diesjähriger 1 Paketen 1/10 Pfd.-Pak. millenthee 25. sellschaftsthee 30, es. Mischung 35, gl. Mischung 45, Inster Pecco 50 lann's Thee g.-Paketchen. aft Ecke. 826650 Bielefeld, Sonnabend, den 22. Oktober 1904 94. Jahrgang Sefl 26671 etc. er Qualität. * 20 —1 Emtrachn der, abends 8 Uhr. orstand. tober, 8 Uhr! liches es Konzert Stadt-Theater. he Streichquartett. C. Nedbal. 496608246 Fledler(dlter 7½ Uhr OeffOchs. Die„Westfälische Zeitung" erscheint täglich außer Sonntags und Feiertags und ist das Haupt=Insertionsblatt für Bielefeld und Umgegend, zugleich Anzeiger für die amtlichen Bekanntmachungen der Stadt und des Landkreises Bielefeld. Preis des Blattes: in Bielefeld u. bei den sämtl. Agenturen monatlich frei ins Haus gebracht 50 Pf. vierteljährl. 1.50 Mark bei Postbezug monatlich 50 Pfg. exkl. Bestellgeld. Im Post=Zeitungs=Katalog unter„Westfälische Zeitung". Tieleseiter A Redaktion u. Expedition Niedernstr. 27. Fernspr. Nr. 61. Berliner Bureau: Berlin W. 30. Luitpoldstraße 6. Preis der Inserate: Für die einspaltige Kolonelzeile oder deren Raum 20 Pfg., für Inserenten in den Kreisen Bielefeld, Halle, Herford, Wiedenbrück 15 Pfg., die breite Reklamezeile 60 PfgKleine Anzeigen das Wort 2 Pfg., Ueberschrift 10 Pfg. Schluß der Inseraten=Annahme für die am andern Tage Mittags erscheinende Nummer abends 7½ Uhr. Verantwortlicher Redakteur: Nis Peter Nissen. Druck und Verlag von I. D. Küster Nachf., beide in Bielefeld. Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten einschließlich Sonntagsbeilage vom Kriegsschauplatze in Ostasien Dem russischen Generalissimus Kuropatkin ist es gelungen, den Vormarsch der Japaner zum stehen zu bringen. Die große Schlacht am Schaho endete damit, daß die beiden Armeen sich Front gegen Front, nur durch den Schaho getrennt, gegenüberstanden. Das russische Zentrum rückt inzwischen langsam vor. Auf dem linken Flügel behaupten die Russen einige ausgezeichnete Stellungen, von denen aus sie den Schaho beherrschen. Auf dem rechten wenden sie Mörser an, mit denen sie gegen die Japaner operieren. Der Schaho ist infolge der neuerlichen Regengüsse hoch angeschwollen und in Ermangelung von Brücken nur mittlels Pontons zu überschreiten. Am Schaho wie am Hunho befestigen die Russen geeignete Stellungen. Ein Privatbericht des Berl. Tabl. aus dem russischen Hauptquartier bestätigt, daß sich die Russen am Nordufer des Schaho behaupten. Zwei Gegner von sast fast gleichem Heldenmut, gleicher Todesverachtung und gleicher Ausdauer ringen dort um den Sieg. Am 19. und 20. d. Mts. herrschte infolge der Erschöpfung beider Heere Ruhe. Für die Nacht vom 20. zum 21. Oktober war ein allgemeiner russischer Angriff geplant, den die hochangeschwollenen Fluten des Schaho bisher verhinderten. Es kam aber nicht dazu, da Felder und Wege vom Regen aufgeweicht sind und nur langsam abtrocknen. Der Regen setzte am 20. Oktober abends wieder ein, so daß die Ausführung des russischen Angriffsplanes vielleicht noch weiter hinausgeschoben wird. Der Bericht hebt die Furchtbarkeit de Kämpfe am Schaho und die mörderischen Feuergefechte hervor. Die russischen Verluste waren entsetzlich groß. Einzelne Regimenter zählten ur noch 800 Gewehre; das Regiment Wiborg, dessen Chef unser Kaiser ist, verlor 20 Offiziere und 300 Mann an Toten." Die Stimmung ist dementsprechend ernst. Noch ist kein Ende des grauenvollen Mordens abzusehen. Den Sieg in diesem Kampfe kann keine Kunst der Führung, sondern nur noch der festere Wille von Feldherrn und Truppen bringen. Die Verwundungen sind jetztt weit gefährlicher als früher, was zum Teil auf ältere japanische Gewehre mit abgeplatteten Kupfermantelgeschossen, zum Teil auf die dickere Kleidung der Soldaten zurückzuführen ist. Der Bericht erwähnt endlich, daß den Japanern noch weitere Geschütze abgenommen worden sind. Die japanische Armee i'l von einem herben Verlust bedroht, falls sich die nachstehende telegraphische Meldung bestätigt: New=York, 21. Okt. Der NewYork„Herald“ veröffentlicht ein Telegramm aus Tschenking vom 19. d. Mts., welches besagt, General Kuroki wäre an Dyssenterie erkrankt und läge im Sterben. Der Name des Führers der ersten japanischen Armee glänzt unter den allerersten, die der gegenwärtige Krieg berühmt gemacht hat. Sein Tod würde für die Japaner schlimmer sein, als der Verlust eines halben Armeekorps. Die Belagerungsoperationen vor Port Artbur machen gute Fortschritte, zwei weitere Forts wurden von den Japanern genommen. Gleichwohl glaubt man auf russischer Seite, daß sich die Festung noch längere Zeit halten werde, da sie auf mindestens zwei Monate reichlich mit Munition und auf noch weit längere Zeit mit Proviant versehen sein soll. Die Nachricht von der schweren Erkrankung General Kurokis bestätigt sich nicht. Ein Telegramm aus London bestreitet jedenfalls die Meldung. Ob das Dementi stimmt, muß gleichwohl abgewartet werden. Die Depesche lautet: S London, 21. Oktober. Die NewYorker Meldung, daß General Kuroki an Dyssenterie erkrankt sei und im Sterben liege, wird nach hier vorliegen: den Meldungen aus Tokio als unrichtig bezeichnet. Wir nehmen noch von folgender Drahtmeldung Notiz: 0 London, 21. Okt. Ein Telegramm aus Mukden besagt, Kuropatkin und Oyama seien stillschweigend übereingekommen, die Feindseligkeiten für 48 Stunden einzustellen. um die Toten zu beerdigen und ihren Truppen Ruhe zu gönnen. Die neuesten Mordtaten in M an im Sühen Zu den neuesten Vorgängen im Suven von Südwestafrika, Einnahme von Nomtsas durch die Hottentotten und Ermordung des Farmers Hermann und des Tierarztes Albrecht, schreibt die Nordd. Allgem. Ztg.:„Die Einnahme ist ein schwerer Schlag für die in letzter Zeit so vielverheißend aufblühende Kulturarbeit im mittleren Teile des Schutzgebiets. Nomtsas bildete dank der Tatkraft und Unternehmungslust des dort angesiedelten Herma in den Mittelpunkt einer sich günstig entwickelnden Farmerwirtschaft, namentlich der Viehzucht. Hermann war einer der ältesten und erfolgreichsten Kolonisten des Schutzgebiets, der sich durch keinen Schicksalsschlag abhalten ließ, seine Kräfte in den Dienst der Entwickelung Deutsch=Südwestafrikas zu stellen. Kubub, wo er einen erfolgverheißenden Farmbetrieb angelegt hatte, wurde 1893 bei dem Aufstande der Witbois vernichtet. Nackdem er sich im Jahre 1896 an den Kämpfen gegen die aufständischen Hereros und Khauas beteiligt hatte— als Oberleutnant der Artillerie leitete er im Gefecht bei Siegfeld die Artillerie—, widmete er sich ganz seiner im Regierungslande westlich vom Witboigebiet gelegenen Farm Nowtsas auf der vom Oberlauf des Blumfischflusses durchschnittenen Hochebene, die gutes und gesundes Weideland und im Flußtal vorzüglichen Gartengrund bietet. Er befaßte sich in letzter Zeit hauptsächlich auch mit den Versuchen. das Fettschwanzschaf, den hauptsächlichsten Fleischlieferanten des Schutzgebiets, zur Wollproduktion heranzuziehen.“ In Berlin sind weitere Nachrichten über Todesfälle in unserem Schutzgebiet eingegangen. Ein Telegramm besagt: Nach einer amtlichen Meldung ausSüdwestafrika ist Militärkrankenwärter Hermann Köbele am 18. d. M. im Lazarett Owikokorero am Typhus gestorben. Reiter Albert Martin Faust, geboren 10. November 1882 in Leipzig, früher Garde=Füsilier, ist am 19. Oktober im Lazarett Okahandja an Herzschwäche gestorben. Die deutschen Vereine vom Roten Kreuz senden Weihnachtsgeschenke für unsere Truppen nach Südwestafrika. Auch die kleinste Gabe ist willkommen. Zu den podbielskischen Postreformen Der Oberpostpraktikant Wilhelm Triest erörtert im neuesten Heft des Schmollerschen„Jahrbuchs für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft“ die Podbielskischen Postreförmen und ihre finanziellen Ergebnisse. Unberücksichtigt bleiben dabei vie unter Podbielskis Amtsführung in den Postbeziehungen zum Auslande eingetretenen Veränderungen, weil hier nicht eigentliche Reformen vorliegen, sondern lediglich ein Ausbau des Weltpostvereins in Frage kommt. Demnach handelt es sich für Triest in der Hauptsache um die Reform des Briefportos, und zwar um die Erhöhung des einfachen Briefgewichts im Fernverkehr und um die Ermäßigung aller Portosätze im Orts= und Vorortsverkehr; ferner handelt es sich um die Ermäßigung der Postanweisungsgebühren für kleinere Beträge, um die Neuregelung des Zeitungstarifs im Sinne einer gerechteren Verteilung von Leistung und Gegenleistung, um die Aenderung des Fernsprech=Gebührentarifs im gleichen Sinne. Herr v. Podbielski hat, wie Triest ausführt, betreffs der angeführten Maßnahmen den finanziellen Standpunkt keineswegs ganz aufgegeben. Aber er ging insofern taktisch richtig vor, als er mit der Erfüllung der verschiedenen Wünsche solche Maßnahmen verknüpfte, die der Postverwaltung über die finanziellen Schwierigkeiten hinweg helfen konnten. Dahin gehört vor allem die Beseitigung des Wettbewerbes der Privatanstalten; die Verkehrssteigerung infolge ihrer Aufhebung sollte den Einnahmeausfall aus den Portoermäßigungen decken. Bezüglich der Fernsprech=Reform machte er zur Bedingung, daß der Reichstag die Mittel zu dem plötzlich notwendigen Ausbau der Betriebsanlagen bewilligte; ferner drang er auf Sicherheit des Rechtes der Telegraphenverwaltung zur Benutzung der öffentlichen Wege und der Privatgrundstücke. Betrachtet man nun die Einwirkung der Podbielskischen Reformen auf das finanzielle Gesamtergebnis der Reichspost= und Telegraphenverwaltung, so findet man trotz der Verbilligung der Portosätze 2c. eine absolute Mehreinnahme: Die Gesamteinnahme stieg in runden Zahlen) von 349 Mill. Mark im Rechnungsjahre 1898 auf 373, bezw. 394, bezw. 413 Mill. Mark in den Rechnungsjahren 1899 bis 1901. Prozentual ist allerdings der Ueberschuß im Vergleiche mit den Ergebnissen der vorhergehenden Jahre beträchtlich zurückgegangen. Denn in den Etatsjahren 1895 bis 1898 betrug der Ueberschuß(immer in runden Zahlen) 25, bezw. 26, bezw 33 Mill. Mark, während er sich in den Etatsjahren 1898 bis 1901 auf 37, bezw. 41, bezw. 11, bezw. 20 Mill. Mark belief. Die Hauptfaktoren, welche die ungünstige Finanzgebahrung des Jahres 1900 gezeitigt haben, nämlich die Abfindung der Privatposten und die Kosten für die Ausdehnung des Fernsprechnetzes kommen in Zukunft teils ganz, teils allmählich in Wegfall, so daß sich der Ueberschuß der Reichspostverwaltung bald wieder gehoben hat. Der Ueberschuß würde bereits 1901 voraussichtlich größer geworden sein, wenn damals nicht die wirtschaftliche Krisis geherrscht hätte. Im Rechnungsjahre 1902 hat der Ueberschuß bereits die Höhe von 42,4 Mill. Mark erreicht, also den Ueberschuß des den Reformen vorangegangenen Jahres 1899 schon überholt. Die Wirkung der Gebührenherasetzung war also, ähnlich wie in den Jahren 1868—1870, bei der Einführung des Einheitsbriefportos, nach zwei Jahren mehr als ausgeglichen. Noch günstigere Ausblicke eröffnen sich für die Zukunft. Denn in den vorsichtig aufgestellten Etatsvoranschlägen sind die Ueberschüsse des Jahres 1904 auf nicht weniger als 52,7 Mill. Mr. geschätzt. Politischer Cagesbericht Die Versicherung der Privatbeamten Auf ein Gesuch des Schlesischen Vereins zur Unterstützung von Landwirtschaftsbeamten an den preußischen Landwirtschaftsminister, die Regelung der Pensions= und Reliktenversorgung der Privatangestellten von Reichswegen in die Wege zu leiten, hat, wie man der„Tägl. Rundsch.“ schreibt, der Minister erwidert, daß nach einer Mitteilung des Reichskanzlers im gegenwärtigen Zeitpunkte noch nicht die Absicht besteht, die Regelung der Pensions= und Reliktenversorgung der Privatbeamten von Rechtswegen in die Hand zu nehmen. „„* Erziehung zur Politik. Die Erziehung zur Politik wird gegenwärtig nur von einer politischen Partei betrieben. Die Sozialdemokratie ist es. die sich durch eine vorzügTeurkirton SS Kriegslisten im modernen Krieg So alt wie der Krieg sind auch die Kriegslisten, die angewandt werden, dem Feinde unvermutet Schaden zu bereiten, und sie haben oft mehr bewirkt, als Tausende tapferer Krieger vollbringen konnten. Auch in dem japanisch=russischen Kriege fehlt es nicht an solchen Kriegslisten, über die ein englisches Blatt folgendes ausführt: Man hat bis jetzt merkwürdig wenig von den Kosaken gehört, und man führt neuerdings ihre Untätigkeit zum Teil auf die reichliche Verwendung von Fußangeln zurück. Die Fußangeln werden vor allem gegen Kavallerie gebraucht. Dieses gefährliche Hindernis besteht in einer eisernen Kugel mit drei scharfen Stiften, die daraus hervorragen. Die Stifte sind so angebracht, daß stets der eine senkrecht hervorragt, wie auch die Fußangel geworfen wird. Ein Pferd, das auf einen solchen Dorn tritt, ist sofort kampfunfähig. Diese Fußangeln sind, über Terrains verbreitet, die sich für Reiterbewegungen eignen, und sie erweisen sich gegen Reiterangriffe als äußerst wirksam. Fußangeln können auch gebraucht werden, um ein Lager gegen einen plötzlichen nächtlichen Ueberfall zu schützen. Solche Fußangeln sollen von beiden kämpfenden Parteien verwendet werden, und besonders haben die Kosaken japanische Listen zu fürchten und zeigen eine für die Japaner sehr nützliche Angst vor Fußangeln, die sich auf ihre Erfahrungen im russisch=türkischen Kriege stützt, sie suchen daher sorgfältig ein unschuldig aussehendes Terrain unmitterbar vor der Front ihrer Feinde zu vermeiden. Oft hört man in den Schlachtberichten auch von den Drahtnetzen und=Verhauen, die in den letzten Schlachten mit furchtbarer Wirkung verwendet wurden. Sie halten die vorkückende Infanterie an einem bestimmten Punkte auf, dessen Entfernung genau bekanrt ist; sobald die Angreifer an diese Stelle gelangen, sind sie einem dezimierenden Feuer ausgesetzt. Die Drähte sind in einem dicht verschlungenen Gewirr bis zur Brusthöhe gespannt; zur Ueberwindung dieses Hindernisses sind die japanischen Infanteriebataillone zwar mit sehr wirksamen Drahtschneidern versehen. aber ehe der Draht zerschnitten ist, ist in der Regel schon ein schreckliches Blutbad unter ihnen angerichtet. Auch mit Schanzgräben haben die Russen viel operiert. In den bei Liaujang geräumten Schanzgräben haben sie ein furchtbares Andenken hinterlassen. Sie hatten Pfähle mit scharfen Spitzen hergerichtet und unter der Leitung ihrer Ingenieure so aufgestellt, daß die vordersten Japaner ihnen nicht entgehen konnten. Die Sieger wurden beim Bordringen in diesen Gräben aufgepfählt. Die Russen haben auch vielfach elektrische Landminen und Flatterminen untergebracht, und indem sie sich anscheinend schleunigst zurückzogen, lockten sie die verfolgenden Japaner auf den gefährlichen Boden. Die Flattermine wird auf der dem Feinde zugekehrten Seite der Verschanzungen angebracht. Sie ist unter Gras oder Reisig verborgen. In den Gräben dahinter wartet der letzte Russe, bis die Japaner sich anschicken, die Werke zu erklimmen. dann wird die Mine elektrisch zur Explosion gebracht. Kunst und Wissenschaft v. St. Außerordentliches Philharmonisches Konzert. Das auch hier bereits rühmlichst bekannte Böhmische Streichquartett der Herren Hoffmann, Suk, Nedbal und Wihan eröffnete sein mit hohem Interesse entgegengenommenes Programm mit Dvorak, Quartett op. 106. Den besonders durch ihre nationalböhmischen Melodien und Rhythmen hervorstechenden, allerdings nicht immer gleichwertigen Kammermusikwerken des am 1. Mai d. J. verstorbenen Komponisten begegnet man jetzt sehr häufig in den Konzertsälen. Wenn eine Künstlervereinigung befähigt ist, diesen Werken nachhaltiges Leben einzuhauchen, so sind es natürlich die„Böhmen“, wie man sie ja kurzweg nennt. Die Vorzüge dieses in seiner Art einzigen Quartettensembles mit seinen erstklassigen Instrumenten sind bei dem vorjährigen Auftreten hier eingehend gewürdigt worden. Auch jetzt bekundeten die Herren wieder die absolute Einheit der kunstlerischen Intention. Wir haben hier nicht ein im landläufigen Sinne an allen Pulten gleich gut besetztes Streichquartett vor uns, sondern wir lauschen gleichsam musikalischen Offenbarungen einer einzigen großen Künstlerseele. Dieselben künstlerischen Qualitäten, die dem hier erstmalig vorgeführten und zu den besten Sachen Dvoral's gehörigen G-dur-Quarkett zur Seite standen, verhalsen auch dem in Bielefeld bereits durch das Ravensberger Streichquartett öfter vorgetragenen Emetana'schen Charakterbilde„Aus meinem Leben“ zu beispiellosem Erfolg. Dieses Werk wirkt in seinem Schlußsatz stets besonders erschütternd, der das grausige Geschick des taubwerdenden Meisters in düsterer, die ausgelassene Freude grell unterbrechender Tonmalerei unheimlich veranschaulicht. Der ausgezeichnete Bratschist der Böhmen, Herr O. Nedbal, stellte sich diesmal als Komponist und Dirigent vor. Als Autor eines Scherzo caprice für großes Orchester betätigte er neben voller Herrschaft über den kontrapunktischen Satz und die moderne Orchestertechnik eine bei allem hinreißenden Schwung stets vornehme Erfindungsgabe. Als Dirigent erhärtete er seinen diesbezüglichen Ruf sowohl nach der temperamentvollen wie nach der rein technischen Seite hin unwiderlegbar. Als solcher führte er auch eine unglaublich schwierig zu dirigierende Komposition seines Kollegen J. Suk, eine trotz mancher Längen stimmungsreiche Fantasie für Violine und Orchester, zu allseitig bejubeltem Siege, dessen Lorbeeren allerdings zum Teil auf den unvergleichlichen Primgeiger, Herrn Prof. B. Hoffmann, übergingen, der in dem Solopart Streichenergie, großen Vollton, immense Technik, edles Feuer und bezwingende Persönlichkeit vollwertig offenbarte. Unser Orchester hielt sich sehr wacker. Der Besuch war angesichts des Ranges der ausübenden Künstler.... Die Feder sträubt sich und will zu Bett. Spielplan des Bielefelder Stadttheaters für die Zeit vom 22. bis 29. Oktober 1904: Sonnabend. Vorstellung zu kleinen Preisen. König Oedipus. Antigone. Sonntag. Die schöne Ungarin. Gesangsposse in 4 Akten von W. Mannstädt und A. Weller, Musik von G. Steffens. Montag. Zum ersten Male. Waterkant. Schauspiel in 3 Akten von Richard Skowronneck. Dienstag. Alt=Heidelberg. Mittwoch. Maria Theresia. Lustspiel. Donnerstag. Der Strom. Drama in 3 Aufzügen von Max Halbe. Freitag. Keine Vorstellung. Sonnabend. Vorstellung zu kleinen Preisen. Das Glück im Winkel. Schauspiel in 3 Akten von H. Sudermann. Spielplan der Königlichen Schauspiele zu Hannover für die Zeit vom 23. bis 30. Oktbr. 1904 Sonntag. Der Prophet. Montag. Die Jungfrau von Orleans. Dienstag. Fra Diavolo. Mittwoch. Frauenkampf.— Nach dem Balle. Donnerstag. Figaros Hochzeit. Freitag. Die Ribelungen. 1. u. 2. Teil. Sonnabend. Die Nibelungen. 3. Teil. Sonntag. Die Meistersinger von Nürnberg.— lüche Organisation immer neue Anhänger erzieht. Sobald ein junger Handwerker die Lehrzeit hinter sich hat, tritt er in den seinem Berufe entsprechenden Verband, natürlich nur, um sich die Vorteile, die ein solcher dem wandernden Handwerksburschen bietet, zu sichern. Als Verbandsmitglied erhält jeder von Zeit zu Zeit auch eine Zeitung, selbstverständlich sozialdemokratsschen Inhalts. Auf den Versammlungen und Vergnügungen des Verbandes erschallen sozialdemokratische Reden und Lieder. Die ganze Gesellschaft eines jungen Handwerkers ist sozialdemokratisch. Im Laufe einiger Jahre ist er schließlich selbst ein überzeugungstreuer Sozialdemokrat, der seiner Militärpflicht nur widerwillig genügt und die Zeit kaum erwarten kann, wo er zur Wahlurne schreitet, um durch seine Wahl sein möglichstes zur Beseitigung der„verderbten“ Gesellschaft beizutragen. Mit dem Arbeiter ist es ebenso. Frühzeitig tritt er ein in die mannigfachen sozialdemokratischen Vereine; ehe er noch denken lernt, ist er Sozialdemokrat und bleibt es. Außer den Verdänden und Vereinen sucht die Sozialdemokratie die Arbeiter auch durch die freie Agitation zur Politik zur erziehen. Versammlungen werden abgehalten, Flugschriften werden verteilt. Agitatoren suchen sogar auf der Eisenbahn Gelegenheit, durch eine zwanglose Unterhaltung für die Partei Propaganda zu machen. Unzählig viel junge Leute werden alljährlich auf diese Weise für die sozialdemokratische Politik erzogen, unzählig viel alte Leute dafür gewonnen. Diese Erziehung zur Politik wird der Sozialdemokratie von den übrigen Parteien sehr leicht gemacht, und zwar darum, weil diese im großen Ganzen es verschmähen, auf gleiche Weise Anhänger zu erwerben. Fast keine der nationalen Parteien hält es der Mühe wert, Vereine zu gründen, in denen sich die Jugend zusammenfinden und sich über Politik belehren kann; fast keine Partei hält es für nötig, durch eine eifrige Agitation(Versammlungen und Flugschriften) ihr Programm bekannt zu machen. Nur in der Wahlzeit wird ein bischen Agitation gemacht, nachher ist alles ruhig. Und dann wundert man sich, wenn die sozialdemokratische Partei, die sich ihre Wähler erzogen hat so viele Stimmen erhält! Hier einzusetzen und die vorhandenen Lücken in der Organisation der bürgerlichen Parteien auszufüllen, müßten alle bürgerlichen Parteien sich angelegen sein lassen. * Abschluß der Handelsverträge In Norderney hatte der Reichskanzler Graf Bülow vor einigen Wochen den Besuch des russischen Ministers v. Witte, unmittelbar darauf wurde der deutsch=russische Handelsvertrag ratifiziert. In Homburg v. d Höhe sprach unlängst der rumänische Ministerpräsident Sturdza beim Reichskanzler vor, und alsbald vernahm man die erfreuliche Kunde vom Abschluß des deutsch=rumänischen Handelsvertrages. Jetzt hatte Graf v. Bülow in der Handelsvertragsfrage eine eingehende Unterredung mit dem österreichisch=ungarischen Botschafter Grafen von Szögyeny=Marich. Wohnt dieser jüngsten persönlichen Besprechung dieselbe Kraft bei wie den beiden voraufgegangenen, dann darf man sich der Hoffnung hingeben, daß auch der Handelsvertrag mit Oesterreich=Ungarn bald zum Abschluß gebracht werden wird. Uesterreich=Ungarn wünscht in demselben Maße, wie es Rußland getan hat, eine Milderung der veterinär=polizeilichen Bestimmungen. Natürlich kann das Reich solchen Wünschen nur insoweit nachgeben, als dabei die Einschleppung von Seuchen in den heimischen Viehbestand ausgeschlossen bleibt. Ist diese schwierige Frage aber mit Rußland in befriedigender Weise erledigt worden, so wird sich deren Lösung auch gegenüber Oesterreich=Ungarn als möglich erweisen. Der„glücklichen Hand“ des Grafen von Bülow wird der Erfolg daher auch hier hoffentlich nicht versagt bleiben. Und schließlich werden wir auch mit der Schweiz handelseinig werden. Reichsfinanzreform Mit Bezug auf die dringend notwendige Reichssinanzreform wird gemeldet, daß die jüngste Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten und anderer einzelstaatlicher Minister in der Reichshauptstadt wesentlich auch dieser Frage gegolten hat. Es ist dabei erneut zu Tage getreten, daß die einzelstaatlichen Regierungen auf die durch die kleine Finanzreform des Reichsschatzsekretärs Frhrn. v. Stengel nur angeschnittene, aber noch keines. wegs erheblich geförderte Neuordnung des Finanz= wesens im Reiche das größte Gewicht legen. Der Oldenburgische Landtag ist schon wieder geschlossen worden. Der Großherzog und der Herzog Friedrich Ferdinand von Schleswig=Holstein ließen den Abgeordneten ihren Dank für die einstimmige Annahme des neuen Thronfolgegesetzes aussprechen. Der Bremische Senat ersuchte Oldenburg um kommissarische Verhandlungen wegen Vertiefung der Unterweser bis Bremen auf 7 Meter. Minister Willich erklärte in der Kammer, daß dadurch gewichtige landwirtschaftliche und gewerbliche Interessen Oldenburgs geschtbigt werden würden. * Raualisierung der Mosel. Die in den wasserwirtschaftlichen Vorlagen des preußischen Landtages vorgesehenen Kanalisierungen erwecken das Verlangen der Interessenten nach umfassenderer Kanalisierung, dessen Seltendmachung naturgemäß die Arbeiten der Kanalkommission erschwert und die Erledigung der Vorlage verzögert. So haben die Handelskammer in Koblenz und die Bürgermeister von 38 Stadt= und Landgemeinden an der Mosel an den Minister v. Budde eine Eingabe gerichtet, in der sie die wirtschaftlichen Vorteile einer Kanalisierung der Mosel auseinandersetzen und den Minister bitten, die Kanalisierung des Flusses in die gegenwärtige Vorlage einzubeziehen. Eine unangenehme Enthüllung Die Gerüchte, der Abgeordnete Albert Praeger beabsichtige sein Reichstagsmandat im zweiten oldenburgischen Wahltreise, Varel=Jever, niederzulegen, sind unbegründet. Die Gerüchte beruhen auf folgendem: Der frühere oldenburgische Volksparteiler Bankier Wallheimer hatte den Abg Traeger mit Rücksicht darauf, daß ihm in Bant Land zum Kaufe angeboten worden sei, ersucht, in seiner Eigenschaft als preußischer Landtagsabgeordneter in Erfahrung zu bringen, wohin eine neue Bahnhofsanlage daselbst projektiert sei. Albert Traeger erzählt in einem Briefe, daß er sich, da er Gast des Bankiers war, mit einer ausweichenden Antwort begnügt habe. Er sei sich wohl auch der Tragweite seines Ersuchens garnicht bewußt gewesen und habe für eine kleine, harmlose Gefälligkeit gehalten, was eine nichtswürdige Gemeinheit gewesen wäre. Es sei unglaublich, welche Naivität der Anschauung solcher Dinge in gewissen geschäftlichen Kreisen herrsche. Deutsches Reich = Berlin, 21. Oktober. Vom Kaiserhofe. Der Kaiser hörte am Freitag die Vorträge des Chefs des Ingenieur= und Pionierkorps, des Kriegs= ministers und des Präses der Artillerie=Prüfungskommission.— Am Sonnabend wird am Kaiserhofe der Geburtstag der Kaiserin gefeiert. Aus diesem Anlaß schreibt die Nordd. Allgem. Ztg. u. a.: Die diesmalige Wiederkehr des Geburtstages Ihrer Majestät bringt noch besondere frohe Betrachtungen mit sick. Weilt doch zum erstenmale die hohe Braut des Kronprinzen, Herzogin Cäcilie zu Mecklenburg, am Hoflager zu Potsdam im Kreise der deutschen Kaiserfamilie, deren Glied zu werden, ihre zukünftige Bestimmung ist. Hat das abgelaufene Jahr der Kaiserin die Freude beschieden, an der Seite des kaiserlichen Gemahls den hoffnungsreichen Herzensbund des ältesten Sohnes mit der lieblichen deutschen Fürstentochter segnen zu können, so wissen wir, daß diesenmütterlichen Wünlchen auch die Kraft echt christlicher Liebe innewohnt, die sich rastlos nach innen wie nach außen zu betätigen weiß. Groß ist die selbstgestellte Lebensaufgabe der Kaiserin auf dem weiten Gebiete sorgsamer Pflege und Förderung des kirchlichen Lebens und der umfassenden Wohltätigkeitsübung, groß sind auch wiederum die Erfolge dieses heilsamen Wirkens unserer geliebten Herrscherin gewesen, für das man ihr noch in späten Zeiten danken wird. Der Artikel klingt dann in Glück= und Segenswünschen aus. Herzogin Cäcilie, die Braut des Kronprinzen Wilhelm, hat in Potsdam eine überaus herzliche Aufnahme gefunden, nicht nur in der kaiserlichen Familie, sondern auch von Seiten der Bevölkerung. Die Freude über den Besuch kommt in der fast allgemeinen Beflaggung der Häuser zum Ausdruck, und wo das Brautpaar sich zeigt, wird es stürmisch begrüßt. Zum kommandierenden General des 12.(sächsischen) Armeekorps, das bisher von dem nunmehrigen König Friedrich August geführt wurde, ist Generalleutnant v. Broizem ernannt worden. Aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Es erregt Aufsehen, daß beide Inspekteure der Fußartillerie, die Generalleutnants von Wittken und Bauer gleichzeitig inaktiv geworden sind; beide waren noch junge Generalleutnants. Ein Roon Denkmal. Das Berliner Denkmal für den Feldmarschall Roon wird am Montag enthüllt. Der Feier wohnen der Kaiser, der Reichskanzler. Mitglieder des Reichstags und Schulkinder bei. Bestellung von Torpedojä gern. Die italienische Regierung bestellte bei der Schichauwerft in Elbing 16 große Torpedojäger mit einer Geschwindigkeit von 16 Knoten. Parlamentarisches Berlin, 21.Oktober. Die Kanalkommission ist nach Beendigung der zweiten Lesung des Freihaltungsgesetzes in die Beratung der eigentlichen Kanalvorlage eingetreten. Zunächst wird über den Großschiffahrtsweg Berlin=Stettin beraten. Minister v. Budde hielt eine einleitende Rede, in der er sagte, daß die Kanäle sich auch in dem ungewöhnlich trockenen Sommer dieses Jahres bewährt hätten, und daß die Eisenbahnen allein den Güterverkehr nicht bewältigen könnten. Die Dürre habe Lehren gegeben. die hoffentlich beherzigt werden würden. Hierauf beschäftigte die Kommission sich mit der technischen Ausführung des Kanals und dann mit seiner wirtschaftlichen Bedeutung. Ein Mitglied forderte für Schlesien, wenn dieses etwa durch den neuen Kanal dauernd geschädigt werden sollte, schon jetzt günstigere Eisenbahntarise. Der Minister versuchte die geäußerten Bedenken zu zerstreuen. Nach weiterer Beratung erfolgte Vertagung. Partei= und Wahlnachrichten Wahlkreis Calbe=Aschersleben Der Schneidermeister Albrecht in Halle a. früher Reichstagsabgeordneter für Bernburg. zum sozialdemokratischen Kandidaten für den Wahlkreis Calbe=Aschersleben ausersehen worden. Ausland Holland X Amsterdam, 21. Oktober. Die Leich Krügers geht am Sonnabend, 29. d. Mts. aus Hockvanholland nach Südafrika ab. Dr. Leyds und mehrere holländische Herren begleiten die Leiche. Oesterreich=Ungarn. V Wien, 21. Oktober. Eine stürmische Sitzung. Die heutige Sitzung des niederösterreichischen Landtags war ein Kette von Skandalszenen. In der Debatte kam es wiederholt zu argen Beschimpfungen zwischen den Christlich=Sozialen einerseits und dem Sozialdemokraten Seitz und dem deutschvolklichen Abgeordneten Völkl andererseits. Als Abgeordneter Bielohlawek dem Abgeordneten Völkl zurief:„Sie Armer gelderDefraudant!“ entgegnete dieser in höchsterEntrüstung:„Das nächste Mal bringe ich einen Revolver mit und schieße Sie nieder wie einen tollen Hund!" DarDarüber entstand ein kolossaler Lärm. Der Landmarschall unterbrach die Sitzung und ordnete den Zusammentritt des Disziplinarausschusses an. Dieser beschloß, Völkl von der heutigen Sitzung auszuschließen. Auch die Gallerie griff wiederholt lärmend in die Verhandlungen ein. Der Mißbilligungsantrag gegen die Regierung wurde angenommen. Als seitz nach der Sitzung den Hof des Land tagshauses durchschritt, wurde er, wie die Magdeb. Ztg. berichtet, von christlich=sozialen Parteigängern mit den Rufen„Schuft", Schurke",„Landesverräter" beschimpft und von den Leuten auch angespieen. Bei der morgen stattfindenden Enthüllung des LuegerBrunnens im fünften Bezirk werden Straßenausschreitungen befürchtet. Spanien. =- Madrid. 21. Okt. Eine Kabinettskrisis. Der spanische Justizminister erklärte, daß er aus der Genehmigung der Anträge, betreffend die gerichtliche Verfolgung verschiedener Teputierter, eine Kabinettsfrage mache. Infolgedessen laufen, da die Opposition nicht nachgeben will, Gerüchte von einer bevorstehenden Krise um. Lokales und Allgemeines Interessante Mittetlungen aus dem besertreise nehmen wir gern entzegen. Unsere Original=Artikel dürsen nur mit dentlicher Quellenangabe— Westfäl. Zig.— nachgedruckt werden. Bielefeld, 22. Oktober. Zum 22. Oktober Die deutsche Kaiserin feiert heute ihren 46. Geburtstag. Augusta Viktoria, Prinzessin zu Schleswig=Holstein, zeichnete sich schon in früher Jugend durch reiche Geistesgaben und Anmut aus, so daß sie eine Fürstin im edelsten Sinne des Wortes war. Als dann der damalige jugendliche Prinz Wilhelm um ihre Hand anhielt, gab sie ihm gern ihr wort, und seit dem 27. Februar 1881, wo in Berlin die Hochzeit stattfand, ist sie ihm nicht nur eine liebevolle Gattin gewesen, sondern auch eine treue Gefährtin, mit der der jetzige Kai'er über die Interessen seines großen Reiches und seiner Völker sprechen kann. Vor allem aber ist sie ein Vorbild als sorgsame Mutter. Einfach und schlicht geht es im Kaiserhause zu und von früh an wurden die sechs Prinzen und die Prinzessin zu echten Deutschen erzogen, bei denen das Sein mehr gilt als der Schein. Das Familienleben ist dabei das denkbar herzlichste, wie auch die vielen in den Handel gelangten reizenden Gruppenbilder beweisen, auf denen Szenen aus dem Schlosse zu sehen sind. Freud und Leid hat die Kaiserin stets mit den Ihrigen geteilt. So sah sie mit Stolz vier Generationen auf einmal: den damals regierenden Kaiser Wilhelm den Ersten, den Kronprinzen Friedrich, den Prinzen Wilhelm, ihren Gemahl. und ihren ältesten Sohn, so daß das frohe Wort von Mund zu Munde ging:„Hurra, vier Kaiser!“. Aber schon bald sollte der unerbittliche Tod diese Reihe von Herrschern lichten. In einem Jahre wurden sowohl der greise Heldenkaiser, als auch sein schwer leidender Sohn abgerufen. Kaiser Wilhelm der Zweite war Herrscherdes deutschen Reiches und Auguste Viktoria Kaiserin! Die hohe Frau hat es verstanden sich die Herzen des Volkes im Sturm zu erobern. Wo sie sich zeigt, wird sie mit Jubelrufen begrüßt, und mit Recht stellt man sie als Muster einer Gattin und Mutter hin, dem Deutschlands Frauen in jeder Weise nacheifern sollen. Darum schallt es heute freudig durch die Lande: Hoch lebe unsere Kaiserin! X Vortrag Am kommenden Sonntag Abend 8½ Uhr findet im Christl. Verein junger Männer(Papenmarkt 2) ein Vortrag von Herrn C. Th. Höbner statt. ## Die Handelskammer hielt am 18. er. eine Sitzung ab. Aus dem uns übersandten Verhandlungsprotokoll teilen wir folgende allgemein interessierende Punkte mit: Als Handels=richter für das Jahr 1905 wurden in Vorschlag gebracht die Herren Hugo Rempel, Paul Delius, Konrad Bertelsmann, Friedrich Reckmann, Karl Reyscher und Theodor Droop und für die stellvertretenden Handelsrichterstellen die Herren Hermann Lohmeyer, Konrad Detring, Karl Stahl. I. C. Friedrich Buddeberg, Eduard Gößling und Direktor Gräbner.— Der Vorstand der Bürgervereinigung zu Herford hatte der Kammer eine von ihm an den Minister der öffentlichen Arbeiten gerichtete Eingabe, betreffend Anhalten des Zuges D 7 in Herford, zur Unterstützung übersandt. Da es nicht Aufgabe der Kammer sei, Eingaben von Interessenten des Bezirks, die diese unter Umgehung der Kammer direkt an die maßgeblichen Behörden gerichtet haben, bei sen Behörden nachträglich zu unterstützen, sah Kammer von einer Befürwortung des gestellten trages beim Minister der öffentlichen Arbeiten stattdessen wird der Vertreter der Kammer im zirkseisenbahnrat Hannover=Münster für diesen trag, der übrigens von der Kammer bereits J6 249 Zwei □ Das städtische Orchester veranstaltet am Sonntag nachmittag das 38. Abonnements=Konzert der Schützengesellschaft auf dem Johannisberg. Das Programm ist vorzüglich zusammengestellt und enthält Solis für Harfe und Flöte. Abends 8 Uhr ist Familien=Unterhaltung in Remkes Theatersaal. derholt eingebracht worden ist, in der demnächstigen Sitzung des genannten Bezirkseisenbahnrats eintreten.— Der Regierungspräsident in Minden übersandte einen Erlaß des Ministers für Handel und Gewerbe, in dem sich der Minister für die Abschaffung des Sonntags= undAbendunterrichts in den obligatorischen Fortbildungsschulen ausspricht und ersucht die Kammer, diese Bestrebungen zu unterstützen. Die Kammer erkannte prinziptell die Berechtigung derselben an, war aber der Ansicht, daß der Zeichenunterricht als Sonntagsunterricht an den obligatorischen Fortbildungsschulen dort, wo er besteht, erhalten bleiben müßte. Bevor die Kammer diese Ansicht dem Regierungspräsidenten unterbreitet, soll durch Umfrage bei sämtlichen Fortbildungsschulen des Handelskammerbezirks die Unterrichtszeit festgestellt und das Ergebnis dieser Umfrage gleichfalls dem Regierungspräsidenten mitgeteilt werden. tr Ueber Kaufmannsgerichte und 8 Uhr= Ladenschluß hielt gestern abend Herr Neumann=Stuttgart, im Kaufmännischen Verein Amicitia einen interessanten Vortrag. Der Referent betonte in erster Linie, daß in Kaufmannskreisen noch Unkenntnis über die Kaufmannsgerichte herrscht, die bekanntlich am 1. Januar in Kraft treten. Der Vorteil der Kaufmannsgerichte besteht im wesentlichen darin, daß Streitigkeiten in Zukunft schnellere Erledigung finden, und daß die Gebührentare ähnlich der der Gewerbegerichte sei; auch fallen die üblichen Rechtsanwaltsvorschüsse weg. Die Beisitzer zu den Kaufmanns. gerichten werden aus der Mitte der Prinzivale und Handlungsgehilfen gewählt, die das 30. Lebensjahr überschritten und zwei Jahre am Platze ansässig sein müssen. Im Anschluß hieran sprach Redner über Handelsinspektoren und=Inspektorinnen, die berufen sind, die Schutzbestimmungen der Angestellten zu überwachen. An seine Ausführungen über den 8= Uhr=Ladenschluß knüpfte sich eine lebhafte Debatte. Herr Rosenberg, Inhaber der Firma Gebrüder Kaufmann, trat warm für den 8=UhrLadenschluß ein, und gab Anregung zur baldigen Behandlung dieser Frage seitens der Prinzipale; seine Ausführungen wurden beifällig ausgenommen. Es wurde vom Vorstand beschlossen, die Geschäftsinhaber zu einer Besprechung über den 8=Uhr=Ladenschluß einzuladen. Eine aufgelegte Liste verzeichnete bereits gestern abend 30 gesammelte Unterschriften. Bielefelder Musikverein Im heutigen Anzeigenteil findet sich das Verzeichnis der diesjährigen Musikvereins=Aufführungen, das hoffentlich viele Musikfreunde veranlassen wird. die Bestrebungen des Vereins durch Zeichnung eines Abonnements zu unterstützen.— Den bisherigen Abonnenten werden ihre Plätze bis zum 1. November freigehalten. Aus dem Theaterburean.4460 „Waterkant“ ist der Titel des neuesten Vunspiels von Richard Skowronnek, und dieser Titel dürfte wohl auch hier bald vovulär werden, wenn nach dem großen Berliner Erfolge, den das Werk dort erzählte, für hier geurteilt werden darf. Von starkem, ehrlichen Beifall getragen, wurde das Werk auch von der Berliner Kritik aufs wärmste begrüßt. Prächtige, dem Leben mit sicherer Beobachtung nachgeschaffene Figuren bieten den Darstellern dankbarste Aufgaben. Sie werden in unserm Theater von den Damen Crusius, Jung, Kittner, Margreiter, Mühlhan und Sandeck, sowie den Herren Garrison. Geissel, Härting, Kämmerer, Majewski und Mannstädt verkörpert werden. Die Regie liegt in den Händen des Herrn Oberregisseur Meißner. O Volksunterhaltungsabend Der nächste(39.) Volksunterhaltungsabend findet am Freitag den 28. Oktober, abends 8½ Uhr in Brinkhoffs Tonhalle statt. Der erste Teil des Programmes ist dem Andenken des Dichters Eduard Mörike(geb. am 8. Septbr. 1804, gest. am 4. Juni 1875) gewidmet. Mitwirkende sind: Frl. Toni Klein. Konzertsängerin aus Elverfeld, Frau Dr. Potthoft (Begleitung), ein Männerquartett und Herr Robert Garrison, Schauspieler des hiesigen Stadttheaters. Auf das Programm wird in einer der nächsten Nummern eingegangen werden. Die Personal= und Vermögensverhältnisse der Rekruten werden in diesem Jahre möglichst genau erforscht. Zu diesem Zwecke sind Lebensläufe anzufertigen, wobei in der Hauptsache vorgedruckte Fragen über Stand, Alter usw., besondere Fertigkeiten, eigenen Besitz oder den der Eltern an Grundstück, Viehstand, Hypothekenschulden usw., politische Zugehörigkeit usw. zu beantworten sind. Zunächst soll hierdurch der Bildungsgrad der Rekruten festgestellt werden, dann sollen die Arbeiten aber auch einen Anhalt für die spätere Ergänzung der Milttärschreiber, Handwerker, Militärtelegraphisten und Vertrauensordonnanzen bieten. ### Tobsüchtig wurde Donnerstag abend gegen 10 Uhr ein in der Oelmühlenstraße wohnender Mann namens Zimmermann. Die herbeigerufenen Mannschaften=der Brandwache konnten den furchtbar tobenden Menschen nur mit Mühe bewältigen und in das städtische Krankenhaus schaffen. = Meisterprüsung Vor dem Prüfungsausschuß der Handwerktkammer in Bielefeld hat die Meisterprüfung im Maurergewerbe abgelegt und bestanden: Herr Wilhelm Bohnenkamp, Vorgholzhausen, Kr. Halle i. Die Lage in Die„Deutsche Während im des ein Teil d von Trotha len am Omuramb Omaheke bis Kal hält, folgen Ober von Estorff wärts fliehenden und Eisebflusses. pen sind in dieser Anstrengungen ur von denen man machen kann, w mehrtägige gung zu überwin! weisen auch alle! platze darauf hin, Hereros auf ihr Flucht erlitten ho keit des Volkes,d Schutzgebiet gebr Daran ist nicht n bleibt ein hartes Häuptlinge, die die ohne Frage n die besten der Kr ben, müssen gefat Gelingt es ihnen fontein die östlich in das Britisch=B werden die englise gen haben, daß d der deutschen Ger den. Es muß üb die Landschaften die Verfolgung si gänzlich unerforsa Kaum ein Weißer roflusses Bescheid, wird nur ein klein sen in diesen ent gewesen sein. 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Aus dem uns okoll teilen wir folPunkte mit: Als Jahr 1905 wurden herren Hugo Rempel, mann, Friedrich Recseodor Droop und für chterstellen die Herren Detring, Karl Stahl, Eduard Gößling und rstand der Bürgerver* Kammer eine von mntlichen Arbeiten geAnhalten des d, zur Unterstützung abe der Kammer sei, es Bezirks, die diese ammer direkt an sichtet haben, bei dieunterstützen, soh die na des gestellten Anitlichen Arbeiten ab; der Kammer im Benster für diesen AnKammer bereits wiein der demnächstigen seisenbahnrats eintrent in Minden überters für Handel und inister für die Abgs= undAben dbligatorischen ausspricht und erebungen zu unterstütrinziptell die Berechder Ansicht, daß der unterricht an den obin dort, wo er beBevor die Kammer zräsidenten unterbreiitlichen Fortbildungsirks die Unterrichtsbnis dieser Umfrage denten mitgeteilt werund 8 Uhr:Ladenschluß imann=Stuttgart im a einen interessanten in erster Linie, daß nntnis über die Kaufanntlich am 1. Jarteil der Kaufmanns. darin, daß StreiErledigung finden, tlich der der Gewerdlichen Rechtsanwalts. zu den Kaufmanns. e der Prinzivale und das 30. Lebensjahr am Platze ansässig eran sprach Redner Inspektorinnen, die uungen der AngestellAusführungen über ß knüpfte sich eine erg, Inhaber der Firvarm für den 8=Uhrregung zur baldigen ens der Prinzipale; ifällig ausgenommen. lossen, die Geschäftsüber den 8=Uhr=Laifgelegte Liste ver30 gesammelte Unfindet sich das Verreins=Aufführungen, de veranlassen wird. urch Zeichnung eines — Den bisherigen dis zum 1. November s neuesten Lustspiels k. und dieser Titel Julär werden, wenn #lge, den das Werk werden darf. Von en, wurde das Werk fs wärmste begrüßt. scherer Beobachtung en Darstellern dankin unserm Theater Jung, Kittner, nd Sandeck, sowie issel, Härting, und Mannstädt liegt in den Händen ner. saltungsabend findet abends 8½ Uhr in er erste Teil des des Dichters Eduard 4, gest. am 4. Juni nd: Frl. Toni Klein. Frau Dr. Potthoft tt und Herr Robert sigen Stadttheaters. einer der nächsten geserrifr. verhältnisse tau erforscht. anzufertigen, Fragen über ten, eigenen ndstück, Viehhierestgestellt werch einen Anlitärschreiber, Verirqench10 Uhr ein in der n namens Zimmerinschaften=der Brandenden Menschen nur das städtische Kranit der HandwerksMeisterprüfung im standen: Herr Wilsen, Kr. Halle i. M Die Lage in Deutsch=Südwestafrika Die„Deutsche Kolonialzeitung“ schreibt: Während im Nordosten des Damaralan= des ein Teil der Truppen des Generals von Trotha die bedeutendsten Wasserstellen am Omuramba Uamatako und südlich der Omaheke bis Kalkfontein am Epukiro besetzt hält, folgen Oberst Deimling und Major von Estorff in zwei Kolonnen den ostwärts fliehenden Hereros längs des Epukiround Eisebflusses. Die Operationen der Truppen sind in diesen Gegenden mit Mühsalen, Anstrengungen und Entbehrungen verknüpft, von denen man sich einen schwachen Begriff machen kann, wenn man vernimmt, daß mehrtägige Durststrecken auf der Verfolgung zu überwinden waren. Dementsprechend weisen auch alle Meldungen vom Kriegsschauplatze darauf hin, wie enorme Verluste die Hereros auf ihrer nunmehr zweimonatlichen Flucht erlitten haben. Die Widerstandsfähigkeit des Volkes, das soviel Unheil über unser Schutzgebiet gebracht hat, ist gebrochen.— Daran ist nicht mehr zu zweifeln, aber noch bleibt ein hartes Stück Arbeit zu tun: Die Häuptlinge, die Treulosesten der Treulosen, die ohne Frage noch starke Scharen und wohl die besten der Krieger um sich gesammelt haben, müssen gefangen und gerichtet werden! Gelingt es ihnen aber in der Tat, bei Rietfontein die östliche Grenze zu gewinnen und in das Britisch=Betschuanaland überzutreten, so werden die englischen Behörden dafür zu sorgen haben, daß die Mordbuben entwaffnetund der deutschen Gerichtsbarkeit überliefert werden. Es muß übrigens betont werden, daß die Landschaften der Omaheke, durch welche die Verfolgung sich nach Osten zog, hisher gänzlich unerforsat und unbekannt waren. Kaum ein Weißer wußte nördlich des Epukiroflusses Bescheid, und auch von den Hereros wird nur ein kleiner Teil mit den Verhältnissen in diesen entlegenen Landstrichen bekannt gewesen sein. Allgemein aber galt das Sandfeld mit Ausnahme dreier West=Ost=Straßen für absolut wasserlos und demgemäß auch die Absicht der Hereros, hier durchzustoßen, für undurchführbar, falls sie nicht einem der oben erwähnten Wege folgten. Man hat sich jedoch insofern geirrt, als der Eisebfluß, der nicht zu diesen Wegen gezählt wurde, genügend bis dahin unbekannter Wasserstellen besaß, um wenigstens einem Teil der Hereros den Abzug nach Osten zu sichern.— Für die Lage an der Nordgrenze des Damaralandes ist es bemerkenswert, daß die Stationen, Grootfontein, Otjituo, Neidaus, Otavi und Amutoni(am Etosa=Salzsee) stärker bezw. wieder besetzt worden sind. Durch diese Maßnahme wird den versprengten Teilen der Hereros der Zugang zum Cvamboland gesperrt und zugleich etwaigen Gelüsten der gegen die portugiesischen Truppen siegreichen Ovambo, nach Süden vorzustoßen, entgegengetreten. Aus den portugiesischen Berichten über das unglückliche Gefecht am Kuneue bleibt zu verzeichnen, daß die Ovambo als gut bewaffnet und kriegerisch geschildert werden. Wenn daher auch der Hauptteil der innerhalb unserer Grenzen wohnenden Stämme als bisher ruhig undkriegerischen Svante Ghlsen Roman von Franz Rosen. 59)—(Nachdruck verboten.) „Elender!“ brach sie los;„mit jedem Wort sinkst Du tiefer in meiner Achtung.— Könnt' ich Dir's doch sagen, wie ich Dich verachte! Aber es rührt Dich ja nicht, Du bist ja nicht einmal zu beleidigen! Du läßt Dir ja alles gefallen! Du, der Mann, von einem Mädchen! Vielleicht, weil Du das Weib zu gering achtest, um Dich von ihm beleidigt zu fühlen? Und etwas so gering Geachtetes willst Du Dir vereinen? Wenn Dir das genügt— mir nicht. Ich will geachtet sein— wo ich geliebt werde, denn ich bin nicht dazu da, nur damit Du Deine Leidenschaften an mir austoben kannst. Dazu hast Du andere. Und ich selbst will achten können, wo ich lieben soll. Soll,— das allein schon ist ein Unding. Statt dessen lehrst Du mich täglich, Dich gründlicher zu verachten. Schleichst Dich als Betrüger in Knut Ohlsens Pachthof, nur weil Du zu feige bist, Deine ehrlosen Absichten offen zu bekennen!“ Sie brach ab, weil ihr vor Erregung der Atem versagte. Er stand ihr mit verschränkten Armen gegenüber und sah sie immer mit demselben unverschämten Lächeln an. „Du bist entzückend in Deinem Zorn! Warum aber entlarvst Du denn den Betrüger nicht, wenn Du ihn durchschautest: Das war doch wohl auch von Dir nicht ganz aufrichtig gehandelt?“ „Nein— Du hast recht. Ich glaubte, ich würde allein mit Dir fertig werden undwollte Knut Ohlsen den Aerger sparen. Lange kann es ja ohnehin mit Dir nicht dauern—“ „Es kommt darauf an, wie lange Du Dich sträuben wirst. Ich habe Geld genug, den Zins pünktlich zu zahlen.“ „Das ist das wenigste.„Knut, Ohlsen wird erfahren, daß die Wirtscha## zurückgeht — er weiß in seinem Gut Bescheid, trotz Möllerstift Am 2. Oktober wurde, wie wir schon mitteilten, in Brackwede das Möllerstift eröffnet, das zur Aufnahme von Kranken dienen soll Das in seinem Neußeren imposante Gebäude enthält eine ebenso schöne wie praktische Inneneinrichtung. Möge das Haus seinen segensreichen Zweck erfüllen. Unternehmungen abhold bezeichnet wird, so bleibt zu bedenken, daß eine Maßregel, wie die für die Zukunft beabsichtigte und unabänderlich notwendige Entwaffnung aller Ovambo auch die jetzt noch friedlichen dazu treiben kann, in die Fußtapfen des Nechale=Stammes zu treten, dessen veräterischer Ueberfall der Station Amutoni seinerzeit ein Eingreifen der gesamten Ovambo in den Hereroaufstand befürchten ließ. Die Lage im Süden des Schutzgebietes im Groß=Namaland— bedarf zwar noch der Klärung, dennoch aber scheint ein allgemeiner Ausstand aller Hottentottenstämme unausbleiblich, wenn nicht bereits in allen Landesteilen ausgebrochen zu sein. In Frage kommen neben den Witbois und Bondelzwarts die Hottentotten von Gochas, von Bethanien und Bersaba, ferner die Veldschoendrager, die Tseibschen und die Bastards Dirk Virlanders von Pella. Es darf aber als sicher angenommen werden, daß falls die beiden mächtigsten Stämme sich empört haben, die sämtlichen anderen ihnen folgen werden. Nähere Nachrichten werden vor der Hand kaum zu erlangen sein, da die Heliographenlinie Windhuk—Keetmannshop nach dem Ueberfall auf die Station Kuis und den am Grootbronkkaros=Berg gemeldeten Ansammlungen bewaffneter Hottentotten in den Händen des Feindes zu sein scheint. Die Unterbrechung des Lichtsignalverkehrs mit Gibeon ist zudem bereits gemeldet.— Wenn es daher auch bis zum Eintreffen näherer Nachrichten ein müßiges Beginnen ist, weitere Erwägungen über den Aufstand im Groß=Namaland anzustellen, so darf doch heute schon nicht übersehen werden, daß die offene Kriegserklärung Hendrik Witbois den Ernst der Lage verschärft. Er ist durch seine Kämpfe gegen die Deutschen in dem Jahre #935h der sationatbeld der Haferntasten ge. und dann wird er Dir seines Gebrechens den Pachthof wieder nehmen. „Du wirst ihm berichten, ich verstehe Dich — und Gutes wird das natürlich nicht sein. Mache nur nicht solch hochmütiges Gesicht! Aber darauf will ich es gern ankommen lassen. An dem Tage, an welchem Knut Ohlsen mir aufsagt, werde ich Dich von ihm fordern und ihm sagen, daß ich den Hof nicht ohne Dich verlasse. Und wenn er Dich mir nicht gutwillig herausgibt, so stecke ich ihm den Hof an. Das wird dann Deine Vergeltung ihrer Wohltaten sein.“ Dem Mädchen fuhr es eiskalt durch die Glieder; der schreckliche Doppelsinn seiner letzten Worte rührte ihre Seele auf. Sie bereute bitter, Svante gefolgt zu haben. Sie sah sich in die Enge getrieben und wußte keinen Ausweg. Indessen weidete sich Eikin an ihrer Erstarrung. „Svante Ohlsen war doch sehr schlau— daß er Dich nicht mitnahm!“ höhnte er.„Du lägst sonst vielleicht jetzt unten im Wasser oder wärest sonstwo hingegangen, wo ich Dich so schnell nicht gefunden hätte. Oder Du wärest mit ihm gerettet worden und versüßtest ihm seine freiwillige Verbannung—“ „Eikin!“ schrie sie auf. Sie hob unwillkürlich die Hand. Er griff danach und hielt sie fest. „Schlage nicht ein zweites Mal, Wildkatze! Ich bin Dir für das erste Mal den Lohn noch schuldig! Ich weiß, daß Du den Männern nachlaufen kannst— ich will nun erst recht nicht, daß Du mit mir spröde dust.“ Er hielt sie immer noch fest und es gelang ihr nicht, ihre Hand zu befreien. „Auf gewöhnliche Art ist mit Dir nichts zu machen. Ich werde zunächst versuchen ,Dich wie ein eigensinniges Kind zu behandeln und Dir eine Woche Zeit zum Ueberlegen lassen. Du hast mich lange genug genarrt. Ich will endlich zu meinem Recht kommen. Besinne Dich— und entscheide Dich. Es nützt Dir kein Zieren und Weigern, und wenn Du Dich nicht gutwillig gibst, so brauche ich Gewalt. worden und sein Einfluß reicht bis in die entserntesten Hütten am Meeresstrand und an den Grenzen der Kalaharisteppe. Tausende sehen auf ihn, und es wäre als ein Wunder zu bezeichnen, wenn nicht Hunderte gelber Krieger anderer Stämme seinem Winke folgten.— So müssen die Zustände im Süden des Schutzgebietes denn zweifellos als ernst bezeichnet werden, aber eins dürfen wir nicht vergessen: daß nämlich die Entwaffnung aller Hottentottenstämee das dringendste Gebot nach der Niederwerfung der Hereros bildete. Daß sich diese Entwaffnung in gütlicher Weise abgespielt haben könnte, werden nur krasse Optimisten zu behaupten wagen. Wenn die Hottentotten uns jetzt die Handhabe geben, energisch gegen sie vorzugehen, so ist nur der Zeitpunkt als ein zu früher bedauerlich; für uns aber bleibt die Hauptsache die: endlich Herren im eigenen Hause zu werden! Das ist die erste und vornehmste Bedingung für die spätere gedeihliche Entwickelung unseres Schutzgebietes! D. K. G. Aus Provinz und Nachbarschaft * Lippstadt, 21. Oktbr.(Ueber die Erregung.) die unter den hiesigen Katholiken dadurch hervorgerufen sein soll, daß dem Jesuitenpater Feldmann verboten wurde, Vorträge zu halten. wird uns mitgeteilt, daß die Vorträge noch nicht begonnen und ebenso wenig ein Verbot seitens der Kgl. Regierung in Arnsberg erfolgt ist. * Münster, 20. Oktober.(Vermißt.) Seit Sonntag abend wird ein Student von hier vermißt. Derselbe hat sich Sonntag nachmittag nach Wolbeck begeben, ist von dort mit dem Zuge 9.07 abends in sehr animierter Stimmung ohne Hut und Mantel nach Münster zurückgejahren. Nach seiner Ankunft auf dem hiesigen Bahnhof der Westfäl. Landeseisenbahn hat sich der betreffende Herr dort noch einige Zeit aufgehalten. Alsdann soll er allein fortgeIch nehme es ohne Bedenken mit Dir und der ganzen Sippe auf!“ „Rühre mich an!“ rief sie mit drohend blitzenden Augen,„und ich strafe Dich!“— Angst und Empörung raubten ihr fast die Besinnung. Noch immer lösten sich seine umklammernden Finger nicht von ihrem Handgelenk. „Und damit Du nicht auf den Gedanken kommst, Dich durch die Flucht zu sichern,“ fuhr er kaltblütig fort, ihre Worte überhörend, „so wisse, den Bauern am Leerfoß ist eine hohe Belohnung für wachsame Dienste versprochen. Es ist der einzige Weg über die Berge hinaus, und die Talenge ist schmal. Ich warne Dich— Du möchtest nicht urgesehen vorüber kommen.“ Er beobachtete sie scharf, während er sprach, und er sah, daß sie erbleichte; das befriedigte ihn und er begann nochmals schadenfroh: „Am Leerfoß ist es waldig, aber unterhalb, wo der Bauernhof liegt,, sind die Felsen nackt und kahl. Und blondes Haar wird mit Gold aufgewogen!“ Heiderun sagte nichts mehr. Sie fühlte, daß sie imstande sein würde, sich das Leben zu nehmen, ehe sie sich dem Verhaßten ergäbe, oder durch ihre Anwesenheit dem Selböhof Unheil brächte. „Laß mich los!“ sagte sie müde. Und da er einsah, daß er augenblicklich nichts weiter bei ihr ausrichten würde, gab er zögernd ihre Hund frei. Aber wie sie mit gesenkten Lidern, mit zuckenden Lippen, schön und stolz und hilflos, vor ihm stand, übermannte es ihn— er näherte sein Gesicht dem ihren. Sie schnellte empor und stieß ihn rauh zurück. „Du wolltest mir Zeit geben,“ sagte sie heiser.„Bestimme die Stunde, und dann komm' und hole Dir Antwort.“ Er nahm sich gewaltsam zusammen. „Ich gebe Dir zehn Tage. Am zehnten Tage, von heut' an gerechnet, in derMittagsstunde, erwarte ich Dich hier oben bei der Bielefeld, Sonnabend, 22. Oktober 1904 Ee dunrd dermasch, dah ihm ein ih fall zugestoßen ist. * Münster, 20. Okt.(Eine brasilianische Urwaldausstellung) wird gegenwärtig im Zoologischen Garten veranstaltet. Dem Naturfreunde ist dadurch die seltene Möglichkeit geboten, in übersichtlicher Aufstellung einmal alles beisammen zu sehen, was man sonst nur in Büchern beisammen finden kann und in Museen und Zoologischen Gärten nur zerstreut zu finden ist. * Münster i. W., 21. Okt.(Ein junger Dieb.) Ein zwölfjähriger Schüler wurde von der hiesigen Strafkammer wegen verschiedener Diebstähle, die er bei seinem Onkel mittels Einsteigens und Nachschlüssel ausgeführt hat, zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde durch die erlittene zweimonatige Untersuchungshaft als verbüßt erachtet. * Hattingen, 20. Oktober.(Eine reiche Kinderschar und eine vornehme Patenschaft) hat der hiesige Handelsmann Echternach. Seine Ehe ist mit nicht weniger als 11 Söhnen gesegnet. Beim siebenten Sohne hatte der Kaiser. beim achten Prinz Heisrich von Preußen, beim neunten der Prinzregent von Braunschweig und beim zehnten Prinz Friedrich Leopold von Preußen die Patenschaft übernommen. Bei dem am 22. August d. Is. geborenen Söhnchen hat unn der Kronprinz die Patenstelle übernommen; er hat dem neuen Weltbürger ein Patengeschenk von 50 Mark zukommen lassen. * Grevenbroich, 20. Okt.(Tödlicher Unglücksfall.] Ein verheiraieter Arbeiter aus Frimmersdorf, der in einer hiesigen Maschinenfabrik beschäftigt war, geriet gestern nachmittag unter eine in die Höhe gezogene Maschine. Durch einen Zufall fiel die Maschine zur Erde und schnitt dem Unglücklichen den Kopf vom Rumpfe ab. Die Leiche wurde in das hiesige städtische Leichenhaus geschafft. Der Verunglückte ist Vater von fünf Kindern. * Solingen, 21. Okt.(Die Typhusevidemie.) die vor einigen Tagen in der Ortschaft Flachsburg der benachbarten Bürgermeisterei Gräfrath ausbrach, hat eine weitere Ausdehnung erfahren. Gestern und heute wurden wieder sechs neue Erkrankungsfälle zur Anzeige gebracht, sodaß die Zahl der Typhuserkrankungen jetzt auf 59 gestiegen ist. Todesfälle waren glücklicherweise bisher noch nicht zu verzeichnen. Die Annahme, daß die Epidemie von Wald nach Gräfrath übertragen wurde. gewinnt immer mehr an Wahrscheinlichkeit. Die Kleider einer zu Wald am Typhus verstorbenen Frau wurden in einem offenen Waschbassin ausgewaschen, das in der Nähe des Brunnens liegt, aus welchem die Bewohner von Flachsberg ihr Wasser holten. Anscheinend ist Wasser des Bassins durch lockeres Erdreich nach dem Brunnen durchgesickert. In den letzten Tagen sind übrigens auch in einer Außenortschaft von Solingen einige Typhuserkrankungen vorgekommen. * Duisburg, 20. Okt.(Jähes Ende.) Heute vormittag wurde unter außerordentlich großer Beteiligung der 55jährige Fabrikbesitzer Friedrich Curtius=Brockhoff. Inhaber der bekannten Ultramarinfabrik und Vitriolfabrik Curtius hier. beerdigt. Der Mann war am vergangenen Sonntag in einem Hotel in Zürich, wo er auf einer Geschäftsrrise war, abends in den vermutlich nicht fest verschlossenen Schacht des Gepäckauizuges gestürzt und hatte so schwere innere Verletzungen davongetragen, daß er bereits am Tage darauf verstarb. Briefkasten Südwestafrika. Wenden Sie sich an das hiesige Bezirkskommando persönlich. Sie erhalten da am schnellsten erschöpfende Auskunft. Nach Südwestafrika werden nur solche Freiwillige entsendet, die bereits ausgebildet sind etichie, discr shesliscschasich, Kenn dane und bring' mir Bescheid. „Es ist gut, ich werde kommen.“ Ohne weitere Worte zu verlieren, schritt sie langsam, wie im Schlaf oder im Traum, an ihm vorbei, den Hügel hinab und dem Dorfe zu. Sie hatte ihm nicht gelogen; sie war fest entschlossen, ihm zur bestimmten Stunde irgend einen Bescheid zu bringen. Aber welcher Art dieser Bescheid sein würde, das wußte sie nicht. Einkin Garborg stand und sah ihr nach. Wut und Ungestüm verunstalteten sein Gesicht. Die Leidenschaft für das Mädchen von Trondiem raubte ihm Vernunft und Ehre— sein Geld und sein bequemes Leben. Aber zum erstenmale zeigte er Ausdauer— eine Ausdauer, der jedes Mittel und jeder Weg erlaubt dünkt, wenn nur das Ziel erreicht wird. Er fühlte, wußte und wollte nur das eine: Heiderun besitzen um jeden Preis. Er wollte sie ebenso klein, gedemütigt und entkräftet zu seinen Füßen liegen sehen, wie sie jetzt— er fühlte es wohl— über ihm stand. (Fortsetzung folgt.) Heitere Ecke Der Drucksehlerkobold. Wir lesen im „Zeitungsverlag“ folgendes aus einem Bericht über eine Festlichkeit:„Der Kommers wurde verherrlicht durch den tierstimmigen Gesang der Liedertafel.“(Am nächsten Tage) Berichtigung: Es soll in der vorigen Nummer heißen,„daß der Kommers durch den bierstimmigen Gesang der Liedertafel verherrlicht wurde.(Dritter Tag.) Selbstverständlich muß es in der vorigen Nummer heißen:„Der Kommers wurde verherrlicht durch den vierstimmigen Gesang der Liederteusel.“(Am vierten Tage.)„Wir bitten die geehrte Ludertafel, den gestrigen Druckfehler gütigst zu entschuldigen.“ Im zoologischen Garten. Der kleine Otto:„Vater, ich denke, ein Kamel hat nur einen Buckel, und das hier hat ja zwei?“ Vater:„Na, Du dummer Junge, denkst Du denn, es gibt keine buckligen Kamele.“ (Lust. Bl.) Eckhaus mit Laden Kostüme, Blusen und Besatz in reichhaltigster Auswahl. Neueste Samte in glatt, gepresst und gemustert. Hochmoderne Besätze in allen Ausführungen. Spachtelkragen 126643.263 Schleifen, Lavaliers, Gürtel. Sämtliche Futtersachen, Zutaten, Nähutensilien etc. Grösste Auswahl.— Billigste Preise. r Sca tags 12 Uhr, versteigere ich in Brackwede in meinem Auktionslokal bei Wirt Stranghöner: 20000 126920 1 Tresen, 2 KonsolSe. 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Altstädter Kirche Vorm. 10 Uhr: Pastor Lappe. Vorm. 11½ U.: Kindergottesd. Nachm. 4½ Uhr: Jungfrauenv. Abends 6 Uhr: Past. Trautermann. Dienstag abend 9 Uhr: Bibelstunde im Altstädter Jüng„lingsverein. Vonnerstag nachmittag 3 Uhr: Altstädter Frauenverein im Gemeindehause an d. Güsenstraße. Neustädter Kirche Vorm. 10 Uhr: Past. Waubke. Beichte und Feier des heil. Abendmahls. Nachm. 1¼ Uhr: Kindergottesdienst. Konfirmierte Mädchen von P. Waubke 2½ Uhr nachm. in der 11. Bürgerschule. KonI1. Bürgerschale. Wecchhschhng Abends 6 Uhr: Pastor Kuhlo. Montag abend 8½ Uhr: Bibelstunde in der Volkshalle. Pastor Kuhlo. Dienstag abend 8½ Uhr: Bibelstunde i. d. Kleinkinderschule an der Göbenstraße. Pastor Jordan. Mittwoch nachm. 3 Uhr: Neust. Frauenvereini. neuen Lutherstift. Mittwoch abend 9 Uhr: Bibelbesprechstunde i. christl. Verein junger Männer in der Volkshalle. Freitag abend 8½ Uhr: Bibelstunde im Bl. Kreuz=Verein im alten Lutberstift. **„ I#ten bergerstr., verrauflich. Off. u. 25178 an d. 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Frau. 226852 Meine Verlobung mit Fräu' Die Verlobung meinerTochter Lillu mit Herrn Karl Heining aus Lodz beehre ich mich ergebenst anzuzeigen. 226787 Frau Marie Hoffmann geb. Diekhaus. Fürstenau 1. H., im Oktober 1904. lein Lillu Hoffmann beehre ich mich ergebenst an“ zuzeigen. Karl Heining. Lodz(Russland), im Oktober 1904. A. Grage, große Räume, Speise= und Madchenkammer auf sofort od. päter zu vermieten. 26525,253* Bielsteinstr. 41. Große 126575,249 nerrschaftl. Wohnung, Etage, umständehalber auf gleich oder zum 1. April zu vermieten. Lützowstraße 12, Friedenstr. Ecke. Zum die 1. April 1905 ist N- I. Etage meines Hauses Siekerwall 4 an den städt. Anlagen, zu vermieten. Preis 1300 Mk.„255 Mertgen. Pauluskirche Vorm. 10 Uhr: Past. Kortmann. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesd. Nachm. 4 Uhr: Jungfrauenv. Nachm. 4½ U.: Jugendabteilung des Jünglingsvereins. Abends 6 Uhr: Past. Weinholz. Abends 8½ Uhr: Männer= und Jünglingsverein Kaiserstr. 68. Dienstag abend ½9 Uhr: Verein des Blauen Kreuzes im Konfirmandensaal. Mittwoch abend 9 Uhr Bibelst. im Jünglingsverein. Donnerstag nachmittag 3 Uhr: Paulus=Frauenverein Kaiserstraße 68. Donnerstag abend ½9 Uhr: Bibelstunde in der 4. Bürger# an der Heeverstraße. Hastor Hackländer. Donnerstag abend 8½ Uhr: Bibelstunde in d. Kleinkinderschule an der Feldstraße. P. Kortmann. Johanniskirche Kollekte f. d. Kinderheilanstalt in Salzuflen. Vorm. 10 Uhr: Pastor Knolle. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesd. Nachm. 3½ Uhr: Jugendabteil. Nachm. 4½ Uhr: Jungfrauenv. Abends 6 Uhr: Vikar Zimmermann. Abends 8 Uhr: Ev. Männer= und Jünglingsverein. Montag abend 8 Uhr: Nähverein in der Kinderschule in der Friedrichstraße. Mittwoch nachm. von 3½ bis 6 Uhr: Johannes=Frauenverein im Konfirmandensaal. Mittwoch abend 9 Uhr: Bibelst. im Männer= u. Jünglingsv. Freitag abend 8½ Uhr: Versammlung d. Blauen Kreuzes im Konfirmandensaal. Sonnabend abend 9 Uhr: Bibelbesprechung und Gebetstunde i. Konfirmandensaal. Manner und Jünglinge sind herzlich dazu eingeladen. Martini=Kirche r: Pastor l. d. Konfirmierten) Usener. Vorm. 10 Uhr: (Versamml. d. Konfirmierten Nachm. 2 Uhr: Kindergottesd. Nachm. ½5 Uhr: verein. Jungfr. Gunigfre auenAbends 8 Uhr: Männer= und Jünglings —#ngsverein.(Vortrag.) Dienstag abend ½9 Uhr: Blaukreuzverein im Vereinshaus. Mittwoch abend ½9 Uhr: Gemeindebibelstunde i. Vereinshaus. Reformierte Kirche. Vorm. 10 Uhr: Past. Vorster. Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienst. Evangel. Gemeinschaft, Mühlenstr. 12. Sonntag, den 28. Oktober. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienst. Vorm. 11¼ Uhr: Sonntagsschule. Abends 6 Uhr: Jugendverein.— Abends 7½ Uhr: Gottesdienst. Daptistengemeinde, Montag abend 8¼ Uhr: Ge= Bleichstraße 7. sang=Uebungsstunde.[Sonntag vormittag 9½ Uhr: Mittwoch abend 8¼ Uhr: Ge Predigt. betstunde. Vorm. 11 Uhr: Sonntagsschule. Donnerstag abend 8¼ Uhr: Nachm. 4 Uhr: Predigt. Altkatholische Gemeinde in Bielefeld Sonntag, den 23. Oktbr. Vorm. 9 Uhr: Oeffentlicher Gottesdienst in d. Neustädter Kapelle. Pfr. Czermak. Missionsarbeitsverein. Freitag abend 8½ Uhr: Bibelstunde. Jedermann ist freundl. einladen. Prediger Qnack. ge. Bischöfl. Methodistenkirche, Hermannstr. 24. 10 Uhr: Gottesdienst. Sonntagsschule Abends 6 Uhr: Gottesdienst. Dienstag abend 8½ Uhr: Bibelstunde. Jedermann ist freundlichst eingeladen. F. Jakob, Prediger. Abends 6 Uhr: Familienabend. Donnerstag abend 8½ Uhr: Gebetstunde. Jedermann ist herzlich eineladen. Prediger Schüttel. ge Kirchl. Anzeiger f. Gütersloy Sonntag, den 23. Oktbr. 1904. Neue Kirche 10 Uhr: P. Siebold. Alte Kirche 10 U.: P. Seippel. Neue Kirche nachm. 1¼ Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Seippel. llte Kirche nachm. Hast an““ natz, 4. 3 Uhr: Puse. Meinshausen. Montag, den 24. Oktbr. Abends 8½ Uhr: Bidelstunde d. Bl. Kreuzesi. Vereinshause. Dienstag, den 25. Oktbr. Abends 8¼ Uhr: Bibelstunde d. Jünglingsvereins im Vereinshause. Mittwoch, den 26. Oktbr. Abends 8½ Uhr: Bibelbesprechstunde i. Konfirmandenhause. Freitag, den 28. Oktbr. Alte Kirche 10 U: P. Siebold. Sonnabend, den 29. Oktbr. Neue Kirche 10 Uhr: Beichte: Past. Meinsbausen. Shnagbgengemeine!. Sonntag, den 23. Oktober, vormittags 10 Uhr: Gottesdienst u. Predigt. 228697 249 Von Narrhei die nicht wissen, wie verichtet man der Fi Diner ist schon ett „Gosling Gatherium Tagen an der Fr Sechzig Personen setz die Außenseite einer Tafel. Die Innensei auf welchem 30 Gän aus dem Ei gekroch Jede Gans war m dessen Pendant an weiblichen Gäste z1 jeder Dame war es Gans zu fangen u Federn bedeckten Rü abzuwischen!! Das ins Wasser, und sei sich die Federn zu pi sammelten reichlich? liche Anzeichen! - Erfroren an wurde bei Steinach bursche. Er trug die Der älteste M Rentner Rauheisen i Vollendung seines 10 Ausgebrannt ist das Lagergebäude Der Schaden ist bede Große Zahln: sind in Wien vorge einer Möbelstofffabri wollwarenfabrik, die klären mußten, betra Ein Beispiel teilen Hamdurger Bl wirt in Lockstedt spr allein anwesende Fra noch nicht fertig, erk Hierauf sah er die Ehemann herbei ur Patron hinaus. Die zünden, aber ein Sch Br F. Da Sie bein eine Kündigungsfrist Monaten bemesseni auf den Schluß eines F. 100. Die K monatliche Mietzahlu H. O. Das Zeug Dienst genügt, um Subalternbeamten zu wir in Erfahrung bri an solchen Anwärte empfehlen Ihnen da verschiedene Regierut werden in der Regel auf einem Landratsa Standesa Heepen. Für Gevoren: E Wilhelm Bekemeier, Friedrich Westerwell Wilhelm Habighorst burt. Maler Wilhelr Gustav Heinrich Kre Friedrich Wilhelm Heinrich August 2 Louis Leopold Kon bauer und Kleinhä breder, Heepen. Tochter: Ziegle Heepen. Invalide Oldentrup. Müller Altenhagen. Fabrik. Möller, Heepen. Ei arbeiter Friedrich Fabrikarbeiter Otto Sieker. Wirt und Hillegossen. Fabri Scheele, Sieker. Sch Sieker. Aufgeboten Hollmann, Sieker Wilhelmine Stellbri Friedrich Adolf Bei arbeiterin Pauline Sieker. Heizer FriSieker und Hanne Fabrikarbeiter Frie horst und Näherin§ Schmied Heinrich S und Näherin Anna Fabrikarbeiter Hein Fabrikarbeiterin Wi horst,-Sieker. Fal Huwendiek, Oldentri derike Wächter, B Fabrikarbeiter Gust und Marie August Gustav Adolf Blon Anna Maries Krons Verehelicht Heepen. und Marie Büscher, Bielefeld, Kramme, Heepen. Oldentrup, und En sergeant Friedrich K Sieckmann, Heepen. Herne. und Emma August Fleer, Heepes Landwirt Adolf Br Kiel, Elverdissen. kirchen, und Luise A arbeiter Gustav Mi hanne Kramer, Hill Gestorben: Auguste Rabe geb. Ernst Heinrich Pau alt. Martha Mathi harst, 5 Monate a ATestsartsche=Zeitung. Bielefeld, Sonnabend, 22. Oktober 1904 Vermischtes Wren wasche. Ein tüchtiger xpedient Osfert,. unter Tätigkeit und Gehaltsichen unter Chiffre 26426 e Exped. der Westfäl. 9 249 1. November ein tücht. Uiergesche 26904251 wem sagt die Exped. festfälischen Zeitung. e auf sof. einen jüngeren Bäckergesellen. eres Wiener Backhaus, auten. J8b32-54 sofort eventl. 1. Nov. er. gesucht ein 126447,249 Hotmaucnen er in besseren Haushalt Instmädchen ßerhalb, welches schon ierem Hause gedient hat schen kann, gegen hohen nd Reisevergütung. nelden Schillerstr. 36 p. ste F, 9 Gehrenberg 9. lückliche Geburteine: igen 226831 Jungen hocherfreut an d. Buddeberg u. Frau ine geb. Brinkmann. feld, 20. Oktober 1904. S eburt eines kräftigen Jungen n sich anzuzeigen go Kramer u. Frau. 226852 R Verlobung mit Fräu' illg Hoffmann beh mich ergebenst an“ n. Karl Heining. (Russland), im Oktober 1904. E g mit Fräuuhlmann, H. A. Kuhlversterbenen felmine geb. ergebenst an. upmann. den 24. Oktbr. Uhr: Bidelstunde nzest. Vereinshause. 1, den 25. Oktbr. Uhr: Bibelstunde ngsvereins im Verh, den 26. Oktbr. Uhr: BibelbesprechKonfirmandenhause. den 28. Oktbr. 10 U: P. Siebold. d. den 29. Oktbr. 10 Uhr: Beichte: insbausen. ogengemeindl. 1g. den 23. Oktober, mittags 10 Uhr: sienst u. Predigt. 226697249 # Von Narrheiten der New=Yorker Reichen, die nicht wissen, wie sie die Zeit totschlagen sollen, verichtet man der Frankf. Ztg.: Auch das HundeDiner ist schon etwas altes. Es wird von dem „Gosling Gatherium“ übertroffen, das vor einigen Tagen an der Fünften Avenue gegeben ward. Sechzig Personen setzten sich zu einer Mahlzeit an die Außenseite einer in Huseisenform arrangierten Tafel. Die Innenseite bildete ein künstlicher Teich, auf welchem 30 Gänse, die erst vor zwei Wochen aus dem Ei gekrochen waren, umherschwammen. Jede Gans war mit einem Bändchen geschmückt, dessen Pendant an dem Busen eines der dreißig weiblichen Gäste zu finden war. Die Aufgabe jeder Dame war es nun, die ihre Farbe tragende Gans zu fangen und sich mit dem von weichen Federn bedeckten Rücken des Tieres— den Mund abzuwischen!! Das Gänschen kam dann wieder ins Wasser, und seine erste Arbeit war natürlich, sich die Federn zu putzen. Das gewährte den Versammelten reichlich Amüsement!— Höchst bedenkliche Anzeichen! Erfroren aufgekunden wurde bei Steinach in Bayern ein Handwerksbursche. Er trug die Kriegsdenkmünze von 1870/71. Der älteste Mann im Allgäu, Rentner Rauheisen in Ohlings, ist kurz vor der Vollendung seines 103. Lebensjahres gestorben. Ausgebrannt ist das Lagergebäude der Wiesbadener Farbwerke. Der Schaden ist bedeutend. Große Zahlungseinstellungen sind in Wien vorgekommen. Die Verpflichtungen einer Möbelstofffabrik und einer Leinen= und Baumwollwarenfabrik, die sich für zahlungsunfähig erklären mußten, betragen 8½ Millionen Kronen. Ein Beispiel von Bettlerfrechheit teilen Hamburger Blätter mit. Bei einem Hauswirt in Lockstedt sprach ein Bettler vor. Als die allein anwesende Frau ihm sagte, das Essen sei noch nicht fertig, erklärte er, warten zu wollen. Hierauf sah er die Kochtöpfe nach. Da kam der Ehemann herbei und warf den unverschämten Patron hinaus. Dieser drohte das Haus anzuzünden, aber ein Schutzmann nahm ihn fest. Briefkasten F. Da Sie beim Abschluß des Mietsvertrages eine Kündigungsfrist haben und der Mietszins nach Monaten bemessen ist, so können Sie bis zum 15. auf den Schluß eines jeden Monats kündigen. F. 100. Die Kündigung besteht zu Recht, da monatliche Mietzahlung vereinbart ist. H. O. Das Zeugnis zum einjährig=freiwilligen Dienst genügt, um zur Laufbahn der RegierungsSubalternbeamten zugelassen zu werden.— Soweit wir in Erfahrung bringen konnten, ist ein Ueberfluß an solchen Anwärtern nicht vorhanden.— Wir empfehlen Ihnen daher, sich mit einem Gesuch an verschiedene Regierungen zu wenden. Bevorzugt werden in der Regel solche Anwärter, welche schon auf einem Landratsamt gearbeitet haben. Standesamts=Nachrichten (Nachdruck verboten.) Heepen. Für die Zeit vom 1.—15. Okt. 1904. Gevoren: Sohn: Schmied Heinrich Fritz Wilhelm Bekemeier, Heepen. Handarbeiter Karl Friedrich Westerwelle, Altenhagen. Pflasterer Friedr. Wilhelm Habighorst, Sieker. Eine uneheliche Geburt. Maler Wilhelm Bokermann, Sieker. Schlachter Gustav Heinrich Kralemann, Heepen. Fabrikarbeiter Friedrich Wilhelm Wessel, Sieker. Ziegler Friedrich Heinrich August Becker. Altenhagen. Schlachter Louis Leopold Konrad Schierenberg, Sieker. Neubauer und Kleinhändler Gottlieb Heinrich Heitbreder, Heepen. Tochter: Ziegler Friedrich Adolf Elkenkamp, Heepen. Invalide Ludwig Gustav Schlingmann, Oldentrup. Müller Ernst Heinrich August Nagel, Altenhagen. Fabrikarbeiter Karl Friedrich Gottlieb Möller, Heepen. Eine uneheliche Geburt. Fabrikarbeiter Friedrich Wilhelm Niekamp. Hillegossen. Fabrikarbeiter Otto Adolf Fritz Heinrich Wend, Sieker. Wirt und Bäcker Friedrich Gustav Nagel. Hillegossen. Fabrikarbeiter Friedrich Wilhelm Scheele, Sieker. Schlosser Friedrich Eduard Faust, Sieker. Aufgeboten: Fabrikarbeiter Karl Heinrich Hollmann, Sieker und Fabrikarbeiterin Auguste Wilhelmine Stellbrink, Stieghorst. Seiler Johannes Friedrich Adolf Bentler, Gadderbaum und Fabrikarbeiterin Pauline Friederike Elisabeth Niemann, Sieker. Heizer Friedrich Wilhelm August Hanke, Sieker und Hanne Friederike Luise Möller, Sieker. Fabrikarbeiter Friedrich Hermann Möller, Stieghorst und Näherin Hanne Karoline Heibrock. Heepen. Schmied Heinrich Simon Gustav Starke, Altenhagen und Näherin Anna Emilie Emma Läge, Altenhagen. Fabrikarbeiter Heinrich August Rüter, Sieker und Fabrikarbeiterin Wilhelmine Helene Laura Walkenhorst,-Sieker. Fabrikarbeiter Friedrich Wilhelm Huwendiek, Oldentrup und Näherin Johanne Friederike Wächter, Brake II, Gemeinde Elverdissen. Fabrikarbeiter Gustav Adolf Höwelmann, Stieghorst und Marie Auguste Banze, Stieghorst. Maurer Gustav Adolf Blome, Stieghorst und Dienstmagd Anna Maries Kronshage. Stieghorst. Verehelicht: Fabrikarbeiter Heinrich Ewert, Heepen. und Marie Höner, Heepen. Sergeant Karl Büscher, Bielefeld, in der Kaserne, und Emma Kramme, Heepen. Fabrikarbeiter Karl Huwendiek, Oldentrup, und Emilie Rüter, Herford. Polizeisergeant Friedrich Kramme, Bielefeld. und Emma Sieckmann, Heepen. Gerichtssekretär Robert Grewe, Herne, und Emma Repohl, Sieker. Rieselwärter August Fleer, Heepen, und Johanne Möller, Heepen. Landwirt Adolf Brand, Altenhagen, und Emilie Kiel, Elverdissen. Ziegler Adolf Lange. GelsenUrchen, und Luise Wiese, Brönninghausen. Fabrikatbeiter Gustav Mensendiek, Stieghorst, und Jodanne Kramer, Hillegossen..4.6, Henrigt. Gestorben: Witwe Friederite Henrielte Auguste Rabe geb. Stötefalke, Siefer, 43 Jahre alt. Ernst Heinrich Paul Westerhoff. Heepen, 1 Monat all. Martha Mathilde Henriette Siekmann, StiegKarst, 5 Monate alt. Emma Johanne Berning. Die Cruppenführer in den Kämpfen am Schaho Cama) Oku Die japanischen Befehlshaber Kuropatkin Stackelberg'. Die russischen Befehlshaber Zu unseren Berichten über die blutigen Kämpfe am Schaho veröffentlichen wir heute die Bilder der Truppenführer, die an den verschiedenen Gefechtstagen auf verantwortlichem Posten standen. Altenhagen, 8 Monate alt. Ehefrau Hanne Friederike Wilhelmine Huwendick geb. Beck, Stieghorst, 59 Jahre alt. Kolon Christoph Philipp Klarhorst. Sieker, 78 Jahre alt. Ehefrau Anna Marie Luise Nagel geb. Ledebrink. Altenhagen. 30 Jahre alt. Klara Wilhelmine Rethmeier. Altenhagen, 18 Tage alt. Frieda Anna Emilie Becker, Brönninghausen, 11 Monate alt. Als totgeboren: Ehefrau des Schlossers Gottlieb Dietrich Waterbör, Sieker, zwei Mädchen Zwillinge. Handelsnachrichten 5% Syndikatswesen. In Leipzig haben die Fahrradlaternen=Industriellen beschlossen, einen Verband deutscher Fahrradlaternen=Fabrikanten zu gründen zur Herbeiführung stabiler Preise. Die namhaftesten Fabrikanten haben ihren Beitritt erklärt.— Die Hannoversche Portland=Zementfabrik Akt.=Ges. wird, wie bereits bekannt ist, 4 Prozent gegen 0 Prozent Dividende im Vorjahre verteilen. Ueber die derzeitigen Syndikatsbestrebungen wird in dem Geschäftsbericht gesagt, daß trotz der vielen Versammlungen, die auch im abgelaufenen Jahre abgehalten wurden. eine Verständigung nicht zu stande kam und es sehr zweifeihaft erscheint, ob demnächst irgend ein Erfolg zu erwarten ist.— Das Kupferrohrsyndikat, dem sämtliche Kupferwerke Deutschlands angehören, ist nunmehr zu stande gekommen. In den nächsten Tagen wird das Syndikat mit Sitz Verkaufsstelle in Köln seine Tätigkeit aufnehmen. Neue Reichsbankanteile. Wir haben gestern bereits darauf hingewiesen, daß die Reichsbank noch 30 Mill. Mk. Reichsbankanteilscheine auszugeben hat. Die Bekanntmachung, daß dies geschieht, dürfte in den nächsten Tagen schon erfolgen, und die Zeichnung wird am 3. November stattfluden. Der Zeichnungspreis dürfte wahrscheinlich 144 Prozent betragen. Die letzt ausgegebenen 80 Mill. Mk. wurden am 18. Oktober 1900 zu 185 Prozent aufgelegt. Es heißt, daß diesmal die Zeichner neben dem Preise auch sämtliche Stempellasten zu tragen haben. = Wagenmangel und kein Ende Aus den rheinisch=westfälischen und aus anderen Industriebezirken wird gemeldet, daß der Mangel an Güterwagen sich wieder sehr bemerkbar macht. So lautet eine Meldung aus Essen, daß auf Anordnung des Wagenamts Essen den Zechen in den letzten Tagen nur 90 Prozent der Verhältniszahl auf Kohlenwaggons gestellt wurde; daher herrsche ein empfindlicher Wagenmangel. Unbestritten sind von den preußischen Staatsbahnen für das zweite Semester viel zu wenig neue Güterwagen bei den Waggonfabriken bestellt worden. Die interessierten Kreise halten dies für unbegreiflich, weil die Wagenpreise trotz der stetig steigenden Rohmaterial= preise noch sehr niedrig sind. Die Waggonfabriken klagen trotz recht guter Beschäftigung über niedrige Verkaufspreise bei fortwährenden steigenden Preisen der Rohmaterialien. Nationalbank für Deutschland. Die Aktien dieser Bank sind in den letzten Tagen stetig gestiegen und haben den Kurs von 127 Proz. erreicht, während sie vor ca. 8 Tagen noch 123 Prozent notierten. Der Grund der Steigerung ist ein ziemliches Geheimnis, denn man kann von keiner Seite etwas bestimmtes erfahren. Mitgeteilt wird, daß wohl eine Kapitalerhöhung in Aussicht stehe. Ob dies wahr ist, wird man bald hören. * Köln, 20. Okt. Das Kupferrohr= Syndikat, dem die sämtlichen Kupferrohrwerke Deutschlands angehören, ist nunmehr zustande gekommen; in den nächsten Tagen wird das Syndikat P### M. 5e.. mit dem Sitz und Verkaufsstelle in Köln seine Tätigkeit aufnehmen. Der Zinsfuß in London. Dielseitig, insbesondere an den deutschen Börsen, wurde für gestern die Erhöhung der englischen Zinsrate erwartet und man sah sich veranlaßt, von London aus zu telegraphieren, daß der Diskontsatz unverändert geblieben ist. Man dachte deshalb an eine Zinsfußerhöhung, weil die Goldausfuhr nach dem Kontinent stetig zunimmt und außerdem eine starke Spannung des Zinsfußes zwischen London und Berlin besteht. Die Londoner großen Finanzblätter sind jedoch fürs erste der Meinung, daß eine schärfere Steigerung der Zinsrate in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist. So schreibt der Economist. Auch der Statist glaubt nicht, daß eine Erhöhung des offiziellen Zinsfußes in naher Zeit erfolgen werde. Kleine Finanzchronik. Die Schultheiß Brauerei Akt.=Ges. Berlin schlägt 16 pCt. Dividende(i. V. 15 pCt.) vor.— In Wien ist die Textilfirma M. Gehringer Söhne insolvent. Die Passiven betragen 4300000 Kr., die Hypothekarschulden inbegriffen. Beteiligt find an diesem Bankerott inund ausländische Warengläubiger und ziemlich viel österreichische und ungarische Banken. Die Aktiven werden mit 2700000 Kr. aufgeführt. Eine Stundungsfrist bis Mitte Dezember wird angestrebt.— Die Wiener Firma Watt klagte auf Ungiltigkeitserklärung des Glühlampenkartells.— Im Konkurs der Spritfabrik Radecke gibt es aller Voraussicht nach nur eine Dividende von 0.88 pCt. Möglicherweise wird diese geringe Dividende durch die Hypothekenausfälle auch noch vermindert.— Die Fabrik chemischer und pharmazeutischer Präparate Akt.= Ges. in Hamburg wird ihr Geschäft aufgeben. Berliner Börse * Berlin, 21. Oktober. Im Einklang mit den Tendenzberichten aller maßgebenden Börsen des Auslandes verkehrte der heutige Markt in fester Haltung. Der Verkehr an sich hielt sich noch in engeren Grenzen, immerhin war eine gewisse Belebung nicht zu verkennen, die in erster Linie wohl der Erleichterung des Geldmarktes zu verdanken war. Die befriedigenden Betriebsausweise einiger lettender Bergwerksgesellschaften und der hoffnungsvolle Stimmungsbericht von der Düsseldorfer Montanbörse lenkte das Hauptinteresse auf Montanpapiere. Bevorzugt waren Bochumer mit 1¼, Laura und Harpener mit 2½ Prozent Avance. Bankaktien waren durchweg ¼ bis ½ Prozent gebessert, Kredit zogen ¾ Prozent an. Der Bahnenmarkt war wenig belebt; Lübeck=Büchener zogen ¼, Baltimore ½ Prozent an. Von fremden Renten waren Türken höher; Spanier und Chinesen nachgebend. Dreiprozentige Deutsche Reichsanleihe zogen per Ultimo 10 Pfg. an. Schluß fest. Privatdiskont 4 Prozent(Plus ⅛). Ultimogeld ca. 4½ Prozent. Tägliches Geld. 4 Prozent. * Produktenbörse Der Getreidemarkt war auch heute total geschäftslos. Infolge der schwachen Meldungen aus Ungarn und Amerika neigten die Preise nach unten, doch waren die Veränderungen nicht von Belang. Weizen= und Roggenlieferungen waren um ¼ Mark billiger zu haben als gestern. Da die Lage der Binnenschifffahrt sich bessert, ist prompte Ware vom Inlande etwas mehr zu haben, findet jedoch kaum Aufnahme. Die Forderungen für Auslandsware sind nicht ermäßigt worden. In Argentinien hat der an sich nicht mehr bedeutende Weizenexport den Umfang der Vorwoche ungefähr erreicht; der argentinische Maiserport ist erheblich zurückgegangen. Der preußische Saatenstandsbericht fand an der Börse wenig Interesse. Selbst die wichtige Feststellung, daß die Kartoffelernte nicht so schlecht ausgefallen ist, wie man erwartet hatte, kam nicht mehr überraschend. Mehl blieb im Preise unverändert; ebenso Hafer und Mais. Hafer ist vom Inlande ziemlich reichlich zu haben, doch sind die Preise den hiesigen Nehmern zu hoch. Rüböl behauptet seinen Wertstand. Kaffee Hamburg. 21. Oktober. Kaffee ruhig. Heutiger Umsaz 1500 Sack, Rio reel ordinary 37½, Jantos good average 37½. Bremen, 21. Oktober. Kaffee behauptet. Zucker Magdeburg. 21. Oktober. Preise für greifbaren Rohzucker Ausschließlich Verbrauchssteuer. Die Preise verstehen sich für 50 Kilogramm. Zucker, I. Produkt 88 Prozent ohne Sack 10,50—10,75, M., Nachproduckt 75 Proz. ohnd Sack—.— M. Tendenz: Stetig. Hamburg, 21. Oktober. Offiztelle Notierung. Oktbr. 22.05 B. 22,00 G.—.— bez. Baumwolle Bremen, 21. Oktober. Ruhig. Upland middl. Coko 51¾ Pfg. Liverpool, 21. Oktober. Umsatz 8000 Ballen, davon für Spekulation und Erport 500 Ballen. Tendenz: Amerikaner willig und 6 Punkte niedriger, Aegypter fest und unverändert, Brasilianer 6 Punkte niedriger. Amerikanisch(goode auf Lieferung ordinary=Klaufel): Ruhig. Oktbr. 5.25. Fettwaren Hamburg. 21. Oktober. Schmalz. Steam still, 37 Pfg., Kingan u. Ko. 38¼ Pfg., Hammond 38¼ Pfg., Swift. Pachinz u. Ko. 38¼ Pfg. Bremen, 21. Oktober. Schmalz uledriger. Joko, Tubs u. Ftrlin3 39 Pfg. Doppeleimer 39¼ Pfg. Schwimmend April=Lieferung. Tubs und Firkins—.—, Doppeleimer—— Speck stetig. Shor: loko— Pfg. Short clear Abladung—. Pfa. Metalle Amsterdam, 21. Oktober. Bankazinn 79 ¼/. London. 21. Oktober. Kupfer 60 d 60½ Pf. Er.— Zinn 131½ d 130¼ Pf. St.— Blei 12 5/16 St. P.— Zink 29 9/30 Pf. St. Glasgow. 21. Oktober. Roheisen. Mixed numbres warant: 20 g— d. Berlin. 21. Oktober. Rüdöl Otrdr. 41.1 9. Köln, 21. Oktober. Rüböl loko 18.90. Hamburg, 21. Oktober. Rüböl ruhig, loko 46,00 M.— Leinöl. fest, loko 36.50 B.— Petroleum stetig, lokv 6.90 U. Marktberichte Chieago. 21. Oktbr. Weizen per Oktoc. 11 4% Mais pei Oktbr. 51%, Hafer per Dez. 29¼ Schmal; per Okt. 7, 20, Speck niedrigster Prets 7.25, Roggen per Deib:. 79. Leinsaat per Oktbr. 1.10. Schluss des redaktionellen Tells. 7 Wasche Dich mit Ray-Seife bereitet aus Hühnerei. Deutsches Reichspatent. Preis pro Stück so Pfennige. Für Reklamen und Inserate verantwortlich Friedrich Steder, Visorch St Bieleseld. s 1538 8 — 1 90 #Käsesa Emmenthaler Schweizer Holländer Edamer Tilsiter Limburger Münch. Bierkäse Thür. 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März 1875(R. G. Bl. S. 311) und der Verordnung vom 3. September 1900 (R. G. Bl. S. 793) zur Erhöhung des Grundkapitals der Reichsbank noch auszugebenden dreißigtausend Anteilscheine der Reichsbank, lautend ein jeder über eintausend Mark, welche vom 1. Januar 1905 ab an den Erträgnissen der Reichsbank teilnehmen, werden hierdurch zur öffentlichen Zeichnung unter den nachstehenden Bedingungen aufgelegt: 1. Die Zeichnungen werden bei dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin und bei den sämtlichen Reichsbankhauptstellen, Reichsbankstellen und Reichsbanknebenstellen mit Kasseneinrichtung am 3. November 1904 2 3. 4. 5. Her's Haarfärbemittel, Flacon 1 Mk. Erfolg u. Haltbarkeit garantiert. K. Gehringer, Damen= und Herren=Friseur, Niederwall 13. J249 6. Bäcker u. Konditoren! Sämtliche Bedarfsartikel billigst bei 26720,307 Aug. Corvey, Kreuzstr. 1. II Butter, Käsel! direkt aus d. Molkerei, je 10 Pid. 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Das eine Exemplar des Anmeldescheins erhält der Zeichner mit der Bescheinigung der Zeichnungsstelle über die erfolgte Zeichnung zurück. Zugleich mit der Zeichnung muß eine Anzahlung von 10 Prozent des gezeichneten Nennbetrags mit 100 Mark für jeden Anteilschein bar eingezahlt werden. Die Zuteilung erfolgt in kürzester Frist. Sobald sie stattgefunden hat, wird ihr Ergebnis den Zeichnern bekannt gegeben. Zugleich werden dieselben aufgefordert, bei ihren Zeichnungsstellen gegen Rückgabe des in ihren Händen befindlichen Zeichnungsscheins und gegen Erstattung der vollen nach dem Reichsstempelgesetz vom 14. Juni 1900(R. G. Bl. S. 275) von der Reichsbank zu entrichtenden Stempelbeträge für jeden zugeteilten Anteilschein einen Bezugsschein in Empfang zu nehmen und das im Verhältnis zu den zugeteilten Beträgen zu viel gezahlte Angeld abzuheben. Die Bezugsscheine werden von dem Reichsbank=Direktorium ausgestellt und enthalten die Quittung über die Zahlung des Angelds. Sie lauten auf den Namen der ersten Zeichner und können durch das Ausfüllen der auf ihrer Rückseite befindlichen Indossamente übertragen werden. Für die Form der Indossamente kommen die Bestimmungen der Artikel 11 bis 13 der Wechsel=Ordnung in Anwendung. Die ersten Zeichner bleiben für die Vollzahlung der ihnen zugeteilten Anteilscheine verhaftet; erfolgt dieselbe nicht rechtzeitig, so verfällt der darauf nach Ziffer 4 gezahlte Betrag dem Reservefonds der Reichsbank als Vertragsstrafe. Für die Anteilscheine können sogleich nach der Zuteilung Teil= und Vollzahlungen geleistet werden. Letztere müssen jedoch spätestens bis zum 29. Dezember d. J.(einschl.) erfolgt sein. Alle Zahlungen sind bei dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere oder bei einer beliebigen Reichsbankhauptstelle, Reichsbankstelle oder Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung unter Vorlegung des Bezugsscheins zu leisten, auf welchem Quittung geleistet werden wird. Ueber eine Voll= bezw. Schlußzahlung kann letztere jedoch nur von dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere zu Berlin oder einer Reichsbankhauptstelle oder einer Reichsbankstelle gültig erfolgen. Die Reichsbanknebenstellen vermitteln nach Erhalt solcher Zahlungen lediglich die Ausstellung giltiger Quittungen an zuständiger Stelle. Aus Bezugsscheinen, auf welchen über die Vollzahlung nicht quittiert ist, können vom 30. Dezember d. J. ab irgend welche Ansprüche gegen die Reichsbank nicht mehr geltend gemacht werden. Der Umtausch der Bezugsscheine gegen Reichsbank=Anteilscheine finden nach näherer Bekanntmachung des Reichsbank=Direktoriums in den ersten Monaten des Jahres 1905 statt. Die Aushändigung der auf den Namen der Zeichner ausgefertigten Anteilscheine erfolgt gegen Rücklieferung der Bezugsscheine. Hat ein Uebergang des Eigentums eines Bezugsscheines stattgefunden, so wird dies auf dem Anteilschein vermerkt. Zur Prüfung der Legitimation des Einlieferers ist die Reichsbank berechtigt, aber nicht verpflichtet. Auf einen Schriftwechsel lassen sich die Zeichnungsstellen nicht ein. Auswärtige haben Bevollmächtigte zu bestellen. 255 Berlin, den 5. Oktober 1904. Der Reichskanzler. wie nebenstehende Abbildung, da viele wertlose Nachahmungen angeboten werden. Alleiniger Fabrikant: Fritz Schulz Jun. Akt.-Ges., Leipzig. Jeder weiß gewiß schon, wohin er sich wendet, wenn er für die Familie Waren aller Art oder für den Mann oder Sohn einen Anzug u. dergl. kaufen u. sein sauer und schwer verdientes Geld sparen will, der werte selbst Cognac mit und Aroma Essenzen, s Grundstoffen des streng f. werden. Rel „Lichtherz sischer Wein In Deu = Man überzeug Niemals lose, nur ir padne*** 1.25 MI — Wertvolle Brosc Haushalt“ völll, Otto Reiche Grösste Spe Niederlagen in gan Man nehme Extract mit anderes. 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Es gereicht mir zur Freude, Euerer EExcellenz mitteilen zu können, daß die Truppen des Armeekorps während der diesjährigen Manöver überall von der Bevölkerung freundlichst Aufnahme gefunden haben. Euere Excellenz bitte ich, der Bevölkerung und den bei Regelung der Einquartierung 2c. beteiligten Verwaltungsbehörden, welche hierbei den Militärbehörden gegenüber das größte Entgegenkommen gezeigt haben, meinen verbindlichsten Dank ausdrücken zu wollen. Der kommandierende General. gez. Frhr. von Bissing. Verdingung. Die Lieferung der in der Unteroffizier= und MannschaftsMenage des hiesigen Bataillons notwendigen Verbrauchsartikel soll für die Zeit vom 1. November 1904 bis Ende Oktober 1905 in einem Lose oder getrennt vergeben werden und zwar: Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Reis, Kaffee, sowie Gemüse und Gewürze. Offerten mit der Aufschrift Viktualien“ sind bis zum 24. d. Mts. erneut auf dem Geschäftszimmer des Bataillons (Kaserne) abzugeben, woselbst von den gestellten Bedingungen Einsicht genommen werden kann. Eröffnungstermin findet dortselbst am 24. d. Mts., 12 Uhr mittags, statt.„„ 226573=249 Zu gleichem Termine soll das epulicht der unteroffizier= und Mannschafts=Küche vergeben werden. II. Batl. Regiment Grat Bdlow Nr. 55, Bieleteld. Konknrsverfahren. In dem Konkursverfahren über den Nachlaß des verstorbenen Spediteurs Gustav Hartmann in Bielefeld ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis und zur Beschlußfassung über die nicht verwertbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf(25829 den 19. November 1904, vormittags 10 Uhr vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Zimmer Nr. 9. im Amtsgerichtsgebäude bestimmt. Bielefeld, den 20. Oktober 1904. Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts, Abt. 6. Bekanntmachung Bei der heute vorgenommenen Gemeinde=VerordnetenWahl in der Gemeinde Gellershagen ist für die Wahlperiode 1904/9 nach Vorschrift der Landgemeinde=Ordnung zu Gemeindeverordneten gewählt: Landwirt Eduard Lücking von der 1. Wahlabteilung.„„„„ Es wird dieses mit dem Bemerken berannt gemacht, daß etwaige Einsprüche gegen die Gültigkeit der Wahl 2 Wochen nach dieser Bekanntmachung beim Gemeinde=Vorstande anzubringen sind. Schildesche, den 19. Oktober 1904. Der Amtmann: Goede. * 03000000000000000000 eweinrestazrun. Fir.. Kurtige 0 Biermanns Weinstuben 0 0 8 Hagenbruchstrasse 8. 0 CHeute Samstag abend gelangt der erste 0 Weinmost zum Ausschank. 92655 Ph. Hartig. 5000000000000000000 Stadscheafer. Sonnabend, d. 22. Oktober 1904 Vorstellung zu kl. Preisen. # Könlg Oedipus. Tragödie von Sophokles. Antidone. Tragodie in 3 Akt. v. Sophokles Anfang 7½ Uhr. Sonntag Die schöne Ungarin. Gesangsposse in 4 Akten von W. Mannstädt u. A. Weller. Mus v. G. Steffens. Anf. 7 Uhr. Montag:(zum ersten Male): - W a t e r k a n t. Schauspiel in 3 Aufzügen von R. Skowronnek. 126791 SthafzeiEhlereilzier-Bun am Sonnabend, den 29. Oktober 1904 — Johannisberg.— Anfang des Konzertes pünktlich 8¼ Uhr. Anfang des Balles„ 10„ Der Vorstand. Karten für Herren à 1 Mk., für Damen 9,50 Mk., sind an der Kasse sowie bei den SchützenUnteroffizieren zu haben. 226763.254 Katskeier Inh.: Emil Müller.(26832 Frischer Wein-Most.= Während der Saison täglich: Prima holl. Austern, fr. Hummer, Beluga Malossol Caviar etc. Theater inkl. Leder =Etut von Mr 8 an. E. Wittmeuer Optiker, Obernstraße Stadt. Urchester Sonntag, den 23. Oktober 1904, nachmittags 4 Uhr: 33. Abonnements=Konzert der Schützengesellschaft auf dem Johannisberg. Vorverkaufskarten gelten. An der Kasse 50 Pfg. Abends 8 Uhr: 126803 in Remtes Theatersaal Familien=Unterhaltung. Eintritt incl. Programm 20 Pf. Welt-Restaurant H.Fust Sothn A—pter, Kreuzstr. 18. nachmittags von 4 Uhr ab: vorm. Krümpfe Sonntag, den 23. 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Hochteiner Holänder Käse Pfd. 48 Pfg. ## Baunusschuß In der gestrige Heizungsanlage in Krankenhauses anzu ten Herrn Klosterme werblichen Fortbildi angelegt werden, mit plässer betraut wurd weges wird in Auder Untersuchung di Ausbau der Johan legende Gasleitung gelegt werden. Die schen Grundstück soll Grunderwerbsverhand geleitet und nötigen eignung erworben n Hermannstraße bis tenlinie festgesetzt w# Wohnung in dem fi erforderlichen Kosten Mehrkosten der Stra nachbewilligt. Die Sparrenbergpromenad Gebiet liegen, wird Den Vorschlägen üb Rathauses wird vom Instandsetzungskosten bewilligt. Sammeln Gie unsere Bons, dieselben haben Wert! Besitzwechsel Der Bäckermeist Detmolderstraße Nr. sitzung für 57 000 M sing in Schildesche ternehmer Heinr. 9# derstraße 54 für 28( Herrn Emil Eiler beiden am 1. April ## am Dem hiesigen ist die staatliche Konz X Der Taubstumme hält am Sonntag na hause seine Versamn 12 Uhr mittags in de für Taubstumme statt Sonntag Stadttheater. Konzert. Johar Apollotheate Zentralhalle. Zur Neustadt“, Hum. Unterhal Rest. Burkhard, Zit Tanz: Bergholz, Beweckenhort Vielefelder Reichshalle. Segcr- dersi i au ueder Vogt. Ha Wellmanns Piebeler, Kr Richters Gar Restaurant Brinkhoffs Ti Restaurant zu F. Remke. Familien W. Wöhler. Humor Gesangv. Deutscher Schildesche, Vaterl. Herford. Obst= u Montag, den Stadttheater. Wal Zur Neustadt“. De Avollotheater: K Zentralhalle. Ba Aus Provinz # tt. Halle i. A heute hier stattge angetrieben 3 Küt 81 Wagen und 1 war lebhaft und Ferkeln mit 14—1 und Kühe mit 300 Minden, wählte den Erste Minden, Landwir steher Meynert=Wu Provinziallandtag ferner als Mitgli fr. Rittergu Kiterautsbesitzer Kanning=Stemmer. kasse und der Kreis abgenommen und der Kreissparkasse des Reservefonds Summe wird für bahnen) verwendet sond zugeschrieben. Uchte erbrachte ein Ausgabe 207000 M Einnahme 36 167 Einstellung einer für Prämien für Fenzarmen wurde seeisausschuß die denfalls aus dem Selohnungen zu ge Zpangskbrordnung E, bestehen im Kre schlossen wurde di Landw. Kreisvereit auf den Kre 800 Mark Zuschuß Eine ist gefunden Dorfe Züll Sonntag über den M Polizei erst * Ein Po Am Am Königsberg Sinige wie die en, weil haben, gewandt irma in 10. 6, Zimmerstr. 19 ennte Räume für weibl. Stellungsuch. seibliche Stellunggen. 2—1, 3—7 Uhr. 3—6 Uhr. eilung erfolgt durch me. 117989,2292 stenlos. Vermittelung weibl. n Fällen 25 Pfg. vensmittel arnspr. 970. Otzd. 30 Pig. -Dose 2.25 hs, 10 Mk. sichen fe. in Oel an. Käse Pfd. 35 Pig. Pfd. 48 Pig. Bons, ert! In der gestrigen Sitzung wurde beschlossen, die Heizungsanlage in der Leichenhalle des städtischen Krankenhauses anzulegen und sind die Mauerarbeiten Herrn Klostermeyer übertragen.— In der gewerblichen Fortbildungsschule soll elektrisches Licht angelegt werden, mit deren Ausführung Herr Schlingplässer betraut wurde. Die Kanalisation des Lastweges wird in Aussicht genommen, falls sich bei der Untersuchung die Notwendigkeit ergibt. Beim Ausbau der Johannesstraße soll die neu zu verlegende Gasleitung auf die Westseite der Straße gelegt werden. Die Alsenstraße neben dem Schmidtschen Grundstück soll offengelegt werden. Die bez. Grunderwerbsverhandlungen sollen mit Schmidt eingeleitet und nötigenfalls das Grundstück durch Enteignung erworben werden. Für die Südseite der Hermannstraße bis Sadowastraße soll eine Vorgartenlinie festgesetzt werden. Zur Einrichtung einer Wohnung in dem früheren Isolierhause werden die erforderlichen Kosten mit 1000 Mark bewilligt. Die kosten„der„Straßensprengung pro 1904 werden nachbewiuigt. Die Instandsetzung der Fußwege zur Sparrenbergpromenade, sowbeit solche auf städtischem Gebiet liegen, wird für 1905 in Aussicht gestellt. Den Vorschlägen über die Verwendung des alten Rathauses wird vom Bauausschuß zugestimmt. Die Instandsetzungskosten des alten Rathauses werden bewilligt. sten von Strolchen überfallen worden. Er wurde mit Steinen beworfen und im Gesicht verletzt, konnte aber noch zwei scharfe Schüsse abgeben und hierdurch die Wache alarmieren. Täter sind entflohen. Beim Soldatenspielen wurde einem Knaben in Sünching in Bayern durch Platzen eines mit Pulver gefüllten Gewehrlaufs der Kopf vom Rumpf gerissen. Explosion Unter fürchterlichem Knall explodierte in Ailvingen, dem„Elsässer" zufolge, ein Hochofen der Fentscherhütte. Durch herausströmende Erzmassen wurde ein Arbeiter getötet, acht mehr oder minder schwer verletzt. Gerichtssaal Besitzwechsel Der Bäckermeister Adolf Sellhausen, Detmolderstraße Nr. 51 verkaufte seine Besitzung für 57,000 Mark an den Bäckermeister Büsing in Schildesche; ferner verkaufte der Bauunternehmer Heinr. Korte seine Besitzung DetmolGaum Emit Ef 28 090 Mark on den Fabrikanten cerrn Emit Eirerv. Die Uebergabe erfolgt bei beiden am 1. April 1905 sie Sieenahich. Konservatorinm int die staatliche Konzession erteilt worden. X Der Taubstummenverein Ravensberg hält am Sonntag nachmittag im Evangel. Vereinshause seine Versammlung ab. Vorher findet um für Taubstumme Tageskalender Sonntag, den 23. Oktober 1904 Stadttheater. Die schöne Ungarin. 7 Uhr. Konzert. Johannisberg(Ochs) 4 Uhr. Apollotheater: Künstlervorst. 11½, 4. 8 Uhr. entralhalle. Varieteevorstellung, 4, 8 Uhr. 11% 4 u. 8 Uhr Weltrestaur. H. Fust. Rest. Burkhard, Zitherkonzert. Tanz: Bergholz, Gadderbaum. Beweckenhorn. Bielefelder Konzerthaus. Reichshalle. Senker, Herforderstraße. Stockbrügger, Turnerstraße. W. Vogt. Hallerweg. Wellmanns Tivoli. Wiebeler, Kreuzstraße. Richters Garten. Restaurant Transvaal. Brinkhoffs Tonhalle. "„ Restaurant zum Siegfried. g0. Joszsf Familienunterhaltung. 8 Uhr. Gesangg dumoritischer Abend. Liederkranz, Stiftungsfest. Schildesche, Vaterl. Frauenverein, Kirchenkonzert. 5. Obst= und Gartenbauausstellung. § Gütersloh, 20. Okt.(Schöffengericht.) Vorsitzender Herr Amtsgerichtsrat Paloske. Als Schöffen waren erschienen die Herren Meier Wilhelm Schulte auf Erley zu Avenwedde und Fabrikant Gottfried Gerlach von hier. In folgenden Sachen wurde erkannt: 1) Der Metzgergeselle Friedrich Lobschatt und der Metzgergeselle Aug. Zöllner beide von hier, stehen wegen Diebstahls und Betrugs bezw. Diebstahls, Hausfriedensbruchs und Körperverletzung unter Anklage. Der Angeklagte L. hat am 13. Juni d. Is. bei dem Händler Düpmann in Harsewinkel unter der falschen Angabe. er bitte um ein Darlehn für den Metzgermeister Ludwig Gewerin in Gütersloh, 5 Mark erschwindelt; einige Wochen später h at L. dann dem MetzgerSewerin vier Schinken im Werte von 50—60 Mark entwendet. Der Angeklagte Aug. Zöllner ist am 2. Juli d. Is. widerrechtlich in dem befriedeten Besitztum des Metzgermeisters Ludwig Sewerin eingedrungen, hat dann 5½ Pfund schinkenwurst im Werte von 6.30 Mk. entwendet und dann den hinzugekommenen L. S. mit einem Stocke mißhandelt und sich überdies des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht. Lobschatt erhielt eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten und 1 Woche: Zöllner erhielt eine Gefängnisstrafe von 4 Wochen. 2) Der Händler Heinrich Stedtfeld hier. Nr. 421, wollte eines Tages die hiesige Eisenbahnsperre mit zwei Körben passieren. Dabei bedrohte und beschimpfte er den diensttuenden Beamten. Den Stedtfeld traf heute eine Geldstrafe von 10 Mk. bezw. 2 Tage Gefängnis. ∆ Königsberg, 21. Okt. Wegen Gattenmordes hatte sich der Besitzer Ofschani vor dem Schwurgericht in Lyck(Ostpreußen) zu verantworten. Er war geständig, seine Frau aus Verzweiflung über jahrelunge schlechte Behandlung erschossen zu haben. Die Geschworenen erkannten auf Totschlag und billigten ihm mildernde Umstände zu, worauf er zu 3 Jahren Gesängnis verurteilt wurde. Verbrechen gegen das Gesetz über den Verrat militärischer Geheimnisse bezieht, ist auf Verfügung des Oberreichsanwalts eingestellt worden. Grubenunglück ###ssen, 22. Oktober. Auf der Zeche Lochringen wurden zwei Arbeiter durch herabstürzende Gesteinsmassen erschlagen. Ein dritter wurde durch einen Sprengschuß getötet. Auwerbungen für russische Schiffsbauten n 31#1, 22. Okt. Russische Agenten Maschiners, Oitseehälen Schiss, und merst an au für die russische Kriegsschilfs. Verkehrsunterbrechung infolge Nebels &a Antwerpen, 22. Oki. Infolge dichten Nebels ist der gesamte Schiffsverkehr auf der Schelde lahmgelegt. Seit 48 Stunden sind Schiffe weder ein= noch ausgefahren, eine Tatsache, die seit Menschengedenken nicht zu verzeichnen gewesen ist. Goldsunde ( Antwerpen, 22. Okt. Die„KongoRevue“ berichtet, daß im Kassai=Gebiet Goldlager entdeckt worden sind. Ein Eisenbahnauschlag cmp; Paris, 22. Okt. Gestern nacht entgleisten in Choucy be oi Blois zwei Züge; die Entgleisung war durch einen böswilligen Akt herbeigeführt; 3 Personen wurden getötet, 8 schwer und eine größere Anzahl leichter verletzt. und nimmt keinen Bezug auf den Krieg zwischen Rußland und Japan. Die Note soll in wenigen Tagen abgehen. Aeberschwemmung. X Algier, 22. Oktober. Ein starker wittersturm hat auf Ainsefra gewütet. Der Fluß trat, über die User und zerstörte die Hälfte des der Opfer ist sehr groß. Mehnere Leichen wurden aufgefunden. Briefkasten W. S. Marktstandsgeld haben Sie nur zu entrichten, wenn Sie auf dem Marktplatze auch einen Platz veanspruchen. Handelsnachrichten Verhaftung des Kassenboten Jenner A Wien, 22. Oktober. Der wegen Unterschlagung von 235000 Kronen zum Schaden der Zentralbank deutscher Sparkassen steckbrieflich verfolgte Bankdiener Jenner wurde hier in der Wohnung eines Photographen verhaftet. D Wien, 22. Oktober. Mit dem verhafteten Bankdiener Jenner wurden noch zwei Mitschuldige festgenommen, ein gewisser Ludwig Pflick, der einen Teil des Geldes zur Aufbewahrung übernommen hatte, und der Photograph Bruchbucher, der dem Jenner Unterschlupf gewährte. Die Polizei fahndet auch noch nach dem Diener der Alpinen=Gesellschaft, Gottstein, der von Jenuer 137000 Kronen zur Aufbewahrung übernahm. Wie die Erhebungen ergaben, unterschlug Jenner außer der bekannten Summe noch zwei Briefe mit 40000 Kronen Inhalt. Politische Differenzen im englischen Kabinett at London, 22. Oktbr. Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, sind zwischen Curzon und Lord Lansdowne ernste Meinungsdifferenzen ausgebrochen, worauf auch die Verzögerung der Reise Curzons nach Indien zurückzuführen sei. Die Differenzen haben ihren Ursprung in der Absicht Curzous die jetzigen Schwierigkeiten Rutzlands dazu zu benutzen. nicht nur Hand auf Tibet zu legen, sondern auch die Politik hinsichtlich Afghanistan energischer zu gestalten. Kitchener soll mit der Absicht Curzons einverstanden sein, während Lord Lansdowne vorsichtiger sei und sich mit allen Kräften gegen eine Rußland feindliche Haltung sträube. Montag, den 24. Oktober. 1904 Stadttheater. Waterkant. 8 Uhr. zur Neustadt". Damenorchester Hütter. 7 Uhr. Apollotheater: Künstlervorstellung 8 Uhr. Zentralhalle. Varieteevorstellung, 8 Uhr. Aus Provinz und Nachbarschaft . tt. Halle i. W., 20. Okt.(Markt.) Zu dem heute hier stattgehabten Monatsviehmarkte waren angetrieben 3 Kühe und 1 gr. Schwein, angefahren 81. Wagen und 1 Karre mit Ferkeln. Der Handel wur tevhaft und wurde das Paar 6 Wochen alte Ferkeln mit 14—18 Mk., Stangen mit 80—32 Mk. und Kühe mit 300—330 Mk. bezahlt. 21. Oktbr.(Der Kreistag) wählte den Ersten Bürgermeister Dr. JohansenPinden, Landwirt Rehling=Petershagen und VorB# behnert=Wulferdingsen zu Abgeordneten zum ###ovinziallandtag für 1905/10 einstimmig wieder; ferner als Mitglieder der Landwirtschaftskammer Ritersne itt gubesitzer Schmidt=Wietersheim, „egulsbesitzer Fr. Caesar=Rothenhof und Kolon Kanning=Stemmer. Die Rechnungen der Kreissparkasse und der Kreis=Kleinbahnen für 1903/4 wurden abgenommen und genehmigt. Die Zinsüberschüsse der Kreissparkasse betrugen 109000 Mk., die Zinsen des Feservefonds 26 306 Mark. Die Hälfte dieser Summe wird für Kreiszwecke(besonders Kreissahnen) verwendet, die andere wird dem Reservesond zugeschrieben. Die Kreisbahnlinie Mindenuchte erbrachte eine Einnahme von 208000 Mark, Ausgabe 207000 Mark, die Linie Minden=Eickhorst Finstahnug. 167 Mr. Ausgabe 35 990 Mark. Die zellung einer besonderen Summe in den Etat für Prämien für recht tüchtige und pflichteifrige Srusangien wurde abgelehnt, jedoch wurde dem denfanz“uß die Ermächtigung erteilt, vorkommenBelohnungen einen Dispositionsfonds zu gewähren. Die Einführung einer Prgrgscgrordnung für Ziegenböcke wurde genehmigt chchsstehen im Kreise 9 Ziegenzuchtvereine.— Beschlossen wurde die Uebernahme der bisher vom schul.„Kreisverein gehaltenen Landw. WinterS00 g den Kreisetat, falls der Verein jährlich 600 Mar Zuschuß leistet. Vermischtes Eine Spur des Berliner Lustmordes ist gefunden worden. Sie führt nach dem Dorfe Züllchow bei Stettin, wo bereits am Sonntag vormittag ein Mann Mitteilungen über den Mord machte, der selbst der Berliner Polizei erst Sonntag mittag bekannt wurde. Neue Reichsbankanteile. Durch die Bekanntmachung vom 5. d. M. fordert, wie aus dem Inseratenteil dieser Nummer ersichtlich, der Reichskanzler zur Beteiligung an der am 8. Novem5550z Zstattfindenden öffentlichen Zeichnung auf 30 u0 Stuck neue Reichsbankanteile zu 1000 M. auf. Diese Begebung dient zur völligen Durchführung der im Art. 1 des Reichsgesetzes vom 7. Juni 1899, betreffend die Abänderung des Bankgesetzes vom 13. Juni 1899(R. G. Bl. S. 311). vorgesehenen Grundkapitals der Reichsbank auf 180000 Millionen Mark, welches seit der im Jahre 1900 erfolgten Ausgabe von ebenfalls 30000 Stück 1000 Mark sich bereits auf 150 Millionen Mark beziffert. Der Zeichnungspreis ist an., 144% festgesetzt. Die verflossenen drei Geschaftsjahre haben im Durchschnitt eine Dividende von 5.67% erbracht, sodaß sich das von den Erwerbern der neuen Anteile angelegte Kapital mit annähernd 4½ vom Hundert verzinst hat; der jetzige Börsenpreis stellt sich auf 158 9/. Der geforderte Zeichnungspreis von 144% ist dementsprechend nicht als ein zu heher anzusehen. Durch die Anordnung, daß aule breichsbankanstalten mit Kasseneinrichtung— gegen 400 an der Zahl— Zeichnungen entgegennehmen und bei allen die weitere geschäftliche Abwicklung stattfinden kann, ist reichlich und leicht Gelegenheit zum Erwerb der neuen Anteile geboten. " Mechanische=Wberei=Ravensberg a.= w. Schudesche. Dem Bericht des Vorstandes ertnehmen wir, daß sich der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf gleicher Höhe mit dem des Vorjahres gehalten hat, obschon die Absatzverhältnisse durch die recht beträchtlichen Preisschwankungen der Rohmaterialien recht schwierige waren. Reingewinn 58113.94 erhält folgende Verwendung 4% Dividende M. 40000,— Reservefonds M. 18118.94 Attentat auf den Baren? O Paris, 22. Okt. Auf der hiesigen russischen Botschaft erklärt man nichts von einer Meldung des hiesigen Soir zu wissen, wonach auf den Zaren ein Attentat verübt worden sei. Wie das genannte Blatt berichtet, sollen beim Anschlag 12 Personen gelötet oder verwundet worden sein. Rußland und die Türkei 48 London, 22. Okt. Die St. James Gazette erfährt, Rußland sei entschlossen, die Schwarze Meer= Flotte mit dem baltischen Geschwader nach Ostasien zu entsenden. Es übt deshalb einen Druck auf die Pforte aus, um die Erlaubnis zur Durchfahrt durch die Dardanellen zu erhalten. Rußland verspricht der Pforte dafür, die Reorganisationsmaßregeln der Mächte in Mazedonien aufzuhalten. Falls die Pforte sich weigere, wolle Rußland die Durchfahrt erzwingen. In englischen diplomatischen Kreisen glaubt man, daß Rußland nicht daran denke, einen Konflikt mit England herbeizuführen. Das baltische Geschwader. * Kopenhagen. 22. Oktbr. Sämtliche Schisse des baltischen Geschwaders haben die Vay von Skagen verlassen, nachdem sie Kohlen eingenommen hatten. „Rerzeschen Vertagung des italienischen Sensationsprozesses = Rom, 22. Okt. Da viele der bei dem Prozeß Murro und Martini beschäftigten Rechtsanwälte bei den bevorstehenden Wahlen kandidieren, wurde die Verhandlung vertagt. Rom, 22. Okt. Wie der„Messagero“ erklärt, hält sich der frühere Minister Nasi, der wegen bedeutender Unterschlagungen flüchtig ist, gegenwärtig in Paris auf. Der italienische Botschafter in Paris, welcher die Regierung hiervon verständigte, erhielt die Antwort, die französische Regierung solle Nasi den Rat er: teilen, Paris schleunigst zu verlassen. Aus Knropatkins Hauptquartier Paris, 22. Oktober. Kuropatkins Hauptquartier befindet sich immer noch in Kuanchan. Es ist von zwei sibirischen Korps unter General Sassulitsch umgeben. Die Ankunft des 8. Korps wird das längst erwartete Signal zum Vormarsch Kuropatkins gegen den rechten Flügel der japanischen Stellung sein. Reueste Nachrichten Die erste Lesung des Etats im Reichstage + Berlin, 22. Okt. Der nationalliberalen Korrespondenz zufolge wird von der Reichssinanzverwaltung alles aufgeboten, um die erste Lesung des Reichshaushalbetats noch vor Weihnachten zu ermöglichen. des Magistrats der Stadt Rom X Rom, 22. Okt. Der Bürgermeister der Stadt Rom, Fürst Colonna, reichte mit allen Mitgliedern des Magistrats die Demission ein, weil die Finanzlage noch immer sehr schwierig ist und die Amtsführung des Ma gistrats von einem großen Teile der Stadtverordneten angefeindet wird. Die Kämpfe um Port Arthur 5 Rom, 22. Okt. Hiesige Blätter melden aus Tschifu, daß eine neue heftige Beschießung von Port Arthur begonnen habe. Eroberung von japanischen Geschützen — Petersburg, 22. Okt. Aus Mulden wird berichtet, daß gestern zwei japanische Geschütze erobert worden seien. Gefangene aus Port Arthur + Tokio, 22. Oktbr. 168 Gefangene, die sich kürzlich vor Port Arthur ergeben haben, sind jetzt in Moji eingetroffen. Informationen über die japanischen Friedensbedingungen + Paris, 22. Oktober. Der Matin meldet aus Mukden: In gut informierten Kreisen verlaute, König Eduard habe Sir Macdonald, den englischen Gesandten in Tokio, ersucht, genaue Informationen einzuziehen über die Bedingungen, die die japanische Regierung stellen würde zur Wiedererlangung des Friedens. Der Korrespondent des Matin fügt hinzu, er übermittle diese Nachricht mit aller Reserve, obgleich ihm die Quelle sicher zu sein scheine. im Ein Posten von Strolchen angefallen Am Pulvermagazin in Groß=Karschau bei Königsberg ist am Donnerstag abend 9 Uhr, die Hart. Ztg. meldet, abermals ein PoBurenführer auf deutscher Seite Kampfe gegen die Herero? a London, 22. Okt. Hiesige Blätter veröffentlichen allen Ernstes eine Depesche aus Kapstadt, der zufolge die deutsche Regierung früheren Burenführern, u. a. Dewet, den Vorschlag gemacht habe, bei der Niederwersung des Hereroaufstandes mitzuwirken. Es soll ihnen erlaubt worden sein, eigene Bataillone zu bilden. Eingestelltes Verfahren Berlin, 22. Okt. Das Verfahren gegen Steffen alias Oraf Salviac, soweit es sich auf das Die Reise des Königs von Portugal nach England. Dm Lissebon, 22. Okt. Die Reise des Königs nach England, die er und die Königin am 12. November autreten werden, muß einen politischen Zweck haben, da der Minister des Auswärtigen das Königspaar begleitet. Ferner wird sich bei dem Gefolge der Admiral De Brito befinden, der als vorzüglicher Kenner der afrikanischen Kolonien gilt. Witterungs=Uebersicht. Bielefeld, 22. Oktober. Niedrigster Thermometerstand in der Nacht+- 8 ½/ C. Thermometerstand um 10 Uhr vormittags+ 12 C. Barometer: 750 mm. Mind: SO, Himmel; bedeckt Einladung zu einer neuen Friedenskonferenz London, 22. Okt. Aus Washington wird gemeldet, daß sich das Kabinett gestern mit der Formulierung der Zirkularnote an die Mächte beschäftigte, die die Einladung zu einer weiteren Friedenskonferenz im Haag enthalten soll. Die Note ist allgemein gehalten Bielefelder Wochenmarktspreise vom 22- Oktober 1904, vorm. 10 Uhr (Amtlicher Bericht.) 105—110 Rüben p. Pid. 4—5 Wurseln p. Bd. nene 5 „„„ alte— Kartoffelnp. Pf.neue 8—4 „„„ alte— Blumenkohl p. Stück 20—40 Butter p. Ptd. Rindfleisch„ Schweinefl.„„ Spect Kalbfleisch„„ Hammelfl.„„ Gänsefleisch Eler Hasen Spargel Zwiebeln Aeptel Tatelbirnen Pflaumen Kirschen Gr. Bohnen, Vitsbohnen Rrbsen 65—70 „ 60—70 „ 65 „ 10—75 70—75 60—65 70—75 325—3.50 10 5—10 5—12 8—10 Koptaalst Kappus„ Rotkohl„ Wirzing Steckrüben Kohlrabi„ Gurken Kartoff. 150 P1d. Roggenstroh 100 P44.— Haterstroh Weisenatrch Hen 4—6 5—10 10—15 30—15 10 4 10—20 4—4.50 1 Se Maliches Verarien gegen fertige Bekleidung hat mein Spezialhaus schon besiegt. Meine anerkannt vorzügliche Herrenkonfektion trägt selbst dem verwöhntesten Geschmack Rechnung u. ist unübertroffen in Sitz, Verarbeitung u. Preiswürdigkeit. 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Ich befahl eines Flusses Deckung Rückzug über den aufgerieben worden. wir aber von den öffneten sie ein schre wobei drei Soldaten sich und schnitten unse hatten reichlich Munit den nieder, da sie imn blieben. Aber sie rück und ich wußte bald, mußte. Erschreckt, ab entschlossen, rückten wenn uns erlaubt ich zweifle, daß aue Fahne erhoben hätte. vor und brach über Japaner sielen jeden Vajonett an. Auf eine evolver, aber er jagt