M 32 Bielefeld, Montag, den 8. Februar 1904 94. Jahrg. Die„Westfälische Zeitung" erscheint täglich außer Sonntags und Feiertags und ist das Haupt=Insertionsblatt für Bielefeld und Umgegend, zugleich Anzeiger für die amtlichen Bekanntmachungen der Stadt und des Landkreises Bielefeld. Preis des Blattes: in Bielefeld und bei den sämtlichen Agenturen monatlich 40 Pfennig, vierteljährlich 1,20 Mark Postbezug monatlich 50 Pfennig, vierteljährlich 1,50 Mark. Im Post=Zeitungs=Katalog unter„Westfälische Zeitung" Redaktion u. Expedition Niedernstr. 27. Fernspr. Nr. 61. Berliner Büreau: Berlin W. 30, Luitpoldstraße 6. Preis der Inserate für die einspaltige Kolonelzeile oder deren Raum für Inserenten in den Kreisen Bielefeld, Halle, Herford, Wiedenbrück 15 Pfg., für alle anderen Inserenten 20 Pfg., die breite Reklamezeile 60 Pfg., Kleine Anzeigen das Wort 2 Pfg., Ueberschrift 10 Pfg. Schluß der Inseraten=Annahme für die am anderen Tage mittags erscheinende Nummer abends 7½ Uhr. Verantwortlicher Redakteur: Nis Peter Nissen. Druck und Verlag von I. D. Küster Nachf., beide in Bielefeld Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten einschließlich der Tandwirtschäftlichen Erilage Der Krieg zwischen Japan und Rußland Bis zur letzten Stunde wurde immer noch damit gerechnet, Japan und Rußland würden sich wegen der Mandschurei und wegen Koreas vertragen, um so mehr, als Rußland weiterreichende Nachgiebigkeit gezeigt hatte. Diese Hoffnungen sind vorbei, der diplomatische Verkehr zwischen beiden Ländern ist abgebrochen, der Krieg erscheint damit unvermeidlich, selbst wenn wirklich noch einige Wochen vergehen, bis im fernsten Osten der erste Kanonenschuß fällt. Der russische Regierungsbote veröffentlicht folgende Zirkularde pesche des Ministers des Aeußern an die russischen Vertreter im Auslande vom 6. Februar: Im Auftrage seiner Regierung übergab der japanische Gesandte am Allerhöchsten Hose eine Note, welche die kaiserliche Regierung von der Entscheidung Japans in Kenntnis setzt, weitere Verhandlungen einzustellen und den Gesandten und das ganze Gesandtschaftspersonal aus Petersburg abzuberufen. Insolgedessen beliebte es Seiner Majestät dem Kaiser Allerhöchst zu befehlen, daß der russische Gesandte in Tohio mit dem gesamten Personal der kaiserlichen Mission unverzüglich die Hauptstadt Japans verlasse. Eine derartige Handlungsweise der Tokioer Regierung, welche nicht einmal das Eintreffen der dieser Tage abgesandten Antwort der kaiserlichen Regierung abwartete, wälzt Japan die ganze Berantwortung für die Folgen zu, welche durch den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Reichen entstehen können. Ein Extrablatt der Petersburger Nowoje Wremja äußert hierzu folgendes: Drei Monat bemühte sich die russische Diplomatie, die japanischen Vorschläge friedliebend zu prüfen und alle möglichen Zugeständnisse zu machen, welche zulässig sind, ohne die Würde Rußlands zu schädigen. Rußland wurde beschuldigt, daß es die Verhandlungen zum Zwecke kriegerischer Vorbereitungen hinziehe. Ohne sich durch niedrige Verleumdung beirren zu lassen, erfüllte Rußland seine Pflicht gewissenhaft, im Vertrauen auf die Gewissenhaftigkeit des Gegners. Wie es sich erweist, war der ganze Notenwechsel eine Komödie. Japan, nicht Rußland, mußte den Moment abwarten, bis zwei in Italien gekaufte Kreuzer die chinesischen Gewässer erreichen. Die Kreuzer haben Singapore erreicht; die Japaner warfen die Maske ab; sie warteten nicht einmal die russische Antwortnote ab, sondern beriefen die Gesandten ab. Die Asiaten zeigten sich als Asiaten, sie vermochten nicht einmal den äußeren Anstand zu beobachten. Die Geschichte kennt keinen Fall eines ähnlichen Betragens. Wir sind überzeugt, daß die öffentliche Meitzung Rußlands den Japanern die gebührende#### wort geben wird. Der Abbruch der d plomatischen Beziehungen bedeutet noch nicht Krieg. Die G schichte kennt Beispiele des Abbruchh,epgr ig ziehungen auf Jahre ohne nachfolge.. enme Solche Beispiele aber sind selten. Bei Kormalem Gang der Dinge bedeutet der Abbruch der diplomatischen Beziehungen entweder den Beginn eines Krieges oder die Notwendigkeit der Vermittlung dritter Mächte. Somit stehenn mit dem heutigen Tage vor drei Lösungen: Krieg, Vermittlung, oder sich in die Länge ziehen dem Konflibt. Letzterer ist am wenigsten wahrschein: lich. Die Interessen beider Staaten sind auzu intensiv und allzu entgegengesetzt, als die Möglichkeit zugelassen werden könnte, sie im Wege faktischer Besitzergreifungen in Einklang zu bringen. Vermittlung wird wahrscheinlich nicht eintreten. Somit bleibt „ultima ratio“ der Völker und Staaten. In dieser schweren Minute halten wir es für unsere Pflicht, müßige Voraussagungen zu unter lassen. Eines nur scheint unzweifelhaft: nach dem gestrigen Schritt der Japaner wird es kein ehrenhafter Ausländer für möglich halten, uns aggressiver Haltung zu beschuldigen. Rußland steht an der Grenzscheide großer Ereignisse. Jeder Sohn Rußlands, ohne Unterschied der Ueberzeugungen, wird geute bewußt und aufrichtig sagen: Die Japaner haben es selbst gewünscht. So sei es. Gott helfe uns. Nach Meldungen Pariser Blätter hatte man in dem hiesigen Ministerium des Aenßern nicht erwartet, daß der Abbruch der diplomatischen Beziehungen noch vor der Ueberreichung der russischen Antwort erfolgen werde. Man verhehle sich nicht den großen Ernst dieses Ereignisses, sehe es jedoch nicht als durchaus irreparabel an, insofern, als trotz alledem dank der guten Dienste dritter Mächte die Verhandlungen doch noch fortgesetzt werden könnten. Minister Delcassee wird morgen vormittag den konservativen Deputierten Pruys Cochin empfangen, der eine Anfrage an ihn richten werde über den russisch= japanischen Konflikt und die etwaigen Folgen für den englisch=japanischen und den französischrussischen Vertrag betreffend Ostasten. Das Journal de Debats schreibt: Mit Rücksicht darauf, daß Rußland die Landung japanischer ruppen vielleicht nicht als„casus belli“ annehme, bestehe allerdings eine sehr schwache Möglichkeit, den Frieden zu erhalten. Das Blatt gibt weiter dem Bedauern Ausdruck, daß ein Teil der englischen Presse sich von instinktivem Hasse gegen Rußland habe leiten lassen, um Japan zu ermutigen, alles Zaudemn aufzugeben.... J4. J.1uis, Dem Vernehmen nach wiro die jupünische Gesandtschaft nach Berlin abreisen. Die englische Botschaft hat die Vertretung der japanischen Interessen in St. Petersburg übernommen. Der ganze regelmäßige Dampferdienst nach den Häfen Nordchinas und Koreas ist einUeber die Gründe, die Japan zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen veranlaßt haben, gibt folgendes Telegramm Auskunft: à Tokio, 7. Januar. Betressend den soeben bekannt gewordenen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Rußland wird hier erklärt, daß durch das über drei Wochen währende vergebliche Warten auf eine Antwort auf die letzte japanische Note vom 13. Jan. dieses Jahres und den während dieser Zeit ostentativ betriebenen Aufmarsch der russischen Armee sowie durch die Besetzung von militärischen Stellungen gegen Korea nicht nur die Geduld Japans erschöpft, sondern auch die Ueberzeugung erweckt wurde, daß eine weitere dilatorische Behandlung dieser Frage nicht mit den Interessen Japans zu vereinbaren sei. Der Streit dreht sich bekanntlich um die nördlichste chinesische Provinz, die Mandschurei, die Rußland während des Boxeraufstandes besetzte und die es zum Schlußausbau seiner großen sibirischen Bahn gebraucht, also nicht herausgeben kann und will. Eben diese Festsetzung will Japan nicht dulden; das sich als vorherrschende Macht in ganz Ostasien betrachtet, wohl wirtschaftliche und Handelsbeziehungen zulassen will, aber keine politische Machtstellung. Es ist also ein Prinzipienkampf. Die anderen Mächte werden sicher zunächst neutral bleiben, und darum hat vorerst der Krieg auch nur ostosiatische Bedeutung. Aber Japans Verbündeter ist England und Rußlands Frankreich. Da ergeben sich also mancherlei Möglichkeiten, die wir hoffentlich nicht erleben werden, die aber doch nicht unerwähnt bleiben dürfen. Was bei einer Komplikation eintreten kann, das ist wahrlich unabsehbar. Deutschland bleibt jedenfalls streng neutral. Aus Deutsch=Südwestafrika Mit seinen besten Wünschen hat unser Kaiser die am Sonnabend nach Südwestafrika hinausgegangenen letzten Verstärkungen entlassen. Wie der Monarch stets den richtigen Tou zu finden weiß, so auch diesmal. Er schritt die Fronten ab und hielt dann eine Ansprache an die Truppen, die ungefähr folgendermaßen lautete: „Es freut mich, daß Ihr Euch so zahlreich und opferwillig für die schwere Aufgabe bereit erklärt habt, die Eurer harrt. Ich habe Euch hinausschicken müssen, damit Ihr Ruhe und Ordnung in unserm Schutzgebiete in Südwestafrika wieder herstellt. Wenn auch bessere Nachrichten eingetroffen sind, so bleibt für Euch doch noch ernste Arbeit zu tun übrig. Durch das heldenhafte Verhalten der dortigen Truppen sind Erfolge erkämpft worden, und ich erwarte von Euch, daß Ihr Euren Kameraden nachtut. Eure Aufgabe ist aber nicht nur die, zu kämpfen, sondern, wenn die Ruhe wieder hergestellt ist, zu trösten und wieder aufzurichten. Haltet treu zu den Deutschen da draußen und lindert ihren Schmerz. Tut Eure Pflicht tapfer, selbstlos und hingebend. Ich wünsche Euch allen ein herzliches Lebewohl. Adien!“ Die Aufmerksamkeit wird jetzt auf den Norden des Schutzgebietes mit den Orten Omarurn und Outjo(Standort der 4. Kompagnie) gelenkt, wohin die zweite Kompagnie unter Oberlentnant Franke abmarschiert ist, während im Nordosten Oberleutnant Streitwolf sich bemüht, die Hereros am Uebertreten auf englisches Gebiet zu verhindern, um sich der Strafe zu entziehen. Es heißt nun, die Kompagnie Franke habe am 4. Februar nach hartem Kampfe und mit einem Verlust von 4 Toten, 7 Vermißten und 13 Verwundeten Omaruru erstürmt, sei aber dann von neuen Eingeborenenscharen eingeschlossen und lasse dringend um Hilfe bitten. Die Ersatzkompognie der Schutztruppe ist dorthin gesandt. Der Kommandant S. M. S.„Habicht“ meldet darüber aus Swakopmund: Kompagnie Franke ist nach heftigem Kampf in Omaruru eingedrungen. Feind große Verluste an Toten, Verwundeten, Groß=Vieh. Häuptling Michael ziemlich sicher tot. Auf unserer Seite tot: Feldwebel Müller, Unteroffizier Otto Pries, Gefreiter Linke, Scherrer, Reservist Seelmand, Lendwehrmann Gerlitz. Verwundet: Leutnant Griesbach, Nathusius, Wollwarth, Sergeant Tante, Unteroffizier Hecker, Ullrich, Gefreiter Milke, Kaul, Reservist Hofmann Lazemann, Wahl. Vermißt: Patrouille ein Unteroffizier, 6 Mann. Verwundete scheinen außer Gefahr. Feind schließt Omaruru ein. Habe Korps Habicht und Winkler nach Karibib zurückberufen, von wo voraussichtlich morgen Vormarsch nach Omaruru. Bahn bis Windhuk wieder fahrbar; ist nach Möglichkeit in Sicherheit gebracht. Der Kommandant S. M. S.„Habicht“ hat ferner folgende Verlustliste nach letzter Zusammenstellung telegraphisch nach Berlin übermittelt.(Die Verluste im Gefechte bei Omaruru sind hier ausgelassen.) Gefallen: Karl Engbart, Gefreiter Troeltzsch, Leutnant Boysen, Gefreiter Zülott, Gefreiter Reiter Gerwinsky, Unteroffizier Paech, Reiter Weiß, Lokomotivführer Tackert, Assistent Rock, Schliepen, Freiwilliger Fossati, Pietro, Feldwebel Kuhnel, die Reservisten Grundmann, Hellige, Unteroffizier Hottler, die Reiter Rakkete, Hiescher, Dormschke, Sergeant Platzent, Unteroffizier Gaß, Reiter Nordbruch, Tierarzt Kämpny, Freiwilliger Stokamp, Ganshorn. Ermordet: Hermann Koszarski, Richard Tausendfreund mit Sohn, Max Vorberg, Moritz Pilet, Ferdinand Dames, Ernst Blohm, Eduard Stüber, Meßgehilfen Mosenhauer und Hackelberg, Legationsräte Hoepner und Watermeyer, Farmer Lange mit Kind in KleinBarmen, Kaufmann Diekmann mit Frau und Kind, Boer Untz, Farmer Lange in Sneyrivier, Ernst Utz mit Frau, Diamantenhändler Schultze, Händler Kuntze, Ansiedler Bremen und Kux, Ansiedler Peters, Hermann Uhlhorn in Kierstein, Farmer Müller und Lecking, Händler Rosenhauer, Bertermann, Garmeier und Rieske, Farmer Zimmermann, Biermausky, Koczerowsky, Hubner, Graefe, Schauwekker, Streckenwärter Lehmann, Händler Menter, Frau des Farmers Müller, Kronewiller, Joost, Max Schroeder, v. Falkenhausen, Händler Kuelbel, außerdem 51 vermißt. Abg. Ruegenberg(Ztr.) erörtert das Thema Aerzte und Krankenkassen. Dann geht Redner auf den Kölner Aerztestreik ein. Er könne den Staatssekretär nur bitten, unbedingt möglichst bald an eine Neuordnung der Krankenversicherung und speziell der Aerztefrage heranzutreten. Abg. Mugdem(frs. Vp.) wendet sich gegen die Ausführungen der Abgeordneten Fraeßdorf und Wurm über die Aerztefrage, und speziell über die freie Arztwahl. Jede soziale Reform müsse dahin streben, ein Einverständnis zwischen Unternehmern und Arbeitern herbeizuführen. Abg. David(Soz.) bestreit, ebenfalls auf die Krankenkassenfragen eingehend, besonders, daß die Sozialdemokratie ihre Anhänger zu Agitationszwecken in die Kassenbeamtenschaft hineinbringe. In dem Konflikt mit den Aerzten seien nicht die Kassen, sondern vielmehr die Aerzte die Kratehler gewesen. Redner wendet sich dann gegen neuerliche Auslassungen der Abgeordneten v. Heyl und Erzberger. Gegenüber dem Ganzen, was die Sozialdemokratie verlange, sei die herrschende Sozialpolitik in der Tat nur eine Summe von„Konpolitik in der Tat nur eine Summe von„Kon zessiönchen“, damit sei aber nicht gesagt, daß diese „Konzessiönchen“ der Sozialdemokratie völlig gleichgiltig seien. Wer die Partei der Reichen ergreise, die dus in brimmilschau dir Gan gur###sen sei, Christentum. Wenn ein Gropwie das in Krimmitschau der Fall gewest beleidige das ganze..nn ii e.# herzog der proletarischen Mehrheit bei der Weihnachtsfeier in Darmstadt näher getreten sei, so sei er gleich von der scharfmacherischen Presse angegriffen worden. 664m Abg. Heyl von Herrnshermintl.) erklärt. wenn Christus heute erschiene und sähe, wie die Sozialdemokraten sich der Interessen der Arbeiter annähmen, so würde er mit Schwerte dareinfahren. Die Sozialdemokraten sollten doch selber erst einmal etwas Praktisches leisten, Fabriken errichten und Arbeiter beschäftigen, dann würden sie anders urteilen. Endlich spricht er seine Genugtuung aus über die Geneigtheit des Zentrums, in der Sozialpolitik Hand in Hand mit den Nationalliberalen sekretär vor, neulich bei seiner Antwort bezüglich der Polenfrage Phrusen gemacht zu haben.(Bizpräsident Stolberg: Ein solcher Ausdruck ist unzulässig.) Wenn der Staatssekretär von polnischer Gefahr spwreche, sor sei das ein Phantom. Mit allen ihren Matznahmen habe die Regierung die polnische Bewegung in Oberschlesien nur gefördert. Staatssekretär Graf Posadowsky verwahrt sich gegen den Vorwurf, Phrasen zu machen. Dann bemerkt er weiter. Schlesien sei seit 600 Jahren von der Krone Polens abgetrennt. und wir würden unter keinen Umständen dulden, daß dies so wich tige Gebiet, eingekeilt zwischen Galizien und Polen, zum Schauplatz polnischer Bestrebungen wird. Abg. Stücklen(Soz.) verbreitet sich über die Schmälerung des Vereins= resp. Versammlungsrechts in den thüringischen Staaten, Weimar und Sachsen=Altenburg. Er führt dazu zahllose Beispiele von Versammlungsverboten an. Herzogl. Altenburg. Bevollm. von Borries erwidert, die bezüglichen Vorschriften beständen zu: meist auch in den übrigen Einzelstgaten, und würden keineswegs einseitig gegen Sozialdemokraten Eächs.: Bevollm. Dr. Fischer widerspricht nach einer Darlegung des Abg. Stücklen üver Versammlungsperbote in Krimmitschau.„ 1g. Stolie(Soz) beantragt(um 5 Uhr 40 Minuten) Vertagung...: gtize unter, Der Antrag findet aber nicht die notige unterRedner hält nunmehr eine, wie er vorausschickt, „Generalabrechnung“ mit dem sächsischen Bevollmächtigten und dem nationalliberalen Abgeordneten Lehmann über den Krimmitschauer Streik bezw. Aussperrung.(Es sind etwa 50 Abgeordnete anwesend, darunter 17 Sozialdemokraten.) Redner beleuchtet das Verhalten der Fabrikanten und Behörden in Krimmitschau mit größter AusführlichSächs. Bevollm. Dr. Fischer nimmt nochmals die Erimmitschauer, Popfiset trage, ob Arbeitgeber die Schuld an dem zurng####.. sich nicht oder Arbeiter, in diese Frage wolle er sich nicht uw e einer Entgegnung des Abg. Stolle schließt diese allgemeine Debatte und der Präsident erklärt den Titel Staatssekretär für angenommen. Montag. 1 Uhr: Fortsetzung. Schluß 7/ Uhr. Reichstag 26. Sitzung vom 6. Februar 1904. 1½ Uhr. In dritter Beratung wird der Gesetzentwurf betr. Verlängerung des Friedenspräsenzgesetzes von 1899 ohne jede Debatte angenommen. Sodann wird die sozialpolitische Debatte bei Titel Staatssekretär im Etat des Reichsamts des Innern fortgesetzt. Preußischer Landtag Abgeordnetenhaus 12. Sitzung vom 6. Februar. Die zweite Beratung des landwirtschaftlichen Abg. v. Arnim(kons.) teilt mit, daß die Verlegung des Pomologischen Instituts von Proskau für nächstes Jahr beabsichtigt sei. Abg. Vogt(Ztr.) polemisiert dagegen. Abg. Winkler(kons.) bringt Klagen der Winzer in der Provinz Sachsen vor. Abg. Barthold(kons.) wünscht Verbesserungen der Reliktenversorgung für die an landwirtschaftlichen Mittelschulen beschäftigten Lahrer. Abg. Metzger(natl.) fordert einige Reformen in den Einzelheiten des Schulbetriebes. Danach wird das Kapttel Landwirtschaftliche Lehranstalten bewilligt.— Beim Kapitel Tierärzt= liche Lehranstalten bewilligt. Bein Hapttei Vberürgliiche dechscheien und Be4 * tertnärwesen bittet Abg. v. Savigny(Zentr.) die Besoldung der Kreistierärzte zu erhöhen. Berichterstatter Abg. v. Arnim(kons.) teilt mit, daß die Regierung einen Gesetzentwurf über diese Frage angekündigt habe. Abg. v. Neumann(kons.) wünscht vom Minister Auskunft über den Inhalt des angekündigten Gesetzes. Abg. Lotichius(natl.) wünscht insbesondere Gehaltsaufbesserung für Departementstierärzte. Landwirtschaftsminister v. Podbielski erklärt, daß der neue Gesetzentwurf das Staatsministerium noch nicht passiert habe. Alle Wünsche der Tierärzte würden sich aber beim besten Willen nicht erfüllen lassen. Abg. Faltin(Ztr.) führt Klage über zu rigorose Durchführung der Viehsperren. Abg. Neumann(kons.) tritt für Erhöhung de Gehälter der Tierärzte ein. Abg. Fürbringer(natl.) fordert strenge Durchführung der Grenzsperre zum Schutze der ostfriestschen Viehzucht. Abg. Dr. Hackenberg(natl.) klagt über allzu rigorose Maßnahmen bei einer Viehseuche im Wahlkreise Simmern. Minister v. Podbielski rechtfertigt das Vorgehen der Behörden. Im Anschluß hieran entspinnt sich eine Debatte über die Viehseuche in Simmern. Abg. Fürbringer(natl.) bedauert, daß für die Schlacht= und Fleischbeschau nicht erhöhte Mittel eingesetzt sind. Das Kapitel Veterinärwesen wird bewilligt. Es folgt das Kapitel Förderung der Viehzucht, Titel Prämien bei Pferderennen. Abg. Dr. Wiemer(freis. Vpt.) wendet sich gegen erhöhte Mittel für Pferderennen, sowie gegen den Totalisator. Minister v. Podbielski bittet dringend im Interesse der heimischen Pferdezucht, die Erhöhung des Etatstitels zu bewilligen. Die Totalisatorsteuer diene dem öffentlichen Interesse. Abg. Schulze=Pelkum(kons.) ist mit der Forderung einverstanden Abg. v. Bieberstein(kons.) wünscht Erhöhung der Remontepreise. Abg. Broemel(fr. Verg.) erklärt, wenn die Beseitigung des Totalisators dadurch erreicht werden könne, daß für die wirklichen Zwecke der Pferdezucht erhöhte Staatsmittel in Anspruch genommen würden, so würde er gern bereit sein, diese Mittel zu bewilligen. Abg. Graf Kanitz(kons.): Wir hätten zwar erfreuliche Fortschritte auf dem Gebiet der heimischen Pferdezucht zu verzeichnen, dürfen uns aber von anderen Ländern aus nattonalen Gründen nicht Überflügeln lassen. Oberlandstallmeister Graf Lehnsdorff bestreitet, daß es bei den Rennen nur auf die Schnelligkeit der Pferde ankomme. Abg. Dr. Becker(Ztr.) bekämpft die Wettbüreaus, deren Erträge wie die des Totalisators zur Hebung der Pferdezucht verwandt würden. Ein Schlußantrag wird angenommen. Tit. 1 wird bewilligt gegen die Stimmen der Freisinnigen. Der Rest des Kapitels wird debattelos genehmigt. Beim Kapitel Förderung der Fischerei führt Abg. Pleß(Ztr.) Beschwerde über die Verunreinigung der Flüsse durch die Abwässer der Industrie. Abg. Lucke(kons.) bittet um Beseitigung der Schädigungen, welche der Fischzucht durch den zunehmenden Dampferverkehr auf der Elbe zugefügt würden. Hierauf vertagt sich das Häus auf Montag 11 ### heutigen Beratung, Gese Basis stellen. zuwirken!" Uhr: Fortsetzung 5### Rulegen Getalung, Gesetzentwurf betr. lage betr. Uhr. Erhöh die zug der Richtergehälter und Vormtsgerichtsdirektoren. Schluß 4¾ litischer Tagesbericht Und dazu hoffe ich alle Zeit mitGenosse Görke hat sich, scheint's, hat sich, scheint's, nur halb vertragen. Oder er hat die Geschichte noch mal überlegt. In der Charlottenburger„Neuen Zeit" veröffentlicht er eine Erklärung, die den Streit wieder von neuem aufrühren muß. Görke stellt fest, daß vor dem Schiedsgericht gegen ihn aus seiner ganzen Broschüre nur der Punkt„noble Passionen“ gegen Sellin verhandelt wordensei. Sellin selbst habe zugegeben, daß um erhebliche Summen gespielt wurde, nur habe Sellin nicht gewonnen, sondern verloren. Görke sagt deshalb:„Die noblen Passionen bleiben deshalb doch bestehen.“ Görke verwahrt sich auch dagegen, daß er die vom Vorstand des sozialdemokratischen Wahlvereins angenommene Erklärung nicht unterschreiben werde. Von einem löblichen Unterwerfen könne nicht die Rede sein, auch nicht davon, daß er die Hand zum Freundschaftsbunde reichen wolle. Was er in seiner Broschüre nur angedeutet habe, pfiffen die Spatzen von den Dächern.— Und so werden wir vermutlich noch allerlei Erbauliches zu hören bekommen. Die Genossen Kautsky und Schippel veröffentlicht heute Genosse Kautsky im Vorwärts. Wir wollen hoffen, daß es wirklich das Schlußwort sei; denn die Sache wird nachgerade langweilig, und es kommt verzweifelt wenig dabei heraus. Das Schlußwort Kautsky's gipfelt in folgenden Sätzen: „Schippel muß bei den Parteigenossen ein unglaubliches Maß von Einfalt voraussetzen, wenn er meint, sie würden es nicht merken, daß seine Ausflüchte nichts sind, als das Eingeständnis der Unmöglichkeit, eine ausreichende und befriedigende Antwort auf meine Anklage zu geben. Ihre Richtigkeit hat jetzt Schippel selbst durch sein angstvolles Schweigen anerkannt. Eine Fortsetzung der Diskussion zwischen ihm und mir ist zwecklos geworden. Das Wort haben jetzt die Parteigenossen, vor allem die Fraktionskollegen. Ich will hier nur noch bemerken, daß ich selbstverständlich bereit bin, vor jeder Parteinstanz meine Anklagen näher zu begründen, wie ich dies zum Teil schon in den von mir zitierten Artikeln getan, die freilich nicht„welterschütternd" waren. Darin hat Schippel ganz recht. Sie waren es schon deshalb nicht, weil sie sich nur mit ihm und seinen Anschauungen beschäftigten. Und ich denke, man kann mit Schippel fertig werden, ohne die Welt merklich zu erschüttern.“ Ob Schippel nun hinausfliegt? nen Gesetzentwurf zur Abänderung des Gesetzes vom 25. Juli 1903 betr. die Besteuerung der Warenhäuser dahingehend vorzunehmen, daß dadurch ein wirksamer Schutz des Mittelstandes gegen die ihm durch das Vordrängen der Warenhäuser drohende Gefahr gegeben ist. Ereignisse. Die bereits zirkulierenden Gerüchte, daß Tisza kurz vor der Demission stehe, werden von der liberalen Partei in Abrede gestellt. Amerika □ Newyork, 7. Deutsches Reich = Berlin, 7. Februar. Vom Kaiserhofe Der Kaiser, sowie der Prinz und die Prinzessin Heinrich vori Preußen erschienen am Sonnabend Abend im Reichskanzlerpalais, um der Gräfin Bülow zu ihrem Geburtstage zu gratulieren und einer aus diesem Anlaß veranstalteten musikalischen Soiree beizuwohnen. Am Sonntag hörte der Kaiser mehrere Vorträge. Nachmittags wurde eine Spazierfahrt unternommen. Keuhert,. Februar. Bestraung der Rebellen auf Santo Domingo. Die Bundesregierung plant eine strenge Bestrafung der Rebellen in Santo Domingo, die mehrere Amerikaner getötet haben. Mehrere kleine Kriegsschiffe werden dorthin abgehen. Der jüngste Sohn des Kaiserpaares, Prinz Joachim, wird Ostern zu seiner weiteren Erziehung im Kadettenkorps nach Plön übersiedeln. Von den sieben Kindern des Kaiserpaares bleibt bei den Eltern dann also nur noch die Prinzessin Auguste Viktoria. Orient *= Konstantinopel, 6. Febr. Neue Gährungen auf dem Balkan. Amtliche türkische Nachrichten besagen, daß sich in Bulgarien Banden frei bewegen, welche die Ankunft Sarasows erwarten, um mit ihm bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die Demarkationsliuie zu durchbrechen. Der junge Großherzog Friedrich Franz von Mecklenburg=Schwerin trifft heute in Wien ein und wird vom Kaiser Kaiser Franz Josef persönlich empfangen. Interessante Mitteilungen aus dem Leserkreise nehmen wir gern entgegen. Unsere Original=Artikel dürfen nur mit deutlicher Quellenangabe— Westsäl. Ztg.- nachgedruckt werden. Der Nachfolger des Bischofs Anzer Aus Missionskreisen wird aus Munster gemeldet, daß Pater Pieper zum Nachfolger des Bischofs Anzer in China ausersehen sei. Oberleutnant Franke Oberleutnaut Viktor Franke, der Windhuk und Okahandja befreite, weilt schon seit einer Reihe von Jahren in Südwest=Afrika. In mehreren Kämpfen hat er sich bereits den Kronenorden mit Schwertern erworben. Oberleutnant Franke ist der älteste diensttuende Oberleutnant Landwirtschaftsminister über die Lage der Landwirtschaft In der Freitag=Sitzung des Preußischen Landes=Oekonomiekollegiums erschien der Landwirtschaftsminister von Podbielski und nahm alsbald zu einigen die Versammlung beschäftigenden Fragen das Wort. Er habe im Landtage schon darauf hingewiesen, mit welchen Schwierigkeiten der kleinere Landwirt durch das Sinken der Schweinepreise zu kämpfen hat Die Preize haben einen solchen Tiefstand erreicht, daß der kleine Mann tatsächlich nicht mehr mit Erfolg die Schweinezucht betreiben kann. Es besteht daher die Gefahr eines späteren Mangels an Schweinen, da infolge der bestehenden Verhältnisse auch die Zuchtschweine zur Abschlachtung gelangen. Es kann daher nicht genug für eine Ausbreitung der Schweinezucht getan werden. Anders liegen die Verhältnisse beim Rindvieh, das jetzt noch leidlich im Preise steht. Die Preise sind besser als im Vorjahre. Aber schon die letzte Viehzählung läßt erkennen, daß die Rindviehzucht nicht mehr in dem Maße betrieben wird, wie das wünschenswert ist. Im Abgeordnetenhaus habe ich auch zu den Viehseuchen Stellung genommen. Es ist dort der nicht erfreuliche Vorwurf gefallen, daß in landwirtschaftlichen Kreisen dem Paschen von Vieh über die Grenze Vorschub geleistet wird. Meine Herren! Das gibt doch zu Bedenken Veranlassung. Allein können wir dem Uebel nicht steuern. Wir bedürfen dazu der vollständig sicheren Unterstützung der landwirtschaftlichen Bevölkerung. Es dürfen nicht im Hintergrunde Leute kommen, die uns immer wieder den roten Hahn aufs Dach setzen. Namentlich die Landwirtschaftskammern an der Grenze, insbesondere an der russischen, müssen immer wieder die Aufmerksamkeit auf diesen Punkt lenken, sie müssen Vertrauensmänner einsetzen, damit nicht immer von neuem große Infektionen ins Land kommen. Der Landwirtschaftskammer der Rheinprovinz muß ier meinen Dank abstatten für die gute Unterstützung bei dem Ausbruch der Klauenseuche im Kreise Simmern. Meine Herren! Man muß bei solchen Fragen entschieden vorgehen. Ich habe in Simmern für 30 000 Mark Nieh totschlaBeleidigte Russen Der Staatssekretär des Auswärtigen, Freiherr v. Richthofen, hatte im Reichstage bei Beantwortung der sozialdemokratischen Interpellation über russische Polizeiageuten hervorgehoben, daß sich tatsächlich eine Anzahl russischer Nihilisten und Anarchisten im Auslande und auch im deutschen Reichsgebiete aufhalte, und daß die russische Regierung ein großes und berechtigtes Interesse habe, diese staatsgefährlichen Elemente im Auge zu behalten und im Ueberführungsfalle unschädlich zu machen. Durch diese Erklärung fühlen sich die in Berlin und Umgegend lebenden Russen beleidigt. Sie fordern in Zuschriften an die Zeitungen, der Staatssekretär möge seine Behauptung beweisen oder öffentlich zurücknehmen. In ihren Reihen gebe es keine Anarchisten und sie seien ohne Ausnahme der Gastfreundschaft würdig, die ihnen das Deutsche Reich gewähre. Die Beschwerdeführer haben da arg übertrieben und verallgemeinert. Der Staatssekretär hat keineswegs allen im Auslande lebenden Russen eine üble Zensur ausgestellt, sondern nur auf Grund erwiesener Tatsachen erklärt, daß dieser und jener russische Staatsangehörige, der während seines Aufenthaltes in Deutschland von Petersbueger Agenten beaussichtigt wurde, hochverräteaischer Pläne und Umtriebe schuldig befunden wurde. Der Gesamtheit der russischen Gäste ist niemand zu nahe getreten und es ist merkwürdig, daß diese sich für einige vereinzelte Tunichtgute ins Zeug legen. II 6 □ -1 ai Oberleutnant Franke. in Südwestafrika und war somit schon durch seinen Rang zum Höchstkommandierenden bestimmt, da die älteren Offiziere zur Zeit bei den Bondelzwarts beschäftigt waren. Oberleutnant Franke ist Chef der zweiten Feldkompagnie, die Omaruru stationiert war und nun gezwungen ist, ihren eigenen Stationsort von den Hereros zu befreien. Reform des Strafprozesses Die Sachverständigenkommission zur Vorberatung von Fragen der Reform des Strafprozesses wird, laut Nat.=Ztg., in der zweiten Hälfte des März noch einmal zu einer kurzen Beratung zusammen kommen, um nach Erledigung der wichtigen Vorfragen im Sommer an die Behandlung der großen Fragen, der Kompetenz der Schöffen= und Schwurgerichte und der Wiedereinführung der Berufung, heranzutreten. der habe in Simmern für 30 000 Marr Bieh torschrilgen lassen. Lieber im Moment etwas Geld opfern, als der Ausbreitung Vorschub leisten. Klären Sie Überall die Bevölkerung auf, daß es im allgemeinen Interesse liegt, mit scharfen Maßnahmen vorzugehen. Der Minister äußerte sich dann noch über Saatgut und Schulfrag und schloß mit folgenden Bemerkungen:„Sowenig ich die Absicht habe, auf die von links ausgehende Verelendungstheorie einzugeben, so muß ich doch sagen: es besteht zurzeit ein#####er lanhwirtschaftlicher Notstand. Die Landwittschaft ist in einer mißlichen Lage. Ich bin von der Ueberzeugung durchdrungen, daß, so lange noch ein Glied krank ist, der ganze Staatsorgantsmus krank ist Erst eine gesunde Landwirtschaft kann unser Staatsgebäude auf eine gesunde Ein sozialdemokratischer Antrag gegen die Arbeitgeber Die Sozialdemokraten, die bei dem Streik in Krimmitschau die Bedeutung eines Zusammenschlusses der Arbeitgeber kennen lernten, haben jetzt im Reichstage folgenden Antrag eingebracht: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen: dem Reichstage baldigst einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den ein Arbeitgeber oder Stellvertreter eines solchen, der sich mit einem anderen Arbeitgeber oder dessen Stellvertreter verabredet oder vereinigt, um Arbeitern deshalb, weil sie an den im§ 152 der Gewerbeordnung gedachten Vereinigungen teilgenommen haben oder an denselben ferner teilnehmen wollen, ihr ferneres Fortkommen oder die Arbeitsgelegenheit zu erschweren, sie nicht in Arbeit zu nehmen oder sie aus der Arbeit zu entlassen, mit Gefängnis bis zu drei Monaten bedroht wird, sofern nicht nach dem allgemeinen Strafgesetz eine höhere Strafe eintritt, und der Versuch solcher Straftat für strafbar erklärt wird. Antrag beir. die Warenhäuser Das Zentrum und der einzige Antisemit des Abgeordnetenhauses Abg. Werner wollen folgenden Antrag einbringen: Die Staatsregierung zu ersuchen, noch in dieser Session eiDie geistige Beschäftigung Gefangenen Nach einer neuen Verfügung des preußischen Justizministers dürfen, wie die Köln. Z. mitteilt, Gefangene Bücher und Schriften nur aus der Sammlung des Gefängnisses entnehmen. Das Mitnehmen eigener Bücher, auch die Zulassung einer Zeitung an Gefangene in Einzelhaft werden von dem Vorsteher in den geeigneten Fällen bewilligt. Gefangene, die eine einfache Haftstrafe verbüßen, sowie Zivilhaftgefangene können eigene Bücher und Schriften, auch Zeitungen, benützen, doch unterliegt die Auswahl der Aufsicht des Vorstehers. Ob Untersuchungsgefangenen die Benützung eigener Bücher und Schriften, einschließlich Zeitungen, zu gestatten ist, bestimmt der Richter. Soziale Angelegenheiten + Oberhausen, 6. Febr. In der Aus standsangelegenheit meldet die RheinischWestfälische Zeitung, daß heute abend in keiner Versammlung beschlossen wurde, am Montag auf den Zechen Oberhausen 1 und 2(Königsberg) und Vonderort die Arbeit wieder auf zunehmen, nachdem die Zechenverwaltungen sich bereit erklärt haben, die Schichten statt um Stunden um ½ Stunde zu verlängern. Ausland Oesterreich=Ungarn ∆ Budapest, 7. Febr. Ministerrat. Dem Umstande, daß für heute nachmittag ein Ministerrat einberufen wurde, wird in Parlamentskreisen große Wichtigkei beigemessen. Man erwartet für die nächsten Tage höchst interessante politisch Lokales und Allgemeines. Bielefeld, 6. Februar O0 Musikverein„.4., St. i 4 Wir möchten auch an dieser Steue aus das Dienstag abend in der Neustädter Kirche stattfindende 3. Vereinskonzert des Musikvereins aufmerksam machen. In künstlerischer Beziehung steht dasselbe wohl an erster Stelle aller diesjährigen Veranstaltungen des Vereins. Letzterer setzt sein ganzes Können ein, denn es gibt wohl keine schwierigere Aufgabe für einen Chor als der Vortrag Bachscher doppelchöriger Motetten. Der Chor hat sich unter Lampings Leitung mit Liebe und Begeisterung seiner Aufgabe hingegeben. Außer dem Chor kommen Orgelvorträge durch Herrn Musikdirektor Lamping und geistliche Lieder von Ahle, Bach und Hugo Wolf durch Herrn Anton Sistermans zu Gehör. Um möglichst vielen Kreisen den Besuch zu ermöglichen, ist der Eintritt für die Generalprobe auf 50 Pfg. gesetzt. Es wird gebeten, Billets hierfür und auch für die Aufführung möglichst vorher bei Herrn Pfeffer zu besorgen. An der Kirche findet kein Kartenverkauf statt, wohl aber Abends bei Herrn Küster Landwehrmann. Die Plätze für die Abonnenten sind im Chor.(Plan der nummerierten Sitzplätze ist auf den Programms zu ersehen.) * Die Wohnungsfrage Man schreibt uns: In der letzten Sitzung der Baugewerkeinnung kam es zur Sprache, daß auf Wohnungsgesuche eine übermäßige Anzahl Offerten einlaufen, woraus zu schließen sei, daß das Angebot an Wohnungen den wirklichen Bedarf weit übersteige. Schon jetzt stehen viele mittlere und größere Wohnungen leer. Es wurde in der Baugewerkeinnung der Beschluß gefaßt, an die hiesige Polizeiverwaltung bezw. an den Herrn Polizeiinspektor das Gesuch zu richten, eine Statistik der zur Zeit mietfreien bezw. leerstehenden Wohnungen zu veranlassen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Polizeiverwaltung diesem im allgemeinen Interesse liegenden Wunsche nachkommen wird, und es wird deshalb ersucht, das Resnltat dieser amtlichen Ermittelung der mietfreien bezw. leerstehenden Wohnungen der Baugewerkeinnung bekannt zu geben, ev. zu veröffentlichen. # Deutscher Flottenverein Gestern abend hielt Herr Schrader im evang. Volkssaal einen durch Lichtbilder illustrierten Vortrag über„Schiffahrt und Schiffbau im Altextum und Mittelalter". Redner teilte den Vortrag in drei Abschnitte und machte uns zuerst mit den Schiffen der alten Aegypter, Phönizier und Römer bekannt und teilte u. a. mit, daß die ältesten Abbildungen von Schiffen seit 3000 v. Chr. Geburt existieren, z. B. an den Baudenkmälern Aegyptens. Im zweiten Abschnitt erklärte uns der Redner die alten Kriegsschiffe oder besser genannt Raubboote der alten Brukterer, Wickinger und Germanen. Die Gestaltung der Schiffe aus dieser Zeit war bei den nordischen Völkern eine andere wie bei den südlichen. Während die südlichen Völker flache Schiffe hatten, die ausschließlich von Ruderern fortbewegt wurden, bauten die Nordischen enorm hohe Schiffe, die auch schon mit Hilfe des Segels fortbewegt wurden. Zuletzt wurde uns eine Anzahl Schiffe der verschiedensten Typen vom 13. bis 19. Jahrhundert vorgeführt. Besonders interessant waren die Lichtbilder, die die Taktik bei den Kämpfen zur See zwischen den einzelnen Völkern darstellten. Im Altertum fuhren bekanntlich die Schiffe nah aneinander und dann bekämpften sich die Besatzungen untereinander. Später sehen wir auf den Schiffen am Bug und Heck Kastelle aufgebaut zur Aufnahme von Pfeil= und Armbrustschützen, bis die Geschütze auf den Schiffen verwandt wurden. Inzwischen gab es mal Zeiten, wo die Schiffahrt resp. der Schif'bau einen Stillstand zu verzeichnen hatte, bis diese dann durch die Hansa zu großer Blüte gebracht würde. Die Herrschaft zur See gehörte früher eine Zeitlang den Holländern, die jedoch später nach dem großen Siege Nelsons über die holländische Flotte vor den Engländern die Segel streichen mußten. Einige der letzten Lichtbilder führten uns auch die alte preußische Flotte, die vom Großen Kurfürsten gegründet war, vor Augen. Geschenk Die kürzlich verstorbene Frau Geh. Kommerzienrat Delius hat dem Altstädter Frauenverein in hochherziger Weise eine Summe Geldes zu wohltätigen Zwecken vermacht. Ingenieur Beinhauer Wie wir nachträglich aus Paderborn hören, ist Herr Beinhauer in Kassel gestorben. Nach eingezogenen Erkundigungen soll er zu einer Blinddarmoperation dorthin gereist sein. Frühe Vegetation Die milde Luft der letzten Tage ließ schon in einem Garten an der Hochstraße die ersten Frühlingsboten, die Schneeglöckchen, erblühen und Weidenbäume wie Haselnußsträucher zeigen schon die sogenannten„Kätzchen“. Die Eröffnung des Stadttheaters findet nicht, wie anfangs festgesetzt war, schon am 19. März statt. Infolge verschiedener Umstände mußte der Termin verschoben werden. Gesellschaftshaus Metropole Das der Brauerei„Falkenkrug" gehörige, der Neuzeit entsprechend eingerichtete Gesellschaftshaus Metropole hier, Webereistraße 4, hat der Heinrich Halves a nommen. 2 Schwer mißhau Eine hiesige Pros die gestern einen Ar nommen hatten, wur nem Streit von m Die Frau sowohl al schwerverletzt ins Erstere hatte einen Messerstiche davontre Ansteckende Ki der viertei 30. Januar er. wu Erkrankung an Di. Bielefeld(Land) 1 C 1 an Scharlach, 3c 1 an Kindbettfieber * Der preußische hat ein neues Land welches bei allen werden soll. Das schwarz=weißen Wai an welches eine sch mit der Aufschrift: band. Mit Gott fü kr. Stiftungsfest Der Stenograp am vorigen Soni 7. Stiftungsfest. T Räker mit einem Der 1. Vorsitzende reich erschienenen C der Verein, trotzde gewiesen ist, schon Die Vortragsstücke gespielt. Großes stellten arbeiten. Wett= und Schönsc der Gruppe 150—1 Minute die Herrer 150 Silben die He 4t Militärkapelle Wegen des We den Zivilmusikern Deutschen Musikdir Kriegsminister vo erkannte dem Berl. Stabshoboisten di haben. Er habe? um die Genehmigt daß die bestehenden sind. Die Musikka als die Zivilmusik * Eine Brandr zu der sich sämtl: gefunden hatten, Bevor in die Vedachte der Vorsitz haus, des vers Es wurde beschle der dritten Abteil Polizeistation in Polizeistation hat telephonverbendun wurde die Verle ordnet.— Die zeitigte das Resu von der Berufsf Wechsel der Wack Dienstes durch d mäß mit sich br Die Berufsfeuern ab um einen Mi den Seitengängen willige Feuerwel Kommandierung Dienstes übernin Polizeiinspektor innerdienstliche A nen hervorzuhebe König'schen Rett beschlossen, und ter für die viert wurde. # Banausscht In der letzt de folgendes be Grundstücke an dort bisher befi ung der Stra schinen, Spritzer schaffen werden. ne Vorlage gem tung eines Str Stadt gehörigen Die vorgelegten Bauausschusses der Stadt erwe Papenmarkt wir werden. 2—— Einbruch In der N Steinrück'schen Einbruch verübt waren gestohlen das fragliche schaft behütet grundstücken die kann man fast Herren Spitzbi losen Respekt meine Wach= u * Ausbildung an kal Die Ausw stattfindenden Lehrern an wird in Zuku ministeriume Regierungsprä Lehrer aus de werden können die Auswahl aussetzung blei gesetzten Behö wird, sowie de Fortbildungs Aussicht geno einzuberufende das Handelsn Postse Nächste dungen nach Südwestafrika sich an folgen dampfer„Me zirkulierenden der Demission Partei in Abuar. Bestraf Santo ung plant eine in Santo Dogetötet haben. rden dorthin ab). Febr. Neue lkan. Amtliche sich in Bulgarien lnkunft Sarasows sten sich bietenden iuie zu durchmeines. nehmen wir gern entnur mit deutlicher gedruckt werden. ld. 6. Februar Stelle auf das er Kirche stattfinikvereins aufmerkziehung steht dasdiesjährigen Verer setzt sein ganohl keine schwierider Vortrag Bacher Chor hat sich be und BegeisterAußer dem Chor errn Musikdirektor r von Ahle, Bach Anton Sisterst vielen Kreisen r Eintritt für die Es wird geber die Aufführung zu besorgen. An if statt, wohl aber dwehrmann. Die im Chor.(Plan f den Programms zten Sitzung der rache, daß auf Anzahl Offerten daß das Angeen Bedarf weit mittlere und gröin der Baugen die hiesige Poen Polizeitnspekstatistik der zur Wohnungen zu Zweifel, daß die neinen Interesse d. und es wird r amtlichen Erstehenden Wohannt zu geben, frader im evang. illustrierten Vorsau im Altextum den Vortrag in zuerst mit den sizier und Römer die ältesten Abv. Chr. Geburt tälern Aegyptens. der Redner die nannt Raubboote Germanen. Die Zeit war bei den die bei den südker flache Schiffe derern fortbewegt irm hohe Schiffe, Segels fortbewegt Anzahl Schiffe bis 19. Jahrnteressant waren bei den Kämpfen ölkern darstellten. die Schiffe nah sich die Besatzunwir auf den Schifaufgebaut zur Aufschützen, bis die idt wurden. Ino die Schiffahrt id zu verzeichnen Hansa zu großer chaft zur See geolländern, die jeege Nelsons über Engländern die der letzten Lichtpreußische Flotte, ründet war, vor au Geh. Kommerädter Frauenverein ne Geldes zu wohlPaderborn hören, torben. Nach einer zu einer Blindn. Tage ließ schon in e die ersten Frühn, erblühen und ucher zeigen schon nicht, wie anfangs kärz statt. Infolge der Termin verehörige, der Uschaftshaus st der Wirt Heinrich Halves aus Hannover heute übernommen. 2 Schwer mißhaudelt Eine hiesige Prostituierte und deren Ehemann, die gestern einen Ausflug nach Brackwede unternommen hatten, wurden dort nach voranfgegangenem Streit von mehreren Burschen mißhandelt. Die Frau sowohl als auch ihr Ehemann wurden schwerverletzt ins hiesige Krankenhaus gebracht. Erstere hatte einen Armbruch, letzterer mehrere Messerstiche davontragen. *= Ansteckende Krankheiten„ In der vierten Jaheswoche vom 24. bis 30. Januar er. wurde in Bielefeld(Stadt) eine Erkrankung an Diphtherie und Krupp und in Bielefeld(Land) 1 Erkrankung an Unterleibstyphus. 1 an Scharlach, 3 an Diphtherie und Krupp und 1 an Kindbettfieber festgestellt. * Der preußische Landes=Kriegerverband hat ein neues Landesverbandsabzeichen eingeführt, welches bei allen festlichen Gelegenheiten angelegt werden soll. Das Abzeichen besteht aus einem schwarz=weißen Wappen mit dem preußischen Adler. an welches eine schwarz=weiße Schleife befestigt ist mit der Aufschrift:„Preußischer Landeskriegerverband. Mit Gott für König und Vaterland.“ Der Stenographenverein Stolze: Schrey feierte am vorigen Sonnabend in der Eintracht sein 7. Stiftungsfest. Den offiziellen Teil eröffnege. Frl. Räker mit einem sehr gut gesprochenen Prolog. Der 1. Vorsitzende Herr Riebicke begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und führte u. a. aus, daß der Verein, trotzdem er nur auf eigene Kraft angewiesen ist, schon heute über 100 Mitglieder zählt. Die Vortragsstücke wurden flott und vorzüglich gespielt. Großes Interesse erweckten die ausgestellten Arbeiten. Bei der Preisverteilung für Wett= und Schönschreiben erhielten erste Preise in der Gruppe 150—180 Silben(Schulschrift) in der Minute die Herren Otterberg und Venter, 120 bis 150 Silben die Herren Kassing und Nottebrock. den Zivilmusikern machen, ist eine Abordnung des Deutschen Musikdirektoren=Verbandes bei dem preuß. Kriegsminister vorstellig geworden. Der Minister erkannte dem Berl. Tabl. zufolge an, daß verschiedene Stabshoboisten die Konkurrenz zu weit gele##ben haben. Er habe dem Kaiser schon Vortrag gehalten, um die Genehmigung eines Korpsbefehls zu erhalten, daß die bestehenden Vorschriften streng inne zu halten sind. Die Musikkapellen sollen nicht billiger spielen, als die Zivilmusiker. * Eine Brandratssitzung zu der sich sämtliche Mitglieder oes Brandrats eingefunden hatten, fand am Dienstag abend statt. Bevor in die Verhandlungen eingetreten wurde, gedachte der Vorsitzende, Herr Stadtrat Heringhaus, des verstorbenen Mitgliedes Zexrn,Fellerg Es wurde beschlossen, die Wohnung der dritten Abteilung(Hakenort) telephonisch an die Polizeistation in der Bleichstraße anzuschließen. Die Polizeistation hat bekanntlich eine ständige Feuertelephonverbendung mit der Brandwache. Ferner wurde die Verlegung mehrerer Alarmglocken angeordnet.— Die Diskussion über Theaterwachtdienst zeitigte das Resultat, daß die Wache ausschließlich von der Berufsfeuerwehr zu stellen sei, weil ein Wechsel der Wachen, wie es die Handhabung des Dienstes durch die freiwillige Feuerwehr naturgemäß mit sich bringt, nicht wünschenswert erscheint. Die Berufsfeuerwehr wird deshalb vom 15. März ab um einen Mann vermehrt. Der Wachtdienst in den Seitengängen des Theaters soll durch die freiwillige Feuerwehr wahrgenommen werden. Die Kommandierung und Ueberwachung des ganzen Dienstes übernimmt der Feuerlöschdirigent, Herr Polizeiinspektor Rose. Schließlich wurde über innerdienstliche Angelegenheiten verhandelt, von denen hervorzuheben ist, daß die Beschaffung eines König'schen Rettungsapparats für die Brandwache beschlossen, und die einer neuen mechanischen Leiter für die vierte Abteilung in Aussicht genommen wurde. # Bauausschuß der letzten Sitzung des Bauausschusses wurde folgendes beschlossen: Durch den Verkauf der Grundstücke an der Reichspoststraße muß für die dort bisher befindlichen Schuppen für die Aufstellung der Straßenreinigungsgerätschaften, Kehrmaschinen, Spritzenwagen, Schneepflüge 2c. Ersatz geschaffen werden. Dem Bauausschuß ist deshalb eine Vorlage gemacht worden zur endgiltigen Errichtung eines Straßenreinigungsdepots auf dem der Stadt gehörigen Grundstück neben dem Schlachthofe. Die vorgelegten Pläne haben die Bewilligung des Bauausschusses gefunden. Mit dem Abbruch des von der Stadt erworbenen Klenke'schen Grundstückes am Papenmarkt wird in der nächsten Zeit begonnen werden. 2—— Einbruchsdiebstahl In der Nacht zum Sonntage wurde in der Steinrück'schen Filiale an der Bahnhofstraße ein Einbruch verübt und hierbei für ca. 100 M. Schuhwaren gestohlen. In Anbetracht der Tatsache, daß das fragliche Geschäft nicht von der Schließgesellschaft behütet wird, während an beiden Nachbargrundstücken die bekannten Schlüsselschilder prangen, kann man fast zu der Annahme gelangen, daß die Herren Spitzbuben vor den Schildern einen heillosen Respekt haben oder— gern für die Allgemeine Wach= und Schließgesellschaft Reklame machen. * Ausbildung von Lehrern an kaufmännischen Fortbildungsschulen Die Auswahl der Teilnehmer an den in Berlin stattfindenden Unterkursen zur Ausbildung von Lehrern an kaufmännischen Fortbildungsschulen wird in Zukunft nicht mehr durch das Handelsministerium erfolgen. vielmehr wird künftig den Regierungspräsidenten mitgeteilt werden, wieviel Lehrer aus dem Bezirk zu dem Kursus zugelassen werdeu können, worauf die Regierungspräsidenten die Auswahl selbst zu treffen haben werden. Voraussetzung bleibt, daß den Lehrern von ihrer vorgesetzten Behörde der erforderliche Urlaub erteilt wird, sowie daß sie bereits an einer kaufmännischen Fortbildungsschule unterrichten oder dazu in Aussicht genommen sind. Die zu den Oberkurser einzuberufenden Lehrer werden auch künftig durch das Handelsministerium namhaft gemacht. Postsendungen nach Nächste Versendungsgelegenheit für Vostig; dungen nach dem nördlichen Teil von Südwestafrika(Swakopmund, Windhuk usw.) bieten sich an folgenden Tagen: 1) Mit dem Wörmai dampfer„Melita Bohlen", ab Hamburg am.8. Februar, Schluß 2 Uhr nachmittags, Ankunft in Swakopmund etwa am 9. März. 2) Mit dem englischen Dampfer von Southampton am 20. bis Kapstadt, von da mit Reichspostdampfer„König“ der östlichen Rundfahrt, der die Ankunft des englischen Dampfers abwarten wird; letzte Beförderungsgelegenheiten am 19. Februar: ab Köln 5.56 nachmittags, ab Oberhausen 7.54 abends, Ankunf in Swakopmund etwa am 11. Mgrs., ,2, Pz. beg Reichspostdampfer der westlichen Rundfühlt R.., ab Hamburg am 24. Februar, Ankunft in Swalo#mund etwa am 19. März. 4) Mit mäßigen Wörmanndampfer ab Hamburg am 29. Februar, Ankunft in Swakopmund etwa am 28. März. Die unter 1), 3) und 4) aufgeführten Beförderungsgelegenheiten dienen auch zur Absendung von Paketen. * Der„Deutsche Turnlehrerverein“ veranstaltet augenblicklich statistische Erhebungen im ganzen deutschen Reiche über das gesamte Turnwesen, nachdem seit dem Jahre 1872 keine Erhebung über den Stand des Turnens und die Pflege sonstiger Leibesübungen an unsern deutschen Schulen erfolgt ist. Den Nutzen einer neuen Erhebung, die vom Deutschen Turnlehrerverein angeregt ist haber die verschiedenen Kultusministerien durch Zuschuß zu den Kosten bezw. durch Verfügungen, die Beantwortung der umgehenden Fragebogen anerkannt. Fragen gehen sehr ins Detail. Sie erstrecken sich auf alle nur denkbaren Verhältnisse des Turnbetriebes und sind unter 7 Hauptpunkte zusammengesaßt: Allgemeines, Turnlehrer(in)., Turnstunden. Befreiungen, Turnräume, dem Beiriev und Stoff sind besonders eingehende Nachforschungen gewidmet. O Dritter fremdsprachlicher Vortrag Die hiesige Berlitz School veranstaltete am Sonnabend abend im Evang,„Vezeinshaug jihren zweiten französischen Vortrag. Wiederum, wie bei den zwei ersten Vorträgen, hatte sich ein recht großer Zuhörerkreis eingefunden. Der Vortragende. Monsieur Maillet, Lehrer an der Berlitz School zu Hannover, hatte als Thema gewählt:=Caractères essentiels de la langue et la littérature françaiser. Monsieur Maillet behandelte den reichen Stoff seines Themas feinsinnig und geistvoll und fessell# seine Zuhörer in anregender Weise. Lebhafter Beifall wurde ihm am Schlusse des Vortrages zu teil. Staatliche Benstondv=Hert zgripatheamten Auf die morgen abend im Ravensberger Hof stattfindende Versammlung machen wir an dieser Stelle besonders aufmerksam; in derselben werden Mitteilungen über den Stand der Pensionsversicherung gemacht werden, die von größtein Interesse für alle Privatangestellten sein dürften. 9 Sta,Ponat Zauzax, Dieses Jahres wurden 159(173) Gepurten und 114(60) Sterbefälle einschl. 7(7) Totgeburten angezeigt. Ehen wurden 26(26) geschlossen und Aufgebotsanträge 32(30) gestellt. Von den Lebendgeborenen waren 8o(83) männlichen und 76(90) weiblichen und von den Verstorbenen 60(33) männlichen und 54(34) weiblichen Geschlechts. Von den Gestorbenen standen 29(17) im 1. Lebensjahre, 21(6) zwischen 1 und 5, 4(—) zwischen 5 und 20, 11(12) zwischen 20 und 40, 16 (11) zwischen 40 und 60 Jahren. Ein Alter hierüber hinaus wurde von 26(14) Personen erreicht. Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf Januar des Vorjahres. Vermischtes die Tänzerin mit den„nackten, Faßen;, eriscien dieser Tage vor dem Berliner Landgggggzm, Firma hatte wegen Nichtzahlung von 3000 Mi. für gelieferte Waren einen Pfändungsbeschluß gegen die Tänzerin erstritten. Miß Duncan aber erhob Einspruch, weil ihr Bruder der Schuldner sei. Der Anwalt der Firma erläuterte nun Berliner Zeitungen zufolge das merkwürdige Verfahren, das die Miß bei ihren Gastspielen und Vorträgen Bruder ist der vertragschließende Teil. die andere Schwester leistet eine kleine Anzahlung. die Mutter nimmt das Geld und die Tänzerin selbst kümmert sich um das Geschäftliche gar nicht. Der Gerichtshof verkündete einen Beweisbeschluß. Erschossen aufgesunden wurde am Freitag früh der Posten vor dem Pulverschuppen in Diedenhofen(Lothringen). Musketier Eichhorn. Im geladenen Gewehr waren die Patronen nicht abgeschossen. und Reserveoffiziere aufgefordert, bereit zu sein, um sich auf den Schiffen wie in den Depots einzufinden, für die sie im Falle einer Mobilisation der Flotte bestimmt sind. Sie sollen die Offiziere ersetzen, die für die eventl. in See gehenden Schiffe vorgemerkt sind. Gerichtssaal Tageskalender Montag, den 8. Februar 1904 Vortrag. Dr. Bürner, Remke, 9 Uhr. Apollotheater: Künstlervorstellung 8 Uhr. Zur Neustadt". Damen=Orchester Hütter, 7 Uhr. „Westfäl. Hof“, Damenorchester Sturm 7 Uhr. § Bielefeld. 6. Februar.(Strafkammer I.) Vorsitzender: Herr Landgerichtsrat Krafft, Vertreter der Staatsanwaltschaft: Herr Assessor Stadtlaender. 1. Eine wichtige Entscheidung für Mieter und Vermieter fällte heute die Strafkammer in der Strafsache gegen den Maurergesellen Fritz Pegel zu Bielefeld wegen Pfandbruchs. Pegel war angeschuldigt. im Sommer 1903 seine eigenen beweglichen Sachen, an denen sein Hauswirt, der Buchhinder W. Berkenbusch wegen Mietsforderung ein Pfandrecht zustand, trotz des Verbotes fortgeschafft zu haben. Der Angeklagte behauptete und es stellte sich auch während der Verhandlung heraus, daß die von dem Angeklagten eingebrachten Sachen nich. sein Eigentum waren, sondern daß er diese auf Abschlagszahlung gekauft und daß sich die Lieferanten an den Sachen das Eigentumsrecht vorbehalten hatten. Der Gerichtshof machte ihn darauf aufmerksam, daß er ev. auch wegen Betruges bestraft werden Es wurde auch tatsächlich Betrug angenommen und der Angeklagte unter Freisprechung von der Anklage des Pfandbruchs zu 1 Monat Gefängnis verurteilt und zwar unter Berücksichtigung der Vorstrafen wegen Eigentumsvergehens. Der Betrug wurde darin erblickt, daß P. dem Vermieter verschwiegen habe, daß die Sachen nicht sein Eigentum waren, er habe bei dem Vermieter den Glauben erweckt, die Sachen seien sein Eigentum. Die Vermieterin habe heute ausdrücklich erklärt, sie hätte den Angeklagten in die Wohnung nicht aufgenommen, wenn sie den wahren Sachverhalt gekannt hätte. Der Angeklagte habe die Leute um ihr Pfandrecht, das sie an den eingebrachten Sachen unter normalen Verhältnissen gehabt hätten, gebracht. 3. Wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahntransportes hatte sich der Müller Gustav Stockhecke von Ostscheid bei Löhne zu verantworten. Der Angeklagte hatte im August v. J. sein Fuhrwerk so nahe an das Geleis gebracht, daß es von dem Zuge der Wallücker Bahn erfaßt und zertrümmert worden ist. Glücklicherweise ist alles gut abgelaufen unt Menschen und Tiere haben keinen Schaden genommen. Der Angeklagte hatte im höchsten Maße fahrlässig gehandelt, indem er sein Gefährt zu nahe an das Geleis gestellt und es ohne Aussicht hatte stehen lassen. Der Angeklagte wurde überführt und zu einer Geldstrase von 50 Mk. ev. 10 Tagen Gefängnis verurteilt. (Schluß folgt.) Großfeuer in Baktimore a. Baltimore, 8. Febr. brach in dem Stadtteil, in dem sich die großen Manusakturwarenlager befinden, Feuer aus. Drei Lagerhäuser und zwei Bankgebände wurden eingeäschert. Menschen sind nicht verunglückt. Der Schaden wird auf 15 Mill. Dollars a Baltimore, 8. Februar. Bis jetzt ist es nicht gelungen, das Feuer zu löschen. Die Feuerwehr vermag wenig gegen den gewaltigen Brand aus zurichten. Die zunächst bedrohten Häuser wurden mit Dynamit in die Luft gesprengt, um ein weiteres Umsichgreisen des Feuers zu verhüten. Dienstag, den 9. Februar 1904 Konzert. Neustädter Kirche(Musikverein) 8 Uhr. Apollotheater: Künstlervorst. 8 Uhr. „Zur Neustadt“. Damenor. Hütter. 7 U. „WestfälHof“. Damen=Orchest. Sturm 7 Uhr. (Fortsetzung des lokalen Teiles im 2. Blatt.) Aus Provinz und Nachbarschaft (0 Gütersloh, 8. Febr.(Vortrag.) Am kommenden Sonntag den 14. Februar wird Herr Lehrer L. Trappmann aus Barmen im Vereinshause einen Vortrag halten über:„Warum ist die Unkeuschheit der gefährlichste Feind der Männerwelt. Redner, der Leiter des Zweigvereins des Bundes vom Weißen Kreuz in Barmen ist, der manchem unter uns bekannt sein dürfte durch seinen vor 3 Jahren in Bielefeld gehaltenen Vortrag, versteht es, in seiner klaren nüchternen Weise besonders zu unserer Jugend zu reden. l. Neuenkirchen, Kr. Melle, 8. Feor.(Diebstahl.) Am letzten Donnerstag, gelegentlich eines Marktes, wurde hier ein frecher Diebstahl verübt. Ein junger Bursche, angeblich aus Bielefeld, entwendete während der Dämmerung einem hier zu Besuch weilenden Herren eine wertvolle Decke. Peitsche und einen mit Namen versehenen Stock. Die Decke verkaufte er sofort an einen Budenbesitzer für 1 Mk., während der Stock sein Begleiter bleiben sollte. Gegen 11 Uhr abends ertappte man ihn und lieferte ihn gleich dem Gefängnis in Melle aus Jedenfalls hatte er sich noch weitere Arbeit vorgenommen, da er noch mehrere Dietriche bei sich fl Steinhagen, 8. Februar.(Jugendliche Diebe.) Am 3. cr., mittags gegen 12 Uhr, räumten zwei Schulknaben im Alter von 13 Jahren dem Bäckermeister Kerkhecker hier die Ladenkasse aus. Sie hatten die dort anwesende Ehefrau unter irgend einem Vorwande veranlaßt, sich für kurze Zeit aus dem Laden zu entfernen. Unterdessen stahlen sie ein Taschenmesser und einen Geldbetrag von ca. 15 Mark und begaben sich schnell nach Hause. Ihre Freude sollte jedoch nur kurz sein; schon am 5. cr. erschien die Polizei, die die Burschen einem Vergor unterzog. Erst nach längerem Leugnen bequemten sie sich zu einem Geständnis; 5 Mark von dem gestohlenen Gelde hatten sie bereits für Frühstück Zigaretten ausgegeben. Dem Amte ist über den Vorfal Mitteilung gemacht.„Zum angeß * Münster, 8. Februar. Jm under lichen Besuch des Prinzen Eitel Frie drich in Münster, über den wir in Nr. 39. gges Blattes nach der Berliner Germania bericheten, wird uns von Herrn Landrat Grafen Korff=Schmising auf Tatenhausen mitgeteilt, daß der Prinz, wenn er überhaupt nach Münster komme, nicht bei ihm, sondern beim kommandierenden General Wohnung nehmen werde. Reueste Nachrichten (Telegraphische und telephonische Meldungen der„Westfälischen Zeitung“.) Reichstagsabgeordneter Rosenow; 4p; Berlin, 8. Febr. Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Rosenow, Vertreter des 20. sächsischen Wahlkreises Zschopau ist gestern in Schöneberg im Alter von 33 Jahren an einem Schlaganfall gestorben. Er hat sich u. a. durch die Komödie„Kater Lampe“ einen Namen gemacht. Studentenschlägerei *t Gratz, 8. Februar. Zwischen liberalen und klerikalen Studenten kam es zu einer Schlägerei. Ein Student wurde durch einen Stockhieb zu Boden geschlagen und schwer verletzt. Hochwasser in Südtirol Bozen, 8. Febr. Seit vier anhaltende furchtbare Regengüsse haben in ganz Südtirol großen Schaden angerichtet. Alle Flüsse sind aus den Ufern getreten. Die Temperatur ist sehr warm. Im Streit erstochen tt Antwerpen, 8. Febr. Anläßlich der Rekrutenaushebung kam es zwischen einem Soldaten und einem Rekruten zu einem Streit, wobei der eine den andern erstach. Straßenkampf +- Brüssel, 8. Febr. Gestern kam es, anläßlich der Rekrutenaushebung zwischen Polizeiagenten und der Menge zu Krawallen. Hierbei wurden 5 Personen durch Säbelhiebe verletzt und ein Arbeiter durch einen Schuß getötet. Der Bürgermeister hat den Hinterbliebenen des Erschossenen 200 Franks Entschädigung angewiesen. Eine Grdre an die englischen Seeoffiziere (9 London, 8. Febr. Die britische Marinebehörde hat alle dienstfähigen aktiven Krieg zwischen Japan und Rußland Port Arthur, 8. Febr. Seit drei Tagen sind hier keine telegraphischen Meldungen aus Japan eingelaufen. Auf der Insel Susimar sind Abteilungen japanischer Truppen zusammengezogen, die beim Abbruch aller Beziehungen schnellstens an die koreanische Küste geschickt werden sollen. m Tokio, 8. Febr. Hier ist alles in fieberhafter Tätigkeit. Die Eisenbahnen sind mit Truppen nach den Einschiffungshäfen überfüllt. In den Straßen wimmelt es von Soldaten. 4 Tokio, 8. Februar. Am Sonntag hat eine lange dauernde Sitzung des Ministorrats stattgefunden. Der russische Gesandte wird vor seiner Abreise nochmals vom Kaiser empfangen werden. 0 Tokio, 8. Febr. Es verlautet, daß die russischen Truppen die Grenze überschritten haben. & London, 7. Februar. Der Korrespondent des Hirschbureau erfährt von erster Seite: Die japasnische Regierung war mit dem englischen Kabinett in engster Fühlung und rief den Petersburger Gesandten erst ab, nachdem am Donnerstag Lord Lansdowne konsultiert war. ∆ Peking, 7. Februar. Der Hof wird Peking verlassen, sobald die russischen Truppen die große Mauer passieren. Die beiden neuen japanischen, von Genua kommenden Kreuzer verlassen Singapore, ohne ihre Kohleneinladungen zu vollenden. ) New York, 8. Febr. Wie verschiedene Blätter aus Tokio melden, beschloß die japanische Regierung, Korea sofort zu besetzen. ) New York, 8. Febr. In amtlichen Kreisen glaubt man, daß eine Kriegserklärung nicht erfolgen werde. Witterungs=Uebersicht. Bielefeld, 8. Februar. Niedrigster Thermometerin der Nacht— ½ C. Thermometerstand um tand..+#.# Parometer: 740 mm. 10 Uhr vormittags+ 1###C. Barometer: Wind: SO. Himmel: bedeckt. * Schluss des redaktionellen Tells. Ein angenehmes, natürliches Abführm. von hervorragendem Wohlgeschmack und ausserordentlicher Wirkung, erprobt bei Erwachsenen und Kindern. Unser rühmlichst bekannter „CALFORNIA STRUP OF FIGS“ (callfornischer Feigen-Syrup) kommt fortan nur in der nebenstehend abgebildeten Aufmachung in den Verkehr. Ner ochte genen unf des Wert„Splifa! 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Dieses der Prosperität der A lb Salzuflen, 6. Freitag Abend fand de hause statt. Schon d superintendent Wessel fand eine so große Zuh Räume gedrängt vol Vorträgen der Herre Lamberg und Lade 1 Mit jedem Abend wi Lauschenden. Währer strakte Fragen des C weckung, Bekehrung, behandelt wurden, w drei mehr praktische 2 „Wie kommt manz man zur Heilsgewißh zu den Mitteldinger Sämtliche bis jetzt ge gründlich und so tief von dem Bibelkursus Segen ins Land gehe Lipperlandes hatten bg. Borgholzhal Die am 19. Dezemt vertretung von Klee 2000 Mt. bei der Kr Ausbesserung ihrer ausschuß zu Halle i. Anleihe wird mit 4 2 Prozent amortisiert & Löhne i. bau.) Der von 2 führende alte Postwe ren auf mehreren Ste de. Mehrere Eingese Mühlen=, Markt= und an zuständiger Stelle ßigen Ausbau des 2 zeitig erboten, dene den. unentgeltlich abzi ge zu den Kosten h bereits den ansehnlich gcchnet Der Roman von Wa „Das Herz ist Mein Gott, er ist die Frau, als er auch dem Fabrikan liche Rührung, we zu entledigen trach endlich an der Zei bracht wird. Hat Pflichtgefühl geler tun.“ Er reckte sich Licht, Pantoffeln diesem Wunsche be Tag die geschäftlic Sorgen und Aerg dreimal in der W Viertelstunde von Wohnsitze entfernte dort im„Goldenei trinken und einen Inzwischen w gangen, sein Lich sich danach, den den Gefühle ims merchens austoben chin, saß auf eine toffeln auf dem E sam, kitschte geschi chens, des scharfe aus den Erdäpfelt nach dem andern, in den neben ihr füllten Eimer fall Hause, als Hans chen„Plumps“ be wiß ein Dutzend Zeit war die Ma Hause geworden; Kaltenbach behand Vertraulichkeit un Bemerkung, keine „Kiewestüter".*) b Der Kronprit besonders ans jetzt so am Sprut auf der erkaltet um den Docht a prüfte Mina die Ein grössel Posten Rocheitgallter Tagneiben, Rachtheinben, Fristerinaltel werden zu spottbilligen Preisen verkauft. In dieser Wocht kommen große Posten Damenwäsche zu aussergewöhnlich billigen Preisen zum Verkauf. M aus gutem Hemdentuch mit Spitze und handgestickter Passe 185, 148, 5? 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Die Maurerarbeiten beim städtischen Gasanstaltsgebäude ruhen wegen des Frostwetters schon seit längerer Zeit, dagegen wird aber an der Fertigstellung des Gasometers flott gearbeitet. Dieser Tage ist die dazu gehörende. 60 Zentner schwere Glocke angekommen. Dieser große Apparat wird in dem von Eisenblech errichteten runden Aufbau eingelassen und dient zur Aufnahme der fertigen Gase. Der Inhalt umfaßt 600 Kubikmeter Leuchtgas, ein Quantum, welches die Stadt an einem Abend nicht konsumieren kann. Der Gasometer der alten Gasanstalt faßt nur etwa 170 bis 180 Kubikmeter. Wie man hört, will die Stadt denjenigen Bürgern, die sich an das städtische Werk anschließen, betreffs der Anlage möglichst weit entgegenkommen. Dieses Vorhaben kann im Interesse der Prosperität der Anlage nur gebilligt werden. lb Salzuflen, 6. Februar.(Bibelkursus.) Freitag Abend fand der fünfte Vortrag im Gemeindehause statt. Schon der erste vom Herrn Generalsuperintendent Wessel über„Berufung“ gehaltene fand eine so große Zuhörerschar, daß die vorhandenen Räume gedrängt voll waren. Bei den folgenden Vorträgen der Herren Pastöre Held, Wischmeier, Lamberg und Lade reichten dieselben kaum aus. Mit jedem Abend wächst die Zahl der andächtig Lauschenden. Während in dieser Woche mehr abstrakte Fragen des Christentums:„Berufung. Erweckung, Bekehrung, Rechtfertigung und Heiligung“ behandelt wurden, werden in nächster Woche noch drei mehr praktische Themen an die Reihe kommen: „Wie kommt man zum Glauben?". Wie kommt man zur Heilsgewißheit?",„Des Christen Stellung zu den Mitteldingen, z. B. Tanz und Spiel.“ Sämtliche bis jetzt gehörte Ausführungen waren so gründlich und so tiefgehend, daß zu erwarten steht, von dem Bibelkursus werde ein reicher geistlicher Segen ins Land gehen; denn aus allen Teilen des Lipperlandes hatten sich Zuhörer eingefunden, bg. Borgholzhansen, 5. Febr.(Wegebau.) Die am 19. Dezember 1903 von der Gemeindevertretung von Kleekamp beschlossene Anleihe von 2000 Mk. bei der Kreissparkasse Halle i. W. zwecks Ausbesserung ihrer Gemeindewege hat der Kreisausschuß zu Halle i. W. nunmehr genehmigt. Die Anleihe wird mit 4 Prozent verzinst und mit 2 Prozent amortisiert werden. + Löhne i. W., 6. Februar.(Wegebau.) Der von Bischofshagen nach Falkendiek führende alte Postweg befindet sich schon seit Jahren auf mehreren Stellen in unpassierbarem Zustande. Mehrere Eingesessene haben, da der Weg als Mühlen=, Markt= und Schulweg viel benutzt wird, an zuständiger Stelle den Antrag auf chausseemäßigen Ausbau des Weges gestellt und sich gleichzeitig erboten, den erforderlichen Grund und Boden. unentgeltlich abzutreten und freiwillige Beiträge zu den Kosten herzugeben. Einer derselben hat bereits den ansehnlichen Betrag von 1000 Mk. gesechnet. * Korten, H. fohr. Gholdendes hübsche Kleinbahnidyll) teilt ein Reisender, der die Sekundärbahn Borken=Bocholt=Empel benutzte, dem Westf. Merkur mit: Als der Frühzug pünktlich gegen ½8 Uhr in Isselburg=Anholt anlangte, stellte es sich heraus, daß der Zugführer und Schaffner in Wert— o Schrecken— das Einsteigen vergessen hatten. Damit der Zug nicht verwaist am Ziele(Empel) ankomme, trat die Maschine mit„D=Zug=Geschwindigkeit“ den Rückweg an, um die beiden vermißten Herren in Empfang zu nehmen. Diese beiden Herren waren jedoch „in entgegenkommender Weise" der Lokomotive eine Strecke Weges entgegengekommen, um das Züglein vor größerem Zeitverluste zu schützen, damit vor allen Dingen der Anschluß an den Schnellzug nach Emmerich nicht verpaßt werde. Wie sich nachher herausstellte, hatte der Zugführer in Wert das Zeichen zum„Anfahren“ geben, während der Lokomotivführer und der Heizer„Abfahren" verstanden hatten und so mit ihrem zwölfachsigen Zügle lustig abdampften. Stimmen aus unserem Leserkreise Die Redaktion steht den unter dieser Rubrik veröffentlichten Auslassungen vollkommen fern und übernimmt für dieselben daher dem Publikum gegenüber auch keinerlei Verantwortung. Wer mit einem Artikel nicht einverstanden ist, dem stellen wir den Raum zur Entgegnung gern zur Verfügung. Anonyme Einsendungen bleiben unberücksichtigt. Entgegnung auf den Artikel: Kleinbahn Bielefeld=Heepen=Eckendorf oder Schildesche=Brake=HeepenEckendorf. Wenn der Artikelschreiber meint, daß nur die Rentabilität der Kleinbahn beim Landkreis der entscheidende Faktor ist, so wäre die Sackbahn nach Werther wohl nicht gebaut, vielleicht aber von vornherein das Projekt über Brake in ernstliche Erörterung gezogen, allein schon deswegen, um das Kleinbahnnetz im Landkreis Bielefeld direkt mit der Staatsbahn Köln=Berlin zu verbinden, was bisher versäumt ist. Diese Fangierung mit der Staatsbahn ist mit geringen Kosten in Brake, bis auf einige Meter Entfernung zwischen den beiden Bahnhöfen, leicht herzustellen. während z. B. erst kürzlich 550000 Mk. seitens des Landkreises nur dafür festgelegt sind, um den Kleinbahnhof in die Nähe des Ostbahnhofes(Lage=Bielefeld) zu bringen. Trotz dieser enormen Aufwendung liegt aber dort der Kleinbahnhof immer noch ein ganzes Stück Weges vom Ostbahnhof entfernt. Von Brake aus ließe sich dann früher oder später ein Zweig der Kleinbahn durch den nördlichen Teil von Brake nach dem Blakenhof. Vilsendorf und Jöllenbeck bauen. An dieser Linie würden auch die benachbarten Herforder Gemeinden participieren. Bis jetzt und nach den bestehenden Plänen auch in Zukunft haben die Gemeinden Milse, Altenhagen, Brake, Altenschildesche. Vilsendorf und ein großer Teil von Jöllenbeck sowie die benachbarten Gemeinden des Kreises Herford zu den Kreisbahnen nur zu zahlen, aber keinerlei Genuß von deren Anlage. Wird die Kleinbahn durch Milse zur Heepenschen Fichten gelegt, wie neuerdings projektiert, so sorgen schon die Grundstücksspekulanten der früher Meier zu Hartlagenschen Ländereien dafür, daß Bielefeld die Elektrische entsung der Kretstraße Weleetdcheepen haut Wast übder der strais entang diecter frectstraße die Mllerdebahn, so kostet die Erwerbung von Grund und Boden unendlich viel Geld und Heepen bekommt außerdem nie die Elektrische,„„ Beim Ban der Kleinbahn durch Meier zu Heepen Fichten fahren Kleinbahn und Elektrische dann schließlich so nebeneiuander her, wie auf der Linie Bielefeld=Schildesche. Die Elektrische nimmt dann aber der Kleinbahn den Personenverkehr und damit dem Kreise die Rente und auf diese legt der gegnerische Artikelschreiber doch mit Recht großen Wert. Die Differenz der Güterfrachten beträgt nach den Angaben der Gegenseite bei 200 Ztr. 1 Mk. und 5 Mk. Einmal ist dieser Unterschied sehr gering und kann durch eine Frachtermäßigung sofort aufgehoben werden und zum andern besteht er überhaupt nur dann wenn Bielefeld als Empfangsstation gedacht ist, während sicher von Blotho aus viele Frachten auf den Zwischenstationen bleiben. Um die Stadt Bielefeld„herumfahren" brauchen bei dem Projekt über Brake weder Personen noch Güter. Wer nach Bielefeld will, steigt oder ladet in Brake um, wo alle Stunde ein Zug nach Bielefeld und Herford abfährt oder steigt schon in Heepen in die Elektrische. + Gütersloh, 7. Februar. Seit geraumer Zeit sind die Wegeverhältnisse beim WallochDurchgang geradezu jämmerlich. Man muß schon alle Sprungkünste anwenden, um über den Schmutz und die Wasserlachen hinüber zu kommen. Es wäre sehr angebracht, ein paar Karren Asche aufzuschütten, damit diesem Uebelstande abgeholfen wird. Dom Füchltag dagegen wurde von denhächen Fige der Kopf abgefahren. Der Schutzmann befindet sich gegenwärtig im Krankenhause zu Guben, an seinem Aufkommen wird gezweifelt. Briefkasten Gerichtssaal Berlin, 5. Febr.(Jena oder Sedan?) Vor dem Schöffengericht wurde heute die Klage des Geschäftsführers der Verlagsanstalt„Vita“, Felix Heinemann, als Verleger von Beyerleins Roman „Jena oder Sedan?“, gegen den Verleger der „Hamb. Nachr.“, Dr. Hartmeyer, wegen Beleidigung verhandelt. Die Beleidigung sollte begangen sein in einem Artikel der„Hamb. Nachr.“, in welchem der Inhalt des Romans als antiemilitärisch und sozialdemokratisch bekämpft und behauptet wird, die sozialdemokratische Parteileitung stehe der Preisherabsetzung des Werkes nicht fern und habe wahrscheinlich Geldmittel dafür hergegeben. Der Gerichtshof hielt diese Behauptung für unerwiesen und beleidigend; außerdem erachtete er auch in zwei anderen Punkten eine Beleidigung als vorliegend und verurteilte den Beklagteu zu 00 Mk. Geldstrafe event. 5 Tagen Haft. Vermischtes — Flucht eines Verbrechers ug aus dem Eisenbahatupee Ueber die Flucht eines Verbrechers russischer Staatsangehörigkeit aus dem Eisenbahnkupee wird berichtet: Ein Berliner Kriminalschutzmann hatte am Donnerstag einen russischen Verbrecher, der seiner Regierung ausgeliefert werden sollte, an die Grenze zu bringen. Unterwegs, während der Fahrt zwischen Guben und Sommerfeld, gelang es dem Arrestanten, obwohl er gefesselt war, die Kupeetür zu öffnen und hinauszuspringen. Der Schutzmann, von diesem plötzlichen Fluchtversuch, der wegen der Fesselung des Verbrechers ausgeschlossen erschien, überrascht, sprang sofort nach, wurde aber von dem Zug 225 der niederschlesisch=märkischen Eisenbahn überfahren und an beiden Beinen schwer verletzt. A. B. 101. Der bestimmte Tag kann nicht angegeben werden. Die Annahme erfolgt in der Regel in der Zeit vom 6.—12. Februar. Standesamtsnachrichten Nachdruck verboten Bielefeld. In der Zeit vom 30. Januar bis 5. Februar 1904 sind beim hiesigen Standesamt anGeboren: a. Sohn: Werkmeister August Denzer. Friseur Heinrich Kühn. Kassierer Reinhold Schüler. Dreher Friedrich Winkler. Zimmermann Albert Conrad. Maurer Adolf Meier. Maurer Hermann Burmeister. Maurer Emil Hoff. Maurer Hermann Reichard. Straßenreiniger Wilh. Becker. Glasarbeiter Karl Griesmaier. Glasarbeiter Nikolaus Flecken. Arbeiter August Krämer. Arbeiter Heinrich Schrage. Arbeiter Friedrich Timpe. Arbeiter Gustav Neumann. Kaufmann Philipp d. Tochter: Kaufmann Gustav Siekmann. Buchhalter Albert Lohmann. Kommis Gustav Schürberg. Stationsassistent Heinrich Molchan. Schlachtermeister Albert Sachs. Malermeister Eduard Claus. Tischler Heinrich Korte. Tischler Hugo Frindt. Schlosser Wilhelm Nolting. Maurer Eduard Deppe. Glasreiniger Wilhelm Rosenau. Glasmacher Franz Seitz. Arbeiter August Beermann. Arbeiter Wilhelm Bart. Arbeiter Karl Puwelle. Arbeiter Aug. Michels. Arbeiter Ernst Wagner. Aufgeboten: Schneider Wilhelm Meise Ziegelstraße und Anna Sewing daselbst. Schmied Wilhelm Korte, Herford und Elisabeth Stock, Wittekindstraße 23. 9., Girsohe; Verehelicht: Arbeiter Josef Hirkehel u. Christine Leßmann Glasschneider Ludwig Dielforder und Martha Kronsbein. Schmied Heinrich Holtkamp uno Witwe Auguste Bollmeier geborene Schabbehard. Tischler Alber Huhn und Luise Behrens. Arbeiter Wilhelm Pannhorst und Anna Mikkalauski. Schlosser Wilhelm Moormann und Auguste Höcker. Schneider. August Menkel und Anna Kleine=Koylbrecher. Klempner Franz Röscher und Paula Hachmeister. Maschinenreparateur Otto Lehne und gesch. Conoes, Anna geb. Volz. Ingenieur Rudolf Pernitzsche und Wilhelmine Müller. Vorarbeiter Christian Johannismeier und Ludmilla Tiemeter.„. ∆ Glemen: m## Gestorben: Lehrer a. D. Clemens Nave, 67 J. Kolon Gottlieb Hünerhoff. 67 J. waltungssekretär Frd. Zinn, 64 J. Invalidenrentenempfänger Heinrich Kayser, 64 J. Arbeiter Ludwig Mühlenweg, 59 J. Kaufmann Wilhelm Horstmann, 56 J. Generalagent Josef Strauß, 54 J. Arbeiter Rudolf Ostmann, 20 J. Schlosser August Siekmann, 19 J. Witwe Hanne Stock. 66 J. Witwe Alma Brosent, 61 J. Witwe Wilhelmine Festing, 49 J. Ehefrau Luise Nolting, 38 J. Altersrentenempfänger Friedrich Göllner, 64 J. Mathilde Banze, 13 J. Hermann Wehmann, 6 I. Ewald Ober, 2 J. Friedrich Mönkemöller, 2 J. Ella Schneider, 1 Jahr. Martha Koch, 1 Jahr. Paul Tubbesing, 1 J. Paul Schönborn, 10 Monat. Hedwig Groß, 8 M. Johannes Drewer, 5 M. Beatrice Bögeholz. 8 T. Paula Deppe, 1 T. Rentner Dürsch, 84 J. Richard Burkämper, 3 J. Arbeiter Wilhelm Wächter, 70 J. Ehefrau Johanne Punne 59. J., Ststtiche Kaster 5 11t. Roman von Walter Schulte vom Brühl. 21— Nachdruck verboten „Das Herz ist dem armen Jungen schwer. Mein Gott, er ist ja noch so jung,“ sprach die Frau, als er hinausgegangen war, und auch dem Fabrikanten überkam eine leise väterliche Rührung, welcher er sich durch die Worte zu entledigen trachtete:„Ach was, es ist nun endlich an der Zeit, daß ihm Vernunft beigebracht wird. Hat ihn die Schule kein tieferes Pflichtgefühl gelernt, so wird es mein Kontor uend ees unsbenech Er reckte sich ein wenig und verlangtenach Licht, Pantoffeln und dem„Blättchen". Mit diesem Wunsche beschloß er gewöhnlich für den Tag die geschäftlichen und häuslichen Mühen, Sorgen und Aergernisse, wenn er nicht, was dreimal in der Woche geschah, nach dem eine Viertelstunde von seinem einsam gelegenen Wohnsitze entfernten Städtchen wanderte, um dort im„Goldenen Krug“ ein Glas Bier zu trinken und einen Skat zu spielen.— Inzwischen war Hans in die Küche gegangen, sein Licht zu holen, denn er sehnte sich danach, den Sturm der ihn durchwogenden Gefühle im stillen Hafen seines Dachkämmerchens austoben zu lassen. Mina, die Köchin, saß auf einem Stuhl, einen Kumpf Kartoffiln auf dem Schoße. Sie schälte sie sorgsam, kitschte geschickt mit der Spitze ihres Höpchens, des scharfen Küchenmessers, die Augen aus den Erdäpfeln und ließ diese dann, einen nach dem andern, mit einem lauten„Plumps“ in den neben ihr stehenden, mit Wasser gefüllten Eimer fallen. Mina war schon im Hause, als Hans noch Freude an einem solchen„Plumps“ bekundete. Seitdem war gewiß ein Dutzend Jahre vergangen. In dieser Zeit war die Magd zur Freundin Aller im Hause geworden; selbst der würdevolle Herr Kaltenbach behandelte sie mit einem Anflug von Vertraulichkeit und erfreute sie oft durch die Bemerkung, keine könne so gut wie sie die „Kiewestüter“*) bügeln. Der Kronprinz des Hauses war ihr aber besonders ans Herz gewachsen. Wie er nun jetzt so am Sprungherd stand und die Lampe auf der erkalteten Platte niedergesetzt hatte, um den Docht abzustreichen und anzuzünden, prüfte Mina die Züge ihres Lieblings und sagte:„Nun, Hans, er hat wohl wieder etwas an Ihnen zu vermelden gehabt?“ „Das ist nun einmal so,“ gab er zurück. „Morgen bin ich Lehrling, Mina.“ „Das ist ja selbstverständlich. In dem Geschäft möcht' mancher gern Lehrling sein.“ Da stiegen ihm die Tränen in die Augen und er sagte zornig durch die Zähne:„'s wär schon gut, aber der Plümacher soll mich zwiebeln.“ Mina wiegte einen Augenblick ihr Haupt auf dem kurzen Halse, auf dem es schon dreißig Jahre saß, und entschied alsdann:„Das brauchen Sie sich nicht so zu Herzen zu nehmen. Tun Sie Ihre Pflicht, Hans, ehrlich Ihre Pflicht, und wenn Ihnen das keinen Dank einträgt, dann, wissen Sie was, dann zwiebeln Sie den Plümacher, daß seine lederne Maske gelb und grün wird.“ Das bannlösende Wort war gefunden. In den Augen des jungen Mannes blitzte etwas wie Uebermut. „Recht haste, Mina!“ rief er erleichtert.— „Ich weiß ja, wie dieser alte Kontormensch ist und wenn ich ihm nichts zu Dank machen kann, dann will ich doch mal sehen, wer von uns Beiden den Andern am ersten klein kriegt.“ Die jüngsten Geschwisterchen, frisch gewaschen und im Nachtkittel, drangen aus der Nebenkammer hervor, und suchten den erwachsenen Bruder zu veranlassen, sie noch in den Armen schaukeln zu lassen und sonstige Ergötzlichkeiten mit ihnen ins Werk zu setzen, wie er es sonst wohl zu tun pflegte. Er löste sich jedoch von ihnen, nahm seine Lampe und eilte hinaus. Im Treppenflur trat ihm seine Mutter entgegen. „Ich wollte Dir noch einmal allein gute Nacht sagen, Hans," flüsterte sie.„Wenn der Papa dabei ist, kann man sich nicht immer so aussprechen. Er ist streng in seiner Art, aber er meint es gut, deshalb mußt Du Dich bestreben, ihm keinen Verdruß zu machen.“ „Mit ihm hätte ich's lieber zu tun, als mit seinem Plümacher,“ entgegnete Hans etwas „Pst,; mahnte sie,„der Vater sitzt noch im Nebenzimmer. Nimm Dich nur recht zusammen im Geschäft, dann wird schon alles gut werden. Und Du weißt ja, wenn's mal hart auf hart geht, dann halt ich Dir schon die Hand über den Kopf. Verlaß Dich nur auf mich.— Und nun mach', daß Du ins Nest kommst und schlafe Dich ordentlich aus, damit Du morgen frisch und munter ins Geschäft eintrittst.“ „Hab nur keine Bange, liebes Mütterchen", sagte er mit einem etwas verzweifelten Mute, und dann eilte er die Treppe hinauf, als gälte es, eine Schanze zu stürmen. Unter dem Dache lag das kleine Zimmerchen, das ihm seit der Konfirmation zum alleinigen Gebrauche eingeräumt war. Es war zwar niedrig, und sein Bett, stand unter einer abgeschrägten Wand, aber er fühlte sich dort oben wie ein Ritter in seiner festen Burg; oft war es seine sichere Zufluchtsstätte gewesen, wenn ihm drunten die Stürme des väterlichen Zornes bedrohten. Jetzt stellte er die Lampe auf den eichenen Holztisch, sog wie mit vollstem Behagen aufatmend den seltsamen Duft ein, der Herbarien und Schmetterlingssammlungen ausströmten, und holte dann von der Wand einen Ravier herab, der dort mit einem Florett und einer Primanermütze als studentische Dekoration diente. Der Turnlehrer Klauberg hatte ihn als seinen besten Fechter geschätzt, und wenn der Schüler daheim einmal in eine innere Erregung geriet, so pflegte er sich durch einige Lufthiebe zu erleichtern. Spuren in der Decke zeigten, daß dies in dem für derartige Uebungen etwas niedrigen Gemache öfter geschehen war, und als Hans jetzt wieder ein paar pfeifende Quarten und Terzen ins Nichts schlug, ging es ihm durch den Sinn:„Wenn doch jetzt dieser Plümacher mir gegenüber stünde und die ganze Einrichtung des Lehrlingswesens als Rappier gegen mich in der Hand führte!"— Einige aus ihrer Nachtruhe aufgescheuchte Vögel, die in einem geräumigen Heckbauer, neben dem Fenster hingen, brachten ihn durch ihr Flattern auf andere Gedanken und er hing den Rappier wieder an seinen Ort. „Ihr armen Kerle,“ sagte ee zu seinen gefangenen Stubengenossen, die er seit Jahr und Tag sorglich gepflegt und gezähmt hatte, „ihr armen Kerle, ihr sitzt da schon so lange zwischen den Drähten. Nun soll auch ich, nachdem ich zwischen Syntax und Geometrie, zwischen Algebra und geschichtlichen Daten jahrelang umhergeflattert bin, in ein Bauer, in ein noch engeres, als das euere ist, gesteckt werden; eine alte trockene Pedantenseele soll mich nach väterlichem Beschluß dressieren. Und das nennt man nun einen neuen Lebensabschnitt!“ Er öffnete das Türchen des Käfigs und dann einen Fensterflügel, so daß die frische Mailuft eindrang.. I.. im 14 Wuc Tchlef „Morgen Früh, wenn ich noch schlafe, da mögt ihr euch davon machen. Ich schenke euch die Freiheit, volle, unbeschränkte Freiheit," so sagte er; aber sie achteten nicht auf ihn. Sie hatten sich wieder auf das oberste Sprungholz gesetzt und die Köpfe unter die Flügel gesteckt. Hans ließ sich am Tische nieder, blätterte in seinem Herbarium, betrachtete einige Kasten mit Schmetterlingen und Käfern, ließ dann die Steine seiner Minealsammlung einzeln durch die Hand gehen, ferner ein Mausskelett, einen Hasenschädel und andere kleine Knochesiderüste, die er sich mit Hilfe freundlicher Ameisen„präparierte“, und schwelgte so noch einmal an den Liebhabereien seiner Schülerzeit. Schließlich ordnete er seine Bücher. Die deutschen Klassiker, Reisebeschreibungen, Erzählungen, Geographiebücher und Geschichtswerke stellte er säuberlich auf ein Brett, aber die verschiedenen Sprachlehren, die Bücher mit den vielen Zahlen und die mit den steifen, geometrischen Figuren, sowie einen Stoß vollgeschriebener Hefte legte er zu einem großen Packen zusammen und zog eine hänfene Schnur darum. Fortsetzung folgt. Heitere Ecke Abgeblitzt. Bei der Verhandlung nahm der Verteidiger des Angeklagten die Zeugin in ein scharfes Verhör. „Und nun, bitte, sagen Sie mir einmal, wo Sie den Angeklagten zum ersten Male gesehen haben?“ „Ich denke, ich..“ „Pardon, ich mache die Zeugin darauf aufmerksam, daß ich nicht wissen will, was sie denkt, sondern was sie weiß.“ Worauf die Zeugin schweigt. „Bitte, kann ich eine Antwort haben oder nicht?“ fragte der Rechtsanwalt scharf. „Nein.“ „O... und weshalb nicht?“ „Sie wollen ja nicht wissen, was ich denke, nicht wahr? Es ist also ganz überflüssig, mich noch weiter zu fragen, denn ich bin kein Rechtsgelehrter wie Sie und kann nicht sprechen ohne zu denken."(Der Dieb.) handelsnachrichten * Hamburger Hypothekenbank. Die Generalversammlung der Hypothekenbank in Hamburg genehmigte die vorgeschlagene Dividende von 8 Prozent und erledigte die Tagesordnung ohne Debatte. Die Dividende kommt vom 8. d. M. ab an den bekannten Zahlstellen zur Auszahlung. In den Aussichtsrat wurde Herr Ludwig Delbrück, in Firma Delbrück Leo u. Co., in Berlin neu gewählt. #. Die größten deutschen Hypothekenbanken. In der Reihenfolge der großen deutschen Hypothekenbanken läßt sich an der Hand der jetzt nach und nach zur Veröffentlichung kommenden Ausweise per Ende 1903 eine Verschiebung feststellen. Nach der Größe des Pfandbriefumlaufes steht nach wie vor die Bayrische Hypotheken= und Wechselbank, da sie in Bayern auch die Geschäfte besorgt, die in Preußen den Landschaften zufallen. den andern weit voran, ihr Pfandbriefumlauf beträgt nach dem Ausweise per 31. Dezember 1903 rund 871 Mill. Mk. Als zweite folgt die Preußische Zentral=Bodenkredit=Aktiengesellschaft, deren Umlauf etwa 600 Mill. Mk. betragen dürfte, den bisher behaupteten dritten Platz hat nun die Süddeutsche Bodenkreditbank nach ihrem letzten Ausweis, allerdings mit sehr knapper Differenz, an die Hypothekenbank in Hamburg eingebüßt. Die Süddeutsche hatte am 31. Dezember einen Pfandbriefumlauf von 393864100 Mk., die Hypothekenbank in Hamburg einen solchen von 393971600 Mark; der Umlauf dürfte nach dem recht guten Pfandbriefabsatz, den der Januar brachte, jetzt 400 Mill. Mk. wohl schon überschritten haben. Kleine Finanz=Chronik. Die Dividende der Varziner Papierfabrik wird voraussichtlich 16 Prozent betragen gegen 10 Prozent im Vorjahre.— Es macht sich ein leichtes Anziehen der Zuckerpreise bemerkbar, infolgedessen sind auch die Zuckeraktien etwas gestiegen.— Die Abschlußsitzung des Aufsichtsrats der Deutschen Bank findet am 27. Februar statt. Siemens= Schuckert=Werke. Die Stadt Breierhaven hat mit dieser Gesellschaft einen Vertrag betr. Errichtung eines Elektrizitätswerkes abgeschlossen. Die Werke werden der Stadt gegenüber als Generalunternehmer auftreten, verpflichten sich aber, den motorischen Teil der Anlage einer Bremer Firma zu übertragen. Ses Nationalbank für Deutschland. Die Dividende dieser Bank dürfte schwerlich mehr als im Vorjahr, also 5 Prozent, betragen. Spinnerei= und Weberei Hütten heim=Benfeld. Der dem Aufsichtsrat vorgelegte Abschluß bestätigt unsere früheren Mitteilungen daß die Gesellschaft im abgelaufenen Jahr bedeutend besser als im vorvergangenen gearbeitet hat. Es können nach ordentlichen und außerordentlichen Abschreibungen sowie sonstigen Abzügen 7 Prozent Dividende verteilt werden. während im vergangenen Jahr die Aktionäre ohne Dividende blieben. 2—— Dortmunder Union. Die Semestralbilanz wird wesentlich günstiger ausfallen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Doch wird die Bilanz erst Ende des Monats Februar oder Anfangs März fertig werden. Das Werk ist in allen Abteilungen gegenwärtig gut beschäftigt. Für die Union wie für alle anderen Werke wirkt die Unsicherheit wegen des Zustandekommens des Stahlwerksverbandes lähmend auf den Geschäftsgang. In früheren Jahren kamen um diese Jahreszeit schon die Frühjahrsbestestellungen und das Geschäft belebte sich; jetzt hält alles zurück. Märkte. 8. Februar. Bösingfeld. Viehmarkt. 9.„ Bielefeld, Viehmarkt. 9.„ Brakel(Kreis Höxter), KramViehmark. 9.„ Delbrück, Viehmarkt. 10." Lage. Viehmarkt. und 11. Februar Halle i. W., Kram=, Viehe und Pferdemarkt 11.„ Rahden. Viehmarkt. 11.„ Rischenau, Viehmarkt. 11.„ Blotho, Viehmarkt. 12.„ Willebadessen, Kram= und Viehmarkt. Kaffee Hamburg, 6. Februar. Kafler behauptet. Hentiger Umsat: 2500 Sack. Rlo reel ordinary 36, Saptos good average 36. Bremen, 6. Februat. Kaffes ruhig. Zucker Fandeburg, 6. Februar. Preise für greifbaren Rohnucker Ausschllesslich Verbrauchssteuer. Die Preise verstehen sich für 50 Kllogramm. Kornsucker I. Produkt 88pros, ohne Jack 7,70—7.85 Mk., Nachprodukt 75pros ohne Sack 5.70—6,00 Mk. TendenRablg. Hamburg. 6 Februar. Offizielle Notierung. Februse 15,75 1 15.60 G.—.— ba. Baumwolle Bremen, 6. Februar Matt. Upland middl, loko 73 ½ Pig. Liverpool 6. Februar. Umsatz 4000 Ballen, davon für Spekn. ation und Export 400 Ballen. Tendenz: Amerikaner willig und 34 Punkte niedriger, Aegypter willig und 1/, Brasiliane: 34 Punkte, oeindische niedriser, ausgenommen Broach und Tinnevelly(¼ niedriger) Amerikanlsche goo ordinary Lieferungen. Schwach und unregelmässig. Febr. 7,25. Oele Berlin, 6. Februar. Rüböl Februar 46,1. Köln, 6. Februar. Rüböl loko 51,00. Hamburg, 6. Februar. Rüböl stetig. oko 48,00 E.— Leindl fest, loko 39,00 B.— Petroleum behauptet, icko 7,90 R. Spiritus Hamburg, 6. Februar. Spiritus fest. Februar 26½3 B., 26 G. Metalle Amsterdam. 6. Februar. Bankazian 75½ London, 6. Februar. Kupter 56 à 55½ Pf. St.— Zion 125½ à 126% Pf. St.— Blei 11 5/16 Pf. St.— Zink 22 5/16 Pf. St. Glasgew, 6 Februar. Rohelsen, Mixed numbres warrante, 50: 1 d. Fettwaren Hamburg, 6. Februar Schmalz ruhig. Steam 37¼ Pig., Kingan u. Co. 38, Hammond 38 Pfg., Swift, Paching& Co. 38 Pig. Bremen, 6. 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Die Genossenschaftsmitglieder sind verpflichtet, Aenderungen ihrer Betriebe einschl. der mitversicherten Nebenbetriebe, welche für die Zugehörigkeit zu der Genossenschaft oder für die Umlegung der Beiträge von Bedeutung sind, dem Sektionsvorstande binnen zwei Wochen nach Eintritt der Aenderung schriftlich anzuzeigen. 2. Jeder Wechsel in der Person desjenigen, für dessen Rechnung der Betrieb erfolgt, ist von dem neuen Unternehmer oder seinem gesetzlichen Vertreter binnen zwei Wochen dem Sektionsvorstande schriftlich anzuzeigen. 3. Ist der Betrieb eingestellt worden oder als Nebenbetrieb eines gewerblichen Betriebes aus der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ausgeschieden, so ist hiervon durch den Unternehmer binnen zwei Wochen dem Sektionsvorstande schriftlich Nachricht zu geben. Bielefeld, den 2. Februar 1904. 21518 Sektionsvorstand der Westfälischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Bielefeld Stadt. I. V.: gesucht! 4 tüchtige Arbeiter sogleich gesucht. 11541 W. Fischer, Unternehmer, Brackwede, Gütersloherstraße 156a. Maschinen-g. Handhaherih gesucht für bessere Arbeit. Hoher Lohn. Eintritt sofort. Carl (2588.37 Wertherstr. 30. finden Beschäftigung bei hohem Lohn. 1535,34 v. Jacobi, Hannover=Linden. Dienstmädchen für meine Badeanstalt per 1. April bei gutem Verdienst gesucht.„„ e1339,39 H. Glantzer, Gehrenberg 17. Vermischte Anzeigen. Dr. Steffann, Oberarzt am westfälischen Diakvnissenhause zu Bethel bei Bielefeld 21539.34 wohnt jetzt Bielefeld, Gütersloherstr. 9 b. Starkes Alt=Kupser kauft und zahlt die höchsten Tagespreise 2847,47 Oeynhausen. Für die vielen herzlichen Beweise liebevoller Teilnahme anläßlich des Todes meines lieben Mannes, unseres unvergeßlichen Vaters sprechen wir auf diesem Wege unsern 1527 Hemting sug Triclisten Danl mit guter Schulbildung und schöner Handschrift zum Eintritt per April gesucht. Fritz Eilers junior, Feilenstraße 1..46 Hausmädcnen oder Mädchen, welches allein in besseren Häusern war, zum 1. April oder 1. 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Dezember 1903 hiet einquartiert gewesenen Offiziere und Mannschaften können von heute ab in den Vormittagsstunden bei der Serviskasse, Detmolderstraße Nr. 1, Zimmer Nr. 1, gegen Rückgabe des Quartierbilletts in Empfang genommen werden. Die in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1903 angewiesenen und noch nicht abgehobenen Einquartierungsgelder sind von den Berechtigten ebenfalls baldigst in Empfang zu nehmen. Beträge bis zu 15 Mk. können von der Ehefrau oder einem erwachsenen Familiengliede des betreffenden Empfangsberechtigten in Empfang genommen werden, dagegen haben bei Abhebung höherer Beträge die Empfangsberechtigten selbst zu erscheinen oder aber eine mit beglaubigter Vollmacht versehene Person mit der Abholung zu beanftragen. Bielefeld, den 4. Februar 1904. e1517 Die Servis=Deputation. Bekanntmachung. Diejenigen Militärpflichtigen, welche Anspruch auf Befreiung vom Dienste machen, werden hierdurch aufgefordert, ihre Reklamationen am Mittwoch, den 10. oder Donnerstag, den 11. d. M., nachmittags von 4 Uhr ab durch ihre Eltern bei mir anbringen zu lassen. Ueber die Familien= und Vermögensverhältnisse, sowie über den Geburtstag jedes einzelnen Familien=Mitgliedes muß genaue Auskunft erteilt werden können, auch bleiben Schulden durch Vorlage der Dokumente nachzu weisen, andernfalls sie als nicht vorhanden betrachtet werden müssen. Die Reklamationen der Jahre 1902 und 1903 müssen, falls sie noch Berücksichtigung finden sollen, erneuert werden. Etwaige Gesuche der Reserve= und Landwehrmannschaften um Zurückstellung sind bis zum 20. d. M. in den Büreaustunden bei mir anzubringen. 1 Versmold, den 3. Februar 1904. Der Amtmann. Graßhof. Bekanntmachung. Von der Königlichen Staatsanwaltschaft wurden aus einer Diebstahlssache 1 Taschentuch, 1 Pfeife(entzwei), 1 Damenstrumpf als Fundsachen überreicht. Die Sachen können von dem Eigentümer abgeholt werden. Schildesche, den 29. Januar 1904. Der Amtmann. Goede. Königsberger Geid-Lotterte Ziehung den 16. und 17. Februar. 1 Gewinn àm 20000 Mk.= 20000 Mk. Eichenpflanzen=Verkauf Gutbewurzelte, wüchsige Eichenpflanzen von 1½—3 m Länge. werden billig verkauft von der Forstverwaltung in 1337,.50 Tatenhausen. Besitzung mit einem sehr jebungsfähigen. konkurrenz: eien Kolonialwarengeschafr in Bielefeld sofort od. per 1. April zu verkaufen. Anzhl. 4—5000 Mk. Ernst Theen, Friedrich= straße 27, 2. Et. 1869.33 — fr Lose à Mark 3, Porto und Liste 30 Pfg. extra, versendet Bernh. Grevsmühl, Lübeck, Bankgeschäft. 92.50 Stute, von eingetrag. Oldenburger Stute, verkauft Verwaltung der Rieselfelder, 1530 Heepen. 34 War bessere Stellung sucht Wel verlange per Postkarte . 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Februar 1904, vormittags 9 Uhr einzureichen.(1495,32 Bielefeld, den 5. Februar 1904. Stadtbauamt. Bekanntmachung. Die Ausführung des Abbruchs der Häuser Papenmarkt 8 u. 9 soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen können bei unserer Kanzlei II zu 0,30 Mk. bezogen werden, ebendaselbst sind schriftliche, verschlossene Angebote mit der Aufschrift„Ausführung des Abbruchs der Häuser Papenmarkt Nr. 8 und 9“ bis zum Eröffnungstermin am Freitag, den 12. Februar 1904, vormittags 9½ Uhr, einzureichen. 1519,33 Bielefeld, den 6. Februar 1904. Das Stadtbauamt. N 55 Die„Westfälische Zeitun Feiertags und ist das H Umgegend, zugleich Anzei der Stadt un Preis des Blattes: Agenturen monatlich bei Postbezug monatlich Im Post=Zeitungs=K Die heutige Numn Der russisch= Ersthiige Wusche in großer Auswahl. neueste Ficons, beste Verarbeitung, billigste Preise. 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Ueber die beider ist folgendes mitzuteile 139 Kriegsfahrzeuge, 4 Küstenpanzerschiffe, schützte und 8 ungesch boote, Torpedobootszei Rußland besitzt 37 aus stark befestigten schiffe in Wladiwoste Schiffe in verschiede gebietes. 13 Kriegssc Wege nach Ostasien. Der Kriegspl nun dahin, die Por russische Kriegsmacht schneiden; deshalb die Teils der japanischen Port Arthur ist im 1 einen Augriff. Einn andere ist es nicht d Besitzungen Rußlands ungleich schwächer v Wladiwostok kann vo bis fünffacher Ueberz gegriffen werden. 2 wostok außerordentlich truppen konzentriert Kämpfen auf dem La kommen. Auch ist e die Truppen, welche Korea landen dürften Wladiwostok vorzud Einen Angriff im Kleines SS Gleichmäßig gleichmäßige Zwangsversteigerung. Pesr: sk., vormn. 10 Uhr versteigere ich in der Auktionshalle, Hermannstr 1 hier:(1545 50 kg Daunen, 50 kg Federn, 12 Betten (Stoff) öffentlich meistbietend gegen Barzahlung.(1545 Bielefeld, den 8. Februar 1904. der linken Hand ist Amerika schon seit Prinzip moderner Erz hat sich jetzt aber auch diese Erkenntnis als pädagogischen System führen will. Der Sek setzt die Ziele dieser n Ausführungen näher mäßige Geschicklichkeit wird einer der größter sein, den man in de hat. Die beiden Hälf abhängig. Die linke und die rechte Hälfte bildung kann jeder 1 gleich tun, zum Beist gleichzeitig schreiben. Geschicklichkeit im Get wesentlichen Zug der natürlich nicht das zugleich tun kann, so allgemeinen Fähigkeit gebildet werden die Hände einen viel hö als jetzt erreichen. und geistigen Kräfte sehr beiden Hirnlappen sich stände richten können, vereinten Kräfte auch trieren." Jackson hat worfen, deren Seiten die rechte Hand gel Schulen wird bereit richtet. Das mit d war besonders bei so gut wie das mit