Nr. 112 Seite 6 Donnerstag, 16. Mai 1918. *** 19. Jahrgang. Rummer 113 arb nach schwerenn SSLA mng hat er dieser d werden wir dem denken bewahren. einnung. langem, schwerem, mit Empfang der hl. Sterbende Mutter, meine liebe Cillaus Hinterbliebenen nebst allen Angehörigen. 1918. en 16. Mai, nachmittagles aus statt. Vorfeier ag morgen.10 Uhr in Junges Mädchen bisher in der Wäschedrau## (tetis= sucht Beschäftigun# gend welcher Art, am liebsia## auf Kontor oder Lager, eol auch im Geschäft.: Gefl. Angedote unter 46# an die Exped. des Bielesel General=Anzeigers. Kirdr, u. Schlosstr en sofort eingestellt. in .-., Brackwede-Sid. nssansannanas riahrener OPIET gesucht. 4617.153 ickmeyer, ren=Großhandlung. Motel, Resseischmniese- und Stemmer zur Behältrckan. en, Teberschmter sucht F he 1. W. von kleinen, papierveren wird geeigneter Arnen esucht, gelernter Schlosser Kriegsbeschädigter. 11.2 dlach Akt.-Ges. won, Feichlen. Parteilose Tageszeitung für Westfalen und angrenzende Landesteile Jeder Bezieher des Bielefelder General=Anzeigers zusammen mit der Beilage„Das Leben im Bild“, hat Anspruch auf die freiwillige Unfall=Unterstützung von 300.— Mark nach Maßgabe unserer Beding., die in uns. Geschäftsstellen zu haben sind. Bezugspreis: Unsere Zeitung erschemt mittags. AusgabeA kostet monatl. 1 Mark durch unsere Träger ins Haus gebracht; durch die Post 1 Mark, vierteljährlich 8 Mark ausschließlich Post=Bestellgeld; Ausgabe B mit der Wochenbeilage„Das Leben im Bild“ monatlich 15 Pfg. mehr. Kostenfreie Beilag.: Haus, Hof u. Garten, Frauen=Rundschau, Der Sonntag, Onkei Franz, Ravensberger Blätter, Kalender(erscheinen währ. des Krieges nicht), Fahrplan; außerdem: Das Leben im Bild. Anzelgenpreis: Für auswärtige Anzeigen 30 Pfg. die siebengespaltene Anzeigenzetle; im Ortsverkehr 25 Pfg., Reklamezeile 1 Mark. 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Die ausgedehnten Verhandlungen über den Haushaltsplan des Reichswirtschaftsamtes haben hier allzu viel Zeit beansprucht. Dabei ist die Streitfrage, ob in der Uebergangswirtschaft die gegenwartige Zwangsbewirtschaftung fortzusetzen sei, noch nicht einmal endgültig entschieden worden. Einigkeit schien nur zwischen der Reichsregierung und den Parteien darüber zu herrschen, daß die Kriegswirtschaft ein notwendiges, schweres Uebel und sobald als möglich unter veränderten Verhältnissen abzubauen sei. Außer diesem Etat wurden noch eine Reihe kleinerer Haushaltspläne in zeiter Lesung erledigt, während die umfangreichen Verhandlungen über den Heeresetat noch ausstehen. Einen weiteren Teil der parlamentarischen Arbeit nahm die Beratung der sozialpolitischen Regierungsvorlagen in Anspruch. Die Aufhebung des§ 153 der Gewerbeordnung wurde überraschenderweise trotz des Widerspruchs einflußreicher Arbeitgeberverbände vom Reichstag ohne Kommissionsberatung in erster, zweiter und dritter Lesung innerhalb weniger Stunden gutgeheißen. Ein von den Arbeitern aller Richtungen peinlich empfundenes Ausnahmegesetz ist damit sang= und klanglos beseitigt worden. Dagegen hat die von der Regierung wieder eingebrachte Arbeitskammervorlage vom Jahre 1910 erheblichen Widerspruch der nächstbeteiligten Arbeiter= und Arbeitgeberverbände bei der ersten Lesung gefunden und stößt jetzt auch im Ausschuß, der sich mit dem Gesetzentwurf beschäftigt, auf starke Widerstände. Es wird dort noch heftig um die erste grundlegende Frage gekämpft, ob die Arbeitskammern auf beruflicher oder auf territorialer Grundlage aufzubauen sind. Die wichtigste Arbeit des Reichstagse streckte sich indessen auf die Durchberatung der 11 neuen Steuervorlagen des Reichsschatzamtes. Sie begegneten in der ersten Lesung zahlreichen Bedenken, wenn auch von allen Seiten anerkannt wurde, daß eine alsbaldige Deckung des Haushaltsdefizits für 1910 in Höhe von 2875 Millionen Mark unabweisbare Notwendigkeit sei. In drei verschiedenen Ausschüssen ist dann die Durchberatung der Vorlagen im einzelnen fortgesetzt worden. Zu endgültigen Beschlüssen ist es aber noch nirgends gekommen. Bei der Umsatzsteuer versucht man noch, die beabsichtigte Besteuerung der„Leistungen“ zu verhindern und eine bessere Regelung der Luxussteuern durchzusetzen. Im Ausschuß über das neue Branntweinsteuergesetz streitet man noch stark, ob das von der Regierung vorgeschlagene Branntweinmonopol nicht durch erhöhte Abgaben zu ersetzen sei. Der Reichsschatzsekretär hat aber sehr bestimmt an seinen Monopolplänen festgehalten und auch eine vorlaufige, allerdings nicht bindende Abstimmung zu seinen Gunsten erzielt. Bei den übrigen Getränkesteuern bemüht man sich, die vorgesehenen Sätze herabzumindern. Am bedeutsamsten waren die Steuererörterungen im Hauptausschuß, die darauf hinausliefen, neben den zahlreichen indtrekten Steuern, die das Reichsschatzamt haben will, auch eine ertragreiche direkte Steuer zu schaffen. Unter den in dieser Richtung eingebrachten Anträgen der Parteien hat ein Zentrumsantrag das meiste Aufsehen erregt, der die einmalige Kriegssteuer für das Jahr 1918 wiederholen und dahin ausbauen will, daß von den natürlichen Personen Abgaben auf Jahreseinkommen und auf Vermögen von mindestens 20000 A und eine besondere Steuer auf Einkommensvermehrung erhoben werden. Hier haben die von allen Seiten herbeigeeilten Finanzminister der größeren Einzelstaaten scharfe Verwahrung eingelegt, weil sie die direkte Einkommens= und Vermögenssteuer für sich selbst behalten wollen und bereits eigene Erhöhungen dieser Steuern in den Bundesstaaten planen. Eine Einigung ist noch nicht erzielt. Der Ausschuß hat noch einige tatsächliche Unterlagen für seine weiteren Beratungen einer Besitzsteuer gefordert und wird nach Pfingsten diese Angelegenheit energisch weiter verfolgen. Die eigentliche politische Arbeit in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten lag im Hauptausschuß und betätigte sich in einer breiten Erörterung der Ostfriedensfragen. Hier kam es bei Besprechung des Regierungswechsels in der Ukraine zu hochpolitischen Erörterungen, die sich zuletzt durch das unbedachte Vorgehen des Zentrumsabgeordneten Erzberger fast zu einer großen Regierungskvisis ausgewachsen hätten. Inzwischen sind aber alle Parteien von den„Forderungen“ Erzbergers abgerückt, und die Mehrheit hat teils durch unmittelbare Kundgebungen, teils durch ihr stillschweigendes Verhalten zu erkennen geben, daß sie nach wie vor bereit ist, innere Krisen zu vermeiden und die gegenwärtige Reichsregierung nach Kräften zu unterstützen. Vorbericht. WTB. Berlin, 15. Mai, abends.(Amtl.) Bei Abwehr des heute früh erfolgten seindlichen Angrisss nördlich vom Kemmel blieb eine begrenzte Einbruchstelle in unserer vorderen Linie zurück. Ein neuer starker Teilangriff der Franzosen nordwestlich von Morenil scheiterte unter schweren Verlusten. Der deutsche Tagesbericht. WTB.(Amtlich.) Großes Hauptquartier, 15. Mai. Weslicher Kriegsschauplatz. Nördlich vom Kemmel hatten örtliche Angriffsunternehmungen vollen Erfolg und brachten 120 Gefangene ein. Uuser Angriff traf in der Ablösung befindliche Truppen und kostete den Franzosen hohe blutige Verluste. Der Artilleriekampf blieb im Gebiet des Kemmel gesteigert. Heute früh haben sich dort mit französischen Vorstößen neue Inanteriekämpfe entwickelt. Zwischen der Lys und dem La Bassée=Kanal, an der Scarpe und bei Bucquoy war die seind. liche Artillerie namentlich während der Nacht tege. Zwischen Ancre und Somme drangen wir in kurzem Stoß an der Straße Bray— Corbie inenglische Linien ein und behaupteten das gewonnene Gelände gegen zweimalige starke Gegenangriffe des Feindes. Zur Unterstützung der Infanterie hielt lebhafte Artillerietätigkeit an. Bei Villers Bretonneux, beiderseits der Luce und Aure lebte der Feuerkampf vielfach auf. Auf dem westlichen Avre=User griff der unsere Linien bei Castel an; unter schweren Verlusten wurde er zurückgeschlagen. In einzelnen Abschnitten Erkundungsgesechte. Unsere Flieger schossen gestern 5 feindiche Fesselballone ab. An den Kampsronten sehr rege nächtliche Fliegertätigkeit. Wir bewarsen Calais, Dünirchen und andere rückwärtige Munitionsager und Bahnanlagen des Feindes ausgiebig it Bomben. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Der österr.-ungarische Bericht. WTB. Wien, 15. Mai. Amtlich wird gemeldet: Im Gebiete des Monte Cornohaben sich erneut örtliche kleine Kämpfe entwickelt, wober sich der Italiener in einem unserer Feldwachennester festsetzte. Der Chef des Generalstabes. Ereignisse zur See. Vor dem Hasen von Pola wurde ein italienisches Torpedoboot versenkt. Flottenkommando. 33000 Tonnen versenkt. WTB. Berlin, 14. Mai.(Amtlich.) In kühnem Draufgehen vernichtete Kapitänleutnant Steinbauer mit seinem bewährten Uboot im Sperrgebiet des westlichen Mittelmeers neuerdings innerhalb weniger Tage 7 wertvolle Dampfer, meist unter erheblicher Gegenwehr, und mehrere kleinere Fahrzeuge von zusammen rund 33000 Brutto=Register=Tonnen und mit ihnen etwa 10 Geschütze. Morgengrauen des 29. April drang Kapitänleutnant Steinbauer in die stark befestigte Durchsahrt von San Pietro (Sardinien) ein und griff die im Hafen von Carlosorte zu Anker liegenden Schisse an. Er versenkte im Feuer von mehreren Landbatterien den englischen bewaffneten Dampfer„Kingstonian“(6564.= .=To.) durch Torpedotreffer, vernichtete mit seiner Artillerie zwei große bewaffnete Schleppdampfer, schoß einen französischen Viermastschoner in Brand und bekämpfte das feindliche Artilleriefeuer. Alsdann erzwang sich das Boot trotz Sperrfeuer der Landbatterien und trotz Angriffs eines bewaffneten großen Motorbootes die Ausfahrt. Im Ablaufen von Carlosorte führte das Boot ein hartnäckiges Artilleriegesecht gegen einen stark bewaffneten Bewacher und beschoß.-T.= und Signalstation von Cap Sperone (Insel Antioco) mit beobachteter Trefferwirkung. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * Dem Drängen der öffentlichen Meinung, vielleicht auch der Einsicht in die offenbare Unzulänglichkeit ihrer bisherigen Wochenberichte über Schiffsverluste hat die britische Admiralität nicht länger standgehalten und veröffentlicht jetzt nach deutschem Muster monatliche Mitteilungen über die durch die kriegerischen Maßnahmen der Mittelmächte herbeigeführten Bruttotonnageverluste. Die Times vom 25. April bringt zum ersten Mal eine solche Zusammenstellung, die bis auf Januar 1917 zurückgeht, aber abweichend von den deutschen Monatsmeldungen die durch Seegefahr verursachten Verluste einschließt. Hiernach umfaßt die seit 1917 bis Ende März 1918 vernichtete feindliche und neutrale Bruttoräumte 7749133 Tonnen. Nach amtlichen deutschen Zahlen beläuft sich das Gesamtergebnis des Abootkrieges ohne die Verluste durch Seegefahr in der gleichen Zeit auf 11 398 500 Tonnen. Aus dem Unterschied zwischen den deutschen und den englischen Angaben ist mithin zu schließen, daß die englische Handelsflotte außer den von der britischen Admiralität eingestandenen Verlusten mindestens weitere 3649 367 Tonnen Bruttoverluste erlitten hat, welche Schiffe betrafen, die im Dienst der Marine und des Heeres fahren, also Munitions= und Truppentransportdampfer, Lazarettschiffe, Wachfahrzeuge u. a. Schon Daily Telegraph vom 21. März wies darauf hin, daß die amtlichen englischen Verlustangaben diese sogenannten Marineverluste nicht enthalten. Kapikänleutnank Steinbauers Heldentat. WB. Berlin, 15. Mai. Ueber den Vorstoß des deutschen Ubootes in den befestigten Hafen von Carloforte(Sardinien) am 29. April unter Führung des Kapitänleutnants Steinbauer, der einer unserer bewährtesten Uboots=Kommandanten und bereits mit dem Orden Pour ie mérile ausgezeichnet ist, werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Kapitänleutnant Steinbauer vermutete in dem Hasen von Carloforte wertvolle Dampfer. In schwieriger und besonders tatkräftig ausgeführter Aufklärung beobachtete er den englischen Dampfer„Kingstonian“(6556 Br.=Reg.=To.) dort im Hasen vor Anker liegen, längsseit von ihm zwei große bewaffnete Seeschlepper, außerdem mehrere alte Fahrzeuge. Bei fahlem Mondlicht und schon beginnender Morgendämmerung dringt das Uboot durch die starkbefestigte Durchfahrt von St. Pietro in den Hasen von Carlo= forte ein und greift unter vollem Einsatz der Mannschaft und unter vollständiger Ausnutzung aller Wassen den Feind überraschend an: Torpedoschuß auf„Kingstonian", gleichzeitig Artillerieschnellfeuer auf die längsseit liegenden Schlepper. Der Torpedotreffer reißt„Kingstonian“ mit gewaltiger Detonation in der Mitte auseinander, die Schlepper sind nach wenigen Artillerietreffern in weiten Nauch gehüllt und verschwinden in der Exxlosionswolke des„Kingstonian". Während das Boot im inneren Hasen dreht, um einen sranzösischen Viermasterschoner zu vernichten, setzt Schlag auf Schlag die Gegenwirkung ein. Es wird schnell hell. Die Batterien draußen an der Einfahrt und auf der Insel Antioco können das Uboot sehen und vereinigen auf dieses ihr Feuer mit der Molenbatterie von Carloforte, deren Feuer vom Uboot mit Schrappnellen erwidert wird. Auch vom Heck des sinkenden„Kingstonian“ wird Artilleriefener eröffnet, jedoch schnell durch wenige Granaten des Ubootes erstickt und die Geschützbedienung vernichtet. Das Uboot schießt den französischen Viermastschoner in Brand und wendet sich der Ausfahrt zu. Da bricht zwischen anderen Dampferfahrzeugen ein Motorboot mit hoher Fahrt aus dem inneren Hafen hervor und nimmt das Uboot unter Schnellfener. Vergeblich versucht das Motorboot, das Uboot mit Torpedos anzugreifen und ihm die Ausfahrt aus dem Hafen zu verlegen. Zu gleichem Zweck legten die sechs Batterien auf beiden Ufern des Hasens, teils Flachbahngeschütz=, teils Haubitz=Sperrfeuer vor das Uboot. Unbeschädigt durchfährt dieses die gefährliche Zone, wird bei Cap Colonno von einer Haubitzen=Batterie nochmals erfolglos eingedeckt und taucht nach etwa einstündigem Ueberwasseraufenthalt im Hafen draußen im tiefen Wasser. Wieder auftauchend und von Carloforte ablaufend, führt das Uboot ein halbstündiges Gesecht gegen einen stark bewaffneten Bewachungsdampfer und beschießt die..= Signalstation von Cap Sperono(Insel Antioco) mit beobachteter Trefferwirkung. Der„Waffenbund“ mit Oesterreich-Ungarn. WTB. Berlin, 15. Mai. Die Kölnische Zeitung schreibt aus Berlin vom 14. Mai: Aus Wien und Budapest liegt bereits eine Fülle von Meldungen und Presseäußerungen über das grundsätzliche Ergebnis der Verhandlungen im Großen Hauptquartier vor. Die Preßstimmen zeigen, welch tiesen Eindruck die Feststellung der grundsätzlichen Einigung und der Ausbau und die Vertiesung des Bündnisses auch im verbündeten Reiche gemacht hat. Die Meldungen bedürfen jedoch sowohl der Ergänzung, wie auch der Richtigstellung verschiedener falscher Angaben. So ist z. B. die Behauptung, es sei grundsätzlich beschlossen worden, daß das neue Bündnis in die Verfassung der verbündeten Reiche ausgenommen werde, unzutreffend. Davon ist nicht die Nede gewesen. Es besteht vielmehr die Absicht, Verträge politischer, militärischer und wirtschaftlicher Natur zu schließen. Diese Verträge sollen als zusammengehörendes und zusammenhängendes Ganzes betrachtet und nach Möglichkeit zusammen unterzeichnet werden. Es wird also nicht etwa eine Militärkonvention oder ein wirtschaftliches Bündnis besonders abgeschlossen, sondern ein Vertrag, der einen militärischen, einen politischen und einen wirtschaftlichen Teil hat, und wie gesagt, ein Ganzes bildet. Unzutreffend ist die Nachricht, daß man sich bei der Besprechung im Großen Hauptquartier auf die sogenannte österreichisch- polnische Lösung geeinigt habe, oder daß die Vereinbarungen diese Lösung zur Folge haben würden. Was die wirtschaftlichen Verhandlungen anbetrifft, so sollen sie so geführt werden, daß ihr Ergebnis keine wirtschaftskriegerische Tendenz enthalt, sondern die wirtschaftliche Verständigung mit unseren Gegenern ermöglichen kann, wabrend, wie bereits dargelegt, die wirtschaftlichen Verhandlungen sich über den Sommer hinziehen werden, wenn die militärischen und politischen Richtlinien für die künftige Gestaltung des Bündnisses bereits eingehender herausgearbeitet werden. Dies liegt in der Natur der praktischen Erfahrung des Krieges, die ja für die künftige zweckmäßige militärische Zusammenarbeit reichliches Material geliesert habe, und in der Natur der gemachten politischen Erfahrungen. Es sei hinzugesügt, daß für die bevorstehende militärische Vereinbarung man den Namen Waffenbund gewählt hat. ( Berlin, 15. Mai. Eine Nachrichtenstelle meldet: Wie wir zuverlässig erfahren, ist der mitteleuropäische Bündnisvertrag zwischen Deutschland und Oesterreich=Ungarn bereits paraphiert. Seine Einzelsertigstellung und Unterzeichnung dürfte noch vor August erfolgen. Telegrammwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Karl. WTB. Wien, 15. Mai.(Meldung des Wiener k. und k. Telegr. Korr.=Bur.) Kaiser Karl hat an Kaiser Wilhelm folgendes Telegramm gerichtet: Donnerstag, 16. Mai 1918. Bielefelder General=Anzeiger. Nr. 113 Seite 2 lichen Danr für die nicht nur so ghutig auch wahrhaft freundschaftliche Aufna zusprechen, die ich gesterg bei Dir „In dem Augenblick, da ich auf der Heimkehr den gesegneten Boden des Deutschen Reiches verlasse, ist es mir ein wahres Herzensbedürfnis. Dir mit nochmaligem wärmsten Gruß den herz** für die nicht nur so gütige, sondern ufnahme ausgestern bei Dir gefunden habe. Hoch befriedigt über unsere einverständliche Aussprache rufe ich Dir von Herzen und in treuer Freundschaft„Auf baldiges Wiedersehen" zu. Karl.“ Hierauf hat Kaiser Wilhelm mit nachstehender Depesche geantwortet: „Vielen Dank für Dein freundliches Telegramm. Ich freue mich herzlich, daß Du von beinem hiesigen Besuch so befriedigt bist. Auch mir war es eine große Freude, Dich gesehen und in unseren eingehenden Besprechungen aufs neue unsere volle Uebereinstimmung über die uns leitenden Ziele festgestellt zu haben. Ihre Verwirklichung wird unseren Reichen großen Segen bringen. Ich hoffe bald in der Lage zu sein, Deiner gütigen Aufforderung nachzukommen. Herzlichen Gruß Zita und Dir in treuer Freundschaft. Wilhelm.“ Verbandsstimmen zur Kaiserzusammenkunft. :: Frankfurt a.., 13. Mai. Aus Basel wird der Frankfurter eiZtung gemeldet: Die französtsche Presse äußert sich mit einem geradezu an Bestürzung grenzenden Unbehagen über das Ergebnis der Kaiserzusammenkunft im deutschen Hauptquartier. Der Satz der offiziellen Mitteilung, der die Erweiterung und Vertiefung des deutsch=österreichischen Bündnisses bestätigt, scheint in Paris besonders zu beunruhigen. Echo de Paris gibt zu, daß man in Frankreich geneigt ist, den Schluß zu ziehen, daß das schroffe Vorgehen Clemenceaus gegen den Grafen Czernin Oesterreich erst recht in die Arme Deutschlands getrieben habe. Der Bund zwischen Deutschland und Oesterreich könne nicht durch die Diplomatie, sondern nur durch die Gewalt gelöst werden. Der Figaro sagt, daß Oesterreich=Ungarn eine große deutsche Kolonie wird. WTB. Londono, 14. Mai.(Reuter.) Die Westminster Gazette schreibt: Mit Bezug auf die künftigen wirtschaftlichen Probleme ist es ratsam, unsere Warnung zu wiederholen, daß die Kundgebungen Kaiser Karls und des Grafen Burian nicht nach ihrem äußeren Schein bewertet werden dürsen, besonders im Hinblick auf die Zusammenkunft der beiden Kaiser, sowie auf die Auslegung, die sie in der deutschen wie in der österreichischen Presse gefunden hat. Wird der Zweck der Zusammenkunft richtig gedeutet, so stehen wir vor der Verwirklichung Mitteleuropas. Es scheint, daß die deutsche Regierung die politischen und wirtschaftlichen Bande zwischen den beiden Ländern enger ziehen will, vielleicht mit dem Gedanken an eine Verschmelzung aller deutschen Völker. Käme dies zur Ausführung, würde die Pariser Resolution vermutlich in Wirksamkeit treten. Sie umfaßt bekanntlich Verteidigungsmaßregeln der Verbändler gegen eine Mitteleuropapolitik und müßte dann als Angriffswaffe verwendet werden. TU. Lugano, 16. Mai. Die römischen Blätter besprechen angelegentlicht die Zusammenkunft der Kaiser Karl und Wilhelm. Die Tribuna hält es für selbstverständlich, daß der Hauptgegenstand der Besprechungen der beiden Kaiser die Offensive gegen Italien gewesen sein werde. Das Blatt fährt fort: In der Tat, der gegenwärtige Augenblick ist seierlich und vielleicht entscheidend. Wir sind am Vorabend der Wiederaufnahme einer gewaltigen Offensive an der Wedirant. Der Munitionsverbrauch im Weltkriege. 135 000 Eisenbahnwaggons nötig. Das Kampfgelände hatte ungefähr eine Ausdehnung von 2609 Kilomeler; somit sind nach dieser Berechnung auf jeden Hektar Boden 50 Tonnen Stahl niedergegangen. Der Wert dieser Stahlmenge übertrifft den Wert des Grund und Bodens den sie übersät. Es ist vorgekommen, daß beide Parteien an einem einzigen Tage eine Million Artilleriemunition verschossen haben! die deutsche Verwaltung bereitwilligst eingegriffen, um die Rückwanderer zunächst wenigstens mit dem Nötigsten zu versehen. Die Kämpfe im 132 feindliche Divisionen am Kemmel verblutet. TU. Bern, 15. Mai. Das Berner Tagblatt meldet, daß die Entente innerhalb der letzten vier Wochen im Abschnitt von Ppern 132 Divisionen einsetzte, nämlich 52 französische und 80 englische. Dieser maßlose Einsatz von Menschen vermochte, wie das Blatt ansdrücklich hervorhebt, bis jetzt keinen Erfolg zu zeitigen, der in irgend einem Verhältnis zur Zahl der eingesetzten Truppen steht. Die Massen haben sich am Kemmel und in dessen Umgebung verblutet. Die englischen Verluste im April. ) Berlin, 15. Mai. Das Hamburger Fremdenblatt meldet aus Rotterdam: Die englischen Totalverluste des Heeres ohne die Flotte betrugen im April 381526 Mann und 11492 Offiziere. Die englische Front in Frankreich. In den 600 Treffen, Gefechten und Schlachten des Krieges 1870/71 gab die deutsche Insanterie rund 220 Millionen, die Feldartillerie 338 309 und die schwere Artillerie 320 000 Schuß ab. Straßburg fiel nach fünfwöchiger Belagerung mit 202099, Paris nach fünfwöchiger Belagerung mit 110 286, Metz nach zwölfwöchiger Belagerung mit nur 4877 Schuß unserer Belagerungsgeschütze in deutsche Hände. Das sind Zahlen die gegen den ungeheuren Munitionsaufwand des Weltkrieges verschwindend klein sind. Schon während der großen Offensive im Jahre 1915 wurde der tägliche Munitionsverbrauch auf unserer und feindlicher Seite auf etwa 300000 Schuß Artillerie eingeschätzt; die Stahlsaat der heutigen Schlachten aber wird, wenn sie erst einmal eingeschätzt werden kann, diese Zahl noch weit übertreffen! Bei Beginn der Sommeroffensive verschossen die Engländer in einer Woche mehr Munition, als in den ersten 11 Kriegsmonaten zusammengenommen, und während des Trommelfeuers dieser Riesenschlacht verbrauchten sie an einem einzigen Tage soviel schwere Granaten, wie die Munitionsherstellung von 11 Kriegsmonaten überhaupt hervorgebracht hatte! In der Arrasschlacht 1917 wurden von ihnen in vier Tagen fast sechsmal soviel Granaten verfeuert, als der ganze Krieg 1870/71 erfordert hatte! In der Schlacht bei Verdun wurden zu Zeiten von beiden Parteien zusammen rund eine Million Geschosse an einem Kampftage verschossen. Nimmt man nur an, daß im Durchschnitt der siebente Teil dieser Menge, also eine Million Geschosse in der Woche verfeuert wurden und setzt das Durchschnittsgewicht an Metall mit 45 Kilogramm fest, so kommt man nach der schwedischen Zeitschrift Industritidning Norden für die 30 Wochen eigentlicher Kampfzeit zu dem ungeheuerlichen Resultat, daß das Gelände in dieser Zeit mit 1 350 000 Tonnen Stahl überschüttet worden ist. Zum Transport dieser Stahlmenge wären M Berlin, 15. Mai. Aus der vorgestrigen Unterhausaussprache über den Brief des Generals Maurice sind noch folgende Einzelheiten nachzutragen: Lloyd Georges sagte: Natürlich war Feldmarschall Haig gegen eine weitere Ausdehnung seiner Front. Dieselbe Haltung nahm auch das Kriegskabinett ein. Aber der Druck der französischen Negierung und Heeresleitung war ungeheuer; während des letzten Sommers herrschte in Frankreich beträchtliche Gärung über die lange Front, die von französischen Truppen zu verteidigen war im Verhältnis zu der unseren. Die französischen Verluste sind ungeheuerlich gewesen. Sir Edward Carson beschwor Asquith, von seinem Antrag abzustehen, da die Erörterung der englisch=französischen Beziehungen in militärischen Fragen geradezu das Bündnis gefährde. Sir Cecil sagte rund heraus, daß die gegenwärtige Regierung nur durch die Angst der Konservativen vor einem Asquithkabinett im Amt erhalten werde. Die Verbändler unter sich WTB. Berlin, 15. Mai. Die gefangenen Engländer und Franzosen aus den Gefechten in der Kemmelgegend schieben sich gegenseitig die Schuldam Verlust des Kemmel und an den weiteren Mißerfolgen zu. Ein gefangener Engländer erklärte, er habe einen französischen Soldaten verprügelt wegen dessen Behauptung. die Franzosen seien von den Engländern in Stich gelassen worden. Ein anderer Engländer schien ein schlechtes Gewissen zu haben, als er sich unter Fluchen über die Behauptung der Franzosen beschwerte, die Engländer seien wie die Hasen weggelaufen. Er setzte hinzu: Von den 140 Mann seiner Kompagnie seien nur 7 übrig geblieben. Die französischen Gefangenen sind dagegen aufs tiefste erbittert über die Unverschämtheit der Engländer, mit der diese es wagten, die Schuld an allen Mißerfolgen grundsätzlich und immer wieder den Franzosen aufzuhalsen, die doch tatsächlich eingesetzt und geopfert worden seien, um die englische Armee zu retten. Derartige Klagen sind auch wieder von den Gefangenen aus den neuesten Gefechten in Flandern sowohl von Franzosen als von Engländern zu hören. So erklärt z. B. eine Anzahl Gefangener eines Bod R. und eines York., die am 3. Mai eingebracht wurden, daß das Gelingen des letzten deutschen Angriffes allein der Nachlässigkeit der Franzosen zuzuschreiben sei. Die französische Nachbardivision sei natürlich wieder durchbrochen worden und die Verluste der englischen Truppen hätten daraushin 40 Prozent betragen. Ueber die schweren Verluste äußert sich ein Angehöriger eines L·PollRegiments dahin, daß bereits Ende April die 30. englische Division in eine Brigade umgewandelt werden mußte, da der Mannschaftsmanger zu groß war und kein Ersatz eintraf. Auch am 8. Mai wieder habe das Bataillon von 450 Mann über 200 verloren. Die Verleidigung des Kanalgehietes. () Genf, 15. Mai. Der Temps meldet: Französische Truppen haben mit britischen Truppen die gemeinsame Verteidigung der Kanalgebiete übernommen. Der Oberbefehl über die französischen Kanalhäfen wurde in den letzten Tagen neu geregelt. Rückkehr der Einwohner Flanderns in die Heimat. WTB. Berlin, 15. Mai. Seit durch die großen deutschen Schlachterfolge in Flandern die Räumung des Ypernbogens erzwungen und dadurch das unmittelbar hinter den Gefechtsfeldern liegende Gebiet dem Hauptfeuerbereich der feindlichen Artillerie entrückt wurde, konnte deutscherseits planmäßig daran gegangen werden, die flandrischen Einwohner in ihre Heimstätten, soweit diese nicht zerstört waren, wieder zurückzurufen. Allerdings ist das zunächst nur in sehr beschränktem Maße möglich. Das englische Artilleriefeuer hat zu viele Dörfer und Gehöfte, auch wenn sie nicht von deutschen Truppen besetzt waren, dem Erdboden gleichgemacht. Da die Heftigkeit der englischen Beschießzung die abziehenden Einwohner in der Regel an der Mitnahme ihrer Habe verhindert hatte, und diese später durch die englischen Beschießungen und dadurch verursachten Brände der Vernichtung anheimfielen, hat jetzt Plünderung einer französischen Kirche durch die Engländer. WTB. Berlin, 15. Mai. Ein in deutsche Hände gefallener vom 14. August 1916 datierter Bericht des Pfarrers von Aveluy an den Bischof gibt eine authentische Mitteilung des Geistlichen über die Plünderung seiner Pfarrkirche durch die Engländer, die den Ort besetzt hielten. Bei einer Besichtigung am 10. März 1916, die ihm der englische Platzkommandant gestattete, stellte der Pfarrer fest, daß die Kirche durch Plünderung mindestens ebenso viel gelitten habe wie durch das Bombardement:„Die Schränke, welche die heiligen Gefäße, die Meßgewänder und die Chorröcke enthielten, waren von den Granaten verschont geblieben. Trotzdem ist alles durchetnander geworfen. Von den für die Messe nötigen Tüchern wie Amietus, Corporale, Manutergium usw. fanden sich nur 2 Amietus, welche hier und dort herumlagen. Die Meßgewänder sind beschädigt, von fast allen Meßgewändern sind Teile verloren gegangen, wie Stola, Manioulum, Kelchdecken. Vor meiner Krankheit, die mich zwang, aus der Feuerlinie fortzugehen, hatte ich noch die Kirchengefäße und die hauptsächlichen Meßgewänder von Authuille nach Avelny gebracht, aber ich habe davon nichts wieder gefunden. Nicht einmal die Kiste und den Schrank, in denen ich sie untergebracht hatte. Alles ist verschwunden. Kelch, Speisekelch, Monstranz und Meßgewänder. Von den zwei Kelchen von Aveluy ist nur noch der vorhanden, welcher si in Albert befindet. Der Speisekelch und die Monstranz sind nicht mehr da. Die Reliquien sind aus den zwei Reliquienkästen herausgenommen. Ein großer schöner Teppich, welcher an Festtagen den Altar und das Allerheiligste schmückte, ist gleichfalls verschwunden.“ Friedenswünsche der französischen Gewerkschaften. () Genf, 15. Mai. Wie Journal du Peuple schreibt, haben sich 80 Prozent der französischen Gewerkschaften für die baldige Lösung des europäischen Krieges durch freie Verständigung von Volk zu Volk ausgesprochen. Der Raubstaat Frankreich. Ueber England kommen jetzt neue Aufklärungen der vorigjährigen Vorgänge, die mit dem Kaiserbriefe an den Prinzen Sixtus zusammenhängen. Ganz funkelnagelneu ist uns ja freilich die Enthüllung nicht, daß man in Paris grundsätzlich keinen Anregungen von dritter Seite Folge gibt, die den Kriegsgewinn Frankreichs auf das 1871 verloren gegangene Elsaß=Lothringen beschränken möchten. Ribot hat im Juni 1917 in geheimer Kammersitzung bereits verraten, daß die französische Friedensforderung vielmehr auch die im Jahre 1815 abgetretenen Gebietsteile mit umfasse— vor allem das Saartal!— ja, daß noch darüber hinaus„Bürgschaften“ auf dem linken Rheinufer beansprucht werden! Man kommt aus dem Staunen über die französische Langmut gar nicht mehr heraus, welche die leitenden Staatsmänner noch immer keinem Verfahren unterwirft, wie es bei gemeingefährlicher Narretei angebracht ist. Das überall geschlagene Frankreich will sich nicht einmal bei einem Frieden begnügen, der ihm die Erfüllung einer halbhundertjährigen Hoffnung verhieße, sondern kommt auf das gleich törichte wie verbrecherische Geschrei der Väter und Großväter von 1870 und 1840 nach der Rheingrenze zurück. Wenn die Franzosen mit der dreisten Lüge, Deutschland habe ihnen im Jahre 1871 durch die Wegnahme des Elsaß bitteres Unrecht angetan. habe damals durch einen hinterlistigen Ueberfall ihnen die beiden Rheindepartements abgenommen, die halbe Welt gegen Deutschland verhetzen, so mag der patriotische Zweck allenfalls das schlechte Mittel heiligen. Aber ahnen sie denn nicht, wie stark sie sich selbst wieder auch bei den Gutaläubigen ihrer Verdrehungskünste ins Unrecht setzen, wenn sie in die alten Raubstaattriebe Ludwigs XIV. und der Napoleons zurückfallen die jeden irgendwie erreichbaren Fetzen deutschen Bodens an sich zu reißen auf der Lauer lagen? Sie müssen ja die Welt daran erinnern, wie einst jenes Elsaß für Frankreich erworben wurde, um das heute ein Geschrei erhoben wird, als handele es sich um urechtestes Franzosenland! Und wie soll es mit dem Selbstbestimmungsrechte gehalten werden, auf dem die Bundesgenossen Frankreichs so gern zur schwichtigung ihrer Gewissen herumreiten? Oder wähnt man in Paris, daß die in Landau und Saarbrücken darauf brennen, unter französische Herrschaft zu geraten? Poincarés Eroberungspolitik. WTB. Berlin, 15. Mai. Zu den Verhandlungen der französischen Kommission für auswärtige Angelegenheiten über die Friedensbemühungen im Jahre 1917 schreibt die Norddeutsche Allgemeine Zeitung in einem „Die Eroberungspolitik des Herrn Poincaré“ betitelten Artikel u..: Trotz aller Vorsicht erfährt man jetzt aus den Beratungen der französischen Kommission von einem Aktenstück, das Herr Clemenceau in seinen Enthüllungen vorsichtigerweise nicht erwähnt hatte, das aber den Mitgliedern der Kommission nicht verborgen werden konnte. Es handelt sich um einen Brief des Präsidenten der französischen Republik an den Prinzen Sixtus von Parma, in dem Herrn Poincaré die Rückgabe Elsaf=Lothringens als ungenügend erklärt und die Wiederherstellung der Grenze von 1814 und das linke Rheinufer verlangt, d. h. sich völlig auf den Boden der mit dem zartstischen Rußlang geschlossenen Geheimverträge stellt. Man erfährt noch manche andere Dinge über die völlig selbständige Politik des Herrn Poincaré in der ganzen Angelegenheit, s# auch, daß er dem eben in den Krieg eintreten, den Präsidenten Wilson den Brief, wechsel verheimlichte und auch Ke, renski und die belgische Regierung vollständig in Unkenntnis über die wich tigen Vorgänge hielt. Es ist Sache des französischen Volkez. sich mit seinen Machthabern auseinanderzusetzen. Für uns aber sind die französischen Kommissionsberatungen ein neuer Beweis für den anexionistischen Charakter der frauzösischen Politik. Sie zeigen, warum der Krieg weitergeht, sie zeigen, wie es um Freiheit, Recht und Demokratie bei unseren weß. lichen Gegnern bestellt ist. Prinz Sixkus und der Kaiserbrief. () Haag, 15. Mai. Der Pariser Bericht. erstatter des Manchester Guardiaz drahtet unter dem 5. Mai verspätet aus Paris: Die Antwort Poincarés auf den ersten Brief Kaisers Karls wurde dem Prinzen Sixtus nicht schriftlich, sondern in einer mündlichen Unterredung erteilt. Poincaré schrieb einen Brief an Ribot, in dem er die Forderungen Frankreich= ausstellte. Dieser Brief befindet sich bei den Akten. Der Berichterstatter des Manchester Guardian hat ihn nicht gesehen, aber er teilt ziemlich wörtlich die wichtigsten Stellen daranz mit. Es heißt da: Prinz Sixtus wurde beauftragt, dem Kaiser hinsichtlich der Erklärung des Reichskanzlers über Elsaß=Lothringen mitzuteilen, daß es für Frankreich keine Frage über Elsaß=Lothringen von 1870 gibt. Was Frankreich fordere, ist das Elsaß=Lothringen von 1814 und 1790 mit dem Saartal, also Zurückerstattung. Wiederherstellung, Vergütung und weitere Bürgschaften auf dem linken Rheinufer. Prinz Sixtus sagte indem er auf Geheimhaltung drang, daß Enthüllungen über diese Angelegenheit das Leben des Kaisers gefährden könnten und Oesterreich immer mehr unter die deutsche Herrschaft bringen würden. Prinz Sixtus besuchte zweimal England. Lloyd George hatte Poincaré gegenüber eine abweichende Meinung über die österreichischen Anträge, aber schließlich beruhigte er sich, als Sonnino sich entschieden einem Abkommen mit Oesterreich widersetzte. Nach seinem Besuch in England kehrte Sixtus nach der Schweiz zurück und berichtete dem Kaiser Karl optimistisch über die Verhandlungen, hauptsächlich wegen der günstigen Aufnahme, welche den Anträgen in England bereitet worden war. Der Kaiser schrieb ihm dann einen zweiten Brief, in dem er seine Freude erklärte, daß eine so weitgehende Uebereinstimmung zwischen ihm selbst und der französischen und englischen Regierung bestand. Er äußerte wieder seine Ueberzeugung, daß, wenn nur die Verbündeten annehmbare Bedingungen stellen würden, er Deutschland veranlassen werde, sie anzunehmen, daß er aber anderenfalls jene Forderungen für sich annehmen würde und sicher sein könne, hierbei von seiner ganzen Monarchie unterstützt zu werden. Diese Forderung der Verbündetm dürfte jedoch nicht die Grenze von 1871 überschreiten. Der See- und Zum englischen Angriff auf Ostente. ∆ Haag, 15. Mai. Die britische Admiralttit veröfefntlicht nachträglich noch einen längeren Bericht über den letzten Angriff gegen Ostende. Der Bericht schildert zum größten Teil unbedeutende Einzelheiten, die außerden durch die deutsche Veröffentlichung größtenteils belannt geworden sind. Am Schlusse heißte bezeichnenderweise: Die Offiziere, die die Operation ausgeführt haben, behaupten nicht, der Hafen von Ostende vollständie blockiert ist; aber die Ansicht dem Feinde Schwierigkeiten zu bereiten, den Hasen für alle größeren Schiffe unbrauchbar zu machen und das Baggern zu erschweren, ist vollständig erreicht. Wenn alle kleineren Schiffe, worunter man hauptsächlich Torpedos und Uboote versteht, ungehindert ein= und ausfahren können, dannist also das ganze Unternehmen gescheitert. Donnerstag, 16. Ma Amerikanische Torpedojägerflottille in den irischen Gewässern. TU. Haag, 15. Mai. Aus London wird gemeldet: Nachdem mehrere amerikanische Kriegsschiffe in den britischen Gewässern angekommen sind, trafen am Montag in Queenstown in Irland auch die erste vollständige Totpedojägerflottille ein. Sie wurde mit einem Tagesbefehl des Admirals Baizly grüßt, in welchem dieser die Dankbarkeit Englands für die amerikanische Hilfe und das jeste Vertrauen, zusammen mit Amerika sich auf behaupten zu können, aussprach. Englische Minenfelder vor der schwedischen Küste. WTB. Stockholm, 14. Mai. Vergangenen Sonntag fuhr ein schwedischer Dampfer vor der schwedischen Westküste auf eine Mine. Debei kamen acht schwedische Seelent“ um. Nachdem verbandsfreundliche Blätter, wie Dagens Nyheter, zunächst behauptet hatrn,### die in letzter Zeit vor der schwedischen Wesmist treibenden zahlreichen Minen deutschen Ursprungs seien, veröffentlichen heute die Zeitungen eine amtliche Erklärung des Marineamtt, wonach es sich um englische Minen Im Anschluß hieran bemerkt Stockholms De blad: Das fürchterliche Minenunglück, das atz Schweden das Leben kostete, ist die Shä# Auslegung eines für die schwedischgzinenzege und Fischerei äußerst gefährlichen Mine unmittelbar vor unseren Küsten, wenn nicht gar innerhalb der schwedischen Gewässer. In Gothenbu von Bohus, hat diese stimmung hervorgerufen. auffallend, daß man in seld nicht angesagt hat, auslegte. Man kann n nierung der holländsches, Schiff, und satzung ins ungruck stür ein neuer Beweis für Kriegfüchrung Das an der schwedis ländern ausgelegte Opfer gefordert. Wie schwedische Fischdampfer Minenfeld zum Sinken acht Fischer das Leben der schwedische Fischdan Mine gestoßen und un sonen sind ertrunken. England Schadenersatz Minenschiffe entwickeln und haben bereits übe Die Lage Ruwänische Lieserm + Berlin, 15. Mai aus Breslau, wo man Grenzhandels über die wöhnlich gut unterricht det der dortige Genera aus Rumänien Schafe und etwa 50 mählicher Lieferung n werden. Mit der Auft gen in Rumänien ist 1 Voraussichtlich dürfte Pferdelieferung Deutschland einsetzen. Rumäniens werden Tonnen Weizen, Mais termittel im Juli und führt werden. Die 3 Donauwege erfolgen. 95. Im April wurde Nahrungs= und Futter Gebieten Rumäniens Tonnen überschritten so bemerkenswerter, al meinen Transportnote Das Wirtscha schen Deutschlan liegt nunmehr im Wo lichen Inhalt haben#w Vertrag behandelt die schaftlichen Beziehunge dern im allgemeinen, bahnfragen im bringt C) ein Abkom Telegraphenverkehr un die Werftanlage in Gi flk— am Winterhafe wird von der rumän auf 40 Jahre gepachte fünf Jahre Zollfre von Maschinen. Ro produkten. Der Wahlkam 1 Berlin, 15. M Wahlkampf bereits ei den Elemente des Lo Neuesten Nachrichten Peter Carps in Parole Beseitign tigen Dynastiee den Gruppen unter tianu treten für 2 ein. Es ist zweifell Dynastie von dem A abhängen wird. Die Wahlen hat die neue Volkspartei, deren P liche Forderungen ent antwortung für das strafung der Schuldig Vorkommnisse, wie di niens in den Krieg fül sind; Einführung ei tungs- und Agrarreso der Volkspartei beal sammentritt der Kan bringen, der die Er lichen Anklage fordert. Rumänien u ):( Genf, 14. Freitag über die ru könne nur sagen, di Person des Kö Gewähr biete, da bandes nicht ve Der Temps meld ten der Verbändler sage, daß die rn und der rumäni West=Rumäniens u übersiedeln. 1 Parlament werd besetzten Gebiete zus 2 Im englische: gestern Balfour4 gliedes wegen des B ner Wirkung auf d zum Verbande folge ratifiziert ist, hört R genosse zu sein und Staat. Die englisch mit Rumänien und geraten ist. Es ist tigen Friedenskonft Aenderung der Nur Sehlugengen dunche Aus MV Stockhol: bladet meldet ans? Nr. 118 Seite 2 dem zartstischen Rußland mverträge stellt. Man erandere Dinge über die e Politik des Herrn ganzen Angelegenheit, so den in den Krieg eintretenWilson den Briefimlichte und auch Ke. belgische Regierung kenntnis über die wich. elt. des französischen Volkes, achthabern auseinanderzuaber sind die französischen ingen ein neuer Beweis ischen Charakter der franSie zeigen, warum der je zeigen, wie es um Freimokratie bei unseren wes. tellt ist. und der Kaiserbrief. Rai. Der Pariser Bericht. anchester Guardias. Mai verspätet aus Paris: carés auf den ersten Brief se dem Prinzen Sixtus nicht in einer mündlichen Unterncaré schrieb einen Brief an sie Forderungen Frankreiche Brief befindet sich bei den hterstatter des Manchester nicht gesehen, aber er teilt wichtigsten Stellen daraus Prinz Sixtus wurde beaufinsichtlich der Erklärung des Elsaß=Lothringen mitzuür Frankreich keine saß=Lothringen von Frankreich fordere, ist das gen von 1814 und aartal, also Zurückertellung, Vergütung und weiauf dem linken Rheinufer. indem er auf Geheimhaltung ungen über diese AngelegenKaisers gefährden könnten ner mehr unter die deutsche würden. Prinz Sixtus begland. Lloyd George genüber eine abweichende österreichischen Anträge, aber er sich, als Sonnino sich entmmen mit Oesterreich widerBesuch in England kehrte beiz zurück und berichtete dem stisch über die Verhandlunwegen der günstigen AufInträgen in England bereitet kaiser schrieb ihm dann einen em er seine Freude erklärte, ende Uebereinstimmung zwid der französischen und engestand. Er äußerte wieder daß, wenn nur die VerbünBedingungen stellen würden, inlassen werde, sie anzunehderenfalls jene Forderungen würde und sicher sein könne, janzen Monarchie unterstützt Forderung der Verbündete die Grenze von 1871 überDonnerstag, 16. Mai 1918. Bielefelder General=Anzeiger. Nr. 118 Seite 3 nd Handelskrieg Angriff auf Ostende. ai. Die britische Admiralität säglich noch einen längeren letzten Angriff gegen ericht schildert zum größten Einzelheiten, die außerden Veröffentlichung größtenteils sind. 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In Gothenburg an der ganzen Küste von Bohus, hat diese Minierung tiefste Verstimmung hervorgerufen. Es ist zum mindesten auffallend, daß man in London dieses Minenteld nicht angesagt hat, sondern ohne Warnung auslegte. Man kann nicht umhin, an die Minierung der Scheldemündung zu denken, die ein volländisches Schiff und seine nichtsahnende Belatzung ins Unglück stürzte. Die Maßnahme ist ein neuer Beweis für die Verwilderung der Kriegsüchrung. TII. Kopenhagen, 16. Mai. Das an der schwedischen Küste von den Engtändern ausgelegte Minenfeld hat ein neues Opfer gefordert. Wie vor einigen Tagen der schwedische Fischdampfer„Agnes“ in diesem Minenfeld zum Sinken gebracht worden ist, wobei ocht Fischer das Leben einbüßten, ist nun auch der schwedische Fischdampfer„Ruth“ auf eine Mine gestoßen und untergegangen. Vier Personen sind ertrunken. Die Presse verlangt, daß England Schadenersatz leiste. Die schwedischen Minenschiffe entwickeln eine lebhafte Tätigkeit und haben bereits über 200 Minen aufgefischt. Die Lage im Osten. Ruwänische Lieserungen an + Berlin, 15. Mai. Wie dem Lokalanzeiger aus Breslau, wo man infolge des umfangreichen Grenzhandels über die Einfuhrverhältnisse gewöhnlich gut unterrichtet ist, berichtet wird, meldet der dortige General=Anzeiger, daß demnächst aus Rumänien, voraussichtlich 150000 Schafe und etwa 50000 Schweine in allmählicher Lieferung nach Deutschland gelangen werden. Mit der Aufbringung dieser Vlehmengen in Rumänien ist bereits begonnen worden. Voraussichtlich dürften auch umfangreiche Pferdelieferungen aus Rumänien nach Deutschland einsetzen. Aus der neuen Ernte Rumäniens werden schätzungsweise 400 000 Tonnen Weizen, Mais, Hülsenfrüchte und Futtermittel im Juli und August Deutschland zugeführt werden. Die Zufuhren werden auf dem Donauwege erfolgen. WTB. Bukarest, 15. Mai. Im April wurde in der Ausfuhr von Nahrungs= und Futtermitteln aus den besetzten Gebieten Rumäniens die zweite Million Tonnen überschritten. Dieses Ereignis ist um so bemerkenswerter, als es angesichts der allgemeinen Transportnot erreicht wurde. Das Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und Rumänien liegt nunmehr im Wortlaut vor. Den wesentlichen Inhalt haben wir bereits mitgeteilt. Der Vertrag behandelt die Regelung A) der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern im allgemeinen, B) gewisser Eisenbahnfragen im gegenseitigen Verkehr, bringt C) ein Abkommen über den Post= und Telegraphenverkehr und D) ein Abkommen über die Werftanlage in Giurgiu. Das Gelände hierflk— am Winterhafen von Giurgiu gelegen— wird von der rumänischen Regierung zunächst auf 40 Jahre gepachtet. Die Werft erhält auf fünf Jahre Zollfreiheit für ihre Einfuhr von Maschinen, Rohmaterialien und Halbprodukten. Der Wahlkampf in Rumänien. Berlin, 15. Mai. In Rumänien hat der Bahllampf bereits eingesetzt. Die rechtsstchen. den Elemente des Landes sind, den Peter Carps in den Wahlkampf mit der den Gruppen unter der Führung von Bratianu treten für Beibehaltung der Oppastie ein. Es ist zweifellos, daß das Schiasar der Dynastie von dem Ausgang des Wahlkampfes abhängen wird. Die meisten Aussichten bei den Wahlen hat die neue von Avereseu gebildete Volkspartei, deren Programm folgende wesentliche Forderungen enthält: Feststellung der antwortung für das nationale Unglück und strafung der Schuldigen, Sicherheiten dafür, daß Vorkommnisse, wie die, die zum Eintritt Rumäniens in den Krieg führten, in Zukunft unmöglich sind; Einführung einschneidender Wahlverwaltungs- und Agrarreformen. Führende Mitglieder der Volkspartei beabsichtigen, sofort nach Zusammentritt der Kammer einen Antrag einzubringen, der die Erhebung der öffen lichen Anklage gegen Bratianu fordert. Rumänien und der Verband. ):( Genf, 14. Mai. Pichon erklärte am Freitag über die rumänische Friedensfrage, er könne nur sagen, daß nach seiner Ansicht die Person des Königs Ferdinang die Gewähr biete, daß die Rechte de7, bandes nicht verletzt wirden, gang. Der Temps meldet aus Jassy: Die Gesandten der Verbändler in Jassy erhielten die Zusage, daß die rumänische Regierung und der rumänische Hof vor West-Rumäniens Bicht va# rung des Landtags ist nunmehr folgende: 51 Altfinnen, 25 Jungsinnen, 26 Agrarier, 21 Schweden sowie gegen 20 Sozialdemokraten, die an der Teilnahme an den Verhandlungen nicht verhindert sind. Svenska Dagbladet meldet: Der britische Konsul in Helsingfors teilt mit, daß seine Regierung nach Erfullung der von England aufgestellten Bedingungen bereit sei, als Geschäftstrager Montgomery Growe nach Finnland zu entsenden. Freigegebene russische Kriegsschisse. () Berlin, 15. Mai. Havas meldet aus Moskau: Eine größere Anzahl russischer Torpedoboote und mehrere Kriegsschiffe, die in Helsingfors lagen, sind mit Erlaubnis des deutschen Kommandanten in Finnland nach Petersburg zurückgekehrt. Andere Schiffe, die ohne Erlaubnis Helsingsors verließen, wurden zurückgehalten. Wilsons Sorge um Litauen. WTB. London, 15. Sept.(Neuter.) Wie die Times aus Washington erfährt, erklärte Präsident Wilson in einer Ansprache an die Delegation des litauischen Nationalrats, der 700 Litauer in den Vereinigten Staaten vertritt, daß er den Litauern in den Vereinigten Staaten für ihre treue Unterstützung danke und mit der gegenwärtigen Lage ihrer Länder sowie ihrer nationalen Wünsche sympathisiere. Die amerikanische Regierung werde dem litauischen Natioalrat jede Erleichterung gewähren, um die Opposition gegen die deutsche Gegnerschaft in ihrem Heimatlande zu organisieren und anzuspornen. Das Programm der ukrainischen Regierung. WTB. Kiew, 14. Mai. Kiewskapa Mysl verössentlicht eine Erklärung, der neuen Regierung, worin sich diese gegen die Gerüchte wendet, daß sie die Selbstherrschaft wieder eingeführt und, auf Grundbesitzer und Kapital gestützt, eine reaktionäre antiukrainische Politik treiben wird. In der Erklärung heißt es u..: Das Bestreben des Hetmans ist die Verwirklichung der Idee einer unabhängigen und freien Ukraine in der historisch national=ukrainischen Form. Die Regierung wird unter Vermeidung aller Gewalt und plötzlicher Aenderungen mit Festigkeit den Gedanken der weiteren und allseitigen Entwickelung der ukrainischen nationalen Kultur, der Sicherung der Rechte der ukrainischen Sprache in der Schule, in staatlichen und gesellschaftlichen Organisationen und der Befestigung aller Formen der ukrainischen Staatlichkeit ins Leben durchführen. Gleichzeitig erkennt die Regierung die Rechte auch aller anderen auf dem Gebiete der Ukraine lebenden Nationalitäten an. Die Hauptaufgabe der Regierung, die einen provisorischen Uebergangscharakter trägt, besteht darin, in der Ukraine die staatliche Ordnung zu festigen und in den Bedingungen vollkommener Ruhe und echter Freiheit das Land bis zum Augenblick der Einberufung einer Volksvertretung zu leiten, welche den echten, durch keinerlei Druck von irgend gewehren beschossen worden waren. Bis jetzt ist noch kein Bericht über die beiderseitigen Verluste eingegangen. Auch im Kreml, dem Sitz der Volkskommissare, stehen zahlreiche Geschütze. Heute morgen dauerte der Kampf noch an. Eagiane. John Bulls Bilanz. () Berlin, 15. Mai. Die bekannte englische Zeitschrift John Bull schreibt unter dem 4. Mai: Wir sind jetzt 3½ Jahre im Kriege. Er hat uns 150 Milliarden Franken gekostet, mehr als eine Million Tote, 1½ Millionen Verwundete. Wir haben unsere Armee von 250000 Mann auf 7 Millionen gebracht. Frankreich, Italien und jetzt auch Amerika gehen mit uns. Rußland war über zwei Jahre auf unserer Seite, ebenso Rumänien, Serbien und Montenegro. Portugal und China stehen bei uns. Alle unsere Tochterstaaten und Kolonien haben uns glänzend unterstützt. Fast unsere gesamte Industrie ist auf die Munitionserzeugung gestellt worden. Unsere Flotte ist noch unversehrt und— jetzt sind wir in schlimmerer Lage als wir es vor 3½ Jahren waren. Deutschland. Ein nationalliberales Urteil über die Wahlrechtsabstimmung. WTB. Köln, 15. Mai. Die Kölnische Zeitung schreibt: Aus den Trümmern der guten Absichten, die den Weg Wahlreform bedecken, ragt lediglich die Erfahrung hervor, daß das aus dem Dreiklassensystem hervorgegangene Parlament zu einer dem Wandel und Bedarf der Zeit gerecht werdenden schöpferischen Neugestaltung unfähig ist. Mit Bedauern muß dabei festgestellt werden, daß die Parteien der Mitte, das Zentrum und die Nationalliberalen, an diesem trübseligen Ausgang die Hauptschuld tragen. Wir müssen uns daher über kurz oder lang auf einen Wahlkampf gefaßt machen, wie din Preußen noch nicht erlebt hat. Ueber die Männer, die die Verantwortung dafür tragen, wird dann, fern sie nicht schon freiwillig in der Versenkung verschwunden sind, der Sturm binwraachen. Letzte Drahtmeldungen. Zum Wahlrechtskampf. * Berlin, 16. Mai. Ueber die weitere Behandlung der Wahlrechtsvorlage schreibt Professor Konrad Bornhak in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung: Nach der Geschäftsordnung des Abgeordnetenhauses erfolgt die nach der Versassung erforderliche zweite AbSP, bur 2„. MB3an, der ulrainisse stimmung in der Form der drei Veratungen. veicher Sette ensteuten Auten ves V. ,.. Bus, Daraus ergibt sch, daß geschäftsordnungsmang 's ine zum Augdruck bringe auch für die zweite Abstimmung noch Abder tttaine aum uusgrun brugen wiw, Anderungsanträge gesteut und angenommen werden können. Damit kreuzt sich aber das Erfordernis, daß die bei den beiden Abstimmungen gefaßten positiven Beschlüsse übereinstimmen unem Wnnen also bei der zweiten Beratung ch Abänderungsanträge Annahme so ware die kurz darauf anhebenden starken nutzlosen Gegenangriffe haben England besonders viel Blut gefosste: Bezeichnende Wirkungen des Ubootkrieges. WTB. Bern, 15. Mai. Bei den gestrigen Verhandlungen der französischen Kammer über die Konsumeinschränkung erklärte der französische Blockademinister, daß es uumöglich sei, die Vorräte in Frankreich durch die Einfuhr zu erhöhen, während der Verpflegungsminister nochmals betonte, daß er durch den Mangel an Schiffsraum in seiner Aufgabe behindert sei. Die Kammer nahm schließlich durch Handaufheben eine Tagesordnung an, welche die Regierung zur regelrechten Beschlagnahme des Viehbestandes mit Ausnahme der Lasttiere auffordert. Aus der Ukraine. WTB. Kiew, 15. Mai. Die Regierung erließ ein Ausfuhrverbot für Metalle und Gummi, roh und gebrannt; ferner ein allgemeines Ausfuhrverbot Rumänien und Bessarabien, da Bessarabien annektiert und die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen noch nicht festgestellt seien,„„ Kiewstaja mysl erfahrt, daß die russische Sowjetregierung bei den Friedensverhandlungen mit der Akraine zu jedem Zugeständnis bereit sei. dingung sei die Lebensmittelversorgung Rußlands, wogegen letzteres Waren und Schmiermittel liefert. General Rogoba ist zum ukrainischen Kriegsminister ernannt worden. Die Zeitungsbesprechungen der Regierungsdeklaration sind leidenschaftslos. Sie erkennen di. Pichtigkeit der Lasun= Arheit aber besetzten Gebiete zusammentreten. TU. Amsterdam, 14. Mai. Im englischen Unterhause gestern Balfour auf die Anfrage eines Mitsliedes wegen des Bukarester Vertrages und, ner Wirkung auf das zum Verbande folgendes: Sobald der Vertrag ratifiziert ist, hört Rumänien auf, unser Bundesgenosse zu sein und wird wieder ein neutrate. Staat. Die englische Regierung hat Mitgefühl mit Rumänien und bedauert die Lage, in die es Aenderung der bedingungen durchzusetzen. Aus Finnland. MB. Stockholm, 15. Mai. Svenska Dagmeldet aus Hellingfors: Die GruppteVolkes bezüglich des zukünftigen staatlichen Aufbaues der Ukraine zum Ausdruck bringen wird. Die Aufgabe des Hetmans ist nicht Selbstherrschaft. Die Ausarbeitung eines entsprechnden Wahlgesetzes bildet den Gegenstand der emsigsten Bemühungen der Regierung. Die Regierung hat nicht die Absicht, irgendwelche politischen Freiheiten anzutasten. Ein wirtschaftlich starkes Bauerntum ist die Grundlage des Volkswohles in einem ausgesprochenen landwirtschaftlichen Lande wie die Ukraine und die Regierung hat bereits mit der Ausarbeitung des Planes für eine Landreform begonnen, in den sie sich als festes Ziel gesteckt hat, die Landnot der landärmeren und der landlosen Ackerbauer zu befriedigen. Die Regierung hat weder die Absicht, den Weg der Abschaffung des Eigentumsrechtes, noch den der gefährlichen Experimente zu beschreiten, die noch kein einziges Kulturland kennt, noch auch den Weg der Zerstörung der landwirtschatlichen Kultur, die die Grundlage der Volkswirtschaft der Ukraine det. Diejenigen Ländereien im Privatbesitz, die zu diesem Zwecke ohne Schädigung der Interessen der landwirtschaftlichen Kultur enteignet werden müssen, werden vom Staate angekauft und den bedürftigen Ackerbauern zu angemessenen Preisen überlassen werden. Die Regierung fordert alle vernünftigen und staatlich gesonnenen Elemente zu energischer, unermüdlicher Arbeit auf im Namen der Errettung des Landes von der verderblichen Anarchie von Raub, Gewalttätigkeit, Mord und sinnloser Vergeudung des Volksvermögens und im Namen der Schaffung einer festen staatlichen Ordnung, die auf dem Gesetze, auf tatsächlicher Freiheit und auf der Achtung vor den wichtigsten Menschenrechten gegründet ist. Abschaffung des Erbrechts. WTB. Moskau, 15. Mai.(PTA.) Am 3. Mai beschloß der Rat der Volkskommissare die Abschaffung des Erbrechts. Ruy dem Tode des Erblassers wird der bewegliche und unbewegliche Besitz Eigentum des Staates. Blutige Kämpfe zwischen Anarchisten und Bolschewisten in Moskan. TU. Amsterdam, 15. Mai. Reuter berichtet aus Petersburg vom 12. Mai: Zwischen Bolschewisten und Anarchisten hat gestern abend in Moskau ein Kampf begonnen. Die Sowjettruppen umzingelten das Hauptquartier der Anarchisten, aus dem eine große schwarze Fahne mit der Aufschrift „Anarchie" wehte. Da die Anarchisten die Uebergabe verweigerten, wurden sie von Geschützen und Panzerautomobilen beschossen. Aehnliche Kämpfe spielten sich Straßen ab. Die sogenannten anarchistischen Föderalisten, die Bomben und Handgranaten benutzten, zeigten die weiße Fahne, nachdem sie eine halbe Stunde lang mit Maschinenmüssen. Finden also noch Abanbrrunhrungtgr unnahme, st wäre die Folge nur, daß die Abstimmung nach 21 Tagen nochmals wiederholt werden muß. Das geschähe wiederum natürlich in den Formen der drei Beratungen. Die Möglichkeit einer 6. oder ferneren Lesung wäre damit gegeben. Nun liegt aber bei der Wahlrechtsvorlage die Sache so, daß gar nich. die ganze Vorlage abgelehnt wurde, aber keines der vorgeschlagenen Wahlrechtssysteme Annahme Von einer formellen Ablehnung der lage, welche die weitere geschäftvordnungsmäßige Behandlung ausschlösse, kann man nicht reden. Keineswegs ist die Hoffnung auf eine Verständigung ausgeschlossen. Um sie zu erzielen, blieben verschiedene Wege. Man könnte die verstümmelte Vorlage nach dem Ergebnis der dritten Lesung an das Herrenhaus gelangen lassen und diesem anheimgeben, durch Wiederherstellung der Regierungsvorlage oder auf einem enderen Wege dus verstümmelte Glied mit eines Wahlsystems wieder einzusetzen. Dann hätte die Vorlage mit der Ergänzung wieder an das Abgeordnetenhaus zurückzulchten, oder das Abgeordnetenhaus behielte die Vorlage selbst der zweiten verfassungsmäßigen Abstimmung nach 21 Tagen vor. Da die zweite Abstimmung in den Formen der dritten Beratung sich vollzieht, könnten daher neue Anträge gestellt werden. Ihre Annahme hätte zur Folge, daß eine nochmalige Abstimmung stattfinden müßte. Es ist endlich eine Verbindung beider Wege möglich, indem man zunächst nach 21 Tagen bei der zweiten verfassungsmäßigen Abstimmung die Lücke ausfüllt und sodann die Vorlage erst einmal an den Herrenhaus gelangen läßt. Das Unternehmen an der Straße Bray—Corbie. WTB. Berlin, 15. Mai. Die im Heeresbericht vom 15. Mai erwähnte Unternehmung beiderseits der Straße Bray—Corbie hatte vollen Erfolg. Wir schoben hier unsere Linien vor. Der Gegner erlitt bei seinem zähen Widerstand außerordentlich schwere Verluste. Am Nachmittag setzte er in zwei Kilometern Breite zum Angriff an. indessen wurde seine Bereitstellung von dem zusamemngefaßten deutschen Vernichtungsfeuer fast zerschlagen, so daß der Angriff nicht zur vollen Durchführung kommen konnte. Nachmittags brachen zwei starke Vorstöße unter großen Verlusten des Feindes im deutschen Feuer zusammen. Die Engländer haben beiderseits der Straße Bray—Corbie letzthin wiederholt die Australier vorgetrieben, deren Angriffe jedesmal ergebnislos verliefen. Erfolgreiche deutsche Vorstöße an dieser Stelle und die beltaration n Wielsschafttex. Die die Richtigleil der Losung„Arbeit, aber keine Politik“ an und unterstreichen, daß überhaupt die Regierung mit der augenblicklich einzigen wirklichen Macht in der Ukraine, die nicht genannt wird, zu rechnen habe. Die Furcht vor dem Exzaren. TU. Kopenhagen, 16. Mai. Wie aus Petersburg gemeldet wird, lausen dort tatsächlich Gerüchte um, daß Zar Nikolaus nach Moskau übergeführt und vor ein besonderes Kriegsgericht gestellt werden soll. Japaus Pläne in China. TU. Bern, 16. Mai. Die Washingtoner ist erfährt von halbamtlicher Seite, daß die panische Regierung die Entsendung einer japanischen Armee von 200 000 Mann nach China vorgeschlagen habe, um gemeinsam mit einer ebenso großen chinesischen Armee die Ruhe in China wieder herzustellen. Die chinesischen Truppen sollen von japanischen Offizieren befehligt werden. Im Falle der Ablehnung dieses Porschlages werden jepanische Truppen in die Provinzen Schantung und Fukien entsandt, um die japanischen Interessen zu wahren. Außerdem soll Japan an China ein Ultimatum, seine polttischen und finanziellen Forderungen betreffend, erlassen haben. Es handle sich um die vollständige Kontrolle der chinesischen Finanzen, um die Ausnutzung der chinesischen Eisenwerke und der Schiffswerften unter japanischer Leitung und um die Anerkennung der japanischen Interessensphäre in der Mongolai. Dazu kommt noch die Forderung, daß mindestens fünfzig Prozent aller chinesischen Munitionsankänfe in Japan erfolgen. Amerika als Geldgeber. WTB. Washington, 14. Mai.(Reuter.) Der Schatzsekretär Mac Adeo genehmigte eine Zusatzanleihe von 200 Millionen Dollar an England, sowie je 100 Millionen Dollar an Frankreich und Italien. Der Gesamtbetrag der Anleihen an alle Verbündeten steigt damit auf 5764 Millionen Dollar. Chefredakteur Max Harteck. Verantwortlich für Politik und Feuilleton, der Chefredakteur; für den übrigen Teil: Heinrich Kampmann; für den geschäftlichen und Inseratenteil: Fritz Niemeyer; Notationsdruck und Verlag: E. Gundlach.=G. Sämtlich in Bielefeld. Frei willst du sein, mein Volk— wohlan es sei! Sohör' des Vaterlandes notgebornen Schrei: Reck aus dein Gold zu Panzern, Stahl u. Eisen— Freiwird dein Adler durch die Zukunft kreisen! Die hiesige Goldaukaufsstelle befindet sich im alten Rathaus und ist Montag und Freitag von ½11—¼1 Uhr geöffnet. 4„ 5 starben laut heutiger Todesanzeige im „Bielefelder General=Anzeiger“: Vizefeldwebel(Lehrer) Wilh. Bollweg, Ummeln. Schütze Wilh Fastabend, Senne I. PieARwo-rPoPTW Mnnmmmmmmmmmmm Leder-Handschuhe für Damen, weiss...... 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An Vergütung werden 150 Mk. monatlich gewährt. Herford, den 10. Mai 1918. sies Geldsehranffe neue und gebrauchte, ganz aus Eisen und mit Holzsock“, worunter viele Gelegenheitskäufe und erstklasßig Marken, gebe billigst ab. Allerst. u. Adolf Heine. Sp. Roman von Erna W Copyright 1917 by Dr. Sal 15) „Mutterchen hat zählt, daß ich Sie ber „Auch daß Sie sehr hül Daß Sie aber aussähe doch nicht geglaubt. hätte ich dem Konrad „Wollen wir gute sie ein. „Das hoffe ich“, sa „Dann machen Simehr“, bat sie.„Solar Freundschaft wirklich zusammen, als wären raden. Hand drauf, H Er hielt ihre Han „Als Kamerad dür sagen. Das klingt wollen Sie mich also Sie dachte nach. „Mein Bubchen", Sagen wir also Fred.“ „Ganz nett“, überl wäre mir zwar lieber meinen es ginge nich sagen?“ Sie zucke die Schy „Hanna?“ fragte Sein: ischuhe chwarz, rund ge. 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In der gestrigen Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Kreisvereins Bieleseld richtete der Vorsitzende Landrat Dr. Beckhaus eine dringende Mahnung an die Landwirte, alle irgendwie noch entbehrlichen Mengen Hartfuttermittel — Hafer, Mais, Mengkorn— für die Bedürfnisse der Heeresverwaltung freiwillig abzugeben. Im Kriegsministerium herrsche die Auffassung, daß bei vielen Landwirten noch erhebliche Mengen dieser Futtermittel über die ihnen zustehenden Mengen zurückgehalten würden, und es seien deshalb militärische Beitreibungskommandos eingesetzt, die überall die Vorräte an Hartfuttermitteln, gleichzeitig aber auch an Brotgetreide, Gerste und Hülsenfrüchte ermitteln sollten. Wenn er auch der festen Ueberzeugung sei, daß im Landkreise Bielefeld nennenswerte Mengen nicht zurückgehalten würden, so sei doch dringend zu raten, alles noch irgendwie Entbehrliche freiwillig zu den erhöhten Preisen von 440 bis 600 Mark für die Tonne abzugeben. Einmal diene man damit der Landesverteidigung, zum andern würde aber auch eine so lästige Revision vermieden. Im Regierungsbezirk Minden seien die Beitreibungskommandos erst in den Kreisen Büren, Warburg und Herford tätig gewesen; gestern habe auch im Stadtkreis Bielefeld eine solche Revision begonnen, wobei man bei dem Königl. Landrat den Ansang gemacht, dort aber nicht mal das vorgefunden habe, was diesem für seine Pferde zustehe. 49##Der Vorsitzende bat die Gemeindevorsteher, innerhalb ihrer Gemeinden alles aufzubieten, um freiwillig noch das herauszuholen, was irgend nuöglich sei. Ueber die weiteren Verhandlungen werden wir morgen berichten. Das belgische Problem. In einer von der Deutschg, Paterlandspartei Bielefeld veranstalteten öffentEden Versammlung in der Eipztrag, sprach gestern abend vor einer recht zahlreichen Zuhörerschaft, unter der wiederum die Frauenwelt sehr stark vertreten war Direktor Dr. GasterAntwerpen über das Thema: Das belgische Problem und die belgische Frage. Der Vorsitzende, Pastor Kähler, eröffnete die Versammlung mit einigen einleitenden Worten, in denen er u. a. ausführte: In einer hiesigen Zeitung ist in worden, eine Versammlung sei deshalb nicht gut besucht gewesen, weil das Volk jetzt nicht mehr Worte hören, sondern Taten sehen wolle. Dem ist zuzustimmen. Auch wir wollen das nicht hören, was so viel z. B. in Berlin geredet wird, was die Erz—schelme in Berlin sagen, läßt uns sehr gleichgültig. Nun bringt uns der heutige Abend zwar auch nur Worte, aber doch solche oie auf Taten deuten und auf Taten vorbereiten. Hierzu gebe ich nunmehr Herrn Direktor Haster das Wort. Dieser gedachte eingangs seines etwa einstündigen Vortrages der Friedensschlüsse im Osten, die es uns ermöglichten, unsere ganze Kraft dem Westen zuzuwenden. Es sei eine eigentümliche Sache, daß wir in Bezug auf den Westen auf der einen Seite ein so selsenfestes Vertrauen auf unsere Soldaten und unsere Heerführung, auf der anderen Seite aber ein gewisses Bangen hätten, daß dort nicht der rechte Frieden geschaffen werde. Wir seien nicht ganz sicher, ob auch unsere Diplomatie und unser Volk in seiner Gesamtheit entschlossen sei, wie unsere Soldaten durchzuhalten, damit wir erringen, was wir nötig und verdient haben. Um Belgien drehe sich heutzutage das ganze Kriegsziel. Das belgische Problem sei freilich eine ungeheuer schwer zu lösende Frage. Wir müßten uns aber klar werden, daß eine logische Folgerichtigkeit uns den Weg vorschreibe. der zum Heile des flämischen Volkes und zum Nutzen unseres Vaterlandes gegangen werden müsse. Es dürse keine Meinungsverschiedenheit darüber herrschen, daß der kommende Frieden uns Sicherheiten für die Erhaltung eines dauernden Friedens, für den Schutz unserer Arbeit und für die Zukunft unseres heranwachsenden Geschlechts bieten müsse. Zu einem solchen Frieden führe nicht Schwäche und sentimentales Nachgeben, sondern nur die Macht und die Kraft unserer Siege. Zu einem solchen Frieden gehöre es, daß Belgien unter den Einfluß Deutschlands gestellt werde, damit es nicht wiederum einen Brückenkopf und ein Aufmarschgebiet Englands für einen künftigen Krieg gegen uns bilden könne. Der Redner belegte sodann in längeren Ausführungen diese Forderung mit historischen, völkischen, politischen, deutschnationalen, wirtschaftlichen und militärischen Gründen und trat dabei für eine flamisch=wallonische Union unter dem im Volke sehr beliebten jetzigen König Albert ein, dessen Verwaltung, Finanzen und Parlament getrennt sein müßten. Diese Union müsse zu Deutschland in einem derartigen militärischen und wirtschaftlichen Verhältnis stehen, daß keine andere Macht sich an der Maas und an der flandrischen Küste festsetzen könne. Zu diesem Behuse müsse uns das Besetzungsrecht der Maaslinie, der flandrischen Küste und Antwerpens eingeräumt werden. Eine Annexion sei schon aus realpolitischen Gründen nicht ratsam. aber ein Verzicht auf die Annexion bedeute doch noch keine Auslieferung Belgiens an England; Belgien müsse unter allen Amständen in seinen beiden selbständigen Teilen in unserer Einflußsphäre behalten werden. Eine solche Neuordnung entspreche auch durchaus der von der Entente aufgestellten Forderung des Schutzes des Selbstbestimmungsrechts der kleinen Nationen, während wir an den Flamen damit das wieder gut machten, was wir früher an ihnen dadurch gesündigt hatten, das wir uns ganz und gar nicht um diesen alte germanischen Bruderstamm gekümmert hätten. Belgien dürfe niemals wieder in die Lage kommen, uns militärisch zu bekämpfen, eine uns seindliche auswärtige Politik zu treiben oder uns wirtschaftlich zu schädigen; in diesen drei Dingen müsse vielmehr Belgien uns nutzbar gemacht werden. Wenn der Krieg auch mit einem großen glänzenden Sieg für uns ende, so dürften wir nicht vergessen, daß uns im Westen in Frankreich und England erbitterte Feinde blieben, gegen die uns nur unsere Macht und unsere Kraft stützen könne. Bei den künftigen Friedensverhandlungen gelte es unsere ganze Zukunft. Sorgen wir deshalb, so etwa schloß Redner, daß wir uns vor den künftigen Geschlechtern und vor der Geschichte dieses Friedens, der wichtig ist, wie kein anderer, nicht zu schämen brauchen. Sorgen wir, daß aus dieser Saat eine Ernte für die deutsche Zukunft erwächst. Nicht ein Frieden, der für den Augenblick Befriedigung und Erleichterung gewährt, hat für uns Zweck, sondern ein solcher, der Deutschlands Zukunft sichert und deshalb muß auch in Bezug auf das belgische Problem der Frieden ein deutscher sein. K. ∆ Ehrentasel. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde dem Oberarzt Dr. Hans Katzenstein. Sohn der Witwe L. Katzenstein, verliehen.— Die 2. Klasse erhielt Feldwebel Schwing, Fröbelstraße Nr. 90. O Militärpersonalien. Befördert wurden zu Oberärzten die Assistenzärzte der Reserve Karl Faber(Minden), Dr. Ignaz Farber (Paderborn), dieser beim Ersatz=Bat. Fußart.= Regts. Nr. 7— die Assistenzärzte der Landwehr 1. Aufgebots Heinrich Bußmann(Minden) beim Ersatz=Batl. Ins. Regts. Nr. 67, Berthold Klestadt(Paderborn)— der Assistenzarzt der Landwehr 2. Aufgebots Dr. Friedrich Kuhlo (Bielefeld).— Für die Dauer ihrer Verwendung im Kriegssanitätsdienst wurden zu Feldhilfsärzten ernannt die nichtapprobierten Unterärzte(Feldunterärzte) Eduard Aldehoff(Bielefeld). Wilhelm Gottwald(Detmold). Aloys Werner(Paderborn). Hans Dessin(Bielefeld), Franz Otto(V Berlin), dieser beim Infanterie=Regt. Nr. 131. A Billiger Spinat. Auf dem Wochenmarkt wurde heute früh Spinat in großen Mengen zum Preise von 20 und 25 Pfennig zum Verkauf gestellt, während der Höchstpreis 53 Pfennig beträgt; auch Spargel wird weit unter dem Höchstpreis angeboten. Danach scheinen diese stets gern gesehenen Gemüsearten gut geraten zu sein, was unseren Hausfrauen gewiß nicht unangenehm ist. i Zurückgezogene Handelserlaubnis. Vom Rathaus wird uns geschrieben: Die dem Kaufmann Herm. Ellermann hier, Pestalozzistraße 1, am 19. November 1917 erteilte Erlaubnis zum Handel mit Wein ist auf Grund des§ 4, Absatz 1 der Verordnung über den Handel mit Lebens= und Futtermitteln und zur Bekämpfung des Kettenhandels vom 24. Juni 1916 sowie des§ 5, Absatz 5 der Verordnung über Wein vom 31. August 1917 zurückgezogenworden. * Der Sparzwang für Jugendliche. Der Rheinisch=Westfälische Sparkassentag nahm zur Frage des Sparzwangs für Jugendliche folgenden Antrag an:„Der Sparzwang für Jugendliche ist nur auf reichsgesetzlichem Wege möglich. Er ist dringend notwendig für jugendliche Verschwender. Die Einrichtung eines allgemeinen Sparkassenzwangs zur Erreichung bestimmter sozialpolitischer Zwecke ist schon deshalb abzulehnen, weil es sich hierbei nicht um Spareinrichtungen handelt. ü Briefgeheimnis bei Paketen mit Lebens= der mitteln. Im weitaus größten Teil des Publikums ist die Meinung vorherrschend, daß Postpakete mit Lebensmitteln von der Post selbst oder der Polizei bezw. Militärbehörde auf der Post geöffnet würden. Demgegenüber sei folgender neuester Erlaß der Postverwaltung bekannt gegeben: Polizeibeamten oder Gendarmen darf weder die Besichtigung, noch die Oeffnung oder Durchsuchung von aufgelieferten Postpaketen in den Diensträumen oder auf den Bahnsteigen gestattet werden, auch ist Anträgen auf Auskunftserteilung nicht stattzugeben. Der Zutritt zu den Diensträumen ist den Polizeibeamten für derartige Zwecke nicht gestattet. Eine Beschlagnahme aufgelieferter Pakete oder die Auskunfterteilung darüber ist nur auf strafoder kriegsrichterliche Anordnung oder auf Verfügung der Staatsanwaltschaft zulässig. * Für die Ludendorffspende für Kriegsbeschädigte stifteten die Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Düsseldorf=Bielefeld 100 000 J. Erweiterung der vierteljährlichen Viehzählungen. Seit dem 1. März 1917 werden auf Beschluß des Bundesrats vierteljährliche Viehzählungen vorgenommen, die sich ursprünglich nur auf Pferde, Rindvieh, Schase und Schweine erstrecken sollten. Vom 1. September 1917 ab sind diese Zählungen regelmäßig auf Ziegen und Federvieh(Gänse, Enten und Hühner) ausgedehnt worden. Für die Zählung am 1. Dezember 1917 wurde angeordnet, daß für die Pferde der besondere Verwendungszweck zu ermitteln war, und zwar ob die Pferde vorwiegend zu landwirtschaftlicher Arbeit oder vorwiegend in Betrieben des Handels, Gewerbes oder der Industrie oder ob sie im Privatbesitz als Reit=, Kutsch=, Renn= und Traberpferde oder im Besitz öffentlicher Körperschaften oder von Behörden und Beamten für dienstliche Zwecke verwendet werden. Außerdem war für die Dezemberzählung eine besondere Feststellung der Zuchtschweine (Zuchtsauen und Zuchteber) angeordnet worden. Bei der Zählung am 1. März 1918 wurde erstmalig die Zahl der im Deutschen Reiche gehaltenen zahmen Kaninchen ermittelt. Auf Grund der Ergebnisse der bisherigen Viehzählungen hat der Bundesrat nunmehr beschlossen, daß die eben erwähnten, zunächst nur für die Dezemberzählung und für die Märzzählung angeordneten Erweiterungen bis auf weiteres bei allen künftigen Viehzählungen in Geltung bleiben sollen, so daß die vierteljährlichen Viehzählungen sich jetzt strecken werden auf Pferde und deren Verwendungszweck, Rindvieh, Schafe, Schweine mit besonderer Feststellung der Zuchtsauen und Zuchteber, Ziegen, Gäuse, Enten, Hühner und zahme Kaninchen. Die erste Zählung in diesem Umsange wird am 1. Juni 1918 stattfinden. Deutsches Theater.„Wodie Schwal= ben nisten“, das an dichterischen Feinheiten reiche Volksstück gelangt am Pfingt=Sonntag. abends 7 Uhr zur Wiedergabe. Am 2. Feiertag bereitet die Direktion die Erstaufführung der Neuheit„Unter der blühenden Linde“, ein fröhliches Spiel mit Gesang in drei Akten mit der Musik von Fr. Gellert, vor, welche allabendlich vor ausverkauftem Hause am ThalioTheater in Berlin gegeben wird. Der Vorverkauf für beide Tage ist bei Rudolf Fiedler eröffnet. Städtisches Orchester. Heute nachmittag 4 Uhr Konzert auf der Berglust. Zehnerkarten gelten. Provinz. Minden, 15. Mai.(Das Giferne Kreuz 1. Klasse) wurde dem Leutnant Neumüller von hier verliehen. * # Bad Salzusten, 15. Mai.(Das Eiserne Kreuz 1. Klasse) wurde dem Leutnant Carl Horstmann, Sohn des Salinendirektors Horstmann, verliehen. 0) Bad Salzuslen, 15. Mai.(Skadtverordnetensitzung.) Als Vorsteher wurde anstelle des kürzlich verstorbenen Stadtv. Imker der bisherige Schriftführer Stadtv. Göbel gewählt und an dessen Stelle als Schriftführer Stadtv. Julius Ritterbusch. Zur Teilnahme an der Tagung des Reichsverbandes deutscher Städte am 29. und 30. Mai in Detmold wurde Stadtverordnetenvorsteher Göbel gewählt. Für die Säuglingsfürsorge hat der Magistrat wiederum den Betrag von 800 A bewilligt; die Versammlung bewilligte denselben Betrag. mc. Bückeburg, 15. Mai.(Bad Eilsener Kleinbahn.) Heute nachmittag erfolgte die feierliche Eröffnung der mit einem Kostenaufwand von über 5 Millionen Mark im Lacse des Krieges geschaffenen Bad Eilsener Kleinbahn und der Neuanlagen des Fürstlichen Bader Eilsen. +t Köln, 15. Mai.(Unerlaubten Handels mit Lebensmitteln), wie Mehl, Zucker. Pfeffer, ferner mit Tabak usw., bzw. der Höchstpreisüberschreitung, war der Kaufmann I. Sch. von Köln mit sieben Personen von auswärts vor dem Schöffengericht angeklagt. Der Kaufmann erhielt 11000 Geldstrafe, vier Angeklagte je 50 A, einer 30 M, zwei wurden freigesprochen. In Bielefeld gestorben: Landsturmmann(Gartenarbeiter) Friedrich Tödtmann, 36., Schildescher Straße 90. Leutnant der Reserve(Student der Medizin) Reinhard Bloemker, 21., Göbenstr. 23. Feldwebelleutnant(Vollziehungsbeamter) Karl Wegener, 41., Ravensbergerstraße 48. Witwe Eleonore Sophie Agnes Krönig, geb. Rabe, 84 T. Mitelstraße 49. Nachung 2 weiteren Hilfs=Polizeiu. Gänzlich unbescholtene stlich oder mündlich im Rat. An Vergütung werden rt. Mai 1918. hränke aus Eisen und mit Holzsockel, seitskäufe und erstklafsigt Frau Hannas Ehe Roman von Erna Weißenborn=Daucker. Copyright 1917 by Dr. Sally Rabinowitz Verlag, Leipzig 15)(Nachdruck verboten.) „Mutterchen hat mir so viel von Ihnen erzählt, daß ich Sie bereits kenne“, bemerkte er. „Auch daß Sie sehr hübsch wären, hat daß Sie aber aussähen, wie Sie sind, Hahe, doch nicht geglaubt. Einen solchen hätte ich dem Konrad einfach nicht zugetraut.“ „Wollen wir gute Freunde werden?" fiel e ein B4 „Das hoffe ich“, sagte er mit Nachdruck. „Dann machen Sie mir keine Komplimente mehr“, bat sie.„Solange man das läßt, ist eine Freundschaft wirklich hübsch. Asg. zusammen, als wären wir von klein auf Kameraden. Hand drauf, Herr Lenz.“ Er hielt ihre Hand Flz, 14.#.— Lenz“ „Als Kamerad dürfen Sie nicht„Herr! sagen. Das klingt so spießbürgerlich. Wie wollen Sie mich also nennen?“ Mis Khescb, wr an ui ais un. Sen oit anhe boez,aute g. Mein Babchensbanz nett“, überiege er.„uein wdher! wäre mir zwar lieber gewesen, aber wen meinen, es ginge nicht.— Wie soll ich denn sagen?“ Sie zuckte die Schultern. „Hanna?“ fragte er gespannt. 8er ich aber doch auch Fred“, Bunkhardt klingt wie Herr „Sie nennen mie schmollte er.„Frau Lenz „Es gibt auch Mittelstraßen", neckte sie. Er setzte sich nun endlich und zwar auf ein niederes Schemelchen, auf dem er so drollig aussah, daß Hanna wiederum lachen mußte. Das trug ihr dann abermals ein unwilliges Kopfschütteln ein. „Sind Sie stumm geworden?" erkundigte sie sich nach einer Weile. „Ich wüßte nicht", verteidigte er sein verdächtiges Sprechorgan.„Aber enttäuscht bin ich.“ „Was für eine große Enttäuschung haben Sie tead“ u Nun schien er furchtbar verlegen. „Nicht bös werden, Frau Hanna. ten mir etwas Hübsches sagen und vergessen.“ „Sie sind ein Du Hie Eür ging auf und herein schobd sich Tante Niekchen mit Paketen und Paketchen beladen. Sie hatte sich nicht einmal Zeit zum Ablegen genommen, so sehr freue fie sich auf Hannas "„Heute wird zum Abendbrot geblieben", sagte sie gleich nach der Begrüßung.„Keine Widerrede. Konrad kann auch kommen, ich schice das Mädchen.:....ber est spöt, und Konrad kam wirklich, urrg###### nur, um seine Frau abzuholen. Als Tante Niekchen ihn nötigte, setzte er sich trotzdem und nichts essen heute, abend“, Sie woll— haben es lieber, großer, dummer meinte er.„Ich weiß nicht, ich hatte keinen Appetit.“ Man plauderte noch bis weit über Mitternacht. Fred erzählte, daß er im Laufe der Woche in eine neugegründete Maschinenfabrik eintreten werde. Er könne nun bequem zu Hause schlafen und an den Sonntagen daheim sein. Das sei ihm lieb, besonders da er seine schöne Base jetzt kenne.. 96.188 „Racker“, sagte Konrad.„Bist und bleibst doch derserg;. Aeuns ntn. a In denkbar bester Laune trennten sie sich. Tante Rielchen brachte die Gäste bis ans Gartentor. Als sie zurückam, stand Fred mit aufgestützten Händen am Fenster. Sie trat gu ihm. Bubchen!" Da legte er den Arm um ihren Hals. „Himmel, Mutter.“ Und nach einer langen Pause:„Was für ein Mädel.“ Die kleine Frau verstand nicht gleich. „Und so was steckt der Konrad in den Vogelbauer, Mutter.“ „Hast recht“, meinte sie.„'s ist schon wahr. Nur daß die anderen die Türchen zuschieben wollen und der Konrad sich aufs Zuschauen beschränkt. Aber der sitzt ja selber drin.“ Drei Tage später war bei Bunkhardts Gesellschaft und zwar ging diese Gesellschaft in solch zeremonieller Weise vor sich, daß Hanna von einem Staunen in das andere kam. Das Seltsamste war ihr wohl, daß Damen und Herren selbst bei den Mahlzeiten getrennt in verschiedenen Räumen saßen, die Herren im Zimmer des Hausherrn die Damen im Salon. Das sei so Brauch, erklärte Henriette, und Tante Rielchen, die in ihrem besten Seidenkleide erschienen war, mußte das bestätigen, Die Damen sämtlich in ihren besten Staat gehüllt, saßen kerzengerade in ihren Sesseln. Sie waren alle sehr straff frisiert, deshalb streifte wohl auch mancher versteckt mißbilligende Blick die junge Hausfrau, deren widerspenstige Löckchen und Wellen durchaus nicht gewillt schienen, äußerem Zwange### gehorchen.— Wovon man sich unterhielt? Zuerst war's der Haushalt besonders die Küche, dann kam, wie üblich, die Dienstbotenfrage. Bei dieser Gelegenheit erfuhr Hanna zuerst, daß eins ihrer Mädchen und zwar die Kleine aus Heidelberg, von Tante Elfriede die Kündigung bekommen hatte. Das heiße Gefühl der Scham, das sie jetzt manchmal überkam, wuchs wieder in ihr hoch. Man entließ die Mädchen aus ihrem Haushalte, und hielt es nicht einmal für nötig, ihr davon Mitteilung zu machen. Als die Dienstbotenfrage erledigt war, ging man auf ein anderes Thema über. Die Frau Bürgermeister Gersborff erzählte von einer ihrer Freundinnen, die sie morgens um acht Uhr hatte spazieren gehen sehen. „Angezogen, meine Damen. Nun bitte ich Sie, um acht Uhr morgens— angezogen. Da haben andere Leute im Haushalt zu tun und nicht Zeit, sich zu putzen.“ Allgemeine Entrüstung. Tante Elfriede berichtete von einer Frau Justizrat, die sich einen echten Perser gekauft habe, obwohl sie Gott weiß was für Schulden hatte. Aif Heine Spargel Reste uict bescenetaete ler. Pfund 45, 65, 85 u. 90 Pig., emplichlt täglich frisch Dad.ig Jucke, Alter Markt 6. Donnerstag, 16. Mai 1918. Förderung des Baues von Kleinwohnungen Wohnungsbauten nach Möglichkeit genehDem rechtzeitigen Wiederbeginn der Bau= migt, im übrigen aber die Errichtung nament451441 um der an gorsch' denen Orten drahon, lich grüßerer Wahnungen in Einzel= und Grupn P e e g c h e n r i g e n T h x e e r r r g i n n A. D o n tanigleit, um der an verschiedenen Diten drohenden Wohnungsnot zu begegnen, standen bisher #rische Zauver! den Wohnungsnot zu begegnen, standen bisher das militarische#####ot, sowie der Manger an Baustoffen und Arbeitskraften entgegen. Nun sind jüngst zwei behördliche Erlasse ergangen, die hier bedeutsam eingreifen. Der eine, vom 15. März, geht vom Kriegsamt aus und ist an die 29 Kriegsamtsstellen gerichtet, die zusammen mit der zentralen Bautenprüfungsstelle in Berlin die Nationierung der Bautätigkeit handhaben. Seine Bedeutung liegt darin, daß er für das Jahr 1918, nachdem jetzt die baulichen Bedürfnisse der Kriegsindustrie einigermaßen befriedigt sind, die Bautätigkeit zur Bekämpfung der Wohnungsnot grundsätzlich wieder zuläßt,„soweit eine wirkliche Wohnungsnot besteht und die Dringlichkeit zu ihrer Beseitigung nachgewiesen ist". Für diesen Fall sind die erforderlichen Bauten wirksam zu unterstützen und die benötigten Baustoffe freizugeben. In erster Linie soll Sohnungen in Winger- und Grup's schärfste beurteilt werden. Die lich großerer Wo penhausern au###rteilt Genehmigung von Kleinwohnungsbauten ist von der Zustimmung der zuständigen Landes= und Gemeindebehörden abhängig zu machen. Hinsichtlich der Arbeiterbeschaffung enthält der Erlaß ebenfalls Richtlinien. Der zweite Erlaß, der vom preußischen Landwirtschaftsminister und dem Minister der öffentlichen Arbeiten an die zuständigen Behörden gerichtet ist, beschäftigt sich mit der Bereitstellung von Holz aus den Staats=, Gemeinde= und Privatwaldungen. Sielefelder General=Anzeiger. große Posten Butter aufgekauft und aufgespeichert hatten. Es gelang, die Sendung zu beschlagnahmen, so daß 20 000 Pfund Butter dem Kettenhandel entzogen werden konnten, für die 240000 bezahlt worden waren. Nr. 113 Seite 6 Neues aus aller Welt. Verhaftung von Schleichhändlern. ∆ Berlin, 15. Mai. Die Polizei verhaftete in Hamburg zwei Kaufleute, die mit zwei geschtolles Leigenonmenen Vertiner Kausleuten Die Raucherkarte in Oesterreich. () Wien, 14. Mai. Nach einer Verordnung des Finanzministeriums, die Anfang Juni 1918 in Kraft tritt, wird die amtliche Raucherkarte eingeführt. Danach wird jeder Raucher 6 Zigarren oder 18 Zigaretten oder ein halbes Päckchen Rauchtabak in der Woche erhalten. 1 Haag, 14. Mai. Nach Meldungen holländischer Blätter rechnet man bis Ende 1918 angesichts der dauernden Unterbrechung der Zufuhren mit der völligen Erschöpfung der Tabakvorräte Hollands. * Berlin, 15. Mai. Der bekannte amer, kanische Milliardär und Besitzer des Neuyorker Herald, Gordon Bennett, ist nach einer Drahtmeldung aus Rizza im Alter von 77 Jahren in Beaulien gestorben. Gordon Bennett hat als Dreißigjähriger mit einem glänzenden journalistischen Com seine Laufbahn begonnen, als er den Berichter, statter Henry Stanley zur Aufsuchung des verschollenen Afrikareisenden Livingstone aussandte Dagegen erlitt die von ihm 1879 ausgerüstete Nordpolexpedition Schiffbruch. Später rief a die Pariser Ausgabe des Neuyork Herald in Leben und wandte sein Interesse dem Sport zu Er begründete die in beiden Hemisphären bekanntgewordenen Gordon=Bennett=Rennen Automobile und förderte die Luftschiffahrt durch Stiftung des Gordon=Bennett=Pokals. In übrigen war er schon in Friedenszeiten kein Freund Deutschlands und hielt sich zumeist in Paris und an der Riviera auf. Beumten WohnungsT zu Bielefeld. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Bilanzen am 31. Dezember 1916 und 1917. Vermögen Kassenkonto Bank= u. Sparkassenkonto Grundstückskonto Inventarienkonto Versicherungsprämien Zinsenkonto Wertpapierkonto Sonstige Forderungen 4374 1398/49 870 25360 501 347 27194 450 1917 613/67 3 235/60 869 01449 150 552165 347/50 27194 900 652 08901 10791 Schulden Geschäftsguthabenkonto Hypothekenkonto Schuldenkonto Reservefondskonto Hilfsreservefondskonto Schuldverschreibungenkonto Gewinn...... 1916 34645/94 194880 90 2386455 426042 1308327 23000— 6917/— 7eld 34600/80 91245/85 24000— 4978/12 17952/05 22000— 6331/59 69019 Gewiun= und Verlustrechnung für 1916 und 1917. Gewinn Gewinnertrag Gewinn aus verkauften Grundstücken Hauserträgnisse Zinsen Sonstige Einnahmen 10 105 49271 1351 762 51 224s24 2 884/80 240— 61 612/28 54349|04 Verlust Geschäftsunkosten Betriebsunkosten Reparaturen Zinsen..... Sonstige Ausgaben Abschreibungen Gewinn.. Mitgliederbewegung 1917! Mitgliederzahl Ende 1916— 148 mit 151 Anteilen. Eingetreten sind 7 Genossen mit 7 Anteilen, ausgeschieden sind durch Aufkündigung und Tod 9 Genossen mit 9 Anteilen. Bestand Ende 1917— 146 Genossen mit 149 Anteilen. Die Haftsumme hat sich um 500 auf 37250 Mk. und die Geschäftsguthaben haben sich um 45,14 Mk. auf 84.600 Mk. vermindert. Der Vorstand: Engels Einsberg. 81h In folgenden Geschäften kommen heute und morgen größere Posten allerbeste frische Spargel zum Preis für I. Sorte M..20, u. Sorte M..90 i. Sorte w..42 Gelegenheit zum Einmachen. FE Achtung! Wo gehn Sie hin, wenn Sie wieder Radfahren wollen? 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Der bekannte amerund Besitzer des Neuyorker Bennett, ist nach einer Nizza im Alter von 77 gestorben. hat als Dreißigjähriger den journalistischen Co## nnen, als er den Berichter. ey zur Aufsuchung des vernden Livingstone aussandte. von ihm 1879 ausgerüstete Schiffbruch. Später rief er e des Neuyork Herald inz ein Interesse dem Sport zu in beiden Hemisphären besordon=Bennett=Rennen für herte die Luftschiffahrt durch von= Bennett=Pokals. In on in Friedenszeiten kein und hielt sich zumeist in liviera auf. Mäbchen oder kinderlose Kriegerfrau zum 1. Juni für den Haushalt gesucht. 114074.13 Frau W. Berteismann, Codlenzer Str. 4. Den Offerten wolle man die Zeugnisse nie im Original beifügen, immer uur in der Abschrift. SRLUT choß=Abteilung icht. erk 6. m. b. H. 3ez. 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Statt besandee Anndige 8 rächtiger Kriegsjunge 10 angekommen. Bankdirektor Wilh. Obbelode u. Frau 6 Herta, geb. Knepper. Blelefeld, den 15. Mai 1918. S Eoononncnnon vollendete Tonschönheit, Kunstbau. Weldner, Falkstr. 2. 905 in wirklich guter Seide. Preisl. .75,.90,.50,.50,.50. P. Müller, Obernstr. 51. Brennholz, kurz geschnitten, per Zentner Mk..— ab Lager. 116.5 .Pankoke, Kohlenht Telephon 267. Für Damen: Große Auswahl neuester Regen=Mäntel aus Seide und imprägnierten Stoffen, ferner aparte FrühjahrsMäntel aus halbschweren, guten Stoffen verkaufen preiswert Gebr. Gumpert, Bahnhofstraße 22. K *„* ca. 30 Zentner Tragkraft, zen. ca. 30 Zentner Tragkraft, sucht zu kaufen Eisezwerk heinrich Schling, Kracks, bei Bielefeld. M Lucian Luca Else Luca geb Uregr Vermählte Bielefeld, 16. Mai 1918. Blusen für Damen, enorme Auswahl letzter Neuheiten, aus Seide, Wolle und Wasch=Voile, sowie Kleider=Röcke, schwarz und farbig, in guten seidenen und woll. Stoffen haben preiswert abzugeben Gebr. 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Von Beileidsbesuchen bitte freundlichst abschen zu wollen. Ihre heute vollzogene — Vermählung— zeigen an: Martin Dieterle Klara Dieterle geb. Westerwick. Bielefeld, den 16. Mai 1918. EHHD HRH E HHEH H EIEEREHEHEEGEE Die Verlobung unserer Tochter Milly mit Herrn Karl Kamphausen, Brackwede, beehren wir uns hierdurch anzuzeigen Aug. Rappard u. Frau Emilie geb. Doht. Bielefeld Lstzowstr. 20 die neue Mode, prachtvolle, garantiert rein Naturhaar. Bieisleld. Gehringer Markt 11. sesates Zu verkaufen: Mehrere Sofas u. Plüschgarnituren, sowie Küchenschränke, Vertikos, Bettstellen und Betten bei L. Wiese, Bielefelder Verkaufshalle 5 schöne Hirschgeweihe, schädelecht, 6 Ender. wandfertig, verkauft m. Nachn. u. Verpackung für 60 Mk. 14679 E. V. StarkMarkneukirohen.8. Ziehung 29. u. 30. Mal. Wonitatigkeits LOS.Cortiert 20.4. Porto und Liste 85 Pfg. extra. 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Heute nacht ½2 Uhr entschlief sanft im 85. Lebensjahre unsere innigstgeliebte Mutter, Grossmutter und Urgrossmutter Prau Cahrirelng Eleonore, geb. Rabe. Um stille Teilnahme bitten: Die Hinterbliebenen. Bielefeld, Leipzig, Denar, Brühl, den 15. Mai 1918. Die Beerdigung findet statt Sonnabend, den 18. Mai, nachmittag 4 Uhr, von der Kapelle des Johannisfriedhofes aus. Vorfeier daselbst 3½ Uhr. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen. Im Orab ist Ruh’ auf Erden bitt’rer Schmerz, Drum ruhe sanft, geliebtes, treues Herz. Du lieber Sohn bist nicht mehr, Dein Platz in unser'm Heim ist 6d“ und leer. Du reichst uns nicht mehr deine Hand, Du starbst den Tod für's Vaterland. Du gutes Herz, ruh' sanfi in Prieden, Ewig beweint von deinen Lieben. Können wir auch dein Orab nicht schmücken Trauernd an der Oruft nicht steh’n, Auf zum Himmel voll’n wir blicken, Dean da gibi’s ein Wiedersch'n. Ganz unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass am 21. April unser einziger, guter, hoffnungsvoller Sohn, der Schütze Wilheim-Tastabena — In einem Infanterie-Regiment, 1. Kompagnie im blühenden Alter von fast 20 Jahren durch Granatsplitter den Tod fürs Vaterland erlitten hat. In tlefstem Schmerz: August Pastabend und Frau, geb. Holtkamp nebst Angehörigen. Senne I Nr. 36, den 15. Mai 1918. Veinst nicht um mich, ihr Weil ich nun gefallen bin. Wohne droben jetzt im Licht. Freue mich auf euer Kommen, Dankt mit mir, und weinst nicht. Sein Wunsch war nur ein Wiederschn. Wir erhielten die erschütternde Nachricht, dass unser lieber, hoffnungsvoller Sohn und Bruder, der Lehrer Wilhelnsch! Vizefeldw. und Offz.-Asp. In einem Res.-Inf.-Regt. Inhaber des Eisernen Kreuzes am 28 April bei den schweren Kämpfen im Westen an der Spitze seines Zuges im Alter von fast 22 Jahren gefallen ist. In tiefer Trauer: Familie Landwirt Heinrich Bollueg nebst Angehörigen. Ummeln, den 16. Mai 1918. Die Onade des Herrn weilte über ihn. Wirektion- RlohardGellert) Heute Donnerstag, den 16.Mai, Beginn 7½ Um: Er Sblbal der Mart Operetten-Neuheit. Pfingst- Sonntag: Wo die Schwalben nisten Pfingst-Montag: Unter der blühend. Linde Vorverkauf: Fiedler, Markt. Gelöste Karten werden nicht mehr zurückgenommen. 4674,18.5 Achtung! Das Einbauen und Ausbauen v. Messing= Türdrücker führt sauber und billig aus 114093 Schlosserei Anton Romann, Kronenstr. 10. ReparalurenSehangs. lagen u. Badeöfen übernehmen Heinr. Sürig& Co., ensberger Straße 29. 19910165 „ründlichen Unterricht in Stenographie, Maschinenschreiben, Korrespondenz. Buchführung erteilt billig L. Lüdicke, Obernstr. 36 II. In kurzer Zeit können angenehme gut bezahlte Stellungen bekleidet werden. 14276 Dag june entlaufen am Sonnabend. Wiederbringer erhält gute Belohnung. 14700 Oesterling, Bahnhofstr. 39. Großer brauner S kurzharig, auf den Namen Weidemann hörend, entlaufen. Hundemarke Nr. 1041 L. 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Mai erhalten die fleischversorgungsberechtigten Einwohner des Stadt= und Landkreises: 1. auf braune und elfenbeinfarbige Reichsfleischkarten 250 Gramm Fleisch= und Wurstwaren, und zwar auf die Nummern—7 175 Gramm Rind= oder Kalbfleisch, auf Nr.—10 75 Gramm Wurst; 2. auf grüne Reichsfleischkarten 150 Gramm und Wurstwaren, und zwar auf die Nummern—4 100 Gramm Rind= oder Kalbfleisch und auf die Nummern —6 30 Gramm Wurst; 3. auf rote Reichsfleischkarten 100 Gramm Fleisch= und Wurstwaren, und zwar auf die Nummern—3 75 Gramm Rind= oder Kalbfleisch und auf die Nummer 4 25 Gramm Wurst. Auf die Nummern—10 der grünen und—10 der roten Reichsfleischkarte dürfen keine Fleisch= oder Wurstwaren abgegeben werden. Bielefeld, den 16. Mai 1918. 4096 Der Magistrat. Kriegswirtschaftsamt des Dir maßinen=. Landkreises Bielefeld. Kals. und kön. österreichisch- ungarisches Konsulat 6s. ös k. Oszträk-magyar konzulätus Dortmund. ausgekämmte Haare, und alte, zu kaufen gesucht. 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Dreyer& Co. Bankhaus Hermann Paderstein. Dentist Wilh. Nielsen Blelefeld, Lützowstraße 24. Künstl. Zähne- Plomben- Zahnziehen. Schonendste Behandlung. 42349 Um Irrtümern und Kritiken zu begegnen, machen wir hierdurch bekannt, daß das welches in dieser Woche auf Lebensmittelmarke Nr. 16 der Stadt Bielefeld verkauft wird, 8nicht von uns hergestellt worden ist. Die im Landkreise Bielefeld in dieser Woche zur Ausgabe kommenden CrnheirK.... stammen aus unserer Fabrik. a Stratmann& Meper, Keksfabrik. Programme: Karten liefert schnell u. billig E. Gundlach.-G. „„ Ulmenstrasse 3. Geschäftsleitung: Herm. Stern. =F =J =M am 5. Juni 1918 =R am 6. Juni 1918 S am 7. Juni 1918 =Z am 8. Juni 1918. Ab Freitag und folgende Tage! Kinder- u. Jugend-Vorstelung. Zur Aufführung gelaug# not:„ Das Volk stent auf. Die Musterung beginnt an allen Musterungstagen pünktlich 8 Uhr vormittagsZu derselben haben die Musterungspflichtigen folgende Dokumente mitzubringen: Reisepatz, Arbeitsbuch oder Dienstbotenbuch, Tauf= oder Geburtsschein, Heimatschein, Landsturmlegitimationsblätter über ihre bisherigen Musterungen, Anmeldeschein der Polizei ihres Wohnortes und zwei unaufgezogene Photographien, welche die Person deutlich erkennen lassen. Eine Photographie muß mit einer Identitätsbestätigung der Ortspolizeibehörde versehen sein. Bei Vorweisung eines behördlichen Mittellosigkeitszeugnisses werden die Kosten der Photographie vergütet. Musterungspflichtigen erhalten auf Grund der Vorladung dieses k. u. k. Konsulates freie Bahnfahrt. Diejenigen, welche die Begünstigung in Anspruch nehmen wollen, haben sich zwecks Erlangung einer verartigen Vorladung bis spätestens 25. Mai 1918 bei diesem k. u. k. Konsulate schriftlich zu melden. Die obbezeichneten Musterungspflichtigen haben jedoch auch ohne besondere Vorladung bei der Musterung zu erscheinen. Diejenigen Landsturmpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1867 bis 1900, welche ihrer Musterungspflicht bisher gar nicht oder nicht vollständig nachgekommen sind, haden sich edenfalls dieser Musterung zu unterziehen, und gelten auch für diese Nachmusterungspflichtigen die vorbezei ineten Bestimmungen. Die Nichterfüllung der Musterungspflicht wird nach den Militärstrafgesetzen geahndet. Dortmund, am 3. Mai 1918. Der k. u. k. Konsul: a ge2 Stadler. Schausplel in# Akten. II. Militärisch-amtlicher Film: Erste Aufnahme der Schlacht im Westen. III. Militärisch-amtlicher Fllm: besuch der Besatzung des Zilfskrenzers„Wolf“ in Beran. Anfang der Vorstellung für die Jugend: Freitag und Samstag—4 Uhr. Pfingsten, Sonntag und Montag,—3 Uhr. Wochentags ab 4 Uhr, de Püngsllage ab 3 Uhr: Nur für Erwachsene: I. Das amerikanische Duell. u. Die Morphinisten. Freitag, 17. Mo Bezugspreis: Unsere Bei monatl. 1 Mark durch uns Post 1 Mark, vierteljährlic Ausgabe B mit der Woche Kostenfreie Beilag.: Hau Sonntag, Onkel Franz, Ra währ. des Krieges nicht), F Der 1 Kriegsziele, die Menschheit, nicht als S. Volkes gedacht sind, h Frühling allenthalben erinnere sich, wie nichte Tagen der englische Ri sichtigen Mahner Lort Mund fuhr; und wie schüchterne Aufforderun lichkeit gleich dahine die gegenwärtige Offen scheidung geführt habe, die Rede sein könne. erschreckte Verstummen land und Oesterreich= hoher Kanzel aus in ä den und Feinden sprach Das könnte ein Ze und Entschlossenheit se Nicht tapserer Erkennt zicht auf alle Gedanke drahthorizont hinausre tatenfroh er sich mand druck resignierter Müdi tung des denkenden A treiben und trägt die wie ein unabwendbare man aushorchen, wenn, land, ein Mann gegen losigkeit aufbegehrt un stellt, wie sie tatsächlich Das tut Gardin der Daily News, in an Lord Grey: Für der Ausbruch eines Menschheit bis jetzt gel künftig, ohne sich dem nicht wird leben könner fassende Formel: worauf die men aufgebaut war, wohnbar.“ Entwed tarismus"; dann aber früher, neben der bürg sondern er wird allein gesamte Kraft aller V der Rüstung gestellt sei Schule und Kirche, W den nur auf den einen gerichtet sein dürfen. Möglichkeiten, zwischen Wayl hat, ist die„OrgFrieden.“ Also: Zusam Krieg. Abrüstung zu 2 An Grey wendet glaubt, daß dieser Sta Lloyd George) die Grö Problems am klarsten wirkenden Staatsmänn Gardiner, kennzeichnen moralischen Kri son halte das allein Welt, nämlich die„A. des Krieges, beständi Grundsätzliche was auch auf der Sei allem wieder vom Graf ist. Auch Czernin leg die den Erfahrungen u ges entsprechen sollte, verbrauchen würde. Kriegsverhütung, Bö Abrustung, Völkerbest weiß(und beinahe ve Reichskanzler Graf H zweifelhaft hat Gardi der alte Satz: si v („willst du Frieden, so im besten Fall eine Kriegsrüstung unent: Folge hat. Gibt man der amerikanische P Emanzipation der Seett mitt. Zöxig##n pill, so beti Losung dieser aufgabteln. Wilson ist mi Jahre 1918 die Kriegfi weg mehr sehen als Kriege. Vielleicht Kriege. Vielleicht nu habt, die Einstellung bevor noch der Tragö werden drohte:„Denn gefressen, und zu schw schehen, die sich nicht v