenseitigen Abschließung werden die Wirtschaftsräume zu klein sein, um für moderne industrielle Erzeugung eine Grundlage zu bilden. In dem Fortschreiten des landwirtschaftlichen Verfalls aber wird, wenn er endgültig die deutsche Grenze überschritten hat, auch das Leben des industriellen Westens getroffen. „Polen an der Oder", das ist der Schlachtruf, unter dem sich nicht nur ein politisches Ziel, sondern auch eine wirtschaftliche Entwicklung zu vollziehen scheint, an deren Ende ein zwischen Rhein und Oder eingeklemmtes Deutschtum sein Leben durch Schleuderexport, bei Hungerlöhnen zu fristen gezwungen sein wird. Es gibt in dieser Frage für den, der mit offenen Augen die Landflucht des Ostens als Folge des landwirtschaftlichen Zusammenbruchs sich wollziehen sieht, nur eine Lösung: Stabilisierung der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse im Westen und Zusammenfassung aller Energien für die Rettung des deutschen Ostens. Keine Experimente, sondern praktische Hilfe tut not! Hier allein entscheidet sich im nächsten Jahrzehnt, ob wir uns in der Welt als großes Wirtschaftsvolk behaupten werden oder nicht. Kann die Erwerbslosigkeitsfrage vom gegenwärtigen Regierungssystem gelöst werden? Nachdem die Sanierung der Arbeitslosigkeit seit Wochen die Gemüter bewegt, erscheint es zweckmäßig, das Problem der Erwerbslosigkeit näher zu beleuchten. Von verschiedenen Seiten ist die Forderung nach Abbau der Sozialversicherung lautgeworden. Man hat die Kosten der Sozialeinrichtungen als eine höchst unerwünschte, die Entfaltung der Wirtschaft hemmende Belastung bezeichnet. Daß die Sozialversicherung in der gegenwärtigen Gestalt eine Belastung der Wirtschaft darstellt, ist nicht wegzuleugnen. Daß Erwerbslose aber Nichtstuer sind, ist eine Verallgemeinerung, die unbedingt zurückgewiesen werden muß. Wenn wir das Problem der Arbeitslosigkeit untersuchen, dann werden wir feststellen, daß viele Ursachen es maßgebend beeinflussen und zwar der unglückliche Ausgang des Krieges, die unerhörten Tributlasten, die dem Volksvermögen namhafte Mittel entziehen, die allgemeine Wirtschaftskrise, die Rationalisierung, das Entstehen eines mächtigen Konkurrenten, der U. S.., der Mangel an einem Volksheer, die hohen Zinsleistungen und so weiter. Durch den Ausgang des Krieges sind uns infolge zollpolitischer Maßnahmen viele Arbeitsgebiete vetloren gegangen. Australien, Canada und die U. S.., die vor dem Kriege einen regen Handel mit uns unterhielten, kommen jetzt für den Absatz deutscher Erzeugnisse kaum in Frage. Auf dem Kontinent, beispielsweise in der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Polen und auch Italien sind Industriezweige entstanden, die vor dem Kriege nicht vorhanden waren. Die Rationalisierung, die zum größten Teil für die Erhaltung und Wettbewerbsfähigkeit mancher Betriebe eine zwingende Notwendigkeit war, hat leider Massenentlassungen nicht ersparen können. Das Auftreten der U. S. A. als machtvoller Konkurrent hat der deutschen Wirtschaft erhebliche Einbuße zugefügt. In Südamerika, das vor dem Kriege gern deutsche Ware bezog, ist ein harter Kampf entbrannt, der sehr oft zu Gunsten der Amerikaner entschieden wird. Auch in Europa, Wsien und Afrika faßt neuerdings die amerikanische Konkurrenz festen Fuß, weil sie in der Regel günstigere Zahlungsbedingungen als die deutsche Konkurrenz zuzugestehen vermag. Das frühere deutsche Heer entzog dem Arbeitsmarkt etwa 800000 Menschen und verschaffte auch durch seine Aufträge vielen Arbeit und Brot. Auch die hohen Zinsleistungen sind ein Hauptgrund der Erwerbslosigkeit. Die Wirtschaft hat durch die Inflation schwere Verluste erlitten und muß im allgemeinen, um im Gang zu bleiben, oft die Dienste der Banken in Anspruch nehmen, die im Verhältnis zu den erzielten Gewinnen viel zu hohe Zinsen verlangen. Die Folge davon ist, daß die Wirtschaft gezwungen ist, entweder das Tempo der Rationalisierung zu beschleunigen oder die Betriebe, die keinen angemessenen Gewinn abwerfen, abzubauen. Es würde zu weit führen, alle die Pläne zu erläutern, die hin und her zur Linderung der Arbeitslosigkeit erwogen werden. Genannt seien nur: Abschaffung des Söldnerheeres und Bildung eines Volksheeres, Arbeitsdienstzeit, Ostsiedlung. Moorbebauung usw. Die Abschaffung der Söldnertruppe, eine Forderung der Nationalsozialisten, ist leider nicht so schnell zu verwirklichen. Die Alliierten, vornehmlich die Franzosen. werden einer Aenderung der gegenwärtigen Wehrordnung unter normalen Verhältnissen kaum zustimmen. Die anderen Vorschläge bedingen Zwang. Zwang ist aber der Vater der Unpopularität. Unpopularität ist aber eine Pflanze, die nicht im Garten der Demokratie, die ja nur von der Gunst des Volkes lebt, gedeihen kann. Es wird sich deshalb unter dem gegenwärtigen System keine große Regierungspartei bereitfinden, die Gesetzesmaßnahmen für eine Ostsiedlung, Moorbebauung usw. durchdrücken wird. Daß die Demokratien unfähig sind, ein Problem solchen Ausmaßes zu lösen, das beweisen die Verhältnisse in England. Auch das demokratische, vorfaszistische Italien hat der Arbeitslosigkeit nicht zu steuern vermocht. Trübe und ungeklärt sind die Aussichten auf eine Besserung der Lage. Wenn wir auch sorgenvoll in die Zukunft schauen, so wollen wir doch nicht verzagen. Der treue Gott, bei dem kein Ding unmöglich ist, wird auch uns zur rechten Zett die richtigen Wege weisen und verhüten, daß die Arbeitslosigkeit nur durch einen anhaltenden Geburtsausfall ausgeglichen wird. E. F. K. Zur ernsten Stunde. Zu dem politischen Wollen der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei Stellung zu nehmen, ist nicht meines Amtes. Dazu sind andere berufen. Aber es liegt mir daran, einen Punkt des Programmes herauszuheben und zu versuchen, an ihn den Maßstab des Evangeliums zu legen. Ich meine die Stellung der Partei zu der Judenfrage. Ich habe verschiedene nationalsozialistische Versammlungen mitangehört und kann das Wort des Verfassers nicht unterschreiben, als wenn die Bewegung sich nur gegen den internationalen Geldjuden richtete. Mir scheint auch dieses Wort nur zu sehr ein Schlagwort zu sein. Ob in der internationalen Hochfinanz die Juden wirklich die ausschlaggebende Rolle spielen, scheint mir doch nicht so fest zu stehen. So sind z. B. die größten Vermögen in Amerika in der Hand von Nichtjuden. Es heißt aber im Programm der nationalsozialistischen Partei ganz klar, daß kein Jude deutscher Volksgenosse sein kann. Nur der kann es sein, der deutschen Blutes ist. Allerdings wird dies eingeschränkt dadurch, daß die Konfession nicht ausschlaggebend sei. Es könnte demnach doch ein Deutschblütiger, wenn er zum Judentum übergetreten ist, Volksgenosse sein. Oder hebt der Schluß von Nr. 4:„Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.“ diese Möglichkeit nicht wieder auf? Wer entscheidet über die Deutschblütigkeit, wenn vielleicht vor 100 Jahren ein Deutscher zum Judentum übergetreten ist? Das ist nämlich nicht so selten gewesen wie wir glauben, wenn es sich natürlich auch um keine großen Zahlen dabei handelt. Sind die aus Frankreich eingewanderten Hugenotten und Refugies Deutschblütige? Nach dem Programm ist die Judenfrage eine Rassenfrage. Dawerch wird der Anschein geweckt, als wenn die Rassenfrage keine Frage mehr wäre, sondern schon einwandfrei geklärt sei. An dem ist es aber nicht! Wir stehen heute erst in den Anfängen der menschlichen Rasseforschung. Jeder Anzt. der sich mit diesen Fragen objekiv beschäftigt, wird uns das bestätigen. Die wichtigste Frage ist aber doch die, ob es nach dem Evangelium überhaupt eine Rassenfrage gibt. In einer Werbeversammlung verstieg sich ein nationalsozialistischer Redner zu der Gehauptung:„Jude bleiht Jude, ob bekehrt oder nicht". und bleibt damit— das war aus den vorhergehenden Ausführungen zu entnehmen— ein von vornherein minderwertiger Mensch. War Paulus nicht auch Jude? War er nicht nach Damaskus durchaus ein bekehrter Christ? Und können wir von den vielen Juden, die im Laufe der Geschichte zu Christus sich bekehrt haben und dadurch oft manche Bitternis von ihren früheren Glaubensgenossen erduldet haben, sagen, sie seien keine Christen? Ich finde im ganzen Evangelium keine Stelle, die es uns erlaubte, den Unterschied zwischen hochwertigen und minderwertigen Rassen zu machen. Erschlägt nicht eine solche Behauptung von vornherein jeden Gedanken der Mission? Ja, wären nicht der Allgemeingültigkeit der Erlösung durch Jesus Christus im Glauben dadurch unüberwindbare Schranken gesetzt und wäre nicht die Allgemeingültigkeit damit aufgehoben und unser Glaube zu einer zeitlich bedingten religiösen Erscheinungsform neben vielen anderen geworden? Nein, nicht in der Rasse liegt der Unterschied. Die Sünde und unsere Stellung zu ihr ist die Trennmauer. Und wir haben Sünder unter den Namenchristen genau so wie unter den Juden. Und kann man als Mensch, der an Jesus Christus glaubt und darum ringt, sein Jünger zu sein, andere Menschen mit anderer Hautfarbe oder anderer Rasse— wenn wir das Wort gebrauchen wollen von der Gnade ausschließen? Maßen wir uns damit nicht ein Richteramt an, das allein Gott dem Herrn vorbehalten ist? Eins muß noch gesagt werden. Es ist nicht möglich, einem Juden lediglich darum, weil er Jude ist, gut deutsche Gesinnung abzusprechen. Sie haben im letzten Krieg gegen 12000 im Felde verloren.(Diese Zahl ist mit größter Vorsicht aufzunehmen. Die„Deutsche Handelswacht“ z. B. beziffert die im Weltkrieg gefallenen Juden mit genau 5827. d. h. nicht ganz 1 Prozent der jüdischen Benölkerung, während von der deutschstämmigen Bevölkerung 1 800000 oder rund 3 Prozent gefallen sind. Die Redaktion.) Haben diese etwa nicht ihre Pflicht getan, ebenso wie unsere Brüder auch? Und viele Juden haben in der Inflation ihr Vermögen verloren— wie viele andere auch. Sollen wir heute in dieselbe Ungerechtigkeit verfallen wie nach den Befreiungskriegen, nach denen den jüdischen Reserveoffizieren einfach, weil sie Juden waren, die Pension gestrichen wurde? Wir kämpfen um Gerechtigkeit und leiden darunter, daß wir in aller Welt so ungerecht beurteilt werden. Man kann aber doch nicht selbst für Gerechtigkeit kämpsen, wenn man sie anderen vorenthält. Die von den Nationalsozialisten propagierte Lösung der Judenfrage hat mit dem reinen und lauteren Evangelium keinerlei Berührung. Ob die Judenfrage bedeutungsvoll ist oder nicht, ist gleichgültig. Ich kann aber kein Vertrauen zu einer Partei haben, wenn sie in einer Frage eine dem Evangelium entgegengesetzte Stellung einnimmt. Je mehr und je länger man sich mit der Geschichte der Juden und diesem ganzen Fragenkomplex beschäftigt, desto mehr steht man unter dem Eindruck einer demagogischen, nur zu oft der Wahrheit widersprechenden Behandlung. Wer da glaubt mitmachen zu können, hat es auch vor Gott zu verantworten, der doch ein anderer ist, als er in einer nationalsozialistischen Versammlung geschildert wurde. Da hieß es:„Wir wollen nicht den Gott, wie ihn uns die Pfarrer so vorreden, als wenn es nur ein alter Mann wäre— nein, wir wollen den Gott, den wir gebrauchen— und hilft er uns dann nicht, dann machen wir es ohne ihn!“ In meinem tiefen Erschrecken über diese Worte dachte ich unwillkürlich an Ps. 2, 4; wie wir überhaupt gut dazehn Jahren. Von Olga Lange, Schleswig. (Schluß.) Immer näher rückte Flensburg.— Schwarzweißrote Fahnen, blauweißrote Fahnen und dazwischen hin und wieder ein Danebrog, man mußte sich ja daran gewöhnen. Wie würde wohl der Empfang am Bahnhof in Flensburg werden nach all dem Jubel auf der ganzen Bahnstrecke! Aber——— welche Enttäuschung! Totenstille— menschenleer. Jeder Empfang war verboten und die Beamten in fremden Uniformen bedeuteten den Ankommenden, daß alle Abzeichen, alle Fahnen, alle blauweißroten Schleifen zu verschwinden hätten. Grollend versteckte man diese treuen Reisegefährten in den Taschen oder verbarg sie in der geballten Faust. Welche Erleichterung. als beim Verlassen des Bahnhofs ein Wald von schleswig=holsteinischen Fahnen die Reisenden empfing. Herausfordernd machten sich wohl auf dem Hotel Flensburger Hof, dem Regierungsgebäude der Internationalen Kommission die englische, französische, norwegische und schwedische Flagge breit und auch an dänischen Fahnen sehlte es nicht, aber was bedeuteten die paar fremden Farbenflecke gegenüber der Wucht von Blauweißrot. Unaufhörlich waren die Extrazüge eingerollt. Um 1 Uhr etwa kam der Kölner Zug in Flensburg an, um 3 Uhr sammelte sich alles auf der großen Exe(dem alten Exerzierplatz). Hunger und Müdigkeit waren vergessen, und in einer Ruhe und Selbstverständlichkeit, die zu anderen Zeiten wohl nicht zu erreichen gewesen wäre, ordnelen sich die immer neu hinzuströmenden Massen zum Protestzug. Dieser Zug, in dem schätzungsweise 33000 Mensche. marschierten(etwa Einwohnerzahl Herfords) war das kraftvollste Bekenntnis des deutschen Willens währene des Abstimmungskampfes. Der Anblick dieser gewaltigen Massen ließ alle Bedenken über den Ausgang der Abstimmung schwinden und löste bei den steifen, sturel. SchleswigcHolsteinern eine Stimmung aus, wie sie de. Norden sonst nicht kennt. Die über den ganzen Zug teilten Musikzkapellen wurden übertönt durch das brauran tun, bei vielen Verheißungen politischer Bewegungen uns zu fragen, ob wir nicht Matth. 7, 15-16 auf sie anwenden müssen. Pfarrer K. Ahme. Spannung Moskau— München. Beschwerde der Sowjet=Regierung gegen den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held.— Wegen Teilnahme an einer Protestkundgebung gegen die russischen Religionsverfolgungen. — München, 27. März. Der„Bayrische Kurier“ meldet aus Berlin, daß sich die Sowjet=Regierung wegen der Beteiligung des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held an der Protestkundgebung der Münchener Katholiken gegen die russischen Religionsverfolgungen beim Auswärtigen Amt in Berlin amtlich beschwert habe. Sie begründe ihre Beschwerde damit, daß Dr. Held gleichzeitig Staatsoberhaupt sei und sein Verhalten deshalb eine Einmischung in die innere Politik eines in Deutschland diplomatisch vertretenen Landes darstelle. Das Auswärtige Amt habe die Beschwerde der russischen Regierung an die bayerische Regierung weitergeleitet und dem bayerischen Ministerpräsidenten nahegelegt, eine Erklärung des Inhalts abzugeben, er habe an der Münchener Kundgebung nicht in seiner amtlichen Eigenschaft als Ministerpräsident teilgenommen. Zu dieser Berliner Meldung bemerkt der„Bayrische Kurier" u..: Das Verhalten des Auswärtigen Amtes sordere zum schärfsten Widerspruch heraus. Es offenbare eine erstaunliche Nachgiebigkeit gegenüber der bolschewistischen Regierung, die Tag für Tag auf dem Umweg über die Komintern und die deutschen Kommunisten in der skandalösesten Weise in die innerpolitischen Verhältnisse Deutschlands eingreife. Tardien in Bedrängnis.— Ist Briand nach London geflüchtet? — Paris, 28. März. Bei Beginn der Kammeraussprache über die Younggesetze kam es in Paris zu stürmischen Szenen. Die Abgeordneten waren überrascht, daß der Minister des Auswärtigen, Briand, am Vorabend der Young= debatte zur Wiederteilnahme an der Flottenkonferenz nach London gereist ist und so dem Ministerpräsidenten Tardieu die alleinige Verantwortung für die schließlich von Briand abgeschlossenen Verträge überlassen hat. Nach Eröffnung der Sitzung nahm sofort der Abgeordnete Meyer von den Radikalen das Wort und beantragte die Vertagung der Debatte, die ohne die Anwesenheit des Außenministers zwecklos sei. Als Ministerpräsident Tardieu darauf unter Stellung der Vertranensfrage die Ablehnung des Antrages durchsetzte, erklärte Abgeordneter Meyer, Briands Reise nach London stelle überhaupt eine„Flucht“ dar, die auf das Vorhandensein tiefgehender Meinungsverschiedenheiten zwischen Briand und Tardieu zurückzuführen sei. Nun schickte die Linke den Abgcordneten Fabry vor: Tardieu bat den Redner, nicht zu sprechen, erreichte damit aber nur, daß Fabry doch sprach und die Lage noch verschlimmerte. Während der Rede des früheren Ministers Herriot kam es dann zu stürmischen Szeuen. Tardien schrie wütend dazwischen, das ganze Haus geriet in Aufregung und das Kabinett Tardien in Bedräugnis. Vor der Redner=Tribüne drohte es zum Handgemenge zu kommen; das veranlaßte den Prasidenten, die Sitzung aufzuheben. Nach der Kammersitzung diskutierte man in den Wandelgängen darüber, ob das Kabinett Tardieu noch zu retten ist und wie es zum Konflikt zwischen Briand sende, vieltausendstimmige Singen der Massen. Und was sangen sie? An Kampfliedern fehlte es nicht, aber eins trug den Sieg davon, eins kannten alle, und dies eine läßt auch jetzt noch die Erinnerung an diesen unvergleichlichen Durchmarsch durch Flensburgs Straßen bei jedem aufleuchten, der ihn mitgemacht hat. Nach der allen bekannten Melodie:„Wohlauf die Luft geht frisch und rein“ sang man den Kehrreim aus dem alten Geibelliede:„Wir wollen keine Dänen sein, wir wollen Deutsche bleiben.“ Immer dieselben Worte durch die ganze Melodie, so daß es wie ein nicht endendes Trutzlied klang.— Und wieviel Humor brach beim Marschieren und beim Singen durch. Jeder Danebrog, der sich hineingewagt hatte in das schwebende, schwingende Meer von Blauweißrot, wurde mit einem von Hohn erfüllten„Spe===ck“ begrüßt, jedes Hupen eines die ungastliche Stadt fliehenden dänischen Autos wurde begleitet von kraftvollen Spe===ck, Spe===ck=Rufen. Das Vereinslokal der Dänen wurde ganz besonders gewürdigt, und die Dänen, die sich dahin zurückgezogen hatten, haben während anderthalb Stunden(so lange dauerte der Umzug) vor lauter ) S p e= e= e e c k k e i n W o r t v e r s t e h e n k ö n n e n. D i e s e s n i c h t g e rade edle„Kampfgeschrei“ hatte seine besondere Bedeuil tung und war von den Dänen selbst hervorgerufen. Sie hatten ihre Propaganda hauptsächlich materiell betrieben, indem sie die ärmere Bevölkerung Flensburgs schon seit * Monaten mit Lebensmittelpaketen, sogenannten„Speckpaketen“, mit Ferienaufenthalt der Kinder und derglei, s chen mehr, für ihre Zwecke willig machen wollten, was = angesichts der Lebensmittelnot in Deutschland sicher ein * zugkräftiges Mittel war. Auch wurden hohe Summen =I denjenigen versprochen, die sich bereit erklärten, den Dan nebrog von ihrem Hause wehen zu lassen, und die Pla9 kate mit gefüllten Mehlsäcken und den Worten:„Wenn d wieder weht die Fahne weiß und rot, dann ist beendet n die bittere Not“, verfolgten natürlich denselben Zweck. : Für all diese dänischen Waffen im Abstimmungskampf n prägte der Flensburger Volksmund das treffende Wort r„Speck“ und nannte die Urheber Speckdänen, die eine = ungeahnte Volkstümsichkeit drach den 13. 3. 20 erreicht ## haben. und Eletrn gt#### sein mag. Gerüchte wollt, ss.. Ißesverschiedenheite. und Tardien gekomm wissen, daß es sich um—eeinungsverschiedenheiten sum die Auslegung des Haager Abtommens handele"“ Während Briand— in richtiger Auslegung Vertragswerks— die Auffassung vertreten haben sondaß Frankreich selbst im Falle einer vom*, Schiedsgerichtshof konstruierten deutschen Versehsas „höchstens“ Sanktionen wirtschaftlicher und finanzielle Natur zu ergreisen berechtigt sei, soll Tardien sich die These versteift haben, daß Frankreich nach wie gemäß Artikel 40 des Versailler Vertrags auch Wiederbesetzung des Rheinlandes schreiten dart. Was ist nun an diesen Gerüchten Wahres? Schne## Aufklärung ist dringend erforderlich! in Der französische Außenminister Briand hatte nach seiner Rückkehr nach London eine Unterredung mit dem englischen Außenminister Henderson. Im Mittelpunge der Aussprache stand der von dem amerikanischen Bot. schafter in Mexiko, Morrow, ausgearbeitete Vorschlag eines Konsultativvertrags, der die Mächte verpflichtet bei Kriegsgefahr unverbindlich miteinander Fühlung zu nehmen. Amerikas Bereitwilligkeit zur Teilnahme an einem solchen Vertrag ist aber an Bedingungen geknüpfr. Nach amerikanischer Auffassung hat ein solcher Vertrag nämlich zur Voraussetzung, erstens, daß England mit Frankreich und Italien ein Mittelmeerlocarno abschließt, zweitens, daß Frankreich als genleistung für diese vermehrte Sicherheit sein Flottenbauprogramm wesentlich herabsetzt, und drittens, daß sich Frankreich und Italien über ihre Parität verständigen. Gerade davon will man aber in London nichte wissen. Und so läuft denn auch die englische Presse bereits gegen den neuen Vorschlag Sturm. Fast sämtliche Zeitungen sind der Ansicht, daß es sich bei dem amerikanischen Vorschlag um ein amerikanisches Geschäft auf Kosten Englands handelt, durch das sich England zugunsten Frankreichs der Gefahr eines Krieges aussetzt. Es hat also den Anschein, als wenn das Rettungsboot der Flottenkonferenz bereits in schwere See geraten ist und Gefahr läuft, zu kentern. Gespensterfurcht im Frankreichs„aktive Abrüstungspolitik“.— Die „deutsche Gefahr". — Paris, 28. März. Bei der Beratung des französischen Militärhaushalts im Heeresausschuß des Senats suchte der Berichterstatter Mathieu zu beweisen, daß Frankreich, obwohl es sein Kriegsbudget in diesem Jahre wieder um 250 Millionen Franken erhöht hat, eine aktive Abrüstungspolitik(!) betreibe, da der Mannschaftsbestand des Heeres gegenüber der Vorkriegszeit um nicht weniger als 44 Prozent zurückgegangen sei. Er verschwieg allerdings, daß die Zahl der Berufssoldaten seither um rund 100000 Mann gewachsen ist. Der Vorsitzende des Heeresausschusses, Lebrun, konnte es sich nicht versagen, wieder einmal das Märchen von den„400000 tadellos ausgebildeten und ausgerüsteten deutschen Berufssoldaten aufzutischen, die eine Dauergefahr für Lothringen und das nordfranzösische Grenzgebiet darstellten. Durch einen schnellen Handstreich könne die deutsche Armee schon in den ersten drei Tagen so entscheidende Erfolge erringen, daß Frankreich aufgeben müsse. Kriegsminister Maginot lobte Frankreicht „Friedenswillen“ und vergnügte sich damit, zu erklären, angesichts der großen Friedensliebe Frankreichs sei der Militärhaushalt lediglich eine Sicherung gegen die Zerstörung des französischen Heeres. Der Umzug, der durch die Hauptstraßen ging, führte auch an der Kaserne vorbei, in der die französischen A penjäger lagen, und um ihnen eine besondere Freude zu machen, ertönte zur Abwechslung„Die Wacht am Rhein“, aber alles ging in größter Ordnung und trotz der srohlichen Stimmung lag doch ein feierlicher Ernst über allem. Als der Anfang des Zuges nach fast zwei Stunden wieder an dem Ausgangspunkte landete, hatte der Schwanz sich gerade in Bewegung gesetzt. Den in Flensburg weilenden Dänen war durch# Massenkundgebung schon etwas neblig geworden, um die anderen„auf Besuch weilenden Nationen mit ihren Damen“ haben ein Schauspiel erlebt, wie sie es eindrucks voller in ihrer Heimat wohl kaum finden werden. Der 14. März war ein strahlendblauer Vorfrühlingslat Unendliche Schlangen stehen vor den Stimmlokalen, abe überall Ruhe und Ordnung. Gegen Abend füllen sich“ Straßen, man hält es vor Erwartung und Unrühe Zimmer nicht mehr aus, obgleich noch Stunden verge) werden, bis zum endgültigen Ergebnes. Die warten Massen formieren sich zum Zug, niemand gibt den bese alles ordnet sich wie durch eine unsichtbare Gewall. zelne Straßen sind durch Engländer und Franzosen gesperrt, an einer Kreuzung halten außerdem 12 b tene Polizeiwachtmeister. In musterhafter Ordnung bewegte sich die dichte husc in geschlossenen Reihen, unablässig Lieder singene, die Hauptstraßen. Gegen 10 Uhr abends sprengte die berittene Polizei in die dichten Massen, ihr Befehl erteilt worden, die Straßen zwischen demg und Nordermarkt mit Gewalt zu räumen. Die teilte sich zu beiden Seiten der Straße, ließ die Vset“. durchgaloppieren, dann schlossew sich die Reihen wiedet mit geballten Fäusten ging man, äußerlich ruhig, sinde“ weiter. Das Schauspiel mit den durchgaloppie Pferden wiederholte sich wohl 10 Bis 12 Mal, bis 9 fehl zurückgezogen wurde und die Berittenen wiett ihre alten Plätze einnahmen. Wäre die Masse beherrscht gewesen und hätte die an den Togen im sig der internationalen Kommission stehende deutsche* 54½ Peimar kehnt vi hält die Die thürin, Schreiben des wortet und nisterialdirektors In Beantwortun minister Severi: mit, daß er sei zufügen habe un punkt beharren rechterhaltung d neten Ueberweis In Ergänz ständiger Stelle Maßnahmen des Grund der Rei sonderer Abmach troffen worden. Das Schrei deckt sich inhalt! ringischen Land Darin bestreitet neut das Recht gen und andern Frage der Wei Polizeizwecke w „Dem R der mit den die Gewähru liche Zwecke in denen ar Schutzpolizei kunft zu ver mung der Le abzuordnen, tersuchungen Wir kön nicht verhehl haupt uns n er Auskunft ohne Angab einen Beauf ein Verfahr und das zu barungen de diese willkür letzung der wir feierlich Glaubt gewöhnliche Landes erhe würfe zund Die thürin verbergen u Sie könnte unter den Rücksicht au sere Zustim Reichsinnen: die seiner 2 wendig mach Die thüri nalsozialisten, partei und De rung des Sta:: Der Becker weilt g über die natir Ehren Beckers rath ein Esser nicht so zu blut gängen Seite ren, w reitgest So spannt in gro einlauf pfahls lautlo Siege stieg, den den nach alle zur zum nun bei schil erüchte wollten handele. vom Haag.r ur ch Pec an togt u ier ten vars. ahres? Schnelle n Gefahr iand hatte nach jedung mit dem m Mittelpunkt rikanischen Botitete Vorschlag hte verpflichtet, inder Fühlung zur Teilnahme i Bedingungen hat ein solcher tens, daß Engu Mittelmeerikreich als Geit sein drittens, daß Larität verstänLondon nichts englische Presse rm. Fast sämtes sich bei dem rikanisches Gedurch das sich Gefahr eines venn das Retin schwere See Senat. tik“.— Die , 28. März. en Militärhauschte der Berichtankreich, obwohl wieder um 250 ive Abrüstungs= saftsbestand des m nicht weniger e Zahl der Be00 Mann geisses, Lebrun, inmal das Märsgebildeten und n“ aufzutischen, und das nordDurch einen Armee schon in ide Erfolge ersse. te Frankreichs damit, zu erliebe Frankreichs Sicherung gegen führte hein“, fröhüber unden der auspitzung im Thüringenkonflikt. meimar lehnt die Polizei=Untersuchung ab.— Severing ** gatt die Neberweisungssperre aufrecht. — Berlin, 28. März. eie thüringische Staatsregierung hat das zweite Schreiben des Reichsinnenministers Severing beantwortet und seine Zustimmung zur Entsendung des Mi„iserialdirektors Menzel nach Thüringen verweigert. an Beantwortung dieser Erklärung teilte Reichsinnen„inister Severing der thüringischen Staatsregierung wit, daß er seinem früheren Schreiben nichts hinzuanfügen habe und auf seinem darin geäußerten Standpunkt beharren müsse. Praktisch bedeutet das die Aufrechterhaltung der vom Reichsinnenminister angeordneten Ueberweisungssperre. In Ergänzung dieser Meldung wird von zugändiger Stelle der Reichsregierung mitgeteilt, die Maßnahmen des Reichsinnenministers seien nicht auf Grund der Reichsverfassung, sondern auf Grund besonderer Abmachungen zwischen Reich und Ländern getroffen worden. Das Schreiben der thüringischen Staatsregierung deckt sich inhaltlich mit einer am Donnerstag im thüringischen Landtag abgegebenen Regierungserklärung. Harin bestreitet Weimar dem Reichsinnenminister erneut das Recht auf Sperrung der Reichsüberweisungen und anderweitige Verwendung dieser Gelder. Zur Frage der Weitergewährung der Reichszuschüsse für Polizeizwecke wird ausgeführt: Thüringens Standpunkt. „Dem Reich steht zwar auf Grund der Ziffer I, 7 der mit den Ländern vereinbarten Grundsätze für die Gewährung eines Reichszuschusses für polizeiliche Zwecke das Recht zu, in besonderen Fällen, in denen außergewöhnliche Vorwürfe gegen die Schutzpolizei eines Landes erhoben werden, Auskunft zu verlangen und nach vorheriger Zustimmung der Landeszentralbehörde einen Beauftragten abzuordnen, der den vom Lande anzustellenden Untersuchungen beiwohnt. Wir können aber unsere Verwunderung darüber nicht verhehlen, daß der Reichsinnenminister überhaupt uns nicht die Tatsache bezeichnet hat, über die er Auskunft verlangen zu können glaubt, sondern ohne Angabe von Gründen für die Untersuchung einen Beauftragten hierzu entsenden will. Das ist ein Verfahren, das die Grundsätze nicht vorsehen und das zweifellos nicht im Sinne der Vereinbarungen des Reiches mit den Ländern liegt. Gegen diese willkürliche und durch nichts begründete Verletzung der Vereinbarungen mit den Ländern legen wir feierlich Verwahrung ein. Glaubt der Herr Reichsinnenminister außergewöhnliche Vorwürfe gegen die Schutzpolizei eines Landes erheben zu können, so muß er diese Vorwürfe zunächst angeben und Auskunft verlangen. Die thüringische staatliche Polizei hat nichts zu verbergen und eine Untersuchung nicht zu scheuen. Sie könnte ihr also mit Ruhe entgegensehen. Aber unter den vorliegenden Umständen müssen wir in Rücksicht auf die Ehre und Würde des Landes unsere Zustimmung dazu versagen, bis der Herr Reichsinnenminister die Tatsachen näher bezeichnet, die seiner Auffassung nach eine Untersuchung notwendig machen.“ Die thüringischen Regierungsparteien— Nationalsozialisten, Deutschnationale, Landvolk, Wirtschaftspartei und Deutsche Volkspartei— haben die Erklärung des Staatsministeriums gebilligt. :: Der frühere preußische Kultusminister Prof. Becker weilt gegenwärtig in Rom, um dort Vorträge über die nationale Geschichtsschreibung zu halten. Zu Ehren Beckers gab der deutsche Botschafter von Neurath ein Essen. Reichskarinelt Zuruagerrertin — Berlin, 27. März. Wie soeben, 7,30 Uhr abends, aus dem Reichstag mitgeteilt wird, hat das Reichskabinett seinen Gesamtrücktritt beschlossen, da über die Frage der Arbeitslosenversicherung keine Einigung unter den Parteien erzielt werden konnte. Um 8 Uhr begab sich Reichstanzler Müller zum Reichspräsidenten, um ihm das Rücktrittsgesuch zu überreichen. Beauftragung Brünings? Der Reichspräsident hat den Zentrumsführer Brüning zu sich gebeten. Wie man in parlamentarischen Kreisen annimmt, wird Hindenburg schon morgen Brüning mit der Bildung einer Regierung der bürberlichen Mitte unter Einschluß der Lindeiner=WildauGruppe beauftragen. Im Verlause der Fraktionsverhandlungen über das Finanzkompromiß verschärfte sich die parlamentarische Lage erneut. Die sozialdemokratische Fraktion beschloß nämlich— und zwar fast einstimmig— die ursprüngliche Regierungsvorlage anzunehmen, den Vermittlungsvorschlag dagegen abzulehnen. Einen zweiten ablehnenden Beschluß faßte die Bayerische Volkspartei. Damit war eine völlig neue Lage geschaffen! Das Reichskabinett trat umgehend wieder zusammen. Der Reichskanzler fragte die Minister, ob das Kabinett geschlossen mit der Regierungsvorlage vor den Reichstag treten wolle. Die Zentrumsminister machten ihre Zustimmung von der Haltung ihrer Fraktion abhängig. Das von den Sozialdemokraten abgelehnte Kompromiß Brüning=Meyer war, noch bevor der sozialdemokratische Beschluß erfolgte, von der Fraktion der Deutschen Volkspartei mit einer beachtlichen Mehrheit angenommen worden, so daß nunmehr das bekannte Kompromiß, hinter dem sämtliche bürgerlichen Regierungsparteien stehen, den Forderungen der SPD. gegenüberstand, die auf der alten Regierungsvorlage fußen. * Das Rücktrittsgesuch des Kabinetts Müller angenommen. Berlin, 27. März. Reichspräsident von Hindenburg hat das Rücktrittsgesuch des Kabinetts Müller angenommen und den Reichskanzler Müller mit der Weiterführung der Geschäfte bis zur Neubildung der Reichsregierung beauftragt. Es ist ein eigenartiger Zusall, daß der Rücktritt des Kabinetts Müller am 27. März 1930 erfolgt, nachdem am 27. März 1920 Hermann Müller nach dem Kapp=Putsch als Nachfolger Bauers erstmalig zum Reichskanzler ernannt worden war. Müller bildete damals das dritte Reichskabinett nach der Revolution. * Der kommende Kanzler. Brüning Freitag vormittag bei Hindenburg. Berlin, 27. März. Wie die„Telegraphen=Union“ erfährt, wird der Fraktionsvorsitzende des Zentrums, Brüning, offiziell am morgigen Freitag vormittag vom Reichspräsidenten empfangen werden. In parlamentarischen Kreisen gilt allgemein Brüning als der aussichtsreichste Kandidat für die Nachfolge Hermann Müllers. Es würde sich jedoch bei der Kabinettsbildung höchstwahrscheinlich um eine Zusammensetzung von Persönlichkeiten ohne Fraktionsbindung handeln. Nach Lage der Dinge soll der Reichspräsident die Neubildung des Kabinetts innerhalb 24 Stunden erwarten, während in weiteren 24 Stunden das neue Kabinett sich über das Finanzprogramm schlüssig werden soll. Was die Persönlichkeiten des neuen Käbinetts angeht, so werden gerüchtweise u. a. auch die Namen Treviranus von der Deutschnationalen Arbeitsgemeinschaft und Schiele von den Deutschnationalen genannt. Das neue Kabinett ohne fraktionsmäßige Bindung hätte sein Finanzprogramm vor den Reichstag zu bringen, der sich bis zum 1. April zu entscheiden hätte. Im äußersten Falle müßte der Haushalt unter Zuhilfenahme des Artikels 48 der Reichsverfassung verabschiedet werden. Die Sozialdemokraten würden voraussichtlich nicht in unbedingte Opposition zu dem neuen Kabinett treten, doch liegt es in der Natur der Sache, daß der Gegensatz zwischen den Sozialdemokraten und dem neuen Kabinett in den entscheidenden Steuerfragen sehr bald zum Ausdruck kommen würde. nicht soviel Takt und Festigkeit bewiesen, hätte es leicht zu blutigen und auch politisch verhängnisvollen Vorgängen kommen können, da auf dänisch=französischer Seite die Neigung bestand, Zusammenstöße zu provozieren, worauf auch schon die im Zentrum der Stadt bereitgestellten Maschinengewehre hinwiesen. So blieb alles ruhig. In Erwartung aufs höchste gespannt, zog die Mengevom Süder= zum Nordermarkt in großer Schleife. Hin und wieder wurden die ersten einlaufenden Ergebnisse von der Höhe eines Laternenpfahls oder vom Fenster des Rathauses bekannt gegeben, lautlose Stille, bis dann brausende Hurras diese ersten siege feierten und die Begeisterung auf ihren Höhepunkt stieg, je mehr die Mitternacht heranrückte. Um 12 Uhr verkündeten die Glocken von allen Türmen der Stadt den überwältigenden deutschen Sieg. An den Plätzen vor den Kirchen sammelten sich die Menschen und verlangten nach einem Ausdruck für ihre große tiefe Bewegung, die alle einte. Der Brunnenrand auf dem Marktplatz wurde dur Kanzel und eine in dankbarer Freude ergriffene Gemeinde sang ihr brausendes„Nun danket alle Gott“ sternklaren Abendhimmel empor. Die Straßen leerten sich nach dieser mitternächtlichen Feierstunde fast wie durch einen Zauberschlag. Die Spannung und Erregung der letzten Tage hatte sich gelöst und dei Tausenden, die gekommen waren, ihre Heimat zu schützen, Klang dieses große Erleben ernst und feierlich aus. Flensburg und die 2. Zone waren deutsch! um nächsten Tage rollten die Züge wieder südwärts. der Kapp=Putsch, dessen Folgen man nicht übersehen sonnte, vereitelte die geplanten Ferientage an der heinatlichen Föhrde, aber das große geschichtliche Erleben dsied noch lange der Mittelpunkt alles Denkens und wähtend die Räder rattern und das Heimatland an den sugen vorüberfliegt, hört man immer das eine Lied. Von unsern Lippen soll allein Der Tod das Wort vertreiben: Wir wollen keine Dänen sein, Wir wollen Deutsche bleiben! Justizverwaltung Fragen der Personalpolitik.— Eine neue Ministerrede. — Berlin, den 27. März 1930. Der Preußische Landtag besprach in seiner heutigen Sitzung zunächst die Anträge auf Genehmigung der Strafverfolgung kommunistischer Abgeordneter in 12 Fällen und setzte dann die Aussprache zum Haushalt der Justizverwaltung fort. Abg. Eichhoff(D. Vp.) begründete einen Antrag, der im Interesse der Erhaltung der Amtsgerichte die Betreuung von zwei Stellen durch einen Richter verlangt. Bei der Vergebung von Bekanntmachungen, die das Publikum bezahle, dürfe man nicht aus politischen Gründen gewisse Zeitungen ausschließen. In der Kritik der Personalpolitik erklärte Redner, obwohl es möglich gewesen sei, frei werdende hohe Richterstellen in Westfalen evangelisch zu besetzen, habe man dort jetzt nur noch einen evangelischen Landgerichtspräsidenten und sieben katholische gegenüber sechs katholischen und zwei evangelischen Landgerichtspräsidenten im vorigen Jahre. Justizminister Dr. Schmidt stellte gegenüber der Kritik des Abg. Eichhoff an der Personalpolitik des Ministeriums fest, daß die Parität durchaus gewahrt sei. Die Zahl der evangelischen Richter und Staatsanwälte im Rheinland habe sogar in den letzten Jahren relativ und absolut zugenommen. Nachdem sich der Minister noch mit Vorwürfen des Abg. Obuch(Komm.) wegen der Strafverfolgung von Kommunisten auseinandergesetzt und zum Fall Fahlbusch festgestellt hatte, daß ein Beschluß des preußischen Staatsministeriums in dieser Angelegenheit nicht ergangen sei, bat er, von einer Heraufsetzung der Altersgrenze für Richter abzusehen, da hier keinerlei sachliche Verbindung mit der Altersgrenze für Hochschullehrer bestehe. Abg. Grzimek(Dem.) hielt dem Abg. Eichhoff vor, daß die außerordentliche Kritik an der Justiz, die auch auf der Rechten geübt sei, neue Wege für die Personalpolitik erzwungen habe. Entscheidend müsse aber die sachliche Tüchtigkeit der Richter und Justizbeamten sein. Abg. Hestermann(Wirtschp.) verlangte, daß den berufsständischen Korporationen mehr Geltung verschafft und dadurch der Staat entlastet und Sparsamkeit ermöglicht werde. Aufgabenabbau sei das Gebot und Vereinfachung des Staatsapparats. bie Aufhebung kieiner Bei Bewiligung des Armenrechts müßten die Voraussetzungen viel geou Abg, Kaufmann= Elberfeld(Nat.=Soz.) wandte verständlich. Noch immer werde die Arbeiterschaft Justizdienst zu Gunsten privilegierteg, gSigischering ratr huaig halten. Im alten System habe ein Hextegedner pandte einmal Referendar werden können. von Vergidigungen sich weiter gegen das Ueberhandnehmen von###rt.5, g und verlangte besseren Schutz vor Anrempelungen leidigungen schamlosester Art.(rizisierte den FreiAbg. Dr. Leerberg.(Dutl.) gart ggräf, spruch von Oeo; gi, egroß wegen Fiegert, habe im FemeDer Vorsitzende dieses, Berichts,.,1, verkündet, deren Prozeß Wilms zaglreiche Todevur grpiesen gätten. Ein Grundlagen sich fezt als,streckte werden, wenn die GrauTodesurteil berfe nur voltstrec an jeder Wilderung ausamteit der Lot den Aigjege: Frrtum ausgeschlossen sei. Vorauf wurde die Veiterberatzgg zi. Keaiseaet. Ue vertagt. Außerdem Abstimmungen üder vir vienenene-.. Nachtragsetat verabschiedet. Zustimmung des Hauptausschusses des Reichstages zum Rothaushalt. *— Berlin, den 27. März 1930. Der Reichstag beschäftigte sich heute in zgeiter Lesung zunächst mit dem Nachtragshaushalt für 1929. Augenom. men wurde ein sozialdemotratischer Antrag auf einmalige Erhöhung der Ausgaben für die Arbeitslosenversicherung um 40 Millionen Mark. Nach kurzen Bemerkungen des Abg. Schröter(Komm.) und des Reichsarbeitsministers Wissell, der betonte, den Trägern der Invalidenversicherung seien alle Mittel zugeflossen, auf die sie Anspruch gehabt hätten, begann die dritte Lesune des NachtragsEtats. Dabei wurde ein Antrag des Abg. Külz(Dem.) auf Wiederherstellung des Reichszuschusses von 400 000 Mark für die Leipziger Messe mit 190 gegen 129 Stimmen bei 4 Enthaltungen abermals abgelehnt. Inzwischen war dem Reichstag auch der vom Hauptausschuß verabschiedete Nothaushalt zugegangen, der die Reichsregierung ermächtigt, in den nächsten drei Monaten für den Personalaufwand Beträge im Rahmen eines Viertels der für das Rechnungsjahr 1929 bewilligten Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Nachtragshaushalt wurde dann angenommen. Es folgte die zweite Lesung des Gaststättengesetzes. Den Ausschußbericht erstattete Abg. Diez(Ztr.). Abg. Mumm(Christl.=Nat.) erklärte, es müsse weniger geredet und mehr gehandelt werden. Man könne aber nur schrittweise gegen den Alkoholismus vorgehen. Abg. Hampe(Dutl.) bestritt, daß ein besonderer Mißbrauch getrieben werde. :: Die Gewertschaft deutscher Eisenbahner äußert ernste Besorgnisse über die angekündigten Sparmaßnahmen der Reichsbahn und regt an, den Etatsausgleich durch folgende Maßnahmen herbeizuführen: Einschränkung der Unternehmerarbeiten, Verwendung der Leistungszulagen für die Finanzierung der Tagewerke und Aufhebung der Reparations=Verkehrssteuer von 300 Millionen Mark. :: Inkraftsetzung der neuen landwirtschaftlichen Zölle. Die vom Reichstag beschlossenen und vom Reichsrat genehmigten neuen Zölle für Weizen, und Gerste sind nunmehr in Kraft neuen Zollsätze für Malz, Kartoffeln, Mehl, Kleie und Zucker werden am 29. März in Kraft gesetzt. Das Mais=Zollgesetz wird am 1. April in Kraft treten. Der Thüringer Landtag billigt die Haltung der Regierung. Weimar, 28. März. Der Thüringer Landtag hat gestern abend das Verhalten der Landesregierung in dem Konflikt zwischen Minister Dr. Frick Reichsminister Severing gegen die Stimmen der Linken gebilligt. Die Regierung will gegebenenfalls die Entscheidung des Staatsgerichtshofes anrufen. Wieder drei Todesurteile in Rußland. : Wie aus Moskau gemeldet wird, hat, das., Gericht Spperurtellt.“ Sie waren angeklagt, durch ihre TätigBas sost Her.cseictashe u haduer. De, Kait gi innerhalb von drei Tagen vollstreckt werden. Kirchennachrichten für Schildesche. Sonntag, 30..: 10 Uhr vorm. Konfirmation. Pastor Hopmann. 5 Uhr nachm. Abendmahlsfeier für die Konfirmierten und deren Angehörigen. Pastor Hopmann.— Freitag, 4..: 5 Uhr nachm. Passionsgottesdienst. Pastor Neuhaus. Kirchennachrichten für Zion. Pastor Bischoff. 11½ Uhr: Kindergottesdienst. 16 Uhr: Prüfung der Konfirmanden.— Passionsgottesdienste am Dienotag und Donnerstag, abende 7½ Uhr. Pastor Wum. Schriftleitung: W. Kraa; Wirtschafts= und Weltpolitik: Dr. H. 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Die vorliegende Schrift, von dem verdienten Führer der Hofer Gemeinde, Dekan Thomas Breit, herausgegeben, bringt den Zyklus von acht Vorträgen, welche im Laufe des Reformationsmonats vor der Hofer Gemeinde von bedeutsamen Persönlichkeiten im Protestauttsmus der Gegenwart gehalten wurden. Im Mittelpunkt des Heftes stand mit Absicht nicht das historische Datum der Reformation in Hof; vielmehr wurde versucht, die Gemeinde zur Selbstbesinnung aufzurufen und aus dem reformatorischen Glauben heraus das Wort zu sagen, das heute und tier gilt und verpflichtet. Die heute dräugenden Fragen unseres staatlichen und sozialen Lebens, die kulturellen und kirchlichen Probleme werden hier lebendig und packend mit den eutscheidenden reformatorischen Erkenntnissen in fruchtbare Beziehung gesetzt. 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Welche Verheerung aber der Fanatismus in der Spaltung der Evangelischen in Calvinisten, Zwinglianer und Lutheraner in den Convertiten angerichtet, wird nicht verschwiegen. Ein ungemein fesselndes, lehrreiches, gutes, frommes Buch. Bilder aus dem Leben eines Gottsuchers von ......50 RM. Die große Frage Heinrich Ide. 64 Seiten, karton. Ein Buch vom Suchen, Irren und Heimkommen eines jungen Mannes, der in der Welt sein Glück sucht, an diesem Suchen zerbricht und schließlich doch heimkommt, während sein Schulkamerad„gradlinig“ zum Ziele geht und seinem Freunde noch zum Helfer werden kann. Das Lied der Freude Ean astrad fo#n von Autreu noch. 120 Seiten, In feinem Geschenkband.....50 RM Das Leben eines jungen Musikers rollt sich vor dem Leser auf, der sich in seiner Kunst verzehrt und doch nicht zur Ruhe kommt. Gott legt ihn auf das Krankenlager, von dem er nicht wieder aufstehen soll, und dort komponiert und erlebt der junge Künstler, der manches schöne Lied vertont hat, das Lied wahrer riger Freud und ewiger ende. Eine Erzäh. lung von ARoth. 96., in schön. Leinenbd. u. farbig. Umschlag 3 RM. In dieser Erzählung zeigt sich dem Leser der Kampf eines gläubigen Pfarrers um die Seelen seiner Konfirmanden. Die am Tor des Lebens stehen— Rudolf und Mathilde, die Waisen eines einst reichen Gutsbesitzers, werden bei einem gläubigen Onkel erzogen. Den Bemühungen der Pflegeeltern und des Pfarrers stellt sich die Religionsfeindschaft einer Tante entgegen, welche die heranwachsenden Kinder vom rechten Wege abzulenken versucht. Wie nun der Kampf zwischen ihnen hin= und herwogt, wie in den Herzen der Kinder das Gute mit dem Bösen sicht, wie Pfarrer Berendt um die jungen Seelen ringt und sie schließlich auch gewinnt, wird hier anschaulich erzählt. 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Wie unsachlich diese Festlegung auf die veraltete Weltanschauung des Materialismus ist, wird einem sofort deutsich, wenn man die englische Arbeiterpartei studiert. Man beobachtet dort mit Staunen, daß dort überzeugte Christen nicht nur notdürftig geduldet, sondern aufs höchste anerkannt werden. Sie bilden nicht ein Anhängsel an die Partei, das man als minderwertig ansieht, sondern stehen mitten darin, zum Teil als Führer. Auf dem Weltkongreß des Jugendbundes für entschiedenes Christentum in London hielt der sozialistische Premierminister Macdonald eines der Hauptreferate. In einer entscheidenden Parlamentsrede bezeichnete er die Gedanken Jesu, wie wir sie in der Bergpredigt finden, als Grundlinien für die Staatsgestaltung, die er anstrebt. Ganz offen erklärt er, daß die Bibel für ihn in seiner ganzen Bücherei das wertvollste Buch sei. Ein solcher Mann wäre in den Reihen der deutschen Sozialdemokratie einfach eine Unmöglichkeit. Wenn solche Männer an der Spitze der englischen Arbeiterpartei möglich sind, so ist es selbstverständlich, daß aus den Reihen der lebendigen Christen Englands nicht nur einzelne, sondern viele der englischen Arbeiterpartei angehören und lebhaft in ihr mitarbeiten. Daß ein Prediger des Evangeliums zugleich ein Führer in der Arbeiterpartei ist, ist in England nicht nur denkbar, sondern Wirklichkeit. Bei einer großen Kundgebung der Arbeiterpartei im Kristallpalast in London wurden zum großen Erstaunen der deutschen Sozialisten religiöse Lieder gesungen. Dies alles ist für die deutschen sozialistisch=kommunistischen Kreise unvorstellbar. Sie sind durch die geschichtliche Entwicklung des vergangenen Jahrhunderts zu tief in die geistige Versklavung an den Materialismus und Atheismus geraten, mit dem sowohl Kommunismus wie Sozialismus ihrem Wesen nach, nicht das geringste zu tun haben. In Wirklichkeit liegt es gerade umgekehrt, daß dem echten Kommunismus und Sozialismus keine geistige Macht der Welt nähersteht, als das lebendige Christentum. Stammen doch die Grundideen letzten Endes aus dem Neuen Testament. Es ist die Tragik, daß diese Grundideen in ein ihnen wesenfremdes materialistisches und atheistisches System eingebaut worden sind, wodurch sie zum Scheitern verurteilt werden. Es ist die Tragik des deutschen Sozialismus und Kommunismus, daß sie sich nicht mit den lebendigen Christen gefunden haben, ohne deren innere Kräfte beide Bewegungen auf die Dauer praktisch nicht möglich sind; statt dessen gingen die sozialistisch=kommunistischen Kreise eine Ehe mit den Geistesmächten ein, die ihre Totengräber sind. Für die Sache Gottes bedeutet das keine Hemmung, ebensowenig, wie eine geistige Bundesgenossenschaft mit einer politischen Bewegung für das Reich Gottes eine Förderung bedeutet. Gott hat niemand nötig, um sein Reich zu bauen. Das lebendige Gottesvolk lebt und wächst in allen Nationen der Erde, einerlei, ob man es duldet oder bekämpft. Aber um unserer Brüder, um unseres Volkes und um der Menschheit willen kann die Versklavung des deutschen Kommunismus und Sozialismus an die atheistisch=materialistischen Geistesmächte einem leid tun. Diese atheistisch=materialistische Brille erlaubt den deutschen Kommunisten und Sozialisten gar nicht, die Kreise der wirklichen Jünger Jesu, die wahrhaftig in Deutschland nicht klein sind und verstreut in allen Kirchen, Freikirchen und sonstigen Gemeinschaften existieren, von dem landläufigen„christlichen“ Spießertum zu unterscheiden, das wahrhaftig nichts Anziehendes hat und in seiner Selbstsucht seine Brüder vergißt. Es wäre ein gewaltiges Ereignis, wenn den sozialistisch=kommunistischen Kreisen in Deutschland aufginge, daß der lebendige Gott und die echten Jünger Jesu ihnen einfach unentbehrlich sind. Wir müssen nun grundsätzlich fragen: liegt es im Wesen einer kommunistisch=sozialistischen Volksgemeinschaft, daß sie prinziptell Gott ausschalten und einen leidenschaftlichen Kampf gegen alle führen muß, die aus persönlicher Erfahrung und ehrlicher Überzeugung Gott für ihr ganzes Leben bejahen? Wir wollen grundsätzlich untersuchen, ob nicht aus inneren logischen Gründen für jeden denkenden und ehrlichen Kommunisten und Sozialisten klar werden muß, daß Kommunismus und Atheismus, Sozialismus und Materialismus einfach unüberbrückbare Gegensätze sind und sich gegenseitig auslöschen. Kommunismus und Sozialismus erfordern große materielle Opfer und ständige Bereitschaft, zu Gunsten der Brüder Verzicht zu leisten. Wenn nicht eine überwältigende Schar von selbstlosen, absolut uneigennützigen Menschen den kommunistisch=sozialistischen Wirtschaftsaufbau trägt, ist der Versuch auf die Dauer zum Tode verurteilt. Von der Führerschaft und von der ganzen Kampftruppe muß eine solche Atmosphäre lauterster Selbstlosigkeit ausgehen, daß dieser Geist im Staatsleben einfach der herrschende ist. Mit Todesurteilen und Zuchthaus läßt sich dieser Geist nicht erzwingen. Und daß mit einer Anderung der wirtschaftlichen Lebensbedingungen ein neuer Geist der Uneigennützigkeit im einzelnen einzieht, ist eine absolute Phantasie und durch eine erschütternde Fülle von Beispielen aus dem letzten Jahrzehnt schmerzlich widerlegt. Aus dem Materialismus, einerlei ob er ein nationalistisches oder sozialistisches Vorzeichen trägt, erwächst niemals Brüderlichkeit und Selbstlosigkeit, sondern immer der ausgesprochene Egoismus. Weil der Materialismus die materiellen Güter als das Ausschlaggebende und Geist und Geisteswerte nur als Seifenblasen ansieht, kann er nie die geistige Haltung der ehrlichen Selbstlosigkeit hervorbringen. Umgekehrt müssen wir überall dort, wo uns trotz einer ideal geformten Weltanschauung Egoismus und Unbrüderlichkeit entgegentritt, feststellen, daß entweder die ideale Weltanschauung den Kern des Menschen nicht erfaßt oder Heuchelei ist. Kommunismus und Sozialismus erfordern in jeder Hinsicht hohe sittliche Eigenschaften. Ohne absolute Wahrhaftigkeit ist solche Menschengemeinschaft nicht möglich Lüge untergräbt jede Bruderschaft. Ein Mensch, der lügt, eine Zeitung, die nicht bis auf das letzte Wort wahr ist, sind Todfeinde einer kommunistisch=sozialistischen Gesellschaft: sie untergraben ihre entscheidenden Voraussetzungen. Der kommunistische Aufbau erfordert ein absolutes gegenseitiges Vertrauen. Wo gelogen wird, kann man nicht vertrauen. Nun fällt aber mit dem Gottesbegriff auch der Wahrheitsbegriff. Ohne Gott kommen alle sittlichen Wahrheiten in Fluß. Das beweist die Gegenwart mit zwingender Gewalt. Mit Gott fällt der einzige ruhende Pol. Nun gibt es keine absolute Wahrheit mehr. Wenn Gott ausgestrichen ist, stehen wir jenseits von Gut und Böse, besteht kein zwingender Grund mehr, warum ich immer bei der Wahrheit bleiben und nie lügen soll, warum Selbstlosigkeit richtiger ist als Selbstsucht. Keine noch so schöne Gesellschaftstheorie wird mich mit zwingender Gewalt vom Gegenteil überführen. Ist Gott tot, gibt es nur eine Konsequenz: ich kann machen, was ich will. Damit ist die kommunistisch=sozialistische Gesellschaft erledigt. Und daß durch neue wirtschaftliche Ordnungen ein brutaler Mensch liebevoll, ein Lügner wahrhaftig, ein Egoist selbstlos wird, kann man sich hinter den Büchern wohl vorreden, geschieht in Wirklichkeit niemals. Dazu gehört der übermächtige Einfluß des lebendigen Gottes. Der Atheismus ist der Totengräber des Kommunismus und Sozialismus. Nur die unbedingte Bindung an den lebendigen Gott bringt auf die Dauer die Selbstlosigkeit, Wahrhaftigkeit und Hingabe hervor, die die geistigen Grundlagen einer kommunistisch=sozialistischen Volksgemeinschaft sind. Unsere grundsätzlichen Untersuchungen haben zwingend ergeben, daß Kommunismus und Sozialismus sich selbst das Todesurteil sprechen, wenn sie ihre Frontstellung gegen Gott behalten. Sie haben nur eine Wahl: entweder Zusammenbruch aller kommunistisch=sozialistischen Versuche einer neuen Menschengemeinschaft oder hin zum lebendigen Gott, um von ihm ein neues, lebendiges, geistiges Fundament zu empfangen. Diese Darlegung hat mit dem politischen Kampf nichts zu tun. Wir müssen es schreiben, weil uns unsere Brüder Die Volksmission des Rundfunks. Von O. Bungeroth. Auch dem nüchternsten Realpolitiker muß es, wenn er das Herz auf dem rechten Fleck hat, allmählich zum Bewußtsein kommen, daß unserem Volk noch etwas anderes fehlt zur Wiederaufrichtung des deutschen Volkslebens als Geld. Denn weder die Politik ist unser Schicksal, wie Napoleon I. sagte, noch die Wirtschaft, wie Rathenau erklärte. Wir Christen wissen, daß neben dem täglichen Brot unserem Volk nichts so nottut, als Gottes Wort. Leider aber entziehen sich immer größere Massen diesem leben= und glückspendenden Gotteswort dadurch, daß sie der Kirche sowohl, wie allen religiösen Versammlungen fern bleiben und kaum noch vom Wort Gottes und seiner das Herz umwandelnden Wirkung berührt werden. Da tritt nun als Volksmissionar in schönstem Sinne der Rundfunk mit seiner sonntäglichen Feierstunde auf und oringt es fertig, auch noch diejenigen unserer Volksgenossen mit seinem Schall zu erreichen, die entweder geflissentlich oder aus Gleichgültigkeit der„viva vox evangelii“, dem gepredigten Wort, aus dem Wege gehen. In der Nähe von Palästen, bürgerlichen Wohnhäusern, Mietskasernen und Arbeiterhäuschen erhebt sich die Antenne als Symbol geistiger Verbindung mit einer geistigen Zentrale, die, Gott sei Dank, neben mancherlei Minderwertigem auch die sonn„tägliche Feierstunde Palast und Hütte vermittelt. Von Segen und Gefahr dieser Feierstunde möchten wir in den folgenden Zeilen reden. Es ist mir noch in lebendiger Erinnerung, wie ich zum ersten Mal die Feierstunde des Rundfunks erlebte. Frühnorgens war ich nach einer durchreisten Nacht in Berlin ungekommen, ohne Aussicht, an einem Gottesdienst teilbehmen zu können, da die polittsche Tagung im Reichstagssebande, an der ich teilzunehmen hatte, leider so früh anbesetzt war, daß mir bei den weiten Berliner Entfernungen en Kirchenbesuch unmöglich wurde. Müde legte ich mich im Junggesellenquartier meines Bruders aufs Ohr, als mein Bruder mir ankündigte, ich müßte zuerst noch die veierstunde erleben. Welch eine Erquickung schon der Eer Domglocken, der Chorgesang und die Liturgie, ganz abgesehen von der Ansprache. Da wurde es mir klar, welchen Segen diese modernste er Einrichtungen für unser Volk haben kann, vor allem ür alle die, die nicht imstande sind, aus irgendeinem Grund den Gottesdienst zu besuchen, in erster Linie für alte Leute, die vielleicht ein allzuweiter Kirchgang oder schlechte Witterung vom Kirchenbesuch abhalten. Neben den Alten mit ihren Gebrechen sind es dann vor allem die Kranken, die an den Segnungen des Rundfunks teilnehmen können und die Feierstunde selbst auf dem Kranken= und Sterbelager miterleben dürfen. Gerade in diesem Punkte der technischen Entwicklung ist es so recht erkennbar, wie die Bezwingung und Dienstbarmachung der Naturgewalten dem Aufbau des Reiches Gottes zu Hülfe kommt. Es ist nur erfreulich, daß die Christen es immer mehr gelernt haben, alle technischen Mittel und die modernsten Erfindungen sich zur Ausbreitung des göttlichen Wortes nutzbar zu machen. Allerdings gab es einmal eine Zeit, wo sich ernstgesinnte Christen scheuten, von dieser Freiheit eines Christenmenschen Gebrauch zu machen. Wenn z. B. Klaus Harms einen Brief einleitet mit der Bemerkung:„Mich erfaßt jedesmal ein Schauder, wenn ich in die greuliche Eisenbahn steige", dann können wir uns nur freuen, daß gerade die äußere Mission sich nachmals aller technischen Erfindungen bedient hat und sich auch der Vater der Hermannsburger Mission zweifellos mit Eisenbahn und Dampfschiffahrt ausgesöhnt haben wird. Und die innere Mission hat, vor allem nach dem Vorbild von Wichern und Vater Bodelschwingh, diesen gottgewiesenen Weg der Benutzung aller Naturkräfte mit Freudigkeit betreten. Es bleibt mir unvergeßlich, daß vor 35 Jahren die Anstalt Bethel eine elektrische Zentrale erhielt, lange bevor die damals schon zur Großstadt sich entwickelnde Nachbarstadt Bielefeld die elektrische Beleuchtung und Krafterzeugung einführte. Vater Bodelschwingh hatte an die Gefahr der Petroleumlampen für seine epileptischen Pflegebesohlenen gedacht...., T44t Loun kur Schall Doch zurück zum Rundfunn!— Erreicht venn der Schall der Feierstunde wirklich alle Radioteilnehmer, auch diejenigen, die nicht nur der Kirche beider Konfessionen gleichgültig gegenüberstehen, sondern gar feindlich?— Auf statistischem Wege wird sich diese Frage nach dieser besonders wichtigen Wirkung der Volksmission des Rundfunks freilich niemals beantworten lassen. Aber wer das deutsche Volk auch in seinen niederen und untersten Schichten kennt — denn auch bis in diese Familienkreise hinein reicht heute auf direktem oder indirektem Wege die Sprache des Rundfunks—, der weiß, daß doch noch nicht alle Freude, wenigstens noch nicht alle, vielleicht in den tiefsten Herzensfalten verborgene Sehnsucht nach einem schönen Glockengeläut, wie wir sie im Radio vom Kölner Dom und anderen Kathedralen hören, oder nach harmonischem Chorgesang in der Weihnachts= oder Passionszeit erstorben ist und diese Klänge, die an das Ohr klingen, wie die Klänge einer leider für viele versunkenen Stadt, können dann zu einer goldenen Brücke werden, die auch zum Anhören der meist doch vortrefflichen im Radio mitgeteilten Ansprache werden. Freilich wird alles darauf ankommen, wie man die Feierstunde verlebt, ob mit gesammelten oder mit zerstreuten Sinnen, und wenn man an die oft engen und von allerlei Lärm erfüllten Wohnstuben auch der Radiobesitzer denkt, bei denen doch immer ein gewisser Wohlstand angenommen werden muß, so könnte einem doch einigermaßen bange um die Möglichkeit innerer Sammlung bei den Zuhörern werden. Aber Gottes Wort fällt ja auch in der Kirche nicht nur auf steinigen, sondern auch auf wohlvorbereiteten Boden, und trübe Erfahrungen und Schicksalsschläge können den Herzensacker der Radiohörer so gut vorbereiten, wie den der Kirchenbesucher. Neben der leider nur zu nahe liegenden Gefahr der mangelnden Sammlung der Radiohörer geht die andere einher, daß die Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit*) der Radiobesitzer im Blick auf den gemeinsamen Gottesdienst durch die sonntägliche Feierstunde gefördert wird.„Ich habe die Kirche im Hause,“ sagte ein sonst gutgesinnter Mann vor kurzem zu uns,„denn ich habe Radioverbindung.“ Liegt hierin nicht auch vielleicht ein Grund zur zunehmenden Kirchenentleerung?! Den endgültigen Ersatz für den öffentlichen Gottesdienst sollte doch die sonntägliche Feierstunde, solange sie die maßgebenden Persönlichkeiten der Radioleitung überhaupt erfreulicherweise noch dulden, nicht bilden. Der Segen der Gemeinschaft sollte uns dadurch nicht verlorengehen. Das gemeinsame Sündenbekenntnis, das gemein same Glaubensbekenntnis und Kirchengebet, vor allem der gemeinsame Gemeindegesang sind, auch wenn die Ansprache in der Feierstunde noch so vorzüglich ist; doch zu wertvolle Elemente, als daß sie uns durch den Rundfunk entwertet und verkümmert werden dürften. Was hat der Reformation und Luthers Lehre einst Bahn gebrochen? Vor allem der kraftvolle, gemeinsame Kirchengesang in deutscher Sprache, den das Volk in seinen selbst ersonnenen Wallfahrtsliedern, den sog.„Leisen"(abgeleitet von Kyrie eleison) schon angestrebt hatte. *)„Ja, das Radio bringt uns viel Schönes“, sagte vor kurzem der Besitzer eines ganz vorzüglichen Apparates einem Besucher, die dem er die Konstruktion erklärte.„Das hier aber ist doch das Allerschönste“, sagte er weiter, indem er auf einen kleinen, schwarzen Knopf zeigte.„Und was ist das?“ fragte der Besucher. „Damit wird abgestellt", war die Antwort. unendlich leid tun, die soviel wertvolle Kraft zwecklos einsetzen, da sie ohne Gott ihr Ziel zu erreichen hoffen. Diese Entwicklung in ihrer ganzen Tragik sehen, zwingt einen gewissenhaften Menschen, der seine Brüder lieb hat, ihnen immer wieder zuzurufen:„Geht nicht am lebendigen Gott vorüber! Sonst ist alles umsonst.“— Dabei ist jedem klarsehenden Menschen deutlich, daß wir die grundlegenden Sätze ebenso unerbittlich unseren Brüdern zurufen müssen, die unter nationalsozialistischer, deutschnationaler oder sonst einer Flagge marschieren— erst recht aber dem Spießer in allen Kreisen, der sein kümmerliches Eigenleben führt und nicht ahnt, welch ein furchtbares Erwachen für ihn wie für alle anderen kommen wird, wenn wir einmal vor dem lebendigen Gott stehen, und er uns nach unseren Brüdern fragt.—— Ueber Berufswahl. Nächstens wird wieder ein Schuljahr seinem Ende entgegengehen und wird darum an viele Elternherzen die Frage der rechten Berufswahl für ihre Kinder herantreten. Zuerst ein Wort über die Wichtigkeit eines ständigen Berufs für unser Erdenglück, ja, auch für unser ewiges Heil! Denn so allgemein die Erkenntnis sich ausgebreitet findet, daß kein Menschenkind in unseren Tagen ohne einen bestimmten Beruf äußerlich vorwärts kommen kann, so ist die Bedeutung eines entsprechenden Berufs doch gar nicht auf unser äußeres Fortkommen beschränkt, sondern bedürfen wir vielmehr desselben vor allem schon für unsere ganze geistige und sittliche Entwicklung. Wie stumpf und flach bliebe unser Wesen, wenn nicht unser Beruf uns nötigte, unsere Kräfte anzuspannen und unsere Gedanken auf ein praktisches Ziel zu richten! Wie bald fielen wir uns selbst zur Last, ja, würden wir in allerlei Ungereimtheiten geraten, wenn wir ohne Bindung an einen Beruf nur unseren täglichen Einfällen überlassen wären! Unser Beruf regelt unsere Tritte und weist uns ein bestimmtes Arbeitsfeld an. In der Ausübung unseres Berufs lernen wir, wozu wir auf Erden sind. Die Freuden des Berufs sind die schönsten Freuden. In unserem Beruf fangen wir an, die Erde uns untertan zu machen und unserer selbst mächtig zu werden. zwischen ist aber der Sohn zu alt geworden, um sich noch auf die Lehrlingsbank zu setzen, der Geschmack am väterlichen Geschäft ist demselben erst recht vergangen, und so muß er denn noch froh sein, wenn er vielleicht auf einer Schreibstube in eine untergeordnete Stelle einrücken kann, die ihm auch ohne jenen Versuch gerade so gut offen gestanden hätte. Das gibt dann jene ewig unzufriedenen Elemente, die ständig über Gott und alle Welt räsonieren und bei denen es heißt: Zu kurz in die Chaise und zu lang ins Wägele! Erkundigt euch darum, liebe Eltern, ehe ihr etwas Derartiges beginnt, doch bei den Lehrern erst recht genau über die Leistungen eurer Kinder und über die gegenwärtigen Berufsaussichten, und seid nicht beleidigt, sondern dankbar, wenn die Lehrer von dem„Versuch" zum Studium ehrlich abraten. Nicht aus jedem Holz, sagen die Lateiner, kann man einen Götterboten schnitzen. Auch ist der Weg zum Glück nicht bei allen Kindern der gleiche. Besser ein tüchtiger Handwerker, als ein seinem Fache nicht gewachsener Beamter. Was wirklich ein Talent ist, das wird sich schließlich schon selbst Bahn machen. Im übrigen braucht man ja auch hinter dem Pflug und hinter dem Ladentisch noch fähige Köpfe und hat ein strebsamer Mensch auch da noch Gelegenheit, sich auszuzeichnen. zu lernen habe und daß nicht das Amt den Mann, sonderder Mann das Amt zieren soll. Was wir am nötigsten haben, ist nicht Standes=, sondern Herzensänderung, sowiTreue in dem einmal übernommenen Beruf.„Sei Gatt getreu in deinem Stand, darein er dich gesetzet; wenn er dich hält mit seiner Hand, wer ist, der dich verletzet? Mer eine Gnad zum Schilde hat, dem kann kein Teufel schaden Ist diese Wehr um einen her, so bleibt ihm wohlgeraten: Rutz, Heidenheim. Was Freude macht. Dieser Tage besuchte ich nach langer Zeit des Getrennt, seins meine Freundin F. Es waren nur flüchtige Augen, blicke des Wiedersehens, die uns geschenkt waren, und egab doch so mancherlei zu erzählen und Gedanken auszu. tauschen über Erlebtes, was zwar zum Teil nicht geraderfreulicher Natur gewesen ist, doch aber auch über dies und das, was wirklich Freude macht. Und so möchte ich hier den verehrten Lesern eine kleine Episode aus dem Leben nicht meiner Freundin selbst, sondern deren Mutter wieder. geben, die gewiß mit Interesse aufgenommen werden dürfte. Soviel gegen den Ehrgeiz der Bäter, ohne daß ich darum etwas gegen den Aufstieg(wie man sich so ausdrückt) der„niederen" Volksklassen in eine„höhere" Volksklasse einzuwenden hätte. Bei der meist geringen Kinderzahl in den „gebildeten“ Ständen ist ja eine gewisse Auffrischung oder Blutzufuhr aus der unverbrauchten Mitte des Volkes nötig. Auch erfordert die Konkurrenz mit anderen von uns, daß wir, um bei Besetzung der höheren Stellen nicht ganz ins Hintertreffen zu geraten, eine Anzahl wohlqualifizierter Bewerber stellen. Ja, es haben sich eben aus diesem Grunde einige Vereine gebildet, welche strebsamen Söhnen des Volks zur Erreichung eines höheren Bildungsziels materiell behilflich sein wollen. Aber die Vorbedingung wirklich guter Begabung und anhaltenden Fleißes bleibt dabei freilich unerläßlich. Darum soll denn auch selbst der Mann, dem seine äußeren Verhältnisse ständiges Privatisieren gestatten würden, sich doch einen Lebensberuf erwählen, in welchem seine Kräfte und Anlagen zur Betätigung gelangen und er sich seinen Nebenmenschen nützlich erweisen kann. Und darum soll er auch dann in seinem Berufe alle seine Kräfte anspannen und seinem Berufe, wo möglich, bis ans Ende treu bleiben. Viel Wechsel in der Berufswahl führt selten zu etwas Rechtem, und noch weniger soll ein Mensch sich für irgendeinen ehrlichen Beruf als zu gut ansehen. Wer die Pflichten seines Berufs versäumt, der meine nicht, durch irgendwelche fromme Leistungen auf einem anderen Gebiet seine Amtsversäumnisse wieder gutmachen zu können, sondern wisse, daß er durch solche Untreue sich selbst und seiner Umgebung den größten Schaden zufügt. Wer im Geringsten untreu ist, der wird auch im Großen untreu sein, und wer fremdes Eigentum nicht achtet, wird auch den eigenen Besitz nicht recht verwenden. Gib, so beten wir deshalb, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Amte führet uff. Deshalb kommt es nun aber freilich so viel darauf an, daß jeder sich für den Beruf entscheide, für den er sich eignet, in welchem er Befriedigung findet und in dem er seinen Nebenmenschen Dienst erweisen kann. Kaum ein größeres Unglück für einen Menschen, als wenn er sich zu seiner Berufsarbeit erst immer hinnöten muß, weil er fühlt, daß er seiner Berufsaufgabe nicht gewachsen sei, und kaum ein größeres Glück, als wenn persönliche Neigung und amtlicher Beruf zusammenfallen! Man darf deshalb einen Beruf nicht nach der Höhe der Einnahmen würdigen, die er bringt, noch nach der gesellschaftlichen Stellung, die er uns gewährleistet, sondern muß vor allem die Frage erheben, ob wir auch den Pflichten desselben werden nachkommen und uns in demselben werden zufrieden fühlen können. Bezüglich des letzteren Punktes werden wir uns freilich keinen ausschweifenden Hoffnungen hingeben dürfen. Es hat jeder Beruf seine Schattenseiten, jeder Beruf bringt wohl allerlei Verzicht und Verdruß mit sich und fordert neben mehr abwechslungsreicher auch wieder oft gar eintönige und mühselige Arbeit, aber der Blick auf das Ziel wird uns doch die zu durchschreitenden Wüsten immer wieder erträglich erscheinen lassen, und wo es gar nicht mehr gehen will, wird uns noch der Gedanke trösten, daß uns Gott an diese Stelle gesetzt hat. Wohl dem überhaupt, der von den äußeren Verhältnissen nicht zuviel erwartet, der in erster Linie nicht fragt, was ihm das Amt, sondern was er dem Amte leisten soll, und wohl auch dem, welcher bei aller Begeisterung etwa für einen künstlerischen Beruf doch die Schranken nicht übersieht, welche das praktische Leben den eigenen Neigungen zieht! Aber welchen Beruf nun wählen, da heutzutage außer dem Beruf eines Landmanns fast alle Berufsarten überfüllt sind? In der Tat, eine oft recht schwer zu beantwortende Frage! Da hat es der leicht, welchen Familienverhältnisse oder Anlagen in eine bestimmte Richtung weisen. Der einzige Sohn eines Okonomen, eines Handwerkers, eines Kaufmanns wird in der Regel wohl am besten tun, in die Fußtapfen seines Vaters zu treten. Zuweilen denkt der Vater freilich: Mein Sohn soll sich einmal nicht so plagen müssen wie ich, er soll studieren. Aber auch angenommen, daß der Sohn wirklich die hierzu erforderlichen Gaben besitzt und das Vermögen des Vaters nicht schon vor dem Bestehen der Examina aufgezehrt ist, so muß nun der Sohn bei der Überfüllung der gelehrten Berufsarten doch noch viele Jahre auf die erste bezahlte Anstellung warten. Und dies ist noch immer der günstigere Fall! Denn daneben alle die Fälle, in denen Gaben oder Güter nicht ausreichen und nach manchem verlorenen Aufwand das Studium doch zuletzt aufgegeben werden muß! InWas nun aber die Frage anlangt, wer denn eigentlich für die Auswahl des künftigen Berufs das entscheidende Wort zu sprechen habe, so wird wohl die Verantwortung hierfür den Eltern nicht abgenommen werden können, wie sie ja auch ihre Kinder und deren Neigungen am besten kennen sollten und die Sorge für die Aufbringung der äußeren Mittel ihnen überlassen ist. Studiert darum nur eure Kinder recht genau, ihr werten Eltern, und beobachtet fleißig, wohin die Beanlagung derselben und ihr eigener Wunsch und Wille geht, und wenn es möglich ist und die Wünsche eurer Kinder sich nicht offenbar ins Törichte verlieren, so zertretet diese Wünsche nicht in herzloser Weise, sondern fragt euch, ob nicht in denselben ein höherer Wink sich offenbare. Laßt euch auch nicht nur von dem Gedanken leiten, daß eure Kinder möglichst bald etwas verdienen und damit ihren Teil zum Unterhalt des ganzen Haushalts beitragen sollen! Gründliche Ausbildung in irgendeinem Fache ist besser, als rasches Verdienen, und Mädchen zumal sollten doch erst den Haushalt und einige häusliche Künste lernen, ehe sie etwa in die Fabrik gehen. Ja, zuweilen ist es für die jungen Leute sogar gut, wenn sie nicht zu rasch„verdienen" und nicht so bald sich schon selbständig fühlen. Ihr Kinder aber traut dem Wohlmeinen eurer Eltern, die doch das Leben mit seinen Anforderungen besser kennen als ihr, und denen es doch um euer Glück zu tun ist! Mancher Beruf gestaltet sich eben in der alltäglichen Praxis ganz anders, als unsere leichtbeschwingte Einbildungskraft ihn uns vor Augen malt. Wer hätte z. B. als Bub nicht vielleicht schon einmal die Matrosen beneidet, weil diese doch die weite Welt kennen lernen und mit ihren Schiffen stolz den blauen Ozean durchfurchen? Oder wer hätte noch niemals für den Beruf eines Farmers geschwärmt, der sich im Kampf mit den Elementen und mit wilden Tieren im hochragenden Urwald sein eigenes Haus gründet, wo er allein Herr ist? In der Wirklichkeit sehen aber diese Dinge ganz anders aus, als sie ein phantasiereicher Romanschreiber auf dem geduldigen Papier uns schildert, und so gilt es bei derartigen Unternehmungen ganz besonders: erst wägen, dann wagen! Noch erwartet mancher nun vielleicht eine Schilderung der einzelnen Berufsarten nach ihren Erfordernissen und Aussichten. Ein anderer aber wundert sich am Ende, daß ich nicht wenigstens bei dem großen Bedürfnis den hohen Beruf eines Geistlichen bzw. das gesegnete Amt eines Diakonen oder einer Diakonissin besonders empfehle. Aber schon die bloße Aufzählung aller möglichen Berufsarten würde ein ganzes Zeitungsblatt füllen. Dazu sind auch die betr. Verhältnisse in stetem Wechsel begriffen und finden sich wohl an allen größeren Orten entsprechende Beratungsstellen. Und was nun den Beruf eines Geistlichen, eines Lehrers oder eines Diakonen anlangt, so erfordert dieser allerdings höchst wichtige Beruf eine ganz besondere innere Freudigkeit und Überzeugung, die sich kein Mensch selbst geben kann, ohne die es aber nicht ratsam ist, sich diesem Beruf zuzuwenden. Nichts Schlimmeres, als wenn jemand ohne den entsprechenden inneren Beruf Theologie studieren wollte, bloß um bald zur Anstellung zu gelangen! Ahnliches gilt natürlich auch für das Amt eines Diakonen oder einer Diakonissin, nur daß glücklicherweise Sohn oder Tochter sich erst mit reiferen Jahren für diesen entsagungsvollen, aber auch wiederum höchst notwendigen und befriedigenden Dienst sich zu entscheiden brauchen. Manches, das am Ende noch zu sagen wäre! So habe ich die Frage der Ausbildung der Töchter kaum gestreift. Ich fühle mich auch nicht eden berufen, hier ein Urteil zu fällen. Doch möchte ich nicht verhehlen, daß ich in dieser Bezlehung noch dem altmodischen Geschmacke huldige, nach welchem eine entsprechende häusliche Erziehung dem Wesen des Weibes besser entspricht, als hohe wissenschaftliche Bildung. Mag hierin die Neuzeit anders urteilen, für alle Fälle bleibt es doch dabei, daß jeder eben seine Lektion Die kleine, freundliche Frau erzählt:„Sehen Sie. Fräulein., was einem so alles passieren kann im Leben. und wie uns der Herrgott so aus der Not helfen kann. wenn man Zuversicht und auch etwas Mut hat. Es war in einem der Kriegsjahre, als es die Verhältnisse geboten. daß ich meine damalige Wohnung verlassen und eine andere beziehen mußte. Der Tag des Umzugs war für mich als alleinstehende Frau ein recht sorgenvoller. Wie und auf welche Weise ich das bewerkstelligen sollte, dafür schien sich mir keine Möglichkeit zu zeigen. Weder Hilfskräfte noch Fuhrwerk standen mir zur Verfügung. Da kam mir ein Gedanke, den, so kühn er mir selbst vorkam, auszuführen ich fest entschlossen war. Mit meinem Kind an der Hand begab ich mich auf den Weg zum Polizeipräsidium, um mir dort Rat und Hilfe zu holen, doch war ich enttäuscht, als der diensttuende Beamte mich nicht vorlassen wollte. Allein ich ließ mich nicht zurückweisen. Ich bat inständig, mich bei der obersten polizeilichen Instanz melden zu wollen, da ich dieser eine ganz dringende Sache vorzutragen habe, die nicht den geringsten Aufschub erleiden dürse. War der Mann erschrocken über meine Rede, oder hatte ich ihm einigen Respekt eingeflößt— wer weiß es— kurz, er zeigte mir die Tür, wo ich einzutreten hätte. Der erste Sieg war errungen. Draußen siegten unsere Helden, warum sollte nicht auch die Frau in der Heimat kämpfen und siegen, wo die Not es fordert?— Mit sichtlichem Erstaunen nahm dieser hohe Beamte mein Begehr entgegen. Ich hatte gebeten, daß mir doch einige Feuerwehrleute bei meinem Umzug helfen möchten, da ich allein stehe und unmöglich ohne Manneshilfe fertig werden könne. Merkwürdiges und seltsames Verlangen freilich, welches von einer simplen Frau an die Polizeibehörde gestellt wird— so mochte dei verwundert dreinschauende Herr wohl denken, aber doch schien ihm die Sache auch zugleich etwos interessant und belustigend zu sein. Mit einigem Bedenken, aber ohne direkte Widerrede geleitete mich dieser in ein Zimmer, in welchem sich viele junge, stramme Leute befanden, denen gegenüber ich nochmals meine Bitte vortragen sollte. Ich tat dies mit derselben Höflichkeit und Entschiedenheit wie vordem, und der Sieg war wieder auf meiner Seite, und er berechtigte zu noch weiteren Siegen. Sechs prächtige Menschen traten als Freiwillige hervor und erklärten bereit, den Wunsch der Frau gern erfüllen zu waren offenvar äußerst gebildete Männer, schneidig, und ehrerbietig. Ich war überrascht und wußte kaum, wie mir geschehen war. „Wir werden Ihnen Ihren Umzug besorgen, selbstverständlich meinten sie einmütig. Haben Sie einen Wagen! fragten sie. „Nein, meine Herren, den habe ich leider noch nicht, aber ich werde sogleich sehen, daß ich einen bekomme, sagte ich. Hierauf ging ich zum ersten besten Fuhrhalter, stellte diesem meine augenblickliche Situation vor, und willigst wurde mir ein Wagen zur Verfügung gestell doch Pferde seien nicht vorhanden, meinte der gütige Mann. Ich ging und meldete meinen dienstbeflissenen junge Vaterlandssöhnen, daß ich nun wohl einen Wagen sie könne, aber noch keine Pferde habe, die seien sa im Krieg. Das macht nichts, liebe Frau, wenn Sie nur et## Wagen haben, das weitere findet sich schon von selbst. lautete die Antwort dieser tapferen Gesellen. Hierauf folgten sie mir in die Wagenhalterei, von von in meine Wohnung, nachdem sich die einen vor den gespannt hatten, während die andern das Fuhrwer gleiteten. Auf diese Weise ging der Umzug gläuzegngen statten. Drei ersetzten die Pferde— drei schoben am VesFür mich aber folgte ein Sieg auf den andern, wie?? auch draußen im Felde der Fall war. Die Sachen behutsam und unter größter Schonung an Ort un gebracht, sogar das schwere Instrument wurde sachfachgemäß behandelt und unbeschädigt am neuen mungsort niedergestellt. Als alles vollendet war, empfahlen sich diese aus der Not, die mir wie Gottesboten vorkamen, 0h dargebotene Trinkgeld anzunehmen, da sie sa keige seien, sa selbst das Frühstück lehnten sie höflich: go ab, welches ich ihnen doch so sorgsam zubereitet haltdaß ich mich beinahe beleidigt fühlte. So war d schler Unmögliche geschehen, ein voller Sieg war“ zunt, und ich stand gleichsam vor einem Wunder. 30) nur meinen Dank stammeln für den großen Liebes der mir getan worden war. Ja das macht Freude. D diese Freude auch heute noch erleben würde?“— EIlsodet Wagner. und Gewißh enhenver Dr lag Berteisme Eine seine Stud tioität der Versöhn liebe, welche die Fe der Welt trägt, sog noch ehe der Einz denstatsache erhalten läßt, ist a schichtlichkeit des Ki Geschichte des Kreu die Begründung d Kreuz als Glauben Gewißheit noch eir man die unnachah in welcher die Apo Gemeinde galten, pleisgeben, heworh hingewiesen werde der Gemeinde nicht tragen, zu bezeuge Sterbenshingabe f D. Gerhard Te Leidensgeschi Schwerin 19. Diese Predigter manche schrift#tell schenkte, sind zeitg stellung der Situat tretenden Personen berechneten evange weisen die einzelr „Königszug und L den"(Petri Verl geschichte"(Jesus Dienst tun, den Passionsgeschichte Professor D. Sch apologetische Apologetisch 1,50 M. Diese Schrift kirchlichen Statisti der Angriffe, die erfahren hat. 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Es ist auch gegen die Gezlichkeit des Kreuzes der Einwand erhoben worden, daß die Geschichte des Kreuzes eine Reproduktion von Jes. 53 sei. Für Begründung der Gewißhett dürfte es genügen, auch das als Glaubenstatsache aufzuweisen. Wenn man hier der Hewißheit noch eine apologetische Stütze geben will, so sollte die umnachahmliche Wahrhaftigkeit der Berichterstattung. in welcher die Apostel zu einer Zeit, da sie schon als Führer der Gemeinde galten, sich selber rüchsichtslos zur Ehre ihres Herrn heworheven. Auch dürfte wohl zum Schluß darauf hingewiesen werden, daß die Gewißheit des Heils von seiten der Gemeinde nicht nur durch ihre Willigkeit, Not und Leid zu tragen, zu bezeugen ist, sondern auch durch die entschlossene Sterbenshingabe für den Nächsten. Wilm, v. Gerhard Tolzien, Landesbischof in Neustrelitz, Die Leidensgeschichte des Herrn in 30 Zeitpredigten. Bahn. Schwerin 1927. 5,50 M. Diese Predigten des bekannten Verfassers, der uns schon manche schriftstellerische Gabe in und nach der Kriegszeit schenkte, sind zeitgemäß, gewissenanfassend, plastisch in der Darstellung der Situationen und der in der Passionsgeschichte auftretenden Personen und haben fast alle einen auf die Gegenwart berechneten evangelistischen, erwecklichen Accent. Letzteres beweisen die einzelnen Predigten vorangestellter Themate, als: „Königszug und Leichenzug“(Matth. 21,—),„Drei Sekunden"(Petri Verleugnung).„Das größte Verhör der Weltgeschichte"(Jesus vor Kaiphas). Möchten sie Lesern denselben Dienst tun, den sie einst den Hörern taten und die heilige Passionsgeschichte fruchtbar machen! Cr. Professor D. Schneider, Die kirchliche Statistik in ihrer apologetischen Bedeutung. Heft 25 der Studien des Apologetischen Seminars. Gütersloh, Bertelsmann 1929. 1,50 M. Diese Schrift aus der Feder des bekannten Führers der kirchlichen Statistik darf auf allgemeine Beachtung rechnen, trotz der Angriffe, die der verehrte Verfasser jüngst von Barth her erfahren hat. Ihm ist es ja nicht um Ruhmredigkeit zu tun, sondern darum, daß die Wirklichkeit der Dinge gesehen wird, die oft genug eine tendenziöse Entstellung erleidet. Ihm ist kirchliche Statistik darum Kirchenkunde, und zwar Kirchenkunde der Gegenwart. Während die Statistik als Staatswissenschaft im letzten Jahrhundert eine ungeheure Entfaltung gehabt hat, ist der Weg der kirchlichen Statistik entweder lange überhaupt nicht betreten oder er war eine via dolorosa. Das ist nin anders geworden dank der erfreulichen Tatsache, daß sich Theologie und Kirche, die lange getrennte Wege gingen, nun wieder suchen und finden. Verfasser will schlechterdings mit seiner Arbeit nicht die„Mechanisierung“ des geistlichen Lebens befördern, sondern das hinter den Zahlen Liegende, das Psychologische, Soziologische zu erkennen versuchen, und so einen unerläßlichen Beitrag für die kirchliche Arbeit überhaupt zu liefern. Man lese im Einzelnen nach über die Austrittsbewegung, die Mischehenfrage, den Geburtenrückgang und man wird über Vieles sein bisheriges Urteil revidieren und korrigieren müssen, vor allem aber die Erkenntnis gewinnen: unsere Kirche ist nicht nur die Kirche des Wortes, sondern auch die der Tat. Cr. D. Th. Haarbeck, Biblische Glaubenslehre, Verlag der Buchhandlung der Evang. Gesellschaft Elberfeld. Geb. 4 K. In 9. Auflage erscheint unverändert diese Glaubenslehre. Sie bedarf zur Herausgabe dieser Neuauflage keiner eingehenden Würdigung. Wer das Buch im Unterricht oder zur Klärung der eigenen Erkenntnis benutzt hat, weiß, daß es ein außerordentlich sicherer, sachlich klarer Führer ist. Ich verdanke dem Buch viel wertvolle Anregung für den Brüderunterricht in der Glaubenslehre. Um so mehr bedaure ich, daß die neue Auflage eine„unveränderte" geworden ist. Es gibt nichts Gutes, das nicht noch verbessert werden könnte. In der theologischen Lage der Gegenwart haben sich soviel grundstürzende Aenderungen vollzogen, daß davon eine Auswirkung in jodem Werk zu spüren ein muß, das sich lehrmäßig mit biblisch=theologischer Erkenntnis befaßt. Gerade die Gemeinschaftsbewegung hat stärksten Anlaß, sich mit der Theologie der Gegenwart zu besassen. Die sogenannte„Barthsche Theologie“ ist ein ungeheurer Angriff auf die in der Gemeinschaftsbewegung herrschende Glaubenserkenntnis. Nach meiner Meinung ist es unmöglich, eine Glaubenslehre neu erscheinen zu lassen, die diesen Angriff völlig unberücksich#igt läßt. Es ist doch nicht so, daß wir kampflos und resigniert Geser neuen Theologie und ihren kommenden Vertretern im Parramt das Feld überlassen sollten. Es wird höchste Zeit, daß auch von der Gemeinschaftsbewegung aus sorgfältig und gründuch die Ergebnisse der gegenwärtigen Theologie anerkennend oder ablehnend gesichtet werden. Das geschieht freilich, aber nicht umfassend genug. Auf keinen Fall durfte ein so ausRezeichnetes, brauchbares Buch wie Haarbeck's Glaubenslehre unverändert erscheinen. Ich hätte dem Buch einen Neubearbeiter wie Dr. Knappe gewünscht, dessen Buch„Die große Wendung" darauf schließen läßt, daß er Haarbeck's Arbeit fruchtbar nach der Sette des Inhalts wie der Form hätte neugestalten können. Tegtmeyer. „beit und die Geschichte". Vier Vorträge. Herausgegeben von Reinold von Thadden=Vahnerow. 120 Seiten. 3,80 J. Furche=Verlag G. m. b.., Berlin NW. 7. Die in diesem Band vereinigten Aussätze:„Die religiöse Lage der Gegenwart“ von tic. Dr. Joh. Schneider,„Die Frage nach van Sinn der Geschichte“ von Hans Lihse,„Die göttliche Sinnbedung der Geschichte“ von Professor lie. Fritz Blanke und der gunz persönliche Beitrag„Meine Geschichte und ihr Sinn“ von erofessor D. Heinrich Rendtorff, sie alle pftügen das Feld au für eine dem Klarheitsbedürfnis Genüge tuende Geschichtsbetrachtung vom evangeltschen Standpunkt her. burden gehalten auf der 37. Allgemeinen deutschen christlichen Sudentenkonferenz auf der Leuchtenburg 1928. om Verlag von Ferdinand Hirt, Breskau, erschienen, von Studienrat Withelm Heienbrok herausgegeben: Vom evangelischen Religionsunterricht der Gegenwart. Ein Auerschnitt in acht Vorträgen. 104 Seiten. 1929. Geh. .76 M. „.Pnhatt: 1. Was enwartet die Jugend vom evgngelischen 8ogeunterricht? 2. Der Religionsunterricht als Menst am Vom. 3. Religionsunterricht und Böskerversöhnung. 4. Religiständigen Weltanschauung evangelischen Glaubens.) 7. Gegenwartsaufgaben des Religionsunterrichts in der Berufs= und Fortbildungsschule.(Lebenskundliche Charaktere des Religions= unterrichts.) 8. Konfirmandenunterricht als Erziehung zur religiösen Gemeinschaft. Horst Fichtner, Dr. med. et phil., Pfarrer: Auf Gottes heiliger Spun. Verlag Friedr. Bahn in Schwerin. Kart. 4,50 M. Lod..80 M. In den 112 anschaulich geschriebenen„Andachten über die wunderbaren Werke Gottes in der Natur in Beziehung auf das Leben des Christenmenschen“ will der Verfasser die Leser zum andächtigen Stillstehen vor dem Schöpferwirken Gottes anleiten, darüber hinaus aber sie zur Offenbarung in Christo führen. Die Andachten sind als Volksmissionen gehalten worden. Fr. Verschiedenes. Lie. Theodor Brandt Werdeziele der weiblichen Jugend in ihrer Bedeutung für die weibliche Jugendarbeit. Ludwig Ungelenk, Dresden, Leipzig 1929. 2 M. Dies 7. Heft der von Heinrich Rendtorf und Erich Stange herausgegebenen Sommlung„Kirche und Gegenwart“ greift hinein in die Aussprache über die Fragen der weiblichen Jugenderziehung. Der Verfasser tut das, indem er sein Thema unter dreifachem Gesichtspunkt behandelt: Lebensziele, Berufsziele, Ewigkeitsziele. Das Ganze steht unter dem Hauptsatz: Vom Evangelium zur Psychologie und durch sie hindurch zur eoangelischen Willensbildung und das innerhalb der weiblichen Jugendarbeit. Bemerkenswert sind in dem Buch die Ausführungen über„Frauenwürde"(S. 36—42), in denen Verfasser sich bemüht, der Frau, die in der Geschichte der Kirche lange eine verkehrte Stellung inne hatte, indem sie entweder im falschen Heiligenschein prangte, oder eine Entartung und Zurücksetzung erfuhr, vom Evangelium aus die rechte Stellung zuzuweisen.— Gern nehmen wir auch Kenntnis von der Ansicht des Verfassers, daß alle Vereinsarbeit nie zum Selbstzweck werden darf und daß sie die Familie wohl oft ersetzen, letztlich aber sie wieder herstellen muß. Das Buch sei Leiterinnen und Arbeiterinnen in der weiblichen Jugendarbeit empfohlen! Cr. Evangelischer Einfluß im öffentlichen Leben. Denkschrift der deutschen evangelischen Volksvereinigung in Frankfurt am Main. Im Selbstverlag 1929. 50 Pfg. Diese Schrift anläßlich des 10jährigen Bestehens der Volksvereinigung vom Vorstande desselben herausgegeben, enthält in 16 Beiträgen Programm, Arbeitsleistungen, Geschichte und Organisation der genannten Vereinigung. Alles steht unter dem Zeichen:„Das Evangelium für unser deutsches Volk, unser deutsches Volk für das Evangelium.“ Das Büchlein wird zu rechter Zeit der Oeffentlichkeit übergeben, jetzt, wo in neu erstehenden Organisationen und Arbeitsgemeinschaften gelischer Volksdienst!) die Frage überall besprochen wird, wie kann das Evangelium sich noch viel wirksamer erweisen in unserem Volksleben?„Allen, die diese Frage bewegt, sei es herzlich empfohlen! Vom Abendland ins Morgenland. Ein Reisebericht von Jo seph Gauger. I. Band: Blicke nach Italien und Aegypten. Elberfeld, Licht und Leben=Verlag. 3,60 Ml. Nach kurzer Zeit mußte schon die zweite Auflage des genannten Buches erscheinen. Das liegt aber nicht allein daran, daß der Verfasser an sich einen großen Anhängerkreis und manche Möglichkeiten zur Propaganda hat. Hier enjählt ein Mann, der mit offenen Augen und mit offenem Hrezen durch die Lande reist, dessen lebenslange Sehnsucht sich durch diese Reise erfüllt. Ob er in Genua feststellt, daß das neue Italien Mussolinisch bis an Frankreichs Grenzen ist, ob er in Rom Eindrücke sammelt von dem, was das Herz eines evangelischen Pfarrers und Schriftstellers dort bewegen muß, ob er in Neapel, auf Capri, in Alexandrien oder Kairo seine Studien macht, alles erzählt er in seinen Büchern mit einer Frische und Anschaulichkeit, daß das Lesen zum wirklichen Genuß wird. D. A. Schwarzkäppchen und andere Erzählungen von Johannes Eok. Kart. 1,40 M. Verlag Johannes Heermann, Zwickau(Sachsen). 5 nette Erzählungen, die vor Wethnachten neu herausgekommen sind. Ein guter Menschenkenner und Beobachter schenkt in dem Büchlein alten und jungen Lesern eine Lektüre, an der sie Freude haben können. In den Erzchlungen„si. menschliche Schwäche und Guttat und göttliches Watirz so schlicht=natürlicher Weise dargestellt, daß dem stillen Leger ooer auch dem Kreis der Zuhörer ein wohliges Behagen überkommen kann. Bekannte und weitverbreitete Blätter haben die Erzählungen veröffentlicht und ihren Lesern damit dankbar aufgenommenen Stoff geboten. e He ug im Erziehungswerk. 88 S. 2/40, geb. Inhalt: Die spnbohgaste Lebeneschen, in Bauern und ihre Zerstörungen. Von Johannes Tonnesen. Die Aufgabe der religiösen Erziehung auf dem Lande. Dr. phil., Psarrer an der reform. Stadt= und Gottes. harb Ritter Der Mtar. 14 Seiten. 030 A. Kar! Bernhard Ritter, Das Gebet. 39 Seiten. 1,20 Jl. eschebene, ezen versaucht hat“. Erziehung, Verkündigung und Reihenpreis beträgt dann 4/3 des jeweiligen Einzelpreises(für sech. Exemplare).. 8ac ame Bveie 1960 gg, Seiten.“ Gech..55....0 Vortrage. i: die Jangend. 2. Due Echo dee evangelischen über den Retigionsunterricht wurden saußer Essen gehalten, die Vorträge über Sexualerziehung auf einer Tagung für Sexualpädagogik, 1929 in Berlin. Beide Hefte bedeuten eine wertvolle Bereicherung der Literatur, die im Geiste evangelischen Christentums zu den Gegenwartsfragen von Religionsunterricht und zu dem großen Probiem der Sexualität wirklichkeitsoffen und ernst Stellung nimmt. In Klarer Erkenntnis der Lage wird hier wahrhaftige evangelische Zielsetzung und Sinndeutung versucht.— Es ist sehr erfreulich, daß in dem zweiten Heft so offen und mutig Wege zu evangelischer Sexualethik beschritten werden. Das Abendlied. 70 deutsche geistliche Abendlieder, meist mit eigenen Weisen aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert. Gesammelt und mit einer Einführung in die Bedeutung und Geschichte der Abendseier herausgegeben von Wilhelm Thomas und Konrad Ameln. Im BärenreiterVerlag, Kassel, 1930. Kart..60, geb. 4,50 M. Nachdrücklichst weisen wir auf die Veröffentlichungen des Bärenreiterverlages hin, die in der Richtung des angezeigten Buches liegen. 1928 erschien„Das Morgenlied“, 54 deutsche geistliche Morgenlieder, außerdem noch eine reiche Sammtung von Tischgebeten. Das„Abendlied“ will unserm unruhigen Geschlecht helfen, zur Ruhe, zu sich selbst zu kommen, es will mit den alten Liedern Weisung geben, den Tageslauf für uns und vor Gott abzuschließen. Der besinnliche Abend bietet die beste Möglichkeit zur Einkehr. Sie zu nutzen, will das Büchlein Anregung geben mit alten, oft unverdient vergessenen Worten, die mit ihren beigefügten Weisen von unsern Hausgemeinden zu fruchtbringendem Sprechen und lebendigem Klingen gebracht werden wollen. „Die alten Geschichten und Rätsel“. Ein Hausbuch allem deutschen Volke, von Hans Haberl, weil. e. h. Doktor der Heiligen Schrift, Furche=Verlag, G. m. b.., Berlin. Der bekannte Wiener Evangelist Professor D. Hans Haberl hat hier ein eigenartiges Buch herausgegeben. Aus den 5 Büchern Mose hat er die bekanntesten Geschichten, die tiefsten Weistümer herausgestellt und in diesem Buche gesammelt. Dabei streicht er alles, was für uns unwesentlich ist: Aufzählung von Namen und dergl. Auch die Sprache Luthers formt er um, wo es ihm notwendig ist. So gelingt es ihm, die Geschichten in einer Weise zu erzählen, daß man meint, sie zum erstenmal zu lesen oder zu hören. Es wird gewiß manchen nach dem Lesen dieser Geschichten die Lust anwandeln, wieder einmal seine Bibel aufzuschlagen, um noch mehr aus diesen Zeiten zu lesen und zu lernen. Der Alkoholmißbrauch, von Dr. Max Fischer, Geh. Medizinalrat. Heft einer neuen Reihe wissenschaftlicher Veröffentlichun, gen zur Alkoholfrage aus dem Kaiser=Wilherm=Institut für Anthropologie in Berlin. 72 S. 3 M. Verlag Auf der Wacht, Berlin(vom deutschen Verein gegen den Alkoholismus). An Schriften über die Alkoholfrage ist kein Mangel. Vorliegendes Heft zeichnet sich dadurch aus, daß es die ganze Alkoholfrage in ihren Hauptzügen übersichtlich zur Darstellung bringt. und zwar in ruhig sachlicher Weise, aber doch keineswegs kühl, sondern mit einer Warmhenzigkeit, der man die Sorge des Verfassers um das Wohl des Vokkes und den Eifer, dem Elend zu steuern, auf Schritt und Tritt deutlich anmerkt. Im ersten Teil behandelt er die Gefahren des Alkohols, im zweiten will er Wege weisen zur Ueberwindung der Alkoholnot. Die Kraftfahrerprüfung in Frage und Antwort mit der neuesten Verordnung über Kraftfahrzeugverkehr und 38 Verkehrszeichen. Zusammengestellt von K. Fr. Witten, Ingenieur, 4. Aufl., mit 35 Abbildungen, Preis 1,50 M. Verlag Martin Salzmann, Dessau. Das kleine handliche Buch bespricht in knappster Form in dem üblichen Frage= und Antwortspiel alle Momente, die bei einer Kraftfahrerprüfung durch die Behörde in Erscheinung treten können. Neben rein technischen Fragen haben auch die behördlichen Vorschriften und Verordnungen, die bekanntlich in den Prüfungen ebensalls eine große Rolle zu spielen pflegen, eingehende Behandlung gefunden. „Pflichten und Rechte der kirchlichen Gemeindevertretung". Von Heinrich, Danneil, Superintendent in Magdebur. Verlag Evang.=Soz. Preßverbano s. d. Prov. Sachsen, Halle. Auf 16 Seiten wird übersichtlich und klar zusammengestellt, was jeder Aelteste und Verordnete für sein kirchliches Amt wissen muß. Eine Tabelle gibt einen Ueberblick über die evangelische Kirchenverfassung. Das Heftchen eignet sich auch zur Verbreitung in kirchlichen Kreisen allgemein, um etwas mehr Kenntnis von Wesen und Ausbau unserer Kirche und ihrer Versassung ins breite Kirchenvolk zu tragen. Dr. F. Der Verlag von Wilh. Stollfuß, Bonn, bringt folgende Heftchen, auf die wir empfehlend hinweisen möchten: Krankenpflege. Ueber Pflege und Ernährung der Kranken(von Apotheker J. Kockerols). Preis 75 Pfg. Eine überaus volkstümliche Schrift, die nicht nur über die richtige Ernährung der Kranken, sondern auch über alles Wissenswerte der Krankenpflege wichtige Ratschläge erteilt. Pflege und ernähre dein Kind richtig. Von Kinderarzt San.=Rat Dr. M. Wollenweber. Preis 75 Pfg. In gemeinverständlicher Weise werden hier Ratschkäge für die so wichtige Frage von Pflege und Ernährung im ersten Lebensalter gegeben. Ein Büchlein, das jede Mutter haben sollte. Wie entferne ich Flecken aller Art? Preis 75 Pfg. Ein praktisches, vielbewährtes Hilsobüchlein für alle Hausfrauen. Tersteegen, Sieben Erweckungsreden. Volksdienst=Verlag, Adolf Anger in Leipzig. à Rede 50 bezw. 60 Pfg. Freunde des bekannten Liederdichters werden die Herausgabe dieser glaubensinnigen, geisterfüllten Reden mit Freude begrüßen. Prof. D. Siegfried Goebe!„Zum Gedenken". UnwersitätsBuchhandlung Rudolf Mertel in Erlangen. Kart..80 Ml. Eine Darstellung der Arbeit und des nen Theologieprofessors und tiefgründigen Schriftforschers, in Die Schrift regt an, auch die zahlreichen Arbeiten über neutestamentliche Forschungen des Heimgegangenen zu studieren. Tolzien, D. Landeobischof, Gemeindeabende IV. Band: 10 Vorträge aus der Vaterlandsgeschichte, Bahn in Schwerin erschienen. Kart. 6,— M. Hlbl. 7,50 Die Vorträge über die deutsche Vergangenheit mit ihren zahlreichen feinen Einzelzügen aus dem Leben deutscher Männer und Frauen, und die über die deutsche Gegenwart mit Fragen, wie nationales, paztfistisches, sozialistisches Christentum zeigen die Fülle reichen Wissens des Verfassers sowie seine Kunst vollstüimlicher Darstellung. Do. Lasz Geschentz, perch#r Rüstzeug für Redner, sondern auch als Geschenkwern und zum Voriesen emprogien zu werden.—. Die hier angezeigten, Bücher sind zu seziehen durch die Buchhandlung der Anstalt Bethel. Schriftleitung: B. Krag; Wirztstzgoste= und Weligglit); Dr. H. Huttel: Anzeigen: K. Deumann; alle in Bethel. Frühjahr 1930 ine Auswahl guter Bücher und-Kuns karten-Serten □ Aufträge von Mk. 10.-— ab portofrei! ArG der Aristalt Bethel, Bethel bei Bielefeld Auftrüge von Mk. 10.— ab portofrei! Postscheckkonto: Hannover 65093 Fernsprecher Bielefeld 3911 Weber, Marg., Unverzagt und ohne Grauen, Reich illustriert. Für Knaben. —.25 Aus eigenem Verlag Unter Gottes Augen. illustriert. Für Mädchen. Reich .25 Tersteegen. Eine Auswahl aus seinen Liedern und Sprüchen. Mit Bildern von Meta Voigt-Claudius. Ganzleinen. .— Das Lukas-Evangelium mit reichem Bildschmuck von Meta Voigt-Claudius. Elegant in Leinen gebunden. .— Friedrich v. Bodeischwingh, Ein Lebensbild. Von seinem Sohne Gustav v. Bodelschwingh. Geschenkband, auf bestem Papier in vornehmem Leinenband mit Schutzhülle Volksausgabe in Ganzleinen. A Für Knaben! .50 Saudert, Walter, Ein tapferes Herze. Ein Buch für junge Menschen. Mit Bildeinlagen M. Schiestl. Leinen Bolt, Nikolaus, Svizzero. Die Geschichte einer Jugend. Mit 40 Naturstudien von Rudolf Münger.— Volksausgabe...— Christiansen,., Hört zu! 24 kleine Erzählungen zum Nachdenken. Eine Art Andachtsbuch. Leinen.— Holst, H.., Glückliche Leute.— „„ Fröhliche Leute......50 Josephson, Vergiß die Stunde nicht! Geheftet.20 Josten, Der Stärkste. Leinen.— Keller, Samuel, Sein Eigen... Halbleinen.80 „„ Vatererbe... Halbleinen.40 Kliche, Sei ein Christ. Brosch...— Ley, Dem größten König eigen.. Pappband.25 Siedel, Ernst. Der Weg zur ewigen Jugend. Lebensweisheit für jünglinge. Leinen.— Skovgaard-Petersen, Das Buch der Jugend. Leinen.50 Ulrich-Kerwer, Biblische jünglingsbilder. 456., gebunden...... nur.40 Weitbrecht, Heilig ist die Jugendzeit. Leinen.50 mit Goldschnitt..— Meyer, Bruno. Jesus Christus und die Jugend. Gebunden nur—.90 Meerwein, Gott mit dir!.. gebunden—.90 Derbeste Preund. Ein Lebensbüchlein für Jünglinge. Bearbeitet von W. Vogelsang. Mit Zeichnungen von E. Krause. Hübsch Kartoniert—.50 Luther, Rolf, Dr.., Hindurch! Kernworte des Reformators. Kartoniert.80 Luise, Wegblumen. Mit Zeichnungen von Meta Voigt-Claudius. Ganzleinen........25 Geschenkband.50 Näher zu Dir! Ganzleinen.........20 Walter, Käte, Aus dem Garten der Seele. Mit Zeichnungen von R. Uecker-Fensloff. Kartoniert—.80 Ganzleinen.50 Müt Goldschnin.— Fritz. Lichter am Wege— Fern leuchtet ein Land— Von Wegfahrt und Heimkehr. jeder Band kartoniert.50 Ganzleinen..:.50 Die Sonne wartet dein! Mit 13 Tieldruckbildern von Karl Kühne.50 Von stillen Wegen. Mit 15 Tiefdruckbildern? von Karl Kühne.80 Zinzendorf, Reine Flammen Kartoniert.......—.70 Die Häschenschule. Ein lustiges Bilderbuch mit Bildern von Fritz Koch-Gotha.50 Weike, .25 Eine lustige Hasengeschichte. Bilder von Hildegard Bantzer. Verse von Reinhold Braun Etwas für die neuen A B-Schützen. Der Zuckertütenbaum. Bilder von Sixtus, Verse von Rich. Heinrichs.80 Bibeln und Testamente! Nr. Für Knaben u. Mädchen! frommel, Emil, Festflammen.... Leinen.80 Hoefs,., Was lieblich ist und wohllautet. Ein Buch über den guten Ton. Gebd..— Leidhold, Freude und Kraft. Leinen.— mit Goldschnitt..— Schneller, Ludwig, Konfirmanden- Erinnerungen. Leinen.........80 Klingemann, Karl, Ein freuer Freund. Gebd.—.40 Auf daß das Herz fest werde! Geschenkbüchlein für unsere Konfirmanden mit Beiträgen von Hesselbach u. a. Fein kartoniert.......—.80 Konfirmationskalender 1930/31 Größe 15 X 25 cm. Dat. v. 1. 4. 30— 31. ö. 31. 3. Jahrgang. auf Holzfreiem, gut satiniert. Papier. 52 Wochenblätter mit Bildern 52 Sonnlagsblätter. Preis nur.....20 u. Verschiedenes! .20 .25 Gedichtsammlungen Augostinus, Heiliges Feuer. Gedanken aus den Schriften des Kirchenvaters Augustinus. Katoniert Feesche, Maria, Bei mir daheim— Dir zur Freude— Erntesegen— Fallende Tropfen— Von blühenden Hecken— Vom goldenen Schein— Von Wanderwegen. jeder Band in Pappe jeder Band in Leinen............— „ Osterlicht—. Himmelsglanz— Vom ungeprägten Gold. Liebe stark und zart. jedes Bändchen kartoniert—.70 Gerok, Palmblättter. Preiswerte Ausgabe in Leinen.40 Halbieder 4— Prachtausgabe in Ganzieder.— V. Nackewitz,., Perten der Tiefe. Kartoniert...—.60 Die Heilige Schrift mit 350 Bildern von Rudolf Schäfer. 770 Doppelleinen, Farbschnitt 12.— „ 771 Halbfranz, Rotschnitt 16.— „ 772 Doppelleinen, Goldschnitt 18.— „ 775 Leder, Rotschnitt 21.— „ 774 Leder, Goldschnitt 25.— „ 775 Safflan, Hohlgoldschnitt 30.— Palästina-Bilder-Bibel Mit 140 Landschaftsbildern in feinstem Zehnfarbendruck auf Kunstdruckpapier. Nr. 107 Leder, biegsam, Goldschnitt...........50 108 Saffian, biegsam, Rotgoldschnitt 10.50 Palästina-Bilder-Testament mit Psalmen mit 35 Landschaftsbildern auf Kunstdruckpapier. Nr. 282 Leinenersatz, Farbschnitt 80 „ 285 Leinen, Goldschnitt...— „ 284 Leder, biegsam, Rotgoldschnitt...50 Stuttgarter Taschen-Testament mit Psalmen und 80 Bildern nach Schnorr von Carolsfeld. Nr. 661 Leinen, Goldschnit.— „ 662 Leder, biegsam, Rotgoldschnitt...— Stuttgarter Taschen-Testament mit Psaimen und 12 Bildern nach Schnorr von Carolsfeld. Nr. 552 Leinenersatz, Farbschnin 80 „ 533 Leinen, Goldschnitt..— „ 554 Leder, biegsam, Rotgoldschnitt..........50 Die Heillge Schrift übersetzt v. Dr. Hermann Menge(Taschenausg.) Nr. 12 Leinen, Rotschnitt....60 „ 13 Leinen, Goldschnitt.50 " 14 Leder. Rotschnitt 11.— „ 15 Leder. Ooldschnitt 13.— „ 16 Saffian, Rotgoldschnitt 16.— Stuttgarter Taschen-Bibel Dünndruckausgabe, 17½ X 11 cm. Nr. 101 Leinen, Rotschnin.20 " 105 Leinen, Goldschnitt....50 " 101a Leder, Rotschnitt.60 " 101b Leder. Goldschnitt " 84 Safflan, Rotgoldschnin.50 " 86 Safflan, mit Schutzklappen, Rotgoldschnin. 11.60 Stuttgarter Perl-Bibel auf extradünnem Hadernpapier 14½ X 10 cm. Leinen, Rotschnin.40 ehene Seete. Nr. 601 " 602 Leilten, Goldschnin 601a Leder Rotschnitt 601b Leder. Ooldschnitt 601c Safflan, Rotschnit 603 Safflan, Rotgoldschnin 604 Safflan, mit Schutzklappen, Rotgoldschnin 605a Safllan, Rotgoldschnitt Stuttgarter Begleit-Bibel Schmaltaschenausgabe 18 X 10 cm. Nr. 620 Leinen, Rotschnitt.. 2„ 620a Leinen, Goldschnitt. 530 „ 621 Leder, Rotschnitt 480 " 622 Leder. Goldschnitt 550 „ 625 Saffian, Rotgoldschnitt.... 680 " 624 Safflan, mit Schutzklappen, Rotgoldschnitt....50 Stuttgarter Neues Testament Kleines Format 10 X 6½ cm. Nr. 592 Leinen, Rotschnitt....40 „ 592a Leinen, Goldschnitt.. " 595 Leder, Rotschnitt.50 " 594 Leder. Goldschnitt " 595 Leder, mit Schutzklappen, Goldschnitt..... 550 Format 12½ X 8 cm. Nr. 401 Leinen, Rotschnitt...........„ 402 Leder, Rotschnitt 2— „ 405 Leder. Goldschnitt 4— Dünnes Taschen-Testament 14½ X 10 cm Nr. 250 Leinen, Rotschnitt... „ 252 Leinen, Goldschnitt.....40 „ 252a Leder, Rotgoldschnitt............. 250 Format 15 X 9½ cm Nr. 484 Stoffüberzug, Farbschnitt „ 485 Leinen, Farbschnitt..—4 „ 486 Leinen, Rotschnitt— " 487 Leinen, Goldschnitt 150 „ 488 Leder, Goldschnitt... 4— Für Mädchen! Andrae, Nur selig! Lebensworte für Mädchen. Halbl. Ganzleinen Hasse, Du. Eine Gabe für junge Mädchen. Leinen Hoffmann, Frau Adolf, ins volle Leben, ins volle Glück. Ein Wort an unsere Töchter. Kartoniert: Gebunden " Näher zum Ideal! Fein gebunden.....:.: " Junge Mädchen in weiter Welt. Ein Missionsbuch für unsere Töchter. Gebunden Hübener, Helene, Reich in Gott. Leinen....... „ Maria und Lisa. Leinen... „ Es muß doch Frühling werden. Leinen Josephson, Auf heiliger Höhe. Geheftet..... Keller, Samuel, Ein Höhenweg. Leinen...... Saldern, Th.., Das Margaretenbuch.(Neue schöne Ausgabe in Ballonleinen).. Schaeder, Anna, Goldene Fäden. 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