Nr. 34. Bielefeld=Bethel(Verlagsort Bielefeld) Sonntag, den 9. Februar 1930. 12. Jahrgang. mit den Beilagen„Für Herz und und„Auser Ziel.“ S Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis monatlich.25 und .26 Bestellgebühr, beim eigenen Postamt bestellt.— Fürs Ausland unter Streifband.95(inkl. Postgeld). Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Postscheckkonto Hannover 67377. = Anzeigenpreis: Die einspaltige Millimeterzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Reklame 30 Pfg. Beilagen unter Waje tausend 15 Ml Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Postscheckkonto Hannover 67377. O Lebensbrünnlein Jesu Dein Güte unerschöpflich ist, Niemand kann sie ermessen; Darum mir auch nichts mangeln wird. Wenn mich versorgt der treue Hirt, Der mir mein Herz besessen; Mit seinem Evangelio Macht er mein Herz im Leibe froh, Daß ich sein nicht vergesse. Mununuguum Quell und Strudel. „Wenn du erkennetest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir saget:„Gib mir zu trinken!“, du bätest ihn und er gäbe dir lebendiges Wasser. Joh. 4, 10. Jesus und die Samariterin. Der Quell und das Bild des Strudels neben einander. In jenem Weib die Bewegung der Begierde, die in unaufhörlichem Dürsten die Kräfte des Leibes u. der Seele an sich reißt und verzehrt, ohne je gestillt zu werden. In Jesus der Quell. Nicht nur der majestätische, reine, dem die Begierde nichts anhaben kann, der sie entrüstet ablehnt, wenn sie ihm nahe kommt. Nein, der Quell, der in umgekehrter Bewegung wie der Strudel Welle auf Welle emportreibt, der geben muß, helfen, retten, heilen muß, im Gehorsam gegen den mächtigen Willen des Vaters, der ihn gesandt hat, um die Welt zu retten und eben darum nicht nur im Gehorsam, sondern im Drange der Liebe, die ja sagt zum Willen des Vaters und darum auch die Menschen ansieht mit des Vaters Augen. Strudel und Quelle. Bekannt, ja, nur gar zu bekannt ist uns die Bewegung des Strudels in der Samariterin. Unser Leben, wie es seiner alten Natur nach ist, spiegelt ja darin; ob die sinnliche Begierde in der Bewegung vorherrscht wie bei der Samariterin oder die nach außen hin so ganz anders scheinende Selbstgefälligkeit des Glaubens an die eigene Weisheit oder auch an die eigene Frömmigkeit wie beim Nikodemus— immer ist es dieselbe Bewegung, die Unersättlichkeit des eigenen Ich, die die eigene Kraft verzehrt und von der Welt an sich reißen möchte, was sie nur kann. Immer nur verzehrend, zerstörend wirkend inmitten der Schöpfung Gottes. Ein Bild unserer Unseligkeit. Und in diese Welt der Strudel hinein Jesus. Ist uns schon aufgegangen, wie er so gar nichts anderes als nur Quelle ist. Kann man auslernen an diesem Geheimnis seiner Herrlichkeit? Muß man nicht immer wieder schauen um immer wieder neu zu staunen, in jedem Wort, in jeder Tat, vor allem in seinem Kreuz, dem unergründeten Bronnen seiner Liebe, und dann weiter in seinem Geiste, den seine Apostel, seine Gemeinde empfängt, Jesus, der Quell. Und da, wo beide zusammenkommen, wie in der Geschichte von Jesus und der Samariterin, da, wo der Strudel nicht zurückweicht vor dem Quell und der Quell nicht vor dem Strudel, wo das Erkanntwerden bis in die Tiefe verbunden ist mit der Vergebung und wo die Vergebung bis in die Tiefe verbunden ist mit dem Erkanntwerden, da begibt sich Neues, da wird der Strudel so ausgefüllt, daß die Bewegung, die in sich hineinzieht, zum Stillstand kommt und dann erst wie unscheinbar und leise, dann immer deutlicher in dem Wasserspiegel die aufsprudelnde Bewegung des Quells sich zeigt, die Bewegung, die weitergeben muß, was sie empfangen hat. Oder glauben wir etwa, es gäbe zwischen Strudel und Quell ein stillstehendes Wasser, einen Teich, dessen Waser schal und fade schmeckt? Jawohl, dieses Zwischending ist versucht worden. Unselig durch die Qual der Begierde, durch das Bewußtsein der Schuld, kann man zu Jesus Lehen, von seiner Gnade nehmen und trinken, aber nur solange, bis man für sich selber sattgeworden ist. Man ist zm Teich geworden, aber nicht zum Quell. Aber mit sol####ristentum täuschen wir uns selbst und andere. Täuschen uns auch über unsere Erkenntnis Jesu, denn stehe, er will immer der Quell bleiben und wo er gibt, auch Quellen schaffen. Darum bleibt es die entscheidende Frage: Was willst du sein, Strudel oder Quell? es ist die Frage nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die Kirche. Die Welt sitzt heute neben der Kirche wie die„Samariterin neben Jesus. Alles hängt davon ab, daß die Kirche nichts anderes sein möchte, als ein Quell, ein nie versagender, immer sprudelnder Quell seiner Gnade und Wahrheit für die im Durst sich verzehrende —m. In Berlin sind in den letzten Wochen in fleißiger Arbeit die Gesetze vorbereitet worden, in denen die Annahme und die Ausführung des Youngplans formuliert sind. Die fünf Gesetze, 1. das Haager Abkommen oder der eigentliche Youngplan, 2. das neue Reichsbankgesetz, 3. das neue Reichsbahngesetz, 4. das deutschamerikanische Sonderabkommen, 5. sämtliche Liquidationsabkommen einschließlich des deutsch=polnischen Abkommens, werden nun, soweit Menschen über Zukunftsvorgänge bestimmen können, das Schicksol des deutschen Volkes für die nächste Zukunft zu regeln haben. Alle diese Gesetze sollen sich dahin auswirken, daß die Liquidation des Krieges, das heißt die Erfüllungsverpflichtung, die das deutsche Volk durch die Annahme der Gesetze übernimmt, sich in ungestörterer und sichererer Weise vollzieht, als das bisher der Fall gewesen ist. Wenn man nun zurückblickt auf die vergangenen zehn Jahre und erinnert sich an all die Episoden verzweifelter Anstrengungen, den übernommenen Verpflichtungen gerecht zu werden, die empfindlichste Wirtschaftsnöte, politische Unruhen und alle möglichen anderen Schikanen zur Folge hatten, so gehört doch jetzt ein großes Quantum Optimismus dazu, um der durch den Youngplan geschaffenen Neuregelung der Tributforderungen mit großen Hoffnungen entgegen zu sehen. Das wäre noch eher möglich, wenn die Verhandlungen im Haag wenigstens die Saarfrage mit gelöst hätten, oder wenn eine anderweitige Regelung der Kolonialfrage erfolgt oder wenn Vorsorge getroffen wäre, daß deutsche Fertigwaren ungehinderter auf dem Weltmarkt angeboten und abgesetzt werden könnten. Auf der sozialistischen Seite, die den Forderungen der Gegner gegenüber stets das weiteste Entgegenkommen zeigt, herrscht tatsächlich in bezug auf die wirtschaftliche Seite der Sache eine große Hoffnungsfreudigkeit. Dort tut man so, als beständen in der deutschen Wirtschaft noch vielerlei Möglichkeiten, zu deren Ausschöpfung nur der gute Wille des Unternehmertums und der Besitzenden gehöre. Dabei braucht man sich zuweilen nur die Zeitungsnummer eines Tages anzusehen und dort die Berichte über Stillegungen und Bankerotterklärungen großer und kleiner Firmen zu lesen, um den Eindruck zu gewinnen, daß die Beurteilung der Wirtschaft durch die Vertreter der Sozialdemokratie nicht richtig ist, wenn— nicht jene Zeitungsberichte Schwindel sind. So steht, wenn nun die Younggesetze angenommen werden, für Deutschland für absehbare Zeit fest, was es zu tun hat. Deshalb haben solche Verhandlungen, wie sie in London um die Regelung der Seerüstung und damit indirekt um die Machtverhältnisse auf den einzelnen Kontinenten geführt werden, nur soweit Interesse für Deutschland, als durch den Gang der Verhandlungen vielleicht Situationen geschaffen werden, die Verschiebungen im Interessenbereich einzelner Staaten zu Gunsten Deutschlands bringen könnten. Das ist aber nun wirklich nur ein ganz matter Silberstreifen an dem dunklen deutschen Horizont, auf dessen Entdeckung wahrlich niemand stolz zu sein braucht. Betrachtet man überhaupt die Vorgänge auf der Weltbühne und stellt Vergleiche an zwischen dem, was auf den Weltkonferenzen über Kulturfortschritt, über Völkerverständigung, gemeinsame Interessen, Weltfrieden und dergleichen Dinge geredet wird und dem, was unter den Augen aller Versöhnungs= und Verbrüderungsorganisationen geschieht an Vergewaltigung, Rücksichtslosigkeit, Hinterhältigkeit und Unbarmherzigkeit durch Staaten, die diesen Verständigungs= und Versöhnungsorganisationen angehören, und in solchen Staaten, in denen Völkerbundsmitglieder die Macht haben, kommt man in Versuchung. gerade diesen ganzen„Kulturfortschritt" als das ausgeklügeltste Werk des Bösen zur Vernichtung der Menschheit anzusehen. Aus China wird sei Monaten von Massenverhungerungen berichtet. Dagegen wird in den Weltmarktberichten davon geredet, daß auf dem Weltmarkt eine solche Fülle von Nahrungsmitteln, Weizen, Roggen, Mais, Reis vorhanden sei, daß es der Handel für nötig halte, die Menge durch Rationalisierung (Vernichtung oder für die menschliche Ernährung Unbrauchbarmachung von Millionen von Zentnern Getreide) zu verringern, um einen gewinnbringenden Preis zu erzielen. Also, trotz allen Geredes von den Pflichten der Humanität, trotz aller fortschrittlichen Verkehrsmittel, mit denen man leicht und schnell jedes Nahrungsmittel an jeden Ort der Erde, wo Menschen wohnen, bringen könnte, müssen die Menschen in einem Lande verhungern, während im Nachbarlande eine Ueberfülle von Nahrung vorhanden ist, die aber ihren Zweck nicht erfüllen kann, weil moderne„humane“ Menschen nichts daran verdienen können. Wir wissen ja, daß der moderne Geschäftsgeist eine solche Kritik als Dilettantismus bezeichnen wird. Aber die Unsinnigkeit in dem System ist so groß, daß schließlich doch in irgendeiner Form darauf hingewiesen werden muß. Ueber Rußland und was dort vorgeht schwirrt wieder eine Fülle von schlimmen Nachrichten durch die Welt. Als wir gestern jemand, der das Studium der russischen Verhältnisse etwas als Spezialfach betreibt, folgende WTBNachrichten aus London vorlasen: „Reuter berichtet aus Riga: Aus Räterußland kommt die Nachricht, daß die G PU die Massenhinrichtung aller vormaligen Marineoffiziere durchgeführt habe, das heißt, aller derer, die nicht in den Räteflottendienst eingetreten und trotzdem in Rußland geblieben sind. Volle Einzelheiten sind noch nicht eingegangen, aber mehrere hundert Namen sind als unter den Opfern befindlich gemeldet worden. Ihre Verwandten in Rußland haben sich an ihre Glaubensgenossen in Riga mit der Bitte gewandt, dort Gedächtnisgottesdienste abzuhalten, weil sie das auf Rätegebiet nicht tun dürfen. Die orthodoxen Russen in Riga organisieren daher eine Requiemfeier für morgen.“ Da meinte er, es sei wohl sicher, daß die Machthaber in Rußland jetzt wieder in verstärktem Maße zu solch teuflischen Mitteln griffen, um einerseits den politischen Antibolschewismus zu unterdrücken und andererseits auch die ihnen verhaßten und unbequemen christlichen Bewegungen zu bekämpfen. Aber trotzdem wäre auch zu raten, solche Reutermeldungen mit einiger Vorsicht aufzunehmen. Wir Deutschen haben es ja in der Tat stärker als die übrige Welt fühlen müssen, daß auch durch die Art der in die Welt gesandten Meldungen politische und wirtschaftliche Ziele verfolgt und auch erreicht werden, die oft nicht einmal durch den Einsatz von Heeren und Flotten erreicht werden könnten. Man braucht sich nicht darüber zu täuschen, welche furchtbare Geißel der Bolschewismus für das arme Rußland und für die Welt ist. Wer aber weiß, mit welchen Mitteln auch andere als bolschewistische Ziele zu erreichen gesucht werden, wird auch bei den Meldungen, die von den Nachrichtenbüros über russische Begebenheiten in die Welt gesandt werden, fragen, wie weit diese Nachrichten wirklich verbürgt sind. So geschickt der russische Bolschewismus seine Agitation in die Welt zu tragen weiß, so geschickt hat er es auch verstanden, das Ausland im Unklaren zu lassen über die wahren Zustände in Rußland. Wir erinnern uns der russischen Ausstellung auf der Pressa in Köln, durch die leicht der Eindruck erweckt werden konnte, Rußland sei zur Zeit das regsamste Volk der Welt und leiste in fortschrittlicher Volksaufklärung mehr als einer der westlichen Kulturstaaten. Sollten aber die Reutermeldungen und alle die anderen Nachrichten über Hungersnöte und furchtbare Drangsalierungen des russischen Volkes durch die bolschewistischen Machthaber wirklich den Tatsachen entsprechen, dann wäre kein Wort der Verurteilung zu hart für die Staaten, die sich im Völkerbund als Kulturstaaten zusammenschließen und solchen teuflischen Vorgängen gegenüber eine solche Ohnmacht oder Zurückhaltung zeigen. Wenn man alle diese Dinge durchdenkt, muß man zu dem Schluß kommen, daß den zerstörenden Mächten gegenüber, die sich im Bolschewismus offenbaren, in den Kulturstaaten, soweit deren Politik beherrscht wird von rein materialistisch=kapitalistisch=wirtschaftlichen Interessen, keine Kraft zur Abwehr und Ueberwindung der Zerstörung vorhanden ist. Nur wenn Herrschende und Beherrschte von einem Geist erfüllt sind und erfüllt werden, der dem anderen, dem Volke, dem Staate und der Welt in selbstloser Weise dienen will, wird es anders und besser werden in der Welt. Diesen Geist aber, der ein Geist aus der Höhe ist, lehnt die moderne Kulturwelt ab. Das Aufwachen und Lebendigwerden dieses Geistes ist die wertvollste Zukunftshoffnung und ihm Raum zu geben und Raum zu schaffen, ist das segensreichste Beginnen und die wichtigste und heiligste Aufgabe. Der Einfluß, den Deutschland auf die gesamte Weltpolitik haben kann, ist nun einmal zur Zeit sehr gering. Auch seine Innenpolitik ist in mancher Beziehung gehemmt und gehindert durch die ihm aufgezwungenen Verträge. Um so wichtiger ist es, daß auf den Gebieten, wo Bewegungsfreiheit vorhanden ist, eine Politik getrieben wird, die zu einer inneren und äußeren Gesundung unseres Volks= und Staatslebens führen könnte. Um zu zeigen, wie es da nun aussieht, möchten wir zum Schluß hier eine„Große Anfrage“ hersetzen, die die Abgeordneten Harnisch, Kuttner, Meier, Fechner und die übvigen Mitglieder der Fraktion der Sozialdemokrati schen Partei am 27. Januar an das Staatsministerium gerichtet haben. Die Anfrage lautet: In dem Urantrag auf Drucks. Nr. 3800 der deutschnationalen Abgeordneten Steinhoff, Lüdicke, Koch(Berlin) und Genossen wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Finanznot der Stadt Berlin in erster Linie auf den„ungeheuerlichen Zuzug von Arbeits= und Wohnungslosen nach Berlin" zurückzuführen ist,„der auf die Dauer jeden ordentlichen Haushaltsplan umwerfen wird". Damit ist nun auch von den schärfsten Gegnern der heutigen Kommunalverwaltung Berlins zum Ausdruck gebracht worden, daß der schlechte Stand der Berliner Finanzen nicht auf irgendeine Mißwirtschaft oder Unfähigkeit der Verwaltung, sondern auf Ursachen zurückzuführen ist, die ganz außerhalb des Einflusses und Machtbereiches der Stadtverwaltung liegen, mag diese zusammengesetzt sein wie sie will. Der Hinweis auf den Massenzuzug nach Berlin ist durchaus gerechtfertigt, hat doch der Zuzugsüberschuß seit dem Jahre 1921 rund 528000 Köpfe erreicht. Der in dem deutschnationalen Urantrag Drucks. Nr. 3800 gewiesene Weg einer Zuzugsperre nach Berlin ist jedoch nicht gangbar, schon aus dem Grunde, weil er zu Artikel 111 der Reichsverfassung in schärfstem Widerspruch steht. Dagegen muß verlangt werden, daß für die Aufnahme eines großen Teils des Bevölkerungsüberschusses der östlichen Provinzen die Stadt Berlin einen finanziellen Ausgleich erhält. Dieser kann geschaffen werden durch eine Neuregelung des Lastenausgleichs, der Berlin einen größeren Anteil an seinem Steueraufkommen beläßt. Wir fragen: Ist das Staatsministerium bereit, diesem Verlangen der Berliner Bevölkerung Rechnung zu tragen? Die Anfrage weist hin auf einen Urantrag der Deutschnationalen Partei, der die Finanznot Berlins zum Anlaß genommen hat, auf den Uebelstand aufmerksam zumachen, daß Tausende von Arbeits= und Wohnungslosen ungehindert nach Berlin wandern, dort das Heer der Arbeitslosen und das Elend vermehren und den Haushaltsetat der Stadt belasten, während das Land immer mehr entvölkert wird und die Landwirtschaft ausländische Arbeitskräfte beschäftigen muß. Die Sozialdemokratie aber benutzt die Gelegenheit, um durch die Regierung feststellen zu lassen, daß in Berlin soweit alles in bester Ordnung ist. Die durch die Sklarek=Bößangelegenheit zutagegetretenen Mißstände in der Verwaltung sollen verdunkelt werden durch einen anderen Mißstand, an dem die Stadt und ihre Verwaltung zwar unschuldig sind, der aber gedeckt wird durch den Artikel 111 der Reichsverfässung, welcher jedem Deutschen volle Freizügigkeit verbürgt innerhalb des Deutschen Reiches, ohne Rücksicht, ob ihm der neue Ort seiner Niederlassung auch Arbeit, Verdienst und Wohnung geben kann. Der Höhepunkt allen Unsinns wäre es nun, wenn Berlin nun auch noch aus der Tasche der Steuerzahler des Reiches, also derer, die Arbeit leisten. Werte schaffen, einen finanziellen Ausgleich erhielte, um den Hunderttausenden, die als Arbeitslose in Berlin ein zweckloses Dasein führen, und Regierung. Polizei und Reich in Unruhe bringen, das Leben zu fristen. Das Staatsministerium hätte wichtigeres zu tun. Die Frage, wie von Berlin neuer Zuzug ferngehalten werden kann und wie den fast dreihunderttaufend Arbeitslosen Arbeit und Verdienst gegeben wird, muß um Berlins, um der Regierung und um des Staates willen ganz sicher anders gelöst werden als es die Sozialdemokrate wünscht. Möchte der Wille und der Mut dazu vorhanden sein. Kr. Wettlauf um ein Vom Leiter einer größeren Volksschule wird das Folgende geschrieben: In Nr. 18 dieser Zeitung schreibt der Verfasser eines Artikels:„Ich kann es nur zu gut verstehen, duß der Zudrang zu den höheren Schulen unaufhaltsam wächst, Eduard Sievers. Die Schallanalyse. Von Georg Meyer(Wurzen). Eduard Sievers in Leipzig, ein Veteran unter den Germanisten, hat außer seinen Fachwissenschaftlichen Studien besonders durch seine Schallanalyse weihin sich bekannt gemacht. Was ist Schallanalyse? Wie soll einer sich das Wort deuten und was darunter verstehen? Ohne weiteres ist der Inhalt des Wortes nicht ersichtlich. Aber wenn man mit einem wirklichen Kenner davon spricht, dann leuchten die Augen. So entsinne ich mich eines Gesprächs mit dem Weimarer Goetheforscher Wilhelm Bode, der in Eduard Sievers seinen dereinstigen Lehrer verehrte.„Ja, ja, Eduard Sievers bringt es fertig,“ sagte er,„zwischen den einzelnen Zeilen genau zu unterscheiden und er weiß, ob die eine Zeile von Goethe, die andere von Schiller ist.“ Es ist eine ganz eigenartige Entdeckung, die der Leipziger Prosessor gemacht und in jahrzehntelanger, mühevoller Untersuchung ausgebaut hat. Eine seltene Feinfühligkeit, ein gewissermaßen musikalischer Sinn, gepaart mit der Gabe, die Eigenart eines Menschen herauszusuchen und wie ein Prophet aufzudecken, befähigten ihn zu der äußerst schwierigen Schallanalyse. Eduard Sievers galt um dieser Fähigkeit willen, wenn auswärtige Gelehrte kamen, viele Jahre lang als ein Prunkstück der sächsischen Hochschule. Seit einiger Zeit hat er sich vom öffentlichen Lehramt zurückgezogen und sieht demnächst seinem 80. Geburtstag entgegen. Unmöglich ist es, im Rahmen eines kleinen Aufsatzes auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Sieversschen Methode einzugehen. Soviel nur soll gesagt sein, daß die Methode darauf hinausläuft, eine Schriftvergleichung vorzunehmen, die sich nicht auf das Schrift bild stützt, sondern die aus dem Sprechrhythmus, der beim lauten Ablesen des Schriftstückes herausgefunden wird, die Sprechweise des geistigen Verfassers rekonstruiert und diese vergleicht. Wir haben es also nicht mit einer optischen, sondern einer akustisch=physiologischen Unterwenn ich bedenke, wie sehr die Leistungen der Volksschule gegenüber der Vorkriegszeit zurückgegangen sind. Dazu einige Bemerkungen. Die Hauptbeweggründe der Massenabwanderung liegen doch wo anders als in der Schule. Auch die glänzendsten Leistungen der Volksschule könnten die Flucht aus ihr nicht aufhalten. Im tiefsten Grunde ist es die Flucht vor der niederen Arbeit, das Streben, dem Kinde ein gesichertes und angenehmes Leben in besseren Stellungen zu geben; häufig genug auch elterlicher und kindlicher Dünkel— die heutige Modekrankheit—, die uns die Schüler und Schülerinnen entführen. Nun sind aber unglücklicherweise alle besseren Stellungen in Schule, Verwaltung, Handel und Industrie nur über die mittlere und höhere Schule zu erreichen. Selbst das Handwerk fordert heute„höhere Bildung". Ja, man verlangt schon Primareife und sieht noch lieber das Abiturientenzeugnis. Es ist beinahe schon soweit gekommen, daß ein Kind ohne das Zeugnis mittlerer Reife kaum noch eine Lehrstelle erhalten kann. Ironie der Tatsachen: Im Volksstaate sind dem Volksschüler alle Wege zur relativen Höhe praktisch vollkommen verschlossen. Dazu kommt noch eins: Bei meinen Bemühungen, tüchtigen Schülern und Schülerinnen der 1. Klasse Stellungen in Geschäften usw. zu verschaffen, wurde mir immer wieder gesagt: Volksschüler können wir nicht gebrauchen, weil sie drei Jahre zur Fortbildungsschule müssen. Ein Handwerksmeister weiß natürlich, daß er sich bei einem Lehrling, der fortbildungsschul frei ist, bedeutend besser steht als bei einem fortbildungsschul pflichtigen. Es ist ihm— wer wills ihm übelnehmen— nicht angenehm, wenn sein Lehrling in der eiligsten Zeit die Arbeit verläßt, um in die Schule zu gehen. So erklärt sich die Abneigung der Lehrherren gegen die Volksschüler. Schüler der mittleren und höheren Schule brauchen die Fortbildungsschule nicht zu besuchen. Solange diese unterschiedliche Behandlung andauert, solange wird auch die Entvölkerung unserer Schule andauern und die Volksschule immer mehr zur Schule der Armen an Geist und Geld werden. Darum fordert die Lehrerschaft für die Volksschule inneren und äußeren Ausbau(9. Schuljahr) mit teilweiser oder völliger Befreiung von der Fortbildungsschulpflicht. Und solange das nicht verwirklicht ist, fordern wir„Berechtigungen“ auch für unsere Schüler. Wer mit guten Noten im Zeugnis abgeht, soll ganz oder teilweise von der Berufsschulpflicht befreit werden. Bei der jetzigen Sachlage kann man es wohl verständlich finden, daß die Ektern bestrebt sind, selbst mit Hingabe ihres letzten Pfennigs ihren Kindern eine sogenannte„bessere“ Bildung zu geben. So wandert denn alles, was nur einigermaßen befähigt erscheint,— wenigstens glauben das viele Eltern in blinder Liebe— nach Absolvierung der Grundschule in die mittlere und höhere Schule, und man kann gerade nicht sagen, daß ihnen dort die Aufnahme allzuschwet gemacht wird. Sie werden fast ausnahmslos mit offenen Armen empfangen und behalten, viele— ohne Prüfung. Die große Schar der Abwandernden hat also die nötige Reife für die höhere Schule. Wenn aus der vierten Grundschulklasse die Hälfte, etwa 15 Schüler, sich melden für höhere Schulen und sämtlich aufgenommen werden— hat da die Volksschule nicht glänzend gearbeitet? Hat Sie versagt? Eine weitere Ursache der Abwanderung ersehe ich in der mißverstandenen Auffassung der„Arbeitsschule", die in weiten Elternkreisen herrscht. Welch ein Unfug ist doch schon mit dem Wort„Arbeitsschule" getrieben worden. Viele Eltern stellen sich darunter etwas„Spielerisches" vor, eine Arbeit ohne Ernst und Disziplin. Dabei untersuchung zu tun, die den geistigen Verfasser von mehreren irgendwelchen gedruckten Schriftstücken entweder identifiziert oder auch als wesentlich von anderen verschieden aufweist. Wer z. B. von Sievers Stellen aus den Werken der bekannten Roswitha von Gantersheim vorgelesen hört, dem tritt ausnahmslos ein und derselbe, bestimmte, man kann sagen spezifische Rhythmus entgegen. Wie eine Art Offenbarung wirkt solches Vorlesen, wie Schuppen fällt es dem Hörer von den Augen. In der Regel pflegt Geheimrat Sievers den Rhythmus graphisch=figürlich darzustellen. Man braucht die Figur sich nur zu merken, um damit wie einen eigenen Schlüssel für den jeweiligen Schriftsteller zu besitzen. Als Sievers mit seiner Schallanalyse an die breite, wissenschaftliche Oeffentlichkeit sich wandte, begegnete er anfangs, wie nicht zu verwundern ist, offenkundiger Skepsis. Noch heute hat mancher ein Lächeln auf dem Gesicht, und er spricht von kühnem Subjektivismus, wenn das Wort Sieverssche Schallanalyse fällt. Es ist interessant zu vernehmen, wie Sievers auf die Probe gestellt worden ist und wie er sich stets, geradezu verblüffend aus allerlei Schwierigkeiten genial herauszuwinden gewußt hat. Man nahm Sprachen, die Sievers nicht einmal in den allerersten Elementen verstand. Aus einer Reihe hebräischer Psalmen von verschiedenen Dichtern wählte man einzelne Verse aus, unbekümmert um Sinn und Zusammenhang und stellte sie unmittelbar nebeneinander. Und siehe da, Sievers zerlegte das Ganze in die einzelnen Teile, genau so, wie sie der Bibel entnommen waren. In gleicher Weise wußte er arabischen Texten gegenüber seine Schallanalyse in ihrer Richtigkeit zu erweisen. Es ist ohne weiteres zu ersehen, daß die Schallanalyse ein wichtiges Kriterium ist, wenn es gilt, die Echt= oder Unechtheit eines Schriftstückes festzustellen oder wenn es heißt, herauszufinden, ob in einem Texte sogenannte Interpolatioen, d. h. Einschiebungen und Aenderungen von fremder Hand vorliegen. Sehr wichtige Nachweise sind bei solchen Aufgaben geglückt. Es traf sich einmal gut, daß ich eine Vorlesung Sievers besuchte, in der er über den Gotenbischof Ulfllas und scheidet sich der heutige Unterricht nicht erheblich von den der Vorkriegszeit. Man versucht nur, das Kind mehr zum Sprechen und Handeln zu bringen, man will es mehr aktiv tätig sehen. Es wird auch heute noch fleißig geüßt und auswendig gelernt. Ich möchte behaupten, daß die Leistungen der Volksschule im großen und ganzen au der Höhe der Vorkriegszeit stehen. Wer anders urteist sieht zu schwarz. Unsere heutige Schule hat gegen die frühere auch et, was auf die Plusseite zu buchen. Sie hat im Stoff und Arbeitsweise den Anschluß an das pulsierende Leben ge, funden, sie ist nicht mehr nur schulisch, sondern auch s# bensnah geworden. Interesse und geistige Beweglichkeit sowohl der Schule, als auch des einzelnen Schülers sind größer. Gewiß, die Zucht ist lockerer geworden. Der Stock wird nur in ganz ernsten Fällen gebraucht, und auch dann gibt's noch Unannehmlichkeiten mit den Eltern Wenn uns nur das Elternhaus mehr unterstützen wollte Die Eltern müssen mehr denn je dafür sorgen, daß ihre Kinder in der Schule fleißig, aufmerksam und ordnungsliebend sind. Vielfach kommen uns aber die Eltern mit der Bitte: Wenn unser Kind nicht aufpaßt und faul ist dann bestrafen Sie es doch. Sie selbst mögen es nicht tun aus übergroßer Empfindlichkeit zum Kinde. Gewiß ist die Erzieher liebe der beste Nährboden für das Wachstum des Kindes; aber es muß die rechte Liebe sein, die es nicht an Warnung und Mahnung, auch nicht an Strafe fehlen läßt. Ein ungebundenes Sichausleben liegt auch nicht in der Richtung der rechten Arbeitsschule. Sie verlangt vielmehr eine straffe Zusammenfassung aller Kräfte, um ohne zuviel Abschweifung und Wortklauberei das herausgestellte Ziel zu erreichen. Verhältnismäßig suchen herzlich wenig Eltern die Volksschule auf, um mit den Lehrern ihrer Kinder Rücksprache zu nehmen. Warum wohl nicht? Solche Störungen im Schulleben lassen wir uns gerne gefallen. Wenn nur nicht soviele andere Hemmungsmomente unsere Arbeit störten. Recht groß ist die Zahl der Stunden, die uns alljährlich durch Unterrichtsstörungen verloren gehen. Schul=, Augen=, Ohren=, Zahn= und Impfarzt, Milchspeisung, Berufsamt, statistisches Amt, Volks= Vieh=, Wohnungszählung, Sport= und andere Feste, Spaziergänge, Wanderungen, Vorträge, Photographieren der Klassen, reisende Kaufleute, Buchhändler, Aufnahme der Neulinge in den Morgenstunden u. a..: soviele Namen, soviele Störungen und Hemmungsmomente für die eigentliche Schularbeit, und zwar hauptsächlich für den Unterricht in Religion, Deutsch, Rechnen. Das bringt eine große Beunruhigung in die Schularbeit. Der Lehrer soll aber sein„Maß Ziegeln“ erfüllen. Das im Lehrplan vorgeschriebene Ziel muß erreicht werden. „Am Montag und Dienstag sollen die Kinder untersucht werden und zwar von 8½ Uhr ab“, so heißt's in einem Briefe des Kreiswohlfahrtsamts. Ein Klassenzimmer muß dafür freigemacht werden. An den Tagen herrscht große Unruhe im ganzen Schulhaus. Wertvolle, Frühstunden gehen verloren— Religion, Deutsch, Rechnen— Schon wenige Tage nach der Untersuchung melden sich Schüler beim Lehrer:„Wir müssen morgen früh zum Wohlfahrtsamt. Da wird uns gesagt, wann wir fortkommen und wohin.(An die See, in ein Solbad oder in den Schwarzwald.) Nicht lange dauert's, und es fehlen durchschnittlich drei und mehr Kinder in jeder Klasse, fast das ganze Jahr hindurch, die vom Wohlfahrtsamt irgendwohin geschickt werden. Warum werden die Untersuchungen nicht auf den Nachmittag verlegt und auch die Kinder für nachmittagbestellt? Die Schule muß sich unterordnen die Rechenseine Bibelübersetzung sprach. Nicht kange zuvor war ich in der alten schwedischen Universitätsstadt Upsala gewesen, wo ich den Codex argenteus, die berühmte gotische Bibel, in Augenschein genommen hatte(187 rote Pergamentblätter, mit silberner und goldener Schrift beschrieben, Bruchstücke der heiligen Schrift enthaltend). Nach der Schallanalyse bildet die Sprache des Ulfilas eine## gur in der Form einer langgezogenen Acht, deren unteret Teil stark nach links ausbiegt. Sievers schug nach Belieben eine ganze Anzahl von Stellen auf. Welche Verse et auch vorlas, immer trat deutlich der Ulfilas=Rhythmus zutage. Der alte würdige Bischof, mit seinem Temperament, mit seinem Denken und Fühlen, wurde wieder iebendig und gleichsam aus anderthalbtausendjährigen Schlaf erweckt. Ulfilas war dreisprachig: er verstand neben gotisch ebensogut lateinisch und griechisch. So sind auch Briefe in diesen Sprachen auf uns gekommen. mußte in der Tat Staunen auslösen, als der gefunden Rhythmus hier teilweise vergeblich gesucht wurde. Sie vers schloß daraus, daß die Echtheit zu beanstanden sei wie denn auch in jenen kriegerischen Zeiten ein führender Mann schwerlich die nötige Muße besessen habe, um sin rarisch in solch weitgehender Weise tätig zu sein. An den Bibelübersetzer, dem wir fast ausschließlich die Kenntne des Gotischen verdanken, schloß der Vortragende den# testen Biographen des Ulfilas, Auxentius, an. Hier stellt es sich heraus, daß der ursprüngliche Text späterhin ten weise wohl überarbeitet worden ist, damit eine Aehnlich keit der Lebensgeschichte des Ulfilas mit der des Kön### David hergestellt würde. Die Schallanalyse ließ an dieset Auffassung kaum einen Zweisel auskommen. Bekann lich hat man auch anderwärts solche Aenderungen in Zusätze sich erlaubt(vergl. die Ueberlieferung von thers Tischgesprächen). Neuerdings ist die Schallanalyse, die durchaus mie eine trockene, müßige Philologenbeschäftigung ist,#0“ den Juristen und der Kriminalpolizei in ihre Dienste nommen worden. Hier hat man besonders bei der Auf' findung der Verfasser anonymer Briefe durch die wertung der Sieversschen Methode in einigen Falle“ ganz erstaunliche Refultate erzielt. erheblich von dem s Kind mehr zum an will es mehr noch fleißig geübt haupten, daß die und ganzen auf er anders urteilt, frühere auch ethat im Stoff und erende Leben gesondern auch seige Beweglichkeit nen Schülers sind rden. Der Stock raucht, und auch mit den Eltern. nterstützen wollte! sorgen, daß ihre m und ordnungser die Eltern mit haßt und faul ist, tögen es nicht tun inde. Gewiß ist n f ü r d a s W a c h s te Liebe sein, die ch nicht an Strafe sleben liegt auch Irbeitsschule. Sie menfassung aller nd Wortklauberei Verhältnismäßig chule auf, um mit iche zu nehmen. en wir uns gerne dere Hemmungsgroß ist die Zahl Unterrichtsstörunhren=, Zahn= und statistisches Amt, ort= und andere rträge, Photograute, Buchhändler, istunden u. a..: d Hemmungsmod zwar hauptsächtsch, Rechnen. Das Schularbeit. Der erfüllen. Das im eicht werden. die Kinder unterab“, so heißt's in Ein KlassenzimAn den Tagen ulhaus. Wertvolle, m. Deutsch, RechIntersuchung melissen morgen früh fesagt, wann wir i ein Solbad oder 's, und es fehlen jeder Klasse, fast fahrtsamt irgendn nicht auf den r für nachmittags dnen die Rechenige zuvor war ich adt Upsala geweberühmte gotische (187 rote Pergar Schrift beschrieenthaltend). Nach s Ulfilas eine# scht, deren unterer schug nach BelieWelche Verse er Ulfilas=Rhythmus seinem Temperawurde wieder lelbtausendjährigem g: er verstand neriechisch. So sind s gekommen. Eals der gefundene sucht wurde. Sie 1 beanstanden sei, iten ein führender sen habe, um litezu sein. An dem zlich die Kenntnis irtragende den dl 9, an. Hier stellte ext späterhin teil mit eine Aehnlich it der des Königlyse ließ an dieser immen. BekanntNendenungen und ieferung von Lu und die Deutschstunden sind verloren! Das nur ein Beiwniel für viele, viele! Hier liegt zweifellos ein Mangel an Respekt vor der Schularbeit oder ein Mangel an rechter Organisation vor. Der Kampf geht um die Vorrangstellung der Schule gegenüber allen Aemtern und hersonen, die mit ihr oder für sie zu arbeiten haben oder von ihr Hilfe haben wollen. Sie haben sich im Interesse der Hauptaufgabe unterzuordnen. Es steht ihnen genug unterrichts freie Zeit zur Verfügung. Wer kommt und hilft und stellt sich mit dem Schwerte vor das Schulhaus, um der Schule des Volkes endlich zu verschaffen, was ihr so dringend not tut: Respekt gegenüber ihrer Arbeit! Ordnung und Ruhe zu besinnlichem Schaffen! Freie Bahn, Berechtigung auch für den Volksschüler. — K1. Christlich=sozialer Volksdienst, Volkskonservative Vereinigung und andere neue politische Gruppen. Seit Dezember kommen in den Zeitungen immer wieder irreführende Nachrichten über den CSBD und über sein Verhältnis zu Volkskons. Vereinigung und anderen neuen politischen Gruppen. Die Reichsleitung des ESBD stellt diesen Nachrichten gegenüber folgendes fest: Der Reichsverband des CSBD ist organisatorisch eine völlig selbständige Gruppe. Wir gehen unsern Weg, jene Gruppen den ihren, keine Gruppe ist für das Tun und Lassen der anderen verantwortlich. Da aber jene Gruppen auch am Aufbau einer Volksgemeinschaft auf den Grundlagen christlicher Sittlichkeit arbeiten wollen, halten mit ihnen freundliche Tuchfühlung und werden in der praktischen Politik soviel wie möglich mit ihnen zusammenarbeiten. Die Frage, wer Reichsvorsitzender des ESBD wird, bleibt mindestens bis zur Reichstagung, die vom 21. bis 23. April in Kassel stattfindet, offen. Demnach sind auch die Zeitungsnachrichten über diese Frage irreführend. Da wir unmöglich alle diese falschen Nachrichten berichtigen können, bitten wir die Freunde des CSBD, nur den Nachrichten Glauben zu schenken, welche die Reichsleitung durch ihre Blätter oder durch Rundschreiben oder durch eigene Pressenachrichten verbreitet. I. A. Rektor Kling, Stuttg.=Untertürkheim. und England einig. Ueber das Flottenprogramm.— Gleichheit auf 1,2 Millionen Tonnen.— Versenkung von acht Großkampfschiffen?—„Humanisierung“ des.Boot=Kriegs. — London 8. Februar. Die amerikanische Delegation hat ihre Zurückhaltung auf der Londoner Flottenkonferenz aufgegeben und ist damit in den Mittelpunkt gerückt. Der Führer der Abordnung, Staatssekretär Stimson, gab einen Abrüstungsplan bekannt, der die Gleichheit der englischen und amerikanischen Kriegsflotten vorsieht! Jede der beiden Flotten soll etwa eine Gesamttonnage von 1,2 Millionen Tonnen erhalten. Die=Boot=Waffe soll„humanisiert", also vermenschlicht werden. In dem französisch=italienischen Streit erklärt sich Amerika als nicht interessiert. Im einzelnen schlagen die Vereinigten Staaten vor, daß die Gleichheit der englischen und der amerikanischen Flotte in Bezug auf die Schlachtschiffe statt 1942, wie es erst in Aussicht genommen war, bereits im nächsten Jahre hergestellt wird. Das soll dadurch erfolgen, daß England und die Vereinigten Staaten ihren Schlachtschiffbestand auf 15 Schiffseinheiten herabsetzen, und zwar dadurch, daß England fünf und Amerika drei Großkampfschiffe abwrackt oder versenkt. Große Kreuzer mit 20=Zentimeter=Geschützen will Amerika 18, England 15 besitzen. Während Amerika somit England an großen Kreuzern überlegen sein wird, soll England zum Ausgleich kleine Kreuzer in Stärke von 42000 Tonnen mehr als Amerike erhalten. Einschränkung der-Boot=Operationen. Für Zerstörer und Flugzeugmutterschiffe schlägt Amerika völlige Gleichheit und für Unterseeboote die kleinstmögliche Tonnage vor. Amerika will darüber hinaus auch jetzt noch einer allgemeinen Abschaffung des Unterseebootes zustimmen, wenn die anderen Mächte ebenfalls ihre Bereitschaft dazu erklären würden. Gelingt das nicht, dann sollen die Operationen der Unterseeboote gegen Haghels; schiffe in der Weise beschränkt werden, daß keinen Angriff unternehmen dürfen, ohne für die Sicherheit der Passagiere Sorge zu tragen. In der Veröffentlichung des amerikanischen Abrüstungsvorschlags sieht man einen Beweis dafür, daß England einer Einigung auf obiger Grundlage bereits zugestimmt hat. Mit Japan schweben noch Verhandlungen. Wie verlautet, läuft der Japan von den Amerikanern gemachte Vorschlag darauf hinaus, daß ebenfalls bis zum Jahre 1931 ein Großkampfschiff ebwrackt, um auf die Vertragszahl von neun zu kommen * Während es somit zwischen England und Amerika bereits zu einer Verständigung gekommen ist und die Einigung mit Japan in Aussicht steht, haben die Differenzen Frankreichs mit Italien noch nichts von ihrer Schärfe verloren. Wahrscheinlich wird man nun versuchen, auch Frankreich und Italien für eine Verständigung zu gewinnen. Schober auf der Das Versöhnungsbaukett.— Empsang der Presse.— Falschmeldungen über geheime Vereinbarungen. — Rom, 8. Februar. Bundeskanzler Schober hat die Heimreise nach Wien angetreten. Vor seiner Abreise empfing er die Vertreter der deutschen und der österreichischen Presse. Bundeskanzler Schober teilte dabei nochmals die Unterzeichnung des österreichisch=italienischen Freundschafts=, Schiedsgerichts= und Vergleichsvertrags mit und fügte hinzu, der Vertrag mit Italien stimme mit den Verträgen überein, die Oesterreich in den letzten Jahren mit der Schweiz, der Tschechoslowakei und anderen Ländern abgeschlossen habe. Wer hinter dem Vertrag mit Italien etwas Außergewöhnliches suche, würde durch die Veröffentlichung des Abkommens am kommenden Mittwoch enttäuscht werden. Im weiteren Verlauf des Presseempfangs kam Bundeskanzler Schober auch auf seine bevorstehende Reise nach Berlin zu sprechen. Er freue sich, so betonte er hierbei, als Bundeskanzler Deutsch=Oesterreichs dem Deutschen Reiche seinen Besuch abstatten zu können und hoffe, in Berlin auch eine Klärung der Handelsvertragsfrage herbeiführen zu können. Auf die Frage, ob die Ursachen, die seinerzeit zur Trübung der italienisch=österreichischen Beziehungen geführt hätten— das italienische Gewaltregiment in Südtirol— beigelegt seien, erklärte Bundeskanzler Schober, geschickt ausweichend, daß er vom ersten Tage seiner Kanzlerschaft an nur Freundschaftsbeweise Italiens gegenüber dem österreichischen Volk erfahren habe und keinerlei Beschwerden mehr an ihn gelangt seien. Bedauerlicherweise hat ein Blatt die Unterzeichnung des österreichisch=italienischen Vertrags zum Anlaß genommen, um Meldungen über einen österreichisch= italienischen Geheimvertrag zu verbreiten. Danach soll Oesterreich auf Südtirol und den Anschluß an Deutschland verzichtet haben, während Italien DeutschOesterreich militärische Unterstützung garantiere. Selbstverständlich handelt es sich hier um Falschmeldungen, die lediglich den Zweck haben, das Verhältnis zwischen Deutschland und Deutsch=Oesterreich zu trüben. Die Hinfälligkeit derartiger Verdächtigungen ergibt sich schon daraus, daß selbst die eifrigsten Verfechter des Anschlußgedankens in Oesterreich Einwendungen gegen die Reise nach Rom nicht gemacht haben und nicht machen. Außerdem existiert nichts, mit dem man Deutsch=Oesterreich einen Verzicht äuf den Anschluß bezahlen könnte! Bei dem Festessen nach der Unterzeichnung des Vertrags wechselten Mussolini und Schober Trinksprüche. Mussolini äußerte, Italien verfolge mit großem Interesse die in Oesterreich geleistete Aufbauarbeit und die Bemühungen für eine Konsolidierung der politischen Situation. Die Staatsmänner, die das Wohl ihrer Länder im Auge haben, müßten darauf bedacht sein, die wirtschaftlichen und politischen Interessen miteinander zu verquicken. Bundeskanzler Schober erwiderte u.., auf die Streichung der österreichischen Kriegsschulden anspielend, Oesterreichs Erfolg im Haag sei auch darauf zurückzuführen, daß Italien ein weitgehendes Verständnis für die Lebensnotwendigkeiten Deutsch=Oesterreichs bewiesen habe. Neue Sitzung des Nach der Besprechung mit den Parteiführern.— „Keine unüberbrückbaren Gegensätze.“ — Berlin, 8. Februar. Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers hielt das Reichskabinett eine neue, den Finanzfragen gewidmete Sitzung ab. Der Kabinettssitzung voraufgegangen war eine Besprechung der Reichsregierung mit den Parteiführern, zu der die Fraktionen entsandt hatten: die Sozialdemokraten die Abgeordneten Dr. Breitscheid, Dr. Herz und Keil, das Zentrum Dr. Brüning und Esser, die Deutsche Volkspartei Scholz, Zapf und Dr. Cremer, die Demokraten Koch=Weser, Dr. Reinhold und Meyer=Berlin, die Bayrische Volkspartei Leicht. Vom Reichskabinett wohnten den Besprechungen der Kanzler und die Minister Curtius, Moldenhauer, Gusrard, Stegerwald, Schätzel, Schmidt und Wirth bei. Die Parteiführerbesprechung soll in der nächsten Woche durch besondere Verhandlungen des Reichsfinanzministers Dr. Moldenhauer mit den Sachverständigen der Fraktionen fortgesetzt werden. Inzwischen will das Kabinett von sich aus die Entscheidung über vie wichtigsten politischen Fragen des Etats treffen. Am nächsten Freitag findet in Berlin ferner eine Konferenz der Finanzminister der deutschen Länder statt. In parlamentarischen Kreisen versichert man, die Parteiführerbesprechung habe zwar auf das Vorhandensein großer Differenzen schließen lassen, andererseits habe sie aber auch ergeben, daß die Gegensätze überbrückbar seien. Anschlußdebatte in Neustrelitz. Aufrechterhaltung der Eigenstaatlichkeit nur durch Auleihen möglich. — Neustrelitz, 8. Februar. In der Haushaltsdebatte im Landtag von Mecklenburg=Strelitz erklärte der sozialdemokratische Staatsminister Dr. von Reibnitz, nach Fertigstellung des Haushaltsplans für 1930 sei er zu der Einsicht gekommen, daß die natürliche Entwicklung die Aufrechterhaltung der Selbständigkeit der, agndes, nichzt, gestatte und es daher geboten erscheine, uie„;psch, tioung des Lonhtite=Preuzens einzuhelensen Es müsse zum richt, wo das Vermögen des Freistaates noch so beträchtli starke Verhandlungsbasis garantier Bei Aufrechterhaltung der Selbständigkeit des Landes müßten durchschnittlich im Jahre zwei Millionen Auleihen ausgenommen werden. Amtliche Verhandlungen hätten noch nicht stattgefunden. Bisher habe man sich darauf beschränkt, unverbindlich mit dem preußischen Innenminister Fühlung zu nehmen. In der Debatte erklärte der deutschnationale AbAufwärts=Leser in der Provinz Hannover die für die Arbeit des Christlich=sozialen Volksdienstes Interesse haben, werden gebeten, ihre Anschrift an den Christlichen Volksdienst, Landesverein Hannover, Hannover, Arnswaldtstraße 8, mitzuteilen. handlungen. Der soztaldemokratische Landrat Dr. Foth erwartete von dem Anschluß an Preußen eine finanzielle Entlastung der Bürger. Der Kampf gegen die Deutschen. Deutsche Proteste im polnischen Landtag.— Die Enteignungen in Pommerellen.— In zehn Jahren 400 deutsche Schulen geschlossen. — Warschau, 8. Februar. Im polnischen Landtag bescheinigte der deutsche Abgeordnete Spitzer dem zurückgetretenen polnischen Justizminister, daß seine Politik die Gerichte demoralisiert und ihre Unabhängigkeit erschüttert hat. Die Führer der deutschen Minderheit habe man dadurch bekämpfen wollen, daß man Hochverratsprozesse gegen sie anstrengte. Abgeordneter Sänger kritisierte die AgrarReform, bei der die Deutschen nur dann berücksichtigt worden seien, wenn es sich um Enteignungen handelte. Von 41000 Hektar Boden, die im Laufe der letzten vier Jahre von den Wojewodschaften Posen und Pommerellen enteignet worden seien, habe man 31.000 Hektar, d. h. über 75 Prozent, den Deutschen weggenommen, aber nur 10000 Hektar oder nicht ganz 25 Prozeut den Polen. Dabei betrage der deutsche Großgrundbesitz in diesen Wojewodschaften nur etwa 30 Prozent, der polnische jedoch 70 Prozent der anbaufähigen Fläche. Der deutsche Abgeordnete Utta stellte fest, daß seit der Wiederaufrichtung des polnischen Staates nicht weniger als 400 deutsche Volksschulen geschlossen worden sind. —* Ausweisungen aus dem Memelgebiet? Einer Agenturmeldung zufolge hat die litauische Regierung den reichsdeutschen Lehrern im Memelgebiet folgende Mitteilung gemacht: „Die Zentralregierung ist nicht einverstanden, daß Sie als Reichsdeutscher im memelländischen Schulggebiet verbleiben. Es wird Ihnen daher die Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr erteilt werden, und Sie werden daher in kürzester Zeit— zum 1. April— das Memelgebiet verlassen müffen.“ Wie wir dazu erfahren, schweben seit einiger Zeit zwischen Deutschland und Litauen Verhandlungen über die Frage der reichsdeutschen Lehrer im Memelgebiet. Man erwartet die Zurücknahme der Ausweisungen. — Berlin, den 8. Februar 1930. In Hamburg demonstrierten Kommunisten vor dem mexikanischen Konsulat und zertrümmerten die Fenstenscheiben des Konsulatsgebäudes mit Steinen und Flaschen. * :: Der Chef der Marineleitung, Admiral Raeder, weilte dieser Tage in Wilhelmshaven und hatte dort mit den Stäben der Marinestation eine Besprechung über die kommunistische Agitation in der Marine. :: Deutschnationaler Mißtrauensantrag gegen Brann. Die deutschnationale Landtagsfraktion hat einen Mißtrauensantrag gegen den preußischen Ministerpräsidenten Braun eingebracht. Sie begründet ihn damit, daß die Stimme des Preußischen Staatsministeriums im Reichsrat für das Liquidationsabkommen mit Polen abgegeben worden sei, obgleich ein ausdrücklicher Beschluß des Landtags die Ablehnung dieses Abkommens gefordert hat. Merkwürdiges aus Wird Oesterreichs deutschfeindlicher Gesandter Direktor des Außenamtes? Warschauer Meldungen zufolge wird der seit neun Jahren in Warschau tätige deutschfeindliche Gesandte Oesterreichs, Post, abberufen, um als Direktor in die außenpolitische Abteilung des österreichischen Bundeskanzleramtes einzutreten. Hoffentlich folgt dieser Nachricht, der man in deutschen Kreisen verständnislos gegenübersteht, das Dementi auf dem Fuße. gibt ein Beispiel. Kinderspeisung und Kriegsbeschädigtenunterstützung statt Bierabend. — Berlin, 8. Februar. Reichspräsident von Hindenburg hat sich im Hinblick auf die ungünstige wirtschaftliche Lage entschlossen, die üblichen parlamentarischen Abende in diesem Jahre ausfallen zu lassen und den hierdurch ersparten Betrag der Hindenburg=Spende zur Linderung der Not unter den Kriegshinterbliebenen und Kriegsbeschädigten zu überweisen. Auch die Reichsregierung hat einen entsprechenden Geschluß gesaßt und den ersparten Betrag der Stadt Berlin zur Speisung bedürftiger Schulkinder zur Verfügung gestellt. Desgleichen hat der Präsident des Reichstags unter Verzicht auf die parlamentarischen Vierabende die dadurch freiwerdenden Mittel einer Wohlfahrtseinrichtung zur Linderung der Rotlage der langfristigen Arbeitslosen im Osten des Reiches überwiesen. Rundschau im Auslande. * In Paris starb der französische e: Dumaine leitete Krieasaus Botschafter Dumaine: Dum— Anene dei Kriegsausbruch 1914 die französische Botschaft in Wien. ? Die neue spanische Regierung will sämtliche amtierenden Zivilgouverneure mit Ausnahme der von Madrid und Barcelona verabschieden. 3 Einer Washingtoner Meldung zufolge ist der Chef der amerikanischen Hochseestreitkräfte, Admiral Hughes, schwer erkrankt. Die deutsch=amerikanische Freundschaft für alle Zukunft gesichert. * Bei einem von der Steuben=Gesellschaft zu Ehren des Botschafters Houghton veranstalteten Festessen in New York feierte der deutsche Botschafter v. Prittwitz Houghion als überzeugten Friedensfreund und betonte, daß die Versöhnung zwischen Deutschland und Amerika für alle kunft gesichert sei. Die Rede von Prittwitz wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen. Letzte Meldungen. Die Königgrätzer Straße in Stresemannstraße umbenannt. — Berlin, 8. Februar. Entgegen den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung, aber mit Einverständnis des Staatsministeriums, hat der Polizeipräsident jetzt die Königgrätzer Straße in Stresemannstraße umbenannt. Die Christlich=nationale Arbeitsgemeinschaft gegen den Youngplan. — Berlin, 8. Februar. Die Reichstagsfraktion der Christlich=nationalen Arbeitsgemeinschaft hielt eine Fraktionssitzung ab, in der Prof. Dr. Hoetzsch über die Younggesetze berichtete. Die Fraktion wird die Young= gesetze ablehnen. Hannovers Vertreter im Reichsrat. — Hannover, 8. Februar. Der Provinzialausschuß at den Oberbürgermeister Dr. Menge=Hannover zum evollmächtigten der Provinz Hannover im Reichsrat gewählt. Stellvertretender Bevollmächtigter wurde der Verleger Dr. Jänicke. Forderungen der Deutschen Bauernschaft. — Berlin, 8. Februar. Die Deutsche Bauernschaft hielt im Rahmen der„Grünen Woche“ ihre diesjähAur Komtematten möchten wir heute eine bescheidene Gabe anbieten. Im vorigen Jahr hatten wir ein Büchlein hinausgesandt: „Unverzagt und ohne Grauen“. Mit seinen Sprüchen und Gedichten, Betrachtuugen und Erzäh ungen wollte es jungen Menschen den Herrn Jesus Christus als besten und treuesten Geleitsmann zeigen. Die freundliche Aufnahme, die das Hüchlein gefunden hat, ermutigt uns, es auch in diesem Jahr als Gabe zur Konfirmation anzubieten. Mit ihm zugleich erscheint ein zweites Büchlein „Unter Gottes Augen“. War das erste durch seinen Inhalt und die Illustrationen mehr für Konfirmanden und ältere Knaben geeignet, so soll dieses neue für Konfirmandinnen und junge Mädchen sein. Ls möchte ihnen den Weg zeigen zur wahren Schönheit und Reinheit. 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Nach heftiger Debatte nahm die Sobranje in dritter Lesung das Haager Reparationsabkommen an, nach dem sich Bulgarien verpflichtet, jährlich 11,3 Millionen Goldfranken bis 1966 sowie eine Summe von 110 Millionen Lei für die Aufhebung des rumänischen Sequesters zu bezahlen. Fleischkarten in der Sowjetunion. — Kowno, 7. Februar. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat der Rat der Volkskommissare die Einführung von 11 fleischlosen Tagen im Monat für das Gesamtgebiet der Sowjetunion bestätigt. An diesen Tagen darf kein Fleisch verkauft werden. Die Einführung von fleischlosen Tagen wird damit begründet, daß Rußland nicht Wenn Schmerzen....... Togal=Tabletten! Togal=Tabletten sind ein hervorragendes Mittel bei Rheuma, Gicht, Ischias, Grippe, Nerven- und Kopfschmerzen, Erkältungskrankheiten. Laut notar. Bestätig. anerkennen über 5000 Arzte, darunter viele bedeut. Professoren, die gute Wirkung des Togal! Keine unliebsamen Nachwirkungen! Entfernt die Harnsäure! Ein Versuch überzeugt! 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