Feinde hatten oridge stieß am 6. Cz. dieselbe Streitmacht, d# betrug. Anfangs trich ihr jedoch anscheinen) nne erreichte KaurbrideVerluste betragen eno fiziere und ein indischer G Wücerk lnachrichten. 23. Oktober 1919. rotpreise. Die mit der der Getreidepreise in 5 Ausmahlungsverhält. se Erhöhung der inden Preise je Doppel44, 25 auf 59,80 JA, fü M. Entsprechennd der erücksichtigung der seit enen Löhne und sonsticotpreise wie folgt festabrot 1,75 M(bisher rzbrot 1,65 M(bisher 35 J(bisher.95 4) Gramm 15 J(bisher für Weizenmehl und e übrigen Preise treter eil bis dahin noch die chen. Die Einzelheiten hung im Anzeigentel ng. Für die 4 wesig, den 2. November in ie Vertretertagung da tschnationalen Volksauch der Abgeordnen onale Arbeiterpolitik“ n Arbeiter haben sich und wollen mit dieser r die deutschnational Vorsitzende des Reichsekretär Emil Hartwiz ethel.— Druck und Versz 74, Amt Bielefeld. sind zu richten nach Bieleted ifft, alle Inserate und Gebtenbrok, Bethel=Bielesech, SLG Ausgabe B. ür Frauen en! keit. kolf. eichnung.— orto und Verja schon viele Nachfrage nach sen wird es bebedichte jetzt auch zu haben sind. sich das Buch, Dichtkunst, denn * Tiefe und der e Gottvertrauen deutschen HausVoigt schmücken der jetzigen zend, sodaß es eser Art ist. chst an die alt Bethel, d. Tagent an der * = Bezugspreis: Erscheint wöchentlich sechsmal.— Preis: Bei der Post geholt vierteljährlich.40 Mk. Durch den Briesträger oder Boten .82 Mk. Theistlich nalisnalrs Gagsertatt mit der Sonntagsbeilage„Für herz und Haus“. Hherausgeber O. Tacger. Anzeigenpreis: Die einspaltige Petttzeile oder deren Raum 25 Pfg., Reklamozeile.00 Mk. Beilagen nach vorheriger Vereinbarung. Schluß der Anzeigen=Annahme nachmittags 3 Uhr. Nr. 249. Jahrgang 1. Geduld! Es kommt ein Tag, da wird gespannt Ein einzig Zelt ob allem deutschen Land! Geduld! Wir stehen einst um ein Panier, Und wer uns scheiden will, den morden wir! Geduld! Ich kenne meines Volkes Mark! Was langsam wächst, das wird gedoppelt stark. Geduld! Was langsam reift, das altert spat! Wann andre welken, werden wir ein Staat. C. F. Meyer.(Huttens letzte Tage XXXVI.) „ 5 9 20 MN 20 MN 7 K#N 7K 7K TK 0 7K 7K TK · Hergts Ordnungsprogramm. Von Professor Dr. Wilhelm Kaehler, Greifswald, Mitglied der preußischen Landesversammlung. Die innerpolitische Erörterung wird beherrscht durch die große Rede, die der Vorsitzende der Deutschnationalen Volkspartei, Hergt, am 26. September in der preußischen Landesversammlung gehalten hat. Und da gleichzeitig durch die Presse zwei andere programmatische Reden Hergts gehen, deren eine er in Breslau vor der Ordnungsrede, deren andere er in Greifswald später gehalten hat, so liegt die Frage nahe: Wie verhält sich diese große Parlamentsrede zu den beiden bei Parteitagungen gehaltenen Reden? Ist sie eine Bestätigung oder ein Widerspruch mit den oft und auch bei diesen beiden Gelegenheiten gegebenen Ankündigungen, daß die Deutschnationale Volkspartei eine Partei der nationalen Opposition sei? Daß auch die Hergtsche Freitagsrede eine Tat des Führers der nationalen Opposition war, ist zweifellos. Freilich einer Opposition, die von großen Gesichtspunkten ausgeht und mit dem Kampf gegen die bestehende Regierung den klaren Blick für die notwendige Erhaltung des Staates und des Vaterlandes verbindet, die eben klar entscheidet zwischen Regierungspolitik und Staatsnotwendigkeiten. Staatsnotwendigkeit ist die Schaffung einer Ordnung im Innern, die uns den Kredit des Auslandes verschafft, das heißt ein Vertrauen des Auslandes zu unseren politischen Neuordnungen und zu unserer Wirtschaftsführung. Regietungspolitik ist aber ein Herumexperimentieren mit unseren politischen und wirtschaftlichen Problemen, das uns zu keinem Fortschritt, zu keiner Ruhe und Ordnung kommen läßt, weil es weder die Linke, noch die Rechte, noch die Mitte befriedigt. Und deshalb hat Hergt bei seinem OrdnungsMlogramm nach der Entwicklung der einzelnen Programmpunkte auch gesagt: Diese Regierung kann dies Programm nicht durchführen und kann seine Ziele nicht verwirklichen. Diese Regierung ist nach ihren Taten dafür nicht geeignet. Noch weniger bedeutet die Verkündigung dieses Rettungsprogramms ein Anerbieten der Rechten zum Einkritt in diese Regierung. Wenn die Deutschnationalen sich sinter das Hergtsche Programm stellen, dann sagen sie damit, welche Punkte eine Regierung ausführen müßte, zu der sie Vertrauen haben können, ohne daß sie eine Parteikegierung ist. Es ist offensichtlich, daß das Hergtsche Prostamm nicht ein deutschnationales Parteiprogramm ist. Es seht in manchen Punkten über dieses hinaus, es bleibt in wichtigen Punkten erheblich hinter ihm zurück. Manche parteifreunde haben das Bedenken geäußert, daß mit dem Hergtschen Programm eine Schwenkung der Partei einseleitet sei. Nichts liegt uns ferner. Es handelt sich um die Vorschläge eines führenden Kopfes unserer Partei, der versucht, aus der augenblicklichen Lage das für die nächste Zukunft Notwendige und Mögliche zusammenzufassen, um varauf eine Einigung alle derer zu ermöglichen, welche für die Ordnung auf Grundlage einer gesicherten Arbeit im Wirtschaftsleben eintreten wollen. Gewinnen wir wieder Dionung, Arbeitslust und damit Kredit, dann können wir an die weiteren Arbeitspläne gehen. und damit ist denn auch der Vorwurf oder die Auseegung entkräftet, es sei ein sozialistisches Programm. Ein estaldemokratischer Redner suchte das Hergtsche Programm emtt abzutun, daß das„Urheberrecht“ der Hergtschen Foreerungen für die Arbeitsverfassung den sozialdemokratischen bewerkschaften zustehe, daß es lediglich eine Auslese aus eem Erfurter Programm sei. Er täuschte sich dabei aber doch üder die Bedeutung des Erfurter Programms. So echt marxistisch es in seinem prinzipiellen Teil ist, so wenig folgerecht sind seine praktischen Einzelforderungen: demokratische und sozialreformerische Programmpunkte wirbeln da mit sozialistischen Forderungen durcheinander. Und wenn das Hergtsche Programm eine Neuordnung des Arbeitsverhältnisses vorschlägt, so ist es eben nicht sozialistisch, sondern sozialreformerisch. Und das bedeutet in der heutigen Zeit doch klipp und klar antisozialistisch. Und das ist denn auch der Kernpunkt der Hergtschen Programms. Seine politische Voraussetzung ist die Tatsache, daß in Deutschland keine sozialistische Mehrheit vorhanden ist, daß die Regierung ihre sozialistischen Forderungen gar nicht durchsetzen kann, weil sie sich auf die nichtsozialistischen Parteien ihrer Koalition stützen muß. Weshalb hat die Unabhängige Sozialdemokratie den großen Zulauf? Weil sie die Hüterin des konsequenten Sozialismus ist, während die Mehrheitssozialdemokratie viel mehr demokratische als sozialistische Politik macht. Viele Wähler und Mitläufer der Sozialdemokratie glaubten nach der Revolution an die Zukunft in sozialistischem Sinne. Heute sind sie enttäuscht, weil die Tatsachen dem Sozialismus nicht sich beugen wollen. Weit in die Reihen der Mehrheitssozialdemokratie ist ein Mißtrauen gegen die sozialistischen Experimente und die sozialistischen Halbheiten zu beobachten. Hier ist ein ehrliches sozialreformerisches Programm das Heilmittel und der Anziehungspunkt. Weder die Deutschnationale Partei noch die einzelnen Fraktionen legen sich auf die Einzelheiten des Rettungsprogramms fest. Es ist ein Ausgangspunkt für Verhandlungen, eine Reihe von Wegweisern, wie die dringenden Fragen gelöst werden können durch Maßnahmen, mit denen sich von rechts bis weit nach links breiteste Massen der Wähler und Abgeordneten aller Parteien einverstanden erklären können. Es ist ja auch keineswegs auf die Neugestaltung des Wirtschaftslebens beschränkt, sondern ergreift alle Grundlagen des Staatslebens. Die Presse läßt erkennen, daß den Hergtschen Vorschlägen große Bedeutung für unsere innere Lage zukommt. Sogar die rechtsstehende Presse war zunächst durch die Eigenart der Vorschläge und des Gedankenganges überrascht. Aber in den Preßstimmen aus allen Lagern läßt sich erkennen, daß man versucht, sich mit dem Grundgedanken auseinanderzusetzen. Und wie der Presse, so geht es den Parteien. Sie lehnen zunächst ab. Anderes konnte man nicht erwarten. Solche Gedanken und Vorschläge gebrauchen Zeit. Sie werden nicht aus der öffentlichen Diskussion verschwinden, man wird auf sie zurückkommen. Und die Regierung läßt eine Verlegenheitspause eintreten. Sie besinnt sich. Es ist klar, daß eine Regierung Erzberger=Noske auf dieses Verständigungsprogramm nicht eingeht. Aber damit sind die Möglichkeiten nicht erschöpft. In der Regierung wird sich vielleicht mancher sagen, daß es auch im Interesse der Sozialdemokratie liegen kann, einmal „antisozialistische“ Politik zu treiben, dann nämlich, wenn die Zurückstellung unzweckmäßiger Sozialisierungsexperimente zur Herstellung von Ruhe und Ordnung im Vaterlande beitragen kann. Und damit wäre eine Anknüpfung für die Verwirklichung der Hergtschen Vorschläge gegeben. Jede solche Verwirklichung stellt an alle beteiligten Parteien die Forderung, ein hohes Maß von Selbstverleugnung im Interesse der augenblicklichen Sicherung des Vaterlandes zu üben. Nicht eine Partei allein muß dabei ihre Forderungen zurückschrauben, alle müssen bewußt für die nächste Zeit gewisse Parteiideale zurückstellen. Nur von dieser Voraussetzung aus ist das Hergtsche Programm zu verstchen und zu verwirklichen. Die Lost“. Die Bodenbesitzreform— ein Weg zur Erlösung aus sozialer Not.####. Gedanken und Fragen eines Laien über Besteuerung von Grund und Boden. (Missionar E. Johanssen, z. Zt. in Bethel.) Welche Wohltat wäre es für die Gewissen, für die Seele des Menschen, wenn ihm durch eine Besteuerung nach diesen Grundsätzen die Last abgenommen würde, sich selbst einzuschätzen. Da brauchte überhaupt nicht die Einnahme von Staats wegen beaussichtigt zu werden, sondern es würde sich nur um die Frage handeln: wie viel Land hast du, wie hoch ist sein Wert abzüglich der Gebäude und Anlagen. Und diese Steuer hätte einen ungeheuren Vorteil, sie würde nicht die Produktion von Lebensmitteln hemmen, sondern im Gegenteil den Nutznießer anspornen, so intensiv wie nur möglich den Boden zu bebauen. Als einst in Agypten eine Steuer auf Dattelbäume gelegt wurde, veranlaßte dies die Fellachen, ihre Dattelbäume umzuhauen; eine im Verhältnis viel höhere Besieuerung trieb sie dazu, möglchst viele Dattelpalmen zu pflanzen. Eine Bodensteuer hemmt nicht die Produktion, gerade das Gegenteil ist der Fall. Wohl aber hemmt eine starke Besteuerung von Grund und Boden die Bodenspekulation, denn wer mit Boden handelt, muß warten können, bis sein Gelände baureif wird oder sich möglichst vorteilhaft verwerten läßt. Er kann nicht jährlich große Summen an Grundsteuer zahlen, ohne den Boden auszunutzen. Die hohe Bodensteuer zwingt ihn, den Boden loszuschlagen. Diese Erfahrung hat man schon in manchen westfälischen Städten gemacht. Die Besteurung des Bodens nach dem gemeinen Wert ließ den Wert der Grundstücke sinken, der Boden wurde billiger. Denn der Spekulation ging über der Besteurung von unbenutztem Gelände der Atem aus. So paradox es klingt, welch großartiges Mittel ist die Grundsteuer, die Preise der Lebensmittel herabzusetzen dadurch, daß man es dahin bringt, daß der Boden billiger wird. Denn wird der Boden billiger, so werden ja auch die Lebensmittel, die auf ihm wachsen, billiger und die Baumaterialien und Bodenschätze. weiß wohl, wie entrüstet die Bodenspekulanten sein werden im Blick auf die Gefahr, die ihrem mühelosen einträglichen Gewerbe aus einer hohen Bodensteuer erwachsen würde. Alle möglichen Einwände werden gebracht werden, um die Bodenbesteuerung als eine ganz verkehrte, unheilvolle Maßnahme zu verdächtigen; aber vor dem schlichten Menschenverstand können diese Behauptungen nicht bestehen, die Bodenbesteuerung empfiehlt sich zu sehr durch ihre innere Berechtigung, ihre Zweckmäßigkeit, ihre Wirkungen. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Wenn man nur Ernst machen will mit der Anerkennung, daß der Boden seinem Wesen nach Gemeindebesitz war und es wieder werden muß, wird man auch Wege finden, um die Schwierigkeiten mit der Verstaatlichung des Hypothekenwesens und auch anderer Schwierigkeiten zu überwinden. Solange aber die Selbstsucht des Individuums diesen gerechten Sozialismus auf dem Gebiet des Bodenbesitzes mit glühendem Haß bekämpft, ist natürlich eine Verständigung nicht möglich und die um das Ihre betrogene Gesamtheit des Volks wird mit brutaler Gewalt den Kampf gegen den Mammonismus der großen und kleinen Bodenbesitzer ausfechten. Bei diesem Hinweis auf die Nützlichkeit der Einführung solcher Grundsteuer, die den Ertrag des Bodens, die Rente, d. h. den Ertrag für die Erlaubnis, den Boden ausnutzen zu dürfen, der Gesamtheit zugute kommen ließe, soll ausdrücklich bemerkt werden, daß dieser Vorschlag schon vor mehr als 100 Jahren in der Form gemacht ist, diese Rentensteuer sei an Stelle aller anderen Steuern einzusetzen. Der ältere Mirabeau soll, wie Henry George erwähnt, gesagt haben, dieser Vorschlag sei gleichwertig mit der Erfindung der Schrift oder mit der Einführung des Geldes als Tauschmittel. Aber bisher hat der Kapitalismus in allen Ländern seine ganze Macht aufgeboten, um diese gerechte Steuer zu umgehen. Da werden dem kleinen Bodenbesitzer Gespenster an die Wand gemalt, als ob eine gerechte Grundsteuer ihn ruinieren müsse, während es doch ganz klar ist, daß eine solche Steuer nur den zugrunde richten wird, der den Boden entweder aus Spekulation nicht ausnutzen will oder aus Untüchtigkeit, ihm seinen Ertrag zu entlocken, nicht versteht. Und letzterer gibt es ja mit Recht viel besser dem tüchtigen Landwirt.— Einer überstürzten Maßregel soll selbstverständlich nicht das Wort geredet werden, aber es ist an der Zeit, daß endlich einmal die sozial sein wollende Regierung auf diesem Punkt der Steuerreform ihren sozialen Charakter betätigt. Oder sind die Leute, die uns regieren, vielleicht gar keine wirklichen Sozialisten? Man sollte doch denken, in der Stellungnahme zu der Frage: wem gehört der deutsche Boden, und in den Grundsätzen der Besteuerung müßte sich das zeigen. Doch ob sie es sind oder nicht sind, jeder, der sich etwas mit den Grundfragen unserer Volks wirtschaft beschäftigt hat und zwar sich damit als Freund der Gesamtheit, als Christ beschäftigt hat, der sieht darin seine heilige Aufgabe, mit dafür zu arbeiten, daß die berechtigten Ansprüche der Gesamtheit und des einzelnen zuerst einmal überhaupt exkannt und anerkannt und dann in gerochter Weise in Einklang gebracht werden: der Boden mit seinen Kräften und Schätzen ist Eigentum des Volkes und der Ertrag für den Nutznieß des Bodens muß unverkürzt dem ganzen Volke zugute kommen. Das sind klare Grundsätze und Richtlinien. Wenn die Christen nicht für diese Grundsätze und Richtlinien entreten und den Kampf gegen eine selbstsüchtige Gier des Einzelnen nach Reichtum ausfechten wollen, so zeigen sie damit, daß sie den Kampf Christi gegen den Mammon gar nicht verstehen, daß sie blind sind für den Sozialismus des Alten und Neuen Testaments. Die Bodenreformbewegung, die für diese Grundsätze und Richtlinien kraftvoll eintritt, ist für den, der aus seiner religiösen Stellung heraus nicht Sozialdemokrat und aus seiner sozialistischen Gesinnung heraus nicht von Herzen Mitglied einer anderen Partei sein kann, die Morgenröte, die ihm einen neuen Tag gerechterer Gestaltung unserer Volkswirtschaft verkündet. unter diesen Umständen In Uebereinstimmung mit der Auffassune des deutschen Gewerkschaftsverbandes entschlossen, sieben Delegierte nach Washington zu entsenden. Außer zwei Regierungsvertretern und je einem Vertreter der Arbeiter und Arbeitgeber werden der deutschen Delegation eine Anzahl Sachverständiger angehören. Die Abreise wird voraussichtlich gemeinschaftlich mit den österreichischen Telegierten Ende dieser Woche erfolgen. Als Führer der deutschen Regierungsvertretung auf der Arbeiterschutz=Konferenz in Washington ist der frühere Staatssekretär des Kriegsernährungsamtes und spätere Staatssekretär im Reichswirtschaftsamt Dr. August Müller in Aussicht genommen. Graf Bernstorffs Vernehmung. Die Washingtoner Konferenz. Die Entsendung deutscher Delegierter zur internationalen Arbeitertonferenz beschlossen. Bekanntlich hat die deutsche Regierung den Alliierten vor der Unterzeichnung des Friedensvertrages den Vorschlag gemacht, zur Beratung und Beschlußfassung über das internationale Arbeiterrecht noch wöhrend der Friedensverhandlungen Vertreter der Lanoesorganisationen der Arbeitergewerkschaften aller vertragschließenden Länder zu einer Konferenz nach Versailles zu berufen. Gleichzeitig ließ die deutsche Regierung durch die Delegation in Versailles einen von iyr aufgestellten Entwurf eines Abkommens über internationales Arbeiterrecht unterbreiten. Die Alliierten erkannten in ihrer Antwortnote die Notwendigkeit der Verwirklichung von Reformen an, auf die die Arbeiterklasse mehr denn je ein Recht habe nach der harten Prüfung während der letzten fünf Kriegsjahre, lehnten jedoch kurzerhand die EinHerufung dieser Konferenz nach Versailles ab. Die deutsche Regierung machte in einer neuen Entgegnung darauf aufmerksam, daß eine Beratung und Beschlußfassung der Arbeiterorganisationen bei den Friedensverhandlungen unbedingt nötig sei. Hierdurch werde auch das festeste Fundament für den Weltfrieden geschaffen. denn ein ohne Zustimmung der organisierten Arbeiter aller Länder nur von den Regierungen allein geschlossener Frieden werde der Welt den sozialen Frieden nicht bringen. Die Entente beharrte jedoch auf ihrer: Entschluß, stellte dagegen die Einberufung der internationalen Arbeiterkonferenz für Oktober in Aussicht an der auch deutsche Delegierte mit gleichen Rechten„teilnehmen könnten“. Sie sollten jedoch erst zugelassen werden, wenn die Konferenz ihre Zustimmung geben würde. Angesichts der Form, in der die Angelegenheit von den Alliierten behandelt wurde, beschlossen die Vertreter der deutschen Gewerkschaften, nicht nach Wafhington zu gehen. Haibamtlich wird jetzt gemeldet, daß man sich nun doch für Entsendung deutscher Delegierter zu der heyorstehendon Arbeitorschunfan Der bevbrstehenden Arbeiterschabtonferenz entschlossen hat. Wegen der Angelegenseit haben sowohl von Regierungeseitt wie von den Gewerkschaftsverbänden weitere Verhandlungen stattgefunden. Nach dem Ergebnis dieser Verhandlungen erscheint es angängig, von der bisherigen ablehnenden Haltung gegenüber der Frage der Beschickung der Konferenz durch deutsche Vertreter abzusehen. Dem deutschen Gewerkschafts=Verband ist durch neutrale Vermittelung die Erklärung zugegangen, daß der Oberste Rat der alliierten und assoziierten Regierungen die Zulassung der deutschen und österreichischen Delegierten als vollberechtigte Mitglieder zu der Konferenz empfohlen hat, so daß auf diese Zulassung in erster Sitzung der Konferenz mir Sicherheit zu rechnen ist. Dies ist dem Vorsitzenden der deutschen Friedensdelegation in Paris bestätigt worden. Die deutsche Regierung hat sich Friedensvermittelung und Geschäft. Der Untersuchungsausschuß der Nationalversammtung für die Frage der Friedensmöglichkeiten setzte am Mittwoch die Vernehmung des Grafen Bernstorff fort. Zu Beginn der Sitzung geht der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Quarck in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des ersten Unterausschusses(Kriegsschuld) auf die Behauptung des Grafen Bernstorff ein,„Wilson hätte in der kritischen Periode gar nicht mehr die Möglichkeit gehabt, eine Friedensvermittelung mit der Entente zu erzwingen, weil der amerikan tsche Handel schon so sehr mit den Interessen der Entente verbunden war, daß Wilson diese Handelsbeziehungen unmöglich stören konnte ohne einen ungeheuren Sturm in Amerika hervorzurufen Mit Rücksicht auf die ungeheure Wichtigkeit dieses Punktes für die Beurteilung des ganzen Verlaufs der Wilsonschen Friedensaktion fordert Abg. Quark von dem Zeugen Beispiele für die Behauptung, daß Wilson wegen der amerikanisch=ententtstischen Handelsbeziehungen keine aussichtsreiche Friedensvermittlung mehr unternehmen konnte. Graf Bernstorff entgegnete, daß von dem Tage der Versenkung der„Lusitania“ bis zur Versenkung der„Sussex“ In Amerika niemals ein Moment gekommen ist, wo keine deutsch=amerikanische Kontroverse b tand.„Jedesmal, wenn wir glaubten, irgend etwas erreicht zu haben, geschah wieder eine Versenkung oder eine Verschärfung des=Boot=Krieges oder irgendein anderer Vorfall. der alle Verhandlungen mit Amerika illusorisch machte. In dieser Zeit hatte sich der gesamte ameritanische Handel auf die Entente eingestellt. Die Perhältnisse lagen so, daß die amerikanischen Handelskreise durchweg ein Interesse daran hatten, den Handel mit der Entente aufrechtzuerhalten Wenn Wilson so vorgegangen wäre, daß er diesen Handel gestört hätte, so würde er die öffentliche Meinung in Amerika gegen sich gehabt haben. Ich erinnere mich sogar, daß bei unseren Besprechungen Fälle vorgekommen sind, wo gesagt wurde, Wilson möchte doch ein Verbot auf die Ausfuhr legen. Wilson hat aber immer wieder gesagt, er könne nicht gegen die öffentliche Meinung auftreten.“ Auf eine Frage des Sachverständigen Prof Hoetzsch stellte Graf Bernstorff ausdrücklich fest, daß die Verschiebung der wirtschaftlichen Interessen Amerikas nach England hin schon im Frühjahr 1916 so stark war, daß Wilson nicht mehr gegen die öffentliche Meinung Amerikas ankämpfen konnte. Amerita und Belzien. Es folgte nunmehr eine längere Vernehmung des Grafen Bernstorff über die Stellung Amerikas belsischen Frage. Wie der Zeuge angibt, hat biese Frage die Amerikaner während des Krieges am meisten interessiert und in erster Linie die amerikanische öffentliche Meinung gegen uns aufgebracht. Graf Bernstorff zweifelt nicht daran, daß die Amerikaner auch bei der Friedensvermittelung unter allen Umständen die Forderung der völligen Wiederherstellung Belgiens gestellt hätten, daß sie an etwas anderes niemals gedacht haben und daß sie ohne diese Wiederherstellung den Frieden niemals vermitleit haben würden. Wenn wir erklärt hätten, daß wir Belgier nicht annektieren wollten, so würde das Wilson für den Beginn seiner Friedensvers### gen als genügend betrachtet haben.sndiun Durch eine Frage des Professors Schücking den besonderen Vorfällen, die außerdem immer m. in Amerika die Sympathien für uns getrüht: der veranloßt, geht Graf Bernstorff sodann auf Wden, die sogenannten deutschen Verschwörungen ein, durch welche die Stimmung besonders ungüng für uns beeinflußt worden sek. In der Untersuchung des amerikanischen Senats sei über diese festtzehend angesehen worden, daß von deutscher e verika Dinge veranstaltet worden sind, die nicht im Einklang befanden mit den amerikanische Gesetzen. Er selbst stehe auf dem Standpunkte, das der Ausdruck Verschwörung nicht berechtigt sei. seien wohl einzelne Handlungen vorgekommen. mit den amerikanischen Gesetzen in Einklang zu k. gen seien mit denen er jedenfalls für seine nichts zu tun gehabt habe. Er wisse, daß seitene einiger Herren Sabotage getrieben worden sein son er nicht sagen, der Sabotage überführt seien, idmne Die Leidenstage der ungarischen Christen unter der Kommunistenherrschaft. (Schluß.) Auch der hochangesehene Bischof von Steinamanger, Graf Mikes, hat alle Qualen und Schrecken des Kerkers von der Einzelhaft bis zur Massenhaft im finstern Kellerloch durchkosten müssen. Es wurde ihm nur die den anderen Gefangenen zugewiesene Kost gewährt. Schließlich wurde er durch die treuen und opfermütigen Eisenbahner aus der Haft befreit und unter Lumpen versteckt im Eisenbahnwagen entführt. Ein kranker Katechet wurde ohne ein Verhör, ohne irgend eine Schuld drei Monate lang eingekerkert und wiederholt schwer mißhandelt, ohne daß eine Klage gegen ihn erhoben werden konnte. Einst ließ sich der amtliche Liquidator für Kirchenangelegenheiten, Oskar Faber, in der Wut zu der Drohung hinreißen:„Ich werde alle Priester einsperren lassen und wenn sich die Christen rühren wollen, werde ich sie alle niederschießen lassen!“ Die Kommunistenführer hatten angekündigt, daß alle Kirchen und Gotteshäuser gesperrt und zu Theatern und Kinos gemacht werden sollten. Sofort wurde alles ausgeplündert. Sämtliche Kirchengüter, Kirchenfonds, Kirchenstipendien und selbst die Opferstöcke wurden beschlagnahmt. Der alte Bischofssitz von Gran beherbergt die weltberühmte Schatzkammer. Alle Schätze, Gold. Silber und Edelsteine wurden von dort weggeschleppt. Ebenso alle Kirchengeräte, die Meß=, Rauch= und Chormäntel usw., nur die einfachsten Stücke wurden zurückgelassen. Der Fürstprimas konnte daher das heilige Oster= und Pfingstfest nicht in seinem Ornat, sondern nur in ärmlichen kirchlichen Gewändern feiern. Die Kirchen sollten hinfort nur noch den Volksbeauftragten zu kommunistischen und sozialdemokratischen Versammlungen überlassen werden. In der weiteren Vernehmung knüpft der schende an den deutschen Friedensschritt oom 12. D, zember an, der, wie Abg. Sinzheimer noch rasch stellt,„mit voller Kenntnis der obersten Heeresleitung und in völliger Uebereinstimmung mit dem Kaiser: unternommen worden ist. Der Berichterstatter Dr. Sinzheimer fragt, ob## zutreffeed sei, daß Wilson, nachdem die Veröfsentlich der deutschen Friedensbedingungen abgelehn nigstens um vertrauliche Mitteilung der Bedingungen ersucht habe— ein Ersuchen, dem von Deutschland Folge geleistet wurde. Der Botschafter gibt das zu Bei dieser Gelegenheit verliest der Abg. Dr. heimer eir vom 16. Januar 1917 datiertes Telegramm des Kaiser“ an den damaligen Staatssekretär ßern Zimmermann. Darin heißt es wörtlich:„Seine e Inlassen Euer Erzellenz für die Auskunft dan. ke.. Hem. Telegramm bemerkt Seine Majestät, Al##erhöchstoleselben gar keinen Es wird dann die Frage der Entente=Ablehnung zur Verhandlung gestellt. Graf Bernstorff: Soweit meine Verhandlungen mir dem Vertreter des Präsidenten Wilson in Betracht kommen, so habe ich mir immer gesagt, daß er die Bedingungen der Entente als nicht ernst zu nehmen betrachte. Er hat auch ausgesprochen, die Entente habe die Absicht, uns zum=Boot=Krieg zu bringen, um die Vereinigten Staaten in den Krieg hineinzuziehen. Ich habe bei den Verhandlungen mit Oberst House über alle Möglichkeiten und Fragen vertraulich gesprochen. Da ist öfter die Auffassung laut geworden die Entente würde unter allen Umständen versuchen, einen Krieg zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten zu provozieren, um so den europäischen Krieg zu ihren Gunsten zu entscheiden. Allmählich wird die Verhandlung trotz der Bemü hungen des Vorsitzenden etwas uferlos. Von besonderem Interesse wieder wird erst wieder der Schluß des Verhörs, als Vorsitzender Warmuth darauf hinweist, daß Wilson doch immer als Mann gegolten habe, der für Menschlichkeit und GerechtigHat Wilson sich über diesen rein menschlichen Gesichtspunkt geäußert? Bernstorff: Diese Frage ist von mir häufig berührt worden, so bei der„Lusitania"= und der„Sussex"=Frage. Die Hungerblockade hielt er für tllegal. #Abg,„ Sinzheimer: Glauben Sie an den guten Willen Wilsons, den Frieden zu vermitteln? Graf Bernstorff: Ja! Abg Sinzheimer: Sollte es ein Frieden zugunsten der Entente sein? Graf Bernstorff: Wilson sagte mir am 22. Januar, ein Frieden ohne Sieg solle erreicht werden. Ich habe es so verstanden, daß das bedeutet. Aber da traten selbst die Arbeiter gegen die Volksbeauftragten auf. Daraufhin erließ der Minister Kunfi den berüchtigten Erlaß, in welchem er freie Religionsübung gestattete. Doch wurde jeder Gottesdienst von einem anwesenden Mitglied des Arbeiterrats oder einem Volksbeauftragten überwacht, der sich während der Predigt Notizen machte, um dann gegebenenfalls Anzeige zu erstatten. So ging die Revolution über die Kirche Ungarns hinweg. Kein Pfarrhaus blieb verschont von Untersuchungen, Drohungen und Strafen. Der Pfarrer wie seine Pfarrkinder mußten mit Todesangst jedem neuen Morgen und jeder neuen Nacht entgegensehen. So stehen jetzt viele Pfarren verwaist, viele Pfarrer sind verjagt, eingekerkert oder ermordet worden. Aber auch gegen die Schulen wurde in gleich gewalttätiger Weise vorgegangen. Die Kreuze, religiösen oder patriotischen Bilder wurden von der Wand gerissen. Es war verboten, in der Schule zu beten oder das Kreuzzeichen zu machen oder nur den Namen Gottes zu nennen. Weder geistliche noch patriotische Lieder durften gesungen werden, wie ja überhaupt in allen öffentlichen Lokalen letztere verboten waren. Statt dessen konnte man in allen Straßen, Schenken und Schulen die Arbeitermarseillaise hören. Als einmal der Volksbeauftragte Faber eine Töchterschule besuchte, um zu kontrollieren, wie die Lehrerinnen den Unterricht erteilten, verlangte er, daß eine Schülerin aus der Geschichte geprüft werde. Das sechzehnjährige Mädchen stand auf und hielt trotz der Anwesenheit des allgewaltigen Faber einen Vortrag voll Patriotismus und Frömmigkeit. Oskar Faber erbleichte vor Wut, und als das Mädchen zu Ende gesprochen hatte, fuhr er es so an:„Genossin, weißt du, daß ich das Recht habe, dich nach diesem Vortrag sofort aufhängen zu lassen? Was sagst du dazu?“ Das Mädchen, die Tochter einer angesehenen Familie, antwortete mit heroischem Bekennermut:„Ich weiß es, aber ich fürchte Sie nicht. Wenn Sie mich aufhängen lassen, werde ich in der andern Welt noch für Ihre Bekehrung beten.“ Diese Worte ergriffen selbst den harten Royling. Bleich und bebend vor Erregung sprach er vor sich hin: „Einen solchen Charakter habe ich noch nie gesehen“— und verließ die Schule. Aber wenn auch derselbe Kommunistengewaltige in einer Versammlung zu seinen Getreuen sagte:„Ihr wolli Pogrome(Nachstellungen). Gut, wenn ihr Pegrome woll, ich will sie zulassen. Aber ich will bis zu den Knien in dem Blute der katholischen Pfaffen waten können!“— und wenn dieser selbe Mann beim Eintritt in sein Amt erklärte:„20 Jahre habe ich darauf gewartet, meine Ideen verwirklichen zu können(Faber war ein abgefallener Kleriker), nun endlich ist die Gelegenheit gekommen, daß ich meinem Christus= und Gotteshaß freien Lauf lassen kann“— so war doch alles umsonst. Das Wort eines Kommunisten ist wahr geworden:„Der Kommunismus ist am Katholizismus, an der Religion gescheitert“. Aus dem Blut der Märtyrer ist wie einst neuer Samen des Christen tums aufgegangen. Eine Erneuerung des religiösen Leven ist in Ungarn angebrochen. Nie ist der Geistliche mehr mit seinen Pfarrkindern verwachsen gewesen als in dieser schten lichen Zeit der Not, und nie hat das Volk mehr und herr lichere Beweise seiner treuen und kirchlichen Gesinnung“ geben, als in den letzten Monaten und Wochen. Heute s die Ordensgeistlichen wieder zurückgekehrt, die Nonne“ wieder in ihren Klöstern geborgen, der Religionsuntertih ist wieder in die Schuken eingezogen. Die Kirchen fulle“ sich und die Beichtstühle sind umlagert. Bis vor die Tür h aus stehen die Gläubigen bei den sonntäglichen Gottediensten. Da sämtliche Religions= und Gebetbücher“ brannt werden mußten, macht sich augenblicklich hier“ Budapest und ganz Ungarn ein großer Mangel bemertoer Neutschsand fang behalter lichen Ma Auf ein erklärte Gra nischer Seite worden, wor tung deutsch Tarauf auf Donners Die s Ete Die allg tet mit einer Düsseldorf: 2 eine Vergeudr keine produkt den. Allein Millionen ge produktiv ver Millionen für präsidenten u Ministeriums viel Schlösser könnten. Generaldi tig: Die Betr zen Reihe vor nen sind. Bi ben stehen wiAbg. Mar den, duß die Vortreffliches kaufmännische stellt worden Gegen das ri serer Feinde ir ste Verwahrun Beträge für U neu. Das de ser behandelt Abg. Brüh wesen, die zu eigentum verh Tamit sch Entschließung Grundsätze für waltung der el angenommen. In der Eit daß auch der bührende Stell muß dem jurist werden. Reichsschatz Techniker ist# Wir wollen d bringen. Abg. Lav den Aufstellu genügend ver bau müssen men Abg. Sta gigen die Hau betriebe in E Abg. Jar umgestellt wei werden. 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Etat des Reichsschatzministeriums. Die allgemeine Aussprache wird heute eingeleitet mit einer Rede des deutschnationalen Abg. KochHüsseldorf: Auch in den reichseigenen Betrieben muß eine Vergeudung von Löhnen und Gehältern, denen keine produktive Arbeit gegenübersteht, festgestellt werden. Allein für Spandau ist die Summe von 200 Millionen genannt worden, die in dieser Zeit unproduktiv verausgabt worden ist. Im Etat werden 22 Millionen für den Bau einer Wohnung für den Reichspräsidenten und 20½ Millionen für den Neubau des Ministeriums des Innern gefordert. Wir haben so viel Schlösser, daß diese Summen erspart werden könnten. Generaldirektor des Reichsverwertungsamtes Weinzig: Die Betriebe sind noch belastet mit einer ganzen Reihe von Abschlüssen, die mit Verlust zu berechnen sind. Bei der Umstellung von dreißig Betrie ben stehen wir vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Abg. Maretzky(D. Vp.): Es muß anerkannt werden, daß die Betriebe unter der früheren Verwaltung Vortreffliches geleistet haben. Jetzt sind Fachleute und ##ufmännische Kräfte an die Spitze der Betriebe gestellt worden mit Gehältern bis zu 240000 Mark. Gegen das rücksichtslose und sinnlose Vorgehen unferer Feinde in den besetzten Gebieten legen wir schärfste Verwahrung ein, ebenso gegen die unerhörten Beträge für Unterhaltung der Ueberwachungskommissionen. Das demokratische Deutschland wird nicht besser behandelt als das kaiserliche Deutschland. Abg., Brühl(U. Soz.): Die Arbeiterräte sind es gewesen, die zuerst die Verschleuderung von Staatseigentum verhindern wollten. die allgemeine Aussprache. Eine Entschließung der Mehrheitsparteien, die bestimmte Grundsätze für die Fortführung, Auflösung und Verwaltung der ehemaligen Heeresbetriebe aufstellt, wird angenommen.4 In der Einzelberatung fordert Abg. Wieland(.), sshrende Sre.. luik im Schatzministerium die geBührende Elellung eingeräumt werde. Der Techniker muß dem juristischen Verwaltungsbeamten gleichgestellt #c# ichsschatzpinister Mayer=Kaufbeuren: Auf die Techniter ist befonders Rücksicht genommen worden. Wir wollen die Techniker auch in Verwaltungsstellen bringen. Abg. Laverenz(Duatl.): Die Techniker haben nach den Aufstellungen der Etats ihre Hoffnungen nicht genügend verwirklicht gefunden. Bei dem Wiederaufbau müssen sie eine hervorragende Stellung einnehbehauptet, daß die Unabhängigen die Hauptschuld daran tragen, daß die Staatsbetriebe in Spandau geschlossen werden mußten. um„eRes: Jaudt(Ztr.): Die Heeresbetriebe müssen so perden., daß Privatwerke nicht geschädigt Großverriebe haben gegenüber Kleinbetrieschlendert wird.; daß in ihnen viel Material versülhrungen die Arbeiterent, de sandelt in längeren AusHeresbetrieben. gassungen in den Spandauer Pick(Dem.) fordert für die besetzten Gebiete zu., Rbeigunde dringend Hilfe; die militärische Besung ist auch nicht notwendig, sie sät nur Haß, jedenfalls muß ihre Zahl herabgesetzt werden. . Der Ausschußantrag betreffend die Militärwerk#itten wird angenommen. der Haushalt des Reichsschatzministeerledigt. Donnerstag 1 Uhr: Etat des Auswärtigen Amtes. Schluß 6½ Uhr. Deutsches Reich. „lowie die Abgg. Löbe und Ulizka. den Geschäfte gehen auf das Staatsministerium über. ..— Weil der„Mainzer Anseiger“ verabsäumt hatte, eine gunz harmlose Theaterkritik der französischen Behörde zur strafe verurtesis.4eigen, wurde er zu 10000 Franes Geld* :: Die Verabschiedung der Generale Graf wärts“ vat der““: An die Redaktion des„Vorwoarto hal der Reichswehrminister Noske folgende Zeilen gerichtet:„Im„Vorwärts“ vom 18. Oktober einer Forms Perab schiedung zweier Generale in im angezeigt, von der ich weit abrücke. Wenn dort von„Herauswerfen“ des einen und„im #logen Bogen folgen“ des anderen gesprochen wird, so kann ich es nur verurteilen, wenn einer derartigen Weise von Männern gesprochen Auffassungen und Wege sich von meinen trennen, deren langjährige Friedens= und Kriegsdienste aber vor solchen Ausdrücken schützen müßten. Was det der#chen Teil der Notiz anbelangt, so entscheiüber die Verahe, ästdent nach Recht und Gesetz über die Veraoschiedung von Offizieren. a; Die Aufforstung Frankreichs. In der Zeit vom §. Oktober besuchten deutsche Forstsach# untex Führung von örtlich orientierten franzosischen Forstverwaltungsbeamten typische Punkte der zerstörten Forstgebiete in den Departements Maas und Aisne. Es hat sich dabei gezeigt, daß in den besichtigten Gebieten sehr erhebliche Aufräumungs= und Aufforstungsarbeiten zu leisten sind, nur im Zusammenhang mit den anderen Wiederherstellungs= und Aufbauarbeiten vorgenommen werden können. Lokal= und Provinzialnachrichten. im Auslande. * Alle Wiener Schulen sind infolge der Kohlennot in der Zeit vom 15. November bis 15. Februar 1920 zu schließen.—920 zu : Der aus Deutschland ausgewiesene russische Bolschewistenführer Radek ist in Poten wegen Aufreizung der Landarbeiter und Eisenbahner zum Generalstreik verhaftet woscben. 4 885 : In Amsterdam wurde eine internationale Konferenz der Staatsangestellten eröffnet. Anwesend waren Vertreter aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Schweden, Dänemark. Norwegen, Holland und England.% : Nach Schweizer Meldungen beabsichtigt Bulgarien die im Lande vorhandenen Vermögen seiner ehewaligen Verbändeten zu beschlagnahmen.(etner 65 : Der französische Ministerpräsident Clemeneean wird eine große Wahlrede, voraussichtlich in Straßburg, auf einer Rundreise durch Elsaß=Lothringen halten. ? Bei der Ersatzwahl in Boushouse(England) erhielt der Koalitionsunionist 9394 Stimmen, der Kandidat der Arbeiterpartei 6412, der Liberale Pringle 9422 Stimmen und wurde somit gewählt. Dies ist bereits die sechste Nachwahl, welche zu Ungunsten der Regierung ausgefallen ist. * Oesterreich: De erzwungene Verfassungsänderng. .: Die deutsch=österreichische Nationalversammlung hat jetzt die Verfassung nach dem Gebote der Entente geändert. Nach dem Gesetz wird Deutsch=Oesterreich gemäß dem St. Germainer Vertrage die Bezeichnung„Republik Oesterreich“ tragen. Ferner wird die deutsche Staatssprache, unbeschadet der den sprachlichen Minderheiten eingeräumten Rechte, festgelegt. Schließlich werden die Bestimmungen der Novemberverfassung und des Märzgesetzes, wonach DeutschOesterreich ein Bestandteil des Deutschen Reiches ist, aufgehoben. Der Großdeutsche Waber und der Sozialdemokrat Austerlitz gaben den schmerzlichsten Gefühlen aller Oesterreicher über die guedrückliche Festlegung der Auflösung eme g##en Deutschen deiche ausbruc. Soangenommen. d deses in dweiter und dritter Frankreich: Eine politische Verschwörung in EbsaßLothringen. ..: In Straßburg wurde ein großes neutralistisches KomKtoit entdeckt. Die Straßburger Blätter bringen spaltenBielefeld, den 24. Oktober 1919. — Wichtig für Empfänger von Heeresbezügen. Es wird daran erinnert, daß die Zahlung der Heeresbezüge(Militärpensiomen, Renten, Hinterbliebenenbezüge) für den Monat Novemiber bereits am 29. Oktober bei den zuständigen Postanstaltten stattfindet. Die pünktliche Abhebung der Bezüge an diessem Tage ist durchaus erforderlich. —(Ausbildung von Vorturnern. Der Minden=Ravensberger Turngau— Kreis 8a, Westfalen und Lippe— der Deutschsen Turnerschaft veranstaltet zwecks gründlicher Ausbildungg von Vorturnern am 8. und 9. November in Bielefeld in der Halle der Turngemeinde„Arminia“ einen Turnkursus. Praktische Ubungen und Vorträge werden von morgenis 8 bis nachmittags 5 Uhr bei einer einstündigen Mittagsspause abwechseln. Vereine bis zu 100 Mitglieder können einen, solche über 100 Mitglieder 2 Vorturner zur Teilnalhme an dem Kursus entsenden. Der Gau vergütet jedem Teilnehmer viermal die Fahrkosten, eventuelle weitere Beihilfien müssen die Vereine tragen.— Mundvorrat ist mitzuhringen, im Jugendheim der Turnhalle wird während der Miltlugspause eine Tasse Kaffee bereit gehalten. — Flüchtlingsfürsorge. Der Ortsausschuß des Stadtkreises Bielefeld für die Flüchtlingsspende und Rückwanderterhilfe versendet in diesen Tagen an zahlreiche Bielefelder Bürger Aufrufe mit der Bitte, die oft bewährte Opferfreeudigkeit noch einmal zu beweisen und für unsere Brüder und Schwestern, die von Haus und Hof vertrieben sind undd fast ihr ganzes Hab und Gut wegen ihrer deutschen Abstammung und Gesinnung verloren haben, namhafte Beträge zu zeichnen zur Linderung der schweren Nöte und Sorgen, denen diese Flüchtlinge ausgesetzt waren und dauernd noch sind. Wir zweifeln nicht daran, daß jeder nach Kräften gern seine Galbe beiträgt, damit wenigstens die besonders drückenden Nötte beseitigt oder gemildert werden. Bielcefeld hat bereits eine ganze Anzahl von Flüchtlingen(aus Elsaß=Lothringen aufgenommen; man braucht diesen Alrmen nur einmal ins Auge zu sehen, dann kann man ihrren Schmerz begreifen und wird willig dazu beitragen, daß ihnen die Neugründung eines bescheidenen Haushalltes bald ermöglicht wird. Haupotsammelstelle für diese Spende ist die Stadt=Sparkasse; weer einen besonderen Werbebrief vom Ortsausschuß nicht erhalten hat, wird gebeten, seine Gabe auf der StadtSparkassie während der Dienststunden von 8½ Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags abzugeben. Fiür„Durchhalten" des Aufwärts gingen weiter ein: Von Diaikonisse M.., Kottbus, 3 M; M.., Lübeck, 5 M Frau., Büsum, 2 M; H.., Treptow,.15 J; E. Fl., Neuwarp, 5 A; Pfarrer W.., Kleinlaufenburg, 3 M; J.., Koln=Deutz, 2 AA; Frau., Forsthaus Mölkjar, 5 A; Frau M.., Breslau, 4 M; Frau M. K. Retzen a. Aenzen, 10 M; H. L. Sch., Kirtorf, 5 J; Pastor G.., Niederwiera, 2 M; Studienreat., Gütersloh, 16,20 M; P.., Gelsenkirchen, 4 M; Freau A.., Göttingen, 3 J;., Niederlößnitz, 6 M; Frau A.., Plauen, 5 A; Kaufmann W.., Winnenden, 10 K; Pastor., Stapelmoor, 5 M; S.., Dümpten b. Mülheeim, 10 M; G.., Gelsenkirchen, 5 A; Lehrerin M. Sch., Dortmund, 10 A; W.., Hartum, 2 AA; Schw. S. Eschwege, 3 M4; Pastor H.., Witten(Ruhr), 10 MA; Dipl.= Ing. A. St., Magdeburg, 1 A; Frau P.., Düsseldorf, 10 A; Ffrau M.., Schmölln(.=.), 3 J. Herzlichen Dank! Wer hilft weiter? Für den Irnhalt verantwortlich: W. Kraa, Bethel.— Druck und Verlag: Drruckerei Bethel bei Bielefeld. Fernruf 74, Amt Bielefeld. Alle für diie Redaktion bestimmten Zuschriften sind zu richten nach Bielefeld.(Schließfach 141. Alles, was die Expedition betrifft, alle Inserate und Geldsendungen an die Geschäftsstelle: Missionar Heienbrok, Bethel bei Bielefeld, Postscheckkonto 7382 Hannover. Hierüber spricht am Sonnabend, den 25. Oktober, abends 8 Uhr, MRlagsabgeerundter S. Badjann, Syudikus der Handwerkskammer in Bromberg in Bielefeld, Hotel Vereinshaus(großer Saal). Deutsch-nationaler Volksverein Bleleteld und Gadderbaum. Für Deckung der Unkosten wird am Saaleingang ein Eintrittsgeld 22 80 Pig, erhoben. Margarine. nengen“ Sonnabend voriger Woche rollenden Margarineheute nich.; is jetzt nicht eingetroffen, so daß die Ausgabe in den beginnen kann. Der Beginn des Verkaufs wird nächsten Tagen bekannt gegeben. Bekanntmachung betr. Kartoffeln. Mehrfach nach hier gerichtete Anfrageen lassen erkennen, daß bezüglich des Bezugsscheinverfahrenss sowohl bei den Kartoffelanbauern wie bei der bezugsscheiinberechtigten Bevölkerung Unklarheit herrscht. Ich gebe deshalb bekannt, daß die unterm 30. 9. 1919 erlassene und im Haller Kreisblatt vom 30. 9. 1919 veröffentlichte Anorrdnung betr. Kartoffeln, zu welcher von der Provinzialkarttoffelstelle unterm 8. d. M. verschärfte Bestimmungen erganigen sind, noch in Kraft ist und eine Aushebung derselben nicht erfolgen wird. Mit einer Lieferung auf Bezugsscheine ist daher nicht zu rechnen. Der Vorsitzende des Kreisausschusses Halle i. W. gez. Noehrig. 51 Jahre alter Gärtner, der auch Beamtendienste überne men kann, früher längere Jahre in der Inneren Mission lätia, Jucht dauernde Stellung unter bescheidenen Ansprüchen. Man Selter, Gangloffesömmern, Bz. Ersurt. z. Zi. Zeitz, Voigtstr. 27. BilligeUhren Magistrat Vielefeld. Srelngotg hauptsächlich Hartholz,—2,5 m oder 18. 23 cm lang, zur Lieferung an städt Behörden gegen Kafe gesucht. Auf käufer gesucht. Holzhandlg. Wilmking, Sütersloy 1. Westf. Tel. 106. Vorstehendes bringen wir mit dem Wemerken zur allgemeinen Kenntnis, daß die Provinzial=Kartoffelstelle in Münster, wie schon in unserer Bekannntmachung vom 15. 10. erwähnt ist, die Ausstellung von Kartoffel=Bezugsscheinen auf die Überschuß=Kreise der Prrovinz Westfalen untersagt hat, bis die in Frage kommendem Lieferkreise die ihnen auferlegten Zwangslieferungen und 30 Prozent sichergestellt haben. Es hat daher vorläufig absolut keinen Zweck, sich weiter um die Bezugsscheine für Kartoffeln aus Westfalen zu bemühen. Wir empfehlen daher jedem, seine Kartofffeln, wenn seine Nummer an der Reihe ist, von den betr. Verkaufsplätzen abholen zu lassen. Dee: Magistrat. echt Silber 36,— Nickel... 25,— Weckuhren 10.— Alles Friedensware. Bernh. Dierse, Renteistr. 7. Zerrissene Vollne, Baumwollne, Seiden, Flachs werden schnellstens reueciert bei Altstädter=Kirchstr. 20. Steien Angebote haben im„Aufwärts“ sehr oft Erfole. Neu-Eingänge in Modellen für Hierbst u. Winter in Damen-Mänteln, Jäcken-Kleidern, laillen-Kleidern, Kostümröcken u. Damenblusen. Morgenröcke aus Flauschstoffen und Wolle 9800 12800 19500 Morgenröcke aus Seide, in hell- und dunkelfarbig und geblümt 16800 29000 S 8500 Blusen und Wolle. . kariert und 4900 6800 g500 in Seide und Wolle schwarz, einfarbig, kariert und geblümt Blusen de chine Volle kon, in nellen u. Farben 12500 16800 19800 in Crépe de cnine, volle,Ninon und Chinon, in hellen u. dunklen Farben Preiswerte Pelzmäntel und Mäntel halb auf Pelz gefüttert in grosser Auswahl. Kinderkleider in Wolle, blau, kariert und rot Kittelform m. Tresse 7800 g500 Kinderkleider in Seide u. 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