die die verden. Die Valutaeren zehn Jahren ürlich die Valutois ganze Abkommen achung an Bel ng eines großen im seuter, zugleich unserer Mark im achrichten. den 4. Dez. 1919. ppen Babenhausen, on Hoberge, Großnmlungen ab und protestieren gegen tionalversammlung. der Neuwahlen zum lversammlung. Die er Abrechnung latten Verfassungsule“ sprach am la des Gymnasiums tten sich die Eltern von der Ablehnung entz mit viel Verden Aufgaben der le für unsern Geist, ten. pruchs? egraaf“ weist ein iele“ den Gedanchiedsgerichtshofes erantwortung für g an die Entente und Deutschland lelleicht über Einwenn Deutschland Forderungen der lasse und seinen seabsichtigt sei. ei urden die bisher fortgesetzt. Noch tlassenen Arbeiter Arbeitswilligen, beträchtlich gestieGolpa, Barbara, riebe. Mit zwei übe Leopold. Ein und benachbarte tz der Bemühunten. General Allenby ig der Aufstandsinen, die im Veran der englandn zu haben, wuriegsgericht gestellt ist der Aufruhr Tag erfolgen neue Offiziere. Bethel.— Druck und ruf 74, Amt Bielefeld n sind zu richten nach Expedition betrifft, alle häftsstelle: Missionar onto 7382 Hannover. * 1 lädchen lichk er Familie sur Küche 8, megen Henat dei zum 1. Januar ebesucht. u von Scheven, ielefeld, Spiegelur. Je Schule aus. Sie wertschaftsnmeldungen Geeignet d und.inn neindeheiser. Ausgabe B. en Schule en GOEn I □ Bezngaprets: ###cheiat wöchenklich sechsmal.— Preis: vierteljährlich.40 Mr. Außerdem Bestellgeld. Theistlich uulionalrs Waarbtatt mit der Sonntugsbeilage„Für herz und Herausgeber O. Saeger. Anzeigenpreis: Dig einspaltige Petitzetle oder deren Raum 25 Pig., zeile.00 Mk. Betlagen nach vorheriger Vereindarung. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Nr. 284 Jahrgang Wer des Herrn Wort im Herzen hat, der wird so keck und unerschrocken, daß er kann der Welt und des Teufels Zorn und Toben verachten und dawider Trotz bieten. D. Martin Luther. KF N Gesinnungsgemeinschaften. II. Der Gegensatz von Zwangsgemeinschaft und Gesinnungsgemeinschaft tritt aber nicht allein bei uns und auf innerpolitischem Gebiet auf, wir fanden ihn ebenso in der Weltpolitik, im Wirtschaftsleben, im Kampf um die Schule und um die Neugestaltung der Kirche. In der Weltpolitik herrscht augenblicklich der angelsächsische Imperialismus, der Japan niederzuzwingen und die romanischen Länder mit Frankreich an der Spitze dauernd in seinen Dienst zu ziehen sucht. Wie Schachfiguren werden Länder und Völker von den Machthabern Englands und Amerikas hin und her geschoben, gegeneinander abgewogen und ausgespielt; militärische, wirtschaftliche und machtpolitische Erwägungen sind ausschlaggebend für die Leiter der Weltpolitik. Von ihrem hohen Standpunkte aus erscheinen die in Völkern und Staaten zusammengefaßten Millionen Menschen als Einheiten, sowie der oberste Heerführer eines Millionenheeres dessen Einheiten hin= und herschiebt, vorstoßen und zurückziehen, schwenken und marchieren läßt, je nach Notwendigkeit. Napoleon I. war Meister in dieser Art, mit Staaten, Heeren, Völkern als Einheiten zu rechnen, die Engländer wollen ihre Herrschaft, die politische sowohl als auch die wirtschaftliche und kulturelle über alle Völker ausdehnen, einerlei, welcher Rasse, Religion und Eigenart sie sind. Der deutsche Staatsgedanke faßt im Anschluß an eigenartige Gedankengänge der klassischen, deutschen Philosophie, besonders der Geschichtsphilosophie Hegels, Völker und Staaten als Einheiten, die mehr sind als die Summe der einzelnen, die ihre Eigengesetzlichkeit haben und höheren Rechtes sind als die einzelnen; man hat das als deutsche Staatsmystik bezeichnet. Wie gewisse moderne deutsche Maler ihre Gemälde sozusagen in großer Schrift ausführen und sich aller sorgfältigen Einzelausführung enthalten, um monumentale„Wirkung zu erzielen, lo schieben sich für den Weltpolitiker die Menschen mit ihren tausend Unterschieden, mit den feinen und feinsten Schattiekungen zu grobflächigen Massen zusammen, er denkt in Konkinenten und rechnet mit Millionen. Ihm sind die Menschen nicht Menschen, sondern Mittel für seine Zwecke, nämlich Weltreiche aufzurichten, welche die verschiedensten Erdkäume und Völkerschaften umfassen. Er muß Millionen von Menschen als gefügige Werkzeuge, etwa als Beamte und soldaten haben, er bedarf gewaltiger Kapitalien und der Kriege, der Wehrmacht zu Wasser, zu Lande und in der Lust, um sein Reich gestalten zu können. Friedenspolitik und Krieg sind ihm gleich willkommen, wenn er nur sein diel erreicht, seine Gegner zu zerschmettern und sich über die anderen zu erheben. Härte, Selbstsucht und kriegerischer Ehrgeiz kennzeichnen diese Art Politik, welche starke Staaten, d. h. starke Zwangsgemeinschaften schaffen will, führe der Weg dazu auch durch ein Meer von Blut. Kriegetische Tüchtigkeit, nationale Ehre und Macht sind seine Leitnorive, seine größte Gefährdung aber kommt, wenn die Llassen, die er verwenden muß, nicht mehr mittun, wenn sie crieden und Freiheit d. h. Anteil oder gar Bestimmungstecht an der Regierung haben wollen, also aufsässig werden, een Gehorsam verweigern, eigene Wege gehen, die von eenen des Machtstaates weit abweichen, und als Menschen echandelt sein wollen. Wir haben im November vorigen dähres den Zusammenbruch der Zwangsgemeinschaft erlebt, dder auch Österreich=Ungarn und Rußland sowie die Türkei sind den Gesinnungsgemeinschaften erlegen d. h. den zur Elostbesinnung erwachten Völkerschaften. Die gleiche Geschr droht dem französischen, englischen und amerikanischen Heitteich, wenn es der pazifistischen Demokratie und dem Sootalismus gelingt, Oberhand oder wesentlichen Einfluß gewinnen. Vorläufig scheint der Imperialismus in diesen erel Staaten wie auch in Japan fest im Sattel zu sitzen, der niemand kann wissen, wie die Dinge sich in Zukunft gestalten werden. Von wesentlicher Bedeutung hierfür wird sein. ob der Kapitalismus sich halten oder gar befestigen können wird. Was im Großen Imperialismus heißt, bedeutet im Kleinen Kapitalismus d. h. der Kapitalist behandelt Menschen und Dinge nur als Mittel und Werkzeuge, wie der Imperialist. Ihm ist einerlei, wie seine Angestellten und Arbeiter heißen, um ihr Wohl und Wehe als Menschen kümmert er sich nicht, ihm genügt es, daß sie seinen Willen ausführen, seine Geschäfte abwickeln, sein Kapital vermehren helfen. Er will Herr im Hause sein, denn es ist sein Betrieb, sein Kapital, sein ist das Risiko, sein muß darum auch der Gewinn und das Herrenrecht bleiben. Wohl wird ein verständiger Unternehmer für seine Leute gut sorgen, sie gut behandeln, denn gut bezahlte und behandelte Arbeitskräfte tun ihren Dienst williger und besser, sodaß der Unternehmer schließlich selbst davon Gewinn hat; aber sein Herrenrecht will er sich nicht nehmen lassen. Unterordnung unter ihn, genaue Befolgung seiner Anweisungen muß sein, soll ein geordneter und gewinnbringender Betrieb möglich sein. Der Betrieb ist der feste Rahmen, in den sich alle einordnen müssen, niemand darf da etwas Eigenes sein oder wollen, er muß sein Ich opfern, muß sich als Teil eines großen Ganzen betrachten, als Rädchen einer Maschine. Dagegen nun lehnt sich die Arbeitnehmerschaft auf. Sie will nicht mehr Mittel in der Hand eines anderen sein, sie will die Unterordnung durch die Nebenordnung ersetzen, das Herrenrecht brechen und Mitbestimmungsrecht gewinnen. Wie der Staat, so sollen auch die Betriebe und das ganze Wirtschaftsleben nicht mehr wie bei der Zwangsgemeinschaft von oben nach unten, auf Autorität und Gehorsam ausgebaut werden, sondern von unten nach oben unter Mitwirkung aller. Nicht mehr sachliche, wirtschaftliche, betriebstechnische Gründe sollen bei der Leitung eines Betriebes allein maßgebend sein, über der Sache, über dem Betrieb soll der Mensch stehen. Nicht mehr Sklaven des Kapitals, sondern Herrn der Wirtschaft sollen die Menschen werden, vor allem auch der Kapitalist selbst soll vom Joch des Kapitals befreit werden, ist doch der Unternehmer oft noch mehr Sklave seines eigenen Betriebes als ein Arbeiter oder Angestellter. Um dies Ziel zu erreichen, haben die Arbeitnehmer Gesinnungsgemeinschaften gebildet, die unter dem Namen Gewerkschaften bekannt sind und in gleicher Weise auf das Wirtschaftsleben Einfluß zu gewinnen bezw. es ganz zu beherrschen suchen, wie die politischen Parteien die Macht im Staate an sich zu reißen trachten. Tarifverträge, Betriebsräte, soziale Gesetzgebung sind Schritte auf dem Wege zur Gleichberechtigung der Arbeitnehmer mit dem Unternehmer. So schön sich das in der Theorie anhört, so erstrebenswert das Ziel sein mag, so schwer sind auch die Bedenken, die sich dagegen erheben. Nicht allein, daß unser Wirtschaftsleben schwer daniederliegt und keine gewagten Versuche vertragen kann, vor allem ist die Arbeitnehmerschaft gespalten und der heutige Betrieb, der Großbetrieb zumal, verlangt eine feine Gliederung und ein reibungsloses Ineinanderarbeiten seiner Glieder, um lebensfähig und lohnend zu sein. Diese Lebensnotwendigkeit scheint aber bedroht zu werden, wenn die Arbeitnehmerschaft in Angestellte und Arbeiter sowie in Parteien gespalten, dazu vielfach nicht geschult und verhetzt, bestimmenden Einfluß im Betrieb erhält. Dann wird mehr Schade angerichtet als Vorteile erzielt werden, es bleibt dann nichts übrig, als zu scharfem Zwang zurückzukehren, um das Wirtschaftsleben überhaupt zu retten und damit auch den Menschen Lebensmöglichkeiten zu geben. So erleben wir jetzt im bolschewistischen Rußland, wie man zu den schärfsten Maßnahmen greift, um die Produktion zu heben, so daß von Freiheit und Recht der Arbeiterschaft keine Rede mehr sein kann. Auch bei uns wird es nicht leicht sein, die Lebensnotwendigkeiten der Betriebe und die Ansprüche der Arbeitnehmer auszugleichen. Von der Lösung dieser Aufgabe hängt ungeheuer viel ab. Sie würde sehr erleichtert, wenn die Arbeitnehmerschaft in großen Verbänden zusammengefaßt und gut geschult wäre, aber das ist nur zum Teil der Fall; hier haben die Arbeitnehmerverbände noch ein großes Arbeitsfeld vor sich, zumal die christlich=nationalen, da die freien Gewerkschaften innerlich zerrissen sind und ins radikale Fahrwasser zu geraten drohen. Die eben genannte Aufgabe ist die gleiche wie im Politischen, wo die Lebensnotwendigkeiten des Staates mit den Interessen der Parteien in Einklang gesetzt werden müssen. Sowohl im Staat als auch in der Wirtschaft müssen Formen geschaffen bezw. erhalten werden, die von den Gesinnungsgemeinschaften ausgefüllt, aber nicht gesprengt werden dürfen. Wie aber auch die künftigen Formen beschaffen sein mögen, zweisellos werden die Gesinnungsgemeinschaften d. h. Parteien und Gewerkschaften viel größeren Einfluß auf Staat und Wirtschaft haben als bisher. Becker, Hamborn. Die Einigungsbestrebungen im Proletariat. Mancherlei Reibungen unter den Ministern der verschiedenen Richtungen, die Ablehnung von Regierungsvorschlägen durch die vereinigten bürgerlichen Parteien, besonders aber die angeblich starke Reaktion, haben in den sozialdemokratischen Parteien den Wunsch nach der Einigung in der Arbeiterklasse lebendig werden lassen. Beide Parteien sind prinzipiell zu dieser Vereinigung geneigt. Führende Männer arbeiten mit Einsetzung aller ihrer Kraft daran. Das Schreckgespenst einer monarchischen Regierung wird den Arbeitern in den schlimmsten Farben vorgemalt. Die sozialdemokratische Presse ist voll Drohung gegen die bürgerlichen Parteien, besonders natürlich gegen die deutsch=nationale. Man ist sogar bereit zu den schärfsten Mitteln der Gewalt und des Verfassungsbruches, der Wortentziehung und des Versammlungsverbotes zu schreiten, wenn es gelingen sollte, der Arbeiterschaft die Macht zu verschaffen. Weder der„Vorwärts“ noch die„Freiheit“ lassen einen Zweifel aufkommen, daß die rechtsstehenden Parteien unter der Führung einer geeigneten Arbeiterregierung unterdrückt werden würden. Die besonderen Gründe, die zur Einigung bewegen, sind in beiden Parteien verschiedene. Die Mehrheitssozialisten sehen mit Schrecken, daß die Masse der Arbeiterbevölkerung nach links abflutet. Sie fühlen, daß die Revolution ihre Ziele nicht verwirklicht hat und erkennen, daß sie selbst nicht in der Lage sind, ihre Wünsche vom 9. November 1918 durchzusetzen. Für die Kompromißpolitik, die sie seit jenem Tage im Verein mit den bürgerlichen Parteien getrieben haben, ist in der Arbeiterschaft. wenig Stimmung. Die Opposition wächst. Darum suchen die Sozialdemokraten nach stärkeren Trümpfen und finden sie im Kampf gegen das Bürgertum. Dieser hat aber nut Sinn, wenn es gelingt, den Bruderzwist in der Arbeiterschaft zu beseitigen. Die Unabhängigen, die immer mehr Einfluß und Kraft gewinnen, hoffen durch die Einigung entscheidenden Einfluß zu erlangen. Nur auf diese Weise glauben sie die Revolution erst richtig zur Auswirkung bringen zu können. Sie fühlen sich auch den Mehrheitssozialisten gegenüber als die wahren Hüter der Republik und der Revolution. An dem Ziel, eine sozialistische Republik zu gründen, halten sie mit großer Zielstrebigkeit fest. Da die Einseitigkeit und der Radikalismus immer stärkere Kraft besitzt als eine Vermittlungspolitik, so würden sie unzweifelhaft im geeinigten Proletariat den Ausschlag geben. Offiziell ist zwischen den beiden Parteien noch nichts vereinbart. Die„Zentralstelle für Einigung“ wird von den Unabhängigen als zuständiges Organ anerkannt. Aber ihr Bestehen ist doch ein Beweis, wie sehr die Einigungsfrage das gesamte Proletariat bewegt. In den verschiedensten Städte(z. B. Bremen, Danzig, Leipzig) haben private Verhandlungen zwischen den beiden Parteien zu beachtenswerten Erfolgen geführt. Die Tätigkeit führender Männer beider Parteien und ihre Aussprüche in der Offentlichkeit lassen daraus schließen, daß eine baldige Einigung nicht aus. geschlossen ist. Scheidemann, der nach seinem Austritt aus der Regierung die Hände frei bekommen hat, ist zum Vorkämpfer für diese Bewegung geworden. Daß auch unter den regierenden Persönlichkeiten Neigung zur Einigung besteht, dafür sind die Worte des preußischen Ministerpräsidenten Hirsch in der preußischen Landesversammlung ein wichtiges Zeugnis. Er sagte nach den Kundgebungen, die während der Anwesenheit Hindenburgs in Berlin stattfanden, folgendes:„Der deutsche Arbeiter, der als erster die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses der Arbeiterklasse zu Schutz und Trutz erkannt hat, wird auch wieder einsehen, daß das Ziel einer jeden Arbeiterpolitik im neuen Preußen und Deutschland sein und bleiben muß, aus dem Zustand des Bruderkrieges und der gegenseitigen haßerfüllten Besehdung heraus wieder zu einer Einheitsfront der Arbeiterschaft zu kommen. Eine solche Einheitsfront ist unbesiegbar.“ „Unerträglich wäre der Gedanke, daß der Zustand des Bruderkrieges im Arbeiterlager in Permanenz erklärt werden sollte. Im„Vorwärts“ wurde vor einigen Tagen gezeigt, daß es für die innerpolitische Entwicklung nur zwei Möglichkeiten gibt, entweder Einigung des Proletariats oder Neubegründung der Reaktion. Der Verfasser des Artikels, Artur Zickler, mahnt die Arbeiter, die Augen offen zu halten, die Zeichen der Zeit zu erkennen und endlich die nötigen Schritte zu tun, damit sie nicht von der politischen Entwicklung überrascht werden. Daß die Unabhängigen in dem neu herbeizuführenden Bruderbund der Sozialdemokraten die Stärkeren sein werden, geht schon daraus hervor, daß sie ganz entschiedene Bedingungen stellen, ohne deren Erfüllung die Einigung von ihnen abgelehnt werden müßte. Sie fordern von den Mehrheitssozialisten die bewußte Einstellung auf den Klassenkampf, die Aufhebung des Zusammenarbeitens mit den Bürgerlichen in der Regierung und vor allem die Beseitigung Noskes, sowie die der übrigen Führer: Scheidemann, Ebert u.., die nach ihrer Meinung die Revolution verraten haben. Da der Kampf zwischen feindlichen Brüdern immer am leidenschaftlichsten ist, so kann man sich nicht wundern, daß sie gerade in diesen„Bluthunden“, das schwerste Hemmnis einer Vereinigung des Proletariats erblicken. Wie die Unabhängigen über Noske denken, geht aus einem Artikel in Nummer 568 der„Freiheit“ hervor. „Noskes ganzes Amt ist nichts als eine vollendete Organisation im Dienste der monarchischen Reaktion.“ Die Ordnung, welche unter Noskes Führung im Reiche notdürftig aufrecht erhalten worden ist, gilt ihnen als der schwerste Stein des Anstoßes und darum ist eine deutliche Absage der Mehrheitssozialisten Noske gegenüber für sie die allerwichitgste Vorbedingung einer Einigung. Dem gegenüber betonen die Mehrheitssozialisten die Verdienste, welche die Männer der Regierung um das ganze Volk sich erworben haben. Auch sie wären wohl bereit, das militärische System Noskes zu opfern, um dadurch freie Hand für revolutionäre Bewegungen zu behalten, wollen aber seine Person und die ihrer anderen Führer nicht aufgeben; außerdem halten sie es für nötig, daß die Einigung zwischen den Parteien vor der Beseitigung der jetzigen Regierungseinheit hergestellt werden muß. Da die Besonnenen unter ihnen sehr deutlich die Gefahr einer künftigen Vorherrschaft der radikalen Führer in der Unabhängigen Partei erkennen, so sind Bestrebungen im Gange, den rechten Flügel der Unabhängigen abzuspalten, um sich nur mit ihm zu vereinen und dadurch den verloren gegangenen Einfluß unter den Arbeitern zu stärken. Diesem Unternehmen setzen aber die Unabhängigen einen heftigen Widerstand entgegen. Er würde deswegen auch kaum Bedeutung haben, weil die große Masse der Arbeiter nicht zum rechten, sondern zum linken Flügel der Unabhängigen gehört. Wenn die Einheit zustande kommt, könnten wir leicht, und zwar auch ohne Putsch, einfach durch die kommenden Wahlen eine Regierung erhalten, in der die„Illusionspolitiker“ von links die Herrschaft besäßen; und darin liegt die große Gefahr für das ganze deutsche Volk. Dieser Gefahr hat man auf bürgerlicher Seite noch nichts Entscheidendes entgegen zu setzen. Eine Einigung zwischen den bürgerlichen Parteien ist vorläufig ziemlich ausgeschlossen. Der„Freiheit“ erscheinen zwar die Bürgerlichen als eine geschlossene Einheit. Sie sehen in der Deutschnationalen Partei nur den enschiedenen Stoßtrupp für die Aufrichtung der Monarchie und glauben, daß das gesamte Bürgertum, wenn es zum Kampf um die Republik kommen sollte, eine einheitliche Reserve=Armee für diesen Stoßtrupp bilden würde. Sehr tief geht nun freilich die Liebe zur Republik, auch in weiten Kreisen der jetzigen Mehrheitsparteien nicht. Eine monarchische Regierung würde sicher im weitesten Umfang Sympathie beim deutschen Volke finden. Trotzdem ist der Gegensatz zwischen den bürgerlichen Parteien sehr groß. Der linke Flügel der Demokraten lehnt jede Gemeinschaft mit den Deutschnationalen ab. Am 17. November schreibt die„Frankfurter Zeitung“ über eine eventuelle Sprengung der jetzigen Rehrheit:„Die deutsche demokratische Partei kann schon deshalb nicht auf die Gegenseite treten, weil sie ja der Revolution— nicht der Meuterci der Matrosen, nicht der Revoluion des Sozialismus, sondern der Revolution wie sie schließlich eine Revolution der Demokratie geworden ist,— ihre Entstehung verdankt und weil sie ganz positiv und teilweise führend(Preuß) mitgearbeitet hat, dieser Revolution ihre bisherige Erfüllung zu geben.“ Anschluß an eine irgendwie auch bloß im leisesten gegenrevolutionäre Mehrheit und Regierung ist für die Demokratie auch darum ausgeschlossen, weil sie darauf sofort in zwei Teile auseinanderbrechen und dann als ernsthafter politischer Faktor nicht mehr vorhanden sein würde.“ Stärker sind die Neigungen im Zentrum, sich mehr nach rechts zu orientieren. Die„Kölnische Volkszeitung“ nimmt in Nummer 930 vom 28. November die Zuschrift eines angesehenen westfälischen Parteigenossen auf. Dieser schreibt über Mehrheitssozialisten und Zentrum:„Feuer und Wasser sind unvergängliche Elemente... der katholische Volksteil ist und bleibt der Hort der Autorität, vom Sozialismus trennen ihn nicht nur Fragen der Weltanschauung, sondern auch grundlegende Fragen der praktischen Politik und Wirtschaft.“ Wir würden in der Einigung des gesamten Bürgertums auch überhaupt nicht das rechte Mittel sehen, um der Einigung des Proletariats entgegen zu treten. Der Gefahr, welche in einem unter unabhängiger Führung geeinigten Proletariat besteht, muß auf andere Weise begegnet werden. Das deutsche Volk darf auf keinen Fall, wenn es überhaupt in die Höhe kommen will, einen Klassenkampf zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft erleben. Wirtschaftliche undsoziale Interessen dürfen nicht die einzigen und entscheidenden Grundlagen für die Bildung politischer Parteien bilden. Der politische Kampf muß wieder nach politischen und staatsmännischen Richtlinien ausgefochten werden. Wir brauchen eine Partei, in welcher Glieder aller Stände unter politischen, sittlichen und religiösen Gesichtspunkten sich zusammenfin den, um die Ordnung in Deutschland nach höheren Gesichtspunkten als denen des wirtschaftlichen Interesses durchzuführen Seit langem haben wir eine derartige Einheitspartei der verschiedenen sozialen Schichten unter kirchlicher Leitung im Zentrum. Die Deutsch=nationale Partei stellt einen neuen, vorwiegend protestantischen Versuch dar, die Einigung verschiedener Stände nach höheren Prinzipien durchzuführen. Der bei ihrer Bildung zugrunde liegende Gedanke muß ganz energisch aufgenommen und immer mehr der Verwirklichung entgegengeführt werden. Nur wenn sich Angehörige des Bürgertums und der Arbeiterklasse unter voller Anerkennung ihrer Gleichberechtigung zu einer Partei der sozialen Gerechtigkeit, der Wahrheit, der Ordnung und des durch die Entwicklung der letzten Jahre unbedingt notwendig gewordenen Fortschrittes zusammenschließen, kann die Gefahr des Bürgerkrieges, die durch die Einigung des Proletariats heraufbeschworen werden könnte, überwunden werden. Für eine solche über den Interessen des eigenen Geldbeutels stehenden Partei einzutreten, ist die Pflicht aller Deutschen, die das Wohl des ganzen Volkes im Auge haben und das Vaterland über ihr kleines„Ich“ und seine Wünsche zu stellen vermögen. H. W. Einer aus der Zeit der Klassenjustiz. Unter dieser Stichmarke bringen sozialistische Blätter Westfalens(unterm 12. November) und auch sonstige Blätter im Reich eine Notiz, wonach„der Erste Staatsanwalt vom Landgericht zu Detmold Credé, ein Führer der Deutschnationalen. zur Disposition gestellt wurde, weil er einen wegen Totschlags angeklagten deutschnationalen Pfarrerssohn gegen die Anordnung der vorgesetzten Behörde außer Strafverfolgung gesetzt hatte.“ Es werden daran allerhand abfällige Bemerkungen über„diesen deutschnationalen Führer“ geknüpft. Zu dieser Angelegenheit hat uns auf Befragen der „Lippische Richterverein“ zu Detmold eine eingehende Darlegung des Tatbestandes übermittelt, der wir folgendes entnehmen: Im Mai 1919 kam es in Salzuflen gelegentlich einer Versammlung der Deutschnationalen Partei zu einem Tumult, in dessen Verlauf ein stud. ing. Kissing einige Revolverschüsse abgab, durch die ein Arbeiter Niehage ga. tötet und ein anderer verletzt wurde. Die gerichtliche Nor, untersuchung des Falles fand beim Amtsgericht in Salz. uflen statt. Am 11. August war die Voruntersuchung durch den dortigen Amtsrichter als Untersuchungsrichter geschlossen worden. Am 5. September beauftragte hierauf Erste Staatsanwalt die Außerverfolgungssetzung des An, geschuldigten, da die Angaben desselben, er habe in Not, wehr gehandelt, nicht zu widerlegen waren. Die Strafkammer beim Landgericht in Detmold kam auf Grund selb, ständiger Prüfung der Ermittlungen zu dem gleichen Ergebnis. Dieser Beschluß der Strafkammer vom 8. September ist rechtskräftig geworden. Der Staatsanwalt Credé ist wegen seines Antrags auch gar nicht zur Disposition gestellt worden, sondern deshalb weil das Lippische Landespräsidium ihm zur Last legte, das er unterlassen habe, diesen von dem Stande des Verfahrene rechtzeitig Mitteilung zu machen. Das Landespräsidium— eine vorgesetzte Behörde— hat aber niemals im Falle Kissing den Staatsanwalt C. zu irgend einem Bericht aufgefordert, auch sonst in keiner Weise zu erkennen gegeben daß es— entgegen der von den obersten deutschen Staatsbehörden früher allgemein befolgten Übung— in ein noch nicht abgeschlossenes Strafverfahren eingreifen wolle. Ledig, lich die Regierung— eine dem Ersten Staatsanwalt gleichgestellte Behörde— hatte Anfang August das Amtsgericht Bad Salzuflen, nicht den Staatsanwalt., um seinerzeitige Mitteilung von dem Ausgange des Verfahrene ersucht. Eine solche Benachrichtigung hätte also erst nach rechtskräftigem Abschluß des Verfahrens erfolgen können, sie stand einer gleichgestellten Behörde gegenüber im freien Ermessen des Staatsanwalts und wenn er sie unterließ, war ihre Verabsäumung mithin auf den Ausgang der Sache selbst ohne jeden Einfluß Der Lippische Richterverein hat denn auch dem Landespräsidium eine dementsprechende, eingehend begründete Darstellung der Sach= und Rechtslage übersandt. Schließlich ist noch besonders hervorzuheben, daß der Erste Staatsanwalt Geheimrat Credé weder der Deutsch=nationalen Volkspartei angehört, noch überhaupt je politisch hervorgetreten ist.— Wie lange noch... Der Oberste Rat gegen die Heimsendung der Gesangenen. Clemenceau hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Obersten Rates eine neue Note über die Heimschaffung der deutschen Kriegsgefangenen an die deutsche Regierung gerichtet, die der ersten in überaus gehässigem Tone gehaltenen Gefangenennote keineswegs nachsteht, sie vielmehr in Verdrehung der Tatsachen und in der Aufstellung lügenhafter Behauptungen noch bei weitem übertrifft. Gleich zu Beginn der Note wirft Clemenceau der deutschen Regierung vor, sie habe in ihrer Note vom 27. November in„schneidendem Tone“ versucht, die allgemeine Unrichtigkeit ihrer Behauptungen zu verdecken. Was die Heimschaffung der Gefangenen anbetrifft, so beruft sich Clemenceau auch hier wieder auf den Buchstaben des von Deutschland unterzeichneten Friedensvertrages, der besage, daß die Heimsendung erst nach vollendetem Austausch' der Ratifikationen beginnen soll. Jede Abweichung von diesen Bestimmungen, die für die Vertragsteile Gesetz seien, sei eine Vergünstigung. Die Behauptung, daß die Gefangenn unschuldig sind und keine Verantwortung am Kriege tragen, hält nach Clemenceaus Ansicht keiner Prüfung stand. Im übrigen behauptet er auch diesmal, daß die französische Regierung hinsichtlich der früheren Heimschaffung der Kriegsgesangenen keine bestimmten Verpflichtungen übernommen habe, denn diese Frage sei Machtgebiet der Alliterten. Die von den Allti en begonnene Heimsendung der Kriegsgefangenen sei unterbrochen worden, wegen der Verletzungen, der Nichterfüllung und der unvollständtgen Erfüllung der Bedingungen des Waffenstillstandes durch die deutsche Regierung. Weihnachtsbüchertisch. (Schluß.) b. Erzählungen. Da stelle ich zwei Bücher an den Anfang, die mir wirklich Freude gemacht haben. Leberecht Hühnchen von Heinrich Seidel, Cottasche Buchhdl. in Stuttgart. Sonniger Humor leuchtet in diesem Buch. Wenn wir doch alle etwas von dem fröhlichen Herzen Leberecht Hühnchens hätten. Es wäre ein Verdienst des Verlages, wenn dieses Buch weiter als billige Feldausgabe zu haben wäre. Die Biene Maja und ihr Aben euer von Waldemar Bonsels Verlag Schuster und Löffler in Berlin, 6 A. Es ist eigentlich ein Buch für Kinder, doch jeder Erwachsene, dem ich das Buch borgte, war entzückt davon. Dies Buch wird fast jeden freuen, in welchem Alter er auch sei, ob Mann oder Frau, während bei einem Roman nur zu oft verschiedene auch sehr verschieden urteilen. Hinweisen möchte ich noch auf folgende gute Bücher: Das große Sehnen von Ella Boeckh=Arnold. Agent. des Rauhen Hauses in Hamburg,.50 M. Alle guten Geister von Anna Schieber, .25 M. Die Heidklause von Diedrich Speckmann, Berlin bei Warneck, 5,50 M. Oberlin von Friedrich Lienhard, Verlag Greiner und Pfeiffer, Stuttgart, 7 M. c. Religiöses. Der Heiland zu beziehen durch Hubert u. Co. in Göttingen. 1 A. In diesem billigen und sehr gut gebundenen Buche sind die drei ersten Evangelien zu einem Einheitsevangelium zusammengestellt, gegliedert in einzelne Abschnitte ohne Verseinteilung. Die Übersetzung ist die luthersche, nur an einzelnen Stellen ist unserm Sprachgebrauch Rechnung getragen. In der gleichen Form folgt dann das Joh.=Ev. Anfangslesern des N. T. wird dies Buch eine gute Hilse sein. Nicht Neue Testamente sollte man unter Anfängern verteilen, sondern dies Buch, mit dem jeder gleich etwas anfangen kann. Es ist daran gedacht, das ganze N. T. in dieser Art herauszugeben. P. Samuel Keller„Meine Minuten“. Verlag Walter Momber in Freiburg i. Br. 5 M. Keine Andachten im üblichen Sinne, denn es ist kein Bibelwort ihnen zugrunde gelegt, dennoch in ihrem Kern voll auf der Bibel fußend. Wenig Minuten braucht man zum Lesen, zum Durchdenken und zum Segen gereichen sie aber für die Stunden des Tages und der Nacht. Mehr Freude, von Bischof von Keppler. Herdersche Verlagsbuchhandlung. Freiburg Br. 3,30 K. Wer wahrhaft mehr Freude in sein Leben und das seiner Mitmenschen einziehen lassen will, dem hat der katholische Verfasser viel zu sagen. Für diesen Jungborn der Freude sind wir unserem katholischen Bruder herzlich dankbar. Schließlich möchte ich erwähnen das Schriftchen Paul Le Seur: Der Sozial smus Jesu, bei Warneck in Berlin, 50 Pfg. Wer ganz die Gegenwart ergreifen will und in ihr seine Aufgabe erfüllen, der lese dieses Buch und mache diese Worte in seinem Leben zur Tat. Dann brauchen wir für unsere Kirche nicht zu fürchten. d. Zeitungen und Zeitschriften. Vor Jahren war es, da schenkte mir mein Bruder als Weihnachtsgeschenk das Geld zum Halten einer Zeitschrift. Am Weihnachtsfest selbst freute ich mich wohl über manches andere Geschenk mehr, doch am längsten hielt die Freude über dieses Geschenk vor, nämlich ein ganzes Jahr. besten schenkt man nicht das Geld, sondern schon die Postquittung. An erster Stelle stehe hier: der„Aufwärts“. Er tritt nun in sein zweites Lebensjahr ein, da heißt es, ihm selbst die Treue halten und ihn verbreiten Licht und Leben, evangelisches Wochenblatt, erscheint in Elberfeld, viertelj. 2,60 M. Tiefgründig sind die Predigten, hervorragend und umfassend die Zeitbetrachtungen, alle sonstigen Beiträge durchweg gut. Ich freue mich euf jede Nummer und bin traukig, wenn sie einmal zum Sonntag nicht in meinen Händen ist. Ein weiteres Wor erübrigt sich. Das Wort vom Kreuz. Vaterländische Verlagsund Kunstanstalt, Berlin S. W. 61, Johanniterstraße 5, viertelj. als Brief 1,50 JAl. Hier findet man für jeden Sonntag eine Predigt. Seit ein paar Monaten erst kenne ich diese sonntäglichen 2 Seiten, doch ich möchte sie an keinem Sonntag missen. Doppelt aber werden sie dem lieb und teuer sein, der sonntags nicht zur Kirche gehen kann. Hiermit schließe ich diesen Weihnachtsbüchertisch. der Preis nicht genannt ist, wußte ich ihn nicht, bei den d“ nannten Preisen rechne man stets noch mit einem kleinen Teuerungszuschlag. „Vom Schlechten kann man nie zu wenig und das Gür nie zu oft lesen.“ Und nun frohe Weihnachten! Walter Rödderth Vergeblich träften, daß die gesangenen als: der neuen Enten zwingen Er wi für die Verzöge Kriegsgefangenen bis jetzt noch tigte Erpressung Un die Hal bergen, erhebt Ausfällen den A sich der Frage d zer deutschen öf en und ganz 5 Dies werde durch serenz die Rarif zensvertrages, d nächstigen Rückke nach End. vorig gen, heimkehrter die volle Vera Getangenen in human, sonder den, auf Deut Wohl um nicht allzt ger Clemencec kur; und von Deutsch schultigungen be und beschäftigt der Frage der geschickt mit der ten Gebiete Nor der Absicht. Der Verpflichtung be schuldigen. Unte höchsten Erstaung daß die öffentli jetzt der deutsch sei und nicht gangenen Verbri hrecher, selbs liebe genug be ten Urten entge richt zu verteidi seiner Verpflicht Die unnach Alltierten und sich wieder in der nicht eher erwar der Völter wied Verzeihung für gerechten Fri de das deutsche##e greife, daß das müsse und die Die Entent Die Schaffu cherheitspolizei wieder einmal des Deutschen R Angstdasen verm Aufstellung neu gehung des Fri ein Söldnerheer In einer von der Deutso bung der Siche ren und Zeitfrei heitsvolize; gesch Befehl militärisc erwählte. milität stoße gegen Ar bilde Deutschlank und„Einwohner lungen und mil mit Wassen= u Diese Organisati militärischen Best 148 des Vertra fordern infolged vorbezeichneten Jedenfalls aber Vertrages die### Vertrage vorgese den und eine geindepolizei en etabe, die über hnaus geschaffer neu ausgelöst wi hun Gau Län pol son der Bergeblich sucht Clemenleau den Vorwurf zu entecästen, daß die französische Regierung sich der Kriegs„sangenen als Druckmittel bediene, um die Erfüllung ür neuen Ententeforderungen von Deutschland zu erzmugen Er will vielmehr die volle Verantwortung zur die Verzögerung der Heimschaffung der deutschen eriegsgefangenen auf Deutschland abwälzen, weil es us jezt noch keine neue Antwort auf die berüchnate Erpressung der Entente gegeben habe. ., die Haltlosigkeit seiner Behauptungen zu verzergen, erhebt Clemenceau unter überaus scharfen Ausfällen den Vorwurf, die deutsche Regierung suche uch der Frage der Kriegsgefangenen zur Erregung deutschen öffentlichen Meinung gegen die Alltierin und ganz besonders gegen Frankreich zu bedienen. nies werde durch die Tatsache erwiesen, daß die Konserenz die Ratisikation und Inkraftsetzung des Friezensvertrages, der auch für den Zeitpunkt der demzächüigen Rückkehr der Gefangenen maßgebend sei, auf zeu 1. Dezember festgesetzt hatte. Anstatt sich an vn in Aussicht genommenen Abschlußverhandlungen zu bereiligen, habe die deutsche Regierung die Zerhandlungen in die Länge gezogen und in uuem unerträglichen Ton eine Erörterung über ne Heimschaffung der Gefangenen begonnen, obwohl a u ihrei Macht gestanden habe, daß diese sogleich nach End. vorigen Monats, d. h. nach wenigen Tagen, heimkehrten. Clemenceau folgert daraus, daß ## volle Verantwortung für das Verbleiben der Gefangenen in Frankreich, wo sie übrigens nicht nur kuman, sondern mit Wohlwollen behandelt würden, auf Deutschland zurücksalle. Wohl um die Schuld der deutschen Regierung nicht allzi gering erscheinen zu lassen, wiederholt Clemencec kurz die in der ersten Note erhobenen und von Deutschland gebührend zurückgewiesenen Beschuldigungen bezüglich Oberschlesiens, Schleswigs usw. und beschäftigt sich dann ziemlich ausführlich mit der Frage der Ausliejerung der Schuldigen, die er geschickt mit der Frage des Wiederaufbaus der zerstörien Gebiete Nordfrankreichs zu verbinden weiß, in der Absicht, Deutschland der Nichteinhaltung seiner Verpflichtung bezüglich der Wiedergutmachung zu beschuldigen Unter großem Phrasenschwall gibt er dem höchsten Erstaunen der Alltierten Ausdruck, zu sehen, daß die öffentliche Meinung in Deutschland sich noch sert der deutschen Verantwortlichkeit so wenig bewußt sei und nicht selbst die gerechte Bestrafung der begangenen Verbrechen fordere, daß ferner die Verbrecher selbst weder Mut noch Vaterlandsliebe genug besitzen, um freiwillig dem verdienten Urten entgegenzugehen, ihre Handlungen vor Gericht zu verteidigen und ihrem Lande die Erfüllung seiner Verpflichtungen zu erleichtern. Die unnachgiebige und haßerfüllte Gesinnung der Alltierten und ihres Wortführers Clemenceau spiegelt sich wieder in dem Schluß der Note, wonach Deutschland nicht eher erwarten dürfe, daß es in die Gemeinschaft der Vülter wieder eintreten noch bei den Alliierten Verzeihung für seine Vergehungen und Milderung der gerechten Fri densbedingungen erlangen werde. bevor das deutsche dewissen nicht, wie die ganze Welt. begreife, daß das Unrecht wieder gut gemacht werden müsse und die Verbrecher ihre Strafe finden müssen. Neue Forderungen. Die Entente gegen die Sicherheitspolizei und die Einwohnerwehren. Die Schaffung der Einwohnerwehren und der Sicherheitspolizei hat der Entente Anlaß geboten, sich wieder einmal in die inneren Angelegenheiten des Deutschen Reiches zu mischen. Die französischen Angstdasen vermuten hinter diesen Organisationen die Aufstellung neuer militärischer Streitkräfte unter Umgehung des Friedensvertrages, der Deutschland nur ein Söldnerheer von 100000 Mann gestattet. einer neuen Note verlangen die Alliierten von der Deutschen Regierung die sofortige Aufhedung der Sicherheitspolizei und der Einwohnerwehken und Zeitfreiwilligen. Die unter dem Namen Sicherheitsvolizet geschaffenen Streitkräfte ständen unter dem Befehl militärischer Stäbe und hätten den Wert auserwählte. militärischer Truppen. Ihre Aufstellung verstoße gegen Artikel 162 des Vertrags. Außerdem bilde Deutschland unter dem Namen„Zeitfreiwillige“ und„Einwohnerwehr“ Reserven, die Kontrollversammluungen und militärischen Uebungen unterworfen und mit Wassen= und Munitionslagern versehen seien. diese Organisationen ständen mit der Gesamtheit der militärischen Bestimmungen und namentlich mit Artikel 178 des Vertrages in Widerspruch. Die Alliierten fordern infolgedessen die deutsche Regierung auf, die vorbezeichneten Maßnahmen unverzüglich aufzuheben. jedenfalls aber so, daß mit der Inkraftsetzung des Tertrages die sogenannten Polizeitruvven auf die im Vertrage vorgesehene Stärke herabgeminoert werden und eine ihrem Charakter als Orts= und Geneindepolizei entsprechende Verfassung erhalten, die etate, die über die im Vertrage vorgesehene Zahl maus geschaffen sind, sowie die Reserveorganisatioben ausgelöst werden. I.—12841— *—— Die Behauptung, daß die deutsche Regierung eine ernteckte Entwickelung ihrer militärischen Streitkräfte erbereitet, ist natürlich vollkommen aus der Luft erissen. Im Gegenteil ist die Zurückführung der eeresstärke auf das in Artikel 163 Absatz 2 des lebensvertrages zunächst vorgesehene Maß von zweimcerttausend Mann, wie allgemein bekannt, in vollem nuge. Taß die Zentralvolizeibehörden der einzelnen ender sich im Lauke des Jahres angesichts der beenischen inneren Verhöltnisse Deutschlands genötigt olizet; daden, durch Einrichtung von„SicherheitsEinwohnerwehren“ und„Zeitfreiwilligen" beüdere Einrichtungen zur Aufrechterhaltung der öfnliichen Ordnung zu treffen, ist nicht nur ständig chenstand der öffentlichen Erörterung, sondern auch entente bereits vor Monaten offlziel! gereilt worden. Zu der von deutscher Seite angenen Besprechung der Einzelfragen ist es bisher zum mnern der deutschen Regierung nicht gekommen. ; Prage, inwieweit die getroffenen Einrichtungen “ d e m F r i e d e n s v e r t r a g i m W i d e r s p r u c h s t e h e n, w a s deutscher Aufsassung nicht der Fall ist, wird sehenen 2 Einsetzung der im Friedensvertrag vorKontrollkommission gemäß den Vorschriften des Vertrages viarzustellen sein. Es wäre nur erKotrtänden...“stschungen darüber schon früher der der der Landessteuerges — Berlin, 3. Dezember. Erzbergers neue Steuerpläne. Präsident Mitteilung von einem Danktelegramm " Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des Lundessteuergesetzes. Reichsfinanzminister Erzberger begründet die Vorlage in einer ausführlichen Rede Bei der neuen Gestaltung des Steuerwesens handelt es sich um eine dreifache Gegenwartsaufgabe: eine quantitative, eine qualitative und eine distributive. Die quantitave Seite besteht darin, daß wir die nötigen Milliarden aufbringen. Im Augenblick können wir nur nach neuen Steuerquellen schürfen und alte besser und vollkommener ausbauen. Die Schaffung neuer Erwerbsmöglichkeiten und ssgefichuse aus solchen bleivt der nächstfolgenden Zeit Unsere Finanzlage erfordert rasches Handeln. Es soll jedoch auch eine wirkliche Reform vorgenommen werden. In engstem Zusammenhange damit steht das distributive Problem, die Verteilung der Steuereinnahmen auf Reich, Länder und Gemeinden. Das Reformwerk muß so rasch wie möglich in Angriff genommen werden, daher müssen wir es stufenweise erledigen. Der Etat von 1919 wird gegenüber dem von 1918 in den Gesamtausgaben eine Entlastung von 21½ Milliarden Mark bringen. Trotzoem ist auch der Etat 1919 wesentlich noch immer ein Kriegsetat. Die Besoldungsreform ist eine der wichtigsten Staatsaufgaben. Die mit am schwersten setroffenen Beamten müssen wieder in ihre soziale Position eingereiht werden. Der Beamtenstand muß mit seinem Einkommen wirtschaftlich zureht kommen können. Die fortlaufenden Ausgaben für 1919 sind mit 13½8 Milliarden eingesetzt. Je mehr wir uns einem Friedensetat nähern. müssen die fortlaufenden Ausgaben sich mehren, die einmaligen entsprechend abgebaut werden. Voraussichtlich wird der Voranschlag an Steuereingängen erheblich überschritten werden. Wir werden wohl die laufenden Ausgaben bereits in diesem Jahre durch Steuern decken können. Für die nächsten Jahre ist der Bedarf des Reiches mit 17½ Milliarden Mark angesetzt. Die Verpflichtung gegenüber den Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen sowie die Zinsverpflichtungen machen rund 14½ Milliarden aus. Einzelstaaten und Gemeinden werden mit einer reichlichen Verdoppelung ihrer Ausgaben rechnen müssen. Die Summe von 24 Milliarden Mark wird den Bedarf nicht voll decken. Zur Deckung dieser gewaltigen Ausgaben dienen in erster Linie die direkten Steuern, die jetzt bis zur wirtschaftlich zulässigen Höchstgrenze ausgeschöpft werden müssen. Die Vermögensbesteuerung im Rahmen der Gesamtbesteuerung der Zukunft steht vor ihrem Abschluß. In Weimar haben wir an einmaligen Vermögenssteuern 12 Milliarden bewilligt, in der Hauptsache Kriegsgewinnsteuern. Hieraus ergibt sich unter Abrechnung der Zinsersparnis und einer entsprechenden Tilgungsquote von 1 Prozent eine jährliche Dauerwirkung für das nächste Menschenalter von 720 Millionen Mark. Dazu kommt jetzt das Reichsnotopfer, dessen Ertrag auf 45 Milliarden anzunehmen ist. Das würde eine jährliche Zinsersparnis von 2¼ Milliarden ergeben, in 30 Jahren jährlich 2660 Millionen Markf einschließlich der Tilgung. Im Ganzen ergibt sich für die nächsten 30 Jahre ein jährlicher Vermögenssteuerertrag von 3,6 Milliarden Mar“, mehr als vor der Finanzreform von 1907 überhaupt im Reich, Staat und Gemeinden an Steuern erhoben wurde. Wichtiger noch ist die Eintommenbesteuerung, die auch zukünftig bei uns die Zentralsteuer bleiben soll. Sie wird aber völlig neu gestaltet werden müssen. Das Einkommen soll durch drei Steuern getroffen werden: durch die große allgemeine Einkommensteuer der physischen Personen, durch die Besteuerung des Eincommens der Körperschaften und der Toten Hand, endlich durch die Vorbelastung des fundierten Einkommens mittels Besteuerung des Ertrages aus Grund und Boden, Gewerbe und Kapitalrente. In dem nach einiger Zeit eintrelenden Beharrungszustand erhofft man aus der Einkommensteuer zuzüglich der Besteuerung der Körperschaften für Reich, Länder und Gemeinden einen Gesamtberag tvon 8 Miliarden Mark. Dazu sollen dann noch 2,4 Milliarden Mark als Ergebnis der Ertragssteuern treten, davon Kapitalertragssteuer allein .4 Milliarden Mark. Eine gewalttige Anforderung an unsere Volkswirtschaft! Mit den Maßstäben der Vorkriegszeit kann man den Fordecungen der Gegenwart gegenüber nicht mehr messen. Insgesamt würden sich aus den direkten Steuern rund 15 Milliarden Mark herausholen lassen, wovon 9¼ Milliarde auf das Reich und die übrigen Milliarden auf die Länder und Gemeinden entfallen würden. Die Zölle werden zukünftig in erster Linie den Charakter der Finanzzölle haben; sie könnten bei entsprechendem Ausbau einen Ertrag von —1½ Milliarden Mark dauernd ergeben. Den Kern der indirekten Besteuerung soll die Umsatzsteuer bilden. Aus ihr sollen insgesamt 4 Milliarden Mark herauskommen. Bei der zweiten Gruppe, den Verbrauchssteuern im engeren Sinne, würden notwendige Bedarfsartitel belastet werden mit 500 Miltionen Mark. Die Besteuerung von Bedarfsartikeln, die im Wesentlichen von den besser situierten Klassen verbraucht werden, wird 200 bis 300 Millionen Mark bringen. Eine Besteuerung der Bedarfsartikel hauptsächlich industriellen Verbrauchs wird weiter eine ganze Anzahl Milliarden ergeben, so die Kohlensteuer 2 Milliarden Mark. Aus der Besteuerung der entbehrlichen Genußmittel(Branntwein, Schaumwein, Wein und Tavak usw.) können 2½ Milliarden gewonnen werden. Für die Verkehrssteuern ergibt sich ein Ertrag von 1 Milliarde. Zusammen könnten die indirekten Steuern und Zölle etwa 11 Milliarden erbringen, doch nur bei besserer Entfaltung unseres Wirtschaftslebens. Man wird ohne Uebertreibung sagen können, daß 75 Prozent des gesamten riesigen Steuerbedarfs durch direkte Steuern oder solche inoiretten Steuern aufgebracht werden die größtenteils von den besser gestellten Kreisen des Volkes getragen werden, also eine soziale Verteilung der Steuerlasten. Gerade wegen des gewaltigen Steuerdruckes muß die Reform getragen werden von sozialem Ceiste. Hand in Hand hiermit geht die Reform der Steuerverwaltung. Angestrebt wird die reichseigene Steuerverwaltung. Bisher waren die Einzelstaaten die eigentlichen Steuersouveräne in Deutschland, in Zukunft wird das Reich der erste Steuersouverän sein. Für Länder und Gemeinden bedeutet der Verzicht auf das Freiverfügungsrecht der großen diretten Steuern freilich ein riesiges Opfer, aber es muß gebracht werden. Als Gegengabe muß das Reich auch für den Finanzbedarf der Länder und Gemeinden sorgen. Dies soll im Landsteuergesetz geregelt werden. Auch in Zukunft können Länder und Geneinden, sowie Gemeindeverbände noch mancherlei Steuern aus sich heraus erheben. Ihnen bleibt das Gebiet der Grund=, Gebäude= und Gewerbesteuer. Länder und Gemeinden werden serner eine Vergnügungsbesteuerung einführen nüssen. An eine Beschränkung der kulturellen Aufgaben der Länder und Gemeinden ist durchaus nicht gedacht. Neben dem Anteil an der Cinkommensteuer werden sie auch noch teilnehmen mit 20 Prozent an der Erbschaftssteuer, mit 50 Prozent an der Grunderwerbssteuer, mit 15 Prozent an der Umsatzsteuer. Statt 2¾ Milliarden vor dem Kriege erhalten Länder und Gemeinden jetzt im ganzen 6½ Milliarden Steuereinnahmen. Die bisher in Steuernöten befindlichen Gemeinden werden ganz erheblich entlastet werden, sie werden mehr Einnahmen haben als wie früher, und sie verden viel freier aufatmen können als vor dem Kriege. Im Interesse des Gesamtganzen muß das Eigentum auch im neuen Staate herrschen, aber der Besitz darf nicht übernäßig angehäuft werden, sonst nimmt der mammonistische Heist überhand und die Entwickelung ist auf Irrwegen angekommen. Das Interesse des gesamten Volkskörpers geht dem Interesse des Einzelnen voran. Das muß auch der Leitgedanke einer Steuerreform sein. In diesem Sinne wird die Steuerreform einen wesentlichen Anteil erhalten an der großen Aufgabe, aus den Trümmern des Krieges ein neues Deutschland aufzurichten, den Sozialstaat der Zukunft. Nach einer kurzen Geschäftsordnungsdebatte wird die Weiterberatung der Steuergesetze auf Freitag vertagt, um den Parteien in der Zwischenzeit Gelegenheit zu geben, zu den Ausführungen des Ministers Stellung zu nehmen. Landesversammlung. — Berlin, 3. Dezember. Kultus=Etat. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Staatshaushalts(Kultusetat). Abg. Dr. Berndt(Dem.) verlangt in Begründung der förmlichen Anfrage Dr. Friedberg Auskunft von der Staatsregierung, wie sie die Rechte des Staates und der evangelischen Staatsbürger zu wahren gedenke, die durch den Entwurf eines Kirchengesetzes betreffend eine außerordentliche Verfassunggebende Kirchenversammlung verletzt worden sind. Abg. 2. Reinhard(Dnatl.) weist in Begründung einer förmlichen Anfrage über die verfassungsmäßige Freiheit der Religionsgesellschaften unter Berusung auf die Versassung auf die Versuche hin, die Freiheit der Generalsynode einzuschränken. Weite evangelische Volkstreise sind darüber beunruhigt. Das Verhalten der preußischen Regierung sieht nach Kulturkampf aus. Ein solcher muß unter allen Umständen vermieden werden. Die Trennung der Kirche vom Staat rührt die deutsche Volksseele tiefer auf als die eines anderen Volkes(Lebhafte Zustimmung rechts.) Abg. Frau Dr. Wegscheider(Soz.): Die Rechte will die Kirche als Hort alter reaktionärer Politik erhalten. Nur die Einheitsschule vermag das ganze Volk zu begeistern. Freilich müssen wir an dem Schulkompromiß, das die konfessionelle Schule erhält, nachdem wir es beschlossen haben, auch festhalten. Die Bildung der jungen Lehrer hat auf höheren Schulen zu geschehen. Wir begrüßen den Erlaß des Ministers über die Elternbeiräte. Ebenso wichtig ist das System der Lehrerräte. Die Jugend darf nicht politisiert werden. Das Wesen der neuzeitlichen Demokratie besteht darin, daß das Volk sich Vertrauensleute wählt, denen es dann aber auch mit Vertrauen die Sache überläßt. Die frühere Regierung hat die Schule lediglich als Regierungsmaschinerie betrachtet.(Lebhafte Zustimmung links.) Das hat jetzt aufgehört! Die Machtmittel der Universität dürfen nicht mißbraucht werden, um das Eigenleben der Studentenschaft zu ersticken. Abg. Dr. Lauscher(Zentr.): Eine völlige Beziehungslosigkeit des Staates zur Kirche würde nur zum Schaden des Staates ausschlagen.(Lebhaftes Sehr richtig!) Die Religion ist die geborene Hüterin des Gemeinsinns. Die polizeistaatlichen Beschränkungen der Kirche müssen fallen. Wir wollen die Dinge nach dem Grundsatz„schiedlich=friedlich" regeln. Gehässigkeit ist hier am wenigsten Platz. Auf die Konfessionsschule verzichten wir nicht. Abg. D. Rade(Dem.): Wir verkennen den Kulturwert de: Kirche keineswegs. Wir wünschen aber nicht, daß die Kirchenpolitik Parteipolitik wird.(Sehr richtig: bei den Demokraten.) Leider hört man jetzt so oft politischen Zank in der Kirche.(Zustimmung links.) Die Rechte versteht es, die Kirche als Hort der Reaktion auszunutzen. Allein eine Volksabstimmung kann dem neuen Kirchenwesen Autorität geben. Es handelt sich hier um eine Frage des Rechts und der Liebe.(Beifall bei den Demokraten.) Abg. D. Klingemann(Dnatl.): Das alte Band zwischen Staat und Kirche läßt sich nicht einfach mit einem Federstrich lösen; am wenigsten auf dem Wege einer Verordnung..e Gleichgültigkeit gegen die Kirche artet immer mehr zur Kirchenfeindschaft aus. Kultusminister Haenisch: Einer denkbar großen Mannigfaltigkeit der Kirche soll nichts in den Weg gelegt werden. Diese Beratung des Kultus sollte keine politische Frage werden. Dem Zentrumsredner gegenüber bemerke ich, daß in diesem Augenblick es nicht im Interesse der Allgemeinheit liegt, eine allgemeine große Diskussion über religiöse Fragen, insbesondere das Verhältnis zwischen Kirche und Staat zu entfesseln. Im Interesse der Koalition liegt es, wenn darauf nicht eingegangen wird Es folgen noch Ausführungen der Abgeordneten Prelle(Dt. Hann.), Lauscher(Ztr.), Rickert(D. Vp.). Nach 7 Uhr vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag. — In Regierungskreisen wird mit Reichstagswahlen im April gerechnet. Der belgische Cenator Halod ist in Auchen angekommen, um die Verhandlung mit der deutschen Regierung betreffend Abtretung von Moresnet und der Bezirke von Eupen und Malmedy an Belgien vorzubereiten. — Der Beauftragte der deutschen Regierung in Libau ist mit dem Personal der Ge anotschaft wohlbehalten in Bajohren angekommen und nach Memel weitergefahren. — Die Kasseler Stadtverordnetenversammlung beschloß mit 37 gegen 30 Stimmen. an der Kandidatur Scheidemann festzuhalten und die Overbürgermeisterstelle Kassels nicht auszuschreiben. Damit in Schetdemanns Wahl ge* sichert. Bekanntlich wird seine Wahl von der bürgerlichen Rinderheit ausdrücktich abgele nt. — Die polnische Fraktion der neuen Gemeindevertretung in Hindenburg. weiche über die Mehrheit verfügt, steilte einen Dringlichkeitsantrag. nach dem die Stadt Hindenburg wieder den ursprunglichen Namen Zadrze tragen soll. — In verschiedenen Gemeinden Oberschlesiens stellten die Polen den Antrag auf Zulassung der polnischen Amtssprache und Zuziehung eines vereidigten Dolmetschers zu den Sitzungen der Gemeindevertretungen. * Tad Kavitalertragssteuergesetz. Der Nationalversammlung ist neben den anderen großen Steuergesetzen auch der in seinen Grundzügen bereits bekannte Entwurf eines Kapitalertragssteuergesetzes zugegangen. Der Reichsrat hat am ursprünglichen Entwurf der Regierung die Bestimmung geändert, daß Dividenden mit einer höheren Steuer(etwa 20 Prozent) als die übrigen Kapitalerträge(10 Prozent) belegt werden sollen. Es werden im jetzigen Entwurfe gleichmäßig alle Beträge mit 10 Prozent belegt. Zum Schutz der kleinen Rentner ist eine Vorschrift ausgenommen, wonach die Kavitalertragssteuer zu drei Vierteln auf die Einkommensteuer angerechnet wird, wenn der Steuerpflichtige mehr als 60 Jahre alt vder erwerbsunfähig ist, sein Einkommen nicht mehr als 5000 Mark beträgt und entweder nur aus Kapitalzins oder aus Kapitalerträgen in Verbindung mit Wartgeldern, Ruhegehältern. Witwen= und Waisenpensionet und anderen Bezügen für frühere Dienstleistung oder Berufstätigkeit fällt. Das Gesetz soll am 1. März 1920 in Kraft treten. :: Eine Verwahrung Maiurens. Die Vertretung der bodenständigen Bevölkerung des ostpreußischen Abstimmungsgebietes hat in einem Schreiben an die allnierte Militärmission schärfsten Protest erhoben gegen die von den Polen geplante Ernennung des Generalsuperintendenten Bursche zum polnischen Vertreter bei der in ternationalen Kommission, die die Volksabsimmung in Ostpreußen vorzubereiten und durchzuführen hat.— Der Masuren= und Ermländerbund, der mit über 200000 Mitgliedern fast 80 Prozent sämtlicher Abstimmungsberechtigten umfaßt, protestiert gegen Bursches Zulassung in das Abstimmungsgebiet, da er in Masuren seit Jahrzehnten großpolnische Agitation betrieb und jetzt an der Spitze des von der polnischen Regierung ins Leben gerufenen majurischen Komitees in Warschau steht und die polnische Agitation in Oberschlesien leitet. Der Masurenund Ermländerbund, der alle fried= und ordnungsliebenden Elemente des Abstimmungsgebietes in sich schließt, sieht bei einem eventl. Aufenthalt des Generalsuperintendenten Bursche den ruhigen Verlauf der Abstimmung gefährdet, weil Bursche durch die heitige Sprache in seinen in Masuren verbreiteten Aufrufen das nationale Empfinden der Masuren verletzte und schon jetzt überall im Abstimmungsgebiet, wo die Mitteilungen der polnischen Presse über Bursches Abordnung bekannt wurden, leidenschaftliche Entrüstung aufglüht :: Monatlich Zulagen zu Verleyztenrenten. Der „Reichsanzeic veröffentlicht eine Verordnung über die Gewährung von Zulagen zu Verletztenrenten aus der Untallversicherung. Tanach wird Verletzten, die auf Grund der reichsgesetzlichen Unfallversicherung eine Rente von zwei Dritteln oder mehr der Vollrente bezlehen für die Zeit vom 1. Oktober 1919 bis zum 31. Dezember 1920 aus Antrag eine monatliche, im Voraus zahlbare Zulage zu ihrer Rente gewährt, wenn sie nicht Ausländer sind, die sich im Ausland aufhalten, und wenn nicht Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß die Zulage nicht benötigt wird. Das gleiche gilt für Verletzte, die auf Grund der reichsgesetzlichen Unfallversicherung mehrere Renten von je weniger als zwei Dritteln der Vollrente beziehen, wenn die Hundertsätze ihrer Rente zusammen mindestens die Zahl 66 3/8 ergeben. Die Zulage beträgt monatlich 20 Mark. englischen Regierung. Es bestätigt sich, daß auch zwei Kriegsgefangenenlager in England noch nicht geräumt sind, obwohl dort weder Bombenwerfer noch Flieger untergebracht sind. Es sind dies die Lager in Wakefield und Rivon. Die deutsche Regierung hat an die englische eine Anfrage gerichtet, aus welchen Gründen die Heimsendung dieser Gefangenen verzögert wird. Eine Antwort auf diese Anfrag= ist bisher noch nicht eingegangen.— Die internierten Scapa Flow=Mannschaften erklären, daß sie lieber noch in Gefangenschaft bleiben wollen, als daß die deutsche Regierung ihretwegen das Schiffsbaumaterial der Entente ausliefere. :: T e u t s c h o s t a s r i k a i n e n g l i s c h e r H a n d. D a s„ H a m burger Fremdenblatt“ berichtet aus London, daß nach der„Preßinformation“ der englische Verwalter in Deutsch=Ostafrika Byatt mit mehreren englischen Beamten in Daressalam angekommen ist, um die Landesverwaltung neu zu organisieren. Die früheren dentschen Ansiedler wurden restlos ausgewiesen und ihr Eigentum den freigewordenen englischen Kolonisten zugenandt. :: Anzeige wegen Hochverrats gegen Sklarz. Eine Anzahl von Mitgliedern der Nationalversammlung hat gegen Georg Sklarz, von dem wegen angeblicher Schiebungen auf Grund amtlicher Ausweise in der letzten Zeit bereits wiederholt in der Presse die Rede war, beim Oberreichsanwalt in Leipzig Anzeige wegen Hochverrats erstattet. Wie es in dieser Anzeige heißt, war der beschuldigte Sklarz vor der Revolution zusammen mit seinem Geschäftsfreunde, dem früheren russischen Bolschewisten Dr. Helphand, gen. Parvus(zurzeit im Auslande), im Nachrichtendienst der Regierung tätig. Nach dem Ausbruch der Revolution leistet: er insbesondere den Regierungsmitgliedern Scheidemann und dem jetzigen Reichswehrminister Noske Dienst. Er hatte insbesondere die Verpflegung von Truppen, u. a. das Regiment Reichstag übernommen. Trotz dieses Vertrauensverhältnisses versuchte er im März dieses Jahres während der Unruhen verschiedene Truppenführer zu veranlassen, der Regierung den Gehorsam zu versagen, sich an den etwa erforderlichen Kämpfen gegen die Aufrührer nicht zu beteiligen, sondern neutral zu bleiben. Außerdem verhandelte er vergeblich mit dem Kommandanten des Regiments Reichstag zu dem Zwecke, Waffen und Munition zu einer Unternehmung gegen die bestehende Regierung, wie er ausdrücklich erklärte, zu erlangen. Die Verhandlungen zerschlugen sich. Aus der Verhandlung wird sich ergeben, daß es den Beschuldigten darauf angekommen war, die damals bestehende Regierung zu stürzen, also die Verfassung des Deutschen Reiches gewaltsam zu stürzen. im * Der Fünferrat hat beschlossen, die neue ungarische Regierung aufzufordern, Friedensdelegerte nach Paris zu entsenden. * Infolge Differenzen zwischen den beiden tschechischen sozialistiichen Parteien ist in Prag eine Ministerkrise ausgebrochen. : Die Washingtoner internationale Arbeitskonferenz hat ihre Arbeiten beendet. Sitz des internationalen Arbeitsamtes wird vorerst London sein. * Belgien: Die Brüsseler Völkerbundkonferenz. 3 Einen Hauptpunkt der Brüsseler Lanverkonferenz bildete zunächst die Zulassung der Zentralmächte. Es wurde beschlossen, daß diese Zulassung nicht eher eintreisen dürfe als sämtliche an der Konferenz beteiligten Vereinigungen sie gutheißen. Dieser Beschluß entsprach dem französischen Standpunkt. während die englischen Verireter die Auffassung vertraten, daß mit der allgemeinen Zustimmung der Aufnahme der Zentralmächte nicht gezögert werden dürfe, denn man dürfe nicht solche Teile des deutschen Volkes aus dem Völkerbund ausschließen, die im guten Glauben gehandelt hätten. Zum Sitz der Völkerbundliga wurde Brüssel bestimmt. Fraukreich: Die amerikanischen Truppen haben Paris verlassen. : Die letzten amerikanischen Regimenter haben Paris am 1. Dezemoer verlassen, um nach den Vereinigten Staaten zurückzukehren. Am 25. d M. wird der Dampfer„Amerika“ die amerikanische Abordnung der Friedenskonferenz nach Amerika zurückbringen. In Paris bleiben ein General mit seinem Stabe, 100 Offiziere und 250 Mann bis zum 31. Dezember. Italien: neue Geueralstreitbenegung. : Im Anschluß an die monarchistischen Kundgebun, bei der feierlichen Eröffnung des Parlaments kam Rem, Florenz und Matland zu blutigen Zusammensict Mehrere sozialistische Abgeordnete wurden verhaftet# Mailand wurden bei den Krawallen zwei Personen gera.““ und zahlreiche verwundet. In Rom, Mailand und#let wurde darauf hin der Generalstreik erklärt. In Rom haßa sich auch die Buchdrucker dem Streik angeschlossen so: die Zeitungen vorläufig nicht erscheinen können. 3 Amerika: Der Fried rag im amerikanischen Senat. ? Nach einem Pariser Bericht des„Secolo“ wird den nächsten Sitzungen des amerikanischen Senats die uat fikation des Friedensvertrages von Versailles wieder." Sprache kommen. Vom Bericht des Prasidenten Wilson an den Senat erwartet man großen Einfluß auf die Di#. kussion selbst. In den Kreisen der Demokraten man mit bedeutenden Zugeständnissen, die Wilson machen will, um die endgültige Verwerfung des Vertrages zu vermeiden. Vereinigte Staaten: Ein amerikanischer Wahlskandal. * Gegen den Senator Newberry, der bei der letzten Wahl den Demokraten Ford geschlagen hat, ist Anklagwegen Wahlbetrugs und Bestechung erhoben worden. Gleichzeitig richtet sich die Anklage gegen eine Reihe hervorragender Politiker in Michigan. Die Beamten klären, daß man es mit einem Skandal zu tun habe, desgleichen sogar in der Geschichte der Vereinigten Staaten selten set. Lokal- und Previnzial-Nacbrichte p. Bielefeld, den 5. Dezember 1919. — Das Bezirkskartell Bielefeld der christlich=nationalen Gewerkschaften veranstaltet am kommenden Sonnabend einen Vortragsabend. Herr Bundessekretär P. O. Rüppel aus Berlin wird über die„Bedeutung der Bodenreform für die Zukunft des deutschen Volkes" reden. Herr Rüppel ist einer der besten Redner des Bundes deutscher Bodenreformer. Die Versammlung ist am 6. Dezember, abends 7½ Uhr, im Restaurant Debour (Friedenshalle), Herforderstraße 84. Mitglieder und Freunde der christlich=nationalen Gewerkschaftsbewegung sind zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen.(Siehe Anzeige in der heutigen Zeitung.) r Pnabhängigen. er 11. S. P. D. in Leipzig Kampfansage Aut dem Parteitag der## hrte Crispien=Berlin in seinem Raferat über „Programm und Taktik der Partei" u. a. aus:„Wir dürfen nicht liebäugeln mit den Noskesozialisten und ihrem Anhang. Die Diktatur ist notwendig, um die bürgerliche Demokratie niederzuringen. Wenn jemand sich Demokrat nennt, muß man ihn fragen, ob er bürgerlicher oder sozialistischer Demokrat sei. Durch Dittatur kommen wir zur wahren Demokratie. Das muß doch jeder verstehen, selbst wenn er so niedrig eingeschätzt wird, um Präsident der bürgerlichen Republik zu sein. Für den nächsten 9. November werden wir vorbereitet sein, und wir werden dann gewillt sein, die Diktatur festzuhalten. Wenn man unseren Willen, die Pflichten für die Menschheit zu erfüllen, hindern sollte, so werden wir Gewalt der Gewalt entgegensetzen.“ Ein Antrag, die Rede Crispiens als Agitationsbroschüre drucken und verbreiten zu lassen, wurde stürmisch begrüßt. Orlando italienischer Kammerpräsivent. In der italienischen Kammer wurde der Kandidat der Regierung, der frühere italienische Ministerpräsident Orlando, mit 251 Stimmen zum Kammerpräsidenten gewählt. Der Kandidat der Sozialisten Lazzari erhielt 143 Stimmen. Für den Inhalt verantwortlich: W. Kraa, Bethel.— Druck und Verlag: Druckerei Bethel bei Bieleseld. Fernruf 74, Amt Bielefeld Alle für die Redaktion bestimmten Zuschriften sind zu richten nach Bielefeld Schließfach 141. Alles, was die Expedition betrifst, alle Inserate und Geldsendungen an die Geschäftsstelle: Missionar Heienbrok Betbel bei Vielefeld. Postscheckkonto 7382 Hannover Bezirkskartel Bieleteld der christl-nationaler bewerkschalles. Einladung zum Vortragsabend am Sennabend, den 6. Dezember, abends 7½ Uhr im Restaurant Debour, Herforderstraße 84. Bundessekretär P. O. Rüppel aus Berlin spricht über: Was bedeutet die Bedenreform für die Zukunft des deutschan Volkes? Mitglieder und Freunde sind herzlich eingeladen. Hellerienenberband des Tr. Jekaunessthiis Spanues nimmt christlich gesinnte, gesunde und arbeitsfreudige Mädchen von 18 bis 30 Jahren für die verschiedenen Zweige der Anstaltsarbeit, Wäsche, Küche, Kinderpf ege, Erzichung, auf. Z. Zt. wegen vermehrter Arbeit Plätze frei. Meldungen en Pastor Bunke. Eintrittsbedingungen auf Wunsch - A VouTSEUT und zurückgesetzte Tapeten in großer Auswahl billigst. Schröder& Baum, Bahnbofstralie 43. Butterverkauf im Landkreise Bielefeld. In der Woche vom 1. bis 7. Dezember wird auf die Krankenmarke über 50 Gramm, gültig für den 5. und 6. Dezember, 50 Gramm Butter zu 46 Pfg. verteilt. Die Ausgabe der Butter für die Butterverkaufsstellen erfolgt am Donnerstag und Freitag dieser Woche vom Lager Rohrteichstraße. Die Marken für Butter sind nach stattgefundenem Verkauf im Kriegswirtschaftsamt, Zimmer 22, abzugeben. Bielefeld, den 2. Dezember 1919. Kriegswirtschaftsamt des Landkreises Bielefeld. Die gr unserer elenden Krüppel, Siechen, Idioten,(1000), bittet in diesem Jahre besonders herzlich, ihrer zum Weihnachtsfest in barmherziger Liebe zu gedenken.— Freundliche Spenden nimmt dankbarst entgegen D. H. Braun, Superintendest, Vorstand der Krüppelhäuser, Angerburg, Ostpr. Postscheckkonto Königsberg 2423.) Statt besonderer Anzeige! Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, heute morgen meine liebe Frau, unsere gute, treue Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Prad Eulse-Malehalen geb. Hufendiek nach mit viel Geduld getragenem Leiden zu sich zu nehmen. Offb. 12, V. 11. Sie hat überwunden durch des Lammes Blut usw. Es bitten um Teilnahme: Wilhelm Nufendlek. Lols Hulendl b. Johanne Aulenrich. Wing Moiendleh. Pahin Hufendiek. Marle Hufendiek. G. nat Hutendieh. Rleuchen Rulendlek, Diakonissin. Jchanne Brünger, geb. Hufendiek. Theesen, Borgholzhausen, Schildesche, den 3. Dezember 1919. Die Beerdigung findet am Montag, den 8. Dezember 1919, vom Trauerhause Theesen Nr. 67 aus statt. Anfang der Feier im Hause 1½ Uhr, 3 Uhr in der Nirche.