Ausgebe à Weshausche Nireueste Nachlichten Vereinigt mit Nä-Volksblatt Bielefelder Stadtanzeiger 4# buis imdisaum h in in Die„Westf. Neuesten Nachr.“ mit unterhaltenden und unterrichtenden Beilagen erscheinen wöchentlich Gmal und kosten monatl. 2 RM., im Postbezug .36 RA, einschl 27.06—36,48 Plg.(— in Durchschnitt 31,77 Pig.) Zeitungsgebühr, aber ohne Bestellgeid. Im Falle höherer Gewalt oder infolge Betriebsstörung hat der Bezicher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rücksahlung des Beuugepreises.— Hauptgeschäftastelle: Schulstr. 20 Nr. 173 38. Jahrgang Bieleseld, Mittwoch, 27. Juli 1938 Amtliches Organ der NSOAP und sämtlicher Behörden gabe A— Bielefeld 16 Pfg., Gesamtausgabe 28 Pfg. Der 1 mm hohe, 70 mm breite Textraum in der Ausgabe 4— Bielefeld 60 Plg., Gesamtausgabe 1 RM. Beilagen: 10 RM, das Tausend, Teilauflagen 12 RM. 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Im Unterhaus nahm Premierminister Chamberlain am Dienstag in längeren Ausführungen zu den außenpolitischen Problemen Stellung.„Ich kann mir nicht vorstellen“, so erklärte er einleitend,„daß irgend jemand im Unterhaus dem nicht zustimmen könnte, was wir so häufig als das Hauptziel der auswärtigen Politik der Regierung bezeichnet haben, nämlich der Errichtung und Erhaltung des Friedens und der Beseitigung aller etwaigen Konfliktursachen, soweit das praktisch möglich ist, sowie die Beseitigung der Reibungen und Beschwerden der Länder gegeneinander. Niemand in diesem Lande oder anderswo mag sich einbilden, daß wir, obgleich wir den Frieden luchen, bereit sind, um des Friedens willen die Ehre oder britische Lebensinteressen zu opfern. Unser Wiederaufrüstungsprogramm macht schnelle Fortschritte. Tag für Tag wird die bewaffnete Stärke dieses Landes größer.“ Aber wenn es auch gut sei, eine ungeheure Stärke zu besitzen, so würde es doch tyrannisch sein, sie zu benutzen. Chamberlain wandte sich hierauf dem Pariser Besuch zu. Wie er glaube, werde allgemein anerkannt, daß die Einigkeit, die zwischen Frankreich und Großbritannien bestünde, nicht gegen irgendein anderes Volk oder eine Kombination anderer Völker gerichtet sei. Die Einigkeit sei durch die Besprechungen bestärkt und bestätigt worden, die zwischen Lord Halifax und den französischen Ministern in Paris erfolgten. Es habe keinerlei neue Versprechen und keinerlei neue Verpflichtungen auf beiden Seiten gegeben. Zur Spanienfrage erklärte der Premierminister, er habe die britische Regierung davon überzeugt, daß der Moment noch nicht gekommen sei, in dem sie mit Erfolginterbenieren könne. Die Regierung Franco habe auf die Uebermittlung des britischen Planes zur Zurückziehung der Freiwilligen noch nicht geantwortet, indessen hätte die Regierung in Burgos den britischen Vorschlag für die Unteruchung gewisser Fälle absichtlicher Angriffe auf Schiffe angenommen. Sie hätte dem britische Schiffe, angenommen. zugestimmt, daß diese Fälle nachgeprüft werden sollten.(Beifall). Die britische Regierung habe vorgeschlagen, daß diese Untersuchung von je einem britischen und einem panischen Marineoffizier durchgeführt werden solle. Die britische Regierung erwäge daher nunmehr, ob es zweckmäßig lei. Fi,Fehart Hodgson nach Spanien zurückzuschicken, um diesen Vorschlag im einzelnen durchzuführen. „Das englisch=italienische Abkommen haben wir“, so erklärte Chamberlain, „niemals als ein bloßes zweiseitiges Abkommen zwischen Italien und Großbritannien angesehen.“ Die britische Regierung sei der Ansicht, daß die Lage in Spaxien eine ständige Bedrohung des Friedens in Europa sei und aus diesem Grunde habe sie erklärt, daß diese Bedrohung beseitigt sein müsse, ehe das Abkommen in Kraft treten könne.„Es ist nicht unsere Schuld und nicht die Schuld der italienischen Regierung, daß diese Voraussetzung nicht eingetreten ist.“ Die italienische Regierung sowohl wie Großbritannien hätten ihre Versprechungen eingehalten. dauere es tief, daß diese unvorhergesehene Verzögerung bei der Fertigstellung des Abkommens eingetreten sei.„Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen aus Spanien zu erleichtern, damit dieses Land aufhört, eine Bedrohung für den Frieden Europas darzustellen.“ Chamberlain wandte sich nunmehr der tschecho=slowakischen Frage zu. Ohne ein Sonderstudium sei es für die Leute in britannien schwer, zu einer#Ffp,5trefe folgerung über Recht und Unrecht in dem Streit zwischen der Tschecho=Slowakei und den Sudetendeutschen zu gelangen. Hier sind wir uns wievorhanden ist, das zu eitem Bruch des Friedens führen kann, mit allen unberechenbaren Folgen— falls diese Angelegenheit nicht kühn und mit einem vernünftigen Maß von Beschleunigung behandelt wird. Daher haben wir in Uebereinstimmung mit unserer allgemeinen Politik und in enger Verbindung mit Frankreich alles getan, um eine friedliche Lösung des Streites zu erleichtern.“ Es sei nicht wahr, daß die britische Regierung die tschecho=slowakische Regierung gepreßt habe.„Unsere Sorge hat vielmehr darin bestanden, daß die tschecho=slowakische Regierung allzu hastig eine Lage behandeln könne, die zu delikat ist. Es ist doch äußerst wünschenswert, daß beide Parteien nicht in die Lage geraten, in der sie festsitzen.“ Die britische Regierung habe es daher der tschecho=slowakischen Regierung dringend angeraten, ihren Vorschlag Henlein zu unterbreiten, bevor sie diesen ihrem Parlament zuleite. Auf ein Ersuchen der tschecho=slowakischen Regierung hin haben wir, so erklärte Chamberlain, dem Vorschlag zugestimmt, daß eine Person mit den erforderlichen Erfahrungen und Qualitäten die Frage an Ort und Stelle nachprüfen und versuchen solle, falls das notwendig ist, Mittel und Wege vorzuschlagen, welche die Verhandlungen zu einem Erfolg führen. Ein solcher Untersucher vestigator) und Vermittler würde natürlich unabhängig von der brittschen Regierung sein, er würde tatsächlich unabhängig von allen Regierungen sein und er würde lediglich persönlich handeln und es würde natürlich notwendig sein, daß ihm alle Möglichkeiten sowie alle Informationen zur Verfügung gestellt würden, damit er diese Aufgabe zu erfüllen vermöge. Ich kann nicht zusichern, daß ein Vorschlag dieser Art notwendigerweise zu einer Lösung dieser Frage führen wird. Aber ich glaube, daß er zwei wertvolle Ergebnisse haben kann: 1. Es wird sehr viel dazu beitragen, die öffentliche Meinung über die wahren Tatsachen des Falles zu unterrichten; 2. ich hoffe, daß er bedeutet, daß die Fragen, die bisher unlösbar erschienen, sich unter dem Einfluß eines solchen Vermittlers als weniger hartnäckig erweisen werden, als wir das gedacht haben. Es ist offensichtlich, daß die Aufgabe an denjenigen, der diese Pflicht übernehmen wird, ein äußerstes Maß von Anforderungen stellt und daß diese Aufgabe sehr delikat ist. Die britische Regierung ist glücklich, daß es ihr gelungen ist, von Lord Runciman das Versprechen erhalten zu haben, daß er bereit ist, diese Aufgabe auf sich zu nehmen, vorausgesetzt, daß er, wie ich hoffe, des Vertrauens der Sudetendeutschen versichert wird, und daß er den Beistand der tschecho=slowakischen Regierung erhält.“ Auf eine Frage Bellengers bestätigte Chamberlain, daß Runciman in keiner Weise ein Schiedsrichter sein würde. Er sei ein Untersucher(Investigator) und Vermittler(Mediator) und würde versuchen, sich mit allen Tatsachen bekannt zu machen. Auf eine weitere Frage Bellengers, ob sich beide Seiten geäußert hätten erklärte Chamber= lain:„Wir haben noch nichts von den Sudetendeutschen gehört". Die britische Regierung, so erklärte der Premierminister im weiteren Verlauf seiner Rede, habe sich ständig dafür eingesetzt, daß man in einer sehr delikaten und schwierigen Lage die Geduld bewahre. Wenn eine friedliche Lösung dieser tschecho=slowakischen Frage gefunden werden könnte, so würde er der Ansicht sein, daß der Weg nunmehr wieder für eine weitere Anstrengung zur Herbeiführung einer aligemeinen Befriedung offen sei— einer Befriedung, die nicht zu erreichen sei, solange man nicht davon überzeugt sei, daß keine größere Meinungsverschiedenheit oder kein größerer Streit übrig geblieben sei. „Das deutsch=euglische Abkommen(gemeint ist das Flottenabkommen. Die Schriftleitung) ist ein Beweis dafür, daß ein vollständiges Uebereinkommen zwischen einem demokratischen und einem totalitären Staat möglich sei. Ich sehe nicht ein, warum diese Erfahrung sich nicht wiederholen sollte. In diesem Abkommen hat Hitler eine bemerkenswerte Geste höchst praktischer Art zum Schutze des Friedens gemacht(lebhafter Beifall), dessen Wert bisher noch nicht genügend gewürdigt worden ist. Chamberlain wandte sich nun den Beziehungen Großbritanniens zu den Vereinigten Staaten zu. Diese seien noch nie Lord Runciman Weltb.(K) m besser gewesen als gegenwärtig. Was die Handelsvertragsverhandlungen betreffe, so sei er der Ansicht, daß es sich hier nicht nur um ein bloßes wirtschaftliches kommen, sondern darüber hinaus um einen Beweis für die Möglichkeit einer Zusammenarbeit der beiden größten Länder handele. Das könne ein Vorläufer für eine weitere politische Anwendung sein. En, En aria der Fapsrhrkeif Oder: Was ist„verabscheuungswördig“ Bielefeld, 27. Juli Eindeutiger als je in den letzten Jahren zuvor hat das internationale Judentum sich in neuer Aktivität zusammengefunden, um geschlossen zum Angriff gegen jene Kräfte vorzugehen, die ihm die Maske vom Gesicht gerissen und der Welt sein wahres Wesen und seine geheimsten Weltherrschaftsgelüste aufgezeigt haben. Mit dem Durchbruch der nationalsozialistischen Revolution hat eine Welle völkischer Selbstbesinnung alle noch gesunden und jungen Nationen ergriffen; mit der Einkehr zu den Werten eigenen Blutes und der Die Spitzengruppe der 850 sudetendeutschen Turner und Jungturner aus dem Egerland und dem Böhmerwald marschiert mit den Fahnen des Deutschen Turnverbandes, von der Bevölkerung freudig begrüßt, in die Feststadt Breslau ein Weltbild(K) eigenen Rasse ging aber auch die Erkenntnis von der Gefährlichkeit und den Absichten der jüdischen Gegenrasse Hand in Hand. Was in Deutschland noch 1933 als Randerscheinung einer Revolution angesehen wurde, war nur wenige Zeit später vordringliches Problem des erwachenden Europas geworden, Polen, Ungarn, Rumänien erkannten die Judenfrage, und nun hat auch in diesen Tagen das faschistische Italien mit seinem Rassenmanifest den klaren und reinlichen Trennungsstrich gezogen. Und darüber hinaus gibt es heute in jedem Lande der Erde eine mehr oder minder große und mehr oder minder aktivistische Gruppe von Menschen, die die Trommel der Erkenntnis rühren und mutig mit dem Finger auf jene Bazillenherde im Völkerleben deuten, von denen der ganzen Menschheit Gefahr droht. Und Gefahr ist im Verzuge in dem Maße, wie der Jude sich erkannt und seine Positionen wachsend bedroht sieht. So auf der ganzen Linie bereits im Rückzug begriffen, gibt es für ihn nur noch die Möglichkeit, die Froni seiner Gegner dadurch zum Stehen zu bringen, daß man sie auf die Front der Freunde auflaufen läßt. Und diese Fronten sind klar. Auf der einen Seite stehen die erwachten, jungen und autoritären Staaten, auf der anderen die alten Demokratien, die nach wie vor jüdische Domänen verblieben sind, mit käuflichen Parlamentariern, einer bestechlichen Presse und sohin mit einer durch Gold lenkbaren und beeinflußbaren öffentlichen Meinung. Kristallisationspunkt dieser vom Juden erachteten politischen Hilfskräfte ist die Sowjetunion als das Mutterland jener Weltrevolution, die, wäre sie erst einmal erfolgreich über das Abendland hinweggesegt, den Boden ausbräche für die alljüdische Weltherrschaft. Kulturelles, wirtschaftliches und rassisches Chaos, ausgemergelte, zerbrochene, stumpfe Völker, nur sie allein kann der Jude beherrschen, nur ihnen kann er den Fuß des Siegers gefahrlos in den Nacken stemmen, nur sie kann er ausbeuten, schinden und fronen Nei Der# 2 beam haftei amtei bezah hatte Kelln wied Wirt besch gleich lasser Aufe Firn sorde mehr den In Der fall woll Bor der Vor und Fra arb dav 95 der den abe übe mo der Ge Ei die ha Di Di ve sie w. ar ich S w lassen! Das vom Bolschewismus geknechtete russische Volk ist ein surchtbares Beispiel dafür und ein drohendes Menetekel für alle, die nicht sehen wollen, wie sich der Jude die Herrschaft über die Gosims unter dem Zeichen des fünfzackigen Davidssterns vorstellt. In welchem verfrühten, triumphalen Siegesrausch sich Alljuda bereits heute schon befindet, hat unlängst Alfred Rosenberg in sensationeller Weise enthüllt, als er aus der amerikanisch=jüdischen Wochenschrift„The Ameriean Hebrew“ der Oefsentlichkeit einen Aufsatz zur Kenntnis gab, der unter der bezeichnenden Ueberschrift:„Wird Eli Eli über Horst Wessel siegen?", das bemerkenswerte jüdische Eingeständnis enthält:„in den Händen von Richtariern liegt das Leben von Millionen“! Wie dann die Söhne Israels„den wahnsinnigen Nazidiktator, diesen größten Judenseind der modernen Zeit, in die Hölle schicken“ werden, wird mit der Feststellung erläutert, daß sich drei bekannte, maßgebliche Juden, nämlich der Sowjetkommissar Litwinow=Finkelstein, der ehemalige französische Ministerpräsident und führende Volksfrontpolitiker Léon Blum und der britische Kriegsminister HoreBelisha zu einer Koalition zwecks Vernichtung Deutschlands zusammenschließen werden. Mit anderen Worten: für die jüdische Sache sollen jüdische Führer das englische, französische und russische Volk in einen Krieg gegen das deutsche Volk hetzen. Warum? Auch das verrät der haßtrunkene Artikelschreiber des„American Hebrew“: „Und wenn der Rauch der Schlachten sich verzogen hat, die Trompeten nicht mehr schmettern und die Kugeln aufgehört haben, zu pfeisen, dann mag ein Bild erscheinen, das den Menschen zeigt, der Gott spielen wollte, den Hakenkreuz=Christus, wie er nicht gerade sanft in die Grube hinabfährt, während die drei Nichtarier(Litwinow, Blum, HoreBelisha— d. Schriftlig.) ein gemeinsames Reguiem anstimmen, das auffallend an ein Gemisch aus der Marseillaise, dem„God save the King“ und der Internationale erinnert und ausklingt in das blendende, kriegerische, stolze und angrissslustige Finale: Eli, Eli.“ Wer diesen aus einem pervertierten Judenhirn stammenden, geradezu alttestamentarischen Nachepsalm mit Bedacht zu lesen versteht, der begreift, warum in der letzten Zeit so freventlich mit dem Frieden der Völker gespielt wurde, der versteht, warum Pariser und Londoner Blätter vom Schlage des„Oeuvre“ und„News Chroniele", von Juden geleitet, von jüdischem Sowjetgeld bezahlt, mit den schamlosesten Lügen zum Kriege gegen Deutschland heten, der versteht, weshalb die den Sowjetjuden hörige und von ihnen aufgeputschte Tschecho=Slowakei mit den dreistesten Methoden das Deutsche Reich und seinen Führer zu provozieren versucht. Und wenn nun in klarer Erkenntnis der Tragweite des neuen verbrecherischen Anschlages der Juden auf den Frieden der Welt und das Leben von Abermillionen anständiger und fleißiger Europäer das faschistische Italien mit seinem Rassenmanisest den auch ihm von der jüdischen Weltpest hingeschleuderten Fehdehandschuh ausgenommen hat, dann faßt man sich schier an den Kopf, wenn man just in diesem Augenblick die Stimme des heiligen Vaters vernehmen muß, der nun dem faschistischen Imperium— so, wie schon dem Dritten Reich— erklärt, jegliche Rasseerkenntnis sei heidnisch und— verabscheuungswürdig. Man muß sich schon merken, daß der Vatikan seinen Theaterdonner gegen eine völkische Haltung gerade in dem Augenblick losläßt, wo das Judentum zum Generalangriff auf die artbewußte Menschheit mit wahrhaft satanischen Methoden und mit den blutrünstigsten Absichten übergeht. Man muß schon lange überlegen, um zu begreifen, daß der „Stellvertreter Christi“ den Christusmördern zu einem Zeitpunkt Vorspanndienste leistet, wo die Judenheit sich anschickt, all das in einem wahnwitzigen Blutrausch zu zerstören, was der Inbegriff des Kreuzeszeichens ist: die Liebe unter den Nächsten und den Frieden auf Erden! Daß der Jude seit Jahrtausenden bewußt den Rassegedanken pflegt, sich zu ihm bekennt und sich nur dadurch, obwohl über aller Herren Länder zerstreut, heute noch als unaufsaugbares, geschlossenes Volk und in jedem Gastland als gefährlicher und parasitärer Fremdkörper erhalten hat,— keiner der Gegner der Rassenlehre hat dagegen irgend etwas einzuwenden! Bekennen sich in der Abwehr gegen die jüdische Gefahr arische Völker aber zu gleichen Gedankengängen, dann zuckt der Bannstrahl über den„heidnischen Nationalismus“, und dann ist Notwehr der bedrohten Menschheit: verabscheuungswürdig. Bleibt also nur die Annahme, daß es ein Gott wohlgefälliges Werk seitens der arischen Menschheit sei, sich vom Juden zugrunderichten zu lassen zur höheren Ehre von Eli, Eli! Und das hieße, daß der Wüstengötze Jehova, der den Juden den Freibrief zur Weltherrschaft über alle Völker gegeben hat, identisch ist mit dem Gott, wie er von Rom aus gelehrt wird. In diesem Falle aber haben wir wohl nun einmal einen andern Gott... Wollgang Thomas Jeder deuische son sernsehen Eine Vorschau auf die Rundfunkausstellung 2 Berlin, 27. Juli Die Reichsrundfunkkammer gab vor Vertretern der Presse Einzelheiten über die vielseitige Ausgestaltung der 15. Großen Deutschen Rundfunkausstellung in Berlin bekannt, die vom 15. bis 21. August auf dem Berliner Messegelände stattfindet. Präsident Kriegler legte dar, mit welcher Berechtigung die diesjährige Rundsunkausstellung unter die Parole„Rundfunk— Stimme der Nation“ gestellt wurde. Besonders das Beispiel der Ereignisse in Oesterreich, im Grenz= und Auslande hat in aller Deutlichkeit bewiesen, welche politische Bedeutung dem Rundfunk in heutiger Zeit zukommt. Selbst die beste Tätigkeit der Presse könnte wohl nicht in so kurzer Zeit und so gewaltkräftig und überzeugend die ganze Welt über die wirklichen politischen Vorgänge aufklären, wie es die spontanen Erlebnisströmungen am Mikroson können. Die kommende Rundsunkausstellung wird die weiteren Schritte zeigen, die die deutsche Funkindustrie zur immer besseren Gestaltung des allgemeinen Empfanges im ganzen Volke unternommen hat. Die Einzelheiten über die neuen technischen Fortschritte und Apparate, die auf der Ausstellung zu sehen sein werden, sollen der Schau vorbehalten bleiben. In einer großen Sonderschau„Wunder der Sendung“ werden die Besucher der Reichsrundfunkausstellung das Zustandekommen einer Sendung selbst betrachten und einen Blick hinter die Kulissen der Sender bei der praktischen Arbeit tun können. Im Mittelpunkt der Ausstellung wird wiederum wie im Vorjahre das stehen, das dieses Mal in weit vergrößertem Katiung don Zupaneen=Teseci Spanische Bolschewisten stitten Chinesen eine Fahne Schanghai, 27. Juni. Die ersten stärkeren japanischen Truppenverbände sind in Kiukiang eingerückt. Die chinesischen Linien begannen nach dreitägiger Verteidigung ihrer östlich von Kinkiang gelegenen Stellungen zu weichen. Wie dazu ergänzend gemeldet wird, brachten japanische Truppenschiffe Truppen heran, nachdem vorher zwischen Matang und Kkukiang japanische Minensucher noch mehrere hundert Minen geräumt hatten. Die Landung der Truppen erfolgte an der Westseite des Eingangs von Poyang=See bei starkem Regen. Japanische Kriegsschiffe beschossen die chinesischen Stellungen am Yangtse einschließlich der Löwenforts. Nachdem besseres Wetter eingetreten war, griffen starke Flugstreitkräfte in den Kampf mit ein und bombardierten zusammen mit der Artillerie die chinesischen Stellungen. Die Chinesen traten schließlich den Rückzug unter Mitnahme ihrer Geschütze an. Weitere 8000 Mann stehen mit über 100 Tanks am Ostufer des Sees bereit, um in der 0 Nähe von Hukau zu landen. Wie weitere Nachrichten besagen, ankern zur Zeit etwa 50 japanische Kriegsfahrzeuge auf dem Yangtse in unmittelbarer Nähe des neuen Operationsgebietes, mit deren Eingreifen in jedem Augenblick gerechnet wird. Zur Vorbereitung der Landung bombardierte eine große Anzahl japanischer Flugzeuge die chinesischen Stellungen am Yangtse bis Kinkiang flußaufwärts ohne Unterdrechung zwei Tage lang, wobei ein Fluggeschwader das andere ablöste. Das Bombardement der stärkeren chinesischen Befestigungen wurde durch sapanische Kriegsfahrzeuge unterstützt mit dem Erfolg, daß sämtliche chinesischen Befestigungen zum Schweigen gebracht und ihre Besatzungen aufgerieben wurden; dann begann die Landung der Truppen. Der größte Teil der japanischen Truppen hat bereits in westlicher Richtung auf Kuikiang und in südlicher Richtung auf Nantschang den Vormarsch angetreten. Die spanischen Bolschewisten schickten an die achte chinesische Division eine Fahne zum Zeichen der Verbundenheit. Diese Fahne soll bei den Kämpfen in China mitgeführt werden. Sssensier an der Esiremabarn=Front Vormarsch der Nationalen an allen Fronten Salamanea, 27. Juli. Ueber die Kampfhandlungen hat das nationale Hauptquartier einen umsangreichen Bericht ausgegeben, aus dem vor allem hervorgeht, daß die sowjetspanischen Milizen an der Estremadura=Kront wieder eine schwere Niederlage erlitten haben. Die nationalen Truppen haben in den letzten Tagen ein Gebiet von mehreren tausend Quadratkilometer erabert. Das Tal von LaSerena, die Ebene von Euadiana und die Orte Don Benito, Villanueva de la Gerena, Castuera und dreizehn weitere Orte sind von den nationalen Truppen besetzt worden. Insgesamt sind in den letzten Tagen 23 Gemeinden mit über 400 000 Einwohnern befreit worden. Im weiteren Verlaufe der Säuberungsaktionen an der Estremadura=Front wurden zwei rote Divisionen, zahlreiche politische Kommissare und ein bolschewistischer„Generalstab“ gefangengenommen. Ferner fielen den nationalen Truppen mehr als 100 Maschinengewehre in die Hände. An allen Fronten wurden die Operationen durch die Luftwaffe wieder tatkräftig unterstützt. Bei Almorchen an der Estremadura=Front konnte ein roter Panzerzug in Brand geschossen werden. Ferner wurden von der nationalspaniEnglaue und die fubelendedischr Feagr Kritik an der Haltung der Prager Regierung * London, 27. Juli. Der Kritik, die in englischen amtlichen und nichtamtlichen Kreisen an der Haltung der Prager Regierung gegenüber den Forderungen der Sudetendeutschen Partei gellbt wurde, begegnet man auch zu Beginn der neuen Woche. Die Blätter beschäftigen sich nach wie vor mit gleichem Interesse mit der Lage in Mitteleuropa und kündigen einen neuen englischfranzösischen Vermittlungsschritt in Prag an, falls nicht in absehbarer Zeit eine Einigung zwischen der sudetendeutschen Parteiführung und der tschecho=slowakischen Regierung erzielt werden könne. Man geht dabei von der Ueberlegung aus, daß die von der Prager Regierung überreichten Teilstücke des Nationalitätenstatuts in keiner Weise eine geeignete Verhandlungsgrundlage darstellten. England und Frankreich falle die Aufgabe zu, Prag erneut zu ermahnen, den berechtigten Forderungen der Gudetendeutschen entgegenzukommen, und zwar ohne weitere Verzögerung. „Daily Telegraph“, der am Montag die Aussatzreihe der„Erinnerungen“ Lloyd Georges fortsetzt, in denen auch der Verfasser sich bei Behandlung der tschechischen Republik aus. führlich mit dem Schicksal der ihr angegliederten fremden Volksgruppen beschäftigt, weist erneut auf die Gefahr der Prager Verhandlungsmethoden hin. Das Blatt schreibt, nicht nur im Interesse der Tschecho-Slowakei, son dern auch im Interesse Gesamteuropas werde England die Gelegenheit wahrnehmen müssen, um zusammen mit Frankreich in Prag darauf hinzuweisen, wie unzweckmäßig man es in London und Paris erachte, wenn der Sudetendeutschen Partei ein Plan zur Annahme unterbreitet werde, der nicht vorher auf das genaueste zwischen den beiden Verhandlungspartnern erörtert worden sei. schen Luftwaffe die Hafenanlagen von San Felin de Guixols mit gutem Erfolg bombardiert. Wie der Heeresbericht weiter meldet, haben die Bolschewisten im Raume zwischen Tortosa und Flix zu einer Offensive angesetzt, wobei sie versuchten, den Ebro zu überschreiten. Sofort durchgeführte Gegenangriffe der Nationalen brachten dem Gegner mehrere tausend Mann Verluste bei. An der Valencia=Front schreitet der Vormarsch der Franco=Truppen, die jeden Widerstand des Feindes brechen, unaufhaltsam fort. Nördlich von Segorbe wurde der Ort Pavias besetzt, wodurch die Fronteinhuchtung be= Ciano empfing den englisch seitigt werden konnte und die Vervindung mit Rom, Lord Perty, auf dessen Wunsch zu den Levante=Streitkräften hergestellt wurde. Bei der Eroberung mehrerer feindlicher Stellungen an der Levantefront ließen die Roten über 200 Tote zurück und verloren viel Kriegsmaterial und zahlreiche Gefangene. Nationale Flieger haben ferner erneut die Munitionsfabrik von Gandia an der Levanteküste bombardiert. Die Wirkung der Bomben hat zahlreiche Brände in der Stadt hervorgerufen. Andere Einheiten der nationalen Luftwaffe haben zu gleicher Zeit den Bahnhof von Vendrelle 29 Kilometer nordöstlich von Tarragona, erfolgreich mit Bomben belegt. dent Kriegler ausführte, die Sicherung einer volkstümlichen Versorgung der Rundfunkteilnehmer mit Empfangsgeräten sein. Reichsintendant Dr. Glasmeier schilderte die vielgliedrige Besonderheit der zwölf deutschen Reichssender, deren Eigenart und landschaftliche Verbundenheit auch weiterhm gewahrt werden muß, wenn auch der Runkfunk in Zukunft stärker als bisher Träger und Verkünder der kulturellen nationalen Leistung werden wird. Der frühere beträchtliche sommerrucgang in der Zahl der Rundfunkhörer hat, wie Reichsintendant Dr. Glasmeier mitteilte, eine bemerkenswerte Abnahme infolge der verschiedenen vom Rundfunk durchgeführten Aktionen gesunden. Stärker als bisher aber müsse, so führte der Reichsintendant weiter aus, die Hörerschaft dazu erzogen werden, nicht wahllos das ganze Programm herunterspielen zu lassen, sondern sich aus der Fülle des Gebotenen die den besonderen Wünschen entsprechenden Darbietungen herauszusuchen. Das Meiste hört, der nicht zuviel hört! Sehr umfangreich ist in diesem Jahre die Programmgestaltung des Fernsehsen, ders dessen Darbietungen auf einer Bild. fläche von zehn Quadratmeter gezeigt werden. Jeder Besucher der Ausstellung wird sich von dem Fortschritt der Fernsehsendungen selbst überzeugen können, mit welcher Berechtigung der Reichspostminister kürzlich davon gesprochen hat, daß in absehbarer Zeit jeder Deutsche seinen Fernsehempfänger haben werde. Gerade auf dem Gebiet des Fernsehens hat die Deutsche Reichspost erfolgreiche Arbeit geleistet. Aber auch im übrigen werden die Darstellungen der Reichspost den Besuchern der Rundfunkausstellung viel Wissenswertes und Interessantes zeigen können, denn wiederum beteiligt sich die Reichspost in großem Rahmen an der Funkschau. Auch die deutsche Rundfunkindustrie wird den Funkinteressierten und der Händlerschaft wieder ein hervorragendes Bild ihres Leistungsvermögens zeigen. Wenn auch sensationelle Wandlungen in der Technik des Rundsunks kaum mehr zu erwarten sind, so bringen die deutschen Firmen doch eine ganze Reihe von beachtlichen Verbesserungen, die vielfachen Wünschen der letzten Jahre erfreuliche Erfüllung bringen. el. Der Führer in Bahreuths Fesihalte Unter dem Jubel der Oberfranken Bayreuth, 27. Juli Der Führer stattete Montag der LudwigSiebert=Festhalle zu Bayreuth einen Besuch ab, bei dem er von dem stellvertretenden Gauleiter Ruckdeschel und dem Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth, Dr. Kempfler, begrüßt wurde. Der Führer trug sich in das Goldene Buch der Stadt Bayreuth ein. Bei An. und Abfahrt brachte ihm eine zahlreich versammelte Menge stürmische Huldigungen dar. Perih bei Ciano Neue Unterredungen * Kom, 27. Juli Der italienische Außenminister Graf Ciano empfing den englischen Botschafter in ##om, Lord Perry, auf dessen Wunsch zu einer Unterredung, die sich nach englischen Erklärungen auf die schwebenden Fragen erstreckt haben soll. In politischen römischen Kreisen nimmt man an, daß sowohl das spanische Problem als auch die italienisch=ungarische Ministerzusammenkunft erörtert wurden. Neue Zwischenfalle in Palastina Polizei hat schweren Dienst * J e r u s a l e m, 2 7. J u l i Aus verschiedenen Teilen Palästinas werden neue Zwischenfälle gemeldet, in deren Verlauf insgesamt zehn Personen verwundet wurden. In Haisa kam es zwischen Juden und im Dienst der Mandatsverwaltung stehenden arabischen Polizisten zu Schießereien. Im Tulcarem=Bezirk wurde eine jüdische Kolonie von bewaffneten Arabern angegriffen. Auch in der Umgebung von Nablus und Jenin wurden Unruhen festgestellt. Landau ehrt Planetta und Holzweber Gelegentlich des Besuchs der österreichischen Märtyrer gab Kreisleiter Lämmel bekannt, daß die Stadt Landau zwei Straßen nach den Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung in Oesterreich, Planetta und Holzweber, benennen wird. Niarm Srauft ader Ratlen Schweres Unwetter fordert zahlreiche Tote— Städte überschwemmt * Mailand, 27. Juli. In der oberitalienischen Ebene richteten mehrere schwere Wolkenbrüche außerordenlich große Verbeerungen an. An den Bergabhängen zwischen Como und Lecco wurden viele Ortschaften verwüstet. Viele Straßen wurden von Schlamm und Geröll überschwemmt und für den Verkehr dadurch gesperrt. Kleine Rinnsale verwandelten sich in Wildbäche. Die Eisenbahnlinie zwischen Como und Lecco wurde an mehreren Stellen unterbrochen. Auch die Strahenbahn von Como mußte stellenweise ihren Betrieb einstellen. Mehrere Häuser sind eingestürzt und zahlreiche Wohnungen, Geschäftslokale und Kellerräume wurden überschwemmt. In der Umgebung von Adria brachen die Wassermassen in ein Haus ein, während fünf Personen in einem Zimmer schliefen. Das Haus stürzte ein, wobei eine Person getötet und drei verletzt wurden. In Novigo deckte der Sturm zehn Häuser ab. Zwei Personen wurden getötet und zahlreiche andere verletzt. Am Langensee wurden durch den Sturm die Telefonleitungen zerstört. Das Fährschiff, dus zwischen Laveno und Intma verkehrt, mußte auf halbem Wege umkehren, weil der Sturm so stark war, daß für das Schiff ernste Gefahr bestand. Bei Cuneo ging ein Hagelwetter nieder, wobei die Hagelkörner die Größe von Hühnereiern erreichten und großen Schaden anrichteten. RC 2Ur Roman von 1) Olaf Bouterweck Nr. 3)(Nachdruck verboten) Aber gleichzeitig wurde Eberhard auch daran erinnert, daß er der Urbeber dieser bluterden Hand war, und in einer plötzlichen Gedankenverbindung siel ihm ein, daß sein Revolver augenblicklich völlig nutzlos war. weil er vergessen hatte, ihn neu zu laden! Aber selbst venn er vorher an diese Notwendigkeit gedacht hätte, wäre es ihm unmöglich gewesen, weil er seine Patronen besaß. Die plötzliche Erkenntnis seiner Machtlosigkeit diesen beiden gefährlichen Verbrechern gegenüber verwirrte ihn derartig, daß seine Hand. die den Revolver hielt, merklich zu zittern begann. Mit äußerster Willensanstrengung zwang er sich zur Rube. „Ich muß die Kerle blussen." dachte er, während er krampfhaft bemüht war, seinem Gesicht einen ruhigen und entschlossenen Ausdruck zu geben. Solange die Kerle nicht ahnten. wie ungefährlich die Waffe war, würden sie aller Wahrscheinlichkeit nach auch keinen Widerstand zu leisten versuchen. „Aussteigen!“ befahl er mit barscher Stimme. Die beiden Männer gehorchten Eberhard bemerkte, daß der Svitzbärtige. der sehr bleich aussah. beim Aussteigen ein wenig schwankte. Wahrscheinlich hatte der Blutverlust ihn geschwächt: aber vielleicht täuschte er seine Schwäche auch nur vor. um leichter einen überraschenden Angriff bewerkstelligen zu können. Blitzschnell überlegte Eberhard, was er tun solle. Es gab eigentlich nur zwei Möglichkeiten, deren erste darin bestand, daß er hier wartete und die beiden Verbrecher so lange in Schach hielt bis er durch zufällig vorüberkommende Straßenbenutzer Hilfe bekam. Aber das konnte unter Umständen sehr lange dauern, und ob es ihm gelingen würde, die beiden Männer für lange Zeit— vielleicht gar für Stunden— weiter zu blufsen, war zumindest zweifelhaft: und zwar um so mehr, als er damit seine Unentschlossenheit und seine eigene hilflose Lage allzu deutlich demonstrieren würde. Darum zog Eberhard die zweite Möglichkeit vor: er wollte die beiden Männer zwingen, bis zum nächsten Dorf mit erhobenen Händen vor ihm berzugehen. In einer halben Stunde konnte man dort sein. Vielleicht bekam er auch bereits unterwegs Hilfe— es sollte ihm nur angenehm sein!...., K44ti Mn2 men. Alle diese Ueberlegungen hatten nur wenige Sekunden gedauert. und Eberbard ging sofort an die Ausführung. 1 2 Er ließ die beiden Männer zur Seite treten. Dann bückte er sich ein wenig, um die Tasche mit dem Geld aus dem Wagen zu nehmen. In diesem Augenblick machte der Mann mit dem Raubvogelgesicht einen Satz vorwärts... seine Stiefelspitze traf mit solcher Wucht Eberhards Unterarm, daß der Revolver in großem Bogen davonflog. Der Spitzbärtige nahm die Waffe schnell vom Boden auf und richtete sie auf Eberhard. „Hände boch!“ Eberhard, der die Ungefährlichkeit der Waffe kannte. kümmerte sich nicht darum. Er sprang mit überraschender Schnelligkeit den anderen Mann an und versetzte ihm einen KinnAber obwohl Eberbard seine ganze Kraft in den Schlag gelegt hatte, fiel der Mann nicht um; er zuckte nur ein wenig zusammen, um sich in der nächsten Sekunde auf Eberhard zu Ein erbittertes Ringen entspann sich. Eberhard, der seinem Gegner durchaus gewachsen war. kämpfte mit dem Mut der Verzweiflung: aber dennoch unterlag er, weil der Spitzbärtige sich von hinten heranschlich und mit dem Revolverschaft einen harten Schlag gegen EberEherbard kieß einen dumpfen Schmerzenslaut aus: vor seinen Augen begann sich plötzlich alles zu drehen: er griff haltlos ins Leere „Parsifal“ in Bagreuth Eine Französin sang die Kundey Bayreuth, 25. 7. Mit dem Parsifal“ nahmen die Bayreuther Festspiele am Montag ihre große Tradition wieder auf. Die Anwesenheit des Führers und zahlreicher Vertreter aus Partei, Staat und Wehrmacht gaben auch dieser Aufführung das repräsentative Gepräge. Mit großem Interesse sah man der neuen Kundry von Bayreuth entgegen. Germaine Lubin von der Pariser großen Oper war eine Sängerin von leidenschaftlichem Ausdruck und beseeltem Spiel. Ihre große Leistung stand im Mittelpunkt der Szene. Fritz Wolff mußte für den erkrankten Franz Völker einspringen, der sich auf der Probe den Fuß gebrochen hatte. Der vollendete Darsteller des Bayreuther Loge vollbrachte auch in der Dezezgung des Parsifal eine anerkennenswerte Leinung. Eindrucksvoll behauptete sich wieder Joseph von Manowarda als Gurnemanz. Am Pult stand diesmal Franz von Hößlin, der sich in seinen Zeitmaßen einem Mittelweg zwischen Furtwängler und Richard Strauß verschrieb. Friedrich W. Herzog Amphitryon in Salzburg Kleift's Dichtung als erste Schauspielaufführung der Festspiele Salzburg, 26. Juli Die mit großer Spannung erwartete erste Schauspielaufführung der spiele war„Amphitryon“ von Heinrich von Kleist in der Inszenierung von Erich Engel. Der ursprüngliche mig gzuchicht auf im Freien zu spielen, war mit nuchicht auf die in Salzburg nie völlig sicheren Witterungsverhältnisse aufgegebeg. worden. Aber Steiag Ssawa hatte für ein Buonen“ie,#ato enzung. den Zauder des Toge“ siczr gag gtügh als Darüber dinaus, engies siah vur Stuck al wunderbare Wayl. Das Spiel.####e##er menschlichten Gottheit, das am enor und sank in halber Betäubung in don Straßengraben. Wie aus weiter Ferne hörte er die erregten Stimmen der beiden Männer, die sich einige Worte zuriefen. Dann glaubte er, ganz in der Näbe das Knattern eines Maschinengewehrs zu bören, und als er sich mit äußerster Willensanspannung in eine halbsitzende Stellung aufrichtete, erkannte er, daß der Lärm von dem hellgrauen Auto verursacht wurde, denn die beiden Verbrecher fuhren gerade mit großer Schnelligkeit davon. Eberhard versuchte, sich zu erheben, aber mit einem ächzenden Laut fiel er zurück und verlor das Bewußtsein. 3. Als Eberhard wieder zu sich kam und die Augen aufschlug, blickte er in das Gesicht einer jungen Dame, die einen Arm unter seinen Kopf gelegt hatte und ihn besorgt ansah. „Fühlen Sie sich jetzt besser?“ fragte sie teilnehmend. Eberhard atmete ein vaarmal tief; dann versuchte er, sich aufzurichten, und als ihm das mit Hilfe der jungen Dame gelungen war. blickte er verwundert umher. Er entdeckte jetzt neben der Dame auch noch einen gutgekleideten Herrn, der sich zu ihm herabbeugte und ihm eine Kognakflasche hinhielt. „Da— trinken Sie einen ordentlichen Schluck! Der hilft Ihnen wieder auf die Beine... Sind Sie mit Ihrem Motorrad Eberhard fühlte sich durch den Alkobol neu belebt Außer einem starken Brummen im Kopf schien er weiter keinen Schaden genommen zu haben..n 19n um. Er erhob sich und dankte seinen Rettern. Dann nannte er seinen Namen und erzählte kurz und knapp sein Abenteuer. Die junge Dame erbleichte; sie sah sich furchtsam um und schlug die Hände zusammen. „Entsetzlich!“ murmelte sie. Eberhard warf einen prüfenden Blick zu senem Motorrad hinüber.„Ich wundere mich nur, daß die Burschen meine Maschine nicht unbrauchbar gemacht haben..: es wäre ihnen doch ein leichtes gewesen!“ „Dazu hatten die Halunken wohl keine Zeit mehr,“ sagte der elegante Herr, der sich als „Doktor Wieland aus Berlin vorgestellt hatte. „Gerade, als sie den Ueberfall ausgeführt hatten, sahen sie uns wahrscheinlich aus der entgegengesetzten Richtung herankommen, und darum suchten sie schleunigst das Weite! Ungefähr fünfhundert Meter von hier begegneten uns die Kerle nämlich. Leider hatte ich keine Ahnung. was hier geschehen war, sonst——“ Eberhards Gesicht straffte sich.„Ich muß sofort wieder hinterber!“ sagte er entschlossen. Dr. Wieland zog seine Uhr.„Ich hätte mich mit meinem Wagen gern für diese Jagd zur Verfügung gestellt, aber leider muß ich in einer äußerst dringenden Angelegenheit nach Berlin zurück Vielleicht kann ich irgend etwas für Sie tun, Herr Stieffen? Soll ich die nächste Landjägerei benachrichtigen?".. Eberhard der schon an seiner Maschine hantierte, sah flüchtig auf. „Vielen Dank. Herr Doktor!... Wird leider wenig Zweck haben, denn inzwischen sind die Kerle schon wer weiß wol. In der Aufregung hab ich mir leider nicht einmal die Nummer des Wagens angesehen Eine Minute später war Eherhard bereits wieder unterwegs. Der frische Luftzug machte seinen schmerzenden Kopf etwas klarer. Er biß die Zähne aufeinander, daß sie knirschten. So nahe war er am Ziel gewesen. und jetzt hatte er zum zweitenmal alles verloren! Resignierend erkannte er, daß zu einem tüchtigen Kriminalisten mehr gehörte als Mut und guter Wille. 44 5 Aber noch hatte er den Kampf nicht enddennoch wieder von der schauervollen Größe des Ueberirdischen umwittert wird, wo paßte es besser hin als in die Stadt, wo eine schöpferische, tief im Menschlichen wurzelnde Sinnenfreudigkeit das Antlitz der großen Bauten geformt hat und wo die aufragenden Berge Gott in seiner ganzen Majestät verkünden! Erich Engels Regie rückt die überragende Höhe der deutschen Inszenierungskunst ins hellste Licht. Der tiefe Ideengehalt der knappen und einringlichen Sprache Heinrichs von Kleinst's lag aufgeschlossen vor den Hörern, und wunderbar mündete das Spiel, das den Gott als heißen menschlichen Liebhaber einführt, in die Sphäre des Ewigen. In erster Linie muß Willfried Seyserth genannt werden, dessen Diener Josias letzte Erfüllung der Schauspielkunst darstellt. Aber auch Siedel als sein göttlicher Widerpart bot eine große Leistung. Als Alkmene betonte die junge Heidi Kuhlmann vor allem den heroinenhaften Charakter der Rolle, und wunderbar klar kam die gedankenreiche Pracht der Kleist'schen Verse aus ihrem Munde. Ferdinand Luziser war von allen Schauern menschlichen Grauens umgeben, während Raimund Buchers Amphitryon erschütternd wirkte in seiner ohnmächtigen Menschlichkeit. Der Eindruck des vollendeten war auf die Zuschauer außerordentlich. Uraufführung in Innsbruck. Der Intendanz der Städtischen Bühne in Innsbruck tst es gelungen, Las neueste Werk von Eberhard Wolfgang Möner,„Der Untergang Porstager z##r Urantzpr# werben. Somit staneg grur neue Büon=—. dem Dichter unserer Zeit einen kleinen Dank dafür ab, er, kommend aus dem norddeutschen Kulzurtreis, sich mit seinem„Frankenburger Würselspiel, uuz mit „Aufbruch in Kärnzen“ in don Freiheitskamps der Ostmark einreihte. Internationaler Theater=Kongreß in England. In London wurde der unter dem Protektorat von König Georg stehende elfte Internationale Theaterkongres eröffnet, der bis zum 9. Juli in London und in Stratford z Avon durchgeführt wird. Zur Behandlung stehen alle Fragen, die das Theater, Schauspieler, Komponisten u. a. angehen. gültig verloxen. Er rechnete nach, daß er kaum mehr als fünf Minuten Zeit verloren haben konnte: gewiß, ein beträchtlicher Vorsprung für die beiden Verbrecher: aber solange noch ein Fünkchen Hoffnung vorhanden war. durfte und wollte er die Jagd nicht aufgeben. Eine neue Besorgnis erfüllte ihn: der Motor begann zu klopsen. und hin und setzte er aus. Nach einer Weile erkannte Eberhard die Ursache: der Brennstoff ging zur Neige! Heute schien sich alles gegen ihn verschworen zu haben... Ein junges Bauernmädchen mit einem Tragkorb kam ihm entgegen. Eberhard nahm in entsprechender Entfernung das Gas fort und ließ die Maschine ausrollen Dann hielt er..„ E. Krgnte Wut. „Haben Sie vielleicht ein hellgraues Auto gesehen?“ war seine erste Frage. Das Mädchen hob abweisend die Schultern. „Hab nicht darauf geachtet—“ sagte sie und wollte weitergehen. „Einen Augenblick!“ sagte Eberbard schnell „ In dem Auto saßen zwei gefährliche Verbrecher Denken Sie bitte doch einmal nach die Windschutzscheibe war zertrümmert—“ Das Mädchen erinnerte sich jetzt.„Ja, die begegneten mir vor einer Weile!" „Vielen Dank— und können Sie mir sagen, wo hier die nächste Tankstelle ist?“ „Ja. in Pettkow—'s nächste Dorf— „Wie weit?“ fragte Eberhard. Na, da komm ich grade her— zu Fuß ungefähr ne halbe Stunde!"„. Also etwa drei Kilometer... So weit wird mein Benzin wohl noch reichen, dachte Eberhard beruhigt während er weiterfuhr. Wenige Minuten später hatte er das Dorf erreicht, an dessen Ausgang er die Tankstelle Eberhard fragte auch hier sofort nach dem hellgrauen Auto. und der Tankwart erinnerte sich sogleich: „Stimmt! Der Wagen ist hier vor kurzem vorbeigekommen. Er fiel mir auf. weil der Windschutz zerbrochen war und der eine Mann an der Hand einen Verband trug.. Hatten Sie einen Zusammenstob?“ amagem inkasen „Nein. aber ich muß den Wagen einholen! Machen Sie schnell!“ W66 8. Der Tankwart, von Eberhards Erregung angesteckt, begann eifrig zu vumpen. Zwischendurch zeigte er auf die Landstraße: „Dahinten— wo die hobe Birke steht— biegt rechts die Chaussee nach Eichberge ab... Da sind sie runtergefahren—“ Eberhard war gerade startbereit, als er vom Dorf her das Surren eines Motors hörte: und als er sich umwandte, erkannte er zu seinem Erstaunen die blaue Limousine Dr. WieDer Wagen dielt und Dr. Wieland öffnete den Schlag.,„I# Mc###en Thuen i. Aal. „Ich habe mich entschlossen. Ihnen zu helken, Herr Stieffen“, sagte er schnell,„Darum bin ich Ihnen nachgekommen. Mein Wagen ist bedeutend schneller als Ihre Maschine... Lassen Sie die Karre vorläufig hier stehen und steigen Sie ein!“ Eberhard war über dieses Anerbieten sehr erfreut aber dennoch zögerte er. „Ich glaube das kann ich nicht annehmen. Herr Doktor! Sie wollten doch nach Berlin zurück, um eine wichtige Angelegenheit——“ Dr. Wieland machte eine wegwerfende Handbewegung.„Ihre Angelegenheit erscheint mir bedeutend wichtiger! Meine Frau hat mich überredet, von Getzdorf aus ein dringendes Telegramm nach Berlin zu schicken... das ist geschehen und nun stehen wir zu Ihrer Verfügang!“ Eberhard wandte sich an die Dame im Fond des Wagens:„Vielen Dank, gnädige Frau... ich befinde mich tief in Ihrer Schuld——“ „Aber so kommen Sie doch!“ rief Dr. Wieland ungeduldig.„Jede Minute ist kostbar!“ Eberhard reichte dem Tankwart schnell seine Westfälische Künstler in München Auf der großen Deutschen Kunstausstellung In der großen Deutschen Kunstausstellung in München sind 1158 Kunstwerke aus allen deutschen Landschaften vereinigt. Westfalen ist daran mit 0,75% beteiligt. Das ist kein ungünstiger Prozentsatz aber Kenner des westfälischen Kunstlebens sind davon überzeugt, daß die westfälische Beteiligung durchaus hätte stärker sein können, wenn mehr Künstler ihre Werke eingesandt hätten. Einen hervorragenden Platz nehmen unter den westfälischen Arbetten die Schöpfungen des münsterschen Bildhauers Albert Mazzotti ein. Die von ihm eingereichten zwei Büsten(der Dichter Paul Ernst in weißem Marmor und die westfälische Dichterin Josesa Berens=Totenohl in Bronze) sowit zehn Plaketten wurden sämtlich ausgestellt. Büsten wie Plaketten lassen Mazzottis Meisterhand in der klaren und bestimmten Erfassung geistiger und charakterlicher Gesichtsausprägungen erkennen. Eine schöne Anerkennung hat auch der Tierplastiker Arnold Schlick mit zwei Bronzeplastiken(Höckergans und japanischer Seidenhahn) gefunden. Arbeiten, mit denen der Künstler, der Rektor an der Universttät Münster ist, charakteristische Ausdrucksformen des Tierkörpers nachbildet. Von Franz Homoet(Münster) wurden zwei seiner besten Gemälde ausgestellt, das in westfälischen Ausstellungen mehrfach gezeigte große Oelgemälde„Westfälischer Oktobertag“ und die „Westsältsche Kartoffelernte“. Im„Oktobertag" hat Homoet in warmen braunen Farbtönen die eigenartige Stimmung eines münsterländischen Herbsttages eingefangen. Eine Landschaftsschilderung, die sich durch eine klare, weite, alle Einzelheiten ausmerksam erfassende Sicht auszeichnet, legt der Künstler mit seiner „Kartoffelernte“ vor. Man darf sagen, daß das landschaftsgebundene Schaffen, das die Stärke westsältscher Malerei ist, gerade durch diese beiden Werke Homoets sehr überzeugend zur Anschauung gebracht ist. Von diesem GesichtsZeitschriftenschau Deutschlands Erneuerung(Verlag J. J. Rünchen), W. B. Reiser nimmt im Julichefz,; rnge Drom Leutschland sowseirusischer Angrissr: Er orom„gulschland ein sow)etrptce AngritiemeE äußert sich über den sowjetrussischen und seine milttärischen Möglichkeiten und und weist auch auf die Schwierigkeiten vin, die der demmungslosen Angriffslust der Machthaber im Kremt heute noch entgegenstehen. Volk und Rasse(J. F. Lehmann, München). Der Inhalt des Julihestes ist einheitlich auf geschichtliche Fragen eingestellt. chichtliche Vorbemertungen zur Frage der Rassenentstehung",„Erbbiologie und Abstammungslehre“, sebung von Hausterrassen“, zexgebnisse, der un tologischen Forschung".„Entsueyung der Menschenrassen“ sind ein Teil der Themen, die ausführlich behandelt werden. Germanien(Ahnenerbe=Stiftung Verlag, Berlin C.). Das Juliheft berichtet eingangs über die Detmolder Tagung der Vereinigung der Freunde germanischer Vorgeschichte. A Psaff schrieb einen über das Thema„Vom heidnischen Symbol zum Heiligen-Attribut“. Paul Albers schildert den Untergang der alten Kultur auf den Heidebösen der L Heide. Schließlich ein ausführlicher Bericht über Ausgrabungen der Schutzstaffeln. Karte und rief ihm einige Anweisungen zu. während er in den Wagen stieg und vorn neben Dr. Wieland Platz nahm. Während sie in scharfem Tempo fuhren, nahm Dr. Wieland einen Paß aus der Tasche und hielt ihn Eberhard hin: „Da sehn Sie sich meine Legitimation an... Es muß alles seine Richtigkeit haben denn ich könnte ja geradesogut mit den Gaunern unter einer Decke stecken!" Eberhard hob abwehrend die Hände und protestierte; aber als Dr. Wieland darauf bestand. nahm Eberhard den Paß und schaute Dr. Ulrich Wieland. Rechtsanwalt", las er. Er gab den Paß mit ein paar Dankesworten zurück; dann griff er an seine Brusttasche:„Leider kann ich Ihnen nicht in gleicher Weise dienen. Herr Doktor.“ „Ist auch nicht nötig. lächelte der Rechtsanwalt zuruck.„Ihre Beule da auf dem Kopf ist Legitimation genug!“ Frau Wieland beugte sich nach vorn. „Sie sprachen vorhin von einer Frau. Herr Stieffen die in Britz ohnmächtig auf der Straße lag. und die quasi der Ausgangspunkt Ihres Mißgeschicks war... Glauben Sie denn. daß die Frau mit den beiden Verbrechern unter einer Decke steckte?“.„ 861e 25. Der Rechtsanwalt warf einen Blick über die Schulter.„Aber selbstverständlich. Thea!“ „Es ist anzunehmen", sagte Eberhard. „Denn die ganze Ausführung beweist, daß die Verbrecher nach einem sorgfältig vorbereiteten und gut organisierten Plan gehandelt haben—“ (Fortsetzung in der nächsten Nummer) über 2000 über 5 700 Druck und Verlag: Zeitungsverlag für Westfalen G. m. b.., Bielefeld, Schulstraße 20. Fernruf 351—353 Verlagsleiter: Waiter Wittenberg Hauptschriftleiter: Dr. Hans Havemann. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Adolf Manne. Verantwortlich für Politik, Wirtschaft und Vermischtes: Wollgang Thomas, für Kunst. Kultur und unterhaltende Beilagen: Dr. Hane Havemann, für Gemeindepolitik, Lokales und Gericht: Dr. Walter Goch, für Provinz und Bewegung: Adoll Manns, für Sport: 1. V. Hermann Eichler, sämtlich in Bielefeld.— Ferner die in den lokalen Tellen der einzelnen Stadtausgaben angeführten Schriftleiter.— Berliner Schriftleitung: Dr. Hans Seel, Berlin SW 68. Charlottenstraße 82.— Für den Bilderdienst verant wortlich die Ressortschriftleiter.— Verantwortlicher Anzeigenleiter: Heinrich Erdmann, Bielefeld. Zurseit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 3 gültig. D. A. VI. 1938: Bezirksausgabe-Blelefeld.. über 28 900 (davon Lokalbeilage Halle über 2300) Bezirksausgabe-Güterslob Bezirksausgabe-Herford Bezirksausgabe-Oeynhausen über 2000 Bezirksausgabe-Minden über 6 800 Bozirksausgabe-Lübbecke... über 3 400 Gesamtauflage über 50 100 punkt aus sind auch die Landschaftszeichnungen Paul Westerfrölkes(Gütersloh), die als unvergleichlich naturnahe, sensible Schilderungen typisch westfälischer Landschaftseindrücke zu werten sind, zu betrachten. Westerfrölke ist mit sechs Blättern vertreten. Alfred Kitzi (Ahlen) sandte seine Radierung„Spökennierer“. in der er ein von phantasievoll traumhafter Schau erfülltes Motiv zur Darstellung bringt. Von dem aus Lünen gebürtigen jungen Maler Franz Gerwin wurde ein wuchtiges Industriegemälde„Hochofen“ ausgestellt, während der Wiedenbrücker Hans Schmitz mit dem aus seiner Bielefelder Ausstellung bekannten Großgemälde„Maler unter Bauern“ vertreten ist. München erhält das größte Ballett des Reiches. München wurde durch Zusammenlegung der Balletts der Staatsoper und der Staatlichen Operette am Gärtnerplatz ein neues bayerisches Staatsballett geschaffen, das mit seinem 75 Personen umfassenden Ensemble das größte Ballett Deutschlands wenn nicht sogar Europas ist. Zum Direktor dieses neuen Kunsttanzkörpers wurde Ballettmeister Werner Stammer vom Deutschen Opernhaus Berlin ernannt. Werner Stammer, der aus Holstein stammt, wurde vor zwei Jahren mit dem Titel„Deutscher Meistertänzer“ ausgezeichnet. Mit dem neuen bayerischen Staatsballen verbindet sich auch eine Art staatliche Ballettschule. und zwar sollen die Schüler drei Jahre lernen, ehe sie auf der Kunsttanzbüdne auftreten. Die Festmusik für die RS.=Kampfspiele des Reichspartettages. Die Oberste SA.=Führung und der Reichssportführer haben dem Komponisten Hermann Erdlen in Hamburg=Volksdorf den Auftrag erteilt, für die RS.=Kampfspiele des diesjährigen Reichsparteitages die Festmusik zu schreiben. Entdeckung eines Madonnenbildes von Raffael. Bei Wiederherstellungsarbeiten an verschiedenen Bildern undekannter Meister der Sammlung des Palazz## Martinengo in Barbarone del Garda entdeckte man auf einem Gemälde der Madonna mit dem Kinde das Signum„Rassael Urbina pinxit A 1518“, so daß angenommen wird, daß es sich hier um ein Raffaelsches Ortginal dandelt. Die Madonna, die über einem roten Gewand einen blauen Mantel trägt, zeigt den topischen Ausdruck, den Rafsael seinen Madonnen gegeben hat. Das Bild befand sich zusammengerollt mit anderen Gemälden in einem Magazin des Ner Möi Der## 2 beam haftei amtei bezah hatte Kelln wied Wirt besch gleich lasser Aufe Firn forde mehr den In fall wol Bor der Vor und Fra arb dav sich ver der den abg übe mo der Statt Karten In großer Freude zeigen wir die Geburt eines gesunden Mädchen: an Kort Hagemann u. Frau Hanna geb. Strombach Bielefeld, den 25. Juli 1938 z. Zt. Hermannstr. 7 Bestecke ab Fabrik 90 g Silberaufl. z. B. 72 Telle RM. 105.— 10 Monatsraten Gratiskatalog. A. Pasch& Co., Solingen 48. a Shalselongue. gut erhalten zu verkaufen. Schildescher Str. 100 Kleine Familiennachrichten aus dem Verbreitungsgebiet der Westsälischen Neuesten Nachrichten (Anderen Blättern entnommen.) Verlobte: Heessen[Enniger: Cläre Peters mit Josef Kersting. Vermählte: Sende=Süd: Rembert Verlsteffen und Frau Aenne. geb. Gellermann. Gestorben: Avenwedde; Herm. Verlsteffen. 57 Jahre. Ostenfelde: Paula Pohlmann, 30 Jahre. Ennigerloh: Anna Edelmeier, geb. Bernöhle. 62 J. Gütersloh: Christoph Johannknecht. 62 Jahre. Spradow; Heinr. Breitenkamp. 28 Jahre. Ge. Ei die ha Di Di ve sie w. ar ich I w A b 1 E 2 Ihre Vermählung geben bekannt Studienassesser Reinhard Wilmanns Freia Wilmanns geb. Rabe von Pappenheim Liebenau, Bez. Kassel, den 27. Juli 1938 Am Montag, dem 25. Juli, abends 19.15 Uhr, verschied nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Ragust Weber im 73. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Weber geb. Westheide nebst Kindern und Enkelkindern Bielefeld, den 25. Juli 1938. Henriettenstr. 28a Die Beerdigung findet am Freitag, dem 29. Juli, 14½ Uhr, von der Elim-Kapelle aus nach dem Friedhof in Sudbrack, statt. Vorfeler um 14 Uhr. Ausgelitten hab ich nun, bin am frohen Ziele, Von den Leiden auszuruhen, die ich nicht mehr fühle. Gestern vormittag 1 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Doris Tferklig geb. Falldorf im 59. Lebensjahre. In stiller Trauer: Heinrich Herking Erich Herking Hilde Herking, geb. Heibrock Helmut Herking Lydia Herking geb. Wessel Gisela Herking als Enkelkind Bielefeld, den 27. Juli 1938 Jöllenbecker Straße 105. Die Beerdigung findet auf Wunsch der Verstorbenen in aller Stille statt. Z u m S m mme 0 0 Hagenbruchstraße 2 Prometheus Oranier e Kreit* Bechhecker Gasherd Riemeiers Fleckwasser reinigt fabelhaft, macht keine Ränder! Flasche zu RM..60 u. O. 90 hilde, warum denn! so trübe und blaß aussehend? Auch Dir würden Dr. Burchard's Blut= und Darmreinigungs=Perlen helfen, denn sie wirken prompt und milde. 50 Sick 85 Pfg., 120 Stck..80. Hergeröder, Drogerie im Crüwell=Haus. An schönen Sommertagen setzen Sie— meine Damen— auch gern den Hut ab. Sie brauchen dann Ihre Haare nicht ängstlich zu mustern, wenn Sie Wittler-Dauerwellen tragen. Kommen Sie lieber heute als morgen. Wittler, Am alten Markt. Tel. 2372. H. Pahlmeier, Mühlenstr. 24„ Ruf 5398 Lager In Särgen und Sargausstattung Uebernahme sämtlicher Beerdigungsangelegenheiten. 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Betriebsführer und Gefolgschaft Anfang Dreißiger, sucht die Bekanntschaft eines jungen Mannes ungefähr gleichen Alters zwecks späterer Heirat. Bildzuschriften unter A A 2013 an die Westfälischen Neuesten Nachrichten. Dame, Anfang der 40er, Beamtentochter, möchte mit gebildetem Herrn in Verbindung treten zwecks Ehe. Witwer mit Kind nicht ausgeschloss, Frdl. Zuschr. erbeten u. A2 5933 an die Waln. Dame, vierzigerin, evgl., led., frohe, heitere Natur, mit schonem Heim und viel Sinn für gemütliche Häuslichkeit (auch Geschäftsinteresse), möchte gebild., charakterfesten Herrn in fester Stellung kennenlernen zwecks Reitungsehe Freundl. Zuschriften, möglichst mit Bild, unter A Z 5986 an die W. N. N. Deutliche llandscheist ist die Voraussetzung für eine wortgetreue Wiedergabe des Anzeigentextes. **„ O Zweites Blatt der Westfälischen Neuesten Nachrichten, Nr. 173 Mittwoch, 27. Juli 1938 Rettung vor der Ritze! 900 gläuliche Zungen nn Heinlaget Ein Gang durch das Zeltlager des Jungbannes 158 in Halle Poto: Tobis-Quick Der Manövergast Hausmannskost für die Manövereinquartierung X Von der allgemeinen Sachleistungspflicht nach dem neuen Wehrleistungsgesetz sind, soweit körperliche Dienstleistungen in Betracht kommen, befreit: Jugendliche bis zum vollendeten 15. Lebensjahr, Mütter von Kindern unter 15 Jahren, folls sie mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft leben, Schwangere vom 6. Monat an bis 2 Monate nach der Niederkunft, Arbeitsunfähige und alle Personen vom vollendeten 65. Lebensjahre ab. Im übrigen ist der Unterkunftgeber auf Verlangen zur Verabreichung von Verpflegung verpflichtet. Die Mahlzeiten sind in Form der im Haushalt üblichen Kost nach den Mengen des großen Beköstigungssatzes der Wehrmacht in einwandfreier Beschaffenheit und gehörig zubereitet zu liefern. Die Besitzer von gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben sind verpflichtet, die Mitbenutzung ihrer Werkstätten zu gestatten und geforderte Instandsetzungsarbeiten auszuführen bei entsprechender Vergütung. Vier Tage Gültigkeit Mit Sonntagskarten zur Funkausstellung X Zum Besuch der vom 5. bis 21. August dauernden Großen deutschen Funkausstellung in Berlin gibt die Reichsbahn auf allen Bahnhöfen in 300 km Umkreis Sonntagsrückfahrkarten nach Berlin aus, die vier Tage gelten. Erster Geltungstag ist der Taa der Lösung, die Rückfahrt muß jeweils am vierten Geltungstag um 24 Uhr beendet sein. Die außerhalb der 300=km=Zone ständig aufliegenden Sonntagsrückfahrkarten nach Berlin gelten ebenfalls vier Tage. Das Zeltlager der Pimpfe In den Bergen bei Halle i. W. Unsere Pimpfe bauen ihre Zelte in den Bergen bei Halle auf. Lustig wird es im Lager zugehen, wo neben dem Fußball bestimmt auch der zünftige Lagerzirkus zu Worte kommen wird. 35 Zelte, die jede Woche der großen Ferien mit 450 bis 500 Jungen besetzt werden, sollen aufgebaut werden. Heiner Schröder macht die Sache! iumt grim Jungs, es wird bestimmr prima! * Elternbesuche in Landjahrlagern Der Reichserziehungsminister hat in einem Erlaß klargestellt, daß alle Elternbesuche in den Landjahrlagern der Genehmigung des Regierungspräsidenten unterliegen. Besuche größerer Gruppen von Eltern sind grundsätzlich gestattet, wenn eine gründliche Vorbereitung durch eine verantwortliche Stelle gewährleistet ist und alle Eltern die Möglichkeit haben, an den Besuchen teilzunehmen. Die Elternbesuche dürfen nur über Sonnabend und Sonntag stattfinden. Uebernachtungen in den Lagern sind unzulässig. Besuche einzelner Angehöriger sind nur in Ausnahmefällen zu gestatten. itt Erhängt aufgefunden Erhängt aufgefunden wurde am gestrigen Abend gegen 21 Uhr ein etwa 60 Jahre alter Mann, der einen blauen Anzug und braune Schnürschuhe trug im Holz von Meyer zu Eißen. Singend zieht eine Kolonne von 300 Pimpfen durch die Stadt. Es sind die Pimpfe der ersten Lagerwoche des Zeltlagers des Jungbannes 158, das am Sonntag in Halle eröffnet worden ist. Jungbannführer Heiner Schröder führt die Jungen zum ersten Spiel ins Gelände. Als sie nach zwei Stunden zurückkehren, schließen wir uns ihnen an. Der Marsch geht nach der Masch, wo auf dem Sportplatz innerhalb ganz kurzer Frist ein Zeltlager entstanden ist. Vier Wochen fröhlichen, gesunden und körperstählenden Lagerlebens sollen hier vor sich gehen. Etwa 1500 Pimpfe sollen des Glückes einer solchen Freizeit teilhaftig werden. Fast neidvoll denken wir nachher bei Besichtigung des Lagers, wenn uns doch auch in unserer Jugend ein solches Lagerleben geboten worden wäre. Halt! Doch als wir durch das Tor wollen, gebietet die Lagerwache, die soeben mit präsentiertem Speer die Pimpfe einrücken ließ, uns mit quergehaltenem Speer„Halt!“ Recht so! Straff und wohlorganisiert, geht alles zu. Ein Pimpf geleitet uns auf unsere Bitte zum stellvertretenden Lagerführer, Stammführer Theo Knder. Und dann dürfen wir uns das Lager gründlich ansehen. Wir haben unsere helle Freude an den Jungen, die sich vor ihren Zelten lagern und von dem Spiel in unseren Bergen einen„ordentlichen“ Appetit mitgebracht haben. Schnell haben wir uns mit den Jungen angefreundet. Die älteren Führer sorgen für Ordnung. Wie gut wird den Jungen die Lagerwoche tun, mit der geregelten Lebensweise und der Unterordnung in Zucht und Kameradschaft. Ueber allem steht die Kameradschaft. Das ist die große Losung, und Tag für Tag gibt es eine besondere. Parole: Planetta! Ehrung der Helden. So ist der Geist, in dem die Jungen hier ihre Freizeit verbringen. Jedem Fähnlein stehen vier große Rundzelte zur Verfügung. 30 Zelte ziehen sich in langer Front an den Seiten des Sportplatzes hin, beschattet von den hohen Bäumen. Die Stirnseite wird mit den Zelten für den Lagerführer und die Verwaltung sowie mit einem Sanitätszelt abgeschlossen. Von drei hohen Masten wehen hier die Fahnen der Hitlerjugend und des Reiches. Ein Fahnenstand schließt das Ganze wirkungsvoll ab. Der Tagesverlauf Um.30 Uhr Wecken. Dann heißt es wie die Wiesel raus aus dem warmen Stroh. Fünf Minuten später werden die Glieder bereits beim Frühsport gedehnt. Waschen, Anziehen, Zelte in Ordnung bringen. Zeltappell und Flaggenparade folgen. Um 8 Uhr gibt es Morgenkaffee mit Frühstück. Jungbannführer Schröder berichtet uns lachend von dem gesunden Appetit, den die Jungen entwickeln. Die Haller Bäcker sind in starkem Maße eingespannt. 300 bis 400 vertilgen eine gewaltige Menge von Brotschnitten am Tag.„ 94 Nach dem Frühstuck folgt eine Stunde Schulung. Um.45 Uhr geht es hinaus zum Geländedienst. Von 12 bis 15 Uhr ist Mittagspause und Ruhe. Spielen, Sport, Schwimmen folgen. 18 Uhr Putz= und Flickstunde. 18.45 Uhr Appell. 19.15 Uhr Abendessen. Und nach der Singestunde wird die Fahne eingeholt. Um 21.30 Uhr ist Zapfenstreich. Dann hat absolute Ruhe zu herrschen. Die Wache patrouilliert durch das Lager. Wie die Murmeltiere Mutters weiches Federbett fehlt. Der blanke Rasen muß Sofa und Stühle ersetzen. Aber die Jungen entbehren die häuslichen Bequemlichkeiten gar nicht. Im Stroh, das in jedem Zelt genügend vorhanden ist, schlafen sie wie die Murmeltiere. Hoffentlich haben sie mit dem Wetter weiterhin so Glück wie in den ersten Tagen. Auch für die gesundheitliche Betreuung ist gesorgt. Die ständige Sanitätswache durch Feldschere der Hitlerjugend hat eine ausreichende Apotheke zur Hand. Der Kreiskommunalarzt kontrolliert das Lager täglich. Gleich am Lagereingang sehen wir eine Waschanlage, die durch Legung einer Wasserleitung von der Fabrik Imsande aus geschaffen worden ist. An der anderen Seite steht das Wichtigste: zwei Feldküchen. Der Speisezettel Jungen von 10 bis 14 Jahren haben ja eigentlich immer Hunger. Dennoch war es eine besondere Freude zu sehen, wie manches Bürschchen zum zweiten und gar zum dritten Male beim Küchenchef erschien, um sich einen Schlag Erbsensuppe zu holen. Erbsensuppe mit einem Brühwürstchen gab es gestern. Und am Sonntag hat das Gulasch ganz ausgezeichnet geschmeckt. Ein SA.=Mann waltet an den beiden von der Fahrabteilung der SA.=Reiterstandarte Bielefeld zur Verfügung gestellten Feldküchen seines Amtes als Koch. Zwei Kessel muß er immer unter Dampf halten. Mehrere größere Jungen stehen ihm selbstverständlich als Küchenhelfer zur Seite. Na und die Kartoffelschäler hättet ihr erst mal sehen sollen, wie sie eifrig vor Bergen von Kartoffeln saßen, die heute zum Pichelsteiner Gemüse gebraucht werden. Wir haben den Jungen guten Hunger gewünscht, als sie nach zünftigen Tischsprüchen ihre Erbsensuppe zu löffeln begannen, und dann haben wir uns langsam davongemacht, bedauernd, nicht dableiben zu können. Ein solches Lager hat nichts mit romantischer Schwärmerei zu tun. Hier stehen die Jungen ganz unter dem Einfluß nationalsozialistischer Menschenführung. Die 12—14jährigen haben die Möglichkeit, in der Lagerwoche auch das Leistungsabzeichen des Deutschen Jungvolks zu erwerben. Scrihe, hin. Jungbannführer Heiner Schroder bietet mit dem Stab seiner Unterführer, in denen wir sich ihrer Verantwortung bewußte junge Menschen kennenlernten, die Gewähr für eine sorgfältige Betreuung der Pimpfe. Daß es ihnen ausgezeichnet gefällt, hat man jedem ansehen können, und viele haben es ausdrücklich versichert. Wenn wir auch nicht dableiben konnten, dem Lagerführer haben wir versprochen, bald mal wiederzukommen, um auch das in Augenschein zu nehmen, was am Lager noch verbessert und verschönert wird. Die technische Bereitschaft der Ho. Bielefeld wird eine Lautsprecheranlage bauen, der Fahnenstand und der Lagereingang sollen noch ausgeschmückt werden. Wenn der Fanfarenzug des Jungbannes im Lager weilt, soll auch eine besondere Feier für die Oeffentlichkeit veranstaltet werden. Zu den Teilnehmern der zweiten und vierten Lagerwoche sprechen Gauredner der NSDAP. Für die gesamte Dauer des Lagers ist eine Stamm=Mannschaft eingesetzt worden, der die verwaltungsmäßigen Aufgaben sowje die Instandhaltung des Lagers zufallen. Es ist allerlei zu tun. 300 bis 400 Jungen zu betreuen, ist gewiß keine leichte Aufgabe, um so mehr waren wir erfreut, daß alles so gut klappt. Wahrhaftig, sie haben es gut, die Pimpfe im Zeltlager des Jungbannes 158 auf der Masch. Für jeden wird die Lagerzeit ein Erlebnis sein, und alle, die in den drei nächsten Wochen(die Lagerzeit geht jeweils von Sonntagmittag bis Sonnabendnachmittag) einrücken sollen, dürften sich ebenfalls auf ihr Ferienlager freuen. py. Zurückverwiesen Eine Entscheidung des Reichsgerichts Der vom Schwurgericht Bislefeld am 23. Mai 1938 wegen Meineides zu zwei Jahren Zuchthaus und entsprechendem Ehrenrechtsverlust verurteilte Angeklagte Herbert Wüppelmann legte gegen dieses Urteil Revision beim Reichsgericht ein. Der Angeklagte hat bei der Ableistung des Offenbarungseides verschwiegen, daß ihm eine Schreibmaschine gehörte, daß er über ein Scheckkonto verfügte Siamamtene und Goldene=Hachzen 60 Jahre treue Ehegemeinschaft Heute feiern die Eheleute August Pepper und Frau Johanne, geb. Nagel. BielefeldSieker, Hauptstraße 14, ihre diamantene Hochzeit. Während der Ehemann im Alter von 84 Jahren steht, ist die Frau 82 Jahre alt. Von 8 Kindern, vier Söhnen und vier Töchtern, sind zwei Söhne gestorben. 16 Enkelkinder und 5 Urenkel feiern nun heute gemeinsam den großen Tag in der Familie, die diamantene Hochtelt...., Erse Der Jubilar, der lange Jahre der„Arbeit eines Bautischlers nachging, ist noch verhältnismäßig rüstig und macht wie seine Frau, die auch noch eine geistige und körperliche Frische auszeichnet, die Haus= und Gartenarbeit selber. Das diamantene Ebepaar, das sich uverall einer großen Beliebtheit erfreut, verfolgt mit viel Verständnis den Aufbau unseres neuen Reiches und hilft besonders nach besten Möglichkeiten mit, die NSV. zu unterstützen. Neben den Wünschen vieler anderer Gratulanten mögen die beiden Eheleute, die in 60jähriger treuer Gemeinschaft das Leben gemeistert haben, unsere herzlich empfundenen Glückwünsche entgegennehmen. 50 Jahre in Treue vereint Das Fest ihrer goldenen Hochzeit seiern heute Kolon Heinrich Tölke und Frau Anna, geb. Döweler, Hillegossen Nr. 19. Kinder, Enkelkinder, Verwandte und Freunde werden mit dem Jubelpaare diesen Taa freudig begehen. Während der Jubilar noch körperlich rüstig ist, sogar seine Wege noch mit dem Rad besorgt, kränkelt Mutter Tölle schon etliche Jahre, aber Papa Tölke bemüht sich immer, ihr das Leben so leicht wie möglich zu machen. Ein arbeitsreiches Leben liegt hinter den beiden und für einen weiteren, zufriedenen Lebensabend wollen wir unsere Wünsche darbringen. Heinrich Tölke ist Mitbegründer des Männergesangvereins„Eintracht“ Hillegossen und nunmehr nach 40jähriger Mitgliedschaft als Ehrenmitglied geführt. Sommer SchlußVerkauf BIELEFELD Herren- und Kinder-Kleidung und daß für ihn auf einem seiner Frau gehörigen Grundstück ein lebenslängliches Wohnrecht eingetragen war. Das Scheckkonto war zu Täuschungszwecken auf den Namen seiner Frau ausgestellt. Daß das Wohnungsrecht auf einem bisher noch unbebauten Grundstück eingetragen stand, hielt das Schwurgericht für bedeutungslos. Durch das Verschweigen dieser drei Vermögensgegenstände habe der Angeklagte seine Eidespflicht vorsätzlich verletzt. Auf die Revision des Angeklagten hat jetzt der dritte Strafsenat des Reichsgerichts entschieden, daß der Angeklagte das für ihn eingetragene Wohnungsrecht nicht anzugeben brauchte. Da die insoweit irrige Annahme des Schwurgerichts die Höhe der Strafe beeinflußt haben kann, wurde die Sache zu neuer Straffestsetzung an das Schwurgericht Bielefeld zurückverwiesen. „Reichsgerichtsbriefe“.(3 D 523/38.— 25. 7. 1938.) Zwei Personenwagen stießen zusammen Am 26. 7. 1938, gegen 11.30 Uhr, stießen an der Gütersloher Straße, in Höhe des Hauses Nr. 28, zwei Personenkraftwagen zusammen. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. * Achtet auf vorgeschichtliche Bodenfunde! Bei Erdarbeiten werden häufig in nicht geringer Tiefe Scherben von Urnen Geräte aus Stein, Knochen, Bronze und Eisen gesunden. Die Funde erscheinen dem Nichtsachmann unbedeutend und wertlos, ermöglichen aber dem Fachmann, das Bild über die Vorgeschichte unserer Heimat zu vervollständigen. Der Forschung ist am meisten gedient, wenn die Fundstelle unberührt bleibt. Es wird gebeten, solche Funde sofort an die Naturschutzbehörde, Rathaus, Zimmer 94, Fernruf 6000, zu melden. Nei Möi Der# 2 beam haftei amtei bezah hatte Kelln wied Wirt besch gleich lasser Aufe Firn sorde mehr den In Der fall wol Bor der Vor und Fra arb dav sich ver der den abe übe mo der Ge Ei die ha Di Di ve sie w. ar ich I w A pe b# 11 E 8 Ausflug vom Parkplatz aus Bielefeld bietet viel Reisemöglichkeiten mit dem Omnihus In diesen Tagen der größten Reisefreudigkeit, in denen viele Menschen in die Ferien fahren, stehen die Türen des Verkehrsamtes in der Bahnhofstraße nicht still, und der Beamte der Auskunftsstelle im Hauptbahnhof muß immer wieder Fahrtverbindungen ausrechnen und mitteilen. Mg Aber es gibt auch viele Volrsgenossen, die nur mal einen oder einen halben Tag die schöne Sommerzeit genießen wollen. Besonders am Wochenende fährt man gern nach draußen, und da sind es die Einrichtungen der Omnibusunternehmen, die heute eine vielseitige Möglichkeit zu Fahrten in die nähere und weitere Umgebung bieten. Mit der Post kann man z. B. nach Oerlinghausen fahren, über Lämershagen an der Reichsautobahn vorbei ins Schopketal. Oder nach Bad Salzuflen, Bad Ravensberg, Bad Rothenfelde und selbstverständlich nach Peter auf'm Berge und Vierschlingen. Die Omnibusse des Städtischen Betriebsamtes vermitteln Halbtagsausflüge zum Hücker Moor, nach Tatenhausen und Ravensburg, nach Lopshorn und zum Hermannsdenkmal, nach Bad Oeynhausen, nach Schlangen—Bärental—Lippspringe—Paderborn, nach Iburg—Osnabrück—Melle. Mit Tagesausflügen erreicht man den Dümmersee—Wiehengebirge und Bad Essen; weiter geht es nach Burg Sternberg—Bögerhof—Bad Salzuflen oder man kann eine Weserfahrt mit dem Omnibus über Schwalenberg-Polle—Boden= werder—Pyrmont machen.„ 11 8 Die größte Möglichkeit fur eine Fahrt bieten aber die privaten Omnibusunternehmer, deren Wagen vom Parkplatz Hindenburgstraße abfahren. Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Fahrten in die verschiedensten Gegenden kann als groß bezeichnet werden. Hier nur eine Auswahl: Loccum—Steinhude —Hannover, Edersee—Bad Wildungen, Möhnesee—Bilsteinhöhle—Arnsberg, Driburg—Carls= hasen—Pyrmont, Kassel=Wilhelmshöhe, syburg—Dechenhöhle— Möhnetalsperre—Soest, Sauerland—Attendorner Höhle, Hermannsdenkmal—Externsteine—Silberbachtal, mehrere Fahrten zur Reichsgartenschau in Essen. Aber auch mehrtägige Fahrten kann man vom Parkplatz in der Hindenburgstraße aus unternehmen. Es geht dabei zwei Tage zum Rhein und zur Ahr, zwei Tage nach Hamburg, vier Tage zum Rhein bis Heidelberg, 10 Tage nach Bayern und er deutschen Ostmark, fünf Tage durch den Schwarzwald, drei Tage nach Thüringen, zwei Tage nach Bremen—Bremerhaven—Helgoland usw. Immer wieder sind die Termine der einzelnen Fahrten so gelegt und auf den Monat Juli und August so verteilt, daß jeder Zeit finden wird, diese oder jene Fahrt mitmachen zu können, wenn er Stunden der Erholung oder Tage der Ferien mit dem Omnibus oder durch den Omnibus verbringen will. Sogar für den September kann man sich orientieren, wobei hier nur Fahrten zur Weinlese zum Rhein, zur Uhr und zur Mosel angegeben Nicht in allen Städten findet man derartig viel Möglichkeiten für Ausflüge und Ferienfahrten wie in Bielefeld. Der Bielefelder aber weiß diese Einrichtungen zu schätzen und macht regen Gebrauch davon, das beweisen die vielen Anfragen bei der Post, beim Städtischen Betriebsamt und bei den privaten Omnibusunternehmern am Parkplatz Hindenburgstraße. Ueberall herrscht derselbe Betrieb wie in den großen Reisebüros, Auskunft und Prospekte gibt es— und„Omnibusreisen sind schön. Westfalenmeisterschaft im Schach Bielefelder Schachspieler kämpfen in Nachdem das Turnier um die Großdeutsche Schachmeisterschaft in Bad Oeynhausen schon im vollen Gange ist, beginnt nun auch sen des weiten Westfalenlandes kommen die Meister des töntglichen Spieles nach Bod, Orpiesgene'g### besondere Freude ist es da für die spteler, die bislang nur die deutschen Meister in den Kämpfen um höchste Titel im königlichen Spiel ver gen konnten, daß sie nun auch die bieftggte,wpiglern starten können. Allein drei von den Wet,g ung gehören dem Bielefelder Schachkluo u und der vierte Oftwestfale kommt aus ein Aufgebot, worauf die Ravensberg=Lipper besonders stolz sein können. Es sind dies die westsälischen Vorkämpfer Seitz, E. Häfner und H. Wiekowiac(Bielefeld) und der neue Kreismeister H. Krettek aus Gütersloh. Die Vorrunden um die Westfälische Schachmeisterschaft werden in diesem Jahre erstmalig nach dem bekannten Schweizer System ausgetragen. So spielen alle Teilnehmer in einer Gruppe und die sich nach sechs bis sieben Runden ergebenden ac besten Spieler kämpfen dann im anschließenden Endturnier den Westfalenmeister aus. Hoffen wir, daß sich die Bielefelder Meister in diesem Felde mit einfinden werden. Die Besetzung ist diesmal, trotzdem der Titelverteidiger Hans Herrmann im deutschen Meisterturnier mitspielt, außerordentlich stark. Bielefeld=Halle (Nachdruck verboten) RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerr Kreis Bielefeld=Halle, Abt. Jugendgruppen An die Ortsgruppenführerinnen des Stadtkreises Bieleseld und die Ortsgruppen Brackwede, Heepen, Gadderbaum und Quelle! Am Donnerstag, 28. d.., findet im Gymnastum, Nebelswall 1, um 20.30 Uhr eine Führerinnenbesprechung statt, zu der ich vollzähliges Erscheinen erwarte. Deutsche Arbeitsfront Fachgruppe Hausgehilfinnen Die Teilnehmerinnen an der Fahrt nach Iburg treffen sich am 14.45 Uhr am Parkplatz an der Hindenburgstraße, neben Möbelhaus Mertens. Wer noch mitfahren will, kann sich dort einfinden. BDM.=Werk„Glaube und Schönheit“ Für alle 17—21jährigen BDM.=Mädel findet am Freitag, 29.., 20 Uhr, im Niedermühlenkamp noch einmal ein Appell statt. Erscheinen ist Pflicht! Aus dem Eundntele MMelhert Schlaß iin dem Hahalterlam Schärfste Strafen für diese Verbrecher Die Bielefelder Kriminalpolizei hat in letzter Zeit erfreulicherweise in der Bekämpfung des Zuhältertums große Erfolge erzielt. Sie konnte einer ganzen Reihe dieser asozialen Menschen der Zuhälterei überführen und hinter Schloß und Riegel setzen, wo sie nun einer empfindlichen Bestrafung entgegegschen, Es handelt sich durchweg um arben###### MNenschen, zum Teil erheblich vorbglucgitgug. mit dem kürzlich zu einer längereng#c strafe verurteilten Hauptzuhällr Lehmann mehr oder weniger in„näheren Beziehungen“ gestanden haben. Daß dem verderblichen Treiven dieser Menschen, die aus der„Straßenarbeit“ der Dirnen Kapital schlagen, um sich ein angenehmes Lehen zu verschaffen, endlich mit den schärfsten Mitteln Einhalt geboten wird, ist nur zu begrüßen. Gerade der Zuhälter ist der geborene Verbrecher, bei dem alle dunklen Existenzen Unterschlupf finden, die das Licht der Oeffentlichkeit zu scheuen haben. Hier ist der Nährboden für das gesamte Verbrechertum. Inzwischen ist das Verfahren gegen sechs Angeklagte vor der Großen Strafkammer durchgeführt worden. Es handelt sich um den 27 Jahre alten Gustav Stork aus Bielefeld, der seit Jahren mit einer Dirne verheiratet ist. Anfänglich will er nichts von dem„Nebenberuf“ seiner Frau gewußt haben. Später hat er sie dann aber um so eifriger auf den Touren“ begleitet, besonders auf den Jahrmärkten in Gütersloh, Herford, Sylbach und Blasheim, um von dem„Verdienst“ gut zu leben. Das Urteil lautete auf ein Jahr und sechs Monate Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. Die gleiche Strafe erhielten der 27 Jahre alte Harri Neumann aus Bielefeld, bereits zweimal einschlägig vorbestraft, und der 34 Jahre alte Walter Rohmann aus Bielefeld, in seinen Kreisen unter dem Namen„Jukitsch“ und„Pennewalter“ als schwerer Einbrecher bekannt. Der 30 Jahre alte Friedrich Plogstieß aus Bochum, der zunächst in Osnabrück und Münster sein Unwesen trieb und dann 14 Tage in Bielefeld eine Gastrolle spielte, wo er gerade in dem Augenblick festgenommen wurde, als er wieder abhauen wollte, erhielt ein Jahr und drei Monate Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. Außerdem wurde die Stellung unter Polizeiaussicht für zulässig erklärt. Eine nicht unerhebliche Rolle auf diesem Gebiet spielte auch der 30 Jahre alte Heinrich N. aus Hamburg, bisher nicht vorbestraft, der sich in Bielefeld zwei Dirnen anschloß und sich dadurch in ein gefährliches Unternehmen einließ. Nachdem er in den Hotels allerhand Schulden gemacht hatte, verschwand er und wurde auf Grund eines Steckbriefes in Hamburg verhaftet. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis..— Ebenfalls mildernde umstände wurden dem 26jährigen Reinhold T. aus Bielefeld zugebilligt. Der bisher noch nicht vorbestrafte Angeklagte kam mit neun Monaten Gefängnis davon ab.— Gegen die anderen festgenommenen Zuhälter stehen die Verhandlungen demnächst an. sp. Falsche Anschuldigung Drei Monate Gefängnis Die 48jährige Ida F. aus Bielefeld war “ a m 5. A p r i l v. J. v o n d e r G r o ß e n S t r a f k a m mer beim Landgericht Bielefeld wegen wissentlich falscher Anschuldigung zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte die Angeklagte durch ihren Verteidiger beim Reichsgericht in Leipzia insofern mit Erfolg Revision einlegen lassen, als das Reichsgericht das Urteil in vollem Umfange aufhob und zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht zurückverwies. Die neue Verhandlung stand vor der l. Großen Strafkammer an. Nach der Anklage sollte die F. fortlaufend seit 1934— in Wirklichkeit war das auch schon früher geschehen— Briefe an das Gewerbeaufsichtsamt geschrieben haben, in denen sie von ihrer früheren Arbeitgeberin behauptete, daß sie unerlaubte Dinge getan habe. In der Verhandlung bestritt die Angeklagte hartnäckig, wie auch in dem ersten Verfahren, die Briefe geschrieben zu haben. Sie wollte von nichts wissen und noch nie einen Brief geschrieben haben, weil sie es nicht könne. Das stimmte allerdings nicht, wie ihr nachgewiesen wurde. Im übrigen wurde die Angeklagte in erster Linie durch das Gutachten des Schriftsachverständigen überführt, wonach nur sie allein als die Briefschreiberin in Frage kommen konnte. Die Strafkammer kam zu demselben Ergebnis und verurteilte, die Angeklagte wegen wissentlicher falscher Anschuldigung zu drei Monaten Gefängnis. Der Verletzten wurde die Publikation des Urteils zugesprochen. sp. Betriebsappell bei der Kreisverwaltung Die gesamten Angehörigen aller Abteilungen der Kreisverwaltung hatten sich am 25. Juli zu einem Betriebsappell im KreistagsSitzungssaal eingefunden. Landrat Pg. Dr. Rütten konnte hierbei eine Reihe von Ernennungen und Beförderungen bekanntgeben. Nach einleitenden Worten über den Sinn und die Bedeutung des Beamtentums in der heutigen Zeit gab er bekannt, daß vier Gefolgschaftsmitglieder vom Kreisausschuß mit Zustimmung des Regierungspräsidenten zu Beamten auf Lebenszeit berufen worden sind. Die Verwaltungsobersekretäre Fritz Siekmann, Werner Beckmann, Fritz Gehring und der Techniker Wilhelm Claus leisteten sodann vor der gesamten Belegschaft den Eid auf den Führer. Mit der Aushändigung der Urkunden konnte der Landrat gleichzeitig bekanntgeben, daß Siekmann und Beckmann zu Kreisausschuß=Inspektoren, Gehring zum KreisausschußObersekretär und Claus zum Kreisbausekretär befördert worden sind. Mit dem Gedenken des Führers schloß die Feierstunde. Senne l. Ziegenzüchterverein Sennel. Im Saale Kampeter fand die erste Mitgliederversammlung des Ziegenzüchtervereins Senne I statt. In einem Vortrage des Geschäftsführers der Kreisfachgruppe Bielefeld wurde der Zweck des Vereins klargelegt. Eine rege Aussprache zeugte von dem Willen, an der Erzeugungsschlacht mitzuarbeiten. Insbesondere wurde die Haltung der Vatertiere, wie sie bisher war, einer scharfen Kritik unterzogen. Der Geschäftsführer versprach, nach den Richtlinien der neuen Körordnung und der des Kreisbockhaltungs= vereins dafür zu sorgen, daß nur einwandfreies Zuchtmaterial für die kommende Deckperiode aufgestellt werde. Anschließend wurde ein Lichtbildervortrae Quer durch deutsche Ziegenzu bilderteku##net ugig bratsche Gezengucht“ gehalten, der bei den Besuchern dankvare unerkennung fand. Dem Wunsch der Versammlung, die richtit Vienen wündern zue Greugt 270 heimische Bienenvölker holen Honig aus fremdem Gebiet Wunsch err,g über die rinige gutterungsweise, Pflege Haltung der Tiere Vortrag zu halten, soll in der Augustversammlung nachgekommen werden. Dornberg. Kleinkraftradbesitzer haben den Antrag auf Erteilung des Führerscheines der Klasse 4 bis zum 15. August bei der Polizeiverwaltung in Dornberg zu stellen, Beizubringen sind ein Lichtbild und ein Geburtsschein. Weiter ist eine Verwaltungsgebühr von 0,.50 RM. zu entrichten. Übbedissen. Kriegerfest. Ein großer Zapfenstreich leitete das Kriegerfest am Sonnabend ein. Bis tief in die Nacht hinein bewegten sich dann alt und jung in den Zelten und auf der Festwiese. Am Sonntag war der große Tag der Kriegerkameradschaften. Auf dem Sportplatz in Hillegossen wurde angetreten. Erschienen waren die SA., die Vereine aus Stieghorst, Heepen, Lämershagen, Asemissen und Oerlinghausen. Unter den Klängen der Baule=Kapelle setzte sich der Festzug in Bewegung. Am Kriegerehrenmal fand ein Vorbeimarsch statt, und dann ging es zum Festplatz. Hinter den Zelten wurde aufmarschiert, und hier hieß der Führer der Kriegerkameradschaft Übbedissen=Hillegossen, Kamerad Oelker, alle erschienenen Vereine herzlich willkommen. Er begrüßte besonders den Leiter der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP., Pg. Schildmann, sowie die Bürgermeister der beiden Gemeinden, Pg. Hüttemann und Pg. Tiekötter. Nach der Ansprache wurden die Festzelte aufgesucht. Die Kapelle spielte bald schnittige Weisen. Noch einmal ließ der Vereinsführer seine Kameraden antreten, um eine ehrenvolle Aufgabe zu erledigen. Dem Kameraden Georg Brinkmann wurde für hervorragende Schießleistungen die geldene Nadel des Kyffhäuserbundes überreicht. Manch Tänzchen wurde gemacht, manches Gläschen geleert, und frohe Stunden vereinigten die Klimadienst Wenn wir mal eine Biene beobachtet haben, die in einen Blütenkelch kriecht, dann wissen wir, daß sie den Honig nach Hause bringen wird, den sie sammelt. Was ist aber, wenn die Biene nicht genügend Honig finden kann? Dann wandert dieses arbeitsame Tier, vielmehr sie wird gewandert. In früheren Jahren brachten die hiesigen Imker ihre Bienenvölker zumeist in die-Senne. Da aber nur zwei= bis dreijährige Triebe der Heide richtig honigen, also genügend Honig liefern können, trifft dies für unsere Heide in der Senne nicht mehr zu, da sie schon zu hoch gewachsen ist. In diesem Jahre haben die Imker der Kreisfachgruppe Bielefeld unter Leitung ihres Obmannes für Bienenwandern, Neumann, erstmalig ein anderes Gebiet ausgewählt. Dadurch, daß der Reichsarbeitsdienst Straßen im Ems=Moor weit vorgetrieben hat, kann nunmehr in diesem Gebiet eine Fläche von den Bienen beflogen werden, die bisher noch nie beflogen wurde. Zudem steht hier Glocken= und Moorheide, von denen die Glockenheide bereits blüht. Man weiß wenig von der Existenz der vielen Imker mitten in der Stadt, und doch gibt es allein im Stadtgebiet Bielefeld 50 Imker. Aus Jöllenbeck, Isselhorst, Heepen, Schildesche, Stieghorst und Vilsendorf werden in diesen Tagen von 30 Imkern insgesamt 270 Bienenvölker erstmalig verladen; in der Fachsprache der Imker heißt es: diese 30 Imker haben noch nicht gewandert—— natürlich mit ihren Bienen. Da standen nun gestern abend die Imker vor ihren Kästen und warteten, bis die fleißigen Bienen alle zu Hause waren. Die zum Wandern bestimmten Völker, dazu werden nur kräftige Völker mit entsprechendem Nachwuchs genommen, sind in entsprechenden Kästen untergebracht, und für den Imker galt es bei hereinbrechender Dunkelheit, die einzelnen Kästen verladefertig zu machen. Am Brodhagen war Sammelstelle, und mit großen und kleinen Wagen kamen die Imker mit ihren Völkern an. Es wurden rund 140 Bienenvölker am gestrigen Abend verladen und am Donnerstag folgt der zweite Transport, denn insgesamt wandern 270 Bienenvölker von Bielefeld nach Hesepe, Kreis Meppen an der Ems. Das ist das Gebiet, in dem diese Bienenvölker nun für sechs Wochen bleiben. Der Transport muß schnell geschehen, denn schon beim Morgengrauen muß alles an Ort und Stelle sein, und acht Imker, die die Reise auf dem Lastwagen mitmachen, reißen gleichzeitig bei 270 Bienenvölkern die Fluglöcher offen. Die Bienen haben also nur ihre Nachtruhe auf dem Transportwege zugebracht, der neue Morgen sieht sie in einem anderen Gebiet bereits an der Arbeit. Dann heißt es nach Ablauf der Wanderzeit, wenn die Bienenvölker wieder in ihre Heimat kommen: Wer war am fleißigsten, wer hat am meisten Honig und Wachs geliefert? Dabei ergibt sich in dem neuen Gebiet noch ein Kuriosum insofern, als die holländischen Bienenzüchter ihre Körbe alle längs der Grenze aufgestellt haben. Die holländischen Bienen fliegen also zollfrei in das deutsche Moor= und Heidegebiet und„schmuggeln“ von dort den Honig in die holländischen Körbe. Um keine Uebervölkerung herzustellen, sind deshalb die deutschen Bienenvölker drei Kilometer von der Grenze aufgestellt worden bzw. erhalten unsere heimischen Bienen auch dort ihren„Wanderaufenthalt“, in dem fleißig gearbeitet wird. Die Reichsfachgruppe der Imker hat im Rahmen des Vierjahresplanes den Auftrag zur erhöhten Lieferung von Honig und Wachs erhalten. Unsere Imker aber, fast ausnahmslos Arbeitskameraden, die tagsüber in den Betrieben an ihrem Arbeitsplatz stehen, tragen durch diese neue Bienenwanderung ihr Teil zur Erfüllung dieser Forderung bei, und die Bienen liefern ihren Beitrag zur Ernährungsfretheit des deutschen Volkes. E. Sch. Personalie General Dr. K. Friederichs vollendet heute das 75. Lebensjahr. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch beschränken wir uns auf diesen Hinweis. der„Westfälischen Neuesten Nachrichten" Nach den Beobachtungen der Klimastation im Reichswetterdienst in Bielefeld=Stieghorst Lufttemperaturen: höchste des Tages:....+ 27#9 tiefste der Nacht:+ 18, Tagesschwankung:+ 14,5 Tagesdurchschnitt:+ 208 Erdtemperaturen: tiefste am Erdboden:...+ 10# 10 cm in der Erde:+ 21,5 20 cm in der Erde:+ 199 50 cm in der Erde:+ 16,5 100 cm in der Erde:+ 14#4 Sonnenscheindauer: 10,15 Std. Niederschlag in den letzten 24 Stunden: 0,0 Liter je Quadratmeter Wenn wir das Prinzip des Soldaten der Arbeit, des Beauftragten der Nation, aufrichten, dann hat der einzelne das Recht, von der Gemeinschaft zu verlangen, daß sie, wenn er in seiner Arbeit Not leidet, wenn er krank, invalide oder alt wird, für ihn sorgt. Dr. Nobert Ley Bevorons iale Pertonfahren nicht vergessen, die Reisenechsondung zu beantragen! (Ausschneiden und einsenden) An die Westfälischen Neuesten Nachrichten BIELEFELD Ich verreise und wünsche die Nochsendung der Westf. Neuesten Nachrichten, Ausgabe. von Dfe ssssees an folgende Adresse (Ortl (Straße Die Zustellung an meine Heimatadresse 10 während der Reisedauer— eingestellt— nicht eingestellt— werden. Nam Helmatadresse Zwischen Weser und Ruhr Mittwoch, 27. Juli 1938 Diebesbande festgenommen Die Werler=Einbrüche aufgeklärt Haonaum der Gauschalr des kseo Werl. In den letzten Wochen wurden in der Stadt Werl planmäßig Einbruchsdiebstähle ausgeführt. Dabei hatten es die Täter in der Hauptsache auf Geld und Rauchwaren abgesehen. Insgesamt wurden in dieser Zeit 14 Einbruchsdiebstähle festgestellt. In allen Fällen wurden Geschäftshäuser und Wirtschaften heimgesucht. Der tatkräftigen Zusammenarbeit zwischen Polizei und NS.= Gliederungen gelang es jetzt, die Täter auf frischer Tat zu ertappen. Bei den Festgenommenen handelte es sich um zwei junge Burschen im Alter von 16 bis 18 Jahren, von denen man es kaum für möglich halten sollte, daß sie zu solchen Taten fähig seien. Zwei andere Burschen, die ebenfalls zu dieser Bande gehören, jedoch in dieser Nacht nicht dabei waren, konnten unmittelbar darauf von der Polizei ermittelt und festgenommen werden. Auch diese Täter stehen in dem gleichen Alter. 50. Schulungslehrgang für die Erzieherschaft des Gaues Westfalen-Nord in Detmold Vater schändet eigenes Kind Zwölfjährige Tochter seelisch und körperlich zugrunde gerichtet Duisburg. In geradezu tiertscher Weise hatte sich der Vater eines erst zehnjährigen Mädchens an seiner leibhaftigen Tochter vergangen. Der Unhold trieb seine Schandtaten soweit, daß sich bei dem inzwischen zwölf Jahre alten Kind Folgen einstellten, die seine Aufnahme ins Krankenhaus notwendig machten. Das Jugendschutzgericht beschäftigte sich jetzt mit diesem schweren Verbrechen. Der Staatsanwalt geißelte die Taten des Angeklagten mit den schärfsten Worten und stellte ihn als ein Subjekt hin, das den Namen Mensch in keiner Weise mehr verdiene. Er habe sein eigenes Kind seelisch und körperlich zugrunde gerichtet. Der unnatürliche Vater wurde zu zwei Jahren sechs Monaten Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Wir geben Auskunft Unsere nächste Sprechstunde findet nicht am Freitag, sondern schon am Dounerstag, dem 28. Juli, von 18—19 Uhr statt. Aus Anlaß der Eröffnung des 50. Lehrganges der Gauschule Detmold des Nationalsozialistischen Lehrerbundes, Gau Westsalen=Nord, fanden sich die Vertreter der Presse des Gaues auf Einladung von Gauamtsleiter Pg. Reimvell zu einer Besichtigung ein, aus der Gauschulungswalter Kreisschulrat Pg. Kaul, Detmold, über die Einrichtung und Arbeit der Gauschule berichtete. Inmitten eines der landschaftlich schönsten Teile des Lipperlandes, an einer Stätte, auf der sich seit grauer Vorzeit Weltanschauungen gegenGageis und Eitslases un der Spige Großdeutsche Schachmeisterschaft in Bad Oeynhausen (Eigener Bericht der WRN.) Die gestrige britte Turnterrunde um die Großdeutsche Schachmeisterschaft im Kurhaus zu Bad Oeynhausen stand im Zeichen prächtiger Partien und ereignisreicher Ergebnisse. So mußte der Westfale Hans Herrmann ziemlich überraschend seine erste Niederlage einstecken. Und zwar kam er gegen den Berliner Nowarra in einem Damengambit als Nachspielender in eine schwierige Lage. Nach Figurenabtausch ging der Gegner auf dem Damenflügel zum Angriff über. Herrmann machte alsbald einen Fehler und gab im 40. Zuge die Partie auf. Während Nowarra also seinen ersten Punkt zu verzeichnen hat, mußte Herrmann die Tabellenspitze abtreten. Dagegen ist der Tiroler#li##kaset, mit zur Tabellenspitze aufgerückt. In der Partie mit Dr. Weil kam er in einer Reti=Eröffnung in positionellen Vorteil. Später gewann Eliskases einen Bauern bei weiterer überlegener Stellung. Dr. Weil konnte im letzten Kampfabschnitr nich. mehr bestellen und gab im 35. Zuge die Partie auf. Der Westdeutsche Engels hatte gegen Richter wohl sehr schwer zu einen halben Punkt konnte er erzielen und steht somit weiter mit an der Tabellenspitze. Es war hier eine sizilianische Partie, bei der beide auf Kampf spielten. Engels kam in Zeitnot und mußte eine Figur geben. Doch dafür hatte er einige Drohungen als Gegentrümpfe in des Hand. Eine davon war sehr versteckt und als dann Richter auch in Zeitnot geriet, ließ dieser Spieler zu, daß Engels ewiges Schach bieten, und somit unentschieden erzwingen dies ein Kampf, bei dem die Zuschauer wieder voll begeistert das Kampfgeschehen verfolgten. Pros. Becker konnte geger„Prcu“ in einem Damengambit, bei der feranrt schne#t in eine verlorene Variante kam, die Qualität gewinnen. Obwohl sich der Hamburger noch zäh gegen die drohende Niederlage wehrte, konnte er dem schließlichen Partieverlust, der übrigens sein erster ist, nicht mehr aus dem Wege gehen. Der Karlsruher Eisinger konnte nun auch den ersten Partiesieg erzielen. Und zwar gelang es ihm, in zwanzig Zügen über den Berliner Koch, der sich französisch verteidigte, den Sieg sicher zu stellen.: In der spanischen Partie Michel gegen Kohler ging es ziemlich ruhig zu. Nach mehrfachem Figurenabtausch gaben die Spieler die Partie unentschieden. Der Hamburger Reinhardt verlor schon die dritte Partie. Und zwar kam er gegen Rellstab in eine schlechte Lage. Rellstab konnte als Schwarzer auf der a= und=Reihe zwei verbundene Freibauern vorbringen. Reinhardt mußte dagegen schließlich eine Figur geben und konnte damit der Niederlage nicht mehr ausweichen. Die Partie Kieninger gegen Schmitt wurde nach langem Kampf in über sieben Stunden im Endspielstadium abgebrochen. Der Ausgang steht noch nicht fest. Der Stand nach der dritten Runde: Eliskases(Innsbruck), Engels(Düsseldorf) je 2½ Punkte; H. Herrmann(Bochum), Pros. Becker (Wien), Michel(Nürnberg) je 2 Punkte; Fienin; ger(Köln) und Schmitt(Breslau) je 1½ Punkte und 1 Hängepartie; Kohler(München), Richter (Berlin), Rellstab(Berlin) je 1½ Punkte; Kranki (Hamburg), Eisinger(Karlsruhe), Nowarra(Berlin), Koch(Berlin) je 1 Punkt; Dr. Weil(Klosterneuburg) ½ Punkt; Reinhardt(Hamburg) 0 Punkte. Die Paarungen der heutigen vierten Runde: In der heutigen vierten Turnierrunde sind die Kämpfe: H. Herrmann— Richter, Schmitt— Prof. Becker, Kranki— Dr. Weil, Kohler— Reinhardt, Michel— Eliskases, Rellstab— Eisinger, Engels— Kieninger, Koch— Nowarra. übergestanden und bekämpft haben steht die Gauschule des NSLB., auf der seit ihrer Gründung im Oktober des Jahres 1335 2789 westfälische Erzieher und 732 Erzieherinnen weltanschaulich ausgerichtet worden sind. Vier große Schlafräume, Krankenstube, Einzelzimmer, Vortragsraum, Speisesaal, Lesezimmer mit einer reichhaltigen Auswahl nationalsozialistischen Schrifttums, eine geräumige Kantine, elektrische Küche, Wasch=, Duschraum und Schießstand— an alles ist gedacht, überall herrscht Sauberkeit und Ordnung. Am 10. Oktober gelang es den Bemühungen von Gauamtsleiter Reimpell, das vordem von der SA. und HJ. benutzte alte Gebäude des früheren Detmolder Schutzenhauses zu erwerben und es zu einer Gauschule des NSLB. umzugestalten. Führende Männer von Partei und Staat haben seitdem in 49 Lehrgängen zu den Schulungsteilnehmern gesprochen, so Reichsminister Rust, der Leiter der ehemaligen Reichsschule der NSDAP., Hannes Schneider, Dr. Trimm, der Reichsgeschäftsführer der Nordischen Gesellschaft, außerdem bekannte Reichs= und Gauredner. Neben den weltanschaulichen Lehrgängen wurden auch einige rein fachliche und fachlichweltanschauliche Kurse abgehalten, so für Modellbau=, Gewerbe= und Handelslehrer, für Kolonial= referenten, Lehrer der Hitlerjugend, Musikerzieher u. a.— Außerdem wurde sie den Organisationen zur Verfügung gestellt; es fanden Wochenendschulungen der SA.=Standarte 55, ein Lager der Deutschen Arbeitsfront und der Gebietsmusikschule der HJ. statt. Während der Wagner=Festwochen und Grabbe=Tage wohnten Mitglieder des NSLB. und der NSDAP. in der Gauschule, während als Gäste u. a. im Mai 1936 formt werden, die— von nationalsozialistischem Geiste beseelt— die Jugend Adolf Hitlers zu Trägern der nationalsozialistischen Weltagschauung erziehen. Kameradschaft, Ein= und unnordnung sind die Grundlagen, auf denen bereits nach wenigen Tagen eine Lagergemeinschaft ersteht, die durch Vorträge, Aussprache, Gemeinschaftsabende und Fahrten so geschult wird, daß sie hernach als Verkünder nationalsozialistischen Gedankengutes der deutschen Jugend überantwortet werden können. Wer einmal in die„Protokolle" der Lehrgänge geschaut und aus diesen begeistert niedergeschriebenen Zeilen den neuen Geist zu lesen verstanden hat, wer weiß, daß heute bereits 99 v. H. der Erzieherschaft des Gaues WestfalenNord dem Nationalsozialistischen Lehrerbund angehört, der weiß, daß die Arbeit der verantwortlichen Männer der Gauschule des NSLB. in Detmold auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Noch gilt es 8000 westfälische Lehrer und Lehrerinnen in weiteren Schulungslagern zu erfassen. Heute beginnt der 50. Schulungslehrgang — ein Jubiläum, das von der unermüdlichen Arbeit des NSLB. im Gau Westfalen=Nord spricht und es uns zur freudigen Gewißheit werden läßt, daß unserer Jugend die Erzieher gegeben werden, die geeignet sind, eine nationalsozialistische Jugend im Sinne unseres Führers zu betreuen!——5— Sie legten ganze Stadtteile duntel 133 Einbrüche einer Verbrecherbande Duisburg. Das Duisburger Landgericht 200 Männer der Reichsschulungsburg Erwitte verpflegt und im Mai vorigen Jahres das Reichsflüchtlingslager Göttingen mit 240 österreichischen Kindern sowie in diesem Jahre 300 Junker der Ordensburg Vogelsang und 170 Teilnehmer des Reichserziehermarsches aus Westfalen=Nord, Köln, Koblenz, Bonn und Trier Aufnahme fanden. Es zeugt von dem engen Einvernehmen zwischen der Führung der Gauschule und den Organisationen der Bewegung, daß z. B. die SA.=Standarte 55, Detmold, für die gegenwärtig stattfindende Wochenendschulung der Jungerzieher u. a. 40 Tornister und volle Ausrüstungen zur Verfügung stellte. Sinn und Aufgabe der Schulung umriß Gauschulungswalter Kreisschulrat Kaul, Detmold, dahingehend, daß hier die einstmals in 42 verschieden interessierten, konfessionell, politisch und fachlich gegliederten Organisationen auseinandergerissenen 12000 westfälischen Erzieher und Erzieherinnen weltanschaulich ausgerichtet und zu Lehrern und Lehrerinnen gewird sich in den nächsten Wochen in einem Prozeß mit nicht weniger als 18 Angeklagten aus Oberhausen und Umgebung zu beschäftigen haben. Die Beschuldigten, unter denen sich auch zwei Frauen befinden, hatten sich in dem Jahre 1987 und Anfang 1938 zu einer regelrechten Diebes= und Einbrecherbande zusammengetan, die an der Oberhausen=Essener Grenze ihr Unwesen trieb. Systematisch wurden Lichtleitungen zerstört und Beleuchtungskörper zerschössen, um so ganze Stadtteile in Dunkelheit zu hüllen. Im Schutze dieser geheimnisvollen„Kurzschlüsse“ konnten die Verbrecher dann ungestört rauben. Die Bande beschäftigte sich aber auch mit Wilddiebereien. Mit Scheinwerfern wurde der Wald abgeleuchtet und das aufgescheuchte Wild erlegt. Insgesamt 133 Einbrüche und Diebstähle kommen auf das Konto der Verbrecher. Einem der Hauptübeltäter werden nicht weniger als 65 Einzelfälle zur Last gelegt, während seine erst 21 jährige Ehefrau an 22 Fällen beteiligt war. Mit der Festnahme der Bande hat eine ganze Serie von Diebstählen und Einbrüchen ihr Ende gefunden, wie man sie in Oberhausen und Umgebung in diesem Umfange noch nicht erlebt hat. Schwoate machl euestig! Seit Sonnabend voriger Woche hat die Großwetterlage eine Umgestaltung erfahren. Das Azorenhoch, das uns wochenlang kühle Meeresluft aus Nordwest zusteuerte, hat sich ganz auf den Atlantik zurückgezogen. Maßgebend für das Wetter der nächsten Zeit wird das Festlandhoch über Polen und Rußland sein, welches uns warme Luft aus südlichen Breiten heranführt. Doch bleibt das Wetter in bezug aus Niederschläge nicht ganz beständig, da der Tiefdruckwirbel bei Island stationiert bleibt und Anlaß zu gelegentlichen gewittrigem Regen geben wird. Aussichten für Ostwestsalen Mittwoch, 27..: Schwache Winde aus wechselnder Richtung, wolkig bis heiter, einzelne gewittrige Schauer nicht ausgeschlossen. Recht warm. Donnerstag, 28..: Wie Mittwoch.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Oertliche Gewitter und recht warm. au r K □ Gergsteiger ie„enDein weigen Doo Nei Möi Der# 2 beam haftei amtei bezah hatte. Kelln wied Wirt besch gleich lassen Aufe Firn sorde mehr den In Der fall woll Bor der Vor und Fra arb dav sich ver der den abe übe mo der Ge Ei die ha Di Di ve sie w. ar ich I poe po ir b# 11 C 8 Nach dem Siege über die Eiger-Nordwand dd. München, 27. Juli In schwerem Schneetreiben und trotz mörderischer Lawinenstürze haben— wie wir kürzlich meldeten— vier junge deutsche Bergsteiger den„Berg des Todes“, die Eiger=Nordwand, besiegt. Unser=Mitarbeiter hat sich mit den Bergsteigern unterhalten. In Münchener Bergsteigerkreisen und bei den Angehörigen der kühnen Eiger=Bezwinger herrschte große Freude über den Erfolg. Ununterbrochen versuchte man, sich mit den beiden Seilschaften in telesonische Andreas Heckmeier Verbindung zu setzen, aber bis in die späten Vormittagsstunden des Montag war keiner zu erreichen. Nach der Siegesfeier am Sonntagabend, bei der jeder der vier Bergsteiger sechs Schnitzel verzehrte, haben die Helden des Schicksalsbergs einen tiefen Schlaf getan und sich von den unvorstellbaren Strapazen erholt. Daß der Sieg schwer erkämpft werden mußte und auf des Messers Schneide stand, geht immer wieder aus ihren Schilderungen hervor. Heckmair erklärte, daß er und Voerg in die Wand kletterten, in der vor zwei Jahren vier Deutsche durch den Sturz ihres Kameraden Hinterstoisser tödlich verunglückt waren. Nebeneinander stiegen sie die vereisten Felsen empor und hatten Harrer und Kaspareck bald eingeholt. Die Münchener übernahmen nun die Führung. Mit Steigeisen nahmen sie eine vereiste Rinne und kamen in das steile Eisfeld, das die„Spinne“ genannt wird. Kaspareck und Harrer, die 20 Stunden früher in die Eiger=Nordwand eingestiegen waren, hatten stärker als die Münchener unter Ermüdungserscheinungen zu leiden. Ganz gefährlich war der Augenblick, als am Sonnabendnachmittag ein furchtbares Gewitter über sie hereinbrach und wilde Sturzbäche über die Wand schossen. Mit letzter Energie hielten sie sich krampfhaft im Eis der„Spinne“, dessen Schneefeld 300 Meter unter dem Gipfel liegt. Nach eigenen Worten hatten beide geglaubt, daß nun alles verloren sei. Wie durch ein sie hatten gerade noch Zeit, zwei Haken in die Wand einzurammen. Furchtbar toste das Unwetter und schlug der Hagel nieder. Für Minuten verdeckte sie eine Lawine, welche sich über ihnen teilte und Kaspareck am Arm verletzte. Biwak in 3650 Meter Höhe In 3650 Meter Höhe fanden die Bergsteiger, nachdem sie dem Geröll und den Wassermassen entronnen waren ein notdürftiges und enges Biwakplätzchen. In Sturmund Schneewehen. und bei eisiger Kälte verbrachten sie die Nacht in Hockerstellung. Mit Haken und Karabinern hielten sie sich fest. Auf einer Petroleumlampe gelang es ihnen mühsam, Kaffee zu kochen. Am Sonntagmorgen um 7 Uhr brachen sie bei tosendem Unwetter wieder auf. Die letzten 150 Meter mußten sie auf der senkrechten Wand von einer Eisrinne in die andere hinüberwechseln. Ständig bräusten noch Lawinen über und neben ihnen ins=Tal. Am Sonntagnachmittag um vier Uhr standen sie auf dem Gipfel des Eiger, während immer noch der Sturm sie wild umbrauste. Sieg nach unzähligen Opfern Nach den Tragödien, mit denen sich die Geschichte der Besteigung der Eiger=Nordwand in den vergangenen Jahren verbindet, bedeutet die Bezwingung durch Voerg, Heckmair, Harrer und Kaspareck einen Erfolg. Vor drei Jahren ließen die beiden Münchener Sedlmayer und Mehringer ihr Leben im Kampf mit der Göring in Helsingör Ludwig Vörg „Schicksalswand". Die Leichen wurden nicht geborgen. Nur General Udet, der später zusammen mit dem Schweizer Bergführer Steuri in seinem Flugzeug die Eigerwand umkreiste, sah dem Geheimnis des Todes dieser beiden Menschen ins Auge. Ein grauenvolles Bild sichtete er aus seiner Maschine unter sich auf dem Felsen. Aufrecht erforderte die Eiger=Nordwand sogar vier Todesopfer. Trotzdem rastete der kämpferische Geist der Bergsteiger nicht, um der Gewalt der Natur zu trotzen. Aber einer nach dem anderen ging den Weg des Grauens, der nicht mehr ins Leben zurückführte. Erst die bergsteigerische Leistung von Voerg, Heckmair, Harrer und Kaspareck hat den Dämon der Eiger=Nordwand verbannt. Ihr Sieg über den„Todesberg“ wird ein leuchtendes Denkmal alpinistischer Heldentaten bleiben. Rudolf Heß hat an die Erstbesteiger der Eiger=Nordwand folgendes Telegramm gerichtet:„Zu der einzigartigen Leistung der Erstbesteigung der Eiger=Nordwand übermittele ich Ihnen meine aufrichtigen Glückwünsche. Heil Hitler! Rudolf Heß.“ Opfer der Berge Wieder zahlreiche Abstürze München, 27. Juli. Wie die Deutsche Bergwacht meldet, ist am Oefelkopf der Stiläufer Hans Bader aus Mittenwald tödlich abgestürzt. Bader sackte an einer schwierigen Stelle etwa zwei Meter ab und fiel dann rücklings aus 180 Meter Höhe in eine Steinrinne, auf der er noch 60 Meter weiter abgetrieben wurde. Die dabei erlittenen Verletzungen waren sofort tödlich. Die Leiche konnte geborgen werden. Hans Bader, der im Alter von 18 Jahren stand, war ein ausgezeichneter Abfahrtsläufer und Skispringer, dessen skitechnische Leistungen in Fachkreisen allgemein anerkannt wurden. In der Südwand der Marmolata sind drei italienische Bergsteiger vom akademischen Alpenklub ums Leben gekommen. Sie brachen von Wolkenstein im Grödnertal auf und verbrachten die Nacht in der Contrin=Hütte. Frühmorgens begannen sie den Aufstieg in die etwa 1000 m hohe schwer zu erkletternde Felswand. Als die drei am nächsten Tage nicht zur Hütte zurückkehrten und Rückfragen in anderen Hütten ergaben, daß sie auch nicht nach einer anderen Seite abgestiegen waren, machte man sich auf die Suche. Ein Träger fand sie am Fuße einer Geröllhalde, fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, tot auf. Wahrscheinlich ist ein Mitglied der Gruppe beim Klettern abgestürzt und hat die beiden Begleiter bei dem über 100 Meter tiefen Sturz mitgerissen. Die drei Verunglückten waren noch am Seil. Drei Schweizer Bergsteiger gerieten außerdem auf der Großen Windgälle im GotthardGebiet in ein Unwetter und sind erfroren. Generalfeldmarschall Göring, der mit seiner Jacht„Karin II“ in Helsingör eintraf, folgt gespannt dem unvergleichlichen Spiel von Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe in der Hamlet-Aufführung auf Schloß Kronborg. Das Protektorat über das deutsche HamletGastspiel hatte der König von Dänemark übernommen Weltbild(K) Rückflug der„Nordmeer“. Dritter Atlantikflug geglückt Berlin. 27. Juli. Einige Stunden nachdem das Schwabenland=Flugzeug„Nordwind“ aus Horta(Azoren) in New York eingetroffen war, startete das Lufthansa=Hochseeflugzeug HA 139„Nordmeer“ vom Katapult der„Friesenland" zum ersten diesjährtgen Rückflug nach den Azoren. Deutsche und amerikanische Gäste wohnten dem Schleuder=Flugstart bei. Es gelang der „Nordmeer“, die 3850 Kilometer lange Strecke zwischen New York und den Azoren in 14 Stunden und 20 Minuten zu bewältigen. Damit ist auch dieser dritte deutsche Flug im Rahmen der diesjährigen Versuchsreihe zur Schaffung eines regelmäßigen Luftpostverkehrs über den Nordatlantik vollkommen geglückt. Das mit vier Junkers Schwerölmotoren ausgerüstete Hochseeschwimmerflugzeug HA 139 von Blohm& Voß hat sich dabei ausgezeichnet bewährt. Wunder haben sie das Gewitter überstanden, starrt stand eine Leiche in dem Schnee. 1936 Aole hege auter der Feiedenspalne Belgische Jugendbünde durchschauen den Welt-Jugendkongress rd. Brüssel, 27. Juli. In einer ganzen Reihe von europäischen Ländern wird seit kurzem von gewisser Seite eifrig Propaganda zur Beteiligung an einem „Weltfriedenskongreß der Jugend“ gemacht, der demnächst in New York abgehalten werden soll. In Belgien hat sich zur Vorbereitung der Beteiligung der belgischen Jugendverbände ein„Ausschuß der Entente der belgischen Jugend“ gebildet, der dieser Tage auch einen nationalen Jugendkongreß zur Werbung für die New Yorker Veranstaltung abhalten will. Obwohl sich sowohl in Belgien wie auch in anderen Ländern diese Vorbereitungsausschüsse als völlig unpolitisch zu geben suchen und die Mitarbeit der Jugendorganisationen aller parteipolitischen und religiösen Richtungen zu erhalten suchen, kann doch kein Zweifel darüber bestehen, daß man es bei ihnen mit nichts anderem als geschickt getarnten marxistischen Organen zu tun hat. Auf diesen wahren Charakter des Ausschusses der Entente der belgischen Jugend“ und damit auch des bevorstehenden New Yorker Weltjugendkongresses wird soeben von den katholischen Jugendverbänden Belgiens die allgemeine Aufmerksamkeit gelenkt. In einer Presseverlautbarung wird die Jugend ausdrücklich vor diesen dunklen Machenschaften gewarnt und die Parole ausgegeben, daß die nichtmarxistisch eingestellten belgischen Jugendverbände von dem bevorstehenden Weltkongreß entschieden abrücken. In der Verlautbarung heißt es, daß bereits der im Jahre 1936 in Genf abgehaltene sogenannte Weltfriedenskongreß der Jugend fast völlig von marxistischen Elementen beherrscht worden sei. Hieran ändere auch die Tatsache nichts, daß die auf dem Kongreß befolgten Bestrebungen auch„von Personen unterstützt wurden, die glaubten, einen ausgleichenden Einfluß ausüben zu können oder die sich absichtlich oder aus Snobismus durch extremistische Tendenzen irreführen ließen". Auch die Zusammensetzung des jetzigen Vorbereitungsausschusses beweise deutlich, daß erneut marxistische Drahtzieher am Werke seien. Abgesehen davon, daß man sich von der Veranstaltung derartiger Friedenskongresse keinerlei praktische Auswirkungen in bezug auf eine wirkliche Friedensförderung versprechen könne, müsse mit gutem Grund befürchtet werden, daß der New Yorker Kongreß dazu benutzt werden solle, um ganz bestimmte politische und ideologische Tendenzen zu propagieren. Der sogenannte Weltfriedenskongreß werde daher leicht zu einer Gefährdung des Friedens mißbraucht werden können. Im übrigen müsse dem genannten belgischen Vorbereitungsausschuß jegliches Recht, um im Namen der belgischen Jugend zu sprechen, aberkannt werden, da hinter ihm nur eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Jugendverbänden stehe. Neues aus aller Wen Zur Einsatz der Partei gegen Preisverstöße. sicherung einer geordneten Preisgestaltung in Oesterreich hat Gauleiter Bürckel nunmehr für die Unterstützung der Preisüberwachungsstellen auch den Einsatz der Partei angeordnet. Die Gauwirtschaftsberater sind angewiesen, gemeinsam mit den Preisüberwachungsstellen die Maßnahmen zu ergreifen, die zur Bekämpfung von Preisverstößen erforderlich sind. Werkstoff=Tagung in Wien. Der Verein deutscher Ingenieure im NSBDT. führt im Auftrage der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau Mitte September in Wien eine WerkstoffTagung durch. Fürst von Lichtenstein gestorben. Fürst Franz I. von Lichtenstein, der bereits im März den Thronfolger, seinen Großneffen, den Prinzen Franz Joseph, mit der Ausübung der ihm verfassungsmäßig zustehenden Rechte betraute, ist auf Schloß Feldberg im Alter von 85 Jahren gestorben. Die Regierung des Fürstentums Lichtenstein hat Fürst Franz Joseph II. übernommen. Unser Bild zeigt den Dresdener Segelflugpiloten Bräutigam, der von der Wasserkuppe bis nach Celle bei Hannover flog und eine Strecke von 275 km zurücklegte, nach seiner glücklichen Landung. Unten: Am Start auf der Wasserkuppe Weltb.(K) Fährschiff„Deutschland" beschädigt. Das Reichsbahnfährschiff„Deutschland“ ist auf seiner fahrplanmäßigen Fahrt von Saßnitz nach Trelleborg im Nebel von dem finnischen Dampfer„Ester Thorden“ angefahren worden und hat hierbei leichte Beschädigungen an der Backbordseite erlitten. Vom Omnibus erdrückt. Dadurch, daß ein Personenwagen mitten auf der Kreuzung in einem Orte hielt, wurde ein Kraftfahrzeug, das einen Omnibus abschleppte, zum Halten gezwungen. Durch einen unglücklichen Zufall legte sich das Schleppseil um die Achse des abgeschleppten Wagens und blockierte die Steuerung. Beim Anfahren fuhr daher der Omnibus gegen eine Hauswand und erdrückte einen 60 Jahre alten Mann. „Verkehrserziehung“ mit der Pistole. Ein Fall höchst unerwünschter Art von Verkehrserziehung wird aus Bremen berichtet. Als ein Radfahrer einem Kraftwagen nach Ansicht des Kraftfahrers nicht schnell genug auswich, bremste der Automobilist, sprang aus seinem Wagen und gab dem verdutzten Radfahrer eine Ohrfeige. Bei dem sich nun entwickelnden Streit zog der Kraftfahrer plötzlich eine Pistole und bedrohte damit seinen Widersacher. Die Polizei nahm den Kraftfahrer fest. Tödlicher Verkehrsunfall. Auf der Landstraße Verden—Soltau ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem ein Maurer getötet wurde, Der Anhänger des Lastzuges einer Baufirma aus Verden, der von einer Baustelle mit Gefolgschaftsmitgliedern zurückkehrte, geriet in einer scharfen Kurve ins Rutschen und kippte um, wobei die Mitfahrenden vom Wagen geschleudert wurden. Dabei wurde ein Maurer getötet. Todessturz aus dem Fenster. In Hannover stürzte sich eine etwa 69jährige Frau aus dem Fenster ihrer Wohnung und war sofort tot. Beide Beine abgefahren. In Stade war sich eine 51jährige Frau aus Cuxhaven vor den Vormittagseilzug Hamburg— Cuxhaven. Der Lokomotivführer bemerkte den Vorgang und brachte den Zug sofort zum Stehen. Es gingen aber doch mehrere Wagen über die Frau hinweg, der beide Beine abgefahren wurden. Sie erlag jedoch ihren Verletzungen. Feuer in französischem Hafen. Ein Großfeuer hat große Teile der Dockanlagen des französischen Kanalhasens Gravelines vollkommen zerstört. Der entstandene Sachschader wird auf über 20 Millionen Franken geschätzt Sieben große Warenschuppen und eine Konservenfabrik fielen dem Feuer zum Opfer. Westfälische Neueste Nachrichten Der Sport Mittwoch, 27 Juli 1938 Links: Eine prächtige Volkstanzgruppe— Mitte: Solche kräftigen Gestalten müssen auch gute Führerinnen werden— Rechts: Fahnen flattern über Breslau (Schirner) Ostmärker eingetroften Herzliche Begrüßung der Sonderzüge aus Leoben Als erster Sonderzug aus der Ostmark traf um.14 Uhr ein Zug aus dem Leobener Bezirk ein. Trotz der frühen Morgenstunden war die Bevölkerung zahlreich zur Stelle, um die Gäste in herzlicher Freude in Empfang zu nehmen. Meist waren es die Quartierwirte, die ihre „Einquartierung“ schon am Bahnhof begrüßen wollten. Flotte Marschmusik boten einen herzlichen Willkomm, so daß die Gäste sich vom ersten Augenblick an in Breslau heimisch fühlten. Der zweite um.45 Uhr eingetroffene Sonderzug kam aus Wien und brachte vor allem Hitlerjugend. In langen Reihen marschierten die jungen Kameraden, die größtenteils das weiße Hemd mit der HJ.=Armbinde trugen, neben dem Bahnhof auf. Dann kam eine starke Gruppe von Turnern in ihren hellen stahlblauen Blusen und zuletzt die„Zivilisten". Der reiche Schmuck der Häuser um den Freiburger Bahnhof und besonders der festlich geschmückte Vorplatz fanden immer wieder die verdiente Anerkennung. Unsere Boxer machen sich Klarer 12:=Sieg über den Gau Ostmark Mit den beiden Vorrundenkämpfen Nordmark—Württemberg und Westfalen—Ostmark wurde das große Gauturnier der Amateurboxer im Freiluft=Ring des Hermann=Göring=Sportfeldes am Dienstag in Angriff genommen. Bei der Bruthitze hatten es die Boxer nicht leicht; trotzdem vollbrachten sie vor 1500 ausgezeichnete Leistungen. Die 16 Kämpfe waren innerhalb von 3½ Stunden abgewickelt. Die Westfalen=Boxer befanden sich in Form und holten gegen die Vertreter der Ostmark, die seit den Frankfurter Meisterschaftstagen erhebliche Fortschritte erkennen ließen, einen jederzeit sicheren 12:=Sieg heraus. Die einzige westfälische Niederlage gab es im Federgewicht, wo der Bochumer Gänserig von dem Wiener Matthiä nach Punkten geschlagen wurde. Die beiden übrigen Punkte für die Ostmark resultierten aus unentschiedenen Kämpfen von Strangfeld(Herten) im Bantam= und des Hageners Kraft im Leichtgewicht. Ausgeglichenere Gegner waren die Boxer von Nordmark und Württemberg. Die Norddeutschen kamen nur zu einem knappen:=Erfolg, doch muß man berücksichtigen, daß sie ohne den deutschen Meister Baumgarten antraten. Nordmark und Westfalen stehen sich nun am Donnerstag, 28. Juli, in einem Kampf der Zwischenrunde gegenüber. Die Ergebnisse: Westfalen—Ostmark 12:4, Fliegengewicht: KaiserGladbeck schlägt Pichler=Ostmark u..; Bantam: Suchan(O) gegen Strangfeld=Herten unentschieden; Feder: Matthiä(O) schlägt Gänserig=Bochum u..; Leicht: Kraft=Hagen gegen Swatosch(O) unentschieden; Welter: Murach=Schalle schlägt Führer(O) nach Punkten; Mittel: Kubiak=Herne schlügt Dowan(O) u..; Halbschwer: Scharre=Recklinghausen siegt in der 3. Runde durch Disqualifikation über Lechner(); Schwer: Knorr=Wanne=Eickel schlägt Trestler(O) in der ersten Runde.o. Nordmark—Württemberg:7. Fliegen(N) schlägt Fischer(W) n..; Bantam: Prieß(N) schlägt (W) in der 1. Runde ko.; Feder: Böhler(W) schlagt Zülchner(R) u..; Leicht: Lucklinsti(R) schlägt Nanz(W) n..; Welter: Räschke(N) gegen angel(W) unentschieden; Mittel: Christmann(W) schlägt Baumann(N) n..: Halbschwer: schlägt Leiser(W) n..; Schwer: Mayer(W) Lutz(R) u. P. Breslau im Rundfunk Reichssendung heute um 16 Uhr Der Reichssender Vreslau bringt in einer Reichesendung(ohne Deutschlandsender) aue der Schlesierkampfbahn auf dem Herworg, uuung Sportfeld in Breslau die feierliche des Deutschen Turn= und Sportfestes 1938 in Breslau am Mittwoch, 27. Juli, in der Zeit von 18 bis 17 Uhr. Sehwarz Schen das werte Ter Westfalen schlug Nordmark:(:1) Die Fußball=Trostrunde nahm am Dienstagvormittag mit zwei Treffen ihren Anfang. In der Schlesier=Kampfbahn besiegte der Gau Mittelrhein die Pommernelf überlegen mit:0(:0) und der Gau Westfalen fertigte die Nordmark mit:2(:1) ab. und zwar vor 3000 Zuschauern in der JahnKampfbahn. Westfalen—Nordmark:2(:1) In der Breslauer Jahn=Kampfbahn umsäumten zunächst in der frühen Morgenstunde beim Beginn des Kampfes Westfalen gegen Nordmark rund 1000 Zuschauer die Kampfstätte. Als aber später die beiden Gaumannschaften um den Sieg kämpften, hatte sich die Zuschauerzahl auf 3000 erhöht, ein Zeichen für das große Interesse dieses Kampfes.. 4 1— M aunschaft Westfalen war mit neuer Mannschaft zur Stelle, und spielte gegen die Nordmark wie folgt: Berlau Bornemann Trawuy Büttner Kranefeld Andreas Kalwitzki Berg Schwarz Bonner Dunner Sofort nach Anstoß entwickelte sich ein lebhafter Kampf, und nach 22 Minuten Spieldauer gingen die Westfalen durch den Herner Bonner mit:0 in Führung. Der Schalker Kalwitzki erhöhte in der 33. nute auf:0, aber die Nordmark kam durch ein Tor von Panse auf:2 heran. Kurz vor dem Wechsel vermochte dann noch Kalwitzki auf:1 zu erhöhen. Mit dieser klaren Führung ging Westfalen in die Pause. Wieder waren die Mannen aus dem Lande der Roten Erde zu Beginn des zweiten Spielabschnitts leicht im Feldspiel überlegen und konnten auch den Vorsprung durch ein viertes Tor des Arminen Schwarz weiter ausdehnen. Von jetzt ab drehten die Nordmärker mächtig auf und waren auch in der letzten halben Stunde im Felde leicht überlegen. Erst in der 70. Minute korrigierte Lüdecke das Ergebnis auf :4. Weitere Treffer fielen bis zum Schluß nicht mehr, so daß Westfalen als verdienter Sieger den Platz verließ. Mittelrhein— Pommern:0(:0) Einen recht klaren Sieg feierte der Gau Mittelrhein in der Schlesierkampfbahn mit :0(:0) über Pommern. Wäre der Pommerntorwart in diesem Kampf nicht ganz groß in Form gewesen, dann wäre die Torquote bestimmt noch höher ausgefallen. Die Pommernelf wehrte sich recht tapfer, spielte auch sehr eifrig, aber der schwache Sturm konnte sich bei der vorzüglichen Abwehr des Gaues Mittelrhein nicht erfolgreich durchsetzen. Württembergs Elf weiter siegreich Den ersten großen Zuschauererfolg der Fußballrunde der Gaue hatte am Dienstagnachmittag auf der Jahn=Kampfbahn das Zwischenrundenspiel der Hauptrunde, das die Gaue Württemberg und Mitte vor 15.000 Zuschauern bestritten. Die Süddeutschen spielten mit der gleichen Mannschaft, die in der Vorrunde Westfalen ausgeschaltet hatte; und auch die Mitte=Elf trat in gleicher Besetzung wie gegen Nordmark an. Der:=Sieg der Württemberger war selbst in dieser Höhe vollauf verdient. Niedersachsen bezwang Brandenburg Auf dem sehr unebenen und harten Boden des Breslauer VfB=Platzes standen sich im zweiten Zwischenrundenspiel die Gaue Niedersachsen und Brandenburg gegenüber. Die Niedersachsenelf gewann den Kampf mit:1 (:). Beide Mannschaften boten nicht gerade ein sehr hochklassiges Spiel. Die mäßigen Leistungen müssen aber mit der drückenden Hitze entschuldigt werden. Vernas-Varther-ArSczuffen 41 spieler und 15 Spielerinnen nahmen teil Herren=Einzel Dr. Euermann(Detmold)— Brensing (Lage):3,:0,:0; Deppe(Detmold)— Herfurth (Minden):2,:3; Nienstedt(Gütersloh)— Dr. Neyer(Herford):6,:1,:0; Heyer(Bad Salzuflen)— Nietsch(Lemgo):3,:1; Schnabel (Herford)— Harborth(Herford):6,:6; Lenger (Bad Oeynhausen)— Gebbesleben(Bad Oeynhausen):7,:6; von Schleicher(Bad Oeynhausen)— Dr. Krauß(Bad Oeynhausen):6,:6; Dr. Petersen(Bad Oeynhausen)— Schmeißer (Bad Salzuflen):4,:6,:6; Nagel(Lemgo) — Carl(Detmold):1,:5; Ahlert(Gütersloh) — Wüllner(Bad Oeynhausen):1,:6,:1; Weeke(Gütersloh)— Schlak(Minden):6,:6; Kröhne(Gütersloh)— Schellin(Bad Salzuflen) :6,:6,:6; Schröder(Detmold)— Schäkel (Gütersloh):2,:4; Müller(Herford)— Alers (Detmold):2,:0; Hartmann(Gütersloh)— Möller(Detmold):2,:1; Dr. Suermann(Detmold)— Herfurth(Minden):6,:6; Nienstedt (Gütersloh)— Nietsch(Lemgo):4,:2; Harborth (Herford)— Gebbensleben(Bad Oeynhausen) :4,:6,:6; Dr. Krauß(Bad Oeynhausen)— Schmeißer(Bad Salzuflen):6,:1,:8; Nagel (Lemgo)— Ahlert(Gütersloh):6,:6; Wüllner Bad Oeynhausen)— Schlak(Minden):6,:6; Schellin(Bad Salzuflen)— Schröder(Detmold) 611,•4; Müller(Herford)— Hartmann(Gütersloh):6,:2; Schellin(Bad Salzuflen)— Müller(Herford):2,:6; Gebbensleben(Bad Oeynhausen)— Schmeißer(Bad Salzuflen):3, :3; Herfurth(Minden)— Nienstedt(Gütersloh):0,:2; Ahlert(Gütersloh)— Schlak(Minden):0,:6,:6. Im Endspiel blieb Schellin (Bad Salzuflen) über Schlak(Minden) siegreich und wurde somit Lippischer Tennismeister im Herren=Einzel. Herren=Doppel von Schleicher Dr. Petersen(Bad Oeynhausen)— Alers Schröder(Detmold) 611,:4; Burggau Brensing(Lage)— Ahlert Köhne(Gütersloh):6,:6; Jäckel Carl(Detmold)— Dr. Elvermann Heyer(Bad Salzuflen) 611,:4; Gebbensleben Wüllner(Bad Oeynhausen)— Schellin Schmeißer(Bad Salzuflen):7,:6, 11:9; Dr. Petersen von Schleicher(Bad Oeynhausen)— Ahlert Köhne(Gütersloh):6,:6; Dr. Suermann Deppe(Detmold)— Luthmann Kirchhoff (Detmold):4,:0; Schnabel Dr. Neyer(Herford) — Jäckel Carl(Detmold):8,:6; Nienstedt Schäkel(Gütersloh)— Dr. PapesMöller(Detmold):2,:3; Harborth Junker(Herford)— Hartmann Weeke(Gütersloh):7,:7; Dr. Suermann Deppe(Detmold)— Ahlert Köhne(Gütersloh):6,:6; Nietsch Nagel(Lemgo)— Herfurth Schlak(Minden):4,:6,:6; Hartmann Weeke(Gütersloh)— Nienstedt Schäkel(Gütersloh):2,:1. Im Endspiel blieben Ahlert Köhne (Gütersloh) über Herfurth Schlak(Minden) siegreich und wurden damit lippischer Tennismeister im Herren=Doppel. Damen=Einzel Frau Nopper(Lübbecke)— Frl. Beckmann (Detmold):1,:2; Frl. Wolters(Bad Oeynhausen)—. Frl. Bartelsmeier(Detmold):1,:0; Frl. Pape(Detmold)— Frl. Behrendt(Detmold):4, 611; Frl. Pecher(Detmold)— Frl. Wochau(Bad Salzuflen):6,:618 Frau Pieck (Salzuflen)— Frau Wüllner(Oeynhausen):6, :7; Frl. John(Detmold)— Frl. Hahn(Detmold):3,:3; Frl. Petri(Detmold)— Frau. Nopper(Lübbecke):2,:7,:6; Frl. Wolters (Bad Oeynhausen)— Frau Pape(Detmold):0, :0; Frl. Wochau(Bad Salzussen)— Frau Wüllner(Bad Oeynhausen):2,:2; Frl. John (Detmold)— Frl. Kopp(Herford):5,:7,:7; Frl. Kopp(Herford)— Frl. Wochau(Bad Salzuslen):2,:2; Frau Nopper(Lübbecke)— Frl. Wolters(Bad Oeynhausen):6,:10,:6. Im Endspiel siegte Frau Nopper(Lübbecke) gegen Frl. Kropp(Herford). Damen=Doppel Frl. PetrifFrl. John(Detmold)— Frl. PapesFrl. Kopp(Herford):3,:2; Frl. Nopper Weckerling Etappensieger Der Deutsche vor dem Belgier Masson in Belfort Die 17. Etappe der Tour de France wurde wieder in zwei Teilabschnitten ausgetragen. Der Weg führte die Teilnehmer von Besancon über 233 Kilometer bis nach Straßburg. Der Deutsche Otto Weckerling konnte hier nach Oberbeck einen zweiten Etappensieg in der diesjährigen Tour herausfahren. Zwar mußte er sich mit dem Belgier den Sieg teilen, da sie beide einen Sieg zu verzeichnen hatten. Der erste Teil führte von Besancon bis nach Belfort. Das Feld blieb vorerst geschlossen zusammen. Endlich gelang es dem kleinen Magdeburger Otto Weckerling, zu entwischen und vor dem Belgier Masson einen Etappensieg herauszufahren. Die zweite Tagesstrecke von Belfort nach Straßburg sah Weckerling und Masson allein in Front. In Straßburg gab es die umgekehrte Reihenfolge wie in Belfort. Es siegte der Belgier Masson vor Weckerling. Dadurch mußten sich beide den Etappensieg teilen, Das Hauptfeld blieb bis kurz vor dem Ziel zusammen. Dann setzten die Vorstöße ein, Fréchaut sicherte sich einen dritten Platz vor Tanneveau. Die Ergebnisse der 17. Etappe: Sieger: Weckerling(Magdeburg) und Masson(Belgien). Zeit:57:38 Std.; 3. Fréchaut in:00:16 Std.; 4. Tanneveau, 5. Majerus; 6. Lé Guevel, alle übrigen Fahrer auf den 13. Platz, darunter auch alle noch im Rennen befindlichen Deutschen, Wendel, Hauswald und Arents. Gesamtstand: 1. Bartali(Italien) 121:35:02 Std.; 2. Verwaecke(Belgien) 121:56:19 Std.; 3. Cosson (Frankreich) 122:05:13 Std.; 4. Vissers(Belgien) 122:11:39 Std.; 5. Clemens(Luxemburg) 122:18:56 Std.; 6. Vicini(Italien) 122:23:58 Stunden. Mit Adlertee Die Starter im„Braunen Band“ Das„Braune Band von Deutschland“ am 31. Juli in München hat wieder eine Besetzung aufzuweisen, die durchaus dem Wert des Rennens entspricht. Leider bleibt Italien nach dem Verkauf von Nearco und dem enttäuschenden Schlußgalopp von Amerina unvertreten, dafür kommen aber aus Frankreich und England einige hervorragende Könner, und weiterhin sind die Derbysieger von Wien und Prag, Bernadotte und Alcazar, zur Stelle. Mit Blasius und Vatellor sind der vorjährige Sieger und Zweite wieder dabel. Die Startliste zeigt im Augenblick folgendes Bild: Vatellor(Semblat), Abendfrieden(Zehmisch), Blasius(Streit), Gbldtaler(Narr), Le Bambino(Cherot), Trollius(Böhlke), Bernadotte (Scheibal), Antonym(Tucker), Majeran(Held), Alcazar(Esch), Il Ka Cha(Dupuit), Dardenelles(Smirko) und Adlerfee(O. Schmidt). Frl. Meyer(Lübbecke)— Frl. Petri Frl. John (Detmold):4,:5; Frl. Hahn Frl. Beckmann Detmold)— Frau Pieck Frl. Wochau(Bad Salzuflen):6,:6; Frau Nopper Frl. Meyer (Lübbecke)— Frau Pieck Frl. Wochau(Bad Salzuflen):4,:2. Die lippische Tennismeisterschaft im Damen=Doppel errangen. Frau Nopper Frl. Meyer(Lübbecke). Gemischtes Doppel Frl. Pecher Kirchhoff(Detmold)— Frl. Wochau Schellin(Bad Salzuslen):6,:6; Frl. Bartelsmeier Lutmann(Detmold)— Frau Pieck Schmeißer(Bad Salzuslen):6,:6; Frl. Kopp Schnabel(Herford)— Frl. John Deppe(Detmold):4,:4; Frl. Petri Dr. Suermann(Detmold)— Frl. Wolters Gebbensleben(Bad Oeynhausen):6,:6; Ehepaar Wüllner(Bad Oeynhausen)— Frl. Beckmann Jäckel(Detmold):3, :0; Frl. Wochau Schellin(Bad Salzuflen)— Ehepaar Wüllner(Bad Oeynhausen) 4·6,:4,:4; Frau Pape Schröder(Detmold)— Frl. Meyer Werneburg(Lübbecke):6,:4,:6; Frl. Wolter Gebbensleben(Bad Oeynhausen)— Frl. Petri Dr. Suermann(Detmold):3,:3; Frl. Wochau Schellin(Bad Salzuflen)— Frl. Wolters Gebbensleben(Bad Oeynhausen):6,:7: Frau Pieck Schmeißer(Bad Salzuflen)— Frl. Meyer Werneburg(Lübbecke):3,:6,:6. Lippische Meister im Gemischten Doppel wurden Frl. Wolters Gebbensleben(Bad Oeynhausen). Ner Möl Der# 2 beam haftei amtei bezah hatte Kelln wied Wirt besch gleich lassen Aufe Firn forde mehr den In Der sall woll Bor der Vor und Fra arb dav sich per der den abe übe mo der Ge Ei die ha Di Di ve sie w. ar ich I w A pe pe ir b 11 6 2 Westsälische Neueste Nachrichten Winke für die Hausfrau Gestürzte Kartosseln mit Tomatentunke Kartoffeln schneidet man in ganz dünne Scheiben oder Streisen und legt sie in einen flachen, mit Fett ausgestrichenen Topf. Man fügt Salz hinzu, sowie Retbekäse und übergießt mit so viel Würfel= oder Wurzeibrühe, daß die Kartoffeln bedeckt sind. Das Gericht wird auf kleinem Feuer gar gemacht. Dann stellt man den Topf in den vorgeheizten Backosen und läßt die Kartoffeln goldgelb überbacken. Der Kartoffelkuchen wird gestürzt und mit Tomatentunke gereicht. Stachelbeergrütze 500 Gramm vorbereitete Stachelbeeren läßt man in 1 Liter Wasser unter Zusatz von 225 Gramm Zucker und einem Päckchen Vanillenzucker weichkochen, dann streut man in die kochende Flüssigkeit 125 Gramm Gries, läßzt diesen unter Rühren ausquellen und rührt die Masse noch etwa 10 Minuten, nachdem man den Topf vom Feuer genommen hat. Man kann noch ein Eischnee hinzufügen. Nach dem Erkalten mit Vanilletunke zu Tisch Rauchersisch in Cremernnke In heißem Fett seingehackte Zwiebeln goldgelb anrösten. Mehl dazu geben und mit Wasser und Rahm aufgießen und sehr gut auskochen lassen. Indessen wird Räucherfisch in größere Würfel geschnitten und mit den in gleich große Würfel geschnittenen Kartoffeln in die Cremetunke gegeben, gewürzt mit Salz, Pfefser und etwas Zitronensaft und gargekocht. Gemüse-Marmeladen nicht vergessen Wenn die Obstsorten zur Herstellung von Marmeladen erschöpft sind, dann vergesse die Hausfrau nicht, daß sich aus ebenso schmackhafte Brotaufstriche und Kochzutaten herstellen lassen. Bald sind die Tomaten an der Reihe, es müssen hochreise Früchte sein. Nach dem gründlichen Waschen und Entsernen von etwaigen Stielen teilt man die „. u Aind und Pr.. Antenne Kind wittnach. 27. Juli 1938 Tomaten und zerkocht sie. Da die Früchte wasserreich sind, erübrigt sich das Zufügen von Wasser. In kochend weißem Zustande treibt man die Masse durch ein Sieb, das erhaltene Mark dickt man mit Zucker ein, aufun rechnet man ein Pfund Zucker. Frgi..2.#. verbindet sich mit dem Mart keristanzacet. Die Dauer der Kochzeit kann man nicht ganz genau von vornherein feststellen. Sie richtet sich nach dem Wassergehalt der Früchte, nach dem Zuckerzusatz und nach der Stärke des Feuers. Je rascher man eintocht, umso besser bleiben Nährwert, Geschmack und Farbe erhalten. Das Einkochen auf lebhhaftem Feuer in flachen, weiten Gesäßen ist deshalb wichtig. Wenn die Masse eine bindende Eigenschaft angenommen hat, wird das Kochen beendet. Zur Aufbewahrung der Marmelade sind am beste. Gläser oder kleine Steinguttöpfe, zu große Gefäße sind nicht vorteilhaft, weil bei längerem Stehen der angebrochene Inhalt verderben könnte. Die Marmelade wird kochend heiß in die vorher angewärmten Gesäse gefüllt. Mit dem Zubinden wartet man, bis sich der Inhalt abgekühlt hat, damit das„ol Oberfläche verdunstete wasser noch enneichen kann. Nach dem einwandfreien Verschließen sollen die Gesäße an einem trockenen luftigen Ort aufbewahrt werden. Einen Tip für besonderen Wohlgeschmack dieser beliebten Marmelade ist der, die Marmelade durch Zusatz von etwas Apfelfruchtleisch zu verseinern. Auch der Saft und die Schale von 2 Zitronen und einige Stückchen geschälter Ingwer(auf 3 Kilo Tomaten) ergeden eine seine Marmelade. Wozz,9 xo aten zur Hälfte Aepfel und zur Häifte verwenden und recht einfach ist die Einkochweise, nach der man die Fruchte abzieht und sie mit dem gleichen Gewicht von Zucker auf Feuer bringt.(Kerne entfernen!)—gha.— Werbung für die Jugendgruppen Die Mädel der Jugendgruppen des Deutschen Frauenwerkes in Essen haben eine Werbefahrt nach Geldern unternommen, um auf dem Lande für die Jugendaruppenarbeit zu werben. Dort wurde u. a. eine Abendveranstaltung durchgeführt, an der die gesamte Dorfbevöllerung teilnahm. Den Gästen wurde ein Einblick in Arbeit und Aufbau der NS.=Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks gegeben. Tänze wurden vorgeführt und gemeinsame Lieder zesungen. Im Gau Baverische Ostmark haben sich die Lehrkräfte des Mütterdienstes im Rahmen ihrer Lehrgänge für die Jugendgruppen eingesetzt. Eine Fachkraft erzielte dabei im Laufe weniger Monate die Gründung von elf Jugendgruppen im Kreise Cham, deren Mitglieder sich vorwiegend aus den Rethen der Kursusteilnehmeeinnen zusammensetzen. Wochenendschulung der Jugendgruppen Die technischen Errungenschaften der letzten Jahre haben eine große unser Leben gebracht. Wir wissen, daß es unsichtbare Kräfte gibt, die uns umsluten, ohne daß wir zuvor eine Ahnung von ihrem Dasein hatten. Tonwellen von seinster Klangfarbe durchschwingen den Aether. Ein kleiner druck— und sie sind für uns da, ein zweiter Hebeldruck— sie verschwinden für unser Ohr. Doch es gibt nicht nur Klang= und Lichtwellen, die von Sendern auf Antennen übertragen werden können, es schwingen in ungeahntem Maße auch rein seelische Wellen durch unser Leben, die wir ohne jede technischen Hilfsmittel wahrnehmen und uns dienstbar machen können. Hierzu ist in erster Linie ein seines Sinnensystem erforderlich, das diese Wellen erfühlt und dann ein kluger Wille, der sie in die nötige Richtung lenkt, um sie zu verSender und Antenne sind auch hier voneinander abhängig. Aber sie sind bereits vorhanden, und zwar ist der in einer Person. Denn jeder Mensch sendet solche Wellen aus. Der kleinste Senderaum, der jedoch weittragende Bedeutung besitzt, ist die Familie. Der stärtste Sender darin ist die Mutter und die seinste Antenne das Kind. Je jünger es ist, umso empfänglicher ist es für die großen Sender seiner kleinen Welt. Naturgemäß reagiert es durch die vielen inneren Bindungen am stärksten auf den Haupisender „Mutter“. Aber auch für die anderen Laugenossen ist die Mutter innerhalb des Hauses die Zentralstation. Sie ist das Sammeldecken, in das alle Erlebnisse des Tages vom Kinde über das Hauspersonal bis zum Vater einströmen. Dadurch wird ihr Seelenleben in die vielfältigsten Stimmungen versetzt und schwingt sich natürlich wieder aus.„ Die Mutter hat eine freudige Nachlicht erhalten: Wellen der Lebensfreude gehen von ihr aus und auf das Kind über. Die seine Antenne Kind hat ausgenommen, und der kleine Lautsprecher singt, jauchzt und plappert, Wellen des Glücks durchfluten den Raum; sie wachsen an, denn auch das Kind sendet aus und zwar sehr deutlich sichtbar in leinen strahlenden Augen und sehr gut Foto### in Für die Muter aibt es Zeiten der inneren und äußeren Störungen. Die seinschwingende Membrane der Kindesseele nimmt auch diese negativen Schwingungen schnell auf und sendet sie laut— oft in der ganzen Nachbarschaft hörbar!— wieder aus. Die Verstimmung der Mutter wächst, weil ausgerechnzi, Zezze, es nichts als Aerger gibt, da).. zu6, gher; kehrt“ ist. Die Ungemütlichkeit oder Ungezogenheit des allzu sein reagierenden Kindes hat mit den negativen Schwingungen, die von der Mutter selbst ausgehen, viel zu tun. Statt das Kind zu strafen, wäre es in diesem Falle also besser, sich selbst umzuschalten und saztzg, zu# friedene, vor allem auch aufmunternde Weuen auf das Kind überströmen zu lassen. hier Wechselwirkungen abspielen, können sie sich dis zur Unerträglichkeit steigern, wenn nicht rechtzeitig ein energischer Ruck Einhalt Zur Nachprüfung dieser„Wellentheorie“ lohnt es sich, im eigenen Leben Untschau zu halten. Sie wird ihre Bestätigung nicht nur im engsten Familienkreise, sondern darüber hinaus auch bei Fremden und Bekanntens# den. Wir sind alle Sender und Empfänger. Wie wäre es sonst möglich, daß es Menschen glbt, denen man einsach nicht böse sein kann. Zornbebend wollen wir jemand den Sianopunkt klar machen, strecken aber plötzlich wie beschämt die Waffen, weil die Wellen der Güte oder des Friedens so stark von jenem anderen ausströmen, daß die Wellen des Unmutes sofort umgeschaltet werden in versöhnliche, positwe Strömungen.„.— Umschalten— das ist even die große Kunst, die jeder Mensch, aber vor allem auch jede Mutter lernen muß. Es geht nicht so leicht wie beim Radio. Es steht kein fachkundiger Ingenieur zur Verfügung, sondern es heißt, selbst Techniker zu werden. Ein Studium ist dazu nötig, die scharfe Beobachtung der hinund herschwingenden Wellen, genaue Kenntnis der eigenen Gefühlsskala und vor allem als wichtigstes und schwerstes: Uebung im Einschalten, Umschalten und Ausschalten! Seelenkräfte hat uns eine weise Vorsehung zur Verfügung gestellt, die bei kluger Ausbildung und bewußter Anwendung Pongznge. heurer Wirkung sein können. Die Lebenswellen innerhalb der jener Unvergänglichkeit, die durch das ganze Leben der einzelnen Wer macht mit! Verstiegene Modelaunen? Frau Mode muß immer was Ausgesallenes bereit halten, weil sie sonst langweilig würde, die Eigenschaft, die sie am mei###n abscheut, um auf ihren Ruf zu sehen. un Einfällen mangelt es ihr nicht, aber nicht alle Abschied von Gespenstern und Aberglauben Hang durch eine Großwäscherei Der Gau Westsalen=Süd führt seit längerer Zeit Wochenendkurse für Jugendgruppenführerinnen durch, die jeweils stimmten Thema stehen. Während die ersten Kurse sich mit den Grundzügen der nationalsozialistischen Weltanschauung besaßzten, behandelten die Schulungen der letzten Wochen Fragen der Erb. und Rassenpflege und der Mütterschulungsarbeit. Die Teilnehmerinnnen wurden entweder in der Jugendberberge oder in der Gauschule Hattingen der RS.=Frauenschaft untergebracht. Schlagen nicht auch Sie, liebe Hausfrau, sich noch immer mit dem Vorurteil herum, daß die Wäsche, die Sie im eigenen Haushalt waschen, bedeutend schonender behandelt wird und länger hält, als wenn Sie die kostbaren Stücke Ihrer Aussteuer einer gewerblichen Waschanstalt übergeben? Gie meinen, es geht nichts über das Bleichen auf der Rasenfläche Ihres chens, über das zweimalige lange und intensive Kochen in dem vertrauten Waschkessel. Ihrer Meinung nach sind Ihr Einweichmittel, Ihr Waschpulver, Ihre Kernsetse unüvertrefflich; Ihre Waschfrau, Ihr Reibbrett haben geradezu ein Monopol für die Vorzüglichkeit Ihres Waschverfahrens. Und gar die neuen deutschen Stoffel D# spukt doch in Ihrem Gemüt eine scheuti##he Erinnerung an die Papierschürzen Anno 1918 umher, und wie die Hemden Ihres Kleinkindes zu Pudding wurden statt die Schmutzstellen loszuwerden. Dann sind Sie vor kurzem mit einer Freundin zusammengewesen, und die hat wieder von einer anderen Freundin und jene von einer Tante gehört: die neuen deutschen Mischgewebe erforderten eine besondere Behandlung: man dürfe sie nicht kochen, nicht dügeln, Spezialwaschmittel müsse man verwenden. alles das zusammengemirt ließ Sie zu dem Beschluß kommen, jetzt erst recht„Nur daheim Der Zusall oder das belehrende Schicksal führten mich in eine Gegend der Reichshauptstadt, die ich sonst selten besuche. Ich sah ein Schild an einem Haus: Reichsinnungsverband des Wäschereihandwerks. Und ein zweites, das darauf deutete, hier habe auch eine chemische Forschungsstelle ihre Zelte aufgeschlagen Statt nun brav meiner Berufsarbeit nachzugehen, habe ich meiner Neugierde nachgegeben und einen überaus interessanten und lehrreichen Vormittag verbracht. Dabei bin ich meine sämtlichen Vorurteile gegen das Haus=waschen, gegen die neuen deutschen Stoffe und gegen verschiedenes andere endgültig losgeworden. Vorerst einmal: Wußten Sie schon, daß das Waschen ein Handwerk ist, das man genau so drei Jahre lang erlernen muß wie Putzmachen, Frisieren und andere Handwerkskünste? Daß jede Wäschegesellin fünf Jahre praktisch arbeiten muß, bevor sie zur Meisterinprüfung zugelassen wird? Daß Sie also Ihre kostbaren Kopfkissen, Bezüge, Ihre Damasttischtücher nicht etwa ungeübten Händen anvertrauen? Haben Sie schon einmal so eine richtige, schöne Waschtrommel aus festem Metall und einer Innentrommel, deren echtes Kupfer mit vielen runden, glatten Löchern versehen ist, gesehen? Das erste Geheimnis einer schonenden, manierlichen Wäschebehandlung ist gutes weiches Wasser. Sie machen Ihr Wasser mittels Soda weich, weil Sie ja in der Stadt das mit Recht so beliebte Regenwasser nicht sammeln können. Die handwerkliche Großwäscherei untersucht jedes Leitungswasser auf seinen Härtegrad (er ist in Schlesien anders wie im Rheinland, in Ostpreußen von dem in Süddeutschland stark unterschieden). Erprobte chemische satzmittel enthärten Einweich=, Wasi- und Spütllaugen auf 0 Grad. Jede Seife,ig. Pulver wird vom Chemiker(der Winsenschaftlicher Forscher und amtlich beauftragter Aufsichtsmann über alle gewerblichen Wäschereibetriebe ist) geprüft, bevor sie verwendet werden dürfen. Mit Ihrer Wäsche in ein und dieselbe Trommel kommen in allen deutschen Wäschereien künstlich beschmutzte Probestretfen der Forschungsstelle: dreißig=, fünfzigmal werden sie mitgewaschen. Jedesmal ebenso wie Ihre Wäsche bei 80 bis 85 Grad zwei= bis viermal für 10 bis 15 Minuten erhitzt und dabei in Bewegung gehalten. Stundenlanges Kochen ist längst als überflüssiger schädlicher Unfug von der Wissenschaft abgelehnt. Dann erfolgt fünfbis siebenmaliges Spülen— die Trommel ist ständig in Bewegung, bis aussprudelt. Können Sie sich das Würde Ihre Waschfrau nicht streiken, wenn Sie ihr soviele Prozeduren zumuten? Die fünfzigmal gewaschenen Probestreisen von alten und neuen Stoffen, von reinen Baumwoll=, von Zellwoll= und Mischgeweben habe ich mir persönlich angesehen. Ich habe sie in der Hand gehalten, und ich kann Ihnen versichern, daß ich trotz meiner Stoffkenntnis nicht unterscheiden konnte, welcher„Fachgruppe“ die einzelnen angehörten. Ein prächtiges Stück war u. a. dabei: zart gestreiftes Muster, für Oberheinden wie geschaffen, ich taxierte es auf Zephir — es entpuppte sich als hundertprozentige Zellwolle. Und die neuen deutschen Flanelle, Ttschwäschestoffe hatten auch schon so zwanzig, dreißig Wäschen hinter sich. Der Chemiker machte sich das Vergnügen, sie durch einen Zerreiß=Apparat zu zlehen, eine kleine Maschine, die wie eine Guillotine aussteht, und die die Waschfestigkeit auf den Halbgrad genau mißt. Man kann damit feststellen, wievtel normale Wäschen ein altes oder neues Gewebe ohne Schaden verträgt. machen mit, was sie vorschlagt. Würden Sie 8. tragen: W24s Ein Häubchen ganz aus Straußensedern mit neckischem Kinnband? Ein in die Höhe strebender Federkiel wiegt sich in den Schwingungen der lebhaften Unterhaltung, die auch der Kopf mitmacht. Oder ein Paar neue Bei Regen verwandelt sich die Ropfgepegung durch einen Mechanismus in den in estanz. zu nehmenden Regenschutz. Einen ladenden, gestärkten Unterrock, der unter die neuesten, sußlangen Sommertoiletten gehört, die sich in ihrer Stoffüppigkett, gergdezu überbieten? Ein Paar blümchenbestc Handschuhe, weil die Blumen in leuchtenden Farben gerade auf den Wiesen sprießen? Oder den praktischen Brieftaschengürtel? Er zeichnet sich nicht nur durch die immer zur Hand seiende Geldbörse aus, sondern bietet in einer Sondersalte auch ein Schublädchen für wichtige Briefschaften, die man bei sich tragen muß! Eine champagnerblonde— jedes andere Blond ist außer Mode?— Lockenfrisur, die vielleicht innerhalb kurzer Zeit wieder nußbraun getönt sein muß? Appetitanregende, bunte Früchte— statt der sonst üblichen Blumen— in der Pracht des Haares? Sie sind freilich nicht zum Hineinbeißen, was tut's? Alles dies und manches andere noch sind Sommer=Modelaunen, die mit ihm vergehen, denn dann sind die großen Einfälle fur die demnächst fällige Jahreszeit wieder ernst zu nehmen!—.— Die Pflege des Badeanzuges mit Zubehör Selbstverständlich? Ja, gewiß, das sollte sie sein, die Pflege unserer Badebekleidung. Liselotte aber denkt, Wasser reinigt sowieso, wozu also den Anzug noch besonders behandeln? Manchmal tut sie so, als schwenke sie ihn etwas gründlicher in der kleinen Pfütze des Beckens, die als Notbehelf am Ausgang der Badeanstalt aufgestellt wurde... Der Bademantel wird erst in der nächsten„Saison" gewaschen, wozu auch, diese ist wegen des schlechten Wetters kaum ernst zu nehmen! Liselottchen steht auch nicht, daß ihre weide, schöne Gummtbadehaube schon ein lebhaftes Grau angenommen hat durch Herumliegen im Sande, auf Bänken im Umkleideraum usw. Einmal abseifen täte ihr gut. Die Haube wird einfach mit den nassen Gummtschuhen in das Badetuch oder den Mantel gewickelt und erst nach Stunden noch halbnaß wieder herausgezogen. Wie vergeßlich! Daß nur die Mutter nicht dahinterkommt... Reinlichkeit ist eine schöne Tugend, auch bei der Pflege unseres Badezeuges. Dem Schwimmkleid bekommt ein gründlicheres Auswaschen, vielleicht sogar einmal mit milder Seife in kaltem Wasser ausgezeichnet. Jedes Spülen nach Benutzung ist eine hogienische Selbstverständlichkeit, ebenso das Trocknen durch Wenden auf die Rückseite und Aufhängen am luftigen Ort oder im schattigen Freien. Gummthaube und Schuhe werden gut abgetrocknet und an der Luft(nicht in der Sonne!) nachbehandelt. Ist es ein Unglück, den Bademantel auch einmal vorzunehmen, wenn seine leuchtenden Farben zweifelhaft erscheinen? Er wandert zugleich mit der hellen Zeugtasche für den Strand ins Waschsaß! Freude hat man doch nur an seinen hübschen Sachen, wenn man sie vor Unansehnlichkeit bewahrt, und das geschteht durch ein wenig Pflege, die erhält. Nicht wahr, Liselotte?-ngk. Vielfach bekommt die Forschungsstelle des Innungsverbandes auch Stücke zum Beurteilen, die in einer Wäscherei trotz schonender Behandlung doch zu Schaden kamen, wenigstens sieht es danach aus. Manchmal stellt es sich heraus, daß nicht die Wäscherelgesellin sondern, wie z. B. bei einem Tüllvorhang, die liebe Sonne das große Loch fabriziert hatte. Ein andermal allerdings, wo es sich um einen neuen, erst einmal gewaschenen Monteuranzug handelte, tangte der Stoff nichts. Mit der kaputten Monteurhose bekam dann die Hausfrau ein Gutachten des Chemikers. Nun kann sie die Firma für schlechte Ware verantwortlich machen. Jeder Richter wird ihrer Klage stattlagung des Sachgebietes„Wissenschaftliche Arbeit“ In Münster fand erstmalig eine Tagunz des neuen Sachgebietes„Wissenschaftliche beit“ innerhalb der Gauabteilung Kultur Geziehung— Schulung in der RS.=Frauen: schaft statt. Die Gausachbearbeiterin wies auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit wissen schaftlich gebildeter Frauen mit dem Deutschen Frauenwerk einerseits und dem studentischen Nachwuchs andererseits hin. In Zukunft soll eine solche Tagung alle zwei Monate statt finden. geben. Der Fabrikant wird ihr anstandslos die Einbuße ersetzen und obendrein dankbar sein. Denn schließlich sind wir ja alle Menschen; jeder Fabrikation unterlaufen auch einmal Fehler, und wir wollen ja voran, wir lernen aus unseren Fehlern und machen das nächste besser, wenn wir erfahren, daß unsere ersten Werke Mängel aufwiesen. Nur durch Erfahrung werden wir klug. Mich hat der Vormittag bereichert, belehrt und bekehrt zur gewerblichen Wäscherei, zu den schönen deutschen Stofsen, und daß ich endlich von Gespenstern und Aberglauben Abschied nehme. Wenn Sie mir nicht glauben, so überzeugen Sie sich selbst. 4 I. * W Scllanisches Wirischafssiah stellen einmal zu überprüfen, zu verbessern und von nicht besonders teuer zu sein. Wer nicht F 27. Juli 1933. Der Londoner Goldpreis betrug am 26. Juli für eine Unze Feingold 141 Schilling 4 Pence= 86,6873 RM., für ein Gramm Feingold demnach 54,5876 Pence=.78545 RM. * Der pollüische Korrespondent des„Daily Expreß“ berichtet, das die Handelsvertragsverhandlungen zwischen England und Australien als susammengebrochen angesehen werden könnten. * Das 1698 gegründete Benkgeschäft Solmits& Co., Hamburg, hat sein laufendes Geschäft auf das Hamburger Bankhaus M. M. Warburg& Co..-G. übertragen. * Die Röchlingsche Eisen- und Stahlwerke G. m. b.., Völklingen, die für 1987 5(4½) Prozent Dividende ausschüttet, berichtet über eine gute Beschäftigung aller Betriebe und eine erhebliche Ausfuhrsteigerung. Im Zuge der Arisierung in der Ostmark ist die Uebernahme von und die Beteiligung an Geschäften und Betrieben möglich. Interessierte Kreise, auch aus dem Altreich, können sich an die Dienetstelle des Gauleiters Bürckel, Wien, Parlamentsgebäude, wenden. * Die oHV. der Pfeilring-Werke AG., Berlin, genehmigte unter Protest eines Aktionärs, der eine Dividendenerhöhung auf 8 Prozent verlangt hatte. den Abschlus für 1937/38 mit 4(2¾) Prozent Dividende. * Die„Nordstern Allgemeine“, die seit längeren Jahren in Oesterreich arbeitet, hat das bieher von der italienischen Versicherungs-Gesellschaft„Flume“ in Oesterreich betriebene Sachgeschäft übernommen. * Die Deutsch- Amerikanische Petroleum- Gesellschaft in Hamburg hat ihre Verkaufsorganisation auch auf die Ostmark ausgedehnt und zu diesem Zweck das dortige Pumpennets der Vacuum Of1 Company, Wien, übernommen. Die Entlastung der Reichsbank ist in der dritten Jali-Woche, wie sich aus dem Ausweis vom 28. Juli ergibt, in normalem Ausmaß fortgeschritten. Die Deckungsbestände der Reichsbank weisen bei einem kleinen Rückgang der deckungsfähigen Devisen um 0,8 mit rund 76,1 Mill. RM, keine nennenswerte VerAnderung auf. Wirtschaltsnachrichten d. Bleiefelder Baugesellschaft 40. I.., Bielefeld. Eine 7. Liquidationsrate von 10 Prosent abzüglich Kapitalertragssteuer= 37 RM. für die Aktie wird bei der Dresdner Bank, Filiale Bielefeld, gegen Einreichung der Aktienmäntel ausbezahlt. d. Saatstelle der Landwirtschaft der Provinz Westfalen Al., Herford. Das Geschäftsjahr 1987 brachte eine weitere Umsatzsteigerung. Die 15. ordentliche Hauptversammlung hat beschlossen, für das Geschäftsjahr 1987 einen Gewinnantell von 5(4) Prozent zu verteilen. Der neugewählte Aufeichtsrat besteht aus Dr. Max Lochte(Haus Vortlage), Hugo Schuchard(Gut Neu-Calenberg), Paul Blume(Loerbrockshof), Robert Meyer au Eißen(BlelefeldSchildesche) und aus Frans Reismann-Schürmann (Buldern). Brikettdörfer stellen eich vor. Die drei Verkaufsvereinigungen des deutschen Braunkohlenbergbaues haben zusammen mit dem Reichekrganertun für Teohnik in der Landwirtschaft die Patensentt über zehn„Brikettdörfer“ in Deutschland übernommen. Auf Kosten der Verkaufsvereinigungen wurden in den Bauernhöfen die Herde, Oefen, Waschkessel und Futterdämpfer umgebaut, so daß jetst statt der meist üblichen Holsfeuerung die Braunkohlenbriketts möglich ist. De die Versuche gezeigt haben, daß die Heizfähigkeit der umgebauten Feuerstellen gegenüber den alten bedeutend besser ist, haben sich die Bauern entschlossen, den Umbau entstandenen Kosten an die Verkaufsvereinigungen ebrudecken und die umgebauten Feuerstellen zu übernehmen. Ihr Beieplel soll die anderen Bauern anregen, ihre Feuerstellen einmal zu überprüfen, zu verbessern und von der Hols- ver Brikett- oder Kobleleuerung überzugeben. Sommerliche Speisekarte. Bei der Auswahl der Gerichte für den Mittage- und Abendtisch verfügt die Hausfrau im August, wie immer im Sommer, über eine reichhaltige Auswahl. Frisches Gemüse, wie Blumenkohl, Gurken und Tomaten lassen sich zu schmackhaften, leicht verdaulichen Gerichten ausammenstellen, die noch dazu den Vorzug haben, nicht besonders teuer zu sein. Wer nicht Fleisch eusen will, Rindfleisch gibt es übrigens reichlich, der greife zum Fisch, und swar sum Hering, der in diesen Monaten in besondere großen Mengen geliefert wird. Wir essen ihn zum Mittag als Hering mit Pellkartoffeln oder abends als Bücking oder in Marinade. Für die bei jung und alt während der heißen Tage besonders beliebten Nachspeisen stehen uns jetst für Grütse, Pudding und andere Süßspeisen Sago, Graupen und deutsches Puddingmehl zur Verfügung. Aus der Nachborsche!? Gütersloh, Kr. Wiedenbrüchk Aussicht auf eine gute Ernte Die Gemüsekukturen haben sich krättig entwickett Die Wintergerste ist gemäht, die Roggenernte hat begonnen. Jetst läßt sich schon ein Urteil fällen, wie unsere Ernte ausfallen wird. Zwar gibt das Wetter der letzten und allerletzten Wochen oft einen Ausschlag nach oben oder unten, aber es kann doch den Gesamtertrag nicht mehr allzu stark beeinflussen, wenn man von örtlichen Unwetterkatastrophen absicht. Eine alte Bauernregel sagt: „Auf den Juni kommt es an, wo die Ernte soll bestahn.“ Das beißt, das Juniwetter ist für den Austall der Erate masgebend. In diesen Monat fällt die entscheidende Entwicklung des Getreides, dann steht die Masse der Getreideblätter mit ihren hohen Feuchtigkeitsansprüchen auf den Feldern. In dem durchweg nicht heißen Frühjahr war die Bodenleuchtigkeit geschont worden, und im Juni dlelen susreichende Niederschläge. So konnten Anfang Juli die amtlichen Berichterstatter des Statistischen Reichsamte den Stand der Getreidearten als recht gut beurtellen. Die Noten liegen näher bei gut als bei mittel. Die Fläche des Winterroggene ist um 1,6 v.., die des Winterweisens um 4 v. H. größer als im Vorjahr, während sie bei Wintergerste soger um 9,4 v. H. größer ist. Unter dem Reichsdurchschnitt liegen die Begutschtungsziffern des Getreides in Ostpreußen, in Pommern und in Westdeutschland, über dem Reichsdurchschnitt vor allem in Schlesien und in ganz Süddeutschland. Die Abweichungen sind jedoch überall nur gans gering. Kartoffein und Rüben stehen gut Auch den Kartoffein ist das feuchte Juniwetter recht gut bekommen. Sie haben die durch das halte Frühjahr bewirkten Verzögerungen in der Entwicklung voll aufgeholt. Sie weisen einen ebenso guten Stand auf wie im vorigen Jahre, das uns eine Rokordernte von 55 Mill. Tonnen brachte. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Gebieten sind gering, in den Hauptanbaugebieten ist der Stand gleichmäßig gut. Da die Kartoffeln nach der Blüte gern viel Feuchtigkeit haben, und der Juli bisher nicht niederschlagsarm war, dürften sich die Bestände entsprechend gut weiterentwickeln. Auch die Zuckerrüben stehen so gut wie im vorigen Jahr, desgleichen die Futerrüben. Bei ihnen hat ebenfalle der Juni gutgemacht, was das Frühjahr verdarb. Gute Durchschnittsernte an Heu Obwohl die Heuernte durch die Kälterückschläge um 10 bis 14 Tage später einsetste und dann durch die Regenfälle im Juni versögert wurde brachte sie doch mit dem ersten Schnitt 24,99 Mill. Tonnen. Sie bleibt dabel zwar etwas gegenüber der überdurchschnittlichen Heuernte des Vorjahres, die 25.85 Mill. Tonnen brachte, aurück. Aber es ist doch, alle Schnitte susammengenommen, mit einer guten Durchsohnittsernte zu rechnen. Auch Im Lande Oesterreich, in dem erstmalig die Ermittlung vorgenommen wurde, konnte eine ernte eingebracht werden, obwohl die Erträge#e Flächeneinheit etwas gegen den Durchsohnitt des alten Reiches zurüokbleiben. Besonders gute Ergebnisse weisen überall Klee und Luserne auf. Die Viehweiden und Wiesen stehen in gutem Wucne, wenn sie auch den Stand des Rekordfutterjahres 1936 nicht erreichen. Gemüsekulturen gut entwickelt Für die Gemüsekulturen wurde aus fast allen Tellen des Reiches eine Verbesserung des Wachstumestandes gemeldet. Sie betrug gegenPPr## Stand im Mai bei Rotkohl, Kohlrabt, Saiat, Zyiebel und Möhren(Karotten) drei bie fünf Punkte, bei den übrigen Gemüsearten ein bis rwei Punkte. Allein der Stand der Gurken hatte sich verschlechS tert, während bei Tomaten keine Verbesserung festzustellen war. Die Kohlarten haben sich vor allem in Berlin, Schlesien, in der Provins Bachsen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern, Württemberg und Baden besser weiterentwickelt. Im Magdeburger und Anhalter Zwiebelanbaugebiet verbesserte sich der Stand der Zwiebeln um fünf und seche Punkte, ebenso verbesserte er sich stark im Anbaugebiet der Mals. Magere Obsternte zu erwarten Die Frostechäden des Frühjahrs und die mangelhafte Befruchtung durch Insekten, die infolge der Kälte während der Blüteselt sehr träge flogen, bewirken natürlich eine starke Ertragsminderung beim Obet. Der Wachstumsstand der Aepfel ist noch einigermaßen befriedigend in den Regierungsbezirken Westpreußen(Weichselniederung), Stettin und Köslin, in Hamburg und in Oesterreich. Sonst liegt er überall unter mittel. Aehnlich ist es bei den Birnen. Der Stand der Süßkirschen ist in allen Tellen des Reiches unbefriedigend. Verhältnismäßig wenig haben die Sauerkirechen unter den Frösten gelitten, so das mit befriedigenden Erträgen zu reohnen lst. Pflaumen, Zwetschgen und Walnüsse werden durchweg mittel bis gering beurteilt. Bei Pfirrichen und Aprikosen kann mit nennenswerten Erträgen überhaupt nicht gerechnet werden. Für die Süßkirschen liegen sohon Ertragsschätzungen vor. Der Durchschnittsertrag je Baum wird auf 2,7 kg geschätat, gegenüber 14,9 kg im Jahre 1987 und 18,8 kg im Jahre 1838. Schlachtviehmärkte Kölner Schlachtviehmarkt vom 26. 7. 1938. Auftrieb: 1093 Rinder, 1081 Kälber, 175 Schafe, 4814 Schweine. Verlauf: Rinder und Kälber sugeteilt, Schafe ruhig, Schweine zugetellt. Preise: Ochsen a) 44—45, b) 40—41, c) 36, d) 28—29; Bullen a) 43, b) 38—39. c) 34; Kühe a) 42—43, b) 87—39, c) 32—83, d) 28—25; Färsen a) 48—44, b) 40, 6) 34—35; Kälber Sonderklasse 78; andere Kälber 2) 63, b) 57, e) 48, d) 88; Lämmer und Hammel bs) 48—62; Schafe e) 40—42; Schweine a) 60, b1) 59, b2) 58, o) 56, d) 53; Sauen gl) 57, ge) 55. Berliner Schlachtviehmarkt vom 26. 7. 1933. Auftrieb: 500 Rinder, 1883 Kälber, 3092 Schafe, 14 271 Schweine. Verlauf: Rinder zugeteilt, Ausstichtlere über Notis; Kälber, Schafe, Schweine verteilt. Preise: Ochsen a) 44, b) 40, c) 35, d) 28; Bullen a) 42, b) 38. c) 88, d) 96; Kühe a) 42, b) 88, o) 32, d) 22—24; Fürsen a) 48, b) 89, o) 34, d) 27; Kälber Sonderklasse 68—78; andere Kälber a) 63, b) 57, c) 48, d) 86; Lämmer nud Hammel 81) 50, as) 50, bi) 46—48, o) 41—43, d) 35—40; Schafe e) 40, f) 87—40, g) 25—30; Schweine a) 57! b1) 56½. b2) 55½, e) 53½, d) 50½, e) bis 50½; Sauen gl) 54½, ge) bis 55½; Altsohneider 54½; Eber 43. Tödlicher Verkehrsunsal! in Fried: In Friedrichsdorf ereignete sich vor einigen Tagen ein tödlicher Verkehrsunfall dadurch, daß der 56jährige schwerhörige Hermann Verlstessen aus Avenwedde von einem Motorradfahrer angefahren und zu Boden gerissen wurde. Der Verunglückte erlitt einen doppelten bruch. Obwohl man ihn sofort dem St. Elisabeth= Hospital in Gütersloh zuführte, ist er dort an den Folgen der schweren Verletzung noch am Nachmittaß gestorben. Der Verunglückte war Vater von acht Kindern. Der Fahrer des Motorrades zog sich außer einigen Schrammen nur eine Fußverletzung zu. Die Soziusfahrerin kam mit dem Schrecken davon. Kannitz, Bersonen!: den Triebwagen der Teutoburger=Wald=Eisenbahn erst kurz vor dem Bahnübergange. Obwohl er sofort stark bremste, konnte er infolge der erheblichen Geschwindigkeit den Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen, so daß ein Zusammenstoß unvermeidlich war. Der Kraftfahrer riß den Wagen scharf nach rechts herum, streifte den Triebwagen und landete im Graben neben dem Bahndamm. Zum Glück kamen Personen bei dem Unglück nicht zu. Schaden. Nur die Karosserie der Personentraftwagens, der aus Neuß stammte, wurde beschädigt und auch der Triebwagen der TWE. zeigte einige schrammungen.(95) Stadt und Kreis Herford Ennigloh. Pserd von Lokomotive ersaßt. An der Eisenbahnüberführung Herbert=Norkus=Straße wurde gestern mittag ein Pferd von der Lokomotive eines Sonderzuges ersaßt und buchstäblich in Stücke gerissen. Bekanntlich treunen sich in der Nähe dieser Ueberführung die Eisenbahnlinien Bünde—Lübbecke und Bünde—Osnabrück. Nachdem ein Zug die Strecke Bünde—Lübbecke passiert hatte und der Schrankenwärter die Schranken wieder öffnete, nahte aus Richtung Osnabrück ein Sonderzug. Das Pferdefuhrwerk eines Beuchmühlener wohners fuhr in diesem Augenblick uber die Bahnlinie. Die Lokomotive des Sonderzuges ersaßzte das Pferd, eiß er aus seinem Geschirr und schleifte es etwa 50 Meter über den Bahnkörper fort. Dort wurde der Zug angehalten, da noch keine Einfahrt für ihn gegeben war. Devisenkurse Teem Auscttunn## Dae Amsterdam-Rotterdam 136,79 Brüssel-Antwerpen 42.06 Helsingfore nhan un August September 10.44 10.55 10.65 10.74 13 ull 1836........— Tendenz: sehr stetig, Bremer Raumwolle— lokos 10.57 Helsingfors Kopenhagen Kowno London Madrid New Vork Oso Paris Prag Reval 84.6 41.94 12.246 137.00 42.16 544 84.70 42.02 12.275 Berlin, 26. 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