Einbuße zu erleiden. Für die kommenden langen Winterabende empfehlen wir das Studium von guten Bienenbüchern und Bienenzeitungen. Das Illustrierte Lehrbuch der Bienenzucht von J. G. Beßler, Preis 3 Mk., Verlag von W. Kohlhammer, Stuttgart, wird jedem Imker und Anfänger ein treuer und licherer Berater und Führer sein. Jilchzucht. Der Seehecht. Wie schon der Name sagt, gehört der Seehecht zu den Seefischen. Die ganze Gestalt des Fisches, besonders der spitze, flache Kopf, der nur wenig seitlich zusammengedrückte Körper und der etwas abgesetzte Schwanzstil, geben ihm eine gewisse Ahnlichkeit mit dem bekannten Süßwassercäuber. Der Seehecht ist ein Angehöriger der großen Familie der Schellfische. Der Körper ist vorn fast von kreisrundem Querschnitt und erst im Schwanzteil stärker zusammengedrückt; die Gesamtform ist schlanker als die der anderen Angehörigen der Schellfischfamilie. Weitere Kennzeichen der Art sind die llangen scharfen Zähne und die schwarze Schleimhaut, die Maus Oben: Seehecht. Unten: Flossenstellung des Flußhechtes. und Leibeshöhle auskleidet. Die Oberseite ist grau= bis bräunlich=schwarz, die Seiten sind heller, der Bauch ist silberweiß. Der Fisch hat kleine Schuppen, die sich gut entfernen lassen. nötigenfalls unter Wasser. Die Augen sind goldglänzend. Die in den Handel kommenden Fische sind meist zwischen 40 Zentimeter und 1 Meter lang und wiegen von 1 bis zu 6 Pfund. Die kleinen Fische sind jedoch etwas weichlich im Fleisch, so daß denen von 3 Pfund aufwärts der Vorzug zu geben ist. Der Seehecht ist im nördlichen Teile des Atlantischen Ozeans und in der Nordsee recht bäufia. Im Preise steht er meist etwas höher als Kabeljau und Schellfisch. Diese Bewertung ist auch insofern richtig. als der Seehecht unzweifelhaft einer der feinschmeckendsten Fische der Gruvpe ist, weder tranig noch weschlich (bei richtiger Größe) schmeckt und auch keinen aufdringlichen „Seegeruch“ hat. Die Verwendungsfähigkeit des Seebechts in der Küche ist demgemäß sehr groß und er vaßt sich jeder überhaupt gebräuchlichen Bereitungsweise an. A. Wulf. Kürbisgemüse mit saurer Sahne. Die feingeschnittenen Kürbisstücke werden eingesalzen und nach einer Stunde ausgedrückt. In einer Kasserole läßt man reichsich Butter zergehen, legt die Kürbisstücke hinein, läßt sie unter stetem Rühren darin anziehen, stäubt einen Löffel Mehl darüber, fügt etwas Essig dazu und läßt ant weichdämpfen. Wenn das Gemüse weich ist, giebt man eine kleine Tasse saure Sahne dazu, läßt nochmals auffochen, schmeckt ab und verfeinert beim Anrichten mit 6 bis 8 Trovfen Maggis Würze. Passendes Gemüse zu gekochtem Rindfleisch. Schweinskateletten. Schnitzeln. Einfache Haferflockenplätzchen. Man rühre 200 Gramm Zucker mit einem Ei und 60 Gramm Butter schaumig und füge hierauf den Saft und die fein gewiegte Schale einer Zitrone und 250 Gramm Haferflocken hinzu. Aus dieser Masse forme man kleine Knaeln und backe sie bei mäßiger Hitze. Dieses Haferflockengehäck schmeckt ähnlich wie Nußmakronen. Zwetschaeumns.(Kleinere Portion). Wer nicht so viel Zwetschaen hat, daß er sie in einem großen Kessek ohne Zucker 12 bis 24 Sturden kocht der foche unter beständigem Nühren 10 Pfund entkernte Zmetschaen. 1 Pfund Zucker. 20 bis 30 Gramm ganzen Zimt und 2 bis 3 Nüsse mit der grünen Schale etwa 6 Stunden lang auf schmachem Feuer. Das Muß wird dann in Tövfe gefüllt und wenn sich eine Glasur gebildet hat. gießt man etmas Branntwein darauf und bindet es gut zu. Roter Apfelwein. Wenn man dem Apfelmost gestoßene Schlehen(Früchte des Schieedorns) zusetzt und zwar 12 Liter auf das Hektoliter, so erhält man einen Apfelwein von präch tiger roter Farbe. Die Schlehen verbessern überhaupt den Geschmack des Mostes und erhöhen seine Haltbarkeit. Kartoffeln zur Aufbewahrung auslesen. Es ist Pflicht, alle verfügberen Vorräte, auch die kleineren Hausbaltungsvorräte, tauglich zu erhalten. Sie dürfen nicht infolge falscher Behandlung verderben. Die vollkommene Gesundheit der zur Aufbewahrung bestimmten Kartoffeln ist die erste Bedingung für ihre Haltbarkeit. Sie müssen gleich nach dem Einkaufen sorgfältig verlesen werden. Alljährlich finden sich unter den geernteten Kartoffeln angefaulte Knollen. Da zurzeit der Versand vielfach auf Schwierigkeiten stößt und verzögert wird, konnte auch in sorgfältig verlesenen Kartoffeln während der Versendung noch Fäulnis eintreten. Bei dem raschen Absatz war ein neues Verlesen nach dem Ausladen wohl meistens nicht mehr möglich. Der Käufer wird also immer einige schlechte Kartoffeln in seinem Vorrat finden. Es liegt in seinem eigensten Interesse, vor dem Aufbewahren aufs sorgfältigste alle kranken Knollen auszulesen. Sie bilden eine ständige Ansteckungsgefahr für die gesunden. Die kranken Knollen sind, zumal wenn ihnen Erde und Schmutz anhaftet, nicht immer leicht zu erkennen. Erde und Schmutz ist daher nach Möglichkeit durch Abreibung zu entfernen. Gummibadekappen zu verwahren. Ist die Zeit des Radens im Freien vorüber, so kommen die Badekavven ins Winterquartier, wo sie verbleiben, bis die Sonnenstrahlen des nächsten Sommers die Besitzerin wieder zum Baden locken. Nun dürfen die Badekavven aber nicht einfach in den Kasten gelegt werden, oder tragndeno einen Rlatz bekommen. die Resitzerin der Badekavve dürfte sich im kommenden Jahre nicht wundern, wenn geworden wäre. wird var dem Meglegen mit Glyzerin eingefettet, in ein weißes altes Stück Leinen eingeschlagen und fortgeleat. Am besten vorwahrt man sie in einem kleinen Gasten, damit sie nicht gedrückt wird. Wer seiner Badefanve diese geringe Mühe zuwendet, fann se niele Jahre hindurch gebrauchen. Sie wird vollkommen wasserdicht bleiben und keine Risse oder Bruchstellen aufweisen. Gesindbeifsuffege. Bei Schlagaderblutungen strömt oder spritzt bestrotes Blut unaufhaltsam, stotzweise aus der Wunde und es kann dann in kurzer Zeit so viel dovon au daß der Verwundete sich Deshalb ist hier die schleunig und die Benachrichtigung e tes notwendig.— Die Sd blutung hört nicht auf. n Munde nur einfach zugehun sie kann nur durch schnesse Hilfe gestillt, jedoch einstmei Zusammendrücken der Schlag gen einen darunter liegend chen gehemmt werden. I## Falle, auch wenn der Hilf üßer die Art der Blutung in sein sollte, erhehe ein He (Kliedmaßen) das verletzte 0# nicht auch der Knachen gebr rasch so steil als möglich in während ein anderer, wie gegeben, anleat; wenn#d. Alutung steht. so ist entweder Mutader verlekt, oder es ge Schlagader in der Wunde a Knochen anzudrücken. Drinunaufhaltsam das Blut di Nerband so muß ein Mann Fingern den Stamm der auf Schlagader oberhalb der Wu dem Herzen. an einer a Stelle gegen den darunter Knachen zusammendrücken und darauf. wenn möglich, eine Adervresse anlegen. oder die Ankunft des Arztes abwarten. Die Adervresse wird am Arm in der Mitte des Oberarms angelegt (s. obige Figur). Wesider ür e Sicer e Sce Herausgeber: W. Kohldammers Verlag in Stuttgart. S 8S2 S 5 ## 3 Gratisbeilage zur„Volkswacht". von der gesundheitlichen Bekömmlichkeit des Obstgenusses. Von Emil Gienapp, Hamburg. I. Nicht nur für die Anhänger der vegetarischen Ernährungsweise ist der größte Teil unserer heimischen und fremdländischen Obstfrüchte ein geschätzter Träger wichtiger körverlicher Nährstoffwerte, sondern auch für die Fleischkostesser ist ihr Genuß in jeder möglichen Speiseform ein diätetisch ebenso bekömmliches wie notwendiges Nahrungsmittel. Kommt für den erstgenannten Verbrauchszweck insbesondere der allen Obstfrüchten mehr oder weniger eigentümliche Gehalt an Saft und Säure, Eiweiß und Fett, Zucker und Stärke als wertvolle körperliche Aufbaustoffe in Betracht, so ist der Obstgenuß für alle Fleischkostesser und unter diesen wieder für alle Personen mit sitzender Berufsarbeit und geringer körverlicher Bewegung insofern von wichtiger gesundheitlicher Bedeutung, als die im Obste vorhandenen Alkalien die notwendige Neutralisierung der sich beim einseitigen und täglichen Fleischgenusse leicht bildenden organischen Säuren herbeiführen, das Blut dünnflüssig erhalten und dadurch auf das körperliche Allgemeinbefinden in sehr günstiger Weise einwirken. Von Menschen mit dickflüssigem Blute sollte deshalb dem Obstgenusse ganz besonders zugesprochen werden. Hinzukommt, daß den meisten Obstfrüchten infolge ihres aromatischen Geschmackes und ihres verschiedenartigen Saft= und Säuregehaltes auch eine durststillende und abpetitanregende Wirkung eigen ist, so daß sie auch in dieser Beziehung der gesunden körperlichen Ernährungspflege wertvolle Dienste leisten. Diese Erkenntnis der vielseitigen gesundheitlichen Förderung durch Obstgenuß hat denn auch in den letzten Jahren erfreulicherweise dazu beigetragen, daß gegen früber der Obstgenuß erheblich zugenommen hat. Im Interesse der gesunden Volksernährung ist es außerordentlich erwünscht, daß die Quellen des heimatlichen und fremdländischen Obstbaues künftig so gewaltig und billig schövfen möchten, daß auch die minderbemittelte Bevölkerung sich zu jeder Jahreszeit den Obstgenuß als tägliche Nahrungszugabe leisten kann. Andererseits ist es aber auch eine allbekannte Erfahrungstatsache, daß ein übermäßiger und unzeitiger Genuß der einen oder anderen Obstart als Folge ihres verschiedenen Säuregehaltes und der dadurch bedingten mehr oder weniger großen Darmreizung leicht bedenkliche gesundheitliche Schädigungen hervorrufen kann. sodaß insbesondere bei Fruchtkuren niemals die Vorschrift des Arztes umgangen werden sollte. Für den Kurgebrauch dürfen nur solche Fruchtarten gewählt werden, deren chemische Substanzen auch wirklich ein Mittel zum Zwecke sind und schließlich nicht das Gegenteil vom Gewollten im Gefolge führen. Immer aber bleibt es eine unbedingte Voraussetzung, daß für den Rohgenuß bestimmte Obstfrüchte ihre normale Reife und damit ihren Höchstgehalt an Zucker und aroOktober Nr. 1. 1925. matischer Würze besitzen. Denn unreifes Obst wirkt durch seinen übermäßigen Säurengehalt in hohem Maße schädigend auf den Darm, sodaß sein Genuß bei verdauungsschwachen Personen, insbesondere aber bei Kindern, fast immer Durchfall und schwere Darmentzündungen hervorruft und deshalb streng vermieden werden sollte. " V i e l u m s t r i t t e n i s t d i e F r a g e, o b d a s O b s t m i t o d e r o h n e Schale gegessen, gesundheitlich wertvoller und zuträglicher ist. Es mag zugegeben werden, daß die schmutzigen Ablagerungen auf der Obstschale als gefährliche Krankheitserreger in den Darm gelangen können; andererseits gibt aber auch das Schälen des Obstes durchaus keine Gewähr dafür, daß diese Gefahr ausgeschlossen ist, da während des Abschälens auch schon wieder die geschälte Fläche mit allen möglichen Schmarotzern infiziert werden kann. Jedenfalls gehen aber mit dem Abschälen auch die gerade in und unter der Schale aufgespeicherten Aromastoffe und damit der feinwürzige Geschmack des Obstes verloren. Ein kräftiges Abwischen der Früchte mit einem angefeuchteten groben Tuche dürfte deshalb der Regel nach vollauf genügen, die Forderungen der Appetitlichkeit und der Reinlichkeit, sowie der gesundheitlichen Vorsicht zu erfüllen. Nur wo es sich bei Apfel und Birnen um Sorten mit besonders harter Schale handelt, hat das Abschälen im Interesse der besseren Verdauung seine Berechtigung. Für den Obstgenuß am meisten in Betracht kommen die kernfrüchtigen Apfel und Birnen: neben den gesundheitlich wertvollsten sind beide auch die volkswirtschaftlich wichtigsten deutschen Baumfrüchte. Diätetisch hat hierbei der Apfel vor der Birne insofern den Vorzug, als er bei zirka 0.8% um rund 0.6% säurehaltiger als jene und dadurch leichter verdaubar ist: auch für die Blut= und Knochenbildung wirkt er mit seinem größeren Alkalienreichtum gesundheitlich vorteilhafter als die Birnfrucht. Dagegen sind letztere, wenigstens bei völliger Genuß=(Lager-)reife, mit zirka 80% Wassergehalt ungleich saftreicher und infolgedessen ausgezeichnete Durststiller: auch sind sie sättigender als Apfel und deshalb in nährwertiger Beziehung diesen überlegen. Ein übermäßiger Genuß von Birnen kann jedoch infolge späterer starker Harnabsonderung für Blasenleidende unangenehme Schmerzen hervorrufen: dasselbe gilt bezüglich der Darmtätigkeit, wenn das im Vergleiche zum Apfelfleische mehr Zellulose enthaltene Birnfleisch und die im allaemeinen härtere Schale nicht ordentlich zerkaut werden. Zu lebensgefährlichen Erkrankungen kann es aber führen, wenn nach übermäßigem Birngenuß Wasser getrunken wird: der dann in den Verdauungsorganen plötzlich hervorgerufene starke Gährungsprozeß hat schon mehr wie einmal totbringende Folgen gehabt. Eine weitere schätzbare Obstart sind die ihrer Gestaltung nach in Apfel= und Birnquitten unterschiedenen Quittenfrüchte Sind sie auch wegen ihres etwas herben Geschmackes für den Rohgenuß nicht sonderlich beliebt, um so größer ist ihre gesund heitliche Bekömmlichkeit in gekochtem und eingemachtem Zustande als Kompott, Marmeladen, Pasteten und Gelees zubereitet. Als ganze oder geteilte Früchte in Zucker und Essig eingemacht, sind sie von appetitanregendem Geschmack, für die Verdauung sehr fördersam und insbesondere für Nierenkranke eine zweckmäßige und heilbringende Diätkost. Verschiedene gewerbliche Mitteilungen. Die Holzteile der landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte sind vor Fäulnis zu schützen. Alle Risse sind mit gekochtem Leinöl zu streichen und mit Glaserkitt auszufüllen. Vor allem sind die Maschinen im Herbst, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, gründlich zu reinigen, womöglich mit warmem Wasser, wobei sie auseinander genommen werden müssen. Die anhaftende Schmiere wird mit Sägespänen abgerieben, der Rost mit Petroleum. Zeigen sich notwendige Reparaturen, so sind diese noch im Herbst vorzunehmen und nicht erst im Frühjahr. Werden die Eisenteile der Maschinen dann auch gegen Rost geschützt und trocken aufbewahrt, dann ist beste Gewähr für ihre Dauerhaftigkeit gegeben. Fils auf Holz wird am besten mit gutem Kölner Tischlerleim aufgeleimt. Letzterer läßt sich auch auf Metall benützen; besser ist aber für Metall ein Kleister aus reinem Roggenmehl und Wasser mit venetianischem Terpentin zu einer dickflüssigen Masse angerührt. Schnelles Trocknen zu einer harten Masse wird durch einen Zusatz von pulverisierter Kreide erzielt. Vorteilhaft für eine innige Verbindung ist es, wenn Metallflächen etwas aufgerauht werden können. Vorsicht beim Löten von Tanks. Obgleich in Fachzeitschriften fast dauernd zur Vorsicht beim Löten von Tanks gemahnt wird, und infolgedessen auch von zuständigen Handwerkern alle Vorsichtsmaßregeln getroffen werden, treten doch immer Fälle ein, in denen aller Sorgfalt zum Hohn Explosionen erfolgen. Am 6. Juni ds. Is. ereignete sich in Wiesbaden beim Löten eines Motorradtanks für 9 Liter Inhalt eine Explosion, die den Klempner an der Hand, zum Glück, nur leicht verletzte. Das Ablaßhähnchen war undicht. Der Klempner spülte jedoch vor dem Löten den Tank gründlich mit kaltem, dann mit warmem Wasser und glaubte damit seine Schuldigkeit getan zu haben: trotzdem füllte er den Tank mit kaltem Wasser fast ganz voll, sodaß er die Lötung ruhig vornehmen zu können glaubte. Als er nun mit dem Lötkolben am Ablaßhähnchen einige Striche gemacht hatte, gab es einen Knall und das Hähnchen wurde fortgeschleudert. Bei näherer Untersuchung wurde festgestellt, daß in dem winzig kleinen, scheinbar luftleeren Raum zwischen Hahn und Wasserspiegel sich Benzingase angesammelt hatten, die beim Erwärmen durch den Lötkolben entzündet und zur Explosion gebracht wurden. Es empfiehlt sich daher, derartige Gefäße erst längere Zeit mit laufendem Wasser durchzuspülen, mit warmem Wasser oder Dampf auszubrühen, und kurz vor dem Löten bis an die zulässige Grenze(Hahn oder Füllpfropfen) wieder mit kaltem Wasser zu füllen. St. Acker- und Wielenbau. Das Jauchen ist besonders wirksam, wenn zwischen den Reihen durch Einstecken des Spatens und dem Hin= und Herbewegen des Spatenstiels handbreite klaffende Schlitze geschaffen und mit Jauche gefüllt werden. Ein Spatenstich Erde deckt den Spalt zu und verhindert das Entweichen des Ammoniaks. Wann soll Chilisalpeter und wann soll schwefelsaures Ammoniak gebraucht werden? Chilisalpeter enthält 15—16% Stickstoff in schnell wirkender Form. Er wirkt daher äußerst schnell, aber nicht lange, da der Regen ihn schnell in den Boden verwäscht. Er darf nicht zu stark angewandt werden, da er sonst Lagerfrucht hervorruft, er soll nicht bei Tau ausgestreut werden, da er sonst ätzt. Schwefelsaures Ammoniak enthält bis 20% Stickstoff in langsamerer, aber länger wirkender Form, sein Stickstoff muß erst im Boden in Salpetersäure umgewandelt werden. Man braucht also Chili, um schnell und rasch zu treiben, um im Frühjahre schwache Saaten schnell voranzubringen, zu Frühgemüse usw. Es muß stets zur bereits wachsenden, also direkt aufnahmefähigen Pflanze gegeben werden, niemals zur Saat. Schwefelsaures Ammoniak dagegen gibt man, um langsam und andauernd zu nähren, es kann bereits vor der Saat untergebracht werden. Moosvertilgung auf Wiesen. Ist die Wiese trocken, so kann auch noch im Vorwinter kräftiges Durcheggen behufs Moosver* 8 6 * □ 3 B e *"..- S* B S550 S Sas S 9• S 2 SSE 85 5 8 S 53 ∆ c 8 9 5# 8 SSSSSS O R5 Suß EF,E * S55 S JSooS 25 S. S 5Sn B SEE Oerenss * m SSSgES S8 SSEEE E S89.E „SGS 5 n 2:* S SE E E • cchxEES S TFrBPSS E9yS°KS“ OBNSUUG ·U 5EE S 60 8 3e 5 S " 2— 5 2 2 S 8 2GS " 63 * S 0 * S S5 S 9 8 825 .2 O S•5 5 S S• S S S BSS• ## 22 ## E S s 92 # S E PIL; S 9• E S6 3= 80: 10 2 * S 2 2 * B 8 9 S#n # SwmEAnn a am 5 8 9 0 " □ ** S 0 1 S S 8 S S 5 9— 6 S 9 65•— 2 * S e g a S/ SHE SEEEUTS BBAAE 5* E•* 93 a T 25 S 5 E 55 S 8 * * 5 V.9 E RO 5 8 B S ½ * 69 E SuE S 382 2 E T.s S E8• " S 22 85 * B oEIE S###a: 2 FSESAE GS5SLE E 5.E * S 2 s* E 55 S#E G Sots be 20 S.2 E** S• # R% S 122. 5 B 8 8 5 *S S ## 5. 2 25R 95 S ESE S#g Fop6 E 28: 9 2 PSoE 9 SS8 * 5 2 S.S e ** 5 92 5 2 E. 5 22 5. P S — 5 S 8 S„*** S 320TE *mbnE *.— 2aE S 8 5 OEEE 8 89en ie 22 * S 85 EopEE ###g B.% s— S% 30EE S• s.* 5# 2 S 9 2 8 28 * . 2* S 5 5 3 # S E 8 5 3aE 9 5 8 3 8“ 3 28. 2 2 S-85. G.JoE sSar S SEG S 5 = 5— 5 ES-G „E•P1 □ * * S 2 # 2 " 59. S 8 99 27 * 92— * P S S 5 4 S5 6• 9 55 S 6 5 5 S 52 S- bgR. 8 S.— 6 8 8 S S 8 S 3: 8# S # 5 5 9 E S S• S 1# 2 25 # 6 a* a! 5 E So S. S 8 S:e SSSSE.5. S E8e- 558 *"*.. „SOSETAS"E S ESSPSGGE. W#g S 9 g 535 0 SS S 2— 28 5— S 8 5 S Ssten PJu: S SEE. — K. 5SS S 9.5 5 SSgS2oEE K* 5 s SsOgE 55 55 2 BESela S# OEEgURSESTTEE S00SBBDIHURSRSER SSS5DEE SE5E 85859 SE Se S 6 S 8. 2 2c 8— ## 8 Diehzuch tilgung zur Ausführung gelangen, denn oft findet sich im Frühjahr ungünstiger Witterung halber oder aus Zeitmangel hierzu wenig Gelegenheit, und doch ist bei feuchten Wiesen die Vertilgung des Mooses nächst der Düngung die wichtigste Arbeit. In vielen Fällen sogar hat auf solchen Flächen die Düngung überhaupt nur dann einen Wert, wenn ihr ein kräftiges Eggen vorausgeht. Obst- und Gartenbau, Blumenpflege. Auch der Obstbaum verlangt, wie alle Kulturpflanzen, einen gut zubereiteten, lockeren Boden, wenn er sich rasch entwickeln soll. Löcher, die kaum so groß sind, daß nur mit Not die Wurzeln darin Platz haben, tun's nicht, es sind vielmehr Gruben von 1,50 Meter Breite und 60—80 Zentimeter Tiefe herzustellen. Steine und ganz schlechte Erde sind zu entfernen und durch besseren Boden zu ersetzen. Der Pfahl soll immer in die leere Grube gestellt und diese, wenn es die Verhältnisse zulassen, schon einige Wochen vor dem Pflanzen eingefüllt werden. Beim Einfüllen werden Erde, Kompost und Kunstdünger am besten miteinander gemischt. Ist man genötigt, sofort zu pflanzen, was bei der Herbstpflanzung häufig der Fall ist, dann wird alle Erde eingefüllt und oben eingeebnet. Soweit die Erde geht, macht man an den Pfahl ein Zeichen mit Bleistift, nimmt jetzt so viel Erde um den Pfahl weg, als nötig ist um die Wurzeln bequem einbetten zu können und stellt nun den Baum so neben den Pfahl, daß der Wurzelhals in gleiche Höhe mit dem am Pfahl angebrachten Zeichen kommt. Wurde das Erdmaterial der Grube nicht nennenswert vermehrt, so muß auf diese Art, nachdem der Boden sich gesetzt hat, der Baum richtig stehen, d. h. Wurzelhals gleich Erdoberfläche. Zeit und Witterung für die Einwinterung der Gemüse. In den meisten Gärten wird mit der Einwinterung zu früh begonnen. Sobald ein geringer Frost das Nahen des Winters anzeigt, glaubt man nichts Eiligeres zu tun zu haben, als die Gemüse aus dem freien Lande zu nehmen und in Sicherheit zu bringen. Die meisten Gemüse, mit Ausnahme von Gurken, Kürbis, Tomaten und Bohnen, halten mehr Kälte aus, als allgemein angenommen wird. Ein Frost von 3—4 Grad Celsius schadet im allgemeinen nichts; im Gegenteil, er trägt zur Abhärtung der Gemüse wesentlich bei und bringt die Vegetation zum Stillstand. Bei den Wurzelgewächsen hält zudem das Laubwerk den Frost von dem Erdboden ab. Man sollte sich niemals an einen bestimmten Termin binden, denn in dem einen Jahr setzt bekanntlich der Winter früh, in dem anderen Jahre spät ein. Sind größere Mengen von Gemüsen einzuwintern, so darf nicht bis zum letzten Augenblicke gewartet werden, da sonst die Gefahr vorliegt, daß bei der umfangreichen Arbeit diese selbst nicht sorgfältig genug ausgeführt werden kann. Man beginne alsdann beizeiten, im Durchschnitt Anfana November, mit den Wurzelgewächsen, weil das Herausnehmen derselben die längste Zeit in Anspruch nimmt, und schließe diesen die übrigen Gemüsearten an. Das Spargelkraut wird nicht früher abgeschnitten, als bis es im Absterben begriffen ist, oder vom Frost getroffen wurde. Alles trockene Kraut von Bohnen, Gurken, Tomaten und Spargel 2c. wird am besten an Ort und Stelle verbrannt, denn meistens ist es doch krank und von mancherlei Pilzen befallen, welche am sichersten durch Feuer vernichtet werden. Alpenveilchen. Die Alpenveilchen in ihrer verschiedenen Form und Farbe gehören unstreitig zu unsern schönsten Zimmerblumen. Leider hört man aber häufig, daß sie, einmal abgeblüht, nur sehr schwer zu frohem Wachstum und zu neuer Blüte zu erziehen sind. Wo das aber der Fall ist, liegt es nur an einer verkehrten Behandlung. Nach dem Verblühen bedarf die Pflanze einer Ruhezeit. Aber nicht plötzlich darf man das Bewässern einstellen, sondern nur ganz allmählich. Wenn die Knolle dann gegen Ende Juli das Wachstum völlig eingestellt hat, nimmt man sie aus dem Topf und pflanzt sie in ein Beet mit milder, nährstoffreicher Erde. Vor starker Sonnenbestrahlung ist die Knolle zu schützen und anfangs nur sparsam zu gießen. Gegen Schluß des September hat die Zwiebel ein neues Wurzelnetz getrieben und wird nun wieder in einen Topf mit guter Komposterde gepflanzt und hereingenommen. Je älter die Zwiebel ist, um so später fällt im Frühling die Blütezeit, wohingegen aber die Blütenmenge bei älteren Pflanzen größer ist als bei jüngeren. K Verfüttern frischen Heues ist gefährlich! Es ist bekannt, daß selbst das unter den günstigsten Witterungsverhältnissen bereitete und eingefahrene Heu nach wenigen Tagen im Lagerraum sich erhitzt und, wie man es landläufig bezeichnet, zu schwitzen anfängt. In diesem Zustande ist das beste Heu ein gefährliches Futter, weil es, schon in mäßigen Mengen genossen, starke Blähungen und tödliche Koliken verursacht. Man warte daher mit der Verabreichung frischen Heues an Rindvieh sowohl wie an Pferde so lange, bis das Heu vollständig verschwitzt hat, was ungefähr 5—6 Wochen nach dem Einfahren geschehen ist. Ist man aber infolge Futtermangels schon früher zur Verabreichung frischen Heues genötigt, so lege man es nur in geringen Gaben und zwar, wenn möglich, geschnitten und mit gutem, altem Heu oder Stroh vermischt vor. Angemessene Kochsalzgaben sind wegen ihrer gesundheitlichen Wirkung in dieser Periode besonders zu empfehlen. Ein Fehler bei der Schweinezucht ist die zu frühzeitige Verwendung von Ebern und Säuen. Anstatt dieselben zu verwenden, wenn sie halb ausgewachsen sind(ein Alter von 10 Monaten wird für den Beginn der Verwendung das richtige sein), verwendet man häufig schon die Säue mit 4—5 Monaten und die Eber mit 6 Monaten. Hierdurch bleiben die Zuchttiere für ihre Lebenszeit verkümmert und liefern eine kleine schwächliche Nachkommenschaft. Der Ziegenstall, worin 2 Tiere stehen, muß mindestens 2.50 Meter Höhe und 1,50—1.80 Meter Breite und auch 2 Meter Länge aufweisen. Trotzdem die Ziegen an ihren langen Ketten angehunden sind, müssen sie sich doch gründlich bewegen können. An zweiter Stelle ist erforderlich ein richtiger Belag, und zwar von der Beschaffenheit, daß die Jauche tüchtig abfließen kann. Hier ist am besten anzuraten, ein Belag mit Ziegelsteinen, der mit Zementbrühe übergossen wird, damit sich nirgendwo eine Öffnung findet, worin sich Jauche, welche ja einen starken und widerlichen Geruch verbreitet, der bei so vielen Ställen bemerkbar ist, sammeln kann und diese ist auf dem kürzesten Wege direkt vom Stalle abzuleiten. Drittens muß zu dem Stall gehörig Licht und Luft gelangen können; man ermöglicht dieses am zweckmäßigsten durch Anlegung eines Fensters, welches man natürlich öffnen und verschließen kann. Da, wo es sich anbringen läßt, ist am besten ein Dachfenster anzuraten, denn durch dieses dringt ja natürlich die beste und auch die reinste Luft. Fenster an einer Dungstätte dürfen zwar zur Erhellung, aber nicht zum Lüften des Stalles benutzt werden, denn der unangenehme Geruch des Düngers dringt dann in den Stall, und hier braucht man sich nicht zu wundern, wenn man die Leute oft klagen hört„Die Milch der Ziege ist so stark und hat einen unappetitlichen, bitteren Geschmack". Das französische Widderkaninchen. Das hauptsächlichste Unterscheidungsmerkmal der Widderkaninchen von den übrigen Rassen sind die Hängeohren und die entfernt an einen Widder erinnernde Ramsnase. Es gibt drei Arten Widderkaninchen: das französische, das englische und das Meißener oder deutsche. Wie schon der Name andeutet, sind es ausschließlich Züchterergevnisse der betreifenden Länder. Das französische Widderkaninchen gehört zu den schweren Rassen und wird bis zu 12 Pfund schwer. Vereinzelt erreicht es auch wohl noch ein höheres Gewicht. Natürlich erreicht man das Höchstgewicht nicht allein mit allerlei Abfällen aus Küche und Garten. Ohne etwas Kraftfutter kommt man dabei nicht aus. Im übrigen gedecht das französische Widderkaninchen bei ausreichender, sachgemäßer Fütterung und Pflege auch bei uns vorzüglich. Die Aufzucht gestaltet sich nicht schwieriger als die der anderen Rassen. Die Fruchtbarkeit ist als recht befriedigend zu bezeichnen. Ein Wurf besteht durchweg aus 8—9 Stück, die bei der Sorgsamkeit des Muttertieres in der Regel alle großgezogen werden. Zei seinem langgestreckten Körperbau setzt dieses Kaninchen recht viel Rückenfleisch an, das äußerst zart und wohlschmeckend ist. Das schöne Fell wird als Pelzwerk sehr geschätzt, sowohl das der einfarbigen als auch das der gescheckten Tiere. An einfarbigen Tieren züchtet man schwarze, weiße, graue, auch gelbe und schieferblaue, an mehrfarbigen schwarz=weiß, grau=weiß, gelb=weiß und blau=weiß gescheckte Tiere. Wollen wir zusammenfassend zum Schluß ein Urteil bilden über die Wirtschaftlichkeit des französischen Widders, so muß gesagt werden: Er gehört unzweifelhaft zu unseren besten Nutzrassen. Geflügelzucht. In der Mauser. Um auch die älteren Tiere, die durch das Legen im Frühjahr und Sommer erschöpft sind, in guten Zustand zu bringen, macht sich eine entsprechende Fett bildende Ernährung während der Mauser nötig, welche auch die zur Neubildung der Federn und des Blutes notwendigen Stoffe nicht unberücksichtigt lassen darf. Bei Hühnern, denen nur der Hof zur Verfügung steht, empfiehlt sich in dieser Zeit als Morgenfutter ein Gemisch von drei Teilen gedämpfter Kartoffeln mit je einem Teil Weizenkleie und Kleeheublätterabfall oder Seradellaspreu oder gerebelter Brennesselblätter, das Ganze mit Magermilch zu einem nicht zu steifen Brei verrührt, in einer Menge, daß die Kröpfe dreiviertel voll werden. Dem Brei muß eine Spur Salz und für jedes Huhn ungefähr eine Messerspitze eines Gemisches von phosphorsaurem Futterkalk und Schlemmkreide, gleiche Teile, zugefügt werden, wöchentlich zweimal ein halber Teelöffel Leinsamen pro Kopf. Als Abendfutter ist Gerste, Hafer und Mais zu geben und zwar soviel, um das Fehlende zur Füllung des Kropfes zu ergänzen. An Grünem darf es ihnen am Tage nicht fehlen, andernfalls Mohrrüben gute Dienste leisten. Vielfach wird Magermilch nicht zu Gebote stehen. An ihre Stelle treten dann Fleischmehl, Fischmehl, getrocknete Garneelen, Talggrieben und genügt ein Zusatz von ¼ Kilogramm eines dieser Kraftfutterstoffe für 50—60 Hühner zur Morgenmahlzeit. Beim Einkauf der zuerst genannten Kraftfutterstoffe ist aber Vorsicht geboten. Nur von reellen Firmen empfiehlt sich der Einkauf, denn Hühner sind gegen Fleischgifte sehr wenig widerstandsfähig. 10 Gebote für Geflügelhalter. 1. Stehe zeitig auf und versorge deine Hühner selbst. 2. Sorge stets selbst für peinlichste Reinlichkeit in den Stallungen, im Auslauf und an den Türen selbst. 3. Reiche das Futter zu bestimmten Zeiten und füttere nur gesunde, den Jahreszeiten entsprechende nährreiche Stoffe. 4. Verwende zur Weiterzucht nur Frühbrüter deiner besten Tiere. 5. Nimm Bruteier nur von deinen besten Winterlegern. 6. Willst du deinen Bestand durch Zukauf vergrößern, so kaufe nicht wahllos alles zusammen, was dir angeboten wird, sondern wende dich an einen bekannten Leistungszüchter. 7. Jedes zweite bezw. dritte Jahr sorge für Blutauffrischung durch Einstellung eines kräftigen Hahnes, hervorgegangen aus Leistungszucht. 8. Benutze Fußringe, um jederzeit genau das Alter eines jeden Tieres feststellen zu können und merze alle über drei Jahre alten Tiere aus. 9. Halte nicht mehr Tiere, als du gut unterbringen und deren Pflege du selbst ausreichend versehen kannst. 10. Führe Buch über Einnahme und Ausgabe und über alle Vorkommnisse auf dem Geflügelhof. Bienenzucht. Überwinterung. Bald wird der Winter seinen Einzug halten und Ruhe und Stille herrscht im Bienenstande. Man schütze die Bienen vor Belästigungen jeder Art, namentlich vor Mäusen. Auch dem grellen Tageslicht verwehre man den Eintritt ins Innere der Stöcke, doch nicht in der Weise, daß man einfach die Fluglöcher verstopft. Dadurch würde die Luftzirkulation gestört und der Stock müßte an Luftmangel zugrunde gehen. Gibt es im November noch warme, windstille, sonnige Tage, so verschaffe man den Bienen Gelegenheit zu einem Ausfluge, damit sie sich reinigen können. Doch merke man ja darauf, daß die Temperatur nicht zu nieder ist, da sonst die Bienen erstarren und umkommen. Manche Bienenzüchter, die kein warmes Bienenhäuschen haben, verbringen die Stöcke auch während der kältesten Jahreszeit in trockene Keller oder dunkle Kammern, wo sie sich ruhiger verhalten und weniger zehren sollen. Wer aber gut einwintert und stets nach dem Nötigen sieht, wird auch seine Bienen auf dem Sommerstand überwintern, ohne