Ausgabe A Vereinigt mit NS-Volksblatt Die„estl. Nenestes Nechr: mit unterheitenden lagen erscheinen wöchentäch Gmal und kosten meruden Ber 236 RA einschl 27106- 3648 Pig.(- in Durchschal. gebühr. aber ohne Bestellgeld Im Falle höherer Gowal.uns abrung het der Bericher keinen Auspruch auf Liaferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises.— Hauptgeschäftsstelle: Schulstr. 20 Anzeiger Anzeigenpreis: um breite Anzeigenraum in der Aus gabe A— Bielefesamtausgabe 28 Pig. Der 1 mm hobe. 70 mm breite Textraum in gabe A— Bielefeld 60 Pig Gesamlausgabe 1 RM Beilagen: 10 RMTausend. Teilauflagen 12 RM Annahmestellen fü# Bielefeld: Hauptgeschäftestelle Schulstraße 20 Geschäftestellen Alter Markt 2. Rohrteichstraße 9. Herforder Straße 84 Fernruf Nr. 818. 351—358 " A Tgeichen in der Kotoalei umttich zagrlassen Sowjettruppen verlassen die Karpaten-Ukraine * Preßburg, 4. November . Die slowakische Regierung hat das neue Abzeichen der Deutschen Partei zugelassen. Das Abzeichen enthält das Hakenkreuz, das jetzt in der Slowakei zum erstenmal offiziell getragen werden kann. Wie das ungarische Regierungsorgan„Esti Ujsag“ aus der Karpato=Ukraine meldet, haben die sowjetrussischen Soldaten, Offiziere und Flieger das slowakische und karpatoukrainische Gebiet verlassen. Sie wurden durch das unfreundliche und sogar feindliche Benehmen der Bevölkerung ihnen gegenüber zur Heimkehr gezwungen. Der Meldung des Blattes zufolge, wurden auch die im Vihorlat=Gebirge verborgen gehaltenen sowjetrussischen Flugzeuge weggeführt. Warschau—Prag stecken Grenzen ab Beginn am Sonnabend Warschau, 4. November. gaben des betreffenden Amtes oder der betreffenden Gliederung hinausgehen, sind mir zur Genehmigung vorzulegen. Ich behalte mir darüber hinaus das Recht der Herausgabe aller Handwörterbücher und Lexiken vor die mit den fachlichen Aufgaben der in Frage kommenden Dienststellen nicht unmittelbar zusammenhängen. d. h. ein allgemein weltanschauliches, geschichtliches, kulturelles oder politisches Problem behandeln.“ * . Diese Anordnung ermöglicht nunmehr einen genauen Ueberblick und die Ausrichtung aller Kräfte, um für die Zukunft die Zusammenarbeit aller nationalsozialistischen Forschungen und auf die Gesamthaltung einwirkenden Bestrebungen zu sichern. Der Schiedsspruch von Wien Reichsaußlenminister von Ribbentrop und der italienische Außlenminister Graf Ciano unterzeichnen im Schloß Belvedere in Wien den Schiedsspruch, durch den der ungarisch-tschecho-slowakische Streitfall eine schnelle Erledigung gefunden hat. Weltb.(K) Peegesechi dor Englands Käfte Roter Frachtdampter von nationalspanischem Hilfskreuzer versenkt Nach der bereits vor einigen Tagen erfolgten grundsätzlichen Einigung ist gestern auch die endgültige polnisch=tschecho=slowakische Grenze festgelegt worden. Es handelt sich dabei nur mehr um die Durchführung einiger Grenzberichtigungen von geringerer Bedeutung. So wurde der Grenzverlauf ausgerichtet, und in der Jaworina wurden noch einige Gemeinden aus ethnografischen Gründen Polen zugesprochen. Am 5. November wird eine gemischte polnisch=tschecho=slowakische Kommission mit der Absteckung der neuen Grenzlinie beginnen Das Polen zugesprochene Gebiet wird gleichzeitig mit der Durchführung der Grenzziehung in polnische Verwaltung übergehen. Die Absteckung der Grenze und die Uebernahme in polnische Verwaltung müssen bis 30. November 1938 durchgeführt sein. Zur Sicherung der Weltanschauung Eine Anordnung Rosenbergs Berlin, 4. Novembe. Zur Sicherung der nationalsozialistischen Weltanschauung hai Reichsleiter Alfred Rosenberg in seiner Eigenschaft als Beauftragter des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSTAP. am 3. November folgende Anordnung erlassen: „Alle, die von der NSDAP., ihren Gliederungen und von ihr betreuten Organisationen durchgeführten wissenschaftlichen Arbeiten, welche zu einer Herausgabe von Schriften führen sollen, deren Inhalt über die dienstlichen AufM Wir rufen alle Mädel Zum BDM.-Werk„Glaube und Schönheit“ Münster, 4. November. Im Januar 1938 gründete der Reichsjugendführer das BDM.=Werk„Glaube und Schönheit". Er setzte uns damit zum Ziel, den 17 bis 21jährigen dieses Streben mitzugeben, sich äußerlich und innerlich zu vervollständigen, damit sie den Aufgaben, die sie in Familie und Beruf erwarten, gewachsen sind. Wir fordern und geben. Wir fordern Bereitschaft zur gemeinsamen Arbeit und zum gemeinsamen Einsatz Wir geben Freude an dieser Arbeit und vermitteln tatsächliches Wissen und Können. Es meldeten sich eine große Anzahl von Mädeln: 18,5 Proz zu den sportlichen Arbeitsgemeinschaften 35 Proz. zu den kulturellen Arbeitsgemeinschaften. 16.5 Proz. zu den weltanschaulichen Arbeitsgemeinschaften und 30 Prozeni zu den praktischen Arbeitsgemeinschaften. Wir rufen alle Mädel von 17 bis 21 Jahren zum BDM.=Werk„Glaube und Schönheit“! Heil Hitler! Die Führerin des Obergaues Westfalen(9) geg. Küthe Scheneweg Daufährertn. London, 4. November. Im englischen Unterhaus wurden gestern nachmittag verschiedene Fragen über ein Seegesecht gestellt, das sich in unmittelbarer Nähe der englischen Ostküste bei Cromer(Nordfolk). hart außerhalb des britischen Hoheitsgebietes. ereignet hat. Ueber die Einzelheiten des Vorfalles waren zunächst sehr widersprechende Gerüchte verbreitet die von britischen Zeitungen in sensationeller Aufmachung wiedergegeben wurden. Nach den jetzt vorliegenden Nachrichten wurde das sowietspanische Frachtschiff„Cantabria“, das sich auf der Reise von London nach Leningrad befand, von einem bewaffneten nationalspanischen Hilfskreuzer, dessen Name mit„Nadir“ angegeben wird. nach kurzem Feuergefecht zum Sinken gebracht. Budapest, 4. November Die ungarische Abordnung unter Führung des Außenministers von Kanna und des Kultusministers Graf Telecki, die an der Wiener Schiedskonferenz teilgenommen hat, ist gestern nachmittag wieder in Budapest eingetrossen. Zum Empfang hatten sich das gesamte Kabinett mit dem Ministerpräsidenten an der Spitze und auch die Geschäftsträger der deutschen und italienischen Geschäftsträger in der Gesandtschaft eingesunden. In Budapest wie in den meisten anderen ungarischen Städten kam es nach Bekanntwerden des Wiener Schiedsspruches zu begeisterten Demonstrationen. Die Menge ließ immer wieder Hitler. Mussolini, Horthy, Ribbentrop. Imredy Moscicki Ciano und Beck hochleben. In einer Ansprache fand Kanya herzliche Worte der Anerkennung und des Dankes für den Dienst den Deutschland und Italien Ungarn und der Tschechei erwiesen habe Unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Imredy trat am Mittwochabend das Kabinett zu einer Sitzung zusammen. Außenminister Kanna erstattete ausführlich Bericht über den Verlauf der Wiener Verhandlungen und setzte das Kabinett über die Einzelheiten des Schiedsspruches in Kenntnis. Die Regierung bereitete dann sofort die Maßnahmen vor die auf militärisch=verwaltungstechnischem und finanziellem Gebiet zu einer reibungslosen Durchführung der Rückgliederung erforderlich sind Wie verlantet, werden am Konnabenn die ungarischen Truppen mit dem Einmarsch Die gesamte 45köpfige Besatzung der„Cantabria“ soll gerettet sein. Der Kapitän und seine Familie wurden von einem Rettungsbool aus Cromer an Bord genommen, wahrend 29 Mann von dem nationalspanischen Schiff und die übrigen von einem britischen Dampfer ausgenommen wurden. Das Schiffereischutzfahrzeug„Penzance“ hielt sich einige Zeit in der Nähe auf, um sich zu vergewissern. ob keine englische Interessen verletzt wurden. Die nationalen Truppen setzen an der Ebro=Front ihre Offensive fort. Ihre Vorhut befindet sich nur noch einen Kilometer vom Ebro=Fluß entfernt. Die Truppen hatten den Widerstand des Feindes auf der Straße von Pinello nach Mora del Ebro an fünf Stellen durchbrochen und die genannten Orte selbst erobert. Dabei machten sie neben einer umfangreichen Materialbeute 700 Gefangene. in das wiedergewonnene Gebiet beginnen. Zuerst die Besetzung der großen SchüttInsel vorgesehen Dann folgt in Etappen der Einmarsch in die anderen Gebiete. Die Stimmung in Prag wird am besten durch die Meinung des ungarischen„Vecer“ wiedergegeben, welcher schreibt, daß die Dinge noch viel schlimmer hätten ausfallen können. Die tschechische Presse gibt ferner der Meinung Ausdruck, daß die Verluste der Slowakei und der Karpaten=Ukraine vor allem eine Folge der von Benesch verfolgten Politik seien. Döch bringe, so schreibt die halbamtliche„Prager Presse“, der schmerzhafte Verlust eine geänderte Situation für die Tschecho=Slowakei mit sich sie werde bis zu einem großen Maße zu einem nationalen einheitlichen Staat. In Paris macht die anfänglich gehässige Kommentierung der Wiener Konterenz allmählich einer verständnisvolleren Beurteilung Platz. Der offiziöse „Temps“, stellt fest, daß der ungarischtschecho=slowakische Streitfall endgültig Itauidiert sei Dadurch= sei die Gefahr schwerer Komplikationen zwischen Budapest und Praa ausgeschaltet und die Lage im Donauraum habe sich im Geiste des Münchener Abkommens geklärt Der Petit Parisien“ stellt verbittert fest, daß heute nur 20 Jahre nach Versailles Deutschland und Italten die Karte Europas umgestalten Die Achse Berlin—Rom werde nun auf diese Weise immer mehr zur Schlagader Mitteleuropas. Aügleischer Einmdeschum Honnadens Freudenkundgebung in Budapest— Kanya dankt der Achse Der größte Nihilist Juden richten sich selbst „Juden richten sich selbst" benennt sich ein Buch zur Judenfrage von Franz Rose (Schlieffen=Verlag. Berlin), dem wegen der Fülle wissenschaftlicher Belege über die Heimatund Vaterlandslosigkeit. sowie die Staatsfeindschaft der Juden besondere Bedeutung zukommt. Die über 300 Zitate, die hier verarbettet sind. sind massive Kronzeugen wider den„harmlosen Juden“. Hier ist ihm die allerletzte Maske abgerissen worden. Der Abschnitt des Buches. den wir nachstehend folgen lassen, befaßt sich mit.dem größten Nibilisten“ im Juden: Die Menschheit muß den Assimilationsirrtum vergangener Tage. der in Humanitätsduselei den Einbruch„asiatischer Horden“(Rathenau) in ihre Kulturwelt und ihr Staatsleben gestatte, mit dem zeitlichen Triumph der Entmenschung bezahlen. Das ist der vielberedete vositive, aufbauende Beitrag zu der(von den Juden) angesagten Neuordnung der Dinge durch die Aufrichtung einer sozialistischen(marxistischen) Gesellschaft. Seit der Emanzivation sind in immer steigendem Maße die Völker unterschiedlicher Kulturen zu Versuchsobjekten für den jüdischen Erlösungsglauben geworden. Denn so läßt der Jude Josef Kastein, seinerzeit vom Rowohlt=Verlag als begnadeter Deuter des Ueberlieferten und Erforschten empfohlen, seine„Geschichte der Juden“ (Berlin 1931) ausklingen: „Der Richtjude kann nicht neutral sein (dem Juden gegenüber), weil er aus seinen Hemmungen beraus mit dem Fremdheitsgefühl dem Juden gegenübersteht. Noch weniger kann der Jude neutral sein Jahrhundertelang wurden von ihm Entscheidungen gefordert. von innen und von außen. von Gott und der Welt. vom Eigenen und vom Fremden: und immer waren es Entscheidungen, die um nicht mehr und nicht minder gingen als um M Flaggen heraus! Am 9. November " Der Reichsminister des Innern und der meichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geben folgendes bekannt: Am 9. November 1938 flaggen die staatlichen und kommunalen Verwaltungen und Betriebe, die sonstigen Körperschaften. Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechtes und die öffentlichen Schulen im ganzen Reich Vollmast. Die Bevölkerung wird gebeten, in gleicher Weise zu flaggen. seine Existenz. Man darf sich nicht wundern, daß er unter solchen Umständen zugleich anschmiegsam und avodiktisch(herausfordernd herrisch!) geworden ist, zugleich demütig und hochmütig. ein geistig Freier und ein bürgerlich Gebundenener. Kapitalist und Sozialrevolutionär, der gläubigste Mensch der Welt(Anm.: an seine„Berufung und Sendung") und der größte Ribilist im Geistigen. Keinem Anruf der Welt hat er die Antwort verweigern können; denn immer, wo etwas rief, war er gemeint. Andere Völker dürfen schweigen und negieren, wenn ein Ruf zu ihnen kommt, den sie nicht hören wollen oder nicht hören dürfen. Der Jude darf es nicht, denn es gibt keine Idee in der Welt, die er — Mensch universalistischen Erlösungsglaubens — nicht auf ihren Gehalt an Erlösendem prüfen müßte, und es gibt keine Idee in der Welt, für die er— Mensch der Gewaltlosigkeit(?)— nicht Opfer in jeder Form hätte bringen müssen.... Gegen ihn haben sich alle Wehen der Welt entladen, darum muß er alle Geburten und Mißgeburten(!) zu sich einlassen....“ Das ist auch eine Art, die Geschichte zu sehen: der Jude, der„ewig über der Scholle schwebende Luftmensch“, fühlt sich überall angerufen, glaubt, daß er überall gemeint sei.... Und dann geht er hin und prüft die Dinge auf ihren Gehalt, ob sie wohl zur„Erlösung der Menschheit" im alljüdischen Sinne geeignet wären. Das geht so bis zum Nihilismus und zur Anarchie hin. Und dazu hat dann— um im orientalisch=anschaulichen Bilde Kasteins zu bleiben— die ganze Welt, haben alle Völker stillzuhalten, um in ehrfürchtigem Staunen abzuwarten, ob die kreißende Judenheit denn nun endlich den ersehnten Menschheitserlöser gebiert oder aber— wieder— eine Mißgeburt.... Wenn aber die neue Mißgeburt da ist, wäscht sich der Jude die Hände und beteuert: er sei doch Mensch der Gewaltlosigkeit, denn Nihilist sei er„nur“ im Geistigen..., und die Vaterschaft ist abgeleugnet. Mit dem, was nun wird, hat sich die Welt abzufinden, die Idee ist nun mal da, und keiner hat dazwischen zu reden, wenn sie nun geprüft und hochausprobiert wird. Juden selbst haben den ganzen Nuancen= reichtum aufgedeckt, der sie von all denen scheidet, die nun einmal an die unlösliche Gebundenheit, an die Ausgeburten und an die Abhängigkeit einer ganzen Menschheit von den Mißgeburten des Geistes nicht zu glauben vermögen. Diese Nuancen waren jedenfalls so ausgeprägt, daß die Deutschen, die wie kein anderes Volk einer seelischen Belastungsprobe ausgesetzt wurden, den Abschlußstrich unter eine Geschichte der Assimilation gezogen haben, um den Juden den weitaus größeren Spielraum der ganzen übrigen nichtdeutschen Welt zu überlassen,„alle Wehen der Welt" um die Menschheitserlösung und Zukunftsgestaltung auszutragen... NSK. Ciano Jagdgast in der Lobau Auf Einladung von Ribbentrop Wien, 4. November. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hatte den italienischen Außenminister Graf Ciano zu einer vom Bürgermeister der Stadt Wien, Dr.=Ing. Neubacher, veranstalteten Fasanenjagd in der Lobau eingeladen. An der Jagd. die bei herrlichem Herbstwetter stattfand, nahmen noch Abgeordneter Molsino Konsul Bellia der Chef des Protokolls Freiherr von Doernberg,=Gruppenführer Lorenz Professor Heck und NSFK.=Standartenführer Stahmer teil. Geleitet vom Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop begab sich der italienische Außenminister Graf Ciano dann gestern kurz vor 22 Uhr zum Wiener Südbahnhof, um in seine Heimat zurückzukehren. Krach in Marseille Wer bezahlt Aufräumungsarbeiten? Paris, 4. November Die Aufräumungsarbeiten an der Brandstätte in Marseille sind eingestellt worden. Die Stadtverwaltung verlangt von der Leitung des niedergebrannten Kaushauses, daß sie die weiteren Aufräumungsarbeiten auf eigene Kosten durchführen lassen soll. Falls diesem Wunsche nicht entsprochen würde, werde die Stadtverwaltung einen Privatunternehmer beauftragen, für Rechnung des Kaufhauses die Arbeiten fortzuführen. Die Truppenabteilungen sind bereits von der Unglücksstelle zurückgezogen worden. Nur noch eine Feuerwache befindet sich an der Brandstätte. Dieser Beschluß der Stadtverwaltung hat in der Bevölkerung größte Erregung hervorgerufen, da sich vermutlich noch über 20 Todesopfer unter den Trümmern befinden dürften. Die Zahl der Todesopfer hat bisher keine nennenswerte Veränderung erfahren. Vermißt werden 66 Angestellte des Kaufhauses, dazu weitere sechs Personen, teils Arbeiter, teils Kunden des Kaufhauses. Bisher wurden 44 Leichname aus den Trümmern geborgen, von denen jedoch nur sieben identifiziert werden konnten. Dreizehn mehr oder weniger schwer Verletzte befinden sich noch in den Krankenhäusern. Nach der Beumte in seine Pficht Dr. Frick öber die Stellung der Beamten in der Septemberkrise Bremen, 4. November. Reichsminister Dr. Frick sprach vor der Verwaltungsakademie in Bremen über die Stellung und Aufgaben des Beamten im Dritten Reich. Hudelenkinder im Altreich 45 690 kommen zur Erholung Es wies eingangs auf die Heimkehr der Ostmark und des Sudetenlandes hin und fuhr dann fort: Noch stehen wir unter der Wucht der Ereignisse, noch zittern in uns die ungeheueren Spannungen nach, die uns alle, die Europa, die die ganze Welt in ihren Bann geschlagen hatten, bis der Führer sie löste und seine befreiende Tat der Welt, die am Rande eines neuen Weltkrieges stand, den Frieden schenkte! Auf höchsten Touren lief in diesen Wochen die Heeresmaschine— aber auch der Staatsapparat zeigte keine Ermüdung. kein Stocken, obwohl auch ihm Kräfte entzogen worden waren und entzogen werden mußten. Auch der Beamte tat— wie das ganze Volk— seine Arbeit und seine Pflicht bis zum letzten. Und er konnte sie tun und tat sie ganz selbstverständlich, weil er National sozialist war— wie das deutsche Volk nationalsozialistisch geworden war. Auch für den Beamten waren in den fünf Jahren nationalsozialistischer Herrschaft Schranken gefallen, die alte, heute längst überwundene Vor urteile. Mißgunst und Eigensucht aufgerichtet hatten. Heute ist der Beamte ein Teil und Glied seines deutschen Volkes und sein Ehrgeiz ist, nicht etwa mehr zu scheinen oder mehr zu sein als seine deutschen Volksgenossen, sondern mehr zu leisten als andere. Wie vom Reich, so bai der Beamte auch von der Partei Schaden abzuwenden und Vorgänge, die den Bestand des Reiches oder der Partei gefährden könnten, seinen Vorgesetzten und seiner obersten Reichsbehörde oder dem Führer und Reichskanzler selbst zu melden. Nie darf er vergessen, daß der Führer und Reichskanzler, dem er als Beamter seinen Treueid geschworen hat, zugleich der oberste Führer der Partei ist. Zu dieser Haltung der Partei gegenüber ist der Beamte verpflichtet auch wenn er nicht Parteigenosse ist. Vielmehr hat der Beamte, der Parteigenosse ist, außer seinen allgemeinen und besonderen Amtspflichten noch besondere Pflichten gegenüber der Partei. Die Anforderungen, die an den deutschen Beamten gestellt werden, sind gestiegen Lebte das deutsche Volk im Jahre 1937, als daß Deutsche Beamtengesetz geschaffen wurde, noch innerhalb der Reichsgrenzen, in die es das Versailler Diktat eingeschnürt hatte, so umschließen die heutigen Reichsgrenzen auch unsere Brüder in der Ostmark und im Sudetenland. Hat uns das Deutsche Beamtengesetz von 1937 den Einheitstyp des „deutschen Beamten“ gebracht, so ist heute der deutsche Beamte, und zwar gleich, ob im Altreich, in der Ostmark oder im Sudetengebiet zum Beamten in Großzdeutschland und damit zum großdeutschen Beamten geworden. Das darf heute bei seiner Arbeit kein Beamter mehr vergessen. Auch seine Aufgaben sind größer geworden, auch sein Bleck muß sich weiten für neue Dinge, die an ihn herantreten. Aufzubauen, wiedergutzumachen und Neues schaffen gilt es überall! Berlin, 4. November Im Rahmen der großen Kinderverschickungsaktion, die die NSV. im Gau Eudetenland durchführt, werden jetzt im ersten Drittel des Monats November 17.000 Kinder aus dem sudetendeutschen Gebiet zur Erholung ins Altreich geschickt. Aus allen sudetendeutschen Gebieten fahren die Sonderzüge, die durchschnittlich etwa 800 Kinder mitführen. In den Gau Großz=Berlin kommen sechs Sonderzüge, nach Thüringen werden neun, in den Gau Sachsen vier und nach Pommern ein Sonderzug eingesetzt. Die 17000 Kinder werden sechs Wochen im Altreich bleiben, um dann erholt und gekräftig wieder zu ihren Eltern zurückzukehren. Ingesamt werden im Rahmen dieser Aktion 45 000 Kinder aus dem Gau Sudetenland zur Verschickung gelangen und auf die 35 Gaue deAltreiches und auf die Heime der NSV. im Altreich verteilt werden. Arbeiter fahren um Italien Erste Rundfahrt von KdF. London vin China noch heisen Keine Fühlungnahme mit Arita/ Japans Bekenntnis zum Kampf London, 4. November. Unterstaatssekretär Butler hatte im Unterhaus fernöstliche Anfragen zu beantworten. Butler erklärte, daß die britische Regierung ihren Standpunkt hinsichtlich der Gewährung einer Anleihe an China nicht ändern könne. Andere durchführbare Hilfsmaßnahmen für China würden dauernd geprüft. Auf eine weitere Anfrage, ob die englisch=japanischen Besprechungen fortgesetzt werden sollten, erklärte Butler, daß der britische Botschafter in Tokio mit dem neuen Außenminister Arita noch nicht Fühlung genommen habe, dagegen sei der neue stellvertretende Außenminister von ihm aufgefordert worden, sich dringend mit den Fragen zu beschäftigen, in denen die britische Regierung Abhilfe wünsche. Die Frage, ob die britische Regierung bei diesen Besprechungen auf die Politik der offenen Tür Nachdruck gelegt habe, blieb unbeantwortet. Ministerpräsident Fürst Konoe hielt eine Rundsunkrede an die gesamte japanische Nation. Nachdem Konoe den geschichtlichen Verlauf des Chinakonfliktes bis zum Falle Hankaus und Kantons dargelegt hatte. betonte er daß Japan nicht den Ruin Chinas, sondern seinen Aufbau wünsche, um in gemeinsamer Front mit dem chinesischen Volk, das zum Bewußtsein seiner Selbstbestimmung erwacht sei, zusammenzustehen. Japans Kampf im Fernen Osten richte sich gegen den„Welt seind Komintern“, dessen Ziel die Bolschewisierung Asiens sei. Japan werde im Kampf gegen Tschiangkaischek nicht nach lassen, hinter dessen sogenannten langandauernden Widerstand sich der Bolschewismus verberge. Die Erklärung der japanischen Regierung wird von der gesamten japanischen Presse als ruhig, aber entschlossen im Ziele des Weiterkampfes bis zur Beseitigung des Regimes Tschiangkaischeks bezeichnet, da mit diesem ein Frieden und eine Verständigung unmöglich sei. Was die Tätigkeit dritter Staaten in China angehe, so könne Japan die„besonderen Beziehungen zwischen Tschiangkaischek und dritten Staaten“— betonen die Blätter — heute selbstverständlich nicht mehr anerkennen. Japan lehne deshalb jegliche Einmischung in den Chinakonslikt und Versuche dritter Staaten, den Neuaufbau Chinas als Grundlage des kommenden Zusammenschlusses der Staaten des Fernen Ostens zu stören glattweg ab. Genua, 4. November. 1400 deutsche Urlauber=Kameraden aus den Gauen Kurmark. Schleswig=Holstein, OstHannover und Württembera=Hohenzollern haben mit dem Flaggschiff der KdF.=Flotte dem„Wilhelm Gustloff“, den Hasen von Genua verlassen. Sie nehmen an der ersten Fahrt rund um Itallen teil. die Kdff. durchführt, um deutschen Arbeitern die schönsten Plätze Italiens zu zeigen und die Freundschaftsbande zwischen den beiden Völkern noch enger zu knüpfen. Nach dem Erlebnis der Fahrt durch die schöne Alpenwelt hatten die deutschen Arbeiterurlauber Gelegenbeit, die Hasenstadt Genua kennenzulernen. Sieger des studentischen Berufswettkampfes Im außenpolitischen Schulungshaus der NSDAP. empfing Reichsleiter Rosenberg die Sieger des Reichsberufswettkampfes der deutschen Studenten. Agrément für Guariglias in Paris Die französische Regierung hat das Agrément zur Ernennung Guariglias zum italienischen Botschafter in Paris erteilt. König Georg fährt zu Roosevelt Wie der„Daily Herald“ zu melden weiß, hat König Georg die ihm von dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Roosevelt, zugegangene Einladung zu einem Besuch des Weißen Hauses in Washington angenommen. Gemuschaf auch sue Heotc! Gerüchte um Woroschilows Stellvertreter Moskau, 4. November Die„Prawda“ uund die„Iswestija" veröffentlichen einen Nachruf, aus dem hervorgeht, daß der Schwager Stalins, der Divisionskommandeur Pawel Sergejewitsch Allilujew, eines plötzlichen Todes gestorben ist. Allilujew ist ein Bruder der letzten Frau Stalins, die im Jahre 1934 in Moskau verstorben ist. Allilujew hatte zuletzt ein hohes Amt im Moskauer Kriegskommissariat bekleidet als Militärkommissar der Verwaltung für Panzer= und Tanktruppen. Außerdem gehörte Allilujew seit einem Jahr der besonderen Parteikommission beim Kriegskommissariat an. Den Nachruf Allilujews unterzeichnen 27 hervorragende Persönlichkeiten des Kriegskommissariats, darunter Woroschilow der politische Kommissar Mechlis Marschall Budjonny und andere. Natürlich fehlt der Name Blücher, wie nach der Entfernung der Blücher betreffenden Dokumente und Bilder aus den Moskauer Museen nicht anders zu erwarten war. Ferner vermißt man den Namen des stellvertretenden Kriegskommissars, Armeekommandant 1. Ranges Fedtko, worin Endgunige Erenzen der Tschecho=Howdale. Zichenerhiörung, und uif Grund der Woner Schiads: I spruchs von der Ischecho-Slowalei an Ungern abzutre: tende Gebietstalle.—ändergrenzen Reite Wughan, UIIl An Polen abgstretena tschech- slow, Gebiefe „" Lamberg 9 O LASE·N Auszeichnung für François-Poncet Staatspräsident Lebrun hat dem ehemaligen französischen Botschafter in Berlin und jetzigen diplomatischen Vertreter Frankreichs in Rom, Francois=Poncet, das Großkreuz der Ehrenlegion verliehen. eine erste Bestätigung der seit einiger Zeit umlausenden Geruchte über dessen Beseiti gung zu sehen sein dürfte. Fedto hatte lange Zeit als Befehlshaber des an der Stillen Ozeanküste bei Wladiwostock stationierten Armeekorps unter Blücher gearbeitet und soll ihm persönlich nahegestanden haben. Nach der Tuchatschewsti=Krise im Juni 1937 war Fedko zum Oberbefehlshaber des Kiewer Militärbezirks und vor etwa einem Jahre zum Stellvertreter Woroschilows ernannt worden. Sein Schicksal dürfte, wie dasjenige Blüchers heute schon endgültig entschieden sein. Weltbild-Gliese 00 Komintern wühlt in Jran Prozeß gegen Kommunisten Teheran, 4. November In der Hauptstadt Irans hat ein Riesenprozeß gegen 53 Angeklagte wegen kommunistischer Verschwörung seinen Ansang genommen. Die Anklage lautet auf kommunistische Agitation sowie eine gegen die Unabhängigkeit und Sicherheit des tranischen Reiches gerichtete Tätigkeit. Die Haupträdelsführer sind rechtzeitig getürmt und befinden sich gegenwärtig in Sowjetrußzland. Durch geschickte Machenschaften waren von den Kommunisten Anhänger in intellektuellen Kreisen geworben worden zum Zwecke der Organisierung von Streiks in Fabriken und Ungehorsamkeiten in Schulen. Die Anweisungen hierzu empfingen die Aufwiegler auf Reisen in Sowietrußland oder von Agenten. Die nötigen Geldmittel lieferte die Komintern auf dem Umwege über Paris. Die Polizei umfangreiche kommunistische Hetzjat eine literatur entdeckt. Juden keine Patenkanwälte Verordnung zum Reichsbürgergesetz Berlin, 4. November Entsprechend den vor kurzem für jüdische Rechtsanwälte getroffenen Maßnahmen be stimmt eine weitere Verordnung zum Reiche bürgergesetz, daß die jüdischen Pateni anwälte zum 30. November 1938 ebenfall ausscheiden. Nach der Gesetzgebung des Jahres 193 waren auch hier jüdische Patentanwälte, die 1. August 1914 in der Liste dee Reichspatentamtes eingetragen waren, zunäch in der Patentanwaltschaft verblieben. Nun mehr werden im Altreich wie auch im Lande Oesterreich die jüdischen Patentanwälte aus nahmslos gelöschi. Soweit es sich um Frontkämpfer handelt, können den ausscheiden „Patentanwälten Unterhaltsu schüsse gewährt werden. S SStcc Ein Goman aus den Gergen Von Ernst Zahn Ceswight 1928 hy Deutsche Verises- Ansteh Steilgert Reauer beden Seil eilt fälck se Gbel Schreike mtunds durch Haus und Ställ. Sclaftube aussuchte. Diese nahm wohl den Raum dreier Gastzimmer ein. Aber sie war kahl. Mödel, das ein bequemes Ausruben gestattet hätte, befand sich darin. Selbst das zweischläsige Himmelbett glich einer harten, großen Kiste. Die beiden Stühle hatten gerade, hobe Lehnen. Der Waschtisch trug Geschirr aus kaltem, gelbweihem Steingut. Es war kein freudiges Gemach, war es nie gewesen. Sixta legte sich zu Bett. Aber sie vermochte die Gedanken noch nicht vom Werk des vergangenen Tages und neuen ihrer wartenden Aufgaben zu losen. Sie blieb halb aufrecht sitzen, den Kovf auf den starken, weißen Arm gesturt, von dem der weite Aermel ihres Nachtgewands zurücksiel. Während sie unten gerechnet und geschrieben hatte waren die Jahre, die ihr an der Seite ihres Mannes vergangen, wieder lebendig geworden, deutlicher auch der ganze Umfang ihres Besitzes ihr vor Augen getreten. Dieser Besitz bedeutete Reichtum. Sie hatte das längst gewußt, denn obschon Xaver Rotmund selig viel Lärm gemacht und in den Augen der Leute als der Meister gegolten, hatten doch die Zügel des Haushalts und Geschäfts längst in ihrer Hand gerubt. Aber sie hatte mit Befriedigung, was sie wußte, bestätigt gefunden. Sie schätzte die Menschen nicht boch ein, und sie war froh. von ihnen unabhängig zu sein. Auch von dem Talammann, der ihr heute so eindringlich seine Dienste angeboten. Sie wußte, daß er nach ihr und ihrem Eigentum schielte und zielte. Und sie empfand eine Art grimmiger Freude, daß sie seiner nicht bedurfte. Sie liebte ihn nicht. Wen liebte sie überhaupt? dachte sie. Mit sechzehn Jahren hatte man sie an den reichen Rotmund, den Herrn des Brückegutes, gegeben. Sie hatte sich nicht gesträubt, da er gleich ihre ganze Familie, Vater. Mutter und zwei Brüder, mit ihr zu sich genommen! Aber es sollte sie keiner fragen, was sie dafür in all den Jahren ihrer Ehe erduldet. Der viele Anhang, den sie mitgebracht, war ihr hundertmal vorgehalten worden. Aber das Schicksal hatte langsam. langsam alle Last abgelost, erst die zarte, stille Mutter hinweggenommen, die Dulderin, die Trägerin eigener und Mitträgerin ihrer. Frau Sirtas. Burde. Dann den leichtsinnigen Vater, den es mit dem älteren Bruder zusammen im Winterschneesturm degrub. Es hatte den zweiten Bruder durch die Lawine holen lassen und diesem Raubtier des Gebirgs zuletzt auch die Drangsal aller. Rotmund, den Herrn. vorgeworfen. Alles das bewegte Frau Sixta jetzt in ihrem Herzen. Und auf einmal siel ihr ein, daß sie von diesen Dingen heute schon einmal gesprochen, und sie erinnerte sich des fremden Gastes wieder. den sie im Hause hatte. Er wollte dableiben hatte ihr die Kellnerin noch gesagt. Hm! Mochte er! Er war ein Geschlagener wie sie selbst! Ueberhaupt ein ungewöhnlicher Gesell! Was war das nur schop, fsr ein Einfasl, obne Zweck und Ziel marern:=Hetn u. ahren! Hm! Sie wollte den mitwurdigen Menschen auch der Otti schildern. genhzg morgen schrieb Vor ihrer Seele cheng; ein seines, fast herzbeklemmend schmales #eucht auf. Ganz jung war sie noch, die Ottilie. ###än#iges Kind! Noch immer weilte sie im Freiburg im Uechtland. Eo schien daß sie fort war! Und lang, bie sie wiederkam. Nicht einmal zur Leiche des Vaters hatte sie sie gerufen. Wozu? Sie hatte es besser bei den frommen Frauen. Die Häßlichkeiten der Welt berührten sie da nicht. urn F setzt ließ Frau Sirta sich ins Kissen zuracsauen. Ihr dunkler Kovf grub sich schwer in die Daunen. Die Müdigkeit übermannte sie nun doch. Gegenwart und Vergangenheit flossen ineinander. Sie vermochte sie nicht mehr voneinander zu scheiden. Dann schlief sie ein. Drittes Kavite! Am anderen Morgen, als Frau Sixta wie immer das Beispiel gab, daß man den Tag früh anfangen muß. wenn er ausgeben soll, hockte Markus Graf unter den Knechten in der Küche und empfing mit ihnen sein Morgenbrot. „„Ihr habt Euch also entschlossen“, sprach sie ion im Vorbeigehen an. Er nickte. Zu einer Antwort ließ sie ihm nicht Zeit. sondern war schon aus der Tür, während er noch Überlegte, ob ihre Art nicht hochmütig gewesen, und seine Empfindsamkeit ihn wieder stach. Aber seine Teilnahme für die merkwürdige Frau und das Abenteuer, das er hier bestand, war nicht kleiner geworden. Unwillkürlich duckte er sich und war bereit, weiter zu erleben, was werden sollte. Frau Sixta schien aber Pankraz, den Hirten, mit seiner Einführung betraut zu haben, denn dieser hieß ihn nach dem Frühstück sich einer Gruppe von Leuten anschließen, bei der er selber stand und die auf die Seematten hinaus sollte, um zu schönen. Mit Hutten und Rechen zogen sie nach einer Weile aus. Der Himmel war bewölkt. Der Wind strich über die Hochebene. An den Lehnen. die die Seematten hießen und jenseits des Sees hinauf in die Felsen des Balmott und des Alpsteins sich streckten. begannen sie ihre Arbeit. Sie sammelten das kleine Gestein, das der Winter ins Gras gestreut, in die Hutten. schichteten größere Blöcke. die niedergebrochen waren, zu Hausen und säuberten mit Rechen und Hacke die Stellen, wo geröll= und erdedurchschossener Hartschnee als letzte Spur der Lawinen in den Mulden lag. Verweilen fuhr manchmal über ihnen eine Lerche auf und warf sich mit Zwitschern und Jubeln in die Luft, und höher an den Bergen tönten die Pfiffe der Murmeltiere, Markus atmete so leicht wie nie, und das Steigen wurde ihm zur Lust. Er dachte, daß das Land hier allein schon wert sei, daß er die Reise unterbrach. Zuweilen trafen ihn die neugierigen Blicke der anderen. Aber sie waren wortkarg. Keiner sprach ihn an. Jeder ging seines Weges. Nur der weißhaarige Pankraz blieb in seiner Nähe. „Ihr wollt also hier oben bleiben?" fragte dieser, als sie unter der Arbeit im Schutz eines Felsens sich wieder begegneten. „Einmal heute und morgen", erwiderte Markus. „Und noch manchen Tag“, murmelte der andere. Bieso?“ fragte Markus fast zornig. eht nicht so schnell wied jeder von ihr Ran gen. aicht fort“, sprach Pankraz, Markus schaute ihn an. Was meinte der sonderbare Kauz? Der Alte buckte sich nach Steinen. Klirrend fielen sie in seinen Tragkorb. Dabei hielt er sich neben Markus. Auf einmal begann er zu erzählen. Es war, als grabe er Dinge aus sich selbst herauf und spräche auch mehr zu sich selbst als zu einem anderen Es machte ihm offenbar Freude, langsam. in Pausen. Erinnerungen auszukramen und Möglichkeiten zu deuten. Aber zugleich lag in seiner Art zu reden eine stille Gelassenheit, ein Sichselbstfernhalten von dem. war war und sein mußte.„Ich kenne sie seit sie ein Kind war", begann er„Ihr hättet sie sehen sollen. Man stand still und schaute ihr nach. wenn sie Sonntags zur Kirche ging. Wenn die Fremden ins Tal kamen, frugen sie nach ihr. Sie haben sie gemalt und sotografiert. Sie wollten sie auch mit fortnehmen. Aber sie ging nicht. Sie wurde auch nicht stolz. Oder vielleicht brauchte sie es nicht zu werden. Sie sah alle eros an und nabe kam ihr keiner. Sie war aber chon die Braut des Xaver notmund. Sie haben sie ihm früh angeschmiedet. Die Otti ist schön und sein und zart. aber— sie war schöner. Die Otti ist wie die Taube. weich und weiß, aber sie ist wie der Sperber, stark und scharf.“ „Wer ist die Otti?“ fragte Markus, als der fremde Name plötzlich aufklang. „Ja so. verzeiht!“ war die Antwort.„Das ist ihr einziges Kind. Man meint, daß sie er im Kloster läßt, weil sie selber zu viel Schlechtein der Welt gesehen und erlebt hat.“ Markus verlor den Namen wieder aus dem Gedächtnis. Aber der Hirt beschäftigte ihn. Er schien völlig im Bann der Rotmundin zu kiegen. Vielleicht hatte er, als er und sie jünger gewesen, mit anderen Augen auf sie gesehen. Noch am gleichen und an den folgenden Tagen machte indessen Markus die Beobachtung. daß die fast abergläubische Verehrung des Hirten für Frau Sixta keine Einzelerscheinung war. sondern daß das ganze Gesinde, Mägde wie Knechte, ihr anhingen und sich ihr mit einer seltsamen Willigkeit unterordneten. Er hörte dann, daß sie keines der Ihren krank im Hause wisse, ohne es selbst zu pflegen, daß sie sich aber auch der Seelen annahm, nicht nur des Körpers. Das Kind einer Magd, die von einem Bauern in Bergmatten verführt worden war blieb mit der armen Mutter im Hause. Dem Vater einer zweiten, der gebrechlich und arbeitsunfähig war. gab sie auf der Brücke" das Gnadenbrot. Sie verstand es ebenso, zu schenken und Freude zu machen, wie sie dafür sorgte, daß keinem sein Lohn vorenthalten wurde. So waren die Feste des Jahres auf der„Brücke“ besonders festlich. Aber auch, wenn sie, die Pflichterfüllung bis zum Aeußersten pflog und forderte. Unwirsche und Untaugliche vom Hofe wies, so ließ sie keines ohne vollen Entgelt ziehen, gab sich daher selbst nie eine Blöße und brach böser Nachrede den Stachel aus. Insbesondere schätzten also ihre Dienstleute an ihr ihre Gerechtigkeit Um Markus schien sich Frau Sixta, wie dieser meinte, vorläufig wenig zu kümmern. Er wußte nicht, daß im Hause oder von einem Fenster aus ihr großer, kühler Blick ihm zuweilen folgte. Er nahm es ihr irgendwie übel. daß sie ihn dermaßen zu überseben schien, und svielte täglich mit dem Gedanken, am nächsten oder Übernächsten Tag weiter zu ziehen. Da es jedoch immer neue Arbeit gab und er bemerkte. daß diese, da Hilfskräfte knapp waren, so leicht nicht ausgeben würde, brachte er es nicht über sich, davonzulaufen. Das Gesinde begegnete ihm mit abwartender Freundlichkeit. Er spielte nach Feierabend mit den Knechten Karten oder schäkerte mit den Mägden. In einer großen. saalartigen Stube saß man am Abend beisammen. Am Nachmittag des ersten Sonntags aber svielte auf der Hofmatte hinter dem Hause ein Knecht die Handharmonika. Einige Burschen und Mägde tanzten. Da folgte Markus einer plötzlichen Eingebung und holte seine Laute. Das Instrument stammte aus seiner Studentenzeit. Er hatte eine weiche, dunkle Stimme und eine Begabung für den Vortrag starker, mutiger Streit= und Spottlieder, aber auch jener wehmütigen Weisen, die die Fischer am Meer und die Leute hoch im Gebirg singen. Die Leute machten große Augen, als er mit der Laute ankam. Der Handorgler verstummte und der Tanz hörte auf. Ein Kreis bildete sich um ihn. Selbst die Kellnerin Anna entlief der Wirtsstube und ihren Gästen und stellte sich neben ihn. Da begann er zu singen. Die Anna bekam heiße Wangen. Und sie war auf die anderen eifersüchtig, als sie wieder an die Arbeit zurück mußte. Der Gesang war auch zu Frau Sixta hinaufgedrungen, die im Begriff war. der Otti, ihrer sechzehnjährigen Tochter. einen Brief zu schreiben. Sie lauschte. Stimme und Gesang klangen ihr fremd. War das der merkwürdige Mensch, den sie gleichsam am Wege aufgelesen und ins Haus genommen hatte? Sie hatte ihn seither beobachtet und weiter über sein nicht alltägliches Aeußere gestaunt. Nun riß der Gesang sie aus ihrer Arbeit. Sie verlor den Faden. Aergerlich über sich selbst. wollte sie sich zum Weiterschreiben zwingen. Da begann Markus ein neues Lied. Vollends gestört erhob sie sich und trat ans Fenster. Ohne selbst geleben zu werden, betrachtete sie die Gruppe in der Matte unten. (Fortsetzung in der nächsten Nummer) Druck und Verlag: Zeitungsverlag für Westlalen G. m. b.., Bleiefeld Schulstraße 20. Fernruf 851—358 Verlagsleiter Walter Wittenberg Hauptschriftleiter: Dr. Hane Havemann Stellvertr Hauptschriftleiter Adoll Manne, Verantwortlich für Polltik, Wirtschaft und Vermischtes: Wollgang Thomas, für Kunst. Kultur und unterhaltende Bellagen: Dr. Hans Havemann, für Gemeindepolitik, Lokales und Gericht: Dr Walter Goch, für Provinz und Bewegung: Adolf Manns, für Sport: Erich Winter, sämtlich In Bielefeld.— Ferner die in den lokalen Teilen der einzelnen Stadtausgaben angeführten Schriftleiter.— Berliner Schriftleitung: Dr. Hans Seel, Berlin SW 68, Charlottenstraße 82.— Für den Bilderdienet verantwortlieb die Ressortschriftleiter— Verantwortlicher Anzeigenleiter: Heinrich Erdmann, Bielefeld. Zurseit ist die Anzeigenpreieliste Nr. 8 gültig. D. A. IX 1938: Bezirksausgabe-Bielefeld über 30 000 davon Lokalbeilage Halle über.300) Bezirksausgabe-Güterslob über 2000 Bezirksausgabe-Herford über 5 800 Bezirksausgabe-Oeynhausen über 2000 Bezirksausgabe-Mindon über 7 000 Bezirksausgabe-Lübbecke über 5 400 Gesamtauflage...... über 52 200 Das Manntiche Parno Falist... Ergebnisse dos Kongresses„Singen und Sprechon“ in Frankjurt Auf dem Internationalen Kongret für „Singen und Sprechen“ in Frankfurt standen interessante Vorträge über die zeitgemäße Reform einer alten Kunst im Vordergrund. Jede Zeit hat eine Sprechweise, im Vortrag oder in der sprachlichen Gestaltung ihren eigenen Stil. Dr. Geratbewohl (München) stellte die Forderung, den Stil unseper Zeit zu begreifen und diesen Stil auch zur Anwendung zu bringen. Künstler, wie Wüllner und andere, waren unerhörte Künstler, die Außergewöhnliches konnten, aber wir haben ein Recht, zu sagen, daß wir heute anders sprechen. Wir haben nicht mehr das große, alles überdeckende Pathos der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Unsere Zeit ist fürwahr reich an großen und erhebenden Ereignissen. Unser Pathos hat nichts mehr mit Theater zu tun, es ist ethisch echter und bedingter, es ist irgendwie männlicher. Zeitgemäße eprechkunst— das war die von dem Kongreß mit großem Beifall aufgenommene Forderung. Deuter der Dichtung Ein Gedicht ist ein Kunstwerk— von diesem Gedanken ging Professor Dr. Wittsack(Halle) aus— und kann nur vom Künstler nachgestaltet werden. Es hat Männer gegeben, die über das Lied vom„Heideröslein“ eine ganze Bibliothek zusammengeschriehen haben, und dennoch bleibt die wirkliche Deutung dem nachgestaltenden Sprecher vorbehalten, der freilich die nötige Bildung, die intuitive Kraft des Erlebens die stimmlichen Mittel und die motorischen Impulse haben muß, um dem geschriebenen Wort neue Lebenskraft zu geben, demit es sich akustisch auswirken kann. Moderne Kronbadones“ Wohl kann der Sprechkünstler, den man früher„Vortragskünstler“ oder„Rezitator“ nannte, in den Minnesängern, den Troubadours, den Barden und Rhapsoden seine Vorläufer erblicken, obschon diesen vielmehr die Aufgabe zufiel, Träger der Dichtung zu sein als Deuter. Mit der Kunst Gutenbergs verschwanden die Barden und Troubadours, das gedruckte Wort trat an ihre Stelle. Das gedruckte Wort aber blieb tot, und dem heutigen Sprechkünstler ist die neue Aufgabe erwachsen, das tote Wort wieder zum Leben zu erwecken. Mit dieser neuen Aufgabe kann man den„Beruf" des Sprechkünstlers als begründet ansehen. Heute sind die Sprechkünstler— damit faßte Dr. Peterß(Berlin) seine Ausführungen zusammen— in einer Fachgruppe vereinigt und der Reichstheaterkammer angeschlossen, die ihre Belange wahrt und ihre Pflichten und Rechte abgrenzt. Vom Buchstaben zum Klang Der Sprecher ist gewissermaßen der „Uebersetzer“ des toten Buchstabens in den lebendigen Klang. Es ist ein weiter komplizierter Weg von der Buchstabenreihe des Wortes bis zum Klang, der von den Lippen kommt. Diesen komplizierten Vorgang des „Uebersetzens“, der sich im Sprecher abspielt, erläuterte sehr eingehend Dr. Arnholtz aus Dänemark. Der Sprecher hat für die Uebersetzung des Gedichtes keinerlei Vorbild oder Erfahrung. Er muß angesichts des Tertes die Art der Prägung wählen. Die subjektive Entscheidung des Sprechers muß von dem Stil und Inhalt des Dichtwerkes bestimmt sein. Dr. Arnholtz unternimmt den Versuch, für den Sprecher Prägungsmuster aufzustellen. Er verlangt dabei, daß jeder Vers technisch unbeschwert, stilistisch korrekt, ästhetisch echt und klanglich sowie motorisch einheitlich vorgetragen werden müsse. Der Sprechkünstler Fambach(Düsseldorf) versuchte die Aufgaben des Sprechkünstlers und des Sprecherziehers zu formulieren und abzugrenzen. Dr. Blatz, der Obmann der deutschen Sprecher in der Reichstheaterkammer, forderte eine einheitliche Sprachund Sprechpflege und eine Ordnung des Berufsstandes der Sprechkünstler. Soll der Dichter seine Werke lesen? Der zweite und größere Teil der Arbeitsgruppe„Sprecher und Redner“ brachte eine heftige aber ungemein aufschlußreiche Auseinandersetzung zwischen„Dichter und Sprechkünstler". Der Dichter am Vortragspult ist eine häufige Erscheinung. Demgegenüber ist der„Rezitationsabend“ stark ins Hintertreffen gerückt. Die Sprechkünstler sehen, wie Professor Weller(Köln) ausführte, sich von den lesenden Dichtern in ihren Lebensmöglichkeiten beeinträchtigt. Der Rezitator sei kein Konkurrent des Dichters, sondern ein Weggenosse. Die Parole heiße: nicht Autorenabend oder Rezitationsabend, sondern Autoren= und Rezitationsabend. Die Lösung schlug er in der Weise vor, daß der Dichter über sich und sein Werk spreche, der Sprechkünstler anschließend aus dem Werke lese. Natürliches Quellwasser in der Heimat Für die Dichter sprach in diesem Kreis Börries Freiherr von Münchhausen. Er verwahrte sich im Namen der deutschen Dichter gegen den Vorwurf, daß die Dichter im Rezitator eine Konkurrenz erblickten. Niemals sei das der Fall gewesen. Selbstverständlich erwarte man von dem lesenden Dichter etwas anderes als von dem nachschaffenden Sprecher. Der Dichter erlebt gewissermaßen den Schöpfungsakt des Gedichtes noch einmal und trägt die Worte, die ihm aus übervoller Seele sich aufgedrängt haben, so schlicht vor, daß sie auch ohne besondere Sprechkunst wirken. Der Dichter vertrat hier die gegenteilige Ansicht, daß der Dichter allein mit seiner sprechtechnisch völlig ungelernten Vortragsart sein Werk weit richtiger und wirkungsvoller vorlesen kann als der Sprecher. Wenn zum Beispiel Agnes Miegel— so sagte er— ihre Gedichte vorliest, so liegt darin ihre eigene Seele, die Seele ihrer Vorfahren, ihrer Umwelt, ja schließlich ganz Ostpreußen. Dazu gehört aber ihre leise Frauenstimme, ihre ostpreußisch gefärbte Sprache. Es wäre unexträglich, wenn sie Sprechunterricht genommen hätte und an Stelle des natürlichen Quellwassers ihrer Heimat uns das destillierte Produkt einer keimfreten Bühnensprache vorsetzte. Man erwartet von dem Dichter keine geschulte Stimme, sondern gerade die Natürlichkeit der zwar klaren und fehlerfreien, aber doch urwüchsigen Sprache.„Ich wende mich— so fuhr er fort— gegen die sterilisierte, von allen lebendigen Bestandteilen leiser mundartlicher Beimengung entkeimte Sprache beim Vortrag von Gedichten. Ich wende mich gegen das unnatürlich geschönte Sprechen, wie man es vor allem früher die Rezitatoren lehrte. Ich wende mich gegen das von fast allen Schauspielern geübte Sprechen von Gedichten als Prosa.“ Trapezförmige Grundrisse Gewisse Stücke eignen sich, wie Professor Wittsack hervorhob, nur zur Darbietung in kleinen Räumen. Die Gestalt und die Größe des Raumes sind aber nicht nur maßgebend für die mehr oder weniger intime Wirkung, sondern auch für die schalltechnische Wiedergabe. Nach den heutigen Erfahrungen rechnet man etwa fünf Kubikmeter Luft für jeden Hörerplatz. Säle von trapezförmigem Grundriß, also mit schrägen Seitenwänden. bewähren sich meist am besten. Stoffe, insbesondere Holz als Auskleidung, müssen den Nachhall aufschlucken. Einbauten, Wandnischen usw. den Schall brechen. Der Bau von Rundfunkaufnahmeräumen hat hier die Erfahrungen ganz wesentlich bereichert. Die Vortrüge von R. Trendelenbura(Berlin). Meyer(Berlin) und Grützmacher(Berlin) bewiesen, wie neue phnsikaltsche Apparate, Berechnungen und Erfahrungen, die von dem Architekten früher oft so stark umkämpfte Raumakustik aus dem Bereich des Zufalls herausgehoben haben. erscheint die Verbstausgabe dieser Zeischrist für die Freunde des Verlages Neben literarischen Beiträgen aus der Feder namhafter Schriftsteller gibt das Heft einen Ueberblick über die in diesem Jahre im Inselverlag herausgekommenen Neuerscheinungen und eine Vorschau auf die demnächst erscheinenden Werke. Aus einigen sind bereits kurze Abschnitte abgedruckt. macht die Rasur deicht.. hautschonend und reiel. für 120 Rgsuren und meh ** NT .— W le Pauiy Pnt sccren OPUPUERDGTT Unser f. Jubiläumsprogramm MA M n gn n gnenngnn ein Lustspiel ganz großen Formats welches der Autor des pMustergatteng schuf, mit einem selten großen Aufgebot von beliebten Lustspieldarstellern Wne vergnügliche Lektion für nachtässige Ehemänner, schüchterne Verehrer und Uirtende Chezrauen! Im Beiprogramm: Kulturflim:„Durch Berlin fließt immer noch die Sprees Ofa-Tonwoche Spielzeiten:.00,.00,.15 Uhr— Sonntags ob 2 Uhr durchgehend Jugendliche ab 14 Jahren zugelassen Nur von Freitag bis Montag -anene? Tst Brigitte Horney: Wily Birgel Carl Raddatz= Vera von Langen „Verklungene Melodie“ int die ergrellende Geschichte einer großen und unerfüllt gebliebenen Liebe Dreimal führt das Geschick zwei Menschen zusammen: eine Melodie erklingt lockend und so leise, daß der Mann sie erst kaum versteht. Aber sie bleibt halten und klingt wieder auf, mächtig und voll tragischer Wucht als es- zu spät lst. Ein Pilm, welchen Sie nicht versäumen dürfen Dazu das bekannt reichhallige Belprogramm Fox Tönende Wochenschau Rudolf-Oetker-Halle lieute, 4. November, 20¼ Uhr neiene Fahrn!(Sopran) singt im 3. Sinfonie-Konzert des verstärkt. Slädt Orchesters Ltg. Dr. Hans Hoffmann Bach 1 Mosart 1 Schubert Preios 1. die.= Vorverk, Theuterkagge Buchh. Pfeffer. Fischer. Niemeyer u. Böhme Ab heute Freitag das gewaltige Filmwerk: Stärker als die Liebe mit Karin Hardt Leni Marenbach Paul Wegener Ivan Petrovich Nach dem Roman„Die beiden Wildtauben“ von Skowramek. DerVerrat an einer greßen Liebe findet seine gerechte Sühne durch den Tod eines Mannes, der ein ehrliches Gefühl betrog. Die neueste wochenschau, Ab heute Freitag ein Großfilm der TOBIS: 1N 3 nacht — mit Luise Ulrich Johannes Riemann Hans Söhnker Hilde Hildebrand Nach diesem Film werden die Frauen wieder mit Recht verständnisvoll lächeln das reichhaltige Beiprogramm bd 1 Uhr in deichen Theatern: Drode Bürohon Vorrtallung: Hänsel und Gretel ..6 No keichs-Straßer SA•88-NSKK·NSE! h3. wird übe Kreisleiter und Bann Der älteste Jahrgang wächst in jedem Jahre in d Partei hinein. In Biel Ueberweisung des Jahrgar am Donnerstag, 10. Noven während einer Feier in der statt. Nach Liedern, einem zuges und Vorträgen d sprechen der Kreisleite ührer zu den Jungen, di enst in der SA., 11, den leisten. Im Bann Bielefeld(158 age fast 300 Jungen in di artei überwiesen. Alle ahrganges 1920 treten al 20 Uhr am Gymnasium Dienst an. Gedenkstunde zum Die Stadtverwaltung feier Zum 9. November ver verwaltung um 12.80 Uhr eine Feierstunde, in der Deutschland gefallenen erst dacht wird. Die Gedenkwor meisters Pg. Budde wer des Gemeindebeamten= ul Gesangvereins und vaterlä umrahmt, die Intendan spricht. Die jüdische Ver Werbung arisiert X Die Frage: Dürfen die Zeit, in der das Unter werblich ausnutzen? beschäf der deutschen Wirtschaft. In es, daß die Uebernahme jüd arische Geschäftsleute nicht schäftsübergang gleichzusetze Unternehmen soll nicht mit ben, die auf den vormals i rückgehen. Unzulässig ist es. jahr des ehemals jüdischen? der Werbung hinzuweisen schäftsjahr nach dieser Zeit Lebensmittelausga in den Ortsgruppen Königsbri Die Ausgabe findet statt für die Ortsgruppe Köni Geschäftsstelle an der Krücke 2, —10 Uhr für die Ausweis 10—11„„„ 11—12„„„ 14—15„„„ 15—16„„„„ 16—17„„„ 17—18„„„„ ir die Ortsgruppe Sparre wirschaft Kickert, Ehlentrupe eingang), und zwar von —10 Uhr für die Ausweis 10—11„„„ 11—12„„„ 15—16„„„ 16—18„„„„ Ohne Ausweiskarte kann erfolgen. Die angegebenen Zei Umständen eingehalten werden nicht gemacht werden. •***— Zweites Blatt der Westfälischen Neuesten Nachrichten, Nr. 259 Besstichen Bege Freitag, 4. November 1938 schiedene M eichen 11—12 14—15 15—16„„„“ 16—17„„„„ 251—300 „„„ 301—Schlut ##ir die Ortsgruppe Sparrenberg in der Gastirschaft Kickert, Ehlentruper Weg 30(Seiteningang), und zwar von —10 Uhr für die Ausweiskarten Nr.—100 10—11„„„„„ 10110—11„„„„„ 201—300 „ 891—400 16—18„„„„ Ohne Ausweiskarte kann eine Ausgabe n Teigen. Die angegebepgu., Zentev, udhchnunt zganen Umständen eingehalten werden. Ausnahmen nicht gemacht werden. Gähkung„1 schepserischte Teistaug Neue Wege im Arbeitsprogramm der Volksbildungsstätte Bielefeld ..6 Nlovember Retens Girapentammlung SA•88-NSKK· NSFK· SAMMELN! h3. wird überwiesen Kreisleiter und Bannführer sprechen Der älteste Jahrgang der Hitler=Jugend wächst in jedem Jahre in die Gliederungen der Partei hinein. In Bielefeld findet die Ueberweisung des Jahrganges 1920 der HJ. am Donnerstag, 10. November, um 20.30 Uhr während einer Feier in der Sparrenburg statt. Nach Liedern, einem Spiel des Fanfarenzuges und Vorträgen des HJ.=Musikzuges sprechen der Kreisleiter und der Bannührer zu den Jungen, die von nun an ihren enst in der SA., 11, dem RSKK. oder dem 3FK. leisten. Im Bann Bielefeld(158) werden an diesem age fast 300 Jungen in die Gliederungen der artei überwiesen. Alle Hitler=Jungen des ahrganges 1920 treten am Donnerstag um 20 Uhr am Gymnasium zu ihrem letzten 53.= Dienst an. Gedenkstunde zum 9. November Die Stadtverwaltung feiert in der Oetkerhalle Zum 9. November veranstaltet die Stadtverwaltung um 12.80 Uhr in der Oetkerhalle eine Feierstunde, in der der für das neue Deutschland gefallenen ersten Blutzeugen gedacht wird. Die Gedenkworte des Oberbürgermeisters Pg. Budde werden von Vorträgen des Gemeindebeamten= und StraßenbahnerGesangvereins und vaterländischen Dichtungen umrahmt, die Intendant Dr. Kruchen spricht. Die jüdische Vergangenheit Werbung arisierter Firmen X Die Frage: Dürfen entiudete Betriebe die Zeit, in der das Unternehmen jüdisch war. werblich ausnutzen? beschäftigte den Werberat der deutschen Wirtschaft. In einem Erlaß heißt es, daß die Uebernahme jüdischer Betriebe durch arische Geschäftsleute nicht einem normalen Geschäftsübergang gleichzusetzen ist. Das arische Unternehmen soll nicht mit Gesichtspunkten werben, die auf den vormals jüdischen Betrieb zurückgehen. Unzulässig ist es. auf das Gründungsjahr des ehemals jüdischen Betriebes zum Zwecke der Werbung hinzuweisen oder gar das Geschäftsjahr nach dieser Zeit zu datieren. Lebensmittelausgabe des Whw. in den Ortsgruppen Königsbrügge und Sparrenberg Die Ausgabe findet statt am Dienstag, 8. 10., für die Ortsgruppe Königsbrügge in der Geschäftsstelle an der Krücke 2, und zwar von —10 Uhr für die Ausweiskarten Nr. 1— 10—11„„„„„ 51—100 „„ 40—450 „„ 151—200 „ 201—250 Wenn in den letzten Jahren die Arbeit des Amtes„Deutsches Volksbildungs= werk“ immer mehr in den Vordergrund getreten ist, so ist dies nicht zuletzt das Ergebnis einer mehr als fünfjährigen nationalsozialistischen Aufbauarbeit, besonders auch auf wirtschaftlichem Gebiet. Wer von den Millionen Arbeitslosen oder Kurzarbeitern der Systemzeit hatte denn auch noch für geistige oder kulturelle Fragen Sinn, solange es darum ging, mit allen nur möglichen Mitteln das täglich geringer werdende Existenzminimum zu sichern oder selbst gegen bitterste Not zu kämpfen. Heute ist dies wieder anders. So, wie der Schaffende seit der Machtübernahme sein Augenmerk wieder auf den Urlaub richten konnte, wie er im Besuch eines Theaters oder eines Konzertes wirklich Erbauung. und Ablenkung fand, so will er auch auf der Grundlage seiner natürlichen Anlagen schöpferisch tätig sein. Das Amt„Deutsches Volksbildungswerk“ sieht ihr größtes Ziel darin, schöpferischen Kräften eine ernsthafte Anleitung zu geben, damit natürliche Begabung und fachliches Wissen zu einer wirklichen Leistung sich verbinden. Musikschule der Volksbildungsstätte Die Gemeinschaftsarbeit mit gleichstrebenden Kameraden ersetzt dem Musikliebhaber vielfach das, was ihm an virtuoser Einzelleistung versagt ist. So ist das orchestrale und musikalische Zusammenspiel von Laien unter Führung des Berufsmusikers eines der schönsten Zeichen kultureller Gemeinschaftsleistung. Neben dem auch in diesem Winter wieder stattfindenden Unterricht für die verschiedensten Instrumente sollen die bisherigen Kurse zu einer Musikschule der Volksbildungsstätte erweitert werden. Dieser Einrichtung liegt eine Befürwortung der Reichsstellen an die Städte zugrunde. Für den Gruppenunterricht, für den die Teilnehmergebühr 50 Pfg. bis 1 RM. für die Stunde beträgt, stehen bewährte Lehrkräfte, u. a. Musikdirektor Gößling und Musikdirektor Dr. Hoffmann, zur Verfügung. Kulturfahrten Ein ganz neues Gebiet sind die erstmalig in diesem Jahr geplanten Kulturfahrten. Hiermit ist eine neue Form des Reisens geschaffen, die den Teilnehmern die kulturellen, geschichtlichen und politischen Zusammenhänge, soweit sie sich in der deutschen Landschaft und ihren Menschen ausprägen, vermitteln soll. Jede Kulturfahrt, bei der die Teilnehmerzahl nicht auf den Kreis Bielefeld=Halle allein beschränkt bleibt, steht unter einem Leitgedanken, nach dem die Planung der Fahrt bestimmt wird. Es seien dabei nur genannt„Von der Irminsul zum Hakenkreuz“, Streifzug durch 4000 Jahre deutscher Geschichte im Gebiet der Weserfestungen des Minden=Ravensberger und des Lipper Landes. In sechs Tagen werden besucht Minden, das Tabakmuseum in Bünde, Detmold, Paderborn, Lemgo u. a. m. Der Preis beträgt 50 RM. für die Fahrt. Im Frühjahr 1939 gibt es dann noch eine Reichskulturfahrt„Bielefeld— Nürnberg— Wien“. Zu einer beliebten Einrichtung der Volksbildungsstätte Bielefeld gehören die Führungen durch Museen und Ausstellungen. Unter der Führung von Museumsdirektor Schoneweg werden u. a. besichtigt werden: Dezember bis Januar:„Trachtenpuppen aus WestDas Buch— Kraftquell der Nation Heinrich-Zillich-Abend in der„Eintracht“ Die erste Großdeutsche Buchwoche wurde in Bielefeld mit dem Siebenbürger Dichter Heinrich Zillich begangen, der im auslandsdeutschen Schrifttum neben einigen anderen einen besonders klangvollen Namen hat. Heinrich Zillich wurde 1898 bei Kronstadt in Siebenbürgen=Sachsen geboren. In den Jahren 1916—1918 kämpfte er als Tiroler Kaiserjäger und nahm später am rumänischen Feldzug gegen das rote Ungarn teil. Es folgten nach dem Kriege Studienjahre in Berlin, während derer er sich mit dem deutschen Volkstum befaßte. In diesen Jahren liegen seine Berührungen mit deutscher Dichtung. Seine schriftstellerischen Arbeiten, die nun folgen, sind ganz aus dem Erlebnis des auslandsdeutschen Kampfes geschaffen. Sein größter auslandsdeutscher Roman„Zwischen Grenzen und Zeiten“ trug ihm einen ehrenvollen Namen ein in der Reihe geistiger Kämpfer für das Deutschtum draußen. Erst kürzlich bescherte Zillich uns seinen neuen großen Roman„Der Weizenstrauß" aus aus dem der Dichter gestern las. Bevor uns der Dichter in die Welt seiner Dichtung einführte, sprach der Leiter der Hauptstelle Kultur der NSDAP. Kreis Bielefeld=Halle, Pg. Franzmann, über das Thema:„Das Buch— ein Kraftquell der Nation". Pg. Franzmann stellte die„Woche des deutschen Buches" dem„Tag des Buches“ der Systemzeit gegenüber. Der frühere „Tag des Buches" war mehr oder weniger eine geschäftliche Angelegenheit, ohne das ehrliche Bemühen, deutsche Volksgenossen zum guten Buch hinzuführen. Die jetzige„Woche des deutschen Buches“ ist ideeller Art. Sie will versuchen, eine neue Leserschaft heranzubilden. Der Leser eines Buches soll aus ihm Kraft schöpfen. Schopenhauer habe einmal von dem Schrifttum gesprochen, das dauernd wirke und eine Kraft darstelle, und von der Literatur, die vergänglich sei. Das Schrifttum, so führte Pg. Franzmann aus, das dauernd wirke, soll eine Förderung erfahren. Der Staat ist bemüht, eine Auslese zu schaffen, um nur das Wertvolle zu heben. Heute haben wir einen ganz bestimmten Maßstab für eine dichterische oder künstlerische Arbeit gesunden: Das Volk steht im Mittelpunkt aller Schaffenskraft. Das Volk ist das höchste politische und geistige Gesetz. Die Gegenwart verlange vom Volk, daß es politisch sei, aber verlange dasselbe auch vom Dichter. Das Wort„politischer Dichter“ habe Mißverständnisse ausgelöst. Mit diesem Ausdruch sei aber keineswegs eine Einengung gemeint. Es sei die Forderung an den Dichter, nicht bindungslos als Individuum zu schaffen, sondern als Sohn seines Volkes. Dann könne es keine Dichtung geben, die vom Volk nicht verstanden wird.— Zum erstenmal, so sagte Pg. Franzmann, setern wir die Woche des deutschen Buches mit unseren Brüdern aus der Ostmark und dem Sudetengau. Zum erstenmal feiern wir die„Großdeutsche Buchwoche“. Wir wissen, daß das Auslandsdeutschtum einen großen Anteil an der deutschen Dichtung hat. Die auslandsdeutschen Dichter haben aus der Not der Zeit, aus dem ewigen Kampf um den völkischen Bestand ihre Dichtungen geschaffen. Sie waren die Rufer deutscher Art. Daraus ergibt sich eine Verpflichtung des Volkes gegenüber dem Dichter. Heinrich Zillich las dann aus seinem neuen Werk„Der Weizenstrauß". Es beginnt mit der Erinnerung an den Krieg und an den Tod eines jungen deutschen Offiziers. Mit starker Leidenschaft, aber auch mit großer Wärme hat Zillich das Schicksal dieses blutjungen Offiziers und seiner jungen Frau gemalt. Es ist das Schicksal unzähliger junger deutscher Soldaten gewesen, was hier in Worte gegossen ist. Mit stärkster Anschaulichkeit, mit rührender Zartheit und doch wieder mit aller Strenge des Geschicks hat Zillich hier Menschen erstehen lassen, die leidenschaftlich dem Leben gehören, die aber nicht verzagen, wenn das Schicksal sie ruft.— Heinrich Zillich darf gewiß sein, daß er eine dankbare Zuhörerschaft gehabt hat. Als Abschluß trug Heinrich Zillich drei Gedichte vor:„Der Abendstern",„Daheim am Abend" und„Der Bauer". Sie zeugen von stärkster Erlebniskraft und kräftigem Empfinden.— Der kleine Chor des städtischen Musikvereins unter Leitung von Dr. Hans Hoffmann brachte zu Beginn des Abends einige sehr nette Lieder aus dem 16. Jahrhundert. Sehr fein leitete das„Innsbruck, ich muß dich lassen" über zu den Worten Zillichs. Der Beifall für den Dichter war stark. falen und Norddeutschland", Januar bis Februar:„Bergmann und Bergwerke“, Februar bis März:„Ein Künstler sieht Land und Leute im Lipper Land", im April:„Heimische Hausweberei". Auf den vielen anderen und bekannten Gebieten der Volksbildungsstätte in Bielefeld sind rund 50 Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise tätig. Für die einzelnen Abschnitte und Arbeitsgebiete werden in jedem Jahr Erweiterungen notwendig. Eine Anzahl neuer Arbeitskreise besaßt sich mit den Themen:„Was muß jeder Schaffende vom Recht wissen?"—„Willst du in die Kolonien?"—„Gesundheitsfragen“— „Dichter und Dichterinnen unserer Zeit“. Fünf Vortragsabende Umfangreich ist natürlich auch in diesem Winter wieder das Veranstaltungswesen der Volksbildungsstätte in Bielefeld, mit GroßVeranstaltungen, Sonderveranstaltungen und Betriebsveranstaltungen. Die große Vortragsreihe in der Rudolf=Oetker=Halle wird an fünf Abenden vom Dezember bis zum März des nächsten Jahres durchgeführt. Es sprechen dabei: 1. Dezember: Ministerialrat Professor Dr. Konn=Berlin über„Kunst und Rasse“; 12. Januar 1939: Studienrat Dr. Klemmt von der Hochschute für Politik, Berlin, über „H. St. Chamberlain als Wegbereiter des Nationalsozialismus“; 6. Februar 1939: Generalleutnant a. D. von Metzsch über„Deutschlands wehrpolitische Lage"; 2. März 1939: Rechtsanwalt Prof. Grimm über„Hitler liquidiert Versailles“. Von besonderem Interesse wird auch das Erscheinen des Professors an der Hochschule für Politik in Berlin, Gauleiter Rudolf Jung, in Bielefeld sein, der Mitte Dezember einen Vortrag in der Rudolf=Oetker=Halle halten wird. Prof. Jung war bis 1933 Führer der NSDAP. im Sudetenland und flüchtete 1934 ins Reich. Neu ist, daß im Laufe des Winters in den größeren Bielefelder Betrieben Vorträge verschiedenster Art gehalten werden. Es werden dabei u. a. sprechen: Major Simson über „Unsere neue Luftwaffe“, der Physiker und Chemiker Albert Stadthagen über„Experimente und Rätsel der Physik und Chemie; General von Lettow=Vorbeck über„Kampf und Sieg in Deutsch=Ostafrika". Eine wichtige Arbeitsgemeinschaft wurde vom Reichsschulungsamt der NSDAP. eingerichtet. Es werden hierbei Vorträge über die Bequeme, schöne Schuhe Neue Herbst-Modelle wie immer richtig im Schuhhaus Sievert Jöllenbecker Straße 56. „Grundlagen des Nationalsozialismus“ gehalten. Als Sprecher stehen hierfür fest: Kreisleiter Pg. Reineking, Kreisobmann der DAF. Pg. Kötter und Kreisschulungsleiter Pg. Buschmann. Neuer Raum für Bücherei Wenn die Unterrichtsräume der Volksbildungsstätte sich bereits an verschiedenen Stellen befinden, im Gymnasium, in der Auguste=Viktoria=Schule, Bosseschule, Luisenschule und Martinschule, so ist der Raum für die Bücherei schon lange zu klein geworden. Rund 1000 Leser zählt die Verleihbücherei der Volksbildungsstätte, die rund 4000 Bücher besitzt, die zum Preise von 10 Pfennig je Buch und Woche ausgeliehen Geraster für den Einfag SA., 1 NSKK. und NsFK. stellen Sammler Am Sonnabend und Sonntag wird die zweite diesjährige Reichsstraßensammlung in Bielefeld von 600 Männern und Führern der SA., s. des RSKK. und RSFK. durchgeführt. Heute abend treten alle Sammler auf dem Schillerplatz um 20.15 Uhr an. Der Kreisamtsleiter der RSV., Pg. Herrich, hält eine kurze Ansprache, der sich die Ausgabe der Sammel= büchsen anschließt. Am Sonntag spielt von 11.30 bis 12.30 Uhr der Musikzug der SA.=Standarte 174 auf dem Schillerplatz. Eine besondere Werbung für das Winterhilfswerk führt am Sonntag der Sturm 7/60 des RSFK. durch. Am Sonntagmorgen erfolgt— bei günstiger Witterung— ein Aufstieg des Ballons„Bielefeld“ von der Zeppelinwiese in den Heever Fichten. Der RSFK.= Obersturmführer Heidkämper wird vor dem Aufstieg eine kurze Ansprache halten. Auf dem Schillerplatz kommen zwei Segelflugzeuge und eine Motormaschine zur Aufstellung. Modellflugzeuge werden ebenfalls zu besichtigen sein. Sowohl in den Heever Fichten als auch auf dem Schillerplatz werden vom RSFK. kleine Ballons zum Kauf angeboten. Es wird dazu eine Postkarte mitgeliefert, die an den Ballon zu hängen ist. Die Käufer können dann an einem Ballonwettbewerb teilnehmen, der so gedacht ist, daß derjenige Käufer, dessen Ballon am weitesten geflogen ist, eine besondere Belohnung vom RSFK. erhält. Wahrscheinlich steht dafür sogar ein Freiflug mit einer Motormaschine oder einem Segelflugzeug zur Verfügung. Jeder Wetteilnehmer muß natürlich durch entsprechende Beschriftung seiner Postkarte dafür sorgen, daß der Finder ihm mitteilt. wo der Ballon gefunden wurde. Diese Mitteilung ist dann dem Sturmbüro des Sturmes•60 des RSFK., Niederwall 3, zuzuleiten. Außerdem werden die Maschinen des RSFK. vom Standort Bielefeld aus zum Kettenfliegen starten, um knatternd und donnernd über Stadt und Land zu brausen. Sie werden im Regierungsbezirk Minden und den beiden Lippe über den Berg= und Waldstädten erscheinen, um die Bevölkerung an ihre Pflicht zu mahnen Von den Tragflächen der Apparate werden Jroßz Schriftzeichen„Denkt an das WöW.“ in I5 Tiefe strahlen, ein Gewirbel von Flugblättern wird zu Boden flattern und die ewig Saumseligen wachmachen. Als besondere Ueberraschung wird am Horizont der„=Zug der Luft“ auftauchen. Motorflugzeuge mit Segelflugmaschinen im Schlepp, um unter Wolken kunstvolle Kreise zu fliegen. Von Wien nach Schanghai Filmvortrag vor dem DDAC. Max Reisch aus Wien steht auf der Bühne des Kysshäusersaales und erzählt. Mit seinem Freund Herbert und dem Kameraden Auto (so bezeichnete der Vortragende seinen Steyrwagen) ging es los nach Indien. Hinterindien, Japan, Kalifornien, zurück wieder nach Europa. Was er alles erlebte, erzählte er zu interessanten Licht= und Filmbildern, die ein beredtes Zeugnis von den Licht= und Schattenseiten einer solchen Autoexpedition ablegten. Es ging in dem Vortrag hauptsächlich um die Reise 1936 mit dem„Steyr“. In Lichtbildern sah man das„Wüstenauto" über provisorische Flöße und Brücken fahren und durch Wüstensand. Vorbei ging die Fahrt an Dörfern Vorder= und Hinterindiens. Paläste von Maharadschas, Moscheen und asiatische Städte zogen am Auge vorüber, Kulis, Indier und eingeborene Volksstämme. Bunt war der Filmstreifen und ebenso bunt auch die aufschlußreichen Lichtbilder, die teilweise sogar koloriert, die Schönheit der Landschaften unterstrichen. Ueber alle Hindernisse hinweg, durch Sümpfe und Flüsse, ging die Fahrt vom Reich der Mitte bis in die Neue Welt und nach Europa zurück. passierte... Vielleicht einige Zündkerzen gingen hopps. Sonst hatte alles geklappt! Bis zurück nach Salzburg, denn da fuhr ein Wagen gegen das„Wüstenauto"... und diesen Stoß hat es nicht mehr überlebt.— Dumm, daß es gerade in der Heimat passieren mußte, nicht wahr, Herr Reisch? * Starker Applaus gab es zum Abschluß. Der Leiter des DDAC., Ortsgruppe Bielefeld, Generotzky, dankte dem Redner für den ausführlichen Filmvortrag. B. Ein Freund der Tiere Paul Eipper spricht im„Capitol“ Kein Zweifel. Wir stehen heute im Banne des Heldischen. Ist da ein Mann wie Paul Eipver, der Sprecher für das Tier. nicht fehl am Orte, ist er zeitgemäß? Gewiß, er ist es. er ist zeitgemäßer als je. Gehört nicht zum Helden die Großmut, soll nicht der Gewaltige dem Schwachen seinen starken Arm leihen, soll er nicht Beschützer des Schutzbedürftigen sein? Und das ist Eivper wie selten ein anderer. Denn er ist Anwalt der uns dienenden, so oft bedrückten und gequälten Kreatur. Er kam mit einem sechsten Sinn zur Welt. mit einem besonders starken Instinkt für das Gefühlsleben der Tierwelt. Die Tiere zogen ihn an, er zog die Tiere an. Er suchte sich aus großen und kleinen, zahmen und wilden seine Freunde heraus und wurde ihnen Kamerad. Mit ihnen und für sie lebte er, sorgte sich für sie, erfreute und tröstete sie.. Eipper fühlte den Drang in sich, dieses sein Wissen um das Tier der menschlichen Umwelt zu übermitteln. Er bannte das Erlebte auf den Filmstreifen und in das Wort, um es mitteilen zu können. Und so wurde er Paul Eipper. Haarlemer Oellemtiligsr Des uralts Hausmittel, das bei mancherlei Beschwerden oft gute Dienste leistet. Nur In Apotheken. Auch uns will er sich in seinen Filmen mitteilen, auch zu uns will er sprechen. Am Sonntag. 6. November, ist Paul Eipper in einer Frühvorstellung im„Cavitol“ zu hören. Bruhms, hahon, Tchuberl Ein Klavier=Trio=Abend in der„Eintracht“ In dem Saale der„Eintracht“ sand ein Klavier=Trio=Abend statt, der erstens durch die ausgezeichnete Programmgestaltung, und zweitens durch die Mitwirkung unserer heimischen Pianistin Adele Hellmann eine besondere Note erhielt. Adele Hellmann, Professor Walter Schulze=Prisca und Hans Baur bewiesen ihr großes Können durch eine geradezu meisterhafte Interpretation des Trios in=dur von Haydn, Schuberts Trio in-dur und Brahms' Trio in=dur. Während Adele Hellmann am Flügel über eine unantastbare Technik und über ein erstaunliches Einfühlungsvermögen verfügte, gab Professor Schulze=Prisca mit seinem Spiel Kunde von einer Kultiviertheit, die nicht jedem Könner auf der Violine eigen ist. Der Cellist Hans Baur erschloß mit seinem Instrument die Ausdrucksgewalt des Klanges mit einer überwältigenden Fülle und Tiefe. Schubertsche Melodien— bald in ihrer Art einfach harmonisch, bald von einer zauberhaften Farbigkeit— fanden eine ausgezeichnete Wiedergabe. Aus Brahms' Trio in=dur sprach die harmonische Ausdrucksweise die hinweist auf die Klarheit und Größe der klassischen Formgebung. Haydns stille und volksliedhafte schlichte Musik wurde an diesem Abend zu einem Erleben. Der Dank an die drei Künstler für die Stunden, die ausgefüllt waren mit einer köstlichen Musikalität, war herzlich und lang. werden. Tägliche Neueingänge an Büchern lassen diese Bücherei und die Zahl ihrer Benutzer immer größer werden. Es wird daher mit dem jetzt begonnenen Umbau im ReinholdMuchow=Haus auch für eine neue Stätte der Bücherei gesorgt. Am rechten Flügel des Reinhold=Muchow=Hauses entsteht ein besonderer Eingang, der zur zukünftigen Bücherei der Volksbildungsstätte in diesem Haus führt. Insgesamt sind vierzig Lehrkräfte für die Volksbildungsstätte Bielefeld tätig. Die Zahl der Teilnehmer steigt ständig, die ihre Anmeldungen für den neuen Plan, der in der nächsten Woche erscheint, aber erst ab Mittwoch, 17. November, abgeben können. Das gesamte Arbeitsgebiet dieses Winters wird nicht wie bisher in zwei Arbeitsabschnitten, sondern in Spiegelbild der Gestaltung Gemeinschaftsabend des BOM.-Werkes Glaubeund Schönheit Mit dem neuen BDM.=Werk„Glaube und Schönheit“ ist den BDM.=Mädeln im Alter vor 17 bis 21 Jahren die Möglichkeit gegeben, sich In den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften dieses Werkes ihrer Neigung entsprechend zu betätigen. Ungefähr einmal im Monat, in der Regel nach drei Arbeitsabenden, kommen dann die Mädel der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften zu einem. Gemeinschaftsabend zusammen. Der erste dieser Gemeinschaftsabende fand gestern in der Aula der Helmboltz=Oberschule statt. Die Untergauführerin Pan. Hilde Schulze begrüßte dabei besonders die Lehrkräfte für die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, die als Gäste anwesend waren. Sie brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck. daß es in Bielefeld gelungen sei, für alle Gebiete des neuen BDM.=Werkes die geeigneten Lehrkräfte zu finden und stattete diesen den Dank für die Bereitwilligkeit und Einsatzbereitschaft ab. Die Beauftragte für das BDM.=Werk „Glaube und Schönheit“ im Untergau, Mädelscharführerin Giesela Hasler, sprach einführende Worte über das Leben und Schaffen des Dichters Hermann Löns. Der Intendane des Stadttheaters, Pg. Dr. Kruchen, las in meisterlicher Ausdrucksform Gedichte. Balladen und. Erzählungen des großen Heidedichters. Dieser erste Gemeinschaftsabend darf in seiner Gestaltung als gelungen bezeichnet werden und wird mit dem Fortschreiten der Arbeit in den einzelnen Gemeinschaften immer mehr eine Gestaltungsbereicherung erfahren und somit später zum Spiegelbild des BDM.= Werkes„Glaube und Schönheit“ werden. Ropfsiand auf einein Gummoan Meister der Artistik, Tanzkunst und des Humors im Trocadero Mit einem wirklich netten und abwechslungsreichen Programm marschiert das Trocadero in den November hinein, angeführt von dem Hamburger Humoristen Willi Feldmann, der uns schon manchesmal über den Hamburger Sender mit seinem Witz erfreute. Allerdings ist es im Scheinwerferkegel auf der Bühne anders wie im abgeschlossenen Senderaum eines Reichssenders, denn hier fühlt der Vortragskünstler, ob er auch Kontakt mit den Hörern hat. Na,„Onkel“ Willi hat ihn im Nu, und ein starker Beifall bei seinem Kommen wie auch Gehen beweist die enge Freundschaft, die bald alle im Saale mit ihm geschlossen haben. Sollen wir nun dem Tanz, Humor oder der Artistik den Vortritt lassen? Auf allen Gebieten werden Durchschnittsleistungen überschritten, dennoch müssen wir die Artistik an die erste Stelle setzen, denn was Ulm und Partnerin in ihrem Akt vollbringen, wird schwer übertrumpft werden können. Kopfstand auf einem Gummiball, der auf dem Kopf des Partners ruht, ist gewiß keine leichte Angelegenheit, wenn aber der Partner dabei noch auf einem Schwebebalken balanciert, dann gehört zur Ausübung dieser Glanznummer neben der Geschicklichkeit eine große Portion Mut. Einer atemlosen Stille folgt dann auch ein orkanartiger Beifall. Artistik mit einem Schuß Humor dazu zeigen Läpp und Habel, die Neuheiten vom Wintergarten Berlin mitbringen. Man ist erstaunt über die überragenden akrobatischen Fähigkeiten der beiden, und kneift gern ein Auge zu, um die Schiebung, die gemacht wird, nicht zu sehen, zumal die Szene eben durch den kleinen Betrug besonders reizvoll wirkt. Weiter sind da Alvarez Bros, die Komödianten am Trapez, die für ihre Arbeit einen Wolkenkratzerausschnitt als Hintergrund benötigen und recht amerikanisch anmuten— M. O. Haard versucht sein Glück mit drei Bällen und einem Tisch, der alles an und in sich hat, und mit dem sich dieser ulkige Herr die ganze Zeit über beschäftigen kann, wobei das Gelächter im Saal nicht verstummen will. Damit hätten wir die Artistik und den Humor hinter uns. Little Ruth überrascht angenehm mit einer guten Tanz=Akrobatik, und Viktoria Freihoff wirkt elegant und malerisch mit ihren vorgeführten Spitzentänzen. Bleibt noch zu erwähnen, daß auch ein Meister der Magie diesmal zu Gast ist. Maldino beweist in recht geschickter Weise, daß Fixigkeit noch lange keine Hexerei ist— und zum Abschluß eine kleine Verbeugung vor der Kapelle Fred Hett, die zum Gesamtgelingen des Programms das Ihrige beiträgt. Hermann Eichler Neuerveriarzungkein kaduttersventt 76000 Steuersünder mußte 70 Millionen RM. Strafe zahlen X Der Lehrer an der Reichsfinanzschule Ilmenau, Regierungsrat Dr. Hennig, zeigte in einem Vortrag, wie der nationalsozialistische Staat durch energisches Zugreisen die Steuersünder einer scharfen Strafe zuführt. Die Aufsassung im Systemstaat, daß Steuerverkürzungen „Kavaliersdelikte“ seien, gelte heute nicht mehr. Die Abgabe wissentlich unrichtiger Steuererklärungen sei eine schwere Verletzung der den einzelnen Volksgenossen obliegenden Treupflicht gegenüber dem Reich. In der Strafsachenbearbeitung der Finanz= ämter sind im Rechnungsjahr 1937 nicht weniger als 76 509 Steuersunder verfolgt worden. Sie mußten fast 109 Mill. verkürzte Steuern nachentrichten und außerdem 70,8 Mill. RM. Strafe bezahlen. Im Vergleich zu den Vorjahren liegt eine höhere Zahl von Steuersündern vor, die sich vor allem auch aus der immer intensiveren Wirtschaftsführung und den immer mehr vergrößerten Umsätzen ergeben dürfte. Der Reserent betont die Notwendigkeit einer beschleunigten Einleitung der Steuerstrafverfahren, damit die Bestrafung der steuerunehrlichen Handlung in kürzester Frist folgen kann. Wenn ausnahmsweise ein Steuerstrafverfahren nicht eingeleitet wird, weil z. B. eine schuldhafte Steuerverkürzung nicht als erfolgt angesehen oder ein Straffreiheitsgesetz angewandt wird, so sei es doch erwunscht, diese Vorgänge festzuhalten. Wenn der gleiche Steuerpflichtige später erneut Steuerzuwiderhandlungen begeht, dann könne ein höheres Strafmaß zudiktiert werden. Je nach dem Grad des Verschuldens werde bei vorsätzlicher Steuerverkürzungen allgemein das 1½- bis 2½fache der Steuerverkürzung und bei fahrlässigen das A. bis 1½fache die angemessene Sühne sein. Bei besonders verwerflichen Mitteln, wie zweisachen Büchern oder Vernichten von Belegen und bei besonderen Folgen kämen noch höhere Strafen in Betracht. Bei besonders erschwerter Begehungsform könne auch die öffentliche Bekanntmachung des Steuersünders in den Tageszeitungen erfolgen. Immer gewappnet sein! Versammlung der DeF., Ortswaltung Sparrenberg Die DAF., Ortswaltung Sparrenberg führte im Saale der„Schönen Aussicht" für ihre Betriebsführer, Vertrauensleute und Amtswalter im Ortsgruppenbereich einen Schulungsabend durch, der es verdient hätte, besser besucht gewesen zu sein. Die Ortsgruppe hatte in dem Pa. Vermillon einen Redner gefunden, wie sie sich ihn nicht besser wünschen konnte. In klaren Umrissen zeigte er nicht allein das Gestern und Heute der politischen Entwicklung des deutschen Volkes. sondern auch das Morgen in politischer und sozialer Blickrichtung nationalsozialtstischer Führung Den Anwesenden gab er die Verpflichtung mit auf den Weg. tagtäglich dahin zu wirken, daß Vergeßlichkeit und Instinktlosigkeit im Volke bald der Vergangenheit angebören, um allen kommenden Ereignissen stets gewappnet entgegentreten zu können. Ortsobmann Meyer gab bekannt, daß Schulungsabende wieder regelmäßig jeden Monat abgehalten würden: es sei Pflicht eines jeden dazu Berufenen, daran teilzunehmen. Film und Sippenforschung Ein Bielefelder Musterbeispiel Zu den zum größten Teil bäuerlichen Sippen, die ihre Existenz über ein halbes Jahrtausend nachweisen können, gehört auch die Sippe Obermann, die in den Kreisen Bielefeld und Herford zahlreich vertreten ist. Innerhalb des Sippenverbandes, dessen Ursprung auf dem Hofe Baringdorf zu suchen ist, gibt es nicht weniger als zehn Erbhöse. Von diesen konnten bisher vier einwandfrei nachgewiesen werden, die sich seit mehr als zweihundert Jahren im Besitz ein= und verselben Familie befinden. Die Sippe umfaßt etwa zweihundert Mitglieder; davon dürften fünfzig Sippengenossen in Bielefeld ansässig sein. Im Lause dieses Sommers hat man nun das Leben der dem Sippenverband Obermann angehörenden Familien in charakteristischen Ausschnitten bei der Arbeit und frohen Festen auf den Filmstreifen gebannt. In dem Gebäude der Luftschutz=Hauptschule Bielefeld kamen dann zahlreich die Sippenangehörigen und Kreisbauernführer Haversiet zu der Vorführung des Films zusammen. Der. Leitei der Abteilung für bäuerliche Sippenforschung bei der Landesbauernschaft, Pg. Schlingmann, bezeichnete bei dieser Gelegenheit diesen Film als eine vorbildliche Arbeit im Dienste der bäuerlichen Sippenpflege. Die Abteilung habe darum eine Kopie des Filmes angekauft, um den Film als Musterbeispiel in den einzelnen Kreisbauernschaften zur Nachahmung vorführen zu lassen. Der Film verdankt seine Herstellung im wesentlichen der Initiative des Kaufmanns Gustav Obermann(Bielefeld), ausgenommen durch Fotograf Bartels. U. a. wurde ein gemeinsames Erntedantfest des Familienverbandes auf dem Bildstreifen festgehalten und ein Fest der Sippenjugend auf dem Groppelhof in Bardüttingdorf. Im Anschluß an die Filmvorführung trug Badder Klüngelkamp einige seiner plattdeutschen„Dönkens“ vor. * Kameradschaft der RSROV. Die Kameradschaft Bielefeld=Stadt der NS.= Kriegsopfer=Versorgung hält am Freitag. 4. November, 20 Uhr im großen Saal des Hotels „Stadt Bremen“ eine Arbeitstagung ab, zu der sämtliche Amtowalter und Amtswalterinnen eingeladen werden. Erscheinen ist Pflicht. Bielefeld=Halle Nachdruck verboten) Ortsgruppe Gudbrack Heute, Freitag. 20.30 Uhr, findet im Ortsgruppenheim, Apfelstraße 77, eine Zellenversammlung der Zellen 2 und 7 statt. Wir sehen einen Lichtbildervortrag über unsere Kolonien. Das Erscheinen aller Parteigenossen und anwärter ist Pflicht. Die Geschäftsstelle ist täglich von 15—19 Uhr, Mittwochs und Sonnabends von—12.30 Uhr geöffnet. Teleson 1358. Deutsches Frauenwerk— RS.=Frauenschaft Ortsgruppe Jahnplatz Fritz Homann Der Rote=Kreuz=Kursus unserer Ortsgruppe findet ab morgen pünktlich.45 Uhr im Gymnasium statt. Ortsgruppen Bielefeld=Stadt— Jugendgruppen Der Turnabend findet heute(Freitag), pünktlich 20.15 Uhr, in der Turnhalle der Cecilien= schule statt. Jugendfilmstunde am Sonntag Jugendfilmstunden der HJ. finden am Sonntag— wie schon kurz angekündigt— in Bielefeld mit dem Film„Soldaten— Kameraben" statt. Die Jugendfilmstunden finden für sämtliche Fähnlein um 11 Uhr und die HJ.=Gefolgschaften um.45 Uhr statt. Eintrittskarten sind zum Preise von 20 Rpf. noch an der Banndienststelle erhältlich. Küchenzettel des Deutschen Frauenwerks Abteilung Volkswirtschaft— Hauswirtschaft Hauswirtschaftliche Beratungsstelle Bielefeld, Viktoriastraße 13, Fernsprecher 7061. Sonnabend, 5. November: Mittagessen: Sauerkraut mit Klößen und Specktunke.— Abendessen: Buttermilchsuppe, Brot mit Hackfleisch. Personalien Der Schmied Friedrich Schöffler, Gütersloher Straße 88, feiert heute in körverlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag. Er ist seit 35 Jahren Leser unserer Zeitung. Das Orchestermitglied Kurt Beckert konnte am 1. November 1938 auf eine 25jährige Dienstzeit beim Städtischen Orchester zurück blicken. Ehrenvolle Auszeichnung Im Rahmen einer besonderen Feierstunde konnte als Beauftragter des Regierungspräsidenten Oberregierungs= und=gewerberat Cordes, Minden, dem Ersten Gewerberat Schürholz und dem Gewerberat Hockel mann vom Gewerbeaussichtsamt zu Bielefeld für 35jährige und 30jährige treue, ausopfernde Dienstzeit das silberne Tteuedienstehrenzeichen mit der Urkunde des Führers und Reichskanzlers überreichen. In seiner Ansprache betonte Oberregierungsrat Cordes ganz besonders. in welcher Weise diese beiden Ausgezeichneten es verstanden hätten, die ihnen gestellten Aufgaben für Staat und Volk in selbstloser Weise zu erfüllen. Er rief Beamte und Angestellte des Amtes auf, diesen Vorbildern in höchstem Pflichtbewußtsein nachzueifern. Der Erste Gewerberat Schürholz dankte in einer markigen Ansprache für die erwiesene Ehre und gelobte im Namen des Amtes weiterhin in Pflichtbewußtsein und Treue zu Führer und Volk die sozialen Aufgaben zu erfüllen. Mit einem Sieg=Heil auf Führer und Volk wurde die Feier geschlossen. Neue Lehrgemeinschaften Arbeitsplan des Berufserziehungswerks In der Woche vom 7. bis 12. d. M. beginnen im Berufserziehungswerk die nachstehenden Lehrgemeinschaften: Montag, 7. 11.: Industrie=Werbung, 20 Uhr, Haus der DAF., Schulstraße 10. Dienstag, 8. 11.: Bügeln und Behandlung der Wäsche, 20 Uhr, Lehrküche der DAF., Marktstraße 8. Donnerstag, „Säuglingspflege und Beschäftigung des Rieintindes, 20 Uhr, Muchow=Haus, Marktstraße 8. 11. 11.: Kochen und Backen I(Anfänger), 20 Uhr, Lehrtüche der DAF., Marktstraße 8. Das Berusserziehungswerk weist weiter darauf hin, daß die Lehrgemeinschaft„Bilanzkunde“ am Montag, 14. 11., ihren Anfang nimmt. Die Lehr gemeinschaft„Werkstofs=, Werkzeug= und Maschinen= kunde“ ist so stark besetzt, daß eine Teilung vor genommen werden muß. Für die erste Gruppe be ginnt der Unterricht am Dienstag, 15. d.., und ####i; zweite Gruppe am Donnerstag, 17. d. N. Verusterziehungswers meinschaften gelangen in Bielefeld, Lutterstraße 20, zur Durchführung. Der Zirkel„Cerele Francais de la DAJ.“ ginnt mit der Arbeit am Mittwoch, 23. d.., eben alls um 20 Uhr im Berufserziehungswerk, Luttersraße 20. diesem Zeitraum noch weitere Lehrgemeinschaften gestartet werden können, erfolgen an dieser Stelle entsprechende Mitteilungen. Botanischer Garten im Herbstschmuck Von einer wunderbaren Herbstfärbung zeigt sich im Augenblick der Botanische Garten, so daß es jetzt genau so wie im Frühjahr und Sommer eine Freude ist, ihn zu durchstreifen. Aus dem Tanakreise MRerezera Oeffentliche Versammlung Pg. Delius(Salzuflen) sprach in Senne II Senne UI. Am Mittwoch fand im Saale Sitelmann Zins öffentliche Versammlung der Rorup., Ensgruppe Senne II, statt, in der Gauredner Pg. Delius(Salzuslen) sprach. Der Redner ging in seinen interessanten Ausst auf das verderbliche und unheilvolle Wirken der Juden und Freimaurer vor dem Weltkriege in Deutschland ein. Der Weltkrieg und sein für Deutschland so verhängnisvolles Ende haben bewiesen daß es dem Juden am meisten daran lag, unser Vaterland auf die Knie zu zwingen, um es dann nach der Novemberrevolte ganz aussaugen zu Ps., Delius streifte dann in großen Zügen das Geschehen der Nachkriegsjahre und seine verheerende Wirkung für das gesamte Wirtschaftsleben und den schaffenden Menschen. In klaren Umrissen zeichnete der Redner darauf das Aufbauwerk des Führers in den vergangenen fünf Jahren. Wir können dem Führer unseren Dank damit abtragen, schloß Pg. Delius, daß wir ihm alle helsen, jeder an seinem Platz, das Großdeutschland so auszubauen, daß es uns und unseren Nachkommen ein ewiges Vaterland bleibt. Brackwede. Veränderungsbauten bei der Amtsverwaltung. Einem schon seit Jahren bestehenden dringenden Bedürfnis auf Schaffung weiterer Büroräume bei der Amtsverwaltung ist nunmehr entsprochen worden. Durch die Errichtung einer BürgermeisterDienstwohnung an der Bodelschwinghstraße ist die bisher im Amtshaus befindliche Dienstwohnung für Bürozwecke frei geworden und umgestaltet. Eine besondere Polizeidienst= stelle, die Tag und Nacht besetzt ist, wurde im Erdgeschoß geschaffen. Ein weithin leuchtendes Lichttransparent über dem Haupteingang des Amtshauses sorgt für äußere Kenntlichmachung. Der im Erdgeschoß des Amtshauses angebrachte große Wegweiser erleichtert dem Publikum die Auffindung der gewünschten Geschäftsräume. Das bisherige Polizeigefängnis wurde aufgehoben und dafür im Amtshause ein besonderes Polizeigefängnis mit drei Zellen geRudolf-Oetker-Halle Sonntag, den 13. Nov., 20 Uhr Konzert des Kammerorchesters der Berliner Philharmoniker Leitung: Generalmusikdir. Hans von Benda schaffen. Das bisherige Polizeigefängnis an der Adolf=Hitler=Straße ist entbehrlich geworden und soll einschließlich des dazugehörigen Grundstückes verkauft werden. Da die Platzverhältnisse vor dem Amtsgebäude unzulänglich sind, soll demnächst der Vorgarten verschwinden und dafür ein befestigter Platz für Kraftfahrzeuge geschaffen werden. Die zuletzt genannten Arbeiten werden in Kürze vergeben. e. Brackwede. Gefunden— verloren. Auf dem katholischen Friedhof wurden zwei Paar Handschuhe und zwei einzelne Handschuhe gefunden. Die Verlierer können ihr Eigentum beim Friedhofswärter, Adolf=Hitler= Straße 90, abholen.— Die Person, die am Donnerstag die Herrenarmbanduhr(Kromnickelstahl) im Ort gefunden hat, wird ersucht, dieselbe umgehend auf dem Polizeibüro abzugeben. 6 Ein 80jähriger Isselhorst. Heute begeht der Böttcher Heinrich Kollhörster, Isselhorst Nr. 89, seinen 80. Geburtstag. Abgesehen von der Ausübung seiner dreijährigen Dienstpflicht beim 39er Füsilier=Regiment in Düsseldorf hat er die heimatliche Scholle nie verlassen. Jahrzehn lang hat er als Böttcher bei der hiesig lang hat er als Böticher bei der Brennerei Elmendorf gearbeitet. Bei dei Kriegerkameradschaft ist er nach 50jähriger Zugehörigkeit der zweitälteste Kamerad. Infolge der geistigen und körperlichen Frische sundheit nimmt der nunmehr Achtzigjährige an allen Geschehnissen den regsten Anteil und liest besonders gern die Tageszeitung. Isselhorst. Altmaterialsammlung. Am kommenden Sonnabendnachmittag nimmt die SA. im Ortsgruppenbereich Isselhorst eine Sammlung von Eisenschrott usw. vor Haushaltungen werden im Interesse einer schnellen Erledigung dieser Aktion gebeten, das Altmaterial vorher bereitzustellen. Isselhorst. SA=Reitertrupp Aktivitat und Arbeitsfreude herrschen immer beim SA.=Reitertrupp Isselborst. So wird als Abschluß der Schulung und Herbstarbeit unter Leitung des Obertruppführers Pg. Reinhard Lechtermann am Sonnabend. 5. November eine Fuchsjagv geritten. Der Beginn des Reitens ist auf 13.30 Uhr ab Gastwirt Niebuhr, 82½en., festgesetz. Das Gelände erstreckt sich ## Hose des Bauern Ludwia Wellmann Ostethorst Nr. 16. Die Zuschauer werden dabei nicht fehlen. Um 20 Uhr findet im Saale des wirts Baumann ein Kameradschaftsabend des SA.=Reitertrupps statt. Zur Bekundung der Verbundenheit mit dem SA.=Reitersturm ist es wünschenswert, daß die Isselhorster Bevölkerung sowie die der übrigen Gemeinden an diesem Kameradschaftsabend teilnimmt Senne I. Fußballkampf der SchüLause des Monats Oktober wurde nach dem Punktsystem die spielstärkste Schule von Senne I und Senne II ermittelt. Die Buschkamp=Schule konnte drei Gemeindeschulen in SenneI siegreich schlagen, mußte jedoch von der Grundheider=Schule ein Unentschieden hinnehmen. Als Sieger von Senne I schlug die Buschkamp=Schule überzeugt die Siegerschule von Senne II. Die Senner wünschen der Buschkamp=Schule weitere Erfolge.(5) Senne I. Strahlendes Varieté. Im Rahmen der Feierabendgestaltung veranstaltete die Kulturgemeinde Senne I ihren ersten Abend. Der DAF.=Ortsgruppenwalter Pa. Friedrichs konnte eine stattliche Besucherzahl begrüßen. Die Seele der Veranstaltung war zweifellos der Ansager.„treuer Willy“ genannt. Seine galante, frisch=fröhliche Art ließ das Eis sofort schmelzen und bald waren Künstler und Zuhörer eine innige Gemeinschaft, die durch nette kleine Intermezzi immer wieder unter Beweis gestellt wurde. Erika Harden als Tänzerin und Elsa Bobel als Stimmungssängerin erhielten für ihre Leistungen aufrichtigen Beifall. Die Geschwister Elsi erfreuten durch ihre Fangkunst und nicht zuletzt sind die Fredianis zu nennen, die als Hand= und Kopfkünstler, Musiker und Stepptänzer einen wesentlichen Teil des Programms zur Freude des Publikums bestritten. Die Senner haben einen wirklichen Varieté=Abend erleben können, der recht bald in ähnlicher Form wiederholt werden darf.(5) Goldene Hochzeit Niederjöllenbeck. Heute feiern die Eheleute August und Friederike Brünger in Niedersöllenbeck, Schildescher Straße 48, ihre goldene Hochzeit. Beide Jubilare sind in Jöllenbeck geboren und haben zeitlebens hier gewohnt. In jungen Jahren in der Weberei beschäftigt, hat Pg. Brünger bald einen bedeutsamen Kohlenhandel und ein Fuhrgeschäft eröffnet. Mit seinem Landauer hat er manches Brautpaar zur Kirche gefahren und mit seinem Totenwagen manchen Volksgenossen zum Friedhof gebracht. Wenn auch den Jubilaren harte Schicksalsschläge nicht erspart geblieben sind, so dürfen sie doch an ihrem Ehrentage auf einen langen, erfolgreichen Lebensweg zurückblicken. Dorfgemeinschaftsabend Quelle. Sonnabend, 5. Nov., veranstaltet die Ortsgruppe Quelle der NSDAP. bei Büscher einen Dorfgemeinschaftsabend unter Mitwirkung der Gliederungen der Partei, des Turnvereins und der Musikkapelle der Firma Deutsche Metalltüren=Werke Aug. Schwarze AG. Beginn pünktlich 20 Uhr. Nach Schluß des reichhaltigen Programms Tanz sowie Preisschießen. Sämtliche Queller Volksgenossen und Volksgenossinnen werden hierzu herzlich eingeladen. Heepen. WHW.=Plaketten. Der Verkauf der für die zweite Reichsstraßensammlung vorgesehenen WHW.=Abzeichen wird im Ortsgruppenbereich hauptsächlich durch eine Haussammlung erfolgen, weil die mannigfachen ländlichen Verhältnisse eine ausgesprochene Straßensammlung nicht zulassen. Selbstverständlich wird auch auf der Straße gesammelt; hauptsächlich kommt aber der Absatz der WHW.=Abzeichen in den Familien in Frage. Die Sammlung wird von der SA. durchgeführt. 8. Dornberg. In den Straßengraben. Am Mittwochabend konnte auf der Wertherstraße ein aus Werther kommender Personenwagen infolge der Nässe nicht ausweichen und fuhr in den Straßengraben. Der Wagen wurde erheblich beschädigt. Vereine, Vorträge. Musik „Carmina Buraua". Am Freitag, 11. 11., 20.80 Uhr, findet eine Wiederholung der„Carmina Burana“ von Carl Orfs in der Rudolf=Oetker= Halle statt. Veranstalter ist der Bieleselder Musikverein. P PEPEEP LPE in Jankbare Frreude zeigen wir die Geburt unserer Tochter RENAIE an Dr. Alfred Brünger u. Frau irma, geb Pfaff Bielefeld, den 2 November 1938 Koblenzer Str. 9 z. Zt., Klinik Koblenzer Str. 6 Ihre Vermählung geben bekannt Fritz Heidemann Hauplwachtmeis er im Artl.-Regt. 6 Anni Heidemann geb. Ostmann Bielefeld, Rohrteichstraße 68 Lingen(Ems) 4. November 1918 Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Altred Stricker Hilde Stricker seb Gseung Bielefeld(Horst-Wessel-Str.), den 4. November 1938 Nach langem, schwerem Leiden starb unser lieber Arbeitskamerad, der Schlosser Erwin Beckmann Wir verlieren in ihm einen lieben Werksangehörigen, der uns in treuer Pflichterfüllung verbunden war. Wir werden ihn nicht vergessen. Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Fischer& Krecke G. m. b. H. Am 2. November entschlief sanit unser lieber Vater. Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Onkel Friedrich Tatenhorst Veteran von 1866-70/71 im Alter von 95 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Tatenhorst Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 5. November, vom Trauerhause Sudbrackstr. 133a nach dem Friedhof in Sudbrack statt. Vorfeier daselbst um 3 Uhr. Tief und schmerzlich beklagen wir den plötzlichen Verlust unseres hoffnungsvollen, einzigen Sohnes, meines herzlieben Bruders und meines teuren Verlobten Herbert Kutzer im Alter von 27 Jahren, der am 31. Oktober als Opfer des Verkehrs aus unserer Mitte gerissen wurde. Leidgebeugt Eduard Kutzer und Frau Lina geb. Rennekamp Gisela Kutzer Else Traut Bielefeld, Frankfurt, den 3. November 1938. Soltkamp 2 Die Beerdigung findet Samstag, den 5. Nov., vormittags 11 Uhr auf dem Sennefriedhof statt. Vorteier daselbst 10.40 Uhr. Heute mittag 13½ Uhr., entschlief sanft nach langem. mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Friederike Sprungmann geb. Prante im fast vollendeten 81. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Sprungmann. Senne I. den 2. November 1938. Die Beerdigung findet am Sonnabend. 5. November um 16 Uhr. auf dem Friedhof in Brackwede statt. Vorfeler im Trauerhause, Senne I Nr. 48. um 14½ Uhr. Statt besonderer Anzeige. Heute nachmittag entschlief sanft infolge Schlaganfalls meine liebe, herzensgute Schwester Emmy Chlendorff Oberschullehrerin i. R. im fast vollendeten 60. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Else Uhlendorff Bielefeld, den 2. November 1938. Augastastr. 7 Die Trauerfeier findet am Sonnabend, dem 5. November, 12.40 Uhr, in der Kapelle des Sennefriedhofes statt. Unser Kamerad, der Brandmeister i. R. Albert Draneim ist am 1. November 1938 gestorben. Wir verlieren in ihm einen guten Kameraden. Sein Andenken werden wir in Ehren halten. Die Kameraden der Feuerlöschpolizei Bielefeld A. Kortstiege iniu. Klosterstraße 1 lam Klosterp.atz) Ruf 6492 Uebernahme sämtl. Seerdionnsangelegenhei en S Die weltbekannten Biütentropten ohne Alkohol MAIGLOCKCHEN · VEILCHEN · ROSE Partüm#A.— und Rl4.— Seife R14—.50 gekleidet cten Jeütte„„Mützen. aud dem Fachgeschäft Sathndus Herford Gehrenberg Bielefeld Bahnholstr. 6 Statt Karten Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen herzlichen Dank. Theodor Isringhausen und Kinder Ein Liägengeschält Greinert Oberntorwall 10(gegenüber der Gewerbeschule) Kein Laden Telefon 935 Günstige Angebote ln Pelzjacken, kurr.¾ lang Füchse, Pelzkragen, Besatztelle usw. Auf Wunsch Ratenzahlung! H Jo bequem sitzt man in Polstermöbeln von Schultz& Steinmetz, Bielsleld, Uimenstr. 8 Spezialisten für zuverlässige Polstermöbel Zurück Original schwedische Massage. Gymnastik— und Masseur der Olympiade Berlin 1936.„ Altstädter Kurbad nur Marktstr. 19a. 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Bekanntlich hatte die gesamte polnische Presse die Explosion zum Anlaß genommen, sich mit dem polnischen Stratosphärenflug sehr führlich und vor allem sehr kritisch zu befassen. Die Organisatoren der Unternehmung wurden beschuldigt, sehr leichtfertig, unsachgemäß, ja geradezu ahnungslos das Werk unternommen zu haben. Täglich erschienen neue Berichte, aus denen hervorging, daß das Unternehmen auch sen mißlungen wäre und keinerlei wissenschaftlichen gun gehabt hätte, falls nicht schon beim Fullen des Ballons die Hülle verbrannt wäre. In diesen Vorwürfen sieht Professor Ifke. einer der Organisatoren des Fluges. böswillige Verleumdungen und Beleidigungen und hat nun gegen einige der größeren Zeitungen und deren Berichterstatter Klage eingereicht. Der Prozeß, der in Polen mit großer Spannung erwartet wird, soll Mitte November stattfinden. Wie zu hören ist, hat Professor Wolfke eine Reihe bedeutender Wissenschafter und Forscher, darunter auch den ersten Stratosphärenflieger Professor Piccard. als Zeugen genannt. MinionenRerne auf der Piatte Deutschland überwacht den Himmel Amerikas Vorsprung eingeholt dd. Sonneberg, 4. November. Die höchstgelegene deutsche Sternwarte Sonneberg in Thüringen nahm jetzt die lichtstärkste Himmelskamera Europas feierlich in Dienst. Das neue Gerät, ein Wunder der deutschen optischen Industrie, ermöglicht eine sotografische Ueberwachung des Himmels, wie sie bisher nur in den Mammut=Sternwarten der Vereinigten Staaten vorgenommen werden konnte. Bei einer der ersten Aufnahmen mit dem neuen Astrografen wurden auf einer Platte zwei Millionen Sterne gezählt. Das Wunderwerk der Optik wurde von der Firma Zeiß hergestellt. Es besitzt einen Objektivdurchmesser von 400 Millimeter. Einige Probeaufnahmen bewiesen, daß der Apparat viel zuverlässiger und besser arbeitet, als man es von einem derartig komplizierten Gerät erwarten konnte. Auf einer Platte von 30X30 Zentimeter können bei der Aufnahme einer sternenreichen Gegend im Schwan erwa zwei Millionen Sterne gezählt werden. Mit diesen enormen Eigenschaften erlaubt die neue Kamera eine peinlich genaue sotografische Ueberwachung des Himmels. Auch für die Auffindung von Sternen der kleinsten Größenordnung dürfte sie von unschätzbarem Wert sein. Der neue Apparat kann eigenartigerweise nicht zur direkten Beobachtung des Himmels, sondern nur zu sotografischen Zwecken benutzt werden. An Stelle des sonst üblichen Okulars befindet sich die sotografische Kassette mit den Platten. Mit einem Sucherfernrohr wird der Apparat eingestellt, mit einem Leitfernrohr die zu sotografierende Himmelsgegend während der Aufnahme überwacht. Die Platten werden im Durchschnitt ein bis vier Stunden belichtet. Der Apparat, der für die hochstehenden Leistungen der deutschen optischen Industrie zeugt, setzt die Sternwarte Sonneberg, in die Lage, mit den großen amerikanischen Sternwarten zu konkurrieren. Man hofft, mit Hilfe des neuen Gerätes in zehn Jahren das große wissenschaftliche Werk der Statistik der veränderlichen Sterne zu vollenden. Die verunglückten SA.-Männer beigesetzt Im Beisein des Stabschefs der SA., Lutze. fand in Genthin die Beisetzung der zwölf SA.-Männer der Stürme 2/67 und 5/67 statt, die bei einem Omnibusunglück in der Nähe von Magdeburg ums Leben kamen. SA.-Männer halten— wie unser Foto zeigt Wache an den Särgen ihrer Kameraden. Ein Berg verschieaund im Möde 12000 kg. Sprengstoff explodierten/ Moorsprengung am Avuszubringer dd. Berlin, 4. November Im Gelände des im Bau befindlichen Avuszubringers, der von der Südtaugente des Berliner Autobahnringes abzweigt und direkt in die Stadt führen soll, wurde eine große Moorsprengung vorgenommen, mit ihren 120 000 Kubikmeter die größte, die bisher überhaupt durchgeführt wurde. Moorsprengungsarbeiten sind beim Pau der Autobahnen schon verschiedentlich mit Erfolg angewandt. Sie stellen das sicherste und zuverlässigste Mittel dar, in Moorgebieten einen festen Untergrund für die Betonstreifen der Autobahnen zu gewinnen. Früher mußte man sie ausbaggern. Das dauerte sehr lange und kostete sehr viel, ein Kubikmeter immerhin zwischen vier und fünf Reichsmark. Eine Moorsprengung kostet etwa nur ein Zehntel, so daß auf diese Weise— von dem Gewinn an Zeit und Arbeitskräften ganz abgesehen— bisher schon über eine Million Reichsmark eingespart werden konnten. Eine Moorsprengung ist allerdings nur bei äußerst schwierigen Fällen erforderlich. Häufig Tabelengau verenter Reichslagswahl dor „Aufklärungsarbeit für die Zusatzwahlen beginnt am 5. November dd. Teplitz=Schönau, 4. November Der jüngste Gau der NSDAP., der Sudetengau, wird bis zum 11. Dezember seine Neuorganisation durchgeführt haben. Der Parteiapparat der SdP. steht für das gewaltige Arbeitsprogramm, für die Lösung der personellen und aller organisatorischen Fragen gerüstet da. Die Sudetendeutsche Partei gliederte sich bisher in rund 4000 Ortsgruppen, 140 Bezirksverbände und 12 Kreisleitungen. Der für den neuen Sudetengan der NSDAP. verbleibende Teil dieser Organisation soll die Grundlage auch für die neue Organisation der NSDAP. bilden. Genaue Festlegungen stehen noch nicht fest. Die allgemeine Auffassung geht dahin, daß die bisherigen Kreise territorial wesentlich verkleinert werden dürften. Sie sollen in Zukunft aus nur wenigen zusammenhäugenden Gerichtsbezirken bestehen. Diese Gerichtsbezirke deckten sich bisher mit den Bezirksverbänden der SdP. Bei der Uebernahmekundgebung in Reichenberg werden am Sonnabend die Fahnen der Sudetendeutschen Partei durch Rudolf Heß in die Obhut der NSDAP. übernommen werden. Die Blutfahne des 9. November 1923 wird zum Zeugnis dieses feierlichen Geschehens für den 5. November nach Reichenberg gebracht werden. Die Mitgliederzahl der SdP. hat zuletzt einschließlich der Hunderttausende, die im Frühjahr 1938 durch den korporativen Anschluß der früheren selbständigen deutschen Parteien— der Landwirte=, der Gewerbeund der Christlichsozialen Partei— zur SdP. gestoßen sind, rund 1,3 Millionen betragen. Etwa die Hälfte davon kam erst im März und April dieses Jahres zur Partei. Die Orts= und Bezirksleitungen werden zweifellos eine sehr strenge Prüfung vornehmen, ehe über die endgültige Aufnahme in die NSDAP. entschieden wird. Mit der feierlichen Uebernahme der SdP. in die NSDAP. am 5. November wird zunächst nur der große Rahmen geschaffen, in dem sich dann der Einbau zu vollziehen hat. Gleichzeitig bildet dieser 5. November für den Sudetengau auch den Auftakt zur Wahl in den Großdeutschen Reichsta gen in allen größeren Städten des gaues sind geplant, zu denen führende Männer von Partei und Staat aus dem Altreich erwartet werden. Die Wahlarbeit wird weiter auch in den tausenden Ortsgruppen der Partei gründlich geleistet werden, denn die nationalsozialistische Aufklärungsarbeit soll lange in die Zukunft hinein nachwirken. Der Parteiapparat wird einer harten Belastungsprobe ausgesetzt werden,— aber er ist in stärksten Kämpfen erprobt und wird sich auch jetzt bewähren. genügt schon eine Sandschicht von etwa fünf bis zehn Meter Stärke, um das Moor beiseite zu drücken und damit auf festen Boden zu kommen. Auch bei Sprengungsarbeiten werden zunächst Berge von Sand angefahren und entsprechend dem geplanten Bahnverlauf aufgeschüttet. Unter diesem Druck fließt das Moor nach beiden Seiten ab, bis auf eine letzte, meist noch drei bis vier Meter dicke Schicht. An diese Schicht geht man dann mit Sprengstoff heran. Bei der Berliner Sprengung wurden nicht weniger als 253 Minen gelegt, jede etwa 50 bis 80 Kilogramm schwer, insgesamt also 12 000 Kilogramm. Durch die Explosion wird das Moor kräftig durcheinander gebracht, der Sand drückt nach, und so wälzt es sich nach den Seiten hin ab. Der ganze Vorgang vollzieht sich unterirdisch. Viel zu sehen ist dabei nicht. Ein etwa 300 Meter langer, zehn Meter hoher Sandberg ist aufgefahren. Auf ein bestimmtes Zeichen hin wird die Sprengung ausgelöst. Ein dumpfes unterirdisches Dröhnen Die Erde erzittert. Das Gelände wirft Wellen wie ein Meer. Gelber Pulverdampf zieht darüber hin. Wenn er sich verzogen hat, ist der Sandberg verschwunden. Er hat sich gesenkt und festen Boden gefunden, festen Grund für die Autobahn. Sonderstempel zum 9. November. Anläßlich des Erinnerungsmarsches vom 9. November 1923, der sich in diesem Jahre zum fünfzehnten Male jährt, werden von der Reichspostdirektion München Sonderpostämter eingerichtet. Der bei den Sonderpostämtern verwendete Sonderpoststempel trägt die Umschrift „München, Hauptstadt der Bewegung, und Ihr habt doch gesiegt. 9 11. 1923—9. 11. 1938“ und die zeichnerische Darstellung der Feldherrnhalle. Schirner(K) Der Marsch ins Reich Weg deutscher Jugend zum Führer dd. Berlin, 4. November. Die innere Organisation des Sudetenlandes wird in der nächsten Zeit mit der Ueberführung der Sudetendeutschen Volksjugend in die Hitlerjugend ihren folgerichtigen Fortgang nehmen. In diesen Tagen sammelt sich die sudetendeutsche Jugend in einer Aktion„Der Marsch ins Reich“, bis der Reichsjugendführer dann die Hunderttausende sudetendentscher Jungen und Mädel in die 5J. aufnehmen und ihnen den Dank der deutschen Jugend abstatten wird für ihren zähen und opferbereiten Kampf für Volk und Reich. Die gleiche Dauer des Bestehens, der gleiche Kampfgeist und die gleiche Bewährung verbinden die sudetendeutsche Jugend mit der 5J. Als gleichberechtigter Teil tritt sie nun in die Gemeinschaft der großdeutschen Jugend ein. Südpol liefert Fektbrikekts Letzte Walfangflotte ausgelaufen dd. Hamburg, 4. November. Unter Führung des Kapitäns Carl Kircheiß und des Fangleiters Kapitän Bjerke ist als letzte deutsche Walfang=Expedition die Kocherei„Wikinger“ von Hamburg in die Antarktis abgedampft. Mit der Kocherei, die zur Flotte des Hamburger Walfang=Kontors gehort, sind auch die acht dazugehörigen Fangboote ausgefahren. Bereits am 8. Dezember soll an der Eisgrenze des Südpols mit dem Walfang begonnen werden. Die Kocherei ist technisch in der Lage, täglich 35 Wale zu verarbeiten. Zum ersten„Male werden bei diesem Betrieb aus uofaustoffen sogenannte„Fettbriketts“ gewonnen, die als besonders hochwertige Futtermittel Verwendung finden. Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 Unser Bild zeigt die vom Führer und Reichskanzler gestiftete Medaille für Verdienste um die Wiedervereinigung der sudetendeutschen Gebiete mit dem Deutschen Reich. Die Medaille, deren Vorder- und Rückseite wir zeigen, ist in Bronze ausgeführt und wird an einem Bande in den sudetendeutschen Farben schwarz-rot-schwarz getragen. Weltbild(K) rz aber wichtig! Glückwünsche des Führers. Der Führer und Reichskanzler hat dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Griechenland anläßlich der Geburt ihrer Tochter drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Schirach sprach in Wien. Im großen Festsaal der Wiener Hochburg fand eine feierliche Kundgebung zur ersten großdeutschen Buchwoche statt, auf der auch Jugendführer Baldur von Schirach sprach. Göring besichtigt Amt für Berufserziehung. Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring stattete in Begleitung von Staatssekretär Körner dem„Amt für Berufserziehung und Betriebsführung“ in der DAF. einen mehrstündigen Besuch ab. Appell der SA.=Standarte Karlsbad. Unter der Anteilnahme der gesamten Bevölkerung von Karlsbad nahm SA.=Gruppenführer Sudeten, Franz May, den ersten Appell der neuerrichteten Standarte Karlsbad ab. 3300 SA.=Männer waren auf dem Markthallenplatz angetreten. Shakespeare=Forschung gehemmt. Bei den von der Shakespeare=Forschung angeregten Ausgrabungen in der Westminster=Abtei fand man den Sarg des Dichters Spencer. Der Sarg dürfte wichtige Aufschlüsse enthalten, doch verboten die Kirchenbehörden seine Oeffnung. Typhusepidemie im Elsaß— 12 Tote. Aus Colmar wird gemeldet, in dem elsässischen Ort Bergheim sei eine schwere TyphusEpidemie ausgebrochen. Nach einer Meldung des„Matin“ sind bereits zwölf Personen in diesem Ort gestorben. Die Ursachen der Evidemie sind unbekannt, so daß die Behörden eine gerichtliche Untersuchung haben einleiten lassen. Westfällsche Neueste Nachrichten Nummer 250 Freitag. 4. November Veslfalisches Wirischaffspialt 4. November 1933 Auf Grund einer Vierten Durchführungsverordnung zum Gesets zur Vorbereitung des organischen Aufbaus der deutschen Wirtschaft kommen die Hauptgruppen der Reichsgruppe Industrie in Fortfall. Die Aufgaben und Befugnisse der bieherigen Hauptgruppenleiter geben auf den Leiter der Reichsgruppe Industrie über. Die Verordnung, die nicht die sudetendeutschen Gebiete betrifft, ist am 1. November in Kraft getreten. * Von der Hauptvereinigung der deutschen Zuckerwirtschaft wurde zur Lieferung in den Monaten Oktober[Desember die zweite Inlandssuckertreigabe in Höbe von 5% verfügt. Nach dem Reichsbankaurweis von Ende Oktober hielt sich in der letsten Monatswoche die Kreditbeanspruchung der Notenbank in Anbetracht der zusätzlichen Bedürfnisse der eudetendeutschen Wirtschaft in durchaus normalen Grenzen. Die Kapttalanlage nahm um 817,9 gegen 764,8 MIlI. RM. 1. V. zu, der gesamte Zahlungsmittelumlauf stellte sich and 9856 gegen 7287 MIlI. RM. im Vorjahr. Das deutsch-litanische und das deutsch-niederländische Verrechnungsabkommen ist auf die mdetendeutsoben Gebiete ausgedehnt worden. Die Kennsiffer der Werbeumeätse ist im August auf 122.3 gegenüber 132.3 im Juli und 118.8 im August des Vorjahres zurückgegangen. Nicht beteiligt an dem Rückgang der Werbeumsätze war die Werbung durch Anzeigen in Anschrüftenbüchern und Kalendern. * Auf Grund einer Zweiten Verordnung zum Schutze der sudetendeutschen Wirtschaft ist das Verbringen betrieblicher Anlagen jeder Art— auch von Teilen— aus den sudetendeutschen Gebieten verboten. Das Verbot betrifft nicht die Ausfuhr neuer Anlagen. Die Verordnung über öffentliche Aufträge auf den Gebieten der Spinnstoff- sowie der Felle- und Häutewirtschaft ist dabingehend geändert worden, daß künftig alle Beschaffungen mit einem Einkaufs wert von mehr als 2000(bieher 100000) RM. je Jahr und Warenart genehmigungspflichtig sind. Die Bearbeitung der Kleinaufträge erfolgt durch die Ueberwachungsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete. * Durch die Einführung der Devisengesetzgebung in den sudetendeutschen Gebieten werden die dort ansässigen Ausfuhrfirmen verpflichtet, jeder Waren sendung ins Ausland den Durchschlag einer Exportvalutserklärung beizufügen und das Original der Vordrucks der zuständigen Reichsanstalt binnen drei Tagen zu übersenden. Nach Mitteilung des Statistisoben Reichsamte wurden im Oktober 1938 durch den Reichsanzeiger 141(September 139) neue Konkurse und 15(13) eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Der Londoner Goldpreis betrug am 3. November für eine Unze Feingold 146 Schilling 1½ Pence 86.7983 RM., für ein Gramm Feingold demnach 56,3768 Pence= 2,79063 RM. Volkswagen in der Schweiz. Die Schweiz hat Mittel bereit gestellt, um ein Volksauto zu schaffen. Das schweizerische Volksauto soll im Gegensatz sum deutschen als Zweisitzer gebaut werden. Sein Gewicht soll 300 kg, seine Höchstgeschwindigkeit 90 km betragen. Bei einer Stundengeschwindigkeit von 30 km soll es je 100 km 2,5 1 Benzin verbrauchen. Der Preis soll höchstens 2000 Franken, das eind etwa 1125 RM., betragen. Die Leistungsfähigkeit des schweizerischen Volkswagene wird also die des deutschen nicht erreichen. Dennoch wird er teurer sein, well die Schweis wegen ihres beschränkten Absatzmarktes nicht eine ähnliche Massenproduktion wie Deutschland aufziehen kann. 14 823 Schmuggelfälle. Der Schmuggel ist in vielen Grenzgebieten noch sehr verbreitet. Es gibt immer wieder Volksgenossen, die um eines kleinen Vorteils willen die Gesetze des Reiches zu durchbrechen suchen. Die Schmuggler hinterziehen dem Staat die Zolleinnahmen, die mit dazu bestimmt eind, den Vierjahresplan, die Westbefestigungen und die anderen großen Aufbauwerke des Führers zu finanzieren, wenn sie nicht gar Waren einschmuggeln, deren Einfuhr verboten ist. Der gewerbsmäßige Schmuggler schädigt aber auch die vielen kleinen Kaufleute und Handwerker unserer Grenzgebiete, indem er ihnen Kundschaft raubt. Im vergangenen Jahre eind Im Reich 14823 Schmuggelfälle bekannt geworden, das sind 41 täglich. In all diesen Fällen konnten die Zollbeamten das Reich und seine Wirtschaft vor Schaden bewahren. Devisenkurse Teleer Auszahlung(ieid Srie wenig verändert Berlin, 3 Nev. Vor. Notierung Geld Brief 135.71 135,99 42.10 42.28 .235.245 33.01 63.11 41.94 42.02 11.87 11.80 .400.490 59.65 59.77 .64. .581 68.12 48.76 13.08 61.14 47.00 56.63 .867 .609 68.27 48.65 12.11 #5 97.10 86.75 Berliner Metallmarkt 3. Nov. Elektrolytkupter wirebars Originalhüttenaluminium Desgl, in Walz- oder Drehtbarren Reinnickel Antimon Regulus Feinsilber... 64.00 133.00 127.00 Bremer Baumwollmarkt s. Nev. Monat Briet Geld Abrechn. Januat.40.40.46 Februar**„ Mürz.50.91.52 M.20.50.20 hull............ ae: 521 de2 Augun„ 1 Oktober......:. 5 ao9.0 Vatemder......: 447 649 343 November 1939......—.45 Tendenz: stetig. Bremer Baumwelle— loko: 10.27 Rein Stillstand im Wasserstraßenbau Die deutschen Ranäle werden weiter ausgesaut Der durchgehende Verkehr auf dem Mittellandkanal ist eröffnet. Die Vollendung dieses Kanals ist aber keineswege ein Schlußpunkt im Ausbau unserer deutschen Wasserstraßen. Vlelmehr wird an last allen deutschen Strömen und Kanklen gearbeitet und in nicht zu ferner Zeit werden sie auegebaut sein. Durch diese Arbeiten sollen die deutschen Sechifen leistungsfähige Verbindungen mit dem Landesinnern erhalten, die Flußgebiete durch Kandle miteinander verbunden und die Grenzgebiete durch den Anschlus an das Wasserstraßennetz enger an die wichtigsten Wirtschaftsgebiste herangeführt werden. Für die Durchführung dieser Arbeiten hat die Reicheregierung etwa 2 Mrd. RM. bereitgestellt, mehrere 100 MIll. RM. eind davon bereits ausgegeben worden. Die beherrschende Stellung des Rheine im deutschen Binnenschiffsverkehr— er bewältigt die Hälfte des Güterumechlags aller Wasserstraßen strahlt auch auf die angrenzenden Wasserstraßen aus. Die auf dem Rhein üblichen großen 1500-tKähne mußten bisher ihre Güter immer in kleinere Schiffe umladen lassen, wenn die Fracht nicht für einen Rheinhafen bestimmt war. Die Verbreiterung des Dortmund-Ems-Kanels, der bisher nur dem 700--Kahn genügend Raum gibt, für den 1500--Kahn, wird diesen verzögernden und verteuernden Umschlag beseitigen. Bald werden große Rheinschiffe durch den Dortmund-Ems-Kanal bis nach Emden zur Nordsee durchfahren können. Gleichzeitig wird ihnen der Weg nach Süden durch die Niedrigwasserregulierung des Oberrheines bis nach Basel frei gemacht. Die dringendsten Wünsche der Rheinschiffahrt werden also bald ihre Erfüllung finden. Der Mittellandkanal wird dagegen nur für das 1000--Schiff befahrbar sein. Der Aufbau der Landschaft, durch die der Mittellandkanal geführt wurde, leß einen großen Kanalquerschnitt nicht zu. Dem 1000--Schiff wird nun der Weg in die angrenzenden Wasserstraßen gebahnt. Die Weser wird deshalb zwischen Bremen und Minden, dem Kreuzungspunkt mit dem Kanal, so breit kanalisiert, daß such die größten Mittellandkanalschiffe auf ihr nech Bremen fahren können. Auch die Werra wird in ein Kanalbett gelegt, so daß auf lange Strecken der 1000--Kahn Raum für seine Fahrt hat: Die märkischen Wasserstraßen mit Berlin, dem zweitgrößten deutschen Binnenhafen in ihrem Mittelpunkt, sind die Verlängerung des Mittellandkanals nach dem Osten. Auch diese Kanäle, Flüsse und Schleusen werden für den 1000--Kahn gebaut. Nur die Elbe macht von dem Grundsatz des 1000-fSchiffes für Mitteldentschland eine Ausnahme. Bei genügender Wasserführung können zwar schon heute weltaus größere Schiffe auf der Elbe fahren, doch die Wasserverhältnisse schwanken, so daß das Ziel bier etwas bescheidener ist. Die Regulierung der Elbe wird dafür sorgen, daß selbst bei schlechtesten Wasserverhältnissen der sogenannte Groß-PlauerMaßkahn mit seinen 700 t zu drei Viertein ausgelastet bis zur Reichsgrenze hinauf fahren kann. Das dafür in Dürrezeiten notwendige Zuschußwasser liefert ein Staubecken, das bei Pirna geplant ist. Selbstverständlich wird in diese Regugierung der Elbe auch das neu hinzugekommene sudetendeutsche Stück des Flusses einbezogen, das von der tschecho-slowakischen Regie rung stark vernachläseigt werden war. Auch im Osten kein Stillstand Doch nicht nur in West- und Mitteldeutschland erhält die Binnenschiffahrt größere Kankle und ausgebaute Flüsse, auch im Osten Deutschlands tritt Ausbau der Wasserstraßen kein Stillstand ein. So wird der in Oberschleslen in Angrift genommene Adolf-Hitler-Kanel wahrscheinlich schon 1940 eröffnet. Er verbindet Gleivit: mit der Oder und schafft damit dem oberschle. sischen Industriegebiet eine leistungsfähige Wasserstraße. Auch die Oder selbst wird von Ransern bis Lebus ausgebaut. Die geringe Wasserführung des Flusses muß dafür durch den Bau einer Reihe von Staubecken beseitigt werden. Das Ottomachauer Becken hat sich bereits seit fünf Jahren ausgezeichnet bewährt das sweite, das Malapane-Becken, ist fast fertig und das dritte, an der Weistritz bei Berghof, ist schon in Angriff genommen. Auch der Masurenkanal in Ostpreußen soll bereite 1940 fertig sein. Er schafft Königsberg eine Kanalverbindung mit dem Hinterland. Ueberragt aber werden alle diese Arbeiten durch den ständig fortschreitenden Ausbau defl Rbein Maln-Donau-Kanals. Der Vierjahresplan hat neues Tempo in die Arbeiten gebracht. Der erwartete Verkehr kann mit kleinen Kähnen nicht bewältigt werden. Deshalb ist der Ausbau dieser Wasserstraßen für das 1200--Schiff vorgeschen. Das Programm, das ungefähr 750 MIll. RM. erfordert, wird einschließlich des notwendigen Ausbaus der ostmärkischen Donau pünktlich 1945 durchgeführt sein. Die anderen Aufgaben, wie die Regulierung der oberen Donau bis UIm und die Kanalisierung des Neckars von Heilbronn bis Plochingen, treten gegenüber diesem gewaltigen Plan an Bedeutung zurück. Auch nach der Durchführung all dieser Arbeiten wird der Ausbau unseres Wasserstraßennetzes noch nicht abgeschlossen sein. Schon haben die Vorarbeiten für neue Kanäle, Flußregulierungen und Staubecken begonnen. Zwei Kandle davon sollen die Donau in noch engere Verbindung zu den Wasserstraßen der Oder und der Weser bringen. Sie sind durch die Eingliederung der Oetmark und des Sudetenlandes stark gefördert worden. Der eine ist der Oder-Donau-Kansl, dessen Baukosten auf etwa 500 Mill. RM. geschätzt werden. Wenn auch seine Linienführung noch nicht endgültig festliegt, so werden doch bei einer Gesamtlänge von 330 km rund 140 km durch tschechisches Gebiet führen. Der zweite ist der Weser-Werra-Main Kanal, der Bremen eine direkte und kurze Verbindung mit der Donau, bringen würde. Bei den Kanalisierungsarbeiten auf der Werra ist auf diesen Plan sohon Rücksicht genommen worden, denn die Schleusen und Kanalabmessungen sind auf den in Mitteldeutschland immer mehr zur Regel werdenden 1000--Kahn berechnet Daneben bestehen noch zahlreiche Pläne, Wünsche und Anregungen. Sie werden alle sorgfältig geprüft, ihre Durchführung und die dabei notwendige Reihenfolge aber bestimmt das wirtschaftliche Bedürfnis. Wietschaltsnachrichten d. Lohmann-Werke Aktlengesellschaft, Blelefeld. Der Vorstand beruft die diesjährige ordentliche Hauptversammlung sum 22. November, mittage 12 Uhr, ein. Zur Vorlage gelangt der Jahresabschluß über das Geschäftsjahr 1937/38; es soll Beschluß ge faßt werden über, die Entlastung von Vorstand unAufsichtsrat, über die Gewinnverteilung, außerdem soll der mit dem Tage der Hauptversammlung m setner Gesamtheit ausscheidende Aufeichtsrat neu gewählt werden. Folgende Bestimmungen sollen bei der Neufassung der Satzung geändert werden: Ge genstand des Unternehmens. Grundkapital, Nenn wert, Form und Inhalt der Aktien, Gewinnantei scheine, Aufsichtsrat, insbesondere Zahl, Wahl und Vergütung, Pflichten und Rechte des Vorstander Vertretung der Gesellschaft, Hauptversammlung. insbesondere ihre Einberufung, Tellnahme an ihr und Beschlußfassung in ihr, Aufstellung und Vor lage des Jahresabschlusses, Gewinnverteilung, Bekanntmachungen. Das Volkseinkommen wächst. Wie das neueste Heft von„Wirtschaft und Statistik“ jetzt meldet. erreichte das Volkseinkommen 1987 fast 71 Mrd. RM., das sind 6 Nrd. RM, mohr als im Jahre 1936 Diese günstige Entwicklung ist vor allem dem wei teren Anstieg der gewerblichen Produktion zu danken. Entsprechend der Mehrproduktion stieg das Einkommen vor allem der Arbeiter und Unternehmer. Der Zunahme des Volkseinkommens steht eine nür geringfügige Erhöhung der Lebenshaltung. kosten gegenüber. Das bedeutet, daß die Kaufkraft der Bevölkerung um den vollen Zuwachs des Volks einkommens, also um 6 Mrd. RM. zugenommen hat. Dem Einkommensempfänger wird in Deutschland das, was er verdient, nicht wieder durch höbere Warenpreise abgenommen. Es wird mehr geflogen. Der deutsche Luftverkehr hat im Jahre 1937 weiter zugenommen. Nach „Wirtschaft und Statistik“ wurden im vergangenen Jahre 12.8 v. H. mehr Fahrgäste befördert als 1936 Die im Flugverkehr beförderte Post nahm um 44.6 v. H. zu, die beförderte Fracht- und Gepäckmenge um 2,.5 v. H. Dabei ist noch der Transozeandienst der Luftschiffe und der deutsch-ruseische Luftverkehr während des größten Zeitraumes im Jahre 1937 ausgefallen. Die starke Steigerung des Verkehrs machte es notwendig, daß auf den wichtigsten Flugstrecken die Zahl der eingesetzten Flugzeuge erhöht werden mußte. Ueber den planmäßigen Luftverkehr Oesterreichs Begen für 1967 ebenfalle Zitfern vor. Er betrug, gemessen an den zurückgelegten Kilometern, nur 4 v. H. des großdeutschen Luftverkehrs. Im sudetendeutschen Gebiet war der Flugverkehr bisber sehr unbedeutend. Die Flug. plätze wurden ausschließlich von tschecho-slowskischen Flugzeugen angetlogen. Auf der Strecke Karlsbad—Marienbad, die einzige, die innerhalb der Sudetengaues liegt, wurden 1168 Fluggäste be kördert. Ausdehnung der Pferdezucht. Die seit Jahren anhaltende Ausdehnung der Pferdezucht hat sich 1987 fortgesetzt. Nach„Wirtschaft und Statistik“ wurden 1937 fast eine halbe Mill. Stuten gedeckt. d. u. 4 v. H. mehr als 1936. Ueber die Hälfte(58 v..) der Stuten wurden Kaltbluthengsten zugeführt. Etwa zwei Fünftel(41 v..) wurden durch Warmbluthengste gedeckt. Der Bestand an Deckhengsten betrug im Mai 1938 rd. 9200, d. e..3 v. H. mehr als Im Jahre 1937. Durch die erreichten Deckziffern wird der vorhandene Pferdebestand des Altreiches gesichert und verjüngt. Nach dem Anschlus Oesterreichs und des Sudetengaues kann über den Bedart so Pferden in Großdeutschlan noch nichts Endgültiges gesagt werden. Verteilung der Arbeitsbuchpflichtigen Schlachtviehmärkte Eine Uebersicht des Landesarbeitsamtes Westtaten Von den Ergebnissen der am 25. Juni 1938 erstmalig durchgeführten Erhebung über die arbeitsbuchpflichtigen Personen sind für den Bezirk des Landesarbeitsamtes Westkalen folgende von besonderem Interesse: Im Bezirk des Landesarbeitsamtes Westfalen(Provinz Westfalen und Land Lippe) wurden insgesamt 1 740037 arbeitsbuchpflichtige Arbeiter, und zwar 1 292 813— 74,8 Prozent Männer und 447224= 25,7 Prozent Frauen gezählt. Im Reichsdurchschnitt beträgt der Anteil der Männer 67 Prozent und der der Frauen 38 Prozent. Die Abweichung von diesen Reichszahlen ist auf die in Westfalen vorhandene Schwerindustrie zurückzuführen, die im Vergleich zu anderen Industrien weniger Beschäftigungsmöglichheiten für Frauen bietet. Auf 100 Einwohner entfallen im Landesarbeitsamtsbezirk Westialen 32.9 arbeitsbuchpflichtige Personen, d. h. also fast genau ein Drittel der gesamten Bevölkerung gehört zu dem Personenkreis ber arbeitebuchpflichtigen Arbeiter und Angestellten. Der Prosentsatz beträgt bei den Männern 49,1 und bei den Frauen 16.9. Vergleicht man die Ergebnisse der Arbeitebucherhebung mit den Zahlen der letsten Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933, s0 ergibt sich eine Zunahme der beschäftigten Arbeiter und Angestellten um 101 887, das sind 6,1 Prozent, Die Gründe für diese starke Auswertung des Personenkreises der Arbeitnehmer eind neben der Eingliederung der stärkeren Geburtenjahrgänge 1920/23 in das Erwerbsleben von 1934 bis 1987 im werentlichen in der gewaltigen Wirtschatfsbelebung seit 1933 zu ruchen. Viels früher nicht als Arbeitnehmer tätige Personen sowie Rentner eind als Arbeiter oder Angestellte in das Erwerbeleben eingegliedert worden Das trifft in besonderem Maße für Prauen zu, bei denen die Zunahme 58 124— 18.4 Prozent beträgt. Bei der bezirklichen Aufgliederung der arbeitsbuchpflichtigen Personen stcht der Arbeiteamtsbezirk Dertmund mit 207932 an erster Stelle. Eret in weitem Abstand folgen die Arbeiteämter Bechum mit 129 720, Blelefeld mit strie und 215 918— 16,7 Prozent zum Bergbau. Es lolgen dann die Gruppen der ungelernten Arbeiter mit 155032 12,0 Prozent und der Angestellten mit 115 796= 8,9 Prozent. Alle anderen Berufsgruppen weisen weniger als 100000 Arbeitsbuchpflichtige auf, wobei die Berufsgruppe Landwirt schaft mit 59 251= 4,5 Prozent besonders niedrig liegt. Von den weiblichen Arbeitsbuchpflichtigen gehört ein großer Teil, nämlich 179608— 40,1 Prosent, berufsmäßig zur Berufsgruppe Häusliche Dienste(Hausangestellte. Putz-, Wasch- und Stundenfrauen). An zweiter Stelle stehen die Angestelltenberufe mit 96 771—= 21,6 Prosent. Die Berufsgruppen Spinnstoffgewerbe und Ungelernte Lohnarbeit weisen je 26 000 und die Berufsgruppe Land wirtschaft 21 000 Arbeitebuchpflichtige auf. Leer(Ostfriesland), 2. 11. A. Großvich markt. Zucht- und Nutzvieh-Antrieb 375 Stück. Auswärtige Käufer waren ziemlich vertreten. Ge samtverlauf: Langsam. ausgesuchte Tiere über Notiz. Preise: Hochtr. und frischmelke Kühe 1. Sorte 525—650 RM., 2. Sorte 425—500 RM. 3. Sorte 350—425 RM.; güste, zeitmilche und fahre Kühe 250—380 RM.; hoch- und niedertr. Rinder 1. Sorte 450—525 RM., 2. Sorte 350—450 RM., 3. Sorte 270—350 RM.; jährige Bullen 1. Sorte 500 bis 750 RM., 2. Sorte 400—500 RM., 8. Sorte 240 bis 350 RM.; ½jährige Kuhkälber 80—165 RM.; jährige Bullkälber 130—300 RM.;—2jährige güste Ränder 160—240 RM.; Kälber bis zu 2 Wochen 15 bis 30 RM.— B. Kleinviehmarkt. Antrieb 47 Stück. Handel: Langsam. Ferkel bis 6 Wochen 10—12 RM., von—8 Wochen 12—14 RM., LAufer 25—40 RM.— C. Pferdemarkt. Antrieb 49 Pferde jeder Gattung Wozu brauchen wir die Kartolleln? Srnin: HOIil.t Verwertung in Müll.t Fättur Fucktrs Güssaat Ftro#us 120 834 und Gelsenkirchen mit 112 353. Bei den übrigen Arbeitsämtern liegen die Zahlen zwischen 17 000 und 80 000. Weitere interessante Aufschlüsse vermittelt die berufliche Gliederung der Arbeiter und Ange stellten, die deutlich die einseitige industrielle Struktur Westfalens erkennen läßt. Von den männ liehen Arbeitsbuchpflichtigen gehören 269 553— 20,8 Prozent berufsmäßig zur Eisen- und MetallinduMit 50 Mill.: Kartoffein werden wir auch in diesem Jahr durch die verschiedenen Maßnahmen der Erseugungsschlacht eine gute Kartoffelernte haben. 50 Mlll. t sind eine gewaltige Menge, und der Städter, der nur an die Salzkartoffein, die Bratkartoffeln. Pellkartoffeln und die Kartoffelknödel denkt, die er 18t, wird siob fragen, was mit all diesen Kartoffein geschiebt Der größte Kar toffelverbraucher mit über 20 Mill. t let immer noch unser Vich, besonders die Schweine, die uns dafür Fleisch und Fett liefern. Nur etwa 18 Mill. dienen der menschlichen Ernährung. Ueber 10 v. H. der Kartoffelernte, also rd. 6 Mlll. t, behält der Bauer als Saatgut für die neue Ernte zurück. Ebensoviel Kartoffeln verbraucht die Industrie, und zwar die Brennereien, die Kartoffeltrocknunganstalten und die Stärkefabriken Ein Resi von 4 Mill. t geht leider immer noch bei dem Traneport, bei der Lagerung und Binmietung all Schwund verloren. 480 hengste im Weltstreit Resece! in der Halle Münsterland und ein freier Hengskaus steis ein anschaulscheg Pid steis ein anschauliches Bilo über die Leistungen und Fortschritte in der westfälischen Kali= und Warmblutzucht und wird in diesem Jahre vom 2. bis 5. November durchgeführt. Angemelder sind 480 Hengste, davon 873 Kaltblut und 107 Warmblut. Für die besten ausgezeichneten Tiere sind auch dieses Mal der eine Anzahl Ehrenpreise von vferdezüchterischen Organisationen vorgesehen, u. a. hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft für beide Klassen mehrere ###aatsehrenpreise gestiftet und außerdem eine Staatsbeihilse von 8000 Reichsmark zur Verfügung gestellt. Ihren Höhepunkt findet die Veranstaltung am heutigen Freitag mit dem Ankauf von Hengsten durch die Preußische Gestütsverwaltung und der Vorführung der prämiierten Tiere. Schon seit Tagen waren neben den Besitzern und Züchtern zahlreiche Interessenten in der Halle zu sehen, um das zum Teil erstklassige Pferdematerial zu besichtigen. Kleinbahn- ganz modern Zur Fahrkarte die Radiomusik „Lüneburg. Die Schilderung von Kleinbahnidyllen hat uns manche ergötzliche Stunde bereitet. Besonders das gemächliche Tempo hat es uns angetan; gibt es doch noch heute irgendwo im Hessischen eine Strecke, auf der man von einer bestimmten Station zur anderen zu Fuß schneller ankommt, als mit dem Bähnlein, das in vielen Windungen schnaufend die Höhe erklimmt. Die Kleinbahn Lüneburg—Soltau hingegen macht sich jetzt die modernsten Errungenschaften unserer Technik zu eigen. Auf der Strecke Lüneburg—Bispingen unternahm sie mit ihrem neuen Schienenzepp, der mit einer Rundfunkanlage versehen ist, eine Probefahrt. Der Wagen kann 90 Personen befördern, ebenso der in Auftrag gegebene Anhänger. Die Rundsunkanlage arbeitete störungsfrei. Die meist bäuerlichen Fahrgäste der Strecke werden also demnächst eine recht angenehme Fahrt haben. Schweres Verkehrsunglück Vollbesetzter Omnibus überschlug sich— Neun Schwerverletzte Herborn. Im benachbarten Bicken ereignete sich ein schweres Verkehrsunglück. Der erste Postomnibus der Linie Wetzlar—Erda—Herborn, der voll besetzt war mit Arbeitern, fuhr beim Eingang in das Dorf die steile Böschung hinunter, überschlug sich und stürzte auf die geplasterte Zufahrtsstraße eines Grundstücks. Ein Ackerwagen, der zufällig unten an der Böschung stand, verminderte die Wucht des Sturzes, so daß glücklicherweise der Oberbau des Omnibusses nicht vollkommen zusammen gedrückt wurde. Die sofort alamierte Feuerwehr und die Sanitätskolonne befreiten in gemeinsamer schwerer Arbeit die unter dem Omnibus begrabenen Männer. Ein Kurzschluß brand konnte im Keim erstickt werden. Unausdenkbar wären die Folgen gewesen, wenn der gefüllte Benzintank explodiert wäre. Neun Schwerverletzte, darunter einer lebensgefährlich, wurden in das Herborner Krankenhaus eingeliefert. Die übrigen Insassen des Omnibusses haben mehr oder weniger schwere Verletzungen davongetragen. Zweimal Todesangst Aufregende Augenblicke an einer Kanalbrücke Nordhorn. In dem dichten Nebel, der hier in den letzten Tagen allabendlich herrschte, ereignete sich auf der Kanalbrücke unweit der Reichsgrenze ein aufregender Vorfall. Die Schlagbäume der Drehbrücke waren heruntergelassen und die Brücke geöffnet, um ein Schiff durchzulassen. In diesem Augenblick kam ein Kraftwagen heran, dessen Fahrer im Nebel die Brückensperre nicht sah. So hielt er nicht an, sondern durchbrach den Schlagbaum. Das bemerkte der am Steuer sitzende Mann und sprang voll Angst aus dem Wagen, der noch einige Meter weitersauste und dann glücklicherweise zum Halten kam. Die vordere Hälfte des Wagens ragte schon freischwebend über den Kanal hinaus. Das Unglück wollte es, daß in dem gleichen Augenblick das Schiff die Brücke passierte. Die das Schiffssteuer haltende Frau des Eigentümers sprang, als sie das Auto über sich fallen zu sehen glaubte, voll Todesangst in den Kanal und konnte nur mit Mühe aus den eiskalten Fluten gerettet werden. Wer hat die meisten NSV.=Erntekindergärten? Von den 119 NSV.=Erntekindergärten die im Sommer im Gau Westfalen=Nord die Kleinkinder vor allem des flachen Landes betreuten. entfielen 20 auf den Kreis HörterWarburg, 12 auf den Kreis Lippe und je 10 auf die Kreise Grasschaft=Schaum= burg und Paderborn=Büren. Mättner Vom=Westton auf Arlado „Wir sind alle gut aufgehoben“— Betreuung der Arbeitskameraden von der Bahnsperre aus #Der Soldat, der für einige Tage oder Wochen auf Urlaub in seine Vaterstadt zurückkommt, steht bald im Mittelpunkt des Interesses, nicht nur seiner Familie und seiner Bekannten, sondern überhaupt seines ganzen heimatlichen Wirkungskreises. Eine ähnliche Stimmung umgibt auch den Arbeitskameraden vom Westwall, wenn er zum ersten Male setzt auf Urlaub wieder daheim ist. Wo in einem Haus ein Arbeitskamerad von der Westgrenze auf Urlaub eingekehrt ist, wird das schnell spürbar. Die Menschen sprechen von ihm, wie man von einem guten Kameraden, einem deutschen Soldaten spricht. Die soldatische Haltung, e, der Leiter der Deutschen Arbeitsfroni, Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley, von jedem deutschen Arbeiter fordert, ist es auch, die bei der Durchführung des wahrhaft gigantischen Bauvorhabens im Westen ihren sichtbarsten und schönsten Ausdruck gesunden hat. Die Arbeitskameraden, die da im Westen Tag und Nacht für die Sicherheit des deutschen Volkes schaffen, sind Soldaten des Friedens Hacke und Schippe sind ihre Waffen. „Der Abschied wird mir leicht“ Nach Wochen harter Arbeit sind nun für die meisten der am Westwall beschäftigten Männer Tage geruhsamen Ausspannens im Kreise der Familie gekommen. Bei der Urlaubseinteilung sind besonders jene Arbeitskameraden berücksichtigt worden, denen wegen der weiten Entfernung Wochenendheimfahrten nicht gewährt werden konnten. Einen Tag vor der Rückfahrt an die Arbeitsstelle haben wir einen dieser Westwall=Urlauber in seiner Wohnung aufgesucht und mit ihm über seine Erlebnisse und Erfahrungen gesprochen. Was er sagte, galt für viele. Während die Frau schon beim Zurechtmachen der Koffer war und alles vorsorglich für„Vatern" bereitlegte, sagte dieser lachend: „Der Abschied wird mir dieses Mal wirklich leicht. Ich weiß, daß hier zu Hause alles in Ordnung ist, und an der Arbeitsstelle habe ich mich bereits auch gut eingelebt. Als es das erstemal losging, wußte man wenig Bescheid, und alles erschien so geheimnisvoll. Heute ist das nun ganz anders. Wir wissen alle, daß wir gut aufgehoben sind. Wir arbeiten alle gern an dem großen Werk, von dem man sicher noch nach Jahrhunderten sprechen wird. Auch mein Junge ist ordentlich stolz darauf, daß sein Vater mit am Westwall arbeitet. In der ganzen Straße hat er davon erzählt, daß ich auf Urlaub gekommen bin.“ Von der Bahnsteigsperre an betreut Der Besucher will nun etwas von den Unterkunftsverhältnissen, der Lohngestaltung, von der Verpflegung und der sozialen Betreuung durch die Dienststellen der DAF. hören Aufgeschlossen erzählt der Mann:„Die Betreuung setzte wirklich in dem Augenblick ein, als wir die Bahnsteigsperre passiert hatten. Die Fahrt bis zu den stillen Tälern der Mose! kam uns tatsächlich wie eine schöne KdF.=Reise vor. Schon im=Zug erhielt jeder.— RM.= Zehrgeld, Milch und ½ Pfund Wurst mit Broi. Als wir an unserem Bestimmungsort ankamen. wurden uns als erstes Taschengeld nochmals .— RM. ausgehändigt. Mit dem Postautobus ging es dann ins Massenquartier, das in einem umgebauten Tanzsaal eingerichtet war. Sehr schnell konnten wir feststellen, daß man sich aber auch um alles gekümmert hatte. Wir achteten selbstverständlich darauf, daß die Räume weiter sauber und ordentlich blieben. In den ersten Tagen ging es mir gesundheitlich nicht zum Besten. Da konnte ich dann die hervorragende ärztliche Betreuung an mir selbst feststellen. Ruhe und Diät waren die Heilmittel, die die Aerzte nach der Untersuchung anordneten. Tatsächlich war ich dann auch nach drei Tage Ausruhens auf der Revierstube wieder munier und fidel.“ Unmögliches wird nicht verlangt „Bei der Arbeit— so erzählte unser Kamerad weiter— wird von keinem Unmögliches verlangt. Im Gegenteil nehmen die Poliere auf neuangekommene Arbeitskameraden durchaus Rücksicht und empfehlen sogar jedem einzelnen, der die schwere Arbeit nicht gewohnt ist, erst einmal langsam anzufangen. Ueber nichts amüsieren wir uns beim Bau an der Westfront mehr, als wenn man uns erzählt, daß im Ausland immer wieder Lügen behaupten, wir erhielten nur ein kleines Zehrgeld und hätten keinerlei Freiheiten. Tatsache ist, daß wir alle sehr gutes Geld verdienen und in unserer Freizeit machen können, was wir wollen. Trotzdem wir des Abends unseren Topp Bier trinken und auch mal Sonnabends oder Sonntags ausgehen, können wir uns in diesen Wochen eine ganz nette Summe zusammensparen. Bei mir sieht die Sache so aus, daß meine Frau den Härteausgleich bekommt und ich außerdem noch jede Woche einen schönen Betrag absenden kann. Natürlich wird hart gearbeitet. Aber es wird auch anständig dafür bezahlt. Außerdem sorgt„Kraft durch Freude“ auch dafür, daß wir am Feierabend keine Langeweile haben. Wir haben Sportgeräte, Lautsprecher und eine ganze Reihe von Gesellschaftsspielen. Am meisten freuen wir uns natürlich, wenn eine gemeinsame Kinoveranstaltung steigt.“ Zum Schluß unserer Unterhaltung sagt dann der Arbeitskamerad vom Westwall:„Bei uns im Westen ist jedenfalls alles so eingerichtet, daß unsere Frauen daheim sich um uns wirklich keine Sorgen zu machen brauchen.“ Uno damit verabschieden wir uns von ihm, denn nun muß er auch seiner Frau beim Packen des Koffers helfen. Auskänfte werden nur an Abon. neuten erteilt. Ohne Name. Anschrift und letzte Bezieherguittung werden Anfragen nicht beantwortet M Die Lebat=Kindlust Sämtliche Auskünfte siue unverbindlich. Mündliche Auskunft Montags u. Freitags von 18—19 Uhr. Schrifteitung: Schulstraße 20 Schriftliche Auskunft wird nicht erteilt. M V. D. 50. Sie stellen die Frage, ob auch die geschiedene Frau eines Beamten nach dessen Tode Witwengeld bezieht, wenn sie schuldlos geschieden worden ist. Dazu bestimmt§ 102 des Deutschen Beamtengesetzes:„War die Ehe eines verstorbenen Beamten oder Rubestandsbeamten geschieden und der Verstorbene allein für schuldig erklärt, so kann die oberste Dienstbehörde im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen der früheren Ehefrau einen Unterhaltsbeitrag bis zur Höhe des gesetzlichen Wiewengeldes widerruflich bewilligen...“ D. F. in S. Der Ausbillungsgang des Gutsverwalters oder Gutsbeamten ist folgender: Nach abgeschlossener Volksschul. oder Mittelschulbildung folgt eine mindestens zweijährige bäuerliche oder landwirtschaftliche Werkausbildung mit abschließender Werkprüfung— freiwilliger Besuch der Landwirtschaftsschule(zwei Winterhalbjahre) oder nach mindestens reieinhalbjähriger Praxis Besuch der Höheren Landbauschule(einjährig); die Aufnahme in die Landbauschule ersordert mittlere Reise bzw. besondere Aufnahmeprüfung für Volksschüler oder Zeugnis der Landwirtschaftsschule mit gutem Ersolg— nach der Werkprüsung ein halbjähriger Lehrgang an der Lehranstalt für landwirtschaftliches Rechnungswesen in Halle: Rechnungsführer E. Qu. 100. Sie fragen, ob Sie Ihrem Schuldner die Schuld durch einfache Erklärung erlassen können. Der Grundsatz der Vertragsfreiheit gestattet es den Parteien, auf die Ausführung des Vertrages zu verichten. Eine Abrede, die Schuld zu erlassen, oder ein Anerkenntmis, daß ein Schuldverhältnis nicht besteht, bringt daher den Vertrag zum Erlöschen(§ 397 B6V.). Dieser Erlaßvertrag bedarf keiner besonderen Form. G. und H. Sie wollen wissen, ob Sie als Hausgewerbetreibender invalidenversicherungspflichtig sind. Die Rechtslage ergibt sich aus§ 1226 Abs. 1 Ziffer 2 NVO. Nach§ 162 RVO. gelten als Hausgewerbetreibende in diesem Sinne die selbständigen Gewerbetreibenden, die in eigenen Betriebsstätten im Auftrag und für Rechnung anderer Gewerbetreibender gewerbliche Erzeugnisse herstellen oder bearbeiten. Ob sie die Roh= und Hilfsstoffe selbst beschaffen, ist gleichgültig Als Arbeitgeber des Hausgewerbetreibenden gilt derjenige, in dessen Auftrag und für dessen Rechnung er hausgewerblich arbeitet Diese Begriffsbestimmung der Reichsversicherungsordnung findet ihre Ergänzung in dem arbeitsrechtlichen Begr ff des Hausgewerbetreibenden im Heimarbeitsgesetz vom 23. März 1934 (RGBI. I S. 214). Nach§ 3 HAG ist Hausgewerbetreibender, wer als Gewerbetreibender in eigener Wohnung= oder Betriebsstätte im Auftrag und für Rechnung von Gewerbetreibenden und Zwischenmeistern unter eigener Handarbeit Waren herstellt oder bearbeitet, wobei er selbst wesentlich am Stück mitarbeitet. Der Hausgewerbetreibende ist gemäß der oben genannten Bestimmung der RVO. invaltdenversicherungsspflichtig. zulassen. Vor Beginn des Studiums ist der Arbeits= sonalausweis vorzulegen. Die Prüfungen werden bei dienst abzuleisten. Die Ausbildung beginnt mit zwei= der Ortsgruppe des DAfL. oder bei der Schule abjähriger praktischer Tärigkeit in vom Reichsnährstand gelegt. Die werden von einem Prüfungsausschuß abanerkannter Lehrwirtschaft. Dies ist die sogenannte genommen, der aus Vertrauensmännern des DRfL. Werkausbildung, die durch die„landwirtschaftliche gebildet wird. Werkprüfung— Lehrlingsprüfung abzuschließen ist. „Junge Bauern“, d. h. Söhne einer selbstwirtschaftenden bäuerlichen Familie, können dafür die„bäuerliche bei Schafen und Ziegen ist meist auf ErnährungsWerkauebildung und Prükung“ absolvieren. Als Sm. störungen zurückzuführen. Die Tiere haben eine NahL. R. in M. Die Hartleibigkeit oder Verstopfung J. 10. Sie wollen sich dem akademischen Studium des Landwirts widmen und fragen an, welche Bedingungen für die Zulassung zum Studium gestellt werden und wie der Ausbildungsgang ist.— Grundsätzlich wird das Reifezeugnis einer anerkannten höheren Lehranstalt verlangt. In Ausnahmefällen kann der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung bei Nachweis hervorragender Leistung auch auf Grund anderer Ausbildung zum Studium wung und Prufung abfolvieren, uls Sindienort kommen die Universitäten Berlin, Bonn, Breslau, Gießen, Götringen, Halle, Jena, Königsberg, Leipzig, Landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim, Technische Hochschule München in Betracht. Das Stueium dauert sechs Somester. Nach zwei Semestern ist ie Vorprüfung, nach sechs die Diplomprüfung abzulegen. Danach kann man sich gegebenenfalls dem Sondersturium für einzelne lan wirtschaftliche Gebiete(Tierzucht, Pflanzenzucht, Genossenschaftewesen, Geflügelzucht) widmen. Für Landwirtschaftslehrer ist nach der Diplomprüsung eine einsemestrige Ausbiidung an der Hochschule für Lehrerbildung, einhalbjährige poaktisch=pädagogische Unterrichtsarbeit, einjährige Ausbildung in der Wirtschaftsberatung vorgeschrieben. Danach muß die Landwirtschaftslehrer= prüfung abgelegt werden. Die Ausbildungskosten betragen je Semester etwa 200 RM Studiengebühren, etwa 30 bis 50 RM. für Bücher; Prüfungsgebühren: Vorprüsung 30 RM., Wiederholungsprüfung 15 RM., Hauptprüsuung 60 RM., Wiederholungsprüfung 30 RM. A. L. 100. Wenn die Möbeltüren klemmen, so können Sie diesem Uebelstand abzuhelsen versuchen, indem Sie die Türbänder etwas einölen oder die klemmenden Stellen mit Seise einreiben. Liegt der Grund jedoch in der Ungleichheit der Zimmerdielen, so bilst dieses Mittel allerdings nicht viel. Durch die Unebenheit des Fußbodens kommen die Türrahmen aus ihrer Lage und verursachen so das Klemmen. Man muß alo nur das betrefsende Möbelstück, am besten mit Hilfe einer Wasserwage, völlig gerade richten und auf der Seite einen dünnen Holzkeil unter die Füße schlagen. W. F. Sie können für 100 Zuchtgänse bei guter Weide mit 15 000 Quadnatmeter, für 100 Junggänse mit etwa 7500 Qugdratmeter Weidefläche rechnen, wenn Sie im Früdjadr Gänseküten aussetzen wollen. Ahnensorschung. Ein„Salzfüller“, den Sie in Ihren Abneupapieren finden, war ein vereidigter Zollbeamter, der das Salz zu messen hatte. Praktische Hausfrau. Man erwärmt die Bruchstücke des Porzellans oder Gipses, bestreicht sie mit Wasserglas, bindet sie fest zusammen und läßt sie einige Tage trocknen, dis der Kitt hart geworden ist. Was etwa hervorquillt, wird mit dem Messer verputzt, und zwar nach dem Trocknen. Nach. F. Sie haben die Absicht, das Reichssportjugendabzeichen zu erwerben. Zu diesem Zweck melden Sie sich bei einem Sportverein einer Ortsgruppe des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen oder Ihrer Schule, die Ihnen das Leistungsbuch aushändigt. Die Leistungsbücher können von der Geschäftsstelle des DRfL. zum Preise von 1 RM. und Porto bezogen werden. Im Leistungsbuch wird das Bild des Bewerbers eingeklebt. Bild, Personalangaben und die arische Abstammung sind durch den Verein, die Ortsgruppe, die Schule oder die amtliche Stelle zu beglaubigen. Zu diesem Zweck ist ein amtlicher Perrung erhalten, die reich an Gerbsäure ist, z. B. Eicheln, Heidekraut, Hülsenfrüchte usw. Die Ursache der Verstopfung können auch Verlagerung und Verschlingung des Darmes sein. Bei der Behandlung muß die Ursache des Leidens berücksichtigt werden. Im allgemeinen gibt man zunächst Abführmittel, z. B. Rizinus### oder Leinöl, und zwar zwei Eßlössel voll dreimal täglich, oder mehrmals täglich zwei Eßlössel voll Glaubersalz. Klistiere mit lauwarmem Seisenwasser oder Kamillentee führen gleichfalls zum Ziele Freibetrag des Vermögens. Für jede Person sine 10 000 RM. frei von der Vermögenssteuer, d. b. für den Lerägen 10000 RM., für ein kinderloses Ehepaar 20000 RM., für ein Ehepaar mit einem Kind, das noch minderjährig ist, 30.000 RM. usw Der Anspruch auf den Freibetrag von je 10000 RM. besteht auch für volljährige Kinder unter 25 Jahren, wenn sie auf Kosten des Steuerpflichtigen für einen Beruf ausgebildet werden. Weitere 10.000 RM. sind steuerfrei, wenn der Steuerpflichtige über 60 Jahre alt oder voraussichtlich mindestens drei Jahre unfähig ist. einem Erwerb nachzugehen und sein letztes Jahreseinkommen nicht mehr als 3000 RM. betragen hat. Die angegebenen Beträge bleiben immer frei Wenn also das Vermögen die Freibeträge übersteigt, so ist nur der überschießende Betag mit 5 v. T jährlich zu versteuern. Anmeldung zum Landdienst Sie wollen wissen, wie die Anmeldung zum Landdienst erfolgt. Diese geschicht auf einem besonderen Formbogen. Jeder Deutsche, gleich welchen Beruses, im Alter von 14 bis 28 Jahren, aber nicht vor Ablauf von acht Wochen nach Verlassen der Schule, kann sich zum Landdienst melden, sosern er körperlich den Anforderungen der Landarbeit gewachsen ist. Ausschlaggebend ist daber die ärztliche Gesundheitsbescheinigung. Daneben ist ein polizeiliches Führungszeugnis beizubringen. Der Anmeldebogen ist im Falle der Minderjährigkeit von dem gesetzlichen Vertreter mit zu unterschreiben. Der Anmeldebogen ist sodann über das zuständige Gebiet der HJ. an das Agrarpolitische Hauptreferat im Sozialen Amt der Reichsjugendführung. Berlin NW. 40. Kronprinzenufer 10, zu senden Heiratsbeihilfe durch die DAF. Sie scheiden durch Ihre Verheiratung aus dem Arbeitsverhältnis und damit aus der Daß aus Sie stellen die Frage, ob Ihnen als weiblichem Mitglied der DAF. eine Heiratsbeihilfe und unter welchen Bedingungen gewährt wird.— Es kommt eine Heiratsbeihilfe zur Auszahlung, die nach mindestens 36 Monatsvollbeiträgen 30 RM beträgt. Dieser Betrag erhöht sich für je weitere 24 Monatsvollbeiträge um 10 RM. bis zum Höchstbetrag von 150 RM Voraussetzung für die Gewährung der Heiratsbeihilfe ist, daß das Mitglied spätestens drei Monate nach erfolgter Ebeschließung aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet und in dieser Zeit einen Antrag stellt. Bei Antragstellung muß neben der Bescheinigung der Aufgabe des Arbeitsplatzes die standesamtliche Heiratsurkunde beigebracht werden. OOTT Letzte politische Meldungen Oberhaus billigt Osterpakt Mehrheit für Ratisizierung London, 4. November Das englische Oberhaus billigte am Donnerstag nach einer Aussprache über den englisch=italienischen Pakt die Ratifizierung des Abkommens mit 55 gegen 6 Stimmen. Zu Beginn der Aussprache empfahl Lord Halisax dem Hause die Ratifizierung des Paktes und erklärte u.., Italien habe durch die Zurückziehung der 10000 italienischen Freiwilligen einen großen Beitrag dazu geleistet, daß der spanische Konflikt heute keine Quelle mehr für einen internationalen Streit sei. Die britische Regierung werde die offizielle Anerkennung der italienischen Suveränität über Aethiopien sobald wie möglich durchführen. Halifax wandte sich schließlich gegen die Opposition und erklärte, viele Leute zeigten ihre Sympathie für die allgemeine Sache des Friedens, schlügen aber die Hände vor Schrecken über dem Kopf zusammen, sobald man praktische und konstruktive Schritte tue. Diese Leute fielen immer wieder auf ihre undurchführbaren Verallgemeinerungen zurück. Das aber nütze niemandem etwas. Beleidigungen und Bereinigungen könne man nicht auf einen Nenner bringen. holland und die Kolonialfrage Übereinstimmung mit deutschem Standpunkt I Amsterdam, 4. November Zur Frage einer Neuverteilung des Kolonialbesitzes der Mächte, die durch die neuerliche Anmeldung des deutschen Anspruchs auf Rückgabe der geraubten Kolonie zur Zeit in verstärktem Maße international diskutiert wird, erklärte die niedertändische Regierung in einem Antwortmemorandum an die II. Kammer, daß sie keine Veranlassung zu der Annahme habe, daß man Hollands Teilnahme an einer Konferenz über eine Neuverteilung kolonialer Gebiete erwarte. Im übrigen nehme die niederländische Regierung zu dieser Frage den Standpunkt ein, daß Holland kein deutsches Kolonialgebiet als Mandatsmacht verwalte und aus diesem Grund auch keine Veranlassung habe, an einer derartigen Konferenz teilzunehmen. Diese Erklärung entspricht vollkommen den wiederholt bekanntgegebenen Auffassungen Deutschlands, das seine Forderungen ausschließlich auf den deutschen Kolonial= besitz beschränkt und jede Verständigung mit den Mandatsmächten auf Kosten unbeteiligter Dritter ablehnt. Generalstreik fortgesetzt Londoner Polizisten nach Palästina Jerusalem, 4. November. Der arabische Generalstreik, der ursprünglich auf drei Tage festgesetzt war und gestern abend abgebrochen werden sollte, wird weiter fortgesetzt. Strengste Militärkontrolle wird zu Lande und zu Wasser aufrechterhalten. Auch die täglichen Feuerüberfälle arabischer Freischärler nehmen ihren Fortgang. So wurde unweit des Dorfes Meizraa im Bezirk Jerusalem britisches Militär beschossen. Ferner wurden die Polizeistation in Tulkarem, das Polizeihauptquartier in Ramleh und die Bahnstation Nas el Ain von arabischen Freiheitskämpfern unter Feuer genommen. Auf der anderen Seite wurden die militärischen Overationen gegen die Dörfer Nordvalästinas weiterhin mit größter Rücksichtslosigkeit durchgeführt. In dem Dorf Sileh im Bezirk Samaria wurden 600 Araber— die gesamte männliche Dorfbevölkerung— zu weiteren Ermitteilungen festgenommen. Im Laufe der nächsten Wochen werden weitere 1200 englische Polizisten aus London in Palästina erwartet. Beschützer des Islam Duce-Standbild in Tripolis Tripolis, 4. November. Anläßlich der Ankunft der 20 000 Libiensiedler fand vor dem Regierungsgebäude eine gewaltige Kundgebung statt, in deren Mittelpunkt die feierliche Enthüllung eines Reiterstandbildes des Duce stand. Marschall Balbo hieß die italienischen Siedler auf libischem Boden herzlich willkommen und betonte in seiner mit unbeschreiblichem Jubel ausgenommenen Ansprache, daß Italien auch weiterhin der Beschützer der Islamischen Bevölkerung sein werde, was ourch das Schwert des Islam verbürgt werde, das Mussolini in Händen halte. Der mit den italienischen Trikoloren festlich geschmückte Platz hallte noch lange von den begeisterten Duce=Duce=Rufen der Siedler wider, die von dem herzlichen Empfang, bei dem auch eine riesige Hakenkreuzfahne zum Willkomm geschwenkt wurde, freudig- überrascht waren. Geht Tibor v. Eckhardt? Der Führer der Partei der ungarischen Kleinlandwirte, Abgeordneter Dr. v. Eckhardt, soll angeblich in absehbarer Zeit von der Leitung der Partei zurücktreten. Um das Neutralitätsgesetz der Randstaaten In Reval sind Vertreter der Außenministerien Lettlands. Litauens und Estlands zur Vorbereitung eines gemeinsamen Neutralitätsgesetzes für die drei Länder zusammentreten. kassenpolitische Planung Weg frei für den Kinderreichtum X Im Rahmen des Reichsappells des Reichsheimstättenamtes der DAß. entwickelte der Leiter der Hauptstelle für praktische Bevölkerungspolitik im Rassenpolitischen Amt der NSDAP., Dr. Knorr, die Anforderungen, die vom Standpunkt der rassenpolitischen Planung aus an den Wohnungsbau zu stellen sind. Wir brauchen, so sagte er u.., heute keine Erbpflege im ärztlichen Sinne wenn unser Volk in seiner Gesamtheit noch so kinderreich wäre, wie Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Hätten wir pro erbwertige Familie 6 Kinder, dann könnten die paar Asozialen auch welche haben. Es nütze nichts, die Erbtranken zu sterilisieren, wenn die Erbtauglichen des Volkesich nicht fortpflanzten. Die Aufgabe liege darin alle Wege zu gehen, den tüchtigen, anständigen begabten jungen Menschen den Kinderreichtum zu ermöglichen. Der Redner verwies auf den engen Kontal zwischen Wohnungs= und Rassenpolitik und er klärte, Rassenpflege heiße, sich darüber klar zu sein, was geschehen muß, um die tauglichen deutschen Familien unterbringen zu können Wir müßten unter allen Umständen dahin kommen, daß die Wohnungen auf den Bedar einer kinderreichen Familie standardisiert werden. Es sei immer noch besser, ein junges Ehepaar habe am Anfang ein Zimmer übrig, als daß es dann sagt: Wir können uns kein weiteres Kind mehr leisten. Im Interesse der Rassenpolitik sei es weiter besser, man schaffe vierstöckige Häuser und für jede Familie ein Gärtchen, als niedrige Häuser ohne Garten. Es sei eine Tatsache, daß die Kinderzahl abnimmt mit der Zunahme des Komforts. Darum sei der Verzicht auf kostspieligen Komfort zugunsten eines größeren Raumes anzustreben. Auf die Dauer sei es untragbar, daß schöne geräumige Altwohnungen von kinderlosen Ehepaaren bewohnt werden, während man kinderreiche Familien in kleine Neubauwohnungen steckt. 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Große und kleine Süle Gefollschaftszimmer# Eigene Konditorei 1 Mittagelfen von 12—14½ Uhr Porkplat: ## Westfälische Neueste Nachrichten Ceken mie Eecker Zkent Der Bergspezialist schwärmt von herrlichen Jagdrevieren am Schwarzen Meer—. Die neuen Pläne des Rennfahrers Von unserem Sondermitarbeiter Der deutsche Meister und Bergspezialist Hans Stuck, der in diesem Jahre in allen europaischen Bergrennen, bei denen er an den Staf eing Gegreich blieb, hält sich nach seiner meise durch mumanien einige Zeit in Feldberg am Zürichsee auf. Hier erzählte der bekannte Rennfahrer unserem Mitarbeiter von seinen Erleonissen und Plänen. „In Rumänien, dem Land der Gegensätze. erlebte ich innerhalb zweier Wochen das schnellste und das langsamste Bergrennen meines Lebens: Bei dem Feleac=Kurs auf einer sieben Kilometer langen und recht kurvenreichen Strecke fuhr ich einen neuen Rekord— und zwar einen Rekord, der einem Durchschnitt von 143 Klm.=Std. entspricht(für ein Bergrennen unwahrscheinlich hoch)— in Brasow bei Kronstadt hingegen betrug die Strecke nur drei Kilometer hatte 49 Kurven, und trotz Sieges und Rekordzeit schaffte ich nur 54 Stundenkilometer. Es war eine regelrechte Dorfstraße, schlecht gepflastert, staubig und voller Schlaglöcher. Mit dem Training wurde es dort nicht sehr ernst genommen, die Strecke war so gut wie gar nicht abgesperrt, einmal hatte ich Mühe, meinen Wagen heil an einem entgegenkommenden Pferdegespann vorbeizubringen, zumal die Gäule scheuten und quergingen, ein andermal mußte ich in einer scharfen Kurve auf einen Motorradfahrer Rücksicht nehmen— erinnerte mich an den Beginn der Bergrennen vor zehn Jahren. Vorbildlich wiederum war das FeleacRennen, dem der rumänische Propagandaminister Titianu beiwohnte, der mir nach meinem Siege eine Einladung überbrachte, einer Gesellschaft beim rumänischen König in Bukarest zu folgen. Der König hat sich mit mir fast eine Stunde lang eingehend unterhalten; er wußte mehr als mancher„Fachmann“, und er hat mich mit seinen Fragen einmal sogar in Verlegenheit gebracht. Auch der Kronprinz war über alles, was mit dem Motorsport zu tun hat? bestens unterrichtet. Als ich mit meinen 500 PS durch die Bukarester Straßen ins Schloß hin= und zurückfuhr, waren die Menschen außer Rand und Band... die Pferde gingen durch, einige Passanten suchten Deckung, offenbar vermuteten sie einen Fliegerangriff, und einige Frauen bekamen Anfälle— tagelang hinterher noch sprachen sie von dem deutschen Autowunder. Nicht weit vom Schwarzen Meer wohnte ich in einer herrlichen Jagdhütte, mitten in der Einöde des Deltas, eine zivilisierte Hütte mit 15 Gastzimmern, einem großen Duschraum, einer erstklassigen Wirtschaft... aber das nur nebenbei—, was wäre diese Jagdhütte ohne die unzähligen Schwärme von tausenden und aber tausenden wilden Schwänen, Enten, Gänsen und Pelikanen. Jeder Jäger wird da verrückt und kommt abends mit geschwollener Schulter und blauer Backe heim. Unnötig zu betonen, daß auch mir die Tage der Entspannung dort unvergeßliche Jagderlebnisse brachten... Nun sind bald die wenigen Tage der Erholung, die ein Rennfahrer hat, vorüber, und dann heißt es wieder, sich auf neue kommende Aufgaben ernsthaft vorzubereiten—.“ Hans Stuck äußerte sich, daß er seine Pläne hinsichtlich der Rekordversuchsfahrten mit dem Motorboot noch keineswegs aufgegeben, habe. Als der bekannte Rennfahrer carcolm Campbell vor wenigen Wochen auf dem Hallwiler See in der Schweiz mit seinem Motorboot„Blauer Vogel“ einen neuen Rekord schuf, stand der deutsche Meister Hans Stuck am Ufer und schaute interessiert zu. Wenn das Rennboot, das gegenwärtig für Stuck im Bau ist, fertig sein wird, will auch der deutsche Rennfahrer wieder auf Weltrekordjagd gehen. Einer aus der Branche Sonja Henie hat neuen Film=Partner Seitdem Sonja Henie, die norwegische Weltmeisterin im Eiskunstlauf, ihren Uebertritt zum Film und zum Berufssport vollzogen hat, sind immer wieder Eisläufer und Eisläuferinnen nach Amerika gezogen, um dort mit dem Dollar ihr Glück zu machen. Sonja Henie war jedoch die einzige, die einen Millionen=Gewinn einheimsen konnie, und ihre Filme wie auch ihre Eislauf=Vorführungen in den amerikanischen Städten waren immer ein ganz großer Erfolg. Nun soll in Hollywood mit Sonja Henie ein Film gedreht werden, in dem noch mehr als bisher der Eislaus im Mittelpunkt der Handlung steht. Für diesen Film braucht Sonja Henie aber einen Partner, und zwar einen aus der Eislauf=Branche, der selber ein Meister auf dem Eise ist. Zu diesem Zweck hat man mit dem kanadischen Eisläufer Stewart Reburn aus Toronto, der Kanada bei den Olympischen Spielen 1936 vertrat, einen Kontrakt abgeschlossen, durch den er zum Berufssportler und Filmpartner Sonja Hentes wird. Wenn Steward Reburns Erfolg nur halb so groß sein wird wie Sonja Henies amerikanisches Glück, dann dürfte er auch seinen Weg machen. Hans Stuck hat die Absicht, sich im Motorboot zu versuchen, noch nicht aufgegeben Foto: Schirner Der Beker und die Tanzein! Eders Hochzeit in Köln Halbschwergewichtler Jean Kreitz wieder vor, der auf eine fast beispiellose Siegesserie von 18 hintereinander gewonnenen Kämpfen zurückblickt. Der 21jährige, in Köln seßhaft gewordene Aachener, erhielt als Gegner über zehn Runden den kürzlich von Adolf Heuser nach Punkten geschlagenen Italiener Merlo Preciso. Wenn Kreitz, der den Exmeister Adolf Witt geschlagen und überflügelt hat, gewinnt, dürfte er wohl endgültig als Herausforderer Adolf Heusers auftreten. Im Schwergewicht ist die Begegnung Wallner gegen Hower geplant. Ein strahlend schöner Herbsttag war am Mittwoch aufgegangen, als sich Gustav Eder, der langjährige Deutsche Weltergewichtsmeister. und Maria Schlimme, Mitglied des Kölner Opernballetts, zur standesamtlichen Trauung begaben. Im Kreise seiner Freunde feierten dann der frühere Europameister und seine junge Frau Hochzeit. Eder, erklärte bei dieser Gelegenheit, so schreibt die„WLZ.“, daß mit dem neuen Lebensabschnitt für ihn, der in seinen letzten Kämpfen unter persönlichen Angelegenheiten seines früheren Betreuers litt, ein neuer Anlauf zur Rückeroberung seines achtmal so erfolgreich verteidigten Europameistertitels beginne. Zunächst ist er von dem zur Hochzeit nach Köln gekommenen Berliner Boxveranstalter Ernst Zirzow für den Hauptkampf des 23. November im Berliner Sportpalast verpflichtet worden. Sein Gegner wird der italienische Olympiateilnehmer Bianchi sein, nachdem die beiden zunächst in Frage gekommenen Italiener Toriello und Orlandi am 20. November, also drei Tage vorher, auseinandertreffen. Im zweiten Hauptkampf stellt sich der aufstrebende Wenn das nur stimmt! Louis will gegen Lewis boxen Louis, Amerikas Weltmeister im Schwergewicht, wird seinen ersten Kampf im neuen Jahr am 27. Januar im New Yorker Madison Square Garden gegen John Henry Lewis bestreiten. Der braune Bomber will gegen den Halbschwergewichts=Weltmeister, der auch Neger ist, sogar seinen Titel aufs Spiel setzen. SchauA. Freiwassel Der Schwimmsport kann sich sehen lassen Den erfreulichsten leistungsmäßigen Auftakt für die Hallenschwimmzeit 1938/39 bildeten der neue Deutsche und der Europa=Rekord von Balke. Als zeitnächstes großes Schwimmereignis stehen die Reichsprüfungswettkämpfe in Dresden vor der Tür, die alle deutschen Spitzenkönner und den nach vorn gekommenen Nachwuchs versammeln werden. Aber damit ist auf weite Sicht die Aufgabe der deutschen Schwimmer nicht abgegrenzt. Noch vor uns liegen die Deutschen Schwimmeisterschaften, die Deutsche Wasserballmeisterschaft, ein Lehrgang für Spitzenspringer in Innsbruck und als schwerste Leistungsvergleiche die Länderkämpfe gegen Ungarn. England. Frankreich und ein WasserballLänderkampf gegen Holland in Holland. Die Termine und Austragungsorte für die Schwimmländerkämpfe liegen noch nicht fest, nur, daß alle Länderkämpfe in Deutschland ausgetragen werden. Das sind die Aufgaben der Schwimmer für die Zukunft. Mit Abschluß der Freiwasserzeit ist es aber auch notwendig. Rückschau zu halten auf die letzten Leistungen des deutschen Schwimmsports. Wohl kaum eine Wettkampfzeit dürfte so vielseitige Erfolge gebracht haben, die eindeutig die Vormachtstellung Deutschlands im Schwimmsport in Europa festigten. Im Avril(26. bis 30.) begann die Erfolgsreihe mit der Reise einer deutschen Auswahlmannschaft in Italien. Die Mannschaft siegte auf der ganzen Linie in Mailand. Rom und Genua. Der Juli brachte mit der 1. Großdeutschen Schwimmeisterschaft in Darmstadt die große nationale Leistungsprüfung. wobei sich als bester deutscher Verein bei den Männern der Bremische Schwimmverband und bei den Frauen der 1. Frauen=Schwimmverein 1910 Duisburg hervorhoben. In den Einzelkonkurrenzen wurden langjährige Deutsche Meister durch jüngere Kräfte abgelöst. so Sietas durch Balke. Plath(400 Meter Kraul) durch Arendt. Giesela Arendt durch Inge Schmitz. Die erste große internationale Prüfung war dann der Länderkampf Deutschland— Ungarn in Budapest, die Deutschland mit 27:17 gewann. Das war die Trumpfkarte für die späteren Europameisterschaften in London. Zwei WasserInortkieker meint: Dao große Fußballbankett in London anläßlich des Jubiläums des englischen Fußballverbandes in Verbindung mit dem Spiel England—Kontinent war nicht nur an Zahl der Gäste, sondern auch an der Güte der Tafel ein Ereignis, wie es im internationalen Fußball=Geschehen selten ist. Auch in den nordischen Ländern liebt man ein Bankett als den Abschluß einer internationalen Veranstaltung. und da Skandinavien in aller Welt wegen seiner guten Tafel berühmt ist, so zeichnen sich die nordischen Fußball=Bankette durch einen ganz besonderen Umfang aus. Alo kürzlich in Stockholm das Länderspiel Schweden—Norwegen zum Austrag kam, das Norwegen mit :2 gewann, gab es nach dem Länderspiel in einer der ersten Stockholmer Gaststätten auch ein Bankett, das sicher manches Herz erfreut hat. Es gab nicht weniger als sechs Gänge und vier Sorten Weine und zum Schluß den im Norden üblichen starken Kaffee. Reichhaltiger konnte das Festmal also kaum sein. Wie aber im Ausland schon verschiedentlich Stellung gegen die allzu üppigen Tafelfreuden genommen wurde, so mehren sich auch in Schweden die kritischen Stimmen, die gegen ein solches Zuviel Einspruch erheben. Ee wird sogar gesagt, daß man sich angesichts solcher Genüsse nicht mehr wundern müsse, wenn die Nationalspieler zu schwer und zu langsam werden und bei der nächsten Gelegenheit auf dem Fußballfeld im Nachteil sind. Man ist wohl nicht zu Unrecht der Meinung, daß etwas weniger auch noch ausreichend genug wäre! ball=Länderkämpfe gegen Holland und gegen Belgien in Hamburg wurden siegreich beendet. Die Breite des deutschen Schwimmsportes fand dann beim Deutschen Turn= und Sportfest in Breslau den glanzvollsten Beweis. 1800 Meldungen wurden erfüllt und mit:41.4 Minuten im 400= Meter=Rückenschwimmen durch Inge Schmitz ein neuer deutscher Rekord aufgestellt Was sich schon im Länderkampf gegen Ungarn angedeutet hatte, kam bei den Eurovameisterschaften in London vom 6. bis 13. August eindeutig zum Ausdruck. Europameister und Gewinner des Pokals der Nationen wurde Deutschland mit 145 Punkten. während Ungarn erst mit 59 Punkten an zweiter Stelle folgte. Deutschland stellte fünf Europameister und wurde nur im Wasserball von Ungarn geschlagen. So war es natürlich, daß zur großen Auseinandersetzung USA. gegen Europa Deutschland und das Olymvische Schwimmstadion gewählt wurde, wobei Europa mit 36:38 Punkten verlor. Die Sensation und für Deutschland erfreulichste Ueberraschung war der Sieg von Weiß vor den bisher unbestritten führenden amerikanischen Springern. Der Länderkampf vom 20. bis 21. gegen Frankreich in Paris wurde mit einer Nachwuchsmannschaft mit 32:22 Punkten jegreich beendet, wie anschließend eine Expedition einer Schwimmannschaft nach Lissabon große sportliche Erfolge und Siege auf der ganzen Linie brachte. Das ist in großen Zügen ein Rückblick auf eine der erfolgreichsten Wettkampfzeiten des deutschen Schwimmsports. Die Zukunft wird zeigen, daß der so glücklich beschrittene Weg weitergegangen wird. Lawton wurde kaltgestellt Der junge Mittelstürmer fand seinen Meister Im englischen Fußball hat der bisherige Spitzenführer Everton mit einer:=Niederlage gegen Leicester City die Führung an Derby County zum erstenmal abgeben müssen. Diese Niederlage erklärt sich in erster Linie daraus, daß Tom Lawton, Englands junger internationaler Mittelstürmer, von Fred Sharman, dem Mittelläufer von Leicester City, so gut bewacht wurde, daß er nie recht in den Zug kam. In der ersten Halbzeit kam Tom Lawton überhaupt nur einmal zum Schuß. Der junge Internationale war völlig„kaltgestellt" was Everton zwei wichtige Punkte und die Führung gekostet hat. Dabei ist Leicester City schon drauf und dran gewesen, seinen als„Stopper“ spielenden Mittelläufer abzugeben! Mehr Glück als Tom Lawton hat Evertons zweiter junger Mittelstürmer Bell eine Woche vorher gehabt, als er in Abwesenheit von Tom Lawion mit drei Treffern Everton zum Sieg führen konnte. Major Gardner auf der Autobahn Neue Rekordversuche Auf Einladung des Führers des deutschen Kraftsports. Korpsführer Reichsleiter Hühnlein. wird der englische Renn= und Rekordfahrer Major Gardner mit seinem MG.=Stromlinier am kommenden Sonnabend auf der Reichsautobahn Frankfurt.—Heidelberg Versuchsfahrten unternehmen. Major Gardner beabsichtigt, seine eigenen, bei der 1. Internationalen Rekordwoche vor einem Jahr an der gleichen Stelle erzielten Rekorde zu verbessern. Sollte am Sonnabend ungünstiges Wetter Erfolge vereiteln, wird Major Gardner am Sonntag und Montag erneut starten. Westsältsche Neueste Nachrichten Unglück im Bahnhof Hamm Zwei Lokomotivführer vom Zuge getötet Hamm. Ein furchtbares Unglück ereignete sich im Personenbahnhof Hamm. Die Reservelokomotivführer Adolf Löw und Heinrich Maaß, beide in Hamm wohnhaft wurden von einem einfahrenden Personenzug ersaßt und auf der Stelle getötet. Beide waren nach Beendigung ihres Dienstes mit dem zwischen Hamm und Wiescherhöfen verkehrenden Triebwagen. der in der Hauptsache der Beförderung der Reichsbahnbediensteten dient, nach Hamm gefahren. Der Bahnsteig für diesen Triebwagen liegt ganz am westlichen Ende der Anlage des Personenbahnhofs und hat nur einen besonderen Nebeneingang von der Wilhelmstraße aus. Die Eisenbahnbeamten, die zur Stadt wollen, pflegen dabei gewöhnlich den Weg über die Gleisanlagen zu nehmen. Beim Ueberschreiten derselben müssen die Verunglückten das Herannahen des aus Richtung Recklinghausen einfahrenden Personenzuges überhört haben. Löw wurde dabei noch 50 Meter weit mitgeschleift. Die Körper der Getöteten wiesen in der Hauptsache schwere Schädelverletzungen und Verstümmelungen auf. Frecher Judenschwindel Er„arbeitete“ auch in Bielefeld Kassel. Das Kasseler Schöffengericht verurteilte den jüdischen Betrüger Adolf Grünseld, der 20 Jahre alt sein will und die deutsche Staatsangehörigkeit nicht besitzt, zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr Gesängnis. Grünfeld hat im Juni dieses Jahres in den Leihämtern von Köln, Dortmund und Bieleeld Ringe, angebliche„platingefaßte Brillantringe" versetzt und dabei Beträge von 180, 150 und 300 RM. erhalten, obwohl diese Ringe kein Platin aufwiesen und die„Brillanten“ aus Glas mit aufgesetztem und geschlifjenem festen Brillantstaub bestanden. Diese Ringe sogenannte Doubletten, sind zu Täuschungsmanövern besonders geeignet und werden deshalb in Deutschland nicht hergestellt. Vor Gericht behauptete der Angeklagte, der oft nach Belgien, Frankreich und der Schweiz gefahren ist und sich nur vorübergehend in Deutschland aufgehalten hat, er habe die Ringe von einem Onkel, der Makler an der Diamantenbörse in Antwerpen sei, geschenkt erhalten. Im Bieleselder Leihhaus hatte er die versetzte Doublette sogar mit 1500 RM. versichern lassen. Zwischen Weser und Ruhr Sironik des Ager Freitag. 4. November 1933 Stadt und Kreis Herford Tödlich verunglückt Stift Quernheim. Als in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag gegen.30 Uhr der Bauarbeiter Wilhelm Hellmann von hier aus dem Bauabschnitt Bielefelder=Straße in Herford bei der Firma Gockel& Niebur mit dem Leeren einer Kipplore beschäftigt war, schlug plötzlich durch unglückliche Umstände die Seitenklappe zu, wodurch der Arbeiter H. vollständig eingeklemmt war. Nachdem der Bedauernswerte aus seiner verhängnisvollen Lage befreit war, konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Der Arbeiter Karl Bringewatt aus Häver, der ebenfalls dabei beschäftigt war, erlitt eine erhebliche Kopfverletzung und mußte dem Herforder Krankenhaus zugeführt werden. Land Lippe Detmold. Gauleiter Dr. Meyer in iddesen. Im Rahmen der Woche des Deutschen Buches werden in diesen Tagen im ganzen Gaugebiet eine große Zahl Volksbüchereien ihrer Bestimmung übergeben. In Hiddesen bei Detmold nahm Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Alfred Meyer die Gelegenheit wahr, bei der feierlichen Uebergabe einer mit Unterstützung der Lippischen Landesbibliothek eingerichteten Volksbücherei das Wort zu ergreifen, um über die Bedeutung des Buches für den schaffenden deutschen Menschen und für die deutsche Jugend zu sprechen. Die Veranstaltung, zu der die Gliederungen der Partei und die Arbeiterschaft aus den Betrieben aufmarschiert waren, sand aus dem Dorsplatz unter starker Anteilnahme der gesomten Einwohnerschaft statt. Lage. Aus dem Polizeigesänanis. Die Zahl der Personen, die im letzten Jahre im hiesigen Polizeigesängnis übernachteten, betrug insgesamt 98 gegenüber 170 im Vorjahre. Dieser Rückgang ist auf die wirksame Bekämpfung des Bettlerunwesens und vor allem auch durch den Rückgang der Arbeitslosenziffer(Arbeitsunwillige) zurückzuführen. Voßheide. Riesenkürbis. Ein Volksgenosse aus Lütte hat in seinem Garten einige Riesenexemplare von Kürbissen aufgezogen. Der größte unter ihnen erreichte ein Gewicht von 60 Pfund. Vondier wur um mersten gefragt Bierausstoß im Oberfinanzbezirk Westfalen stieg um 11,7 Proz. Nach den Erfassungen der deutschen Finanzstatistik ist der Bierausstoß(umfassend versteuerte und steuerfrei abgelassene Mengen) im Rechnungsjahr 1937/38 im Reichsgebiet um 9,3 v. H. gegenüber dem Vorjahr auf 43,6 Mill. Hektoliter gestiegen. An dieser Entwicklung haben alle Brauwirtschaftsgebiete Anteil. Im Brauwirtschaftsgebiet West, das die Oberfinanzbezirke Düsseldorf, Hessen, Kassel, Köln. Westfalen, Würzburg=West umfaßt, betrug die Steigerung 11,5 Prozent. Sie war am bedeutendsten im Bezirk Köln mit 13,6 Prozent, es folgen dann Hessen mit 13,3 Proz., Düsseldorf mit 11,8 Prozent, Westsalen mit 11,7 Prozent, Kassel mit 11,4 Prozent und Würzburg=West mit 8 Prozent. Insgesamt wurden im Bereich des Oberfinanzbezirks Westfalen 3598000 Hektoliter Bier im Rechnungsjahr 1937/38 ausgestoßen. Das entspricht 8,2 Prozent der deutschen Biererzeugung. Von der ausgestoßenen Menge entfielen 3584000 Hektoliter auf Vollbier und 5000 Hektoliter auf Starkbier, und 9000 Hektoliter auf Einfach= und Schankvier. Zu diesem günstigen Ergebnis hat neben der fortschreitenden Erstarkung der Kaufkraft der Bevölkerung das lang andauernde warme Wetter des Sommers 1937 erheblich beigetragen. Zur Herstellung des in den Brauereien des Bezirks erzeugten Biers wurden im Berichtsjahr 67931 Tonnen Malz verwendet. Erfreulich ist, daß die deutsche Bierausfuhr sich trotz der scharfen Konkurrenz und vielsacher Handelshemmnisse 1987/38 günstig weiterentwickelt hat. Es gelang den Exportbrauereien, die hauptsächlich in den Obersinanzbezirken Weser=Ems, Hamburg, München und Münster liegen, für die qualitativ hervorragenden deutschen Biere in allen Teilen der Welt neue Abnehmer zu gewinnen. Der Gesamtwert der aus dem deutschen Wirtschaftsgebiet im Berichtsjahr nach der Handelsstatistik ausgeführten Biermenge beträgt 9,1 Millionen RM. gegen.8 Millionen RM. im Vorjahre. hreis Minden Minden. Wasserstände der Weser weiter völlig ungenügend. Die Wasserverhältnisse der Weser waren im Sentember auf der Oberweser ab Hann.=Münden bei einer Tauchtiese von durchschnittlich 1,06 Meter(.05 Meter im August) unverändert schlecht. Nur an zwei Tagen am Ende des ersten Monatsdrittels konnte zu 185 Meter Tauchtiefe abgeladen werden. Das sind aber immer noch 50 Zentimeter unter Vollschiffigkeit, und einen Nutzen konnte die Schiffahrt aus dieser kurzen Besserung überhaupt nicht ziehen. Weit mehr als die Hälfte des Laderaumes mußte auch in diesem Monat wieder leer bleiben. An zwei Tagen warde sogar die durch Abgabe von Zuschußwasser aus derEdertalsperre gehaltene Mindesttauchtiefe von 1 Meter unterschritten. Nicht ganz so schlimm gestalteten sich die Verhältnisse auf der Mittelweser. Ihre Durchschnittstauchtiese ab Minden betrug.38 Meter(1,19 Meter im August). Südhemmern. Eine unbelehrbare Querulantin. Die Behörden haben heute wahrhaftig anderes zu tun, als sich dauernd mit allerlei Querulantenbriefen zu beschäftigen, die die Angeklagte M. B. aus Südhemmern in reicher Fülle anzubringen versuchte. Sie war deshalb bereits einmal wegen Beleidigung zu 45 Tagen Gesängnis verurteilt worden. Jetzt stand sie wiederum vor Gericht, weil sie in einem Briefe den Ortsbürgermeister beleidigt hatte. Inzwischen ist die Angeklagte in Gütersloh auch auf ihren Geisteszustand untersucht worden. In dem vorliegenden Gutachten wird ganz offenkundig von Querulantenwahnsinn gesprochen und die Angeklagte als eine unbelehrbare Querulantin bezeichnet. Doch wurde bisher von einer Sicherungsverwahrung abgesehen. Das Gericht erkannte auf eine Gesängnisstrafe von zwei Wochen. Trotzdem gab sich die Angeklagte mit diesem milden Urteil nicht zufrieden. Sie ist und bleibt eben eine Querulantin. Kreis Lübbecke Gediente Soldaten Die Ordnungspolizei stellt ein! X Die Ordnungspolizei hat ihre Einstellungstermine so gelegt, daß die in diesen Tagen ausscheidenden Wehrmachtsangehörigen mit einer Dienstzeit von zwei bis fünf Jahren für die Einstellung als Wachtmeister der Schutzpolizei berücksichtigt werden können. Die Einstellungen werden am 1. Dezember 1938 oder 2. Januar 1939 vorgenommen. Dabei sind folgende Bedingungen zu berücksichtigen: Vorgeschriebenes Alter am Tage der Einstellung bei Angehörigen des Geburtsjahrganges 1915 ohne Beschränkung, im übrigen Höchstalter: vollendetes 24. Lebensjahr für dreijährig Gediente, vollendetes 25. Lebensjahr für vierjährig Gediente, vollendetes 26. Lebens. jahr für fünfjährig Gediente. Ausnahmsweise können bei besonderer Eignung auch Bewerber eingestellt werden, die das festgesetzte Höchstalter um nicht mehr als sechs Monate überschritten haben. Einstellungsstellen sind u..: Das Kommando der Schutzpolizei in Hamburg, Bremen, Wilhelmshaven und Braunschweig. Bewerbungsgesuche sind möglichst bald an die dem Wohnort des Bewerbers nächstgelegene Einstellungsstelle zu richten. Lübbecke Neue Ortsgruppen. Aus organisatorischen Gründen werden im Kreise Lübbecke zwei große Ortsgruppen geteilt, serner werden einige Stützpunkte zu Ortsgruppen erhoben, so daß insgesamt acht neue Ortsgruppen der NSDAP. im Kreisbereich entstehen. Lübbecke. 1500 Pferde in Parade! Am Dienstag dieser Woche war Brockumer Markt. Brockum, das Kirchdorf im benachbarten Kreise Diepholz, dessen Pferdemarkt weithin berühmt ist, übte wieder seine alljährliche Anziehungskraft aus. Ueber 1500 Pferde füllten den geräumigen Marktplatz. Der Handel war lebhaft. Auch in die heimischen Bezirke um Minden und Bückeburg wurden in Brockum gekaufte Pferde übergeführt. Saugfohlen bester Klasse kosteten 400—500 RM., 1½jährige Pferde bis 900 R., 2½ jährige bis 1000 und 1100 RM. Dagegen waren Pferde mittlerer Güte und Arbeitspferde in höherem Alter wohlfeiler. Grafschaft Schaumburg Rinteln. 360 Zentner gesammelt. Nach dem endgültigen Gesamtergebnis der Aehrenlese wurden im Kreise Grafschaft Schaumburg 360 Zentner Getreide, darunter allein 173 Zentner Weizen, gesammelt. Kreis Hörter Holzminden. Zum Ministerialrat ernannt. Der Führer und Reichskanzler hat den Oberregierungsrat Adolf Otto aus Holzminden, augenblicklich im Reichsforstamt Berlin, zum Ministerialrat befördert Ministerialrat Otto war längere Zeit im Ministerium in Braunschweig als Oberregierungsrat tätig. Er entstammt einer alteingesessenen Holzmindener Familie. Brakel. 30 Jahre Direktor der Kreissparkasse. Der Direktor Josef Kiene konnte Anfang dieses Monats an seinem 60. Geburtstag auf eine 30jährige Tätigkeit als Direktor der Kreissparkasse des Kreises Höxter in Brakel zurückblicken. K. ist der dritte Leiter der 1848 gegründeten Kreissparkasse und hat das Institut zu einer beachtenswerten Höhe gebracht. der 39 Jahre alte Arbeiter Heinrich Blanke, Hammer Straße wohnhaft, kurz vor seiner Wohnung die Fernverkehrsstraße 61 überqueren wollte, wurde er von einem Biele selder Auto erfaßt und überfahren. Blanke wurde mit einer schweren Gehirnerschütterung bewußtlos in das Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Unfall ereignete sich auf der Strom berger Straße. Als dort ein Lastzug mit zwei Anhängern die Wilhelmshöhe nicht hinaufkam. hängte man einen Wagen ab. Kurz darau wurde dieser Anhänger von einem aus Belecke stammenden Lastzug, bei dem die Bremse per sagte, buchstäblich ineinandergefahren. Es entstand ein wüster Trümmerhausen und ein Verkehrshindernis, das den Straßenverkehr für einige Zeit lahmlegte. Personen kamen glück licherweise nicht zu Schaden. Kreis Warendorf Milte. Ein weibliches RAD.= Lager. Seit längerer Zeit waren Landrat und Gauinspekteur Pg. Gerdes und Kreisbauernführer Pg. Schwegmann um ein weibliches Reichsarbeitsdienstlager für den Kreis Warendorf bemüht. Wie wir erfahren, sind die Bemühungen nunmehr von Erfolg gewesen. Das erste Lager dieser Art im Kreise Warendorf wird am Ortsausgang von Milte nach Warendorf hin, unweit des Sportplatzes, erbaut und von vier Gruppen(jede Gruppe umfaßt zwölf Mädel) bewohnt werden. Die Lagergebäude werden dem münsterländischen Landschaftsbild angepaßt und in Fachwerk errichtet werden. Paderborner Land Salzkotten. Mauer eingefahren. Beim Zurücksetzen seines Kraftwagens fuhr der St. R. die an der Kreuzung Schützenstraße—Klingenstraße befindliche Mauer ein. Trotzdem die Mauer vollständig zertrümmert wurde, kam der Fahrer mit dem Schrecken davon. Salzkotten. Ein Kind stürzte vom Wagen. Einen bedauerlichen Unfall erlitt das dreijährige Söhnchen des Klempners I. K. von hier. Als das Kind auf einem Wagen spielte, siel es unglücklich herunter und brach sich ein Bein. Der Junge mußte in das Krankenhaus eingeliefert werden. Kreis Melle Melle. Schulungswoche im Hermann=Göring=Heim. Zum ersten Male sand im Felerraum des Hermann=Göring Heims eine siebentägige Schulung statt. 260 Politische Leiter, Walter und Warte sowie Parteigenossen waren zu dieser weltanschau lichen Schulungswoche geladen. Bedeutsame Redner, u. a. der Leiter der Gauschulungsburg Pewsum und Boothölzberg, Gauamtsleiter Bollmann=Mörs, Oberst von Hartmann, Hauptschriftleiter Föge, Gauhauptstellenleiter Haase und Reichshauptstellenleiter Schmidt aus Wien waren für die Vorträge gewonnen. Eine erlebntsreiche Morgenseier am Sonntag beschloß diese bedeutsamen Tage, die alle Teilnehmer mit Kraft und Mut erfüllten.(146 Meine Damen! Kreis Bechum Beckum. Die Kette der Verkehrsunfälle reißt nicht ab! Als abends Die neuen und eraktischen Medelle der Striekwaren-Abtel ung im Modenhaus Kempe Obernetraß 12 sind richtlg für dieses Wetter. Zum Wochenende besser Die seit einigen Tagen bestehende Westwetterlage bleibt beständig. Mit wechselnden Luftmassen wandern die Störungen vom Atlantik her über Mitteleuropa und bedingen das unbeständige und oft unsreundliche Wetter. Die eingeschlossene kühle Luft hat höheren Druck aufgebaut, wodurch es auf einige Stunden ruhiger wird. Aber ab übermorgen wird es wieder regnerisch sein. Nachts ist weiterhin bei Aufklaren mit Bodenfrost zu rechnen. Aussichten für Ostwestsalen Freitag: Nach Dunst und Nebel ziemlich heiter, später wieder Eintrübung und Niederschläge. In der Nacht Winde aus Südwest. Temperaturen ohne wesentliche Aenderung. Sonnadend: Trübe und regnerisch. Erst nachmittags geringe Besserung. Frische Südwestwinde, gleichzeitig wechselnde Temperaturen.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbeständig. zum Sonntag eine Überraschung: Mit Backen Sie einmal die feine Bananentorte! Dr. Oetker- Wrce V. Bäldichen de datdare Sinnshzelse geschaltenm donaumn daraut dosholbe pächchmn Genrnsgnlseuig.. ulwee echucd uigpe ee egre ge ee eee eieshgean en enrbenr gegeven. Damu der wun sanutfest wird, muß bie Tarte recht halt gestallt#erden. Jur Deruerung Scme, Schue. xpoemn wons gr, Puld lontieh wich, muth de Kach ancbt halt gestel unden Zur Vernzgruns Daruistans: hejetnufiherne ober Streut man bis in Scheiben geschnittenen hafslnusherne ober Mendein auf den Hand der Tocke. abgezogene(Handein. Auns apsschnalten! Kr Becking=Kallee ist bekannt im Minden Ravensberger Land Kafleefachgeschäft Rathausstr. 12a staatlich geprüfter Augenoptiker Rathausstraße 6 Joto: Blelefeld, Rothausstraße 8 Des Spezlel-Geschäft seit 27 Jahren FOTO-APPARATE schon von.— Mk. an FOTO-ARBEITEN QUALTKTS-AUSFUHRUNG Bräunlichs Kal#ee dle verzügliche Qualität Rathausstraße Nr. 14 K Spielwaren-Ludewig Hans Regenbogen das gute Fachgeschätt für Tabak, Zigarren, Zigeretten Rathausatraße, Ecke Schillerplatz Rannen Sie schon den Butterkeiler am Alten Mackt? Von außen gesehen ist er nur ganz unscheinbar, aber für Käse. 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Meist ist er traditionsgebunden, und wenn die Stadt noch so sehr von Jahr zu Jahr über das Weichbild hinauswächst, es bleibt inmitten der Stadt immer diese eine Stelle, die der Begriff der Stadtmitte eben ist. So ist es auch in Bielefeld! Der Alte Markt ist dafür bekannt, daß man sich inmitten der Stadt befindet. Tatsächlich ist das auch so! Das braucht nicht nach dem Stadtplan noch ausdrücklich bescheinigt zu werden. das merkt auch jeder Fremde von selbst. Manche Geschebnisse sind im Laufe der Zeit über diesen Platz schon hinweggegangen: die alten Häuser aber, die Zeugen dieser gewerbefleißigen Stadt. sind noch heute die Zeugen desselben Gewerbefleißes. Neue Gebäude sind hinzugekommen, aber in allen Räumen rings um den Alten Markt ist man betriebsam, weiß man. was man einem Stadtmittelpunkt schuldig ist. Nicht anders ist es mit der Rathausstraße, dieser Ausfallstraße in früheren Jahren vom Alten Markt zum Weichbild der Stadt. Schon lange bat diese Straße eine andere Bedeutung bekommen, denn sie ist eine Geschäftsstraße erster Ordnung geworden. Man kann ruhig sagen: erster Ordnung. denn Schaufenster reiht sich an Schaufenster. und vielgestaltig sind die Waren, die hier angeboten werden. So sind der Alte Markt und die Rathausstraße beinahe eine Einheit, wenn auch verschieden in der Art ihrer Geschäfte. einheitlich jedoch in der selbstauferlegten Verpflichtung, stets zufriedene Kunden zu haben. Kunden, die immer wiederkommen zu„ihren“ Einkaufsquellen am Alen Markt oder in der Rathausstraße. Alter markt wnn-Geschäftsstelle und ferr mehler sind für viele Bleiefelder ein Begriff geworden. Das tritt besonders deutlich in Erscheinung, wenn man das dauernde Kommen und Gehen in der WNN.-Geschäftsstelle beobachtet. Anfragen über alle möglichen Dinge laufen hier ein und viele tausend Wünsche, die Herrn Mehler Im Laufe der Jahre vorgetragen wurden, fanden mit Hllfe der WNN.- Kleinanzeige Erfüllung. Wie könnte as such anders sein, Im Herzen der Stadt in der Geschäftsstelle der größten Bleiefelder Tageszeitung Preisverzeichnis für Schuhausbesserungen# Bursten Besen, Aufnehmer Bohnerwachs, Matten Dicke nur Rathausstraße 10 Heute nochmals irisch: Schellisch. So0 H 40etg. brüne Heringe r## 50 g. Bahnholstr. de- Rathausstr. 12 Für Haar- und Schönheitspflege Telefon 2372 INTEERGE P gaon! 8 Echoßa hausraße kehr Sbrung Tiroler Handschuhbaur A. NIESEN, Rathausstr. 6 Uhren- Optik Böckelmann Markt 5 Kunsthandlung H. U. M. FREUDENAU Rathausstraße 11 Gemölde, Graphik, Drucke, Bildereinrahmungen Karzerkase gelid u biauschimmet, velt, pikant u. Peckig mit Molkereibutter und Elern täglich irisch KOCHKaSG zubereitet, müd und leicht verdaulich zwei leine, nahrhafte und doch sehr billige Käse kauft man bei Kronsbein, Käsefachmann, Am Markt 3 Werner Nachf. Unh. Bernhardine Jasoby, Pederbern) Am Markt Fachgeschäft für kunstgewerbliche Handarbeiten Butter-Fachhandlung Hammonia Rathausstraße 11 Suppen Spielwaren-Ludeuig. Rathausstr. In jedem Raus werden die WUNN. gelesen 0BST SUstrüchte Lindner Rathausstraße 14 WHE A W Sudetendeutschland kehrt hoim Staatspolitisch wertvoller Film der Tobis H. Kleibert hat aus dem Sonderdienst der Tobis einen Film zusammengestellt, der die welthistorischen Ereignisse von der tschechischen Krise bis zur Heimkehr des Sudetenlandes ins Reich auf der tönenden Leinwand nochmals entwickelt. Verödete Fabriken, zertrümmerte Maschinen, arbeitslose Deutsche, die in Höhlen und im Elend hausen, sind die Anfangsbilder, die sich über die denkwürdige Kundgebung in Komotau bis zur tschechischen Mobilmachung steigern. Dramatisch sind die Flüchtlingsszenen eingefangen, als der Terror durch die Städte raste und bedrohte Familien mit dem nackten Leben die Grenze passierten. Politischer Höherunkt wird die Führerkundgebung im Sportvalast, die mit eisernem Willen die Entscheidung herbeizwingt. Dazwischen sieht man interessante Einzelheiten der Reisen Chamberlains nach dem Obersalzberg und nach Godesberg. sväter die denkwürdige Begegnung der vier Staatsmänner Europas in München. Zur Maginot=Linie ausrückende französische Truppen. in aller Eile ausgehobene Luftschutzkeller in London malen das Schreckgespenst des Krieges an den Himmel, das durch die Entschlossenheit des Führers und des Duce verscheucht wird. Ergriffen läßt man die Bilder von dem Einmarsch der deutschen Soldaten ins Sudetenland vorüberzieben, man wird gepackt von der Freude und Herzlichkeit, die den Führer in diesem so lange geknechtet gewesenen und jetzt befreiten Land empfängt. Der Tobis=Film„Sudetendeutschland kehrt heim" hat die ihm verliehenen Prädikate„Staatspolitisch wertvoll und volksbildend" verdient. Große Nachfrage nach„Mein Kampf“ in Dänemark. Das Buch des Führers„Mein Kampf“, das der Verlag Hagerup, Kopenhagen, in dänischer Sprache herausgebracht hat, ist völlig vergriffen. Gerade in den letzten Wochen hatte eine außerordentlich starke Nachfrage eingesetzt. Damit sind rorerst 15000 Exemplare des Buches abgesetzt worden, eine für dänische Verhältnisse außerordentlich große Zahl, zumal zahlreiche Dänen das Buch auch in deutscher Sprache besitzen. Der Verlag, der soeben auch das Hermann-Göring= Buch von Erich Gritzbach in dänischer Sprache herausgebracht hat, wird eine neue Auflage des Führer=Buches„Mein Kampf“ drucken. 90ulsten Sie schon—2 ... das alle Tiere am besten nach dem Fressen schlafen Man kann immer beobachten, daß z. B. Hunde und Katzen sich, sobald sie gesättigt sind, zu ihrem Schläschen zusammenrollen. ... daß die Chrysantheme bereits seit 2000 Jahren in menschlicher Kultur gezüchtet wird. ... daß die Gamaschen aus der Zeit stammen, in der die vornehmen Herren Kniehosen und seidene Strümpfe trugen. Die langen Gamaschen dienten damals hauptsächlich dazu, die Strümpfe gegen Spritzer zu schützen. ... daß die Kolibris die einzigen Vögel sind, die auch rückwärts fliegen können. ... daß 95 Prozent aller Badewannen der Welt auf die Vereinigten Staaten entfallen, die im ganzen 185 Millionen aufweisen. Außerhalb der Vereinigten Staaten entfallen 535 Badewannen auf eine Million Menschen, während in der Union 143 300 Badewannen der gleichen Menschenzahl zur Verfügung stehen. ... daß die Walfische der Eismeere eine bis vierzig Zentimeter dicke Speckschicht zum Schutze gegen die Kälte besitzen. .., daß ernstzunehmende griechische Schriftsteller, unter ihnen Aristoteles, behaupteten, daß das Löwenblut so heiß sei, daß man mit ihm Diamanten schmelzen könne, und das Löwenknochen hart genug seien, um mit ihnen Feuer zu schlagen. ... daß man bei starken Tabakrauchern an deren Finger= und Zehenspitzen Temperaturabfälle bis zu sieben Grad feststellen kann. Man nimmt an, daß durch die Einwirkung des Nikotins der Blutkreislauf in den feinsten Gefäßen des Nagelfalzes verlangsamt bzw. zum Stillstand gebracht wird, was die Temperaturabnahme zur Folge hat. mt, — 4r Ihnom Außoren dn der Anem Auperen den modischen Schlußpunkt ## verleiht. Neuortig uschön in Schnitt Forbe und form me # sna die berostmovene.# 4 ekslaäsbe der setzten Nlode stete bei Miedernstr. 46 Sie brauchen Ihre Lebenshaltung nicht ändern, unsere Prese sind ja so erlreulich klein mit wöchentl. RM..35 haben Sie diesen besonders schönen Wintermantel bezahlt. Eigentlich ist er ja noch bedeutend billiger, da Sie ja Ihren Mantel 5 bis 6 Jahre tragen. sind es ja nur etwa 25 Pig., die Sie wöchentl. dafür aufwend Also für diesen Mantel in leinem DiagonalVelour Revers u. großen Taschen mit echt. Withecoat bes. zahlen Sie RM. 69.75 Mantel-Etage Topp Bahnholstraße 13 Modischer Boucle-Mantel. Revers u. eine gr. Tasche mit Zobelfeh besetzt. sehr lesch RM. 73.— mit echt indisch Lammplatte. 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Kirchen, Schulen usw. um es vor Zer wurde foraiältia stertlissert, fes eor Fistorung durch Bakterien, Bühähsern. e Gewölbe geschlossen, das erst sechs Jahrtausende nach uns wieder ein menschlaher Fuß betreten wird, wenn man sich an Vorschriften hält und wenn nicht sonst allerlei eintritt, was kein Mensch vorhersagen kann, denn in sechs Jahrtausenden mag sich in dieser unruhvollen Welt so manches ereignen. ..„Männer der Universität zu Atlanta scheinen der Ansicht zu sein, daß nicht viel von den Kulturschätzen der Gegenwart sich bis ins achte Jahrtausend hinüberretten wird, wenn man es nicht vor dem Zahn der Zeit in sterilisierte unterirdische Stahlkammern rettet. Ganz abgesehen davon, daß Naturkatastrophen, Brände, Kriege. Revolutionen Bibliotheken vernichten können, ist vielfach der Gedanke ausgesprochen worden, daß sich das bei den Büchern, den Druckerzeugnissen unseres Zeitalters verwendete Papier nicht sehr gut hält und keineswegs viele Jahrtausende überdauern wird wie etwa die Kulturdokumente Aegyptens und Babylons. v# Hier, spielen auch Klimaverhältnisse eine aus der den Gräsern nabestehenden Paphrus=Pflanze stellten sich die Aegypter ihr so außerordentlich dauerhaftes Schreibmaterial her, ihre„Papyri“ die mit Tusche beschrieben wurden. Es ist erstaunlich, daß sich in den vielen, mitunter vier Jahrtausende alten Abfallhaufen und Schutthügeln, die man in der Nähe früherer ägyptischer Ortschaften antrifft, wundervoll erhaltene Papyri finden, Briefe, Rechnungen, Akten, Gesänge, Erzählungen usw., die uns tiefe Einblicke in die Gedankengänge und Verhältnisse eines der ersten großen Kulturvölker gestatten. Man stelle sich vor, daß Zeitungen, die wir aufheben, bereits nach wenigen Jahrzehnten vergilben, brüchig werden, oft kaum noch leserlich sind, obwohl sie vor den Unbilden der Witterung geschützt verwahrt werden. Aber die ungemeine Trockenheit des Klimas hat die unter dem heißen Wüstensand liegenden Papyri in den Schutthügeln vorzüglich konserviert. und nicht minder gute Ausbeute erhielt die Forschung, als sie vorsichtig die aus alten Schriften fortgeworfenen Papyri zusammengepreßte Pappsärge wieder entblätterte. Diese„Altpapier=Verwertung" der Aegypter hat uns ganz vortreffliche Einblicke verschafft in das Leben und Treiben der Menschen einer längst vergangenen Epoche. Noch besser erhalten sind naturgemäß die Tontaseln, Tonzylinder, auf denen die Babylonier in Keilschrift ihre Mitteilungen eingruben. Es bedeutet für die archäologische Wissenschaft ungemein viel. als die Engländer 1854 zu Ninive die Bibliothek des Königs Assurbanipal im Schutt des alten Palastes auffanden. Zehntausende von Tontafeln. die über das ganze Wissen und Können jener Zeit orientieren. Assurbanipal hatte eine große Zahl von Schriftgelehrten, die unter einem Bibliotheksmeister standen, in seine Dienste genommen und sie beauftragt, alles Bedeutende aus dem Schrifttum jener Tage niederzulegen: aber auch bereits vorhandene, viel ältere Tontafel=Texte wurden da(vielfach mögen sie bei Eroberungszügen geraubt sein) gesammelt und der Bibliothek des großen Königs, der sich „Beherrscher der Welt" nannte, einverleibt. Er war ein großer Feldherr, aber wir sehen. daß er auch einen königlichen Sinn für Kultur hatte und der Nachwelt damit Gutes erwies. Vielleicht wird man im Jahre 8000, wenn die Pessimist und Optimist Im Jahre 1736 saßen in Paris zwei Straßenräuber zusammen im Gefängnis. Beide sollten gehängt werden. Der eine war Pessimist der andere Optimist. Der Pessimist, der keine Rettung mehr sah zog es vor, dem„Monsieur de Paris“ Sanson die Arbeit zu ersparen und erhängte sich eines Nachts selbst. Am nächsten Tage brachte man einen Sarg und legte ihn hinein. um ihn abzutransportieren und zu begraben. Die Träger gingen jedoch zuerst noch einmal hinaus, um Diese Gelegenheit benuste der Optimist Er nahm seinen toten Genossen aus dem Saro heraus und postierte ihn in lebendiger Haltung auf die Pritsche, als ob er schliefe, wobei er ihm mit der Decke halb das Gesicht Dann legte er sich selbst in den Schrein un schloß den Deckel wieder. 5 Nach einer Weile erschienen die Tlager und trugen den Sara, ohne sich weiteg azzg, halten, hinaus. Als sie nun auf dem„.leohof angekommen waren, ging in ihm entsetzliches Gepolter los. In abergläubischem Schrecken ließen sie ihn fallen und entflohen Und der Insasse kroch eiligst heraus, kletterte Aber die Kirchhofsmauer und entflob ebenfalls. Nachwel; die Stahlkammer der Universität Al. lunta offnet, die Männer, die da einen Spiegel der Jetztzeit hinterlassen haben, ebenso preisen, falls nicht die ganze Kultur inzwischen in Barbarei versunken ist und man die alten Zeugen unseres Zeitalters als wertlosen Plunder in die Luft sprengt.— Derlei ist schon dagewesen! Die größte und herrlichste Bibliothek der alten Zeit befand sich zu Alexandria, einer der größten und schönsten Städte des Alteriums, am Mittelländischen Meer, dort wo der Nil mündet. Die bedeutendsten Gelehrten jener Tage hatten rund eine halbe Million Bücherrollen zusammengebracht. Alles, was die Gelehrten Aegypiens, Babylons, Indiens. Griechenkands und Roms auf sämtlichen nur denkbaren Gebieten des Wissens, der Geschichte, der Dichtkunst wußten und ermittelt hatten, war hier aufgestapelt. Als Julius Cäsar 47 v. Chr. zu Alexandria in schwere Kämpfe verwickelt wird und die Flotte des Feindes in Brand steckt, treibt der Sturm die Funken über die Hasenstadt, und die Bibliothek geht in Flam men auf; eine halbe Million Pergamentrollen verbrennt. Unwiederbringliches sinkt in Schutt und Asche. Leute, die da sagen, daß alles Böse vom Weibe kommt, behaupten, die Bibliothek wäre erhalten geblieben, hätte sich Julius Cäsar nicht den Werbungen der Königin Kleopatra geneigt gezeigt, einer Frau von großer Schönheit und von geistiger Bedeutung. Er setzte die Vertriebene wieder auf den Thron, so den Aufstand der Gegner auslösend und nun gezwungen, sich mit allen Mitteln zu halten.— Wenn es auch wahr ist, daß Kleopatra ihm einen Sohn gebar. so kann man doch nicht behaupten, daß dieses erotische Zwischenspiel im großen Geschehen die Schuld am Untergang der herrlichsten Bibliothek der Alten Welt trägt. Aber das Drama ist noch nicht zu Ende! Marcus Antonius schenkt später derselben Kleopatra eine zweite bedeutende Bibliothek; sie gehi abermals zugrunde, als unter der Anführung des Erzbischofs Theophilus im Jahre 391 infolge religlöser Streitigkeiten ein fanatisierter Hause die Stätte der Wissenschaft verwüstet. Man hat später behauptet, daß die Araber den Rest der Bibliothek zu Alexandria im Jahre 640 verbrannten: Monate hindurch habe ihr Feldherr Amru damit die Badestuben seiner Truppen heizen lassen, denn der Kalif Omar habe diese Bücher für wertlos erklärt, mit der Bemerlung: entweder stehe darin, was im Koran stehe(dem heiligen Buch der Mohammedaner), und dann seien sie zwecklos, oder es stehe das Gegenteil darin, und dann seien sie schädlich!— Neuere Forschungen haben keinerlei Beweise für diese Behauptung erbracht. Das Schicksal der alexandrinischen Bibliothek ist ein Warnmal, auch heute noch nicht vergessen, und es wäre so manche andere Bibliothek, so manches Museum und mancherlei anderes Kulturgui zu nennen, das als Kriegsfackel unterging, während es bestimmt war, etwas Licht in die Gehirne zu bringen. —„Wie wird die Welt im Jahre 8000 aussehen?“ fragen die amerikanischen Zeitungen. Es ist ein phantastischer Gedanke, sich vorzu stellen, daß sechs Jahrtausende nach uns Men schen jenen Raum öffnen werden. die Schallplatten und die Filme ablausen lassen, die von der Gegenwart berichten, und die Zeitungen lesen, die von den Sorgen und Freuden unserer Tage sprechen. Wird man mehr unsere Kultur oder unsere Unkultur bewundern? Wer will es wissen? Gert Lunch: Die Hiatte frAnn.— Ein rechter Spaßvogel fürwahr, dieser fremde Motorradfahrer, den das Wetter in das Wirtshaus getrieben hatte. Die Schnurren, die er zum besten gab, waren nicht von schlechten Eltern. Die Männer, die am Ofentisch saßen, lachten aus vollem Halse und knallten sich auf die Schenkel. Der Spaßvogel machte eine Pause, zog die Uhr und bemerkte, daß er bald aufbrechen müsse. „Eine schöne Nickeluhr“, sagte der anwesende Uhrmachermeister,„darf ich mal sehen?" —„Bitte." Der Spaßvogel hakte die Kette ab und reichte die Uhr über den Tisch. Der Meister setzte die Brille auf. löste den Rückdeckel, und stutzte. Potztausend nochmal! Während er scheinbar das Werk beschaute, sah er sich den Spaßvogel genauer an. Dann schloß er den Deckel und gab die Uhr zurück. „Danke“, sagte er„es ist eine unverwüstliche Uhr. Wo haben Sie sie gekauft?"—„Es ist ein Erbstück“, lautete die Antwort. „So, so, ein Erbstück. Dann sind Sie billig dazugekommen!" „So ist es“, lachte der Spaßvogel. „Da fällt mir eine Geschichte ein“ fuhr der Meister fort,„die sich vor sieben Jahren zutrug, als ich noch im Oberland wohnte. Eines Abends, kurz vor Ladenschluß, kam ein Fremder, um eine Taschenuhr zu kaufen. Er wählte eine gebrauchte, die ich angekauft und repariert hatte. Es war eine gute Uhr. Sie kostete dreißig Mark. Er steckte sie gleich in die Westentasche und legte einen Hundertmarkschein auf den Ladentisch. Die Banknote war noch steif; sie knisterte zwischen den Fingern. Nun hatte ich nicht genug Wechselgeld in der Kasse. „Einen Augenblick', sagte ich. sich muß erst wechseln lassen". Der Kunde ermahnte mich zur Eile, er müsse zum Zug. Ich lief zum Wirt nebenan. Der Wirt war nicht da, doch die Wirtin wechselte. Als ich zurückkam, stand der Fremde schon vor der Ladentür. Ich zählte ihm siebzig Mark auf die Hand. bedankte mich nochmals und— ließ ihn zur Bahn eilen.— Am anderen Morgen trat der Wirt in den Laden.„Du treibst seltsamen Scherz“, begrüßte er mich, indem er die Banknote hinwarf, hängst meinem Weib einen alten blauen Hunderter auf!“ Ich will es kurz machen. Als ich mich vom ersten Schrecken erholt hatte, ging ich zur Volksbank und verschaffte mir die Gewißheit, daß der neue knisternde Hunderter ein alter Vorkriegshunderter war.“ „Mir wäre das nicht passiert“ warf der Schreiner ein.„Die ungültigen blauen Hunderter kennt doch jedes Kind!" Der Meister wiegte bedächtig das Haupt. „Je nachdem“ erwiderte er.„Wenn die blauen Hunderter beim Kinderspielzeug liegen wird niemand auf den Gedanken kommen, sie ernst zu nehmen. Aber wenn der blaue Hunderter, den ich damals nur vom Hörensagen kannte, von einem vertrauenerweckenden Kunden ernsthaft in Zahlung gegeben wird, dann kann ein Argloser schon hereinfallen. Selbst die Wirtin, die mit Geld täglich umging. spannte es nicht. Freilich, ein zweitesmal führt mich keiner mehr an. Ich trage den Schein zur Warnung stets bei mir. Hier ist er.“ Er zog die Brieftasche, nahm den blauen Hunderter heraus und ließ ihn von Hand zu Hand gehen. „Wie ging die Geschichte aus?“ fragte der Sattler.„Mußte der Wirt entschädigt werden?“ „Selbstverständlich" versicherte der Meister,„ich mußte den blauen Hunderter auslösen und hatte schweren Verlust. Wie groß war der Verlust, was meint ihr? Rechnet mal nach!“ „Sehr einfach“, sagte der Schreiner.„Verlustposten sind erstens die Uhr im Werte von dreißig Mark, zweitens jene siebzig Mark, die der Schelm auf die Hand bekam. und drittens die Rückzahlung des Wechselgeldes in Höhe von hundert Mark. Macht insgesamt zweihundert Mark Verlust.“ „Falsch!", rief der Sattler.„Der Betrag von dreißig Mark, die Einnahme für die Uhr. verblieb der Ladenkasse. Also ist nach Adam Riese der Verlust einhundertsiebzig Mark.“ „Weit gefehlt“, mischte sich der Bäcker hinein.„Jene siebzig Mark, die der Schelm herausbekam, stammten wohlgemerkt vom Wechselgeld. Hundert Mark Wechselgeld wurde ersetzt, und die Uhr von dreißig Mark war heidi. Also war der Verlust hundertdreißig Mark.“ „Red' keinen Stiefel“ ereiferte sich der Sattler.„Ich sagte doch eben, daß dreißig Mark für die Uhr vereinnahmt wurden. Diese dreißig Mark sind da. Davon nagt die Maus keinen Span ab.“ „Aber so nimm doch Vernunft an“ erwiderte der Bäcker.„Diese lächerlichen dreißig Mark, auf denen du herumreitest, gehörten doch gleichfalls zum Wechselgeld. Als dann das Wechselgeld ersetzt wurde, blieb für die Uhr keine Einnahme. Also war der Wert der Uhr als Verlust zu buchen. Der belief sich. wie gesagt. auf hundertunddreißig Mark.“ „Laßt mich mal reden“, schmunzelte der Wirt.„Ihr seid allesamt auf dem Holzwege. Die Sache ist halb so schlimm. Unser Freund, der Uhrmacher, nahm einfach siebzig Mark aus der Tasche, legte die für die Uhr vereinnahmten dreißig Mark dazu, und ersetzte damit das Wechselgeld. Basta. Verlust siebzig Mark.“ „Und die Uhr?" riefen sie.„Die bezahlt wohl der liebe Gott? Bist ein seiner Rechner, Wirt. Pack' ein!" „Ja so. die Uhr!“ der Wirt kraute sich hinter dem Ohr und wurde in seiner Rechnung irre.—„Was meinst du, Michel?". wurde der Leithenbauer gefragt, der als verschmitzt galt. Der nahm die Pfeise aus seiner Zahnlücke und räusperte.„Meine Meinung ist die. Die Uhr, Ladenpreis dreißig Mark, kostete in Einkauf etwa zwanzig. Demnach wären zwanzig Mark für die Uhr auszusetzen, und hundert Mark für das Wechselgeld. Der tatsächliche Verlust betrug also hundertzwanzig Mark!" „Ich widerspreche“, rief der Sattler.„Die Uhr ist mit dreißig Mark anzusetzen. Ganz gleich, was sie im Einkauf kostete. In diesem Falle ist verlorener Gewinn auch Verlust.“ In diesem Augenblick schaute der halbwüchsige Wirtsbub aus der Tür.„Dieter". rief der Uhrmacher.„lauf doch schnell zum Wachtmeister hinüber und richte aus, er möchte auf einen Sprung zu seinem Schwager ins Wirtshaus kommen."„Jawohl“. sagte der Junge und lief. „Ihr müßt wissen" erklärte der Meister mit hinterhältigem Lächeln,„daß mein Schwager, der Wachtmeister, ein ausgezeichneter Rechner ist und euch etwas vorrechnen wird. Ihr werdet euer blaues Wunder erleben.— Und Sie“, fuhr er fort, sich an den Spaßvogel wendend.„ Sie sind so schweigsam geworden? Möchten Sie nicht auch Ihre Ansicht äußern, wie groß der Verlust war, den ich damals hatte?“ „Hier“, sagte der Fremde mit veränderter Stimme, indem er die blaue Banknote, die der Meister hatte herumgehen lassen, zusammengefaltet zurückreichte,„hier gebe ich Ihnen den Hunderter wieder. Und was den Verlust anbelangt, so betrug er genau hundert Mark.“ „Ausgeschlossen!"—„Wieso denn?"— „Falsch!“, riefen sie durcheinander.— Der Uhrmacher faltete den merkwürdig dick gewordenen blauen Hunderter, unauffällig auseinander und sah, daß er zwei gute Fünfzigmarkscheine enthielt. Er steckte die Noten ein.„Jawohl" pflichtete er dem Spaßvogel bei,„der Verlust war genau hundert Mark. Es ist die einzige richtige Lösung!" Da kam schon der Junge zurück und meldete, daß der Wachtmeister nicht daheim sei. „Macht nichts“, sagte der Meister.„Eigentlich 4. November 1938 Echt böhmischer Straßenstaub Menzel und sein Modell Friedrichs des Großen Ein in Berliner Künstlerkreisen damals sehr bekanntes und gesuchtes Modell der „schöne Adolf“ hatte auch bei seinem Namensvetter Adolf Menzel reichlich Beschäftigung gesunden.„Adolf“ hatte auch häufig zu Darstellungen Friedrichs des Großen Modell gestanden und sich in diese„Rolle“ mit der Zeit so eingelebt, daß er jedem Wink des Meisters in bezug auf Haltung, Gewandung usw. spielend zu folgen verstand. Nur einmal stand Adolf nicht ganz nach des Meisters Ideen. Das war, als Menzel mit dem Gemälde„Friedrich der Große besucht Kaiser Joseph in Böhmen" beschäftigt war. Vor der Sitzung hatte der Meister sein Modell darauf hingewiesen, daß Friedrich möglichst echt das heißt mit staubigen Stiefeln erscheinen müsse. Denn auch eines Preußenkönigs Stierel verlören nach so einer beschwerlichen Reise ihren ursprünglichen Glanz. Adolf begibi sich darauf zur Vervollständigung seiner„Echtheit“ auf die Straße und entdeckt auch gleich schräg gegenüber an einem Bau einen ansehnlichen Hausen von Schutt und Schlamm. Diesen durchquert Adolf dreimal, was zur Folge hatte. daß die Bauarbeiter ihn für übergeschnappt hielten. Er aber, ein Märtyrer der Kunst, kehrt sich nicht an den Hohn der projanen Menge, sondern eilt schnurstracks vor die Augen des Meisters. Der jedoch schüttelt sich vor Lachen und winkt mit den Worten ab:„Nee. mein Sohn, durch Bauschutt ist der olle Fritz auf der Reise nach Böhmen nich jejangen.“ Adoli mußte. also seine Stiefel nochmals säubern, sie durch „reinen Chausseestaub" ergrauen lassen und war dann erst für den großen Friedrich reij. So, nun sind wir quitt! Er war ein zweiter Schinderhannes. Jedenfalls nannte ihn der ganze Oberharz so. Er hatte viele Bauern und Reisende, die auf den einsamen Waldwegen durch das Gebirge wanderten, überfallen und ihnen ihre Barschaft abgenommen. Und obschon Gendarmen und Förster eifrig Jagd auf ihn machten, war es nie gelungen, seiner habhaft zu werden. Eines Tages kam der Bauer Christoph Isenkopp von Wolfenbüttel durch die Gegend. Er hatte auf dem Markt ein paar Kühe verkauft und trug in der Tasche seines langen Rockes einen Beutel mit dreißig Talerstücken. Vergnügt wanderte er nun heim. Als er durch den dicken Tannenwald kam. wo weit und breit keine Menschenseele zu sehen war, knackte es plötzlich in dem dichten Gehölz zur Seite des schmalen Weges. Und ehe Isenkopp noch seinen Knotenstock heben konnte, sprang ein Mann auf den Weg und hielt ihm eine mächtige Pistole vor die Nase. Er hatte sich das Gesicht mit Kohle beschmiert und sah genau so aus, wie die Leute den Harzer Schinderhannes beschrieben. „Geld oder Leben!“ schrie der Räuber und suchtelte dem Bauern mit der Pistole vor dem Gesicht herum. „Nu, nu!“ brummte Isenkopp.„man nich so wild! Hier hett Se min Geld!“ Er holte den Beutel aus der Tasche und überreichte ihn dem Räuber. Der wollte sich schon davonmachen, da hielt Isenkopp ihn zurück.„Leewer Schinnerhannes!“ sagte er,„nu mött Se mi aber ook en Gefallen dun. Mine Olle is näm lich en bösen Drachen, de gläuwt mi dat nich. dat ick von Räuwers öberfallen bin, de gläuwt. ick hett dat Geld versupen. Drüm bitt ick Se, dat Se mi paar Löcher doch min Rock scheiten!" Der Schinderhannes lachte und feuerte seine Pistole ab, die Kugel riß ein ansehnliches Loch in des Bauern Rockärmel. „Noch eene!“ bat der Bauer. „Mehr Kugeln hab ich nich drin!" bedauerte der Räuber. „So? Hettst nich?“ schrie der Bauer frohlockend, riß dem Schinderhannes die Pistole aus der Hand und verdrosch ihn mit seinem Knotenstock, daß ihm Hören und Sehen verging. Dann nahm er dem Aechzenden den Beutel mit den dreißig Talern fort und auch einen zweiten noch umfangreicheren Geldbeutel.„Dat is vor min kaputte Rock!“ erklärte er. Dem am Boden Liegenden versetzte Isenkopp noch einen derben Stoß mit dem Fuß, dann sprach er:„So, nu sind wie wedder quitt“ wandte sich um und ging fröhlich davon. Lange Zeit ließ der Schinderhannes Nr. 2 nichts mehr von sich hören. Denn die Pistole hatte Christoph Isenkopp als Trophäe mitgenommen...F. haben wir den Wachtmeister nicht mehr nötig, denn die Rechnung ist glatt!“ „Und das versprochene blaue Wunder?" fragte der Wirt.„Besteht darin", fuhr der Meister fort,„daß ich dem Schelm, der mir den blauen Hunderter andrehte, nach Jahren begegnete und wiedererkannte, und daß er mir den Schaden willig ersetzte. Ich hatte die Absicht, seinen Namen feststellen zu lassen, aber schließlich ließ ich es sein. Vielleicht dankt er es mir.“ „Meine Herren“, sagte plötzlich der Spaßvogel, indem er aufstand,„die Pflicht ruft, ich muß mich verabschieden.“ Zuerst schüttelte er dem Meister, dann den anderen Männern die Hand. beglich seine Zeche und verschwand spurlos, wie er gekommen war. Wenig später brach auch der Meister auf. Die anderen blieben noch sitzen.„Und ich sage euch, daß die Rechnung nicht stimmt“, sing der Sattler von neuem an.„Wieso war der Verlust hundert Mark. wern allein schon das Wechselgeld so vier betrug?" Um Mitternacht, als sie das Wirtshaus verließen, rechneten sie noch immer. 1 A ee Sar A un .95 useihetnn be Wrenetn N Achemn W git GUm .25 .35 .75 .40 200 Krbsabs Damen-Garnitur Kunstseide, schwere Galltöt, 1 20 Hemdchen.45.2U Damer Namaizs, Höschen.43.20 Damen-Garnitur Wolle mit Kunstseide, modisch gemustert, 2#0 Größe 42.. Hemechen.1U Höschen.95 34s.95 .50.30 .90.50 Damen-Unterkleider Kunstseide plattiert. Größe 42 Damen-Unterkleider Wolle gestrickt, Größe 42.. Damen-Nachthemden Flanell, mit langem Arm... Damen-Schlafanzüge K 00 Flanell, einferbig, bunt besetzt.90.30 eiser. Blelefeld, Niedernstraße-9 Umpt.— Wesche, Strümpfe—...n KUn P e Ger.: Ren. G 25 Rels! der e der 1. solide 0 Paer.s.45 Daer eie. 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Stangenbohnen(Wollbohnen) 25, Wachsbohnen 24, Bohnen getr. 34, Linsen 38, Erbsen getr. 38, Porrse. 10—15, Salat Kopf-—8, Endiviensalat 10, 2 ks 20—33, Radieschen Bund 5, Rettich Stück—o, weerrettich Stange 20—30, Rote Beeten ½3 kg., 7, Weintrauben 36—60, Bananen 25—85, Apfelsinen 35, Zitronen Stück—10, Pflaumen ½ kg 40, Zwetschen 25—30, Stielmus 10, Spinat 9, Salatgurken Stück 23—41, Fleischerzwiebeln ½ kg 10,5, Wallnüsse 52, Haselnüsse 60, Paranüise 60, Feigen 32—36, Suppengrün Bund 7, ohampignons 1/8 kg 40—50 Rpf. Viehzählung Am 3. Dezember X Auf Anordnung der Reichsregierung findet am 3. Dezember im Deutschen Reich ein allgemeine Viehzählung statt. Die Erhebung dient stattstischen und volkswirtschaftlichen Zwecken. Die Angaben über den Viehbesitz der einSicg fus Hurul der Steuerveranlagung vermerde der ten Haushaltungen dürfen nicht für Zweck##eun gianzutzung verwendet werden. der die ungaven ist das Amtsgeheimnis Ueber die ungaben ist das Amtsgeheimnis zu wahren. Auf die bereitwillige Mitwirkung der Ortseinwohner bei der Ausfüllung der Listen wird gerechnet. Höchste Durchschnittsleistung in Preußen Die Milchwirtschaft in der Provinz Westfalen Mas„„„De; Milchlieserkreis der westsälischen neteiwirtschaft umfaßt nach einer Uebersicht 308 000 an“(wirtschaft im vergangenen Jahr uo0 u milchkühe, die in 83 160 Kuhhaltungen stehen. Im Vergleich zum vorgehenden Jahr hat sich die Zahl der Kuhhaltungen und auch die der Kühe vermehrt. Damit ist auch die Menge der in den westfälischen Molkereien angelieferten Milch gestiegen. Während im Jahre 1936 insgesamt 989000 Tonnen geliefert wur57# höhte sich im letzten Jahr die angeheserte Menge auf 991.000 Tonnen. Die Durchschnittsanlieferung des einzelnen Betriebes stieg von 4110 auf 4384 Tonnen. Das ist die höchste Durchschnittsleistung je Betrieb in allen preußischen Provinzen. Die Anlieferung der Milch SNMNSTE W W W uuunmmmm erfolgte in der Provinz Westfalen an 226 Molkereien, von denen sechs Kleinbetriebe sind. Die Verwertung der an diese Molkereigelieferten Milchmenge erfolgte mit 382 600 Tonnen im Frischmischabsatz, während 608000 Tonnen Vollmilch verarbeitet wurden. Die Herstellung von Butter ist gestiegen, doch hält sich diese Steigerung in verhältnismäßig engen Grenzen. Den fast 22000 Tonnen Butter die im Jahre 1936 von den westfälischen Molkereien hergestellt sind, steht eine im letzten Jahr auf 22300 Tonnen erhöhte Produktionsmenge gegenüber. Der Anteil der Markenbutter hat erheblich zugenommen. Im Jahre 1936 entfiel mit rund 11000 Tonnen die Hälfte der westfälischen Butterproduktion auf die Markenbutterherstellung, im vergangenen Jahre entfielen bereits rund zwei Drittel der in den Molkereien Westfalens hergestellten Butter auf Markenbutter. Die Herstellung von Hartkäse ist in Westfalen mit einer Produktionsmenge von 1150 Tonnen geringer gewesen als im Vorjahr, in dem 2010 Tonnen hergestellt worden waren. Die Herstellung von Weichkäse ist in Westsalen mit 255 Tonnen nur unbedeutend Die Speisequarkherstellung stieg von 2840 Tonnen im Jahre 1936 auf 3340 Tonnen. Dagegen hat die Herstellung von Quark zur gewerblichen Verwendung von 2900 auf 1730 Tonnen abgenommen. Die Zahl der Molkereibetriebe hat sich in der Provinz Westfalen von 238 auf 226 verringert. Diese Verringerung ist eine Folge der weiteren Bereinigung des Molkereinetzes im Zuge der Marktordnung. Die Abnahme ergibe sich als Differenz zwischen einer Anzahl von Schließungen oder Zusammenlegungen und einer geringen Anzahl von Neuerrichtungen von Molkereien. Aus Oerlingkausen Oerlinghausen. Volksgenossen, Achtung! Auf vielfachen Wunsch findet am kommenden Sonntag pünktlich um nenn Uhr eine Sonderführung für alle Oerlinghauser Volksgenossen durch die germanische Siedlung am Barkhauser Berge statt. Der Eintrittspreis ist für alle Teilnehmer auf.20 RM. ermäßigt worden. Die Führung wird Rektor Diekmann persönlich übernehmen. Oerlinghauser, erscheint in Massen und bekundet durch euer Erscheinen das Interesse an der wiedererstandenen Siedlung.(104) Oerlinghausen. Ortsgruppenversammlung der NSDAP. Am kommenden Montag. 20.30 Uhr, findet im Saale des Stadthotels eine Ortsgruppenversammlung der NSDAP. statt, in welcher der Kreiswart der NSG.„Kraft durch Freude". Pa. Schlingmann, Detmold, über die Aufgaben von KdF. sprechen wird. Alle Parteigenossen und=genossinnen werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. Ebenso ist es Pflicht aller Betriebsobmänner und Vertrauensräte sowie der Betriebswarte der NSG.„Kraft durch Freude“, an diesem Abend teilzunehmen.(104) Stadttheater Bielefeld „Ein Glas Wasser“ Seribes Lustspiel„Ein Glas Wasser“ geht am Sonnabendabend ein letztes Mal in Szene. Den Freunden eines gepflegten Konversationstheaters wird diese Aufführung besonders empfohlen!— Am Sonntag findet eine Wiederholung von Lehars„Der Graf von Luxemburg" statt, die in Bielefeld ein steigender Erfolg wurde.— Am 15. November findet ein einmaliges Gastspiel von Staatsschauspielerin Hermine Körner mit Berliner Kräften statt; Hermine Körner spielt die Frau Warren in Shaws Schauspiel„Frau Warrens Gewerbe“. Ihre Gestaltung dieser Rolle gehörte zu den sensationellen Erfolgen des vorigen Winters. Heute singt Heleue Fahrni im 3. Sinfonie=Konzert Mit dem Beginn um 20.15 Uhr findet heute in der Rudolf=Oetker=Halle das 3. diesjährige Sinfonie=Konzert des verstärkten städt. Orchesters statt. Die Solistin Helene Fahrnt singt eine Solokantate von Joh. Seb. Bach und eine Motette von Mozart. Außerdem sieht das unter Leitung von Dr. Hans Hoffmann stehende Konzert zwei weitere Erstaufführungen vor: Bach's Orchester=Suite Nr. 4-dur und Franz Schubert's 4. Sinfonie. Karten sind noch verfügbar. Autobus=Sonderverkehr ab Rathaus und Jahnplatz 19.87 und 19.52 Uhr. Klimadienst der„Westfälischen Neuesten Nachrichten“ Nach den Beobachtungen der Klimastation im Reichswetterdienst in Bielefeld=Stieghorst Lufttemperaturen: böchste des Tages:....+ 0 tiefste der Nacht: 9 Tagesschwankung: 6 Tagesdurchschnitt:..+ Erdtemperaturen: tiefste am Erdboden:..+ 4 10 cm in der Erde: 7 20 cm in der Erde:..+ 50 cm in der Erde:.. 9 100 cm in der Erde:..+ 0 Sonnenscheindauer: 0,20 Ged. Niederschlag in den letzten 24 Stunden:.8 Liter je Quadratmeter Dampfdruck: 4,2% Luftfeuchtigkeit: 92,0% ur erunstrengt. „Oh, wie das sticht und brennt!“— Ein einfaches Bad lindert die Schmerzen! 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Hans Schlenk Zwei Frauen kämpfen um die Liebe des großen Komponisten Friedrich Chopin—— das wird unter den Händen eines Meisters der Regie zu wahrhaft lebendiger Geschichte, das wird zu gegenwärtigstem Erlebnis! Diesen Film muß man gesehen haben Kortes im Vorverkent un der Theaterkasse Heute u. morgen Anlang 10.40 Uhr Generalangrift aufihr Zwerchtell Der Stappenkase Aute- Verleih Neue gepflegte Fahrzeuge, Kilometerpreis ab 12 Pfg., bei größ. Touren Ermäßig. Wagen sind Iluill„Haftpflicht= und Kaskoversichert Heinz Heienbrocktef 4 T eir. 575 Der lustigste und erlolgreichste Soldatenfilm, der je da war! Ein herzerfrischender Film aus dem Weltkrieg. für alle, die einmal so recht von Herzen vergnügt sein wollen. Der Krieg war so bitterernst. und er wäre vielleicht untragbar gewesen, wenn es nicht Stunden der Entspannung und Lebensfreude gegeben hätte. Solche fröhliche Stunden schildert dieser Film. Des Lachens kein Ende! schreibt der Berl. Lok.-Anz. Norverkanf ertätmnet! Glolfa ndun Wr-Kaxan Br .Monets.Pehg. 1 RM O 14. Wochen Pet Toschendese 3 RM O Broschüre„ vellisrebe in Apothehen u. Orogerte Zwangsversteigerung Sonnabend, den 5. November 1938. Auktionshalle. Am Bach 12 hierselbst. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung: 19. Uhr. Ober=Gerichtsvollzieber ulbricht: Sosa, Schreibmaschine, Stangenschweine. Ausziehtisch, Ladentheke, Schreibmaschine, Schnellnayer, Rundtisch, AusSchleifringe, Bohrmaschinenfutter. 400 m Bandsäge usw. Gloria-Palast Ab heute bis Montag täglich um.00,.35,.10 Uhr, Sonntag ab.20 Uhr in Neuaufföhrung das aubergewöhnliche Sonderprogramm EIN GROSSEN STILS. GUSTAU ERöHLICH ACAMTLLA HORN ·DIE GESCHICHTE EINER GROSSEN LIEBEmit Tibor v. Halmay, Ellen Frank, Willi Schur. Anion Polntner Manöverfreuden und-Leiden. Ein Fiim voller Schönheit, Temperament, Spannung und Leidenschaft! Nur eine Pressestimme: . Es wurde ein Reißer— der Beifall, der immer wieder in den Film hineinprasselte, bewies es... immer wieder mußten sich Fröhlich und Camilla Horn zeigen. Berliner Lokal-Anzeiger Vorher: Ula-Tonwoche— Sommerliches Bergland Jusend het Zutriti weh mt Ahschusch anbung HC KC H4 15 Großes Herbstfest Im Motel Roseneck, Bad Salzullen Sonnabend, den 5. November, 20 Uhr Tanzspiele Die lustige Kapelle Garderobe 20 Pig. Gepflegte Biere und Weine Vorzügliche Küche Frau Dürkopp Neueröffnung: Sonnabend, den 5. Hov. 1938 Wir bringen den Spitzenfllm der Ufa Zr Rabdhera mit der weltberühmten Sängerin Zarah Leander Sonnabend 8¼ Uhr Sonntags: 2, 4, 6 u 8¼ Uhr K W S K K Parf. Stirnberg, Bahnhofstraße Parf. Schaefer, Rathausstraße Parl. Gehringer. Am Markt Parl. Schneider. Obernstraße Parf. Clemens, Haus Bismarckeck Drog. Hergeröder, Obernstr. 19 Autofahrer! achlung! □ Wagenwäsche aus eigenem Brunnen und la Polituren nur Albrechtstraße 31 Aute-Spezlalwäsche. Fernruf 5522. Lagermetall„ülech!! 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