ndestillations te chsten Preisen RENNERE! JUTERSLOH. Obernstraße tmolderstraße hofstraße. M 62 Bielefeld, Montag, den 14. März 1904 94. Jahrg. Seit 1. 1. 1903 über kompl. Anlagen mit s. ca. 1500 P. S. kauft resp. in Betrieb gesetzt. isse 38. 49142 eis Bielefeld. sicher anerkannt. : hen Hause, 3. ihungen. 2 kommen: Uhr mittags, r nachmittags. Uhr reinlagen, die am ingezahlt werden, gemonats. Stadt=Sparkasse. geordneter. gesund voll kräftigen und will, ist eine bedeutenden hmt gewordente it, die Königtn er nur einmal selben bleiben, Haarausfollen beseitigt, über: füren ist. Bei überraschend, dasselbe von inste Rosseife, welche in lut und Körper Kopfbagz1 Ismark N. Konkurrenz. bei Influenza, es bese nachdem die von Herrn inderen ärztl. net), erzeugt ng 2c. 2c., da ehmen, altes, n geschmetzig so einfacht. worden: es rie noch, daß omade darchoße Reklame en, mit, hochindelmtteln. gesetzlich more- uug „„„ Die„Westfälische Zeitung" erscheint täglich außer Sonntags und Feiertags und ist das Haupt=Insertionsblatt für Bielefeld und Umgegend. zugleich Anzeiger für die amtlichen Bekanntmachungen der Stadt und des Landkreises Bielefeld. Preis des Blattes: in Bielefeld und bei den sämtlichen Agenturen monatlich 40 Pfennig, vierteljährlich 1,20 Mark bei Postbezug monatlich 50 Pfennig, vierteljährlich 1.50 Mark. Im Post=Zeitungs=Katalog unter„Westfälische Zeitung" Tiereseirer Tager katt Redaktion u. Expedition Niedernstr. 27. Fernspr. Nr. 61. Berliner Büreau: Berlin W. 30, Luitpoldstraße 6. Preis der Inserate für die einspaltige Kolonelzeile oder deren Raum für Inserenten in den Kreisen Bielefeld, Halle, Herford Wiedenbrück 15 Pfg., für alle anderen Inserenten 20 Pfg., die breite Reklamezeile 60 Pfg., Kleine Anzeigen das Wort 2 Pfg., Ueberschrift 10 Pfg. Schluß der Inseraten=Annahme für die am anderen Tage mittags erscheinende Nummer abends 7½ Uhr. Verantwortlicher Redakteur: Nis Peter Nissen. Druck und Verlag von J. D. Küster Nachf., beide in Bielefeld Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten Der russisch=japanische Krieg Ueber die Wirkungen des Bombardements vom 10. d. Mts. wird aus Port Arthur im Anschluß an die amtlichen Berichte noch gemeldet, daß besonders die Neustadt gelitten hat. Dort wurden durch eine krepierende Granate ein Anwalt, die Tochter eines Obersten, und eine andere Dame getötet. Auch einige Chinesen wurden verwundet, einer der Langzöpfe verlor sogar das Leben. Der Kommandant von Port Arthur, General Stoessel, und sein Stab entgingen auf der Batterie mit genauer Not der Gefahr, durch Granatensplitter verwundet zu werden. Die Kannonade war äußerst heftig. Die japanischen ausführlichen Berichte behaupten, daß die russischen Angaben viel zu gering seien. Nicht nur soll eine erhebliche Anzahl Menschen getötet und verwundet sein, es sollen auch eine Anzahl Häuser in Brand geschossen und russische Geschütze vernichtet sein. Die Russen bleiben dabei, daß der Schade ganz nebensächlich sei. Interessante Beispiele von japanischem Patriotismus werden dem Berliner Tageblatt berichtet: Eine alte Frau, die Mutter eines Reservisten in Tagasaki, beging Selbstmord, indem sie sich einen Dolch ins Herz stieß, damit ihr Sohn nicht etwa als einziger Ernahrer vom Dienst befreit würde. Sterbend übergab sie ihrem Sohne den Dolch, der ihn zu sich nahm und sofort das Haus verließ, um seiner Pflicht al Vaterlandsverteidiger zu genügen. Wie leicht in Japan die Ehen gelöst werden, zeigt die Tatsache, daß viele Soldaten, meist Reservisten, ihre Frauen freigaben, damit sie sich wiederverheiraten können, wenn ihnen etwas Menschliches passieren sollte. Im Bezirke der chinesisch=belgischen Bahn in der Provinz Schansi sind ernste Unruhen ausgebrochen, die hauptsächlichsten in den Städten Tsechan und Lungan im Süden der Provinz. Ein Fcanzose wurde von einem Volkshaufen ergriffen und festgehalten, man fürchtet für sein Leben. Einem Italiener gelang es, sich aus der Menge herauszukämpfen. Um das Schicksal von 20 Ausländern, Angestellten an der Bahn, ist man sehr in Sorge. Ueber den Ursprung der Unruhen fehlen Nachrichten, doch heißt es, sie seien dadurch entstanden, daß ein Italiener einen Chinesen erschossen habe Kleines Feuilleton Zur Naturgeschichte des Genies hat der englische Forscher Havelock Ellis eine Fülle von Material zusammengetragen, das sich zwar nur auf britische Männer beziehr, dabei aber doch zu allgemeineren Resultaten führt; das Ergebnis seiner Beobachtungen teilt er in einem soeben erschienen Buche„A Study in British Genius“ mit. Er hat. aus dem ihm vorliegenden Material an Lebensbeschreibungen bedeutender Persönlichkeiten entnommen, daß England etwa 1030 Männer und 55 Frauen von Bedeutung hervorgebracht hat. Es liegen bereits frühere Arbeiten auf diesem Gebiete vor; so könnte man aus einer sehr inerestanten Broschüre, die vor einigen Jahren erschien, ungefähr folgendes Rezept zur Erlangung der Be rühmtheit in England entnehmen:„Du mußt der Sohn eines Predigers und in irgend einer großer Stadt oder anderswo in Suffolk geboren sein, Oxford Grade erlangen und Literatur, Rechts= oder Kriegswissenschaft zum Beruf erwählen. Wenn diese Bedingungen für einen Menschen vorhanden, sind und er doch kein Genie wird, so liegt es siche: — nur an seinem Gehirn. Nach dem Ellis muß man annehmen, daß Englano jetzt min destens ebenso viele bedeutende Männer hat, wieste zuvor. Vom 4. bis zum 7. Jahrhundert war nur 11 Männer bedeutend genug, um in der Liste zu fgurteren. Im 11. Jahrhundert gahepungen Menschen von Genie geboren; im 12. Jugrgunder. 11; im 13. Jahrhundert 9; im 14. Jayrhu.. 16; im 15. Jahrhundert 32; im 16. Jahrhunder 161; im 17. Jahrhundert 191; im 18.,Jokrygg. dert 372 und im 19. Jahrhundert 223. g,ri, barste Zettalter war in dieser Beziehung g### Häffte des verflossenen Jahrhunderts. Pgene Königreiche sind folgendermaßen bei der bringung von Genies vertreten: England mit. 653; Schottland mit 137; Wales mit 28 und J.##, mit 63. 97 sind„gemischt britisch“ und 46„au ländisch und britisch gemischt.„Von den 55. Frozg en waren 29 englisch. 4 schottisch, 4 irisch Die Abreise Kuropatkins Die Ankunft des neuen russischen Generallissimus Kuropatkin im Hauptquartier von Charbin in der Mandschurei soll über 8 Tage erfolgen, seine Fahrt auf der sibirischen Bahn wird so sehr beschleunigt, als bei den vorhandenen Betriebsmitteln möglich ist. Bei der Abreise aus Petersburg wurden ihm große Ovationen bereitet, der Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch begleitete ihn zum Zuge und küßte ihn. Der General läßt alle ihm in den Mund gelegten Aeußerungen über die mögliche Kriegsdauer und seine Kriegspläne für unwahr erklären. Er kann auch kaum etwas Positives gesagt haben, denn vor drei bis vier Wochen ist bei der Ungunst der Witterung an ernstere Landkämpfe absolut nicht zu denken. Mitteilungen russischer Ossiziersdamen Daily Mail erhielt aus Tientsin nachstehendes Telegramm: In Yingkois kamen gestern russische Offiziersfrauen aus Port Arthur an. Sie teilten mit, daß die japanische Flotte das westliche Fort in der Nacht zum Donnerstag sieben Stunden hindurch bombardierte. Die japanischen Geschosse haben viel Schaden angerichtet. 38 Personen wurden getötet, über 100 verwundet. Die russische Flotte, die im Hafen blieb, griff in das Gefecht nicht ein. Weiteren Mitteilungen der Damen zufolge herrscht eine erbitterte Stimmung gegen die Amerikaner und Engländer. Zwischen den russischen See= und Landoffizieren seien ernste Mißhelligkeiten ausgebrochen. Letztere sprechen von den ersteren als Feiglingen. Mangel an Munition für kleinkalibrige Geschütze beginnt sich fühlbar zu machen Ein englischer Ingenieur besserte den„Retwisan“ aus; die russischen Behörden halten ihn in Port Arthur wider seinen Willen zurück. Landungen der Japaner Der Kölnischen Zeitung sind aus chinesischer Quelle Nachrichten zugegangen, nach welchen die Japaner bei Tatunkau gelandet seien, dort die russischen Truppen geschlagen und Kintientschau und Antung besetzt hätten. Die Köln. Ztg. bemerkt dazu, wenn diese Naicht sich bewahrheite, würden die Japaner nahezu im Rücken der russischen Aufstellung stehen. Wie aus Mukden berichtet wird, haben die Japaner in Tschinampho und unterhalb Pingjang 18000 Mann gelandet. Sie rücken nach Pingjang vor. Deutscher Reichstag 56. Sitzung vom 12. März 1904. 1 Uhr. Einem Antrage der Geschäftsordnungskommission entsprechend verweigert das Haus die Genehmigung zur Zeugenvernehmung des Abg. v Staudy „eenichk Pastiäishe dick, ischit achantäch. un meisten Genies hervorgebracht; wenn man aber Größe und Bevölkerung in Betracht zieht, so steht Rutland an der Spitze, und Yorkshire an letzter Stelle. Mehr als die Hälfte der Genies in der von Ellis aufgestellten Liste stammen aus Handelskreisen, aus„guten Familien“ und geistlichen Kreisen. Dann kommen die Handwerker, und an der Spitze steht— der Zimmermann! Es scheint, sagt Ellis, daß irgend etwas Eigentümliches im Leben oder in den Gewohnheiten des Zimmermanns liegt, das die Hervorbringung geistig bedeutender Kinder begünstigt; denn dieser Fall ist 13 mai vertreten. Auch fünf Schuhmacher, fünf Weber und vier Schmiede werden als Väter von Genies aufgezählt. Die Genies leben im allgemeinen lange. Nur eines der von Ellis aufgeführten starb im Alter von 10 bis 20 Jahren, nur 2 in den Zwanzigern und 120 vor dem 50. Lebensjahr. Im Alter von 65 bis 75 Jahren starben mehr als in irgend einer anderen Altersstufe, 230 lebten über 75 Jahre lang, 130 über 80, 66 über 85 und 20 über 90. Von den 55 Frauen lebten noch 34 mit 65 Jahren, 19 mit 75 Jahren und 3 lebten bis in die Neunziger hinein. Die Genies haben große Familie, meist Knaben. Der Aelteste und der Jüngste in einer Familie haben die größte Wahrscheinlichkett, hervorragend begabt zu sein. Die Väter sind oft ganz unbedeutend. Brownings Vater war ein Schreiber, Turners Vater ein Barbier, Carlyles ein Maurer, Hurleys ein Schulmeister, Keates Vater ein Angestellter in einem Mietsstall. Knors ein Bauer, Wolseys ein Viehzüchter. Die genialen Männer sind oft auch hochgewachsen. In 26 Fällen waren es wirklich„große“ Männer, über sechs Fuß hoch, darunter Darwin, Millats, Sir Walther Scott, Tennyson, Thackeray und Fielding. # Die ersten Panzerschisse Die Panzerschiffe haben die Amerikaner erfunden, natürlich; das weiß jedes Kind. Das ist vielfach zu lesen, und der Amerikaner als Mordskerl wird bewundert. Aber er hat ebensowenig die Panzerschiffe erfunden, wie manches andere auch, dessen Entdeckung das bewundernde alternde Europa Tad Halls seif dodonn die Geratung des Militäretats, Kapitel„Verpflegungswesen“, fort. mit der schon gestern begonnenen Diskussion über die von der Budgetkommission gestrichenen 881 neuen Unteroffizierstellen nebst 20 Sanitätsunteroffizierstellen. Abg. Graf Kanitz(kons.) bekämpft den Zentrumsvorschlag. Seine Freunde würden dem Antrage Graf Criola zustimmen. Redner geht dann auf die Mißhandlungen ein, zu deren Abhilfe die Entlastung der Unteroffiziere geboten sei. Wenn endlich der neue Zolltarif in Kraft gesetzt würde, ohne Rücksicht auf Handelsverträge, würde das Reich Geld genug zur Verfügung haben. Endlich bedauert Redner noch die schonungslose Art, wie von den Sozialdemokraten Mißstände in der Armee an die Oeffentlichkeit gezogen würden. Abg. Ledebour(Soz.) tritt für den Beschluß der Kommission auf Streichung der geforderten Stellen ein. Weiter polemisiert er gegen die Haltung des Zentrums in dieser Frage, dieselbe mit Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes in Verbindung bringend. Abg. Stockmann(Rp.) dringt in das Zentrum, die ganze Forderung zu bewilligen. Kriegsminister v. Einem erklärt zur Resolution Gröber, es müsse zu Gunsten der Gemeinden hinsichtlich der Einquartierungslasten etwas geschehen. Er glaube nur, der in der Resolution Gröber vorgeschlagene Weg seinicht der richtige. Es wäre besser, in der Kommission die Frage zu erörtern. Abg. Gröber schlägt demgemäß Rückweisung seiner Resolution an die Budgetkommission vor. Abg. Schrader(freist Vrg.) tritt für den Antrag Criola ein, auch ohne das sofortige Aequivalent der gesetzlichen Festlegung der zweijährigen Dienstzeit. Abg. Kopsch(freis. Vpt.) bringt die Konkurrenz der Militärmusiker gegenüber den Zivilmusikern erneut zur Sprache. Generalmajor v. Arnim erwidert, die Verordnungen von 1890 hätten sich im allgemeinen bewährt. Ausschreitungen von Militärkapellen seien ja vorgekommen. Diese Ausschreitungen hätten Anlaß gegeben zu einem scharfen und deutlichen Erlaß, der den Kommandeuren streng zur Pflicht mache, die außerdienstliche Tätigkeit der Kapellen zu überwachen. Abg. Bebel(Soz.) führt aus, es seien genug Unteroffiziere schon jetzt vorhanden, immer 1 auf 6 Mann. In der Volksschule komme dagegen sehr oft nur 1 Lehrer auf 80 Kinder. Damit schließt die Diskussion. Es wird zuerst abgestimmt über den Antrag Criola. Die Abstimmung bleibt zweifelhaft. Die Auszählung(durch Hammelsprung) ergibt 74 Stimmen für den Antrag und 78 gegen denselben. Das Haus ist also nicht beschlußfähig. Montag 1 Uhr: Fortsetzung. ihm zuschreibt— weil er selbst es in eigener Bewunderung für sich energisch in Anspruch nimmt. „Ich habe“, heißt es drüben,„Panzerschiffe gebaut und damit gefochten— also, da ich nicht weiß, daß es sonst noch welche gibt, oder das nicht wissen will, sind es die ersten, und ich bin der Mann der Zeit: Bewundert mich demgemäß!"— So schreit man von jenseits des großen Wassers, und im alternden Europa wird dies nachgedruckt. Das ist nicht schlimm, aber daß es sich in die lesenden Gehirne einnistet, führt dazu, den Herrn vom Sternund Streifenbanner als ein besonders intelligentes Wesen zu preisen, als ob der dumme Peter, der hier nichts taugt, plötzlich durch Ueberfahrt im Zwischendeck ein hochintelligentes Individuum wird. Als in Amerika, und zwar zuerst von den als dumm verrufenen Südstaaten, das Panzerschiff„Merrimae“ fertig war, dem unmittelbar darauf die Fertigstellung des Nordstaaten=Panzers„Monitor“ folgte, den übrigens kein Amerikaner, sondern der „Schwede" Ericson konstruiert hat, das war im Jahre 1861, gab es längst im alten Lande Panzerschiffe und hatte es schon vor Jahrhunderten, ja vor der Entdeckung Amerikas überhaupt gegeben. Zuerst hatte Peter von Aragonien seine Schiffe mit Kupferplatten beschlagen, das war 1354, und Amerika wurde bekanntlich erst 1492 von Kolumbus entdeckt, die Vereinigten Staaten aber sand man erst viel später. 1580 segelte die gepanzerte Galeere„Santa Anna“, befehligt von Andrea Doria, gebaut zu Nizza, nach Tunis, um Mulai Gassan auf den Thron zu heben; ihr Bild befindet sich noch heute bei den Fresken der Hospitaliter zu Rom. Und dann erst das Panzerschiff des koreanischen Admirals Yisunsin, gebaut zu Korea 1592, mit schildkrötenartigem Panzer, mit Rudern bewegt, mit Rammen a la„Merrimae" versehen, das 1592 eine ganze japanische Flotte vernichtete und 1598 einer zweiten mit mehreren Schwestern dasselbe Schicksal bereitete.—„Aber“, kann man sagen,„seit Erfindung der Schiffsmaschine mit Dampfkraft haben die Amerikaner die ersten Panzerschiffe gebaut.“ Keineswegs; auch darin müssen sie dem alten Europa weichen.— Als Paixhaus dann im Jahre 1824 seine Bombenkanone zu einer brauchPreußischer Landtag Abgeordnetenhaus 40. Sitzung vom 12. März. 11 Uhr. Am Ministertisch: Freiherr von Hammererv. 4ase 113 Ministerl. Die zweite Beratung des Etars des Ministertums des Innern wird beim Titel„Ministergehalt" fortgesetzt. Abg. Fischbeck(freis. Volksp.) führt aus, was die Scherl'sche Sparlotterie anlange, so hoffen seine Freunde, daß die Regierung nicht nur zur Zeit, sondern überhaupt sich von diesem Plane fernhalten werde. Weiter wendet sich Redner gegen die Handhabung des Vereinsgesetzes und erörtert ferner die Nichtbestätigung des Gemeindevorstehers Wenzel im Kreise Liegnitz wegen seines Eintretens für die freisinnige Partei. Ein solches Vorgehen gegen Liberale sei um so unberechtigter, als sie nie einen Zweifel über ihre Vaterlandsliebe gelassen hätten und sie durchaus bereit seien, mit den übrigen bürgerlichen Parteien den Kampf gegen die Sozialdemokratie zu führen. Den Vorstoß des Herrn von Heydebrandt gegen den Minister halten seine, des Redners Freunde, für unberechtigt. Der Reichstag habe zweifellos das Recht, eine Interpellation über die Fremdenpolizei zu besprechen, die Reichssache sei. Und es war politisch klug von den Resortministern, den Sozialdemokraten mit dem authentischen Material im Reichstag selbst entgegenzutreten. Minister Freiherr von Hammerstein dankt dem Vorredner für seine Objektivität; er freue sich über die Haltung, welche die freisinnige Partei gegen die Sozialdemokratie einnehme. Im allgemeinen könne er nur betonen, daß die Verwaltung davon ausgehe, Recht und Gerechtigkeit überall walten zu lassen. Die Bestätigung von Gemeindevorstehern sei Sache der Kreis= und Bezirksausschüsse. Es widerspreche seinen Prinzipien, in die Entscheidungen dieser Selbstverwaltungskörper einzugreifen. Abg. Frhr. von Zedlitz(freik.) hofft, daß auch in Zukunft alle bürgerlichen Parteien gegen den gemeinsamen Feind zusammenhalten werden. Er sei der Meinung, das abgesehen von den Sozialdemokraten, die überhaupt kein obrigkeitliches Amt bekleiden dürfen, man die Bestätigung zu kommunalen Aemtern nicht von der politischen Gesinnung abhängig machen dürfe. Als Vertreter des größten deutschen Bundesstaates habe das Haus die Pflicht, über die Wahrung der Rechte der Einzelstaaten zu wachen, und es wäre Pflicht der Minister gewesen, auch den Schein zu vermeiden, als ob sie ein Aufsichtsrecht des Reichstages gegenüber der Fremdenpolizei anerkannten. Redner fordert scharfes Eintreten der Regierung gegen die Sozialdemokratie und spricht sich des weiteren für Dezentralisation der Verwaltung aus. Abg. Dr. Friedberg(natl.) erörtert die Kompetenzen des Reichstages und des Abgeordnetenhauses. Für die Regierung mußte ausschlaggebend sein das politische Moment, und dieses forderte, daß unbedingt auf die wiederholten Angriffe gegen die Regierung geantwortet werde. Der Minister hat erklärt, daß er bei den Wahlen vollkommene Neutralität übe. Leider aber würden die untergeordneten Behörden dieser Direktive nicht immer folgen. Wir meinen, daß der Landrat vollständige Zurückhaltung und Neutralität im politischen Leben einhalten soll. as. schaftlich, die Schiffswände gegen diese Geschütze zu panzern, und Napoleon der Dritte, hier wie auf manch anderm Gebiet, so lange er gesund war, seinen weiten Blick zeigend, befahl 1854 den Bau von zehn gepanzerten Fahrzeugen, deren erstes, die „Tormante", im März 1855 zu Brest vom Stapel lief und der dann noch vier folgten. Der Bau der andern wurde sistiert, da man bereits an diesen nach Plänen von Guivesse gebauten Panzern, die sich, mit je sechzehn 50= und 12=Pfündern armiert, am 17. Oktober 1855 bei der Beschießung von Kimburu trefflich bewährt hatten, seine Erfahrungen machen konnte. Am 24. November 1859 ist dann die von Dupuis de Lome konstruierte erste Panzerfregatte„La Gloire" vom Stapel gelaufen, die im Arsenal zu Toulon bereits am 11. Mai 1858 auf Stapel gelegt wurde. Sie ist die erste seesehende Panzerfreaatte, der erste Repräsentant der modernen Panzerschiffe gewesen. Lange also vor „Merrimac" und„Monitor“, die beide elend geendet und sich als seeuntüchtig erwiesen haben, gab es Panzerschiffe, die nicht amerikanischer Geist ersonnen hat und die auch nicht„drüben“ gebaut worden sind. Ihr Schöpfer in moderner Zeit war vielmehr— Napoleon der Dritte. Kunst und Wissenschaft 2. Des Walzerkönigs hundertjähriger Geburtstag In Wien begeht man heute den hundertsten Geburtstag des ältesten Wälzerkönigs Johann Strauß, der den Ruhm seiner Familie begründete und schon Tausende durch seine Tanzweisen fesselte. Er ist nur 45 Jahre alt geworden. Sein Sohn ist Johann Strauß der Jüngere, der Operettenkomponist, der Schöpfer der„Fledermaus" und allbekannter anderer Werke und Tänze, von welchen letzteren die„Schöne blaue Donau“ der bekannteste geworden ist. Er starb erst vor zwei Jahren, fast achtzig Jahre alt. A 4 * Abg. Broemel(freis. Bergg.) schließt sich dem Vorredner an unter Hinweis auf die Wahl in Greifswald. Vom nationalen Standpunkt aus seien die Ausführungen des Herrn von Heydebrandt sehr bedauerlich gewesen. Die Abneigung gegen den Reichstag sei wohl auch zurückzuführen auf die Abneigung gegen das allgemeine Wahlrecht. Redner führt schließlich noch aus, daß eine Aenderung des Wahlgesetzes dringend notwendig sei. Abg. von Schell(kons.) behauptet, daß noch nie ein preußischer Landtag Werkzeug einer politischen Partei gewesen sei. Demgegenüber müsse jeder Landrat für sich das Recht in Anspruch nehmen, seiner politischen Ueberzeugung klar und deutlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit Ausdruck zu geben. Gegen die Ausführungen des Herrn v. Heydebrandt seien irgendwie stichhaltige Gründe nicht vorgebracht worden. Redner polemisiert schließlich noch gegen die Sozialdemokratte. Die Sozialdemokratie dürfe nicht Subjekt werden, sondern nur Objekt der Gesetzgebung sein. Abg. Frhr. v. Eynatten(Ztr.) führt Beschwerde über eine Baupolizeiordnung im Regierungsbezirke Aachen. Abg. Reinhard(Ztr.) tadelt die bekannte Rede des Ministers gegen die Welfen. Minister Freiherr von Hammerstein erklärt: Als alter Hannoveraner verstehe er es vollkommen, wenn gewisse Kreise in Hannover noch mit Liebe am Alten hängen. Aber zweifellos gehe der Kern der welfischen Bewegung dahin, das historisch gewordene des Jahres 1866 wieder rückgängig zu machen und das Königreich in Hannover wieder herzustellen. Als preußischer Minister sei es seine Pflicht gewesen, in Hannover darauf hinzuweisen, daß solchen Bestrebungen gegenüber alle staatsfreundlichen Elemente sich einigen sollten, um den Bestand des preußischen Staates zu erhalten. Abg. Strosser(kons.) verlangt stärkeren Schut der Arbeitswilligen gegen den Terrorismus der Streikenden und führt als Beispiel den Berliner Omnisbuskutscherstreik an. Ein Regierungskommissar erklärt, daß das Bestreben der Regierung natürlich auf möglichsten Schutz der Arbeitswilligen gehe. Abg. Cassel(freis. Volksp.) führt aus, seine Partei wolle ebenfalls die Sozialdemokratie bekämpfen, aber nicht mit Scharfmachereien, sondern durch Liberalität. Weiter tritt Redner den Anschauungen von Löbells entgegen. von Moltke(freik.) verlangt energischen Schutz Arbeitswiuiger gegen den Terrorismus der Sozialdemokratie. dag Pehaslen Hammerstein rechtfertigt kutscherfreit, der Veriner B 1tz41 Nach weiterer unwesentlicher Debatte wird ein Schlußantrag angenommen, obgleich noch eine große Anzahl von Rednern gemeldet ist. Der Titel „Ministergehalt" wird bewilligt. umsshe Stychel(Pole) konstatiert, daß er di: m, auf die Erklärung des Ministers zur Potenpolitit wegen des Debatteschlusses bei der dritten Lesung nachholen werde. Nächste Sitzung Montag 11 Uhr. Schluß gegen 5 Uhr. Versammlung des Bundes der Landwirte Sed Bielefeld, 14. März. Der Bund der Landwirte hielt Gosgsssgsg achmittag im evangelischen ung af eine sehr gut besuchte Provinzialversammdie Presse war, was kurz erwähnt sei, in der Nähe des Rednerpults ein Tisch reserviert worden. eine Aufmerksamkeit, die die Journalisten hier sonst nicht gewöhnt sind. Herr LottSudbrack eröffnete die Versammlung mit einem freudig ausgenommenen Hoch auf den Kaiser und erteilte dann dem Bundesdirektor, Herrn Dr. Hahn aus Berlin, das Wort zu einem Vortrage über die augenblickliche politische Lage und unsere wirtschaftlichen Zustände. Der Redner teilte einleitend mit, daß er an Stelle des zweiten Bundesvorsitzenden, Herrn Dr. Rösicke, #e, ver leider durch Arbeitsüberhäufung am Erscheinen verhindert sei. Dann beleuchtete er in zweistündigem Vortrage die politischen und wirtschaftlichen Zustände der Gegenwart im Vergleich mit den„Verhältnissen zu Amtszeiten des Fürsten Sam st 5 Früher hatten wir eine klare und zielbewußre Politik, die Regierung hatte die Zügel in der Hand und gab den Kurs an. Heute ist das anders geworden. Die Regierung paktiert mit allen Parreien, es fehlt ihr an Festigkeit und Entschiedenheit des Auftretens. Für die reichen Leute und für die Arbeiter wird gesorgt, der Mittelstand wird vernachlässigt. Deshalb ist es die Pflicht aller Angehörigen des Mittelstandes. der Bauern, Handwerker, kleinen Kaufleute, der Gewerbetreibenden 2c. laut und vernehmlich ihre Stimme zu erheben und eine größere Berücksichtigung staatlicher Fürsorge zu verlangen. Wenn insbesondere die Landwirtschaft diese Forderung stellt, so tut sie dies mit vollem Rechte; denn ihre Interessen befinden sich in gar keinem Gegensatze zu den Interessen der anderen produktiven Stände. Insbesondere hat auch die Industrie ein lebhaftes Interesse an dem Gedeihen der Landwirtschaft. Sie setzt nur ein Fünftel ihrer Rohprodukte im Auslande ab, dagegen vier Fünftel im Inlande. Die Kräftigung des inländischen Marktes muß eine Hauptsorge der Staatsregierung sein. Das ist aber leider nicht der Fall. Zwischen dem Preise des Rohproduktes und dem Preise der verarbeiteten Ware besteht kein rechtes Verhältnis; das ist aber nicht die Schuld der Landwirtschaft. Die bewährten Bahnen der Bismarck'schen Schutzzollpolitik sind 1890 verlassen worden. Wir sind durchaus keine absoluten Gegner von Handelsverträgen. aber wir verlangen, daß nur Verträge abgeschlossen sen, bei denen das deutsche Volk ein gutes Geschäft macht. Das kann von den Handelsverträgen. über die gegenwärtig Unterhandlungen gepflogen werden, nicht gesagt werden. Die Regierung nimmt viel Rücksicht auf das Ausland und verProhuttian, a der heimischen bilanz. d. k. wir aben jetzt eine pasive Handelsals wir ausführen führen viel mehr Produkte ein, land, insbesondere Rußland dat gerade das Ausdarean, mit uns in Handelst ein lebhaltel Interese Deshalb sollte sich die Regierung zumal bei der gegenwärtigen Lage der Rust K“ Industrie, umsomehe bei uns die Politik des gesunden nationalen Egoismus. die in allen anderen Ländern, in England. Rußland. Nordamerika, ja selbst in Japan und China befolgt wird. Der Niedergang des Mittelstandes ist auch von verhängnisvoller Rückwirkung auf unser Heer. nicht allein in körperlicher, sondern auch in moralischer Hinsicht. Der Kampf gegen die Sozialdemokratie kann nur mit Hülfe des Mittelstandes fiegreich durchgeführt werden. Wenn wir so warm für den Mittelstand eintreten, dann vertreten wir dieselbe Politik, die Fürst Bismarck befolgt hat. Diese Politik ist eine Politik des höchsten Idealismus, eine wahrhaft nationale, eine echte Heimatpolitik. Die Hohenzollern werden es uns Dank wissen, daß wir an der Politik des Fürsten Bismarck festgehalten haben, auch in Zeiten, wo die Ratgeber der Krone eine andere Politik getrieben haben. Die häufig von Beifall unterbrochenen Ausführungen des Redners fanden die lebhafteste Zustimmung der Versammlung. Nach einer Pause nahm Herr Dr. Hahn wiederum das Wort, um für die Anerkennung zu danken, die ihm zuteil geworden. Er gab seiner Freude Ausdruck, unter westfälischen Bauern zu weilen und wies dann auf Grund von Zahlen des Preußischen statistischen Jahrbuches nach, wie auch im Regierungsbezirk Minden die landwirtschafttreibende Bevölkerung, wiewohl sie keineswegs zu den Großgrunabesitzern gehöre, an einem genügenden Zollschutz, sowohl für Getreide wie für Vieh, ein lebhaftes Interesse habe. Der Kampf der Landwirte um eine auskömmliche Existenz, sei ein Kampf um die Scholle der Väter, die auch den Nachkommen ungeschmälert überliefert werden solle. Dann sprach der Geschäftsführer des Bundes der Landwirte für Westfalen, Herr Buhl=Unna über die letzten Wahlen. Er gedachte des freundschaftlichen Zusammengehens mit den Konservativen, bedauerte die Aufstellung von Zählkandidaturen durch die Christlich=Sozialen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß später ein Zusammengehen mit den letzteren möglich sein werde. Eine Annäherung an den rechten Flügel der Nationalliberalen im Kreise Bielefeld=Wiedenbrück liege im Gebiete der Möglichkeit; denn der nationalliberale Reichstagskandidat habe sich den Forderungen des Bundes der Landwirte freundlicher gegenübergestellt, als der Kandidat des Zentrums. Dann ging der Redner auf die Verhältnisse in den einzelnen Wahlkreisen näher ein, wies auf den Wert einer festgefügten Organisation hin, empfahl die Unterstützung der landwirtschaftsfreundlichen Presse und die Bekämpfung der farblosen Generalanzeiger. Herr Detering=Herford gab seiner Freude über die zahlreich besuchte Versammlung Ausdruck und brachte ein Hoch auf den Bundesvorstand aus, für das Herr Dr. Hahn mit einem Hoch auf die Provinz Westfalen dankte. Schließlich kam folgende Resolution zur einstimmigen Annahme:„Die heute in Bielefeld tagende Provinzialversammlung des Bundes der Landwirte für Westfalen schließt sich der Forderung aller anderen landwirtschaftlichen Organisationen im Osten und Westen unseres Vaterlanan, die jetzigen, unsere heimische Landwirtschaft schwer schädigenden Handelsverträge endlich zu kündigen. Auch unsere Industrie hat an dieser baldigen Kündigung das größte Interesse." Die Anwesenden gingen hierauf nach dreistündigem Beisammensein auseinander. Politischer Tagesbericht Zur Frage der Reichstagsdiäten Die„Nationalliberale Korrespondenz“ hält „gleichmütig", wie von einem Berliner Blatte dazu bemerkt wird, ihre Mitteilungen zur Diätenfrage aufrecht. Dem gegenüber bemerkt die„Post“, daß, wenn die„Nationalliberale Korr.“ behauptet hätte, die Diätenfrage würde einmal ihre Lösung finden, sie wohl bei der Wahrheit geblieben wäre, aber gleichzeitig damit nur eine ganz banale Selbstverständlichkeit gesagt hätte. Sie hatte aber als sicher behauptet, daß der dagegen bestehende Widerstand überwunden sei, und daß dem Reichstage„in nächster Zeit“ eine entsprechende Vorlage zugehen werde. Beide Behauptungen— die übrigens den Kern der ganzen Meldung bilden— entsprechen nicht den Tatsachen. * ** Die Reichstagsrede des bayrischen Generalmajors v. Endres über die Bildung der preußischen und der bayrischen Offiziere hat, nach einer Meldung der Tägl. Rundsch. aus München, die volle Anerkennung des Prinzregenten Luitpold gefunden, der sich mit Genugtuung über die freimütige, in allen Einzelheiten vollberechtigte Aussprache zu seiner nächsten Umgebung geäußert und dem General sofort den Ausdruck seiner vollsten Zufriedenheit mit dessen Vorgehen im Reichstage übermittelt hat. ** * Das Märchen von der bevorstehenden „ Reichstagsauflösung Für ein Regierungsdementi zu dumm! soll, wie in parlamentarischen Kreisen erzählt wird. der Reichskanzler Graf Bülow zu der Vorwärtsmeldung über die geplante Auflösung des Reichstags geäußert haben. ** Wieder ein„Irrtum“ Stadthagens Herr Rechtsanwalt und Notar Dr. Robert von Simson schreibt: Nach den Berichten der Presse über die dritte Lesung des Gesetzentwurss betreffend die Rechtsstellung des herzoglich holsteinischen Fürstenhauses hat der Reichstagsabgeordnete Stadthagen geäußert:„Der Herzog Ernst Günther habe sich in einem von dem Abgeordneten näher bezeichneten Zivilprozeß geweigert, den von ihm verlangten Eid zu leisten, sowie Zeugnis abzulegen und erklärt, sich keinerlei gerichtlichen Zwangsmaßregeln zu fügen. Jetzt komme ein Gesetzentwurf, der ihn in dieser Widersetzlichkeit bekräftige.“ Dem gegenüber bin ich in der Lage. als Vertreter der in jenem Prozeß beklagten Partei folgendes zu erklären:„Es ist unwahr, daß der Herzog sich in jenem Prozeß geweigert hat sein Zeugnis abzugeben. Der Herzog hat vielmehr in meiner Gegenwart anstandslos seine Aussage gemacht und ist vom Gericht ohne weiteres in der für Mitglieder landesherrlicher Familien vorgeschriebenen Form beeidigt worden.“ Damit widerlegt sich von selbst die Behauptung einer Ausnahmestellung und Widersetzlichkeit gegen Anordnungen des Gerichts. Generale als Redner Der Wahrheit gemäß muß konstatiert werden, daß im Reichstage eine jede neue Legislaturperivde verhältnismäßig wenig neue hervorragende Redner unter den erwählten Vertretern des Volkes zeitigt, daß hingegen merkwürdigerweise unter den Militärs, die doch an freie Reden eigentlich wenig gewöhnt, sich häufig ausgezeichnete Redner finden. Mit sehr wenigen Ausnahmen sind die Kriegsminister und auch die militärischen Bevollmächtigten zum Bundesrat schlagfertige und ausführliche Darlegungen vollkommen beherrschende Redner gewesen, die selbst den besten Parlamentariern oft gewachsen, mitunter überlegen waren. Daß der heutige preußische Kriegsminister v. Einem sich zu wehren weiß, ist bekannt, aber auch in dem bayerischen Generalmajor v. Endres hat sich ein humorvoller und entschiedener Redner entpuppt, der nicht selten den Beifall des ganzen versammelten Reichstages zu erringen weiß. Der im Vorjahre aus seinem Amt geschiedene Kriegsminister von Goßler hat sich allerdings erst an ein geläufiges, langdauerndes Debattieren etwas gewöhnen müssen, brachte nachher aber auch manchen Gegner zur Strecke. Zu den allerersten parlamentarischen Köpfen gehörten der Reichskanzler Graf Caprivi, sowohl bei seinem ersten Debut als Staatssekretär im Reichs=Marineamt, wie später als leitender Staatsmann, der Marineminister Stosch, jetzt Admiral v. Tirpitz, ferner Roon, die Kriegsminister v. Kamecke, Verdy du Vernois und Bronsart v. Schellendorf. Hunnenbriefe aus Südwestafrika Wie seinerzeit aus China, so kommen jetzt auch aus Deutschsüdwestafrika„Hunnenbriefe", wie die sozialdemokratische Presse sie nennt. In einem von der Halle'schen Ztg. veröffentlichen Soldatenbrief heißt es:„Hier werden alle Tage Aufständische gefangen und aufgehängt oder erschossen. Der neueste Befehl ist aber, keine Gefangenen zu bringen, also alles totschießen.“ Der Brief macht den Eindruck der Uebertreibung, gelinde gesagt. Wenn aber doch Herero hingerichtet werden, so haben sie das jedenfalls verdient. Man erinnere sich daran, mit welcher Bestialität die schwarzen Kerle wehrlose Frauen und Kinder abgeschlachtet haben; auch Farmer sind von ihnen überfallen und in barbarischer Weise gemordet worden. Wie kann man da Mitleid haben mit den Mördern? Deutsches Reich = Berlin, 13. März. Der Kaiser hat nunmehr seine Seereise angetreten. Zur festgesetzten Stunde stach das Schiff in See. Die Behörden der englischen Hafenstadt Dover haben es sich nicht nehmen lassen, den Kaiser bei seiner Ankunft dort zu begrüßen. Wie erinnerlich, wird Dover vom 1. Juli ab versuchsweise Anlegeplatz für die großen deutschen Ozeandampfer, wofür sich unser Kaiser verwendet hat. Die Stadt trägt also eine Dankesschuld ab, wenn sie den Monarchen bewillkommen läßt. Es steht auch fest, daß der Kaiser eine Begegnung mit dem König von Spanien haben wird und zwar Mitte dieser Woche in Vigo. Beim Reichskanzler war Sonnabend großer Empfangsabend, zu dem zahlreiche Einladungen ergangen waren. Alle Teile der Gesellschaft waren vertreten. Pastor D. von Bodelschwingh ist in den Vorstand des vom 16. bis 19. Oktober dieses Jahres in Frankfurt am Main stattfindenden„I. Allgemeinen Deutschen Wohnungskongresses“ eingetreten. Kongreß für gewerblichen Rechtsschutz Unter dem Ehrenpräsidium des Staatssekretärs Grafen Posadowsky wird vom 24. bis 30. Mai in Berlin der 7. internationale Kongreß für gewerblichen Rechtsschutz tagen. Jubiläum der Eisenbahnverwaltung Am 1. April feiert das preußische Eisenbahnministerium(Ministerium der öffentlichen Arbeiten) sein 25jähriges Jubiläum. Nach dem Beginn der Eisenbahnverstaatlichung in Preußen ward es in der gegenwärtigen Form gebildet. Die Verstärkung für Südwestafrika, die sich infolge der weiten Ausdehnung des Aufstandsgebietes als nötig erwiesen hat, soll sobald wie möglich abgehen und aus achthundert Mann und tausend Pferden bestehen. Die Hälfte Pferde soll— nach der Berl. Tägl. Rosch. — aus Ostpreußen bezogen werden, während die andere Hälfte aus gedienten Kavalleriepferden bestehen würde.— Zwei deutsche Frauen, die von den Hereros getötet sein sollten, sind erfreulicherweise gerettet, Es ist die Gattin des ermordeten Farmers Pilet und ihre Schwester Fräulein Dömsky. beides Berlinerinnen, die sich unter vielen Mühsalen haben retten können und jetzt völlig in Sicherheit sind. Parlamentarisches = Berlin, 13. März. Richtergehälter Kommission des preußischen Abgeordnetenes zur Vorberatung der Richtervorlagen hat die Erhöhung der Gehälter verschiedener Staatsanwälte mit 11 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Soziale Angelegenheiten Die Lage des deutschen Arbeitsmarktes hat sich auch im letzten Monat weiter gebessert. Es ist nicht zu leugnen, daß der Krieg in Ostasten auf einzelne Erwerbszweige lähmend gewirkt hat, anderen hat er dagegen Vorteile gebracht. Vor allem aber ist es der deutsche Markt selbst, der wieder aufnahmefähiger geworden ist. Wir kommen wieder zu festeren Verhältnissen, zwar allmählich nur, hoffentlich aber beständig. Das ist besser, als eine Zeit, in der alle Kräfte über Gebühr angespannt werden müssen, hinterher jedoch der Rückschlag um so schneller eintritt und lange anhält. Es wird betont, daß es für ungelernte Arbeiter besonders schwer war, Beschaftigung zu finden. Das sollten namentlich die Eltern beachten, deren Jungen jetzt die Schule verlassen und in das Leben hinaustreten. Ausland Oesterreich=Ungarn □ Wien, 13. März. Der Kampf zwischen Deutschen und Tschechen. Im Reichsrat kam es gestern während der Verlesung der deutschen Interpellationen wegen der Prager Exzesse zu heftigen Sturmszenen zwischen Deutschen und Tschechen. Als Wolf den Tschechen zurief, daß sie nun auch in den Wiener Vororten gegen die deutschen Studenten der Wiener Universität mobtlisieren wollen, riefen die Tschechen höhnend:„Zucker, Zuckerlmann!“ auf die Beteiligung des Blattes Wolfs durch ein Zuckersyndikat hinweisend. Der tschechische Abgeordnete Skala zeigte Wolf höhnisch mehrere Zuckerstücke. Wolf stürzte mit erhobenen Fäusten auf Skala, faßte ihn an der Brust und schüttelte ihn heftig, wurde aber von den übrigen Tschechen zurückgeworfen und nur durch die deutschen Abgeordneten Pergelt und Albrecht gegen Schläge geschützt. Es entstand ein fürchterlicher Lärm, in dem Wolf schrie, er werde sich so gegen jeden, der ihn provoziere, Genugtuung verschaffen, und wenn es sein Leben koste. + Prag, 13. März. Ruhe in Prag. Die heutige Promenade mittags und abends auf dem Graben verlief trotz massenhafter Beteiligung der tschechischen Studenten und anderen Publikums ohne jede Ruhestörung. Die deutschen Studenten blieben dem Graben und dem Wenzelsplatze fern. Frankreich H Paris, 13. März. Die Svionageangelegenheit. Der japanische Militärattachee in Paris scheint trotz aller seiner Ableugnungen doch versucht zu haben. Mitteilungen von dem Beamten des Marineamts Martin zu erhalten, um in die Geheimnisse der französischen Marine einzudringen. Es ist jetzt festgestellt worden, daß der Attachee mit dem verhafteten Martin in Verbindung getreten ist, nachdem er erfahren hatte, daß dieser Geld brauchte. Bei der bekannten Spionenfurcht der Franzosen muß man die bezüglichen Nachrichten selbstverständlich mit der größten Vorsicht aufnehmen, zumal es sich um den Gegner des verbündeten Rußland handelt. Orient Sofia, 13. März. Die Stockung in der Reformaktion hat den Mut der mazedonischen Komitees neu belebt. Es werden neue Aufstände erwartet. - Wien, 13. März. Die Lage in Serbien. Nach Belgrader Meldungen liegt die Lösung der Verschwörerfrage noch in weiter Ferne. Der Versuch, die Verschwörer durch materielle Kompensationen zu veranlassen, auf ihre Stellungen zu verzichten, ist mißlungen. Mittel der Gewalt anzuwenden, trägt der König Bedenken. Die Situation in Serbin hat sich daher in letzter Zeit noch verschärft. Von einer Rückkehr der Gesandten kann unter solchen Umständen nicht die Rede sein. S Wien, 13. März. Ausweisung eines Prinzen. Wie aus Ragusa gemeldet wird, ist Prinz Mirko von Montenegro infolge eines Zwistes mit seinem Bruder, dem Thronfolger Danilo, aus dem Fürstentum verbannt worden. Lokales und Aügemeines Interessante Mitteilungen aus dem Leserkreise nehmen wir gern entgegen. Unsere Original=Artikel dürfen nur mit deutlicher Quellenangabe— Westfäl. Ztg.- nachgedruckt werden. Bielefeld, 14 März = Personalveränderungen Matthes, Hauptmann im Generalstabe des Gouvernements von Straßburg i. E., zum 1. April, als Komp. Chef in das Inf.=Regt. Prinz Friedrich der Niederlande(2. Westfäl.) Nr. 15 versetzt; Eickenrodt, Oberleutnant im Infanterieregiment Prinz Friedrich der Niederlande(2. Westfäl.) Nr. 15, vom 1. April 1904 ab auf ein Jahr zur Dienstleistung beim Großen Genaralstabe kommandiert: Sandkuhl, Hauptm. und Komp.=Chef im Inf.=Reg. Prinz Friedrich der Niederlande(2. Westfäl.) Nr. 15, in das Metzer Inf.=Regt. Nr. 98 versetzt; Heye, Leutnant im Inf.=Reg. Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfäl.) Nr. 15, zum Kadettenhause in Bensberg als Erzieher versetzt; Dr. Uphoff(Minden), Assistenzarzt der Reserve, zum Oberarzt befördert; Kadett Graf zu Bentheim=Tecklenburg=Rheda als charakterisierter Fähnrich in oas Ins.=Reg. Graf Bülow Nr. 55 eingestellt. Schwurgericht Die sonst im März übliche Schwurgerichtssitzung wird dem Vernehmen nach in diesem Jahre erst im Laufe des Monats April stattfinden. — Ansteckende Krankheiten In der 9. Jahreswoche, vom 28. Februar bis 5. März wurden in Bielefeld(Stadt) 4 Erkrankungen an Diphtherie und Krupp, 1 an Scharlach und ein an Kindbettfieber, in Bielefeld(Land) 3 an Diphtherie und Krupp, 2 an Scharlach und 2 an Kindbettfieber amtlich festgestellt. ld. Der Zirkus Max Reiffarth eröffnete am Sonnabend in Brinkhoffs Tonhalle eine Reihe von Vorstellungen für die Dauer von ca. 8 Tagen vor leider nur schwach besetztem Hause. Die einzelnen artistischen Nummern des Programms boten recht gute Leistungen, die von dem Publikum mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurden. Auch auf dem Gebiete der Pferdedressur bietet das Institut vorzügliches. Besonders gefiel u. a. der Clown Peppino mit seinem dressierten Schwein und dem russischen Steppenbär. Den Besuch der Vorstellungen, deren reichhaltiges Programm unterhaltende Stunden verbürgt, können wir nur empfehlen. X Die nationalliberale Partei hält Freitag, 18. März, abends 8½ Uhr. bei Remke eine Versammlung ab, in der Herr Generalsekretär Breithaupt aus Berlin über Mittelstandspolitik und Sorgen des Handwerks sprechen wird. Angehörige aller bürgerlichen Parteien haben zu dieser Versammlung Zutritt. # Arbeiter=Bildungsverein Gestern abend hiett Herr Dr. Pohlmeier aus Berlin einen Vortrag über„Stellung und Bedeutung Rußlands in der Gegenwart“, der eine große Anzahl Zuhörer angelockt hatte. Es wurden vom Redner zunächst Vergleiche gezogen zwischen der Regierungsweise in Rußland und dem deutschen Reiche. Es kommt vor allem, so führte er u. a. aus, die grausame Gewalt der russischen Regierung bei der Behandlung der Finnländer zum Vorschein. Dies ist nur deshalb in Rußland möglich, weil kein Parlament besteht wie in Deutschland. Aber auch nicht zu vergessen ist die Bedrückung der akademischen Jugend. In Rußland müssen die Studenten Uniform tragen um von der Polizei besser überwacht werden zu können. Von einer Freiheit kann da absolut keine Rede sein. In Rußland, wo der Zar Alleinherrscher ist, hat er in der orthodoxen Kirche einen starken Verbünditen, um sich die Herrschaft zu erhalten. Die russische Kirche ist versteinert, alt, so daß man glauben kann, daß ihre Herrschaft über das Volk nur noch durch das äußerliche pomphafte Auftreten erhalten bleibt. Hier ist es mit der Haltung des Volkes genau wie bei den meisten Völkern Asiens, wo sich alles an die schweigende Unterwerfung gewöhnt hat. Betrachtet man die russische Nat on in einer verflossenen Zeitperiode, so fühlt man heraus, daß dieses Volk immer das Bedürfnis gezeigt hat sich auszubreiten, was sich auch mit den Worten Peters des Großen deckt, der die bedeutungsvollen Worte ausgesprochen hat, Rußland dürfe nicht eher ruhen, bis die ganze Welt erobert sei. In welch riesenhafter Weise sich Rußland ausbreitet, zeigt uns u. a. die fertiggestellte sibierische Bahn, die eine Länge von 10 588 Kilometer hat. Wenn man dagegen eine Strecke von der russischen Grenze, sagen wir Wirballen bis nach Metz, nehmen, so kommen im ganzen nur etwas über 1600 Kilometer heraus. Redner besprach dann noch die etzige Lage des russischen Reiches und die große Bedeutung der Mandschurei für Rußland, und erwähnte auch, daß Rußland an den mazedonischen Wirren ein erhebliches Interesse habe. Wenn sich die Türken durch die ewigen Plänkeleien mit den Aufrührischen ordentlich geschwächt hätten, könne Rußland am ehesten die Erfüllung seiner Wünsche, die Balkanstaaten einzuverleiben, erwarten. — Versammlung Delegierter vom Roten Kreuz Gestern fand in Herford zum ersten Male eine Delegiertensitzung des Bezirksverbandes der Vereine vom Roten Kreuz statt. Der Ehrenvorsitzende Herr Medizinalrat Dr. Nünninghoff=Bielefeld eröffnete die Versammlung und begründete die Notwendigkeit eines Verbandes der Vereine vom Roten Kreuz. Die Feststellung der anwesenden Delegierten ergab, daß folgende Städte vertreten waren: Bielefeld. Böhlhorst, Dankersen, Gütersloh, Minden, Herford, Häverstädt, Petershagen, Meinsen; es fehlte Rödenbeck. Zum dritten Punkt. Beratung der Satzungen, wurde u. a. folgendes bestimmt: Jede Kolonne soll durch ein Mitglied im Vorstande vertreten sein, außerdem stellt jede Kolonne auf je 25 Mitglieder einen Delegierten zum Vertretertage. Der geschäftsführende Vorstand hat wieder in Minden seinen Sitz. Die Wahl des Vorstandes erfolgt auf drei Jahre, jedoch scheidet ein Drittel der Vorstandsmitglieder jedes Jahr aus. Zum 4. Punkt. Besprechung über eine im Laufe des Jahres geplante größere Uebung, wurde beschlossen. eine solche in diesem Jahre in Minden im Monat Juni abzuhalten. Den Tag wird der Verbandsvorstand bestimmen. Ueber die Errichtung von Krankenträgerstationen und Verbandslagerstätten sprach im Auftrage des Herrn Regierungspräsidenten Herr Geheimrat Ritmund. Der Redner empfahl, daß möglichst in jedem Kriegerverein ein Mitglied in der Krankenpflege ausgebildet werde. Der Inspekteur der Sanitätskolonnen, Herr Medinalrat Dr. Nünninghoff, schloß die Versammlung mit einem Hoch auf unser Kaiserpaar. dem Förderer des Sanitätskolonnenwesens.— Gelegentlich des Vertretertages wurden von der Herforder Kolonne die Herren Medizinalrat Dr. Rheinen und Fabrikant Richard Böckelmann durch Diplome ausgezeichnet, in Anerkennung ihrer Opferfreudigkeit und ihres großen Interesses für die Sache des Roten Kreuzes. 4 Militär= und Zivilmusiker Auf wiederholte Vorstellungen der dabei interessiertrn Zivilkapellen hat nunmehr endlich das Generalkommando des 7. Armeekorps(Münster, Westf.) verfügt, daß die Mili irkapellen dieses Armeekorps beim Spielen an allen Orten, die im Bezirke des 7. Armeekorps liegen und keine Garnison haben, den von den Zivilmusikern vorgeschlagenen Mindesttarief innehalten müssen. Auch hat das Generalkommando des 7. Armeekorps sämtliche fremden Armeekorps ersucht, ihre Militärkapellen anzuweisen, sich beim Spielen innerhalb des 7. Armeekorps=Bezirks an diesen Mindesttarief zu halten. Wie uns mitgeteilt wird, ist zwischen der Kapelle des hiesigen Bataillons, dem städtischen Orchester und dem Verein Bielefelder Musiker auch ein Minimaltarif vereinbart worden und auswärtige Militärkapellen dürfen ebenfalls nicht unter den Sätzen dieses Tarifes hier in Bielefeld Musikgeschäfte ausführen. t Artillerieverein Die am Sonnabend stattgehabte Monatsversammlung des Vereins eröffnete der Vorsitzende, Leutnant d. R. Buddeberg mit einem Hurra auf S. M. den Kaiser und gedachte sodann in einem warmen Nachruf des zur großen Armee heimgegangenen Ehrenmitgliedes des Verbandes deutscher Artillerievereine, des Generalfeldmarschalls Grafen von Waldersee. Nach Erledigung der Tagesordnung hielt Herr Kamerad Oberst a. D. Groos an Hand einer großen Karte mit beweglichen Truppenbezeichnungen einen spannenden, hochinteressanten Vortrag über das Gefecht bei Sapignies am 2. Januar 1871 das er als Abteilungsadjutant des Rhein. Feldart.= Regts. Nr. 8 rühmlichst mitgemacht hatte und in dem sich 2 Batterien dieses Regiments durch ihr alleiniges Aushalten in äußerster Gefahr gegen ganz bedeutende Uebermacht besonders auszeichneten. Reicher Beifall folgte den anschaulichen Ausführungen des Vortragenden, dem der Vorsitzende den herzlichen Dank des Vereins aussprach; eine dem Vortrag folgende Sammlung für die in Südwestafrika Geschädigten ergab einen Betrag von 25 Mk. Ein gemütliches kameradschaftliches Zusammensein beschloß den äußerst anregenden Abend. Tageskalender Dienstag, den 15. März 1904: Alb. v. Gogh=Ensemble, Konzerthaus, 8 Uhr. Zirkus M. Reiffarth, Brinkhoff, 8½ Uhr. Apollotheater: Künstlervorstellung 8 Uhr. „Zur Neustadt“ Damen=Orchester Hütter, 7 Uhr. Karl Senker, Herjorderstraße, Preiskegeln. Aus provinz und Nachbarschaft □ Halle i. W., 14. März.(Der Stenographenverein Gabelsberger) in Bielefeld machte gestern nachmittag einen Ausflug nach Halle, um hier die Gründung einer neuen Ortsgruppe festlich zu begehen. Auch zahlreiche Damen schlossen sich an. Nachdem sich der Verein konstituiert hatte, wurde die Zusammenkunft durch gemeinsame Lieder und flotte Tänze gefeiert. Der Tag verlief in angenehmster Weise. tt. Gütersloh, 14. März.(Missions=Familienaben d.) Gestern veranstaltete der Jünglingsverein im Vereinshause ein MissionsFamilienabend in üblicher Weise. Die Missionsansprache mußte leider ausfallen, da die Deklamation „Segen des Wohltuns, Charakterzüge von Gellerts Leben“, sehr viel Zeit in Anspruch genommen hatte. In der Einleitung gedachte Herr Pfarrer Siebold des Wirkens der ausländischen britischen Biebelgesellschaft und im Schlußwort Herr Pfarrer Wegner in kurzen Worten der Rheinischen Mission. ts. Herford, 14. März.(Stadtverordnetensitzung.) In der am Freitag stattgefundenen Stadtverordnetensitzung. der 24 Stadtverordnete und 2 Magistratsmitglieder beiwohnten, wurde u. a. folgendes beschlossen: Der Fluchtlinienplan zwischen der Elverdisserstraße, dem Körper der lippischen Bahn und dem Stephansweg und für die Petersilienstraße wurde genehmigt. Der Magistratsantrag betr. Schaffung neuer Begräbnisstellen auf dem städtischen Friedhofe und Wiederbenutzung einiger vor 30 Jahren angelegten Teile desselben wurde, soweit er sich auf die Wiederbenutzung einiger vor 30 Jahren belegten Begräbnisstellen bezieht, angenommen, zugleich aber auch der Magistrat ermächtigt, an Stelle dieser Wiederbenutzung die Gärten von Nobbe und Joly zu Begräbnisstellen anzukaufen, wenn die Gärten binnen 4 Wochen zum Preise von 30 Mk. pro Quadratrute zu haben sind. Der erste Teil des Magistratsantrages betr. Schaffung neuer Begräbnisstellen wurde bis zur Vorlegung ber Akten über die Fluchlinie an der betr. Stelle vertagt. An Stelle des verstorbenen Vorstehers Hildebrand wurde der jetzige Feldmarksvorsteher Duisdickerbäumer zum Mitgliede der Eisenbahnkommission gewählt. Der Voranschlag der Kämmereikasse pro 1904 wurde in 2. Lesung festgesetzt: Ordentliche Einnahmen und Ausgaben auf 853 500 Mk., außerordentliche Einnahmen und Ausgaben auf 1601000 Mt. lb. Salzuflen, 14. März.(Prüfungen und Konfirmation.) In den letzten Tagen dieser Woche wird die Semestralprüfung an der Volksschule stattfinden.— In dem Hauptgottesdienite des nächsten Sonntages werden auch die Konfirmanden ihre Prüfung ablegen und am folgenden. dem Palmsonntag durch die Konfirmation als „mündige Glieder der Gemeinde Gottes“ in diese ausgenommen. Detmold, 14. März.(Personalien.) Der Regierungsbauführer Johannes Werdelmann aus Detmold(Hochvaufach) ist zum Regierungsbaumeister ernannt worden. Herr Assessor Dr. Müller, der während der Tagung des lippischen Landtages als Syndikus fungierte, hat sich jetzt hier als Rechtsanwalt niedergelassen. (0) Minden. 14. März.(Justizversonalie.) Der Amtsrichter Nahrwold in Ibbenbüren ist an das hiesige Amtsgericht versetzt. Vermischtes. # Unschuldig verurteilt Im Wiederaufnahmeverfahren sprach die Strafkammer zu Düsseldorf den Schreinergesellen Heinrich Blanke, sowie den Kutscher Joseph Braun, die wegen schweren Einbruchsdiebstahls zu 2 Jahren Zuchthaus und 18 Monaten Gefängnis verurteilt waren, wegen völliger Schuldlosigkeit frei. Die Verurteilten hatten einen Teil der gegen sie erkannten Strufe bereits verbüßt. □ Brudermord In Witten stellte sich Johannes Greschel unter der Angabe der Polizeibehörde, in der vorigen Woche seinen in Meißen als Prokurist tätigen Bruder Curt Greschel durch Cyankali vergiftet zu haben. Die Ursache zum Brudermorde liegt in der Weigerung des Ermordeten, ihm weiter in seinem Fortkommen behilflich zu sein. Der Brudermörder wurde in Haft genommen. Von einem Hunde zerfleischt..... In Hamborn in Westfalen wurde ein 8jahriger Junge derart von einem Hunde zerfleischt, daß er alsbald starb. Dem Kinde war die Kehle durchgebissen. Gerichtssaal II Bielefeld, den 12. März. Strafkammer. Herr Landgerichtsrat Krafft, Vertreter der Staatsanwaltschaft: Herr Assessor Wahn. 1. Freispruch. Der Lokomotivführer Conrad Wallbaum zu Gütersloh war vom Schöffengericht zu Gütersloh von der gegen ihn erhobenen Anklage des Diebstahls freigesprochen worden und die Staatsanwaltschaft hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Die Berufung wurde jedoch als unbegründet verworfen. 2. In contumaciam wurde heute gegen eine ganze Anzahl Wehrpflichtiger aus dem Kreise Minden verhandelt. Es stellte sich nach den inzwischen eingezogenen Ermittlungen heraus, daß einige der Angeschuldigten verstorben und andere in das Heer eingestellt worden sind. Gegen diese wurde auf Einstellung des Verfahrens erkannt. Die übrigen wurden zu einer Geldstrafe von 160 Mark ev. 32 Tagen Gefängnis verurteilt. 3. Wegen fahrlässiger Tötung hatte sich der vorbestrafte Knecht Friedrich Gorns von Windheim im Kreise Minden zu verantworten. Der Angeklagte hat am 28. Oktober v. J. mit seinem schwerbeladenen Fuhrwerke auf dem Wege von der Hanke'schen Mühle zu Windheim das etwa 2 Jahre alte Kind Sophie Witte überfahren. Das Kind ist infolge der erhaltenen schweren Verletzungen schon einige Stunden nach dem Unglücksfalle gestorben. Der Gerichtshof ist der Ansicht, daß bei dem Angeklagten, der nicht die erforderliche Aufmerksamkeit an den Tag gelegt hat, ein strafbares Verschulden vorliege und erkannte gegen ihn auf einen Monat Gefängnis. 4. Gefährliche Körperverletzung Der Arbeiter Schaper von Minden war vom Schöffengericht zu Minden wegen gejährlicher Körperverletzung und wegen versuchter Gefangenenbefreiung zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten verurteilt und hatte Berufung eingelegt. Die Strafkammer hob, da die Gesangenenbefreiung nicht erwiesen, das erste Urteil auf und sprach den Angeklagten dieserhalb frei. Wegen der Körperverletzung blieb die Strafe von 3 Monaten Gefängnis bestehen.(Schluß folgt.) ∆ Tilfit. 12. März. In dem Kurpfuscherprozeß Schröter wurde der Angeklagte zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt, wovon 16 Monate Untersuchungshaft abgerechnet wurden. Das Augenglas. das Schröter bei seinen Untersuchungen benutzte, wurde eingezogen. Eine vorläufige Entlassung Schröters aus der Haft wurde abgelehnt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden dem Angeklagten nicht aberkannt. Reueste Nachrichten Eisenbahnunfall * Lyk, 14. März. Der Güterzug 6805 ist gestern auf der Einfahrtsweiche 2 auf dem Bahnhofe Lyk mit Maschine und 11 Wagen entgleist. Der Zugführer und ein Bremser sind schwer verletzt. Der Materialschaden ist erheblich. Ursache der Entgleisung ist Bruch des Zungendrehstuhls der Weiche. Nordversuch und Selbstmord 2 Breslan, 14. März. Der Klempnergeselle Klebitke in Königshütte(Oberschles.) verletzte den Klempnergesellen Stuider und dessen Ehefrau durch Revolverschüsse schwer und entleibte sich darauf selbst durch einen Schuß in den Mund. Depeschenwechsel zwischen dem und König Eduard m London, 14. März. Der gestrige Depeschenwechsel zwischen dem Zaren und dem König Eduard hat Anlaß zu Gerüchten über eine bevorstehende Intervention gegeben. Mobilisierung eines französischen Teilgeschwaders a Paris, 14. März. Der Kriegsminister hat dem Marinepräfekten Befehl gegeben, die Mannschaft des Nordgeschwaders für den 1. April auf Kriegsfuß zu bringen. Verurteilte Attentäter F Petersburg, 14. März. Stabskapitän Gerschun, der Anstifter des von dem Studenten Balmaschew verübten Mordanschlages auf den Minister Ssipjagin wurde am 10. März meit seinen beiden Genossen, die Gerschun angegeben hatte, zum Tode durch den Strag veru r t e i l t. A l s d a s U r t e i l v e r l e s e n w u r d e, warf Gerschun sich auf die Kniee und bat den Gerichtshof flehentlich, ein Gnadengesuch für ihn beim Kaiser zu befürworten. Er bitte um die Gnade, als gemeiner Soldat in Ostasien sein Leben für das Vaterland einsetzen zu dürfen. Der Gerichtshof beschloß, ein Gnadengesuch dem Zaren zu unterbreiten. Die Genossen Gerschuns sind bereits am letzten Freitag in Schlüsselburg hingerichtet worden. Russische Schnüffeleien = Port Said, 14. März. Der russische Kreuzer„Dimitri Donstoi“ ist gestern zu einer Krenzerfahrt ins Mittelmeer abgegangen. Er hielt den deutschen Lloyddampfer„Stuttgart“ an, um ihn über seinen Bestimmungsort auszufragen. Andere Schisse, darunter ein englisches, wurden ebenfalls angehalten und die Schisfspapiere verlangt. Der englische Dampfer hat hiergegen protestiert. Der Großherzog von Oldenburg 21 New=York, 14. März. Der Großherzog von Oldenburg ist in Washington eingetroffen. Ein Personendampfer gestrandet ∆ Sidney, 14. März. Der Personendampfer„Amac“ mit 100 Passagieren und 60 Mann Besatzung an Bord, ist bei Breakseaspe auf Südland gestrandet. 5 Boote wurden ausgesetzt. Ein Boot mit 28 Iusassen wurde gerettet, die anderen fehlen noch. Vom Kriegsschauplatz in Ostasten * London, 14. März. Nach einer Privatdepesche aus Söul von gestern, soll Japan die Nordküste der Mandschurei von Antung bis Takuschan besetzt haben und beabsichtigen, Port Arthur abzuschneiden. Weitere Seeangrisse stehen bevor. London, 14. März. Daily Telegraph meldet aus Tschifu, die japanischen Geschosse gegen die russischen Schiffe bei dem letzten Angriff bei Port Arthur hätten keinerlei Schäden angerichtet. Ebenso bestätigt sich die Nachricht, daß ein japanisches Kriegsschiff in den Grund gebohrt worden sei. c London, 14. März. Wie Daily Chronicle aus Tientsin meldet, stehen 6000 Japaner im Begriff, gegen Niutschwang einen Angriff zu unternehmen. Die Einwohner haben die Stadt schon zum größten Teil verlassen. □ Tokio, 14. März. Die russische Regierung hat dem japanischen Roten Kreuz 2000 Yen überweisen lassen, als Ausdruck des Dankes für die Behandlung russischer Verwundeter. Tokio, 14. März. Das Resultat der Zeichnung der japanischen Staatsanleihe ist jetzt bekannt gegeben worden, Es wurden bei der japanischen Bank 452 Millionen Yen gezeichnet. Port Arthur geräumt? + London, 14. März. Hiesige Blätter melden aus Tokio, Tientsin, Schanghai und Tschifu, daß unter den Japanern das Gerücht geht, die Russen hätten Port Arthur geräumt. & London, 14. März. Daily meldet aus Tschifu, ein von der Daily Mail geschartertes Boot hat sich am Sonnabend Port Arthur genähert. Das innen liegende Fort schien beschädigt. Die Geschütze befanden sich in ihren Stellungen. Das Fort auf der Spitze von Breadhill hat augenscheinlich durch das Feuer der Japaner sehr gelitten. In die Befestigungen wurde Bresche gelegt. Die Erdwälle sind zerstört, kein Geschütz ist sichtbar. Man bemerkt nirgends Truppen, nicht einmal eine Fahne weht. Bericht des Admirals Togo über die Beschießzung Port Arthurs Tokio, 14. März. Ueber den Angriff auf Port Arthur hat Admiral Togo folgenden Bericht erstattet: Zwei Torpedoflotten näherten sich um 1 Uhr der Hafeneinfahrt. Während die eine Minen auslegte, stieß die andere mit 6 russischen Torpedobooten zusammen und hatte mit diesen ein halbstündiges Gefecht, in dem die feindlichen Schtffe sehr beschädigt wurden. Die Japaner hatten 8 Verwundete und 7 Tote. Von den japanischen Schiffen wurde keines außer Gefecht gesetzt. Die andere Flotte hatte vor der Hafeneinfahrt ein einstündiges Gefecht. Zwei russische Torpedoboote wurden beschädigt, von denen eines sank. Die Mannschaft wurde von den Japanern ausgenommen. Die Japaner hatten 3 Tote und 3 Verwundete. Das japanische Geschwader beschoß hierauf drei Stunden das Hafeninnere. Auch die russischen Batterien feuerten, beschädigten jedoch kein japanisches Schiff. Um 2 Uhr stellten die japanischen Schiffe das Feuer ein und begaben sich nach dem Sammelplatz zurück. 6 Tokio, 14. März. Nach den letzten bis jetzt noch unbestätigten Meldungen soll Admiral Togo noch folgendes berichtet haben: In der Nacht zum Donnerstag legte die Torpedodivision im Hafen von Port Arthur unter heftigem Feuer des Feindes Minen aus. Am Donnerstag früh gegen 4½ Uhr fand ein blutiges Gefecht gegen 6 russische Kriegsschiffe statt. Ein Dampfkessel eines russischen Schiffes explodierte und richtete auf dem Schiffe großen Schaden an. Tote und Verwundete gab es auf beiden Seiten, doch wurde kein einziges japanisches Schiff außer Gefecht gesetzt. Räumung Koreas von russischen Truppen. & London, 14. März. Morning Leader meldet, Rußland habe nunmehr alle Truppen aus Korea zurückgezogen. Witterungs=Uebersicht. Bielefeld, 14. März. Niedrigster Thermometerstand in der Nacht+ 1 C. Thermometerstand um 10 Uhr vormittags+ 3 C. Barometer: 746 mm, Wind: S. Himmel: bedeckt. Damit an den Nachmittagstunden der Andrang nicht zu Gelegenheitsposten ihre Einkäufe vormittags decken,# gross wird, gewähren wir denjenigen Kunden, die von diesen 2 Prozent extra die an der Kasse vergütet werden. Heute Beginn des Extra-Verkaufs grosser M 62Zweit Lokales u Diese Posten sindRestbestände von den grössten Fabrikanten in Sachsen und dem Voigtlande und derart unter Preis, dass die aussergewöhnliche Billigkeit berechtigtes Autsehen erregen wird. ## Amtliche Liste Nach dem Reich anwälte, vom 21. M S. 233) ist Patentan die beim Patentamt anwälte eingetregen ist, abgesehen von 1 20, 21), von dem A higung und der Able hängig(§ S 2, 3. steht einer Ehrengeric gen der Berufspflicht zu befinden hat(s tentanwalt bezeichnet, gen zu sein, kann t amts vom Untersucht den(s 17). Eine wälte liegt auf dem zur Einsichtnahme vo * Versendung von Soo abgrehte FensterGardhien Sorte I Fenster 2 Flügel Gont 350 bie 450 jetzt Sorte II Fenster 2 Flügel Konit 475 bis(00 Sorte Ill Fenster 2 Flügel Konik 700 bis 1150 ca. Soo0Meter Gurühen am Stuch früher Mtr. 95. jetzt 19. per Meter. 9 früher Mtr. 1.35 per Meter. 2 PatentGersibeldangen mit Zubehör So Außergewöhnliche Beachtung verdienen folgende Artikel: Tuchborden Mier elegant bestickt, 35—45 cm breit, früher Mtr. 1.00 bis 1.75, S8) Reste in Brüssel- u. Tapestrie-Läufer ca. 1 bis 1 ½ Mtr. lang, früher 4.00 bis 7.50, jetzt 4# Hochelegant" Stück Grosser Posten jetzt Peluche u. Tuch n„ Lambrequins Huo Hikrxiiignnv90 mit vornehmer Stickerei, früher 4.50 bis 7.50, jetzt Stück Grosser Posten jetzt 2-zugteulcaux) ### früherer Preis bis 4.90 4 Meter ganz vorzügliche Qualität so lange Vorrat ca. Diese Kaffeedecken entstammen einer Fabrik, die nur die allerbesten und edelsten ##-Ktaadanyam, Qualitäten herstelt. 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Chöre des Mä Schubertbund, von geleitete Riegen=Auffi Am Dienstag morgen kalen Nebenversamm Einzelgebieten abgehe ginnt dann im er Hauptversammlung, hörden, sowie der H. Oberpräsident und in Bürgerschaft eingelat wird eröffnet mite des Chores der Christ dann die Begrüßunge bestimmten Vorträge im Stadttheatersaale sammensein im Verein — Mittwoch— ist e Werke in Aussicht ger * Protest gege den Der Verband R en, dem 55 Brauerei steuer angehören, hat Donnerstag in Dortr versammlung, in der vertreten waren, den sterien des Kultus, 1 unterm 4. Februar den Flaschenbierhandder Erörterungen ger henden Beschluß gefa dem Erlaß eine durck keiner Weise gerechtfe industrie. Von der 1. die in dem Erlaß parf behgasnichen 41. M Roman von Wa 32 Er schob seine nes Begleiters un söhnt zu, daß er u den vollkommen en zwanglose Wesen d seinen wohltätigen aus. Er wurde m der Liebe zur Na men Berührungspu sich schnell aneinan der ihm eigenen, ihm im allgemeiner ße, ein Greuel sei griff ein„mixtum schauderbar stiliste Warenkrams von phantenzahn und t schen Shawl verstel mit einer faden E geistes.„Das schl gnädig, indem er. nen alten Baumst zeichnete,„daß au nahmen haben. S ulkige Seele, die mit Fidelität genie Sie sich zu einer Zeit empor.“ „Es hieße frei en, wollte ich Ihr Ansichten über me dessen innerstem A haben scheinen,“ n mich nicht rächen ster gehen, welche spieler für unsolid chen Gesellschaft u Künste halten. Vi Weise glühenpe, K „Fehlgeschossen für ein solides E mich mörderlich. ganze Stärke liegt davon verstehen S Paradoxe bleiben ruf stets ein versc Während sich tigen Betrachtunge — K 62— 94. Jahrg. Zweites Blatt 2 *..*** Ae.. 3 Bielefeld, Montag, 14. März 1904 Lokales und Allgemeines Amtliche Liste der Patentauwälte Nach dem Reichsgesetz, betreffend die Patentanwälte, vom 21. Mai 1900(Reichsgesetzblatt 1900 S. 233) ist Patentanwalt nur derjenige, welcher in die beim Patentamt eingeführte Liste der Patentanwälte eingetregen ist(s 1). Die Eintragung ist, abgesehen.von Uebergangsbestimmungen(ss 20, 21), von dem Nachweise der technischen Befähigung und der Ablegung einer Rechtsprüfung abhängig(s§ 2, 3, 4). Der Patentanwalt untersteht einer Ehrengerichtsbarkeit, die über Verletzungen der Berufspflichten und unwürdiges Verhalten zu befinden hat(ss 5—15). Wer sich als Patentanwalt bezeichnet, ohne in die Liste eingetragen zu sein, kann vom Präsidenten des Patentamts vom Untersuchungsgeschäft ausgeschlossen werden(s 17). Eine amtliche Liste der Patentanwälte liegt auf dem Büreau der Handelskammer zur Einsichtnahme von Interessenten aus. * Versendung von Paketen .„ während der Osterzeit Die Vereinigung mehrerer Pakete zu einer Postpaketadresse ist für die Zeit vom 27. März bis einschließlich 3 April im inneren deutschen Verkehre nicht gestattet. Auch für den Auslandsverkehr empfiehlt es sich im Interesse des PPublikums. während dieser Zeit zu jedem Paket besondere Begleitpapiere auszufertigen. * Vom Westfälischen Lehrertage in Bochum Der Verbandstag nimmt am Nachmittage des zweiten Ostertages mit der Delegiertenberatung seinen Anfang. Abends findet im Saal des evang. Vereinshauses eine Festversammlung statt, welche u. a. Chöre des Männergesangvereins LiedertafelSchubertbund, von Herrn Oberturnlehrer Walde geleitete Riegen=Aufführungen usw. bieten wird. Am Dienstag morgen werden in verschiedenen Lokalen Nebenversammlungen mit Vorträgen aus Einzelgebieten abgehalten. Vormittags 10 Uhr beginnt dann im evangelischen Vereinshause die Hauptversammlung, zu welcher die städtischen Behörden, sowie der Herr Regierungs= und der Herr Oberpräsident und insbesondere auch die Bochumer Bürgerschaft eingeladen sind. Die Versammlung wird eröffnet mit einer gesanglichen Darbietung des Chores der Christuskirche. Daran schließen sich dann die Begrüßungen und die von den Delegierten bestimmten Vorträge. Nachmittags ist Festmahl im Stadttheatersaale; abends gemütliches Zusammensein im Vereinshause. Für den dritten Tag — Mittwoch— ist eine Besichtigung industrieller Werke in Aussicht genommen. * Protest gege den Erlaß betr. den Flaschenbierhandel Der Verband Rheinisch=Westfälischer Brauereien, dem 55 Brauereien mit 1 800 000 Mk. Brausteuer angehören, hat laut Boch. Anz. in seiner am Donnerstag in Dortmund abgehaltenen Mitgliederversammlung, in der sämtliche Vertragsbrauereien vertreten waren, den seitens der preußischen Ministerien des Kultus, des Innern und des Handels unterm 4. Februar 1904 ergangenen Erlaß, betr. den Flaschenbierhandel, zum Gegenstand eingehender Erörterungen gemacht und einstimmig nachstehenden Beschluß gefaßt:„Der Verband erblickt in dem Erlaß eine durch die tatsächlichen Zustände in keiner Weise gerechtfertigte Beunruhigung der Brauindustrie. Von der Ueberzeugung ausgehend, daß 1. die in dem Erlaß geschilderten Tatsachen in der dort behaupteten Allgemeinheit zweifellos sehr stark Die Legung von Streuminen Vor längerer Zeit hatten wir Gelegenheit, unsern Lesern zu zeigen, in welcher Weise feste unterseeische Minen zum Schutze von Hafeneingängen angebracht sind. Wir erwähnten bereits damals, daß es außer diesen stehenden Minen noch schwimmende oder Streuminen gebe, welche Bojen vergleichbar auf der Oberfläche des Wassers schwimmen und jedes Schiff, das ihnen zu nahe kommt, ins Verderben reißen. Unser Bild stellt uns den„Jenissei" vor, der selber beim Minenlegen zu Grunde ging. Am Hinterteil des Schiffes befinden sich drei große verschließbare Luken, aus denen die Minen ins Wasser hinabgelassen werden. Die Minen sind mit Hilfe von Uhrwerken oder mit Hilfe von Drähten so konstruiert, daß sie entweder erst nach einiger Zeit explosionsreif werden oder aber, wie das bei dem„Jenissei“ der Fall war, durch Losreißen der Drähte entsichert werden. Der„Jenissei" beobachtete später nicht die erforderliche Vorsicht und geriet so selber an die von ihm gelegten Minen, die den Untergang des Schiffes herbeiführten. übertrieben sind, daß 2. die bestehenden gesetzlichen Vorschriften nach jeder Richtung zur wirksamen Beseitigung etwa zutage tretender Mißstände völlig ausreichen, daß dagegen die im Erlaß in Aussicht genommenen Miztel zur Bekämpfung etwa vorhandener Auswüchse im Flaschenbierhandel völlig ungeeignet sind, daß aber 3. der Genuß von Flaschenbier als eines der wirksamsten Mittel zur Bekämpfung des Schnapskonsums allgemein anerkannt ist, erwartet der Verband, daß die in dem genannten Erlaß in Aussicht genommenen Maßregeln gegen den Flaschenbierhandel unterbleiben, und daß die Regierung nicht durch Verallgemeinerung eines einzelnen Falles zum Erlaß von Vorschriften sich drängen läßt, die eine schwere Belästigung und Verdächtigung der volkswirtschaftlich außerordentlich bedeutenden Brauindustrie in sich schließen würden. * Die Verschleppungen von Reisegepäck und die hierdurch für das reisende Publikum entstehenden Unbequemlichkeiten werden am häufigsten durch das Vorhandensein alter Beklebungen auf den Gepäckstücken verursacht die dann zu Irrtümern bei der Beförderung des Gepäcks führen. Der § 32 der Eisenbahnverkehrsordnung bestimmt daher:„Auf den Gepäckstücken dürften ältere Eisenbahn=, Post= und andere Beförderungszeichen sich nicht befinden. Wird infolge der Nichtbeachtung dieser Vorschrift das Gepäck verschleppt, so haftet die Eisenbahn nicht für den daraus erwachsenden Schaden". Das reisende Publikum wird im eigenen Interesse handeln, wenn es diese Vorschrift befolgt und alte Beklebezettel usw. vor Aufgabe des Gepäcks von diesem entfernt. Standesamts=Nachrichten Nachdruck verboten Bielefeld. In der Zeit vom 5.—11. März 1904 sind beim hiesigen Standesamt angezeigt: Geboren: Sohn: Kaufmann Max Mosberg. Kaufmann Karl Lampferhoff. Kaufmann Karl Westbeide Schriftsetzer Gustan Niediek Schneidermeister Ludwig Jungbluth. Tischlermeister Heinrich Redecker. Bäcker Wilhelm Meyerhoff. Maler Emil Bentlage. Zimmermann Johann Behn. Stellmacher Evert Hesselink. Tischler Gustav Henschke. Tischler Hugo Dietz. Schneider Johann Driskes. Schneider Wilhelm Gerdes. Maurer Hermann Hauf. Arbeiter Wilhelm Wehmhöner. Vorarbeiter Christian Johannismeier. Arbeiter Hermann Wißmann. Arbeiter Max Schulz. Arbeiter Wilhelm Sprick. Tochter: Kaufmann Friedrich Buddeberg. Telegraphenassistent Franz Milkereit. BBäckermeister und Wirt August Wöhrmann. Bäckermeister Heinrich Siebrasse. Wirt Karl Richter. Zuschneider Heinrich Rohde. Maschinenformer Richard Hartmann. Schuhmacher Gustav Szacknys. Klempner Augustin Hegenbart. Schmied Karl Bölter. Maler Heinrich Landefeld. Tischler Karl Jacob. Maurer Heinr. Kramme. Maurer Heinrich Burkamp. Schlosser Paul Scheele. Schlosser Heinrich Bracksiek. Arbeiter Friedrich Mathemeier. Arbeiter Johann Brühl. Arbeiter Wilhelm Möller. Arbeiter Bernhard Imloh. Arbeiter Adolf Schabbon. Arbeiter Hermann Figge. Aufgeboten: Hausierer Wilhelm Opitz, Schmiedestr. 19 und verwitwete Arbeiter Delcour. Marie geb. Bolte, Webereistr. 20. Bergmann Friedrich Triesch, Weitmar und verwitwete Schlosser Vogelsang, Johanne geb. Mänchen, Siechenmarsch= straße 44. Korrektor Albrecht Vethake, Heeperstraße 21 und verwitwete Kohlenhändler Obermark, Marie geb. Köller, daselbst. Tischler Eduard Scheele, Gadderbaum und geschiedene Arbeiter Obbelode, Johanne geb. Flachmann, Nordstraße 29. Arbeiter Gustav Kleine, Wertherstr. 69 und Sinaida Kumierz, Blumenstraße 16. Arbeiter Heinrich Wollgramm, Nordstr. 31 und Marie Voß, Petristr. 98. Arbeiter Eduard Lehnert, Spindelstraße 62 und Charlotte Vogt. Rathausstr. 7. Arbeiter Hermann Kordbarlag, Hallerweg 32 und Lina Tölkemeier, Valdorf. Arbeiter Karl Dopheide, Brackwede und Ida Brinkmann, Johannistal 11. Arbeiter August Brand und Pauline Gabel, beide Grenzweg 17. Schmied Wilhelm Niermann. Mellerstraße 82 und Marie Meyer, Jöllenbeckerstr. 116. Klempnermeister Albert Treschwig. Bielefeld und Wilhelmine Schulte. Holzfeld. Tischler Friedrich Lütgert, Blumenstr. 8 und Gertrud Tuttlies, Hermann Deliusstr. 33. Schleifer Konrad Wiethüchter, Herforderstr. 228 und Auguste Breder, Gadderbaum. Schuhmacher Heinr. Budde, Alsenstraße 4 und Juliane Leimkühler, Brackwede. Monteur Karl Schulenburg. Turnerstraße 23 und Marie Norna, Sadowastr. 22. Sergeant Joachim Fröhlich, Kaserne und Maria Bollen, Geldern. Kaufmann Julius Rosenthal. Meschede und Martha Wolf. Niedernstr. 39. Instrumentenmacher Karl Diestelkamp, Bielsteinstraße 43 und Anna Wehde, Weststraße 45. Verehelicht: Arbeiter Wilhelm Linnenbrügger und Henriette Sielemann. Kaufmann Wilhelm Rottschäfer und Paula Vollmer. Arbeiter Hermann Schlüter und Luise Pusch. Malermeister Kurt Schuster und Marie Schohaus. Lagergehilfe Ludwig Fischer und Pauline Kox. Gestorben: Invalidenrentenempfänger Friedrich Hollmann, 58 Jahr. Unfallrentenempfänger August Blome. 55 J. Arbeiter August Niediek, 45 Jahre. Verwitwete Hotelbesitzer Mattenklodt, Theodore geb. Modersohn, 82 J. Verwitwete Schneider Beckschäfer. Johanne geb. Asholt, 74 J. Ehefrau Luise Scriba, 65 J. Ehefrau Karoline Pankoke, 53 Jahre. Wilhelm Franzke, 10 J. Friedrich Landwehr, 1 Jahr. Meta Sturhahn, 8 Monate. Kurt Helling, 5 M. Klara Beier, 21 Tage. Helene Kanschus, 20 Tage. Georg Lohmeier. 12 Tage. Der Roman von Walter Schulte vom Brühl. 32]— Nachdruck verboten Er schob seine Hand unter den Arm seines Begleiters und Hans gestand ihm versöhnt zu, daß er unter so bewandten Umständen vollkommen entschuldigt sei. Das offene, zwanglose Wesen des Malers übte auch bald seinen wohltätigen Einfluß auf den Lehrling aus. Er wurde mitteilsam, und da beide in der Liebe zur Natur einen starken gemeinsamen Berührungspunkt fanden, so schlossen sie sich schnell aneinander an. Felix erklärte mit der ihm eigenen, dreisten Freimütigkeit, daß ihm im allgemeinen alles, was Kaufmann heiße, ein Greuel sei, da er unter diesem Begriff ein„mixtum compositum" von Zahlen schauderbar stilisierten Briefphrasen, bunten Warenkrams von der Stecknadel bis zum Elephantenzahn und vom Lumpen bis zum indischen Shawl verstehe, und alles das angemacht mit einer faden Sauce nüchternen Geschöftsgeistes.„Das schließt nicht aus,“ schloß er gnädig, indem er, auf dem Rasen sitzend, einen alten Baumstumpf in seinem Buche abzeichnete,„daß auch solche Regeln ihre Ausnahmen haben. So ist z. B. mein Alter eine ulkige Seele, die ihres Berufes Unverstand mit Fidelität genießt, und vielleicht ringen auch Sie sich zu einer solchen Ausnahme mit der Zeit empor.“ „Es hieße freilich gegen Windmühlen fechen, wollte ich Ihnen Ihre wenig erfreulichen Ansichten über meinen Beruf ausreden, von dessen innerstem Wesen Sie keine Ahnung zu haben scheinen, meinte Hans.„Aber ich will mich nicht rächen und nicht unter jene Philister gehen, welche Maler, Dichter oder Schauspieler für unsolide Elemente in der menschlichen Gesellschaft und ihre Arbeit für brotlose Künste halten. Vielleicht sammle ich auf diese Weise glühende Kohlen auf ihr Haupt.“ „Fehlgeschossen, mein Lieber! Wer mich für ein solides Element hält, der beleidigt mich mörderlich. Ich versichere Ihnen, meine ganze Stärke liegt in der Unsolidität. Doch davon verstehen Sie gottlob nichts, und solche Paradoxe bleiben Ihnen in Ihrem soliden Beruf stets ein verschleiertes Bild.“— Während sich die jungen Leute in derartigen Betrachtungen ergingen, waren die älteest Sericke bischice eisct Aseahsch uice Kinder das Feld geräumt hatten, bei Wein und Zigarren angelangt, und Herr Neuenhaus hatte bereits wieder mit Begeisterung erklärt, sein Junge sei ein Hauptkerl, und obgleich erst vierundzwanzig Jahre alt, könnte er sich doch schon mit Glanz allein ernähren, wenn er es nötig hätte. Ein tiefer Seufzer des Herrn Kaltenbach folgte darauf. Dann schüttelte er dem Freund sein Herz aus über den Kummer, den er mit seinem Aeltesten erleben müsse. Nichts verschwieg er ihm, weder die Hoffnungen, die er nach einigen erfreulichen Zeichen in den Jungen gesetzt, noch die Enttäuschungen, die er besonders nach dem Briefe Plümachers und dem stilistischen Verbesserungsgesuch erlebt habe. Herr Neuenhaus ließ ihn ausreden, doch schob er die Zigarre nervös von einem Mundwinkel in den andern und zeigte eine gewisse Unruhe. Und als der Fabrikant sein langes Klagelied wiederum mit einem Seufzer beendet und einen tüchtigen Schluck Wein darauf gesetzt hatte, schlug der Freund mit der wohlgenährten Faust auf den Tisch und sagte sehr energisch:„Du bist eigentlich einen solchen famosen Jungen nicht wert. Alles, was Du mir da erzählst, spricht nur dafür, daß er das beste Zeug für einen tüchtigen erl in sich hat. Ich habe ihm heute Nachmittag im Kontor über die Schulter gesehen. Er schreibt eine Handschrift, die der schönsten Entwickelung fähig ist. Und die Rechnungen, die er gerade ausstellte, hatten in ihrem ganzen Exterieur einen Schmiß, daß es dem Kunden ordentlich Vergnügen machen muß, sie zu bezahlen.“ „Du hast Dir Deine Faseleien immer noch nicht abgewöhnt,“ sagte der Fabrikant; aber Neuenhaus fuhr, in Eifer geratend, fort:„Und Du hast Dich mit der Zeit immer mehr zu einem Pedanten entwickelt und Deine Heftigkeit hat mit Ungerechtigkeit gewiß oft eine verzweifelte Aehnlichkeit. Du wirst diesen wackern Jungen, dem man auf den ersten Blick ansieht, daß etwas in ihm steckt, noch zu Schanden quälen und ihn am Ende gar zu einem trockenen, stumpfsinnigen Kontormenschen machen, so eine Art Plümacher in verjüngter Auf„Schweig nur mit Deinen erzieherischen Talenten," warf der Fabrikant ein.„Wenn Du so viele Trabanten hättest, wie ich, würdest Du anders über den Fall denken. Du konntest Dir freilich mit Deinem Einzigen eine weniger pedantische Erziehung erlauben.“ „Und auf dies freie Erziehungsprodukt bin ich stolz,“ rief der Freund.„Mein Junge, obgleich erst vierundzwanzig Jahre alt, könnte sich schon mit Glanz allein ernähren, wenn er es nötig hätte.“ „Das weiß ich ja schon auswendig und jeder, der Dir auf zehn Schritte nahe kam;— aber es beweist mir nichts.“ „Und ich sage Dir, Du kujonierst, chikanierst und malträtierst Deinen Jungen und machst ihm schließlich seinen Beruf zum Ekel. Der Junge müßte in ganz andere Hände kommen.— Ja, schau mich nur an! Ich, der kleine Neuenhaus, ich würde was Rechtes aus ihm machen. Entwickeln muß sich solch ein junger Mensch, aber nicht in der Entwickelung durch elenden Kontorzopf geradezu abgemurkst werden.“— Die Fortsetzung des Gesprächs wurde durch die Ankunft der beiden jungen Leute unterbrochen, die Arm in Arm von ihrem Spaziergange zurückkamen. „Siehste, Alter, hier hab' ich den ersten Jünger Merkurs gefunden, der mir gefällt,— die Anwesenden sind natürlich stets ausgenommen,“ sagte der Maler, und als dann der ältere Herr Kaltenbach bescheiden einwandte, das sei doch zuviel der Schmeichelei für den Jungen, erklärte Felix, wenn Hans morgen nicht mit auf die Jagd ginge, dann würde auch er zu Hause bleiben und im Hühnerhofe lieber Küken porträtieren. Die alten Herren möchten sich dann allein auf den Feldern die Beine müde laufen. Herr Kaltenbach wehrte sich entschieden gegen solches Ansinnen, und als der Freund meinte, endlich müsse doch auch Hans mal einen Anfang mit der Jagd machen, wandte er ein, er habe keine zweite Flinte zur Hand.— Herr Neuenhaus widerlegte ihn und behauptete, das Lefaucheuxgewehr, bei dem im vergangenen Jahre der eine Lauf an der Mündung geplatzt sei, könne, selbst wenn es inzwischen noch nicht abgeschnitten wäre, aus dem ganzen Laufe bequem einen Hasen töten. Nun führte der Fabrikant den Mangel eines Jagdscheins für den Sohn ins Gefecht. Hans unterstützte ihn und meinte, es müsse doch mißlich für waidgerechte Jäger sein, wenn er in seinem Unverstand mitlaufe. Ioh oaste de auich bost de hongen Soie ßerei keine blaue Ahnung,“ gestand Felix, und Herr Neuenhaus erklärte, der Junge müsse unbedingt mitgehen. Wenn Herr Kaltenbach junior zufällig von einem Gendarm ertappt werden sollte, verpflichte er sich, den„Rummel“ zu bezahlen. So konnte denn schließlich die väterliche Einwilligung nicht mehr versagt werden. Hans blieb auch während des Abends in der Gesellschaft der Herren und spielte Schach mit seinem neugewonnenen Freunde. Die Alten ergötzten sich an einer Partie„Sechsundsechzig“ und sprachen dabei wacker dem Weine zu, während Frau Kaltenbach andächtig dabei saß und an einer Häkelei arbeitete. Fortsetzung folgt. Heitere Ecke —* Eine lustige Geschichte wird aus einem sächsischen Dorfe erzählt: Im Gasthof hatten sich eines Abends die Gemeinderatsmitglieder zur Sitzung versammelt, und in der allgemeinen Vertiefung in die Beratung über des Dorfes Wohl und Wehe hatte man garnicht beachtet, daß auch der wohlbestallte Hüter der nächtlichen Ruhe des Dorfes sich in dem Beratungszimmer eingefunden, die Zeichen seiner Würde, den schweren Spieß und die unförmige Laterne, in eine Ecke gestellt hatte und nun, die Pfeife im Munde, mit großer Behaglichkeit und noch größerem Wissensdurste den weisen Reden der löblichen Dorfbeherrscher lauschte. Endlich konnte sich ein dicker runder Herr(von dem die Sage ging, daß er in seiner bald 20jährigen Praxis als Gemeinderatsmitglied während der Sitzungen noch kein Wort weiter als„Ja“ und„Nee“ von sich gegeben), nicht mehr halten und mit großer Entrüstung in der Stimme fragte er mitten in einer wichtigen Beratung:„Na, Goodlieb, was willst Du denn hier, wer paßt denn da uff, wenn se draußen stehlen?" Und während noch die anderen Räte in wortlosem Staunen die unvermutete„Jungfernrede“ ihres Kollegen auf sich wirken lassen, antwortet schon Goodlieb, während er die Pfeife sorglich aus dem einen Mundwinkel in den andern schob, mit bewundernswerter Seelenruhe:„Ja, wer soll denn stehlen? Mer sein ja alle hier!“ Handelsnachrichten Die finanzielle Lage der preußischen Staatsbahnen ist jüngst im preußischen Abgeordnetenhause vom Eisenbahnminister in das richtige Licht gestellt worden. Der Mehrüberschuß werde nicht 73, sondern 93 Mill. Mark betragen, und somit nicht nur das ganze Etatsdefizit decken, sondern auch noch eine beträchtliche Summe zur Auffüllung des Eisenbahnausgleichsfonds liefern. Der Betriebsüberschuß der preußisch=hessischen Bahnen wird in dem laufenden Jahr zum ersten Male die Zahl von 600 Millionen Mark übersteigen. Der Minister führte weiter aus: Am 1. April dieses Jahres kann unsere Staatseisenbahnverwaltung ihr fünfundzwanzigjähriges Jubiläum feiern. Im Jahre 1879 wurde die preuß. Eisenbahnpolitik vom Fürsten Bismarck eingeleitet. Unsere Betriebslänge betrug 1879 6104 Kilometer, jetzt beträgt sie 33.767 Kilometer; die Einnahmen betrugen 1879 163.8 Millionen Mark, jetzt 1517 Millionen Mark. die Ausgabe 1879 102 Millionen Mark, jetzt 929 Millionen Mark. der Ueberschuß betrug 1879 61 Millionen Mark, jetzt 587 Millionen Mark. Die Rente des Anlagekapitals ist von 4.3 Prozent auf 7 Prozent gestiegen. Dabei ist der Durchschnittsbetrag der Einnahme für den Personenkilometer wie für den Tonnenkilometer ermäßigt worden. Hätten wir noch die Personentarife und Gütertarife von damals, so hätten wir jetzt ein Plus an Einnahmen von 135 Millionen Mark beim Perfonenverkehr und von 142 Millionen Mark beim Güterverkehr, und hätten wir alle die vermehrten Ausgaben nicht gemacht, so hätten wir ein Plus von 382 Millionen. SS Westfälische Stahlwerke. Neben der Gesellschaft Phönix stehen auch die Westfälischen Stahlwerke außerhalb des Stahlwerksverbandes. Während man beim Phönix noch hoffen kann, daß event. die Generalversammlung der Aktionäre, die endgiltig über die Angelegenheit entscheiden soll, sich für den Anschluß ausspricht, erklären die Westfälischen Stahlwerke mit Rücksicht auf die besonderen Betriebsverhältnisse ihres Unternehmens; überhaupt nicht beitreten zu können. Ihre Absicht zielt vielmehr dahin, einen Sondervertrag abzuschließen, um auf diese Weise die sonst unvermeidlichen Gegensätze beseitigen zu können. Feinblechverband. Es wird gemeldet, daß nunmehr eine Preiserhöhung eingetreten ist. Die Preisfestsetzung entspricht für die weltlichen Werke, die jetzt sämtlich dem Verbande angehören, einer Preiserhöhung von 10 Mark pro Tonne. Zugleich tritt der Feinblechverband damit in eine Konkurrenz gegen das Eisenwerk Thale ein. das bisher dem Verband noch nicht beigetreten ist. Eine Auflösung des Verbandes soll beantragt werden. 2— Kleine Finanz=Chronik Die Deutsche Treuhandgesellschaft wollte den Fall Brendel in die Hand nehmen, die Sache hat sich aber nicht durchführen lassen, da keine Persönlichkeit vorhanden ist, die hierzu Vollmacht erteilt hätte.— Bei der Zahlungseinstellung der Bankfirma Horn in Köln beträgt die Beteiligung der Darmstädter Bank nur 20000 Mark, für die übrigens eine Deckung von 50000 Mark vorhanden ist.— Zu den Zahlungsschwierigkeiten der Rohseidenfirma W. M. Mottau in Krefeld ist zu melden, daß die Passiva 1418000 Mark betragen. Ein gütlicher Bergleich soll alle Aussicht auf Erfolg haben.— Der Berliner Maklerverein und der Börsenhandelsverein gehen mit der Absicht um, sich zu fusionieren. — Neueren Nachrichten aus den Verein. Staaten zufolge scheint ein großer Streik in den Kohlengruben bevorzustehen. An 200000 Arbeiter beabsichtigen, die Arbeit einzustellen.— Das Thüringer Musterlager in Weimar ist zusammengebrochen. Die Verbindlichkeiten betragen 450000 Mark, denen jedoch Aktiven mit annähernd gleicher Höhe gegenüberstehen. Ein Moratorium resp. eine Reorganisation evt. auch Liquidation ist geplant. Dividenden Die eingeklammerten Ziffern bedeuten die Dividende des Vorjahres. Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei 10 Prozent(10 Prozent).— Wittener Glashütten Aktiengesellschschaft 7 Prozent(6 Prozent).— Braunschweigische Bank 4 ½ Prozent (5½ Prozent). Konkurse. (A= Anmeldefrist.) Kaufmann Gerd. Alb. Nolte. Nienburg. A 30 3. Kaufmann W. Gombsen. Recklinghausen, A 293. — Kaufmann Louis Peiser. in Firma H. Davidsohn, Strasburg. Westpr., A 16 4.— Kaufmann Friedrich Mühle jr., früherer Teilhaber der offenen Handelsgesellschaft F. Mühle u. Cie., Möbelfabrik, Stuttgart. A 9 4. Berliner Börse Deutsche Fonds„ 11.2 Deutsche Reichsanleihe 3% 101.70 do. do. 6 82.70 Preussische Staate-Anleihe 3½ 101.50 do. do. 8 89.75 Westfhlische Prov.-Anleihe 8% 99.80 do. da. 198.25 Bleiefelder Kommunal-Anleihe 4 102.— Westfällsche Plandbriefe 4 102.50 do. 4o. 3% 99.40 Rbeinisch-Westfälische Rentenbriefe 4 108.90 Ausländische Fonds Oesterreichische Silberrente 4½ 100.25 do. Goldrente 4 101.25 Ungarische Goldrente4 96.50 de. Kronenrente 4 97.75 Russleche Gold-Anleihe vons 4 93.— do. Staaterente 1902....... 4 91.40 Argentinier 88. 4%— Bukarester 98 4% 9175 Ohinesen 98 4½ 85.75 Itallenische Rente neue 4— Mexikaner cons 99 5 99.90 Rumänische amort. 98 4 84.25 Hupotheken-Pfandbriefe Deutsche Hypoth.-Bank Pfandbr. bis 1910. 4 102.25 do. do. 4o. 05. 3½ 96.25 Gothaer Gr. Cr.-Pfandbriefe 09 4 101.75 do. do. 05..... 3½ 96.50 Hamburger Hypotheken-Bank 10..... 4 102.— do. do. 08..... 3½ 96.50 Meininger Hypotheken-Plandbr. 11.... 4 102.50 do. do. 07.... 3% 97.— Preussische Boden-Credit-Pfandbr. 10... 4 101.75 do. do. 07... 3½ 91.90 Preussische Oentral-Boden-Plandbr. 10... 4 102.20 do. do. do. 06... 3½ 96.20 Preusslsche Pfandbrief-Bank 10..... 4 101.50 do. do. 08 3½ 96.— Rheinisch-Westfällsche Boden-Or. 12.. 4 102.40 do. do. do. 08.. 3½ 96.20 Eisenbahn-Stamm-Aktien Aachener Mastr. abg. 128.50 Anatolische— Braunschweiger Landes-Eisenbahn 123.25 Dortmund-Enscheder— Itallenische Meridional-Risenbahn. 138.50 Itallenische Mittelmeer-Eisenbahn.— Jura-Simplon— Oesterreichische Staatsbahn 136.: 5 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen Oesterreichische Staatsbahn 85. 3— do. Nordwestbahn.... 5 107.30 Ungarisch-Gallzische 5— Grosse Russlsche. 8 76 50 Moskau-Klew W 4 91.75 Russische Südost-Bahn 4 91.80 Warschan-Wien— 124 3. 101.60 89.70 101.60 89.75 99.80 103.30 102.— 102.51 99.40 104.25 101.80 99.20 98.— 93.20 92.60 85.— 92.10 86.— 100.— 84.30 102.25 96.25 101.75 97.— 101.90 96.50 102.50 97.— 101.75 95 90 102.30 96.20 101.50 96.— 102.40 96.50 128.50 123.25 38.— 38.50 19740 92.20 91.90 97.70 Reichsbankdisk.ont Belgache Pülen London 81.10 20.43 Peterbung Wien Dollare Imperiale 20 Franos-Stücke Severeigne Amerik. Noten kleie Gold, Silber, Banknoten Belgische Noten 4,19 16.21 4.19 Englische Banknote. Fransöslsche„ Holländische Noten Oestern. Benkucter 120 215.50 5.05 81.50 20.43 35 169.35 86.15 Kaffee Hamburg, 12. Märn. Kaffee ruhig. Heutiger Umas 1500 Sack. Rio reei ordinary 33½. Santos good average 33½. Bremen, 12. Märs. Kaffee behauptet. Zucker Märs. Preise für greitberen Robrucker: Ausschllesslich Verbrauchsstener. Die Preise verstchen sich für 5o Kllogramm. Kornsucker I. Produkt 88pros, ohne Jsek 8,00—8.24 Mk. Nachprodukt 75pros ohne Sack 6.20—6,40 Mk. Lendenz: Schwach. G50 g.#, Mür. Otidelle Rollernag, Acir 16.35 9. Baumwolle Bremen, 12. März Ruhig. Upland middl, loko 81 ¼ Pfg. Liverpool, 12. März. Umsatz 7000 Ballen, davon für Speknlation und Export 500 Ballen, Tendens: Amerikaner winlg und 8 Punkte niedtiger, Aegypter stetig und 1/0 höher, Brastlaner 8 Punkte niedriger. Amerikanische good ordinarv Lieferunse. Rahig, Mir 848..04 urdaug Fettwaren Hamburg, 12. Märs. Schmalz, behauptet, Steam 37¼ Ptg. Lug#p. Co. 38. Hammond 37% Pig., Spich, Pachlag& Ca. Bremen, 12. März. Schmals fest. Loko, Tube und Firkin: 38¼ Pfg. Doppeleimern 39 Pfg. Schwimmend April-Lieferung Tubs und Firkins—.— Doppeleimer—.— Speck stetig Short loko— Plg., Short diear Januar-Abladung— Pig. Metalle Amsterdam, 12. Märs. Bankasion 75½. Lopdog, 12. März. Kupter 57¼ à 56⅛ Pl. St.— Ziaa 12 6## 124% Pf. St.— Blei 11 1/16 Pf. 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Mts. an das Postbaubureau, Goldbach 42 hierselbst einzureichen, woselbst auch weitere Auskünfte erteilt werden.(2920 Zwangsversteigerung Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Liemke belegenen, im Grundbuch von Liemke, Band 10, Blatt 9, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Kötters Heinrich Ottofrickenstein zu Liemke Nr. 231 eingetragenen Grundstücke: Flur 13 Parzellen 706/185 und 707/185 der Gemeinde Liemke am 2. Mai 1904, vormittags 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 1 versteigert werden. Die beiden Grundstücke, bestehend aus Hofraum, mit Heuerhaus nebst Stallung, und aus Weide in der Kattenheide, sind mit 3,15 Mk. Reinertrag und einer Gesamtfläche von 2 ha 99 ar 28 qm zur Grundsteuer, mit 18 Mk. Nutzungswert zur Gebäudesteuer veranlagt und in der Grundsteuermutterrolle von Liemke unter Artikel 307 und in der Gebäudesteuerrolle von Liemke unter Nr. 267 verzeichnet. 2891 Der Versteigerungsvermerk ist am 26. Februar 1904 in das Grundbuch eingetragen. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, spätestens im Versteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Anspruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gütersloh, den 8. März 1904. Königliches Amtsgericht. Besiaoibe K Wie 1chl Der Amtmann. Graßhof. Bekanntmachung. „Ich mache auf die Vorschriften der schon wiederholt veröffentlichten Polizeiverordnung des Herrn Oberpräsidenten vom 22. Dezember 1896, betr. die Einrichtung und den Gebrauch solcher landwirtschaftlichen Maschinen, die nicht im Fahren arbeiten, hierdurch aufmerksam. Halle, 7. März 1904. Der Landrat. In Vertretung: Wolf, Kreissekretär. Verannrmachung. In unser Handelsregister A ist heute unter Nr. 163 die Firma Carl Wiegel zu Gütersloh und als deren Inhaber der Kaufmann Carl Wiegel zu Gütersloh eingetragen. Gütersloh, den 10. März 1904. 62921 Königliches Amtsgericht. 4. „„„* Pornadr der den Erben Boucher gehörigen Besitzung za Vieleleid, Schänmsbers 1. Haus mit Oost= u. Iiergarten zusammen 1979 gm groß. Beste Limits erbitten die Erben bis zum 20. d. M. bei mir niederzulegen und wird bei annehmbarem Preise dem Höchstgebot der Zuschlag erteilt. Arthur Seeck, tas. Bielefeld, Bahnhofstraße 4. Stellen-Anzeiger für die Frauenwelt (Stützen, Gesellschafterinnen 2c.). Gute Erfolge. Sehr billig. Prosp.gratis. Adresse: Frauen=Zeitung, Berlin=Cöpenick.*M. 150, Dienstag: Turnverein Jahn. Städt. Turnhalle Kurfürstenstraße. Bielef. Turngem. u. Riegent. 8 U Männer=Turnv. 8½ U. Turnen i. d. städt. Turnh., Kaiserstr Radf.=Klub Sparrenburg 9 Uhr Restaur. Kastruv. A.=B.=V. Brackwede. Gesang. Quartett=Verein 9 U. Harmonie. Deutsche Eiche I 9 Uhr Gesang. A.=B.=V. Brackw. Vorstandssitzg. „Fedelitas“ abends 9 Uhr. Gadderb. Turnverein Bergholz. Männer=Ges.=V. Schildesche 8½. Krieger=Verein Gesangabteilg. 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Herrn Lehrer Funk mit seinen Schülern sagen wir unsern iunigsten Dank. Familie Franzke. Es hat dem Allmächtigen gefallen, am Freitag, den 11. d. Mts., abends 11 Uhr, unser innigst geliebtes, unvergeßliches Töchterchen 3 im zarten Alter von 1¾ Jahren zu sich in sein Himmelreich zu nehmen. Dieses zeigen tiefbetrübt an(4524 Pritz Hablau nebst Frau. Die Beerdigung findet am Dienstag nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause, Schlosserstr. 17 aus statt. Vorfeier um 2½ Uhr daselbst. Bielefeld, 14. März 1904. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme „ während der Krankheit und bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter sagen wir allen hiermit unseren innigsten Dank. # Ludwig Pankoke u. Kinder. J. D. Küster Nachf. Ur. Vlenmoyer! Gestern abend 10½ Uhr entschlief sanft nach schwerem, mit Geduld ertragenen Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger-, und Grosssater, der Rendant und Auktions-Kommissar KinderMädchen, 14—16 Jahre alt, per 1. 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Der be Blödenanstalt Eben=Ezer hat der Lipp. Tagesztg. mögen(über 6000 Mie. vermacht. t- Löhne. 12. letzten Gemeinderatssitzur Wahl des stellvertretende der Bauerschaftsvorstehe den gewählt bezw. wie tretende Gemeindevorste Jöllenbeck. Als Bauersa hagen der Kolon Stucke Hartäster dort, für Dev für Melbergen Kolon Fi #- Meunighüff theritis.) Von dem Schließung der hiesigen tretens der Diphtheritis ay. Stadthagen. 1. Unglücksfall.) Die Nagel spielten am Frei bei dem Hause, am West wohl dem durch den nahe gekommen sein, d kleiner Zwillingsbruder Bach und ertrank. Die belebungsversuche blieben Schmerz der Eltern kann * Paderborn, 12. M der Hebammenleh nahme sind an Honora Schülerinnen, die teils meldet, teils auf eigene Kosten zugelassen werde Teilnahme an dem Wied Ausbildung von Erstwär geld von aufzunehmender geren für beide Jahre sehen; der Zuschuß aus ist auf 27200 Mk. bezw. Für Besoldungen, Remut köstigung der Bedienstete und Schwangeren bezw. betr. Titel je 12.000 Mt. und Beleuchtung für beit geworfen sind. Der Abse und Ausgabe vorgesehen für 1905 mit 44 700 Mi. * Münster, 12. Mä der Provinzialau einem vorgesehenen Zu hauptkasse mit 11600 Mei Beträge zugleich nach haltsplanes je in Ein Grunde gelegt worden sit Unterhaltung des Anstalt Aeußern 5200 Mk. bezw. Oekonomie der Anstalt je Zimmersrode bei schlafende Magd.) dem Landwirt Wiederhol liegt schon seit Montag Schlaf. Den eifrigen Be es bis heute noch nichtg kommen. Die Wissensche Rätel. A 400000 Mark Die Staatsanw. einen Kaufmann M. rischem Bankerott(es aus Neidenburg in W Eine Katze als hat in dem havellän Unheil angerichtet. eines Bauergutsbesitze gerissen; diese platzte Feuer. Die Katze lie dort im Stroh hern Bicher Reisote Einrichtung praktischer Buchführ übernimmt#9 Alfred Liebol „#per beeid. Bücherreviso Ellerstr. 34.— Telefon • Kulanz I, sodass inderwertige den werden. leiner Firma 22909 8—10. KO. K0. ständer lrtikel zu und Verkauf. 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Zeitung veröffentlichten Artikels, in dem es zum Schluß heißt: Jetzt gilt es, den Versuch ein Weitergleiten auf dieser Bahn. die von Berlin über Dresden, Weimar, Detmold und Karlsruhe nach Rom führt, zu verhindern. Der Staatsminister erklärte demgegenüber, daß die Regierung stets an dem Standpunkt festgehalten habe, daß durch die Aufhebung des§ 2 dem evangelischen Volke kein Geschenk gemacht werde, daß vielmehr diese Aufhebung geeignet sei. eine Erregung in weitere Kreise zu tragen. Sie habe den Vertreter von Lippe im Bundesrat angewiesen, gegen die Aufhebung zu stimmen. Der Wunsch der Regierung sei, daß sich die Befürchtungen, die man für die Zukunft hege. nicht bewahrheiten möchten. Vom Abg. Schemmel wurde, lt. R.=W. Ztg., im Namen des Landtags der Genugtuung über diese Erklärung Ausdruck gegeben. * Lemgo, 12. März.(Ein schönes Vermächtnis.) Der verstorbene Hofmeister der Blödenanstalt Eben=Ezer bei Lemgo, Karl Schmidt hat der Lipp. Tagesztg. zufolge sein ganzes Vermögen(über 6000 Mk.) der genannten Anstalt vermacht. Löhne, 12. März.(Wahl.) In der letzten Gemeinderatssitzung von Gohfeld wurde die Wahl des stellvertretenden Gemeindevorstehers und der Bauerschaftsvorsteher vorgenommen. Es wurden gewählt bezw. wiedergewählt. Als stellvertretende Gemeindevorsteher der Kolon GerlachJöllenbeck. Als Bauerschaftsvorsteher für Bischofshagen der Kolon Stucke dort, für Jöllenbeck Kolon Hartsieker dort, für Devenbrock Kolon Finke dort, für Melbergen Kolon Fischer dort. Meunighüsfen, 13. März.(Diphtheritis.) Von dem Herrn Landrat wurde die Schließung der hiesigen Schule wegen starken Auftretens der Diphtheritis angeordnet. ay. Stadthagen, 14. März.(Trauriger Unglücksfall.) Die Kinder des Mühlenbesitzers Nagel spielten am Freitag im elterlichen Garten bei dem Hause, am Westerntor; hierbei müssen sie wohl dem durch den Garten fließenden Bach zu nahe gekommen sein, denn das eine Kind, ein kleiner Zwillingsbruder von 3 Jahren, fiel in den Bach und ertrank. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche blieben leider ohne Erfolg. Den Schmerz der Eltern kann man sich denken. * Paderborn, 12. März.(Haushaltsplan der Hebammenlehranstalt.) Bei der Einnahme sind an Honorar für den Unterricht der Schülerinnen, die teils von den Gemeinden angemeldet, teils auf eigene Meldung und auf eigene Kosten zugelassen werden, sowie an Honorar für Teilnahme an dem Wiederholungskursus bezw. für Ausbildung von Erstwärtinnen, ferner an Pflegegeld von aufzunehmenden zahlungsfähigen Schwangeren für beide Jahre rund je 16 500 Mk. vorgesehen; der Zuschuß aus der Provinzialhauptkasse ist auf 27.200 Mk. bezw. 27400 Mk. veranschlagt. Für Besoldungen, Remunerationen und Löhne, Beköstigung der Bediensteten, Kursusteilnehmerinnen und Schwangeren bezw. Wöchnerinnen weist der betr. Titel je 12000 Mk. auf. während für Heizung und Beleuchtung für beide Jahre je 4000 Mk. ausgeworfen sind. Der Abschluß ist je in Einnahme und Ausgabe vorgesehen: für 1904 mit 44 500 Mk., für 1905 mit 44700 Mk. * Münster, 12. März.(Haushaltsplan der Provinzialaugenheilanstalt.) Bei einem vorgesehenen Zuschuß aus der Provinzialhauptkasse mit 11600 Mk. bezw. 7600 Mk., welche Beträge zugleich nach dem Abschlusse des Haushaltsplanes je in Einnahme und Ausgabe zu Grunde gelegt worden sind, sieht die Ausgabe für Unterhaltung des Anstaltsgebäudes im Innern und Aeußern 5200 Mk. bezw. 1200 Mk. vor und für die Oekonomie der Anstalt je 6000 Mk. * Zimmersrode bei Krefeld, 13. März.(Die schlafende Magd.) Eine im nahen Borken bei dem Landwirt Wiederhold in Dienst stehende Magd liegt schon seit Montag früh ununterbrochen im Schlaf. Den eifrigen Bemühungen der Aerzte ist es bis heute noch nicht gelungen sie munter zu bekommen. Die Wissenschaft steht hier vor einem Rätsel. Vermischtes A 400000 Mark unterschlagen Die Staatsanwaltschaft in Allenstein sucht einen Kaufmann Max Ascher, der nach betrügerischem Bankerott(es handelt sich um 400000 Mt.) aus Neidenburg in Ostpreußen verschwand. Eine Katze als Brandstifterin hat in dem havelländischen Dorfe Bamme großes Unheil angerichtet. Sie hatte in der Wohnstube eines Bauergutsbesitzers eine brennende Lampe umgerissen; diese platzte und das Fell des Tieres fing Feuer. Die Katze lief in den Pferdestall und raste dort im Stroh berzum. Die Flaumen grissen mit ∆ ****-14a Heir Die Ereignisse in Nordost=Korea Während die Japaner, denen man eine affenartige Geschwindigkeit zutraute, mit dem Transport ihrer Mannschaften offenbar enttäuscht haben, haben sich die Russen von der ersten Verblüffung wieder erholt und sind nun ihrerseits zur Offensive übergegangen, natürlich nur soweit, als sie dies mit ihren schwachen Kräften vermögen. Im Westen Koreas haben sie Fühlung mit dem Feinde und sie haben auch im Nordosten des Landes die ersten Schüsse getank Sie haben bei Huntschun den Tumen überschritten und sind dann weiternach solcher Geschwindigkeit um sich, daß das ganze Gebäude eingeäschert wurde. Fünf Pferde perbrannten. Eine Prima=Ballerine als Krankenpflegerin Mathilde Krzesinska, der Star der Petersburger Bühnen, die Freundin des Kaisers Nikolaus, die Millionärin legt ihre Juwelen ab und geht als einfache Krankenwärterin nach Ostasien, um sich dort dem Dienste des Vaterlandes zu widmen. Ganz Eingeweihte wollen wissen, Kaiser Nikolaus Madame Krzesinska. sei vor seiner Heirat mit der Prinzessin Alexandra morganatisch mit Frau Krzesinska vermählt gewesen, der Verbindung sollen sogar drei Kinder entstammen. Dieser Hinweis wird aber zum Verständnis dafür genügen, daß die Krzesinska eine in ganz Rußland bekannte Persönlichkeit ist. Ebenso wie ihr fabelhafter Reichtum, ihr herrliches Palais, ihr Landhaus, alle ihre Brillanten, in deren Strahlenglanz sie sich so gerne zeigt, und ebenso wie ihre Kunst des französischen Fußspitzentanzes ihr die Bewunderung ganz Rußlands zu Füßen gelegt haben Südwesten vorgedrungen. Sie sollen dort sogar schon Kiöngsöng besetzt haben, müssen also wohl schon in Berührung mit den Japanern sein, die in der Planksinbucht gelandet sein sollen, wenn, ja wenn eben letztere Meldung nicht auch eine Ente war, dazu bestimmt, die japanischen Truppenbewegungen zu verschleiern und die Russen zu der Zersplitterung ihrer Streitkräfte zu veranlassen. Unsere Karte bringt den ganzen Küstenstreifen zwischen Wladiwostock und der Possiet=Bai. Die Nebenkarte soll zur allgemeinen Uebersicht dienen. ebenso wird jetzt die ganze slavische Welt ihre Vaterlandsliebe preisen.„Damit wird sie in ihren Ruhmeskranz ein neues Blatt einfügen und wahrscheinlich wird dieses alle übrigen überdauern. 2—— Prinzessin Alice von Schönburg= Waldenburg hat dem Papst das Gesuch um Ehescheidung unterbreitet. —“ In der Mädchenhändlerassäre wurde in Frankfurt a. M. jetzt auch noch der 28 Jahre alte Kaufmann Richard Klaas in Haft genommen, der die Korrespondenz besorgt hat. Klaas war längere Zeit in Hamburg und ist dort vorbestraft. Die bis jetzt vernommenen Mädchen sind alle geständig, sie blieben nur kurze Zeit in den verrufenen Häusern. Es steht fest, daß sich die Vermittelung nicht nur auf gewerbsmäßige Mädchen beschränkte, sondern daß durch verlockende Inserate auch bisher unbescholtene Mädchen angeworben wurden. Bücherschau * Die Münchener Sezession in Berlin bespricht ein ganz unparteiisch gehaltener Artikel von J. Norden im soeben erschienenen Heft 13 der„Modernen Kunst“.(Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57.— Preis des Einzelheftes 60 Pfg.) Eine Reihe großer photographischer Aufnahmen, zu denen H. Vollmar den führenden Text verfaßt hat, schildert das Präsidialgebäude des Reichstages, das Meister Wallot jüngst vollendet hat. In einem der zeitgenössischen Kunst gewidmeten Artikel schildert Paul Hiller=Köln ein Meisterwerk deutscher Goldschmiedekunst. Von den großen Meisterholzschnitten wird namentlich der zweiseitige nach A. Maignans „Verführung“ viel Gefallen erregen, ebenso wie das farbige Bild„In Frost starrend“ von H. Sperling, dem trefflichen Tiermaler. * Bakterien und Hefen, insbesondere in ihren Beziehungen zur Haus= und Landwirtschaft, zu den Gewerben, sowie zur Gesundheitspflege, gemeinverstandlich dargestellt von Dr. F. KienitzGerloff. Mit 65 Abbildungen. Preis 1.50 Mark. Verlag von Otto Salle in Berlin W 30.— Das aus Vorträgen, welche der Verfasser vor einem Laienpublikum gehalten hat, hervorgegangene Büchlein stellt sich die Aufgabe, weiteren Kreise in möglichst kurzer und doch erschöpfender Weise die so wichtigen Ergebnisse der Wissenschaft von den Bakterien und Hefen zu vermitteln. Bielefeld, Montag, 14. März 1904 Gerichtssaal □ Gütersloh, 10. März.(Schöffengericht.) Vorsitzender Herr Amtsgerichtsrat Pales= ke. Als Schöffen waren berufen: die Herren Meier Aloys Westerebbinghaus zu Verl und Kolon Johannes Piepenbrock zu Blankenhagen. In nachstehenden Sachen wurde erkannt: 1. Der Bäckermeister Wilhelm Strothotte von Kattenstroth ist am 27. November 1903 in der Wohnung des Lokomotivführers Conrad Wallbaum zu Kattenstroth erschienen und hat sich gegenüber der anwesenden Ehefrau W. in baischem Ton über ihr Annehmen von Landmiete ausgedrückt. Es entstand Wortwechsel, wobei St. die Frau W. am Arm faßte und ihr einige Stöße versetzte. Dem St. wurde das Verbleiben in der Wohnung versagt, aber trotz wiederhil er Aufforderung ging er nicht. Wegen tätlicher Beleidigung und Hausfriedensbruchs erhielt St. eine Geldstrafe von 60 Mark bezw. 12 Tage Gefängnis. 2. Der Kaufmann Hermann Strenger zu Blankenhagen erhielt eine Geldstrafe von 3 Mark, weil er ausdrücklich veranlaßt hatte, daß sein Lehrling Lübbermann an 12 Tagen die kaufmännische Fortbildungsschule hier nicht besucht hatte. Briefkasten Nur für unsere Abonnenten. Deutliche Namensunterschrift und Beilegung der letzten Abonnementsquittung Bedingung. Juristische Anfragen werden meist innerhalb 10—14 Tagen beantwortet. Für die hier erteilten Auskünfte kann eine zivilrechtliche Haftung(Verantwortung) nicht übernommen werden. Briefliche Auskünfte werden nicht erteilt. 100 W. O. Ist schon beantwortet in Nr. 57 unserer Zeitung. F. H. Eine Polizeiverordnung für den Wohnungsumzug wird wahrscheinlich demnächst erlassen werden. Standesamts=Nachrichten Nachdruck verboten. Stadt Gütersloh. In der Zeit vom 5. bis 11. März 1904 sind beim hiesigen Standesamt angemeldet: Geburten: Sohn: Arbeiter Wilhelm Becker. Tochter: Eisenbahnvraktikant Julius Hübner. Aufgeboten: Lehrer Paul Martin Karl Wilhelm Angermann, Duisburg und Ida Wilmking, hier. Amt Gütersloh. In der Zeit vom 5. bis 11. März 1904 wurden beim hiesigen Standesamt angemeldet: Geburten: Sohn: Schneidermeister Heinrich Mosebach in Sundern. Neuwöhner und Bahnarbeiter Ludwig Kuhlmann zu Sundern. Tochter: Polizeisergeant Gustav Kollmeyer zu Pavenstädt. Zimmerpolier August Diekmann zu Nordhorn. Aufgeboten: Bahnarbeiter August Oestersötebier zu Nordhorn und Arbeiterin Witwe Wilhelmine Lohmann geb. Siekmann zu Nordhorn. Bünde. In der Zeit vom 5. bis 11. März 1904 wurden beim hiesigen Standesamt angemeldet: Geburten: Sohn: Friedrich Heinrich Weiner, Sohn von Fabrikarbeiter Karl Heinrich Tödtmann. Feldmark 63. Albert Willy Sohn von Zuschneider Casspar Heinrich August Marxmeier. Fünfhausenstraße 46. Heinrich Hermann Wilhelm. Sohn von Schuhmachermeister Ernst Friedrich Wilhelm Lückner, Fünshausenstraße 10. Aufgeboten: Kaufmann Heinrich Hermann Otto Henkelmann zu Minden und Bertha Johanne Wilhelmine Landwehr zu Minden. Sterbefälle: Witwe Anna Katharine Ilsabein Obrok geb. Kleine=Garl. 59 Jahre alt. Feldmark 27. Totgeburt Wegner. Bernhard Heinrich Ludwig Frese 1 Jahr alt, Feldmark 128. Schmied Rudolf Fieseler, 52 Jahre alt. Eschstraße 38. Totgeburt Blome. Schluss des retchtlonetten fole 5 Caufonslschte FEIGEN STRUP ie Spaue C. ist ein angenehmes natürliches Abführmittel von hervorragendem Wohlgeschmack und außerordentlicher Wirkung, erprobt bei Erwachsenen und Kindern, in allen Fällen von Verstopfung, träger Verdauungstätigkeit und mangelndem Appetit. In Apotheken käuflich 1 Fl. Mk. 2.50, ½ Fl. Mk. 1.50. Bestandteile: Syr. Fiel Californ.(Speciali Modo California Fig Syrup.Co.parat.) 75, Extr. Senn. liquid. 20, Elix. Caryoph. comp. ö. 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