-Musikfest s Magdeburs=Anhalt bird in Dessau die Musikh beburg= Anhalt, eröffnet# Konzert, der, Fachschaft ttag des 25. Septembegerstunde vorgeseben, aus Leichomußtkkammer, Puoc eine Ansprache halten# ildet den Abschluß diese### tungen im Rahmen des September ein Konzer## ossor Dr. Peter Naabe## Kammermusikabend, ansrkonzert, am 29. Septem2 Un Ney als Solistin, an admusik in der Johannis das Schlußkonzert unte# sitdirektor Hanns Knav### der Gaumusikwoche ver# ben am 27. und 29. Sepener=Musikfest. Als Diric sessor Dr. Paul Graener unn, Hans Bullerian und Ausgabe A diemale wieder den bunc gegeben, in denen er sich danken erbittert gewebr## sich gefragt, wußte e# ohauten würde 2# erahee hausen würde schweigen und hoffte Suhr inbrüngug. ihn zu verstehen, und in er eines Tages kämg nphausen— ich habe Sie ind diesen Gründen. Hien nene stahl!“ Kamphausen nerkennen und würdigen n. e. Suhr, eingesehen, dass falsch. Auch nicht einen## f der Welt durfte## den Leutnant von Subr und denken dürfte: Du## r Freund, solange ich inerträglich gewesen und Nein: In der Sekunde bel an die Krampe von## setzte, hatte er gewußt Offizierslaufbahn verwieder des Königs Rochvorüber— Suhr wußten zte hrennend, und ders icht, sondern wurde tiefer# er doch war es nötig fliegen! der nächsten Nummer) und Verlag: Isien G. m. à. R. Slelelelen Feruru: 351—358 Waiter Wittenberg Dr. Hans Havemann. ier Adonf Manne Verant Tirtechaft und Vermischtes Kunst. Kultur und unter Hans Havemann, für Ge und Gericht:.,V. Hermana# Bewegrgr: Adoll. Mann# r, sämtlich in Bielefeld— talen Teilen der einzeinen len Schriftleiter.— Bexiuet Seel, Berlin SW 68, Char. den Bülderdienet verantueh leiter.— Verzutwortlicher rich Erdmann, Bielefeld. genpreisliste Nr. 8 gültig. VIII. 1938: 14 aber 28 200 alle über 2300) lod..... aber 2000 4..... aber 5 r0 ausen.... Aüber#### ...... über 6 800 ke.... aber 5 40### ..... aber 30 100 m Rundfunk auf die bevorstehenden bis 16. Oktober in DetReichssender Köln eine n Rahmen dieser Sendejausschnitte und Dialoge Grabbes wiedergegeben. diesjährigen Grabbe=Tage ingen werden: Hannibal. ie Hermannsschlacht. Die Auftrage des Reichssendramaturg der Bochumer omas. Die Aufführung Rtoberhälfte stattfinden. burgs als deutsche Musiksind Bestrebungen im überhalb des Festsommez ssen. Der Ausgangspunkt Mozarteum(Stiftung und Es heißt in Salzburg, daß ssor Clemens Krauß, neben schtungen die Oberleitung mit dem Reichsmusiklager alzburg bereits angebahnte Festspiele mit der jungen und dem ganzen deutschen twickelt werden. se brachte in dem hier einvon Anni Menge einund kraftvoll bewegten sich, kommunizierend mit nosphäre dieses Lortzing. in„wohltemperierten im Schluß Blumen für Beorg Goll und Frani im Applaus noch einmal stimmung zum Vorschein. war der eines frohen inem alten, ewig jungen Hans Eduard Braun *„„„„„„„„ Vereinigt mit NS-Volksblatt Die„Westt. Neuesten Nachr.“ mit unterhaltenden und unterrichtenden Beilages erecheinen wöchentlich Gmal und kosten monatl: RM, im Postbezug 36 RM, einschl 27.96—36,48 Pig.(— in Durchschntt 31,77 Pig.) Zeitunge. gebühr, aber ohne Bestellgeid. Im Falle höherer Gewalt oder infolge Betrisbsstbrung het der Bezicher keinen Auspruch auf Lieferung oder Nachlieferung eder auf Rücksahlung des Berugepreisen.— Hauptgeschäftestelle: Schulstr. 90 Nr. 223( 38. Jahrgang Bielefelder Stadtanzeiger Anzeigenpreis: Der 1 mm bohe, 46 rebe 4— Bielatelt,1e Pog, Geremden., sz##g Gauamtanngebe 1 Ru. breite Textraum in der Ausgabe 4— Bleleteln uo rig vse—— meteugg## breite Anzeigenraum in der AusPig. Der 1 mm bohe, 70 mm Bieleseld, Freitag, 23. Seplember 1933 Amtliches Organ der NSDAP und sämtlicher Behörden Pseite Teztrssn u dn Au,e., Telaufagen 12 Bu. Anochmenteles fu. Beligen io0 Bu. uu. Tanseno.„—.—. Gaschlftamaelles: Aher Bielefeld: Hauptgeschätaustell. Schalutrab.„eraru Nr. 319. 851—259 Markt 2. Rohrteichstraße 9, Herforder Straße 84 Einzelnummer 10 Gig. Auf Befehl des Generalstabschefs Kreicy Pschechenarnee Märschert zarGrone irrsinnige Schießereien in zahlreichen Ortschaften— Bisher 16 Personen getötet Das iet Jieoun! Eger, 23. September Die tschechische Armee erhielt gestern nachmittag von Generalstabschef Krejey den Befehl, mitallen verfügbaren Waffen sofort in die sudetendeutschen Grenzgebiete einzumarschieren und sie bis auf das letzte Dorf zu besetzen. Nachmittags gegen vier Uhr drangen die ersten Panzerwagenkolonnen in die sudetendeutschen Orte Königsberg, Falkenau, Graslitz, Neudeck, St. Joachimsthal, Weipert und andere ein, in denen bekanntlich überall Ordner der Sudetendeutschen Partei den Ordnungsdienst übernommen hatten, nachdem die Polizei sich kampflos zurückgezogen und die Waffen niedergelegt hatte. Aus den Panzerautos wurde ohne jede Warnung und Vorankündigung sofort heftiges Maschinengewehrfeuer eröffnet, durch das zahlreiche Straßenpassanten getroffen wurden. So wurden in Herzogenreuth zwei Personen, sudetendeutsche Ordner, im Ortseingang von Königsberg zwei Männer und eine Frau, auf der Straße von Falkenau nach Zwodau vier sudetendeutsche Ordner, in Graslitz drei sudetendeutsche Ordner, in Weipert ein sudetendeutscher Musiker erschossen. Bei Oberlohma wurden zwei sudetendeutsche Ordner und eine Frau durch Schüsse aus Panzerwagen ermordet. Das sind 16 Blutsopfer in drei Stunden nur allein im Bezirk des Egerlandes. Das tschechische Militär befindet sich auf dem Vormarsch auf Eger mit der Absicht, sofort wieder Franzensbad und Asch zu besetzen. In Eger sind in aller Eile die Ausschmückungen an den Häusern, die Auslagen in den Schaufenstern entfernt und die Fahnen wieder eingezogen worden. Gestern abend zeigten sich wieder Mitglieder der„Roten Wehr“ auf der Straße, um zusammen mit inzwischen wieder aufgetauchten Gendarmen den Polizeidienst aufzunehmen. Es kam dabei zu Schiebereien. Nach den bisherigen Meldungen sollen dabei insgesamt neun Personen verwundet worden sein. Der Bevölkerung hat sich eine ungeheure Erregung bemächtigt, da sie das Schlimmste befürchtet. Es handelt sich ohne Zweifel um eine Racheaktion des tschechischen Militärs wegen der Vorgänge des gestrigen Tages, besonders wegen des Hissens der Hakenkreuzfahnen und der nationalen Umzüge in sudetendeutschen Grenzorten, sowie der Entwaffnung tschechischer Gendarmen in einer Reihe von Orten, die bekanntlich ohne jede Gewaltanwendung von waffenlosen Ordnern vorgenommen wurde.. Auch die Bahnstrecke Linz—Budweis ist von den Tschechen auf dem Abschnitt von der Grenze bis Oberhaid mit Sprengkörpern versehen und vollständig sprengsertig gemacht worden. In der Nacht wurden am Gleise die Unterminierungen vorgenommen und die Sprengkörper unter die Schienen gelegt. Die Tschechen drohten, daß sie die Bahnstrecke im gegebenen Augenblick in die Lust sprengen wurden. Aeder Prag gehi der Vowbzeistern auf Die Regierung zurückgetreten— Sirovy Ministerpräsident— Kommune verlangt Militärdiktatur X Prag, 23. September. Obwohl die Tschechensender behaupten, in Prag und ganz Böhmen herrsche„absolute Rube“, gleicht die Landeshauststadt einem Pulversaß, seitdem gestern vormittag die Bekanntgabe des Rückteitts der Regierung Hodscha bekanntgegeben wurde mit dem Hinweis, daß eine neue Regierung unter Einbeziehung hoher Militärs gebildet werden solle. Neuter meldet aus Prag als neuen Ministerpräsidenten den Geueralinspekteur der Armee, General Sivorn, der als gelehriger Anhänger Moskaus militärische Ausbildung in der Roten Armee erfahren hat. Den ganzen Tag über wälzen sich von den Vorstädten her in die Innenstadt und zur Prager Burg riesige Demonstrationsüge mit roten Fahnen, bolschemistischen. zeichen und Hochrufen auf Moskau. Die Burg und auch die deutsche Gesandtschaft werden bereits nicht mehr von der Polizei, sondern durch Militär gesichert. Auch nach volnischer Beobachter setzt sich das Element im Stadtbilde Prags weiter durch. „Kurier Warszawski“ schildert, daß rote Hetzredner während der ganzen Nacht Ansprachen an die Menge gerichtet hätten. Im Rundfun haus seien die Scheiben demoliert wo den. Ein Straßenredner habe sich Platz am Mikroson verschafft und die Ausrufung der Militärdiktatur gefordert. Die beitische Gesandtschaft in Pras hbet fhr; Mitglieder ersucht, Frauen und Kinder aus Prag wegzuschicken. Der Prager Masoroi, Bahnhof ist völlig verstopft mit Zügen, die mit schechlschen und iüdischen.v gv. Frenggehieten pbetendentichen un Bahnhossleitung und bas ier Plchter. alci lhel geise ov.). v. ven ez ie gehter Verlgenselt an de alschiebter sen.. neuen Preissteigerungen in Aasch elise eice rlis cn lic e brobungen keigen die Lebensmittelvreise in Prag ununterbrochen. Die Kommunisten überschütten die Stadt. mit Flugblättern, in denen der Bevölkerung vorgelogen wird, daß die Rote Armee auch ohne andere Mächte den Tschechen zur Hilfe käme. Mit diesem Argument wird eine bemmungslose Kriegspsychose erzeugt. Die Moskowiter erklären ferner, daß ihnen an einer Regierungsbeteiligung nichts gelegen sei, sie fordern, daß auch die anderen Parteien darauf verzichten, um die Bildung einer reinen Militärregierung, eu er: möglichen. Es ist wieder einmal für die Moskauer Drahtzieber bezeichnend, daß sie zuerst einen Staat durch ihr Schüren in das Verhängnis treiben, dann Hilfe und Beistand verweigern, um darauf den im Stich gelassenen Bundesgenossen weiter ins Verderben und in das Chaos zu beben4 Die Lebensmittel zufuhr nach Prag war am laufenden Tag bereits ernsthaft unterbunden, so daß eine fühlbare Knappheit bemerkbar wurde. In den Abendstunden war die Prager Burg noch von einer erregten Menschenmenge umlagert. Im Laufe des Tages empfing der Tschechenhäuptling Benesch den unter dem Namen„Bolschewiken=Gottwald" berüchtigt gewordenen Oberbolschewisten Clemens Gottwald. Die Aussprache Hitler- Chamberlain Fast dreistündige Unterredung wird heute fortgesetzt Bad Godesberg, 23. September. Der britische Erste Minister, Neville Chamberlain, der zu einem zweiten Besuch des Führers und Reichskanzlers am Donnerstag mit einem Flugzeug um 10.47 Uhr vom Londoner Flugplatz Heston gestartet war, traf mit seiner Begleitung um 12.30 Uhr in Köln ein, wo er u. a. vom Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, empfangen wurde. Die Fahrt zum Hotel Petersberg in Königswinter, wo der britische Gast für die Dauer seines Aufenthaltes Quartier nimmt, wurde im Kraftwagen angetreten. Der Führer und Reichskanzler traf um 10 Uhr mit dem Sonderzug auf dem Bahnhof Godesberg ein und empfing den britischen Ersten Minister um 16 Uhr im Rheinhotel Dreesen in Godesberg am Eingang des Hotels und geleitete ihn in das im ersten Stock gelegene Konferenzzimmer, wo genau eine Woche später die auf dem Obersalzberg begonnenen Gespräche fortgesetzt und zunächst einmal um 19.15 Uhr unterbrochen wurden, um am heutigen Vormittag fortgesetzt zu werden. Vor seinem Abflug von Lonvon erklärte Chamberlain:„Eine friedliche Lösung des tschecho=slowakischen Problems ist eine wichtige Vorstufe zu einem besseren Verstehen zwischen dem britischen und dem deutschen Volk, und das ist wiederum ein unentbehrliches Fundament für den Frieden. Mein Ziel ist der europäische Frieden, und ich hoffe, daß diese Reise den Weg öffnen möge, um dieses Ziel zu erreichen.“ In Königswinter, dessen Bevölkerung dem hohen britischen Gast freundliche Willkommenskundgebungen bot, äußerte der Erste Minister: „Sehr beeindruckt“, so sagte er dann,„hat es mich wieder, wie herzlich die deutsche Bevölkerung mich bewillkommner hat. Diese K gebungen der Bevölkerung haben mich sehr erfreut.“ Auch in Godesberg, wo es von Vertretern der Weltpresse und herbeigeeilten Zeugen dieses historischen Tressens wimmelt, wurden Herrn Chamberlain von der Menge Sympathiekundgebungen bereitet. In Begleitung des Führers weilen in Godesberg: Zeschgmaufger minister von Bl,ge hheeg r S Dr. Goebbels, Reichspressechef Dr. Diet(Fortsetzung auf Seite 2) * Berlin, 23. September. Wie an anderer Stelle berichtet wird, wurde gestern der bolschewistenfreundliche General Sirovy zum Ministerpräsidenten der Tschechei bestellt. Der Mob Prags umheult in wildem Rausch den einäugigen„Nationalhelden“. General Sirovy, den neuen Ministerpräsidenten. Die roten Horden umjubeln einen der ihren. Sirovy ist es gewesen, der vor 19 Jahren den weißrussischen Reichsverweser Admiral Koltschak feige und hinterlistig an die Bolschewisten verriet. Er gab Koltschak in die Hände der Tscheka, damit die Helden der tschechischen Legion in Sibirien die Raubbeute aus ihren Plünderungen beim Marsch durch Rußland unbehelligt heimschaffen konnten. * Oktober 1919. Das Drama Rußzlands erreichte seinen Höhenunkt. Unter dem Reichsverweser Admiral Koltschak dringen weißrussische Truppen weit ins Innere des russischen Landes. Es gebt um Irkutsk. Auf bolschewistischer Seite führt Tuchatschewsky den Oberbefehl. Ein alter zaristischer Offizier. Verräter an Land und Volk, den dann später auf StalinBefehl sein Schicksal erreichen sollte: Genickschuß. Die weißrussischen Freiheitskämpfer haben als Führer ihren Admiral Koltschak. ein tapferer Soldat und eine edle Persönlichkeit. Zwischen den weißen und roten Truppen stehen die Tschechen, die durch Sibirien marschieren, um sich— wie Masaryk selbst gesagt hat—„ihrer Heimat zu erhalten“. Sie waren weitab vom Schuß, sind nun aber zwischen Weiß und Rot geraten. Reiche Beute führen sie mit sich, Ihr Marsch durch das weite Land war ein Räubzug ohnegleichen. Jetzt kommen ihre Schätze in Gefahr. Die Bahn ist verstopft. Es sind zu wenig Züge, um alles abtransportieren zu können. Admiral Koltschak gibt den Befehl, das rollende Material für die vor dem bolschewistischen Terror flüchtende Bevölkerung freizugeben. Da räumen die Tschechen den Admiral aus dem Wege. Sie leiten seinen Zug, der ihn „unter internationaler Garantie“ zu Verhandlungen nach Irkutsk bringen soll, zum Gefängnis. Der tschechische General Sirovy befiehlt, Koltschak an die Tscheka auszuliefern. Der schändliche Verrat ist vollendet. Am 7. Februar 1920, um. 5 Uhr morgens, wird Admiral Koltschak erschossen. Er selbst gibt noch im Tode dem roten Mordkommando den Befehl zum Feuern. Die Schwedin Elsa Brändström, der Engel Sibiriens, schreibt, daß die Tschechen Koltschaks Leben verkauften, um sich von den Roten den freien Durchzug zu erkaufen. „Der Kopf Admiral Koltschaks“, so schreibt der Vorsitzende des revolutionären Komitees in Irkutsk. Schirjamow,„war der ausbedungene Preis für freie Passage der Tschechen". General Sirovy, von den Tschechen jetzt zu ihrem Ministerpräsidenten gemacht, lieferte zusammen mit dem großen Abenteurer Gajda den weißrussischen Reichsverweser an die Bolschewisten aus. Das ist der Mann, den Prag im Augeblick wichtigster Entscheidungen für den Frieden Europas herausstellt. Wird er zögern. Europa den Sowjets zu verschachern, um sich vor dem Zusammenbruch zu retten? Dr. Hans Seel Das kabinett Sirovy Polens und Ungarns Forderungen überreicht Hodscha und Krofta sind auch dabei Prag, 23. September. Das neue Prager Kabinett setzt sich wie folgt zusammen: Ministerpräsident: Sirovn: Außenminister: Krofte: Finanzen: Ral##s: Unifizierungsminister: Dr. Josef Frie: Schulwesen: Schubet: Inneres: Cerno, bisber Landespräsident für Mähren: Gesundheitswesen: Professor Mentl: Handel und Gewerbe: Jauacek: Post= und Telegrasenwesen: Duuovoko: Justizwesen: Dr. Fainor: Eisenbahn= und Verkehrswesen: Kamenichs: Oeffentl. Arbeiten: General Rosal: Landwirtschaft: Reich: Soziale Fürsorge: Dborak. Sirovy, Krofta und Kalfus sind Minister. alles übrige sind Sektionschefs, also nur Beamte. Minister ohne Portefeuille sind: Peter Zenk!(Oberbürgermeister von Prag): Bukovoko(Sokolführer); Vavrecka(der vor kurzem mit der Leitung des Agitationsausschusser der Regierung betraute Bata=Geschäftsführer, jetzt ebenfalls ohne Porteseuille). Wie weiter verlautet, ist das gesamte bisherige Kabinett Hodscha als„politisches Komitee“ mit dem bisherigen Ministerpräsidenten ebenfalls in das Kabinett ausgenommen. Die Einsetzung des Kabinetts Sirovy erfolgte durch Handschreiben des Benesch. Der Benesch an„sein Volk“. Eduard weiß einen Plan Prag, 23. September. Dr. Benesch hielt am Donnerstagabend im tschechischen Rundfunk eine kurze Ansprache, in der er„sein teures Volk“ wohl ein halbes Dutzend mal zur Ruhe aufforderte. Dr. Benesch meinte, er habe nie Angst gehabt und habe auch heute keine. Er habe seinen Plan. Und Benesch glaubte beruhigend auf seine Tschechen einwirken zu können, wenn er ihnen ein Uebereinkommen versprach, an dem andere Staaten zugunsten der Tschecho=Slowakei arbeiten sollen. Das tschecho=slowakische Volk wisse, wann es zu kämpfen habe. Wenn es notwendig sei, würde es kämpfen und dann dis zum letzten Augenblick. Seine Polittk sei fest, meinte er, und ihre Festigkeit sähe er darin, sich der Entwicklung anzupassen, die sich heute so rasch ändere. Nach immer neuen Ermahnungen zur Ruhe sagte Dr. Benesch, jetzt müsse jeder wie ein Soldat an seinem Platze stehen, und schloß mit den Worten:„Mein teures tschechisches Volk endet nicht und wird alle Schwierigkeiten überstehen“. Märchen des Tschechen-Funks Die Wahrheit über Sebastiansberg Olbernhau, 23. September Der durch seine Lügenhaftigkeit geradezu sprichwörtlich bekannte tschechische Rundfunk gab kürzlich eine Meldung durch, wonach in dem unweit der Grenze liegenden sudetendeutschen Sebastiansberg eine tschechische Patrouille, die aus einen Gendarmen und aus einem Soldaten bestand. von zwei sudetendeutschen Radfahrern durch Revolverschüsse ermordet worden sei. Die angeblichen Täter seien nach der Tat unerkannt geflüchtet. Demgegenüber steht bereits durch die ärztliche Obduktion der Leichen fest, daß Sudetendeutsche als Täter überhaupt außer Frage stehen, denn der Tod der beiden Angehörigen der tschechischen Patrouille ist nach einwandfreier Feststellung durch Schüsse aus einem tschechischen Militärgewehr herbeigeführt worden. Sudetendeutsche Flüchtlinge, die im Auffanglager Reitzenhain aus Sebastiansberg anlangten, schilderten den wirklichen Hergang der Vorfälle, die zum Tod der beiden Angehörigen der tschechischen Patrouille führten. Danach hat sich eine vom Generalkommando Brür gekommene stärkere Abteilung tschechischer Gendarmen in Sebastiansberg maßlos betrunken. Als diese dann auf der Straße lärmten und randalierten, ist ihnen die Patrouille begegnet und hat Ruhe geboten. Die betrunkene Horde hat dann in dem zu der Patrouille gehörenden Soldaten einen Slowaken erkannt und in ihrem vom Alkohol getrübten Sinn und maßlosen Haß gegen alles, was nichttschechisch ist, die Patrouille nach kurzem Wortwechsel niedergeschossen. Um ihre scheußliche Tat zu vertuschen. verhafteten die Gendarmen noch in der Nacht und am folgenden Morgen mehrere sudetendeutsche Männer, um sie durch unglaubliche Mißhandlungen zu einem Geständnis zu zwingen, die von den Gendarmen selbst verursachte Mordtat verübt zu haben. An der tschechischen Grenze polnische Truppen zusammengezogen Prag. 23. In Prag ist gestern eine ungarische und eine polnische Forderung überreicht worden, in der die gleichen Zugeständnisse gefordert werden, wie sie die sudetendeutsche Volksgruppe erhielt. Die ungarische Regierung hat die Aufmerksamkeit Italiens, Deutschlands und Polens auf die Lage der ungarischen Nationalität in der Tschecho=Slowakei gelenkt und um die diplomatische Unterstützung der Regierungen dieser Länder ersucht für den Fall, daß die tschecho=slowakische Nationalitätenfrage zur Lösung gelangt. Gleichzeitig hat sie bei der Londoner und Pariser Regierung Schritte unternommen. Havas meldet aus Cieszyn(tschechischpolnische Grenze), nach Schätzungen aus guter Quelle sollen an der polnisch=tschechischen Grenze bereits mindestens zwei Divisionen polnischer Truppen zu. sammengezogen sein. Die gesamte polnische Presse proklamiert noch einmal ihre Ansprüche und Forderungen auf die der polnischen Republik von den Tschechen geraubten Gebiete. Die ablehnende Haltung eines Teiles der fran zösischen Presse wird registriert. Dabei heißt es im„Expreß Poranny", verschiedene Ereignisse in der Vergangenheit ebenso wie die neue Situation veranlasse Polen dazu, aufmerksam Umschau zu halten, um vielleicht gewisse Traditionen(es dürfte ohne Zweifel das Verhältnis zu Frankreich gemeint sein. Die Schriftltg.) der polnischen Politik einer Revision zu unterziehen. Die Neugestaltung der Lage in Europa mache es notwendig, nunmehr gewisse Konsequenzen zu ziehen. Die„Gazetta Polska“ schreibt, es gebe jetzt nicht mehr um die von den Sudetendeutschen Gebiete allein, sondern auch um jene, auf denen die polnische und ungarische Bevölkerung vorherrsche. Der heutige Zustand der TschechoSlowakei lasse sich nicht mehr aufrecht erhalten. Eine unerläßliche Voraussetzung und Notwendigkeit für die Befriedung Europas sei, daß die ungarische und polnische Bevölkerung in ihr Vaterland heimkehren könne, wie die Sudetendeutschen in das Reich. Eine Verweigerung dieser Forderungen und die Nichterfüllung der Ansprüche der Volksgruppen in der Tschecho=Slowakei werde die Gefahren neuer und unvermeidlicher Konflikte nicht beseitigen können. Die Unterstützung der polnischen Forderungen von Seiten Mussolinis werde Polen nicht vergessen. Sie stelle einen neuen und wertvollen Beweis für die polnisch=italienische Freundschaft dar. Einen gleichen Standpunkt habe, wie die letzten Meldungen aus Berlin zeigen, die Reichsregierung eingenommen. Es sei klar, daß Polen und Ungarn keinerlei Garantie einem tsche chischen Staat geben könnten, wenn die tschechoslowakische Krise nicht total gelöst wird. Wieder schiderr Grenereidgungen Wie denkt sich das Hussitengesindel eigentlich die Abrechnung? Berlin, 28. September Die letzten 24 Stunden haben wieder eine ganze Serie ebenso schwerer wie vorsätzlicher Verletzungen der deutschen Reichsgrenze gebracht. Berichte über mehrere Feuerüberfälle auf reichsdeutsches Gebiet, vornehmlich auf Zollstationen, liegen vor. So beschoß tschechische Soldateska die deutschen Grenzstreifen bei Habelschwerdt in Schlesien aus betonierten Betonbunkern und jagte Schüsse hinter ein flüchtendes sudetendeutsches Ehepaar bis ins Reichsgebiet nach. Sie warf außerdem eine Handgranate auf die Grenzbrücke, desgleichen auch in das deutsche Zollhaus. Am Mittwochnachmittag kreiste über Ulrichsberg(Oberdonau) bei Aigen im nördlichen Mühlviertel ein tschechisches Militärflugzeug. Beim Beschuß eines Kraftwagens schlugen die Projektile auf reichsdeutschem Gebiet ein. In Seifhennersdorf an der sächsischen Grenze wurden die Einwohner in der letzten Nacht durch die Detonation schwerer Sprengungen auf sudetendeutschem Gebiet aufgeweckt. Von der Grenze beschossen die Tschechen den Gasthof„Seifhennersdorfer Fleck“, in dem die deutschen Grenzbeamten ihr Wachlokal haben. Die sich zum Teil auf Streife befindlichen deutschen Grenzbeamten erwiderten das Feuer. Ein weiterer Ueberfall auf ein reichsdeutsches Zollhaus wird aus Hollabrunn (Niederdonau) gemeldet, das mit Maschinen= gewehrfeuer eingedeckt wurde. Als die Tschechen schließlich noch mit Handgranaten zum Sturm übergingen, ging die verstärkte Grenzwache zum Gegenangriff über, wobei von Handaranaten Gebrauch gemacht wurde. Die aus 17 Personen bestehende Besatzung flüchtete daraufhin, mit Ausnahme von zwei Finanzbeamten, die sich im Keller des Hauses ergaben, entwaffnet und den deutschen Behörden übergeben wurden. Im tschechischen Zollhaus brach durch die Handgranatenwürse Feuer aus, das jedoch gelöscht werden konnte. Im Braunauer Land haben die Tschechen Militärverstärkungen eingesetzt und eine neue verschärfte Grenzsperre durchgeführt. Trotzdem konnte eine sudetendeutsche Familie wie gehetztes Wild ins Reich flüchten, nachdem sie vorher mit fünf Kindern unmenschlichen Roheiten seitens tschechischer Kommunisten ausgesetzt gewesen war. In Bodenbach traten 50 neue Polizisten in Erscheinung, die kein Wort Deutsch können, und sich bereits durch Schikanen und Provokationen unliebsam hervorgetan haben. Sie erhielten während des Tages neue Munitionsvorräte, darunter auch Kisten und Handgranaten zugestellt. Eitlotnots predigt den Weineleg Der Sowjetjude hetzt vor der Genfer Liga z4. Seuf, 23. September. Litwinew=Finkelstein hielt vor der Geufer Lisa eine Rede, die es verdient, als besonders eindrucksvoller Beweis für die Beandstifterrolle der Sowjetunion in Eurova mit Aufmerksamkeit betrachtet zu werden. Litwinow predigte in seinen Ausführungen die Idee der Kollektivität und der Sanktionen. Die Sowjetunion habe immer gefordert, daß in Spanien und in China kol= lektiv vorgegangen werde. Damit gab der Sowjetjude offen zu, daß es das Ziel Moskaus war. wegen örtlich begrenzter innerstaatlicher Konflikte die ganze Welt in den Krieg zu stürzen. Mit diesem Geständnis hat Litwinow zugleich verraten, welche Aufgabe die SowjetUnnroff eaft zür kledotation auf Komintern propagiert schechischen Sowjetstaat * Warschau, 23. September. Nach zuverlässigen Meldungen hat die Moskauer Kominternzentrale ihre Taktik in der Tschecho Slowakei grundlegend geändert und bereits der neugeschaffenen Lage angepaßt. Die Komintern=Funktionäre in der Tschecho=Slowakei haben über die Prager Sowjetgesandtschaft den Befehl bekommen, zu direkten Aktionen überzugehen, denn jetzt sei die Tschecho=Slowakei reif, ein reiner Sowjetstaat zu werden. Die Funktionäre haben die Weisung erhalten, mit Hilfe der „Roten Wehr“ überall Aufstände zu provozieren. Das ganze Land soll in einen ZuKand der Unruhe versetzt werden, um den Beweis zu erbringen, daß die in dem britisch französischen Plan vorgesehene Grenze die kriegerischste Europas sei. Dimitroff hat dis Leitung der ganzen Aktion dem Moskauer Komintern=Funktionär Polkow übergeben, der sich bereits in einem Sonderflugzeug nach Prag begeben hat. Die Sowjetpresse und sämtliche roten Sender versuchen, die tschechische Bevölkerung gegen den britisch=französischen Lösungsplan aufzuputschen mit dem Ziel, doch noch einen Krieg zu provozieren. Wenn es Prag letzten Endes doch nicht gelingt, so schreiben die roten Blätter, Nazi=Deutschland in einen Krieg zu verwickeln, so würden mit Sicherheit alle anderen Staaten über das Dritte Reich herfallen, um diesen„Dorn im Hekzen des zivilisierten Europas“ zu vernichten. Wie das Regierungsorgan„Iswestija“ mit zynischer Offenheit erklärt, bestände die geschichtliche Aufgabe der Prager Machthaber darin, dem deut schen Koloß die Zähne zu zeigen und ihn zu vernichten. union der Genfer Liga zumißt. Mit ihren Sanktionsartikeln hofft Moskau, die der Genfer Institution noch angehörenden Staaten für seine weltrevolutionären Ziele zu mobilisieren. Die Genfer Liga als diplomatisches Glacis der Weltrevolution und die Kollektiv=Idee als Schutzschild dieser Pläne— wahrlich eine ausgezeichnete Idee des roten Volkskommissars. Offen gestand Litwinow ein, der tschechischen Regierung von„Zugeständnissen“ abgeraten zu haben. Er besaß sogar die zynische Unverfrorenheit, angesichts der in die Hunderte gehenden Todesopfer der tschechischen Mordbrenner und des namenlosen Elends Zehntausender von Flüchtlingen, sich damit zu brüsten, der Prader Regierung den Rücken für ihre Niederknüppelungs=„Politik“ gestärkt zu haben. Der rote Außenkommissar scheute sich nicht einmal, in Genf öffentlich zu erklären, daß er noch vor drei Tagen eine tschechische Anfrage dahin beantwortet habe, daß Sowjetrußzland den Tschechen militärische Hilfe leisten werde. wenn Frankreich ebenfalls dazu bereit sei. Angesichts der Londoner Beschlüsse warf er daher den französischen Bundesgenossen„Verrat“ vor, da Paris weder im Geist des Genfer Paktes. noch im Geiste des Kellog=Paktes oder seiner Abmachungen mit Moskau gehandelt habe. Die Rede des Außenkommissars der Sowjetunion ist von geradezu historischem Wert. Noch nie hat ein Sowietvertreter derartig schamlos den unbedingten Kriegswillen seines Landes öffentlich bekundet. Die Franzosen können sich bei Herrn Finkelstein für die kalte Dusche bedanken, die ihnen aus einem Munde zuteil geworden ist, der bisher in Lobpreisungen für die französischen Bundesgenossen sich nicht genug tun konnte. Litwinows Rede läßt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Wir sind zum Kriege bereit. Wir marschieren in der Tschecho=Slowakei, in Spanien und in China— wenn die„anderen“ mitmachen. Immerhin ist die Litwinow=Rede gleichzeitig das Eingeständnis, daß die Sowjetunion immer noch hofft, mit Hilfe„demokratischer“ Mächte einen Kreuszug gegen den„Faschismus“ zu entfesseln. Godesberg: 1: Tag (Fortsetsung von Seite 1) rich, Reichsführer## leiter Bormann und Bouhler,##Gruppenführer Schaud und Staatssekretär Hanke. Autenminister Lord Halisax gab am Donnerstag Pressevertretern gegenüber eine Erklärung ab, in der er zunächst der Ueberzeugung Ausdruck gab, daß jeder dem Ersten Minister Chamberlain für seine entschlossene Friedenmission Glück wünsche. Gleichzeitig wolle er die Oeffentlichkeit ersuchen, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und abzuwarten, bis der Premierminister in der Lage sein würde, dem Lande den vollen Tatsachenverhalt mitzuteilen. England blickt nach Godesberg Die Opposition rührt sich X London, 23. September. Die Aufmerksamkeit der gesamten britischen Oeffentlichkeit ist auf die Konferenz von Godesberg gerichtet. Die Stimmung ist hoffnungsvoll. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist der festen Ueberzeugung, daß das Ergebnis der Besprechungen zwischen dem Führer und Chamberlain sich nicht nur auf die Lösung der tschechischen Krise, sondern auf die gesamte europätsche Politik günstig auswirken wird. In den Regierungskreisen hält man jedoch mit Urteilen sehr zurück. Auch die Regierungspresse enthält sich noch immer Kommentaren, die zu dem historischen Ereignis Stellung nehmen. Den Ansprüchen der Polen und Ungarn bringt man in London vorläufig wenig Verständnis entgegen. Im Foreian Office hat der Schritt des polnischen Botschafters in London sowie die Vorstellung des ungarischen Gesandten sichtliche Verstimmung hervorgerufen.„In den der Regierung nahestehenden Kreisen betont man, daß England augenblicklich nur daran denken könne, die sudeten deutsche Frage zu lösen. Die polnischen und ungarischen Forderungen müßten gesondert behandelt werden. Auf diese Tonart sind auch die Artikel sämtlicher Zeitungen abgestimmt, die ebenfalls eine Gesamtregelung der tschechischen Frage vorläufig nicht für zweckmäßig halten. Die Opposition ist dabei, eine große Kampagne gegen Chamber= lain zu inszenieren. Die Führung der LabourParty hat sich bereits mit den französischen Marxisten in Verbindung gesetzt. Es sind sowohl in London als auch in Paris Großkundgebungen für die nächsten Tage geplant worden, in denen gegen die„Vergewaltigung der Tschecho=Slowakei“ protestiert werden soll. Sop.=Amtswalter verschleppt Junge vom Mob aus dem Zuge gestürzt Eger, 23. September In Kriegern in Westböhmen siel der Gendarmerie die Mitgliederliste der örtlichen Sd.=Gruppe in die Hand. Auf Grund dieser Liste wurden elf Amtswalter der SdP. des nachts aus ihren Betten geholt und, nachdem sie der Hussitenmob grauenhaft zusammengeschlagen und zusammengestochen hatte, in ein — ebenfalls von den Tschechen abgeleugnetes Konzentrationslager in der Nähe von Pilsen verschleppt. Auch in Rudig und Podersam wurden Sd.=Leute verhaftet. Daß die tschechischen Desperados im deutschen Gebiet des Sudetenlandes nicht einmal vor der Mißhandlung von Kindern zurückschrecken, beweist folgender Vorfall: Zwischen Kriegern und Michelop in der Saazer Gegend stürzten sich einige tschechische Weiber und Eisenbahner auf einen 12jährigen Jungen, der zur Schule fuhr und weiße Strümpfe trug. Tschechische Weiber rissen dem Knaben die Strümpfe und Kleidungsstücke vom Leibe, während die Eisenbahner den Knaben schwer mißhandelten und ihn schließlich aus dem Zuge stürzten. Blutiger Terrorakt Handgranatenwurf in deutsche Menge Bärenstein, 23. September Als die Bevölkerung von Weipert, froh, des unerträglichen Druckes ledig zu sein, einen Freudenumzug machte, um sich an der Grenze mit der Bevölkerung von Bärenstein zu verbrüdern, warf ein tschechischer Beamter ohne jeden Anlaß eine Handgranate mitten in die Volksmenge. Die Folgen waren furchtbar. Man hörte Hunderte von Meter weit das Schreien und Wimmern der Schwerverletzten. Gudetendeutsche Turner gingen sofort zum Gegenangriff vor, um den Verbrecher unschädlich zu machen. Es entwickelte sich darauf eine Schießerei, bei der es auf beiden Seiten Tute und Verletzte gab. Spionage im Auftrage Prage In Linz wurde ein tschechischer Major der sich als Sektionsleiter der MNO. Prag(Nachrichtenorganisation) ausgab, verhaftet. Der Verhaftete gab zu, im amtlichen Auftrage Wirtschaftsspionage getrieben zu haben. Nationaler Vormarsch an der Ebro-Front Der nationalspanische Heeresbericht gibt bekannt, daß an der Ebro=Front der Vormarsch der nationalen Truppen andauert. Auf einer Frontlänge von drei Kilometer wurden die seindlichen Gräben besetzt und deren Besatzung gesangengenommen. Aus den Aussagen der Gefangenen geht hervor, daß die Roten in den letzten Kämpfen am Ebro mehr als 50000 Mann verloren haben. Konto für Flüchtlingshilfe ReT allete znständte Borlin, 23. September Sofort nach dem Eintreffen sudetendeutscher Flüchtlinge auf deutschem Reichsgebiet hat die Partei die Betreuung der aus ihrer Heimat vertriebenen Volksgenossen übernommen. In hunderten Sammel= und Durchgangslagern entlang der Grenzen Schlesiens, Sachsens, der Bayerischen Ostmark und der Gaue Ober= und Niederdonau werden die Flüchtlinge zusammengefaßt und von der NSV. betreut und versorgt. Besondere Hilfe läßt die NS.=Volkswohlfahrt den geflüchteten Müttern und Kindern angedeihen, die mit Sonderzügen der Deutchen Reichsbahn in die Mütter= und Kinderheime der NSV. gebracht werden, wo sie bester Obhut und Pflege die Rückkehr in d derheime der NSV. gebracht werden, wo sie in dester Bohal und Pfleg, die Kunleht in die Heimat erwarten. Die von der Partei getragene große Selbsthilfeorganisation des deutschen Polkes leistet damit einen weiteren Beitrag zur Schicksalsverbundenheit aller Deutschen. die Annahme von Geld= und Sach penden, die für die sudetendeutschen Flüchtlinge bestimmt sind, ist allein die NS.=Volkswohlfahrt zuständig, die dafür ein Sondertonto„Sudetendeutsches Hilseverk“ errichtet hat. Bei allen Dienststellen der NS.=Volkswohlfahrt und bei allen Banken und öfsentlichen Geldanstalten werden Spenden auf das Sonderkonto„Sudetendeutsches Hilfswerk“ enigegengenommee. Sschechen täaschen=Kauzag der Neue schwere Feuerüberfälle bei Graslitz M Eaer, 23. September. Obwobl sich die tschechische Soldateska und der kommunistische Mob unter dem Eindruck sndetendeutscher Freudenkundgebungen gestern in den Morgenstunden aus einigen sudetendeutschen Orten zurückzes, ja sogar an verschiedenen Stellen der Grenze die Besestigungen sprengte, rückten tschechische Truppen in den Abendstunden wieder weiter gegen die Reichogrenze vor und nisteten sich an vielen Stellen wieder ein. Unter dem Eindruck des Abzuges verschiedener tschechischer Truppenteile nahmen die Freudenkundgebungen den Charakter von Befreiungsfeiern an. Viele Orte, die noch vor wenigen Stunden unter dem Terror der tschechischen Banden gestanden batten, flaggten alle Straßenzüge mit Hakenkreuzfahnen, der Ordnungsdienst wurde von Sudetendeutschen Ordnern in Zusammenarbeit mit den örtlichen tschechischen Organen ausgeführt und die deutsche Bevölkerung veranstaltete Freudenkundgebungen. Sowjel-Bomber für Prag Deutsche Frontkämpfer in London Die 800 ehemaligen deutschen Frontkämpfer, die zur Zeit England einen Freundschaftsbesuch abstatten, wurden vom englischen Ve gsminister im Pamon der Regieru teidigungsministe im Namen der Regierung offiziell empfangen und willkommen geheißen. Gegen Abend rückten aber plötzlich die tschechischen Truppen wieder gegen die Grenze vor. Geschütze wurden wieder in Stellung gebracht und an vielen Stellen neue Widerstandslinien angelegt. Meter vom Marktplatz entfernt Halt machten und dort in Stellung gingen. In der Stadt berrschte um diese Zeit vollkommene Ruhe. Die Hakenkreuzfahnen hingen noch an den Häusern. Sd.=Ordner versehen den Dienst, die Sdp.= Leitung befindet sich noch in Graslitz. Mit den Tschechen kehrte auch wieder der Terror zurück. Das zeigen bereits zwei schwere Feuerüberfälle, mit denen sie in der Umgebung von Graslitz ihre Wiederkehr ankündigten. Am Nachmittag schossen zwei tschechische Tanks in Annathal=Rothau, drei Kilometer von Graslitz, einen Kraftwagen zusammen. Der Fahrer, ein Sudetendeutscher. konnte flüchten. Der zweite Fall ereignete sich vor Heinrichsgrün an der Straße Graslitz—Falkenau. Dort nahm die tschechische Soldateska einen sudetendeutschen Motorradfahrer unter Maschinengewehrfeuer. Der Fahrer erhielt einen Schuß in den Rücken, konnte aber in den Wald entfliehen. Sein Schicksal ist ungewiß. Ein im Beiwagen sitzender SdP.=Mann wurde durch zwei Schüsse schwer verletzt. Auch in Eger, wo gestern die SdP. den Ordnungsdienst übernahm, blieb das Militär in einer Stärke von 600 Mann und zahlreichen Panzerabwehrgeschützen zurück. Der Kommandeur erklärte zwar, sich in die Verhältnisse der Stadt nicht einmischen zu wollen, aber abrücken würde er nicht, da für ihn noch kein Besehl Zur Unterstützung eingetroffen Trautenau, 23. September. Auf dem Flugplatz in Vardubit trafen gestern 21 sowjetrullische zweimotorige Eindecker ein. Ee haudelt sich um Schuel! bomder. Sie haben gelben Anstrich. Die Abzeichen sind unkenntlich gemacht, doch sind sie durch die gelbe Farbe noch zu ertenverz Hilfsflugplatz Bobdauetsch sind ferurt 1 sowjetrussische zweimetorige troffen. In Tschaolau sind in der Kaserne und im Hotel 20 sowjetrussische Fliegeroffiziere untergebracht. König der Bulgaren in Berlin Der König der Bulgaren ist, von der Schweiz kommend, nach einem kurzen Besuch seines Vaters, des Königs Ferdinand, in Coburg heute morgen in Berlin eingetroffen. So haben sich auch die Tschechen, die Graslitz geräumt hatten, plötzlich eines anderen besonnen und kehrten wieder zurück. Ein neuer Befehl hat sie zurückgeschickt, anscheinend wollen sie der endgültigen Regelung auch möglichst viel Schwierigkeiten bereiten. Ihr Wiedererscheinen hat die Lage erneut verschärft. Von Heinrichsgrün, wohin sie abmarschiert waren. trafen drei Tanks und 25 Lastkraftwagen mit insgesamt 625 Mann Militär ein, die an der Stadtgrenze etwa 500 Prag in Eeigenen Sagenneg Veesteiat Der Tschechen-Rundfunk überschlägt sich in Unwahrheiten vorläge. Das Vorbandensein von 300 Soldaten wird von der Bevölkerung als Bedrohung empfunden, so daß die Stimmung dadurch wieder gespannter geworden ist, wenn sich auch die Soldaten in der Stadt nicht mehr zeigen dürfen. Im Laufe des Donnerstag wurde auch bei Zinnwald wieder eine verstärkte Aktivität tschechischen Militärs beobachtet. Go wurde in unmittelbarer Nähe der Grenze ein Maschinengewehr in Stellung gebracht. Auf de Straße wurden Bäume gefällt und die#####gesperrt, so daß jeder Verkehr nach Teplitz unmöglich gemacht worden ist. Allem Anschein nach bereiten die Tschechen Sorengungen vor. der grenzemest haß der hasstlen ***- A u s s p r ü c h e n u n d P r e s s e s t i m m e n Deutliche Selbstcharakteristik in Eger, 23. September. Wer heute wissen will. auf wessen Seite Recht und Gerechtigkeit steht, wem die entsetzod. Eger, 23. September Die Lüdenmeldungen, die der tschechische Rundfunk verbreitet, widersprechen sich täglich so oft, daß selbst die besten Freunde der Prager Regierung allmählich neevös Die Kopflosigkeit der Tschechen hat bereits derartige Formen angenommen, daß sie im Laufe von wenigen Stunden die eigenen Nachrichten dementieren und das Gegenteil dessen behaupten, was sie selbst kurz zuvor „amtlich“ erklärt hatten. Ein besonders Ghargster das in Prag herrschenve###s ist der feige nächtliche Ueberfall der tschechischen Te###te. auf das schlesthe, Orenztrgugeg..sge an berg. Obwohl Lausende die Jugeleinschg. den Häusern besichtigen konnten und Hunde#.die beiden deutschen Schwerverletzten und die 15 Verwundeten, die von vschegailge H, jucgzge hagen troffen wurden, im Kra.. Fsucht troffen, wurden, im ankenhau, besucht besaß der Prager Rundfunk die unglaubliche Dreistigkeit, den Ueberfall einfa weise von einer Reihe frapzesscher mpge — darunter der offiziöse Pariser übernommen worden. Wenige Stunden später schien man jedoch in Prag eingesehen zu haben, daß es immerhin noch ausländische Journaliste. gibt, denen die Möglichkeit geboten ist, sich von dem wahren Sachverhalt, Ju, Zegzergen. Mittag bequemten sich schließtech die tschechischen Sender, den Vorfall von Seidenberg zuzugeben. Gleichzeitig behaupteten sie jedoch, daß die Deutschen provoziert und angegriffen hatten. Im Abenddienst wurde diese Behauptung wieder dementiert..„..., geht schon deutAllein aus diesem Beispter gehr schon deutlich hervor, was für chaotische Zustände in Prag herrschen. Selbstverständlich werden auch die Greueltaten der tschechisch=kommunistischen Soldateska einfach abgestritten und gegen den Deutschen Nachrichtendienst der Vorwurf der Unwahrheit erhoben. Der Prager Rundfunk vergißt jedoch dabei, daß in den letzten Tagen zahlreiche ausländische Beobachter durch eigene Anschauung und in Gesprächen mit den Flüchtlingen den wahren Sachverhalt erfahren haben und somit feststellen konnten, daß die Meldungen des Deutschen Nachrichtendienstes restlos der Wahrheit entsprachen. Die dreisten Lügenmeldungen der Tschechen gesichts der nicht wegzuleugnenden Greueltaten nicht mehr imstande, die Welt zu täuschen. Die Widersprüche, in die sich Prag von Tag zu Tag mehr verwickelt, dürften dem gesamten Auslande eine Bestätigung dafür sein, daß der in Auflösung befindliche Pseudo=Staat des Herrn Benesch jeden Anspruch verloren hat, auch nur für eine Sekunde ernst genommen zu werden. Mag Prag auch noch so sehr lugen. Die Welt lichen blutigen Zeugnisse unserer leid= und schmerzerfüllten Tage des fürchterlichen Tschecheuterrors und die allgemein bekannten Vorgänge der Vergewaltigung und Willkür an den Sudetendeutschen in den 20 Jahren tschechischen Zwangsregiments nicht genügen sollten. der erkenne an den folgenden Zitaten den Ungeint der Tschechen. Aus ihnen spricht der ganze sinnlose Hab, der keine Greuzen kennt, aus ihnen spricht die wahnwitzige Anmaßung. Ueberheblichkeit, Herrschsucht und Despotie der Tschechentums, das heute sein gerechtes Urteil erfährt, damit der Welt der Friede gesichert wird. „Man hat alles getan, um die Deutschen zu versöhnen... Da sei alles umsonst. Man solle sie lieber an Galgen und Kandelabern aufhängen, als ihnen die Gleichberechtigung zu geben.“ („Ceske Slovo“. 19. Oktober 1920.) „Die deutsche Minderheit in Brünn wird wie ein Stück Eis in der Sonne zerfließen. Nichts kann sie retten. Auf alle Art zur Beschleunigung dieser Entwicklung beizutragen, ist „ih der tschemtmng Piehl(Die offiziöse Staatszeitung„Ceskostoven. weiß, was sie davon zu halten hat. Sie hat schon längst ihr Urteil über dieses Blinddarmgeschwür gefällt. als ob hier andere Nationen überbaug nicht existierten. Dies ist die Grund lage unseres Staates. Wir müssen mit niemandem verhandeln oder uns ausgleichen. (Finanzminister Dr. Rasch in Nimburg am 6. Januar 1920.) selbstverständliche Pflicht der tschechischen Mehrheit. ka Republika Ottober 1921.) „Wir haben doch für keine Schweiz gekämpft. wir haben auch nicht daran gedacht, daß sich die Deutschen jemals in unseren Staat verlieben werden. Sollte es zu einer„Verschweizerung“ kommen, so wäre dies ein Leugnen der revolutionären Tradition unseres Staates.“(Oberst Medek im Klub der Omladinisten am 22. März 1923.) „Wir haben nach den Friedensverhandlungen das Recht. unsere Sachen so einzurichten. „Auch in den Duft der Blumen unserer Anlagen. in den Gesang der Vögel mengt sich ihr (der Deutschen) ekelhafte Sprache."(Das Pra ger Blatt„Zlata Praha“ zum Sokolfest 1919.) „Selbst wenn es in Eger nur zwei Tschechen gäbe. so würden sie doch niemals eine Minderheit bilden, sondern immer Vertreter des Staatsvolkes. Herren dieses Landes bleiben, und die Minderheit wird immer jener Haufen Zugewanderter aus den beiden der verendeten Adler bilden, die uns der Wind zugetragen hat.“(.28. Risen". November 1924.) „Es wäre ein Wahnsinn, das Streben an den Tag zu legen. die Deutschen für die Revublik zu gewinnen. Diese Politik ist absurd. Wer da glaubt, den Deutschen ihren jetzigen Besitzstand im Staate zu lassen, handelt entweder aus Angst vor den Deutschen, oder in der Hoffnung auf die Deutschen. Auch eine solche Angst und eine solche Hoffnung ist nationaler Verrat.“ (Universitätsvrofessor Mares. Präsident der tschechischen Völkerbundsliga und Präsident der tschechischen staatswissenschaftlichen Gesellschaft. im Jahre 1919.) „Wir Tschechen müssen trachten, daß wir die Industrie(in den deutschen Gebieten) an uns reißen. Solange nicht der letzte Kamin der deutschen Fabriken verschwindet und das deutsche Kapital in unseren Händen ist. müssen wir kämpfen. Die Deutschen haben hier kein Recht. Man soll bei ihnen nicht kaufen, damit sie auswandern, die Grenze ist ja offen, und sie können nach ihrem großen Deutschen Reich oder nach Deutschösterreich auswandern.“ (Ein tschechischer Redner bei der Zborovfeier im Juli 1923 in Postelberg. Laut„Bohemia“ vom 7. Juli 1923.) Nationalltäten in der Tschecho Vib..“ Deutsches Reien M gecte 17 6 Bielefelder Wochenmarkt Festgesetzte Preise Auf dem Bieleselder Wochenmarkt wurden am Donnerstag nachstehende Preise festgesetzt: (In Reichspfeunig) Rindfleisch ½ kg ab 85, Schweinefleisch ab 85, Kalbfleisch ab 70—180, Hammelfleisch ab 100, Leber ab 90, Eisbein ab 60, Kleinfleisch ab 25, Sülze ab 60, Supenknochen ab 20, Nieren ab 70, Flomen ab 90, Schmalz ab 110, Talg ab 50, Nierenfett ab 60, Bratwurst ab 110, Dauerwurst ab 100, frische Wurst ab 50, Schinken ab 160, Schinkenspeck ab 116, hiesiger Speck ab 106, Eier Stück 10—13, Quark 1/2 kg 25, Molkereibutter 160, Käse je nach Art und Güte 60—140, Schellfisch 40—45, Kabelan 35, Rotbarsch 35—40, Seelachs 35, Salzheringe Stück—7, grüne Heringe ½ kg 20, Bücking 35—40, Schollen 50—60, Fisch=Filet 40—60, Honig 180, Hühner 100, Hahnchen 120, Pfifferlinge 40 bis 50, Steinpilze 40—50, Champinons 50—60, Aepfel 25—40, Birnen 25—40, Pfirsiche 45—50, Fallobst 8, Wirtschaftsobst 15, Bananen 35—15, Weintrauben 40—70, Tomaten 21, Zitronen Stück —15, Einschneidekohl bei 50 kg 280, Wirsingkohl ½ kg 9. Rotkohl 8, Blumenkohl Kopf 12—87, Rhabarber 1/2 kg 6, Kohlrabi.—.5, StangenBohnen 22—28, Busch=Bohnen 13—20, WachsBohnen 24, Edelpflaumen Bühlerzwetschen 48, Frühzwetschen 48, Einmachezwetschen 24, Möhren ohne Grün 8, Kartosseln gelbe, lange und runde bei 5 kg 45, Kartosseln weiße, rote und blaue 42, Spinat ½ kg 13, Stielmus Bund 10—12, Radieschen 5, Zwiebeln deutsche ½ kg 9, Zwiebeln ausländische 13, Sellerie Knolle 10—30, Vorree 500 g 10—15, Salat Kopf—8, Endiviensalat 12, Suppengrün Bund 7, Rote Beten ½2 kg 8, Rettiche Stück—10, Salatgurken deutsche 28—28, Salatgurken ausländische 28, Schälgurken deutsche ½ kg 12, Schälgurken ausländische 24, Einmachzwiebeln 11, Perlzwiebeln 24, Einmachegurken 10—35 Rpfg. Sechs Mann besiegen den Tod Die neuen Zerstörer Z 17 bis Z 22 tragen auf Besehl des Führers die Namen von sechs gefallenen deutschen Seehelden, deren Taten als leuchtende Beispiele der Tapferkeit und der Kameradschaft in unserer Erinnerung fortleben In ihrer neuen Ausgabe beginnt die 2 512 1/: Illustrierte Zeitung mit einer rung dieser Schicksale aus dem großen Krieg. Sie setzt damit den Bericht„.. habe mein Pflicht getan!“ aus dem vergangenen Jahr fort, in dem die Zerstörer Z 1 bis Z 6 behandelt wurden.— Aus dem weiteren Inhalt: Sudetenland— Schicksalsland, Aufnahmen vom Leben und Leiden unserer deutschen Brüder in der Tschecho-Slowakei; Bilder von der Begegnung des Führers mit dem englischen Premierminister:„Der Titan“, ein neuer deutscher Film, der das Schicksal des Nürnberger Uhrmachers Peter Henlein schildert: Die Evzonen, ein Besuch bei der Paradetruppe der griechischen Armee. Außerdem noch zahlreiche Bilder und viele fesselnde Berichte in diesem Heft. Bilder vom Besuch Chamberlains Der neue„Illustrierte Beobachter“ sieht an erster Stelle unter dem Eindruck der großen Ereignisse der letzten Tage, die durch die entschlossene und weitsichtige Politik des Führers endlich zu einer entscheidenden Klärung der europäischen Lage führten. Mehrere Aufnahmen sind in diesem Zusammenhang dem Besuch des britischen Premierministers Neville Chamberlain gewidmet. Gleichzeitig beginnt die nationalsozialistische Bildzeitschrift mit einer neuen interessanten Großdarstellung„Die Gauleiter der Ostmark“. Eine levenzvolle Aufnahmefolge gedenkt des Grafen Zeppelin im Zusammenhang mit dem erfolgreichen ersten Start unseres neuen Luftschiffes L Z 130. Den Abschluß bilden mehrere eindrucksvolle Bildausschnitte aus dem neuen dokumentarischen Großfilm„Das Schwert des Friedens“, der Reichspropagandaleitung der RSDAP. Der literarische Teil des„JB“ steht vor allem im Zeichen des großen Expeditionsberichtes Pros Wilhelm Filchners vor seiner letzten großen Forschungsreise„Vom Huang=ho bis zum Indus“. Der„Illustrierte Beobachter“ ist neu erschienen und überall für 20 Pfg. erhältlich. uomonmmmmmmmmmm Den Deutschen kann nur durch Deutsche geholfen werden, fremde Helfer bringen uns immer tieser ins Verderben. Jahn BSUSEEUGCTUUZ Das filmische Welt-Ereignis! New Vork, Holland, Jugoslawien, Bulgarien, Finnland, Schweden und Norwvegen molden Riesen- Erfolg! Die Krone aller Silmschöpfungen Das Stadtgesprüch Bielefelds Zarunzeunder Paul Hörbiger Heinrich George Geurg diekänder Ruth Hellberg Leo Siezak Nur Freitag u. Sonnabend 10. 80 Uhr abds. 2 außergewöhnliche Spaiderstchungen Die gehelmnisvolle wielt des Vorhen Seien erschließt sich uns mit all ihrem Zauber u. Schrecken Jean Hartow, Ciark Gable Kullarbeit in d. Plantagen— WirbelSandstürme. Fieberheiß wie das Klima sind auch die Leidenschaften der Menschen, die das Schicksal hierher verschlagen hat. Menschen ohne Zivilisation, Menschen ohne Hemmungen— ein Leben abseite unserer Welt. Im Mittelpunkt:“ WANDA, ein leichtfertiges jungesMädchen u. DENNIS CARSON, ein Mann mit all seinen Vorzügen und Schwächen. Ein Meisterwerk von ganz besonderer Note. Bsvorzugen Sie bitte die Poten-Sitersateen Stautmheatel Heute, 23. 9. 20 bis gegen 22½ K. d..“, Felerabendgem. 5: Die Primanerin, Lustsplel von Sigmund Graff So. 24. 9. 20 bis 28 Pr. III Zar und Zimmermann Kom. Oper von Lortzing Bg. 28. 9. 15 dis gegen K. d..“, Felerabendgem. 3: Die Primanerin, Lustsplel von Sigmund Grafi 19½ bis 22⅛ Pr. HI Der Graf von Luxamburs Operette von Franz Lehár Dl. 27. 9. 191 bis gegen 231, A. 3 Pr. III Deer Gynt von lbsen, Musik von Grieg Erwerbt die festen Platzmieten — 25% Ermäßigung Deitliche Llondssheift ist die Voraussetzung für eine wortgetreue Wiedergabe des Anzeigentextes. Hen Für Büro und Wohnung -6 Zimmer od. mehr mögl. mit Garage, Nebenoder Kellerräumen, auch außerhalb der Stadt, für bald oder später gesucht. Angeb. unter A B 7151 a. d. Westf. Neuest. Nachr, erbeten. Bettjedern- Reinigung gröndlich bei Betten-Kirchhoff Fos. Kochkäse mit Molkereihutter und Eiern täglich frisch zubereitet, mild und leicht verdaulich Marzerkäse gelb oder mit Schimmel, schön reif, plkant und speckig, zwei leine, nahrhafte und sehr billige Käse kauft man bei Kronsbein, Käsefachmann, Am Markt 3 * Vielefelder Stablanzl... Zweites Blatt der Westfälischen Neuesten Nachrichten, Nr. 223 Freitag, 23. September 1938 Die neue Andden Gerafsschaft 24 Unterrichtsräume in der Paulusstraße Die Papierschwalbe In majestätischem Fluge zog sie ihre Kreise über der Straße, zum Jubel des Jungen, der sie mit starkem Wurf in die Luft geschleudert hatte. Er war stolz aus die Papierschwalbe— und auf seine Leistung, denn er war es, der ihr die schnittigen Flügel geformt hatte. Was hatten seine Kameraden dagegen „olle Dinger“! Nein, so schöne Spiralen konnte keine der anderen Papierschwalben ziehen, die hier auf der entlegenen Straße im Konkurrenzkampf flogen. Und immer wieder warf der Junge mit gerötetem Gesicht die Schwalbe in die Luft. Immer wieder. Immer wieder. Aber plötzlich war ein Auto da, eben als die Schwalbe im Gleitflug niedergegangen war, und das Auto fuhr über den schlanken Leib hinweg, so daß ein Flügel bös zerknickt wurde. Der Junge mochte die Flügel streichen und diegen wie er wollte, mit den stolzen Flügen war es vorbei. Und als ihn jetzt die Kameraden gar auslachten, war es mit der Fassung aus. Mit Tränen in den Augen war er schnell ins Haus gegangen. et. Erzieher helfen bei der Ernte 10 000 Tagewerke im Gau Den Aufrufen des Reichswalters des NSLB., Pg. Fritz Wächtler, und des Kreisleiters Pg. Reineking folgend, hat sich ein großer Teil der Erzieher des Kreises BielefeldHalle zur Erntehilfe zur Verfügung gestellt. Von den über 800 Erntehelfern des NSLB. im Gau Westfalen=Nord, die insgesamt über 10.000 Tage bei der Einbringung der Ernte geholfen haben, stellte der Kreis Bielefeld=Halle 110 Helfer und Helferinnen, die zusammen 205 Tage auf dem Lande tätig waren. Diese Erzieher und Erzieherinnen haben freudig einen Teil ihrer Ferien genutzt, um ihrerseits„zu helfen, die Ernährung des deutschen Volkes sicher zu stellen. Ley und Wagner sprechen Gemeinschaftsempfang aller Betriebe Aus Anlaß der Eröffnung der großen Reichsausstellung„Gesundes Leben— frohes Schaffen“ in Berlin findet am Montag, dem 26. September, im Betrieb der Firma Roth= Büchner, Berlin=Tempelhof, ein Betriebsappell statt, auf dem der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, und Hauptdienstleiter für Volksgesundheit in der Reichsleitung der NSDAP., Reichsärzteführer Dr. Wagner, sprechen werden. Der Betriebsappell wird in der Zeit von 12—12.30 Uhr von allen Reichssendern mit Ausnahme des Deutschlandsenders übertragen und von allen Betrieben im Gemeinschaftsempfang mitgehört. Bielefelds Einwohnerzahl Leichte Zunahme im August Die Stadt Bielefeld hatte eg., 1.„auait 126 265 Einwohner. Im Laufe des Monats zogen 816 Personen zu und 777 fort. Es wurden 165 Geburten und 88 Sterbefälle gemeldet, so daß der Bestand am 1. September sich auf 126 381 Einwohner belief. Verkfrauengruppe verpflichtet Betriebsappell bei Seidenstoffweberei C. A. Delius weberei C. A. Delius Große=Kurfürsten=Straße, pflichtek. Noch dem Frolog eines Werscharführers und gesanglichen und musikalischen DarFür den Jugendlichen ist eine geregelte Berufsausbildung ausschlaggebend. Sie fördert die Entwicklung seiner Persönlichkeit und sichert ihm als Gelernten einen besseren und breiteren Ansatz im Berufsleben. Für die Wirtschaft bedeutet die Sicherung ausreichenden Nachwuchses ein Vorbeugen gegen späteren Facharbeitermangel. Für die deutsche Wirtschaft ist entsprechend ihrer Eigenart und ihrer Bedeutung aus dem Weltmarkt der Facharbeiter ausschlaggebend, nicht der Ungelernte. Die rechtzeitige Sicherung ausreichenden Facharbeiternachwuchses in zahlenmäßiger Hinsicht wird noch besonders dringlich durch den Geburtenrückgang, der in der Nachkriegszeit bis zum Jahre 1933 in erschreckend gleichbleibendem Maß zu verzeichnen ist. Der Jahrgang, der Ostern 1938 die Volksschule verließ, entsprach dem Geburtenjahr 1924. In diesem Jahre entfielen auf 1000 Einwohner im Deutschen Reich 20,5 Lebendgeborene gegenüber einer Zahl von 26,9 auf 1000 im Jahre 1913. Die Geburtenjahrgänge von 1924 bis 1933 sinken von 20,5 auf 1000 im Jahre 1924 auf weniger als 15 auf 1000 im Jahre 1933. Das heißt: in den noch vor uns liegenden Jahren werden die Zahlen sinken, weil bedeutend weniger Jungen und Mädchen aus der Schule zur Entlassung kommen als heute. Damit wird aber auch eindringlich deutlich, wie notwendig es ist, jeden nur irgendwie leistungsfähigen Jugendlichen für den Facharbeiternachwuchs zu sichern. Erhöhte Bedeutung fällt daher auch der Tätigkeit der Gewerblichen Berufsschule für Knaben und Mädchen in Bieleseld zu. Nach der Struktur der Bielefelder Wirtschaft, des Handwerks, Handels und Industrie haben sich gerade die Aufgaben der Berufsschule für Knaben immer mehr erhöht. Insgesamt für 70 verschiedene Berufe, dabei allein für 54 Innungen der Kreishandwerkerschaft, erfolgt bei der Knaben=Berufsschule der Unterricht. Am 1. Juni 1938 besuchten 3263 Schüler in 35 Fachabteilungen, die in 131 Klassen eingeteilt sind, die Gewerbliche Berufsschule für Knaben in Bielefeld. Das Gebäude in der Hindenburgstraße war seit Jahren schon zu klein geworden, und so unterrichtete man noch an sieben anderen Stellen: in der Wittekindschule, Bosseschule, Gutenbergschule, am Klosterplatz, in der Lutterstraße, Herforder Straße und Schildescher Straße.(255 Nachdem das Gebaude der fruheren Lessing=Oberrealschule in der Paulusstraße frei geworden ist, wurde hier durch Umbauten mehr Raum für die Knaben=Berufsschule geschaffen. Die Arbeiten sind soweit gediehen, daß bald mit dem Einzug in die neuen Räume gerechnet werden kann. Insgesamt stehen in diesem Gebäude 24 Unterrichtsräume, zahlreiche Lehrmittelräume und Werkräume zur Verfügung. Außerdem gibt es noch Uebungswerkstätten, ein Laboratorium für Dentisten und einen Werkraum für die neu eingerichtete Fachklasse der Optiker. Im Erdgeschoß stehen Räume für die Verwaltung und ein Archivraum zur Verfügung. Weiter sind ein Lichtbildzimmer, Lehrerzimmer, Büchereizimmer und ein Schülerheim für Tagesschüler und Fachschulen vorhanden. Die erforderliche Raumausnutzung machte es notwendig, daß die vorhandene Aula in Fortfall kam. Für meinschaftsempfänge und Schulfeierstunden steht die neben der Schule befindliche Turnhalle der Bielefelder Turngemeinde zur VerDamit sind in der Paulusstraße das Metallgewerbe, Baugewerbe, Nahrungsgewerbe, Maler, Dentisten und Optiker untergebracht. In der Hindenburgstraße bleiben die Klassen des Bekleidungsgewerbes, grafischen Gewerbes und die Uhrmacherfachschule, denen insgesamt 16 Räume zur Verfügung stehen. Wenn der Einzug in die Paulusstraße erfolgt ist, kommen von den bisher außerhalb der Schule liegenden Unterrichtsstätten in Fortfall die Wittekindschule, Bosseschule, Gutenbergschule und Klosterplatz; es verbleiben noch Lutterstraße, Herforder Straße und Schildescher Straße. Erforderlich ist noch die Errichtung eines stättengebäudes, das auf dem hinteren Schulhof an der Paulusstraße noch vorgesehen ist. Damit wären dann alle Klassen etwas mehr zentralisiert, als es bisher der Fall ist, denn der gesamte Schulbetrieb der Gewerblichen Berufsschule für Knaben findet— nach Erledigung der Errichtung des Werkstättengebäudes— in der Hindenburgstraße und der Paulusstraße statt. „Volksgenossen, singt mit uns“. 120 Hitlerjungen und 80 Pimpfe singen Unter dem Motto„Bottzggpaserz, sung mit uns“, veranstaltete Hitler=Jupen und Jungvolk im Bereich der Ortsgruppe 2 mit der Bevölkerung am Mittwoch einen offenen Gesangabend. Zackig marschggremann Hitlerjungen und 80 Pimpfe in der straße auf. Gut ausgerichtet gruppierten sie sich um den Leiter der Veranstaltung.„Geselg schaftsführer Greve, der bald dargeue Volksgenossen erschienen in„hellen K mit dem Liede„Laßt im Wind die wehen" die abendliche Feierstunde eröffnete. Das Jungvolk erfreute dann mit dem markigen Liede„Laßt weh'n die schwarzen verschwunden ist die Nacht...“, an das sich die ditler=Jugend mit„Ich bin ein freier Wildbretschütz" anschloß. Mittlerweile konnte man die stolze Zahl von ungefähr 200 Volksgenossen feststellen, die herausgekommen waren aus ihren Stuben und Häusern, um sich von den Jungen ihrer Ortsgruppe zeigen zu lassen, daß sie es verstehen, einen„zackigen" Liederabend aufziehen zu können. 117455500— Auch die Bebölkerung wurde aufgeforvert, mitzusingen, und der Kanon, der mit.=J. und DJ. gemeinsam eingeübt wurde, gelang tadellos. Im Anschluß an die vorgetragenen Lieder der Hitler=Jugend sprach Pg. Rektor Huchzermeier. Er begrüßte die erschienenen Volksgenossen auch im Namen des Ortsgruppenleiters Pg. Willgerodt und gab seine Freude über das Gelingen des Singeabends zum Ausdruck. fipp. Natürlich war er angetrunken Am 22. 9. gegen.58 Uhr wurde auf der Reichspoststraße, vor dem Hause Nr. 10. ein Pferdefuhrwerk von einem Personenkraftwagen angefahren. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt. Die Schuld an dem Unfall trifft den Führer des Personenkraftwagens, da er angetrunken war und die nötige Vorsicht außer acht ließ. Der Personenkraftwagen wurde sichergestellt. * Wem gehören die Sachen? Bei der Kriminalpolizei sind ein hellbrauner Einkaufskorb mit Backwaren, ein Küchensägemesser und eine Weckuhr sichergestellt worden. Die Sachen dürften aus einem Diebstahl stammen.— Eigentümer können sich bei der Kriminalpolizei. Turnerstraße 4, melden. „Die sind von Seatschiaut Ageistel 40 französische Werktätige besuchten die Arbeitsstadt Bielefeld Auf Einladung von Reichsorganisations= leiter Pg. Dr. Ley bereisen zur Zeit 400 gehörige der nationalen französischen Gewerkschaft„Conféderation Française Travailleurs“ (C...) Deutschland, um den deutschen Arbeiter an seinen Arbeitsstätten und die von der DAF. und den deutschen Betriebsführern geschaffenen sozialen Einrichtungen kennenzulernen. Die Franzosen— Arbeiter, Handwerker, Angestellte und Betriebsführer— trafen am 18. September in Saarbrücken und wurden in Frankfurt a. M. in 17 Gruppen aufgeteilt, die nun getrennt nach fachlichen Interessen verschiedene deutsche Städte besuchen. Am Donnerstag konnten wir hier in Bielefeld eine aus 40 Männern und Frauen bestehende, von Rheydt kommende Gruppe begrüßen, die, selbst aus dem Textil=, Bekleidungs= und Modegewerbe stammend, einige Bielefelder Betriebe dieser Art kennenlernen wollen. Im Auftrage des Gauobmanns Pg. Schürmann begrüßte Pg. Klippel(Münster) am Bahnhof die französischen Gäste herzlich im Gau Westfalen=Nord; später vereinigte man sich dann im Bielefelder Hof zum gemeinsamen Mahl mit den Vertretern der Partei, der DAF. und der Bielefelder Industrie. Sturmhauptführer Rutkowski, der deutsche Führer der Gruppe, machte die französischen Gäste in kameradschaftlicher Weise mit den Bielefelder Gastgebern bekannt und versicherte ihnen, daß er sich für die letzte Etappe vor Berlin Bielefeld als eine besondere„Delikatesse“ vorbehalten habe. Hier in Bielefeld würden sie neben gastlicher Aufnahme viel Interessantes und Wissenswertes zu sehen bekommen. Kreisleiter Pg. Reineking verband mit der Uebermittlung der Grüße des Gauleiters seinen herzlichen Wunsch, daß die Gäste aus Frankreich sich unter der gewerbefleißigen und treu hinter dem Führer stehenden Bielefelder Bevölkerung wohlfühlen möchten und gab einige Hinweise auf den Charakter der Bielefelder Industrie und des Bielefelder Arbeiters. Er sei der festen Ueberzeugung, daß solche Studienfahrten und der damit verbundene Gedankenaustausch zu einem besseren Verstehen der beiden Völker führen werde, wie es der Wunsch aller Deutschen sei, daß Deutschland und Frankreich nach jahrhundertelangem Streit nun den Weg zu Friede und Freundschaft finden möchten. M. Le Cog der Führer der französischen Abordnung, dankte unter lebhaftem Beifall seiner Landsleute dem Kreisleiter und den Organisatoren der Fahrt für die freundliche Aufnahme, die sie überall in Deutschland und besonders auch in Bielefeld gefunden hätten und unterstrich den Willen zur gegenseitigen Zusammenarbeit und aufrichtiger Kameradfrühen Nachmittag fuhren Gäste und Gastgeber dann gemeinsam hinaus nach Spenge zur Besichtigung der Seidenweberei C. A. Delius& Söhne. Der moderne Betrieb, die vorbildlich ausgestattete Lehrwerkstatt und vor allem die freundliche und mustergültige Heimarbeitersiedlung wurden mit großem Interesse besichtigt. An den Arbeitsplätzen und der gemeinsamen Kaffeetafel entwickelte sich schnell eine fröhliche, kameradschaftliche Verbundenheit zwischen deutschen und französischen Werktätigen; trotz aller sprachlichen Schwierigkeiten war von einer Fremdheit nichts zu spüren, und man darf den Versicherungen der Franzosen und der liebenswürdigen Französinnen— einige waren sogar in ihrer heimatlichen Tracht erschienen— Glauben schenken, daß sie von Deutschland und dem deutschen Menschen restlos begeistert sind. Immer wieder konnte man hören, daß sie sich auf Grund französischer Zeitungsberichte ein ganz falsches Bild vom Dritten Reich gemacht haben und wie froh sie sind, nun das wirkliche Deutschland kennenlernen zu können. Heute morgen werden die Gäste, die aus allen Teilen Frankreichs kommen, bei der Firma Seidensticker zu Gast sein und dann anschließend nach Berlin weiterfahren. Am Sonntag geht es dann über Frankfurt nach Köln, wo Dr. Ley eine Rheinfahrt arrangieren will, und von dort zurück nach Paris. Im nächsten Jahre sollen dann deutsche Arbeiter den Besuch in Frankreich erwidern den er worhe den Blic allz Ie.gelschen dul. das tapfere Verhalten der Subelen#enischen huUeber die Aufgaben der Werkfrauengrugn in den Betrieben referierte anschließend Fredt sein solten alen Veruskamerehigse.i5 Ferterarsengn. 8#51d zu sein Werks. Das Ende des Jademaushauft. Firma Alsberg in deutschen Händen— Klärung der baulichen Verpfiichtungen Nach langen und nicht immer leichten Verhandlungen ist es jetzt gelungen, das jüdische Kaufhaus S. Alsberg& Co. in Bielefenn in deutschen Besitz überzuleiten. Das Geschäft ist im Einvernehmen mit allen zuständigen Parteiund Behördenstellen von der Kurt Opitz, Kommandit=Gesellschaft übernommen worden und befindet sich damit vollständig in En der Spite des neuen Unternehmensteht in der Person des Kaufmanns Kurt Opitz ein erfahrener Fachmann des Einzelhandels. Selbstverständlich wurden alle arischen Gefolgschaftsmitglieder des alten Kaufhauses übernommen. Die Eröffnung des neuen Unternehmens findet am Samstag, 24. September, 14.30 Uhr, statt. Für die Stadt Bieleseld und die Bieleselder Bevölkerung ist es von besonderer Bedeutung, daß mit der Ueberleitung in arischen Besitz auch die Frage der seit langem schwebenden baulichen Umgestaltung dieses im Stadtzentrum liegenden Komplexes geklärt und endgültig festgelegt werden konnte. Fahrerflucht Wer sah den Unfall? Am Sonnabend, 10. 9. d. J. ereignete sich gegen 19 Uhr auf der Kreisstraße Jöllenbeck— Bielefeld, in der Nähe von Meyer zu Köcker, ein Verkehrsunfall. Ein in Richtung Bielefeld fahrender Radfahrer wurde von einem in gleicher Richtung fahrenden Kraftwagen(Ltw. oder Pkw.) angefahren und verletzt. Der Kraftfahrer fuhr, ohne sich um den Verletzten zu bekümmern, weiter.„ mDer Führer des Kraftwagens sowie Personen, die irgendwelche Angaben über den Unfall bzw. über den Kraftwagen machen können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Bielefeld, Turnerstraße 18, Zimmer 2, zu melden. *. Erst gegen die Laterne und dann gegen ann Am 21. 9. gegen 22.45 Uhr fuhr auf der Straßenkreuzung Feld= und Petristraße ein Personenkraftwagen gegen eine Straßenlaterne und dann gegen einen Gartenzaun. Der Führer des Personenkraftwagens wollte einer Radfahrerin. die die verkehrte Straßenseite benutzte, ausweichen und geriet hierbei gegen die Laterne. Der Wagen wurde beschädigt. Wenn die Sirene heult Was ist luftschutzmäßiges Verhalten? Nach dem Luftschutzgesetz sind alle Deutschen zum lustschutzmäßigen Verhalten verpflichtei. Auf Grund verschiedener Anfragen besteht Veranlassung, auf einzelne irrtümliche Auffassungen hinzuweisen. Der Zustand des Fliegeralarms dauert vom Beginn des durch die Luftschutzstrenen gegebenen wechselnden deultones bis zur Entwarnung und nicht, wie verschiedentlich angenommen wurde, nur so lange, wie die Sirenen heuten. Zum Unterschied vom wechselnden Heulton bei„Fliegeralarm“ wird bei der Entwarnung nur ein gleichtönender Dauerton gegeben. Der Zustand des„Fliegeralarms“ dauert so lange, bis das Entwarnungssignal ertönt oder die Aufbebung in anderer Art und Weise(durch Polizeistreisen oder Luftschutzwarte) angesagt wird. Wer sich beim Ertönen der Alarmgeräte bei dem Alarmzeichen„Fliegeralarm“ nicht in der Nähe eines öffentlichen Sammelschutzraumes befindet, muß in Hausfluren oder anderen geeigneten Stellen so untertreten, daß er nach Möglichkeit gesichert ist. Strengstens verboten ist das Herumstehen in Hauseingängen und Toreinfahrten. Die Verdunkelung setzt nicht erst beim „Fliegeralarm“ ein, sondern bereits vorher. Sie wird auch nicht bei der Entwarnung wieder aufgehoben, sondern dauert weiter. Die Beendigung der Verdunkelung wird im allgemeinen durch das Einschalten der öffentlichen Straßenbeleuchtung angezeigt. Die Bewohner derjenigen Stadtteile, in denen in letzter Zeit Luftschutzsirenen eingebaut wurden, werden noch darauf bingewiesen, daß jeden Sonnabend um 12 Uhr eine Sirenenprobe durchgeführt wird. Bei dieser Sirenenprobe wird im Gegensatz zu den Alarmsignalen für„Fliegeralarm“ und„Entwarnung“, die zwei Minuten lang gegeben werden, das Signal nur eine balbe Minute lang gegeben, und zwar nur das Sianal für die Entwarnung und anschließend der tiese Dauerton. Warum Jugendfilmstunden? Ein Beitrag zur kulturellen Winterarbeit der Hitler=Jugend Warum Jugendfilmstunden? So wird vielleicht oft von Volksgenossen gefragt werden, die den Sinn der Durchführung dieser Feierstunden allmonatlich vor der Hitler=Jugend noch nicht begriffen haben... Eine Jugendfilmstunde der HJ. ist nicht eine bloße Filmvorführung. Der Rahmen schon allein prägt die Feierstunde, in deren Hauptteil der Film zu den Jungen und Mädeln spricht. Eine Konzertfolge zu Beginn gibt der ganzen Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Danach erläutert eine kurze Ansprache den Film, der im Anschluß daran gezeigt wird. Den Abschluß bildet wiederum ein Konzertstück— selbstverständlich von einer 5J.=Kapelle oder einem HJ.=Orchester vorgetragen. Wie sollen nun die Filme beschaffen sein, die vor der Hitler=Jugend lausen? Der erste Film, mit dem die Filmfeierstunden eröffnet werden, ist beispielhaft:„Urlaub auf Ehrenwort“. Filme dieses Inhalts sollen in erster Linie gezeigt werden. Natürlich bringt die Hitler=Jugend auch einige derb=lustige Filme, wie„Wenn der Hahn kräht“ usw. Auch der Film„Togger“ wird wahrscheinlich mit im Rahmen der Jugendfilmstunde gegeben werden. Die Jugendfilmstunde der 53. soll belebrend auf die Jungen und Mädel wirken, soll ihnen nicht nur bloße Unterhaltung, sondern eine Feierstunde sein. Geld weg, Tasche zurück Eigenartige Auffassung von Mein und Dein! Am 16. 8. ist auf dem Schillerplatz zwischen 22.15 und 22.30 Uhr eine dunkelbraune Handtasche mit verchromtem Bügel und 2 Zentimeter breiten Niemen von gleicher Farbe verloren gegangen. Die Tasche, die u. a. auch einen Geldbetrag von 30.— RM. enthielt, wurde von einer bisher noch unbekannten Person gefunden, und zwar auf dem Wege vom Schillerplatz(Parkvlatz) entlang des Schillerplatzes über die Ulmenstraße bis etwa zum Landgericht. Die Tasche war von der Verliererin jedenfalls vor Abfahrt hinten auf das Wagenverdeck des Kraftwagens gelegt und vergessen worden, dort wegzunehmen. Sie wurde also während der Fahrt auf der angegebenen Strecke verloren. Der Finder(Finderin) nahm sie an sich, entnahm für sich das Geld und sandte die Tasche an die Verliererin zurück. Handschrift steht zur Verfügung. Wer hat an jenem Abend beobachtet. daß auf dem oben beschriebenen Wege eine Handtasche aufgehoben wurde? Sachdienliche Angaben nimmt die Kriminalvolizet, Turnerstraße 18, entgegen. Verknappung der Arbeitskräfte Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Bezirk Bielefeld Das Arbeitsamt Bielefeld berichtet: Die allgemein feststellbare günstige Enwicklung des Arbeitseinsatzes hat sich in den vergangenen Monaten auch im Bereich des Arbeitsamtsbezirks Bielefeld in sehr bedeutsamer Weise gezeigt. Folgende Zahlen über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit veranschauVerlauf des Wirtschaftsaufschwunges Von den am 31. 8. 1938 gemeldeten 235 Arbeitslosen waren 172 nicht voll einsatzfähig, in den restlichen 63 Kräften sind auch diejenigen enthalten, die durch zufälligen Arbeitsplatz= wechsel am Tage der stattstischen Erhebung als arbeitslos gemeldet waren, in Wirklichkelt jedoch nur eine neue Arbeitsstelle antraten. Im hiesigen Gebiet ist der Mangel an Arbeitskräften besonders offensichtlich, da bei der Struktur unserer Wirtschaft der Beschäftigungsgrad im Durchschnitt sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Personen höher liegt als im Reichsdurchschnitt. Vor allem werden die Schwierigkeiten in einigen Gewerbezweigen mit starker Frauenbeschäftigung, wie z. B. im Bekleidungsgewerbe, im Spinnstoffgewerbe, in der Landwirtschaft und bei den hauswirtschaftlichen Berufen immer größer, und es muß angenommen werden, daß sich die Lage des Fraueneinsatzes immer mehr zuspitzt. Auf der männlichen Seite war der Mangel insbesondere im Baugewerbe und in der Industrie der Steine und Erden sowie ebenfalls in der Landwirtschaft festzustellen. Auch durch Heranziehung von stillen Arbeiterreserven, wie auf der weiblichen Seite besonders durch Beschäftigung verheirateter Frauen, ebenso wie durch Heranziehung auswärtiger Arbeitskräfte, konnte der Mangel nicht endgültig behoben werden. Zum Teil ging man daher in den Betrieben dazu über, durch Erhöhung der Arbeitszeit einen Ausgleich Bei dieser allgemein feststellbaren Verknappung der Arbeitskräfte ist es ersorderlich, daß die örtlich noch vorhandenen Arbeitslosen möglichst restlos im Bezirk in Arbeit gebracht werden. Auch die nicht voll einsatzfähigen Kräfte lassen sich in den meisten Fällen ihrer Eignung entsprechend an bestimmten Arbeitsplätzen einsetzen. Es ist daher auch sehr dringlich, auch diese Kräfte baldmöglichst in entsprechende Arbeitsstellen zu bringen. Man kann damit rechnen, daß in absehbarer Zeit auch letzten Arbeitslosen in Arbeit sein werden. Das Arbeitsamt setzt allerdings dabei voraus, daß alle Beteiligten bei dieser Aufgabe ernsthaft mitwirken und zu Entgegenkommen bereit sind. Es kann keinesfalls darauf verzichtet werden, diese beschränkt Einsatzfähigen irgendwie noch produktiv einzusetzen, selbst wenn dafür wirtschaftliche Opfer gebracht werden müssen. Wenn hierzu noch an manchen Stellen die notwendige Einsicht fehlt, so bleibt nichts anderes übrig, als durch entsprechende Auflagen diesen Einsatz Die Verknappung der Arbeitskräfte bringt leider auch unliebsame Erscheinungen und Geahren mit sich, die in der frischeftichen ein, verlich eingeladen. otwendigen, richtigen und wirzschmugzigen vzn= derzlich eingel satzes aller Arbeitskräfte im Interesse der Gesamtheit vermieden werden müßten. Das disziplinlose Wegengagieren der Arbeitskräfte, ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit und Gefolgschaftstreue, nur aus dem rücksichtslos durchgeführten Motiv des eigenen Nutzens, greift immer mehr um sich. Das Arbeitsamt ist allein nicht in der Lage, diese bedenklichen Auswirkungen des Mangels an Arbeitskräften zu verhindern, und es ist an der Zeit, daß gerade im Bielefelder Bezirk mehr als bisher der Appell Hermann Görings auf dem Reichsparteitag vor der Deutschen Arbeitsfront gehört wird, der aufs schärfste das disziplinlose Wegengagieren verurteilt. Die Worte Hermann Görings sind gerade für unseren Bezirk wichtig und sollen daher an dieser Stelle wiederholt werden: „Die gegenwärtige Knappheit an Kräften darf nicht dazu führen, daß die Betriebsführer sich durch ungewöhnliche Versprechungen, durch sonstige Lohn= oder soziale Zuwendungen gegenseitig die Arbeiter abjagen. Ihr witzt es selbst, wenn ich ein derartiges Wegengagieren oder solche Vertragsbrüche dulden würde, dann hätten wir in kürzester Frist auf dem Gebiete des Arbeitseinsatzes ein Chaos ohnegleichen, und die Durchführung all unserer großen staatspolitischen und sicherheitswichtigen Aufgaben wären auf das höchste gefährdet. Uebertreibungen können nun einmal immer mehr schaden als nützen, und deshalb darf ich sie nicht dulden.“ Er hat damit an die Disziplin der Gefolgschaftsführer und an die Gefolgschaftstreue der Arbeiter appelliert. Unter allen Umständen muß erreicht werden, daß dieser Appell an das Pflichtgefühl aller Beteiligten Erfolg hat, ohne daß es etwa nötig wird durch neue gesetzliche Zwangsmaßnahmen sicherzustellen, daß im Interesse der Allgemeinheit auf diesem Gebiete mehr Difziplin und Ordnung gewahrt wird. (Nachdruck verdeten Bielefeld=Halle Am kommenden Montag, 26.., 20 Uhr, treffen sich alle Politischen Leiter aus den Zellen 1. 13, 14 15 und 16 in Untform in der Geschäftsstelle, Theesener Straße. RSB.-Ortsgruppe Kamphof=Schildesche Heute abend. 20 Uhr, treffen sich alle Zellenwalter in der Geschäftsstelle, Theesener Straße. RSDup., Ortsgruppe Pottenau Heute, Freitag, 20.30 Uhr, findet unsere Ortsgruppenversammlung im Hermann=Göring=Haus statt. Das Erscheinen aller Parteigenossen und eanwärter Pflicht. Die Mitglieder der Gliederungen sind Der Staat ist überkonfessionell Behörden und kirchliche Veranstaltungen X Reichsinnenminister Dr. Frick stellt in einem Erlaß fest, daß Anordnungen zur Beflaggung der Dienstgebäude auf Fälle beschränkt sind, die nach ihrer besonderen Bedeutung eine amtliche Anteilnahme rechtfertigen. Diese Voraussetzung ist bei kirchlichen Veranstaltungen nicht gegeben. Für die Flaggensetzung der Religionsgesellschaften selbst gilt dieses natürlich nicht. Der Erlaß besagt weiter, daß kirchliche Veranstaltungen mit Rücksicht auf die überkonfessionelle Stellung des Staates auch keine geschlossene Teilnahme der Behörden rechtfertigen. Ebenso hat die Entsendung von Behördenvertretern zu unterbleiben. Die dienstliche Teilnahme von Strafanstaltsgeistlichen und Heerespfarrern und die private Teilnahme von Heeresangehörigen an kirchlichen Feiern bleibt unberührt. Die Anordnung gilt für jede Art kirchlicher Veranstaltungen. sowohl regelmäßige, wie Fronleichnam, als auch Veranstaltungen aus besonderem Anlaß, wie Besuch eines Bischofs, Konfirmation, Firmung, Wallfahrt usw. Der Erlaß gilt nicht für das Land Oesterreich. Stadttheater Bielefeld RSDAP., Ortsgruppe Böllenbeck Heute, Freitag, 23.., findet in der Gastwirtschaft Göckemeyer um 21 Uhr eine Amts= und Blockleitersitzung statt. Unbedingtes Erscheinen ist Pflicht. Ortsgruppe Genne 1 Antreten zur Beerdigung des Pg. Heinrich Osthus heute, 14.30 Uhr, an der Waldschule. RSDAP., Ortsgruppe Isselhorst Erutedauksest aus dem Bückeberg Die Teilnehmer für Bahnfahrt zum Bückeberg wollen sich schon jegzt bei ihren zuständigen Blockund Zellenleitern oder beim Ortsgruppen=Kassenwalter Pg. Lütkemeyer melden. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Bieleseld=Halle Betrifft Kindergruppen Am Montag, 26. September, 16 Uhr, findet in der Herforder Straße 31, Hinterhaus, eine Besprechung der Kreiskindergruppenleiterinnen statt. Alle Kindergruppenleiterinnen müssen erscheinen oder aber unbedingt eine Vertretung schicken. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Ortsgruppe Kesselbrink An den heute um 19.30 Uhr beginnenden Turnabend in der Ceeilienschule wird hiermit noch einmal hingewiesen. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Ortsabschnitt Sieker Der Heimabend findet Freitag, 23.., 20 Uhr, in der Osningschule statt. Die Amtswalterinnen kommen um 19.30 Uhr. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Ortsgruppe Senue 1I Heute, Freitag, 23. September, findet um 20 Uhr bei Ramsbrock ein Pflichtabend statt. Es spricht ein Redner des RLB. Vollzähliges Erscheinen wird erwünscht. 69.=Streifendienst 158 „Sonntag. 25..,.30 Uhr, Kriegerdenkmal, Winterdienstanzug.— Meyer. Personalie Der Fleischbeschauer Deppe. Bielefeld, Schwalbenstraße 6, wird in der Zeit vom 24. September bis zum 24. Oktober 1938 durch den Fleischbeschauer Pankoke, Bieleseld, Stapenhorststraße 64, vertreten. * Goldenes Sportabzeichen Das Goldene Sportabzeichen des DRL. erwarden Frau Margarete Biegel, Martha Biermann und Frau Elisabeth Tripp. Genie Seillouns der dangrigst under Um 20.15 Uhr wird heute in der RudolfOetker=Halle die Reihe der diesfährigen großen Städtischen Sinsonie=Konzerte eröffnet mit Werken von Beethoven, Reger und Mozart. Das Konzert, unter Leitung von Dr. Hans Hoffmann, bringt als Solisten Prof. Walter Rehberg.— Autobus=Sonderverkehr ab Rathaus und Jahnplatz 19.87 und 19.52 Uhr.— Im Interesse der Konzertplatzmieter wird nochmals dringend gebeten, die Einlösung der Ausweiskarten möglichst an der Theaterkasse im Lause des Vormittags vorzunehmen, um unliebsames, langes Anstehen an der Abendkasse zu vermeiden. „Die Primanerin“ wieder in Bieleseld Die Intendanz hat sich entschlossen, im Hinblick auf den sensationellen Erfolg, den die„Primanerin“ und ihre Schicksale gerade in Bielefeld hatte, das Stück von Graff wieder in den Spielplan aufzunehmen. Die erste Vorstellung, zu der freier Kartenverkauf stattfindet, ist am 1. Oktober. Wir werden darüder in den nächsten Tagen noch näher berichten. Klimadienst der„Westfälischen Neuesten Nachrichten“ Nach den Beobachtungen der Klimastation im Reichswetterdienst in Bielefeld=Stieghorst Lufttemperaturen: höchste des Tages:.....+ 22,2 tiefste der Nacht:.....+ 18.8 Tagesschwankung:..... t.89 Tagesdurchschnitt:+ 19,2 Erdtemperaturen: tiefste am Erdboden:....+ 14,4 10 cm in der Erde:...... 16,6 20 om in der Erde:.....+ 15,9 50 cm in der Erde:.....+ 14.4 100 cm in der Erde:.....+ 18,6 Sonnenscheindauer:........ 5,05 Sto. Niederschlag in den letzten 24 Stunden: 0,0 Liter je Quadratmeter Dampfdruck: 38% Luftfeuchtigkeit:.......... 67,0% Treffen des Soldatenbundes Vor seiner offiztellen Eingliederung in den RS.=Reichskriegerbund veranstaltet der Soldatenbund am kommenden Sonnabend um 20.30 Uhr im großen Saale des„Kyffhäusers“ einen Kameradschaftsabend. Alle Kameraden auch die des Reichstreubundes, mit ihren Angehörigen sind dazu herzlichst eingeladen. Mitglieder des Insanterie=Musikkorps stellen die Musik. Bei dieser Gelegenheit sei nochmals darauf Lingewiesen, daß der Reichstreubund ehem. Berufssoldaten das Sammelbecken ist für alle Militäranwärter und aktiven Berufssoldaten vom 11. Dienstfahre ab. Somit ist auch der Reichstreubund ein Wehrmachtbund, der unter der Führung seines Bundespräsidenten, des Gauleiters und Oberpräsidenten von Pommern, Schwede=Coburg, unabhängig und völlig selbständig seine wehrpolitischen Aufgaben zu erfüllen hat. Der Bund steht als Fürsorgeverband aller Militäranwärter in engster Fühlung mit den Verdänden der Wehrmacht, insbesondere mit den Wehrfürsorge= und Versorgungsämtern. Seine Arbeiten sind ausschließlich den Interessen und der Betreuung der in das Zivilleben übertretenden Berufssoldaten gewidmet und vollzieben sich im Zusammenwirken mit den Fürsorge= und Versorgungsämtern der Wehrmachtteile. Vereine, Vorträge, Musik Dresdner Philharmonie. Das bekannte Konzertorchester unter Paul van Kempen wird am 7. Oktober wieder in der Oetkerhalle konzertieren. Professor Max Shub, jetzt wohl Deutschlands klassischer Geiger, der als Jüngling schon unter Lamving, wie jetzt unter Kempen, das Beethovensche Violinkonzert spielte, ist hier auch durch das ElloNey=Trie dekannt geworden. Rüchenzettel des Deutschen Frauenwerks (Abteilung Volkswirtschaft— Hauswirtschaft) Hauswirtschaftliche Beratungsstelle Bielefeld. Viktoriastraße 13, Fernsprecher 7061. Sonnabend. den 24. September: Mittagessen: Wiener Quarkknödel: 100 g Butter schaumig rühren und mit—5 verquirlten Eiern, 600 g trockenem, durchgerührtem Quark. etwas Salz. Pfeffer oder Muskat, 350 8 Mehl. 125&a Semmelbröseln untermischen. Knödel formen und in kochendem Salzwasser 15—20 Minuten zieben lassen. Vor dem Anrichten mit brauner Butter übergiehen und mit gekochtem Obst zu Tisch geben. Abendessen: Butterbrot und geschmorte Gurken. Reichsverbilligungsscheine für Margarine und Speisefette In der Gemeinde Brackwede werden die Reichsverbilligungsscheine für Margarine und Speisefette für Oktober, November und Dezember 1938 wie folgt ausgegeben: Montag, 26..,—12 Uhr, Buchstaben—2. 14—16 Uhr, Buchstaben—G; Dienstag, 27. 9.—12 Uhr. Buchstaben—K, 14—16 Uhr, Buchstaben —0; Mittwoch, 28..,—12 Uhr, Buchstaben—St; Donnerstag, 29..,—12 Uhr, Buchstaben Sch—8, Die Ausgabe findet im Ev. Vereinshaus statt. Es wird auf die genaue Einhaltung der vorgeschriebenen Zeiten hingewiesen. Ausnahmen werden nicht zugelassen. Die roten Ausweise, neue Lohnbescheinigungen, Rentenbescheide usw. sind bei der Ausgabe vorzulegen. Neuanträge werden erst ab Montag, 3. 10., und an den weiteren Sprechtagen(Montag, Donnerstag, Freitag) in der Zeit von—12 Uhr im Wohlfahrtsamt, Schillerstraße 29, entgegengenommen. * Unterstützung für begabte Kriegerwaisen Der Reichsarbeitsminister hat die Versorgungsämter ermächtigt, begabten und fleißigen Kriegerwaisen, die nach Vollendung des 21. Lebensjahres und dem Wegfall der Waisenrente im kommenden Wintersemester eine Hoch= und Fachschule besuchen oder sich in der Abschlußprüfung befinden, eine einmalige Unterstützung bis zur Höhe von 150 RM. zu gewähren. Voraussetzung für die Bewilligung ist der Bezug einer Erziehungsbeihilfe. Die Unterstützung kann jedoch auch gewährt werden, wenn diese Beihilfe nur deshalb nicht gezahlt wird, weil Hinterbliebenenbezüge aus anderen Quellen anzurechnen sind. Ber SsuaderCcg Nmaras Aiimer Auch! Glelefeld, Niedernstraße 5/# Aus dem Eunahteie Ailzert Im neuen Gewand Die Schauburg=Lichtspiele in Brackwede Brackwede. Die Schauburg=Lichtspiele an der Gütersloher Straße, die im Sommer für längere Zeit geschlossen waren, werden heute, nachdem das gesamte Theater vollständig reneviert und die Vorführ= und Tonfilmapparate erneuert worden sind, ihre Pforten wieder öffnen. So hat der Einzang einen neuen Fußbodenbelag aus deutschem Werkstoff erhalten. Der Sockel ist in dunkelbrauner Plastikarbeit erneuert und der Kassenraum in Mitteleiche gemasert. In dem Eingang, dessen Wände und Decke hell getönt sind, werden drei Aushängekästen die Besucher über den Spielplan unterrichten. Das Theater selbst ist innen vollständig umgebaut. So wurde die Decke um einen Meter tiefer gelegt und mit Kunststoffvertäselung (Kapagdecke) versehen, wodurch die Akustik jetzt sehr gut ist. Da außerdem neue moderne Vorführ= und Tonfilmapparate aufgestellt sind, wird das Theater auch den verwöhntesten Besucher zufriedenstellen.(e) Brackwede. Meldehundprüfung. Am Sonntag wurden von der Fachgruppe Brackwede 1 der Fachschaft für Gebrauchshundewesen 2. V. Düsseldorf Prüfungen abgehalten. Die Sucharbetten der Hunde, die auf einem Gelände an der unteren Grünstraße durchgeführt wurden, konnten zufriedenstellen. Anschließend Rießer. sich die Sportfreunde auf dem an der Sennerstraße das Eintopsgericht Erbsen mit Wurst gutschmecken. Gegen 2 Uhr wurde dann mit der Mannarbeit begonnen. Es zeigte sich hierbei, daß die Hunde auch in der Lage sind, ihren Herrn vor Ueberfällen zu schützen. Nachgenannte Hunde konnten mit einem Preis bedacht werden: Meldehundprüsung: Lona vom Stekerfelde, Besitzer Karl Elbracht, Führer W. Gundlach, Brackwede, 92 Punkte, sohr gut. Schutzhundprüfung, Stufe II. Schäferhund Arno v den Kammerich=Werken, Besitzer und Führer Jose Kaminsti, Brackwede, 98 Pkt., sehr gut. Außerdem wurde dieser Hund, der schon im Sommer die Schutzhundprüfung I mit fehr gut bestand, noch mit dem Ausweisungskennzeichen Schutzhund II ausgezeichnet. Schutzhundprüfung, Stufe I. Schäserhund Rapo, Besitzer und Führer August Krumsiek, Blomberg i. L. 93 Pkt., sehr gut. Schäserhund Roland, Besitzer und Führer Alfred Böhmer, Barntrup i.., 88 Pkt., gut. Schäferhund Klaus v. Siekerselde, Besitzer und Führer Theodor Metzger, Brackwede, 88 Pkt., gut. Schäferhund Alf, Besitzer und Führer Fritz Dirking, Blomberg i.., 73 Pkt., befriedigend. Nach der Siegerverkündigung sand ein gemütliches Beisammensein statt. Brackwede. Richttastellung. In Bericht vom Montag:„Uebergabe der Fahnenschränke und Weihe der Ehrentaseln an den ABV.“ richtig heißen: Herr Gerhard von Möller übergab dem Verein die Fahnenschränke und Ehrentaseln, nachdem er auf das erste Unternehmen in der Eisenindustrie K. u. Th. Möller, das die Gründung des ABV. zur Schulung von Facharbeitern und zur Hebung der Gemeinschaft nach sich zog, dingewiesen hatte. o. Senne I. Stratenbezeichnungen in Senne I. Dem Einheimischen und erst recht nicht dem Fremdling ist es kaum möglich auf Grund des Nummerverzeichnis der meinde Senne I den gewünschten Bauern statt. Die Antragsteller erhalten die Vordrucke bei ihren zuständigen Blockwaltern. Im Block 16 sind die Anträge bei Frau Reinhardt, Ummeln 97, zu bekommen. Die Zeit der Abholung ist unbedingt innezuhalten. (119 Rotkreuzarbeit ist selbstloser Dienst an Dolk und Daterland in ständiger Hilfsbereitschaft. Ich rufe alle Deutschen auf, diese Arbeit zu fördern. Rdolf hitler Ummeln. Ferienkinder eingetroffen. Am Montagmittag trafen die, Ferienkinder aus Hannover zu einem Aufenthalt von vier Wochen in Ummeln ein. Sie wurden von ihren Pflegeeltern am Bahnhof in Empfang genommen.(119) Ummeln. Arbeitsjubilare erhielten das Ehrenkreuz. Am Donnerstag hatte Betriebsführer Hermann von der Ravensberger Bleiche die Gefolaschaftsmitglieder im Festraum des Werkes versammelt, wo Ortsgruppenleiter Bürgermeister Pg. Strothmann in Vertretung des Amtsbürgermeisters Pg. Meyer die Ehrung der Jubilare vornahm. Das Ehrenkreuz erhielten die Bleicharbeiter August Olderdissen, Holtkamp, Wilhelm Grabe, Isselhorst, und der Nachtwächter des Werkes Heinrich Flöthmann, Isselhorst. Nachdem Bürgermeister Strothmann die Verdienste und Treue in den 50 Jahren gebührend herausgestellt hatte, überreichte er den Jubilaren die Ehrenkreuze mit der Urkunde. alte Kriegerdenkmal Heepen. Manch einer, der das hohe Gerüst um das alte Kriegerdenkmal im Dorf gesehen hat, mag sich gefragt haben, ob diese „Siegessäule" den Ehrgeiz habe, es ihrer großen Berliner Schwester gleichzutun und sich versetzen zu lassen. Die Amtsverwaltung läßt nun jetzt, nachdem die Arbeiten immer wieder zurückgestellt waren, eine gründliche Ueberholung des Denkmals ausführen. Der die Denkmalssäule krönende, etwa anderthalb Zentner schwere Bronze=Adler, hatte sich nämlich am Sockelfuß gelöst, jetzt ist der Sockelfuß sein säuberlich wieder mit dem Säulenkapitel verbunden worden und die Absturzgefahr beseitigt. Gleichfalls ist die Säule aus Obernkirchner Sandstein gereinigt worden und einer übermäßigen Verwitterung des Sandsteins auf Jahre hinaus Einhalt geboten. Zur Zeit wird die Reinigung des Unterbaues und der Schrifttaseln, die aus italienischem Marmor bestehen, ausgeführt. Die Marmortaseln müssen abgeschliffen und ihre Schrift nachgehauen werden. Die Buchstaben und Ornamente werden hinterher mit Gold und Schwarz ausgelegt. Diese Ueberholung des Denkmals ist die erst nach seiner Errichtung. 8 Heepen. Die Herbstferien beginnen. Am Sonnabend, 24. September, schlieben die Schulen der Gemeinden des umtsbezirks Heepen für 14 Tage ihre Pforten. Die Herbstferien dauern bis zum 11. Oktober. Mittwoch, 12. Oktober ist wieder erster Schultag. Heepen. Bückebergfahrer! Es ist in diesem Jahre der Ortsgruppe nicht möglich, für die Teilnehmer am Erntedankfest auf dem Bückeberg am Sonntag, 2. Oktober, einen Onnibus zu beschaffen. Alle Pgereicg i# Voltsgenossen aus dem Ortsgrugrerheg.# „#g fahren wollen, sind Bahrt auf oder Bürger aufzufinden. Bei den ersten Höfen war die Größe für die bezeichnende Nummer entscheidend, so daß man an der das Größeverhältnis des Besitzums innerhalb der Gemeinde Senne l ermessen kann. Sputer wurde für die Bezeichnung die Bauzeit maßgebend. Die Folge dieser Handhabung war die, daß neben einer niedrigen eine hohe Hausnummer zu finden ist. Dieses Durcheinander soll durch eine grundlegende Neueinteilung beseitigt Die Straßen und Wege erhalten einen der dem jeweiligen Straßenzug entspricht. Flurnamen und Namen der Männer der nationalsozialistischen Bewegung, der schichte, der Denker und Dichter werven auch bei uns in den Straßennamen halten. Jedes Haus erhält dann, wie wir es aus den städtischen Verhältnissen kennen, eine folgerichtige Nummer innerhalb der bezeichneten Straße. Da diese Regelung fassende Arbeit des Katasteramen zu Bieleseld notwendig macht, konnte(j,g4 zin großer nicht beendigt werden. Zezeichnungen fest, und Teil der zutünftigen Bezeichnunggp, Seune7 s wird vicht wedr sihersichtischen Gewande sich in seinem neuen übersichtinn.danrrepräsentiert. Quelle. Filmadend. Am Montag, 26. September, 20 Uhr, veranstaltet Ortsgruppe Quelle im Lokal Büscher einen Filmabend. Es wird der bekannte Kriegsfilm Büscher und in der Geschäftsstelle Quelle. G4 Isselhorst. Reichsbund fur Leibesu.. n von jecher Zieliorg, 5eig Kameraden Fritz (Faustballspiele usw.), 17 Uhr Siegerve dung mit anschließender Feier. Nach den bi her vorliegenden Meldungen sind schriebenen Kämpfe gut besetzt, so 987## einem spannenden Kampf in allen Alltstufen gerechnet werden kann. Ummeln. Winterhilfswerk. Am 28. und 24. September findet die Ausg. der Unterstützungsanträge für das zum Bückeberg den Sonderzug angewiesen, der in Oldentrup, Hillegossen und Übbedissen hält. Fahrkarten sind nur durch die Partei zu erhalten. Der Fahrpreis beträgt.30 RM. bis Karten müssen umgehend bei dem Ortsgruppenpropagandaleiter Pg. Gaus, Heepen 20, Telefon 5789, besteut werden. 8 Jöllenbeck. Das Deutsche Rote Kreuz hat hier bisher rund 300 Mitglieder, und zwar handelt es sich hierbei fast ausschließtich un die Mitglieder des bisherigen Vaterländischen Frauenvereins, dem nur wenige Männer angehörten. In diesen Tagen ergeht nun ourch die Presse, durch die ausgehängten Platate und durch die Werbung von Haus zu. der Ruf an alle Volksgenossen: Tretei ein in die Reihen des Deutschen Roten Kreuzes! Werdet Mitarbeiter in der„Bereitschaft" oder wenigstens Mitzahler in der„Gemeinschaft:! Jöllenbeck hat in Bezug auf das Rorr vieles nachzuholen. Es darf deshalb auch erwartet werden, daß die Bevölkerung sich an den Veranstaltungen am Sonnabend ab 17.45 Uhr recht zahlreich beteiligt. Daß die auswärtigen Gäste durch reichen Flaggenschmuck freundlichst begrüßt werden, dürfte seroswverständlich sein. Also mittags um zwölf Uhr: Flaggen heraus! 75 Jahre alt Schloß Holte. Heute feiert der Invalide Wilhelm Lepper, Schloß Holte 77. seinen 75. Geburtstag. Das Geburtstagskind ist noch sehr rüstig und ein eifriger Leser der„Wesfälischen Neuesten Nachrichten". Wir gratulieren herzlich. Der, die, das erste Wer war der erste Torwart?— denn Gott sprach:„Geh in den Kasten!“ Wer war der erste Bergmann?— Leid. Denn es heißt: Ich werde mit Leid in die Grube fahren. Wer war der erste Dichter?— Nebel. Denn es heißt: Dichter Nebel lagerte über der Erde. Will man der griechischen Mythologie folgen, so war es Achilles, wegen seiner bekannten Achillesverse. Wer war die erste Blinde?— Sara. Denn es heißt: Sara sah nie(Sarrasani). Wer war die erste Rechtsanwältin?— Eva. Denn: sie erfaßte Adams Rechte. Was war die erste Zeitung?— Das Blatt, das die Taube im Schnabel brachte. Denn: Noah ersah daraus, daß das Wasser gefallen war. Welches war die erste Bekleidungsfirma? — Feigenbaum& Co. Wer war der erste Lokomotivführer?— Elias. Denn er fuhr im feurigen Wagen gen Himmel. Seidler von Mauinushäuschen 9Oekr-Sckack-Ecke Kampfaufgabe Nr. 31 □- Blaue Partei □= Rote Partei In heißem Ringen haben beide Parteien schwere Verluste erlitten, das rote Korps hat sogar seine gesamten Luftstreitkräfte verloren. Blau setzt nun ihre letzte Panzerwagenabteilung zur Herbeiführung einer Entscheidung zu ihren Gunsten ein, die ihr dann bei folgender Stellung nach drei Zügen gellngt. Blau: Les, 18. 14: H f1: Pl11: A g10: Fké. Rot: Le4. 19: Heio: PB: Acc. hs. I= Infanterie, H=Hauptfigur, P= Panzerkampfwagen, A= Artillerie, F= Flieger. Lösung der Kampfaufgabe Nr. 30 • 1. Blau: A 15—13. Blau unterstützt den Angriff ihres Panzerwagenverbandes auf das gegnerische Industriezentrum durch herangeführte Artillerie. Rot: H 19—L9. 2. Blau: A b2—15. Blau zieht weitere Artillerie zum Angriff auf das rote Industriezentrum heran. Rot: H L9—k9. S. Blau: A 15—19. Planmäßig setzt Blau ihre Artillerie zur Einkreisung des roten Industriezentrums weiter ein. Rot: H k9—110. 4. Blau: F e9—k9. Das rote Industriezentrum ist jetzt derart eingeschlossen, daß es keinen Rettungsweg mehr gibt; es ist mit dem nächsten Zuge verloren. Damit ist Rot besiegt. Kurt Erich Meurer Astern Sie tragen alle schönen Blumenfarben, doch sind sie stiller stets um einen Schatten als jene Blüten, die im Sommer warben und noch den Duft zu ihrer Buntheit hatten. Es ist ihr Glanz gemischt aus Süß und Bitter und wahrt von beiden seinen Teil verschwiegen, wenn Licht sie streift mit schwankendem Gezitter und Wolken gran die Gärten überfliegen. Still fühlen wir das herbstliche Beglücken der Erdgebornen zwischen Lust und Leiden und wollen Astern uns zum Strauße pflücken, die farbig leuchten, aber sich bescheiden. unmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Der Maler Wir hatten die Maler im Haus. Der junge Geselle schien es unserer Resi angetan zu haben. Wenn wir ihn suchten, war er in der Küche. „Resi, wo ist der Maler?“ „In der Küche!" „Was macht er?“ „Er malt!“ „Die Wände in der Küche?“ „Nein. Mir die Zukunft. In den rosigsten Farben!“ (Tereiderontee) Als 3. Kind wurde uns ein kräftiges Mädehen geboren. ELLA-MARGARETE BOCK geb. Kiene Dr. med. HEINRICH BOCK Bielefeld den 22. September 1938 Am 21. September 1938 verschied in Bielefeld der Rechtsanwalt Walter Kleine Der Verstorbene wird als ein Mann von aufrechtem Charakter und von anständiger Gesinnung in unserem Andenken bleiben. NS.-Rechtswahrerbund Kreisgruppe Bielefeld. Ihre Vermählung zeigen an: Kurt Finger Tilla Finger Feldwebel 11. f. R. 19 geb. Hovertamp 23. September 1938 Bielefeld, Luisenstr. 12e„löwenhof“, Ulmenstr. 2 STATT KARTEN Slaus Langewort Silu Langewort ge#.#ume VERMÄHLTE Am Donnerstag, dem 22. September. entschlief sanft nach kurzem. schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter. Schwiegermutter. Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Maria Markewitz geb. Nammert im 57. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Friedrich Markewitz Gadderbaum, den 22. September 1938. Egreweg 87 Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 24. Sept., nachmittags 15½ Uhr. von der Kapelle des PellaFriedhofes aus statt. Das feierliche Seelenamt ist am Sonnabend, vormittags7¼ Uhr, in der St. Jodokus-Kirche. Sitersich Eickhoffstraße 18 Bielefeld Hotel Vereinshaus August Brandt-Kreienkamp Margarethe Brandt-Kreienkamp ged. faake Vermählte Rödinghausen(Kreis Herford), den 23. September 1938 Statt Karten Herzinnigen Dank allen denen, die beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen durch wohltuende Beweise wahrer Nächstenliebe ihr herzlichstes Belleid zum Ausdruck gebracht haben. Elsa Biermann nebst Angehörigen Hillegossen 33, den 23. September 1938. Mitessern, Flechten, und unreiner Haut medizinal herba-Seife St. 58 Pfg., verstärkt 90 Pig. Zur Nachbehandlung“ Herba-Creme Blumenzwiebeln Hyazinthen, Narzissen, Tolpen, Krokus usw. sind jetzt eingetroffen. Bei beschränkten Vorräten liegt ein baldiger Einkauf in ihrem interesse Riemeier Bleiglele Am Jahnplatz Ruf 142 Instreier dder üner? Mufikallicher Genuß eint+ gerOroß-Sender oder mit schnellen Gritlen Emplang aller Europalender? Der klangschöne Zweikreiser, schon sehr trennscharf, klirr- u. resonanzfrei in sehr modernem, schwarzbraunem Kunststoflgehäuse. RM. 167.40 Anz. 34.10 Raten zu 14.70. Der große Weitempfän. ger mit gehörrichtiger Lautstärkeregelung. ktarker Endstule mit großem, Lautfprecher und harmo nischem Klang. Kauk. Jusbaumgehäuse RM. 20z.70 Anzahlung 53.-, 10 Raten zu 23.10. Vater und Sohn rasleren sich stets mit: den erprobten Spezialklingen zu 4½ 9, 13½ 18 Pfg., von Fasbert Solinger Stahlweren Taubert Alm. Kirchstraße 4 Funk-Sauerland Im Gehrenberg nach Maß und vom Lager bei Festerling Viktoriastraße 6 Ohne Inserat kein Erfolg auch handgeschmied. bei Otto Kafiun, Listsrastr.3 A. Kortetrtg. BeerdigungsSe institut Klosterstraße 1(am Klosterplatz) Ruf 6492 Uebernahme sämtl. Beerdigungsangelegenheiten Jamilien=Anzeigen finden in den„Westfällschen Neuesten Nachrichten“ stets aufmerkeame Leser. uachennene Sue eben. uun Gecdhenueng es- Lrion. Berikern brenn Aeuegseschunte beist Bogenbrschstroße enner Nur gute Instrumente en ln ellen Preilagen Kamp“, Stimmungen Reparaturen sepP* Klaviere kann man auch mieten Alaviere#hsicn., Mülhner, Groirian-Sieinuag, Machk. Fürster, Seller, Zimmermann eie. Bleleleld, Oberntortall 32 Kleinplane Mgendler-Cembale Wer aus dem Osten der Stadt kommt kann Anzeigen für die WNN in der Rohrteichstraße aufgeben. Im Verlag Gundlach. Das ist bequemer Rohrteichstraße 9. Westfälische Neueste Nachrichten Der Sport Freitag 23 September 1938 • e e r e e n t e r Dreizehn Städte kämpfen Sonntag um den Sieg Vennedey muß den Spurt seines Lebens fahren Als Einleitung zu der großen Berliner Städtestaffel findet am Sonntag die Staffel der Berliner Vereine statt. Nicht weniger als 16 Sechser=Vereins=Mannschaften nehmen daran teil. Die Staffel der 13 Städte. Wien ist erfreulicherweise in starker Besetzung noch hinzugekommen. macht dann die Fortsetzung des großen Renntages inmitten des Berliner Häusermeeres. Chemnitz. Bielefel d. Schweinfurt, Berlin, Dresden, Wien. Dortmund. Breslau, Köln. München, Stuttgart. Hannover und Tilsit nehmen daran teil. Bei der bisher dreimaligen Austragung dieser beliebten Staffel gelang es Hannover. Stuttgart und letztmalig Berlin, einen Sieg davonzutragen. Man ist gespannt. wie es diesmal werden wird. Die Berliner sind in der Aufstellung H. Digulla, Saager. Schmidt. G. Purann wieder Favorit. Nächst den Berlinern sind natürlich wieder die Stuttgarter mit dem schnellen Schlußmann Weimer. die Chemnitzer, München, Breslau, Tilsit und Wien mit den Fahrern Mohr, Goldschmid. Schmaderer. Moser zu beachten. Auch Bielefeld hat Hoffnungen Dreimal siegte Bielefeld in der westdeutschen Anker=Staffel, zu der ein großer Teil der in Berlin startenden Mannschaften zugegen war. Da müßte es mit dem Teufel zugehen, wenn die Bielefelder aussichtslos wären. Die Mannschaft Diebrock, Niemann, Ketels. Vennedey will sich in Berlin unbedingt behaupten. Die Jungen wissen, daß sie nie den Anschluß verlieren dürfen und Vennedey am Ende den Spurt seines Lebens fahren muß, wenn er sich gut placieren will. Der Berliner Purann. Weimer(Stuttgart), Mathysiak(Tilsit), Nowakowski(Hannover), Moser(Wien), Fiedler(Dresden). Schulze(Chemnitz), Bartsowski(Schweinfurt), sie alle önd Könner im Endspurt. und bei diesen Leuten mit vorn zu enden, heißt schon etwas.— Die Bielefelder Radsportfreunde sind gespannt auf das Abschneiden ihrer Vertreter. Berufsfahrer machen den Beschluß Das„Kriterium der Giganten“ ist der über 35 Runden— 105 Kilometer gehende Kampf der Profis benannt. Mit Ausnahme des Deutschen Meisters Arents, der in Zürich startet. ist alles dabei. In jeder fünften Runde wird um Wertungspunkte gekämpft. Es dürfte noch einmal einen harten Kampf der Berufsfahrer über die vielen, zermürbenden Runden geben. Mit dem Dürkoppfahrer Weckerling sind auch die Bielefelder Wengler und Langhoff dabei, die neben Schild. Diederichs. Pützfeld. Bautz, Hoffmann. Fischer, Roth und Siehl als aussichtsreich zu bezeichnen sind. Auf den„Schild“ erhoben wird allgemein der Chemnitzer Schild. dem wir den Dortmunder Bautz als ebenso siegreif zugesellen. Oder sollten Wengler und Langhoff in diesem Einzelrennen schon den guten Auftakt für das Bielefelder Berufsfahrer=Kriterium am 9. Oktober schaffen? Zwei Radrennbahnen verschwinden Mitteldeutschland wird im kommenden Jahre um zwei Kampfstätten des Radsports ärmer sein. Die 500 Meter lange Zementbahn des Vereins Sportplatz in LeipzigLindenau, auf der drei Weltmeisterschaften, den Jahren 1908, 1913 und 1934 entschieden wurden, fällt nunmehr der Spitzhacke zum Opfer. Ihr Schicksal teilt die Holzbahn in Halle(Saale), die trotz anfänglich großer Erfolge durch die Besitzverhältnisse bald schaftlich wurde und dann dem Verfall preisgegeben war. Um so mehr ist anzuerkennen, daß die Bahnen in Chemnitz und Dresden durch die Initiative der Veranstalter ihrem eigentlichen Zweck nutzbar gemacht wurden. mmmmmmmmmmmmmmmmm Großkampf im Doningtonpark 23 Wagen am Start Das letzte große Rundstreckenrennen des Jahres bildet am 1. Oktober der Kampf um den Großen Preis von Donington=Park. Mit dem Start der deutschen und italienischen Formelrennwagen gewann das Rennen ein beachtliches Format obwohl der seit langem erwartete.=Liter=ERA=Rennwagen nun doch nicht herauskommt. Die englische Frarzaggab bekannt, daß ste den Voy, sichz wiederum dem will Die Starterliste für das Donington=Parirennen umfaßt 21 Fahrzeuge. Vier Auto=Union werden von Nuvolari, Hasse, Müller und Kautz gesteuert, Bigalke geht als Ersatzmann mit. Mercedes entsendet ein gleichstartes gebot mit Caracciola, von Brauchitscy, Lang und Seaman, Ersatzfahrer Walter Zwei Alsas mit Farina und Biorzezt,#e Delahaye mit Dreyfus und Raph, mit Earl Howe, Dobson, Cotton, Copell, Wilson und Aithen sowie je ein Riley, An und MG werden versuchen, den Deutschen Sieg streitig zu machen. Bei den englischen Fahrzeugen handelt es sich allerdings und=Liter=Wagen, die sich englische Privatfahrer gestiftete Sonderpreise bewerben. Spoctkieker meint: So war es im vergangenen Jahre. Den Endspurt gewann Purann-Berlin vor RiemannChemnitz, Bär-Frankfurt., Pietsch-Dresden, Preußner-Breslau und Meurer-Köln Foto: Schirner Runlalnen Bralt-Länderen Bukarest erwartet Rekordbesuch zum Länderspiel Nach den Ankündigungen in der rumänischen Presse ist nicht daran zu zweifeln, daß das am Sonntag. 25. September, in Bukarest vor sich gehende Fußball=Ländersviel Deutschland— Rumänien in einem bis zum letzten Platz besetzten Stadion zur Austragung kommen wird. 32000 Karten wurden für das Spiel in der A. N. E..= Kampfbahn in den Vorverkauf gegeben. Die bisher höchste Besucherzahl wurde bei einem Länderspiel Rumänien— Tschecho=Slowakei mit 27.000 Zuschauern erreicht. Nicht weniger als 9000 Plätze stehen auf der großen Haupttribüne zur Verfügung, von denen 1000 für die deutsche Kolonie reserviert worden sind. Vom Montag dieser Woche ab sind 18 Spieler für die rumänische Mannschaft in Bukarest zusammengerufen. Der Generalsekretär des rumänischen Fußballverbandes. Octav Luchide. hat mitgeteilt, daß die vorgesehene Mannschaft noch nicht als endgültig anzusprechen ist, weil nach den Eindrücken von den Trainingsleistungen noch Umstellungen erfolgen können. Man war nach dem Länderspiel gegen Jugoslawien mit einzelnen Stürmerleistungen nicht zufrieden und hat daher den Gedanken einer Neubesetzung. In der Hintermannschaft sind kaum Aenderungen zu erwarten. Die Stützen der Verteidigung sind der Torwächter David(Venus. Bukarest) und der Verteidiger Albu vom gleichen Verein, der bereits 40 Spiele in der Nationalmannschaft hinter sich hat. Die anderen Spieler für die Nationalmannschaft werden meistens von Rapid Bukarest und Rivensia Temesvar gestellt. die beide auch in den Mitrovavokalspielen eine gute Rolle gespielt haben. So fehlt es auch den Spielern Rumäniens nicht an internationaler Erfahrung und Bodola, der als bester Innenstürmer des Landes gilt und der auch gegen Deutschland im Felde stehen wird, hat beisvielsweise schon 41mal die Farben von Rumänien vertreten. Die Mannschaft Rumäniens hat denn auch eine durchaus moderne Spielweise, die in der Schnelligkeit der Handlungen und in der Härte der Spielart ihre besonderen Eigenschaften besitzt. Arno Hellmis schreibt im VV. zu der Krankheit Eders: Gustav Eder, der am Freitag im Berliner Sportpalast gegen den Europameister im Mittelgewicht, Beb van Klaveren, in einen schweren, viel zu schweren Kampf gehen sollte, hat es vorgezogen, rechtzeitig zu erkranken. Es besteht begründete Aussicht, daß er bis zum 15. Oktober, wenn er in Hamburg gegen den Amerikaner Janazzo in den Ring steigen soll, wieder gesund sein wird... Der Verband hat dem deutschen Weltergewichtsmeister aufgegeben, sich vom Vertrauensarzt Professor Dr. Bätzner nochmals untersuchen zu lassen, um das aus Königsberg eingereichte Attest zu bestätigen. Die Angelegenheit wird alsdann anscheinend noch ein Nachspiel beim Verband haben. Wir haben bereits in unserer ersten Meldung über den geplanten Eder=Klaveren=Kampf die Ansicht vertreten, daß der Holländer vor dem Hamburger Großkampftag für Eder ein wenig wünschenswerter Gegner sei. Hamburg hat immerhin einen erstklassigen Amerikaner verpflichtet und einen Hausen Geld investiert. Im Falle einer Niederlage des Westfalen gegen Klaveren wäre das Interesse für den Janazzo=Kampf nicht mehr allzu groß gewesen. Die Schuld an der ganzen unerquicklichen Angelegenheit, deren Leidtragende die Berliner Veranstalter und eine Reihe Boxer sind, tragen Eder und sein geschäftlicher Berater selber. Es mußte einmal zu derartigen Differenzen kommen, wenn man Verträge mit Veranstaltern abschließt, denen die Auswahl des Gegners überlassen wird. Man hört aus den Reihen der Boxer und Veranstalter immer wieder Klagen über eine allzu starke Bevormundung seitens des Verbandes. Wir sind der Ansicht, daß diese Bevormundung gar nicht stark genug sein kann. Hoffentlich zieht der Sportausschuß nun eine Lehre und schaut den vertragshungrigen Veranstaltern und Managern noch viel mehr als bisher auf die nicht immer ganz sauberen Finger! Kommm-Zazen weiter! Der Wiener steht an der Grenze großer Erfolge Mit dem überlegenen Punktsieg, den Heinz Lazek im Titelkampf um die Europameister= schaft im Schwergewicht in Wien gegen Walter Neusel errungen. hat, ist eine für den deutschen Boxsport bedeutsame Vorentscheidung gefallen. An die Stelle von Walter Neusel. der allgemein als der nach Max Schmeling beste Vertreter der deutschen Schwergewichtsklasse angesehen wurde, ist nunmehr Heinz Lazek getreten. Der Wiener wird diesen Platz aber noch gegen Arno Kölblin zu verteivigen haben, der als Inhaber der deutschen Meisterschaft und als Ex=Europameister das Anrecht auf einen Kampf gegen Heinz Lazek hat, zumal der Wiener im März dieses Jahres gegen Arno Kölblin durch Disqualifikation seines Gegners in der zweiten Runde zur Europameisterschaft gekommen ist. Heinz Lazek, der 1912 in Wien geboren ist, kämpft seit dem Jahre 1932 als Er konnte bereits 1934 mit einem..=Sieg gegen H. Havlicek österreichischer Meister im Schwergewicht werden und gewann dann 1935 mit einem..=Erfolg gegen den Italiener Merlo, Preciso die Europameisterschaft im Halbschwergewicht, die er 1936 gegen de Boer (Holland) und gegen Ollive(Frankreich) mit Erfolg verteidigte. Nach einer Punktniederlage gegen den Belgier Roth mußte Lazek im Oktober 1936 diese Meisterschaft abgeben. Nach dem Uebergang in das Schwergewicht konnte Lazek, wie bereits erwähnt, die Europameister= schaft an sich bringen, die er vor dem Kampf gegen Walter Neusel auch gegen den italienischen Herausforderer Santa de Leo mit einem überlegenen Punktsieg verteidigte. Heinz Lazek steht jetzt in seinem besten Alter und an der Grenze großer Erfolge. Die Mitte der Zwanziger ist erfahrungsgemäß im Boxen die Zeit des Aufstiegs und der großen Leistungen. In diesem Alter hat Max Schmeling auch seine großen Weltmeisterschaftskämpfe auf amerikanischem Boden gegen Sharkey und Stribbling bestritten. So ist denn in Anbetracht der kommenden Ereignisse ein Vergleich zwischen Max Schmeling und Heinz Lazek naheliegend, zumal die Laufbahn dieser beiden Boxer manche verwandten Züge ausweist. Max Schmelings Aufstieg hat sich in einer ähnlichen Weise vollzogen, ging doch auch sein Werdegang über die Europameisterschaft im Halbschwergewicht. Vielleicht war Max Schmeling in den Jahren in der Mitte der Zwanzig Lazek um einiges in seinem sicheren Abschätzen und schnellen Reaktionsvermögen und in der Härte des Schlagvermögens voraus. Der Heinz Lazek von heute hat natürlich gegenüber Max Schmeling den Vorteil der Jugend und die körperliche Frische auf seiner Seite, denn es will schon etwas heißen, gegen einen um vier Kilo schwereren Wühler wie Walter Neusel über 15 Runden klar die stärkeren Kraftreserven zu haben. So kann man denn auch in Heinz Lazek, wenn dieser die Form des Neusel=Kampftages zu halten und noch zu verbessern vermag, eine große Hoffnung des deutschen Boxsports sehen. erscheint Lazek doch berufen, auch in den großen internationalen Entscheidungen eine gute Rolle spielen zu können. Eder erkrankt Kampf gegen van Klaveren abgesagt Der Kampftag am 23. September im Berliner Sportpalast, der als Hauptbegegnung den Kampf zwischen Gustav Eder und van Klaveren bringen sollte, ist abgesagt worden. Eder ist erkrankt und kann seinen Vertrag nicht erfüllen. Ein neuer Termin ist bisher noch nicht in Aussicht genommen. Der Holländer wird aller Voraussicht nach im Oktober in Rotterdam gegen einen deutschen Boxer antreten, und zwar ist der Geraer Müller, der Anwärter auf Besselmanns Titel, dafür ausersehen. Europameisterschaft Wouters— Cerdan Nachdem er seinen Titel gegen Gustav Eder erfolgreich verteidigen konnte, stellt sich der belgische Europameister im Weltergewicht Felix Wouters einem neuen Herausforderer zum Titelkampf. Es ist der französische Meister Marcel Cerdan, der dem Belgier voraussichtlich am 12. November in Paris gegenübergestellt werden soll. Für denselben Kampftag ist auch ein Treffen Nestor Charlier gegen den Mittelgewichts=Olympiasieger von Berlin, Despeaux, geplant, der bisher im„neuen Lager“ großartig einschlug. Knapp dem Tode entronnen Capt. Eyston entging einem schweren Sturz Dem bekannten englischen Rennfahrer Capt. Eyston genügen anscheinend die 575 Klm. als Weltrekord noch nicht. Nachdem sein Landsmann Cobb es vorläufig aufgegeben hat, den Weltrekord für sich zurückzuholen, startete Capt. Eyston am Mittwoch nochmals mit seinem „Blitzstrahl" zu neuen Versuchen, um seine eigene Bestleistung doch noch zu überbieten. Nur mit knapper Muhe entging der Engländer einem schweren Sturz, der seinen sicheren Tod bedeutet hätte. Von einem Reisen löste sich bei einer Geschwindigkeit von mehr als 560 Klm.=Std. plötzlich der Protektor und versing sich im Innern der Karosserie, die den ganzen Wagen stromlinienförmig umgibt. Mit größter Geistesgegenwart konnte Eyston aber den Wagen anhalten und verhindern, daß der Reisen platzte. Stuck will Campbell schlagen Er will den Weltrekord im Motorboot angreifen Hans Stuck hat den Plan, den Weltrekord im Motorboot anzugreifen, noch nicht aufgegeben. Er erklärte, daß er im nächsten Jahr versuchen will, mit einem Neubau den absoluten Weltrekord in seinen Besitz zu bringen, der augenblicklich von Campbell mit einem 2300=PS.=Boot mit 210,78 stdlkm gehalten wird. Roman von HANS RABL Duc Rer Mm Mr Gehl PBOINUN JOHANNISTHAL 1909“ unmmummmmmmmmmmer ponmmnmmmummmmmmmeh Mnnenmmmmemmmmmmmmer Nr. 29)(Nachdruck verboten Das alles zusammen machte Suhrs Sicherung aus die ihn auch für Krasselt bis zur völligen Unangreifbarkeit vanzerte. Schaffte er es. ehe Kamphausen von seiner Reise zurückkäme— gut: Kamphausen würde. Kamphausen mußte verstehen. Suhr vermochte sich nicht vorzustellen, daß einer Flieger wäre und nicht begriff. wie es in einem anderen aussah, der fliegen wollte. fliegen mußte und sein Ziel nicht erreichen konnte. weil ihm das schmutzige Geld fehlte: Kamphausen war Kamerad genug. den anderen Flieger nicht hineinzulegen, sondern sich mit Gleichgültigkeit über den kleinen Schaden hinwegzusetzen. den Suhr ihm antat und ja wieder in Bargeld ausgleichen würde: er würde Suhr noch dazu Glück wünschen, wenn sein Flugzeug etwas taugte. Die zweite Möglichkeit: Er brach sich den Hals. Dann war das Testament da. Und wurde er entdeckt, so gab es seine Pistole, die ihn den Händen der Polizei und des Gerichts für immer zu entziehen vermochte. Tiefer konnte er den Einbruch nicht sühnen als durch den Tod. Und auch dann würde der materielle Schaden wiedergutgemacht werden: niemand hätte ein noch so kleines Recht. über Walter von Suhr übel zu sprechen... So irrte Krasselt. Und so entsetzlich die Entdeckung für Suhr war— denn sie rückte ihm sehr greifbar den Zeitpunkt vor die Augen. an dem er, um seinen Namen zu retten, unvollendeten Werkes zur Pistole würde greifen müssen— so wenig lieferte sie ihn in Krasselts Hände. Suhr war frei zu tun und zu lassen. was er wollte— wie zuvor. Kamphausen und Margot waren nicht mehr an der Riviera. Kamphausen hatte seinen Nervenzusammendruch überwunden: er schrak nicht mehr in den Nächten auf. gequält von Fallträumen, die ihn aufschreien, sich an Margot klammern ließen. er konnte wieder aus hochgelegenen Fenstern blicken, und auch die Scheu vor jedem Motor. unter der er eine Zeitlang entsetzlich gelitten hatte, so sehr, daß er es nicht vermocht hatte in ein Auto zu steigen, war gewichen. Er schien wieder ganz der alte. So fuhr er mit Margot von Cannes aus nach Pau; um zu sehen, zu lernen. Anregungen zu schöpfen, sagte er— wenn es ihr zuweilen auch schien, als wäre er wie auf einer Flucht. aber sie wußte nicht, vor was oder vor wem. Pau war in jenen Tagen die Hochschule der europäischen Fliegerei. Es war der Traum eines jeden Johannisthalers, einmal für einige Zeit dort arbeiten zu dürfen. Kamphausen sah die Franzosen: Blériot. Delagrange. Farman. Santos Dumont. und alle die anderen, die noch keinen Namen hatten und danach fieberten, sich einen zu machen; die französischen Offiziere, die bereits sehr ernsthaft daran waren, eine Fliegertruppe aufzubauen im Andenken an ihren verunglückten Hauptmann Ferber. Sie hatten viele Gräber. die Franzosen, aber sie arbeiteten weiter. Und mit ihnen arbeitete Wright. Der große, der einzige Wright, der still und verbissen seinen Weg ging. tagsüber damit beschäftigt, seine Maschine einzufliegen und zu erproben und neue Schüler heranzubilden, die Nächte teilend zwischen Konstruktionsideen, die ausgearbeitet sein wollten, und Beratungen mit seinen Anwälten, da er zahllose Patentvrozesse führte— mit der ihm eigenen, ällmählich berüchtigt gewordenen Rücksichtslosigkeit, deren einseitigem Fanatismus die gleiche Großartigkeit anhaftete wie seinen Flügen selbst. Es Jiel Kamphausen nicht allzu schwer. Eintritt in die Gesellschaft von Männern zu finden. Man kannte seinen Namen in Pau— kannte ihn. Kamphausen sah es mit einer inbrünstigen und wilden Freude. sogar als beinahe einzigen deutschen. Von Hans Grade wußten sie sonst noch— alle anderen hatten selbst jene vergessen, die in Johannistbal. Temvelhof. Frankfurt geflogen waren. Man zeigte Kamphausen, was er sehen wollte. Ein verrückter Franzose mit Namen Pégoud verschwor sich, demnächst etwas ganz Neues zu machen: er wollte ein großes senkrechtes S durchfliegen... Kamphausen hatte sehr viel Lust dergleichen einmal selbst zu versuchen. und Margot war seelenfroh, daß er keinen Apparat zur Verfügung hatte, und sie zitterte davor, es könne temand ihm einen leiben.„ Als se eines Tages wieder auf dem Flugfeld waren, stieg ein junger Kerl auf. Gaston Palmer um einen Höhenrekord aufzustellen. Der frühe Märztag war unwahrscheinlich hell. sonnenerfüllt und klar. Sie sahen seinen Apparat steigen, und es war. als flöge Palmer geradewegs in den offenen Himmel hinein. Er kam wieder herunter, er hatte seinen Rekord erzielt. Nicht ganz zweitausend Meter er gewesen.„Morgen“, sagte er.„morgen schlägt ihn wieder einer. Wollen wir wetten, daß noch in diesem Jahr jemand dreitausend Meter erreicht?“ Hoffentlich Sie selbst!“ meinte Kamphausen höflich. und Palmer lachte mit ihm. „Einmal". begann Kamphausen plötzlich. und Margot neben ihm erblaßte tief, denn es war das erstemal, daß er davon zu sprechen begann. „einmal war ich selbst elfhundert Meter hoch. Das war am Neujahrstag.“ Palmer machte eine kleine Gebärde der Anerkennung.„War es nicht verflucht kalt da dber? Kamphausen lachette schief.„So ralt, baß mir der Kühler eingefroren ist. Ich wäre sonst vielleicht noch höher gekommen. Es war eine Wette. wissen Sie. Ich mußte dann im Gleitflug durch eine Schneewolke durch. Es war nicht angenehm.„„ „Das kann ich mir vorstellen erwiderte Palmer und Margot, die Kamphausen die ganze Zeit argwöhnisch und ängstlich beobachtete war unendlich froh zu sehen, daß er ganz ruhig sprach.„Wie ging es denn?“ fragte Palmer weiter.„Ganz glatt?“ Kamphausen lachte vergnügt.„Bis auf zwei verstauchte Beine und einen kaputten Apvarat— Jo. Gänhmitnan mit Palmer lachte vernanonisvon mit.„Das sind Sachen, an die man sich gewöhnt. Von elfbundert bin ich ja noch nicht heruntergekommen, aber immerhin einmal von hundert. Das will auch gekonnt sein.“ Er entschuldigte sich und ging zu seinem Apparat. Abende trafen sie sich dann mit vielen Kameraden in einer Bar: man feierte seinen Rekord. Und Margot, die auf die Franzosen in ihrer leisen Fremdheit, in ihrer Kühle. hinter der sie doch allerlei Leidenschaft vermuteten, großen Eindruck machte, konnte sich vor Tänzern nicht retten. Kamphausen, ohne Eifersucht, sah zu und trank gemächtlich einen Whisky nach dem anderen.„Sagen Sie mir, Gaston", wandte er sich plötzlich an Palmer,„wie ist das, wenn man richtig abstürzt? Bei mir war's ja mehr ein Gleitflug. über den ich die Kontrolle verlor. Aber ein richtiger Absturz—?“6 Palmer zuckte die Achseln. Er wurve ernst: „Genau weiß ich's selber nicht: es ging zu schnell. Aber ich glaube, es war nicht eigentlich unangenehm. Wenn der Tod selbst nicht schmerzt— das weiß ja keiner—, dann gibt es nichts Besseres als abstürzen, denke ich. Einmal müssen wir ja doch alle dran glauben— warum nicht auf diese Art?“ Er trank Kamphausen zu. Kamphausen tat ihm Bescheid.„Warum nicht auf diese Art?“ wiederholte er Palmers Worte. Er sab sich müßig im Raum um und erblickte ein junges, sehr schönes Mädaen, das sonderbarerweise ganz allein saß.„Wer ist das?“ fragte er. Kennen Sie sie?“ Palmer verzog den Mund.„Eine Engländerin“, antwortete er kurz. „Warum sind Sie so karg mit Ihren AusPalmer zuckte die Achseln.„Wenn ich Ihnen raten darf:„Lernen Sie sie lieber nicht kennen! Sie ist hier, ich weiß nicht, seit wann. Schon lange. Sie hat keinen Zutritt zum Flugplatz; so ist sie mit ihrem Wagen tagtäglich an der Absperrung und schaut mit einem Fernglas zu uns herein. Sie hat einen Spleen. Ach sie ist verrückt. Sie könne, sagt sie, jedem Menschen ansehen, wann er sterben werde und wie. Und wir lieben solche Unglücksraben nicht... Man sollte ihr“, fügte er sehr ärgerlich binzu. „auch diese Bar verbieten!“ Kamphausen lachte belustigt.„Sie kann dellichen??“..„„ Palmer hoo sein Glas.„So etwas wie das Zweite Gesicht gibt es ja wohl“ meinte er und trank.„aber ich dachte früher, das hätten nur alte, häßliche Hexen.“ „Und jetzt?“ fragte Kampbausen. „Jetzt?“ wiederholte Palmer.„Jetzt weigere ich mich, es zu glauben.“ Kamphausen lächelte hellauf: er begriff den Unterschied sehr gut. den Palmer da machte. „Entschuldigen Ste mich!“ Er machte Miene. aufzustehen. „Wohin?“ fragte Palmer. „Mit ihr tanzen“ antwortete Kamphausen und ging vom Tisch, ehe der andere noch etwas sagen konnte. Kamphausen forderte das schöne Mädchen auf. während er mit ihr tanzte. begann er, auf Tod und Leben zu flirten.„Ich habe schon von Ihnen gehört", sagte er schließlich, als der Tanz beendet war und sie durch Beifallklatschen eine Verlängerung der Musik erzwangen,„und ich möchte Sie mitnehmen.“ „Nach Berlin? Warum?“ Kamphausen zog die Brauen hoch.„Woher wissen Sie, daß es nach Berlin ginge?“ „Auch ich habe von Ihnen gehört— oh. ich weiß gut Bescheid, auch wenn man mich hier nicht haben will.... Als was wollen Sie mich denn mitnehmen?" „Als Maskotte“, antwortete Kamphausen übermütig.„nicht als Geisterseherin. Was sollten Sie mir schon vorhersagen können? Es wird uns ja allen gleich geben. „Allen nicht. Wright nicht. Der stirbt in seinem Bett.“ „Meinen Sie, er gäbe das Fliegen auf?“ „Nein— ich sehe es. Ich kann das sehen.“ Kamphausen lachte.„Und was sehen Sie an mir?“ Sie blickte seitwärts. Ehrung für Worner Krauß Er erhielt die Goethe=Medaille Anläßlich des 25jährigen Berliner Bühnenlubiläums von Werner Krauß wird, wie wir bereits berichtet haben, von den Staatlichen Schauspielen Berlin eine Werner=Krauß=Woche durchgeführt. Diese Ehrenwoche für den großen Menschendarsteller Werner Krauß wurde mit der Aufführung des Schauspiels„Gneisenau“ von Wolfgang Goetz eingeleitet. Werner Krauß, der die Titelrolle verkörperte, wurde von der Gemeinde des Staatstheaters inmitten des Ensembles stürmisch geseiert. Nach der Festvorstellung versammelte Generalindendant Staatsrat Gustaf Gründgens die Mitglieder des Staatstheaters auf der Bühne und wür digte in seiner Ansprache das historische Verdienst des Staatsschauspielers Werner Krauß um die Entwicklung der deutschen Schauspiel kunst in den letzten 25 Jahren. Er überreichte dem Künstler dann die vom Führer und Reichs kanzler verliehene Goethe=Medaille für Kunst und Wissenschaft und die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied der Staatlichen Schauspiele durch den obersten Chef der Staatstheater, Generalfeldmarschall Hermann Göring. Ke „Sagen Sie schon, was Sie an mir sehen!“ drängte er. „Ehrlich?“ „Ganz ehrlich!“ „Ganz ehrlich: Wüßte ich nicht, wer Sie sind. ich würde sagen. Sie werden auch in Ihrem Bett sterben— weil Sie nicht mehr fliegen werden.“ Kamphausen blieb stehen und ließ sie aus seinem Arm gleiten. Sein Gesicht war verzerrt. „Was haben Sie da gesagt?“ fragte er böse. Sie blickte ihn bittend an.„Seien Sie nicht so wütend!“ sagte sie und hatte wieder den gewöhnlichen Mädchenausdruck, der für einen Augenblick verschwunden gewesen war.„Seien Sie nicht so böse— ich sollte doch ehrlich sein!“ Kamphausen meisterte seine Verstörtheit, so gut es ging. brachte die junge Dame zu ihrem Tisch zurück und verzog sich an die Bar. „Wie siehst du aus?“ fragte Margot.„Was hast du denn?" Kamphausen lachte mühsam und erzählte. was das junge Mädchen ihm geweissagt hatte. Palmer grinste:„Eine sonderbare Weissagung bei einem Mann wie Sie.“ (Fortsetzung in der nächsten Nummer) Druck und Verlag: Zeitungsverlag für Westfalen G. m. b.., Bleiefeld, Schulstraße 20. Fernruf 851—353 Verlageleiter: Watter Wittenberg Hauptsohrtftleiter: Dr. Hans Havemann. Stellvertr Hauptschriftleiter: Adoll Manna. Verantwortlich für Politik, Wirtschaft und Vermischtes: Wolfgang Thomas. für Kunst, Kultur und unterhaltende Bellagen: Dr. Hans Havemann, für Gemeindepolitik, Lokales und Gericht: I. V. Hermann Eichler für Provinz und Bewegung: Adoll Manna, für Sport: Erich Winter, sämtlich in Bielefeld.— Ferner die in den lokalen Tellen der einzeinen Stadtausgaben angeführten Sehriftleiter.— Berliner Schriftleitung: Dr. Hans Seel, Berlin S8W 68, Charlottenstraße 82.— Für den Bilderdienst verantwortlich die Ressortschriftleiter.— Verantwortlicher Anzeigenleiter: Heinrich Erdmann, Bielefeld. Zurseit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 8 gültig. D. A. VIII. 1938: Bezirksausgabe-Bielefeld über 28 200 (davon Lokalbellage Halle über 2300) Bezirksausgabe-Gütersloh über 2000 Bezirksausgabe-Herford über 5 700 Bezirksausgabe-Oeynhausen über 2000 Bezirksausgabe-Minden über 6 800 Bezirksausgabe-Lübbecke..... über 5 400 Gesamtauflage aber 50 100 .." Bunlons=Bratscher=Broßfe 1000 jahre im Schatten des schwarzen Turmes Man hat das bochgebaute, schöngiebelige Eger früher einmal das„Nürnberg Deutsch= böhmens“ genannt. Eger ist wie Nürnberg nicht nur Mittelpunkt eines weitverzweigten Handels und Blütefeld des deutschen Handwerkes gewesen, sondern es war gleich Nürnberg bevorzugter Wohnsitz vieler deutscher Kaiser, die hierher nach dem deutschen Königreich Böhmen zahlreiche Reichstage beriefen. Der berühmteste ist wohl der von 1389. an dem der sogenannte Egerer Landfriede verkündet wurde. Zeuge tausendjährigen Geschehens ist ein eigenartiges Gebäude, das vom Burgberge zum Fluß Eger. der die Stadt durchströmt. auf die Dächer der Gassen niederschaut: der schwarze Turm. Düster und geheimnisvoll ist sein Aussehen, denn er ist aus schwärzlichen Lavablöcken erbaut. Und Geheimnisse umwittern auch seine Entstehung sowie manches Geschehen der letzten zehn Jahrhunderte, die zweisellos an dem schwarzen Turm vorbeizogen. Denn er ist offenbar noch beträchtlich älter als die Kaiserburg, die wahrscheinlich Friedrich Barbarossa um 1160 nicht erbaut, sondern bereits umgebaut und ausgebaut hat. Was hat er nicht alles gesehen, dieser schwarze Turm von Eger? Blühen und Sterben liegt dicht um ihn vereint. Dort die weiten Gemächer sind von innen heraus grün berankt. denn ihre„Dächer sind zerfallen und der Wind streicht durch die Hallen". Dort aber— dicht daneben— ragen noch mächtige Schloßteile über den Felsen, der malerisch sich zur Eger hinabsenkt.„Gordonhaus“ nennt man einen Teil der Kaiserburg. Gordon? Spielt er nicht bei Wallensteins Ermordung eine Hauptrolle? Gewiß, Gordon soll damals diese Räume bewohnt und für den geplanten Mord— die Habsburger hatten ihn mit Hilfe ausländischer Generäle angezettelt— zur Verfügung gestellt haben. Im Bankettsaal. der ebenfalls von der Burg erhalten ist, dom Schlosse, von dem Fontane singt: „Droben im Schlosse zu Eger Ueber dem Ungatwein Sitzen die Würdenträger Herzogs Wallenstein...“ Und dort war es, wo Illo. Terzky, Kinsky und Neumann von den Streichen der Buttlerschen Dragoner den Tod fanden. Wallenstein selbst aber weilte damals nicht in der Burg, er war Gast in dem Gebäude des Bürgermeisters Pachhälbel, das am Markt liegt und heute Stadthaus heißt. Es birgt allerlei Erinnerungen an den schwarzen Tag des Februar 1634. da Kampfgeschrei und Flüche die romantischen Gassen unter den schwarzen Toren durchhallten. Das Stadthaus ist Museum der Geschichte Egers geworden. Doch wer weiß, ob sie noch dort ist, die Ehrentafel sudetendeutschen Kampses aus dem Jahre 1897! Was hat es für eine Bewandtnis mit diesem volksdeutschen Dokument, das in dieser Stunde vielleicht von den Tschechen in sanatischem Haß zerstört ist, weil es zeigt, daß der Kampf um Deutsch=Böhmen tapfer geführt wurde und zwar bereits lange vor dem Weltkrieg. 1897 nämlich hatte der slawischem Stamme entsprossene österreichische Ministerpräsident Graf Badeni unerträgliche deutschtumgefährdende Sprachverordnungen erlassen. Bei einem Volkstage in Eger erhob sich flammender Protest gegen diese Vergewaltigung und zu seinem Gedenken widmete Felix Dahn. Professor. Germanist und Poet den Kämpfern um das deutsche Volkstum diese auf eine Ehrentafel, die im Stadtmuseum gebegt wurde. niedergeschriebenen Verse: „Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. das höchste Gut des Volkes ist sein Recht. des Volkes Seele lebt in seiner Sprache. Dem Vdlk. dem Recht und seiner Sprache treu fand uns der Tag. wird jeder Tag uns finden!“ Diese Parole galt stets, gilt heute und wird weiter gelten. Am Markt zu Eger erinnert ja noch manches an deutsche Größe und große Deutsche. Drüben steht das Schiller=Haus; hier wohnte 1791 Friedrich Schiller und machte Studien zu seiner gewaltigen Wallenstein=Trilogie, die er dem Gange der Geschichte entsprechend so hochdramatisch in Eger ausklingen läßt. Und in jener Ecke dort ist ein Haus. wo Wolfgang Goethe häufig und gern weilte. Es gehörte dem Polizeirat Sebastian Grüner. Sproß einer altangesehenen Stadtjunkerfamilie. Es muß gerade heute bei dem Entscheidungskampf ums Sudetendeutschtum interessieren, zu erfahren, daß Grüner es war, der auf Goethes Anregung hin das erste Werk über deutsch=böhmische Volkskunde schrieb. Ein Rolandsbrunnen rauscht auf dem Egerer Marktolatz, ein Zeuge deutscher Art und Größe. Vom Volk wird der Recke Roland gemütlich„Der Wastl“ genannt. Er ist— niedersächsischen Rolanden gleich— als Wahrzeichen der Eigengerichtsbarkeit der freien Reichsstadt Eger anzusehen. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, daß, wo in der Welt ein alter Roland— der Egerer ist vierhundert Jahre alt— steht, Deutsche im Schutz deutschen Rechtes gelebt und gearbeitet haben. Eger war übrigens vor rund achthundert Jahren noch kein Teil Böhmens. Es hatte den Grafen von Vohburg, dann den Staufern, später den Wittelsbachern gehört. 1315 und dann nochmals 1322 verpfändete es Ludwig der Bayer, als er Geld brauchte. Aber an wen? Wer war der Herr Böhmens? Das war der deutschbürtige König Johann von Böhmen aus dem Hause Luxemburg. Also blieb Eger deutsch! Die gute Stadt Eger hat oft feindliche Stürme über sich wegbrausen sehen, und war deshalb von seinen Bürgern mit gutem Grunde befestigt und mit gutem Mute verteidigt worden. Dennoch ging es einige Male in feindliche Hände über. So eroberte es 1647 der schwedische Generalfeldmarschall Wrangel. um die Stadt in bald folgenden Frieden wieder preisgeben zu müssen. 1742 rückten die Franzosen ein, und in ihrem bekannten Fanatismus zerstörten diese Kulturzeugen Europas Teile der Kaiserburg. Zeuge des deutschen Wehrsportgedankens ist der alte Jahn, dessen Standbild auf dem 17 Meter hohen Jahn=Mal=Hügel auf dem Spittelberge steht. Und wie im Weltkriege wiederum die Egerländer— Goetbe nennt sie:„Ein wackeres abgeschlossenes Völkchen“— in der Stunde der Not zum Vaterlande hielten, davon erzählt uns die Gedenkhalle für die Weltkrieasbelden Egers in der St.=Klara=Kapelle. Heute sieht der schwarze Turm auf die Trümmer des sudetendeutschen Hauptquartieres — das ist vor allem das Hotel Victoria gewesen— aber die tapferen Egerer werden wiederum aus Schillers Feuergeist Mut und Kraft schöpfen, der in schwerster Stunde der Nation das verheißungsvollste Wort sprach:„Aus Ruinen werde neues Leben erblüben". W. L. VERSEPTE Folgende Firmen waren an der Umgestaltung der Schauburg beteiligt: Brachweue Gardinen- Dekorationen Seppiche- Täufer leterte ue. Naumaus Beimalene, Besichtigen Sie bitte zwanglos unsere bedeutend vergrößerten Verkaufsräume für Gardinen und Teppiche Die Kapagplatten-Verkleidung führte aus: W. Intrup, Tischlermeister Brackwede, Am Güterbahnhof Fernruf 4410 Die Vortätelungsarbeiten föhrte aus: Aug. Rabe Tischlermeister Brackwede, Osningstraße 38 Malerarbeiten M führte aus: Ewald Künnemeyer Brackwede, Senner Straße 77 Die Malerarbeiten führte aus: Theo Hausmann Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste Brackwede, Adolf-Hitler-Straße 127 Damen-Schlüpfer Kunstseide plott.„ richtig für köhles#1 Weiter, Gr. 42 1. 65 i. 40 Horren-Garnitur Interlock, mollig und angenehm im Tragen 9 fl0 Jacke mit ½ Arm Hose.....60 fere Qual., Gr. 4 Strickschlüpfer für Kinder, Baumwolle mit Elastie- 1## rand, Größe 32 1. 10 leis ueter brth einigend umn.16 Herren-Garnitur Ripp-Ripp mit Nadel streiten 9 50 Jocke mit ½ Arm.90 Hose m. Gummizug#% und langem Bein.20 Niedernstraße 5-9— Niedernstrabe.„ = Kirben Sanitäre Anlagen und installationsarbeiten führte aus: Martin Horstmann, Brackwede Landweg 63" Fernruf 1433 Die Beleuchtungskörper lieferte: Rudolf Niermann, Brackwede elektr. Licht- und Kraftanlagen Adoll-Hiller-Straße 75. Ferorut 881 POren 13/40 ger,==Lieferwagen, preiswert zu verkaufen. A. W. Preuß, Bielefeld Renteistr., Ecke Nathausstr., Ruf 6970 BAW-R5-Sport billig au verkaufen. Angebote unter à A 7095 an die WRN Super, Cabrioler und Limousine, preiawert m vertausen. A. W. Preuß, Bielefeld Renteistr., Ecke Nathausstr., Ruf 6070 alle Berechnung KS Zimmer frei. Alsenstr. 17 II. Zimmer frei. Jeisecke. Breite Straße 37. Zimmer möbl.,.50 RM., für Herrn frei. Stadtbeider Straße 2. KN Berufstätige sucht leeres Mansar= denzimmer m. Gasnschl., heizb., mögl. sofort. 10.— RM. Kiete. Angebote unt. Z..8970 an die Gestf. Neuest. Nachr. Zimmer sonniges, frdl. möbl., varterre. sevar., frei. Gunststr. 17. Zimmer kleines, möbl., in gt. Hause zum 1. Oktbr. für Herrn frei. Feilenstraße 6. Zimmer gut möbl., an soliden Herrn 1. 10. zu verm. Stechenmarschstr. 38 I. links. und WohnSchlafzimmer, fließend. Wasser. z. 1. 10. in gut. Hause frei: Turnerstr. 22. Zimmer. möhl., mit fließend. Wasser. von berufstätigem Herrn Nähe Detmolder oder Goebenstr. zum 1. Oktbr. gesucht. Angeb. unt. A. S. 6314 an die Westf. Neuest. Nachr. Ruhiger Mieter sucht für sofort oder säter kleinere Wohnung(Küche und 2 bis 3 Räume, auch ohne Bad) im Preise von nicht über 45 Sicherer Mietezahler. Stadtrand ebenfalls angenehm. Angeb. u. A A. 6228 an die Westf. Neuest. Nachr. Räume —4. von Ehevaar (3 Pers.) für sof. od. später gesucht, Ang. unt. u. A. 4001 a. d. Westf. Neuest. Nachr. 24. 9. Ehepaar junges, berufstätig, Zimmer ung pepotz Angeb. ux,A, A an die Wens. N. N. Ehevaar jung. berufstät., sucht zum 15. 10. möbl. 2= Zimmer=Wohnung m. Kochgeles,„Hosreig Nuhr Bungn.„gs-=Zimmerwohnung mit Bad von jung. Ehevaar in Bielefeld oder nächster Umgebung gesucht,„Angeb. unt..Z. 8972 a. d. Warsk.-Rle Westf. Neuest. Nachr. eur gesucht.., Beursten Str. 1. TeleMöbliertes Wohn= und 2 kleine Schlafzimmer an 2 Herren mietfrei. Brüderpfad 1. Wohnung 4 Zimmer, Küche, Bad, 1. Etage. Gütersloher Str., Nähe Martinikirche zum 1. 10. d. J. an ruhige Mieter 31 Anged. u. A. an die Westf. N. N. Deutliche handschrift vermeibet schlehler =Zimmerwohnung für meinen Dekorateur gesucht. renzen. Gt fürstenStt son 6181. Nähe Baono. Preis: Unterstellräume angeo. u. u. B. 8946 für mehrere. Auzgg an die Westf. N..]mögl. mit Hosplatz, Stadtmitte, sof, oder später gesucht, Angeb. unt. A. S. 6309 a. d. Westf. Neuest. Nachr. Malergehilfe E. Schröder. Karlstr. 5. Aelterer Mann oder Beschädigter zur Sauderhaltung des Hofes wöchentlich einmal gesucht. Zu melden Falkstraße 3. Schreibmaschinenhilfe täglich stundenweise gesucht. Angeb. unt. A. Z. 8952 an die Westf. Neuest. Nachr. Näherinnen für Hemden gesucht. Fischer.=., früher Ernst Kaß.=., Sudbrackstr. 17. Maschinenplätterin für Hemden, eotl. z. Anlernen per sofort gesucht. F. senstädt.„Hork. Hausgehilfin Bäcker bei gutem Lohn ge= und Konditor mit sucht. E. Ratajewiki, Meisterbrief. 30., Obernstr. 53/55. mit allen Arbeiten 24. 9. vertraut, besond. in der Konditorei. Kohlenherd Radio vernickelte Ausführ., Philivos=Kreis.4 fortzugshalber„ zu Röhren, Super. Auerkauf. Hausgehilfin für ¾ Tage gesucht. * F i s c h e r. H a l l e r Mädchen. junges bis 16 Jahre alt, für leichte Arbeit gesucht. Wäschefabrik Paul Venker. Mittelstr. 6. 24.9. wünscht sich zu verändern. Angeb. unt. A. H. 7476 an die Westf. Neuest. Nachr. verkauf. str. 12 Schelle. WittekindI. mittlere Stubenofen gebraucht, z. verkauf. Augustastr. 7. part. 2 Zimmer und Küche v. BrautAt zg SPMr. Aingeße 4 A. A. 6313 a. d. PBestf. Neuest. Nachr. Ehevaar kaufm., v. auberhalt, 1 erw. Tochter, sucht sofort, abgeschl. —3 Zimmer, m. Küche. Bad. Zubehör mit oder ohne Zäpe tralbetang###e KNN Hoteldiener lofort, gesucht.„Hotel zur Krone, Bahnhofstraße. Friseurgehilfe für dauernde AusJerevung Preisangsftagen in den West, unt. A. S. 6307 a. d. neuest. Nachr. 5145 Weitf. Neuest. Nachr. 24. 9. Stütze für Geschäftshaush. zum 1. Okt. gesucht. Mädchen vorhanden. Schildescher Str. 37. Hausgehilfin saubere, mit Nähkenntnissen, für vormittags ges. Schillerplatz 22 III. 24. 9. wegen. Ausscheidung meiner langjahr. suche ich zum 15. Okt. oder etwas spätgr zuverlässiges ig. Mädchen. Erfahrung, in Haushalt und Küche. sowie gute Zeugnisse erforderlich. Waschund Putzfrau vorh. Angebote an Justizrat Semler. Schubertstr. 1.(oberhalb der Kastanienstraße. 24. 9. Küchenmädchen für sofort oder Anf. Oktober gesucht. Vorstellungen evtl. auch Sonntag. Fischbratküche. Lützowstr. 4. 24. 9. Tüchtiges. Haus= und Küchenmädchen auf sofort gesucht. Renteistr. 23. 24. 9. Morgenfrau oder Mädchen für Stunden ges. Meld. bei Thümmel. vumboldtstr. 4 II. Putzfrau saubere, bei guter Bezahlung Sonnab. von—12 Uhr ges. Kronenstraße 1. Waschfrau gesucht. Königstr. 68. part. links. Buchführung und sämtl. Büroarbeiten stundenweise von Kriegsbeschädigten gesucht. Angeb. unt. A. Z. 8966 a. d. Westf. Neuest. Nachr. Allesbrenner umzugshalber billigst abzugeben. Wediggenstr. 6 II I. strom, wenig gebraucht, preiswert abzugeben. Zu besichtigen Gustav=AdolfStraße 13 part. rechts abends zwischen 20 u. 21 Uhr. 10—15 000 RM. als erststellige thek auf Geschäftsoder Miethaus zu vergeben. Näheres unt. A. Z. 8982 a. d. Westf. Neuest. Nachr. 24. 9. Hausgehilfin im Kochen u. Haus: halt erfahren. sucht z. 1. 10. Stelle. Ang. unt. A. Z. 8945 a. d. Westf. Neuest. Nachr. Mädchen nettes. vom Lande. bisher im Haushalt und Ladengeschäft tätig gewesen. sucht ähnliche Stellung in Bielefeld, Angebote unt. A. Z. 8984 a. d. Westf. Neuest. Nachr. KIN Nähmaschine gut erhalten, preiswert zu verkaufen. Finkenbach 16. Kinderwagen illig zu„verkaufen. Verther. Ravensber= ger Straße 33. Kinderwagen preiswert zu verkauf. W. Steinmeier. Oldentrun Nr. 38. 24. 9. Dachschalung gebrauchte. Balken. Dachlatten, eiserne Bogenfenster usw. sof. abzugeben. Zimmermeister Eckardt. auf Baustelle Louis Voß. Ecke Bahnhofstraße. Feilenstraße. Friseureinrichtung 3 Kabinen. auch einzeln, billig zu verkaufen. Schildescher Straße 25 II. Etage. Herrenfriseurgeschäft zwei Bedienungen. Stadtzentrum preiswert zu perkauf. Off. unt..,Z. 8943 a. d. Wests. Neuest. Nachr. KR 1200.— RM. suche gegen Sicherheit auf Pohnbaue. Angeb. u. A. B. 3117 an die Westf. R. N. Wez. fährt mit! In prima Wagen(Dame oder Herr) Harz— Thüringen— Sachsen. Dauer ca. 6 Tage. Abfahrt„Sonntag früh ab Bielefeld od. Umgegend. Eilmeld. unt.„A. 7157 a. d. Westf. Neuest. Nachr. Kriegsbeschädigter ruhiger, zuverlässig., sucht f. einige Stunden am Tage Beschäftigung mit Büroarbeiten. Gelf. Angeb. unt..A. 7153 a. d. Westf. Neuest. Nachr. Auflösung des Haushalts Melanchtonstr. 62 II r. Klavier. Oefen. Flurgarderobe Sofa. Betten. Kuchenmöbel, Kochherd. Wanduhr. Armbanduhr usw. zu verkaufen, 11—18 Uhr, auch Sonntag. Küchenherd kombin. Gas. Kohle. eptl. auch für Wirtlatzky, Brackwede. Bahnstraße 1. 24. 9. Kinderwagen kompl. mit Windschutzscheibe u. Schoßdecke, gebraucht. aber gut erhalten, zu verkaufen(Neuw. 90.— RM.) Bielefeld, Lin= meln 235. gegenüber denplatz 10. Erdgesch. Lederfabr. Dopbeide. Zu besichtigen Sonnabend und Sonntag vormittag. Rehpinscher junger. schwarzbraun. zu verkaufen. Ummeln.235, gegenüher Ford Eifel zu verkaufen. Garage Hausmann. Feilenstraße. Ovel 10/40. Tsitzer, nicht steuerfrei. 250 RM. verkäuflich. Teleson Jöllenbeck 301. 24. 9. Reißbrett verstellbares. ca..00 X0.70 Meter. mögl. mit Zeichenmaschine gesucht. Angeb. unt. A A.„7134 an die Westf. Neuest. Nachr. 3/15, steuerfrei, zu verkauf. Petristr. 20a. . 24 9. KON U Mutterboden jede Menge laufend gesucht. Karl Bohle. Gartengestaltung. Fernruf 5246. Mantel, vertauscht. Junger Mann. welch. Sonntagabend im Bürgerbräu den falschen Mantel mitnahm. wird zwecks Umtausch um Adressenangabe Gest Otina, HortPeseliet, an Telefon 52. 975 I. Fräulein 36 Jahre. wünscht Geschäft zu kaufen oder sich zu beteilig, i„Wenentg#### Angeb. u. A. 3. 8987 Belohnung abzugeo. an die Wests. N. N. Jöllenbecker Str. 161. Verloren 3 Dutzend Handtücher in Westviertel. Geg. 1 * 62. Wechen behhhrcht haben schon einmal die Welt in Spannung versetzt Ihre Erlebnisse gehören zum Abenteuerlichsten und Geheimnisvollsten, was man je sahl Darsteller: Rudolf Forster Gustaf Gründgens Mathlas Wieman Brigitte Holm Lucie Englisch Heute Freitag u. morgen Sonnabend, abds. 10.45 2 Sonder-Spätvorstellungen Kerten im Ververkauf an der Kasse Gloria-Palast Znangenerseigerungen Sonnabend, 24. September 1938. Auktionshalle. Am Bach Nr. 12. hierselbst, öffentlich meistbietend gegen Barzahlung: 10 Uhr. Ober=Gerichtsvouzieher Diestelhorst: Ein Posten verschied. Möbel, ein neues komplettes Schlafzimmer, eine Flurgarderobe, Küchentische, Teppiche, Stühle. Sofa, Tresen mit Marmor, Neigungswaage u. a. m. 10 Uhr. Ober=Gerichtsvollzieher Ulbricht:„ Ein Personenwagen(Ovel) mit Anhänger, Küchenherd, Geldschrank, Grammoson= schrank, Radio=Avparat, Schreibtisch, zwei Rollschränke, ein Posten Schraubzwingen. Schreibmaschine, Schreibmaschinentisch usw. Stangenschweine abzugeben. Sise, * Bracwede, Saarstr.7 Aute- Verleih Neue gepflegte Fahrzeuge, Kilometerpreis ab 12 Pfg., bei größ. Touren Ermäßig. Wagen sind = Haftpflicht= und Kaskoversichert Heinz Heienbrock bst 4 rat Umarbeiten u. Umpressen von Damenhüten auf neueste Farmen billigst bei Maria Heinze,“ Oberntorwall 3, Am Kriegerdenkmal Jugendliche zugelossen in Industrieort Nähe Bielefelds ca. 1000 gm Ardetik zu Prrm..,“. beits. u. Lagerfläche, massin geoau., mir angrenzend. Wohnhaus. Errigner für Wäschefabrik, Konsektionsnaherei und jeden anderen Betrieb. Arbeitskräfte, auch jugendliche, sind genügend zu bekommen. Angeb. u. A S 6273 an die WRN. erbeten —.—„„„ # mit angronzend Wohnhaus Geeignet f W Auto- u. MotorradVertelh bustav Steinkroger, Brackwede Niederstr. 104 Ruf 6106 Fabrikneue Fahrzeuge In diesem Jahre finden die Herbstimpfungen im Stadtgebiet an folgenden Tagen statt: Erstimpflinge Montag. den 3. Oktober 1938. 14 Uhr nachm., Wellensiekschule; Dienstag. den 4. Oktober 1936, 14 Uhr nachm., Gutenbergschule; Donnerstag. 6. Oktober 1938, 14 Uhr nachm., Luisenmittelschule: Freitag, den 7. Oktober 1938, nachmittags 14 Uhr. Osningschule: Montag. den 17. Oktober 1938, nachm. 15 Uhr. Diesterwegschule: Dienstag. den 18. Oktober 1938, 15 Uhr nachm., Martinischule: Donnerstag, den 20. Oktober 1938, 15 Uhr nachm., Sudbrackschule: Freitag, den 21. Oktober 1938, 15 Uhr nachm., Stadtheiderschule: Montag. den 31. Oktober 1938, 15 Uhr nachm., Hamfeldschule. Wiederimpflinge Sonnabend. 15. Oktober 1938, 11 Uhr morgens. Gutenbergschule: Mittwoch. 19. Oktober 1938 11 Uhr morgens. Diesterwegschule. Die Nachschautermine finden acht Tage später nach den Imosterminen katt. M Der Oberbürgermeister als Ortsvolizeibehorde Vielefeld. KI Eichenschlafzimmer direkt vom Hersteller. kompl. 300.— frei Haus. Rüche Elsenbein, Büffet 160, Tisch u. Stühle wenig gebraucht 120.— Heinrich Heilmann, Tischlerei. Kein Laden, Westkilver, 10 Min. v. Station Bruchmühlen bei Bünde. Sastragenl 3 To., ganze oder halbe Tage Köchfrel. Telelon 1305 e Tränende Augen? Müde Augen? 9 Augendrücken u.-Zwinkern? • Schwache Augennerven? dann Hofapotheker Schaelers Zu haben: Niemeter, Fachdrogerie am Jahnpl. Drogerie Hergeröder und Drogerie C. F. Lohmann. Bahnhofstraße, Bahnh.=Drogerie Chr. Zarit Jollenbecker Straße 1. Schlob Hrensburg. Steinbergen 2 reichgeschnitzte alte Umstände halber zu verkaufen. W. Lorenz Werbung durch Anzeigen Ist immer richtig! Knjeigen in den Westfälischen Neuesten Nachrichten haben immer Erfolg! HALLO · HALLO · HIER SHIRLEY AUF WELLE 303 Shirley Temple der Liebling aller Kinobesucher in ihrem neuen Film: Ci Mau 502 Sie hat eine bezaubernde Art, verschmitzt, übermütig und frech zu sein. Wer Kinderlachen und Jugendfrohsinn erleben will. gerät bei Shirley auf die richtige Welle— die heitere Geschichte ihres Rund unksieges ist zu einer ununterbrochenen Kette des Humors zusammengefügt. Im Vorprogramm: Deulig neueste Tonwoche Kulturtilm: Getesselte Luft. Zukünftige Weltmeister Ein kleines Mädchen erobert die Welt! Auch in Blelefeld ein großer Erfolg! Ab heute Freitag Täglich.00,.25,.00 Uhr— Sonntags ab.00 Uhr ugendliche haben Zutritt! GILORTA Offene Stellen Arbchemmmen jüngere, für leichte Beschäftigung sofort gesucht Falter Fahrrad-Fabrik M.& L. Tallardt, Blelefeld Valikarurt Kundschaft und in der Wagenpflege firm ist. Es mögen sich nur solche bewerben, die in dieser Branche tätig waren und beste Reserenzen angeben können. Antritt kann sofort erfolgen. Angebote unter A S 6811 an die Westf. Neuest. Nachr. Suche per sofort tüchtigen Verrenteinrur Reesehpetteue Karl Wege, Herford Saarstraße 1 Bedeutende Blelefeider Berutskleiderfabrik sucht für sofort kaufm. Lehrlinge und Lehrmädchen Schriftl. Bewerbungen u. A S 6310 an die Westf. Neuesten Nachrichten. Sporikragennäherinnen für Betrieb gesucht, sowie 16—18 jährig. Mädchen für leichte Lagerarbeiten Walter Hoftmann, Bieleteld Herrenwäschefabrik, Krimhildstraße 15. Suche zum 1. 10. oder früher „Grthäder das ihr Pflichtjahr absolvieren will. Angebote unter C 112 an die WNN. Persekter LUAAUT Absolvent der Handelsschule, für das Kontor eines hiesigen Fabrikgeschäftes zum 1. April 1939 gesucht. Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf unter AS 6315 an die Geschäftsstelle der Westt. Neuesten Nachrichten. Ehemaliger Leiter einer BankFiliale, pensioniert, Mitte der fünfziger Jahre. acft Passcher Leschäftigung Angebote unter 4 2 8965 an die W33 Heerenseise 22 J. wünscht sich zum 15. Oktober zu verandern. Angebote mit Gehaltsangabe bei freier Station unter A S 630S an die WRN Telef. zu erfragen unter Oelde 178. Nr. 223 Neueste Nachrichten 23. September 1938 Kurz- aber wichtig! 53.=Führer Gäste japanischer Minister. Die in Japan weilenden HJ.=Führer waren von Kriegsminister Itagaki zu Tisch geladen. Später wurden sie von Außenminister Ugaki zum Tee empfangen. Beide Minister zeigten starkes Interesse für die Fragen der deutschen Jugenderziehung und die Leistungen der HJ. Entjudung des italienischen Rundsunks. Die Generaldirektion des italienischen Rundsunks hat alle italienischen Sender veranlaßt, keine Schallplatten mit Musik jüdischer Autoren zu verwenden, noch solche, die unter Mitwirtung jüdischer Kräfte entstanden sind. Die ganze Schweiz wird verdunkelt. In der Nacht vom 27. auf den 28. September wird die Schweiz anläßlich einer das ganze schweizerische Gebiet umfassenden Luftschutzübung verdunkelt werden. Sämtliche zivilen Luftschutzverbände werden in dieser Nacht größere Uebungen abhalten. Pariser militärische Bauarbeiten unter Staatsaufsicht. Die französische Regierung hat angesichts des allgemeinen Streiks der Pariser Bauarbeiter, die zum Teil Arbeiten im Interesse der Landesverteidigung durchführten, beschlossen, unverzüglich zur Requirierung dieser Arbeitsstätten zu schreiten, also sie unter militärische Kontrolle zu stellen, um die Fortsetzung der Arbeiten zu gewährleisten. Neue Flugzeugfabrik in Ungarn. In Ungarn wird der Bau einer neuen Flugzeugfabrik geplant. Die Vorarbeiten dürften bald begonnen werden. Die Fabrik wird konkurrenzsähige Motorflugzeuge ausschließlich ungarischer Konstruktion herstellen. Die großzugige Unternehmung wird von ungarischem Kapital finanziert werden. Zeppelin über der Ostmark Werkstättenfahrt des neuen Luftriesen Friedrichshafen, 23. September Das neue Luftschiff„Graf Zeppelin“ stieg gestern morgen auf dem Flugplatz Löwenthal zu seiner dritten Werkstättenfahrt auf, die elf Stunden dauerte und in die Ostmark führte Bei leichtem Morgennebel, jedoch von ruhigem windstillem Wetter begünstigt, erfolgte der Start des Luftschiffes vor dem westlichen Tor der Halle. Glatt und ohne jeden Zwischensall verliefen die Startmanöver. Die Führung hat, wie bei den vorhergehenden Fahrten, Dr. Eckeneer selbst übemnommen. Kurz nach zehn Uhr wurde die Bevölkerung der Hauptstadt der Bewegung überrascht von dem unerwarteten Besuch des Luftschiffes. Nachdem es um 12.50 Uhr die Grenze der Ostmark überflogen hatte, traf es wenige Minuten vor 15 Uhr über Wien ein. Das Luftschiff zog bei gedrosselten Motoren und fast lautlosem Flug einen Bogen über die Stadt und entfernte sich dann in westlicher Richtung, um nach Friedrichshasen zurückzukehren, wo es um 19 Uhr landete. ann Aog. ia Asenas Wasten Ueber 64000 mit Kdf.-Schiffen ins Mittelmeer dd. Berlin, 23. September. Das soeben veröffentlichte Seefahrtenprogramm der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ für den kommenden Winter übertrifft alle Erwartungen. Nicht weniger als fünf Ozeanriesen können im nächsten Winter für den Transport unserer Arbeiterurlauber eingesetzt werden, nachdem die Koff. Flotte durch den Ankauf des Lloyd=Dampfers „Stuttgart" durch ein weiteres Schiff verstärkt worden ist. Insgesamt ist nicht weniger als 64000 Volksgenossen aus allen Gauen des Reiches die Möglichkeit gegeben, mit den deut schen Arbeiterschiffen ins Mittelmeer zu reisen und Italiens schönste Orte wie Venedig, Genua, Neapel, Pompeji und Palermo kennenzulernen. Die„Ozeana“ wird zum ersten Male im kommenden Winter deutsche Arbeiter auch nach Jugoslawien und Griechenland bringen. Sie wird am 7. November von Venedig aus bereits über das Adriatische Meer Kurs auf die griechische Hafenstadt Itbea nehmen, wo die Urlauber an Land gehen und das antike Delphi besichtigen. Die Fahrt führt weiter durch die Meerenge von Korinth nach Athen, in dessen Hafenstadt Piräus die„Ozeana“ gleichfalls festmacht. Die KdF.= Fahrer werden die griechische Hauptstadt mit ihren unvergeßlichen Schönheiten eingehend besichtigen und auch der Akropolis einen Besuch abstatten. Auf der Rückreise wird die jugoslawische Küste angesteuert, die malerische Bucht von Cattaro durchfahren und dann in Split(Spalato) angelegt. Endpunkt der Seefahrt ist Triest, wo die Rückreise in die Heimatgaue mit der Eisenbahn angetreten wird. Vier solcher Fahrten sind vorgesehen, zwei davon im November dieses Jahres, je eine weitere im Februar und März 1939. Außer den 64000 Arbeiterurlaubern, die auf dem Seeweg nach Italien fahren, werden weitere Tausende mit der Eisenbahn in den sonnigen Süden fahren, denn der zwischen Dr. Ley und seinem italienischen Kameraden Cianetti vereinbarte Urlauberaustausch zwischen der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ und dem italienischen Freizeitwerk Dopolavoro wird in verstärktem Maße fortgeführt. Für jeden Zug„Dopolavoristen". der von Italien nach Deutschland rollt, fährt ein KdF.=Zug von Deutschland nach Italien. Die Gesamtzahl der KdF.=Italienfahrer wird im kommenden Winter die des vergangenen Winters um mehr als 100 v. H. übersteigen, so daß also von einem Jahre zum anderen eine Verdoppelung erreicht ist. Die längsten KoF.=Reisen machen die Passagiere des„Wilhelm Gustloff“ und der „Stuttgart". Beide Schiffe verlassen am 12. Oktober ihre Heimathäfen und fahren durch die Es nutzt nichts mehr Biscaya nach Madeira, zurück durch die Straße von Gibraltar an der afrikanischen Küste entlang zur Hauptstadt der italienischen Kolonie Lybien, nach Tripolis. Nach Fahrten in die Wüsten Afrikas geht die Reise zurück nach Neapel. Der„Deutsche“, die „Ozeana“ und die„Sierra Cordoba“ gehen am 19. Oktober zu einer Fahrt nach Venedig in See, wobei zum erstenmal auch der adriatische Bari angesteuert wird. Zehn weitere Fahrten führen rund um Italien. Nach dieser erheblichen Vermehrung der KdF. Italienfahrten ist zu erwarten, daß auch in den italienischen Häfen Deutschland mit den Landungen seiner stolzen Arbeiterflotte an die Spitze des gesamten Schiffsverkehrs tritt. Araber bewundern Annaberg Irak-Offiziere auf Schlesienfahrt dd. Annaberg(OS.), 23. September Zu einem großen Erfolg gestaltete sich der erste Tag der Schlesienfahrt der 20 arabischen Offiziere aus dem Irak. Unter Führung des Majors Mahmud Fathil verließen die Gäste der Reichsjugendführung Breslau mit dem Omnibus. Das erste Ziel ihrer Fahrt war der St. Annaberg, wo sie der dortigen Jugendherberge einen Besuch satteten.„„ I, 6artn sich an Die irakischen Offiziere außerten sich über die Einrichtungen dieser Jugendherberge außerordentlich anerkennend und gaben ihrer Freude darüber Ausdruck, daß die Jugend Deutschlands derartig schöne Heime auf ihren Fahrten zur Verfügung hat. Mit wutverzerrtem Gesicht und mit geballter Faust verläßt der tschechische Gesandte in Paris das französische Außlenministerium, wo ihm die Londoner Beschlüsse mitgeteilt wurden. Unser Bild zeigt ihn beim Besteigen seines Wagens Weltbild(K) Der den Balamndnen des Feieden. Eine Fahrt mit Dr. Ley durch die Westlager Ueder 500000 sunden=Lehriung Rund 39 Millionen für Hitler-Freiplatzspende ausgeworten dd. Berlin, 23. September Im Hilfs= und Erholungswerk der NSV. nimmt die Hitlerfreiplatzspende einen besonderen Platz ein. Während im Hilfswerk „Mutter und Kind“ eine Gesundheitspflege vom Kleinkind bis zum Jugendlichen getrieben wird, soll durch die Hitlerfreiplatzspende den erwachsenen Menschen die Möglichkeit gegeben werden, wieder körperliche Kraft und Frische zu schöpfen, um ihre Aufgaben in der Volksgemeinschaft erfüllen zu können. Infolge der verbesserten Wirtschaftslage der breiten Volksmassen durch die Beseitigung der Arbeitslosigleit ist die Zautscherng## Erholungsbedürftigen in Leutschund geringer geworden, zumal durch Kdrf. und andere richtungen bereits die Möglichkeit gegeben ist, zu ganz geringen Preisen Erholungsreisen zu machen. Trotzdem hat die NSV. im Rah der Hitlerfreiplatzspende auch im für das setzt der abschließende, Beägrgg### vorliegt, wieder insgesamt##### Vbulrg. nossen einen Erholungsurlaub erster Linie kamen die Freiplätze, wie es dem Sinn des Hilfswerkes entspricht, den Parie. angehörigen und den Mitglievern der Formalionen der Bewegung zugute. Es wurden edoch auch andere bilfebedizigengiche im nossen sowie vor allem auch Jugen—. Alter von 16 bis 18 Jahren verschickt. au 9 787000 RM. ausgeworfen. Bei der Art der Verschickung wierhz,# als bisher auch die erzieherisngn, nicht nur keisens berücksichtigt. So wo..wecghie eine darauf bedacht, durch den Alimgem gpender srholung zu geben, sondern gersfomt die beson. ven ur au der Heimnatgaues, seines Veruses . eine gunte. Das führie schtieslsch äher bringen 4onnsz. 8 Herrge, We. ur Gründung der 1 die Angehörigen aller 9o= y damit wieder aler Stände liederungen und„ sind. Die Kameradschaf. vom Aufdau des großdeutschen Reiches machen. zubeziehen, die nicht nur ihrerseits auf diese Weise neue Eindrücke gewinnen konnten, sondern auch in der Kameradschaft der übrigen Urlauber geistiges Neuland erschlossen. So hat dieses Hilfswerk der NSV. auch für die welt anschauliche Erziehung eine neue Bedeutung gewonnen. Erholung des Körpers und des Geistes greisen Hand in Hand. dd. Köln, 23. September Reichsorganisationsleiter Dr. Ley traf zu einem Besuch der Westlager auf dem Kölner Flughasen ein. Von hier begab er sich über Burg Vogelsang zu den beim „Arbeitseinsatz West“ eingeteilten Bataillonen Schaffender aus dem ganzen Reichsgebiet. Letzte Spätsommersonne lag auf den waldigen Höhen und beschien ein Bild friedlichen. Schaffens. Ab und zu tauchten Feldgraue auf, die den Bauern bei der Einbringung des letzten Getreides halfen. Steil führte der Weg zur Höhe ins Lager, dessen Insassen zum größten Teil mit Hacke und Schippe an der Sicherung der Heimat schafften. Eine sauber geführte Küche, ordentliche Schlafräume mit guten Betten und fließendem Wasser und vor allem zufrieden.e Gesichter überzeugten uns, daß die Deutsche Arbeitsfront sich mit Erfolg in die Westaktion eingeschaltet hat. Von der Küche bis zum Keller schaute sich Dr. Ley um. Mit frohen Mienen lauschten die zur Spätschicht rüstenden Arbeitskameraden seinen Worten, beantworteten sie seine Fragen nach Heimatort, Familie und eigenem Befinden. Da standen Berliner und Schlesier, Rheinländer und Mitteldeutsche, Norddeutsche und Kameraden aus Ostpreußen vor dem Leiter der DAF. Ihr Händedruck war fest und zuversichtlich. Benesch grinste zynisch UInsere Fotos sind Bilddokumente von der Verschwörung von Prag und Moskau gegen Weltfrieden. Die Unterzeichnung des tschechisch-sowjetrussischen Katastrophenin Moskau in Gegenwart des Sowjetjuden Litwinow-Finkeistein(links).— Sret Sovetu“, die tschecho-slowakische Bolschgwistenzeitung, brachte in ihrer jährigen Mainummer zur Feier der dreijährigen Wirderhen, der Vertragsunterzeichnung zwischen der Tschecho-Slowakei und Sowgetrußland dieses Bild, das die Thnung darstellt, und zwar in dem Augenblick, wo die Unterschrift PPreseun„zzischen Gesandten in Prag geleistet wird. Besonders bezeichnend ist das zynische Grinsen des tschechischen Häuptlings Dr. Benesch und der anderen beiden Spielgesellen, die dem gezstapgfee#tr### Trümmer die jüdische Weltherrschaft triumphieren wollte. Weltbild(K) Und als sich Dr. Ley zum Abschied anschickte, da drängten sie herbei und baten ihn zu einer Gruppenaufnahme„Zur Erinnerung an diese große Zeit". Weiter brauste die Kolonne der Wagen durch die allmählich sich verfärbenden Wälder, über die weiten Höhen zu einer der unzähligen Arbeitsstellen.„## werdet Ihr gut betreut?", fragt der Verantwortliche für die Sorgen und Nöte der deutschen Schaffenden. „Seid Ihr zufrieden, tut die DAF. ihre Pflicht?" Die Antworten kommen eindeutig und klar. Wenn man das lautgesprochene „Ja“ nicht gehört hätte, dann würden einem die frohen Gesichter genug verraten haben. Weiter ging es zu einem Gasthaussaal. In wenigen Wochen wurde er in ein vorbildliches Lager umgewandelt. Blumen zierten die blanken Tische, an denen da und dort kleine Gruppen beim Vesperbrot oder beim Lesen und Spiel zusammensaßen. Liebesgaben, Schokolade und Zigaretten waren Zeugen von der guten Betreuung durch die 2755. Güterzug überfallen Wagen mit Goldladung ausgeplündert Paris, 23. September Banditen haben in der Nähe von Mar: seille bei der Station St. Barthelemy einen bewaffneten Anschlag auf den Eilgüterzug Nizza—Paris unternommen. Einer der Banditen hatte sich auf dem Abgangsbahnhof des Zuges in einem Bremshäuschen des Güterzuges verborgen und an einer mit seinen Komplizen vereinbarten Stelle die Bremsen in Tätigkeit gesetzt, die den Zug auf kurzer Strecke zum Halten brachten. Lokomotivführer, Heizer und Begleitpersonal des Zuges, die ihre Posten verlassen hatten, um die Ursache für das überraschende Halten festzustellen, sahen sich plötzlich maskierten und mit Revolvern bewaffneten jungen Leuten gegenüber, die sofort das Feuer eröffneten. Ein Zugbeamter wurde dabei verletzt. Während ein Teil der Räuber das Zugpersonal mit der Waffe in der Hand in Schach hielt, machten sich die anderen an die Ausplünderung des ersten Güterwagens, aus dem sie alle Gepäckstücke und Kisten auf ein bereitstehendes Auto verluden. Alle übrigen Wagen ließen sie unberührt. In dem ausgeplünderten Waggon befanden sich Kisten mit 180 Kilogramm Feingold und Schmucksachen, auf die es die Banditen besonders abgesehen hatten. Der mit Raubgut vollgeladene Kraftwagen verschwand in eiliger Fahrt im Dunkel der Nacht. Schweres Schlagwetterunglück. Durch ein schlagendes Wetter wurde in der Zeche HensiesPommeroeul im südbelgischen Kohlengebiet ein schweres Unglück verursacht. Vier Arbeiter und ein Aufseher wurden von den Gesteinsmassen lebendig begraben. Bisher konnte ein Leichnam geborgen werden. Sturmkatastrophe in USA. Ein von riesigen Flutwellen begleiteter Tropensturm, der über die Atlantikküste hinwegsegte, forderte nach allein in den Staaten Massachusetts, Connec= ticut, Rhode=Island, New York, New Hamp shire über 125 Todesopfer. Drel mieter Vialken in=Oormärsch Gespräch mit einem Sonnenblumenzüchter X Seit einigen Jahren ist es ein immer häufigeres Bild geworden in den Kleingärten am Rand der Städte, in den Arbeitersiedlungen des Kohlenreviers, aber auch in den Bauerngärten des flachen Landes: auf mächtigen Stengeln, mit seinem weißen Seidenflaum bedeckt, wiegen sich die von gelben Blütenkränzen umgebenen Köpfe der Sonnenblumen, handgroß viele, manche aber auch bis zu einem halben Meter im Durchmesser. Seit dieser Zeit ist unter Liebhabern und Züchtern ein großer Wettbewerb im Gange; es geht nicht nur um die üppigsten Blüten und die größten Früchte, es geht auch um die Mächtigkeit der Stämme und vor allem um ihre Höhe. Die Drei=Meter=Blumen sind in stetem Vormarsch und wiegen sich unter wolkigem Himmel vor den nahen und fernen Schattenrissen von Kaminen und Fördertürmen und vor den weißgespritzten Stämmen herbstlicher Obstwiesen. Ein schönes Bild. Die Sonnenblumenkultur ist keine Pflanzung der neuen Zeit. Im Jahre 1870 betrug im alten Rußland die Produktion bereits mehr als 80000 Doppelzentner und hatte einen Wert von 4 Millionen Rubel. Das aus der Frucht gewonnene Oel war also schon vor nahezu 60 Jahren ein wichtiger Handels= und Ausfuhrartikel. Ueberall gibt es heute Züchter, die Pflanzung und Wachstumsforschung der Sonnenblumen zu ihrer Lieblingsbeschäftigung gemacht haben. Auch in Westdeutschland sahen wir schon ganze Felderkulturen mit dem brennenden Gelb der hochköpfigen Blumen, die in ihrer Farbenpracht und Schönheit so recht ein Symbol des Sommers, der Kraft und der Sonne geworden sind. Mit einem dieser Züchter sprachen wir. Trockenlegung sumpfigen Geländes gut geeignet.“ Bis zu vier Meter hoch Wir gehen durch den Anbaugarten des Züchters. Ueberall zwischen Beeten und Rabatten stehen die leuchtenden Blumen der Sommersonne, allein und in Gruppen. Von den zahlreichen Abarten sind hier die meisten im Versuchsanbau gezogen, die einblumigen mit den großen runden Fruchttellern ebenso wie die sträucherweise wachsenden mit den jahlreichen und dafür kleineren Blütenzöpien. Düngung und Sonnenstand, allgemeine Bodenbeschaffenheit und Wetterlage sind entscheidend für ihr Wachstum. Eine ganze Reihe von Prachtstücken sind darunter, mächtige Stengel von sast vier Meter Länge, von denen man schon annehmen darf, daß sie eine vielpfündige Frucht selbst bei Sturm und Regen tragen und festhalten können. Zum Schluß die Frage nach den lingen. Das ist bei der Sonnenblume meist nur der sogenannte„Sonnenblumenrost“, ein Pilz auf den Blättern. Er überzieht das Blattwerk und bringt es sozusagen zum Ersticken; verdorrt und vertrocknet. Im allgemeinen tritt der Schädling aber nur in größeren Kulturen auf. Auf die Liebhaber= und Gartenpflanzungen ist er fast ohne Einfluß. Beim Gang zurück, vorbei an zahlreichen Kleingärten vor der Stadt, sehen wir noch einmal, wie als dicke, gelbe Flecke überall im bunten Bild die Sonnenblumen stehen. Von Jahr zu Jahr werden es mehr. Eine schöne Pflanze erobert das Feld der Liebhaber und Kleingärtner, die Drei=Meter=Blumen sind im Vormarsch. eich erter. Die Hartoffelfuhre Schultenjohann, den seine Nachbarn nie der: bs Lon Angen Jan“ nennen, nimmt anbens uld den Ainen Jon:.## seine Winterkartoffeln jedes Jahr beiern. Frisch aus der Erde, pflegt der kluge Jan zu sagen, das sinv die besten nartoffeln. Vor allem, wenn man den Boden kennt, aus dem So hat er es auch in diesem Jahre gehalst kommt er vom Bauern zurück, urtoffeln liefern soll. Der Bauer chen sohald ein Fuhrwei ten. Eben je der ihm die der ihm die Kartofseln.44 II.: Eerckrmert frei dat ihm versprochen, sobald ein ist, die Kartoffeln in die Stadt Vergnügt marschiert Jan nun nach Hause. Er hat bereits die Hälfte des Weges hinter sich, da überholt ihn ein Fuhrwerk. Wie ist es, ihn Jan. kann man ein StückKutscher, fragt von Jan, kann man ein Auf dem Bock ist kein scher, aber wenn ihr hinten aussitzen wollt, habe ich nichts dagegen. Sucht euch nur Plätzchen. Jan steigt a und der wagen rollt Langsam rollt das Fuhrwerk, das Kartosseln geladen hat, durch den frühen Abend. Von den Feldern dampft es und die Sonne vergoldet mit langen Strahlen die Bäume rechts und links des Weges. Jan genießt die Fahrt durch dies herrliche Stück Landschaft und über eine Weile rückt er ein wenig zurecht, um besser sitzen zu können. Dabei muß wohl ein Kartofselsack sich geöffnet haben, denn blötzlich fallen ein paar der leckeren Früchte vom Wagen herunter. Nun, laß fallen, deukt Jan, die armen Leute die des Weges kommen, haben auch gern eine Freude. Und richtig, es dauert nicht lange, Plötzlich hört der Segen auf. Von sicht verwundert auf, als das Spiel der sich nach den Kartoffeln bückenden Rücken, dem er mit soviel Vergnügen zugesehen hat, sich nicht wiederdolt. Dann denkt er: Wenns v derholt. Dann denkt er: Wenns von selbst nicht geht, kann man ja ein wenig nachhelfen. Und er stößt mit dem Fuß gegen ein kleines Säckchen, das bei den Kartoffeln liegt und nun rollen statt Kartoffeln goldgelbe Aepfel von Wagen. Da bücken die Rücken der Männer sich noch viel hastiger. Jan sieht sich, noch ein wenig besorgt, nach dem Fuhrmann um, aber der sieht nichts und so gibt er den Säcken noch einen Stoß, so daß sich mit dem Vorwärtsrollen des Wagens das ganze Sackchen auf die Straße und von da in die Taschen der hinter dem Wagen Hermarschierenden ergießt: Schließlich ist das Säckchen leer. Die Stadt taucht auf. Einer nach dem andern verschwinden die Männer, die hinter dem Wagen hermarschierten, in dämmernden Seitenstraßen. Auch Jan ist bald zu Hause. Er bittet also den Kutscher, er möge einen Augenblick halten, er wolle absteigen. O, meint der Kutscher, ist's so eilig? Ich hin auch gleich da. Ich muß bloß zu Schultensohann in der Querstraße. Was,“ sagt Jan. Zum Schultensobann wollt ihr? Dann sind das ja meine Kartofseln, die ihr auf dem Wagen habt. Wenn ihr der Schultenjohann seid, allemal, antwortete der Kutscher. Jan kratzt sich am Hinterkopf, dann frag: er: Und was ist mit den Aepfeln los, die ihr außerdem auf dem Wagen hattet? Die sind für euch, meint der Kutscher. Die da finden die immer noch niederfallenden Kar= hat der Bauer mir mitgegeben. Sollt euern toffeln schon ihre. Liebhaber. Ein paar Arbeiter Kindern Avselmus davon kochen und sie hinsind es, die sich hurtig bücken, um die Kartofseln, die ihnen auf den Weg rollen, aufzuheben. Zum Glück haben sie ein kleines Säckchen bei sich, das während der Wagen weiterfährt, sich füllt. Kindern Apselmus davon kochen und sie hineinbeißen lassen, daß de gesund werden und rote Backen kriegen. Jawohl, meine Kinder, sagt Jan enttäuscht. Anderleuts Kinder werden in meine Aepfel beißen. Geburtsland: Nordamerika „Die Sonnenblume“, sagte er,„gehört zu der Pflanzenordnung der„Aggregaten“, die mit ihren über 12000 über die ganze Erde verbreiteten Arten die sortenreichste des ganzen Pflanzenreiches ist; auch die engere Familie der„Kompositen“, denen die Sonnenblume zugerechnet wird, hat noch über 50 Arten. Sie sind übrigens keine europäischen Gewächse, sondern gehören sast ausschließlich der Pflanzenwelt Nordamerikas an. Von hier sind sie auch in die alte Welt gekommen. Früher in Gärten oft zur Zierde angebaut, hat man eine Menge sehr wirkungsvoller Kreuzungen herausgezüchtet, die aber mehr den Blumenliebhaber angehen, als daß sie für die wirtschaftliche Nutzung brauchbar wären.“ Ist nun der Vormarsch der Sonnenblumen in die Gärten des Kleinsiedlers und des Bauern wirtschaftlich irgendwie nutzbar zu machen? „Was hier angebaut wird in den Gärten, hat— wirtschaftlich gesehen— wohl kaum allzu große Bedeutung. Immerhin kann es aber nicht schaden, wenn durch solche Pflanzungen der Wettbewerbseifer angestachelt wird. Auch aus den Ergebnissen im Kleingarten kann der Sonnenblumenzüchter schon bedeutsame Rückschlüsse auf Anbauwürdigkeit und Ertragsreichtum in einem bestimmten Gebiet ziehen; denn Sonnenblumen— und das ist gemeinhin nahezu unbekannt— verlangen einen sehr nahrhaften, gut gedüngten Boden. Da sie den Boden sehr aussaugen, sind sie auch zur Veslfalisches WArischanfebiant Notiablock 23. September 1938. Zu der Verordnung zur Förderung der Landbevölkerung werden jetzt Durchführungsbestimmungen veröffentlicht, nach denen der Anspruch auf Auszahlung des Einrichtungedarlehne weder übertragbar noch pfändbar ist. Das Finanzamt kann verlangen, daß die monatlichen Tilgungsbeträge vom Arbeitgeber des Ehemanns bei der Lohn- oder Gehaltszahlung einbehalten werden. Ab 1. Oktober erfährt die Einfuhr ausländischer Kohle nach Frankreich erneut eine Einschränkung von bisher 80 auf 65% der Grundliefermenge des Jahres 1936. Nicht betroffen von der Einschränkung wird die maarländische Kohle. Durch eine Anordnung des Reichswirtschaftsministers wurde der Geltungsbereich der Marktregolung für das graphische Gewerbe, durch die insbesondere die Errichtung neuer Betriebe und die Erweiterung der Leistungsfähigkeit bestehender Unternehmen beschränkt wird, auf das Land Oesterreich ausgedehnt. Von zuständiger Seite wird erneut darauf aufmerksam gemacht, daß gewerbliche Kraftfahrunternehmer gehalten sind, sich gegen Haftpflicht zu versichern und von jedem Schadensfall Mitteilung zu machen. Bei Unterlassung der Anzeigepflicht sei zu gewärtigen daß dem Betreffenden die Eignung abgesprochen wird, Leben und Gesundheit anderer Volksgenossen anvertraut zu bekommen. iinnimmmmnm Matthias Werner: Die Grabrede Die Ende September ablaufende Frachten-Konvention für Baustofftransporte auf dem Rhein wurde auf Grund neuer Verhandlungen zwischen den beteiligten Partnern vorbehaltlich- noch auestehender Zustimmungen um ein Jahr verlängert. Die von der Wirtschaftsgruppe Druck- und Papierverarbeitung für die Zeit vom 28. 9. bis 1. 10. angesetzt gewesene Arbeitstagung in Salzbung ist verschoben worden. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben. Zu der vorgesehenen engeren Fühlungnahme der europäischen mit der amerikanischen Eisenindustrie zum Ausbau der Abmachungen zwischen der kreg und den Amertkanern wird es vorerst nicht kommen, doch hegt man in Kreisen der Ireg die Hoffnung, daß auch ehna diese Fühlungnahme der amerika. Wein von der Mosel September und Oktober haben das letzte Wort über die Menge, vor allem aber über die Güte der Weinlese des Jahres zu sprechen. Bis dahin bleibt aleo die Frage nach dem 1938 er noch offen. aber die Vorschätzungen vom Anfang dieses Monate. die jetzt in„Wirtschaft und Statistik“ veröffentlicht worden find, geben doch schon einen freundlichen Ausblick auf die Lese und den Wein, den man daraus keitern wird. Es ist die erste großdeutscbe Weinlese. Mit der Ostmark hat das Reich einen erheblichen Zuwachs seines Rebgeländes erfahren. Im Altreich haben wir über 80 000 ha Rebgelände, aus der Ostmark kommen dazu 36 000 ha. Die Zahl der Weinbaubetriebe hat sich um 35000 auf 215 000 vermehrt. Mit einer Rebfläche von fast 117000 ha zählt das Deutsche 428 auch ohne diese Fühlungnahme der amerihh., bovin, jat.t g. daun mittelzroßen Weinbeuländarn. nische Außenseiterwettbewerb sich nicht mehr so] Reich hetze zu den mittelgroßen Weinbauländern. Andere Länder mögen mehr Weinberge haben, stark wie bisher bemerkbar machen wird. Am 15. September waren gegenüber dem Monatsanfang im Reichsgebiet ohne Oesterreich 705 (698) Kreise mit 12 731(14 414) Gemeinden und 100 187(136 762) Gehöften von der Maul- und Klauenseuche befallen. Für die Gemeinden ergibt sich ein Neuzugang von 1 865(2 229) und für die Geböfte von 34 859(58 535). Der Löndoner Goldpreis betrug am 22. September für eine Unze Feingold 148 Schilling 11 Pence = 86.7818 RM., für ein Gramm Feingold demnach 55,5243 Pence= 2,70010 RM. Die Neue Zaue Vehnnt Die Bauern bekommen nur„Rochzuchtsaal“ Es war in den sechziger Jahren, zu jener schlimmen Zeit, als die Cholera in Deutschland herrschte. Da marschierte eine Batterie des Danziger Artillerieregiments zu dem einige Tagemärsche entfernten Schießplatz. Aber der Todesengel der asiatischen Seuche wußte seine Opfer auch in preußischen Marsch= kolonnen zu finden, holte sich einen braven Artilleristen mitten aus der Truppe und warf ihn auf den Totenschragen. Er wurde mit militärischen Ehren begraben und der Divisionspfarrer hielt eine feierliche Rede. Dann trat noch der Batteriechef an die Gruft, um den stummen Kameraden ein paar militärtsche Abschiedsworte auf die Reise in die Ewigkeit mitzugeben. Der war einer jener altpreußischen Haudegen. für die das Leben Dienst, der Dienst das Leben bedeutete. Er räusperte sich gewaltig, strich einmal links und rechts die Adlerschwingen seines Schnurrbartes entlang und sprach also: „Kameraden! Als ich heute morgen aufwachte, fiel mir das Bibelwort ein: Wen Gott lieb hat, den züchtigt er. Auch mich hat der Herrgott schwer gezüchtigt. Er hat mir den Stangenreiter des ersten Geschützes den besten Mann der Batterie, geraubt. Und da hab ich mir gesagt, warum hat der Herr nicht andere Kerls zu sich genommen, zum Beispiel so'ne Schweinehunde wie den Fahrer Maruschke vom zweiten Vorratswagen? Der Kerl kann nicht reiten und kann nicht fahren und ist, wie ich sehe, selbst hier in dreckigem Anzug angetreten! Außerdem hat er das Koppel gar nicht gestrichen, der Himmelhund!— Aber freilich, hab ich mir gesagt, was soll auch der liebe Gott mit so unausgebildeten Leuten, die nicht fahren und nicht reiten können und selbst zum Begräbnis eines Kameraden in soinem mistigen Anzug erscheinen! Wachtmeister, schreiben Sie mal auf: Fahrer Maruschke erhält wegen malpropern Anzugs drei Tage Mittelarrest!——— Amen!“ Neben dem Schnitter geht der Pflüger. Auf diesem Acker birgt der Bauer die Ernte, auf jenem bereitet sein Nachbar den Boden für die neue Saat vor. Die Saat ist der Ursprung der Ernte, in der Saat ist schon die Lösung der Frage nach einer guten Ernte eingeschlossen. Der Sämann, der jetst über den Acker schreitet, trägt im wesentlichen das Ernteergebnis 1939 in seiner Hand. Mag der Bauer noch so viel Mühen an die wachsende Frucht verschwenden, mag der Himmel noch so günstiges Wetter schicken, aus schlechter Saat kann nie eine gute Ernte werden. Darum paart sich in unseren Tagen mit der Freude über die bervorragend gute Ernte die Sorge um gutes Saatgut für die Ernte des kommenden Jahres. Die Sorge wird uns durch eine erfreuliche Tatsache erleichtert: Der Reichsnährstand kann bekanntgeben, daß wir in diesem Jahre zum ersten Male unseren gesamten Saatgutbedart— soweit er vom Bauern gekauft werden muß— durch„Hochzuchtssat“ decken werden. Das sogenannte„Handelssaatgut“, die späteren Absaaten aus dem Hochzuchtsantgut, ist nicht mehr zugelassen. Wir brauchen es nicht mehr, weil wir durch planmäßige Förderung der Hochzucht vom Besten genug haben. Hochzuchtsaat ist die erste Züchtung aus einem anerkannten Saatgutbetrieb. Wie die Tierzüchter unentwegt tätig sind, die Leistungen ihrer Tiere durch die Zucht— Kreuzung oder Auslese— zu verbessern, so züchten auch die Pflanzenzüchter ständig ihre Sorten weiter, so schaffen sie immer wieder Hochzuchtsaat. Dabei bilden sie Sorten heraus, die jeweils auf bestimmten Böden unter bestimmten Wetterbedingungen besonders leistungefähig sind. Was die Wahl des richtigen Saatgutes vermag, dafür zwei Beisplele aus der Erfahrung: Eine neue Hafersorte steigerte den Ertrag der deutschen Ernte um 6 v.., was einen Gewinn von 30 Mill. RM. ausmacht; die Einführung einer einzigen Roggensorte machte Im Anfang unseres Jahrhunderte Deutschland von einem roggeneinführenden zu einem roggenausführenden Land! Noch 1933 stand uns kaum 1 v. H. des gesamten Saatgutbedarts als Hochzuchtsast zur Verfügung. Heute können wir den gesamten Saatgutbedarf, soweit ihn der Bauer kaufen soll, mit Hochzuchtsaat decken. Damit ist gesagt, daß uns etwa ein Fünftel des Im Herbst als Saat gestreuten Getreides von den Saatgutbetrieben geliefert werden kann. Pflanzen, die Jahr um Jahr im gleichen Betriebe gebaut werden, lassen in der Leistung nach, eie bauen ab. Das geschicht besonders stark bei Kartoffein, aber auch das Getreide baut bald ab, so daß nach rund funf Jahren der Beuer vollkommen neues Saatgut beziehen muß. Der kluge Bauer macht das nun umschlägig, mdem er jedes Jahr ein Fünftel seiner Weizen-, Roggon-, Gersten- und Haferfläche mit neuem Saatgut bestellt. So vertellen sich die Kosten für das teure Saatgut auf die Jahre. Von der Ernte, die er aus dem neuen Saatgut gewinnt, kann er bedenkenlos die nächsten Jahre wiederum Saatgut für seinen Acker verwenden, da je der Abbau erst nach einigen Jahren eintritt. In Jahren guter Ernten wie diesem, liegt für den Beuern die Verlockung nahe, auf den Zakauf von Hochzuchtsaat zu verzichten, weil ihm der gute Ertrag seiner Aecker auch weitere gute Erträge von Saatgut verspricht, das er aus seiner eigenen Ernte nimmt. Dieser Schluß trügt leicht, denn das tadelfreie Bild des Getreldekorns sagt gar nichts darüber, ob es seine guten Eigenschaften zu vererben vermag. Wir wissen aus der Rassenlehre, welche Unterschiede zwischen Erscheinung:bIId und Erbbild beim Menschen oft klaffen. So ist es auch beim Getreide. Die Bauern sind angehalten, auf keinen Fall Seatgut zu verwenden, das von abbauenden oder abbaubedrohten Schlägen stammt, sondere eine ordentliche Menge Saatgut neu zu kaufen. Es ist dafür gesorgt, daß eie nur Hochzuchtsnst, also leistungsfühlgstes Saatgut, erhalten, damit eine gute 1939 er Ernte schon Im Keim sichergestellt ist. mögen einen schwereren Wein keitern als wir, en der Spitze aller Weine unserer Erde steht dank seines einmaligen Geschmacks der deutsche Wein. Und die Weine Ober- und Niederösterreichs, des Burgenlandes und der Steiermark können sich getrost neben denen von Mosel und Rhein, von Neckar und Main sehen lassen. Die Reihe guter Weinjahre, die 1984 begonnen wurde, wird durch 1938 fortgesetzt werden. Man kann nicht verlangen das der 1938 er die Güte des 1937 ers hat, der ja als Jahrhundertwein angesprochen wird, aber der Wein verheißt überall eine überdurchschnittliche Güte. Auch der Behang der Reben ist, abgesehen von der Pfalz und von Baden, überall über dem Durchschnitt. Besonders gut stehen die Reben in unseren vornehmsten Weinbaugebieten der Mosel und des Rheines. Auch der Güte nach versprechen Mosel und Rhein, weiter die Pfalz und Franken das Meiste. In Oesterreich ist zwar der Behang kaum mittelmäßig, aber die Güte ebenfalls überdurchschnittlich. Nun hängt alles davon ab, wie eich das Wetter weiter entwickelt. Die warmen Septembertage sind wie köstliche Süße, die in den Wein fließt. Der heiße Sommer hat die Trauben prächtig heranreifen lassen, durch den naßkalten Spätsommer wurde die Reife jäh unterbrochen, aber die Schäden gind nicht so groß, wie zunächst befürchtet wurde, ein schöner Herbst kann sie wieder wettmachen. Der Himmel scheint diese Absichten zu haben. s0 daß ein guter Jahrgang uns noch lange Zeit an das glückhafte Jahr 1938 erinnern kann, das zwei der besten Weinbaugebiete der Welt in ein Reich führte. Leer(Oetfriesland), 21. Septbr. A. Greßvichmerkt. Zucht- und Nutzvieh-Antrieb 380 Stück. Auswärtige Käufer waren ziemlich vertreten.— Hochtragende und frischmelke Kühe 1. Sorte(Tendenz gut) 540—625 RM., 2. Sorte(mittel) 450—540 RM., S. Sorte(langsam) 350—440 RM.; hoch- und niedertragende Rinder 1. Sorte(mittel) 450—550 RM., 2. Sorte(langsam) 350—425 RM., 3. Sorte (schleppend) 250—350 RM.; jährige Bullen 1. Sorte (langsam) 550—700 RM., 2. Sorte(langsam) 400—500 RM., 3. Sorte(langsam) 280—350 RM.; halbjährige Kuhkälber(mittel) 100—160 RM.; halbjährige Bullkälber(langsam) 120—240 RM.; ein- bis zweijährige güste Rinder(langeam) 180—210 RM.: Kälber bis zu zwei Wochen(langeam) 15—80 RM. Gesamttendenz langsam, ausgesuchte Tiere über Notiz B Kleinviehmarkt. Antrieb 75 Stück. Handel mittel. Ferkel bie 6 Wochen—18 RM., Läufer 90—45 RM. Telegr. Auszahlung Devisenkurse Heute Geld Brief Amsterdam-Rotterdam 135.04 42.15 .316 62.70 41.94 12.045 Brüssel-Antwerpen Helsingtgrs Kopenhagen Kowno London.. Madrid.. New Vork Oslo Paris Prag Reval Riga Rom Stockholm...... Warschau 47.00 Zurich-Basel... 66.61 135.32 42.22 .325 63.89 42.07 12.075 Berlin, 22. Sept. Vor. Notierung Geld Brief 134,99 136.27 92.10 42.18 .31 53.76 41.94 12.04 .32 53.66 2 12.07 .496 60.6 .763 .80 60. .767 88.13 49.76 13.00 62.11 66.27 48.88 13.11 .23 47.40 56.73 .498 .61 .163 8691 66.13 49.75 13.00 .802 60,63 735 .09 47.00 56.50 69.27 48.85 13.11 .21 47.10 36.70 Pfund im Verlaufe schwacher Berliner Metallmarkt Elektrolgtkupter wirebars Originalhüttenaluminium Desgl. in Walz- oder Drahtbarren Reinnicke! Antimon Regulus Feinsiber #. Sept. 60.76 133.00 127.00 36.80—39.30 Bremer Baumwollmarkt 22. Sept. Geld Abrechn. 1 .70 .75 .70 .75 ul..::: August september Oktober Novemder ezemder September 297 Tendenz: ruhig, Bremer Baumwolle— loko: 10./05 Siechten Stadt und Kreis Herford Taube flog bis Island. Ein nicht alltägliches Erlebnis hatte ein Bünder Taubenzüchter mit einer seiner Tauben. Die Taube sollte einen Flug von rund 400 Kilometer Länge zurücklegen und kehrte nicht heim. Sechs Wochen später erreichte den Besitzer die Nachricht, daß seine Taube sich in Köln befand. Nach einem Irrflug über die Nordsee hatte sie drei Stunden lang den deutschen Frachter„Wilhelmina" umkreist und war dann erschöpft auf das Deck gefallen. Der Kapitän pflegte das ausgehungerte Tier, und ein Mann der Besatzung drachte sie mit nach Köln. Gütersloh, Kr. Wiedenbrück Undank für Aufnahme im fremden Haus Einer hiesigen Familie spielte ein 24= jähriger Bursche einen niederträchtigen Streich. Der junge Mann kam von auswärts, sand in Gütersloh Beschäftigung und mietete sich hier bei einer Familie ein. Soweit man beurteilen konnte, führte er einen ordentlichen Lebenzwandel. Er war aufgehoben wie ein Kind, und schließlich verlobte er sich auch mit der Tochter des Hauses. Nach einiger Zeit vermißte die zukünftige Schwiegermutter des jungen Mannes ihr Sparkassenbuch und außerdem 65 RM. in bar, die in dem aufgeschlagenen Sparbuch gelegen hatten und zu gegebener Zeit bei dem Kasseninstitut eingezahlt werden sollten. Als man bei der Sparkasse Rückfrage hielt, stellte sich heraus, daß von dem Guthaben 250 RM. abgehoben waren. Die Familie war also bereits um 315 RM. geschädigt. Kurz darauf stellte auch die junge Braut fest, daß ihr Sparkassenbuch gestohlen war. Durch eine Mitteilung an die Sparkasse wurde das Sparbuch gesperrt, um das Guthaben vor dem Dieb. der noch unbekannt war, zu retten. Nach wenigen Tagen erschien der Dieb und Verlobte des bestohlenen Mädchen mit dem Sparbuch am Kassenschalter, um wieder einen Geldbetrag abzuheben, nachdem die Sache mit dem zuerst gestohlenen Sparbuch so gut geklappt hatte. Aber diesmal klappte es bei ihm nicht mehr, dafür aber bei der Kriminalpolizel, die nach wenigen Minuten erschien und den Gauner festnahm. Er gab den Diebstahl zu, nahm auch davon Kenntnis, daß das Verlöbnis nun erledigt sei. Jetzt wird sich der Richter mit dem treulosen Burschen befassen. Knochenbruch mußte der Bedauernswerte in das Krankenhaus gebracht werden.(23) kand Lippe Heoderhagen. Misthakenstiel gegen den Kopf geschlagen. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich in diesen Tagen auf dem Hose des Bauern Hansmann in Hedderhagen. Während der Drescharbeiten setzte der Maurer August Rischmöller einen schweren Reisen auf die Gabel eines Misthakens dessen Stiel ihm im gleichen Augenblick mit aller Wucht gegen den Kopf tras. Mit einer schweren Gehirnerschütterung mußte Rischmöller, der ebenfalls in Hedderhagen beheimatet ist, dem Krankenhaus in Lage zugeführt werden. Kreis Minden Minden. Ehrenvolle Auszeichnung zweier bäuerlicher Betriebe. Der Bauet Janze in Ilse und die Gutsverwaltung Schlüsselburg, beide im Kreise Minden, wurden dieser Tage durch den Reichs= und Preußischen Minister für Ernährung und Landwirtschaft durch Urkunden für besondere Leistungen in der Heuverwertung geehrt. Die beiden Betriebe hatten anläßlich eines Wettbewerbs für Heuverwertung als beste der ganzen Provinz Westfalen abgeschnitten. Minden. Schifferberufsschule. Dieser Tage begann der dritte Lehrgang für Lehrlinge der Binnenschiffahrt des Stromgebietes der Weser und der westdeutschen Kanäle. Der Lehrgang umsaßt 37 Jungen. Für den Ende Oktober beginnenden vierten Lehrgang rechnet man mit 60—70 Teilnehmern. Die Jungen werden wie üblich in der Jugendherberge in Hausberge an der Westfälischen Pforte untergebracht. Wulferdingsen. Tödlich verunglückt. Einen unglücklichen Sturz machte der etwa 73jährige Tischlermeister Habbe von hier, wobei er sich erhebliche Verletzungen zuzog. Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod feststellen.(124) Kreis Lippstadt Sendenhorst. Erhängt ausgesunden. Nachts hat sich in einem in einer hiesigen Gastwirtschaft gemieteten Zimmer ein 32jähriger Mann erhängt, der hier als Landhelfer beschäftigt war. Anscheinend hat er im Zustand geistiger Umnachtung seinem Leben ein Ende gemacht. Früh übt sich, wos ein Kdr.-Wugenfahrer werden will! Modellflugzeug fliegt 42 Kilometer weit Essen. Ein auf dem Flughafen EssenMülheim aufgelassenes Benzinmotor=Flugmodell des Hitlerjungen Rolef ist in der Nähe des Haltener Stausees gelandet und hat damit eine Strecke von 42 Kilometer zurückgelegt. Damit konnte das Modell einen neuen Streckenrekord für Benzinflugmodelle aufstellen und den bisherigen Rekord eines Essener RSFK.=Mannes um 15 Kilometer überbieten. Zehn Meter weit geschleudert Ibbenbüren. Der 25 Jahre alte Weber Florenz Stegeman aus Ibbenbüren befand sich mit verschiedenen Arbeitskameraden mit dem Fahrrad auf der Fahrt nach Ibbenbüren. Er befuhr die rechte Straßenseite, wurde aber trotzdem plötzlich von einem Kraftwagen von hinten angefahren und ungefähr zehn Meter weiter auf den Rand des Straßengrabens geschleudert. Der Verunglückte war auf der Stelle tot. Zeichnung: Walter Schröder „Stellt euch mal vor, wie wir dann absausen werden!“ Versuchter Menschenraub? Ein unglaublicher Vorfall Aagenn.g! iegen Kappelel Eine verantwortungslose Mutter 16jähriges Mädchen festgenommen Von der Kriminalpolizei wurde ein 16jähriges Mädchen aufgegriffen, das sich hier umhertrieb und einen liederlichen Lebenswandel führte. Das Mädchen wurde festgenommen, dem Jugendamt übergeben, damit es wieder in seine Heimat Dortmund abtransportiert werde. Rietberg. Kindineiner Abwässergrube ertrunken. Am Mittwoch gegen 21 Uhr wurde das 2½ jährige Söhnchen Walter der Eheleute Peter Honerlage, Rietberg Nr. 505, ertrunken in einer Abflußgrube aufgefunden. Das Kind war an demselben Tage gegen 16 Uhr von der elterlichen Wohnung spielend fortgegangen. Es ist, dann durch eine Hecke gekrochen, die die Abwässergrube von dem Wege trennt und dann in die nicht zugedeckte Grube gefallen, worin die Brennerei Gebr. Paehler die Schmutzwässer leitet. Die Grube ist von der Wohnung der Eltern des Kindes nur etwa 25 Meter entfernt. An der großen Suchaktion, die sofort, nachdem das Kind vermißt wurde, ansetzte, beteiligte sich ein großer Teil der Rietberger Bevölkerung und der hiesige Standort der HJ., der gerade Dienst hatte. Erst nach dem Absuchen der näheren und weiteren Umgebung wurde das schon mehrere Stunden im Wasser gelegene Kind aufgefunden und wieder ans Tageslicht gezogen. Der Verlust des Kindes ist für die Eltern um so schmerzlicher, weil es sich um das einzigste handelt. Rietberg. Seltener Unglücksfall. Ein nicht alltäglich vorkommender Unglücksfall ereignete sich auf der Delbrücker Straße in dek Nähe der Johanneskapelle. Der Landwirt Josef Eggenwirt, Drussel Nr. 86, war damit beschäftigt, Grummet aus den Tengeschen Wiesen zu holen. Plötzlich sah er vor sich einen vollbeladenen, mit zwei Pferden bespannten Heuwagen, die dem Fuhrmann durchgebrannt waren und in tollstem Galopp die Straße heruntergesegt kamen. Um sich vor einem fall zu schützen, sprang E. hinier einen an der Straße haltenden Heuwagen. Das gene Gespann aber rannte diesen mit voller Wucht an, daß dieser einige Meter von der Stelle geschoben wurde. Hierdurch kam Eegene wirt zu Fall, wobei ihm ein Rad des Wut#.. über ein Bein ging. Mit einem komplizierten Vor der l. Großen Strafkammer beim Landgericht in Bielefeld hatte sich am Donnerstag die 47 Jahre alte Ehefrau Rosalie aus Enger zu verantworten, der nach der Anklage schwere Kuppelei zur Last gelegt wurde. In der Verhandlung gab die Angeklagte den äußeren Tatbestand zu. Danach hat die Tochter der Angeklagten im Jahre 1935 mit einem jungen Mann Verkehr gehabt. Wenn dieser nun ins Haus kam, fühlte sich angeblich die Mutter immer so müde, daß sie sich mit dem Rat, aber keine Dummheiten zu machen, schlafen legte. So kam es, daß die jungen Leute oft bis spät in der Nacht allein waren und schließlich die Folgen nicht ausblieben. Aehnlich lagen die Vorgänge 1937 mit einem anderen jungen Mann, nachdem das erste Verhältnis durch die Verurteilung des Vaters H. wegen Blutschande in die Brüche gegangen war. Die Angeklagte ließ sich dahin ein, den Verkehr zwischen den jungen Leuten nur deshalb geduldet zu haben weil sie sich als Mutter verpflichtet gefühlt habe, dafür zu sorgen, daß die Tochter einen Mann bekomme. Während der Staatsanwalt ein Jahr Gefängnis beantragte, verurteilte die Strafkammer die Angeklagte wegen schwerer Kuppelei zu drei Monaten Gefängnis.— Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme, so hieß es in der Urteilsbegründung, sei einwandfrei erwiesen, daß die Angeklagte durch ihr Verhalten der Unzucht Vorschub geleistet habe. Wenn die Angeklagte sage, sie habe die jungen Leute zur Ordnung und Sitte gemahnt, so widerspreche das den Erfahrungen des Lebens, zumal die Tochter sittlich auch nicht gerade unbelastet war. Die Angeklagte sei offenbar darauf ausgegangen, durch einen voraufgegangenen Geschlechtsverkehr(im Gegensatz zu dem umstrittenen Verkehr zwischen Verlobten) die Männer für eine Verlobung erst reif zu machen Das sei eine Methode, die nicht zu billigen sei, denn diese Art des Besorgens von Männern sei strafbar. Allerdings sei es erheblich schlimmer, wenn jemand— wie das sonst meistens der Fall sei— der Gewerbsunzucht Vorschub leiste. Da das nicht vorliege, seien der Angeklagten mildernde Umstände zugebilligt worden. sp. Gronau. Als sich ein Ehepaar mit seiner Tochter nachts auf der Enscheder Straße auf dem Heimweg befand, wurde es plötzlich von einem entgegenkommenden Kraftwagen angehalten und zum Mitfahren aufgefordert. Als die Fußgänger das ablehnten, versuchten die Wageninsassen, sie mit Gewalt in den Wagen zu ziehen, was ihnen aber nicht gelang. Bei einem darauf entstehenden Handgemenge wur. den das Ehepaar und die Tochter geschlagen und zu Boden geworfen. Als die zu Hilfe gerufene Polizei am Tatort erschien, hatten die Kraftfahrer bereits das Weite gesucht. Drei Kumpel fanden Gastod Schweres Bergwerksunglück bei Lehrte Lehrte. Auf dem Kalischacht„Bergmannssegen“ bei Lehrte ereignete sich ein schwerer Unglücksfall, bei dem anscheinend durch Gasvergiftung drei Bergleute den Tod fanden. Drei wettere Bergleute wurden leicht verletzt. Die bergpolizetliche Untersuchung ist eingeleitet worden. Nähere Einzelheiten über den Hergang des Unglücks sind vorläufig noch nicht bekannt. Für 1000 RM. Rundfunkgeräte gestohlen Kan komm Scherungsbeiwagrun.g 4 Jahre Zuchthaus für einen üblen Schwindler Dortmund. Einen Betrüger. von Format kann man wohl diesen jungen Menschen nennen, der trotz seiner erst 24 Lebensjahre schon zu wiederholten Malen vor dem Strafrichter gestanden hat und sich nun wieder wegen einer ganzen Reihe Betrügereien zu verantworten hatte. Er hatte gerade ein Jahr und zwei Wochen Gesängnis abgemacht, allerdings die letzte Zeit wegen einer Erkrankung in einem Krankenhause zugebracht, als er wieder mit seinen Schwindeleien begann. In der Nähe von Iserlohn hatte er bei einem Handwerksmeister eine Anstellung gefunden. Er erbat sich einen Vorschuß, den er auch erhielt, kleidete sich neu ein und verschwand dann, nachdem er seiner Logiswirtin einen größeren Betrag schuldig geblieben war und einen Arbeitskameraden mit Erfolg angepumpt hatte. Er begab sich sodann nach Wanne=Eickel, wo ihn sein Vater nicht haben wollte und aus seiner Wohnung heraussetzte. Bald hatte er sich das Vertrauen eines jungen Mädchens erschlichen. Ihm fehlten eigentlich gerade nur noch 25 Mark, um sich selbständig zu machen. Das Mädchen war so töricht, den Betrag herzugeben. Das Geld hat er mit Hannover. Die augenblicklich in Hannover stattfindende Niedersächsische Rundsunkausstellung wurde in der letzten Nacht von Dieben heimgesucht, denen dabei Rundsunkgeräte im Werte von über 1000 RM. in die Hände fielen. Darunter befindet sich u. a. ein TelefunkenSpitzen=Super für rund 600 RM. anderen Mädchen durchgebracht. Ein Pumpversuch bei der Tante seiner„Braut“ scheiterte. Dann war er von einer Stadt in die andere gezogen. Er zog Erkundigungen über Invaliden ein, die gewillt wären, irgendeine Beschäftigung anzunehmen. Er besuchte alsdann die Leute und setzte mit ihnen gar einen Vertrag auf. Da es ihm um Bargeld zu tun war, setzte er eine Bestimmung über die Gestellung einer Kaution ein. In zahlreichen Fällen gelang es ihm so. Rentnern zum Teil erhebliche Beträge abzuschwindeln. Er hatte aber auch Krankenhäuser geschädigt. Sein Trick war es, irgendwo auf der Straße als Schwerkranker zusammenzubrechen. Er machte irgendwelche Angaben über eine Krankheit, nannte einen falschen Namen und gab an, Mitglied einer Krankenkasse zu sein. Er fand dann Aufnahme und verschwand nach einiger Zeit, nachdem er zumeist Kranken noch Geld abgeschwindelt hatte. Ueber drei Monate trieb er sich so herum, bis er schließlich gesaßt werden konnte. Die Große Strafkammer verurteilte ihn jetzt zu vier Jahren Zuchthaus, 180 Mark Geldstrafe oder weiteren 18 Tagen Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Lokomotive zermalmt Pferdegespann Northeim. Der Holzhändler Heinrich Gebhardt aus dem benachbarten Dorf Berka wollte mit seinem Pferdegespann die Eisenbahngleise überqueren, als im gleichen Augenblick die Schranken geschlossen wurden, so daß er mit seinem Wagen nicht mehr vor und zurück konnte. Das Gespann wurde von der Lokomotive eines herannahenden Zuges erfaßt und die Pferde zermalmt. Auch der Wagen wurde vollständig zertrümmert. Der Fahrer konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, so daß er mit dem Schrecken davonkam Wer sein Volk liebt, beweist es einzig durch die Opfer, die er für dieses zu bringen bereit ist. Adolf Hitler Ein schöner Herbstbeginn Eine kräftige Südströmung brachte uns seit etwa sechs Tagen freundliches und warmes Spätsommerwetter. Die gewaltig ausgedehnte Islandzyklone und das Hochdruckgebiet über den baltischen Ländern begünstigen die Zufuhr von Warmluftmassen. Es wird noch einige Tage warm bleiben, jedoch ist mit langsam auskommender örtlicher Gewittertätigkeit zu rechnen. Aussichten für Oftwestsalen Freitag: Schwache Winde wechselnder Richtung, nach starkem Frühdunst wolkig, trocken und warm, örtliche Gewittertätigkeit Sonnabend. Wenig verändert. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Warm und gewittrig Juls wäuige WrepieunP9. DRUSSiS Biütr ausschneidmnundals Drucksachs einsenden(a Mg.Rorto) Fhr! 1e über zeitgemälte tausbäckerei Rursuhhpau M,, Nanmt! An Firma Dr. August Oetker, Bielefeld Senden Sie mir R. Uhrer Anzeige in d. Westf. Neuesten Nechrichten hostenles Uhr neues Rezeptblatt„So becken wir gut mit wenig Pett“ Name: Wohnort Straße: 80 sind gesunde Füße. Tragen Sie die fußgerechlen undtornnvollendet schönen Unser Spezialfenster i. d. Renteistr. zeigt diese in allen Preislagen. Niedernstr. 22 Gardinen Dekorationen Teppiche Läufer kauft man stets gern im Gardinen- undTeppichhaus Das Fachgeschäft in der Bahnhofstraße (gegenüber Capitol) Hiäner Besondere Creiguisse nimmt man gern zum Anlaßs um Blumen zu schenken. Für solche Fälle ist es angenehm ein Blumenhaus zu wissen, das in der Lage ist, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Wenden Sie sich stets an die Blumenbinderei Luise Mletauer Bahnholstraße 15 u Goebenstraße 4. Fernruf Nr. 3853 Bei Metzner werden Sie prompt u. gut bedient „Wer nie in unsern Sessein sag“ kennt nicht die Güte und die Bequemlichkeit unserer Polstermöbel. Bevor Sie Polstermöbel kaufen, besichtigen Sie bitte unsere Ausstellung Schultz& Steinmetz, Bleleleld, Uimenstr. 8 Die Spezialisten für zuverlässige Polstermöbel 3 Eimmer mit Küche, Bad und Mansarde sowie Garten, in guter Wohnlage, sofort oder später gesucht Angebote unter A S 6231 an die Westf. Neuest. Nachr. TSchnung 3 Zimmer, Küche, Bad zu sofort oder später von jungem Ehepaar gesucht. Angebote unter AS6284 an die W. N. N. K Kostenlose Beratung und Auskunft erhalten Anfänger und Fortgeschrittene für engl., tranz., span., holländ. oder Ital. Ausblldungsiehrgänge für Beruf und Ausland, auch abends(auch in Gütersloh) bei ausländischen Fachlehrkräften.— Uebersetzungen in allen Kultursprachen— Dolmetscherdienst. 12-Spracheninstitut F. NOELLE. Bielefeld, Bahnhofstr. 6. Tel. 3905 AD GE Das bisherige Kaufhaus AlsbergBielefeld ging in deutschen Besitz über und heißt jetzt Kurt Opitz. An die Spitze des neuen Hauser treit ein Fachmann von Rang und Ruf. Zusammen mit seinen 300 Mitarbeitern wird er dafür sorgen, daß Opitz eine Einkaufsstätte von besonderem Format wird. In jeder Beziehung: in Auswahl, Qualttät und Preiswürdigkeit! Morgen 1. 3 Uernadwistags eröffel aus Helle Geuiscleieinihans Opiis, und hofft von ersten Augenblick an den Beweis dafür zu liefern, daß es auch Ihr uneingeschränk. tes Vertrauen verdient. Auz Sielereia fne Aligesung KU um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, daß das neue deutsche Textilhaus Opitz bestrebt ist, durch gute Qualitäten, modischen Geschmack, große Auswahl und günstige Preise sich in und um Bielefeld einen angesehenen Namen zu machen. EETEEE K